Buch Grünewald

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Buch Grünewald

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Kölner Mädchen und Jungen entdecken jüdische Spuren… Kommt mit!

“ Die vorletzte Geschichte handelt vom Traum des Buchstaben Schin,

des Anfangsbuchstaben des Wortes „Schabbath“.

als Schin einmal singend die Feldwege entlang ging, sah er einen alten zerbeulten

Kerzenleuchter. Dieser erzählte, dass seine gute, alte Besitzerin ihn jeden Freitag

Morgen geputzt, und er mit seinem Schabbath-Licht das Haus erleuchtet hatte, bis

ihn eines Nachts Einbrecher mitnahmen, in der annahme, er sei aus Gold.

Da er aber nur aus Kupfer war, warfen sie ihn einfach weg.

Andrea, Aron &

Vanessa

auf seiner Wanderschaft begegnete Schin als nächstes einem schmutzigen,

zerrissenen Gebetsschal (der auf Hebräisch „Tallith“ heißt). auch seine Geschichte

war traurig, denn er hatte einem guten, frommen Mann gehört, der ihn an jedem

Schabbath vor dem Gebet angelegt hatte. als der Mann aber einen kostbaren

Edelstein fand, wurde er reich, geizig und gemein und warf den Gebetsschal fort.

Danach fand Schin eine zerrissene, schmutzige Bibel. Sie war der wertvollste Schatz

einer 5-köpfigen Familie gewesen, und aus ihr wurde am Schabbath immer vorgelesen.

als die Eltern starben, zogen die 3 Söhne fort und vergaßen die Bibel.

Voll Mitleid bestieg Schin einen Hügel und sah auf einer weißen Wolke die weiß

gekleidete, weinende Schabbath-Königin.

Sie trauerte um den zerbrochenen Kerzenleuchter,

den zerrissenen Gebetsschal und

die alte Bibel, die früher den Schabbath

bereichert hatten. Nur Schin, der anfangsbuchstabe

vom Schabbath, konnte ihr helfen,

wenn er den Leuchter, den Gebetsschal und

die Bibel berührte, damit sie wieder Freude

in den Schabbath tragen konnten.

Und so berührte Schin leise die 3 Gegenstände,

die sich in 3 Sterne

verwandelten, in die Krone der

Schabbath-Königin flogen und

dort strahlten. So stieg die

Schabbath-Königin strahlend

auf die Erde und verbreitete

die Freude und den Frieden

des Schabbaths bei den Men-

schen, die sie freudig grüßten.

Kölner Mädchen und Jungen entdecken jüdische Spuren… Kommt mit!

“ Die letzte Geschichte zum jüdischen Alphabet erzählt Tav, der Anfangsbuchstabe

des Wortes Thora:

Ein reicher, alter Mann will dem klügsten seiner 3 Söhne seinen ganzen Reichtum

vererben und schickt jeden in eine andere Richtung, um ihm das Kostbarste von

der Welt nach einem Jahr mitzubringen.

als die Zeit abgelaufen ist, treffen alle 3 Söhne wieder bei ihrem Vater ein, und

jeder bringt ihm in einem Kasten seinen Schatz mit:

Der älteste hatte einen reichen Mann vor 3 Räubern gerettet und sich aus

dessen Schatzkammer Gold und die schönsten Juwelen aussuchen dürfen.

Der zweite Sohn hatte in der armee des mächtigen Königs Selim viele Heldentaten

vollbracht und für seine Tapferkeit aus dem Königspalast das wertvollste mit

Rubinen besetzte Königsschwert mitnehmen dürfen.

Der dritte Sohn hatte die ganze Zeit mit dem Studium der Thora verbracht. Er war

dabei zwar nicht reich aber glücklich geworden. Er hatte sich von seinem Lehrer

eine alte Schriftrolle der Thora zum abschied ausgesucht, weil sie für ihn das

Wertvollste auf der Welt geworden war.

Der alte Vater erkennt, dass für seinen ältesten Sohn der Reichtum, für den zweiten

die Macht und für den jüngsten Sohn die Weisheit der wichtigste Schatz im

Leben ist. Deshalb wird der jüngste Sohn sein Erbe, weil die Weisheit das kostbarste

Gut auf der Welt ist.

Andrea & Aron

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