Großbauprojekte in Abu Dhabi - Hansa Flex

hansa.flex.com

Großbauprojekte in Abu Dhabi - Hansa Flex

Ausgabe 03/2010

SICHER IN DEN

URLAUB

12

80 JAHRE

FUSSBALL-WM

20

HYDRAULIKPRESSE

ZEITSCHRIFT FÜR KUNDEN UND MITARBEITER DER UNTERNEHMENSGRUPPE HANSA-FLEX

WELLENKRAFTWERKE

MIT HYDRAULIK

16

Großbauprojekte in Abu Dhabi

Putzmeister Mörtelmaschinen im Einsatz


INHALT HYDRAULIKPRESSE 06|2010

Die „Ferrari-World“ in

Abu Dhabi entsteht

Darauf sollten Sie bei Ihrer

Urlaubsplanung achten...

Ununterbrochener Tunnelbau

dank Hydraulikworkshop

02

04

Wellenkraftwerke – saubere

6

Energie durch Hydraulik

18

Geschichten und Kuriositäten

20

aus 80 Jahren Fußball-WM

Foto: Julia Ahlers Foto: Ferrari World Abu Dhabi

Foto: iStockphoto Foto: Julia Ahlers

Foto: Wave Star

TITELSTORY

04 ZUVERLÄSSIG AUCH BEI 50 °C

In Abu Dhabi entsteht der größte Indoor-Themenpark der Welt

MESSEN & EVENTS

06 DER ASCHEWOLKE ZUM TROTZ

HANSA-FLEX zieht positives bauma-Fazit

AKTUELLES

10 AUF IN EIN NEUES ABENTEUER

XWORLD geht nach Südamerika

18 DURCH DEN FUSS DES BERGES

Schnelle Ersatzteilfertigung am Ceneri-Basistunnel

PRAXIS

08 SCHNELL DA, SCHNELL WIEDER WEG

Einfacher Aufbau mobiler Bühnen dank Hydraulik

ARBEIT & LEBEN

12 SOMMER, SONNE, SONNENSCHEIN

Worauf achten bei der Urlaubsreise?

MENSCHEN BEI HANSA-FLEX

14 DIE TIERFLÜSTERIN VON HANSA-FLEX

Tiere sind für Krista Richter eine Herzensangelegenheit

FASZINATION TECHNIK

16 DAS AUF UND AB NUTZBAR MACHEN

Wellenkraftwerke haben großes Potential – auch durch Hydraulik

SCHON GEWUSST...?

20 ELF FREUNDE MÜSST IHR SEIN

Was man wirklich über die Fußball-Weltmeisterschaft wissen muss

AUS- & WEITERBILDUNG

22 STELLENANGEBOTE DER HANSA-FLEX GRUPPE

Unsere Mitarbeiter sind der Schlüssel unseres Erfolgs

22 SCHULUNGSTERMINE DER IHA

Seminarangebot in den Monaten Juni bis August

RUBRIKEN

03 EDITORIAL | IMPRESSUM

21 NEWSTICKER

23 GEWINNSPIEL | ZAHLEN & FAKTEN | VORSCHAU

HANSA-FLEX KUNDENMAGAZIN


HERAUSGEBER / VERLAG:

HANSA-FLEX Hydraulik GmbH

Zum Panrepel 44 · 28307 Bremen

Telefon: 0421 - 4 89 07 - 0

Telefax: 0421 - 4 89 07 - 48

E-Mail: info@hansa-flex.com

www.hansa-flex.com

Redaktion: Enrico Kieschnick, Dirk Brunne,

Jan-Christoph Fritz, Julia Ahlers

Texte: Dirk Brunne

Gestaltung: Jan-Christoph Fritz, Nadine Beneke

Druck: BerlinDruck · www.berlindruck.de

Verantwortlich für den Inhalt: Wolfgang Rink

Erscheinungsweise: Sechs mal jährlich

Ein Abo-Service der HYDRAULIKPRESSE steht Ihnen

auf unserer Internetseite zur Verfügung unter:

www.hansa-flex.com/kommunikation/hydraulikpresse/abo_service.html

Zum Abbestellen des Abos senden Sie bitte eine

E-Mail an: ma@hansa-flex.com

PEFC/04-31-0976

HINWEIS: Die HYDRAULIKPRESSE ist auch in

einer englischsprachigen Ausgabe erhältlich.

Weitere Informationen erhalten Sie über Ihre

Niederlassung.

AUSGABE JUNI 2010

16. Jahrgang

Bildkomposition auf der Titelseite: Nadine Beneke

LIEBE LESERINNEN, LIEBE LESER,

IMPRESSUM EDITORIAL

die bauma 2010 hat unsere Erwartungen übertroffen. Mit neuem Messestand an einem neuen

Standort auf dem Freigelände war HANSA-FLEX Dreh- und Angelpunkt und begrüßte so viele Besucher

wie nie zuvor. Nach wachsenden Umsatzzahlen im März 2010 markierte die bauma die lang

erhoffte Trendwende in der Branche. Machen Sie sich einen Eindruck vom Geschehen mit unserem

Nachbericht und beeindruckenden Bildern auf den Seiten 6 und 7.

Beeindruckend ist auch ein Großprojekt in den Vereinigten Arabischen Emiraten. In der Titelgeschichte

reisen wir nach Abu Dhabi und erleben, wie an der neu errichteten Formel-1-Rennstrecke

mit der „Ferrari World“ der größte Indoor-Themenpark der Welt entsteht. Die Estrichleger der

Putzmeister Mörtelmaschinen GmbH bringen dafür über eine Millionen Quadratmeter Estrich aus.

Und das bei 50 °C.

In unserer Rubrik „Menschen bei HANSA-FLEX“ treffen wir in dieser Ausgabe Krista Richter, Leiterin

der Niederlassung in Lingen im Emsland. Die gebürtige Friesin züchtet seit Jahren schottische Hochlandrinder,

Shetlandponys und Quessant-Schafe. Warum Aussagen wie „olle Ziege“ oder „schwarzes

Schaf“ an ihr abprallen, erfahren Sie im Portrait auf den Seiten 14 und 15.

Seit der bauma ist es offiziell. HANSA-FLEX begibt sich in ein neues Abenteuer. Im Sommer 2011 fällt

der Startschuss für die XWORLD Südamerika. Über den Streckenverlauf, die Highlights auf der Tour

und die neuen Fahrzeuge berichten wir auf Seite 10.

Pünktlich zur Fußball Weltmeisterschaft gibt HYDRAULIKPRESSE einen humoresken Rückblick auf

die Geschichte der FIFA-Endrunden seit 1930. Lesen Sie von Kuriositäten, Skandalen, bitteren Niederlagen,

großen Erfolgen und nie vergessenen Spielen. Wenn Sie wissen möchten, warum Indien

seine einzige WM-Teilnahme absagte, wieso Chile ein Qualifikationsspiel ohne Gegner bestritt oder

warum ein brasilianischer Nationaltorwart das Trainingsgelände der Selecao nicht mehr betreten

durfte, schlagen Sie Seite 20 auf.

Viel Spaß beim Lesen wünschen Ihnen

DIE GESCHÄFTSFÜHRER

Thomas Armerding

Uwe Buschmann

Dieter H. Seidler

HYDRAULIKPRESSE 06|2010 03

Foto: Julia Ahlers

Foto: Julia Ahlers

Foto: Julia Ahlers


TITELSTORY BETONPUMPEN

ZUVERLÄSSIG AUCH BEI 50 °C

Foto: Julia Ahlers

IN ABU DHABI ENTSTEHT DER GRÖSSTE INDOOR-THEMENPARK DER WELT

Es ist heiß auf der Insel Yas. Sehr heiß sogar. Unbarmherzig schickt die Sonne ihre Strahlen auf den hellen Wüstensand und bringt die

darüber liegende Luftschicht zum Flimmern. Das Thermometer zeigt 50 °C. In solchen Szenarien werden normalerweise Kinofilme im Stile

von Gladiator oder Troja gedreht. Auf der Insel Yas in Abu Dhabi nicht. Hier entsteht mit der „Ferrari World“ der größte Indoor-Themenpark

der Welt. Eröffnet werden soll er noch in diesem Jahr.

Die „Ferrari World“ in Abu Dhabi ist derzeit eines

der ambitionierten Großbauprojekte in den

Vereinigten Arabischen Emiraten. Bis Ende

2014 werden bei diesem gigantischen Bauvorhaben

mehrere Millionen Quadratmeter Estrich verlegt.

Damit das gelingt sind die leistungsstärksten Estrichförderer

M 760 der Putzmeister Mörtelmaschinen

GmbH im Einsatz.

200.000 QUADRATMETER

INDOOR-SPASS

Auf der 2.500 Hektar großen und künstlich angelegten

Insel Yas, die nicht weit vom internationalen

04

Flughafen der Hauptstadt Abu Dhabi entfernt liegt,

entsteht mit einer Fläche von 200.000 Quadratmetern

der derzeit größte Indoor-Themenpark der Welt.

Er befindet sich direkt an der neuen Formel-1-Strecke

von Abu Dhabi, dem „Yas Island Circuit“, auf dem im

November 2009 das erste Formel-1-Rennen in den

Vereinigten Arabischen Emiraten stattfand. Wie der

Name vermuten lässt, steht die „Ferrari World“ ganz

im Zeichen des italienischen Autobauers. Neben

zahlreichen Attraktionen rund um den Motorsport,

einem Theaterkomplex, einer großen Erlebnisebene

für Kinder und der schnellsten Achterbahn der Welt

werden um die „Ferrari World“ mehrere Hotels der

Kategorie vier bis fünf Sterne errichtet.

MITTEN DURCHS HOTEL

Das auffälligste Hotel ist ohne Zweifel das Yas Hotel.

Es liegt zu einer Hälfte an Land und zur anderen über

dem Yachthafen. Ein weiteres Highlight: Die neue

Formel-1-Strecke führt direkt durch das Hotel. Dieser

erste Bauabschnitt musste also bis zum Start des ersten

Rennens am 01. November 2009 abgeschlossen

sein. Mit den Estrichförderern M 760 von Putzmeister

wurden fristgerecht bis zum September 2009 350.000

Quadratmeter Estrich gelegt. In weiteren Etappen

werden allein beim Bau eines Luxus-Apartementkomplexes

auf der künstlich angelegten Insel weitere

750.000 Quadratmeter Estrich bis Ende 2010 folgen.

HANSA-FLEX KUNDENMAGAZIN


Foto: Putzmeister Mörtelmaschinen GmbH

HÖHENREKORD mit einer Pumphöhe von 606 m beim Bau

des Burj Kahlifa in Dubai durch Putzmeister Sonderhochdruck-Betonpumpen.

IM ZEITPLAN TROTZ WIDRIGER

BEDINGUNGEN

Doch nicht nur der enge Zeitplan stellt besondere

Anforderungen an Mensch und Maschine. Die Witterungsverhältnisse

in der Arabischen Wüste bringen

weitere Herausforderungen. Mit Temperaturen von

über 50 °C werden Arbeiter, Maschinen, Material und

Baustoffe bis an ihre Grenzen belastet. So müssen

die frisch ausgebrachten Flächen mit Folien abgedeckt

werden, um Materialspannungen und dadurch

entstehende Risse zu vermeiden, die in zu schnell

trocknendem Estrich entstehen können. Selbst unter

diesen extremen Bedingungen lassen die zwei vollhydraulischen

Mixokret M 760 DH und die beiden mit

Beschicker ausgestatteten M 760 DHB ihre Bediener

nicht im Stich. Ebenso zuverlässig funktionieren die

hydraulischen Verbindungselemente, die seit Jahren

von HANSA-FLEX in Memmingen geliefert werden.

So bewältigen die Maschinen auch große Förderweiten

von 100 Metern und mehr. In der Förderung

kommen vor allem DN 50-Schläuche zum Einsatz,

weil diese aufgrund ihres geringen Gewichts einfacher

zu handhaben sind.

ZUSCHLAG DURCH SERVICE

Die Entscheidung, M 760 Estrichförderer auf der

Großbaustelle von Yas Island einzusetzen, trafen die

Baustellenverantwortlichen aufgrund des ausgezeichneten

Rufs der Putzmeister Mörtelmaschinen

und den guten Erfahrungen aus Deutschland. Neben

der Qualität und der Zuverlässigkeit der Maschinen

war auch das Putzmeister-Netz von Händlern und

HYDRAULIKPRESSE 06|2010

Foto: Ferrari World Abu Dhabi

Service-Technikern entscheidend für den Zuschlag.

So ist auch in Abu Dhabi beste Betreuung garantiert.

In der Hochdruckphase vor dem ersten Formel

1-Rennen waren vier Estrichförderer an sieben Tagen

in der Woche in drei Schichten in Betrieb. Aus beinahe

denselben Gründen vertraut Putzmeister seit

Jahren auf die Produkte und Dienstleistungen von

HANSA-FLEX. Mit unserem engen Niederlassungsnetz

sind wir jederzeit vor Ort, wenn ein Ersatzteil

benötigt wird. So können die Maschinenbetreiber an

der Großbaustelle „Ferrari World“ Ersatzschlauchleitungen

direkt in der HANSA-FLEX Niederlassung in

Abu Dhabi beziehen oder auf die schnelle Hilfe von

FLEXXPRESS bauen.

KRAFTPAKETE IN DER WÜSTE

Die Mixokret M 760 ist der stärkste Estrichförderer

im Programm von Putzmeister. Ein vierzylindriger

Deutz-Dieselmotor bringt

kraftvolle 46 kW Leistung. Dabei ist er

leise, sparsam und umweltfreundlich,

weil er mit sehr niedrigen

Drehzahlen läuft. Die

M 760 fördert

nicht nur bis zu

fünf Kubikmeter

Estrich

in der Stunde,

sie wird durch

das hydraulische

Mischwerk

auch mit sehr anspruchsvollenBedin-

BETONPUMPEN TITELSTORY

DIE FERRARI-WORLD ist ein riesiger Indoor-Themenpark in Abu Dhabi, der ganz im Zeichen des italienischen Autobauers steht.

Direkt neben dem 200.000 m2 großem Komplex befi ndet sich die neue Formel-1-Rennstrecke. Für das ehrgeizige Projekt müssen

gigantische Mengen Beton gegossen werden – bei Temperaturen von 50 °C eine extreme Belastung für Material und Maschinen.

gungen fertig. Der hydraulische Antrieb bietet die

Möglichkeit, das Mischwerk vorwärts und rückwärts

laufen zu lassen. Dadurch lassen sich eventuelle Blockaden

im Mischkessel entfernen, was die Reinigung

enorm vereinfacht und Wartungszeiten entscheidend

verkürzt.

Mit den Estrichförderern von Putzmeister und der

hydraulischen Verbindungstechnik von HANSA-FLEX

liegt die Großbaustelle voll im Zeitplan. Die hohe

Zuverlässigkeit der Putzmeister Estrichförderer sorgt

dafür, dass der geplanten Eröffnung der „Ferrari

World“ nichts im Wege steht.

05

Foto: Julia Ahlers


MESSEN & EVENTS BAUMA

DER ASCHEWOLKE

ZUM TROTZ

HANSA-FLEX ZIEHT POSITIVES BAUMA-FAZIT

Die bauma 2010 hatte mit unerwarteten Widrigkeiten zu kämpfen. Der isländische Vulkan mit dem eingängigen Namen Eyjafj allajökull

sorgte mit seiner Aschewolke für ein beinah europaweites Flugverbot in den ersten Tagen der Messe. Dem Erfolg der bauma tat das keinen

Abbruch. Auch wenn durch den Stillstand am Himmel die Besucherzahlen nicht an die der bauma 2007 heranreichten, markierte die Messe

die erhoff te Trendwende für die internationale Baumaschinenindustrie.

06

HANSA-FLEX KUNDENMAGAZIN

Foto: Julia Ahlers


HANSA-FLEX kann diese Einschätzung nur bestätigen.

„Das Interesse an unseren Produkten

und Dienstleistungen hat unsere Erwartungen

übertroffen. Noch nie vorher konnten wir so viele Besucher

an unserem Messestand begrüßen“, berichtet

Ina Steglich, bei HANSA-FLEX verantwortlich für

die Messeplanung. Die positiven Umsatzzahlen von

HANSA-FLEX im März 2010 sorgten für zusätzliche

Motivation aller Messebeteiligten und steigerten die

Stimmung im Team merklich.

MITTEN IM GESCHEHEN

So präsentierte sich HANSA-FLEX mit einem komplett

neuen, über 500 Quadratmeter großen Messestand

den Besuchern. Mit seinem neuen Standort

zwischen namhaften Baumaschinenherstellern wie

TEREX, CAT oder Liebherr war HANSA-FLEX Dreh-

und Angelpunkt auf dem Freigelände. Besonders

am Wochenende war der Besucherandrang so groß,

dass einzelne Eingänge zum Messestand geschlossen

werden mussten, um den Menschenmassen Herr zu

werden. Trotz der Besuchermengen zeigten sich die

25 Fachberater als eingespieltes Messeteam und ließen

keinen Besucher allein.

Unsere Kunden lobten vor allem die sofortige Betreuung

durch das Standpersonal, die tolle Bewirtung am

Messestand und die großartige Stimmung im Team.

„Alles hat nahtlos ineinander gepasst. Jeder war für

den anderen da. Das haben natürlich auch unsere

Kunden positiv wahrgenommen. Dem Messeteam

kann ich dafür gar nicht genug danken“, freut sich Ina

Steglich über das hervorragende Miteinander.

Foto: Julia Ahlers

HYDRAULIKPRESSE 06|2010

Foto: Julia Ahlers

Auch das Konzept, das den Fokus auf die mobilen

Services von HANSA-FLEX legte, wusste zu überzeugen.

So zeigten sich die Besucher begeistert von den

Einsatzmöglichkeiten des Hydraulikworkshops. Einige

Kunden hätten den mobilen Werkstatt-Container

am liebsten direkt vom Gelände mitgenommen. Das

Interesse an den Fluidservice-Fahrzeugen war nicht

minder gering, wie die große Menge an Angebotsanfragen

eindrucksvoll belegt.

NEUE XWORLD VORGESTELLT

In Erinnerung an die XWORLD 2008/09 stand einer

der Geländewagen, der auf der Tour durch Europa

BAUMA MESSEN & EVENTS

DAS HANSA-FLEX MESSE-TEAM machte die bauma zum Erfolg – die Messebesucher lobten die kompetente Betreuung.

und Asien dabei war, auf dem Messestand. Als kleines

Highlight lüftete HANSA-FLEX ein bis dahin wohl

gehütetes Geheimnis: Im Sommer 2011 startet die

XWORLD Südamerika in Buenos Aires. Mehr über

dieses Abenteuer lesen Sie auf Seite 11 in dieser

Ausgabe. Wieder einmal schien auch der Wettergott

bauma-Fan zu sein. Wie während der vergangenen

Messen war auch in diesem Jahr durchweg Kaiserwetter

angesagt. Erst beim Abbau am Montag fing es

an zu Regnen. Wir freuen uns schon auf die nächste

bauma, die turnusmäßig wieder in drei Jahren vom

15. bis 21. April 2013 in München stattfinden wird.

Mit diesem Messeteam wird sie sicherlich wieder ein

riesiger Erfolg.

GROSSER ANDRANG AM HANSA-FLEX STAND wie nie zuvor – am Wochenende mussten einzelne Zugänge des Messestandes geschlossen werden, um der Menschenmassen Herr zu werden.

07


PRAXIS MOBILE HYDRAULIKTECHNIK

SCHNELL DA,

SCHNELL WIEDER WEG

EINFACHER AUFBAU MOBILER BÜHNEN DANK HYDRAULIK

Was haben Atze Schröder, Christina Stürmer und Joschka Fischer gemeinsam? Sie stehen oder standen in der Öff entlichkeit – richtig. Doch

damit nicht genug. Sie alle standen schon mal auf einer mobilen Bühne der Kultour Veranstaltungsservice GmbH aus Münster. Durch den

Einsatz hydraulischer Systeme bauen sich diese Bühnen beinahe vollautomatisch auf.

Angefangen hat Unternehmensgründer Hans

von Burkersroda 1994 mit der Vermietung so

genannter Nightliner. Das sind große Busse,

in denen Künstler und deren Crews von Veranstaltungsort

zu Veranstaltungsort fahren. Als er von einem

Kunden gefragt wurde, ob er eine mobile Bühne

beschaffen könne, begann der Geschäftsführer mit

der Recherche. Fündig wurde er bei einem Unternehmen

in Frankreich. Nach diversen Gesprächen einigte

man sich auf eine Zusammenarbeit. Fortan vertrieb

Kultour diese Bühnen in Deutschland. Und zwar so

erfolgreich, dass 1997 die Busse des Fuhrparks verkauft

wurden. Seitdem bildet der Verkauf und die

Vermietung von mobilen Bühnen und Tribünen das

Kerngeschäft.

INNOVATION AUS MÜNSTER

Schon bald begann Kultour damit, eigene Bühnen zu

produzieren. „Unsere französischen Partner zeigten

sich wenig innovativ. Es herrschte Stagnation mit der

wir nicht leben wollten. Also haben wir angefangen,

selber zu produzieren“, erklärt Hans von Burkersroda.

Seitdem präsentiert Kultour seinen Kunden beinahe

im Ein-Jahres-Takt neue mobile Bühnen. Die Produktpalette

reicht mittlerweile von kleinen Bühnen mit

einer Fläche von 20 Quadratmetern über Tribünen mit

08

bis zu 220 auf Wunsch überdachten Sitzplätzen bis hin

zur derzeit größten mobilen Bühne aus europäischer

Herstellung, die den Namen „smartStage 180“ trägt.

