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RATGEBER - Eltern.de

Klinikführer Geburt

Wo soll Ihr

Baby

zur Welt

kommen?

+ Alle Kliniken und

Geburtshäuser

in ihrer Region!

Willkommen,

Baby

Alles Wichtige fürs

erste Lebensjahr

Nest bauen

Was Sie für Ihr

Baby brauchen

Genussvoll

warten

Feine Pflege,

gesundes Essen

AUSGABE OKtOBEr 2011 – APrIL 2012

RATGEBER

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Intensive Pflege für die

Haut werdender Mamas

Eine Schwangerschaft verändert vieles in Ihrem Leben – auch Ihren Körper. Deshalb ist in dieser Zeit eine intensive Pfl ege der

Haut besonders wichtig. Bübchen Mama Produkte mit dem Hydro-Lipid-Komplex beugen der Entstehung von Dehnungsstreifen

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TiTelfoTo: Maria Murray; foTos: silke Deidl

Liebe Leserin, lieber Leser,

bald ist es so weit: Ihr Baby kommt zur Welt. Wir freuen uns

mit Ihnen auf den großen Tag und wissen, dass

viele Fragen Sie jetzt beschäftigen: Wie merke ich, dass es losgeht?

Was kommt bei der Entbindung auf mich zu?

In welcher Klinik sind wir am besten aufgehoben? Im neuen

„ELTERN-Ratgeber Klinikführer Geburt“ finden Sie

Informationen aller Entbindungsstationen in Ihrer Nähe.

So können Sie detailliert vergleichen, wie die Gebärzimmer

ausgestattet sind, wo welche Hilfen gegen den

Wehenschmerz angeboten werden, wo auch eine

Kinderklinik zur Verfügung steht und ob Sie nach der Geburt

ein gemeinsames Familienzimmer beziehen können.

Wir wünschen Ihnen alles Gute für die Geburt!

Einzigartig: GeburtsanzeiGen selbst Gemacht

Natürlich wollen Sie das große Ereignis allen

mitteilen – aber wie? Wenn Sie gern

kreativ werden, finden Sie auf Eltern.de

lauter schöne Beispiele für selbst

gemachte Geburtsanzeigen. Für alle, denen

nicht der Sinn nach Basteln steht,

stellen wir Internet-Anbieter für persön-

lich gestaltete Geburtsanzeigen

vor. Am besten gleich mal stöbern unter

www.eltern.de/geburtsanzeigen

Ihre ELTERN-Redaktion

Editorial

KliniKführer EltErN 3


Alles bereit für die Geburt

Magazin Geburt 2011 ....................................................................6

Klinikwahl Hier soll mein Kind zur Welt kommen ..................... 10

Wohlbefinden Mein Wellness-Tag ..............................................14

Gewinnspiel Tolle Preise für Familien ......................................... 18

Ernährung Genuss für zwei ......................................................... 20

Alles für den Geburts-Tag

RATGEBER

Klinikführer Geburt 2/2011

Klinikkosten Was zahlt die Kasse?............................................ 24

Erstausstattung Alles für dich, Baby! ....................................... 26

Kaiserschnitt Geburt im OP ............................................ 30

Kreißsaal Fünf Tipps für Väter ............................................... 33

Geburtsverlauf Hier kommt das Glück ..................................... 34

Wehen Woran merkt man, dass es losgeht? .............................. 36

Nabelschnurblut Alles übers Abnabeln ..................................... 38

Alles für die erste Zeit mit Baby

Nach der Geburt Der Zauber der ersten Tage .......................... 40

Wochenbett Flitterwochen zu dritt............................................. 42

Ernährung Auf eine schöne Stillzeit ........................................... 44

Entwicklung Guck mal, was ich kann! ...................................... 48

Frühgeburt Eine Handvoll Leben ............................................... 52

Milchnahrung Fläschchen à la carte ......................................... 54

Pflege Babyhaut sanft gepflegt .................................................. 58

Die ersten Monate 10-mal leichter leben mit Baby ................. 62

Geld und Recht Papierkram? Problemlos! ............................... 63

Impressum ................................................................................... 57

Adressen, Kurs-Angebote, wichtige Informationen zur Ausstattung und Betreuung

bei der Entbindung und danach finden Sie im blauen Regionalteil in der Heftmitte


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Aktuell

Magazin

Geburt 2011

Kreißsaal-Proviant: Kraft

in Häppchen

Vielleicht wird Ihnen während der Wehen

der Sinn gar nicht nach Essen stehen. Aber

wenn doch, ist es gut, nicht auf

den Klinikkiosk und seine Öffnungszeiten angewiesen

zu sein. Hier ein paar

Vorschläge, was Sie mitnehmen können:

Obst in handlichen Stückchen,

Müsliriegel, Nüsse, Trockenobst, eventuell

auch ein belegtes Brot. (Achtung:

keinen Belag, der stark riecht! Frauen in

den Wehen haben sehr empfindliche

Nasen.) Gegen den Durst helfen neben

Wasser und Tee auch Eiswürfel, sei es aus

Wasser, Tee oder Fruchtsaft (vorbereiten

und in der Thermoskanne mitnehmen).

6

elteRN KLINIKFüHRER

3500

Gramm bringt das statistische Normalbaby in

Deutschland auf die Waage, vor zehn Jahren lag das durch-

schnittliche Geburtsgewicht noch bei 3300 Gramm.

Kleine Mädchen wiegen bei der Geburt im Schnitt 3450

Gramm, kleine Jungen etwas mehr, nämlich 3550.

babyshower: Was gehört dazu?

Sie möchten Ihren schwangerschaftbedingten Rosa-Hellblau-Gelüsten

einmal freien Lauf lassen? Dann laden Sie doch zum „Babyshower“.

Bei diesem amerikanischen Party-Brauch dreht sich alles um die

werdende Mutter und ihr Baby. Dazu gehören: jede Menge Baby-Deko,

Partyspiele, Delikatessen wie Windeltorte und Söckchen-

Muffins (nicht essbar!), quietschbunte Cupcakes und Kekse mit Baby-

Motiven (essbar). Ideen und Zubehör finden Sie unter www.eltern.de/babyshower,

Produkte zum Beispiel auch unter www.ladiesandbabies.de

FOTOS: Getty Images (2); Mobile Igel Paul Mini: im Fachhandel von www.kaethe-kruse.com


Jungen

Maximilian

Alexander

Paul

Leon

Lukas/Lucas

Luca/Luka

Elias

Louis/Luis

Jonas

Felix

Sie hätte es gern etwas ausgefallener für

Ihr Kind? Der kostenlose ELTERN-

Namensfinder hilft Ihnen dabei. Wählen Sie

aus 2500 Namen Ihren Favoriten,

Sie können die Namen nach Geschlecht,

Herkunft, Länge und Anfangs-

buchstaben sortieren. Und die Bedeutung

wird natürlich auch erklärt.

Mehr unter www.eltern.de/vornamen

*Quelle: Gesellschaft für Deutsche Sprache, 2010

Mobile aus baby-

Perspektive aussuchen!

Babys lieben bunte Mobiles. Und ein

schöner Blickfang überm Wickeltisch oder

Bettchen sind sie auch. Ob mit oder

ohne Spieluhr, aus Holz oder Stoff, automatisch

oder vom Luftzug bewegt: Achten

Sie beim Aussuchen auch darauf, wie das

Mobile von unten betrachtet aussieht.

Schließlich liegt Ihr Baby meistens darunter.

Die beliebtesten

Vornamen in Deutschland*

1.

2.

3.

4.

5.

6.

7.

8.

9.

10.

Mädchen

Sophie/Sofie

Marie

Maria

Sophia/Sofia

Mia

Anna

Lena

Emma

Hannah/Hanna

Johanna

und wenn es plötzlich losgeht?

Auch wenn es nur etwa einmal unter 10 000 Geburten passiert,

möchten werdende Eltern wissen: Was tun, wenn das Baby

es supereilig hat? Hier die wichtigsten Schritte, wenn das Köpfchen

des Babys schon in der Scheide sitzt und Sie Presswehen haben:

1. Fahren Sie nicht mehr los, sondern rufen Sie

die Notarztnummer 112 an – und eventuell Ihre Hebamme.

2. Legen Sie Handtücher oder Bettlaken auf den Boden und wählen Sie

eine sichere Position, zum Beispiel an die Wand gelehnt, mit ange-

zogenen Beinen. So kann das Baby nicht fallen, wenn es herausgleitet.

3. Wenn das Kind da ist, nabeln Sie es nicht gleich ab, sondern

legen Sie es sich auf den Bauch und decken Sie sich und das Baby

warm zu. Wenn die Nabelschnur nicht mehr pulsiert, binden

Sie sie nicht zu nah am Baby mit zwei sauberen Bändchen ab und

schneiden sie dazwischen durch.

Aber bis dahin ist sicher schon Hilfe da!

KLINIKFüHRER elteRN

7


Aktuell

Magazin

Geburt 2011

ein kleiner Schritt

für Ihr baby

… aber eine süße Erinnerung für Sie: Die Fußabdrücke

Ihres Babys werden in einem

hübschen Kästchen mit Trittschaum (aus der

Orthopädietechnik) konserviert. Einfach

ein Füßchen nach dem anderen kurz in den-

Schaum drücken – fertig. „Marlies von Soden Babyfootprint“,

23 Euro, über www.ausberlin.de

Apgar-test: Wichtige

Noten für Ihr baby

Geht’s dem Neugeborenen gut?

Ärzte antworten auf diese Frage

gern in Zahlen. Dahinter steht

der Apgar-Test, entwickelt 1952

von der amerikanischen Anästhesistin

Virginia Apgar. Fünf

Merkmale werden geprüft:

Durchblutung der Haut, Muskelspannung,

Atmung, Herztöne

und Reflexe. Für jedes Merkmal

werden im besten Fall zwei Punkte vergeben. Bei einem Wert

zwischen acht und zehn Punkten ist das Kind ganz fit, bei

einem Wert unter fünf braucht es sofort medizinische Hilfe. Der

Test wird dreimal durchgeführt: direkt nach der Geburt, nach

fünf und nochmal nach zehn Minuten. So entsteht ein Wert

aus drei Zahlen. Ein Apgar-Wert von 8/10/10 heißt zum Beispiel,

dass das Baby direkt nach der Geburt eine kleine Einschränkung

hatte, etwa etwas bläuliche Haut, sich aber schon

nach fünf Minuten völlig erholt hatte.

8 elteRN KLINIKFüHRER

Hilfe im Alltag? Wellcome!

Endlich mit dem Baby zu Hause – aber bei aller

Freude wächst Ihnen der Alltag über den Kopf? Vielleicht

ist „wellcome“ die richtige Lösung für Sie:

Zwei bis dreimal in der Woche kommt eine ehrenamt-

liche Mitarbeiterin für ein paar Stunden ins Haus

und unterstützt, wo es gerade nötig ist. Sie kümmert

sich um das Baby, bringt das ältere Kind in den

Kindergarten, hängt die Wäsche auf – ähnlich, wie

eine nette Nachbarin es tun würde. Sie ersetzt keine

Pflegedienste, Hebammen oder Putzhilfen. Die Familien

zahlen fünf Euro pro Stunde, wenn sie es sich

leisten können. wellcome betont, dass die Hilfe in

Härtefällen nicht am Geld scheitert. Mehr Infos

gibt’s unter www.wellcome-online.de

FOTO: Helmut Rüffler


UNSERE FORSCHUNG – UNSERE ERFAHRUNG: IHRE SICHERHEIT.

»Klar! Ich lasse das

Nabelschnurblut

einlagern. Diese

Chance kommt ja

nie wieder.«

Ich liebe schnelle Entscheidungen. Deshalb

habe ich auch sofort beschlossen, das Nabel-

schnurblut meines Kindes einlagern zu lassen.

Denn im Nabelschnurblut befi nden sich Millionen

junger, gesunder Stammzellen. So sorge ich schon

heute dafür, dass mein Kind im Bedarfsfall körper-

eigene Stammzellen zur Verfügung hat und am

künftigen medizinischen Fortschritt teilhaben

kann. Dabei vertraue ich auf Vita 34. Die haben

die meisten Einlagerungen und bereits mehrmals

konserviertes Nabelschnurblut in Heilversuchen

und Studien zur Behandlung von Krankheiten wie

Krebs, Typ-1-Diabetes oder Hirnschäden bei Kin-

dern eingesetzt.

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Kreiskrankenhaus, Uniklinik

oder Perinatalzentrum?

Ambulante oder stationäre Geburt?

Sie haben die Wahl!

So finden Sie die richtige Klinik,

von der Sie sagen können:

Hier

soll mein Kind zur Welt

10

ELTERN KliniKführer

kommen!


Fotos: Astrid Prangel, Helmut Rüffler N

Schlaf ruhig weiter,

baby! ganz entspannt

lässt sich dieses

Neugeborene während

der Vorsorgeuntersuchung

Herz und

Lunge abhorchen

och nie wurden werdende Eltern

so sehr von den Kliniken umworben

wie heute. Kein Wunder,

schließlich werden immer weniger

Babys geboren: Genau 677 945 waren es

2010. Das klingt viel, es sind aber fast

90 000 weniger als noch vor zehn Jahren.

Und die Kassen der Kliniken sind

leer. Zwar bringen mehr als 95 Prozent

der Schwangeren ihr Kind ohnehin in

einer Klinik zur Welt. Aber in welcher?

Um in diesem Wettbewerb bestehen zu

können, werben die Kliniken mit Ausstattung

und Annehmlichkeiten, Service

und Vorbereitungskursen.

Bevor Sie aber Kreißsaalmobiliar,

Kursprogramm und Stillfreundlichkeit

der verschiedenen Kliniken in Ihrer Nähe

vergleichen, gibt es erst einmal eine

grundsätzliche Frage zu klären. Welcher

Kliniktyp ist der richtige für Sie: das

nächste städtische oder Kreiskrankenhaus,

eine Universitätsklinik oder ein

Perinatal-Zentrum? Hier die wichtigsten

Unterschiede auf einen Blick:

ÖrtlicheS KranKenhauS:

nah und familiär

Hier ist der richtige Platz für Schwangere,

die es gern familiär haben und

bei denen keine Komplikationen zu

erwarten sind. Der Weg nicht so weit,

was besonders dann ein Vorteil ist,

wenn schon ein Kind da ist. (Und wenn

Sie sich darauf freuen, viel Besuch zu

bekommen.) Meist ist auf den kleinen

Geburtsabteilungen auch der Kontakt

zu Hebammen, Ärzten und Schwestern

persönlicher, und was werdende Eltern

heute an Ausstattung erwarten, gibt es

meist ohnehin: vielfältige Möglichkeiten,

aufrecht zu entbinden, eine große Badewanne,

Akupunktur zur Schmerzlinderung.

Die meisten Kliniken haben zudem

rund um die Uhr einen Anästhesisten im

Haus, sodass eine Periduralanästhesie

auf Wunsch auch kein Problem ist.

Der Unterschied zu Unikliniken und

Perinatalzentren macht sich erst dann

richtig bemerkbar, wenn unter der

Geburt Komplikationen eintreten. Im

schlimmsten Fall müssen Mutter und

Kind dann in eine besser ausgestattete

Klinik verlegt werden – eventuell

sogar getrennt voneinander. Denn eine

angeschlossene Kinderklinik und eine

Intensivstation gibt es in Kreiskrankenhäusern

eher selten. Aber beides wird

ja bei einer normal verlaufenden Geburt

auch nicht gebraucht.

univerSitätSKliniK:

mit Kinderärzten nebenan

Sie erwarten zwar keine Komplikationen,

hätten aber gern mehr medizinische

Sicherheit im Hintergrund? Dann

könnte die nächstgelegene Universitätsklinik

für Sie die richtige Wahl sein. Hier

gibt es eine Kinderklinik und Intensivbetten,

aber auch alle Möglichkeiten,

natürlich zu entbinden. Im Zweifelsfall

ist die Klinik relativ groß und dadurch

nicht ganz so persönlich, das heißt

aber nicht, dass es nicht genauso engagierte

und nette Hebammen, Ärzte

und Schwestern gibt wie in kleineren

gEbuRT

KliniKführer ELTERN

11


gEbuRT

Verwechslung

ausgeschlossen:

In manchen Kliniken

bekommen

babys nicht nur

gleich nach der

geburt ein Armbändchen

mit ihrem

Namen, sondern

auch eine

Karte mit Fuß- und

Fingerabdrücken

Was bieten

die GebUrtSKliNiKeN iN

meiNer UmGebUNG?

