WINTERZEIT, ZEIT DER BEGEGNUNGEN - RhB

rhb.ch

WINTERZEIT, ZEIT DER BEGEGNUNGEN - RhB

INFO

RETICA

��������������������������������������

�������������������������������

������������������������������

��������������������

������������

��������������������


IN DIESER AUSGABE

IR 04/2007

Editorial/Editoriale ........................................................................................................................... 3

Das Wort des Präsidenten ............................................................................................................... 4

Interview mit Jacques Hefti .............................................................................................................. 6

Die Medienbahn .............................................................................................................................. 10

Q3-Label ......................................................................................................................................... 11

Stapellauf MGB-Triebzüge ............................................................................................................... 14

Produktivitätssteigerung Rollmaterial............................................................................................. 16

Neue Güterwagen ........................................................................................................................... 18

Bauliche Massnahmen Charnadürastunnel .................................................................................... 20

Instandsetzung Cugnielertunnel ..................................................................................................... 21

Ausbau Bahnhof Untervaz-Trimmis ................................................................................................ 22

BGM ............................................................................................................................................... 24

Redesign Internet .......................................................................................................................... 26

Audit .............................................................................................................................................. 27

Kadernachwuchs Fahrweg .............................................................................................................. 28

Damals, vor 30 Jahren .................................................................................................................. 30

Protest gegen den ersten Stationstraktor ...................................................................................... 31

Neues in Kürze .............................................................................................................................. 33

Post aus dem Bundeshaus ........................................................................................................... 39

Bd-Lernende besuchen Tourismusfachmesse ............................................................................... 40

Login .............................................................................................................................................. 41

Tochtertag ..................................................................................................................................... 44

Personalchronik ............................................................................................................................ 46

RhB In-Team .................................................................................................................................. 48

Spontan ........................................................................................................................................ 49

Wortspiel ....................................................................................................................................... 50

Herausgeber: Geschäftsleitung der Rhätischen Bahn, 7002 Chur

Redaktion: Peider Härtli (hä), p.haertli@rhb.ch

Sandra Beeli (be), s.beeli@rhb.ch

Walter Frei (Fr), w.frei@rhb.ch

Frontbild: Winterzeit, Zeit der Begegnungen

Bild: Foto Geiger, Flims

NächsterRedaktionsschluss: 15. Februar 2008

Aufl age: 3’100 Exemplare, 4-farbig

Abonnement: Inland CHF 50.–/Ausland CHF 60.–

© by RhB: Weiterverwendung und Nachdruck erwünscht,

jedoch nur unter Quellenangabe

Gedruckt auf chlorfrei gebleichtem Papier


EDITORIAL / EDITORIALE

Sie haben es sich verdient!

Liebe Mitarbeiterinnen, liebe Mitarbeiter

Und schon wieder ist ein Jahr vorbei. Ein

sicherlich nicht ganz einfaches Jahr. Jede und

jeder im Unternehmen war in irgendeiner Form

bei der Umsetzung der Strategie betei-ligt.

Und für viele war es auch ein Jahr der Veränderungen.

Ein Jahr, das uns alle gefordert hat.

Gleichzeitig zeigt uns das zu Ende gehende

2007, dass die RhB auf dem richtigen Gleis

fährt. Nutzen wir also die Veränderungen als

Chance.

Wir können stolz darauf sein, was wir in

diesem Jahr und auch schon die Jahre zuvor

geleistet haben. Doch bei all dem Arbeitseifer

darf das Private und die Erholung nicht

verloren gehen.

Nun kommt die Zeit, in der wir uns wieder

mehr auf unsere Familien, Verwandten, Bekannten

und Freunde konzentrieren können.

Nehmen Sie sich diese wohlverdiente Auszeit

und geniessen Sie die gemeinsamen Stunden

mit Ihren Liebsten.

Tanken Sie Energie um die Herausforderungen

im neuen Jahr wieder genauso gut zu meistern.

Das Redaktionsteam wünscht Ihnen allen

erholsame und fröhliche Feiertage!

Ve lo siete meritato!

Care collaboratrici, stimati collaboratori

Ed anche quest’anno è quasi passato. Certo

non è stato un anno particolarmente facile.

All’interno dell’azienda tutti sono stati toccati

in una maniera o nell’altra dal processo di

attuazione della Strategia. Per molti è stato un

anno di cambiamenti. Un anno che ci ha messi

tutti alla prova. L’anno che volge al termine,

tuttavia, ci mostra anche che la FR sfreccia sul

giusto binario. Facciamo sì che i mutamenti

siano un’opportunità da sfruttare.

Possiamo andare fi eri di quello che abbiamo

portato a termine quest’anno ed anche negli

anni passati. In tutta questa frenesia lavorativa

non vanno comunque dimenticati la sfera

privata e il riposo.

Si avvicina il periodo in cui potremo dedicarci

maggiormente alla nostra famiglia, ai parenti,

ai conoscenti e agli amici. Approfi ttate di queste

meritate giornate di quiete e assaporatele

nella cerchia dei vostri cari.

Fate il pieno di energia, in modo da poter

fronteggiare le sfi de del nuovo anno con la

stessa maestria.

Il team della redazione augura a tutti un Natale

di gioia e ristoro!

3

Sandra Beeli

IR 03/2007 04/2007

Foto: Tibert Keller


DER PRÄSIDENT

HAT DAS WORT

Hans-Jürg Spillmann

Geschätze Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter

«Das Personal ist das wichtigste Kapital der

Unternehmung …». Dieser Satz ist in beinahe

jedem Unternehmensleitbild zu fi nden. In aller

Regel ist er auch durchaus ernst gemeint und

wird von den Lesern auch wohlwollend zur

Kenntnis genommen. Wir, das heisst Verwaltungsrat

und Geschäftsleitung der RhB hatten

das Bedürfnis, den Spiess sozusagen umzukehren

und die Stimmung innerhalb unseres

«Kapitals» – damit meinen wir natürlich unsere

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – zu spüren.

Es ist uns wichtig, Ihr Befi nden und Ihre Verbundenheit

gegenüber der Unternehmung,

Ihren Vorgesetzten und der Geschäftsleitung zu

erfahren. Dazu haben wir zum zweiten Mal seit

2005 eine Mitarbeiterbefragung durchgeführt.

Die Resultate liegen vor; Sie haben sie in der

Zwischenzeit erhalten und können sie zudem

jederzeit im Intranet abrufen. Ich werde hier

nicht auf einzelne Beurteilungen eingehen

und beschränke mich auf zwei Kernaussagen.

Erstens: Zwei Drittel der Mitarbeiterinnen und

Mitarbeiter bezeichnen sich selber als motiviert

und wollen für die RhB ihr Bestes geben.

Das ist ein erfreulich hoher Wert, der für die

Zukunft der RhB zählt.

Zweitens müssen wir hingegen feststellen,

dass die Umfragewerte generell tiefer liegen

als noch vor zwei Jahren. Gerade weil die Umfrage

in einer Phase stattfand mit nachvollziehbar

schwierigen Momenten – der Umsetzung

der Strategie Offensive 2012 – hat sie uns

die Augen dafür geöffnet, wo Sie der Schuh

drückt und wo wir als Führungsmannschaft

Handlungsbedarf sehen. Wir bleiben dran!

Zur Offensive 2012 dürfen wir mit Genugtuung

festhalten, dass die RhB die gestellten Weichen

befahren hat und sich auf dem richtigen

Gleis befi ndet. Nach der schwierigen Phase der

Prozessoptimierung mit dem unvermeidlichen

Stellenabbau haben wir nun eindrücklich

die Zukunft eingeläutet: Netzweit werden

moderne Kundeninformationssysteme und

leistungsfähige Billettautomaten schon im

nächsten Jahr unseren Fahrgästen zur Verfügung

stehen. Mit modernem Rollmaterial wird

die RhB ab 2010 die Zukunft unter die Räder

4 IR 04/2007

nehmen – zum Wohle all unserer Fahrgäste.

Mit weiteren Massnahmen beispielsweise im

Güterverkehr, im Pendlerverkehr oder in der

Marktbearbeitung wird die RhB fi t für die

Zukunft gemacht.

Das auslaufende Jahr wird die RhB mit einem

positiven Ergebnis abschliessen – ein Verdienst,

zu dem Sie massgebend beigetragen

haben. Dafür danke ich Ihnen im Namen des

Verwaltungsrates und der Geschäftsleitung

ganz herzlich! Das bevorstehende Jahr hat

schon viel versprechend begonnen – der frühe

Wintereinbruch wird ohne Zweifel viele Gäste

ins Land des Steinbocks locken. Dank der

neuen TGV-Verbindung Paris-Chur wird die touristische

Region Graubünden und damit auch

unsere einzigartige Bahn im wichtigen französischen

Markt prominent wahrgenommen. Gespannt

warten wir auch auf den Entscheid der

UNESCO über unsere «Kandidatur Rhätische

Bahn in der Kulturlandschaft Albula/Bernina»

als Welterbe – ein Label, welches weltweit für

Aufsehen sorgen wird.

In diesem Sinne freue ich mich, die Zukunft

der Rhätischen Bahn gemeinsam mit Ihnen

zu gestalten. Ich wünsche Ihnen und Ihren

Angehörigen im Namen des Verwaltungsrates

und der Geschäftsleitung frohe und besinnliche

Weihnachtstage und einen guten Start

ins neue Jahr!

Ihr


LA PAROLA DEL NOSTRO

PRESIDENTE

Egregi collaboratrici,

egregi collaboratori

«Il personale è il capitale più importante

dell’impresa …». Una frase che troviamo in

pressoché tutte le linee guida aziendali. Nella

gran parte dei casi è proferita con persuasione,

e viene anche accettata magnanimamente dai

lettori. Noi, ossia il Consiglio di amministrazione

e la Direzione generale della FR, abbiamo

sentito il bisogno di cambiare prospettiva per

tastare il polso al nostro «capitale», vale a

dire, ovviamente, alle nostre collaboratrici e

ai nostri collaboratori. Per noi è importante

sondare il vostro stato d’animo e il vostro

attaccamento all’azienda, ai superiori e alla

Direzione generale. A tal fi ne abbiamo commissionato

un sondaggio tra il personale, svolto

per la seconda volta dal 2005. Ora siamo in

possesso dei risultati; nel frattempo anche voi

li avete ricevuti e potete inoltre consultarli in

ogni momento su Intranet. Non entrerò ora

nel merito delle singole valutazioni, mi limito

soltanto a due affermazioni centrali. Primo:

due terzi delle collaboratrici e dei collaboratori

ritiene di essere motivato e afferma di voler

dare il meglio per la FR. Si tratta di cifre estremamente

elevate, e pertanto incoraggianti

per il futuro della nostra azienda.

Secondo: dobbiamo purtroppo constatare che

in generale i valori emersi dall’inchiesta sono

inferiori a quelli di due anni orsono. Considerato

che il sondaggio è stato effettuato in un

periodo segnato da comprensibili diffi coltà

– l’attuazione della strategia Offensiva 2012

– abbiamo preso atto delle spine nel vostro

fi anco e delle necessità di intervento da parte

nostra. Ce ne stiamo occupando!

Per quanto attiene all’Offensiva 2012, possiamo

asserire con un certo compiacimento

che la FR ha imboccato la strada tracciata e

si trova ora sul giusto binario. Conclusa la

diffi cile fase di ottimizzazione dei processi,

legata agli inevitabili tagli ai posti di lavoro,

ci stiamo ora lanciando con piglio verso il

futuro: già l’anno prossimo i viaggiatori potranno

benefi ciare di nuovi, moderni sistemi

di informazione per la clientela e distributori

di biglietti dell’ultima generazione installati su

tutta la rete. A partire dal 2011, grazie al materiale

rotabile d’avanguardia la FR sfreccerà

verso il futuro, a tutto vantaggio dei nostri

passeggeri. Ulteriori innovazioni ad esempio

nel traffi co merci, nei treni per pendolari o

nell’elaborazione del mercato permetteranno

alla FR di essere pronta per l’avvenire.

La FR chiuderà l’anno che volge al termine con

un risultato positivo, in misura determinante

per merito del vostro impegno. Ed è quindi a

nome del Consiglio d’amministrazione e della

Direzione generale che vi esprimo i miei più

sentiti ringraziamenti! L’anno nuovo ha già

fatto capolino: l’inizio anticipato dell’inverno

attirerà senza dubbio molti turisti nella patria

dello stambecco. Grazie al nuovo collegamento

TGV Parigi-Coira la regione turistica dei Grigioni,

e con essa anche la nostra spettacolare

ferrovia, assume una valenza di spicco in un

mercato importante come quello francese.

Aspettiamo con trepidazione la decisione

dell’UNESCO sulla nostra candidatura «Ferrovia

retica nel paesaggio culturale Albula/Bernina»

quale patrimonio mondiale dell’umanità,

un marchio che ci proietterà sotto le luci della

ribalta internazionale.

Con questo spirito mi compiaccio di poter

plasmare con voi il futuro della Ferrovia retica.

A nome del Consiglio di amministrazione e

della Direzione generale auguro a voi e alle

vostre famiglie un Natale di gioia e raccoglimento

e ogni bene per l’Anno Nuovo!

Vostro

5

IR 04/2007


INTERVIEW MIT

JACQUES HEFTI

Walter Frei drückte beim Terminkalender des

neuen Leiter Vertrieb, Jacques Hefti, auf die

Taste «Halt auf Verlangen» und führte das

nachfolgende interessante Gespräch.

Jacques Hefti, was bewegt einen «Unterländer»

(wie die Bündner zu sagen pfl egen), sich bei

der RhB zu engagieren?

Dass man etwas bewegen kann. Die RhB

ist für mich ein fantastisches Unternehmen.

Hochkomplex und anspruchsvoll, mit grosser

Ausstrahlung in die Schweiz – also eben ins

Unterland – und auch international bis Übersee.

Wir sind mit 1300 Mitarbeitenden und

auch regional gesehen, ein sehr bedeutendes

Unternehmen und funktionieren trotzdem

sehr direkt und effi zient. Jede Mitarbeiterin

und jeder Mitarbeiter kann etwas bewegen.

Zudem reizt mich die Aufgabe, im Tourismus

und im alpinen Verkehr in einem führenden

Unternehmen tätig sein zu dürfen.

Ich gehe davon aus, dass Sie in den vergangenen

drei Monaten wesentlich häufi ger mit

der Bahn gefahren sind, als die letzten drei

Jahre. Welche Eindrücke haben Sie von der

RhB erhalten?

6 IR 04/2007

Ich habe in den ersten Wochen das ganze

RhB-Netz abgefahren und dabei versucht, mit

einem durchschnittlichen «touristischen Auge»

von Herrn und Frau Schweizer aber auch aus

Sicht unserer ausländischen Gäste das Erlebnis

auf und um den Zug ganz unbefangen auf mich

wirken zu lassen. Ich habe mich insgesamt

sehr wohl gefühlt und ich habe die verschiedensten

Eindrücke für eine vertiefte Betrachtung

mitgenommen: Die ausserordentlich kompetente

Verkaufsberatung an den Bahnhöfen,

die auffallend freundliche, aufmerksame und

unaufdringliche Betreuung in den Zügen, ein

starkes Sicherheitsgefühl und nicht zuletzt, die

Eindrücke der Kulturlandschaft, in der wir uns

tagtäglich bewegen.

Selbstverständlich habe ich mir auch Themen

notiert, die vielleicht weniger «sexy» sind, aber

unter dem Strich viel zur Kundenzufriedenheit

beitragen. Allgemeine Sauberkeit, WC-An lagen,

Kundeninformation im Pendlerbereich, touristische

Information auf der Strecke und auf

dem Zug, usw.

