Landesakademie für Fortbildung und Personalentwicklung an ...

fa.baden.wuerttemberg.de

Landesakademie für Fortbildung und Personalentwicklung an ...

Landesakademie für Fortbildung und

Personalentwicklung an Schulen

Bad Wildbad


Landesakademie für

Fortbildung und Personalentwicklung an Schulen

Bad Wildbad


Inhalt

Grußwort 4

Gerhard Stratthaus MdL, Finanzminister des Landes Baden-Württemberg

Grußwort 6

Helmut Rau MdL, Minister für Kultus, Jugend und Sport des Landes Baden-Württemberg

Die neue Landesakademie – konzentriert, zentral und wirtschaftlich in Bad Wildbad 8

Ministerialdirigent Thomas Knödler, Leiter der Staatlichen Vermögens- und Hochbauverwaltung Baden-Württemberg

Militärkuranstalt, Kurklinik, Landesakademie – ein Baudenkmal im Wandel der Zeit 13

Gerhard Habermann, Vermögen und Bau Baden-Württemberg, Amt Pforzheim

Neue Architektur im historischen Gebäude 19

Veit Ruser, Markus Musch, Architekturbüro Veit Ruser und Partner, Karlsruhe

Fortbildung in einem kommunikativen und motivierenden Umfeld 21

Helmut Nagel, Vorstand der Landesakademie, Leiter des Standorts Bad Wildbad

Planungsbeteiligte, ausführende Firmen, Projektdaten 28

Impressum 36


Grußwort

Gerhard Stratthaus MdL

Finanzminister des Landes Baden-Württemberg

Das Land Baden-Württemberg besitzt mit der Landesakademie für Fortbildung und Personalentwicklung

an Schulen eine beispielhafte Einrichtung für die Fort- und Weiterbildung von Lehrerinnen

und Lehrern an allgemeinbildenden Schulen. In den vergangenen Jahren hat die Landesregierung

große Anstrengungen unternommen, um die Akademiestandorte in Esslingen und auf

der Comburg bedarfsgerecht auszubauen. Nach dem Ausbau des Standorts Bad Wildbad verfügt

die Akademie nunmehr an allen drei Standorten über zeitgemäß ausgestattete Seminar- und Unterkunftsbereiche.

In Bad Wildbad boten die Gebäude der Versorgungskurklinik ideale Voraussetzungen für eine Zusammenlegung

der ehemals selbständigen Akademiestandorte Donaueschingen und Calw. Durch

die Zusammenführung der Standorte werden Synergien sowohl im Lehrbetrieb als auch in der

Betriebsführung erzielt. Die aufwendigen und kostenträchtigen Sanierungsmaßnahmen an den

aufzugebenden Standorten entfallen.

Ich gratuliere der Landesakademie zu ihren neuen Gebäuden. Allen in diesen Räumen Lehrenden

und Lernenden wünsche ich, dass sich die neue Unterkunft positiv auf die Arbeit auswirkt, und

dass von diesem Ort wichtige Impulse für den Schulalltag ausgehen.


Grußwort

Helmut Rau MdL

Minister für Kultus, Jugend und Sport

des Landes Baden-Württemberg

In den von Grund auf renovierten Gebäuden der ehemaligen Versorgungsklinik Bad Wildbad

haben die Landesakademie für Fortbildung und Personalentwicklung an Schulen und das Land

Baden-Württemberg einen neuen Standort für die Lehrerfortbildung in Betrieb genommen. Die

erfolgreiche Arbeit der Akademien in Calw und Donaueschingen wird damit gebündelt und am

neuen Standort weitergeführt. Erstmals werden so nahezu alle Veranstaltungen der zentralen

Lehrkräftefortbildung des Landes für die allgemeinbildenden Schulen unter einem Dach angeboten.

Hier können zukünftig jedes Jahr in über 500 mehrtägigen Veranstaltungen mehr als 30.000

Lehrerfortbildungstage für etwa 10.000 Lehrkräfte durchgeführt werden. Bad Wildbad ist damit

der größte der drei Standorte der Landesakademie für Fortbildung und Personalentwicklung an

Schulen in Baden-Württemberg.

Die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Arbeit sind denkbar gut. Beim Umbau des Gebäudes

wurde darauf geachtet, dass die Seminarräume modernen Konferenzstandards entsprechen. Die

Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind in komfortabel ausgestatteten Räumen untergebracht. Das

landschaftlich reizvolle Umfeld des Schwarzwaldes und die Kurstadt Bad Wildbad mit ihrem kulturellen

Angebot tun ein Übriges.

Die Schulen in Baden-Württemberg befinden sich in einer Phase tiefgreifender Veränderungen,

ihre Entwicklung ist vielgestaltig. Begriffe wie „Kompetenzorientierung“ und „Evaluation von

Schule und Unterricht“, das Maßnahmenpaket Hauptschule, die Entwicklung der Fächerverbünde,

die Weiterentwicklung des Unterrichts im Lernfeld an beruflichen Schulen, aber auch Einzelprojekte

wie „Schulreifes Kind“ und „Ökonomische Bildung online“ verdeutlichen es – Bildung

ist zentrales Thema in der Gesellschaft und wird es auch künftig bleiben. Ziel ist es, den einzelnen

Schülerinnen und Schülern mit ihren individuellen Lernvoraussetzungen entsprechende Lernangebote

zur bestmöglichen Förderung zur Verfügung zu stellen.


Lehrerinnen und Lehrer müssen sich in dieser komplexen Bildungslandschaft ständig bewähren und sich fortwährend

mit neuen pädagogischen, fachlichen, didaktischen und methodischen Ansätzen auseinandersetzen. Die

Lehrkräftefortbildung unterstützt sie dabei, begleitet damit die Entwicklung der Schulen und gibt ihr wesentliche

Impulse.

Die Landesakademie als deren zentrale Säule in Baden-Württemberg leistet hierzu mit mehrtägigen Veranstaltungen

für über 30.000 Lehrkräfte pro Jahr an den Standorten Bad Wildbad, Esslingen und Schwäbisch Hall/Comburg

einen gewichtigen Beitrag.

Die Inbetriebnahme des neuen Standortes Bad Wildbad ist ein wichtiger Schritt zur Weiterentwicklung und Professionalisierung

einer leistungsfähigen Lehrerfortbildung. Durch die Zusammenfassung der Fort- und Weiterbildungen

im Bereich der allgemeinbildenden Schulen können verstärkt schulartübergreifende Angebote gemacht

werden. Über die eigene Schulart hinaus findet ein Austausch statt; Lehrkräfte verschiedener Schularten kommen

zusammen und lernen voneinander.

Ich danke allen, die zur Einrichtung des neuen Fortbildungsstandorts Bad Wildbad ihren Beitrag geleistet haben.

Ich danke aber insbesondere auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der ehemaligen Akademiestandorte

Calw und Donaueschingen für die geleistete Arbeit in dem so wichtigen Feld der Lehrerfortbildung.

Gleichzeitig wünsche ich allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Landesakademie für Fortbildung und Personalentwicklung

am neuen Standort Bad Wildbad alles Gute bei ihrer anspruchsvollen Aufgabe, Lehrkräfte bei der

Bildung der nächsten Generationen zu unterstützen und die Schule der Zukunft auf diese Weise mit zu gestalten.


Die neue Landesakademie - konzentriert, zentral und wirtschaftlich in Bad Wildbad

Ministerialdirigent Thomas Knödler

Leiter der Staatlichen Vermögens- und Hochbauverwaltung Baden-Württemberg

Die neue Nutzung der ehemaligen Versorgungskurklinik ist ein Musterfall der idealen Verwendung

einer leer gewordenen Landesimmobilie und ein Glücksfall für Bad Wildbad. Das einst

renommierte Badestädtchen spürt seit einem Jahrzehnt schmerzhaft den Rückgang der Kurgastzahlen

und die Auswirkungen der Gesundheitsreform. Wildbad leidet unter dem Leerstand großer

Immobilien. Mit der Schließung der Versorgungskurklinik drohte für das Land als Eigentümer

weiteres wirtschaftliches Ungemach.

Mit der Entscheidung, die Landesakademie nach Wildbad zu verlegen wurden mehrere günstige

Effekte erzielt. Die ehemalige Kurklinik kann passgenau für eine moderne Unterbringung mit

Lehrgangsbetrieb genutzt werden. Die Stadt erfreut sich an einer zentralen Landeseinrichtung mit

jährlich mehreren tausend Lehrgangsteilnehmern. Die Landesakademie hat eine auf der geographischen

Mittelachse des Landes zentral liegende Fortbildungseinrichtung bekommen, mitten im

Erholungsraum Schwarzwald gelegen und zugleich bestens mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu

erreichen. Und nicht zuletzt ist es einfach eine wirtschaftlich günstige Immobilienlösung.

Die Modernisierung der ehemaligen Versorgungskurklinik in Bad Wildbad für die Landesakademie

für Fortbildung und Personalentwicklung an Schulen steht daher beispielhaft für das erfolgreiche

Immobilien- und Baumanagement der Staatlichen Vermögens- und Hochbauverwaltung.

Für die Fort- und Weiterbildung von Lehrerinnen und Lehrern waren bis im Jahr 2004 vier eigenständige

Staatliche Akademien in Calw, Donaueschingen, Esslingen und Schwäbisch Hall zuständig. Mit

dem Gesetz zur Errichtung der Landesakademie vom 30. Oktober 2003 wurden diese zu einer Landesakademie

mit Sitz in Esslingen zusammengeführt. Die einzelnen Standorte wurden beibehalten. An

den Standorten Esslingen und auf der Großcomburg bei Schwäbisch Hall ist die Akademie gut untergebracht.

In Calw und Donaueschingen wären kostenintensive Gebäudesanierungen angestanden.


Als im Jahr 2004 die Versorgungskurklinik in Bad Wildbad ihren Betrieb einstellte, wurde in die Projektstudien zur künftigen Nutzung

dieser Immobilie auch die verbesserungswürdige Unterbringung der Landesakademie mit einbezogen. Die Studien belegten, dass bei

entsprechender Modernisierung die Gebäude für eine Akademienutzung gut geeignet wären.

Der Ministerrat stimmte im Juni 2006 dem Vorschlag der Staatlichen Vermögens- und Hochbauverwaltung zu, die Gebäude der ehemaligen

Versorgungskurklinik für die Akademie umzubauen und die Standorte Calw und Donaueschingen aufzugeben. Der Weg für eine

sinnvolle Nutzung der landeseigenen Immobilie in Bad Wildbad war frei.

In nur 10-monatiger Bauphase wurde das Projekt realisiert. Mit Engagement, Sachverstand und viel Einfühlungsvermögen in vorhandene

Bausubstanz haben die Planer und beteiligten Firmen das Projekt erfolgreich umgesetzt. Entstanden sind gut ausgestattete Seminar- und

Aufenthaltsbereiche und ansprechende Studierzimmer. Die baulichen Voraussetzungen für eine hochwertige Aus- und Fortbildung sind

gelegt.

Die Stadt Bad Wildbad bietet für die Freizeitgestaltung der Besucher der Akademie einiges. Wellness-Angebote finden sie im Palais Thermal,

der Kurpark lädt zum Entspannen ein und die örtliche Gastronomie bietet für den Abend kulinarische Abwechslung. Ich bin mir

sicher, dass die Lehrerinnen und Lehrer diese Angebote zahlreich nutzen und sich gerne an Wildbad erinnern und wieder kommen.

Der Landesakademie und allen ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den künftigen Kursteilnehmern gratuliere ich zum neuen

Haus und wünsche ihnen bei der Arbeit am neuen Standort viel Freude. Ich danke allen, besonders der Kultusverwaltung und unseren

Kolleginnen und Kollegen, die dieses für die Landesakademie aber auch für die Stadt Bad Wildbad bedeutende Projekt mit großem persönlichen

Einsatz zum Erfolg geführt haben.

0


2

Luftbildaufnahme von 92


Militärkuranstalt, Kurklinik, Landesakademie – ein Baudenkmal im Wandel der Zeit

Die Landesakademie für Fortbildung und Personalentwicklung

an Schulen hat an ihrem neuen Standort in Bad Wildbad ein

Domizil erhalten, dessen besondere Qualität nicht nur in der

Architektur der Gebäude zu sehen ist, sondern auch in der hervorragenden

Lage am Westhang des Sommerbergs. Das parkähnliche,

landeseigene Areal der Landesakademie oberhalb der Vitaltherme

und des Kurgartens ist wenige Minuten vom Zentrum

entfernt und ermöglicht in sonniger Lage einen vorzüglichen

Ausblick über Wildbad und das Enztal.

Das Hauptgebäude steht unter Denkmalschutz. Zusammen mit

weiteren Gebäuden wurde es in den Jahren 1916 bis 1918 als Militärkuranstalt

errichtet. Das nach Plänen des Oberbaurats Glocker

erbaute, stadtbildprägende Gebäude ist in der Formgebung an

der heimatverbundenen Stuttgarter Schule orientiert. Der viergeschossige

Bau ist über dem Grundriss eines Doppel-T durch ziegelgedeckte

Walmdächer charakterisiert, wobei die Talseite durch

große Zwerchgiebel rhythmisiert ist. In Korrespondenz zum kurz

zuvor, 1911/12, angelegten Kurgarten ist dem Bauwerk eine Terrasse

vorgesetzt. Sie war ursprünglich durch Pergolen in der Art

gestaltet, wie sie heute noch im Kurgarten zu sehen sind. Die

Zugänge des Gebäudes waren von der Talseite her in den beiden

dreigeschossigen, flachgedeckten Eckbauten. Durch die Verschindelung

ordnete sich das oberste Geschoss dem Dachbereich zu.

Den drei Geschossen darunter war ein dicht beranktes Spalier

vorgesetzt. Somit bildete das differenziert gegliederte Ensemble

der Kuranstalt eine gestalterische Einheit mit dem Kurgarten und

setzte zugleich einen akzentuierten Abschluss.

Diese Einheit ist im Zuge von Umbauten und Instandsetzungen,

die für die weitere Nutzung als Kurklinik für Kriegsversehrte

erforderlich waren, insbesondere in den Jahren 1974-1979 zum

großen Teil verloren gegangen. Die seitlichen Wohngebäude wurden

abgerissen, der Hauptzugang wurde auf die Rückseite des

Gebäudes verlegt, die fein austarierte Gartengestaltung minimiert.

Statt der abgerissenen Gebäude wurde in vorderster Linie ein zweigeschossiges

Parkierungsgebäude erstellt und abgestuft dahinter

ein sechsgeschossiger Erweiterungsbau mit einer bergwärts angegliederten

Reihenhauszeile. Das Sichtbetongebäude wurde im Stil

der Siebzigerjahre in ansprechender Qualität von den Architekten

der Staatlichen Hochbauleitung Wildbad, einer Außenstelle des

Staatlichen Hochbauamts Pforzheim, geplant und gebaut. Über

zwei Parkierungsgeschossen und einem Geschoss mit Freizeiträumen

befinden sich drei Geschosse mit Ein-Bett-Zimmern.

Im Dezember 2004 wurde die Kurklinik geschlossen. Da es für

eine erneute Kliniknutzung keinen weiteren Bedarf mehr gab, beschloss

die Landesregierung, die dringend sanierungsbedürftigen

Landesakademien in Donaueschingen und Calw aufzugeben

und stattdessen in Bad Wildbad in den Gebäuden der Kurkli-


nik unterzubringen. Nach Freigabe der finanziellen Mittel wurde

im Januar 2007 mit dem Umbau der unteren Geschosse für die

Nutzung begonnen und nach extrem kurzer Bauzeit im Oktober

2007 gemeinsam mit allgemeinen Instandsetzungsarbeiten in

allen anderen Geschossen und im Erweiterungsbau fertiggestellt.

Nur durch die Bündelung aller verfügbarer Kräfte und durch

außergewöhnlichen Einsatz konnte dieser Fertigstellungstermin

eingehalten werden. Die Vor-, Entwurfs- und Genehmigungsplanung

sowie Ausschreibung und Bauleitung wurde von den Architekten

des Bauherrn Vermögen und Bau Baden-Württemberg,

Amt Pforzheim selbst durchgeführt, die Ausführungsplanung vom

Architekturbüro Veit Ruser und Partner aus Karlsruhe.

Auf rund 7.500 m² Nutzfläche beherbergt die neue Landesakademie

im Wesentlichen 7 Seminarräume, 4 Computer-Schulungsräume,

12 Gruppenräume, 119 Einzelzimmer jeweils mit Dusche

und WC, 12 Zwei-Zimmer-Appartements mit Küche, WC und

Bad, Speiseräume mit 122 Sitzplätzen und einer voll ausgestatteten

Gastronomieküche und schließlich einen großzügigen

Empfangsbereich mit Cafeteria.

Während im denkmalgeschützten Hauptgebäude für die Schulungsräume,

den Speisebereich und für den Empfang gravierende

Eingriffe in die Bausubstanz erforderlich waren, konnten der

Erweiterungsbau sowie die Schlafräume im Hauptgebäude im

1. bis 3. Obergeschoss ohne strukturelle Veränderung übernommen

werden. Hier waren nur die üblichen Schönheitsreparaturen,

wie neue Bodenbeläge und neue Anstriche sowie geringe

Elektro- und Sanitärinstandsetzungen, erforderlich. Im Hauptgebäude

baute man zudem neue Fenster ein und im Erweiterungsbau

wurde eine Betonsanierung durchgeführt.

Die Eingriffe im Untergeschoss, das ja talseits ein normal belichtetes,

voll nutzbares Geschoss ist, im Erdgeschoss und im

1. Obergeschoss waren jedoch sehr umfangreich. Hier mussten

die Bade- und Kureinrichtungen entfernt und die kleinteilige

��������������

��������������


Raumstruktur in einen Schulungs- und Empfangsbereich mit

großen Räumen umgewandelt werden. Hierfür wurden tragende

Wände entfernt und mit großem Aufwand Stahl-Tragkonstruktionen

eingebaut. In diesen Geschossen war die gesamte Haustechnik,

angepasst an die neue Nutzung, zu erneuern, insbesondere

im Bereich der Kommunikations- und Brandschutztechnik.

Zudem waren in den Schulungs- und Aufenthaltsräumen umfangreiche

raumakustische Maßnahmen erforderlich. Diese nutzungsspezifischen

Umbaukosten betrugen 2,1 Mio. €.

Die Dachterrasse auf dem Erweiterungsbau und die Terrasse vor

dem Hauptgebäude wurden von dem Landschaftsarchitekten

Karl Bauer aus Karlsruhe in ansprechender Form neu gestaltet.

Mit der weißen Pergola, die als Sonnenschutz für die Schulungs-

und Speiseräume dient, knüpft er an die ursprüngliche Gartengestaltung

der Kurklinik und des Kurgartens an.

Der Wandel von einer früheren Militärkuranstalt zu einer modernen

Landesakademie ist vollzogen. Wieder einmal hat sich gezeigt,

dass historische Bausubstanz vielseitig nutzbar ist. Optimal

angepasst an künftige Anforderungen kann die Akademie mit

einem umfangreichen Raumangebot ihren Betrieb aufnehmen.

Gerhard Habermann

Vermögen und Bau Baden-Württemberg, Amt Pforzheim

5


Gartengeschoss

��������������

Erdgeschoss �����������

Maßstab ca. : 0


���������������

. Obergeschoss

���������������

2. Obergeschoss

Maßstab ca. : 0


Neue Architektur im historischen Gebäude

Die Architekten Veit Ruser und Partner führten die Entwurfsplanung

von Vermögen und Bau weiter und schlossen sie mit

der Ausführungsplanung ab. Dabei galt es, die unterschiedlichen

Anforderungen der Nutzung zu überdenken und mit angemessenen

Konstruktionen, Materialien und Oberflächen in die solide

Bausubstanz einzufügen.

Zu berücksichtigen waren hierbei nicht nur die Aspekte Funktionalität

und Wirtschaftlichkeit, sondern auch der Charme und

die Atmosphäre der vorhandenen Bausubstanz. Der Habitus des

denkmalgeschützten Bestands sollte aufgenommen und mit den

neuen Einbauten zu einem harmonischen Gesamtwerk weiterentwickelt

werden. Die Architekten konnten nach Abstimmung

mit Vermögen und Bau, den Fachplanern und der Landesakademie

eine stimmige Gesamtkonzeption erarbeiten, nach deren

Realisierung sich nun die Räume für die neue Nutzung gut gerüstet

und angenehm gestaltet zeigen.

In allen Fluren und Räumen bildet ein einheitlicher Linoleum-

Bodenbelag die Grundlage: im Hauptgebäude mit historistischer

Architektur in Weinrot, im Erweiterungsbau mit moderner

Architektur in Anthrazit. Schwarze Lamperien und

Fensterborde binden die Räume in ihrer Vielgestaltigkeit zusammen.

Weiße, geschlitzte Akustikdecken, die von Wänden

und Decken abgesetzt sind, geben den Seminar-, Schulungs-

und Besprechungsräumen einen klaren, ruhigen, die Konzentration

fördernden Charakter. Die neuen Leuchten unterstützen

diese Wirkung. In den Speiseräumen im Gartengeschoss

hingegen stellen die roten Akustikdecken markant die architektonische

Gliederung in den Vordergrund. Durch großflächige

Fenstertüren in der Fassade werden die Speiseräume mit

der vorgelagerten, hölzernen Terrasse und der Gartenlandschaft

der Umgebung räumlich verbunden. Im Foyer und in der angegliederten

Cafeteria schaffen die Einbaumöbel mit heller Naturholzoberfläche

und die Kaffeehausmöblierung ein angenehmes

Ambiente, das den neu angekommenen Gästen die

Orientierung erleichtert und zum Verweilen einlädt. In den

Schlafräumen setzen gelbe und rote Farbakzente bei den Wandoberflächen

spannungsvolle Akzente.

Mit verhältnismäßig geringem finanziellem Aufwand konnte

den Räumen der ehemaligen Kurklinik eine neue, der Landesakademie

entsprechende Qualität gegeben werden. Die zeitlose

Gestaltung wird die Nutzer begleiten und darin unterstützen,

die Akademie in eine erfolgreiche Zukunft zu führen.

Veit Ruser, Markus Musch

Architekturbüro Veit Ruser und Partner, Karlsruhe

9


Fortbildung in einem kommunikativen und motivierenden Umfeld

Die Übergabe des Gebäudes der ehemaligen Versorgungskurklinik

an die Landesakademie für Fortbildung und Personalentwicklung

an Schulen bedeutet einen neuen wesentlichen

Schritt in der Neustrukturierung der Lehrkräftefortbildung in

Baden-Württemberg. Mit Wirkung vom 1. Januar 2004 hat das

Land Baden-Württemberg die Landesakademie für Fortbildung

und Personalentwicklung an Schulen als rechtsfähige Anstalt

des öffentlichen Rechts errichtet und die bis zu diesem Zeitpunkt

bestehenden Akademien für Lehrerfortbildung in Calw

und Donaueschingen (Schwerpunkt Allgemeinbildende Schulen),

Esslingen (Schwerpunkt Berufliche Schulen) und Schwäbisch

Hall/Comburg (Schwerpunkt Führungsfortbildung) unter

dem Dach der Landesakademie zusammengefasst. Aufgrund

eines Beschlusses der Landesregierung wurden nun im Jahr

2007 die beiden Akademiestandorte Calw und Donaueschingen

aufgegeben und an einem neuen Standort in Bad Wildbad,

im Gebäude der ehemaligen Versorgungskurklinik, zusammengeführt.

Die Landesakademie für Fortbildung und Personalentwicklung

an Schulen dient der beruflichen Fort- und Weiterbildung von

pädagogischem Personal im fachlichen Zuständigkeitsbereich

des Kultusministeriums. Hierzu gehört vor allem die Gestaltung

und Durchführung von Fortbildungsangeboten

• im Bereich Personalentwicklung, insbesondere für pädagogisches

Leitungspersonal sowie für Lehrkräfte mit besonderen

Aufgaben im schulischen Bereich

• im Bereich der schulartübergreifenden und schulartspezifischen

pädagogischen und pädagogisch-psychologischen

Fortbildung

• im Bereich der schulartübergreifenden und schulartspezifischen

fachlichen und didaktisch-methodischen Fortbildung

sowie

• im Bereich der Schulentwicklung und Schulberatung.

Bei der Erfüllung dieser Aufgabe hat die Landesakademie die

bildungspolitischen Vorgaben des Kultusministeriums zu beachten

und umzusetzen.

Die Landesakademie arbeitet auch mit anderen Einrichtungen

zusammen, wenn dies zweckmäßig ist und die Zielsetzungen

der Landesakademie unterstützt, insbesondere mit den Staatlichen

Seminaren für Didaktik und Lehrerbildung, mit Hochschulen,

mit Einrichtungen der Wirtschaft wie Kammern, Verbänden

und Unternehmen, mit Einrichtungen der Kirchen,

mit Einrichtungen der Fort- und Weiterbildung sowie mit anderen

regionalen, überregionalen, europäischen und sonstigen

internationalen Einrichtungen und Partnern.

2


Fortbildung wird verstanden als kontinuierlicher, sich über das

gesamte Berufsleben erstreckender Prozess. Bereits in der Berufseingangsphase

werden die in der Ausbildung erworbenen

Qualifikationen vertieft und erweitert sowie individuelle Kompetenzen

im Blick auf die weitere Berufslaufbahn gezielt gefördert.

Durch berufsbegleitende Fort- und Weiterbildung entwickeln

Lehrerinnen und Lehrer ihre berufliche Qualifikation in

Bezug auf den Unterricht und den Bildungs- und Erziehungsauftrag

der Schule stetig fort.

Die Landesakademie für Fortbildung und Personalentwicklung

an Schulen versteht sich als Partner für Innovationen und Entwicklungen

der Schulen. Hierzu bietet sie Leistungen und

Lösungen zu Lernkonzepten, Unterrichts-, Personal- und Organisationsentwicklung,

neuem Lehren und Lernen sowie Unterstützung

bei zunehmender Eigenständigkeit der Schulen.

In der neuen Struktur der Landesakademie wird am Standort

Bad Wildbad der dynamische Entwicklungsprozess vor allem

der allgemeinbildenden Schulen in Baden-Württemberg unterstützt.

Die dort tätigen Lehrkräfte, die steigenden Qualitätsansprüchen

ausgesetzt sind, werden durch geeignete Maßnahmen

der Fortbildung und Personalentwicklung nachhaltig in ihrer

beruflichen Entwicklung gestärkt.

22


Die Akademie in Bad Wildbad versteht sich als Forum bzw.

auch Ort der nationalen wie internationalen Begegnung von

Fachleuten aus der Schule, Schulverwaltung und anderen relevanten

Bereichen der Gesellschaft wie Politik, Wirtschaft und

Kirche sowie zwischen Fachwissenschaft, Fachdidaktik und Unterrichtspraxis.

Von diesem neuen Standort werden Impulse für

Erziehung und Bildung sowie Innovationen auf dem Feld der

Erwachsenendidaktik ausgehen. Hervorzuheben ist die neue

Akademie auch als Raum für die Reflexion über pädagogisches

Handeln. Entstanden ist in Bad Wildbad eine Einrichtung, die

dank einer durchdachten Gesamtkonzeption eine gelungene

Renovierung des Gebäudes erfahren hat, das durch zurückhaltende

Eleganz besticht und durch lichtdurchflutete Räume sowie

durch die faszinierenden Terrassenflächen ein motivierendes

und kommunikatives Umfeld erzeugt.

Es ist all denjenigen Dank zu sagen, die an der Neuentwicklung

des Akademiestandorts Bad Wildbad beteiligt waren.

Dies gilt in besonderer Weise für den mutigen, aber auch

überlegten Entscheid der Landesregierung, vor allem dem Minister

für Kultus, Jugend und Sport, diesen Standort ausgewählt

zu haben.

2

Dank gebührt auch der Stadt Bad Wildbad, vertreten durch

ihren Bürgermeister, die in vorbildlicher Weise die neue Einrichtung

in ihren Mauern willkommen geheißen hat.

Ich bedanke mich bei der Finanzverwaltung, bei Vermögen

und Bau Baden-Württemberg, Amt Pforzheim, den Architektur-

und Ingenieurbüros und allen am Bau Beteiligten. Sie haben

eine ungewöhnliche und herausfordernde Aufgabe gelöst,

sorgfältig darauf geachtet, Alt und Neu in Einklang zu bringen

und auch die Anforderungen des Nutzers in der Umsetzung

aufgenommen.

Die Landesakademie für Fortbildung und Personalentwicklung

an Schulen verfügt nach der Renovierung der ehemaligen

Versorgungskurklinik über eine Infrastruktur, die einem zeitgemäßen

Seminar- und Hotelbetrieb entspricht.

Dank verdienen auch alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der

Akademie, die sich den neuen Herausforderungen gerne stellen

und durch Umzug und Neubeginn erhebliche Mehrbelastungen

auf sich nehmen mussten.

Direktor Helmut Nagel,

Vorstand der Landesakademie,

Leiter des Standorts Bad Wildbad


Planungsbeteiligte

Bauherr Land Baden-Württemberg

vertreten durch Vermögen und Bau Baden-Württemberg, Amt Pforzheim

Amtsleiter: Godehard Sicheneder

Abteilungsleiter: Gerhard Habermann (bis 2005 Günter Bachmann)

Projektleiter: Günter Reissing

Mitarbeiter: Otto Anselm, Tina Eisenbarth, Sandra Eitel, Boris Gahle, Werner Glück,

Martin Kömm, Jutta Meyer, Waldemar Schlag, Günter Vollmer

Nutzer Landesakademie für Fortbildung und Personalentwicklung an Schulen

Vorstandsvorsitzender: Hans-Peter Buggermann

Leiter in Bad Wildbad: Helmut Nagel

Architekt für die Leistungsphasen Grundlagenermittlung, Vor-, Entwurfs- und Genehmigungsplanung

sowie Ausschreibung und Bauleitung:

Vermögen und Bau Baden-Württemberg, Amt Pforzheim

für die Leistungsphase Ausführungsplanung:

Architekturbüro Veit Ruser und Partner, Karlsruhe

Projektleitung: Silke Hüntrup, Markus Musch

Mitarbeiter: Lars Gneuß, Fabian Seidel

2


Tragwerksplanung Ingenieurgruppe Bauen, Karlsruhe

Heizungs-, Lüftungs- und Sanitärtechnik ib – Fischer-Husmann, Pforzheim

Elektrotechnik Ingenieurgesellschaft Jergler mbH & Co. KG, Rheinstetten

Betoninstandsetzung Ingenieurgesellschaft Bauen GmbH Schneck-Schaal-Braun, Tübingen

Küchentechnik Ingenieurbüro Dipl. Ing. Ernst Schaller, Karlsruhe

Raumakustik, Bauakustik Dr. Ing. Hans Lang, Stutensee

Bauaufnahme Artmann Consult, Ingenieurbüro für Vermessungstechnik, Karlsruhe

Informationssystem Design… und mehr, Ursula und Herwig Schneider GmbH, Stuttgart

Freianlagen Dipl. Ing. Karl Bauer, Freier Garten- und Landschaftsarchitekt, Karlsruhe

0


Ausführende Firmen

(Hochbau)

Abbruch

Rüdiger Umwelttechnik GmbH, Tutzing

Rohbau

Etzel Bau GmbH, Bad Wildbad

Betonwerkstein

Capodicasa, Karlsruhe

Holzbau

Wilhelm Großmann, Höfen/Enz

Schweizer Holzbau, Bad Wildbad

Dachabdichtung

Butz Flachdachtechnik, Pforzheim

Bihler GmbH, Pforzheim

Klempnerarbeiten

Ernst Kühnle GmbH, Bad Wildbad

Betonerhaltung

Stump Spezialtiefbau GmbH, Chemnitz

Trockenbau, Verputz

Ullrich & Schön GmbH, Fellbach-Schmiden

Abgehängte Decken

Lindner AG, Arnstorf

2

Fliesen

Joachim Köhler, Herpf

Fliesen Klaiber GmbH, Enzklösterle

Fliesen Atelier Clemens Fauth, Höfen/Enz

Elastische Verfugung

Limited, Pforzheim

Tommi Spieser, Bad Liebenzell

Beschichtung Küchenboden

Ercan Bautenschutz GmbH & Co. KG,

Auenwald

Gussasphaltestrich

ESB Kirchhoff GmbH & Co. KG,

Langenargen

Innentüren

Holz Design GmbH, Remshalden

Tischlerarbeiten

SHL Fritz Schlecht GmbH, Altensteig

Daniel Muckenhaupt, Bad Wildbad

Günthner + Sohn GmbH, Bad Wildbad

Fritz Gaus, Bad Wildbad

Metallfenster

Bleiholder Metallbau oHG, Pforzheim

Holzfenster

Schwarz Fensterbau, Gengenbach

Metallbau (Innentürelemente)

Gebr. Burger Metallbau GmbH, Freiburg

Metallbau (Geländer)

SKS Schweizer GmbH, Pforzheim

Metallbau (Pergola)

Schlosserei Riexinger,

Inh. Alfred Hofsäss, Bad Wildbad

Schließanlage

Herzog Stahlhandel GmbH, Calw

Rollladenarbeiten u. Sonnenschutzanlagen

Klingler GmbH & Co.KG, Karlsruhe

Feuerbacher GmbH, Rohrdorf

Malerarbeiten

Maler Zündel GbR, Bad Wildbad

Raisch, Pfalzgrafenweiler

Malerbetrieb Arno Schorn, Beckingen

Koppenhöfer GmbH, Karlsruhe

Linoleum-Bodenbelag

Stark GmbH, Bad Liebenzell


Vorhänge und Verdunkelung

Stark GmbH, Bad Liebenzell

Tische und Stühle

Burger Inneneinrichtung GmbH, Karlsruhe

Kleinkopf Stahlrohrmöbel GmbH, Ötigheim

Stehleuchten

Friedrich Sautter GmbH, Karlsruhe

Beschilderung

Schildertechnik Paschold, Kulmbach

Gerüst

Kircheis & Partner GmbH, Langenberg

Baureinigung

Hygiene-Service Kant, Pforzheim

H & V GmbH, Neuburg/Donau

TSG Teegen GmbH, Fellbach

Landschaftsbau

Etzel Bau GmbH, Bad Wildbad

Dachterrassenbegrünung

Aichele Traumgärten, Pforzheim


Ausführende Firmen

(Technik)

Heizungsanlage

Schlag GmbH, Bad Teinach

Lüftungsanlage

Reuko Klima-Service GmbH & Co. KG,

Nagold

Abwasser-, Wasseranlage

Gauß GmbH, Freudenstadt

Starkstromanlage

Elektro-Heldele GmbH, Göppingen

Blitzschutz

Blitzableiterbau Süd, Gottmadingen

Aufzug

Haushahn, Stuttgart

Brandmeldeanlage

Sautter Elektrotechnik GmbH & Co. KG, Bretten

Imtech Deutschland GmbH & Co. KG, Offenburg

Telekommunikationsanlage

Zielbauer Telekommunikation AG, Karlsruhe

Datentechnik

xevlT net works GmbH, Ettlingen

Automatische Türantriebe

Eckermann Automatische Türanlagen, Biberach

Sicherheitsbeleuchtung

Brenner Batterie Systeme, Bad Teinach

Großkücheneinrichtung

Emmerich GmbH, Fürth


Projektdaten

Grundflächen und Rauminhalte

Hauptnutzfläche (HNF) 5.870 m²

Nebennutzfläche (NNF) 1.711 m²

Nutzfläche (NF) 7.581 m²

Funktionsfläche (FF) 780 m²

Verkehrsfläche (VF) 2.542 m²

Netto-Grundfläche (NGF) 10.903 m²

Raumprogramm

7 Seminarräume

4 Computer-Schulungsräume

12 Gruppenräume

Speiseräume mit 122 Sitzplätzen, Küche, Cafeteria

119 Einzelzimmer, jeweils mit Dusche und WC

12 Zwei-Zimmer-Appartements mit Küche, WC und Bad

Zeitlicher Ablauf

Einstellung des Klinikbetriebs Dezember 2004

Baubeginn Januar 2007

Fertigstellung Oktober 2007

Kosten

Nutzungsspezifische Umbaukosten 2,1 Mio. €

Instandsetzung Übernachtungsbereich

Hauptgebäude 1,0 Mio. €

Beton- und Inneninstandsetzung

Erweiterungsbau 1,0 Mio. €

5


Impressum

Herausgeber

Finanzministerium Baden-Württemberg

Konzeption und Redaktion

Gerhard Habermann

Vermögen und Bau Baden-Württemberg, Amt Pforzheim

Fotografie

Dirk Altenkirch, Karlsruhe

Gesamtherstellung

Staatsanzeiger für Baden-Württemberg GmbH, Stuttgart

Druck

Ungeheuer + Ulmer KG GmbH & Co., Ludwigsburg

Auflage

1.600

Erscheinungsjahr

2008

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine