Buch Grünewald

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Kölner Mädchen und Jungen entdecken jüdische Spuren… Kommt mit!

Interview mit

Rabbiner Engelmayer

Am 30. März 2009 besuchten wir, Annika und Jasmin,

mit unserer Klassenlehrerin den Vortrag von

Rabbi Jaron Engelmayer über die Pessach-Tradition in

der Bibliothek Judaica im Synagogen-Gebäude. Vor

dem Betreten mussten wir alle unsere Ausweise zeigen.

Dann wurden wir durch die Sicherheitsschleuse

eingelassen. Wir gingen durch den Museumsraum und

schauten uns die alten Thorarollen und die jüdischen

Kultgegenstände an.

Im Anschluss an den Vortrag, bei dem es auch Getränke und Gebäck gab,

baten wir Rabbi Engelmayer um ein Interview.

“ Hallo, ich bin Jaron Engelmayer. Ich bin 32 Jahre alt und Rabbiner in Köln. Ich bin einer

der drei jüngsten Rabbiner von Deutschland. Bevor ich nach Köln kam, war ich 3 Jahre

lang Rabbiner in aachen. Ich arbeite gerne für die Kölner Synagogen-Gemeinde.

Er hat die schweizerische und israelische Staatsbürgerschaft,

ist verheiratet und hat 3 Kinder. Er spricht auch

Russisch, was für die vielen neuen Gemeindemitglieder

aus Russland sehr hilfreich ist.

Wir lernten viel über das Amt eines Rabbiners, er…

» ist der wichtigste Lehrer und das geistige Oberhaupt;

» kennt die Thora besonders gut und weiß viel über

die jüdische Lehre, ihre Gebote und Literatur;

» ist verantwortlich für die Gemeinde und ihr Beachten der jüdischen Lehre;

» vertritt die Gemeinde im öffentlichen Leben und hält an Festtagen Reden;

» ist verantwortlich für die Unterstützung der Armen, Kranken oder Hilflosen;

» ist kein Priester, der in erster Linie religiöse Aufgaben hat;

» sagt, dass jedes Gemeindemitglied den Gottesdienst und die Gebete

leiten und aus der Thora vorlesen kann.

Vielen Dank, Rabbi Engelmayer, für das Interview!

Kölner Mädchen und Jungen entdecken jüdische Spuren… Kommt mit!

Yitzhak-Rabin-Platz

Yitzhak Rabin – wie soll man sich so einen schwierigen Namen

merken?

Seinen Vornamen kennt man aus der Bibel: Abrahams Sohn hieß so,

nämlich Isaak.

Und Rabin erinnert an das Wort „Rabbi“. Er war aber kein Rabbiner, sondern

ein Politiker, genauer gesagt ein israelischer Ministerpräsident. Obwohl er

27 Jahre in der Armee verbracht hatte, war sein höchstes Ziel, seinem Land

Frieden zu bringen. Er bekam dafür 1994 den Friedens-Nobelpreis.

Rabin lebte vom 01.03.1922 bis zu seinem gewaltsamen Tod am 04.11.1995.

Er wurde nämlich während einer öffentlichen Friedensversammlung in Tel

Aviv auf dem „Platz der Könige Israels“ von einem jüdischen Fanatiker

erschossen. Dieser Platz hat danach seinen Namen bekommen. Menschen

auf der ganzen Welt trauerten um diesen großen Politiker.

Seine Witwe Leah Schlossberg, mit der er 2 Kinder hatte, Dalia und Juwal,

ist im Jahr 2000 gestorben.

Wir Kölner können uns an ihn erinnern, wenn wir in der Kölner Innenstadt

in der Nähe der Synagoge am Hohenstaufenring, Ecke Beethovenstraße,

einen kleinen, unscheinbaren Platz mit einem Kiosk, ein paar Bäumen

und Autos aufsuchen. Er heißt „Yitzhak-Rabin-Platz“ und müsste dringend

verschönert werden!

Annika & Jasmin Dardanie & Ramona

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