Das absolute Highlight auf dem RhB-Netz

war die Fahrt mit dem Bernina Express kurz

vor Saisonschluss am 19. Oktober 2007. An

einem wunderschönen Herbsttag wirkte das


Naturerlebnis, das durch die Panoramafenster

förmlich hereinströmte, einfach überwältigend:

die «golden trees» im Engadin, der Palü Gletscher,

der Lago Bianco in seiner puristischen

Schönheit und natürlich die unvergessliche

Fahrt hinunter ins wunderschöne Valposchiavo

bis Tirano.

Während Ihres Einführungsprogrammes kamen

Sie auch mit vielen Mitarbeitenden in Kontakt.

Welcher Moment war für Sie von besonderer

Bedeutung?

Als ich wohl schon in meiner ersten Arbeitswoche

realisierte, mit welcher Offenheit und

Freundlichkeit man als neuer Mitarbeiter

empfangen wird, und mir gleichzeitig bewusst

wurde, wie stark sich viele RhB-Mitarbeitende

mit dem Unternehmen identifi zieren. Heute

spricht man von «Human Capital Management»,

also wie wichtig es für Unternehmen

ist, Know-How im Unternehmen aufzubauen,

im Unternehmen zu behalten und weiter zu

entwickeln. Ein treibender Faktor dafür ist die

Verbundenheit der Mitarbeitenden mit dem

Unternehmen und die persönliche Motivation

jedes Einzelnen, etwas beitragen zu können.

Da hebt sich die RhB aus meiner bisherigen

Erfahrung weit vom Durchschnitt ab und das

ist schlussendlich auch eine Kernkompetenz

von unschätzbarem Wert.

« Da

hebt sich die RhB aus meiner

bisherigen Erfahrung weit

vom Durchschnitt ab

»

Inzwischen machten Sie auch mit unserer

Dual-Strategie Bekanntschaft. Was halten Sie

von ihr?

Die Dualstrategie hat zwei klassische Komponenten:

Einerseits eine Kosteneinsparung

durch Prozessoptimierung, andererseits – und

dieser Teil ist essenziell – die Steigerung der

Erträge um auch in Zukunft einen Gewinn

erwirtschaften zu können. Denn nur so

können wir notwendige Investitionen in die

Zukunft, also z. B. in neues Rollmaterial auch

fi nanzieren.

Ich habe vorher selber ein (etwas kleineres)

Unternehmen geleitet und bin hocherfreut,

dass die RhB eine klare Unternehmens-Strategie

und seit 2007 auch eine klar formulierte

Marketing- und Vertriebs-Strategie hat. Es

ist nun meine Aufgabe, zusammen mit dem

ganzen Team im Geschäftsbereich Vertrieb, diese

Strategie konkret umzusetzen und darauf

freue ich mich. Die ersten Resultate können

wir als Team schon dieses Jahr vorlegen.

« Ich

bin hocherfreut, dass

die RhB eine klare Unternehmens-Strategie

und

seit 2007 auch eine klar

formulierte Marketing- und

Vertriebs-Strategie hat

»

Wo sehen Sie grosse Chancen, die vorgegebenen

Ziele zu erreichen?

Klare Stossrichtungen sind für mich der aktive

Ausbau von Kooperationen, die Investition in

eCommerce und die verstärkte Marktbearbeitung

in Bezug auf den Verkauf. Ich will das

etwas konkretisieren. Bezüglich Kooperationen

ist es von eminenter Bedeutung, noch besser

und enger mit Marketingpartnern (GRF, ST,

Destinationen) und Distributionspartnern

(andere Bahnen, Key Accounts, Destinationen)

zusammenzuarbeiten. Im Bereich eCommerce

müssen wir unsere Produkte so schnell wie

möglich durchgängig Internetfähig und damit

direkt buchbar für die Kunden machen. Die

RhB legt auch einen klaren Fokus auf verstärkte,

aktive Verkaufsaktivitäten und Kundenbindungsmassnahmen,

denn damit holen

wir schlussendlich die Erträge. Ein weiteres,

sehr wichtiges Thema ist die Auseinandersetzung

mit unserer Dienstleistungsqualität, Hier

können wir uns auch in Zukunft gegenüber

den Kunden sichtbar differenzieren, aber …

die Konkurrenz schläft nicht!

Und … wo lauern so genannte Gefahren?

Mögliche Stolpersteine in einem Change-Prozess,

wie sich die RhB jetzt befi ndet, sind der

Faktor Mensch und der Faktor Zeit. Um die

Dualstrategie umsetzen zu können, muss man

diesen beiden Faktoren hohe Aufmerksamkeit

einräumen. Wichtig dabei ist, dass einerseits

die Vorgesetzten klare Zielrichtungen und Aufträge

vorgeben, den Fortschritt kontrollieren

und auch erklären, weshalb man etwas verändern

will und wozu diese Veränderung gut ist.

Andererseits sind die Mitarbeitenden auf allen

Stufen gefordert, auch eigenverantwortlich

zur Umsetzung der Strategie beizutragen und

7

IR 04/2007


damit die RhB weiter zu einem attraktiven und

begehrten Arbeitgeber zu machen.

« Mögliche

Stolpersteine

sind der Faktor Mensch und

der Faktor Zeit

»

Sie sind stets mit viel Power unterwegs.

Welchen «Baustellen» jagen Sie mit hoher

Priorität nach?

Einiges habe ich schon erwähnt. Konkret

wollen wir per 1. Januar 2008 die Organisation

im Geschäftsbereich Vertrieb an die Anforderungen

der Strategieumsetzung anpassen und

klar die Bereiche Produktmanagement, Verkauf

und Distribution personell verstärken. Damit

wollen wir sicherstellen, dass die zusätzlichen

Erträge, die wir in den nächsten Jahren erzielen

müssen, Realität werden.

Welche Massnahmen-Schwerpunkte streben

Sie in der Marktbearbeitung an?

Der Fokus liegt auf einer Konzentrationsstrategie

mit Marktbearbeitungsschwerpunkten pro

Teilmarkt (Graubünden, Schweiz, Deutschland,

Italien, Fernmärkte, Zukunftsmärkte), wo

wir im Rahmen eines Marketingplanes die

Instrumente der RhB-Marktbearbeitung neu

defi niert haben.

Ist das mit dem vorhandenen Personalbestand

möglich?

Wie schon angetönt, sind punktuell Verstärkungen

notwendig. Ebenso wichtig scheint

mir aber die gezielte Weiterbildung, gerade

8 IR 04/2007

dort wo allenfalls Lücken in Bezug auf Fachkompetenz,

Führungskompetenz oder auch

Sozialkompetenz geortet werden. Die RhB

verfügt ja in dieser Hinsicht seit einiger Zeit

über ein hervorragend ausgebautes Weiterbildungsprogramm,

von dem die Mitarbeitenden

aktiv profi tieren können und sollen.

Sind sie kompatibel oder wo decken sie sich

mit derjenigen von Graubünden Ferien?

Für mich persönlich hat Graubünden Ferien

eine starke Bedeutung als integrierender Faktor

für die Feriendestination Graubünden insgesamt.

Wenn man, wie ich, nur 100 Kilometer

weit weg von Graubünden herkommt, ist es

manchmal etwas schwer verständlich, weshalb

die Key Player im Bündner Tourismus nicht

schon längst mehr zusammenspannen, um

gegen die touristische Konkurrenz im nahen

Ausland anzutreten und ihre Kräfte bündeln.

Hier setze ich trotz allen Schwierigkeiten auf

die Umsetzung der Tourismusreform Graubünden.

Wichtig aus Sicht der RhB ist einfach,

dass wir uns gemeinsam am Markt im In- und

Ausland klar mit den Marken verkaufen, die

eben auch einen Markenwert haben. Dazu

gehören neben den Topdestinationen Engadin

St. Moritz und neu Davos Klosters auch die

beiden Produktmarken Glacier Express und

Bernina Express.

«Wichtig aus Sicht der RhB ist

einfach, dass wir uns

gemeinsam am Markt im

In- und Ausland klar mit

den Marken verkaufen

»

Wie positionieren Sie die RhB der Zukunft und

welche Visionen haben Sie?

Meine Vision: Die RhB ist mit ihren touristischen

Produkten und eingebettet in die

Kulturlandschaft Graubünden die führende

touristische Bahn der Welt.

Welche Eigenschaften schätzen Sie an einem

Mitarbeiter besonders?

Es gibt so viele Eigenschaften die ich schätze,

dass ich sie gar nicht aufzählen kann. Unter

dem Strich ist mir aber wichtig, dass wir offen

miteinander umgehen können, die Dinge auf

den Tisch bringen und last, but not least: Ich

schätze es besonders, wenn jemand Beiträge


leistet und damit auch motiviert ist. Meckern

kann jeder, aber etwas zur Teamleistung und

zur Problemlösung beitragen ist eine der ganz

positiven Eigenschaften, die uns alle weiter

bringen. Was mich ganz besonders freut, ist

die Tatsache, dass ich bereits viele Kolleginnen

und Kollegen kennen gelernt habe, die das

vorbildlich erfüllen.

Abschliessend erlaube ich mir noch einige

geschlossene Fragen:

Mögen sie Bündner Gerstensuppe?

Ich bevorzuge Capuns, vor allem diejenigen

meiner Schwiegermutter!

Treiben Sie Sport?

An den Wochenenden eigentlich recht häufi g

zusammen mit meiner Familie.

Sprechen Sie Romanisch?

Ich hatte Romanisch mal als Freifach in der

Kantonsschule. Viel ist da glaube ich nicht

mehr übrig geblieben: Che voust fer? Cunter

il vent nu poust p … (ich weiss allerdings nicht

ob das salonfähig ist).

Fliegen Sie gerne?

Wenn Sie mich auf meine neue Position ansprechen,

dann kann ich mit einem klaren

Nein antworten.

Spielen Sie Schach?

Meine 11-jährige Tochter schlägt mich bereits


Würden Sie ein Mirer-Bild aufhängen?

Ja, je nach Stil des Raumes. Wussten Sie

übrigens, dass Alois Cariget (am Schluss

mit Hilfe von Zarli) in Stein am Rhein, wo

ich früher meinen Arbeitsplatz hatte, in der

historischen Altstadt neben den berühmten

Fassadenmalereien aus früheren Jahrhunderten

die Fassade des «weissen Adler» gestaltet hat?

Er schaffte damit die anspruchsvolle Aufgabe,

Mittelalter und neuzeitliche Kunst am Bau

ideal zu verbinden.

Sind Sie ein Visionär?

Das sollten Sie meinen Chef fragen.

Auf Grund meiner Einschätzung kann ich mir

das ersparen.

Ich danke dem Wochenendsportler, Capuns

liebenden und hie und da beim Schach Verlierenden

ganz herzlich für dieses offene und

interessante Gespräch.

9

IR 04/2007


DIE MEDIENBAHN

10 IR 04/2007


QUALITÄT IST, WAS DER

KUNDE WÜNSCHT!

Von Matthias Tscharner

Heutzutage sind Bedienungsanleitungen für

Handys oder Digitalkameras gang und gäbe.

Sie lotsen den neuen Benutzer vorbei an den

Tücken der modernen Technik hin zum routinierten

Gebrauch des Gerätes. Wie schaut

dies aber bei der RhB aus? Existiert auch für

unser Unternehmen eine Bedienungsanleitung?

Noch nicht – aber bald! Die RhB führt ein so

genanntes Prozessmanagementsystem ein.

Dieses wird unsere neue Bedienungsanleitung

sein. Damit wird gleichzeitig auch die Qualität

unserer Produkte erhöht! Ein komplizierter

Zusammenhang – doch die Umsetzung verspricht

Erfolg.

Nach der Niederlage gegen die US-Armee lag

Japans Industrie und mit ihr der Autokonzern

Toyota Ende 1945 am Boden. Doch Firmengründer

Kiichiro Toyoda setzte sich zum Ziel,

den Konzern wieder aufzubauen. Gemeinsam

mit seinen Ingenieuren liess er alle Arbeitsabläufe

zur Herstellung eines Automobils aufzeichnen

und machte sich auf, diese Abläufe

ständig zu verbessern.

Dabei beschränkte er sich nicht auf die Prozesse

am Fliessband, sondern optimierte auch

fi nanzielle oder personelle Prozesse im Hintergrund.

Er ging systematisch Fehlern nach und

vereinfachte stets die Arbeitsabläufe. Folge

daraus: die Qualität der Autos steigerte sich.

Der Toyotakonzern gilt heute als Erfi nder des

modernen Qualitäts- und Prozessmanagements.

60 Jahre später ist Toyota nun die

erfolgreichste Automarke der Welt mit den seit

Jahren zuverlässigsten Autos.

Die Prozessorientierung

Die RhB ist heute zwar nicht am Boden, doch

der Druck auf verschiedene Bereiche des Unternehmens

wächst:

♦ Steigender Kostendruck, wachsende Qualitätsansprüche

und schnellere technologische

Entwicklungen (zum Beispiel im

Bahnwagenbau) beeinfl ussen auch die RhB

in ihrem täglichen Geschäft. Alle wollen alles

immer schneller – dazu noch besser und für

weniger Geld.

♦ Da die RhB nicht alleine ein Dienstleistungsbetrieb

für unsere Fahrgäste ist,

sondern auch über geographisch verteilte

Werkstatt- und Infrastrukturbetriebe verfügt,

sind in ihrer Tätigkeit stark unterschiedliche

11

IR 04/2007


Geschäftsbereiche eng verknüpft. Die Arbeitsprozesse

sind oft recht komplex und

undurchsichtig.

♦ Leerläufe, undurchsichtige Verantwortlichkeiten

und unklare Aufträge ärgern die

Mitarbeitenden und kosten Zeit.

Aufgrund dieser Gründe hat die Geschäftsleitung

der RhB entschieden, ein Prozessmanagementsystem

(PMS) aufzubauen.

Bei einem PMS werden die täglichen Arbeitsabläufe

graphisch mit Hilfe von Flussdiagrammen

dargestellt und somit transparent gemacht.

Es wird klar geregelt, wie Prozesse verlaufen

und wer dafür verantwortlich ist. Bestimmen

dabei aussenstehende Herren in grau, wie

was in der RhB zu funktionieren hat? Nein,

die heute bereits bestehenden Arbeitsabläufe

werden aufgezeichnet und die Zuständigkeiten

dafür erfasst.

Angestrebtes Q3 Label

Ein weiterer Grund, warum die RhB ein PMS

einführt, ist die angepeilte Zertifizierung

nach der internationalen Qualitätsnorm ISO

9001:2000 und der Sicherheitsnorm OHSAS

18001 bis Ende 2008.

Eine diesbezügliche Zertifi zierung ist gefordert,

da die RhB die höchste Qualitätsauszeichnung

des Schweizer Tourismus - das Qualitätsgütesiegel

Q3 - anstrebt. Q3 zeichnet nur Betriebe

aus, welche ein umfassendes, international

anerkanntes Qualitäts-Management-System

aufweisen.

12 IR 04/2007

Das Q3-Label ist für die RhB im Tourismusmarkt

ein Muss, da durchgängige Servicequalität immer

mehr zum Kriterium wird, wenn ein Gast

im Hochpreisland Schweiz Ferien macht.

«Wir bekennen uns auf allen Stufen zur

Qualität» kann so dem Kunden kommuniziert

werden.

