Projekt Nr. 70 1. Titel des Projekts - Das Bodensee Projekt

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Projekt Nr. 70 1. Titel des Projekts - Das Bodensee Projekt

Projekt Nr. 70

INTERREG IV

Auszug aus der Projektskizze: grobe Beschreibung des Projekts und der Projektdurchführung.

1. Titel des Projekts:

„Positionierung Bodensee zur Optimierung des Destinationsmanagement“

2. Lead Partner (Projektkoordinator):

Name : Pahl-Humbert

Vorname : Daniela

Institution : Internationale Bodensee Tourismus GmbH (IBT)

Anschrift : Hafenstr. 6, D-78462 Konstanz

Telefon : 0049-(0)7531-9094-90

E-mail-Adresse: info@bodensee.eu

Fax : 0049-(0)7531-9094-94

3. Weitere Partner:

a) Partner

- Hochschule für Technik, Wirtschaft und Gestaltung (HTWG), Konstanz

- Institut für Öffentliche Dienstleistungen und Tourismus (IDT-HSG),

Universität St. Gallen

Ansprechpartner bei der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Gestaltung

(HTWG): Prof. Dr. Tatjana Thimm und Prof. Dr. Konstantin Hassemer

Ansprechpartner beim Institut für Öffentliche Dienstleistungen und Tourismus

(IDT-HSG): Dr. Roland Scherer

Die HTWG Konstanz und die Universität St. Gallen bringen sich als Projektpartnerinnen

in das Projekt ein. Das IDT-HSG erbringt die Leistungen für die

Module 1 und 2 und die HTWG für die Module 3 und 4.

b) weitere Partner

Amt für Touristik in Friedrichshafen, D-Friedrichshafen

Untersee Tourismus, D-Gaienhofen

Stadtwerke Konstanz / BSB Schiffsbetriebe, D-Konstanz

Mainau GmbH, D-Konstanz

Überlingen Kur- und Tourismus GmbH, D-Überlingen

Oberschwaben Tourismus GmbH, D-Bad Schussenried

ECO Camping, D-Konstanz

Bodensee Standort Marketing, D-Konstanz

Labhard Verlag, D-Konstanz

ProLindau Marketing GmbH & Co.KG (BY), D-Lindau

Vorarlberg Tourismus, A-Bregenz

Bodensee-Vorarlberg Tourismus, A-Bregenz

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Bregenzer Festspiele, A-Bregenz

St. Gallen-Bodensee Tourismus, CH-St. Gallen

Thurgau Tourismus, CH-Amriswil

Schaffhauser Land Tourismus, CH-Schaffhausen

Kultur- und Tourismus Singen, D-Singen

Flughafen Friedrichshafen, D- Friedrichshafen

INTERREG IV

Diese Partner bringen sich weitgehend durch Personalkostenanteile in das

Projekt ein.

4. Ausgangssituation:

Der Bodensee ist international als Urlaubsregion bekannt und verfügt über

eine hohe touristische Anziehungskraft. Jährlich werden etwa 11 Mio. Übernachtungen

in der Bodenseeregion generiert. Der Tourismus ist einer der

wichtigsten Wirtschaftszweige in der Region, der Einkommen und Arbeitsplätze

sichert.

1998 wurde die Internationale Bodensee Tourismus GmbH (IBT) als Dachverband

der Bodensee-Anrainer gegründet. Aufgabe der IBT ist die überregionale

touristische Vermarktung der Gesamtregion. Die IBT GmbH hat sich

rd. zehn Jahre nach ihrer Gründung neu aufgestellt. Durch eine Neustrukturierung

im Bereich ihrer Gesellschafter (alle Gebietskörperschaften / Tourismusorganisationen

in den drei Anrainerländern und dem Fürstentum

Liechtenstein sind direkt oder indirekt Gesellschafter der IBT GmbH) wurde

eine wichtige Voraussetzungen für die Anpassung einer internationalen Positionierung

der Region Bodensee als Tourismusdestination und für die Optimierung

des Destinationsmanagement geschaffen.

Die Etablierung einer einheitlichen Marke Bodensee und die gemeinsame

Positionierung der Bodenseeregion als Tourismusdestination gestaltete sich

in den letzten Jahren schwierig. Verantwortlich hierfür sind zum einen strukturelle

Ungleichheiten innerhalb der Region, die sich in unterschiedlichen

Tourismusintensitäten, unterschiedlichen Gästegruppen und Nachfrageschwerpunkten

zeigen. Der Bodensee spielt in den Vermarktungsaktivitäten

der einzelnen Teilregionen eine unterschiedlich prägende Rolle; gemeinsame

Vermarktungsschwerpunkte, insbesondere für den internationalen Markt

sind unzureichend aufgearbeitet; Qualitätsstandards in Infrastruktur und

Angebot sind unterschiedlich entwickelt; die Teilregionen haben ihre Positionierungen

unabhängig voneinander vorgenommen, was zu erheblichen Differenzen

geführt hat.

Neben diesen regionsinternen Hemmnissen sieht sich die Bodenseeregion

mit Entwicklungstendenzen konfrontiert, die einem allgemeinen Trend folgen.

Hierzu zählen u.a. eine kontinuierliche Abnahme der Aufenthaltsdauer,

der Trend zu Zweit- und Drittreisen sowie immer kürzere Buchungsfristen.

Diese übergeordneten Trends haben auch erhebliche Auswirkungen auf den

Tourismus in der Bodenseeregion.

Die neue Struktur des Projektträgers IBT bietet den Anlass, eine gemeinsame,

zielgerichtete und abgestimmte Vorgehensweise bei der Vermarktung

der internationalen Tourismusregion Bodensee zu forcieren, Aktivitäten zu

bündeln und die bestehende Organisationsstruktur zu optimieren.

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INTERREG IV

5. Projektziele:

Mit der Positionierung der int. Tourismusdestination Bodensee sollen Grundlagen

für Def. u. beispielhafte Ausarbeitung für das Kerngeschäftsmanagement,

die Einordnung der profilprägenden und bekanntesten Destinationen

innerhalb der Gesamtdestination und eine abgestimmte Vorgehensweise

zwischen den Akteuren geschaffen werden. Es soll eine gemeinsame Vision

entwickelt werden, die identitätsstiftend nach innen und imageprägend nach

außen wirkt – insg. emotionalisierend, positiv aufgeladen wirkt und gut erinnert

wird. Dachmarkenfähigkeit ist zu diskutieren.

Eine gezielte, verdichtete Wahrnehmung der Stärken in aufgeladenen Leitprodukten

erzeugt ein klares Profil für ein überzeugendes Alleinstellungsmerkmal

u. nachhaltige Wirkung.

Die Positionierung soll fester Bestandteil der Marketingaktivitäten für die Akteure

werden. Durch ein klares Profil werden Kompetenzen/Entwicklungspotenziale

grenzüberschreitend gebündelt u. auf die Interessen

der Märkte ausgerichtet.

Projektziele

Konkrete Festlegungen über:

- die zukünftigen Zielgruppen,

- Produkt- und Themenfelder als Grundlage der Angebotsgestaltung,

- die künftige Zusammenarbeit in der Internationalen Bodenseedestination.

Ergebnisse erreicht sein:

- Bildung von Kompetenznetzwerken zwischen touristischen Leistungsträgern,

die eine schlagkräftigere Vermarktung der Internationalen Bodenseedestination

ermöglichen;

- Ausarbeitung international vermarktbarer Leitprodukte;

- Handlungsleitfaden für die Vermarktung der Produkt- und Themenfelder

sowie die Zusammenarbeit untereinander.

6. Inhalt des Projekts:

Der Projektaufbau gliedert sich in sechs Module, die aufeinander aufbauend

sowie parallel bearbeitet werden.

Modul 1: IST-, SWOT-Analyse der Tourismusdestination Bodensee

1.Bereitstellung relevante Daten der Tourismusentwicklung für gesamte Region,

einzelne Teilregionen, Übernachtungs-/Gästezahlen, Gästestruktur/herkunft,

Übernachtungskapazitäten, Attraktionspunkte, Tagesgäste

2. Analyse der bisherigen Zielmärkte und der Marktdurchdringung mit Potenzialeinschätzungen;

Marktsegmentierung/Produktdifferenzierung

3. Analyse der bisherigen touristischen Produkte und der bestehenden Destinationsmanagementstrukturen

4. Benchmark mit anderen wichtigen Destinationen in Mitteleuropa

5. SWOT-Profil, u.a. über Ermittlung attraktiver Produkt-Markt-Felder

6. Abgrenzung zur Region Bodensee/Identität, u.a. über die Erhebung der

positionierungsprägenden Erlebnisleistungen für die Fortschreibung der

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INTERREG IV

thematischen Strukturierung–besonders unter Berücksichtigung der Teilregionen/-destinationen

Modul 2: Strategische Positionierung

1. Festlegung der strategischen Positionierung

2. Festlegung einer Geschäftsfeldstrategie: Zielmärkte, Zielsegmente, Zielgruppen

3. Abstimmung der Geschäftsfeldstrategie mit den Strategien der Teildestinationen

4. Identifizierung notwendiger Anpassungen der bestehenden Destinationsstrukturen

5. Abstimmung der Positionierung mit anderen Akteuren der Standortpromotion

Modul 3: Ausdifferenzieren von Strategischen Geschäftsfeldern und

Leitprodukten

1. Differenzierung von Strategischen Geschäftsfeldern nach Maßgabe der

Strategischen Positionierung

2. Entwicklung von Leitprodukten innerhalb der Geschäftsfeldstrategien

3. Vorstrukturierung von Verantwortlichkeiten und Abläufen innerhalb der

Gesamtdestination

4. Vorstrukturierung von Vermarktungskonzepten für Leitprodukte

Modul 4: Organisationsmodell für die touristischen Akteure der Bodenseeregion

1. Entwicklung einer Aufgabenmatrix der touristischen Akteure

2. Konkretisierung von Ebenen der Verantwortlichkeit zwischen IBT und

touristischen Akteuren und Klärung von horizontalen und vertikalen

Schnittstellen

3. Detaillierung von Aufgaben und Verantwortlichkeiten innerhalb von Geschäftsfeldstrategien,

Leitprodukten und deren konkreten touristischen

Umsetzungen

Modul 5: Kommunikation

- interne Projektkommunikation der Kooperationspartner

- externe Kommunikationspfade in Richtung touristische Leistungsträger/Akteure

- professionelle öffentlichkeitswirksame Kommunikation über die Projektergebnisse

- wissenschaftliche Dokumentation und Kommunikation in Form von wissenschaftlichen

Publikationen, Tagungen und Diskussionsforen für die touristischen

Praktiker/die breite Öffentlichkeit.

Modul 6: Projektmanagement

- Projektkoordination

U. a. Projektsteuerung und Zeitplanung sowie externes Coaching

- Projektumsetzungsprozess

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INTERREG IV

7. Zuordnung zu den Aufgabenschwerpunkten

(Welchem Aufgabenschwerpunkt/Aktionsfeld des Interreg IV ABH-Programms würden

Sie Ihr Projekt zuordnen? Bitte nur ein Kästchen ankreuzen!)

Aufgabenschwerpunkt 1

1.1 Förderung von Innovation und Standortattraktivität

1.2 Förderung von Netzwerken und Kooperation x

1.3 Förderung des Humankapitals und der Mobilität

Aufgabenschwerpunkt 2

2.1 Förderung der Standortattraktivität x

2.2 Erhalt und Verbesserung der Infrastruktur

2.3 Erhalt der natürlichen Ressourcen und des kulturellen Erbes sowie

Schutz vor Naturgefahren

:

Eine Grundlage des Destinationsmanagement – Ansatzes ist die Kooperation

und die Bildung von Netzwerken, z. B. für Leistungsbündel

innerhalb der strategischen Kerngeschäftsfelder.

Das Projekt dient der Stärkung der Tourismusdestination im internationalen

Wettbewerb und erhöht damit die Standortattraktivität durch

die Erhaltung der touristischen Wertschöpfung.

8. Grenzüberschreitender Mehrwert

(Bitte formulieren Sie in wenigen Zeilen den grenzüberschreitenden Mehrwert für die

Förderregion - gemeinsame Verbesserung der Ausgangssituation beiderseits der

Grenze)

Ein langfristiger Nutzen durch das Projekt für die Gesamtregion ist dahingehend

zu erwarten, dass durch die gestärkte Zusammenarbeit in den sog.

Kompetenznetzwerken eine stärkere Koordination der Vermarktungsaktivitäten

und damit ein gezielterer Einsatz finanzieller und personeller Ressourcen

erfolgt.

Durch die auf Themen- und Produktlinien abgestimmte Produktgestaltung

wird eine überregional abgestimmte Entwicklung ermöglicht und die Potenziale

der Internationalen Bodenseeregion werden besser und wirksamer

ausgeschöpft werden.

Durch ein koordiniertes Zusammenwirken werden sich künftige Projektvorhaben

weniger überschneiden und stärkere Synergieeffekte erzeugt. Dadurch

wird auch ein effizienter Einsatz öffentlicher Mittel ermöglicht.

Ein gemeinsames und abgestimmtes Vorgehen wird sowohl der Gesamtdestination

als auch den einzelnen Destinationen in den Ländern Vorteile bringen.

Durch die prozesshafte und moderative Umsetzung innerhalb des Projekts

üben die Gesellschafter und Partner der IBT ein abgestimmtes Vorgehen ein

– das Netzwerk wird verstärkt und verdichtet.

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INTERREG IV

Durch den angestrebten Transfer der Ergebnisse auch über die Mitglieder

der IBH können die Erkenntnisse aus dem Projekt in die wissenschaftliche

Arbeit der Experten und in die touristische Praxis einfließen.

Auch ein Austausch mit anderen vergleichbaren Seedestinationen wird ermöglicht.

Möglicherweise kann so ein internationales Benchmark-Projekt

angestoßen werden.

Mit dem Projekt soll eine einzigartige Positionierung im globalen Wettbewerb

erreicht werden, um eine Stärkung der regionalen Wirtschaft in allen Ländern

des Bodenseegebietes zu erzielen.

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