Parken aktuell Nr. 76

parken.aktuell.de

Parken aktuell Nr. 76

75632 Jahrgang 20 · März 2010 · Ausgabe 76

Parken aktuell

Das Magazin für Parkraum Management, Konzeption, Technik

Trends + Tipps

Bestnoten für Online-

Parkplatzreservierung

Seite 6

Schadstoffbelastungen

Garagen als Garant

für gute Luft S. 14

Rundblick

Neue Chancen für

Parkhausbetreiber

Seite 38

Ratgeber

Garagenbeleuchtung –

wie hell muss sie sein?

Seite 44

Titelfoto:

siehe auch Seite 26

Vorbericht Intertraffic

Amsterdam 2010 S. 10


Gerhard Trost-Heutmekers,

Geschäftsführer

Bundesverband Parken e.V.

Elektromobilität

Klimaschutz

Fachtagung

Liebe Leserin, lieber Leser!

Elektromobilität – ein Thema, über das gegenwärtig

viel geschrieben und gesprochen

wird. Parkhausbetriebsunternehmen sind

aktuell im Fokus der Energieversorger und

anderer Firmen, die Strom bzw. Hardware

zur Abgabe von Strom an E-Mobile zur

Verfügung stellen.

Im Rahmen des Kompetenzforums „Parken

im November 2009 in Würzburg hat

der Bundesverband Parken e. V. darüber

informiert und Anwendungsbeispiele vorgestellt.

Die diversen „Einspeisungsmodelle“

unterscheiden sich unter ande rem darin,

wohin die Erlöse aus der Abgabe von

Strom fließen. Bleiben sie „im Haus“, oder

nicht? Diese Frage sollte man prüfen, wenn

man sich für eine von mehreren möglichen

Systemlösungen entscheiden will. Schließ -

lich geht es ja nicht um einen „Samariterdienst“

zum Wohle von stromlosen Fortbewegungsmitteln,

sondern um ein weiteres

Service-Angebot neben der Zurverfügungstellung

von Parkraum, welches nach Möglichkeit

zusätzliche Einnahmen neben dem

originären Basisgeschäft generieren sollte.

Aber macht es wirklich Sinn, sich aktuell

den Kopf über Anwendungsmodelle zu

zerbrechen bzw. in die Anschaffung von

notwendigem technischen Equipment zu

investieren? Eine Antwort auf diese Frage

habe ich nicht. Die Zahl von „aktiven E-

Mobilen“ ist verschwindend gering und

hat gegenwärtig keinen nennenswerten

Anteil am gesamten Pkw-Aufkommen. So

dürfte in der Errichtung von Stromtankstellen

zum gegenwärtigen Zeitpunkt eher

ein Marketing-Argument zu sehen sein als

ein tatsächlicher materieller Nutzen – für

wen auch immer.

Eine andere Frage, die sich in diesem

Zusammenhang stellt, ist die, ob mit der

Ausrichtung auf die E-Mobilität langfristig

überhaupt ein positiver Effekt auf die Umwelt

erzielt werden kann. Macht es mitteloder

langfristig wirklich Sinn, Elektrofahrzeuge

zu fördern und E-Tankstellen zu er-

richten? Können wir damit tatsächlich auf

die Klimaentwicklung Einfluss nehmen?

Muss man sich nicht vielmehr die Frage

nach anderen Antriebstechniken stellen,

die im Sinne von Klima- und Umweltschutz

effektiver und schonender sind? Ist

Strom gleich Strom? Aus welchen Quellen

stammt unser Strom? Sind die Kraftwerke

umweltfreundlich? Und schließlich: Warum

soll der „kleine Unternehmer“ – wenn

man dies einmal global betrachtet – Geld

investieren, wenn die großen Wirtschaftsmächte

letztlich zu wirksamen umweltschützenden

Maßnahmen überhaupt nicht

bereit sind?

Die Antworten auf diese Fragen sind

nicht einfach. Als Verband können wir

Denkanstöße geben, Entscheidungshilfen

liefern, Diskussionen anregen und die

Vielfalt von Meinungen kommunizieren.

Aus diesem Grunde werden wir uns mit

der Frage „Elektromobilität – Umwelt –

Klimaschutz“ auf unserer bevorstehenden

Fachtagung und Mitgliederversammlung

am 23. und 24. Juni 2010 erneut und

ausführlich beschäftigen. Das Thema ist

und bleibt top-aktuell. Markieren Sie den

23. Juni 2010 in Ihrem Kalender!

Das Tagungsprogramm am 23. Juni

2010 bietet Ihnen darüber hinaus Informationen

zum Thema Videokontrollsysteme

und Datensicherheit/Datenschutz, zu

den aktuellen Entwicklungen in Sachen

Unternehmenssteuerreform und anderes.

Ich bin davon überzeugt, wir haben wieder

einmal ein attraktives Programm zusammengestellt

und können Ihnen die

Teilnahme an unserer Fachtagung nur

empfehlen. Wir freuen uns auf Sie.

Herzlichst, Ihr

Gerhard Trost-Heutmekers

Parken aktuell · März 2010

Auf ein Wort

3


Inhalt

Auf ein Wort 3

Trends+Tipps 6

Im Fokus

Intertraffic 2010: Die Branche trifft sich in Amsterdam 10

Schadstoffbelastungen: Garagen als Garant für gute Luft 14

Sitraffic Epos: Parken, Strom tanken und mehr 16

Parkhausbetreiber engagiert sich für Elektromobilität 18

Reportage

Innovatives Parkhaus am Flughafen Düsseldorf 20

Sichere Wege im winterlichen Berlin 22

Strom sparen mit LED 23

Neues Parkhaus für die Heilbronner Innenstadt 24

Vorgestellt 26

Produkte+Dienstleistungen 28

Rundblick

Interview mit Anthony Martin, VINCI Park 32

Stahl-Parkhaus in Wiesbaden aufgestockt 34

APCOA jetzt auch in Ungarn aktiv 36

Neue Chancen für Parkhausbetreiber 38

Verband Österreich 40

Verband Schweiz 42

Ratgeber 44

Verbandsnachrichten 47

IMPRESSUM

Parken aktuell“ erscheint in

Kooperation mit dem

Bundesverband Parken e.V.

Richartzstraße 10

D-50667 Köln

www.parken.de

Telefon +49(0)221/2 57 10 16

HERAUSGEBER, VERTRIEB,

REDAKTION, ANZEIGEN,

HERSTELLUNG

Dr. Wieland Mänken

Maenken Kommunikation GmbH

Von-der-Wettern-Straße 25

D-51149 Köln

www.maenken.com

Telefon +49(0)2203/35 84-0

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Frequenz: vier Mal pro Jahr

4 Parken aktuell · März 2010

Titelfoto: Scheidt & Bachmann

Auflage: 4.720 Exemplare

Einzelbezugspreis: 6,– Euro

plus Versandkosten

Objektleiter

Andreas Borchert

Telefon +49(0)2203/35 84-153

Verantwortlicher Redakteur

Marko Ruh (v.i.S.d.P)

Telefon +49(0)2203/35 84-114

marko.ruh@maenken.com

Anzeigen

Wolfgang Locker

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wolfgang.locker@maenken.com

Jörn Backhaus

Telefon +49(0)2203/35 84-173

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Seite 10

Vorbericht Intertraffic Amsterdam 2010

Seite 38

Schon in Kürze denkbar: Parkplatzreservierung

aus dem Fahrzeug heraus.


Seite 44

Die Beleuchtung einer Tiefgarage

ist oftmals ein Kompromiss

zwischen Kundenfreundlichkeit

und Energieeffizienz.

Inhalt

Seite 6

Lob von der fvw:

Frankfurter

Flughafen-Homepage

Parken aktuell · März 2010 5


Trends + Tipps

Nilfisk-ALTO

Neuer Vertriebsleiter Deutschland

Der langjährige Nilfisk-ALTO-Mitarbeiter

und Sales-Fachmann Rainer Hilbers (50)

ist seit dem 1. Oktober 2009 neuer Vertriebsleiter

Deutschland des Bellenber -

ger Reinigungsspezialisten. Zu Hilbers

neuen Aufgaben zählen die Leitung des

Verbandsgeschäfts und des Markenbereichs

„Nilfisk Consumer“. „Durch seine

hohe Branchenexpertise und Firmenloyalität

ist Rainer Hilbers ein Weggefährte, mit

dem wir im Markt sehr viel bewegen können“,

beschreibt Dr. Reinhard Mann, al -

leiniger Vorstand der Nilfisk-Advance AG

Deutsch land, den Vertriebsfachmann.

Nach seiner Lehre als Einzelhandelskaufmann

bei der Mercedes Benz AG in

6 Parken aktuell · März 2010

Münster war Hilbers zunächst bei Kemna

in Steinfurt tätig – dem damals größten

Fachhändler für WAP-Reinigungstechnik.

Mit der Übernahme von Kemna durch die

WAP GmbH wechselte Hilbers 1985 in das

Vertriebsteam des süddeutschen Reinigungsspezialisten.

2000 entstand durch

die Fusion der beiden führenden Reinigungsgerätehersteller

WAP und ALTO einer

der weltweit bedeutendsten Anbieter

von Reinigungsgeräten und -systemen.

Das von da an unter dem Namen ALTO

Deutschland agierende Unternehmen

wurde im Jahr 2004 von der Nilfisk-Advance

A/S übernommen. Hilbers blieb

stets an Bord. ■

Schnell, klar, übersichtlich – so bewertete

die deutsche Fachzeitschrift für die

Touristikbranche „fvw“ zuletzt die Online-Parkplatzreservierung

der Frankfurter

Flughafen-Homepage.

Mit insgesamt 80 von 100 möglichen

Punkten lag www.frankfurt-airport.de

klar vor den Websites der Flughäfen Düsseldorf,

München und Hamburg. Der

Vergleich der „fvw-Tester“ bezog sich auf

Informationsgehalt, Menüführung, Optik

und Service der Parkplatzbuchungstools.

In allen Kategorien erzielte Deutschlands

größter Flughafen Bestnoten.

Direkt auf der Startseite gibt es auf

www.frankfurt-airport.de bereits eine

klare Gliederung der verschiedenen An-

Rainer Hilbers, seit Oktober 2009

Vertriebsleiter Nilfisk-ALTO Deutschland

Branchenführer testet www.frankfurt-airport.de

Bestnoten für Online-Parkplatzreservierung

Lob von der fvw:

Frankfurter Flughafen-Homepage

gebote: Ob Geschäftsreisender oder Urlauber,

Kurzparker oder Sonderparkplätze

– alle Kunden finden mit wenigen

Klicks den exakt auf sie zugeschnittenen

Parkplatz. Der „Frühbucher-Online-Tarif“

kann zusätzlich online reserviert

werden. Bei frühzeitiger Buchung lassen

sich bis zu 53 Prozent der regulären

Parktarife in den Terminalparkhäusern

sparen.

Die „fvw“, Fachzeitschrift für Touristik

und Business Travel, ist nach eigener

Aussage Branchenführer im Bereich touristische

Medien in Deutschland. Sie

richtet sich an Führungskräfte und Mitarbeiter

von Reisebüros, Reiseveranstaltern

und Firmenreisestellen. ■


Trends + Tipps

Würzburger Versorgungs- und Verkehrs GmbH

Franken managen Darmstädter Parkhaus

Die Würzburger SVG hat die Be triebs -

führung für das Parkhaus des Staats -

theaters Darmstadt übernommen

Den Besuchern der Stadt und ihres Staatstheaters

steht in Darmstadt ein Parkhaus

(Tiefgarage) mit insgesamt 388 Stellplätzen

zur Verfügung. Ende 2009 hat die

WVV-Tochter „Würzburger Stadtverkehrs-

GmbH“ (SVG) die Betriebsführung dieses

Parkhauses übernommen, in dem nun bewährtes

SVG-Know-how zum Einsatz

kommt – beim Betrieb des Parksystems,

der Restplatzanzeige sowie der Sprech- und

Videoanlage.

Bus-Ein- und Ausfahrt integriert

Technisch galt es, drei Ein- und Ausfahrten

mit Schranken und drei Kassenautomaten

in das SVG-Parkbetriebssystem zu

integrieren. Im Parkhaus selbst sind dar-

DESIGNA in Stuttgart: Robert Gasse (links)

wird Nachfolger von Klaus Wollenhaupt.

8 Parken aktuell · März 2010

über hinaus eine Kodierstation, eine Hand -

kasse nebst zugehörigen Bedienarbeits -

plätzen sowie ein Datenbankserver zur

Steuerung aller Komponenten im Einsatz.

Außerdem gehören noch eine Bus-Einund

Ausfahrt zum Parkbetriebssystem –

für ein Parkhaus eine Besonderheit.

Die SVG betreut von ihrer Würzburger

Parkleitstelle aus die Parkkunden und

kann dank des 24-Stunden-Bereitschaftsdienstes

der SVG rund um die Uhr eine

Störungsbeseitigung veranlassen. Per Videoanlage

werden die Einfahrten, Ausfahrten

und Kassenautomaten überwacht. Die

Bilder laufen in der Würzburger Leitstelle

auf. Auch das Ticket- und Tarifmanagement,

die Statistiken sowie das Beschwerdemanagement

werden von Würzburg

aus abgedeckt. Vor Ort in Stuttgart sorgen

zwei Mitarbeiter der SVG für Ordnung im

Parkhaus, helfen bei kleineren technischen

Störungen an der Anlage und wickeln den

Geldverkehr ab.

Umfangreiche Funktionstests

Vor der Inbetriebnahme prüften die SVG-

Servicetechniker die gesamte Anlage äußerst

gründlich, um das einwandfreie

Zusammenspiel aller Komponenten sicherzustellen.

Bei diesem Probebetrieb

wurden alle Standardsituationen im täg -

lichen Parkbetrieb eingehend getestet.

Die Ein- und Ausfahrten sowie die Kassenautomaten

wurden penibel mit allen

Ticketarten wie Kurzparktickets, Kongresstickets,

Dauerparkertickets und

Funk tionskarten geprüft. Erst nachdem

die einwandfreie Funktion aller Hardund

Softwarekomponenten feststand,

nahm Silke Rossbach, die Leiterin des

Gebäudemanagements, die Gesamtanlage

ab. ■

DESIGNA

Robert Gasse Nachfolger

von Klaus Wollenhaupt

Nach mehr als 26 Jahren bei DESIGNA übergab Klaus Wollenhaupt Ende

2009 die Leitung der Vertriebsniederlassung Stuttgart an Robert Gasse.

Wollenhaupt hatte seit April 1987 die Niederlassung geleitet. Am Jahresende

verließ er nun das DESIGNA-Team und trat seinen Ruhestand

an. Sein Nachfolger Robert Gasse ist seit November 2008 bei DESIGNA.

Der studierte Bauingenieur kann auf 15 Jahre Vertriebserfahrung im

Bereich Informationstechnologie zurückgreifen.

„Wir danken Klaus Wollenhaupt für sein Engagement und die Treue

und wünschen ihm alles Gute für die Zeit nach DESIGNA. Gleichzeitig

möchte ich Robert Gasse nochmals herzlich willkommen heißen und

ihm ebenfalls die besten Wünsche und gutes Gelingen mit auf den Weg

geben“, kommentiert Marten Jentsch, DESIGNA Vertriebsleiter Deutschland,

den Wechsel in Süddeutschland. ■


Klare Orientierung,...

...helle, freundliche Zugänge...

... im Parkhaus des Staatstheaters Darmstadt

Etwa 60 Prozent der Erwerbstätigen legten

im Jahr 2008 – neuere Zahlen liegen

nicht vor – den täglichen Weg zur Arbeit

mit dem Auto zurück. Damit ist bei

den Berufstätigen in den letzten zwölf

Jahren trotz gegenteiliger Appelle und

gestiegener Benzinpreise kein Wandel

bei der Wahl des Verkehrsmittels festzustellen.

Nach den Ergebnissen einer im

Rahmen des Mikrozensus durchgeführten

Befragung zum Pendlerverhalten

verlor der öffentliche Personennah -

verkehr seit 1996 bei den Berufspendlern

sogar an Attraktivität (Anteil 1996:

11,5 %; 2008: 10,8 %).

Die Ursachen dieser Entwicklung

können durch die Befragungsergebnisse

nicht abschließend beantwortet

werden. Fest steht jedoch, dass der Weg

zur Arbeit im Jahr 2008 im Durchschnitt

länger war als zwölf Jahre zuvor.

Für nur noch 45,8 Prozent der Erwerbstätigen

(1996: 52,3 %) lag die

Arbeitsstätte 2008 weniger als zehn Kilometer

von der Wohnung entfernt.

Trends + Tipps

Das Statistische Bundesamt meldet

60 Prozent der Deutschen

fahren per Auto zur Arbeit

Parallel hat sich der Zeitaufwand für

den Weg zur Arbeit erhöht. 68,2 Prozent

der Erwerbstätigen gaben an, weniger

als 30 Minuten unterwegs zu

sein, während es vor zwölf Jahren noch

72,8 Prozent waren.

Ausführlichere Informationen zum

Pendlerverhalten der Erwerbstätigen

sowie der Schüler und Studenten im

Zeitraum der Jahre 1996 bis 2008, zu

den benutzten Verkehrsmitteln, Wegezeiten,

zurückgelegten Entfernungen

sowie unterschiedlichen Verhaltensweisen

von Frauen und Männern bietet ein

Ende 2009 veröffentlichter Artikel im

STATmagazin des Statistischen Bundesamtes.


Berufspendler: Mehrheit fährt Auto.

Foto: Peter Kichhoff / PIXELIO


Im Fokus

10 Parken aktuell · März 2010

Intertraffic 2010 feiert ihre 20. Auflage

Die Branche trifft s

Innovationen haben die Aussteller der 20. Intertraffic in Amster-

dam wieder reichlich angekündigt. Auf der laut Veranstalter

weltweit größten Messe für Verkehrsinfrastruktur befassen sich

viele Unternehmen schwerpunktmäßig mit den Themen Um-

weltschutz und Nachhaltigkeit. So soll sich dieses Leitmotto wie

ein „grüner“ Faden durch das Messegelände ziehen.

Wie immer ist die Intertraffic in mehrere

Segmente eingeteilt. Neben den vier Hauptthemen

Infrastruktur, Verkehrsmanagement,

Sicherheit und Parken werden in

diesem Jahr zwei weitere Themenfelder

abgedeckt: Interaktive Systeme und Umwelt.

Angekündigt haben sich über 750

Aussteller aus der ganzen Welt. Sie werden

ihre Produkte und Lösungen auf einer

Fläche von insgesamt 53.000 Quadratmetern

im RAI Convention Centre in Amsterdam

zeigen.

Ein besonderer Höhepunkt der Messe

wird auch in diesem Jahr für viele Aussteller

und das Fachpublikum der Intertraffic

Innovation Award sein. Da die Intertraffic

vielen Unternehmen als Plattform für Produktneuheiten

dient, führten die Messeveranstalter

im Jahr 2002 den Award als

Auszeichnung für besonders innovative

Entwicklungen ein. In diesem Jahr verzeichnet

die international besetzte Jury 86

Bewerber um den Preis. Gewinner werden

in mehreren Kategorien ausgelobt. Darüber

hinaus gibt es einen Gesamtsieger,

der während der Messetage bekanntge -

geben wird.

Im Begleitprogramm der Messe finden

in Halle 9 Seminare zu aktuellen Themen

statt. Das Programm umfasst Vorträge

über Produkte, Dienstleistungen, Trends,

Marktentwicklungen sowie Geschäftsmodelle.

Präsentiert werden auch Pilotprojekte

und die daraus abgeleiteten Ergebnisse.

Intertraffic Historie

Die Intertraffic ist nach eigenen An -

gaben weltweit die Nummer 1 unter

den Fachmessen für die Verkehrs- und

Transport-Industrie. Seit ihrer Gründung

im Jahre 1972 ist die Intertraffic

Amsterdam zum Treffpunkt für Fachleute

aus aller Welt geworden. Sie richtet

sich insbesondere an politische

Entscheider, beratende Ingenieure und

die Zulieferindustrie. Alle zwei Jahre

informieren sie sich hier über die jüngsten

Entwicklungen in den Bereichen

Infrastruktur, Verkehrsmanagement,

Sicherheit und Parken. Führende Weltkonzerne

präsentieren erstmalig ihre

neuesten Produkte und Technologien

während der viertägigen Veranstaltung.

Nach dem Erfolg des „Zugpferdes“

Amsterdam folgten regionale Messen

in der Türkei und China. ■


ich in Amsterdam

Dabei besteht für die Besucher Gelegenheit

zu Diskussionen mit den Referenten

und anderen Zuhörern. Folgende Themen

stehen an den einzelnen Messetagen auf

der Agenda:

Dienstag, 23. März: Mobilitäts-Management,

Lösungen für den ruhenden Verkehr

sowie interaktive Systeme

Mittwoch, 24. März: Straßensicherheit

und -instandhaltung, Mautsysteme

Donnerstag, 25. März: Sicheres, intelligentes

und nachhaltiges Reisen, „Grüne

Straßen“, Parkinformations- und Verkehrsleitsysteme

und Verkehrsmanagement

Freitag, 26. März: Projekte und Piloten,

Maut und Mobilität

Der Eintritt zu den Seminaren ist für alle

Intertraffic-Besucher kostenlos. ■

Ausstellungsort

Amsterdam RAI

Europaplein 8

1078 GZ Amsterdam

Niederlande

Öffnungszeiten

Dienstag 23. März 10.00 - 18.00 Uhr

Mittwoch 24. März 10.00 - 18.00 Uhr

Donnerstag 25. März 10.00 - 18.00 Uhr

Freitag 26. März 10.00 - 16.00 Uhr

Weitere Informationen:

www.amsterdam.intertraffic.com

Im Fokus

Fachgespräch: Über 750 Aussteller präsentieren ihre neuesten Produkte und Lösungen.


Im Fokus

Hallenplan

Stand 03.321

Stand 03.302

Stand 01.116

Stand 02.113

Stand 02.314

Stand 02.208

Stand 02.102

12 Parken aktuell · März 2010


Stand 11.503

Stand 01.218

Stand 05.427

Stand 01.114

Im Fokus

Parken aktuell · März 2010 13


Im Fokus

Schadstoffbelastungen aus dem Autoverkehr

Garagen als Garant für gute

Forscher an der TU Wien untersuchten,

in welchem Maß die Luft durch Park -

platzsuchfahrten belastet ist und wie die

Belastung durch geeignete Parkraum -

organisation entlastet werden kann. Als

Indikatoren wurden Koh len monoxid

(CO) und Stickoxide getrennt nach NO

und NO2 gemessen. Die Im missions -

messungen wurden mit einem Mess -

fahrzeug im Wiener Straßenraum

durchgeführt.

Ziel der Messungen war eine eindeutige

Korrelation von Immissionsbelastungen

(am Gehsteig) und Fahrzeugfluss im

Straßenraum zu finden unter Berücksichtigung

der wesentlichen Einflussgrößen

Windgeschwindigkeit im Straßenraum

und Überdachwindgeschwindigkeit, deren

Elimi nierung zu einer wesentlich besseren

Erklärung des vorhandenen Zusammen-

Der Autor

Autor dieses Beitrags ist Universitäts-

Professor Hermann Kno flacher, Institut

für Verkehrs wissen schaften, im

Fach bereich für Ver kehrs planung und

Ver kehrstechnik an der Technischen

Universität Wien (TU Wien).

14 Parken aktuell · März 2010

hanges zwischen Wind- und Immissions- weisen die gleichen CO-Immissionen auf

belastung beiträgt:

wie Hauptverkehrsstraßen mit 3.000 Fahrzeugen

pro Stunde.

Ergebnisse – Immissionsteil:

In Nebenstraßen zeigt sich ein wesent-

Bei geringeren Windgeschwindigkeiten steilich stärkerer Anstieg der Schadstoffemisgen

die Immissionsbelastungen, gleich zeisionen bei Erhöhung der Verkehrsmenge.

tig verbessert sich der

Neben dem unterKorrelationskoeffi-

„Der Bau von Garagen stellt eine schiedlichen Straßen -

zient.

Die Auswirkung der

der wirksamsten

Umweltschutzmaßnahmen dar.“

Hermann Knoflacher

querschnitt sind vor

allem unterschiedliche

Überdachwindrich-

Fahrzustände („stop

tung ist stark abhängig von der Lage des and go“-Betrieb durch Parkplatzsuchfahr-

Messpunktes zum übergeordneten Straten) Ursache für den starken Anstieg bei

ßennetz.

Kohlenmonoxid. Indiz für einen primären

Wie einzelne Messungen zeigen, werden Einfluss der Fahrzustände ist der flachere

aus dem übergeordneten Straßennetz

Schadstoffmengen in die Nebenstraßen

Anstieg bei den Stickoxiden (siehe Abb. 2).

gedrückt und sind dort als erhöhte Hin- Stickstoffdioxid

tergrundbelastungen messbar.

Die Belastungen zeigen ein ähnliches Bild

Bei niedrigen Windgeschwindigkeiten lässt wie Stickstoffmonoxid. Setzt man die Im-

sich der Zusammenhang am besten linear missionsbelastungen in Relation zu vor -

beschreiben. Um der Aufgabenstellung handenen Grenzwerten, so lassen sich ma-

gerecht zu werden, war es notwendig, ximale Verkehrsbelastungen der einzelnen

Unterschiede in der Belastung der einzelnen

Straßentypen zu ermitteln. Zu diesem

Straßenkategorien bestimmen (siehe Abb. 3).

Zweck wurden die untersuchten Straßen in Schadstoffbelastungen durch Parkgaragen

Kategorien eingeteilt: breite, stark befahre- Die Höhe der Immissionen im Nahebene

Straßen, enge, stark befahrene Straßen reich der Garagen hängt von einer Reihe

sowie Nebenstraßen.

von Einflussfaktoren ab. Die Verdünnung

der Schadstoffe nach Austritt in die Atmo-

Stickstoffmonoxid

sphäre erfolgt jedoch rasch. Der Konzen-

In engen Hauptstraßen ist bei gleicher Vertrationsabfall ist auf den ersten zehn Mekehrsmenge

der NO-Anteil zwei- bis dreitern am signifikantesten. Geht man von

mal so hoch wie in breiten Straßen. Auch Emissionsbelastungen um 200 ppm CO

bei Nebenstraßen zeigt sich, dass sich mit aus, so bedeutet das eine maximale zusätz-

wachsender Verkehrsmenge der Anteil der liche Belastung von 2 ppm CO in 30 Me-

Stickoxide gegenüber breiten Hauptstratern Entfernung bei ungünstigster Situießen

fast verdoppelt.

rung der Entlüftungspunkte. Zu erwarten

sind 1 ppm CO-Zunahme in 30 Metern

Kohlenmonoxid

bzw. 3 ppm CO-Zunahme in 20 Metern

Bei CO-Emissionen zeigt sich dieser Um- Entfernung bei einer durchschnittlichen

stand noch deutlicher als beim NOx. En- derzeitigen Belastung von Nebenstraßen

ge Hauptstraßen mit Verkehrsbelastungen von 1,5 bis 2,5 ppm CO. Durch optimale

von 800 bis 900 Fahrzeugen pro Stunde Lage der Austrittsöffnungen ist die Schad-


Luft

stoffbelastung in Nebenstraßen vollkommen

steuerbar bzw. vermeidbar.

Die Schadstoffe verbleiben nur kurze Zeit

im Straßenraum, ihre Gesamtheit trägt jedoch

in den Abgasfahnen von städtischen

Agglomerationen wesentlich zur Bildung

von Folgeprodukten bei. Daher wurden an

Hand von Modellannahmen Gesamtemissionen

sowie deren Reduktionsmöglichkeiten

überprüft.

Ergebnisse

Bei Verlagerung von 20 % der Parkplatzsuchfahrten

ist z.B. eine Reduktion von ca.

30 % Stickstoffmonoxid bzw. 55-60 % Kohlenmonoxid

möglich. Im Zentrum sind die

Reduktionen durch die gegebenen langen

Suchfahrten größer. Bei 30 % Reduktion

kann Stickstoffmonoxid um 55 % und Kohlenmonoxid

um mehr als 70 % verringert

werden. Selbst unter der Annahme, dass

durch die Elimination der Parkplatzsucher

keine Verbesserung des Verkehrsflusses erreicht

werden kann, wer den die Emissionen

stark reduziert. Bei Stickstoffmonoxid sind

selbst dann 35-40 %, bei CO 50 % Reduktion

möglich, wenn bei zeitgemäßen Eingriffen

in die Oberflächengestaltung mehr

als 30 % in Parkgaragen verlagerbar sind

und die Anzahl der Durchfahrer in allen

Modellen konstant gehalten wird.

Zusammenfassung

Das Ergebnis der Untersuchung zeigt, dass

der Bau von Garagen bei gleichzeitiger Beseitigung

des Parkens an der Oberfläche eine

der wirksamsten Umweltschutzmaßnahmen

darstellt und die aus dem Verkehr

resultierenden Emissionen um die Hälfte

der heutigen Werte im dicht verbauten Gebiet

von Wien und mehr reduzieren kann.

Allerdings zeigen die Messungen, dass

die messbare Hintergrundbelastung in den

Nebenstraßen vornehmlich wieder aus

Fig. 1

Stickoxid-Messungen

in Straßen der Wiener

Innen-Distrikte

Kfz-erzeugten Emissionen des nahe gelegenen

hochrangigen Straßennetzes resultiert.

Maßnahmen zur Reduktion des

Parkplatzsuchverkehrs in diesem Bereich

werden auch zur Reduktion der sogenannten

Hintergrundbelastung führen. Die Immissionsreduktionspotentiale

sind daher

als Minimalwerte aufzufassen.

Bei richtiger Ausgestaltung der Entlüftungseinrichtungen

von Garagen treten

keine zusätzlichen Schadstoffbelastungen

im Umfeld (ab etwa 20 Meter Entfernung)

gegenüber sehr guten Luftverhältnissen in

Wien auf. Der Verkehr auf den kurzen Garagenzufahrten

erreicht Emissionen, die

etwa den Belastungen entsprechen, wie sie

NO Belastungen nach Straßenkategorien

NO in 0,01 ppm

NO 2 in 0,001 ppm

45

40

35

30

25

20

15

10

5

Nebenstraßen

enge Straßen

Im Fokus

breite Straßenräume

max. Belastung

der Garagenzufahrt

0 0 500 1000 1500 2000 2500 3000 3500

Fahrzeuge je Stunde

Gemessene NO2-Belastungen nach Straßentypen

160

140

enge Straßen

120 Halbstundengrenzwert O.Akad. d. Wiss.

100

80

enge Straßenräume

breite Straßenräume

Fig. 2

Ergebnisse der NO2- Messungen in Straßen

der Wiener Innenmedizinisch

60 empfohlener GW

40

20

0

0

Nebenstraßen

500 1000 1500 2000

max. Belastung

der Garagenzufahrt

2500 3000 3500

Distrikte

Fahrzeuge je Stunde

Fig. 3

Kohlenmonoxid-

Messungen in den

Wiener Innen-

Distrikten

CO-Belastungen nach Straßentypen

60

CO-Belastung in 0,1 ppm

50

40

30

20

10

Nebenstraßen

enge Straßen

breite Straßenräume

max. Belastung

der Garagenzufahrt

0

0 500 1000 1500 2000 2500 3000 3500

Fahrzeuge je Stunde

heute in den Nebenstraßen von Wien allein

aufgrund des auftretenden Lokalverkehrs

gemessen werden. Legt man die Garagenzufahrten

in breitere Straßenräume

und begrenzt sie durch Bepflanzungen, ist

auch entlang der Garagenzufahrten mit einer

verbesserten Luftqualität zu rechnen.

Es stellt daher eine Parkraumorganisation

mit Unterbringung der Fahrzeuge in

Garagen, Verkehrsfreimachen an der

Oberfläche und Grünstreifen für Fußgänger,

Radfahrer und den öffentlichen Verkehr

vermutlich nach wie vor eine der am

besten wirksamen und ausgewogenen

Maßnahmen zur Verbesserung der Luftqualität

dar. ■

Parken aktuell · März 2010 15


Im Fokus

E-Ladesäule Sitraffic Epos

Parken, Strom tanken und mehr

Die E-Ladesäule Sitraffic Epos von

Siemens Mobility ist eine Tankstelle für

Elektrofahrzeuge und enthält darüber

hinaus eine Einheit mit Info-Terminal

und Bezahlsystem.

Die Automobilindustrie arbeitet mit

Hochdruck an Fahrzeugen, die ohne Benzin

und Diesel auskommen. Die Reichweite

von Elektrofahrzeugen ist derzeit wesentlich

geringer als die der mit Kraftstoff

betriebenen Autos. Wichtig sind ein möglichst

engmaschiges Netz an Ladevorrichtungen

und eine zuverlässige Information

über deren Standorte. Das bedeutet beträchtliche

Veränderungen in der Infrastruktur,

die von der Stromerzeugung und

-verteilung über Fahrzeugkomponenten

bis hin zur Bereitstellung und Abrechnung

der benötigten Strommengen reichen.

Diese Anforderungen werden nach Herstellerangaben

mit der Sitraffic Epos-Lade-

16 Parken aktuell · März 2010

station erfüllt. Sitraffic Epos ist modular

aufgebaut und lässt sich als einzelne Ladeeinheit

oder als Station mit jeweils bis zu

zehn Satellitenanschlüssen konfigurieren.

Sie kann überall dort zum Einsatz kommen,

wo das Auftanken von mehreren

Elektrofahrzeugen sinnvoll ist, also im öffentlichen

Verkehrsraum – und dort zum

Beispiel kombiniert mit Parkscheinautomaten

– oder auf Firmengeländen.

