Kundenzeitschrift "EnergieNews" - EWD

ewd.ch

Kundenzeitschrift "EnergieNews" - EWD

ENERGIENEWS

EWD Elektrizitätswerk Davos AG / Geschäftsjahr 2011

Strommarktöffnung

Marketing/Vertrieb – Energie/Dienstleistungen – Netz/Kraftwerke – Berichte – Spezial – Energieinfo – Zahlen/Fakten

Editorial 2

Unterwerk Davos Platz 3 – 4

LED in der Strassenbeleuchtung 5 – 6

Wettbewerb 7

«Ünschi Energie chunnt vo Davos»

Strommarktöffnung 8 – 9

Umweltfreundliche Heizung 10 – 11

Davoser Ökostrom 12

Tiefencastel Plus 13

Solarkataster Davos 14 – 15

Interview Atomausstieg 16 – 17

Davos ohne Atom 18 – 19

Kaufmännisches 2011 20 – 21

Technisches 2011 22 – 23

Kontakte 24

Energie us Davos


EDITORIAL

Strommarktöffnung

mit gewissen Unsicherheiten

Der Strommarkt ist in der Schweiz bereits seit drei

Jahren teilweise geöffnet. Kunden mit einem Jahresenergiebezug

von mehr als 100 MWh können

den Anbieter von elektrischer Energie frei wählen.

Das Stromversorgungsgesetz (StromVG) soll bereits

auf den 1. Januar 2015 revidiert werden. Wir stellen

fest, dass das noch junge, neue StromVG bis

jetzt weder Markt noch Klarheit und auch keine

Rechtssicherheit gebracht hat. Ein Zustand, welcher

sowohl für die Kunden wie auch für die Energieversorger

höchst unangenehm ist. Die Entwicklung

innerhalb der vergangenen Jahre lässt auch

unschwer erahnen, dass dieser Zustand voraussichtlich

noch längere Zeit anhalten wird.

Die Unsicherheit hat sich mit dem tragischen

KKW-Unfall von Fukushima noch vergrössert. Der

Bundesrat legt den Ausstieg aus der Kernenergie

fest, sagt jedoch noch nicht bestimmt, wie das

Land weiter mit dem nötigen Strom versorgt werden

soll. Mit der «Skizze des Aktionsplans Energiestrategie

2050» des Bundesamts für Energie

werden wohl Perspektiven aufgezeigt, aber bis die

nötigen Gesetze erstellt und diese bei den Kantonen

und bei der Gemeinde umgesetzt werden,

werden noch einige Jahre vergehen. Insbesondere

sind bereits heute sehr grosse politische Widersprüche

bei den Umweltforderungen ersichtlich.

Ohne merkliche Zugeständnisse von Heimatschutz,

Bauvorschriften, Raumplanung, Umwelt usw. wird

es kaum möglich sein, die Landesversorgung zu

gewährleisten. Wir stellen fest, dass kommunale

Lösungen durchaus gefunden werden könnten,

wenn diese nicht laufend durch die kantonalen und

eidgenössischen Verwaltungen untergraben respektive

verhindert würden. Wie die Erreichung dieser

Ziele finanziert werden soll, ist noch höchst unklar.

Mit der Versorgung zu Marktpreisen wird dies

kaum möglich sein.

Die EWD AG hat das dritte Jahr seit der Teilmarktöffnung

gut überstanden. Dazu beigetragen haben

die vergleichsweise tiefen Energiepreise, welche

vorwiegend der eigenen Produktion und Beteiligungen

zu verdanken sind. Im 2011 hat sich ein

Kunde mit Bündelversorgung entschieden, die

2

Energie für 2012 nicht weiter von der EWD AG zu

beziehen. Durch die intensive Befassung mit der

Energiebeschaffung sowie der dazugehörigen Datenverarbeitung

ist die EWD AG künftig in der

Lage, die Energie auf dem Markt zu beschaffen

und das ganze Energiedatenmanagement selbstständig

auszuführen. Die Partnerschaft mit der Trianel

Suisse AG und die Verbindung zur Trianel

GmbH ermöglichen der EWD AG, in Zukunft in vereinfachter

Form Strom auch in den benachbarten

Ländern zu beschaffen oder zu verkaufen. Die

Zusammenarbeit mit schweizerischen Partnern

konnte weitgehend geregelt werden.

Die EWD AG wird in den nächsten Jahren gezielt

die lokale Wasserkraft ausbauen und sich, wo

möglich, an Partnerprojekten für die Stromproduktion

beteiligen. Das Contracting soll weiter gefes -

tigt und ausgebaut werden.

Mit dem abgelaufenen Geschäftsjahr 2011 kann

die EWD AG zufrieden sein. Das grosse Umbauprojekt

UW Platz konnte termingerecht und mit

den vorgesehenen Kosten abgeschlossen werden.

Der gesamte Energieumsatz ist gegenüber dem

Vorjahr um 5,7% auf 141,76 GWh gesunken. Die

Energieabgabe an die Kunden hat sich ebenfalls

um 4,5% verringert, was durch den geringeren

Zukauf an Winterenergie teilweise ausgeglichen

wurde. Der Unternehmenserfolg von CHF 1,707

Mio. ist gegenüber dem Vorjahr tiefer und hauptsächlich

auf den veränderten Steueraufwand sowie

den geringeren Absatz von Energie zurückzuführen.

Der Verwaltungsrat und die Geschäftsleitung danken

den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihr

Engagement zugunsten des Unternehmens. Durch

den grossen Einsatz aller Mitarbeitenden konnte

sich die EWD AG im teilgeöffneten Strommarkt gut

positionieren und eine gute Ausgangslage erarbeiten.

Zudem konnten viele kleinere und grössere

Projekte zum Wohle der Kunden und der Firma

umgesetzt werden.

Hans-Peter Pleisch / Hans Jörg Meier


Unterwerk Davos Platz:

Umbau des Herzstücks der Energieversorgung

Das Unterwerk Davos Platz ist das Herzstück

der elektrischen Energieversorgung

der Gemeinde Davos. Um die Versorgungssicherheit

für die nächsten 40 bis 50 Jahre

sicherzustellen, investierte die EWD AG 7,5

Millionen Franken in die Erneuerung der

Anlagen.

Das Erneuerungskonzept umfasste den Ersatz der

50-Kilovolt- (kV) und der 8-Kilovolt-Schaltanlage

sowie der Hilfseinrichtungen. Auch die Vorort- und

Fernsteuerung inklusive der entsprechenden Kommunikationseinrichtungen

wurden dem neusten

Stand der Technik angepasst und verbessert.

Vom Unterwerk aus werden wesentliche Gebiete

von Davos Platz mit elektrischer Energie versorgt –

so z.B. die Zentren Grischuna und Rätia, das Kongresszentrum

mit Hallenbad, das Jakobshorn und

viele mehr. Wie alle wichtigen Anlagen der Stromversorgung

ist das Unterwerk Platz von zwei Seiten

erschlossen. Nach Norden hin ist es über eine

Hochspannungs-Kabelleitung mit dem Unterwerk

Davos Dorf und weiter mit Klosters verbunden,

nach Süden mit dem Unterwerk Unterschnitt und

via Freileitung mit Filisur. Während des normalen

Betriebs ist das Unterwerk unbesetzt. Es wird von

der zentralen Leitstelle im Hauptgebäude überwacht

und gesteuert. Die insgesamt drei Unterwerke

der EWD AG – Davos Platz, Davos Dorf und

Unterschnitt – dienen dazu, den Strom, der über

Hochspannungsleitungen herantransportiert wird,

auf Mittelspannung zu transformieren, damit er in

die verschiedenen Quartiere verteilt werden kann.

50-kV-Schaltanlage aus dem Jahre 1972.

Die alte Hoch- und Mittelspannungsanlage im

Unterwerk Platz und alle Komponenten stammten

aus dem Jahre 1972. Da die Anlagen den heutigen

Anforderungen an die Personen- und Versorgungssicherheit

nicht mehr genügten und das

Ende ihrer technischen Lebensdauer erreicht war,

beschloss die EWD AG, das Unterwerk einer Gesamterneuerung

zu unterziehen. Die Ausschreibungen

für die neuen Anlagen erfolgten 2008. Die

Lieferanten mussten dabei die Auflage erfüllen, die

gesamte Anlage – also die 50-kV- sowie die 8-kV-

Schaltanlage und die Steuereinheiten – im ersten

Obergeschoss des bestehenden Gebäudes unterzubringen.

Nur so liessen sich die Umbauarbeiten

durchführen, ohne dass die volle Versorgungssicherheit

beeinträchtigt würde. Für die Kunden ergaben

sich daraus die Vorteile, dass sie keine unliebsamen

Versorgungsunterbrüche hinnehmen

mussten und der gesamte Umbau unbemerkt und

ohne Stromausfälle vonstatten ging.

Der Entscheid fiel auf Anlagen der Firma Siemens.

Dank deren neuesten Entwicklungen im Anlagen-

3

NETZ

bau mit gasisolierten Innenraum-Hochspannungs-

Schaltanlagen liess sich die Forderung, sämtliche

Hoch- und Mittelspannungsanlagen im ersten

Obergeschoss unterzubringen, realisieren. Der frei

gewordene Raum im Erd- und Untergeschoss kann

nun für andere betriebliche Zwecke genutzt werden.

Die Anlagen wurden von Siemens geliefert und von

EWD-Mitarbeitern montiert. Diese bauten sämtliche

Stahlkonstruktionen für die Montage der Anlagen

ein und verlegten alle Hochspannungskabel

vom Untergeschoss bis zur neuen Anlage. Der

Umbau bedeutete für die EWD-Mitarbeiter eine

spannende Herausforderung, die alles andere als

alltäglich war.

Neue 72,5-kV-Siemens-Schaltanlage,

Typ 8DN8.

Da das Gebäude mit Baujahr 1972 in Elementbauweise

erstellt wurde, galt es, der Statik besondere

Aufmerksamkeit zu widmen. Bei ihren Berechnungen

stellten die Statiker schnell fest, dass

das Gebäude den Anforderungen der neuesten

Normen an die Erdbebensicherheit nicht mehr entsprach.

Als Konsequenz davon mussten die Mitarbeiter

zusätzlich umfangreiche Verstärkungsmassnahmen

vornehmen, die sich vom Dach bis zu den

Fundamenten erstreckten.

Neue 24-kV-Siemens-Schaltanlage,

Typ NXPLUS.

Energie us Davos


NETZ

Der Terminplan war straff und ehrgeizig – und unbedingt

einzuhalten. Denn die Arbeiten konnten

nur in den Sommermonaten bei Schwachlast ausgeführt

werden; bis zum Einbruch des Winters

2011 musste das Unterwerk voll betriebsfähig sein.

Alle Beteiligten gaben ihr Bestes – und so konnten

die neuen Anlagen nach rund drei Jahren Bauzeit

exakt zum geplanten Termin hin am 4. November

2011 in Betrieb genommen werden.

Äusserlich sieht man dem Gebäude heute die Änderungen

kaum an – doch in seinem Inneren befinden

sich jetzt modernste Anlagen. Das erneuerte

Unterwerk sollte seinen Dienst für weitere 40

bis 50 Jahre leisten können, ohne dass grössere Investitionen

in die Schaltanlagen nötig werden.

Die hundertjährige Geschichte des

Unterwerks Davos Platz

Fast genau vor hundert Jahren, nämlich 1911, beschloss

die Generalversammlung der damaligen

Elektrizitätswerke AG, ein Grundstück von Paul

Engi im Talboden von Davos zu erwerben. Ziel war

es, von dort die gelieferte Elektrizität der eigenen

Kraftwerke Frauenkirch und Glaris zu verteilen. Gemäss

damaligen Akten grenzte die Parzelle im Norden

an die neue Querstrasse (heute Talstrasse), die

von der Eisbahn nach Osten abzweigt, und im

Süden an das Grundstück von Herrn Edel. Der

Kaufpreis betrug 12 Franken pro Quadratmeter,

womit sich für die 1196 m 2 ein Gesamtpreis von

14 352 Franken ergab.

Nach dem Kauf der Parzelle geschah lange nichts.

