(PDF) Die Lupe, Ausgabe 03/2004 - Die Schweizerische Post

post.ch

(PDF) Die Lupe, Ausgabe 03/2004 - Die Schweizerische Post

Die Lupe

Das Briefmarkenmagazin Ausgabe 3/2004

� Ein starkes Stück: Briefmarke aus Schweizer Holz

� Ein grosses Herz für Tiere: Sondermarken zum Tierschutz

� Ein doppelter Leckerbissen: Innovative Käsetradition


2

Inhalt

2 Editorial

3 Angebot

7 Combi-Folder

«Diddl»

8 Dauermarken Design

«Landi»-Stuhl von Hans Coray

Reissverschluss «riri»

10 Sondermarke UNESCO

Monte San Giorgio

12 Souvenir, Ansichtskarte mit

Marke, StampCube

UNESCO-Welterbe der Schweiz

13 Sonderflugbrief

Sonderflug Zeppelin NT

14 Sondermarke

Rohstoff Schweizer Holz

19 Bildpostkarte

«Holz»

20 Sondermarken und

Maximumkarten-Set

Schweizer Tierschutz STS

24 Sonderblock

150 Jahre «Strubel»-Briefmarken

27 Ist Briefmarkensammeln

ein teures Hobby?

28 Sondermarke

Suisse Balance

30 Sondermarken

Schweizer Produkte mit

Tradition – Käse

34 In eigener Sache

Lupe-Wettbewerb: die Gewinner

Philatelieagenda

Neue Bogenrandgestaltung

Titelbild: Marke aus Fichtenholz

auf Laubholzabschnitt

Foto: Prolith AG

Editorial

Holz – ein Stück Lebensqualität

Der Wald: Lebensquelle und Energiespender. Foto: Bruno Lindenmann, Zürich/Lignum

Liebe Leserin, lieber Leser

Der Wald ist ein vielfältiger und natürlicher

Lebensraum. Er beherbergt Tiere

und Pflanzen. Dem Menschen bietet

er Ruhe und Erholung. Der Wald trägt

zur Verminderung des Treibhauseffekts

und der Klimaerwärmung bei, ist Wasserfilter

und produziert lebenswichtigen

Sauerstoff.

Die Liste mit den überaus positiven

Leistungen des Waldes ist lang. Darf man

da überhaupt an eine Nutzung denken?

Meine anfänglichen Bedenken, Holz für

eine Briefmarke zu verwenden, verflüchtigten

sich, je mehr ich mich ins Thema

einarbeitete. Wussten Sie, dass in der

Schweiz jährlich doppelt so viel Holz

nachwächst als geschlagen wird? Dabei

ist Holz der wichtigste einheimische

Rohstoff überhaupt. Kaum ein anderes

Material weist zudem so grosse ökologische

Vorzüge auf. Holz wächst zum

Beispiel immer wieder nach, ist recycelbar

und am Ende seines Lebens sogar noch

zur Energiegewinnung nutzbar.

«Holz ist schön, sinnlich, ästhetisch und

modern»: Thomas Rathgeb, der Gestalter

der Sondermarke «Schweizer Rohstoff

Holz», hat es geschafft, in seinem Werk

die genannten Eigenschaften zu vereinen.

Jede Holzmarke ist zudem auf Grund der

Maserung ein Original und wird sich

im Laufe der Zeit verändern. Denn:

Holz lebt.

Nehmen Sie sich Zeit für einen geruhsamen

Spaziergang durch den Wald.

Lauschen Sie den Vogelstimmen. Achten

Sie auf die «Kleinigkeiten» am Wegrand.

Atmen Sie die gesunde Luft ein. Spüren

Sie schon die Lebensfreude? Mehr zum

Thema «Suisse Balance» – gesunde

Ernährung und ausreichende Bewegung

– auf Seite 28. Weitere Höhepunkte aus

der Welt der Briefmarken sind: Schweizer

Tierschutz, 150 Jahre Strubelmarken und

Schweizer Produkte mit Tradition.

Ich wünsche Ihnen viel Lebensqualität.

Die Schweizerische Post

Briefmarken und Philatelie

Claudia Baumgartner

Product Manager


Angebot

Ausgabetag der Briefmarken und Ganzsachen

31.3.2004 und 7.9.2004

Combi-Folder 6.5.2004

Combi-Folder «Diddl»

1 Combi-Folder

mit 4 Diddl-Marken

971 900 nur �

CHF 8.50

Dauermarke 31.3.2004

Design-Klassiker Schweiz

CHF 1.00 «Landi»-Stuhl von Hans Coray

Einzelmarke

961 150 �

961 550 �

CHF 1.00

Viererblock

entfällt

Abonnenten auf Viererblock

erhalten pro

abonnierte Serie

1� 961 150 und/oder

961 550

Einzelmarke

auf

Ersttagsumschlag

961 580 nur �

CHF 1.90

444a

Design-Klassiker Schweiz

Classiques du design suisse

I classici del design svizzero

Swiss design classics

100 c. «Landi»-Stuhl von Hans Coray

La chaise «Landi» de Hans Coray

Sedia «Landi» di Hans Coray

“Landi” chair designed by Hans Coray

Gestaltung/Conception/Realizzazione/Design

Susanne Perron und Wolfgang Möhrle, Luzern

Offsetdruck/Impression en offset/Stampa offset/Offset printing

Joh. Enschedé Haarlem, Nederland

Faltblatt

961 660 �

961 670 �

CHF 1.90

Markenheftchen

«Landi»-Stuhl von Hans Coray

10 selbstklebende Briefmarken

zu CHF 1.00

961 300 �

961 800 � CHF 10.00

Viererblock auf

Ersttagsumschlag

entfällt

Abonnenten auf Viererblock

auf Ersttagsumschlag

erhalten pro

abonnierte Serie

1� 961 580

Umschlag

ohne Marke

ab 26.8.2004

bei allen

Philateliestellen

883 700 leer*

CHF 0.90

Dauermarke

31.3.2004

Timbre-poste ordinaire

Francobollo ordinario

Definitive stamp

Design-Klassiker Schweiz

Classiques du design suisse

I classici del design svizzero

Swiss design classics

100 c. «Landi»-Stuhl von Hans Coray

La chaise «Landi» de Hans Coray

Sedia «Landi» di Hans Coray

“Landi” chair designed by Hans Coray

Gestaltung/Conception/Realizzazione/Design

Susanne Perron und Wolfgang Möhrle, Luzern

Offsetdruck/Impression en offset/Stampa offset/Offset printing

Joh. Enschedé Haarlem, Nederland

Sammelblatt

961 680 �

961 690 �

CHF 1.60

Business-Bogen

«Landi»-Stuhl von Hans Coray

50 selbstklebende Briefmarken

zu CHF 1.00

961 360 nur � CHF 50.00

* Gleicher Umschlag wie Dauermarken-Ausgabe vom 30.12.2003

Auf Bestellschein unter 883 700 bestellen

598a

Dauermarke 7.9.2004

Design-Klassiker Schweiz

CHF 0.50 Reissverschluss «riri»

Nur als Einzelmarke und in Rollen erhältlich (siehe Info Seite 9)

Einzelmarke

964 150 �

964 550 �

CHF 0.50

Viererblock

entfällt

Abonnenten auf Viererblock

erhalten pro

abonnierte Serie

1� 964 150 und/oder

964 550

Bogen

entfällt

Nur als Einzelmarke

und in Rollen erhältlich

(siehe Info Seite 9)

Einzelmarke

958 150 �

958 550 �

CHF 1.00

Viererblock

958 160 �

958 560 �

CHF 4.00

Einzelmarke

auf

Ersttagsumschlag

964 580 nur �

CHF 1.40

457

458

Design-Klassiker Schweiz

Classiques du design suisse

I classici del design svizzero

Swiss design classics

50 c. Reissverschluss «riri»

Fermeture éclair «riri»

Chiusura lampo «riri»

Zip “riri”

Gestaltung/Conception/Realizzazione/Design

Susanne Perron und Wolfgang Möhrle, Luzern

Offsetdruck/Impression en offset/Stampa offset/Offset printing

Joh. Enschedé Haarlem, Nederland

Faltblatt

964 660 �

964 670 �

CHF 1.40

Einzelmarke

auf

Ersttagsumschlag

958 580 nur �

CHF 1.90

UNESCO-Welterbe der Schweiz

Sites suisses inscrits au Patrimoine mondial de l’UNESCO

Siti svizzeri iscritti nel patrimonio mondiale dell’UNESCO

UNESCO World Heritage sites in Switzerland

100 c. Monte San Giorgio

Gestaltung/Conception/Realizzazione/Design

Beat Kehrli, Hasliberg

Offsetdruck/Impression en offset/Stampa offset/Offset printing

Joh. Enschedé, Haarlem, Nederland

Faltblatt

958 660 �

958 670 �

CHF 1.90

Viererblock auf

Ersttagsumschlag

entfällt

Abonnenten auf Viererblock

auf Ersttagsumschlag

erhalten pro

abonnierte Serie

1� 964 580

Dauermarke

7.9.2004

Timbre-poste ordinaire

Francobollo ordinario

Definitive stamp

Design-Klassiker Schweiz

Classiques du design suisse

I classici del design svizzero

Swiss design classics

50 c. Reissverschluss «riri»

Fermeture éclair «riri»

Chiusura lampo «riri»

Zip “riri”

Gestaltung/Conception/Realizzazione/Design

Susanne Perron und Wolfgang Möhrle, Luzern

Offsetdruck/Impression en offset/Stampa offset/Offset printing

Joh. Enschedé Haarlem, Nederland

Sammelblatt

964 680 �

964 690 �

CHF 1.10

Sondermarke 7.9.2004

UNESCO-Welterbe der Schweiz

CHF 1.00 Monte San Giorgio

Umschlag

ohne Marke

ab 26.8.2004

bei allen

Philateliestellen

958 700 leer

CHF 0.90

1 Kleinbogen

zu 6 Marken

Umschlag

ohne Marke

ab 26.8.2004

bei allen

Philateliestellen

883 700 leer*

CHF 0.90

Viererblock

auf

Ersttagsumschlag

958 630 nur �

CHF 4.90

Sondermarke

Timbre-poste spécial

Francobollo speciale

Special stamp

7.9.2004

UNESCO-Welterbe der Schweiz

Sites suisses inscrits au Patrimoine mondial de l’UNESCO

Siti svizzeri iscritti nel patrimonio mondiale dell’UNESCO

UNESCO World Heritage sites in Switzerland

100 c. Monte San Giorgio

Gestaltung/Conception/Realizzazione/Design

Beat Kehrli, Hasliberg

Offsetdruck/Impression en offset/Stampa offset/Offset printing

Joh. Enschedé, Haarlem, Nederland

Sammelblatt

958 680 �

958 690 �

CHF 1.60

958 310 �

958 810 �

CHF 6.00

611

612

3


Angebot

Bestellen leicht gemacht!

Ansichtskarte mit Marke 7.9.2004

UNESCO-Welterbe der Schweiz

Monte San Giorgio

Ansichtskarte plus

passende Sondermarke

(siehe Info Seite 12)

958 911 nur �

CHF 2.00

Sonderflugbrief 23.5.2004

Sonderflugbrief «Zeppelin NT»

Zeppelinpost frankiert mit der Sondermarke

«Zeppelin NT» vom 6.5.2004.

Mit Flugstempel vom 22.5.2004, Bordsiegelmarke

und Bordstempel. Ankunftsstempel

auf der Rückseite.

962 583 nur �

CHF 16.00

Sondermarke 7.9.2004

CHF 5.00 Rohstoff Schweizer Holz

Einzelmarke

953 150 �

953 550 �

CHF 5.00

Viererblock

entfällt

Abonnenten auf Viererblock

erhalten pro

abonnierte Serie

1� 953 150 und/oder

953 550

Markenbogen

entfällt

4

454

Rohstoff Schweizer Holz

Une matière première, le bois suisse

Il legno svizzero, una materia prima

Swiss wood – naturally

500 c.

Rohstoff Schweizer Holz

Une matière première, le bois suisse

Il legno svizzero, una materia prima

Swiss wood – naturally

Gestaltung/Conception/Realizzazione/Design

Die Schweizerische Post, Bern

Siebdruck/Sérigraphie/Serigrafia/Screen printing

Sericora Siebdruck AG, Köniz, Schweiz

Faltblatt

953 660 �

953 670 �

CHF 5.90

Sondermarke

Timbre-poste spécial

Francobollo speciale

Special stamp

7.9.2004

Rohstoff Schweizer Holz

Une matière première, le bois suisse

Il legno svizzero, una materia prima

Swiss wood – naturally

500 c.

Rohstoff Schweizer Holz

Une matière première, le bois suisse

Il legno svizzero, una materia prima

Swiss wood – naturally

Gestaltung/Conception/Realizzazione/Design

Die Schweizerische Post, Bern

Siebdruck/Sérigraphie/Serigrafia/Screen printing

Sericora Siebdruck AG, Köniz, Schweiz

Sammelblatt

953 680 �

953 690 �

CHF 5.60

Ganzsache 7.9.2004

Bildpostkarte «Holz»

1 Bildpostkarte

(Taxwert CHF 0.85 +

CHF 0.50 pro Karte)

954 841 �

954 849 �

CHF 1.35

Einzelmarke

auf

Ersttagsumschlag

953 580 nur �

CHF 5.90

Viererblock auf

Ersttagsumschlag

entfällt

Abonnenten auf Viererblock

auf Ersttagsumschlag

erhalten pro

abonnierte Serie

1� 953 580

Umschlag

ohne Marke

ab 26.8.2004

bei allen

Philateliestellen

953 700 leer

CHF 0.90

608

Sonderblock 7.9.2004

CHF 1.70 150 Jahre «Strubel»-Briefmarken

(2� CHF 0.85 Sitzende Helvetia)

Sonderblock

950 150 �

950 550 �

CHF 1.70

452

150 Jahre «Strubel» – Briefmarken

150 ans timbres-poste «Rappen»

150 anni francobolli «Strubel»

150 Years stamps “Strubels”

1.70 c.

(0.85 c.+0.85 c.)

Sitzende Helvetia

Helvetia assise

Helvetia seduta

Sitting Helvetia

Gestaltung/Conception/Realizzazione/Design

Arnold Wittmer, Gunzwil

Offsetdruck mit Folienprägung/Impression offset avec gaufrage avec

film/Stampa offset con laminato a caldo/Offset printing with foil stamping

Joh. Enschedé, Haarlem, Nederland

Faltblatt

950 660 �

950 670 �

CHF 2.60

Sonderblock

Bloc spécial

Blocco speciale

Miniature sheet

7.9.2004

150 Jahre «Strubel» – Briefmarken

150 ans timbres-poste «Rappen»

150 anni francobolli «Strubel»

150 Years stamps “Strubels”

1.70 c.

(0.85 c.+0.85 c.)

