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A K A D E M I E K O N Z E R T

L I S Z T

Die Legende von

der heiligen

Elisabeth

9. & 10. F E B R U A R 2 0 1 3

L I E D E R H A L L E B E E T H O V E N - S A A L


4

A K A D E M I E K O N Z E R T 4

S A I S O N 2012 – 2013

S A M S T A G , 9. F E B R U A R 2013 . 19:00

S O N N T A G , 10. F E B R U A R 2013 . 19:00

L I E D E R H A L L E S T U T T G A R T

B E E T H O V E N - S A A L

E I N F Ü H R U N G 18:15 . Dr. Michael Gassmann

K O N Z E R T D A U E R . etwa 3 Stunden . Pause nach dem ersten Teil

D A T E N & F A K T E N . 2

E I N F Ü H R U N G

» … D I E N I E D E R E N W E I H E N

M I T W E L T L I C H E R E L E G A N Z … «

D I E L E G E N D E V O N D E R H E I L I G E N E L I S A B E T H

V O N F R A N Z L I S Z T . 4

G E S A N G S T E X T . 10

B I O G R A P H I E N . 24

D A N K . 40


F R A N Z L I S Z T 1811 – 1886

Die Legende von der heiligen Elisabeth

Oratorium

Dichtung von Otto Roquette

C H R I S T I A N E I V E N Sopran . Elisabeth

M A G D A L E N A A N N A H O F M A N N Me�zosopran . Landgräfin Sophie

L A U R I V A S A R Bariton . Landgraf Ludwig / Ein ungarischer Magnat / Der Seneschal

I N - S U N G S I M Bass . Landgraf Hermann / Kaiser Friedrich II. von Hohenstaufen

G Ä C H I N G E R K A N T O R E I S T U T T G A R T

S T U T T G A R T E R P H I L H A R M O N I K E R

M A R T I N H A S E L B Ö C K Leitung

P R O G R A M M


D A T E N & F A K T E N

... 2

D I E L E G E N D E V O N D E R H E I L I G E N E L I S A B E T H

O R A T O R I U M

B E S E T Z U N G

S O L I : Sopran: Elisabeth; Mezzosopran: Landgräfin Sophie; Bariton: Landgraf

Ludwig / Ein ungarischer Magnat / Der Seneschal; Bass: Landgraf Hermann /

Kaiser Friedrich II. von Hohenstaufen . G E M I S C H T E R C H O R .

O R C H E S T E R : 3 Flöten (+ Piccoloflöte), 2 Oboen (+ Englischhorn), 2 Klarinetten,

2 Fagotte, 4 Hörner, 2 Trompeten, 3 Posaunen, Tuba, Pauken, Schlagwerk, 2 Harfen,

Harmonium, Orgel, Streicher.

.

E N T S T E H U N G U N D H I N T E R G R Ü N D E

Erste Ideen zu einem Elisabeth-Oratorium wurden bereits 1854 zwischen Franz

Liszt und seiner damaligen Lebensgefährtin Fürstin Carolyne zu Sayn-Wittgenstein

ausgetauscht. Komposition zwischen 1857 und 1862 auf eine 1856 nach Vorgaben

von Liszt und Carolyne fertig gestellte und 1858 überarbeitete Dichtung von

Otto Roquette (1824 – 1869), dessen konservativ ausgerichtete Schriften seinerzeit

sehr beliebt waren. Das Elisabeth-Libretto orientiert sich in der Szenenfolge aus

dem Leben der thüringischen Landgräfin an den Fresken von Moritz von Schwind

(1804 – 1871) auf der Wartburg bei Eisenach, die 1854/55 entstanden waren. Schwind

hatte in dem ebenfalls für die Wartburg entstandenen Gemälde Der Sängerkrieg

das Portrait von Franz Liszt (als Wolfram von Eschenbach) eingearbeitet. Eine

weitere, von Roquette selbst genannte Quelle ist die Elisabeth-Biografie des

französischen Historikers Charles de Montalembert (1810 – 1870). Motive aus

dem Leben der Elisabeth von Thüringen (1207 – 1231, heiliggesprochen schon 1235)

waren auch in Richard Wagners Oper Tannhäuser oder Der Sängerkrieg auf der

Wartburg (Uraufführung Dresden 1845) eingegangen. Liszt wiederum arbeitete –

angesichts der Abstammung Elisabeths – liturgische Gesänge aus Ungarn, aber

auch Motive thüringischer Lieder in die Partitur ein.

W W W . B A C H A K A D E M I E . D E


D I E E R S T E N A U F F Ü H R U N G E N U N D D I E Z E I T G E N Ö S S I S C H E R E Z E P T I O N

U R A U F F Ü H R U N G : 15. August 1865 in Pest, heute: Budapest (in ungarischer Übersetzung)

aus Anlass des 25-jährigen Bestehens des dortigen Konservatoriums. Acht Tage später dirigier-

te Liszt die Erstaufführung in Weimar. W E I T E R E A U F F Ü H R U N G E N z. B. am 28. August

1867 auf der Wartburg, 1885 in New York sowie 1886 in Paris und London. Das Werk gelangte

zu großer Popularität und wurde neben Mendelssohns Paulus und Elias eins der beliebtes-

ten Oratorien seiner Zeit und das wohl meistgespielte Großwerk von Liszt. Im späten 19.

Jahrhundert ist das Werk häufig auch inszeniert worden und fand deshalb sogar Eingang in

die Opernführer. Im 20. Jahrhundert wurde Die Legende von der Heiligen Elisabeth seltener

aufgeführt. Seit den 1970er Jahren sind jedoch mehrere Aufnahmen entstanden und zum

Liszt-Jubiläumsjahr 2011 (200. Geburtstag) war das Werk in mehreren Konzerten zu hören.

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E I N F Ü H R U N G

... 4

» … D I E N I E D E R E N W E I H E N

M I T W E L T L I C H E R E L E G A N Z … «

D I E L E G E N D E V O N D E R H E I L I G E N E L I S A B E T H

V O N F R A N Z L I S Z T

SE LT E N erschien den Biographen ein Musikerleben so widersprüchlich wie das von

Franz Liszt. Denn während er für die einen als gefeierter Revolutionär der Tonkunst

und zudem als einer der bedeutendsten Beethoven-Interpreten seiner Zeit in die Musik -

geschichte einging, sahen ihn andere nur als Arrangeur vordergründiger Opernparaphrasen –

als artistischen Tasten-Titan, dessen kompositorische Fähigkeiten weit hinter seinen pianis-

tischen zurückblieben. 1811 im damals ungarischen (heute österreichischen) Raiding in eine

deutschsprachige Familie hineingeboren, erhielt der musikalisch Hochbegabte seit dem

sechsten Lebensjahr Klavierunterricht vom Vater. Nach ersten öffentlichen Auftritten – im

Alter von neun Jahren spielte Liszt bereits das Klavierkonzert Es-Dur von Ferdinand Ries und

gab ein Konzert im Palais des Fürsten Esterházy in Pressburg – zogen Vater und Sohn 1822

nach Wien, wo der angehende Jahrhundertvirtuose von Carl Czerny und Antonio Salieri un-

terrichtet wurde. Ein Jahr darauf ging es nach Paris (Beethoven soll den jungen Franz zum

Abschied auf die Stirn geküsst haben), wo Liszt als Nicht-Franzosen die Aufnahme am Con-

servatoire zwar verwehrt blieb, er aber umgehend zum Liebling des Salons avancierte. Als

nach überaus erfolgreichen Konzertreisen durch England der Vater am 28. August 1827 über-

raschend starb, geriet der damals Sechzehnjährige in eine schwere Krise: Liszt plante, seine

Virtuosenkarriere aufzugeben und Priester zu werden, und tatsächlich brach er seine Konzert-

tätigkeit ab April 1828 nahezu vollständig ab, was die Pariser Zeitung Le Corsaire dazu ver -

anlasste, am 23. Oktober desselben Jahres zu verkünden, dass der Musiker gestorben sei.

W W W . B A C H A K A D E M I E . D E


Die Ereignisse der Julirevolution von 1830 scheinen Liszt aus seiner Lethargie gerissen zu

haben, und er begann mit der Komposition einer Revolutionssinfonie. Zudem lernte er im

Rahmen der Uraufführung der Symphonie fantastique Hector Berlioz kennen, ein Treffen,

aus dem eine langjährige Freundschaft erwuchs und das dazu führte, dass Liszt fortan nach

einer Synthese von Musik und Literatur strebte – Berlioz hatte ihn auf Goethes Faust auf-

merksam gemacht. Zudem brachte die Auseinandersetzung mit dem Schaffen Beethovens

zahlreiche neue Impulse, wobei letztlich die Begegnung mit dem großen Geigenvirtuosen

Niccolò Paganini für Liszt zum zentralen Schlüsselerlebnis wurde, da Paganinis technische

Perfektion nicht dem Selbstzweck, sondern einer Steigerung des musikalischen Ausdrucks

diente – ein Ansatz, dem Liszt fortan mit aller Kraft nacheiferte und der ihn wieder zurück in

den Konzertsaal brachte. Dabei schuf er den neuen Konzerttypus des Klavierrecitals, bei dem

er seine Programme ohne Mitwirkung anderer Künstler und ohne Orchester präsentierte,

was ein absolutes Novum war. Neben atemberaubenden Galoppaden und kühnen Improvi-

sationen spielte er mit einer nicht gekannten Anschlagskultur – auch Beethovens bis dahin

als unspielbar geltende Hammerklavier-Sonate op. 106, woraufhin ihn Berlioz als den Pianisten

der Zukunft feierte.

Es folgte ein Virtuosenleben, das Liszt 18 Jahre lang kreuz und quer durch Europa führte.

Es endete, als er 1848 die Hofkapellmeisterstelle in Weimar übernahm, wo er dann auch

mit der Arbeit an seinem Oratorium Die Legende von der heiligen Elisabeth begann, zu dem

er durch die 1851 bis 1853 in der wiederhergestellten Wartburg in romantischer Elisabeth-

Verehrung geschaffenen Fresken Moritz von Schwinds inspiriert wurde. Die Tatsache, dass

sich Liszt mit dem katholischen Glauben nicht zuletzt durch sein Weimarer Zusammen-

leben mit der Fürstin Carolyne von Sayn-Wittgenstein wieder stärker auseinandersetzte,

dürfte zu seinem Entschluss beigetragen haben, das Werk zu schreiben – konnte Elisabeth

von Thüringen, die von der katholischen Kirche heilig gesprochen wurde, doch aufgrund

ihrer unbedingten Nächstenliebe und Wohltätigkeit als Vorbild für sein eigenes Streben in

christlichem Sinne dienen. Insofern passt es ins Bild, dass der Komponist Die Legende von der

heiligen Elisabeth in der Papststadt Rom vollendete und dass er 1865, im Jahr der Budapester

Uraufführung des Werkes, die niederen Weihen empfing und Abbé wurde – was Eduard

Hanslick zu dem mokanten Aperçu veranlasste, das Oratorium trage »wie sein Autor, die

niederen Weihen mit weltlicher Eleganz«.

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E I N F Ü H R U N G

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Formal lehnt sich Die Legende von der heiligen Elisabeth an Moritz von Schwinds Fresken-

zyklus an, dessen erstes Bild die vierjährige Elisabeth bei ihrer Ankunft auf der Wartburg

zeigt. Es folgt die Darstellung des sogenannten Rosenwunders: Elisabeth, die es nicht

ertragen konnte, auf der Wartburg in Reichtum zu leben, während im Land ringsum die

Menschen Hunger leiden mussten, stieg täglich mit einem Korb voll Brot von der Burg

herab. Landgraf Ludwig ließ seine Frau zunächst gewähren, sah es allerdings nicht gern, dass

Elisabeth selbst den Kontakt zu Kranken nicht scheute. Als sie wieder einmal die Burg mit

ihrem Gabenkorb verlassen wollte, stellte er sich ihr in den Weg und fragte, was sie bei sich

trage. Elisabeth, die den Gatten nicht kränken wollte, antwortete verwirrt, es seien Rosen. Als

Ludwig bestürzt feststellte, dass sich die Brote tatsächlich in Rosen verwandelt hatten, hielt

er seine Frau nie mehr von ihren mildtätigen Taten ab. Auf dem dritten Bild nimmt Elisa-

beth von ihrem Mann Abschied, der sich zu einen Kreuzzug aufmacht; das folgende Fresko

zeigt, wie sie nach dem Tod Ludwigs (der seine Frau stets vor der Missgunst ihrer eigenen

Verwandten, der Hofbeamten und des Adels beschützt hatte) von der Wartburg vertrieben

wird. Die beiden letzten Fresken stellen dar, wie Elisabeth, die als erste deutsche Wegbereite-

rin der franziskanischen Bewegung ihr weiteres Leben in völliger Armut verbracht hatte, als

Nonne in Marburg stirbt (Nr. 5). Die sterblichen Überreste der Heiligen werden anschließend

feierlich in den Dom überführt (Nr. 6).

In Liszts Oratorium rahmen die beiden repräsentativ-zeremoniellen Eckteile – Elisabeths

Begrüßung als junge Braut auf der Wartburg und ihre feierliche Bestattung – Abschnitte, in

denen von den mildtätigen Werken der Heiligen erzählt wird (Nr. 2 und Nr. 5). Im Zentrum

des Werkes stehen die beiden Schicksalsprüfungen Elisabeths: der Abschied Ludwigs (»Er ist

für mich verloren!«) und ihre Vertreibung von der Wartburg durch die Mutter Ludwigs, Land-

gräfin Sophie, welcher eine orchestrale Sturmmusik folgt. Der Text des Werks stammt von

dem Schriftsteller Otto Roquette, der sich auf eine Elisabeth-Biographie des Grafen Charles

de Montalabert stützt. Er ist in wechselnden Versmaßen durchgängig in Dialogform gehalten

und stellt die einzelnen Episoden nicht als durchgehende Geschichte, sondern als Abfolge

in sich geschlossener Szenen dar. Insofern entfaltet sich das Oratorium nicht anhand eines

dramatischen Konflikts – als einzige dramatische Gegenspielerin Elisabeths erweist sich

Sophie — sondern folgt einer epischen Darstellung, mit Hilfe derer die einzelnen Lebens-

stationen der Heiligen musikalisch beleuchtet werden.

Indem Liszt bei der Textvertonung mit melodischen, rhythmischen und harmonischen Mit -

teln den jeweiligen Wortsinn akzentuiert und mittels eines virtuos und farbig instrumentierten

W W W . B A C H A K A D E M I E . D E


Orchesters in Szene setzt, folgt er der Oratorientradition des 19. Jahrhunderts. Auch die Inte-

gration von Orchestersätzen als umfangreiche Introduktion, als Marsch der Kreuzfahrer in

Nr. 3, als Sturm- und Gewittermusik in Nr. 4 und als Trauermarsch (Nr. 6) folgt den üblichen

Vorgaben der Gattung. Allerdings fand der Komponist mit der Integration von fünf als »Mo-

tive« bezeichneten Leitthemen zu einer individuellen kompositorischen Gestaltung, auf-

grund derer der Orchesterpart deutlich aufgewertet wird und über die bloße Begleitung der

Sänger weit hinauswächst. In seiner Schlussbemerkung zur gedruckten Partitur beschrieb

Liszt die erste jener Melodien als »5te Antiphonia«, die »In festo Sanctae Elisabeth« gesungen

wurde. Bei der zweiten handele es sich um ein »Ungarisches Kirchenlied zur heiligen Elisa-

beth, aus dem Druckwerke Lyra coelestis etc.«, das einer Sammlung von über 100 ungarischen

und 40 lateinischen Gesängen von 1695 entnommen sei. Nummer 3 und 4 beschrieb Liszt als

»Ungarische Volksmelodie« bzw. als »Altes Pilgerlied, angeblich aus der Zeit der Kreuzzüge«,

während es sich beim 5. Motiv um eine häufig anzutreffende, aufsteigende gregorianische

Tonfolge handelt, die Liszt u. a. im Hymnus Crux fidelis finden konnte.

Diese musikalischen Elemente werden im Sinne von Wagners Leitmotivtechnik zentralen

inhaltlichen Bereichen zugeordnet: Nr. 1 der Person der heiligen Elisabeth, Nr. 2 den von ihr

betreuten Armen, Nr. 3 der ungarischen Heimat der Heiligen und Nr. 4 und 5, »gleichsam als

tonisches Symbol des Kreuzes« (Liszt), den Kreuzrittern. Dabei nimmt die erste, der Prota-

gonistin zugeordnete Melodie, die in immer neuen rhythmischen, melodischen und har-

monischen Nuancierungen erklingt, naheliegenderweise den größten Raum im Oratorium

ein. Sie erklingt gleich zu Beginn der instrumentalen Einleitung in hoher Lage dolcissimo

in den Violinen, als Oberstimme des Begrüßungschors sowie bei den unbegleiteten ersten

Worten der vierjährigen Elisabeth »Wie ist das Haus voll Sonnenschein!«, wobei der folgende

Gruß »Grüß mir daheim mein Mütterlein« dem Beginn des ungarischen Elisabethliedes folgt.

Kunstvoll verarbeitet legte Liszt das Elisabeth-Thema auch der Rosenwunder-Szene zugrun-

de, wobei einzelne Motivsplitter nach den Worten des Landgrafen »Doch sieh, was schimmert

durch das Grün den steilen Pfad hinab ins Tal?« ausschließlich im Orchesterpart erklingen.

Dabei gestaltete Liszt die durchaus kritische Situation, indem er die ursprünglich einen Drei-

klang umspielende Melodie harmonisch umdeutet, um eine längere Modulation einzuleiten,

welche die innere Unruhe Elisabeths widerspiegelt. Erst nach dem Rosenwunder – die Brote

in Elisabeths Korb haben sich verwandelt –, wird ein orchestraler Klangzauber entfaltet,

wobei die harmonischen Spannungen erst im gemeinsamen Gebet »Ihm, der uns diesen Segen

gab!« gelöst werden.

... 7


... 8

Die erfolgreiche Uraufführung von Liszts Oratorium fand unter seiner Leitung am 15.

August 1865 in einer ungarischen Übersetzung von Kornél Ábrányi statt. Anlässlich dieses

Ereignisses bezeichnete Hans von Bülow in der »Neuen Zeitschrift für Musik« bereits den

instrumentalen Prolog des Werks »unbedingt zu den großartigsten und kunstvollsten Orchester-

stücken der neueren Zeit: wir vermögen ihn nur mit Wagners Lohengrin-Vorspiel zu vergleichen, es

ist das Bild der heiligen Heldin selbst, welches der Componist in Tönen entrollt. Das unglaublich

liebliche und keusche Motiv, das von drei Flöten getragen in den Anfangstacten uns entgegen klingt,

versetzt uns mit einem Zauberwinke in den reinen Aether (…).« Weiter heißt es: »Dem aufmerk-

samen Hörer werden die kunstvollen Wandlungen nicht entgangen sein, welche das Elisabeth-Motiv

im vierten und fünften Theile erfährt. So bei der flehenden Bitte an die harte Usurpatorin: ’O, laß

das letzte, was mir blieb’; so bei dem endlichen Abschiede von Haus und Hof im Orchesternachspiel

und bei dem entsetzlich schönen Tongemälde, welches den vierten und fünften Abschnitte verbindet.

(…) Mit tiefer Ergriffenheit scheiden wir vom Ende des fünften Abschnitts, vom Ende des eigentlichen

Dramas. Wir gestehen aufrichtig, für unser persönliches Gefühl ist der sechste Abschnitt, der Epilog,

die Glorification durch die Nachwelt, welcher die göttliche Gerechtigkeit vorausgegangen ist, über -

flüssig. Aber wir wollen unsere persönliche Meinung nicht zu einer objectiv maßgebenden empor-

schrauben (…). Zudem ist die heilige Festmusik des Epilogs, die Rede des römischen Kaisers, der Chor

der Bischöfe und des Volkes so reich an vokalen und instrumentalen Schönheiten, dass wir dem

Componisten nur zu danken haben, der uns ein Mehr gegeben hat, als das Drama selbst bedurfte.«

W W W . B A C H A K A D E M I E . D E

Harald Hodeige


G E S A N G S T E X T E

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F R A N Z L I S Z T

D I E L E G E N D E V O N D E R H E I L I G E N E L I S A B E T H

D I C H T U N G V O N O T T O R O Q U E T T E

Textbuch, Partitur und Klavierauszug (sämtlich gedruckt in Leipzig bei C. F. Kahnt Nachf.)

weichen teilweise deutlich voneinander ab. Hier wird die Fassung des beim Konzert

verwendeten Klavierauszugs abgedruckt.

E R S T E R T H E I L .

I N S T R U M E N T A L - E I N L E I T U N G

I .

A N K U N F T D E R E L I S A B E T H A U F W A R T B U R G

a) Willkommen des Volk’s und des Landgrafen Hermann

b) Gruss des ungarischen Magnaten und Zustimmung des Chor’s

c) Erwiderung des Landgrafen Hermann

d) Erstes Mittheilen Ludwig’s und Elisabeth’s

e) Kinderspiele und Kinderchor

f) Wiederholte Bewillkommnung des Chor’s

C H O R

Willkommen die Braut!

Willkommen heissen wir die Braut,

Die liebliche aus fernem Lande,

Die unserem Fürsten wird vertraut

Für schöne Zukunft frohe Bande,

Willkommen die Braut!

Noch in der Silberwiege still

Träumt sie der Zeit entgegen,

Wo sich in ihr erfüllen will

Des Herzens holdes Regen.

W W W . B A C H A K A D E M I E . D E


L A N D G R A F H E R M A N N

Willkommen mein Töchterlein!

Nimm diesen Kuss!

Dein Vater will ich sein!

U N G A R I S C H E R M A G N A T , C H O R

So leg’ ich dieses theure Pfand,

Des Ungarlandes holde Blüthe,

Vertrauensvoll in Eure Hand.

O schützt mit liebendem Gemüthe

Dies reine süsse Kindeshaupt!

Der Heimath ward es früh beraubt,

Vom Mutterherzen fortgetragen,

Dass es in noch verhüllten Tagen

Erzogen werde der ernsten Pflicht.

Möge es die alte Heimath nicht

In Eurem hohen Haus entbehren.

Es herrsche lang und leb’ in Ehren

Dies theure Pfand des Ungarlands!

L A N D G R A F H E R M A N N

Was Vaterliebe treu vermag,

Sei reich gespendet diesem Kinde,

Dass es mit Lust ersehnen mag

Der Myrthe blühendes Gewinde!

Und wie im Kusse dort mein Sohn

Zum Kinde rein sich neigt der Knabe,

So sei einst auf des Jünglings Thron

Die Jungfrau seine schönste Gabe!

L U D W I G (Alt-Stimme)

Sieh’ um Dich! Was Dein Aug’ erschaut

Wird Dein und mein einst, kleine Braut.

E L I S A B E T H

Wie ist das Haus voll Sonnenschein!

Grüsst mir daheim mein Mütterlein.

C H O R

Fröhliche Spiele

Sannen wir aus.

Bringen Dir viele

Blumen zum Strauss.

Folg’ uns zum schwimmenden

Fischlein der Welle,

Und zu des klimmenden

Eichhörnchens Zelle.

Führen zu duftigen

Wiesen Dich nieder,

Haschend des luftigen

Falters Gefieder.

Zeigen im Walde Dir

Hüpfende Rehe,

Schwindet gar balde Dir

Bangen und Wehe!

Fröhliche Spiele

Sannen wir aus,

Bringen Dir viele

Blumen zum Strauss.

Sagen und singen Euch

Lieder und Märchen.

Jubeln, umspringen Euch,

Bräutliches Pärchen!

Willkommen die liebliche Braut,

Die unserm Fürsten wird vertraut,

Sie herrsche lang und leb’ in Ehren!

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G E S A N G S T E X T E

... 12

I I .

L A N D G R A F L U D W I G

a) Jagdlied

b) Begegnung Ludwig’s mit Elisabeth

c) Das Rosen Wunder

d) Danksage-Gebet Ludwig’s und Elisabeth’s. Zwiegesang mit Chor

L A N D G R A F L U D W I G

Aus dem Nebel der Thäler erschalle hervor

Du, mein Jagdhorn, in jubelnder Weise!

Die begrüssenden Töne, sie steigen empor

Zu des rüstigen Waidwerk’s Preise.

Gezogen, entflogen

Aus bindender Haft,

Durch der Lüfte Wogen,

Der Wiesen Saft,

Entsend’ ich vom Bogen

Den schwirrenden Schaft,

Und das Glück ist gewogen

Der fröhlichen Kraft.

Du, mein Heimathgefild,

Wie durchstreif ich so gern

Deine Berge wohl auf und nieder!

Du, mein väterlich Schloss, mit dem Abendstern,

Wie kehr ich so liebend Dir wieder!

Doch sieh, was schimmert durch das Grün

Den steilen Pfad hinab in’s Thal?

Elisabeth!

E L I S A B E T H

O weh mir, mein Gemahl!

W W W . B A C H A K A D E M I E . D E

L A N D G R A F

Elisabeth, wie Deine Wangen glüh’n!

Was bebst Du vor des Gatten Aug’ zurück?

Wohin so einsam ohne Deine Frauen?

Und was verbirgst Du da vor meinem Blick?

E L I S A B E T H (demütig)

Geliebter, frage nicht!

L A N D G R A F (ernst)

Lass es mich schauen.

Mir sagt Dein Zittern, dass Du meine Bitten

Verhöhnst, und meinen liebevollen Willen.

Nicht mehr auf ödem Pfade zu den Hütten

Des Elends in Geheimniss Dich zu hüllen.

Ich bitte, lass mich’s sehn.

Du schweigst? Ich will’s!

E L I S A B E T H

Halt ein, ich will gesteh’n!

Ich pflückte Rosen im Geheg’,

Und ihre Fülle lockte mich den Weg

So weit hinab.


M O R I T Z V O N S C H W I N D

. Das Rosenwunder, Fresko, 1854

... 13


G E S A N G S T E X T E

... 14

L A N D G R A F

Und darum ist Dein Blick

So wirr?

E L I S A B E T H

Hab’ Mitleid mit mir Armen!

L A N D G R A F

Warum hältst Du die Rosen mir zurück?

(betrübt) Elisabeth! Elisabeth!

E L I S A B E T H

Erbarmen!

Zu Deinen Füssen sieh mich liegen!

Die Wahrheit hab’ ich Dir verhehlt.

Das Böse liess ich in mir siegen.

Und hab’ an Gott und Dir gefehlt.

Nicht Rosen pflückt’ ich hier im Hage,

Zu einem Kranken ging ich hin,

Sieh’, Wein und Brod hier, das ich trage,

Die Spenden einer Sünderin!

L A N D G R A F

Was seh’ ich — Rosen! Welch’ ein Duft

Weht athmend durch die Abendluft?

E L I S A B E T H

O Herr des Himmels, — Rosen!

L A N D G R A F

Sage,

Enthülle, dass mein Herz es glaubt.

Ha, welch ein Glanz umfliesst Dein Haupt.

W W W . B A C H A K A D E M I E . D E

E L I S A B E T H

Mit milder Spende zog ich aus,

Mit Wein und Brod aus Deinem Haus,

Nun sind es Rosen — ist’s ein Wahn?

C H O R

Ein Wunder hat der Herr gethan!

L A N D G R A F

Ein Wunder! Ja, ich will ihn loben,

Und diesen Engel hold und rein!

Geliebte, kannst Du mir verzeih’n?

E L I S A B E T H

Erschüttert steh’ ich und erhoben.

L A N D G R A F U N D E L I S A B E T H

Ihm, der uns diesen Segen gab,

Ihm lasst uns danken!

Er sei uns Leuchte, er sei uns Stab,

Wenn wir im Dunkel wanken!

C H O R

Selige Loose

Sind Dir erfüllt,

O Du der Rose

Blühendes Bild!

Ueber die Schwelle,

Die Dich errang,

Segnende Helle

Liebevoll drang.

Leuchtend umkosen

Strahlen Dich ganz,

Himmlischer Rosen

Ewiger Kranz.


I I I .

D I E K R E U Z R I T T E R

a) Chor der Kreuzritter

b) Recitativ des Landgrafen Ludwig

c) Der Abschied Ludwig’s von Elisabeth

d) Chor und Marsch der Kreuzfahrer

C H O R

In’s heil’ge Land, in’s Palmenland,

Wo des Erlösers Kreuz einst stand,

Sei uns’res Zugs Begleiter!

Es folg’ uns, wer sein Christenschwert

Im heil’gen Krieg zu weihn begehrt.

Ein frommer Gottesstreiter.

Gott will es!

L A N D G R A F

Versammelt hab’ ich meine Treuen

Zum letztenmal, bevor ich scheide,

Dass sie die Schwüre mir erneuen

Zum Trost mir in des Abschieds Leide.

Der hohe Ruf, die heil’gen Stätten

Von Sarazenen-Irrwahn zu erretten,

An meine Brust auch mahnend drang,

Und dennoch steh’ ich wehmuthsbang.

Des Theuren, ach, so viel zu lassen hier

Elisabeth! - Gelobet mir,

Als eure Herrin, Treu’ ihr zu bewahren,

Zu dienen ihr in Glück und in Gefahren!

C H O R

Sie ist die Milde, sie ist die Güte,

Wir schwören Treu’ mit freudigem Gemüthe.

Wir dienen Dir in Glück und in Gefahr

Wir dienen Dir mit freudigem Gemüth!

L A N D G R A F

Leb’ wohl, mein Weib!

E L I S A B E T H

O weile,

Verkürze nicht die Stunde.

Die letzte, meinem Heile,

Die letzt’ an Deinem Munde!

Mir sagt die tiefste Seele,

Dass ich in Noth und Weh’

Umsonst die Tage zähle.

Bis ich Dich wiederseh’.

Ach, musst Du mich verlassen?

L A N D G R A F

Du lehrtest selbst, Geliebte,

Den hohen Sinn mich fassen,

In dem mein Herz ich übte,

Die Lust des Opferbringens.

... 15


G E S A N G S T E X T E

... 16

E L I S A B E T H

Im Schmerze meines Ringens

Ist mir in tiefster Brust

Nur dass von diesem Tage

Ich sehnend um Dich klage,

Dies eine nur bewusst.

Die dunklen Flügel breitet

Das Unheil aus mit Macht,

Kein Hoffnungsstern mehr leitet

Mich tröstend durch die Nacht.

Ich zittre, bange, bebe,

Wie ich auch ring’ und strebe.

Und in des wilden Jammers Bann

Fasst mich Verzweiflung an!

L A N D G R A F

Wohin, Geliebte, ist Dein Muth,

Dein Glauben, Deine fromme Gluth?

E L I S A B E T H

Ach, lass an Deiner Brust mich weinen!

Sieh Deiner Kinder holden Blick,

Wie ihre Bitten sie vereinen,

Als ahnten bang sie ihr Geschick,

C H O R D E R K R E U Z F A H R E R

In’s heil’ge Land, in’s Palmenland,

Gott will es!

L A N D G R A F

Hörst Du den Mahnungsruf? Leb’ wohl,

Es muss, es muss geschieden sein.

W W W . B A C H A K A D E M I E . D E

C H O R

In’s heil’ge Land, in’s Palmenland,

Sei uns’res Zugs Begleiter!

L A N D G R A F

Ihr süssen Kinder, lebet wohl.

Mit Euch mag Gottes Frieden sein!

E L I S A B E T H

Du gehst? O Gott!

L A N D G R A F

Nimm mich in Dein Gebet!

Vollenden muss ich, was ich mir erkoren,

Leb’ wohl, mein Weib, leb’ wohl!

E L I S A B E T H

Er geht!

Er ist dahin! Er ist für mich verloren!

C H O R

Es folg’ uns, wer sein Christenschwert

Im heil’gen Krieg zu weih’n begehrt,

Ein frommer Gottesstreiter!

Gott will es!

In’s heil’ge Land, in’s Palmenland,

Wo des Erlösers Kreuz einst stand,

Es folg’ uns, wer sein Christenschwert

Im heil’gen Krieg zu weihen begehrt,

Gott will es!


Z W E I T E R T H E I L

I V .

L A N D G R Ä F I N S O P H I E

a) Dialog der Landgräfin Sophie mit dem Seneschal.

b) Elisabeth’s Klage

c) Elisabeth’s Vertreibung aus Wartburg

d) Sturm und Gewitter

L A N D G R Ä F I N S O P H I E

Herein, herein! Hast Du die Botschaft schon

Gehört? Gefallen ist im Feld mein Sohn!

S E N E S C H A L

O Trauerkunde!

L A N D G R Ä F I N S O P H I E

Seit er fortgezogen,

Hab’ ich als einen Todten ihn beklagt,

Die bittre Ahnung hat mich nicht betrogen,

Und die Gewissheit trifft mich unverzagt.

Doch nun zur That, die in gewalt’ger Brust

Bis diesen Tag verschliessen ich gemusst:

Mein sei dies Land, mein des Gebieters Macht!

Hinaus mit ihr, die mir die Macht entrissen!

S E N E S C H A L (zögernd)

Du willst, o Herrin — hast Du auch bedacht?

L A N D G R Ä F I N S O P H I E

Erfüllt will ich den kühnen Willen wissen!

(beschleunigt, heftig) Wie?

Oder hat auch Dir die Heuchlerin,

Des Sohnes Weib, bethört den klugen Sinn?

Verfallen ist die Falsche ihrem Loos,

Und knüpfen Dich an sie geheime Bande,

Wohlan, so geh! Verlass mit ihr dies Schloss,

Verstossen sei mit ihr aus diesem Lande!

S E N E S C H A L

Verzeih’, o Herrin! Dir gehört mein Thun,

In Deinem Dienste nimmer will ich ruh’n.

Gebiete mir!

L A N D G R Ä F I N S O P H I E

Gehorsam meinem Worte:

Vertreib Elisabeth von meines Schlosses Pforte!

... 17


G E S A N G S T E X T E

... 18

E L I S A B E T H

O Tag der Trauer, Tag der Klage!

Geliebter, ach, den ich verlor,

Um den die Brust, die hoffnungszage,

Den Himmel mit Gebet beschwor;

Dich soll mein Auge nicht mehr wiedersehen,

Du liegst durchbohrt in fernem Lande!

O Gott, sieh mich vor Schmerz vergehen.

Hast Du von mir Dich abgewandt?

S O P H I E (bestimmt und hart)

Entschieden ist Dein Loos,

Und niemand hemmet mein Begehren,

Du wirst verlassen dieses Schloss

Und nimmer wiederkehren!

E L I S A B E T H

Du willst wie eine Bettlerin

Vertreiben mich aus diesen Thoren?

Von Ungarns Königsstamme bin

Als Fürstin ich geboren!

Du kannst mich hassen, doch begehre

Ich, was ich darf, der Fürstin Ehre.

Verlassen soll ich, was mir blieb,

Des letzten Glücks Verlust betrauern?

O lass das Letzte, was mir blieb,

Die Heimath mir in diesen Mauern!

S O P H I E

Noch diese Nacht verschliessen sie sich Dir,

Du gehst hinaus, denn ich gebiete hier!

W W W . B A C H A K A D E M I E . D E

E L I S A B E T H

Noch diese Nacht? — Weh, meine Kinder, weh!

(bittend) Nur eine Nacht noch gönne mir dies Haus!

Sieh, dort entsteigt ein Wetter schwarz und graus

Dem Horizont mit drohenden Blitzen, —

Nur eine Nacht, eh’ ich von hinnen geh’,

Lass mich im sichern Haus die Kinder schützen!

S O P H I E

Mein sei dies Land, mein des Gebieters Macht!

Mein!

E L I S A B E T H

O Tag der Trauer, Tag der Klage,

Geliebter, ach, den ich verlor!

S O P H I E

Hinaus mit Ihr, die mir die Macht entrissen!

Im Wetter, das dort rollet,

Verlässt Du dieses Haus,

Der Himmel selber grollet

Und fordert Dich heraus.

S E N E S C H A L

Es will des Mittleids Stimme

Mir durch die Seele geh’n,

Und doch, der Herrin Grimme

Kann ich nicht widerstehn.

E L I S A B E T H

Auch Du bist Mutter, höre

Die Stimme der Natur,

Erbarmen, ach, begehre

Ich für die Kinder nur!


S O P H I E (trocken)

Genug des Zögerns. Fort, hinaus!

E L I S A B E T H

Hier ist die Stimme des Mitleids todt.

O Du, mein Gatte, sähst Du meine Noth!

Hab Dank! für alle holden Tage,

Hab Dank Du Haus, das mir die Heimath gab.

Im Strom der Thräne stirbt die Klage,

Kommt, meine Kinder, kommt hinab!

S E N E S C H A L

Die Pforte schloss sich hinter ihr, es hüllt

Die Wetternacht sie ein.

S O P H I E

Gestillt

Ist mein Verlangen: mein die Macht!

S E N E S C H A L

Es wächst der Sturm, der Blitze wilde Pracht

Umzuckt das Dach, die festen Mauern zittern —

Das ist des Himmels Zorn! Es wettern

Aus Höh’n und Tiefen

Wolkenungeheuer.

Der Himmel flammt,

des Thurmes Zinne kracht

Zu Boden!

S O P H I E

Weh! Entsetzen!

S E N E S C H A L

Schon im Feuer

Steht Thurm und Dach!

O fürchterliche Nacht!

... 19


G E S A N G S T E X T E

... 20

V .

E L I S A B E T H

a) Gebet

b) Heimath’s Traum und Gedenken

c) Chor der Armen. Die Werke der Barmherzigkeit

d) Elisabeth’s Hinscheiden

e) Engel-Chor

E L I S A B E T H (mild)

Beruhigt ist das Toben

Auf wildem Schmerzensmeer,

Und friedebringend droben

Zieht der Gestirne Heer.

Ich denke rein der Stunden,

Da ich, Geliebter, ach!

In Wonne Dir verbunden

Des Lebens Rosen brach.

Wenn über jenen Fernen

Dein Geist nun wohnt im Licht,

Bist Du’s, der aus den Sternen

Voll Tröstung zu mir spricht!

Doch Dir, mein Gott, Dir dank’ ich tiefbewegt

Für Glück und Schmerz an mir und an den Meinen!

Du wirst nun bald, ich fühl’s, die Stunde schlägt,

Dem Heissgeliebten mich vereinen.

Leg’ Deine Hand auf meiner Kinder Haupt!

Die süssen Kinder, die man mir geraubt.

Ist es ihr Glück, hab’ ich sie gern entbehrt;

O mache Du sie ihres Vaters werth!

O Kindheitstraum! Erinn’rung zeigt

Mir plötzlich längst vergessne Zeiten.

W W W . B A C H A K A D E M I E . D E

Aus goldnem Nebel dämmernd steigt

Mein Vaterland mit duft’gen Weiten.

Mein Ungarland! Wie Silberschwäne

Entführen Wolken mich im Frühlingswind,

Und zeigen mir der Eltern Thräne,

Die Thränen um ihr fernes Kind.

O Herr, lass Deinen Segen thauen

Auf meines Vaterlandes Auen! —


C H O R D E R A R M E N

Hier wohnt sie unterm Hüttendache,

Die Heilige, das Glück der Armen,

Den Traurigen voll Trostessprache,

Die Kranken pflegend voll Erbarmen!

E R S T E S T I M M E

Du hast mit Wein die Dürstenden getränkt,

Mit Brod die hungrig Schmachtenden beschenkt.

Z W E I T E S T I M M E

Der nackten Armuth war ein wärmend Kleid

Aus Deinen Händen stets bereit.

D R I T T E S T I M M E

Die müden Waller nahmst Du liebreich auf,

Und wecktest Hoffnung seinem Pilgerlauf.

V I E R T E S T I M M E

Und wen geküsst des Todesengels Mund,

Den legtest fromm Du in geweihten Grund.

E L I S A B E T H (bewegt)

Nehmt hin, was ich noch übrig habe,

Den Mantel und dies letzte Brot!

C H O R

Elisabeth, Du Heilige, das Glück der Armen!

Wer reicht uns tröstlich milde Gabe,

Wenn Dich der Herr zu sich entbot?

Sein Segen ist’s, der Dich durchweht,

Drum nimm uns auf in Dein Gebet! (ab.)

E L I S A B E T H

Die Lüfte schauern kühl

Und Dunkelheit legt sich um meine Sinne.

Das ist nicht Erdennacht!

Ein seliges Gefühl

Durchströmt die Brust, als wär’ ich neu erwacht.

Die Erdenbürde weicht.

Es heben weh’nde Schwingen leicht

Mich hoch empor,

Als sollte schon der sel’ge Flug beginnen

Zum ew’gen Licht!

Ha! welch’ ein Glanz durchbricht

Der Wolken Thor!

Ich seh’ verklärt des Freundes Lichtgestalt.

Du rufst. Geliebter,

Ja, ich komme bald!

Du hast geführet mich zum Ende,

O Herr, den meine Seele preist,

In Deine Vaterhände

Befehl’ ich meinen Geist! —

C H O R D E R E N G E L

Der Schmerz ist aus, die Bande weichen,

Die Hülle bleibt in Erdenruh,

Die Seele steigt als Unsresgleichen

Unsterblich reinem Lichte zu.

Und alle Thränen, die geflossen.

Sind Gnadentropfen, Himmelsthau,

Und Himmelsrosen sind entsprossen

Der qualerfüllten Dornenau.

... 21


G E S A N G S T E X T E

... 22

V I .

F E I E R L I C H E B E S T A T T U N G D E R E L I S A B E T H

a) Orchester Interludium. Wiederholung der Hauptmotive

b) Kaiser Friedrich II. von Hohenstaufen

c) Trauerchor der Armen und des Volk’s

I N T E R L U D I U M

K A I S E R F R I E D R I C H

Vereinigt seh’ ich um den Thron

Zu gleicher Zeit des Reichs Vasallen!

Mit Preisgesang und hoher Lieder Ton

Zur Gruft der Heiligen zu wallen.

Die Räuber ihrer Habe sind verfallen

Des Himmels Strafe und des Reiches Acht;

Indessen sie nach ihrer Leiden Nacht

Fürbitterin uns ward im ew’gen Lichte.

Dort findet sie den Gatten, der so jung,

Des heil’gen Landes Kämpfer ward erschlagen.

So kommt, lasst uns zur letzten Huldigung

Elisabeth zu Grabe tragen.

C H O R D E S V O L K E S

Mit Trauerkränzen kommen

Und Thränen wir gegangen.

In alle Lande drangen

Die Boten an die Frommen.

Elisabeth, die Heil’ge,

O sei die Schützerin uns Allen,

Die wir in Leid und Trübsal wallen!

W W W . B A C H A K A D E M I E . D E

C H O R D E R K R I E G E R

Der Du im heil’gen Lande

Verströmt Dein Heldenleben,

Siehst sie nun aufwärts schweben,

Erlöst vom Erdenbande.

O wolle segnend uns geleiten,

Das wir das ferne Ziel erstreiten.

K I R C H E N - C H O R

Decorata novo flore

Christum mente, votis, ore,

Collaudat ecclesia.

(Schön geschmückt mit neuer Blüthe

Preist in Worten, im Gemüthe

Laut der Kirche Jesum Christ.)

U N G A R I S C H E B I S C H Ö F E

Nova nobis lux illuxit,

Nova stella, quam produxit

Nobilis Ungaria!

(Neues Licht, das uns erkoren,

Neuer Stern, den sich geboren

Unser edles Ungarland!)


D E U T S C H E B I S C H Ö F E .

Laeta stupet Thuringia

Fractis naturae regulis,

Dum per Sanctae suffragia

Miranda fiunt seculis.

(Freudig staunet Thüringen,

Seit erlöst vom Erdenleid

Nun der Heil’gen bittend Wort

Wunder wirkt in Ewigkeit.)

A L L G E M E I N E R K I R C H E N - C H O R .

Tu pro nobis, mater pia,

Roga regem omnium

Ut post hoc exilium

Nobis det vera gaudia!

(Flehe für uns, fromme Mutter,

Aller Menschen König an,

Dass nach dieser Erdenbahn

Wahre Freud’ er uns verleih’!)

Amen!

... 23


B I O G R A P H I E N

... 24

C H R I S T I A N E I V E N

DI E vielseitige Sopranistin Christiane Iven gehört seit einigen Jahren der Staats-

oper Stuttgart an, wo sie als Feldmarschallin (Rosenkavalier), Agathe (Freischütz),

Didon (Les Troyens) und Kundry (Parsifal) das Publikum begeisterte. Ihre Lauf-

bahn begann Christiane Iven am Bremer Theater, wechselte dann an das Nationaltheater

Mannheim und an die Staatsoper Hannover. An verschiedenen europäischen Opernhäusern

war sie in den letzten Jahren zu Gast. Auch als Konzert- und Liedsängerin ist die Künstlerin

erfolgreich. Sie sang mit Orchestern und Dirigenten wie der Academy of St. Martin in the

Fields unter Sir Neville Marriner, dem Concertgebouworkest Amsterdam unter Nikolaus

Harnoncourt, dem Orchestre de la Suisse Romande unter Fabio Luisi, den Münchner

Philharmonikern, der Tschechischen Philharmonie unter Eliahu Inbal und mehreren

Rundfunkorchestern. Gemeinsam mit Thomas Quasthoff gab sie ihr Debut in Wien mit

Wolfs Italienischem Liederbuch. Liederabende gestaltete sie mit András Schiff, Wolfram

Rieger, Burkhard Kehring oder mit Bruno Ganz (Marienleben von Hindemith) und Liese

Klahn. Sie war bei großen Musikfestivals, etwa dem Schleswig-Holstein Musik Festival, dem

Lucerne Festival und den Schwetzinger Festspielen zu Gast. Zuletzt erschienen Aufnahmen

von Schumanns Faust-Szenen unter Nikolaus Harnoncourt, Lieder von Alban Berg unter

Marc Albrecht sowie Lieder aus Mahlers Des Knaben Wunderhorn mit Michael Gielen. An

ihrem Stammhaus, der Oper Stuttgart, singt sie in der aktuellen Saison u. a. die Titelpartie

in Richard Strauss’ Ariadne auf Naxos unter der Leitung von Michael Schønwandt. Mit dem

Radio-Sinfonieorchester Stuttgart singt Christiane Iven ein Konzert unter Stefan Solyom.

Die Sopranistin wurde in Hamburg geboren, studierte in ihrer Heimatstadt bei Judith

Beckmann und ergänzte ihre Ausbildung mit Kursen bei Dietrich Fischer-Dieskau. Sie ist

Preisträgerin mehrerer inter nationaler Wettbewerbe. Für ihre herausragenden Leistungen

wurde sie mit dem Nieder sächsischen Staatspreis ausgezeichnet. 2011 wurde sie zur baden-

württembergischen Kammersängerin ernannt.

W W W . B A C H A K A D E M I E . D E

C H R I S T I A N E I V E N . Foto Christine Schneider


B I O G R A P H I E N

... 26


Foto Agentur

M A G D A L E N A A N N A H O F M A N N .

M A G D A L E N A A N N A H O F M A N N

MA G D A L E N A Anna Hofmann wurde in Warschau ge-

boren und studierte in Wien Gesang: Lied und Oratorium am

Prayner-Konservatorium sowie Oper am Konservatorium der

Stadt Wien. Ihr Debüt gab die damalige Mezzosopranistin bei den Bregen-

zer Festspielen in Příhody lišky Bystroušky und Tagebuch eines Verschollenen

(Janáček). In den folgenden Jahren hat sie Partien wie Cherubino (Le nozze

di Figaro), Dorabella (Cosí fan tutte), 2. u. 3. Dame (Die Zauberflöte), Orfeo

(Orfeo ed Euridice), Frau Reich (Die lustigen Weiber von Windsor), Ježibaba

(Rusalka) gesungen, außerdem ein beachtliches Repertoire an zeitgenössi-

scher Musik: Gymnasiast (Lulu), Margret (Wozzeck), die Titelrolle in Phaedra

(Henze), Chantal und Le Voleuse in Le Balcon (Eötvös), Liddy in Scherz,

Satire, Ironie und tiefere Bedeutung von Glanert u. v. a. m. Nach dem Fach-

wechsel gab Magdalena Anna Hofmann ihr Soprandebüt 2011 mit der Rolle

der Contessa in Le nozze di Figaro beim Opernfestival in Klosterneuburg.

Einen großen Erfolg feierte sie als Kundry in Wagners Parsifal in Tallinn

(Estland). Zuletzt war sie an der Opéra de Lyon als Klementia in Hinde-

miths Sancta Susanna und als Frau in Schönbergs Von heute auf morgen zu

erleben, danach am Theater an der Wien als Stella in Offenbachs Les Contes

d’Hoffmann. Zu den künftigen Aufgaben gehören Hanna Glawari in Die

lustige Witwe, Venus und Elisabeth in Tannhäuser (Tallinn), Schönbergs

Erwartung sowie Dallapiccolas Il Prigioniero (Lyon), Lisa in Mieczysław

Weinbergs The Passenger (Tel Aviv) sowie 1. Dame in der Zauberflöte bei den

Bregenzer Festspielen. Weitere Engagements führten die Sängerin u. a. ans

Teatro alla Scala in Mailand, an die Opera National de Bordeaux und an

die Oper Bonn. Sie arbeitete mit Dirigenten wie Bertrand de Billy, Michael

Boder, Daniele Gatti, Daniel Harding, Kirill Petrenko, Bernhard Kontarsky,

Kwamé Ryan und Vladimir Vedosejev sowie mit den Regisseuren Stéphane

Braunschweig, Frank Castorf, Peter Stein und Keith Warner.


B I O G R A P H I E N

L A U R I V A S A R

... 28 W W W . B A C H A K A D E M I E . D E

LA U R I Vasar wurde in der estnischen Hauptstadt Tallinn geboren. Nach dem

Studium an der dortigen Musikakademie beendete er sein Gesangsstudium am

Mozarteum in Salzburg. 2002 bis 2007 war er Ensemblemitglied des Landes-

theaters Linz bzw. der Staatsoper Hannover. In dieser Zeit debütierte er in zahlreichen

Baritonpartien wie Papageno, Guglielmo, Belcore, Posa und Escamillo. 2003 debütierte er

bei den Salzburger Festspielen in Wellesz’ Die Bakchantinnen und Verdis Don Carlo, 2006

an der Staatsoper Hamburg in Eötvös’ Tri Sestri. Im selben Jahr gastierte er an den Opern-

häusern in Madrid und Athen. In der Saison 2007/08 sang Lauri Vasar den Minotauros in

Henzes Phaedra in der Uraufführung an der Staatsoper Berlin mit Folgevorstellungen in

Brüssel, Wien, Frankfurt, London und Amsterdam. Zudem debütierte in Barcelona und

Tokyo. 2009 sang er die Titelpartie in Faust-Bal (Uraufführung) am Teatro Real Madrid

und an der Staatsoper Hamburg Guglielmo, Marcello, Belcore und Papageno. Seit 2009

gehört Lauri Vasar dem Hamburger Ensemble an und hat sich dort seither viele neue

Rollen erarbeitet, so z. B. Don Giovanni, Figaro-Graf, Eugen Onegin, Marcello und Schau-

nard. In Düsseldorf war er 2011 in der Titelpartie der Neuproduktion von Brittens Billy

Budd zu erleben und wurde dafür für den Theaterpreis »Faust« nominiert. Zahlreiche

Gastengagements zeigen, wie sehr der Künstler international geschätzt wird. So über-

nahm er z. B. 2010 in Amsterdam die Titelpartie in einer Neuproduktion von Il Prigion-

niero (Regie: Peter Stein) und war in Brüssel als Schaunard zu Gast, 2011 sang er in

Barcelona in Webers Freischütz in der Inszenierung von Peter Konwitschny und trat als

Kowaljow in Schostakowitschs Die Nase erstmals an der Wiener Staatsoper auf. Jüngste

Engagements führten ihn erneut bzw. erstmals nach Amsterdam, Barcelona, Zürich,

Brüssel, London und Budapest. In der Spielzeit 2012/13 kehrt er unter anderem nach Lyon

zurück, wo er den Olivier in einer Neuproduktion von Capriccio singt. In Hamburg wird

der Bariton in einer Neuinszenierung von Madama Butterfly den Sharpless übernehmen.


L A U R I V A S A R . Foto Agentur


B I O G R A P H I E N

I N - S U N G S I M

... 30 W W W . B A C H A K A D E M I E . D E

IN - S U N G Sim wurde in Südkorea geboren, wo er Musik und ab 1994 an der

Universität Gesang studierte. Am Center for the Arts in Seoul sang er die Rolle des

Dulcamara in Donizettis L’elisir d’amore, Don Pasquale und Sparafucile sowie Figaro

am National Theater in Seoul. 1996 wurde ihm der erste Preis im Wettbewerb der KBC

in Korea verliehen. 1999 schloss er sein Gesangsstudium am Konservatorium in Wien ab.

2000 wurde er mit zwei Sonderpreisen im Belvedere-Wettbewerb ausgezeichnet. In-Sung

Sim hat eine Reihe von weiteren Wettbewerben, unter anderem in Los Angeles und

Oslo, gewonnen. Er gab Liederabende u. a. in Marseille und Avignon. 2001 debütierte er

an der Wiener Staatsoper, wo er u. a. die Rolle des Steuermanns in Wagners Der fliegende

Holländer sang. In-Sung Sim debütierte auch als Klingsor in Wagners Parsifal, Roucher

in Giordanos Andrea Chénier und Silva in Verdis Ernani. Der junge Bassist gastierte

während der Saison 2007/08 an internationalen Opernhäusern wie dem Teatro Verdi in

Triest, der Wiener Staatsoper und dem Teatro Carlo Felice in Genua. 2008 debütierte

er bei den Salzburger Festspielen in der Rolle des Capulet in Gounods Roméo et Juli-

ette. 2008 bis 2010 hatte In-Sung Sim Engagements auf den wichtigen Konzertpodien

wie dem Montpellier Festival, der Tokyo Opera, dem Teatro Massimo di Palermo, der

Hongkong Opera und dem Glyndebourne Festival. Die Rolle des Gustavo in Händels

Faramondo sang er in Lausanne, Vichy, Caen und Paris. Andere Rollen waren Philipp

in Verdis Don Carlo an der Oper Halle, Timur in Puccinis Turandot beim Savonlinna

Festival, Dulcamara in Donizettis L’elisir d’amore an der Seoul Opera. 2012/13 debütiert

In-Sung Sim am Nationaltheater Mannheim als Fafner und Sarastro. Er trat an der

Opéra de Monte Carlo als Billy Jackrabbit in La Fanciulla del West von Puccini und als

Graf Rodolfo in La Sonnambula von Bellini auf. Er wirkte in CD-Produktionen von

Wagners Parsifal und Tristan und Isolde sowie von Händels Oper Faramondo mit.


I N - S U N G S I M . Foto Agentur


B I O G R A P H I E N

... 32 W W W . B A C H A K A D E M I E . D E

D I E G Ä C H I N G E R K A N T O R E I S T U T T G A R T

DI E Die Gächinger Kantorei Stuttgart wurde 1954 von Helmuth Rilling gegründet

und ist nach einem kleinen Dorf auf der Schwäbischen Alb benannt. Die Gächin-

ger Kantorei ist ein Profichor mit einer festen Stammbesetzung, die projektweise

zusammentritt, und gehört seit vielen Jahrzehnten zu den herausragenden Konzertchören

der Welt. Gächinger Kantorei und Bach-Collegium Stuttgart (1965 gegründet) gehören seit

1981 organisatorisch in die Internationale Bachakademie Stuttgart. Zentrale Konzertaktivi-

täten von Chor und Orchester finden sich in den Akademiekonzerten der Bachakademie

in Stuttgart und im Musikfest Stuttgart sowie bei umfangreichen Gastspieltätigkeiten im

In- und Ausland. Dabei treten die Ensembles sowohl gemeinsam als auch individuell auf.

Die Gächinger Kantorei arbeitet weltweit mit hervorragenden Orchestern zusammen, z.B.

mit den Wiener Philharmonikern, dem New York Philharmonic Orchestra und dem Israel

Philharmonic Orchestra. Im März 2009 feierten die Gächinger im Rahmen ihrer zehnten

Israel-Tournee das 100. gemeinsame Konzert mit den Musikern aus Tel Aviv. Eine besonders

enge Zusammenarbeit gibt es mit dem Radio-Sinfonieorchester Stuttgart des SWR. Helmuth

Rilling und seine Ensembles traten auf bei den Festspielen in Salzburg, Luzern und Prag so-

wie in New York, Paris, London, Wien, Straßburg, Seoul und anderen Städten. Regelmäßig ist

der Chor in den Musikzentren und großen Festivals in Deutschland zu Gast (z. B. Beethoven-

fest Bonn, Rheingau Musikfestival, Schleswig-Holstein Musik Festival, mdr-Musiksommer).

2011 fand eine große China-Tournee statt, 2012 eine Reise durch den lateinamerikanischen

Kontinent. Weitere internationale Konzertreisen 2012 führen nach Italien, Frankreich und

Spanien. Von der großen künstlerischen Vielfalt der Ensembles zeugen zahlreiche Tonträger

— überwiegend unter dem Label hänsslerCLASSIC. Neben der Einspielung des gesamten

Vokalwerks Johann Sebastian Bachs, veröffentlicht in der EDITION BACHAKADEMIE,

liegen die Schwerpunkte auf vokalsinfonischen Raritäten des 18. und 19. Jahrhunderts sowie

Musik unseres Jahrhunderts, darunter etliche Uraufführungen, z. B. Litany von Arvo Pärt

(1994), Requiem der Versöhnung (1995) oder Deus Passus von Wolfgang Rihm (2000). Einen be-

sonderen Akzent setzte 2004 die Ersteinspielung von Felix Mendelssohn Bartholdys Oper Der

Onkel aus Boston. Als eine der jüngsten Aufnahmen ist die Ersteinspielung der Marienvesper

von Alessandro Grandi (Ltg. Matthew Halls, 2010) zu erwähnen. Helmuth Rilling ist Gründer


und langjähriger künstlerischer Leiter der Ensembles, die aber vielfach auch mit Gastdiri-

genten auftreten, darunter Masaaki Suzuki, Krzysztof Penderecki, Sir Roger Norrington, Ton

Koopman, Martin Haselböck, Alexander Liebreich, Morten Schuldt-Jensen, Stefan Parkman,

Dennis Russell Davies, Hans-Christoph Rademann, Olari Elts und Hansjörg Albrecht.

S O P R A N

Amarilis Bilbeny . Miriam Borchert . Barbara Bübl . Sabine Claußnitzer . Isabel

Delemarre . Christine Eisenschmid . Cecilia Gered . Anne Hellmann . Natasha

Hogarth . Julia Jurgasch . Ranveig Helen Laegreid . Eleonore Majer* . Barbara

Mehr . Constanze Meijer . Christiane Opfermann . Alevtina Prokhorenko . Marnie

Reckenberg . Uta Scheierle . Seraina Spohr . Ingrid Waldvogel . Friederike Webel

A L T

Ruth Brückner-Quast . Brigitte Ferdinand . Magdalena Fischer . Katrin Frühauf .

Carola Göbel . Anne Hartmann . Tanja Haßler . Andrea Lehöcz . Sandra Marks* .

Judith Mayer . Angela Müller . Rebecca Neetz . Franziska Neumann .

Gerda Neunhoeffer . Verena Rathgeb-Stein . Katrin Rüsse . Claudia van Hasselt .

Patricia Wagner . Susanne Wehse

T E N O R

Hwan-Cheol Ahn . Steffen Barkawitz . Jörg Deutschewitz . Florian Feth .

Martin Frobeen . Manfred Gnädig . Christoph Haßler . Stephan Hinssen .

Andrejus Kalinovas . Daniel Käsmann . Jens Krekeler . Tobias Liebelt . Vladimir

Maric . Martin Möller . Tiago Oliveira . Matthias S. Otto . Vladimir Tarasov

B A S S

Hans-Peter Blank . Ulrich Feige . Martin Hermann . Daniel Herrscher . Werner

Kanz . Bernhard Kempter . Menno Koller . Ben Königes . Andrew Mahon .

Simon Millan . Stefan Müller-Ruppert . Hartmut Opfermann . Hanns Pommerien .

Nicholas Probst . Olaf Rank . Florian Schmitt-Bohn . Stefan Weiler

*mit Solo in Teil i


B I O G R A P H I E N

S T U T T G A R T E R P H I L H A R M O N I K E R

... 34 W W W . B A C H A K A D E M I E . D E

DI E Stuttgarter Philharmoniker wurden im September 1924 gegründet. Ein

rascher künstlerischer Aufstieg ermöglichte bald das Engagement großer Diri-

genten und Solisten wie Leo Blech, Carl Flesch, Hans Knappertsbusch, Hermann

Abendroth, Fritz Kreisler, Carl Schuricht oder Felix Weingartner, ehe es 1933 zur Teilung des

Orchesters kam. Nach Kriegsende fanden sich hauptsächlich Mitglieder des ehemaligen Lan-

desorchesters unter dem Namen »Stuttgarter Philharmoniker« wieder zusammen. Hermann

Hildebrandt, Willem van Hoogstraten, Hans Hörner, Antonio de Almeida und Alexander

Paulmüller waren die Chefdirigenten von 1949 bis 1972. Unter Hans Zanotelli, künstlerischer

Leiter von 1972 bis 1985, entwickelten sich die Philharmoniker zu einem leistungsfähigen

und renommierten Klangkörper. Folgerichtig war daher, dass im Jahre 1976 die Landeshaupt-

stadt Stuttgart das Orchester in ihre Trägerschaft übernahm. Mit Wolf-Dieter Hauschild,

Chefdirigent von 1985 bis 1991, gewannen die Philharmoniker im In- und Ausland hohe

Anerkennung. Carlos Kalmar (1991 bis 1995) und Jörg-Peter Weigle (1995 bis 2002) setzten die

Tradition ihrer Vorgänger fort. Walter Weller, der dem Orchester seit Jahren eng verbunden

ist, wurde im Oktober 2003 zum Ehrendirigenten ernannt. Seit 2004 ist Gabriel Feltz Chef-

dirigent der Stuttgarter Philharmoniker und Generalmusikdirektor der Landeshauptstadt

Stuttgart. Neben den vielfältigen Aufgaben in mehreren Konzertreihen in seiner Heimatstadt

spielt das Orchester in vielen Städten des südwestdeutschen Raumes und gibt Gastspiele im

In- und Ausland. In den letzten Jahren unternahmen die Stuttgarter Philharmoniker Tour-

neen in die USA, nach Japan, Südamerika, in die Volksrepublik China und nach Mexiko.

2007 erhielten Gabriel Feltz und die Stuttgarter Philharmoniker aus der Hand von Alexandre

Rachmaninoff, dem Enkel des Komponisten, den erstmals vergebenen Prix Rachmaninoff.

In der Spielzeit 2005/06 hatten sie als erstes deutsches Orchester einen Zyklus mit allen

Sinfonien, den Klavierkonzerten und weiteren Orchesterwerken Rachmaninows aufgeführt.

Eine lange Tradition hat das musikpädagogische Engagement des Orchesters. Seine Arbeit

ist durch Schallplatten-, Rundfunk- und CD-Aufnahmen dokumentiert. Zuletzt erschienen

Aufnahmen von Sergej Rachmaninowfs Der Fels und Die Toteninsel und Alexandr Skrjabins

Prométhée sowie der 3., 4., 5., 6. und 7. Sinfonie von Gustav Mahler und eine DVD Maurice

Ravel: La Valse, Beschäftigung mit einem Walzer unter Leitung von Gabriel Feltz.


S T U T T G A R T E R P H I L H A R M O N I K E R . Foto Jürgen Altmann


B I O G R A P H I E N

V I O L I N E I . Aureli Blaszczok . Karina Kuzumi . Christina Bolze .

Ramin Trümpelmann . Liliana Kavaldjieva . Maciej Janiszewski . Claudia Wille .

Radvan Kubelik . Maria Halder-Kohn . Keiko Waldner . Stefan Balle .

Johannes Krause . Karla Charlotte Beyer . Pauline Meuret

V I O L I N E I I . Lucian Klein . Lionel Michéléna . Siegfried Hartauer .

Patricia Rehlinghaus . Isbert Goldenberg . Svetlana Shopinska . Izumi Otsuka-Rebke .

Sung-Hsin Helbig Huang . Margarete Zeuner-Schwarz . Judith Chamberland .

Julius Calvelli-Adorno . Christina Morris

V I O L A . Lonn Akahoshi . Markus Oertel . Steffen Goerke . Cornelie Kuhlmann .

Karin Rost . Martin Höfler . Irina Bockemühl . Marlene Svoboda . Anne Brugger .

Barbara Untiedt

V I O L O N C E L L O . Jochen Ameln . Bernhard Lörcher . Matthias Neupert .

Martin Dörfler . Hans-Joachim Tscheber . Constantin Meier . Claire Krausener .

Heather Moseley

K O N T R A B A S S . Reinald Schwarz . Nina Valcheva . Albert Michael Locher .

Markus Gähler . Maya Valcheva . Aleksandrina Genova

F L Ö T E . Thomas von Lüdinghausen . Nele Lamersdorf . Caroline Hens

O B O E . Nikola Stolz . Fabian Bolkenius . Irene Reise

K L A R I N E T T E N . Peter Fellhauer . Constanze Rothmaler-Frücht

F A G O T T . Michael Roser . Christof Baumbusch

H O R N . Stefan Helbig . Alexander Cazzanelli . Pierre Azzuro . Klaus Eisenblätter

T R O M P E T E . Sebastian Zech . Andreas Pößl . Sebastian Leibing

P O S A U N E . Louise Pollock . Tomáš Trnka . Andreas Richter

T U B A . Herbert Waldner

H A R F E . Emilie Jaulmes

P A U K E N /S C H L A G W E R K . Martin Ruda . Markus Fischer . Michael Leopold

O R G E L . Peter Kranefoed

Änderungen bei allen Besetzungen vorbehalten.

... 36 W W W . B A C H A K A D E M I E . D E


WE N N es die Veranstaltungen der Bachakademie in Stuttgart nicht schon gäbe,

hätte man sie erfinden müssen … denn sie bieten hochkarätige Oratorien-

programme, Bach-Schwerpunkte und anspruchsvolle Musikvermittlungs-

angebote. Für die Bachakademie und Helmuth Rilling ist das Motto »Musik bewegt und

verbindet« seit jeher Leitfaden ihrer Arbeit gewesen. Mehr denn je richten wir dabei unser

Augenmerk auf neue Inhalte und Vermittlungsformen, auf attraktive Mitmach-Projekte für

junge Menschen, auf eine breite Palette erstklassiger Konzerte und spannender Wissensver-

mittlung. Damit die Internationale Bachakademie Stuttgart auch künftig kreativ, inhaltsreich

und hochkarätig arbeiten kann, braucht sie Unterstützung. Werden Sie Mitglied im Förder-

kreis der Bachakademie und helfen Sie durch Ihr Engagement. Dabei profitieren Sie selbst!

Mitglieder … . haben Vorkaufsrecht bei der Karten- und Abonnementbestellung .

erhalten das Studium generale sowie den Musikfestpass zu ermäßigtem Preis . können

sich für die Ermäßigung eines

Abonnements der Akademie-

konzerte um 10% entscheiden

. haben freien Eintritt zu den

»Musikalischen Salons« und den

»Musikfest-Cafés« . genießen

ein exklusives Sonderkonzert

im Anschluss an die jährliche

Mitgliederversammlung .

nehmen an attraktiven Kultur-

reisen zu auswärtigen Konzer -

ten der Bachakademie teil .

erhalten unsere Zeitschrift

Forum Bachakademie direkt

nach Hause . können je

F Ö R D E R K R E I S

I N T E R N A T I O N A L E

B A C H A K A D E M I E

S T U T T G A R T e. V.

Saison zwei Freikarten für ein

Akademie konzert verschenken.

I H R N Ä C H S T E R

M U S I K A L I S C H E R S A L O N

vor den Akademiekonzerten im Saal der Bachakademie

V E R D I . R E Q U I E M

D O N N E R S T A G , 2 8 . F E B R U A R 2 0 1 3

Dr. Michael Gassmann im Gespräch mit Dr. Markus Engelhardt

Hoher Besuch im Verdi-Jahr aus Rom: Dr. Markus

Engelhardt ist Leiter der Musikwissenschaftlichen

Abteilung des Deutschen Historischen Instituts Rom.

Der Musikwissenschaftler hat 1988 im Auftrag der

Bachakademie einen Satz der Messa per Rossini ediert

und die Übersetzung des ersten Bandes der Schriften-

reihe aus dem Italienischen ins Deutsche vorgelegt. Wer

könnte kenntnisreicher über die Entstehungs geschichte

des Verdi-Requiems Auskunft geben!

... 37


B I O G R A P H I E N

... 38

M A R T I N H A S E L B Ö C K

MA R T I N Haselböck ist als Dirigent, Organist und Komponist auf vielfäl-

tige Weise im internationalen Musikleben präsent. Nach Studien in Wien

und Paris und mit internationalen Wettbewerbspreisen ausgezeichnet, trat er

schon früh als Orgelsolist weltweit auf: mit Soloabenden gastierte er u. a. im Gewandhaus

Leipzig, dem Sydney Opernhaus, dem Tschaikowski-Saal in Moskau, der Disney Hall Los

Angeles, der Suntory Hall in Tokyo und im Wiener Musikverein. Zahlreiche bedeutende

Komponisten schrieben für Martin Haselböck, so widmete ihm Ernst Krenek seine beiden

Orgelkonzerte, Alfred Schnittke, Cristobal Halffter Solowerke. 2012 hat er neue Orgelkom-

positionen Friedrich Cerhas uraufgeführt. Als Solist bedeutender Orchester trat er unter

Claudio Abbado, Lorin Maazel und Riccardo Muti auf. Mehr als 70 Einspielungen doku-

mentieren ein Repertoire, das von Bach über Liszt bis zur Moderne reicht. Als Professor an

der Musikhochschule Lübeck und (ab 2003) an der Wiener Musikuniversität ist er Lehrer

und Mentor einiger bedeutender junger Organisten. In seiner Funktion als Wiener Hofor-

ganist war die Beschäftigung mit der klassischen Kirchenmusik der Beginn einer intensi-

ven Arbeit als Dirigent. Dies führte 1985 zur Gründung des Orchesters Wiener Akademie,

mit dem er einen Zyklus im Wiener Musikverein gestaltet und weltweit auftritt: Schwer-

punkte seit 2010 sind die Musiktheaterprojekte The Giacomo Variations und The Infernal

Comedy mit John Malkovich, mehrere große Tourneen nach Nord- und Südamerika und

die erste Gesamtaufführung und -aufnahme aller Orchesterwerke Franz Liszts im Origi-

nalklang beim Liszt Festival in Raiding (Grand prix du disque 2011). Als Gastdirigent ist

er mit zahlreichen bedeutenden Orchestern aufgetreten, u. a. den Wiener Symphonikern,

der Dresdner Philharmonie, dem Sydney Symphony Orchestra, Los Angeles Philharmonic,

Philadelphia Orchestra, Toronto und San Francisco Symphony. Seit 2005 ist Haselböck

Music Director des Musica Angelica Baroque Orchestra in Los Angeles. Als Operndirigent

leitete er Neuproduktionen bei Festspielen in Wien, Schwetzingen, Halle und Salzburg

und an den Opernhäusern in Köln, Hannover und Hamburg. Im Juni 2012 leitete er als

Dirigent Händels Rinaldo am Teatro Colon in Buenos Aires, 2013 folgt dort Radamisto.

W W W . B A C H A K A D E M I E . D E

M A R T I N H A S E L B Ö C K . Foto Rosa Frank


H E R Z L I C H E N D A N K !

... 40

Die gesamte Arbeit der Internationalen Bachakademie Stuttgart ist nur

durch die Treue und großzügige Unterstützung vieler Partner möglich.

Z U S C H U S S G E B E R

H A U P T S P O N S O R E N U N D P A R T N E R

®

Robert Bosch GmbH . Robert Bosch Stiftung GmbH . Ensinger Mineral-Heilquellen GmbH .

Ernst & Young GmbH . Ernst Klett Aktiengesellschaft . Alfried Krupp von Bohlen Halbach-Stiftung

. Wüstenrot & Württembergische AG . Adolf Würth GmbH & Co. KG

S T I F T E R . F Ö R D E R E R . S P E N D E R

Allianz Deutschland AG, Region Südwest . Baden-Württemberg Stiftung gGmbH .

Bansbach Schübel Brösztl & Partner GmbH . Dr. Christine Bechtle-Kobarg . Gisela von Behr † .

Adalbert † und Hilla Bohle . CMS Hasche Sigle . Dekra AG / e. V. . Deutsche Bank Stiftung .

J. Eberspächer GmbH & Co. KG . E.ON AG . Evangelische Landeskirche in Württemberg .

Evonik Industries GmbH & Co. KG . fischerwerke GmbH & Co. KG . Dr. Wolfram Freudenberg .

Dr. Manfred und Ingrid Gentz . Anne Liese Henle † . Georg-Dieter von Holtzbrinck Stiftung .

Johannes Kärcher . Roland Klett † . Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen .

Emil Kriegbaum GmbH & Co. KG . L-Bank Musikstiftung . Berthold Leibinger Stiftung GmbH .

Familie Dr. Leibinger-Kammüller . Elisabeth † und Ludwig Lehmann-Binz . Friedhelm Loh .

Mahle GmbH . Stiftung van Meeteren . Inge Messerschmidt . Helmut Nanz Stiftung .

Renate Pilz . Hugo Rupf-Stiftung . SKS Erwin Russ GmbH . Sparkassen Kulturfonds des

Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes e. V. . Sparkassenverband Baden-Württenberg .

Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft e. V. . Andreas Stihl AG & Co. KG .

HSBC Trinkaus & Burkhardt AG . Voith AG . Senator E. h. Horst Weitzmann .

Siegfried Weishaupt . Wieland-Werke AG . Joseph Wohlwend Treuhand AG

F Ö R D E R K R E I S

I N T E R N A T I O N A L E

B A C H A K A D E M I E

S T U T T G A R T


V O R S C H A U

A K A D E M I E K O N Z E R T 5

D O N N E R S T A G , 2 8 . F E B R U A R 2013 . 19:00 . Musikalischer Salon

Dr. Michael Gassmann im Gespräch mit Dr. Markus Engelhardt. S A A L D E R B A C H A K A D E M I E

S A M S T A G , 2. M Ä R Z 2013 . 19:00 . Akademiekon�ert

S O N N T A G , 3. M Ä R Z 2013 . 19:00 . Akademiekon�ert

L I E D E R H A L L E S T U T T G A R T . B E E T H O V E N - S A A L . Einführung 18:15 . Dr. Michael Gassmann

B A C H W O C H E Stuttgart

I M P R E S S U M

G I U S E P P E V E R D I . Messa da Requiem

T A M A R A W I L S O N Sopran . A N K E V O N D U N G Alt

W O O K Y U N G K I M Tenor . T O R B E N J Ü R G E N S Bass

G Ä C H I N G E R K A N T O R E I S T U T T G A R T

S I N F O N I E O R C H E S T E R B A S E L . H E L M U T H R I L L I N G Leitung

1 7 . B I S 2 4 . M Ä R Z 2 0 1 3 . Gesprächskonzerte, Meisterkurse, Gottesdienste, Referate, Podiumsgespräche

J O H A N N S E B A S T I A N B A C H . Matthäus-Passion bwv 244

H E L M U T H R I L L I N G . Künstlerische Leitung

F R E I T A G , 22. M Ä R Z 2013 . 19:00

Gesamtaufführung der Matthäus-Passion . 1 9 : 0 0 . S T I F T S K I R C H E

D O N N E R S T A G , 21. M Ä R Z 2013 . 19:00

Geburtstagskonzert J S B 328 . 1 9 : 0 0 . D A V I D F R A Y . Klavier

L I E D E R H A L L E S T U T T G A R T . M O Z A R T - S A A L

V O R S I T Z E N D E R D E S V O R S T A N D S . Prof. Dr.-Ing. E. h. Berthold Leibinger

I N T E N D A N T . Gernot Rehrl

R E D A K T I O N . Dr. Michael Gassmann, Jürgen Hartmann

T E X T . Dr. Harald Hodeige

U M S C H L A G . Heilige Elisabeth, Deichsler Altar, Nürnberg, um 1520. Detail. Gemäldegalerie Berlin

G E S T A L T U N G & S A T Z . vjp . i-arts.net

D R U C K . Offi�in Scheufele

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