MESSEERFOLG

Auf der Messe „Prolight + Sound 2010“ in Frankfurt

am Main, stellte Kultour die „smartStage 180“

erstmals dem Fachpublikum vor. Wie der Name

schon vermuten lässt, bietet sie 180 Quadratmeter

überdachte Bühnenfläche. „Wir bauen seit 15 Jahren

mobile Bühnen. In der smartStage180 steckt

unsere ganze Kompetenz und Erfahrung“, berichtet

Geschäftsführer Hans von Burkersroda. Die smart-

Stage180 eignet sich für mittlere und große Bühnenshows

und wird im Gegensatz zu konventionellen

Bühnen mit einer Low-Liner-Zugmaschine – das

sind Sattelzüge, bei denen die Sattelkupplung tiefer

liegt als bei gängigen Zugmaschinen – transportiert.

MOBIL VS. KONVENTIONELL

Mobile Bühnen haben entscheidende Vorteile gegenüber

konventionellen Bühnen. Sie sind viel einfacher

zu transportieren, denn das gesamte Bühnensystem

wird in der Regel aus dem Fahrzeug ausgeklappt. Um

eine konventionelle Bühne von 180 Quadratmetern

Foto: Julia Ahlers

Illustration: iStockphoto

Grundfläche zum Veranstaltungsort zu schaffen, benötigt

man zwei Sattelzüge. Für den Aufbau ist ein

geländegängiger Gabelstapler und eine erfahrene

CLEVERE HYDRAULIK: Alle hydraulischen Funktionen der

„smartStages“ lassen sich über eine Fernbedienung zentral

steuern – das spart Personal und Zeit.

HANSA-FLEX KUNDENMAGAZIN


Crew unerlässlich, die insgesamt 40 Mannstunden

für den Aufbau benötigt. Bei der smartStage geht

das viel schneller. Vier Mitarbeiter benötigen gerade

mal zwei Stunden, bis die Bühne einsatzbereit ist. So

sparen Bühnenbetreiber oder Mieter bis zu 80 Prozent

der Aufbauzeit und bis zu 90 Prozent Personal

ein. Das ist ein finanzieller Vorteil, der sich auf Dauer

rechnet. Zwar ist eine smartStage in der Anschaffung

teurer als eine herkömmliche Bühne, aber „rechnen

Sie selbst. Auch wenn die smartStage nur ein Mal

im Monat eingesetzt wird, sind die Kosten pro Job

deutlich günstiger. Nach etwa einem Jahr haben sich

die Anschaffungskosten ausgeglichen. Jeder weitere

Auf- und Abbau bringt Zugewinn“, rechnet der Geschäftsführer

der Kultour Veranstaltungs GmbH vor.

HYDRAULISCHES SYSTEM

Dass die großen smartStages schnell und mit wenig

Personal aufzustellen sind, liegt an dem cleveren

Einsatz hydraulischer Systeme. Sie sorgen dafür, dass

sich die Bühne beinahe vollautomatisch entfaltet.

Dazu wird der dreiachsige Sattelauflieger zuerst

abgestellt, danach fahren vier doppelwirkende Teleskopzylinder

an der Unterseite aus und heben die

Bühne an. Das Dach wird mit einem zweistufigen

Dachhub hochgefahren und hydraulisch ausgeklappt.

Ebenso verhält es sich mit dem Boden der

Bühne. Er befindet sich zusammengeklappt im Inneren

des Aufliegers und kann, nachdem der benötigte

Unterbau errichtet wurde, ausgefahren werden. Den

Antrieb für die hydraulischen Funktionen übernimmt

ein Verbrennungsmotor, der über eine Hydraulikpumpe

für den nötigen Öldruck sorgt. Alle Funktionen

lassen sich über eine Fernbedienung zentral

steuern. Die kleineren Bühnen wie die smartStage20

kommen ohne jede Hydraulik aus.

IMMER GUT BERATEN

Für die Planung, Projektierung und Umsetzung der

Hydraulik verlässt sich Kultour auf das Know-how

von HANSA-FLEX. Betreut wird das Unternehmen

vom HANSA-FLEX Fachberater Helmut Jahnert und

der Niederlassung Münster. „Das Aggregat und die

Zylinder werden beim HANSA-FLEX Engineering/Aggregatebau

(EAB) in Dresden gefertigt und direkt an

den Kunden geliefert. Sämtliche andere Komponenten

kommen aus unserer Niederlassung in Münster“,

berichtet Helmut Jahnert. Da bei Systemen dieser

Art jeder Kubikzentimeter wertvoll ist, müssen die

von HANSA-FLEX gefertigten Komponenten an enge

Einbauräume angepasst werden. „Kein Problem“,

freut sich Helmut Jahnert, „jede neue Abstimmung

wird von uns sofort konstruktiv umgesetzt. Das geht

mit EAB und seiner großen Erfahrung im Zylinderbau

und Aggregatebau natürlich ausgezeichnet“. Aus

Platzgründen sind die Stützzylinder der „smartStage

180“ als Teleskopzylinder doppeltwirkend von

HYDRAULIKPRESSE 06|2010

HANSA-FLEX ausgeführt. Insgesamt sorgen 16 Hydraulikzylinder

für präzises Ausrichten der Bühne und

punktgenaues Ausklappen der einzelnen Bühnenteile.

Bedingt durch die enormen Ausmaße muss natürlich

für einen Gleichlauf der Zylinder gesorgt werden.

Durch den Einsatz unserer Zahnradmengenteiler gelingt

das ausgezeichnet.

HOHE SICHERHEIT

Neben dem schnellen Auf- und Abbau haben die

mobilen Bühnen noch weitere Vorteile gegenüber

den konventionellen. So befinden sich sämtliche

zum Aufbau notwendigen Teile im Sattelauflieger.

Bühnenbetreiber müssen diese Teile nicht mehr aufwändig

ein- und auslagern. Ebenso sparen sie sich

das zeitintensive Be- und Entladen eines Transportfahrzeugs

am Lagerort. Mobile Bühnen können auf

dem Firmengelände abgestellt werden und sind sofort

abfahrbereit. Und ganz nebenbei eignen sie sich

hervorragend als Werbefläche. In Punkto Sicherheit

macht Kultour keine Kompromisse. Durch das hohe

Eigengewicht von 27 Tonnen kann die Bühne ohne

Ballastierung aufgestellt werden. Wird die smart-

Stage180 mit Rückwand aufgebaut, ist sie bis zu

Windstärke 8 einsatzbereit. Ohne Rückwand gibt es

keinerlei Begrenzungen.

FLEXIBILITÄT IST TRUMPF

Auch in Bezug auf die Einsatzgebiete gibt es für mobile

Bühnen fast keine Begrenzungen. „Mit mobilen

Bühnen lassen sich Veranstaltungen realisieren, die

man mit herkömmlichen nicht einmal angedacht

hätte“, sagt Hans von Burkersroda mit einem Lächeln.

Gerade öffentliche Räume können nicht beliebig lange

belegt werden, weil sie auch für andere Zwecke

genutzt werden. „Für mobile Bühnen – kein Problem.

Die Fläche wird erst unmittelbar vor dem Event belegt.

Wo eben noch ein Konzert, eine Wahlkampfveranstaltung

oder ein Promotion-Event war, kann eine

Stunde später schon wieder ein Markt stattfinden“, so

von Burkersroda. Und wer während der Fußball-WM

einem Public-Viewing beiwohnt, könnte auf einer

mobilen Tribüne von Kultour sitzen oder auf einer

smartStage stehen. So wie Atze Schröder, Christina

Stürmer oder Joschka Fischer es bereits taten.

Zertifizierte

Sicherheit

Kultour produziert die mobilen Bühnen nach

DIN 4112/DIN EN 13814. Alle Bühnen besitzen

eine geprüfte Statik mit Standsicherheitsnachweis.

Die smartStages werden mit einem Gutachten

des Fahrzeug-TÜV nach § 21StVZO/§ 13EG-

FGV ausgeliefert.

Mehr Informationen unter: www.kultour.de

Foto: Julia Ahlers

Foto: Julia Ahlers

Foto: Julia Ahlers

Foto: Julia Ahlers

Foto: Julia Ahlers

MOBILE HYDRAULIKTECHNIK PRAXIS

Aufbau der „smartStage 180“

09


AKTUELLES XWORLD SÜDAMERIKA

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Foto: iStockphoto

THE OFFROAD EVENT

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2011/12

Der Startschuss für die XWORLD Südamerika

fällt am 03.06.2011 in Buenos Aires (Argentinien).

Von dort aus macht sich der Konvoi

aus sechs VW Amaroks auf seine Reise durch acht

atemberaubende Länder Südamerikas. Die Teilnehmer

erreichen die schönsten Strände Brasiliens und

durchqueren den Regenwald im Amazonasbecken,

sie sehen die sagenumwobene Inkastadt Machu

Picchu in Peru und bahnen sich ihren Weg durch die

Hochanden. Sie passieren die Atacama Wüste in Chile,

erleben die Schönheit Patagoniens und machen

einen Abstecher nach Feuerland.

10 HANSA-FLEX KUNDENMAGAZIN

Foto: iStockphoto


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Wie bei der ersten XWORLD wurde die gesamte

Route in Zusammenarbeit mit einer renommierten

Eventagentur geplant. Auf den Etappen erwarten die

Teilnehmer Übernachtungen in Hotels oder Camps

auf der Strecke. Durch das Insiderwissen unserer

Tour-Guides erreichen sie Orte, die anderen Reisenden

verborgen bleiben, und lernen Land und Leute

hautnah kennen – abseits von Touristenmengen.

Dabei besprechen die Guides jede Tagesetappe mit

den Teilnehmern, so dass in Abstimmung mit der

Gruppe auch auf individuelle Wünsche eingegangen

werden kann. Natürlich ist auch für eine bequeme

An- und Abreise gesorgt.

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Platz nehmen werden die Teilnehmer in einem VW

Amarok. Dieser „Pick-up mit Reisequalitäten“ (Autobild)

ist das neueste Pick-up-Modell des Autobauers

aus Wolfsburg und wird in Buenos Aires gefertigt. In

HYDRAULIKPRESSE 06|2010

diversen Tests überzeugte er vor allem durch seine

hochwertige Verarbeitung und seine überzeugenden

Geländeeigenschaften. Motorisiert ist der Amarok

mit einem 2.0 Liter Turbodiesel, der 163 PS Leistung

bringt. Ungebremster Off- und Onroad-Spaß ist also

garantiert.

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Die Route führt von Argentinien durch Brasilien, Suriname,

Guyana, Französisch Guyana, Peru, Bolivien

und Chile. Zwei Teilnehmer teilen sich ein Fahrzeug.

Die 16 Etappen, an denen maximal zehn Abenteurer

teilnehmen, dauern sieben oder 14 Tage. Start der

Tour ist der 03.06.2011 in Buenos Aires, wo sie am

06.02.2012 auch wieder enden wird.

Genaue Reiseinformationen finden Interessenten ab

Juni 2010 im Internet auf www.xworld.cc. Gleichzeitig

erscheint ein umfangreicher Reisekatalog, der

direkt über das Internet oder bei der Marketing-Abteilung

von HANSA-FLEX bestellt werden kann.

XWORLD SÜDAMERIKA AKTUELLES

11


ARBEIT & LEBEN SICHER IN DEN URLAUB

SOMMER, SONNE, SONNENSCHEIN

WORAUF ACHTEN BEI DER URLAUBSREISE?