Sitzende Helvetia

Helvetia assise

Helvetia seduta

Sitting Helvetia

Gestaltung/Conception/Realizzazione/Design

Arnold Wittmer, Gunzwil

Offsetdruck mit Folienprägung/Impression offset avec gaufrage

avec film/Stampa offset con laminato a caldo/Offset printing with

foil stamping

Joh. Enschedé, Haarlem, Nederland

Sondermarken 7.9.2004

Schweizer

Tierschutz STS

Serie

951 150 �

951 550 �

CHF 3.15

Sammelblatt

950 680 �

950 690 �

CHF 2.30

CHF 0.85 Katze

CHF 1.00 Igel

CHF 1.30 Schwein

Viererblock-

Serie

951 160 �

951 560 �

CHF 12.60

606

Sonderblock

auf

Ersttagsumschlag E6

950 580 nur �

CHF 2.70

Umschlag

ohne Block E6

(200�142 mm)

ab 26.8.2004

bei allen

Philateliestellen

950 701

CHF 1.00

Umschlag

ohne Block C6

(162�114 mm)

ab 26.8.2004

bei allen

Philateliestellen

950 700

CHF 0.90

Serie auf

Ersttagsumschlag

951 580 nur �

CHF 4.05

Einzelmarke

auf

Ersttagsumschlag

(3 Umschläge)

951 600 nur �

CHF 5.85


Benutzen Sie

den beigelegten Bestellschein

Sondermarken (Fortsetzung) 7.9.2004

Schweizer

Tierschutz STS

Viererblock

auf

Ersttagsumschlag

(3 Umschläge)

951 630 nur �

CHF 15.30

Kleinbogen

453

Schweizer Tierschutz STS

Protection suisse des animaux PSA

Protezione svizzera degli animali PSA

Swiss Animal Protection SAP

85 c. Katze

Chat

Catto

Cat

100 c. Igel

Hérisson

Riccio

Hedgehog

130 c. Schwein

Cochon

Suino

Pig

Gestaltung/Conception/Realizzazione/Design

Marc Roulin, Lausanne

Offsetdruck/Impression en offset/Stampa offset/Offset printing

De La Rue Global Services, London, England

456 SUISSE BALANCE

85 c.

Gesunde Ernährung und Bewegung für mehr Lebensfreude

Une alimentation et une activité physique saines pour une meilleure

qualité de vie

Cibo sano e movimento per maggior vitalità

Healthy food and exercise help you enjoy life to the full

Gestaltung/Conception/Realizzazione/Design

Anita Hertig und Nicole Seliner, Biel

Offsetdruck/Impression en offset/Stampa offset/Offset printing

Walsall Security Printers, Walsall, England

951 310 �

951 311 �

951 312 �

Sondermarken

7.9.2004

Timbres-poste spéciaux

Francobolli speciali

Special stamps

Schweizer Tierschutz STS

Protection suisse des animaux PSA

Protezione svizzera degli animali PSA

Swiss Animal Protection SAP

85 c. Katze

Chat

Catto

Cat

100 c. Igel

Hérisson

Riccio

Hedgehog

130 c. Schwein

Cochon

Suino

Pig

Gestaltung/Conception/Realizzazione/Design

Marc Roulin, Lausanne

Offsetdruck/Impression en offset/Stampa offset/Offset printing

De La Rue Global Services, London, England

3 Kleinbogen

zu 6 Marken

951 100 �

951 500 �

CHF 18.90

951 810 �

951 811 �

951 812 �

Sondermarke 7.9.2004

CHF 0.85 Suisse Balance – Gesunde Ernährung und Bewegung

für mehr Lebensfreude

Einzelmarke

957 150 �

957 550 �

CHF 0.85

Viererblock

957 160 �

957 560 �

CHF 3.40

Katze (6�0.85)

Igel (6�1.00)

Schwein (6�1.30)

CHF 0.85 Katze

CHF 1.00 Igel

CHF 1.30 Schwein

Faltblatt

951 660 �

951 670 �

CHF 4.05

Umschlag

ohne Marken

ab 26.8.2004

bei allen

Philateliestellen

951 700 leer

CHF 0.90

Einzelmarke

auf

Ersttagsumschlag

957 580 nur �

CHF 1.75

Faltblatt

957 660 �

957 670 �

CHF 1.75

Umschlag

ohne Marke

ab 26.8.2004

bei allen

Philateliestellen

957 700 leer

CHF 0.90

Sammelblatt

951 680 �

951 690 �

CHF 3.75

Viererblock

auf

Ersttagsumschlag

957 630 nur �

CHF 4.30

Sondermarke

Timbre-poste spécial

Francobollo speciale

Special stamp

SUISSE BALANCE

7.9.2004

85 c.

Gesunde Ernährung und Bewegung für mehr Lebensfreude

Une alimentation et une activité physique saines pour

une meilleure qualité de vie

Cibo sano e movimento per maggior vitalità

Healthy food and exercise help you enjoy life to the full

Gestaltung/Conception/Realizzazione/Design

Anita Hertig und Nicole Seliner, Biel

Offsetdruck/Impression en offset/Stampa offset/Offset printing

Walsall Security Printers, Walsall, England

Sammelblatt

957 680 �

957 690 �

CHF 1.45

CHF 5.10

CHF 6.00

CHF 7.80

1 Bogen

zu 20 Marken

957 100 �

957 500 �

CHF 17.00

607

610

Maximumkarten-Set 7.9.2004

CHF 4.65 Schweizer Tierschutz STS

3 Maximumkarten

Jeweils Taxwert plus

CHF 0.50 pro Karte

952 851 nur �

CHF 4.65

(nur im Set erhältlich)

Sondermarken 7.9.2004

Schweizer Produkte mit Tradition – Käse

CHF 1.00 Handwerk

CHF 1.30 Genuss

Serie

955 150 �

955 550 �

CHF 2.30

455

Schweizer Produkte mit Tradition – Käse

Produits suisses traditionnels – le fromage

Prodotti della tradizione svizzera – il formaggio

Traditional Swiss products – cheese

100 c. Handwerk

Artisanat

Artigianato

Craftsmanship

130 c. Genuss

Saveurs

Sapore vero

Enjoyment

Gestaltung/Conception/Realizzazione/Design

Jean-Pierre Zoller, La Tour-de-Peilz

Offsetdruck/Impression en offset/Stampa offset/Offset printing

Walsall Security Printers, Walsall, England

Faltblatt

955 660 �

955 670 �

CHF 3.20

Umschlag

ohne Marken

ab 26.8.2004

bei allen

Philateliestellen

955 700 leer

CHF 0.90

Viererblock-

Serie

955 160 �

955 560 �

CHF 9.20

Sondermarken

7.9.2004

Timbres-poste spéciaux

Francobolli speciali

Special stamps

Schweizer Produkte mit Tradition – Käse

Produits suisses traditionnels – le fromage

Prodotti della tradizione svizzera – il formaggio

Traditional Swiss products – cheese

100 c. Handwerk

Artisanat

Artigianato

Craftsmanship

130 c. Genuss

Saveurs

Sapore vero

Enjoyment

Gestaltung/Conception/Realizzazione/Design

Jean-Pierre Zoller, La Tour-de-Peilz

Offsetdruck/Impression en offset/Stampa offset/Offset printing

Walsall Security Printers, Walsall, England

Sammelblatt

955 680 �

955 690 �

CHF 2.90

2 Bogen

zu 20 Marken

955 100 �

955 500 �

CHF 46.00

Legende � = ungestempelt � = gestempelt

609

Serie auf

Ersttagsumschlag

955 580 nur �

CHF 3.20

Einzelmarke

auf

Ersttagsumschlag

(2 Umschläge)

955 600 nur �

CHF 4.10

Viererblock

auf

Ersttagsumschlag

(2 Umschläge)

955 630 nur �

CHF 11.00

5


Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Schweizerischen Post über den Bezug von Briefmarken und philatelistischen Artikeln bilden integrierende

Bestandteile der einzelnen Bestellungen und werden mit deren Einreichung durch den jeweiligen Kunden genehmigt.

Sie sind in der Ausgabe Nr. 3/2002 der Lupe neu angepasst und publiziert worden und können jederzeit telefonisch (+41 [0]31 338 06 06) oder im Internet unter

www.post.ch/philashop bestellt werden.

Kombi-Set 7.9.2004

Kombi-Set, Ausgabe 3/2004

je Ausgabe die Einzelmarke

und den Ersttagsumschlag

963 180 �

963 181 � CHF 38.30

(auch im Abonnement erhältlich, siehe Bestellschein)

Legende � = ungestempelt � = gestempelt

6

Marken aus Bogen 7.9.2004

Suisse Balance:

Suisse Balance

957 101 nur �

CHF 0.85

Briefmarkenkataloge

Schweizerischer

Händlerverband*

(siehe Inserat Seite 32)

987 787 deutsch

987 788 französisch

CHF 25.00

Schweizer Produkte

mit Tradition – Käse:

Handwerk

955 101 nur �

CHF 1.00

Genuss

955 102 nur �

CHF 1.30

Zumstein*

(siehe Inserat Seite 32)

987 725 deutsch/

französisch

CHF 22.00

Michel 1*

Schweiz/

Liechtenstein

2003/04

(siehe Inserat Seite 33)

Art.-Nr. 9416

nur deutsch

CHF 40.00

Michel 2*

Deutschland

2004/05

(siehe Inserat Seite 33)

Art.-Nr. 2001 Michel

nur deutsch

CHF 44.00

Michel 3*

West- und

Mitteleuropa

2004/05

(siehe Inserat Seite 33)

Art.-Nr. 9521

nur deutsch

CHF 80.00

* Nur in der Schweiz lieferbar

Versandkostenanteil pro Bestellung CHF 6.00

Spezialprodukte

Souvenir

«UNESCO-Welterbe der Schweiz»

Bestehend aus: 1 Booklet mit 16 Seiten inkl.

5 Einzelmarken, plus 5 Ansichtskarten, in edler

Kartonbox, 195�195�15 mm

853 835 nur � CHF 18.00

StampCube

Kunststoffharzwürfel (70�70�70 mm) inkl. die 2�

6 eingegossenen Briefmarken «UNESCO-Welterbe

der Schweiz»

989 900 CHF 19.50

(nur in der Schweiz lieferbar, Versandkostenanteil

pro Bestellung CHF 6.00)

Souvenir «Emil – Humor»

Bestehend aus: 1 Booklet mit 16 Seiten (Zickzackfalz)

inkl. 1 Viererblock, in edler Kartonbox,

195�195�15 mm

949 835 nur � CHF 18.00


Combi-Folder

Diddl hoch vier: jetzt zum ersten Mal vereint!

Ein topneues, brandaktuelles

Produkt für

alle Markensammler

und Diddl-Fans: Die vier

superstarken Diddl-

Marken aus der

Schweiz gibts jetzt alle

zusammen auf einer

tollen Karte. Sogar von

den coolen Stempeln

strahlt uns die beliebte

Springmaus entgegen.

Mit der neuen, attraktiven Karte –

genannt Combi-Folder – will die Post

die Herzen der Sammler und Fans von

bestimmten Briefmarkenthemen erobern.

Die Premiere ist Kinderheld Diddl gewidmet.

Sie präsentiert die vier Sondermarken

vom 9. September 2003 und

6. Mai 2004 auf geschmackvolle, fröhliche

Art und in einer zu Diddl passenden

Form. Die Zeichnungen stammen wie

die ersten und bisher einzigen Diddl-

Briefmarken der Welt auch aus der Feder

von «Diddl-Vater» Thomas Goletz.

Exklusiv

Nur auf dem Combi-Folder erhalten Sie

alle vier Sondermarken komplett und

versehen mit dem jeweiligen Ausgabetagstempel!

Der einzigartige Diddl-

Combi-Folder wird nur in limitierter

Auflage herausgegeben. Er wird nicht

im Abonnement geliefert und ist zum

Preis von CHF 8.50 exklusiv bei

Briefmarken und Philatelie erhältlich.

Zögern Sie deshalb nicht und bestellen

Sie noch heute Ihr Exemplar! Die

Auslieferung erfolgt solange Vorrat.

Verkauf: seit 6.5.2004

solange Vorrat

Poststellen: kein Verkauf

Philatelie-

stellen: bis 31.12.2004

Druck: Offsetdruck, 4-farbig

Format: 335/200�137 mm

Papier: Offset weiss, matt gestrichen,

250 gm 2

Inhalt: � Sondermarken Diddl 2003:

CHF 0.70 «Liebesbrief»

CHF 0.90 «Flugpost»

mit Ausgabetagstempel

9.9.2003

� Sondermarken Diddl 2004:

CHF 0.85 «Knuddelfreunde»

CHF 1.00 «Blümchenflitzer»

mit Ausgabetagstempel

6.5.2004

Entwerfer: Thomas Goletz, Deutschland

Preis: CHF 8.50

7


Dauermarken

Highlights der Schweizer Design-Geschichte

In der Serie «Design-Klassiker Schweiz» erschien am 31. März 2004 die

Dauermarke «Landi»-Stuhl von Hans Coray, die den Sessel von Le Corbusier

als A-Dauermarke ablöste. Am 7. September 2004 wächst die Serie erneut:

Der weltberühmte «riri»-Reissverschluss kommt ebenfalls in selbstklebender

Ausführung mit Taxwert CHF 0.50 auf den Markt.

Die handlichen Businessbogen enthalten

50 selbstklebende Marken.

8

«Landi»-Stuhl

Der Aluminiumstuhl aus dem Jahre 1938

steht heute in allen bedeutenden Designmuseen

der Welt. Dort repräsentiert er

«Swiss Design at its best»: schnörkellose

Funktionalität, eine moderesistente

Ästhetik und ein Schweizer Material,

das der helvetischen Industrie half,

den Mangel an Rohstoffen zu kompensieren.

Denn Aluminium war der einzige

(Bau)stoff, den die rohstoffarme Schweiz

dank ihrer unerschöpflichen Wasser-

bzw. Energiequellen aus eigener Kraft

herstellen konnte.

Der studierte Romanist und Künstler

Hans Coray (1906–1991) hat den Stuhl

für die Schweizerische Landesausstellung

1939 entworfen. Daher der Name «Landi»-

Stuhl. Noch heute bewährt sich der

Allwetterstuhl im Wohnbereich ebenso

wie im Freien. Mit diesen vielfältigen

Einsatzmöglichkeiten nahm der «Landi»-

Stuhl ein designrelevantes Möbelthema

vorweg, nämlich die Überschneidung von

Innen- und Aussenraum, die heute

erneut im Mittelpunkt steht. So hat der

Designklassiker «Landi»-Stuhl seine Aktualität

bis ins neue Jahrhundert bewahrt.

Der Stuhl mit den 91 Löchern ist das

erfolgreichste Produkt des Designers

Hans Coray.

Markenheftchen mit 10 selbstklebenden

Marken. Der praktische

A-Priority/Prioritaire-Kleber lässt sich

problemlos vom Wertzeichen trennen.

Verkauf: ab 31.3.2004

bis auf weiteres

Poststellen: bis auf weiteres

Philatelie-

stellen: bis auf weiteres

Gültig: unbeschränkt seit 31.3.2004

Umschläge ohne Marken sind seit 11.12.2003

bei allen Philateliestellen zum Preis von 90 Rp.

erhältlich.

Druck: Offsetdruck,

4-farbig;

Joh. Enschedé,

Haarlem (Niederlande)

Formate:

Wertzeichen: 33�39 mm

Markenheftchen,

offen: 183�84 mm

Businessbogen,

gefalzt: 179�125 mm

Papier: Briefmarkenpapier weiss,

selbstklebend,

auf Trägerpapier,

220 gm 2

Zähnung: keine, 4-seitige Wellenstanzung

Ausgabetagstempel:

Entwerfer: Susanne Perron und

Wolfgang Möhrle, Luzern

Autor: Norbert Wild, Zürich


Design mal zwei: Detailansichten des

«Landi»-Stuhls von Hans Coray und des «riri»-

Reissverschlusses. Fotos: Franz Xaver Jaggy,

Museum für Gestaltung Zürich,

und riri

Reissverschluss «riri»

Der lautmalerische Markenname «riri»

benennt das technische Herzstück des

Reissverschlusses: Rillen und Rippen, die

beim Hochziehen des Schiebers ineinander

greifen. Der St. Galler Jurist und

spätere riri-Gründer M.O. Winterthaler

war um 1924 nicht der Erste, der nach

einer Alternative zum traditionellen

Knopfverschluss suchte. Ihm gelang es

aber, das bereits bestehende amerikanische

Sundback-Patent auf industrielle

Fertigung hin, inklusive Maschinenentwicklung,

zu perfektionieren.

In der Schweizer Industriegeschichte

steht dieses Alltagsprodukt damit stellvertretend

für einen landestypischen

Tüftlergeist, der fremdes Know-how

eigenständig und erfolgreich adaptiert.

Auf diese Weise schaffte es die Firma

– trotz verschiedener Inhaberwechsel –,

immer zeitgemäss zu bleiben: in den

Fünfzigerjahren mit Kunststoffreissverschlüssen

und heute mit wasserdichten

Reissverschlüssen, die erst

kürzlich den «Swiss Technology Award»

erhalten haben.

Die Dauermarke «Reissverschluss ‹riri›» wird nur als

Einzelmarke und in Rollen zu 2000 Stück angeboten

und kann beim Kundendienst der Schweizerischen

Post (Adresse und Telefonnummer auf Seite 35)

bestellt oder im Shop unter www.post.ch/philashop

bezogen werden. Diese Marke ist in den Poststellen

nicht erhältlich.

Sujet Ersttagsumschlag

Verkauf: ab 7.9.2004

bis auf weiteres

Poststellen: nicht erhältlich

Philatelie-

stellen: bis auf weiteres

Vorbezug: ab 2.9.2004

Gültig: unbeschränkt ab 7.9.2004

Umschläge ohne Marken sind ab 26.8.2004

bei allen Philateliestellen zum Preis von 90 Rp.

erhältlich.

Druck: Offsetdruck,

4-farbig;

Joh. Enschedé,

Haarlem (Niederlande)

Format:

Wertzeichen: 33�28 mm

Papier: Briefmarkenpapier weiss,

selbstklebend,

auf Trägerpapier,

110 gm 2

Zähnung: keine, 4-seitige Wellenstanzung

Ausgabetagstempel:

Entwerfer: Susanne Perron und

Wolfgang Möhrle, Luzern

Autor: Norbert Wild, Zürich

9


Sondermarke UNESCO-Welterbe der Schweiz

Der paläontologische Schatz des Monte San Giorgio

CHF 1.00 Monte San Giorgio

Die aussergewöhnliche fossile

Fauna des Monte San Giorgio, die

Forschern und Wissenschaftlern

seit über einem Jahrhundert ein

Begriff ist, erhielt im Juli 2003 internationale

Anerkennung, als die

Triasformationen in die Liste des

UNESCO-Weltnaturerbes aufgenommen

wurden. Vor der paläontologischen*

Fundstätte wurden bereits

fünf andere Regionen und Orte

in der Schweiz von der UNESCO

anerkannt.

Der Berg im Südtessin kann auf der

Strasse von Rancate aus, via See über

Brusino Arsizio und zu Fuss von verschiedenen

Seiten her erreicht werden. Er liegt

an der schweizerisch-italienischen Grenze

auf dem Gebiet von neun Schweizer

und fünf italienischen Gemeinden.

Der Monte San Giorgio ist deshalb von

herausragender Bedeutung, weil seine

Gesteinsschichten eine Lücke in der

Erforschung und im Verständnis der

* Paläontologie: Lehre von den Lebewesen

vergangener Erdperioden

Kleinbogen

10

Neusticosaurier sind Meeresreptilien mit einer Länge von maximal 50 cm, die im Triasgestein

des Monte San Giorgio häufig vorkommen. Foto: Paläontologisches Institut der Universität Zürich

geologischen Geschichte der Alpensüdseite

schliessen. Er bietet Informationen

zu einem Zeitraum, der 350 (Karbon) bis

100 Millionen Jahre (Kreide) zurückliegt.

Die rund 230 Millionen Jahre alten

Fossilienformationen aus der Mitteltrias,

die von unschätzbarem wissenschaftlichem,

didaktischem und soziokulturellem

Wert sind, bilden das bedeutendste und

spektakulärste Kapitel dieser bewegten

Geschichte.

Weltweit einmalige fossile Fauna

In den stellenweise leicht bis stark bituminösen

Dolomit- und Kalkschichten

wurden bis heute Zehntausende von

Fossilien freigelegt, die durch das kantonale

Naturschutzgesetz streng geschützt

sind. Amateurgrabungen sind strikte

untersagt. Neben gut dreissig Reptilienarten,

die grösstenteils

an das Leben im Meer

angepasst waren, haben die

Fachleute rund achtzig

fossile Fische, verschiedene

fossile Pflanzenteile und

mehrere Hundert Wirbellose

nachgewiesen. Unter anderem

haben sie erst kürzlich

sehr seltene Insekten

entdeckt. Die Fossilien des

Prohalecites sp., eine der zahlreichen fossilen

Fischarten des Monte San Giorgio. Grösstenteils

handelt es sich um eher unscheinbare

Exemplare, die jedoch von grossem wissenschaftlichem

Wert sind. Foto: Universität Mailand

Monte San Giorgio sind aus mehreren

Gründen aussergewöhnlich:

� Vollständigkeit der Funde,

� gute Erhaltung der Fundstücke,

� Seltenheit der Arten, einige sind weltweit

einmalig,

� gut erforschtes und geschütztes

paläontologisches Erbe, das in einigen

wenigen Museen in der Schweiz und

in Italien bewahrt wird,

� grosse Zahl von wissenschaftlichen

Publikationen (rund 800 Veröffentlichungen,

davon 360 wissenschaftliche

Publikationen allein zu den Fossilien).


Eine weitere Besonderheit im Vergleich

zu anderen paläontologischen Fundstätten

ist das Vorliegen von mindestens

fünf unterschiedlichen fossilführenden

Schichten, in denen verschiedene Faunen

übereinander liegen. Somit lässt sich

erforschen, wie sich die Meeresfauna an

diesem Ort über mehrere Millionen Jahre

entwickelt hat. Nicht zuletzt besteht ein

enger Zusammenhang zwischen Gestein

und Mensch, dem sich früher wie heute

in zahlreichen Bergwerken und Steinbrüchen

Arbeit bot. Dort wurden Ölschiefer

abgebaut und farbiges Gestein

für Abdeckungen und Denkmäler gewonnen.

Zurzeit ist auf dem Monte San

Giorgio nur noch der Steinbruch in Arzo

in Betrieb.

Heilsalbe aus Fossilien

Denn die Entdeckung der Fossilien Mitte

des 19. Jahrhunderts hängt mit dem

Die wissenschaftlichen Grabungsarbeiten am

Monte San Giorgio wurden in Zusammenarbeit

mit dem Paläontologischen Institut der

Universität Mailand vor Jahren wieder aufgenommen.

Foto: M. Felber

Abbau und der industriellen Nutzung

des bituminösen Gesteins zusammen:

Zunächst wurde versucht, aus dem

Ölschiefer Beleuchtungsgas für die Stadt

Mailand zu erzeugen, und ab Anfang

des 20. Jahrhunderts wurde er zur

Herstellung von «Saurolo» benutzt, einer

schwarzen, stark riechenden Heilsalbe,

die vor allem zur Behandlung von

Hautkrankheiten eingesetzt wurde.

Zeitweise beschäftigte die Aktiengesellschaft

Scisti bituminosi di Meride e di

Besano bis zu vierzig Personen als Bergmänner,

Arbeiter und Laborpersonal. Das

Gestein wurde in kilometerlangen Stollen

im Berginnern abgebaut. Heute finden

sich, abgesehen vom Gebäude in Meride,

kaum noch Spuren der damaligen

«Fabbrica dello Spinirolo», in der die

Bituminatsalbe produziert wurde. Am

Berg sind da und dort noch Überreste

der Zugänge zu den alten Stollen erkennbar,

die im Rahmen eines Projekts zur

didaktischen Nutzung der Minen zumindest

teilweise erhalten werden sollen.

Zahlreiche Ideen und Projekte

Die Aufnahme des Monte San Giorgio

in die Liste des UNESCO-Welterbes hatte

zur Folge, dass ab 2004 verschiedene

Initiativen zur nachhaltigen Nutzung des

gesamten Berges eingeleitet werden, so

unter anderem die Entwicklung von Lehrpfaden

(zur Geologie, Botanik, Industriearchäologie

usw.) und die Realisierung

eines neuen Fossilienmuseums in Meride,

das als Besucherzentrum für den Monte

San Giorgio zur Verfügung stehen wird.

Sujet Ersttagsumschlag

Kontakt und Informationen

� www.montesangiorgio.ch

� Tourismusverband Mendrisiotto und Basso Ceresio,

Mendrisio, Tel. 091 646 57 61

� Paläontologische Fundstücke vom Monte San

Giorgio in lokalen und regionalen Museen:

– Fossilienmuseum in Meride

– Paläontologisches Institut und Museum der

Universität Zürich

– Paläontologisches Museum in Besano (Italien)

– Oberitalienisches Naturkundemuseum in Induno

Olona (Italien)

– Kantonales Naturkundemuseum in Lugano

– Naturkundemuseum in Mailand (Italien)

� Literatur: Geoführer zum Monte San Giorgio

(deutsch, französisch, italienisch). Bezug über

www.montesangiorgio.ch, Fossilienmuseum in

Meride oder info@geologia-insubrica.com.

Preis: CHF 15.00

Verkauf: ab 7.9.2004

solange Vorrat

Poststellen: solange Vorrat

Philatelie-

stellen: bis 31.12.2005

Vorbezug: ab 2.9.2004

Gültig: unbeschränkt ab 7.9.2004

Umschläge ohne Marken sind ab 26.8.2004

bei allen Philateliestellen zum Preis von 90 Rp.

erhältlich.

Druck: Offsetdruck, 4-farbig;

Joh. Enschedé,

Haarlem (Niederlande)

Formate:

Wertzeichen: 33�28 mm

Bogen: 192�90 mm

(2 Reihen zu 3 Marken)

Papier: Briefmarkenpapier weiss,

ohne sichtbare Fasern,

matt gummiert, 110 gm 2

Zähnung: 13 1 ⁄2:13 3 ⁄4

Ausgabetagstempel:

Ortsstempel: 6866 Meride

Entwerfer: Beat Kehrli, Hasliberg

Autor: Markus Felber, Dr. sc. nat.,

Fossilienmuseum, Meride

11


UNESCO-Welterbe

Eine bunte Bilderreise durch die Schweiz

UNESCO-Souvenir

Bereits seit September 2003 sind fünf

Schweizer Welterbestätten – die Alpenregion

Jungfrau-Aletsch-Bietschhorn,

die Tre Castelli in Bellinzona, die Berner

Altstadt, der Stiftsbezirk St. Gallen und

das Kloster Müstair – auch als Kunstwerk

im Kleinformat zu bewundern. Diese

fünf Kostbarkeiten offenbaren ihre

einzigartigen Werte auch in einem reich

illustrierten «Souvenir» (mehrsprachiges

Booklet und Ansichtskarten-Set). Dieses

prächtige Sammelobjekt und ideale

Geschenk erfreut sich grosser Beliebtheit

und steht Ihnen noch solange Vorrat

als bunte Bilderreise zur Verfügung. Die

letzte Gelegenheit.

Verkauf: seit 9.9.2003

solange Vorrat

Poststellen: solange Vorrat

Philateliestellen:

bis 31.12.2004

Druck: Offsetdruck 4-farbig,

Das Souvenir besteht aus:

1 Booklet:

Format: 148�148 mm

12 Seiten plus Umschlag

inkl. 5 Einzelmarken

Papier: Umschlag: 250 gm2 Inhalt: 170 gm2 5 Ansichtskarten:

Format: 148�105 mm

Papier: Offsetkarton weiss, 240 gm2 1 Box:

Format: 195�195�15 mm

Karton: Antik matt, 300 gm2 Preis: CHF 18.00

Gestaltung: Beat Kehrli, Hasliberg

Autor: Gregor Huber,

Die Schweizerische Post, Bern

12

StampCube

Das UNESCO-Welterbe der Schweiz zeigt

sich vielseitig. Die sechs Welterbestätten

im Markenformat vereinen sich im

aparten StampCube, einem Marken-

Würfel für alle Fälle. Sei es als Dekoration,

als Briefbeschwerer oder als

Mitbringsel. Eine exklusive Gelegenheit.

Ansichtskarte Monte San Giorgio

Nun geht die Bilderreise weiter. Die Ansichtskarte «Monte

San Giorgio» – in derselben Gestaltung wie im Souvenir

und kombiniert mit der passenden Sondermarke – vervollständigt

Ihr Ansichtskarten-Set oder geht mit einem Gruss

versehen selbst auf Reise. Die ergänzende Gelegenheit.

Siehe Info Seite 4

Verkauf: ab 7.9.2004

solange Vorrat

Poststellen: kein Verkauf

Philateliestellen:

solange Vorrat

Würfel: Klarer Acrylwürfel mit

12 laminierten eingegossenen

Briefmarken (pro UNESCO-

Welterbe 2 Marken)

Masse: 70�70�70 mm

Gewicht: 430 g

Preis: CHF 19.50


Sonderflugbrief

1. Internationaler Postflug des Zeppelin NT

Blick aus dem Luftschiff auf die Landschaft: Der Zeppelin NT transportierte mit einem Sonderflug

am Sonntag, 23. Mai 2004, Postsendungen von Bern-Belp nach Friedrichshafen. Foto: Antoine Saucy

Ausser Passagieren transportiert der

Zeppelin NT auch Postsendungen, und

zwar zu Gunsten des Pestalozzi-Kinderund

Jugenddorfes Wahlwies in Deutschland.

Gegen 50 Postflüge wurden mit

dem Zeppelin NT bisher durchgeführt.

Die Echtheit der jeweiligen Flüge bestätigen

die alljährlich wechselnde Bordsiegelmarke

und der Bordstempel. Auch

für die Schweizerische Post und Sammler

in unserem Land wurden mit dem

Zeppelin NT verschiedene Postflüge

durchgeführt.

Der erste Flug des Zeppelins NT in die

Schweiz erfolgte am 8. August 1998

anlässlich der Airshow 98 in Altenrhein.

Aus Zeitgründen konnte keine Landung

in Altenrhein stattfinden, und der

Zeppelin unternahm seinen ersten Fernflug

nach Stuttgart-Echterdingen. Die

für die Abgabe in Altenrhein vorgesehenen

Belege mit Schweizer Frankatur

wurden in Stuttgart ausgeladen und

zur Abstempelung nach Altenrhein

gebracht. Die erste amtliche schweizerische

Postbeförderung mit dem Zeppelin

NT wurde anlässlich der NABA 2000 in

St. Gallen durchgeführt.

Der Zeppelin NT befördert auch alljährlich

die traditionelle Weihnachtspost zu

Zeppelinpost,

frankiert mit der

«Zeppelin NT»-

Marke vom

6.5.2004. Mit

Flugstempel

vom 22.5.2004,

Bordsiegelmarke

und Bordstempel.

Ankunftsstempel

auf der Rückseite

(Abbildung

oben).

Erster Flug des Zeppelin NT in die Schweiz

am 8. August 1998 zur Airshow 98 in Altenrhein

(oben) und erste amtliche schweizerische

Postbeförderung mit dem Zeppelin NT

am 24. Juni 2000 anlässlich der NABA 2000

in St. Gallen.

Gunsten des Pestalozzi-Kinderdorfes

Wahlwies. Die jüngste Postbeförderung

erfolgte am 23. Mai dieses Jahres anlässlich

der Tage der Aerophilatelie. In

einem Sonderflug wurde Post von Bern-

Belp nach Friedrichshafen transportiert.

Die heutige Zeppelinpost ist praktisch

ausschliesslich Sammlerpost. Gleichzeitig

leistet sie einen Beitrag zur Hilfe an

Kindern in Not.

Verkauf: ab 7.9.2004

solange Vorrat

Poststellen: kein Verkauf

Philatelie-

stellen: bis 31.12.2005

Vorbezug: ab 2.9.2004

Druck: Offsetdruck, 1-seitig, 4-farbig

Formate:

Umschlag: C6 (162�114 mm)

Wertzeichen: 33�28 mm

Preis: CHF 16.00, davon CHF 8.00

zu Gunsten Pestalozzi-Kinderdorf

Wahlwies (D)

Autor: Hans Schwarz, Präsident

Schweizerischer Aerophilatelisten-

Verein, Trüllikon

13


Sondermarke Rohstoff Schweizer Holz

Wer Wald will, muss auch Holz wollen

Mit der Schweizer Premiere einer

Briefmarke aus einheimischem Holz

setzt die Post den erfolgreichen

Weg der Innovation fort. Bei der

Entwicklung und Gestaltung des

Wertzeichens stand der nachhaltige,

vielseitig verwendbare Rohstoff

im Vordergrund. So wird nicht nur

die Einzigartigkeit dieser Marke,

sondern auch der Pioniergeist der

Post spürbar.

In der Strategie des Bereichs Briefmarken

und Philatelie spielen Neuerungen

und technische Innovationen

seit Jahren eine bedeutende

Rolle. Personalisierbare Markenbogen

zum Millennium, die erste

gestickte Marke der Welt im Jahr

2000 oder ebenfalls als Weltpremiere

eine Sondermarke, die nach

Schokolade duftet. Hinzu kommen

Briefmarken mit Hologramm oder

Brailleschrift, ergänzt durch eine

vielfältige Formensprache: rund,

oval, dreieckig oder in Form eines

Wimpels.

Im Ausgabeprogramm bilden solch

aussergewöhnliche Wertzeichen

jedoch die Ausnahme – Raritäten

mit individuellem Charakter. Gerade

deshalb bereichern sie die Welt

der Briefmarken so sehr. Und sie

wecken bei einem breiten Publikum

Aufmerksamkeit, ja Emotionen

für ein alltägliches und trotzdem

spannendes Produkt: die Briefmarke.

Die Produktion der Sondermarke

1. Das vom Fachspezialisten ausgesuchte

gekaufte Holz wird in zugerüsteten Halbstämmen

angeliefert.

14

Die Schweiz ist immer stärker urban

geprägt. So gilt der Wald in unserem

Land heutzutage vielen in erster

Linie als Erholungs- und Naturraum,

in den der Mensch möglichst wenig

eingreifen soll. Dabei profitiert das

natürliche Ökosystem des Waldes

gerade durch kluge forstliche Bewirtschaftung.

Nur wenige wissen durch eigene Anschauung

der Wirkung von Naturgewalten,

dass der Wald im Gebirge aktive

Pflege verlangt, um Haus, Tier und

Mensch vor Lawinen und Steinschlag zu

bewahren, oder dass Alpweiden immer

wieder dem Wald abgerungen werden

müssen. Und ebenso ist nur wenigen

bewusst, wie wichtig der Wald als

Holzlieferant ist: Er sichert nämlich als

Produzent des einzigen erneuerbaren

Rohstoffs der Schweiz eine Vielzahl an

Arbeitsplätzen im ländlichen Raum.

Die Nutzung und damit auch die Pflege

unserer Wälder geht stetig zurück. Der

stehende Vorrat pro Hektare hat allein

zwischen 1985 und 1995 um etwa zwölf

Prozent zugenommen. Mit den heute

erreichten rund 360 Kubikmetern pro

Hektare steht der Wald in der Schweiz

punkto Holzvorrat europaweit einsam an

der Spitze. Die Folge: Unsere Wälder

werden immer dichter und immer älter.

Dichter bedeutet, dass weniger Licht

die Waldbestände durchdringt. Dieses

Licht benötigen viele Pflanzen, aber auch

Tiere wie etwa bestimmte Schmetterlinge

im Waldesinnern. Wenn es ausbleibt,

nimmt auch die Artenvielfalt ab. Älter

2. Je nach Holzart werden die Halbstämme mit

Dampf oder heissem Wasser gedämpft oder gekocht.

bedeutet auch weniger stabil – die damit

verbundenen Risiken geben gerade im

Schutzwald zu denken. Kurz: Es wäre

vielerorts dringend nötig, den Wald

intensiver zu bewirtschaften, also mehr

Holz zu ernten. Denn von der heute sinnvoll

und wirtschaftlich nutzbaren Holzmenge

(7,5 Mio. Kubikmeter pro Jahr)

werden nur rund zwei Drittel (4 bis 4,5

Mio. Kubikmeter) genutzt.

Nachhaltigkeit mit Garantie

Der Schweizer Wald hat in Bezug auf

nachhaltige Entwicklung international

sehr gute Noten erhalten. An sich

kein Wunder: Denn die Waldpflege

und der sorgfältige, schonende Umgang

mit den Ressourcen werden von den

Schweizer Förstern hochgehalten. So ist

denn auch ein grosser Teil des Waldes

inzwischen nach Nachhaltigkeitskriterien

zertifiziert, und das Holz daraus trägt

eines der bekannten Labels FSC oder

Q-swiss quality.

Kommt das zertifizierte Holz aus dem

3. Anschliessend wird das Holz für die Messermaschine

vorbereitet.


4. Die bis zu 2,5 Tonnen schweren Baumstämme werden

zum «Messern» fixiert.

5. Die auf die gewünschte Dicke (0,7 mm) eingestellte

Messermaschine messert den Baumstamm in dünne

Furnierblätter.

Natur und

Architektur:

Knospe (oben)

und Blick in die

Mehrzweckhalle

Villaz-St-Pierre

von drei benachbarten

Gemeinden

im Kanton

Freiburg, 2002.

Architekten:

Graeme Mann &

Patricia Capua

Mann, Lausanne.

Fotos: CFPF, Le

Mont-sur-Lausanne

und Corinne

Cuendet,

Clarens/Lignum

6. Die feuchten geschmeidigen Furnierblätter

werden kontrolliert und abgesetzt

für den nächsten Produktionsschritt.

15


Verkauf: ab 7.9.2004

solange Vorrat

Poststellen: solange Vorrat

Philatelie-

stellen: bis 31.12.2005

Vorbezug: ab 2.9.2004

Gültig: unbeschränkt ab 7.9.2004

Umschläge ohne Marken sind ab 26.8.2004

bei allen Philateliestellen zum Preis von 90 Rp.

erhältlich.

Druck: Siebdruck, 1-farbig;

Sericora, Köniz

Formate:

Wertzeichen: 50�40 mm

Bogen: Einzelmarke,

kein Bogen

Rohstoff: Furnier 0,7 mm,

Rundholz Fichte

Zähnung: keine,

alle 4 Seiten gestanzt

Ausgabetagstempel:

Entwerfer: Thomas Rathgeb,

Die Schweizerische Post, Bern

Autor: Christoph Starck,

Direktor Lignum,

Holzwirtschaft Schweiz, Zürich

Jede Marke aus Holz ist ein Original und kann sich

im Laufe der Zeit verändern.


16

Die Produktion der Sondermarke

Das Fichtenholz für die Gesamtproduktion

der Holzmarke stammt von je sieben

Bäumen aus Seon und Staufen. Es handelt

sich um Ware bester Qualität. Die Bäume für

das Furnier hatten alle einen Durchmesser

von 70 bis 80 cm und waren rund 120 Jahre

alt.

Die Bilder der Holzproduktion wurden in

der Firma Furnier- und Sägewerke Lanz AG

in Rohrbach gemacht.

Der Druckprozess wurde in der Siebdruckerei

Sericora AG in Köniz aufgenommen.

Fotografiert haben Markus Müllheim und

Miriam Knuchel von der Firma Prolith AG.

Schweizer Wald, darf der Konsument

davon überzeugt sein, dass er ein echt

umweltschonendes Produkt vor sich

hat. Denn neben dem Beitrag an die

Waldpflege, den die forstliche Bewirtschaftung

leistet, weist Holz auch als

Material unschlagbare Qualitäten auf.

Zum Beispiel im Umgang mit Kohlendioxid,

einem Verursacher des Treibhauseffekts:

Jeder Baum speichert es durch

sein Wachstum. Wird Holz in langlebige

Produkte wie Häuser verwandelt, so

wird Kohlendioxid dem natürlichen

Kreislauf über Jahrzehnte, ja vielleicht

Jahrhunderte entzogen. In den Holzgebäuden

der Schweiz sind heute rund

85 Mio. Tonnen Kohlendioxid gespeichert.

Mit jedem zusätzlichen Gebäude,

das in Holz erstellt wird, nimmt dieses

Depot zu. Zudem benötigt die Verarbeitung

von Holz viel weniger Energie als

die Bereitstellung anderer Baustoffe,

zumal die Natur schon die Produktion

übernimmt: Es steckt bedeutend weniger

«graue Energie» im Holz. Das heisst,

dass beim Bauen mit Holz indirekt eine

ganze Menge Kohlendioxid substituiert

werden kann. Die Faustregel lautet: Mit

jeder Tonne Holz, die verbaut wird, wird

eine Tonne Kohlendioxid substituiert.

Holz nutzen heisst Verantwortung

tragen

Die moderne Architektur hat Holz mit all

seinen Qualitäten wiederentdeckt und

aus der Schwere der Traditionen gelöst.

Viele Beispiele zeigen, dass das Holz nicht

nur Einfamilienhäusern gut ansteht,

sondern auch als Baumaterial für grosse

7. Im Bügeltrockner (Pressdryer) werden die

Blätter geglättet und getrocknet (Restfeuchtigkeit

8 bis 12 Prozent).

Natur und Architektur: Zapfen (links) und

umgebautes, aufgestocktes Gewerbehaus vor

dem Haldentor der Aarauer Altstadt mit drei

Maisonette-Wohnungen, 2001. Architekten:

bkf architektur ag, Zürich.

Fotos: Bruno Lindenmann, Zürich/Lignum

und Alfred Borer, Kleinlützel/Lignum

Sujet Ersttagsumschlag

8. Nun folgt auf der Schneidmaschine das «Besäumen»

(Zuschnitt). Die Abschnitte werden zu Schnitzeln

verarbeitet.


Bauwerke verwendbar ist. Insbesondere

eignet es sich hervorragend für Wohnsiedlungen,

Bürogebäude, Schulhäuser

oder Hallen, aber auch etwa für Brücken.

So eröffnen sich viele neue Möglichkeiten,

um die Nutzung und Pflege

unseres Waldes zu fördern. Ein jeder

kann etwas dazu beitragen – indem er

Holz braucht. Zum Beispiel können die

Wald und Holz in der Schweiz

9. Die einzelnen Furnierblätter werden gezählt und

an den Enden gebunden. Auf dem Weg zur Endstation

ermittelt…

Gemeinden als Waldbesitzer für ihre

Bauten ihr eigenes Holz verwenden.

Doch auch jeder Einzelne ist angesprochen:

Wer Holz für sein Einfamilienhaus

wählt, Parkett darin verlegen lässt und

beim Möbelkauf Holz verlangt, kann

seinen eigenen Beitrag zu einem gesunden

Wald leisten.

Waldfläche der Schweiz: ca. 1,2 Mio. ha, mehr als 30% der Landesfläche

Holzvorrat im Wald: 361 m 3/ha, zum Vergleich: Österreich: 266 m 3/ha; Deutschland: 271 m 3/ha

Nachwachsende Holzmenge: 10 Mio. m 3 pro Jahr, wovon ca. 7,5 Mio. m 3 nutzbares Holz, rund 1 m 3 pro Kopf

Holznutzung pro Jahr: ca. 4,5 Mio. m 3, ca. 1 ⁄3 bleibt ungenutzt im Wald

Holzverbrauch: rund 7 Mio. m 3

10. …das elektronische System die Länge und Breite

und druckt die errechneten Quadratmeter und

weitere Angaben auf eine Etikette.

Klebstoff der Marke

Aus technischen Gründen konnte bei der Holzmarke

auf der Rückseite nicht die gleiche Klebefolie wie

bei der Stickereimarke verwendet werden. Dadurch

ist die Marke, wenn sie einmal aufgeklebt ist, nicht

mehr vom Briefumschlag abtrennbar. Das Ablösen

im Wasserbad ist nicht möglich und nicht sinnvoll.

Zudem sei erwähnt, dass es sich um echtes Holz

handelt. Die Marke kann durch Feuchtigkeit oder

mechanische Beanspruchung zerstört werden (spalten,

brechen, verfärben).

Stempeln

Durch die Dicke von 0,7 mm sind philatelistische

Stempelungen (Tagesstempel) an den Poststellen eher

schwierig zu erstellen und wenn überhaupt nur auf

der Marke selbst anzubringen (Auflagedruck durch

Stempel, Stempelfarbe, ungleiche Ebene für die

Farbabnahme usw.).

Deshalb wird der Stempeldienst von Briefmarken

und Philatelie in Bern (ohne Philateliestellen) eigens

für die Holzmarke eine geeignete Stempelmaschine

mit spezieller Stempelfarbe einsetzen.

Die folgenden Stempel sind ausschliesslich

erhältlich bei:

Briefmarken und Philatelie

Stempeldienst

Ostermundigenstrasse 91

3030 Bern

Ausgabetagsstempel Ortsstempel:

8636 Wald, -7.9.04-12

Tagesstempel:

3000 Bern 1, Schanzenpost Schalter, -7.-9.04-12

Bitte teilen Sie uns Ihre Stempelwünsche möglichst

präzise mit. Für die Rücksendung bitten wir Sie, einen

ausreichend frankierten und mit Ihrer Adresse versehenen

Umschlag (oder eine Etikette) beizulegen.

Lignum ist die Dachorganisation der Schweizer

Wald- und Holzwirtschaft. Sie vereinigt sämtliche

wichtigen Verbände und Organisationen der Holzkette,

Institutionen aus Forschung und Lehre,

öffentliche Körperschaften sowie eine grosse Zahl

von Architekten und Ingenieuren.

11. Jedes Furnierpaket ist so bis zur

Ursprungsquelle zurückverfolgbar.

17


Alte Holzfällregeln und die moderne Forschung

Eines der Ziele der Holzforschung

besteht darin, den Zusammenhang

zwischen dem spezifischen Aufbau

einer Holzart und deren Eigenschaften

zu verstehen und daraus

die optimalen Verwendungsmöglichkeiten

abzuleiten.

Von leichten Nadelhölzern zu schweren

Laubhölzern zeigen sich grosse Unterschiede

in den anatomischen, chemischen,

physikalischen und technologischen

Eigenschaften. Innerhalb einer

bestimmten Holzart spielen aber auch

der Standort des Baumes, das jeweilige

Klima sowie das Alter des Baumes

eine wichtige Rolle. Sehr früh wurde

zudem festgestellt, dass der Erntemoment

(Fällzeitpunkt) im Laufe der

Jahreszeiten von Bedeutung sein kann.

Fällregeln aus früheren Zeiten

Schon unsere keltischen Vorfahren waren

sowohl hervorragende Holz- und Metallhandwerker

als auch grosse Pflanzenkenner,

die ihr Leben nach dem Mondmonat

organisierten. Man vermutet,

dass die seltsamen auf dem Mondstand

basierenden Holzfällregeln, die im Alpenraum

und Jura noch weit verbreitet

bekannt sind – und auch heute teilweise

noch immer praktiziert werden –, auf

keltisches Erfahrungswissen zurückzuführen

sind.

Aus dem Bündnerland sind zum Beispiel

folgende Fällregeln bekannt (sie betreffen

erstens die Jahreszeit, der eine übergeordnete

Bedeutung zugeschrieben wird,

dann die Mondphasen und die Situation


12. In der Druckerei werden die einzelnen

Furnierblätter mit der Selbstklebefolie

versehen.

18

Die Produktion der Sondermarke

des Mondes in einem bestimmten Tierkreiszeichen):

� Fälle Holtz in letzten Tagen dieses

Monats (Dezember), es währet lang.

(Churer Schreibkalender 1708)

� Bruuchholz (Nutzholz) schlagen am

zweiten Tag Krebs nach Vollmond (nur

im Winter). (Pany GR 1972)

Aufschlussreich im Hinblick auf das

frühere Empfinden der Holzqualitäten

sind auch Regeln aus dem französischen

Sprachraum:

� Bois tendre en cours, bois dur en

décours (weiches Holz bei Zunahme,

hartes Holz bei Abnahme).

� Le poinct de la Lune est remarquable,

pour en croissant tailler le bois de

chauffage, et en décours, celui des

bastimens. (Der Zeitpunkt des Mondes

ist interessant; bei Zunahme soll

Brennholz und bei Abnahme Bauholz

gefällt werden.)

Auch andere Verwendungsformen mit

spezifischen Eigenschaften werden

mit einem «richtigen Fällzeitpunkt» in

Zusammenhang gebracht: Schindeln,

13. Die Furnierblätter werden in zwei kleine,

druckfertige Streifen von 14�52 cm zugeschnitten

und gereinigt.

Die dickste Rottanne der Welt

hat einen Stammdurchmesser

von 1,84 Metern. Der Prachtsbaum

steht im St. Galler

Calfeisental und ist mehrere

Hundert Jahre alt. Zum Vergleich:

Rottannen im Mittelland werden

meist nur 60 bis 80 cm dick und

verfügen über ein Volumen bis

zu 8 m 3 Holz – die Fichte im

Calfeisental bringt es auf 22 m 3 .

Mit dieser Holzmenge liesse sich

der gesamte Dachstock für ein

Achtfamilienhaus bauen.

Foto: WSL, Birmensdorf/Lignum

Pfeilbögen, Fassdauben, Brunnentröge.

Bei der höchsten Wertschöpfungsform,

im Musikinstrumentenbau mit

«Resonanzholz», achtet noch mancher

Fachmann auf ganz spezielle, mondbezogene

Daten, die er oft als altes

Berufsgeheimnis hütet.

Forschungsprojekt über Fällzeitpunkt

und Holzeigenschaften

Eine Aufgabe der Wissenschaft in diesem

Zusammenhang ist es, solche Aussagen

kritisch zu prüfen und Fakten von Aberglauben

zu trennen.

Erste systematische Baumfällungen und

Prüfungen von Holzproben nach holztechnologischen

Standards, verglichen

mit Resultaten von anderen Forschergruppen,

ergeben ein zusammenhängendes

Bild im Holzverhalten. Sie

bestätigen, dass durch die Auswahl des

Fällzeitpunktes grosse Unterschiede

in den Holzeigenschaften erzielt werden

können. An bestimmten Wintertagen

vor Neumond gefällte Bäume liefern Holz

mit anderem Trocknungsverhalten, einer

14. Der Rakel der Siebdruckmaschine streicht die

weisse Farbe durch die Druckschablone (Nylonsieb)

auf das Furnier.


Bildpostkarte «Holz»

Verkauf: ab 7.9.2004

solange Vorrat

Poststellen: kein Verkauf

Philatelie-

stellen: bis 31.12.2005

Vorbezug: ab 2.9.2004

Gültig: unbeschränkt ab 7.9.2004

Druck: Offsetdruck, 2-seitig, 4-farbig

Formate:

Karte: 148�105 mm

Wertzeichen: 33�28 mm

Papier: Offsetkarton

weiss 260 gm 2

Ausgabetagstempel:

Gestaltung: Thomas Rathgeb,

Die Schweizerische Post, Bern

anderen Festigkeit und einer anderen

Dauerhaftigkeit als vor Vollmond gefällte

Bäume.

Für ein vertieftes Verständnis der aufgedeckten

Phänomene und der damit

verbundenen passenden Einsatzmöglichkeiten

solchen Holzes gilt es nun, diese

mondbezogenen Eigenschaftsvariationen

nach engeren Sequenzen weiter zu

untersuchen. Die zu analysierenden

Faktoren sind klimatischer, astronomi-

15. Nach der Druckmaschine durchläuft das

bedruckte Furnierblatt die UV-Trocknung und

ist für die Stanzung bereit.

Der Wald, Lieferant

für umweltschonende

Produkte aus

Holz. Die kleinen

Fotos auf der Bildpostkarte

zeigen

Geige, Spiel und

Zahnstocher.

scher und geodätischer Art (Gravimetrie

und Geomagnetismus).

Das an der Hochschule für Architektur,

Bau und Holz in Biel aktuell laufende

Projekt untersucht zusammen mit

Forstkreisen und Forstunternehmern

insgesamt 624 Bäume von fünf typischen

Schweizer Standorten und nach 48

sukzessiven und simultanen Fällungen.

Die untersuchten Baumarten sind Fichte

(Rottanne), Edelkastanie und Weisstanne.

16. In der Stanzmaschine werden die gedruckten

Furnierblätter einzeln eingelegt und die Marken

(40�30 mm) ausgestanzt.

Die Bildpostkarte

kann auch zur

Herstellung einer

Maximumkarte

verwendet werden.

Das Projekt soll Kriterien liefern, welche

die Produktion von höherwertigen Hölzern

ermöglichen. «Höherwertig» bezieht

sich auf ökologische, wirtschaftliche und

auch kulturell-geistige oder emotionale

Aspekte. Sollten sich die Phänomene

bestätigen, liegt hier eine wissenschaftliche

Knacknuss vor. Ist diese einmal

geknackt, könnten sich erstaunliche Perspektiven

auftun. Und eigentlich handelt

es sich bloss um ein Wiederentdecken…

17. Die gestanzten Marken werden in

Handarbeit ausgebrochen, kontrolliert,

gezählt und verpackt abgeliefert.


19


Sondermarken Schweizer Tierschutz STS

Tiere haben Anrecht auf ein anständiges Leben

In seiner berühmten Rede, die er

1855 vor dem amerikanischen

Präsidenten Franklin Pierce hielt,

sprach Seattle, der Häuptling

der Duwamish-Indianer, die unvergesslichen

Worte: «Was wäre die

Welt ohne Tiere? Wären alle Tiere

fort, so stürbe der Mensch an

grosser Einsamkeit des Geistes.»

Wie recht Seattle hatte! Tiere sind ein

ganz grosser Teil unserer Welt. Heimtiere

sind unsere treuen Begleiter und

Gefährten, und die Artenvielfalt von

frei lebenden Tieren ist aus unserer

Umwelt nicht wegzudenken. Doch wir

Menschen nutzen die Tiere auch. Sie

liefern uns Nahrung und viele Dinge,

die wir benötigen und die unser Leben

lebenswerter machen.

Der Schweizer Tierschutz STS ist der

Dachverband von 58 kantonalen und

regionalen Tierschutzvereinen in der

Die drei Kleinbogen «Katze», «Igel» und «Schwein»

20

Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein.

Er wurde 1861 gegründet und ist

die grösste und älteste gesamtschweizerisch

tätige Tierschutzorganisation. Er

ist aktives Mitglied der Welttierschutzgesellschaft

WSPA und beratendes Mitglied

der Eurogroup for Animal Welfare

der EU.

Alle Anstrengungen des Schweizer

Tierschutzes STS haben zum Ziel, den

verantwortungsbewussten Umgang

mit den Tieren zu fördern. Der STS

bekämpft Tierquälerei aus Unwissenheit,

Gedankenlosigkeit und Profitgier. Er

will die Bevölkerung für tiergerechte

Haltungsformen und einen anständigen,

schonenden Umgang mit den Tieren

sensibilisieren. Er kämpft für die

Verbesserung der Gesetzgebung und

einen korrekten Vollzug des Tierschutzgesetzes.

Zu diesem Zweck sucht er

die konstruktive Zusammenarbeit mit

den zuständigen Behörden. Mit speziellen

zweckgebundenen Fonds unterstützt er

Tiergerechte Haltung für

die samtpfotige Begleiterin

des Menschen.

Foto: Cynthia Lerch, STS

aber auch die Arbeit seiner Sektionen

und ihrer Tierheime.

Der Schweizer Tierschutz STS mit Sitz

in Basel beschäftigt über 30 Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter. Er unterhält

Heimtier-, Wildtier- und Nutztierfachstellen

sowie eine Fachstelle Tierversuche

und Gentechnologie, einen tierärztlichen

Beratungsdienst und einen Beratungsdienst

für Rechtsfragen im Tierschutz.

Ganz gross geschrieben wird auch der

Jugendtierschutz mit einer eigenen

Fachstelle und einem Tierschutzlehrer,

der den Tierschutzgedanken in die

Schulen trägt. Der vom Bund akkreditierte

Kontrolldienst des Schweizer Tierschutzes

STS kontrolliert Tierhaltungen

für Labelproduktionen, Tiertransporte

und Schlachthöfe.

Die Tiere, die uns so viel geben, haben

aber auch ein Anrecht auf Schutz, auf ein

anständiges Leben. Erfreulicherweise hat

der Tierschutzgedanke heute in der

Schweizer Bevölkerung einen sehr hohen


Die sympathischen Stacheltiere

brauchen einen intakten

Lebensraum.

Foto: Verein Pro Igel

Stellenwert. Was lag deshalb näher, als

unseren Tieren und dem Tierschutz eine

Briefmarkenausgabe zu widmen? Stellvertretend

für unsere einheimische

Tierwelt wurden die Katze als Heimtier,

der Igel als frei lebendes Wildtier und

das Schwein als Nutztier ausgewählt.

Die Katze

Katzen haben uns mit ihrer Eleganz und

ihrer Unabhängigkeit schon seit jeher

fasziniert. Wahrscheinlich lebten die

wilden Vorfahren unserer Hauskatze

schon vor 9500 Jahren mit Menschen

zusammen, wie neuste Fossilfunde

zeigen, noch lange bevor im ägyptischen

Pharaonenreich die Katzengöttin Bastet

verehrt wurde. Ihr Geschick als Beutegreifer

wird auch heute noch bei den

vielen Bauernhofkatzen geschätzt, die

menschliche Felder und Vorräte vor dem

Appetit der Nager schützen. Vermehren

sich die tüchtigen Mäusejäger jedoch

unkontrolliert, so entsteht viel Katzenleid:

zu viele Katzen, zu wenig Nahrung,

Katzen wandern ab und verwildern.

Daher führt der Schweizer Tierschutz STS

jedes Jahr in Zusammenarbeit mit der

Tierärzteschaft Kastrationsaktionen bei

Bauernhofkatzen durch.

Als Heimtier hat die Hauskatze in der

heutigen Zeit aber eine ganz andere,

wichtige Funktion übernommen, nämlich

als Gefährtin und Mitbewohnerin, die

ein Stück Natur und Lebendigkeit in

unseren oft verstädterten Lebensraum

und unsere Herzen zurückbringt. Nicht

immer zum Wohl der Katzen selber:

Falsche Haltung kann zu Verhaltensstörungen

führen, Besitzer werden ihrer

Katzen überdrüssig, setzen sie aus oder

schieben sie oft unter fadenscheinigen

Begründungen ins Tierheim ab. Die

Tierheime der STS-Sektionen suchen für

solche Tiere neue, tiergerechte Lebensplätze.

Durch ausführliche Beratung

versuchen der STS und seine Sektionen,

solches Tierleid gar nicht erst entstehen

zu lassen, sondern zukünftige Heimtierhalter

über die Bedürfnisse und

Ansprüche ihrer Wunschtiere zu informieren

und sie zu einem harmonischen

Zusammenleben zu führen. ➔

Sujet Ersttagsumschlag

Verkauf: ab 7.9.2004

solange Vorrat

Poststellen: solange Vorrat

Philatelie-

stellen: bis 31.12.2005

Vorbezug: ab 2.9.2004

Gültig: unbeschränkt ab 7.9.2004

Umschläge ohne Marken sind ab 26.8.2004

bei allen Philateliestellen zum Preis von 90 Rp.

erhältlich.

Druck: Offsetdruck, 4-farbig;

De La Rue Global Services,

London, England

Formate:

Wertzeichen: 33�28 mm

Bogen: 193�91 mm

(2 Reihen zu 3 Marken)

Papier: Briefmarkenpapier weiss,

ohne sichtbare Fasern,

mit optischem Aufheller,

matt gummiert, 110 gm 2

Zähnung: 13 3 ⁄4:13 1 ⁄2

Ausgabetagstempel:

Entwerfer: Marc Roulin, Lausanne

Autoren: Heinz Lienhard, Präsident STS,

Bottighofen; Dr. Eva Waiblinger,

Zürich; Peter Schlup, Erlach;

Dr. Hans-Ulrich Huber, Altikon

21


Der Igel

Der Igel ist ein Säugetier und lebt an

Waldrändern, in Hecken, Parkanlagen

und Gärten. Er braucht viele Versteckmöglichkeiten

und ein reiches Nahrungsangebot.

Eine ausgeräumte Agrarlandschaft

ist für ihn kein Lebensraum. In

Gärten fühlt er sich nur dann wohl, wenn

er Ast- oder Laubhaufen, einheimische

Pflanzen mit den dazugehörigen Insekten

und Kleintieren findet und wenn kein

Gift eingesetzt wird.

Der nachtaktive Igel gehört zu den

Insektenfressern. Mit der Dämmerung

beginnt seine Nahrungssuche. Er frisst,

was er mit seiner feinen Nase erschnüffelt:

die verschiedensten Insekten wie

Käfer, Asseln, Tausendfüssler aber auch

Schnecken und Würmer, manchmal

in kleinen Mengen Pflanzen wie Huflattich,

Löwenzahn oder Klee – Obst

lässt er hingegen liegen.

Im Frühsommer beginnt die Paarungszeit.

Das Männchen wirbt um das Weibchen

mit lautem Schnauben und Fauchen.

Nach der vorsichtigen Paarung trennen

sich die Partner wieder und nach einer

Tragzeit von gut einem Monat kommen

durchschnittlich fünf Junge zur Welt.

Sie tragen bereits bei der Geburt die

ersten Stacheln, diese sind zum Schutz

der Mutter aber weich und in der Haut

eingebettet. Fünf Wochen später ist

die Säugezeit bereits zu Ende und die

jungen Igel werden selbstständig.

22

Dank seinen spitzen Stacheln muss sich

der Igel kaum vor einem anderen Tier

fürchten. Die meisten Igel sterben im

Winter, wenn sie nicht mehr aus ihrem

Winterschlaf erwachen. Aber auch

Parasiten oder schlechte Witterung

können natürliche Todesursachen sein.

Eine riesige Anzahl der Stacheltiere stirbt

jedes Jahr im Strassenverkehr und viele

gehen nach der Aufnahme verschiedenster

Umweltgifte ein. Unter anderem sind

dies Schneckenkörner, die den Giftstoff

Metaldehyd enthalten.

Zu Beginn des Winters zieht sich der

Igel in sein Winternest zurück. Dort

schläft er bis in den April und verliert in

dieser Zeit 20 bis 35 Prozent seines

Körpergewichtes. Jedes Jahr wird eine

grosse Anzahl von Igeln in Menschenobhut

überwintert. Diese Hilfe ist nur

dann sinnvoll, wenn ein Igel verletzt,

geschwächt oder krank aufgefunden

wird. Gesunde Igel gehören in die Natur

und haben dort die besseren Überlebenschancen.

Die beste Hilfe für die Igel ist

das Erhalten oder Verbessern ihres

Lebensraumes. Wenn wir unsere Gärten

naturnah gestalten und pflegen und

Schweizer Tierschutz STS

Dornacherstrasse 101, Postfach 461, 4008 Basel

Tel. 061 365 99 99, Fax 061 365 99 90

sts@tierschutz.com

www.tierschutz.com

Sonne und frische Luft

auch für die intelligenten

Borstenviecher.

Foto: Archiv STS

uns für eine ökologische Landwirtschaft

mit Naturwiesen und Hecken einsetzen,

hat das Stacheltier eine Chance, auch

weiterhin zu überleben.

