Jahresbericht 2008 (PDF) - Silea

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Jahresbericht 2008 (PDF) - Silea

Jahresbericht 2008


Inhalt

2 Silea · Jahresbericht 2008

Seite

Stiftungsrat 1

Wer niemals abhebt wird

nirgendwo landen 1

Geschäftsleitung 2

Ausrichtung und Alltag 2

Bereich Wohnen und Tagesstruktur 3 – 6

Selbstbestimmung:

Herausforderung für alle! 3

See- und Landhaus 4

Wohnhaus Moos 5

Hohmadpark 5

Tagesstruktur 6

Bereich Produktion und Infrastruktur 7–10

Arbeit ist wichtig 7

Abteilung Seeblick, Glütschbach

und Kander 8

Abteilung Aare 9

Technischer Dienst 10

INSOS Securit Arbeitssicherheit 10

Bereich Finanzen und Administration 11–19

2008 – das Jahr der Wandlung 11

Jahresrechnung 12–14

Revisionsbericht 15

Spendenliste 2008 16

Sekretariat 17

Personaldienst 18

Hauswirtschaft 19

Anlässe 20

Besondere Anlässe 20

«Menschen brauchen Menschen –

Darum helfen Menschen behinderten

Menschen...»

Rolf Wiggenhauser

«‹Jeder Mensch will notwendig sein› hat

der bekannte deutsche Sozialpsychiater

Klaus Dörner gesagt. Die SILEA bietet mit

ihren Werkstätten und Ateliers eine

Grundlage, dass sich auch stark beeinträchtigte

Menschen als ‹notwendig›

erleben können.»

Hugo Laager

«Hilfe zur Selbsthilfe: die Fähigkeiten

fördern und Menschen nicht nach den

Defiziten beurteilen.»

Heidi Meyer

«Grundsätzlich betrachte ich mich, was

Familie, Arbeit und persönliches Umfeld

anbelangt, als privilegiert. Deshalb ist es

für mich eine Selbstverständlichkeit, etwas

meiner Zeit für sozial schwächere und im

Falle der SILEA für körperlich und geistig

behinderte Mitmenschen einzusetzen. Im

Rahmen dieses Engagements gemachte

Begegnungen und Erfahrungen haben schon

mehrmals dazu beigetragen, die Wichtigkeit

und/oder Dringlichkeit von Vorkommnissen

im Alltag zu relativieren und ich

möchte dies auf keinen Fall missen.»

Hans-Rudolf Burkhard

«Meine verstorbene behinderte Tochter

wollte eigentlich in die SILEA eintreten,

weil sie erwartete, dass die Bedürfnisse

behinderter Menschen hier ernst genommen

werden. In ihrem Gedenken möchte

ich im SILEA-Stiftungsrat dazu beitragen,

dass die guten Angebote erhalten bleiben,

auch wenn im Sozialwesen heute ein

kalter Wind weht. Wichtig ist, dass den

Bewohnerinnen und Bewohnern als

vollwertige Menschen begegnet wird.»

Anton Genna


Stiftungsrat

Wer niemals abhebt wird nirgendwo landen

Liebe Freunde der SILEA

ihnen, liebe leserinnen und leser, ist es sicher auch

schon oft so ergangen: man hebt ab, hat Visionen

und muss sich dann doch wieder auf das konzentrieren,

was machbar und realisierbar ist. Trotzdem

ist es wichtig, Visionen zu haben, «abzuheben»!

Die arbeit im Stiftungsrat war im vergangenen Jahr

geprägt durch die Diskussionen mit der Geschäftsleitung

über die strategische ausrichtung unserer

Silea. Zuerst ging es darum, die Stärken und

Schwä chen aufzuzeichnen. Dabei konnten wir feststellen,

dass die Stiftung Silea ganz viele Stärken

hat. Sie ist, wie das leitziel sagt: menschlich, professionell,

effizient. aber trotzdem können wir

die augen nicht davor verschliessen, dass sich der

aufgabenbereich der Silea auch immer wieder

verändert und hoffen, dass Veränderungen auch

eine Chance sind. Wir feiern in diesem Jahr das

40-jährige Bestehen unserer geschützten Werkstatt.

Bei uns arbeiten Betreute, die von anfang an

dabei waren. Sie sind älter geworden und ihre Bedürfnisse

haben sich verändert. Durch die Schaffung

der Gruppe Glütschbach konnten wir uns auf

diese veränderten Bedürfnisse einstellen. auch im

Wohnbereich hat sich die altersstruktur verändert.

Wir legen Wert darauf, dass die Wohngruppen

auch bezüglich des alters der Betreuten durchmischt

sind. lediglich wenn die Pflegebedürftigkeit

zu gross wird, müssen wir nach anschlusslösungen

suchen. Hier stehen wir in Kontakt mit institutionen,

die eine Pflege rund um die Uhr gewährleisten

können. Uns geht es vor allem um das Normalitäts-

prinzip: auch Menschen ohne Beeinträchtigungen

werden im alter oft zu Pflegefällen und können

nicht mehr zu Hause versorgt und gepflegt werden.

Ganz intensiv haben wir uns mit den verschiedenen

Wohnformen befasst. Durch die intensive Förderung

von Menschen mit einer geistigen Behinderung

ist das Bedürfnis nach alternativen Wohnformen

wie ein begleitetes Wohnen gestiegen.

insbesondere in diesem Bereich hat der Stiftungsrat

Visionen und Pläne. Dankbar sind wir, dass wir jetzt

auch Ferienplätze anbieten können. Dies ist von

elternseite her ein langgehegter Wunsch der in

erfüllung ging. Was ist mit extern wohnenden Betreuten,

wenn die Betreuungsperson krank wird

oder einmal Urlaub machen möchte? Jetzt besteht

die Möglichkeit, vorübergehend ein Ferienzimmer

zu belegen.

Zum «abheben» brauchen wir ihre Unterstützung:

als auftraggeber um den Produktionsbetrieb aufrecht

zu erhalten und die arbeitsplätze für unsere

Mitarbeitenden mit Beeinträchtigung zu sichern;

als angehörige unserer Betreuten; als Freunde und

Spender der Silea. aber vor allem auch die Unterstützung

der Gesundheits- und Fürsorgedirektion

des Kantons Bern.

im Namen des Stiftungsrates danke ich allen, die

dazu beitragen, die Stiftung Silea erfolgreich zu neuen

Zielen zu führen. allen voran der Geschäftsleitung

und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

• Heidi Meyer, Präsidentin Stiftungsrat

Stiftungsrat v.l.n.r. Rolf Wiggenhauser, Ressort Infrastruktur; Hugo Laager, Ressort Personelles; Heidi Meyer, Präsidentin, Ressort Öffentlichkeitsarbeit/Marketing;

Hans-Rudolf Burkhard, Ressort Finanzen; Anton Genna, Ressort Leistungen an Betreute

Silea · Jahresbericht 2008 1


Marianne Wälti

Nigg Ruedin

Hans-Rudolf Zaugg

2 Silea · Jahresbericht 2008

Geschäftsleitung

Ausrichtung und Alltag

Das Jahr 2008 vollendete ein Jahr und fünf Monate

der Zusammenarbeit in der «Neubesetzung» der

Geschäftsleitung. Das vom Stiftungsrat lancierte

Stra tegieprojekt hat uns Gelegenheit geboten, uns

intensiv über die ausrichtung der Silea auseinan-

der zu setzen und ein gemeinsames Verständnis

darüber zu erarbeiten, wie wir unsere Ziele erreichen

wollen. Dabei hat sich ein gemeinsames

anliegen wie ein roter Faden durch unsere Diskussionen

gezogen. Nämlich die Bedürfnisse der Menschen

mit einer Beeinträchtigung zu erkennen und

eine optimale lösung dafür bereit zu stellen. in diesem

Sinne haben wir in aktuellen Themen zu lösungen

gefunden, respektive bereits bestehende

ausrichtungen bestätigt:

• es können Menschen mit einer Beeinträchtigung

jeden alters in der Silea wohnen und arbeiten.

• Wir sind eine institution für Menschen mit geistiger,

psychischer und / oder mehrfacher Beeinträchtigung.

• Wir betreiben keine Pflegeabteilung, bieten jedoch

aktive Unterstützung bei der Suche nach einer an-

schlusslösung.

• Wir bieten niederschwellige arbeitsplätze an, des-

halb sind wir nicht aktiv bei der integration in den

1. arbeitsmarkt.

• Wir verstehen uns als Personalvermittlerin zwischen

Unternehmen und Menschen mit einer Beeinträchtigung.

Menschlich wollen wir den Menschen mit Beeinträchtigung

täglich begegnen, so dass eine familiäre

atmosphäre das leben in der Silea prägt.

Professionell soll die Begleitung, Beratung und

Förderung erfolgen, damit jedes einzelne seinen

Ressourcen vertrauen und sie nutzen kann.

Effizient wollen wir die Unternehmensprozesse

gestalt en und dadurch die uns zur Verfügung stehenden

finanziellen Mittel optimal einsetzen.