Erst 1930 genehmigte die Generalversammlung

der EWD AG drei Beschlüsse von grösster Bedeutung

für die Weiterentwicklung der Davoser Energieversorgung.

Erstens wurde mit der AG Bündner

Kraftwerke (BK) in Klosters – der heutigen Repower

AG – ein Stromlieferungsvertrag abgeschlossen.

Zweitens wurde beschlossen, das Einphasennetz

sukzessive auf ein normales Drehstromnetz

mit einer Spannung von 8000 Volt umzubauen.

Der dritte Beschluss betraf die restlose Kostenübernahme

des Systemwechsels durch die EWD

AG samt allen erforderlichen Änderungen bei den

Hausinstallationen. Damit die von der BK gelieferte

Energie überhaupt abgenommen werden konnte,

beschloss man zudem, auf der 1911 erworbenen

Parzelle ein Unterwerk zu erstellen. Gemäss den

historischen Aufzeichnungen sollte von dort die

Energie für ganz Davos verteilt werden. Die Generalversammlung

bewilligte das Projekt nur unter

der Bedingung, dass die EWD AG das Projekt aus

eigenen Mitteln finanzieren konnte. Nachdem alle

Beschlüsse genehmigt waren, begann man mit der

Planung des neuen Unterwerks und realisierte anschliessend

den Neubau.

Projektplan für das neue Unterwerk Platz aus dem Jahre 1930.

Die Betriebsleitung formulierte die Vorgaben für die

technischen Einrichtungen folgendermassen: «Das

Unterwerk muss nach den modernsten Prinzipien

ausgestattet werden. Vorzusehen sind zwei Transformatoren

mit je einer Leistung von 2500 kVA,

welche die stark schwankende Oberspannung von

52000 Volt auf die konstante Verteilspannung von

8000 Volt automatisch reguliert.» Das Unterwerk

versah seinen Dienst bis 1971.

Zwischen 1931 und 1971 nahm der Energiebedarf

in Davos um das Fünffache zu. Bald genügte das

Unterwerk Platz den Energieansprüchen nicht

4

mehr. Wurden 1931 noch 10 Millionen Kilowattstunden

(kWh) abgesetzt, so waren es 1971 bereits

50 Millionen kWh. Aus diesem Grunde unterbreitete

der Gemeinderat (Regierungsrat) dem Souverän

an der Landschaftsabstimmung vom

3. Mai 1970 ein Kreditbegehren über 3,77 Millionen

Franken für den Neubau eines leistungsfähigen

Unterwerks, welches das Unterwerk Platz ersetzen

sollte. Dem Begehren wurde mit grossem Mehr zugestimmt,

der Rohbau konnte unverzüglich beginnen.

Der Innenausbau war 1971 komplett fertiggestellt,

die Inbetriebnahme konnte auf die Saison

1971/72 erfolgen – also genau vor 40 Jahren.

Heute ist die Stromabgabe in Davos bereits bei

140 Millionen kWh angelangt, was wiederum einer

rund dreifachen Zunahme gegenüber 1971 entspricht.


LED in der Strassenbeleuchtung

Die LED boomt in der Strassenbeleuchtung:

Diverse Gemeinden haben schon Musterstrassen.

Das Bedürfnis wächst, alte mit

neuen Beleuchtungen zu vergleichen. So

auch in der Gemeinde Davos.

Jede Strassenbeleuchtung dient in erster Linie der

Sicherheit der Bevölkerung. Sie muss vorhandene

Normen und Richtlinien erfüllen. Neben der Sicherheit

soll eine Strassenbeleuchtung auch wirtschaftlichen

und umweltrelevanten Aspekten

Rechnung tragen, insbesondere dann, wenn es um

die Sanierung oder den Ausbau geht. Die Gemeinde

Davos ist 2001 mit dem Label Energiestadt

ausgezeichnet worden. Als Energiestadt ist Davos

verpflichtet, die Energieeffizienz der Strassenbeleuchtung

zu beurteilen und Massnahmen zur Verbesserung

einzuleiten.

Seit 1997 werden in der Gemeinde Davos Quecksilberdampflampen

durch Natriumdampflampen

ersetzt. Diese Lampen gehören zusammen mit

LED-Lampen zu den effizientesten elektrischen

Lichtquellen, die es derzeit gibt. Sie haben eine

grosse Lichtausbeute, vergleichbar mit LED, und erreichen

im Vergleich mit Quecksilberdampflampen

eine Energieeinsparung von rund 40%. Mit der

etappenweisen Umrüstung auf Natriumdampflampen

konnte der Energieverbrauch der Strassenbeleuchtung

in Davos, bei gleichzeitiger Ausdehnung,

kontinuierlich gesenkt werden.

Vergleich von Natriumdampflampen und LED-Lampen

zur herkömmlichen Beleuchtung (Quecksilberdampflampen):

Natriumdampflampen

LED-Lampen

Sparpotenzial beim

Energieverbrauch

40% 60%

Reduktion der

Wartungskosten

10 % 30 %

Investitionskosten CHF 1000.00 CHF 1500.00

pro Lampe (inkl. Montage)

Im Innenbereich vergleicht man LED-Leuchten mit

Glühlampen oder mit Sparlampen: Hier geht der

Vergleich zugunsten der LED, die deutlich energieeffizienter

sind. Im Aussenbereich müssen LEDhingegen

mit den bereits effizienten Natriumdampflampen

verglichen werden. Hier ist der Unterschied

in der Effizienz gering, und der heutige Einsatz

von LED ist für die Strassenbeleuchtung häufig

noch nicht wirtschaftlich. Denn LED-Leuchten sind

in der Anschaffung vergleichsweise teuer.

Eine sofortige Umstellung auf LED-Lampen wird

bei der Strassenbeleuchtung weder gesetzlich gefordert,

noch wäre es zum jetzigen Zeitpunkt nachhaltig.

Denn LED ist mit einer komplexen Elektronik

ausgestattet und sehr teuer. LED verfügt nicht

immer über eine gute Wärmeableitung, was zu

einer Verkürzung der Lebensdauer führt, und es

fehlen Langzeiterfahrungen. Deshalb wird mit der

bisher eingeschlagenen Strategie weitergefahren.

Parallel dazu wird die EWD AG, als beauftragtes

Unternehmen, die Entwicklung der LED-Technik in

Zusammenhang mit der Strassenbeleuchtung

genau verfolgen und der Gemeinde Anpassungen

der bisherigen Strategie vorschlagen. Dies, sobald

LED-Modulsysteme mit normierten Optik-Modulen

auf dem Markt sind, die die geforderten Normen

einhalten. Dies kann bereits in wenigen Jahren

der Fall sein.

Erste Erfahrungen – Schweizer

Projekte liefern Erkenntnisse

Die LED etabliert sich zunehmend als leistungsfähige

und flexible Alternative zu bewährten Lichttechnologien.

Die Einführung der LED-Beleuchtung

wirft natürlich auch Fragen auf. Ist die LED-Beleuchtung

praxistauglich? Wird das Licht durch die

Strassenbenutzer akzeptiert oder schafft es ungeahnte

Probleme? Wie steht es mit der Lebensdauer?

Und schliesslich: Wird genügend Strom gespart,

um die Investitionen rechtfertigen zu können?

Antworten auf diese Fragen liefern einige in der

Schweiz durch die EKZ (knapp 30 Strassen mit

LEDs ausgerüstet), Energie Wasser Bern, Energie

Wasser Aarberg und durch die Gemeinde Igis

5

DIENSTLEISTUNGEN

(Strassenbeleuchtung flächendeckend mit LEDs)

durchgeführten Projekte. Obwohl die künftige Entwicklung

noch in diversen Aspekten offen ist, ist

eine einigermassen realistische Einschätzung des

öffentlichen LED-Einsatzes schon jetzt möglich.

Lichtqualität und Akzeptanz

Eine zentrale Frage – nebst quantifizierbaren Aspekten

wie Stromverbrauch und Lichtstärke – ist

die Akzeptanz unter der Bevölkerung. Neue Installationen

von LED-Strassenleuchten fallen meist

durch ihr intensiveres, auf die Strasse fokussiertes

Licht auf. Die Helligkeit und die nahezu Tageslichtqualität

erreichende Farbwiedergabe werden

grundsätzlich als positiv betrachtet und steigern

das Sicherheitsempfinden. Dabei schneidet das als

angenehm empfundene warmweisse Licht in der

Öffentlichkeit deutlich besser ab als kaltweisses.

LEDs können blenden

Wenn Leuchten weiter voneinander entfernt platziert

sind, werden zwar Infrastrukturkosten und

Strom gespart, aber die Blendwahrscheinlichkeit

steigt. Man muss sich also in dieser Hinsicht auf

einen Kompromiss einlassen: Energieeffizienz versus

blendfreieres Licht. Die Höhe und Auslegung der

Leuchte sind auch dominante Faktoren. Eine optimierte

Optik und neuere LED-Systeme mit flach eingebauten

LEDs können das Blenden stark reduzieren.

Bei einigen älteren Leuchten sind die LEDs einzeln

ausgerichtet – man blickt sozusagen direkt in

die LED und wird stärker geblendet. Weisses Licht

wird auch als intensiver wahrgenommen als gelbes

Licht, was die Blendwirkung zusätzlich verstärkt.

Stromsparpotenzial

Mit LEDs lässt sich heute primär in Quartierstrassen

und auf Fusswegen Strom sparen. Wie viel, das

hängt stark von der Situation und von der vorher

verwendeten Leuchtentechnologie ab. Beim

Umbau von Pilzleuchten zu LED-Leuchten kann

manchmal bei einer wesentlich besseren Helligkeit

sogar über ein Drittel des Stroms gespart werden.

Bei Hauptstrassen mit modernen Natriumdampf-

Energie us Davos


DIENSTLEISTUNGEN

LED-Strassenbeleuchtung im EKZ-Versorgungsgebiet

– die durch ihr intensives, auf

die Strasse fokussiertes Licht auffällt.

6

leuchten ist das energetische Einsparpotenzial zurzeit

kaum vorhanden (das finanzielle sowieso

nicht), denn dank der langen Optimierungszeit erreicht

die Natrium-Technologie eine Lichtausbeute

von über 120 lm/W. Zudem kann sie blendfrei bei

einer grösseren Leuchtendistanz betrieben werden.

Die EKZ setzen deshalb auch bei neuen Projekten

mit hohem Lichtbedarf (Hauptstrassen) Natriumdampflampen

ein. Sobald mit LED-Leuchten auch

in diesen Bereichen die entsprechenden Energie -

sparmöglichkeiten gegeben sind – was dank der

schnellen Entwicklung in wenigen Jahren möglich

sein könnte – und verschiedene Fragen (Normierung

von Bauteilen und Kennwerten; Verfügbarkeit von

Leuchten und Ersatzteilen) geklärt sind, wird die LED

auch für Hauptstrassen zunehmend interessant.

Wie steht es mit der Lebensdauer?

Leuchtenhersteller geben ihren LED-Lösungen eine

(aus Alterungstests extrapolierte) Lebensdauer von

50000 bis 100000 Stunden. Dass diese Zahlen erst

in vielen Jahren in der Praxis verifiziert werden können,

ist klar. In diesem Zusammenhang ist die Verfügbarkeit

von Ersatzteilen eine offene Frage, denn

welche Modelle und Systeme sich längerfristig

durchsetzen bzw. welche Hersteller überleben werden,

zeichnet sich noch nicht ab. Was aber jetzt

schon feststeht, ist die Tatsache, dass die Lichtmenge

der LEDs mit der Zeit kontinuierlich abnimmt

und dass es in gewissen Fällen auch zu Farbveränderungen

kommen kann. Die Lebensdauer ist nicht –

wie bei konventionellen Leuchten – durch einen Totalausfall

festgelegt, sondern durch eine Schwelle,

beispielsweise 70% der ursprünglichen Helligkeit.

Auf diese Schwelle sollte sich die Lebensdauer (und

die Garantie des Leuchtenherstellers) beziehen.