Hohe Sicherheitsstandards

Die Belegung der Ladesäule kann über

Mobilfunk an eine Zentrale gemeldet werden,

die kontinuierlich Auslastung und

Verfügbarkeit der Stationen überprüft.

Epos bietet eine Zugangskontrolle über eine

integrierte Benutzeridentifikation mittels

kontaktloser Karte und ermöglicht

Informationen über die tatsächliche Nutzung

sowie die Abrechnung. Hohe Sicherheitsstandards

seien dadurch gewährlei-

Modularer Aufbau:

Sitraffic Epos umfasst

neben einer „Tankstelle“

für Elektrofahrzeuge

auch ein Info-Terminal

und eine Bezahlstation.

Konfigurierbar ist das

System als einzelne

Ladeeinheit oder als

Station mit bis zu zehn

Satellitenanschlüssen.

stet, dass die Epos-Ladeanschlüsse nur

dann unter Spannung stehen, wenn ein

Auto angeschlossen und der Anschluss

tatsächlich freigeschaltet ist.

Die Ladestation ist mit einem Farb-Display

ausgestattet, über das jeder Benutzer

durch die Bedienung geleitet wird. Per Anbindung

an eine Datenzentrale können am

Display zusätzliche Informationen aufgespielt

werden wie Stadtinformationen,

touristische Ziele oder Hotels und Restaurants

in der Nähe. Später soll auch die

Möglichkeit bestehen, die Ortsdaten der E-

Ladesäulen direkt an einen Routenplaner

im Auto zu übermitteln. Die elektrischen

Tanksäulen sind im gleichen Design gestaltet

wie die Sitraffic-Parkscheinautomaten

von Siemens und sollen sich damit nach

den Vorstellungen der Entwickler ins

Stadtbild einfügen. ■


Im Fokus

Parkhausbetreiber engagier

Wie parken und tanken wieder zusammen passen...

Elektroautos bieten zu herkömmlichen

Benzin- oder Dieselfahrzeugen ein hohes

Einsparpotenzial an klimaschädlichen Immissionen.

Dank medialer Aufmerksamkeit

zum Thema Elektromobilität durch

die Klimaschutzziele der Bundesregierung

sind derzeit bisher knapp 1.500 batteriebetriebene

Fahrzeuge auf Deutschlands Straßen

im Testbetrieb unterwegs.

Damit Elektrofahrzeuge wirklich zum

praxistauglichen Zukunftsmodell werden,

wird derzeit vor allem an den technischen

Herausforderungen gearbeitet. Als

einer der führenden Parkhausbetreiber in

HINTERGRUND

Die Contipark Unterneh mens -

gruppe wurde 1967 gegründet und

hat ihren Hauptsitz in Berlin.

Als Tochter der Interparking Group,

einem der größten Parkhaus be -

treiber in Europa, betreibt das

Unternehmen in Deutschland und

Österreich mehr als 100.000 Stell -

plätze in rund 400 Parkein richtun -

gen in über 160 Städten.

18 Parken aktuell · März 2010

Deutschland und Österreich ist Contipark

derzeit an drei Projekten zur Elektromobilität

beteiligt.

Ladeplätze bereitstellen

Michael Kesseler, Geschäftsführer der

Contipark Unternehmensgruppe, erläutert

die Motivation für das Engagement:

„Durch unseren Einsatz können wir die

angestrebten eigenen Unternehmensziele

zur CO2-Reduktion direkt umsetzen. In allen

Modellregionen wird derzeit an der Infrastruktur

gearbeitet, die zum Aufladen

der Elektrofahrzeuge am Stromnetz nötig

ist. Contipark bietet an dieser Stelle durch

die Bereitstellung von Parkraum und Ladeplätzen

einen wichtigen Beitrag zur flächendeckenden

Versorgung mit Stromtankstellen.“

Im Rahmen des Projektes „MINI E Berlin

powered by Vattenfall“ unterstützt

Contipark den Aufbau einer Ladeinfra-

struktur und stellt dafür in fünf Berliner

Parkeinrichtungen reservierte Stellplätze

für Elektrofahrzeuge zur Verfügung, an denen

Vattenfall frei zugängliche Stromladesäulen

betreibt.

Pilotprojekt in Berlin

In der ersten Pilotphase im Sommer 2009

erprobte Contipark selbst eines der 50

Testfahrzeuge der MINI E-Flotte. „Durch

diesen Praxistest konnten wir wichtige Erkenntnisse

zur Alltagstauglichkeit der

Fahrzeuge und Stromtankstellen im derzeitigen

Verkehrsnetz gewinnen. In Berlin

werden noch zusätzliche Häuser mit Ladestationen

ausgestattet, um die Versorgungssicherheit

weiter zu verbessern“, erläutert

Michael Kesseler.

In das bundesweit erste Förderprojekt

„BeMobility“ des Bundesministeriums für

Verkehr, Bau und Stadtentwicklung bringt

Contipark neben exklusiven Flächen auch

Michael Kesseler im Berliner Parkhaus

Zehlendorfer Welle, eines der Objekte,

das bereits mit einer Ladestation ausgestattet

ist.


t sich für Elektromobilität

Contipark-Geschäftsführer

Michael Kesseler: „Unternehmensziele zur

CO 2-Reduktion direkt umsetzen.“

sein Know-How für Abrechnungs- und

Zugangssysteme mit ein. Gemeinsam mit

zehn Partnern erprobt „BeMobility“ in der

Testregion Berlin/Brandenburg innovative

Mobilitätslösungen der Zukunft.

Parken und

tanken mit einer Karte

Benutzerfreundliche Zugangs- und Abrechnungssysteme

sind für Contipark

eine Grundvoraussetzung bei der Entwicklung

von Karten- und Kundenbindungssystemen.

Bereits heute können Fahrer der

Elektro-Minis mit nur einer Karte gleichzeitig

parken und die Vattenfall-Ladesäule

für den Tankvorgang öffnen.

Michael Kesseler weiter: „Contipark

verfügt bereits über

moderne Kartentechnologie,

die alle Prozesse rund um das

Parken vereinfacht. Kundenfreundlichkeit

steht hier an oberster Stelle: Die Abrech-

Im Fokus

nung aller Parkentgelte kann automatisch

per Lastschriftverfahren oder über die Kreditkarte

erfolgen. Somit entfällt der Weg

zum Kassenautomat und alle Parkvorgänge

können genau abgerechnet werden.“

Back to the roots in Köln

Als jüngstes Projekt ist nun eine überregionale

Kooperation von Contipark mit dem

Kölner Netzbetreiber RheinEnergie ins Leben

gerufen worden. In Köln wurden unlängst

Stromtankstellen im Contipark-

Parkhaus in der Lungengasse eröffnet.

Interessant an diesem Standort in Köln:

Vor 40 Jahren stand an gleicher Stelle

schon einmal eine Tankstelle. Damals passte

Parken und Tanken wirtschaftlich nicht

mehr zusammen und die Zapfsäulen wurden

wieder abgebaut. Durch das Thema

Elektromobilität stehen Parken und Tanken

heute wieder in einem direkten Zusammenhang.


Reportage

Köster GmbH realisiert 2.824 Stellplätze im P7

Innovatives Parkhaus am

Flughafen Düsseldorf

Mehr Service für Passagiere: Wer ab dem Flughafen Düsseldorf fliegt, gelangt jetzt in zwei Mi-

nuten über eine Fußgängerbrücke zum Check-in. Die Osnabrücker Köster GmbH erstellte das

Parkhaus P7 schlüsselfertig mit 2.824 Stellplätzen. Es ist direkt mit Terminal 1 verbunden und

ragt mit neun Geschossen neben einem Zwillingsgebäude in die Höhe. Rund 25 Millionen Euro

investierte die Flughafen Düsseldorf GmbH, um das Parkangebot zu optimieren.

Das Parkhaus mit 2.824 Stellplätzen ist eines

von zahlreichen Projekten, mit denen

die Flughafen Düsseldorf GmbH den Ausbau

der Infrastruktur betreibt. Die Köster

GmbH erbrachte alle Leistungen aus einer

Hand und übergab das architektonisch

transparent gestaltete Parkhaus P7 nach

zwölf Monaten Bauzeit.

Dazu setzte ihr Kompetenz-Center

KÖSTER-PARKING anspruchsvolle Ingenieurleistungen

um: Weil die Hauptstromversorgung

des Flughafens unter dem P7

verläuft, realisierte die Köster GmbH das

Fundament auf einer Pfahlgründung. Für

die Tragwerkkonstruktion verbauten die

20 Parken aktuell · März 2010

Hochbauexperten 2.100 Tonnen Profilstahl.

„Wegen der strengen Sicherheitsvorkehrungen

musste jeder Betonwagen angemeldet

und abgesprochen werden, jedes Baugerät

auf die Flughafentechnik abgestimmt und

störungsfrei sein. Logistisch ist dies eine

Höchstleistung: Maschinen und Materialien

waren auf nur zehn Metern Baustreifen untergebracht,

und dies erforderte eine perfekte

Koordination der Bauabläufe“, so Hartmut

Kuhlmann, Projektleiter der Köster GmbH.

Auflagen der Flugsicherung

Noch geringer fiel der Arbeitsraum in der

Höhe aus. Den Bauspezialisten blieben nur

wenige Meter bei der Errichtung des Parkhauses

P7 – wegen Auflagen der Flugsicherung

zur Vermeidung von Radarbetriebsstörungen.

„Normalerweise beträgt der

Arbeitsraum zehn Meter in der Höhe. In

Düsseldorf hatten wir 50 Prozent weniger

Platz zur Verfügung. Unsere Lösung war

der Einsatz von zwei Topless-Turmdrehkranen.

Und wir haben das Gebäude in

Vorkopfmontage – von der Mitte aus in

zwei Richtungen – aufgezogen“, berichtet

Bauleiter Carsten Hollmann. „Unser Ziel

war schließlich, trotz aller Widrigkeiten die

kurze Bauzeit einzuhalten. Dies ist uns

nicht zuletzt aufgrund unserer über viele


Jahre selbst entwickelten Projektsteuerungssysteme

gelungen.“

Das Kompetenz-Center KÖSTER-

PARKING greift auf jahrzehntelange Erfahrung

im Bau von modernen und wirtschaftlichen

Parkhäusern und -plätzen

zurück und ist nach eigenen Angaben

nicht auf bestimmte Bauweisen oder -materialien

festgelegt. Mit zum Angebot der

Köster GmbH gehören auf Wunsch zudem

die Verkehrsanbindung, die komplette Infrastruktur

sowie die Außenanlagen. ■

Weitere Informationen:

www.koester-bau.de

Luftig und hell: Das neue

Parkhaus P7 am Flughafen

Düssel dorf bietet

2.824 Stellplätze. Wer hier

parkt und abfliegt, gelangt

jetzt in nur zwei Minuten

über eine Fußgänger brücke

(ganz rechts) direkt

zum Check-in-Schalter.

Reportage


Reportage

Professionelle Schneebeseitigung

Sichere Wege im winterlichen Berlin

Auf 40 Jahre Erfahrung blickt die SNW

Schneebeseitigung Nord Winterdienst

GmbH, eine Tochter der GRG Services

Group, zurück. Im Einsatz sind die Räumungsexperten

unter anderem im Berliner

Regierungsviertel. Zum Einsatz

kommen Multicar-Fahrzeuge der Hako-

Werke GmbH.

Die SNW bewiesen Weitblick: Rechtzeitig

vor dem harten Winter 2009/2010 hatten

die Berliner im Spätsommer 2007 sieben

Multicar-Fahrzeuge aus dem Waltershausener

Werk der Hako-Werke GmbH geordert.

„Der Einsatzbereitschaft unserer Mitarbeiter

und dem rechtzeitigen Erwerb von

zuverlässiger Technik verdanken wir“, betont

Diplom-Kaufmann Christian Heikenfeld,

Prokurist der Schneebeseitigung

Nord Winterdienst GmbH und der GRG

Services Group, „dass wir auch in diesem

für Berliner Verhältnisse außergewöhnlichen

Winter anerkannte Qualitätsarbeit

leisten können.“

Besonders sensible Bereiche seien die

Höfe und Gehwege zu den Regierungsgebäuden

wie beispielsweise dem Bundeskanzleramt,

dem Reichstag oder der Villa

Borsig des Auswärtigen Amtes. Hier hat die

SNW in zusätzlichen Touren Schnee geräumt

und gestreut. Gleiches gilt für die

22

Parken aktuell · März 2010

Zuwege von Krankenhäusern wie das zur

Charité gehörende Franziskus-Krankenhaus.

Insgesamt räumte das Unternehmen

maschinentechnisch Schnee auf einer Fläche

von etwa 440.000 Quadratmetern. Dazu

wurde eine Gesamtfläche von 42.000

Quadratmetern manuell geräumt.

Zeitgemäße Fahrzeugflotte

„Zur Fahrzeug-Flotte, die wir zum Schneeräumen

einsetzen“, hebt Ingmar Hötschel,

Leiter Marketing und Kommunikation der

GRG Services Group hervor, „gehören seit

gut zwei Jahren fünf TREMO Carrier, wobei

zwei mit einer höheren Hydraulikleistung

zum Antrieb von Zusatzgeräten ausgerüstet

sind und zwei FUMO Carrier. Alle

Fahrzeuge arbeiten mit umweltfreundlichen

Motoren, die der Euro 4-Norm

entsprechen. Alle sieben Fahrzeuge

sind mit Hako-Frontkehrmaschinen

und -Streuern ausgestattet.“

Fotos: GRG Services Group

Die Wendigkeit der Fahrzeuge, die Traktionsmöglichkeiten

mit dicken Reifen sowie

die Ausstattung mit einer Differentialsperre

ermöglichen den Fahrern, auch

enge Passagen gut zu meistern.

„Nicht zuletzt“, fügt Christian Heikenfeld

hinzu, „passt auch zu unserer Selbstverpflichtung,

die Umwelt zu schonen, das

Umwelt-Engagement der Hako-Werke.“

Seit Januar 2010 seien alle Hako-Fahrzeuge

mit Motoren ausgestattet, die der Euro

5-Norm entsprechen, so ein Unternehmenssprecher.


Winterdienst:

Die SNW Schneebeseitigung Nord

Winterdienst GmbH, eine Tochter der GRG

Services Group, sorgt für sichere Wege im

Bereich des Reichstags.


Details zu

den neuen LED-Tubes

n LED-Type SMD 0,06W von der

Umwelttechnik Dürr GmbH,

Würzburg

n 340 LED pro Tube

n Leistungsaufnahme inkl.

Elektronik 24 W

n Abstrahlwinkel 120 Grad

n Lichtfarbe 4000 K warm

n 30 Monate Produktgarantie

n Keine teuren Vorschaltgeräte und

damit geringerer Wartungsaufwand

n Einsetzbar von minus 30 bis plus

50 Grad Celsius, bis zu einer Luftfeuchtigkeit

von 90 Prozent

n Alle erforderlichen Zertifizierungen

inklusive TÜV, EMV, Harmonietest,

RoHS und CE vom TÜV

Rheinland sind vorhanden

n Kurze Amortisationszeit zwischen

einem und drei Jahren je nach

Leuchtzeit und Stromkosten

n Eigentemperatur der Tube maximal

45 Grad Celsius, die Wärmeentwicklung

ist 40 Prozent geringer

als bei den ersetzten Röhren

Die alte Röhren-Technik

erzeugte ein gelb/grünes Licht.

Die neue Lichttechnik hält Einzug in den

Würzburger Parkgaragen. Als Einstiegsprojekt

stellte die SVG die gesamte Beleuchtung

in der Kranengarage am Main

auf sparsame LED-Technik um.

Am Licht und den Leuchten selbst bemerkt

man kaum einen Unterschied, denn

die LED sind in sogenannte Tubes (Röhren)

eingebaut und können in die vorhandenen

Leuchten ohne große Umbauten

eingesetzt werden. Der Unterschied im

Licht ist kaum bemerkbar. Nur auf Fotos

kann man feststellen, dass die althergebrachten

Neonröhren ein etwas gelb-grünlicheres

Licht erzeugen. Um ein angenehmes,

warmes Licht zu erzielen, wurden

spezielle LED mit einer Lichtfarbe von

4000 K ausgewählt.

Kurze Amortisationszeit

Die Energiekosten für die Kranengarage

könne die SVG mit der neuen Lichttechnik

deutlich nach unten schrauben, so die Be -

treiberin. So sind dort 41 Leuchten 24 Stunden

am Tag im Einsatz und 105 Leuchten

an hochgerechnet zehn Stunden. Die Leuch -

ten sind also insgesamt 742.410 Stunden im

Reportage

Neues Licht in der Würzburger Kranengarage

Strom sparen mit LED

Jahr in Betrieb. Dies ergibt ei nen jährlichen

Verbrauch von rund 49.000 Kilowattstunden.

Die bisherigen Neon-Röhren hatten

auch einen beachtlichen CO2-Ausstoß vorzuweisen:

allein für die Kranengarage fielen

pro Jahr 16,86 Tonnen an.

Dagegen verbrauchen die neuen LED

nur noch 16.333 Kilowattstunden pro Jahr

und haben nur noch einen CO2-Verbrauch von 5,62 Tonnen. Bei den Stromkosten

können so jährlich immerhin rund 5.300

Euro eingespart werden. Die Amortisationszeit

des gesamten Lampenwechsels

liege damit bei nur zwei Jahren.

Im Vergleich zu den bisher verwendeten

Röhren benötigt die neue Lichttechnik bei

gleicher Lichtausbeute also nur noch etwa

ein Drittel der bisher eingesetzten

Energie. Projektbetreuer Michael Stock

achtete bei der Auswahl der LED auf

Qualität. Diese seien zwar etwas teurer,

machten sich aber durch eine län -

gere Haltbarkeit bezahlt. Vom Hersteller

zugesichert würden immerhin 50.000

Betriebs stunden. Nach der Installation bestätigten

60 Messungen in der gesamten

Garage, dass sich mit den LED nichts an

der Helligkeit veränderte. ■

Parken aktuell · März 2010 23


Reportage

Neues Parkhaus für die Heilbronner Innenstadt

Ein modernes Stück Stadten

Heilbronn ist eine beliebte Einkaufsstadt.

Mit der Lern- und Erlebniswelt „Expe -

rimenta“ wird ein weiterer Publikumsmagnet

hinzukommen. Deshalb hat die

Stadt in ein neues, zentrales Parkhaus

investiert. Es besticht durch seine ge -

lungene Architektur. Eine Photovol -

tai kanlage über dem obersten Parkdeck

gehört zu den ungewöhnlichen Ausstattungsmerkmalen

des Gebäudes.

„Mit diesem zusätzlichen zentrumsnahen

Parkangebot werden die Kunden der Innenstadt

keine Probleme mehr haben, einen

Stellplatz zu finden“, freuten sich die

Verantwortlichen der Stadt schon beim ersten

Spatenstich. Nach nur sechs Monaten

Bauzeit konnte das Parkhaus seiner Bestimmung

übergeben werden.

Begrünter Innenhof

Wegen der Bodenbeschaffenheit war in

diesem Fall eine Tiefengründung erforderlich.

Die Baumasse des Parkhauses gliedert

sich in zwei fünfgeschossige Gebäudehälften,

die jeweils 75 Meter lang und 16 Meter

breit sind. Dazwischen befindet sich

ein begrünter Innenhof. Er wurde in einen

Naturstein- und Moosgarten verwandelt.

Rampen verbinden die beiden Gebäudeteile.

Ein weiteres verbindendes Element ist

das zentrale Treppenhaus mit Aufzug. Die

Nebentreppenhäuser liegen an den Stirnseiten

des Parkhauses.

Als Autofahrer erreicht man das Parkhaus

vom Norden her. Hier liegt, von der

Wohnbebauung abgewandt, die Ein- und

Ausfahrt mit Pförtnerbox und öffentlicher

Toilettenanlage. Im Uhrzeigersinn können

sämtliche Ebenen erschlossen werden.

Das Verlassen des Gebäudes erfolgt in ge -

genläufiger Richtung. Die insgesamt 496

24 Parken aktuell · März 2010

Stellplätze (je 5 x 2,50 Meter) sind auf beiden

Seiten der Fahrgasse im rechten Winkel

angeordnet. Die Fahrgassen haben eine

Breite von 6 Metern. Die Geschosshöhe

beträgt durchgängig 2,75 Meter. Die Parkgassen

sind frei überspannt – das verbessert

die Übersichtlichkeit und macht das

Rangieren besonders leicht.

Photovoltaik-Anlage

Der offene, freundliche Charakter des

Parkhauses wird durch die Fassadengestaltung

unterstützt. Die beiden Gebäudehälften

sind je dreiseitig mit einer gelochten

Kraftwerk: Eine Photovoltaik-Anlage

auf dem obersten Parkdeck erzeugt

umweltfreundlichen Strom.

Metallfassade aus Aluminium umschlossen,

zum begrünten Innenhof sind sie

offen. Ein weiteres auffälliges Detail be -

findet sich auf dem Dach des Parkhauses:

Der Westflügel wurde auf der obersten

Parkebene mit einer Photovoltaik-Anlage

versehen.

Die Planung und Realisierung des Bauprojekts

innerhalb weniger Monate war

möglich, weil das Parkhaus auf einem Bausystem

basiert. Es ist ganz gezielt für Park-

Hell und einladend: Durchlässige

Fassadenelemente lassen viel Licht

ins Innere.

BAUTAFEL

Bauherr:

Stadtwerke Heilbronn

Architekt:

petry + wittfoht, Stuttgart

Generalunternehmer:

GOLDBECK Süd GmbH,

Niederlassung Stuttgart


twicklung

häuser und Parkdecks entwickelt worden.

Die dahinter stehenden Konzepte sollen

nicht zu Einheitslösungen führen, sondern

Raum für kreative Gestaltungsmöglichkeiten

lassen. Das Parkhaus in Heilbronn sei

ein besonders gelungenes Beispiel dafür, so

die Bauherren.

Eine elementierte Bauweise auf der Basis

vorgefertigter Teile erlaube eine schnelle

Errichtung in gleich bleibend hoher

Qualität. Das Bausystem mit der Bezeichnung

Gobacar stammt von der Goldbeck

GmbH. Spezialkenntnisse hat das Bauun-

Reportage

Gelungene Architektur: Das neue Parkhaus in der Heilbronner Innenstadt

ternehmen mittlerweile auch in der Photovoltaik-Technologie.

Hierfür wurde mit

der Goldbeck Solar GmbH eine eigene

Tochtergesellschaft gegründet. Das Parkhaus

in Heilbronn sei laut den Protagonisten

ein Gewinn für die Stadt. Davon zeuge

die rege Nutzung seit der Eröffnung, die

inzwischen durch die Experimenta noch

intensiver geworden sei. Das Gebäude

strahle eine besondere Ästhetik aus und

fungiere nebenbei auch noch als um -

weltfreundliches „Kraftwerk“. Dies fördere

zweifellos die Akzeptanz. ■

Parken aktuell · März 2010 25


Vorgestellt

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„Green Efficiency“: Scheidt & Bachmanns Innovationsoffensive 2.0

Branchenführer setzt auf nac

entervo Erfinder Scheidt & Bachmann läutet

die Zeit der neuen Wirtschaftlichkeit

ein. Mit der auf Nachhaltigkeit fokussierten

Innovations-Strategie „Green Efficiency“

will das Unternehmen den Erfolg für die

Branche verstärkt zukunftssicher machen.

Scheidt & Bachmann zeigt sich entschlossener

denn je, die immensen Herausforderungen

des Weltmarktes und die Notwendigkeiten

zum weltweiten Klimaschutz aktiv zu

nutzen. „Unseren Teams ist es erneut gelungen,

Innovationspotenziale technologisch

konsequent weiter denkend zu realisieren“,

fasst Samuel Spaltner, Scheidt & Bachmann

Marktbereichsleiter Deutschland, zusammen.

„Unsere initiierte Strategie „Green Efficiency“

soll dabei den Nutzwert für die neuen

Belange der Parking Branche signifikant

steigern, allen voran die Aspekte Umwelt und

Wirtschaftlichkeit.“

Kernstück des „Unternehmens Nachhaltigkeit“

ist dabei die neue Generation der

Parking Software entervo.com 2. Neben

diesen Aspekten der Nachhaltigkeit, erhöht

entervo.com 2 darüber hinaus den Komfort

und die Sicherheit für Betreiber und Kunden.

Anlässlich der Intertraffic 2010 in Amsterdam

erhält entervo demnach erneut Gelegenheit,

seine Innovationskraft für die

Parking Branche zu demonstrieren.

Konkret umgesetzt wird dies durch ein

Lösungs- und Leistungsportfolio, das die

Möglichkeiten der voll integrierten und

web-basierten Systeme und Module in bisher

nicht gekannter Weise ausschöpfen soll.

Einige der neuen Funktionalitäten und Features

in Hinblick auf die Strategie „Green

Efficiency“, die die Mönchengladbacher

Entwickler kurz vor Messebeginn Kund taten,

sind z.B. neue intelligente Stand-By-

Modus-Funktionen. Mit ihrer Hilfe sollen

die Systemkomponenten künftig deutlich

26 Parken aktuell · März 2010

effizienter und Ressourcen schonender zu

managen sein. Dabei sollen Rechner-, elektromechanische

Bewegungs- und Display-

Einheiten künftig nur dann aktiv sein, wenn

sie tatsächlich gebraucht werden. Neueste,

interaktiv genutzte Bewegungs-, Licht- und

Temperatur-Sensorik machen es möglich.

Zusätzlich erlauben präzise steuerbare Prozesszyklen

den Energiebedarf zu Nachtzeiten

sowie an Wochenenden zu senken.

Erweiterte Lebenszyklen

Neben einer deutlich verbesserten Energieeffizienz

steigen auch die Lebenszyklen

zahlreicher Komponenten. Durch den

Stand-By-Modus laufen die Geräte nicht

mehr ununterbrochen 24 Stunden am Tag

und an sieben Tagen in der Woche. „Wir erwarten

durch diese Maßnahmen eine positive

Auswirkung auf die Standzeiten der

elektromechanischen Baugruppen in unseren

Geräten“, prognostiziert Ulrich Fleps,

Geschäftsführer des Service-Unternehmens

Klaus Gindl GmbH, einem Tochterunternehmen

der Scheidt & Bachmann GmbH.

Eine Steigerung von Komfort und Sicherheit

für Betreiber und Kunden wird mit entervo.com

2 dank der neuen Möglichkeiten

und vielfältigen Effizienzvorteile der integrierten

Kennzeichenerkennung erzielt. LPR

(Licence Plate Recognition) bietet die Möglichkeit,

Durchfahrts- und Abrechnungsprozesse

erheblich zu vereinfachen. Die Vision

des ticketlosen Ein- und Ausfahrens für

Dauerparker und Reservierungskunden ist

nunmehr in der Wirklichkeit angekommen.

Für den Operator bedeutet das erweiterte

„integriert sein“: Kein zweiter Monitor wird

notwendig sein, um den LPR-Prozess zu verfolgen.

Die Applikation ist komplett über die

entervo Oberfläche aufruf- und steuerbar.

LPR-Daten und Transaktionsdaten werden

in einer Datenbank vorgehalten und können

damit zu vielfältigen Recherchemöglichkeiten

kombiniert werden.

Neue Potenziale ausschöpfen

Der hohe Integrationsgrad der LPR-Technologie

wird darüber hinaus noch weitere

Nutzwerte für Parkraumbewirtschafter bereithalten.

Betreiber können durch Datenauswertung

ihre Parkkunden künftig deutlich

besser qualifizieren. So lassen sich aus

einer bislang grauen Masse von scheinbar

sporadischen Kurzzeitparkern bislang unentdeckte

Stammkunden mittels des Kennzeichens

identifizieren. Dies eröffnet seinerseits

neue Potenziale für individuelle

Kundenansprache. „Auch Frage-Auswertungen

wie ‚Woher kommen meine Kunden‘

bzw. ‚Wie viele kommen von woher’ erlauben

künftig ein gezieltes Geo-Marketing“,

konstatiert Samuel Spaltner. „Dies bringt

spürbare Vorteile bei der Steuerung regio -

naler Werbemaßnahmen sowie der Standort-

und Investitionsplanung.“ Die Informationsauswertung

der LPR-Technik wird

im Bereich Sicherheit maßgebliche Fort-


hhaltigen Erfolg

entervo ist weltweit im Einsatz – wie hier am Flughafen in Las Vegas.

schritte bieten – sowohl für die realisierte

Sicherheit als auch für das „gefühlte“ Sicherheitsempfinden

vor Ort. Das Sicherheitsmanagement

der neuen entervo Generation

wird zum Beispiel das aktive Abweisen unerwünschter

Parkkunden ermöglichen und

erlaubt sogar, manipulative Fahrzeugwechsel

wie im Falle von Diebstahldelikten aufzudecken.

Auch die häufig zeitaufwendige

Abwicklung im Falle verloren gegangener

oder unlesbarer Tickets wird sich künftig

vereinfachen. Dank LPR sind die dokumentierten

Durchfahrtsvorgänge gezielt aufrufbar

und sichern eine präzise Tarifermittlung.

Die erkannten Autokennzeichen einfahrender

Kunden können sogar auf den jeweils

zugehörigen Tickets aufgedruckt und somit

unverwechselbar gemacht werden.

Neue Wege im eCommerce

Neue Wege und Möglichkeiten für die Parking

Branche wird Scheidt & Bachmann

auch im Innovationsbereich eCommerce

realisieren. Das professionalisierte und voll

integrierte Reservieren von Parkplätzen via

Internet bietet nicht nur für den Kunden

zahlreiche Vorteile. Die eigentliche Bedeutung

liegt darin, dass der Betreiber personalisierte

Kundendaten erhält und somit

Kenntnis über Buchungen und Parkverhalten

bekommt. Analytische Auswertungen

versetzen ihn in die Lage, neue Produkte

rund ums Parken zu generieren und diese

gezielt seinen Kunden anbieten zu können.

Das eCommerce Wachstumsfeld hält

aber noch weitere Marketing-Möglichkeiten

bereit. Denkbar sind zum Beispiel Preis-

Aktionen oder saisonale Specials mit besonderen

Winter-, Holiday-, Langzeit- oder

Frühbucher-Tarifen – sicher ein viel versprechender

Weg für Betreiber, um in den

Bereichen Suchmaschinen-Präsenz und

Marken-Aufbau gut zu punkten.

Weitere Anzeichen für die umfassend

vorangetriebene IT-relevante Integration

zeigen sich nicht zuletzt auch anhand von

Schlagworten wie „Zentralisierung, Virtualisierung,

Flexibles Reporting und Global

Management Dashboard (GMD)“. Der

weitgehend personallose Betrieb auf ope-

Vorgestellt

ANZEIGE

rativer Ebene scheint nicht mehr länger

Fiktion, sondern künftig effizient durchführbar.

Damit einher geht also der Trend

zur zentralisierten Steuerung mehrerer, an

verschiedenen Orten gelegener Parkhäuser.

Die fortschreitende Standardisierung,

auch auf Ebene der betreiberspezifischen

Lösungsangebote, scheint die Skalierbarkeit

in bisher nicht gekannten Dimensionen

zu ermöglichen. Das immer engmaschiger

gewobene Netz an Steuerungsmöglichkeiten

und Prozessdokumentation erlaubt

künftig real-time Datenzugriffe, die jede

Management-Ebene adäquat bedienen.

Mit dem Global Management Dashboard

(GMD) werden alle entscheidungsrelevanten

Informationen und Kennzahlen auf einen

Blick erfasst und in prozessoptimierende

Maßnahmen umgesetzt.

Fazit: Scheidt & Bachmann setzt mit entervo.com

2 umfassend auf nachhaltige Effizienz.

Mit „Green Efficiency“ können in

Summe Energieeinsparungen beim Anlagenbetrieb

von bis zu 70 Prozent erzielt

werden. Das dürfte nicht nur die kühl

rechnenden Nutzer der neuesten entervo

Technologie freudig stimmen, sondern

auf weltweiter Skala auch die Hüter der

Umwelt- und Emissionsbilanzen. Scheidt

& Bachmann ist sich mit seinem umfassenden

Innovations-Portfolio entervo.com

2 seiner Verantwortung als Standards setzender

Global Player auf ganzer Produktlinie

bewusst. Wo andere Akteure politischer

Bühnen auf Klima-Konferenzen um

Prozentpunkte, Time-Lines und Even tu -

ali täten feilschen, ist man bei Scheidt &

Bachmann bereits mitten in der technologischen

Gestaltung einer nachhaltig erfolgreichen

Zukunft angekommen. ■

Parken aktuell · März 2010 27


Produkte+Dienstleistungen

Nilfisk Großkehrmaschine SR 1601

Mit vier verschiedenen

Antriebsarten

Nach der erfolgreichen Einführung der Nilfisk SR 1601 Diesel

bringt der Rellinger Reinigungsspezialist nun auch Benzin-, Batterie-

und Flüssiggasmodelle der Großkehrmaschine auf den Markt.

Ausgerüstet mit einer Vielzahl patentierter Innovationen über -

zeugen auch die neuen Antriebsarten mit optimalen Reinigungsergebnissen

im harten Einsatz. Das Staubbindesystem „DustGuard“

ermöglicht nach Herstellerangaben absolute Staub kontrolle,

wodurch die Produktivität der Seitenbesen auch bei großem

Staubvolumen vollständig erhalten bleibt.

Für hohe Leistungsfähigkeit sorgt zudem die automatische

Kehrwalzenjustierung: Je nach Verschmutzungsgrad erhöht sich

der Druck der Kehrwalzen, die den Schmutz in den 315 Liter gro-

Bisher war es mit konventionellen Do- geschützt. Ausgestattet mit dem Samsung

men nicht möglich, mit der Kamera A1 DSP, dem Digitalen Signal pro zessor,

auf die darunter liegende Wand bzw. An- wird die Bildauflösung erhöht, Bild -

bringungsfläche zu schauen – ein hinder- rauschen reduziert und Kontraste werden

liches Problem speziell bei

verbessert. Zusätzlich verhelfen

Geldautomaten. AASSET

36 Infrarot-LEDs für

Security hat dafür jetzt

Nachtszenen zu klaren

eine Lösung: den neuen

und detailreichen Bil-

Antivandal-Dome AST

dern. Die Einstellung

CD237VPIR mit schrä -

von bis zu acht poly -

ger Wandbefestigung.

gonalen Privatzonen

Durch die abgeschrägte,

verdeckt sensible und

asymmetrische Basis ent-

private Bereiche. Daher

steht bei vielen Anwen-

lässt sich der Dome beidungen

ein verbesserter

Betrachtungswinkel und

Antivandal-Dome

AST CD237VPIR

spielsweise optimal bei

Geldautomaten, Zugangs -

ein direkter Blick auf die Wand ist mög- bereichen von Gebäuden und öffentlichen

lich. Als Antivandal-Dome mit Schutz klas- Schaukästen einsetzen. ■

se IP66 ist er besonders gegen äußere Ein- Weitere Informationen:

flüsse wie Gewalteinwirkung und Wetter www.aasset-security.com

28 Parken aktuell · März 2010

Die Nilfisk Großkehr-

maschine SR 1601 ist

jetzt trotz ihrer Größe

ein Leichtgewicht

ßen Kehrgutbehälter befördern. Die neue Großkehrmaschine von

Nilfisk wurde für schwere Anwendungen in Industriebetrieben

entwickelt, aber auch für den Einsatz in Parkhäusern oder bei

Asphaltarbeiten.

Trotz der schweren Arbeit, die sie verrichtet, ist die SR 1601 mit

945 bis 1.250 Kilogramm ein Leichtgewicht. Alle Abdeckungen,

der Kehrgutbehälter und die beiden Stoßfänger sind aus robustem

Polyethylen gefertigt. Neben dem geringen Gewicht schützt

das robuste und umweltfreundliche Material Anwender, Maschine

und Inventar vor unliebsamen Anfahrschäden. Hinzu kommt

die absolute Korrosionsbeständigkeit. ■

Weitere Informationen:

www.nilfisk.de

AASSET Security GmbH

Schräg ist in diesem Fall besser

ÜBERBLICK

Die wichtigsten Daten des Antivandal-

Dome AST CD237VPIR im Überblick

Wettergeschütze Außenkamera

mit Schutzklasse IP66

1/3“ Sony Super

HAD CCD 470.000 Pixel

A1 DSP u.a. mit DNR, XDR, DIS

600 TV Linien horizontale

Auflösung

0 Lux: 36 eingebaute Infrarot

LED Strahler

3-Achsen-Halterung für Wand-

und Deckenmontage

Farb-/Schwarzweiß-Umschaltung

mittels Fotozelle

Ausschwenkbarer IR CUT Filter

Objektiv: f = 3,8 - 9,5 mm, Autoiris

Über Koax einstellbar z.B. mit

Bedienteil SCX-RD100


Die effiziente Auslastung und Bewirtschaftung

von Parkraum wird heutzutage groß

geschrieben. Der schnelle und stressfreie

Weg zum möglichst nahe am Zielort ge -

legenen Parkplatz ist der Wunsch vieler

Autofahrer und Verkehrsteilnehmer. Die

Parksysteme der Bremicker Verkehrstech-

nik sind die optimale Lösung. Sicher und

schnell führen die Parkleitsysteme durch

die Stadt bis vor die Parkhaus- bzw. Parkplatzeinfahrt.

An verschiedenen Knotenpunkten

werden die Verkehrsteilnehmer

über die freien Parkstände für die umliegenden

Parkräume informiert.

Produkte+Dienstleistungen

Alles aus einer Hand

Parksysteme der Bremicker Verkehrstechnik

Die passende

Beschilderung in

Verbindung mit

einer Einzelplatz -

erfassung im

Parkhaus sorgt

für eine gezielte

und schnelle Parkplatzfindung.

ANZEIGE

Die Parkleitsysteme im Parkhaus in Verbindung

mit einer Einzelplatzerfassung

weisen die Verkehrsteilnehmer auf freie

Parkplätze hin. Durch die passende Beschilderung

im Parkhaus können gezielt und

schnell die freien Plätze sowie Behindertenoder

Frauenparkplätze angesteuert werden.

Der Nutzen einer gezielten Parkraumbewirtschaftung

bzw. Parklenkung liegt

bei allen Beteiligten: Die Verkehrsteilnehmer

finden schnell einen Parkplatz nahe

dem Zielort, die Parkhausbetreiber können

die Effizienz und die Auslastung ihrer

Parkräume erheblich steigern und die

Städte werden von lästigen Falschparkern

befreit. ■

Weitere Informationen:

www.bremicker-vt.de


Produkte+Dienstleistungen

Meißner GmbH

Ein weiteres Plus an Sicherheit

Ein gutes Beispiel für die gelungene

Umsetzung einer technischen Innovation

ist das neue, vollautomatische Rollgittertor

MRTG PLUS von Meißner Toranlagen.

Man muss allerdings schon etwas genauer

hinsehen, um zu erkennen, was eigentlich

die Innovation daran ist. Bei näherer Betrachtung

offenbart sich dann allerdings

eine völlig neue Technik. Zum Beispiel

ein hundertprozentig gewichts-ausgeglichenes

Rollgitter angetrieben von einem

verschleißfreien Gleichstrom-Antrieb mit

Sanft-An- und -Auslauf, mit einer intelligenten

Kraftabschaltung, die auf kleinste

Gewichtsveränderungen reagiert, und einem

Akku-Pack, der das Tor auch bei einem

Stromausfall öffnet.

Nach Sicherheits-Lichtschranken im

Ein zugsbereich sucht man dagegen beim

MRTG PLUS vergebens. Es ist auch keine

Kontaktleiste an der Hauptschließkante

mehr zu finden, und auch das Spiralkabel

ist weg. Alles Dinge, die für ein vollau-

30 Parken aktuell · März 2010

tomatisches Rollgitter bisher unmöglich

schienen.

Die Pluspunkte für die Praxis

Für den Monteur bedeutet das konkret

eine noch schnellere und einfachere

Montage, denn das Anbringen, Anschließen

und Justieren von Lichtschranken

entfällt komplett.

Für den Betreiber des Tores reduzieren

sich die Betriebskosten durch den laut

Meißner deutlich reduzierten Energieverbrauch

(- 80 Prozent) sowie einen geringeren

Reparatur- und Wartungsaufwand.

Ideal bei einer

Sanierung:

die geringen

Einbaumaße

der MRTG PLUS

Die meisten Vorteile ergeben sich für die

Nutzer: Das Tor ist sicherer als jedes andere,

es bietet in Verbindung mit dem

Akku eine Fluchtmöglichkeit aus der Garage

und es entspricht sämtlichen Anforderungen

an den Schallschutz in Wohnbereichen.

Einstieg wird belohnt

Zwei MRTG-PLUS

Anlagen als Ein-/

Ausfahrt in einer

großen Tiefgarage

Meißner fördert den Start seiner neuen

PLUS-Baureihe durch einen sehr günstigen

Einstiegspreis für die Basis-Version. ■

Weitere Informationen:

www.meissner-gmbh.de


Hi-Tech Solutions Europe

Das All-in-one-Paket

Die C5 All-in-one-Kompaktkamera LPR

von Hi-Tech Solutions ist eine PC-lose

Komplettlösung zur Kennzeichenerkennung

(engl.: License Plate Reader = LPR)

im Zugangskontroll- und Überwachungsbereich.

Die kompakte C5-Einheit beinhaltet die

gesamte Hard- und Software, die ein LPR-

Systempaket benötigt – einen integrierten

Mikroprozessor, eine Kamera und auch eine

Beleuchtungseinheit.

Alle LPR-Funktionen – die Beleuchtungseinstellungen,

die Bildaufnahme, die

Nummernschilderkennung, der Abgleich

mit einer Datenbank, die Übertragung von

Der schwedische Lampenhersteller Aura Light stellt eine

weitere neue Kompaktleuchtstofflampe in seiner Produkt -

familie „Long Life Lampen“ vor.

Das jetzt vorgestellte Produkt namens Unique-T Thermo ist eine

Kompaktleuchtstofflampe (CFL) und verfügt über drei Entladungsrohre.

Die Lampe wurde speziell für den Außeneinsatz

oder für Umgebungen mit niedrigen Temperaturen entwickelt

und bietet laut Aura einen bis zu vierfach höheren Lichtstrom

im Vergleich zu Standardlampen sowie einen optimalen Lichtstrom

bei -5°C. Somit können Anwender Wechselkosten sparen

und gleichzeitig einen Beitrag für den Umweltschutz leisten,

da deutlich weniger Lampen produziert, transportiert und recycelt

werden müssen. „Wir konzentrieren uns weiterhin auf

die Entwicklung neuer Produkte, um nachhaltige Beleuchtungslösungen

für verschiedene An wendungen anbieten zu

können“, sagt Martin Malmros, CEO Aura Light International

AB. „Unsere Unique-T Thermo ist das Ergebnis von Au-

Daten an ein Tor oder eine Schranke usw.

– sind im System automatisiert. Die C5

identifiziert das Kennzeichen, gleicht es

automatisch mit einer Fahrzeugdatenbank

ab und gibt z.B. selbstständig den Befehl,

ein Tor zu öffnen. Oder es aktiviert andere

Funktionen hinsichtlich Fahrzeugen mit

und ohne Berechtigung.

Das C5-System kann auch zur Verkehrskontrolle

und -überwachung eingesetzt

werden.

Es lässt sich problemlos am Eingang eines

gesicherten Bereichs oder Parkplatzes

installieren. Erforderlich ist nur ein Stromanschluss.

Aura Light International AB

Neue Kompaktleuchtstofflampe

für niedrige Temperaturen

Produkte+Dienstleistungen

Typische Anwendungsbereiche sind:

Zugangskontrolle in privaten und öffentlichen

Einrichtungen

Verkehrsüberwachung und -kontrolle

Kennzeichen-Sensor für die Übertragung

an externe Quellen

Das C5-System integriert sich nahtlos in

alle HTS-Netzwerk- und Back-Office-Anwendungen.

Sind in diese mehrere LPR-

Punkte einbezogen, können mittels eines

kabellosen Netzwerks einzelne C5-Einheiten

auf einem Server miteinander vernetzt

werden. ■

Weitere Informationen:

www.htsol-europe.com

ras Fokus auf ‚grüne’, energieeffiziente Produkte und Beleuchtungslösungen“.

Die Lampe hat eine mittlere Lebensdauer von 42.000 Stunden,

was in einer normalen Installation ca. neun Jahren entspricht.

Im Vergleich hierzu beträgt die Lebensdauer einer Standard-Kompaktleuchtstofflampe

laut Aura nur drei Jahre. In

einer Installation mit 1.000 Stück „Aura Long Life“-Kompaktleuchtstofflampen

könnte der Anwender somit nach Berechnungen

von Aura über die gesamte Lebensdauer ca. 5.000 Euro

(je nach Aufwandskosten) sparen und gleichzeitig die CO2- Emissionen um 440 Kilogramm reduzieren.

Das neue Produkt wurde in Auras R&D Abteilung in Karlskrona

entwickelt – in dem schon 1980 die erste „Long Life“

Leuchtstofflampe entwickelt wurde. Auras Produktrange enthält

nunmehr über 700 „Long Life“-Produkte und Beleuchtungslösungen.


Weitere Informationen:

www.auralight.de

Parken aktuell · März 2010 31


Rundblick

32

Anthony Martin, Geschäftsführer

VINCI Park Deutschland, bei der Verleihung

des EPA Awards in Wien 2009

Im Interview: Anthony Martin,

„Wir habe

Parken aktuell: Herr Martin, Gratulation

nochmals zum Gewinn des „Special Jury

Awards“ bei den EPA Awards 2009. Was

war das Besondere an dem Projekt, mit

dem Sie in den Wettbewerb gingen?

Martin: Es war ein großes Projekt, das von

wenigen Leuten realisiert wurde. Der Umfang

ist sicherlich nichts Besonderes. Das

Spektakuläre jedoch ist: Wir haben 55

Häuser in 18 Monaten renoviert. Das dafür

notwendige Projektmanagement ist

außerordentlich schwierig. Normalerweise

dauert ein Projekt dieser Kategorie mehrere

Jahre. Dazu kam, dass es sich um Parkobjekte

in vielen verschiedenen Städten

handelte, wir also diverse Dienstleister und

Partner koordinieren mussten. Das erschwerte

die Planung zusätzlich.

Parken aktuell: Welche Beweggründe

brachten VINCI Park und Arcandor als

Vertragspartner zusammen?

Martin: Es gab in den Parkhäusern kaum

einheitliche Standards, da sie auch aus

verschiedenen Generationen stammen.

Außerdem waren für die Parkhäuser unterschiedliche

Ansprechpartner regional

zuständig. Wir haben diese Objekte mit einem

einheitlichen Konzept deutschlandweit

modernisiert. Unser Hauptinteresse

gilt langfristigen Verträgen. Ein wesentlicher

Aspekt aus Sicht der Arcandor Group

war die Beseitigung von technischen Mängeln,

die Verbesserung der Qualität und

der Ausbau des Service-Angebots für die

Karstadt-Kunden.


Geschäftsführer VINCI Park Deutschland GmbH

n erheblich investiert“

Parken aktuell: Was bedeutete das für Sie

als VINCI Park?

Martin: Von unserer Seite waren erhebliche

Investitionen für die 55 Parkhäuser

aufzuwenden. Diese Mittel flossen sowohl

in optische Verbesserungen als auch in eine

moderne technische Ausstattung. Dafür

genossen wir von Seiten unseres Vertragspartners

große Freiheiten. So waren wir bei

der Verteilung der Mittel auf die einzelnen

Häuser relativ unabhängig – genauso wie

später bei der Gestaltung einer neuen und

attraktiven Tarifstruktur.

Parken aktuell: Worauf richteten Sie bei

der Sanierung Ihr Hauptaugenmerk?

Martin: Wir sorgten für eine einheitliche

Beschilderung in allen Häusern entsprechend

des international gültigen VINCI

Park-Konzepts, um dadurch unsere visuelle

Identität herzustellen. Wir haben

überall Büroräume eingerichtet, da in den

wenigsten Objekten welche vorhanden

waren. Nach unserem Verständnis dienen

die Büros auch als Anlaufstelle für die

Kunden. Dafür notwendig waren Bau -

genehmigungen, Anpassungen der Statik,

die Versorgung mit Wasser und Strom

sowie die Berücksichtigung von Aspekten

der Arbeitssicherheit und des Feuerschutzes.

Parken aktuell: Welche ästhetischen Gesichtspunkte

spielten eine Rolle?

Martin: Die Kunden sollen ein helles angenehmes

Parkhaus vorfinden. Deshalb

haben wir in den meisten Objekten die

Wände, Decken und Säulen gestrichen

sowie die Parkplatz- und Fußwegmar -

kierungen auf den Böden erneuert bzw.

ergänzt. Zugleich haben wir den Beleuchtungsgrad

insgesamt erhöht und trotzdem

ein Stromsparkonzept realisiert, indem

zum Beispiel bei nicht voller Auslastung

nur Teile des Parkhauses beleuchtet werden

und Rampen, Parkplätze und Treppenhäuser

unterschiedlich intensiv illuminiert

werden. Für den positiven Eindruck

sorgen auch zahlreiche Glastüren.

Parken aktuell: Haben Sie auch an der

Abfertigungstechnik etwas verändert?

Martin: Ja. Wir haben die Parkierungstechnik,

sprich Schranken, Kartengeber

und Kassenautomaten erneuert. Darüber

hinausgehend haben wir die Funktionalität

kundenfreundlich erweitert. In allen

Häusern kann der Kunde nun auch mit

EC- und Kreditkarten bezahlen.

Parken aktuell: Sie haben viel investiert.

Wo sehen Sie Ihren Nutzen?

Martin: Natürlich werden wir in erster Linie

als ein Nebengeschäft der Warenhäuser

identifiziert. Für die Menschen war es

am Anfang noch schwer zu verstehen, dass

das Parkhaus eigenständig ist und hier

natürlich auch Nicht-Karstadt-Kunden

parken können. In rund 60 Prozent der

Häuser bieten wir inzwischen einen

24-Stundenbetrieb an. Hier haben wir neben

den Karstadt-Kunden auch Dauer-

Rundblick

und Kurzparker von anderen Generatoren

erreicht. Unser Ziel ist, dass die Parkhäuser

von beiden Kundengruppen gleichermaßen

genutzt werden. Aufgrund eines intensiven

Marketing und einer breiten

Kommunikation haben wir dieses Ziel

schon fast erreicht.

Parken aktuell: Wie sind Ihre Erwartungen?

Welche Strategien verfolgen Sie in

Deutschland?

Martin: Die Situation in den attraktiven

Lagen ist sehr schwierig und auch sensibel.

Der Wettbewerb ist teilweise sehr aggressiv.

Deshalb kann ich im Moment nichts

Konkretes sagen, kann aber so viel verraten:

Wir expandieren vornehmlich dort,

wo wir schon präsent sind. Interessante

Partner für uns sind Einkaufszentren,

Krankenhäuser und Städte, die an den Verkauf

ihres Parken-Geschäfts denken.

Parken aktuell: Wäre eine Kooperation

wie mit den Karstadt-Häusern auch in

anderen Ländern denkbar?

Martin: Ja, ein solches Projekt können wir

uns durchaus auch in anderen Ländern

vorstellen – oder auch mit anderen Unternehmen

in Deutschland. Wir haben viel

aus dieser Partnerschaft gelernt und un -

sere Fähigkeiten in diesem Bereich noch

weiter verbessert. ■

Parken aktuell · März 2010 33


Rundblick

Stahl-Parkhaus in Wiesbade

– oder: Ein Ende mit der Parkplatznot an den Dr.-Horst-Schmidt-Kliniken

Was macht eigentlich Ihre „Blechdose“? Diese

Frage wird Werner Schardt, Geschäftsführer

der Parkhausbau und Vermögensverwaltung

Schardt GbR ab und an gestellt. Womit

in Branchenkreisen mit der „Blechdose“ der

2001 von der Vollack Parkhaus AG erstellte

erste Bauabschnitt seines Stahlparkhauses

an den Dr.-Horst-Schmidt-Kliniken in

Wiesbaden gemeint ist.

Dass er nach wie vor hinter seiner Entscheidung

– pro Stahl / contra Beton –

steht, lässt sich daran erkennen, dass er sich

2009 bei der Aufstockung seines Parkhauses

wieder für ein System mit Deckenebenen

aus beschichteten Stahlblechplatten

entschied.

Aufstockung

um 220 Parkplätze

Zwischen August und Oktober 2009 wurde

das bestehende Parkhaus von der Wenz

+ Adam GmbH+Co.KG um weitere 220

BAUTAFEL

Bauherr:

Parkhausbau und Vermögens -

verwaltung Schardt GbR

Parkhaus-Schardt@t-online.de

Betreiber:

Parkhausgesellschaft Limburg mbH,

64546 Mörfelden-Walldorf

Planung + schlüsselfertige

Realisierung:

Wenz + Adam GmbH+Co.KG, Ettlingen

www.wenz-adam.de

Bauzeit für die Aufstockung:

August bis Oktober 2009

Stellplätze: 520

davon 220 durch Aufstockung

34 Parken aktuell · März 2010

Parkplätze oder 4.800 Quadratmeter Dekkenfläche

aufgestockt. Die Arbeiten erfolgten

– wann immer möglich – bei laufendem

Betrieb, um die Beeinträchtigung der

Kunden während der Bauzeit so gering wie

möglich zu halten.

Stufenweise schmiegt sich das Parkhaus

an den Hang und fügt sich so in die Geländetopografie

ein. In Verbindung mit der

hellen und lichten Stahlkonstruktion führt

dies dazu, dass das Gebäude den Besuchern

– trotz seiner Dimensionen – auf

den ersten Blick gar nicht auffällt. Für

Parkkomfort sorgen die angenehmen drei

Meter Geschosshöhe und die bequeme

Parkplatzbreite von 2,50 Metern.

Parkplatzprobleme gelöst

Das Parkhaus steht ausschließlich den Mitarbeiterinnen

und Mitarbeitern der Dr.-

Horst-Schmidt-Kliniken zur Verfügung.

Durch die neu geschaffenen Parkplätze

Abgestuft schmiegt sich das Parkhaus dem Gelände an.

können nun die Autos der Mitarbeiter

zum überwiegenden Teil im Parkdeck untergebracht

werden. Damit sind die ebenerdigen

Parkplätze vor dem Haupteingang

nun für die Besucher frei, freute sich HSK-

Geschäftsführerin Ingrid Strack bei der

Einweihung des erweiterten Parkhauses.

Werner Schardt ist nach wie vor fasziniert

von der Idee, ein Parkhaus im Stil eines


n aufgestockt

Hell und freundlich: Decke aus Stahlblechelementen

Technikbaukastens – aus vorgefertigten

Stahlelementen – ohne den Einsatz von war -

tungsanfälligen Betonbauteilen zu bauen.

Besonders gefällt ihm vor den neuerdings

immer wieder auftauchenden Diskussionen

um „Nachhaltigkeit“ auch der Gedanke, ein

Parkhaus zu haben, das nahezu komplett

recycelt werden könnte, sollte es irgendwann

nicht mehr benötigt werden. Darüber

Architektonisch passt sich

die Aufstockung harmonisch

dem Bestand an.

Rundblick

hinaus ist er auch froh darüber, sich ab -

solut keine Gedanken über aufwändige

Betonsanierungen machen zu müssen.

Kunden nehmen

das Angebot an

Doch die beste Bestätigung für seine Investition

erhielt Werner Schardt von den

Nutzern: Bereits wenige Wochen nach der

Öffnung des zweiten Bauabschnitts war

das Parkhaus komplett ausgelastet und so

denkt der Bauherr bereits über die Realisierung

des dritten Bauabschnitts nach.

Denn das Parkhaus wurde in seiner ursprünglichen

Konzeption für die Erstellung

von insgesamt 670 Stellplätzen geplant

und genehmigt.

Hierin sieht der vorsichtig agierende

Bauherr den größten Vorteil des „Parkhauses

aus dem Technikbaukasten“: Es wird

erst aufgestockt, wenn der Bedarf da ist

und nicht auf Stellplatzvorrat gebaut. Das

spart die Baukosten für brachliegende

Parkflächen und reduziert unnötige Betriebskosten.

Ein echter Hit zum Thema

„Green-Parking“ – ein Begriff, den man

neben der „Nachhaltigkeit“ in letzter Zeit

häufig auch in der Parkhausbranche antrifft.


Parken aktuell · März 2010 35


Rundblick

Meilenstein in Budapest: APCOA Parking Austria engagiert sich im „neuen Stadtzentrum“.

APCOA jetzt

auch in Ungarn aktiv

Ende 2009 hat APCOA Parking Austria

mit Vertragsunterzeichnung des Projekts

„TOPARK Budapest“ einen weiteren

Mei lenstein im Business Development in

den osteuropäischen Ländern gesetzt.

Das im Westen von Budapest gelegene, als

„neues Stadtzentrum“ konzipierte und

von Autobahnen sowie Eisenbahnlinien

TOPARK soll 2020 Besuchermagnet sein.

Nachruf

Der Bundesverband Parken, die Geschäftsleitung

und die Mitarbeiter der Nagels Druck GmbH

trauern um Karl Nagels, der am 16. Januar 2010,

kurz vor Vollendung seines 75. Lebensjahres, verstorben

ist. Wir gedenken eines Mannes, der die

Entwicklung des Unternehmens entscheidend

beeinflusst hat. In seiner fast 40-jährigen Tätigkeit

stellte Karl Nagels wichtige Weichen für ei-

36 Parken aktuell · März 2010

optimal erschlossene Projekt umfasst mehrere

Bürokomplexe, eine Shopping-Mall,

Wohnungen, ein EXPO-Gelände, ein

Sport- und ein Dienstleistungszentrum.

Voraussichtlich im Dezember 2010 soll der

erste Bürokomplex bezogen werden.

Nach der Fertigstellung Ende 2020 wird

TOPARK auf 176 Hektar bis zu 40.000

Menschen ein Heim, einen Arbeitsplatz,

Einkaufs- und Unterhaltungsmöglichkeiten

bieten.

20.000 Pkw-Abstellplätze

im Endausbau

Im Einzugsgebiet von TOPARK leben rund

1,2 Mio Menschen mit 300.000 Fahrzeugen

und einem Einkommen, das 30 Prozent

über dem Landesdurchschnitt liegt.

ne erfolgreiche Zukunft der Nagels Druck GmbH.

Sein Handeln war dabei getragen von einem starken

Verantwortungsgefühl für das Unternehmen

und die Mitarbeiter.

Mit Karl Nagels ist eine große Persönlichkeit

von uns gegangen, deren Wirken weiterhin

Früchte tragen wird. Wir werden seiner stets gedenken.


Die Büros (insgesamt 70.000 Quadrat -

meter), Apartmentwohnungen (ins gesamt

15.000 Quadratmeter) und die überdachte,

15.000 Quadratmeter große Passage mit

etwa 30 Restaurants, Cafes und Dienstleistungsbetrieben

werden für ein entsprechendes

Verkehrsaufkommen sorgen, das

durch die geplanten Parkplatz-Kapazitäten

aufgefangen wird.

Die im ersten Abschnitt geschaffenen

insgesamt rund 2.550 Stellplätze teilen sich

auf zwei Parkplatzbereiche, ein Parkhaus,

eine Tiefgarage sowie weitere Stellplätze

auf, die über Parkscheinautomaten bewirtschaftet

werden. Baubegleitung, Technik

und Operations der TOPARK-Parkierungsanlagen

liegen in den Händen der

österreichischen APCOA. ■


Rundblick

Neue Chancen für Parkhaus

„Entwicklungstendenzen von Fahrzeugtechnik

und -nutzung und sich daraus

ergebende Anforderungen an Ausstattung

und Betrieb von Parkgaragen“:

Kurz fassung des Vortrags von Dirk

Kessler, BMW, Abteilung für Verkehrstechnik

& Verkehrsmanagement, auf

dem 4. Kongress der European Parking

Association (EPA)

Bereits ein kurzer Blick auf die bisherige

Entwicklung des Automobils zeigt, wie

sehr sowohl Modellreihen als auch die

Ausprägungen des Individualverkehrs von

äußeren Einflussfaktoren und veränderten

Rahmenbedingungen abhängig gewesen

sind. Dabei spielen neben dem wechselnden

Bedarf und Anforderungen durch die

Kunden auch die Nutzungskosten, verkehrspolitische

Maßnahmen und Voraussetzungen

durch die Infrastruktur eine

entscheidende Rolle. Deshalb gilt es nicht

zuletzt aufgrund der aktuellen globalen

Veränderungen neue Entwicklungen bei

konventionellen, insbesondere aber auch

bei den alternativen Antriebsarten und der

Möglichkeit der weiteren datentechni-

38 Parken aktuell · März 2010

schen Vernetzung der Fahrzeuge im Hinblick

auf dadurch neu entstehende Herausforderungen

für die Garagenbetreiber

zu beachten.

Autofahren mit Gas

Bei Gasfahrzeugen sind die beiden Konzepte

Autogas und Erdgas am weitesten

entwickelt. Der Vorteil besteht dabei nicht

nur in einer höheren Umweltfreundlichkeit

gegenüber den konventionellen Antrieben,

sondern insbesondere auch in

einer um die Hälfte reduzierten Kostenbelastung

durch den Treibstoff. Der Ausbau

der nötigen Infrastruktur zeigt dabei bei

beiden Gasantriebsarten eine steigende

Tendenz. Für das Parken der Gasfahrzeuge

bestehen seit 1998 in den meisten deutschen

Bundesländern keinerlei Einschränkungen,

jedoch liegt eine Erlaubnis im

Ermessen der Parkhausbetreiber. Demnach

bestehen prinzipiell keine Auflagen

bezüglich etwaiger Anforderungen an die

Parkhausbetreiber, jedoch sind gerade aufgrund

des physikalischen Verhaltens der

Gase (mögliche Bildung von Gasseen) im

Bereich von Bodenöffnungen Sicherheits-

aspekte in die Betrachtungen mit einzubeziehen.

Bei Wasserstofffahrzeugen gestaltet sich

die Entwicklung weiter schwierig, denn

noch ist der Serieneinsatz der umweltschonenden

Pkw unrentabel. Dementsprechend

schwach ist die Tankstelleninfrastruktur

bisher ausgebaut. Da zudem noch

nicht der statistische Beweis für die Zuverlässigkeit

der H2-Tanks erbracht wurde, ist

das Parken von H2-Fahrzeugen in geschlossenen

Räumen derzeit in keinem

Land erlaubt. Denn bisher wird die Gefahr

der Bildung von leicht entzündbaren Gasgemischen

in Parkgaragen als zu hoch

eingeschätzt. Aufgrund des Gefahrenpotentials

scheint bei einer serienreifen Entwicklung

des H2-Fahrzeugs jedoch die

Gewährleistung einer ausreichenden Belüftung

der Parkhäuser unumgänglich.

E-Mobilität

Auch bei Elektrofahrzeugen liegen die Vorteile

gegenüber konventionellen Antrieben

auf der Hand: CO2-freie Mobilität bei

regenerativer Energieerzeugung, geringe

Lärmemissionen, sehr hoher Wirkungs-

Erwartete

Veränderungen

bei den Antrie -

ben von Neu fahr -

zeugen in den

nächsten

Jahr zehnten


etreiber

grad stehen dem Problem einer nur geringen

Reichweite gegenüber. Dementsprechend

geht man bei einer weiteren positiven

Entwicklung des E-Trends von einer

Nutzung der Elektrofahrzeuge für alltäg -

liche Fahrten in der Stadt aus. Aufgrund

eines nur dünnen Netzes öffentlicher

Ladestationen und einer erheblichen La -

dedauer sind jedoch eine präzise Wegeund

Zeitplanung vonnöten. Genau hier

er geben sich mögliche Potentiale für Parkhausbetreiber.

So könnten durch die Re -

servierung von Parkflächen mit Lade -

stationen für E-Fahrzeuge zusätzliche

Kunden gewonnen bzw. eine höhere Auslastung

der Parkhäuser erreicht werden.

Ebenso lässt sich hinsichtlich der Außenwirkung

ein ‚grünes Image‘ der entsprechend

ausgestatteten Garagen transportieren.

Durch den Stromverkauf an sich

lassen sich jedoch nur vergleichbar geringe

Einnahmen erzielen. Damit einhergeht

jedoch die Anforderung an die Parkhaus -

betreiber, eine dementsprechende Aus -

stattung mit passender Ladeinfrastruktur

inklusive unterschiedlicher Übertragungsleistungen

bereitzustellen.

Car-Sharing

Aber nicht nur durch Innovationen bei der

Antriebsfrage, sondern auch durch Entwicklungen

bei Mobilitätsdienstleistungen

können zukünftig neue Anforderungen an

Parkhausbetreiber entstehen. So sind etwa

Kooperationen mit Car-Sharing-Angeboten

bezüglich der Vermietung von Parkflächen

– möglicherweise auch inklusive

Strombetankung – für die ständig wachsenden

Fahrzeugflotten denkbar. Eine weitere

Möglichkeit stellt die Information

der Kunden über aktuelle Auslastungen,

Anfahrt und Preise der Parkgaragen dar

(vergleiche BMW-Dienst: BMW parkinfo.com).

Etwas weitergedacht ist auf Basis

einer derartigen Informationsplattform

sogar die Ontrip-Information der Fahrzeuglenker

im Rahmen einer intermodalen

Routing-Applikation möglich. Auch

hierdurch können neue Kunden akquiriert

werden. Zudem ist daran anknüpfend

Rundblick

Schon in Kürze

denkbar: Parkplatzreservierung

aus dem Fahrzeug

heraus, auf deren Basis

ein elektronischer Parkschein

erzeugt wird.

eine Parkplatzreservierung aus dem Fahrzeug

denkbar, auf deren Basis ein elek -

tronischer Parkschein erzeugt wird.

Hinsichtlich der Infrastruktur müssten

dementsprechend software- sowie hardwareseitige

Anforderungen für die Ermöglichung

einer reibungslosen Car2Infrastructure-Kommunikation

umgesetzt werden.

Insgesamt ist festzuhalten, dass gerade in

den Bereichen Antrieb, Mobilitätsdienstleistungen

und Fahrzeugvernetzung zukünftig

weitreichende Veränderungen zu erwarten

sind. Die dadurch entstehenden Anforderungen

an die Parkhausbetreiber reichen

dementsprechend von Sicherheitsthemen

über die Frage des Aufbaus einer Tankinfrastruktur

für E-Fahrzeuge bis hin zur Ko -

operation mit innovativen Angeboten von

Mobilitätsdienstleistungen und einer möglichen

informationstechnologischen Vernetzung.

Insgesamt weist der Großteil der

vorgestellten Entwicklungen Potentiale zur

Erschließung neuer Kundengruppen auf. ■

Dirk Kessler, BMW, Abteilung für

Verkehrstechnik & Verkehrsmanagement.

Parken aktuell · März 2010 39


Verband Österreich

Bewirtschaftung von 3.500 Stellplätzen

Messezentrum Salzburg ent

Mit 1. Jänner 2010 hat das Messezentrum

Salzburg – zwischenzeitlich zum österreichweit

führenden Standort für Fachmessen

avanciert – die Bewirtschaftung

seiner 3.500 Stellplätze der APCOA Parking

Austria GmbH übertragen.

Maßgebend beeinflusst wurde diese Entscheidung

durch die international, unter

anderem auf den Messeplätzen München

Führender Standort: Salzburg realisierte im

Jahr 2009 insgesamt 37 Messen. Die Parkflächen

bieten rund 3.500 Stellplätze.

und Mailand, erworbene Kompetenz und

die Performance der APCOA Österreich in

den anderen Segmenten des Parkraummanagements,

teilt das Unternehmen mit.

Die Bewirtschaftung von rund 3.500

Stellplätzen – davon 740 im Parkdeck und

der Rest im Freigelände – erfordere minutiöse

Organisationsabläufe, ein innovatives

Marketing und einen bestens eingespielten

Mitarbeiterstab. Konzepte zur


scheidet sich für APCOA

Gerade jetzt in der Krise steht der Kunde

mehr denn je im Mittelpunkt und die Orientierung

am Kunden erlebt eine neue Renaissance.

Als Beispiel hierfür kann ein

neuer Online-Service dienen. Über die

APCOA-Homepage www.apcoa.at können

Interessenten schnell und bequem zu einem

Dauerparkvertrag kommen. Der zukünftige

Kunde trägt am Computer seine

persönlichen Daten ein und schickt diese

an die APCOA-Zentrale. Mittels Link kann

daraufhin der Nutzungsvertrag – auto -

matisch mit allen Daten versehen – um -

gehend vom Kunden heruntergeladen

werden. Was verbleibt, sind lediglich die

Unterschrift und postalische Weiterleitung

an APCOA. Anschließend wird die Dauerparkkarte

an den Kunden versendet.

weiteren Verbesserung der Kundenakzeptanz

und damit zur Umsatzoptimierung

sollen Zug um Zug umgesetzt werden. Bereits

im Dezember wurden für die ersten

im Jänner 2010 stattfindenden Messen die

Ausstellerparkkarten produziert, um eine

reibungslose Abwicklung gewährleisten zu

können.

Erfolgsstory der Messe Salzburg

Erstmals in seiner Geschichte realisierte

das Messezentrum Salzburg 2009 insgesamt

37 Messen – 16 davon veranstaltete

der Großkunde Reed Exhibition, 14 Messen

werden von Gastveranstaltern durchgeführt

und mit sieben Eigenmessen ist

Neu bei APCOA Österreich

Buchungsplattform für Dauerparker

Der Vorteil für den Kunden liegt auf der

Hand: Abwicklung der Vertrags von zu

Hause aus, rund um die Uhr und auch am

Wochenende – ohne lästige Terminfixierung

mit einem APCOA-Betriebsleiter.

Der Zeitraum vom Erstkontakt mit

APCOA bis zum ersten Parkvorgang in der

Verband Österreich

das Messezentrum Salzburg erfolgreich auf

Wachstumskurs.

Dazu die Daten und Fakten:

15 ringförmig angelegte Mehrzweck-Hallen

mit einer Gesamthallenfläche von

35.000 qm

rund 40.000 qm Freigelände inklusive

Parkplätze und Innenhof

eigener Autobahnanschluss an die A 1

(Abfahrt „Messezentrum“)

Anschluss an das öffentliche Verkehrsnetz

Bahnhof und Flughafen in unmittelbarer

Nähe

Mit jährlich mehr als 400.000 Besuchern hat

sich das Messezentrum Salzburg in den letzten

Jahren als führende Adresse etabliert. ■

Neuer Service bei APCOA:

per Mausklick einen

Dauerparkvertrag für ausgewählte

Garagen abschließen

gewünschten Garage verringere sich so auf

ein Minimum, so der Anbieter.

Und der Vorteil für APCOA? Weniger

Schriftverkehr, geringere Portokosten, minimierter

Zeitaufwand für das Einholen

von Unterschriften – dafür mehr Zeit für

echte Kundenberatung. ■

Parken aktuell · März 2010 41


Verband Schweiz

Das Parkhaus als Drehschei

Partnerschaft zwischen Parkhaus und den umliegenden Geschäften zur Optimier

Bei den nachfolgend aufgeführten Überlegungen

geht es nicht nur um eine

grundsätzliche Umsatz- und Frequenzsteigerung,

sondern um eine Optimierung,

die zu einer ausgeglichenen, höheren

Belegung der Parkflächen führt und

die über den ganzen Tag gewährleistet

wird. Wir gehen davon aus, dass eine solche

ausgeglichene Belegung der Park -

flächen über den ganzen Tag auch in den

umliegenden Geschäften einen stetigen

und ausgeglichenen Kundenbesuch bewirken

kann.

Mit einer Sanierung alleine – optische

Aufhellung, Beleuchtung und helle Farbgestaltung

– sowie der Erhöhung der Sicherheit

kann eine konstante Belegung der

Parkflächen über den ganzen Tag hinweg

nicht erreicht werden. Dies ist nur mög-

42 Parken aktuell · März 2010

lich, wenn der Parkhausbetreiber mit den

umliegenden Geschäften und dem Gewerbe

partnerschaftliche Aktionen durchführt,

auf die wir nachfolgend eingehen

werden.

Mit dem Auto einkaufen

Tatsache ist doch – aus welchen Beweggründen

auch immer –, dass ein Großteil,

wenn nicht gar die Mehrheit der Kunden,

für den Einkauf ihr Auto benutzt. Es ist

auch nicht von der Hand zu weisen, dass

der Autofahrer am liebsten vor dem Geschäft,

in dem er einkaufen möchte, parkieren

kann oder zumindest in unmittelbarer

Nähe, zirka 300 Meter bis maximal

500 Meter davon entfernt.

Es zeigt sich, dass es bei einem von einem

Warenhaus unabhängigen Parkhaus

in der Innenstadt drei Kategorien von

Parkierkunden gibt. Das Belegungs-Diagramm

(siehe Grafik) mit den Mittelwerten

einer Woche soll das Verhalten der drei

Kategorien aufzeigen. Es sind dies die Berufstätigen/Mieter,

die einen Parkplatz im

Parkhaus gemietet haben. Diese fahren gewöhnlich

morgens zwischen 6.00 bis 9.00

Uhr ins Parkhaus ein.

Die steigende Belegung zwischen 10.00

und 16.00 Uhr ist hauptsächlich auf

diejenigen Kunden zurückzuführen, die in

der City einkaufen oder ihrem Tagesgeschäft

nachgehen. Ab 16.00 bis 19.00 Uhr

ist ein feierabendbedingter Belegungsrückgang

festzustellen. Die Belegung reduziert

sich um rund 35 Prozent, um dann

zwischen 19.00 und 21.00 Uhr nochmals

auf Tageshöchstniveau anzusteigen. Dies


Foto: tokamuwi / PIXELIO

Parken und

Einkaufen:

Wo Menschen

shoppen – wie

hier in der

Zürcher Bahn -

hofstraße –,

erhöht sich auch

der ruhende

Verkehr.

be und Bindeglied

ung der durchschnittlichen Parkplatzbelegung

ist bedingt durch Kunden, die ihren kulinarischen

und/oder kulturellen Bedürf -

nissen nachgehen wollen.

Belegungsoptimierung

durch gezielte Aktionen

Aus dem Diagramm wird ersichtlich, dass

zwischen 16.00 und 19.00 Uhr ein feierabendbedingter

Belegungsrückgang festzustellen

ist. Wir nehmen an, dass während

dieser Zeitspanne nicht nur im Parkhaus

ein Umsatzrückgang zu verzeichnen ist,

sondern auch in den umliegenden Geschäften.

Und hier soll die Belegungsoptimierung

durch gezielte Aktionen mit den

umliegenden Geschäften greifen. Diese

Belegungsoptimierung gilt nicht nur für

Parkhäuser im Zentrum einer Stadt, sondern

kann durchaus auch in Außenquar-

tieren einer größeren Stadt angewendet

werden. Hier umso mehr, da sich ein Parkhaus

in dieser Lage nicht als Konkurrenz,

sondern als sinnvolle Ergänzung zum öffentlichen

Verkehr sieht.

Die Zielsetzung eines jeden Parkhausbetreibers

sollte darin bestehen,

sein Parkhaus als Drehscheibe, Ausgangspunkt

und Bindeglied zwischen Benutzern

und dem lokalen Gewerbe zu positionieren,

die Frequenzen der Parkhausbesucher sowie

der Kunden in den umliegenden Geschäften,

Restaurants und Gewerbe mit

gezielten Aktionen wie Tarifreduktion

und zusätzlichen Rabatten in den Partnergeschäften

während einer bestimmten

Zeitspanne zu steigern,

einen Sympathietransfer zwischen dem

Parkhaus, den Parkhausbesuchern und

den Partnergeschäften/ -Restaurants zu

erreichen.

Die voran aufgeführten Zielsetzungen

sind nur wenige der möglichen Schwerpunkte

in Sachen Partneraktionen. Die

Praxis hat doch gezeigt, dass gemeinsame

Aktionen wie auch Einzelaktionen durch

die Partnergeschäfte auf großen Anklang

stoßen.

Diese Überlegungen sollen aufzeigen

oder den Anstoß geben, dass ein Parkhaus

nicht nur Parkflächen während einer gewissen

Zeitspanne gegen Entgelt zur Verfügung

stellt, sondern Drehscheibe und

Bindeglied zwischen Benutzern und dem

lokalen Gewerbe sein kann. ■

Bruno H. Erat, Zürich

Verband Schweiz

Durchschnittliche Belegung pro Stunde im Tagesablauf

Parken aktuell · März 2010 43


Ratgeber

Fragen an die Geschäftsstelle des Bundesverbands Parken e.V.

Garagenbeleuchtung – wie

Wir möchten in einer Tiefgarage aus

Gründen der Energieeffizienz die Beleuchtungsanlage

erneuern. Dazu haben

wir ein Ingenieurbüro mit der Planung

beauftragt. Als Vorgabe haben wir die in

der Garagenverordnung NRW angegebene

mittlere Beleuchtungsstärke von 20

LUX erteilt. Das Büro steht allerdings auf

dem Standpunkt, dass bei der Planung die

DIN EN 12464-1 „Beleuchtung von Arbeitsstätten“

anzuwenden sei und weigert

sich, mit einer 20 LUX-Vorgabe zu rechnen.

Die DIN fordert für Parkgaragen

eine mittlere Beleuchtungsstärke von 75

LUX. Weiterhin wird als Argument angeführt,

dass eine DIN-EN als Norm „rangmäßig“

über einer Verordnung steht und

somit Anwendung finden muss.

Wir teilen diese Auffassung nicht, zumal

Messungen in der vorhandenen Altanlage

Beleuchtungsstärken zwischen 30

und 50 LUX ergeben haben, was subjektiv

als völlig ausreichend gilt. Mit einer

DIN-Lösung würden wir unser gesetztes

Ziel, Energiekosten zu senken, trotz modernster

Technik nicht erreichen. Wie ist

Ihre Sichtweise zu dem Thema? Sind Ihnen

ähnliche Fälle aus dem Mitgliederkreis

bekannt? Wir werden in jedem Fall

noch ein weiteres Planungsbüro anfragen,

allein um ein weiteres Angebot zu erhalten.

Für unsere weiteren Überlegungen interessiert

uns jedoch ihre Stellungnahme

zu dem Thema.

Sehr geehrter Herr N.N.,

grundsätzlich steht eine DIN-Norm nicht

über einer Verordnung eines Landesministeriums.

DIN-Normen haben keinen

Rang eines Gesetzes bzw. einer Verordnung.

Letztere ist gegenüber einer DIN höherrangig.

44 Parken aktuell · März 2010

Die Garagenverordnung NRW war aufgrund

des Dritten Befristungsgesetzes

NRW bis zum 31. Dezember 2009 befristet.

Sie wurde Ende Dezember 2009 durch

die Sonderbautenverordnung bis zum 31.

Dezember 2014 in der bestehenden Fassung

verlängert. Die Anforderungen an die

Beleuchtungsstärken in Garagen haben

sich damit nicht verändert. Wir empfehlen

Ihnen, dass Sie Ihre Planungen auf der

Basis der bestehenden gesetzlichen Vorschriften

weiterführen. Ohnehin muss die

zuständige Bauaufsicht die Betriebsgenehmigung

erteilen, sodass dort das letzte

Wort gesprochen wird. Eventuell empfiehlt

sich, dort eine Rechtsauskunft einzuholen.

Wir erinnern daran, dass im Februar

2009 die Garagenverordnung des Landes

Hessen novelliert worden ist. Vor der Novellierung

waren 90 LUX als Beleuchtungsstärke

vorgeschrieben. Im Rahmen des

Novellierungsverfahrens haben wir uns

dafür ausgesprochen, diese Anforderungen

auf das Maß der Mustergaragenverordnung

anzupassen bzw. zu reduzieren (20

LUX). Dieser Forderung ist das Hessische

Ministerium nachgekommen und hat die

Beleuchtungsanforderungen reduziert.

Natürlich sind 20 LUX ein niedriger

Wert und entsprechen nicht unbedingt

dem, was man heute mit Kundenfreundlichkeit

verbindet. Es müssen aber auch

keine 90 oder 75 LUX sein. Entscheidend

ist, wie die Lichtverhältnisse insgesamt

ausgestaltet sind, sodass man auch mit

entsprechend geringeren Werten eine

freundliche und helle Atmosphäre schaffen

kann.

Die Einsparung von Energie sollte auch

hier im Vordergrund stehen. Beides – Kundenfreundlichkeit

und Energieeinsparung

– sind keine Gegensätze, sondern können

Foto: Bernd Sterzl / PIXELIO

miteinander in Einklang gebracht werden.

Beispiele dafür sind ausreichend vorhanden.

Grundsätzliches

DIN Normen haben kraft Entstehung, Trägerschaft,

Inhalt und Anwendungsbereich

den Charakter von Empfehlungen. Die Beachtung

der Normen steht jedermann frei.

Sie haben keine rechtliche Verbindlichkeit.

Wer Normen anwendet, verhält sich in der

Regel „ordnungsgemäß“, da er einer Empfehlung

folgt, die von den interessierten

Kreisen der Fachwelt aufgestellt wurde. Ihr

Zustandekommen und ihre Anwendung

qualifiziert sie als anerkannte Regeln der

Technik.

Es ist allerdings genauso gut möglich,

ein technisch funktionierendes System zu

schaffen, welches nicht einer DIN-Norm

entspricht. Entscheidend ist immer, dass es

funktioniert.

Also, wir empfehlen, dass Sie Ihre Planung

nach Ihren eigenen Vorgaben fortsetzen.

Es gibt keine rechtlichen Gründe, die

dagegen sprechen. ■


hell muss sie sein?

Personalanwesenheitspflicht

in NRW bleibt unverändert

Die Garagenverordnung für das Land Nordrhein-Westfalen

ist mit Wirkung vom 28. Dezember 2009 bis zum Ende des

Jahres 2014 verlängert worden. Sie war aufgrund des 3. Befristungsgesetzes

NRW bis Ende 2009 befristet und musste

somit nach Ablauf der Frist erneut in Kraft gesetzt werden.

Dies ist durch die Sonderbauverordnung vom 17. November

2009 geschehen. Die GarVO NRW ist nunmehr Bestandteil

der Verordnung über Bau und Betrieb von Sonderbauten

(SBauVO).

Im Kern wurden die bestehenden Vorschriften unverändert

übernommen; Änderungen, die für die Parkhausbranche von

Bedeutung wären, sind nicht vorgenommen worden.

Somit ist es auch bei der – nach Auffassung des Verbandes

nicht mehr zeitgemäßen – Personalanwesenheitspflicht geblieben.

Aufgrund der etwas missverständlichen Formulierung

des §134 SBauVO hat der Verband eine Anfrage mit folgendem

Wortlaut an das zuständige Ministerium gerichtet:

„ §134 Abs1 schreibt die Anwesenheitspflicht einer Aufsichtsperson

während der Betriebszeiten vor. Diese gilt jedoch nicht

für bestehende Garagen (§ 138), d.h. Garagen, die zum Zeitpunkt

des Inkrafttretens der SBauVO NRW bestehen. Die

SBauVO ist am 28. Dezember 2009 in Kraft getreten. Daraus

schließen wir, dass die Personalanwesenheitspflicht nur für Ga-

Die Beleuchtung einer

Tiefgarage ist oftmals ein

Kompromiss zwischen

Kundenfreundlichkeit und

Energieeffizienz.

Ratgeber

ragen gilt, die nach dem 28. Dezember 2009 in Betrieb gehen.“

Mit Datum vom 14. Januar 2010 erhielten wir von dem Ministerium

für Bauen und Verkehr NRW folgenden klärenden

Hinweis: „...die Pflicht der Anwesenheit einer Aufsichtsperson

in allgemein zugänglichen geschlossenen Großgaragen während

der Betriebszeit besteht für neu errichtete oder neu zu

errichtende Garagen seit November 1990. In der bisherigen

Garagenverordnung war dies in § 18 Absatz 1 geregelt. Der

Text dieser Garagenverordnung wurde ohne inhaltliche Änderung

in die Sonderbauverordnung Teil 5 übernommen. Hier

steht diese Regelung nun in § 134 Absatz 1. Es kann sein, dass

die Formulierung in der Sonderbauverordnung zu Missverständnissen

führen kann. An der Rechtslage hat sich jedoch

nichts geändert: Die Pflicht der Anwesenheit der Aufsichtsperson

für jetzt neu zu errichtende Garagen resultiert aus § 134

Absatz 1 Sonderbauverordung; für allgemein zugängliche geschlossene

Großgaragen, die nach Inkrafttreten und auf der

Grundlage der Garagenverordnung vom 2. November 1990 errichtet

worden sind, ergibt sich die Verpflichtung aus den erteilten

Baugenehmigungen.“

Somit besteht also die Personalanwesenheitspflicht in NRW

nach wie vor. Der Verband wird sich weiterhin dafür einsetzen,

hier eine akzeptable Änderung herbeizuführen. ■

Parken aktuell · März 2010 45


Verbandsnachrichten

Lohnsteuerliche Behandlung von Dienstreisen

Verwaltungsanweisung soll Chaos auflösen

Als das Wachstumsbeschleunigungsgesetz

letztes Jahr vorgelegt wurde, glaubten

viele, dass die Regierung scherzt.

Sie hatte den Umsatzsteuersatz auf Beherbergungsleistungen

von 19 auf 7 Prozent

abgesenkt. Aber nicht den Umsatzsteuersatz

für das Frühstück. Probleme

bereitete die Regelung vor allem bei

der lohnsteuerlichen Behandlung von

Dienstreisen. Nun hat das Bundesfinanzministerium

eine Verwaltungsanweisung

dazu herausgegeben.

Übernimmt der Arbeitgeber die Kosten für

ein Frühstück auf der Dienstreise, so führt

dies grundsätzlich zu steuerpflichtigem

Arbeitslohn. Um die Höhe des steuerpflichtigen

Arbeitslohns zu ermitteln, ist

der tatsächliche Preis für das Frühstück anzusetzen.

Bis zum 31. Dezember 2009 erhielten

Arbeitnehmer auf Dienstreisen regelmäßig

eine Rechnung, in der nur ein

Gesamtbetrag für Übernachtung und

Frühstück inklusive 19 Prozent Umsatzsteuer

ausgewiesen wurde. Der Gesamt -

betrag der Rechnung war dann pauschal

um 4,80 Euro für das Frühstück zu kürzen.

Seit dem 1. Januar 2010 müssen Hoteliers

nun das Frühstück gesondert ausweisen.

Dabei dürfte der tatsächliche Preis für

das Frühstück regelmäßig mehr als 4,80

Euro betragen. Übernimmt der Arbeitgeber

nun diese höheren tatsächlichen Früh -

stückskosten, stellt dies beim Arbeitnehmer

einen geldwerten Vorteil dar, der zu

versteuern ist. Damit wäre die Dienstreise

für viele Steuerzahler zur Kostenfalle und

für viele Lohnbüros zu einer zusätzlichen

Arbeitsbeschaffungsmaßnahme geworden.

Geschäftspaket

Bucht der Arbeitgeber oder eine für die

Reiseorganisation zuständige Stelle im Un-

46 Parken aktuell · März 2010

Foto: Rainer Sturm / PIXELIO

ternehmen die Übernachtung mit Frühstück

als Geschäftspaket und ist die Rechnung

auf den Arbeitgeber ausgestellt, so

gilt die Übernachtung und das Frühstück

als vom Arbeitgeber veranlasst. Das Frühstück

kann in diesem Fall mit dem pauschalen

Sachbezugswert angesetzt werden,

der etwa auch bei einem verbilligten Kantinenessen

gilt. Der Arbeitnehmer muss

dann in diesem Jahr nur 1,57 Euro für das

Frühstück versteuern. Diese Regelung greift

ausnahmsweise auch dann, wenn der Arbeitnehmer

das Hotelzimmer selbst gebucht

hat, weil eine Buchung durch den Arbeitgeber

zeitlich nicht mehr möglich war.

Getrennt ausweisen

Bucht und bezahlt der Arbeitnehmer das

Hotelzimmer hingegen zunächst selbst

und wird daher in der Rechnung die Übernachtung

und ein Pauschalbetrag für Nebenleistungen

ausgewiesen, sodass sich der

Preis für das Frühstück nicht feststellen

lässt, gilt die bisherige Vereinfachungsregelung.

Danach kann der in der Rechnung

ausgewiesene Pauschalbetrag für die Nebenleistungen

bei einer Inlandsreise um

4,80 Euro für das Frühstück gekürzt werden.

Der Arbeitnehmer kann dann vom

Arbeitgeber den Rechnungsbetrag des Hotels

– gekürzt um 4,80 Euro und gekürzt

um weitere privat veranlasste Nebenleistungen

– erstattet bekommen oder den

entsprechenden geldwerten Vorteil versteuern.

Letztlich bleibt damit alles wie gehabt.

Ärgerlich ist jedoch, dass das Ministerium

erst auf Anmahnen verschiedener Ver -

bände tätig geworden ist. In den ersten

Wochen des Jahres 2010 war dadurch

mächtig Verwirrung ausgelöst worden.

Nun soll die Verwaltungsanweisung das

Chaos aber rückwirkend zum 1. Januar

2010 beseitigen. ■

(Bundeministerium f. Finanzen – IV D 2 –

S 7210/07/10003 – DOK 2010/01166200)


Verbandsnachrichten

Probleme behoben:

EC-Karten funktionieren

wieder fehlerfrei.

Probleme mit EC-Karten

an deutschen Händler-

Terminals gelöst

Die von einem Softwarefehler betroffenen EC-Karten der deutschen

Kreditwirtschaft funktionieren an Händlerterminals in

Deutschland wieder fehlerfrei. Das teilte der Zentrale Kreditausschuss

(ZKA), in dem alle deutschen Banken und Sparkassen zusammengeschlossen

sind, mit. Auch an allen deutschen Geldautomaten

würden EC-Karten wieder problemlos verarbeitet und

Bargeldauszahlungen ermöglicht. Über die Behebung des Programmfehlers

auf den betroffenen Karten entscheiden die jeweiligen

ausgebenden Kreditinstitute selbst, so der ZKA weiter. Dabei

kämen Software-Updates oder ein Kartenaustausch in Betracht. Die

deutsche Kreditwirtschaft bemüht sich derzeit mit verschiedenen

Partnern in den Hauptreiseländern, auch dort die Akzeptanz für

die betroffenen Karten sukzessive wieder herzustellen.

Automatisches Update

Das Update wird – abhängig von der Entscheidung der jeweiligen

Kreditinstitute – über spezielle Kartenleser in den Filialen

oder über Geldautomaten möglich sein. Bei der Geldautomatenanwendung

erfolgt für den Kunden das Update automatisch im

Zuge eines Einsatzes der Karte für Bargeldverfügung am Geldautomaten.

Die Sicherheit der Karte wird durch das Update nicht

berührt, insbesondere werden beim Update keine sicherheitsrelevanten

Daten ausgetauscht oder verändert.

Die Kommunikation zwischen Karte und System wird bei beiden

Wegen mit Verschlüsselungsverfahren abgesichert. Dadurch

wird unter anderem die Echtheit der Karte überprüft und sichergestellt,

dass der Inhalt der Nachrichten nicht verändert werden

kann. Dritte können also keine Kartendaten in ihrem Sinne verändern

oder kryptographische Sicherheitsschlüssel ermitteln.

Die veränderten Daten im Chip sind nicht sicherheitskritisch

und es ist gewährleistet, dass darüber hinaus keine weiteren Anpassungen

vorgenommen werden können und auch weiterhin

keine nicht autorisierten Zugriffe möglich sind. ■

Weitere Informationen:

www.dsgv.de und www.zka.de

Parken aktuell · März 2010 47

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Verbandsnachrichten

Gemeinsame Tagung des Vorstands und der Ausschussmitglieder

Bundesverband Parken

arbeitet erfolgreich

In einer gemeinsamen Tagung blickten Mitglieder des Vorstands und der Fachausschüsse

des Bundesverbands Parken auf das Jahr 2009 zurück und stellten wichtige Weichen für das

laufende Jahr. So wurde ein Arbeitskreis „Parken an Flughäfen“ gegründet.

Der Vorstandsvorsitzende Werner Schardt

gab in seiner Begrüßung einen Überblick

über die herausragenden Veranstaltungen,

Themen und Aktivitäten des vergangenen

Jahres. Aus Sicht des Verbands standen zwei

Großveranstaltungen im Vordergrund: Sowohl

die Messe Parken in Wiesbaden als

auch das Kompetenzforum in Würzburg

waren neuerlich ein großer Erfolg.

Bei der Unternehmenssteuerreform 2008

konnte nach den Worten Schardts im

Wachstumsbeschleunigungsgesetz ein Teil -

erfolg erzielt werden: Mit der Absenkung

der Bemessungsgrundlage von 65 auf 50

Fachausschüsse

und Koordinatoren

■ Betriebswirtschaft

Walter Beck

■ Bau und Unterhaltung

Kay-Johannes Rudolph

■ Marketing/PR

Dr. Karl-Ludwig Ballreich

■ Technischer Ausschuss

Karl-Heinz Ellinghaus

■ Verkehrspolitik

Claus Schnell

Blickten auf ein erfolgreiches Verbandsjahr

zurück: Vorstandsvorsitzender Werner Schardt

(stehend) mit Geschäftsführer Gerhard Trost-

Heutmekers (links) und den Stellvertretern

des Vorsitzenden Michael Kesseler (2. v. l.)

sowie Dr. Karl-Ludwig Ballreich (rechts).

48 Parken aktuell · März 2010

Prozent ließ sich die bedrohliche finan -

zielle Belastung zumindest entschärfen.

Schardt versprach: „Wir bleiben weiter an

dem Thema dran.“ Momentan strebe man

eine Musterklage vor dem Bundesverfassungsgericht

in Karlsruhe an.

Die erfolgreiche Tätigkeit des Bundesverbands

Parken sei besonders auf die Arbeit

in den Ausschüssen zurückzuführen.

Auch in der Öffentlichkeit genieße der Verband

auf Grund seiner fachlichen Kompetenz

hohes Ansehen, so Schardt.

Unterschiedliche Entwicklungen

Anschließend stand ein Rückblick auf die

Branchenentwicklung im Jahr 2009 auf der

Tagesordnung. Aus den Reihen der Tagungsteilnehmer

wurden unterschiedliche

Tendenzen berichtet. Die Wirtschaftskrise

machte sich demnach auch in Teilbereichen

der Parkraumbewirtschaftung bemerkbar.

Als Beispiel wurde die rückläufige Zahl

von Dienstreisen genannt, die sich auf die

Belegung deutscher Flughafenparkplätze

negativ aus wirkte. Gleiches gilt für

Messe- und höherpreisige Hotelstandorte.

In Innenstadtbereichen und an Einkaufszentren

konnten überwiegend stabile bzw.

stagnierende Einstellzahlen registriert werden,

was in der gegenwärtigen Situation als

positiv beurteilt werden muss. Der Bereich

Online-Booking, also die Reservierung von

Parkplätzen via Internet, boomt nach Darstellung

derjenigen Unternehmen, die diesen

Service anbieten.

Das Thema Tarifgestaltung und Taktung

wurde von den Teilnehmern unter verschiedenen

Blickwinkeln diskutiert. Deutlich

wurde: Das Thema „Parkpreise“ Materie

ist hochsensibel und wird von der

Öffentlichkeit entsprechend aufmerksam

beobachtet. In der Presse werden Preisanpassungen

in Parkhäusern, Tiefgaragen

und auf Parkplätzen von teilweise bissiger

Berichterstattung begleitet.

Nach der Aussprache über

das abgelaufene Geschäftsjahr

folgten die Tätigkeitsberichte

aus den Ausschüssen

(siehe Kasten). ■


Fortbildung und Austausch: Die Fachwelt traf sich an der

Technischen Akademie in Esslingen.

Zum vierten Mal trafen sich Anfang

Februar die Fachleute der Parkhaus -

branche auf dem Kolloquium Ver kehrs -

bauten an der Technischen Akademie

Esslingen. Zwei Tage diskutierten 300

Teilnehmer intensiv über Pla nung, Aus -

führung, Gestaltung, Dau er haftig keit,

Betrieb und Nach hal tigkeit. Beg leitet

wurde die Veranstaltung von einer

Fachausstellung, in der mehr als 30 nam -

hafte Firmen ihre Produkte zum Thema

Parkhaus präsentierten.

Schwerpunkt in diesem Jahr war das

Thema Nachhaltigkeit, dem eine Podiumsdiskussion

unter Leitung von Karl-Heinz

Ellinghaus, Mitglied im Vorstand des Bundesverbands

Parken, gewidmet war. Im

Rah men eines Plenarvortrags referierte

Thomas Veith, Geschäftsführer der APCOA,

über das Thema „Die Bedeutung der Wirtschaftlichkeit

von Standorten für den Neuoder

Umbau von Parkierungsanlagen“

und brachte viele interessante Impulse für

die nachfolgenden Sessions.

In einem weiteren Plenarvortrag zeigte

Susanne Gieler-Breßmer, Leiterin des

Park hauskolloquiums, die Risiken von

Parkhausbetreibern bei der Übernahme

von Bestandsobjekten auf. Den gemein -

Verbandsnachrichten

4. Kolloquium Verkehrsbauten

Parkhäuser und ihre Bedeutung

Susanne Gieler-Breßmer

samen Plenarvorträgen und der Podi -

umsdiskussion folgten mehr als 60 Fachvorträge

zu Themen wie Projektentwicklung,

Betrieb, Planung, Ausführung,

In stand setzung, Recht, Spezialverfahren,

Bau werksprüfung sowie Forschung und

Entwicklung. Auch das 4. Kolloquium Ver -

kehrsbauten, die einzige Veranstaltung in

dieser Größenordnung bundesweit, erfüllte

wieder die Erwartungen der Fachwelt

rund um das Thema Parken. ■

Parken aktuell · März 2010 49


Verbandsnachrichten

Der europäische Verband der Parkhaus -

betriebsunternehmen „European Parking

Association“ (EPA) vergibt alle zwei Jahre

den „European Parking Award“. Die

Auszeichnung wird in vier Kategorien

verliehen:

Bestes neues Parkhaus

Bestes renoviertes Parkhaus

Herausragendes Beispiel für die Organisation

und Überwachung des Straßenparkens

Die European Parking Association hat kürzlich die Kriterien

für die Vergabe bzw. den Erwerb des European

Standard Parking Awards überarbeitet. Die aktuelle Fassung

kann über die Webseite der EPA heruntergeladen

werden. Sie ist zur Zeit nur in englischer Sprache verfügbar.

Eine deutsche Fassung soll in Kürze folgen.

Die EPA beabsichtigt, mit der Vergabe des Standard

Parking Awards, das Produkt „Parken“ in all seinen Ausprägungen

qualitativ zu verbessern. Für alle europäischen

Länder gelten dieselben Kriterien. Diese beziehen sich

TERMINE 2010 TERMINE 2011

Mitgliederversammlung

des Bundesverbands Parken e. V.

23. Juni 2010

Veltins Arena Schalke 04

„Glückauf Club Flöz Fritz“, Gelsenkirchen

www.ruhr2010.de

50 Parken aktuell · März 2010

Begehrte Trophäe:

der „European Parking Award“

EPA News

EPA Award 2011

Herausragendes Produkt bzw. herausragende

Dienstleistung im Bereich der

Parkraumbewirtschaftung

Der Preis wird anlässlich des nächsten

Kongresses der EPA, der vom 14. bis 16.

September 2011 in Turin stattfinden

wird, verliehen.

Interessenten können die Wettbewerbsbedingungen

über die Webseite der EPA

oder über die EPA Geschäftsstelle in Köln

beziehen. Die Frist zur Einreichung der

European Standard Parking Award

Vergabekriterien überarbeitet

15. EPA-Kongress

„Parking – The new Deal“: 15. europäischer Kongress

der European Parking Association (EPA)

14. bis 16. September 2011

Lingotto Congress Center, Turin, Italien

Wettbewerbsunterlagen ist der 31. Dezember

2010.

Die Gewinner der vergangenen Jahre

bzw. die Teilnehmer des Wettbewerbs

2009 sind im Internet unter www.europeanparking.eu

veröffentlicht. ■

Weitere Fragen beantwortet

die Geschäftsstelle der EPA in Köln,

Tel.: 02 21 / 257 10 18 bzw.

epa@europeanparking.eu.

insbesondere auf die Fahrgeometrie, Beleuchtung, Ausstattung

sowie weitere Aspekte der Kundenfreundlichkeit

in Parkhäusern und Tiefgaragen.

Eine Checkliste enthält die Anforderungen und qualifiziert

deren Einhaltung mit einer bestimmten Anzahl von

Punkten. Erreicht ein Objekt mindestens 160 Punkte, erhält

es eine Plakette, die an oder in dem betreffenden Parkhaus

angebracht werden kann. Die Tafel zeigt unter anderem

das Jahr der Vergabe des Qualitätsmerkmals. Weitere

Auskünfte hierzu erteilt die Geschäftsstelle der EPA. ■

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