Sommerzeit ist Reisezeit. Besonders in Deutschland. Denn wenn es ums Reisen geht sind die Deutschen Weltmeister. Und das schon seit

Jahren. Dennoch treten Touristen gerne in Fettnäpfchen oder vergessen elementare Dinge in den heimischen vier Wänden. Pünktlich zur

Urlaubszeit verrät unser kleiner Ratgeber, worauf es bei der Reise zu achten gilt.

12 HANSA-FLEX KUNDENMAGAZIN

Foto: Julia Ahlers


Egal ob man mit dem Rucksack durch das australische

Outback wandert, in der Karibik am

Strand liegt, seinen Urlaub in den Bergen verbringt

oder die Wellen an der Ostseeküste genießt,

den Sonnenschutz zu vernachlässigen, wäre ein fataler

Fehler. Schmerzhafte Sonnenbrände können den

Urlaubsspaß trüben und obendrein das Hautkrebsrisiko

erhöhen. Gerade in Ländern wie Australien und

Neuseeland oder in der Nähe des Äquators ist es unbedingt

ratsam, Sonnenschutz zu verwenden, weil

die mitteleuropäische Durchschnittshaut derartige

Sonneneinstrahlung nicht gewöhnt ist. Am besten

besorgt man sich die Sonnencreme direkt im Urlaubsland,

denn hier ist sie auf die vorherrschenden

Bedingungen abgestimmt. Und für alle, die um ihren

Teint fürchten: Auch mit Sonnenschutz lässt sich eine

ansehnliche Bräune erreichen.

IMPFUNGEN UND MEDIKAMENTE

Viele Urlauber stellen vor dem Abflug eine kleine

Reiseapotheke zusammen. Neben gängigen Mitteln

wie Schmerztabletten, Medikamente gegen Übelkeit

oder Wundsalben sollte der Inhalt dem Reiseziel

angepasst werden. In tropischen Ländern empfiehlt

es sich zum Beispiel, Malaria-Medikamente einzupacken.

Da es verschiedene Arten von Malaria und

damit auch verschiedene Medikamente gegen die

Infektion gibt, empfiehlt es sich vor Reiseantritt, entsprechende

Informationen einzuholen. Eine Impfung

gegen Malaria ist nicht möglich, aber es existieren

Mittel, die bei regelmäßiger Einnahme eine Infektion

verhindern. In Süd- und Mittelamerika, Afrika und

Teilen Asiens rät das Auswärtige Amt zu vorbeugenden

Impfungen gegen Hepatitis A, bei längeren Aufenthalten

auch gegen Hepatitis B. Je nach Reiseziel

sind auch Impfungen gegen Gelb- und Denguefieber,

Diphterie oder sogar Thyphus zu empfehlen. Genaue

Informationen zu sinnvollen Impfungen in einzelnen

Ländern finden interessierte Reisende im Internet

auf den Seiten des Auswärtigen Amts. Eine aktuelle

Tetanus-Impfung empfiehlt sich eigentlich immer.

Im Zweifelsfall wird Ihr Hausarzt Sie beraten.

EINREISEVISUM

Als Bürger der Europäischen Union benötigen Reisende

in den meisten Ländern der Welt kein Einreisevisum

für die Dauer des Urlaubs. Ein gültiger Reisepass

ist dann ausreichend. Beträgt der Aufenthalt aber

mehr als vier Wochen, ist außerhalb Europas häufig

doch ein Visum notwendig. Da die Regelungen von

Land zu Land sehr unterschiedlich sind, empfiehlt es

sich auch hier, sich beim Auswärtigen Amt oder auf

den Internetseiten des Reiseziels schlau zu machen.

In Thailand ist ein so genannter „Overstay“, also ein

längerer Aufenthalt als vier Wochen ohne gültiges

Visum keinesfalls ein Kavaliersdelikt. In solchen Fällen

werden hohe Geld- oder sogar Haftstrafen aus-

HYDRAULIKPRESSE 06|2010

gesprochen. Ausnahmen machen die Behörden dort

nicht, und Unwissenheit ist keine Entschuldigung.

SICHERHEIT

In beinahe jeder Stadt der Welt gibt es Gegenden,

die Touristen nach Einbruch der Dunkelheit gar nicht

oder nicht ohne Begleitung befreundeter Einheimischer

betreten sollten. Das gilt für die USA genauso

wie für Kolumbien oder Südafrika. Reiseführer, Hotelpersonal

oder landeskundige Freunde können hier

wertvolle Ratschläge geben, welche Orte zu meiden

sind. Lassen Sie sich aber nicht verrückt machen.

Nicht hinter jeder Ecke lauert ein Bandit.

ANDERE LÄNDER, ANDERE SITTEN

Kulturelle Unterschiede können von Land zu Land

ganz gewaltig sein. So sorgen Verhaltensweisen, die

für Europäer vollkommen normal sind, in anderen

Kulturkreisen eventuell für Unverständnis. Damit

man seine Gastgeber nicht ungewollt kränkt, ist es

ratsam, sich vor der Reise über die Sitten und Gebräuche

im Urlaubsland zu informieren. In Deutschland

gehört es zum guten Ton, ein Gastgeschenk

mitzubringen, wenn man eingeladen wurde. Macht

man das in Indien, kann diese nett gemeinte Geste

sehr leicht als Beleidigung aufgefasst werden. Den

Kopf eines anderen Menschen zu berühren, ist in

vielen asiatischen Kulturen ein absolutes Tabu, gilt

er doch als heiligster Teil des menschlichen Körpers.

In den meisten arabischen Ländern ist der Konsum

»Informationen über medizinische

Risiken und sonstige Gefahren am

Reiseziel gibt das Auswärtige Amt!«

von Alkohol oder der Austausch von Zärtlichkeiten in

der Öffentlichkeit verboten. Bei Missachtung können

Haftstrafen drohen. In den USA oder Kanada ist es

Gang und Gebe, auch von fremden Menschen – beispielsweise

an der Kasse im Supermarkt – gefragt

zu werden, wie es einem geht. Dies pauschal als

oberflächlich zu bewerten, wäre ebenso oberflächlich.

Äußern Sie als Reisender in Lateinamerika Ihre

Zustimmung nie mit dem in Europa gängigen Okay-

Zeichen, bei dem Daumen und Zeigefinger einen

Kreis bilden. Von Feuerland bis Mexico ist dies eine

ausgesprochen unhöfliche Geste. Als Tourist in Afrika

sollte man nicht einfach Fotos von Einheimischen

schießen. Das kann zu Streitereien führen. Um dies

zu verhindern, sollte man vorher um Erlaubnis bitten.

Aber auch innerhalb Europas gibt es Unterschiede.

So ist das Verständnis von Pünktlichkeit in vielen

südeuropäischen Ländern ein komplett anderes als

Foto: Julia Ahlers Foto: Julia Ahlers

SICHER IN DEN URLAUB ARBEIT & LEBEN

EINE UMFASSENDE REISEVORBEREITUNG beinhaltet neben

einem Blick auf die Informationen des Auswärtigen Amts

und etwaigen Impfungen auch das Zusammenstellen einer

Reiseapotheke – den Sonnenschutz dabei nicht vergessen!

in Deutschland. Hier kann es als unhöflich empfunden

werden, zu privaten Verabredungen pünktlich

oder gar vor der Zeit zu erscheinen. Dies sind nur

einige Beispiele kultureller Eigenarten. Ein Tipp:

Informieren Sie sich vor Reiseantritt über mögliche

Fettnäpfchen und Tabus. Reiseführer oder so genannte

Urlaubs-Knigges geben Auskunft. Die meisten

Länder haben auch eigene Informationsseiten

im Internet, deren Inhalte über die des Auswärtigen

Amts hinausgehen. Besonders bei außergewöhnlichen

Reisezielen kann es nicht schaden, sich vorher

so umfassend wie möglich zu informieren.

Egal ob Balkan oder Balkonien, Nordsee oder Nordpolarmeer,

Malente oder Malediven – Ihren Urlaub

haben Sie sich verdient. Genießen Sie ihn.

Informationsquellen zur

Urlaubsvorbereitung

Stets aktuelle Reiseinformationen zu allen

Ländern der Erde fi nden Sie im Internet auf

den Seiten des Auswärtigen Amt unter: www.

auswaertiges-amt.de

Einen humoresken aber dennoch sehr informativen

Reiseratgeber bietet das Buch, bzw.

das Hörbuch „Timmerbergs Reise ABC“ von

Helge Timmerberg.

13


MENSCHEN BEI HANSA-FLEX KRISTA RICHTER

DIE TIERFLÜSTERIN

VON HANSA-FLEX

TIERE SIND FÜR KRISTA RICHTER EINE HERZENSANGELEGENHEIT

»Nicht nur Tiere finden einen Platz im Herzen

der Niederlassungsleiterin. Auch für ihre Mitarbeiter

hat sie stets ein offenes Ohr!«

14 HANSA-FLEX KUNDENMAGAZIN

Foto: Julia Ahlers


Wer Krista Richter nach einer Wegbeschreibung

zur HANSA-FLEX Niederlassung in

Lingen im Emsland fragt, hörte noch vor ein

paar Jahren den Satz: „Wenn Sie die Schweine sehen,

sind sie angekommen.“ Ein Schelm, wer denkt, dass

die Niederlassungsleiterin ihre Mitarbeiter so nennt.

Das würde sie nie tun. Viel zu sehr liegt ihr das Wohlbefinden

ihrer Mitarbeiter am Herzen – das ihrer

Tiere auch. Krista Richter ist leidenschaftliche Tierfreundin

und Hobby-Züchterin.Damals gab es wirklich

ein Gehege für Schweine an der Niederlassung.

Heute sind sie dort verschwunden. „Es war auf Dauer

einfach zu viel Arbeit“, erklärt Krista Richter den

Grund. Ganz ohne Tiere geht es bei HANSA-FLEX in

Lingen dennoch nicht zu. Hinter dem Gebäude liegt

eine große, eingezäunte Wiese auf der vier schwarze

Quessant-Schafe (gesprochen: U-ES-SAN) grasen.

Diese kleinste Schafrasse der Welt ist extrem anspruchslos

und pflegeleicht. „Früher hatten wir hier

auch Ziegen“, erzählt die gelernte Bürokauffrau mit

einem Grinsen und fügt gleich eine kleine Geschichte

an. Von denen scheint sie unendlich viele auf Lager

zu haben – mindestens eine zu jedem Tier.

DIE ALTE ZIEGE VON HANSA-FLEX

Als die Ziegen noch bei HANSA-FLEX standen, kam

ein Kunde mit einem defekten Hydraulikschlauch in

die Niederlassung und wollte diesen reparieren lassen.

„So etwas dürfen und wollen wir nicht machen.

Das habe ich dem Kunden auch erklärt“, berichtet

Krista Richter. Daraufhin ging der Kunde zu einem

anderen Unternehmen in der Nähe und sagte: „Die

alte Ziege bei HANSA-FLEX wollte den Schlauch nicht

reparieren.“ Auch das andere Unternehmen verweigerte

die Reparatur, verkaufte dem Kunden aber

einen neuen Schlauch. Der wurde bei Krista Richter

telefonisch bestellt. So erfuhr sie von der Aussage des

Kunden und entgegnete, schlagfertig wie sie ist: „Es

ist mir gar nicht aufgefallen, dass er die Tiere hinter

der Niederlassung gesehen hat.“ Die Lacher waren

eindeutig auf ihrer Seite.

ZOTTELIGE SCHWERGEWICHTE

Um die anderen Tiere der langjährigen HANSA-FLEX

Mitarbeiterin zu sehen, fahren wir ein kleines Stück

auf engen Straßen. Links und rechts liegen Felder.

Einmal halten wir an, damit ein Traktor passieren

kann. Dann geht es links in einen Feldweg.

Schritttempo. Eine Minute später taucht auf der

linken Seite eine eingezäunte Weide auf. Ein paar

Shetlandponys stehen am Zaun. Eigentlich sind wir

hier, um die schottischen Hochlandrinder zu sehen,

die Krista Richter seit Jahren zusammen mit ihrem

Lebensgefährten züchtet, aber die stehen weit

weg. Als die Tierfreundin aus dem Auto steigt und

jedes einzelne Rind beim Namen ruft, kommen sie

angelaufen. Die zotteligen Rinder werden Highland

HYDRAULIKPRESSE 06|2010

Foto: Julia Ahlers

Cattles genannt und verbringen das ganze Jahr

draußen. Die Witterung kann ihnen nichts anhaben,

dennoch ist der Sommer für die Herde die schönere

Jahreszeit. Nicht wegen der Temperaturen, sondern

weil sie dann sechs Monate im angrenzenden, 10

Hektar großen Naturschutzgebiet verbringen. „Dort

können sie frei laufen, haben einen kleinen Teich,

in dem sie auch sehr gerne baden, und helfen ganz

nebenbei bei der Renaturierung des Gebiets“, erklärt

die Hobby-Züchterin mit strahlenden Augen.

KEIN GEWINNSTREBEN

Eine zweite Herde Highland Cattles steht auf einer anderen

Weide. Wie bei der Ersten teilen sich die Tiere ihr

Revier mit einigen Shetlandponys und zwei Pferden.

„Es ist viel besser für die Tiere, wenn sie nicht alleine

auf der Weide stehen. Außerdem vertragen die sich

prima, da muss man sich keine Sorgen machen“, so

Krista Richter. Die Zucht der Cattles ist mehr Hobby

als alles andere. Nie geht es darum, die Tiere für den

Verkauf zu züchten und auch von Fleischproduktion

will die Niederlassungsleiterin nichts wissen. „Sicherlich,

wenn die Herde zu groß wird, müssen wir auch

mal ein Tier verkaufen und ganz selten schlachten wir

auch, aber das ist die Ausnahme, nicht die Regel“, sagt

die zweifache Mutter während sie einem der Cattles

den Kopf streichelt. Krista Richter liebt ihre Tiere, das

sieht auch ein Außenstehender sofort. Eines der Rinder

hat sie sogar mit der Flasche aufgezogen, weil die

Mutterkuh es nicht annehmen wollte. Wenn die relativ

kleine Frau auf die Wiese zu den Cattles geht, stockt

dem Laien kurz der Atem. Zu respekteinflößend sind

diese Tiere in Natura. Die Züchterin hat überhaupt keine

Berührungsängste, sie kennt jedes einzelne Rind

seit Jahren, sie redet mit ihnen wie mit einem kleinen

Hund, und die Hochlandrinder scheinen auf sie zu

hören. „Man darf die Cattles nie unterschätzen. Wenn

man sich aber an ein paar Verhaltensregeln hält, sind

es sehr gutmütige Tiere“, erzählt Krista Richter und

schiebt wie selbstverständlich eines der langen Rinderhörner

beiseite, um sich Platz zu verschaffen.

KRISTA RICHTER MENSCHEN BEI HANSA-FLEX

KRISTA RICHTER HÄLT ZAHLREICHE TIERE wie diese besonderen Rinder, sogenannte Highland Cattles.

AUSSERGEWÖHNLICHES

ENGAGEMENT

Doch nicht nur Tiere finden einen Platz im Herzen

der Niederlassungsleiterin. Auch für ihre Mitarbeiter

hat sie stets ein offenes Ohr. Und das ist keine hülsenhafte

Phrase. Vor einigen Jahren trat ein Mitarbeiter

aus Russland seinen Dienst bei HANSA-FLEX in

Lingen an. „Von Anfang an leistete er hervorragende

Arbeit, aber nach einigen Wochen merkte ich, wie

er immer unkonzentrierter wurde“, erinnert sich die

gebürtige Friesin. Also rief sie den Mitarbeiter in ihr

Büro und fragte, was mit ihm los sei. Er erzählte völlig

niedergeschlagen, dass er Probleme habe, seine

Familie nach Deutschland zu holen. Ständig würden

irgendwelche Unterlagen fehlen. Kurz entschlossen

nahm sich Krista Richter der Sache an. Sie telefonierte

mit den zuständigen Behörden und sorgte dafür,

dass die fehlenden Unterlagen beschafft wurden.

Trotz Unverständnis von den Ämtern setzte sie sich

durch. Wenige Wochen später landete die Familie in

Deutschland. Für die Kinder des Mitarbeiters ist die

56-jährige heute die deutsche Oma. Diese Frau würde

ihre Mitarbeiter niemals als Schweine bezeichnen.

Foto: Julia Ahlers

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FASZINATION TECHNIK WELLENKRAFTWERKE

DAS AUF UND AB

NUTZBAR MACHEN

WELLENKRAFTWERKE HABEN GROSSES POTENTIAL – AUCH DURCH HYDRAULIK

Unsere Erde ist zu über 70 Prozent mit Wasser bedeckt. Wenn man bedenkt, dass in jeder einzelnen Welle Energie steckt, die nutzbar gemacht

werden kann, ist das ein unglaubliches Potential. Mit Hilfe von Wellen- oder Gezeitenkraftwerken wird diese Energie teilweise schon

genutzt. Der Einsatz von Hydraulikzylindern macht mittlerweile eine ganz neue Art von Wellenkraftwerken möglich.

Foto: Wave Star

HYDRAULIK MACHT‘S MÖGLICH: Eine „Wave Star Machine“ erzeugt 500 kW – Marktreife der 70 m langen Kraftwerke: 2011.

Im Unterschied zu Gezeitenkraftwerken nutzen

Wellenkraftwerke nicht den Tidenhub – also die

Fließenergie des Wassers, welche bei eintretender

Ebbe oder Flut entsteht –, sondern gewinnen ihre

Energie aus der kontinuierlichen Wellenbewegung.

Hierfür gibt es über 100 verschiedene Konzepte aus

allen Erdteilen. Gut ein Drittel dieser Konstruktionen

setzen dabei auf den Einsatz hydraulischer Systeme.

Zur endgültigen Marktreife haben es bisher nur wenige

dieser Studien gebracht. Noch ist die Menschheit

Pionier auf diesem Gebiet. Durch stetige Forschung

soll sich das aber bald ändern.

16

GROSSES POTENTIAL

Wellenkraftwerke haben gegenüber Gezeitenkraftwerken

ein viel größeres Potential zur Energiegewinnung.

Der Tidenhub lässt sich nur an bestimmten,

geeigneten Stellen zur Stromerzeugung nutzen.

Abhängig ist das unter anderem von der Stärke des

Gezeitenwechsels, dem Meeresgrund und den Umweltbedingungen.

Wellenkraftwerke hingegen können

an vielen Stellen in Küstennähe oder Offshore errichtet

werden. Experten schätzen das Potential der

Wellenenergiegewinnung um ein zehnfaches höher

ein, als das der Gezeitenkraftwerke. Nur konsequent,

dass sich derart viele Unternehmen auf der ganzen

Welt auf die Nutzung der Wellenenergie spezialisieren.

Stellvertretend für die vielen guten Ideen stellen

wir drei viel versprechende Konzepte vor.

DIE AUSTER

Im September 2007 wurde die Presse erstmals

auf das Konzept des schottischen Unternehmens

Aquamarin Power aufmerksam. Die Anlage trägt

den Namen „Oyster“ (Englisch für Auster), ähnelt in

ihrer Form einer Muschel und wurde für den küstennahen

Einsatz entwickelt. Dabei wird „Oyster“

etwa 500 Meter vor der Küste in zehn Metern Tiefe

im Meeresboden verankert. Die Anlage ist wie eine

Muschel aufklappbar, wobei der aufgeklappte Teil

beinahe vollkommen unter Wasser liegt und durch

die Wellenbewegung vorwärts und rückwärts schaukelt.

Von dieser Bewegung werden zwei Hydraulikzylinder

angetrieben, die über eine im Meeresboden

verlegte Leitung Meerwasser mit Hochdruck an Land

pumpen, wo es eine Turbine antreibt. Zusammengenommen

ist „Oyster“ eine große Pumpe. Nach

Angaben des Herstellers soll eine einzelne Einheit

bis zu 600 Kilowatt erzeugen können. Die bisherigen

Tests verliefen überwiegend erfolgreich. Erst im März

2010 sicherte sich Aquamarin Power das exklusive

Recht, eine „Wellenfarm“ zu entwickeln. Mehrere

zusammengeschaltete „Oyster“-Anlagen sollen im

Jahr 2013 ans Netz gehen und 200 Megawatt Leistung

bringen.

HANSA-FLEX KUNDENMAGAZIN


DIE SEESCHLANGE

Ebenfalls aus Schottland kommt ein ganz anderes

Konzept eines Wellenkraftwerks mit Namen „Pelamis“

(griechisch für „Seeschlange“). Genau wie bei

„Oyster“ lässt der Name auf die Form der Anlage

schließen. Durch ihre lange Form ähnelt sie einer

Schlange. Der Pelamis Wellenenergie-Konverter ist

eine schwimmende Konstruktion, die zu einer Hälfte

unter, zu der anderen über dem Wasser liegt. Die

Anlage besteht aus mehreren einzelnen Elementen,

die über Gelenke miteinander verbunden sind. Von

den Wellen werden diese Elemente gegeneinander

verschoben, was im Inneren der Röhre Hydraulikzylinder

in Bewegung setzt, die wiederum einen Motor

antreiben, der Strom erzeugt. Über ein Unterwasserkabel

kann die gewonnene Energie ins Stromnetz

eingespeist werden.

Ähnlich wie bei „Oyster“ lassen sich auch hier mehrere

Anlagen miteinander verbinden. Die bisherigen

Pelamis-Anlagen sind 180 Meter lang und haben einen

Durchmesser von vier Metern. Im Inneren befinden

sich drei Stromerzeuger, die eine Gesamtleistung

von 750 Kilowatt bringen. Im Gegensatz zu „Oyster“

wird „Pelamis“ in küstenfernen Gebieten eingesetzt

solange der Meeresboden nicht tiefer als 70 Meter

ist. Die Seeschlange ist derzeit in drei Projekten im

Einsatz. Fünf Kilometer vor der portugiesischen Küste

wurden 2006 drei Pelamis-Maschinen der ersten Generation

installiert. Sie leisten insgesamt 2,25 Megawatt.