Eine neue Licht-Ära bricht an

Zurzeit ist das Vertrauen in die LED-Technologie

zwar noch begrenzt – man zögert mit Neuanschaffungen,

um eine technologische «Reifungszeit»

abzuwarten. Aber in einigen Jahren schon

könnte die Skepsis einem neuen Boom weichen,

denn die Leuchten werden lichtstärker und preisgünstiger.

Lichttechnisch ist die LED sehr flexibel –

fast alles ist möglich. Es scheint nur noch eine Frage

der Zeit zu sein, bis sich konventionelle elektrische

Lichttechnologien aus der Öffentlichkeit verabschieden,

um einen wohlverdienten Platz im Museum

der Strassenleuchten einnehmen zu können.


Bild-Rätsel

Finden Sie das Lösungswort

Was ist das?

Bitte schreiben Sie das Lösungswort, Ihren Namen

und Adresse auf die untenstehende Rückantwortkarte…

und ab in den Briefkasten.

Einsendeschluss ist der 5. Juli 2012

Über die Verlosung wird keine Korrespondenz geführt.

EWD-Mitarbeitende sind von der Wettbewerbsteilnahme

ausgeschlossen.

7

WETTBEWERB

Wettbewerbspreise

1. – 50. Preis

Nachtessen für zwei Personen inkl. Multimedia-

Diashow

51. – 100. Preis

Gutschein für 1 Getränk / 1 Wurst am Davos-

Sounds-Good-Festival am 13. Juli 2012 beim

EWD.

Nicht frankieren!

Die Gewinner werden schriftlich benachrichtigt.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.


MARKETINGVERTRIEB

Strommarktöffnung:

Die EWD AG ist gut vorbereitet

Die Liberalisierung ist ein Meilenstein in der

Geschichte der Schweizer Elektrizitätsversorgung.

Nach rund 100 Jahren Strommonopol

bringt die Öffnung des Strommarktes in zwei

Stufen einige bedeutende Änderungen mit

sich. Die EWD AG beantwortet Fragen im Zusammenhang

mit der Liberalisierung.

Die volle Liberalisierung des Schweizer Strommarktes

erfolgt in zwei Etappen. Die erste Teilliberalisierung

ist bereits seit dem 1. Januar 2009 realisiert

– nämlich für grössere Kunden mit einem

Jahresverbrauch von über 100000 Kilowattstunden

und für alle Stromverteilungsunternehmen.

Im zweiten Liberalisierungsschritt sollen auch Kleinkunden

und Privathaushalte (Jahresverbrauch unter

100000 Kilowattstunden) die Möglichkeit erhalten,

ihren Stromlieferanten frei zu wählen. Vorgesehen

war, diesen Schritt fünf Jahre nach dem

ersten einzuführen – vorausgesetzt, dass niemand

das fakultative Referendum dagegen ergreift. Geplant

ist dabei auch, dass Grosskunden auf diesen

Zeitpunkt hin verpflichtet werden, ihren Strom am

freien Markt zu beziehen. Die meisten tun dies bis

heute nicht, weil sie Strom zum Gestehungskostenpreis

beziehen können. Folglich spielt der Wettbewerb

zwischen den Stromlieferanten auch für

Grosskunden noch immer nicht.

Ursprünglich war die Liberalisierung für Kleinkunden

auf den 1. Januar 2014 geplant. Wegen der

Arbeiten am Atomausstieg rechnet das Bundesamt

für Energie damit, dass sich die Revision des

Bundesgesetzes über die Stromversorgung

(StromVG) um «mindestens sechs Monate» verzögert.

Bereits im letzten Dezember wurde die Revision

– und damit die allfällige Marktöffnung – um

ein Jahr auf 2015 verschoben.

Was heisst Liberalisierung?

Liberalisierung bedeutet, dass Sie Ihren Stromlieferanten

– ähnlich wie den Telefonanbieter – unabhängig

vom eigenen Standort frei wählen dürfen.

Dabei wird nicht die gesamte Stromversorgung

liberalisiert, sondern nur der Energiemarkt, in welchem

sich die verschiedenen Stromanbieter konkurrenzieren.

Das Stromnetz dagegen ist nicht von

der Liberalisierung betroffen; es bleibt also bei

einem einzigen Stromnetz. Denn im Gegensatz

zum Telekommunikationsmarkt, wo teilweise parallele

Infrastrukturen für die Versorgung der Haushalte

aufgebaut wurden, sind mehrere parallele

Stromnetze nicht machbar und vor allem volkswirtschaftlich

unsinnig.

Was bedeutet der freie Marktzugang

für Kleinkunden?

Die Liberalisierung des Strommarktes soll allen Kunden

unabhängig von ihrer Grösse neben der Freiheit,

den Stromlieferanten zu wechseln, einen besseren

Service, neue Produkte und Dienstleistungen

bringen. Diese Verbesserung verspricht man sich,

weil die verschiedenen Anbieter in einen freien

Wettbewerb miteinander treten.

Muss ich mich nach einem neuen

Stromlieferanten umsehen?

Nein. Die Teilnahme an der Liberalisierung des

Strommarktes als freier Kunde ist für niemanden

Pflicht. Auf die sogenannten «festen» Kunden, die

nicht an der Marktöffnung teilnehmen möchten,

Abgaben 7%

MWST 8%

Energie 36%

8

wurde bei der Entwicklung des Stromversorgungsgesetzes

und der dazugehörigen Verordnung speziell

Rücksicht genommen. So sieht das WAS-Modell

(«Wahlmodell Abgesicherte Stromversorgung»)

vor, dass Haushalte bei ihrem bisherigen lokalen

Versorgungsunternehmen bleiben können. Dieses

ist verpflichtet, ihnen eine abgesicherte Grundversorgung

mit Strom anzubieten.

Wie wird sich der Strompreis

entwickeln?

Der Strompreis setzt sich zusammen aus den Kosten

für Energie und Netznutzung plus Abgaben und

Steuern. Zurzeit machen in der Schweiz Abgaben

und Steuern rund 15 Prozent des Gesamtpreises

aus – in Deutschland liegt dieser Anteil für Privathaushalte

bereits bei etwa 40 Prozent. Je nach Regelung

werden die Netznutzungspreise mehr oder

weniger stabil bleiben. Die Energiepreise werden

sich nach dem europäischen Markt ausrichten. Die

Kosten für Strom als Sekundärenergieträger folgen

dabei jenen für Primärenergieträger, die zur Produktion

des Stroms benötigt werden (Gas, Öl,

Kohle, Uran usw.). Die generelle Teuerung und anstehende

Investitionen dürften sich auch auf den

Endpreis auswirken. Übers Ganze betrachtet, wird

Strom in den nächsten Jahren also eher teurer.

Netz 49%

Die Grafik zeigt, wie sich der Davoser Strompreis eines durchschnittlichen Schweizer Haushalts

mit einem jährlichen Stromkonsum von 3500 Kilowattstunden zusammensetzt.


Das Wahlmodell mit abgesicherter Stromversorgung

(WAS-Modell)

• Keine Qual der Wahl für die Endkunden

• Wer nicht auf den Markt will, ist abgesichert;

er wird automatisch von der EWD AG bedient

• Energiepreise der abgesicherten Kunden werden

transparent publiziert und behördlich überwacht

• Energiepreise für abgesicherte Kunden müssen

mindestens während eines Jahres stabil sein

Die Strommarktliberalisierung wirkt sich nicht

nur auf die Kunden, sondern auch auf die

Energieversorgungsunternehmen selbst aus.

Wie die meisten Energieversorgungsunternehmen

wurde auch die EWD AG bis anhin von einem einzigen

Vorlieferanten mit der benötigten Menge an

Energie und den dazugehörigen Dienstleistungen

beliefert. Wahlmöglichkeiten gab es dabei kaum –

die Unternehmen mussten die «All-inclusive-Pakete»

der grossen Stromkonzerne akzeptieren.

Nun erlaubt die Liberalisierung des Strommarktes

den lokalen Energieversorgungsunternehmen, sich

am freien Markt mit der benötigten Energie für ihre

Kunden einzudecken. Dabei können die Versorger

selbst bestimmen, bis zu welchem Ausmass sie von

den Möglichkeiten eines freien Markts Gebrauch

machen wollen.

EWD löst sich aus Abhängigkeit von

Vorlieferanten

Die EWD AG begann bereits 2009 mit der Evaluation

von künftigen Optionen, um Energie zu beschaffen,

die sie im Versorgungsgebiet Davos/Wiesen

benötigt und nicht selbst produzieren kann. Sie

kam zum Schluss, dass die Vorteile einer Beschaffung

am freien Markt mit flexiblen Preisen überwiegen.

Ende 2011 fiel die Entscheidung, am freien

Markt und der sogenannten strukturierten Beschaffung

teilzunehmen. Mit dem Schritt, der ab

1. Januar 2013 wirksam wird, löst sich die EWD AG

aus der Abhängigkeit von einem einzigen grossen

Vorlieferanten. Sie kann jetzt flexibel, nachhaltig

und kundengerecht am freien Markt agieren.

Die Neuerung erlaubt es der EWD AG, den Anteil

an Eigenproduktion, Beteiligungs- und Konzessionsenergie

optimal zur Deckung des eigenen Bedarfs

ein- oder am Markt abzusetzen. Darüber hinaus

eröffnet sich die Perspektive, günstige Gelegenheiten

wahrzunehmen, die sich zum Beispiel

aufgrund fallender Grosshandelspreise ergeben.

Eine gezielte Beschaffungsstrategie glättet grosse

Preisschwankungen, heftige Preisanstiege verhindert

die EWD AG durch geschickte Absicherung

am Terminmarkt. Der Kunde profitiert durch die

strukturierte Beschaffung von stabilen, marktgerechten

Preisen, ohne dass er auf die bewährte

Versorgungssicherheit zu verzichten braucht.

Ausbau der Energiewirtschaft

Der Entscheid für eine strukturierte Beschaffung

bedeutete unter anderem, dass die EWD AG sowohl

personelle als auch betriebliche Ressourcen

aufbauen und an die neuen Prozesse anpassen

musste. Denn die Aufgaben der Energiewirtschaft

von Energieversorgern sind vielfältig. Sie reichen

vom Verfassen der Absatzprognosen im Versorgungsgebiet

bis zur effizienten Umsetzung der Beschaffungsstrategie

am Grosshandelsmarkt inklusive

Portfolio- und Risikomanagement.

Damit die EWD AG die neuen Herausforderungen in

gewohnter Qualität und Effizienz bewältigen kann,

verstärkt sie seit 2011 kontinuierlich den Bereich Energiewirtschaft.

Neben dem Aufbau eines neuen Energiedatenmanagement-Systems

(EDM-System) erarbeiten

wir uns gezielt Know-how in der strukturierten

Beschaffung, im Handel, im Portfoliomanagement

und im Risikomanagement. Dank des neuen Handlungsspielraums

betrachten viele Akteure im freien

Markt die EWD AG bereits heute als kompetenten

Partner in allen Bereichen der Energiewirtschaft.

Marktgerechte Angebote für

Grosskunden und Energieversorger

Auch EWD-Kunden profitieren vom Ausbau der

Kompetenzen der EWD AG in der Energiewirt-

9

MARKETINGVERTRIEB

schaft. Bereits heute können Grosskunden (ab

100000 kWh) marktgerechte, konkurrenzfähige

Angebote für ihre Stromversorgung bei der EWD

AG anfordern. Die Entscheidung, ob ein Grosskunde

weiterhin in der Grundversorgung bleiben

oder als «freier Kunde» von den Möglichkeiten des

liberalisierten Strommarkts profitieren möchte, ist

gemäss Stromversorgungsgesetz bis auf Weiteres

dem Kunden überlassen. Es liegt in seinem eigenen

Ermessen, Chancen und Gefahren eines dynamischen,

liberalisierten Energiemarkts sorgfältig

gegeneinander abzuwägen.

Auch Dritte können in Zukunft vom Know-how der

EWD AG in der Energiewirtschaft profitieren. So

sind wir bereits heute in der Lage, anderen Energieversorgern

eine strukturierte Beschaffung am

freien Markt als Dienstleistung zu attraktiven Konditionen

anzubieten. Damit können auch kleinere

lokale Versorger, die selbst nicht über die notwendigen

Ressourcen für die Teilnahme am freien

Markt verfügen, die Vorteile einer strukturierten

Beschaffung nutzen.

