Die Vereinszeitung der Sozialpsychiatrischen Initiative ... - Spix eV

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01. Dezember Internes / Leserbrief Spix-Info - Seite 6

Schon das quantitative Ergebnis der TeilnehmerInnen sprengte alle Erwartungen:

über 500 Delegierte kamen aus ganz Deutschland zu dieser spannenden Tagung.

Hier zeigt sich schon, welch einen großen Stellenwert diese Fragestellung in Deutschland hat.

Vertreter der Verbände, der Werkstätten, der Integrationsfirmen und schließlich und endliche viele

behinderte Menschen selbst waren bei dieser Tagung zugegen. Die Tagung war federführend von

Ilse Falk, CDU MdB und stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion

für die Bereiche Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Arbeit und Soziales, Kirchen, Arbeitnehmer

aus Wesel vorbereitet worden.

Während der Tagung konnte man sich ein umfangreiches Bild von den einzelnen Angeboten und

Möglichkeiten machen, die von den PodiumsteilnehmerInnen eindrucksvoll vorgetragen wurden.

Hier lag auch der „Wermutstropfen“: Nach den zeitlich schon begrenzten Vorstellungsrunden und

der Menge der wichtigen PodiumsteilnehmerInnen blieb wenig Zeit für Diskussion.

Aber ein sehr positives Ergebnis ist direkt erkennbar gewesen: dieses wichtige Thema steht in

Öffentlichkeit, hier wird sich was bewegen.

Thomas Pirsig

Anwortbrief an Frau Gebbing

Liebe Frau Gebbing,

Ihr Leserbrief in der Spix-Info Nr. 7 soll nicht unbeantwortet bleiben. Ich möchte Sie zuerst zu Ihrem Entschluss

beglückwünschen, aus der Isolation herausgefunden zu haben in dem Sie die Tagesstätte besuchen.

Zum zweiten finde ich es ganz toll und mutig, sich einer öffentlichen Diskussion über Sinn und Unsinn

von „Medi`s“ zu stellen.

Sie haben natürlich recht, wenn Sie sagen, Medikamente haben Wirkung und unerwünschte Nebenwirkungen.

In welchem Maße aber hängt wohl individuell von jedem Menschen ab und der schwere der eigentlichen

Erkrankung. Selbstverständlich haben sie das Recht auf passgenaue Dose, die möglichst wenig die

Gefühle beeinträchtigen. Es gilt nun einen einfühlsamen Arzt zu finden, der ihr Vertrauen verdient und die

Zeit aufbringt sich eingehend mit Ihnen zu beschäftigen. Das dürfte schwierig werden, aber an Ihrer Stelle

würde ich evtl. weitere Wege in Kauf nehmen. Auf keinen Fall sollten Sie auf eigene Faust herumexperimentieren.

Es bringt Sie nur wieder auf die Position null zurück, wo Sie sicher nicht mehr hin möchten. Denn es

ist nicht das Weinen an sich, was Ihre Mama beunruhigt, sondern dass Sie nicht mehr aufhören können.

Mein Sohn beispielsweise lacht aus vollem Hals über mehrere Tage, auch nachts und das permanente Grinsen

ohne ersichtlichen Grund und das man ihn nicht mehr erreichen kann, obwohl er körperlich da ist, er

sich lieber in eine irreale Welt beamt, als sich mit der Wirklichkeit auseinander zu setzen, vielleicht weil sie

zu kompliziert und nicht so schön ist. Er isoliert sich, ohne es zu bemerken oder er kann die Gegenwart einer

Person gar nicht ertragen. Er ist dann nicht er selbst.

Das alles passiert viele Wochen nach der letzten Medikamentengabe, die er zum wiederholten Male abgebrochen

hat. Die Angehörigen stehen ohnmächtig da angesichts dieser Manien. Es ist wie ein Zug, der

ins Verderben rollt, den wir nicht aufhalten können.

Ich denke, jeder, der Psychopharmaka nimmt und damit hadert, muss ganz persönlich für sich die Rechnung

aufmachen, was er durch die Einnahme verliert und andererseits ehrlich beantworten, was er gewinnt

und das gegeneinander abwägen.

Es grüßt Sie herzlichst

K.D.

( Name der Redaktion bekannt )

Tagung der CDU/CSU-Fraktion am 10.10.07 zum Thema

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