Konzept Tälchen

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Konzept Tälchen

2009 Entwicklungskonzept Konzer Tälchen

Einführung

Die vier Stadtteile der Stadt Konz Oberemmel, Krettnach, Niedermennig und

Obermennig sind Investitions- und Maßnahmenschwerpunkt der rheinlandpfälzischen

Dorfentwicklung von 2007 bis 2013. Als offizielle Stadtteile von Konz

sind sie nur über eine Ausnahmegenehmigung in den Genuss der Förderung

gekommen, weil sie von ihrer Lage und Struktur her dörfliche Gemeinden sind. Im

Folgenden wird daher auch von Dorfentwicklung und Dorferneuerung gesprochen,

obwohl es sich streng genommen um Stadtteile der Stadt Konz handelt.

Spezielles Ziel des vorliegenden Entwicklungskonzeptes ist es, bestehende

Kooperationen über die Stadtteile hinweg aufzugreifen, zu stärken und neue

Kooperationen zu entwickeln. Deshalb wurde unter der Leitung des Planungsbüro

Vollmuth in den Jahren 2007 bis 2009 eine Moderation mit Bürgerinnen und Bürgern

der Stadtteile durchgeführt und die Ziele der gemeinsamen Entwicklung für die

kommenden 10-20 Jahre aufgestellt.

Seit 1971 sind Oberemmel und Krettnach, Nieder- und Obermennig Stadtteile von

Konz. Doch auch zuvor zeigen sich einige Verbindungen und Parallelen. Besonders

die Entwicklung der drei Stadtteile Krettnach, Ober- und Niedermennig ist

miteinander durch das Abhalten einer gemeinsamen Ortsbeiratsitzung verknüpft,

weshalb sich die Bevölkerung dieser Stadtteile häufig als „Tälchen“-Bewohner

verstehen und die Bewohnerinnen und Bewohner Oberemmels sich aus diesem

Begriff ausnehmen. Überregional und von Seiten des Tourismus (Saar-

Obermosel-Touristik) wird der Begriff „Konzer Tälchen“ allerdings für die vier

Stadtteile mit der umgebenden Landschaft verwendet, weil sie naturräumlich

und regionsbezogen eine Einheit bilden. Im vorliegenden Konzept wird der

Begriff „Konzer Tälchen“ in diesem erweiterten Sinne benutzt und versucht,

den vier Stadtteilen Wege zu mehr Gemeinsamkeiten und Kooperationen

aufzuzeigen.

Arbeiteten die Bürgerinnen und Bürger anfangs noch getrennt, so entstanden im

Laufe des Moderationsprozesses zunehmend gemeinsame Arbeitskreise und

Kooperationsprojekte. Die Begeisterung der Menschen, die sich ernsthaft mit den

Themen der Dorfentwicklung auseinandersetzen, war dabei auch für die

Moderatorinnen immer wieder motivierend. Besonders erfreulich waren die aktiven

Kinder und Jugendlichen, die über einen längeren Zeitraum sehr engagiert in den

Verkehrs - Arbeitskreisen mitarbeiteten und von den Erwachsenen voll akzeptiert

wurden.

Die Moderation ist eine Voraussetzung dafür, dass die Generationen gemeinsam

Ideen sammeln und sie auch umsetzen. Sie wirkt motivierend auf alle Beteiligten. Im

Konzer Tälchen mündete das Engagement u.a. in einer Mitfahrzentrale, die über eine

Internetplattform organisiert ist. Sie wurde auch vom Land Rheinland-Pfalz mit dem

1.Preis des Dorferneuerungswettbewerbes für Kinder- und Jugendfreundliche

Dorferneuerung gewürdigt.

4 Planungbüro Vollmuth, Kanzem