Mittagstisch - Oberthal

oberthal.ch

Mittagstisch - Oberthal

Oberthal

aktuell

Nr. 02/11

April 2011


Inhalt

Impressum

Offizielles Informationsorgan von Gemeinderat, Verwaltung und Schule/Kindergarten Oberthal

Kontakt: Oberthal aktuell, Gemeindeverwaltung, 3531 Oberthal, 031 710 26 26, redaktion@oberthal.ch

Redaktion: Bernhard Liechti (Behörden/Verwaltung); Urs Schürch (Schule/Kindergarten); Monika Christener (Vermischtes)

Layout: Erika Wyss, Grosshöchstetten

Erscheint jährlich mit 6 Ausgaben, nächste Ausgabe: Mai 2011 (Redaktionsschluss: 19. April 2011)

Auflage: 450 Exemplare

Abonnement für Auswärtige: Fr. 15.– pro Jahr

Titelbilder (Urs Schürch): Möschberg und Lychleu-Stein

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April 2011 | Inhalt

Editorial ........................................................................................................................................................................................................................ 3

Behörden und Verwaltung

Aus dem Gemeinderat ........................................................................................................................................................................................... 5

Abfallstatistik 2010 .................................................................................................................................................................................................. 5

Baubewilligungen .................................................................................................................................................................................................... 5

Bepflanzung von Einfriedungen an öffentlichen Strassen ........................................................................................................................ 6

Gewichtsbeschränkungen auf Gemeindestrassen ...................................................................................................................................... 6

Geburtstagsgratulationen .................................................................................................................................................................................... 6

Informationen der Ausgleichskasse .................................................................................................................................................................. 7

Merkblatt Sachkundeausweis für Hundehaltende ...................................................................................................................................... 9

Schule und Kindergarten

Infos .............................................................................................................................................................................................................................10

Menü Plan und Rezept .........................................................................................................................................................................................11

Zusammenarbeit Kindergarten/1. – 3. Klasse ..............................................................................................................................................11

«Mittagstisch» im Kindergarten, Bilderreportage ......................................................................................................................................12

Unser Pausenkiosk .................................................................................................................................................................................................14

Flöteln .........................................................................................................................................................................................................................15

Skilager der Oberstufe ..........................................................................................................................................................................................16

Vermischtes (Vereine, Kultur, Freizeit, Gewerbe)

Oberthaler Häuser..................................................................................................................................................................................................17

Oster-Wettbewerb .................................................................................................................................................................................................17

Gestern und Heute: Die Lychleu, ein rätselhafter Brauch ........................................................................................................................18

Ostern – das wichtigste Fest der Christen ....................................................................................................................................................20

Rückblick Konzert und Theater der Gesangsvereine Oberthal ..............................................................................................................22

Jugendfachstelle ....................................................................................................................................................................................................23

Mitteilung der Heimleitung Haus St. Martin zum Missbrauchsfall.......................................................................................................24

Notfallnummern Gemeinde Oberthal ............................................................................................................................................................26

Weitere wichtige Telefonnummern .................................................................................................................................................................26

Veranstaltungskalender Oberthal ....................................................................................................................................................................26


Editorial | April 2011

Danke Bernhard Liechti

Liebe Oberthalerinnen, liebe Oberthaler

Nun ist es soweit, Bernhard Liechti verlässt unsere Gemeindeverwaltung

auf Ende März 2011. 8 Jahre und drei Monate

setzte er sein Wissen und all seine Fähigkeiten zugunsten

unserer Gemeinde ein. Nachstehend erhalten Sie Antworten

auf einige Fragen, zu seiner Arbeit, seiner Zukunft und

zu den Zukunftsaussichten unserer Gemeinde, die ich ihm

stellen durfte.

Bernhard, warum hast du dich vor acht Jahren für die

Stelle des Gemeindeverwalters in Oberthal beworben?

Ich war zum damaligen Zeitpunkt in der kantonalen Verwaltung

tätig. Nachdem ich bereits zuvor während fast 9 Jahren

als Gemeindeschreiber von Grosshöchstetten tätig war, verspürte

ich zunehmend den Wunsch, in mein früheres Betätigungsfeld

zurückzukehren. Und da war plötzlich die Stellenausschreibung

von Oberthal! Nachdem hier zudem ein

„Gemeindeverwalter“ gesucht wurde, habe ich mich um diese

Stelle beworben. Dabei reizte mich vorallem die Vielfältigkeit

der Aufgaben als Generalist in einer kleineren Gemeinde.

In welchem Zustand hast du die Verwaltung angetroffen?

Die Verwaltung war gut organisiert und wurde mir von meiner

Vorgängerin aufgeräumt und ohne grössere Pendenzen

überlassen. Nachholbedarf bestand aus meiner Sicht hingegen

in Bezug auf die Informatik, die Aktenablage und Archivverwaltung

sowie generell die Geschäfts- und Protokollverwaltung.

Was war dein Ziel?

Zu Beginn meiner Tätigkeit habe ich gesagt, ich möchte die

Gemeindeverwaltung Oberthal – immer zusammen mit dem

Gemeinderat – „fit“ machen für die Zukunft, wie auch immer

sich diese Zukunft präsentiert.

Wurden deine Ideen akzeptiert und konnten diese

umgesetzt werden?

Vollständig! Ich habe selten einen solch aufgeschlossenen

und motivierten Gemeinderat erlebt wie hier im Oberthal. Der

Rat war jederzeit offen für Vorschläge und Veränderungen.

Unsere Aktenablage mitsamt Archiv ist reorganisiert, klassiert

und aufgeräumt. Wir betreiben eine moderne und effiziente

elektronische Geschäfts- und Archivverwaltung. Die

Gemeindeinformatik läuft auf einem regionalen Rechenzentrum

und wir arbeiten mit einer der derzeit modernsten auf

dem Markt verfügbaren Software-Lösung. Der Gemeinderat

verfügt über aktuelle Rechtsgrundlagen bzw. Reglemente mit

schlanken Organisationsstrukturen.

Wie war die Zusammenarbeit mit den Behörden?

Die Zusammenarbeit war in all den Jahren geprägt von Vertrauen,

Loyalität und Offenheit. Einen solchen Gemeinderat

wünscht man sich als Gemeindeschreiber!

Warum verlässt du Oberthal?

Das frage ich mich manchmal auch. Nein – Spass beiseite! Ich

habe mir zum Ziel gesetzt, vor meinem 50. Lebensjahr noch

einmal eine neue Herausforderung anzunehmen. Während

einigen Wochen betätige ich mich nach meinem Austritt im

Umfeld der Gemeindeberatung. Anschliessend werde ich in

der Gemeinde Rüegsau eine neue Herausforderung als

Gemeindeschreiber annehmen.

Was möchtest du rückblickend über deine Zeit in Oberthal

noch sagen?

Vorallem möchte ich mich bedanken! Einerseits bei meinen

Kolleginnen auf der Verwaltung und dem übrigen Gemeindepersonal

für die jahrelange Treue und kollegiale Zusammenarbeit,

dann dem Gemeinderat und den vielen weiteren

Behördenmitgliedern der Gemeinde und schliesslich bei allen

Gemeindebürgerinnen und -Bürgern von Oberthal. Ich durfte

viele Kontakte und auch Freundschaften herstellen, die zweifellos

auch in Zukunft bestehen bleiben. Herzlichen Dank an

alle!

Visionen und Zukunftsgedanken

Du hast viele Jahre in der Gemeindeadministration gearbeitet

und hast eine grosse Erfahrung. Wie siehst du die

zukünftigen Möglichkeiten einer Gemeinde wie Oberthal.

Ist eine Zusammenarbeit mit anderen Gemeinden im

administrativen Bereich anzustreben und sinnvoll? Oder

ist gar die Vision, einer grösseren oder kleineren Fusion

gar keine Vision mehr?

Ich habe ja jetzt eine gewisse „Narrenfreiheit“ in meiner Aussage

und nehme in Kauf, dass ich mit meiner Haltung vielleicht

einige Leute erschrecke… Wir alle wissen, dass die Aufgaben

für alle Gemeinden in Zukunft nicht einfacher werden

– dieser Umstand trifft aber für kleinere Gemeinden in besonderem

Masse zu. Abhängigkeit von den finanziellen Zuschüssen

aus dem Finanzausgleich, hohe Anspruchshaltung (richtigerweise!)

von Behörden und Bevölkerung, zunehmend

fehlende Bereitschaft der Gesellschaft zur Übernahme von

öffentlichen Ämtern, raumplanerische Nachteile von Landgemeinden

ohne öffentlichen Verkehr gegenüber grösseren

Gemeinden, ständige Bevölkerungsabnahme, laufend wechselnde

Rahmenbedingungen rund um die künftige Bildungsstrategie…

mögen einige Stichworte sein.

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Sicher: grösser ist nicht immer besser – wenn sich aber die kleineren

Gemeinden ausserhalb der grossen Agglomerationen

im Kanton Bern künftig behaupten wollen (und das in jeder

Hinsicht), wird dies wohl nur über die Grösse gehen können.