EWD ist vorbereitet auf die

Liberalisierung

Wie sich die Liberalisierung des Strommarkts in der

Schweiz weiterentwickeln wird, ist gerade vor dem

Hintergrund der aktuellen Diskussionen um einen

Atomausstieg und neue erneuerbare Energien

schwierig einzuschätzen.

Die EWD AG bereitet sich auf alle möglichen Szenarien

vor. Weil sie wie erwähnt die eigene Energiewirtschaft

und Kompetenzen kontinuierlich ausbaut,

ist sie auf jeden Fall auch für weitere Liberalisierungsschritte

gut gerüstet. Wir nehmen unseren

Versorgungsauftrag als lokaler, flexibler und unabhängiger

Energieversorger ungebrochen mit der

gewohnten Qualität und Sicherheit wahr – und erschliessen

darüber hinaus zukünftige Geschäftsfelder,

die ein zweiter Liberalisierungsschritt mit sich

bringen wird. Dies ist ein wichtiger Bestandteil unserer

Aktivitäten, um die Wertschöpfung und Arbeitsplätze

in der Region dauerhaft zu sichern.

Energie us Davos


MARKETINGVERTRIEB

Umweltfreundliche Heizung mit Sonnenenergie im

Appartementhaus Central

Das in den 10er- und 60er-Jahren des letzten

Jahrhunderts gebaute Haus mit 27

Wohnungen wurde mit einer konventionellen

Ölfeuerung beheizt. Das Architekturbüro

schockguyan architekten gmbh,

Zürich, sanierte das Gebäude innen und

aussen umfassend nach dem neusten Standard.

Eine konventionelle Variante mit einem Ölkessel,

eine Wärmepumpenanlage mit Erdsonden und verschiedene

bivalente Varianten wurden im Vorfeld

durch die EWD AG abgeklärt. Als wirtschaftlichste

Lösung hat sich die bivalente Variante mit einer

Luft-Wasser-Wärmepumpe und einem Ölkessel

herausgestellt. Ein solches Konzept in dieser Grösse

wurde erstmals auf Anraten des Energieberaters im

Jahr 2008 in Davos umgesetzt und hatte damals

Pilotcharakter, da es eine solche Anlage auf einer

Höhe von 1580 m ü. M. mit Aussentemperaturen

von bis – 20 Grad oder sogar noch tiefer nicht gab.

Der Ölbedarf für Heizung und Warmwasser des

Appartementhauses Central betrug früher bis zu

44000 Liter im Jahr. Dies verursachte einen CO 2-

Ausstoss von 114 Tonnen im Jahr. Das vom Energieberater

entwickelte Konzept setzt möglichst viel

Sonnenenergie ein. Diese wird aber nicht über Solarkollektoren,

sondern durch eine Luftwärmepumpe

über die Umgebungsluft genutzt. Bis + 2

Grad Aussentemperatur kann diese Maschine den

Heizbedarf allein abdecken. Bei tieferen Aussentemperaturen

läuft die Wärmepumpe weiter und

der neue moderne Ölkessel deckt den restlichen

Bedarf. Der Ölverbrauch kann mit der neuen Anlage

voraussichtlich auf 9900 Liter im Jahr gesenkt

werden, damit wird der CO 2-Ausstoss um 88 Tonnen

im Jahr gesenkt, was einen wesentlichen Beitrag

zum Klimaschutz bedeutet.

Die im Garten stehende Luft-Wasser-Wärmepumpe

nutzt die in der Luft enthaltene Energie und

gibt die bei kalten Aussentemperaturen benötigte

Vorlauftemperatur von bis zu 58 Grad an das Heizsystem

mit den Radiatoren ab. Für die genutzte

Aussenluft schickt die Sonne aber keine Rechnung,

lediglich die elektrische Antriebsenergie, damit die

Wärmepumpe die in der Aussenluft enthaltene

Wärme nutzen kann, wird noch benötigt.

In der Heizung steht ein 1000 Liter grosser Speicher,

welcher die von der Wärmepumpe abgegebene

Energie aufnimmt und an das Heizsystem

weitergibt. Für das Warmwasser sind ein 1000

und ein 800 Liter grosser Warmwasserspeicher

vorhanden.

Frau Annigna Guyan (schockguyan architekten

gmbh, Zürich) sowie Frau Patricia Guyan (Central

Sporthotel Davos AG) äusserten sich sehr positiv

über die Zusammenarbeit mit der EWD AG – «per

Zufall habe ich das Inserat in der

über das Produkt EWD Contracting gelesen und

sofort Kontakt mit dem EWD aufgenommen», so

Frau Annigna Guyan. «Mit dem Konzept der EWD

AG konnten die Erwartungen an das Heizsystem

für das Central Appartementhaus vollumfänglich

erfüllt werden – denn die Umwelt, die Ökologie

und vor allem eben auch die Wirtschaftlichkeit

mussten berücksichtigt werden.»

10

«Ein grosser Vorteil von EWD Contracting ist, dass

die Investition, welche die EWD AG übernimmt,

sonstwo eingesetzt werden kann», so Frau Patricia

Guyan. «Mit dem EWD haben wir schon lange eine

gute Partnerschaft, und wenn etwas an der Heizung

nicht funktioniert, ist das EWD sofort vor Ort

mit ihren Spezialisten. Kurz: Das EWD Contracting

ist sozusagen ein rundum Sorglospaket.»

Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe ist immer mit Geräuschemissionen

verbunden. Um diese Störungen

auf das Minimum zu reduzieren, fanden im Vorfeld

Abklärungen mit einem Bauphysiker und einem Akustiker

statt. Diese definierten den optimalen Standort

für die Wärmepumpe. «Bis heute haben wir noch keinerlei

Reklamationen betreffend Geräuschemissionen

erhalten», bestätigte Frau Patricia Guyan.

Die Hoteldirektorin Frau Patricia Guyan freut sich

über das umweltschonende Heizsystem, weil es

sehr gut zur Philosophie der umweltfreundlichen

Central Sporthotel Davos AG passt, welche die

Wohnungen mit Hotelservice an Familien, die in

Davos Ferien machen, vermietet.

Links Frau Annigna Guyan von schockguyan architekten gmbh sowie Frau Patricia Guyan

der Central Sporthotel AG im Gespräch mit Herrn Jürg Berchtold vom EWD.


Die EWD AG finanziert Ihre Heizung

Eine Heizung zu erstellen oder sanieren, ist

mit hohen Kosten verbunden. Die EWD AG

entlastet Sie gerne: Mit einem Contracting-

Vertrag kümmern wir uns um alles – vom

Bau der Anlage über die Finanzierung, den

Betrieb und die Administration bis zum Service.

Mit einem Contracting übernehmen wir die Investitionskosten

für Ihre Heizung – und entlasten

damit nicht nur Sie, sondern auch die Umwelt. Refinanziert

wird die Anlage durch vertraglich vereinbarte

Zahlungen für die Energielieferung in Form

von Wärme. Auf diese Weise geniessen Sie ökologischen

Komfort, ohne irgendein finanzielles oder

technisches Risiko einzugehen.

Die EWD AG als Contractor und Sie als Kunde verbindet

das gemeinsame Ziel: von wirtschaftlichen

und ökologischen Vorteilen zu profitieren, die sich

durch die Anlagenoptimierung und effizientere

Energieerzeugung ergeben. Besonders erfreulich

ist, dass mit dem innovativen Vertragsmodell die

Ressourcen und die Umwelt gleichermassen geschont

werden. Die EWD AG errichtet und betreibt

als Contractor auf der Basis langfristiger Verträge

die Energieanlagen auf eigenes Risiko und eigene

Kosten.

Profitieren auch Sie als Kunde dank dem EWD Contracting

von zahlreichen Vorteilen:

• Keine Investitionskosten

• Garantierte Betriebs- und Versorgungssicherheit

(mit Fernüberwachung und 24-Stunden-Pikettdienst)

• Keine technischen und finanziellen Risiken

während der gesamten Vertragslaufzeit

• Kostenbewusste und zuverlässige Energieversorgung

11

MARKETINGVERTRIEB

Energie us Davos


MARKETINGVERTRIEB

Davoser Ökostrom:

HCD-Nachwuchs schiesst Puck ins Stromnetz

Die EWD AG versteht sich nicht nur als

Energiedienstleister und -versorger, sondern

auch als dynamischer Partner der Bevölkerung

in der Region. Das äussert sich

zum Beispiel im breit gefächerten Engagement

für soziale, sportliche und kulturelle

Aktivitäten. Besonders am Herzen liegt der

EWD AG die Nachwuchsförderung.

Mit dem Sponsoring des HCD-Nachwuchses in der

Saison 2011/2012 investierte die EWD AG in eine

ebenso sinnvolle wie beliebte Freizeitbeschäftigung

für Kinder und Jugendliche. Den Energiedienstleister

verbindet dabei einiges mit dem Sportclub, wie

Fabio Bühler, Leiter Marketing und Vertrieb der

EWD AG, erklärt: «Genauso wie der HC Davos, der

sehr viel Herzblut und Arbeit in den HCD-Nachwuchs

investiert, nehmen wir gesellschaftliche Verantwortung

wahr, indem wir unseren Kundinnen

und Kunden hochwertige ökologische Produkte

anbieten.» Die Berührungspunkte der beiden Davoser

Institutionen verdeutlicht die EWD AG mit

einem gewieften Einfall: Für jedes Tor, das ein Mitglied

des HCD-Nachwuchses – egal von welcher

Mannschaft – erzielte, speiste das Unternehmen

in der Saison 2011/2012 100 Kilowattstunden sauberen

Ökostrom ins Netz ein. Der Davoser Ökomix

(93% Wasserkraft / 7% Solarstrom) wurde in der

Vaillant Arena für die Kühlung des Eises verwendet.

«Ein Goal für die Natur!», nennt Fabio Bühler

die Win-win-Situation für die EWD AG und den

HCD verschmitzt.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Der HCD-

Nachwuchs schoss 952 Tore – dies entspricht

95200 kWh Ökostrom. Die EWD AG erhöht die

Einspeisung um 4800 kWh auf 100000 kWh.

100000 Kilowattstunden sauberer Ökostrom –

das entspricht Ökostrom für rund 25 Haushalte! Ein

grosses Dankeschön geht an den HCD-Nachwuchs

für die vielen Tore. Auch in der Saison 2012/2013

stehen wir dem HCD-Nachwuchs zur Seite und

hoffen wieder auf viele Goals – Goals für die Natur!

PV-Mover: Förderung der lokalen,

umweltschonenden Stromproduktion

Mit der Inbetriebnahme der neuen Fotovoltaikanlage

(PV-Mover) am Standort Bünda kann die

EWD Elektrizitätswerk Davos AG die lokale Stromproduktion

weiter ausbauen. Deren Förderung betrachtet

sie als Selbstverständlichkeit, wie der Direktor

der EWD AG, Hans Jörg Meier, sagt: «Heute

sind wir in der Lage, Davos mit über 60 Prozent erneuerbarem

Strom zu versorgen, was weit über

dem schweizerischen Durchschnitt liegt. Wir haben

uns zum Ziel gesetzt, die lokale und umweltschonende

Stromproduktion zu fördern. Der PV-Mover

passt ausgezeichnet in dieses Konzept. Eine Erweiterung

der bestehenden Wasserkraftwerke

sowie neue Kraftwerke sind geplant oder angedacht.»

Absolute Sonnenscheindauer / Jahrestotal

Zürich/Kloten

St. Gallen

Luzern

Bern

Basel

Davos

Mannschaft Erzielte Tore Einspeisung

Kilowattstunden

Bambi / BINI 206 20600 kWh

Piccolo 157 15700 kWh

Moskito B 75 7500 kWh

Moskito Top 127 12700 kWh

Mini Top 106 10 600 kWh

Novizen Elite 149 14 900 kWh

Elite Junioren 132 13 200 kWh

TOTAL 952 95200 kWh

12

Standort PMOD

Erwartungen übertroffen

Die zweiachsige, der Sonne nachgeführte Fotovoltaikanlage

mit einer nutzbaren Modulfläche von

rund 110 m 2 und einer Spitzenleistung von 14,4 Kilowatt

produziert seit der Inbetriebnahme am

6. 9. 2011 bis zum 31. 12. 2011 beachtliche 7170

Kilowattstunden sauberen Solarstrom. Damit lassen

sich rund 2 Haushaltungen versorgen. Der Vergleich

mit anderen Anlagen an verschiedenen

Standorten in der Schweiz zeigt, dass die Produktion

des PV-Movers am Standort Bünda 170 bis

200 Prozent über dem Durchschnitt liegt. Dies in

erster Linie, weil die Sonne pro Jahr in Davos – und

speziell am Standort Bünda – im Durchschnitt länger

scheint als in anderen Regionen der Schweiz,

wie die folgende (unten stehende) Grafik zeigt.

1329 h

1321 h

1475 h

1639 h

1598 h

1748 h

Energie us Davos


Tiefencastel Plus:

Umweltfreundliche Energie für über 4000 Haushalte

An der ausserordentlichen Gemeindeversammlung

haben die Einwohnerinnen und

Einwohner von Tiefencastel dem Konzessionsgesuch

des Konsortiums Tiefencastel

Plus zugestimmt. Dieses sieht den Bau

eines neuen Laufwasserkraftwerks an der

Albula vor. Mit der Genehmigung ist ein

wichtiger Schritt für die künftige Produktion

von 11 Gigawattstunden umweltfreundlicher

Energie getan.

Seit dem Sommer 2008 arbeitet das Konsortium

an der Planung des Wasserkraftwerks Tiefencastel

Plus. Nach diversen Machbarkeits- und Variantenstudien

wurde 2010 das definitive Konzessionsprojekt

ausgearbeitet. Parallel dazu führten die Verantwortlichen

mit der Gemeinde Tiefencastel erfolgreich

Verhandlungen über die Konzessionsbedingungen.

Am 13. September 2010 stimmte auch

die Bevölkerung der Gemeinde Tiefencastel der

Konzessionserteilung zu.

Erfreut nimmt am 28. Februar 2012 das gesuchstellende

Konsortium «Tiefencastel Plus», bestehend

aus ewz, der Axpo AG und der EWD Elektrizitätswerk

Davos AG (EWD), die Genehmigung des

Regierungsrates für die Konzession zur Kenntnis.

Als nächste Schritte stehen die Gründung der Kraftwerk

Tiefencastel AG sowie das Projektgenehmigungsverfahren

an. Parallel dazu wird die Detailplanung

vorgenommen, sodass im Frühjahr 2013

mit der Realisierung des Kraftwerks begonnen werden

kann. Bei optimalem Verlauf soll die voraus-

sichtlich 23 bis 25 Millionen Franken teure Anlage

im Jahr 2015 den Betrieb aufnehmen können.

Das Bauprojekt wird konkretisiert

Seit letztem Herbst wird das Bauprojekt ausgearbeitet.

Ausgewiesene Fachleute aus Bau, Elektrotechnik,

Maschinenbau, Umwelt und Geologie arbeiten

unter der Federführung der ewz mit Hochdruck

daran, die definitiven Masse und Rahmenbedingungen

aller Komponenten festzulegen und

dabei auch die Kosten zu optimieren. Zusätzlich

wird ein weiterer Umweltbericht verfasst, der sowohl

die Eingriffe als auch die Massnahmen während

der Bauphase untersucht, und mit den betroffenen

Grundeigentümern werden Dienstbarkeitsverträge

ausgearbeitet.

So funktioniert Tiefencastel Plus

Das Kraftwerk Tiefencastel Plus nutzt das Betriebswasser

des darüberliegenden Kraftwerks und

den Solisstausee im verbleibenden Gefälle von

rund 20 Metern zwischen den beiden Kraftwerkzentralen

Tiefencastel der Albula-Landwasser

Kraftwerke AG (ALK) und ewz zur Stromerzeugung.

Das Wasser wird vom bestehenden Unterwasserkanal

des höherliegenden Kraftwerks vollständig

abgezweigt und durch einen 300 Meter

langen Freispiegelstollen unter dem Dorf Tiefencastel

geleitet. Nach der Unterquerung der Julia

folgt eine etwa 700 Meter lange erdverlegte, betonierte

Druckleitung. ln der überwiegend unterirdischen

Zentrale wird eine doppelt regulierte Rohrturbine

mit 2,7 Megawatt Leistung wirken. Rund

300 Meter oberhalb der ewz-Kraftwerkzentrale

13

ENERGIEINFO

Tiefencastel West/Ost wird das verarbeitete Wasser

in die Albula zurückgeleitet. Die produzierte

Energie wird über die Infrastruktur des bestehenden

ewz-Kraftwerks Tiefencastel ins Netz eingespeist.

Die Betreiber erwarten eine durchschnittliche

Produktionsmenge von rund 11 GWh Energie

pro Jahr – das entspricht dem Bedarf von etwa

4200 Haushalten. Die Bauzeit dauert voraussichtlich

zwei bis drei Jahre.

Positiver Einfluss auf die Umwelt

Mit dem Kraftwerk Tiefencastel Plus werden in der

Albula künstliche Abflussschwankungen reduziert,

was zu einer deutlichen Verbesserung der ökologischen

Situation führt. Wertvolle Fischlebensräume

werden aufgewertet, und in Zukunft dürfte

sogar die natürliche Fortpflanzung der Bachforellen

in der Albula wieder möglich sein. Weil die Eingriffe

nur minimal sichtbar sind, wird das Landschaftsbild

kaum beeinflusst. Entsprechend fallen auch die Reaktionen

der Umweltverbände positiv aus.

Anlagedaten

Turbine doppelt regulierte Rohrturbine

Leistung 2,7 Megawatt

Produktion/Jahr 11 Gigawattstunden

(rund 4200 Haushalte)

Investitionskosten 23 – 25 Millionen Franken

Inbetriebnahme 2015


SPEZIAL

Solarkataster: Eignet sich Ihr Haus für Solarenergie?

Die Solarenergie wird in der Schweiz noch

viel zu wenig genutzt. Davos bildet da

keine Ausnahme. Die Gemeinde möchte

dies nun ändern. Mit Hilfe des ersten Solarkatasters

im Kanton Graubünden können

Hauseigentümer auf einfache Weise übers

Internet in Erfahrung bringen, wie gut sich

ihre Dächer für die Produktion von Wärme

oder Solarstrom eignen.

In einem durchschnittlichen Jahr scheint die Sonne

in Davos etwa 1700 Stunden. Vor allem im Winterhalbjahr

werden deutlich mehr Sonnenstunden

verzeichnet als im Mittelland. Die Sonne als einzigartige

Quelle erneuerbarer Energien wird jedoch

nur zögerlich genutzt. Zurzeit sind in der Gemeinde

rund 2100 m 2 Kollektorfläche für Solarthermieanlagen

– zur Produktion von Wärme – und rund

1000 m 2 Modulfläche für Fotovoltaikanlagen – zur

Produktion von Strom – installiert.

Ein Drittel des Strombedarfs ersetzbar

Über das brachliegende Potenzial konnte die Gemeindebehörde

bis anhin nur Vermutungen anstellen.

Der nun vorliegende Solarkataster zeigt das

beträchtliche Potenzial an nutzbarer Sonnenenergie

auf. Würde man nur die Hälfte aller als geeignet

eingestuften Dachflächen für die Produktion

von Solarstrom nutzen, liessen sich rund 30 Prozent

des Strombedarfs von Davos abdecken! Mit

der anderen Hälfte der Dachflächen könnte man

in Davos eindrückliche 103 GWh solarthermische

Energie produzieren. Auch dieser Wert entspricht

rund 30 Prozent der in der Gemeinde verbrauchten

Energiemenge für die Wärmeerzeugung. Zwar ist

eine Nutzung der Solarenergie in dieser Grössenordnung

aus technischen und planerischen Gründen

kaum möglich, und Solarthermieanlagen sind

in der Regel nur in Kombination mit anderen Heizsystemen

sinnvoll. Doch die berechneten Zahlen

decken auf, dass bei der Solarenergie ein beträchtliches

Steigerungspotenzial brachliegt.

Detaillierte Informationen für jedes

Haus

Mit Hilfe des Solarkatasters können interessierte

Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer nun auf der

Website der Gemeinde Davos in kürzester Zeit in

Erfahrung bringen, wie gut sich ihre Dächer für die

Nutzung der Solarenergie eignen. Die Beurteilung

basiert auf GIS-Daten und wird in drei Stufen ausgewiesen:

sehr gut, gut oder geeignet. Die detaillierten

Zahlen stehen sowohl für die Solarthermie als

auch für die Fotovoltaik zur Verfügung. Jede Dachfläche

und Teildachfläche lässt sich per Mausklick

abrufen. Der Benutzer erhält anhand von insgesamt

vierzehn Parametern umfassende Informationen

über die Dachfläche, die Sonnenenergienutzung und

über die mögliche Einsparung an Heizöl und CO 2.

Abgestützt auf breiter Datenbasis

Sämtliche Berechnungen der Solarpotenziale führte

die Zürcher Firma Renewables-Now AG im Auftrag

der Gemeinde durch. Als Grundlage dienten ihr das

3D-Stadtmodell, die Gebäudegrundrisse aus der

amtlichen Vermessung sowie das Oberflächenmo-

14

dell des Kantons Graubünden. Um die effektive

Sonneneinstrahlung zu ermitteln, stützten sich die

Projektverfasser auf Daten der Bodenstationen von

MeteoSchweiz. Um die Verschattung durch Bauten,

Bäume und den Horizont zu berechnen, zogen

sie das Oberflächenmodell bei. Die Darnuzer Ingenieure

AG aus Davos schliesslich bereiteten die

Daten für die Visualisierung im Internet auf.

Fotovoltaik oder Solarthermie

Bei der Ermittlung der Fotovoltaik-Nutzung wurde

mit einem System-Wirkungsgrad (Modul bis Einspeisepunkt

ins öffentliche Stromnetz) von 10,4

Prozent, bei den Sonnenkollektoren mit einem System-Wirkungsgrad

(Modul bis Nutzung über Wärmespeicher)

von 33 Prozent gerechnet.

Um das Potenzial der Flachdächer zu berechnen,

gingen die Verfasser von einer Aufständerung der

Kollektoren/Module mit einer Ausrichtung nach

Süden und einer Neigung von 40 Grad aus. Die

Aufständerung ermöglicht es, auch im Winterhalbjahr

entweder einen Strom- oder einen solarthermischen

Ertrag zu erzielen. Grundsätzlich lässt

sich bei Flachdächern auch eine fast vollflächige

Bestückung mit Fotovoltaik-Modulen realisieren, jedoch

mit kleineren Neigungswinkeln als bei einer

nur partiellen Bestückung. Bei der vollflächigen Variante

kann der Ausfall der Stromproduktion im

Winter als Folge der Schneebedeckung durch eine

grössere nutzbare Fläche sowie einen Mehrertrag

im Sommerhalbjahr kompensiert werden (siehe Tabelle).

Flachdach (Beispiel 10 m x 10 m)

Ausrichtung der Module Süden Osten oder Westen

Aufständerung Ja Nein

Neigung der Module 40° 20°

Verhältnis Modulfläche zur Dachfläche 0,4 0,9

Durchschnittliche Verschattung Davos 17 – 19 % 17 – 19 %

Einstrahlung auf Modul inkl. 18 % Verschattung in kWh/m2 *a 1400 1172 (nach Osten)

1147 (nach Westen)

1155 Mittelwert

Relative Einstrahlung auf Modulflächen 1 0,825

Schneebedeckung während 6 Monaten Nein Ja

Relative Einstrahlung auf Module bedingt durch die Schneebedeckung 1 0,550

Stromproduktion relativ 0,4 *1*1 = 0,4 0,9*0,825*0,55 = 0,408

Wirkungsgrad Module 10,4 % 10,4 %

Stromproduktion absolut kWh / a 5824 5946


Wenn Hausbesitzer eine Solarenergie-Anlage in Erwägung

ziehen und konkretisieren möchten, sollten

sie auf jeden Fall Berechnungen von einer Fachperson

durchführen lassen. Klar ist, dass bei der Solarthermie

wegen des hohen Wärmebedarfs im

Winter einzig die aufgeständerte Variante sinnvoll

ist.

Bei den als geeignet eingestuften Schrägdächern

wurden 100 Prozent der Dachfläche als nutzbar

angenommen. Dieser Maximalwert lässt sich mit

dachflächenintegrierten Solaranlagen erreichen. Bei

Aufdachanlagen kann die Dachfläche in der Regel

nicht vollständig ausgenutzt werden. Bei den Berechnungen

gingen die Verfasser davon aus, dass

die Kollektoren / Module auf Schrägdächern im

Winterhalbjahr nicht von Schnee bedeckt sind.

Bestmögliche oder optimale Nutzung

Die im Solarkataster aufgeführten Werte entsprechen

der bestmöglichen Nutzung der als geeignet

klassierten Dachflächen. Verschiedene Faktoren

können die effektiv erzielte Jahres-Energieproduktion

kleiner ausfallen lassen – zum Beispiel die Witterung

oder die Verschattung der Kollektoren / Panels

durch Schneeablagerungen, Neubauten und

wachsende Bäume.

Weil sich die Planung von solarthermischen Anlagen

entweder an den minimalen Energieverbrauchswerten

oder am Speichervolumen, das zur

Verfügung steht, orientiert, kommt eine Nutzung

der gesamten als geeignet beurteilten Dachfläche

nur in seltenen Fällen infrage. Zudem gilt es stets,

die Baustatik zu beachten. Das optimale Nutzungspotenzial

von solarthermischen Anlagen lässt

sich deshalb nur aufgrund detaillierter Abklärungen

durch entsprechende Fachplaner ermitteln.

Grundlage für Energiestrategie

Mit dem Solarkataster übernimmt die Energiestadt

Davos eine Vorreiterrolle, bietet sie doch zusammen

mit der Gemeinde Klosters-Serneus als erste

Gemeinde im Kanton Graubünden die Möglichkeit

an, sämtliche Daten übers Internet abzurufen. Zwei

Ziele stehen im Vordergrund des Angebots: Einer-

seits möchte Davos die Nutzung der Solarenergie

beschleunigen. Andererseits betrachtet die Gemeinde

es als wertvolles Instrument, um die Rahmenbedingungen

und die Akzeptanz der Nutzung

von Sonnenenergie auf Gemeindeebene zu verbessern.

Nicht zuletzt steht der Gemeinde mit dem

Solarkataster eine strategische Grundlage zur Verfügung,

um die klimatischen Vorzüge von Davos

nicht nur wie bis anhin für die Erholung und Genesung,

sondern auch für eine umweltfreundliche

Energieproduktion herauszustreichen.

Den Solarkataster für die Gemeinde Davos finden

Sie im Internet unter: www.gemeinde-davos.ch

oder www.lisdavos.ch.

15

SPEZIAL

EWD AG nimmt Ihren Strom ab

Unabhängige Produzenten von elektrischer Energie

aus erneuerbaren Quellen haben die Möglichkeit,

diese über die kostendeckende Einspeisevergütung

(KEV) abzusetzen. Die Abwicklung der KEV

wird von Swissgrid im Auftrag des Bundes durchgeführt

(EnG Art. 7a).

Eine weitere Möglichkeit, Energie abzusetzen, besteht

darin, den ökologischen Mehrwert der Produktion

zu Marktkonditionen zu verkaufen – zum

Beispiel an eine Solarstrombörse (EnG Art. 7b). Voraussetzung

dafür ist die Registrierung im nationalen

Herkunftsnachweissystem, das von Swissgrid

betrieben wird. Im Rahmen der Stromkennzeichnungspflicht

stellt das System den Informationsfluss

vom Anlagenbetreiber bis zum Endkunden in

Form von Stromzertifikaten, den Herkunftsnachweisen

(HKN), sicher.

Informationen zum KEV und zum Herkunftsnachweis:

www.swissgrid.ch

Bekommt der unabhängige Produzent die kostendeckende

Einspeisevergütung (KEV) nicht zugesprochen

und verkauft er den ökologischen Mehrwert

nicht am Ökostrommarkt, so ist die EWD AG

verpflichtet, ihm die Energie abzunehmen. Dies zu

den gültigen Konditionen gemäss Preisliste 2012.

Die Preisliste mit den detaillierten Angaben zur Einspeisevergütung

finden Sie unter www.ewd.ch.

Energie us Davos


BERICHT

Was Davoserinnen und Davoser vom

Atomausstieg halten

Durch die Nuklearkatastrophe von Fukushima

beeinflusst, hat der Schweizer

Bundesrat im Mai 2011 angekündigt, aus der

Atomenergie auszusteigen.

Was halten unsere Befragten vom Atomausstieg

der Schweiz? Ist er überhaupt möglich?

Wäre man bereit, für Strom aus erneuerbaren

Energiequellen mehr zu bezahlen?

Welche Energiequellen sollten noch besser

genutzt werden? Und hat man persönlich

das Potenzial, 40 Prozent elektrischer Energie

einzusparen?

Alexandra

Würgler

Die Schweiz muss so schnell wie möglich vom Atomstrom

loskommen. Fukushima hat uns mal wieder

deutlich vor Augen geführt, was alles passieren kann.

Die Schweiz hatte bis jetzt einfach Glück. Meiner

Meinung nach ist dieses Risiko noch nie tragbar gewesen

und wird es auch nie sein! Grundsätzlich sollte

erneuerbare Energie nicht teurer sein, denn der

Atomstrom ist zu billig. Aber ja, ich wäre bereit, mehr

zu bezahlen. Klar hat unser Land die Möglichkeit, auf

die Nutzung weiterer erneuerbarer Energiequellen zurückzugreifen.

Die direkte Nutzung der Sonneneinstrahlung

kann zum Beispiel ausgebaut werden.

Zwar hat die Schweiz nicht unbegrenzt Platz, doch

gerade auf den Dächern von Gebäuden könnte eine

extrem hohe Anzahl an Solarpanels stationiert werden.

Ohne Atomenergie auszukommen, ist sicher anfangs

eine Umstellung. Doch bei vielem, zum Beispiel

indem man elektronische Geräte ganz abschaltet,

kann eine gewisse Menge Strom ohne grossen Komfortverlust

eingespart werden. Ich denke jedoch nicht,

dass ich ohne spürbare Einbussen meinen Stromverbrauch

um 40 Prozent reduzieren könnte.

16

Hans Brinck

Ich bin dafür, dass es wieder ein Leben ohne das

grosse Risiko der Atomkraftwerke gibt. Auch in unserem

Land besteht diese Gefahr, obwohl sie immer

heruntergespielt wird. Die Leute sollen jedoch nicht

wieder so leben müssen wie vor 100 Jahren. Keinesfalls

sollte Atomstrom aus dem Ausland bezogen

werden. Es braucht also elektrische Energie, die

Frage ist, wie man sie erzeugt. Sonne und Windkraft

sollten vermehrt genutzt werden, der Bund sollte

dies unterstützen. Die Wasserkraft ist wohl schon

recht stark genutzt, jedoch bestehen auch da noch

Ausbaumöglichkeiten. Für Strom aus erneuerbaren

Energiequellen wäre ich bereit, mehr zu bezahlen.

Beim Stand-by-Betrieb von Geräten zum Beispiel besteht

grosses Sparpotenzial. Mir war nicht bewusst,

dass der Atomstrom rund 40 Prozent ausmacht.

Eine entsprechende Einsparung würde in unserem

Haushalt wohl schwerfallen, da wir uns natürlich

sehr an die Annehmlichkeiten gewöhnt haben, welche

die Elektrizität bietet. Mir fällt keine Patentlösung

ein.

Valérie

Favre Accola

Ich halte einen Atomausstieg zum jetzigen Zeitpunkt

– gerade aufgrund der hohen Zuwanderung und dem

damit verbundenen Strommehrverbrauch – für illusorisch.

Selbst wenn wir den Verbrauch massiv reduzieren

könnten, würden die Alternativen nicht ausrei-

chen. Wir müssen froh sein, wenn wir den Anteil der

Atomenergie reduzieren können, aber ganz darauf

verzichten geht nicht. Dies ist auch eine Frage der

Netzstabilität. Um diese Stabilität (welche schon

heute teilweise am Limit ist) aufrechtzuerhalten,

müssten wir die Bandenergie Atomstrom durch eine

andere Bandenergie ersetzen können. In der Schweiz

gibt es die Möglichkeit der Effizienzsteigerung bei der

Wasserkraft, und wir müssen die Forschung im Bereich

Geothermie, welche noch in den Kinderschuhen

steckt, vorantreiben. Ich bin bereit, bis zu einem gewissen

Prozentsatz mehr für Strom aus erneuerbaren

Energiequellen zu bezahlen. Doch es gibt gewerbliche

Betriebe und Familien, bei denen ein Anstieg der

Stromkosten finanziell nicht verkraftbar ist. Zudem

werden die höheren Energiekosten auch den übrigen

Konsum deutlich verteuern. Ohne Wohlstandsverlust

können wir kurz- und mittelfristig unmöglich 40 Prozent

Strom einsparen. Trotzdem bin ich aber dafür,

dass wir konsequent auf die neue Generation von

stromsparenden Haushaltsgeräten umsteigen und auf

Geräte setzen, welche man komplett ausschalten

kann (nicht bloss Stand-by).

Peter Baetschi

Ein Atomausstieg soll das Ziel sein. Um das seriös umzusetzen,

braucht es aber sicher 30 bis 50 Jahre. Was

ist schlimmer: eine globale Klimaerwärmung oder das

Risiko für strahlenverseuchte Gebiete? Meiner Meinung

nach ist die Klimaerwärmung für unsere Zivilisation

das grössere Problem. Langfristig können wir

ohne Atomstrom auskommen. Das bedingt aber u. a.

Kompromisse beim Landschafts- und Ortsbildschutz.

Ich bin bereit, für Strom aus erneuerbaren Energiequellen

mehr zu bezahlen, falls der Preisunterschied

tragbar ist – wie zum Beispiel der Mehrpreis für Biofleisch

oder -gemüse. In den Bereichen Wasserkraft


und vor allem bei der thermischen Solarenergie

(Warmwasseraufbereitung) liegt in der Schweiz noch

viel Potenzial. Für unseren Haushalt wäre eine Einsparung

von 40 Prozent eher schwierig, denn den

Strom brauchen wir «nur» für Licht und elektrische Geräte.

Die Warmwasseraufbereitung geschieht bei uns

mittels Solarzellen. Dank unserer grossen Fenster, dem

kleinen Vordach und den schmalen Balkonen scheint

die Sonne in die Zimmer und heizt im Winter das

ganze Haus. Wenn die Davoser Sonne einmal nicht

scheint, heizen wir mit Holzpellets nach.

Rolf Marugg

Ich erachte den Atomausstieg der Schweiz als dringend

notwendig. Im Falle eines Unglücks würden

grosse Teile unseres Landes unbewohnbar! Ausserdem

ist die Frage der Endlagerung der Abfälle immer

noch ungeklärt. Die Schweiz sollte unbedingt ohne

Atomenergie auskommen, alles andere erachte ich

als verantwortungslos gegenüber kommenden Generationen.

Energie ist generell zu billig und wird deshalb

zu oft verschwendet. Bei bestehenden Wasserkraftwerken

kann die Effizienz verbessert werden.

Im Bereich Solarenergie haben wir grosses Potenzial.

Wichtiger als der Ausbau von Kapazitäten sind aber

Massnahmen zur Energieeffizienz. Der stetig wachsende

Verbrauch muss vermindert werden. Ich selber

versuche grundsätzlich, mit Energie sparsam umzugehen.

So läuft bei mir zum Beispiel nichts im

Stand-by-Modus. Man muss das differenzierter anschauen,

als einfach zu denken, jeder müsse linear

40 Prozent einsparen. Wer heute schon spart, muss

nicht um diese Menge reduzieren. Wichtiger ist es,

dort einzugreifen, wo Verschwendung und Luxus

herrschen.

