InfoRetica ernina - Rhätische Bahn

rhb.ch

InfoRetica ernina - Rhätische Bahn

Nr. 2 / Juni 2010

InfoRetica

Mitarbeiterzeitung der Rhätischen Bahn

Periodico della Ferrovia retica

Periodica da la Viafier retica

Grande festa in Tirano


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In MGB-Triebzüge dieser Ausgabe laufen vom Stapel

Von Roberto G. Paravicini

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 2 / 2010

Editorial/Editoriale

Die Stimme der Geschäftsleitung

La Voce della Direzione

Jahresbericht 2009

Verabschiedung Johann Georg Bühler

100 Jahre Berninalinie – Frühlingsevent Tirano

Brief Bischof Diego Coletti

Sponsoren 100 Jahre Berninalinie

100 Jahre Berninalinie – Das Fest geht weiter

Tag der offenen Werkstätten

ZVV-Lok wirbt für die Berninalinie

GKB-Lok wirbt für die Berninalinie

Albulatunnel

Erfolgsgeschichte Vereina

Inframation

Gepäckwagen mit Heizmodul

Refit EW III

Erinnerungen an die Schrankenanlage Samedan

Stammnetz-Reisezugwagen nach Tirano?

Medienbahn

Damals, vor 30 Jahren

Kanuschule Versam

Alphaplan AG

login – Das Leben als Unternehmerin

login – Lernender als Coach

Neues in Kürze

Pensionskasse RhB – Geschäftsbericht 2009

Feedbackkultur bei der RhB

Ideen-Wettbewerb

Berninabahn zieht München in den Bann

Servicequalität im Glacier Express

VTE-Weiterbildung

Defibrillatoren bei der RhB

Führung durch das Schloss Tarasp

Time out auf Rädern – Teil 2

Personalchronik

RhB In-Team

Wortspiel

Herausgeber: Geschäftsleitung der Rhätischen Bahn

7002 Chur

Redaktion: Peider Härtli (hä), p.haertli@rhb.ch

Sandra Beeli (sb), s.beeli@rhb.ch

Walter Frei (Fr), w.frei@rhb.ch

Frontbild: Grande festa in Tirano

Bild Andy Mettler

Nächster Redaktionsschluss: 12. August 2010

Auflage: 3 100 Exemplare, 4-farbig

Abonnement: Inland: Fr. 50.– / Ausland: Fr. 60.–

© by RhB: Weiterverwendung und Nachdruck erwünscht, jedoch nur unter Quellenangabe

Gedruckt auf chlorfrei gebleichtem Papier

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MGB-Triebzüge Editorial/Editoriale laufen vom Stapel

Von Roberto Peider Härtli G. Paravicini

Eindrücke …

Liebe Mitarbeitende

Schauplatz 1: 1. Mai 2010, Landquart. Eine riesige

Menge belagert unsere Werkstätten in Landquart. Bewundert

die ersten vier kräftigen, eleganten ALLEGRA-

Triebzüge mit den klingenden Namen Holsboer, Friedrichs,

Janka und Cologna. Geniesst die Schnupperfahrt

mit «Cologna» nach Chur oder das Sandwich bei flottem

Rock› n Roll mit «Hampa and the Charms». Rund 5000

zufriedene Gäste gehen abends mit vielen guten Eindrücken

und Erinnerungen nach Hause.

Schauplatz 2: 8. und 9. Mai 2010, Tirano. Schätzungsweise

10 000 begeisterte Besucherinnen und Besucher

aus Italien und der Schweiz bestürmen den Bahnhof Tirano,

die Piazza und das ganze Städtchen: Die 100-Jahrfeier

hat definitiv auch das südliche Ende der Berninalinie

erreicht. Auch hier zeigt der «Trenino rosso» alles,

was er hat: vom historischen, gelben Zug bis hin zum

modernen ALLEGRA-Triebwagen. Und selbstverständlich

wird dieser auch getauft: Der Name Giovanni Segantini

bürgt nicht nur für Kunst, sondern auch für die freundschaftliche

Beziehung zwischen der Valtellina und der

Valposchiavo, zwischen Italien und der Schweiz. Die

grande Festa in Tirano hinterlässt bleibende Eindrücke.

Liebe Kollegin, lieber Kollege, diese zwei Schauplätze

aus jüngster Zeit haben mich beeindruckt. Beeindruckt

hat mich das enorme Interesse der Bevölkerung für die

RhB. Die RhB bewegt die Menschen. Und sie wird durch

Menschen bewegt! Durch Sie, durch Dich. Durch Mitarbeitende

an unterschiedlichen Arbeitsstellen, an unterschiedlichen

Orten, auf unterschiedlichen Stufen. Nur

dank der grossartigen Solidarität und Unterstützung von

Ihnen, von Dir, gelingen grosse Anlässe mit grosser Ausstrahlung.

Und dies hat mich beeindruckt.

Viel Lesespass wünscht

Peider Härtli

Impressioni …

Cari collaboratori

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 2 / 2010

Prima istantanea: 1° maggio 2010, Landquart. Un’enorme

folla si accalca presso le nostre officine di Landquart

ed ammira, estasiata, i primi quattro possenti ed eleganti

elettrotreni ALLEGRA, battezzati con i significativi

nomi di Holsboer, Friedrichs, Janka e Cologna. Ci si gode

il viaggio verso Coira alla scoperta del nuovo «Cologna»

oppure si assapora un panino a ritmo di rock’ n roll con

Hampa and the Charms. Verso sera, all’incirca 5000 visitatori

rincasano soddisfatti, con un nuovo bagaglio di

ricordi e magnifiche impressioni.

Seconda istantanea: 8 e 9 maggio 2010, Tirano. Pressappoco

10 000 entusiasti visitatori accorrono dall’Italia

e dalla Svizzera riversandosi negli spazi della Stazione

di Tirano, sulla Piazza e nell’intera cittadina. Ogni

dubbio è ormai fugato: la febbre dei festeggiamenti per

i 100 anni ha raggiunto anche il capolinea meridionale

della Linea del Bernina, dove il «Trenino rosso» fa bella

mostra della sua storia, dall’antico convoglio giallo fino

al moderno elettrotreno ALLEGRA. Che, manco a dirlo,

viene prontamente battezzato: il nome - Giovanni Segantini

- è sinonimo d’arte e garante dei rapporti di

amicizia che legano la Valtellina e la Valposchiavo, l’Italia

e la Svizzera. La Grande Festa di Tirano cala il sipario,

lasciandoci impressioni indelebili.

Gentili colleghe, stimati colleghi, le due istantanee che

ho avuto modo di cogliere di recente mi hanno veramente

impressionato. Mi ha sorpreso e toccato l’enorme

interesse che la popolazione dimostra alla RhB. La RhB

che (com)muove la gente. E la gente che (s)muove la

RhB! Mossa da voi, mossa da te. Da collaboratori assegnati

ai reparti più disparati, nei luoghi più differenti,

ai più svariati livelli. Soltanto l’enorme solidarietà e il

sostegno da parte vostra, da parte tua, permettono di

realizzare eventi maggiori di grandi risonanza. E questo

mi ha impressionato.

Buona lettura dal vostro

Peider Härtli

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Die Stimme der Geschäftsleitung

Von Martin Sturzenegger

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 2 / 2010

Allegra, liebe Mitarbeitenden

Kundenverblüffung ist in aller Munde und der Service

an unseren Kunden wird hoch geschrieben. Gleichzeitig

besteht Druck auf die Arbeitsleistung und die Mehrzeiten

sollen gesenkt werden. Wie passt das alles unter

einen Hut?

In diesem Monat wurde das Schreiben vom Kunden mit

dem roten Koffer durch das Zugpersonal als Kundenverblüffung

des Monats gewählt (Intranet > Vertrieb > Zugpersonal

> Kundenverblüffung) und die Zielsetzungen

zu den positiven Reaktionen sind auf Kurs. Beides signalisiert

mir, dass die service- und kundenorientierte

Arbeitsweise nicht nur für unsere Gäste ihre positive

Seite hat, sondern auch den Mitarbeitenden eine gute

Stimmung, ein fröhliches Gefühl zurückgeben kann.

Die Erträge aus touristischem Verkehr machen rund 18%

des Ertrages im Personenverkehr aus. Hier haben wir

zurecht den Anspruch in der 5-Sterne-Liga mitzuspielen.

Unsere restliche Kundschaft will primär von A nach

B, um Freunde oder den Zahnarzt zu besuchen, die

Arbeit aufzunehmen, eine Wanderung zu starten oder

ein Wellness-Wochenende zu verbringen. Umfragen der

SBB und der RhB haben ergeben, dass Pünktlichkeit,

Sauberkeit und gute Information die wichtigsten Bedürfnisse

all dieser Bahnreisenden sind. Und wie können

wir hier verblüffen? Wenn wir angesprochen werden,

bei Unklarheiten oder im Störungsfall, hat dieser

Kunde ein ganz persönliches Anliegen – auch wenn

hundert weitere Kunden die gleiche Frage stellen. Hier

können alle Mitarbeitenden mit Zuhören, ernst nehmen

und lösungsorientiertem Feedback diesen Kunden ein

ganz klein wenig verblüffen.

Was passieren kann, wenn man Kunden mit einem eigentlich

kleinen Anliegen nicht ernst nimmt, musste

United Airlines in den USA schmerzlich erfahren: Dave

Carroll wurde die Gitarre beschädigt und auf seine Reklamation

hin, er wollte nur den Defekt repariert haben,

reagierte man mit Floskeln und dem Verweis auf Reglemente.

Dieser Kunde ist auch Country-Musiker und er

veröffentlichte einen Song über seinen Ärger auf YouTube

(youtube.com > «united breaks guitars» suchen), der

in den ersten Wochen von Millionen von Usern angeschaut

wurde. Fernseh-Talkshows haben darauf Dave

Carroll eingeladen, die Medien berichteten im grossen

Stil und United Airlines konnte nur noch versuchen die

Wogen zu glätten. Dieser Fall zeigt, dass auch bei vermeintlichen

Lappalien ein Mensch mit seinen Befindlichkeiten

dahinter steckt und mit ganz wenig Aufwand

ein positives Erlebnis geschaffen werden kann – oder

aber genau das Gegenteil.

Durch den vermehrten Einsatz von neuen Medien wie

Internet, Mobile oder Automaten werden wir sogar noch

mehr Gelegenheit finden mit unseren Kunden zu kommunizieren:

Zum einen eröffnen sich auf diesen Kanälen

neue Möglichkeiten für «Magic Moments» in der

virtuellen Welt und zum anderen werden wir im persönlichen

Kontakt mehr Zeit auf Beratung und Information

verwenden können.

So bin ich überzeugt, dass wir noch einiges unter den

besagten Hut kriegen werden und gleichzeitig Freude

und Stolz über die RhB an unsere Kunden weitergeben.

Wenn Sie Ideen oder Anregungen haben, wie wir dieses

oder jenes besser machen können, dann lassen Sie es

mich bitte direkt wissen. Ich garantiere Ihnen jeden

Vorschlag ernst zu nehmen, fundiert zu prüfen und Ihnen

eine Antwort zu geben.

Herzlich, Martin Sturzenegger


La voce dalla Direzione

Di Martin Sturzenegger

Allegra, gentili collaboratrici e stimati collaboratori

«Sbalordire i clienti» è la nuova parola d’ordine, e il

servizio alla clientela non è mai stato tanto importante.

Al tempo stesso avvertiamo pressioni al rendimento, incalzate

dalle richieste di ridurre gli straordinari. Vi chiederete

ora come sia possibile far convivere queste due

realtà sotto lo stesso tetto?

Questo mese il personale ferroviario ha scelto la vicenda

del cliente con la valigia rossa come azione del mese per

sbalordire i clienti (Intranet > Vertrieb > Zugpersonal >

Kundenverblüffung) e le reazioni positive sono in linea

con le attese. Ne deduco pertanto che il nostro impegno

a favore del servizio e del cliente ha ricadute positive

non soltanto sui viaggiatori, ma favorisce anche un

sano clima di lavoro, regalando sensazioni gradevoli

anche ai collaboratori.

I proventi registrati dal trasporto nel settore turistico

equivalgono al 18 % circa dell’utile del traffico viaggiatori.

Cifra che ci proietta di diritto tra i leader del settore.

Il resto della clientela desidera innanzitutto spostarsi da

un posto all’altro, magari per andare da amici o dal

dentista, per recarsi al lavoro, raggiungere il punto di

partenza di un’escursione o trascorrere un fine settimana

all’insegna del wellness. Stando ai sondaggi effettuati

dalle FFS e dalla FR tutti questi utenti si aspettano

principalmente puntualità, pulizia e informazioni efficaci.

La domanda è ora la seguente: possiamo ancora

individuare spazio per sbalordirli? In caso di avaria o di

semplice incertezza, il cliente che ci interpella ha

un’esigenza del tutto personale, indipendentemente

dal fatto che la sua stessa domanda ci venga rivolta da

centinaia di altri viaggiatori. Se i nostri collaboratori saranno

in grado di ascoltarlo, prenderlo sul serio ed essergli

d’aiuto con un feedback adeguato, nel suo sguardo

potremo forse cogliere un barlume di piacevole

stupore.

Negli USA la vicenda di un cliente le cui pretese - invero

di poco conto - sono state ignorate, ha creato parecchi

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 2 / 2010

grattacapi alla United Airlines: il reclamo sporto e la legittima

riparazione richiesta da Dave Carroll, la cui chitarra

era stata danneggiata durante un volo, sono stati

archiviati con imbarazzante retorica e rimandi normativi.

Di fatto però il cliente, un cantante country, ha dato

sfogo alla sua frustrazione in un brano diffuso su YouTube

(youtube.com > cercare «united breaks guitars») e

visionato da milioni di utenti nelle prime settimane

successive all’accaduto. Ospite poi di diversi talkshow

televisivi, il protagonista e la sua storia hanno così trovato

ampia eco anche sui media e United Airlines non

ha potuto far altro che arginare i danni. Questo caso

esemplare mostra una volta ancora che anche dietro

presunte banalità c’è sempre un individuo, con tutte le

sue predisposizioni ed emozioni, e che spesso con poco

sforzo si possono ottenere risultati positivi, oppure

esattamente il contrario.

La crescente onnipresenza dei nuovi media come Internet,

cellulari o distributori automatici ci permetterà addirittura

di accrescere la comunicazione con i nostri

clienti: da un lato questi canali ci schiudono possibilità

inedite di assaporare momenti magici nella realtà virtuale,

e dall’altro ci concedono del tempo per i contatti

personali, la consulenza e l’informazione diretta.

Sono persuaso che sotto il famoso tetto menzionato in

esordio riusciremo ad introdurre ben altro ancora, trasmettendo

nel contempo ai nostri clienti tutta la fierezza

e il piacere di lavorare presso la FR. Se vi balenano

delle idee o avete dei suggerimenti per migliorare questo

o quest’altro non esitate a rivolgervi direttamente al

sottoscritto. Vi garantisco che prenderò sul serio ogni

proposta, analizzandola con dovizia e fornendovi una

risposta.

Cordialmente, Martin Sturzenegger

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Gutes Ergebnis 2009

Text von Silvio Briccola, Fotos von Peider Härtli

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 2 / 2010

Die Rhätische Bahn blickt trotz einem schwierigen wirtschaftlichen

Umfeld auf ein positives, intensives 2009

zurück. Das gute Ergebnis ist durch die erfreuliche Frequenz-

und Ertragsentwicklung im Personen-, Autoreise-

und Güterverkehr geprägt. Das gute Resultat ermöglicht

erneut die Bildung von Rückstellungen und

Äufnung von Reserven, die für die zukünftigen Herausforderungen

der RhB von grosser Bedeutung sind. Hohe

Investitionstätigkeiten prägten das vergangene Jahr. Im

Bereich Infrastruktur konnten weitere wichtige Projekte

für die Substanzerhaltung abgeschlossen werden. Unter

anderem erfolgten die Sanierung des Tasnatunnels und

der Umbau des Bahnhofs Scuol-Tarasp. In der Sparte

Verkehr ragten grössere Ausgaben im Rahmen der bereits

beschlossenen Umsetzung des Flottenkonzeptes

1. und 2. Etappe hervor.

Erfolgsrechnung

Der Gesamtertrag im Personenreiseverkehr erreicht

CHF 90,5 Mio. und übertrifft sowohl die Budgetvorgaben

(+ 2,8 %) als auch die Vorjahreswerte (+ 1,2 %). Die

tendenziell gedämpft optimistische Planung im Zusammenhang

mit der unsicheren wirtschaftlichen Entwicklung

hat sich somit nicht ganz bestätigt. Die Fahrgastzahl

erfuhr ebenfalls eine markante Steigerung und erreichte

im Berichtsjahr mit knapp 11 Millionen ein Rekordergebnis.

Nach Kategorien zeigt sich folgendes Bild:

n Im Einzelreiseverkehr führte die erhöhte Nachfrage

aus den nahen Märkten Schweiz, Italien und Deutschland

zu Mehrerträgen sowohl gegenüber dem Budget

(+ 4,3 %) als auch gegenüber dem Vorjahr (+ 2,7 %).

Insgesamt wurden rund 37 % der Verkehrserträge im

Personenreiseverkehr über Einzelbillette erwirtschaftet.

n Im Gruppenreiseverkehr wurden die Budgetziele

(- 6,7 %) und die Erträge des Vorjahres (- 3,1 %) nicht

erreicht. Im Gruppenreisegeschäft zeigten sich die

Auswirkungen der wirtschaftlichen Abkühlung spürbar.

n Die Erträge aus dem Verkauf von Abonnementen und

Pauschalfahrausweisen erreichten mit über CHF 41

Mio. einen neuen Höchstwert. Das Schweizer Generalabonnement

generierte Mehreinnahmen von CHF 1,1

Mio. gegenüber dem Vorjahr. Die Ertragssteigerung

aus dem Bündner Generalabonnement ist mit einem

Zuwachs von 12,1 % ebenfalls sehr erfreulich. Dem

gegenüber musste in den Kategorien Tageskarten,

Halbtax-Abo und bei den internationalen Fahrkarten

eine leichte Einbusse in Kauf genommen werden.

Die Erträge im Autoreiseverkehr haben 2009 erneut zugelegt.

Mit 480 000 beförderten Fahrzeugen konnte die

bisherige Rekordmarke aus dem Vorjahr von 473 000

nochmals gesteigert werden. Vom 19. bis 21. November


durfte das 10-jährige Jubiläum des Vereinatunnels mit

zahlreichen Aktivitäten und Angeboten gefeiert werden.

Die positive Berichterstattung rund um die Feierlichkeiten

stimmen für die zukünftige Entwicklung des Vereina-Autoverlades

zuversichtlich.

Auch der Güterverkehr blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr

zurück. Der Umsatz liegt mit CHF 21,1 Mio.

(Vorjahr: 19,8 Mio.) deutlich über den Erwartungen.

Trotz intensivem Wettbewerb im Güterverkehrsgeschäft

stieg der Nettoertrag pro Tonne beförderter Güter.

Die Abgeltungen basieren auf den im Voraus mit Bund

und Kanton abgeschlossenen Bestellverfahren. Im Geschäftsjahr

2009 sind der RhB Mittel im Umfang von

CHF 73,8 Mio. für die Infrastruktur, CHF 61 Mio. für die

Sparte Verkehr und CHF 0,3 Mio. für den Autoverlad zugeflossen.

In diesen Abgeltungen ist eine ausserordentliche

Zahlung von Bund und Kanton im Rahmen des

Konjunktur-Stabilisierungsprogrammes in Höhe von

CHF 2 Mio. für Unterhaltsarbeiten an der Infrastruktur

der RhB enthalten.

Das Finanzergebnis ist mit CHF 1,7 Mio. rückläufig, weil

die Zinssätze für kurzfristige Termingeldanlagen praktisch

keine Erträge mehr abwerfen. Die übrigen Betriebserträge

bewegen sich auf vergleichbarer Höhe des

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 2 / 2010

Vorjahres. Der Ertragsrückgang infolge Veräusserung der

Energieversorgung des Ortsnetzes in Landquart konnte

mit Mehrerträgen im Zusammenhang mit der hohen Investitionstätigkeit

praktisch kompensiert werden.

Der Bestand an ständigem Personal liegt im Jahresdurchschnitt

bei 1281 Personenjahren (PJ). Im Vergleich

zum Vorjahr wurde das Personalbudget aus geschöpft.

Die zusätzlichen Personalressourcen (+ 34 PJ) sind einerseits

zur Sicherstellung der Leistungserstellung (Wartung

und Unterhalt der Fahrzeuge, Fahrplanangebot)

und andererseits auf neue, zusätzliche Ausbildungsklassen

im Lok- und Zugpersonal zurückzuführen. Seit

Mitte 2009 sind sämtliche Lernende der RhB dem Ausbildungsverbund

login angeschlossen. Der Personalaufwand

stieg mit CHF 3 Mio. um rund 2 % gegenüber

dem Vorjahr.

Für den laufenden Unterhalt von Anlagen und Fahrzeugen

sind insgesamt CHF 26 Mio. aufgewendet worden,

womit die Budget- und Vorjahreswerte leicht überschritten

wurden. Der zusätzliche Bedarf an Wartungs-

und Unterhaltsarbeiten bei den Fahrzeugen, verschiedene

ungeplante Ereignisse im Rollmaterialunterhalt

sowie die Umsetzung des Konjunktur-Stabilisierungspakets

von Bund und Kanton haben zu diesen Mehrkosten

geführt.

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Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 2 / 2010

Die Aufwendungen für den Grossunterhalt (nicht aktivierbare

Investitionsaufwendungen) belaufen sich auf

CHF 16 Mio. Das deutlich höhere Investitionsvolumen

führt hier zu Mehrkosten gegenüber der Planung und

dem Vorjahr (+ CHF 1,7 Mio.).

Die übrigen wesentlichen Abweichungen im Betriebsaufwand

sind (jeweils im Vergleich zum Vorjahr):

n budgetierte Ausbildungskosten «login» (+ CHF 0,6

Mio.) für die Auslagerung der Lernenden zum Ausbildungsverbund.

n Erbringung von Betriebsleistungen durch Dritte (+ CHF

3,3 Mio.) zum Ausgleich der Personalengpässe in den

Geschäftsbereichen Rollmaterial und Produktion.

n höhere Rohstoffpreise für Diesel, Öl und Benzin sowie

Traktionsenergiekosten (+ CHF 1,5 Mio.).

Die Abschreibungen belaufen sich auf CHF 69 Mio. nach

CHF 67,2 Mio. im Vorjahr. Bedingt durch den anhaltend

hohen Substanzerhaltungsbedarf in der Infrastruktur

und im Rollmaterialbereich sind diese Kosten weiterhin

gestiegen. Die Inbetriebsetzung der neuen Triebzüge im

laufenden Jahr wird sich zusätzlich negativ auf die Kostenentwicklung

auswirken. Dieser Mehraufwand ist in

der Finanzplanung berücksichtigt.

Der ausgewiesene Jahresgewinn beträgt CHF 0,8 Mio.

(Vorjahr CHF 1,7 Mio.). Dieser erzielte Überschuss wird

der Ergebnisausgleichsreserve gutgeschrieben, die neu

CHF 9,3 Mio. erreicht. Das hohe ordentliche Ergebnis

ermöglichte die Bildung weiterer Rückstellungen für die

Werterhaltung und für zukünftige Wiederbeschaffungen.

Die Rückstellung «Startkosten Umsetzung Flottenkonzept»

beträgt im Vergleich zum Vorjahr unverändert CHF

64,5 Mio.

Investitionen

Die Investitionen ins Anlagevermögen belaufen sich auf

CHF 201,3 Mio. (Vorjahr CHF 165,3 Mio.). Das sehr hohe

Investitionsvolumen ist einerseits auf zeitliche Verschiebungen

aus dem Vorjahr, andererseits auf zusätzliche

Mittel aus dem Konjunktur-Stabilisierungsprogramm

(+ CHF 20 Mio.) zurückzuführen. Dieses Investitionsvolumen

und die damit verbundenen zahlreichen Investitionsprojekte

haben das Unternehmen erneut

gefordert. Die Finanzierung erfolgte einerseits über Investitionsbeiträge

von Bund und Kanton (CHF 79,7 Mio.)

und andererseits mit Eigenmitteln.


Verabschiedung von Johann Georg Bühler

Von Erwin Rutishauser

Lieber Hanggi

Abschied nehmen tut weh und ist verbunden mit vielen

persönlichen Emotionen. Vor allem dann, wenn man

auf 33 intensive RhB-Jahre zurück schauen darf.

Du hast das Geschehen und die Entwicklung der RhB

mitgeprägt: Vieles trägt deine Handschrift. Darüber gäbe

es viel, sehr viel zu berichten. Doch ich beschränke mich

auf drei Hauptabschnitte deines RhB-Wirkens:

Du bist im Oktober 1977 als Betriebsassistent in die

Hauptwerkstätte in Landquart eingetreten. Die ersten

zehn Jahre standen im Zeichen der Erneuerung und

Modernisierung unserer Werkstätten. Hallen und Anlagen

wurden mit dem Fokus eines rationellen Unterhaltes

unseres Rollmaterials modernisiert. Das zweite Jahrzehnt

deiner erfolgreichen Tätigkeit gehörte der Energieversorgung

als Sektionschef Fahrleitung. In dieser

Zeit fallen die Grossprojekte Alp Transit, Vereina und

Stromversorgung Bernina. Eine ganz besondere Herausforderung

war die Umelektrifizierung der Strecke Chur

– Arosa. Fahrleitungen und Energieversorgung wurden

in diesen Jahren ganz klar auf eine neue Grundlage gestellt.

Seit dem 1. Juli 2002 warst du als Leiter Rollmaterial

und Mitglied der Geschäftsleitung tätig. Auch in dieser

Zeit werden für die RhB sehr wichtige Projekte umgesetzt.

Ich denke dabei an die grossen Beschaffungsprojekte

der Panoramawagen für die Glacier- und Bernina

Expresszüge, an die neuen Güterwagen und an die Erneuerung

des Wagenparkes für die Infrastruktur, inklusive

der Bestellung der vier neuen Diesellokomotiven

und der vier Schneeschleudern. Aber auch einige wichtige

Refit-Programme für unsere Personenwagen wurden

in dieser Zeit umgesetzt. Ein Meilenstein war sicher

das Flottenkonzept von 2005. Dies bildete die Basis für

die Bestellung unserer 20 neuen Triebzüge – natürlich

ein absoluter Höhepunkt in deiner RhB-Tätigkeit. Du

hast auch hier ein einmaliges Timing gewählt: Am

1. Mai 2010 durften wir – kombiniert mit einem Tag der

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 2 / 2010

offenen Türe in den Werkstätten in Landquart – die ersten

fünf Triebzüge taufen.

Nicht zu vergessen ist der Technologiewandel während

der letzten 33 Jahre. Immer mehr hat die Elektronik

Einzug gehalten. Du hast Schritt gehalten und deine

Mitarbeitenden befähigt, diese Entwicklung mitzugestalten.

Aber auch die Anlagen wurden weiter erneuert,

viele Einrichtungen für die Arbeitssicherheit wurden gebaut.

Du hast auch die Voraussetzungen für die neue

Unterhaltsanlage für die neuen Triebzüge in Landquart

gelegt; der Baubeginn steht vor der Türe.

Gerne zitiere ich das Bündner Tagblatt vom 30. April

2010: «Ein Urgestein geht in Pension: Johann Georg

«Hanggi» Bühler gehört zur RhB wie der markante

Schnauz in sein Gesicht. In den knapp 33 Jahren seiner

Betriebszugehörigkeit blieb kaum ein Stein auf dem anderen.

Nun geht er in Pension.»

Das passt zu dir. Ein fundierter Kenner des Systems

Bahn. Ein Spezialist des Rollmaterials, aber auch ein

Mensch, der für Neues stets offen war. Anpacken und

Umsetzen war immer deine Devise. Natürlich haben wir

alle mit Schmunzeln zur Kenntnis genommen, dass

auch du ein iPhone-Anwender geworden bist und Freude

an den verschiedenen Apps hast!

An verschiedenen Anlässen haben wir dich verabschiedet.

Du hast am 26. Mai 2010 den Schlüssel deinem

Nachfolger, Ivo Hutter übergeben. Am 1. Juni begann

für dich ein neuer Lebensabschnitt. Für dein grosses

Wirken, deinen engagierten Einsatz und die spannende

Zusammenarbeit danke ich dir im Namen des Verwaltungsrates

und des Führungsteams ganz herzlich. Du

warst ein überaus kompetenter Leiter Rollmaterial, der

sich mit viel Herzblut für die Anliegen der RhB eingesetzt

hat. Hanggi, du darfst stolz auf dein Erreichtes

sein. Natürlich immer im Bewusstsein, dass der Erfolg

schlussendlich immer die Leistung einer ganzen Mannschaft

darstellt.

Ich wünsche dir im Namen der RhB vor allem gute Gesundheit,

viele schöne Momente, unzählige schöne

Stunden auf deinem Maiensäss, auf Touren zu Fuss und

auf dem Velo. Nimm deine Energie mit, um Neues zu

entdecken. Ich wünsche dir von Herzen, dass es dir

rundum gut geht und freue mich auf unsere weiteren

Begegnungen.

Dein Erwin

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Dein persönliches Statement zu Hanggi:

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 2 / 2010

Thomas Rüdiger

In seiner Funktion als Leiter Rollmaterial war mein Kontakt mit Hanggi

weniger direkt, aber ich blicke doch auf 22 spannende Jahre zurück, in

denen ich viele Geschäfte mit ihm bearbeiten durfte.

Aldo Bellasi

Was mir geblieben ist:

Schnützli 1. (Hänggi) + Schnützli 2. (Edi) = ein geniales Duo!

Eric Wyss

Immer braun gebrannt, der «Hanggi» keck dä mit em Schnauz den

Schalk in den Augen.

In seiner Amtszeit fielen viele wichtige Projekte, welche das Erscheinungsbild

der RhB entscheidend beeinflussten.

Denise Frei Lehmann

Graue Eminenz, führt nach dem Motto: «Sei milde zu Deinen», bevor er

Klartext spricht. Charmant, will keinem was Böses und trotzdem … er

kommt irgendwie immer zum Ziel!

Patricia Demarmels

Mit Hanggi lassen sich bereits eingewachsene Gleise wieder in Betrieb

nehmen. Anlässlich der Ständeratspräsidentenfeier haben wir den

Gästen scheinbar Unmögliches möglich gemacht. Sie konnten direkt vor

das Forum im Ried mit der RhB chauffiert werden. War eine coole Aktion!

Merci Hanggi.

Edi Jäger

Über 20 Jahre kollegialer beruflicher Weggefährte mit gemeinsamer Realisierung

vieler interessanter Projekte im Bereich Fahrzeuge, Fahrzeug-Unterhalt

und Werkstätten-Infrastrukturen. Ich wünsche Hanggi

alles Gute und beste Gesundheit in seinem dritten Lebensabschnitt.


Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 2 / 2010


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Ganz Tirano feiert den Trenino rosso

Text von Peider Härtli, Bilder von Andy Mettler und Giorgio de Giorgi

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 2 / 2010

Trenino rosso in Italien angekommen

Nach dem grossen Auftaktsfest im Januar in St. Moritz fand

am Wochenende 8. und 9. Mai der zweite Teil der Jubiläumsfeier

am anderen Ende der Berninalinie, in Tirano,

statt. Die grosse Bedeutung dieser einzigartigen Linie unterstrichen

hochrangige Vertreterinnen und Vertreter beider

Länder. Der Sindaco von Tirano fehlte ebenso wenig

wie Vertreter der Region Lombardei und der Provinz Sondrio

sowie Spitzenvertreter der RhB. Die politische Vertretung

Graubündens nahmen Regierungsrätin Barbara

Janom-Steiner sowie weitere Exponentinnen und Exponenten

aus Politik, Wirtschaft und Tourismus wahr. Die

Berninalinie hat in den letzten Jahren in Italien eine grosse

Popularität erlangt; eine Fahrt im Trenino rosso gehört

zum Muss für die Gäste aus Norditalien.

Ein Fest mit südländischem Charme

Rund 10 000 Besucherinnen und Besucher aus der Region,

aus ganz Gaubünden und aus Norditalien genossen bei

herrlichem Frühsommerwetter ein attraktives und mit viel

südländischem Charme angehauchtes Fest in Tirano. «Das

gewaltige Interesse für den Trenino rosso und für die Berninalinie

hat unsere Erwartungen bei weitem übertroffen»,

freut sich Jubiläums-Gesamtprojektleiterin Vera

Stiffler. Auftakt zur grande Festa bildete die stimmungsvolle

Einweihung des Weitwanderweges Via Albula/Bernina

entlang der UNESCO Welterbestrecke Thusis-Tirano durch

Schulklassen aus Tirano und Poschiavo. Andreas Bass und

Thomas Baumgartner führten durch das Programm. Erwartungsgemäss

war der Andrang bei den Schnupperfahrten

in den neuen ALLEGRA-Triebzügen zwischen Tirano

und Poschiavo überaus gross. Auch die Namenstaufe des

ALLEGRA-Triebzuges lockte viele Gäste an. Nach den Taufen

der ALLEGRA-Triebzüge Holsboer, Hennings sowie Janka

und Cologna am vergangenen Wochenende in Landquart,

erhielt der fünfte Zug den Namen Giovanni Segantini - ein

Name, welcher «die enge, freundschaftliche Beziehung

zwischen Italien und der Schweiz nicht besser unterstreichen

könnte», wie Hans-Jürg Spillmann, RhB-Verwaltungsratspräsident,

betonte. Nach dem brachialen

Durchbruch einer Schneemauer durch die legendäre

Dampf schneeschleuder am Auftaktsfest im Januar in

St. Moritz, durchstiess der elegante Triebzug «Giovanni

Segantini» mit südländischer Leichtigkeit die Berninawand

aus Papier. Der Vorsitzende der Geschäftsleitung, Erwin

Rutishauser, nutzte die Gelegenheit zusammen mit

seinem Stellvertreter, Silvio Briccola, die Porta Bernina vor

einem grossen Publikum einzuweihen. Jung und Alt genoss

an diesem denkwürdigen Tag stimmungsvolle Stunden

mit überraschenden Auftritten, informativen Ausstellungen

und kulinarischen Genüssen.

Die nächsten Jubiläumsanlässe stehen bereits vor der Tür:

Am Wochenende 18. bis 20. Juni feiert die RhB das

100-jährige Bestehen der Berninalinie in Brusio und Poschiavo,

am Wochenende 18. und 19. September in Pontresina.

Namensgebung der Zweispannungstriebzüge

3501-3505

Triebzug 3501 - Jan Willem Holsboer, 1834 – 1898, Gründer

der RhB.

Der niederländische Kapitän und Kaufmann übersiedelte

1867 mit seiner lungenkranken Frau nach Davos. Er wurde

zu einer prägenden Persönlichkeit beim Aufbau des dortigen

Kur- und Fremdenverkehrszentrums. Unter anderem

stiess er den Bau der Eisenbahnlinie Landquart – Davos

und damit die Gründung der Rhätischen Bahn an.

Triebzug 3502 - Friedrich Hennings, 1863 – 1945, Erbauer

der Albulabahn.

Der deutsche Bauingenieur war am Bau verschiedener

Bahnlinien in der Schweiz beteiligt, unter anderem der

Gotthardbahn. Seine Projekte zeichneten sich durch eine

sehr genaue Auseinandersetzung mit den natürlichen Verhältnissen

der Landschaft aus. Als Oberingenieur war er

1898 – 1905 für den Bau der Albulabahn verantwortlich.

Triebzug 3503 - Carlo Janka, 1986*, Olympiasieger.

Der in Obersaxen aufgewachsene Carlo Janka ist einer der

besten Skirennfahrer weltweit. 2009 wurde er Weltmeister

im Riesenslalom und 2010 Olympiasieger in derselben Disziplin.

Ausserdem gewann Janka den Gesamtweltcup der

Saison 2009/10.

Triebzug 3504 - Dario Cologna, 1986*, Olympiasieger.

Der im Val Müstair aufgewachsene Dario Cologna ist der

beste Schweizer Langläufer aller Zeiten. Er gewann 2009

als erster Schweizer sowohl die Tour de Ski als auch den

Gesamtweltcup. 2010 wurde Cologna in Vancouver Olympiasieger

über 15 km Freistil.

Triebzug 3505 - Giovanni Segantini 1858 - 1909, Maler

Der staatenlose, in Mailand ausgebildete Maler liess sich

1886 mit seiner Familie zunächst in Savognin, dann in Maloja

und Soglio, nieder. Durch das klare Licht in den Bergen

fand der Künstler zu seiner Bildsprache. Er gilt neben Ferdinand

Hodler als Erneuerer der Alpenmalerei.


Tirano festeggia il trenino rosso

Nel fine settimana dell’8 maggio sono proseguiti i festeggiamenti

per i 100 anni della linea del Bernina

nell'ambito di una grande festa cittadina a Tirano. Con

grande partecipazione dei cittadini e dei rappresentanti

dall'Italia e dalla Svizzera si sono ripercorsi la nascita

di questa ferrovia alpina, il suo sviluppo e la sua attuale

importanza economica e turistica. A questo evento

suggestivo hanno partecipato 10 000 visitatori.

Il trenino rosso è arrivato in Italia

Dopo la prima grande festa inaugurativa di gennaio a St.

Moritz, nel week-end dell'8 e 9 maggio si è svolta la

seconda parte delle celebrazioni per il centenario

all'altro capo della linea del Bernina, ovvero a Tirano. La

grande importanza di questa linea ferroviaria unica è

stata sottolineata dalla presenza di illustri rappresentanti

di entrambi i Paesi. Non sono mancati il sindaco di

Tirano, né i rappresentanti della regione Lombardia e

della provincia di Sondrio nonché i dirigenti della FR.

Come rappresentante politico dei Grigioni era presente

la Consigliera di Stato Barbara Janom-Steiner. La linea

del Bernina ha acquisito negli ultimi anni una grande

popolarità in Italia; un viaggio sul trenino rosso è infatti

un must per chi abita nel Nord Italia.

Una festa dal fascino mediterraneo

Ben 10 000 visitatori dalla regione, da tutti i Grigioni e

dal Nord Italia hanno partecipato a una festa avvincen-

Pietro Del Simone, Stadtpräsident Pontresina; Alberto

Pasina, Tourismus Provinz Sondrio; Silvio Briccola, Stv. CEO

RhB und Erwin Rutishauser, CEO RhB, bei der Einweihung

der Porta Bernina

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 2 / 2010

te e caratterizzata da un forte fascino mediterraneo.

Come previsto, l'afflusso di visitatori per i primi viaggi

sui nuovi elettrotreni ALLEGRA tra Tirano e Poschiavo è

stato enorme.

Anche la cerimonia di battesimo degli elettrotreni ALLE-

GRA ha attirato molti spettatori. Dopo il battesimo degli

elettrotreni Holsboer, Hennings, Janka e Cologna, avvenuto

a Landquart anche il quinto treno è stato battezzato

con il nome Giovanni Segantini: chi meglio di lui

potrebbe esprimere lo stretto e amichevole rapporto tra

Italia e Svizzera?» ha sottolineato Hans-Jürg Spillmann,

Presidente del Consiglio di Amministrazione FR. Il Presidente

del Consiglio direttivo, Erwin Rutishauser, e il suo

vice Silvio Briccola hanno approfittato dell'occasione

per inaugurare la Porta Bernina, insieme a due classi

scolastiche di Poschiavo e Tirano. Grandi e piccini hanno

vissuto ore piacevoli in questa indimenticabile giornata

con spettacoli sorprendenti, mostre informative e piaceri

culinari.

I prossimi eventi di festa sono già alle porte: il weekend

del 18-20 giugno la FR festeggia il centenario della

linea del Bernina a Brusio e Poschiavo, mentre il weekend

del 18 e 19 settembre le celebrazioni si spostano a

Pontresina.

Hans-Jürg Spillmann,

VR-Präsident RhB, begrüsst

die Gäste

Silvio Briccola referiert über die

Bedeutung der Verbindung

Graubünden–Veltlin


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Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 2 / 2010


Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 2 / 2010

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Brief MGB-Triebzüge von Bischof laufen Diego vom Coletti Stapel

Diego Von Roberto Coletti, G. Bischof Paravicini der Diozöse von Como

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 2 / 2010

Como, 9. Mai

Ein Jahrhundert Leben. Ich bin froh meine Glückwünsche

während einem so wichtigen Jubiläum überbringen

zu dürfen: die ersten 100 Jahre Geschichte der Strecke

Tirano – St. Moritz der Berninabahn. Ich bin derzeit

mit Jugendlichen anderweitig verpflichtet: es ist jedoch

für mich wichtig, meine Nähe zu Euch in diesem Moment

der Feierlichkeiten des «Trenino rosso» zu betonen.

Eine liebevolle, freundschaftliche Bezeichnung für eine

Realität, die von der UNESCO als kulturelles Welterbe ernannt

worden ist. Ihre Projektierung und Realisierung

ist auch Ausdruck der Genialität und der Fähigkeiten

des Menschen: der Kreisviadukt von Brusio ist ein universell

anerkanntes Kunstbauwerk. Die Herausforderung

gegenüber den klimatischen Gegebenheiten einer Linie,

die sich auf über 2000 m ü. M. auch während Schneestürmen

wagt, ist beeindruckend.

Alles Gute zum Geburtstag, also, für diese transnationale

Eisenbahn, die Ausdruck von gutem Willen für die

Zusammenarbeit zwischen Männern und Frauen aus

unterschiedlichen Ländern und Kulturen ist, die aber

durch den gleichen Anreiz verbunden sind, sich nämlich

zu treffen und Kenntnisse, Erfahrungen, Entwicklungs-

und Arbeitsmöglichkeiten auszutauschen.

Dank ihrer ausgesprochen touristischen Berufung, fördert

diese Linie auch den Dialog zwischen Personen aus

unterschiedlicher Herkunft und unterschiedlichen Ländern,

die durch die Geschichte dieser Gebiete, unser

Veltlin und das nahe Graubünden, und die herausragende

Schönheit des natürlichen Welterbes, mit Bergen

die zu den attraktivsten des gesamten Alpenraums zählen,

angezogen sind.

Und von Herzen gebe ich Euch allen meinen Segen: bitten

wir, dass die Madonna von Tirano, die ohne Zweifel

die Töne der Glocke des «Trenino rosso Bernina» als sehr

familiär kennt, über uns alle wacht, über all diejenigen

die sich für diese Dienstleistung einsetzen und täglich

arbeiten sowie für all die Reisenden, die diese Züge benützen.

Diego Coletti, Bischof der Diozöse von Como

Originalbrief von

Bischof Diego Coletti


Sponsoren 100 Jahre Berninalinie

Hauptsponsoren / Sponsor principali / Sponsurs principels

Co-Sponsoren / Co-Sponsor / Co-Sponsurs

Sponsoren / Sponsor / Sponsurs

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CarPostal

AutoPostale

Offizieller Transportpartner

www.infosystem.ch

Gemeinden / Comuni / Vschinaunchas

St.Moritz . Celerina . Samedan . Pontresina

Poschiavo . Brusio . Tirano

Destinationen / Destinazioni / Destinaziuns

Gönner / Sostenitori / Donaturs

A. Käppeli Söhne AG . ANDREA PITSCH AG

Basler Versicherung . Bauunternehmung Vetsch Klosters

BÄR Bahnsicherung AG . Berther Bau und Industrie

Costa AG . C. Vanoli Geleise + Tiefbau AG . EFSA

FACTO AG . Foffa + Conrad SA / Bezzola Denoth AG

Ferriere Cattaneo SA . Gebr. Kuoni Transport AG

Gleisag Gleis- und Tiefbau AG . KOHMA AG . Lazzarini AG

Railwaytech AG . Rhäticom AG . Schneider Ingenieure AG

Sosa Gera SA . Valora AG . Vecellio Costruzioni . VVST

ZINDEL GRUPPE (Prader AG, Crestageo AG, Mettler AG)

Medienpartner / Partner media / Partenari da media

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Vorschau auf die weiteren Jubiläumsanlässe

Text von Geni Rohner, Bilder von Tibert Keller, Peter Donatsch, Foto Geiger

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 2 / 2010

Anfang Mai fand in Tirano der erste Publikumsanlass mit

einem grossen Bahnhof- und Stadtfest statt. 10 000

Personen besuchten die zahlreichen Attraktionen rund

um den «Trenino rosso». Die Organisatoren sprechen

von einem gelungenen Auftakt à la italianità, inklusive

einer grossen Medienpräsenz. Mit dem bevorstehenden

Sommerevent in der Valposchiavo steht ein weiterer Höhepunkt

des Bernina-Jubiläumsjahres bevor (das Programm

wurde bereits in der letzten Ausgabe vorgestellt).

Unser Fokus richtet sich auf zwei weitere Anlässe vom

Juli und September. Am 5. Juli 2010 wird das eigentliche

Jubiläum der Berninalinie mit der Vollendung der

Strecke St. Moritz - Tirano gefeiert. Aus diesem Grund

findet am ersten Montag im Juli die eigentliche Geburtstagsfahrt

statt. Den Abschluss des Jubiläumsjahres

feiern wir mit dem Herbstevent in Pontresina am Wochenende

vom 18./19. September 2010. Für ein grosses

Finale im herbstlichen Engadin ist somit gesorgt!

Geburtstagsfahrt

Der 5. Juli 1910 ist der wichtigste Meilenstein in der

100-jährigen Geschichte der Berninalinie. An diesem

Tag fand die Aufnahme des durchgehenden Betriebes

von St. Moritz bis Tirano statt. Die Geschäftsleitung nutzt

die Gelegenheit, um diese Pioniertat im kleineren Kreise

mit geladenen Gästen zu feiern.

Wie anno dazumal beginnt die Geburtstagsfahrt in Pontresina

im historischen Nostalgiezug Richtung Berninapass.

Kurz vor Bernina Ospizio, dem höchsten Punkt der

Berninalinie, sorgt die Klangskulptur «ARK SOUND» mitten

im Lago Bianco für Aufsehen. Ein weiterer Zwischenhalt

in Ospizio Bernina ist für den Besuch der «Bernina

Mondo - Natur- & Erlebniswelt» geplant, welche den

Besuchern einen eindrücklichen Einblick in die Natur-

gewalten vermittelt. Die ursprünglich als «Sommerbahn»

konzipierte Linienführung erfuhr während

Jahrzehnten zahlreiche Streckenkorrekturen. Die Hintergründe

und Schwierigkeiten solcher Anpassungen erklärt

Gion Caprez beim Besuch der berühmten «Sommerkurve»

nach der Galerie Scala. Nach dem Mittagessen

auf Alp Grüm folgt der Schritt in die Gegenwart und

Zukunft. Im modernsten Zug der RhB, dem Zweistromtriebzug

ALLEGRA aus dem Jahre 2010, wird die Rückreise

ins Engadin angetreten. Auf dem «Dach der Berninalinie»,

kurz nach Ospizio Bernina, werden die 14

«Meilensteine» der Berninabahn im Lago Bianco ausgesetzt.

Die roten Farbtupfer bilden während des Jubiläumsjahres

ein nicht alltägliches, willkommenes Fotosujet

in der hochalpinen Gebirgslandschaft.

Herbstevent

Der Abschluss eines ereignisreichen Jubiläumsjahres

findet auf der Nordseite der Berninalinie im Engadin

statt. Das ganze Wochenende vom 18./19. September

2010 steht unter dem Motto «Die Wanderbahn» und auf

die Besucher wartet ein bunter Strauss voller Überraschungen.

Grossen Anklang beim Publikum dürften die

ausgeschriebenen Wanderungen entlang der Berninalinie

mit berühmten Persönlichkeiten aus Politik, Sport

und Showbusiness finden. Der «Wanderzug» zwischen

Pontresina und Ospizio Bernina verbindet die verschiedenen

Festplätze entlang der Jubiläumslinie und ermöglicht

dem Besucher je nach Lust und Kondition kürzere

oder längere Wander-Teiletappen. Im Mittelpunkt

des Geschehens steht der Bahnhof Pontresina, zugleich

auch Ausgangspunkt zu den Wanderungen «Via Albula/

Bernina». Eine Rollmaterialausstellung, Vorträge und

Filmvorführungen über die Berninalinie sowie Rettungsdemonstrationen

des «Vereina Rettungszuges»

vermitteln dem Besucher im Depot Pontresina ein viel-


seitiges Bild der jubilierenden Bahn. Am Samstagmittag

ist eine weitere Loktaufe eines Zweispannungstriebzuges

geplant. Das diesjährige Dorffest mit den zahlreichen

Markt- und Festständen wird dieses Jahr auf dem

Bahnhofgelände von Pontresina abgehalten. Am Samstagabend

heisst es «Showtime» mit Francine Jordi;

Schlagerfreunde reservieren sich jetzt schon den Termin

in der Agenda.

Inszenierungen an den Jubiläumsveranstaltungen

Inszenierungen gehören zu den Events wie das Salz in

der Suppe! Die Marktverantwortlichen wollen mit den

Events bei den Besuchern nachhaltige Eindrücke und

positive Erinnerungen wecken. Die erste Inszenierung

im Bernina-Jubiläumsjahr erfolgte fürs Publikum bei

der Talstation der Luftseilbahn Diavolezza. Ein riesiger

und in dieser Grösse noch nie realisierter Schneedom

lockte während knapp 10 Wochen rund 8000 Besucher

an. In den eiskalten Hallen erfuhr der Gast, unter welchen

mühsamen Bedingungen der Winterbetrieb der

Berninalinie aufrecht erhalten werden musste.

Das rote Bernina-Labyrinth

Inzwischen entsteht eine weitere Inszenierung in der

Festarena Kreisviadukt Brusio. Just zum Auftakt des

Sommerevents in der Valposchiavo wird am 18. Juni

2010 das Bernina Labyrinth eröffnet. Hier ist Bernina-

Wissen der Schlüssel zum Ziel: Nur mit der richtigen Antwort

gelangt man zum Ziel. An jeder Kreuzung im Irrgarten

muss eine Frage beantwortet werden. Falsche

Antworten führen in eine Sackgasse; verloren ist der Besucher

jedoch nicht. Es werden Geheimnisse gelüftet

oder der Besucher bekommt historische Entdeckungen

zu Gesicht oder man erfährt mehr über die Meilensteine

in der 100-jährigen Geschichte der Berninalinie. Das

Bernina-Labyrinth ist täglich bis zum 17. Oktober 2010

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 2 / 2010

geöffnet; direkter Zugang ab der Haltestelle «al viadot

Brusio».

«Bernina Mondo – Natur- und Erlebniswelt»

Ebenfalls zum Sommerauftakt wird auf dem höchsten

Punkt des bündnerischen Schienennetzes eine «spezielle

Welt» geschaffen. Ab Ospizio Bernina führt ein

Fussweg hinauf zur Aussichtsplattform «Bernina

Mondo». Wind- und Wetterinstallationen lassen die

Kräfte spielen, die auf dem Dach der RhB herrschen. Der

rote Schwimmkörper «ARK SOUND» im Lago Bianco

schlägt sicht- und unüberhörbar die Brücke zwischen

Kulturen, zwei Welten, der nördlichen und der südlichen

– am Scheitelpunkt der Berninalinie. Der

Schwimm körper besteht aus übergrossen Stimmgabeln.

Sechs Meter hoch ragen die hölzernen Arme aus dem

Wasser. Im Hintergrund rinnt das Wasser von den Bergen

– und bringt Farbe ins Spiel: weiss für den Lago

Bianco oder schwarz für den Lej Nair. Die nahe Wasserscheide

ist ein Idyll; der Ort lädt zum Verweilen ein. Zum

Abschluss empfiehlt sich ein Besuch der Ausstellung

«Pioniertage der Berninabahn aus der Anfangszeit», direkt

am Perron in Ospizio Bernina. «Bernina Mondo» ist

ebenfalls täglich bis zum 17. Oktober 2010 geöffnet.

Die Meilensteine der Berninabahn

In der 100-jährigen Geschichte der Berninabahn verzeichnen

die Historiker 14 Meilensteine. Diese Meilensteine

sollen anlässlich des VIP-Anlasses vom Freitagabend

(18. Juni 2010) im Kreisviadukt in Form von 14

roten Megabällen effektvoll inszeniert werden. Einen

Tag später ist auch das Publikum zur Inszenierung eingeladen.

Und wie bereits im vorangehenden Bericht erwähnt,

werden die 14 Megabälle anlässlich der «Geburtstagsfahrt

vom 5. Juli 2010» auf dem Lago Bianco

ausgesetzt.

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Cologna und Janka zieren RhB ALLEGRA-Triebzüge

Text von Peider Härtli, Bilder von Andy Mettler

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 2 / 2010

Das Geheimnis um die Namen der ALLEGRA-Triebzüge

der RhB ist gelüftet. Im Rahmen einer Sternfahrt mit gemeinsamem

Ziel Landquart wurden am 1. Mai die vier

ersten Zweispannungstriebzüge auf die Namen Willem

Jan Holsboer, Friedrich Hennings sowie Carlo Janka und

Dario Cologna getauft. Eine Woche später wurde in Tirano

der ALLEGRA-Triebzug 3505 auf den Namen Giovanni

Segantini getauft. Gleichzeitig öffnete die RhB ihre

Werkstätten für die breite Öffentlichkeit. Das attraktive

Programm lockte rund 5000 Besucherinnen und Besucher

nach Landquart.

Bündnernamen für die Bündner Bahn

Im Vorfeld der Taufe der neuen ALLEGRA-Triebzüge wurde

eifrig über mögliche Namen spekuliert. Im Rahmen

eines originellen Taufakts lüftete Moderator Claudio

Zuccolini mit den Taufpaten aus Politik, Wirtschaft und

mit Vertretern der RhB-Spitze das Geheimnis: Der Gründer

der Rhätischen Bahn, Willem Jan Holsboer, ziert den

ALLEGRA-Triebzug mit der Serienummer 3501, der ehemalige

RhB-Oberingenieur und Erbauer der Albulabahn,

Friedrich Hennings, den Triebzug 3502. Die ALLEGRA-

Triebzüge 3503 und 3504 drehen fortan ihre Kreise

durch Graubünden mit den Sport-Aushängeschildern

Carlo Janka (3503) und Dario Cologna (3504). Damit

setzte die RhB die gewählten Kriterien bezüglich der

Namensgebung ihrer neusten Züge in die Tat um: Einen

Ehrenplatz auf den Triebzügen verdienen sich Persönlichkeiten,

welche die Geschichte Graubündens und der

RhB besonders geprägt haben. Eine Woche später wurde

in Tirano der ALLEGRA-Triebzug 3505 auf den Namen

Giovanni Segantini getauft. Erwin Rutishauser, Vorsitzender

der Geschäftsleitung der RhB: «Mit Dario Cologna

und Carlo Janka verfügt Graubünden über zwei sportli-

che Ausnahmekönner von Weltformat. Mit ihren herausragenden

Leistungen und mit ihrer professionellen

Einstellung sind sie beste Botschafter für Graubünden».

Auch die restlichen 10 ALLEGRA-Zweispannungstriebzüge

und weitere fünf sich bei Stadler Rail AG in Bau

befindende ALLEGRA-Einspannungstriebzüge für den

Agglomerationsverkehr werden stolz die Namen von

verdienten Persönlichkeiten mit Bündner-Bezug tragen.

Die Namen sind bereits bekannt, werden jedoch unter

Verschluss gehalten. «Diese Geheimnisse werden bei

besonderen Gelegenheiten gelüftet», erklärt Rutishauser

schmunzelnd. Sämtliche Namen werden jeweils im

Internet auf www.rhb.ch/fahrzeugnamen publiziert.

Grossandrang beim Tag der offenen Werkstätten

Nicht überraschend lockten die RhB-Werkstätten nicht

nur Bündnerinnen und Bündner nach Landquart. Der

Tag der offenen Werkstätten sorgt «aus Erfahrung», wie

Johann Georg «Hanggi» Bühler, Leiter Rollmaterial bei

der RhB betont, «weit über die Kantonsgrenzen hinaus

für grosses Interesse». Das Programm überzeugte denn

auch Jung und Alt, Eisenbahnfreaks und Familien. Nicht

ohne Stolz registrierte Bühler ein «riesiges Interesse an

den Schnupperfahrten in den neuen Triebzügen zwischen

Landquart und Chur». Aber auch die bereits traditionell

spannenden Inszenierungen und Präsentationen

in und um die Werkstätten sowie die Unterhaltung

mit den «Rollin Fifties» und mit «Hampa & the Charms»

überzeugte das überaus zahlreiche Publikum. Unter anderem

stiessen die Uraufführung des neuen Unternehmensfilms

der RhB und die Fahrkünste im Loksimulator

auf grosses Interesse. Bühler schätzt die Besucheranzahl

auf «gegen 5000».


Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 2 / 2010


Chalandamarz erobert Zürich

Text von Peider Härtli, Bilder von Andy Mettler

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 2 / 2010

Am 14. April dominierte für eine gute Stunde eine Chalandamarzgruppe

aus Pontresina den Zürcher Hauptbahnhof.

Optisch und akustisch wiesen die Engadiner

Schüler, begleitet vom Bündner Regierungsrat Martin

Schmid und Vertretungen der Rhätischen Bahn, des Zürcher

Verkehrsverbundes ZVV und der SBB, auf das grosse

Ereignis der 100-Jahrfeier der Berninalinie der RhB hin.

Dazu verschenkte die illustre Schar den Zürcherinnen

und Zürchern 1111 Gratis-Billette des ZVV und der RhB

für Fahrten ins Berninagebiet. Der ZVV unterstützt die

Jubiläumsaktion mit einer eigens bemalten Lok.

S-Bahn-Lok im Bernina Look

Zur 100-Jahrfeier der Berninalinie wurde die weltbekannte

UNESCO Welterbestrecke der Rhätischen Bahn bis

ins «Unterland» verlängert. Seit dem 14. April 2010 verkündet

eine bemalte S-Bahn-Lok die Jubiläums-Botschaft

auf ihren Fahrten durch das Einsatzgebiet des Zürcher

Verkehrsverbundes ZVV. Damit bekräftigen der ZVV

und die SBB ihre Verbundenheit zu Graubünden und der

RhB. Regierungsrat Martin Schmid unterstrich die Bedeutung

dieser Partnerschaft: «Die Weichen für ein denkwürdiges

Jubiläumsfest sind buchstäblich gestellt und

der heutige Anlass in Zürich und die grosse Präsenz des

ZVV-Zuges während des ganzen Jahres in und um Zürich

wird ein Millionenpublikum auf das historische Ereignis

auf der einzigartigen Berninalinie aufmerksam machen».

Chalandamarz zu Besuch beim Zürcher Böög

Den feierlichen Auftakt zum grossen Jubiläumsfest gestaltete

eine Chalandamarz-Schülergruppe aus Pontresina.

Auf ihrer ersten Reiseetappe nach Chur wurde ihr

Zug von einer ebenfalls im Jubiläums-Look gestalteten

Regierungsrat Martin Schmid und Erwin Rutishauser,

CEO RhB, inmitten der Chalandamarzgruppe

RhB-Lokomotive gezogen. So fand in Chur auf dem gemeinsamen

Perron von RhB und SBB und im Beisein von

zahlreichen Medien und Schaulustigen ein erstes Stelldichein

der Jubiläumsloks statt. Die Schülergruppe wurde

in Chur von Regierungsrat Martin Schmid und dem

Vorsitzenden der Geschäftsleitung der RhB, Erwin Rutishauser,

empfangen und gleich auf ihrer Weiterfahrt im

S-Bahn-Zug begleitet. Im Gepäck trugen die Bündner

Botschafter 1111 Billette für freie Fahrten von Chur bis

ins Berninagebiet - und zurück. Die begehrten Tickets

wurden nach Ankunft in Zürich unter grossem Glocken-

und Schellengetöse an das anwesende Publikum verteilt.

Die Tickets waren heiss begehrt und waren innert

kürzester Zeit verteilt. Erwin Rutishauser: «Der gemeinsame

Auftritt mit dem ZVV und der SBB in Zürich ist eine

ausgezeichnete Gelegenheit, Graubünden und die Rhätische

Bahn als gute Gastgeber zu präsentieren».

Vorzügliche Zusammenarbeit

Die grosse Präsenz des bemalten SBB-Zuges im Bereich

des Gebietes des ZVV ist dank der vorzüglichen Zusammenarbeit

der Partner ZVV, SBB und RhB zu Stande gekommen.

RhB-Gesamtprojektleiter Pascal Rechsteiner

hat es verstanden, dieses spannende Projekt umzusetzen.

Leider konnte er – ferienbedingt - die erfolgreichen

Auftritte in Chur und Zürich nicht auskosten. Den

Beteiligten der SBB, Werner Schurter, Jonas Kienast und

Egon Eisenring sowie den ZVV-Vertretern Jürg Baumgartner,

Thomas Kellenberger und Hans Wälty danken

wir an dieser Stelle stellvertretend für alle teilnehmenden

Mitarbeitenden der RhB, des ZVV und den SBB für

die stets kooperative und freundschaftliche Zusammenarbeit.

Grazcha fich!

Werner Schurter, SBB, und Jürg Baumgartner,

ZVV, nehmen die 1111 Billette entgegen


GKB an Bord des RhB-Jubiläumszugs

Text von Peider Härtli, Bilder von Sandra Beeli

Mit dem grossen Eröffnungsanlass im Januar in St. Moritz

wurde das Jubiläumsjahr der 100-jährigen Berninalinie

erfolgreich lanciert. Das Interesse auf die Fortsetzung

der Grande Festa auf dieser einzigartigen

Hochgebirgslinie ist in Graubünden, aber auch weit darüber

hinaus, enorm. Die Graubündner Kantonalbank

GKB unterstreicht nun mit einer auffälligen Bemalung

eines RhB-Triebwagens die historische und touristische

Bedeutung der Jubiläumslinie und gleichzeitig auch das

Ansehen und die Partnerschaft der zwei bekannten

Bündner Brands. Das Rollout des «Bernina-Triebwagens»

mit der Serienummer 54 fand im Rahmen einer

kleinen Feier am 31. März 2010 in Landquart statt.

Grosse Beachtung im In- und Ausland

«Die bisherige mediale Resonanz auf das Jubiläum der

100-jährigen Berninalinie ist beeindruckend und hat

unsere Erwartungen weit übertroffen», fasst Erwin Rutishauser

die Auftritte der Jubiläumslinie in den Print-

und elektronischen Medien in Graubünden, der Schweiz

und in der ganzen Welt nicht ohne Stolz zusammen. Die

bereits erfolgten Ausstrahlungen in den grossen internationalen

Fernsehanstalten wie SWR, ARD, RAI, France

2 und in bedeutenden Sendern in Japan, aber auch das

grosse Interesse des Schweizer Fernsehens mit geplanten

oder bereits ausgestrahlten Beiträgen in SF DRS, RTR

und RSI belegen das grosse Interesse an dieser aussergewöhnlichen

Gebirgslinie. Dabei stehen die grossen

Jubiläumsfeiern auf der Berninalinie erst noch bevor.

Keine Festa ohne Partner

Die RhB ist erneut und zu Recht wieder in Festlaune. Die

Organisation und Durchführung eines Anlasses dieser

Grössenordnung ist für alle Beteiligten spannend und

gleichzeitig auch eine grosse Herausforderung, die für

viele RhB-Mitarbeitende mit beachtlichen Zusatzaufga-

Erwin Rutishauser, CEO RhB, und Alois Vinzens, CEO GKB, ziehen am selben Strick

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 2 / 2010

ben verbunden ist. Tatsache ist auch, dass ein derartiges

Ereignis nicht ohne Partner realisierbar wäre. Rutishauser:

«Wir dürfen erfreut feststellen, dass die RhB im politischen,

wirtschaftlichen und touristischen Umfeld als

bedeutende Partnerin wahrgenommen wird». Dies belegt

auch die solidarische Sponsoring-Beteiligung des

Kantons, der GKB, von Siemens, Repower und von der

Credito Valtellinese sowie von zahlreichen Co-Sponsoren

und Gemeinden entlang der Jubiläumslinie. «Die Präsentation

der GKB auf dem Bernina-Triebwagen ist Zeichen

eines selbstbewussten Auftritts zweier typischer

Bündner Brands», fasst Rutishauser die Kooperation mit

der GKB zusammen. Und GKB-CEO Alois Vinzens unterstreicht

die Beteiligung der Graubündner Kantonalbank:

«Die GKB unterstützt im Rahmen des GKB-Beitragsfonds

Engagements, die die Region nachhaltig weiterbringen».

RhB-Fahrzeug als Hingucker

Werbeauftritte auf RhB-Fahrzeugen – Lokomotiven,

Triebwagen und Güterwagen - sind beliebt und begehrt.

Die grosse Aufmerksamkeit der «mobilen Werbefläche»

in der einzigartigen Gebirgslandschaft Graubündens

hat viele Unternehmen überzeugt. Alleine die

GKB dreht direkt oder indirekt mit drei Lokomotiven

oder Triebwagen ihre Runden durch Graubünden: Die

Lokomotive im eigenen «GKB-Look», die «HCD-Lok» mit

dem gemeinsamen Claim «Eine Bahn, eine Bank, ein

Club» und neuerdings mit dem Bernina-Triebwagen im

Jubiläums-Outfit mit der Botschaft: «Mit der RhB verbunden.

Seit über 100 Jahren». Anlässlich der erstmaligen

Präsentation des bemalten Triebwagens am 31.

März in den RhB- Werkstätten in Landquart betont

Vinzens: «Die Graubündner Kantonalbank beweist mit

diesem Engagement ihre Verbundenheit mit der Wirtschaft,

der Bevölkerung und der Kultur Graubündens».

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Albulatunnel – alea iacta est!

Text von Paul Loser, Bilder von Barbara Schellenberg

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 2 / 2010

Der Würfel ist gefallen - Beim Schlüsselprojekt Albulatunnel

favorisieren VR und GL unter Berücksichtigung aller

massgebenden Kriterien die Variante «Neubau» gegenüber

der «Instandsetzung». In der nächsten Phase werden

Bund und Kanton den Variantenentscheid prüfen.

Zudem ist die zentrale Frage der Finanzierung des 260

Millionen Franken teuren Bauvorhabens zu klären.

Projektgeschichte – ein Rückblick

Die Hauptinspektion 2006 hat aufgezeigt, dass 50 %

der Tragkonstruktion der 107 Jahre alten und 5865 Meter

langen Tunnelröhre in schlechtem Zustand ist. Hinsichtlich

Bahnbetrieb und Sicherheit entspricht die Anlage

mit der historischen Konstruktion zudem nicht

mehr den heutigen Anforderungen, wie eine Konzeptstudie

2008 ergab. Aus dem Variantenfächer der Studie

wurden die Varianten «Neubau» respektive «Instandsetzung»

als eigenständige, gleichberechtigte Erneuerungskonzepte

zur Weiterbearbeitung ausgewählt.

Variante «Neubau» und Sicherheitstunnel – optimale

Sicherheit

Der «Neubau» wird im Abstand von 30 m nordöstlich

des bestehenden Tunnels angeordnet. Mit insgesamt 11

Querstollen werden die Tunnel untereinander verbunden.

Der alte Tunnel wird zum Sicherheitstunnel umgerüstet

und ermöglicht Intervention und Evakuation

durch Dritte. Zusammen mit der Sicherheitsausrüstung

(Notbeleuchtung, Fluchtwege, Kommunikationsmittel,

Lüftung) widerspiegelt dieses Konzept den heutigen

Stand der Technik.

Die Stationen Preda und Spinas erhalten durch die Neugestaltung

der Gleisanlagen und Tunnelportale ein «Lifting».

Die Funktionalität und Erscheinung der bestehenden

Anlageteile bleibt zu einem Grossteil erhalten.

Christian Florin bei der Tunnelinspektion

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Modell Portalgestaltung Seite Preda –

Conzett-Bronzini-Gartmann AG

Die Bauzeit beträgt 6½ Jahre und die Kosten werden

auf CHF 260 Mio. geschätzt. Die Bauausführung erfolgt

hauptsächlich ab Installationsgelände Preda, welches

über einen Baubahnhof verfügt und mit dem RhB-

Stammnetz verbunden wird. Hier erfolgt auch der Umschlag

für Materialien und die Bewirtschaftung der rund

200 000 m 3 Abraummaterial.

Variante «Instandsetzung» und Nachrüstung

Sicherheitstechnik

Die Elemente der «Instandsetzung» sind die Sohlenabsenkung

von 80 cm, die Gewölbesanierung und die

Nachrüstung der Sicherheitstechnik. Aus Erfahrung ist

die Nachhaltigkeit von Gewölbesanierungen auf 30 bis

40 Jahre beschränkt. Dann würde erneut ein Grossunterhalt

nötig sein. Für die Stationen Preda und Spinas

sind die Auswirkungen von untergeordneter Bedeutung.

Die strategische Bedeutung der Albulalinie erlaubt Bauarbeiten

ausschliesslich in Nachtzugspausen. Diese Erschwernis

führt zu einer Bauzeit von 9½ Jahren und zu

hohen Baukosten, welche auf CHF 240 Mio. geschätzt

werden.

Geologie und Hydrologie

Im Jahr 2009 wurden umfassende geologische und hydrologische

Untersuchungen durchgeführt: Bohrungen, Mikroseismik,

Färbversuche an Gewässern, Wassermessungen

und Laborprüfungen. Der historische Befund wurde validiert

und mit neuen Erkenntnissen verfeinert. Ab Preda

folgen Schichten mit Schiefern, Raibler-Rauwacke, Myloniten,

Granit, Moräne und Gehängeschutt. Als «Knacknuss»

darf die ca. 100 m mächtige Raibler-Rauwacke bezeichnet

werden, die beim Bau zum Tunneleinsturz und

zur Aufgabe des Unternehmers führte. Auf die Oberflächengewässer

hat der Neubau kaum Auswirkungen.

Färbversuche am Palpuognasee

Rückbau defekter Spritzbetonverkleidung

im Gewölbe


1898

9.05.1902

1.07.1903

5 Jahre

5'865 m

88 m ü. M.

14 m ü. M.

20 m ü. M.

steigend

2‰ fallend

0.04.1919

trifizierung

58 pro Tag

5'865 m

) = 0.80 m

29.2 m²

35.1 m²

19.5 m²

22.1 m²

34'600 m³

5'280 m³

4'510 m³

L = 150 m

keine

keine

auf 400 m

120 m

keine

keine

9.5 Jahre

8.5 Jahre

5'855 m

11 x 30 m

33.1 m²

25.7 m²

05'000 m³

22'880 m³

1'760 m³

5'865 m

L = 150 m

L = 140 m

3 Stk

5 Stk

auf 400 m

120 m

120 m

1 Stk

2 Stk

6.5 Jahre

Chancen/Risiken und Bestvariante

Für die Ermittlung der Bestvariante wurden die Kriterien

Kosten, Sicherheit, Bautechnik, Termine, Betrieb und

Umwelt bewertet:

n Die Neubaukosten betragen CHF 260 Mio. Sie liegen

8 % oder CHF 20 Mio. über den Kosten der «Instandsetzung».

Unter langfristiger Betrachtung (100 Jahre)

liegen die Kosten des Neubaus aufgrund der besseren

Nachhaltigkeit sogar tiefer als bei der Instandsetzung.

n Der separate Sicherheitstunnel erhöht das Sicherheitsniveau

während des Bau und Betriebs deutlich.

n Die Bauausführung des «Neubaus» ist bahnunabhängig

und erzeugt kaum betriebliche Einschränkungen.

Auf Bahnersatz kann verzichtet werden.

n Die «Instandsetzung» verursacht über zehn Jahre Behinderungen

des Bahnbetriebs. Die Akzeptanz bei

Bevölkerung und Feriengästen ist nicht gegeben –

Imageverlust und Ertragsrückgänge sind wahrscheinlich.

Zahlen und Fakten Albulatunnel

Tunnelöffnung 1903

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 2 / 2010

Bauzeit 5 Jahre

Ausbruch ab Preda und Spinas

Scheitelpunkt

Steigung

Baukosten

1823 m über Meeresspiegel

VARIANTENVERGLEICH

Max. 10 Promille KENNDATEN

CHF 7,2 Mio.

Betrieb Dampfbetrieb bis 1919

Bedeutung

Aktuell 11 kV / 58 Züge pro Tag

UNESCO Welterbe

Tunnelöffnung 2020

Bauzeit 6½ Jahre

Ausbruch hauptsächlich ab Preda

Anordnung Linienführung parallel zum bestehenden Tunnel

Baukosten CHF 260 Mio.

Ausbruchvolumen 205 000 m3 (Festmass)

Betonverbrauch 24 640 m3 0

Denkmalpflege und Umweltverträglichkeit

GEOLOGISCHES LÄNGENPROFIL

LEGENDE Die Verträglichkeit der Erneuerung des Albulatunnels

mittlere und obere Errdecke

Allgäuschiefer

Hauptdolomit

Raibler Rauwacke

Albulagranit

Mylonit/Ultramylonitbänder entlang Überschiebungshorizonten mit dem UNESCO Welterbestatus wird innerhalb des

untere/mittlere Errdecke

undif ferenziert

Plattadecke

undif ferenziert

geschätzter Bergwasserspiegel (ohne Beeinflussung durch den bestehenden Tunnel) Fachausschusses X Bahn des Vereins «UNESCO Welterbe -

X Überschiebungen kataklastisch

duktil

Tunnelhöhe

Die Einschränkung der Tunnelhöhe erfordert Spezialkonstruktionen

nach St. Moritz

und die regelmässige Absenkung der Gleislage.

von Thusis

Instandsetzungsmassnahmen am Gewölbe werden durch die fehlende

Höhe massiv erschwert.

Rhätische 500 Bahn 1000 1500 2000 in 2500 der 3000 3500 Landschaft 4000 4500 5000 5500 5865.5 Albula/Bernina»

analysiert. Beide Varianten sind umsetzbar, wobei

Hochspannungsanlage / Verlegt in Sohle

Das Bergwasser in der Sohle ist erheblich

und überflutet die Kabelkanäle in den Portalzonen.

Zustand Gewölbe

Die Tragkonstruktion weist schwere Schäden auf.

Die Gebrauchstauglichkeit ist nicht gegeben

und mittelfristig ist die Tragsicherheit in einigen Streckenabschnitten

nicht mehr gewährleistet.

für ZUSTAND den «Neubau» Hauptinspektion ein Gutachten 2006

4der 1 eidgenössischen

GEWÖLBEVERKLEIDUNG Zustandsklasse Länge (m) Anteil %

1

460.0 8

Kommission HAUPTINSPEKTION 2006 für Denkmalpflege (EKD) erforderlich wird.

2

1'980.0 34

Hochspannungsanlage / Wandmontage (2 x 66 kV)

3

2'910.0 49

2

Die Kabelanlage wird mehrheitlich entlang der Tunnelwand

geführt und stellt ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar.

4

515.0 9 3

Für die Anlage besteht dringender Erneuerungsbedarf.

5

0.0 0

TOTAL

5'865.0 100

Entwässerungsanlage

Die Entwässerung ist defekt und grösstenteils nicht zugänglich

für Unterhaltsarbeiten.

Lokal staut das Wasser in der Sohle bis an die Schotteroberfläche auf.

Lichtraumprofil / Sicherheit

Die Platzverhältnisse im Tunnel entsprechen nicht mehr

dem heutigen Sicherheitsdenken und den Anforderungen des BAV.

Raum für einen Dienstweg gibt es nicht

und im Tunnel ist keine Sicherheitsausrüstung vorhanden

(Notbeleuchtung, Handlauf, Beschilderung, Fluchtweg,

Kommunikationmittel)

Finanzierung ist nicht S I C gesichert H E R H E I T

10 Die Notwendigkeit der Erneuerung ist Sicherheitskonzept unbestritten

und Ausrüstung

Lichtraumprofil LRP

EBV A

Fluchtweg

und dringlich. Die Höhe der Investitionen Schlupfweg sprengt

Personenschutznischen best. beidseitig

Personenschutznischen neu beidseitig

jedoch den Rahmen der finanziellen Querverbindungen Mittel / Notausgänge des

Sicherheitstunnel

Kommunikation

Handlauf

«ordentlichen Substanzerhalts» der RhB. Notbeleuchtung Die zusätzli-

K O S T E N + T E R M I N E

Zusammenstellung der Kostenschätzung (exkl. MWSt.) in Mio CHF

Basisinvestition

208.9

GEWICHTUNG UND BEWERTUNG

1)

Sanierungskosten

49.5

1)

Jährliche Unterhaltskosten

6.2

Sicherheit Stand der Technik:

Lebenszykluskosten (LCC) für 100 Jahre exkl. MWSt.

264.6

1) Barwertbereinigt: Inflation 2%, Zinssatz 3.6%

- Notausgänge im Abstand von 500 m

Kabeltrassen

Löschwasser

SOK chen Zugang Rettungsmöglichkeit

-0.20 Jahrestranchen -0.20

betragen während sieben Jahren

LEGENDE

Installation

Etappe 2 Gewölbeinstandsetzung - Sicherheitsausrüstung

3%

-1.05 CHF 35 bis 40 Mio. Trotz Sparmassnahmen des Bundes

Etappe 1 Sohlenausbruch / Gleisabsenkung

Neuverlegung Kabelanlagen / Elektroanlagen

Fertigstellungsarbeiten

- Kommunikationsmittel

Tunnelachse

Gleisachse

Neuer

Albulatunnel

SOK ±0.00

60

20

30 m

Personenschutznischen alle 50m'

Querverbindungen alle 500m'

EREIGNIS !

Personenschutznischen alle 50m'

beidseitig

EREIGNIS !

Albulatunnel

(nach Instandsetzung)

Sicherheitstunnel

(best. Albulatunnel)

Sicherheitstunnel

(best. Albulatunnel)

Sicherheitskonzept und Ausrüstung

Lichtraumprofil LRP

EBV A

Fluchtweg

Schlupfweg

Personenschutznischen einseitig

Querverbindungen / Notausgänge

Sicherheitstunnel

Kommunikation

Handlauf

Notbeleuchtung

Kabeltrassen

Löschwasser

Zugang Rettungsmöglichkeit

Neuer Albulatunnel

Vorbereitungsarbeiten

Bauarbeiten

LEGENDE

Vorbereitungsarbeiten

Bauarbeiten

sowie unklaren Finanzaussichten der öffentlichen

Hand werden derzeit konstruktive, lösungsorientierte

Gespräche geführt.

Inbetriebnahme für 2020 angestrebt

In diesem Jahr werden Spezialisten weitere Erkundungen

und Vorabklärungen zum «Neubau» durchführen.

Das Projekt wird dem Bund 2011 zur Genehmigung

eingereicht und zwei Jahre später darf mit der

Bewilligung gerechnet werden. Bei optimalem Projektverlauf

und einer Bauzeit von 6½ Jahren dürften

im Herbst 2020 erstmals Fahrgäste von der neuen

Qualität am Albula profitieren – Licht am Ende des

Tunnels!

2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023

Variantenentscheid

Bauprojekt

Plangenehmigungsverfahren

Submission Bau

Arbeitsvergabe Bau

Bauzeiten

Bauzeiten (Option)

Zusammenstellung der Kostenschätzung (exkl. MWSt.) in Mio CHF

Basisinvestition

232.4 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020

Sanierungskosten

1)

12.9

LEGENDE:

genügend gut

Jährliche Unterhaltskosten

1)

5.6

Hauptinspektion

Konzeptstudie

Vorprojekt

Lebenszykluskosten (LCC) für 100 Jahre exkl. MWSt.

1) Barwertbereinigt: Inflation 2%, Zinssatz 3.6%

Installationen / Tagbaustrecke

Vortrieb

Innenausbau Abklärungen / Umrüstung Bund + Kanton

2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023

Erkundungen Geologie

Variantenentscheid

Bauprojekt

Plangenehmigungsverfahren

Submission Bau

Arbeitsvergabe Bau

Bauzeiten SPV

Option Bauzeiten TBM

Vergleichsplan Terminprogramm

250.9

Gesamtterminplan Albula

gut / sehr gut sehr gut

Bauprojekt

Plangenehmigung

Submission

Bauausführung

Option

Option Option

(nach Barwertbereinigung)

Inbetriebnahme Herbst 2020

25


26

Vereina rüstet sich für die Zukunft

Von Michael Ruffner und Christian Florin

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 2 / 2010

Die weltbekannten touristischen Attraktionen wie der

Bernina- und Glacier Express sowie das UNESCO Welterbelabel

sind die erfolgreichen Aushängeschilder der

RhB. Neben diesen einzigartigen Strecken vermag sich

aber auch die etwas massivere, rauere «Transportmaschinerie»

des Autoverlads Vereina auf dem Markt zu

behaupten.

Alle kritischen Stimmen während der Planungsphase

sind verstummt. Selbst die einheimische Bevölkerung

hat die Liebe zu der schnellen Verbindung Prättigau -

Engadin entdeckt und schätzen gelernt. Die damals angenommenen,

maximalen Transportvolumen wurden

bereits acht Jahre nach der Inbetriebnahme übertroffen.

Heute wird der Autoverlad Vereina effizient und mit einem

hohen Kostendeckungsgrad betrieben. Dies können

längst nicht alle Produkte im öffentlichen Verkehr

von sich behaupten.

Die Erfolgsgeschichte hat aber auch ihre Kehrseite. Die

grosse Beanspruchung ist nicht spurlos an der Infra-

Die Planung ist nur dann richtig, wenn man an die Zukunft

denkt

struktur und am Rollmaterial vorbeigegangen. Durch

die sehr hohen Transportfrequenzen insbesondere die

stetige Zunahme an Schwerverkehrstransporten zeigen

sich vielerorts Abnutzungserscheinungen, welche in der

kommenden Zeit bereinigt werden müssen. Nach zehn

Betriebsjahren ist es folglich an der Zeit, dass sämtliche

Bereiche im Rahmen eines Gesamtkonzeptes beleuchtet

werden. Ziel ist, die bestehenden Defizite und Potenziale

ganzheitlich zu erkennen, um zielgerichtet Massnahmen

einleiten zu können. Viele Schwachpunkte

sind hinlänglich bekannt, waren aber bisher nicht als

Ganzes zusammengefasst erkennbar.

Aus diesem Grund wurde das Unternehmensziel «Gesamtkonzept

Vereina» ins Leben gerufen, damit ganzheitlich

Lösungen abgestrebt werden können. Im Rahmen

einer umfassenden Auslegeordnung wurde der

Fokus nicht spezifisch auf einzelne Teilbereiche gelegt,

sondern das gesamte Spektrum von den Kundenbedürfnissen

zum Betrieb bis hin zu den Infrastrukturanlagen

und dem Rollmaterial aufgezeigt. Um eine möglichst

Man hat Klartext gesprochen

In der Diskussion werden die Fakten an

den Tag gelegt


vollständige Analyse und bereits entsprechende Lösungsansätze

aufzuzeigen, wurden die Vereinamitarbeitenden

in diesen Prozess involviert. Im April wurden

deshalb alle diese Mitarbeitenden zu drei verschiedenen

Workshops eingeladen. Mit den rund 60 Teilnehmenden

wurden angeregte und offene Diskussionen

geführt. All die vielen wichtigen Inputs komplettieren

nun die Analyse, die daraus zu entwickelnden Massnahmen

sowie die Vorgehensweisen. Die Spannbreite

reicht von kleinen Massnahmen, welche für die Kunden

jedoch sehr wichtig sind (beispielsweise saubere Toiletten

oder gefüllte Snack-Automaten), bis hin zur Beschaffung

von neuem Rollmaterial. All die verschiedenen

Inputs wurden aufgenommen und werden derzeit

in den Massnahmenkatalog eingearbeitet.

Die Analyse und der Vorgehensplan sind inzwischen erstellt.

Insgesamt werden beim Autoverlad Vereina rund

40 Teilprojekte ausgearbeitet und umgesetzt. Mit einzelnen

Massnahmen wurde bereits begonnen. So ist die

Projektierung für die Schaffung eines grösseren Stau-

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 2 / 2010

raums Seite Selfranga ausgelöst, die Optimierung der

Fahrbahn im Tunnel eingeleitet und diverse Verbesserungen

am bestehenden Rollmaterial in Planung, um

nur ein paar Massnahmen aufzuzeigen. Das Projektteam

arbeitet mit Hochdruck an den verschiedenen Teilprojekten,

um all die Defizite und Potenziale möglichst effizient

umzusetzen.

Das Gesamtkonzept Vereina, als eines der Schlüsselprojekte

der RhB hat hohe Priorität, denn der Autoverlad ist

neben den bekannten RhB-Strecken ein wichtiges Geschäftsfeld,

welches laufend den notwendigen Standards

angepasst werden muss. Gerne werden wir an

dieser Stelle zur gegebenen Zeit wieder informieren.

Ausschnitt Zusammenstellung

der Teilprojekte

27


28

Inframation

Von Reto Sidler

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 2 / 2010

Aufhebung diverser unbewachter Bahnübergänge

Immer wieder ereignen sich auf unbewachten Bahnübergängen

Unfälle mit verheerenden, oft sogar tödlichen

Folgen. Die Aufhebung oder Sicherung von solchen

Gefahrenzonen ist deshalb eine wichtige und dringliche

Aufgabe. In den Jahren 2009 und 2010 sind respektive

werden folgende bisher unbewachten Bahnübergänge

mit automatischen Schrankenanlagen gesichert:

n Schiers km 12.995 (in Betrieb)

n Ftan km 142.717 (in Betrieb)

n Rhäzüns km 28.318 (in Betrieb)

n Versam Safien km 32.630

n Malans km 1.376

n Malans alte Säge km 3.380

n Malans alte Säge km 4.202

n Serneus km 27.385

n Li Curt km 45.324

Ftan, km 142.717 Rhäzüns km 28.318

In diesem Zusammenhang konnten auch diverse Bahnübergänge

ersatzlos aufgehoben werden.

Neue Funkgeräte für die RhB

Bis auf den Rangierdienst in Landquart, wurden vom 7.

April bis 6. Mai 2010 bei der RhB sämtliche Streckenhandfunkgeräte

(rot) und Rangierhandfunkgeräte (gelb)

ersetzt. Beim Rangierpersonal in Landquart werden die

Handfunkgeräte bis ca. Mitte Juni 2010 ebenfalls noch

ersetzt.

Das neue Funkgerät TP 8120 der Firma TAIT wurde in

Neuseeland hergestellt.

Die alten SE 160 S Handfunkgeräte werden nur noch in

den Rangiertraktoren und Schienenfahrzeugen von Produktion

und Infrastruktur betrieben. Diese werden zu

einem späteren Zeitpunkt mit der Sanierung der Lokfunkgeräte

der RhB ersetzt.

Auslieferung der roten und

gelben Funkgeräte


Gepäckwagen MGB-Triebzüge mit laufen Heizmodul vom Stapel

Von Leo Roberto Fäh G. Paravicini

Die vorhandene Kupplung für die Zugsammelschiene

(ZSS) mit Baujahr 1930 wurde für die damaligen kur -

zen Züge mit zweckmässiger Betriebsspannung von

300V/16,7 Hz gewählt. Diese noch heute gültige ZSS-

Spannung erweist sich bei langen Zügen als problematisch,

da die hohen ZSS-Ströme die Überstromsicherung

im Triebfahrzeug auslösen. Die hohen ZSS-Ströme stammen

einerseits aus den langen Zügen, andererseits auch

vom höheren Energiebedarf moderner Anhängefahrzeuge

mit zahlreichen Komfortausrüstungen. Die ZSS-

Kupplungen und -Durchgangsleitungen sind für derart

hohe Ströme nicht geeignet und massiv überlastet.

Die ZSS-Probleme treten nur auf den Streckenabschnitten

auf, bei denen mit langen Zügen und entsprechend

grossem Energiebedarf für die Anhängelast gefahren

wird. Dies betrifft im Regelbetrieb ausschliesslich die

Züge der Albulalinie im Winter.

Die langfristige Lösung des ZSS-Problems besteht in der

Erhöhung der ZSS-Spannung auf 1000V/16,7Hz und einer

damit verbundenen Senkung des ZSS-Stromes um

den Faktor 3.2. Gleichzeitig wird die ZSS-Energie bei

Triebfahrzeugen erhöht, damit der steigende Energiebedarf

der Anhängefahrzeuge abgedeckt wird.

Als Spenderfahrzeuge dienen die sieben Gepäckwagen der

Serie D 4219-4226 (D4224 existiert nicht mehr)

Fahrplanmässiger Zug mit erstem umgebautem Gepäckwagen

mit Heizmodul DS 4226

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 2 / 2010

Die Umstellung der ZSS-Spannung auf 1000V erfolgt ausschliesslich

über die Neubeschaffung von Fahrzeugen.

Um die akuten ZSS-Probleme auf der Albulastrecke zu

lösen, bekommt jede Albula-Komposition einen Gepäckwagen

mit Heizmodul. Dabei handelt es sich um

ein Fahrzeug, das sich ungefähr in der Zugmitte befindet.

Es nimmt selbstständig Energie von der Fahrleitung

ab und versorgt damit den hinteren Zugteil mit ZSS-

Energie. Die ZSS-Leitung wird dabei automatisch vor

dem Heizmodul aufgetrennt. Durch diese Fremdeinspeisung

kann sowohl der Energiebedarf ab Triebfahrzeug,

als auch der Strom in der ZSS-Leitung auf zugelassene

Werte reduziert werden.

Gepäckwagen mit Heizmodul

Von Leo Fäh

Der Gepäckwagen mit Heizmodul trennt die ZSS-Leitungen

damaligen zur kurzen Lok auf Züge mit und zweckmässiger versorgt Betriebsspannung den hinteren von 300V/16,7 Zugteil Hz sowie gewählt.

Diese noch heute gültige ZSS-Spannung erweist sich bei langen Zügen als problematisch,

das da die Heizmodul hohen ZSS-Ströme mit die Energie Überstromsicherung ab eigenem im Triebfahrzeug Stromabnehmer

auslösen. Die hohen

ZSS-Ströme stammen einerseits aus den langen Zügen, andererseits auch vom höheren

und Hochspannungstrafo. Die Zuschaltung der Energieversorgung

Kupplungen und -Durchgangsleitungen erfolgt automatisch sind für derart hohe und Ströme entspricht nicht geeignet und der

massiv überlastet.

Zuschaltung der ZSS der Lok. Der Gepäckwagen mit Heizmodul

besitzt die gleiche ZSS-Leistung wie eine Lok

Regelbetrieb ausschliesslich die Züge der Albulalinie im Winter.

(1000A).

Die vorhandene Kupplung für die Zugsammelschiene (ZSS) mit Baujahr 1930 wurde für die

Energiebedarf moderner Anhängefahrzeuge mit zahlreichen Komfortausrüstungen. Die ZSS-

Die ZSS-Probleme treten nur auf den Streckenabschnitten auf, bei denen mit langen Zügen

und entsprechend grossem Energiebedarf für die Anhängelast gefahren wird. Dies betrifft im

Die langfristige Lösung des ZSS-Problems besteht in der Erhöhung der ZSS-Spannung auf

1000V/16,7Hz und einer damit verbundenen Senkung des ZSS-Stromes um den Faktor 3.2.

Der Gleichzeitig gesamte wird die Umbau ZSS-Energie der bei Triebfahrzeugen Fahrzeuge erhöht, erfolgt damit in der der steigende Haupt-

Energiebedarf der Anhängefahrzeuge abgedeckt wird.

werkstätte in Landquart. Alle Fahrzeuge werden dem

Die Umstellung der ZSS-Spannung auf 1000V erfolgt ausschliesslich über die

Betrieb Neubeschaffung auf von die Fahrzeugen. Wintersaison 2010/11 zur Verfügung

stehen.

Um die akuten ZSS-Probleme auf der Albulastrecke zu lösen, bekommt jede Albula-

Komposition einen Gepäckwagen mit Heizmodul. Dabei handelt es sich um ein Fahrzeug,

das sich ungefähr in der Zugmitte befindet. Es nimmt selbstständig Energie von der

Fahrleitung ab und versorgt damit den hinteren Zugteil mit ZSS-Energie. Die ZSS-Leitung

wird dabei automatisch vor dem Heizmodul aufgetrennt. Durch diese Fremdeinspeisung

kann sowohl der Energiebedarf ab Triebfahrzeug, als auch der Strom in der ZSS-Leitung auf

zugelassene Werte reduziert werden.

Als Spenderfahrzeuge dienen die sieben Gepäckwagen der Serie D 4219-4226 (D4224

existiert nicht mehr)

Der Gepäckwagen mit Heizmodul trennt die ZSS-Leitungen zur Lok auf und versorgt den

hinteren Zugteil sowie das Heizmodul mit Energie ab eigenem Stromabnehmer und

Hochspannungstrafo. Die Zuschaltung der Energieversorgung erfolgt automatisch und

entspricht der Zuschaltung der ZSS der Lok. Der Gepäckwagen mit Heizmodul besitzt die

gleiche ZSS-Leistung wie eine Lok (1000A).

Funktionsprinzip Gepäckwagen mit Heizmodul

300V

Personenwagen

Wagen mit

Heizmodul

Funktionsprinzip Gepäckwagen mit Heizmodul

300V

29


30

Refit von 10 Einheitswagen Typ EW III (Bernina)

Von Urs Burger

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 2 / 2010

Beschaffung der EW III Wagen 1983

Im Jahre 1983 beschaffte die Rhätische Bahn zehn weitere

Einheitswagen Typ EW III (zwei A-Wagen und acht

B-Wagen) für die Modernisierung des Bernina Express.

Der Bernina Express erhielt mit den neuen Wagen auch

ein neues spezielles äusseres Erscheinungsbild in den

Farben RhB-rot und dem Fensterband in dunkelbraun.

Mit dem Neuanstrich wollte man die Marke Bernina Express

vom übrigen Rollmaterial abheben. Auch das Innendesign

wurde speziell für den Bernina Express entwickelt.

Die zwei Bernina Express-Kompositionen bestehend

aus sieben Wagen wurden aus den zehn EW III (A 1271-

1272, B 2461-2468), zwei EW II A-Wagen kurz (A 1261-

1262) und zwei EW II BD-Wagen (BD 2471-2474) zusammen

gestellt. Der Aussenanstrich der EW II Wagen

wurde ebenfalls am Bernina Express angepasst, um ein

einheitliches Erscheinungsbild zu erhalten.