Ich bin kein Freund von erzwungenen Gemeindezusammenschlüssen.

Eine solche Massnahme muss wachsen und aus

der Überzeugung von allen Beteiligten entstehen. Schliesslich

bin ich zudem der Meinung, dass eine Gemeindefusion nur

dann sinnvoll ist, wenn die neue Körperschaft eine vernünftige

Grösse hat. Langfristig könnte ich mir deshalb vorstellen,

dass sich die Gemeinden innerhalb der Kirchgemeinde

Grosshöchstetten zusammenschliessen…

Eine Stärkung von kleinen Gemeinden kann aber auch durch

eine sinnvolle Zusammenarbeit entstehen: Die Verwaltungsebene

bietet sich da idealerweise an. Es stellt sich wirklich die

Frage, ob gleiche Problemstellungen und Aufgaben immer

bei allen Gemeinden „durchbearbeitet“ werden müssen oder

ob dies nicht durch eine Person für mehrere Gemeinden erfolgen

könnte. Ein weiteres Beispiel sind jene Tätigkeiten, bei

denen ein hohes Mass an qualifiziertem Fachwissen gefragt

ist: Die Anforderungen sind bei allen Gemeinden gleich, es

stellt sich daher die Frage, ob die Gemeinden nicht gemeinsam

einen solchen Fachspezialisten beschäftigen könnten.

Daneben gibt es viele Aufgaben, die meiner Meinung nach im

Interesse der Sache regional wohl effizienter und auch effektiver

gelöst werden könnten. Die Schule ist da ein Beispiel

dafür.

Schliesslich kann eine erfolgreiche Zusammenarbeit die Basis

sein, um in Zukunft auch über eine mögliche Fusion zu beraten…

Bernhard, herzlichen Dank für deine aufrichtige Stellungnahme.

Wir gehen in eine ungewisse Zukunft aber

mit einer Bereitschaft, für die Gemeinde Oberthal die

bestmöglichste Lösung zu suchen. Diese Lösung finden

wir sicher nicht in kürzester Zeit. Wir sind aber bemüht,

immer wieder Augen und Ohren offen zu halten und bei

immer wiederkehrenden Neuerungen und Änderungen

aktiv mitzuarbeiten, um für unsere Gemeinde eine für

Alle befriedigende Lösung zu finden. Bernhard wir freuen

uns, dass wir auch in Zukunft auf deine Beratung zählen

dürfen. Für deine Zukunft, beruflich wie privat, wünschen

wir dir nur das Beste. Wir danken dir Alle für dein

jahrelanges engagiertes Mitwirken zum Wohle unserer

Gemeinde.

Hans Jaun, Gemeindepäsident

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April 2011 | Editorial

Bernhard Liechti

Gemeindeverwalter


Behörden und Verwaltung | April 2011

Behörden und Verwaltung

Aus dem Gemeinderat

Der Gemeinderat hat an der letzten Sitzung unter anderem

folgende Geschäfte beraten oder Beschlüsse gefasst:

• Wahl von Blaser Alexander, Känelthal 139, als Materialverwalter

in die Feuerwehrkommission per 1. Januar

2011

• Genehmigung der Lokalisationspläne mit bereinigten

Adressbezeichnungen von unbewohnten Gebäuden

• Bewilligung eines Verpflichtungskredites für die Verbauung

Lichtgutgraben sowie Genehmigung der Kreditabrechnung

• Kenntnisnahme der Kreditabrechnung für den Einbau

des Löschwassersilos Geissmatt

• Anpassung Brennholzpreise für die Beheizung der

Gemeindeliegenschaften rückwirkend per 1. Januar

2011

Gemeindeversammlung vom 06. Juni 2011

Abfallstatistik 2010

Baubewilligungen

Der Gemeinderat hat seit der letzten Ausgabe folgende

Baubewilligungen erteilt:

• Stucker Martin, Schmitte 15, Neubau Einstellraum mit

Solaranlage, Schmitte 15C

• Blaser Simon, Känelthal 59, Einbau Stückholzzentralheizung

• Pfister Fritz, Rutschi 92, Neubau Mistplatz

Folgende Abfallmengen sind in unserer Gemeinde in den letzten Jahren angefallen:

• Andenmatten Raphael, Alterswil 154, Erweiterung Fensterfront,

Einbau Pelletofen, Neubau Kamin

• Remund Bruno, Alterswil 162, Abtragen Böschung /

Erstellen Parkplatz

An der kommenden Gemeindeversammlung werden voraussichtlich folgende Geschäfte beraten oder Informationen

erteilt:

1. Gemeinderechnung 2010

2. Jungbürgerehrung

Reservieren Sie sich bereits heute das Datum für diese interessante und wichtige Versammlung.

2010 2009 2008 2007 2006 2005

Kehricht 85,16 t 82,88 t 75,75 t 76,84 t 68,81 t 69,15 t

Sperrgut 12,38 t 11,16 t 08,60 t 09,68 t 12,86 t 10,34 t

Glas 12,80 t 13,38 t 10,34 t 10,22 t 10,76 t 13,22 t

Papier + Karton 43,06 t 44,57 t 42,03 t 44,06 t 38,45 t 42,65 t

Altmetall 23,62 t 25,49 t 24,12 t 28,61 t 25,86 t 33,34 t

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Bepflanzung von Einfriedungen an

öffentlichen Strassen

Wie alle Jahre geben wir die Regeln und Bestimmungen

bekannt:

• Hecken, Sträucher, Anpflanzungen müssen seitlich mindestens

50 cm Abstand vom Fahrbahnrand haben.

Überhängende Äste dürfen nicht in den über der Strasse

freizuhaltenden Luftraum von 4,5 m Höhe hineinragen;

über Geh- und Radwegen muss eine Höhe von 2,5

m freigehalten werden.

• Die Wirkung der Strassenbeleuchtung darf nicht beeinträchtigt

werden.

• Bei gefährlichen Strassenstellen längs öffentlicher

Strassen und entlang von Radrouten, insbesondere bei

Kurven, Einmündungen, Kreuzungen, Bahnübergängen

dürfen höherwachsende Bepflanzungen aller Art

inkl. Geäste die Verkehrsübersicht nicht beeinträchtigen,

weshalb ein je nach den öffentlichen Verhältnissen

ausreichender Seitenbereich festzuhalten ist.

• Nicht genügend geschützte Stacheldrahtzäune müssen

einen Abstand von 2 m von der Grenze des öffentlichen

Verkehrsraumes haben.

• Die Strassenanstösser werden hiermit ersucht, die Äste

und andere Bepflanzungen bis zum 31. Mai 2011 und

im Verlaufe des Jahres nötigenfalls erneut auf das vorgeschriebene

Lichtmass zurückzuschneiden.

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Behörden und Verwaltung | April 2011

Gewichtsbeschränkungen auf

Gemeindestrassen

Wie im Vorjahr gilt auch in diesem Frühling folgende

Bestimmung:

Höchstgewicht 3,5 t auf Gemeindestrassen

Der Gemeinderat erlässt gestützt auf Art. 30 des Strassen-

und Wegreglements der Gemeinde Oberthal bei Tauwetter

folgende Verkehrsbeschränkung auf einzelnen

Abschnitten des Gemeindestrassennetzes:

Höchstgewicht 3,5 t

Die betroffenen Strassenabschnitte sind mit der entsprechenden

Signalisation beschildert. Diese Verkehrsbeschränkung

tritt per sofort in Kraft und dauert voraussichtlich

bis 15. April 2011.

Zu beachten ist, dass Verkehrsbeschränkungen nur dann

signalisiert werden, wenn einzelne Strassenabschnitte als

Folge von Tauwetter nicht mit schweren Fahrzeugen (u.a.

Holztransporte) befahren werden dürfen. Damit soll vermieden

werden, dass diese Strassen beschädigt werden

und anschliessend durch die Gemeinde mit hohem finanziellen

Aufwand wieder saniert werden müssen. Ausserhalb

dieser Zeiten sind die Wege wie bis anhin befahrbar.

Spezialfälle oder Ausnahmen können nach Absprache mit

Wegmeister Christian Bieri geregelt werden.

Herzliche Gratulation zum Geburtstag

Folgende Bürgerinnen und Bürger feiern im Mai 2011 ihren

hohen Geburtstag:

90-jährig Bieri Ernst 25. Mai 1921

85-jährig Strahm Hans Rudolf 04. Mai 1926

Jaun Hans 05. Mai 1926

80-jährig Schneider Paul 02. Mai 1931

75-jährig Remund Bruno 14. Mai 1936


Behörden und Verwaltung | April 2011

Informationen der Ausgleichskasse

Leistungen der AHV ab 1. Januar 2011

A) Altersrenten

Männer

Der Anspruch auf eine Altersrente beginnt am ersten Tag

des Monats nach dem 65. Geburtstag. 2011 werden somit

Männer mit Jahrgang 1946 rentenberechtigt. Männer

mit Jahrgang 1947 können ihre Rente 2011 um ein Jahr

vorbeziehen, bei einer lebenslänglichen Rentenkürzung

von 6,8 Prozent. Männer mit Jahrgang 1948 können 2011

ihre Rente um zwei Jahre vorbeziehen mit einer lebenslänglichen

Kürzung um 13,6 Prozent.

Frauen

Im Jahr 2011 sind Frauen mit Jahrgang 1947 rentenberechtigt;

ihr Rentenanspruch beginnt im am ersten Tag

des Monats nach dem 64. Geburtstag.

2011 ist für Frauen mit Jahrgang 1948 ein Rentenvorbezug

um ein Jahr möglich. Für Frauen der Jahrgänge 1948 und

jünger gilt seit 2010 wie bei den Männern der volle Kürzungssatz

von 6,8 Prozent pro Vorbezugsjahr, d.h. beim

höchstmöglichen Vorbezug von zwei Jahren 13,6 Prozent.

Im 2011 können Frauen mit Jahrgang 1949 ihre Altersrente

um zwei Jahre vorbeziehen.

Aufschub des Rentenbezugs

AHV-Rentenberechtigte können – vor Erreichen des AHV-

Alters - den Rentenbezug um mindestens ein bis höchstens

fünf Jahre aufschieben, wobei die Aufschubsdauer

nicht im Vor¬aus festgelegt werden muss. Der prozentuale

Zuschlag zur Altersrente bewegt sich zwischen 5,2 Prozent

bei einjähriger und 31,5 Prozent bei fünfjähriger Aufschubsdauer.

Rentenhöhe ab 1.1.2011

Die Renten wurden auf den 1.1.2011 im Durchschnitt um

1,75 Prozent erhöht. Seit diesem Jahr beträgt die monatliche

Altersrente bei vollständiger Beitragsdauer mindestens

1‘160, höchstens 2'320 Franken. Bei Ehepaaren ist die

Summe beider Renten auf 150 Prozent einer Individualrente

begrenzt, d.h. auf Fr. 3'480 monatlich maximal.

B) Hinterlassenenrenten

Witwenrenten

Verheiratete Frauen, deren Ehegatte verstorben ist,

haben Anspruch auf Witwenrente,

• wenn sie zum Zeitpunkt der Verwitwung eines oder

mehrere Kinder (gleichgültig welchen Alters) haben. Als

Kinder gelten auch im gemeinsamen Haushalt lebende

Kinder des verstorbenen Ehegatten, die durch dessen

Tod Anspruch auf eine Waisenrente haben. Das gleiche

gilt für Pflegekinder, die bisher von den Ehegatten

betreut wurden, sofern sie von der Witwe später adoptiert

werden, oder

• wenn sie zum Zeitpunkt der Verwitwung das 45. Altersjahr

zurückgelegt haben und mindestens 5 Jahre verheiratet

waren. Die Ehejahre werden zusammengezählt,

wenn sie mehrmals verheiratet waren.

Für vom Verstorbenen geschiedene und nicht wieder

verheiratete Frauen besteht nur Anspruch auf eine Witwenrente

unter folgenden Voraussetzungen:

• sie haben Kinder und die geschiedene Ehe hat mindestens

10 Jahre gedauert;

• sie waren bei der Scheidung älter als 45 Jahre und die

geschiedene Ehe hat mindestens 10 Jahre gedauert,

• oder das jüngste Kind vollendet sein 18. Altersjahr,

nachdem die geschiedene Mutter 45 Jahre alt geworden

ist.

Witwerrenten

Witwerrenten an nicht wieder verheiratete Männer

werden nur ausgerichtet, bis das jüngste Kind das 18.

Altersjahr vollendet hat.

Waisenrenten

Der Rentenanspruch besteht bis zum 18. Altersjahr des

Kindes. Für in Ausbildung stehende Waisen kann die Waisenrente

bis längstens zum vollendeten 25. Altersjahr

beansprucht werden.

C) Hilflosenentschädigungen

In der Schweiz wohnhafte Altersrentner/innen können

eine Hilflosenentschädigung beanspruchen, wenn sie seit

mindestens einem Jahr ununterbrochen in leichtem, mittlerem

oder schwerem Grad hilflos sind. Der Anspruch auf

eine Hilflosenentschädigung leichten Grades besteht nur

dann, wenn die hilflose Person zu Hause gepflegt wird.

Massgebend für den Grad der Hilflosigkeit ist das Ausmass,

in dem die versicherte Person in den alltäglichen Lebensverrichtungen

eingeschränkt ist und dauernder Pflege

oder persönlicher Überwachung bedarf. Ansprüche auf

Hilflosenentschädigung oder Hilfsmittel sind bei derjenigen

Ausgleichskasse anzumelden, welche die Altersrente

ausrichtet. Zuständig für den Entscheid ist die IV-Stelle im

Wohnsitzkanton.

D) Hilfsmittel

Die AHV übernimmt ohne Rücksicht auf Einkommen und

Vermögen in der Regel 75% der Nettokosten nur für fol-

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gende Hilfsmittel: Perücken, Hörgeräte für ein Ohr, Lupenbrillen,

Sprechhilfegeräte für Kehlkopfoperierte, Gesichtsepithesen,

orthopädische Mass-Schuhe und ortho-

pädische Serien-Schuhe, Rollstühle ohne Motor.

E) Keine Rente ohne Anmeldung, Vorbezugs-/Aufschubserklärung

1. Neurentner/innen melden ihren Rentenanspruch auf

amtlichem Formular bei der Ausgleichskasse an, bei

der sie zuletzt Beiträge bezahlt haben. Ist ein Rentenbezüger

noch als Selbständigerwerbender beitragspflichtig,

so hat die zum Beitragsbezug zuständige

Ausgleichskasse auch die Renten auszurichten. Wenn

zuletzt bei mehreren Kassen Beiträge entrichtet wurden,

besteht freie Kassenwahl. Ein Rentenvorbezug/aufschub

ist im Anmeldeformular ausdrücklich zu

vermerken. Ist ein Ehegatte schon rentenberechtigt,

ist für den anderen Ehegatten die gleiche Ausgleichskasse

zuständig.

2. Die Rentenanmeldung ist drei Monate vor Erreichen

des AHV-Alters bzw. des Rentenvorbezugs einzureichen

(zu früh eingereichte Anmeldungen führen zu

keiner schnelleren Behandlung). Die im Formular enthaltenen

Fragen sind in eigenem Interesse vollständig

und wahrheitsgetreu zu beantworten. Die gewünschte

Auszahlungsart (Regel: Rentenzahlung auf Post- oder

Bankkonto) ist anzugeben. Der Anmeldung ist eine

Kopie des Familienbüchleins, (bei Ausländern die Niederlassungsbewilligung)

oder ein anderes amtliches

Ausweispapier beizulegen. Bei mehrmals verheirateten

Personen ist für jede Ehe die Dauer mit amtlichem

Beleg (z.B. Kopie des Scheidungsurteils samt Rechtskraftbescheinigung)

zu bestätigen, da sonst die Einkommensteilung

und die Aufteilung der Erziehungsgutschriften

auf alle Ex-Ehepartner nicht erfolgen

kann. Fehlende/verlorene Zivilstandsbelege sind beim

zuständigen Zivilstandsamt durch den/die Rentenansprecher/in

selbst zu beschaffen. Bitte keine Originaldokumente

einreichen, Fotokopien genügen.

Betreuungsgutschriften der AHV/IV jetzt geltend

machen!

Betreuungsgutschriften können die Höhe Ihrer künftigen

Rente verbessern. Betreuungsgutschriften werden

nicht ausbezahlt, sondern den anspruchsberechtigten versicherten

Personen bei der Berechnung ihrer Rente angerechnet.

Anspruchsbegründung: Pflege und Betreuung von verwandten

AHV/IV-Rentner/innen mittlerer Hilflosigkeit

Anspruch auf die Anrechnung einer Betreuungsgutschrift

haben versicherte Personen, die in gemeinsamem Haus-

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Behörden und Verwaltung | April 2011

halt Verwandte in auf- und absteigender Linie oder

Geschwister mit Anspruch auf eine Hilflosenentschädigung

der AHV und IV, der Unfall- oder Militärversicherung

von mindestens mittlerem Grad dauernd betreuen. Ehegatten,

Schwiegereltern und Stiefkinder sind Verwandten

gleichgestellt (nicht aber Tanten, Onkel, Nichten, Neffen,

Cousins/Cousinen oder Pflegekinder). Als hilflos gelten

auch Jugendliche zwischen 16 und 18 Jahren, für die Pflegebeiträge

der Invalidenversicherung bezogen werden.

Anspruchsbegründung: Dauerndes Wohnen in gemeinsamem

Haushalt

Die betreute Person muss tatsächlich überwiegend entweder

in der gleichen Wohnung, im gleichen Gebäude oder

zumindest auf einem benachbarten Grundstück (Stöckli)

wohnen. Als nicht überwiegend in gemeinsamem Haushalt

wohnhaft gelten insbesondere Personen, die nur

über das Wochenende, in den Ferien oder an Einzeltagen

beherbergt werden. Bei einem Aufenthalt von insgesamt

rund 180 Tagen pro Jahr im Haushalt der betreuenden

Person besteht indessen Anspruch auf eine

Betreuungsgutschrift.

