Buch Grünewald

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Buch Grünewald

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Quelle: Wilhelm, Greven Verlag Köln

Kölner Mädchen und Jungen entdecken jüdische Spuren… Kommt mit!

Sarah & Sebastian

Am Purim-Fest wird aus der Ester-Rolle vorgelesen, deren Hülse im

Gegensatz zu anderen jüdischen Buchrollen reich illustriert sein darf.

Es ist auch erlaubt, sich wie an Karneval zu verkleiden. Es gibt besondere

Spiele, Speisen und vor allen Dingen: Geschenke!

Diese Ester-Rolle ist in einer Vitrine des

Kölnischen Stadtmuseums ausgestellt.

Wenn beim Vorlesen der Geschichte

der Name des Bösewichts „Haman“

genannt wird, lärmen die Kinder mit

ihren Rasseln jedes Mal gewaltig. Wer

die 10 Kapitel des Buches Ester im

Alten Testament der Bibel nachliest,

findet den Namen „Haman“ dort im

3. Kapitel allein 13-mal, und insgesamt

54-mal. Das kann ganz schön

Krach geben!

Die Geschichte ereignete sich während

der Babylonischen Gefangenschaft im 6.

Jahrhundert vor Christus, bzw. im Jahr

3405 der jüdischen Zeitrechnung.

Mordechai zieht den Zorn des höchsten

Palastbeamten Haman auf sich, weil er

sich nicht vor ihm niederwirft.

Unter Einsatz ihres Lebens tritt Ester

vor ihren Gatten und bittet um eine

Unterredung mit dem Judenfeind Haman

und um Gnade für das jüdische Volk.

Das wunderschöne jüdische Waisen mädchen

Ester, die Cousine des Mordechai, wird die

2. Frau des Königs Ataxerxes (Xerxes I)

am Hofe in Susa, nachdem die 1. Königin wegen

Ungehorsams in Ungnade gefallen war.

Haman bekommt im 1. Monat (Nisan) des 12.

Jahres der Regierung des Königs die Erlaubnis,

das Los (Pur) werfen zu lassen, um den

Tag festzulegen, an dem alle Juden in den 127

Provinzen durch das Schwert ausgerottet

werden sollen - für 10.000 Talente Silber!

Das Los bestimmt: am 13. Tag des 12. Monats

(Adar) soll es soweit sein!

Nachdem Haman einen Galgen für Mordechai

vorbereitet hat, wird er selber dort

gehenkt. Mordechai, der wahre Freund

des Königs, übernimmt Hamans Stellung

bei Hofe und sein Hab und Gut.

Mordechai deckt eine Verschwörung bei

Hofe auf und rettet dem König das Leben.

Die Täter werden gehenkt.

Während der Erlass im ganzen Reich

verkündet wird und das jüdische Volk

trauert, bittet Mordechai Ester,

den König umzustimmen.

Aus dem Tag der Vernichtung wird per

Gesetz ein Tag der Freude am 14. und 15.

des 12. Monats (Adar), nachdem die Juden

ihrerseits ihre Feinde vernichtet haben.

Dieses Fest (Purim) soll für immer eine

Erinnerung an Esters Einsatz mit Gottes

Hilfe zum Wohl des jüdischen Volkes sein.

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