ISO-Zertifi zierung für das Rollmaterial

Drittmarktgeschäft

Für die erfolgreiche Akquisition von Aufträgen

im Drittmarktgeschäft des Rollmaterials ist die

Zertifi zierung nach ISO 9001:2000 zukünftig

von grosser Wichtigkeit. Aufträge werden in

Zukunft sowohl im Rahmen von öffentlichen

Ausschreibungen, wie auch bei anderen Vergabeverfahren

nur noch an ISO-zertifi zierte

Unternehmungen vergeben. Weiter ist zu

erkennen, dass sich immer mehr Schienenfahrzeughersteller

dem IRIS (International

Railway Industry Standard) anschliessen,

welcher sich mit den Normen und Vorgaben

der Automobilindustrie vergleichen lässt. Diese

Unternehmungen verpfl ichten sich, Aufträge

nur noch an Unterauftragnehmer vergeben

zu dürfen, welche sich ebenfalls nach den

IRIS-Standards zertifi ziert haben. Grundlage

für eine Zertifi zierung nach IRIS ist jedoch

wiederum, analog zum Q3, eine Zertifi zierung

nach ISO 9001:2000.

Das Prozessmodell

Die Prozesslandkarte zeigt in grober Form die

Prozesse, welche bei der RhB vorherrschen.

Es gibt Führungsprozesse, Geschäftsprozesse

und Supportprozesse.


Bis Ende Juni 2008 werden sämtliche Prozesse

der RhB detailliert dargestellt und auf unserem

Intranet ersichtlich gemacht. So können alle

MitarbeiterInnen per Mausklick durch die «Bedienungsanleitung»

der RhB surfen.

Bei der PMS-Umsetzung wird besonders auf

die Geschäftsprozesse geachtet, da dort mit

direktem Kundenkontakt gearbeitet wird.

Die Kunden nehmen dort direkt wahr, wenn

etwas schlecht läuft, respektive die Qualität

schlecht ist!

Auf jeden Fall gilt: sind die Abläufe der täglichen

Arbeit erst einmal aufgezeichnet, können

Probleme und Verbesserungsmöglichkeiten in

den Abläufen besser erkannt werden.

Es gibt dutzende Bücher, die einen lehren,

wie ein Prozesssystem in einem Unternehmen

umgesetzt werden kann. Doch alle

gescheiten Worte der Theorie bringen nichts,

wenn die Mitarbeitenden das System nicht

nutzen. Nutzen heisst im Falle unseres PMS

ständiges Hinterfragen der Prozesse mit dem

Hintergedanken, die Arbeitsabläufe einfacher

zu machen. Nur so verbessern wir uns, nur so

eliminieren wir die mühsamen Totzeiten, nur

so erhöhen wir die Qualität.

Irgendwann, so schwebt mir vor, ist das Denken

in Prozessen und das ständige Verbessern

der Arbeitsabläufe für die RhB das Normalste

der Welt. Irgendwann, so bin ich sicher, hält

bei uns ein umgesetztes PMS, was es verspricht

und Kiichiro Toyoda, der Erfi nder des

Prozessdenkens, wird sich darob im Grabe

drehen – natürlich vor Freude.

13

IR 04/2007


MGB-TRIEBZÜGE LAUFEN

VOM STAPEL

Von Roberto G. Paravicini

Die Matterhorn Gotthard Bahn (MGB) beschafft

zurzeit fünf neue Meterspur-Triebzüge bei der

Firma Stadler Altenrhein. Es handelt sich um

zwei dreiteilige ABDeh 4/8 mit den Nr. 2021-

2022 und um drei vierteilige ABDeh 4/10 mit

den Nr. 2011-2013. Der Transport vom Hersteller

nach Brig und die Erstinbetriebsetzung

sind dabei wichtige Schlüsselereignisse des

Beschaffungsprojektes.

Tmf 2/2 zieht Triebzug langsam auf Meterspurgeleise. Ablad 4-teiliger Triebzug MGB.

Der Transport der meterspurigen Triebzüge

erfolgt ab Altenrhein auf normalspurigen

Rollschemeln. Um die Triebzüge von den

Rollschemeln auf Meterspurgeleise zu setzen,

bedarf es einer Rollschemelrampe. Mangels

einer Rollschemelrampe bei der MGB erfolgt

der Transport über das Streckennetz der Rhätischen

Bahn. Die Triebzüge werden dabei an

der Rollschemelanlage in Landquart von den

normalspurigen Rollschemeln auf Meterspurgeleise

gezogen. Dieser einfach klingende

Arbeitsvorgang ist bei Weitem nicht so einfach,

wie man sich dies vorstellt.

Aufgrund der besonderen Bauweise (aufgesattelte

und gelenkverbundene Triebköpfe

und Mittelwagen, spezielle geometrische

14 IR 04/2007

Abmessungen, grosse Achsabstände) waren

vertiefte Abklärungen bezüglich Netzzugang

erforderlich. Im Bereich des Abladevorganges

galt es, die speziellen Schienenbrücken mit

integriertem Radius zu bauen und präzise

einzubauen. Auch die Bahnübergangssituation

bei der Rollschemelanlage war im Zusammenhang

mit dem Abladevorgang zu klären.

Schlussendlich konnte der Triebzug dank der

Präzisionsarbeit aller Beteiligten über die

Rollschemel auf die «sicheren» Meterspurgeleise

gezogen werden.

Die Mitarbeiter des GB Rollmaterial und

Produktion haben anlässlich dieser Arbeiten

einmal mehr das gute Können im Bereich

Planung, Engineering, Fachwissen und Hand-


werk bewiesen. In den Perioden vom 2. bis 4.

Oktober und 6. bis 8. November wurden zwei

Triebzüge der MGB erfolgreich in Landquart

abgeschemelt.

Stehen die Triebzüge einmal auf meterspurigen

Geleisen, beginnen die Techniker der Firma

Stadler, unterstützt durch einen Lokführer der

RhB, die Erstinbetriebsetzung.

Zwischen dem ersten spannenden Moment

der Stromeinspeisung bis zur selbstständigen

Weiterfahrt nach Disentis/Mustér am dritten

Tag, erfolgen noch Fahr- und Bremsversuche

im Raume Landquart–Klosters. Dabei wird

der Triebzug durch einen streckenkundigen

RhB-Lokführer geführt. Für die Inbetriebset-

RhB-Lokführer Thomas Gruber bei der Inbetriebsetzung.

zungsarbeiten stellt die RhB wichtige Unterhaltsressourcen

wie die Unterhaltshalle zur

Verfügung.

Am dritten oder vierten Tag erfolgt die Weiterfahrt

von Landquart nach Disentis/Mustér

und Andermatt.

Dort wird durch die MGB und die Firma

Stadler insbesondere das Zahnrad- Bremssystem

überprüft und eingestellt. Nach diesem

Zwischenstop haben sich die Triebzüge und

die Techniker die Reise nach Brig wahrlich

verdient. Die Überführung der MGB-Triebzüge

wird im März abgeschlossen sein.

Vielen Dank der MGB und allzeit gute Fahrt!

15

IR 04/2007


PRODUKTIVITÄTSSTEIGERUNG

IM ROLLMATERIAL

Von Edi Jäger

Das im Jahre 2006 unternehmensweit durchgeführte

Projekt «Prozessanalyse» lokalisierte für

die Prozesse der Rollmaterialbereitstellung ab

dem Jahr 2009 ein jährliches Einsparpotenzial

von CHF 2,33 Mio. Inhalt dieses Projektes

«Produktivitätssteigerung» war somit die

konsequente Neuausrichtung der vorgegebenen

Aufbau- und der zu optimierenden

Ablauforganisation im Sinne von jeweiligen

Kompetenzcentern.

Projektstruktur

Nach der Bildung des Projektteams am

2.3.2007 wurden die Projektinhalte, mit

Berücksichtigung der Abhängigkeiten, in

mehrere Teilprojekte strukturiert. Es ging in

der Folge sehr grob beschrieben darum, die

neuen Budgetvorgaben den sehr vielfältigen

Prozessen zuzuteilen und die Kompetenzcenter

mit Personal, Infrastruktur und weiteren Hilfsmitteln

auszustatten. Was hier in einem Satz

ausgedrückt wird, war in der Erarbeitung sehr

umfassend und aufwändig. Organisatorisch

wurden die Kompetenzcenter mittels standardisierten

Leitblättern beschrieben. Es ging

dabei um die detaillierte Flächen-, Magazine-,

Anlagen-, Geräte-, Personal- und Prozesszutei-

16 IR 04/2007

lung. Seitens der Produktionsvorgaben wurde

ein Zentraldokument erarbeitet, in dem die

vorgegebenen Budgetzahlen auf die jeweiligen

Fahrzeugserien, Unterhaltsstandards,

Material- und Eigenleistungen abgebildet

wurden. Ebenfalls je ein Teilprojekt wurde zur

Schliessung der Betriebswerkstätte Pontresina

und zur Ausarbeitung eines Qualitätssicherungs–Steuerinstrumentes

defi niert.

Die jetzt laufende Einführungsphase der Umsetzung

zeigt, dass ohne unvorhersehbare

Ereignisse mit der neuen Vorgabebasis nun

durchschnittlich jährlich CHF 1,6 Mio im Roll-

material-Unterhalt eingespart werden und dies

ohne Reduktionen im defi nierten Standard

bezüglich Sicherheit und Komfort. Wichtig

dabei ist festzuhalten, dass die erforderlichen

Mehrleistungen für die neue Triebzugfl otte

ab 2010 bereits mitberücksichtigt wurde, was

einem zusätzlichen jährlichen Potenzial von

durchschnittlich CHF 820’000.– entspricht.

Das in der Zielsetzung defi nierte jährliche

Einsparpotenzial wird damit sogar um CHF

90’000.– unterboten. Ein weiteres positives

Element sind die Reduktionen der Stillstandszeiten

bei der Wartung des Rollmaterials.


Dokumentationsvorgaben

Mit dem Projektabschluss am 4.9.2007

steht nun eine neue Basis in Form von neu

defi nierten und ausgestatteten Kompetenzcentern

sowie ein vernetztes Vorgabe- und

Controllinginstrument in Form des Zentraldokuments

zur Verfügung. In der nun folgenden

Umsetzungsphase geht es darum, zu

diesen neuen Vorgaben unter Verwendung

der neuen und standardisierten Hilfsmitteln

die entsprechenden Arbeitspapiere wie Operationspläne,

Stücklisten und Checklisten zu

erarbeiten und in den täglichen Prozessen vor

Ort umzusetzen und zu koordinieren und die

Durchgängigkeit und Verbindung zum Projekt

ISO sicherzustellen.

Der nächste Schritt ist diese Vorgaben laufend

in die Arbeitsprozesse zu übernehmen,

um die neuen Produktionsvorgaben für die

Arbeitsplanung und auch für die Steuerung

einzusetzen.

Die Projektarbeit bildet eine neue Basisstruktur

der Ablauf- und Aufbauorganisation. Der

Abschluss dieses Projektes und damit die

Überführung in die Realisierung bedeutet

nicht, dass die Produktivitätssteigerung endet.

Die im Projekt «Produktivitätssteigerung» erarbeiteten

Grundlagen bilden die Basis für eine

kontinuierliche Verbesserung der Prozesse und

damit verbunden eine positive Entwicklung der

Kosten im Unterhalt Rollmaterial.

Qualitätssicherungs-Steuerinstrument

17

IR 04/2007


NEUE GÜTERWAGEN FÜR

KOMBI-VERKEHR

Fertig montierter Wagen Sgp 7601.

Von Daniel Frei

30 neue Güterwagen für unsere

Kunden

Veränderte Kundenbedürfnisse erfordern neue

Transportlösungen. Die verladende Wirtschaft

verlangt zunehmend nach kombinierten und

ganzheitlich geplanten Transportlösungen

«Strasse-Schiene» mit Wechselbehältern (WB)

und Abroll-Container-Transport-Systemen

(ACTS). Mit dem bestehenden Wagenpark

kann die RhB diese Transportbedürfnisse nicht

abdecken. Mit Inbetriebnahme des Sägewerks

Stallinger hat die RhB einen grösseren Transportauftrag

erhalten, welcher zusätzliches

Wagenmaterial voraussetzt. Gleichzeitig

verfügt die RhB über sehr viele Güterwagen,

welche den Lebenszyklus bereits mehr als

doppelt überschritten haben, das heisst die

mehr als 60 Jahre alt sind und den heutigen

Kunden- und Sicherheitsanforderungen nicht

mehr genügen.

Zur Abdeckung der oben genannten Kundenbedürfnisse,

der Sicherstellung der Transportaufträge

«Strasse-Schiene» und als technische

Reserve werden durch den Geschäftsbereich

Rollmaterial 10 Flachwagen Sgp 7601 – 7610,

5 Flachwagen Rp 65301 – 65305 und 15 Tiefladewagen

Sb 65675 – 65689 beschafft.

Die RhB als Sublieferant

Die 30 neuen Fahrzeuguntergestelle und die

Drehgestelle werden von der Firma Ferriere

Cattaneo SA in Giubiasco geliefert. Wie üblich

nimmt der Geschäftsbereich Rollmaterial

18 IR 04/2007

bei der Beschaffung der Fahrzeuge die Rolle

eines Sublieferanten ein. So werden alle

RhB-spezifi schen Komponenten wie z. B. die

Zug-Stossvorrichtungen und die kompletten

Bremseinrichtungen in Landquart produziert

und bei der Endmontage in den Werkstätten

des Geschäftsbereichs Rollmaterial montiert.

Die von der Firma TBT Kombibahn Schweiz

GmbH neu entwickelten Meterspurdrehgestelle

werden im Auftrag von Ferriere Cattaneo bei

der SRS Süddeutsche Rail Service GmbH in

Kaiserslautern (D) gebaut, wobei die Beschaffung

und der Einbau der Achslagerungen und

Radsätze durch den Geschäftsbereich Rollmaterial

in Landquart erfolgt.

Die Endmontagearbeiten und die Inbetriebsetzung

des ersten Wagens Sgp 7601 sind

kurz vor dem Abschluss. In Kürze fi ndet in

Landquart die technisch betriebliche Sicherheitsprüfung

durch das Bundesamt für Verkehr

(BAV) statt. Die Auslieferung aller 30 Fahrzeuge

ist bis Mitte 2008 geplant.

Flachwagen für Holz- und

Containertransport Sgp 7601 – 7610

Für den Transport von Stammholz sind die

Flachwagen mit schweren, nicht schwenkbaren

Doppelrungen ausgestattet. Bei Bedarf können

auch ISO-Container oder Wechselbehälter

befördert werden. Für diesen Fall sind zusätzlich

aufklappbare Containerzapfen auf dem

Untergestell des Wagens platziert. Der Verlad

von Containern oder Wechselbehältern setzt

die Demontage der schweren Doppelrungen

voraus.


�������������������������������������

Geschwindigkeit leer: min. 90 km/h,

beladen: 80 km/h

Länge über Puffer 16 540 mm

Ladelänge 15 500 mm

Breite über alles (inkl. Doppelrungen)

Höhe Ladefl äche ab SOK (unter Tara,

max. 2700 mm

Räder im Neuzustand) 900 ±10 mm

Höhe über alles (mit Doppelrungen) ca. 2800 mm

Leermasse ca. 17,0 t

Lademasse ca. 47,0 t

Bruttomasse 64,0 t

Bremse Vakuum, mehrstufi g

Flachwagen Sgp 7601 – 7610

(Quelle: Ferriere Cattaneo SA)

Flachwagen für ACTS-Transport

Rp 65301 – 65305

Diese Fahrzeuge sind für den Transport von

ACTS-Behältern mit Abrollbahnen und Anschlägen

ausgerüstet. Als Sicherung gegen

seitliches Kippen der ACTS-Behälter sind die

Flachwagen mit Drehrungen ausgerüstet. Dies

ermöglicht bei Bedarf auch den Transport von

Stammholz.

