Tolle Stimmung beim HELIOS Sommerfest - HELIOS Kliniken GmbH

helios.kliniken.de

Tolle Stimmung beim HELIOS Sommerfest - HELIOS Kliniken GmbH

Die Mitarbeiterzeitung der HELIOS Kliniken Gruppe September 2009/82

Menschen bei

HELIOS

Olaf Müller fährt

bei jedem Wetter

den HELIOS Lkw.

» Seite 28

Liebe Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter,

das HELIOS Sommerfest in

Kienbaum war ein Spektakel

– und mit knapp 950 Mitarbeitern

aus allen Standorten

auch die größte aller HELIOS

Veranstaltungen. Gekommen

waren viele Teilnehmer aber

nicht nur zum Feiern oder

für den sportlichen Wettstreit

– sondern auch, um Kollegen

aus anderen Häusern kennenzulernen.Standortübergreifende

Treffen außerhalb des

Klinikalltags sind sicher viel

zu selten möglich. Umso mehr

kommt es darauf an, Veranstaltungen

wie das Sommerfest

zu nutzen, um miteinander

ins Gespräch zu kommen.

Einige der schönsten Fotos

finden Sie auf den Seiten 4 bis

7 dieser Ausgabe sowie in der

Fotogalerie auf myHELIOS.

Wir wünschen viel Spaß beim

Neu- und Wiederentdecken!

Mit freundlichen Grüßen,

Uwe Klingel, Olaf Jedersberger,

Dr. Francesco De Meo,

Peter Küstermann,

Jörg Reschke

Neues aus den Regionen

Eva Luise Köhler besuchte im

HELIOS Klinikum Emil von

Behring den kleinen Bakari

aus Kamerun.

» Seite 8

Großes Spezial

HELIOS hat viel drauf:

Über 100 Mitarbeiter verraten,

welche Muttersprache sie

sprechen.

» Seiten 18 bis 24

Tolle Stimmung beim

HELIOS Sommerfest

Was für aufregende Tage! Vom

27. bis 29. August stieg das

große HELIOS Sommerfest

in Kienbaum (Brandenburg).

Rund 950 Mitarbeiter aus allen

Standorten kamen, um tagsüber

bei den HELIOlympics

gegeneinander anzutreten und

abends gemeinsam zu feiern.

Gestartet wurden die HE-

LIOlympics zwar offiziell erst

am Freitag, eingestimmt haben

sich die Teilnehmer aber schon

am Donnerstagabend beim Auftakt-Buffett.

Genau die richtige

Stärkung, denn bis zu acht Stunden

hatte die Anfahrt ins Bundesleistungszentrum

Kienbaum

für manche gedauert. Richtig

los ging's am folgenden Morgen.

Kaiserwetter und 114 Hektar

(inklusive dem Liebenberger

See) voller sportlicher Herausforderungen

warteten auf die 46

Teams. Brückenbauen, Kettcar-

Rennen und Drachenbootregatta

– durch insgesamt neun Stationen

mussten sich die HELIOS

Sportler kämpfen. Am Ende

konnte es – zumindest nach

Punkten – nur ein Siegerteam

geben. Und das hieß in diesem

Jahr „Wir schaffen das“. 7795

Punkte holte die Mannschaft

der Bau- und Projektsteuerung

(Teamleader: Florian Stolz), lag

damit 571 Punkte vor den Zweitplazierten

„Wir sind der Benchmark“.

Der dritte Platz ging mit

7214 Punkten an die „Fregatte

Leezen“ um Teamleader Jörg

Paulig. Gewürdigt wurden bei

der Siegerehrung aber nicht nur

die sechs erstplazierten Mannschaften.

Riesen-Applaus gab

es auch für das Northeimer-

Team um Dr. Peter Jonczyk. Die

„Nord-Babys“ waren Schlusslicht,

übernahmen vom HELIOS

Klinikum Aue die Rote Laterne.

Die gute Laune trübte das bei

den Teammitgliedern nicht: So-

Forschung und Wissen

Gemeinsam mit einer Forschungsgruppe

will Frau Prof.

Petra Thürmann Beipackzettel

verständlicher machen.

» Seite 26

Holten den Siegerpokal: das Team "Wir schaffen das" der Bau- und Projektsteuerung

aus Berlin. Foto: Thomas Oberländer.

gar auf der Tanzfläche präsentierten

sie ihre „Trophäe“. Und

dort herrschte super Stimmung

bis in den Morgen. Gegen 7.00

Uhr gingen die letzten Party-

Gäste – nur zwei Stunden, bevor

die ersten Frühaufsteher um

9.00 Uhr wieder zum Brunch ins

Festzelt kamen.

Die Platzierungen der 45 Teams

und viele Fotos vom Sommerfest

finden Sie auf den Seiten 4

bis 7. Die Fotogalerie mit allen

Fotos zum Durchklicken gibt es

auf myHELIOS > Aktuelles >

Fotogalerie «


2 HELIOS aktuell September 2009 / 82

UNTERNEHMEN

HELIOS Med-Traineeprojekt

Laboruntersuchung: Programm hilft,

Kostenfallen zu vermeiden

Karin Gräppi, Regionalgeschäftsführerin Süd, Marvin Krohn-Grimberghe

und Prof. Dr. Parwis Fotuhi, Leiter der HELIOS Akademie (v.l.)

Eigentlich besteht Marvin Krohn-Grimberghes Leben seit den

letzten Jahren vor allem aus Anatomiebuch und Arztkittel. Für

acht Wochen jedoch tauschte der Freiburger Medizinstudent

beides gegen einen Arbeitsplatz in der Verwaltung der HELIOS

Klinik Müllheim. Als Teilnehmer des HELIOS Med-Traineeprogramms

hat er dort nicht nur die „andere“ Seite eines Krankenhauses

kennengelernt – sondern auch an einem Projekt gearbeitet,

dessen Ergebnisse helfen können, konzernweit bei Laboruntersuchungen

Kosten zu vermeiden.

„Mein Ziel war es, die Mediziner für die Kosten einzelner Laborwerte

zu sensibilisieren“, erklärt Marvin Krohn-Grimberghe sein Projekt.

Das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen: Der Medizinstudent

im 12. Semester hat ein Programm entworfen, das sofort eine Kosten-

HELIOS aktuell on Tour

übersicht für Laboruntersuchungen liefert. Klickt man heute in Müllheim

die benötigten Laborparameter an, erscheint nun gleichzeitig

eine Kostenübersicht. „Kostenfallen sind vor allem sogenannte Labor-

Profile, bei dem mehrere Laboruntersuchungen gleichzeitig durchgeführt

werden“, weiß der ehemalige Med-Trainee. In der Regel werden

jedoch nur ausgewählte Laborergebnisse benötigt. Durch eine detaillierte

Auflistung kann nun jeder Arzt seine tatsächlich gewünschten

Werte anklicken – und so effektiv Kosten vermeiden.

Inzwischen ist Marvin Krohn-Grimberghe zwar längst wieder zurück

an der Universität – an das Med-Traineeprogramm denkt er trotzdem

gerne zurück: „Dass ich während meiner Arbeit so viel Unterstützung

bekommen habe, hat mich besonders motiviert und gefreut“, so das

Fazit des Nachwuchsmediziners. In Müllheim kommt sein Programm

gut an: „Mit dieser technischen Unterstützung haben wir die Möglichkeit,

ein Kostenbewusstsein bei den Ärzten zu erzeugen, ohne

sie in den Anforderungsmöglichkeiten einzuschränken“, so Verwaltungsleiter

Dr. Djordje Nikolic. «

Kira Kollmeier

Das HELIOS Med-Traineeprogramm ist einzigartig in Deutschland:

Seit 2007 können Medizinstudenten in einem achtwöchigen

Praktikum das gesamte Spektrum der Verwaltung einer HELIOS

Klinik kennenlernen, dem Verwaltungsleiter assistieren und einen

Chefarzt begleiten. Highlight ist die Leitung eines Projektes, das

eine klinische Relevanz hat. Mittlerweile haben sieben Medizinstudenten

das Med-Traineeprogramm erfolgreich absolviert.

14 Tage mongolische Steppe – das war der Sommerurlaub von

Dr. Ulrike Bachmann-Holdau. Für die Chefärztin der Abteilung

für Anästhesie und Intensivmedizin des St. Josefs Hospitals in

Bochum-Linden ging mit der Reise ein seit der Kindheit gehegter

Wunsch in Erfüllung: „Damals habe ich ein Buch gelesen, in

dem die Mongolei sehr symphatisch geschildert wurde. Und das

zu recht: Nette Menschen, tolle Pferde, unendliche Weite der Steppe

– ein Traum!“

Hatten Sie auch die HELIOS aktuell im Feriengepäck? Senden Sie

uns Ihr Urlaubsfoto per Mail an heliosaktuell@helios-kliniken.

de, das Sie mit der Mitarbeiterzeitung zeigt. Wir freuen uns! «


VOR ORT IN …

Schkeuditz

US-Army sagt Danke

Desiree Perez (r.), Referentin für Kundenbeziehungen am Flughafen Leipzig/Halle, überreichte dem Team der

Schkeuditzer Privatklinik eine Urkunde der US-Army und Blumen.

Der HELIOS Klinik Schkeuditz

wird nachgesagt, ihr würden

die Patienten förmlich zufliegen.

Diese Doppeldeutigkeit

beruht auf zwei Dingen: Der

ständig steigenden Patientenzahl

– und der unmittelbaren

Nachbarschaft zum Flughafen

Leipzig/Halle. Letztere stellt in

mehrfacher Hinsicht eine Besonderheit

dar: Nicht nur, dass

schon so mancher Urlauber direkt

vom Airport in die Klinik

gebracht wurde. In Schkeuditz

werden außerdem amerikanische

Soldaten behandelt, die

auf ihrem Heimflug aus Krisengebieten

auf dem mitteldeutschen

Flughafen zwischenlanden.

Dafür bedankte sich das

amerikanische Militär jetzt.

Oft wirken sie müde, ausgezehrt

und nachdenklich. Sie klagen

über Kreislaufprobleme, leiden

an Blinddarmentzündung oder

Gastroenteritis: Amerikanische

Soldaten, die von ihrem Einsatz

in Kuwait nach Hause fliegen.

Weil die HELIOS Klinik Schkeuditz

direkt in der „Flughafenstadt“

liegt, lassen sich die

Soldaten hier seit 2005 während

ihrer Zwischenlandung behandeln.

Allein in diesem Jahr kamen

25 Soldaten in die HELIOS

Klinik. Ärzte und Pfleger haben

sich auf die besondere Situation

eingestellt. Durch persönliche

Zuwendung möchten sie den

Soldaten das Gefühl von Geborgenheit

vermitteln. Bereits

das Aufnahmegespräch führen

die Ärzte überwiegend in der

Muttersprache der Soldaten.

Die Schwestern nutzen für den

unmittelbaren Kontakt ihre Englischkenntnisse

aus der Schulzeit.

Auch die Serviceleistungen

richten sich ganz individuell

nach den Wünschen der besonderen

Patienten. So gibt es nicht

nur einen Speiseplan in englischer

Sprache, es werden auch

landestypische Speisewünsche

berücksichtigt, englischsprachige

Zeitungen organisiert oder

Ferngespräche in die Heimat ermöglicht.

Außerdem werden die

Soldaten gemeinsam mit einem

Kameraden im Zimmer untergebracht.

Für dieses Engagement bekam

die Klinik im August ein außer-

HELIOS aktuell September 2009 / 82

Auf einen Blick:

Die HELIOS Klinik Schkeuditz

im Nordwesten von

Leipzig ist ein Krankenhaus

der Grund- und Regelversorgung.

Das 135-Betten-Haus

beschäftigt knapp 200 Mitarbeiter

und bietet die vier

Fachabteilungen Chirurgie

mit den Schwerpunkten Allgemein-,

Viszeral-, Gefäß-

und Unfallchirurgie sowie

Orthopädie, Innere Medizin,

Gynäkologie und Geburtshilfe,

Anästhesie und Intensivmedizin.

Am Standort angesiedelt

sind das zertifizierte

Brustzentrum Nordsachsen

sowie das zertifizierte Kooperative

Darmzentrum Region

Leipzig. 2004 konnte die Klinik

in einen modernen Neubau

umziehen.

3

gewöhnliches Dankeschön. Die

Referentin für Kundenbeziehungen

am Flughafen Leipzig/

Halle, Desiree Perez, dankte den

Mitarbeitern persönlich. „Die

amerikanischen Soldaten fühlen

sich hier bestens aufgehoben. Die

liebevolle Pflege und Betreuung

ist einzigartig“, betonte Perez.

Als besonderes Zeichen übergab

sie ein offizielles Dankschreiben

des amerikanischen Militärs.