An der Westküste der schottischen Inselgruppe

Orkney wurden 2007 vier weitere Anlagen in Betrieb

genommen, die zusammen drei Megawatt Leistung

bringen. Bis zu sieben Pelamis-Generatoren werden

derzeit etwa 15 Kilometer vor der englischen Stadt

Hayle installiert. Sie sollen bis zu fünf Megawatt

leisten.

DER WELLEN-STAR

Das dänische Unternehmen „Wave Star“ wartet

mit einer ganz eigenen Methode zur Nutzung der

Wellenenergie auf. Das Konzept mit dem Namen

„Wave Star Machine“ befindet sich komplett auf

der Wasseroberfläche. An jeder Seite dieses futuristischen

und 70 Meter langen Gebildes befinden

sich Schwimmer, die wie Halbkugeln geformt sind

und einen Durchmesser von fünf Metern haben.

Durch die Wellenbewegung werden die Schwimmer

nacheinander hochgedrückt. Bei jeder Bewegung

pressen Hydraulikzylinder Öl mit einem Druck von

bis zu 200 Bar durch eine Rohrleitung. Der so entstehende

Druck treibt einen Hydraulikmotor an, der mit

einem Generator verbunden ist. Weil die Maschine

mehrere Wellenlängen lang ist, sind die Schwimmer

ständig in Bewegung. Seit 2009 befindet sich

ein 1:2 Modell der Anlage im Testbetrieb. Bis 2010

wird diese Testanlage weiter ausgebaut. Sie soll bis

2011 Marktreife erlangen und 500 Kilowatt Leistung

bringen. Zukünftige Anlagen im Maßstab 1:1 sollen

laut Herstellerangaben bis zu sechs Megawatt produzieren.

Der Vorteil der „Wave Star Machine“: Die

Schwimmer werden schon bei Wellenhöhen von

WELLENKRAFTWERKE FASZINATION TECHNIK

1:2 MODELL IM TESTBETRIEB des dänischen Herstellers

„Wave Star“. Die riesigen Schwimmer übertragen die Wellenenergie

über Hydraulikzylinder an einen Generator.

nur 50 Zentimetern ausreichend bewegt, um Strom

zu produzieren. Sollte der Wellengang zu stark sein,

können die Schwimmer hochgeklappt werden. So

lassen sich Beschädigungen an der Anlage beinahe

ausschließen.

AUSBLICK

In der Zukunft wird sich zeigen, welche der unterschiedlichen

Methoden sich durchsetzen werden. Es

bleibt zu hoffen, dass Energie aus Wellenkraftwerken

in den kommenden Jahren zu einem festen Bestandteil

des Mix‘ aus erneuerbaren Energien wird. Das Potential

dazu ist vorhanden, die hydraulische Technik

auch.

HYDRAULIKPRESSE 06|2010 17

Foto: Wave Star

Foto: iStockphoto


Foto: Julia Ahlers

AKTUELLES TUNNELBAU

DURCH DEN FUSS

DES BERGES

SCHNELLE ERSATZTEILFERTIGUNG AM CENERI-BASISTUNNEL

DER CENERI-BASISTUNNEL ist Teil der „Neuen Eisenbahn-Alptransversale“, welche die bisherige Bahnverbindung entlasten soll.

Den Güterverkehr von der Straße auf die Schiene

zu verlegen, ist wirtschaftlich sinnvoll und

eine umweltschonende Alternative. In einem

Land, das in den Bergen liegt, wird aus diesem

Streben schnell ein Großprojekt. So auch am Monte

Ceneri, dem Ort des drittgrößten Tunnelprojekts der

Schweiz, bei dessen Bau HANSA-FLEX als Service-

und Logistikpartner für die hydraulischen Verbindungselemente

involviert ist.

Wer heute mit dem Zug von Zürich nach Mailand

fährt, sollte mehr als vier Stunden Reisezeit einplanen

und die Speicherkarte seiner Digitalkamera vor

Reiseantritt leeren. Landschaftlich wird dem Reisenden

einiges geboten. Die Strecke führt von Zürich

nach Süden über die sehr steile und kurvenreiche

Gotthardbahnstrecke durch den Kanton Tessin. Auf

554 Metern über dem Meeresspiegel überquert sie

südlich des Gotthards den Monte Ceneri und führt

über Lugano weiter nach Italien. So schön die Umgebung

für den Reisenden anmutet, so energieaufwändig

ist diese Strecke für den Güterverkehr. Auf Grund

der starken Steigungen können schwere Güterzüge

diese Strecke nur mit einer zusätzlichen Zugmaschine

überwinden. Ein Energieaufwand, der durch die

„Neue Eisenbahn-Alptransversale“ (NEAT) zukünftig

vermieden wird. Zusätzlicher Vorteil: Die Fahrzeit

verkürzt sich um 1,5 Stunden.

FAST OHNE STEIGUNG

Um den Einsatz einer zusätzlichen Lok zu vermeiden,

muss die neue Bahnstrecke als Flachbahn gebaut

werden. Das bedeutet: Die Steigung der Strecke darf

ein gewisses Maß nicht übersteigen. In den beiden

Basistunneln am Gotthard und am Monte Ceneri wird

sie gerade mal sechs Promille betragen. Auf 1.000

Metern Strecke steigt der Bahnverlauf also nur um

sechs Meter an. Diese geringe Steigung ermöglicht es

auch schwersten Güterzügen mit einer Anhängerlast

bis zu 4.000 Tonnen von Zürich nach Mailand, ohne

Traktionsverstärkung in Form einer zweiten Lok zu

fahren. Ein Umstand, der auch für den Transitverkehr

zwischen Deutschland und Italien eine große Rolle

spielt. Der Monte Ceneri ist ein Pass, der auf 554 Metern

über dem Meeresspiegel im Kanton Tessin liegt.

Für den Verkehr hat er eine besondere Bedeutung,

denn dieser Pass ist die einzige innerschweizerische

Verbindung zwischen dem nördlichen und dem südlichen

Kantonsteil. Ein Nadelöhr, welches durch den

15,4 Kilometer langen Ceneri-Basistunnel zwischen

Bellinzona und Lugano entlastet werden soll.

18 HANSA-FLEX KUNDENMAGAZIN

Hintergrundfoto: Julia Ahlers


HYDRAULIKPRESSE 06|2010

Die Planungen für das Tunnelsystem am Ceneri sehen

zwei einspurige Eisenbahnröhren vor, die alle

325 Meter mit Querschlägen verbunden werden.

Seit Ende 2008 sind die dafür notwendigen Vorbereitungsmaßnahmen

so gut wie abgeschlossen. So

wurde beispielsweise am Zwischenangriff in Sigirino

ein Fensterstollen mit einer Länge von 2,3 Kilometern

ausgehoben. An der Kreuzung Fensterstollen-

Tunnelachse wurde ein Kavernensystem errichtet,

welches einen Teil der Baustelleninstallationen beherbergt.

Im Frühjahr 2010 begann von hier aus der

Ausbruch beider Tunnelröhren. In nördlicher Richtung

werden die acht Kilometer Tunnelstrecke im Sprengvortrieb

ausgebrochen. Hierfür bohrt ein so genannter

Bohrjumbo (ein riesiger Bagger, der anstelle

einer Schaufel hydraulisch betriebene Bohrlafetten

einsetzt) Löcher in die Tunnelbrust. In diese Löcher

führen die Tunnelbauspezialisten flüssigen Sprengstoff

ein, der kontrolliert zur Explosion gebracht wird.

ALLES VOR ORT

Bei diesen Sprengungen kann es passieren, dass die

Hydraulikschläuche am Bohrjumbo durch herumfliegende

Teile beschädigt werden. Ein weiterer Gefahrenpunkt

für hydraulische Leitungen sind die Tunnelwände

selbst. Sie sind in grobem Zustand, weshalb

ein Schlauch bei einem Wendemanöver der Baumaschinen

sich verhaken und ausgerissen werden kann.

Geschieht das, steht die Maschine still. Damit ein

Ausfall der unterschiedlichen Baumaschinen in solchen

und anderen Schadensfällen zeitlich so gering

wie möglich gehalten wird, bevorratet HANSA-FLEX

sämtliche in den Baumaschinen eingesetzte Hydraulikkomponenten

direkt am Installationsplatz in

einem Hydraulikworkshop. Das spart sowohl Zeit als

auch Geld. Denn: Eine defekte Schlauchleitung muss

nicht mehr von der nächsten Niederlassung über

Haupt- und Nebenstraßen zum Eingang des Fensterstollens

und von dort aus zur Maschine gebracht

Foto: Julia Ahlers

TUNNELBAU AKTUELLES

werden, wo sie endlich montiert werden kann. Vielmehr

befinden sich alle Ersatzteile direkt vor Ort.

Bevor der Hydraulikworkshop an der Tunnelbaustelle

aufgestellt wurde, inspizierte der Leiter der

HANSA-FLEX Niederlassung in Lamone-Cadempino,

Pino Panarisi, zusammen mit den Werkstattverantwortlichen

jede einzelne Maschine. So konnte schon

im Vorfeld bestimmt werden, welche Materialien und

Ersatzteile benötigt werden. Nach der Bestandsaufnahme

wurde der Hydraulikworkshop entsprechend

bestückt. In eintägigen Schulungen unterrichtete

HANSA-FLEX die Baustellenmitarbeiter, so dass sie in

der Lage sind, sicher Schlauchleitungen herzustellen.

„Jeder Teilnehmer hat am Ende der Schulung von uns

ein Zertifikat erhalten“, berichtet Pino Panarisi.

HYDRAULIKWORKSHOP

AUF ITALIENISCH

Um den Umgang mit Kupplungen, Verschraubungen,

Nippeln und Schläuchen für die Baustellenmitarbeiter

so einfach wie möglich zu machen, wurden

sämtliche Typenbezeichnungen ins Italienische übersetzt.

„Hier im Tessin wird hauptsächlich Italienisch

gesprochen. Wenn ein Schlauch defekt ist, muss die

Fertigung des Ersatzschlauchs schnell gehen. Mit der

Übersetzung der Beschriftungen verhindern wir einen

Zeitverlust durch das sprachlich bedingte Suchen

der notwendigen Teile“, erklärt Panarisi den Hintergedanken

dieser Maßnahme. Um den Inhalt des Hydraulikworkshops

immer aktuell zu halten, fährt der

Außendienstmitarbeiter Özkan Gözükara ein bis zwei

Mal in der Woche zur Tunnelbaustelle und füllt die

entnommenen Teile nach. Bei der Gelegenheit gibt

er auch gerne Hilfestellung bei schwierigen Fragen

und überprüft, ob neue Maschinen auf der Baustelle

zum Einsatz kommen sollen. Ist dies der Fall, werden

die entsprechenden Ersatzteile natürlich umgehend

im Hydraulikworkshop eingelagert.

AUF DER GROSSBAUSTELLE werden zahllose Maschinen eingesetzt – der Hydraulikworkshop sorgt vor Ort für Ersatzteile.