17

Daniela Meuli

Der Atomausstieg ist zwingend notwendig. Wer anders

denkt, sollte sich einmal in den Uranabbaugebieten,

beispielsweise in den USA, umsehen. Das Vorgehen

muss aber von unabhängigen (!) Experten

genau geplant werden. Für mich als «Laien» ist es

schwierig zu beurteilen, ob die Schweiz ohne Atomenergie

auskommen kann. Ich denke aber, dass wir im

Bereich der erneuerbaren Energiequellen grosses Potenzial

haben, insbesondere im Bereich Wind-, Wasser-

und Sonnenenergie. Um diese noch effizienter

nutzen zu können, braucht es Gesetzesänderungen,

damit neue Projekte schnell und unbürokratisch umgesetzt

werden können. Ich wäre bereit, für Strom aus

erneuerbaren Energiequellen mehr zu bezahlen. In

jedem Haushalt gibt es einige «Stromfresser», die man

eliminieren kann. Ich denke beispielsweise an das konsequente

Einsetzen von abschaltbaren Stromleisten.

Zudem gibt es sehr gute und effiziente Heizsysteme,

welche ohne Strom auskommen.

Jan Caflisch

Ich finde es grundsätzlich gut, dass die Schweiz aussteigt,

wenn man die Risiken bedenkt. Momentan

kommt unser Land nicht ohne Atomstrom aus. Der

Ausstieg ist nur sinnvoll, wenn alternative Energiequellen

zur Verfügung stehen. Auf Kohlekraftwerke

umzusteigen beispielsweise macht keinen Sinn. Ja, ich

bin bereit, für alternativen Strom mehr zu bezahlen

und tue dies bereits. Einsparpotenzial gibt es natürlich

auch bei uns, wobei ich daran zweifle, dass dies

möglich ist, ohne an Lebensqualität einzubüssen. Bestimmt

liegen Einsparungen drin, wenn wir alle unsere

elektrischen Geräte nicht mehr im Stand-by-Modus

BERICHT

laufen lassen und nicht mehr so viele elektrische Geräte

einsetzen. Da könnten wir sicher konsequenter

sein. Auch beim Heizen liegen Einsparungen drin. Bei

der Wasserkraft ist unser Land sicher sehr gut entwickelt.

Ich wünschte mir, dass die Umweltverbände

weniger Einsprachen machten. Das ist sehr widersprüchlich!

Wenn man schon aus der Atomkraft aussteigen

will, muss man halt die Wasserkraft ausbauen.

Auch die Windkraft sollte und könnte man unbedingt

fördern – und gerade im sonnigen Davos die Solarenergie.

Sehr gut und wichtig finde ich, die Erdwärme

zu nutzen. Das tun auch wir, wobei bedauerlicherweise

die bei uns eingebaute Anlage nicht funktioniert,

weil zu wenig tief gebohrt wurde. Das ist sehr

ärgerlich!

Fredi Meier

Der Ausstieg ist eine absolute Notwendigkeit. Die

Schweiz kann durchaus ohne Atomstrom auskommen,

falls alle anderen Möglichkeiten optimal genutzt

werden. Ich finde es vollkommen in Ordnung, wenn

Alternativenergie mehr kostet. Sparpotenzial sehe ich

in unserem Haushalt beim Licht und bei Elektrogeräten,

und zwar mit neueren Modellen. Bei der Warmwasseraufbereitung

sollte man unbedingt auf Sonnenkollektoren

setzen, wodurch viel Erdöl und Strom

eingespart werden könnten. Die Besitzer von Stockwerkeigentum

sollten sich dafür einsetzen, dass es in

ihren Mehrfamilienhäusern so gemacht wird. Wind,

Wasser, Sonne, Erdwärme, all diese Bereiche sind noch

nicht ausgeschöpft. Und die Technik macht immer

weitere Fortschritte, sodass man bald noch mehr profitieren

kann. Ich schlage vor, man sollte in jeder Wohnung

bei der Eingangstür ein Kästchen montieren, das

ständig anzeigt, wie viel Strom aktuell durch Stand-by

oder brennende Lampen verbraucht wird. Wenn

einem dies vor Augen geführt wird, wird man wohl

ans Ausschalten denken. Oder warum nicht, wie in

vielen Hotels üblich, einen zentralen Schalter? Sobald

man das Haus oder die Wohnung verlässt, würden

alle Stromquellen abgeschaltet.

Energie us Davos


BERICHT

Atomausstieg: Ehrgeiziges Vorhaben mit Hürden

Vor dem Hintergrund der Nuklearkatastrophe

von Fukushima kündigte der Bundesrat

im Mai 2011 an, aus der Atomenergie

auszusteigen. Im Juni letzten Jahres

stimmte der Nationalrat entsprechenden

Motionen zu, im September folgte ihm der

Ständerat. Ziel ist es, keine neuen Kernreaktoren

mehr zu bewilligen und die bestehenden

Anlagen nach Ende ihrer «sicherheitstechnischen»

Laufzeit abzuschalten.

Demnach müsste das erste AKW 2019 vom

Netz, das letzte 2034.

Wasserkraft ist erneuerbar und einheimisch. Strom

aus dieser Quelle deckt 54 Prozent der einheimi-

schen Produktion ab. Zusammen mit der Kernkraft

(rund 44 Prozent) bildet sie somit das Rückgrat der

schweizerischen Energieversorgung. 500 Laufwasserkraftwerke

und 160 Speicherseen versorgen die

Schweiz mit Strom.

Neue Kleinwasserkraftwerke, die zum Beispiel Wind,

Biomasse und Solarenergie nutzen, zählen zu den

sogenannten neuen erneuerbaren Energien. Sie alle

steuern aber lediglich 2 Prozent zur Stromproduktion

bei, wobei der Löwenanteil aus Kehrichtverbrennungs-

und Abwasserreinigungsanlagen

stammt. Wind, Biomasse und Sonne allein tragen

heute nur gerade 0,4 Prozent zur Schweizer Stromproduktion

bei.

Netto-Elektrizitätsproduktion 2010 in der Schweiz: 58 000 GWh

nicht erneuerbare Stromproduktion (v. a. Kernkraft) 43,9 %

Wasserkraft 54,1 %

neue erneuerbare Energien 2,0 %

18

Steigen wir nun aus der Atomenergie aus, so brechen

rund 40 Prozent der inländischen Stromproduktion

für die eigene Versorgung weg. Die Strategie

des Bundesrats lautet, die neuen erneuerbaren

Energien bis zum Jahr 2035 so auszubauen, dass

sie 5,4 Terawattstunden (TWh) zur einheimischen

Stromproduktion beitragen, was rund 7 bis 10 Prozent

entspricht. Ein ambitiöses Ziel, bedeutet es doch

mindestens eine Verzehnfachung des heutigen Anteils.

Vor allem wenn noch zwei bis drei TWh infolge

der Erhöhung der Restwassermenge (Gewässerschutzgesetz)

verloren gehen.

Biogas aus Abwasserreinigung 0,2 %

aus Abfall 1,4 %

Sonne 0,1 %

Biomasse

(Holz)

0,3 %

Wind 0,0 %


Eine aktuelle Studie des Verbands Schweizerischer

Elektrizitätsunternehmen (VSE) zeigt, dass die angefragten

Energieversorgungsunternehmen bis

2030 jährlich zusätzliche 5,15 TWh Strom aus erneuerbaren

Energien gewinnen möchten. Dies entspricht

beinahe der Vorgabe des Bundes. Die geplanten

Investitionen umfassen einen Ausbau der

Kleinwasserkraft um 2,6 TWh, bei Biomasseanlagen

sind zusätzliche 1,7 TWh geplant, bei der Windkraft

0,8 TWh. Kleinere Beiträge entfallen auf die Stromproduktion

aus der Fotovoltaik sowie aus Kehrichtverbrennungs-

und Kläranlagen.

Ohne Förderung sind Zukunftstechnologien

nicht konkurrenzfähig

Ob sich alle geplanten Projekte realisieren lassen, ist

ungewiss. Lokaler Widerstand der Bevölkerung,

Natur- und Landschaftsschutz, Probleme im Bewilligungsverfahren

oder veränderte wirtschaftliche Rahmenbedingungen

– zum Beispiel der bereits ausgeschöpfte

Budgetrahmen der kostendeckenden Einspeisevergütung

(KEV) – können zum Abbruch einiger

Vorhaben führen. Sicher ist: Das weltweit starke

Wachstum der Zukunftstechnologien ist zwar vielversprechend,

doch ohne gesetzlich vorgeschriebene

Förderung, wie sie im Rahmen der KEV geschieht,

sind sie in der Schweiz noch nicht konkurrenzfähig.

Insgesamt können die neuen erneuerbaren

Energien zwar einen Beitrag zur Deckung des

Strombedarfs leisten; alleine sind sie jedoch nicht in

der Lage, die Kapazitätsengpässe zu beheben.

Eine unterbruchsfreie und wirtschaftliche Landesversorgung

mit Strom ist lebenswichtig für die

Schweiz. Abhängigkeiten von Einzeltechnologien

sind gefährlich und sollten vermieden werden. Die

Schweizer Stromversorger setzen deshalb nicht auf

ein Entweder-oder, sondern auf ein Sowohl-alsauch.

In absehbarer Zukunft wird es die perfekte

Energiequelle nicht geben. Jeder Energieträger hat

seine Vorzüge, aber auch seine Nachteile. Aktuelle

Studien des schweizerischen Paul Scherrer Instituts

(PSI) zeigen: Es gibt heute keine Idealtechnologie –

quasi die stromproduzierende Wollmilchsau. Keine

Technologie erfüllt alle gewünschten Kriterien, na-

mentlich Umweltfreundlichkeit, Sicherheit und Bezahlbarkeit,

vollumfänglich. Zudem wäre es riskant,

die Landesversorgung von einer einzigen Stromquelle

abhängig zu machen. Die Schweiz ist deshalb

sowohl auf weitere erneuerbare Energien als auch

auf Ersatzkernkraftwerke angewiesen. Investitionen

in einheimische Kraftwerke, in Forschung und Entwicklung

sind ebenso nötig wie Stromimporte aus

Nachbarländern.

Davos ohne Atom

Der Strommix von Davos setzt sich aus rund 61 Prozent

erneuerbaren Energien (davon 0,04 Prozent Solarstrom)

und 39 Prozent nicht überprüfbaren Energieträgern

zusammen. Bei Letzteren handelt es sich

um Strom, dessen Herkunft der Lieferant nicht überprüfen

konnte. Zu dieser Kategorie zählt insbesondere

der an den internationalen Börsen kurzfristig

gehandelte Strom.

Um die zukünftige Stromversorgung von Davos sicherzustellen,

setzt die EWD Elektrizitätswerk Davos

AG auf die dezentrale Stromerzeugung sowie auf

Nicht überprüfbare Energieträger 38,92 %

* Geförderter Strom 0,9 %

Sonnenenergie 0,04 %

19

BERICHT

Kraftwerksbeteiligungen. Bei einer dezentralen Stromerzeugung

wird elektrische Energie verbrauchernah

mittels Kleinkraftwerken erzeugt – ein Beispiel dafür

ist das Trinkwasserkraftwerk in Wiesen. Durch den

Ausbau der bestehenden Wasserkraftwerke (Glaris

und Frauenkirch), den nachfrageorientierten Ausbau

von Fotovoltaikanlagen (Solarstrom) und die Beteiligung

am Projekt Tiefencastel Plus (siehe Seite 13)

kann in den nächsten fünf bis zehn Jahren die Produktion

um rund 10 Prozent gesteigert werden.

Weitere Projekte für den Ausbau der Wasserkraft

sind angedacht oder bereits in Planung.

Wasserkraft 40,14 %

* Geförderter Strom (KEV): 57,6 % Wasserkraft, 4,2 % Sonnenenergie, 2,6 % Windenergie, 41,6 % Biomasse

Energie us Davos


ZAHLENFAKTEN

Kaufmännisches 2011

Die Erfolgsrechnung 2011 ist erfreulich und präsentiert

sich in den wesentlichen Positionen, im Vergleich

zum Geschäftsjahr 2010, wie folgt:

Der Betriebsertrag netto verzeichnet eine Reduktion

von TCHF 217. Die tiefere Energieabgabe

von 4,5 % führte zum entsprechenden Rückgang

beim Energieverkauf und den Erträgen aus Durchleitung.

In den übrigen Erträgen erhöhten sich die

aktivierten Eigenleistungen gegenüber der Vorjahresperiode.

Vor allem die Grossinvestition im UW

Platz bzw. der Ersatz der Schaltanlage führte zu

einer Erhöhung der Eigenleistungen.

Der Energie- und Materialaufwand hat gesamthaft

um TCHF 383 abgenommen. Die tiefere

Energieabgabe führte zu einem Rückgang der externen

Energiebeschaffung, was den Energieeinkauf

entsprechend positiv beeinflusst. Der Personalaufwand

reduzierte sich um TCHF 179. Vor allem der

Sozialversicherungsaufwand, ausgelöst durch tiefere

Kosten bei der Pensionskasse, zeigt sich für den

Rückgang verantwortlich. Der Sonstige Betriebsaufwand

erfuhr eine Reduktion von TCHF 87, neben

tieferen Kosten beim Verwaltungs- und Informatik -

aufwand fielen auch die Ausgaben im Marketing

tiefer aus. Die Abschreibungen haben um TCHF 955

abgenommen. Vor allem die Abschreibungen bei

den Produktions- und Verteilanlagen fielen tiefer

aus.

Nachdem im Vorjahr Steuerrückstellungen aufgrund

der Partnerwerksbesteuerung bei der Albula-Landwasser

Kraftwerke (ALK) aufgelöst wurden, beläuft

sich der Steueraufwand in der Berichtsperiode

auf TCHF 375.

Energie u. Materialaufwand

44,1 %

Übrige Erträge 13,6 %

Personalaufwand

18,9 %

Sonstiger

Betriebsaufwand 9,8 %

Erfolgsrechnung

31. 12. 2011 31. 12. 2010

Fr. % Fr. %

BETRIEBSERTRAG

Energieverkauf 11 614 677.70 38,6 11 865 157.84 39,1

Erträge aus Durchleitung 14 415 344.07 47,9 14 506 138.05 47,8

Übrige Erträge 4 092 051.87 13,6 3 968 495.02 13,1

Total Betriebsertrag Netto 30 122 073.64 100,0 30 339 790.91 100,0

BETRIEBSAUFWAND

Energie- und Materialaufwand –13 298 850.89 –44,1 –13 681 884.63 –45,1

Personalaufwand –5 705 403.50 –18,9 –5 884 424.20 –19,4

Sonstiger Betriebsaufwand –2 946 940.50 –9,8 –3 034 065.94 –10,0

Finanzerfolg –117 773.53 –0,4 –99 359.84 –0,3

Total Betriebsaufwand –22 068 968.42 –73,3 –22 699 734.61 –74,8

Betriebsergebnis vor

Abschreibungen,

Neutralem und Steuern 8 053 105.22 26,7 7 640 056.30 25,2

Abschreibungen –6 030 261.31 –20,0 –6 985 068.25 –23,0

Betriebsergebnis vor

Neutralem und Steuern 2 022 843.91 6,7 654 988.05 2,2

Liegenschafterfolg / Neutrales 56 948.10 0,2 245 407.60 0,8

Gewinn aus Veräusserung

Analgevermögen 2 870.35 0,0

Steueraufwand –375 000.00 –1,2 992 884.55 3,3

Jahresgewinn 1 707 662.36 5,7 1 893 280.20 6,2

20

Finanzerfolg 0,4 %

Abschreibungen 20,0 %

Erträge Durchleitung

47,9 %

Energieverkauf

38,6 %

Liegenschaftserfolg 0,2 %

Jahresgewinn 5,7 %

Steueraufwand 1,2 %


Eigenkapital 48,7 %

Langfristiges

Fremdkapital 28,0 %

Bilanz

31. 12. 2011 31. 12. 2010

Fr. % Fr. %

AKTIVEN

Flüssige Mittel 4 813 323.31 14,2 3 697 671.62 11,8

Forderungen 5 336 040.35 15,7 5 235 967.40 16,7

Vorräte 766 000.00 2,3 747 000.00 2,4

Aktive Rechnungsabgrenzungen 60 000.00 0,2 44 914.51 0,1

Umlaufvermögen 10 975 363.66 32,4 9 725 553.53 31,1

Anlagevermögen 22 921 447.68 67,6 21 566 483.00 68,9

TOTAL AKTIVEN 33 896 811.34 100,0 31 292 036.53 100,0

PASSIVEN

Kurzfristiges Fremdkapital 23,3 %

Verbindlichkeiten 3 863 054.84 11,4 2 230 951.12 7,1

Passive Rechnungsabgrenzungen 4 020 352.38 11,9 2 935 343.65 9,4

Kurzfristiges Fremdkapital 7 883 407.22 23,3 5 166 294.77 16,5

Langfristiges Fremdkapital 9 500 000.00 28,0 10 500 000.00 33,6

Eigenkapital 16 513 404.12 48,7 15 625 741.76 49,9

TOTAL PASSIVEN 33 896 811.34 100,0 31 292 036.53 100,0

21

Umlaufvermögen 32,4 %

Anlagevermögen 67,6 %

ZAHLENFAKTEN

Die flüssigen Mittel nahmen per Bilanzstichtag

um TCHF 1116 zu. Bei Betrachtung der Liquidität

auf mittlere Sicht (Liquiditätsgrad 2) resultiert ein

Wert von ca. 129 % (Vorjahr 173 %), was bei einem

Sollwert von 100 % zufriedenstellend ist. Die Abnahme

gegenüber dem Vorjahr ist überwiegend

auf die Umgliederung der langfristigen Bankschuld

über CHF 1 Mio. sowie die Zunahme der passiven

Rechnungsabgrenzung zurückzuführen.

Die Forderungen sind leicht höher als im Vorjahr.

Das Anlagevermögen hat per Bilanzstichtag um

TCHF 1355 zugenommen. Investitionen von TCHF

7408 (Vorjahr TCHF 7401) stehen Abschreibungen

von TCHF 6053 gegenüber. Das Anlagevermögen

ist zu 113 % mit langfristigem Kapital gedeckt (Sollwert

100 %). Das kurzfristige Fremdkapital erhöhte

sich um TCHF 2717. Neben der bereits erwähnten

Umgliederung der langfristigen Bankschuld

über CHF 1 Mio. ist die Erhöhung überwiegend

auf die höheren Verbindlichkeiten und die gestiegenen

passiven Rechnungsabgrenzungen zurückzuführen.

Im langfristigen Fremdkapital erfolgte

die Umgliederung von CHF 1 Mio. in das kurzfristige

Fremdkapital, da der entsprechende Kredit im Geschäftsjahr

2012 zur Rückzahlung fällig wird.

Das Eigenkapital konnte aufgrund der erfreulichen

Entwicklung um TCHF 888 erhöht werden.

Per Stichtag beträgt die Eigenkapitalquote 48,7 %

(Vorjahr 49,9 %). Die Gesamtkapitalrendite beläuft

sich auf 6,1 % (Vorjahr 7 %), die Rendite des Eigenkapitals

auf 10,6 % (Vorjahr 12,5 %).

Die Dividende auf das Aktienkapital von TCHF 4100

beträgt 25 % bzw. TCHF 1025 (Vorjahr 20 % bzw.

TCHF 820).

Energie us Davos


ZAHLENFAKTEN

Technisches 2011

Eigenerzeugung Glaris und Frauenkirch 7,09 %

Kostendeckende Einspeisevergütung (KEV) 1,15 %

Eigenerzeugung durch WKK, Solar 0,07 %

Strombedarf und Abgabe

Der Stromverkauf an die Kunden des EWD betrug

im Kalenderjahr 2011 131,8 Mio. kWh. Verglichen

mit dem Vorjahr bedeutet dies eine Abnahme um

4,5%. Die Veränderung ist auf die hohen Durchschnittstemperaturen

im ersten und vierten Quartal

2011 zurückzuführen. In den Monaten Januar bis

März sowie November und Dezember

Energiebe schaff ung

22

Albula-Landwasser Kraftwerke (Beteiligungsenergie) 43,28 %

lagen die Temperaturen merklich über dem langjährigen

Mittelwert, wie in der Grafik für den Standort

Davos ersichtlich ist.

Wie in der unten stehenden Grafik ersichtlich ist,

wurden ca. 50 % des Stroms im Dienstleistungsbereich

verbraucht. Auf Haushalte entfallen ca. 25 %.

Elektrizitätsgesellschaft Laufenburg (Fremdstrom) 40,13 %

Repower AG

(Konzession Davosersee)

8,28 %


Strom aus eigenen Kraftwerken

Wasserkraft

In den eigenen Kraftwerken Glaris und Frauenkirch

wurden 10,2 Mio. kWh produziert. Die Produktion

ist um 2,2 Mio. kWh resp. 18 % tiefer ausgefallen,

da die Kraftwerksanlagen Glaris einer eingehenden

Maschinenrevision vom 25. April bis

19. August unterzogen wurden.

Fotovoltaik

Am 6. September 2012 hat die Fotovoltaikanlage

in der Bünda ihren Betrieb aufgenommen. Dank

den sonnigen Herbsttagen wurden bis zum 31. Dezember

2011 7170 kWh Strom produziert.

Energie ab gabe

Ferienwohnungen

5,1 %

* Dienstleistung 52,2 %

Strom aus Partnerkraftwerken

Die EWD AG ist an den Albula-Landwasser Kraftwerken

AG mit 15,7 % beteiligt. Aus der Produktion

2010 / 2011 standen den Partnern 397 Mio.

kWh zur Verfügung. Der Anteil für die EWD AG betrug

62,3 Mio. kWh.

Konzessionsenergie Davosersee

Die Repower AG ist aufgrund der Konzession für

die Nutzung des Davosersees verpflichtet, der Gemeinde

Davos 12 Mio. kWh Winterenergie zu liefern.

Die EWD AG verwendet diese Energie zur Versorgung

der Gemeinde Davos und liefert den

Mehrwert an die Gemeindekasse ab.

Haushalte 26,5 %

23

Gewerbe 7,7 %

ZAHLENFAKTEN

Fremdstrom

Der Bezug von Ergänzungsenergie von der EGL

war 2011 um 10,7 % tiefer als im Vorjahr. Die Ergänzungsenergie-Lieferungen

der EGL machten

2011 total 57,8 Mio. kWh aus gegenüber 64,8

Mio. kWh im Vorjahr. 83,9 % der EGL-Lieferungen

erfolgten in den Wintermonaten Oktober bis März.

Die Lieferungen der EGL bestanden aus UCTE-Mix

mit einem CO 2-Anteil von 445,31 g/kWh.

Landwirtschaft 1,5 %

* Verkehr 7 %

* Dienstleistungen

Handel, Gastgewerbe (inkl. Ferien-, Zweitwohnungen), Reparaturgewerbe,

Banken, Versicherungen, Immobilien, öffentliche

Verwaltung, Schulen, Spitäler

* Verkehr

Bahnen (inkl. Bergbahnen, Skilifte), Belüftung und Beleuchtung

von Strassentunnels, Fernmeldedienste, Bahnhöfe

Energie us Davos


DIREKTKONTAKTE

Verwaltungsrat

Hans-Peter Pleisch, Präsident

Peter Engler, Vizepräsident

Hans Peter Michel, Mitglied

Phyllis Scholl, Mitglied

Cornelia Huber, VR-Sekretärin

Energie us Davos

Geschäftsleitung

Hans Jörg Meier, Vorsitzender

Direktor, Tel. 081 415 38 10

Claude Schweyer, Stv. Vorsitzender

Kaufmännischer Leiter, Tel. 081 415 38 24

Gisep Tönett, Mitglied

Leiter Netz, Tel. 081 415 38 12

Direktkontakte

Services + IT / Gian Marco Albin, Tel. 081 415 38 28

Marketing + Vertrieb / Fabio Bühler, Tel. 081 415 38 17

Netz / Andrea Sprecher, Tel. 081 415 38 31

Kraftwerke / Peter Vögele, Tel. 081 415 38 33

Energiedienstleistungen / Ralf Naef, Tel. 081 415 38 62

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine