Jahresbericht 2004 - Familienheim-Genossenschaft Zürich

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Jahresbericht 2004 - Familienheim-Genossenschaft Zürich

Familienheim-

Genossenschaft

Zürich FGZ >>

80.

Jahresbericht und Rechnung 2004


«Menschen in der FGZ»

Nach den Bildern über die neue FGZ-Siedlung Brombeeriweg,

die im Jahresbericht 2003 im Mittelpunkt standen, sind

es diesmal die «Menschen in der FGZ».

An die 5’500 Kinder und Erwachsene leben in den

Wohnungen und Reihenhäusern der verschiedenen FGZ-Etappen im

Friesenberg sowie im Manessehof in Alt-Wiedikon. Menschen

unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher Herkunft, alle mit

ihrer ganz individuellen und eigenen Lebensgeschichte. Einige von

ihnen sind im FGZ-Jahresbericht 2004 porträtiert.

Die Bilder des Fotografen Nik Hunger – er wohnt mit seiner

Familie selber in der FGZ – zeigen ein vielfältiges «Familien»-

Bild der Bewohnerschaft. Die Bilder sind ein kleiner Ausschnitt von

Menschen, welche in der FGZ wohnen und welche die Genossenschaft

ausmachen. Der Begriff «Familie», der im Namen der Familienheim-Genossenschaft

Zürich vorkommt, wird dabei sehr offen

ausgelegt und entsprechend ins Bild gesetzt.

Es gibt verschiedene Zusammensetzungen von Menschen,

die eine Wohnung oder ein Reihenhaus bewohnen. Zum einen jene,

die üblicherweise unter dem Begriff «Familie» verstanden werden:

Zwei Elternteile mit mehr oder weniger Kindern. Statistisch gesehen

ist das in der FGZ die grösste Gruppe. Hinzu kommen alleinerziehende

Elternteile mit Kindern; ältere Paare, bei denen die Kinder

ausgezogen sind; Mehrgenerationen-Haushalte; Eltern, die mit

erwachsenen Kindern zusammenleben, oder junge Erwachsene, die

sich als Wohngemeinschaft eine Wohnung teilen. Eine weitere

grössere Gruppe sind die Einpersonenhaushalte. Das sind z.B. ältere

Menschen, deren Lebenspartner/in gestorben ist oder junge

Erwachsene, die zum ersten Mal in einer eigenen Wohnung leben.

Familienheim-Genossenschaft Zürich FGZ

Schweighofstrasse 193, Postfach, 8045 Zürich

Tel. 044 456 15 00, Fax 044 456 15 15

E-Mail: verwaltung@fgzzh.ch

Zu jedem ganzseitigen Porträt gehören einige Detailaufnahmen.

Sie geben einen kleinen Einblick in die Art, wie die porträtierten

Menschen wohnen und leben. Die Bilder wollen die Betrachterin

und den Betrachter dazu anregen, sich Geschichten auszudenken

oder zu spüren, wo es Gemeinsamkeiten mit diesen Menschen

gibt, und wo Unterschiede bestehen. Eine Gemeinsamkeit

verbindet alle Porträtierten: Sie leben alle in der FGZ und sind

damit Teil unserer Genossenschaft.

Die FGZ bedankt sich bei den folgenden Personen und

Familien für ihre Bereitschaft, sich für unseren

Jahresbericht fotografieren zu lassen:

> Beatrice und Andy Leuenberger-Pfäffli

mit den Kindern Andrina, Gian und Ramona;

> Irena Lampérth und Pablo Argothy Arcos Lampérth

mit den Kindern Amaru und Ulysses;

> Ida Keller, Bernadette Michod,

Pascale Manga und Alisha Mühlebach;

> Franz Josef und Ulrich Mayr;

> Judith und Mosi Levin-Moher

mit den Kindern Sara, Benjamin, Debby und Avi;

> Susanne und Daniel Trottmann-Maibach

mit den Kindern Cyrill, Lorena, Tinus, Marvin und Gambrin;

> Maria und Gabriele Zeoli-Corleto

mit den Kindern Laura, Melanie und Kevin;

> Mileva Djordjevic mit Sohn Daniel;

> Simon Hofer, Michael Windler und Pascal Dessarzin;

> Trudy und Hans Strebel.


Generalversammlung

>> 80. Jahresbericht und Rechnung 2004

Montag, 20. Juni 2005, 20.00 Uhr,

im Theatersaal des Volkshauses,

Stauffacherstrasse 60, 8004 Zürich

>> Geschäfte

1. Protokoll der ausserordentlichen Generalversammlung

vom 23. November 2004

2. Jahresgeschäfte

a) Bericht des Vorstandes

b) Jahresrechnung

c) Bericht der Kontrollstelle

d) Verwendung des Bilanzgewinnes

3. Bericht und Rechnung der «Stiftung Hilfsfonds FGZ»

4. Gesamterneuerungs-Wahlen der Genossenschaftsbehörden

für die Amtsdauer 2005 – 2008

Wahl

a) des Präsidenten

b) des Vorstandes

c) der Kontrollstelle

d) der Vetrauensleute

1


Genossenschaftsbehörden und Geschäftsstelle (Stand 1. Mai 2005)

>> Vorstand

1990 Sonderegger Alfons* Dr. oec. publ., Präsident

Departementssekretär Adolf Lüchinger-Str. 126 (seit 1997)

1996 Sigel Reto* Landschaftsarchitekt Im Rossweidli 77 Vizepräsident

1996 Linggi Werner Jeannette* Verlagsbuchhändlerin Adolf Lüchinger-Str. 85 Aktuarin

1987 Engel Walter Lokführer SZU Hegianwandweg 34

1996 Heer Marx Claudia dipl. Sozialarbeiterin Langweid 8

1996 Hurter Andreas Bauingenieur ETH/SIA Schweighofstrasse 193

2001 Keller Wilfried lic. phil. I, Lehrer Adolf Lüchinger-Str. 87

1999 Lüthi Hansjürg selbst. Innendekorateur Kleinalbis 103

1999 Rindlisbacher Liselotte Verkäuferin/Hausfrau Kleinalbis 82

2001 Vogt Fischer Daniela dipl. Psychologin Schweighofstrasse 405a

1996 Weilenmann Ursula dipl. Erwachsenenbildnerin Hegianwandweg 32

2001 Corrà Fabio Architekt/Amt für Baube- Delegierter der

willigungen d. Stadt Zürich Schweighofstrasse 405 Stadt Zürich

>> Kontrollstelle:

intern

1970 Uebelhart Viktor eidg. dipl. Buchhalter Schweighofstrasse 174 Präsident

2001 Kuoni-Frehner Mirjam Betriebsökonomin HWV Langweid 9

2002 Rhomberg Bruno Betriebsökonom HWV Staffelhof 27

2

extern

1979 PricewaterhouseCoopers AG Basel

>> Geschäftsstelle der FGZ (Verwaltung)

Schweighofstr. 193, 8045 Zürich, Tel. 044 456 15 00, Telefax 044 456 15 15

E-Mail: verwaltung@fgzzh.ch

1988 Köpfli Josef Geschäftsführer FGZ Schweighofstrasse 193

>> Präsidenten/-innen der Kommissionen sowie des Hilfsfonds-Stiftungsrates

Baukommission Hurter Andreas Schweighofstrasse 193

Gartenkommission Sigel Reto Im Rossweidli 77

Freizeitkommission Rindlisbacher Liselotte Kleinalbis 82

Redaktionskommission Sonderegger Alfons Adolf Lüchinger-Strasse 126

Sozialkommission Weilenmann Ursula Hegianwandweg 32

(Co-Präsidium) Schiffers Theresa Schweighofstrasse 393

Stiftungsrat Hilfsfonds FGZ Schwyn Baeriswyl Christine Bernhard Jaeggi-Weg 33

Die mit *Bezeichneten bilden den Leitenden Ausschuss des Vorstandes.


Einleitung

>> Die wichtigsten FGZ-Ereignisse

FGZ-Jahre sind fast immer ereignisreiche Jahre. Das gilt

auch für 2004. Hier das Wichtigste in Kürze:

> Die FGZ hat ein Bauleitbild und einen Entwicklungsplan

für die nächsten 20 Jahre. Die ausserordentliche

Generalversammlung vom 23. November nahm

mit hohem Mehr zustimmend Kenntnis von diesem

Strategiepapier.

> Dieselbe GV hiess zudem einen Kredit von 5,96 Mio.

Franken gut, der für eine sanfte Sanierung des Staffelhofs

(4. Etappe) benötigt wird.

> Die 10. Etappe im Unteren Schweighof stand Ende

2004 in voller Höhe. Mit dem Innenausbau konnte

noch vor Jahresende begonnen werden.

> Die FGZ hat mit den Gewerkschaften einen neuen

Gesamtarbeitsvertrag (GAV) ausgehandelt. Gleich

wie bei der Stadt gibt es neu sechs Betriebsfeiertage,

die vor allem so genannte «Brückentage» betreffen

(z.B. nach der Auffahrt oder zwischen Weihnachten

und Neujahr).

> Auf FGZ-Gebiet gibt es seit Ende April einen weiteren

Hort. Er befindet sich am Hagacker, im Versuchshaus

Kleinalbis. Der Friesenberg gehört zu den Quartieren

mit dem grössten Hort-Bedarf.

> Am 15. Mai wurde der umgebaute Alterstreffpunkt

an der Arbentalstrasse 323 mit einem Tag der offenen

Türen eingeweiht.

>>

Alfons Sonderegger

Präsident

>> Ein richtiges Quartier

in der grössten Schweizer Stadt

Die FGZ ist nicht nur eine Baugenossenschaft mit

fast 2200 Wohnungen. Die FGZ bildet selber ein Stadtquartier

und ist damit ein wichtiger Teil der grössten Stadt

der Schweiz. Um all das, was in der FGZ geschieht, in ein

grösseres Ganzes einfügen zu können, ist es hilfreich, den

Blick über die Stadt hinaus in die Schweiz und in die Welt

zu richten.

Wirtschaftlich ging es unserm Land im Jahre 2004

deutlich besser. Die Wirtschaft wuchs wieder, allerdings

weniger markant als in vielen andern Industrieländern der

EU. Zögerlich blieben die Konsumenten; sie trauen der

wirtschaftlichen Lage immer noch nicht so ganz, was angesichts

der vielen Schwarzmaler nicht verwunderlich ist.

158’416 haben sich arbeitslos gemeldet

Eine Entwicklung ist ohne Zweifel bedrohlich: Nach

jeder Rezessionsphase ist die Zahl der arbeitslosen

Menschen höher. Das ist auch jetzt nicht anders. Trotz

Aufschwung ging die Zahl der Arbeitslosen nicht etwa

zurück, sondern sie stieg gar weiter an. Die Zahl der

gemeldeten Arbeitslosen nahm 2004 von 129’809 auf

158’416 zu (= 4,0 % der Erwerbsfähigen). Von diesen

158’416 sind 70’789 Frauen und 87’627 (55,3 %) Männer.

Die Rekordzahl von 1997 (188’000) rückte wieder näher.

Positiver sieht die Entwicklung der Erwerbstätigen aus

(Voll- und Teilzeiter/innen): Ihre Zahl stieg seit 1994 von

3,955 auf 4,178 Millionen – das sind immerhin 225’000

Erwerbstätige mehr als vor zehn Jahren. 2004 stagnierte

diese Zahl allerdings.

Eigentliche Hiobsbotschaften gab es weniger als

auch schon. Am 10. März warf Swiss-Chef André Dosé

3


überraschend das berühmte Handtuch. Er konnte die zu

hoch gesetzten Erwartungen nicht erfüllen. Ob sein

Nachfolger, Christoph Franz, die Swiss im hart umkämpften

Fliegerei-Geschäft doch noch auf Kurs bringt, steht mehr

als in den Sternen. – Wieder einmal liessen sich viele

Leute aufgrund sagenhafter Gewinn-Versprechungen zu

falschen Anlagen verleiten, darunter auch angebliche

Anlagespezialisten und prominente Politiker/innen wie

Anita Fetz und Roberto Zanetti (beide SP). Sie alle sassen

dem Deutsch-Basler «Finanzguru» Dieter Behring auf, der

verhaftet wurde und sich mit Betrugsvorwürfen konfrontiert

sieht.

Leider ging es auch im 2004 nicht ohne Stellenabbau:

Im Spätherbst gab der französische Industriekonzern

Alstom bekannt, er werde 550 Stellen in der Schweiz

streichen. Ende Oktober kündigte die Ciba-Spezialitätenchemie

eine Restrukturierung an, die im Raum Basel zum

Abbau von gegen 300 Stellen führen dürfte. Gestrichen

wurden aber auch Hunderte von staatlichen Stellen – auf

Bundes- und Kantonsebene.

Der Kanton lahmt und der Finanzdirektor trat zurück

Schlechte Meldungen kamen erneut vom Kanton

Zürich. Er wird auch das Jahr 2004 mit einem markanten

Defizit abschliessen. Die voreiligen und ungeschickten

Steuerstreichungen (Erbschafts- und Handänderungssteuer),

von denen nur ganz wenige profitieren, rächen sich jetzt.

Zur Lage des Kantons passte der Rücktritt von Finanzdirektor

Christian Huber. Wegen anhaltender hämischer Kritik seiner

Partei, der SVP, warf er den Bettel hin. Einmal mehr gab

damit ein SVP-Politiker sein Amt statt sein Parteibuch ab.

Hubers Ersatz wird erst im Frühling 2005 feststehen.

Finanziell besser sieht es in der Stadt Zürich aus:

Trotz wirtschaftlichem Gegenwind und damit rekordhohen

gesetzlichen Sozialleistungen (u.a. wegen der Arbeitslosigkeit)

schrieb die Stadt 2004 eine «schwarze Null». So

bleibt ihr weiterhin ein Eigenkapital von 447 Mio. Franken

für schlechte Zeiten.

Bevölkerung und Wohnungsbau legten leicht zu

Die Stadtzürcher Bevölkerung ist 2004 leicht gestiegen

– von 364’528 auf 366’977, also um 449 Personen.

Deutlich gesunken ist im letzten Jahr die Zahl der neu

gebauten Wohnungen. Statt 1496 wie im Vorjahr wurden

2004 nur noch 949 neue Wohnungen gebaut. 563 oder 60

Prozent weisen vier und mehr Zimmer auf. Insgesamt gibt

es jetzt in der Stadt Zürich 201’166 Wohnungen. Weil im

Laufe des Jahres auch Wohnungen abgebrochen, zusammengelegt

oder umgenutzt wurden, beträgt der effektive

Zuwachs nicht 949, sondern lediglich 570.

«Avanti»-Gegenvorschlag scheiterte

An den Urnengängen vom 8. Februar und vom 16. Mai

erlitten Parlament und Bundesrat herbe Niederlagen: Der

«Avanti»-Gegenvorschlag des Parlamentes scheiterte wohl

darum, weil – entgegen der bundesrätlichen Empfehlung –

zu viel in das Massnahmenpaket gepackt wurde. Nicht goutiert

hat die Mehrheit insbesondere den Plan, die zweite

Gotthard-Röhre zu realisieren. – Noch markanter fiel die

Niederlage am 16. Mai aus: Die AHV-Revision erlitt ebenso

Schiffbruch wie das zur «Schicksals-Abstimmung» hochstilisierte

Steuerpaket, bei dem sich die Kantone überraschend

und mit Erfolg mit der politischen Linken verbündet hatten.

5


Mutterschaftsversicherung und

Neuer Finanzausgleich kamen durch

Besser sah es dann bei den Abstimmungen der zweiten

Jahreshälfte aus. Nach unzähligen Anläufen setzte sich

die Mutterschaftsversicherung am 26. September endlich

durch. Keine Gnade fanden dagegen – einmal mehr – zwei

Einbürgerungsvorlagen, die offiziell fast nur von der SVP

bekämpft wurden. Aufatmen konnte der Bundesrat dann am

28. November: Der Neue Finanzausgleich (NFA) kam ebenso

durch wie die Stammzellenforschung.

Bei kantonalen und städtischen Wahlen setzte sich

in der Regel Links-Grün vor der SVP durch, wobei die SVP

einmal mehr bei Exekutiv-Wahlen scheiterte, so z.B. in den

Städten Bern und Basel. Neben Zürich, Genf, Bern und

Lausanne wird nun auch Basel von einer linksgrünen

Mehrheit regiert.

SP, FDP und CVP mit neuer Spitze

Am 6. März übernahm Hans-Jürg Fehr als Nachfolger

von Christiane Brunner das SP-Präsidium. Auf FDP-

Präsidentin Christiane Langenegger folgte am 16. April

Rolf Schweiger; der Zuger Ständerat trat aber bereits am

5. November wieder zurück – gemäss eigenen Aussagen

wegen des Burnout Syndroms (sich ausgebrannt fühlen).

Seine Nachfolge wird erst 2005 geregelt. Auch die dritte

der vier grösseren Parteien, die CVP, erhielt am 18. September

mit der 41-jährigen Doris Leuthard (Nationalrätin,

AG) eine neue Vorsitzende. Einzig in der SVP blieb Ueli

Maurer weiterhin an der Spitze.

«Unia» – eine neue Einheitsgewerkschaft

Zu einer grossen Gewerkschaftsfusion im Schweizerischen

Gewerkschaftsbund kam es am 16. Oktober:

SMUV, GBI und andere schlossen sich zur «Unia» zusammen.

Mit über 200’000 Mitgliedern ist sie die grösste

Schweizer Gewerkschaft. Sie wird von den Co-Präsidenten

Vasco Pedrina und Renzo Ambrosetti geleitet.

Fussball-EM jetzt wohl im Letzigrund

Als die Stadtzürcher Stimmberechtigten am 7. September

2003 zum neuen Stadion im Hardturm Ja sagten,

glaubte man, die Fussball-Europameisterschaft in Zürich

auf sicher zu haben. Einsprachen und Weiterzüge nach

Lausanne führten dann aber dazu, dass die Zeit für den

neuen Hardturm (Stadion Zürich mit Einkaufszentrum) nicht

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mehr ausreicht. Der Stadtrat wollte aber nicht klein beigeben

und beschleunigte darum die Planung für den Letzigrund.

Wenn das Volk im Juni 2005 den Neubaukredit

bewilligt (er wird Zusatzausgaben für die EM-Tauglichkeit

enthalten) und wenn keine unerwarteten Gegenspieler

mehr auftauchen, dann könnte die EM 2008 für Zürich doch

noch real werden.

Roger Federer, die Fussball-EM und Olympia

Das Sportjahr 2004 war vor allem für die Tennisfans

ein tolles Jahr: Roger Federer gewann das Australian-

Open, zum zweiten Mal Wimbledon und blieb ganz klar die

Welt-Nummer-Eins. Im Fussball holte sich der FC Basel den

Titel eines Schweizer Meisters. Eher überraschend gewann

der FC Wil den Cupfinal gegen GC mit 3:2. An der

Europameisterschaft in Portugal hatten unsere Fussballer

wenig zu melden. Griechenland gewann am 4. Juli den

Final gegen Portugal mit 1:0. Die Schweiz machte vor allem

wegen einer Spuck-Affäre (Alex Frei) von sich reden,

ansonsten gab es ein Unentschieden gegen Slowenien und

zwei Niederlagen gegen England und Frankreich. Gut

schlugen sich die Schweizer Sportler/innen an den

Olympischen Spielen in Athen. Sie holten fünf Medaillen.

Herausragend war Marcel Fischer, der im Degen-Fechten

Gold holte.

George W. Bush bleibt US-Präsident

Am 2. November siegte der amtierende US-Präsident

George W. Bush gegen den demokratischen Herausforderer

John Kerry. Den Ausschlag gab der Staat Ohio, der

sich sehr knapp für Bush entschied. Bush siegte trotz unglaublichem

Staatsdefizit, trotz heftiger Kritik an «seinem»

Irak-Krieg und trotz der schlimmen Folterungen durch US-

Soldaten und -Soldatinnen im Bagdader Gefängnis Abu

Ghraib, die auf die amerikanische Armeespitze ein mehr als

schlechtes Licht werfen.

Jassir Arafat tot

Am 11. November starb Palästinenser-Präsident

Jassir Arafat nach wochenlangem Todeskampf in einem

Militärspital in der Nähe von Paris. Sein Tod könnte für

Palästina den dringend nötigen Neuanfang ermöglichen,

der den Selbstmordattentaten (vorab von Palästinensern),

der Zerstörung von Dörfern (durch Israel) und dem Bau

einer Mauer ein Ende setzt.


Seebeben – Bomben – Hunger

Zu einer unglaublichen Naturkatastrophe kam es am

26. Dezember. Ein Seebeben vor Sumatra forderte in

Südostasien (Thailand, Indonesien) sowie in Indien und Sri

Lanka über 150’000 Tote, darunter viele Touristen, auch aus

der Schweiz. – Schlimme Bilder erreichten uns auch aus

Darfur (Sudan, Nordost-Afrika); dort hungern Zehntausende

von Menschen, auch wegen politischer Fehler. – Am

11. März, drei Tage vor den Wahlen, verübten islamistische

Terroristen mehrere Bombenanschläge auf Vorortszüge in

Madrid, die 190 Tote forderten. Weil die konservative Regierung

von José Maria Aznar voreilig die Basken beschuldigt

hatte, wurde sie überraschend abgewählt. Es siegte

der Sozialist José Luis Rodriguez Zapatero. – Schreckliche

Bilder kamen aus einem Schulhaus im Kaukasus, genauer

aus Beslan in Nordossetien: 30 tschetschenische Terroristen

nahmen entsetzliche Rache an den russischen Machthabern,

indem sie 1200 unschuldige Personen, vor allem

Kinder, als Geiseln nahmen und sich im Schulhaus verschanzten.

Zwei Tage später, am 3. September kam es zu

einem misslungenen Befreiungsangriff der Russen, bei dem

339 Geiseln, darunter 156 Kinder, sowie sämtliche Geiselnehmer

starben.

Das viertwärmste Jahr seit 1861

2004 gab es zwar keinen Wärme-Rekordsommer,

aber es war dennoch das viertwärmste Jahr seit Beginn der

Messungen 1861. Das wärmste Jahr war bislang nicht

etwa 2003, sondern 1998. Von den zehn wärmsten Jahren

seit 1861 betreffen nicht weniger als neun das Jahrzehnt

zwischen 1995 und 2004.

Bahn 2000 startete problemlos

Mit dem grössten je durchgeführten Fahrplanwechsel

setzten die SBB die Bahn 2000 in die Realität um. Die

Umstellung verlief ohne Probleme. Der neue Fahrplan

brachte zum Teil erhebliche Fahrzeitverkürzungen, allerdings

nicht für alle Verbindungen.

>> Zurück zur FGZ im Jahre 2004

Was hat die FGZ 2004 in Bewegung gehalten? Ende

April wurde das Restaurant «Schweighof» amtlich geschlossen,

nach einem für die FGZ überraschend eingelei-

teten Betreibungsverfahren. Nach einer längeren Suchphase

für einen neuen Wirt entschied sich der Vorstand für

Roberto Rodriguez, Mitinhaber der Foodcom AG. Von

August bis September wurde zusammen mit den Pool-

Architekten renoviert. Am 20. November konnte der neue

«Schweighof» mit einem Apéro offiziell wieder eröffnet

werden.

Vorwärts ging es mit den zwei neuen Wohnhäusern

im Unteren Schweighof (10. Etappe). Die 28 Wohnungen

sind längst und leicht vermietet worden. Der Bezug wird im

Frühling 2005 sein.

Erfreulicher Schwerpunkt war der Abschluss des

Bauleitbildes: Im April erhielten alle Genossenschafter/innen

den Vernehmlassungs-Entwurf, und im Mai gab

es zwei gut besuchte Info-Veranstaltungen. Auf viele

Fragen der Basis konnte die Projektleitung im «fgz-info»

2/2004 Antworten geben. Die zahlreichen Stellungnahmen

aus dem Vernehmlassungsprozess wurden in den Antrag an

die ausserordentliche GV vom 23. November eingearbeitet.

Die Zustimmung zu Bauleitbild und Entwicklungsplan war

sehr hoch und für den Vorstand entsprechend erfreulich.

Für die Sanierung des Staffelhofs (4. Etappe) konnte

eine Kompromiss-Lösung gefunden werden, die für die

betroffenen Mieter/innen auch zahlbar ist. Die a.o. GV im

November bewilligte dafür einen Renovationskredit von

5,96 Mio. Franken. – Für das Blumenhaus (22. Etappe) ist

für 2005 eine Zwischensanierung geplant; die gut besuchte

Mieter/innen-Versammlung gab im November ihr Einverständnis.

Ende Jahr erhielt der Friesenberg beim Coop einen

Bancomaten der ZKB. Dieser mag aber natürlich den

Verlust der Poststelle Friesenberg, der im Frühling 2005

Tatsache wird, nicht wettzumachen.

Äusserlich aufgefrischt und inhaltlich hoffentlich

weiterhin lohnend und lesbar kommt das «fgz-info» daher.

Die Schrift ist jetzt dieselbe wie im ebenfalls renovierten

Jahresbericht der FGZ.

>> Herzlichen Dank

Personell war es ein ruhiges Jahr. Der Vorstand

blieb erfreulicherweise zusammen, gleich wie Kontrollstelle

und Stiftungsrat. Ein paar Wechsel gab es in den einzelnen

Kommissionen. Einer sei speziell erwähnt: Claudia

Heer hat auf Ende 2004 ihren Rücktritt als Co-Präsidentin

der Sozialkommission eingereicht. Seit 1998 hat sie die

7


neue Kommission mit Ursula Weilenmann zusammen präsidiert

und aufgebaut, und das kompetent, mit viel Ideen und

Engagement. Ihre Nachfolge übernimmt Theresa Schiffers.

Fast stabil geblieben ist erfreulicherweise auch unsere

Belegschaft; einzig in der Buchhaltung und im Gärtnerteam

gab es Wechsel.

Vorstand, Kommissionen, Regiebetrieb und Verwaltung

haben gute und engagierte Arbeit geleistet. Für diesen

grossen Einsatz möchte ich ganz herzlich danken. Der

Dank gilt ebenso all jenen Genossenschafterinnen und

Genossenschaftern, die uns auf Probleme oder Mängel hingewiesen,

die für eine gute nachbarschaftliche Wohnatmosphäre

gesorgt oder sich – wie die Komposthelfer/innen

– für ein Gemeinschaftswerk eingesetzt haben.

Alfons Sonderegger,

Präsident FGZ

8


Zum Gedenken

an Hans Ahl

>> Ansprache von Alfons Sonderegger

an der Trauerfeier vom 7. Februar 2005

in der Kirche Friesenberg

Liebe Alice

Liebe Angehörige und Freunde von Hans Ahl

Liebe Genossenschafterinnen und Genossenschafter

der FGZ

Sehr geehrte Trauergemeinde

Erst wenige Monate ist es her, seit Hans Ahl im

September 2004 einen Schlaganfall erlitten hat und vom

Triemli-Spital zur Rehabilitation nach Walzenhausen musste.

Er, der so gerne diskutierte, konnte zeitweilig kaum

sprechen, was ihm arg zugesetzt hat. Als wir ihn kurz vor

Weihnachten in Walzenhausen besuchten, schien er auf

dem Weg zur Besserung. Jedenfalls freute er sich, dass die

Ärzte bereit waren, ihn am Weihnachtstag heim in den

Friesenberg ziehen zu lassen. Heim konnte er zwar noch,

doch die wirkliche Gesundung wollte sich einfach nicht

mehr einstellen.

Jetzt sind wir hier in der Kirche zusammengekommen

und trauern über den Verlust eines engagierten und

wachen Menschen, der immer wieder neue Kräfte aktivieren

und neue Ideen entwickeln konnte und der über ein

grosses soziales Herz verfügte.

Im Namen der Genossenschafterinnen und Genossenschafter

der FGZ schaue ich mit Dankbarkeit auf die

riesige Arbeit zurück, die der Verstorbene für unsere

Genossenschaft geleistet hat. Während ziemlich genau 30

Jahren wirkte Hans Ahl in vielen wichtigen Gremien der

FGZ mit:

> 1963 wurde er, der 10 Jahre zuvor mit seiner Familie

von Winterthur in die FGZ gezogen war, in den Vorstand

gewählt.

> 1966 – 1975 wirkte er als Aktuar des FGZ-Vorstandes.

> 1968 wählte ihn der Vorstand in die Betriebskommission

(den Leitenden Ausschuss) des Vorstandes.

> 1972 – 1978 präsidierte er die Stiftung Hilfsfonds FGZ.

> 1975 wurde er Vizepräsident der FGZ.

> 1977 bis 1978 stand er der neu gegründeten

Baukommission vor.

> 1978, als Alt-Stadtrat Adolf Maurer zurücktrat,

wählte ihn die Generalversammlung zum Präsidenten

der FGZ – den vierten der FGZ-Geschichte.

Dieses Amt bekleidete Hans bis zum 17. Mai 1993

mit Umsicht und Tatendrang.

> Das Präsidium der Baukommission gab er an der GV

1978 ab – an Walter Rindlisbacher, seinem Nachfolger

auch als FGZ-Präsident.

>> Was war ihm als Präsident wichtig, was war

prägend?

> In seiner Präsidialzeit entstand die Neuüberbauung

am Manesseplatz (23. Etappe), diverse Renovationen

wurden ausgeführt und der Ersatzneubau der

7. Etappe wurde realisiert (entlang der Schweighofstrasse).

Hans wagte in der FGZ als erster den

Schritt, einen ungenügenden Bau, jenen der

7. Etappe, durch einen neuen zu ersetzen.

> Ein Anliegen war ihm die Förderung der FGZ-eigenen

Altersbetreuung.

> Das im September 1970 erstmals erschienene fgzinfo

wurde von ihm ausgebaut. Zum Teil besorgte er,

der früher nebenberuflich als Journalist tätig war,

auch die Redaktion.

> Unter seinem Präsidium hat die ausserordentliche

Generalversammlung vom 19. November 1990 die

9


Rückzahlung der Subventionen für 700 Wohnungen

beschlossen. Die GV tat aber noch mehr: Sie hiess

eine Statutenänderung gut, die eine Richtquote

zugunsten tieferer Einkommen festlegte und den

FGZ-Mietzinsausgleichsfonds begründete, der es

möglich macht, dass die höheren Einkommen einen

Solidaritäts-Hunderter pro Monat entrichten und

dass auch freitragende Wohnungen einen Unterbesetzungsbeitrag

in den Fonds einzahlen, um so tiefe

Einkommen mietzinsmässig zu entlasten.

> Hans Ahl war immer auch für festliche Anlässe zu

haben. So erstaunt es nicht, dass er 1975 dem Festkomitee

«50 Jahre FGZ» vorstand. Seit diesem Jubiläum

gibt es bekanntlich das Jassturnier sowie das

Friesenberg-Grümpelturnier, das später vom FC

Friesenberg übernommen und schliesslich sistiert

wurde.

> Für sein 30-jähriges breites Wirken in der FGZ

wurde Hans Ahl von der Generalversammlung vom

17. Mai 1993 zum Ehrenpräsidenten ernannt.

Was Hans getan hat, das hat er mit Leib und Seele

und mit Freude getan. Er war ein gründlicher, ein vorausschauender,

manchmal ein zackiger, aber immer ein zuverlässiger

FGZ-Präsident.

Dass er die Sprechstunde des FGZ-Präsidenten eingeführt

hat, war typisch für ihn: Er wollte den Leuten nahe sein,

auch wenn er das nicht einfach gezeigt hat. Er wollte direkt von

ihren Sorgen erfahren, wollte Lösungen für ihre Lage suchen.

Leitungsaufgaben waren ihm sozusagen gegeben:

Seit jungen Jahren übernahm er immer wieder solche

Funktionen, ob in der Jugend- oder Frauenriege, ob in der

Personalkommission der Genossenschaftsdruckerei, in der

Krankenstation oder eben in der FGZ.

Das Interesse an den Medien hat uns verbunden

Immer wieder nahm es Hans Ahl «wunder», wie es

mir beim Tages-Anzeiger, bei dem ich viele Jahre gearbeitet

habe, so gehe. Er wollte immer wieder wissen, was ich

als Tagi-Redaktor erlebte und wie ich die Medienlandschaft

Schweiz beurteilte.

Sein Interesse erstaunt nicht, verbrachte Hans doch

Jahrzehnte in der Genossenschaftsdruckerei – als Metteur,

als Präsident der Personalkommission, als Verlagsleiter des

AZ-Rings, als Direktionsassistent, als Projektleiter des Neubaus

in der Manegg und als Mitglied der gdz-Verwaltung.

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Mit Medien hatte auch sein Einsitz in den Verwaltungsrat

der Schweizerischen Depeschenagentur (1972 –

74) und die Wahl (1981) in die Zeitschriftenkommission des

«Wohnen», der Verbandszeitschrift der Wohnbaugenossenschaften

zu tun.

Das Quartier war ihm ein grosses Anliegen

Hans war beim Aufbau des Spitex-Zentrums und

beim Aufbau der Krankenstation Friesenberg einer der

Motoren; bei der Krankenstation war er Gründungsmitglied

(1980) und für eine Zeitlang auch noch Präsident (1988).

Er hat den Präsidententreff Zürich begründet

Zusammen mit Frieda Schwendener und Wilhelm

Willi gehörte Hans zu den Gründern des Präsidententreffs

der Zürcher Genossenschaftspräsidenten. Noch heute gibt

es diesen Anlass, der von den dreien im November 1993

lanciert wurde – auch noch zusammen mit Ernst Müller.

Dem Schweizerischen Verband der Baugenossenschaften

war Hans Ahl auch sonst noch sehr verbunden. So gehörte er

während Jahren dem Zentralvorstand des SVW an (ab 1979).

Den Menschen preiswerte, aber gute Wohnungen in

einer guten Atmosphäre zur Verfügung zu stellen, das war

ihm zentrales Anliegen. Genau so wie die Hilfeleistungen an

jene, die eher auf der Schatten- als auf der Sonnenseite

leben.

Wir nehmen heute Abschied von einem Mann, der im

Friesenbergquartier, der in der FGZ und in der Genossenschaftsbewegung

ganz wichtige Kapitel geschrieben hat.

Dank seinem grossen Engagement, dank seiner Schaffenskraft

und seiner Zuversicht hat er ganz viel zur Stabilität

und Fortentwicklung unserer Genossenschaft beigetragen.

Dafür sind wir ihm dankbar.

Wenn ich an Hans denke, dann habe ich ein Bild sehr

präsent: Es zeigt Hans Ahl auf einem Vorstandsausflug. Mit

Schalk guckt er hinter seiner Brille hervor und freut sich riesig,

dass sich die mitgereisten Kinder der Vorstandskolleginnen

und -kollegen auf seine Wortspiele einlassen und

seine Sprüche mit Witz und Charme zu kontern wissen.

Jetzt trauern wir, weil Hans nicht mehr da ist, weil

er uns fehlt. Unsere Anteilnahme gilt ganz speziell dir,

Alice, und deiner Familie. Lieber Hans, wir werden dich in

guter Erinnerung behalten.


Aus den Organen

der Genossenschaft

>> Ordentliche Generalversammlung

vom 29. Juni 2004

Über 330 Genossenschafterinnen und Genossenschafter

machten sich am 29. Juni auf den Weg ins Volkshaus.

Präsident Alfons Sonderegger begann die Versammlung

mit einigen aktuellen Informationen. Eine betraf den

Hinweis, dass jede bauliche Veränderung eine schriftliche

Bewilligung der FGZ braucht. Die FGZ weise immer wieder

auf diese Auflage hin, und sie halte das in den neuen

Verträgen auch ausdrücklich (oberhalb der Vertrags-Unterschrift)

fest. Die schwierigste Situation war jene, bei der

mit einer Familie eine Bezahlung von 19’000 Franken vereinbart

werden musste.

Die ordentlichen Jahresgeschäfte gingen problemlos

über die Bühne. Der Jahresbericht wurde von der Versammlung

einstimmig gutgeheissen. Auch die Jahresrechnung

fand klare Zustimmung (zwei Enthaltungen). Chef-Buchhalter

Rolf Obrecht konnte eine gute Rechnung 2003 vorlegen, die

mit einem Cashflow von über 9 Mio. Franken abschloss. Die

GV folgte dem Antrag des Vorstandes, die Verzinsung der

Anteile bei 3,5 Prozent zu belassen. In der gegenwärtigen

Zinslandschaft ist das eine hohe Verzinsung.

Zum Abschluss der GV gab Alfons Sonderegger

einen kurzen Überblick über die eingegangenen, aber noch

nicht voll ausgewerteten Vernehmlassungen zum Bauleitbild-Entwurf

(siehe dazu die Antworten auf viele Fragen im

«fgz-Info» 2/2004).

Grösste Sorgen machen sich jene Genossenschafterinnen

und Genossenschafter, die in Reihenhaus-Siedlungen

wohnen, welche einem Ersatzneubau zum Opfer fallen

könnten. «Werden wir am Ende überfahren?», ist eine der

Sorgen, und: «Steht der Vorstand wirklich noch für die

Gartenstadt-Idee ein?» Angst machen ferner die vermuteten

hohen Mieten in den Ersatzneubauten und die allen-

falls viel höhere Dichte der Neubauten. Einige fürchten den

Verlust an Grünraum und an «Heimeligem» (Flach- statt

Giebeldächer).

Vorstand und Baukommission, so Sonderegger,

möchten eine gute Balance finden zwischen dem Ganzen

und dem Einzelinteresse. Das Schwergewicht liege weiterhin

bei den preisgünstigen Wohnungen für kleine und mittlere

Einkommen und bei der guten sozialen Durchmischung.

Das Grün im Friesenberg und die Idee der Gartenstadt

seien dem Vorstand zentral. Im Übrigen sei es auch nicht

so, dass die FGZ einfach für alle Reihenhäuser Ersatzneubauten

vorsehe. Das Bauleitbild zeige vielmehr, dass gut

drei Viertel aller Reihenhäuser auch in den nächsten 20

Jahren stehen bleiben.

In der Diskussion meldeten sich die beiden Genossenschafter

Edi Widmer (Bernhard Jaeggi-Weg 139) und

Hans Ruff (Schweighofstrasse 91) zu Wort. Widmer bemängelte,

dass im Bauleitbild nirgends gesagt wird, dass man

den Reihenhaus-Charakter bzw. die Zeilenbauweise erhalten

wolle. Ebenso stehe nirgends, dass man «keine grossen

Kästen» bauen wolle. Er ist der Meinung, dass die Genossenschafter/innen

auch im Falle von Ersatzneubauten eher

wieder Reihenhäuser wollten.

Hans Ruff schloss sich der Meinung von Edi Widmer

an. Er frage sich, warum sich der Vorstand nicht verpflichte,

das jetzige Verhältnis Einfamilienhäuser – Mehrfamilienhäuser

zu erhalten. Die FGZ und der Vorstand hätten

eine soziale Verantwortung. Dazu gehöre die Absicherung

der Möglichkeit, dass ein Handwerker weiterhin Haus und

Garten geniessen könne. Aus seiner Sicht wäre es für den

Vorstand Pflicht, das im Bauleitbild festzuschreiben.

Zum Schluss der GV machten die beiden Genossenschafterinnen

Irena Lampérth (Arbentalstrasse 178) und

Susanne Bachmann Pinkus (Bachtobelstrasse 201) auf die

fehlenden Hortplätze im Quartier aufmerksam. Lampérth

11


konnte von der Gründung einer Interessengemeinschaft (IG)

Hortplätze berichten, der man sich anschliessen könne.

>> Ausserordentliche GV vom 23. November 2004

Das Wichtigste vorweg: Die ausserordentliche

Generalversammlung vom 23. November hat dem FGZ-Bauleitbild

mit überaus klarem Mehr zugestimmt. Das Bauleitbild

spurt die bauliche Entwicklung für die nächsten 20

Jahre vor. Mit dem Ja schloss die FGZ einen rund vierjährigen

Meinungsbildungs- und Vernehmlassungsprozess ab.

Der Volkshaus-Saal war an diesem 23. November

etwas schwächer besetzt als auch schon. Das hing vielleicht

damit zusammen, dass über das Bauleitbild bereits

sehr breit informiert worden war, und wohl auch damit,

dass die direkten Folgen bzw. die direkte Betroffenheit erst

in ein paar Jahren eintreten werden.

Für Vorstand und Baukommission bedeutet die klare

Zustimmung, dass jetzt ein gutes Strategiepapier vorliegt,

mit dem sich in den nächsten Jahren weiter arbeiten lässt.

Präsident Alfons Sonderegger sicherte der GV zu, dass der

Vorstand über die künftigen Schritte stetig und gut informieren

werde und dass jedes einzelne Bauprojekt der Generalversammlung

vorgelegt wird.

Was hat die Vernehmlassung gebracht?

Was hat die Mitwirkung der FGZ-Basis gebracht?

Um das zu zeigen, wurde der Bauleitbild-Entwurf vom April

2004 mit dem jetzt vorliegenden Antrag des Vorstandes

verglichen.

a) Die generellen Grundsätze, die sich in der ersten

Broschüre vom März 2003 fanden, sind im Sinne vieler

FGZ’ler/innen überarbeitet und neu aufgenommen

worden (siehe Seite 4 und 5 des Bauleitbildes).

Die Grundsätze betreffen das Ja zur Gartenstadt, zur

Kostengünstigkeit, zur Ökologie, zur Stabilität der

Friesenberg-Bevölkerung und zu rücksichtsvollen

Umzugskonzepten.

b) Die Sorgfalt im Umgang mit den Reihenhäusern wird

im Bauleitbild-Antrag mehrfach betont. Wie bereits

angekündigt wird im Jahre 2005 eine spezielle

Veranstaltung zum Thema Reihenhäuser durchgeführt.

c) Auf Seite 10 sind neu einige Bauvorgaben formuliert

worden: Sie sagen klar, dass z.B. eine Verdichtung

massvoll geschehen muss, dass Aussicht für die

12

Menschen wichtig ist und dass die Gartenstadt-Idee

ganz klar Ziel der FGZ ist und bleibt.

d) Auf Seite 11 des Bauleitbildes wird der Sorge vieler

Reihenhaus-Mieterinnen und -Mieter mit deutlichen

Aussagen zur Wohnpolitik Rechnung getragen. Aber,

so Sonderegger wörtlich: «Bei aller Sympathie für

die Reihenhäuser fänden wir es unklug, heute zu

versprechen, dass der Anteil der Reihenhäuser in

der FGZ immer gleich bleiben muss. Auch wenn man

das von uns gefordert hat. Wir möchten dann, wenn

wir bauen, die bestmöglichen Wohnformen für unsere

Nachfahren suchen. Und wir sichern allen zu,

dass wir bei jedem Projekt sehr sorgfältig prüfen,

was das Bestmögliche ist für jene, die dann zumal

bei uns wohnen werden.»

e) Die Sanierung des Manessehofs ist neu terminiert,

und zwar auf 2014/2015 (siehe Seite 11 des Bauleitbildes).

f) In den Kapiteln Grünraum (S. 16/17) und Verkehr

(S. 18/19) wird nochmals deutlich gemacht, dass die

FGZ einen Friesenberg will, der der Gartenstadt-Idee

verpflichtet ist.

Referate von Stadt und Projektleitung

Als Gastreferentin lud die FGZ Regula Lüscher Gmür,

Vizedirektorin des Amtes für Städtebau, ein. Sie war bei

den Workshops mit drei eingeladenen Planungsteams als

Moderatorin engagiert. Diese Workshops brachten der FGZ

eine Fülle von Anregungen, Fragen und Ideen. Lüscher

Gmür zeigte die Bedeutung des Bauleitbildes für die Stadtentwicklung

auf und gratulierte der FGZ sowohl zum

Bauleitbild als auch zum ganzen Erarbeitungs-Prozess.

Mitglieder der Projektleitung stellten in der Folge die

Idee des Bauleitbildes in kurzen Referaten vor: Christine

Schwyn äusserte sich zum Thema «Zusammenleben»,

Andreas Hurter zu «Bauen», Josef Köpfli zu «Sorgfalt im

Umgang mit Mieterinnen und Mietern». Reto Sigel sprach

zu «Grün und Freiraum», und Evelyn Enzmann beendete den

Info-Block mit dem Thema «Begegnung» (Zentrum).

Kurze Diskussionsrunde

Die Diskussion nach der rund 45-minütigen Präsentation

fiel relativ kurz aus. In einem ersten Votum sprach

sich ein Genossenschafter aus der 3. Etappe mit viel

Engagement gegen die Pläne der FGZ aus. Er verstand

nicht, warum ausgerechnet eine Etappe wie jene an der


Sozialberatung FGZ

>> Bericht

Die Zahl der Neuanmeldungen im Berichtsjahr (98)

lag leicht über dem Durchschnitt der vergangenen 5 Jahre

(91). In mehr als der Hälfte aller Fälle wandten sich die

Mieter/innen direkt an die Sozialberatung (55.1%). Dies

lässt den Schluss zu, dass diese Stelle, die es seit 1998 in

dieser Form gibt, bei den Genossenschafterinnen und Genossenschaftern

bekannt ist und bei Problemen unterschiedlichster

Form auch genutzt wird.

Schwerpunktmässig kann die Arbeit wie folgt benannt werden:

Anlauf- und Vermittlungsstelle

Mieter/innen möchten Auskünfte über spezialisierte

Beratungsstellen wie Ehe- und Paarberatung, Schuldenberatung,

Sozialämter etc. Wenn nötig werden die entsprechenden

Kontakte aufgegleist und begleitet.

Abklärungsaufgaben

Im Auftrag der Geschäftsleitung und/oder des Vorstandes

wird die soziale Situation von Gesuchstellern umfassend

abgeklärt. Dies selbstverständlich in Absprache

und mit dem Einverständnis der Betroffenen.

Auskunftsstelle

Hier geht es häufig um Auskünfte über Rechte und

Pflichten in Bezug auf diverse Sozialversicherungen.

Konkrete Hilfeleistungen

Das können Anmeldungen bei der Invalidenversicherung

sein (für Wiedereingliederungsmassnahmen oder

Renten). Betagte Genossenschafter/innen benötigen oft

Hilfe bei der Geltendmachung von Ansprüchen gegenüber

dem Amt für Zusatzleistungen. Bei schwer pflegebedürftigen

Menschen geht es um Anmeldungen für Hilflosenentschädigung.

Oder es sind Gesuche um finanzielle Hilfe bei

der Stiftung Hilfsfonds FGZ und/oder anderen externen

Stiftungen.

Ombudsfunktion

Mieter/innen wenden sich an die Sozialberatung,

wenn sie sich von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern

der Genossenschaft nicht richtig behandelt oder verstanden

fühlen.

>> Jahresstatistik

Problembereiche Anzahl in % Vorjahr

Finanzielle Probleme 24 24.5 % 25.6 %

(davon Mietzins-Ausstände) (4)

Gesundheit Sucht legal 1

Gesundheit Invalidität 1

Gesundheit Psyche 2

Alter 17 17.3 % 12.8 %

Nachbarschaftskonflikte 24 24.5 % 19.8 %

Beziehungsprobleme/Familie 12 12.2 % 10.5 %

Scheidung/Trennung 2

interne Wohnungswechsel 8 8.2% 5.8 %

Reklamationen 3

Diverse 4

Bei rund einem Viertel aller Anfragen geht es um

finanzielle Probleme. Dabei kommt zum Ausdruck, dass

das Budget vieler Familien sehr knapp bemessen ist und

dass unvorhergesehene Auslagen (z.B. Zahnarzt, Umzug)

schnell zu grossen Schwierigkeiten führen. Bei Mietzinsausständen

werden Sanierungsvorschläge in Absprache

mit der Buchhaltung ausgearbeitet (Ratenzahlungsvereinbarungen,

Stundungen). Hilfsfondsgelder werden in solchen

Situationen in der Regel nur beantragt, wenn die

Klienten über eine gewisse Zeit ihren laufenden Verpflichtungen

wieder nachgekommen sind. Meine Hauptaufgabe

in solchen Situationen sehe ich darin, bei den Klienten auf

eine nachhaltige Verhaltensänderung hin zu arbeiten, in

dem zusammen mit ihnen Budgets überprüft, das bisherige

Ausgabeverhalten kritisch hinterfragt und Anpassungen

vorgenommen werden. Dies ist oft ein schmerzhafter

Prozess, der aber unumgänglich ist, um ein Budget langfristig

wieder ins Lot zu bringen.

Markus Hofstetter

Sozialberatung FGZ

13


Grünmatt- und Baumhaldenstrasse geopfert werden soll.

Mit Blick auf die Arbeitslosigkeit und auf die überall steigenden

Preise (Krankenkassenprämien, Heizöl, etc.) wandte

er sich gegen Mietzinsaufschläge und gegen Luxus-Neubau-Wohnungen.

Der FGZ-Präsident stellte klar, dass der Friesenberg

mietzinsmässig nach Saatlen das zweitgünstigste Quartier

in Zürich ist, und das vor allem dank der FGZ. Im Verhältnis

zu den Dreissiger-Jahren vermiete die FGZ z.B. die Reihenhäuser

viel günstiger – gemessen an den Löhnen von

damals und heute. Die FGZ werde auch weiterhin schwergewichtig

an Personen mit mittleren und tiefen Einkommen

vermieten, und sie verfüge zudem als einzige Genossenschaft

der Schweiz über einen statutarisch abgesicherten

Mietzinsausgleichs-Fonds, der tiefe Einkommen gezielt

unterstütze.

Eine Frage wurde mehrfach gestellt: Haben die FGZ-

Genossenschafter/innen später nochmals die Möglichkeit,

vor dem allfälligen Abbruch einer Siedlung mitzubestimmen?

Die Frage wurde klar bejaht. Die FGZ wird jedes Ersatz-Neubau-Projekt

rechtzeitig der GV vorlegen.

GV stärkt dem Vorstand den Rücken

Mit überaus deutlichem Mehr bei lediglich 18

Gegenstimmen und bei 6 Enthaltungen nahm die ausserordentliche

Generalversammlung zustimmend von FGZ-

Bauleitbild und Entwicklungsplan Kenntnis. Die Versammlung

hat damit dem Vorstand und der Baukommission auf

eindeutige Art und Weise den Rücken gestärkt.

5,96 Mio. für die Sanierung der Siedlung Staffelhof

Die Genossenschafterinnen und Genossenschafter

hiessen am 23. November zudem mit hohem Mehr (vereinzelte

Gegenstimmen) einen Kredit für 5,96 Mio. Franken

gut. Damit wird es möglich, die 59 Reihenhäuser der Siedlung

Staffelhof (4- und 5-Zimmer-Häuser), die im Jahre

1928/1929 erbaut wurden, für weitere 25 Jahre zu tragbaren

Mietzinsen zu erneuern.

Dass es bei dieser Sanierung auch um eine Kompromisslösung

geht, machten die einführenden Referate von

Alfons Sonderegger, Andreas Hurter (Präsident Baukommission)

und Josef Köpfli klar. Es komme sozusagen einem

Balance-Akt gleich, um die Siedlung so zu erneuern, dass

sie wieder für 25 bis 30 Jahre intakt ist, dass die Mieten

nur mässig steigen, dass energetisch etwas getan wird,

und dass die Bewohnerinnen und Bewohner die Gewissheit

bekommen, eine gute Sanierung vor sich zu haben, die

ihnen etwas bringt.

>> Vertrauensleuteund

Mieter/innen-Versammlungen

Informationsveranstaltungen zum Bauleitbild

(12. und 18. Mai)

Beide Veranstaltungen im Schweighof-Saal wurden

intensiv genutzt. Rund 250 Genossenschafterinnen und

Genossenschafter packten die Chance, um sich persönlich

über den Bauleit-Prozess und die Bauleitbild-Idee informieren

zu lassen. Das geschah zum einen mit Plakaten und

Stellwänden, zum andern durch Info-Personen aus dem Projektleitungsteam.

An beiden Abenden wurden zahlreiche

Fragen und Stellungnahmen deponiert, die ins «fgz-info»

2/2004 eingeflossen sind.

15


Zwei Vertrauensleute-Versammlungen

Die Vertrauensleute der FGZ wurden im 2004 gleich zwei

Mal zusammengerufen.

> Am 22. Juni fanden sich rund 45 Vertrauensleute

ein, um die Geschäfte der GV vom 29. Juni zu besprechen.

Die ordentlichen Geschäfte waren sehr

rasch behandelt. Mehr zu reden gab die Vernehmlassung

zum Bauleitbild-Entwurf, wobei Lob und

Zustimmung die Kritik deutlich überwogen. Eine

Sorge betraf die im Bauleitbild vorgeschlagenen

«kleinen Plätze», weil befürchtet wird, dass diese zu

Nachtruhestörungen führen könnten. Bemängelt

wurde, dass der Entwurf nicht aufzeige, wie allfällige

Ersatzneubauten aussehen. Alfons Sonderegger

bestätigte, dass es im Bauleitbild keine konkreten

Projekte gibt. Diese würden dann ausgearbeitet,

wenn ein Ersatzneubau spruchreif sei. Und dann zumal

würden auch die Beteiligten mit einbezogen. Für

Edi Widmer (Bernhard Jaeggi-Weg 139) reicht die

Formulierung «Sorge tragen» nicht aus. Im Bauleitbild

müsse festgelegt werden, dass die FGZ sowohl

Gartenstadt als auch Reihen-Einfamilienhäuser erhalten

wolle. Herbert Rütter (Friesenberghalde 19)

empfahl, das Bauleitbild wie ein Puzzle zu betrachten,

das Ideen aufzeige, um die angestrebten Ziele

zu erreichen. Mitreden müsse man dann, wenn es

um die konkreten Projekte gehe.

> Am 16. November wurden die Vertrauensleute

erneut in den Schweighof-Saal eingeladen. Diesmal

ging es um die zwei Geschäfte der ausserordentlichen

GV vom 23. November – um die Sanierung des

Staffelhofs (5,96 Mio.-Kredit) und um die «zustimmende

Kenntnisnahme» von Bauleitbild und Entwicklungsplan.

Beim ersten Geschäft, der Sanierung des

Staffelhofs, schilderte Andreas Hurter, Präsident der

Baukommission, die heikle Suche nach einem vertretbaren

Kompromiss. Mit dem jetzt abgespeckten

Kredit von 5,96 Mio. Franken sei eine Balance zwischen

Notwendigem und Bezahlbarem gefunden

worden. – Beim Thema Bauleitbild erfuhren die

Vertrauensleute von Kathrin Schnellmann (arc

Architekten) viele Details über die Erarbeitung des

Bauleitbildes. Schnellmann gab an Hand von Folien

Einblicke in die Analyse-Arbeit, in die Methodik des

gedanklichen Verdichtens und in den Prozess der

Bauleitbild-Grundsätze. Insgesamt konnte der Vorstand

viel Lob für den ganzen Erarbeitungs- und

Informationsprozess entgegennehmen. Nach wie vor

16

blieb die Skepsis, dass man zu wenig über allfällige

Ersatzneubauten wisse. Andreas Hurter betonte,

dass derzeit noch keine Vorprojekte vorhanden

seien, dass der Vorstand aber im nächsten Jahr eine

Informationsveranstaltung zum Thema Reihenhaus

durchführen werde. Positiv aufgenommen wurde die

Idee von Werner Suter, Arbentalstrasse 337, der vorschlug,

in einer frühen Phase der Projektierung zwei

Alternativen statt nur eine Projektidee zur Entscheidung

zu bringen.

Zwei Staffelhof-Versammlungen

> Am 15. Januar liessen sich 64 Mieterinnen und Mieter

der 4. Etappe (Staffelhof) ein erstes Mal über die

(groben) Pläne für die Sanierung ihrer Etappe informieren.

Baukommissionspräsident Andreas Hurter

schilderte die Ausgangslage: Die FGZ-Gremien haben

nach langen Diskussionen beschlossen, den

Staffelhof zu sanieren, und zwar soll das – mit

Rücksicht auf die Mietzinsen – insgesamt sanft

geschehen, wobei für die 5-Zimmerhäuser die Öffnung

zwischen Küche und Wohnzimmer Standard

werden soll. Hurter wies darauf hin, dass dem Vorstand

am 20. Januar ein Projektierungskredit vorgelegt

werde. Als Fachleute referierten Emil Seliner (E.

Seliner + Partner AG, Zürich), der für die FGZ bereits

1998 eine Gebäudeanalyse durchgeführt hatte,

sowie Architekt Beat Jordi (ADP Architekten, Zürich).

Josef Köpfli legte dar, was an Mietzinserhöhungen

zu erwarten sei (ca. 350 Franken für das

4-Zimmerhaus). Mit zwei Gegenstimmen stimmte

die Versammlung dem generellen Konzept zu. Als

Mie-ter/innen-Vertretung wählten die Anwesenden

Claudia Flütsch und Valentin Arens.

> Am 29. September traf sich die Staffelhof-Mieterschaft

ein zweites Mal, diesmal im reformierten

Kirchgemeindehaus Friesenberg. Andreas Hurter beschrieb

die Zeit seit der letzten Versammlung als

eine schwierige. Hätte man alle Wünsche erfüllen

wollen, dann wären die Kosten viel zu hoch (knapp

10 Mio.) geworden. Sozusagen als Überraschung

hätten sich dann auch noch Probleme bei der

Kanalisation gezeigt, für deren Behebung neu eine

halbe Million eingerechnet sei. Emil Seliner zeigte

auf, was die Sanierung – vorbehältlich des GV-

Entscheids – alles umfassen wird (siehe dazu den

Detailantrag für die a.o. GV vom 23. November).


Eine längere Diskussion gab es wegen der Wand-

Durchbrüche zwischen Küche und Wohnzimmer in

den Reihenhäusern. Der Vorstand hätte das gerne

zum Standard erhoben, kapitulierte dann aber

wegen der Kosten. Der Durchbruch bleibt darum

eine Mieteroption, die bar zu bezahlen ist. Das auf

5,96 Mio. abgespeckte Sanierungsprojekt wurde

fast ohne Gegenstimmen (konsultativ) gutgeheissen.

– Kurz nach der Versammlung kam es wegen der

Finanzierung der Wanddurchbrüche zu einem Rückkommensantrag

einiger Mieter/innen. Der Vorstand

der FGZ trat darauf ein: Der Wanddurchbruch im

Parterre wird demzufolge zwar auf Mieter/innen-

Wunsch ausgeführt, aber anders als im ursprünglichen

Vorschlag muss der Durchbruch nicht mehr bar

bezahlt werden, sondern die Kosten werden auf die

Miete geschlagen.

Mieter/innen des Blumenhauses

Am 4. November haben sich 19 von 24 Mietparteien

(inklusive Blumengeschäft und Hort) im Schweighof-Saal

zu einer Information über die Zwischensanierung der 22.

Etappe (Blumenhaus) eingefunden. Heinz Aeberli, Leiter

Bau und Planung der FGZ, und Paul Ackermann (Architekturbüro

P.P. Lehmann) orientierten über das Ausmass der

Sanierungsarbeiten: Kochherd und Kühlschrank werden

ebenso ersetzt wie die Fenster auf der Strassenseite (neu:

besserer Schallschutz). Auf der Terrasse bei den zwei

Attikawohnungen werden die Pflanzentröge zum grössten

Teil entfernt. Das Flachdach wird wo notwendig geflickt.

Die Fassade wird gereinigt und erhält einen neuen Anstrich.

Zudem gibt es neue Sonnenstoren und besseres

Licht in den Treppenhäusern und im Laubengang. Bäume,

die zu nahe am Gebäude stehen und viel Licht wegnehmen,

sollen gefällt werden.

Die Mieter/innen zeigten sich über das «sanfte»

Ausmass der Sanierung zufrieden und stimmten dem Vorhaben

konsultativ klar zu (drei Gegenstimmen). Als Mieter/innen-Vertreter

für die Planungs- und Bauzeit wurden

Walter Werner und Chrispin Bucher gewählt.

>> Sitzungen von Vorstand und Leitendem Ausschuss

Um die laufenden Geschäfte zu erledigen und die

erforderlichen Entscheidungen zu treffen, wurde der Vor-

stand zu 10 Sitzungen zusammengerufen. Für den Leitenden

Ausschuss des Vorstandes mussten im Berichtsjahr

11 Sitzungen anberaumt werden.

Neben der Planung, Koordination und Erledigung der

üblichen einschlägigen Liegenschaftenbewirtschaftungs-

Geschäfte standen dabei vor allem die folgenden Aktivitäten

im Zentrum der Jahresarbeit:

a) Revision des seit 1988 bestehenden Gesamtarbeitsvertrages

für das Personal der FGZ: Im Anschluss an

das neue Personalrecht für die Stadtverwaltung

Zürich, das auf 1. Juli 2002 in Kraft getreten ist,

musste der Vorstand eine grundlegende Neuregelung

des zwischen der FGZ, dem VPOD (Schweizerischer

Verband des Personals öffentlicher Dienste,

Sektion Zürich) und der GBI (Gewerkschaft Bau +

Industrie, Sektion Zürich) vereinbarten Gesamtarbeitsvertrags

in die Wege leiten, weil sich der für

die FGZ geltende Gesamtarbeitsvertrag weitgehend

am Stadtzürcher Personalrecht orientiert. Nach umfangreichen

Vorarbeiten und Verhandlungen konnte

zu Beginn des Berichtsjahres gemäss Vorstandsbeschluss

vom 20. Januar 2004 mit den zuständigen

Personalverbänden ein neuer und zeitgemässer

Gesamtarbeitsvertrag vereinbart und rückwirkend

auf den 1. Januar 2004 in Kraft gesetzt werden.

b) Ausarbeitung von neuen «Allgemeinen Bestimmungen

zum Mietvertrag», «Hausordnungen für FGZ-

Mehrfamilienhäuser» und «Wohn- und Nachbarschaftsregeln

für FGZ-Reiheneinfamilienhäuser»:

Die Hausordnungen und Nachbarschaftsregeln wurden

zeitgemäss formuliert und ergänzt. Diese

Rechtsgrundlagen regeln – zusätzlich zum Mietvertrag

und den entsprechenden FGZ-Reglementen –

das Mietverhältnis in rechtlicher Hinsicht. Ein

Exemplar der überarbeiteten und neu gestalteten

Hausordnung wurde im September allen FGZ-

Haushalten zugestellt.

c) Für die Bauausführung des Ersatz-Neubaus der 10.

Etappe im Unteren Schweighof (Ersatz der bisherigen

zwei Altbauten an der Schweighofstrasse

387/389 und 397/399) musste der Vorstand auf

Antrag der Baukommission wiederum zahlreiche

Arbeitsvergebungen beschliessen sowie über wichtige

Details der Bauausführung entscheiden. Zudem

erliess der Vorstand besondere Richtlinien (Vermietungskriterien)

für die Erstvermietung dieser trotz

direkter Lage an der Schweighofstrasse recht begehrten,

attraktiven Neubauwohnungen.

17


Altersbetreuung

>> Auszüge aus dem «Tagebuch»

Januar

Zum Jahresbeginn erreicht uns die Hiobsbotschaft, dass

die wegen Krankheit bereits seit November abwesende

Betagtenbetreuerin einen schweren Rückfall erlitten hat

und erneut auf der Intensivstation liegt. Jetzt heisst es für

die kommenden Wochen, die Kräfte richtig einzuteilen! In

Gedanken sind wir oft bei unserer kranken Kollegin.

Februar

In den vergangenen Wochen hat sich wieder einmal

gezeigt, wie wertvoll ein gut eingespieltes Team ist. Die

Betreuung unserer betagten Klientinnen und Klienten ist

bestens gewährleistet und die Aktivitäten im Treffpunkt

laufen gut. Lediglich beim Wasch-Service gibt es ab und zu

geringfügige Verzögerungen, und das Gedächtnistraining

muss hin und wieder ausfallen.

Herausragendes Ereignis ist das von Radio DRS ausgestrahlte

Interview über den Alterstreffpunkt FGZ. Das schweizweite

Echo zeigt, dass unser Treffpunkt beispielhaften Charakter

hat und einem echten Bedürfnis Betagter entspricht.

März / April

Unser Betreuungsteam ist wieder vollständig. Erste wärmende

Sonnenstrahlen erinnern uns daran, dass es Zeit ist,

die Gartenmöbel aus dem Winterlager zu holen. Mit Unterstützung

von Mitgliedern aus der Sozialkommission wird

der «Tag der offenen Tür» vorbereitet und ein Konzept für

freiwillige Helferinnen und Helfer ausgearbeitet.

Mai

Nebst geladenen Gästen haben die Genossenschafterinnen

und Genossenschafter Gelegenheit, am Tag der offenen Tür

den umgebauten Treffpunkt zu besichtigen. Dank strahlendem

Wetter kann der Garten mitgenutzt werden, so dass es

nie zu eng wird. Höhepunkt ist die Geschenkübergabe eines

Kunstwerkes von Miki Eleta an den Alterstreffpunkt. Jung

und Alt freuen sich über dieses Kunstobjekt, das die Blicke

auf sich zieht und zum Verweilen einlädt. Grillwürste und

die von der Kochgruppe gebackenen «Spitzbuben» finden

reissenden Absatz. Die Gäste lohnen es mit fast achthundert

Franken in die Kasse für den Kauf einer grossen

Kaffeemaschine. Müde aber zufrieden blicken wir auf den

gelungenen Tag zurück.

18

Juni

Der traditionelle Betagtenausflug führt uns über die

Schweizergrenze nach Meersburg. Trotz strömendem Regen

ist die Stimmung heiter und gelöst und die Fahrt auf

der Fähre ist für einige ein ganz spezielles Erlebnis.

Unsere Werbekampagne für freiwillige Helferinnen und

Helfer läuft an.

Juli

Ein Teammitglied schliesst die zweijährige Ausbildung zur

Betagtenbetreuerin mit Bravour ab, gleichzeitig läuft das

Praktikumsjahr unserer ersten jungen Praktikantin aus.

Eine erste freiwillige Helferin hat sich gemeldet.

August

Eine neue Praktikantin wird in unser Team aufgenommen.

Sie kommt aus einem anderen Kulturkreis. Das ist eine

Bereicherung für uns und unsere Klienten, gleichzeitig aber

eine Herausforderung und bedeutet, dass ganz klare

Regeln vereinbart werden müssen.

September

Die Aktivitäten im Treffpunkt erfreuen sich grosser Beliebtheit.

Absoluter Spitzenreiter ist «gemeinsam kochen,

gemeinsam essen». Die Teilnehmerzahl stieg von anfänglich

acht Personen auf zwanzig Personen und mehr.

Oktober

Zur Abwechslung bekocht das Betreuungsteam die Gäste.

Der Spaghettiplausch mit verschiedenen Saucen ist ein

grosser Erfolg. Völlig unerwartet erkrankt eine unserer Betreuerinnen

schwer. Sie wird für mehrere Monate ausfallen.

Wir alle sind tief betroffen.

November

Im Treffpunkt wird die grosse professionelle Kaffeemaschine,

die wir uns seit langem gewünscht haben, installiert.

Gäste und Team sind begeistert von der Maschine,

die Kaffee in allen Variationen herzustellen versteht.

Besonders beliebt ist der Cappucino. Wir alle wissen:

Qualität hat ihren Preis. Ab Januar werden wir für Kaffee

und Getränke einen bescheidenen Unkostenbeitrag erheben

müssen.

Die Handarbeitsgruppe beschäftigt sich eingehend mit der

Herstellung von Weihnachtskarten, die Singgruppe studiert

die traditionellen Weihnachtslieder ein.


Dezember

Eine schriftliche Umfrage bei den regelmässigen Gästen

ergibt, dass diese vollumfänglich zufrieden sind, was uns

natürlich freut. Bereits hat sich eine zweite Jassgruppe

gebildet und der tägliche Stammtisch ist nicht mehr wegzudenken.

Das Weihnachtsfest begehen wir etwas unkonventionell

mit einem Fondue-Essen. Die gute Absprache mit Spitex

und den Angehörigen unserer Klienten ermöglicht dem

Team erstmals, ein paar Betriebsferientage zu beziehen.

Der Treffpunkt bleibt eine Woche geschlossen.

>> Rückblick

Der Treffpunkt hat sich erfreulich entwickelt und

bietet vielen Betagten die Gelegenheit, täglich Gesellschaft

zu pflegen. Erfreulich ist auch, dass Mitarbeiterinnen

der Spitex seit dem Sommer jeden Morgen für ihren

Pausenkaffee im Treffpunkt vorbei kommen, und dadurch

die interdisziplinäre Zusammenarbeit noch mehr gefördert

wird.

Nebst den Aktivitäten im Treffpunkt machten wir wöchentlich

durchschnittlich fünfzig Hausbesuche. Etwa die Hälfte

unserer Klientinnen und Klienten ist auf zusätzliche Unterstützung

der Spitex angewiesen.

Auch der im Treffpunkt integrierte Waschsalon war gut

d) Nach der überraschenden konkursamtlichen

Schliessung und Versiegelung des Restaurants

Schweighof im April 2004 wegen offensichtlicher

Zahlungsunfähigkeit des damaligen Pächters war

die Geschäftsstelle der FGZ in der Folge in ein mehrmonatiges,

administrativ aufwändiges Konkursverfahren

mit einbezogen. Gemeinsam mit dem

Nachfolgepächter wurden im Restaurant Schweighof

und im Foyer des Schweighof-Saales sodann

einige massvolle bauliche Umgestaltungen und

Erneuerungen vorgenommen sowie der Restaurantbereich

neu möbliert. Der Ende Oktober wieder

eröffnete renovierte «Schweighof» möge sich bald

wieder zu einem beliebten Quartierrestaurant im

Zentrum der Genossenschaft entwickeln!

ausgelastet, liessen doch an die vierzig Personen ihre

Wäsche regelmässig bei uns waschen und bügeln.

>> Ausblick

Bereits hat sich eine Gruppe von sieben freiwilligen

Helferinnen und Helfern gebildet. Es sind drei Frauen und

vier Männer. Sie sind eine grosse Bereicherung für den

Treffpunkt und die Klienten. Ab Ende Mai möchten wir mit

ihrer Hilfe einmal im Monat einen Sonntagsbrunch für

«Jung und Alt» anbieten. Ob dieses Angebot auf Interesse

stösst, wird sich zeigen.

Wie sich der Treffpunkt weiterentwickeln wird, hängt weitgehend

von den Bedürfnissen unserer Gäste ab. Anregungen

und Kritik können jederzeit im internen Briefkasten

hinterlegt werden.

Abschliessend möchte ich mich ganz herzlich bei allen

bedanken, die uns im vergangenen Jahr in unserer Arbeit

unterstützt haben. Ganz besonderen Dank haben Ursula

Weilenmann und Theresa Schiffers von der Sozialkommission

sowie die Mitarbeiterinnen meines Betreuungsteams

durch ihr grosses und verlässliches Engagement verdient!

Madeleine Häfeli

Leiterin Altersbetreuung FGZ

Auf der Geschäftsstelle (Verwaltung) wurden die

Mitarbeitenden – neben der üblichen Liegenschaftenadministration

– vor allem durch die diversen Arbeiten im Zusammenhang

mit der Erstvermietung der Wohnungen der

Ersatzneuüberbauung an der Schweighofstrasse «Unterer

Schweighof II» und der Vorbereitung der damit verbundenen

zusätzlichen fgz-internen Wohnungswechsel in Anspruch

genommen.

>> Heiz- und Warmwasserkosten

Der Energieverbrauch hat im Vergleich zum Vorjahr leicht

abgenommen. Der Heizölverbrauch sank um rund 24’000

19


Liter von 1’328’000 auf 1’304’000 Liter. Der durchschnittliche

Einstandspreis verbilligte sich von Fr. 37.95 auf 33.50.

Der gesamte Heizölaufwand sank somit von Fr. 503’980.20

auf Fr. 436’929.50, was eine Einsparung von Fr. 67’050.70

ergab.

Da sich der Gaspreis nur verzögert an die Entwicklung

des Ölpreises anpasst, hat dieser die kurzfristigen Veränderungen

des Ölpreises nicht nachvollzogen. Der Gasverbrauch

nahm zwar von 2’645 auf 2’607 Mwh leicht ab, der bezahlte

Aufwand für Gas blieb jedoch auf dem Niveau des Vorjahres

von rund 997’000 Franken. Der Gesamtaufwand für Heizung

und Warmwasser hat im Vergleich zum Vorjahr total um

52’910 Franken abgenommen.

Die Entwicklung an der «Heizölfront» lässt nichts

Gutes erahnen. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses

Jahresberichtes hat der Heizölpreis bereits die 60-Franken-

Marke erreicht und der Gaspreis folgt dieser Entwicklung.

Die lange und ausserordentlich kalte Winterperiode trägt

ein Übriges zur ungünstigen Kostenentwicklung bei. Mit

einer spürbaren Erhöhung der Heiz- und Warmwasserkosten

ist deshalb zu rechnen.

>> Wohnungswechsel

Im Laufe des Berichtsjahres 2004 wurden in der

FGZ insgesamt 132 Mietobjekte (Vorjahr: 257) unterschiedlicher

Art und Grösse zur Wiedervermietung frei.

Der markante Rückgang von 257 auf 132 ist in erster Linie

auf das aussergewöhnliche vorangegangene Jahr 2003

zurückzuführen, in dem die Erstvermietung bzw. der Bezug

der 76 Neubauwohnungen der Wohnsiedlung «Brombeeriweg»

am Hegianwandweg 28-36 sowie die damit

verbundenen rund 50 weiteren internen Wohnungs-

wechsel stattgefunden haben. Im Jahr 2004 ging die

Gesamtzahl der Wohnungsvermietungen nun wieder auf

das gewohnte Mass zurück.

Durch Umzüge innerhalb der Genossenschaft ergaben

sich 47 Wechsel (Vorjahr: 122). Davon betrafen 21

einen Umzug in ein kleineres Wohnobjekt. 16 Genossenschafter/innen

erhielten wegen Familienzuwachs eine

grössere Familienwohnung zugesprochen. In Wohnobjekte

gleicher Grösse zogen 6 Genossenschaftsmieterinnen und

-mieter um. Für 4 Wohnungen wurden aus besonderen

Gründen (z.B. wegen laufendem Ehescheidungsverfahren)

vorerst befristete Mietverträge abgeschlossen.

Im Weiteren konnten im Berichtsjahr bis Ende

Oktober für sämtliche der 28 Neubauwohnungen der

Ersatz-Neuüberbauung «Unterer Schweighof II» an der

Schweighofstrasse 389 und 399 verbindliche Mietverträge

abgeschlossen werden. Die FGZ-Ersatz-Neuüberbauung

(10. Etappe) war also schon ein gutes halbes Jahr vor

Fertigstellung voll vermietet. Dabei ist erwähnenswert,

dass die Neubauwohnungen, trotz ihrer direkten Lage an

der Schweighofstrasse, fast ausschliesslich an bisherige

FGZ-Mitglieder vermietet werden konnten. Nur gerade eine

4 1 /2-Zimmerwohnung konnten wir an eine von ausserhalb

der Genossenschaft zuziehende Familie vermieten. Gründe

für die lebhafte fgz-interne Nachfrage dürften vor allem

sein: die gute und nachhaltige Architektur, einige genossenschaftsinterne

Wohnungswechsel (wegen laufender

Zügelfristen) aus stark unterbesetzten Einfamilienhäusern,

und schliesslich wohl auch die allgemeine Mietwohnungsknappheit

in der Stadt Zürich. Dabei ist es für die FGZ ganz

besonders erfreulich, dass in verschiedenen FGZ-Reihenhaus-Siedlungen

im Zusammenhang mit dem Erstbezug der

Neubauwohnungen im «Unteren Schweighof II» im Frühjahr

2005 gesamthaft 19 der beliebten und preisgünstigen Reihenhäuser

und zwei 4 1 /2-Zimmer-Wohnungen, die zurzeit

21


unterbelegt sind, wieder für Familienhaushalte mit Kindern

frei werden.

Mietvertragsauflösungen bzw. Austritte aus der

Genossenschaft ergaben sich gesamthaft 81 (Vorjahr 76)

aus folgenden Gründen: 19 wegen Todesfall, 21 wegen Eintritt

in ein Altersheim oder Verlegung in ein Pflege- oder

Krankenheim, 14 durch Wohnungswechsel innerhalb der

Stadt Zürich, 23 durch Umzug in die übrige Schweiz und 4

infolge Wegzugs ins Ausland. Von den total 84 Neueintritten

(Vorjahr 131) zogen 71 aus der Stadt in den Friesenberg,

12 aus der übrigen Schweiz und 1 aus dem Ausland

zu.

Im Berichtsjahr wurde das bisherige 6-Zimmer-

Wohnhaus am Kleinalbis 74 zu einem städtischen Kinderhort

umgebaut. Der neue Hort Kleinalbis konnte am 26.

April, dem ersten Tag nach den Frühlingsferien, eröffnet

werden. Er wird für 22 Kinder im Vorschul- und Schulalter

als Mittags- und Abendhort geführt und ergänzt das ausserfamiliäre

Betreuungsangebot im Friesenbergquartier.

Am Jahresende stand in der Genossenschaft nur gerade

ein gewerbliches Ladenlokal in der Wohn- und Geschäftsüberbauung

«Manessehof» (23. Etappe) leer.

Wohnungswechsel 1985 bis 2004

260

250

240

230

220

210

200

180

170

160

150

140

130

120

110

100

90

80

70

60

50

22

>> Reparaturen, Unterhalt

und Erneuerung der Liegenschaften

Jede Bausubstanz ist einer natürlichen Alterung

beziehungsweise einer allmählichen Abnützung unterworfen.

Ein zentraler Punkt in jeder Liegenschaftsverwaltung

ist deshalb der ordentliche Unterhalt und die verantwortungsbewusste

Erneuerung der Liegenschaften. Der Genossenschaftsverwaltung

steht zu diesem Zweck ein professioneller

Regiebetrieb zur Verfügung. Im Berichtsjahr

2004 wurden für Reparaturen, Unterhalt und Erneuerungen

einschliesslich Personalkosten insgesamt Fr. 7’034’426.–

aufgewendet.

Die laufenden Reparaturen wurden von den insgesamt

28 im Regiebetrieb tätigen Fachleuten prompt erledigt.

Das Team besteht aus zwei Elektrikern, einem Sanitärmonteur,

einem Schlosser, einem Heizungsmonteur,

einem Schreiner, einem Maurer, acht Malern, zehn Gärtnern

und drei Mitarbeitern im Reinigungsdienst.

Zu den üblichen Unterhaltsarbeiten gehört die Wartung der

neun Heizzentralen mit insgesamt 27 Unterstationen, 45

Liftanlagen, 17 Garagentore, 184 Waschmaschinen, diver-

1985 1986 1987 1988 1989 1990 1991 1992 1993 1994 1995 1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004


ser Tumbler, Zentrifugen und Luftentfeuchter in unseren

Liegenschaften. Im vergangen Jahr wurden gegen 4’950

Reparaturmeldungen bearbeitet, und ausserhalb der Geschäftszeit

musste unser Pikettdienst 117 Mal ausrücken.

Grössere Arbeiten werden jedoch zweckmässigerweise an

externe Firmen vergeben.

Infolge Mieterwechsels mussten insgesamt 132

Einfamilienhäuser und Wohnungen wieder instand gestellt

werden. Bei diesen Renovationsarbeiten vor der Wiedervermietung

legen wir Wert auf den Innenbereich (z.B.

Bodenbeläge, Holzwerk, Malerarbeiten usw.), im Aussenbereich

auf die Gartenwege, Treppen und den Gartensitzplatz.

Diese Instandstellungskosten werden zum Teil auf

den Mietzins überwälzt.

Im Berichtsjahr gab es folgende ausserordentliche

Erneuerungen: Sanierung des Restaurants Schweighof, Erneuerung

der Liftanlage in der 21. Etappe, Wegsanierung in

der 13. Etappe/Arbental, Umbau des 6-Zimmer-Wohnhauses

in den Kinderhort Kleinalbis. In verschiedenen Einfamilienhaus-Etappen

wurden 27 Fahrradunterstände und

40 Dachausbauten erstellt (gesamthaft sind jetzt 420

Dachstöcke ausgebaut).

Wir sind überzeugt, dass die Familienheim-Genossenschaft

mit dieser Verbesserung die Wohn- und Lebensqualität,

aber auch den Wert und die Substanzqualität gesteigert

hat.

>> Personelles

Dienstjubiläen

Im Berichtsjahr konnten 7 Mitarbeitende der Verwaltung

und des Regiebetriebs ihr langjähriges Dienstjubiläum bei

der FGZ feiern:

15 Jahre:

Martinez Almudena, Raumpflegerin (seit 1. April 1989)

Wacker Margrit, Vermietung und Beratung bei

Wohnungswechsel (seit 1. Januar 1989)

Wetli Verena, Vermietung und Beratung bei

Wohnungswechsel (seit 1. November 1989)

10 Jahre:

Berisha Isa, Mitarbeiter in der Gärtnerabteilung

(seit 1. Mai 1994)

Forster John, Maurer im Regiebetrieb (seit 1. April 1994)

Grüninger Béatrice, Sekretariat Bauliches und

Dachausbauten (seit 1. Dezember 1994)

Lamelas Hilaria, Raumpflegerin (seit 1. Januar 1994)

Für die langjährige und wertvolle Mitarbeit und die

damit verbundene Betriebstreue sprechen Vorstand und

Geschäftsleitung diesen bewährten Mitarbeiterinnen und

Mitarbeitern der FGZ ihren herzlichen Dank aus.

Abschied

Yvonne Maurer, die seit Mitte Juli 1993 als kaufmännische

Sachbearbeiterin auf der Geschäftsstelle der FGZ mitgearbeitet

hat, ist per Ende Oktober 2004 in den wohlverdienten

Ruhestand getreten. Für ihren persönlichen Einsatz

beim Aufbau und der laufenden Fortentwicklung unseres

genossenschaftseigenen Zweckerhaltungs-Systems (Erheben

von Unterbesetzungsbeiträgen und Solidaritäts-

Mehrzinsen sowie Ausrichten von sozialen Mietumlagen)

während der vergangenen gut 11 Jahre und für die gute

Zusammenarbeit danken wir Yvonne Maurer ganz herzlich.

Drei neue Mitarbeiter

Im Berichtsjahr haben drei neue Mitarbeiter ihre berufliche

Tätigkeit bei der FGZ aufgenommen:

Miguel Martins Correia, (1. Januar 2004), als Mitarbeiter

in der Gärtnerabteilung des Regiebetriebs

Samuel Cooper, (1. August 2004), als Landschaftsgärtner

in der Gärtnerabeilung des Regiebetriebs

Sven von Ah, (1. November 2004), als kaufmännischer

Sachbearbeiter in der Buchhaltungsabteilung

>> Dankeschön

Abschliessend danken wir unseren Mitarbeiterinnen und

Mitarbeitern der Verwaltung und den Betriebshandwerkern

unseres Regiebetriebes, aber auch den Mitgliedern unserer

Genossenschaftsbehörden und Kommissionen sowie der

Kontrollstelle für ihren Einsatz und die geleistete Jahresarbeit

bestens. Wir bedanken uns auch bei den städtischen

und kantonalen Behörden und Amtsstellen, beim Bundesamt

für Wohnungswesen sowie bei den Unternehmern,

Firmen und Kreditinstituten für die angenehme und erspriessliche

Zusammenarbeit.

Für den Vorstand und die Geschäftsstelle der

Familienheim-Genossenschaft Zürich

Der Präsident:

Alfons Sonderegger

Der Geschäftsführer:

Josef Köpfli

23


Die Bauetappen der Familienheim-Genossenschaft Zürich

1 Pappelstrasse, Margaretenweg, Jakob Peter-Weg

2 Schweighofstrasse Nord

3 Grünmatt-, Baumhaldenstrasse

4 Staffelhof

5 Kleinalbis

6 Hort Kleinalbis

7 Schweighofstrasse Mitte

8 Grossalbis

9 Schweighofstrasse Süd

10 Unterer Schweighof II

11 Unterer Schweighof I

12 Rossweidli, oberer Kleinalbis, Langweid

24

13 Arbental

14 Bernhard Jaeggi-Weg

15 Schweigmatt

16 Adolf Lüchinger-Strasse

17 Hegianwandweg

18 Rossweidli (Mehrfamilienhäuser)

19 Arbental (Mehrfamilienhäuser)

20 Friesenberghalde

21 Verwaltungsgebäude

22 Blumenhaus

23 Manessehof

24 Brombeeriweg


Bestand an Wohnungen in Ein- und Mehrfamilienhäusern

am 31. Dezember 2004

Etappe

Bezugstermin

Mehrfamilienhäuser

Häuser Wohnungen in Mehrfamilienhäusern Wohnungen in

Einfamilienhäusern

Einfamilienhäuser

Schul- und Geschäftshäuser

1 Zimmer

1 1 /2 Zimmer

2 Zimmer

21 /2 Zimmer

21 /2 Zimmer-Atelier

3 Zimmer

3 1 /2 Zimmer

4 Zimmer

41 /2 Zimmer

5 Zimmer

51 /2 Zimmer

1 Oktober 1925 7 56 – – – – – – – – 21 – – – 21

2 Oktober 1926 11 29 – – – – – – – – 28 – 2 – 30

GH April 1928 2 – – – – 1 – – 4 – 3 – – – 8

3 April 1929 – 64 – – – – – – – – – – – – –

4 Oktober 1929 – 59 – – – – – – – – – – – – –

5 April/Okt. 1931 – 96 – – – – – – – – – – – – –

6 November 1932 – – 1 – – – – – – – – – – – –

7 April 1989 9 – – – – – 30 – – 24 – 6 – – 60

8 Oktober 1933 – 74 – – – – – – – – – – – – –

9 Oktober 1934 – 27 – – – – – – – – – – – – –

*10 Juli/Okt. 1943 – – – – – – – – – – – – – – –

11 Juli ‘98 / Dez. ‘99 8 – – – – 29 6 – 15 25 14 6 – – 95

12 Oktober 1943 – 89 1 – – – – – – – – – – – –

13 Oktober 1944 – 142 – – – – – – – – – – – – –

14 Juli 1945 1 128 1 – – – – – – – 1 – – – 1

15 Okt./Dez. 1948 17 11 – – – 18 1 – 61 6 16 – – – 102

16 bezogen 1952/53 13 90 1 12 – 13 1 – 35 – 17 – – – 78

17 Oktober 1952 7 – 1 24 – 33 12 – 14 – 4 – – – 87

18 Okt./Nov. 1954 20 – – 3 – – – – 96 – – – – – 99

19 bezogen 1959/60 38 – 1 48 – 85 24 6 138 66 15 36 – – 418

20 bezogen 1969/73 7 – 3 6 8 24 41 – 16 36 – 31 – – 162

21 Dezember 1971 1 – – – – – – – – – – 2 – – 2

22 Oktober 1976 3 – – – 8 – 14 – – – – – – – 22

23 April 1984 4 – 1 – 4 – 19 – – 8 – 12 – – 43

24 Mai-Juli 2003 5 – – – 2 – 13 – – 24 – 29 – 8 76

Total 153 865 10 93 22 203 161 6 379 189 119 122 2 8 1304

* Die 10. Etappe wurde Ende Jahr 2003 abgebrochen; es entstehen zwei neue Häuser mit 28 Wohnungen.

GH = Genossenschaftshaus (2. Etappe)

Total

3 Zimmer

3 1 /2 Zimmer

4 Zimmer

5 Zimmer

Total

Total Wohnobjekte

Arztpraxen/Zahntechniker

PTT

Kindergärten/Hort/Schulen

Restaurant/Läden

Mehrzweckräume/Büro

Arbeitsatelier/Werkstätten/

Bastelräume/Hobbyräume

Lager

Autoparkplätze (im Freien)

Autoparkplätze (in Garagen

und Einstellhallen)

Motorradgaragen

Gemeinschaftsräume/

Versammlungslokale

– – – 56 56 77 – – – – – – – – – –

– – – 29 29 59 – – – 1 1 – – 147 28 –

– – – – – 8 – 2 2 – 1 5 8 – – 2

16 – 48 – 64 64 – – – – – – – – – –

– – 39 20 59 59 – – – – – – – – – –

– – 72 24 96 96 – – – – – – – – – –

– – – – – – – 1 – – – – – 1 – –

– – – – – 60 1 1 – – 11 4 9 115 12 1

34 – 38 2 74 74 – – – – – – – – – –

14 – 13 – 27 27 – – – – – – – – – –

– – – – – – – – – – – – – – – –

– – – – – 95 – 2 – – 14 – – 77 4 1

30 – 59 – 89 89 – 2 – – – – – – – –

54 – 88 – 142 142 – – – – – – – – 12 –

49 – 73 6 128 129 – 2 1 – – 1 – – – –

– – 10 1 11 113 – – 1 – 1 2 – 9 – –

– 12 69 9 90 168 – 1 1 1 1 3 – 52 27 –

– – – – – 87 – – – – 2 – 5 5 16 –

– – – – – 99 – – – – 3 11 15 35 14 –

– – – – – 418 1 – 5 1 6 23 34 51 33 1

– – – – – 162 – 1 1 1 7 8 6 102 – –

– – – – – 2 3 – 1 1 – 2 12 100 – –

– – – – – 22 – 1 2 1 – 1 7 36 – –

– – – – – 43 – – 8 5 – 26 – 120 9 1

– – – – – 76 – 2 – 5 2 5 8 68 18 1

197 12 509 147 865 2169 5 15 22 16 49 91 104 918 173 7

25


Baukommission

Im Mittelpunkt der Bautätigkeiten stand im vergangenen

Jahr der Ersatzneubau «Unterer Schweighof»

10. Etappe. Nach dem Aushub und der anschliessenden

Pfählung konnte das Untergeschoss mit den Kellerräumen

und den Ateliers errichtet werden. Darauf folgte der Bau

der Erd- und Obergeschosse der beiden Häuser. Eine provisorische

Zufahrt sicherte den Zugang zur bestehenden Garage.

Der Abschluss des Rohbaus wurde mit dem Aufrichtefest

am 1. Oktober 2004 zusammen mit den Handwerkern

gefeiert.

Dank vorausschauender Planung konnte umgehend

der Innenausbau in Angriff genommen werden. Einmal

mehr hat sich die enge Zusammenarbeit zwischen der

Baukommission und dem Leiter Planung und Bau, Heinz

Aeberli, der den Bau umsichtig und kompetent leitet, sehr

bewährt.

Im Mittelpunkt der Projektierungstätigkeiten stand

im vergangenen Jahr das Bauprojekt der Sanierung

«Staffelhof» (4. Etappe). An diesem Beispiel zeigte sich die

Problematik der Substanzerhaltung einer inzwischen 75jährigen

Liegenschaft sehr deutlich. Die Erneuerungsbedürfnisse

und Modernisierungswünsche wurden in

einem umfassenden Anforderungskatalog aufgelistet. Es

wurde rasch klar, dass der Staffelhof nicht so umfassend

saniert werden konnte, weil die hohen Kosten zu einem

unverhältnismässig hohen Mietzinsaufschlag geführt hätten.

Gezielte Einzelmassnahmen wie z.B. Gartenausgänge

werden dennoch eine deutliche Steigerung des

Wohnwertes mit sich bringen. Nach Überprüfung und

Abwägung aller Aspekte wurde deutlich, dass für eine weitere

Nutzungsdauer von rund 25 Jahren eine minimale

Sanierung insgesamt gerechtfertigt ist. Eine weitere

Renovation danach scheint schon heute nicht mehr zweckmässig.

Dannzumal muss wohl ernsthaft über einen

Ersatzneubau diskutiert werden. Die beiden Mietervertreter/innen

Claudia Flütsch und Valentin Arens haben sich

sehr gut in die Baukommission eingegliedert und konnten

wertvolle Beiträge einbringen, wofür ich mich an dieser

Stelle bestens bedanke.

Mittels einer Gebäudeanalyse von Emil Seliner vom

Juli 2000 und aufgrund der Hinweise des FGZ-Regiebetriebs

wurde für die Sanierung des «Blumenhauses» (22.

Etappe) zu folgenden Schadensbereichen Handlungsbedarf

27


ermittelt: Undichtes Flachdach und Fenster, defekte

Rollläden und Armaturen in Küche und Bad/WC, völlig verschmutzte

Fassade. In Abwägung aller Vor- und Nachteile

haben wir uns für eine moderate Sanierungsvariante entschieden.

Den beiden Mietervertretern Chrispin Bucher und

Walter Werner danke ich für wertvolle Beiträge.

Bezüglich Planungstätigkeiten standen 2004 die

Arbeiten im Zusammenhang mit dem Abschluss des Bauleitbildes

im Zentrum. Das Bauleitbild machte deutlich,

dass die FGZ im Rahmen ihres Auftrags, den Wohnbestand

zu pflegen und zu erneuern, mit der Zeit auch Reihenhäuser

durch neue Wohnobjekte ersetzen muss, die sich wiederum

für Familien mit Kindern eignen. Zu diesem Zweck soll ein

neuer modularer Reihenhaustyp entwickelt werden, der

grosszügig in Grünraum eingebettet und gleichzeitig auch

noch kostengünstig ist. Die Baukommission hat sich bereits

mit dieser Aufgabenstellung befasst und führte unter anderem

am 19. August 2004 eine Fachexkursion zu diesem

Thema durch.

Die Machbarkeitsstudie 5. Etappe und 8. Etappe

behandelte vertieft den Ersatzneubau versus die Erhaltung.

Vor allem die 3-Zimmer-Häuser in der 8. Etappe weisen

ungenügende Raum- und Platzverhältnisse auf, und eine

substanzielle Wohnwertverbesserung ist nicht möglich. Bei

den 4-Zimmer-Häusern der beiden Etappen heben sich die

Vor- und Nachteile gegenseitig auf. Die Mietzinse würden

sich nach einer allfälligen Sanierung in der 8. Etappe auf

einem deutlich höheren Niveau bewegen als bei der 5.

Etappe. Entsprechend dem Bauleitbild und dieser Studie

kann die Baukommission also im nächsten Jahr das

Sanierungsprojekt der 5. Etappe starten. Die Möglichkeiten

eines Ersatzneubaus der 8. Etappe werden zusammen mit

der 3. Etappe untersucht. Bis zum Zeitpunkt ihres Abbruchs

wird die 8. Etappe mit minimalen Unterhaltsaufwendungen

quasi «ausgetragen».

Mit 14 ordentlichen Baukommissionssitzungen, zahlreichen

zusätzlichen ausserordentlichen Ausschusssitzungen

und Begehungen leistete die Baukommission mit den

zugehörigen Mitgliedern der Verwaltung auch 2004 ein

enorm hohes Arbeitspensum. Zur Bewältigung der vielfältigen

Aufgaben bildete die Baukommission wiederum

Arbeitsausschüsse und Subkommissionen, um gezielte

Abklärungen oder Verhandlungen durchzuführen. Für den

tatkräftigen Einsatz, das gründliche und verantwortungsbewusste

Wirken und die angenehme, wie auch erfolgreiche

Zusammenarbeit sowie für die stets gute Stimmung auch in

hektischen Zeiten möchte ich mich bei allen Mitgliedern

ganz herzlich bedanken.

28

Folgende Bauvorhaben wurden in der Baukommission

bearbeitet:

>> 4. Etappe (Staffelhof): Sanierung

Baubeschrieb: Für die Häuser der 4. Etappe steht die

Substanzerhaltung im Vordergrund. Im Wesentlichen fallen

Massnahmen wie Instandstellung der Fassade, Ersatz der

Fenster, Entfernung der asbesthaltigen Böden, Ersatz der

Küchen und Badzimmerarmaturen an. Ausgewählte Massnahmen

zur Verbesserung der Wohnqualität wie Gartenausgänge

oder auf mieterseitigen Wunsch Wanddurchbrüche

vom Wohnzimmer zur Küche sind vorgesehen.

Projektierungsstand: Bauprojekt und Kostenvoranschlag

Architekturbüro: E. Seliner & Partner, Zürich,

und ADP Architekten, Zürich

Mieter/innen-Versamml.: 15. Jan. und

29. September 2004

Kreditbeschluss: a.o. Generalversammlung FGZ

vom 23. November 2004

Kostenschätzung: Fr. 5’960’000.–

Endkosten progn.: Fr. 5’960’000.–

Bauausführung: 2005

>> 10. Etappe (Unterer Schweighof): Ersatzneubau

Baubeschrieb: Abbruch der beiden alten Liegenschaften,

Ersatzneubau mit insgesamt 28 Wohnungen, 1 Atelier,

2 Musikräumen und 3 beheizten Hobbyräumen

Projektierungsstand: Bauprojekt, Ausführungsprojekt

Architekturbüro: Kuhn Fischer Partner, Zürich

Mieter/innen-Versamml.: 2. Oktober 2003

Beschluss: Generalversammlung FGZ vom

23. Juni 2003

Kostenvoranschlag: Fr. 9’600’000.–

Endkosten progn.: Fr. 9’600’000.–

Bauausführung: Baubeginn Herbst 2003,

Bauende Frühling 2005


22. Etappe (Blumenhaus): Zwischensanierung

(insbesondere Dach)

Baubeschrieb: Für das Blumenhaus steht die Substanzerhaltung

im Vordergrund. Im Wesentlichen fallen Massnahmen

wie Isolation des Flachdaches, Malen der Fassade,

Ersatz der Fenster, Rollläden und Sonnenstoren, Ersatz der

Küchenapparate und Badezimmerarmaturen an.

Projektierungsstand: Bauprojekt und Kostenvoranschlag

Architekturbüro: Paul Peter Lehmann,

Architektur & Planung AG,

8055 Zürich

Mieter/innen-Versamml.: 4. November 2004

Beschluss: Vorstand FGZ vom

25. Oktober 2004

Kostenvoranschlag: Fr. 1’246’000.–

Endkosten progn.: Fr. 1’220’000.–

Bauausführung: Frühling bis Sommer 2005

>> 24. Etappe (Hegianwandweg): Neubau

Baubeschrieb: Das Projekt besteht aus fünf Häusern, die

mit einem Sockel verbunden sind. Auf dem Sockel, der die

natürlich belichtete Garage beherbergt, befinden sich zwei

Siedlungsplätze. Rund um die Häuser ist eine grüne Parkanlage

mit eingestreuten Familiengärten und Spielplätzen

angelegt.

Projektierungsstand: Bauprojekt vom 15. Mai 2001

Architekturbüro: EM2N Architekten ETH/SIA,

Zürich

Beschluss: Kreditbeschluss: Generalversammlung

vom 11. Juni 2001

Baubewilligung: 26. Juni 2001 von der Stadt

Zürich

Kostenvoranschlag: Fr. 32’386’000.– (inkl. Projekte

Fernwärme und Kindergarten)

Endkosten: Fr. 33’515’286.15

Bauausführung: Start im Herbst 2001, Bezug

Juni 2003

>> Diverse Etappen: Dachausbauten

Baubeschrieb: Aufgrund der neuen Bauordnung der Stadt

Zürich werden Dachausbauten zugelassen. Der Ausbau erfordert

eine bauphysikalisch einwandfreie Isolation.

Bauleitung: TETTO-Kommission,

Verwaltung FGZ

Kosten: Fr. 1’389’000.–

Mietzinserhöhung: Fr. 180.– bis etwa Fr. 320.–

pro Monat

Beschluss: Vorstand FGZ an der Sitzung

vom 8. Dezember 2003

Bauausführung: 40 Dachausbauten

Für die Baukommission

Andreas Hurter,

Präsident

29


Amstutz Hans Arbentalstrasse 304

Baumann Iris Friesenberghalde 3

Beyeler Frieda Schweigmatt 33

Dettling Theresia Grossalbis 12

Eschenmoser Ida Arbentalstrasse 317

Früh Hedy Schweighofstrasse 177

Furrer Erwin Arbentalstrasse 317

Furrer Franz Friesenbergstrasse 240

Geng Paul Friesenberghalde 19

Gredig Nelly Friesenberghalde 8

Gubelmann Otto Schweigmatt 5

Guler-Rusterholz Helena Schweigmatt 33

Hämmerli Margaretha Im Rossweidli 83

Hämmerli Rosa Schweighofstrasse 182

Huber-Brechtbühl Berta Arbentalstrasse 311

Huwiler Josef Arbentalstrasse 323

Kaul Hansjörg Döltschiweg 169

Küenzi Alfred Arbentalstrasse 348

Lagos Rosa Schweighofstrasse 207

Morgenegg Walter Adolf Lüchinger-Strasse 40

Peyer Max Im Rossweidli 78

Pythoud Eveline Im Rossweidli 83

Pythoud Roger Im Rossweidli 83

Rickli Käthi Arbentalstrassse 342

Rösli Paul Arbentalstrasse 354

Sasek Silvia Friesenbergstrasse 249

Schmid Rosa Arbentalstrasse 347

Sulzer Marie-Louise Schweighofstrasse 209

Thalmann Hans Im Rossweidli 49

Thomas Margrit Im Rossweidli 71

Tschopp Anna Arbentalstrasse 317

Weidmann Magdalena Schweighofstrasse 176

Worel Helge Arbentalstrasse 125

30


Todesfälle 2004


Erläuterungen zur

Jahresrechnung

Wie schon im Vorjahr kann die FGZ auch im

Rechnungsjahr 2004 auf eine finanziell sehr erfolgreiche

Periode blicken. Die nach wie vor günstige Lage auf dem

Hypothekarmarkt sowie ausserordentliche Einnahmen

haben zu einer nochmaligen, markanten Erhöhung des

Cashflow geführt. Die rund 10,4 Millionen Franken Cashflow

erlaubten, sowohl die vorgesehenen und vorgeschriebenen

Abschreiben und Fondseinlagen zu tätigen,

als auch einen Nachholbedarf aus der Vergangenheit

beim Erneuerungs- und Heimfallfonds zu decken und

damit die FGZ auch für die Zukunft finanziell zu festigen.

>> Erfolgsrechnung (Einnahmen)

Die Mieteinnahmen lagen um rund Fr. 0,7 Mio. höher

als im Vorjahr. Diese Erhöhung ergibt sich aus erstmals

ganzjährigen Mieteinnahmen der 24. Etappe (Bezug Mitte

2003) und aus individuellen Mietzinserhöhungen wegen

Umzugssanierungen und Dachausbauten. Vermindernd

wirkten diverse Mietzinssenkungen während der Jahre

2003 und 2004 in verschiedenen Etappen.

Auch bei den weiteren Einnahmenposten konnten

Erhöhungen verzeichnet werden: Ein «gehaltenes» Börsenjahr

führte zu einem leicht besseren Wertschriftenertrag

(+ Fr. 20’000) und dank einer schon länger erwarteten

Verfügung des Bundes erhöhten sich die jährlichen Mietund

Kapitalzinszuschüsse auf über Fr. 182’000 (+ Fr.

158’000). Im selben Zusammenhang wurde auch eine Nachzahlung

fällig, welche zu ausserordentlichen Einnahmen

von Fr. 770’000 führte. Weitere ausserperiodische Einnahmen

entstanden durch eine Korrektur aus dem Jahre 1996

bei den Darlehen (Fr. 136’000).

Somit ergibt sich im Vorjahresvergleich eine

Einnahmensteigerung von rund Fr. 1.7 Mio.

32

>> Erfolgsrechnung (Ausgaben)

Wiederum wichtig für das gute Geschäftsergebnis

waren die anhaltend tiefen Hypothekarzinsen. Der Leitzinssatz

der ZKB blieb auf einem Stand von 3.25 %. Die

effektiv bezahlten Hypothekar- und DAKA-Zinsen betrugen

im Durchschnitt 2.58 % des beanspruchten Kapitals (Vorjahr:

3.09 %). Das durchschnittlich beanspruchte Kapital

stieg nur unwesentlich von 209.6 Mio. Franken im Jahr

2003 auf 210.2 Mio. im Jahr 2004. Eine Zunahme war wiederum

beim Kapital der Darlehenskasse von durchschnittlich

47.6 Mio. Franken (Vorjahr: 41.9 Mio.) zu verzeichnen.

Die Aufwandminderung beim Zinsaufwand beläuft sich auf

eine halbe Million Franken. Eine Anpassung der Baurechtsverträge

führte zu einem Mehraufwand bei den Baurechtszinsen

von Fr. 232’000.

Die meisten Aufwandpositionen wie Abgaben und

Gebühren, Steuern und Verwaltungskosten (inkl. Personalkosten

der Verwaltung und der Sozialen Dienste) bewegten

sich in etwa im Rahmen des Vorjahres. Einzig die Position

Unterhalt und Reparaturen weist einen um 1 Mio. Franken

höheren Aufwand aus. Der gute Geschäftsgang machte es

möglich, fällige Unterhaltsarbeiten zu Lasten des laufenden

Aufwandes auszuführen.

Wie bereits im Geschäftsbericht des Vorjahres

erwähnt, wurde eine Revision durch die eidgenössische

Steuerverwaltung, Abt. Mehrwertsteuer, durchgeführt und

im April 2004 abgeschlossen. Unter der Position Ausserperiodischer

Aufwand ist die restliche Nachzahlung für die

Mehrwertsteuer aufgeführt: Fr. 90’688.

Wie schon in der Einleitung vermerkt, ermöglichte

das gute Geschäftsergebnis sämtliche Einlagen in die

Fonds und alle Abschreibungen reglementskonform und

entsprechend den steuerlichen Maxima zu tätigen. Darüber

hinaus konnte auch ein Nachholbedarf aus weiter zurück


Der Cashflow

2004 2003 2002 2001 2000

Abschreibungen 564.457 605.258 556.153 615.933 513.379

Erneuerungsfonds 5.127.882 4.402.000 4.395.000 4.327.050 4.214.220

Amortisationskonto 2.700.619 2.656.000 1.936.335 2.138.455 2.253.000

Heimfallkonto 1.506.017 926.000 605.000 451.000 448.000

Betriebsüberschuss 524.784 499.389 439.533 432.022 435.362

Total = Cashflow 10.423.759 9.088.647 7.932.021 7.964.460 7.863.961

In % des Gesamtertrages 34.9 32.2 28,7 29,3 31,3

>> Der Mieterfranken

2004 2003

■ Zinsaufwand 24.3% 27.2%

■ Fondseinlagen 31.3% 28.8%

■ Unterhalt/Reparatur 23.6% 21.9%

■ Abgaben/Gebühren 8.8% 9.4%

■ Verwaltungskosten 5.4% 5.8%

■ Sachaufwand 2.4% 2.4%

■ Abschreibungen 1.9% 2.2%

■ Betriebsüberschuss 1.8% 1.8%

■ Steuern 0.5% 0.5%

33


Erläuterungen zur Jahresrechnung

liegenden Geschäftjahren beim Erneuerungs- und Heimfallfonds

gedeckt werden.

>> Bilanz (Aktiven)

Der Bestand an Flüssigen Mitteln hat auf Ende des Geschäftsjahres

noch einmal zugenommen. Dies trotz reger

Bautätigkeit (Neubau 10. Etappe) und Rückzahlungen von

Hypotheken. Das ist vor allem dem Zufluss an Geldern auf

die Konti der Darlehenkasse und dem hohen Cashflow zu

verdanken.

Das Anlagevermögen hat um rund 7.4 Mio. Franken

zugenommen. Den Hauptteil der Zunahme betrifft nebst

Investitionen in Dachausbauten und Umzugssanierungen

der Neubau der 10. Bauetappe (4.3 Mio.). Die Bauabrechnung

der 24. Etappe wurde abgeschlossen und die rund

33.5 Mio. von den Baukonti auf das Konto «Gebäude auf

Land im Baurecht» übertragen. Das Total der Baukonti von

6 Mio. umfasst hauptsächlich den Neubau 10. Etappe (knapp

5 Mio.) plus diverse kleinere Projekte in der Bauphase.

34

>> Bilanz (Passiven)

Die kurzfristigen Fremdmittel bewegen sich im

Rahmen des Vorjahres. Dieselbe Aussage gilt auch für das

mittel- und langfristige Fremdkapital. Der Bestand der Darlehenskasse

hat um über 6 Millionen Franken zugenommen,

gleichzeitig hat aber der Hypothekenbestand im ähnlichen

Umfang abgenommen.

Zu den Einlagen in Wertberichtigungskonti und

Fonds gilt das bereits weiter oben Erwähnte. Sanierungsbedingte

Entnahmen aus dem Erneuerungsfonds mussten

nur wenige vorgenommen werden. Der Solidaritätsfonds

verzeichnet eine leichte Zunahme von rund 9’000 Franken,

der Mietzinsausgleichsfonds dagegen, wie schon im Vorjahr,

eine Abnahme (Fr. 67’000), weshalb der Generalversammlung

eine zusätzliche Einlage aus dem Jahresgewinn

von Fr. 50’000 vorgeschlagen wird. Das Anteilkapital

hat sich gegenüber dem Vorjahr unwesentlich verändert.

Rolf Obrecht

Buchhalter FGZ


Erfolgsrechnung

1. Januar bis 31. Dezember 2004

Aufwand 2004 2003

Fr. Fr.

Hypothekarzinsen 5.126.250 5.663.112

Zinsen Darlehenskasse 1.340.375 1.302.235

Baurechtszinsen 741.579 508.901

Übriger Finanzaufwand 35.386 37.219

Finanzaufwand 7.243.590 7.511.467

Unterhalt und Reparaturen (inkl. Personalaufwand) 7.034.426 6.075.664

Abgaben und Gebühren (Wasser, Kehricht, Strom, Versicherungen) 2.619.798 2.605.836

Steuern (Kanton und Bund) 145.000 142.000

Personalaufwand (Verwaltung und Soziale Dienste) 1.376.429 1.370.431

Entschädigung Vorstand und Kommissionen 220.158 223.322

Entschädigung interne Kontrollstelle 11.060 13.430

Sachaufwand 722.292 671.974

Verwaltungskosten 2.329.939 2.279.157

Einlage Amortisationskonto 2.700.619 2.656.000

Einlage Heimfallkonto 1.506.017 926.000

Abschreibungen Mobiliar/Fahrzeuge/EDV 564.457 605.258

Einlage Erneuerungsfonds 5.127.882 4.402.000

Ausserperiodischer Aufwand 90.668 500.000

Betriebserfolg 524.784 499.390

36

29.887.180 28.202.772


Ertrag 2004 2003

Fr. Fr.

Miete Wohnungen 25.070.378 24.485.888

Miete Schulen, Gewerberäume, Restaurants 1.737.643 1.670.791

Miete Garagen, Parkplätze 1.421.709 1.367.608

Mietzinseinnahmen 28.229.730 27.524.287

Miet- und Kapitalzinszuschüsse 182.762 24.775

Miet- und Kapitalzinszuschüsse (Nachzahlung Vorjahre) 770.270 0

Bankzinsen 2.465 2.850

Wertschriftenerfolg/Zinsen auf Wertschriften und Darlehen 351.071 319.509

Erträge Regiebetriebe 134.384 157.946

Diverser Ertrag 80.498 90.406

Ausserperiodischer Ertrag 136.000 82.999

Gewinnverwendung

Bilanzgewinn

Vortrag vom Vorjahr 41.640

Betriebserfolg 524.784

Zur Verfügung der Generalversammlung 566.424

Antrag zur Verteilung des Bilanzgewinnes

Verzinsung Pflichtanteile mit 3,25% 450.000

Einlage in Reservefonds 27.000

Einlage in Mietzinsausgleichsfonds 50.000

Vortrag auf neue Rechnung 39.424

29.887.180 28.202.772

566.424

37


Bilanz

per 31. Dezember 2004

Aktiven 2004 2003

Fr. Fr.

Flüssige Mittel 4.767.946 3.134.937

Wertschriften 9.904.114 10.267.233

Forderungen 385.321 195.117

Aktive Rechnungsabgrenzung 880.700 885.363

Umlaufvermögen 15.938.081 14.482.650

Gebäude und Grundstücke 273.579.789 272.041.089

Gebäude auf Land im Baurecht 94.843.535 61.204.323

Baukonti 6.017.690 33.737.663

Mobiliar, Maschinen, Fahrzeuge 339.321 406.408

Finanzanlagen 86.003 86.003

Anlagevermögen 374.866.338 367.475.486

38

390.804.419 381.958.136


Passiven 2004 2003

Fr. Fr.

Kreditoren 2.553.733 2.259.452

Kontokorrent mit Stiftung Hilfsfonds 889.212 967.852

Darlehenskasse 50.821.311 44.534.189

Rückstellungen 98.958 872.499

Passive Rechnungsabgrenzung 2.664.484 2.523.346

Hypotheken 207.364.306 213.296.006

Fremdkapital 264.392.004 264.453.344

Amortisationskonto 56.184.403 53.791.978

Heimfallkonto (Bauten im Baurecht) 15.734.917 13.728.900

Erneuerungsfonds 37.962.046 33.469.949

Solidaritätsfonds 117.477 108.132

Mietzinsausgleichsfonds 2.163.999 2.230.844

Wertberichtigungen und Fonds 112.162.842 103.329.803

Pflichtanteile 13.117.149 13.097.350

Gesetzliche Reserven 566.000 541.000

Vortrag aus Vorjahr 41.640 37.250

Betriebsüberschuss 524.784 499.390

Eigenkapital 14.249.573 14.174.990

390.804.419 381.958.137

39


Bilanz und Erfolgsrechnung

im Mehrjahresvergleich

Bilanz 2004 2003 2002 2001 2000

TFr. TFr. TFr. TFr. TFr.

Aktiven

Umlaufvermögen 15.938 14.483 13.476 15.635 12.524

Anlagevermögen 374.866 367.475 345.315 323.088 309.803

390.804 381.958 358.791 338.723 322.327

Passiven

Fremdkapital 264.392 264.453 253.356 240.367 228.668

Amortisationskonti 71.919 67.521 59.383 56.841 54.252

Erneuerungsfonds 37.962 33.470 30.176 25.910 24.138

Solidaritätsfonds 117 108 57 43 20

Mietzinsausgleichsfonds 2.164 2.231 2.340 2.337 2.336

Eigenkapital 14.250 14.175 13.479 13.225 12.913

Total 390.804 381.958 358.791 338.723 322.327

Erfolgsrechnung 2004 2003 2002 2001 2000

TFr. TFr. TFr. TFr. TFr.

Ertrag

Mietzinseinnahmen, inkl. Zuschüsse 28.412 27.549 27.090 26.618 24.305

Übriger und a.o. Ertrag 1.475 654 573 592 786

29.887 28.203 27.663 27.210 25.091

Aufwand

Finanzaufwand -7244 -7511 -8816 -8990 -8312

Unterhalt und Reparaturen -7034 -6076 -5223 -4670 -4130

Abgaben und Gebühren -2620 -2606 -2618 -2694 -2339

Steuern -145 -142 -144 -248 -261

Verwaltungskosten -2330 -2279 -2638 -2644 -2185

Einlage in Amortisationskonti -4207 -3582 -2541 -2589 -2701

Abschreibungen auf Mobilien -564 -605 -556 -616 -513

Einlage in Erneuerungsfonds -5128 -4402 -4395 -4327 -4214

Diverser und a.o. Aufwand -91 -500 -292 0 0

Betriebserfolg 524 500 440 432 436

40


Verzeichnis der

Liegenschaften

Etappe Wohnungen Bezug Bruttoanlagewert Versicherungswert

1 77 1925 10.738.507 23.279.100

2 59 1926 11.225.623 23.446.100

GH 8 1928 1.050.000 5.472.700

3 64 1929 8.642.617 20.425.200

4 59 1929 7.571.829 21.751.400

5 96 1931 11.467.983 32.710.900

6 (VH) 0 1932 266.000 512.800

7 60 1989 18.019.343 18.919.000

8 74 1933 8.392.540 22.685.300

9 27 1934 2.652.825 7.353.000

10 0 1935/43 1.038.448 0

11 95 1998/99 29.938.500 25.437.700

12 89 1943 11.384.025 30.858.500

13 142 1944 18.426.430 47.796.000

14 129 1945 20.278.406 41.675.900

15 113 1948 12.524.136 24.542.700

16 169 1952/53 22.208.162 47.202.300

17 87 1952 7.160.701 12.954.100

18 99 1954 12.550.813 20.639.800

19 418 1959/60 * 58.684.511 85.090.400

20 162 1969/73 ** 33.712.289 40.165.000

21 2 1971 ** 4.079.948 9.567.100

22 22 1976 */** 4.002.085 5.949.000

23 43 1984 ** 19.828.926 23.932.300

24 76 2003 ** 33.470.287 27.322.500

2.170 369.314.934 619.688.800

TV-Anlage 1.179.693

Total Bruttoanlagewert am 31.12.2004 370.494.627

* = Subvention Stadt Zürich: Fr. 1'234'255.– / Eigensubvention Fr. 837'048.–

** = Bauten im Baurecht

41


Bestand der Hypotheken

per 31. Dezember 2004

Bestand am Zugänge Rückzahlungen/ Bestand am

1. Januar 2004 Amortisationen 31. Dezember 2004

Banken/Versicherungen 133.213.000 250.000 1.254.000 132.209.000

Pensionskasse der Stadt Zürich 61.998.500 0 706.500 61.292.000

Kant. Beamtenversicherungskasse 6.200.000 0 0 6.200.000

Darlehen der Stadt Zürich 4.608.506 0 12.000 4.596.506

Diverse Darlehen/Hypotheken 2.976.000 416.800 326.000 3.066.800

Total 208.996.006 666.800 2.298.500 207.364.306

42


Berichtigungskonti

zu den Anlagen

per 31. Dezember 2004

>> Amortisationskonto

>> Heimfallkonto (Bauten im Baurecht)

44

Abschreibung 2004, 1 % des Anlagewertes ohne Land 2.700.619,00

Bestand per 31. Dezember 2004 56.184.403,00

Abschreibung 2004, 0,5 % des Anlagewertes 315.103,00

Abschreibung Nachholung gemäss Baurechtsverträgen 1.190.914,00

Bestand per 31. Dezember 2004 15.734.917,00


Entwicklung der

Fonds/Reserven

per 31. Dezember 2004

>> Erneuerungsfonds

Bestand per 1. Januar 2004 33.469.948,55

zuzüglich: – Einlage 2004 5.127.882,20

abzüglich: – Entnahme Neubau 10. Etappe - 382.158,50

– Entnahme für Umzugssanierung ganze FGZ - 253.626,00 - 635.784,50

Neuer Bestand per 31. Dezember 2004 37.962.046,25

>> Solidaritätsfonds

Bestand per 1. Januar 2004 108.131,60

zuzüglich: – Einnahmen aus Solidaritätsbeiträgen 2004 181.801,65

– Kapitalzins 3.514,30 185.315,95

abzüglich: – Beitrag an Solidaritätsfonds des SVW - 25.970,00

– Beitrag 10. Etappe, Anteil an Lärmschutzmassnahmen - 150.000,00 - 175.970,00

Neuer Bestand per 31. Dezember 2004 117.477,55

46


Mietzinsausgleichsfonds

Bestand per 1. Januar 2004 2.230.844,20

zuzüglich: – Mietzinserhöhungen zur Finanzierung der Subventionsablösung 967.620,00

– Unterbesetzungsbeiträge 300.202,50

– Mehrzinsen infolge guter finanzieller Verhältnisse 550.985,00 1.818.807,50

abzüglich: – Kapitalkosten: Finanzierung der Subventionsablösung - 189.434,00

– Lohnanteil/Sitzungsgelder/Verwaltungskosten - 87.928,45

– Ausgerichtete Mietumlagen - 1.108.290,15

– Eigenfinanzierung Neubau 24. Etappe - 500.000,00 - 1.885.652,60

Neuer Bestand per 31. Dezember 2004 2.163.999,10

>> Gesetzliche Reserven

Bestand nach Gewinnverwendung 2003 566.000,00

Antrag an die GV: Einlage in Reserve 27.000,00

Vorgesehener, neuer Bestand 593.000,00

47


Bericht der Kontrollstelle

Bericht der Kontrollstelle an die Generalversammlung

der Familienheim-Genossenschaft Zürich

Sehr geehrter Herr Präsident,

sehr geehrte Damen und Herren

Als Kontrollstelle haben wir die Buchführung, die Jahresrechnung

(Bilanz und Erfolgsrechnung) sowie die Geschäftsführung

der Familienheim-Genossenschaft für das am 31.

Dezember 2004 abgeschlossene Geschäftsjahr geprüft.

Für die Jahresrechnung und die Geschäftsführung ist die

Verwaltung verantwortlich, während unsere Aufgabe darin

besteht, die Jahresrechnung und die Geschäftsführung zu

prüfen und zu beurteilen. Wir bestätigen, dass wir die

Anforderungen hinsichtlich Befähigung und Unabhängigkeit

erfüllen.

Unsere Prüfung erfolgte nach den Grundsätzen des schweizerischen

Berufsstandes, wonach eine Prüfung so zu planen

und durchzuführen ist, dass wesentliche Fehlaussagen

in der Jahresrechnung mit angemessener Sicherheit

erkannt werden. Wir prüften die Posten und Angaben der

Jahresrechnung mittels Analysen und Erhebungen auf der

Basis von Stichproben. Ferner beurteilten wir die Anwendung

der massgebenden Rechnungslegungsgrundsätze, die

wesentlichen Bewertungsentscheide sowie die Darstellung

der Jahresrechnung als Ganzes. Bei der Prüfung der

Geschäftsführung wird beurteilt, ob die Voraussetzungen

für eine gesetzes- und statutenkonforme Geschäftsführung

gegeben sind; dabei handelt es sich nicht um eine

Zweckmässigkeitsprüfung. Wir sind der Auffassung, dass

unsere Prüfung eine ausreichende Grundlage für unser

Urteil bildet.

48

Gemäss unserer Beurteilung entsprechen die Buchführung,

die Jahresrechnung, die Überschussverwendung und die

Geschäftsführung dem schweizerischen Gesetz und den

Statuten.

Wir empfehlen, die vorliegende Jahresrechnung zu genehmigen.

Zürich/Basel, 29. April 2005

Die Mitglieder der Kontrollstelle:

Viktor Uebelhart

Bruno Rhomberg

Mirjam Kuoni-Frehner

PricewaterhouseCoopers AG

Josef Hanimann

Roland Eisele


Stiftung «Hilfsfonds FGZ»

>> Unrühmliche Rekorde,

Gewinnende und Verlierende

Ein trauriger Rekord: In der Stadt Zürich sind immer

mehr Personen auf Sozialhilfe angewiesen – der Stand lag

im September 2004 bei 14’500 Personen, jeden Monat

kommen 330 bis 450 neue Fälle dazu. Gesamtstädtisch beziehen

inzwischen 10 von 100 jungen Erwachsenen Sozialhilfe.

Dafür verantwortlich gemacht werden einerseits die

schlechte Wirtschaftslage, die hohe Erwerbslosigkeit und

die fehlenden Lehrstellen. Zum Rekord führen aber auch

Was ist die Stiftung Hilfsfonds FGZ?

Die Stiftung Hilfsfonds unterstützt Genossenschafter/innen

in finanziellen Engpässen oder Notlagen.

Sie speist sich aus 1 /2 % der Mieten sowie aus den

Zinsen des vorhandenen Kapitals. Der Stiftungsrat

besteht aus: Christine Schwyn Baeriswyl (Präsidentin),

Claudia Heer Marx (Aktuarin), Wilfried Keller

und von Amtes wegen Josef Köpfli (Geschäftsleiter

FGZ) sowie Madeleine Häfeli (Leiterin Altersbetreuung

FGZ) und mit beratender Stimme Markus Hofstetter

(Sozialberatung FGZ). Das Protokoll führt Pia

Scherer (Sekretariat Geschäftsleitung).

Wie komme ich zu finanzieller Unterstützung?

Der Stiftungsrat kann nur dann gezielt mit finanziellen

Beiträgen helfen, wenn er auf Notlagen aufmerksam

gemacht wird. Anlaufstellen sind die

Altersbetreuung und die Sozialberatung der FGZ.

Beratungen und Erwägungen des Hilfsfonds werden

selbstverständlich vertraulich behandelt.

die Verkürzungen der Taggelder bei der Arbeitslosenversicherung,

weil die Menschen dann früher Sozialhilfe beziehen

müssen. Für eine baldige Ablösung der Sozialhilfe fehlen

in der Regel geeignete Jobs.

Szenenwechsel: Fast täglich hören wir Meldungen

über Rekordgewinne von Schweizer Grossfirmen: Insgesamt

sollen die acht grössten Konzerne im Jahr 2004

40 Milliarden Franken Gewinn erzielt haben. Die Schweiz

profitiert davon nicht, im Gegenteil: Das Vermelden von Rekordgewinnen

bei gleichzeitiger Ankündigung von Stellenabbau

gehört beinahe schon zum guten Ton. Immer mehr

Familien kommen trotz voller Erwerbsarbeit – zum Teil sogar

beider Elternteile – nicht auf ein existenzsicherndes

Einkommen (working poor).

Die Stiftung Hilfsfonds sah sich im vergangenen

Jahr vor allem mit einer steigenden Zahl von solchen working

poor konfrontiert, deren Einkommen das fürsorgerechtliche

Existenzminimum nur knapp übersteigt und die

deshalb bei unerwarteten grösseren Ausgaben auf Unterstützung

angewiesen sind.

>> Beiträge 2004 im üblichen Rahmen

Insgesamt hat der Hilfsfonds im vergangen Jahr 28

Einzelpersonen resp. Familien mit Beiträgen unterstützt.

Die Beitragshöhe ist in etwa gleich geblieben wie im

Vorjahr. Wofür die Beiträge gesprochen worden sind, ist

der Rechnung auf Seite 52 zu entnehmen.

Der Beitrag an die Krankenstation Friesenberg,

berechnet aufgrund der Anzahl Pflegetage von Patientinnen

und Patienten aus der Genossenschaft, ist erneut kleiner

geworden, aber nach wie vor namhaft.

Um einiges mehr zu Buche schlagen im vergangenen

Jahr die Besoldungskosten für die Altersbetreuung und die

49


Sozialberatung. Diese Beiträge sind vor allem aufgrund

eines neuen Gesamtarbeitsvertrags gestiegen, der in

Anlehnung an das neue Personalrecht und die strukturelle

Besoldungsrevision der Stadtverwaltung in der FGZ entsprechend

angepasst werden musste. Diese beiden FGZinternen

Stellen leisten für unterstützungsberechtigte und

-bedürftige Genossenschaftsmitglieder wertvolle Arbeit,

die es vielen Menschen ermöglicht, ihr Leben würdevoll zu

meistern. Die Hälfte dieser Lohnkosten, welche die Stiftung

bezahlt, kommt aus der Sicht des Hilfsfonds in optimaler

und oft präventiver Weise den Genossenschafterinnen

und Genossenschaftern zu Gute. Der Stiftungsrat

bedankt sich bei der Altersbetreuung und bei der Sozialberatung

ganz herzlich für die professionell geleistete Arbeit.

>> Weihnachtsgeld-Aktion erneut erfolgreich

Bereits zum dritten Mal konnte dank der guten Zusammenarbeit

mit dem Quartierteam Wiedikon des Sozialzentrums

Selnau die Aktion Weihnachtsgeld durchgeführt

werden. Die in der Genossenschaft lebenden Sozialhilfebezügerinnen

und -bezüger wurden vom Sozialzentrum mit

einem Brief auf die Aktion aufmerksam gemacht und konnten

mit diesem Brief in der Sozialberatung der FGZ das

Weihnachtsgeld (150 Franken für Einzelpersonen, 250

Franken für Ehepaare und je 50 Franken pro Kind) beziehen.

Es konnten diesmal 34 % mehr Personen erreicht werden

als im Vorjahr. Insgesamt haben im vergangenen Jahr 63

Erwachsene und 54 Kinder Weihnachtsgelder erhalten.

Alleinerziehende und Einzelpersonen sind auch in der FGZ

am meisten armutsgefährdet, gefolgt von der steigenden

Zahl von Familien, deren Einkünfte nicht für eine Existenz

ausreichen.

Aufgrund der 2004 ausbezahlten Weihnachtsgelder

zeigt sich, dass die Zahl der Sozialhilfe Beziehenden innerhalb

der Genossenschaft mit rund 3% tiefer ist als im

gesamtstädtischen Durchschnitt, aber höher als früher

geschätzt. Die mehrheitlich günstigen Mietzinse in der FGZ

und die sozialen Mietzinsumlagen innerhalb der Genossenschaft

scheinen schon viele Notsituationen abfedern zu

können.

Für den Stiftungsrat:

Die Präsidentin:

Christine Schwyn Baeriswyl

Die Aktuarin:

Claudia Heer Marx

51


Rechnung der «Stiftung Hilfsfonds» der FGZ

für das Jahr 2004

>> Betriebsrechnung

Einnahmen

Kapitalzinsen 31.455,20

Zuweisungen FGZ: - 1 /2 % der Nettomieten 144.490,00

- Eintrittsgebühren 7.900,00

- Parkbussen 2.310,00

Spenden 184,20 186.339,40

Ausgaben

Beiträge an Lebensunterhalt 10.743,55

Beiträge an Anschaffungen 2.268,25

Beiträge an Gesundheitskosten 4.300,30

Beiträge an Mietzins- und Umzugskosten 26.400,05

Beiträge an Aus- und Weiterbildung 2.000,00

Beiträge an Integrationshilfe 700,00

Notfallhilfe 800,00

Weihnachtsgeld 11.550,00

Diverse Beiträge 2.349,50

Beitrag an Verein Krankenstation Friesenberg 18.000,00

Anteil Löhne Altersbetreuung/Sozialberatung 184.483,00

Verwaltungs- und Diverser Aufwand 1.385,00 264.979,65

Ausgabenüberschuss - 78.640,25

>> Bilanz

Aktiven

Kontokorrent FGZ 889.211,55

Passiven

Vermögensbestand per 1. Januar 2004 967.851,80

Ausgabenüberschuss 2004 - 78.640,25

Vermögensbestand per 31. Dezember 2004 889.211,55

52

889.211,55 889.211,55


Bericht der Kontrollstelle

Sehr geehrte Frau Präsidentin,

sehr geehrte Damen und Herren

Als Kontrollstelle haben wir die Buchführung und die

Jahresrechnung (Bilanz und Erfolgsrechnung) der Stiftung

«Hilfsfonds FGZ», Zürich, für das am 31. Dezember 2004

abgeschlossene Geschäftsjahr geprüft.

Für die Jahresrechnung ist der Stiftungsrat verantwortlich,

während unsere Aufgabe darin besteht, diese zu prüfen

und zu beurteilen. Wir bestätigen, dass wir die Anforderungen

hinsichtlich Befähigung und Unabhängigkeit

erfüllen.

Unsere Prüfung erfolgte nach den Grundsätzen des schweizerischen

Berufsstandes, wonach eine Prüfung so zu planen

und durchzuführen ist, dass wesentliche Fehlaussagen

in der Jahresrechnung mit angemessener Sicherheit erkannt

werden. Wir prüften die Posten und Angaben der

Jahresrechnung mittels Analysen und Erhebungen auf der

Basis von Stichproben. Ferner beurteilten wir die Anwendung

der massgebenden Rechnungslegungsgrundsätze,

die wesentlichen Bewertungsentscheide sowie die Darstellung

der Jahresrechnung als Ganzes. Wir sind der Auffassung,

dass unsere Prüfung eine ausreichende Grundlage

für unser Urteil bildet.

Gemäss unserer Beurteilung entsprechen die Buchführung

und die Jahresrechnung dem schweizerischen Gesetz, der

Stiftungsurkunde und dem Reglement.

Wir empfehlen, die vorliegende Jahresrechnung zu genehmigen.

Zürich/Basel, 29. April 2005

Die Mitglieder der Kontrollstelle:

Viktor Uebelhart

Bruno Rhomberg

Mirjam Kuoni-Frehner

PricewaterhouseCoopers AG

Josef Hanimann

Roland Eisele

53


Sozialkommission

Die Kernaufgaben der Sozialkommission standen

auch 2004 im Zentrum der Kommissionstätigkeit. Dazu gehören

insbesondere die fachliche Begleitung der Sozialberatung

und der Altersbetreuung sowie die Durchführung

eines weiteren Apéros für Neuzugezogene.

Im Mai unterstützte die Sozialkommission das Team

der Altersbetreuung, als mit einem «Tag der offenen Tür»

der gelungene Umbau des ehemaligen «Altersstützpunktes»

in einen lichtdurchfluteten und einladenden Alterstreffpunkt

gefeiert werden konnte. Sehr erfreulich war,

dass die FGZ für die genossenschaftsinterne Altersbetreuung

einen mit 90’000 Franken dotierten Preis der Stiftung

AGE Zürich entgegennehmen durfte.

Der personelle Engpass in der Sozialkommission

konnte zum Teil behoben werden, zwei neue Mitglieder

konnten im vergangenen Jahr für die Mitarbeit in der

Kommission gewonnen werden. Zudem erfolgte Ende Jahr

ein Wechsel im Co-Präsidium. Claudia Heer trat auf Ende

2004 aus der Kommission und damit auch als Co-Präsidentin

zurück. Das langjährige Kommissionsmitglied Theresa

Schiffers wird ihre Nachfolgerin.

>> Fachliche Begleitung der Sozialberatung

Zwei Mitglieder der Sozialkommission sind regelmässig

fachliche Ansprechpartnerinnen des Sozialarbeiters

Markus Hofstetter, der die FGZ-Sozialberatung führt. Sie

legen mit ihm die Jahresziele dieser Stelle fest, begleiten

und beaufsichtigen seine Arbeit und nehmen jeweils an

den Mitarbeiterbeurteilungen teil.

54

>> Fachliche Begleitung der Altersbetreuung

Auch die Leiterin der Altersbetreuung, Madeleine Häfeli,

erhält von Seiten eines Kommissionsmitgliedes fachliche

Unterstützung. Konkret geht es dabei etwa um konzeptionelle

Fragen, um Fragen der Team-Zusammenarbeit oder

um Beratung, falls ganz allgemein eine «Aussensicht» zu

einer Frage oder einem Problem gefragt ist. Weil Madeleine

Häfeli ihr Team bereits seit vier Jahren kompetent

und erfahren leitet, hat sich der Umfang der fachlichen

Begleitung deutlich verringert.

>> Ein Preis für die Altersbetreuung

Durch Zufall ist die Sozialkommission auf die Adresse

der Stiftung AGE gestossen, eine Stiftung, welche altersgerechtes

Bauen, Zusammenwohnen und -leben unterstützt und

dafür nach gewissen Kriterien Preise verleiht. Schnell war

klar, dass wir unsere Umbau-Idee, vom «Altersstützpunkt zum

Alterstreffpunkt», mit den vielfältigen Angeboten (gemeinsames

Kochen, Gedächtnistraining, Handarbeiten machen, täglicher

Stammtisch, jassen, spielen etc.) bei der Stiftung AGE

als Projekt eingeben wollten. Unser Aufwand hat sich ausbezahlt.

Gross war unsere Freude, als wir neben dem namhaften

Betrag von 50’000 Franken für Mobiliar zusätzlich 40’000

Franken angeboten erhielten. Dieser Betrag war jedoch mit

weiteren Auflagen verbunden. Gewünscht wurde, den

Partizipationsgedanken (Treffpunktbesuchende gestalten den

Treffpunkt aktiv mit) sinnvoll umzusetzen sowie einen

Freiwilligen-Pool im Alterstreffpunkt zu gründen – nach einem

Konzept für freiwillige Arbeit. Zusätzlich wurde verlangt, die

Idee unserer genossenschaftsinternen Altersbetreuung am

Beispiel Alterstreffpunkt anderen Genossenschaften vorzustellen

und dadurch näher zu bringen.


Erste Freiwillige konnten wir für die Arbeit im

Alterstreffpunkt bereits gewinnen, weitere Personen mit

sozialer Kompetenz, etwas Zeit und Interesse sind herzlich

willkommen.

>> Apéro für Neuzuzügerinnen und Neuzuzüger

Bereits zum vierten Mal organisierte eine Arbeitsgruppe

der Sozialkommission den Apéro für neu zugezogene

Genossenschafterinnen und Genossenschafter. Dieser

fand im Mai im Schweighofsaal statt. Wegen des Wirtewechsels

musste kurzfristig umdisponiert werden. Der Partyservice

«Paprika», ein Beschäftigungsprogramm der städtischen

Asylkoordination, konnte für das leibliche Wohl

engagiert werden. Asylbewerber/innen aus verschiedenen

Kontinenten haben die Gäste mit feinen Häppchen aus aller

Welt verwöhnt.

Die offene, einladende und freundliche Atmosphäre,

die musikalische Darbietung von Nina Eleta und Mathias

Berger sowie die Willkommensworte des Präsidenten

Alfons Sonderegger haben zu einem gemütlichen Abend

mit guter Stimmung beigetragen. Gespräche mit Angestellten

der FGZ-Verwaltung, mit Nachbarinnen und Nachbarn

oder mit Kommissionsmitgliedern wurden geschätzt.

Unsere kleinen Gäste haben sich über ihr spezielles

Kindermenü gefreut, sich aktiv an einem Mal- und Zeichenwettbewerb

beteiligt und ihr neues Wohnumfeld gekonnt

in bunten Farben dargestellt. Das Echo der Neumieterinnen

und Neumieter auf diesen Anlass war sehr positiv, dieses

Begrüssungs-Angebot wird geschätzt.

>> Jugendarbeit im Friesenberg

Der Anteil junger Menschen bis 18 Jahre beträgt in

der FGZ über 28 Prozent. Das ist im Vergleich zum gesamtstädtischen

Anteil von 15 Prozent überdurchschnittlich

hoch. In der FGZ ist auch der Anteil Jugendlicher zwischen

13 und 18 deutlich höher als in praktisch allen Zürcher

Quartieren.

Mit einer Krippe, mehreren städtischen Horten und

verschiedenen weiteren Kinderbetreuungsangeboten einerseits,

mit der genossenschaftseigenen Altersbetreuung,

der Spitex und der Krankenstation andererseits verfügen

wir im Quartier über professionelle Angebote für unsere

ganz jungen und alten Mieterinnen und Mieter – die

Jugendlichen aber «gehen (noch) fast leer» aus.

Aus diesem Befund ergibt sich eine Reihe von Fragen,

die uns im 2004 immer wieder beschäftigt haben.

Wie sehen die Bedürfnisse und Wünsche einer Mehrheit

dieser Jugendlichen in der FGZ wirklich aus? Wie lassen

sich auf Seite der Jugendlichen «Verbündete» finden? Was

ist überhaupt Aufgabe der FGZ als Wohnbaugenossenschaft,

was diejenige der Stadt oder anderer Institutionen

und Stellen? Müssten wir nicht allenfalls längerfristig mit

«Mega!phon», einer auf Kinder- und Jugendpartizipation

spezialisierten Institution des Sozialdepartementes, zusammenarbeiten

und somit am Thema Jugend dranbleiben?

Das Thema «Angebote für Jugendliche» wird die Sozialkommission

auch weiterhin beschäftigen, und dort, wo

sich eine Möglichkeit bietet, wird sie sich auch um konkrete

Massnahmen bemühen.

>> Wohnraum für junge Erwachsene in der FGZ

Eine Arbeitsgruppe der Kommission beschäftigte

sich ausserdem mit der Frage, wie in der FGZ jungen

Erwachsenen geeigneter Wohnraum – z.B. für Wohngemeinschaften

– angeboten werden kann. Abklärungen

haben ergeben, dass die Wohnobjekte der Genossenschaft

für Wohngemeinschaften oft über einen nicht geeigneten

Grundriss verfügen, zu klein oder zu ringhörig sind. Es gibt

aber einige Wohnungen, die durchaus geeignet wären,

dass junge Erwachsene gut und günstig wohnen könnten –

und diese sollten vermehrt an solche Personengruppen vermietet

werden können. Die Wohnbedürfnisse junger Erwachsener

sollten auch bei künftigen Bauten berücksichtigt

werden. Unsere diesbezüglichen Ideen, Vorschläge und

Vorstellungen wurden im überarbeiteten Vermietungs-Reglement

der FGZ mehrheitlich aufgenommen und vom Vorstand

gutgeheissen.

>> Aus für den Siedlungsrat

im «Unteren Schweighof»

Der Siedlungsrat im «Unteren Schweighof», eine

Mieterinnen- und Mieter-Vertretung, wurde nach Fertigstellung

des Neubaus der 11. Etappe auf Initiative der

Sozialkommission im Jahr 2000 geschaffen. Die Gründe,

55


welche nun zum Scheitern dieses Siedlungsrates und zum

Abbruch des «Experiments» geführt haben, sind vielfältig.

Vereinfacht kann gesagt werden, dass zwei entgegen

gesetzte und etwa gleich starke Interessengruppen eine

differenzierte Kommunikation und gemeinsame Lösungen

verunmöglicht haben. Der Siedlungsrat wurde im Laufe des

Sommers aufgelöst und die Arbeit der Siedlungsrätinnen

und Siedlungsräte an einem Apéro verdankt.

>> Mitgliedersuche und Wechsel im Co-Präsidium

Die Suche nach neuen Kommissionsmitgliedern

erwies sich als nicht ganz einfach. Zwei interessierte Personen

kamen nach jeweils wenigen Sitzungen zum Schluss,

dass die Mitarbeit in der Sozialkommission für sie zu aufwändig

ist oder nicht ihren Vorstellungen entspricht.

Nichtsdestotrotz haben wir aber zwei neue Mitglieder für

eine engagierte Mitarbeit in der Sozialkommission gewinnen

können. Gertraude Jenny und André Eisenstein arbeiten

seit einem halben Jahr mit und wir sind darüber sehr

froh.

56

Weil die Arbeit unserer «jungen» Kommission vielfältig

und komplex ist, scheint es nicht ganz einfach, neue

engagierte Mitarbeitende mit dem passenden beruflichen

Hintergrund und zeitlichen Ressourcen zu finden.

Per Ende Jahr trat Claudia Heer aus der Kommission

aus und sie gab damit auch das Amt als Co-Präsidentin auf.

Claudia Heer war seit Beginn der Kommission 1998 an der

Kommissionsarbeit beteiligt, zuerst bei der Konzeptualisierung,

dann als Co-Präsidentin. Sie denkt nun daran, sich

beruflich neu zu orientieren. Herzlichen Dank für die Vorbereitungs-

und Aufbauarbeit und für ihr engagiertes Mitarbeiten

in der Sozialkommission seit 1998.

Theresa Schiffers wird ihre Nachfolgerin und übernimmt

ab Januar 2005 als Co-Präsidentin zusammen mit

Ursula Weilenmann die Verantwortung für die Kommission.

Theresa Schiffers ist seit der Gründung der Sozialkommission

im Jahr 1998 dabei und bestens mit Ziel und Zweck

dieser Kommission vertraut. Wir sind sehr froh um ihre Bereitschaft,

dieses Amt zu übernehmen.

Für die Sozialkommission:

Ursula Weilenmann, Claudia Heer

Co-Präsidentinnen


Freizeitkommission

Auch im Jahre 2004 leistete die Freizeitkommission

ihren Beitrag für das Zusammenleben im Friesenberg. Mit

einem reichhaltigen Programm für alle Altersgruppen hoffen

wir, den Kontakt unter den Genossenschafter/innen zu

fördern und eine sinnvolle Freizeitgestaltung zu unterstützen.

Zum Angebot der Freizeitkommission gehört eine

Vielzahl von Kursen, die im Laufe des Jahres stattfinden,

viele davon stehen regelmässig auf dem Programm.

An Eltern und Kind richtete sich der Kurs «Osterdekoration».

Die Kinder bastelten mit Elternunterstützung

Osterhasen aus Moosgummi, welche dann in Blumentöpfen

mit passenden Pflänzchen präsentiert wurden. In einem

weiteren Kurs, ebenfalls im Frühjahr, kreierten Erwachsene

unter kundiger Anleitung einen bunten Mosaiktopf oder,

als Zierde für die Haustüre, einen Muschelkranz. Der Adventskranz-Kurs,

ein weiterer Erwachsenenkurs am Ende

des Jahres, ist seit Jahren im Herbst fester Bestandteil

unseres Jahresprogramms.

Die von der Freizeitkommission betreute Velowerkstatt

war jeden Montag (ausser in den Schulferien) geöffnet.

Sie steht all jenen Genossenschafterinnen und Genossenschaftern

offen, die unter kundiger Betreuung ihr

Velo selber instand setzen wollen.

Die Mitglieder des Fotoclubs können in unserem

Labor ihre Schwarzweissbilder selber entwickeln. Voraussetzung

ist der Besuch eines Kurses, in welchem der sichere

Umgang mit den Chemikalien erlernt wird.

In der Schreinerwerkstatt steht ein reichhaltiges Angebot

an Werkzeugen und Geräten zur Verfügung. Auf eigene

Verantwortung kann hier Holz auf jede gewünschte Art

und Weise bearbeitet werden. Auch im vergangenen Jahr

entstanden viele nützliche Gegenstände im Eigenbau.

Auch die von der Freizeitkommission organisierten

und durchgeführten Veranstaltungen sind ein fester Be-

standteil des gemeinsamen Genossenschaftslebens und

aus diesem nicht mehr wegzudenken.

Am Veloflicktag am 20. März wurden über 70 mehr

oder weniger defekte Velos in die Velowerkstatt am Hegianwandweg

gebracht. Freiwillige Helfer setzten die Stahlrösser

instand, so dass diese wieder den gesetzlichen

Bestimmungen entsprechen und sicher zu fahren sind.

Der Flohmarkt am 8. Mai, beliebt bei Jung und Alt,

hatte wieder grosses Glück mit dem Wetter. Die kleine

Festwirtschaft versorgte Verkäufer/innen und Besucher/

innen mit Speis und Trank. Der Flohmarkt ist die Gelegenheit,

zu absolut günstigen Preisen so manches Schnäppchen

zu erwerben oder für seine «alten» Sachen gegen

Bares ein neues Zuhause zu finden. Aus Anlass des 10-jährigen

Jubiläums gab es ein Rahmenprogramm mit einem

Konzert der StadtJugendMusik Zürich und der Guggenmusik

«Sihltal-Häxe».

Die FGZ-Seniorenreise stiess auf sehr grosses Interesse,

lange vor Anmeldeschluss war sie ausgebucht. Am

12. Mai starteten die 63 Teilnehmenden mit dem Ziel Dolomiten

im Südtirol. Über 20 weitere Genossenschafter/

innen wären auch noch gerne mitgekommen, konnten aber

leider nicht berücksichtigt werden. Auf einer abwechslungsreichen

Reise verbrachten die Seniorinnen und Senioren

interessante und sonnige Tage im Süden.

Den Genossenschaftstag mit dem traditionellen

Genossenschaftsfest feierten wir am 26. Juni. Bei herrlichem

Wetter vergnügten sich die Kleinen bei den vielen

angebotenen Spielen und Attraktionen. Insbesondere der

Streichelzoo, die Eisenbahn und die Blasio-Geräte waren,

wie schon im Vorjahr, heiss begehrt. Auch der Kinderzvieri

mit Getränk, Brezel und Glacé ist und bleibt beliebt. Aus

Anlass des 80. Geburtstages der FGZ veranstalteten wir

ausserdem einen Ballonflugwettbewerb. Über 400 Kinder

liessen Ballone in den blauen Himmel steigen, 21 Karten

57


wurden zurückgesandt, davon 8 aus Norditalien (Brescia!).

Nach dem flotten Ständchen der StadtJugendMusik Zürich

überraschten wir die grosse Festgemeinde mit neuen kulinarischen

Hits. Neu standen Nasi Goreng und Raclette auf

der Menukarte. Obwohl Letzteres eher eine Wintermahlzeit

ist, wurden an diesem schönen und warmen Frühsommertag

über 60 Kilo heisser Käse konsumiert. Ab 20 Uhr stieg

die Stimmung im grossen Festzelt. Die Sixties unterhielten

Jung und Alt bis morgens um 2 Uhr mit dem flotten Sound

der 60er Jahre. Und an der Bar vor dem Zelt gab es per TV

Fussball-EM aus Portugal.

Am 23. Oktober fand der Herbstmarkt statt. An diesem

schönen Herbsttag boten Genossenschafter/innen ihre

selbst gefertigten Artikel an, etwa Blumengestecke, Puzzles

aus Holz, Glückwunschkarten oder Seidenfoulards.

Mitglieder der Freizeitkommission hatten auf einem Bauernhof

in Russikon eigenhändig Obstbäume geschüttelt und

250 Kilo Äpfel aufgelesen, welche am Herbstmarkt als

frisch gepresster Süssmost verkauft wurden. An diesem

Anlass wurden auch die Preise des Ballonflugwettbewerbes

vom Genossenschaftsfest verlost. Die Gewinner/innen

der Alpamare-Eintritte und Zoogutscheine freuten sich

«schampar» über ihre Preise.

Der Räbeliechtli-Umzug wurde am 6. November

durchgeführt. Vier Gruppen, die an verschiedenen «Ecken»

des Friesenbergs gestartet waren, trafen sich nach einem

Sternmarsch auf dem Pausenplatz des Schulhauses Borrweg.

Angeführt wurden die Gruppen von Treichlern aus

dem Muotathal und Laternenträger/innen aus dem Quartier.

Die vielen Friesikinder, die mit ihren leuchtenden

Räben am Umzug teilnahmen, freuten sich wie jedes Jahr

auf das Wienerli mit Semmeli und den heissen Tee.

Auch die Erwachsenen kamen nicht zu kurz. An verschiedenen

Ständen konnten sie sich Punsch, Glühwein

und feine Kürbissuppe besorgen. Mitglieder des Bocciaclubs

FGZ grillierten sicher und routiniert die Bratwürste

und Servelats, und für die musikalische Untermalung sorgte

die Steelband Francipani.

Der Chlaus schliesst traditionellerweise das Jahr

der Freizeitkommission ab. Die ganz Kleinen besuchten den

Samichlaus und den Schmutzli auf der Murmeliwiese und

erhielten einen Chlaussack. Der Streichelzoo mit Geisslein,

einem kleinen Pony, «Schööf», Esel und Hängebauchschwein

war rege besucht und eine Attraktion für die «chline

Chnöpf».

Die Kinder im Kindergarten-Alter besuchten den

Chasperli, der im Genossenschaftssaal seine Vorstellung

gab, und für die Primarschulkinder stand eine Filmvorführung

auf dem Programm. Auch sie freuten sich über den

Chlaussack.

Wir danken allen freiwilligen Helferinnen und Helfern

und dem Regiebetrieb der FGZ für die Unterstützung.

Wir hoffen, mit unseren Aktivitäten zu einem schönen

Quartierleben beitragen zu können und freuen uns, wenn

die FGZler/innen unser Angebot schätzen und sich im

Friesenberg wohl fühlen.

Für die Freizeitkommission

Liselotte Rindlisbacher

Präsidentin

59


Gartenkommission

Im Jahr 2004 konnten wiederum viele Projekte und

Arbeiten erfolgreich weiterentwickelt und durchgeführt

werden: Die Arbeitsgruppe FGZ-AKTIONNATURREICH bot

ein vielfältiges Programm, die Kompostberatung koordinierte

den reibungslosen Betrieb aller Gemeinschaftskompostanlagen,

die Gartenkommission führte die jährlichen

Gartenbegehungen durch, begleitete mehrere Projekte wie

die Fertigstellung der Umgebungsgestaltung des Neubaus

Brombeeriweg, die Wegsanierung in der 13. Etappe (Arbental),

das Aufstellen von 27 Velounterständen für die Hausgärten

und die Sanierung und Aufwertung des Siedlungstreffpunktes

in der 1. Etappe (Jakob Peter-Weg).

>> FGZ-AKTIONNATURREICH

Mit bereits bekannten und einigen neuen Angeboten

begleitete AKTIONNATURREICH interessierte Gartenfreundinnen

und Gartenfreunde durch das Jahr 2004 und konnte

dabei einen immer grösser werdenden Personenkreis für

naturnahe Gärten begeistern. Im Frühjahr musste das Weidenhaus

auf der Murmeliwiese mit zusätzlichen Ruten und

Bögen verstärkt werden. In einem vierteiligen Kurs wurden

die Geheimnisse eines naturnahen Gartens von einer kompetenten

Fachfrau preisgegeben. Grosser Beliebtheit erfreut

sich der im Mai stattfindende Pflanzenmarkt mit einheimischen

Blumen- und Gemüsesetzlingen beim Coop

Schweighof. Im Sommer folgte der Ausflug zur Karthause

Ittingen mit Führung und Besichtigung des biologisch

bewirtschafteten Rosengartens.

Am Genossenschaftsfest Ende Juni war das Interesse

– nicht nur bei den Kindern – für Holzgartenzwerge,

die man selbst bemalen konnte, gross. Während der

zweiten Sommerhälfte standen der Igel und seine An-

60

sprüche an den Lebensraum im Zentrum. Während eines

Monats war der Igel- und Naturpfad im Quartier ausgesteckt,

es folgte der zweimal durchgeführte Spielnachmittag

«Schnüffelnasen und Stachelfratzen» für die Kleinen

und anschliessend ein Kursabend «Mit 8000 Stacheln unterwegs»

für grössere Kinder und Erwachsene. Natürlich

wurden auch wieder während des ganzen Jahres viele

nützliche Informationen im FGZ-Info und im Info-Kanal

publiziert.

>> Kompostberatung FGZ

Wie jedes Jahr wurde im Frühling und im Herbst der

reife Kompost in allen Gemeinschaftsanlagen gesiebt und

verteilt. Immer mehr Genossenschafterinnen und Genossenschafter

nutzen den wertvollen Dünger und Bodenverbesserer

gerne für ihren Garten oder Balkon. Während des

Pflanzenmarkts im Mai fanden 6 Kisten reifer Kompost in

nur 1 1 /2 Stunden reissenden Absatz. Auch in diesem Jahr

konnte wieder ein Jubiläum gefeiert werden: Herzliche

Gratulation der Kompostgruppe Friesenberghalde zum 10jährigen

Bestehen!

>> Gartenbegehungen 2004

Die Begehungen wurden an zwei Halbtagen im Juni

durchgeführt. Die Daten werden regelmässig bekannt gegeben,

so dass die Mieterinnen und Mieter informiert sind,

an welchen Tagen die Gartenkommission für die notwendigen

Beurteilungen möglicherweise ihren Garten betritt.

Über Gartenveränderungen, die nicht den Vorschriften für


Hausgärten entsprechen und ohne Bewilligung vorgenommen

wurden, oder über mangelnde und falsche Gartenpflege

werden die Mieter/innen schriftlich orientiert, meist

verbunden mit einem Termin für die korrekte Instandsetzung.

An den Begehungen überprüft und beurteilt die

Gartenkommission auch die vorliegenden Baumfällgesuche.

>> Neubau Brombeeriweg

Die Garten- und Umgebungsarbeiten konnten 2004

erfolgreich abgeschlossen werden. Bis im Frühsommer

wurden die restlichen Baumpflanzungen vorgenommen.

Leider sind während der trockenen Jahreszeit einige der

neu gepflanzten Weiden nicht angewachsen, diese sollen

im Frühling 2005 ersetzt werden. Die Entwicklung der

Wiesen- und Staudenflächen erfordert Zeit und von den

Anwohnerinnen und Anwohnern Geduld. Der magere, steinige

Oberboden ermöglicht das Gedeihen von selten

gewordenen einheimischen Blumen; das Wachstum ist

jedoch langsamer als sonst üblich. Auch wenn das

Erscheinungsbild dieser Flächen zurzeit etwas ungewohnt

wirkt, so sind wir überzeugt, dass sich die Bepflanzung

positiv entwickeln wird.

>> Wegsanierungen in der 13. Etappe (Arbental)

Dank grossem Einsatz der Gärtnerabteilung konnten

die Erschliessungswege im Arbental mit einem neuen

Belag versehen werden. Dies wurde notwendig, weil die

alten Asphaltbeläge stark beschädigt waren, so dass sie

den Sicherheitsanforderungen nicht mehr genügten.

Gleichzeitig mit den Wegen wurden auch die ehemaligen

Nischen mit Teppich-Klopfstangen neu als Velo- und

Kinderwagen-Abstellplätze ausgebaut. Leider werden diese

zum Teil als Motorradabstellplätze missbraucht, was

aus Gründen der Sicherheit und des Erscheinungsbildes zu

Konflikten führt. Die Gartenkommission wird – wo nötig –

entsprechende Massnahmen ergreifen.

>> Velounterstände für die Hausgärten

Die zweite Umfrage für gedeckte Veloabstellplätze

in den Hausgärten zeigte, dass ein sehr grosses Interesse

bei der Mieterschaft besteht. Nach Erhalt der baurechtlichen

Bewilligung wurden 27 Velounterstände realisiert. Für

einzelne Unterstände konnte aus baurechtlichen Gründen

der Wunschstandort nicht übernommen und in wenigen

Fällen konnte kein Unterstand erstellt werden. Da der

Bedarf nach wie vor sehr gross ist, wird im Jahr 2005 eine

weitere Umfrage erfolgen. Die Realisierung der nächsten

Tranche ist dann für 2006 vorgesehen.

>> Sanierung Siedlungstreffpunkt 1. Etappe

Für die 1. Bauetappe der FGZ, das Gebiet Jakob-

Peter-Weg, Margaretenweg und Pappelstrasse, konnte

ganz im Sinne des Bauleitbildes ein Siedlungstreffpunkt

«d’Cheeri» nach den Bedürfnissen der Anwohnenden

erneuert und ausgebaut werden. Dabei wurden Hauserschliessungswege

saniert, Spielgeräte und Sitzmöglichkeiten

ersetzt und die Belagsflächen erneuert. Erwähnenswert

und vorbildlich ist dabei, dass zwei Genossenschaftsfamilien

mit angrenzenden Gärten einen Teil des Gartens

zur Verfügung stellten, um den Platz zu vergrössern und

den Kindern mehr Spielmöglichkeiten anzubieten. Die Gärtnerabteilung

führte die Arbeiten kurz vor Wintereinbruch,

Ende 2004, aus.

>> Dank

Für die umfangreiche und engagierte Arbeit der einzelnen

Kommissions- und Arbeitsgruppenmitglieder und für

die angenehme Zusammenarbeit mit allen möchte ich mich

ganz herzlich bedanken und freue mich erneut auf einen

weiteren schönen Gartensommer in der FGZ.

Für die Gartenkommission

Reto Sigel

Präsident

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Personal der FGZ

Stand 1. Mai 2005

>> Verwaltung / Geschäftsstelle (21 Personen mit 14,25 Stellenwerten à 100%; dazu 1 Praktikumsstelle)

Geschäftsleitung Köpfli Josef Geschäftsleiter

Obrecht Rolf Geschäftsleiter-Stellvertreter

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Scherer Pia Sekretariat Geschäftsleitung / Protokollführung Vorstand /

Stiftung Hilfsfonds

Administration / Lengen Elvira Empfangsschalter / Telefonzentrale / Garagenvermietung

Vermietung / Schönholzer Hildegard Empfangsschalter / Telefonzentrale

Behördenkontakte Wacker Margrit Vermietung / Beratung bei Wohnungswechsel

Wetli Verena Vermietung / Beratung bei Wohnungswechsel

Buchhaltung / Finanzen Obrecht Rolf Chefbuchhalter / EDV

Jost Christoph Sachbearbeiter

von Ah Sven Sachbearbeiter

Bauliches Aeberli Heinz Leiter Planung und Bau

Waldvogel Werner * Leiter Regiebetrieb

Fiechter Freddy Wohnungsabnahmen und -übergaben / Verwaltungsdienste

Grüninger Béatrice Sekretariat Bauliches

Zimmermann Beatrice Sekretariat Planung und Bau

Sozialberatung Hofstetter Markus Sozialarbeiter

Altersbetreuung Häfeli Madeleine Leiterin Altersbetreuung

Eigenheer Antonia Leiterin-Stellvertreterin / Betagtenbetreuerin

Albrecht Marja Altersbetreuerin

Brunner Jeannette Altersbetreuerin (Stellvertretungen)

Giardinelli Felicia Mitarbeiterin Waschsalon

Weibel Monika Mitarbeiterin Waschsalon

Gürsel Cigdem Praktikantin

Kompostberatung Tissot Ursula Kompostberaterin

* Im Stellenplan des Regiebetriebes aufgeführt


Regiebetrieb (29 Personen mit 28,8 Stellenwerten à 100%)

Waldvogel Werner Leiter Regiebetrieb

Deck Bruno Leiter-Stellvertreter

Abteilung Reparateure Deck Bruno Leiter Reparateure / Elektriker

Frei Roger Leiter-Stellvertreter / Schlosser

Albrecht Thomas Sanitärmonteur

Baumann René Heizungsmonteur

Forster John Maurer

Leuthold Jürg Schreiner

Stutz Felix Elektriker

Abteilung Maler Warthmann Fredy Leiter Malerbetrieb

Pineroli Flavio Leiter-Stellvertreter

Caprez Reto

Fischer Roger

Jucker Bruno

Niklaus Ernst

Pineroli Angelo

Wettach René

Abteilung Gärtner Meier Reinhard Leiter Gärtnerbetrieb

Berisha Asllan

Berisha Isa

Cooper Samuel

Hasen Hans

Kovacevic Mujo

Krasniqi Sami

Loder Tobias

Martins Miguel

Qusaj Safet

Abteilung Reinigungsdienst Käser Erich Leiter Reinigungsdienst

Kovacevic Avdo

Spano Francesco

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FGZ-Kommissionen

Stand 1. Mai 2005

Baukommission Hurter Andreas Schweighofstr. 193 1996 Präsident

Zahner Jakob Schweighofstr. 395a 1977 Vizepräsident

Aeberli Heinz FGZ Verwaltung 1998 Leiter Planung + Bau

Corrà Fabio Schweighofstr. 405 2001

Enzmann Evelyn Hegianwandweg 36 2002

Forster Fred Hegianwandweg 28 1977

Hirschi Paul Grossalbis 18 1993

Köpfli Josef FGZ Verwaltung 1988 Geschäftsleiter

Müller Ursula Schweighofstr. 312 1977

Waldvogel Werner FGZ Verwaltung 1995 Leiter Regiebetrieb

Zimmermann Beatrice FGZ Verwaltung 2002 Protokoll/Sekretariat

Freizeitkommission Rindlisbacher Liselotte Kleinalbis 82 1989 Präsidentin

Keller Georg Langweid 7 1990 Vizepräsident

Albrecht Gabriela Adolf Lüchinger-Str. 21 2004

Caiazza Nicola Im Rossweidli 55 2003

Furrer Doris Langweid 16 2000

Jenny Martin Grünmattstr. 19 2004

Keller Marianne Adolf Lüchinger-Str. 87 1990 Protokoll

Moosmann Adrian Kleinalbis 83 2002

Prêtre Vreni Arbentalstr. 341 2001

Schmidt Roland Arbentalstr. 209 2002

Trachsel Emil Adolf Lüchinger-Str. 81 1999

Winkler Silvia Kleinalbis 28 2000

Gartenkommission Sigel Reto Im Rossweidli 77 1993 Präsident

Püntener-Bugmann Vreni Margaretenweg 19 1998 Vizepräsidentin

Meier Reinhard FGZ Gärtnerabteilung 1990 Leiter Gärtnerabt.

Prêtre Erna Friesenberghalde 3 2001

Tissot Ursula Adolf Lüchinger-Str. 90 2001

Trachsel Ursula Adolf Lüchinger-Str. 81 1999 Protokoll

Waldvogel Werner FGZ Verwaltung 1996 Leiter Regiebetrieb

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Redaktionskommission Sonderegger Alfons Adolf Lüchinger-Str. 126 1993 Präsident

Köpfli Josef FGZ Verwaltung 1993 Geschäftsleiter

Marx Johannes Langweid 8 1995

Müller Ursula Schweighofstr. 312 1993

Sozialkommission Weilenmann Ursula Hegianwandweg 32 1998 Co-Präsidentin

Schiffers Theresa Schweighofstrasse 393 1998 Co-Präsidentin

Binswanger Thomas Pappelstr. 7 2002

Eisenstein André Hegianwandweg 34 2004

Jenny Gertraude Uetlibergstrasse 22 2004

*Häfeli Madeleine FGZ Altersbetreuung 2001 Leiterin

Altersbetreuung

*Hofstetter Markus FGZ Sozialberatung 1998 Sozialberater

Stiftung Hilfsfonds FGZ Schwyn Baeriswyl Christine Bernhard Jaeggi-Weg 33 2001 Präsidentin

Heer Marx Claudia Langweid 8 1996 Aktuarin

Keller Wilfried Adolf Lüchinger-Str. 87 1999

Köpfli Josef FGZ Verwaltung 1993 Geschäftsleiter

Häfeli Madeleine FGZ Altersbetreuung 2001 Leiterin

Altersbetreuung

*Hofstetter Markus FGZ Sozialberatung 1998 Sozialberater

Scherer Pia FGZ Verwaltung 2001 Protokoll/Sekretariat

*beratende Stimme

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Notizen

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Notizen

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Impressum

Herausgeberin: Familienheim-Genossenschaft Zürich FGZ

Redaktion: Josef Köpfli, Johannes Marx, Ursula Müller,

Alfons Sonderegger

Bilder: Nik Hunger, Zürich

Gestaltung: Mägi Wuhrmann, visuelle Gestaltung, Zürich

Druck: gdz AG, Genossenschafts-Druckerei Zürich

Juni 2005

Familienheim-Genossenschaft Zürich FGZ

Schweighofstrasse 193

Postfach, 8045 Zürich

Tel. 044 456 15 00, Fax 044 456 15 15

E-Mail: verwaltung@fgzzh.ch

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Familienheim-

Genossenschaft

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80.

Jahresbericht und Rechnung 2004

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