Schwester Hannelore Virag, Stationsleiterin

der Privatstation,

war gerührt: „Das ist für uns

ein außergewöhnlicher Moment

und dieses Schreiben wird einen

besonderen Platz bei uns erhalten“,

sagte sie. «

Heike Kast / Annett Lott


4 HELIOS aktuell September 2009 / 82

Platz Team Teamleiter Punkte

1 4 Florian Stolz 7795

2 41 Tobias Schlüter 7224

3 23 Jörg Paulig 7214

4 12 Oliver Volk 7140

5 40 Constanze v.d.

Schulenburg

7134

6 34 Jennifer Kirchner 7088

7 49 Jörg Berger 7069

8 15 Anja Paar 7068

9 11 Silke Lebus 7057

10 24 Yvette Reckard 7052

11 43 Joachim

Lauerbach

7027

12 29 Mesut Görmez 6913

13 42 Veronika

Schneider

6782

14 3 Georg Nophut 6774

15 30 Steffen Hoppe 6666

16 35 Gerrit Schwind 6625

17 14 Pithak Marsilius 6606

18 19 Martina Matchina 6605

19 10 Mark Baenkler 6568

20 2 Andrea Mühlbauer6559

21 7 Katja Leuschner 6557

22 32 Bärbel Szpala 6507

23 33 Tobias Segrefe 6488

24 31 Oliver Niggemann 6481

25 22 Thomas Rupp 6467

26 13 Regine Rauer 6459

27 1 Dagmar Kunze 6451

28 25 Kay Uwe Hemperl 6447

29 6 Petra Richter 6446

30 18 Jochen Bachfeld 6426

31 39 Andreas Meyer 6374

32 20 Monika May 6368

33 45 Marita

Schönemann

34 28 Andreas

Czerwanski

6343

6247

35 26 Peter Wegele 6244

36 44 Thomas Garten 6218

37 8 Andreas Zipro 6196

38 37 Werner Ukas 6187

39 16 Ulf Eckhard Ulrich 6174

40 38 Roland Bittner 6149

41 5 Verena

Wiebringhaus

6118

42 36 Josef Zacher 6112

43 17 Johannes

Danckert

6009

44 27 Carina Göbel 5982

45 9 Ines Kläffling 5916

46 21 Peter Jonczyk 5809

... fotografiert von Thomas Oberländer


HELIOS aktuell September 2009 / 82

5


6 HELIOS aktuell September 2009 / 82


HELIOS aktuell September 2009 / 82

7


8 HELIOS aktuell September 2009 / 82

NEUES AUS DEN REGIONEN

Region Berlin-Brandenburg

Eva Luise Köhler besucht Waisenjungen aus Kamerun

Eva Luise Köhler mit Bakari Alle Fotos: Thomas Oberländer

Eva Luise Köhler, die Frau von

Bundespräsident Horst Köhler,

besuchte im HELIOS Klinikum

Emil von Behring den kleinen

Bakari (10) aus Kamerun. Der

Waisenjunge wurde vom Verein

Connectica e.V. nach Deutschland

gebracht, weil in seinem

Heimatland aufgrund mangelnder

medizinischer Behandlungsmöglichkeiten

keine Heilungschance

mehr für ihn bestand.

Bakari litt unter einer schweren

Deformation der Wirbelsäule, die

zu einem ausgeprägten Buckel

führte, sowie an einer Knochentuberkulose.

Die Erkrankungen

verliefen so schwer, dass das Kind

in Lebensgefahr schwebte. Bakaris

Glück: Über eine Kameruner

Partnerorganisation erfuhr der

Berliner Verein Connectica e.V.

von seinem Schicksal – und kontaktierte

daraufhin das HELIOS

Klinikum Emil von Behring. Hier

behandelten Spezialisten aus

Kinderorthopädie und Infektio-

PD Dr. med. Holger Mellerovicz, Chefarzt der Kinderorthopädie, berichtet

Gilles Hervé Nomegne, Connectica e.V. (l.), Eva Luise Köhler und Jean-Marc

Mpay, Botschafter der Republik Kamerun, über Bakaris Erkrankung.

logie den Jungen. Insgesamt vier

Operationen waren notwendig,

um Bakaris Wirbelsäule von einer

nahezu 90-Grad-Krümmung

wieder in die normale S-Form zu

versetzen und zu stabilisieren.

Eva Luise Köhler besuchte Bakari

kurz vor seiner Entlassung aus

dem Klinikum. Mit ihr auf Station:

Kameruns Botschafter Jean-

Marc Mpay sowie Mitglieder von

Connectica. Mit PD Dr. Holger

Mellerowicz, Chefarzt der Kinderorthopädie,

sprach sie dabei

über Verlauf und Prognose von

Bakaris Erkrankung. Noch muss

der 10-Jährige eine Zeit lang im

Rollstuhl sitzen.

Wichtig für die Genesung des

Jungen ist beispielsweise die

Rehabilitation in einem Behindertenzentrum

in seiner Heimat

sowie eine sechsmonatige medikamentöse

Behandlung zur

Heilung der Knochentuberkulose.

Kameruns Botschafter Mpay

will seinerseits dazu beitragen,

dass Bakari in Kamerun die notwendige

medizinische Betreuung

erhält.

Zwar kann es Bakari kaum erwarten,

wieder in sein Heimat

zurückzukehren. Denn der Unterschied

zwischen dem Berliner

Klinikum und seinem Nomadendorf

mit seiner Musik, den

Hirten und Jägern – er könnte

nicht größer sein. Dennoch: Die

Behandlung in Deutschland hat

ihm die Chance auf Heilung gegeben.

Dafür gebühre dem Verein

Connectica e.V. sowie den

Ärzten und Schwestern des Klinikums

Dank und Anerkennung,

waren sich Eva Luise Köhler und

Jean-Marc Mpay einig. «

Natalie Erdmann


NEUES AUS DEN REGIONEN

Region Berlin-Brandenburg

Durch Schlüsselloch-OP Wirbelsäule stabilisiert

Assistenzarzt Abdullah Bassam, Patient Dietmar S., Chefarzt Dr. Thomas-Nicolas Lehmann, Schwester Kerstin Fuß,

Oberarzt Dr. Michael Knoop (v.l. )

Schon lange litt Dietmar S. an

Rückenschmerzen. Der 68-Jährige

aus Krossen, einer kleinen

Gemeinde in Brandenburg, ist

gelernter Müller und hat sein

Leben lang schwer gearbeitet.

Als er sich nun mit seinen Beschwerden

in der Klinik für

Neurochirurgie des HELIOS

Klinikums Bad Saarow vorstellte,

war für die Ärzte sofort klar:

Die Wirbelsäule muss dringend

stabilisiert werden. Sie wählten

dafür unter anderem die sogenannte

„Minimal-invasive XLIF-

Technik“ – ein Schlüssellochverfahren,

das mit nur einem

kleinen Hautschnitt auskommt.

„Wir haben bei dieser Operation

über einen nur 3,5 Zentimeter

langen Hautschnitt an der seitlichen

Bauchregion zwei Wirbelkörper

verbunden“, erklärt

Dr. Thomas-Nicolas Lehmann,

Chefarzt der Klinik für Neurochirurgie.

Beim bisherigen

Verfahren erfolgte der Eingriff

an der Rückseite der Wirbelsäule,

wobei die Wirbelkörper

mit Stäben verschraubt wurden.

Gleichzeitig musste über einen

zweiten Zugang am Bauch die

Bandscheibe oder die Bandscheibenreste

entnommen und mit

den Wirbelkörpern verbunden

werden. Dabei entstanden zwei

große Narben. Dank der neuen

Methode werden vom Eingriff

nun kaum sichtbare Narben

bleiben. Außerdem reduziert

das Schlüssellochverfahren die

Schmerzen nach der Operation

und oftmals auch die Länge des

Krankenhausaufenthaltes auf ein

Minimum. „Um die Verletzungsgefahr

während des Eingriffs so

gering wie möglich zu halten,

haben wir die Nerven mit Elektroden

vor Schädigungen durch

Die Vorteile der neuen Methode: Kaum sichtbare Narben

und weniger Schmerzen nach der OP

Zug, Druck oder Temperatureinflüsse

geschützt“, beschreibt

Dr. Lehmann das während der

OP verwendete „Nerven-Monitoring“,

das den Patienten eine

größtmögliche Sicherheit bietet.

Über die Anwendung der Minimal-invasiven

XLIF-Technik

in Deutschland war erstmals

im Mai auf der 60. Jahrestagung

der Deutschen Gesellschaft für

Neurochirurgie berichtet worden.

Minimal-invasive Eingriffe

zur Stabilisierung der Wirbel-

HELIOS aktuell September 2009 / 82

Neuer DGVS-Präsident

Prof. Dr. Herbert Koop (59),

Chefarzt der Klinik für Innere

Medizin II/Gastroenterologie

im HELIOS Klinikum

Berlin-Buch, ist 2009 Präsident

der Deutschen Gesellschaft

für Verdauungs- und

Stoffwechselkrankheiten

(DGVS) und richtet in dieser

Funktion den DGVS-Jahreskongress

vom 30. September

bis 3. Oktober in Hamburg

aus. Erwartet werden zirka

3500 Ärzte. Schwerpunkte

des Kongresses sind die interdisziplinäre

Behandlung

von Tumoren im Verdauungstrakt,

endoskopische

Diagnostik und Therapie

von Frühformen bösartiger

Tumore sowie funktionelle

Erkrankungen des Verdauungstraktes.«

9

säule werden zwar in mehreren

HELIOS Kliniken angewendet,

dieses spezielle Verfahren bisher

außer in Bad Saarow aber nur in

Schwerin. «

Anja Paar, Bad Saarow


10 HELIOS aktuell September 2009 / 82

NEUES AUS DEN REGIONEN

Region Mitte

Anästhesieteams: Üben für lebensgefährliche Situationen

Ärzte und Pflegemitarbeiter üben Notfälle an Simulationspuppen

Standardsituationen im OP

lassen sich gut planen, steuern

und trainieren. Was aber, wenn

während der Narkose plötzlich

Unerwartetes passiert? Sauerstoffmangel,

schwere Herzrhythmusstörungen

oder ein

Kreislaufzusammenbruch auftreten?

Dann muss schnell gehandelt

werden – denn das Leben

des Patienten ist in akuter

Gefahr. Um auf solche Ausnahmesituationen

gut vorbereitet

zu sein, haben die Erfurter Anästhesisten

und Pflegemitarbeiter

an einem speziellen Simulationstraining

teilgenommen.

Wie verhalten sich Anästhesisten

und Pflegemitarbeiter in Stresssituationen?

Wie kommuniziert

und handelt das ganze Team?

Um diese und andere Fragen

ging es beim Simulationstraining

am HELIOS Klinikum Erfurt.

Experten um den Mainzer

Anästhesieprofessor Wolfgang

Heinrichs hatten dafür extra ein

komplettes transportables Simulationslabor

im OP-Bereich aufgebaut.

Dessen wichtigste Ausrüstung:

Simulations-Puppen,

mit denen verschiedene Medizin-Szenarien

lebensecht entwickelt

und durchgespielt werden

können. Plötzlich hatten die

Ärzte und Pflegemitarbeiter der

Anästhesie mit einer täuschend

echt wirkenden Lungenembolie

oder einem lebensbedrohlichen

Blutverlust zu kämpfen. „Für die

Teilnehmer war das eine wichtige

Gelegenheit, am lebensechten

Modell seltene Komplikationen

und Notfallsituationen zu trainieren

– statt damit erstmals am

narkotisierten Patienten konfrontiert

zu werden“, sagt Dr.

Gerald Burgard, Chefarzt der

Klinik für Anästhesie, Intensivmedizin

und Schmerztherapie

des HELIOS Klinikums Erfurt.

Um später mit den Ärzten und

Pflegemitarbeitern auswerten

zu können, wie sie sich in den simulierten

Stresssituationen verständigten,

wurden alle Simulationen

auf Video aufgezeichnet.

„Wir wollten die Stärken und

die Schwächen des medizinischen

Wissens aller Teilnehmer

aufdecken, aber auch ihre Interaktionen

im Team analysieren

und letztlich verbessern“, erläutert

Dr. Gerald Burgard.

Vier Wochen stand das Simulationslabor

in Erfurt. Genutzt

haben es in dieser Zeit auch die

Anästhesie-Mitarbeiter aus den

HELIOS Kliniken in Blankenhain,

Bleicherode, Gotha und

Volkach. «

Dr. Johann Peter Prinz

Aufgrund der guten Erfahrungen

hat die Fachgruppe

Anästhesie beschlossen,

bis Ende 2009 das gesamte

Anästhesiepersonal der

Klinikengruppe durch Simulationen

zu trainieren.

Stattgefunden hat das Simulationstraining

bereits

in Wuppertal und extern

im Simulationszentrum in

Mainz. Weitere Termine für

2009 sind in Bad Saarow (gemeinsam

mit dem HELIOS

Klinikum Emil von Behring

und den Gastroenterologen

der Region), im Leipziger

Land, in der Region Süd, in

Krefeld, Plauen/Aue und in

Schwerin vorgesehen. Nähere

Informationen erhalten

interessierte Mitarbeiter bei

ihrem Chefarzt Anästhesie.


NEUES AUS DEN REGIONEN

Region Mitte

Region Süd

als Notfall behandelt. In einer

zweistündigen Operation nähen

Chefärztin Dr. Silke Rosner und

Oberärztin Dr. Bettina Röder-

Hezél das Ohrstück Millimeter

für Millimeter wieder an. Mit der

OP hat Franziska zwar erstmal

ihr rechtes Ohr zurück – aber

HELIOS Pilotprojekt gegen Mangelernährung

HELIOS aktuell September 2009 / 82

Hund beißt Kind Ohr ab – Hettstedter Ärztinnen nähen es wieder an

Es ist der 14. Mai 2009. Ein

warmer Frühlingstag, den die

elfjährige Franziska wie so oft

mit dem zweijährigen Familienhund

Bruno im Garten verbringt.

Sie toben umher, als sich

der Vierbeiner erschreckt und

nach dem Mädchen schnappt.

Bruno erwischt das rechte Ohr

der Schülerin, beißt einen großen

Teil davon ab. Franziska, die

weint und schreit, wird von ihrer

Mutter umsorgt. Zeitgleich sucht

der Vater im Garten das abgebissene

Stück, spülte es ab, lagerte

und transportierte es kühl – bis

zur Abteilung für Hals-Nasen-

Ohren-Heilkunde der HELIOS

Klinik Hettstedt.

In der Klinik wird Franziska

Die Zahl ist erschreckend: Nach

Expertenschätzungen ist nahezu

jeder vierte Patient bei der

Einlieferung ins Krankenhaus

mangelernährt. Um betroffene

Patienten sofort zu erkennen,

hat HELIOS in vier Häusern ein

Screening-Pilotprojekt gestartet.

Eingesetzt wird der Fragebogen

vom 1. Juli bis 31. Dezember

2009 in Schwelm, Bad Gandersheim,

Berlin-Zehlendorf und

Müllheim. Im Breisgau haben

Medizincontroller und ITler

vom Screening sogar eine elektrische

Version entwickelt, die

die Auswertung vereinfacht.

Das so genannte Nutrional-Risk-

Screening (NRS) erfasst neben

Freudentränen bei Franziska: Ihr Ohr ist wieder gut angewachsen.

Körpergröße und Gewicht auch

das aktuelle Eßverhalten und die

Schwere der Erkrankung. Während

der Aufnahme füllt die Pflege

den Erhebungsbogen mit dem

Patienten aus. Wird dabei eine

Mangelernährung festgestellt,

muss meist auch die Behandlung

daran angepasst werden. „Jede

Entscheidung liegt natürlich

beim Arzt. Das Screening kann

aber eine wertvolle Hilfe sein“, so

Dr. Uwe Kaeuffer, Medizincontroller

in der HELIOS Klinik Müllheim.

Gemeinsam mit Matthias

Weisser aus der IT-Abteilung

hat er den von Fachgesellschaften

empfohlenen NRS-Bogen als

elektronische Version entwickelt.

Die bisherigen Erfahrungen da-

mit sind sehr gut: Bei rund 200

Patienten wurde seitdem eine

Mangelernährung diagnostiziert,

mit energiereichen Nahrungsergänzungen,

Trink-, Sonden- oder

sogar intravennöser Ernährung

haben die Müllheimer Ärzte sie

behoben. „Studien belegen: Besser

ernährte Patienten erholen

sich schneller, Infektionen und

Komplikationen sind wesentlich

seltener. Dadurch ist auch die

Sterblichkeit geringer“, sagt Dr.

Kaeuffer. Das NRS-Screening ist

damit mehr, als nur eine IT-Anwendung

– für so manchen Patienten

ist es der erste Schritt hin

zur Genesung. «

Matthias Aßmann, Müllheim

11

keine Gewissheit, ob das auch

so bleibt. „Die Mundhöhle eines

Hundes ist immer mit Keimen

besiedelt. Deswegen besteht eine

große Gefahr für Wundinfektionen

durch die das angenähte

Ohrstück auch wieder abgestoßen

werden kann“, erklärt die

Chefärztin.

Nach vier Wochen sitzt Franziska

zur Nachuntersuchung wieder

in der Sprechstunde bei Frau Dr.

Rosner. „Das Ohr ist prima angewachsen,

es sind keine größeren

Schäden zu sehen“, freut sich die

Ärztin. Da fließen bei Franziska

noch einmal heftig die Tränen –

doch dieses Mal sind es richtig

große Freudentränen. «

Dagmar Kunze, Hettstedt

Auf einen Blick:

Mangelernährung hat viele

Ursachen: Sie reichen von

schweren Erkrankungen

und Organdysfunktionen

über verminderte Nahrungszufuhr

(z.B. durch

Schluckprobleme) und Demenz

bis hin zu psychosozialen

Gründen. Wird die

Ernährung von betroffenen

Patienten nicht ausreichend

kontrolliert oder fehlt Hilfe

bei der Essensaufnahme,

verschlechtert sich der Ernährungszustand

der Patienten

oft noch durch den

Krankenhausaufenthalt.


12 HELIOS aktuell September 2009 / 82

NEUES AUS DEN REGIONEN

Region Ost

Neue Kampagne soll Patienten schneller mobilisieren

Wollen das Beste für ihre Patienten: Mareike Roth, Kathrin Ruzicka, Annika Schuch und Ramona Dorn (v.l.)

Bleiben Patienten nach einer OP

zu lange im Bett liegen, steigt das

Risiko für Komplikationen wie

Thrombosen oder Pneumonien.

Das zu verhindern, ist das Ziel

der HELIOS Kampagne „Aktiv

mobil“, die vor drei Monaten

in den Testhäusern Bochum-

Linden, Borna und Berlin-Buch

gestartet wurde. Um erste Erfahrungen

auszutauschen, fuhren

die Bornaer Krankenschwestern

Ramona Dorn und Annika

Schuch nun zu ihren Kollegen

nach Bochum-Linden.

Initiiert wurde die Kampagne von

der Fachgruppe Pflege und Frau

Dr. Ulrike Bachmann-Holdau. Die

Chefärztin für Anästhesie und Intensivmedizin

im St. Josefs Hospital

Bochum-Linden hatte sich

viele Gedanken darüber gemacht,

wie man die durch das Liegen

entstehenden Komplikationen

am Besten verhindern könnte.

Die Antwort: Man muss die Patienten

so schnell wie möglich

wieder mobilisieren. „Die Patienten

zu motivieren, aus dem Bett

aufzustehen, selbstständig zur

Toilette zu gehen oder am Tisch

zu essen, und Spaziergänge über

den Flur zu unternehmen, reduziert

die Gefahr von Thrombosen,

Pneumonien oder anderen durch

langes Liegen verursachten Komplikationen.

Sind die Patienten

schneller wieder mobil, verkürzt

sich so auch ihr Krankenhausaufenthalt“,

erklärt die Chefärztin,

die die zur Kampagne gehörende

AG aus Pflegekräften, Ärzten und

Physiotherapeuten leitet.

Ob der Nutzen der Kampagne

„Aktiv mobil“ beim Patienten

ankommt, hängt vor allem vom

Verständnis und Engagement der

Pflegekräfte ab, die die Mobilisation

ihrer Patienten als originäre

Aufgabe verstehen. Ziel ist, die

Mobilisation noch bewusster in

die Arbeitsabläufe zu integrieren.

„In Borna aktivieren wir Patienten

frühstmöglich um sie fitter zu

machen, damit sie schneller wieder

zur Selbständigkeit zurück

finden. Das bedeutet zwar mehr

Arbeit in den ersten Tagen, aber

statt einen Patienten fünf Tage zu

waschen, kann er das meist am

zweiten oder dritten Tag selbstständig“,

sagt Ramona Dorn, die

in der Urologie arbeitet. „Das ist

den meisten Patienten sehr wichtig,

um ihre Intimsphäre wiederherzustellen.“

Von den positiven Erfahrungen

aus Borna will man nun auch in

Bochum-Linden lernen. Unter

anderem geht es dabei um die Zusammenarbeit

mit den Physiothe-

rapeuten, aber auch um die optimale

Dokumentation. Die Bornaer

nutzen dafür die von der Arbeitsgruppe

entwickelte Mobilitätsskala.

„Dadurch genügt eine Zahl von

eins – der Patient ist selbstständig

– bis sechs – der Patient benötigt

Hilfe beim Drehen im Bett – um

den Mobilität des Patienten anzugeben“,

erzählt Annika Schuch.

Am Ende war man sich einig: Die

Kampagne ist unverzichtbar. Sie

macht bewusst, warum es wichtig

ist, Patienten schnell zu mobilisieren.

„Jetzt gilt es, nicht nur

im Austausch mit den Kollegen

zu bleiben, sondern auch die zusätzlichen

Erfahrungen und Anregungen

auf unsere Arbeit mit den

Patienten zu übertragen“, so das

Fazit von Mareike Roth, Krankenschwester

in Bochum-Linden. «

Kira Kollmeier


NEUES AUS DEN REGIONEN

Region Ost

Ein Telefon für alle Pflegefälle

Wann soll ich meine Tabletten

einnehmen? Muss mein

Verband täglich gewechselt

werden? Darf ich mein Knie

wieder normal belasten? Damit

Patienten nach ihrer Entlassung

aus dem Krankenhaus

optimal betreut sind, bietet

das HELIOS Klinikum Aue

seit Juli einen neuen Service:

das Pflegetelefon.

„Für Patienten ist es ganz wichtig,

auch nach dem Klinikaufenthalt

einen Ansprechpartner

zu haben“, begründet Pflegedienstleiter

Marcus Welzel das

neue kostenlose Angebot. Schon

jetzt steht das Telefon nicht still.

Meist rufen Menschen an, die

nicht durch einen ambulanten

Pflegedienst betreut werden.

Aber auch Angehörige nutzen

die besondere Telefonberatung

gerne. „Während bei medizinischen

Fragen oft der Hausarzt

konsultiert wird, stehen viele

bei Pflegefragen alleine da“,

sagt Geschäftsführerin Diana

Auch am Telefon in allen Fragen kompetent: Kerstin Reng und Evelin Riedel ( v. l.)

Lohmann. Zwei mal pro Woche,

immer dienstags und freitags,

ist das Pflegetelefon für jeweils

zwei Stunden besetzt. Dabei

geht es um Fragen aus allen

Pflegebereichen, beispielsweise

die richtige Körperpflege, die

Erst die Party – dann die Abrissbirne

Versorgung der Wunde oder

die Umstellung der Ernährung.

Ziel des Pflegetelefons ist, die

Qualität der Entlassung zu verbessern.

Je nach Bedarf könnten

die Telefonzeiten perspektivisch

auch erweitert werden.

Geplant war das Mitarbeiterfest

im HELIOS Klinikum Aue schon

länger. Aber den Organisatoren

fehlte noch die zündende Idee.

Diese kam, als der Neubau von

Haus A ins Gespräch gebracht

wurde: Warum nicht im alten

Haus A feiern? Es muss für den

Neubau ohnehin abgerissen werden

und ist bereits leer gezogen,

so die Argumente. Die Klinikleitung

war begeistert. Das Haus A

ist mit fast 80 Jahren das derzeit

älteste Gebäude des Klinikums

HELIOS aktuell September 2009 / 82

13

Betreut wird das Telefon von

den beiden sehr erfahrene Gesundheits-

und Krankenpflegerinnen

Evelin Riedel und Kerstin

Reng. «

Annett Lott

und viele Mitarbeiter hatten genau

in diesem Haus vor 30 oder

40 Jahren ihre Arbeit begonnen.

Gesagt, getan! Die Abriss-Party

wurde zum riesigen Erfolg. Über

300 Mitarbeiter haben in den alten

Mauern gefeiert, in den Gängen

getanzt und sich in den früheren

OP-Sälen alte Geschichten erzählt.

Würdevoller kann sich eine Klinikmannschaft

von seinem Haus

wohl nicht verabschieden. «

Annett Lott


14 HELIOS aktuell September 2009 / 82

NEUES AUS DEN REGIONEN

Region Ost

Was für ein K(l)ick: myHELIOS wird in Plauen zum Renner

Seit zehn Jahren hatte das

HELIOS Vogtland-Klinikum

Plauen ein eigenes, gut entwickeltes

und beliebtes Portal.

Viele Mitarbeiter waren deswegen

zurückhaltend, als sie

von myHELIOS hörten. Am 1.

August startete Plauen in das

neue konzernweite Intranet.

Mit unerwarteter Resonanz:

Alle vom Haus angebotenen

Einführungskurse sind belegt,

zusätzliche bereits für die kommenden

Wochen geplant.

Region West

Als im August 2007 bei Birgit

Naumann (Name geändert) zunächst

die Finger, dann auch

Bereiche um den Mund herum

zu kribbeln beginnen, denkt

die 55-Jährige noch nicht an eine

schwere Erkrankung. Einige

Tage später liegt sie mit gelähmten

Armen und Beinen im Kran-

Das bisherige Plauener Intranet

war in zehn Jahren gewachsen,

etwa 1000 Mal am Tag wurde

es angeklickt. „Da reichte kein

Knopf zum Umschalten. Das hat

bei uns wirklich in den Köpfen

begonnen“, sagt Matthias Wolf,

Leiter der Abteilung Controlling

und verantwortlich für Moderne

Medien. Plakate, Mitarbeiterbriefe,

die erste Bildergalarie: Schritt

für Schritt wurde myHELIOS den

Mitarbeitern bekannt gemacht

– und die Plauener gingen mit.

Guillain-Barré-Syndrom: Wenn der Körper plötzlich gelähmt ist

kenhaus. Die Diagnose: Guillain-Barré-Syndrom.

Innerhalb

kurzer Zeit ist Birgit Naumann

vollständig auf fremde Hilfe angewiesen.

Sie lässt sich jedoch

nicht entmutigen – und beginnt

an diesem Tiefpunkt ihren beeindruckenden

Weg zurück in

den Alltag.

Im November 2007 wird Birgit

Naumann in der HELIOS Klinik

Hagen-Ambrock aufgenommen.

Viele gute Hände sind zu Beginn

dieses Reha-Aufenthaltes

nötig: Die 55-Jährige kann sich

nur eingeschränkt bewegen und

ohne Hilfe kaum im Bett drehen.

Sitzend auf der Bettkante das

Gleichgewicht halten zu können,

stellt für sie bereits eine große

und zuweilen zermürbende Herausforderung

dar.

Zu ihren Therapien zählen neben

Physio- und Ergotherapie u.a.

auch Musik- und Kunsttherapie.

Hier kann Birgit Naumann in

Schnell wollten sie wissen, welche

Möglichkeiten myHELIOS ihnen

bietet. Die Rufe nach Schulungen

wurden laut, Matthias Wolf

organisierte sie. Die ersten vier

Termine waren sofort restlos ausgebucht.

Rund 200 Mitarbeitern

wurde myHELIOS auf diese Weise

vorgestellt. Weil die Nachfrage

aber auch nach den ersten Kursen

nicht abriss, werden in den nächsten

Wochen weitere Schulungen

angeboten. Das Extra im Plauener

myHELIOS: In einem Onlinefra-

Klang und Bild gestalten, was sie

innerlich bewegt. Langsam aber

beständig wird sie auch körperlich

immer beweglicher. Im Juli

2008, fast ein Jahr nach Ausbruch

des Guillain-Barré-Syndroms,

sind die schlimmsten Symptome

durch die intensive Therapie

abgeklungen; Birgit Naumann

kann inzwischen auch längere

Strecken am Rollator zurücklegen.

Am 18. Juli 2008 wird sie

aus der stationären Behandlung

entlassen – beendet ist ihre Therapie

aber noch nicht. Von nun

an kommt sie täglich in die Ambrocker

Tagesklinik, im Januar

2009 kann die Therapie auf drei

Tage pro Woche reduziert werden.

Aufbau der Kondition und

Feinschliff der Fingermotorik

sind jetzt noch wichtig. In dieser

Zeit beginnt die Dortmunderin,

ihren Alltag wieder alltäglich zu

gestalten: Sie singt in ihrem Chor,

fährt Fahrrad, genießt einige

Sommertage am Meer. Für diese

gebogen können die Mitarbeiter

Verbesserungen vorschlagen,

außerdem gibt es einen monatlichen

myHELIOS Newsletter zum

Standort. Insgesamt könnte das

Plauener Fazit nach den ersten

Wochen mit dem neuen Intranet

kaum besser sein: „Das moderne,

frische Layout und die leichte wie

funktionale Handhabung machen

allen Spaß“, berichtet Controller

Matthias Wolf. «

Annett Lott

Lebensqualität hat sie fast zwei

Jahre gekämpft. Noch hat sie ihr

Ziel zwar nicht ganz erreicht,

aber es ist nun in guter Sicht. «

Dr. Matthias Grün,

Hagen-Ambrock

GBS-Syndrom

Das Guillain-Barré-Syndrom

(GBS) – benannt nach den

Neurologen G. Guillain und

J. A. Barré – ist eine Entzündung

der peripheren Nerven.

Die Ursache der Erkrankung

ist unbekannt. Am Anfang

stehen oft fiebrige Infekte,

das Immunsystem ist angegriffen.

Entwickelt sich die

Krankheit sehr schnell, kann

sich die Genesung über viele

Monate hinziehen. Bleibende

Beschwerden sind erfreulicherweise

selten.


NEUES AUS DEN REGIONEN

Region Nord

Tiffanys Weg zurück ins Leben

Tiffany beim Training am Sitzfahrradergometer

Sie hat es geschafft: Tiffany

Klimowicz hat die Chemotherapie

hinter sich und die daraus

entstandenen schweren

Komplikationen überwunden.

Dass es der 14-Jährigen einmal

wieder gut gehen würde, war

lange Zeit unsicher: Tiffany

hatte lymphatische Leukämie

und einen Hirninfarkt. Die

vergangenen 18 Monate hat

sie in der Kinderonkologie des

Universitätsklinikums Eppendorf

(UKE) und der HELIOS

Klinik Geesthacht verbracht.

Im Februar 2008 geht Tiffany

mit Schmerzen im Knie zum Orthopäden,

der sie zum Rheumatologen

überweist. Ein Bluttest

wird gemacht. Sechs Tage nach

den ersten Symptomen steht

die Diagnose fest: lymphatische

Leukämie.

Tiffany wird sofort zur Chemotherapie

in das UKE aufgenommen.

Als die Chemotherapie

anschlägt und der Krebs

zurückgeht (Ärzte sprechen

von „Remission“) wäre das eigentlich

ein Grund zur Freude

gewesen. Doch Komplikationen

stellen sich ein und statt aufatmen

zu können, muss Tiffany

einen weiteren Kampf beginnen:

Den gegen die Folgen eines

Hirninfarkts, der sie fünf

Wochen ins Koma fallen lässt.

Von da an braucht sie doppelte

Kraft: Für die Chemotherapie

im UKE und die neurologische

Rehabilitation, die sie im

Juli 2008 in der HELIOS Klinik

Geesthacht beginnt.

Die Frührehabilitation verbringt

Tiffany auf der Intermediate

Care Station (IMC). Sie

ist vollständig auf fremde Hilfe

angewiesen – z.B. um sich zu

drehen. Sie kann sich an viele

Dinge nicht mehr erinnern und

während der ersten drei Wochen

muss sie mit einer Sonde

(„parenteral“) ernährt werden.

Dann lernt sie, wieder zu schlucken

und zu sprechen, kann

bald darauf auch zum ersten

Mal mit dem Rollstuhl fahren.

Als es ihr besser geht, wechselt

Tiffany auf die Station für

Jugendliche. Gemeinsam mit

ihrer Mutter bezieht sie dort ein

Rooming-in-Zimmer.

Von Geesthacht aus fährt Tiffany

noch 12 Mal zur Chemotherapie

nach Hamburg – manchmal

HELIOS aktuell September 2009 / 82

15

bleibt sie zwei Tage, manchmal

auch nur wenige Stunden. Die

Onkologen aus dem UKE und

die Reha-Mediziner von HE-

LIOS arbeiten eng zusammen.

So werden in Geesthacht ständig

Tiffanys Blutwerte überwacht.

In dieser Zeit unterschreitet

ihre Leukozytenzahl sechs Mal

einen kritischen Bereich und sie

wird ins UKE verlegt.

Parallel zur Chemotherapie

arbeitet Tiffany unermüdlich

daran, wieder laufen zu lernen.

Durch den Hirninfarkt ausgelöste

Spastiken haben ihrer

Beine so stark gebeugt, dass

Gehen unmöglich ist. Eine Botoxbehandlung

minimiert die

Spastiken, außerdem werden

Tiffany Schienen angelegt, die

ihre Beine strecken. Der Durchbruch

ist aber eine Operation

zur Sehnenverlängerung im

April dieses Jahres. Mit Krankengymnastik

und sehr viel

Ehrgeiz macht Tiffany schon im

Mai ihre ersten Schritte.

Heute geht sie auch längere

Strecken. Trotz der schweren

Zeit hat sich Tiffany einen Teil

ihrer Leichtigkeit bewahrt. Sie

hat Spaß mit anderen Patienten

und freut sich unbändig auf

ihre Entlassung, auf zu Hause

und auf ihren kleinen Hund. Sie

möchte sich mit Freunden treffen,

shoppen gehen – endlich

wieder Teenager sein. Aber sie

zeigt auch eine andere, ernste

und sehr erwachsene Seite: Die

14-jährige weiß, wie viel Glück

sie hatte. Nicht alle Kinder, die

sie während der Chemotherapie

kennengelernt hat, haben

den Krebs besiegt. «

Dr. Susanne Krüger, Geesthacht


16 HELIOS aktuell September 2009 / 82

Krefeld

NEUES AUS DEN REGIONEN

Der zweite Geburtstag eines 11-Jährigen

Kämpften alle um Kays (3.v.r.) Leben: Dr. Alex Gebhard, Dr. Frank Hutschenreiter, OA Dr. Norbert Klemz, Sr. Sandra Rauch, Sr. Sofia Bouhaddou, Sr. Jessica

Huttny, Sr. Rita Becker und Dr. Michael Becker, Chefarzt der Kinderchirurgie

Der 11-jährige Kay wird nach

einem Fahrradsturz mit lebensgefährlichen

Verletzungen ins

HELIOS Klinikum Krefeld eingeliefert.

Mit einer Notoperation

und intensiver Betreuung

können die Ärzte den Jungen

retten. Im Juli hat er nun seinen

„zweiten Geburtstag“ nach dem

schweren Unfall gefeiert – und

die Ärzte und Pfleger der Intensivstation

und Kinderchirurgie

dazu eingeladen.

Keine Gegend für Anfänger: Die

Kurven sind scharf, das Gelände

rau und von tiefen Gräben

durchzogen. Für Kay und sein

BMX-Rad ein willkommener

Parcours. Doch als der 11-Jährige

entschlossen auf eine Kurve

zufährt, versagen plötzlich die

Bremsen. Statt der Biegung zu

folgen, stürzt er mit seinem Rad

einen steilen Abhang hinunter.

In 30 Metern Tiefe stoppt ein

Baum den freien Fall. Eingekeilt

von seinem Fahrrad bleibt er mit

dem Bauch gegen den Stamm

gepresst liegen. Sein Freund alarmiert

den Rettungsdienst. Der

schwerverletzte Junge wird ins

HELIOS Klinikum Krefeld eingeliefert.

„Ich dachte das war’s.

Ich hatte so starke Schmerzen

im Bauch und auch mein Handgelenk

tat höllisch weh“, erzählt

Kay heute.

Neben einer flächigen Hautabschürfung

am Bauch, einer

schweren Gehirnerschütterung

und einem Unterarmbruch

machten dem Ärzteteam vor

allem die erhöhten Leberwerte

und der zunehmende Bauchumfang

Sorgen. Erst die Bilder der

zweiten Computertomographie

zeigen die lebensgefährlichen

Verletzungen: ein Bluterguss

in der Leber und ein Riss im

Zwölffingerdarm. Um zu verhindern,

dass sich darüber aggressive

Verdauungssäfte in die

Bauchhöhle ergießen, leiten die

Ärzte der Kinderchirurgie eine

Notoperation ein. Der gerissene

Darm wird rekonstruiert, der

Bauchraum ausgiebig gespült

und mit Drainagen versorgt. Es

folgen fünf Tage Beatmung und

insgesamt zwei Wochen auf der

anästhesiologisch-neurochirurgischen

Intensivstation. „Durch

den starken Gewichtsverlust

war Kay so stark geschwächt,

dass er nicht laufen und nur

mit Mühe sitzen konnte“, erinnert

sich seine Mutter. „Damals

hat mir vor allem das Gefühl,

die Betreuer kümmern sich um

mein Kind, als sei es ihr eigenes,

sehr viel Kraft und Zuversicht

gegeben.“

Oft kullerten die Tränen, gesprochen

und gegessen hat Kay im

Anschluss an die OPs kaum.

Allein die Fotos seines Ponys

Jack machten ihn ein wenig

glücklich. Für seine Mutter das

Signal: Jack musste her. In einem

Pferde-Transporter brachte sie

das Pony vor die Klinik. Schlagartig

kehrte bei Kay der Appetit

zurück. „Mit einem gemeinsamen

Besuch im Zoo konnten wir

diese positive Entwicklung noch

verstärken. Dort stand Kay das

erste Mal aus seinem Rollstuhl

auf. Er wollte zu Fuß über den

Parkplatz zum Auto laufen“,

berichtet Dr. Karin Lawrenz, die

behandelnde Kinderchirurgin.

Ab diesem Zeitpunkt ging es mit

seiner Genesung steil bergauf. «

Marina Dorsch


Krefeld

NEUES AUS DEN REGIONEN

Wenn jeder Bissen im Halse steckenbleibt

Fünf Prozent aller Menschen

leiden unter Schluckstörungen

– Tendenz steigend. Auf die

richtige Diagnose warten sie

durchschnittlich mehr als sechs

Jahre. „Bei jedem Vierten über

65 endet die so genannte Dysphagie

sogar tödlich. Das entspricht

allein in Deutschland

10.000 Patienten“, weiß Prof.

Dr. Thomas Frieling, Direktor

der Medizinischen Klinik II am

HELIOS Klinikum Krefeld.

Herbert Eckelboom erinnert

sich genau an das Grillfest vor

einigen Jahren. „Ich aß gerade

ein Kotelett, als mir ein Stück

im Hals stecken blieb. Ein starker

Schmerz durchfuhr mich“,

berichtet der 79-Jährige. Während

er verzweifelt versuchte,

das Stück Fleisch hervorzuwürgen,

riefen seine Freunde den

Notarzt. Erst im Krankenhaus

gelang es, den Bissen mit einer

Schlinge zu beseitigen.

Schon seit Jahren hatte Herbert

Eckelboom unter Schluckstörungen

gelitten. Jedes Stück

Fisch oder Fleisch blieb ihm in

der Speiseröhre stecken. Er hatte

drückende Schmerzen und

erbrach sich. Er besuchte einen

Arzt nach dem anderen. Doch

die Ursache für seine Beschwerden

blieb unerkannt.

So auch nach dem Grillfest. Eine

Magenspiegelung brachte keine

Erkenntnisse. „Die Ärzte erklärten,

die Schmerzen würden

durch mein Unterbewusstsein

hervorgerufen. Im Klartext, ich

würde mir das Ganze nur einbilden“,

erzählt der Rentner. Er

litt weiter unter jeder Mahlzeit

und konnte nur mit viel Wasser

schlucken. Die Beschwerden

Prof. Dr. Thomas Frieling verhalf seinem Patienten Herbert Eckelboom wieder

zu ungestörtem Essgenuss und mehr Lebensfreunde.

wurden von Tag zu Tag schlimmer,

schließlich kam es für ihn

überhaupt nicht mehr in Frage,

Freunde zum Essen zu treffen.

Bis Herbert Eckelbooms Hausarzt

auf die „Interdisziplinäre

Arbeitsgruppe Dysphagie“ am

HELIOS Klinikum Krefeld aufmerksam

wurde. Das Team aus

Neurologen, Gastroenterologen,

Phoniatern, Radiologen und Logopäden,

HNO-Medizinern und

Ernährungsberatern hatte sich

erst wenige Jahre zuvor auf die

Behandlung schluckgestörter

Patienten spezialisiert.

Mittels einer Speiseröhrendruckmessung

überprüfte diese

den Schluckablauf des Patienten

und stellte eine Verengung

durch Narbenringe im unteren

Teil der Speiseröhre fest.

Prof. Dr. med. Thomas Frieling,

Chefarzt der medizinischen

Klinik II: „Diese waren für die

Schluckbeschwerden von Her-

bert Eckelboom verantwortlich.

Bei anderen Patienten spielen

entzündliche Engen im Rahmen

einer Refluxerkrankung oder

Bewegungsstörungen, sogenannte

Motilitätsstörungen der

Speiseröhre eine entscheidende

Rolle. In seltenen Fällen kann es

sich auch um Speiseröhrenkrebs

handeln.“ Während einer Magenspiegelung

wurde die Speiseröhre

von Herbert Eckelboom

Millimeter für Millimeter aufgedehnt.

Dabei wurden Dehner,

sogenannte „Bougies“ durch die

Engstelle geschoben.

Nach dem Eingriff hatte Herbert

Eckelboom noch zwei Tage

Schmerzen beim Schlucken.

„Inzwischen bin ich völlig beschwerdefrei

und kann zum ersten

Mal seit über 15 Jahren bedenkenlos

essen und genießen“,

freut sich der Rentner. «

Anna Heuer, Krefeld

HELIOS aktuell September 2009 / 82

Kurzmeldungen

Überregionales Traumazentrum

17

Das HELIOS Klinikum Krefeld

ist von der Deutschen

Gesellschaft für Unfallchirurgie

e.V. als „Überregionales

Traumazentrum“ ausgezeichnet

worden. Optimal

vernetzt mit den Rettungsdiensten

vor Ort, versorgt

ein interdisziplinäres Team

von Ärzten schnell und

effizient Schwerverletzte

nach standardisierten Qualitätsmaßstäben.

Im TraumaNetzwerk

Düsseldorf

übernimmt das HELIOS

Klinikum Krefeld neben der

Universitätsklinik Düsseldorf

ab sofort eine Leitfunktion

bei der Versorgung von

Unfallopfern. «

HRC-Wissenschafts-

Datenbank

Die neue HELIOS Datenbank

für wissenschaftliche

Leistungen hat das erste

Geld ausgeschüttet: Insgesamt

rund 25.000 Euro Bonus

gingen dabei an Mitarbeiter,

die wissenschaftliche

Leistungen erbracht haben.

Für dieses Jahr sind noch

zwei weitere Vergütungsläufe

geplant. Wichtig: Damit

der Bonus zeitnah zu Ihrer

wissenschaftlichen Tätigkeit

ausgezahlt werden kann,

sollten Sie Ihre Meldungen

schnellstmöglich in die Datenbank

einstellen. Warten

Sie also nicht unnötig lange

auf Geld, das Ihnen schon

heute überwiesen werden

könnte! «


18 HELIOS aktuell September 2009 / 82

SPEZIAL: Mitarbeiter und ihre Muttersprache

HELIOS spricht viele Sprachen

Deutsch und Ärztelatein – wer denkt, dass das schon alle Sprachen

sind, die man auf den Stationen und in den Büros der HE-

LIOS Kliniken hört, liegt gewaltig daneben. Doch wie viele Sprachen

werden bei HELIOS gesprochen? Und welche? Wir wollten

es genau wissen, und haben Sie gefragt: „Was ist Ihre Muttersprache?“

Über einhundert Mitarbeiter haben uns verraten, mit

welcher Muttersprache sie aufgewachsen sind. Und das kann

sich sehen lassen. 32 haben wir gezählt: albanisch, amharisch,

arabisch, bosnisch, bulgarisch, chinesisch, englisch, französisch,

georgisch, griechisch, italienisch, japanisch, katalanisch, kroatisch,

kurdisch, litauisch, mazedonisch, niederländisch, persisch,

portugiesisch, polnisch, rumänisch, russisch, schwedisch, serbisch,

slowakisch, spanisch, somali, tschechisch, türkisch, ukrainisch

und ungarisch.

In unserem Spezial stellen wir Ihnen einige der fremdsprachige

HELIOS Mitarbeiter vor. Vielleicht ist ja auch Ihr Kollege dabei!

Dr. Gabi Jabour Margarete Kokott-Bechtel Dr. Nora Garrido-Zillich Emad Abduljawwad

Oberarzt Krankenschwester Arzt Assistenzarzt

Gotha Grebenhain Ambrock / Reha Bad Saarow

arabisch polnisch spanisch arabisch

Tanja Bertol MU Dr. David Klenk Dr. Radosveta Petkova Dr. Gianluca De Santo

Beschwerdemanagement Arzt Ärztin Assistenzarzt

Wuppertal Plauen Erfurt Berlin-Buch

kroatisch tschechisch bulgarisch italienisch

Dipl.-Med. Rafal Orman Dessislava Dragotin Libor Orsag Jill Kuhlmann

Arzt Assistenzärztin Oberarzt Maltherapie

Erfurt Hettstedt Leisnig Ambrock/Reha

polnisch bulgarisch tschechisch französisch


SPEZIAL: Mitarbeiter und ihre Muttersprache

HELIOS aktuell September 2009 / 82

Elena Stüdemann OA MU Dr. Toshko Mirchev Lydia Röber Christos Zitakis

Physiotherapeutin Arzt Kinderkrankenschwester Physikalische Therapie

Schwerin Aue Leisnig Ambrock / Reha

bulgarisch bulgarisch russisch griechisch

Rudolf Maternik Nimet Hortlu Dr. Bassam Al-Najjar Monika Kläver

Assistenzarzt MTRA Arzt in Weiterbildung Ärztin in Weiterbildung

Gotha Wuppertal Plauen Erfurt

ungarisch türkisch arabisch bulgarisch

Katharina Schulz Marius Jaszczyk Sophie Opitz PD Dr. Leon Kohen

MTA Facharzt Sport- & Bewegungstherapeutin Chefarzt

Volkach Plauen Schwerin Aue

russisch polnisch schwedisch türkisch und französisch

Igor Gozman Alena Ittner Marcin Michael Skrzydlo Catalina Lange

Facharzt HELIOS Zentralbibliothek Arzt in Weiterbildung Fachärztin

Plauen Berlin-Buch Aue Schwerin

russisch / ukrainisch tschechisch polnisch spanisch

19


20 HELIOS aktuell September 2009 / 82

SPEZIAL: Mitarbeiter und ihre Muttersprache

Dariusz Sarowski Margarita Scharf MU Dr. Boris Vidinsky Andrei Serban Dumitrescu

Physiotherapeut Krankenschwester Anästhesist Arzt in Weiterbildung

Ambrock / Reha Wuppertal Aue Berlin-Buch

polnisch russisch slowakisch rumänisch

Claudia Maternik Ryszard Kasiukiewicz MU Dr. Silvia Bajusova Bernard Blazevic

Assistenzärztin Pfleger Ärztin in Weiterbildung Assistenzarzt

Gotha Hamburg Plauen Schkeuditz

rumänisch polnisch russisch / tschechisch kroatisch

Boril Petrow Regina Hefendehl Jakob Jakuschinski MU Dr. Erika Vidinska

Arzt Stationsleiterin IT-Abteilung Anästhesistin

Eisleben Wuppertal Grebenhain Aue

bulgarisch niederländisch russisch slowakisch

Nadeschda Kuhn Wladimir Holodniak Miroslawa Grabarczyk Brahim Krasniqi

Ärztin Assistenzarzt Röntgenassistentin Arzt in Weiterbildung

Erfurt Hettstedt Cuxhaven Aue

russisch russisch polnisch albanisch


SPEZIAL: Mitarbeiter und ihre Muttersprache

HELIOS aktuell September 2009 / 82

Eugenie Wolf Eduard Barbakow Claudine Carrazé Christoph Kuchnicki

Physikalische Therapie Arzt in Weiterbildung Hebamme Physiotherapeut

Ambrock / Reha Schwerin Müllheim Ambrock / Reha

russisch russisch französisch polnisch

Vitaly Torosow Kartazyna Holland Sentayehu Assefa Irina Batrak

Chirurg Ärztin in Weiterbildung Oberarzt Krankenschwester

Leisnig Aue Blankenhain Gotha

russisch polnisch amharisch russisch

Natalia Grützfeld Antun Vezmarovic Duygun Gül Andreas Gralla

Study Nurse Techniker Assistenzärztin Ergotherapeut

Erfurt Hamburg Berlin-Buch Ambrock / Reha

russisch serbo-kroatisch türkisch polnisch

Tuncay Tuncer Katharina Marcinkiewicz Abdullah Bassam Iwona Ehrig

Funktionsoberarzt Stationssekretärin Assistenzarzt Krankenschwester

Überlingen Hamburg Bad Saarow Bleicherode

türkisch polnisch kurdisch / arabisch polnisch

21


22 HELIOS aktuell September 2009 / 82

SPEZIAL: Mitarbeiter und ihre Muttersprache

Daniela Tatulescu Izet Baljic, M. Sc Laura Vaskelyte Dr. med. Francisco Amaya

Fachärztin Wissenschaftlicher Leiter Oberärztin Oberarzt

Hettstedt Erfurt Aue Sangerhausen

rumänisch bosnisch litauisch spanisch ( Nikaragua )

Georgi Atanassov Anita Trenczek Alexander Jelzow Irina Hafner

Facharzt Pflegedienst Arzt Ärztin in Weiterbildung

Blankenhain Ambrock / Reha Eisleben Schwerin

bulgarisch polnisch russisch, ukrainisch russisch

Anwar Kashmoula Ammar Ghouzi Beata Rogala-Kwarcinska Farah Haidar

Ärztin in Weiterbildung Asisstenzarzt Anästhesistin Ergotherapeut

Plauen Wuppertal Bleicherode Ambrock / Reha

arabisch arabisch polnisch somali

Dr. Zainalabdin Anwar Hadi Sonia Jaeger Serkan Dogangüzel Inna Lutz

Facharzt Diplom-Psychologin Arzt in Weiterbildung Krankenpflegehelferin

Plauen Erfurt Berlin-Buch Blankenhain

arabisch französisch türkisch russisch


SPEZIAL: Mitarbeiter und ihre Muttersprache

HELIOS aktuell September 2009 / 82

Anna Held Qiying Chang Carla Plans-Ditze Ali Allam

Ärztin Arzt in Weiterbildung Ärztin in Weiterbildung Assistenzarzt

Eisleben Aue Schwerin Bad Saarow

russisch chinesisch katalanisch arabisch

Isam Eldin Gaffer Dr. med. Mariyana Heus MU Dr. Marian Balaz Olga Boxberger

Facharzt Oberärztin Arzt in Weiterbildung Krankenschwester

Plauen Leisnig Gotha Erfurt

arabisch bulgarisch slowakisch , tschechisch mazedonisch

Karolina Viktor Dr. Sergej Wagner Elena Kuznetsova Naef Moqbel Shaif

Krankenhausapotheke Anästhesist Ärztin in Weiterbildung Arzt in Weiterbildung

Berlin-Buch Hamburg Leipziger Land Gotha

kroatisch russisch / georgisch ukrainisch arabisch

Eric Florentin Ameneh Seidel-Keivan Jah Jonathan Aaron Baudhuin Fatima Germano

Einkauf Oberärztin Arzt Pflegedienst

Berlin-Buch Leisnig Schwerin Ambrock / Reha

französisch persisch englisch portugiesisch

23


24 HELIOS aktuell September 2009 / 82

SPEZIAL: Mitarbeiter und ihre Muttersprache

Isabel Nogueira-Calle Dr. Zsolt Borbely Dr. Johannes Strutzmann Cristian Dreana-Ianciu

Ärztin in Weiterbildung Arzt in Weiterbildung Facharzt Assistenzarzt

Schwerin Plauen Borna Borna

spanisch ungarisch österreichisch rumänisch

MU Dr. Gregor Ruttkay Agnieszka Czekanska Theoklitos Konstantinidis Natalie Erdmann

Facharzt Asisstenzärztin Arzt in Weiterbildung Regionalleiterin UKM

Plauen Aue Plauen Berlin-Brandenburg

slowakisch polnisch griechisch kroatisch

Renate Fiebig Valerius Letitchevski Dusica Sarik-Kröger Dr. Drangan Stefanovic

Krankenschwester Facharzt OP-Schwester Facharzt

Eisleben Plauen Schwerin Leipziger Land

polnisch russisch / ukrainisch serbisch polnisch

Sava-Dorin Beloia Rita Magenheim Gülseren Karaman Ana Paula dos Santos

Arzt Ärztin in Weiterbildung Stationsleiterin Sekretärin

Plauen Aue Ambrock / Reha Wuppertal

rumänisch ungarisch türkisch portugiesisch


NETZWERK MEDIZIN

Für Patienten mit Herzschrittmachern

oder anderen implantierten

Geräten war eine

Untersuchung im Kernspintomographen

(MRT) bisher ohne

Ausnahme verboten: Die aus

Metall bestehenden Geräte

und ihre Sonden können sich

erhitzen, im schlimmsten Fall

sind sogar Funktionseinbußen

möglich. Dank der von HE-

LIOS Ärzten neu zusammengefassten

Richtlinie „Kardiale

Implantate im MRT“ können

manche dieser Patienten nun

unter bestimmten Bedingungen

doch im MRT untersucht

werden.

In der Neurochirurgie des HE-

LIOS Klinikums Berlin-Buch

werden jährlich schätzungsweise

20 Patienten von dem einzigartigen

Vorgehen der HELIOS

Mediziner profitieren:

Droht ihnen z.B. eine Lähmung,

oder ist ihr Leben in Gefahr,

sollen sie nun trotz implantierter

Geräte im MRT untersucht

werden, wenn die Diagnose mit

keiner anderen Methode möglich

ist. Voraussetzung dafür ist

die durchgängige Verwendung

der neuen Checkliste „Kardiale

Implantate im MRT“, die eine

Arbeitsgruppe aus HELIOS Radiologen,

Neurochirurgen und

Kardiologen erstellt hat. „Wenn

bei einer schweren Erkrankung

kein anderes bildgebendes Verfahren,

wie z.B. Röntgen oder

eine Computertomographie,

Aufschluss geben würde oder

angewendet werden kann, dann

muss auch über ein MRT nachgedacht

werden dürfen“, sagt

Dr. Thomas Herold, Chefarzt

der Radiologie am HELIOS Klinikum

Berlin-Buch. Frau Professor

Jeannette Schulz-Menger,

Leiterin des Kardio-MRT-Labors

in Berlin-Buch und zugleich

Leiterin der fachübergreifenden

Projektgruppe ergänzt: „Das

MRT gehört bei Patienten mit

Schrittmachern o.ä. weiterhin

nicht zur Routine. Es soll nur

dann eingesetzt werden, wenn

es für den Patienten eine therapeutische

Konsequenz hat.“

Um den MRT-Einsatz sorgsam

abzuwägen, schreibt die von

der Arbeitsgruppe entwickelte

Richtlinie beispielsweise vor,

dass sowohl Radiologen, Neurochirurgen,Strahlentherapeuten

als auch Kardiologen der

Untersuchung zustimmen müssen.

Auch der Kernspin selbst

erfolgt streng nach der HELIOS

Checkliste: „Der Patient wird

vorher durch den behandelnden

Arzt sorgfältig aufgeklärt.

Dafür werden spezielle Aufklärungsbogen

eingesetzt“, sagt Dr.

Harald Lapp, Fachgruppenleiter

Kardiologie.

Verantwortlich für das MRT ist

der Radiologe – er wird jedoch

während des gesamten Untersuchungsablaufs

von einem im

Umgang mit Schrittmachern

und intensivmedizinisch erfahrenen

Kardiologe unterstützt.

Diese Doppelbesetzung ist Vorschrift

und soll die Patienten

absichern. Für sie bedeutet die

Untersuchung nämlich mehr, als

nur 20 Minuten in der „Röhre“

zu liegen: So muss der Schrittmacher

unter Umständen vor

dem MRT neu programmiert

werden, außerdem sind nach der

Untersuchung die Reprogrammierung

des Schrittmachers und

mehrere EKG-Kontrollen nötig.

„Der Kardiologe muss sich in

der Programmierung von in-

HELIOS aktuell September 2009 / 82

Lebensrettend: MRT bei Schrittmacherpatienten

Das MRT gehört bei Patienten mit Schrittmachern weiterhin

nicht zur Routine. Es soll nur dann eingesetzt werden,

wenn sich eine mögliche lebensrettende Therapie ableitet.

Bei einem Patienten werden vom Kopf MRT-Aufnahmen gemacht.

25

trakardialen Geräte auskennen,

aber auch sehr gute Erfahrungen

in der Reanimation haben“, erklärt

Frau Prof. Schulz-Menger.

Damit soll garantiert werden,

dass die Patienten während des

MRTs bestmöglich betreut sind

und am Ende von der Untersuchung

profitieren – durch eine

lebensrettende Diagnose.

Kira Kollmeier

Weitere Informationen, Ansprechpartner und die Materialien

(Checkliste, Flyer usw.) finden Sie ab Ende Oktober unter:

http://myhelios.helios-kliniken.de/medizin/handlungsempfehlungen/kardiale-implantate-im-mrt


26 HELIOS aktuell September 2009 / 82

FORSCHUNG UND WISSEN

Mit Machete im Formulierungsdschungel

Viele Beipackzettel sind für

Patienten unverständlich. Die

Wuppertaler Pharmakologin

Frau Professor Petra Thürmann

will das verbessern.

„Für gute Beipackzettel gehen

die Menschen nicht demonstrieren“,

sagt Prof. Dr. Petra

Thürmann, Direktorin des Philipp-Klee-Instituts

für klinische

Pharmakologie am HELIOS

Klinikum Wuppertal. „Für die

Politik fehlt deswegen der Ansporn,

etwas zu tun.“ Das sei

eine Erklärung dafür, warum

in den meisten Medikamentenpackungen

immer noch unverständliche

Informationen zu

finden seien.

Wie können Beipackzettel patientenfreundlich

gestaltet werden?

Dieser Frage widmet sich

Petra Thürmann in einer Forschergruppe

der Universität

Witten/Herdecke – ein wichtiges

Thema, denn der momentane

Zustand ist ernüchternd.

Wie prekär die Lage ist, beweisen

verschiedene Untersuchungen

– auch von der

Forschergruppe aus Witten/

Herdecke. Die hatte vor kur-

zem 35 Menschen zu Mängeln

von Packungsbeilagen befragt

und die Antworten sprachanalytisch

ausgewertet. Das Ergebnis:

Die Beipackzettel schüren

Angst und Unsicherheit. Eine

andere etwas länger zurücklie-

36 36

ZAHL DES MONATS

Fast so groß wie die FAZ – nur kleiner bedruckt:

Beipackzettel sind höchst unübersichtlich. Die

Pharmakologin Prof. Petra Thürmann will das ändern.

gende Befragung

zeigte ähnliches:

Damals hatten

fast 30 Prozent

der Befragten angegeben,

schon

einmal ein ärztlichverordnetes

Medikament

nicht genommen

haben, weil die

Packungsbeilage

sie verängstigt

oder verwirrt

hatte.

Die Angst vor

dem Medikament

wird laut

Frau Prof. Thürmann

geschürt,

weil die Informationunzureichend

ist. Beispielsweise

sorgt

die Formulierung

„Kann die Leber

schädigen“ bestenfalls für Unbehagen

beim Patienten – woran

er eine Leberschädigung

erkennen kann und was in

einem solchen Fall zu tun ist,

erfährt er nämlich nicht. Die

Wuppertaler Pharmakologin

bemängelt auch, dass auf dem

Beipackzettel nicht zu lesen ist,

wofür das Medikament neben

der Hauptindikation noch gut

ist. „Blutdrucksenker führen

zum Beispiel bei richtiger Anwendung

zu einem geringeren

Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko“,

weiß Frau Prof.

Thürmann. „Das steht aber

nirgendwo.“ Die Mängelliste

ist noch viel länger: Die Schrift

in Beipackzetteln ist zu klein,

der Text schlecht strukturiert

und Fremdwörter tragen dazu

bei, dass ein Laie vieles nicht

versteht.

Die Studie, an der Professor Petra

Thürmann beteiligt ist, soll

dazu beitragen, Beipackzettel

gut lesbar und verständlich zu

machen. „In Zusammenarbeit

mit einem Designbüro entwickle

ich derzeit Idealbeispiele für

Beipackzettel – aber auch abschreckende

Varianten.“ Die

Entwürfe werden dann in einer

Straßenbefragung an 1000 Passanten

getestet. Für gut befundene

Varianten sollen anschließend

umgesetzt werden. «

Jörn Grabert, Wuppertal

Teilnehmerinnen sind im HELIOS Mentorinnen-Netzwerk

aktiv. Mit dem Netzwerk will HELIOS junge Medizinerinnen

mit Chef- bzw. Oberärztinnen zusammenbringen. Das Ziel: Ein

Erfahrungsaustausch ohne Berührungsängste. Vom Nutzen der

Plattform ist Frau Prof. Gabriela Möslein, Chefärztin am St. Josefs-

Hospital Bochum-Linden überzeugt. Wie viele ihrer Kolleginnen

hat die Chirurgin am Anfang ihrer Karriere viel Kraft und gute

Ideen gebraucht, um Familie und Beruf gut miteinander zu vereinbaren.

Sie findet: „Viele Erfahrungen sind zwar eine nützliche

Sache, doch einige könne man sich sehr gut sparen.“ Gemeinsam

mit 15 anderen Chef- und Oberärztinnen steht sie deswegen nun

den Nachwuchs-Medizinerinnen mit Rat und Tat zur Seite.

Ein erstes Treffen fand im Mai in der HELIOS Konzernzentrale

statt. Ein zweites ist für diesen November geplant. «


IM GESPRÄCH MIT …

Falk Erzgräber über das Ärzteportal

Mit den Niedergelassenen vernetzt

Mit dem HELIOS Ärzteportal

können niedergelassene Arzt

noch während der Behandlung

ihrer Patienten Daten, Befunde

und Behandlungsergebnisse

elektronisch abrufen. Wie das

Portal funktioniert und welche

Chancen es bietet, erklärt Falk

Erzgräber, Leiter Medizinische

Netzwerke bei HELIOS.

Über 66.000 Mal findet man

den Begriff „Ärzteportal“ über

die Suchmaschine Google –

mit unterschiedlichen Bedeutungen.

Wofür steht der Begriff

bei HELIOS?

Mit dem HELIOS Ärzteportal

vernetzen wir niedergelassene

Ärzte und unsere Kliniken. Bereits

seit 2007 arbeiten wir intensiv

daran. Ursprünglich sollte

das Projekt – wie bei anderen

Kliniken üblich – unter dem Begriff

„Zuweiserportal“ laufen.

Aber das fand ich nicht gut: Den

niedergelassenen Arzt auf seine

Funktion – in diesem Fall auf

das Zuweisen seiner Patienten

– zu reduzieren ist nicht diplomatisch.

Deshalb haben wir

uns auf den Namen Ärzteportal

geeinigt und sind damit online

unter https://meinpatient.helios-kliniken.de

erreichbar.

Wie funktioniert das Ärzteportal?

Über das HELIOS Ärzteportal

kann sich der niedergelassene

Arzt die Daten über seinen

Patienten anschauen, die im

Krankenhaus vorliegen. Er sieht

nicht den Patienten in Gänze,

sondern nur seinen Fall. Wich-

tig ist: Wenn der

Niedergelassene

etwas sehen soll,

muss der Patient

vorher zustimmen.

Die Daten werden

dann automatisch

in das Portal

transportiert: Alles,

was der niedergelassene

Arzt

braucht, ist ein internetfähiger

PC.

Dann wählt er sich

ein und benutzt einen von uns

bereit gestellten elektronischen

Schlüssel. So hat der Praxisarzt

jederzeit Zugriff auf die Daten

seines Patienten – vom Laborbefund

über Verlegungsberichte

bis hin zum OP-Bericht und den

Arztbrief.

Was ist dabei Ihre Aufgabe?

Ich bin vor allem der Ansprechpartner

für die Niedergelassenen.

Bereits 460 Praxisärzte in

der Region Berlin-Brandenburg

nutzen diesen für sie kostenlosen

Service. Und die Basis der

Zusammenarbeit ist eine gute

Kommunikation. Deswegen

brauchen die Niedergelassenen

einen eigenen Ansprechpartner.

Das Thema Datenschutz ist

nach wie vor ein heißes Thema

– wie wird damit beim Ärzteportal

umgegangen?

Unser oberstes Ziel ist es, das

Ärzteportal mit der bestmöglichsten

Sicherheit auszustatten.

Wir haben deshalb für unser

Ärzteportal eine TÜV-Zertifizierung

beantragt. Somit werden

Falk Erzgräber (r.) mit Dr. sc. med. Bernd Gestewitz,

einem Nutzer des Ärzteportals

alle Ärzteportale bei HELIOS in

naher Zukunft ein solches Gütesiegel

bekommen.

Wie sieht das Ärzteportal der

Zukunft aus?

Mein größter Wunsch: der Ausbau

des Portals zur universellen

Kommunikationsplattform

zwischen unseren Kliniken und

den Niedergelassenen. Zum

Beispiel elektronische Einweisung

von Patienten, Gespräche

über Videokonferenzen. Der

Niedergelassene hätte über das

Portal jederzeit die Möglichkeit,

sich über Befunde oder

Problemen mit dem Klinikarzt

auszutauschen. Schnelle Terminabsprachen

wären denkbar.

Noch besser wäre es, wenn auch

der Patient das Angebot nutzen

könnte und über das Portal Einsicht

in seine Befunde und Arztberichte

nimmt. Mit unserem

HELIOS Ärzteportal stehen wir

noch ganz am Anfang – bereits

in zwei, drei Jahren kann die

Umsetzung schon realistisch

sein. «

Die Fragen stellte Kira Kollmeier

HELIOS aktuell September 2009 / 82

Gesundheitstipp

Sicherer Schlaf

für Ihr Baby

27

Babys schlafen in den ersten

Lebensmonaten sehr viel –

und Eltern wünschen sich,

dass sie dabei auch sicher

sind. Mit wenigen Regeln

kann der Schlaf der Kleinen

gut vorbereitet und das Risiko

für Atemstörungen oder

den plötzlichen Kindstod reduziert

werden.

So sollten Babys im ersten

Jahr immer nur in Rückenlage

zum Schlafen gelegt

werden, und das auch nur

auf eine feste Unterlage –

in einer weichen Matratze

besteht für sie die Gefahr,

regelrecht darin zu versinken.

Mützchen oder Handschuhe

sollten zum Schlafen

ausgezogen werden. Denn:

Babys schlafen am Besten

bei einer Temperatur von 16

bis 18 Grad Celsius. Frieren

oder Schwitzen sie, wird der

Schlaf beeinträchtigt. Um zu

verhindern, dass Ihr Kind

beim Schlafen unter die Decke

rutscht, sollte ein Baby-

Schlafsack benutzt werden:

Er lässt den Kleinen genügend

Beinfreiheit, liegt aber

gleichzeitig am Hals eng

genug an, um nicht zu verrutschen.

Um Atemstörungen

zu vermeiden, gilt für

Eltern ein wichtiges Verbot:

Niemals im Schlafraum des

Babys rauchen! Die Neugeborenen

reagieren um ein

vielfaches empfindlicher auf

Nikotin als Erwachsene, sogar

ihre Atemsteuerung kann

durch Tabakqualm gestört

werden. Nicht zuletzt sollte

das Gitterbettchen des Babys

zu Anfang im elterlichen

Schlafzimmer stehen. «


28 HELIOS aktuell September 2009 / 82

SCHLAU IN 60 SEKUNDEN

Stottern

Was hatten Charles Darwin,

Winston Churchill und Marilyn

Monroe gemeinsam?

Sie alle sollen gestottert haben.

Seinen Ruf als großer

Redner hatte der zweimalige

britische Premierminister

Churchill wohl hauptsächlich

seiner Gewissenhaftigkeit

zu verdanken: Es heißt,

er habe alle Vorträge schon

Wochen vor einem Auftritt

auswendig gelernt, um sie

dann problemlos sprechen

zu können.

Etwa ein Prozent aller Erwachsenen

stottert, wobei

Männer davon mit 80

Prozent deutlich häufiger

betroffen sind als Frauen.

Woher die Störung des Redeflusses

kommt, ist bis heute

nicht vollständig geklärt

– und das, obwohl das Phänomen

in allen Sprachkreisen

auftritt und schon sehr

lange bekannt ist: Zum ersten

Mal beschrieben wurde

es bereits vor mehr als 2000

Jahren von den Griechen

Demosthenes, Hippokrates

und Aristoteles. Gegenwärtig

ist eine Annahme in der

Neuropsychologie an, dass

sich das Gehirn von Stotterern

im Bereich der Sprachverarbeitung

abweichend

entwickelt. Anderen zufolge

wird bei Stotterern die Ressourcen

für das gleichzeitige

Sprachverstehen und Sprechen

nicht ausreichend ausgebildet.

Trotz bisher ungeklärter

Ursache ist aber eine

Behandlung möglich: Selbst

schwer stotternde Erwachsene

können zum Beispiel

mit Hilfe bestimmten Atemtechniken

lernen, flüssig zu

sprechen. «

MENSCHEN BEI HELIOS

Mit dem HELIOS Lkw durch

den Schwarzwald

Olaf Müller (47) ist Lkw-Fahrer

für die HELIOS Kliniken im

Breisgau-Hochschwarzwald.

In den vier Jahren, die er bei

HELIOS arbeitet, hat er dabei

schon fast 300.000 Kilometer

zurückgelegt – eine Strecke,

siebeneinhalb mal um die

Erde.

Freitagmorgen, 8.45 Uhr. Olaf

Müller fährt heute in der Spätschicht.

Als erstes schaut er

in der Zentralsterilisation am

HELIOS Klinikum Müllheim

vorbei und lädt dort die frisch

sterilisierten Instrumente und

Bestecke ein. Im Lkw befinden

sich schon die Medikamente,

die der Fahrer der Frühschicht

in den Morgenstunden bereits

in der Zentralapotheke im 33

Kilometer entfernten Lörrach

abgeholt hat.

Der aus Erfurt stammende

Kraftfahrer ist der Kopf des

fünf-Mann-starken Fahrteams.

Er macht die Dienstpläne, kümmert

sich um den Lkw, pflegt

und wartet ihn. Dreimal täglich,

und das 365 Tage im Jahr, fährt

der 12-Tonner von Müllheim

nach Breisach und Titisee-Neustadt

und wieder zurück, um

die Kliniken mit zentralen Gü-

tern zu versorgen – vom Essen

über das Sterilgut und Medikamente

bis hin zur Post. Das sind

175 Kilometer pro Tour, 525 am

Tag, 190.000 im Jahr. Olaf Müller

fährt davon vier Tage in der Woche

jeweils zwei Touren.

Erstes Ziel ist die HELIOS Rosmann

Klinik in Breisach. Dort

wartet um 10.00 Uhr bereits

Versorgungsassistent Wolfgang

Watteler, um das Sterilgut und

die gekühlten Zytostatika in

Empfang zu nehmen. „Die Medikamente

müssen gekühlt werden.

Möglich sind im Lkw zwar

bis zu Minus 40 Grad Celsius,

aber wir halten 10 Grad, sonst

beschlägt das Sterilgut“, sagt

Olaf Müller.

Um 10.20 Uhr geht die Fahrt

weiter nach Titisee-Neustadt.

Kurz hinter Freiburg gibt es

Stau – der Schrecken eines jeden

Kraftfahrers. Olaf Müller weicht

auf eine Nebenstrecke aus. In

Titisee-Neustadt kommt der

HELIOS Lkw um 11.30 Uhr an,

das Sterilgut und die Medikamente

werden ab- und vier leere

Essenscontainer sowie zwei Sterilgutcontainer

aufgeladen.

Der Lkw fährt jeden Tag, im

Sommer wie im Winter. „Wir

hatten noch keinen Ausfall,

obwohl mir schon einmal in

Wildschwein und ein Reh vor

den Laster gelaufen sind“, erzählt

Olaf Müller. Würde der

Lkw nicht mehr fahren, bräche

innerhalb eines Tages der Krankenhausbetrieb

zusammen:

kein Essen mehr für die Patienten

und vor allem keine sterilen

Instrumente und Medikamente.

„Wir sind zwar nur ein kleines

Zahnrad im Getriebe, doch

wenn dieses Zahnrad ausfiele,

ginge gar nichts mehr“, ist sich

der 47-Jährige bewusst. Deshalb

gibt es auch einen Notfallplan

und eine Vereinbarung mit zwei

Nutzfahrzeug-Vermietern, die

sofort Ersatz stellen können.

In Breisach nimmt Olaf Müller

um 13.00 Uhr ebenfalls Essens-

und Sterilgutcontainer

auf, dann geht es zurück nach

Müllheim, wo die Tour endet.

Manchmal trifft er dann seine

Frau Elke, die auch in der HE-

LIOS Klinik Müllheim arbeitet

– in der Zentralsterilisation. Viel

Zeit bleibt ihm aber nicht, denn

der Lkw muss schon wieder beladen

werden – mit der nächsten

Fuhre für Breisach und Titisee-

Neustadt. «

Georg Auer


10 FRAGEN AN …

Barbara Knoblauch

Psychologin in der Kinderklinik im HELIOS

Klinikum Wuppertal

Barbara Knoblauch ist Diplom-Psychologin und arbeitet seit 1995

im Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin. Seit 1999 ist sie zudem

leitende Psychologin im Sozialpädiatrischen Zentrum.

1 Was verbinden Sie mit

HELIOS ?

Einen großen Konzern mit hoher

medizinischer Kompetenz.

2 Was muss man unbedingt

können, um als Psychologin

zu arbeiten?

Im Umgang mit schwierigen

Situationen und Menschen Humor,

Neugierde und Gelassenheit

zeigen.

3 Als Kind wollten Sie sein

wie ..?

Anfangs wie Pipi Langstrumpf,

unkonventionell und stark, das

hat mir imponiert. Später wie

Albert Schweitzer, Neil Armstrong

oder David Livingstone.

4 Mit wem würden Sie gerne

einmal tauschen ?

Ich wäre gerne einen Tag lang

mal ein Mann, um mitzubekommen

wie man als Mann die Welt

erlebt.

5 Worüber können Sie lachen ?

Ich lache viel und gern, über

und mit Kindern, kann ich mich

an Kleinigkeiten erfreuen, kann

über Witze lachen, erzähle auch

selber gerne einen.

6 Was gehört für Sie zum

perfekten Abendessen ?

Ein leckeres Essen – ich bin ein

Genießer, was sich unschwer

erkennen lässt – am liebsten

italienisch. Dazu ein guter Wein

und nette Gesellschaft, Familie,

Freunde und auf jeden Fall mein

Mann.

7 Was essen Sie nicht gerne ?

Wer glaubt, ich äße nicht gerne

Knoblauch, der irrt! Ich hasse

Rosenkohl und Hasenbraten.

8 Was machen Sie am liebsten

an freien Tagen ?

Schwimmen, Goldschmieden,

lesen, Freunde treffen oder auf

dem Sofa rumhängen und einen

Thriller im TV gucken.

9 Welcher Teil der Zeitung

ist für Sie der wichtigste ?

Mich interessieren alle Teile,

vom Biathlon über Lokalpolitik

bis zur allgemeinen politischen

Lage.

10 Von welchem Buch waren

Sie zuletzt richtig begeistert ?

Begeistert war ich zuletzt von

Milena Agus: Die Frau im

Mond!

Influenza-Labor

Seit Juli ist das Labor des HE-

LIOS Klinikums Emil von Behring

vom Roland Koch Institut

(RKI) als offizielles Influenza-

Labor gelistet. Damit darf

das Haus jetzt den Influenza

A/H1N1-Test direkt vor Ort

durchführen. Im Konzern ist

das Labor unter Leitung von

Dr. Andreas Roth und Prof. Dr.

Holger Rüssmann (Institut für

Mikrobiologie, Immunologie

und Laboratoriumsmedizin)

das erste, das vom RKI als solches

benannt wurde. «

Babyfreundlich

Das HELIOS Klinikum Borna

möchte, wie einige andere HE-

LIOS Kliniken, auch offiziell

»Babyfreundliches Krankenhaus«

werden. Die Zertifizierung

durch die WHO- bzw.

UNICEF-Initiative soll das Klinikum

dabei unterstützen, eine

noch bessere Betreuung vor,

während und nach der Geburt

zu gewährleisten. Im September

ist dazu eine Auftaktveranstaltung

mit niedergelassenen

Ärzten und Hebammen geplant.

«

Abrissparty in Aue

HELIOS aktuell September 2009 / 82

Erfolgreich

29

Odebornklinik wird 50

Ein halbes Jahrhundert gibt es

nun schon die Odebornklinik

in Bad Berleburg. Damit ist sie

eine der ältesten Rehabilitationseinrichtungen

für Neurologie

in Deutschland. Grund genug,

dies gebührend zu feiern:

Am Samstag den 19. September

öffnet die Klinik im Rahmen

eines Jubiläumsfestes die

Türen für interessierte Besucher

und bietet ein spannendes

Programm. Mehr Informationen

gibt es unter www.helioskliniken.de/odebornklinik.

«

Das HELIOS Brustzentrum

Nordsachsen am Standort Schkeuditz

ist erfolgreich rezertifiziert

worden.

Sowohl die Zertifizierungsstelle

der Deutschen Krebsgesellschaft

OnkoZert als auch

InterCert bescheinigten Schkeuditz

hohe Fachkompetenz

in der Betreuung und Behandlung

von Patienten mit Brustkrebs.

Damit wird dem Brustzentrum

ununterbrochen seit

2006 die höchste fachliche Expertise

ausgesprochen. «


30 HELIOS aktuell September 2009 / 82

TERMINE

Grundlagen der Intensivmedizin

28. bis 30. Januar 2010 (Groß-

Dölln)

Das Seminar bereitet auf den

ersten Einsatz auf einer Intensivstation

vor. Neben Grundlagen

der Hämodynamik und Beatmung

werden „einfache Kniffe“

und Übungen zur hämodynamischen

Stabilisierung und Beatmungstherapie

vermittelt. Unter

Anleitung wird Basiswissen wiederholt,

gefestigt und die praktischen

Fähigkeiten am In-vivo-

Modell in Gruppen trainiert.

Grundlagen der

Beatmung

12. und 13. Dezember (Groß-

Dölln)

Ein Einführungsseminar zur Atmung

und Beatmung; für Pflegepersonal

und Ausbildungsassistenten

sowie Wiedereinsteiger in

die Intensivmedizin. Das Spektrum

des Seminars, das Vorträge,

Diskussionen sowie praktische

Übungen am In-vivo-Modell

kombiniert, reicht von den physiologischen

Grundlagen bis

zur Rationale einer lungenprotektiven

Beatmung.

Einführung in die

Kinderanästhesie

4. und 5. Dezember (Groß-

Dölln)

Der Kurs wiederholt und demonstriert

theoretisches Grundlagenwissen.

Die Teilnehmer

arbeiten in drei kleinen Gruppen

und werden dabei von erfahrenen

Kinderanästhesisten angeleitet

und unterwiesen. Neue Techniken

werden am In-vivo-Modell

trainiert, für die Ausbildung und

das Training von Notfallsituationen

steht ein Kinderanästhesiesimulator

bereit.

Pharmakologie in

der Notfallmedizin

3. Dezember (Bad Saarow)

Es werden die pharmakologischen

Aspekte der Schockbehandlung

aus internistischer

Sicht betrachtet. Zu den Inhalten

gehören u.a. Katecholamine im

Rettungsdienst oder Antiasthmatika

zur Akutintervention.

Wollen Sie auch ein Stück?*

*

HELIOS Wissen

Die neue HELIOS Wissenschaftsdatenbank hat in diesem Jahr schon rund 25.000 Euro an

Mitarbeiter ausgeschüttet, die wissenschaftliche Leistungen erbracht haben. Zwei weitere

Vergütungsläufe sind geplant – schneiden Sie sich auch ein Stück vom Kuchen ab!

www.helios-wissen.de/wissenschaftsdatenbank

Weitere Termine

finden Sie unter

www.helios-akademie.de

Jeder ist wissenschafts-

bonusberechtigt!

© fotalia.com


PERSONALVERÄNDERUNGEN

Bochum-Linden

Dr. med. AndreasRichterich

(40) ist seit

1. September

neuer Chefarzt

der Abteilung

für Kinder-

und Jugendpsychiatrie/Psychotherapie

am St. Josefs-Hospital

Bochum-Linden. Zuvor

war er Oberarzt der Klinik und

Poliklinik für Kinder- und Jugendpsychosomatik

und Oberarzt

der Klinik für Kinder- und

Jugendpsychiatrie und Psychotherapie

am Universitätsklinikum

Hamburg-Eppendorf.

Gotha

Dr. med. Karsten Reinig (44)

ist seit dem 9.

Juni Ärztlicher

Direktor im

HELIOS Kreisk

r a n k e n h a u s

Gotha/Ohrdruf.

Er studierte

Humanmedizin in Leipzig und

ist bereits seit 2004 als Chefarzt

der Klinik Innere Medizin II in

Gotha tätig. Zuvor arbeitete er

im Herzzentrum der Zentralklinik

Bad Berka.

AKTUELLE STELLENANZEIGEN

Chefärztin/Chefarzt

Nuklearmedizin

Schwerin

Intensivmedizin

Berlin-Buch

Chirurgie

Bad Gandersheim

Fachärztin/Facharzt

Kinderchirurgie

Hamburg

Hattingen

Seit dem 1. Juli

ist Dr. med.

Axel Petershofer

(48) Ärztlicher

Direktor

der HELIOS

Klinik Holthausen.

Von 1994 bis 2007 war er

Leitender Oberarzt der Neurologischen

Klinik an der HELIOS

Klinik Hagen-Ambrock. Bereits

seit 2008 ist er Chefarzt an der

HELIOS Klinik Holthausen in

Hattingen.

Hettstedt

Dr. med. René

Pfeiffer (41)

ist neuer Chefarzt

der Anästhesie/Intensivtherapie/Schmerztherapie.

Zuvor war er Oberarzt der

Anästhesie in der HELIOS Klinik

Bleicherode, dort hat er federführend

die Aktion „Schmerzarmes

Krankenhaus“ umgesetzt

und ein multimodales Schmerztherapiekonzept

für Patienten

mit chronischen Schmerzen in

Zusammenarbeit mit anderen

Fachrichtungen etabliert.

Laboratoriumsmedizin

Berlin-Zehlendorf

Kinder- und Jugendmedizin

Geesthacht

Ärztin/Arzt in Weiterbildung

Augenheilkunde

Wuppertal

Klinik für Strahlentherapie und

Radioonkologie

Erfurt

Hüls

Mit Dr. med.

Thomas Zeile

(42) hat die

Abteilung für

Akutgeriatrie

und Frührehabilitation

an

der HELIOS Klinik Hüls einen

neuen Chefarzt. Der gebürtige

Chemnitzer studierte Humanmedizin

in Bochum. Vor seinem

Wechsel war Dr. Zeile als Oberarzt

in der Abteilung für Geriatrie

am Evangelischen Krankenhaus

Oberhausen tätig.

Sangerhausen

Seit dem 1. August

ist Dr.

med. Bernd

Klinge (46)

Chefarzt der

Abteilung für

A l l g e m e i n - ,

Viszeral- und Gefäßchirurgie

der HELIOS Klinik Sangerhausen.

Der Facharzt für Chirurgie

mit dem Schwerpunkt Viszeralchirurgie

war zuletzt Leitender

Oberarzt der Viszeralchirurgie

am Berufsgenossenschaftlichen

Universitätsklinikum „Bergmannsheil“

in Bochum.

Kinderchirurgie

Schwerin

Innere Medizin

Krefeld

Alle freien Stellen

der HELIOS Kliniken

Gruppe finden Sie

im Internet unter

http://karriere.helios-

kliniken.de.

HELIOS aktuell September 2009 / 82

IMPRESSUM

Herausgeber

HELIOS Kliniken GmbH

Geschäftsführung

Friedrichstraße 136

10117 Berlin

Tel.: 030-521 321-0

Verantwortlich für den Inhalt

Tobias Meixner (V.i.S.d.P.)

Redaktion

Konstanze Richter

(Redaktionsleitung)

Georg Auer

Marina Dorsch

Natalie Erdmann

Kira Kollmeier

Kerstin Kröning

Klemens Kunsleben

Annett Lott

Timo Mügge

Tobias Pott

Dr. Johann Peter Prinz

31

Gestaltung und Satz

MOJAC

Büro für Grafik- & Webdesign,

Ramona Weitzenberg

Jürgen Dachner

Konstanze Richter

Druck

Druckerei Rindt, Fulda

Erscheinungsweise

HELIOS aktuell erscheint monatlich.

Redaktionsschluss der

nächsten Ausgabe ist der 15.

September.

Aus Gründen der leichten

Lesbarkeit verwenden wir in

den Texten überwiegend die

männliche Form.

heliosaktuell@

helios-kliniken.de


32 HELIOS aktuell September 2009 / 82

HELIOS IN DEN MEDIEN

Was die anderen

über uns schreiben

Das HELIOS Klinikum Krefeld

ist eines von zwei Krankenhäusern

in Nordrhein-

Westfalen, die 2008 die meisten

Organtransplantationen des

Bundeslandes durchgeführt

haben. Dafür erhielt die Klinik

jetzt eine Auszeichnung

der Deutsche Stiftung Organtransplantation

(DSO).

Krefeld nimmt im Bereich der

Organtransplantationen eine

wichtige Stellung in Nordrhein-

Westfalen ein. Die DSO, bei der

jeden Tag drei neue Patienten

gemeldet werden, die auf ein

neues Organ warten, hat das

nun ausgezeichnet. Die Rheinische

Post schreibt dazu im

Beitrag „Helios: Spitze bei

Organspenden“ (Autorin: Petra

Diederichs) am 18. August

2009: „Die Deutsche Stiftung

Organtransplantation (DSO)

hat das Helios Klinikum wiederholt

geehrt als eines der

Krankenhäuser mit den meisten

Explantationen in Nordrhein-

Westfalen: Im vergangenen Jahr

wurden hier zwölf Verstorbenen

Organe entnommen, die

anderswo Patienten transplantiert

wurden und so Leben gerettet

haben. Ebenso viele Organentnahmen

verbucht unter

den 335 Krankenhäusern im

Land nur das Niederrhein-Klinikum

Duisburg. „Wir werden

ausgezeichnet, weil wir unsere

Pflicht ordentlich erledigen“,

sagt Besser, Direktor der Neurologischen

Klinik.“ «

Sudoku – Fitness für Ihr Gehirn

9 3 2 7 8

8 9 2

4 5 8

8 3 4

1 3 6

1 5 9

6 7 1

9 8 7 4 2

Video des Monats

HELIOS hat Videos produziert,

die Brustkrebspatientinnen

umfassend informieren sollen

– von der Diagnose, über

Therapiemöglichkeiten und

Behandlung bis zur Anleitung

für die richtige Selbstuntersuchung

der Brust.

Brustkrebs ist die häufigste

Krebsart bei Frauen. Allein in

Deutschland erhalten jährlich

mehr als 45.000 Frauen diese Diagnose.

Im HELIOS Fachportal

Brustkrebs haben die Frauen

nun die Möglichkeit, sich mit

Hilfe von Prof. Dr. Michael

Untch, Chefarzt der Frauenklinik

am HELIOS Klinikum

Berlin-Buch, Prof. Dr. Robert

Krempien, Chefarzt der Buch-

er Strahlenklinik, Dr. Barbara

Fleige, Oberärztin der Pathologie,

sowie Brustschwester Heidi

Loll über das Krankheitsbild

zu informieren. In den Videos

werden grundlegende Fragen

beantwortet: Was ist eine Chemotherapie?

Wie funktioniert

die Bestrahlung? Und was

passiert bei der Gewebeuntersuchung?

Ergänzt werden die

Beiträge vom Film „Die Selbstuntersuchung

der Brust“. HE-

LIOS möchte damit alle Frauen

ermutigen, das Abtasten ihrer

Brust zu lernen und damit

selbst aktiv in der Brustkrebsvorsorge

zu sein. «

Alle fünf Filme finden

Sie auch auf myHELIOS

> Aktuelles > Videogalerie

> Leben mit der

Diagnose Brustkrebs

9 5 6 8

5 7 2

1 4 3

6 9

4 2 6 1

7 4

8 5 1

7 4 9

1 7 2 5

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine