Journal Innerschweiz 2012 (PDF-Datei, 505 KB) - Holcim

holcim.ch

Journal Innerschweiz 2012 (PDF-Datei, 505 KB) - Holcim

Produktion: Seit Juni in Oberdorf im Einsatz,

der neue, leistungsstarke und

umweltfreundliche Pneulader.

Journal

Information der Holcim

November 2012

Sicherheit: Die Holcim setzt auf sicheres

Arbeiten und eine nachhaltige Produktion.

Wir stellen die zuständige Person vor.

Das Gold

der Schweiz

Jährlich werden hierzulande 50 Millionen Tonnen Kies und Sand gewonnen.

Auch in der Innerschweiz produziert Holcim 400 000 Tonnen pro Jahr.

Ein Bericht über diesen besonderen Rohstoff.

Wettbewerb: Lesen Sie das Journal und

gewinnen Sie 5 x 100 Franken in Reka-

Schecks.

Problempflanzen: Das Holcim Team der

Innerschweiz berichtet über die «Mission»

im Steinbruch Schwybogen.


Editorial

Geschätzte

Nachbarn

In der vorliegenden Ausgabe des Holcim

Journals darf ich Ihnen wieder einige

Schwerpunkte unserer regionalen Aktivitäten

vorstellen. In unserem Jubiläumsjahr

Holcim feiert 100 Jahre ihres

Bestehens – haben sich unsere Mitarbeiter

einen Tag lang schweizweit in den

Dienst der Gesellschaft gestellt. Statt für

die Firma zu arbeiten, halfen unsere Mitarbeitenden

in der Region überhandnehmende

Pflanzen zu bekämpfen.

Wir informieren Sie aber auch etwas ausführlicher

über unseren Rohstoff, den

Kies, sowie über den Kreislauf vom Abbau

über das Auffüllen der Abbaugebiete bis

zu den abschliessenden Renaturierungsarbeiten.

Die Umwelt liegt uns genauso am Herzen

wie Ihnen. Daher legen wir bei Neuanschaffungen

grossen Wert auf ökologische

Verbesserungen; unser neuer Kraftprotz,

der grosse Radlader, ist mit den neuesten

Dieselpartikelfiltern und modernster Sicherheitsausrüstung

versehen.

Wir sind stolz, in unserer Industrie ein

Vorreiter bei Arbeitssicherheit und

Umweltschutz zu sein. Wir porträtieren

unseren ehemaligen technischen Leiter

David Waser, der sich seit 2010 nun für

Arbeitssicherheit, Gesundheitsschutz

und Prozessqualität in allen Schweizer

Werken der Holcim einsetzt.

Schliesslich verlosen wir auch in diesem

Journal wieder 5 x 100 Franken in Reka-

Checks. Über die Gewinner entscheidet

das Los, wir wünschen Ihnen viel Glück!

Robert Nothnagel

Technischer Leiter Zentralschweiz

Holcim Kies und Beton

Journal

Freiwilligeneinsatz

Kampf den Neophyten

Neophyten sind Pflanzen, die von anderen

Kontinenten gezielt oder zufällig in Gebiete

eingeführt wurden, in denen sie nicht

heimisch sind. Gemäss Pro Natura sind von

den rund 3000 wildlebenden Pflanzenarten

in der Schweiz rund 350 Neophyten.

Die meisten dieser Pflanzen verursachen

keine Probleme. Allerdings verbreiten sich

invasive Neophyten so stark, dass sie einheimische

Arten verdrängen. Deshalb sind

sie eine der grössten Gefahren für die Biodiversität.

Invasive Neophyten bedrohen

die Artenvielfalt und gefährden unsere

Gesundheit oder richten wirtschaftliche

Schäden an. Auch Steinbrüche von Holcim

sind von Neophyten betroffen. Der Kampf

gegen diese Pflanzen stellt das Unternehmen

vor grosse Herausforderungen.

Lebensraum Steinbruch

Abbaugebiete sind wertvolle ökologische

Nischen für einheimische Pflanzen und

Tiere. Dazu zählt auch der ehemalige

Steinbruch Schwybogen am Vierwaldstättersee.

Seit der Schliessung des Steinbruchs

im Jahr 2008 besteht ein Renaturierungsprojekt,

um dieses Gelände wieder

in die Natur einzugliedern. Das bedeutet,

die standortgerechte Pflanzenstruktur

zu pflegen, damit sich einheimische Pflanzen

verbreiten können und eine Artenviel-

falt entsteht. Ein grosses Problem im

Schwybogen ist der aus Asien stammende

Sommerflieder. Dieser wird jährlich in

mühsamer Handarbeit ausgerissen, sonst

haben die Renaturierungsarbeiten keine

Chance.

Freiwilligenarbeit

In diesem Frühsommer gingen neun Holcim

Mitarbeitende dem Sommerflieder an

die Wurzel. Gemeinsam gruben sie mit

Pickel und Hacke die Problempflanzen aus.

«Das Ausreissen der Pflanzen ist sehr

anstrengend, aber am Abend konnten wir

den Erfolg sehen», meint Florian Niederberger,

Baumaschinenführer in Kehrsiten,

zu seinem Einsatz. Dieser Anlass ist ein

Naturprojekt der Freiwilligenarbeit von

Holcim unter dem Titel «Together for communities».

Im Jubiläumsjahr von Holcim

haben alle Mitarbeitenden die Möglichkeit,

sich freiwillig bei einer sozialen Einrichtung

oder einem Umweltprojekt zu

engagieren. Für einen Tag verlassen sie das

gewohnte Arbeitsumfeld und können sich

einem von rund 30 Projekten widmen. «Ich

habe bis zur Stilllegung im Schwybogen

gearbeitet», sagt Florian Niederberger,

«daher freute es mich besonders, dass ich

mich sinnvoll für die Region engagieren

konnte.»

Das Team «Innerschweiz», tätig im Steinbruch Schwybogen; rund 400 Holcim Mitarbeitende in der ganzen

Schweiz engagierten sich für solche Volounteering-Projekte.


Rohstoffe

Die verborgenen Schätze der Schweiz

Rohstoffe, wie Erdöl oder Edelmetalle, findet

man in der Schweiz kaum. Und trotzdem

ist die Schweiz reich – reich am begehrten

Rohstoff Kies. In der Schweiz werden

jährlich gegen 50 Millionen Tonnen

Kies und Sand gewonnen. Sie bilden das

Fundament für unsere Strassen und sind

wichtiger Zuschlagstoff für den Baustoff

Beton.

Pro Jahr verbraucht jede Schweizerin und

jeder Schweizer rund 54 Kilogramm Fleisch,

50 Kilogramm Brot und 380 Liter Milch.

Was die wenigsten wissen, jeder und jede

«verbaut» auch rund 4,5 Kubikmeter Kies.

Das sind umgerechnet rund 28 gefüllte

Badewannen.

Wie entstand Kies?

Die grossen Kiesvorkommen in der

Schweiz entstanden als Verwitterungsschutt

der Alpen. Die vorrückenden Gletscher

zermahlten die Steinblöcke. Mit dem

Schmelzwasser und den Flüssen gelangte

der Schotter, das heutige Sand- und Kiesvorkommen,

ins Alpenvorland.

Heimischer Rohstoff

22 Mitarbeitende aus der Region produzieren

jährlich rund 400 000 Tonnen Kies und

Sand, den Grossteil davon im Kieswerk

Oberdorf. Dort wird seit 1958 Kies abgebaut.

Die Kiesproduktion erfolgt in mehreren

Schritten. Im Abbau lösen Bagger,

Pneulader und Dozer den Kies aus der

Wand, Förderbänder transportieren ihn ins

Kieswerk. Dort wird das Material gewaschen,

gesiebt und in verschiedene Korngrössen

getrennt. Die «fertigen» Sandund

Kiessorten warten in getrennten Silos

auf den Verlad. Rund die Hälfte des Oberdorfer

Kieses wird für die Betonherstellung

gebraucht, der Rest geht in loser

Form zu Kunden, die diesen weiterverarbeiten.

Eine immer grössere Bedeutung in

der Debatte um nachhaltiges und umweltfreundliches

Bauen bekommt der Recycling-Beton.

Seit rund drei Jahren produziert

auch das Oberdorfer Werk diesen

Beton. Möglich macht dies eine lokale

Partnerschaft mit der Firma Zimmermann,

Der Schotter wird mit dem Bagger abgebaut.

die gleich neben dem Betonwerk Mischabbruch-Granulat

und Betonabbruch-Granulat

aufbereitet und damit den Grundbaustein

für Recyclingbeton liefert.

Erhalt natürlicher Lebensräume

Schon während des Abbaus renaturiert

das Werk die abgebauten Flächen. So wurden

am Ännerberg in den letzten 40 Jahren

bereits wieder unzählige Kubikmeter

Renaturierung

Wiederauffüllung

Aushubmaterial eingebracht. Es wird

dabei nur sauberes Erdmaterial verwendet,

das aus regionalen Baustellen

stammt. Nach Abschluss der Abbau- und

Auffülltätigkeit werden die renaturierten

Gebiete der Natur und Landwirtschaft

zurückgegeben. Es entstehen dadurch

wieder Lebensräume für viele selten

gewordene Tier- und Pflanzenarten von

regionaler und nationaler Bedeutung.

Mit der Renaturierung des ehemaligen Abbaugebiets schliesst sich der Kreislauf.

Natur/Landwirtschaft

Abbau


Absender

Name

Vorname

Strasse

Ort

Investition

Stark, umweltfreundlich und sicher

Ein echter Hingucker – der neue, gelbe CAT-

Pneulader 988H im Kieswerk Oberdorf.

Pneulader werden für den Kiesabbau eingesetzt.

Sie laden das Rohmaterial auf Förderbänder,

die es ins Kieswerk transportieren,

wo es aufbereitet wird.

Die kräftige Maschine hat 555 PS und leistet

Immenses. Das Fahrzeug alleine wiegt

insgesamt 50 Tonnen, in der Schaufel haben

knapp 12 Tonnen Sand und Kies Platz. Der

neue Pneulader schluckt in der Stunde

zwar immer noch 35 Liter Diesel, ist aber

Der neue gelbe Riese im Einsatz.

viel kräftiger und effizienter als sein Vorgängermodell

in Oberdorf. Dank der neusten

Generation an Partikelfiltern ist er

sehr umweltfreundlich und die diversen

technischen Neuerungen machen ein sicheres

und bequemeres Arbeiten möglich.

Der neue Pneulader ist für das Kieswerk in

Oberdorf ein doppelter Gewinn. Er ist leistungsstark,

umweltfreundlich und mit der

getätigten Investition von rund 800 000

Franken ein klares Bekenntnis zum Produktionsstandort

Oberdorf.

A

Geschäftsantwortkarte

Carte commerciale-réponse

Invio commerciale-risposta

Holcim Kies und Beton AG

Ännerberg 5

6371 Oberdorf

Nicht frankieren

Ne pas affranchir

Non affrancare


Jubiläum

Auge in Auge mit Holcim

Holcim hat zum 100-Jahr-Jubiläum 100

der 80 000 Mitarbeitenden in 73 Ländern

vom bekannten Fotografen Marco Grob

fotografieren lassen, das Fotografenduo

Hiepler und Brunier lichtete zusätzlich die

Werke ab. Die eindrücklichen Schwarzweiss-Bilder

zeigen die Spuren der Arbeit

und des Lebens, sowohl an der Ausrüstung

wie auf den Gesichtern der Porträtierten.

Trotz aller geographischer und kultureller

Distanz schärfen sie den Blick auf das Gemeinsame,

das Wesentliche, das Mensch-

Aufnahme von Hiepler und Brunier im Zementwerk Siggenthal.

Wettbewerb: Gewinnen Sie 5 x 100 Franken Reka-Checks

1. Welches Jubiläum feiert Holcim in diesem Jahr?

50 Jahre 100 Jahre 150 Jahre

2. Wie viel Sand und Kies produzieren die Innerschweizer Werke der Holcim?

400 000 Tonnen 600 000 Tonnen 1 Million Tonnen

3. Welche Problempflanze wurde im Steinbruch Schwybogen bekämpft?

Kirschlorbeer Löwenzahn Sommerflieder

Einsendeschluss ist der 30. November 2012.

liche. Die Aufnahmen sind in einem Bildband

erschienen. Ebenfalls erhältlich ist

ein Buch zur Geschichte von Holcim, das

den Aufstieg der Schweizer Firma zum

Weltkonzern über die letzten 100 Jahre

nachzeichnet.

Wir verschenken einige Exemplare dieser

Publikationen an Interessierte. Melden Sie

sich unter Telefon 058 850 68 48 (Sekretariat

Holcim Communications) oder per

Mail an info-ch@holcim.com.


Berufe bei Holcim

Für Umwelt, Sicherheit und Prozessmanagement

Im Kanton Nidwalden und im lokalen Baugewerbe

ist er ein bekanntes Gesicht:

David Waser, 41-jähriger Bauingenieur,

arbeitet seit mehr als zehn Jahren als

Werkleiter und später als technischer Leiter

für die Werke Zentralschweiz. Seine

Wurzeln hat David Waser in der Innerschweiz,

er wohnt in Stansstad. Als Verantwortlicher

für den Gesundheitsschutz,

die Arbeitssicherheit und das Qualitätsmanagement

der Kies- und Betonwerke ist

er aber seit rund zwei Jahren in der gesamten

Deutschschweiz unterwegs.

Die Ansprüche steigen

Die Anforderungen an Arbeitssicherheit

und Gesundheitsschutz sind seit Jahren

stetig gewachsen. Gesellschaftliche Prozesse

machen auch vor den Werkstoren

nicht halt.

Folgerichtig haben Qualitätsmanagement,

Umweltschutz, Arbeitssicherheit- und

Gesundheitsschutz in den zurückliegenden

Jahren auch bei Holcim einen sehr

Auf seinen Rundgängen prüft David Waser regelmässig

die Sicherheit in den Werken.

hohen Stellenwert bekommen. Sie sind

ein wichtiger Bestandteil der täglichen

Arbeit. Dafür werden auch, wie im Fall von

David Waser, Aufgabengebiete definiert,

die sich nur diesen Themen widmen.

David Waser fungiert dabei nicht als

«Überwacher» sondern steht den Werkverantwortlichen

beratend zur Seite,

schaut, dass erfolgreiche Projekte rasch in

allen Werken umsetzt werden und Synergien

zum Tragen kommen. Ein solches Beispiel

ist die Ausstattung sämtlicher Baumaschinen

mit Russpartikelfiltern, die in

Holcim Werken im Einsatz sind. Hier wurde

in den vergangenen Jahren systematisch

geschaut, welche Maschinen ersetzt

werden, welche mit Partikelfilter nachgerüstet

und welche aus dem Verkehr gezogen

werden sollten. «Eines ist sicher»,

betont David Waser, «nur wenn wir

schweizweit den Überblick über die Aktivitäten

im Bereich Umwelt und Arbeitssicherheit

haben, können wir auch regional

das Optimum für die einzelnen Standorte

erreichen.»

Eine der vielen Aufgaben David Wasers

besteht darin, dafür zu sorgen, dass in den

Holcim Kies- und Betonwerken gemäss

dem Gesetz respektive den teilweise viel

restriktiveren internen Vorgaben des Holcim

Konzerns gearbeitet wird. Dazu muss

laufend überprüft werden, was sich auf

nationaler, kantonaler und auf Gemeindeebene

gesetzlich verändert. Diese neuen

Rahmenbedingungen müssen dann in die

tägliche Arbeit bei der Kies- und Betonproduktion

einfliessen und nach Abgleich mit

den Holcim Richtlinien flächendeckend

und nachhaltig umgesetzt werden.

Schwachstellen werden an Audits aufgedeckt

und verbessert.

Holcim Kies und Beton AG

Ännerberg 5

CH-6371 Oberdorf

In Zusammenarbeit mit externen Stellen

und den entsprechenden Werkverantwortlichen

ist er dafür besorgt, dass diverse

ISO-Zertifizierungen laufend eingehalten

werden: Beispielsweise ISO 9001, die

Richtlinie für Qualitätsmanagement und

Qualitätssicherung auf allen Organisationsebenen,

die Umweltzertifizierung ISO

14001 und neu auch die Zertifizierung für

Arbeitssicherheit, OHSAS 18001. Letztere

wird demnächst in allen Kies- und Betonwerken

schweizweit eingeführt. «Mit den

Zertifizierungen verfolgen wir zwei Ziele»,

sagt David Waser, «wir wollen die Sicherheitskultur

verbessern und damit auch die

Produktivität erhöhen.»

Ihre Meinung interessiert uns

Holcim ist im Kanton Nidwalden mit Werken

in Kehrsiten, Stansstad und Oberdorf

präsent und mit der Region stark verwurzelt.

Mit dem Journal wollen wir den Kontakt

mit unseren Nachbarn fördern und

über unsere Tätigkeiten informieren. Uns

liegt daran, Themen aufzugreifen, die Sie

wirklich interessieren. Schreiben Sie uns

deshalb, was Sie vom Journal halten und

was Sie zusätzlich über unsere Werke wissen

möchten.

Adresse:

Holcim Kies und Beton AG

Ännerberg 5

CH-6371 Oberdorf

journal-ch@holcim.com

Distributionshinweis:

Das Journal wird an alle Haushaltungen

der Gemeinden Stansstad, Fürigen, Kehrsiten,

Oberdorf und Stans verteilt.

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