Die EW III Wagen wurden aus den bewährten EW II

Wagen weiterentwickelt. Es wurde ein grosses Augenmerk

auf das Gesamtgewicht geworfen, damit das Ziel

erreicht werden konnte, eine sieben Wagen-Bernina

Express-Komposition (Anhängelast Bernina 130 t) zu

realisieren. Die bewährte Aluminium-Strangpress-Profilbauweise

und die Drehgestelle wurden von der EW II

Serie übernommen. Der Innenausbau wurde grundlegend

überarbeitet, um kostengünstiger zu produzieren

und ein neues Erscheinungsbild zu erzielen. Es wurden

vermehrt vorgefertigte Einbauelemente verwendet wie

zum Beispiel Wand-Fensterelemente, Deckenelemente,

Längsgepäckträger usw. Die EW III Wagen wurden auch

mit einem 3-Strom-Ladegerät-System ausgerüstet, damit

die Wagen in der Zwischen- und Wintersaison auf

dem ganzen RhB-Netz (inkl. Chur-Arosa) eingesetzt

werden konnten. Für die Chur-Arosa-Strecke war auch

die damals übliche Rutenkupplung auf dem Dach montiert.

Die Wagen wurden von der Firma Flug- und Fahrzeugwerke

Altenrein gefertigt, kurz bevor die Firma an

Schindler Waggon AG Pratteln verkauft wurde.

Mit der Beschaffung der EW IV Wagen-Serie im Jahr 1993

wurden die EW III Wagen nicht mehr im Bernina Express-Verkehr

eingesetzt, sondern wurden im Regionalverkehr

Bernina und im übrigen Stammnetz eingesetzt.

Mit dem Neuanstrich ist allmählich auch das braune

Fensterband verschwunden.

Umbauten an EW III Wagen bis 2009

Im Jahr 2003 erhielten die EW III Wagen ein geschlossenes

WC-System.

Im Jahr 2006 erhielten die EW III Wagen die Lärmsanierung,

dass heisst: vakuumgesteuerte Druckluftbremsen,

spannungsfreie Radsätze und Verbundstoff-Bremsklötze.

Refit der EW III Wagen 2010

Nach 27 Jahren betriebsmässigem strengem Einsatz zeigen

die EW III starke Abnutzungserscheinungen. Infolge

Mangel an Reserveteilen müssen diverse überalterte

elektronische Geräte ersetzt werden. Auch das Erscheinungsbild

des Innendesigns ist in einem bedenklichen

Zustand. Ferner bedingen gesetzliche Bestimmungen

und betriebliche Anforderungen gewisse Anpassungsarbeiten.

Durch den Refit-Umbau können die EW III für 15-25

Jahre weiter als attraktive und kundengerechte Fahrzeuge

eingesetzt werden. Sie entsprechen wieder dem

Bernina Express alt ... ... und umgebaut 2. Klasse Abteil alt


Standard-Rollmaterial der Zubringerbahnen. Der Umbau

der Wagen konnte rechtzeitig auf das Jubiläum 100

Jahre Berninalinie umgesetzt werden.

Der Umbau umfasste folgende Hauptpunkte:

n Revision R2

n Anstrich und Isolation

n Neues Erscheinungsbild aussen

n Erneuerung des Innendesigns

n Erneuerung der 1. Klasse Bestuhlung

n 2. Klasse Bestuhlung mit zwei Sitzplätzen zusätzlich

(keine Rauchertrennwand mehr)

n Einbau einer neuen Heizungs- und Lüftungsanlage

mit verstärkter Lüftung

n Einbau der Notbremsanforderung (NBA)

n Einbau der neuen Kundeninformation, Innen-,

Aussenanzeige

n Umbau der Einstiegstüren auf vollautomatische elekt-

rische Antriebe

n Einbau der 25pol. Steuerkupplung (Mehrzugsteuerung)

n Einbau von wartungsfreien Batterien

n Einbau eines neuen Zweispannungs-Ladegerätes

n Einbau Laptop-Steckdosen 230 V am Seitenwandtisch

n Einbau Radschallabsorber

n Einbau elektrischer Bremsauslöseknopf

n Anpassungen des Bremssystems (Optimierung

Lärmsanierung)

Neue Wagen-Nummern der EW III Refit

n A 1271 – 1272 neu A 53101 - 53102

n B 2461 – 2468 neu B 54101 - 54108

Neues Innendesign

Das Innendesign der EW III Refit entspricht weitgehend

demjenigen des Innendesign des Zweispannungs-

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 2 / 2010

Triebzugs. Das Mediaband auf der Kopfwand wurde

ebenfalls übernommen, jedoch an Stelle des TFT-Bildschirms

die Kartonwerbung WIGRA. Die Seitenwandtische

erhalten den neuen Netzplan analog zu den

Triebzügen. Ebenfalls wurde die Kundeninformationsbeschriftung

analog dem Triebzug übernommen.

Neue Warmluftheizung

Die Refit EW III Wagen besitzen die identische Heizungs-

und Lüftungsanlage wie die EW II Wagen. Die Rechnersteuerung

garantiert die optimale Beheizung der EW III

mit Warmluft. Die neue Anlage vermag im reinen Lüftungsbetrieb

wesentlich mehr Frischluft ins Abteil zu

blasen, was zu einer weiteren Verbesserung des Klimas

führt.

Automatische Einstiegstüren

Die pneumatisch schliessenden Einstiegstüren wurden

umgebaut auf vollautomatische elektrische Einstiegtüren

wie bei den EW I und EW II Wagen.

Entsprechend den neuen gesetzlichen Auflagen des Behinderten-Gleichstellungs-Gesetzes

besitzen die Einstiegstüren

neu eine Blitzleuchte und Warnhupe, die

den Schliessvorgang anmelden.

Fahrgastinformation

Gemäss neuem Standard der RhB-Fahrzeuge erhalten

die EW III nebst der akustischen Fahrgastinformation

eine visuelle Fahrgastinformation analog zu derjenigen

in den EW II Wagen. Dazu dienen je zwei elektronische

Fahrzielanzeigen im Fahrzeuginnern sowie zwei Anzeigen

ausserhalb des Fahrzeuges. Die Anzeigen werden

von den bestehenden Railvox-Anlagen im Zug angesteuert.

2. Klasse Abteil neu 1. Klasse Abteil alt 1. Klasse Abteil neu

31


32

Erinnerungen an die Schrankenanlage Samedan

Von Gian Brüngger

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 2 / 2010

Ende April haben die Arbeiten zur Aufhebung des Niveauüberganges

der RhB mit der Strasse Richtung Pontresina

begonnen. Die Bahnlinie nach Celerina/Schlarigna

wird abgesenkt und die Strasse als Überführung

gebaut.

Dies bewog mich, einmal einen Blick zurück in die Geschichte

dieses Überganges zu werfen. Seit Eröffnung

der Albulabahn im Jahre 1903, kreuzt diese niveaugleich

mit der Berninastrasse Richtung Pontresina. Um

Kollisionen zwischen Zügen und dem damals schon regen

Verkehr mit Pferdefuhrwerken zu vermeiden, erstellte

die Rhätische Bahn an dieser Stelle eine Barriere.

Bis zur Ablösung durch die jetzige automatische Schrankenanlage,

hatte diese keine Abhängigkeiten von Signalen

und Zugfahrstrassen. Barrierenwärter bedienten

sie bei jeder Zugsdurchfahrt von früh Morgens bis spät

Abends, weshalb wir hier von einem Barrierenposten

sprechen.

Um dem Barrierenwärter bei jeder Witterung die Ausübung

seines Auftrages zu ermöglichen, stand auf der

linken Seite des Gleises Richtung Celerina ein kleines,

quadratisches Häuschen mit einem Giebeldach. Die Eingangstüre

befand sich auf der Gleisseite. An allen drei

übrigen Wänden hatte es je ein Fenster zur Beobachtung

des Bahnhofes, wo die Züge herkamen, der Strasse nach

Pontresina, welche kurz nach der Innbrücke die Gleise

überquerte und des Streckengleises von Celerina. Im

kleinen Raum hatte es eine Sitzbank, ein Stehpult mit

Alte Barriere mit dem Wärterhäuschen -

Foto Gian Brüngger Winter 1965

Schrankenanlage in Samedan heute

Telefon und einen kleinen Eskimoofen. Als Stations-

und Streckentelefon diente ursprünglich ein Kurbeltelefon.

Später wich dieses einem automatischen Telefon.

Ein grafischer Fahrplan und eine Ein- und Ausfahrtentabelle

schmückten die Wände.

Der Schreibende kann sich noch gut an den kleinen, im

Winter überhitzten und aufgrund des Rauchs stickigen

Raum erinnern. Im Sommer liess der Wärter die Türe

meist offen und er sass auf der Aussenbank auf der

Strassenseite.

Ein Glockensignal kündigte die Züge an; von Samedan

mit einem Gruppenschlag und von Celerina mit zwei.

Bei den vom Bahnhof kommenden Zügen wartete er bis

sich diese in Bewegung setzten, dann schloss er langsam

die Schranke. Dabei zog er am Gegengewicht der

linken Schranke, welche den rechten Holmen über ein

unter dem Gleis verlegtes Stahlseil parallel bewegte. Der

Zug konnte vom Bahnhof bis zur Ausfahrweiche nur mit

25 km/h verkehren, so dass er beim Passieren letzterer

noch keine grosse Geschwindigkeit hatte. Dasselbe galt

auch für einfahrende Züge. Diese mussten vor der Einfahrweiche

auf 25 km/h herunterbremsen. Die Glocke

kündigte die Abfahrt des Zuges in Celerina an. Der Wärter

wartete, bis er den Zug durch das Gebüsch in der

Chalchera vorbeifahren sah. Zeigte das Einfahrsignal,

eine hippsche Wendescheibe, Halt an, wartete er mit

dem Schliessen der Schranke. Er behielt jedoch das mechanische

Einfahrsignal, das er nur von hinten sah, im


Auge und schloss sofort die Barriere, wenn diese sich vor

der Annäherung des Zuges öffnen sollte. Musste der Zug

vor dem Halt zeigenden Einfahrsignal halten, wartete er

wiederum bis sich dieser in Bewegung setzte. Auf diese

Weise war die Barriere nie lange geschlossen. In den

Fünfzigerjahren herrschte vorwiegend im Winter ein

recht bescheidener Autoverkehr. Fussgänger hatte es

mangels Wohnquartieren südlich des Inns und der

Schranke nicht massenweise.

Im Sommer sass der Wärter bei schönem Wetter meistens

draussen und ging nur ins Häuschen um das Telefon

abzunehmen. Der Barrierenposten diente den

Bahnhöfen Celerina, St. Moritz und Pontresina als Auskunftsstelle.

Der Fahrdienstbeamte, meistens der BVd

konnte nur über die Telefonkabine auf Perron 2 erreicht

werden. Da er nicht immer in unmittelbarer Nähe war,

läutete das Telefon oft vergebens. Die Leute im Stationsbüro

kannten die Zuglage zuwenig genau und waren bei

Zugsgruppen selber beschäftigt und nahmen das Telefon

gar nicht ab. Der Barrierenwärter merkte sich jeweils,

wann der Churer Zug in Samedan ankam. Aufgrund

dieser Auskunft konnten sich die Nachbarstationen

ausrechnen, wann der Zug oder Anschlusszug nach Auslad

oder Umlad weiterfahren sollte. Er sah direkt auf

Perron 2 und konnte so den Umladezustand von Bahn-

und Postpersonal erkennen.

Im Sommer kamen Pensionierte und besuchten den

Barrierenwärter zu einem Schwatz. Wenn ich vom Gar-

Artikel in den RhB-Nachrichten 2/1966 zeigt die Inbetriebnahme

der neuen Schrankenanlage. Auf der Dorfseite rechts

ist der Schreibende sichtbar und links auf dem Fahrrad

Christian Vital - Foto Max Roth, SF 26. Mai 1966

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 2 / 2010

tentor aus erkennen konnte, dass der pensionierte Lokführer

Cajöri auf dem Bänklein sass, dann begab ich

mich sofort dorthin. Er erzählte dann gerne von früheren

Zeiten, als er noch mit Dampf fuhr. Viele Geschichten

hat er immer wieder erzählt, so dass ich sie mir entsprechend

gut merken konnte.

Anfang der Sechszigerjahre nahm der Autoverkehr stetig

zu und südlich des Inns beim Golf in A l’En entstand ein

neues Wohnquartier. Damit nahm ebenfalls der Fussgängerverkehr

über den Niveauübergang zu. Die RhB

entschloss sich damals vorübergehend eine automatische

Schrankenanlage zu bauen, welche vom Bahnhof

aus ferngesteuert werden kann. Der Kanton wollte im

Jahre 1967 eine Überführung bauen, mit der er bis heute

gewartet hat.

Die Inbetriebnahme der neuen Schrankenanlage erfolgte

am 26. Mai 1966. Bis im Jahre 1969 bestand kein

Streckenblock zwischen Samedan und St. Moritz. Zur Deckung

der Barrierenanlage ersetzte die SF die hippsche

Wendescheibe durch ein Lichtsignal mit Fahr- und Haltanzeige

und setzte nach der Ausfahrweiche ein Schutzsignal

ohne Blockfunktion. Die Steuerung erfolgte mittels

eines Druckknopfes zum Schliessen und Notöffnen

der Schranke, welcher sich am Aufnahmegebäude im

ehemaligen Stellkasten der hippschen Wendescheibe

befand. Erst mit der Inbetriebnahme des neuen Stellwerkes

Domino 55 im Herbst 1967 verschwand das Provisorium

der Steuerung.

Erster Augenschein vor Ort

33


34

Ein gescheiterter Versuch

Von Franz Skvor

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 2 / 2010

Nach der Ablieferung der 12 AB- und B-Wagen von SIG

in den Jahren 1956/57 mit den für das RhB-Stammnetz

und die Chur–Arosa-Strecke vom BAV maximal zugelassenen

Längenmassen (L.ü.P. 18,3 m und Drehzapfenabstand

12.83 m) wollte man «vor Ort» und «mit dem

Objekt» überprüfen, ob ein Einsatz über die Berninastrecke

nicht vielleicht doch noch möglich wäre. Eine

Profilfahrt fand am 11./12.4.1957 statt. Bis Alp Grüm

war an den Einsatz der langen Wagen noch zu denken.

Unterhalb Alp Grüm gab es Probleme noch und noch.

Das schmälere Lichtraumprofil der Berninastrecke

machte einen Strich durch die Rechnung! Insbesondere

in Tunnels mit engen Kurven von 45 m Radius waren die

Auslenkungen in Wagenmitte und an der Stirnfront zu

gross: Man «kratzte am Gemäuer» und der vorschriftsgemässe

Abstand Fenster/Tunnelwand war auch nicht

vorhanden. Aber auch mit der Zug- und Stossvorrichtung

gab es in engen Kurven Probleme.

Wie das Foto beim unteren Ausgang des Cavagliasco-

Tunnels zeigt, betrug die Distanz von der Dachkante des

Wagens zum Tunnelportal nur etwa 3 bis 5 cm! Bei Federbewegungen

streifte der Wagen am Tunnelportal.

Das Brückengeländer kratzte auch am Wagen.

Probefahrt 11./12.4.1957: Wagen B 2336 am unteren

Ausgang des Cavagliasco-Kehrtunnels, Distanz Dachkante-

Tunnelportal noch etwa 3 – 5 cm (bei Einfederung = 0)

Bei dieser Profilfahrt vom 11./12.4.1957 wurde übrigens

auch noch ein Chur–Arosa-Triebwagen mitgeschleppt.

Zweck: Überprüfung, ob neue Chur–Arosa-

und Bernina-Triebwagen mit gleicher Länge gebaut

werden könnten.

Ergebnis der Probefahrten von 1957: Reisezugwagen

und Triebwagen für die Berninastrecke müssen mindestens

2 m kürzer sein als die Stammnetz- und Chur–Arosa-Fahrzeuge.

Die auf die Berninastrecke übergehenden

Wagen EW1 von 1968 (direkte Wagen Chur-Tirano) hatten

dann auch nur eine Länge ü.P. von nur 14,91 m

(EW1 StN 18,42 m). Auch die Bernina-TW 41-49 waren

kürzer als ihre Chur–Arosa-Schwestern.

Der Profilfahrt-Probezug von 1957 wurde übrigens gezogen

von der Bernina-Lok Ge4/4 182, die soeben

(2010) vom «Club 1889» aus einem Wrack wieder in

den alten Glanz und in einen betriebsfähigen Zustand

zurückversetzt worden ist. In der Zwischenzeit war die

Lok in Frankreich zu einem «Schrotthaufen» verkommen.

Probefahrt 11./12.4.2957: Probezug bestehend aus Bernina-

Lok Ge4/4 182, Chur-Arosa-Triebwagen ABD4/4 481 (alt) und

Stammnetz/Chur–Arosa-Wagen B 2336 (Wagenlieferung

1956/57 von SIG) auf der Station Surovas


Medienbahn

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 2 / 2010

Centro Valle - Sabato 5 Dicembre 2009 ECONOMIA 5

Evento Presentazione in grande stile al Pirellone per gli appuntamenti dedicati al centenario del Bernina Express

Una festa lunga 61 chilometri

Sono previste manifestazioni per tutto il 2010 a Tirano, Brusio, St Moritz e Pontresina

MILANO (pzg) Una presentazione

in grande stile

per un evento che si propone

di cementare l’amicizia

tra Valtellina e Valposchiavo

e promuoverle turisticamente

insieme. Il tutto

in nome di un treno, il

Bernina Express, che unisce

le due terre di confine

ormai da 100 anni.

E’ stata la Sala del Gonfalone

al Pirellone di Milano

a ospitare lunedì la presentazione

ufficiale dei festeggiamenti

per i 100 anni

della linea del Bernina delle

Ferrovie Retiche. Il Consorzio

Turistico Provinciale ha

voluto celebrare l’evento insieme

alle massime autorità

della Regione Lombardia,

alle Ferrovie Retiche, alle

Istituzioni provinciali e al

governo del cantone dei Grigioni.

Del resto, il «trenino

rosso» del Bernina e i suoi

61 chilometri di collegamento

fra Tirano, la Val Poschiavo

e St. Moritz sono

ormai leggendari.

In tanti sono intervenuti

alla kermesse nella sede della

Regione. C’era il governatore

Roberto Formigoni,

c’era il presidente della

Provincia Massimo Sertori,

quindi l’assessore al Turismo

e Sport provinciale

Alberto Pasina, l’onorevole

Maurizio Del Tenno, il

Presidente della Fondazione

Club Lombardia Roberto

Baitieri. E poi Silvio

Briccola della Ferrovie Retiche

e l’assessore regionale

a Infrastrutture e Mobilità

Raffaele Cattaneo.

Sull’entusiasmante filmato

del “trenino rosso”

che da Tirano porta in Alta

Engadina, Bricolla ha ricordato

che «questa realtà ormai

consolidata è patrimonio

dell’Unesco e raggiungendo

il picco massimo dei

2253 del Piz Bernina non ha

perso nulla del suo fascino

dall’entrata in funzione nel

1910».

Per tutto il 2010 i festeggiamenti

ufficiali: a gennaio

verranno inaugurati la

mostra Patrimonio Mondia-

le Unisco a St. Moritz e il

museo del ghiaccio nella

stazione a valle di Diavolezza.

A maggio poi si inaugurerà

Porta Tirano, ovvero

la porta meridionale di

accesso alla tratta, quindi a

giugno a Brusio la festa intorno

al viadotto circolare.

E ancora, durante tutta

l’estate una scultura di par-

www.suzuki.it

SENZA FRONTIERE n L’evento avvicina ancora di più Valtellina e Valposchiavo

Sono tante le iniziative che vedono le due terre fianco a fianco

TIRANO (brc) Due terre che, da secoli,

vivono fianco a fianco. Con rapporti

d’amicizia e collaborazione che, in questi

ultimi tempi, si sono intensificati. E le

celebrazioni del centenario del trenino

che le unisce non sono un fatto isolato.

Valtellina e Valposchiavo, infatti, sono

spesso protagoniste insieme, per proporre

mete turistiche d’eccellenza. E se il Bernina

Express, patrimonio Unesco, le unisce

non solo idealmente, anche la partita

in vista di Expo 2015 potrebbe essere giocata

in maniera sinergica. Tanto che si

stanno studiando iniziative ad hoc per

«catturare» insieme i visitatori. Ma la

collaborazione guarda anche ad altri temi,

a cominciare dal’innovazione tecnologica,

con la Valposchiavo che è uno dei partner

di Politec, il Polo Tecnologico considerato

una delle tante eccellenze valtellinesi.

Sopra il patto

tra istituzioni e

Pasina che

consegna il

modellino del

viadotto elicoidale

di Brusio

a Formigoni.

A lato Bricolla

(Ferrovie Retiche)

e la

premiazione

di Zomegnan

ticolari dimensioni galleggerà

sullo specchio d’acqua

del lago Bianco a quota 2.200

metri in Alta Val Poschiavo.

Infine la grande festa a

Pontresina a settembre. Insomma,

dodici mesi per celebrare

questo “monumento”

ferroviario.

Formigoni ha tessuto le

lodi di questa grande opera:

«Il trenino rosso del Bernina

rappresenta non solo il

collegamento fra Valtellina

e Grigioni, ma è uno dei

transiti principali fra Italia

ed Europa. Un grande progetto

che coinvolge il territorio

lombardo, un gioiello

apprezzato ovunque. Saremo

della partita con Valtellina

e Grigioni per festeg-

giare questa eccellenza

mondiale, che ritengo davvero

degna di valere il riconoscimento

Unesco».

Sertori ha posto anch’egli

l’accento sulla maestosità

dell’evento, ricordando che

«il collegamento fra Tirano

e St. Moritz, fra Valtellina

ed Engadina rappresenta

una delle più alte forme di

PERFETTA PER STRADE IMPERFETTE.

trasporto e cultura nel rispetto

dell’ambiente».

Ringraziamenti ai partner

grigionesi da parte di

Alberto Pasina e Maurizio

Del Tenno, che hanno sottolineato

come sia necessario

«continuare a fare rete e

intraprendere azioni di partnership

fra Valtellina e

Grigioni».

Inoltre, fra i vari ospiti,

oltre a Roberto Formigoni, è

stato premiato dalle Ferrovie

Retiche anche il patron

del Giro d’Italia Angelo Zomegnan,

perché il prossimo

maggio il giro toccherà

parte dei territori toccati

dalla linea ferroviaria Retica.

Gabriele Pezzaglia

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Damals, vor 30 Jahren

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Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 2 / 2010


Kanuschule Versam – mit der RhB unterwegs

Von Jara Uhricek

Die Kanuschule Versam, erfolgreiche Riverrafting-Anbieterin

und grösste Kajak- und Kanuschule der

Schweiz, wäre ohne die RhB wohl nicht am Vorderrhein.

Die Firmengründer entschieden sich 1989 für den

Standort in der Ruinaulta, weil sie Gäste- und Bootstransporte

aus Umweltgründen mit öffentlichen Verkehrsmitteln

durchführen wollten – und es immer noch

tun. Jedes Jahr kommen so knapp 4000 Personenfahrten

von Reichenau nach Ilanz zusammen. Dazu kommen

gut 400 Raft- und 750 Kajak-Transporte.

«Es ist europaweit einmalig, mit dem Zug zu den Einbootstellen

für Wildwasserfahrten reisen zu können»,

freut sich Mitinhaber Marcel «Kasi» Fellmann. Neben

der Umweltfreundlichkeit sei der RhB-Transport logistisch

einfacher und etwas günstiger, als wenn die Outdoor-Firma

eigene Busse und Fahrer einsetzen müsste.

Zudem sind die Kosten exakt kalkulierbar, da der Preis

pro Gast im Gegensatz zum Busshuttle immer gleich

bleibt. Die Kanuschule profitiert von einem Spezialpreis,

den sie mit der RhB ausgehandelt hat. «Wir wollen diese

Transportmöglichkeit unbedingt aufrechterhalten,

wenn die neuen Niederflur-Züge kommen», betont

Fellmann.

Die Kanuschule bemüht sich denn auch, selbst mit grossen

Gruppen und mehreren zu verladenden Booten

keine Verspätungen zu verursachen. «Je grösser die

Gruppe, desto besser sind wir organisiert und um so

früher stehen wir am Bahnhof», versichert der Wildwasser-Profi.

Zu den RhB-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeitern

hat das Team der Kanuschule ein sehr gutes Verhältnis

und verkehrt mit vielen per «du».

Langjährige Kondukteure und Lokomotivführer haben

die Firma vom Perron aus wachsen sehen. Was einst mit

zehn Quadratmetern im Waschhäuschen des Wärterhauses

begann, ist heute ein grosszügiger, zweistöcki-

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 2 / 2010

ger Neubau und ein Testzentrum mit 70 Booten verschiedenster

Hersteller. Dazu kommt ein kleiner, aber

feiner Laden für Wildwasserausrüstung im Bahnhofsgebäude,

dessen ehemaliges Stationsbüro jetzt als Firmenzentrale

fungiert.

Auch die Mitarbeiterzahl ist gewachsen: Aus einer Handvoll

abrufbereiter Guides ist ein internationales Team

von bis zu 15 Saisonangestellten geworden, darunter

einige der besten Kajaker Europas. Zur Wildwasser-Elite

zählen ebenfalls die drei Inhaber. Während Fellmann

Raft- und Kanu-Experte des schweizerischen Verbandes

der Outdoorbranche SOA ist, kann Markus «Mak» Keller

auf mehrere Podestplätze an Schweizer- und Weltmeisterschaften

in der Wildwasserabfahrt zurückblicken und

Thomas «Toro» Rogenmoser sucht seinen Ausgleich im

Erkunden der wildesten Gewässer Graubündens.

Ihren Erfolg führt die Kanuschule nicht nur auf das

sportliche Können ihrer Lehrer und Raftguides zurück,

sondern mindestens ebenso auf die selber entwickelte

Unterrichts- und Raftphilosophie. Wollen die Wildwasser-Fans

den Gästen beim Raften neben «Action» maximale

Sicherheit bieten und ein mit viel Wissen und Begeisterung

vermitteltes Naturerlebnis, setzen sie im

Kajakunterricht auf eine eigene Methodik. Dank Impulsen

aus der Feldenkrais-Bewegungslehre soll sie zu besonders

schnellen Lernerfolgen führen. «Wir unterrichten

Techniken, die wir selber fahren und nicht zwingend

das, was in Lehrbüchern steht», unterstreicht Fellmann.

Angebot der Kanuschule Versam

Lernen Sie uns von nahem, und die Ruinaulta aus der

Wasser-Perspektive kennen:

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resp. ihre Gruppe 10% Vergünstigung auf eine Raftfahrt

mit uns.

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38

Alphaplan AG im Dienste der RhB

Von Peter Furrer

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 2 / 2010

Wenn die Nacht hereinbricht, sind wir für Sie unterwegs.

Seit dem 1. Juli 2007 darf Alphaplan AG die Rhätische

Bahn AG zu ihrem Kundenstamm zählen.

Die Tätigkeit der Alphaplan AG ist in erster Linie die Unterhaltsreinigung

im Verwaltungs- und Direktionsgebäude

in Chur sowie in den Büros, der Produktion, dem

Werkhof, im Restaurant und der Kantine in Landquart.

Die ca. 8500 m 2 Reinigungsfläche sind mittels Revieraufteilungen

(Gebäudeflächen oder Geschosse) an die

diversen Raumpflegerinnen zugeteilt. Im zugewiesenen

Reinigungs-Rayon tragen die Raumpflegerinnen die

Ver antwortung über die zu erbringenden Leistungen

und Kontrolltätigkeiten. Ebenfalls wird wöchentlich eine

Qualitätskontrolle durch den Einsatzleiter durchgeführt.

Bei den Grund- sowie den Glas- und Fensterreinigungen

werden spezielle Reinigungsgruppe (Tagesdienst)

eingesetzt. Diese reinigen mit einer ökologischen

und umweltfreundlichen Reinigungstechnik. Auch die

Reinigungsprodukte entsprechen den Auflagen der Interessengemeinschaft

Ökologische Beschaffung Schweiz

(IGÖB).

Das Reinigungsteam in Landquart und Chur umfasst 10

Mitarbeiterinnen. Geführt, koordiniert und kontrolliert

werden die Raumpflegerinnen von unserem Einsatzleiter

Peter Furrer, der wöchentlich vor Ort ist und das

Team unterstützt.

Ihr kompetenter Partner für Immobilien-

Dienstleistungen

Die 1983 von Max Satory gegründete Firma Alphaplan AG

steht für Kompetenz und Zuverlässigkeit auf allen Gebieten

der Immobilien-Dienstleistungen: Hauswartung,

Haustechnik, Reinigungen, Gartenpflege, Parkplatz-Bewirtschaftung,

Schneeräumung usw. Das Familienunternehmen

beschäftigt rund 280 Mitarbeitende am Hauptsitz

in Hegnau-Volketswil sowie den Niederlassungen in

Bern, Basel und St. Gallen.

Unser SBB Mandat

Das 2001 gestartete Spezialmandat der SBB umfasst das

infrastrukturelle und technische Gebäudemanagement

von rund 450 Bahnhöfen und Liegenschaften in der

Deutschschweiz. Auch die Bewirtschaftung von rund

280 Park & Rail Anlagen erfolgt durch Alphaplan. Das

infrastrukturelle Gebäudemanagement umfasst die allgemeine

Hauswartung, die Grünpflege der Umgebung,

die Reinigung der Aussenbereiche, die Parkplatzbewirtschaftung

sowie den Winter- und Räumungsdienst. Das

technische Gebäudemanagement umfasst die Betreuung

von Heizung, Lüftung, Klima und Kälte sowie der

Sanitäranlagen. Ebenso die Brandmeldung, die Koordination

von Kleinreparaturen und das Schlüsselmanagement.

Infos: www.alphaplan.ch


Das Leben als Unternehmerin

Von Karin Muster

«Hallo, ich bin Sabrina. Ich absolviere eine Lehre als

Kauffrau öffentlicher Verkehr bei login. Ach ja, dabei bin

ich auch noch Lebensunternehmerin. Was das heisst?

Naja, neben den Fachkenntnissen, die ich in meiner

dreijährigen Lehre vermittelt bekomme, werde ich von

login auch noch auf andere Aspekte des Berufs- und

Privatlebens vorbereitet – und auf die Berufswelt nach

der Lehre. Tolle Sache!»

Lebensunternehmer/in – das ist die Ausbildungsphilosophie

von login. Sie soll die Ebenen Fach-, Methoden-,

Selbst- und Sozialkompetenz gleichmässig fördern und

das Beste aus den Lernenden heraus holen: sie handlungsfähig

machen. Alle 1800 login-Lernende begleitet

dieser Begriff vom ersten Tag der Lehre bis Lehrende.

Während dieser Zeit wird das Schlagwort zum Leitmotiv.

Der gelbe Faden durch die Lehre

Schon an der login-Woche, dem Lehrstart, sind Lebensunternehmer/innen

gefordert. Selbständigkeit, Teamfähigkeit

und Verantwortungsbewusstsein sind in verschiedenen

Projekten und Aufgaben gefragt. Während

der Lehre befassen sich die Lernenden in den Lernendensitzungen

unter anderem auch mit Themen wie dem

verantwortungsbewussten Umgang mit Geld. Sabrina

wurde sich dadurch bewusst, dass Geld nicht nur zum

Shopping dient, sondern auch auf dem Sparkonto eine

sinnvolle Aufgabe hat. An den Outdoortagen ist Organisationstalent

und gegenseitiges Vertrauen in der Natur

gefragt.

Die Stärke der Junior Teams

Junior Stations, Junior Business Teams und die Nachwuchsteams

Zugverkehrsleiter/in nennt man Junior

Teams. In den jeweiligen Teams erhalten die Lernenden

die beste Möglichkeit, sich zum/r Lebensunternehmer/in

zu entwickeln. Hier sind zusätzlich Kundenorientierung,

Zielorientierung und unternehmerisches Denken und

Handeln sehr wichtig. Wer die Fähigkeiten noch nicht

Selbstbewusst durchs Leben

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 2 / 2010

hat, lernt sie spätestens in den Junior Teams. Dabei

spielen auch die Berufsbildner/innen der RhB eine

wichtige Rolle. Sie unterstützen die Lernenden bei ihrer

täglichen Arbeit. Dabei achten sie darauf, dass sie als

Coaches die Lernenden ihre eigenen Erfahrungen machen

lassen.

In den Junior Business Teams Technik bearbeiten die KV-

Lernenden die Aufträge und die Polymechanik- und Automatiklernenden

planen sie und führen sie präzis aus.

In den Junior Stations führen die Lernenden eigenständig

einen Bahnhof. Kein Arbeiten auf Geheiss – Einsatz

und vernetztes Denken wird hier von den Lernenden

verlangt.

Darf’s noch ein bisschen mehr sein?

Motivierte Lernende wie Sabrina können sich neben ihrem

Lehralltag auch noch in der Lehrlingskommission,

als Berater/in an Berufsmessen, als Botschafter/in in

Schulen oder an Grossanlässen engagieren.

Sabrina erlebt die intensive Lehrzeit als sehr spannend

und abwechslungsreich. In einem Modul, das aufs Erwachsensein

ausgelegt ist, und an der Stellenbörse «Infomarket»

wird sie sich mit der Jobwahl sowie dem Leben

nach der Lehre auseinander setzen. Sie wird zwar

am Lehrende kein schriftliches Diplom «Lebensunternehmerin»

erhalten, aber sie ist bereit für die Berufswelt.

«Ich weiss, was ich kann und gehe selbstbewusst

durchs Leben.»

Kurz gesagt

Der Ausbildungsverbund login fördert und fordert im

Rahmen der Ausbildungsphilosophie «Lebensunternehmer/in»…

n Eigenverantwortung n Selbstständigkeit

n Kundenorientierung n unternehmerische Haltung

n Flexibilität n Zielorientierung

n vernetztes Denken n Teamfähigkeit

Teamarbeit und gemeinsam Verantwortung tragen Der selbstbewusste Kundenumgang

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Lernender coacht Ausbildungsleiter

Von Walter Järmann, Traduzione Paolo Foglia

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Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 2 / 2010

login goes Mountains

Samstag, 10. April 2010, in aller Herrgottsfrühe steigen,

nach kurzer Abfahrt von der Diavolezza zum Gletscher

hinunter, drei Skitourengänger Richtung Piz Palü auf.

Angeführt wird die Gruppe vom Jüngsten. Normalerweise

sagt der Ausbildungsleiter in der Lehre, wo es

lang geht. Doch auf dieser Skitour hatte Andrea Beti,

Lernender Polymechaniker im 3. Lehrjahr in Landquart,

das Sagen!

Was vor über einem halben Jahr als Idee ausgesprochen

wurde, war nun Wirklichkeit. Souverän wurden wir,

Christian Bundi, Pensionskasse RhB und Walter Järmann,

login Ausbildungsleiter, von Andrea den Gletscher

Vadret Pers hinauf geführt. Auf rund 3750 m galt

es, die Ski gegen die Steigeisen auszuwechseln und wir

mussten ans Seil! Über den steilen Grat hinauf erreichten

wir den Vorder- und Hauptgipfel des Piz Palü auf

3900 m – bei schönstem Wetter und fantastischer

Rundsicht auf die Bündner und die italienischen Berggipfel.

Und eine weitere Erfolgsstory war Genuss pur –

was mit dem Hissen der login-Fahne gefeiert wurde.

Majestätisch der Piz Palü in der Morgensonne

Rechts oben: Andrea und Walter hissen die login-Fahne

Andrea e Walter issano la bandiera login

Rechts: Andrea, Christian und Walter – im Hintergrund der

höchste Bündner, der Piz Bernina (unsere nächste Erfolgsstory?)

Andrea, Christian e Walter – sullo sfondo la più alta cima dei

Grigioni, il Piz Bernina (la nostra prossima storia di successo?)

login va in montagna

Sabato 10 Aprile 2010, di buon ora, dopo una breve

discesa dalla Diavolezza fino al ghiacciaio sottostante,

tre sciatori escursionisti risalivano poi verso il Piz Palü. Il

gruppo, viene guidato dal più giovane. Normalmente, è

il Responsabile della formazione che dice come funzionano

le cose. Ma in questo tour sciistico era Andrea Beti,

apprendista polimeccanico al terzo anno di formazione

a Landquart, che diceva cosa fare!

Quanto era stato discusso come idea più di 6 mesi fa era

ormai diventato una realtà. Christian Bundi, Cassa pensioni

RhB e Walter Järmann, Responsabile della formazione

di login, sono stati guidati in modo sovrano

da Andrea verso il ghiacciaio Vadret Pers. A circa 3.750

metri è stato necessario sostituire gli sci con i ramponi e

abbiamo dovuto assicurarci in cordata! Ci siamo arrampicati

su una ripida cresta e abbiamo raggiunto la vetta

principale del Piz Palü a 3900m, con una meteo stupenda

– c’è una fantastica vista panoramica sulle cime

e catene montuose grigionesi ed italiane. Un’altra grande

storia di successo e di puro piacere - che è stata celebrata

issando la bandiera login.


Neues in Kürze

V.l.n.r.: Erwin Rutishauser, Christoph Andereggen (MGB),

André Brugger und Piotr Caviezel

ITB Berlin

Von Piotr Caviezel

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 2 / 2010

Vom 10. bis 14. März fand Europas grösste Tourismusfachmesse

(ITB) in Berlin statt. Rund 11 000 Aussteller,

darunter auch die Rhätische Bahn, nahmen an der Messe

mit insgesamt 180 000 Besucherteil, davon ca.

108 000 Fachbesucher. Am ersten Abend führte Schweiz

Tourismus einen grossen Presse- und Kundenanlass

durch, bei welchem unter anderem das Jubiläum der

Berninalinie thematisiert wurde.

Starke Mannschaftsleistung am 42. Engadiner

Skimarathon

Text von Thomas Baumgartner und Eric Wyss

Bilder von Andy Mettler

Über 11 000 Läuferinnen und Läufer und unzählige Zuschauer

an der Strecke erlebten den 42. Engadiner Skimarathon

mit dem Bündner Sieger Dario Cologna. Die

professionelle Durchführung dieser Grossveranstaltung

ist das Ergebnis einer starken Mannschaftsleistung.

Läuferinnen und Läufer, Gäste und Zuschauende konnten

dank einem beispiellosen und zum Teil äusserst

spontanen Engagement von vielen Mitarbeitenden aller

Hierarchiestufen und Funktionen sorglos am Lauf teilhaben

und sich für die Hin- und Rückfahrt der RhB anvertrauen.

Dank dem Einsatz und der guten Zusammenarbeit

zwischen den verschiedenen Geschäfts- und

Fachbereichen haben viele Reisende nicht einmal bemerkt,

dass die Strecke zeitweise unterbrochen war. Die

RhB-Mannschaft begeisterte die Kunden trotz schwieriger

Bedingungen und bewältigte den Grossansturm.

Wir danken allen engagierten Mitarbeitenden herzlich

für den tollen Einsatz und freuen uns bereits heute auf

den 43. Engadiner!

41


42

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 2 / 2010

Wintereinbruch am Ostermontag

Von Bruno Ferrari

Am Ostermontag staunten wir nicht schlecht, als wir aus

dem Fenster schauten, was der Nordwind uns gebracht

hat. Eine wunderbare Schneewehung um das Haus herum.

ASTAG

Von Thomas Baumgartner

Erwin Rutishauser und Thomas Baumgartner haben am

10. April 2010 die Teilnehmer der Generalversammlung

des ASTAG Graubünden im Zug 1117 mit Kaffee und Gipfel

verblüfft. Die Bewirtung der über 60 Teilnehmenden

hat bei den Gästen nur gute Erinnerungen an die RhB

hinterlassen, wie folgender Auszug aus einem Dankesschreiben

zeigt: «Ich möchte mich nochmals ganz herzlich

bedanken. Eure Unterstützung beim Verteilen des

«Znüni» war alles andere als selbstverständlich».

Snakes on a train

Von Cédric Steiner

10.05.2010: Wir staunten ab der Entdeckung, die Salvatore

während der Endreinigung des Zuges 1044 machte.

Wie im Spielfilm «Snakes on a plane» hatte sich eine Python

in der 2. Klasse eingenistet. Nach Rücksprache mit

der Kantonspolizei entfernte Salvatore die Schlange aus

dem Wagen und bewahrte sie auf, bis sie vom Veterinäramt

abgeholt wurde. Bei der Python handelt es sich

um eine Würgeschlange und somit bestand keine Gefahr

für die Reisenden. Ob die Schlange im Zug ausgesetzt

wurde oder «ausbüchste» ist uns nicht bekannt.

Teamförderung

Von Miriam Caviezel

Am 16. Februar 2010 trafen sich die Mitarbeitenden

vom Bahnhof Klosters und Schiers sowie vom Ortsbus

Klosters-Serneus zu einem gemütlichen Bowlingabend

im Hotel Silvretta in Klosters. Wir hatten zwischen den

einzelnen Schüssen genügend Zeit, um einander besser

kennen zu lernen. Dazwischen gabs noch eine sehr

schöne Fleischplatte zur Stärkung. Mit einem kleinen

Vorsprung hat das Team Rhätische Bahn gewonnen. Die

Busfahrer warten schon auf die nächste Revanche.


Kinderträume im Bilderbuchformat

Von Peider Härtli

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 2 / 2010

Anfangs April 2010 ist das illustrierte Kinderbilderbuch

«Clau – Traum / Siemi – Sogno» in den Sprachen deutsch,

romanisch (sursilvan) und italienisch erschienen. Die

Begegnung von Clau mit der alten Dampflokomotive

spielt sich in der Surselva auf dem Streckennetz der RhB

ab. Das Buch wurde den RhB-Mitarbeitenden als kleine

Geste der Anerkennung überreicht. Weitere Bücher sind

im Rail-Shop erhältlich.

Arosa im Jubifieber

Von Thomas Baumgartner

Eine strahlende RhB-Mannschaft brachte den ersten

fahrplanmässigen Triebzug ALLEGRA nach Arosa. Dieser

Zug verkehrte am 1. Mai 2010 Chur ab 08.08 Uhr und

Arosa ab 09.48 Uhr.

Selbst in Arosa wird für das Bahnjubiläum am Bernina

geworben: Betriebsangestellter Anton Meister posiert

vor dem ALLEGRA. Er trägt konsequent den Jubi-Pin -

und präsentiert stolz die neuen Funkgeräte.

Grosser Medienansturm

Von Simon Rageth und Sandra Beeli

Anlässlich des 100 Jahr Jubiläums der Berninalinie wird

die Unternehmenskommunikation von Journalisten

der zeit Tag und Nacht verfolgt. Auf dem Bild Mediensprecher

Peider Härtli, der sich gerade vor einer Journalistenmeute

zu verstecken versucht.

43


RhB-Pensionskasse – Geschäftsbericht 2009

Von Urs Brunett

Kennzahlen 2009

(Aktueller Stand am

30.03.2010 = CHF

517 960 000.-)

44

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 2 / 2010

RhB-Pensionskasse - Geschäftsbericht 2009

9.96 Prozent.

Von

Diese

Urs

Zahl

Brunett

steht für die erzielten Anlage- Aktienmärkte per Saldo an Wert verloren. Die vergangeerträge

und Gewinne für das Jahr 2009. Zahlreiche Finen Anlageresultate haben es verunmöglicht, die erfor-

9.96 Prozent. Diese Zahl steht für die erzielten Anlageerträge und Gewinne für das Jahr

nanzanalysten 2009. hatten Zahlreiche anfangs Finanzanalysten 2009 das Ende des hatten Fi- anfangs derlichen 2009 das Wertschwankungsreserven Ende des Finanzsystems zu bilden. und

nanzsystems eine und grosse eine grosse Depression Depression wie in wie den in 1930er-Jahren den Das vorhergesagt. gute Anlageergebnis Anfangs 2009 März darf erholten nicht sich zum Anlass ge-

1930er-Jahren hingegen vorhergesagt. die Aktienmärkte Anfangs März wieder erholten und das Vertrauen nommen kehrte werden, - wenn massgebende auch nur zögerlich versicherungstechni-

-

sich hingegen zurück. die Aktienmärkte Die weltweiten wieder Interventionen und das Ver- der Zentralbanken sche Rahmenbedingungen haben bewirkt, dass zu eine ändern. genügend Das finanzielle

trauen kehrte grosse - wenn Liquidität auch nur zur zögerlich Verfügung - zurück. gestellt Die wurde und Gleichgewicht dies brachte der die Kasse Trendwende. steht im Nachdem Vordergrund. Leis-

2008 die Finanzkrise auch in unserer Kasse einen erheblichen Fehlbetrag verursacht hatte,

weltweiten Interventionen der Zentralbanken haben tungsverbesserungen können nur vorgenommen wer-

konnte mit dem guten Anlageresultat 2009 dieser Verlust teilweise wettgemacht werden.

bewirkt, dass

Betrachtet

eine genügend

man die

grosse

letzten

Liquidität

zehn Jahre

zur Ver-

müssen wir

den,

festhalten,

wenn diese

dass

solid

mit

und

unserem

nachhaltig

Vermögen

finanziert sind.

fügung gestellt eine wurde durchschnittliche und dies brachte Rendite die Trendwen- von nur 2.79 Prozent Vorderhand erzielt wurde. besteht Damit keine wurde Möglichkeit, die jährlich die laufenden

de. Nachdem erforderliche 2008 die Finanzkrise Sollrendite auch um in ca. unserer ein Prozent Kas- unterschritten. Renten (Teuerungszulage Der Grund liegt für vor Rentenbezüger) allem in der oder zuse

einen erheblichen völlig ungenügenden Fehlbetrag Aktienrendite verursacht hatte, sowie den tiefen künftige Zinsen Leistungsansprüche der Staatsanleihen. zu verbessern In obiger

konnte mit dem Periode guten haben Anlageresultat die meisten 2009 Aktienmärkte dieser Ver- per Saldo an Wert verloren. Die vergangenen

lust teilweise

Anlageresultate

wettgemacht werden.

haben

Betrachtet

es verunmöglicht,

man die

die erforderlichen Entwicklung der Wertschwankungsreserven Bilanzsumme in den Jahren zu 2002 bis

bilden.

letzten zehn Jahre müssen wir festhalten, dass mit un- 2009

serem Vermögen Das eine gute durchschnittliche Anlageergebnis Rendite 2009 darf von nicht nur zum Analog Anlass mit genommen den erlittenen werden, Verlusten massgebende an den Anlage-

2.79 Prozent erzielt versicherungstechnische wurde. Damit wurde Rahmenbedingungen die jährlich er- zu märkten ändern. hat Das sich finanzielle die Bilanzsumme Gleichgewicht ebenfalls der reduziert

forderliche Sollrendite Kasse steht um im ca. Vordergrund. ein Prozent unterschrit-

Leistungsverbesserungen können nur vorgenommen werden,

ten. Der Grund

wenn

liegt

diese

vor allem

solid

in

und

der

nachhaltig

völlig ungenügen-

finanziert sind.

Deckungsgrad

Vorderhand besteht keine Möglichkeit, die

laufenden Renten (Teuerungszulage für Rentenbezüger) oder zukünftige

den Aktienrendite sowie den tiefen Zinsen der Aufgrund der guten Anlageerträge wurde erfreulicher-

Leistungsansprüche zu verbessern

Staatsanleihen. In obiger Periode haben die meisten weise 2009 die Unterdeckung behoben. Der Deckungs-

Nachfolgend die wichtigsten Kennzahlen:

Kennzahlen 2009

31.12.2009 31.12.2008 Abweichung

Bilanzsumme 507'455'933.- 460'032'366.- 10.30 %

Vorsorgekapitalien und

technische Rückstellungen

476'966'318.- 471'967'710.- 1.05 %

Rendite auf Anlagevermögen 9.96 % - 9.05 % 19.01

Nettoergebnis aus

Vermögensanlagen

46'732'291.- - 42'801'635.- 209.18 %

Deckungsgrad der Kasse 102.27 % 94.82 % 7.45

Wertschwankungsreserve 10'809'216.- 0 100 %

Wertschwankungsreserve in % 2.14 % 0 % 2.14

Anzahl aktive Versicherte 1’335 1’297 2.93 %

Anzahl Rentner 943 955 - 1.25 %

Entwicklung der Bilanzsumme der Pensionskasse in den Jahren in 2002 den Jahren bis 2009 2002 bis 2009

Analog mit den erlittenen Verlusten an den Anlagemärkten hat sich die Bilanzsumme

ebenfalls reduziert.

Mio.

540

520

500

480

460

440

420

400

380

439

455

462

503

518

514

460

2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009

507

Aktiven


grad hat sich von 94.8 Prozent auf 102.2 Prozent

verbessert. Angestrebt wird aber nach wie vor ein Deckungsgrad

von 115 Prozent.

Der Deckungsgrad von über 100 Prozent hat es ermöglicht,

die beschlossene Nullverzinsung der Sparguthaben

der aktiven Versicherten rückwirkend aufzuheben.

Für das Jahr 2009 wurde eine Verzinsung von 2 Prozent

gewährt.

Der Deckungsgrad einer Pensionskasse kann – nebst anderen

Faktoren – ein Indiz ihrer finanziellen Sicherheit

sein. Er ist für Versicherte eine zentrale Kennziffer. Sie

gibt Auskunft, wie sicher die Leistungen einer Pensionskasse

sind oder ob sogar Kürzungen und Sanierungsbeiträge

drohen. Der Deckungsgrad ergibt sich aus dem

Verhältnis zwischen den Verpflichtungen einer Pensionskasse

und dem vorhandenen Vermögen.

Vermögensanlagen

An der bisherigen Anlagestrategie und deren Umsetzung

110%

105%

100%

95%

90%

85%

110%

105%

Deckungsgrad der Pensionskasse in den Jahren 2002 bis 2009

102.80% 102.27%

100.80%

Deckungsgrad der Pensionskasse in den Jahren 2002 bis 2009

102.80%

100%

95%

90%

85%

106.86%

108.12%

106.86%

108.12%

106.83%

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 2 / 2010

wurde trotz der volatilen Finanzmärkte festgehalten.

Die Aufgabenaufteilung zwischen Stiftungsrat (Strategie)

und Anlagekommission, begleitet durch den Anlageexperten

(Taktik) und Vermögensverwaltungsbanken (Umsetzung),

hat sich als richtig erwiesen. Die zurzeit fehlende

Risikofähigkeit der Kasse erlaubt es aber trotzdem

nicht, die in der Anlagestrategie 2011 festgelegte Aktienquote

auszuschöpfen. Eine höhere Aktienquote kann

und darf nur angestrebt werden, wenn die notwendige

Wertschwankungsreserve gebildet ist. Mit dem aktuellen

Deckungsgrad können Verwerfungen an den Finanzmärkten

nicht aufgefangen werden und es gilt weiterhin,

das Vorsichtsprinzip walten zu lassen.

Internet

Für weitere Auskünfte empfehlen wir Ihnen die Internet

Plattform

http://www.pkrhb.ch

106.83%

102.80% 102.27%

100.80%

94.82%

102.80% (Aktueller Stand am 30.03.2010 = ca. 103.50 %)

Vermögensanlagen

Deckungsgrad

An der bisherigen Anlagestrategie und deren Umsetzung wurde trotz der volatilen

Finanzmärkte festgehalten. Die Aufgabenaufteilung zwischen Stiftungsrat (Strategie) und

Anlagekommission, begleitet durch den Anlageexperten (Taktik) und

Vermögensverwaltungsbanken (Umsetzung), hat sich als richtig erwiesen. Die zurzeit

fehlende Risikofähigkeit der Kasse erlaubt es aber trotzdem nicht, die in der Anlagestrategie

2011 festgelegte Aktienquote auszuschöpfen. Eine höhere Aktienquote kann und darf nur

angestrebt werden, wenn die notwendige Wertschwankungsreserve gebildet ist. Mit dem

aktuellen Deckungsgrad können Verwerfungen an den Finanzmärkten nicht aufgefangen

werden und es gilt weiterhin, das Vorsichtsprinzip walten zu lassen.

2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009

Das Vermögen der Pensionskasse ist wie folgt angelegt:

94.82%

2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009

(Aktueller Stand am 30.03.2010 = ca. 103.50 %)

Das Vermögen der

31.12.2009 in % des

CHF

Vermögens

Pensionskasse ist wie

Vermögensanlagen Flüssige Mittel, Festgeld 8'976’353.- 1.76

An

folgt

der

angelegt:

bisherigen Anlagestrategie Forderungen, aktive und Rechnungsabgrenzung deren Umsetzung wurde 1'846’310.- trotz der volatilen 0.36

Hypotheken 77'014’286.- 15.18

Finanzmärkte festgehalten. Die Aufgabenaufteilung zwischen Stiftungsrat (Strategie) und

Kapitalversicherungen 1'000'000.- 0.19

Anlagekommission, Obligationen begleitet Schweiz durch den Anlageexperten 74'895’112.- (Taktik) 14.79 und

Vermögensverwaltungsbanken Obligationen (Umsetzung), Ausland in CHF hat sich als richtig 52'849’217.- erwiesen. Die 10.40 zurzeit

fehlende Risikofähigkeit Obligationen der Kasse Ausland erlaubt es aber trotzdem nicht, die 40'496’151.- in der Anlagestrategie 7.98

Total Nominalwerte 257'077’429.- 50.66

2011 festgelegte Aktienquote auszuschöpfen. Eine höhere Aktienquote kann und darf nur

angestrebt werden, wenn Aktien die Schweiz notwendige Wertschwankungsreserve 65'447’519.- gebildet ist. 12.90 Mit dem

aktuellen Deckungsgrad Aktien können Ausland Verwerfungen an den Finanzmärkten 82'516’061.- nicht aufgefangen

16.26

werden und es gilt weiterhin, Immobilien das Vorsichtsprinzip walten zu lassen. 102'414’924.- 20.18

Total Sachwerte 250'378’504.- 49.34

Das Vermögen der Pensionskasse Total Vermögen ist wie folgt angelegt:

507'455’933.- 100.00

31.12.2009 in % des

Deckungsgrad

Der Deckungsgrad hat sich

in den vergangenen Jahren

wie folgt entwickelt:

(Aktueller Stand am

30.03.2010 = ca. 103.50 %)

45


46

Feedbackkultur bei der RhB

Von Markus Wetter

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 2 / 2010

Feedback ist ein Geschenk und eine Chance für die

persönliche Weiterentwicklung.

Was ist Feedback

Feedback ist eine Rückmeldung an eine Person über deren

Leistung oder Verhalten und wie diese von anderen

wahrgenommen, verstanden und erlebt werden. Solche

Rückmeldungen finden im Kontakt mit Menschen immer

statt, bewusst oder unbewusst, spontan oder erbeten,

verbal (in Worten) oder nonverbal (körpersprachlich).

Führungskräfte wie Mitarbeitende sind oft überrascht,

wie sie auf andere Mitmenschen wirken. Jeder Mensch

hat ein Bild über sich selbst (Selbstbild) aber auch Bilder

über andere (Fremdbild). Es ist bekannt, dass Selbst-

und Fremdbild in der Regel nie deckungsgleich sind.

Feedback bietet die Möglichkeit, Selbst- und Fremdbild

miteinander zu vergleichen. Je offener und ehrlicher einander

mitgeteilt wird, wie sie aufeinander wirken, einander

wahrnehmen (Fremdbild), desto einfacher wird

es, das Selbstbild zu überprüfen und gegebenenfalls

anzupassen.

Feedback besteht aus zwei Komponenten, dem Feedback-Geben

und dem Feedback-Nehmen. Jeweils am

Ende einer Sitzung, einer Präsentation, einer Gruppenarbeit,

eines bilateralen Gespräches, oder wenn es die

Situation einfach erfordert, soll dieser Austausch stattfinden.

Anwendung von Feedback

Es ist eine enorme Herausforderung aber auch ein intensiver

Lernprozess für alle, Feedback zu geben oder

entgegen zu nehmen. Denn niemand akzeptiert es einfach

so, in seinem Selbstbild korrigiert zu werden. Die

grosse Kunst, einem Menschen offen zu sagen, wie man

ihn sieht und ohne ihn dabei zu verletzen, aber auch

der offene Umgang mit Gefühlen – um die es beim

Feedback meistens geht – will gelernt sein. Einerseits

fordert dies von allen Beteiligten eine Haltung hin zu

einem vertrauens- und respektvollen, wertschätzenden

und einfühlsamen (empathischen) Miteinander. Andererseits

ist es enorm wichtig, dass sowohl Feedback-

Geber als auch Feedback-Nehmer bestimmte Regeln

einhalten.

Darum hat sich das HöKa in verschiedenen Workshops

intensiv mit dem Thema Feedback auseinandergesetzt

und für die Rhätische Bahn passende Feedbackregeln

erarbeitet.

RhB-Feedback-Regeln

Ferner hat eine Arbeitsgruppe ein Verhaltenskriterium für

Visita und Feedbackkultur erarbeitet. Dieses Kriterium

«Feedback und Zusammenarbeit» wird als Musskriterien

für alle Vorgesetzten und Mitarbeitenden der RhB ins

FGLB integriert. Damit schaffen wir ein verbindliches Element

für die nachhaltige Etablierung einer erfolgreichen

Feedbackkultur und stellen schlussendlich messbar die

Qualität der Umsetzung sicher.


Feedback – Geber

n Gib häufig Feedback, Übung macht den Meister

n Beschreibe deine persönliche Wahrnehmung

n Sei konkret, beschreibe Ereignisse und Verhaltensweisen

genau

n Sei aktuell, finde den passenden Zeitpunkt

n Gib dein Feedback aufbauend und konstruktiv

Feedback – Nehmer

n Höre aufmerksam zu

n Nimm die Hinweise sachlich entgegen

n Stelle Verständnisfragen

n Gib Rückmeldung zum Feedback und teile deine

Gefühlslage mit

n Nimm dir Zeit und reflektiere dein Verhalten

Ein gutes Feedback ist die Basis für einen konstruktiven Dialog

Kriterium «Feedback und Zusammenarbeit»:

n geht aktiv auf Kollegen und Vorgesetzte zu

n kommuniziert offen, ehrlich und respektvoll

n hört aufmerksam zu und respektiert auch andere

Meinungen

n will sich weiterentwickeln, indem gezielt Feedback

von anderen eingeholt wird

n reflektiert die Situation und gesteht allfällige

Fehler ein

n lebt Feedback bereichsübergreifend

Impressionen aus Pontresina

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 2 / 2010

Unser Nutzen durch Feedback

Feedback gibt uns die Chance, uns als Persönlichkeiten

und als Organisation weiterzuentwickeln. Wir klären Beziehungen

und Konflikte, stärken das Vertrauen, die Zusammenarbeit

und das WIR-Gefühl. Wir fördern die Sensibilisierung,

wie unsere Leistung, unsere Persönlichkeit

und unser Verhalten auf andere wirkt, respektive wahrgenommen

wird. Ferner stärken wir die Kompetenz zu

reflektieren, uns kritisch zu hinterfragen und das Verhalten

gegebenenfalls anzupassen. Ergreifen wir diese

Chance, nehmen wir die Eigenverantwortung wahr, gehen

aktiv aufeinander zu, reden offen, ehrlich und respektvoll

miteinander und lernen voneinander!

In den Workshops bauten die Führungskräfte durch intensive

Diskussionen ein gemeinsames Verständnis über die

RhB-Feedbackregeln auf. Ferner wurde ihnen durch das

Trainieren von Feedbackgesprächen bewusst, wie wichtig

Feedback für die persönliche Entwicklung und für die erfolgreiche

und konstruktive Zusammenarbeit ist.

Die Stimmung war sehr gut und alle haben sich aktiv eingebracht.

Die Führungskräfte sind motiviert diese grosse

Herausforderung der Umsetzung zusammen mit ihren Mitarbeitenden

anzunehmen. Sie sind davon überzeugt, dass

eine gelebte Feedbackkultur den Arbeitsalltag prägt. Offenheit,

Vertrauen, Transparenz, und Respekt sind die Basis

für ein gutes Arbeitsklima. Es macht Freude, weckt die

Innovation und fördert die Leistungsbereitschaft und Leistungsfähigkeit

eines jeden Einzelnen.

47


48

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 2 / 2010

Erwin Rutishauser

Siehst du Feedback als Chance oder Risiko und warum?

Ich sehe grundsätzlich nur Chancen. Die Basis sind Respekt, Ehrlichkeit und Klarheit.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass mit einem konstruktiven Dialog die

Beziehungen verbessert werden. Jedes Feedback ist für mich eine Chance, mich

weiter zu entwickeln.

Leo Caluori

Welchen Nutzen siehst du durch die Einführung von Feedbackregeln bei der

Rhätischen Bahn?

Feedbackregeln sind ein wertvolles Instrument. Eine offene, ehrliche und wertschätzende

Feedbackkultur hilft uns die Vertrauensbasis zwischen Vorgesetzten

und Mitarbeitenden gegenseitig zu erhöhen.

Eugen Cantieni

Kannst du dich an das «letzte» Feedback erinnern, das du erhalten hast? Wie

ist es ausgefallen und warum?

Ein Mitarbeiter hat mir mitgeteilt, dass er die vielen Anstrengungen zum Wohle des

Personals wertschätzt und bedankte sich für das Engagement. Direkte Rückmeldungen

von der Front, lobende oder kritische, sind mir besonders wichtig, weil sie

die Arbeitsfähigkeit fördern und die Zusammenarbeit verbessern.

Jolanda Picenoni

Was denkst du, wie werden deine Mitarbeitenden reagieren, wenn du inskünftig

bewusst und situativ Feedback gibst und auch Feedback einholst?

Ich bin überzeugt davon, dass mein Team positiv reagieren wird, denn sie erwarten

von mir Feedback und schätzen dies. Ich werde direkte und konkrete Feedbacks

zu Sachthemen und zum Führungsverhalten geben. Ich freue mich auf

Feedbacks von meinen Mitarbeitenden, denn so erhalte ich die Gelegenheit,

mich zu verbessern und unsere Zusammenarbeit auszubauen.

Miriam Caviezel

Was für Erfahrungen hast du bisher mit Feedback gemacht?

Ich habe festgestellt, dass ein aktuelles Feedback zum passenden Zeitpunkt sehr

nützlich ist. Die Mitarbeitenden schätzen dies und ich erhalte wertvolle Rückmeldungen

von ihnen. Ein aufrichtiges Feedback fördert den Dialog, die Zusammenarbeit

und stärkt das Vertrauen.

Bruno Cadosch

Worauf wirst du bei der Umsetzung besonders achten und warum?

Ich kann es nicht bei allen Mitarbeitenden auf die gleiche Art und Weise umsetzen.

Es ist wichtig, dass ich es individuell und typengerecht angehe, damit die

Umsetzung dann auch klappt.


Ideen-Wettbewerb – machen Sie mit!

Von Marc-Andrì Leuthold

Die Rhätische Bahn hat rund 1400 Mitarbeitende und

damit viele kreative Köpfe, welche Ideen und Vorschläge

entwickeln können. In 1400 Mitarbeitenden steckt ein

ungeheures Potenzial an Innovationskraft, das die Rhätische

Bahn ausschöpfen will. Machen Sie mit! Die Rhätische

Bahn möchte unternehmensweit so viele Ideen

wie möglich aufgreifen und diese genau prüfen. Alle

Mitarbeitenden sind aufgefordert, ihre Vorschläge zu

platzieren. Diese werden ernst genommen. Schlussendlich

sind es die zahlreichen Mitarbeitenden, welche die

vorhandenen Potenziale im Alltag sehen und Verbesserungsmöglichkeiten

entdecken können. Was zählt, sind

Geistesblitze jedes Einzelnen!

Um diese vorhandene Kreativität für alle sichtbar zu

machen, führt die Rhätische Bahn ihren ersten Ideen-

Wettbewerb durch. Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

Alle Mitarbeitenden werden ermuntert, sich Gedanken

über Verbesserungsmöglichkeiten zu machen. Diese

müssen durch die Rhätische Bahn umsetzbar sein und

dem Werteleitbild entsprechen.

n Wie kann das Reisen mit der RhB für die Kunden noch

attraktiver gestaltet werden?

n Mit welchen neuen Dienstleistungen und Produkten

können wir den Gästen ein unvergessliches Erlebnis

bieten?

n Gibt es Infrastrukturmassnahmen, welche den Reisenden

mehr Komfort bieten würden?

Daniel Düsentrieb

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 2 / 2010

Auf die Antworten zu diesen Fragen freut sich die geschäftsbereichübergreifende

Jury. Nehmen wir uns an

den warmen Sommertagen Zeit und lassen das erste

Halbjahr 2010 nochmals Revue passieren. Dabei finden

wir sicherlich Verbesserungspotenziale und kreative Lösungsansätze,

die unseren Kunden einen Mehrwert

bringen werden.

Einsendeschluss für den Ideen-Wettbewerb ist der

31. August 2010. Senden Sie Ihren ausformulierten Verbesserungsvorschlag

per E-Mail an mitwirken@rhb.ch

oder per interner Post an S-UE, Marc-Andrì Leuthold,

Chur.

Und das gibt es zu gewinnen:

Die drei besten Vorschläge werden nach Rücksprache

mit den Ideengebern in der InfoRetica vorgestellt. Als

Hauptpreis winkt ein verlängertes Wochenende (2

Nächte) in einer frei wählbaren Stadt in Deutschland für

zwei Personen inklusive Hotel. Wir bedanken uns für

diesen tollen Preis bei unserem Partner Ameropa.

Teamlok

49


Buon giorno Bayern!

Von Piotr Caviezel

50

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 2 / 2010

Dass die Berninabahn einzigartig und unbedingt besuchenswert

ist, wissen wir. Aber noch längst nicht alle

Kunden. Im Vertrieb gilt mehr denn je das Motto «Tue

Gutes und sprich darüber». Es gibt viele – auch kostenintensive

– Möglichkeiten, dies in einem grösseren Kreis

zu tun. Zum Beispiel durch Inserate oder Plakate, die in

der breiten Werbeflut häufig untergehen. Einen effizienteren

Weg wählt die RhB, indem sie mit Schweiz Tourismus

(ST) gemeinsame Medienveranstaltungen im Ausland

durchführt.

Im privaten Kreis: Bündner Spezialitäten ziehen

23. März 2010, 18 Uhr, München, Privatresidenz der

Schweizer Generalkonsulin Ursula Aroe: Im gediegenen

Ambiente empfängt die Repräsentantin der Schweiz mit

Vertretern der Rhätischen Bahn und Schweiz Tourismus

16 Medienschaffende aus dem Grossraum München. Im

illustren Kreis befindet sich unter anderem der Bayrische

Rundfunk, Hochglanzmagazine wie «Glamour» oder tagesaktuelle

Medien wie «Die Abendzeitung». Piotr Caviezel

und André Brugger aus dem Fachbereich Vertrieb

Schweiz/International zeigen den Journalisten – garniert

mit packenden Bildern – eindeutige Gründe auf, warum

sie ihre Aufmerksamkeit heuer auf die Jubilarin am Bernina

richten sollen. Mit einem Überraschungsgast – dem

verwirrten «Journalisten» Keller – steigern die Marketingspezialisten

die Aufmerksamkeit der Gäste. Der Appetit

auf Reisen kommt definitiv beim Essen: Angeregte

Gespräche bei Bündner Spezialitäten wie Gerstensuppe,

Capuns und Nusstorte wecken den Hunger auf mehr. Die

Journalisten nehmen sich denn auch ausserordentlich

viel Zeit an diesem Abend für die vertiefte Auseinandersetzung

mit dem Thema.

Die Rhätische Bahn und Schweiz Tourismus

fahren ein: André Brugger beim Medienempfang

in München in Aktion

André Brugger, Piotr Caviezel und Angelo Brazerol

bei den letzten Vorbereitungen

Alles unter einem Dach: Die Schweiz kommt an

Im persönlichen Austausch mit den Meinungsmachern

wird – entgegen aller Kampagnen und Unkenrufe – etwas

klar: Die Schweiz gilt als sympathisches Land. Diesen Eindruck

gezielt verstärkt haben auch Angelo Brazerol, District

Manager Schweiz Tourismus, und seine Mitarbeiterin Astrid

Grimm in ihrer Präsentation: Sie beleuchteten das Jahresthema

«Wandern» auf originell-prägnante Weise. Eben

diese familienfreundliche Freizeitaktivität – das Genusswandern

– lässt sich bestens mit Ausflügen entlang der

Berninalinie kombinieren. Ein schönes Detail: Besonderen

Anklang fand die Tatsache, dass die Rhätische Bahn nicht

nur ein logischer Zubringer für Wandervögel ist, sondern

gleichzeitig auch noch mit ihrem Wagenmaterial mit Fenstern

zum Öffnen zum Gesamterlebnis beiträgt. Eine Selbstverständlichkeit,

die zur Attraktion wird. «Unser Ziel ist es,

zweimal pro Jahr an verschiedenen Orten auf diese Weise

die RhB unseren nördlichen Nachbarn näher zu bringen

und so wertvolle Kontakte zu knüpfen. Wir konnten uns

bereits letztes Jahr mit einem Auftritt im Münchner Presseclub

von der Wirksamkeit dieser kleinen, aber feinen und

damit sehr wirkungsvollen Promotionsmassnahme überzeugen»,

hält André Brugger, Key Account Manager

Deutschland, fest.

Eine fruchtbare Zusammenarbeit

RhB und Schweiz Tourismus auf gemeinsamem Kurs

Ort: München. Gastgeber: Schweiz Tourismus: Angelo

Brazerol, District Manager Schweiz Tourismus München

und Astrid Grimm Assistentin. Rhätische Bahn: Piotr

Caviezel, Leiter Vertrieb Schweiz/International und André

Brugger, Key Account Manager Deutschland. Finanzierung:

Gesamtvereinbarung mit Schweiz Tourismus (seit

diesem Jahr) Botschaft: 100 Jahre Berninalinie. Teilnehmende:

16 Medienschaffende (u.a. Die Abendzeitung,

Bayrischer Rundfunk, Glamour etc.)

Ausführungen von Piotr Caviezel

50


MGB-Triebzüge Servicequalität Glacier laufen vom Express Stapel

Von Text Roberto von Eugen G. Cantieni Paravicini und Florian Ambauen, Bilder von Simon Rageth

Die Gäste stehen bei der Rhätischen Bahn im Mittelpunkt.

Um die bereits sehr hohe Servicequalität auf

dem Glacier Express noch weiter auszubauen, geht die

RhB zusammen mit der Matterhorn Gotthard Bahn

(MGB) und der RailGourmino swissAlps (RGsA) einen

innovativen Weg und lässt die Mitarbeitenden auf dem

Glacier Express von Studierenden der Schweizerischen

Schule für Touristik und Hotellerie (SSTH) in Passugg

weiterbilden. Die Dienstleistungsqualität soll damit

von St. Moritz/Davos bis Zermatt einheitlich geprägt

sein.

Der RhB ist die professionelle Ausbildung ihrer Mitarbeitenden

sehr wichtig, weshalb sie ihren Zugbegleitern

des Glacier Express jedes Jahr einen Weiterbildungskurs

anbietet. Um die Servicelandschaft auf dem Glacier Express

ganzheitlich abzudecken, lassen die Partnerbahnen

RhB und MGB ihre beteiligten Zugbegleiter/innen

spezifisch weiterbilden. In diesem Jahr sind erstmals

auch die für den Verpflegungsservice zuständigen Oberkellner/innen

der RGsA mit von der Partie.

Im Zentrum der Weiterbildung stehen die Serviceorientierung

sowie die Verstärkung des Feingefühls gegenüber

unterschiedlicher kultureller Normen und Werte.

Eugen Cantieni, Leiter Zugpersonal RhB und

Beat Wicki, CEO SSTH

Mitarbeitende der RhB, MGB und RGsA bei der

Ausbildung

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 2 / 2010

Auf Initiative der RhB werden diese Sachverhalte den

Zugbegleitern und dem Servicepersonal erstmals von

Studierenden der SSTH unter dem Motto «Glacier Express

meets SSTH» vermittelt. Die ganze «Glacier Express-

Crew» profitiert in dieser Zusammenarbeit von den Erfahrungen

der Studierenden im Bereich Tourismus und

Service und erhält gleichzeitig aufgrund der internationalen

Herkunft einzelner Studenten eine klare Vorstellung

von den kulturellen Normen und Werten der (Fahr)

Gäste, insbesondere der Reisenden aus Fernost.

In Form von Rollenspielen festigen die Mitarbeitenden

das «Wir-Gefühl» und lernen mit Spezialwünschen und

kulturellen Konflikten, wie beispielsweise unterschiedlichen

Essgewohnheiten, umzugehen und allen Nationalitäten

ein gemeinsames und einzigartiges Erlebnis

im Glacier Express zu ermöglichen.

Die gemeinsame Weiterbildung der Mitarbeitenden garantiert,

dass die Gäste des Glacier Express während der

gesamten Fahrt durch die einmalige Bergwelt zwischen

den Weltkurorten St. Moritz, Davos und Zermatt eine

ein heitlich geprägte und herausragende Dienstleistungsqualität

geniessen können, ganz nach dem Motto:

Drei Partner - ein Premiumprodukt.

Die Sturienden der SSTH

51


VTE-Weiterbildung für Kategorie Ai40 bis B80

Von Hansruedi Disch

52

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 2 / 2010

Unter der Leitung von P-SU-AV findet 2010 erstmals ein

Weiterbildungstag für alle VTE-Mitarbeitenden der Kategorien

Ai40 – B80 statt (VTE = Verordnung des UVEK

über die Zulassung zum Führen von Triebfahrzeugen der

Eisenbahnen). Schwerpunkt des Tages bildet das Thema

«Zugvorbereitung». Ebenfalls werden den Mitarbeitenden

an diesem Tag die FDV-Änderungen 2010 bekannt

gegeben. 23 Kurse wurden bisher bereits durchgeführt,

acht weitere Kurse finden im Herbst statt. Bei den bisher

teilnehmenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist

der Kurs auf grossen Anklang gestossen. Die Rückmeldungen

sind sehr positiv. Wir freuen uns auf die kommenden

Kurse und weitere Feedbacks!

Kategoriengerecht besuchen 263 Mitarbeitende in den

Monaten März und April sowie November diesen obligatorischen

Weiterbildungstag in Landquart oder Samedan.

Zusätzlich finden in denselben Monaten speziell

für Mitarbeitende, die in den Jahren 2010/11 die periodische

Prüfung absolvieren, so genannte Crash-Kurse

statt. Zirka vierzig Mitarbeitende erhalten an diesen Tagen

wertvolle Unterstützung in der Anwendung und

Umsetzung des Fahrdienstreglementes FDV.

P-SU-AV beabsichtigt in Zukunft diesen obligatorischen,

jährlichen Weiterbildungskurs in dieser Form

anzubieten, zumal der Kurs sehr gut ankommt. Thematisiert

werden unter anderem folgende Hauptthemen:

n Zugfahrten/Zugsignale

n Rangier Bahnhof

n Rangier Strecke Rangiersignal

n Anordnungen/Übermittlungen

n Zugvorbereitung

n Störungen/Störungsmanagement

n Arbeitssicherheit/Gefahrgut

Für das kommende Jahr 2011 wurde das Schwerpunkt-

Thema «Anordnungen und Übermittlungen FDV 300.3»

gewählt.

P-SU-AV, Hansruedi Disch (h.disch@rhb.ch; 992 379)

freut sich auf Anregungen und Rückmeldungen von

Mitarbeitenden von der Front. Schwachstellen, die sich

zum Beispiel aus dem QSV ergeben, lassen wir nach

Möglichkeit gerne in den nächsten Weiterbildungstag

einfliessen.


Keine Angst, «Defis beissen nicht» …

Von Roald Hofmann und Reto Brunner

Die RhB und die Fachstelle für öffentlicher Verkehr unterstützen

wirkungsvolle erste Hilfe mit Defibrillatoren auf

den grösseren Bahnhöfen.

Seit April sind Vertreter von F-IM und der SIBE des Geschäftsbereichs

P, Reto Brunner, in Zusammenarbeit mit

den Leitern Bahnhof daran, auf den grösseren Dienststellen

gut zugängliche und sichtbare Standorte für die Montage

der neu beschafften Defibrillatoren zu evaluieren.

Mit dem in Zusammenarbeit mit der Fachstelle öffentlicher

Verkehr lancierten Projekt geht es der RhB darum,

die Möglichkeiten für eine wirksame erste Hilfe an Orten

mit grossem Publikumsaufkommen nachhaltig zu verbessern.

Worum geht es: Herz-Kreislauferkrankungen zählen in

unseren Gefilden immer noch zu den häufigsten Todesursachen.

In der Schweiz erleiden in diesem Zusammenhang

jährlich ca. 8000 Menschen einen plötzlichen

Herztod, das heisst etwa 22 pro Tag. Der plötzliche Herzstillstand

kann jeden treffen. Er lässt sich nicht vorhersehen

und er kann jeden, jederzeit und überall ereilen -

auch Jugendliche sind davor nicht geschützt. Ohne

sofortige medizinische Behandlung überleben nur

5-10 % der Betroffenen.

Grund für den plötzlichen Tod ist in über 80% der Fälle

eine Herzrhythmusstörung, das so genannte Kammerflimmern.

Dieses kann nur mit einem gezielten Stromstoss

(Defibrillation) beendet werden.

Der Zeitfaktor ist einer der wesentlichen Erfolgsfaktoren

für das Überleben. Ohne Intervention sinkt die Überle-

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 2 / 2010

benswahrscheinlichkeit mit jeder Minute um 10%. Bei

einer durch Herzflimmern unterbrochenen Kreislauftätigkeit

drohen neurologische Schädigungen des Gehirns

und der inneren Organe, da diese nicht durchblutet und

somit nicht mit Sauerstoff versorgt werden. Bereits nach

sechs bis acht Minuten kann es für eine erkrankte Person

äußerst kritisch werden. Deshalb liegt es auf der Hand,

dass in vielen Fällen die professionellen Retter zu spät

kommen. Und genau da setzt das Konzept der Defibrillation

an. Durch sofortige Reanimationsmassnahmen und

Defibrillation können Laien zusammen mit dem Defibrillator

wertvolle Zeit gewinnen und zu Lebensrettern werden.

Der Umgang mit einem modernen Defibrillationsgerät

(AED=automatischer externer Defibrillator) ist in der Zwischenzeit

vereinfacht worden. Für die Bedienung des Geräts

braucht es keine medizinische Ausbildung mehr. Das

Gerät – einmal aus der Box genommen – spricht mit den

Helfenden in der gewünschten Sprache und leitet die

Helfer entsprechend an. Das Gerät erkennt Herzrhythmusstörungen

automatisch und sicher und entscheidet

sogar über die Stärke des abzugebenden Stromstosses.

Der Defi weist den Retter Schritt für Schritt an, wie mit

dem Gerät umgegangen und was wie gemacht werden

muss.

Dank einer namhaften Unterstützung durch die Fachstelle

öffentlicher Verkehr kann die RhB alle grösseren Bahnhöfe

(und das Direktionsgebäude) mit Defis ausrüsten.

Pro Bahnhof werden 1 bis 2 Mitarbeitende instruiert und

diese tragen das Wissen im Schneeballsystem weiter.

53


Führung durch das Schloss Tarasp

Von Claudio Föhn

54

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 2 / 2010

Am 19. März 2010 wurden die Verkäufer der Rhätische

Bahn zu einer Führung im Schloss Tarasp eingeladen.

Grund dieser Führung war das neue Kombiangebot der

Rhätischen Bahn. Neu kann man den Eintritt für die

Führung zusammen mit der Bahn- und Postautofahrt

direkt beim Startort lösen.

Nach einer kurzen Führung durch den renovierten

Bahnhof Scuol-Tarasp, besteigen die Teilnehmenden

das Postauto nach Tarasp. Auf dem Postautowendeplatz

in Tarasp begrüsst uns Armon Fantoni, welcher an der

Entstehung des Kombiangebotes massgeblich beteiligt

war. Herr Fantoni führt uns das kurze Stück auf den Hügel,

wo seit Jahrhunderten das imposante Schloss Tarasp

in die Höhe ragt. Unter blauem Himmel und umgeben

von verschneiten Berghängen erreichen wir den

Schlosshof, wo uns dann auch der Schlossverwalter Jon

Fanzun willkommen heisst. Jon Fanzun ist von den Eigentümern

des Schlosses für den Unterhalt angestellt

und kümmert sich zusätzlich um die Vermarktung und

die Führungen durch das Schloss.

Wir begeben uns in den ersten Raum des Schlosses, wo entlang der Decke

die verschiedenen Herren des Schlosses aufgelistet sind. Bald ist es

1000 Jahre her, seit der Entstehung dieses zur Verteidigung erbauten

Schlosses. Ende des 19. Jahrhunderts wäre das Schloss auch beinahe

völlig zur Ruine verfallen, wenn damals nicht der Erfinder von Odol,

Prof. Richard Seifert, die ganze Anlage gekauft und renoviert hätte.

Von Raum zu Raum gibt es Neues zu entdecken und neue Geschichten zu

hören. Aufwändig verzierte Holztüren, teure Porzellanvasen, unbezahlbare

Gemälde und viele weitere einzigartige Spezereien verzieren den

imposanten Wohnraum. Die Vorstellung eines Lebens in diesen Gemäuern

gleicht einem Traum als König.

Nach kurzweiligen anderthalb Stunden befinden wir uns wieder im

Schlosshof. Nach einem kurzen Apéro begeben wir uns in das 4 Sterne

Schlosshotel Castè in Tarasp zum Mittagessen. Nach dem Gaumenschmaus

dürfen wir noch zusammen mit dem Betriebsführer das Hotel

erkunden. Vom Wellnessbereich bis zur 4-Personen-Suite findet man

alles, was das Herz in den Ferien begehrt.

Nach einem eindrucksreichen Tag begeben sich die Teilnehmer der Führung

mit Postauto und Zug wieder nach Hause.


Time out auf Rädern – Teil 2

Von Marc König

Ushuaia, die südlichste Stadt der Welt, verlassen wir

nordwärts. Die Zollkontrolle verläuft wieder einmal

nicht so wie erwartet. Die Ausreiseformalitäten am argentinischen

Grenzposten dauern knappe 10 Minuten,

für den Einreisestempel in Chile stehen wir 90 Min. Schlange.

Die Maghelanstrasse queren wir mit der Fähre

von Porvenir nach Punta Arenas. Nun erwarten uns die

Highlights von Patagonien. Der Reihe nach besuchen

wir den Nationalpark «Torres del Paine», den kalbernden

Gletscher «Perito Moreno» und El Chalten mit dem

«Cerro Fitz Roy». Im Torres del Paine wandern wir,

zusammen mit Verstärkung aus der Schweiz, den «Circuit»

– einmal um das ganze Massiv herum - in sechs

Tagen. Und dies trotz Nebel, Schnee, Regen und entsprechender

Laune. Ebenso beeindruckend war der

«Perito Moreno». Die ins Wasser stürzenden Gletschermassen

rauben einem den Atem. Die touristische Infrastruktur

wie Strassen und Stege im Nationalpark wurden

auf die anreisenden Massen angepasst und ausgebaut,

genauso allerdings die Eintrittspreise.

Nordwärts beim Parque Pumalin befindet sich die

Ortschaft Chaiten. Diese wurde 2006 durch den ausgebrochenen

Vulkan mit Asche überdeckt. Es herrscht eine

Art von Endzeitstimmung. Die Bevölkerung will nicht

weg, aber die Chilenische Regierung erlaubt keinen

Wiederaufbau und versorgt die Bevölkerung nur mit

Wasser, Polizeipatrouillen und Treibstoff und hofft so,

die Einwohner zum Umzug zu bewegen.

Bariloche – die Partnerstadt (mit ca. 160’000 Einwohnern!)

von St. Moritz – ist unsere nächste Station. Dort

feiern wir auch ein Wiedersehen mit zwei Schweizern,

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 2 / 2010

welche wir auf dem Schiff kennen gelernt hatten. Da

diese zwei 10 Jahre in Bariloche gelebt und ein Hostal

führten, erlebten wir Bariloche von einer ganz anderen

Seite. So «überlebten» wir das verheerende Erdbeben,

welches Chile erschüttert unbeschadet, nach einem

Grillabend, auf dem Innenhof von Hans’ – einem Steirischen

Münchner (oder umgekehrt) - Druckerei in Bariloche.

Vier Tage später erlebten wir allerdings auf einem

Campingplatz am Fusse des Vulkan Lanin ein erneutes

Erdbeben der stärke 5.3. «Dank» diesem eindrücklichen

Erlebnis war an Schlaf nicht mehr zu denken. Auch unsere

Vulkanbesteigungsabsichten – Lanin und Villarica -

sind aus Sicherheitsgründen nicht mehr aktuell. So verbringen

wir unser Aufenthalt in Pucon frei nach Hans’

Zitat: «Die Kirche muscht von äussn, die Berge von unten

und die Kneipn von inn’n ansiehn!»

Als Alternative besuchen wir – deprimiert von unseren

nicht vorhandenen Gipfelbesteigungen – erneut unsere

Schweizer, welche in San Luis ein Grundstück gekauft

haben und dort vorhaben, ein Häuschen zu bauen. Um

fit zu bleiben, helfen wir unter anderem mit, eine Wasserleitung

zu verlegen. Von San Luis aus geht’s zu neuen

Höhen, auf den Paso San Francisco, auf 4748 Meter über

Meer. Doch auch als vermeintlich höhentaugliche Schweizer

sind das doch neue Dimensionen, und wir beschränken

uns auf Spaziergänge um die «Laguna Verde».

Auf dem Weg queren wir Salzseen, die höchste mit Autos

befahrbare Passhöhe von Südamerika (Abra del Acay,

4895 MüM) und den spektakulären Viadukt des «Tren a

las Nubes» (Zug zu den Wolken). Das Ende dieser Etappe

ist Salta mit dem Beinamen «la linda».

www.panamericanatour.ch

Vor Perito Moreno Laguna Verde

Polvorilla Viadukt

55


Personalchronik

vom 2. März – 1. Juni 2010

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Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 2 / 2010

Eintritte

Austritte

Pensionierungen

Aldo Balestra als Lokführer, Samedan

Stefan Breitschmid als Lokführer, Landquart

Martin Brun als IT Supporter, Chur

Regula Darms-Mehli als Mitarbeiterin Kundenbefragung FQ, Chur

Roger Decurtins als Betriebsangestellter, Thusis

Andreas Egli als Fachspezialist, Landquart

Thomas Gambon als Fachspezialist, Landquart

Lukas Gartmann als Fachspezialist, Landquart

Ignaz Honegger als Fachspezialist, Landquart

Ivo Hutter als Leiter Rollmaterial, Landquart

Gani Ibishi als Wagenreiniger, Landquart

Christian Köppl als Lokführer, Landquart

Ursina Lareida-Gringer als Zugbegleiterin, Samedan

Alexander Leutenegger als Fachspezialist, Landquart

Markus Levy als Lokführer, Landquart

Alexandra Liebermann als Kommunikationsplanerin, Chur

Doris Limacher als Verkehrswegbauerin, Pontresina

Patrick Lipp als Fachspezialist, Landquart

Thomas Manetsch als Spezialmonteur, Landquart

Khamis Mwabonje als Wagenreiniger, Landquart

Paul Osunde als Wagenreiniger, Landquart

Tamara Rampa als Köchin, Landquart

Michael Schaller als Lokführer, Samedan

Ramona Steiger als Wagenreinigerin, Landquart

Martin Sturzenegger als Leiter Vertrieb, Chur

Andreas Suter als Visiteur, St. Moritz

Pascal Traber als Projektleiter, Landquart

Peter Truog als Verkehrswegbauer, Ilanz

René Würgler als Lokführer, Samedan

Manuela Zuber als Fahrdienstleiterin, Samedan

H E R Z L I C H W I L L K O M M E N !

Balduin Bessire Lokführer Rangierdienst, Landquart

Martin Burkhardt Leiter Güterverkehr, Landquart

René Cavigelli Verkehrswegbauer, Ilanz

Annemarie Gugger Berthel Kommunikationsplanerin, Chur

Hermann Huber Lokführer, Samedan

Simon Jäger Lokführer Rangierdienst, Landquart

Adriaan Rykens Betriebsangestellter, Tiefencastel

Mike Stäger Leiter Bahnhof, Arosa

Andrea Strimer Verkehrswegbauer, Zernez

Heidi Vetsch Köchin, Landquart

Kaspar Zogg Strategischer Einkäufer, Landquart

A L L E S G U T E F Ü R D I E Z U K U N F T !

Walter Ammann, Lokführer, Landquart

Johann Georg Bühler, Leiter Rollmaterial, Landquart

Angelo Flisch, Lokführer, Landquart

Hans Gasner, Betriebsangestellter, Davos Platz

Karl Kohler, Lokführer, Chur

Josef Städler, Projektleiter, Landquart

Andreas Thöny, Lokführer, Landquart

Graziano Tonola, Betriebsdisponent, Tirano

Felice Tosio, Gleismonteur, Poschiavo

A L L E S G U T E I M R U H E S T A N D !


Beförderungen

Dienstjubiläen

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 2 / 2010

Fabian Lütscher zum Leiter Bahnhof, Arosa

Qani Musliji zum Gruppenleiter Bahndienst, Landquart

Bruno Sem zum Fachmeister SA Süd, Samedan

Reto Mathiuet (per 01.01.2010) zum Disponent, Landquart

Marco Mario La Ferrara zum Gruppenleiter Bahndienst, Bergün

H E R Z L I C H E G R A T U L A T I O N !

25 Dienstjahre

Claudio Albin, Visiteur, Chur

Ulrich Beeler, Visiteur, Chur

Alexander Butzerin, Zugführer, Chur

Mario Caduff, Betriebsangestellter, Thusis

Beat Caviezel, Stv. Leiter Betrieb, St. Moritz

Domenic Depeder, Sachbearbeiter Planung und Disposition, Chur

Christian Fausch, Fachmeister Stellvertreter, Landquart

Christian Kollegger, Visiteur, Landquart

Marco Kleingutti, Visiteur, Chur

Claudio Melcher, Leiter Zugpersonal Express, Landquart

Andreas Mügeli, Zugführer, Chur

Martino Rodigari, Kurzaufenthalter, Bergün/Bravuogn

Thomas Sonderegger, Leiter Verkauf, Davos Platz

René Strub, Zugführer, Chur

Heinz Zwicky, Fachspezialist Netzplanung, Landquart

40 Dienstjahre

René Cotting

Lokführer

Chur

Diego Isepponi

Zugführer

Poschiavo

Hanspeter Felix

Gruppenleiter

Samedan

Andreas Mügeli

Sachbearbeiter

Chur

Angelo Flisch

Lokführer

Landquart

Christian Roffler

Lokführer

Landquart

H E R Z L I C H E N G L Ü C K W U N S C H !

Jürg Heim

Leiter Dienstbereich

Chur

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RhB in-team

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Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 2 / 2010

26.02.2010 Ronny Dietsche, Betriebsangestellter / Kranführer, Landquart, mit Miriam Prazenkova

22.04.2010 Nadia Widmer, Köchin, Landquart, mit Christian Steier

17.02.2010 Yanis Kilian, des Marcel Huonder, Zugführer, Chur

19.03.2010 Nico, der Martina Schmid-Wyss, Kunden- und Reiseberaterin, Chur

10.04.2010 Nik Wiliam, der Nadine Kalberer, Sachbearbeiterin, Chur und des Thomas Kalberer,

Spezialist Rechnungswesen und Controlling, Chur


Wortspiel

Von Heinz Maurer, Zugbegleiter, Chur

Wortspiel

von Heinz Maurer, Zugbegleiter, Chur

Senda Sursilvana: Rueras – Oberalp und weiter bis Tiefenbach

Rhätische Bahn InfoRetica, Nr. 2 / 2010

N E D O B M I N M W N A E T S C H E N E N E F U R

E N G Z A U L A I D A V O N S K I L I F G R O U E

O I J E R E T N S E R R S T R A B N U R O B E F U

F B R L T T H Z T B T I S N A S E P E B V R R H S

I S E S I O I T E G N S U E K P L B U I A O S U C

R A I R S T S R L N U I E D A A H R T S D S C S H

T R D P A M G U V I N B R L N C G Z M U U K H E C

T D E I D L F E R G S O E A O L R B S E L A W N S

A N D R I U P B I O E B T L H N U H R D T S A D T

M A N D R A N G S L R S R V L C E L B U U T N Y E

R M V I Z R U F K T C T E R O N S D S D E A L V A

E E A O E B S P U H P K N E D A G N A L R C E E T

D V L N R T B M L J N H N S I V R D I G H L H N N

N A T I O N S U V A C E C T T N A G R A E Y C G A

A E N E W I A M O I E H F I C Z V I O G A U S W R

T Z A F T B G S R U I R Z E S N R N G E R P R N F

S I U L I F L E G A B Z R P I E E S E N E U H A U

I R E E L U U E L L I U E J N T T D I N E S T N E

R I L E M S F L H F Z T I L S T N L D S B N U S T

B E G N S B K E L C G Z E O I A U E S B A O T S N

N R E G E N T A V A I S R G D M R E U T L I T U O

O Z I N E O H C S H V W G A L Y N S I N E S I D P

RUERAS

OBERALP

REUSS

BIEL

RUESSEN

BEI EGG

STEIN

DIENI

VORD PLANGGE

SEE

DLEN

TRENN

BERGEN

STEIN

PUTNENGIA PIZOLA TAL BIELTI LIEG

SUDADA SCHOENI

N. VON THAL

HOSPEN REALP

BEI ATSCH SUT

MULIN RUFENEN FIRT LAUI

PLANATSCH

UNT.

NAETSCHEN BIELEN WICHEL

MILEZ METTLEN

FURKA

REUSS

BEI

BRUECH

BEI

BUTZEN

LEREN

RICH

EGG

LOCHBERG

SCHARIN AZ

PETGAS WILER EI GSPENDER BODEN

VAL

VAL ANDERMATT GANZ TAETSCH

ALP UND PASS

TIARMS

IM

BODEN

BEI ZUM

DORF MATTEN

AM

BERGLI

BOEDEN

TRISTEI

NEU

GADEN

BACH

TIEFEN

OBERALP PASS UND SEE REUSS

Achtung! In der Wortliste Unterstrichenes ist im Buchstabengitter nicht aufgeführt

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www.rhb.ch/via

Via Albula/Bernina

Wandern entlang der UNESCO Welterbestrecke

Staunen über Natur und Technik auf dem neuen Fernwanderweg Via Albula / Bernina.

Die Angebote beinhalten Bahn- und Gepäcktransfers.

Der Wanderführer Via Albula / Bernina ist im Rail Shop erhältlich.

www.rhb.ch/railshop

Rhätische Bahn AG

Bahnhofstrasse 25

CH-7002 Chur

Tel +41 (0)81 288 65 65

Fax +41 (0)81 288 61 05

railservice@rhb.ch

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