��������������������������������������

Geschwindigkeit leer: min. 90 km/h,

beladen: 80 km/h

Länge über Puffer 16 540 mm

Breite über alles

Höhe Ladefl äche ab SOK (unter Tara,

max. 2700 mm

Räder im Neuzustand) 900 +/-10 mm

Leermasse ca. 18,0 t

Lademasse ca. 46,0 t

Bruttomasse 64,0 t

Bremse Vakuum, mehrstufi g

Ausrüstung Abrollbahnen und Anschläge für ACTS-Behälter

Flachwagen Rp 65301 – 65305

(Quelle: Ferriere Cattaneo SA)

Tiefl adewagen für Containertransport

(ISO und WB) Sb 65675 – 65689

Bei diesen Fahrzeugen handelt es sich um

einen optimierten Nachbau der bereits bestehenden

Tiefl adewagen Sbk-v 7701 – 7715 und

Sb-v 7716 – 7730.

�������������������������������������

Geschwindigkeit leer: min. 90 km/h,

beladen: 80 km/h

Länge über Puffer 15 910 mm

Leermasse ca. 17,0 t

Lademasse 36,0 t

Bruttomasse 53,0 t

Bremse Vakuum, mehrstufi g

Maximale Ladegutlänge 7820 mm (WAB)

Maximale Ladegutbreite 2600 mm (WAB)

Maximale Ladeguthöhe 2670 mm (WAB)

Tiefl adewagen Sb 65675 – 65689

(Quelle: Rhätische Bahn)

19

IR 04/2007


DER ZAHN DER ZEIT – TEIL 1

CHARNADÜRASTUNNEL

Bauch einziehen! Deutlich erkennbare

Einbauchung des Mauerwerks

vor der Instandsetzung.

Nach dem Ausbruch der gesamten

Strecke. Dazwischen ist das neue

Gewölbe bereits fertig gestellt.

Von Paul Loser

Der Charnadürastunnel an der Berninalinie

musste infolge beunruhigender Schäden im

Herbst 2007 instand gesetzt werden. Die

Bauarbeiten erfolgten unter grossem Zeitdruck

während einer vierwöchigen Sperrung der

Strecke St. Moritz – Pontresina.

Kurz nach dem Bahnhof St. Moritz verschwindet

der Zug im Portal des 689 m langen Charnadürastunnel.

Der 100-jährige Lehnentunnel

verläuft parallel zum Inn und durchfährt eine

Abfolge unterschiedlicher Gesteinsschichten.

Auf 3/4 seiner Länge ist der Tunnel ausgemauert,

die restliche Tunnelstrecke ist unverkleidet.

20 IR 04/2007

Deformationen durch Frostschäden

Der Zahn der Zeit hat im Tunnel deutliche Spuren

hinterlassen. Eindringendes Bergwasser

und Frost-Tauwechsel haben den Mauerwerkmörtel

ausgelaugt und zermürbt. Darauf folgte

der Verlust der Tragfähigkeit, was in einem 30

m langen Tunnelabschnitt zu einer starken

Einbauchung der Mauerung führte. Innert zwei

Jahren wurden Deformationen von bis zu 50

mm festgestellt.

Die Instandsetzung erfolgte durch den Teilersatz

des Mauerwerks mit einer Spritzbetonverkleidung.

Der Ersatz erfolgte bergseitig

in kurzen Etappen von 2-4 m Länge. Beim

Abbruch zeigte sich, dass in Tunnelrichtung abgleitende

Felspakete die grossen Bewegungen

im Mauerwerk mit verursachten. Die Schichten

wurden deshalb mit 6 m langen Ankern vernagelt.

Zum Schutz der Tragkonstruktion vor

Wassereintritten wurde eine innovative, schnell

zu applizierende Kunststoff-Spritzmembrane

eingesetzt. Last but not least wurde der Tunnel

mit einer Entwässerungsleitung ausgerüstet

und marode Fels- und Mauerwerksabschnitte

durch lokale Eingriffe instand gesetzt.

Der grosse Zeitdruck machte den Einsatz von

zwei Bauzügen, einen 2-Schicht-Betrieb sowie

die 4-wöchige Totalsperrung erforderlich. Der

Betriebsunterbruch, in welchem die Fahrgäste

mit Ersatzbussen befördert wurden, konnte

auch für den Totalumbau der Gleisanlage

Celerina-Staz – Pontresina genutzt werden.

Dank dem Einsatz aller Beteiligten konnte

der sichere Betrieb am 17. November 2007

wieder aufgenommen werden. Aufgrund des

Kälteeinbruchs erfolgt der Bau-‚Finish’ im

Frühjahr 08.

Mehrschichtiger Aufbau der neuen Tunnelverkleidung

in Spritzbetonbauweise.


DER ZAHN DER ZEIT – TEIL 2

CUGNIELERTUNNEL

Von Paul Loser

Eingeklemmt zwischen dem inneren und äusseren

Cugnielertobel durchsticht der Tunnel

eine schmale Geländerippe an der linken Talfl

anke der Schinschlucht. Die Instandsetzung

des schwer zugänglichen Mauerwerktunnels

erforderte einen hohen Einsatz von Mensch

und Maschine.

Der im Streckenabschnitt Sils i. D.–Solis

gelegene, nur 39 m lange «Baby»-Tunnel

hat eine geringe Überdeckung von wenigen

Metern und durchfährt Lockermaterial einer

Rutschmasse.

Voller Einsatz beim Abbruch des alten Mauerwerks

mit viel Lärm und Staub, was sich auch auf die Bildqualität

ausgewirkt hat.

Umsichtige Bauweise

Hangbewegungen im Bereich des Portals

Solis haben zu alarmierenden Längsrissen in

der talseitigen Tunnelverkleidung geführt. Die

Instandsetzung erfolgte durch den kompletten

Ersatz des Gewölbes mit einem neuen, vollfl

ächig abgedichteten Tragring in Spritzbetonbauweise.

Der Abbruch des Gewölbes im 13

m langen Instandsetzungsabschnitt erfolgte in

Etappen von einem Meter. Dank umsichtiger

Bauweise und viel Fingerspitzengefühl konnte

die Hohlraumstabilität und der sichere Bahnbetrieb

jederzeit gewährleistet werden.

Das restliche Tunnelgewölbe wurde mit einer

Fugensanierung instand gesetzt und Nassstellen

wurden abgedichtet. Um bei den knappen

Lichtraumverhältnissen Raum zu gewinnen

wurde das Mauerwerk vor dem Aufbringen

der Abdichtung mit einer Mehrblattfräse

profi liert.

In der Tunnelsohle wurde die Kabelanlage aus

den oberfl ächlich geführten Zorres-Kanälen in

zwei seitlich angeordnete Ortsbetonkabelkanäle

verlegt. Zur besseren Entwässerung des

Mauerwerkgewölbes wurden systematisch

Entwässerungsbohrungen am Gewölbefuss

ausgeführt und eine Längsentwässerung angeordnet.

Als letzter Arbeitsgang wurde die

Gleisanlage Mitte November umgebaut.

Nach sechs Wochen Bauzeit in Nachtzugspausen

hat eine spannende, mit Risiken behaftete

Baustelle einen guten Abschluss gefunden.

21

IR 04/2007

Einbauen der PVC-Abdichtungsfolien

hinter die bereits versetzten

Stahlbogen.

Zufrieden nach getaner Arbeit.


EIN BAHNHOF –

ZWEI GEMEINDEN

Thomas Baumgartner empfängt

die Gäste mit einer

Eröffnungsrede.

Text von Manfred Bertsche

Bilder von Sandra Beeli

Am 19. Oktober konnten die Bauarbeiten für

den Bahnhof Untervaz (2. Bauetappe) abgeschlossen

werden. Im Rahmen einer kleinen

Feier eröffneten Vertreter der Rhätischen Bahn

(RhB) und der Gemeinden Untervaz, Trimmis

und Zizers den Bahnhof Untervaz-Trimmis. Bereits

am 15. April 2007 nahm die RhB den 2.3

km langen Doppelspurabschnitt bei Untervaz

in Betrieb (1. Bauetappe). Planmässig kann

damit das Gesamtprojekt in Betrieb genommen

werden. Mit dem Ausbau vom Bahnhof

konnte die Kundenfreundlichkeit und die

Sicherheit erhöht und mit der Inbetriebnahme

der Doppelspur die Streckenkapazität und die

Fahrplanstabilität auf der dicht befahrenen

Strecke Landquart–Chur deutlich verbessert

werden. Die Gesamtkosten belaufen sich auf

26.6 Millionen Franken.

Meist befahrene Strecke der RhB

Untervaz ist Teil der Region Fünf Dörfer und

Bestandteil des regionalen Angebotskonzepts

Trans Reno. Der Betrieb der RhB auf

der Strecke Landquart–Chur umfasst die RegioExpress-Linie

Scuol-T.–Disentis/M. und die

22 IR 04/2007

Regionalzüge Schiers–Rhäzüns/Thusis. Mit

rund 100 Zügen pro Tag ist sie gleichzeitig

auch die meist befahrene Strecke der RhB;

die Züge erfüllen die Aufgabe als eigentliche

S-Bahn in der Agglomeration Chur. Auch beim

Güterverkehr mit den wesentlichen Zement-

und Mineralwassertransporten spielt Untervaz

eine zentrale Rolle. Der Bahnhof Untervaz

ist zudem Knotenpunkt der Buslinien nach

Zizers Dorf, Igis Dorf und Untervaz Dorf sowie

Trimmis.

Mehr Kapazität dank Doppelspur

Mit dem 2.3 Km langen Doppelspurabschnitt

auf Seite Trimmis wird die Leistungsfähigkeit

dieser wichtigen Verbindungsstrecke

Landquart–Chur massgebend gesteigert.

Kreuzungen von Zügen müssen nicht mehr

zwingend auf den Stationen vollzogen werden;

die Züge begegnen sich neu auf offener Strecke.

Zudem kann die Streckengeschwindigkeit

merklich gesteigert werden. Diese Anpassung

an den technischen Standard des neuen

Rollmaterials im Rahmen der Flottenpolitik

der RhB bringt weitere Vorteile für eine grössere

Fahrplanstabilität. Aufgrund der heute

sehr geringen Fahrgastfrequenzen in Trimmis

wurde diese Haltestelle bereits per Dezember


2006 aufgehoben. Nach Rücksprache mit den

Gemeindebehörden in Trimmis und Untervaz

wird der Bahnhof Untervaz neu in Untervaz-

Trimmis umbenannt.

Auch ein Bahnübergang bei Heurütenen wurde

durch den Bau der Doppelspurstrecke aufgehoben.

Als Ersatz wurde bei der Haagrüfe eine

Wegüberführung gebaut. Zudem wurden drei

Rüfendurchlässe erneuert.

Umbau Bahnhof Untervaz

Der Zustand der bisherigen Perronanlagen

entsprach in keiner Weise den heutigen Anforderungen,

welche ein sicheres und bequemes

Ein- und Aussteigen erlauben. Die Kreuzungen

von Zügen auf der Stationsanlage stellten ein

zusätzliches Sicherheitsrisiko dar. Deshalb und

aus Unterhaltsgründen musste die heutige

Stationsanlage gesamthaft umgebaut werden.

Im Regelfall steigen neu die Fahrgäste aus

beiden Richtungen nur noch auf dem Gleis 1

aus bzw. ein. Im Ausnahmefall (Verspätungen,

Störungen etc.) steht zusätzlich das Gleis 5

zur Verfügung. Die Perronanlagen von Gleis 1

und 5 wurden behindertengerecht – mit einer

37 cm hohen Perronkante – ausgeführt. Dazu

wurde eine Personenunterführung unter den

Gleisen erstellt. Der behindertengerechte Zugang

zwischen der Personenunterführung und

den Perrons der Gleise 1 und 5 wurde mit je

einer Rampe und einer Treppe sichergestellt.

Das ermöglicht neu auch den Zugang zum

Industriegebiet der Gemeinde Trimmis. Zudem

wurden eine Buswendeschlaufe und ein neues

Gebäude für die elektrischen Anlagen erstellt.

Neu kann dank der neuen Buswendeschlaufe

komfortabel vom Zug auf den Bus umgestiegen

werden. Die Busmanöver werden einfacher und

sicherer abgewickelt. Die Sicherungsanlage für

die Steuerung vom Zugs- und Rangierbetrieb

musste ersetzt werden. Der Rangierbetrieb

wird zusätzlich durch Zwergsignale gesichert

und gelenkt. Dadurch kann die Sicherheit

spürbar verbessert werden. Die neue Sicherungsanlage

ist das Herzstück vom Umbau. Sie

verursachte entsprechend hohe Kosten.

Die Buswendeschlaufe, das neue Stationsgleis

5 sowie die neue Personenunterführung

wurden im Rahmen der ersten Etappe gebaut

und zusammen mit der Doppelspurstrecke

Seite Trimmis am 15. April 2007 in Betrieb

genommen. Die zweite Etappe wurde vom

April bis Oktober 2007 ausgeführt und beinhaltet

den restlichen Stationsausbau mit den

Gleisen 1–3.

Neues Kundeninformationssystem

(KIS) und neue Billettautomaten

Im Frühjahr 2008 wird ein neuen KIS und ein

neuer Billettautomat am Bahnhof Untervaz-

Trimmis installiert. Damit besteht für den

Reisenden die Möglichkeit, Informationen über

den Zugsverkehr über das Kundeninformationssystem

abzurufen und ein gegenüber den

heutigen Billettautomaten erweitertes Angebot

zu beziehen.

Kosten

Die Gesamtkosten belaufen sich auf 26.6 Millionen

Franken und werden im Rahmen des

8. Rahmenkredites (1. Etappe) resp. mit der

Leistungsvereinbarung 2007 (2. Etappe) fi nanziert.

Die betroffenen Gemeinden beteiligten

sich an den Kosten der Personenunterführung

und der Buswendeschlaufe.

23

IR 04/2007

Enthüllung der neuen Bahnhofbeschriftung

durch Hans Wolf,

Gemeindepräsident Untervaz;

Max Lüscher, Gemeindepräsident

Zizers; Thomas Baumgartner,

Leiter Produktion RhB; Christian

Florin, Leiter Infrastruktur RhB

und Helmut Bauschatz, Gemeindepräsident

Trimmis.


SCHRITT UM SCHRITT

FIT UND GESUND

Von Simone Widmer,

Selbstständige Ernährungstherapeutin

Wer eine ausgewogene und gesunde Ernährung

mit moderater Bewegung und regelmässiger

Entspannung kombiniert, tut aktiv

etwas für seine Gesundheit. So einfach diese

Empfehlung klingt, ist sie auch zu befolgen.

Unabhängig von Zeit und Budget und ohne

grossen Verzicht.

Haben Sie sich schon mal gefragt, was Gesundheit

eigentlich bedeutet? Die Weltgesundheits-

Organisation (WHO) defi niert sie wie folgt:

«Gesundheit ist ein Zustand vollkommenen

körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefi

ndens und nicht die blosse Abwesenheit von

Krankheit oder Gebrechen.»

Diese Defi nition ist umstritten und hat eher

politische Bedeutung. Eine wissenschaftliche

Defi nition des Begriffs Gesundheit erscheint

fast unmöglich, denn die Grenzen zwischen

Gesundheit und Krankheit sind nicht klar

zu ziehen. Die Gesundheit ist kein Zustand,

sondern eine ständige aktive Leistung des

Gesamtorganismus. Und diesem müssen wir

Sorge tragen.

Wenn Alarmsignale ignoriert werden

Kürzlich kam ein Mann mit Übergewicht zu mir

in die Praxis. Gemäss seinen eigenen Schilderungen

fühlte er sich sehr gut und gesund

– ausser eben, dass er ein paar Kilos zu viel

auf die Waage brachte. Im Verlaufe des Beratungsgesprächs

erfuhr ich, dass er stark an

Verdauungsstörungen und an Magenbrennen

litt. Sein Hausarzt hatte vor einiger Zeit einen

erhöhten Blutdruck sowie einen erhöhten Cho-

24 IR 04/2007

lesterinspiegel diagnostiziert und ihm dafür

Medikamente verschrieben. Mein Klient klagte

über Schlafstörungen, was er auf seinen berufl

ichen Stress zurückführte. Gelegentlich litt

er auch an Gelenkschmerzen und verzichtete

deshalb auf sportliche Betätigung. Früher jedoch

war er sehr sportlich gewesen. Der Mann

hatte alle Alarmsignale ignoriert. Aufgrund

seiner Ernährung und seines Lebenswandels

– dauernder Stress und keine sportliche Betätigung

– war er übersäuert und litt an einem

metabolischen Syndrom.

Das metabolische Syndrom

Diese Krankheit greift die Gefässwände an.

Dadurch erhöht sich das Risiko einer Herz-

Kreislauferkrankung. In dieser Situation rate

ich meinen Patienten zu einer gesünderen

Lebensweise: einer Umstellung der Ernährungsgewohnheiten,

Bewegung in den Alltag

einzubauen und etwas gegen Stress zu unternehmen.

Diese drei Empfehlungen sind einfach

zu befolgen, ohne grossen Verzicht und ohne

Mühe sowie unabhängig von Zeit und Budget

umzusetzen. Denn: Auch wer kleine Schritte

tut, kommt irgendwann ans Ziel.

Ein unzertrennliches Trio

Wenn es um Gesundheit und Wohlbefi nden

geht, sind eine ausgewogene Ernährung,

moderate Bewegung und eine regelmässige

Entspannung ein unzertrennliches Trio. Von

uns allen wird heute viel abverlangt und auch

wir selber stellen hohe Ansprüche an uns

selbst. Indem wir uns mehr bewegen, vielseitig

und gesund ernähren und uns regelmässig

entspannen, fördern wir unsere Gesundheit.

Und wir eliminieren Risikofaktoren, die für

einige gefährliche und häufi ge Erkrankungen

mitverantwortlich sind – wie zum Beispiel

Hirnschlag, Herzinfarkt, gewisse Krebsarten

und Diabetes.

Schritt für Schritt zu mehr Gesundheit

Diese Ratschläge haben Sie wahrscheinlich zur

Genüge gelesen und gehört. Doch das Rezept

ist wirklich einfach:

Regelmässige Bewegung bewirkt ein besseres

Körpergefühl und fördert einen guten Schlaf.

Sie aktivieren Ihren Stoffwechsel. Der Blutkreislauf

wird angeregt und die Zellen werden

mit Sauerstoff versorgt. Ausserdem profi tiert

unser Körper von der Bewegung:


♦ sie kräftigt Herz, Kreislauf, Knochen,

Muskeln, Lunge und Abwehrsystem

♦ steigert den Energieverbrauch

♦ reduziert Stress

♦ verbessert die Körperwahrnehmung

♦ erhält die Reaktionsfähigkeit, die Mobilität

und die Unabhängigkeit im Alter

Entspannung geht mit der Bewegung einher.

Stress verspannt, verspannte Muskeln schmerzen

und ein angespannter Geist kann nicht

mehr klar denken. Yoga, autogenes Training

oder andere Übungen zur Muskelentspannung

helfen, diese Beschwerden in den Griff zu bekommen.

Aber auch ein kurzes Austreten hilft,

einen Stau im Gehirn zu lösen und Kraft für

neue Leistungen zu schöpfen. Machen Sie im

Wald einen Spaziergang oder nehmen Sie sich

endlich Zeit für das Buch, das sie schon lange

lesen wollten. Nehmen Sie sich Zeit für sich.

Entspannen heisst: Äusserlich und innerlich

zur Ruhe kommen, einmal die Seele baumeln

lassen und dadurch Energie tanken.

Die ausgewogene Ernährung ist die Dritte

im Bunde. Unser Bedarf an allen wichtigen

Nährstoffen, Vitaminen, Mineralstoffen sowie

Spurenelemente wird gedeckt, wenn wir

abwechslungsreich essen. Zu einer abwechslungsreichen

Ernährung gehören Gemüse,

Früchte, vollwertige Getreideprodukte, mageres

Bio-Fleisch, Nüsse und Sprossen. Die

Wahl der Fettqualität muss besonders beachtet

werden. Hochwertige Fette unterstützen

den Gesamtorganismus. Die Qualität der

Lebensmittel ist ebenso enorm wichtig. Mit

einer gesunden Ernährung aktivieren Sie den

Stoffwechsel positiv und das Immunsystem

wird gestärkt. So fühlen Sie sich fi t und leistungsfähig

– körperlich wie geistig. Natürlich

müssen Sie auch auf die Menge Acht geben.

Damit schlussendlich auch Ihre Verdauung gut

funktioniert, sollten Sie genügend Flüssigkeit

in Form von stillem Wasser, Obst- und Gemüsesäften

zu sich nehmen.

Das metabolic balance®-Programm

In gewissen Fällen ist eine Stoffwechselregulation

mittels metabolic balance®-Programm

sinnvoll. Dies insbesondere in folgenden

Situationen:

♦ wenn die Gewichtssituation nach einer

dauerhaften Lösung ruft und Sie endlich

gesund abnehmen wollen.

♦ wenn bereits gesundheitliche Probleme

bestehen, die mit dem Übergewicht bzw.

einer Fehlernährung zusammenhängen.

Dazu gehören: Erkrankungen wie Diabetes

II, Rheuma, chronische Migräne,

Fettstoffwechselstörungen, Bluthochdruck

und weitere.

♦ wenn Sie, egal in welchem Alter, energievoll,

leistungsfähig und fi t sein wollen.

metabolic balance® ist ein erfolgreiches

Programm zur ganzheitlichen Stärkung des

Stoffwechsels und zur Gewichtsregulierung.

Aufgrund einer Blutanalyse wird ein individueller

Ernährungsplan erstellt. Während einer

gewissen Zeit muss dieser Plan strikte eingehalten

werden. Dies erfordert Disziplin, doch

die Erfolge werden schnell sicht- und fühlbar.

Die geregelte Nahrungsaufnahme stützt den

ausgewogenen Hormonhaushalt und damit

einen gesunden Stoffwechsel. Die nachhaltige

Gewichtsregulierung wird so möglich.

��� � ����������

�� ����������

25

IR 04/2007

Simone Widmer ist Ernährungstherapeutin mit eigener Praxis in Zizers.

Bei ihrer Arbeit legt sie Wert auf eine ausführliche Beratung und eine

individuelle Behandlung.

Die Beratungsschwerpunkte sind:

♦ Förderung des Ernährungsbewusstseins

♦ Säure-Basen-Haushalt

♦ Verdauungsbeschwerden, Allergien

♦ Gewichtsreduktion

♦ Stoffwechselregulierung metabolic balance®

Optimierung der Ernährungssituation:

♦ bei erhöhtem Blutdruck

♦ bei erhöhten Blutfettwerten

♦ während der Schwangerschaft

♦ im Alter

www.feelbalanced.ch

����� ��� ����� ����� ��� ���� ���������� �� ���� ���������� ������ ���� ��� ���

����� ���� ���� �������� ������������ ���� ��� ��������� ���� �������

�� ���������� �� ��������� �����������������

��� ��������������������� ������ ������� ���� ���������� �� ��� �������

��� � ��� ��� � ������� �� ����� �������� ��� ��� ��������

��������� �������� ��� ��� ���������������� �������������� �������� ���

������ ��������������� �������� �������� ���������� ���������������� �������

������ ���������� �� ��� ����� �� ��������� ������������ ��������� ���

������ ����������� ��� ����������� ��������� ���� ���� ��� �����������

���� ��� ����� ��� ���� ���� ������ ��� ����� ���� �������� ��� ��� ����

������������������ ���������������� ��� ��������� ��� ��� ������������ ���

��������������������� ������ �������������� ��� ��� ��� ��� ���� ��������

���� ������� ��� ����� ��� ������ ������ ����� ��� ��� ����������� �� ����

�������� ��� ��� ��� ������ ������������� ��� ��� ����� ��� ����� ������������ ����������������

��� ��� ��� ��������� ����������������� ��������� �������������� ��� ��� ��� ������ �����


RhB MIT NEUEM

INTERNETAUFTRITT

Von Simon Rageth

Rechtzeitig auf den Fahrplanwechsel am 09.

Dezember 2007 schaltete die RhB den neuen

Internetauftritt online. Die neue Website

kommt nicht nur optisch in einem schöneren

Gewand daher und bringt Usability-Vorteile für

den Anwender, sondern integriert auch gezielt

Verbesserungen für Reisende.

Im Rahmen der Offensive 2012 hat die RhB

im Sommer 2006 beschlossen, unter anderem

den Bereich Vertrieb zu stärken. Ein Standbein

dessen ist der neue Internetauftritt, welcher

am 09. Dezember 2007 online ging und unter

der Projektleitung von Stefan Reichmuth

durchgeführt wurde. Damit wurde die Website,

welche am 01. Mai 1998 aufgeschaltet wurde,

erstmals komplett überarbeitet. Die fast 10jährige

Homepage war zwar inhaltlich nicht

schlecht, doch technisch etwas veraltet. Der

Projektleiter weiss genau, wo die Vorteile des

neuen Online-Auftrittes liegen: «Das Redesign

birgt neben einer verbesserten Strukturierung

auch mehr Inhalte sowie mehr bebilderte Emotionalität

und befi ndet sich nun technisch auf

neustem Stand», so Reichmuth.

Platzreservation und Fahrplanauskunft

Für den Nutzer der Website wurden verschiedene

Verbesserungen eingebaut. Einerseits

kommt die Seite jetzt sehbehindertengerecht

daher, indem ein spezieller, vergrösserter

Modus integriert wurde. Andererseits werden

neu Platzreservationen für den Bernina Express

online angeboten. Weiterhin wird die

Website in vier Sprachen angeboten. Neben

26 IR 04/2007

den Kantonssprachen Deutsch und Italienisch,

auch in der Landessprache Französisch sowie

für touristische Auskünfte in Englisch. Erstmals

auf der RhB-Homepage möglich ist die direkte

Fahrplanauskunft für die gesamte Schweiz.

Die Strukturierung der Homepage wurde für

den User vereinfacht. Reichmuth: «Die Strukturierung

der Website sieht vor, dass auf der

linken Seite die Navigation angebracht wurde,

in der Mitte Informationen und redaktionelle

Inhalte zu stehen kommen und auf der rechten

Seite Fahrplanauskunft sowie Wetterinfo stets

präsent bleiben.»

Viele kleine Spezialitäten

Neben diesen Änderungen verbergen sich in

der neuen Website zahlreiche kleine Features

für den Touristen, den Bahnfan, den Zeitvertreiber

oder die Medien: umfassende und

ausführliche Informationen zu allen Produkten,

Wetterprognosen für Graubünden und zwanzig

Ortschaften, Livecams aus verschiedenen

Standorten in ganz Graubünden, virtuelle

Fahrten mit der RhB, Bildgalerien, ein Portal

für Medien und viel mehr.

«Alle Informationen, welche schon auf der

alten Website vorhanden waren, sind weiterhin

online abrufbar. Zudem wird der neue

Internetauftritt aktiver und dynamischer

gestaltet als bisher», weiss Reichmuth zu

berichten. Mit dem Aufschalten der Seite am

09. Dezember 2007 ist die erste Phase des Redesigns

abgeschlossen. Die weiteren Phasen

starten im neuen Jahr und werden die Website

laufend aktualisieren und weiterentwickeln.


HILFE! – ES BRENNT!

Von Mike Stäger

Unter dem Namen ASI/BGM Audit fand am

11. September eine praktische Übung zum

Thema Arbeitssicherheit (ASI) und Betriebliches

Gesundheitsmanagement (BGM) statt. In

Arosa trafen sich alle verfügbaren Mitarbeiter

von Arosa, Langwies und Chur Arosafeld. Ziel

vom Audit war es, die Gefahrenbereiche im

Gleisfeld wie auch im Büro aufzuzeigen und die

Mitarbeitenden wiederum auf die möglichen

Gefahrensituationen aufmerksam zu machen.

Nach einem kurzen interessanten Film über

Arbeitssicherheit begaben wir uns in den

Gleisbereich, um die möglichen Gefahrenstellen

zu eruieren. Hilfe! – es brennt! Nun

hiess es Feueralarm. Unter der fachkundigen

Leitung von Reto Brunner wurde der Einsatz

von Feuerlöschern instruiert sowie die Brenn-

barkeit von verschiedenen Gegenständen und

Kleidungsstücken getestet.

Nach dieser heissen Angelegenheit teilten wir

uns auf. Die Ba und MKD widmeten sich dem

Thema Persönliche Schutzausrüstung (PSA)

und die Bd nahmen sich den Gefahren im

Bürobereich an. Nach einem wiederum gemeinsamen

Theorie-Teil endete das Audit nach zwei

Stunden unfallfrei. Aber sicher!

27

IR 04/2007


NASE VORN IM

KADERNACHWUCHS FAHRWEG

Von Urs Looser

Mit auf dem neusten Stand der Technik ausgebildeten

Polieren, Fachrichtung Gleisbau, der

Zukunft entgegen.

Gleise und Weichen müssen laufend unterhalten,

nach 15 bis 50 Jahren ersetzt werden.

Die grosse unterschiedliche Zeitspanne vom

Oberbau und Unterbau ist weitgehend von der

Beanspruchung von Ober- und Unterbau, aber

auch von der Erstellungsqualität abhängig.

Die Beanspruchung setzt sich aus zahlreichen

Faktoren zusammen: Die Wesentlichsten sind

Achslasten bzw. Bruttotonnen pro Tag und

Gleis, Verkehrsgeschwindigkeit, Trassierung

(Radien und Steigungen) und Qualität Unterbau.

Die Komfortansprüche/-erwartungen

unserer Kunden sind ein weiteres gewichtiges

Kriterium.

28 IR 04/2007

Neues Ausbildungskonzept Vorarbeiter

und Polier Fachrichtung Gleisbau

Die Ausbildung zum Vorarbeiter/Polier Fachrichtung

Gleisbau und zum Vorarbeiter/Polier

Fachrichtung Strassenbau weisen bei näherer

Betrachtung viele Gemeinsamkeiten auf. Es

betrifft dies vor allem den Erd- und Unterbau,

die Entwässerung, den Werkleitungsbau sowie

die Grünpfl ege. Aus diesem Grund wurde in

Zusammenarbeit mit dem Ausbildungszentrum

vom Schweizerischen Baumeisterverband die

gemeinsame Vorarbeiter- und Polierschule

Fachrichtung Gleisbau eingeführt.