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SCHON GEWUSST...? GESCHICHTE DER FUSSBALL WM

ELF FREUNDE MÜSST IHR SEIN

WAS MAN WIRKLICH ÜBER DIE FUSSBALL-WELTMEISTERSCHAFT WISSEN MUSS

1930 in Uruguay. Weltmeister: Uruguay

Nur vier europäische Teams nahmen teil. Der Rest

scheute die lange Schiffsreise. Wissenswert: Die Zuschauer

des Finalspiels durften auf Wunsch des belgischen

Schiedsrichters keine Waffen mit ins Stadion

nehmen.

1934 in Italien. Weltmeister: Italien

Als Antwort auf das Fernbleiben der europäischen

Spitzenteams boykottierte Uruguay die Teilnahme.

Wissenswert: Es war die WM der ungeahndeten Regelverstöße.

Italien setzte vier Spieler ein, die nicht

spielberechtigt waren und hätte ebenso wie Brasilien

disqualifiziert werden müssen.

1938 in Frankreich. Weltmeister: Italien

Uruguay boykottierte noch immer. Österreich war

qualifiziert. Durch den Einmarsch Deutschlands in

Österreich trat allerdings eine „Großdeutsche“ Mannschaft

an. Österreichs frei gewordener Platz wurde

den Engländern angeboten. Die Antwort des britischen

Verbands: „Der Monat Mai ist allein der Erholung

der wertvollen Ligaspieler vorbehalten“.

1950 in Brasilien. Weltmeister: Uruguay

Indien sagte seine Teilnahme ab, weil die FIFA ihnen

nicht erlaubte, barfuß zu spielen. Brasilien war die

überragende Mannschaft des Turniers, verlor aber

unerwartet im Endspiel gegen Uruguay. Seit dem

trat Brasilien nie wieder in weißen Trikots an. Sün-

denbock wurde der Torwart Moacir Barbosa. Als er 43

Jahre später das Training der Selecao besuchen wollte,

wurde ihm der Zugang verweigert. Begründung:

Er könnte Pech bringen.

1954 in der Schweiz. Weltmeister: Deutschland

Ungarn qualifizierte sich kampflos, denn der Gegner

Türkei trat nicht an. Begründung: Es sei aussichtslos

gegen Ungarn zu spielen, da man eh verlieren würde.

Zu diesem Zeitpunkt hatte Ungarn seit vier Jahren

kein Spiel verloren. Dann geschah das Wunder von

Bern. Im Finale unterlag Ungarn überraschend der

deutschen Elf. Die ungarische Nationalmannschaft

blieb danach weiterhin ungeschlagen. In sechs Jahren

verloren sie nur ein Spiel. Das Finale in Bern.

1958 in Schweden. Weltmeister: Brasilien

Bis heute ist es der einzige Titelgewinn einer südamerikanischen

Mannschaft auf dem europäischen

Kontinent. Brasilien gewann das Finale gegen

Schweden mit 5:2 und wurde erstmals Weltmeister.

Der damals 17-jährige Pelé schoss sechs Tore im gesamten

Turnier.

1962 in Chile. Weltmeister: Brasilien

Die wohl ruppigste Endrunde aller Zeiten. In der

Vorrunde gab es mehr als 30 zum Teil schwere Verletzungen

und sieben Platzverweise. Dazu kam es in

mehreren Spielen zu offenen Schlägereien auf dem

Spielfeld.

1966 in England. Weltmeister: England

Vor dem Turnier kam den Engländern die WM-Trophäe

abhanden. Sie wurde aus einer gut bewachten

Ausstellung gestohlen. Dass sie am Ende dennoch

überreicht werden konnte, verdanken wir einem

englischen Hund Namens Pickels, der den Pokal zum

Erstaunen seines Besitzers in einem Gebüsch im heimischen

Garten fand.

1970 in Mexico. Weltmeister: Brasilien

Die WM 1970 brachte einige Neuerungen. Erstmals

waren Auswechslungen erlaubt! Außerdem zeigten

Schiedsrichter zum ersten Mal gelbe und rote Karten.

Das Halbfinale Deutschland gegen Italien (3:4 n.V.)

wird als Jahrhundertspiel bezeichnet. Nach 90 Minuten

stand es 1:1. In der darauf folgenden Verlängerung

fielen fünf Tore in 30 Minuten. Die Führung

wechselte beinahe im Minutentakt. Das bessere Ende

hatten die Italiener. Im Aztekenstadion in Mexico-

Stadt erinnert heute eine Gedenktafel an diese Begegnung.

1974 in Deutschland. Weltmeister: Deutschland

Die kurioseste Geschichte der WM 1974 geschah bereits

in der Qualifikation. Russland und Chile mussten

den letzten Startplatz unter sich ausspielen. Das

Hinspiel in Moskau endete 1:0 für die Russen. Zum

Rückspiel in Chile trat die russische Elf nicht an. Sie

wollte nicht in einem Stadion spielen, in dem das

Militärregime Pinochets Oppositionelle folterte. Die

20 HANSA-FLEX KUNDENMAGAZIN

Foto: Julia Ahlers


FIFA ließ das Spiel dennoch anpfeifen. Chile ging –

in Ermangelung eines Gegners – schnell mit 1:0 in

Führung. Dann musste die Begegnung abgebrochen

werden. Ohne Gegner konnte kein Anstoß durchgeführt

werden. Chile war qualifiziert.

1978 in Argentinien. Weltmeister: Argentinien

In der Vorrundenbegegnung Brasilien gegen Schweden

stand es in der 90. Minute 1:1 als die Brasilianer

eine Ecke zugesprochen bekamen. Von rechts segelte

der Ball in den Strafraum. Stürmerstar Zico schraubte

sich hoch und köpfte den Ball unhaltbar ins Netz. Für

Verwirrung sorgte die Entscheidung des Schiedsrichters,

der die Partie abpfiff, während der Ball in der

Luft war. Das Tor zählte also nicht. Warum er den Eckball

hat ausführen lassen, bleibt bis heute ein Rätsel.

1982 in Spanien. Weltmeister: Italien

Beim Vorrundenspiel Frankreich gegen Kuwait ereignete

sich die größte Posse des Turniers. Nachdem

die Franzosen ein abseitsverdächtiges Tor zur 4:1

Führung geschossen hatten, stürmte der kuwaitische

Scheich Fahd el Achmed el Sabah in der 81. Minute

von der Tribüne auf das Spielfeld. Dem Schiedsrichter

drohte er mit Spielabbruch, wenn das Tor nicht sofort

annulliert werden würde. Der russische Spielleiter

Stupar erklärte daraufhin das Tor für ungültig. Nach

dem Spiel wurde Stupar von der FIFA lebenslang

gesperrt und Kuwait musste 25.000 Schweizer Franken

Strafe zahlen. Das war bereits der zweite Eklat

um Kuwait, die erbost darüber waren, dass die FIFA

ihnen nicht erlaubte ihr Maskottchen – ein Kamel –

mit ins Stadion zu nehmen.

1986 in Mexico. Weltmeister: Argentinien

Unvergessen bleibt die Viertelfinal-Begegnung Argentinien

gegen England. In der 51. Minute misslang

ein Doppelpass zwischen Maradona und seinem

Teamkollegen Valdano. Ein englischer Verteidiger

versuchte den Ball zu klären, schoss ihn aber in einem

hohen Bogen in Richtung des englischen Torwarts.

Der stürmte aus dem Tor, um das Leder zu fangen.

Neben ihm sprang Maradona in die Luft und lenkte

den Ball mit seiner linken Hand am Torwart vorbei ins

Foto: Julia Ahlers

DIE GESCHICHTE DER FUSSBALLWELTMEISTERSCHAFT

ist eine Ansammlung unvergessener Spiele, Kuriositäten und

Merkwürdigkeiten – machen Sie mit uns eine Zeitreise.

Tor. Der Schiedsrichter übersah das Handspiel. Argentinien

führte 1:0. Später sagte Maradona es sei die

„Hand Gottes“ gewesen, die den Ball ins Tor lenkte.

1990 in Italien. Weltmeister: Deutschland

Im Achtelfinale traf Deutschland auf die Niederlande.

Während des Spiels wurde Rudi Völler vom Niederländer

Frank Rijkard bespuckt. Daraufhin sahen – für

viele Zuschauer unverständlich – beide Spieler die

rote Karte. Ab sofort rackerte sich Jürgen Klinsmann

als einziger Stürmer ab. Er machte das Spiel seines

Lebens. Deutschland gewann am Ende 2:1 und legte

somit den Grundstein für den dritten Titelgewinn.

1994 in den USA. Weltmeister: Brasilien

Stefan Effenberg wurde von Bundestrainer Berti

Vogts nach Hause geschickt, weil er nach seiner Auswechslung

im Spiel gegen Südkorea den deutschen

Fans den Mittelfinger gezeigt hatte. Schlimmer verlief

die WM für den Kolumbianer Andrés Escobar.

Durch sein Eigentor im Spiel gegen die USA schied

Kolumbien aus. Als er in seine Heimat zurück kam,

wurde er beim Verlassen einer Bar erschossen.

1998 in Frankreich. Weltmeister: Frankreich

Mysteriös bleibt bis heute, was sich vor dem Endspiel

zwischen Brasilien und Frankreich im brasilianischen

Quartier abspielte. Ein Mitspieler fand den Superstar

Ronaldo einen Tag vor dem Finale bewusstlos in

seinem Hotelzimmer. Dennoch stand er einen Tag

später auf dem Platz. Held des Abends wurde ein

anderer. Der Franzose Zinedine Zidane erzielte zwei

Treffer beim 3:0 Sieg gegen Brasilien. Frankreich war

zum ersten Mal Weltmeister.

2002 in Japan & Südkorea. Weltmeister: Brasilien

Titelverteidiger Frankreich schied in der Vorrunde

aus, ohne ein Tor geschossen zu haben. Das gab es

noch nie. Erstmals wurde mit Oliver Kahn ein Torwart

zum besten Spieler des Turniers gewählt. Sein einziger

Fehler unterlief ihm im Finale gegen Brasilien,

der gleich zum 1:0 Rückstand führte. Am Ende gewann

Brasilien mit 2:0. Es war die erste Begegnung

beider Mannschaften bei einer Fußball Weltmeisterschaft.

2006 in Deutschland. Weltmeister: Italien

Das Sommermärchen. Vier Wochen traumhaftes

Wetter. Erst zum zweiten Mal nach dem Zweiten

Weltkrieg gab es ein Finale, in dem weder Deutschland

noch Brasilien standen. In der Verlängerung der

Finalbegegnung zwischen Italien und Frankreich ließ

sich Zinedine Zidane nach Provokationen seines Gegenspielers

zu einem Kopfstoß hinreißen. In seinem

letzten Spiel sah er die rote Karte – ein unwürdiger

Abgang für einen großen Fußballer.

NEWSTICKER

HYDRAULIKPRESSE 06|2010 21

Foto: Julia Ahlers

Foto: Julia Ahlers

NEUES BEI HANSA-FLEX

2. Zentrallager im Testbetrieb

Im zweiten HANSA-FLEX Zentrallager in Geisenfeld

sind die Tests für das Zusammenwirken von

SAP und dem Lagerverwaltungssystem Viadat

erfolgreich verlaufen. Auch die Abnahme des

automatischen Behälterlagers hat bereits stattgefunden.

Derzeit werden Schlauch und Stückmaterialien

eingelagert. Die Niederlassungen

werden voraussichtlich erstmals im Juni beliefert.

350. Niederlassung eröffnet

In Cuxhaven eröffnete HANSA-FLEX im April die

weltweit 350. Niederlassung. Damit schlossen

wir eine strategische Lücke im Dreieck Hamburg

– Bremen – Bremerhaven und sind so noch näher

am Kunden. Dem Team um Niederlassungsleiter

Sebastian Krewer wünschen wir viel Erfolg.

Backen für den guten Zweck

Zu einem Kuchenbasar luden die Auszubildenden

in der HANSA-FLEX Zentrale in Bremen am

Donnerstag, den 06.05.2010. Insgesamt kamen

bei der Aktion 447,01 Euro zusammen, die von

der Geschäftsführung nochmals verdoppelt

werden. Der Betrag kommt dem ambulanten

Kinderhospiz Jona zu Gute.

VDMA in Dresden

Am 30. April nahmen 17 Teilnehmer aus der

Wirtschaft an der 89. VDMA-Sitzung des Arbeitskreis

„Marktuntersuchung Ölhydraulik“ in

der Internationalen Hydraulik Akademie (IHA)

in Dresden teil. Vor der eigentlichen Sitzung

besichtigten die Teilnehmer die IHA und die

HANSA-FLEX Produktionsbetriebe in Dresden.

Das Feedback verlief allgemein positiv.


STELLENANGEBOTE DER HANSA-FLEX GRUPPE

STELLENANGEBOTE

„UNSERE MITARBEITER SIND DER SCHLÜSSEL UNSERES ERFOLGS“

Mitarbeiter im technischen Innendienst (Werkstatt/Lager) m/w

für unsere Niederlassungen in 28876 Oyten (Stelle 589) und in 27446 Selsingen (Stelle 588)

In dieser Funktion sind Sie Ansprechpartner für hydrauliktechnische Fragen

unserer Kunden. Die Beratung der Kunden und der Tresenverkauf gehören

dazu, wie die Abwicklung der eingehenden Aufträge, einschließlich der Konfektionierung

der Schlauchleitungen und der mechanischen Bearbeitung von

Anschlußarmaturen. Aber auch die Kommissionierung von Waren für den Versand

und die Warenbestandsüberwachung mit Hilfe der EDV gehören zu Ihrem

Aufgabengebiet.

Was erwarten wir von Ihnen?

• Sie haben eine abgeschlossene Berufsausbildung in einem metallverarbeitenden

Beruf (Schlosser, Metaller, Landmaschinenmechaniker)

• Sie können leicht technische Zusammenhänge erkennen und Probleme

sicher lösen / idealerweise kommen Sie aus der Hydraulikbranche

• Servicebetonter Umgang mit Kunden und Teamfähigkeit sind für Sie

selbstverständlich

• Eine Springertätigkeit in unseren anderen Niederlassungen im Bremer Raum

stellt für Sie kein Problem dar / Führerscheinklasse B (3)

Weitere Informationen zu ausgeschriebenen Stellen und dem Unternehmen fi nden Sie unter www.hansa-fl ex.com

www.hydraulik-akademie.de

Die IHA ist eines der führenden Forschungsinstitute und Weiterbildungszentren

im Bereich der Leitungs- und Fluidtechnik. Das Dienstleistungsangebot umfasst

sowohl die Bereiche der Entwicklung und Prüfung von Produkten, als auch die

zielgerechte Schulung und Vermittlung des richtigen Umgangs mit der Technologie

in der täglichen Praxis.

Zur Verstärkung unseres Teams suchen wir einen

Technischen Trainer für Fluidtechnik m/w

In Ihrer Verantwortung liegt die Planung, Vorbereitung und Durchführung technischer

Schulungen. Sie erweitern und vertiefen das fachliche Wissen der Mitarbeiter

und der Kunden unserer Kooperationspartner, insbesondere in der Fluidtechnik

(Hydraulik). Ferner unterstützen Sie deren technischen Außendienst durch

Schulungen direkt bei Kunden. Sie beteiligen sich an Haus- und Fachmessen und

veröff entlichen Publikationen in diversen Fachzeitschriften. Sie wirken an der Erstellung

des Seminarprogramms mit und unterstützen fachlich die Angebote für

Kundenschulungen.

Was erwarten wir von Ihnen?

• Sie haben eine abgeschlossene technische Berufsausbildung mit Weiterqualifi

kation zum Techniker/Meister m/w oder Dipl.-Ing. (FH) Maschinenbau m/w

• Sehr gute Hydraulikkenntnisse: physikalische Grundlagen, Wissen über Aufbau

und Funktion von Hydraulikkomponenten (Pumpen, Ventile, Zylinder usw.),

Kenntnisse der Elektrohydraulik, Proportionalhydraulik oder Mobilhydraulik

• Bereitschaft zur Einarbeitung in die Schlauch- und Rohrverbindungstechnik

• Sie haben ein sicheres Auftreten vor Gruppen und können diese begeistern

Foto: Julia Ahlers

Das bieten wir Ihnen:

Wir bieten Ihnen ein modernes Arbeitsumfeld in einem jungen, motivierten

Team. In der Einarbeitungszeit werden Sie gezielt geschult, ebenso wird das

Fachwissen durch interne Weiterbildungsmaßnahmen ständig der aktuellen

Entwicklung angepasst.

Wenn Sie zuverlässig und zielorientiert arbeiten, unter Zeit- und Handlungsdruck

einen kühlen Kopf bewahren, dann erwarten wir Ihre ausführliche schriftliche

Bewerbung mit Angabe Ihrer Gehaltsvorstellung. Haben wir Ihr Interesse

geweckt?

Senden Sie Ihre Bewerbung an:

HANSA-FLEX Hydraulik GmbH | Frau Nina Orywal

Zum Panrepel 44 | 28307 Bremen

pa@hansa-fl ex.com

• Sie verfügen über gute Präsentations- und Moderationsfähigkeiten

• Erfahrungen als Trainer sind wünschenswert

• Sie gehen versiert mit dem MS-Offi ce Paket um, insbesondere mit Power Point

• Fließende Englischkenntnisse in Wort und Schrift / Effi ziente Selbstorganisation

• Umzugsbereitschaft für einen längeren Zeitraum nach Dresden

• Grundsätzliche Reisebereitschaft, insbesondere für Schulungsdurchführungen

Bitte senden Sie Ihre schriftliche Bewerbung mit den üblichen Unterlagen und unter

Angabe Ihrer Gehaltsvorstellung an:

Internationale Hydraulik Akademie GmbH | z. Hd. Jürgen Böttger

Am Promigberg 26 | 01108 Dresden

j.boettger@hydraulik-akademie.de

www.hydraulik-akademie.de

Schulungstermine Juni – August

Anzeige

07.06.2010 Grundlagen der Dichtungstechnik Eisenberg

07. – 11.06.2010 Grundlagen der Fluidtechnik Teil 1 Dresden-Weixdorf

07. – 11.06.2010 Mobilhydraulik Dresden-Weixdorf

14. – 18.06.2010 Wartung Hydraulischer Anlagen Dresden-Weixdorf

21. – 25.06.2010 Grundlagen der Fluidtechnik Teil 2 Dresden-Weixdorf

16. – 20.08.2010 Grundlagen der Fluidtechnik Teil 1 Dresden-Weixdorf

27.08.2010 Grundlagen über Hydraulik-Kupplungen Bremen

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an Frau Schmidt oder Frau Schubert unter der

Tel.: +49 351 65 87 80-0 | info@hydraulik-akademie.de


GEWINNEN SIE EINE DIGITALKAMERA

BEANTWORTEN SIE EINFACH UNSERE GEWINNSPIELFRAGE

Foto: Panasonic Marketing Europe GmbH

In dieser Ausgabe verlosen wir eine Panasonic

DMC-FS11 Digitalkamera in Rot. Senden Sie uns

Ihre Antwort auf die Gewinnfrage bitte per E-Mail

an ma@hansa-flex.com oder per Post. Vergessen

ZAHLEN & FAKTEN

JUBILÄEN

Juni:

HANSA-FLEX Niederaula, Deutschland Juni 1985 25 Jahre

HANSA-FLEX Gemenos, Frankreich Juni 2000 10 Jahre

Juli:

HANSA-FLEX Weiterstadt, Deutschland Juli 1980 30 Jahre

NEUERÖFFNUNGEN

VORSCHAU 08|2010

IN DER NÄCHSTEN AUSGABE ERWARTEN SIE FOLGENDE THEMEN

HYDRAULIKPRESSE 06|2010

Sie nicht Ihren Namen sowie Ihre Adresse. Einsendeschluss

ist der 15. Juli 2010. Pro Teilnehmer wird

nur eine Einsendung berücksichtigt. Der Rechtsweg

ist ausgeschlossen, ebenso jegliche Haftung, soweit

rechtlich zulässig. Eine Barauszahlung des Gewinns

ist nicht möglich. Wir wünschen viel Glück!

Panasonic DMC-FS11 14,1 Megapixel Stylish Digitalkamera:

28 mm Weitwinkelobjektiv, 5x optischer

Zoom (KB: 28-140 mm), 6,7 cm Display (230.000 px),

HD-Video aufnahme (1.280 x 720 px), optischer

Bildstabilisator OIS, intelligente Automatik, inkl.

Lithium-Ionen-Akku, Ladegerät, Kabel, Trageriemen,

Schutztasche und CD-ROM (Angaben ohne Gewähr).

NIEDERLASSUNGEN

FLEXXPRESS-WAGEN

GEWINNSPIEL | VORSCHAU ZAHLEN & FAKTEN

GEWINNFRAGE:

Was versteckt sich hinter

dem Begriff „Highland Cattles“?

A: Seilbahn

B: Schottische Hochlandrinder

C: Gipfelkreuz

AUFLÖSUNG AUSGABE 04|2010

Antwort C: Via Appia

Gewinner: T. Albers - Leverkusen

WELTWEIT DEUTSCHLAND

TITELSTORY Cargotec – mobiler Ladungsumschlag

MESSEN & EVENTS Das HANSA-FLEX Fußballturnier 2010

PRAXIS Hydraulik in der Landwirtschaft

ARBEIT & LEBEN Web 2.0 – Gefahren und Chancen von XING, StudiVZ, Facebook und Co.

FASZINATION TECHNIK Revolution im Ladungsumschlag durch die Entwicklung von ISO-Container und Europalette

SCHON GEWUSST...? Zwei gegensätzliche Persönlichkeiten: Alexander von Humboldt und Carl Friedrich Gauß – Teil 1

AKTUELLES Das neue HANSA-FLEX Zentrallager in Geisenfeld geht in Betrieb

350

191

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April:

HANSA-FLEX Hydraulik GmbH Ottenbecker Damm 10 21684 Stade Deutschland

HANSA-FLEX Hydraulik GmbH Humphry-Davy-Str. 16 27472 Cuxhaven Deutschland

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2011/2012

DISCOVER SOUTH AMERICA - IN A VW AMAROK!

SÜDAMERIKA ENTDECKEN - IN EINEM VW AMAROK!

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