Den Anspruch jährlich geltend machen

Eine Betreuungsgutschrift kann bis zum Erreichen des

AHV-Alters der betreuenden Person jeweils am Ende

eines Kalenderjahrs bei der AHV-Zweigstelle der Wohnsitzgemeinde

mit amtlichem Formular geltend gemacht

werden. Dieses ist sowohl von der/den betreuenden Person/en

als auch von der betreuten Person zu unterzeichnen.

Dem Antragsformular sind alle sachdienlichen Unterlagen,

wie Kopie des Familienbüchleins oder der

Niederlassungsbewilligung, beizufügen. Bei mehreren

betreuenden Personen wird die Gutschrift zu gleichen Teilen

aufgeteilt. Bei verheirateten Versicherten wird die

Betreuungsgutschrift während der Ehejahre immer je hälftig

geteilt. Werden Betreuungsgutschriften nicht innerhalb

von fünf Jahren geltend gemacht, so ist der Anspruch verwirkt;

er wird für die Rentenberechnung nicht mehr berücksichtigt.

Anspruchskonkurrenz zwischen Betreuungs- und Erziehungsgutschriften

Es kann nicht gleichzeitig Anspruch auf eine Erziehungsgutschrift

und eine Betreuungsgutschrift geltend gemacht

werden. Für betreuende Personen mit Kindern unter 16

Jahren geht der Anspruch auf Erziehungsgutschriften

vor; Betreuungsgutschriften können somit keine mehr

angerechnet werden.

Auskünfte

www.akbern.ch oder bei der AHV-Zweigstelle Ihres Wohnorts,

welche auch kostenlos Merkblätter und Formulare

abgibt.

Ausgleichskasse des Kantons Bern


Behörden und Verwaltung | April 2011

Information des Veterinärdienstes des Kantons Bern

Veterinärdienst

des Kantons Bern

Merkblatt Sachkundenachweis für Hundehaltende

Merkblatt

Sachkundenachweis für Hundehaltende

Alle Hundehaltende müssen sich seit dem 1. September 2008 ausbilden lassen. 1 Die Sachkundenachweise

für Hundehaltende bestehen aus einem Theoriekurs und einem praktischen Training:

Personen, die zum ersten Mal einen Hund halten wollen, müssen vor dem Erwerb des Hundes einen

Theoriekurs von mindesten vier Stunden besuchen. Für Personen, die bereits einen Hund

gehalten haben, ist der Theoriekurs nicht obligatorisch.

Inhalt des Theoriekurses:

� Bedürfnisse des Hundes

� Richtiger Umgang mit dem Hund

� Zeitaufwand und finanzielle Belastung durch den Hund

Mit jedem neu erworbenen Hund muss die Hundehalterin / der Hundehalter ein praktisches Training

von mindestens vier Lektionen machen. Das praktische Training muss innerhalb eines Jahres

nach dem Erwerb des Hundes absolviert werden.

Inhalt des praktischen Trainings:

� Führen und Erziehen des eigenen Hundes

� Erkennen und entschärfen von Risikosituationen

� Vorgehen erlernen, wenn der Hund ein problematisches Verhalten zeigt

Hundehalterinnen und Hundehalter haben auf Verlangen nachzuweisen, dass sie die erforderlichen

Sachkundenachweise erbringen oder von diesen befreit sind (Artikel 32 KTSchV 2 )

Auskunft

Veterinärdienst des Kantons Bern, Herrengasse 1, 3011 Bern, veterinaerdienst@vol.be.ch,

Telefon: 031 633 52 70

Weitere Informationen

www.bvet.admin.ch oder www.tiererichtighalten.ch

Trainersuche nach Postleitzahl: http://bvet.bytix.com/plus/trainer/

1 Sachkundenachweis für Hundehaltende nach Art. 68 der eidgenössischen Tierschutzverordnung vom

23.4.2008 (TSchV, SR 455.1).

Art 68 (1): Personen, die einen Hund erwerben wollen, müssen vor dem Erwerb einen Sachkundenachweis

über ihre Kenntnisse betreffend die Haltung von Hunden und den Umgang mit ihnen einbringen, sofern sie

nicht nachweislich schon einen Hund gehalten haben. (2) Innerhalb eines Jahres nach Erwerb eines Hundes

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hat die für die Betreuung verantwortliche Person den Sachkundenachweis zu erbringen, dass der Hund in

Alltagssituationen kontrolliert geführt werden kann. Davon ausgenommen sind Personen mit einer Befähi-


Schule und Kindergarten

Infos

Tagesschule

Verdankungen

Mit schöner Regelmässigkeit wurde die Tagesschule durch

den Winter mit Salat versorgt: Herzlichen Dank an Trudi

Wüthrich für die wöchentliche „Vitaminzufuhr“! Das hat

wunderbar geschmeckt!

Sehr willkommen, heil angekommen und dankend angenommen

wurden auch 30 frische Eier von Sonja Zauggs

fleissigen Hühnern. Merci vielmal!

Natürlich möchten wir uns gern ein wenig revanchieren

und euch (mit Begleitung) zu einem Zmittag in der Tagesschule

einladen.Gutscheine dafür sollten mittlerweile per

Post geliefert worden sein.

Schulkommission neue Aufgabenverteilung seit Januar 2011

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April 2011 | Schule und Kindergarten

Bei dieser Gelegenheit möchten wir alle anderen Gutschein-Besitzer

und –Besitzerinnen herzlich auffordern,

diesen in der Tagesschule einlösen zu kommen. Wir freuen

uns über Besuch! (Anmeldung für Mengenberechnung bei

Silvia Burger 031 711 36 29, Annkathrin Eggimann 031 711

12 34 oder Urs Schürch 031 710 26 20).

Personelles

Selina Keller nimmt bis Ende Schuljahr eine Auszeit. Max

Rau übernimmt für diese Zeit ihre Lektionen an der Oberstufe.

Ressort Klassengötti/-gotte

Rena Sommer

Präsidium

Kriseninterventionsteam

Tagesschule

Nachhilfegruppe

Karin Berger Vizepräsidentin

Sekretärin Korrespondenz

Schulbesuche, Präsenzliste, Dienstjubiläen usw.

Nachhilfegruppe

Jugendbeauftragte der Gemeinde

Debora Tschan

Sekretärin Protokoll

Beschlussfassungsordner

KUW, Kontakt Pfarrerin

Aktivitäten

Klassengotte Unterstufe (Maja Stettler)

Helen Strahm Gemeinderätin Ressort Bildung

Tagesschule

Sek.Grosshöchstetten

Budget, Rechnung

Kriseninterventionsteam

Hansjürg Fahrni

Hauswirtschaft Klassengötti Oberstufe (Urs Schürch)

Daniel Glücki Werken

Krisenintervention

(Stv. Protokollführung)

Klassengötti Mittelstufe (Raphael Tröhler)

Thomas Kupferschmied

Kindergarten

Kontakt Hauswarte

Klassengötti Kindergarten (Ursula Nyffeler)

Schulkommission


Schule und Kindergarten | April 2011

Menüplan und Rezept Tagesschule

Menue Plan vom 10.1. 2011-14.1.2011

Montag: Pouletgflügeli und -oberschenkel

Bratkartoffeln

Salat

Dienstag Älplermaccaroni

Randensalat

grüner Salat

Donnerstag: Spaghetti Bolognaise

Rüeblisalat

Brüsselersalat mit Äpfeln

Zuckerhutsalat italienisch

Freitag: Nordischer Fischtopf

gemischter Salat (Zuckerhut, Rüebli, Mais)

Alltag und Höhenflüge

Zusammenarbeit Kindergarten, 1. – 3. Klasse

Im Fach NMM und Musik erarbeiten wir mit dem Musical

„Der König, der die Zeit vergessen hat“ das Thema Zeit –

Jahreszeiten – Monate.

König ohne Zeitgefühl

Im Musical «Der König, der die Zeit vergessen hat» geht es

um einen beliebten König, der krank ist. Er befiehlt im Winter

Erdbeeren zu pflücken und im Sommer das Schloss zu

heizen. Der Hof ist ratlos und ruft den Doktor. Dieser meint:

«Ach, Herr König, Sie sind krank, Sie haben die Zeit vergessen.»

Die Minister versuchen dem König zu helfen und

schenken ihm einen Kalender, die beste und grösste Uhr

und eine Agenda. Doch der König weiss nichts damit anzufangen.

Er trägt daher seinen vier Söhnen auf, in die Welt

hinaus zu gehen und die Zeit zu suchen.

Die vier Söhne gehen alle in eine andere Himmelsrichtung.

Der erste Sohn sucht die Winterkönigin auf, die im Norden

zu Hause ist. Der zweite Sohn zieht nach Osten zum Frühlingskönig,

der dritte südwärts, dorthin wo der Sommerkönig

residiert und der vierte Königssohn besuchte den

Herbstkönig im Westen. Alle vier Prinzen müssen ein Rätsel

lösen, bevor sie zum jeweiligen König gelassen werden.

Die Könige stellen den Prinzen jeweils ihre drei Kinder vor.

Dezember, Januar, Februar die Winterkönigin, März, April,

Mai der Frühlingskönig, Juni, Juli, August der Sommerkönig

und September, Oktober, November der Herbstkönig.

Diese halten je ein Geschenk für den armen kranken König

bereit. Als die Königssöhne mit den zwölf Prinzessinnen/

Nordischer Fischtopf für 8 Personen

ca 1 kg Fisch, z. B. Seelachs, Dorsch, Pangasius

100 g Speckwürfeli

1.6 kg Kartoffeln

2-3 Becher saurer Halbrahm

ev. saurer Halbrahm z. T. durch Halbrahm oder

Rahm ersetzen

Kartoffeln schälen, in ca 3 x 3 cm grosse Würfel schneiden

und in Salzwasser knapp gar kochen. In der Zwischenzeit

Speckwürfeli anbraten, Fisch in 3 x 3cm grosse

Würfel schneiden und mitbraten. Kartoffeln und

sauren Halbrahm zum Fisch geben, sorgfältig mischen

und noch 5-10 Minuten ziehen lassen.

Prinzen und ihren Geschenken bei ihrem Vater ankommen,

wird dieser wieder gesund. «Ich erinnere mich wieder, ich

spüre die Zeit!» Er fühlt die Kälte der Schneeflocken, er

riecht die duftenden Blumen, sieht die Schmetterlinge und

Bienen, hört den Donner und spürt die Wärme der Sonnenstrahlen.

Er geniesst die feinen Früchte des Herbsts, die

ihm Kraft und Gesundheit schenken. Der König weiss jetzt,

dass alle Jahreszeiten nötig und wichtig sind. Man kann

keine auslassen, man muss sie spüren und fühlen.

Die Aufführung findet statt:

19./20. Mai 2011, 19.30 im Schulhaussaal.

11


Eine kleine Reportage...

«Mittagstisch» im Kindergarten

Das Menu:

Spaghetti mit Tomatensauce und Käse

Mischsalat

Rohe Apfelcrème

Nach dem gründlichen Händewaschen geht es zur Sache.

Das gegenseitige Kochschürzen

binden ist

nicht so einfach, gibt

aber eine gute Übung.

Die fein geschnittenen Rüebli lieben wir im Salat. Man muss nur

sehr aufpassen, dass das Messer nicht schneller ist als die Finger.

Die Spaghetti müssen

exakt abgewogen werden.

Wir brauchen

genau ein Kilo.

12

April 2011 | Schule und Kindergarten

Für die Salatsauce brauchen

wir Zucker, Senf,

Aromat, Kräuter, Maggi

und drei Salatlöffel

Essig und Öl.

Äpfel raffeln braucht

mega Kraft.

Kontrolliert wird genau,

dass jedes gleichviel im

Dessertschäli hat.


Schule und Kindergarten | April 2011

Nach

dem

feinen

Zmittag

werden

noch

die

Zähne

gründlich

geputzt.

Selber Kochen macht wirklich Spass! Das gemeinsame Essen ist

lustvoll, verbindend und wohltuend für die Gemeinschaft. Die

sechsjährigen Kinder freuen sich jedes mal sehr auf den Mittagstisch

am Donnerstag.

Wen setzen wir neben wen?

E Guete!

So einfach zu essen

sind Spaghettis nicht!

Auch das Abtrocknen

muss gelernt sein.

13


Unser Pausenkiosk

Vor etwa 4 bis 5 Jahren hatte die damalige 7.-9. Klasse die

Idee, einen sogenannten Pausenkiosk einzuführen. Der

Gedanke dahinter war, dass die Schüler einmal pro Woche

ein feines preiswertes Pausensandwich zum Znüni haben,

und dass die Klasse etwas Geld verdienen konnte, das man

dann wiederum für einen Ausflug oder ein Lager brauchen

konnte. Den Pausenkiosk gab es leider nicht so lange, weil

eine nachfolgende Oberstufenklasse kein Interesse mehr

hatte das „Geschäft“ weiterzuführen. Letztes Jahr hatten

wir, die 7.-9. Klasse dann die Idee den Pausenkiosk wieder

einzuführen, weil wir es eigentlich schade fanden, dass es

keine Pausensandwiches mehr gab. Wir schlugen vor ihn

wieder einzuführen. Die Lehrer fanden die Idee auch gut

und wir fingen wieder an. Der Kiosk funktioniert so, dass

immer etwa vier Personen das Ämtli „Pausenkiosk“ haben.

Die nehmen dann anfangs Woche die Sandwichbestellungen

der Schüler auf und anhand dieser Bestellung können

wir dann bei Rosmarie Liechti Brot, Fleisch, Käse, Gurken,

Mayonnaise und Senf bestellen. Am Mittwochmorgen holt

ein Schüler das Bestellte bei ihr ab.

Um viertel vor sieben streichen und belegen wir dann in

der Schulküche die bestellten Sandwiches. Um halb acht ,

wenn die Schule beginnt, sind wir fertig. In der grossen

Pause am Mittwochmorgen kommen dann die Schüler

hinunter in die Küche um ihre Sandwiches abzuholen. Es

gibt Schinken- und Käsesandwichs beide gross für Fr. 2.50

oder klein für Fr. 1.50. Im Durchschnitt werden pro Woche

gegen 30 Sandwiches bestellt, das heisst, dass etwa jeder

zweite Schüler einmal pro Woche ein Sandwich kauft.

Sandro Cantieni, Lukas Kropf

14

Schule und Kindergarten | April 2011


Schule und Kindergarten | April 2011

Wer findet den Fehler?

15


Die 9. Klasse durfte wie jedes Jahr schon am Sonntag auf

die Elsigenalp gehen, um beim Einrichten zu helfen. Wir

transportierten das Lagermaterial mit der kleinen Seilbahn

zur Hütte und verstauten es im Keller. Am Abend haben wir

ein Spiel gespielt.

Am Montag gegen den Mittag kamen auch die 7. und 8.

Klasse. Das Wetter war am Montag nicht so schön, es hatte

viel Nebel. Am Montag und Dienstag mussten wir mit Hilfe

von Marc Zbinden, dem Mann von Frau Keller, selber

kochen, weil Frau Stadelmann krank war. Am Mittwoch

kam dann Burger Silvia und kochte für uns. Wir haben im

Lager immer sehr gut gegessen.

Am Dienstagmorgen hatten wir schönes Wetter doch am

Nachmittag kam dieser blöde Nebel wieder zu uns auf die

Elsigenalp. Wir fuhren jeden Tag in 3 Skigruppen. Der Skilift

fuhr von neun bis halb fünf Uhr. Jeden Morgen mussten

wir vor dem Skifahren einturnen. Am Nachmittag machten

wir meistens bei Hari Hans eine kleine Pause. Herr Schürch

ist zwei Mal schlimm gestürzt. Das erste Mal hat er den

Daumen verstaucht, und das zweite Mal hatte er eine

Wunde auf der Nase.

Wir hatten ein Spiel abgemacht, ZORRO. Der Zorro musste

drei Taten begehen, ohne erwischt zu werden. Wir losten

den Zorro in der Schule aus. Der Zorro konnte einen Hilfszorro

bestimmen. Die erste Tat machten sie in der Nacht

auf Dienstag. Sie haben Körbchen aufeinander gestapelt.

16

Skilager der Oberstufe 28.2. - 4.3.2011

April 2011 | Schule und Kindergarten

Die zweite Tat geschah in der Nacht auf den Donnerstag,

sie hatten uns das WC- Papier gestohlen und mit Zahnpasta

markiert. Sie haben noch mit Trinkbecherchen auf

dem WC Boden den Weg markiert. Als dritte Tat stellten sie

die Skischuhe in die Duschen. Der Zorro wurde nicht auf

frischer Tat ertappt. Am Freitagabend gab es eine Gerichtsverhandlung

gegen den Zorro. Die Mitschüler fanden es

nicht heraus wer Zorro war. Es waren Sarah (Zoro) und Julia

(Hilfszoro).

Am Mittwochabend führten wir eine Jassmeisterschaft

durch. Nach dem wir am Donnerstag den ganzen Tag bei

herrlichem Wetter auf den Skipisten verbracht hatten, gingen

wir nach dem Abendessen wie jedes Jahr bei Hari

Hans einen Coup essen. Am Freitag war das Wetter dann

noch so richtig schön. Wir fuhren noch den ganzen Tag Ski.

Am späteren Nachmittag machten ein paar Schüler noch

eine Schneeballschlacht. Wir haben die Schneeballschlacht

frühzeitig beendet. Freitagabend gab es wie immer Fondue

zum Abendessen. Am Samstag mussten wir schon um

sieben Uhr aufstehen, damit wir genug Zeit hatten um das

ganze Haus sauber zu bringen. Um elf Uhr führ der Bus im

Elsigbach ab. Um zwei Uhr waren wir alle in Grosshöchstetten.

Das Skilager war für alle ein super Erlebnis.

Sarah Burger, Michelle Engel


Vermischtes | April 2011

Vermischtes (Vereine, Kultur, Freizeit, Gewerbe)

Serie Oberthaler-Häuser

Von Werner Mohler, Alterswil

Heute:

Bauernhaus der Familie Fahrni, Reutegraben (vor dem Umbau 2003)

Oster-Wettbewerb

Zwei SBB-Tageskarten «Gemeinde» zu gewinnen

und einen Tag lang gratis fahren auf dem öffentlichen Verkehrsnetz der SBB (Bahn, Schiff, Bus)

Frage: Wie viele Ostereier sind im ganzen Oberthal aktuell versteckt?

(Gezeichnete Eier in den Kinderzeichnungen werden nicht mitgezählt)

Schicken Sie uns die richtige Anzahl zusammen mit Ihrem Namen, Adresse und Telefon-Nummer per e-mail an redaktion@oberthal.ch

oder per Postkarte an Gemeindeverwaltung, Oberthal aktuell, 3531 Oberthal, Stichwort „Oster-Wettbewerb“

bis spätestens am 15. April 2011. Der oder die Gewinnerin wird ausgelost und persönlich benachrichtigt.

17


Gestern & Heute

Die Lychleu, ein rätselhafter Brauch

Ausgangs Oberthal Richtung Möschberg und

Grosshöchstetten steht auf der Höhe am Wegrand seit

Menschengedenken eine 1,6 Meter hohe Granitsäule,

der „Lychleustei“. Es gibt verschiedene Erklärungsversuche

zur ursprünglichen Bedeutung und Herkunft

des Steins. Auch der längst nicht mehr praktizierte

Brauch der „Lychleu“ ist inzwischen in Vergessenheit

geraten. Stein und Brauchtum würden jedoch in keinem

direkten Zusammenhang stehen, so die Schlussfolgerung

eines Historikers, der sich in den Fünfzigerjahren

mit dem Thema befasst hatte.

Der 1995 verstorbene Historiker Karl Ludwig Schmalz

hatte sich intensiv mit dem Lychleu-Brauch im Amt

Konolfingen befasst. Sein 1953 im Schweizerischen Archiv

für Volkskunde veröffentlichter Artikel bringt spannende

Informationen zu Tage, lässt vieles aber auch ungeklärt.

Wie das Handwörterbuch des deutschen Aberglaubens

belegt, ist der Brauch des Leichenhaltes weitherum nachgewiesen.

Als Lychleu wird der Ort bezeichnet, wo früher

die Leichenzüge ein Vater-Unser lang gerastet (mundart:

„gleuet“) haben.

Mehrere Orte überliefert

So ist im Amt Konolfingen nicht nur die Höhe als Lychleu-

Ort überliefert, sondern mindestens noch fünf weitere

Stätten. Die Leichenzüge hätten auf dem Weg zum Friedhof

nach Grosshöchstetten auch beim Eglispor gehalten,

und zwar direkt dort wo das Gefälle anfängt, etwa 100

Meter von der Wegkreuzung weg. Ein weiterer Lychleu-Ort

sei beim Kreuzweg im Schönenwasenwald, 300 Meter südwestlich

von Ober-Bühl gewesen. Überliefert ist auch eine

Stätte eingangs Grosshöchstetten an einem früheren Drei-

18

April 2011 | Vermischtes

weg von Zäziwil, Lenzligen her. Mit Ausnahme des Lychleu-

Ortes auf der Höhe weisen die andern jedoch keine Menhire

auf. Der grosse Granitstein gehöre also nicht zwingend

zur Lychleu, vielmehr habe er die Bezeichnung „Lychleustei“

vom Ort selber erhalten, so die Schlussfolgerung des

Historikers. Der Brauch sei sicher älter als die Errichtung

des Steins.

Grenzstein und Torpfosten?

Eher wird der Stein die Funktion eines Grenzsteins gehabt

haben, denn im alten Bern bildete Möschberg mit Schönenwasen

und Gfell einen eigenen Gerichtsbezirk, der zum

Stadtgericht Bern gehörte, eingeschlossen vom Amt Signau.

Die auf der oberen, östlichen Schrägseite des Steins

eingemeisselte Inschrift 1755/HS stützt diese Annahme.

Auch die vier Löcher, zwei auf der Strassenseite, wovon

eines durchgehend und zwei auf der Ostseite scheinen

nichts Mystisches auf sich zu haben, sondern seien vielmehr

der Beweis dafür, dass der Stein früher gleichzeitig

auch als „Türlistock“, d.h. zum Befestigen einer Gattertüre

gedient habe. Über die Bedeutung des am Fuss des Steins

eingemeisselten Kreuzes kann ebenfalls nur spekuliert

werden. So sei es im Rahmen der Christianisierung üblich

gewesen, heidnische Kultsteine durch nachträglich angebrachte

Kreuze zu entzaubern.

Hintergrund des Lychleu-Brauchs unklar

Warum die Leichenzüge genau an den oben erwähnten

Stellen hielten und die Trauernden ein Vater-Unser beteten,

ist nicht überliefert. Mit praktischen Bedürfnissen liess

sich dies nicht rechtfertigen; lagen die Orte doch entweder

sehr nahe beim jeweiligen Trauerhaus oder dann in unmittelbarer

Nähe des früheren Friedhofes und eine Rast wäre

noch nicht oder nicht mehr nötig gewesen. Als Begrün-


Vermischtes | April 2011

Die Inschrift 1755/

HS lässt vermuten,

dass es sich um

einen Grenzstein

handelte.

dung, wurde K.L. Schmalz bei seinen Recherchen oft

genannt, dass man dies „halt geng so gmacht het“. Oder im

Falle der Stelle im Schönenwasenwald kursierte gar das

Gerücht, dass an dieser Stelle einmal einer im Sarge aufgewacht

sei. Auch dass es ein Überbleibsel aus Zeiten der Pest

oder der katholischen Zeit sei, liess Schmalz als Rechtfertigung

nicht zu, für einen – wie er vermutete – viel älteren

und nicht mehr verstandenen Brauch.

Bis in die frühen Sechzigerjahre ist der Brauch der Lychleu

noch vereinzelt praktiziert worden. Mit dem Bau der Kirche

in Zäziwil, den Aufbahrungshallen und dem Aufkommen

der Bestattungsunternehmen sind dann auch die Leichenzüge

verschwunden.

Text: Monika Christener

Bilder: Urs Schürch

Dienten die

Löcher zum Befestigen

einer Gattertüre?

Unten

sichtbar das eingemeisselte

Kreuz.

2

4

3

1

Überlieferte Lychleustätten: 1. Höhe; 2. Eglispor; 3. Schönenwasenwald;

4. Dorfeingang Grosshöchstetten

19


Ostern – das wichtigste Fest der Christen

von Regula Wloemer, Pfarrerin

An Ostern feiern Christen die Auferstehung von Jesu Christi

am 3. Tag nach seiner Hinrichtung am Karfreitag. Auch bei

Nichtchristen bekannt sind Ostereier und Osterhasen.

Viele Osterbräuche, wie auch das Wort „Ostern“ stammen

aus vorchristlichen Religionen.

Tauchen wir ein in die spannende Geschichte!

Erste christliche Zeugnisse archäologischer Art sind ab

dem 4. Jh zu erwarten, weil damals das Christentum wegen

des Mailänder Toleranzedikts von 313 n.Chr. nicht mehr

systematisch verfolgt worden ist. Im Jahre 391 änderte sich

die Stellung des Christentums wiederum durch ein Religionsgesetz

von Kaiser Theodosius: Es wurde zur alleinigen

Staatsreligion. Die Ausübung anderer Kulte war seit dem

bei hohen Strafen verboten.

Doch hat sich das Christentum einiges sagen lassen von

der Religion der damaligen Zeit. Geprägt wurde es durch

die Religion der Römer, der Germanen und der Kelten.

Unter Augustus war das schweizerische Mittelland durch

die Römer in Besitz genommen worden. Es kam zu einer

Vermischung von keltischen mit den römischen Gottheiten.

Die Kelten: Wir treffen auf farbige Eier, Osternacht,

gemeinsamen Speis und Trank, Osterfeuer.

Die heiligen Mächte der Ahnen und die Naturkräfte sind

wirksam. Darüber erhebt sich eine hohe Götterwelt. Für die

Kelten war und ist, neben der rational erfassbaren Welt,

immer auch die andere, geistige Welt gegenwärtig. Diese

andere Welt war eine „Insel der Seligen“. Ein Totenreich voll

Freude erwartete den Abgeschiedenen. Das Heilige hatte

aber auch schreckliche Züge: das Blutrünstige des heiligen

Krieges, Menschenopfer…

Taranis, der Allvater, steht über allen anderen Göttern. Das

keltische Frühlingsfest am 1. Mai feiert Belenos (Biel, Helen,

Eilin), die wiedererstarkende Sonne, begleitet von einem

Quellkult. Es folgen die Mistelernte und der bitter-herbe

Misteltrank. Es gibt den Kessel der Wiedergeburt; der

Sprung über das Feuer gibt Durchhaltekraft. Für alle Naturgottheiten

wird geopfert.

Am 30. April wird ein riesiger Haufen Holz und Reisig aufgeschichtet.

Am nächsten Nachmittag ziehen die Menschen,

die Opfertiere vor sich her treibend, mit Körben voll

farbiger Eier, mit Pfannen, Kesseln und Bechern zum Opferplatz.

Der Druide, der auch Arzt, Priester oder Richter ist,

singt geheimnisvolle Lieder. Die Menschen antworten singend;

er nimmt die Eier, zeigt sie und ruft den Gott der wiedererstarkenden

Sonne, Belenos, an. Er dankt für das Wiedererwachen

der Natur, für die frohen Farben und die Kraft

des neuen Lebens. Er beginnt die Eier zu verteilen. Ein frohes

Eiertütschen beginnt.

20

April 2011 | Vermischtes

Die Misteln werden nach der Ernte auf dem Feuer gekocht.

Vom kräftigen Trank nehmen alle. Im Topf wird Fleisch

gekocht. Alle erhalten ihre Lieblingsspeise. Der Sage nach

kommt es vor, dass Tote in den Kessel geworfen werden

und zu neuem Leben erwachen. Wiedergeboren entsteigen

sie dem Kessel. Es geht um die Wiedergeburt der ganzen

Natur. Das Feuer des Belenos bringt alles neu zum

Leben!

Es folgt der Feuersprung: Hand in Hand wird über das kleiner

werdende Feuer gesprungen und auch die Tiere werden

über das verglimmende Feuer geführt. So werden alle

Lebewesen mit der Kraft der neu erstarkenden Sonne

gestärkt. Erst am Morgen des folgenden Tages kehrt der

lange Zug in die Wohngebiete zurück.

Die Römer verbieten die keltische Religion nicht. Sie setzen

einfach vor die Namen der keltischen Götter auch immer

die Namen der entsprechenden römischen Götter.

Die Römer: Als Symbole galten Sonne, Sonntag, Blumen,

Frieden

Die Römer setzten eine geheimnisvolle unpersönliche

Macht voraus, die die Natur erfüllt. Sie waren bemüht, den

Frieden der Götter durch Sühnopfer und Gastmähler zu

wahren. Ungewöhnliche und negative Ereignisse waren

Hinweis dafür, dass der Friede der Götter gestört war. Die

Römer bemühten sich, ihren Willen zu erkennen (aus dem

Verhalten der Vögel oder aus den Eingeweiden der Tiere…).

Anfangs April war das Frühlingsfest der Proserpina. Sie ist

Tochter von Ceres, der Fruchtbarkeit, die von Pluto geraubt


Vermischtes | April 2011

und in die Unterwelt entführt wird, aber immer wieder für

ein halbes Jahr auf die Erde zurück darf und ihre Blumen

mitbringt. Dabei wird auch ihr Vater, Jupiter, zusammen

mit den andern Göttern verehrt. Dem Kaiser als der sol

invictus (unbesiegbaren Sonne) wird ein Opfer dargebracht.

Der Kaiserkult geht auf orientalische Anbetung der Herrscher

zurück. Dieser ist Garant und Verkörperer der politischen

Ordnung. Man dachte, dass die politische Ordnung

den Naturgesetzen nachgefomt und daher als Ausdruck

der Weltvernunft zu verstehen sei.

Die Christen versuchten eine äussere Annäherung, indem

sie die Sonnensymbolik auf die wahre Sonne, auf Christus,

bezogen. So legten sie den Geburtstag Christi auf den Festtag

der zurückkehrenden Sonne, drei Tage nach ihrem

tiefsten Sonnenstand (25.12.).

Es kam zu harten Verfolgungen, da sich die Christen dem

Kaiserkult widersetzten und überhaupt dem römischen

Reich missfielen, weil sich ihre Anhänger aus allen verschiedenen

gesellschaftlichen Schichten und aus verschiedenen

Völkern zusammensetzten. Es wurde befürchtet,

dass dadurch der römische Staat und der Staatskult zersetzt

werden könnte. In den Verfolgungen fanden unzählige

Christen den Tod.

Die Germanen: Hase, Zweige und Blumen, Osterbaum,

evtl. „Ostern“

Im 4. Jh. brachen aus Norden Alemannen (Germanen) in

das römische Reich ein. Bereits vorher aber um 250 gelangten

Germanen über den Rhein. Diejenigen, die sich den

Römern unterwarfen, konnten im Land bleiben. Elemente

ihrer Religion wurden ins Christentum integriert. Der

oberste Gott ist der Allvater Wotan. Das Frühlingsfest wird

Mitte April gefeiert. Bei der Donareiche und einer grossen

Esche wird geopfert. An diesem Frühlingsfest wird Ostara

die Morgenröte (evtl. Wortstamm wie Ostern) verehrt.

Die Morgenröte strahlt am Anfang der wiedererwachenden

Naturvorgänge auf. Ihr heiliges Tier ist der scheue,

aber sehr fruchtbare Hase. Das neuerwachende Leben

wird mit rohen Eiern gefeiert. Zusammen mit Saatgut, Blumen

und blühenden Zweigen werden sie beim heiligen

Baum dargebracht und verbrannt.

Der Priester erzählt die Geschichte von Freyja und Thrym,

dem Eisriesen, der von Donar überlistet wird, so dass er

seine Macht über die Frühlings- und Fruchtbarkeitsgöttin

Freyja endgültig verliert. Donar vermisst seinen Hammer,

weil der Eisriese Thrym diesen entwendet hat – es donnert

normalerweise zur Winterzeit nicht – er bekommt ihn erst

wieder, als er sich – in Freyja verkleidet – Thrym nähert. Er

staunt über ihren Riesenappetit und das Funkeln ihrer

Augen. Schlussendlich legt er “ihr“ den Hammer in den

Schoss. Daraufhin erschlägt Donar den Eisriesen mit dem

Hammer. Es kann Frühling werden.

Die Christen: Auferstehung Jesu Christi

Unser Frühlingsfest ist Ostern, das Fest der Auferstehung

Jesu Christi. Das Fest beginnt abends (als Beginn des

neuen Tages) mit der Feier der Osternacht. Taufen fanden

früher vorwiegend in der Osternacht statt. Die Feier des

Abendmahls gehört dazu. Nicht nur zu Ostern selbst, sondern

an jedem Gott gewidmeten Tag der Christen, dem

Sonn(en)tag, erinnerte man sich an die Auferstehung von

Jesus Christus. So wurde Ostern bei den ersten Christen an

jedem Sonntag gefeiert.

Ein spezieller Brauch, der allerdings so richtig zum Kabarett

ausartete, war vom 14.-19. Jh. das Osterlachen. In der

Osterpredigt hatte der Pfarrer die Gottesdienstgemeinde

zum Lachen zu bringen. So zeigte sich die Osterfreude, die

Freude darüber, dass der Tod der Lächerlichkeit preisgegeben

ist, denn seine absolute Kraft ist durch Jesus Christus

besiegt.

Auf vielerlei Weise zeige sich bei uns die Osterfreude!

Sie lässt uns aufleben und erneuert das Lebensvertrauen.

Auch mitten im kalten Winter müssen wir die Blumen nicht

vergessen (es ist ein Ros entsprungen). Wir wissen es doch:

es tut sich etwas und wird sich bald etwas regen in der tief

gefrorenen Erde.

Wir spüren und wissen es: auch von starker Trauer können

wir uns mit Gottes Hilfe immer wieder erholen! Vielleicht

gerade, wenn und weil wir tiefe Trauer wagen. Wir haben

es vielleicht lange vergessen, aber doch bereits gehört: Er,

Christus, ist herabgestiegen in das Reich des Todes, am

dritten Tage auferstanden von den Toten…(aus dem apostolischen

Glaubensbekenntnis, KGB 263).

Wenn er so weit abgestiegen ist und es schlussendlich gut

ausging – wie sollten wir nicht getrost einsteigen in das

„Reich“ der Oster- und Frühlingsfest-Bräuche und das Erbe

früherer Generationen dankbar weiterpflegen? Die Bräuche

erfreuen Herz und Sinne und verhelfen unserer Osterfreude

zum Ausdruck.

Die Freude leben wir den Kindern vor und das Wissen

geben wir ihnen weiter.

Anmerkungen der Autorin:

Folgende Quellen wurden für die Erstellung des Textes benutzt: Michel

Wullemin, eine Unterweisungseinheit für KUW ll; Wikipedia, RGG (Religion

in Geschichte und Gegenwart)

21


Vereine:

22

Frauenchor Oberthal

Männerchor Oberthal

April 2011 | Vermischtes

Rückblick Konzert und Theater der Gesangsvereine Oberthal

Am 19./20.02.2011 und 25./26.02.2011 fand wie jedes Jahr

das Konzert und Theater der Gesangsvereine Oberthal

statt. Das Liederprogramm des Frauen- und Männerchors

stand dieses Jahr unter dem Motto «Wasser». Wir schauten

aufs Meer, standen im Schneegebirge, hörten das Mühlerad,

tranken aus dem Brunnen und standen zuletzt noch

am Louenesee. Im Theater kam eine kleine Gemeinde recht

ins Schwimmen, als sie einen Ersatz für ihren Gemeindeschreiber

suchen musste. Aber am Schluss gab es doch

noch ein Happy End und man konnte die Sache mit einem

Schluck edlem Wasser begiessen.

Die Besucherzahl war wie jedes Jahr sehr erfreulich und wir

konnten in viele glückliche und zufriedene Gesichter blicken,

was doch der schönste Dank ist. Bis nächstes Jahr.

Martina Hofer, Sekretärin Frauenchor Oberthal

Bilder: Markus Wehner, Biglen


Vermischtes | April 2011

Informationsabend für die Region Konolfingen

Jugendgewalt – Eltern können reagieren!

Die Medien berichten derzeit ausführlich über das Thema Jugendgewalt. Als Eltern steht man oftmals hilflos diesen

Nachrichten gegenüber und hofft für sein Umfeld das Beste.

In Zusammenarbeit mit der Jugendfachstelle Region Konolfingen zeigt Gastdozent Thomas Richter vom Schweizerischen

Institut für Gewaltprävention Hintergründe auf, warum jemand gewalttätig werden kann.

Es werden praktische und lebensnahe Möglichkeiten skizziert wie Eltern ihr Kind aktiv unterstützen können, falls es als

Opfer oder Täter Gewalt erlebt.

Datum Donnerstag, 28. April 2011

Zeit 19.30

Ort Infotreff Konolfingen, Burgdorfstrasse 10

(oberhalb Bahnhof, keine Parkplätze vorhanden – bitte die Parkplätze beim Bahnhof benutzen!)

Anmeldung erwünscht bis am Dienstag, 26. April 2011 ans Sekretariat der Jugendfachstelle

Telefon 031 790 45 10 oder daniela.gaeggeler@konolfingen.ch

Silvan Oswald

Anna Räz

Zeichnungen aus der 6. Klasse Math.

Michael Schafroth

Aron Fahrni

23


Mitteilung der Heimleitung Haus St. Martin zum Missbrauchsfall

Liebe Oberthalerinnen und Oberthaler

Im Haus St. Martin arbeiten in 22 Vollzeitstellen rund 45

Mitarbeitende. Auf drei Wohngruppen und diversen Werkstätten

betreuen und beschäftigen wir 21 Menschen mit

Behinderung die auf spezielle Begleitung angewiesen

sind. Diese sind zwischen 31 und 61 Jahre alt. Das frühere

Kinder- und Jugendheim ist längst erwachsen geworden.

Seit mehreren Jahren befassen wir uns im Haus St. Martin

intensiv mit Gewaltprävention. Diese wird immer wieder

thematisiert und hinterfragt. Nun holen uns Ereignisse ein,

welche in der Geschichte bald 20 Jahre zurück liegen, und

werden uns in der Gegenwart über längere Zeit beschäftigen.

Am 11. Januar 2011 wurde die Heimleitung von der Regionalfahndung

der Kantonspolizei Bern in der Strafsache

gegen einen ehemaligen Mitarbeiter befragt und mit einer

amtlichen Schweigepflicht bis anfangs Februar belegt.

Inzwischen ist der schreckliche Fall landesweit publik

geworden. Der ehemalige Mitarbeiter, welcher 1995

unsere Institution nach vier Jahren verlassen hat, ist geständig,

Schändung und sexuelle Handlungen mit Kindern und

Abhängigen vollzogen zu haben. Er befindet sich seit April

2010 in Untersuchungshaft.

Jahrelange Arbeit, enormes persönliches Engagement

wird durch eine Person zunichte gemacht. Erfahren zu

müssen, dass in unserem Umfeld gravierende Gewalt an

den Schwächsten angewendet wurde, macht sprachlos

und stark betroffen. Wir sind schockiert. Dass die Gemeinde

Oberthal in diesem schlimmen Zusammenhang in den

Medien erwähnt wurde, tut uns ausserordentlich leid.

24

April 2011 | Vermischtes

Die angeschuldigten Taten dieses Mannes können wir

nicht ungeschehen machen. Wir können aber versuchen,

bei der Aufarbeitung dieser Vorkommnisse zu helfen.

Bewohner und Mitarbeitende wurden und werden weiterhin

laufend informiert. Zahlreiche persönliche Gespräche

fanden statt. Das erweiterte Heimleitungskollegium traf

sich mit den Angehörigen der hier lebenden Menschen

und Michael Röthlisberger als Vertreter des Oberthaler

Gemeinderates zu einem ersten Informationsabend. Ein

weiterer folgt Ende März 2011.

Dieser Fall wird uns weiterhin stark beschäftigen. Wir sind

in Absprache mit dem Heimverband Bern und dem Verein

für anthroposophische Heilpädagogik und Sozialtherapie.

Fachpersonen stehen uns unterstützend zur Seite.

Auch wenn es schwierig ist, gegenüber diesem Fall die

richtigen Worte zu finden, hoffen wir, Ihnen mit dieser Stellungnahme

Informationen geliefert und unser gegenwärtiges

Handeln in wenigen Worten dargelegt zu haben.

Lieber hätten wir an dieser Stelle über unseren Neubau

und unser Einweihungsfest vom 25.06.2011, zu welchem

Sie herzlich eingeladen sind, berichtet. Dies holen wir zu

einem späteren Zeitpunkt mit persönlichen Einladungen

und einer Information an der nächsten Gemeindeversammlung

nach.

Freundliche Grüsse

Das Heimleitungskollegium


Anzeigen | April 2011

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25


Notfallnummern Gemeinde Oberthal

26

April 2011 | Informationen

Sanität Notruf 144

Polizei Notruf 117

Polizeiposten Konolfingen 031 368 73 01

Feuerwehr Notruf 118

Vergiftungsnotfälle 145

REGA 1414

Arzt Dr. Müller 031 711 04 48

Hausärztlicher Notfalldienst 0900 57 67 47

Apotheke Apotheke Schneider 031 711 02 88

Tierärzte Dres Wittwer + Sutter 031 711 36 70

Dr. Nesvadba 031 711 03 39

Weitere wichtige Telefonnummern

Gemeindeverwaltung 031 710 26 26

Schule 031 710 26 20

Regionaler Sozialdienst Konolfingen 031 790 45 35

Jugendfachstelle Konolfingen 031 790 45 10

Spitexdienste 031 770 22 00

Veranstaltungskalender Oberthal (rollender Terminplan)

02. April: Jodlerkonzert, Jodlerclub Blasenfluh

08. April: Jodlerkonzert, Jodlerclub Blasenfluh

10. April: Gottesdienst Predigtsaal, 09.30 Uhr

10. April: Jodlerkonzert, Jodlerclub Blasenfluh

16. April: Jodlerkonzert, Jodlerclub Blasenfluh

17. April: Goldene Konfirmation für Oberthal und

Bowil in der Kirche Bowil

17.4. – 23.10.11 Skulpturen + Installationen „Quelle“,

Seminar Kultur Hotel Möschberg

22. April: Karfreitagsgottesdienst mit Abendmahl,

Predigtsaal, 09.30 Uhr

23. April: Osternachtfeier für die ganze Kirchgemeinde,

20.00 Uhr Kirche Bowil

24. April: Osterbrunch mit Ostereiern, Seminar

Kultur Hotel Möschberg

03. Mai: Altstoff- und Sperrgutabfuhr

08. Mai: Gottesdienst Predigtsaal, 09.30 Uhr

Nächste Ausgabe Oberthal aktuell: Mai 2011. Redaktionsschluss: 19. April 2011

15. Mai: Konfirmationsgottesdienst Kirche Bowil

27. Mai: Werkausstellung, Schulhaus

27. – 29. Mai: Feldschiessen in Bowil

06. Juni: Gemeindeversammlung mit Jungbürgerfeier,

20.00 Uhr

12. Juni: Pfingstgottesdienst mit Abendmahl Predigtsaal,

09.30 Uhr

17. – 19. Juni: Eidg. Jodlerfest in Interlaken: 19. Juni

Empfang (ca. 20.00 Uhr)

24. Juni: Feuer und Klänge. Konzert, Seminar Kultur

Hotel Möschberg

25. Juni: Einweihungsfest Neubau Haus St. Martin

26. Juni: Bauplatzpredigt

Die Details zu Veranstaltungen der Kirchgemeinde finden

Sie in der Zeitschrift „reformiert“ oder unter www.kirchgemeinde-grosshoechstetten.ch

.

Aufruf:

Bitte melden Sie uns laufend Ihre Vereinstermine. Neu bieten wir zusätzlich dem ortsansässigen Gewerbe die Möglichkeit,

im Veranstaltungskalender kostenlos auf wichtige Anlässe hinzuweisen. Der Text ist auf max. 100 Zeichen beschränkt.

Bilder und Logos können wir in dieser Rubrik nicht berücksichtigen.

redaktion@oberthal.ch oder 031 711 52 49 (Monika Christener)


Schlusspunkt | April 2011

Schrift und Bild: Hans Blaser

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Schlusspunkt | April 2011

Konzert und Theater der Gesangsvereine Oberthal; 19./20.02.2011 und 25./26.02.2011

Bilder: Markus Wehner, Biglen

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