Nicht nur Igel, auch viele andere Wildtiere

in der freien Natur brauchen unsere

Rücksicht und unseren Schutz. Mit

Aufklärung, Beratung und aktivem

Engagement setzt sich der Schweizer

Tierschutz STS für die Wildtiere ein.

Er kämpft gegen die Haltung von

Wildtieren in Pelzfarmen, verlangt

eine artgemässe Haltung und einen

fairen Umgang mit Tieren in Zoos und

Tierparks, in Zirkussen und fahrenden

Tierschauen.

Das Schwein

Kein Bauernhoftier wird derart unterschätzt

wie das Schwein. Dass die rosafarbenen

Borstenviecher in der Schweiz

die Hälfte des Fleischbedarfs liefern, satte

25 kg je Kopf und Jahr, dankt man ihnen

oftmals schlecht. Weil der gesetzliche

Schutz mangelhaft ist, müssen viele ihr

Dasein in engen Buchten auf kahlen

Betonböden fristen. Männliche Ferkel

werden ausnahmslos ohne Narkose

kastriert. Allerdings bahnt sich hier eine

Trendwende an. Weil natürlich gehaltene

Schweine gesünder sind und ihr Fleisch

beim Metzger bevorzugt wird, bauen

immer mehr Landwirte Stallungen, die

dem Wesen des Schweins besser entsprechen.

Denn in jedem noch so hoch-


Maximumkarten-Set

Schweizer Tierschutz STS

gezüchteten Hausschwein stecken im

Grunde die Triebe und Bedürfnisse einer

Wildsau. Schweine sind hochsoziale

Tiere, mit einem vorbildlichen Familienleben

und einer fürsorglichen Kinderpflege.

Sie sind blitzgescheit, verspielt,

wühlen angeregt im Erdreich nach

Essbarem und betten sich geniesserisch

im weichen Stroh zur Nachtruhe. Weil

ihnen Schweissdrüsen fehlen, kühlen sie

sich im Sommer am liebsten in einem

Schlammbad. Mit ihrer feinen Nase sind

sie manchem Polizeihund beim Aufspü-

ren von illegalen Drogen überlegen und

finden problemlos die tief im Erdreich

verborgenen, wertvollen Trüffelpilze.

Der Schweizer Tierschutz STS kämpft

dafür, dass auch Schweine zu ihrem

Recht auf artgerechte Haltung und

schonenden Umgang kommen; mit

Beratung und Informationen für fortschrittliche

Schweinehalter, mit seinem

Kontrolldienst für artgerechte Tierhaltung

und mit einem neuen Tierschutzgesetz.

Die drei Maximumkarten zum Thema

«Schweizer Tierschutz» zeigen Katze, Igel

und Schwein mit ihren Jungen in ihrer

natürlichen Umgebung.

Verkauf: ab 7.9.2004,

solange Vorrat

Poststellen: kein Verkauf

Philateliestellen:

bis 31.12.2005

Vorbezug: kein Vorbezug möglich

Druck: Offsetdruck

Formate:

Karte: 148�105 mm

Wertzeichen: 33�28 mm

Papier: Offsetkarton weiss,

260 gm 2

Ausgabetag- Der Ausgabetagstempel

stempel: entspricht jenem auf Seite 21

Gestaltung: Die Schweizerische Post

Fotos: Foto-Agentur Sutter, Lupsingen

23


150 Jahre «Strubel»-Briefmarken

Sonderblock Sitzende Helvetia

Die Vorgeschichte

Durch die Bundesverfassung von 1848

wurden die Münzhoheit und das Postregal

von den Kantonen an den neu

gegründeten Bundesstaat übertragen.

Gesucht war nun ein Münzbild und ein

Briefmarkenmotiv, die das neue Staatswesen

in idealer Weise zu symbolisieren

vermochten. Dabei standen das Landeswappen

mit dem Schweizerkreuz und

das Bildnis der Landesmutter Helvetia im

Vordergrund. Gleichsam als Kompromiss

wählte man für die höherwertigen

Münzen von 50 Rappen bis 5 Franken

die Figur der Helvetia als Bildmotiv,

während für die kleineren Geldeinheiten

und die ersten Schweizer Briefmarken

(Ortspost und Rayons) das Landeswappen

den Vorzug erhielt. Bereits im Herbst

1851 beschloss der Schweizer Bundesrat

die Ausgabe einer neuen Markenserie.

Die bisherigen, in einem teuren lithografischen

Verfahren hergestellten Frankozettelchen

sollten durch kostengünstigere

ersetzt werden. Zugleich sollte das

heraldische Motiv einer figürlichen

Darstellung weichen. Die gute Aufnahme

des Helvetia-Motivs auf den Schweizer

Münzen liess es als angezeigt erscheinen,

24

auch die neuen Briefmarken mit dem

Bild der Helvetia zu schmücken.

Das Helvetia-Motiv

Helvetia, der lateinische Name der

Schweiz als Volk der Helvetier, steht auch

heute noch auf all unseren Briefmarken

und Münzen. Schon sehr früh wurde

der Name Helvetia auch zur Bezeichnung

einer Frauenfigur verwendet, die das

schweizerische Staatswesen als Landesallegorie

personifizierte. Bereits im

17. Jahrhundert finden wir sie auf Titelblättern

von geschichtlichen und geografischen

Abhandlungen. Während zur

Zeit der Helvetik (1798–1803) in erster

Linie Wilhelm Tell als Symbolfigur diente,

fiel diese Ehre in späteren Jahren der

Helvetia zu. Mit der Gründung des

Bundesstaates (1848) gewann sie ihre

zentrale Position als einigende und

schützende Landesmutter. Auf Schweizer

Briefmarken können wir sie ab 1854

bis 1942 finden, auf Schweizer Münzen

ist sie auch heute noch präsent.

Der Jubiläumsblock

Interessant ist sicher ein Vergleich der

drei Helvetia-Figuren auf der Münze, der

Briefmarke und der im Blockrahmen

abgebildeten Skulptur der Künstlerin

Bettina Eichin. Die verschiedenen Darstellungsformen

sind begründet durch

unterschiedliche Wertvorstellungen und

den veränderten Zeitgeist, welche die

Helvetia-Figur repräsentieren sollte.

Auf den Münzen finden wir eine Landesmutter

mit ausgestrecktem Arm und

sowohl schützender wie auch austeilender

Hand. Es scheint, als ob sie ihr

Volk zu beschwichtigen versuche. Nach

den Wirrungen des Sonderbundskrieges

und der recht uneinheitlichen Abstimmung

über die neue Bundesverfassung

sollte durch diese Gestik die Einheit des

neuen Staatswesens heraufbeschworen

werden. Gleichzeitig wird angezeigt,

dass in der Einheit auch die Stärke und

der Wohlstand des neuen Gemeinwesens

liegen.

Ganz anders präsentiert sich die Briefmarkenfigur.

Diese Frontaldarstellung

der speerbewehrten und lorbeerbekränzten

Helvetia, sitzend auf einem Felsvorsprung

der unverrückbaren Schweizer

Alpen, symbolisiert in dieser auch weltpolitisch

bewegten Zeit der Mitte des

19. Jahrhunderts die Freiheit, Unabhängigkeit

und Stärke des neuen Helvetiens.

Während die Ausstrahlung der Münzfigur

klar nach innen gerichtet ist, sollte das

Markenbild auch gegen aussen wirken.

Wenn man weiss, dass diese neuen

Marken erstmals auch für Briefe ins

Ausland bestimmt waren, leuchtet diese

bewaffnete Abwehrhaltung der Helvetia

ein.

Die Helvetia-Münzen und -Marken sind

verbunden in der Person von Johann

Jakob Speiser (1813–1856). Dieser Basler

Bankier und erste Direktor der Centralbahn-Gesellschaft

wurde vom Bundesrat

1850 mit der Durchführung der eidgenössischen

Münzreform beauftragt,

und auch bei der Herstellung der neuen

Helvetia-Marken fungierte er als Verbindungsmann

zwischen dem Bau- und

Postdepartement des Bundes und dem

Markenstecher Friedrich Voigt sowie

dem Markendrucker Johannes Weiss in

München.

Einen grossen Gegensatz zu den Münzen-

und Markenfiguren bildet die von

Fortsetzung auf Seite 26


Die Einführung der

«Strubel»-Marken

Mischfrankatur mit Rayon

10 Rappen (Zst.-Kat.-Nr. 16 II)

und Strubel 40 Rappen

(Zst.-Kat.-Nr. 26A) im

Dreierstreifen auf Briefkuvert

von Genf (15. September

1854) nach New York.

Ersttagsverwendung für

die «Strubel»-Marken!

Beleg aus Privatsammlung

von Peter Day

Die Münchner «Strubel»

Faltbrief von Porrentruy

(2. Dezember 1854) nach

Gera mit allen Werten der

zweiten Münchner Auflage

(Satzbrief mit Zst.-Kat.-Nr.

22A bis 26A).

Beleg aus Privatsammlung

von Geri Oeschger

Das Ende der «Strubel»-

Zeit

Mischfrankatur zwischen

«Strubel» 20 Rappen

(Zst.-Kat.-Nr. 26G) und

20 Rappen Sitzende Helvetia

gezähnt (Zst.-Kat.-Nr. 32)

auf Faltbrief von Seeberg

(29. Juli 1863) nach

Frankreich. Ein Beleg vom

zweitletzten Verwendungstag

der «Strubel»-Marken!

Beleg aus Privatsammlung

von Geri Oeschger

25


der Künstlerin Bettina Eichin in den

Jahren 1979/1980 geschaffene «Helvetia

auf Reisen». Ihre Helvetia hat alles

Heroische hinter sich gelassen, legt die

Insignien Schild und Speer beiseite,

wendet sich ab vom Publikum und sinnt,

in sich versunken, über die vergangenen

150 Jahre nach. Die Schrifttafel zur

Bronzeskulptur verrät, dass diese Helvetia

Verkauf: ab 7.9.2004

solange Vorrat

Poststellen: solange Vorrat

Philatelie-

stellen: bis 31.12.2005

Vorbezug: ab 2.9.2004

Gültig: unbeschränkt ab 7.9.2004

Umschläge ohne Marken sind ab 26.8.2004

bei allen Philateliestellen zum Preis von CHF 0.90 (C6)

und CHF 1.00 (E6) erhältlich.

Druck: Offsetdruck mit Silberfolienprägung,

4-farbig;

Joh. Enschedé,

Haarlem (Niederlande)

Formate:

Wertzeichen: 28�35 mm

Block: 96�70 mm

Papier: Briefmarkenpapier weiss,

mit optischem Aufheller,

matt gummiert, 102 gm 2

Zähnung:

Marke oben: oben ungezähnt,

Seiten 13 3 ⁄4, unten 14 1 ⁄4

Marke unten: oben 14 1 ⁄4, Seiten 13 3 ⁄4,

unten ungezähnt

Ausgabetagstempel:

Sonderstempel

Luzern:

Wichtiger Hinweis:

Abonnenten auf Sonderstempel der Post erhalten

den abgebildeten Sonderstempel automatisch in der

üblichen Menge zugestellt.

Entwerfer: Arnold Wittmer, Gunzwil

Autor: Urs Hermann, Liestal

26

der festen Prägung entstiegen sei und

gegen Ende des 20. Jahrhunderts eine

Schweizer Reise unternommen habe.

Unterwegs komme sie auch nach Basel

und «ruht sich auf einem Brückenpfeiler

der mittleren Rheinbrücke aus und blickt

nachdenklich rheinabwärts…»

Die Markenausgabe

«Sitzende Helvetia ungezähnt»

Die Marken mit der Sitzenden Helvetia

wurden im Buchdruckverfahren hergestellt,

das mit einem farblosen Prägedruck

des Markenmotivs (der Helvetia)

und des Textes kombiniert war. Die

Verwendung von speziellem Papier mit

eingebetteten Seidenfäden sollte die

Fälschungssicherheit der neuen Schweizer

Hoheitszeichen gewährleisten. Die

Marken weisen noch keine Zähnung auf

und mussten folglich aus dem Bogen

geschnitten werden. Oft waren die neuen

Marken nicht sauber und deutlich gedruckt.

Der Siegeskranz auf dem Haupt

der Helvetia ist bei ihnen kaum mehr

erkennbar und gleicht eher einer Struwwelpeter-Frisur,

was dieser Markenausgabe

die sicher liebevoll gemeinten

Übernamen «Strubel» oder «Strubeli»

einbrachte. Die Französisch sprechenden

Philatelisten bezeichnen sie wegen der

Textlegende im unteren Rahmen etwas

nüchtern als «les Rappen».

Am 15. September 1854 nahm die

Kursgültigkeit der «Strubel»-Marken

ihren Anfang und dauerte bis zum

31. Juli 1863, als diese durch gezähnte

Marken abgelöst wurden. In dieser

Verwendungszeit kamen sieben verschiedene

Wertstufen von 2 Rappen bis zu

einem Franken zur Ausgabe. Die ersten

«Strubel»-Marken wurden in München

gedruckt, spätere Auflagen erfolgten

durch die Eidgenössische Münzstätte in

Sujet Ersttagsumschlag

Bern. Im Laufe der Zeit wechselten die

Papierhersteller und auch die Farben

der Seidenfäden. Während der «Strubel»-

Zeit änderten auch die Posttarife und

die Vorschriften über die Markenentwertung.

Wir sehen, die kurze «Lebensdauer»

der «Strubel»-Marken von annähernd

neun Jahren war äusserst wechselvoll:

Druck, Papier, Seidenfadenfarbe, Verwendungsmöglichkeiten,

Tarifvorschriften

und Entwertungsrichtlinien änderten

fortlaufend. So erstaunt es nicht, dass

sich keine zwei gleichartigen «Strubel»-

Sammlungen finden lassen. Jeder

Sammler kann sein Exponat nämlich nach

ganz persönlichen Präferenzen aufbauen.

Seit über zehn Jahren arbeitet eine

Forschungsgruppe der Schweizerischen

Vereinigung für Postgeschichte an einem

umfassenden Handbuch über die

«Strubel»-Marken. Die Ausgabe dieses

Werkes von mehreren Hundert Seiten ist

fürs Jahr 2005 geplant, Subskriptionen

sind bereits an der Jubiläumsausstellung

in Luzern möglich.

Die Jubiläumsausstellung in Luzern

Wer die «Strubel»-Marken näher kennen lernen möchte, dem sei der Besuch der Jubiläumsausstellung in der

Kornschütte Luzern (24.–26. September 2004) empfohlen, wo natürlich auch die Schweizerische Post vertreten

sein wird. Eine Spezialausstellung von gegen 100 Rahmen präsentiert die wohl schönsten Sammlungen dieser

beliebten Markenausgabe. Diavorträge vermitteln nicht nur vertiefte Informationen über die «Strubeli»,

sondern zeigen auch deren unbestrittene, klassische Schönheit. Natürlich gibt es an der Luzerner Börse auch

auserlesene «Strubel»-Marken zu kaufen. Die Preise dieser wertvollen Schweizer Kulturgüter sind immer noch

moderat. Von der Gesamtauflage von gut 60 Millionen «Strubel»-Marken dürften etwa drei Millionen der

Vernichtung entgangen sein und auch in Zukunft alle Sammlerherzen höher schlagen lassen.


Ist Briefmarkensammeln ein teures Hobby?

Ist Briefmarkensammeln ein teures Hobby? Eine öfters gestellte Frage, die sich in dieser Form nicht

mit einem schlichten Ja oder Nein beantworten lässt. Ja, wenn Sie sich den alten und seltenen

Briefmarken zuwenden wollen, Basler Täubchen und Co. zu Ihren Lieblingen zählen und Sie erst

zufrieden sind, wenn alle bekannten Raritäten Ihre Sammlung zieren. Nein, wenn Sie hingegen

einfach ein bisschen Spass am Sammeln von Briefmarken haben möchten, sich auf die neuere Zeit

oder auf Motive beschränken und sich selbst eine finanzielle Obergrenze setzen. Am Anfang fast

jeder Sammlung steht die bekannte Schachtel mit ausgeschnittenen Marken aus Briefumschlägen

und Karten, dank dem gütigen Einsatz von Verwandten und Bekannten praktisch kostenlos. Bald

schon aber wächst der Wunsch nach mehr, fehlt doch immer wieder das eine oder andere Stück

zu einem Ganzen, ein Problem, das sich am besten mit Tauschen oder Kaufen lösen lässt.

Wesentlich einfacher haben es da schon Leute, die bei Briefmarken und Philatelie ein Neuheitenabonnement

abgeschlossen haben: Für etwa 45 Franken oder monatlich rund 4 Franken (je nach

Jahresnominale) erhalten sie alle neu erscheinenden Marken automatisch zugesandt, entweder

postfrisch, gestempelt oder – etwas teurer – auf Ersttagsumschlägen. Und wer sich auch noch

das Einordnen seiner «Schätze» ersparen möchte, der ordert für knapp 60 Franken «la collection

suisse» und erhält ein komplettes, reich illustriertes Jahrbuch mit aussagekräftigen Erläuterungen

zu jeder Markenausgabe.

Sie wollen gar nicht «komplett» sammeln und so viel Geld ausgeben? Auch das ist kein Problem.

Natürlich können Sie beliebig viele Marken in die Sammlung integrieren. Mit einer Einzelbestellung

kann man à la carte genau das anfordern, was einem gefällt. Sammeln aus Freude unterliegt

keinen zwingenden Gesetzmässigkeiten, Sie können tun und lassen, was Sie wollen, und Ihre

Schätze so präsentieren, wie Sie es wünschen. Auch dafür liefert Ihnen Briefmarken und Philatelie

den passenden Rahmen, in Form unterschiedlichster Alben und Einsteckbücher.

Briefmarkensammeln ist denn auch immer noch das Hobby für alle – und ob es ein teures oder

billiges Freizeitvergnügen werden soll, entscheiden Sie ganz allein!

Sammeln lässt sich auf

unterschiedliche Weise:

Am günstigsten ist es, Briefmarken

von Umschlägen und Karten

auszuschneiden (Bild links). Einfacher

haben es Sammler, die das Jahrbuch

«la collection suisse» ordern oder ein Neuheitenabonnement

abgeschlossen haben. Auch

nach Themen kann man sammeln – etwa für eine

Briefmarken-Neuheitenschau zur Luftfahrt (Bilder oben).

27


Sondermarke Suisse Balance

Fit dank gesunder Ernährung und ausreichender Bewegung

In der Schweiz nehmen Übergewicht

und Bewegungsmangel zu. Sie

schmälern die Lebensqualität und

verursachen Krankheiten. Suisse

Balance unterstützt Projekte

finanziell, die eine ausgewogene

Ernährung, ausreichende Bewegung

und damit ein gesundes Körpergewicht

fördern.

Im Alltag sind wir ständig gefordert:

Flexibilität, Effizienz, Belastbarkeit, kurz

gesagt geistige Beweglichkeit, sind

gefragt. Doch wie sieht es mit der

körperlichen Beweglichkeit aus? Der

moderne Lebensraum fordert uns immer

weniger Bewegung ab: Die zunehmende

Verstädterung, Bürojobs, Rolltreppen,

Aufzüge oder die Telekommunikationstechnik

verschärfen den Bewegungsmangel.

Gravierende Folgen

Hand in Hand mit zu wenig Bewegung

geht die ungesunde Ernährung. Fastfood,

Lebensmittel mit versteckten Fetten

und zuckerhaltige Getränke «versüssen»

unseren Alltag. Kombiniert mit Bewegungsmangel

führt das zu einer unausgeglichenen

Energie- und Nährstoffbilanz:

Wir essen und trinken mehr,

als wir durch körperliche Aktivität verbrennen.

Es drohen Übergewicht oder

Fettleibigkeit.

Untersuchungen belegen, dass Bewegungsmangel,

gepaart mit Übergewicht,

gravierende Folgen haben kann: Schwere

körperliche und seelische Leiden wie

Diabetes, Herz-Kreislauf- oder Atemwegs-

28

Das Körpergewicht halten ist eine Balance

zwischen Energiezufuhr und -verbrauch.

Zu viel Energie speichert der Körper in

Form von Fett.

erkrankungen, Krebs und Depressionen

nehmen zu.

In den USA führt bislang das Rauchen

die «Hitparade» der Ursachen eines frühzeitigen

Todes an. In Zukunft treten

Fettleibigkeit und Bewegungsmangel

an erste Stelle!

Immer mehr Kinder betroffen

Dieser beunruhigenden Entwicklung

steuert auch die Schweiz entgegen, denn

ein gutes Drittel der Bevölkerung bewegt

sich zu wenig oder kaum. Der Bewegungsmangel

nimmt mit dem Alter zu

und ist bei Männern, einkommensschwachen

und sozial schlechter gestellten

Menschen häufiger anzutreffen

als bei Frauen und sozial besser gestellten

Personen. Besorgniserregend ist die

Situation bei Kindern. Immer mehr

Schweizer Mädchen und Jungen zwischen

sechs und zwölf Jahren sind

übergewichtig: In der Schweiz leben

heute sechsmal so viele fettleibige Kinder

wie vor 20 Jahren.

Bewegungsmangel und Übergewicht

verursachen Kosten

Bewegungsmangel und Übergewicht


Täglich eine halbe Stunde Bewegung, bei der

wir etwas ausser Atem kommen, genügt.

belasten die Volkswirtschaft: In der

Schweiz können gegen 30 Prozent der

gesamten Kosten des Gesundheitswesens

auf ernährungsbedingte Krankheiten

zurückgeführt werden. Bewegungsmangel

ist gemäss vorsichtigen Annahmen

einer schweizerischen Untersuchung

für 1,4 Millionen Erkrankungen, knapp

2000 Todesfälle und direkte Behandlungskosten

von 1,6 Milliarden Franken

pro Jahr verantwortlich.

Weitere

Informationen

Suisse Balance

Effingerstrasse 40

Postfach 8172

CH-3001 Bern

Tel. 031 389 92 91

Fax 031 389 92 88

www.suissebalance.ch

info@suissebalance.ch

Ausgewogen und abwechslungsreich

essen: Frisches Obst und

Gemüse, Teigwaren, Reis, Fisch

und pflanzliche Öle schmecken gut

und sind gesund.

Suisse Balance gibt Gegensteuer

Aus diesen Gründen haben das Bundesamt

für Gesundheit und Gesundheitsförderung

Schweiz Suisse Balance

lanciert. Das Projekt setzt sich dafür ein,

dass sich die Menschen in der Schweiz

bewusst auf eine für sie gesunde Art

ernähren und bewegen.

Suisse Balance unterstützt mit zirka zwei

Millionen Franken Projekte und Massnahmen,

die Einfluss auf die Lebensumstände

und auf das Verhalten der

Menschen nehmen. In der Pilotphase bis

Frühling 2005 werden Projekte auf

den drei Ebenen Politik (Bund, Kantone,

Gemeinden), Soziales (Profit- und

Nonprofitorganisationen) und Bevölkerung

(allgemein und Schwerpunkt

Kinder/Jugendliche) realisiert. Geplant

ist eine Fortsetzung von Suisse Balance

bis 2010.

Bevölkerungsanteil mit gesundem

Gewicht vergrössern

Suisse Balance will bis 2010 erreichen,

dass sich der Anteil der in der Schweiz

lebenden Menschen mit einem gesunden

Körpergewicht durch ausgewogene

Ernährung und ausreichend Bewegung

stark vergrössert. Ausserdem sollen bis

dahin die Lebensumstände so beeinflusst

werden, dass es den Menschen leichter

fällt, ein gesundes Körpergewicht zu

halten.

Sujet Ersttagsumschlag

Verkauf: ab 7.9.2004

solange Vorrat

Poststellen: solange Vorrat

Philatelie-

stellen: bis 31.12.2005

Vorbezug: ab 2.9.2004

Gültig: unbeschränkt ab 7.9.2004

Umschläge ohne Marken sind ab 26.8.2004

bei allen Philateliestellen zum Preis von 90 Rp.

erhältlich.

Druck: Offsetdruck, 4-farbig;

Walsall Security Printers Ltd.,

Walsall (Grossbritannien)

Formate:

Wertzeichen: 33�28 mm

Bogen: 194�140 mm

(4 Reihen zu 5 Marken)

Papier: Briefmarkenpapier weiss,

ohne sichtbare Fasern,

mit optischem Aufheller,

matt gummiert, 110 gm 2

Zähnung: 13 1 ⁄4

Ausgabetagstempel:

Entwerfer: Anita Hertig und Nicole Seliner,

Biel

Fotos: action d / Fotoatelier Spring

Autor: Morf Communication AG, Bern

29


Sondermarken Käse

Schweizer Produkt mit Tradition

«Chästeilet» nach dem Alpsommer: Auch wenn Traditionen eine grosse Rolle spielen, sind

die Schweizer Käser gegenüber Innovationen aufgeschlossen. Foto: Schweizer Milchproduzenten (SMP)

Schweizer Käse, Schweiz und Käse:

Zwei Dinge, die zusammengehören

wie Wasser und Brot. Dies scheint

zwar heute etwas in Vergessenheit

geraten zu sein, wurde doch in den

letzten Jahren immer weniger von

unseren traditionellen Hartkäsen wie

Emmentaler und Sbrinz produziert.

Dafür werden umso mehr ausländische

Milcherzeugnisse importiert.

Die Käse-Briefmarken geben Anlass,

etwas in der Geschichte des Käses zu

stöbern, Fragen zu beantworten und

endlich zu erfahren, warum der Emmentaler

Löcher hat.

Die Natur macht aus Milch Käse

Den Käse erfunden haben die Schweizer

natürlich keinesfalls. Dieses Privileg

gehört eher den Ägyptern, die schon vor

zirka 4000 Jahren Haustiere wie Ziegen

30

und Schafe hielten und sich von deren

Milch ernährten. Und da Milch an der

Wärme ohne Kühlung sehr schnell sauer

und dick wird, hat eigentlich die Natur

die Milch zum Käse gemacht. Je trockener

die dicke Milch (Käse) dann wurde,

umso länger haltbar war sie. Mit der Zeit

fand man natürliche Mittel wie Distelblütenfäden

oder Lab (ein Enzym aus

den Kälbermagen), die man der Milch

beigab, um sie schneller zum Gerinnen

zu bringen. So entwickelte sich aus dem

«natürlichen Konservieren der Milch»

ein Handwerk: das Käsen.

Die Natur half wiederum mit, die verschiedenen

Käsetypen entstehen zu

lassen: Aus Frischkäsen mit hohem Wassergehalt

entwickelten sich willkürlich

verschimmelte Weichkäse, aus denen mit

der Zeit – dank der Zucht des Weissschimmels

– der Camembert produziert

wurde. Man lernte, die Käse zu waschen

CHF 1.00 Handwerk

CHF 1.30 Genuss

und zu pflegen, damit sie nicht austrockneten;

so entstanden die so genannten

Rotschmierkäse wie Münster und andere

Sorten. Vergessene und ungepflegte

Frischkäse vergammelten und wurden

blau verschimmelt angetroffen; damit

waren die Blaukäse wie Roquefort oder

Gorgonzola erfunden. Aus dem Käsehandwerk

entwickelte sich damit der

wichtige Beruf des Käsepflegers oder –

auf Französisch – Maître fromager

affineur. Vor allem die Franzosen sind

bekannt dafür, das Metier des Affinierens

von Weich- und Blaukäse aus dem Effeff

zu beherrschen.

«Chästeilet» – Lohn des Sommers

Den Schweizern, oder früher den

Helvetiern und später auch den Valser

Sippen, standen für die Produktion

von Weichkäse schlicht die Berge im

Wege. Bei uns war man sich gewohnt,


die Tiere während der Sommermonate

unter Aufsicht von Sennen auf unseren

saftigen Alpweiden zu «sömmern». Die

Wege dorthin waren für Tier und Mensch

lange und beschwerlich, sodass sämtliche

Essensvorräte, Käsegeschirr usw.

im Frühling mitgenommen wurden, um

während des Sommers auf der Alp zu

leben und zu arbeiten. Im Herbst, vor

dem ersten Schnee, packten die Sennen

dann wieder alles ein und feierten die

grosse «Alpabfahrt» mit den Tieren und

dem gefertigten Käse. Die Käselaibe

wurden am traditionellen «Chästeilet»

unter den Viehbauern verteilt, je nachdem

wie viele Kühe, Schafe oder Ziegen

sie auf die Alp mitgegeben hatten.

Auf der Alp mussten also Käse hergestellt

werden, die sehr lange haltbar und von

einer Beschaffenheit waren, die auch

einen beschwerlichen Transport überstehen

würden. So entstanden unsere

wundervollen Alpkäse und Hartkäse

wie Sbrinz, der heute als Urkäse Europas

gilt, Emmentaler und Greyerzer, die,

wenn sie richtig gelagert wurden, auch

heute noch zu den besten Käsesorten

der Welt gehören.

Löcher dank «Unfall» entstanden?

Weil für die Käse Rohmilch verwendet

wurde (Pasteurisieren war noch nicht

bekannt), war es immer oberstes Gebot,

sauber zu arbeiten. Andernfalls war die

Produktion schnell mal misslungen und

ungeniessbar. Manchmal aber hatte –

übertrieben gesagt – «meh Dräck» auch

Wie ist der Käse beschaffen, sind die Löcher in Ordnung?

Ein Käser kontrolliert den Käse.

Foto: Käseorganisation Schweiz (KOS)

seine positiven Seiten: Vielleicht war im

Emmental bei einer Käseproduktion die

Milch nicht ganz klinisch sauber, sodass

sich einige Säurebakterien vermehren

konnten; das Gas, das sie produzierten,

gab dann im Käse die berühmten Löcher.

Und heute, wo die Hygienevorschriften

noch viel strenger sind, muss man die

Bakterienkulturen bei der Käseproduktion

dazugeben, damit die Löcher entstehen

können. Unsere bekannten Hartkäse

bestehen aber auch heute noch aus

Rohmilch, was sie von den Kopien aus

dem Ausland unterscheidet, die vielfach

aus pasteurisierter Milch in Grossfabriken

gefertigt werden. Es sollte auch das Ziel

der Schweizer Käsefabrikation sein,

weiterhin mit Rohmilch zu arbeiten.

Ein Rohmilchkäse hat wesentlich mehr

Nährstoffe und weniger Cholesterin

als ein pasteurisierter Käse. Auch der

Geschmack der Rohmilchprodukte ist

würziger und nuancenreicher. Pasteurisierter

Käse wird zudem gerne bitter.

Gefragt sind Innovationen

Durch die grosse Konkurrenz der Milchprodukte

aus der Europäischen Union

(EU) und die gleichzeitige Verknappung

oder Streichung der Bundessubventionen

ist der Schweizer Milchmarkt stark gefordert.

Innovation und Flexibilität sind

bitter nötig. Schon viele neue hervorragende

Produkte sind dank diesem

Druck auf den Markt gekommen, vor

allem im Frisch- und Weichkäsesektor.

Käseorganisation Schweiz

Die Käseorganisation Schweiz KOS ist

die gemeinsame Plattform der schweizerischen

Käsewirtschaft. Darin sind

Milchproduzenten, Käsehersteller

und Käsehandelsfirmen zusammengeschlossen,

um als Dachorganisation

gemeinsame Interessen und Aufgaben

wahrzunehmen.

Käseorganisation Schweiz

Brunnmattstrasse 21

Postfach

3001 Bern

Telefon 031 380 50 30

Fax 031 380 50 31

E-Mail info@kos-net.ch

Homepage www.schweizerkaese.ch

www.kos-net.ch

Verkauf: ab 7.9.2004

solange Vorrat

Poststellen: solange Vorrat

Philatelie-

stellen: bis 31.12.2005

Vorbezug: ab 2.9.2004

Gültig: unbeschränkt ab 7.9.2004

Umschläge ohne Marken sind ab 26.8.2004

bei allen Philateliestellen zum Preis von 90 Rp.

erhältlich.

Druck: Offsetdruck, 4-farbig;

Walsall Security Printers Ltd.,

Walsall (Grossbritannien)

Formate:

Wertzeichen: 33�28 mm

Bogen: 194�140 mm

(4 Reihen zu 5 Marken)

Papier: Briefmarkenpapier weiss,

ohne sichtbare Fasern,

mit optischem Aufheller,

matt gummiert, 110 gm 2

Zähnung: 13 1 ⁄4

Ausgabetagstempel:

Sujet Ersttagsumschlag

Entwerfer: Jean-Pierre Zoller, La Tour-de-Peilz

Autor: Rolf Beeler, Maître fromager affineur, Nesselnbach

(AG). Mit seinen Produkten an Gemüsemärkten

(Luzern, Wettingen, Aarau, Lenzburg, Olten) und

unter «Séléction Rolf Beeler» in Restaurants, Warenhäusern

und Delikatessgeschäften in der Schweiz,

den USA, Deutschland und Italien vertreten.

31


In eigener Sache

Lupe-Wettbewerb: Die glücklichen Gewinner sind gezogen

100 Lupe-Leserinnen und -Leser dürfen

sich freuen – sie haben in unserem

grossen Wettbewerb einen tollen Preis

gewonnen. Der erste Preis – ein Gutschein

im Wert von 1500 Franken

für Ferien im Berner Oberland – geht

nach Frankfurt am Main.

Der Wettbewerb bot wegen eines Missgeschicks

unsererseits zwei Chancen: Auf

die erste Ausschreibung in Lupe 4/2003

trafen 1934 Lösungen ein, obwohl eine

Frage nicht klar beantwortet werden

konnte und die Einsender einen zusätzlichen

Effort leisten mussten, um zu einer

Antwort zu kommen. Deshalb nahmen

alle eingesandten Karten an der Verlosung

teil.

Die zweite Ausschreibung in Lupe 1/2004

mit neuen Fragen veranlasste 3787

Leserinnen und Leser, am Wettbewerb

teilzunehmen. Davon waren rund 80

Prozent der Lösungen richtig (Lösungszahl:

7813). Dabei haben wir auch jene

Lösungen gelten lassen, die zu den

vier Fragen die vier richtigen Zahlen

herausgefunden, aber quer oder spaltenweise

zusammengezählt haben.

In die Endverlosung kamen schliesslich

4884 Karten; als Glücksfeen amtierten

vier Mitglieder des Marketingteams.

Die 100 Gewinnerinnen und Gewinner

sind bereits im Besitz ihres Preises. Wir

danken allen Teilnehmenden herzlich

für das Mitmachen und wünschen allen,

die diesmal leer ausgegangen sind, beim

nächsten Wettbewerb viel Glück!

1.Preis (Gutschein im Wert von CHF 1500.– für individuelle

Ferien im Berner Oberland):

Martin Fladung, D-60439 Frankfurt am Main

2.Preis (Gutschein im Wert von CHF 1000.– für individuelle

Ferien im Berner Oberland):

Herbert Brummel, D-48153 Münster

3.Preis (Gutschein im Wert von CHF 500.– für individuelle

Ferien im Berner Oberland):

C.Loris, B-1500 Halle

4. bis 6.Preis (je ein Buch «100� Philatelie» im Wert von

CHF 34.–):

Gérard Kaltenrieder, CH-8623 Wetzikon; Andreas Kolbe,

CH-8915 Hausen a.Albis; M.den Woedt, NL-4708 Roosendaal

7. bis 10.Preis (je ein Geschenkgutschein im Wert von

CHF 15.– für philatelistische Produkte aus unserem Angebot):

P. H. Böttcher, D-30419 Hannover; W. Kahnes, D-08451

Crimmitschau; Sophie Arpagaus, CH-7188 Sedrun; Klaus

Schieferdecker, D-74199 Untergruppenbach

34

11. bis 100.Preis (Überraschungs-Trostpreise):

Esther Göldi-Rutz, CH-3473 Alchenstorf; Marlyse Tschannen,

CH-3076 Worb; Monika Wälti-Schenker, CH-8045 Zürich;

Marco Bargetzi, CH-8645 Jona; Yves-Claude Lebet, CH-2123

St-Sulpice; Lorenzo Zanon, CH-6900 Lugano; Siegfried Bock,

D-95002 Hof; Brigitte Baumgartner, CH-3257 Ammerzwil;

Rudolf Becherer, D-77704 Oberkirch; Antoine Munoz, F-69120

Vaulx-en-Velin; Walter Maurer, CH-8057 Zürich; Rainer

Ringenberg, CH-8488 Turbenthal; Peter Guggisberg, CH-1787

Mur (Vully); Annemarie Winkler, CH-8604 Hegnau; Margot

Roth, CH-8174 Stadel; Fausto Ceni, I-37126 Verona; Volkmar

Schuhmacher, D-18507 Grimmen; Christian Beck, A-2104

Spillern; Pirmin Züger, CH-6340 Baar; Beat Gächter, CH-3095

Spiegel; Marlis Matter, CH-4425 Riehen; Fritz Hildenbrand,

D-71120 Grafenau; Gisèle Urfer, CH-1026 Echandens; Pascal

Bovay, CH-1462 Yvonand; Lucien Landercy, B-1420 Braine

L’Allend; Rémy Buchmann, CH-6030 Ebikon; Vroni Gemperle,

CH-8954 Geroldswil; Hans Stalder, CH-8408 Winterthur;

Verena Löffel, CH-8906 Bonstetten; Karl Wirges, D-84508

Burgkirchen; Stéphanie Landolt, CH-8752 Näfels; Wolfgang

Neuffer, CH-8712 Stäfa; Lony Staub, CH-9240 Uzwil; Heidi

Rigoni-Bernhard, CH-8906 Bonstetten; Lisbeth Hächler,

CH-6005 Luzern; Frédéric Dumas-Jonin, CH-1684 Mézières;

Markus Herrmann, CH-4663 Aarburg; Gerhard Esders,

D-63225 Langen; Yanick Platel, CH-1607 Palézieux; Kurt

Schmidli, CH-8360 Eschlikon; Toni Eberle, CH-4455 Zunzgen;

Mariette Steiner, CH-2875 Les Enfers; Rita Schwender,

CH-8309 Nürensdorf; Peter Ochsenbein, CH-3634 Thierachern;

Richard Walker, CH-2562 Port; Anna Haldemann, CH-3110

Philatelieagenda 2004

Münsingen; Vreni Neurauter, CH-9043 Trogen; Sabrina

Goberna, CH-3010 Bern; Andreas Walther, CH-8269 Fruthwilen;

Margrit Wiegel, CH-5430 Wettingen; Günter Schneidewindt,

D-30457 Hannover; Josef Hartmann, A-1180 Wien;

Mandana Rezwan, CH-8005 Zürich; Gabriele Storm, D-36251

Bad Hersfeld; Renate Baettig, CH-6262 Langnau; Pierre-Alain

Léchot, CH-1928 Ravoire; Jean-Michel Chevalley, CH-1607

Palézieux-Gare; Domenico Amadori, I-48010 Castiglione

(Ravenna); Rainer Trebst, D-06118 Halle; Reinhold Bach,

D-79677 Schönau; Josef Huda, D-58300 Wetter; Hedwig

David-Reith, CH-7235 Fideris; Elisabeth Halter, CH-9016

St.Gallen; Peter Zeilein, D-78315 Radolfzell; Ernst Tobler,

CH-9200 Gossau; Karl Rudolph, D-01705 Freital; Bernard

Pagegie, F-19490 Sainte Fortunade; Yvonne Repetty, F-38190

Lancey; Werner Koch, D-79628 Rottweil; Jean-Marie Engles,

F-90400 Vezelois; Roswitha Patzner, D-88250 Weingarten;

Fritz Middelmann, D-82008 Unterhaching; Frank Goeckeritz,

D-01445 Radebeul; Paul Kurzo, CH-3184 Wünnewil; Therese

Philipp-Schön, CH-4012 Basel; Arthur Luthiger, CH-5452

Oberrohrdorf; Willy Hew, CH-8001 Zürich; Monika Schabron,

CH-6340 Baar; Maya Meier-Kellenberger, CH-8952 Schlieren;

Georges Schmid, CH-9565 Oberbussnang; Joachim Frank,

D-89079 Ulm; Herbert Schäfer, D-55246 Mainz-Kostheim;

Jean-Claude Monnier, CH-1321 Arnex-sur-Orbe; Joseph Müller,

CH-9451 Kriessern; Denise Bögli, CH-2300 La Chaux-de-

Fonds; Cédrine Gisin, CH-4421 St.Pantaleon; Katarzyna Zuleta,

CH-1004 Lausanne; Maggie Weisskopf, CH-5103 Möriken;

Gianroberto Vigano, I-20036 Meda (Mi); Heiny Volkart,

CH-4663 Aarburg.

September SP 3.–5. Payerne Air 04

A/SP/E 7. Ausgabetag (siehe Ausgabeprogramm Lupe 1/04, Seite 29)

A/E 7. Tessin Sondermarke «UNESCO-Welterbe der Schweiz»

VSt 10.–12. Flughafen Kloten Erlebnistage

BA 10.–12. Prag (CS) Sammler

VSt 17.–26. Lausanne Comptoir Suisse

VSt 22.–26. Bern Suisse Toy

VSt 23.9.–3.10. Zürich Züspa

BA 24.–26. Luzern 150 Jahre Strubel-Briefmarke

Oktober SP 9. Bern Welttag der Post

L 15. Die Lupe 4/2004, das Briefmarkenmagazin

E/SP 7.–17. St. Gallen OLMA 2004

SP 21.–23. Herzogenbuchsee Bahn 2000, Streckeneröffnung

BA 29.–31. Sindelfingen (D) Internationale Briefmarkenbörse

November BA 6. Wien (A) Verband Österreichischer Philatelistenvereine

A 23. Ausgabetag Sonder-/Dienstmarke UNO-Jahr des Sports

VSt 8.–17. Lugano Artecasa

BA 11.–14. Paris (F) Herbstausstellung, 58. Philatelie-Salon

BA 12.–14. Berlin (D) Berlin Phila 04

BA 19.–21. Verona (Italien) Veronafil 04

A/SP/E 23. Ausgabetag (siehe Ausgabeprogramm Lupe 1/04, Seite 29)

SP 27.–28. Basel Basler Tage der Briefmarke

SP 28. Wienacht-Tobel Weihnachtsmarkt

Dezember BA/SP 10.–12. Dietikon Tag der Briefmarke 2004

SP 18.–23. Bern Weihnachtsaktion Bethlehem

Legende A Ausgabetag von Marken/Ganzsachen L Lupe (Briefmarkenmagazin)

BA Briefmarkenausstellung VSt Verkaufsstand

E Event M Messe/Ausstellung

SP Sonderpoststelle Änderungen bleiben vorbehalten


Neue Bogenrandgestaltung

Im Hinblick auf eine verbesserte Übersicht für unsere Kunden haben wir

die Informationen auf dem Bogenrand vereinheitlicht und zum Teil ergänzt.

Die Änderungen konnten zum Teil schon bei der März-Ausgabe berücksichtigt

werden und ab der Mai-Ausgabe gelten sie nun als Standard.

Nachstehend einige Erläuterungen zu den einzelnen Angaben:

A Bezeichnung der Markenausgabe mit Thema (mindestens 4-sprachig)

B Ausgabejahr

C Restbetrag angebrauchter Bogen (für Verkaufspersonal Post)

D Logo «Die Post» (offizielle Herausgeberin der Briefmarken)

E Bezeichnung der Einzelmarken

F EDV-Nummer für die Poststellen

G Zusatzangaben nach Bedarf

Diese Randgestaltung gilt nur für 20er- und 16er-Bogen, nicht aber für

Klein- und Businessbogen sowie für Sonderblocks.

Druckfehlerteufelchen spielte seine Streiche

Wie diverse aufmerksame Leserinnen

und Leser der Lupe festgestellt haben,

hat in den beiden letzten Lupen (1/2004

und 2/2004) der Druckfehlerteufel

zugeschlagen. Wir entschuldigen uns

für diese Fehler und danken für Ihre

Aufmerksamkeit.

Bahnhofuhr (Lupe 1/2004, Seite 9)

Die Form des charakteristischen Sekundenzeigers

der Bahnhofuhr stammt zwar

von einer Kelle, aber nicht von einer

roten. Eine rote Kelle für die Zugabfertigung

gibt es nämlich nicht. Rot

bedeutet auch bei der Bahn «Halt».

Die formgebende Kelle ist in Wirklichkeit

auf der einen Seite grün mit einem

weissen Querstreifen, auf der andern

weiss mit einem Grünstreifen und heisst

im Fachjargon Befehlstab. Damit wurde

nicht dem Zugführer, sondern dem

Lokführer das Abfahrtssignal gegeben.

FIFA-Marke (Lupe 1/2004, Seite 13)

Das Bild stammt nicht aus dem Jahre

1954, sondern zeigt eine Szene aus dem

WM-Wiederholungsspiel Deutschland –

Schweiz vom 9.6.1938 im Pariser Stadion

«Parc des Princes». Der abgebildete

Schweizer Stürmer ist Trello Abegglen,

der deutsche Torwart heisst Raftl. Die

Schweiz gewann damals 4:2.

Marathon (Lupe 2/2004, Seite 14)

Der Äthiopier Abebe Bikila gewann 1960

und 1964 zwei Mal in Folge den Marathon,

wie der Ex-DDR-Athlet Waldemar

Cierpinski übrigens auch (1976 und

1980), stellte jedoch als Einziger in dieser

Disziplin (Männer und Frauen) zweimal

Olympiarekord auf.

Stempel (Lupe 2/2004, Seite 23)

Im Merkmalkästchen

hat der

Ausgabetagstempel

ein falsches

Datum

(11.5.2004). Die

Produkte sind

natürlich mit

dem richtigen,

hier abgebildeten Stempel (6.5.2004)

versehen.

Bestellschein (Lupe 2/2004)

Dem Souvenir «Emil – Humor» (Artikelnummer

949 835) wurden fälschlicherweise

Fussnoten zugeordnet, die nicht

zutreffen. Das Produkt wird auch im

Abonnement geliefert, es wird kein

Versandkostenanteil von CHF 6.00 verrechnet

und wir liefern selbstverständlich

auch ins Ausland. Dieser Artikel ist im

beiliegenden Bestellschein nochmals

aufgeführt.

G

F

A B

E

Impressum

«Die Lupe» ist ein Gratis-Magazin.

In Deutsch, Französisch, Italienisch

und Englisch erhältlich.

Herausgeber/Adresse:

Die Schweizerische Post

Briefmarken und Philatelie

Ostermundigenstrasse 91

CH-3030 Bern

Gesamtauflage

230 000 Exemplare

Verkauf und Kundendienst

Telefon Inland 031 338 06 06

Telefon Ausland +41 31 338 06 06

Fax 031 338 73 08

E-Mail stamps@post.ch

Internet www.post.ch

Shop www.post.ch/philashop

«Die Lupe» Nr. 3/2004

Redaktionsschluss: 3.5.2004

Versand: ab 30.7.2004

Markenausgaben: 31.3.2004 und 7.9.2004

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