Sicher und gut behütet

auf der Wochenstation

Ausführliche Antwort gibt der farbige

Mittelteil dieses Klinikführers.

Hier finden Sie die Kliniken Ihrer Region

mit allem, was sie zu bieten haben:

Vorbereitungskurse, Ausstattung des

Kreißsaals, Möglichkeiten der

Schmerzlinderung und vieles mehr. Sie

haben einen oder mehrere Favoriten

gefunden? Dann besuchen Sie

die Infoabende – so bekommen Sie ein

Gefühl dafür, ob Sie sich in dieser

Klinik auch wirklich wohlfühlen können.

Am besten fragen Sie gezielt nach

allem, was Ihnen wichtig ist. Damit Sie

im entscheidenden Moment nichts

vergessen, haben wir www.eltern.de/klinik

eine Checkliste mit den wichtigsten

Klinikfragen zum Ausdrucken vorbereitet.

12

ELTERN KliniKführer

Kliniken. Vielleicht sind die Möglichkeiten,

Sie zu unterstützen, und die Mittel

der Schmerzlinderung sogar besonders

breit gefächert, wenn die Klinik an Forschungsprojekten

auf diesem Gebiet

teilnimmt. Viele Universitätskliniken

sind zugleich auch Perinatalzentren.

Perinatalzentrum:

maximale Sicherheit

Kliniken, die sich Perinatalzentrum

nennen dürfen, müssen ein bestimmtes

medizinisches Angebot bereithalten:

Level-1-Zentren verfügen über mindestens

sechs Neugeborenen-Intensivplätze,

die räumlich mit Kreißsaal und

OP verbunden sind. Hier sollten zum

Beispiel Frauen entbinden, die mehr als

zwei Kinder erwarten oder deren Kind

vor der 29. Schwangerschaftswoche beziehungsweise

mit einem Gewicht unter

1300 Gramm zur Welt kommt.

Level-2-Zentren müssen ganz ähnliche

Kriterien erfüllen, aber nur vier

Intensivplätze bereithalten. Kinder ab

der 30. Schwangerschaftswoche und

einem Gewicht ab 1300 Gramm sind

hier ebenso gut versorgt wie Mütter mit

einer Ges tose oder HELLP-Syndrom.

Level-3-Zentren sind „Kliniken mit

einem perinatalen Schwerpunkt“ – sie

haben eine angeschlossene Kinderklinik

und können Frühchen mit einem

Geburtsgewicht von mindestens 1500

Gramm gut versorgen, wenn es sonst

keine Komplikationen gibt.

An dieser Aufstellung sieht man

schon: In Perinatal-Zentren ist man

auf so gut wie alle möglichen Notfälle

eingestellt. Deshalb sind sie die richtige

Wahl für Schwangere, die mit Komplikationen

rechnen müssen, und auch

für Frauen mit großen Ängsten, die sich

hier sicherer fühlen.

ambulante Geburt:

Wochenbett zu hauSe

Sie möchten gern die Sicherheit der

Klinikgeburt mit der Intimität des Wochenbettes

zu Hause verbinden? Dann

ist die ambulante Entbindung das Richtige

für Sie. Wenn Sie sich vorher noch

nicht festlegen wollen, können Sie sich

sogar spontan dafür entscheiden. Voraussetzung:

Sie sind mindestens vier

Stunden nach der Geburt in der Klinik

geblieben, denn bis dahin hat sich die

Nachgeburt gelöst, und es ist sicher,

dass kein Rest in der Gebärmutter geblieben

ist. Auch die Gefahr einer

Nachblutung ist nach dieser Zeitspanne

gering. Wenn Sie schon vor der Geburt

wissen, dass Sie gerne ambulant

entbinden möchten, empfiehlt es sich,

so früh wie möglich eine Hebamme zu

suchen, die Sie zu Hause betreut.

online-tiPP

!

Was haben andere mütter in der

Klinik erlebt? lesen Sie

die erfahrungsberichte unter

www.eltern.de/klinikberichte

Vielleicht sind auch berichte

aus ihrer Wunschklinik darunter.

Foto: Getty Images


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Unsere Datenschutzpraxis steht im Einklang mit den aktuellen Vorschriften des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG) sowie

des Telemediengesetzes (TMG). Wir verarbeiten und nutzen personenbezogene Daten zur Auftragsabwicklung und zur

Pflege der Kundenbeziehungen und für unsere Werbeansprachen. Dafür leiten wir ggf. die erforderlichen Daten an spezialisierte

Dienstleister wie Call-Center, Zusteller und EDV-Dienstleister weiter. Zum Zwecke der eigenen Kreditprüfung

nutzen wir Bonitätsinformationen auf der Basis mathematisch-statistischer Verfahren unter Verwendung von Anschriftsdaten.

Außerdem werden die Antragsdaten (Vor- und Zuname, Geburtsdatum sowie Anschrift) an die infoscore Consumer

Data GmbH, Rheinstr. 99, 76532 Baden-Baden und an die Producta Daten-Service GmbH, Adam-Opel-Str. 18, 60386 Frankfurt

zum Zwecke der Bonitätsprüfung übermittelt. Ggf. nutzen und übermitteln wir listenmäßige Adressdaten für schriftliche

Werbeansprachen unserer Partnerunternehmen aus den verschiedensten Branchen (Versandhandelsunternehmen,

Verlage, Finanzdienstleister, Versicherungen). Der Verwendung aller dieser Daten zu Werbezwecken können Sie jederzeit

durch Mitteilung an Versandhaus Walz GmbH, Adressverwaltung, Steinstraße 28, 88339 Bad Waldsee widersprechen.

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Wohlbefinden

Mein

Wellness-Tag

14

elTeRn KliniKführer

Bald wird sich alles ums Baby drehen.

Aber heute geht es nur um Sie: Wohlfühl-Ideen

vom Aufwachen bis zum Schlafengehen


Auch die füße

dürfen heute

blau machen: fußsohlen

in lauwarmes

Wasser

tauchen, dann

in eine Schale mit

badesalz stellen.

Jetzt wieder zurück

ins Wasser –

das prickelt!

Fotos: Antje Anders (2), Getty Images

Morgens:

duftende dusche: Mögen Sie die Düfte von

Orange, Limette, Minze oder Eisenkraut? Dann

verwenden Sie ein Duschgel, das danach duftet

– das macht auch den Kopf wach! Während Sie

das warme Wasser wohlig auf Ihrer Haut fühlen,

strecken Sie sich ausgiebig und begrüßen

den neuen Tag. Ein kalter Beinguss zum Schluss

prickelt und macht die Beine leicht.

fitness-frühstück: Jetzt haben Sie ordentlich

Hunger? Kein Wunder: Während Sie heute

Nacht geschlafen haben, hat Ihr Baby beim

Wachsen kräftig Eiweiß und Kohlenhydrate

verbraucht. Ein knackiges Müsli mit Milch und

frischen oder getrockneten Früchten gibt Ihnen

schnell neue Energie.

VorMIttags:

Zupfmassage: Gönnen Sie Ihrem Bauch den

Massage-Klassiker, der Dehnungsstreifen vorbeugt.

Dafür den Bauch mit Lotion oder Öl

einreiben, dann am Unterbauch beginnend mit

Daumen und Zeigefingern kleine Hautpartien

sanft hochrollen, kurz festhalten und wieder

loslassen. So kneten Sie sich bis zum Rippenbogen

hoch.

Sportlicher Spaziergang: Ganz gleich, wie

das Wetter heute ist: Ein flotter Spaziergang versorgt

Sie und Ihr Baby mit reichlich Sauerstoff.

Außerdem macht Bewegung gute Laune und

entspannt. Probieren Sie aus, welches Tempo

Ihnen guttut. Beim Gehen die Schultern zurücknehmen

und tief durchatmen!

MIttags:

Wellness-lunch: Das haben Sie sich jetzt

verdient: Ein Salat mit bunten Blättern, Avocado,

Paprika, Tomaten und Nüssen ist reich

an den Vitaminen A, E und C. Gut für strahlende

Haut! Dazu gibt’s ein Dressing aus Zitronensaft

und kaltgepresstem Öl, fürs Eiweiß

gebratene Hähnchenbruststreifen und für die

Kohlenhydrate ein Vollkornbrötchen.

KliniKführer elTeRn

15


Wohlbefinden

fitness-nickerchen. Nehmen Sie sich eine

kuschelige Decke und dösen Sie für 20 bis

30 Minuten auf dem Sofa – das macht fit und

nicht so träge wie ein langer Mittagsschlaf

im Bett. Aber lassen Sie sich Zeit beim Aufwachen,

legen Sie Ihre Hände auf den Bauch

und versuchen Sie, die Konturen Ihres Kindes

zu erspüren. Gut möglich, dass es mit zarten

Tritten antwortet!

nachMIttags:

Verwöhn-Gesichtsmaske: Vielleicht liegt ja

noch eine Probe im Badezimmer, für die Sie

sich schon längst einmal Zeit nehmen wollten?

Wenn nicht: Hier ein einfaches Rezept für

zarte Haut: Einen Pfirsich und eine Aprikose

pürieren, mit einem Teelöffel Honig und einem

Esslöffel Quark verrühren. Mit dem Pinsel auf

Gesicht und Dekolleté auftragen und 20 Minuten

einwirken lassen.

Chill-out-bad: Für das richtige Spa-Feeling

gönnen Sie sich jetzt noch ein gemütliches

Vollbad. Wenn Sie gerade nicht Ihr Lieblingsbadeöl

parat haben, versuchen Sie es doch

einmal mit einem ordentlichen Schuss Milch

im Wasser. Zwei, drei duftende Rosenblüten,

die Sie über dem Wasser zerpflücken, geben

zusammen mit Kerzenlicht, leiser Musik und

angewärmten Handtüchern einen Hauch von

Luxus. Achtung: Gegen Ende der Schwangerschaft

sollten Sie nur in die Badewanne steigen,

wenn noch jemand zu Hause ist – dann haben

Sie notfalls eine Ausstiegshilfe.

abends:

Kuschelzeit: Wenn Sie liegen, wird die Plazenta

besonders gut durchblutet – das tut auch

Ihrem Baby gut. Machen Sie es sich auf dem

Sofa oder im Bett gemütlich. Wie wäre es mit

einem Entspannungstee aus Süßholz, Orangenschale

und Kardamom? (Gibt’s in Bioläden.)

Oder einem leckeren, selbst gekochten Kakao?

Vielleicht mögen Sie auch Tagebuch schreiben

und festhalten, was Sie Ihrem Baby alles sagen

wollen. Oder Sie bitten Ihren Partner um eine

Massage – die Anleitung dazu findet er gleich

rechts auf dieser Seite.

16

elTeRn KliniKführer

Tipp für Männer: Schenken Sie

ihrer LieBSten eine MASSAge!

Sie haben keine Erfahrung als Masseur,

sagen Sie? Macht nichts – schließlich kennt niemand

den Körper Ihrer Partnerin besser als Sie!

ein paar erfolgstipps:

• Schaffen Sie eine sinnliche Atmosphäre mit gedämpftem

Licht, leiser Musik und Wärme.

• Verwenden Sie ein Massageöl, zum Beispiel Mandelöl.

• Massieren Sie behutsam und mit wenig Druck, vor allem

im Bereich der Fußknöchel und des Kreuzbeins.

• Achten Sie genau auf die Reaktionen Ihrer Partnerin

und massieren Sie jede Körperpartie nur so lange, wie sie

es wirklich genießt.

Und hier ein paar beispiele für Massagen:

Wärme spüren: Ihre Partnerin sitzt bequem. Ihre rechte Hand

ruht quer in ihrem Nacken, Ihre linke quer auf ihrer Stirn. Streichen

sie mit beiden Händen langsam in Richtung Scheitel.

den rücken verwöhnen: Streichen Sie mit beiden Handflächen

entlang der Wirbelsäule vom Kreuzbein bis hoch zu den

Schultern, dann am seitlichen Rücken wieder hinab.

entspannung schenken: Legen Sie von hinten die Hände

auf ihre Schultern und massieren Sie mit kreisenden Bewegungen

um die Schultern herum, dann weiter bis zur Ellenbeuge und zurück.

Zu den Händen übergehen und die Finger einzeln ausstreichen.

ruhe genießen: Ihre Partnerin liegt entspannt, Sie sitzen

hinter ihr. Beide Daumen treffen sich in der Mitte der Stirn, etwa

an der Nasenwurzel, die übrigen Finger ruhen seitlich der Schläfen.

Jetzt streichen die Daumen sanft in Richtung Schläfen.

Foto: Getty Images


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Anfassen, integrierter Beißring: Beim Babyspielzeug

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wichtig wie nie. Denn ausgewogene Ernährung sorgt für

die gesunde Entwicklung des Ungeborenen. Damit

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KLINIKFüHRER ELTERN

19


ERNähRuNg

Genuss

für zwei

20

ELTERN KliniKführer


langsam wird’s enger im Bauch, aber

ihr Baby soll ja noch ein bisschen wachsen?

Hier finden Sie alle Tipps und Tricks

für eine gesunde ernährung, die ihnen

und ihrem Ungeborenen im

letzten Drittel der Schwangerschaft guttut

Was esse ich jetzt am besten, damit mein

Baby alles bekommt, was es braucht?

Gutes, vollwertiges Brot, jede Menge frisches Gemüse,

dazu Salat und Obst, Milchprodukte, hochwertiges

Fleisch und magerer Seefisch, kalziumreiches

Mineralwasser, und das alles in Bio-Qualität:

So verwöhnen Sie Ihr Baby mit allem, was es zum

gesunden Wachstum braucht. Und sich selbst auch:

Ihr Bedarf an Eiweiß, Kalzium, Zink, Vitamin B2,

Eisen, Folsäure und Jod ist deutlich erhöht. Sehr

viel mehr Kalorien brauchen Sie dagegen nicht: 250

bis 300 Kalorien täglich verbraucht das Baby, das

ist etwa ein kleines Käsebrot plus ein Apfel.

Ich esse immer nur wenig Fleisch. Jetzt

mag ich gar keines mehr. Muss ich mich

zwingen, dem Kind zuliebe?

Nein. Allerdings sollten Sie regelmäßig Eier und

Milchprodukte zu sich nehmen, da sie nicht nur

hochwertiges Eiweiß enthalten, sondern auch

viele der Nährstoffe und Vitamine, die sonst nur

im Fleisch reichlich vorhanden sind. Außerdem

sollten Schwangere, die sich vegetarisch ernähren,

ihre Eisenwerte genau im Blick behalten.

Zwar findet sich Eisen auch in vielen Gemüsen

und Vollkornprodukten. Aber der Körper nimmt

dieses pflanzliche Eisen nur sehr viel schlechter

auf als tierisches. Da der Bedarf in der Schwangerschaft

doppelt so hoch ist wie sonst, müssen

Sie eventuell Eisenpräparate nehmen (am besten

mit etwas Orangensaft, denn Vitamin C erleichtert

die Aufnahme des Eisens. Tee und Kaffee

dagegen erschweren sie).

Was könnte dem Baby schaden?

• Rohes oder nur halb durchgegartes Fleisch sowie

roher Fisch. Hier könnten Krankheitserreger

wie Toxoplasmen und Listerien lauern. Auch

Wurstsorten wie Salami, Mettwurst oder Rauchfleisch

sind vorerst tabu.

• Rohmilch und Rohmilchprodukte wie Weichkäse

können ebenfalls mit Listerien verseucht sein.

Meiden Sie daher Camembert, Romadur und Brie

sowie Sauermilch-, Schafs- und Ziegenkäse wie

Ricotta oder Feta. Pasteurisierten Käse können

sie essen – da es zum Beispiel Ziegenkäse aber

in beiden Varianten gibt, sollten sie auf jeden Fall

genau die Packungsangabe lesen.

• Produkte mit rohen Eiern wegen der Salmonellengefahr.

Jeden Tag frisches Obst und Gemüse –

das kriege ich im Alltag nicht immer hin.

Darf ich mit Vitaminpillen nachbessern?

Sie brauchen sich nicht jeden Tag gesund zu ernähren

– wichtig ist die Wochenbilanz. So können

Sie das Stück Sahnetorte mit einer Schüssel

Obstsalat ausgleichen und die fettigen Pommes

mit einem bunten Salat. Kleiner Trick, damit Sie

genug Obst und Gemüse essen: Morgens eine

Schale oder Frischhaltebox mit Obst und Rohkost

vorbereiten, aus der Sie sich den Tag über bedienen.

Vitaminpräparate sollten Sie, wie alle Medikamente,

nur nach Rücksprache mit dem Arzt

nehmen. Ausnahme: Folsäure.

KliniKführer ELTERN

21


ERNähRuNg

online-Service: der ernährungScoach

für Schwangere

Der Coach unterstützt Sie dabei, sich täglich mit

allen wichtigen Nährstoffen zu versorgen.

Neun Monate lang gibt es leckere und ausgewogene

Rezepte sowie hilfreiche Einkaufslisten. Diese

Ernährung macht Sie fit und lässt Sie genau so viel

zunehmen, wie es für Sie und Ihr ungeborenes

Kind gut ist. www.ernaehrung-schwangerschaft.de

Was hilft jetzt gegen

Völlegefühl und Sodbrennen?

Im dritten Schwangerschaftsdrittel

leiden selbst Frauen unter Völlegefühl

und Sodbrennen, die solche Beschwerden

sonst gar nicht kennen. Der Grund:

Die vergrößerte Gebärmutter drückt

von unten auf den Magen. Wenn der

dem Druck nicht standhält, entlässt er

Magensäure in die Speiseröhre – vor

allem nachts. Was hilft:

• Mehrere kleine Mahlzeiten über den

Tag verteilen.

• Das Kopfende des Bettes höher stellen

oder ein Kissen mehr unter den

Kopf legen.

• Sehr fette, süße, saure oder scharfe Speisen meiden,

vor allem abends.

• Einige Haselnüsse zu einem feinen Brei kauen

und runterschlucken, Sie können es auch mit einer

gekochten Kartoffel oder einer rohen Karotte

versuchen. Auch ein Teelöffel Senf nach dem Essen

gilt als Hausmittel gegen Sodbrennen.

Wenn das alles nicht hilft, lassen Sie sich vom

Frauenarzt ein Mittel verschreiben, das Sie auch

in der Schwangerschaft nehmen dürfen.

Zunehmen in der SchwangerSchaft: So viel iSt GeSund

BMI zu Beginn der Schwangerschaft

niedrig (weniger als 19,8) 12,5 bis 18 Kilo

Mittel (19,8 bis 26) 11,5 bis 16 Kilo

hoch (mehr als 26) 7 bis 11,5 Kilo

22 ELTERN KliniKführer

Empfohlene gewichtszunahme

während der Schwangerschaft

ihren BMi-rechner finden Sie auf www.eltern.de/bmi-rechner

Wie viel Tee und Kaffee ist in Ordnung?

Hoher Tee- und Kaffeekonsum kann das Wachstum

des Babys stören. Deshalb bitte nicht mehr als

200 mg Koffein am Tag – das bedeutet zwei Tassen

Tee oder vier Tassen schwarzen Tee. Cola hat

übrigens 70 mg Koffein pro Glas.

Mein Mann ist starker Allergiker. Stimmt

es, dass ich unser Kind vor Allergien

schützen kann, wenn ich jetzt auf Nüsse

und Fisch verzichte?

Nein, diese Ansicht ist veraltet. Bisher galt: Genetisch

vorbelastete Kinder sollten im Mutterleib

nicht mit Allergenen in Berührung kommen. Darunter

fielen auch so gesunde Sachen wie Fisch,

Eier und Nüsse. Ergebnisse der Allergieforschung

zeigen: Der Kontakt mit potenziell allergenen Lebensmitteln

im Mutterleib ist nicht nur unbedenklich,

sondern könnte das Baby sogar vor Allergien

schützen! Der Grund: Die minimalen Mengen, mit

denen das Kind über den Blutkreislauf der Mutter

in Berührung kommt, könnten wie eine Art

Impfung wirken und das Kind widerstandsfähiger

machen. Generell gilt: Alles, was Sie vertragen, ist

auch in Ordnung für Ihr Kind.


FOTOS: Getty Images

Was hilft jetzt gegen Verstopfung?

Trockenfrüchte, Pflaumensaft und Leinsamen in

Joghurt regen den Darm an. Auch Sauerkraut hilft,

durch die natürlich vergorenen Milchsäurebakterien.

Außerdem viel trinken – und Bewegung.

Ich habe jetzt, in der 34. Woche, schon 16

Kilo zugenommen. Am liebsten würde ich

noch vor der Geburt eine Diät anfangen!

Wenn Sie mit „Diät“ meinen, dass Sie ab jetzt einen

Bogen um fette und süße Leckereien machen

wollen: Das ist eine gute Idee! Wenn Sie aber eine

richtige Diät beginnen wollen, fragen Sie bitte vorher

Ihren Arzt. Er kann mit Ihnen einen passenden

Ernährungsplan erstellen, damit es Ihnen und Ihrem

Baby an keinen wichtigen Nährstoffen fehlt.

Bis zur Geburt ist es nicht mehr lang hin.

Wie kann ich Kraft tanken?

Am besten, Sie nehmen viele kleine Mahlzeiten zu

sich, das belastet den Organismus weniger. Die Wehen

werden Sie besser durchstehen, wenn Sie sich

wie ein Langstreckenläufer vor dem großen Wettkampf

ernähren: viel frische, rohe Kost, die reich an

Faserstoffen, Kohlenhydraten und mehrfach ungesättigten

Fettsäuren ist. Essen Sie viele Milch- und

Vollkornprodukte, frische Salate und Gemüse.

Wie viel darf ich insgesamt zunehmen?

Früher hieß es: zwischen neun und zwölf Kilo.

Doch die Zeiten starrer Vorschriften sind vorbei.

Wer anfangs sehr schlank ist, darf mehr zulegen

als eine rundliche Frau – aber alles zwischen sieben

und 18 Kilo ist okay. (Siehe Kasten)

Stay in touch!

Sichere Deinem Kind die Stammzellen

aus dem Nabelschnurblut

Diese wertvollen Lebensbausteine sind noch jung, von schädlichen

Umwelteinfl üssen unbelastet und können sich in eine Vielzahl verschiedener

Zelltypen entwickeln.

Die Aufbewahrung bietet schon bei der Geburt eine großartige Möglichkeit,

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Bereits heute können immer mehr Krankheiten mit diesen Zellen

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Stammzellbank des Universitätsklinikums EErlangen.

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Versicherung

Klinik-Kosten:

Was zahlt die

Ob Schwangerschaftsvorsorge

oder Geburtsvorbereitung, Kaiserschnitt

oder Nachsorge-Heb-

amme: Die gesetzliche Krankenkasse

kommt für alles auf, was rund um

Schwangerschaft und Geburt „medizinisch

notwendig“ ist. Nicht einmal

die üblichen zehn Euro Selbstbehalt

pro Krankenhaustag fallen an. Ein Einzelzimmer

gehört allerdings normalerweise

nicht dazu. Und auch, wenn ein

Familienzimmer Vater, Mutter und Baby

hilft, schnell eine intensive Bindung aufzubauen:

Die Kasse zahlt es nicht. Alles,

was die Kliniken anbieten, die gesetzliche

Krankenkasse aber nicht bezahlt,

fällt unter den Begriff Wahlleistungen.

Wahlleistungen:

Komfort auf eigene Kosten

Dazu gehört im Wochenbett zum Beispiel

die Unterbringung im Zweibettzimmer,

Einzelzimmer oder im Familienzimmer.

Die Zuzahlung pro Nacht ist von Klinik

zu Klinik unterschiedlich und liegt zwischen

30 Euro für ein Bett im Zweibettzimmer

und 100 Euro für ein Einzelzimmer.

Ein Familienzimmer kostet meist

24

eLTern KliniKführer

Kasse?

Die ersten Tage mit Baby im Einzel- oder Familienzimmer genießen –

das wär‘s! Wofür die gesetzliche Krankenkasse aufkommt,

und welche Leistungen Sie selbst bezahlen müssen: ein Überblick

zwischen 50 und 100 Euro Zuzahlung pro

Tag, je nach gebuchter Verpflegung für

den Vater. Diese Zahlen sind allerdings

nur Richtwerte, am besten informieren

Sie sich auf den Websites der Kliniken –

dort gibt es fast immer einen Überblick

über alle Wahlleistungen und Tarife. Sagen

Sie schon bei der Anmeldung in der

Klinik, welche Wahlleistungen Sie gern

in Anspruch nehmen möchten – so haben

Sie bessere Chancen, sie tatsächlich

zu bekommen.

ZusatZversicherung:

nur mit acht Monaten Wartefrist

Mit einer privaten Krankenhaus-Zusatzversicherung

können Sie viele der

Wahlleistungen kostenfrei genießen.

Allerdings nur, wenn Sie die Versicherung

schon vor der Schwangerschaft abgeschlossen

haben. Damit Frauen nicht

kurz vor der Entbindung schnell noch eine

Zusatzversicherung abschließen und

sie dann gleich in Anspruch nehmen, gilt

eine vertraglich festgelegte Wartezeit von

acht Monaten nach Vertragsabschluss,

bevor die Krankenkasse die Kosten für

eine Entbindung übernimmt. Und natürlich

ist für den Abschluss eine Gesundheitsprüfung

oder zumindest eine

Gesundheitsauskunft Voraussetzung.

Wichtig außerdem: Keine Krankenversicherung,

auch nicht die private,

kann garantieren, dass Sie Ihr Wunschzimmer

bekommen. Denn die Zimmerverteilung

richtet sich immer nach der

aktuellen Auslastung der Klinik. Ande-

rerseits gilt: Wenn nicht viel los ist, genießen

Sie vielleicht auch als gesetzlich

Versicherte ein Einzelzimmer – ohne einen

Cent dazuzubezahlen.

Das BaBy: von der ersten

Minute an krankenversichert

Selbst wenn Ihr Baby früher kommt als

erwartet: Vom ersten Moment an ist es

automatisch krankenversichert, und

zwar bei der Kasse, in der auch die Mutter

versichert ist. Am besten, Sie informieren

Ihre Krankenkasse möglichst

bald über die Geburt – das geht auch

telefonisch. Besteht eine Familienversicherung

in einer gesetzlichen Kasse,

wird das Kind kostenlos mit aufgenommen.

Manche Kassen haben Extras für

junge Familien. Die DAK zum Beispiel

stellt ein Begrüßungspaket für das Baby

zusammen. Mit dabei: ein persönlicher

Kalender und das Angebot für einen Erinnerungsservice,

damit Eltern die Vorsorgeuntersuchungen

rechtzeitig einplanen

können. Sind die Eltern verheiratet,

aber einer ist privat, der andere Teil gesetzlich

versichert, ist die Sache etwas

komplizierter. Verdient der privat versicherte

Ehepartner mehr als der gesetzlich

versicherte, und zwar über 4125

Euro monatlich (Stand: 2011), so kann

das Baby nicht kostenfrei in die gesetzliche

Krankenkasse mit aufgenommen

werden. Es muss entweder privat versichert

werden oder zahlt als freiwilliges

Mitglied in der gesetzlichen Krankenkasse

einen eigenen Beitrag.


S

tillen ist der engste Kontakt zwischen

Mama und Kind – und damit

mehr als reine Nahrungsaufnahme.

Denn beim Trinken ist das

Baby über seine Sinne mit der Mama verbunden:

Es schmeckt ihre Milch, riecht

ihren Duft , fühlt ihren Herzschlag und

hört ihre Stimme. Oft kommt beim Stillen

schon früh ein erster Blickkontakt zustande,

lange bevor Babys fi xieren können. Für

das Baby stets ein Moment der Wärme,

Zuneigung und Geborgenheit. Das spürt

jede Mama ganz von selbst.

Momente für Mama und Kind

Auch die Mama profi tiert von den gemeinsamen

Rückzugsmomenten. Die

beim Stillen ausgeschütteten Hormone

wirken entspannend und beruhigend. So

kann sie die oft mals aufregende erste Zeit

mit dem neuen Familienmitglied gelassener

meistern. Außerdem schafft Stillen

Unabhängigkeit, denn die Muttermilch ist

Bio Stilltee

Der babylove Mama Bio Stilltee

unterstützt die natürliche Milchbildung,

und mit seiner harmonischen

Kräutermischung aus

Anis, Fenchel, Kümmel, Melisse

und Zitronenverbenenblättern

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Alle Zutaten sind aus kontrolliert

biologischer Landwirtschaft und streng

schadstoffkontrolliert. Ohne Gentechnik,

zuckerfrei.

Tipp: Der babylove Mama Bio Stilltee kann

bereits gegen Ende der Schwangerschaft

unterstützend zur Milchbildung getrunken

werden.

Das Beste für

Mama und Kind

An der Brust bekommt ein Baby alles, was es in den ersten

Lebensmonaten braucht: optimale Ernährung und eine

ordentliche Portion Nähe und Geborgenheit. Doch das Stillen

schenkt auch der Mama viel Wertvolles. Allem voran das

wunderbare Gefühl der Verbundenheit.

bei Bedarf verfügbar und dabei stets frisch,

wohltemperiert und keimfrei. In ihr steckt

alles, was das Baby für den perfekten Start

ins Leben braucht: Wasser, Kohlenhydrate,

ungesättigte Fettsäuren, Eiweiß, Vitamine,

Mineralstoff e und Hormone.

Mancher Anfang ist schwer

Es lohnt sich also, durchzuhalten – auch

wenn der Stillstart manchmal etwas holprig

verläuft . Der Wunsch, nur das Beste für

sein Kind zu wollen, und die Unsicherheit,

etwas falsch zu machen oder die Signale

des Säuglings mißzuverstehen, stehen dem

natürlichen Ablauf im Weg. Dann heißt es,

Ruhe zu bewahren und nicht den Mut zu

verlieren. Stillen zu lernen braucht Zeit,

und zwar für Mama und Kind. Nach einer

gemeinsamen Eingewöhnungszeit klappt

es in der Regel bestens.

dm-babybonus begleitet Sie gerne

Das Leben mit Baby verspricht jeden Tag

wunderschöne Erlebnisse, manchmal kann

es dabei ganz schön turbulent zugehen.

Jede Schwangerschaft und jede Geburt

verlaufen anders, da tauchen selbst bei erfahrenen

Mamas immer wieder Fragen auf.

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Dr. Annett Hilbig

vom Forschungsinstitut

für Kinderernährung

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Thema Stillen:

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ins Leben braucht: Wasser, Kohlenhydrate,

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Mineralien und Hormone.

• Milch ist nicht gleich Milch: Direkt nach der

Geburt ist sie reich an Antikörpern und wirkt

wie eine erste Impfung. Das stärkt das unausgereift

e Immunsystem des Babys und schützt es

in den ersten Lebenswochen vor Infekten.

• Die Sorge, dass das Baby nicht satt wird, ist

in der Regel unbegründet. Je öft er die Mutter

ihren Säugling anlegt, desto mehr Milch wird

nachproduziert. Die Milchmenge ist deshalb

genau auf den Bedarf des Kindes abgestimmt.

• Im Laufe des fünft en bis siebten Monats ist

es Zeit, nach und nach Beikost einzuführen.

Dann macht Muttermilch viele Babys nicht

mehr satt.

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GEbuRT im OP

30 ELTERN KliniKführer


Kaiserschnitt:

Der schnelle Weg

ins Leben

Ob lange geplant oder als

Rettung im Notfall:

Die entbindung per Kaiserschnitt

ist für Ärzte

heute routine. Und eltern

dürfen ihr Baby auch

im OP liebevoll begrüßen

J

edes dritte Kind in Deutschland kommt per

Kaiserschnitt zur Welt – das sind mehr als je

zuvor. Nur die Hälfte aller Kaiserschnitte ist

geplant – bei der anderen Hälfte fällt die Entscheidung

erst während der Geburt. Deshalb ist es für alle

Schwangeren gut zu wissen, was beim Kaiserschnitt

auf Mutter und Baby zukommt – auch wenn alles

nach einer natürlichen Entbindung aussieht.

Die wichtigste (und gute) Nachricht: Der Kaiserschnitt

ist heute so ausgereift, dass er kaum mehr

Risiken birgt als eine normale Entbindung. Geplant

wird er meist, wenn die Plazenta sich vor dem

Muttermund befindet oder das Baby in Beckenendlage

(mit dem Po nach unten) liegt. Falls Sie

wissen, dass Ihr Kind per Kaiserschnitt zur Welt

kommen wird, suchen Sie sich am besten eine Klinik,

in der diese Operation oft durchgeführt wird.

Das hat nicht nur den Vorteil, dass die Ärzte dort

viel Erfahrung haben. Meist steht in solchen Häusern

auch rund um die Uhr ein Operationsteam

zur Verfügung, Sie haben also wahrscheinlich

mehr Termine zur Auswahl. Hier wird man Ihnen

auch eher entgegenkommen, wenn Sie mit der OP

warten wollen, bis die Wehen einsetzen. Dieses

Vorgehen stellt sicher, dass das Baby wirklich erst

dann geholt wird, wenn es reif dafür ist.

KliniKführer ELTERN

31


GEbuRT im OP

32 ELTERN KliniKführer

GeplaNt odeR uNGeplaNt?

Typisch Kaiserschnittbaby:

Von Anfang an ganz

glatt und kein

bisschen verschrammt

Beim geplanten Kaiserschnitt wird fast immer

eine Spinal- oder Peridural-Anästhesie gemacht,

das heißt, ein lokales Betäubungsmittel blockiert

vom Wirbelkanal aus die Schmerzleitungen vom

Rippenbogen abwärts. Das Gefühl ist noch da, die

Schmerzen sind jedoch ausgeschaltet. Der Partner

darf meist mit in den OP, ein Sichtschutz verhindert,

dass werdende Eltern etwas von der Operation

sehen. Aber sie hören die ersten Laute ihres Kindes

und natürlich dürfen sie es gleich begrüßen.

Bei den ungeplanten Kaiserschnitten muss es

oft sehr schnell gehen. Jede Minute zählt, wenn

etwa das Baby nicht mehr genug Sauerstoff bekommt

und seine Herztöne schwächer werden. Ein

schwieriger Moment auch für den werdenden Vater,

wenn plötzlich Hektik ausbricht und niemand Zeit

für seine Fragen und Sorgen hat! Es wirkt beruhigend,

wenn man sich klarmacht: Auch wenn es

eilig wirkt, für Ärzte, Schwestern und Hebammen

ist ein Kaiserschnitt eine oft geübte Routine, bei

der jeder Handgriff sitzt. Und wenn das Baby erst

geboren ist, darf der Vater der Hebamme helfen,

das Neugeborene zu versorgen. Sollte die Mutter

eine Vollnarkose bekommen (was bei Notkaiserschnitten

häufiger vorkommt, weil das schneller

geht), hat er die ersten Minuten zum Kuscheln und

Kennenlernen mit seinem Baby ganz allein. Viele

Väter berichten später, dass gerade diese Erfahrung

eine ganz besondere Bindung geschaffen hat.

eiN leichteReR WeG füRs BaBy?

Lange Zeit dachte man, ein Kaiserschnitt mache

es dem Kind leichter, weil man den Weg durch

den engen Geburtskanal in erster Linie als Strapaze

sah. Schließlich sehen Kaiserschnittbabys in

den ersten Stunden und Tagen längst nicht so zerknautscht

und verknittert aus wie normal entbundene.

Und tatsächlich ist die Schnittentbindung für

Kinder mit niedrigem Geburtsgewicht oder anderen

Risikofaktoren schonender. Anders bei normal

ausgereiften, gesunden Babys: Sie profitieren von

dem beschwerlichen Weg durch den Geburtskanal.

Der Druck wirkt wie eine natürliche Massage und

presst das Fruchtwasser aus der Lunge: So kann

das Baby schneller und leichter durchatmen als

nach einem Kaiserschnitt. Nach neuesten Erkenntnissen

„impft“ der natürliche Weg auch das Baby

mit den richtigen Keimen für eine gesunde Darmflora.

Außerdem sind normal entbundene Kinder

meist wacher und fitter, weil sie eine ordentliche

Portion Glückshormone und Muntermacher mitbekommen

haben, die der Körper ihrer Mutter während

der Wehen ausgeschüttet hat.

uNd Wie ist es mit deR mutteR?

Ist der Kaiserschnitt für sie leichter als eine natürliche

Entbindung? Ja und nein: Natürlich muss

sie nicht die Anstrengung und Schmerzen der Wehen

auf sich nehmen, dafür fehlt ihr das High der

körpereigenen Glückshormone, die während der

natürlichen Geburt den Körper überschwemmen.

Und: Der Kaiserschnitt bleibt eine große Bauchoperation

mit entsprechendem Wundschmerz. Wobei

die Babys heute auch beim Kaiserschnitt fast „geboren“

werden, indem man sie durch einen möglichst

kleinen Schnitt praktisch herausdrückt. Die

ganze Operation dauert meist nicht mehr als 20

Minuten. Selbst wenn die Mutter eine Vollnarkose

hatte, ist sie sehr schnell wieder bei Bewusstsein

– und kann die ersten Stunden mit ihrem Baby fast

wie nach einer normalen Geburt genießen.

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Kaiserschnitt nach Plan auf die Welt kommt, wenn

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anderen Müttern zum Thema Kaiserschnitt austauschen

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FOTOS: Helmut Rüffler, Corbis, Getty Images


1. Ein eigener Platz gibt

Sicherheit

Ihre Frau wird während der Geburt

sicher öfter die Position wechseln, je

nachdem, wie sie die Wehen am besten

ertragen kann. Und Sie stehen vielleicht

erst einmal ein bisschen dumm rum.

Das geht vielen Männern so. Bis Sie sicherer

sind, wie nah Ihre Frau Sie gerade

haben mag: im Hintergrund bleiben,

ruhig auf einem Stuhl sitzen. Den gibt’s

in jedem Kreißsaal!

2. Das CTG ist wichtig, aber Ihre

Frau braucht Sie mehr

So ein Wehenschreiber in ein faszinierendes

Gerät. Sie sehen jede einzelne

Wehe heranzackeln, hören das Herz

Ihres Kindes pochen und sind bald versiert

im Ablesen der Kurven. Lassen Sie

sich trotzdem nicht verführen, ständig

aufs CTG zu schielen. Versuchen Sie,

ganz nah bei Ihrer Frau zu sein, das CTG

können die Geburtshelfer lesen, richtig

liebevoll sein können nur Sie.

Fünf Tipps

für Väter im

Kreißsaal

Eigentlich sind Hebammen ja für die Schwangeren da.

Wir haben sie gefragt, was sie den Vätern im

Kreißsaal gern sagen möchten. Hier das Ergebnis

3. Auch Helden dürfen

Pausen machen

Sie haben Ihrer Frau versprochen, ihr

während der Geburt zur Seite zu stehen.

Und das tun Sie auch schon seit

einigen Stunden. Aber es sieht so aus,

als könnte es noch länger dauern, und

Sie spüren, dass Sie eigentlich eine

Pause bräuchten? Nehmen Sie sie ohne

schlechtes Gewissen, gehen Sie an

die frische Luft oder trinken Sie etwas

Kaltes in der Klinik-Cafeteria. Die neue

Kraft, die Sie dabei schöpfen, wird auch

Ihrer Partnerin guttun.

4. Schimpfen und Fluchen

gehören dazu

Ihre sonst so liebevolle Frau flucht und

schimpft und schlägt womöglich Ihre

massierende Hand weg? Obwohl Sie

sich doch so liebevoll um sie kümmern?

Nehmen Sie es nicht persönlich, fast alle

werdenden Mütter kommen genau an

diese Grenze. Nicht nett für Sie. Aber

ein Zeichen, dass Ihre Frau das meiste

schon geschafft hat.

5. Für tolle Fotos ist auch

später noch Zeit

Das Baby ist da! Wie wunderbar! Sie

möchten den Moment am liebsten

gleich im Bild festhalten? Warten Sie

noch etwas und genießen Sie den Zauber

der ersten Stunden mit dem Baby.

Die Hebamme nimmt sicher gerne Ihre

Kamera und macht ein paar Bilder. Alles

andere kann warten.

Ganz nah bei

Mama und Papa !

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Geburt

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Geburt

Hier kommt das

Glück

Neun Monate wuchs es geborgen

in Ihrem Bauch, jetzt drängt das Baby

mit Macht nach draußen.

Was passiert, bis Sie es in Ihren

Armen halten, steht hier:

die drei Phasen der Geburt

34 eLterN KliniKführer


FOTO: Getty Images

Auch wenn Ihr Baby in Ihren Armen liegt:

Aus medizinischer Sicht ist die Geburt noch nicht zu

Ende, es kommt noch die „Nachgeburtsphase“.

Dabei zieht sich die Gebärmutter zusammen, die Plazenta

löst sich und wird aus dem Körper geschoben.

Wenn Sie Ihr Baby anlegen, unterstützen Sie diesen

Vorgang: Der Saugreiz regt die Gebärmutter

zu kräftigen Kontraktionen an. Danach können Sie und

Ihr Partner Ihr Baby ganz in Ruhe genießen.

Die eröffnungsphase:

Jeder Zentimeter zählt

Dass Sie echte Geburtswehen haben,

wissen Sie längst: Die Kontraktionen

kommen mindestens alle sieben Minuten

und brauchen Ihre ganze Aufmerksamkeit.

Mit jeder Wehe wird der

Gebärmutterhals ein wenig mehr „eröffnet“,

das heißt weiter und flacher.

Stellen Sie sich einen eng gestrickten

Rollkragenpullover vor – das Köpfchen

Ihres Kindes dehnt das Schlupfloch auf.

Wenn Sie die Hebamme zum ersten Mal

untersucht, ist der Muttermund meist

zwei bis drei Zentimeter offen. Gemessen

wird das mit den Fingern: Können

zwei Finger der Hebamme durch die

Geburtsöffnung schlüpfen, entspricht

das drei Zentimetern. Vier sind erreicht,

wenn Zeige- und Mittelfinger ein V bilden.

Acht Zentimeter sind es bei weit

gespreizten Fingern. Tastet die Hebamme

den Muttermund nur noch als dünnen

Rand um das Köpfchen, haben Sie

die erste Phase geschafft.

Die Übergangsphase:

Der richtige Dreh fürs Köpfchen

So heißt die Zeit, in der Sie die letzten

zwei der notwendigen zehn Zentimeter

Öffnung schaffen. Die Wehen sind jetzt

besonders kräftig, denn sie müssen das

Köpfchen Ihres Kindes drehen: zuerst

guckt es mit der Nase nach rechts oder

links, jetzt gehören Kinn und Nase nach

unten, damit sich der Kopf mit dem „Hinterhaupt“,

dem hinteren, oberen Teil des

Kopfes seinen Weg bahnen kann. Es kann

dauern, bis die Schraubbewegung gelungen

ist. Eine anstrengende und vielleicht

auch frustrierende Zeit für Sie, weil Sie

das Gefühl haben, nichts geht wirklich

voran. Es gibt aber auch Geburten, bei

denen die Übergangsphase mit ein paar

Wehen erledigt ist! Vielleicht schlägt Ihnen

die Hebamme eine andere Haltung

vor (aufrecht, auf der Seite liegend, hängend

an einem Tuch) – alles Hilfen, damit

sich das Köpfchen richtig im Becken

„einstellt“ und den Weg bahnt.

Die austreibungsphase:

gleich ist ihr baby da!

Wenn Frauen von dieser letzten Phase

der Geburt sprechen, dann finden sie oft

kaum Worte für die überwältigende

Kraft, die sie jetzt drängt, ihr Baby nach

draußen zu schieben. Sie beginnt, wenn

das Köpfchen auf dem Beckenboden angekommen

ist und Ihnen unwiderstehlich

signalisiert: schieben, drücken! Sie

spüren, dass Sie nicht mehr zurückhalten

können und wollen, weder sich

selbst noch das Baby. Vielleicht möchten

Sie schimpfen, schreien, zetern, fluchen.

Das ist gut so! Wenn Sie sich jetzt gehen

lassen, öffnet das auch dem Baby seinen

Weg. Ihre Hebamme unterstützt Sie, aber

Ihr Körper weiß von ganz allein, was

jetzt richtig ist, um das Baby auf die Welt

zu bringen. Und je mehr Sie dem Druck

nachgeben, desto eher kann sich das

Dammgewebe aufdehnen, ohne einzureißen.

Noch ein paarmal schiebt Ihr

Körper ganz von selbst, dann ist es geschafft:

Ihr Baby ist da!

Damit sich Ihr Baby

sicher und geborgen fühlt.

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Geburt

Diese Frage beschäftigt

alle Frauen, die ihr erstes Kind

erwarten. „Das merkst

du dann schon“, antworten

erfahrene Mütter. Wir

sagen es Ihnen etwas genauer

Woran

36

eLterN KliniKführer

merkt man, dass es

losgeht?

S

pielfilme zeigen es meist ganz klar: Gerade

noch ging es der Hochschwangeren prima,

im nächsten Moment kann sie sich kaum

noch auf den Beinen halten und presst mit letzter

Kraft hervor: „Es geht los!“ Im wahren Leben dagegen

steht am Anfang nicht Drama, sondern oft

Rätselraten: Der Bauch wird besonders lange hart

– ist das jetzt schon eine Wehe? Da ist mehr Feuchtigkeit

als sonst im Slip – kann das Fruchtwasser

sein? Hier die drei wichtigsten Zeichen dafür, dass

die Geburt tatsächlich begonnen hat:

Regelmäßige Wehen

Echte Wehen kommen langsam und sind zuerst oft

mehr ein Ziehen, das auch in Rücken und Beine

ausstrahlen kann. Erst wenn dieses Ziehen mindestens

alle zehn Minuten kommt und Sie es nicht

mehr überspielen können, sondern unwillkürlich

innehalten, lohnt es sich, auch die Dauer der Wehe

zu messen. Hält sie etwa eine halbe bis eine

Minute an? Dann können Sie damit rechnen, dass

die Geburt begonnen hat. Sie sind sich trotzdem

nicht ganz sicher? Dann machen Sie den Badewannen-Test:

Echte Geburtswehen werden im warmen

Wasser stärker, Vorwehen klingen ab.

Blasensprung

Der Ausdruck „Blasensprung“ ist etwas irreführend,

denn nur bei wenigen Schwangeren „springt“

die Fruchtblase tatsächlich so, dass das Fruchtwasser

im Schwall abgeht. Meist tröpfelt es nur etwas.

Zum Glück lässt es sich durch seinen sehr eigenen,

süßlichen Geruch recht gut erkennen und so von

anderen Flüssigkeiten unterscheiden. Handelt es

sich also tatsächlich um Fruchtwasser, so haben

Sie noch Zeit, sich ganz normal auf den Weg in

die Klinik zu machen. Allerdings nur, sofern Sie

von den letzten Vorsorgeuntersuchungen sicher

wissen, dass das Köpfchen Ihres Babys schon

tief im Becken liegt. (Bei mehr als 90 Prozent der


FOTO: Getty Images

Noch WarteN

oDer loSFahren?

Alle Anzeichen sprechen dafür, dass es echte Wehen sind.

Aber sie sind unregelmäßig und entfalten noch keine richtige

Kraft? Viele Paare fahren in solch einer Situation „zur

Sicherheit“ schon mal in die Klinik. Und meist bleiben sie

auch, sei es, weil die Klinik ihnen dazu rät oder weil sie

sich zu Hause unsicher fühlen. Das ist verständlich, aber

nicht unbedingt gut: Je länger ein Paar schon im Krankenhaus

ist, desto eher wird das Klinikpersonal in den Geburtsverlauf

eingreifen. Während die Schwangere zu Hause

noch ganz in Ruhe hätte abwarten können, wird man

ihr in der Klinik vielleicht zu Wehenmitteln raten, obwohl

das medizinisch noch gar nicht unbedingt nötig gewesen

wäre. Künstlich unterstützte Wehen erhöhen aber auch die

Wahrscheinlichkeit für den vermehrten Einsatz von

Schmerzmitteln, Saugglocke und Zange.

Mehr Sicherheit, um die erste Phase der Geburt noch entspannt

zu Hause zu verbringen, vermitteln freiberufliche

Hebammen, die Schwangere in der letzten Phase der

Schwangerschaft begleiten. Fragen Sie bei Ihrer Kasse,

unter welchen Umständen sie die Kosten übernimmt.

Hebammen-Adressen gibt´s beim Bund freiberuflicher

Hebammen Deutschland e. V., www.bfhd.de

Schwangerschaften ist das der Fall.) Könnte es dagegen

sein, dass das Köpfchen Ihres Babys noch

viel Spiel im Becken hat, dann sollten Sie sich

hinlegen und von einem Krankenwagen liegend

in die Klinik transportieren lassen. Sonst besteht

das Risiko, dass die Nabelschnur noch zwischen

Köpfchen und Becken rutscht und während der

Geburt abgeklemmt wird.

Leichte Blutungen

Während der Schwangerschaft hat ein Schleimpfropf

den Muttermund verschlossen. Zu Beginn

der Geburt löst er sich. Da das Gewebe am Muttermund

jetzt sehr locker und gut durchblutet ist,

kann es dabei ein wenig bluten. So zeigt eine leichte

Blutung etwa einem Viertel der Schwangeren: Es

geht los. (Sollten nach der Blutung keine Wehen

einsetzen, fahren Sie zur Sicherheit trotzdem in

die Klinik: In ganz seltenen Fällen kann dies auch

Zeichen dafür sein, dass die Plazenta beginnt,

sich abzulösen. Dann brauchen Sie und Ihr Baby

schnell ärztliche Hilfe.)

Übrigens: Beim nächsten Kind stehen die Chancen

gut, dass es kein Rätselraten gibt. Zwar ist

keine Geburt wie die andere. Aber wie echte Wehen

sich anfühlen, daran erinnert sich jede Mutter

beim zweiten Kind ganz genau.

Der Schutzengel im Kinderzimmer

Keine Sorge: Angelcare® wacht!

Immer mit einem Ohr am Bettchen Ihres Kindes

Die Geburt eines Babys ist für werdende Eltern

das aufregendste Ereignis ihres Lebens. Ein

Glück, das sich nicht in Worte fassen lässt. Die

Augen, das Lächeln, die kleinen Hände. Ein

Wunder. Doch von Anfang an gehören auch

Sorgen und Ängste zum Leben junger Eltern.

Vor allem dann, wenn es um die Gesundheit

ihres Kindes geht. Hierbei kann ihnen moderne

Überwachungstechnik helfen.

Eltern sollten wissen, dass Atempausen bei

Babys, genauso wie bei Erwachsenen, meistens

völlig normal und ungefährlich sind. Manchmal

jedoch können verlängerte Atem pausen auch

lebensbedrohlich sein. Die Angelcare® Geräte

AC300 und AC401 überwachen die kleinsten

Bewegungen des Babys – sogar seine Atembewegungen

– durch zwei hochsensible Sensormatten

unter der Matratze.

Wenn länger als 20 Sekunden keine

Bewegung registriert wird, löst Angelcare®

Alarm aus. Damit Sie sofort nach Ihrem Baby

sehen und – wenn nötig – eingreifen können.

Beruhigend zu wissen, dass im Kinderzimmer

alles unter Kontrolle ist.

Babyphon AC420D

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NabelschNurblut

38

elterN KliniKführer

Die Nabelschnur gleich durchtrennen

oder noch ein bisschen warten?

Das entscheidet der Arzt oder die Hebamme.

Wertvolles Nabelschnurblut spenden

oder fürs eigene Kind einfrieren lassen?

Das entscheiden Sie

Mit dem ersten Atemzug stellt der

Organismus des Neugeborenen

auf Selbstständigkeit um. Vorbei

die Lebensphase, in der das Baby

alles, was es braucht, über die Nabelschnur

bekommt. Dennoch versiegt der

Strom im Inneren der Nabelschnur nicht

sofort. Und solange er fließt – das sanfte

Pochen ist deutlich sichtbar –, kann er

dem Baby weiter Blut aus der Plazenta

bringen. Vor zehn, fünfzehn Jahren war

es üblich, die Nabelschnur auf jeden

Fall auspulsieren zu lassen. Befürworter

der sanften Geburt waren überzeugt,

dass die Extraportion Blut, die das Baby

dabei empfängt, ihm guttut. Die Gegner

hingegen warnten vor den zusätzlichen

Blutkörperchen, deren Abbau die Leber

des Neugeborenen überfordern und eine

Gelbsucht auslösen würde. Heute weiß

man: Die Wahrheit liegt dazwischen.

Das Plazentablut ist wichtig – aber so

wichtig auch wieder nicht. Ein reifes,

gesundes Neugeborenes braucht keine

zusätzliche Portion. Genauso wenig

aber bekommt es Probleme, wenn man

ihm das Extrablut trotzdem liefert.

Das Durchtrennen tut nicht weh

Für gewöhnlich wird der Blutstrom unterbrochen,

sobald das Neugeborene

abgetrocknet, sein Gesicht abgewischt

und seine Atmung kontrolliert ist. Dazu

Abnabeln

Alles übers


FOTO: Getty Images

klemmt man die Nabelschnur an zwei

Stellen ab, und Vater, Geburtshelfer oder

Hebamme schneidet sie durch. Das tut

dem Baby nicht weh, da die Nabelschnur

keine Nerven besitzt. Möchte die Mutter

das Neugeborene gleich bei sich haben,

verzögert sich das Abnabeln. Wichtig

ist dann nur, dass das Baby nicht zu

weit oben auf dem Bauch seiner Mutter

liegt, damit kein Gefälle in der Nabelschnur

entsteht und Blut vom Kind

weg zur Plazenta fließt. Manchmal allerdings

ist beim Abnabeln Eile geboten

– wenn das Neugeborene ärztliche Hilfe

braucht. Wenn es gestresst und schlapp

wirkt, seine Atemwege gereinigt werden

müssen oder trübes Fruchtwasser

vorgeburtliche Probleme signalisiert.

Und auch extreme Frühchen muss man

rasch abnabeln, um sie sofort ärztlich

betreuen zu können.

Auspulsen für

einen sanfteren Frühstart

Umgekehrt lässt man gesunde, fitte

Frühgeborene möglichst lange an der

Nabelschnur: Ihnen tut die Extraportion

Blut aus der Plazenta ausgesprochen

gut – weshalb man sie sogar extra tiefer

als den Mutterbauch legt, damit möglichst

viel Blut zu ihnen hinüberfließt.

So kann man ihnen oft Bluttransfusionen

ersparen. Ist das Baby schließlich

abgenabelt, hat die Nabelschnur immer

noch nicht ausgedient: Nun wird der

Teil, der noch mit der Mutter verbunden

ist, punktiert. Arzt oder Hebamme entnehmen

etwas Blut, um die Blutgruppe

und den sogenannten pH-Wert zu be-

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stimmen – eine Pflichtuntersuchung,

die bei keiner Geburt unterbleiben darf.

Ein niedriger Nabelschnurblut-pH-Wert

(unter 7,0) zeigt, dass das Baby vor der

Geburt vorübergehend zu wenig Sauerstoff

bekam und nun besonderer ärztlicher

Aufmerksamkeit bedarf – auch

wenn es ganz fit wirkt. Erst danach und

nur, wenn die Eltern diesen Wunsch geäußert

haben, wird das restliche Plazentablut

aus der Nabelschnur gewonnen,

um es einzufrieren. Hintergrund dafür:

Die Wissenschaft arbeitet daran, es für

therapeutische Zwecke zu nutzen. Denn

das Besondere an dem Blut in Nabelschnur

und Plazenta ist: Es enthält sogenannte

Stammzellen – Körperzellen, die

noch nicht auf bestimmte Funktionen,

zum Beispiel in Herzmuskel, im Gehirn

oder in der Niere, festgelegt sind, sondern

sich flexibel einsetzen lassen. Die

Ärzte erhoffen sich von diesen Stammzellen

große Fortschritte, vor allem bei

der Reparatur defekter Gewebe.

Der Vorteil von Stammzellen aus

Nabelschnurblut: Sie sind jünger und

flexibler als die übrigen Stammzellen

und werden vom menschlichen Immunsystem

seltener abgestoßen. Außerdem

kann man sie problemlos gewinnen:

Speziell dafür geschulte Ärzte oder Hebammen

legen eine Kanüle in den mütterlichen

Nabelschnurrest und leiten das

Blut zusammen mit einem gerinnungshemmenden

Mittel in einen keimfreien

Plastikbeutel. Dieser wird sofort zu einer

Stammzellbank transportiert.

Wohin genau, hängt davon ab, was

Eltern mit dem Nabelschnurblut ihres

Babys vorhaben. Wollen sie es aufheben

für den Fall, dass ihr Kind schlimm

erkrankt und die Stammzellforschung

womöglich eines Tages so weit sein

wird, ihm zu helfen? Dann müssen sie

das Blut in eine private Stammzellbank

bringen lassen und einfrieren lassen.

Das kostet pauschal für 25 Jahre zwischen

2300 und 2500 Euro. Alternativ

kann das Blut auch für einen monatlich

einstelligen Betrag eingelagert werden,

wenn man zu Beginn eine einmalige Gebühr

von etwa 300 Euro bezahlt hat.

Es gilt das Prinzip Hoffnung

Möchten sie das Nabelschnurblut stattdessen

spenden, wird es kostenlos in

einer öffentlichen Stammzellbank tiefgekühlt.

So kommt es Kindern oder Erwachsenen

zugute, die auf eine passende,

heilsame Stammzellspende warten,

etwa, weil sie an Leukämie leiden.

Wie lange sich das Tiefkühlblut letztlich

hält, lässt sich nicht sagen, da bislang

keine Probe länger als 30 Jahre

eingefroren war. Auch ob das Kind eines

Tages tatsächlich von seinem gefrosteten

Plazentablut profitiert, ist ungewiss.

Dass aber schon jetzt kranken Menschen

mit Stammzellspenden geholfen

werden kann, steht fest. Zum Wegwerfen

ist das Blut aus der Nabelschnur

deshalb allemal zu schade.

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KliniKführer elterN

39


Wochenbett

Der Zauber

der ersten Tage

Mit dem Baby wird auch eine neue Familie geboren. Kliniken gehen

darauf ein und geben Eltern und Baby Zeit und Ruhe zum Kennenlernen

40

eLteRn KliniKführer


FOTOS: Corbis, Getty Images (2); Hose Floria und Wickelshirt Hallie: www.bellybutton.de, Camcorder Kodak PlaySport: www.amazon.de S

ie haben Ihr Baby im Arm, langsam

kehrt Ruhe ein im Kreißsaal

– und jetzt? Die ersten drei, vier

Stunden nach der Geburt dürfen die jungen

Eltern mit ihrem Baby im Kreißsaal

bleiben. Zeit, das neue, unglaubliche

Glück zu genießen. Die allermeisten

Frauen fühlen sich gleich nach der Entbindung

fit, die Schmerzen sind vergessen,

wenn sie ihr Kind im Arm halten.

Das erste Aufstehen ohne Bauch ist dennoch

ein seltsames Gefühl – man muss

sich erst wieder neu ausloten. Denn immerhin

sind mit einem Mal etwa sieben

Kilo Gewicht weg: Das Neugeborene

wiegt etwa 3,5 Kilo, drei Liter Fruchtwasser

umgaben das Kind, die Nachgeburt

ist etwa 500 Gramm schwer. Oft

ist der Kreislauf nach diesem schnellen

Gewichtsverlust empfindlich, deshalb

begleitet die Hebamme die Mutter, wenn

sie nach der Geburt unter die Dusche

geht. Danach bezieht die junge Familie

ein Zimmer auf der Wochenstation.

Der Vater darf mitkommen, zumindest,

bis ihn auch das Schlafbedürfnis

übermannt und er nach Hause möchte.

In einigen Krankenhäusern gibt es

auch schon richtige Familienappartements,

damit der Vater bei seiner

Familie wohnen kann. Bei der Klinikanmeldung

am besten danach fragen,

ob das Haus so etwas anbietet.

In jeder Klinik ist es heute selbstverständlich,

dass das Baby in seinem

kleinen Bettchen dicht bei der Mutter

Happy-MaMa-PFlEgE

Duschen dürfen Sie gleich nach der

Geburt und wann immer Ihnen

danach ist. Unter dem Wasserstrahl

wird auch der Intimbereich sanft

sauber, ohne dass die Dammnaht (wenn

dieser Eingriff notwendig war) ziept.

Duschgel sollte allerdings jetzt nicht an

diese empfindliche Stelle kommen,

nur klares Wasser. Erst etwa eine Woche

nach der Geburt verträgt die Haut

dort wieder milde Mittel, zum Beispiel

Babyseife. Wenn Sie baden

möchten – das ist auch mit Wochenfluss

erlaubt. Das Sekret enthält keine

krank machenden Keime. Ob Sie jetzt

Binden oder lieber Tampons

verwenden, dürfen Sie nach Gefühl

entscheiden. Mit Dammnaht tut

das Einführen von Tampons oft noch

weh, dann sind Binden besser.

untergebracht wird. Säuglingszimmer

gibt es zwar noch, aber dort ist höchstens

einmal nachts Betrieb, wenn die

Mutter Ruhe braucht und ihr Kleines

vorübergehend in die Obhut der Kinderschwester

gibt. Diese Fachfrauen

sind heute in erster Linie für die Frauen

da. Sie beantworten jede Frage, sie zeigen

den jungen Müttern, wie man ein

Baby richtig hochnimmt und es nicht

zu zögerlich anfasst. Sie verraten Tricks

beim Anziehen der Kleinen. Auch Frauen,

die keinen Kurs für Säuglingspflege

gemacht haben, erfahren alles Wichtige

in den Kliniktagen. Und sie haben

schon ein bisschen Sicherheit gewonnen,

wenn sie nach etwa drei Tagen Klinikwochenbett

mit dem Neugeborenen

nach Hause entlassen werden.

NoTkoffer WaS SiE iMMER Zu hauSE haBEn SolltEn

Schöner Schlaf-

oder hausanzug,

damit man sich

auch im Bett ein

bisschen angezogen

fühlt

Minicamcorder,

damit filmen

ganz einfach ist

Tipps, damit die Zeit

in der Klinik so entspannt

wie möglich wird:

● Suchen Sie – soweit möglich – schon

vor der Entbindung die notwendigen

Papiere für die Anmeldung beim Standesamt

zusammen. (Siehe S. 63)

● Natürlich wollen Familie und Freunde

das Baby so bald wie möglich besichtigen.

Kein Problem, wenn Sie die

Besuche genießen. Wenn Sie allerdings

lieber mehr Ruhe hätten, dann bitten

Sie freundlich, aber klar darum. Die

frisch gebackene Familie geht vor!

● Auch wenn das Glück zuerst überwältigend

ist: Kalkulieren Sie Stimmungsschwankungen

mit ein! Schlafentzug,

Milcheinschuss, Hormonschwankungen,

die neue Verantwortung – da sind

kleine Dellen im Hochgefühl ganz normal.

Das gilt auch für die Väter.

● Suchen Sie sich früh eine Hebamme

für die Nachsorge nach den Kliniktagen.

Sie betreut Sie in den ersten zehn Tagen

nach der Geburt (bei Bedarf auch

länger); die Kosten für die Hausbesuche

übernimmt die Krankenkasse.

● Für die ersten sieben Tage nach der

Geburt steht Ihnen unter bestimmten

Bedingungen eine Haushaltshilfe zu.

Darüber weiß die Hebamme Bescheid,

sie kann ein entsprechendes Attest für

die Krankenkasse ausstellen. Haushaltshilfen

fürs Wochenbett werden von Sozialstationen

(Adressen hat die Gemeindeverwaltung)

vermittelt.

leckere Snacks

für die eltern

Der lieblingslippenstift

fürs erste

familienfoto

endLich zu dRitt

KliniKführer eLteRn

41


Wochenbett

Flitterwochen

zu dritt

Endlich mit dem Baby zu Hause: Zeit zum Kuscheln, Kennenlernen,

Genießen. Mit diesen Tipps werden die Neugeborenen-Flitterwochen noch schöner

42

eLteRn KliniKführer


FOTO: Getty Images M

eist ist es nur eine kurze Fahrt

von der Klinik nach Hause,

aber doch ein großer Schritt

für die junge Familie: Wir sind daheim!

Voller Erleichterung und Freude, vielleicht

schwingt aber auch ein bisschen

Unsicherheit mit: Wie er wohl wird, der

Alltag mit dem Baby?

Im Baby-Rhythmus leben

schont Kräfte

Erst einmal kann der Alltag noch warten:

Die Wochenbett-Zeit gehört Ihnen und

Ihrem Baby, und am besten richten Sie

sich auch ganz nach seinen Rhythmus.

Da es noch keinen Unterschied zwischen

Tag und Nacht kennt, müssen Sie mit unruhigen

Nächten rechnen. Da ist es gut,

wenn Sie sich den Schlaf holen, wann

immer es geht, sei es als Mittagsschlaf

oder indem Sie schon um 20 Uhr ins

Bett gehen. Ihre Kraft und Ihre Nerven

gehen vor! Das gilt übrigens auch, wenn

sich Besuch angesagt hat: Wenn Sie sich

nicht danach fühlen oder das Baby Ruhe

braucht, sagen Sie freundlich ab und verabreden

Sie einen anderen Tag.

Hilfe annehmen? Na klar!

Die wichtigste Unterstützung, zumindest

in der allerersten Zeit, wird von der

Krankenkasse bezahlt: die Hebamme,

die Sie in den ersten zehn Tagen nach

der Geburt täglich besucht (bei Bedarf

auch länger). Ob die Milch noch nicht

ganz problemlos fließt, die Nabelwunde

Online-Tipp:

Der kostenlose WochenbettGuiDe

merkwürdig aussieht oder Sie einfach

nur eine Menge Fragen haben – nutzen

Sie Rat und Beistand der erfahrenen

Fachfrau. Aber auch Familie, Freunde

und Nachbarn freuen sich, wenn sie

in dieser besonderen Zeit helfen können:

Sagen Sie bei Hilfsangeboten nicht

gleich Nein, sondern überlegen Sie, was

Ihnen guttut: Unterstützung beim Einkaufen?

Selbstgebackener Kuchen oder

ein großer Topf Suppe?

Kleine Auszeiten –

Balsam für die Seele

Das Baby schläft? Stürzen Sie sich nicht

gleich auf den Haushalt – es sei denn,

Sie haben Lust dazu. Gönnen Sie sich

stattdessen ein paar Wohlfühlminuten,

sei es unter der warmen Dusche oder mit

zwei, drei Lieblingsliedern im Kopfhörer.

Geschirrspülmaschine und Wäschekorb

können noch ein bisschen warten. So

schaffen Sie ein seelisches Polster, das

Sie in dieser anstrengenden und aufregenden

Zeit gut brauchen können.

Lassen Sie sich nicht

unter Druck setzen

Mag sein, dass es Politikerinnen gibt, die

ein paar Tage nach der Geburt vor Fernsehkameras

stehen, und Models, die ein

paar Wochen nach der Entbindung Dessous

präsentieren. Aber wer weiß, wie

sie sich dabei fühlen und welchen Preis

sie dafür zahlen? Lassen Sie sich nicht

von solchen Bildern unter Druck setzen,

sondern richten Sie sich im wahren Sinne

des Wortes nach Ihrem Bauch – und

Ihrem Baby. 40 Tage dauert das Wochenbett

von jeher. Kosten Sie sie aus, dann

sind Sie für den Übergang in den Alltag

mit Baby bestens gerüstet.

Wochenbett: Eine Zeit, in der Ihr Körper sich von der Schwangerschaft und der

Geburt erholt. Und eine Zeit, in der Sie und Ihr Baby sich richtig kennenlernen,

sodass Sie sich an Ihre neue Rolle als Mutter gewöhnen. Mit dem WochenbettGuide

stehen wir Ihnen in dieser aufregenden Zeit zur Seite: 40 Tage lang bekommen

Sie täglich eine Mail, genau abgestimmt auf das Alter Ihres Babys, mit vielen Tipps und

Infos. Der Eltern.de WochenbettGuide ist gratis, Sie müssen sich lediglich kurz

registrieren und uns das Geburtsdatum Ihres Babys mitteilen. Dann bekommen Sie am

nächsten Tag die Ausgabe, die zu Ihrer Wochenbett-Situation passt, per E-Mail. Hier

können Sie den WochenbettGuide gleich bestellen: www.eltern.de/wochenbettguide


44

ELTERN KliniKführer


FOTO: Getty Images

Auf eine schöne

Stillzeit

Stillen macht Babys glücklich – und ihre Mütter auch.

Damit es von Anfang an gut klappt, finden

Sie hier wertvolle Tipps für einen guten Stillstart

Kleine Hilfen

Stillkissen gehören inzwischen schon fast zur Basisausrüstung

junger Mütter: Sie geben flexiblen Halt beim Stillen und tragen so

zum entspannten Sitzen und Liegen bei.

Stilleinlagen fangen die Milch auf, die eventuell zwischen den

Mahlzeiten austritt. Sie sind aus Zellstoff (zum Wegwerfen) oder

wiederverwendbar aus Baumwolle, Wolle, Seide oder Mikrofaser

und halten die Brustwarzen trocken. Es gibt auch Stilleinlagen aus

Silikon, die die Milch nicht aufsaugen, sondern die Brust sozusagen

wie eine zweite Haut abdichten.

Eine Milchpumpe hilft, wenn am Anfang noch wenig Milch fließt

und die Brust stimuliert werden soll. Und natürlich auch, wenn Sie

Muttermilch auf Vorrat abpumpen wollen. Moderne Milchpumpen werden

einfach von Hand betrieben, sind klein und leicht zu reinigen.

Stillhütchen werden auf wunde und strapazierte Brustwarzen

gesetzt, während das Baby trinkt. Das weiche Silikonmaterial fühlt

sich fast wie die Haut an.

Brustschalen bringen ebenfalls Linderung, wenn die Brustwarzen

wund sind: Sie liegen im BH und verhindern, dass die Kleidung

auf den Brustwarzen reibt.

ERNähRuNg

Kaum auf der Welt, haben Babys vor allem

ein Ziel: die Brust. Wollen die weiche, warme

Haut genießen, den ganz eigenen Mamaduft,

den vertrauten Herzschlag. Und natürlich

die Milch, perfekt temperiert, sättigend und immer

genau auf die Bedürfnisse des Babys abgestimmt.

Kein Wunder, dass es Mütter stolz macht, Ihr Kind

einfach so aus sich heraus ernähren zu können!

Und optimal ernährt wird das Baby nicht erst,

wenn die Milch schon reichlich fließt, sondern

gleich nach der Geburt. In den ersten zwei, drei

Tagen entsteht nämlich die Vormilch. Sie ist gelb

und ziemlich dickflüssig. Vormilch enthält wenig

Fett und Zucker, aber viel Eiweiß. Sie überzieht die

empfindlichen Schleimhäute in Magen und Darm

des Babys mit einem schützenden Film. Außerdem

wirkt sie wie eine natürliche Impfung gegen viele

Krankheitskeime. Denn über die Milch, ganz besonders

die der ersten Tage, gibt die Mutter viel von

ihrem eigenen Immunschutz an ihr Baby weiter.

Große Mengen sind es nicht, die das Baby da

in den ersten Tagen trinkt – gerade mal ein paar

Fingerhut voll. Kein Wunder, dass sich viele Mütter

fragen, ob das wohl reicht. Zum Glück ist diese

Sorge völlig unbegründet: Gesunde, mit normalem

Gewicht geborene Kinder brauchen in den

ersten Tagen weder Tee noch Babynahrung. Die

kleine Menge Vormilch versorgt sie in genau richtiger

Menge mit Nährstoffen und Flüssigkeit. Und

bereitet sie auf die große Fülle vor, die nach etwa

zwei, drei Tagen die Brüste anschwellen lässt.

Wenn das Baby ausgiebig von der Vormilch

trinken durfte, sind nämlich die Milchkanäle

KliniKführer ELTERN

45


ERNähRuNg

Mit ein bisschen Übung

fließt die Milch ganz leicht

von der Brustdrüse zur Brustwarze schon geübt.

Und der Körper hat schon Erfahrung mit den Hormonbotschaften

gemacht, die beim Stillen ablaufen,

sodass die Milch nach dem Anlegen schneller

zu fließen beginnt. Wichtig beim Anlegen:

• Halten Sie Ihr Baby so, dass es den Kopf nicht

drehen muss, um zu trinken.

• Das Baby sollte sein Mündchen so weit wie möglich

geöffnet haben. Wenn es das nicht von selbst

tut, streichen Sie ihm sachte mit der Brustwarze

oder dem Finger über die Wange, dann sperrt es

reflexartig den Mund auf.

• Jetzt die Brustwarze samt Hof hineinschieben

und das Baby zu sich heranziehen. Machen Sie

es sich so bequem wie möglich!

• Beim Stillen sollte das Baby ziehen, trinken

und schlucken. Wenn es nur noch nuckelt, das

Kind lieber hochnehmen, aufstoßen lassen und

wieder anlegen.

• Sollte Ihr Baby die Brustwarze nicht freiwillig

loslassen, können Sie den kleinen Finger sanft in

seinen Mundwinkel schieben. So wird der Unterdruck

aufgehoben, mit dem es die Brust festhält.

Falls in den ersten Tagen die Brust schmerzt,

Ihr Baby unruhig ist, Sie vermuten, dass es nicht

satt wird oder Sie sonst eine Sorge drückt: Holen

Sie sich Rat und Unterstützung bei der Säuglings-

Die vier BelieBteSten Still-PoSitionen

Der Wiegegriff ist der Klassiker,

dabei liegt der Kopf des Babys

auf Ihrem Arm, sein Bauch liegt an

Ihrem Bauch.

46

ELTERN KliniKführer

Der Rückengriff hilft, wenn das

Baby nur die eine Seite der

Brust leer getrunken hat: Sie sitzen

aufrecht, Ihr Baby liegt Hüfte

an Hüfte neben Ihnen. Sie halten

dabei seinen Kopf mit der

flachen Hand, der Rücken wird mit

dem Unterarm gestützt.

schwester im Krankenhaus, bei Ihrer Hebamme,

einer Stillberaterin oder einer erfahrenen Freundin.

Oft sind es ein paar kleine Dinge, die die

Situation entspannen – eine andere Haltung beim

Stillen, längeres oder kürzeres Trinken oder auch

nur das Wissen, dass alle Mütter kleine Anfangsschwierigkeiten

kennen.

Denn problemloses Stillen hat nicht nur mit

der richtigen Technik zu tun, sondern auch viel

mit Gefühl: Wenn Sie erst einmal ein bisschen

Übung im Stillen haben, kann es sein, dass schon

ein liebevoller Gedanke an Ihr Baby die Milch

fließen lässt. Nutzen Sie diesen Effekt, indem Sie

sich besonders am Anfang ganz viel Zeit und Ruhe

zum Stillen nehmen. Besuch, Haushalt, Telefon?

Kann alles warten, während Sie und Ihr Baby

gemeinsam stillen üben und die ganz

besondere Nähe dabei genießen.

OnlinE-Tipp:

!

Unter www.eltern.de/stillen

finden Sie mehr infos rund ums Stillen,

rat bei Problemen und erfahrungsberichte

anderer Mütter. Weitere hilfreiche Web-

Adressen: www.afs-stillen.de,

www.lalecheliga.de und www.bdl-stillen.de

Stillen im Liegen ist vor allem

nachts praktisch und gemütlich:

Legen Sie sich auf die Seite, die

untere Schulter etwas vorgeschoben.

Ihr Kind liegt Ihnen zugewandt

ebenfalls auf der Seite.

Die Hoppe-Reiter-Stellung

kann helfen, wenn Ihr Baby sehr

de ist oder eine verstopfte

Nase hat: Es sitzt breitbeinig auf

Ihrem Oberschenkel, sein

Mund ist in Höhe der Brustwarze.

Sie stützen seinen Kopf und

Rücken mit Hand und Unterarm.

ILLUSTRATIONEN: Dieter Braun


Wie finde ich die richtige Klinik?

Was muss in den Klinikkoffer?

Nützliche Helfer erleichtern den neuen Alltag mit Kind

aum ist das Baby da, steht das Leben von jungen

K

Eltern erst mal Kopf. Bei der Suche nach der richtigen

Klinik, Geburtsvorbereitung und ersten Zeit mit dem

Baby helfen Checklisten, Ratgeber und nützliche Tipps

weiter. Für eine praktische Orientierung im neuen Alltag und eine

„Happy Elternzeit“.

Mit und für Eltern entwickelt

• Checklisten: Wie finde ich die richtige Klinik? Was muss in den

Klinikkoffer oder mit auf die Reise? Checklisten helfen schnell

weiter – damit nichts vergessen wird und mehr Zeit für die

Zwei­ bzw. Dreisamkeit bleibt.

• Unterwegs gut beraten: Die neue Humana

App bietet mobilen Eltern überall eine hilfreiche

Navigation durch den neuen Alltag. Mit Elterngeldrechner,

Geburtsterminrechner und anderen

nützlichen Tools – kostenlos im App Store!

• Babys erste Website – mit „Mein Humana“ ganz einfach selbst

gestalten. Damit die schönsten Momente mit dem Nachwuchs

in einem digitalen Fotoalbum und Tagebuch festgehalten und

„auf Knopfdruck“ mit Freunden und Verwandten geteilt werden

können.

Mehr Infos auf www.humana.de

und www.happy-elternzeit.de

Aktuelle Elternstudie zeigt:

Eltern sind glücklich(er)

Elternsein ist nicht immer einfach: Belastungen wie

Schlafmangel, Zeitnot und Unsicherheiten machen Eltern

oftmals ganz schön zu schaffen. Trotz aller Belastungen

überwiegen bei frisch gebackenen Eltern jedoch

die Freudenmomente. Das hat jetzt eine von Humana in

Auftrag gegebene Elternstudie gezeigt 1 . Das schönste

Ergebnis der Studie: Eltern sind glücklicher als der Bevölkerungsdurchschnitt.

Mit dem Kind kuscheln, sehen,

wie es sich entwickelt, mit dem Kind spielen oder mit

dem Kind spazieren gehen, gehören zu den Top 10 der

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1 Happy Elternzeit oder Kraftakt Familie. Repräsentative Befragung von über 1.000 jungen Eltern durch das Institut für Demoskopie Allensbach im Auftrag von Humana. März 2011

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Eltern-Lexikon: Folgemilch, Beikost, HA­Nahrung – was steckt

eigent lich drin, und was ist für die Ernährung des Babys besonders

wichtig? Hilfreiche Glossare, von medizinischen Experten

zusammengestellt, geben Eltern einen schnellen und wertvollen

Überblick.


ENTwickLuNg

48 ELTERN KliniKführer


Guck mal,

was ich kann!

Das erste lebensjahr ist eine Zeit voller Premieren. Vom ersten

lächeln bis zum ersten Schritt: Worauf Sie sich jetzt schon freuen können

V

om ersten Lebenstag an übt Ihr Baby unermüdlich,

um eines Tages greifen, laufen,

sprechen und noch viel mehr zu können.

Dabei baut ein Erfolg auf den anderen auf: Wer

eines Tages loslaufen will, muss erst einmal seinen

Kopf sicher halten können. Und wer später

„Mama“ sagen will, muss erst einmal seine Zunge

erproben. Unglaublich spannend, wie aus dem

hilflosen Neugeborenen in nur zwölf Monaten ein

selbstbewusstes Persönchen wird, das die Welt

auf eigenen Füßen erobert! Hier finden Sie die

wichtigsten Entwicklungsschritte Ihres Babys bis

zum ersten Geburtstag:

BiS EndE dES drittEn MonatS:

Sprache und Sozialverhalten Ihr Baby kann auf

unterschiedliche Weise schreien, je nachdem, ob es

Hunger, Schmerzen, Angst oder Langeweile hat. Es

hält ausdauernden Blickkontakt und lächelt fremde

und vertraute Menschen gleichermaßen an.

körperbeherrschung Es hebt in der Bauchlage

sicher den Kopf und stützt sich dabei mit den Unterarmen

ab.

Fingerfertigkeit Seine Hände kann es jetzt öffnen

und schließen und über der Mittellinie des Körpers

zusammenbringen.

Verstehen Das Baby verfolgt einen interessanten

Gegenstand mit den Augen, wenn er sich bewegt,

etwa ein Mobile oder ein anderes Spielzeug.

BiS EndE dES SEchStEn MonatS:

Sprache und Sozialverhalten Ihr Baby brabbelt

und „plaudert“ gerne in den unterschiedlichsten

Tönen, mit sich allein, aber auch mit einem vertrauten

Menschen. Es nimmt gerne Kontakt auf

und freut sich über Spiele mit raschem Lagewechsel

wie „Hoppe-Reiter“.

körperbeherrschung Es dreht sich von der

Bauch- in die Rückenlage und umgekehrt. Wenn

Sie es aus der Rückenlage langsam zum Sitzen

hochziehen, hält es den Kopf stabil und winkelt

die Arme an.

Fingerfertigkeit Jetzt ist es geschickt genug, um

ein Spielzeug mit einer Hand zu greifen und es

dann in die andere zu geben.

Verstehen Das Baby untersucht sein Kuscheltier

ganz genau und versucht, es in den Mund zu stecken.

Es beobachtet aufmerksam, was in seiner

Umgebung geschieht.

KliniKführer ELTERN

49


ENTwickLuNg

50 ELTERN KliniKführer

BiS EndE dES nEuntEn MonatS:

Sprache und Sozialverhalten Ihr Baby bildet längere

Silbenketten mit dem Vokal a, etwa rarararara

oder wawawawawa.

körperbeherrschung Es sitzt frei, ohne Lehne, mit

geradem Rücken und hält dabei seinen Kopf sicher.

Es bewegt sich (irgendwie) vor- und rückwärts.

Fingerfertigkeit Ihr Kind liebt es, einen Gegenstand

festzuhalten und ihn mit den Fingern ausgiebig

zu untersuchen.

Verstehen Ihr Baby unterscheidet genau zwischen

Bekanntem und Unbekanntem und erforscht unbekannte

Dinge ausgiebig und konzentriert mit

Augen, Händen und Mund.

Online-Tipp: Jede Woche BaBy-Infos

Alle wichtigen Informationen, die Sie für das spannende erste Jahr mit Ihrem

Baby brauchen, bietet der Eltern.de-BabyGuide – und das völlig

gratis! Einfach das Online-Formular ausfüllen und absenden. Dann bekommen

Sie die Ausgabe des BabyGuides, die auf den Lebensmonat Ihres

Babys abgestimmt ist, per E-Mail zugesendet. Und das bis zum ersten Geburtstag

Ihres Kindes! Gleich hier bestellen: www.eltern.de/babyguide

BiS zuM ErStEn GEBurtStaG:

Sprache und Sozialverhalten Ihr Baby kann jetzt

Silben mit dem Vokal a verdoppeln: „ma-ma“, „baba“,

„da-da“.

körperbeherrschung Wenn es sich an der Wand,

an einem Gegenstand oder an der Hand festhält,

kann es jetzt sicher stehen.

Fingerfertigkeit Winzige Dinge wie Krümel und

Fusseln sind jetzt besonders spannend. Einjährige

können sie mit gestrecktem Daumen und Zeigefinger

aufheben („Pinzettengriff“). Außerdem bauen

sie Türme aus zwei Klötzen.

Verstehen Ihr Kind findet Spielzeug, das vor seinen

Augen versteckt wurde, schnell wieder und

zeigt damit das Wissen, dass Dinge auch dann

noch da sind, wenn man sie nicht sieht.

ganz wichtig: Nicht jedes Kind erreicht diese Entwicklungsschritte

zur gleichen Zeit. Ob ein Kind

Frühstarter, Mittelfeld oder Spätentwickler wird, ist

zum Teil auch von den Genen abhängig. (Fragen

Sie bei Ihren eigenen Eltern nach.) Wie unterschiedlich

Babys sich entwickeln, können Sie an den Resultaten

der ELTERN-Umfrage „Meilensteine“ sehen.

Über 4000 Eltern haben dafür berichtet, wann

ihr Kind was konnte. Die Ergebnisse können Sie

nachlesen unter www.eltern.de/meilensteine

FOTOS: Anja Frers (2), Sandra Seckinger, Corbis


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Frühgeburt

Eine Handvoll

52

eLterN KliniKführer

Leben

Frühchen haben heute beste Chancen,

gesund groß zu werden. Was ihnen dabei

hilft: modernste Medizin und ganz viel Kuscheln

Beruhigend für alle, die ein Kind erwarten:

Noch nie haben so viele so kleine Frühchen

gesund überlebt wie heute. Neun von zehn

Babys, die weniger als 1000 Gramm wiegen und vor

der 30. Woche zur Welt kommen, können heute

gesund groß werden. Allerdings hat die moderne

Medizin noch keinen Weg gefunden, den Prozentsatz

von Frühgeburten insgesamt zu senken: Trotz

bester Fürsorge werden immer noch sieben von 100

Babys vor der 37. Woche geboren. Und eines von

100 Babys kommt als extremes Frühchen auf die

Welt, das heißt vor der 27. Woche. Sein Überleben

grenzt immer noch an ein Wunder.

Die Chancen, dass Frühchen gesund groß werden,

steigen gewaltig, wenn Sie sofort von Fachleuten

in einem sogenannten Perinatalzentrum betreut

werden. (Siehe auch „Hier soll mein Kind zur Welt

kommen“ auf S. 10.) Denn dort gibt es eine Intensivstation

für Neugeborene entweder unmittelbar

neben dem Kreißsaal oder in einer nahe gelegenen

Kinderklinik. So können auch die kleinsten Frühchen

von der ersten Minute an optimal medizinisch

versorgt werden.Werdende Eltern, die mit einer

Frühgeburt rechnen müssen, sollten sich schon

um die 20. Woche herum erkundigen, welches das

nächstgelegene Perinatal-Zentrum ist.


FOTOS: Astrid Prangel, Getty Images

Winzig klein und doch perfekt:

Kaum größer als ein Daumen ist

der Fuß dieses Frühchens

GeborGenheit maCht

FrühChen stark

Bei allem medizinischen Aufwand, der nötig

ist, um eine kleine Handvoll Mensch überleben zu

lassen, kommt heute die menschliche Zuwendung

nicht mehr zu kurz. Denn erwiesen ist: Hautkontakt,

am besten mit den Eltern, lässt Frühchen besser gedeihen,

sie entspannen sich, atmen leichter, sogar

die Sauerstoffwerte werden messbar besser, wenn

sie auf Mamas oder Papas Brust kuscheln dürfen.

Wobei die Eltern meist einige Ängste überwinden

müssen, bevor sie sich trauen, ihren so zerbrechlich

erscheinenden Winzling anzufassen. Aber mit

etwas Ermutigung und Anleitung durch Ärzte und

Schwestern auf den Frühgeborenen-Stationen sind

diese Hemmungen bald überwunden.

Oft müssen die Kleinen über Wochen hinweg im

Krankenhaus aufgepäppelt werden. Auf Muttermilch

brauchen sie dabei nicht zu verzichten: Wenn

sie noch nicht saugen können, wird die Milch abgepumpt

und per Magensonde gefüttert. Ziel: das

normale Geburtsgewicht. Außerdem versucht man,

wo es geht, das Leben im Bauch zu imitieren. Licht

und Geräusche werden so weit wie möglich gedämpft.

Und sobald der Saugreflex erwacht, darf das

Baby an die Brust. Mehr darüber, wie Frühchen den

besten Start ins Leben bekommen, können Sie nachlesen

unter www.eltern.de/fruehchen.

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BaByernährung

54

eLTern KliniKführer

Fläschchen

Fachleute sind sich einig – die beste

Ernährung für Babys ist Muttermilch.

Denn sie ist genau auf die

Bedürfnisse des Säuglings abgestimmt.

Und sie schützt das Kind am besten vor

Infektionen und Allergien. Doch nicht

jede Mutter kann oder will ihr Baby vier

bis sechs Monate stillen. Auch dann

brauchen sich Eltern keine Sorgen um

die Ernährung ihres Kindes zu machen.

An vollwertigem Ersatz für Muttermilch

mangelt es nicht. Säuglingsmilchnahrung

enthält alle Nähr­ und Mineralstoffe,

die ein Baby für eine gesunde Ent­

Säuglingsmilchnahrung

soll der Muttermilch möglichst

ähnlich sein. Deshalb bieten

die Hersteller unterschiedliche

Produkte an – je nach

Lebensmonat und besonderen

Bedürfnissen. Ein Überblick

à la carte

wicklung braucht. Denn sie wird nach

strengen, gesetzlich vorgeschriebenen

EU­Richtlinien hergestellt. Basis ist in

der Regel Kuhmilch – jedoch speziell

aufbereitet, damit sie für Babys besser

verträglich ist.

MODERNE MILCHNAHRUNG

WÄCHST MIT DEM BABY

Pre­Milch gleicht in ihrer Zusammensetzung

der Muttermilch am stärksten.

So enthält sie als einziges Kohlenhydrat

Lactose (Milchzucker). Sie ist deshalb

ähnlich dünnflüssig wie Muttermilch.

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Produkte für Mutter und Kind.

Weil dieses kleine

Leben das Größte in

meinem Leben ist.

Sie lacht genau wie ich! Kinder machen Mütter stolz und

glücklich, manchmal aber auch besorgt und ratlos. Bei vielen

Sorgen oder Fragen können wir helfen – mit über 50 Jahren

Erfahrung und hochwertigen Produkten, die Kinder bei ihrer

Entwicklung begleiten. Mehr erfahren Sie auf nuk.de


BaByernährung

Auch im Fläschen steckt alles

für eine gesunde Entwicklung

• Möglichst genau die Mengenangaben einhalten. Weder

mehr noch weniger Pulver nehmen als vorgeschrieben. Den

Messlöffel am besten mit einem Messerrücken abstreifen.

• Bei der Verwendung von Mineralwasser

(ist nur nötig, wenn der Nitratgehalt des Leitungswassers

über 50 Milligramm/Liter liegt) auf die Aufschrift „für die

Zubereitung von Babykost geeignet“ achten. Die Kohlensäure

entweicht beim Erhitzen.

• Die Milch nicht auf Vorrat zubereiten. Für

unterwegs abgekochtes Wasser in der Thermosflasche

mitnehmen und das portionierte Pulver

in der sterilisierten Säuglingsflasche getrennt

aufbewahren. Erst bei Bedarf anrühren.

• Milchreste wegschütten.

• Angerührte Milch nicht stundenlang im Fläschchenwär-

Auch in puncto Eiweiß ist Pre­Milch der

Muttermilch sehr angeglichen. Manche

Hersteller sorgen für langkettige Fettsäuren

in der Milch, sie sind wichtig

für die Gehirnentwicklung des Babys.

Prebiotische oder probiotische Ballaststoffe

(steht auf der Packung) helfen

den guten Darmbakterien, die Darmflora

des Babys entwickelt sich dann

ähnlich wie mit Muttermilch. Pre­Milch

ist als Ernährung für die ersten vier bis

sechs Lebenswochen gedacht. Laut Forschungsinstitut

für Kinderernährung in

Dortmund können Babys damit aber

auch das ganze erste Lebenshalbjahr

hindurch gefüttert werden.

1­Milchnahrung unterscheidet sich

von Pre­Milch nur durch den Zusatz

von weiteren Kohlenhydraten. In erster

Linie glutenfreie Mais­ oder Reisstärke

(maximal zwei Prozent). Dadurch ist

die 1­Nahrung sämiger und bleibt länger

im Magen­Darm­Trakt. Was dazu

führt, dass sie mehr sättigt, obwohl der

Energiegehalt fast identisch ist mit dem

der Pre­Milch. Säuglinge, die immer großen

Hunger haben, sind mit 1­Milch­

mer stehen lassen, da sich in der Wärme Bakterien und

Keime leicht vermehren können.

• Der Milch keinen Saft und auch keine Flocken beimischen.

Das beeinträchtigt die Bekömmlichkeit und

die Ausgewogenheit der Nährstoffzusammensetzung.

• Vor dem Füttern warten, bis sich der

Schaum durchs Schütteln gesetzt hat. Sonst kann

es zu Blähungen kommen.

• Sauger mit nicht zu großem Loch benützen,

damit das Saugbedürfnis des Babys befriedigt wird

und es sich nicht verschluckt.

• Gerade beim Zufüttern auf ein kleines Loch im Sauger

achten: Ein Baby, das die Milch ohne Mühe aus dem

Fläschchen bekommt, geht eventuell nicht mehr so gern

an die Brust, wo das Saugen mühsamer ist.

nahrung deshalb meist zufriedener und

verlangen auch nachts nicht mehr so

oft nach der Flasche. Das heißt jedoch

nicht, dass mit 1­Milchnahrung ernährte

Babys grundsätzlich besser und früher

durchschlafen!

2­Nahrung ist erst für Babys ab dem

fünften Lebensmonat geeignet und wird

deshalb auch als Folgenahrung bezeichnet.

Ihre Eiweißstruktur ist der Muttermilch

nicht mehr ganz so stark angeglichen

wie bei der Anfangsnahrung. Ein

weiterer Unterschied: 2­Nahrung enthält

mehr Nährstoffe und damit auch mehr

Kalorien sowie einen gesetzlich vorgeschriebenen

Anteil an Eisen und Jod.

Je nach Hersteller ist der 2­Nahrung zusätzlich

auch noch Zucker in Form von

Glukose oder Maltodextrin beigefügt.

Eine Umstellung auf 2­Nahrung ist laut

Forschungsinstitut für Kinderernährung

nicht zwingend notwendig.

HA­Nahrung ist speziell für Babys

entwickelt worden, die besonders allergiegefährdet

sind und nicht oder nicht

voll gestillt werden können.

Um einer allergischen Abwehrreak­

DAs soLLtEn siE BEi DEr Zubereitung DEs FLäscHcHEns BEAcHtEn:

56

eLTern KliniKführer

FOTO: Getty Images


tion gegenüber Kuhmilcheiweiß vorzubeugen,

ist in der hypoallergenen (abgekürzt:

HA) Milchnahrung das Eiweiß

in kleine Bruchstücke gespalten (hydrolisiert).

Damit soll der Darm des Kindes

überlistet werden: Weil er das hydrolisierte

Eiweiß nicht als fremdartig ansieht,

lässt er es ohne Reaktion passieren.

Auf keinen Fall sollte die HA-Nahrung

nachträglich mit Zucker gesüßt

werden. Aus Angst vor einer möglichen

Allergie füttern inzwischen zunehmend

mehr Eltern ihr Kind von Anfang an mit

HA-Nahrung, selbst wenn keine genetische

Disposition besteht. „Einen absoluten

Schutz vor Allergien gibt es jedoch

nicht“, stellt Dr. Mathilde Kersting vom

Forschungsinstitut für Kinderernährung

fest. Die Ernährungsexpertin rät Eltern,

stattdessen lieber mit dem Kinderarzt

abzusprechen, ob ihr Baby HA-Nahrung

bekommen soll. Und wenn ja, wie lange

es sie bekommen soll.

Für allergiegefährdete Babys gibt es

die Empfehlung, im ersten Lebensjahr

grundsätzlich auf Kuhmilch zu verzichten.

Die HA-Produkte sind in zwei Gruppen

unterteilt: HA-1 als Anfangs- und

HA-2 als Folgenahrung.

Spezialnahrungen

• Für Babys, die bereits eine Kuhmilch-

Allergie haben, ist die HA-Nahrung

nicht ausreichend hydrolisiert. Sie brauchen

eine Milchnahrung, deren Eiweiß

in kleinste Bestandteile zerstückelt ist.

Diese ist meist nur in Apotheken erhältlich.

Kleiner Nachteil dieser Hydrolysatnahrung:

Sie schmeckt recht bitter.

• Damit Babys nach starkem Durchfall

allmählich wieder richtig essen können,

brauchen sie eine Heilnahrung.

Entweder die gewohnte Milch-Nahrung

eins zu eins mit Wasser (in den ersten

Lebensmonaten) beziehungsweise mit

Karottensuppe (im zweiten Lebenshalbjahr)

verdünnen oder als Fertigprodukt

kaufen.

• Für zu früh geborene Kinder, die nicht

oder nicht voll gestillt werden können,

gibt es eine eigene „Frühchen-Milch“.

RATGEBER

Klinikführer Geburt 2/2011

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Baby brauchen

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Der ELTERN Ratgeber Klinikführer Geburt

erscheint in der Gruner + Jahr AG & Co KG,

Druck- und Verlagshaus, Verlagsgruppe München

Weihenstephaner Str. 7, 81673 München

Tel. 089-4152-0, Fax: 089-4152-640

Redaktion: Weihenstephaner Str. 7, 81673 München

Chefredakteurin: Marie-Luise Lewicki

Verantwortliche Redakteurin: Rosemarie Wetscher

Autorin: Christine Brasch

Grafische Gestaltung: Wigbert Klein

Schlussredaktion: Michaela Angermair

Verlags-/Marketingleitung: Ulrich Sommer

Leitung Projektmanagement: Andrea Kobelentz

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Vertrieb: Andrea Sutter,

Telefon 0 89/41 52-607, Telefax 0 89/41 52-627

Anzeigenvermarktung: G+J Media Sales

Gesamtanzeigenleitung: Heiko Hager

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Telefon 0 89/41 52-644, Telefax 0 89/41 52-627

Regina Sporleder,

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Renate Stamm (Regionalteil),

Telefon 0 89/41 52-736, Telefax 0 89/41 52-627

Anzeigendisposition: Natascha Mooser,

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© für alle Beiträge bei der Gruner + Jahr AG & Co KG.

Nachdruck nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlags.

Produktion: Peter Becker GmbH, Würzburg

Druck. Evers Druck, Meldorf


Kuscheln

Nach dem Bad das Baby gleich rundum

in weiche, vorgewärmte Handtücher

hüllen und sanft abtrocknen. Nicht rubbeln,

das reizt die empfindliche Haut

58

ELTERN KliNiKfüHrer


Babyhaut

zärtlich gepflegt

Baden, bürsten und cremen für kleine Genießer

BaBypfLEgE

Baden

Planschen im warmen

Wasser: toll! Mamas oder Papas

sicherer Griff und eine

kleine Wanne vermitteln Sicherheit

KliNiKfüHrer ELTERN

59


aBtrocKnen

Die Hautfalten, zum Beispiel unter den

Armen und unterm Kinn, sanft mit

einem Handtuchzipfel trocken tupfen. Sonst

könnte sich die Haut dort entzünden

60 ELTERN KliNiKfüHrer

nägel schneiden

Bitte nur eine Schere mit abgerundeten

Spitzen nehmen! Am besten schneiden

Sie die Nägel zu zweit: einer schnippelt,

der andere lenkt das Baby ab. Oder Sie

warten, bis es tief schläft

Vorratshaltung

Handtücher, Cremes und andere

Utensilien: Praktisch, wenn

alles in Griffweite liegt, bevor Sie

ihr Baby ausziehen


FOTOS: Antje Anders D

So pflegen Sie

ihr Baby sanft

von Kopf bis Fuß

ie winzigen Fingernägelchen,

der zarte Flaum auf dem Kopf

und dieser unvergleichliche

Duft: Babys sind einfach perfekt. Und

so zart! Ihre Haut ist fünfmal dünner

als die ihrer Eltern – und sehr empfindlich.

Denn der Säureschutzmantel

der Haut, der vor Keimen schützt, ist

noch längst nicht voll ausgereift. Deshalb

möchte Babyhaut vor allem eines:

möglichst viel Ruhe. Auch wenn Ihr Baby

das baden liebt: zweimal die Woche

ist genug. An den übrigen Tagen reicht

Waschen: Tauchen Sie einen Waschlappen

in warmes Wasser und reiben Sie

Ihr Baby sanft damit ab, von Kopf bis

Fuß. Vergessen Sie auch die Hautfalten

unter den Armen, unterm Kinn und

zwischen den Beinen nicht. Wichtigstes

Reinigungsmittel ist klares Wasser,

auch für die flaumigen Härchen. Kindershampoos

sind erst dann notwendig,

wenn der Flaum dichter geworden

ist. Auch beim Baden reicht Wasser,

37 Grad warm, mit einem Schuss Milch

oder Olivenöl. Sie können aber auch ein

rückfettendes Babybad verwenden.

Nach dem Waschen oder Baden

trocknen Sie es mit dem vorgewärmten

Handtuch sanft ab – auch in den

Hautfalten – und cremen es mit einer

Babycreme oder ­lotion ein.

Die kleinen Nägel sind schon so

lang, dass das Baby sich kratzt? In den

ersten Lebenswochen sollten Sie sie

trotzdem nicht schneiden, sondern die

Nägel lieber mit etwas Öl einreiben

und dann die Ränder vorsichtig abzupfen.

Jetzt noch ein bisschen Schmusen

– das ist Baby­Wellness!

Kleine Wäsche

Wenn nicht gerade Badetag ist, reicht die

kleine Wäsche mit einem Waschlappen und

klarem Wasser, auch für die Haare.

Die falten hinter den Ohren nicht vergessen!

haarpflege

Auch wenn da erst mal nur

etwas flaum ist: ihr Baby

genießt die sanfte Massage

mit der weichen Bürste

BaBypfLEgE

KliNiKfüHrer ELTERN

61


Die ersten Monate

1

10 x leichter leben

mit Baby

Mit Kinderwagen und Still-BH, Badethermometer und

Strampler sind Sie ausgestattet? Hier haben wir noch

zehn Dinge, die wir Ihnen wärmstens empfehlen,

weil sie den Alltag mit Baby leichter und angenehmer machen

1 4

3 6

7Eine schicke Thermoskanne

Selbst wenn Sie vor der Schwangerschaft

Tee nicht mochten: Jetzt werden Sie Bekanntschaft

mit Fenchel-, Milchbildungsoder

anderen Tees machen. Aus einer

schicken Thermoskanne eingeschenkt,

schmecken sie gleich viel besser!

8

Ein Schaukelstuhl

Lieblingsvideos

Ihr Baby ist auf Ihrem Arm eingeschlafen, Endlich, endlich schläft das Baby, und

aber kaum setzen Sie sich hin, wacht es Sie würden gerne einfach mal abschal- Kondome

wieder auf? Überlisten Sie den kleinen ten? Halten Sie eine Auswahl von DVDs Nein, es geht nicht um Sex, sondern um

Seismographen doch mal mit einem mit ihren Lieblingsserien und -filmen be- passgenaue Kühlung: Kondom mit Was-

Schaukelstuhl. Wenn Sie Glück haben, reit. Auch wenn Sie eigentlich noch die ser füllen, zuknoten, einfrieren. In ein

schlafen Sie gemeinsam drin ein.

Spülmaschine ausräumen sollten: Gön- weiches Tuch gewickelt bringt solch ein

2

nen Sie sich zumindest eine Folge, das Eisbeutel die handlichste Linderung für

Tiefkühlerbsen

tut der Seele gut.

die schmerzende Dammnaht.

Richtig, mit Essen spielt man nicht. Aber

5 9

es ist für einen guten Zweck: Wenn der Eine volle Tiefkühltruhe

Die Spezial-Nachttischlampe

Milchfluss noch nicht so eingespielt ist Selbst gebackener Kuchen, das gute Das Besondere: Sie reagiert schon auf

und die Brust schmerzt, einfach die ge- Biobrot, Hühnersuppe und Nudelsaucen leichte Berührung und taucht den Raum

frorenen Erbsen in einem verschließ- nach Familienrezept – das alles und in ganz sanftes Dämmerlicht. Gerade

baren Plastikbeutel geben, den Beutel noch viel mehr lässt sich vor der Geburt genug, um das Baby zum Stillen zu sich

mit einer Mullwindel umwickeln und als prima portionsweise einfrieren. Und er- zu holen (Tischlampen mit drei Hellig-

kalte Kompresse verwenden. Sollte die spart Ihnen Einkaufszwänge zu Unzeiten. keitsstufen und „Touch me“-Dimmer von

Milch von Anfang auch ohne Hilfe pro- Selbstgekochtes zum Einfrieren ist auch Mendler, ab 20 Euro).

blemlos fließen, können die Erbsen ja in ein schönes Mitbringsel, falls Ihr Baby

die nächste Gemüsesuppe wandern. schon gut ausgestattet ist.

Rhythmische Musik

Im Bäuchlein zwickt es, und deshalb

Reife Bananen

Ein Pürierstab

Kaum ein Obst enthält so viel gesunde Falls Sie nicht schon einen haben: Schaf- Sie es bäuchlings auf Ihrem Unterarm

Energie so handlich verpackt wie Banafen Sie sich einen Pürierstab an! Er ver- liegend hin und her tragen? Machen Sie

nen. Sie machen satt und glücklich zuwandelt in Sekundenschnelle ein Glas sich das Laufen ein bisschen netter, ingleich,

wenn nicht mal Zeit zum Brot- Milch und eine Handvoll Obst in einen gedem Sie rhythmische Musik dazu hören.

schmieren bleibt. Wenn Sie Bananen gar sunden Milchshake, den Sie auch beim Ob Wiener Walzer, Michael Jackson oder

nicht mögen, nehmen Sie Nüsse, ge- Stillen trinken können. Und später pürie- ganz was anderes – das hebt die Laune

trocknete Cranberries oder Rosinen. ren Sie das Obst für den Babybrei damit. in Sekunden.

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eLtern KLINIKFÜHRER

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schreit Ihr Baby nur so lange nicht, wie

FOTOS: Jan Schmiedel, Getty Images (4), Stockfood (2); Schaukelstuhl Poäng: www.ikea.com,

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Kind anmelden

Wo? Beim Standesamt. Manche Kliniken

bieten auch die Möglichkeit, die Anmeldung

im Sekretariat zu erledigen

Wann? Gleich in der ersten Woche nach

der Entbindung

Was brauchen Sie dafür? Geburtsbescheinigung,

Personalausweis der

Mutter und des Vaters, Heiratsurkunde

(oder beglaubigte Abschrift). Bei nicht

Verheirateten: Geburtsurkunde der Mutter,

ggf. Vaterschaftsanerkennung. Wenn

der unverheiratete Vater das Baby allein

anmelden will, braucht er außerdem eine

Vollmacht der Mutter des Babys

eintrag in der

lohnsteuerKarte

Wo? Beim Einwohnermeldeamt

Wann? So bald wie möglich

Was brauchen Sie dafür? Personalausweis,

Lohnsteuerkarte, Geburtsurkunde

des Kindes, eventuell Urkunde über die

Vaterschaftsanerkennung

Papierkram?

Problemlos!

Ein paar Behördengänge müssen sein, wenn das

Baby da ist. Mit unserer Checkliste haben Sie

alles auf einen Blick – und schnell wieder Zeit fürs Baby

elterngeld Beantragen

Wo? Bei der zuständigen Elterngeldkasse

(finden Sie unter www.familienwegweiser.de)

Wann? Innerhalb der ersten drei Monate

nach der Entbindung, da Elterngeld

rückwirkend nur für drei Monate

gezahlt wird

Was brauchen Sie dazu? Unterschriebenen

Antrag auf Elterngeld, Geburtsurkunde

des Kindes, Bescheinigung der

Krankenkasse über Mutterschaftsgeld,

Bescheinigung des Arbeitgebers über

den Zuschuss zum Mutterschaftsgeld,

Einkommensteuererklärung bzw. Gehaltsabrechnung

Kindergeld Beantragen

Wo? Bei der Familienkasse der zuständigen

Arbeitsagentur

Wann? Innerhalb der ersten sechs Monate

nach der Entbindung

Was brauchen Sie dafür? Ausgefüllten

Antragsvordruck (gibt’s als PDF unter

www.familienkasse.de), Geburtsurkunde

des Kindes

elternzeit Beantragen

Wo? Beim Arbeitgeber

Wann? Spätestens sieben Wochen vor

Beginn der geplanten Elternzeit, also in

der ersten Woche nach der Geburt

Was brauchen Sie dafür? Es genügt

ein formloser schriftlicher Antrag mit

der Angabe, wie lange die Elternzeit

dauern soll

Geld & Recht

Vaterschaft anerKennen/

gemeinsames

sorgerecht Beantragen

Wo? Beim Jugendamt (beides) bzw.

beim Standesamt (nur Vaterschaftsanerkennung)

Wann? Jederzeit möglich, auch schon

vor der Geburt

Was brauchen Sie dafür? Personalausweise

der Eltern, Geburtsurkunden

bzw. Abstammungsurkunden beider Elternteile,

Mutterpass (vor der Geburt)

oder Geburtsurkunde des Babys (nach

der Geburt)

Bei der KranKenKasse

anmelden

Wo? Bei der Krankenkasse eines Elternteils

– welche das ist, hängt von der Art

der Versicherung und vom Einkommen

ab. Mehr Infos zum Thema Versicherung

finden Sie auf Seite 24

Wann? So bald wie möglich

Was brauchen Sie dafür? Ein Anruf bei

der betreffenden Krankenkasse genügt,

sie schickt dann ein Formular. Später die

Geburtsurkunde des Kindes.

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