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interreg.rise.de

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RISE

Regional Identity and culture, Strengths development

and Environment action

Ein Gemeinschaftsprojekt des Landkreises Deggendorf

(Deutschland), des EU-Regionalmanagements Obersteiermark

West (Österreich) und des Espace Mittelland (Schweiz)

Komponente 1

Regionalentwicklung

Management und Koordination

Unterstützt von der

Europäischen Union


COMPONENT REPORT RISE KOMPONENTE 1

Inhaltsverzeichnis

1 DAS PROJEKT RISE

2 KURZBESCHREIBUNG DER KOMPONENTE

3 SACHSTAND

4 REGIONENBESCHREIBUNGEN

4.1 Regionale Kenndaten

4.1.1 Landkreis Deggendorf / Teilraum Deggendorf/Plattling

4.1.2 Regionalmanagement Obersteiermark-West / Aichfeld-Murboden

4.1.3 Espace Mittelland / Kooperationsraum Seeland - Jurasüdfuß – Jura Bernois

4.2 Stärken – Schwächen

4.2.1 Landkreis Deggendorf / Teilraum Deggendorf/Plattling

4.2.2 Regionalmanagement Obersteiermark-West / Aichfeld-Murboden

4.2.3 Espace Mittelland / Kooperationsraum Seeland - Jurasüdfuß – Jura Bernois

4.3 Regionale Planungs- und Entwicklungsstrukturen

4.3.1 Landkreis Deggendorf / Teilraum Deggendorf/Plattling

4.3.2 Regionalmanagement Obersteiermark-West / Aichfeld-Murboden

4.3.3 Espace Mittelland / Kooperationsraum Seeland - Jurasüdfuß – Jura Bernois

5 GOOD PRACTICES

5.1 Teilraumgutachten für den Verflechtungsraum Deggendorf/Plattling

5.2 Interkommunales Entwicklungskonzept Deggendorf/Plattling/Stephansposching

5.3 Regionales Entwicklungsprogramm Aichfeld-Murboden

5.4 Energieagentur Obersteiermark West

5.5 Regionales Raumentwicklungskonzept EOS (REK 99)

5.6 Strukturreform seeland.biel/bienne

6 ÖFFENTLICHKEITSARBEIT

6.1 Webpage RISE

6.2 Folder RISE

6.3 Presseberichte zu RISE

3

unterstützt von der Europäischen Union


COMPONENT REPORT RISE KOMPONENTE 1

4

unterstützt von der Europäischen Union

Deggendorf, Graz, Bern

Juni 2005

Impressum:

Geschäftsstelle Teilraum Deggendorf/Plattling

Im Auftrag des

Landkreis Deggendorf

Herrenstraße 18

D-94469 Deggendorf

regionalentwicklung.at

Im Auftrag des

EU-Regionalmanagements Obersteiermark-West

Bundesstraße 66

A-8740 Zeltweg

Berz + Hafner AG

Im Auftrag des

Espace Mittelland

Münsterplatz 3a

CH-3011 Bern

V.i.S.d.P.:

Klaus Busch

Geschäftsstelle Teilraum Deggendorf/Plattling

Stadt Deggendorf

Franz-Josef-Strauß-Straße 3

D-94469 Deggendorf


COMPONENT REPORT RISE KOMPONENTE 1

1 Das Projekt RISE

Seit 1999 bestehen Kontakte zwischen dem Teilraum Deggendorf/Plattling als „Region der Zukunft“ und der

Region Erlach/Östliches Seenland als „Europäische Referenzregion“. 2003 haben die beiden Regionen

gemeinsam mit der österreichischen Region Aichfeld-Murboden (Steiermark) ein gemeinsames INTERREG

III C-Kooperationsprojekt unter dem Namen "RISE - Regional identity and culture, strengths development &

environment action" eingereicht. Dieses Projekt wurde Anfang 2004 bewilligt

Kooperierend und co-finanzierend sind die jeweiligen Regierungen aus den drei Partnerländern an dem

Projekt beteiligt. In Deutschland geschieht dies durch das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur,

Verkehr und Technologie, in Österreich durch das Amt der Steiermärkischen Landesregierung in

Graz und in der Schweiz durch den Regierungsausschuss des Espace Mittelland und das Bundeswirtschaftsministerium.

Der Name RISE ist eine Komposition aus den Anfangsbuchstaben der drei Schwerpunkte der Zusammenarbeit:

Regional Identity and culture, Strengths development und Environment action (Regionale Identität

und Kultur, Entwicklung der Stärken und Sicherung der Umwelt). Gleichzeitig ist RISE auch ein englisches

Tätigkeitswort und bedeutet soviel wie sich erheben, aufwachen, etwas tun.

Nomen es Omen. Das Kooperationsprojekt RISE soll ein Beitrag zur Förderung nachhaltiger Entwicklung in

verstädterten ländlichen Regionen Europas werden. Alle drei Partnerregionen haben vergleichbare naturräumliche

und strukturelle Voraussetzungen. Alle drei haben ländliche oder ländlich-industrielle Wurzeln

und in den letzten Jahrzehnten eine starke Entwicklung durchgemacht. Alle drei verfügen über ein großes

landschaftliches Potenzial, das vom Wasser geprägt ist. Alle drei sind gut erschlossen und befinden sich im

Einflussbereich größerer, wirtschaftlich potenter Agglomerationen. Alle drei kämpfen um ihre Eigenständigkeit

und Identität. Interessanterweise entwickelten die drei Partnerregionen trotz ähnlicher wirtschaftlicher

und planerischer Ausgangslage jeweils unterschiedliche Strategien und Lösungsansätze sowohl im politischen

als auch im operativen Bereich der Regionalentwicklung. Das macht die Sache interessant. Wir können

viel voneinander lernen.

Übergeordnetes Ziel von RISE ist der politische und fachliche Erfahrungsaustausch in den gemeinsam interessierenden

Themenfeldern sowie die Erprobung und Durchführung von innovativen Pilotprojekten im Bereich

der regionalen Entwicklungsarbeit in stark besiedelten ländlichen Räumen. Für die Partnerregionen

und die staatlichen Kooperationspartner, aber auch für Akteure aus Wirtschaft und Kultur werden dadurch

wertvolle Erkenntnisse und konkreter Nutzen generiert. Die abschließende Auswertung der Ergebnisse auf

transnationaler Ebene bietet die Grundlage für die spätere Verwendung der Ergebnisse durch weitere ähnlich

gelagerte Regionen in Europa (added value).

Das Projekt RISE läuft über einen Zeitraum von drei Jahren (2004 - 2006). Jedes Jahr findet in einem der

drei Partnerländer ein mehrtägiger Konvent statt, der einem speziellen Themenfeld innovativer Regionalentwicklung

gewidmet sein wird. Die Jahreskonvente werden durch konkrete Pilotprojekte bereichert, die

sich unter Beteiligung von interessierten Organisationen im Bereich der oben stehenden Themenfelder

entwickeln und zu direkt nutzbaren Ergebnissen führen. Zur Unterstützung dieser interregionalen Pilotprojekte,

welche sich insbesondere in den Bereichen Wirtschaft (Holz), Kultur (Kunst am Wasser), Tourismus

und Bildung entfalten sollen, werden rund 40% des gesamten Budgets eingesetzt.

Die übergeordnete Projektklammer wird durch eine Steuerungsgruppe sichergestellt, die sich mit dem Projektmanagement,

der Evaluation der Projektergebnisse, der Öffentlichkeitsarbeit und der regionsübergreifenden

Raumbeobachtung befasst.

2 Kurzbeschreibung der Komponente

3 Sachstand

Ziel des gemeinsamen Projektteiles aller Partner im Bereich „Management und Koordination“ ist die Vorbereitung,

Zusammenführung und Begleitung der einzelnen Themenfelder sowie die begleitende Evaluierung.

Im Vordergrund stehen dabei auch innovative Methoden der begleitenden Raumbeobachtung und die

Netzwerkarbeit während des Projektes. Verantwortlicher Partner ist der Landkreis Deggendorf als Lead

Partner, unterstützt durch Projektpartner.

Für das Projektmanagement im Gesamtprojekt RISE “Regional identity and culture, strengths development

and environment action” wurden Dialog- und Kooperationsstrukturen aufgebaut. Das Cooperation Agreement

wurde vorbereitet und am 25.06.2004 abgeschlossen. In Deutschland wurden notwendige vertragliche

Vereinbarungen zwischen dem Landkreis Deggendorf als Lead Partner und dem Teilraum Deggendorf/Plattling

als Kooperationsraum getroffen. Der Subsidy Contract wurde besprochen und auf Basis des

Cooperation Agreements im Juli unterzeichnet. Das Steering Committee kam am 25.06. und 05.11.2004

zusammen.

5

unterstützt von der Europäischen Union


COMPONENT REPORT RISE KOMPONENTE 1

Die Regionenanalysen und Good Practices wurden als Grundlage der weiteren Projektstrategie und der

Implementation von Pilotprojekten erarbeitet. Weitere Organisationen aus den Regionen wurden in den

Prozess eingebunden.

Für das Projekt RISE wurde ein Projekthandbuch erarbeitet, das als Basis für die internen Component-

Reports dient und alle Ergebnisse der vergleichenden Regionenanalyse in den Regionalprofilen zusammenführt.

Dieses Projekthandbuch steht den beteiligten Partnern zur Verfügung und wird durch die Erarbeitung

der einzelnen Arbeitsschritte laufend ergänzt.

Eine Webpage für das Projekt RISE wurde installiert. Sie ist im Kapitel 6 näher beschrieben.

4 Regionenbeschreibungen

4.1 Regionale Kenndaten

4.1.1 Landkreis Deggendorf / Teilraum Deggendorf/Plattling

Gesamtfläche in

km²

Anzahl Gemeinden

Dauersiedlungsraum

Flächenverbrauch

1981 - 2001

Kurzdarstellung

Schutzgebiete,

Böden, Klima,

Lebensräume /

Elemente der

Kulturlandschaft

Fläche / Struktur:

861,13 km² (Landkreis Deggendorf), 279,60 km² (Teilraum Deggendorf/Plattling)

26 (Landkreis Deggendorf), 8 (Teilraum Deggendorf/Plattling))

600,21 km² (Landkreis Deggendorf), 69,7 % der Gesamtfläche

Keine Daten. 1996 – 2000: + 7% (Region Donau-Wald)

Naturräumliche/ geologische Gliederung:

Berührungspunkt von zwei naturräumliche Großregionen von erheblicher Gegensätzlichkeit,: flacher

Dungau und in Teilbereichen steil ansteigender Bayerische Wald. Die Region ist geprägt durch die Donau

und die in der Region in die Donau einmündende Isar. Das Isarmündungsgebiet ist eines der größten

erhaltenen Auengebiete in Deutschland und ein Naturschutzgebiet von europäischer Bedeutung. Wesentliche

Lebensraum- und Biotoptypen sind Feuchtlebensräume, Auwälder und Wiesenbrütergebiete, ergänzt

durch Bergmischwälder und – seltener - Trockenlebensräume.

Im Bayerischen Wald bestimmen in der Regel kühle Sommer und schneereiche Winter das Wetter, während

das Klima des Niederbayerischen Hügellandes mehr kontinental getönt ist. Die Hauptwindrichtung ist

Südwest bis West. Die landwirtschaftliche Nutzung als flächenmäßige Hauptnutzung prägt das Erscheinungsbild

der Landschaft wesentlich (insbesondere im Dungau und im südlichen Vorwald). In den Niederungen

von Donau und Isar sind Feuchtkomplexlandschaften wesentliche Elemente der Kulturlandschaft.

Auf der linken Donauseite (Bayerischer Wald) sind Hecken- und Rankareale prägend. Der Bayerische

Wald besteht aus sehr alten kristallinen Gesteinen.

Bevölkerung:

Einwohner 2001 116.558 (Landkreis Deggendorf)

65.647 (Teilraum Deggendorf/Plattling)

Haushaltsgröße

2001

EW - Entwicklung

1979 - 2001

Prognose EW

2011

Einwohner je km²

(je km² Dauersiedlungsraum)

Anteil unter 15-

Jährige, 1991,

2001, 2011

2,40

+ 16.482 EW (seit 31.12.1979, = +16,5%)

124.900 (Landkreis Deggendorf), Zuwachs +7,2% gegenüber 2001, aber: Ab 2020 prognostizierte Stagnation

135,4 (194,20)

1991: 20.354 (18,9%)

2001: 21.549 (18,5%)

2011: 19.139 (14,6%)

6

unterstützt von der Europäischen Union


COMPONENT REPORT RISE KOMPONENTE 1

Anteil über 60jährige,

1991,

2001, 2011

Anteil über 65jährige,

1991,

2001, 2011

Zahl der Wohnungen

2001

Wohnungen in

Gebäuden 1-2

Whg.

Wohnungszugang

1991 - 2001

Wohnungsdichte

(Wohng./ha)

Wohnfläche/Einwohner

Bauland / Einwohner

(Stand

2000)

Historische Siedlungskerne

Zahl der Berufstätigen

2001

Erwerbsquote

1991 - 2001

Beschäftigte mit

Hochschulabschluss

2002

Arbeitslosenquote

2001

Pendlerquote

2001

1991: 22.227 (20,6%)

2001: 27.027 (23,2%)

2011: 30.146 (23,4%)

Differenzierung „Über 65“ liegt statistisch nicht vor

Siedlungsstruktur:

48.889

1 Whg.: 21.904

2 Whg.: 25.860

Anzahl Wohnungen 1991: 39 636

Anzahl Wohnungen 2001: 48 889

Zugang absolut: 9.253

Zugang prozentual: +23,34%

Wohnungen/ha (Landkreisfläche): 0,57

43,8 m²

Nicht bekannt

Erste nachweisbare keltische Siedlungsspuren vor allem auf Erhöhungen im Dungau. Römische Siedlungen

nachweisbar im Süden des Landkreises (Kastell Quintana, heute Künzing), weitere römische Militäranlagen

(Schanze) in Stephansposching, da die Donau Außengrenze des römischen Reiches war. Die

Besiedlung des Bayerischen Waldes durch Rodungsmönche hatte ihren Ausgangspunkt im Bereich der

heutigen Klöster Metten und Niederalteich. Die Gründungen der Städte Deggendorf und Plattling erfolgten

an Furten über die Donau bzw. die Isar um ca. 800 n.Chr. (Plattling erwähnt im Nibelungenlied als Isarübergang),

die heutigen Stadtkerne wurden aber später auf leichte Erhöhungen aus Hochwasserschutzgründen

verlagert (in Deggendorf nachweisbar um ca. 1250 n. Chr.). Die historische Altstadt ist in Deggendorf

noch teilweise erhalten (Altes Rathaus, Grabkirche, Reste der Stadtmauer), auch im Bereich des

Donauüberganges (Schiffsmeisterhaus). In Plattling ist die romanische Kirche St. Jakob als Relikt des

alten Siedlungskernes südlich der Isar erwähnenswert. In beiden Städten ist der historische Ursprung

auch am Straßenbild ablesbar.

Beschäftigung / Arbeitsmarkt:

57.100

53,2 % (1990)

57,1 % (2000)

3,2 % der 15 – 64-jährigen (= 2.510 Personen)

6,0 %

Auspendler: 26.541 (2002), 67,8%

Einpendler: 26.099 (2002), 67,4%

Saldo: - 442 (-0,8%)

Nichtpendler: 12.608 (2002), 22,1%

7

unterstützt von der Europäischen Union


COMPONENT REPORT RISE KOMPONENTE 1

Arbeitsplätze

Land- Forstwirtschaft

2001

Anbau / Produktionsschwerpunkte

Arbeitsplätze

Produzier. Gewerbe

2001

Schwerpunktbranchen

/

Cluster

Regionale Leitbetriebe

> 100 Beschäftigte

Arbeitsplätze

Dienstleistungen

2001

Regionale Leitbetriebe

> 100 Beschäftigte

Nächtigungsintensität

(Nä./EW)

Steuerkraft-

Kopfquote 2001

Brutto-Medianeinkommen

2002

(2001)

Wirtschaftsstruktur:

6,1 % (3.500 Personen)

Weizen, Zuckerrüben, Gemüse

22.200

Metallverarbeitung, Fahrzeugbau, Textilindustrie, Holzindustrie, Ernährungsgewerbe, Kunststoffverarbeitung,

Papierverarbeitung, Feinmechanik, Wachswaren, Druckerzeugnisse, Hoch- und Tiefbau, Handwerk

30, Auswahl:

Kermi GmbH (Metallverarbeitung, 1.393 Bes.), Klinikum Deggendorf-Plattling (Gesundheit, 1.271 Bes.),

TWD GmbH (Textil, 1.176 Bes.), Stangl AG (Bauwirtschaft, 1.096 Bes.), Bezirkskrankenhaus Mainkofen

(Gesundheit, 908 Bes.), Edscha Karosserieprodukte GmbH (Fahrzeugbau, 718 Bes.), Wolf GmbH & Co

(Systembau, 708 Bes.), Max Streicher GmbH & Co. (Bauwirtschaft, 691 Bes.), MD Papier GmbH (Papierherstellung,

503 Bes.)

31.400

10, Auswahl:

Klinikum Deggendorf-Plattling (Gesundheit, 1.271 Bes.), Bezirkskrankenhaus Mainkofen (Gesundheit, 908

Bes.), Landkreis Deggendorf (Verwaltung, ca. 500 Bes.), Stadt Deggendorf (Verwaltung, ca. 500 Bes.),

Asklepios-Klinik Schaufling (Gesundheit, ca. 300 Bes.)

2,715 (317.471 Übernachtungen im Kalenderjahr 2002)

Regionalwirtschaftliche Kenndaten:

541 € (Steuereinnahmekraft/Einwohner)

Nicht bekannt

4.1.2 EU-Regionalmanagement Obersteiermark-West / Aichfeld-Murboden

Gesamtfläche in

km²

Anzahl Gemeinden

Dauersiedlungsraum

Flächenverbrauch

1981 - 2001

Kurzdarstellung

Schutzgebiete,

Böden, Klima,

Lebensräume /

Elemente der

Kulturlandschaft

Fläche / Struktur:

1.675 km²

38

406 km²

Keine Daten

Naturräumliche/ geologische Gliederung:

Das Judenburger-Knittelfelder Becken, ein tertiäres Einbruchsbecken, besteht aus jungtertiären Lockergesteinen,

die von spät- und postglazialen Schottermassen überlagert sind und in den nördlichen und

südlichen Randbereichen ausgedehnte Terrassen bilden.

Das Klima in der Region ist kontinental (winterstreng, mäßig sommerwarm, Maximum der Niederschläge

im Sommer) und aufgrund der inneralpinen Beckenlage stark zu Inversionen bzw.Temperaturextremen

neigend und durch Niederschlags- und Schneearmut kennzeichnet.

8

unterstützt von der Europäischen Union


COMPONENT REPORT RISE KOMPONENTE 1

Einwohner 2001 77.879

Haushaltsgröße

2001

EW - Entwicklung

1979 - 2001

Prognose EW

2011

Einwohner je km²

(je km² Dauersiedlungsraum)

Anteil unter 15-

Jährige, 1991,

2001, 2011

Anteil über 60jährige,

1991,

2001, 2011

Anteil über 65jährige,

1991,

2001, 2011

Zahl der Wohnungen

2001

Wohnungen in

Gebäuden 1-2

Whg.

Wohnungszugang

1991 - 2001

Wohnungsdichte

(Wohng./ha)

Wohnfläche/Einwohner

Bauland / Einwohner

(Stand

2000)

Historische Siedlungskerne

Folgende Landschaftsräume sind in der Region zu finden:

- Aulandschaft und Niederterrasse der Mur mit mehreren seitlichen Schwemmkegeln und dem Abschluss

mit der Endmoräne des Murgletschers oberhalb von Judenburg, Durchmischung von landwirtschaftlichen

Flächen, Aulandschaften und Siedlungsflächen

- Aichfeld als Terrasse nördlich der Mureintiefung, weitgehend ausgeräumte Grünland- und Ackerflächen,

Siedlungsschwerpunkt Fohnsdorf und kleinere Siedlungsgebiete am nördlichen Rand

- Murboden mit tiefgelegenem Aubereich und angrenzenden Kleinwäldern entlang der Mur und mehrere

Terrassenstufen mit intensiver Acker- und Grünlandbewirtschaftung

- Siedlungskette Judenburg - Zeltweg - Spielberg - Knittelfeld entlang bedeutender Verkehrsachsen,

Teilbereiche mit stark industrieller/städtischer Prägung

Das Gebiet ist durch städtisch-industriell oder dörflich strukturierte Siedlungsflächen und landwirtschaftlich

dominierte Kulturlandschaft geprägt. Die bewaldeten Randgebiete und der Murwald werden als Wirtschafts-

und Erholungswald genutzt.

Bevölkerung:

2,47

-5,9 % (1981: 82.748)

-4,2 % (2011: 74.635)

47 (192)

14.122, 12.509, 9.895

nicht differenziert

12.231, 13.752, 15.622

Siedlungsstruktur:

35.245 (31.305 Hauptwohnsitz)

14.643

10,7 % (6,2 % Hauptwohnsitz)

Nicht bekannt

Nicht bekannt

429 m²

Judenburg:

Früheste Zeugnisse menschlicher Besiedelung datieren aus dem 3. Jahrtausend v. Chr. Als bedeutendster

Fund gilt der Strettweger Kultwagen, der 1851 in einem Grab nördlich der Stadt entdeckt wurde und

um 500 v. Chr. in das Grab gelangt, aber wesentlich früher entstanden sein dürfte. Der Name „Judin-

9

unterstützt von der Europäischen Union


COMPONENT REPORT RISE KOMPONENTE 1

Zahl der Berufstätigen

2001

Erwerbsquote

1991 - 2001

Beschäftigte mit

Hochschulabschluss

2002

Arbeitslosenquote

2001

Pendlerquote

2001

Arbeitsplätze

Land- Forstwirtschaft

2001

Anbau / Produktionsschwerpunkte

Arbeitsplätze

Produzier. Gewerbe

2001

Schwerpunktbranchen

/

Cluster

Regionale Leitbetriebe

> 100 Beschäftigte

Arbeitsplätze

Dienstleistungen

2001

Regionale Leitbetriebe

> 100 Beschäftigte

Nächtigungsintensität

(Nä./EW)

Steuerkraft-

Kopfquote 2001

burch“, 1074 erstmals urkundlich erwähnt, bezieht sich auf die am Ostabfall der Stadtterrasse gelegenen

Gaugrafenburg. 1224 erhielt Judenburg das Stadtrecht. In der ersten Hälfte des 13. Jhdts. entstand die

planmäßige Anlage der Handelsstadt. Die Bürgerstadt und der Burgbezirk wurden nach und nach durch

heute noch erhaltene Stadtmauern zusammengeschlossen. Durch die Ansiedlung adeliger Geschlechter

im Burgbereich kam es zur Ausbildung der Ritterstadt in dem Viertel rund um den heutigen Martiniplatz.

Knittelfeld:

Knittelfeld wurde erstmals 1224 urkundlich erwähnt. 1302 wurde Knittelfeld zur Stadt erhoben. Die Geschichte

Knittelfelds ist durch eine Abfolge von Katastrophen und Notzeiten bestimmt (verheerende Brände,

Pest, Überfälle, Kriege). Das Stadtbild Knittelfelds wurde durch die Bombardierung 1945 schwer in

Mitleidenschaft gezogen. Die historische Bausubstanz wurde dabei fast völlig zerstört.

Beschäftigung / Arbeitsmarkt:

35.141

42,7 % - 45,1 %

573 (3,35 %)

6,7

62,5 %

Wirtschaftsstruktur:

5,8 % (2.013)

Grünlandwirtschaft / Rinder

35,6 % (12.421)

Stahl / Eisenverarbeitung / Holz / Papier / Zellstoff

VAE-Eisenbahnsysteme AG und Ges.m.b.H. (583), VOEST-Alpine Bergtechnik-GmbH. (498), Frantschach

Zeltweg Ges.m.b.H. (404), AT & S Werk Fohnsdorf (395), Zellstoff Pöls AG (388), Stahl Judenburg-GmbH.

(335), HTP-Formenbau GmbH. (314), Textilwerk Kufner (245), ALKO-Kober-GmbH., Maschinenfabrik

(240), Stadtwerke Judenburg AG (192), Styria-Federn-GmbH (160), Economos Austria

GmbH. (139), NAPIAG-Kunststoffverarbeitung-GmbH. (137), Wuppermann-Austria-GmbH, Kaltwalzwerk

(129), ATB Austria Antriebstechnik AG (790), ÖBB Technisches Service (485), Austria Email EHT AG

(354), Obersteirische Molkerei (132)

58,6 % (20.444)

Krankenanstaltenverbund Judenburg-Knittelfeld (465), Schulungszentrum Fohnsdorf (178), Nemetz

Ges.m.b.H.; Büro- und Bastelbedarf (134), MCE Voest Alpine Zeltweg - Montage GmbH. & Co. (98),

Stadtgemeinde Knittelfeld (278), Landeskrankenhaus Knittelfeld (261), ÖBB Traktion Knittelfeld (235)

3,4

Regionalwirtschaftliche Kenndaten:

783 €

10

unterstützt von der Europäischen Union


COMPONENT REPORT RISE KOMPONENTE 1

Brutto-Medianeinkommen

2002

(2001)

1.859 € (ca. 1.820 €)

4.1.3 Espace Mittelland / Kooperationsraum Seeland - Jurasüdfuß – Jura Bernois

Gesamtfläche in

km²

Anzahl Gemeinden

Dauersiedlungsraum

Flächenverbrauch

1981 - 2001

Kurzdarstellung

Schutzgebiete,

Böden, Klima,

Lebensräume /

Elemente der

Kulturlandschaft

Fläche / Struktur:

1223 km2

193

128 km2 (Bauzonenfläche)

Der Kooperationsraum Seeland-Jurasüdfuß-Jura Bernois ist in den letzten 20 Jahren überdurchschnittlich

gewachsen. Die zentral gelegene Region Amt Erlach - östliches Seeland hat allein im Zeitraum 1991 –

2001 bevölkerungsmäßig um 9.5% zugelegt und nimmt damit im Kanton Bern die absolute Spitzenposition

ein. Ein Grossteil der ZuzüglerInnen hat sich in neu entstandenen Einfamilienhausquartieren niedergelassen,

was sich in einem entsprechend hohen Flächenverbrauch niederschlägt. Der Flächenverbrauch

für Siedlungen dürfte somit über dem schweizerischen Mittel liegen, welches der Raumentwicklungsbericht

2005 des Bundes für die Periode von 1985 bis 1997 mit einer Wachstumsrate von 0.86 m2/sec.

angibt.

Naturräumliche/ geologische Gliederung:

Der Kooperationsraum Seeland-Jurasüdfuß-Jura Bernois besteht aus drei verschiedenen, W-Estreichenden

Landschaftstypen:

a) Dem Jurasüdfuß entlang erstrecken sich die weiten, bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts versumpften

Alluvionenebenen des Grossen Mooses und der Grenchner Witi, die heute trocken gelegt sind

und die Grundlage für eine intensive Landwirtschaft mit Acker- und Gemüsebau bieten. Aus den Ebenen

ragen markante, aus Molassegestein gebildete, bewaldete Hügelzüge hervor, die oft markante

Spuren prähistorischer und historischer Besiedlung aufweisen.

b) Gegen Süden geht das Seeland in die Plateaulandschaft des tieferen Schweizerischen Mittellandes

über, die sich durch ein vielfältiges Nebeneinander von Bauerndörfern, Neubauquartieren, melioriertem

Kulturland mit Ackerbau, Gras- und Weideland sowie an wenig ertragreichen Standorten Wald

charakterisiert. Gemischtwirtschaftliche Betriebe (Viehzucht kombiniert mit Ackerbau) sind vorherrschend.

c) Gegen Norden werden die Alluvionenebenen des Seelandes durch die Juraketten begrenzt, die aus

Kalkgestein aufgebaut sind und Erhebungen bis 1600 m.ü.M. aufweisen (Jurasüdfuß). Die Täler des

Kettenjuras sind erstaunlich dicht besiedelt und weisen einen hohen Industrialisierungsgrad auf (Wiege

der Uhrmacherindustrie). Der scharfe Kontrast zwischen den lieblichen Rebbaulandschaften an

den Hängen des Neuenburger-, Bieler- und Murtensees einerseits und dem dunklen, abweisenden

Jura andererseits tragen entscheidend zur landschaftlichen Anziehungskraft bei.

Der Kooperationsraum Seeland-Jurasüdfuß-Jura Bernois ist durch das Wasser geprägt. Die drei Jurarandseen

(Neuenburgersee, Bieler- und Murtensee) sowie die Aare verleihen der Landschaft ihr unverwechselbares

Gepräge. Bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts brachten die Überschwemmungen der Aare

immer wieder Tod und Verwüstung. Erst die große Juragewässerkorrektion (1868 - 1878) brachte nachhaltig

Besserung. Die Aare wurde über den neu erstellten Hagneckkanal in den Bielersee umgeleitet, die

Seen zu einem gewaltigen natürlichen Retentionsbecken umfunktioniert. Durch die Juragewässerkorrektion

wurden große Teile des Seelandes trocken gelegt und urbar gemacht.

Der unterschiedliche geologische Untergrund hat im Kooperationsraum auch unterschiedliche Bodentypen

entstehen lassen. Die drainierten Alluvionenböden sind generell sehr fruchtbar, die trocken gelegten

Moore bieten mit ihren Torfböden ideale Voraussetzungen für einen ertragsstarken Gemüsebau. Im

Plateaugebiet herrschen Braun- und Parabraunerden vor, während sich auf dem Jurakalk flachgründige,

magere Rendzina-Böden entwickelt haben.

Das Klima ist durch die geringe Meereshöhe (Seespiegel Bielersee 429m.ü.M.) und die ausgleichende

Wirkung der Jurarandseen sehr mild. Die sonnenexponierten Südhanglagen entlang den Seeufern eignen

sich vorzüglich für den Rebbau.

Charakteristische Elemente der Kulturlandschaft:

- Meliorierte, ausgeräumte und intensiv genutzte Agrarlandschaft im Grossen Moos

- Kleinräumige und vielfältige, durch die ehemalige Dreifelderwirtschaft reich strukturierte, traditionelle

Kulturlandschaft auf dem Plateau des tieferen Mittellandes

11

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COMPONENT REPORT RISE KOMPONENTE 1

- Weinbau an den milden Südhängen über den Ufern der drei Jurarandseen

- ländlich-industriell geprägte Zentren, Straßendörfer und Einzelhofgebiete mit großen Weide- und

Waldflächen in den Tälern der Juraketten.

Durch den großen Nutzungsdruck sind viele naturnahe Landschaftselemente verschwunden. Die verbliebenen

naturnahen Flächen stehen unter staatlichem Schutz. Die wichtigsten Schutzgebiete sind: St.

Petersinsel, Fanel, Auenwaldgebiet der Alten Aare und Combe Crède. Besondere Beachtung verdienen

die regional ausgelegten Schutzprojekte "Biotopverbund Grosses Moos" und "Parc régional Chasseral".

Bevölkerung:

Einwohner 2001 330’000

Haushaltsgröße

2001

EW - Entwicklung

1979 - 2001

Prognose EW

2011

Einwohner je km²

(je km² Dauersiedlungsraum)

Anteil unter 15-

Jährige, 1991,

2001, 2011

Anteil über 60jährige,

1991,

2001, 2011

Anteil über 65jährige,

1991,

2001, 2011

Zahl der Wohnungen

2001

Wohnungen in

Gebäuden 1-2

Whg.

Wohnungszugang

1991 - 2001

Wohnungsdichte

(Wohng./ha)

Wohnfläche/Einwohner

Bauland / Einwohner

(Stand

2000)

Historische Siedlungskerne

2.5 Personen pro Haushalt

+ 8.5% (1980: 279'180)

Keine zahlenmäßige Prognose verfügbar. Erwartet wird eine Abnahme in den Kerngemeinden zu Gunsten

einer Zunahme in den Umlandgemeinden.

270

Keine Daten verfügbar (Erhebung auf Grund der komplizierten geopolitischen Zusammensetzung des

Kooperationsraumes unverhältnismäßig aufwändig)

Keine Daten verfügbar (Begründung siehe oben)

Keine Daten verfügbar (Begründung siehe oben)

Siedlungsstruktur:

Ca 130’000

Keine Daten verfügbar (Begründung siehe oben)

Keine Daten verfügbar (Begründung siehe oben)

Keine Daten verfügbar (Begründung siehe oben)

Keine Daten verfügbar (Begründung siehe oben)

388 m² (Siedlungsfläche / Einwohner)

Der Kooperationsraum Seeland-Jurasüdfuß-Jura Bernois ist ein uralter Kulturraum, der seit prähistorischer

Zeit ununterbrochen besiedelt worden ist. Neben bedeutenden Siedlungsresten aus prähistorischer

Zeit (Pfahlbauersiedlungen aus der Stein- und Bronzezeit; eisenzeitliche Siedlung La Tène am Neuenburgersee

mit eigenem Museum; keltisches Oppidum auf dem Mont Vully) finden sich auch viele Spuren aus

römischer Zeit (Villen, Römerstrasse durchs Grosse Moos, Straßensiedlung und Tempelbezirk Petinesca).

Die Wurzeln der meisten heutigen Siedlungen reichen ins Mittelalter zurück. Aus dieser Zeit stammen

auch die vielen Erdwerke und Burghügel auf den Molasserücken. Bemerkenswert sind die vielen im

Spätmittelalter gegründeten Klein- und Mittelstädte mit ihren noch gut erhaltenen Altstadtkernen (Murten,

Le Landeron, Erlach, La Neuveville, Biel, Nidau, Aarberg, Büren, Solothurn). Solothurn gilt als die schönste

Barockstadt der Schweiz.

12

unterstützt von der Europäischen Union


COMPONENT REPORT RISE KOMPONENTE 1

Zahl der Berufstätigen

2001

Erwerbsquote

1991 - 2001

Beschäftigte mit

Hochschulabschluss

2002

Arbeitslosenquote

2001

Pendlerquote

2001

Arbeitsplätze

Land- Forstwirtschaft

2001

Anbau / Produktionsschwerpunkte

Arbeitsplätze

Produzier. Gewerbe

2001

Schwerpunktbranchen

/

Cluster

Regionale Leitbetriebe

> 100 Beschäftigte

Arbeitsplätze

Dienstleistungen

2001

Regionale Leitbetriebe

> 100 Beschäftigte

Nächtigungsintensität

(Nä./EW)

Steuerkraft-

Kopfquote 2001

Brutto-Medianeinkommen

2002

(2001)

Beschäftigung / Arbeitsmarkt:

152.328

Ca 46%

Keine Daten verfügbar (Begründung siehe oben)

Ca 3% (Kt. BE 2003); im stark exportorientierten Kooperationsraum tendenziell jeweils leicht höher als

das kantonale Mittel

Zupendler: 237 / 1000 Einw.

Auspendler: 248 / 1000 Einw.

Saldo: -11 / 1000 = -1.1%

Wirtschaftsstruktur:

Durchschnittlich 8%, jedoch mit starken teilregionalen Unterschieden und saisonalen Schwankungen; in

den landwirtschaftlichen Schwerpunkträumen des Kooperationsraumes (z.B. im Grossen Moos) können

die in der Landwirtschaft Beschäftigten bis 20% ausmachen.

Grosses Moos: Gemüse- und Ackerbau (Weizen, Kartoffeln, Mais, Zuckerrüben).

Plateau tieferes Mittelland: Viehzucht und Ackerbau (Weizen, Kartoffeln, Mais, Zuckerrüben)

Weinbau an den Südhängen der Seeufer

Jura: Viehzucht

52.553 (34.5%)

Präzisionstechnik, Medizinaltechnik, Telematik, Luxus und Design, Umwelttechnik, Finanzen und Dienstleistungen

Auswahl: ETA SA Grenchen (Swatch Group, 2000 Beschäftigte), Rolex SA Biel (1100)), Feintool Lyss

Umform- und Feinschneidetechnologie (650), Rado SA Lengnau (200), Mathys Medizinaltechnik AG

Bettlach; Biella Neher Biel (Büromaterialien); Zuckerfabrik Aarberg

99.775 (65.5%)

Vorwiegend im Raum der Städte Biel und Solothurn, Auswahl:

Stadtverwaltung Biel (1300), Kantonsverwaltung Solothurn, Stadtverwaltung Solothurn, Spital Solothurn

(1200), Spitalzentrum Biel (1500), Bundesamt für Sport (ca. 200), Bundesamt für Kommunikation (275),

Orange Callceter (300)

Stadt Biel: 2.2 Übernachtungen pro Einwohner und Jahr

Stadt Solothurn: 2.6 Übernachtungen pro Einwohner und Jahr.

Regionalwirtschaftliche Kenndaten:

2.320.- CHF (ca. 1.545 Euro)

Nicht bekannt

13

unterstützt von der Europäischen Union


COMPONENT REPORT RISE KOMPONENTE 1

4.2 Stärken-Schwächen

4.2.1 Landkreis Deggendorf / Teilraum Deggendorf/Plattling

STÄRKEN SCHWÄCHEN

Lage � Zentrale Lage im Kreuzungsbereich zweier

Entwicklungsachsen (auch Verkehrsachsen),

neuerdings zentrale Lage in einem erweiterten

Europa (Grenznähe Österreich und tschechische

Republik)

Infrastruktur � Außergewöhnlich gute Erreichbarkeit im Kfz-

und Schiffsverkehr, Flughafennähe im Kfz-

Verkehr (Flughafen München < 1 Stunde), gute

Erreichbarkeit im Schienenverkehr in Nord-Süd-

Richtung (Donauachse).

� Hochrangige technische Infrastruktur in den

Siedlungsräumen

� Wichtiger Hafenstandort Deggendorf (einziger

Zollfreihafen Süddeutschlands)

Bevölkerung � Zuwanderungsregion (bis ca. 2020), bedingt

durch Zuwanderungen aus strukturschwachen

Gebieten in Deutschland (neue Bundesländer)

und aus Mittelosteuropa

Industrie, Gewerbe

Handel, Dienstleistungen

Arbeitsmarkt,

Qualifikation

� Derzeit noch gute Altersstruktur (verändert sich)

durch weitreichende Ausbildungsangebote

� Industriebesatz mit erfolgreichen Leitbetrieben

und internationaler Vernetzung

� Gesunder Branchenmix kleiner und mittlerer

Unternehmen sorgt für eine relative Unempfindlichkeit

gegenüber wirtschaftlichen Krisensituationen

� Strukturbereinigung weitgehend abgeschlossen

� Gute Verknüpfung von Industrie/Gewerbe und

(Aus-)Bildung

� Industrienahe Dienstleistungen vorhanden,

Entwicklungen im Forschungsbereich

� Großer Versorgungs- und Nachfragebereich für

Handel und Dienstleistungen im Bayerischen

Wald

� Breites und teilweise qualitativ gutes Versorgungsangebot

� Positive Umfeldbedingungen für die Entwicklung

des Dienstleistungssektors durch Stadterneuerungs-

und Gestaltungsmaßnahmen

� Traditionelle Rolle als Bildungs-, Verwaltungs-

und Dienstleistungszentrum der Region „Bayerischer

Wald“

� Sektoral durchmischter Arbeitsmarkt mit zu

großen Teilen in der Region ausgebildetem

14

unterstützt von der Europäischen Union

� Periphere Lage im Bundesgebiet

� Mangelhafte Schienenanbindung zum wichtigen

Absatzraum München und zum Flughafen

München.

� Mangelhafte Schienenanbindung in die Tschechische

Republik, verbesserungsfähige Straßenanbindung

dorthin

� Häufige Behinderungen im Schiffsverkehr

durch Niedrig- oder Hochwasser (ca. 100 Tage/Jahr)

� Zuwanderungen sorgen für gleich bleibende

Bevölkerung im Bereich der Erwerbstätigen,

aber wesentliche Zunahmen bei den Über-65-

Jährigen („gesellschaftliche Vergreisung“)

� Starke Abnahme der Unter-19-Jährigen bis

2020 (ca. – 20%)

� Hoher Konkurrenzkampf in der gewerblichen

Ansiedlungspolitik, „Landflucht“ der Betriebe

� Strukturkrisen im Bereich der Bauwirtschaft

� Abhängigkeiten von Kfz-Industrie (Zulieferbetriebe)

� Mängel im Versorgungsbereich (einzelne Sparten,

z.B. Möbel, höherwertige Kleidung)

� Entstehende Konkurrenzen im Dienstleistungsbereich

in der Tschechischen Republik (Abwanderung

von Dienstleistern und Nachfragern)

� Verschiebung von Einkaufs-„zentren“ in Stadtrandbereiche

und Umlandgemeinden, Schwächung

der Innenstädte

� Drohende Verlagerung von Dienstleistungsfunktionen

in umliegende regionale Zentren

� Wegbrechen der Nahversorgung in ländlichen

Gemeinden

� Arbeitsmarktkonkurrenzen durch die Grenzöffnung

zur tschechischen Republik


COMPONENT REPORT RISE KOMPONENTE 1

Standortpotential,Standortangebot

qualifiziertem Facharbeiterpotential

� Im Bundesvergleich niedrige Arbeitslosenquote

� Ausgezeichnetes regionales Schulangebot mit

allen Schulsparten bis hin zur Hochschule

(Fachhochschule Deggendorf), Universitäten in

der näheren Umgebung (Passau, Regensburg,

München)

� Überregional bedeutsame berufliche Aus- und

Weiterbildungseinrichtungen

� Überregional bedeutsame und landesplanerisch

geförderte großflächige Standorte für Industrieansiedlungen

an der A 92 (Plattling)

� Innovationsorientiertes regionales Impuls- und

Existenzgründerzentrum i(I@TC Deggendorf)

� Technologieunterstützung und Vernetzungen

durch Fachhochschule Deggendorf

� Kombination von Wohnqualität mit Ausbildungs-

und Arbeitsplatzangebot

� Erweiterter Umlandbereich des Ballungsraumes

München, insbesondere Flughafennähe

� Verkehrsanbindung

Tourismus � Attraktive Landschaftsräume und Naherholungspotentiale

im unmittelbaren Wohnumfeld

Land- und

Forstwirtschaft

� Ansätze im Aufenthaltstourismus in einigen

Gemeinden und in der näheren Umgebung,

Tages- und Städtetourismus

� Ansätze der Städte im Kulturtourismus

� Überregional bedeutsame und gut frequentierte

Fernradwege

� Überregionale Absatzmärkte für bestimmte

Produktbereiche

� Landwirtschaftliche Produktverarbeitung in der

Region

� Vielversprechende Ansätze der Direktvermarktung

und der Produktion nachwachsender Rohstoffe

� Aus- und Fortbildungsangebote im land- und

forstwirtschaftlichen Bereich

15

� Problematische Beschäftigungssituation im

Bereich niedrig Qualifizierter

� Abwanderung der „Elite“ in umliegende Ballungsräume,

insbesondere in den Großraum

München

� Industrielle Flächenreserven nicht schwerpunktmäßig

entwickelt (z.B. professioneller reg.

Industriepark); Verfügbarkeit nicht immer gegeben

� Fehlendes übergreifendes regionales Standortmarketing

sorgt weiterhin für kommunale

Konkurrenzen

� „Hinterland“-Image

� Teilweise geringes qualitatives Niveau der

Anbieter

� Ungenutzte Kapazitäten im Radtourismus, auch

bedingt durch problematische und unklare

Streckenführungen (Donauradweg)

� Teilweise fehlende innerregionale Abstimmung

der Angebote

� Gebietsweise ökologisch und ökonomisch problematische

Monostrukturen (z.B. Zuckerrübenanbau

im Gäuboden)

� Gebietsweise hoher Anteil an Nebenerwerbsbetrieben

(schwierige Standortbedingungen)

� Geringe regionale Verarbeitungs- und Vermarktungspotenziale

im Holzsektor

4.2.2 EU-Regionalmanagement Obersteiermark-West / Aichfeld-Murboden

STÄRKEN SCHWÄCHEN

Lage � große Entfernungen zu Absatzmärkten, z.T.

auch extrem periphere Lage

Infrastruktur � hochrangige technische Infrastruktur und weitgehend

günstige Verkehrsanbindung

� Grundstrukturen für umweltfreundliche Energieversorgung

im Zentralraum

unterstützt von der Europäischen Union

� Lücken bei der hochrangigen überregionalen

Verkehrsanbindung (Semmering, Verbindung

zu westeuropäische Zentren)

� innerregionale Engpässe und mangelnde

Bahnangebote, v.a. für den Güterverkehr


COMPONENT REPORT RISE KOMPONENTE 1

Bevölkerung � kontinuierliche gesamtregionale Bevölkerungsverluste

durch Abwanderung

Industrie, Gewerbe

Handel, Dienstleistungen

Arbeitsmarkt,

Qualifikation

Standortpotential,Standortangebot

� hoher Industriebesatz mit erfolgreichen Leitbetrieben

und internationaler Vernetzung

� organisatorische Verselbständigungen bzw.

Strukturbereinigung weitgehend abgeschlossen

� industrienahe Dienstleistungen in Ansätzen

vorhanden und weiter wachstumsfähig

� breites und qualitativ gutes Versorgungsangebot

� positive Umfeldbedingungen für die Entwicklung

des Dienstleistungssektors durch Stadterneuerungs-

und Gestaltungsmaßnahmen

� industriell geprägter Arbeitsmarkt mit qualifiziertem

Facharbeiterpotential

� Strukturverschiebung der Beschäftigung vom

produzierenden Bereich in den Dienstleistungssektor

� überregional bedeutsame berufliche Aus- und

Weiterbildungseinrichtungen (insbesondere

SZF, HTL-Zeltweg)

� überregional bedeutsame, großflächige Standorte

für Industrieansiedlungen

� innovationsorientiertes regionales Impulszentrum

(AIZ)

� Nähe zur Montanuniversität Leoben als Basis

für Technologieunterstützung

Tourismus � attraktive Landschaftsräume und Naherholungspotentiale,

v.a. in den Randgebieten

Land- und

Forstwirtschaft

� örtliche Ansätze im Aufenthaltstourismus (Hohentauern,

Oberzeiring)

� Ansätze der Städte im Kulturtourismus

� überregionale zukünftige Bedeutung des geplanten

Motorsportzentrums Spielberg

� teilweise flächenstarke Betriebe mit hoher

Waldausstattung

� wertvolle Ansatzpunkte bei Alternativproduktionen

und Spezialerzeugnissen

16

unterstützt von der Europäischen Union

� zunehmende Überalterung v.a. in Städten

� Dominanz und hohe Abhängigkeit von größeren

Betrieben / Sachgütererzeugung

� Strukturlücken bei den Klein- und Mittelbetrieben,

im verarbeitenden Holzsektor

� hoher Anteil außengesteuerter Produktionsbetriebe,

geringe regionale Verflechtungen

� gesamtregional noch unterdurchschnittliche

allgemeine Dienstleistungsquote (Ausnahme

Öffentlicher Sektor)

� zu geringer Besatz bei spezifischen produktionsorientierten

Diensten

� Konzentration / Verschiebung von Dienstleistungsfunktionen

in regionale Zentren

� Ausdünnung der Randgebiete im Bereich der

Nahversorgung

� überdurchschnittlicher Stand bei Arbeitslosigkeit,

insbesondere bei Frauen, Langzeitarbeitslosen,

über 50jährigen¸ damit Zunahme bei den

regionalen Problemgruppen

� negativer Beschäftigungssaldo aus Neugründungen

und Betriebsstilllegungen

� fehlende Angebote im Bereich hochrangiger

Ausbildungseinrichtungen

� kaum F&E bezogene Infrastrukturen

� industrielle Flächenreserven nicht schwerpunktmäßig

entwickelt (z.B. professioneller reg.

Industriepark); Verfügbarkeit nicht immer gegeben

� fehlendes regionales Standortmarketing

� schwache touristische Struktur auf einem geringen

quantitativen und teilweise niedrigen

qualitativen Niveau

� zu enge Ausrichtung der Infrastruktur auf den

Tages- und Inländertourismus

� geringe Kompetenz und Schlagkraft regionaler

Marketingstrukturen

� gebietsweise hoher Anteil an Nebenerwerbsbetrieben

und an Bergbauernbetrieben (schwierige

Standortbedingungen)


COMPONENT REPORT RISE KOMPONENTE 1

4.2.3 Espace Mittelland / Kooperationsraum Seeland - Jurasüdfuß – Jura Bernois

STÄRKEN SCHWÄCHEN

Lage � Geographisch zentrale Lage im schweizerischen

Mittelland

Infrastruktur � Sehr gute verkehrliche Anbindung der Zentren

Biel, Solothurn und Lyss ans übergeordnete

Bahn- und Straßennetz

� Dichtes, flächendeckendes ÖV-Netz; praktisch

alle Siedlungen des Kooperationsraumes (auch

die kleinen) sind mit Bahn- oder Buslinien erschlossen

� Qualitativ hochwertige Infrastruktur in den

Siedlungsräumen

Bevölkerung � Zuwanderungsregion

Industrie, Gewerbe

Handel, Dienstleistungen

� Hoher Bildungsstand

� Mehrsprachigkeit

� Traditionelle Brückenbauerfunktion zwischen

alemannischem und romanischem Kulturraum

� Zuwanderungsregion

� Hoher Bildungsstand

� Mehrsprachigkeit

� Traditionelle Brückenbauerfunktion zwischen

alemannischem und romanischem Kulturraum

� Sehr gutes, breit gefächertes und räumlich

differenziertes Angebot an Waren und Dienstleistungen

aller Art

� Die vielen Klein- und Mittelzentren des Kooperationsraumes

decken die Einkaufs- und

Dienstleistungsbedürfnisse der Bevölkerung

hervorragend ab

� Schaffung von Impulsen für die Entfaltung des

Dienstleistungssektors durch Agglomerationsprogramme

(Abstimmung von Siedlungsentwicklung

und Verkehr), durch die Planung und

Realisierung kantonaler Entwicklungsschwerpunkte

sowie durch Maßnahmen zur Attraktivierung

der Städte und Regionalzentren

� Bevorzugter Standort für Verwaltungszweige

und Unternehmen aus dem Bereich der Kommunikation

(u.a. Bundesamt für Kommunikation

BAKOM, Callcenter Orange Mobiltelefonie).

17

unterstützt von der Europäischen Union

� Abseits der wichtigsten helvetischen Ost-West-

Transversalle, vor Solothurn den Jurasüdfuß

verlässt und über Bern - Fribourg an den Genfersee

führt

� Als Teil des Großraums Bern im internationalen

Kontext betrachtet geringere Entwicklungschancen

als die benachbarten Metropolitanräume

Zürich, Basel und Lausanne/Genf

� Fehlende Umfahrung der Stadt Biel (wird bis

2015 fertig gestellt)

� Keine durchgehende Verbindung der Autobahn

A5 Solothurn - Biel - Neuchâtel - Lausanne.

Das fehlende Teilstück durch die Stadt Biel

wird bis 2015 fertig gestellt.

� Stagnation der Zentren und gleichzeitiges

Wachstum der peripheren Gemeinden führen

zu einer fortschreitenden Zersiedlung des

Raumes mit negativen Auswirkungen auf

Landschaft und Infrastrukturkosten

� Stagnation der Zentren und gleichzeitiges

Wachstum der peripheren Gemeinden führen

zu einer fortschreitenden Zersiedlung des

Raumes mit negativen Auswirkungen auf

Landschaft und Infrastrukturkosten

� Ansiedlung der Einkaufszentren und Fachmärkte

auf der grünen Wiese am Rand der Agglomeration,

gekoppelt mit zunehmenden Standortschwierigkeiten

für den Detailhandel in den

Innenstädten und dem „Lädelisterben“ in den

Dörfern.


COMPONENT REPORT RISE KOMPONENTE 1

Arbeitsmarkt,

Qualifikation

Standortpotential,Standortangebot

� Geringe Arbeitslosigkeit

� Lebendiger Arbeitsmarkt mit vielen jungen und

innovativen Firmen, die für moderne und attraktive

Arbeitsplätze in zukunftsträchtigen

Branchen sorgen.

� Traditionsgemäß gut qualifizierte Arbeitskräfte

in den Bereichen Präzisionsmechanik und

Kommunikation

� Gutes Bildungsangebot auf allen Stufen. Zwei

Universitäten (Bern und Neuchâtel) in 30’ mit

dem öffentlichen Verkehr erreichbar.

� Hervorragende Lebensqualität (Erholung und

Freizeit, Seen, landschaftliche Schönheit)

� Hervorragende Verkehrsanbindung.

� Gute verkehrliche Anbindung

� Attraktive Umgebung

� Zweisprachigkeit

� Technische Hochschule (Informatik, Automobiltechnik,

Holzingenieurwesen), Schulen für Mikrotechnik

und Kunst

� Tradition und Kompetenz in der Präzisionstechnologie

als Grundlage für den Erhalt und

Ausbau dieses wichtigen Industriezweigs

� Festlegung und Förderung zentral gelegener

Arbeitsplatzstandorte durch die Erarbeitung

von Agglomerationsprogrammen.

Tourismus � Landschaftlich ansprechende, sehr abwechslungsreiche

Region

Land- und

Forstwirtschaft

� Besondere Qualitäten für Aktivitäten im Bereich

„Human powered mobility“ HPM

� Ausgebautes, sicheres Wegnetz für den Langsamverkehr

seit der Expo 02

� Eignung für wasserbezogene Aktivitäten;

Schifffahrt auf Seen und Kanälen

� Reiches Angebot an reizvollen mittelalterlichen

Städtchen

� Eignung für Tagesausflüge aus den umliegenden

größeren Städten

� Ideale pedologische und klimatische Voraussetzungen

für Gemüsebau im Grossen Moos

sowie intensive Gemischtwirtschaft (Viehzucht

und Ackerbau) im tieferen Mittelland.

Exportorientierte Gemüseproduktion („Gemüsegarten

der Schweiz“) mit vielen nachgelagerten

Betrieben (Verarbeitung, Spedition)

� Viel versprechende Pilotprojekte in der regionalen

Vermarktung (Regio Plus-Projekt Tou-

LaRe).

� Bildungsangebote mit regionaler bis überregionaler

Ausstrahlung:

18

unterstützt von der Europäischen Union

� Fehlendes übergreifendes Standortmarketing

auf regionaler und kantonaler Ebene sorgt für

entwicklungspolitisch wenig sinnvolle lokale

Konkurrenzsituationen

� Für die Ansiedlung von produzierenden Grossbetrieben

mit internationaler Ausstrahlung fehlen

baureife strategische Landreserven.

� Hohe Steuerbelastung im Kanton Bern

� Der Kanton Bern hat das Image, verwaltungsdominiert

und nicht sehr wirtschaftsfreundlich

zu sein

� Dem Großraum Bern wird im Vergleich zu den

Metropolitanräumen Zürich, Basel oder Lausanne

/ Genf ein geringeres Entwicklungspotenzial

prognostiziert.

� Komplizierte föderalistische Strukturen in der

Tourismusförderung wirken sich hinderlich aus

� Mangelhafte Zusammenarbeit und Kompetenzgerangel

unter den verschiedenen Tourismusorganisationen

� Tagestourismus dominiert klar gegenüber

mehrtägigen Ferienaufenthalten.

� Grosse Konkurrenz durch nahe gelegene,

klassische Tourismusdestinationen wie beispielsweise

die Jungfrauregion oder das Aletschgebiet)

� Unvermindert starker Strukturwandel in der

schweizerischen Landwirtschaft (Abbau der

staatlichen Subventionen und der Schutzzölle)

führt zur Aufgabe vieler kleiner Familienbetriebe,

mit noch unabsehbaren Folgen für Gesellschaft

und Landschaft.

� Intensivlandwirtschaft im Grossen Moos gefährdet

langfristig die Fruchtbarkeit der Böden

und die Biodiversität (mit ökologischen Ausgleichsprojekten

wie dem Biotopverbund Grosses

Moos wird Gegensteuer gegeben).

� Holzüberschuss; teure und defizitäre Waldpfle


COMPONENT REPORT RISE KOMPONENTE 1

- Inforama Ins

- Interkantonale Försterschule Lyss

4.3 Regionale Planungs- / Entwicklungsstrukturen

4.3.1 Landkreis Deggendorf / Teilraum Deggendorf/Plattling

KurzbeschreibungVorgängerstrukturen

Organisationsform

Regionalmanagement:

Nicht vorhanden

19

ge; geringe regionale Verarbeitungs- und Vermarktungspotenziale

im Holzsektor.

Arbeitsgemeinschaft nach dem bayerischen Gesetz über kommunale Zusammenarbeit (KommZG)

Beteiligte Partner Finanziell und inhaltlich bestimmend:

Jährliches Budget/Schnitt

2000/2003

Budgetentwicklung

2000 - 2003

Weiterentwicklung

des RM

Beschäftigte /

Ausmaß Kat. A

(GF)

Beschäftigte /

Ausmaß Kat. B

(Operativ)

Beschäftigte /

Ausmaß Kat. C

(backoffice)

Stadt Deggendorf, Stadt Plattling, Markt Hengersberg, Markt Metten, Gemeinde Niederalteich, Gemeinde

Offenberg, Gemeinde Otzing, Gemeinde Stephansposching

Beratend:

Landkreis Deggendorf, Regierung von Niederbayern, Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur,

Verkehr und Technologie

15.000 € laufende Geschäfte (Geschäftsstelle), Projektbezogene Finanzierungen durch Projektbeteiligte

und Fördermittel

Variabel entsprechend Geschäftsstellenaufgaben und Projektbeteiligungen

Evaluierung im Zuge einer Studie der bayerischen Landesplanung. Empfehlungen hieraus: Verlagerung

des RM auf Landkreisebene. Umsetzung angedacht und unterstützt durch Teilraum Deggendorf/Plattling

Keine eigenen Beschäftigten. GF und Stellvertreter sind von ihren Arbeitgebern (Stadt Deggendorf, Stadt

Plattling) mit einem Teil ihrer Arbeitszeit für GF-Aufgaben freigestellt.

Keine eigenen Beschäftigten, Aufteilung der Aufgaben unter beteiligten Gemeinde, teilweise auch Landkreis

Deggendorf

Keine eigenen Beschäftigten, Aufteilung der Aufgaben unter beteiligten Gemeinde, teilweise auch Landkreis

Deggendorf

Hauptaufgaben:

Leistungen - Vertretung des Teilraumes nach außen

- Verantwortlichkeit für die Umsetzung der Beschlüsse der Bürgermeisterrunde

- Kostenverwaltung / Organisation

- Vermittlung zu regionalen Experten für eine qualifizierte Weiterberatung

- Ideenentwicklung und Vernetzung

Informationstätigkeit

- Präsentation auf Fachveranstaltungen und -messen

- Aktiver Informationsaustausch in und aus der Region

- Fortlaufende Geschäftsberichte

- Internetpräsentation

Koordination - Organisation und Leitung von Bürgermeisterrunden und Arbeitsgruppentreffen

- Koordination und Abstimmung mit regionalen und überregionalen Institutionen

- Koordination und Abstimmung mit Projektträgern

Kooperation - Aufbau und Betreuung regionaler Netzwerke von Personen, Organisationen und Betrieben

- Mitarbeit in überregionalen Netzwerken

- Entwicklungsplanung auf regionaler Ebene

unterstützt von der Europäischen Union


COMPONENT REPORT RISE KOMPONENTE 1

Leitprojekte (abgeschlossen/in

Umsetzung)

Sonstige Projekte

(abgeschlossen/inUmsetzung)

Agenda 21 –

ländlicher Raum,

Arbeitsmarktbetreuung,Energieberatung,Tourismusentwicklung

etc.

Vorgaben / InstrumenteLandesplanung

Vorgaben / InstrumenteRegionalplanung

Sonstige Regionalentwicklungsinstrumente

Siedlungsentwicklung

/ Flächenmanagement

Tourismusentwicklung

/ Marketing

- Bildung von Projekt- und Arbeitsgruppen zur weiteren Projektentwicklung

- Interkommunales Entwicklungskonzept Deggendorf/Plattling/Stephansposching (Planungsphase

abgeschlossen, Umsetzung läuft)

- Abgestimmte kommunale Agenda 21 (laufend)

- Innovations- und Technologie-Campus Deggendorf (Planung und Bau abgeschlossen, Umsetzung

laufend)

- Umweltverträglicher Tourismus mit Schwerpunkt Radtourismus (laufend)

- Gemeinsame Stadtbuslinie Deggendorf-Plattling (abgeschlossen)

- Interkommunale Kooperation im gemeinsamen Oberzentrum Deggendorf/Plattling (teilweise umgesetzt)

- RISE

- Teilraumradtour/Landschaftsrahmen (in Umsetzung)

- Regionale Küche (abgeschlossen)

- „Grüne Mitte“ Deggendorf/Plattling (in Vorbereitung)

- Interkommunales Gewerbegebiet (in Vorbereitung)

Sonstige regionale Betreuungsstrukturen:

- Kommunale Agenda 21 Prozesse in Deggendorf, Plattling, Hengersberg und Niederalteich

- Landvolkshochschule Niederalteich

- Tourismusverband Ostbayern

- Arbeitsgemeinschaft Ostbayerischer Städte

- Naturpark Bayerischer Wald (Verein)

- Euregio Bayerischer Wald/Böhmerwald

- Innovations- und Technologie Campus

- Wirtschaftsregion Donaustädte

- Lokale Aktionsgruppe (LAG) Deggendorf (Leader+)

Sonstige Planungsinstrumente:

FFH-Ausweisungen der EU als Restriktion der Siedlungsentwicklung in der Region.

Landesentwicklungsprogramm Bayern (2003): Gemeinsames Oberzentrum Deggendorf/Plattling mit

festgelegtem Stadt-Umland-Bereich, regionale Entwicklungsachsen, Grundlinien für die Siedlungsentwicklung

(z.B. Freihalten von Donauleithängen), Vorgaben für Einzelhandelsentwicklung (innenstadtrelevante

Sortimente)

Regionalplan Donau-Wald: Festlegung von Vorbehaltsgebieten für Siedlungsentwicklung, Natur und

Landschaft sowie die Gewinnung von Bodenschätzen, Prioritätenliste für staatliche Infrastrukturmaßnahmen

Teilraumgutachten der bayerischen Landesplanung („weiches Instrument“ von 1996 als Grundlage des

Handelns im Teilraum Deggendorf/Plattling

Regionales Entwicklungskonzept des Landkreises Deggendorf (2002)

Kooperationsansätze:

Teilraumgutachten mit integriertem Leitbild „Siedlung“ (1996)

Interkommunales Entwicklungskonzept Deggendorf/Plattling/Stephansposching (2000)

Gemeinsame Gewerbegebietsplanung (Deggendorf/Plattling/Stephansposching, in Vorbereitung)

Übergreifend im Tourismusverband Ostbayern

Verantwortliche koordinierende Stelle im Landkreis Deggendorf

Gemeinsame Marketingansätze im Doppelort Deggendorf/Plattling in Vorbereitung

Kultur Abstimmungen zwischen den Städten Deggendorf und Plattling (bislang nur ansatzweise), ansonsten

nicht vorhanden

Freiraumplanung

Umwelt

Teilraumgutachten mit integriertem Leitbild „Natur und Landschaft“ (1996)

Gemeinsame Naherholungsgebietsplanung „Grüne Mitte“ (Deggendorf/Plattling, in Vorbereitung)

Maßnahmen des Naturparks Bayerischer Wald in Teilbereichen

20

unterstützt von der Europäischen Union


COMPONENT REPORT RISE KOMPONENTE 1

Komponente 1

Regionalentwicklung

Komponente 2

Identität und

Kultur

Komponente 3

Stärken und

Wirtschaftskompetenz

Komponente 4

Freiraum und

Lebensqualität

Good Practices:

Teilraumgutachten

Interkommunales Entwicklungskonzept Deggendorf/Plattling/Stephansposching

Kultur Wirtschaft Ottmaring

Künstlersymposium am Bogenbach

Innovations- und Technologie Campus Deggendorf

Wirtschaftsregion Donaustädte

„Grüne Mitte“ Deggendorf/Plattling

Entwicklungskonzept „Nördliches Donauufer“

4.3.2 EU-Regionalmanagement Obersteiermark-West / Aichfeld-Murboden

KurzbeschreibungVorgängerstrukturen

Organisationsform

Regionalmanagement:

EGAM (Gründungsjahr: 1972) mit Schwerpunkt regionaler Wohnungsbau, Raumordnungs- und Wirtschaftsförderungsverband

mit Schwerpunkt interkommunale Infrastrukturabstimmung, Standortentwicklung

Gewerbe/Industrie.

Verein

Beteiligte Partner Planungsregion Aichfeld/Murboden, Gemeinden der Bezirke Judenburg und Knittelfeld (24 im Bezirk

Judenburg und 14 im Bezirk Knittelfeld), regionale AkteurInnen und an Projektumsetzungen Interessierte,

Verantwortliche auf regionalpolitischer Ebene

Jährliches Budget/Schnitt

2000/2003

Budgetentwicklung

2000 - 2003

Weiterentwicklung

des RM

Beschäftigte /

Ausmaß Kat. A

(GF)

Beschäftigte /

Ausmaß Kat. B

(Operativ)

Beschäftigte /

Ausmaß Kat. C

(backoffice)

ca. € 400.000,00 inkl. Projektbudgets

Variabel entsprechend der Anzahl an Projektträgerschaften

Aktuell laufende Evaluierung des RM im Rahmen einer Studie des Bundeskanzleramtes und der Abteilung

16. Geplante Neustrukturierung im Zusammenhang mit veränderter EU-Förderlandschaft nach 2006.

1 Person

1 Person

Keine

Hauptaufgaben:

Leistungen - Erst-Beratungen zu Projekten für Gemeinden, Firmen, Firmengründer.

- Vermittlung zu Förderstellen des Landes, Bundes und der EU

- Vermittlung zu regionalen Experten für eine qualifizierte Weiterberatung

- Ideenentwicklung und Vernetzung

Informationstätigkeit

- Abhaltung von Informationsveranstaltungen zu Trends im Förderbereich

- Aktiver Informationsaustausch in und aus der Region

- Ziel2 und Ziel 3 Programm, Gemeinschaftsinitiativen Leader+, Equal und diverse Aktionsprogramme

Koordination - Koordination und Abstimmung von Projektträgern mit regionalen und überregionalen Institutionen

- Beratung und/oder Erstellung von Projektkonzepten

21

unterstützt von der Europäischen Union


COMPONENT REPORT RISE KOMPONENTE 1

- Lobbying für Projekte der Region

Kooperation - Aufbau und Betreuung regionaler Netzwerke von Personen, Organisationen und Betrieben

- Entwicklungsplanung auf regionaler Ebene

- Bildung von Projekt- und Arbeitsgruppen zur weiteren Projektentwicklung

Leitprojekte (abgeschlossen/in

Umsetzung)

Sonstige Projekte

(abgeschlossen/inUmsetzung)

Agenda 21 –

ländlicher Raum,

Arbeitsmarktbetreuung,Energieberatung,Tourismusentwicklung

etc.

Vorgaben / InstrumenteLandesplanung

Vorgaben / InstrumenteRegionalplanung

Sonstige Regionalentwicklungsinstrumente

Siedlungsentwicklung

/ Flächenmanagement

Tourismusentwicklung

/ Marketing

- Beschäftigungspakt 2000-2006

- Equal EP Styrian Service 2002-2005

- Regionale Entwicklungsplattform Westl. Obersteiermark 2000-2006

- Holz im Netz

- IdA - Integration durch Arbeit 2002-2005

- IKÖF - Interkulturelle Öffnung des Arbeitsmarktes 2002-2005

- Entwicklungskonzept Aichfeld-Murboden

- EP Styrian Service 2002-2005

- FiT - Fachkräfte im Tourismus 2003-2004

- Holz im Tourismusmarketing

- Holz-Gesamtzeit-Projekt 2002-2007

- Holzweltbotschafter

- Koordination regionaler Beschäftigungspakt Obersteiermark West 2000-2006

- PSPP, Vernetzung Equal

- REA - Regionale Entwicklungsagentur 2002-2003

- Leonardo da Vinci - Public Social Private Partnership – Qualification 2004-2006

- Erst-Beratungen zu Projekten für Gemeinden, Firmen, Firmengründer

- Vermittlung zu Förderstellen des Landes, Bundes und der EU

- Vermittlung zu regionalen Experten für eine qualifizierte Weiterberatung

- Ideenentwicklung und Vernetzung

Sonstige regionale Betreuungsstrukturen:

- Aichfeld-Innovationszentrum

- Energieagentur

- Holzinnovationszentrum

- LAG Holzwelt

- Integrierte Ländliche Entwicklung

- Ökologische Landentwicklung

- Sozial- Öko- Beschäftigungs- Service Aichfeld

- Arbeitsmarktservice

- Tourismusverband Oberes Murtal

Sonstige Planungsinstrumente:

Landesentwicklungsprogramm (Neubearbeitung geplant)

Einzelne relevante Sachprogramme

Regionales Entwicklungsleitbild (Positionspapier)

Region der Zukunft (Zukunftsworkshops)

Ziel 2 Förderkulisse (weitgehend phasing out)

Randliche Beteiligung LEADER II

Kooperationsansätze:

Regionales Entwicklungsprogramm Bez. Judenburg / Knittelfeld (Verordnung auf der Basis von Fachkonzepten

Siedlungs- und Freiraumentwicklung in Auflage)

Neuorganisation bezirksübergreifende Marketingstruktur

22

unterstützt von der Europäischen Union


COMPONENT REPORT RISE KOMPONENTE 1

Kultur Beschränkung auf örtliche Aktivitäten, teilweise Einbindung in landesweite Marketingaktivitäten

www.kultur.steiermark.at

Freiraumplanung

Umwelt

Komponente 1

Regionalentwicklung

Komponente 2

Identität und

Kultur

Komponente 3

Stärken und

Wirtschaftskompetenz

Komponente 4

Freiraum und

Lebensqualität

Fachkonzept Freiraumentwicklung für den Zentralraum Aichfeld - Murboden

Good Practices:

Regionales Entwicklungsprogramm Aichfeld-Murboden

Energieagentur Obersteiermark West

Vernetzung Musikschulen der Region

Kulturzentrum Stift Seckau

AIZ Unternehmerzentrum Zeltweg

Holzcluster HIZ

ARGE 50plus Zirbenland

Regionales Freiraumkonzept Aichfeld Murboden

4.3.3 Espace Mittelland / Kooperationsraum Seeland - Jurasüdfuß – Jura Bernois

KurzbeschreibungVorgängerstrukturen

Organisationsform

Regionalmanagement:

Die sechs am Kooperationsraum Seeland-Jurasüdfuß-Jura Bernois beteiligten Regionalverbände (freiwilliger

Zusammenschluss von politischen Gemeinden) sind seit den späten sechziger Jahren entstanden

und historisch gewachsen. Die einzelnen Regionen decken sich nicht zwangsläufig mit den politischen

Gebietseinheiten (z.B. Amtsbezirke). Die Hauptaufgabe der Regionalverbände liegt in der Gewährleistung

einer gemeindeübergreifenden, koordinierten Raumentwicklung mit einem Schwerpunkt auf räumlichen

Fragestellungen. Vorgängerorganisationen gibt es nicht.

Die Regionalverbände sind als Vereine im Sinne von Art. 60 des schweizerischen Zivilgesetzbuches

organisiert. Sie verfügen alle über einen Vorstand (Exekutive) und eine jährlich durchgeführte Delegiertenversammlung

(Legislative). Die sechs Regionalverbände des Kooperationsraumes sind autonom. Sie

haben sich exklusiv für RISE zu einer Projektgemeinschaft zusammengeschlossen.

Beteiligte Partner Der Kooperationsraum Seeland-Jurasüdfuß-Jura Bernois besteht aus folgenden Regionalverbänden:

Jährliches Budget/Schnitt

2000/2003

Budgetentwicklung

2000 - 2003

Weiterentwicklung

des RM

- Verband der Gemeinden des Seebezirks (Kanton Freiburg) / LAC

- Erlach-östliches Seeland (Kanton Bern) / EOS

- Biel-Seeland (Kanton Bern) / BS

- Grenchen-Büren (Kantone Bern und Solothurn) / GB

- Jura-Bienne (Kanton Bern) / ARJB

- Solothurn und Umgebung (Kanton Solothurn) / RSU

LAC: CHF 125‘000

EOS: CHF 250'000

BS: CHF 270‘000

GB: CHF160‘000

ARJB: CHF 385.000

RSU: CHF 215‘000

Die Budgets der sechs Regionalverbände sind in der Periode 2000 - 2003 weitgehend stabil geblieben.

Da die Aktivitäten nebst den Subventionsbeiträgen von Bund (ARJB) und Kantonen (übrige 5 Regionalverbände)

über Pro-Kopf-Beiträge der Mitgliedgemeinden finanziert werden, sind Budgeterhöhungen

politisch nur schwer durchsetzbar.

Das Regionalmanagement befindet sich derzeit insbesondere im Kanton Bern in einem tiefgreifenden

Umbruch. Gemäß der aktuellen "Strategie zur regionalen Zusammenarbeit“ der bernischen Regierung"

sollen die Planungsregionen gebietsmäßig neu definiert und stärker auf die Agglomerationen ausgerichtet

werden. Vorgesehen ist die Einführung von Regionalkonferenzen, denen durch Delegation sowohl von

kantonalen als auch von kommunalen Aufgaben größere Kompetenzen als bisher eingeräumt werden.

Falls sich die betroffenen Gemeinden dafür aussprechen, werden sich in einem ersten Schritt die Regio-

23

unterstützt von der Europäischen Union


COMPONENT REPORT RISE KOMPONENTE 1

Beschäftigte /

Ausmaß Kat. A

(GF)

Beschäftigte /

Ausmaß Kat. B

(Operativ)

Beschäftigte /

Ausmaß Kat. C

(backoffice)

nen EOS und BS bis Ende 2005 zur Region seeland.bienne zusammenschließen.

LAC: Es gibt keinen eigentlichen Geschäftsführer. Die Führung des Verbandes obliegt dem Vorstand.

Die Verrechnung der Leistungen erfolgt nach effektivem Aufwand im Zeittarif.

EOS: Die Geschäftsführung wird im Auftragsverhältnis durch ein privates Planungsbüro wahrgenommen.

Die Person des Geschäftsführers wird vom Vorstand gewählt und als Regionalplaner bezeichnet.

Die Verrechnung der Leistungen erfolgt nach effektivem Aufwand im Zeittarif.

BS: Die Geschäftsführung wird im Auftragsverhältnis durch ein privates Planungsbüro wahrgenommen.

Die Person des Geschäftsführers wird vom Vorstand gewählt und als Regionalplaner bezeichnet.

Die Verrechnung der Leistungen erfolgt nach effektivem Aufwand im Zeittarif.

GB: Geschäftsführer im Anstellungsverhältnis (25-45%)

ARJB: Geschäftsführung im Auftragsverhältnis

RSU: Die Geschäftsführung wird vom Präsidenten wahrgenommen. Dieser wird im Auftragsverhältnis

entschädigt.

LAC: Für fachliche Aufgaben sind die Arbeitsgruppen zuständig. Für größere Geschäfte (z.B. Revision

Richtplan) werden externe Planungsbüros beigezogen.

EOS: Die operative Arbeit an konkreten Projekten wird entweder durch Fachleute des mit der Geschäftsführung

beauftragten Planungsbüros oder durch weitere externe Beauftragte wahrgenommen.

BS: Die operative Arbeit an konkreten Projekten wird entweder durch Fachleute des mit der Geschäftsführung

beauftragten Planungsbüros oder durch weitere externe Auftragnehmer wahrgenommen.

GB: Die operative Arbeit an konkreten Projekten wird entweder durch den Geschäftsführer oder

durch externe Auftragnehmer wahrgenommen.

ARJB: Die operative Arbeit an konkreten Projekten obliegt dem Geschäftsführer und seinem Team (3

Personen, 250% Stellenprozent).

RSU: Die Geschäftsführung wird vom Präsidenten wahrgenommen. Dieser ist im Auftragsverhältnis

tätig. Die fachliche Arbeit an konkreten Projekten wird im Auftrag an externe Fachleute übertragen.

LAC: Sekretärin zu 50% in Festanstellung. Die Verbandsgeschäfte werden von der Präsidentin und

der Sekretärin vorbereitet. Die Protokollführung wird von der Sekretärin übernommen.

EOS: Backoffice-Aufgaben (z.B. Vorbereitung der Verbandsgeschäfte zu Händen der Delegiertenversammlung)

werden weitgehend durch den Geschäftsführer abgedeckt. Die Protokollführung an

den Vorstandsitzungen übernimmt ein Angestellter der Bauverwaltung Lyss.

BS: Backoffice-Aufgaben (z.B. Vorbereitung der Verbandsgeschäfte zu Händen der Delegiertenversammlung)

werden weitgehend durch den Geschäftsführer abgedeckt.

GB: Kassiererin im Auftragsverhältnis. Energieberater in Festanstellung. Die Protokollführung wird

durch den Geschäftsführer wahrgenommen.

ARJB: Die Back-Office-Aufgaben werden mit einer 50%-Stelle abgedeckt.

RSU: Die Back-Office-Aufgaben werden von einer Sekretärin im Anstellungsverhältnis wahrgenommen.

Hauptaufgaben:

Leistungen - Inhaltliche und organisatorische Vorbereitung der Vorstandssitzungen und der jährlichen Delegiertenversammlung

- Vorbereitung von Jahresbudget, Jahresrechnung und Geschäftsbericht

- Vorbereitung der Subventionsgeschäfte

- Projekt- und Kostenkontrolle

- Verantwortlich für die Umsetzung der Vorstandsbeschlüsse

Informationstätigkeit

- Anlaufstelle für die Regionsgemeinden in planerischen Fragen

- Gewährleistung eines aktiven Informationsaustauschs unter den Regionsgemeinden

- Vertretung des Regionalverbandes gegen außen (in enger Zusammenarbeit mit den politischen

Vertretern des Vorstandes)

- Vertretung des Regionalverbandes in überregionalen Fachgremien

- Teilnahme an Informationsveranstaltungen zu Themen von regionaler Bedeutung

Koordination Gewährleistung der Koordination mit den Nachbarregionen, anderen raumwirksamen Organisationen und

Institutionen von regionaler Bedeutung sowie den kantonalen Fachstellen

Kooperation - Selbständige Durchführung bzw. fachliche Begleitung von Planungs- oder Umsetzungsaufgaben

nach Vorgabe des Jahresarbeitsprogrammes

24

unterstützt von der Europäischen Union


COMPONENT REPORT RISE KOMPONENTE 1

Leitprojekte (abgeschlossen/in

Umsetzung)

Sonstige Projekte

(abgeschlossen/inUmsetzung)

Agenda 21 –

ländlicher Raum,

Arbeitsmarktbetreuung,Energieberatung,Tourismusentwicklung

etc.

- Abfassung von Stellungnahmen im Rahmen von Vernehmlassungen zu raumrelevanten Gesetzesvorlagen

und Planungen seitens des Bundes oder der Kantone

- Entwicklung von neuen Ideen und Projektansätzen

LAC: Umsetzung des regionalen Richtplans von 1992; Vorarbeiten zur Aktualisierung des regionalen

Richtplans

EOS: Umsetzung des regionalen Raumentwicklungskonzeptes 99 (revidiert 2003); Integration des

Verbandes in die neue Regionalstruktur seeland.bienne (ab 2006)

BS: Umsetzung des regionalen Richtplans von 1994; Begleitung von Planung und Realisierung der

Autobahn A5 im Raum Biel; Agglomerationsprogramm Biel; Integration des Verbandes in die

neue Regionalstruktur seeland.bienne (ab 2006)

GB: Agglo-Initiative (alternatives Programm zum Agglomerationsprogramm), Teilrichtpläne Ressourcenschutz

Bern und Solothurn, Naherholungskonzept Aareraum

ARJB: Ausbau und qualitative Weiterentwicklung des Parc régional Chasseral; Touristische Vermarktung

von Watch Valley

RSU: Agglomerationsprogramm Solothurn mit entsprechenden Teilprojekten

Die sechs Planungsregionen arbeiten alle projektbezogen und haben in den letzten Jahren eine Vielzahl

von gemeindeübergreifenden Projekten realisiert. Die nachstehende Auflistung beschränkt sich auf ausgewählte

Projekte, die sich derzeit in der Umsetzung befinden.

LAC: Interkantonales Vernetzungsprojekt „Biotopverbund Grosses Moos“ auf einer Gesamtfläche von

77km².

EOS: Agglomerationsprogramm für das Doppelzentrum Lyss-Aarberg; Koordinierte Planung Lyss-

Busswil (neuer Direktanschluss von zwei bedeutenden Industriegebieten des Regionalzentrums

an die Autobahn T6); Erweiterung der Landi Schweiz AG (gemeindeübergreifende Überbauungsordnung

für ein Verteilzentrum mit 250 Arbeitsplätzen); interkantonales Vernetzungsprojekt

"Biotopverbund Grosses Moos"; mehrere teilregionale Landschaftsentwicklungskonzepte; Initiative

Limpachtal (kantonsübergreifendes Teilraummanagement von 16 Gemeinden aus den Kantonen

Bern und Solothurn); Kulturspur.

BS: Agglomerationsprogramm Biel (Schwerpunkte Koordination Siedlungsentwicklung/Verkehr und

Kultur); Realisierung des letzten Teilstückes der Nationalstrasse N5 (Autobahn) mitten durch

Stadt und Agglomeration Biel; Mobilitätsstudie Agglomeration Biel; Richtplan verkehrsintensive

Vorhaben (insbesondere Einkaufszentren); Korridorstudie (Verkehr) linkes Bielerseeufer; regionales

Projekt Naherholung und Landschaft.

GB: Strategiepapier zur langfristigen regionalen Erschließung; Fernverkehrsangebot Jürasüdfußlinie;

Regionalverkehrskonzept BGU - 05, Teilrichtplan Abbau und Deponie für die Region Grenchen -

Büren; regionale Online-Plattform, Statutenrevision.

ARJB: Parc régional Chasseral; Aufbau und Vermarktung der Tourismusdestination "watch Valley"

(www.watchvalley.ch), Koordinationsabkommen mit dem Kanton Bern.

RSU: „Regiomech“ (Arbeitslosenprojekt); Theaterprojekt 05/06 (Fragen der Zentrumslasten im kulturellen

Bereich klären); Nutzungs- und Schutzprojekte im Aareraum.

Sonstige regionale Betreuungsstrukturen:

Auswahl (ohne Anspruch auf Vollständigkeit):

- Konferenz der Gemeinde- und Stadtpräsidien des Seelandes

- Regionale Verkehrskonferenz (RVK; für das Angebot im öffentlichen Verkehr zuständig)

- Regionale Kulturkonferenz (RKK; für die Subventionsgeschäfte im Zusammenhang mit den wichtigsten

regionalen Kulturinstituten zuständig)

- Energieberatungsstelle (von den Regionalverbänden EOS und BS gemeinsam betrieben)

- Regionale Kommission der Betreiber von Abbaustandorten und Deponien (Regionen EOS und BS

gemeinsam)

- Regionale Abfallkommission (nur EOS)

- Tourismusverband Biel-Seeland (TBS)

- Wirtschaftskammer Biel-Seeland (WIBS)

- Handels- und Industrieverein (HIV) Biel-Seeland

- Handels- und Industrieverein (HIV) Lyss-Aarberg

- Handel- und Industrieverein (HIV) Grenchen

- Kantonaler Gewerbeverein

- Landwirtschaftliche Organisationen Seeland (LOS)

- Verein TouLaRe (Tourismus-Landwirtschaft-Region)

- Gemeindeforum Lebenswertes Seeland

- Arbeitsgruppe Kulturspur

25

unterstützt von der Europäischen Union


COMPONENT REPORT RISE KOMPONENTE 1

Vorgaben / InstrumenteLandesplanung

Vorgaben / InstrumenteRegionalplanung

Sonstige Regionalentwicklungsinstrumente

Siedlungsentwicklung

/ Flächenmanagement

Tourismusentwicklung

/ Marketing

- Interessengemeinschaft Bielersee (IGB)

- Verein Bielerseeschutz VBS

- Landschaftswerk Bielersee

Sonstige Planungsinstrumente:

- Eidgenössisches Raumplanungsgesetz und Raumplanungsverordnung von 1979 (mehrmals revidiert)

- Eidgenössisches Investitionshilfegesetz (insbesondere für die Bergregion Region Jura-Bienne von

großer Bedeutung)

- Diverse Sachpläne (z.B. Sachplan Fruchtfolgeflächen, Sachplan Schiene und Strasse oder Sachplan

Infrastruktur Luftfahrt) des Bundes

- Grundzüge Raumordnung Schweiz

- Raumentwicklungsbericht 2005 des Bundesamtes für Raumentwicklung

- Bundesstrategie zur neuen Regionalpolitik

- RegioPlus (Bundesbeschluss über die Unterstützung des Strukturwandels im ländlichen Raum)

- Agglomerationsstrategie des Bundes

- Bundesstrategie für den ländlichen Raum

Vorgaben Instrumente Kantonsplanung:

- Raumplanungs- und Baugesetze inklusive entsprechende Verordnungen in den Kantonen Bern,

Freiburg und Solothurn

- Kantonale Richtpläne Bern, Freiburg und Solothurn

- Kantonaler See- und Flussuferrichtplan Bern

- Kantonaler Straßenplan Freiburg

- Kantonale Raumentwicklungsstrategien

- Kantonales Landschaftsentwicklungskonzept Bern

- Kantonales Tourismusentwicklungsgesetz Bern

Vorgaben Instrumente Regionalplanung:

- Individuelle Entwicklungskonzepte und Gesamtrichtpläne der sechs Planungsregionen des Kooperationsraumes

Seeland-Jurasüdfuß-Jura Bienne

- Regionale Waldpläne Kanton Bern

Viele überkommunale und teilregionale Entwicklungskonzepte, deren Umsetzung in Abstimmung mit den

übergeordneten Raumentwicklungszielen erfolgt.

Kooperationsansätze:

- Festlegung der Siedlungsstruktur (Zentralitäten) in den kantonalen und regionalen Richtplänen

- Festlegung von Spielregeln zur Bemessung von Bauzonengrößen in den kantonalen Richtplänen

- Abstimmung von Siedlungs- und Verkehrsentwicklung im Rahmen der Agglomerationsprogramme

von Biel, Solothurn und Lyss/Aarberg

- Mit dem Tourismusverband Biel-Seeland existiert für den Kooperationsraum eine regionsübergreifende

Marketing-Organisation

- In der Region Jura-Bienne wird das Label „Watch Valley“ erfolgreich vermarktet

- Ansätze zum Aufbau einer Tourismusdestination "Dreiseenland / Trois Lacs"

- Seit der Landesausstellung haben die vier Ausstellungs-Städte Biel, Murten, Neuchâtel und Yverdon

ihre Zusammenarbeit maßgeblich verstärkt, um mit gemeinsamen Auftritten und Produkten vom Erbe

der Expo.02 profitieren zu können.

- Der Espace Mittelland spielt bei der kantonsübergreifenden Koordination der Marketingbestrebungen

eine wichtige Rolle und stellt dabei sein Beziehungsnetz zur Verfügung.

- Mit der Bielersee-Schifffahrts-Gesellschaft und der Aare Seeland Mobil bieten im Kooperationsraum

zwei unbestrittene private Unternehmungen ihre Dienstleistungen an und tragen zum touristischen

Zusammenhalt bei.

Kultur - Regionale Kulturkonferenz als offizielles, aber relativ schwerfälliges Koordinationsorgan unter den

Gemeinden

- Amt für Kultur der Stadt Biel als professionelle (allerdings stark stadt- und weniger regionsbezogene)

Koordinationsstelle für kulturelle Belange

- Städtebundtheater Biel - Solothurn

26

unterstützt von der Europäischen Union


COMPONENT REPORT RISE KOMPONENTE 1

Freiraumplanung

Umwelt

Komponente 1

Regionalentwicklung

Komponente 2

Identität und

Kultur

Komponente 3

Stärken und

Wirtschaftskompetenz

Komponente 4

Freiraum und

Lebensqualität

- Arbeitsgruppe Kulturspur (Regionen EOS, BS und GB)

- Forum Lebenswertes Seeland (regelmäßige Durchführung breit abgestützter und von vielen Gemeinden

besuchter Foren zu einem landschaftlichen Thema; Ziel ist die Schaffung eines regionalen Regenerationsparks)

- Bieler Manifest (Vereinigung zur Verbesserung der persönlichen Energiebilanz)

- Verein Bielerseeschutz (Ziel ist der Schutz und die Revitalisierung der Seeufer)

- Landschaftswerk Bielerseeschutz (Koordination und Durchführung von Arbeitsloseneinsätzen im

Bereich der Landschaftspflege)

- Verschiedene regionale und lokale Natur-, Heimat- und Landschaftsschutzorganisationen

- Gemeindeübergreifende Landschaftsentwicklungskonzepte

- Regionale Energieberatung

- Regional organisierte Abfallentsorgung

Good Practices:

Regionales Raumentwicklungskonzept EOS 99

Strukturreform seeland.bienne

ArtCanal

Kulturspur

Auto-Cluster

Weiterentwicklung der Wachstumsstrategie des Kantons Bern: Wirtschaftsachsen Thun-Bern-Biel und

Bern-Burgdorf-Langenthal

Biotopverbund Grosses Moos

Revitalisierung Auengebiet Alte Aare

5 Good Practices

5.1 Teilraumgutachten für den Verflechtungsraum Deggendorf/Plattling

Projektträger Landesplanung Bayern im Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie

Prinzregentenstraße 24

80538 München

Frau Christine Herrgott

Tel.: +49 (089) 21627060, Fax: +49 (089) 2162-7003

E-mail: christine.herrgott@stmwivt.bayern.de

Internet: www.stmwivt.bayern.de

Operative Durchführung

Kooperationspartner

Städte und Gemeinden des Teilraumes Deggendorf/Plattling

Federführung:

Dipl.-Ing. Gerhard Knopp, München

Mitarbeit:

Prof. Fritz Auweck

Dipl.-Ing. (FH) Kathrin Kleindienst

Prof. Dr. Hartmut Keller

Dipl.-Ing. Bernhard Friedrich

Dipl.-Ing. (FH) Thomas Lohmeyer

Dipl.-Ing. Elke Jürchott-Diener

Dr. Klaus Maneval

Unter Beteiligung von Mitarbeitern der Städte und Gemeinden

Stadt Deggendorf

Stadt Plattling

27

unterstützt von der Europäischen Union


COMPONENT REPORT RISE KOMPONENTE 1

Zuordnung Themen

RISE

Besondere Stärken

Markt Hengersberg

Markt Metten

Gemeinde Niederalteich

Gemeinde Offenberg

Gemeinde Otzing

Gemeinde Stephansposching

Grundlage der Regionalentwicklungsansätze im Teilraum Deggendorf/Plattling. Ausgangslage zur weiterführenden

Projekt- und Kooperationsideen in Komponente 1

Verankerung der Maßnahmen in der Region durch Beteiligung der Städte und Gemeinden bei der Gutachtenerstellung

und Abgrenzung des Untersuchungsbereiches aus der Region heraus; dadurch entsprechende

Umsetzungsorientierung; abgestimmtes Konzept interkommunaler Entwicklung.

Planungsebene Verflechtungsraum des Doppelortes Deggendorf/Plattling

Bearbeitungsgebiet

Stadt Deggendorf

Stadt Plattling

Markt Hengersberg

Markt Metten

Gemeinde Niederalteich

Gemeinde Offenberg

Gemeinde Otzing

Gemeinde Stephansposching

Kostenrahmen 380.000 DM (= ~195.000 €)

Kofinanzierung

durch EU?

Andere Kofinanzierungen?

Ausgangslage

zum Projekt

Was soll / sollte

erreicht werden?

Was konnte umgesetzt

werden?

Was sind die

Hauptnutzen -

Stärken des Vorhabens?

Was konnte nicht

erreicht werden –

Schwächen?

Keine

Finanzierungsschlüssel: 50% Land Bayern, 50% Städte und Gemeinden des Teilraumes Deggendorf/Plattling

Durch die historische Orientierung Deggendorfs zum Bayerischen Wald sowie Plattlings zum Gäuboden

werden im Doppelort Deggendorf/Plattling die Potentiale und Interessen zweier ganz unterschiedlicher

Siedlungsräume zusammengeführt. Der Hafen und der Freihafen in Deggendorf, das Autobahnkreuz in

Deggendorf und der Eisenbahnknoten in Plattling bieten eine hervorragende verkehrliche Anbindung. In

den vergangenen zwei Jahrzehnten lagen das Wirtschaftswachstum und die Bevölkerungszunahme stets

deutlich über denen des Landes und des Regierungsbezirkes.

Dieses überdurchschnittliche Wachstum hat zu einer erheblichen Zunahme der Siedlungsflächen geführt.

Die ungleichmäßige Verteilung der unterschiedlichen Funktionen schuf neue, zusätzliche Organisations-

und Verkehrsprobleme. Das Zusammenwachsen des gemeinsamen Siedlungs- und Lebensraumes in eine

„geordnete städtebauliche Entwicklung“ zu überführen, übersteigt die Möglichkeiten einzelnen kommunalen

Handelns. Das Ziel, Identitäten zu erhalten und der geringer werdende finanzielle Handlungsspielraum der

Kommunen erzwang eine Koordinierung des kommunalen Angebotes in der Region.

Auf Grundlage einer gemeinsamen Problemanalyse und sowohl kommunaler als auch interkommunaler

Umsetzungsprojekte sollte eine neue politische Kultur der Kooperation in Form einer freien Partnerschaft

selbständige Kommunen entwickelt werden, um Probleme gemeinsam zu lösen und mit dem neu gewonnenen

Gewicht gemeinsamer Größe und Stärke im härter werdenden Wettbewerb zu bestehen. Die „Souveränität“

der Städte und Gemeinden sollte dabei uneingeschränkt erhalten bleiben. Sie sollte durch gemeinsames

Überlegen und Handeln nicht ersetzt, sondern im Sinne einer „Gebietsreform in den Köpfen“

ergänzt werden.

Umgesetzt werden konnten alle organisatorischen Vorhaben (vertragliche Grundlage seit 1999, gemeinsame

Geschäftsstelle mit jährlichem Haushalt, gemeinsamer Außenauftritt, Bürgermeisterrunde als Entscheidungsgremium,

regelmäßige Arbeitsgruppe) sowie Vorhaben des interkommunalen Flächenmanagements

(Interkommunales Entwicklungskonzept). Des weiteren wurde eine gemeinsame Stadtbuslinie Deggendorf-Plattling

eingerichtet und das Projekt „Regionale Küche“ durch die Landvolkshochschule Niederalteich

durchgeführt. Regionale Kooperationsprozesse sind zur „Selbstverständlichkeit“ geworden.

Die regionale Entwicklung, insbesondere im Flächenmanagement aber auch im Außenauftritt, wird direkt

aus den Kommunen gesteuert und beeinflusst. Das Gewicht der interkommunalen Kooperation macht sich

auch auf Ebene der formellen Regional- und Landesplanung bemerkbar und führt zu einer stärkeren Berücksichtigung

der regionalen Interessen.

Probleme der Umsetzung bestehen insbesondere in den Bereichen, in denen die kommunalen Einflussmöglichkeiten

nur beschränkt sind, insbesondere im Bereich der Wirtschaftsförderung und der Arbeitsmarktpolitik.

Das Übertragen der interkommunalen Projektideen auf eine höhere Ebene (Landkreis oder

Bezirk) zur besseren Umsetzung dieser Projekte erfolgte nur ansatzweise.

28

unterstützt von der Europäischen Union


COMPONENT REPORT RISE KOMPONENTE 1

Vernetzung des

Projektes mit

anderen Vorhaben

Spezifische neue

Methoden zur

Projektdurchführung

Beteiligte und

Betroffene am

Projektvorhaben

Präsentation,

Kommunikation

des Projektes in

den Medien

Laufzeit des

Projektes

Projektstand In Umsetzung

- Teilnahme am Wettbewerb „Regionen der Zukunft“ des deutschen Bundesamtes für Bauwesen und

Raumordnung

- Einbindung in die Arbeitsgemeinschaft deutscher Regionalinitiativen und den Regionenverbund

„Futuregio“

- Einbindung in den Verbund bayerischer Regionalinitiativen (organisiert durch das Bayerische

Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie, regelmäßige „Bilanzkonferenzen“

für Teilraumgutachten in Bayern)

- Vernetzung von Projektansätzen mit dem regionalen Entwicklungskonzept des Landkreises Deggendorf

für LEADER+ (Mitarbeit in der LAG)

- Übernahme von Projektansätzen in den landesplanerischen Vertrag Deggendorf/Plattling

Besonderer kommunikativer Ansatz der „Regionalentwicklung von unten“ durch Festlegung gemeinsamer

regionaler Entwicklungsziele auf kommunaler Ebene.

- Bürgermeister und Mitarbeiter der Städte und Gemeinden

- Landkreis Deggendorf

- Regierung von Niederbayern

- Bayerische Landesplanung

- Regionale Bildungsträger (Fachhochschule Deggendorf, Volkshochschule für den Landkreis Deggendorf,

Landvolkshochschule Niederalteich)

- Regionale Verbände

Zahlreiche Presseartikel in der regionalen Presse seit 1994, überregionale Berichterstattung insbesondere

im Zusammenhang mit der Preisverleihung im Wettbewerb „Regionen der Zukunft“ 2000 in Berlin. Bild- und

Tonberichte im regionalen fernsehen und im regionalen Radio. Beiträge in Fachzeitschriften und Buchpublikation.

Mehrere Diplomarbeiten und Dissertationen zum Teilraum Deggendorf/Plattling.

Homepage unter www.deggendorf-plattling.de.

1994 – 1996, seit 1996 Umsetzung

5.2 Interkommunales Entwicklungskonzept Deggendorf/Plattling/Stephansposching

Projektträger

Operative Durchführung

Kooperationspartner

Stadt Deggendorf; Sachgebiet 41 – Stadtplanung,

Franz-Josef-Strauß-Straße 3, D-94469 Deggendorf

tel: +49/(0)991/2960-413, fax: +49/(0)991/2960-199

E-Mail: klaus.busch@deggendorf.de

Internet: www.deggendorf.de

Stadt Plattling; Bauverwaltung,

Preysingplatz 1, D-94447 Plattling

tel: +49/(0)9931/708-46, fax: +49/(0)9931/708-99

E-Mail: hans.obermeier@plattling.bayern.de

Internet: www.plattling.de

Gemeinde Stephansposching

Deggendorfer Straße 6, D-94569 Stephansposching

tel: +49/(0)9935/9500-11, fax: +49/(0)9935/9500-99

E-Mail: wilhelm.fischl@stephansposching.de

Internet: www.stephansposching.de

Federführung:

Dipl.-Ing. Gerhard Knopp, München

Mitarbeit:

Prof. Fritz Auweck

Dipl.-Ing. (FH) Kathrin Kleindienst

Dipl.-Ing. Bernhard Friedrich

Stadt Deggendorf, Stadt Plattling, Gemeinde Stephansposching

29

unterstützt von der Europäischen Union


COMPONENT REPORT RISE KOMPONENTE 1

Zuordnung Themen

RISE

Besondere Stärken

Grundlage des interkommunalen Flächenmanagements im engeren Verflechtungsraum Deggendorf/Plattling.

Beispielprojekt für Kooperation im Doppelort und im Stadt-Umland-Bereich (Themenfeld in

Komponente 1)

Interkommunales Flächenentwicklungskonzept im räumlichen Verflechtungsraum als miteinander abgestimmte

langfristige Planung. Die Nutzung von Synergien, die Vereinbarungen über Funktionsteilung und

die Vermeidung von finanziellen Überbelastungen nutzt der langfristigen Entwicklung der Region und

nimmt langwierige Abstimmungsverfahren auf Ebene der rechtlich verbindlichen Planung vorweg.

Planungsebene Interkommunaler Rahmenplan, Vorstufe Flächennutzungsplan (Maßstab 1:10.000)

Bearbeitungsgebiet

Räumlicher Verzahnungsbereich der Städte Deggendorf und Plattling (ehemals selbständige Gemeinden

zwischen den Stadtkernen) mit räumlich hineinragenden Teilflächen der Gemeinde Stephansposching.

Kostenrahmen 118.758,20 DM (= ~61.000 €)

Kofinanzierung

durch EU?

Andere Kofinanzierungen?

Ausgangslage

zum Projekt

Was soll / sollte

erreicht werden?

Was konnte

umgesetzt

werden?

Was sind die

Hauptnutzen -

Stärken des Vorhabens?

Was konnte nicht

erreicht werden –

Schwächen?

Vernetzung des

Projektes mit

anderen Vorhaben

Spezifische neue

Methoden zur

Projektdurchführung

Beteiligte und

Betroffene am

Projektvorhaben

Keine

Keine

In den abschließenden Empfehlungen des Teilraumgutachtens wurde als vordringlichstes Projekt zur

Stärkung der Städte Deggendorf und Plattling sowie als "Schrittmacher" für eine weiterhin positive Entwicklung

des Untersuchungsraumes ein gemeindeübergreifendes Konzept für die Ordnung, Neustrukturierung

und Entwicklung des Raumes südlich der Donau zwischen Deggendorf, Plattling und Stephansposching

vorgeschlagen. Als notwendig wurden insbesondere eine abgestimmte Siedlungsstrukturierung, eine abgestimmte

Ausweisung von Freiflächen sowie eine landschaftsverträgliche Nutzung der dort vorhandenen

Kiesnassabbauflächen für Erholungszwecke erachtet.

Gemeinsame Festlegung von:

- Langfristigen Siedlungsentwicklungsflächen

- Vorbehaltsflächen für Gemeinbedarfseinrichtungen (oberzentral)

- Interkommunalen Gewerbegebieten

- Notwendigen Grünzäsuren

- Nutzungen für Frei- und Wasserflächen

- Notwendigen Infrastrukturmaßnahmen

Abgestimmtes Flächen- und Nutzungskonzept für den gemeinsam festgelegten Untersuchungsraum

Interkommunale Abstimmung über Flächennutzung im Verzahnungsbereich als Grundlage der gemeinsamen

strukturellen Abstimmung; die Vorabstimmung erleichtert kommunale und interkommunale Planungsprozesse;

gemeinsame Anstrengungen zur Zielerreichung (z.B. Ansiedlung von Einrichtungen)

Verbindliche, „einklagbare“ Verabredungen; Ausweisung interkommunaler Gewerbegebiete (bislang nicht

erreicht)

- Aufwertung zum Modellvorhaben der deutschen Raumordnung (MORO) im Rahmen des Projektes

„interkommunales Flächenmanagement“ (2000 – 2002)

- „Good Practice“ im Handbuch Regionalmanagement der bayerischen Landesplanung

- Einbindung von Umsetzungsmaßnahmen in das regionale Entwicklungskonzept des Landkreises

Deggendorf für LEADER+

- Übernahme von Inhalten in den landesplanerischen Vertrag Deggendorf/Plattling

Gemeinsames grenzüberschreitendes, zeitlich langfristig angelegtes Flächenentwicklungskonzept als

Vorstufe zur kommunalen bauleitplanerischen Umsetzung

- Stadt Deggendorf

- Stadt Plattling

- Gemeinde Stephansposching

- Landkreis Deggendorf

- Regierung von Niederbayern

30

unterstützt von der Europäischen Union


COMPONENT REPORT RISE KOMPONENTE 1

Präsentation,

Kommunikation

des Projektes in

den Medien

Laufzeit des

Projektes

Projektstand Abgeschlossen

Zahlreiche Presseartikel in der regionalen Presse, insbesondere im Zusammenhang mit dem Abschluss

des landesplanerischen Vertrages. Beiträge in Fachzeitschriften und Buchpublikation; Diplomarbeiten;

Schlussdokumentation des MORO-Vorhabens (CD-ROM).

Projektbeschreibung auf der Homepage des Teilraumes Deggendorf/Plattling unter www.deggendorfplattling.de.

1998 – 2000 (MORO bis 2002)

5.3 Regionales Entwicklungsprogramm Aichfeld Murboden

Projektträger Land Steiermark, Abteilung 16 - Landes- und Regionalplanung

Stempfergasse 7, A-8010 Graz

tel: +43/(0)316/877-3644, fax: +43/(0)316/877-3711

E-Mail: a16@stmk.gv.at

Internet: www.raumplanung.steiermark.at

Operative Durchführung

Kooperationspartner

Zuordnung Themen

R.I.S.E.

Federführung:

Land Steiermark, A 16

Entwurf / redaktionelle Betreuung:

DI Richard Resch, regionalentwicklung.at

Erstellung und Beschlussfassung des Regionalen Entwicklungsprogrammes durch die Stmk. Landesregierung

(Verordnung), intensive Diskussion und Einbindung der Gemeinden, Beschlussfassung durch den

Regionalen Planungsbeirat als regionale Entscheidungsstruktur entsprechend Stmk. Raumordnungsgesetz

Ansatz für ordnungsplanerische Umsetzung der räumlichen Entwicklungsziele der Region

Planungsebene Planungsebene zwischen Landesentwicklungsprogramm und ergänzenden Sachprogrammen auf Steiermark-Ebene

sowie Örtlichen Entwicklungskonzepten / Flächenwidmungsplänen auf örtlicher Ebene

Bearbeitungsgebiet

2 Bezirke Judenburg und Knittelfeld mit insgesamt 38 Gemeinden, 1,7 km² und ca. 78.000 Einwohnern.

Kostenrahmen Keine direkte finanziellen oder förderungstechnischen Festlegungen des Programmes

Kofinanzierung

durch EU?

Andere Kofinanzierungen?

Ausgangslage

zum Projekt

Was soll / sollte

erreicht werden?

Was konnte umgesetzt

werden?

Was sind die

Hauptnutzen –

Stärken des Vorhabens?

Kofinanzierung der Bearbeitung im Rahmen der Ziel 2 Mittel der Abteilung

keine

In einem landesweiten Schwerpunktprogramm werden aktuell Regionale Entwicklungsprogramme für alle

Planungsregionen ausgearbeitet. 7 Reg. Entwicklungsprogramme sind verordnet, in 4 Bezirken – darunter

Judenburg und Knittelfeld ist die Auflage abgeschlossen, in weiteren 6 Bezirken ist das Verfahren und die

Bearbeitung ebenfalls schon eingeleitet.

Regionales Entwicklungsprogramm als mit der Region und den Gemeinden abgestimmtes räumliches

Entwicklungsleitbild. Die Verordnung des Programmes gilt als Festlegung für:

- Die Darstellung der verbindlichen räumlichen Zielsetzungen des Landes und der Region/Gemeinden

auf überörtlicher Ebene

- Die Dokumentation des Öffentlichen Interesses des Landes für Behördenverfahren und Förderungsbeurteilungen

- Vorgaben für die örtliche Raumplanung der Gemeinden

- Bereinigung räumlicher Nutzungskonflikte und erforderlichen Flächensicherungen

Stärkung des regionalen Diskussions- und Abstimmungsprozesses im Zusammenhang mit der Programmentwicklung.

Umsetzung aufgrund des laufenden Prozesses noch offen.

Gemeinsam zwischen Landes- und Regionalplanung des Landes und der Region abgestimmtes Programm

zur Steuerung der räumlichen Entwicklung auf regionaler, gemeindeübergreifender Ebene. Verordnungscharakter

als Hilfestellung bei Verfahren in Bezug auf die räumliche Entwicklung

31

unterstützt von der Europäischen Union


COMPONENT REPORT RISE KOMPONENTE 1

Was konnte nicht

erreicht werden –

Schwächen?

Vernetzung des

Projektes mit

anderen Vorhaben

Spezifische neue

Methoden zur

Projektdurchführung

Beteiligte und

Betroffene am

Projektvorhaben

Präsentation,

Kommunikation

des Projektes in

den Medien

Laufzeit des

Projektes

Evaluierung noch offen

Regionales Entwicklungsprogramm als ergänzendes Instrument zu regionalwirtschaftlichen Konzepten und

Programmen bzw. zum Regionalmanagement

Weitgehend landeseinheitliche Methoden zur Begründung und Festlegung von Landschaftlichen Teilräumen,

Zentralörtliche Gliederung, landwirtschaftliche und industrielle Vorrangzonen sowie SUP-Tauglichkeit

des Programmes

Einbindung der Mitglieder des Regionalen Planungsbeirates (Gemeinden, Abgeordnete, Interessensvertretungen)

sowie der relevanten Dienststellen und örtlichen Raumplaner.

Diskussion des Programmes im Rahmen von Gemeindegruppensitzungen und des Regionalen Planungsbeirates,

Kommunikation über die Website des Landes Steiermark bzw. zuständiger Dienststelle:

www.raumplanung.steiermark.at

Start: März 2003

Ende: Herbst 2005

Projektstand Laufendes Projekt

5.4 Energieagentur Obersteiermark West

Projektträger Energieagentur Obersteiermark West

Kaserngasse 22, A-8750 Judenburg

tel: +43/(0) 3572/44670-0, fax: +43/(0) 3572/44670-25

E-Mail: energieagentur@ainet.at

Internet: www.energieagentur.ainet.at

Operative Durchführung

Kooperationspartner

Zuordnung Themen

R.I.S.E.

Die Energieagentur Judenburg-Knittelfeld-Murau wurde 1998 im Rahmen des EU-Förderprogrammes

SAVE II gegründet. Im Verein sind 50 Gemeinden der Bezirke Judenburg, Knittelfeld und Murau zusammengefasst.

Geschäftsführung aus vier hauptamtlichen Personen, ergänzende Leistungen über projektspezifische

Zukäufe.

Umwelt- energiespezifische Einrichtungen des Landes und der übrigen Regionen, Holzwelt Murau

Regionale Entwicklungsagentur für themenspezifische Fragestellungen im Bereich erneuerbarer Energie

und Energieeinsparung als sektoraler Entwicklungsansatz auf regionaler / überregionaler Ebene

Planungsebene Regionale Energieagentur neben weiteren auf regionaler (Lokale Energieagentur Oststeiermark (LEA),

Grazer Energieagentur, Energieagentur Weststeiermark sowie darüber angelagerten landesweiten Einrichtungen

(Energieberatungsstelle des Landes, Landes-Energie-Verein (LEV))

Bearbeitungsgebiet

3 Bezirke Judenburg, Knittelfeld und Murau mit insgesamt 73 Gemeinden, 3.100 km² und ca.110.000

Einwohnern.

Kostenrahmen Gesamtjahresbudget in der Größenordnung von € 200.000.-, zusätzliche Aufgabenwahrnehmung über

projektorientierte Finanzierungen

Kofinanzierung

durch EU?

Andere Kofinanzierungen?

Ausgangslage

zum Projekt

Was soll / sollte

erreicht werden?

Die Energieagentur Judenburg-Knittelfeld-Murau wurde 1998 im Rahmen des EU-Förderprogrammes

SAVE II gegründet. Derzeit keine EU-Kofinanzierung.

Der gemeinnützige Verein wurde bis Juli 2001 zusätzlich zu den Mitgliedsbeiträgen der Gemeinden, vom

Land Steiermark, dem Wirtschaftsministerium und der EU unterstützt und finanziert sich seit dem zu 96%

selbständig.

Die Wahrnehmung energiepolitischer Aufgaben auf regionaler Ebene ist unzureichend, die verschiedenen

Projekte und Initiativen in den unterschiedlichen aktiven Gemeinden wenig koordiniert. Bestehende Programme

können nur unzureichend wahrgenommen und umgesetzt werden.

Die Energieagentur ist Informationsdrehscheibe für einen effizienten Umgang mit Energie. Professionelles

Know-how über aktuelle Technologien garantieren eine kompetente, produkt- und firmenunabhängige,

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unterstützt von der Europäischen Union


COMPONENT REPORT RISE KOMPONENTE 1

Was konnte umgesetzt

werden?

Was sind die

Hauptnutzen –

Stärken des Vorhabens?

Was konnte nicht

erreicht werden –

Schwächen?

Vernetzung des

Projektes mit

anderen Vorhaben

Spezifische neue

Methoden zur

Projektdurchführung

Beteiligte und

Betroffene am

Projektvorhaben

Präsentation,

Kommunikation

des Projektes in

den Medien

Laufzeit des

Projektes

objektive Beratung. Wesentliche Dienstleistungen sind:

- Energiebuchhaltung - Monitoring des Energieverbrauchs

- Energieanalyse von öffentlichen Gebäuden

- Contracting - Thermoprofit

- Beleuchtungsoptimierung in Gemeinden

- Biogas und Ökostrom

- Energieberatungstage in Gemeinden

- Energieberatung für Private

- Projektberatung für Nahwärmenetze

- Betreuung von Schulprojekten

- Vorträge

Wesentliche laufende und teilweise abgeschlossene Projekte:

- Energievision Murau - Aufbruch zu 100% erneuerbare Energieträger

- Kräuterhexen

- Biogasanlage Zeltweg

- Optimierung und Monitoring von Straßenbeleuchtungen in steirischen Gemeinden (OPTIMON-SBL)

Professionelles Know-how über aktuelle Technologien garantiert eine kompetente, unabhängige und objektive

Beratung rund um Erneuerbare Energieträger. Diese werden nicht nur von Privatpersonen sondern

auch vom Gewerbe wie z.B. der VAE Zeltweg rege genutzt. Günstige Beratungsangebote durch die Gemeinnützigkeit

des Vereines und einer Ko-Finanzierung von Beratungskosten für Private durch die meisten

Gemeinden. Förderungsberatungen können kostenlos angeboten werden.

Mittel- bis längerfristige Planungs- und Budgetsicherheit, Mangel an Basisfinanzierungen und Auszahlungsverzögerungen

behindern längerfristige Visionen und Aktionspläne.

Vernetzung und Kooperation mit übrigen regionalen und landesweiten Agenturen

Integrierte Informations- und Beratungstätigkeit mit Schwerpunktsetzung auf Bioenergie und intensiver

regionaler / regionalwirtschaftlicher Vernetzung.

Einbeziehung von ca. 50 Gemeinden der 3 Bezirke, Nutzung der Angebote von energie-relevanten kleinen

und mittleren Betrieben und privaten Haushalten (Beratung, Förderabwicklung)

Kommunikation der Agentur über regionale Medien, eigene Präsentations- und Informationsmittel

Projektbeschreibung auf der Homepage der Energieagentur Obersteiermark West unter

www.energieagentur.ainet.at

Start: 1998

Projektstand Laufendes Projekt

5.5 Regionales Raumentwicklungskonzept EOS (REK 99)

Projektträger Regionalverband Amt Erlach-östliches Seeland (EOS)

Geschäftsstelle: Berz-Hafner + Partner AG

Postfach 575, CH-3000 Bern 14

tel: +41/(0)31/38860-60, fax: +41/(0) 31/38860-69

E-Mail: info@berz-hafner.ch

Internet: www.regioneos.ch

Operative Durchführung

Kooperationspartner

Geschäftsstelle Region EOS, Berz-Hafner + Partner AG

Regionsgemeinden

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unterstützt von der Europäischen Union


COMPONENT REPORT RISE KOMPONENTE 1

Kostenrahmen CHF 500'000

Kofinanzierung

durch EU?

Andere Kofinanzierungen?

Ausgangslage

zum Projekt

Was soll / sollte

erreicht werden?

Was konnte umgesetzt

werden?

Was sind die

Hauptnutzen -

Stärken des Vorhabens?

Was konnte nicht

erreicht werden –

Schwächen?

Vernetzung des

Projektes mit

anderen Vorhaben

Spezifische neue

Methoden zur

Projektdurchführung

Beteiligte und

Betroffene am

Projektvorhaben

Präsentation,

Kommunikation

des Projektes in

den Medien

Laufzeit des

Projektes

Nein

Kantonsbeiträge

Totalrevision des Gesamtrichtplans „Siedlung und Landschaft“ aus dem Jahre 1981.

Erschaffung eines neuen regionalen Planungsinstrumentes, welches dem zunehmenden Bedürfnis nach

Flexibilität und variablen Geometrien bei der Aufgabenerfüllung Rechnung trägt.

Das regionale Entwicklungskonzept wurde im März 1999 genehmigt und befindet sich seit 5 Jahren in der

Umsetzungsphase.

Das Raumentwicklungskonzept definiert nicht einen künftigen Raumzustand, sondern versucht vielmehr,

das bestehende Nutzungsgefüge durch die Realisierung konkreter Projekte auf direktem Weg zu optimieren.

Es bietet den Gemeinden eine breite Auswahl an Entwicklungs- und Arbeitszielen an, welche auf

freiwilliger Basis in grenzüberschreitender Zusammenarbeit umgesetzt werden.

Das REK 99 hat eine beachtliche Reihe erfolgreicher Kooperationsprojekte generiert. Nicht die erhoffte

Wirkung zeigte das Instrument immer dann, wenn im Interesse der gesamtregionalen Entwicklung von

einzelnen Gemeinden Verzichte verlangt wurden. So ließ sich beispielsweise eine regional koordinierte

Siedlungsentwicklung, die ausschließlich auf gut erschlossene und attraktive Standorte fokussierte, aus

Gründen der Gemeindeautonomie nicht durchsetzen.

Umsetzung kantonaler Richtplan Bern; regionale Raumbeobachtung;

Umstieg von der LKV zur ÖQV (Ökoqualitätsverordnung für die Landwirtschaft; Änderung der Verordnung

auf Bundesebene); Radwegplanung; Tourismusprojekte; regionale Kehrichtentsorgung; Abbau- und Deponieplanung

im Seeland; Wohnen im Alter in der Region EOS; Fusionsprojekt seeland.bienne; interregionales

Kooperationsprojekt RISE.

Neuer, flexibler Ansatz für ein regionales Entwicklungsinstrument, welches nicht den anzustrebenden

Zustand formuliert, sondern eine Optimierung des bestehenden Nutzungsgefüges durch konkrete Projekte

anstrebt; Regionalmanagement nur noch in der Rolle des Ideengebers und Animators; konkrete Ausführung

der Projekte durch die Regionsgemeinden in eigener Regie; Unterstützung nur noch dort, wo ein

ausführlicher Wille zur Projektrealisierung besteht; hohe Eigenverantwortung der Regionsgemeinden;

Konsequente Anwendung des Prinzips der Freiwilligkeit.

Vorstand und Geschäftsstelle Regionalverband EOS; politische Behörden der 30 Regionsgemeinden;

interkommunal zusammen gesetzte Arbeitsgruppen zur Realisierung der einzelnen Kooperationsprojekte;

Nutznießende aus der regionalen Bevölkerung.

Medienpräsenz beim Beschluss des Instrumentes durch die Delegiertenversammlung 1999; anschließend

in unregelmäßigen Abständen während und nach erfolgreichem Abschluss von Kooperationsprojekten.

1999 bis voraussichtlich Ende 2005 (Fusion der Region EOS mit der Region Biel-Seeland)

Projektstand In der Umsetzung; umfassende Überarbeitung und Erneuerung der Entwicklungs- und Arbeitsziele im

Jahre 2003.

5.6 Strukturreform seeland.biel/bienne

Projektträger Regionenkonferenz Biel - Seeland - Jura bernois BSJb

Geschäftsstelle: Regionalplanungsverband Biel-Seeland

Bahnhofstrasse 38, CH-2500 Biel

tel: +41/(0)32/32273-71

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unterstützt von der Europäischen Union


COMPONENT REPORT RISE KOMPONENTE 1

Operative Durchführung

Kooperationspartner

Kostenrahmen CHF 500’000

Kofinanzierung

durch EU?

Andere Kofinanzierungen?

Ausgangslage

zum Projekt

Was soll / sollte

erreicht werden?

Was konnte umgesetzt

werden?

Was sind die

Hauptnutzen -

Stärken des Vorhabens?

Was konnte nicht

erreicht werden –

Schwächen?

Vernetzung des

Projektes mit

anderen Vorhaben

Spezifische neue

Methoden zur

Projektdurchführung

Beteiligte und

Betroffene am

Projektvorhaben

E-Mail: info@region-biel-seeland.ch

Internet: www.region-biel-seeland.ch

Führungsausschuss des BSJb, Projektleitung bei der Geschäftsstelle des Regionalplanungsverbandes

Biel-Seeland, Rudolf Hartmann

Externe Unterstützung durch

Service public AG, Ueli Seewer / Karl-Ludwig Fahrländer, Kramgasse 70, CH-3000 Bern 8

Regionalplanungsverband Biel-Seeland, Regionalverband Erlach-östliches Seeland, Regionalplanung

Grenchen-Büren, Association régionale Jura-Bienne, Verband der Gemeinden des Seebezirks, Regionalplanungsgruppe

Solothurn und Umgebung

Nein

Kanton

Die 6 Planungsregionen des Kooperationsraumes Seeland - Jurasüdfuß - Jura Bernois sind zwar funktional

und räumlich eng verknüpft, arbeiten jedoch nur im Einzelfall und ausschließlich projektbezogen zusammen.

Ein Zusammenschluss der regionalen Organisationen würde es erlauben, die vorhandenen finanziellen

und personellen Ressourcen zu bündeln und effizienter einzusetzen.

Das Projekt seeland.bienne ist ein Vorschlag, wie das Seeland als Wirtschafts- und Lebensraum gestärkt

und als Willensregion neu organisiert werden kann. Die bestehenden regionalen Organisationen sollen

zusammengelegt werden.

Der Prozess ist bereits weit vorgeschritten, ein ausformulierter Statutenvorschlag zur Gründung der Dachorganisation

seeland.biel/bienne liegt vor. Im Rahmen einer Vernehmlassung haben die betroffenen Gemeinden

den Ansatz überwiegend positiv beurteilt. Ab Januar 2006 soll Seeland.biel/bienne seine operative

Tätigkeit aufnehmen.

Stärkung der Region als Wirtschafts- und Lebensraum. Größeres politisches Gewicht auf kantonaler und

schweizerischer Ebene. Bessere Koordination regionaler Anliegen und Vorhaben (Siedlung, Verkehr, Kultur

etc.)

Die Einführung von seeland.biel/bienne ist aus politischen Gründen nicht in einem Zug möglich und muss

etappiert werden. In einer ersten Phase werden die beiden Kernregionen Biel-Seeland und Erlach -

östliches Seeland rechtlich fusionieren. Die anderen Regionen werden die Zusammenarbeit vorerst auf

bilateralem Weg verstärken.

Agglomerationsprogramm Biel; Strategie für Agglomerationen und regionale Zusammenarbeit des Kantons

Bern; Strategie ländlicher Raum des Kantons Bern

Vernetzung von Persönlichkeiten und regionalen Organisationen aus unterschiedlichen Bereichen (Politik,

Raumentwicklung, Wirtschaft, Gesellschaft und Kultur)

Beteiligte:

Alle im Führungsausschuss vertretenen Organisationen und Stellen; sämtliche Gemeindebehörden aus

den beiden Kernregionen Biel - Seeland und Erlach - östliches Seeland sowie aus der Region Grenchen -

Büren; sämtliche Kantonalpolitiker

Betroffene:

Letztlich die gesamte Bevölkerung des Kooperationsraumes Seeland - Jurasüdfuß - Jura Bernois

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unterstützt von der Europäischen Union


COMPONENT REPORT RISE KOMPONENTE 1

Präsentation,

Kommunikation

des Projektes in

den Medien

Laufzeit des

Projektes

Öffentliche Informationsveranstaltungen, Pressekonferenzen und Medienmitteilungen nach jedem wichtigen

Teilschritt;

Website www.regionenkonferenz.ch

2002 bis 2005; Aufnahme der operativen Tätigkeit ab 2006

Projektstand Laufendes Projekt

Bereinigter Realisierungsvorschlag liegt vor; Gründung des neuen Verbandes seeland.biel/bienne in der

zweiten Jahreshälfte 2005.

6 Öffentlichkeitsarbeit

6.1 Webpage RISE

6.2 Folder RISE

Die Internetpräsentation für das Projekt RISE

wurde im Herbst 2004 erarbeitet und im November

2004 unter der Adresse „www.interregrise.de“

in das Internet eingestellt. Seitdem

wird sie fortlaufend aktualisiert. Die beteiligten

Regionen haben einen Link auf die Präsentation

eingerichtet.

Für das Projekt RISE wurde zum 1. Konvent im November 2004 ein

Folder erstellt und in einer Auflage von 1.500 Stück erstellt. Für den

Kooperationsraum Seeland - Jurasüdfuß – Jura Bernois wurde zudem

eine französischsprachige Fassung erstellt.

6.3 Presseberichte zu RISE

Presseartikel zu RISE erschienen bislang in folgenden Printmedien:

- Deggendorfer Zeitung, 16.09.2003

- Plattlinger Anzeiger, 27.09.2003

- Deggendorfer Zeitung, 03.04.2004

- Plattlinger Anzeiger, 24.05.2004

- Deggendorfer Zeitung, 25.05.2004

- Deggendorfer Zeitung, 27.05.2004

- Donau-Anzeiger, 03.11.2004

- Bieler Tagblatt, 05.11.2004

- Journal du Jura, 05.11.2004

- Donau-Anzeiger, 08.11.2004

- Deggendorfer Zeitung, 08.11.2004

- Donau-Anzeiger, 03.03.2005

- Deggendorfer Zeitung, 03.03.2005

- CIMAdirekt spezial: Regionalmanagement, 2005

Berichte zum Projekt RISE in „Non-Print“-Medien erschienen wie folgt:

- Unser Radio Deggendorf: Bericht zur Antragsabgabe (Behandlung im Kreistag) im August 2003

- Tele Bielingue Biel (TV): Bericht zum Konvent in Biel im November 2004

- Unser Radio Deggendorf: Bericht zum Konvent in Biel im November 2004

- Unser Radio Deggendorf: Bericht zum Kick-off „Themennetzwerke“ im März 2005

- Donau TV Deggendorf: Bericht zum Kick-off „Themennetzwerke“ im März 2005

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