Newsletter „Pflege Aktuell“ Ausgabe 02/2011 - spectrumK

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Newsletter „Pflege Aktuell“ Ausgabe 02/2011 - spectrumK

Nr.02

2011

Pflege-Charta

Pflege Aktuell

Newsletter der spectrumK Gesellschaft für Versorgungsmanagement mbH

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend

(BMFSFJ) und das Bundesministerium für Gesundheit

(BMG) riefen in der Vergangenheit einen „Runden Tisch Pflege“

mit etwa 200 Expertinnen und Experten aus dem Gesundheitswesen

ein, um die Rechte hilfe- und pflegebedürftiger Menschen

festzuschreiben, die in acht ausformulierten Artikeln zusammengefasst

wurden. Ebenso wurden praktische Handlungsempfehlungen

zur Verbesserung der häuslichen und stationären Pflege

und zum Bürokratieabbau erstellt. Diese Arbeiten basieren auf

dem obersten Grundrecht der deutschen Verfassung:

„Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu

schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.“

(Artikel 1 (1) Grundgesetz).

Mit der Pflege-Charta sollen hilfe- und pflegebedürftige Menschen

in ihren Rechten gestärkt werden. Pflegebedürftige können

sich nicht immer selbst vertreten. Aus diesem Grund ist es staatliche

und gesellschaftliche Aufgabe, die Menschenwürde hilfe- und

pflegebedürftiger Menschen in besonderer Weise zu schützen.

Alle Menschen, die in irgendeiner Weise im Pflegebereich tätig

sind, sollten ihr Handeln an dieser Charta ausrichten.

Die Artikel der Pflege-Charta

Artikel 1: Jeder hilfe- und pflegebedürftige Mensch hat das

Recht auf Hilfe zur Selbsthilfe sowie auf Unterstützung, um

ein möglichst selbstbestimmtes und selbstständiges Leben

führen zu können.

Artikel 2: Jeder hilfe- und pflegebedürftige Mensch hat das

Recht, vor Gefahren für Leib und Seele geschützt zu werden.

Artikel 3: Jeder hilfe- und pflegebedürftige Mensch hat das

Recht auf Wahrung und Schutz seiner Privat- und

Intimsphäre.

Artikel 4: Jeder hilfe- und pflegebedürftige Mensch hat das

Recht auf eine an seinem persönlichen Bedarf ausgerichtete

gesundheitsfördernde und qualifizierte Pflege, Betreuung

und Behandlung.

Artikel 5: Jeder hilfe- und pflegebedürftige Mensch hat das

Recht auf umfassende Informationen über Möglichkeiten

und Angebote der Beratung, der Hilfe, der Pflege sowie der

Behandlung.

Artikel 6: Jeder hilfe- und pflegebedürftige Mensch hat das

Recht auf Wertschätzung, Austausch mit anderen Menschen

und Teilhabe am gesellschaftlichen leben.

Artikel 7: Jeder hilfe- und pflegebedürftige Mensch hat das

Recht, seiner Kultur und Weltanschauung entsprechend zu

leben und seine Religion auszuüben.

Artikel 8: Jeder hilfe- und pflegebedürftige Mensch hat das

Recht, in Würde zu sterben.

Weitere Informationen erhalten Sie unter:

www.pflege-charta.de.

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

Inhaltsverzeichnis

menschenwürdige Pflege

– das wünscht sich wohl

jeder, der auf Hilfe angewiesen

ist.

In der Pflege-Charta sind die

Rechte pflegebedürftiger

Menschen festgeschrieben.

Der Alltag sieht leider anders

aus: Unser Pflegebe-

© Alexander Raths - Fotolia.com

rater Frieder Böhme erzählt

von seinen Erfahrungen zur

häuslichen Gewalt in der Pflege. Mit der Menschenwürde

sind aber auch menschliche Bedürfnisse verbunden.

Sexualität ist eines davon.

Das Thema „Sexualität im Alter“ wird häufig tabuisiert.

Der Beitrag unserer Pflegeberaterin Astrid Hochschild

trägt zur Enttabuisierung bei.

Seit Jahren wird darüber debattiert, einen neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff

einzuführen, der eine „gerechtere“

Einstufung des Themas zur Folge haben soll. Unsere Pflegeberaterin

Christine Schmidt gibt einen Einblick in die

laufende Diskussion.

In unserer Rubrik „Kurz und Knapp“ finden Sie wie

immer viele interessante Neuigkeiten.

Wir wünschen Ihnen eine informative und spannende

Lektüre!

Ihr Thomas Nöllen und Ihre Kathrin Rickers

Pflege-Charta ...................................................................1

Editorial ............................................................................1

Warten auf den Zusammenbruch .................................2

Sexualität im Alter ..........................................................3

Neuer Pflegebedürftigkeitsbegriff in Sicht ....................3

Kurz und knapp ...............................................................4

In eigener Sache ..............................................................5

Ihr Team Pflegeversorgung ............................................5

Kooperationspartner .......................................................5

Impressum .......................................................................5

Gemeinsam Gesundheit gestalten.

Versorgungsmanagement


Pflege Aktuell – Newsletter der spectrumK Gesellschaft für Versorgungsmanagement mbH

Häusliche Gewalt in der Pflege

Warten auf den Zusammenbruch

Häusliche Gewalt in der Pflege ist häufig

noch ein Tabuthema. Frieder Böhme ist

Pflegeberater bei spectrumK. Und bekommt

daher einiges mit, wenn er in den

Familien seinem Beruf nachgeht:

Melanie B., Mitte fünfzig, Sekretärin,

wohnt mit ihrem Mann in einer hübschen

Wohnung. Sie pflegt seit Jahren ihre

78-jährige Mutter. Die hat ein kleines Appartement,

nur wenige Straßen entfernt.

Frau B. sitzt in ihrer Küche und erzählt

von ihrer Mutter, von dieser stolzen, immer

ein wenig kühlen Frau, die sie einmal

war. „Ich hatte schon als Kind immer das

Gefühl, ich konnte ihr nie wirklich etwas

recht machen.“ Pflegende Angehörige

sind immer auch von der eigenen Biographie

und der langjährigen, gelebten

Beziehung der Familienmitglieder untereinander

geprägt.

Die Mutter leidet an einer Demenzerkrankung.

Die Probleme mit der pflegerischen

Versorgung haben vor zwei Jahren begonnen.

„Erst genügte es, dass ich jeden

Tag nach der Arbeit bei meiner Mutter vorbeischaute.

Jetzt muss ich dreimal am Tag

hin, beim Anziehen, Waschen, Essen und

den alltäglichen Dingen helfen.“ Zwischendurch

muss die Mutter immer häufiger in

irgendwelchen Läden abgeholt werden,

Nr. 02 | 2011

© Alexey Klementiev - Fotolia.com

in denen sie im Nachthemd und in Hausschuhen

steht und wirres Zeug redet. Frau

B. berichtet, wie sie immer öfter aus Überforderung

heraus wütend wird, weil die

Mutter wieder etwas angestellt hat und

vielleicht auch, weil ihre Mutter zum alles

bestimmenden Mittelpunkt ihres Lebens

geworden ist. Frau B. erzählt, wie sie sich

immer öfter mit ihrem Mann streitet, weil

der bemängelt hab, sie kümmere sich zu

viel um ihre Mutter. Sie müsse jetzt endlich

mal lernen, sich von ihr abzugrenzen.

Alles lastet auf ihr! Die Hilflosigkeit, Verzweiflung

und auch die Angst, aus dieser

Situation nie wieder herauszukommen,

werden immer stärker. Der familiäre

Streit zwischen Frau B. und ihrem Mann

führt dazu, dass Frau B. ihre Mutter anschreit

und sie grob anfasst. Ihre Mutter

sagt dann zu ihr: „Du bist böse!“ Gelegentlich

sperrt Frau B. die demenzkranke

Frau in der Wohnung ein, die alte Dame

klopft dann an die Wohnungstür und ruft

um Hilfe. Als neulich auf Veranlassung

der Polizei die Tür geöffnet wurde, war

das für die Nachbarschaft ein Spektakel.

Aber Frau B. kam von den Besorgungen

zurück, noch ehe der Notarzt die Mutter

in die Psychiatrie einweisen konnte. Unterstützungsangebote

aus der Nachbarschaft

gibt es nicht. Frau B. kann aber

Seite: 2

ohnehin schon längst keine Hilfe mehr

annehmen. Sie leidet unter Bluthochdruck,

Panikattacken und Schlafstörungen.

Sie wartet auf den Zusammenbruch,

um endlich eine Heimunterbringung vor

sich selbst rechtfertigen zu können. Um

endlich Ruhe zu haben.

Wider alle Vernunft scheint den Außenstehenden

manchmal das Verhalten pflegender

Angehöriger zu sein. Ermattete,

überlastete Pflegepersonen, die klaglos

ihr Leben in den Dienst des Angehörigen

stellen. Die auf Vieles verzichten, was ihnen

zuvor wichtig war.

Unkenntnis und Berührungsängste sind

oft der Grund, warum nicht betroffene

Außenstehende die Verhaltensweisen

pflegender Angehöriger nicht verstehen.

Selbst bei Konflikten und tätlichen Auseinandersetzungen

reagieren Freunde,

Nachbarn, Hausärzte eher mit Achselzucken

und Wegschauen. Die Heimunterbringung

erscheint oft als einzige Lösung.

„Sollen die sich doch kümmern!“

Eltern und Großeltern werden alt und

irgendwann auch krank. Jeder weiß das.

Trotzdem ist Pflege ein Thema, das immer

wieder verdrängt wird. Das man lieber

auf sich zukommen lässt, als sich darauf

vorzubereiten. Über das man nicht nachdenkt,

so lange, bis es nicht mehr anderes

geht, bis man es muss.

Was wird getan, um Angehörigen von

Pflegebedürftigen zu helfen? In Vorbereitung

der Pflegereform wurden in den

Jahren 2004 - 2008 verschiedene Modellprojekte

im Bundesgebiet erprobt, darunter

auch ein Programm zur Unterstützung

pflegender Angehöriger. ( www.pflegebegleiter.de)

und ein EU-Projekt „Breaking

the Taboo“ (DAPHNE III) http://

www.isis-sozialforschung.de/web/index.

php?option=com_fjrelated&view=fjrelate

d&layout=blog&id=43&Itemid=30&lang=

de&limitstart=10).

Es gibt in Deutschland wenige Einrichtungen,

die sich um Pflegekonflikte und Gewalt

gegen alte Menschen kümmern. Bis

heute fehlt es aus nicht erklärbaren Gründen

immer noch an einer flächendeckenden

Lösung. Die prekäre Situation pflegender

Angehöriger wird sich also nicht

von heute auf morgen ändern lassen.

Bleibt der Appell an alle Pflegefachkräfte,

wachsam zu sein und bei Konflikten sensibel

zu reagieren.


Pflege Aktuell – Newsletter der spectrumK Gesellschaft für Versorgungsmanagement mbH

Sexualität im Alter

Über “Sexualität im Alter“ wird in unserer Gesellschaft zumeist

immer noch höchstens hinter vorgehaltener Hand gesprochen.

Die spectrumK-Pflegeberaterin Astrid Hochschild versucht, Tendenzen

zur Enttabuisierung in den Heimen aufzuzeigen und

gleichzeitig die Gesellschaft stärker in die Pflicht zu nehmen:

Unsere Gesellschaft reduziert „Alter und Sexualität“ häufig auf

den Austausch von Zärtlichkeiten. Insbesondere in Verbindung

mit bestimmten Erkrankungen wie beispielsweise Demenz wird

das Ausleben von Sexualität sogar als pathologisch gesehen.

Demenz beeinflusst und verändert Wahrnehmung, Denkabläufe

und das Verhalten. Was bleibt – und nicht selten noch verstärkt

wird – sind Bedürfnisse nach Sicherheit, Zugehörigkeit, Intimität

und Liebe. Sexualität ist eine Möglichkeit, sich nahe zu sein und

miteinander zu kommunizieren, auch wenn die Sprache verloren

gegangen ist.

Ist Sexualität und Krankheit oder Unterbringung in Pflegeheimen

miteinander vereinbar? Viele glauben nein. Studien

belegen jedoch etwas anderes (MSAM, 2003; Kumamoto, 2000).

Sexualität zählt zum Grundbedürfnis eines Menschen und wird

in jeder Altersphase (anders) ausgelebt. Generell ist Sexualität

bis ins hohe Alter möglich und auch gesund (vgl. http://www.

bkk-webtv.de/player.php?vid=99).

Sexuell geprägte Situationen sind in der Pflege nicht zu

leugnen. In einigen Heimen wird dies mittlerweile nicht mehr

tabuisiert. Doppelzimmer für Paare statt Mehrbettzimmer,

die Möglichkeit für Bewohner, ihr Zimmer abschließen zu

können, und auch Schulungen und Fortbildungen, die in

der Pflege ein neues Verständnis für die Alterssexualität

Neuer Pflegebedürftigkeitsbegriff in Sicht

Nr. 02 | 2011

© Yuri Arcurs - Fotolia.com

Seit Jahren wird darüber debattiert einen

neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff einzuführen,

der eine „gerechtere“ Einstufung

der Pflegebedürftigkeit zur Folge haben

soll. Christine Schmidt, Pflegeberaterin

bei spectrumK, gibt uns einen Einblick in

die Diskussion:

Der Begriff Pflegebedürftigkeit nach § 14

SGB XI und das darauf basierende Begutachtungsverfahren

wird seit Jahren

kritisch diskutiert. Pflegeexperten be-

anstanden den verrichtungsbezogenen,

verengten Pflegebedürftigkeitsbegriff,

der den Faktor Zeit als Maßstab von

Pflegebedürftigkeit und Laienpflege als

Bezugsrahmen zugrunde legt. Wissenschaftliche

Pflegeexperten aus Bielefeld

kommen nach einer Analyse von Pflegebedürftigkeitsbegriffen

und Einschätzungsinstrumenten

zu dem Schluss, dass

der Begriff zu eng und zu somatisch definiert

worden ist. Ihrer Einschätzung nach

wurden darin zum Beispiel die Ermittlung

des Pflegebedarfs bei Kindern und die allgemeine

Betreuung und Beaufsichtigung

von Demenzerkrankten nicht erfasst.

Der Begriff Pflegebedürftigkeit spricht

folglich nur einen Ausschnitt der Hilfebedürftigkeit

an, wobei der Pflegebedarf

als ein Teil der pflegerischen Intervention

zu verstehen ist. Vor diesem Hinter-

grund ist es dann kaum möglich, Normzeiten

für die individuelle Pflege zu entwickeln.

Weil die derzeit praktizierten

Orientierungswerte nur eine notdürftige

Lösung bilden, wird jetzt an einer neuen

Definition von Pflegebedürftigkeit

gefeilt.

vermitteln, zeigen diesen Einstellungswandel.

Seite: 3

© Robert Crum - Fotolia.com

Verbesserte Rahmenbedingungen und angepasste Strukturen

in Pflegeheimen können auf längere Sicht die Einstellung

zur Sexualität im Alter in der Gesellschaft verändern und auch

dort zu einer Enttabuisierung beitragen. Davon wiederum

würde das Pflegepersonal profitieren durch ein Mehr an Sicherheit

im Umgang mit der Sexualität der älteren Generation. Zeit

dafür wäre es.

In der Diskussion um Pflegebedürftigkeit

konnte ein gemeinsames Grundverständnis

auf internationaler Ebene entwickelt

werden. So dient die Internationale Klassifikation

der Funktionsfähigkeit, Behinderung

und Gesundheit (ICF) der WHO

als länder- und fachübergreifende einheitliche

Sprache unter anderem zur Beschreibung

des Gesundheitszustands,

der Behinderung und der sozialen Beeinträchtigung

eines Menschen. Folgende

Messgrößen sind darin enthalten:

Verrichtung des täglichen Lebens

gemäß der aktuellen Formulierung im

SGB XI

Aktivierungs-, Beaufsichtigungs- und

Betreuungsaufwand (auch außerhalb

der oben genannten Verrichtungen)

Behandlungspflegerische Maßnahmen

Fähigkeit zu kommunizieren und der

Bedarf an sozialer Betreuung

Auf nationaler Ebene wird Konkretes erst

mit der Pflegereform 2012 erwartet. Ein

Entwurf dazu soll allerdings noch in diesem

Sommer kommen.


Pflege Aktuell – Newsletter der spectrumK Gesellschaft für Versorgungsmanagement mbH

Kurz und knapp

NANDA-Pflegediagnose

Mit Pflegediagnosen soll der Pflegebedarf international nach

standardisierten und theoriegeleiteten Richtlinien bestimmt

werden – ähnlich wie im stationären medizinischen Bereich

die Diagnosis Related Groups (DRGs). So sind zielgerichtete

Interventionen möglich. Pflegediagnosen sind wichtiger Bestandteil

des Pflegeprozesses. Nähere Informationen finden

Sie unter: http://www.nanda.org

DelpHi-MV-Studie – Versorgung Demenzkranker

Um die Versorgung von Menschen mit Demenz zu verbessern,

wird derzeit in Mecklenburg-Vorpommern eine über

fünf Jahre laufende, umfangreiche Studie des „Deutschen

Zentrums für Neurodegenerative Erkrankung“ in Zusammenarbeit

mit dem Landesgesundheitsministerium durchgeführt.

Der sogenannte „Dementia Care Manager“, speziell

ausgebildetes Fachpersonal, agiert und interveniert bei der

Versorgung von Demenzkranken in enger Zusammenarbeit

mit den Hausärzten. Weitere Informationen erhalten Sie hier:

http://www.uni-greifswald.de/informieren/pressestelle/

wissenschaft-und-oeffentlichkeit/delphi-mv-studie/studienstart-2011.html

Pflegeoase für Demenzkranke

Die Ergebnisse einer zweijährigen Längsschnitt-Evaluationsstudie

der Philosophisch-Theologischen Hochschule

Vallendaar zu einer besonderen Pflegeversorgung von Demenzkranken

wurden nun veröffentlicht. Drei bis sieben

Menschen mit schwerer Demenz werden in der sogenannten

Pflegeoase – in einem großen Raum, unterteilt durch Nischen

und Betten – gepflegt und versorgt. Die Studie untersuchte

die Auswirkungen dieser Lebensform auf die Lebensqualität

der Menschen mit Demenz und der Pflegenden. Nähere Informationen

und den Abschlussbericht zum Download erhalten

Sie auf der Homepage der Philosophisch-Theologischen

Hochschule Vallendaar: http://www.pthv.de/hochschulecampus/news-detail/?tx_ttnews%5Btt_news%5D=105&tx_

ttnews%5Byear%5D=2011&tx_ttnews%5Bmonth%5D=03&c

Hash=40edbb9a21v

Pflegende Angehörige sind unfallversichert

Gemäß § 44 SGB XI sind pflegende Angehörige kostenlos

gesetzlich unfallversichert. Kommt ein pflegender

Angehöriger während der Pflege gem. § 14 SGB XI durch

einen Unfall zu Schaden, gilt dies als „Arbeitsunfall“. Das

Bundessozialgericht hat nun in einem Fall entschieden,

Nr. 02 | 2011

Seite: 4

das auch ein Unfall, der „im Sachzusammenhang mit der

unfallversicherten Pflege“ steht, als „Arbeitsunfall“ zu werten

sei. Nähere Informationen erhalten Sie unter: http://

juris.bundessozialgericht.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bsg&Art=en&nr=11851

Neuer Berufsverband der Sozial- und Pflegeberater/innen

gegründet

Vor Kurzem wurde ein Berufsverband für die Pflegeberatung

und Sozialbetreuung neu gegründet. Der „Berufsverband

der Sozial- und Pflegeberater/innen und Sozialbetreuer/innen

in der Pflege e. V.“ sitzt in Garbsen und hat sich zur

Aufgabe gesetzt, Pflegeversicherte qualitativ hochwertig zu

beraten und betreuen. Nähere Informationen erhalten Sie

bei Ingrid Jabs (Tel: 05131-9056362) oder Bastian Szymanski

(Tel: 05131 – 9056362).

Pflegeberatung gemäß § 7a SGB XI – Qualifikation nachweislich

erforderlich

Ab dem 1.7.2011 darf laut Gesetzgebung eine Pflegeberatung

nach § 7a SGB XI nur noch durch qualifiziertes Fachpersonal

erfolgen. Die notwendige Qualifikation erhält man durch

den erfolgreichen Abschluss der Weiterbildung zur Pflegeberaterin/zum

Pflegeberater an einem entsprechendem Weiterbildungsinstitut,

zum Beispiel der TÜV Rheinland Akademie

( www.tuv.com/pflegeberater). Wer noch keine Weiterbildung

nachweisen kann, sollte sich schnell zu einer Schulung an-

melden! Geeignete Weiterbildungsinstitute finden Sie in

der Auflistung unserer Kooperationspartner in diesem Newsletter.

„Wissen, was Sie vorwärts bringt.“ – Berufsbegleitende Qualifizierung

zur/m Pflegeberater/in nach § 7a SGB XI

Die WBS TRAINING AG bietet an 50

Standorten individuelle Möglichkeiten

der Weiterbildung. Die Lernformen

sind vielfältig. Mittels einer internetbasierten

virtuellen Lernform startet

die berufsbegleitende Qualifizierung

zur/m Pflegeberater/in nach § 7a SGB

XI am 16.09.2011 im gesamten Bundesgebiet.

Weiterführende Informationen

sowie Auskunft über individuelle Fördermöglichkeiten

erhalten Sie unter: Tel.: 01801-338587 oder per E-Mail:

Dagmar.Ulbricht@wbstraining.de

http://www.berufsbegleitend-weiterbilden.de/


Pflege Aktuell – Newsletter der spectrumK Gesellschaft für Versorgungsmanagement mbH

In eigener Sache

Herzlichen Dank an unsere Pflegeberaterinnen und Pflegeberater,

die einen Beitrag zu unserem PflegeNewsletter „Pflege

aktuell“ geleistet haben!

Ihr Team Pflegeversorgung

Nr. 02 | 2011

Thomas Nöllen

Referent Pflegeversorgung

Thomas.Noellen@spectrumK.de

Tel. +49 (0)201 179 1222

Kathrin Rickers

Referentin Pflegeversorgung

Kathrin.Rickers@spectrumK.de

Tel. +49 (0)201 179 1848

Perspektivenwechsel mit dem modularen

Alterssimulationsanzug eXtra (MAX)

Der modulare Alterssimulationsanzug eXtra (MAX)

der Wolfsburg AG macht die Wahrnehmungswelt

älterer Menschen durch Einschränkungen des Sehens,

Bewegens, Hörens, der Kraft und der Sensitivität

erlebbar. Diese Erfahrung hilft, Bedürfnisse und

Anforderungen älterer Menschen zu verstehen und

Ideen zu entwickeln, wie beispielweise Arbeits- und

Wohnumfeld, Produkte und Dienstleistungen altersgerecht

gestaltet werden können. Außerdem steigert

die Selbsterfahrung das Gesundheitsbewusstsein

des Einzelnen.

Der auf Initiative der AutoUni, der Audi AG und der

Volkswagen Konzernforschung von der Technischen

Universität Chemnitz entwickelte Anzug besteht aus

10 Einzelteilen.Sie simulieren physische Veränderungen in drei unterschiedlichen

Schweregraden. Erkenntnisse aus über 200 wissenschaftlichen

Studien der Medizin, Gerontologie, Sport- und Arbeitswissenschaft

liegen der Entwicklung zur Grunde.

Die Wolfsburg AG bietet MAX für Kundenveranstaltungen und Tests z.B.

im Rahmen der Produktentwicklung, Personalqualifizierung und -schu-

Impressum:

spectrumK Gesellschaft für Versorgungsmanagement mbH,

Spittelmarkt 12, 10117 Berlin

Geschäftsführer:

Dirk Sunder Plaßmann ( Dirk.Sunder-Plassmann@spectrumK.de)

Joachim Bentz ( Joachim.Bentz@spectrumK.de)

lung, Arbeitsplatz- und Prozessoptimierung an.

Seite: 5

Kooperationspartner

Also – Akademie für Leitung, Soziales und

Organisation GmbH, Heidelberg

AFZ – Aus- und Fortbildungszentrum Rostock GmbH

Bayerische Pflegeakademie, München

BiG – Bildungsinstitut im Gesundheitswesen

gemeinnützige GmbH, Essen

Bildungszentrum für Gesundheits- und

Sozialberufe St. Johannisstift, Paderborn

BKK Akademie, Rotenburg

BUSINESS TRENDS ACADEMY, Berlin

ComFair GmbH, Oldenburg

ComFair GmbH, Koblenz

ComFair GmbH, Hamburg

ComFair GmbH, Nürnberg

ComFair GmbH, Hannover

DGGP Deutsche Gesellschaft für Gesundheits- und

Pflegewissenschaften mbH

ECONT München

Forum-Berufsbildung, Berlin

IBMG GmbH, Darmstadt

IPP Sachsen e.V. Leipzig

TÜV Rheinland Akademie GmbH, Köln

UNIVERSUM GmbH, Leipzig

Weitere Informationen: www.max-altersanzug.de

Hintergrund:

Die Wolfsburg AG ist eine Public Private Partnership

der Stadt Wolfsburg und der Volkswagen AG.

Im Kompetenzfeld Gesundheitswirtschaft greift das

Unternehmen neben dem gestiegenen Bewusstsein

für die private und betriebliche Gesundheitsförderung,

insbesondere Aspekte des Zusammenlebens

und Arbeitens in einer alternden Gesellschaft

auf. Im Mittelpunkt steht dabei die Förderung

generationengerechter Produkte und Dienstleistungen

sowie eines neuen Bildes vom Alter in Handel

und Wirtschaft, für das der demografische Wandel zahlreiche Chancen

bietet.

Redaktion:

Kathrin Rickers ( Kathrin.Rickers@spectrumK.de)

Grit Klickermann ( Grit.Klickermann@spectrumK.de)

Holger Wannenwetsch ( Holger.Wannenwetsch@spectrumK.de)

Thomas Nöllen ( Thomas.Noellen@spectrumK.de)

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