Die neue Weiterbildung Vorarbeiter und Polier

Fachrichtung Gleisbau löst die bisherige Weiterbildung

«Fahrbahnschule SBB» Hägendorf

ab.

Während insgesamt über 20 Wochen intensiver

Schulung in den Jahren 2004 bis 2007

erweiterten die Absolventen ihre Kenntnisse im


Trasse- und Gleisbau. Unter anderem wurden

folgende Themen behandelt:

♦ Erdbau / Unterbau

♦ Betonbau

♦ Graben- und Leitungsbau

♦ Oberbaumaterial

♦ Weichen: Konstruktion

♦ Gleis und Weichen: Einbau und Unterhalt

♦ Geräteeinsatz / Baustellenorganisation

♦ Sicherheit / Vorschriften

♦ Mitarbeiterführung

Berufsprüfung Baupolier Fachrichtung

Gleisbau

Die Baupolierprüfung Fachrichtung Gleisbau ist

eine Berufsprüfung nach Berufsbildungsgesetz

(BBG). Sie steht hierarchisch zwischen der

Lehrabschlussprüfung (LAP) und der höheren

Fachprüfung (Meisterprüfung). Berufsprüfungen

haben den Zweck festzustellen, «ob

der Bewerber die erforderlichen berufl ichen

Fähigkeiten und Kenntnisse besitzt, um die

Stellung eines Vorgesetzten zu bekleiden

oder eine berufl iche Funktion zu erfüllen, die

wesentlich höhere Anforderungen stellt als

die Berufslehre».

Die Berufsprüfungen im Bauhauptgewerbe

haben Tradition. Seit vielen Jahren werden

Polierprüfungen im Hoch- und Tiefbau sowie

im Strassenbau durchgeführt. Die Baupolierprüfung

Fachrichtung Gleisbau wurde 2007

das erste Mal durchgeführt.

10 Baupoliere «Fachrichtung Gleisbau» durften

am 15. November 2007 im «Au Premier» in

Zürich im Rahmen einer Abschlussfeier das

Diplom entgegen nehmen.

Zum guten Erfolg in der ersten eidgenössischen

Berufsprüfung Baupolier, Fachrichtung

Gleisbau gratulieren wir folgenden RhB

Teilnehmern:

29

IR 04/2007

Walter Cadosch, Gruppenleiter,

Ilanz; Marco Sutter Gruppenleiter,

Thusis; Patrick Suter, Gruppenleiter,

Pontresina; Urs Hanselmann,

Bahnmeister Stellvertreter,

Landquart.


DAMALS VOR 30 JAHREN

30 IR 04/2007


PROTEST GEGEN DEN ERSTEN

STATIONSTRAKTOR

Von Gian Brüngger, Chur

Brief Kurhaus Surlej, Arosa

In Arosa spannten bereits bei der Betriebsaufnahme

am 12.12.1914 Fahrdrähte die

Gleisanlagen. Die Chur – Arosa Bahn lief von

Anfang an mit 2000 Volt Gleichstrom. Durch

den Ausbruch des Ersten Weltkrieges waren

die Verkehrszahlen sowohl im Personen- als

auch im Güterverkehr sehr bescheiden, weshalb

die bei Betriebsaufnahme vorhandenen

vier elektrischen Triebwagen BCFe 4/4 1 – 4

genügten. Die Übergänge von einem Zug zum

andern in Arosa waren so gross, dass für die

wenigen Rangieraufgaben ein Personentriebwagen

herangezogen werden konnte.

Ab Mitte der Zwanzigerjahre steigerte sich der

Verkehr, namentlich der Güterverkehr, sodass

die ChA in den Jahre 1929 und 1931 in zwei

Tranchen 15 Güterwagen beschaffte.

Mit der Inbetriebnahme von zwei neuen Personentriebwagen

BCFe 4/4 5 und 6 in den

Jahren 1925 und 1929 ist auch die elektrische

Ausrüstung der Triebwagen 1 – 4 erneuert

worden, namentlich die Triebmotoren, und

die Fahrdrahtspannung ist von 2000 auf

2400 V erhöht worden. Durch die Ablösung

der Pufferbatterien durch Quecksilberdampf-

Gleichrichteranlagen war es möglich mit zwei

Triebwagen in einem Zug zu fahren und so

grössere Anhängelasten nach Arosa zu befördern.

Dadurch entfi elen die grösseren Stilllager

von Triebwagen in Arosa, welche jederzeit

Güterwagen rangieren konnten. Die Direktion

entschloss sich, nachdem die Entlehnung

einer Dampfl okomotive G 3/4 der RhB nicht

vorteilhaft war, eine Benzinlokomotive zu

beschaffen.

Fündig wurden sie damals bei der Austro

Daimler Puchwerke in Wiener Neustadt in

Österreich.

Die Inbetriebnahme erfolgte im Sommer 1930.

Das Fahrzeug hatte eine Länge über Puffer von

4340 mm. Der Motor war in der Mitte und

trieb über zwei Ketten die beiden Triebachsen

an. Der Traktorführer stand in der Mitte des

Fahrzeuges neben dem Motor. Geschützt war

er nur durch ein leichtes Dach, das auf vier

31

IR 04/2007


Das Corpus delicti wie er sich 1953

dem Fotografen Joachim Grosser

präsentierte.

Rohrstangen auf dem Fahrzeug abstützte. Das

Fahrzeug konnte nur durch eine Handbremse

angehalten werden.

Der nicht schallgedämpfte Motor machte einen

Riesenkrach, was die Anwohner des Bahnhofes

zu einer Unterschriftensammlung bewog. In

einem Brief an die Direktion teilten sie ihren

Unmut über die lärmige Lokomotive mit.

Die ChA entschloss sich dann einen schallgedämpften

Auspuff anzuhängen, um so den

32 IR 04/2007

grössten Lärm zu verhindern. Später liess

man zum Schutz des Führers und des Benzinmotors

eine teilweise geschlossene Kabine

aufbauen.

Für die Bedienung des Traktors hatte die

Chur – Arosa Bahn eine Dienstvorschrift herausgegeben.


NEUES IN KÜRZE

Die Russen sind da!

Von Tibert Keller

In Domat/Ems fand am Sonntag, 14. Oktober 2007, die kantonale

Musikveteranentagung statt. Viele sind mit dem Zug nach Ems Werk

angereist, weil der Anlass mit über 400 Gästen in der benachbarten

Freizeitanlage ausgetragen wurde. Empfangen wurden die Gäste von

Russischen Armeeangehörigen, dargestellt durch die Emser Comedygruppe

Risadas. Weil die Hochperrons erst in Bau sind, erwartete die

Ankömmlinge eine unfreiwillige Fitnesseinlage.

Manöver in Alp Grüm

Von Moreno Gervasi

Streckenwärter Bruno Ferrari bei einem Rangiermanöver in Alp Grüm als

die Station mit einem neuen Asphalt-Belag erneuert wurde.

Dankeschön-Aktion

Von Patricia Demarmels

Am Montag, 22. Oktober 2007, war es endlich soweit: Der Umbau am

Bahnhof in Untervaz-Trimmis kann als abgeschlossen betrachtet werden.

Während der letzten Monate mussten die Pendler der umliegenden

Gemeinden einige Unannehmlichkeiten über sich ergehen lassen.

Für uns Grund genug, DANKE zu sagen! Den Pendlern wurden frisch

gebackene Gipfeli, Kaffee und Säftli verteilt. Die Überraschung am

Montagmorgen ist gelungen und ich danke allen Beteiligten für das

gute Gelingen.

Ziegelsteinkamin am Bahnhof Chur gesprengt

Von Sandra Beeli

Wir waren live dabei als das Churer Bahnhofsareal um eines seiner auffälligsten

Bauwerke ärmer wurde. Der 23 Meter hohe Ziegelsteinkamin

am Standort der ehemaligen SBB-Hauptwerkstätte an der Gürtelstrasse

wurde am 26. Oktober 2007 um 14.35 Uhr gesprengt.

33

IR 04/2007


Fotohalt auf dem berühmten Wiesnerviadukt.

V.l.n.r.: Beat Ryffel, Vizepräsident, Kanton GR; Fridolin Vögeli,

Gemeindepräsident Bergün; Andreas Bass, RhB; Erwin Rutishauser,

Präsident, RhB; Martin Aebli, Gemeindepräsident

Pontresina; Otmaro Beti, Gemeindevorstand Poschiavo; Oliver

Martin, BAK; Franziska Frei, Geschäftsstelle Verein.

Die rollenden «Kulturgüter» unterwegs…

Von Eugen Rohner

34 IR 04/2007

Einen nicht alltäglichen Sonderzug hat sich die Firma Grob aus Wattwil

für ihren Geschäftsausfl ug ausgesucht: «UNESCO-Lokomotive» und fast

alle historischen Wagen. Rund 220 Personen nutzten diese einmalige

Gelegenheit, um bei schönstem Herbstwetter unser Graubünden zu

entdecken. Die Fahrt führte von Landquart via Prättigau–Davos–Filisur–Albula

ins Engadin. Aufenthalt und Mittagessen im weltberühmten

St. Moritz. Die Rückreise erfolgte entlang dem jungen Inn und dem

Schweizer Nationalpark nach Susch und weiter durch den Vereinatunnel

ins idyllische Prättigau nach Landquart. Diese Rundreise wurde im

Kongresszentrum Forum Ried bei einem vorzüglichen Abendessen und

mit dem «Original Urnäscher Chammerorchester» abgeschlossen.

Vordadiert

Von Tibert Keller

An diesem Wagen ist das Revisionsdatum an beiden Seiten auf diese

zukunftsgerichtete Weise notiert. Die Korrektur eines Aufmerksamen

geht ziemlich unter.

Premiere für den Vorstand

Von Fränzi Frei

Am Freitag, 5. Oktober 2007, fand die erste Vorstandssitzung des

Vereins «UNESCO-Welterbe Rhätische Bahn in der Kulturlandschaft

Albula/Bernina» statt.


40 Jahre Bahnhofvorstand in Surava

Text von Patrick Schneider

Foto von Frau Höneisen

Sei es Schotter, Holz, Glas oder auch Zucker, mit jeder Art von Gütern

beschäftigt sich Reto Crameri auf dem verträumten, kleinen Bahnhof

in Surava seit nunmehr als 40 Jahren.

Am 31. Oktober 1967 nämlich stand er zum ersten Mal an den Gleisen

im Albulatal. Der Einsatz war kein selbstgewählter, im Gegenteil, ins

Albulatal wollte der gebürtige Puschlaver ganz und gar nicht. Doch

überrascht von sich selber gefi el es ihm so gut, dass er sich nach

einigen Monaten um die Stelle als Bahnhofvorstand bewarb, als der

bisherige Stationsvorsteher pensioniert wurde. Als 21-Jähriger wurde er

zum damals jüngsten Stationsvorsteher der Rhätischen Bahn gewählt.

Und noch heute ist die Bahn und primär der Güterverkehr seine grosse

Leidenschaft. Mit viel Verantwortungs- und Pfl ichtgefühl für seinen Job

als wäre es der erste Tag.

Gratulation zu 40 Jahren Bahnhof Surava.

PSI präsentiert Anzeiger der Rhätischen Bahn auf der

Railtec in Dortmund

Vom 12.–14. November 2007 stellte die PSI Transcom GmbH auf der

bahnwirtschaftlichen Fachmesse Railtec erstmals das Kundeninformationssystem

(KIS) der Rhätischen Bahn einem internationalen Fachpublikum

vor.

Zahlreiche Gäste, Aussteller und Fachbesucher, darunter auch die Deutsche

Bahn AG, informierten sich am Stand der PSI und zeigten sich

von der innovativen Technologie, der fl exiblen Oberfl ächengestaltung

und dem äußerst ansprechenden Stelendesign begeistert.

Mit ihrem KIS-Projekt konnte PSI somit einen wichtigen Beitrag dazu

leisten, neue Impulse für die Mobilität der Zukunft in Deutschland und

Europa zu setzen.

Bündner-Sieg am login Sporttag

Von Walter Järmann

In login-Agenden ist alljährlich im September der Termin ‚Sporttag’

eingetragen. Heuer ist dieser – notabene von Lernenden organisiert – in

Murten durchgeführt worden. Gut 240 Lernende aus der Deutschschweiz

liessen es sich nicht nehmen, sich in den Disziplinen Volleyball und

Unihockey zu messen und den Tag im login-Netzwerk zu geniessen und

Beziehungen zu pfl egen.

Unsere Landquarter Polymechaniker-Lernenden Martin Joss, Christian

Hartmann, Sergio Abreu, Marc Giger, Kai Takahashi und Orlando Moritzi

hoben ab und setzten sich konsequent durch. Sie siegten souverän im

Unihockeyturnier. Beim Volleyballturnier standen auch zwei Bündner

Logianer auf dem Podest. In einem überkantonalen Team mit Luisa

Wenk und Pascal Fehr, Lernende Kaufl eute, erspielten sie sich geschickt

den bronzenen Preis. Herzliche Gratulation!

35

IR 04/2007


Stolze Empfänger des Prix Vélo 2007 für einen «fl ächendeckenden

Velotransport»: Werner Glünkin, Leiter Fachstelle

öffentlicher Verkehr Graubünden; Manfred Kürschner, Regionalleiter

PostAuto Graubünden.

Die Rekogruppe am Umsteigeort Zernez. V.l.n.r. Paul Stopper

(FöV), Walter Anderau (Präsident Kloster Müstair), Hannelore

Hofer (TO Engadin St. Moritz), Hans Peter Danuser (CEO KV

St. Moritz), Albi Glatt (Vermarktung/Verkauf), Willy Hochstrasser

(Berater), Peider Härtli (RhB).

PostAuto mit RhB-Heckträgern unterwegs …

Text von Andreas Tinner und Peider Härtli

Bild von Kurt Willi

36 IR 04/2007

RhB und PostAuto machen gemeinsame Sachen! Im Engadin, Bergell,

Puschlav und Münstertal sowie in der Surselva sind die Postautos

bereits fl ächendeckend mit den bewährten Heckträgern ausgerüstet.

Die übrigen Regionen folgen bis Sommer 2008. Der Heckträger ist ein

massgeschneidertes Produkt, das in enger Zusammenarbeit mit der

Rhätischen Bahn entwickelt und in unserer Werkstätte in Landquart

angefertigt wurde. Damit stehen die Chancen gut, dass die RhB auch

die restlichen Heckträger erstellen darf. Die Kantonale Fachstelle für

öffentlichen Verkehr begrüsst natürlich solche Initiativen von Bahn und

Bus. Somit ist die RhB nicht ganz «unschuldig» an der Verleihung des

Prix Vélo 2007 an PostAuto Graubünden.

Reko Reise nach Venedig

Text von Peider Härtli

Bild von Walter Finkboner

Im Rahmen des touristischen Projekts Venice – St. Moritz Tour hat die

Arbeitsgruppe vom 15. bis 18. Oktober 2007 eine Reko Reise von Landquart/St.

Moritz via Zernez – Mals – Bolzano nach Venedig unternommen.

Ziel der Reko-Reise war, die Fahrt im Masstab 1:1 zu erleben, offene

Fragen bezüglich Umsetzung zu besprechen, bzw. unterwegs konkret

zu thematisieren, perönliche Kontakte im Sinne der Netzwerkpfl ege zu

knüpfen, Präsentation des Projekts bei verschiedenen Partnern und im

Rahmen von Medienkontakten. Mit vielen Impressionen ist die Arbeitsgruppe

zurückgekommen; für einen erfolgreichen Start gibt es allerdings

noch einiges zu tun. Um das Angebot möglichst einfach kommunizieren

zu können sollte primär eine Lösung für ein durchgehendes Ticket

St. Moritz – Venedig gefunden werden.


Fotoshooting Team Ems-Grivory

Von Sandra Beeli

Anlässlich der Produktion ihrer Weihnachtskarte 2007 suchte das Team

von Ems-Grivory ein spezielles Sujet, das auch die Symbolik «Mit Volldampf

in die Zukunft» aufzeigt.

Ohne Berührungsängste posieren sie mit der Dampfl ok Nr. 107 für den

Fotografen Pit Wolf.

LOKI-Magazin

Von Eugen Rohner

Gian Brüngger, unser wandelndes «Lexikon», hat wieder einmal zugeschlagen!

Vergangenen September stellte er sein neuestes Werk vor:

den Bildband «Das Rhätische Krokodil Ge 6/6 I». Die weltweit wohl

berühmteste Schmalspurlokomotive der Rhätischen Bahn verdankt

ihren Beinamen der typischen Form mit den beiden Vorbauten. Nebst

zahlreichen Aufnahmen von 1921 bis zur Gegenwart kann der Leser aber

auch viel Spannendes über die C’C’ erfahren. Anhand vieler, zum Teil

noch unbekannter Fotos und Zeichnungen wird ein reichhaltiger Eindruck

über die damals stärkste Lokomotive der Alpen vermittelt.

Anlässlich einer Medienfahrt wurde die Sondernummer von «LOKI Spezial»

in Malans vorgestellt. Unser Bild vermittelt einen Eindruck von der

ausgelassenen Stimmung am Bahnhof Malans.

������������������������������������������������������������������������� �� ���

�����������������������������������������������������������������������������������

����� �������

�������������

���� ���

������ ������������

37

IR 04/2007

������������������������������������������������������������������������������������������

�������������������������������������������������������������������������������


V.l.n.r.: Carlo Crameri, Willy Dorsa, Christian Ticar, Danilo Del

Simone, Franco Andreazzi, Eugen Cantieni, Alberto Battilana.

Zur Zeit abwesend: Luzia Fricker, Daniel Walti, Diego Isepponi.

Blickfang beim neuen Gebäude der Chemins de fer du Kaeserberg

in Granges-Paccot.

Grillparty des Zugpersonals

Von Christian Ticar

38 IR 04/2007

Erstmals im 2007 trafen sich alle Zugbegleiter des Depot Poschiavo

zusammen mit den beiden «Chef’s» Danilo Del Simone und Eugen

Cantieni zu einem gemeinsamen Grillplausch. Ziel dieses Anlasses war,

sich gegenseitig besser kennen zu lernen, wie auch das gemütliche

Zusammensein zu pfl egen.

Carlo und Franco verwöhnten die Anwesenden mit einem feinen Nachtessen,

von Danilo gab es die neusten Infos über die Zuschläge «Trenino

rosso», zum Anstossen gab es auch «Vino rosso»

Die letzte Fahrt der 212

Von Peider Härtli

Bild Rico Fuchs

Erste Korrespondenzen gehen auf das Jahr 2005 zurück. Marc Antiglio

suchte für sein Museum mit integrierter Modellbahn (Originalton Hans

Wägli: «möglicherweise nicht die grösste, aber sicher die schönste

Modellbahn auf dieser Erde») in Granges-Paccot bei Fribourg einen

Blickfang vor dem Haupteingang. Über verschiedene Kanäle hat Hans

Wägli seine Fühler ausgestreckt, um bei der RhB fündig zu werden: Die

Ge 2/4 212 wäre das richtige Gefährt waren sich alle Beteiligten einig.

Nachdem sich auch die RhB sehr kooperativ zeigte, wurde die gute alte

Lok – statt auf den Schrotthaufen – liebevoll in Stand gestellt und der

Stiftung Fondation Marc Antiglio, Les chemins de fer du Kaeserberg,

übergeben. Am 18. Oktober fand nun die letzte grosse Reise der 212

von Landquart nach Fribourg statt.


POST AUS DEM

BUNDESHAUS

Grillparty des Zugpersonals

Von Christian Ticar

Erstmals im 2007 trafen sich alle Zugbegleiter des Depot Poschiavo

zusammen mit den beiden «Chef’s» Danilo Del Simone und Eugen

Cantieni zu einem gemeinsamen Grillplausch. Ziel dieses Anlasses war,

sich gegenseitig besser kennen zu lernen, wie auch das gemütliche

Zusammensein zu pfl egen.

Carlo und Franco verwöhnten die Anwesenden mit einem feinen Nachtessen,

von Danilo gab es die neusten Infos über die Zuschläge «Trenino

rosso», zum Anstossen gab es auch «Vino rosso»

Die letzte Fahrt der 212

Von Peider Härtli

Bild Rico Fuchs

Erste Korrespondenzen gehen auf das Jahr 2005 zurück. Marc Antiglio

suchte für sein Museum mit integrierter Modellbahn (Originalton Hans

Wägli: «möglicherweise nicht die grösste, aber sicher die schönste

Modellbahn auf dieser Erde») in Granges-Paccot bei Fribourg einen

Blickfang vor dem Haupteingang. Über verschiedene Kanäle hat Hans

Wägli seine Fühler ausgestreckt um bei der RhB fündig zu werden: Die

Ge 2/4 212 wäre das richtige Gefährt waren sich alle Beteiligten einig.

Nachdem sich auch die RhB sehr kooperativ zeigte, wurde die gute alte

Lok – statt auf den Schrotthaufen – liebevoll in Stand gestellt und der

Stiftung Fondation Marc Antiglio, Les chemins de fer du Kaeserberg,

übergeben. Am 18. Oktober fand nun die letzte grosse Reise der 212

von Landquart nach Fribourg statt.

39

IR 04/2007


EXKURSION AN DIE TTW

Von Martina Sütterlin und Susanna Denoth

Am 25. Oktober 2007 war es endlich soweit,

die Bahnbetriebsdisponenten des 3. Lehrjahres

starteten um 05.13 Uhr in Chur Richtung

Montreux. Ab Zürich hatten wir einen Extrazug,

in dem von der SBB Gipfeli und Kaffee für

die Besucher der Tourismusfachmesse (TTW)

spendiert wurden. Nach 41/2 Stunden Reise

trafen wir in Montreux ein.

Am TTW fanden Workshops zu verschiedenen

Themen statt, so wurden zum Beispiel Züge

wie der CityNightLiner und der Cisalpino von

den SBB präsentiert, ein neues Reservationssystem

von Hotelplan vorgestellt und

«Wie sparen wir Energien?» von MyClimate

aufgezeigt.

Zwischen den Workshops durften wir natürlich

auch frei die vielen Stände an der Messe

besuchen. Es präsentierten sich Firmen der

Tourismusbranche wie zum Beispiel Kuoni,

40 IR 04/2007

Hotelplan, Europcar, Zürich Flughafen darunter

auch viele Reisebüros und Fluggesellschaften

von ganz Asien mit schönen und kreativen

Ständen.

Gegen Abend ging es zur Jugendherberge, wo

wir übernachteten. Nach dem Zimmerbezug

gingen wir individuell Nachtessen und trafen

uns später im Hotel Palace zur TTW-Party. Die

noble Party war nur für die Besucher der TTW

organisiert worden.

Am nächsten Tag war für uns Lehrlinge ein

ganztägiger Workshop angesagt. Zwei Referentinnen

erzählten uns über ihre Tourismus-

Karrieren. Später folgte ein sehr interessanter

Vortrag zur Vorbereitung der LAP.

Leider waren die zwei Tage viel zu schnell

vorbei und wir traten am 26. Oktober 2007

schon wieder unsere Rückreise an. Wir haben

diese Exkursion genossen und es war

lehrreich einmal an einer solchen Fachmesse

teilzunehmen.


03.10.2007 – EIN FEIERTAG

Von Markus Cadosch

03-10-07 – nein dies ist keine neue Loknummer,

es ist das Datum, an welchem die

vertiefte Zusammenarbeit zwischen der Rhätischen

Bahn und login in einem speziellen

Anlass gefeiert wurde. Dazu gab es, quasi als

«Verlobungsgeschenk», noch eine spezielle

Überraschung: Die Ge 4/4 611 (Landquart) ist

seit diesem Tag nicht mehr im schmucken RhB-

Rot, sondern login-Gelb und mit Sujets aus der

Lehrlingsausbildung unterwegs. Sie ist eine

Botschafterin, welche die gute Zusammenarbeit

zwischen RhB und login unterstreichen

und zugleich den jungen Leuten im Kanton

Graubünden eine Lehrstelle im spannenden

Umfeld des öffentlichen Verkehrs schmackhaft

machen soll.

Der Eröffnungsanlass stand denn auch im

Zeichen der Jugend. Ansprachen wurden zwar

von den Verantwortlichen der RhB und von

login gehalten, welche natürlich in ihrer Denkweise

immer noch sehr jugendlich sind. Rein

vom biologischen Alter her waren sie aber der

login-Zielgruppe deutlich entwachsen. Durch

den Anlass hindurch führte aber mit sicherem

Auftreten als «Moderator» der login-Lernende

Christoph Pfi ffner. Sollte Thomas Gottschalk

jemals einen Nachfolger für seine Sendung

«Wetten dass …?» brauchen, der Nachwuchs

wäre bereit!

Nach den diversen Festreden wurden die Gäste

dann an die Gleise der RhB und der SBB geführt.

Hier wartete der Höhepunkt des Tages:

mit einem spektakulären Durchbruch durch ein

aufgehängtes Plakat wurde die Lok 611 an die

staunende Gästeschar herangefahren. Unter

grossem Beifall wurde sie empfangen und mit

einem eigens für diesen Anlass geschriebenen

Rap von den bei der RhB und der SBB beschäftigten

login-Lernenden begrüsst. Anschliessend

stellten sich die stolzen jugendlichen

Taufpaten aus den verschiedenen Lehrberufen

vor «ihrer» Lok auf und vollzogen den Taufakt

standesgemäss mit Mineralwasser!

Zu einer richtigen Taufe gehören aber natürlich

noch weitere Ehrengäste! Und so wurde als

nächste Überraschung gleich noch das Pendant,

quasi die «grosse Schwester», an den

Festort beordert. Auf dem Streckennetz der

SBB verkehrt eine Re 460 mit dem login-Sujet.

Extra für diesen Anlass machte sie ihre Aufwartung

in Landquart und zeigte so eindrücklich

die Vernetzung des öffentlichen Verkehrs auf!

Für die Kunden hört der öffentliche Verkehr

nicht einfach in Chur mit dem Ende der SBB-

Strecke auf, im Gegenteil: mit hervorragendem

Kundendienst wird jeder einzelne Fahrgast zuverlässig

an sein Ziel geführt. Eine Dienstleistung,

welche den Lernenden seit dem Beitritt

der RhB zum Ausbildungsverbund login noch

vertiefter mitgegeben wird. Die RhB als führende

Dienstleisterin im touristischen Transportwesen,

wird ihr Wissen und ihre Qualität

im Kundendienst in die Ausbildung einbringen

können. Gleichzeitig werden die Lernenden

aber auch immer die Gelegenheit haben über

den «Gartenzaun» hinwegzuschauen und den

öffentlichen Verkehr in der Schweiz als Ganzes

zu sehen und zu erleben.

Diese Kernaussage wurde von den Referenten,

Christoph Spöring, Geschäftsführer login, und

Erwin Rutishauser, Direktor der RhB, auch

deutlich hervorgehoben.

41

IR 04/2007

Vorstellung der einzelnen

Lehrplätze.


HOFER BSW

login der Ausbildungsverbund in der Welt des Verkehrs

Mit Ihrem Engagement öffnen Sie den

Lernenden von login die Tür zur Welt des

Verkehrs. Wir wünschen Ihnen, dass

auch Ihr Tor zu Glück, Gesundheit und

Erfolg im neuen Jahr weit offen steht.

Frohe Festtage und einen guten Rutsch!


Um die Wichtigkeit des Anlasses zu unterstreichen,

machte auch noch Regierungsrat

Claudio Lardi seine Aufwartung. Er unterstrich

die Wichtigkeit einer guten Ausbildung für die

Zukunft der Jugendlichen.

Nach dem offi ziellen Festakt wurde die Theorie

gleich in die Praxis umgesetzt und die «login-

Lok» mit einem speziellen Extrazug auf die

Reise geschickt. Dank hervorragender Vorarbeit

der RhB-Netzplanung (herzlichen Dank an

Heinz Zwicky), konnten kurz nach 13:00 Uhr

Schüler aus Landquart und Umgebung den

bereitstehenden Zug besteigen und mit diesem

nach Chur fahren. Als spezielle Überraschung

gesellte sich Höhe Zizers für kurze Zeit die

SBB-Lok hinzu und sorgte so für einen tollen

Moment für die überraschten Schüler und ein

seltenes Motiv für die bereitstehenden Fotografen.

Eine Parallelfahrt zweier login-Loks auf

diesem Streckenabschnitt wird es wohl nicht

mehr so schnell geben.

Der 03.10.2007 wird bestimmt allen Beteiligten

noch lange in guter Erinnerung bleiben!

Parallelfahrt der beiden Lokomotiven

im neuen Kleid.

Bild: Sandro Triacca

43

IR 04/2007


NATIONALER TOCHTERTAG AM

8. NOVEMBER 2007 BEI DER RhB

Bereits zum siebten Mal fand der Nationale Tochtertag am 8. November 2007

statt. Mädchen der 5. bis 7. Schulklasse begleiteten ihren Vater, ihre Mutter

oder eine andere Person während eines Arbeitstages. Nicht anders natürlich

bei der RhB. Insgesamt 26 Töchter und 7 «Stieftöchter» haben ihre Väter oder

Stiefväter bei der RhB in den verschiedensten Bereichen begleitet.

Die Redaktion war dabei.

Hier ein paar Eindrücke von vier verschiedenen Mädchen.

Flavia Meuli, 11

Was hat dir am Tochtertag am besten gefallen?

Mir hat eigentlich alles sehr gut gefallen!!!

Könntest du dir vorstellen, in diesem Betrieb

zu arbeiten?

Ja, weil ich fi nde diesen Beruf sehr lustig und

spannend.

Was wirst du nie mehr vergessen?

Alles werde ich nie mehr vergessen

Du hast heute viele neue Menschen kennen

gelernt. Hat dich eine Frau oder ein Mann

besonders beeindruckt? Weshalb?

Nein, alle haben mich beeindruckt!

Würdest du den Tochtertag andern Mädchen

weiterempfehlen? Falls ja, warum? Falls nein,

warum nicht?

Ja, weil ich fi nde diesen Tag sehr spannend,

so kann man einmal schauen, was der Vater

den ganzen Tag tut.

Hier hast du Platz für deine ganz persönliche

Bemerkung zu diesem Tag.

Ich fand diesen Tag sehr spannend und hoffe,

dass es diesen Tag weiterhin geben wird!

Livia Litscher, 12

44 IR 04/2007

Was hat dir am Tochtertag bis jetzt am besten

gefallen?

Das Zugfahren und Papa.

Könntest du dir vorstellen, in diesem Betrieb

zu arbeiten?

Kann ich nicht sagen.

Was wirst du nie mehr vergessen?

Dass wir einen Dachs gesehen haben.

Du hast heute viele neue Menschen kennen

gelernt. Hat dich eine Frau oder ein Mann

besonders beeindruckt? Weshalb?

Ja ein Mann, weil er nett ist und ein Foto von

mir und meinem Papa gemacht hat.

Würdest du den Tochtertag andern Mädchen

weiterempfehlen? Falls ja, warum? Falls nein,

warum nicht?

Ja, weil es ein interessanter Beruf ist.

Hier hast du Platz für deine ganz persönliche

Bemerkung zu diesem Tag.

Dass wir einen Dachs sahen war toll! Es war

auch schön, dass ich am Morgen ausschlafen

konnte und am Abend spät ins Bett musste

und dass ich schulfrei hatte!


Corina Müller, 11

Könntest du dir vorstellen, in diesem Betrieb

zu arbeiten?

Ja, könnte ich mir vorstellen.

Was hast du heute schon alles gemacht evtl.

selber?

Ich habe gemeinsam mit meinem Vater ein

Schienenprofi l und Fotos angeschaut. Wir haben

auch eine Gleisumbaumaschine genauer

unter die Lupe genommen.

Warum machst du beim Tochtertag mit?

Weil ich es spannend fi nde zu schauen, was

mein Vater so den ganzen Tag tut und ich

dadurch neue Einblicke in die RhB erhalte.

Sollte es nach deiner Meinung auch einen

Sohntag geben?

Ja, ich fi nde schon, weil die Jungs wissen

genauso wenig über solche Berufe wie wir

Mädchen.

Machen deine Kolleginnen auch beim Tochtertag

mit?

Ja, ein paar schon, aber nicht alle.

Wer hat dich auf den Tochtertag aufmerksam

gemacht?

Meine Schwester hat auch schon mitgemacht

und dadurch wollte ich auch mal mitmachen.

Würdest du den Tochtertag anderen Mädchen

weiterempfehlen?

Ja, es lohnt sich auf jeden Fall! So bekommt

man einen neuen Einblick in Berufe, die man

nicht so kennt.

Priska Hannemann, 11

Was hat dir am Tochtertag bis jetzt am besten

gefallen?

Am besten hat mir gefallen unter die Wagen

zu gehen, um den Zug mal von unten her zu

beobachten. Die Fenster zu reparieren hat mir

auch sehr Spass gemacht.

Könntest du dir vorstellen, in diesem Betrieb

zu arbeiten?

Weiss nicht, kann ich noch nicht beurteilen, evtl.

wenn ich älter bin kann ich es abschätzen.

Was hast du heute schon alles gemacht evtl.

selber?

Ich durfte die Schrauben anziehen bzw. lösen

und wegnehmen und daraufhin die Stühle

wegschaffen.

Was habt ihr heute sonst noch spannendes

getan?

Wir haben diverse Arbeiten an verschiedenem

Wagenmaterial durchgeführt. Später ist meine

Kollegin mich besuchen gekommen und

darauf sind wir in der Werkstatt ein bisschen

herumgezogen.

Warum machst du beim Tochtertag mit?

Ich habe letztes Jahr auch schon mitgemacht

und es macht sehr viel Spass meinen Vater

einen Tag lang zu begleiten um zu schauen

was er den ganzen Tag leistet.

Sollte es nach deiner Meinung auch einen

Sohntag geben?

Nein! :-|

Machen deine Kolleginnen auch beim Tochtertag

mit?

Ein paar, nicht alle.

Wer hat dich auf den Tochtertag aufmerksam

gemacht?

Wir haben uns in der Schule mit diesem Thema

auseinandergesetzt.

Würdest du den Tochtertag anderen Mädchen

weiterempfehlen?

Ja, auf jeden Fall, es lohnt sich! Man bekommt

einen Einblick in «maskuline» Berufe,

die uns Mädchen an und für sich nicht so

interessieren.

45

IR 04/2007

Die fl iegende Reporterin Diva

Deplazes (links) besucht Priska

Hannemann bei ihrem Vater.


PERSONALCHRONIK

VOM 2. SEPTEMBER – 1. DEZEMBER 2007

46 IR 04/2007

Eintritte Christoph Benz als Lokführer, Samedan

Piotr Caviezel als Leiter Produktmanagement, Chur

Giancarlo D’Auria als Zugbegleiter, Samedan

Fabian Denoth als Spezialmonteur, Samedan

Urban Derungs als Gleismonteur, Ilanz

Marcel Eggenberger als Lokführer, Samedan

Brigitte Flück als Sachbearbeiterin, Chur

Ulrich Grass als Spezialhandwerker, Landquart

Claudia Greuter als Fahrdienstleiterin, Landquart

Guido Koch als Leiter Dienstbereich, Landquart

Simon Rageth als Mitarbeiter Unternehmenskommunikation, Chur

Nuria Selma als Zugbegleiterin, Samedan

Nachträge Jacques Hefti als Leiter Vertrieb und Marketing, Chur (01.09.2007)

Raphael Putscher als Betriebsangestellter, GUZO Samedan (01.09.2007)

HERZLICH WILLKOMMEN!

Austritte Herbert April Leiter Betrieb, Landquart

Simone Crameri Spezialhandwerker, Samedan

Gertrud Euchner Kaufmännische Angestellte, Chur

Islam Gharib-Huber Kondukteur, Disentis/Mustér

Claudio Lanicca Auftragsleiter, Landquart

Ana Maria Reis Sousa Dos Santos Raumpfl egerin Aushilfe, Chur

Joel Schäfl i Leiter Bahnhof, Pontresina

Andreas Schena Sachbearbeiter, Landquart

Manuela Solèr Bahnbetriebsdisponentin Aushilfe, Davos Platz

Rolf Sonder Chefmonteur, Samedan

Alberto Spada Lernender Bahnbetriebsdisponent, Thusis

Roman Täschler Kondukteur, Samedan

Sergio Zanetti Leiter Güterverkehr, Landquart

ALLES GUTE FÜR DIE ZUKUNFT!


Pensionierungen Sigisbert Cavegn Zugführer, Disentis/M.

Franz Egger Leiter Fachbereich, Chur

Bruno Menghini Bahnmeister, Poschiavo

Silvio Pappa Gleismonteur, Landquart

Rubio Benito Torres Wagenreiniger, Chur

Christian Walther Gleismonteur Ilanz

ALLES GUTE IM RUHESTAND!

25 Dienstjahre Horst Baumgartner Visiteur, Landquart

Flavio Crivelli Bahnmeister Stv., Davos Platz

Eduard Luzi Rangiermeister, Samedan

Michelangelo Macri Gleismonteur, Landquart

Reto Putzi Bahnmeister, Landquart

Erwin Rageth Sachbearbeiter, Chur

Ugo Raselli Spezialhandwerker, Poschiavo

Dusan Sikmann Gleismonteur, Landquart

40 Dienstjahre

47

IR 04/2007

HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH!

Hans Gansner

Betriebsangestellter,

Davos Platz

HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH!


RhB IN-TEAM

48 IR 04/2007

28.09.2007 Hans-Jörg Demarmels, Projektleiter, Landquart, mit Carmen Cadetg

28.09.2007 Nadine Ritter, Sachbearbeiterin, Chur, mit Thomas Kalberer

31.08.2007 Riccarda, des Urs Hugentobler, Leiter Güterumschlagszentrum, Samedan

07.09.2007 Janis, des Kurt Riederer, Lokführer, Landquart

18.09.2007 Leonie, des Daniel Grünenfelder, Leiter HR, Chur

23.09.2007 Luke, des Fabian Denoth, Spezialmonteur, Samedan

31.10.2007 Mandy, des Jose Oliveira Franclin, Wagenreiniger, Landquart

06.11.2007 Leonardo, des Macela de Figueiredo, Wagenreiniger, Samedan

08.11.2007 Jessica, des Andreas Ender, Lokführer, Landquart

11.11.2007 Mia, des Armin Portmann, Lokführer, Scuol-Tarasp


SPONTAN

Aldo Bellasi

Leiter P-Region

Davos/Albula

Davos Platz

Ihre spontane Meinung ...

Patricia Demarmels

Leiterin P-Region Agglo

Chur/Surselva

Chur

… zur Chance der Schweizer Fussballnati an der EM 2008?

Ein 1. Platz, wenn der HCD spielen würde

*grins*. Nun aber seriös, ich hoffe

auf eine gute Platzierung im Mittelfeld.

Dank dem Heimvorteil und dem euphorischen

Publikum (kommt schon noch!),

schaffen wir es in die Halbfi nals.

… zu den Eisenbahnstreiks in Deutschland und Frankreich?

Schadet der Wirtschaft und dem Image

der DB und SNCF. Gespräche führen

zum Ziel und Poltern verhärtet die

Fronten.

… zu unserem Angebot «Führerstandfahrten»?

Ein wirklich tolles Produkt, das bestimmt

bei unseren Eisenbahnfreunden

Anklang fi nden wird.

… zur Info-Retica?

Eine sehr informative und unterhaltende

Mitarbeiterzeitung. Freue mich auf

jede neue Ausgabe.

Mit einem lieben Menschen. Mehr verrate

ich nicht und natürlich mit dem

Redaktionsteam von der InfoRetica.

Durch solche Aktionen verliert der öV

an Kundschaft und Image.

Tolles Angebot, das bestimmt eine

hohe Nchfrage geniesst.

Sehr informativ und ansprechend

– weiter so!

… mit wem würden sie gerne ein feines Essen im Gourmino geniessen?

Mit meinem Partner und Freunden.

49 IR 04/2007

Eric Wyss

Leiter P-Region Engadin

St. Moritz

Ich hoffe, dass eine gute, faire Stimmung

im Publikum unsere Mannschaft

zu Höchstleistungen treibt und die Euro

08 zu einem fantastischen Fussballfest

wird.

Streik ist ein Druckmittel, welches

schlussendlich den öV und seine Mitarbeitenden

in einem schlechten Licht

erscheinen lässt.

Ein interessantes Angebot. Ich bin gespannt,

wie es am Markt aufgenommen

wird.

Informativ, sympathisch, ich lese sie

sehr gerne.

Mit meiner Frau.


WORTSPIEL

von Heinz Maurer, Kondukteur, Chur

Per Bahn durch europa: Chur–Jenbach

50 IR 04/2007

M A I S C H W A R Z H C A Z R A W H C S R A P E H

B G D K C U R B U A D N I W F G N I L R E G S B O

R R N A W K E N N E L B F O I R G O E L R C I R C

I U I H O R C H E N J I U E E N O I E I H S A U H

X B U X G H C U P F E T S R B E B D S E C E M C F

L Z A U E R E I R B R A C G E T A T N H F F G L I

E L H G V N D O E B L E H N A T R A O E L T N G L

G A G R N U N R E T R K W X R E U F R A T I I R Z

G S I E A I B E S L U E E R H U S K A L B S L E E

Z U A N B R L N T C T N T C R H T S U N R A E O N

E L U A U O E L H T H N O T O A U R N N O X R W E

L Z T N L F B L O O A L U F I A F A D G D I E M H

L A N D R F F N P G Z R E K R M H P G O S L G O T

R U I A L I E F T T U N A H I O P F R N E N C G E

E L W U L N G L I A E B C T J F B A U H I H R N B

T T O Z H A X K D M R R T O A E S Z E G F T I A S

S R E A R E U I F E I E H F B E N U L I M N E G L

N U H T N N H B R K N A F U I S B B E A G R Z O E

E S E G E C Y U E B N E H R S Z U L A D S E R E N

U N I D S N A Z W N N P G G T A D J H C S B O L D

M N I E T S N U A G I V W I E S E N U A H I L F E

S E I R G R E B H C R I K H A L L E I N E F R E W

JENBACH

KIRTZB. KAMM

HAHNEN

AM SEE

ZELL

-ABTENAU

GOLLING

MUENSTER -WIESING KITZBUEHEL BRUCK -FUSCHL KUCHL

BRIXLEGG WIESEN SCHWANG-OBERDORF GRIES IM PINZGAU BAD VIGAUN

RATTEN BERG-KRAMSACH ST. JOHANN IM TIROL TAXEN BACH-RAURIS HALLEIN

KUNDL GRIES WIRT ESCHENAU PUCH -OBERALM

WOERGL FIEBERBRUNN LEND ELSBETHEN

BRUCK HAEUSL PFAFFEN SCHWENDT SCHWRZACH -ST. VEIT SBG. SUED

HOPFGARTEN HOCHFILZEN

ST. IM PONGAU

JOHANN

SBG.

AIGEN

HOPFG. LIFT

BERG HUETTEN

BERGHUETTEN

MITTER

SBG.

PARSCH

WINDAU LEOGANG BISCHOFSHOFEN

SBG.

GNIGL

WESTENDORF

LEOG. BERGE

STEIN PFARRWERFEN

HBF

SALZBURG

BRIXEN IM THALE SAALFELDEN WERFEN

KIRCHBERG IM TIROL GERLING IM PINZGAU TENN ECK

SCHWARZ SEE MAIS HOFEN-SAALBACH SULZAU

Achtung! In der Wortliste Unterstrichenes ist im Buchstabengitter nicht aufgeführt


74. SVSE Schweizermeisterschaften Alpin / Langlauf

Vom 11. - 14. März 2008 organisiert der

Eisenbahnersportverein (ESV) Rätia die

74. SVSE Schweizermeisterschaften Alpin /

Langlauf in Davos.

Die alpinen Wettkämpfe werden im

Skigebiet Jakobshorn ausgetragen. Die

nordischen Wettkämpfe werden auf der

Flüelaloipe ausgetragen.

Wir erwarten gegen 200 Sportler die sich

beim Riesenslalom, Slalom und im Langlauf

messen, um den Schweizermeister/In der

Eisenbahner zu erküren.

Programm

Dienstag, 11. März 2008

Regionales Eisenbahnerrennen Jakobshorn

Mittwoch, 12. März 2008

Riesenslalom Jakobshorn

Donnerstag, 13. März 2008

Slalom Jakobshorn

Staffellanglauf Bünda

Freitag, 14. März 2008

Einzellanglauf Bünda

Skichilbi mit Rangverkündigung

Gesucht: Helferinnen und Helfer

Um diesen Anlass erfolgreich durchführen zu können, sind wir auf zahlreiche Helfer/innen

angewiesen.

An deinem Einsatztag erhältst du eine Gratistageskarte und eine Gratisverpflegung im

Restaurant.

Vorgesehen ist, nach getaner Arbeit (irgendwann im Frühsommer 08) allen Helferinnen und

Helfern mit einem Essen danke zu sagen.

Interessenten melden sich bitte bis 31.12.2007 bei

Aldo Cortesi, Wildenerstrasse 8, 7270 Davos Platz

Tel 081 413 67 03 Mail aldo.cortesi@freesurf.ch

Weitere Informationen können online über www.esvraetia.ch aufgerufen werden.


���������������

����������

�������������

�����������������

�������������������

RAILSHOP �������������������

����������������������������������������������������������

���������������������������� ���� ����

������������������������������������������������

���������������������������

��������������������������� ���������

���������������������������������������������

����������������������

������������� ���� ����

��������������������������������������������

��������������������������� ���� ����

���������������������������������

����������������������������������

������������������������������������������

���������������������� ���� �����

��������������������������������

�������������������������������� ���� ����

���������������������������������

����������������������������������

����������������������� ���� ����

�������������������������������������

����������������������� ���� ����

������������������������������������

���������������������������������� ���� ����

��������������������������������������������������

�����������������������

������������������ ���� ����

���������������������������������������������

������������������������

���������������������������������

����������������������������������

������������� ���� �����

�����������������������������������������������

�������������������������������������������������

��������������������������������������������

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine