Leistungen der Pflegeversicherung - LSV

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Leistungen der Pflegeversicherung - LSV

steigt, ü ber nimmt die Pfle ge kas se Kosten bis zu 1.918 Euro

mo nat lich. Dies gilt auf grund ge setz li cher Ein schrän kung

al ler dings nur für drei Prozent der Pfle ge be dürf ti gen der

Pfle ge stu fe III ei ner Pfle ge kas se.

Pflegegeld für selbstbeschaffte Pflegehilfen

Anstelle der Pflegesachleistung kann auch Pflegegeld beantragt

werden. Voraussetzung ist aber, dass der Pflegebedürftige

mit dem Pflegegeld die erforderliche Pflege in

geeigneter Weise und entsprechendem Umfang selbst sicherstellt.

Folgende Beträge werden in den einzelnen Pflegestufen als

Pflegegeld gezahlt:

Pflegestufe ab 01 / 2010 ab 01 / 2012

monatlich bis zu

Pflegestufe I 225 EUR 235 EUR

Pflegestufe II 430 EUR 440 EUR

Pflegestufe III 685 EUR 700 EUR

Pflegeeinsatz

Für Pfle ge geld be zie her ist ei ne Be ra tung in der ei ge nen

Häus lich keit ein mal halb jähr lich (bei Pfle ge stu fe I und II)

bzw. vier tel jähr lich (bei Pfle ge stu fe III) durch ei ne zu ge lasse

ne Pfle ge ein rich tung bzw. anerkannte Beratungsstelle

o der ei ne von der Pfle ge kas se be auf trag te Pfle ge fach kraft

vor ge schrie ben. Pfle ge be dürf ti ge, die ei nen er heb li chen

all ge mei nen Be treu ungs be darf ha ben, sind be rech tigt, einen

sol chen Be ra tungs ein satz in den vor ge nann ten Zeiträu

men zwei mal in An spruch zu neh men. Die Kos ten für

die se Be ra tungs ein sät ze ü ber nimmt die Pfle ge kas se. Wird

der Be ra tungs ein satz nicht in An spruch ge nom men, ist das

Pfle ge geld zu kür zen bzw. im Wie der ho lungs fall zu ent ziehen.

Im Übrigen kann der Beratungseinsatz auch durch den

Pflegeberater der LPK durchgeführt werden.

Kombination von Sach- und Geldleistung

Es kann auch ei ne Kom bi na tion von Sach leis tung und Geldleis

tung ge wählt wer den (z. B. 50 Prozent Sach leis tung und 50

Prozent Pfle ge geld). Ei ne Fest le gung auf ei ne „fes te Quo te“

bei der Kom bi na tions leis tung ist je doch nicht un be dingt nö tig.

Ein zel hei ten soll ten mit der Pfle ge kas se be spro chen wer den.

Zusätzliche Leistungen bei erheblichem Bedarf

an allgemeiner Betreuung und Beaufsichtigung

Pflegebedürftige in häuslicher Pflege, die neben dem verrichtungsbezogenen

Hilfebedarf im Bereich der Grundpflege

und der hauswirtschaftlichen Versorgung einen

erheblichen Bedarf an allgemeiner Beaufsichtigung und Betreuung

haben (z. B. bei demenzbedingten Fähigkeitsstörungen,

geistiger Behinderung oder psychischer Störung),

die dauerhaft zu einer erheblichen Einschränkung der Alltagskompetenz

führt, können zusätzliche Betreuungsleistungen

erhalten. Die Leistungen erhalten Pflegebedürftige

der Pflegestufen I bis III sowie auch Personen, die einen Hilfebedarf

im Bereich der Grundpflege und hauswirtschaftlichen

Versorgung haben, der nicht das Ausmaß zumindest

der Pflegestufe I erreicht (sogenannte Pflegestufe „0“).

Die Pflegekasse kann je nach Umfang des erheblichen allgemeinen

Betreuungsbedarfs die Aufwendungen für zusätzliche

Betreuungsleistungen in Höhe von 100 Euro monatlich

(Grundbetrag) oder 200 Euro monatlich (erhöhter Betrag)

ersetzen. Die Höhe des jeweiligen Anspruchs wird von der

Pflegekasse auf Empfehlung des Medizinischen Dienstes

der Krankenversicherung im Einzelfall festgelegt und dem

Pflegebedürftigen mitgeteilt. Wird der Betrag in einem Kalenderjahr

nicht ausgeschöpft, kann der nicht verbrauchte

Betrag in das nächste Kalenderhalbjahr übertragen werden.

Personen, die einen erheblichen Bedarf an allgemeiner

Beaufsichtigung und Betreuung haben, aber nicht die Voraussetzungen

der Pflegestufe I erfüllen, können darüber

hinaus halbjährlich einmal einen Beratungsbesuch durch

eine zugelassene Pflegeeinrichtung bzw. anerkannte Bera­

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