16.09.2011 „Man muss es gerne machen und man muss sich dazu ...

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16.09.2011 „Man muss es gerne machen und man muss sich dazu ...

Zwei Männer unter 14 Frauen -

Krankenpflegeschüler werden feierlich ins

Berufsleben entlassen

16.09.2011

Quelle: Neuburger Rundschau (Manfred Reichl)

„Man muss es gerne machen und man muss sich dazu berufen fühlen. Ansonsten sollte man ein

anderes Berufsziel vor Augen haben“, sagte Magdalena Krammer aus Dinkelshausen: Die junge

Dame gehört zu jenen 15, die jetzt ihre dreijährige Ausbildung als Gesundheits- und Krankenpfleger

an der Krankenpflegeschule des Ordens St. Elisabeth in Neuburg beendet haben.

Unter den Prüflingen befanden sich mit Leif Müller aus Ingolstadt und Alexander Messner aus Rain

auch zwei Herren. Sie fühlen sich ebenso wie die 14 Damen zum Heilen und Helfen berufen. Seine

soziale Ader hat Messner als Ehrenamtlicher bei der Feuerwehr und dem BRK als Rettungssanitäter

entdeckt. Sein Ziel ist noch Höheres zu erreichen, weshalb er nun an der BOS ein Studium beginnt.

Das Berufsbild Gesundheits- und Krankenpfleger scheint aber weiterhin eine Domäne des zarten

Geschlechts zu sein und auch zu bleiben. Magdalena Krammer hat nicht nur ihr Staatsexamen mit

Bravour bestanden. Sie wird vielmehr im Klinikum in Ingolstadt dort zum Einsatz kommen, wo sie

sich auch verwirklichen kann, nämlich in der psychiatrischen Abteilung sowie auf der

Intensivstation. Auch Johanna Klas aus Berg im Gau zieht es in die Schanz, während Andrea

Herbert aus Ingolstadt in der Klinik St. Elisabeth tätig sein wird.

Jeder bekam sein Ergebnis einzeln verkündet

Spannung lag in der Luft, als Medizinaloberrätin Dr. Barbara Obst in ihrer Funktion als

Prüfungsvorsitzende nach der mündlichen Prüfung die Absolventen einzeln in den Schulungsraum

bat, um ihnen neben den Noten auch die frohe Kunde „bestanden“ mitzuteilen. Die Jubelrufe

kannten keine Grenzen, gegenseitige Umarmungen folgten, man ließ den Emotionen einfach freien

Lauf, während nach alter Gepflogenheit die Absolventinnen des Vorjahres gelbe Rosen verteilten.

Ärzte, Klinikleitung und vor allem die Lehrer mit Schulleiter Walter Heinrich an der Spitze,

strahlten mit den jungen Menschen um die Wette. Dafür gab es auch Gründe genug. Schließlich

haben die 14 Damen und die zwei Herren nicht nur ihr staatliches Examen bestanden, vielmehr

haben auch alle einen Arbeitsplatz.

Besonders groß war die Freude bei Julia Engelhardt aus Rennertshofen sowie Monika Toll aus

Schrobenhausen, die mit jeweils zwei Zweiern und einem Einser und somit mit der Note 1,6, am

besten abschnitten. Auch Generaloberin Maria Goretti Böck zeigte sich angesichts der guten

Ergebnisse zufrieden.

Orden bildet seit 63 Jahren aus

Das breite Spektrum ihrer Arbeit lernte die frischgebackenen Gesundheits- und Krankenpfleger im

Bereich Innere Medizin, Chirurgie, Gynäkologie, Geburtshilfe sowie in externen Einrichtungen. In

der Theorie ging es um Krankenpflege, Krankheitslehre und Anatomie. Ausgebildet wird in der

Krankenpflegeschule des Ordens St. Elisabeth seit nunmehr 63 Jahren. Etwas mehr als 900 junge

Menschen wurden in diesem Zeitraum ausgebildet. 1948 hatten 18 Ordensschwestern und eine Rot-

Kreuz-Schwester der Barmherzigen Brüder den Anfang gemacht.

Die Ausbildungsplätze an der Neuburger Krankenpflegeschule sind sehr begehrt, sodass aufgrund

der jährlich 20 zu vergebenden Plätze Bewerber immer wieder abgewiesen werden müssen. Das

Lehrerkollegium bereitet die Heranwachsenden auf ein berufliches Handeln vor, das die

ganzheitliche Pflege und Förderung von Menschen mit unterschiedlichen Krankheiten und

Behinderungen in der Erwachsenenstufe umfasst.

Die Absolventen


Folgende junge Leute schlossen ihre Ausbildung als Gesundheits- und Krankenpfleger an der

Krankenpflegeschule des Ordens St. Elisabeth in Neuburg ab:

Julia Engelhardt, Rennertshofen, Andrea Herberth, Ingolstadt, Eva Hoffmann, Bruck, Emine Inci,

Obereichstätt, Johanna Klas, Berg im Gau, Julia Kober, Obergrasheim, Anna Kramer, Riedheim,

Magdalena Krammer, Dinkelshausen, Claudia Kronburger, Tagmersheim-Blossenau, Julia Maier,

Monheim, Julia Merkl, Grösdorf, Alexander Messner, Rain, Leif Müller, Ingolstadt, Daniela Reil,

Lichtenau, Jennifer Reißner, Unterhausen, Monika Toll, Schrobenhausen.

Mit Generaloberin Maria Goretti Böck (4. v. li.), Schulleiter Walter

Heinrich (re.), Prüfungsausschussvorsitzender Medizinaloberrätin

Dr. Barbara Obst von der Regierung von Oberbayern (3. v. re.) und

dem gesamten Lehrerkollegium stellten sich die frisch

examinierten Gesundheits- und Krankenpfleger zum

Erinnerungsfoto. Foto: Reichl

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