Die Belegung der zehn Doppelzimmer ist für alle

Beteiligten befriedigend, weil die jeweiligen «Pärchen»

sich über die Jahre des Zusammenlebens aneinander

gewöhnt haben. eine neue Kombination

hat diese positive ausgangslage nicht. Frei werdende

Betten in Doppelzimmern sind schwierig zu belegen.

Wir nehmen das anliegen von zusätzlichem

Platzbedarf für die auflösung der Doppelzimmer

als dringliches anliegen mit in die Zukunft.

ab 1. Januar 2008 ist die GeF neue leistungsvertragspartnerin.

Damit verbunden erfolgt ebenfalls

die Umstellung zur Gegenwartsfinanzierung.

Die GeF hat mit dem leistungsvertrag 2008 erfreulicherweise

unserem antrag auf Betreuungs- und

Platzzuschläge teilweise entsprechen können. Damit

konnten wir der stetigen Nachfrage entsprechend

fünf zusätzliche arbeitsplätze für Menschen

mit einer psychischen Beeinträchtigung in der abteilung

aare schaffen. Weiter konnten wir für die

arbeitsgruppe Glütschbach geeignete Räumlichkeiten

finden. Zudem konnten wir einen Teil des

zunehmenden Betreuungsbedarf im Bereich Wohnen

und Tagesstruktur decken.

Menschen haben in der SILEA Spuren

hinterlassen…

Durch die Spuren des intensiven engagements und

des wohlwollenden Mittragens haben die Mitglieder

des Stiftungsrates das Bestehen und die Weiterentwicklung

der Silea geprägt. Zur abwicklung

der Geschäfte hat der Stiftungsrat in sieben ordentlichen

Sitzungen getagt und die einzelnen Mitglieder

des Stiftungsrates waren ebenfalls in zahlreichen

Ressortsitzungen eingebunden.

Tagtäglich haben unsere auftraggeber ihre Spuren

in der Silea hinterlassen und dadurch rund 200

Menschen mit einer Beeinträchtigung eine sinnvolle

arbeit ermöglicht.

Die Zeichen des Vertrauens, welche wir auch im Jahr

2008 durch die eltern, angehörigen und die gesetzlichen

Vertreter erfahren durften, schätzen wir sehr.

Wir würdigen jene Menschen, welche durch ihren

letzten Willen Spuren hinterlassen haben und gedenken

an:

• edwin alfred Krebs sel.

• Klara ida Bieri sel.

• Hedi liechti sel.

• Fritz Roth sel.

Wir sind dankbar und schätzen all die unterschiedlichen

Formen der Unterstützung, des engagements,

des Vertrauens und der Zusammenarbeit in

besonderem Masse!

• Marianne Wälti,

Bereichsleiterin und Mitglied der Geschäftsleitung


Nigg Ruedin

Bereich Wohnen und Tagesstruktur

Selbstbestimmung: Herausforderung für alle!

ein Bewohner, nennen wir ihn S., steht vor der

grossen Frage: «Heute abend bin ich eigentlich

müde und möchte gerne in meinem Zimmer Musik

hören, aber am Donnerstag gehe ich jeweils ins

Papillon, wo sich einige Mitbewohner und meine

Freundin zu einem gemütlichen Stelldichein treffen,

Kaffee trinken, einen Schwatz halten und das

Neueste austauschen.» Hin- und hergerissen tigert

er durch die Wohngruppe und weiss selber nicht

was er will. Der Mitarbeiter der Wohngruppe spricht

ihn beim abräumen des Nachtessens an und bespricht

die Situation mit ihm. S. will seine Freundin

treffen, sonst verliebt sie sich in einen anderen.

Seine Verlustängste sind gross.

Jetzt ist einfühlendes Verstehen, die Gefühle des

Gegenübers möglichst genau und sensibel zu erfassen

nötig. ebenso Wertschätzung und echtheit

dem anderen Menschen als Person zu begegnen.

aber wie können wir Menschen mit einer Beeinträchtigung

Raum und Zeit geben um selber heraus

zu finden wer sie sind und was sie wollen?

in einer internen Weiterbildung mit Marlies Pörtner

mit dem ganzen Personal des Wohnbereiches haben

wir intensiv darüber nachgedacht dieser Herausforderung

zu begegnen, wie wir den Denkweisen,

den Gefühlswelten und dem Verhalten von

Menschen mit einer geistigen Beeinträchtigung gerecht

werden können. es gilt ihr Selbstkonzept zu

stärken und ihnen zu ermöglichen eigene erfahrungen

zu sammeln.

im Betreuungskonzept Wohnen der Silea steht

folgende aussage:

«Wir geben den Betreuten die Möglichkeit ihre

Würde, ihr Selbstbestimmungsrecht und ihre sexuelle

integrität zu entwickeln und zu verwirklichen.

Wir achten unsere Betreuten als erwachsene Menschen

und pflegen eine Beziehung in partnerschaftlicher

art.»

aber: Selbstbestimmung sorgt auch bei eltern und

gesetzlichen Vertretern von Menschen mit geistigen

Beeinträchtigungen für eine gewisse Verunsicherung.

Darf S. mit seiner Freundin in ihrem

Zimmer auf der Wohngruppe ihre Zweisamkeit geniessen

und auch ihre eigenen Wünsche ausleben?

Hier gilt es sorgfältig und gemeinsam mit allen Betroffenen,

insbesondere Familienangehörigen und

gesetzlichen Vertretern, eine lösung zu suchen.

Klar wollen wir versuchen die Betroffenen vor Frustrationen

und negativen erfahrungen zu schützen,

aber deswegen sollen sie nicht vom leben ausgeschlossen

sein. einen Rahmen zu finden, wo Bewohner

und Bewohnerinnen selber entscheiden

können ist oft schwierig und braucht gute gegenseitige

absprache und information. Wir sind aber

der Meinung, dass sich dieser aufwand lohnt.

es geht darum wie wir den unterschiedlichen Beeinträchtigungen

Rechnung tragen können und

Raum geschaffen werden kann für die eigenen

Ressourcen. ebenso gilt es Wege zu finden ihre Fähigkeiten

zur Bewältigung der Realität zu nutzen

und zu unterstützen. Das gemeinsame Gespräch mit

S. hat einer möglichen lösung den Weg geebnet:

in absprache mit der anderen Wohngruppe treffen

sich die beiden auf der Wohngruppe von S. und

hören sich gemeinsam Musik an. Der Mitarbeiter

der Wohngruppe sucht auch das Gespräch mit der

Mentorin der anderen Wohngruppe um gemeinsame

abmachungen zu treffen. So gelingt es dass

S. seine Ruhe zusammen mit der Freundin findet,

seine Verlustängste eingrenzen kann und für sich

selber eine gute lösung findet.

«Erfahrungen sind die essbaren Früchte

aus dem Dschungel der Erinnerungen.»

Peter Horton

es braucht vom ganzen Umfeld Flexibilität, Offenheit

und Gesprächsbereitschaft um tragfähige lösungen

zu finden. Selbstbestimmung zu erleben

und eigene erfahrungen machen zu können ist kein

leichter Weg, manchmal auch ein schmerzhafter,

der oft über mehrere Gesprächsrunden führt. ich

möchte allen danken, die sich auf diesen Weg begeben!

• Nigg Ruedin,

Bereichsleiter und Mitglied der Geschäftsleitung

Silea · Jahresbericht 2008 3


Nigg Ruedin

4 Silea · Jahresbericht 2008

Bereich Wohnen und Tagesstruktur

See- und Landhaus

Die Veränderungsprozesse in der alterung der

Bewohnerinnen und Bewohner sind am Hännisweg

sehr deutlich. Fragen zur Pflegebedürftigkeit und

Pensionierung von Menschen mit Beeinträchtigungen

wurden mit dem Stiftungsrat und der Geschäftsleitung

intensiv diskutiert.

Folgende Grundsätze wurden dabei fest gelegt:

«Betreute können ab Schulabgang jeden alters in

der Silea wohnen und arbeiten, solange sie nicht

pflegebedürftig sind. Wir betreiben keine Pflegeabteilung,

vorübergehende Pflege ist möglich, unter

Umständen auch in Zusammenarbeit mit der

Spitex.»

Bewohnerin a. ist seit 30 Jahren in der Silea und

seit über zehn Jahren pensioniert. im atelier eiche

erlebt sie eine Tagesstruktur, die ihrem alter entsprechend

Rücksicht auf den Tagesablauf und die

Bedürfnisse einer älteren Person nimmt.

aus dem Betreuungskonzept Wohnen und atelier

eiche:

«Wir versuchen den psychischen, physischen und

sozialen aspekten der einzelnen Betreuten wie

auch der Silea-Gemeinschaft gerecht zu werden.»

a. hat recht grosse Ängste, dass sie in ein altersund

Pflegeheim eintreten muss. auf der Wohngruppe

und in der Tagesstruktur werden ihre Gedanken

aufgenommen. ein Besuch in einer Cafeteria

eines altersheimes mit einem Spaziergang wird geplant.

am Standortgespräch wird das Thema mit

Familienangehörigen und gesetzlichen Vertretern

erörtert. ein Ferienaufenthalt zum abbau der Ängste

wird thematisiert und ins auge gefasst.

Wir erarbeiten Konzepte für neue Wohnformen,

wo die Tagesstruktur integriert wird um Menschen

im alterungsprozess gezielter gerecht werden zu

können.

• Nigg Ruedin,

Bereichsleiter und Mitglied der Geschäftsleitung


Thomas Kernen

Hansueli Wanner

Bereich Wohnen und Tagesstruktur

Wohnhaus Moos

Wir leben in der aussenstation Moos (alt: aussen-

station 80) in zwei Wohngruppen von sieben resp.

acht Personen. Das leben auf der Gruppe bringt es

mit sich, dass in vielen Situationen ein gemeinsamer

Nenner gesucht werden muss. Gerade bei den

Wochenendausflügen ist es oft so, dass entweder

die Naturliebhaberinnen oder die lädelifreaks auf

ihre Kosten kommen. im Betreuungskonzept Wohnen

haben wir aber festgehalten: «Wir nehmen

Wünsche und Willensäusserungen ernst». im vergangenen

Jahr versuchten wir diesem Grundsatz

folgendermassen gerecht zu werden: im einklang

mit einem Schulprojekt einer Sozialpädagogin in

ausbildung steckten wir uns das Ziel, dass in diesem

Jahr jedes Gruppenmitglied mindestens an einem

Wochenende sein lieblingsprogramm wünschen

konnte. Die Vorschläge reichten von käfele,

lädele über schifffahren bis wandern, schlitteln

Hohmadpark

«Wir achten unsere Betreuten als erwachsene

Menschen und pflegen eine

Beziehung in partnerschaftlicher Art.»

Wenn wir von erwachsenen Menschen sprechen,

so sprechen wir auch von Rechten und Pflichten.

Wie im so genannt normalen leben, haben unsere

Betreuten die im «Hohmadpark» auf den drei

Wohngruppen «enzian», «Sonnenblume» und

«Farnegge» wohnen Rechte. Sie dürfen viele entscheide

selbstständig treffen. Das Wochenende

darf frei gestaltet werden, sie dürfen am abend

weggehen, oder frei über ihr Sackgeld verfügen

und vieles mehr.

Sie haben aber auch Pflichten. Dies zu sehen und

einzusehen, ist nicht immer ganz einfach. Denn,

wenn wir von einer «Beziehung in partnerschaftlicher

art» sprechen, so ist dies auch für uns als Mitarbeitende

eine grosse Herausforderung, wie wir

diese gestalten und mit den Betreuten leben. Wo

ist wie viel Mitsprache und Mitentscheidung möglich?

Manchmal müssen wir entscheidungen treffen

oder Regeln bekannt geben, die den Betreuten

oder Märitbesuch in Domodossola. es ist uns so ge-

lungen, dass alle einmal ein Wochenendprogramm

mitbestimmen konnten. So durften unsere Betreuten

erleben, dass sie trotz dem leben in einer grossen

Gruppe auch als einzelperson wahr- und ernstgenommen

werden.

• Thomas Kernen, Abteilungsleiter

nicht gefallen oder deren Sinn sie nicht verstehen.

Bei allen Rechten die ihnen zustehen, steht doch

ihre Sicherheit an erster Stelle. So kommt es halt

vor, dass sie ihre Velos im Winter in den Keller stellen

müssen (Dunkelheit, Schnee und eis) und mit

dem Bus zur arbeit fahren, obwohl das Verständnis

für diese Massnahme zu Beginn nicht unbedingt da

ist.

in diesem Spannungsfeld von Verantwortung geben

oder abnehmen bewegen wir uns in der täglichen

arbeit mit den Betreuten.

• Hansueli Wanner, Abteilungsleiter

Silea · Jahresbericht 2008 5


Iwan Tschopp

6 Silea · Jahresbericht 2008

Bereich Wohnen und Tagesstruktur

Tagesstruktur

Unsere Kernaufgabe in der Tagesstruktur ist mit

den Betreuten zusammen den Tag zu gestalten, auf

die Bedürfnisse der einzelne Betreuten einzugehen,

Fähigkeiten zu fördern oder zu erhalten, und dabei

auch die Bedürfnisse der gesamten Gruppe zu berücksichtigen.

Die Gratwanderung zwischen den

Bedürfnissen des individuums und der Gruppe ist

sehr anspruchsvoll und stellt an die Betreuer aber

auch an die Betreuten immer wieder neue Herausforderungen.

es werden lösungen gesucht und

Kompromisse geschlossen. Dabei sind nicht immer

alle gleich zufrieden. Wir versuchen jedoch das

Ganze so ausgeglichen wie immer möglich zu gestalten.

Durch die erfahrung der Betreuenden und

in Zusammenarbeit mit den Betreuten kommen wir

immer wieder auf den richtigen Weg.

Dabei stellt sich die Frage, was ist unser Weg auf

dem wir uns bewegen. Wir haben im Betreuungskonzept

einige Punkte, die als Wegweiser dienen,

und nach denen wir in der Tagesstruktur auch arbeiten.

auf einen möchte ich hier hinweisen:

• Wir betreuen ganzheitlich

• Wir versuchen den psychischen, physischen und

sozialen aspekten der einzelnen Betreuten wie

auch der Silea-Gemeinschaft gerecht zu werden.

eine ganzheitliche Betreuung beinhaltet das erfassen

der Person als Ganzes mit einbezug ihres Umfelds.

Dementsprechend gestalten wir die Betreuung.

in dieser Umsetzung stossen wir neben den

fachlichen Themen, wie prozessorientiertes arbeiten

und Person zentriertes arbeiten, auch auf den

aspekt des sich Zeit nehmen in der Betreuung. auf

diese drei aspekte möchte ich näher eingehen.

Zeit nehmen und Zeit geben steht im Zentrum unserer

Tätigkeit in der Tagesstruktur. Wir nehmen uns

Zeit für die Bedürfnisse und anliegen der einzelnen

Betreuten, berücksichtigen gleichzeitig aber auch

die interessen der Gruppe und auch der Silea.

es hat sich gezeigt, dass sich in der Tagesstruktur,

so wie sie in der Silea aufgebaut ist, das prozessorientierte

arbeiten als ideale Form erwiesen hat.

Sie lässt uns die Möglichkeit, dass wir uns neben

den Zielen und Rahmenbedingungen der Tagesstruktur

vor allem auf den Prozess (Weg) konzentrieren

können. Dabei haben wir die Möglichkeit

kurzfristig auf Situationen einzugehen und den

Prozess entsprechend anzupassen. Der Weg ist das

Ziel. Dies ist ein leitsatz, nach dem wir arbeiten

dürfen. Dass wir überhaupt so arbeiten können,

und nicht einen Produktionsdruck im herkömmlichen

Sinne haben, sehen wir als Privileg. Dies gibt

uns die Möglichkeit, uns ganz auf die Betreuung zu

konzentrieren. entstehen durch diese Betreuung

Produkte, die sich verkaufen lassen, freuen wir uns

mit den Betreuten zusammen.

Das Person zentrierte arbeiten, wie es Marlis Pörtner

beschreibt, kommt uns sehr entgegen und bestätigt

unsere arbeit und unser Bestreben, wie wir

die alltägliche Betreuung aufbauen und gestalten

möchten. Die Umsetzung dieser arbeitshaltung sehen

wir als Prozess in welchem es einfachere und

komplexere Situationen zu bewältigen gibt.

ich danke allen Mitarbeitern der Tagesstruktur für

ihren einsatz in der Betreuungsarbeit, die sie im ver-

gangen Jahr geleistet haben. ebenfalls danke ich

für die offenen Gespräche und intensiven Diskussionen,

welche die Weiterentwicklung der Tagesstruktur

unterstützt haben.

• Iwan Tschopp,

Abteilungsleiter


Hans-Rudolf Zaugg

Bereich Produktion und Infrastruktur

Arbeit ist wichtig

arbeit ist und bleibt also in jedem alter, wenn auch

unterschiedlich, von grosser Bedeutung. Das gilt

auch für Menschen mit einer Beeinträchtigung. es

ist deshalb unsere tägliche Herausforderung arbeitsplätze

und arbeit zur Verfügung zu stellen die

den Beeinträchtigungen aber auch den unterschiedlichen

lebenssituationen unserer Betreuten

gerecht werden. ich bin überzeugt, dass uns dies

auch im vergangenen Jahr einmal mehr sehr gut

gelungen ist. Neben diesem eigentlichen Kerngeschäft

setzen wir uns auch immer wieder ein, damit

Menschen mit Beeinträchtigung ein, nach ihren

Möglichkeiten, möglichst selbstbestimmtes leben

führen können und in unserer Gesellschaft nicht

nur akzeptiert sondern aufgenommen und integriert

sind. auch wenn diese aufgaben zum Teil sehr viel

Zeit erfordern und emotional nicht immer leicht zu

tragen sind, sind sie für die Betroffenen Betreuten

von hoher Wichtigkeit und oft auch mit dem erhalt

oder mit der Verbesserung ihrer lebensqualität verbunden.

Die erzielten erfolge motivieren uns dieses

engagement auch in Zukunft zu erbringen.

Über die konkreten ereignisse im Bereich Produktion

und infrastruktur berichten im Folgenden die

zuständigen abteilungsleitungen. Nehmen Sie sich

Zeit und informieren Sie sich über die vielfältigen

ereignisse und aktivitäten in unserem Bereich.

aus meiner Sicht als Bereichsleiter möchte ich noch

zwei Themen aufgreifen die mich im vergangenen

Jahr stark beschäftigt haben.

«Man ist jung, wenn man glaubt,

arbeiten zu müssen; man ist reif,

wenn man hofft, arbeiten zu dürfen,

und man ist alt, wenn man dankbar

dafür wird, noch arbeiten zu können.»

Ron Kritzfeld

Der Stiftungsrat hat in der überarbeiteten Strategie

festgehalten:

• Dass wir auch in Zukunft eine institution sind die

auch Menschen mit einer kleinen leistungs- und

Konzentrationsfähigkeit arbeit anbieten wollen.

• Dass wir unser angebot weiterhin schwergewichtig

auf Menschen mit einer geistigen und oder mehrfachen

Beeinträchtigung und auf Menschen mit

einer psychischen Beeinträchtigung ausrichten.

• Dass wir je nach lebenssituation und alter verschiedene

stufengerechte angebote anbieten.

• Dass die arbeitsplätze für Menschen mit psychischer

Beeinträchtigung weiterhin an einem eigenen

Standort angeboten werden.

• Dass alternative arbeitsformen gefördert und

nach Möglichkeit ausgebaut werden sollen.

Diese klaren Strategievorgaben erleichtern uns die

tägliche arbeit und weisen uns den Weg in die richtige

Richtung. Natürlich sind wir aufmerksam, beobachten

den Markt und unser Umfeld, damit die

Strategie je nach entwicklung angepasst werden

kann. So stetig wie sich unserer Rahmenbedingungen

ändern, so stetig sind wir angehalten uns zu

Hinterfragen und anzupassen.

«Wir verlangen, das Leben müsse einen

Sinn haben – aber es hat nur ganz genau

so viel Sinn, als wir selber ihm zu geben

imstande sind.»

Hermann Hesse

auch bei den liegenschaften hat sich einiges verän-

dert. So konnten wir die liegenschaft an der Gwatt-

strasse 153 kaufen und im Gegenzug das einfami-

lienhaus an der Gwattstrasse 60 verkaufen. ein

herzliches Dankeschön an die Beteiligten für die

einvernehmlichen lösungen. an der Gwattstrasse

109, konnten wir die Räumlichkeiten der ehemaligen

Gwattpost mieten und zusammen mit den eigentümern

umbauen. am 1. November hat dort

die arbeitsgruppe Glütschbach den Betrieb aufgenommen.

Besuchen Sie unseren Verkaufsladen

«kunterbunt» und lassen Sie sich vom angebot inspirieren.

Mit einem herzlichen Dank an meine stets engagierten

und motivierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

möchte ich meinen Bericht schliessen.

Denn letztendlich sind es die Mitarbeitenden die in

der täglichen arbeit die Strategien umsetzen und

Ziele erreichen. Nur ihr engagiertes Mittragen zum

Wohle unserer Menschen mit Beeinträchtigung

führt letztendlich zum erfolg.

• Hans-Rudolf Zaugg,

Bereichsleiter und Mitglied der Geschäftsleitung

Silea · Jahresbericht 2008 7


Thomas Aeschbacher

8 Silea · Jahresbericht 2008

Bereich Produktion und Infrastruktur

Abteilung Seeblick, Glütschbach und Kander

im Jahr 2008 waren wir in allen arbeitsbereichen

durch eine wechselhafte arbeitsauslastung und

enge Termine gefordert, können aber auf ein insgesamt

erfreuliches Jahr zurückblicken.

Glücklicherweise hatten wir dank langjährigen,

treuen Kunden einige Daueraufträge, die eine

Grundauslastung garantierten.

am 1. März trat Herr Marc Burri seine Stelle als

Gruppenleiter im Seeblick OG an. er hat bereits den

einsteigerkurs agogis absolviert und sich gut in die

neuen arbeitsaufgaben eingearbeitet.

in den Sommerferien wurden die Fenster, Storen

und die lüftung in den abteilungen Seeblick und

Kander saniert. Dies hat sehr gut geklappt, weil

während eines Monats nur 50 Prozent der Betreuten

anwesend waren. Diese konnten jeweils in einem

anderen Stockwerk arbeiten, wodurch die

arbeitskonstanz trotz erschwerten Bedingungen

gewährleistet war.

Die im Mai 2007 neu gegründete abteilung

Glütschbach hat bereits wieder eine Veränderung

erfahren. Wir konnten die Räumlichkeiten der

ehemaligen Gwatt-Post mieten und sind auf den

1. November vom Hännisweg dorthin umgezogen.

Die ehemalige Schalterhalle wurde in einen Verkaufsladen

mit dem Namen «kunterbunt» verwandelt,

wo wir unsere eigenprodukte, die zum Teil

direkt vor Ort hergestellt werden, verkaufen. Die

Gruppe umfasst elf Personen, welche eine etwas

ruhigere arbeitsatmosphäre brauchen. Mein Dank

geht vor allem an die Gruppenleiterinnen Dora

Keller und Rudolf Balsiger aber auch an alle weiteren

Beteiligten für ihren einsatz beim einrichten der

neuen arbeitsräume. Wir freuen uns über die vielen

positiven Rückmeldungen die wir zur «neuen»

Werkstatt Glütschbach erhalten haben.

auch in diesem Jahr waren wieder viele Menschen

mit einer geistigen Beeinträchtigung zum Schnuppern

bei uns. einige davon fanden bei uns eine anstellung.

Wir werden sicher auch im kommenden

Jahr wieder solche Schnuppertage anbieten können.

ausserdem absolvierten wiederum Praktikantinnen

und Zivildienstleistende verschieden lange

arbeitseinsätze in unseren Werkstätten. Die positiven

erfahrungen lassen uns hoffen, dass auch in

Zukunft Zivildienstleistende und Praktikantinnen

den Weg zu uns finden werden. interessierten können

wir abwechslungs- und lehrreiche Tätigkeiten

in unserer institution anbieten.

Die abteilung Kander war in den Bereichen Holzspielwaren

und Kleintierställen gleich ausgelastet

wie im Vorjahr. Bei den TeamTools konnte erfreulicherweise

eine absatzsteigerung erzielt werden.

eine arbeitsgruppe der Schreinerei unterstützte

ausserdem mit Kartonagearbeiten die abteilung

Seeblick.

Für den engagierten einsatz, den unsere Gruppen-

leiterinnen, Mitarbeiterinnen, Praktikantinnen und

Zivildienstleistenden auch in diesem Jahr leisteten,

möchte ich mich ganz herzlich bedanken. Sie waren

nicht nur verantwortlich für einen reibungslosen

arbeitsablauf im alltag, sie halfen auch tatkräftig

bei diversen aktivitäten und Projekten der

Stiftung Silea mit.

• Thomas Aeschbacher, Abteilungsleiter

Abteilung Seeblick Abteilung Glütschbach

Abteilung Kander


Walter Fischer

Bereich Produktion und Infrastruktur

Abteilung Aare

auch in diesem Jahr haben sich die vorteilhaften

Veränderungen unseres Umzugs an die Uttigenstrasse

51 vollumfänglich bestätigt.

Dank des grösseren Raumes konnten wir 2008 unser

Stellenangebot für Menschen mit einer psychischen

Beeinträchtigung um fünf Vollzeitstellen erweitern

und ende des Jahres 54 Mitarbeitenden

einen arbeitsplatz bieten.

Gerade bei psychisch beeinträchtigten Menschen

kann die Raumatmosphäre einfluss auf die Befindlichkeit

haben. Der grosse, helle, lichtdurchflutete

Raum wirkt sich nach aussage mehrerer Mitarbeitenden

positiv auf ihr persönliches Befinden und

somit auf das arbeitsklima aus.

Die zusätzlichen Stellenprozente und die räumliche

erweiterung liessen auch eine Vergrösserung des

arbeitsvolumens zu. aus diesem Grund können wir

Menschen mit psychischer Beeinträchtigung ein

noch vielfältigeres, abwechslungsreicheres arbeitsangebot

anbieten. Dieses ermöglicht ihnen, ihre

Fähigkeiten in geschütztem Rahmen kennenzulernen,

einzuschätzen und einzusetzen. Oberstes Ziel

dabei ist, ihnen ein Maximum an autonomie im arbeitsprozess

zu ermöglichen. alle arbeitsschritte

welche den Fähigkeiten des einzelnen entsprechen

können nach einer anleitung selbständig übernommen

werden. erfreulicherweise konnten wir

bereits erste temporäre einsätze in die Privatwirtschaft

vermitteln.

Herzlichen Dank an alle betreuten Mitarbeitenden

und das aare-Betreuungsteam für ihr engagement

und ihre Mitarbeit und den Mitarbeitenden der

Silea und unserer externen Kundschaft für die

konstruktive Zusammenarbeit und ihr Vertrauen.

• Walter Fischer, Abteilungsleiter

Silea · Jahresbericht 2008 9


Thomas Bettschen

Andreas Habegger

10 Silea · Jahresbericht 2008

Bereich Produktion und Infrastruktur

Technischer Dienst

ein weiteres, spannendes und ereignisreiches Jahr

ist im Dezember 2008 zu ende gegangen. Nebst

den Hauptaufgaben wie die periodischen Wartungen

unseren Mobilien und immobilien, die täglichen

Reinigungsarbeiten, aber auch die Transporte

und Dienstleistungen für sämtliche Bereiche, wurden

in diesem Jahr folgende zusätzliche Projekte

umgesetzt:

• Sanierung Werkstattgebäude

• Neue Wärmerückgewinnung lüftung Hallenbad

• Sanierung Turnhalle

• Neue Solaranlage

Bei der Sanierung der Werkstatt stand uns mit

Martin Schneider ein versierter Bauführer, zur Seite,

der die arbeiten mit bester Zufriedenheit des Bauherrn

organisierte, koordinierte und kontrollierte.

in nur fünf Wochen wurde die lüftung ersetzt, die

Fenster ausgewechselt, die Storen ausgetauscht,

das Flachdach erneuert und andere kleinere arbei-

INSOS Securit Arbeitssicherheit

Sicherheit

Dank der jährlichen Risikoanalyse erkennen wir

mögliche Gefahren und können diese laufend so

weit als möglich beheben. Durch die umfassenden

Sanierungsarbeiten im Wohnbereich konnten im

letzten Jahr einige dieser Risiken eliminiert werden.

Siche schulung

im Rahmen der internen ausbildung des Personals

wurden die Mitarbeiterschulungen in den Bereichen

Produktion, Wohnen, Hauswirtschaft und Tagesstruktur

mit allen Mitarbeitenden durchgeführt.

Schwergewichtig wurden im Jahr 2008 die Mitarbeiter

auf Nichbetriebsunfälle sensibilisiert. Wiederkehrend

wurden auch regelmässige Brandalarminstruktionen

mit Mitarbeitern durchgeführt. Wie

jedes Jahr wurden sämtliche Bereiche mit dem ausfüllen

unserer Sicherheitschecklisten beauftragt,

was zu einer Sensibilisierung im Bereich von Berufsunfällen

der Mitarbeiter beiträgt. im vergangenen

ten erledigt. Jetzt strahlt die sanierte Werkstatt im

neuen Glanz. Die energieeffizienz wurde klar und

das Raumklima wurde klar verbessert. Herzlichen

Dank allen Firmen die dazu beigetragen haben.

in der Turnhalle wurde der 35-jährige Boden ersetzt,

zudem wurden die Fenster erneuert und die

ganze Halle neu gestrichen. auch hier wurde die

energieeffizient verbessert. Die Sanierung erfreut

nicht nur alle, die sie benutzen. im Juni 2008 konnte

die neue Solaranlage (50 m2 ) in Betrieb genommen

werden, die uns umweltfreundliche energie

liefert. Damit können wir einen grossen Teil unseres

Warmwassers mit Sonnenenergie erwärmen.

Zum Schluss möchte ich allen, die uns und unsere

arbeit schätzen und meinem Team für den grossen

einsatz und für die gute Zusammenarbeit herzlich

danken.

• Thomas Bettscher, Abteilungsleiter

Jahr hat der KOPaS (Kontaktperson für arbeitssi-

cherheit) eine Weiterbildung bei iNSOS Securit so-

wie verschiedene Fachkurse besucht.

Unfallstatistik 2008

Die leicht sinkende anzahl von Berufs- und Nichtberufsunfällen

ist eine glückliche entwicklung. Das Verhältnis

der anzahl Mitarbeiter zur anzahl Unfälle hat

sich in den letzten 5 Jahren wie folgt entwickelt.

Verhältnis Berufs- und Nichtberufsunfälle

20%

15%

10%

5%

0%

Nichtberufsunfälle Berufsunfälle

2004 2005 2006 2007 2008

• Andreas Habegger, Verantwortlicher INSOS Securit


Marianne Wälti

Bereich Finanzen und Administration

2008 – das Jahr der Wandlung

Bedingt durch das Wachstum der vergangenen Jahre,

wurde die erweiterung der Organisationsstruktur

mit zwei Fachabteilungen, dem Personal- und

dem Sozialdienst, erforderlich. Mit Frau Martina

Felder hat bereits im Januar eine kompetente Personalfachfrau

ihre arbeit aufgenommen und ich

bin froh, sie mit an Bord zu haben. Die bisher dezentral

verteilten aufgaben der Personalprozesse

sind in die neu geschaffene Funktion übernommen

und die Schnittstellen für die Zusammenarbeit geklärt

worden. Damit läuft nun die Personalrekrutierung,

die Personaladministration und -betreuung

sowie die lohnverarbeitung für die rund 130 Mitarbeitenden

über den Personaldienst. Durch diese

Massnahme konnten die linienfunktionen aller abteilungen

entlastet werden. Die Besetzung der neu

geschaffenen Funktion im Sozialdienst wird im

kommenden Jahr erfolgen.

Bereich Finanzen und Administration

Sekretariat

Personaldienst

Sozialdienst

Finanzen und Controlling

Hauswirtschaft

angestossen durch die leistungsvertragspartnerin

und gleichzeitig Subventionsgeberin, die Gesundheits-

und Fürsorgedirektion des Kantons Bern

(GeF), hat die Rechnungslegung der institutionen

eine Reform erfahren. ab dem Jahr 2008 sind neu

die Betriebsbuchhaltung sowie die anlagebuchhaltung

zu führen. in der Umsetzung dieser recht einfach

klingenden anweisung steckten jedoch einige

Herausforderungen, welche es zu lösen galt. angefangen

mit der einführung einer neuen Software,

welche den gestellten anforderungen gerecht wird.

Wir haben uns dazu entschieden, das Produktionsplanungssystem

mit lagerführung sowie den Debitoren-

und Kreditorenbüchern mit der bisherigen

Software laufen zu lassen. Dies erforderte die Programmierung

einer Schnittstelle zum neuen System

über welches die Fibu, Bebu und abu abgebildet

werden.

Sie haben Recht, liebe leserin, lieber leser, dies

klingt schon etwas komplizierter und die Umsetzung

wurde entsprechend auch zeitaufwändig.

Gleichzeitig wurden die neuen iVSe Konten- und

Kostenstellenrahmen auf unsere institution appliziert

und es galt die Mitarbeitenden auf die neue

Form der Kontierung zu schulen. Klar, dass bei diesen

geballten anforderungen und der zeitlichen

Verzögerung nicht immer alles rund gelaufen ist

und es galt, die sich manchmal erhitzenden Gemüter

wieder zu beruhigen. insgesamt bin ich jedoch

sehr dankbar für all das uns in dieser Phase

entgegengebrachte Verständnis!

Das «Jahr der Wandlung» zeigte sich als sehr anspruchsvoll

und hat viel von uns gefordert. ich bin

dankbar und freue mich darüber, dass wir uns als

Team diesen Herausforderungen gestellt und sie

durch grosses engagement und gegenseitige Unterstützung

gemeistert haben.

als überaus grosse Bereicherung schätzte ich auch

immer wieder die Kontakte zu unseren Menschen

mit einer Beeinträchtigung. ihre herzliche, direkte

art sowie ihre Kunst, den Moment zu leben, werden

für mich zu einem Teil neuer lebensweisheit.

• Marianne Wälti,

Bereichsleitung und Mitglied der Geschäftsleitung

Silea · Jahresbericht 2008 11


Bereich Finanzen und Administration

Jahresrechnung

Bilanz

Erfolgs rechnung

12 Silea · Jahresbericht 2008

in CHF Anmerkung 31.12.2008 31.12.2007

Flüssige und geldnahe Mittel 1’782’655.21 1’008’872.93

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 672’032.93 672’243.12

Sonstige kurzfristige Forderungen 531’149.06 2’115’194.55

Vorräte 221’149.00 251’656.00

Rechnungsabgrenzungen 19’720.55 15’160.35

Umlaufvermögen 3’226’706.75 34% 4’063’126.95 69%

Sachanlagen 2 5’520’648.52 1’804’345.22

Finanzanlagen 646’703.80 38’233.15

Anlagevermögen 6’167’352.32 66% 1’842’578.37 31%

Aktiven 9’394’059.07 100% 5’905’705.32 100%

Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 15’664.20 40’994.70

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 249’624.35 345’598.75

Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 434’803.60 27’004.05

Teilzahlungen Betriebsbeiträge 1’125’208.12 0.00

Rechnungsabgrenzungen 77’589.45 248’060.40

Kurzfristiges Fremdkapital 1’902’889.72 19% 661’657.90 11%

Langfristige Finanzverbindlichkeiten 4’590’000.00 2’950’000.00

Langfristiges Fremdkapital 4’590’000.00 49% 2’950’000.00 50%

Organisationskapital 1 2’901’169.35 31% 2’294’047.42 39%

Passiven 9’394’059.07 100% 5’905’705.32 100%

in CHF 2008 2007

Nettoerlöse aus Lieferungen und Leistungen Wohnen 4’212’336.52 3’868’927.78

Nettoerlöse aus Lieferungen und Leistungen Produktion 1’761’898.88 1’766’752.88

Sonstige betriebliche Nettoerlöse 121’101.42 172’225.92

Gewinn aus Anlageabgang 160’388.50 –

Total betriebliche Nettoerlöse 6’255’725.32 5’807’906.58

Personalaufwand –7’892’714.40 –7’559’908.90

Materialaufwand Produktion –454’673.89 –474’885.03

Sachaufwand –1’989’715.42 –1’647’478.37

Abschreibungen –249’256.50 –232’107.95

Sachaufwand –2’693’645.81 –2’354’471.35

Zwischenergebnis –4’330’634.89 –4’106’473.67

Finanzertrag 30’416.99 12’075.77

Finanzaufwand –137’346.63 –106’445.52

Finanzergebnis –106’929.64 –94’369.75

Spenden 86’639.23 –

Erbschaften und Legate 655’000.00 –

Zuweisung Spenden an Rücklagen –648’590.58 –

Verwendung Spenden im Berichtsjahr 93’048.65 –

Jahresergebnis Betrieb –4’344’515.88 –4’200’843.42

Ertrag Nebenbetriebe 68’658.60 –

Aufwand Nebenbetriebe –138’072.00 –

Ergebnis Nebenbetriebe –69’413.40 –

Jahresergebnis Institution –4’413’929.28 –4’200’843.42

Verrechnung mit Teilzahlungen Betriebsbeiträge 4’344’515.88

Zuweisung an Ergebnisvortrag Nebenbetriebe 69’413.40

Zuweisungen 4’413’929.28


Anhang zur

Jahresrechnung

(OR 663 b)

Eigenkapitalnachweis

Anmerkung 1

in CHF 2008 2007

Verpfändete Aktiven

Liegenschaften 3’462’994 1’103’306

Brandversicherungswert der Sachanlagen 21’435’900 18’877’200

Angaben über die Durchführung einer Risikobeurteilung

Ein aktives Riskmanagement ist implementiert. Dabei werden die identifizierten

Risiken nach Wahrscheinlichkeit und Schadenausmass quantifiziert,

in einem Risikoinventar dargestellt und periodisch überwacht. Nachstehender

Auszug stammt aus dem Protokoll der Stiftungsratssitzung vom 26.01.2009:

«Der Stiftungsrat nimmt von der vorliegenden Risikoanalyse Kenntnis.

Er erklärt sich mit der Struktur der Analyse und den Hauptaussagen

einverstanden. Er wird sich an einer der nächsten Sitzungen eingehender

mit der Risikosituation befassen.» ✔

Abweichung vom Grundsatz der Stetigkeit

Auf Grund neuer Vorgaben der Subventionsbehörde wurde per 1.1.2008

eine Anlagebuchhaltung eingerichtet. Gleichzeitig wurde die

Abschreibungsmethodik von degressiv auf linear umgestellt.

Auf eine Anpassung des Vorjahres wurde verzichtet. ✔

Im Gegensatz zu den Vorjahren wurden die erhaltenen Spendenbeiträge,

Erbschaften und Legate respektive deren Verwendung nicht mehr

direkt im Eigenkapital gezeigt, sondern brutto in der Erfolgsrechnung

dargestellt. Auf die Anpassung des Vorjahres wurde verzichtet. ✔

Stiftungskapital Ergebnisvortrag Eregbnisvortrag Rücklage Betriebsreserve Betriebsreserve Organisations -

in CHF Gwattstrasse Wertschriften Spenden NFS BSV kapital Total

Stand 1.1.2008 740’337 – – 773’690 180’424 599’596 2’294’047

Direkte Einzahlung

(Erneuerungsfonds) – 27’945 – – – – 27’945

Zuschreibung

Spendenüberschuss

2008 – – – 648’591 – – 648’591

Zuschreibung

Jahreserfolg 2008 – 23’365 –92’779 – – – – 69’413

Stand 31.12.2008 740’337 51’310 –92’779 1’422’281 180’424 599’596 2’901’169

Silea · Jahresbericht 2008 13


Anlagespiegel 2008

Anmerkung 2

14 Silea · Jahresbericht 2008

Grundstücke Immobile Mobile Sanierung Erst- Total

in CHF Sachanlagen Sachanlagen im Bau einrichtungen

Anschaffungswert 1.1.2008 141’400 12’006’858 248’620 738’743 272’276 13’407’897

Zugang – 2’667’073 306’895 1’529’669 27’830 4’531’467

Abgang – –750’018 –2’426 – – –752’444

Umbuchung 700’000 –700’000 – – – –

Anschaffungswert 31.12.2008 841’400 13’223’913 553’089 2’268’412 300’106 17’186’920

Beiträge Bund, Kanton und Übrige

Stand 1.1.2008 – 10’373’534 – 700’000 – 11’073’534

Zugang – – – 320’000 – 320’000

Abgang – – – – – –

Umbuchung – – – – – –

Stand 31.12.2008 – 10’373’534 – 1’020’000 – 11’393’534

Wertberichtigung

Wertberichtigung 1.1.2008 – 530’018 – – – 530’018

Zugang – 90’333 77’779 50’000 60’000 278’112

Abgang – –532’966 –2’426 – – –535’392

Umbuchung – – – – – –

Wertberichtigung 31.12.2008 – 87’385 75’353 50’000 60’000 272’738

Buchwert

Buchwert 1.1.2008 141’400 1’103’306 248’620 38’743 272’276 1’804’345

Zugang – 2’576'740 229’116 1’159’669 –32’170 3’933’355

Abgang – –217’052 – – – –217’052

Umbuchung 700’000 –700’000 – – – –

Buchwert 31.12.2008 841’400 2’762’994 477’736 1’198’412 240’106 5’520’648


Bereich Finanzen und Administration

Revisionsbericht

Silea · Jahresbericht 2008 15


Ab CHF 200.–

(alphabetisch)

Spendenkonto SILEA:

PC-11285-6

Die Stiftung «Denk an mich»

unterstützt die SILEA-Herbstlager

16 Silea · Jahresbericht 2008

Bereich Finanzen und Administration

Spendenliste 2008

AMAG, Thun 500.—

Bähler Otto, Thun, Kollekte Trauerfall Charlotte Bähler 559.25

Baumann Elise Höfen 6’000.—

BEKB, Bern 200.—

BEKB, Thun 200.—

Bochsler Peter, Engel Stefanie, Bern 300.—

Bohny + Engeloch AG, Steffisburg (Nagelspiel Eröffnung) 400.—

Brunner + Imboden AG, Thun 2’000.—

Cecchini Anna-Maria, Pregassona 200.—

Cherpillod Peter und Beatrice, Thun,

Trauerfall Käthi Cherpillod 1’210.—

City Versicherungskundendienst AG, Bern 500.—

Computer Coach GmbH, Kirchdorf 500.—

Coverdale GmbH, Basel 3’000.—

Daepp Kieswerk AG, Oppligen 3’000.—

Dubach Paul und Arlette, Marthalen 300.—

Dummermuth Verena, Steffisburg 200.—

Dummermuth Verena, Steffisburg,

Trauerfall Hans Dummermuth 890.—

Einwohnergemeinde Oberhofen, Oberhofen 500.—

Evang.-Ref. Gesamtkirchgemeinde, Thun 300.—

Felder Markus, Spiez 770.—

Frauenverein Heimberg, Heimberg 300.—

Frauenverein Oberwil, Oberwil 200.—

Frauenverein Reutigen-Stocken, Reutigen 200.—

Frauenverein Ringgenberg, Ringgenberg 500.—

Frauenverein Thun, Brockenstube, Thun 2’000.—

Gemeindekasse Reutigen 250.—

Gemeindeverwaltung Belp (Herbstlager) 200.—

Gemeindeverwaltung Heimberg (Herbstlager) 1’000.—

Gemeindeverwaltung Hilterfingen (Herbstlager) 200.—

Gemeindeverwaltung Iseltwald (Herbstlager) 200.—

Gemeindeverwaltung Lenk (Herbstlager) 200.—

Gemeindeverwaltung Oppligen (Herbstlager) 200.—

Gemeindeverwaltung Ostermundigen (Herbstlager) 250.—

Gemeindeverwaltung Reutigen (Herbstlager) 200.—

Gemeindeverwaltung Saanen (Herbstlager) 300.—

Gemeindeverwaltung Steffisburg (Herbstlager) 700.—

Gemeindeverwaltung Tägertschi (Herbstlager) 200.—

Gemeindeverwaltung Uttigen (Herbstlager) 400.—

Gemeindeverwaltung Wimmis (Herbstlager) 400.—

Grosswäscherei Reinhard, Thun 200.—

Gyger Flachdachbau AG, Heimberg 300.—

HST Sterntechnik GmbH, Goldiwil 500.—

Insieme Region Thun, Inhalt Chlausensäcklein 994.20

Intervertrieb AG, Laupen 200.—

Kilchherr AG, Thun 1’000.—

Kirchgemeinde Reutigen (Kollekte Adventskonzert) 801.50

Kirchgemeinde Reutigen 280.—

Kirchgemeinde Ringgenberg, Ringgenberg 354.—

Kirchgemeinde Thierachern 1’000.—

Landfrauen Berner Oberland, Spiez 200.—

Laubscher Lunapark, Biel 200.—

Ludwig L. + J., Meggen 200.—

Manz M. + R.,Gwatt, Trauerfall Clara Wegmüller 254.—

Müller Rosmarie, Heimberg, Trauerfall Alfred Müller 524.80

Newemag AG, Rotkreuz 1’000.—

Peter H. + S., Thun, MEBAL Lehrmittelkommission 310.—

Pfarramt Oberwil, Oberwil 502.40

Plusport, Zollikofen, Berner Lauffest 2008 825.10

Reformierte Kirchgemeinde, Konolfingen 500.—

Rosser Sicherheit, Thun 300.—

Röthlisberger Martha, Konolfingen,

Trauerfall Klara Blatter 550.55

Schweiz. Grosshandelsverband der

sanitären Branche, Altdorf 500.—

Schweiz. Stiftung «DENK AN MICH»,

Basel (Herbstlager) 12’378.30

Scintilla AG, Solothurn 200.—

Slanka Chr., Rüfenacht,

Trauerfall Anna Tanner-Gäumann 394.90

Spalinger-Cherpillod Eliane, Zweisimmen,

Trauerfall Käthi Cherpillod 460.—

Stadtverwaltung Thun (Herbstlager) 500.—

Tschanz Erika, Thun, Trauerfall Johann Tschanz 434.60

Verband Thuner Amtsanzeiger, Thun 1’500.—

Verein Spiezer Läset-Sunntig, Spiez 200.—

W. Dällenbach AG, Thun 300.—

W. Stauffer AG, Thun 500.—

Wälchli Heinz, Lohn-Ammannsegg 500.—

Wälfler Ursula, Achseten, Trauerfall Ueli Zbinden 1’125.80

Zahler Elsbeth, Ostermundigen 500.—

Zaugg Bau AG, Thun 300.—

Zimmermann Margreth, Bolligen 200.—

Zweiacker Metzgerei, Gwatt 200.—

Vermächtnisse und Erbschaften 655’000.—

Naturalspenden

Kulturabteilung der Stadt Thun, Neujahrskonzert Schadausaal

Procap: Besuch Vorstellung Zirkus Harlekin

Besuch durch Samichlaus und Schmutzli

Zirkus Knie, wir können den Zirkus gratis besuchen

Thunfest, Gratiseintritte

ein herzliches Dankeschön an alle, welche mit

ihren Spenden dazu beitragen, dass die Freizeitangebote

für unsere Menschen mit einer Beeinträchtigung

vielfältig und attraktiv gestaltet werden

können! Dieser Dank gilt gleichermassen

auch Spenderinnen und Spendern, welche hier

nicht namentlich aufgeführt sind. Jeder Beitrag ist

uns willkommen!


Melanie Hartz

Bereich Finanzen und Administration

Sekretariat

«Stärke entspringt nicht aus physischer

Kraft, sondern aus einem unbeugsamen

Willen.»

Mahatma Gandhi

Diese Stärke wird unserem Team immer wieder

durch die Menschen mit einer Beeinträchtigung vor

augen geführt. Mit einem solchen Willen nahmen

wir auch das 2008 in angriff. Während der einarbeitungszeit

von Frau Martina Felder schauten wir

gemeinsam abläufe an, passten Checklisten an,

grenzten aufgabengebiete ab und stellten die gegenseitigen

Stellvertretungen sicher. Dafür arbeitete

ich mich anschliessend vermehrt in die Kreditorenbuchhaltung

ein. ich bin froh, dass mit der

neuen aufgabenzuteilung sichergestellt wird, dass

auch in diesen Bereichen eine ansprechperson gewährleistet

werden kann.

Für das Sekretariatsteam wird der Silea-Jahresrhythmus

durch die anlässe in der Silea geprägt.

Die Willenskraft ist bei den Vorbereitungen für die

Fasnacht, den iNSOS-Tag, die Sommer-Chilbi mit

Silea-Märit, die verschiedenen Herbstlager oder

die Weihnachtsfeier gefragt, da das Sekretariatsteam

meist involviert ist. Diese arbeiten bereichern

unseren alltag, da die arbeiten von a–Z durchgeführt

und ausgewertet werden können.

ein weiteres Highlight im 2008 war der Büroumbau.

Während des Umbaus wurde das Schulzimmer

der Silea zu unseren vorübergehenden Büroräumlichkeiten

umfunktioniert und wir konnten die

schönen Herbsttage trotz arbeitsalltag richtig geniessen.

Unser Durchhaltewille und unsere Flexibilität

waren während der Umbauphase gefragt, da

wir immer wieder auf veränderte Umstände reagieren

mussten. Kurz vor der adventszeit durften wir

unser fertiges Büro beziehen. Wir fühlten uns sofort

wohl im neuen, grösseren und helleren Raum.

Zudem bietet unser fertiges Büro als ausweichmöglichkeit

einen dritten arbeitsplatz für zwischendurch

an. ebenso wurde ein neues Multifunktionsgerät

integriert.

Während den Sommermonaten genoss Frau

Cornelia Zumkehr einen längeren auslandauf-

enthalt. in dieser Zeit unterstützte mich Frau eva

Schäfer tatkräftig. ich bin dankbar, auf so wertvolle

Mitarbeiterinnen zählen zu dürfen und schätze

ihren grossen Willen, tagtäglich das Beste für unsere

Menschen mit einer Beeinträchtigung zu geben.

ebenso möchte ich mich ganz herzlich bei den

angehörigen und gesetzlichen Vertretern für die

angenehme Zusammenarbeit und die offenen, ehrlichen

Gespräche bedanken.

• Melanie Hatz, Sekretariatsleiterin

Jubilare Betreute 2008

Betreute

35 Jahre • Niklaus Brunner • Beatrice Kirchhofer

• alfred Künzi • liselotte Steiner

• Susanna Wiedmer

30 Jahre • Peter Rickli • Therese Roth

• Susanne Rüegsegger • Hans Stettler

• Dora Tschanz • Heidi Widmer

• Stefan Zimmermann

25 Jahre • Samuel Kaufmann • alice Nyffenegger

• andreas Schmied

20 Jahre • Daniela Krähenbühl • Heinz läderach

15 Jahre • Corinne Buache • Peter eggimann

• erika eggler • Martin Hügli

• Therese Neuenschwander

• Heini Oester • Barbara Reichen

10 Jahre • liliane Bähler • Barbara Geissbühler

• eveline Geissbühler • Martina Polier

5 Jahre • Mirco Breitenmoser • anja Frattini

• Gazmen Halili • Werner Jordi

• Verena Junker • Marina ludwig

• Marcel Maier • Sandra Minder

• Christian Oppliger • Monika Zahnd

Silea · Jahresbericht 2008 17


Martina Felder

Bereich Finanzen und Administration

Personaldienst

Per 1. Januar 2008 durfte ich die neu geschaffene

Stelle als Personalfachfrau in der Silea antreten.

Vorher wurden die Personalfacharbeiten von der

leiterin Finanzen und administration, dem Sekretariat

und der linie ausgeführt. Mit der Bündelung

der Personalaufgaben wurde eine Professialisierung

der arbeit und die entlastung der linien angestrebt.

Mein erstes Jahr in der Silea gestaltete sich für

mich recht intensiv. einerseits ging es darum das

Aus- und Weiterbildung

Folgende Mitarbeitende konnten im Jahr 2008 erfolgreich

eine aus- oder Weiterbildung absolvieren:

• Beatrice althaus, arbeitsagogin, agogis, ZH

• Ursula Buri, lehrgang Gruppenleiterinnen,

agogis, ZH

• Peter Gasser, Praxisausbildner, agogis, ZH

• Sandra Maurer, Hauswirtschaftliche

Betriebsleiterin, BFF, Be

• andreas Oesch, Fachmann Betreuung, aZG, lU

• elisabeth Ratajczak, lehrgang Gruppenleiterin,

agogis, ZH

• Tatjana Von Känel, arbeitsagogin, agogis, ZH

Wir danken den absolventinnen und absolventen

einer aus- oder Weiterbildung für den zusätzlichen

einsatz und gratulieren ihnen herzlich zum geglückten

abschluss.

Altersstruktur der Mitarbeitenden mit einer Beeinträchtigung

Anzahl Mitarbeitende

80

70

60

50

40

30

20

10

2003 2004 2005 2006 2007 2008

0

17–24 Jahre 25–34 Jahre 35–44 Jahre 45–54 Jahre 55–64 Jahre 65–74 Jahre

Personal und die Strukturen der Silea kennen zu

lernen, andererseits lief das Tagesgeschäft wie gewohnt

weiter und Prozesse wurden koordiniert und

optimiert. Nachdem ich nun einen Jahreszyklus

durchlaufen habe, bin ich motiviert, nebst den täglichen

arbeiten auch übergeordnete aufgaben und

Ziele in angriff zu nehmen. ich freue mich auf das

Jahr 2009 in der Silea!

• Martina Felder, Personalfachfrau

Pensionierung

Frau elisabeth Buri, Mitarbeiterin Produktion aare,

ist per 30. Juni 2008 vorzeitig in den Ruhestand

getreten. Wir danken Frau Buri für ihre langjährigen

Dienste und wünschen ihr von Herzen alles

Gute für die Zukunft.

Jubilare 2008

Stiftungsrat

5 Jahre • Heidi Meyer • Hans-Rudolf Burkhard

Personal

25 Jahre • Hans-Rudolf Zaugg

20 Jahre • anneliese Grütter • edith Rufener

• Thomas Bettschen • Markus Schneider

10 Jahre • Ursula Moser

5 Jahre • Theres Bettschen • iwan Tschopp

• Brigitte Brönnimann • Thomas Kernen

• andrea Wernli • Verena lerch

• Hansueli Wanner • Selma Budak Basci

18 Silea · Jahresbericht 2008 Silea · Jahresbericht 2008 18


Simone Baumann-

Bichsel

Bereich Finanzen und Administration

Hauswirtschaft

Gut, dass wir zwischendurch immer wieder etwas

abgebremst werden. Gut, dass wir in der Betreuungsarbeit

oft dazu gezwungen werden innezuhalten,

uns die nötige Zeit zu nehmen, unser Tun in

einzelne Schritte zu unterteilen, Dinge im angepassten

Tempo zu erklären, zu Wiederholen und

geduldig zuzuhören. Gut, dass wir immer wieder

angeregt werden «quer zu denken», auftauchende

Schwierigkeiten mit manchmal unkonventionellen

Mitteln und auf kreative art zu meistern…

auch im Jahr 2008 haben wir neben der Bewältigung

unseres Tagegeschäftes, einige neue, zum Teil

auch aussergewöhliche, aufgaben in angriff genommen.

So haben die betreuten Mitarbeitenden

des Hausdienstes, unter der leitung von Frau Sandra

Maurer, den Hausstand des von der Silea geerbten

Krebshauses aufgelöst. Tausende von Dingen

mussten sortiert, geräumt und fachgerecht entsorgt

werden.

im Frühling hat unsere erster Freizeitnachmittag

stattgefunden. Nach einer ausgelassenen Partie

Bowling im Hotel Seepark, haben alle bei Baumann’s

zu Hause im Garten bei prächtigem Wetter ein feines

z’Vieri genossen.

«Es gibt wichtigeres im Leben, als ständig

dessen Geschwindigkeit zu erhöhen.»

Mahatma Gandhi

Dankbar haben wir die zusätzlichen Quadratmeter

Bürofläche für die Hauswirtschaft bezogen. Das

neue, abgetrennte Büro, kann zudem als kleines

Besprechungszimmer genutzt werden. Natürlich

gab es dabei vor, während und nach den Bauarbeiten

viel zu zügeln und zu putzen. Vielen Dank an

alle helfenden Hände, die uns dabei tatkräftig unterstützt

haben!

Der neue Standort der arbeitsgruppe Glütschbach

hat auch der Hauswirtschaft neue aufgaben beschert.

Die Werkstatt und der angeschlossenen

Verkaufsladen «kunterbunt» werden täglich durch

unseren Hausdienst gereinigt. Die Mitarbeiterinnen

vom Hausdienst sind stolz auf ihre einsätze im

«aussendienst» und nehmen den zusätzlichen

Weg bei jedem Wetter gerne unter die Füsse.

Der zweite Freizeitnachmittag im Dezember stand

ganz im Zeichen der Weihnachtsküche. Unter der

leitung von Frau Melita izejroska sind an diesem

vorweihnächtlichen Nachmittag im Handumdrehen

sechs verschiedene Sorten Weihnachtsguetzli entstanden.

Das ganze Team der Hauswirtschaft hat

dafür eifrig abgewogen, gerührt, geknetet, ausgewallt,

geformt, gebacken und verziert. Natürlich

kam auch das «Schnausen» der Teige und das Probieren

der fertigen Guetzli nicht zu kurz. Der feine

Duft hat zahlreiche «Besucher» angelockt, welche

alle mit einem «Versuecherli» beschenkt wurden.

Dank den grossen Bemühungen um gute Zusammenarbeit

von allen Sileanern konnte auch dieses

Jahr zu einem erfolgreichen abschluss gebracht werden.

Gut, dass das leben und arbeiten in der Silea

nicht nur Geschwindigkeitszunahme bedeutet.

• Simone Baumann-Bichsel,

Bereichsleitung Hauswirtschaft

Silea · Jahresbericht 2008 19


20 Silea · Jahresbericht 2008

Anlässe

Besondere Anlässe

• Besuch der Wohngruppe Altels der Stiftung

Bad Heustrich bei der Wohngruppe Enzian

im Hohmadpark

am 6. Mai um 18.30 Uhr traf die Wohngruppe

altels aus der Stiftung Bad Heustrich im Hohmadpark

ein. Zuerst wurden recht nervöse Blicke ausgetauscht

und das unbekannte Terrain ausgekundschaftet.

Nach einer ersten Vorstellungsrunde

ging es ans essen der vorbereiteten belegten

Brötchen. Sie schmeckten einfach herrlich!

• Auftritt der SILEA-Singers am Solidäritätsfest

der Rehaswiss in Bern, Samstag, 17. Mai

Zum ersten Mal stehen wir auf einer richtigen

Bühne (oder auf den Brettern die die Welt bedeuten…?)

und vor allem vor «wildfremdem» Publikum…

Bei der letzten Strophe des letzten liedes «dr alt

Ramseier het ä Hof, hüa hüa ho…», gerät das

Ganze mit dem abschliessenden «Hühnergegacker»

etwas ausser Kontrolle und wir werfen dem

Publikum Schoggi-eier zu. ein tosender applaus

ist uns nun sicher, es ist geschafft! Nach uns gehört

die Bühne dem Berner Troubadour und

Chansonnier Markus Traber.

• Einladung des Bootsclub Erlach

am Samstag, 21. Juni fuhren 40 Betreute und

Betreuerinnen mit dem Car von der Silea aus

nach erlach. Dort wurden wir im Clubhaus von

Dieter Wyss, dem Organisator und seinen Bootsführerinnen

bereits erwartet. Nun wurden wir auf

die sieben Yachten, Partyboote und Segelboote

verteilt. Und schon ging es los. einige Boote be-

fuhren den Bielersee, andere gingen durch den

Zihlkanal bis in den Neuenburgersee. Das wunderbare

Wetter mit bis zu 30° machte die Schifffahrt

zu einem riesen erlebnis.

• Adventsfenster der Gruppen Enzian,

Sonnenblume und Farnecke

am Dienstag, 2. Dezember, haben die drei aus-

senstationen vom Hohmad beim adventsfenster

des Hohmadquartiers mitgemacht. alle Quartier-

bewohner waren zu Kaffee, Tee und Punsch, sowie

feinen selbstgemachten Weihnachtsguetzli

und Brätzeli eingeladen. Wir hatten einen sehr

schönen abend mit vielen guten Gesprächen bei

Kerzenlicht.

• Neujahrskonzert

am 1. Januar 2009 fand im Schadausaal in Thun

ein «Neujahrskonzert» mit dem Chor «Compagnia

Rossini» statt. es war sehr eindrücklich was

dieser Chor zustande brachte. Ohne irgendwelche

elektronischen Hilfsmittel, nur mit ihren Stimmen

und liedern, begeisterten sie die Zuhörer.

• Thuner Fasnacht

• Fasnacht SILEA 2008

• Aktion «Bike to work»

• Sommer-Chilbi und SILEA-Märit 2008

• 15. Thunerstadtlauf

• Herbstlager 2008

• 2-tägige Ausflüge…

…der Silea abteilung Produktion und

Hauswirtschaft

…des Silea ateliers

…der abteilung aare

• Besuch Samichlaus

• Freizeitnachmittag

• SILEA-Adventsfeier


Trägerschaft

SILEA · Stiftung für integriertes Leben und Arbeiten

Domiziladresse

SILEA · Hännisweg 3D · 3645 Gwatt

SILEA · Stiftung für integriertes Leben und Arbeiten

Postfach 4163 · 3604 Thun

Telefon 033 334 17 17 · Fax 033 334 17 18

info@stiftung-silea.ch · www.stiftung-silea.ch

Silea · Jahresbericht 2008 21


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22 Silea · Jahresbericht 2008

Fotografie: Annemarie Sandmeier, Thun · Gestaltung und Realisation: werbelinie.ch · Druck: Fischer Print · auf FSC-Papier gedruckt

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