Buch Grünewald

webbewerb2010.de

Buch Grünewald

18

Marco F., Lucas &

Kevin D.

Ma’alot

Der jüdische Künstler

Dani Karavan gestaltete das

Denkmal „Ma’alot“ am Heinrich-

Böll-Platz an der Philharmonie über dem

Rhein von 1980 bis 86. Ma’alot heißt „Stufen”

auf Hebräisch und bezieht sich auf die Psalmen 120

bis 134 im Alten Testament. Es besteht aus verschiedenen

Teilen und Materialien, z. B. einem Turm mit 6 dunkel- und hellgrauen

Stufen und schmalen Öffnungen und einer Schiene, die

zum Turm führt und von dort weiter nach Köln-Deutz weist, von

wo aus viele Menschen unter dem Nazi-Terror in die Konzentrationslager

deportiert wurden. Der 6-stufige Turm erinnert an

einen KZ-Wachturm und an die 6 Millionen damals ermordeten

Juden. So ist das Denkmal Ma’alot zugleich ein Mahnmal. Auf

dem Platz wiederholen 6 hell- und dunkelgraue Kreise, die einer

Zielscheibe ähneln, das Zahlenmotiv. Die Treppen zum Rhein mit den

Wasserspielen gehören ebenfalls zum Kunstwerk – wie auch die Baumgruppen

– und erinnern an das Wasserschöpfen am Laubhüttenfest.

Davidstern

Kölner Mädchen und Jungen entdecken jüdische Spuren… Kommt mit!

Der Davidstern hat eine lange jüdische Tradition und ist ein

wichtiges religiöses Symbol. Seit Israels Staatsgründung im

Mai 1948 ist er in blauer Farbe auf blau-weißem Grund, der an

einen Gebetsschal erinnert, auf der Staatsflagge zu sehen. Der Begriff

„Magen David“ ist Hebräisch und heißt „Schild“ oder „Siegel

Davids“. Er wurde in Prag Ende des 30-jährigen Krieges auch als

Wappenschild geführt.

2 Buchstaben D, der Anfangs- und der Endbuchstabe von David, dem

jüdischen König, bzw. 2 Dreiecke, ergeben übereinander gelegt einen

sechszackigen Stern. Jedes Dreieck kann einen Schöpfungstag bedeuten,

in der Mitte ist dann der 7. Tag der Ruhe.

Während des Nationalsozialismus mussten die Juden auf ihrer Kleidung

deutlich sichtbar einen gelben „Judenstern“ tragen, um sie als Juden

zu kennzeichnen und zu demütigen. Im Stadtmuseum wird daran erinnert.

Auch in der Antoniter-Kirche auf der Schildergasse befindet sich ein

Mahnmal:

Vor dem schwebenden Engel von Barlach links im Bereich des Gedenkens

an die Toten der beiden Weltkriege befindet sich die „Holocaust-Stele“

von Dieter Boers aus dem Jahr 1995, die ein bronzener Davidstern bedeckt.

Unabhängig davon ist das Hexagramm, der 6-zackige Stern, seit dem 15.

Jahrhundert auch das Zunftzeichen der deutschen Brauer.

19

Ähnliche Magazine