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Hans-Werner Letsch - Stadtmission Kiel

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Mein Sehr geehrte Damen und Herren<br />

Auch ich begrüße sie zu unserem 10 jährigen Jubiläum, im Tagestreff &<br />

Kontaktladen sowie im Mittagstisch Manna; und freue mich dass sie unserer<br />

Einladung so Zahlreich gefolgt sind.<br />

Ich bin <strong>Hans</strong>-<strong>Werner</strong> <strong>Letsch</strong> zuständig für den Bereich des Mittagstisch Manna<br />

Nicht zu verwechseln mit dem Allseits bekannten Mittagstisch Mama<br />

Woher kommt der Name Manna<br />

Mose 16/4<br />

Der Herr sagte Zu Mose „Ich werde euch Brot vom Himmel regnen lassen.<br />

Die Leute sollen vors Lager hinausgehen und so viel sammeln, wie sie für<br />

den Tag brauchen – aber nicht mehr, (damit ich sehe, ob sie mir gehorchen<br />

Am sechsten Tag sollen sie so viel sammeln wie sie finden. Wenn sie es zu-<br />

bereiten, werden sie entdecken, dass es doppelt so viel ist, wie sie sonst<br />

gesammelt haben.“)<br />

10 Jahre Tagestreff & Kontaktladen sowie der Mittagstisch Manna in der<br />

Schaßstraße 4.<br />

Die Geschichte des Mannas begann im August 1997 in der Hopfenstaße in<br />

einem sehr kleinen<br />

Ladenlokal (ehemalige Kneipe) Die <strong>Stadtmission</strong> <strong>Kiel</strong> betrieb für die<br />

Straßensozialarbeit einen Anlaufpunkt um mit den Menschen von der Straße<br />

persönliche Dinge zu regeln, vertrauliche Gespräche und Telefonate zu führen.<br />

Die Nutzung war nur für einige Stunden am Tag notwindig, so konnte der<br />

Mittagstisch den Raum in der übrigen Zeit zur Essenausgabe nutzen.<br />

Nach einigen Umbaumaßnahmen (Hygiene Vorschriften).<br />

Konnte es mit der Essenausgabe losgehen<br />

Für die Lieferung der anfänglich 25- 30 Mahlzeiten konnten wir Herrn Helmuth<br />

Zippner Betreiber der Küche im Sozialministerium, gewinnen.<br />

1999 ging Herr Zippner ins Landeshaus um dort die Küche zu übernehmen.<br />

Trotz großer Bemühungen gelang es uns nicht, einen anderen Lieferanten für<br />

die Mahlzeiten zu finden (sie waren alle viel zu Teuer).<br />

Da kamen Hempels ins Boot,<br />

In der Schaßstraße betrieben Hempels die Clubkaffee zum Sofa<br />

In einem kleinen Raum Hinter der Theke wurde eine Küche eigerichtet.<br />

Die Lebensmittel kamen zum einen aus der Mitarbeiter Kantinen des<br />

Universitätsklinikum, zum anderen aus der Kantine der <strong>Kiel</strong>er Stadtwerke,<br />

sowie von der <strong>Kiel</strong>er Tafel und ergänzenden Zukäufen.<br />

Ende 2000 Anfang 2001 wurde der Entschluss gefasst<br />

die Tageswohnung aus der Hamburger Chaussee und den Mittagstisch aus der<br />

Hopfenstraße in der Schaßstraße zusammen zulegen.<br />

(Die Kürzungen der Zuschüsse wirkten sich)


(Stichwort besser Nutzung der Ressourcen.)<br />

Kürzere Wege für unsere Kunden alles unter einem Dach, breiter gefächertes<br />

Angebot, längere Öffnungszeiten usw.<br />

In der Schaßstraße bot sich die Gelegenheit im Erdgeschoss eine größere Küche<br />

einzubauen.<br />

Ich hörte davon, das die Küche in der Gartenstraße aufgelöst werden sollte so<br />

nahm ich Kontakt zur<br />

Landesverwaltung auf um zu erfragen was mit der Küche aus der Gartenstraße<br />

geschehen soll.<br />

Die Antwort war vielversprechend, Teile sollten an andere Dienststellen<br />

weitergegeben werden.<br />

Den Rest könnte ich wohl bekommen. Nach einiger Zeit bekam ich einen Anruf<br />

von der Landesverwaltung, das auf dem Parkplatz in der Gartenstraße<br />

Küchengeräte für mich stehen würden<br />

und ob ich die noch gebrauchen könnte, wenn ja, dann müssen die da so<br />

schnell wie möglich abgeholt werden, sonst würden sie entsorgt.<br />

Mit vereinten Kräften Transportierten wir die Gegenstände in die Schaßstraße.<br />

Der Grundstock für die neue Küche war gelegt.<br />

Kurze Zeit später erfuhr ich dass das Plöner Schloss verkauft werden sollte,<br />

wieder nahm ich Kontakt zur Landesverwaltung auf, schnell war ein Termin mit<br />

dem Verwalter des Schlosses in Plön ausgemacht, nach einer Schloss- und<br />

Küchenführung fand ich diverse Küchengeräte die wir sehr gut gebrauchten<br />

konnten.<br />

Der Transport und der Einbau der Küchengeräte wurden in Eigenregie<br />

Durchgeführt.<br />

Wir hatten darin ja schon Übung. Die Küche war fast komplett.<br />

Eine Dunstabzugshaube und ein Konvektomat wurde später aus Spenden und<br />

Eigenmitteln der Träger angeschafft.<br />

Die Mittarbeiter für die Küche wurden von Hempels, durch diverse<br />

Fördermaßnahmen und Anstellung Verhältnisse wie zu Beispiel (400 Euro Job,<br />

Tagelöhner, Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen, Ehrenamtliche Arbeit,<br />

Festanstellung usw.) beschäftigt.<br />

Der Mittagstisch hat in den 10 Jahren ca. 82000 Mahlzeiten aus der Küche<br />

bekommen<br />

Es gab keinen einzigen Tag an dem es kein Essen gab. Hier für ein großes Lob an<br />

die Mitarbeiter der Küche, Stellvertretend für alle anderen Mitarbeiter sage ich<br />

danke an Marcus Rundkowski, Simone Enke, und Rüdiger Granse. Vielen dank.<br />

Wir geben Mo. –Fr. in den Anfängen, 25 -30 Essen und heute bis zu<br />

40 und mehr Mahlzeiten täglich aus .<br />

Im Tagestreff & Kontaktladen und Mittagstisch Manna kommt es zu einem


Zusammentreffen verschiedener gesellschaftlicher Gruppen Wohnungslosen,<br />

Menschen mit Alkohol- und Drogenproblemen, Rentner/innen,<br />

von Armut betroffene Personen aus unterschiedlichen Stadtteilen <strong>Kiel</strong>s,<br />

die Altersspanne liegt zwischen 18 und 82 Jahre.<br />

Es ist zu beobachten, dass der Frauenanteil unter den täglichen<br />

Gästen signifikant zugenommen hat. Der Frauenanteil liegt bei Ca. 30%.<br />

Wir bieten unseren Gästen Raum für Begegnungen und sind vielfach<br />

Familienersatz.<br />

10 Jahre Mittagstisch Manna, da möchte ich die Gelegenheit nutzen um Danke<br />

zusagen.<br />

Danke allen Personen, Institutionen, Verbänden, Handwerksbetrieben, Firmen,<br />

Lions-Clubs, Rotary-Clubs, Banken, Sparkassen, Persönlichkeiten des<br />

öffentlichen Lebens, der Wirtschaft, Politik und Kultur, den Kirchengemeinden,<br />

und dem Kirchenkreis Altholstein die durch ihr Zutun, im großen und kleinen<br />

unserer Arbeit unterstützen haben.<br />

<strong>Hans</strong>-<strong>Werner</strong> <strong>Letsch</strong>

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