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giessener.allgemeine.de

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Magazin für Stadt und Landkreis Gießen

»Deutschlehrer« Bastian Sick

spricht im Interview über

unsinnige Regeln, falsche Bindestriche

und seine Zeit in Marburg

Blickpunkt

Fürs Leben lernen:

Bist du vorbereitet

für den Gießen-

Bachelor? Seite 4

Sportwelt

Mein erstes Mal:

Spiderman, Cliffhänger

und unser

Volontär Seite 42

5. Jahrgang · 4/2012

*www.stadttheater-giessen.de


Editorial

Dietlind Grabe-Bolz brach bei der Erstsemesterbegrüßung an der THM eine Lanze für die Stadt Gießen. Sie sei groß

genug, um viel zu bieten – und klein genug, um sich darin nicht zu verlieren, sagte die Oberbürgermeisterin zu den

rund 900 Neueingeschriebenen. An der viertgrößten deutschen und größten hessischen Fachhochschule studieren

nun über 12 600 junge Menschen, so viele wie noch nie zuvor in einem Sommersemester. Wenn am 14. April das

Semester an der JLU beginnt, werden dort sicher auch wieder Rekorde gebrochen. Das freut auch die OB. Ein Studium,

sagte sie noch, bringe eine ganze Menge, auch für die persönliche Entwicklung. Lernen sei wichtig. Man dürfe

aber auch nicht vergessen »zu leben«. Bingo! Denn hier kommen wir ins Spiel. »Fürs Leben lernen« heißt unser Motto

im Blickpunkt dieser Ausgabe, in der wir den Gießen-Bachelor an Studentinnen und Studenten verleihen, die beweisen

können, dass sie auch außerhalb der Seminarräume und Hörsäle überleben können. Wer unsere 63 Aufgaben

zur Neueren Stadtgeschichte, Kneipenkunde sowie Angewandten und Vergleichenden Freizeitkultur abhaken kann, darf sich die

Urkunde ausschneiden und in sein Ein-Zimmer-Appartement oder die WG-Küche hängen. Denn die- oder derjenige hat auf unsere OB

gehört und »zu leben« nicht vergessen. Da sind wir sicher. Marc Schäfer

Inhalt

BRAD SHAWS KOLUMNE 16

Bachelor of Hearts

STADTGESPRÄCH 22

Schlacht der Salate: Das »Salädchen« –

Konkurrenz für »Tom & Sally’s«?

BLICK IN DIE REGION 24

Tagelange Gaudi: Das 4. Licher-Wiesnfest

in Pohlheim

UNTERWEGS 26

Kulinarisches Schmuckstück: »Landgasthaus

Waldschenke« in Freienseen

AUSLESE 28

VERANSTALTUNGSKALENDER 30

AM MAIN 37

Die Oscar-Gewinner: Ein Besuch bei

Pixomondo in Frankfurt

Der streifzug verleiht ht den dennn den en en en en en

Gießen-Bachelor

BLICKPUNKT CAMPUS 4

Der Gießen-Bachelor · Kritik an Studienbedingungen · Studententypen · Was tun beim

Plattfuß? – Tipps vom Zweirad-Fachmann für den Schlauchwechsel

KULTUR 40

Back to the roots: Kabarretist Thomas

Freitag aus Alsfeld kehrt an seine alte

Wirkungsstätte ans Stadttheater Gießen

zurück – aber nur für einen Abend

SPORTWELT 42

Mein erstes Mal: Spiderman, Cliffhanger

und ich – Unser Volontär Florian Dörr

beim Klettern

VINOTHEK 44

Der Wein des Monats:

»Little Brother« kommt groß raus

MEDIATHEK 45

App, CD und Buch im Test

SPERRSITZ 46

Neu im Kino: »American Pie –

Das Klassentreffen«

RAMPENLICHT 18

Besondere Deutschstunden: Bastian Sick

vor seinem Auftritt in Marburg im Interview

streifzug

IMPRESSUM

Magazin für Stadt und Landkreis Gießen

Herausgeber: Mittelhessische Druck- und Verlagsgesellschaft

mbH

Druck: Dierichs Druck+Media GmbH & Co. KG, Kassel

Redaktion: Marc Schäfer (verantwortlich), Florian Dörr

E-Mail: streifzug@giessener-allgemeine.de

Verlag: Mittelhessische Druck- und Verlagsgesellschaft mbH

Marburger Straße 20, 35390 Gießen (zugleich auch ladungsfähige

Anschrift für alle im Impressum aufgeführten Verantwortlichen)

Erscheinungsweise: Der Streifzug erscheint monatlich in der

»Gießener Allgemeine Zeitung«, »Alsfelder Allgemeine Zeitung«

sowie in über 200 ausgewählten, stark frequentierten

Auslagenstellen. Auflage: 40000 Exemplare

Verantwortlich für Anzeigen:

Anzeigenleitung: Wilfried Kämpf

Anzeigenverkaufsleitung:

Ulrich Brandt, Tel. 0641/3003-224, Anschrift siehe oben

Gültig ist der Anzeigentarif Nr. 3 vom 1. Januar 2012

streifzug – Magazin für Stadt und Landkreis Gießen

Titelbild: Bastian Sick / Foto: Agentur

Mitteilung gemäß § 5, Absatz 2 des Hessischen Pressegesetzes:

An der Finanzierung des Verlages sind beteiligt:

D. Obermann-Weller, Dr. Ch. Rempel, Dr. J. E. Rempel, Dr. M.

Rempel, B. Sälzer.

Sofern Sie Artikel dieser Publikation in Ihren internen elektronischen

Pressespiegel übernehmen wollen, erhalten Sie die

erforderlichen Rechte unter www.presse-monitor.de oder

unter Telefon 030/284930, Presse-Monitor Deutschland

GmbH & Co. KG. © Streifzug, Gießen

4/2012 streifzug 3


BLICKPUNKT

4/2012 streifzug 4

Der streifzug verleiht den

Gießen-Bachelor

Gießen-Bachelor

2012

an Herrn/Frau

für herausragende Kenntnisse in den Fächern

Neuere Stadtgeschichte, Kneipenkunde

und Angewandte und Vergleichende Freizeitkultur


Blatt 1/3

Name Studiengang

Fürs Leben lernen

BLICKPUNKT

Wer zum Studieren neu nach Gießen kommt, muss nicht nur an JLU und THM ler-

nen, sondern auch im Alltag. Wer die folgenden 63 Aufgaben in der neuen Hei-

mat abhaken kann, hat sich die Auszeichnung Gießen-Bachelor verdient und darf

sich die Urkunde in sein 1-Zimmer-Appartement oder die WG-Küche hängen.

1 Du

hast auf den Freiflächen

am Schwanenteich

schon mal angegrillt.

2 Du

hast im Café Geißner

mit einer unbekannten

Oma am Tisch ein Stück Torte

gegessen.

3 Juli

4 Im

ist für dich nicht nur

ein Monat.

Botanischen Garten

hast du schon an

der Kohlenhydrat-Droge

geschnüffelt.

5 Du

6 Du

sagst nicht Galeria

Kaufhof, sondern Horten.

weißt selbstverständlich,

welches Gebäude am

Brandplatz das Neue Schloss

und welches das Zeughaus ist.

7 Auf

die Frage »Darf ich

Ihnen eine Gießener Allgemeine

Zeitung schenken?«

antwortest du im Seltersweg

routiniert mit: »Vielen Dank,

Herr Dirnagel!«

8 Bei

»Es schickt!« denkst du

nicht an die Post, sondern

du weißt sofort, dass du jetzt

besser mit dem aufhörst, was

du gerade tust.

9 Du

weißt, wo du hin

musst, wenn du ins

»Legoland« eingeladen wurdest.

10

Du hast fünf Telefonnummern

von verschiedenenMinicar-Unternehmen

in deinem Handy

gespeichert.

11

Bei einem Heimatbesuch

erwartest du,

dass man dich versteht, wenn

du »Ulei!« sagst.

12

Du befürwortest die

Landesgartenschau,

damit deine neue Heimat

endlich den Mindestanforderungen

in Sachen Freiflächen

und Parks entspricht, die du

von Besuchen bei Freunden in

anderen Unistädten kennst.

13

Du hast schon einmal

einen Kommilitonen

davon abgehalten, unter der

Skulptur vor der Mensa durchzulaufen,

weil er sonst seinen

Abschluss nicht schafft.

14

Zum Sport-Dies ziehst

du keine weißen

Sneakers an, weil du weißt,

dass die für immer sportplatzrot

werden.

15

Du freust dich freitags

auf Donnerstag, weil

dann in der Mensa Schnitzeltag

ist.

16

Du warst schon auf

einer WG-Party,

wusstest aber nicht, wer dort

wohnt.

17

Du hast bereits

darüber diskutiert, dass

Gießen gar nicht so häßlich ist

wie alle sagen.

18

In der Sneak-Preview

im Heli hast du Karten

für die nächste Woche

gewonnen.

19

Du hast in der Bierbörse

eine Frau gefragt:

»Mutti, bist du’s?«

4/2012 streifzug 5


Blatt 2/3

20

Schnitzel isst du außer in der

Mensa nur bei Oma Gerbig

im Riegelpfad.

21

22

Name Studiengang

Wetzlar und Marburg lehnst

du aus Prinzip ab.

Du hast dich wegen des

hohen Frauenanteils schon

einmal in die Ökotrophologie-Vorlesung

geschlichen. Alternativ: Du hast

auf dem Kugelberg schon einmal

einer Trainingsgruppe junger Männer

beim Schwitzen zugesehen.

23

Zu einem Spiel der LTi Gießen

46ers gehst du vor allem, weil

du da hemmungslos pöbeln kannst.

24

Nach einer Party im Audimax

hast du dir deine Schuhe auf

dem Weg zur Rathenaustraße im

Schlamm versaut.

25

Bei dem Wort »Gummiinsel«

denkst du nicht an einen

Kinderpool mit Palme.

26

Du hast nach einem Spiel der

deutschen Fußball-Nationalmannschaft

den Verkehr am Berliner

Platz lahmgelegt.

27

Du weißt genau, wie du es

schaffst, Essen in die UB zu

schmuggeln.

28

Du hast dich im Mathematikum

schon einmal komplett

in eine Seifenhaut gehüllt.

29

Du kannst im Döner-Dreieck

die verschiedenen Döner anhand

der Saucen auseinanderhalten.

30

Im Domizil hast du schon

einmal eine Büchse Bier auf

Ex getrunken und danach Lebensweisheiten

mit den Stammgästen

ausgetauscht.

31

Du bist an einem Wochentag

nicht ins Haarlem gekommen,

weil die Schlange zu lang war.

32

Du stutzt nicht, wenn ein Einheimischer

als »als« sagt, obwohl

er eigentlich »immer« meint.

33

Du hast in einem Kanu auf

der Lahn schon eine Eskimorolle

geschafft.

34

Bei mindestens 50 Prozent

der Fragen, die man dir stellt,

beginnst du die Antwort mit »Ei!«

35

Du weißt, was passiert, wenn

dir an einem kalten Tag im

Bootshaus jemand einen »Kolter«

für den Liegestuhl anbietet.

36

Du kennst mindestens drei

Kneipen, in denen Gießener

Bier ausgeschenkt wird.

37

Du hast schon eine Stunde

lang hinter verschlossenen Türen

im Bier-Express verbracht und über

die Leute gelacht, die mit dem Kopf

auf dem Tisch geschlafen haben.

38

39

Du hast den Wirt der Taste

beim Darten besiegt.

Du kannst im Ritzi’s jedes

Lied nur an den Bewegungen

des DJs erkennen.

40

Du erkennst im Seltersweg

die Spieler der LTi Gießen

46ers, obwohl sie viel kürzer in der

Stadt sind als du.


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Blatt 3/3

41

Du weißt bei jeder Auffahrt

zum Gießener Ring sofort, in

welche Richtung du auffahren musst,

um schnell zum Ziel zu kommen.

42

43

Du kennst die drei Schwätzer

mit Vornamen.

Du bist im Bier-Express mit

dem Kopf auf dem Tisch eingeschlafen.

44

Deine Einkäufe machst du

im Marbobo-Kiosk, weil du

ständig zu lange vor dem Uni-

Hauptgebäude sitzt und Bier trinkst.

45

Du hast schon einmal mit den

Jungs von Under The Ground

unter einer Autobahnbrücke getanzt.

46

Für die E-Porn-Party im MuK

hast du ein passendes Outfit

im Schrank.

47

Du hast der Button-Frau am

Kirchenplatz schon einen

Button aus deiner Heimatstadt geschenkt.

48

Du hast dir in allen Friseursalons

in der Bahnhofstraße

die Haare schneiden lassen.

49

Du standest schon einmal auf

der Terrasse des Dach-Cafés

und hast gerufen: »Ich bin der König

der Welt!«

50

Du kennst den Mann im

schwarzen Anzug und mit

offenem Hemd, der ständig durch die

Stadt flitzt und weißt, wohin er läuft.

51

Auf der Frequenz der Glocke

des Stadtkirchturms bist du

schon lange taub.

Name Studiengang

Idee und Text: Marc Schäfer, Florian Dörr, Martin Vogel, Isabelle Egon

52

Am Monatsende hältst du

dich über Wasser, indem du

in der Blutbank Blut spendest.

53

Du bist nach einer Uni-Party

auf das Phil-I-Pferd geklettert

und hast dort geknutscht.

54

Du lächelst nur müde, wenn

Freunde vor einer Schiffenberg-Uniparty

sagen: »Wir kommen

später hoch«, weil du weißt, dass du

sie dort nicht sehen wirst.

55

Du weißt, wer 15 Cent ist und

hast vor der Mensa schon mal

eine Flasche für ihn stehen gelassen.

56

Du hast einen Freund über die

Frage verloren, welcher Döner

im Döner-Dreieck der beste ist.

57

Für dich klingt »VetMet« nicht

nach nassem Hackfleisch,

sondern nach einem Studiengang

mit vielen Frauen.

58

Du warst schon auf dem

Schiffenberg, als dort keine

Party war.

59

Du gehst auch alleine weg,

weil du im Haarlem oder Ulenspiegel

sowieso jemanden kennst.

60

61

62

63

Du weißt genau, dass ein

Schlammbeiser nie Dreck isst.

Du kannst Leihgestern richtig

aussprechen.

Du weißt, welches Gericht in

der Mensa »Angie« heißt.

Du weißt, was Gießen mit

der 63 und zwei Nullen

zu tun hat.


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4/2012 streifzug 9


Gießener Studis klagen

über Lehrbedingungen

Die Universitäten sind überlaufen. Bundesweit klagen Studierende über

schlechte Lehrbedingungen. Zu volle Hörsäle, zu wenig Lehrkräfte,

erschwerte Wohnungsaussichten. Doch welche Auswirkungen hat der

Anstieg der Studierendenzahl Deutschlands an der Justus-Liebig-Universität

und wie geht etwa der Fachbereich der Sozial- und Kulturwissenschaften

Die Sonne scheint auf den Universitäts-Campus

»Philosophikum II« der Justus-Liebig-Universität in

Gießen. Nur ein Gebäude liegt scheinbar im ewigen

Dunkel. Es ist der Sitz des Instituts für Politikwissenschaft,

den Studierenden besser bekannt als »Haus E«.

mit dem Ansturm von Studierenden um?

Der Grund für die getrübte Stimmung: Im Februar

wurde Kritik in den Reihen der Studierenden geübt.

Sie beklagten sich darüber, dass etliche Professuren

und Mitarbeiterstellen der Politikwissenschaft seit

Jahren unbesetzt seien.

Foto: bf


Betrachtet man die Liste der Universitätsprofessoren

am Institut für Politikwissenschaft

im Inneren von Haus E, fällt schnell auf, dass

derzeit einige Stellen von Vertretungsprofessoren

geleitet werden. »Momentan sind vier

Professuren nicht besetzt«, sagt Dr. Michael

Hoffmann, Studienkoordinator des Fachbereichs

für Sozial- und Kulturwissenschaften.

»Das liegt daran, dass es in den letzten

Semestern nicht gelungen ist, diese Stellen

dauerhaft zu besetzen.« Trotzdem habe man

bisher in jedem Semester anerkannte Vertretungsprofessoren

für die nicht besetzten

Stellen finden können. »Natürlich hat das

administrative Nachteile für die Studierenden«,

räumt Hoffmann ein. »Es ist durch die

wechselnden Professoren und Professorinnen

oft nicht möglich, seine Abschlussprüfungen

bei einer Person abzulegen, die man

bereits aus dem ersten Semester kennt und

schätzt.« Meist habe das zur Folge, dass die

Studierenden sich an die Anwesenheitspläne

der Professoren halten müssten. Die

Fachbereichsleitung arbeite jedoch daran

»alle Professuren zum Wintersemester

2012/13 zu besetzen«, prognostiziert Hoffmann.

Als einen weiteren Grund für die angeprangerte

Unterbesetzung nennt Hoffmann eine

strukturell unumgängliche Umverteilung

der Geldmittel zur Qualitätssicherung in der

Lehre – kurz QSL-Mittel. Diese habe zur

Folge, dass bei Hilfskräften und Lehraufträgen

eingespart werden musste. Doch auch

die hohe Anzahl an Studierenden wird von

der Studierendenvertretung in Gießen bemängelt.

Seminare seien zu voll, Lehrkräfte

überlastet und es gäbe Vorlesungen, denen

man auf dem Fußboden folgen müsse.

Weit gefehlt, wer denkt, so erginge es

nur den Gießener Studierenden

Deutschland erreichte letztes Jahr einen aktuellen

Höchststand von 2,2 Millionen Studierenden

(»Der Spiegel« 10/2012), was an

beinahe jeder Universität zur Verschlechterung

der Lehrbedingungen führte. Immer

mehr Schüler machen das Abitur, oder

erhalten die Zugangsberechtigung zur Universität

über alternative Bildungswege. Studieren

wird somit immer attraktiver, mehr

Menschen entscheiden sich dazu, ein Studium

zu beginnen.

Auch in Gießen stieg die Anzahl der eingeschriebenen

Studierenden von 2010 auf

2011 um etwa drei Prozent. Geschuldet ist

dieser Zuwachs an der Universität Gießen

unter anderem dem Umstand, dass Hessen

im Gegensatz zu anderen Bundesländern

keine Studiengebühren erhebt. Dies veranlasst

viele Studierende aus anderen Bundes-

ländern, einen Umzug in Kauf zu nehmen,

um Geld zu sparen.

Aber auch die 2011 abgeschaffte Wehr- und

Zivildienstpflicht führte dazu, dass im Wintersemester

2011/12 Tausende junge Männer

früher an die Universität kamen, als geplant.

Ein weiterer Faktor für das Wachstum der

Studierendenzahl sind die nach und nach

fertig werdenden G8-Absolventen. Die

Bundesländer Bayern, Hamburg und Sachsen-Anhalt

entließen 2011 somit doppelte

Abiturjahrgänge. »Dabei ist das nur der Vorgeschmack

auf das, was noch auf uns zukommen

wird«, so Hoffmann. Denn erst im

Wintersemester 2013/14 wird das volle Ausmaß

des achtstufigen Gymnasiums zu spüren

sein. Dann entlassen auch die letzten

Bundesländer ihre G8-Absolventen. Darunter

auch Nordrhein-Westfalen und Hessen.

Die Zukunft lässt einem nur

wenig Perspektiven

Räumlich befindet sich der Fachbereich für

Sozial- und Kulturwissenschaften bereits

jetzt an der Grenze seiner Möglichkeiten

und die geplanten Bauten werden vermutlich

erst fertiggestellt werden können, wenn

die G8-Absolventen aus Nordrhein-Westfalen

und Hessen bereits an den Universitäten

sind. »Es werden zu wenig Kompensationsmittel

gezahlt«, so Hoffmann. Dadurch sei

der Fachbereich zeitgleich unterfinanziert

und überlastet.

»Es wird auf jeden Fall so geplant, dass jeder

unterkommt«, sagt Hoffmann. So war die

gestiegene Studierendenzahl zwar dieses

Semester bereits sehr wohl zu spüren, jedoch

wurde der Plan zufriedenstellend eingehalten.

Natürlich gebe es Proseminare, die

mit 60 Studierenden besetzt seien, »aber die

hat es bereits gegeben, als ich noch Student

war«, erinnert sich Hoffmann. Die Größe

von 60 Proseminarteilnehmern sei in der

bundesweit geltenden Kapazitätsverordnung

festgelegt. Die Universitäten werden nach

diesem Schlüssel finanziert, erklärt Hoffmann.

Das Ziel sei, trotz der geringen Geldmittel

die Teilnehmerzahl unter 50 zu drücken.

Doch, dass in Vorlesungen, die unter seiner

Planung stehen, Studierende keinen Sitzplatz

bekommen, streitet Hoffmann klar ab.

»Bei der Überschreitung der Kapazitätsgrenze

des Audimax [Anm. d. Red.: das Audimax

umfasst 1000 Sitzplätze], werden niemals

alle Studierenden gleichzeitig unterrichtet.«

Trotz aller aufgekommenen Unruhen begrüßt

Studienkoordinator Hoffmann die Debatte

über die Lehrbedingungen in Gießen.

Er findet: »Natürlich muss man darüber reden.«

Natalie Harapat

DREI PFLICHTVER-

ANSTALTUNGEN

von der »Gießen-Seite«

www.wasmachicheigentlichhier.de

Schwule Mädchen

Sondereinsatz im AK 44. Ja, der Tipp

passt nicht ganz in eine April-Ausgabe,

doch wir wollten euch die 9. Auflage

der kultigen Partyreihe am 31. März nicht

vorenthalten. Es wird exzentrisch, laut

und feierbar. Dabei laufen nicht nur

Dörte & Friends mit ihrem besonderen

Musikmix auf Hochtouren. Das Publikum

zieht mit – und wie! Also, hängt die

Regenbogenfahnen raus. Ab 22 Uhr

geht’s los. Wir sind doch alle mal schwule

Mädchen!

Die Nacht rauscht

Hört ihr es rauschen? Neues Semester,

neues Glück – neue Feste! Also macht

euch auf die Socken, denn es wird

eingefeiert! Unser Tipp für die erste

Vorlesungswoche: eine gute NachtrauschNacht.

Wer die drei Partymusketiere

kennt, weiß, was ihn erwartet –

gute Getränke, tanzbare Musik und

eine Horde feiererfahrener Studenten.

Wo und wann? 12. April, 21 Uhr, Havana

(Ludwigstraße).

Kooperieren

In den letzten

Monaten haben

uns die

Theaterwissenschaftler

in der Bahnhofstraße mit Kunst,

Spiel und Musik beglückt. Jetzt geben

sie das Zepter aus der Hand – an solche,

die schon immer mal einen Raum nach

ihren Vorstellungen formen wollten. Los

geht’s ab 6. April mit der Kinderzauberschule.

Zaubereien für Auge, Ohr und

Kopf der großen Kinder folgen. www.diskursfestival.de

4/2012 streifzug 11


Wer sich auf dem Campus bewegt, stößt auf allerlei spannende

Typen. Wir verraten den Frischlingen anhand einiger unverwechsel-

Aus|nüch|ter|er, der; Am einfachsten findet

man einen Ausnüchterer donnerstags.

Eigentlich nachtaktiv schleppt er

sich am Tag nach den Unipartys mit hängenden

Augenlidern und schlurfenden

Schrittes insbesondere in Vorlesungen

mit Anwesenheitspflicht. Wer

einen Ausnüchterer anlocken will,

der hält wahlweise Kaffee,

Aspirin oder Kaugummi bereit.

Ebenfalls ein möglicher

Köder, auf dem Campus

jedoch eher ungern

gesehen: Konterbier.

Der natürliche Feind

des Ausnüchterers ist

der Nachfrager.

Unter Studenten

barer Merkmale, wen sie da gerade vor sich haben. Ein

nicht ganz vorurteilsfreier Versuch einer Systematik von

unserem Ex-Studenten Florian Dörr.

Nach|fra|ger, der;

Die meisten Exemplare

des Nachfragers

sind schon während

der Vorlesung auszumachen.

Dass ihr Einhaken

im Zweifelsfall kollektives

Stöhnen der Kommilitonen

verursacht, ist ihnen offenbar

egal. Oft verträgt sich der

Nachfrager gut mit dem Altstudenten.

Einige Exemplare

stellen ihre Fragen auch erst

nach der Vorlesung, wodurch

sie den Ärger mit Ausnüchterern

und Reisenden vermeiden,

dafür aber den Professoren

im Zweifelsfall auf den

Keks gehen. Egal, der Nachfrager

will eben etwas lernen.

Rei|sen|de, der (ehem.: Dimido-Student); Das natürliche Habitat des Reisenden ist

das Auto, der Zug und das Wohnzimmer von Mama. Dienstags, mittwochs und

donnerstags trifft man ihn mit etwas Glück aber auch im Hörsaal. Zu erkennen ist

der Reisende daran, dass er stets einen Rollkoffer hinter sich herzieht. Aus seinem

Privatleben ist wenig bekannt, verbringt der Reisende seine Freizeit doch abseits

des Studienorts.


Grafiken: Jule Engel

Fa|mi|lien|mensch, der; meist im Rudel anzutreffen

ist der Familienmensch. Während er der

Vorlesung lauscht und eifrig Notizen macht, unterhält

sein Nachwuchs mit niedlichem Gebrabbel

den Rest des Hörsaals. Einige Exemplare des Familienmenschen finden

sich freiwillig mit Tochter oder Sohn auf dem Campus ein, bei vielen ist dieses

Verhalten aber äußeren Einflüssen geschuldet. Erträgliche Studienbedingungen

für den Familienmenschen liegen häufig auch dem Aktivisten am Herz.

Hip|ster, der; Er ist leicht an seinem

Äußeren zu erkennen: Asymmetrische

Frisur, Nerdbrille und neonfarbene Röhrenjeans

sind seine Markenzeichen. Wer einen Hipster

anlocken möchte, wedelt am besten mit einem

Szenemagazin oder versprüht den Duft von Clubmate.

In seinem Verhalten ist der Hipster ansonsten

eher unauffällig. Gelegentlich spricht er von Bands,

die noch keiner kennt, oder zubbelt an seinen zu kurzen

Shirts herum. Ansonsten ist er harmlos. Dennoch treibt er

mit seinem markanten Äußeren vorwiegend Altstudenten

hin und wieder die Falten auf die Stirn.

Ak|ti|vist, der; Sein natürliches Habitat ist der

Fachschaftsraum. Dort liegt er mitunter bis spät

in die Nacht auf einem Sofa und diskutiert mit

seinen Artgenossen. Der Familienmensch oder

der Altstudent stehen unter dem Schutz des

Aktivisten. Stets für die gute Sache legt er sich auch

mit den Granden der Universität an. Äußerlich

zeichneten sich frühere Exemplare gerne durch

lange Haare und gemütliche Klamotten aus. Inzwischen

ist das aber kein eindeutiges Merkmal

mehr: Entsprechende Anzeichen finden sich auch

etwa beim Phantom oder anderen Typen.

BLICKPUNKT

Phan|tom, das (ugs.: Gammelstudent);

Vergleichbar mit

dem Yeti wurde es in der

Vergangenheit nur selten gesehen.

Sein Platz im Hörsaal

ist meist frei, das Phantom

liegt derweil im heimischen

Bett. Wer es außerhalb seinen

Baus erleben möchte,

der muss in die städtische

WG-Party-Szene eintauchen.

Alternativ verspricht auch der

Besuch im Copyshop Erfolg,

wo das Phantom die Mitschriften

und Hausarbeiten

seiner Mitbewohner kopiert.

Nicht zu verwechseln ist das

Phantom mit einigen

Exemplaren des Familienmenschen,

die der Vorlesung

nicht fernbleiben,

weil sie keine Lust haben

oder müde sind, sondern

weil sie sich um

den Nachwuchs kümmern

müssen.

Alt|stu|dent, der (ugs.: Graurücken);

Während alle Welt lebenslanges Lernen

predigt, gehört eben das für den Altstudenten

schon längst zum Alltag.

Besonders häufig ist diese Gattung

am Philosophikum zu finden, wo Geschichtswissenschaftler

oder Politologen

lernen. Im Hörsaal macht er gerne

mit Anekdoten aus der guten alten

Zeit auf sich aufmerksam. Das ist

häufig bereichernd, zieht gelegentlich

aber auch den Ärger des Ausnüchterers

und des Reisenden auf

sich, der sich wahlweise in seiner

Ruhe gestört fühlt oder fürchtet,

seinen Zug zu verpassen.

4/2012 streifzug 13


1 2 3 4 5 6

Was tun beim Plattfuß?

Ist das Fahrrad erst mal platt, wohl dem, der eine Pumpe hat. Doch was

soll Studi in der neuen Stadt tun, wenn das Aufpumpen allein nicht reicht

und die Luft wieder entweicht? Keine Sorge. Auch bei der Diagnose »Loch

im Schlauch« muss guter Rat nicht teuer sein. Tipp: Bei den vielen Werkstät-

ten im Stadtgebiet lohnt sich ein Vergleich, wenn man sich die Hände nicht

Am kostengünstigsten ist die Reparatur natürlich,

wenn man selbst Hand anlegt, doch nicht jeder hat

bei Opa einen Schnellkurs im Reifenflicken belegt,

andere haben blöderweise mehr als eine linke Hand,

wenn es um Rad ausbauen, Mutter am Ventil lösen

und Mantel abheben geht. Sie sind bei einem Plattfuß

auf fremde oder professionelle Hilfe angewiesen.

Die wiederum findet man in Gießen an jeder Ecke,

sodass Studi den Drahtesel im Fall der Fälle nicht weit

schieben muss, wenn ein neuer Schlauch montiert

werden soll (ab 7 Euro ist das in Gießen möglich).

Zwölf Werkstätten buhlen im Stadtgebiet um Kundschaft,

die meisten davon sind sogar in der Innenstadt

ansässig. Wer Geld sparen will, sollte vorher Telefonrecherche

betreiben, denn der streifzug-Test hat ergeben,

dass die Preise z.B. für die Reparatur eines

Hinterrades bei einem Hollandrad mit Kettenschutz-

Werkstätten in Gießen

Delta Bike Sports GmbH

Wingert 17

Tel. 0641/559987 70

www.delta-bike.de

Fahrradladen Reiner – Bike

Nordanlage 24 und

Frankfurter Straße 52

Tel. 0641/6052760

www.reiner-bike.de

selbst schmutzig machen will.

kasten um 100 Prozent differieren. Am günstigsten

war in diesem Fall »Rad & Tat« in der Steinstraße. Dort

kostete die Reparatur schlappe 17 Euro – inklusive

neuem Schlauch. Wir haben bei Inhaber Lutz Hirmke

mal nachgefragt, ob er für die »Handwerker« unter

den Studenten ein paar Tipps für den Schlauchwechsel

auf Lager hat. Also los geht’s: 1. Zunächst wird die

Bremse ausgehängt. 2. Danach löst man das Rad per

Schnellspanner oder 15er-Schlüssel. 3. Die Luft ablassen

und den Mantel mit einem Reifenheber lösen.

4. Als nächstes den Mantel von innen nach Dornen

abtasten, halb aufsetzen und den neuen Schlauch

einsetzen. 5. Wenn sich der Ventilschaft durch das

Felgenloch nach innen drücken lässt, sitzt er richtig.

Jetzt aufpumpen. 6. Sollte die Bremse nach dem Einhängen

haken: Rad noch mal ausmitteln.

Uwe Lischper/Florian Dörr

Zweirad Göttlicher Fahrradladen Karstadt

Margaretenhütte 60

Reichensand

Tel. 0641/2503890

Tel. 0641/70040

Fahrradladen

Krumme Speiche

Kirchstraße 5

www.zweirad-g.de

Fahrrad Klaus Landau

Studi-Rad

Otto-Behaghel-Straße 27

Tel. 0641/3019 01 93

www.krummespeiche.de

Bismarckstraße 8

Tel. 0641/35623

Fahrrad – Steinbach

Westanlage 73

Tel. 0641/73791

Fahrrad Wicke GmbH Fahrrad Rad & Tat

Karl-Benner-Straße 7

Tel. 0641/51160

www.fahrrad-wicke.de

Steinstraße 83

Tel. 0641/3019334

www.rad-u-tat.de

Fahrrad – Bornemann

Sonnenstraße 3

Tel. 0641/34393

Fotos: Schepp


Schöner wohnen mit Holz

Eine der ersten Adressen in der Region

ist das Gießener Familienunternehmen Holz-Jung

Grünes Wohnzimmer

Wenn es um den individuellen Wunschgarten

geht, ist man bei Holz-Jung an der richtigen

Adresse. Neben wertvollen Ratschlägen erhält

man bei Holz-Jung fast alles für die Gestaltung

des grünen Wohnzimmers. Von Gartenmöbeln

über Sichtblenden, Kinderwelten und Pergolen

bis zum Gartenhaus oder Carport: Bei Holz-

Jung erhält man alles, was man für die Gartengestaltung

mit Holz benötigt. Eine Domäne

von Holz-Jung sind Boden- und Konstruktionshölzer

in jedweder Variante. Gärten sind für alle

da: In jedem Lebensalter halten sie Überraschungen

bereit. Eine Sommerparty auf der Terrasse

oder ein Familienfest im Grünen: Es gibt

viele Gelegenheiten das Leben draußen zu genießen.

Die Fachberater von Holz-Jung wissen,

wie man den Garten für die unterschiedlichen

Generationen nutzbar macht.

Holz-Jung ist serviceorientiert

Weiterhin wird das Thema Service sehr groß geschrieben:

wie etwa Lieferservice, Musterexemplare

zum Mitnehmen, Beratung vor Ort an der

Baustelle, Aufmaßservice oder Montage- bzw.

Vermittlung von professionellen Handwerksbetrieben

aus dem langjährigen Kundenstamm.

Holz-Jung bietet im Gegensatz zum Versandhandel

die Möglichkeit, sich alle Produkte live

anzuschauen. In der aussagekräftigen Ausstellung

finden die Kunden alles zum Thema »Schöner

wohnen mit Holz«, ob drinnen oder draußen.

So lässt sich viel leichter beurteilen, ob das

Produkt der Wahl auch wirklich zum Zuhause

passt. Am besten ist es, sich in der Ausstellung

inspirieren und beraten zu lassen. Weitere Sortimente

im Bereich Wellness, Saunen, Gartenausstellung

etc. findet man selbverständlich auch

bei Holz-Jung.

Fachhandel für Tischler

und Schreiner

Holz-Jung ist der Fachhandel für den Tischler

und Schreiner und bietet maßgeschneiderte

Dienstleistungen wie Logistik- und Lieferservice,

Baustellen- und Werkstattbesuche durch

kompetente Außendienstmitarbeiter. Holz-Jung

bietet Holzplatten für alle Anwendungsgebiete.

Span-, Furnier-, Naturholz- oder Holzfaserplatten

sind die wahrscheinlich am häufigsten für

den Bau, Innenausbau, Möbel und andere Einrichtungsgegenstände

verwendeten Materialien.

Bei Holz-Jung findet man die Holzwerkstoffe

und -produkte zum Bauen, Renovieren

und Sanieren.

Holz-Jung ist Holzprofi

– Anzeige –

Ob man neu bauen, das Dach ausbauen, eine

Holzterrasse planen, die Zimmer renovieren

möchte – bei Holz-Jung findet man die ganze

Vielfalt: Parkett und Dielen, Türen, Paneele,

Lichtsysteme, Plattenwerkstoffe, Konstruktionshölzer,

Holz im Garten und vieles mehr. Auf

Wunsch gibt es jederzeit eine solide Fachberatung

– Holz-Jung hat eine lange Erfahrung mit

Holz.


BRAD SHAWS KOLUMNE

16 streifzug 4/2012

Brad Shaw schreibt exklusiv Kolumnen

für den streifzug. Normalerweise veröffentlicht

der Journalist sie im Netz auf

www.bradsticks.com. Sein Blog befasst

sich mit Lifestyle, Fashion, Musik, Promis

und Kultur – und immer wieder

mit der Suche nach Mr. und Mrs. Right.

Akademische Grade werden überbewertet. Siehe

Paul Janke. Dem hat RTL im letzten Winter den

Bachelor angehängt. Rausgekommen ist nichts. Paul

ist wieder Single – Master of Desaster statt Dr. Love,

tote Hose statt roter Rose. Seither steht fest, dass sich

nachhaltige Flirt-Kompetenz nicht im Südafrika-

Crashkurs erwerben lässt. Aber auch nicht an der

Universität, zumindest nicht in theoretischen Vorlesungen.

Das wäre viel zu einfach, viel zu langweilig.

Wer die höheren Grade der Verführungskunst erlangen

will, sollte ausprobieren statt promovieren.

Glück für euch: Der Frühling hat begonnen und mit

ihm die Brunftzeit. Die Balz war nie aussichtsreicher,

und das hat gute Gründe: Frühlingsgefühle! Nutzt

den Lenz für einen Feldversuch, denn die Zeichen

stehen wieder auf Sturm und Drang. Goethe hätte

sicher mitgemacht, der alte Hallodri. Studieren

könnt ihr seine Bücher auch noch, wenn eure Frontalen

ohne Bikinioberteile höchstens ein öffentliches

Ärgernis, aber keine Libido erregt.

Die wirklich weltbewegende Erektion ist derzeit

leicht zu provozieren, da von den letzten Standards

beeinflusst. Naturgemäß reichen nach dem Überschuss

an weniger erotischen (Frost-)Beulen während

der letzten Monate aktuell schon wenige Sonnenstrahlen,

um den Hormonhaushalt in Wallung

zu bringen. Sofort steht alles – kopf. Ihr habt den

Unterschied sicher bemerkt: Plötzlich bedeuten harte

Nippel mehr als nur den missverständlichen Ausdruck

einer Kälteperiode oder eines Tiefdruckgebiets.

Wer gerade seine Periode hat, freut sich

animalisch, fruchtbar zu sein. Die Jungs haben

Druck. Selbstverständlich! So gesehen bietet die

Sonne nicht nur alternative Energie, sondern auch

eine Alternative zu Viagra. Effekt: Das Stimmungsbarometer

steigt, und damit die Flirtbereitschaft.

Am Umschwung Richtung Gute-Laune-Aufschwung

kommt längst keiner mehr vorbei. Facebook liefert

Bachelor

of Hearts

zahlreiche Indizien dafür, dass die Frühlingsgefühle

inzwischen die breite Masse erreicht haben. Wo

noch im Februar wehleidig gepostet wurde, wie

qualvoll sich das Warten auf die Straßenbahn gestaltet,

sind heute massenhaft gut gelaunte Statusmeldungen

wie »Sitze in der Stadt und zähle die Männer

mit fetten Hintern und die mit knackigen« zu

lesen. Wahlweise auch: »Endlich wieder ohne

Unterwäsche unterwegs. Die Blasenentzündung

kann mich mal!« Beide ernten massig Likes und

Kommentare, getoppt nur von einem zeitlosen

Klassiker: »Es ist Frühling! Suchen sie einen Mann?«

Menschen mit Frühlingsgefühlen sind zweifellos auf

dem Vormarsch, was die Erfolgschancen für Flirtende

im Feldversuch exorbitant steigen lässt. Gleich

gesellt sich gern. Wer im Winter für billige Anmachen

wie »Gehen wir zu mir oder zu dir?« grandios

abgeblitzt ist, bekommt derzeit für die gleiche Frage

im Zweifelsfall gleich heiße Liebe im Eissalon angeboten

– im Idealfall weniger Salonfähiges in Umkleidekabinen,

Besenkammern oder Aufzügen. Beziehungsweise

gleich den Zweitschlüssel zum Loft

im zehnten Stock. Mindestens im zehnten.

Schön blöd, wer da noch die Rolltreppe benutzt.

Schön blöd, wer immer noch nicht verstanden hat,

dass nicht die Situation, sondern die bewusst eingenommene

Position die Qualität spontaner Zusammenkünfte

der Frühlingsfreude bestimmt. Hohlroller!

Aber wer will schon Missionar spielen? Die

Beratungsresistenten halten ihre Stellung sowieso –

für die beste.

Beim Rest der Welt hat das Mehr an Sonne bereits

jedes Hormon und jeden Ton, der aus kusswilligen

Mündern strömt, verändert. Plötzlich sprechen Menschen

nicht mehr einfach nur miteinander. Sie flirten,

was oben genannte Umstände erklären lässt.

Denn der Ton macht die Musik. Der richtige öffnet

Sesam, manchmal auch eine Besenkammer.

Andere Lebensbereiche gestalten sich gleichfalls

völlig neu: Die iPod-Playlists wechseln von depressiv

auf Pop(p). So macht sich das bisschen Haushalt

zwar noch immer nicht von alleine, doch wer beim

Aufräumen kurz innehält, wird feststellen: Streng genommen

tanzt er gerade wild durch die Wohnung

und schwingt den Staubwedel auf seinem Weg

zum Mund eher versehentlich über die Schränke.

Vor den Lippen angekommen, ersetzt das Putzgerät

sogleich die Haarbürste von Teenagerinnen, während

der Halter im Grunde Britney Spears' »Baby,

one more time« performt.

Am Ende des Spontankonzerts vor dem Schlafzimmerspiegel

ist auch der allerletzte Wintermuff aus

der Wohnung verschwunden. Während »My loneliness

is killing me« zwischen November und Februar

zum Standardgefühl normal denkender Singles

avanciert, nehmen wir nun nur noch »Show me,

how you want it to be« wahr. Dann lange nichts

mehr außer »Hit me, hit me, hit me... one more

time.« Oops…!

Für den Hormonschub muss sich niemand schämen.

Der Frühling liegt in der menschlichen Natur

und verfehlt unsere biologischen Dispositionen nie.

Schnell weicht der Liebesfrust der Liebeslust – und

diese Lust wird nicht einmal enttäuscht. Im Einflussbereich

der elektrisierenden Frühlingsgefühle ist es

nämlich völlig ausreichend, wahllos verliebt zu sein

– vielleicht einfach in das Gefühl, in die Liebe per

se. Ideale Voraussetzungen also, denn wer krampfhaft

sucht, findet sowieso nie. Siehe Paul Janke.

Mein Feldversuch brachte mir vorerst besagte Phantomliebe

ein. Keine Ahnung, wohin sie letztendlich

führt – und zu wem. Vorerst zurück zum Bachelor.

Denn ich liebe ihn – für sein Scheitern. Hätte er Erfolg

gehabt, säßen verzweifelte Singles wie ich noch

immer frustriert auf Sofas vor Fernsehern, sich

schluchzend fragend, warum sogar Zeitgenossen

mit furchtbaren Frisuren leichter in neue Beziehungen

rutschen als sie selbst.

Die wahre Liebe ist allerdings noch nie vom Himmel

gefallen, selbst nicht in der »Scripted Reality«

wie im Fall Janke. Trotzdem hoffen unzählige Singles

frühlingslandweit heute wahrscheinlich wieder, diesem

Himmel mit der geballten Kraft ihrer Gefühle

näherzukommen. Ich wünsche viel Erfolg beim Aufstieg.

Aber nehmt wie gesagt nicht die Treppe. Ihr

würdet zum Treppenwitz dieser lehrreichen Geschichte

werden. Vielleicht sehen wir uns dann ja

im Lift. Des Empire State Buildings. Oder des Eiffelturms.

Ich mag übrigens kein Vanilleeis mit heißen

Himbeeren, aber heiße Liebe in Aufzügen. Mag

sein, dass ich kurz vor dem siebten Stock den Notschalter

betätige. Dann versteht es bitte als Kompliment

und als Promotion, die ihr ohne Doktorarbeit

bekommt. Für das Erreichen des höchsten Grads im

Studium der Liebe ist das Mündliche allein die notwendige

und hinreichende Bedingung. Das habt ihr

nun schriftlich – und fast akademisch bewiesen

bekommen.

Brad Shaw


LICHTATTRAKTIONEN

Unser 1936 gegründetes Unternehmen bietet auf rund

600 Quadratmetern Ausstellungsfläche in Gießen eine

große Auswahl von über 1000 Leuchten aller Stilrichtungen.

Die Produktpalette reicht von individuell konzipierten

Lichtlösungen über Designerleuchen bis hin zu

Standardbeleuchtungen und Leuchtmittel für jede

Stilrichtung und passend zu jeder Einrichtung.

Unsere Lichtplanung und –beratung für den Wohn- oder

Objektbereich erfolgt durch einen unserer professionellen

Lichtplaner –vor Ort bei Ihnen zu Hause oder in unseren

Ausstellungsräumen in Gießen.

Dabei spielt es keine Rolle, um welches Objekt es sich

handelt. Wir erstellen Lichtkonzepte für Büros, Laden–

geschäfte, Wohnbereiche, Praxen usw.

Wir sind Ansprechpartner für Bauherren, Architekten und

Innenausstatter.

Unsere Lichtberater erarbeiten gerne mit Ihnen eine professionelle

und optimal auf Ihre Bedürfnisse zugeschnittene

Lichtlösung. Um den Ansprüchen unserer Kunden gerecht

zu werden achten wir beim Einkauf immer auf ein hochwertiges

Sortiment. In unserer Ausstellung finden Sie nur

Leuchten, die den hohen Qualitäts- und Designansprüchen

des Lichthauses Rohrbach gerecht werden –inpunkto

Material, Verarbeitung und Funktionalität.

Wir pflegen eine langjährige und intensive Zusammenarbeit

mit unseren Lieferanten, die kontinuierlich Qualitätsleuchten

produzieren.

Öffnungszeiten:

Montag bis Freitag zwischen 9.00 und 18.30 Uhr

Samstag zwischen 9.00 und 16.00 Uhr

Elektro Rohrbach Telefon: 0641 /97419-0

Südanlage 22-24 Telefax: 0641 /97419-19

35390 Gießen www.lichthaus-rohrbach.de


RAMPENLICHT

Bastian Sick:

»Ich achte

sehr genau

darauf,

was ich

sage«

Bekannt geworden ist Bastian Sick mit seinen »Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod«-Büchern

und seiner »Zwiebelfisch«-Kolumne auf Spiegel online. Sein Thema: Deutsch. Besser:

schlechtes und falsches Deutsch. Auch in seinem aktuellen Programm »Nur aus Jux und

Tolleranz« bohrt er kräftig in den Wunden unfreiwilliger Sprachkomiker. Der streifzug hat

mit Sick über bösartige Kritiker, eine fassungslos machende Rechtschreibreform, das

»Hormonkalb« Sascha Lobo und über Marburg gesprochen, die Stadt, in der ein Teil seiner

Familie lebt und in der er am 14. April auftritt.

Jugendfußballmannschaft, Jugend-

Fußballmannschaft, oder Jugendfußball-

Mannschaft? Und warum?

BS: Ich würde es gar nicht koppeln. »Jugendfußballmannschaft«

würde ich in

einem Wort schreiben. Etwas anderes ist

es mit dem Wort Fußballstadiontribünenseitenaufgang.

Das darf man gerne mit

einem Bindestrich schreiben, vielleicht

sogar mit zweien. Doch auch für den Bin-

18 streifzug 4/2012

destrich gelten Regeln. Er darf nicht einfach

irgendwo stehen. Sonst kann es zu Missverständnissen

kommen, wie zum Beispiel

beim Parkplatz für »Mini-Golfgäste« oder

bei den bunten »Tierluft-Ballons«. Hier wird

der Sinn durch den Bindestrich entstellt.

Sie sind ein prominenter Deutschlehrer.

Wirken Sie auch in Ihrem privaten Umfeld?

Verbessern Sie Ihre Freunde?

BS: Nein, das hielte ich selbst für unangemessen

oder unhöflich. Ich werde aber oft

um Rat gefragt, und dann gebe ich gerne

Auskunft.

Beim ZDF führten Sie eine Diskussion bei

Peter Hahne mit Sascha Lobo. Der hat

ziemlich auf die Sahne gehauen, Sie heftig

attackiert und kaum zu Wort kommen lassen.

Lobo erzählte dann von jemandem,

Fotos: Agentur


der »am aller ahnungslosesten« gewesen

sei. Juckt es Sie da nicht, als kleine Gegen-

Bosheit die fehlerhafte Steigerung zu korrigieren?

BS: Ich bin kein Rechthaber, der sofort

dazwischengehen muss, wenn er sich in

seiner Redezeit einge-

schränkt sieht. Sascha

Lobo ist ein junger Kollege,

der sehr engagiert

ist und in kurzer Zeit

eine Menge erreicht hat.

Davor habe ich Respekt. Er ist ein heller

Kopf und sehr kreativ. Wir sind uns in vielen

Dingen einig. Insofern war es das Problem

dieser Sendung, überhaupt einen

Konflikt herzustellen. Das wollte Peter

Hahne aber, um ein bisschen Pfeffer reinzubringen.

Aber was die Bewertung der

Sprachentwicklung und die Möglichkeiten

des Umgangs mit der Sprache betrifft, vertreten

Sascha Lobo und ich sehr ähnliche

Standpunkte. Wenn er sich als Macho

gebärdet und anderen ins Wort fällt, dann

liegt das weniger am Thema als an seinen

Hormonen.

Apropos Kritik: In einem FAZ-Artikel aus

dem Jahre 2007 hieß es, Sie seien ein

Pedant und Besserwisser, lieferten jene

dem Gespött aus, die sich schwertun,

und appellierten ausgerechnet auf dem

Gebiet der Sprache an die niederen

Instinkte. Wie sehr trifft Sie das?

BS: Das hat mich anfangs sehr getroffen,

weil es fast in den Bereich der Beleidigung

hineinging. Der Rezensent war jemand, der

sich selbst gern zum Thema Sprache äußerte

und der auch Bücher schrieb – sogar

beim gleichen Verlag, aber nicht sonderlich

erfolgreich. Später habe ich festgestellt,

dass er einen Bruder hat, der wiederum

den Wikipedia-Artikel über mich kontrolliert

und dafür sorgt, dass immer ein Link

auf diesen FAZ-Artikel drinsteht. Wenn

man versuchte, ihn zu löschen, war er

kurze Zeit später wieder drin. Wenn man

versuchte, einen anderen zu einer positiven

Rezension hinzuzufügen, löschte der

Bruder ihn wieder. Beide sind Germanisten

und hatten offenbar ein Problem damit,

dass jemand anderes auf ihrem Gebiet

Erfolg hat. Der FAZ-Autor warf mir vor,

ich würde Menschen aus bildungsfernen

Schichten oder mit Migrationshintergrund

verspotten. Daraus wurde ersichtlich, dass

er meine Bücher gar nicht gelesen hatte.

Woher kommen denn Ihre Fallbeispiele?

BS: Vorrangig aus der Werbung, den Zeitungen,

dem Fernsehen, der Politik. Die

Menschen, die dort arbeiten, repräsentie-

»Ich bin kein

Rechthaber«

ren nicht unbedingt »bildungsferne Schichten«.

Wenn ich auch mal ein Fundstück

von einer Dönerbude präsentiere, dann

ist das keine Migrantenverspottung. Im Gegenteil:

Ich behandle alle Einwohner

Deutschlands gleich, und ich stelle an alle

den gleichen Anspruch.

Wer sich der Sprache zu

kommerziellen Zwecken

bedient, sollte auch professionell

damit umgehen,

egal, aus welchem

Kulturkreis er stammt. Vom Gemüsehändler,

der seine Preistafeln beschriftet, und

vom Grafiker, der einen Werbeprospekt

gestaltet, erwarte ich dieselbe Professionalität,

wie ich sie von meinem Zahnarzt

oder von meinem Elektriker erwarte. Und

Rechtschreibung ist ein Teil dieser Professionalität.

Leider verschwindet das Verständnis

dafür immer mehr. Das sieht man

auch bei den Zeitungen, die inzwischen

fast alle aus Kostengründen ihre Korrektorate

abgeschafft haben. Unser auf Profit

ausgerichtetes Denken ist daran schuld,

wenn Sprache und Kultur vor die Hunde

gehen.

Spüren Sie, dass die Menschen in Ihrer

Nähe um korrekten Ausdruck bemüht

sind?

BS: Nur Fremde. Meine Freunde reden

natürlich mit mir wie immer. Wenn andere

Menschen sich durch meine Gegenwart

angeregt fühlen, ihre Wörter mit Bedacht

zu wählen, sehe ich das nicht als Nachteil

an. Im Gegenteil. Mich selbst betrifft das

übrigens genauso: Jetzt in diesem Interview

zum Beispiel, achte ich sehr genau

darauf, was ich sage.

Wenn Sie SMS versenden,

achten Sie auf korrekte

Schreibweise?

BS: Selbstverständlich.

Ich achte auf korrekte Groß- und Kleinschreibung,

und ich setze Punkte und

Kommas zur Gliederung, nicht als Smileys.

Sie gelten als Kritiker der Rechtschreibreform.

Haben Sie mit ihr mittlerweile

Frieden geschlossen und halten Sie sich

privat konsequent an die neuen Regeln?

BS: Als die Reform in den 90er Jahren zum

Thema wurde, war ich zunächst ein Befürworter,

denn Reformen finde ich – als

Anhänger der Reformation – grundsätzlich

positiv. Was dann allerdings dabei herauskam,

hat mich fassungslos gemacht. Es

sind Regeln erlassen worden, die einem

die Haare zu Berge stehen ließen, am

schlimmsten im Bereich der Zusammen-

»Die Reform hat mich

fassungslos gemacht«

RAMPENLICHT

und Getrenntschreibung. Gott sei Dank

ist das größtenteils wieder rückgängig gemacht

worden, und so kann ich heute sagen,

dass ich mit der Rechtschreibreform

meinen Frieden gemacht habe.

Welche Änderungen haben Sie befürwortet?

BS: Die Großschreibung von substantivierten

Adverbien wie »im Allgemeinen«, »im

Besonderen« fand ich schon immer begrüßenswert.

Die Doppel-s- und Eszett-

Regelung halte ich jetzt auch für klarer. Die

veränderten Trennregeln sind mir ebenfalls

recht. Die alte Regel »Trenne nie st, denn

es tut ihm weh« hatte keine Berechtigung

mehr; sie kam aus dem Setzer-Deutsch,

denn die Setzer machten bei »st« immer

eine Ligatur. Die Buchstaben der Frakturschrift

waren am s und t immer durch eine

Linie verbunden. Deshalb mochten die

Setzer sie nicht trennen. Nur aus diesem

grafischen Grund gab es diese Regel. Es

gab dafür wirklich keinen anderen, der aus

Rechtschreibung, Sprachlogik oder aus den

Wortstämmen zu begründen wäre.

Mit der Rechtschreibreform ist das Richtig-Monopol

des Dudens untergraben

worden. Wer sollte Sprachwächter sein?

Schließlich können die Kultusminister

nicht ständig eine Reform beschließen.

BS: Nein, einmal alle hundert Jahre genügt!

Die erste gab es unter Wilhelm II im Jahre

1901. Die war nötig, um überhaupt einen

Standard zu schaffen. Vorher gab es bestimmte

Wörter in zahlreichen Varianten.

Schon diese erste Rechtschreibreform hat

damals viel Widerspruch hervorgerufen; ist

aber, weil man noch in

einem autoritären Regime

lebte, schneller

geschluckt worden. Wir

leben heute in einer

sehr viel demokratischeren

Gesellschaft, und die Entwicklung der

Sprache ist das schönste Beispiel für Demokratie,

denn jeder kann auf sie Einfluss

nehmen und sie gestalten.

Sprache entwickelt sich schnell. Die Menschen

brauchen vielleicht einen Anhaltspunkt.

Wer soll das bieten?

BS: Die Rechtschreibung ist ja nur in bestimmten

Bereichen verbindlich. Im Privaten

kann jeder schreiben, wie er will. Doch

da, wo es amtlich ist – im Schulunterricht,

in den Behörden, in der Verwaltung, bei

den Gesetzen –, gelten verbindliche Richtlinien.

Und dort ist der Duden nach wie

vor maßgeblich. Und wenn nicht der

Duden, dann der Wahrig oder der Pons.

4/2012 streifzug 19


RAMPENLICHT

Sick zeigt auf der Bühne Beispiele aus dem Irrgarten der Sprache.

Im Internet, in Blogs oder in sozialen

Netzwerken findet sich Schriftliches mit

grausamen Fehlern. Vielen macht das

nichts aus…

BS: Die neuen Medien, vor allem das Internet,

haben unsere Gesellschaft verändert.

Auch den Umgang mit der Schriftsprache.

Bis in die 80er Jahre befand sich das geschriebene

Wort in der Hand von Profis.

Der technische Fortschritt hat dazu geführt,

dass sich heute jedermann in schriftlicher

Form verbreiten kann. Früher gab man

Anzeigen bei einer Zeitung auf, die dort

von gelernten Setzern in korrektes Deutsch

gebracht wurden. Heute verfasst jeder

seine Anzeigen im Internet selbst. Schilder

werden nicht mehr vom Fachmann gemacht,

sondern am PC gestaltet und selbst

ausgedruckt. Es wird einerseits heute also

mehr geschrieben als je zuvor in der

Geschichte. Das ist eigentlich ein schöner

Umstand. Andererseits sind Hemmschwellen

und Kontrollinstanzen weggefallen.

Wird in der Schule zu

wenig Wert gelegt auf

Deutschkompetenz?

BS: Im Zuge pädagogischer

Reformen in den

70er Jahren wurde der

Grammatikunterricht quasi abgeschafft. Es

gab die Überzeugung, dass die Vermittlung

von Grammatik die freie Sprachentwicklung

der jungen Menschen hemme. Das

hat sich als großer Fehler erwiesen, denn

ohne Kenntnis der Regeln gibt es keine

wirkliche Sprachkompetenz. Wenn man

eine Fremdsprache lernt, dann eignet man

20 streifzug 4/2012

»Das Elter? Da wird die

Sache richtig absurd«

Foto:

sich schließlich auch die Regeln an, sonst

scheitert man. Man braucht ein System.

Die Sprache liefert ein System, sie besteht

aus einem System, sie bildet ein System

ab. Warum sollte man dieses nicht auch

erklären und vermitteln?

Was halten Sie von den

Bemühungen, die Sprache

zu entmännlichen?

BS: Darüber amüsiere ich

mich natürlich. In der Schweiz wird seit

einiger Zeit behördlicherseits darauf

gedrängt, auf geschlechterspezifische Bezeichnungen

zu verzichten. Wörter, die

auf »-er« enden – wie Arbeiter, Besucher,

Einwohner –, sollen vermieden werden

und durch neutrale Begriffe wie Arbeitende,

Gäste und Bevölkerung ersetzt werden.

Das führt so weit, dass Begriffe wie »Vater«

und »Mutter« als zu geschlechtsspezifisch

gebrandmarkt sind und ersetzt werden sollen

durch »das Elter«. Da wird die Sache

dann richtig absurd.

Wenn Sie eine Schule

besuchen, begrüßen Sie

dann Kinder mit »Liebe

Schülerinnen und Schüler«?

BS: Selbstverständlich. Ich richte mein Vorwort

auch an meine »Sehr geehrten Leserinnen

und Leser« und begrüße im Rundfunk

die Hörerinnen und Hörer. Das ist

charmant und hat Tradition. Aber wenn

von »Mitgliederinnen und Mitgliedern« die

Rede ist oder von »Gästinnen und Gästen«,

dann hört der Feminismus bei mir auf.

»Dialekte bringen Würze

in den Spracheintopf«

Sie schreiben Bücher. Was lesen Sie?

BS: Ich lese gern und viel. Ich lese Romane,

Biografien und Geschichtsbücher.

Sprachliche Fachliteratur lese ich weniger.

Das meiste davon ist langweilig geschrieben.

Lesen Sie Bücher immer bis zum Ende?

BS: Nein. Wenn es mich nicht anspricht,

lege ich es aus der Hand. Dafür gibt es einfach

zu viel anderes, das meiner harrt.

Haben Sie Vorbilder in der deutschen

Sprache?

BS: Zahlreiche! Selbst unter Politikern gibt

es ein paar. Björn Engholm ist eines davon.

Wenn ich ihn sprechen höre, so wie kürzlich

bei »Beckmann«, bekomme ich Wohlgefühle,

weil er so einen angenehmen

Duktus hat, eine so klare Sprache, unprätentiös,

präzise und stimmig. Er hat eine

norddeutsche Einfärbung, aber das macht

es für mich, der ich selbst Norddeutscher

bin, nicht weniger liebenswürdig. Engholm

ist jemand, den ich mir damals als Kanzlerkandidaten

gewünscht hätte. Sein

einziger Fehler war, dass er zu ehrlich war.

Insofern ist er auch unter moralischen

Gesichtspunkten ein Vorbild für mich. Es

gibt auch viele großarti-

ge Synchronsprecher

im Fernsehen. Ich bin

ein großer Freund von

Serien wie den »Desperate

Housewives« – die

deutschen Sprecherinnen klingen wärmer,

lebendiger und angenehmer als die amerikanisch

quäkenden Originalstimmen.

Haben Sie auch Vorbilder in der Musik?

BS: Viele! Denn ich liebe die Musik. Ein

großes Vorbild seit frühester Jugend ist

Udo Jürgens, der – obwohl Österreicher,

oder gerade weil er Österreicher ist –, in

seinen Liedern ein besonders klares, reines

Hochdeutsch artikuliert. Das ist mir um

vieles lieber als das Genuschel seiner Kollegen

wie Müller-Westernhagen, Lindenberg

oder Grönemeyer. Über die Musik mag

man ja denken, was man will, aber wenn

man den Text nicht verstehen kann, dann

ist das für mich keine Kunst, sondern bestenfalls

Gebrauchsware.

Wie ist es denn mit dem Deutsch in Zeitungen

oder Zeitschriften?

BS: Die haben oft ihren eigenen Stil. Je

nach Artikelformat ist das mal mehr mal

weniger stark angelehnt an Agenturvorgaben.

Und das Deutsch der dpa erkennt

man aus jedem Artikel sofort raus. Das ist

eine so ganz bestimmte Art zu formulie-


en, die immer sehr sachlich und korrekt

klingen soll, dadurch aber sehr hölzern daherkommt.

Da gibt es Standardformulierungen

wie: »Der Täter war zunächst nicht

bekannt.« Wenn ich »zunächst« lese, erwarte

ich, dass ein »aber dann« folgt. Also: Zunächst

sagte er kein Wort, aber dann brach

er das Schweigen. Das machen die aber

nicht, die schreiben nur,

der Täter war »zunächst«

nicht bekannt. Korrekt

wäre: Der Täter ist bislang

nicht bekannt.

Oft werden Begriffe nicht mehr gebeugt.

BS: Ich selbst hatte damals die größten Probleme

damit, als der »Spiegel« beschloss,

aus Gründen der Corporate Identity das

Wort Spiegel nicht zu beugen. Plötzlich

war Stefan Aust nicht mehr Chefredakteur

des »Spiegels«, sondern des SPIEGEL. Das

hat mir Bauchschmerzen bereitet, und

nicht nur mir.

Was sagt es über einen Menschen aus,

wenn sein Deutsch schlecht ist?

BS: Möglicherweise, dass Deutsch nicht

seine Muttersprache ist und er es mühsam

erlernen musste? Oder dass er Schwabe

oder Hesse ist? (lacht) Nein, nichts gegen

Dialekte! Die bringen Würze in den

Spracheintopf.

Warum ist es für das Leben wichtig, fehlerfrei

zu schreiben und zu sprechen, solange

der Adressat versteht, was ich will?

BS: Sprache spiegelt den Bildungsstand

wider. Menschen mit höherer Bildung haben

bessere Chancen, sich ihr Leben so

»Marburg ist

mir vertraut«

einzurichten, dass darin Raum für Glück

und Zufriedenheit ist.

Was wissen Sie über Marburg, wo Sie am

14. April auftreten werden?

BS: Marburg ist mir vertraut. Ich habe nach

meinem Abitur drei Monate dort bei meiner

ältesten Schwester gelebt und ihr im

Haushalt geholfen, da-

mit sie sich aufs Examen

vorbereiten konnte.

Meine beiden Schwestern

haben in Marburg

studiert. Meine jüngere

Schwester hat in Marburg sogar ihren

Mann kennengelernt, mit dem sie inzwischen

25 Jahre verheiratet ist und vier

wunderbare Söhne hat. Der älteste davon

wurde hier in Marburg gezeugt! Insofern

kann ich sagen: Marburg hatte einen positiven

Einfluss auf meine Familie.

Sie haben am Abend jemanden kennengelernt

und sich fürchterlich verliebt. Am

nächsten Tag bekommen Sie eine SMS:

»Liebes Bastilein, der Abend gestern mit

dir war supi. Mich hat es scheinbar ganz

schön erwischt. Habe Schmetterlinge in

meinem Kopf. Wenn es dir ebenso geht,

wäre es am optimalsten, wenn du mich

schnell anrufst!« Wie würden Sie reagieren?

Kann das der Anfang einer wunderbaren

Beziehung sein?

BS: Meine jetzige Liebe kommt aus den

Niederlanden. Wir sprechen beide

Deutsch und Niederländisch durcheinander.

Was meinen Sie, was dabei manchmal

für ein Unsinn herauskommt!

Siggi Klingelhöfer

Deutschlehrer mit Herz: Bastian Sick hat in Marburg gelebt.

Foto:

FAKTEN

Bastian Sick geht wieder auf Tour. »Nur aus

Jux und Tolleranz« heißt das aktuelle Programm,

mit neuen Geschichten aus dem

Irrgarten der deutschen Sprache und zahlreichen

Erkenntnissen über das, was geht,

und das, was nicht geht – sondern fährt.

Am Samstag, 14. April, um 20 Uhr ist Sick

in der Marburger Stadthalle zu erleben.

Nach der gleichnamigen, sehr erfolgreichen

Tournee im Frühjahr war der Entschluss

schnell gefasst, dem Publikum

auch 2012 wieder die Möglichkeit eines

Bastian-Sick-Abends mit »gratiniertem«

Spaß zu bieten. Im Herbst des vergangenen

Jahres erschien sein neuestes Werk

»Wie gut ist Ihr Deutsch?«, das die farbenfrohe

Palette der Sick-Titel um eine Quizkomponente

erweitert.

Sick verspricht bei seinem großen

Deutsch-Test nur Gewinner: Die einen gewinnen

nach Punkten, die anderen an Erkenntnis.

Auch die Besucher der »Jux und

Tolleranz«-Tournee werden nach dem Genuss

einer besonderen Deutschstunde um

einige erstaunliche Einsichten reicher sein.

Sick erklärt die Regeln: Wo ein Bindestrich

zu stehen hat bei Wörtern wie Tierluft-Ballon,

Jahrhundert-Wendevilla, Mini-Golfgäste

und Topfunter-Setzer. Und Sick erteilt

nützliche Tipps: Wo man als Morgenmuffel

»Vollwachmittel« bekommt, wie

man Tomaten verhext, um sie als »Fluch-

Tomaten« verkaufen zu können, wie man

echte Cornflakes von gefälschten Cornfakes

unterscheidet und warum Hundefutter

mit Vollkotzbrocken beim Verbraucher

nicht so gut ankommt.

Der Autor der Buchreihe »Der Dativ ist

dem Genitiv sein Tod« beweist mit seinem

Bühnenprogramm erneut, dass er ein

Mann für alle Fälle ist – vor allem für die

Zwerch-Felle. In Zeiten politischer Überkorrektheit

stellt der berufene Deutschlehrerinnen-Flüsterer

geschlechtergerechte

Formulierungen wie »Liebe Mitgliederinnen

und Mitglieder«, »AngestelltInnen-VertreterInnenwahl«

und »Krankenschwester/

in gesucht« auf den Prüfstand und verweist

auf das Modellland Schweiz, wo »der Vater«

und »die Mutter« demnächst durch

»das Elter« ersetzt werden sollen. Karten

gibt es unter 06453/912470 sowie im

Internet unter www.depro-concert.de.


STADTGESPRÄCH

Konkurrenz

im Grünzeugsektor

Ab 2. April haben die Gießener die Qual der Wahl. An diesem Tag eröffnet im

Neuenweg das »Salädchen« und will im »Grünzeugsektor« an der Vorherrschaft von

Marktführer »Tom & Sally’s« kratzen. Der streifzug hat die Konkurrenten getestet…

Schon auf den ersten Blick werden die

Unterschiede im Konzept ersichtlich.

Während die Jungs von »Tom & Sally’s« auf

»Salat to go« und ihren hessenweiten Lieferservice

setzen, lässt Marco Salvatore

Perri, Franchisenehmer des »Salädchen«, in

diesen Tagen 20 Sitzgelegenheiten in dem

neu designten Ladenlokal errichten. Zusätzlich

wird es eine Außenbestuhlung geben.

»Wohnlich« und »gemütlich« soll der Laden

in der Fußgängerzone werden, »niedlich

eben«, wie Peter Heinzmann, der »Erfinder«

des »Salädchen« erzählt. Kleine Kissen, Bilderrahmen

und viel Holz sollen eine Wohlfühlatmosphäre

schaffen. Das gelingt. Ein

wenig erinnert das »Salädchen« an eine WG-

22 streifzug 4/2012

Küche. Besteck muss man sich selber nehmen,

Salz und Peffer warten in einem Regal,

auf dem auch frische Kräuter bereitstehen.

Der erste Shop der Cousins Heinzmann in

Marburg war noch ein Zufallsprodukt, mittlerweile

erobert das Konzept aber ganz

Deutschland. Die Filiale in Gießen wird die

fünfte sein, bislang gibt es zwei in Marburg,

eine in Köln und sogar eine in der Hauptstadt

Berlin. »Ich war in Marburg eher zufällig

zu Gast und sofort vom Konzept begeistert«,

sagt Perri, dessen Familie vor einigen

Jahren die Gießener »Pizzeria Pie« betrieben

hat. Der gelernte Koch kennt sich also aus in

der Gastronomie. »Frische Salate treffen den

Nerv der Zeit«, sagt Perri selbstbewusst und

hofft, dass sich der Neuenweg in der Fußgängerzone

zum »kulinarischen Mittelpunkt

Gießens« entwickelt. Mit Salaten, Ofenkartoffeln

und Suppen wollen die neuen Mitbewerber

Kunden anlocken, »Tom & Sally’s«

setzt auf Salate, Ofenkartoffeln und Sandwiches.

Das Angebot ähnelt sich also. Auf den

zweiten Blick aber gibt es einen signifikanten

Unterschied. Während der Marktführer

in der Bleichstraße insgesamt 15 verschiedene

fertig zusammengemixte Salate, wahlweise

vegetarisch, fischig oder fleischig,

sowie jeweils einen wechselnden Salat der

Woche und einen Salat des Monats und

zwölf verschiedene Dressings anbietet

(Geschäftsführer Ingo Hofmann: »Wir haben


für jeden Geschmack etwas dabei«), funktioniert das »Salädchen« im

Baukastensystem. Dort kann man zunächst zwei Größen wählen,

weiter stehen ein Grüner-Salat-Mix oder Nudeln zur Wahl, der/die

mit Basics, zum Beispiel Rucola, Tomate, Gurke, Paprika, und Extras,

zum Beispiel Schinken, Tunfisch, Mozzarella oder Steakstreifen,

individuell ergänzt werden kann. Insgesamt stehen über 30 verschiedene

Lebensmittel in einer Saladette zur Verfügung. Die Zusammenstellung

geschieht à la minute vor den Augen der Kunden.

Die Zutaten landen dabei in einer großen Schüssel und werden mit

einer von sechs verschiedenen Soßen darin gemixt, in eine Schale

gegeben und verkauft – für 3,50 Euro, bzw. 4,50 Euro. »Die Zubereitungsart

ist besonders und sorgt dafür, dass der Salat richtig durchgemischt

ist. Ich mag es nicht, wenn die tollen Zutaten und das Dressing

oben liegen und man am Ende nur noch trockenen Eisbergsalat

auf der Gabel hat«, spricht Heinzmann einen Vorteil an, über den

sich allerdings – das ergab unser Test – nur »Direktverwerter« freuen

werden. Wer sich morgens einen Salat für die Mittagspause mitnehmen

will, muss damit rechnen, dass der Mix zusammenfällt. Dies geschieht

bei »Tom & Sally’s« nicht, da Dressing und Salat erst unmittelbar

vor dem Verzehr zusammentreffen. Auf Wunsch erhält man im

»Salädchen« aber auch das Dressing zum Mitnehmen.

Wer weiß, was er will, hat also nun die Möglichkeit, nach seinen Vorlieben

einzukaufen. »Ich freue mich auf die Konkurrenz und denke,

Salädchen ist kein schlechtes Konzept. Der Stadt tut das jedenfalls

gut, und es spricht für den Markt, dass sich mittlerweile mehr Leute

an das sensible Thema wagen, mit Salat Geld verdienen zu wollen«,

sagt Hofmann von »Tom & Sally’s«, der stolz darauf sein kann, Ideengeber

für eine entstehende Branche gewesen zu sein. Auch Mitbewerber

Perri hofft, dass sich die Läden »nicht ins Gehege kommen«.

»Gießen ist eine große Stadt, ob ein, zwei oder vier Salatbars. Das

ist egal«, sagt Perri, wohl wissend, dass die Gießener Salatfans ab

2. April die Qual der Wahl haben. mac

Illustration: Jule Engel

STADTGESPRÄCH

Mamasöhnchen:

»Ich bin endlich

unabhängig.

Danke Wohnbau!«

In Gießen zuhause.

Mehr Infos unter: www.wohnbau-giessen.de

www.DIVIICE.de

4/2012 streifzug 23


»Licher-Wiesnfest in Pohlheim«

Im Dirndlfieber

Lederhosen und Dirndl her – und ab ins Freie, ein laues Frühlingslüftchen genießen! »Wir

leben davon, dass es die Leute nach einem langen Winter endlich wieder raustreibt«, freut

sich Richard Stoiß auf die bevorstehenden zehn »tollen Tage«. Früher als sonst – dem Hessen-

tag in Wetzlar sei Dank – wird es das Partyvolk ins riesige Festzelt und den Biergarten auf

der Mockswiese in Watzenborn-Steinberg ziehen. Doch das ist nicht die einzige Neuerung.

Die vierte Auflage des »Licher-Wiesnfest in Pohlheim« steigt vom 19. bis 30. April und wird

damit auch zeitlich üppiger ausfallen als ihre Vorgängerinnen.

Das wiederum hat mit dem nahen Feiertag

zu tun, den die Partyplaner zum Finale und

als weiteren Höhepunkt des Volksfestes

mit einem »Tanz in den Mai« der besonderen

Art einläuten werden: Die »Schürzenjäger«

sind gebucht – wahre Stimmungsgaranten,

die bei ihrem Auftritt obendrein die

24 streifzug 4/2012

Werbetrommel für die »Tour der Hoffnung«

rühren. Für gute Laune pur wird an etlichen

weiteren »Feier-Tagen« mit bewährten

»Wiesn«-Promis und einem bemerkenswerten

Special am Samstag, 28. April, gesorgt:

Classic Rock mit Sweet (»Fox On The

Run«) und Boney M. (»By The Rivers Of

Babylon«) ist angesagt. Zur Aftershow dieser

Veranstaltung von DTT-Konzerte (Gießen)

rocken »The Oldies«. Das wird eine

schweißtreibende Angelegenheit.

Richard Stoiß, der als Geschäftsführer der

Bill-Veranstaltungslogistik GmbH und Erfinder

des »Mittelhessischen Oktoberfestes«

Foto: Richard Stephan


die organisatorischen Fäden für die Mega-

Fete in der Hand hat, ist optimistisch, dass

die Gesamt-Besucherzahl die 30000er-

Marke übersteigen wird. Rund 25000 Partyfreunde

wurden jeweils bei den bisherigen

»Wiesn« gezählt – allein die enorme

Nachfrage nach Tickets zu den eintrittspflichtigen

Veranstaltungen unterstreicht

den ungebrochenen Zuspruch für dieses

»typisch deutsche Bierfest«, wie die Veranstaltungsreihe

bei »Bill« mit vielen positiven

Attributen versehen eingeordnet wird.

Der Auftakt am Donnerstag, 19. April, wird

ein richtiger Paukenschlag: Zum »Wiesn-

Opening« mit den Lahntalern gibt es eine

Mega-Party. Als i-Tüpfelchen wird an diesem

Abend vom Publikum aus einem Dutzend

Bewerberinnen die »Dirndlkönigin

2012« gewählt. Das alles bei freiem Eintritt

und moderiert von den FFH-Profis Daniel

Fischer und Evren Gezer. So lobt man sich

einen zünftigen Bierfassanstich!

Die Sache mit den Dirndln hat übrigens

prima eingeschlagen – zum Casting Anfang

März in der Möbelstadt Sommerlad in Gießen

stellten sich 30 Teilnehmerinnen den

kritischen Augen der Jury, beworben hatten

sich freilich noch viel mehr. Von Stadtallendorf

über Köln bis nach Flörsheim und

Stuttgart reichte das Spektrum der eingegangenen

Anfragen. »Es ist eben modern,

Tracht zu tragen«, erklärt Richard

Stoiß das Phänomen, das bekanntermaßen

auch auf einen stattlichen Teil der Mockswies-Besucher

zutrifft. Kein Wunder, dass

der eintrittsfreie »Familientag« am Sonntag,

22. April, mit einer Modenschau von

»Siggi’s Skandaltrachten« abgerundet wird.

Wen der »Wiesn-Virus« einmal infiziert hat,

den befällt dieses spezielle Partyfieber seit

2009 jedes Jahr aufs Neue. Nicht anders ist

es zu erklären, dass die erste der diesjährigen

FFH-Wiesnhitnächte am 21. April seit

Wochen pickepacke ausverkauft ist. Kein

schlechter Schnitt für die Fetenplaner –

denn so viel ist sicher: Beim Gastspiel von

Antonia aus Tirol, Peter Wackel, Ina Colada

und den Partyvögeln werden 4000 Menschen

die Nacht zum Tage machen. Ähnliches

wird bei der Wiesn-Hitnacht Nummer

2 passieren: Die steigt am Freitag, 27. April,

und wird mit einem Star-Aufgebot ein richtiges

Pfund: Yvie, Anna-Maria Zimmermann,

Olaf Henning und die Jungs der

Münchner Zwietracht lassen es krachen;

auch für diesen Event sind die Tickets vergriffen.

Wer feiern will und noch keine Karte

hat, kommt eben zum Opening (19.)

oder zu den Schürzenjägern (29.).

Die spezielle Stimmung auf der Pohlheimer

Wiesn wird vor allem von den mitwirkenden

Künstlern geschätzt, von denen etliche

Zu den Stammgäste auf der Wiesn zählt Antonia aus Tirol

»Wiederholungstäter« und außerordentlich

gern gesehene Gäste sind. »Die Leute stehen

vom ersten Lied an auf den Bänken

und machen mit. Sehr zum Leidwesen der

Kellner…«, resümiert augenzwinkernd Petra

Richter, die bei »Bill« ebenso wie Dirk

Berghoff und Petra Zell an vorderster Stelle

für das perfekte Timing und die vielen Tausend

Kleinigkeiten rund um das Spektakel

auf der Mockswiese zuständig ist und in

der Umgebung allein 180 Hotelbetten reserviert

haben. Und weil der imposante

Blick herab von der Bühne ins prall gefüllte

Zelt den Künstlern so gefällt, kommen die

auch immer wieder gern dem Ruf nach Zugaben

nach – da dauert der offizielle Programmteil

auch schon mal etwas länger…

Etwas ruhiger, aber nicht minder unterhaltsamer,

wird es vom 23. bis 26. April beim

Wiesnfest zugehen: Von Montag bis Donnerstag

haben dort Biergarten und Vergnügungspark

die Alleinherrschaft. Auftakt zum

»After-Work-Treff« ist jeweils um 16 Uhr –

natürlich für die ganze Familie, bei freiem

Eintritt.

Zweifellos vom ersten bis zum letzten

Wiesn-Tag alle Hände voll zu tun haben die

guten Seelen dieses Mega-Spektakels:

Rund 150 Mitarbeiter sind im Einsatz, um

für das leibliche Wohl der Gäste zu sorgen.

Allein im Service sind 80 Menschen tätig,

BLICK IN DIE REGION

Foto: Geck

weitere 30 in der Küche und nochmals

20 in der Schänke, außerdem ist das komplette

»Bill«-Team vor Ort. Das Catering-

Stammpersonal reist wie in den Vorjahren

eigens aus München an. »Die haben's einfach

drauf«, so Stoiß mit Blick auf die Unmengen

an Speisen und Getränken, die

quer durch die Menschenmenge geschafft

werden müssen. Der Bierkonsum beim

Pohlheimer Wiesnfest sei gegenüber vergleichbaren

Veranstaltungen »mit großem

Abstand« am höchsten, unterstreicht der

Bill-Geschäftsführer. Welche Mengen Gerstensaft

konkret durch die Zapfhähne fließen,

das wird aber nicht verraten…

Kein Geheimnis macht man dagegen beim

Veranstaltungslogistiker aus Lich aus der

Tatsache, dass die Pohlheimer »Wiesn« so

wenig Security-Einsätze wie selten ein Bierfest

verzeichnet. Und darauf sind sie alle

auch ein bisschen stolz.

In der Nacht zum 1. Mai – vermutlich aber

erst im Morgengrauen – wird wieder Ruhe

auf der Mockswiese einkehren. Aber Ausruhen

ist nicht: Für das Team von Bill ist das

Finale der Pohlheimer Wiesn der Endspurt

auf der organisatorischen Zielgeraden zu

einem noch viel größeren Spektakel. Die

gesamte Manpower ist für den Hessentag

zu bündeln. Aber das ist ein Fall für den

nächsten streifzug. Gabriele Krämer

4/2012 streifzug 25


UNTERWEGS

»Waldschenke«

Tunnelstraße 42 · 35321 Laubach-Freienseen · Tel. 06405/6110 · www.landgasthaus-waldschenke.de

Vor 15 Jahren kehrte Axel Horn in seine

Heimat zurück. Der gebürtige Gonterskirchener

wollte endlich lukullische Lebensfreude

in die »kulinarische Tiefebene« bringen.

Das ist ihm in der Tat aufs Trefflichste

gelungen, denn sein »Landgasthaus Waldschenke«

in Laubach-Freienseen hat sich

längst als Treffpunkt für Feinschmecker aus

dem Rhein-Main-Gebiet etabliert. »Dabei

hat meine Frau zunächst geweint, als sie

das erste Mal hier war«, erinnert sich der

Spitzenkoch. Düster und abgewohnt präsentierte

sich damals das Haus, das in den

letzten Tagen des Zweiten Weltkrieges gebaut

wurde und 40 Jahre lang als Gasthof

mit Metzgerei und Fremdenzimmer diente.

Davon ist heute nichts mehr zu spüren, ein

Schmuckkästchen hat Axel Horn mit seiner

stilsicheren Ehefrau Ingrid-Michele aus dem

26 streifzug 4/2012

Fotos: man

alten Gebäude gemacht. »Es ist so schön,

dass man schon von Weitem die Kerzen

leuchten sieht«, sagt ein Ehepaar beim Betreten

des geschmackvoll eingerichteten

Restaurants an diesem Abend. Perfekt eingedeckt

sind die Tische, perfekt auch der

Service: Die aparte Belgierin – Axel Horn

hat zehn Jahre im französischsprachigen

Teil Belgiens gearbeitet – liest den Gästen

aufmerksam jeden Wunsch von den Augen

ab. Eine Oase zum Wohlfühlen und Genießen,

die bei wärmeren Temperaturen noch

durch eine geschützte Terrasse zum gepflegten

Garten ergänzt wird.

Auch Horn, der sein Handwerk einst im

Sporthotel Grünberg lernte, sehnt sich

nach dem Frühjahr: »Da geht es mir gut,

wenn es im April den ersten Bärlauch gibt.«

Gerade erst hat er für ein Kochbuch sein

Rezept »Rotbarbe auf Bärlauchnudeln« beigesteuert.

Der Maître, so darf er sich als gewähltes

Mitglied der renommierten gastronomischen

Vereinigung Chaîne des

Rôtisseurs nennen, schätzt die frischen Produkte

der Region und wechselt spätestens

nach einer Woche seine saisonale Empfehlungskarte.

Das Lamm – zu Ostern besonders gefragt –

bezieht er von einer Metzgerei aus Butzbach,

das Wild kommt nur aus heimischen

Laubacher Wäldern. Und der Fisch wird jeden

Tag frisch von »La Mer« aus Bochum

geliefert: »Die rufen abends an, am

nächsten Morgen ist die Ware da.« Dabei

lässt er sich durchaus auf das Risiko ein,

seinen Gästen auch mal ein ungewohntes

Geschmackserlebnis zu vermitteln, in dem

er beispielsweise aus einem Seeigel ein

bräunliches Schaumsüppchen kreiert. Ein

Gedicht: Der Kabeljau auf fein gewürfelten

Lauch-Kartoffeln zergeht auf der Zunge

und sorgt mit Piment d’Espelette (französischer

Gourmet-Chili) für angenehm dezente

Schärfe. Dabei stimmt das Preis-Leistungs-Verhältnis

in der »Waldschenke«:

Hauptgerichte kosten zwischen 15 und 25

Euro, Vorspeisen zwischen fünf und 15 Euro.

Hier sehr empfehlenswert der gratinierte

frische Ziegenkäse im Rauchfleischmantel

auf knackigen bunten Salaten in mildem

Himbeeressig (11,90 Euro).

Besonders beliebt ist das Überraschungsmenü

in vier Gängen für 35,50 Euro. »Wir

haben Stammgäste, die kommen jede Woche

und denen serviere ich natürlich jedes

Mal etwas anderes«, sagt der dynamische

Mann, Jahrgang 1968, der tagsüber sogar

noch die Energie findet, in der »Auszeit«,

einem öffentlichen Betriebsrestaurant in

Grünberg, einen schmackhaften Mittagstisch

für kleines Geld zu zaubern.

Marion Schwarzmann

Im Überblick

Sitzplätze: 60 im Restaurant, 40 im

Wintergarten, 40 auf der Terrasse

Küche: mediterane Küche auf

hohem Niveau

Spezialitäten: Wild nach Saison,

Fischgerichte und Lamm

Öffnungszeiten: täglich – außer

mittwochs – ab 18 Uhr. Samstag,

Sonntag und an Feiertagen auch

von 11.30 Uhr bis 14 Uhr

Küche ★★★★

Ambiente ★★★★

Service ★★★★

Preise UUUU


…Geheimnisvolles Event in Gießen

Der schwarze Kater

Was es ist, ist nicht bekannt. Ausstellung, Party, Konzert – oder

von allem ein bisschen? Wo? Keine Ahnung. Wer kommen will,

muss rätseln. Die Veranstalter des undergroundigen Events

sagen nur so viel: »Augen auf, Ohren gespitzt! Der sagenumwobene

Freitag, der 13., naht. Der zweite von dreien dieses

Jahr! Ist es nun eine Kunst, diesen Tag zu überstehen? Oder

sollte man diesen Tag wohl mit Kunst überstehen? Sollte man

Angst vor schwarzen Katzen haben? Laufen sie jetzt nach rechts

oder nach links? Sind Kater auch gefährlich? Und wie war das mit

der Leiter? Sollte man ein Hufeisen schmieden? Oder doch

lieber sichere Pläne? Aus Kupfer wird Gold! Und wer steckt

hinter dem Mythos? Warz, Stuka, Paul Katze? Leidet ihr unter

…Kulturfreitag im MuK

Horror-Hörspiel live: DJ Tulpe und der fette Mann

»DJ Tulpe und der fette Mann« kommen aus Berlin und haben sich dem aberwitzigen Horror-

Livehörspiel verschrieben. Das Künstlertrio lehrt dem Publikum das Fürchten mit unheimlichen

Geschichten über Geister, Vampire und anderen übernatürlichen Begebenheiten. Dabei sind

ihre Storys stets mit einer Prise Humor versehen. Mit im Gepäck ist der Kurzgeschichtenautor

»Don Chrischan«, der Storys aus der Unterwelt zum Besten gibt. »DJ Tulpe und der fette

Mann« entwickeln ihre Geschichten live durch improvisierte Dialoge mit unterschiedlichen

Stimmlagen und vollem Körpereinsatz. Dabei lassen sie sich nicht nur von schlechten Filmen

inspirieren, sondern auch von Banalitäten des Alltags. Für Geräusche, Musiken und Atmosphären

sorgt Tobi Homeworkerphobie. Per Laptop verwandelt er den Zuschauerraum in eine

Bushaltestelle, ein einsames Haus im Wald oder eine Baustelle. Das Live-Hörspiel steigt am

Freitag, 6. April, im Muk. Einlass ist um 20 Uhr. Die Akteure beginnen um 20.30 Uhr. Eintritt:

VVK 8 Euro. AK: 10 Euro.

…Bubble Tea in der Innenstadt

Jetzt »blubbert« es auch in Gießen

Sie schießen wie Pilze aus dem Boden – jetzt auch in Gießen. Lange mussten wir warten auf den ersten Bubble-Tea-

Shop, den wir bisher nur aus dem Urlaub in Asien oder von Kurztrips in deutsche Großstädte kannten. In den letzten

Wochen feierten aber gleich drei Läden ihre Eröffnung, die keine 300 Meter weit auseinanderliegen. Zuerst kam

»Bubble Tea and more« in der Neustadt 28. Richtig, bei Kim Phat II. Es folgten »Mr. Bubble Tea« in der Galerie Neustädter

Tor und ein weiterer in Richtung Marktplatz. Auch der Smooyo-Frozen-Yoghurt-Shop hat sein Sortiment

längst damit erweitert. »Wir beobachten die Entwicklung seit zwei Jahren. BubbleTea ist das Trendgetränk. Der Renner«,

sagt Kien-Giang Le, Geschäftsführer von »Bubble Tea and more«. Aber was ist das überhaupt, Bubble Tea? Zunächst

einmal ist das Getränk bunt. Rot, gelb, grün. Zudem schwimmen in der Flüssigkeit – Tee, Milchtee oder ein

Joghurtmix – farbige Perlen. Dem Geschmack sind dabei keine Grenzen gesetzt. Le bietet 16 verschiedene Teearomen

an, dem man 16 Toppings beimischen kann. Das sind die Perlen. Sie sind entweder mit Fruchtsaft gefüllt und

werden im Mund zum Platzen gebracht, oder es handelt sich um Tapiokaperlen. Diese sind süß und werden aus der

Maniokwurzel gemacht. Den traditionellen Tapiokaperlen hat der Bubble Tea seine Entstehung zu verdanken. Vor

26 Jahren kam man in Taiwan auf die Idee, Tee für Kinder reizvoller zu machen, indem man die süßen schwarzen

Perlen beimischte. Der Bubble Tea war erfunden. Fast täglich kommen noch heute neue Entwicklungen hinzu. mac

UNTERWEGS

Paraskavedekatriaphobie? Oder begebt ihr euch auch an diesem

Tag ohne Angst vor Absturzgefahr gerne auf kreative Höhenflüge?

Bringen riesige Regenbogenfische Glück? Und sollte sie

am Himmel schweben oder lieber an der Wand kleben? Hängt

das Bild schief? Haben wir nun schon zu viel verraten? Soll

oder Haben? Seht ihr ein Licht hinter den grünen Hügeln oder

tappt ihr immer noch im Dunkeln? Was machen wir eigentlich

hier? Fragt euch lieber »Was mach ich eigentlich hier?«! Und

merkt euch den Tag! Es naht des Rätsels Lösung! Base oder

Lauge? Auf jeden Fall nicht neutral. Denn Farben und Formen

schlagen eindeutig aus! Und wer jetzt schon wieder nur

Bahnhof versteht, ist einem guten Abend schon näher als er

sich wohl eingesteht! Die Gedanken sind noch nicht ganz

vom Wind verweht, und es ist auf keinen Fall schon zu spät!« –

Alles klar?

Foto: Wikipedia

4/2012 streifzug 27


AUSLESE

Dota und die Stadtpiraten

Sie ist bekannt als »die Kleingeldprinzessin«, ein Name, den sie von

ihren Weltreisen als Straßenmusikerin mitgebracht hat. Ihre Lieder

klingen nach Bossa Nova, Jazz, Reggae und Surfrock, manchmal

nach Liedermacher-Pop und Chanson. Ihre Texte erzählen von den

verzwickten und verstrickten Gefühlen des Alltags: Dota Kehr aus

Berlin. Gemeinsam mit ihrer Begleitband »Die Stadtpiraten« sticht sie

am Donnerstag, 19. April, um 20 Uhr im »Jokus« in Gießen in See.

Nach ihren Weltreisen und mit jeder Menge Erfahrung als Straßenmusikerin

im Gepäck hatte Dota Kehr Verstärkung in Form experimentierfreudiger

Mitstreiter gesucht. So wurden 2003 »Dota & die

Stadtpiraten« geboren. Mit Wortwitz und Leichtigkeit erobert sie ihr

Publikum derzeit im Sturm. Etliche ausverkaufte Shows belegen:

Man kommt zum Tanzen und zum Lauschen. Seit der Gründung sind

acht Alben erschienen – alle in Eigenregie und unter eigenem Label.

Die Kritiker lieben die

Band, Auftritte im TV

und im Radio verhalfen

der Gruppe, die an die

frühen »Wir sind Helden«

erinnert, zu einem

höheren Bekanntheitsgrad.

Einlass 19 Uhr. Tickets

ab 14,20 Euro.

Ruhrpottrabauke

»Intelligente Komik. Markus ist die absolute Comedy-Entdeckung des

Jahres«, sagt Dr. Eckart von Hirschhausen über Markus Krebs, den Sieger

des RTL Comedy Grand Prix, der am 13. April in der Kongresshalle

in Gießen auftritt. Der 41-jährige Duisburger heimste beim CGP nicht

nur ein Comedy-Coaching in New York ein, sondern auch viel Lob

der Jury. Cindy aus Marzahn, Kaya

Yanar und Dr. von Hirschhausen

zeigten sich begeistert. Krebs erzählt

auf der Bühne seit zwei Jahren

Geschichten. Seine Geschichten.

Über die die Zuschauer auch deswegen

so herzlich lachen, weil er,

der Rabauke aus dem Ruhrpott, so

sympathisch ist.

28 streifzug 4/2012

GLANZ-

LICHTER

DES MONATS

Für immer in Jeans

Unter dem Titel

»Die Revue 2012:

Für immer in

Jeans« steht Peter

Kraus am 16. April

in der Hessenhalle

in Alsfeld erstmals

mit seinem Sohn

Mike auf der Bühne.

30 ausverkaufte

Konzerte standen

nach seiner letzten erfolgreichen Tournee 2009 zu

Buche. »Er ist der Glücklichmacher für Tutti Mutti«, schrieb

der Münchner Merkur über den Mann, dem man sein Alter

nicht ansieht. »Ich würd euch ja gern alle glücklich machen,

aber ich habe nicht so viel Zeit«, flirtete Kraus mit seinem

weiblichen Publikum. Kraus geht zum ersten Mal seit mehr

als 20 Jahren wieder mit einer Revue auf Tour. Das verspricht

natürlich in erster Linie Musik und Rock’n’Roll nonstop. Zusammen

mit Kollegen und Freunden wird Kraus demonstrieren,

wie unsagbar unterhaltsam und beweglich sechs Jahrzehnte

Showbusiness sein können. Kraus ist und bleibt das

Teenageridol der 50er, die deutsche Antwort auf Elvis und

»der musikalisch Halbstarke par excellence« (SZ).

Mario Barth: »Dreier« in Wetzlar

Die Nachfrage war riesig, deswegen wird Mario Barth gleich an drei Terminen in der

Rittal-Arena in Wetzlar auftreten und sein neuen Programm »Männer sind schuld,

sagen die Frauen« am 13., 14. und 15. April vorstellen. Mit seinen ersten drei Programmen

begeisterte Barth sechs Millionen Menschen. Allein im Sommer 2011 füllte er vier

Fußball-Arenen. Nun geht es weiter. Barth präsentiert sein neuestes Programm und

verspricht schon jetzt eine fulminante Fortsetzung seiner Trilogie: »Star Wars war ja am

Anfang auch nur eine Trilogie und was daraus wurde, wissen wir heute. Aber alle, die

denken, es geht wieder um Mann und Frau kann ich beruhigen. Diesmal geht es um

Frau und Mann und darum, was uns alle sonst noch so beschäftigt.« Tickets unter

www.mario-barth.de.


Karat on Tour

Die Kultband Karat, 1975 in Berlin gegründet,

gehörte zu den erfolgreichsten

Bands der DDR und ist mit deutschsprachiger

Rockmusik bis heute erfolgreich.

Am Sonntag, 29. April, um 20 Uhr gastiert

Karat in der Hessenhalle in Gießen.

Über 35 Jahre Karat heißt nicht nur feiern

und feiern lassen oder unvergessene Hits

wie »Über sieben Brücken« oder »Der

blaue Planet« zu spielen. Nach so einer

langen Zeit wollen Karat weiterhin Kreativität

und Lust auf Neues unter Beweis

stellen.

Am 22. Februar 1975 feierte Karat im

sächsischen Pirna Bühnenpremiere.

Schnell erspielte sich die Band eine

wachsende Fangemeinde. Der Durchbruch

gelang 1978 mit »König der Welt«

und »Über sieben Brücken« beim Internationalen

Schlagerfestival in Dresden. In

den Folgejahren etablierte sich Karat mit

»Albatros«, »Schwanenkönig« oder »Der

blaue Planet« als Spitzenband deutschsprachiger

Rockmusik. Ihre erste Krise erlebte

die Band mit der Wende. In die Erfolgsspur

fand Karat 1995 mit dem

zehnten Album »Die geschenkte Stunde«

zurück. Die Band will nun beweisen, dass

sie die Kreativität und Kraft hat, das Bisherige

zu bewahren und mit Neuem zu

bereichern.

Eskimo Callboys

Bereits zum vierten Mal jährt sich im

AUSLESE

Ende März erschien das Debütalbum »Bury Me In Vegas« der Eskimo Callboys,

das sich durch einen harten Mix von krachenden Metal-Riffs und eingängige

Elektrobeats auszeichnet. So nennt die junge Band aus Castrop-

Rauxel ihren Sound auch selber »Electrocore«. Mit dem wollen sie am

Freitag, 20. April, auf ihrer »Bury Me In Vegas Tour 2012« die Wände des

Gießener Kulturbunkers MuK zum Beben bringen. »Das Album ist härter

und gleichzeitig poppiger geworden, knüpft aber an den vorangegangenen

Stil an, sodass wir sagen können, im Großen und Ganzen sind wir uns treu

geblieben«, so der O-Ton der Band. In den Texten geht es meist um Partys,

Sex, Suff und zwischenmenschliche Beziehungen und jede Menge Sarkasmus.

Vorband: Madison Affair aus Berlin. Beginn 21 Uhr. Tickets: 11 Euro.

The Audience spielen im Monkeys

Wie Flammen lodern die abgeschnittenen Haare auf dem Cover des dritten Albums.

Narben enttäuschter Beziehungen, Symbole des Richtungswechsels und der Vergänglichkeit

von Gefühlen. Das Cover weist die Richtung aus der Vogelperspektive in die

Introspektion. »Hearts«, das dritte Werk von The Audience ist eine gefühlvolle, zuweilen

zärtliche Offenbarung, ein Seelenstriptease, der hörbar gemachte und unmittelbare

Blick in einst erfüllte und verwundete Herzen. Die Band, die am 28. April im Monkeys

in Gießen spielt, verarbeitet in den neuen

Songs eine ereignisreiche Zeit. Auf zahlreiche

Konzerte, die ihre Alben »Celluloid« (2007)

und »Dancers and Architects« (2008) flankierten,

folgte der Rückzug, den man brauchte,

um Persönliches zu ordnen und sich über die

Zukunft klar zu werden. Man kann diese Momente

der Melancholie in der Musik spüren.

Obwohl sie dem Flackern der Discokugel

entfliehen wollten, sind The Audience den

antreibenden Beats nicht abhold geworden.

So findet sich keine einzige Ballade auf »Hearts«

sondern nur schnelle und Midtempo-

Stücke mit Sehnsucht im Text.

Mathematikum die Ausstellungsreihe

»Zeitgenössische mathematische

Kunst«, in der das Zusammenspiel von zwei

scheinbar unvereinbaren Disziplinen begeistert.

Nun werden gleich zwei Künstler in zwei Ausstellungen

präsentiert: Architekt Prof. Friedhelm

Kürpig und Maler Egon Karl Nicolaus. Vom

1. April bis 6. Mai ist die Ausstellung »Mathematik

in Stahl« von Kürpig, ehemals Professor an der

Hochschule für bildende Künste in Hamburg, zu

sehen. Ab 12. April werden dann zusätzlich Werke

von Nicolaus ausgestellt. Er war ein Meister der Zahl, die in seinen farbenfroh-leuchtenden

und fröhlichen Bildern zum Hauptmotiv wurde. Zahlen stehen

auch bei Kürpigs Skulpturen im Zentrum, wenn auch nicht auf den ersten

Blick zu erkennen. Vernissage: 1. April, bzw. 12. April (jeweils 11 Uhr).

4/2012 streifzug 29


VERANSTALTUNGEN IM APRIL

Ihre Veranstaltungen in der

Kongresshalle Gießen

04.04. | Mittwoch | 14 Uhr

Tag der älteren Generation

»Märchenhafter Nachmittag«

Magistrat der Stadt Gießen

09.04. | Montag | 18 Uhr

Igor Mamenko und Swetlana Rozhkowa

– Russische Komiker –

www.glob-art.de

13.04. | Freitag | 20 Uhr

MARKUS KREBS

»Literatur unter Betäubung«

www.s-promotion.de

17.04. | Dienstag | 20 Uhr

MICHL MÜLLER »jetzt erstrecht«

www.s-promotion.de

18.04. | Mittwoch | 17 Uhr

Wechseljahre – mit Haut und Haaren!?

www.menopausen-gesellschaft.de

20.04. | Freitag | 20 Uhr

»Deutsche Meisterschaft Profi-Latein«

TSG Blau-Gold e.V.

21.04. | Samstag | 20 Uhr

Gerd Dudenhöffer spielt Heinz Becker:

Sackgasse

www.handwerker-promotion.de

28.04. | Samstag | 20 Uhr

125 Jahre Friseurinnung Gießen

Kreishandwerkerschaft Gießen

29.04. | Sonntag | 11–17 Uhr

CD- und Schallplattenbörse

www.joko.de

05.05. | Samstag | 10–16 Uhr

Gesundheits- und Selbsthilfetag 2012

Landkreis Gießen

11.05. | Freitag | 19.30 Uhr

Orchesterkonzert

der Liebigschule Gießen

30 streifzug 4/2012

Veranstaltungen

1 SO

AUSSTELLUNGEN

Gießen

Eröffnung:

Mathematik in Stahl

Werke von Friedhelm

Kürpig

� 11.00 Mathematikum

Grünberg

Sehnsucht Brasilien

Werke von Fritz Steisslinger

(bis 1. Mai / Mi.

von 18 bis 20 Uhr, Fr.

bis So. 14 bis 18 Uhr)

� Museum im Spital

BÜHNE

Gießen

Arsen und Spitzenhäubchen

Kriminalkomödie von

Joseph Kesselring

� 15.00 Stadttheater

Rotkäppchen

Für Kinder von 4 bis

11 Jahren

� 16.00 Kleine Bühne

Narthex

Crossover mit dem

Philharmonischen

Orchester, der Tanzkompanie

und dem

Schauspielerensemble

� 20.00 TiL

DISCO/PARTY

Gießen

Tanz-Party

� 20.30 Astaire’s

FÜHRUNGEN

Gießen

Der Alte Friedhof

Stadtführung mit

Dr. Jutta Failing

� 15.00 Alter Friedhof

Grünberg

Führung mit Manfred

Albrecht

Zur Ausstellung: Sehnsucht

Brasilien

� 15.00 Museum im

Spital

MÄRKTE/MESSEN

Gießen

Antik & Trödelmarkt

� 8.00 Hessenhalle

Frühjahrsmesse

(bis 15. April)

� 14.00 Ringallee

Buseck

Busecker-Spur-0-Tage

� 10.00 Sammler- und

Hobbywelt

Lauterbach

Frühlings- und

Krämermarkt

(ab 12.00 verkaufsoffen)

� 11.00 Altstadt

SONSTIGES

Gießen

Tag der offenen Tür

(Orts- und Vereinsarchiv)

� 14.00 Bürgerhaus

Kleinlinden

Flamenco-Workshop

für Kinder mit Alma

Gitana

Ab 14.00 Uhr für 6- bis

10-Jährige, 16.00 für

10- bis 17-Jährige.

� MuK

2 MO

MÄRKTE/MESSEN

Gießen

Frühjahrsmesse

� 14.00 Ringallee

SONSTIGES

Gießen

Seniorennachmittag

� 15.00 Mathematikum

Pub Quiz

� 21.00 Irish Pub

3 DI

KONZERTE

Gießen

8. Sinfoniekonzert

Matthäus-Passion von

Johann Sebastian Bach

mit dem Haus- und

Kammerchor sowie

dem Kinderchor des

Stadttheaters, Philharmonisches

Orchester

� 19.30 Stadttheater

Affenkammer live

Mit the Cads

� 22.00 Monkeys

MÄRKTE/MESSEN

Gießen

Frühjahrsmesse

� 14.00 Ringallee

SONSTIGES

Gießen

Bastelworkshop

� 14.00 Mathematikum

Study Night

� 21.00 Irish Pub

4 MI

DISCO/PARTY

Gießen

Tanz-Party

� 20.30 Astaire’s

Fantastic Holidays

Chris Fernandez und

DJ Danielo

� 21.00 Admiral Music

Lounge

La Danse Macabre

Gothrock, Darkwave,

EBM, 80s, Industrial mit

DJ Domino

� 21.00 Scarabée

Mediziner Ersti-Party

� 22.00 Monkeys

Langgöns

Deutschrock-Party

Musik von Rockharry &

Rockit

� 21.00 HardRock

FÜHRUNGEN

Gießen

Ferien im Museum

Geheimnisvolle Nachrichten

im Burgmannenhaus:

Der Geschichte

auf der Spur – Stadtführung

mit Kai-Hermann

Hörster

� 14.00 Leib’sches

Haus, Kirchenplatz

KONZERTE

Gießen

J. S. Bach:

Matthäus-Passion

Mit dem Philharmonischen

Orchester und

dem Chor- und Kammerchor

des Stadttheaters

� 19.30 Johanneskirche

Orgelmusik zur Passion

– 100 Jahre Englische

Chororgel

Ralf Stiewe spielt Werke

von Bach, Whitlock,

Mendelssohn u.v. m.

� 19.45 St.-Bonifatius-

Kirche

GBL-Guerilla Jazz

� 20.00 Ulenspiegel

Seán Óg

Irisch-Schottische Musik

� 21.00 Irish Pub

MÄRKTE/MESSEN

Gießen

Frühjahrsmesse

� 14.00 Messeplatz

SONSTIGES

Gießen

Bastelworkshop

� 14.00 Mathematikum

Tag der älteren

Generation

Märchenhafter Nachmittag

für Bürger ab 60

� 14.00 Kongresshalle

5 DO

BÜHNE

Gießen

Die Angst der Hasen

Soloprogramm von

Thomas Freitag.

� 20.00 Stadttheater

Acis & Galatea

Oper von Georg

Friedrich Händel in

englischer Sprache

� 20.00 TiL

DISCO/PARTY

Gießen

Mixtape Special

Mit DJ Chris Sharp

� 22.00 Admiral

Land unter

Electronische Tanzmusik

mit DJ Jimmy

� 22.00 Scarabée

Langgöns

80er-Jahre-Rock-Party

Musik von Vince &

Rockit

� 21.00 HardRock

FÜHRUNGEN

Gießen

Ach du grüne Neune

Stadtführung mit Elke

Hochgesand zum Thema

grüne Gesundheit

aus der Natur

� 17.00 Parkplatz

Kloster Schiffenberg

KONZERTE

Gießen

Seán Óg

Irisch-Schottische

Musik

� 21.00 Irish Pub

Buseck

Buseck-Live

Oster-Rock mit der

Coverband Eve

� 20.00 Kulturzentrum

MÄRKTE/MESSEN

Gießen

Frühjahrsmesse

� 14.00 Ringallee


SONSTIGES

Gießen

Bastelworkshop

� 14.00 Mathematikum

Hoherodskopf

Tischlein deck Dich

Vulkanische Gaumenfreuden

mit Naturparkführerin

Doris Ritz.

Infos unter www.ritznaturattraktionen.de

oder Tel. 06644/7529

�19.00 Naturpark

Hoher Vogelsberg

6 FR

Karfreitag

AUSSTELLUNGEN

Lich

Gemälde- und

Keramikausstellung

Papierarbeiten von

Anjot und Keramikskulpturen

von Traudel

Hagmann (bis 22. April)

� Kloster Arnsburg,

Dormitorium

BÜHNE

Gießen

Kindertheaterwoche

zum Thema: Weißglut

und Toleranz

Mit Nina Horn und

Reinhild Anger

� 14.00 ZiBB

Kulturfreitag: DJ Tulpe

& der Fette Mann

Horror-Livehörspiel und

Lesung aus der Zwischenwelt

mit Don

Chrischan

� 20.30 MuK

DISCO/PARTY

Gießen

Tanz-Party

� 20.30 Astaire’s

Party tanzbar

Mit DJ Cladeque

� 21.30 Ulenspiegel

Untanzbar – Die

Affenkneipe Part 1

� 22.00 Monkeys

Die 90er waren zum

Recyceln da

90s Rock, Trash Pop,

Eurodance mit

DJ Domino

� 22.00 Scarabée

Mixtape

DJ Kosta Minor und

DJ Ebony

� 22.00 Admiral Music

Lounge

Langgöns

Rock pur –

Best of Metal

Musik von Andy Death

& Rockit

� 21.00 HardRock

KONZERTE

Gießen

Passionen J. S. Bach

Arien aus den Passionen

� 15.00 Johanneskirche

Miller Allon and in

Socks

� 21.00 Irish Pub

MÄRKTE/MESSEN

Gießen

Frühjahrsmesse

� 14.00 Ringallee

7 SA

Karsamstag

BÜHNE

Gießen

Macbeth

Tanzstück von David

Williams und Tarek

Assam mit der Jazzband

line & rhythm

� 19.30 Stadttheater

Enten Variationen

Schauspiel von

David Mamet

� 20.00 TiL

DISCO/PARTY

Gießen

Osterhasi-Party

Jeder als Osterhase

Kostümierte bekommt

ein Glas Sekt

� 20.00 Astaire’s

Karaoke

Mit Andy Pfälzer

� 21.00 Irish Pub

House at Admiral

Sebastian Serrano und

DJ Pascal Nury

� 22.00 Admiral Music

Lounge

Dancing Devils in

Angels Way

Alles vom himmlischen

Rock bis zum teuflisch

guten Metal mit

DJ Dead Jes7er

� 22.00 Scarabée

Untanzbar – Die

Affenkneipe Part 2

� 22.00 Monkeys

Langgöns

Deutsch-Rock-Party

Mit DJ Maggi

� 21.00 HardRock

FÜHRUNGEN

Gießen

Gewässerführung

Mit Peter Eschke

� 14.00 Klinkel’sches

Wehr, Maschinenhaus

FLOHMÄRKTE

Buseck

Flohmarkt

� 8.00 Sammler- und

Hobbywelt

MÄRKTE/MESSEN

Gießen

Frühjahrsmesse

� 14.00 Ringallee

8 SO

(Ostersonntag)

BÜHNE

Gießen

Die kleine Seejungfrau

Märchen für Kinder von

4 bis 11 Jahren

� 16.00 Kleine Bühne

Maria Tudor

Oper von Giovanni

Pacini in italienischer

Sprache mit deutschen

Übertiteln

� 19.30 Stadttheater

The Kraut

Ein Marlene-Dietrich-

Abend

� 20.00 TiL

DISCO/PARTY

Gießen

Tanz-Party

� 20.30 Astaire’s

Die große 90er Party

Vol. 16

� 22.00 Monkeys

Resident Birthday Bash

DJ O-Sun, DJ Ebony

und DJ Fresh Nova

� 22.00 Admiral Music

Lounge

Großen-Linden

Osterbeat

� 20.00 Volkshalle

KONZERTE

Gießen

Rocky Votolato

American-Songwriter

� 21.00 MuK

Pohlheim

Osterbeat

� 20.30 Volkshalle

MÄRKTE/MESSEN

Gießen

Reptilienbörse

� 10.00 Hessenhallen

Frühjahrsmesse

� 14.00 Ringallee

Buseck

Antik- und

Sammlermarkt

� 9.00 Sammler- und

Hobbywelt

9 SO

(Ostermontag)

BÜHNE

Gießen

Swetlana Rozhkowa

und Igor Mamenko

� 18.00 Kongresshalle

Cabaret

Musical von John

Kander und Fred Ebb

� 19.30 Stadttheater

König Ödipus

Ein Soloabend mit

Martin Gärtner

� 20.00 TiL

DISCO/PARTY

Gießen

Karaoke

Mit Andy Pfälzer

� 21.00 Irish Pub

FÜHRUNGEN

Gießen

Der Alte Friedhof

Mit Dagmar Klein und

Petra Soltau

� 10.00 Alter Friedhof

FLOHMÄRKTE

Buseck

Antikmarkt

� 9.00 Sammler- und

Hobbywelt

KONZERTE

Lich

Arnsburger Ostervesper

– Der schöne

Ostertag

� 17.00 Kloster Arnsburg,

Paradieskapelle

MÄRKTE/MESSEN

Gießen

Frühjahrsmesse

� 14.00 Ringallee

Feldatal

Oster- und

Krämermarkt

� 10.00 Groß-Felda

10 DI

DISCO/PARTY

Gießen

Affenkammer

� 22.00 Monkeys

MÄRKTE/MESSEN

Gießen

Frühjahrsmesse

� 14.00 Ringallee

SONSTIGES

Gießen

Study Night

� 21.00 Irish Pub

Gießen

Bastelworkshop

� 14.00 Mathematikum

SPORT

Wetzlar

Handball-Bundesliga

HSG Wetzlar – TSV

Hannover-Burgdorf

� 20.15 Rittal-Arena

VERANSTALTUNGEN IM APRIL

Limo-Deckchair € 580,-

Getränkekiste € 29,-

Flaschenbox € 44,-

Samstag 6. Oktober 2012

20.00 Uhr · Stadthalle (Piscator-Haus) · Marburg

VVK an den bekannten VVK-Stellen sowie

Geschäftsstelle der Gießener Allgemeinen und

Buchhandlung Reinhard Grünberg

4/2012 streifzug 31


VERANSTALTUNGEN IM APRIL

11 MI

DISCO/PARTY

Gießen

Tanz-Party

� 20.30 Astaire’s

Der Untergrund lebt

Electro, EBM, Metal,

Gothic, Darkwave mit

DJ Lecur

� 21.00 Scarabée

Fantastic Holidays

Chris Fernandez und

DJ Danielo

� 21.00 Admiral Music

Lounge

Langgöns

Deutschrock-Party

Musik von Rockharry &

Rockit

� 21.00 HardRock

FÜHRUNGEN

Gießen

Ferien im Museum

Das Feuer aus den Steinen:

eine Reise in die

Steinzeit mit Kay-Hermann

Hörster

� 14.00 Wallenfelssches

Haus

Das Alt-Gießener

Bierseminar

� 18.00 Alt-Gießen

KONZERTE

Gießen

Mac Frayman

Amerikanisch, Folk

Rock, Grunge

� 21.00 Irish Pub

MÄRKTE/MESSEN

Gießen

Frühjahrsmesse

� 14.00 Ringallee

Gießen

Bastelworkshop

� 14.00 Mathematikum

SPORT

Gießen

Basketball-Bundesliga

LTi Gießen 46ers –

TBB Trier

� 20.00 Sporthalle

Gießen-Ost

12 DO

AUSSTELLUNGEN

Gießen

Eröffnung: Zahlenbilder

Werke von Egon Karl

Nicolaus

� 11.00 Mathematikum

BÜHNE

Kostprobe: Amerika

Öffentliche Probe und

Einführung

� 20.00 TiL

DISCO/PARTY

Gießen

Land unter:

Indiepassion

Indie, Rock, Pop, Tronics

mit DJ Jimmy

� 22.00 Scarabée

Coco Jambo

Cocktailnight

� 22.00 Monkeys

Wiesn-Programm

Donnerstag,19. April

18 Uhr: Wiesn-Opening mit Fassbieranstich · Wahl zur

Dirndlkönigin · Lahntaler · Eintritt frei

Samstag,21. April

18 Uhr: FFH-Wiesnhitnacht · Ausverkauft

Sonntag,22. April

11 Uhr Familientag · Bayerischer Mittagstisch · Modenschau

mit Siggis Skandaltrachten · Eintritt frei

Freitag,27. April

18 Uhr: FFH-Wiesnhitnacht · Ausverkauft

Samstag,28. April

18 Uhr: Classic Rock Night mit Sweet,Boney M und

Oldies · Eintritt

Sonntag,29. April

11 Uhr Familientag · Bayerischer Mittagstisch · Night-

Glow · Eintritt frei

Montag,30. April

18 Uhr: Tanz in den Mai mit den Schürzenjägern

zugunsten der »Tour der Hoffnung« · Eintritt

Biergarten geöffnet

sonntags ab 11 Uhr, Mo. bis Sa. ab 16 Uhr

32 streifzug 4/2012

Langgöns

80er-Jahre-Rock-Party

Musik von Vince &

Rockit

� 21.00 HardRock

KONZERTE

Gießen

Mac Frayman

Amerikanisch, Folk

Rock, Grunge

� 21.00 Irish Pub

MÄRKTE/MESSEN

Gießen

Frühjahrsmesse

� 14.00 Messeplatz

SONSTIGES

Gießen

Bastelworkshop

� 14.00 Mathematikum

Hoherodskopf

Tischlein deck Dich –

Vulkanische Gaumenfreuden

mit Naturparkführerin

Doris Ritz

Infos unter www.ritznaturattraktionen.de

� 19.00 Naturpark

Hoher Vogelsberg

13 FR

BÜHNE

Gießen

foyer um fünf

Wenn wir Tanzen…

mit den Mitgliedern der

Tanzcompanie Gießen

� 17.00 Stadttheater

Arsen und Spitzenhäubchen

Kriminalkomödie von

Joseph Kesselring

� 19.30 Stadttheater

Nordost

Schauspiel von Torsten

Buchsteiner

� 20.00 TiL

Comedy

Markus Krebs – Literatur

unter Betäubung

� 20.00 Kongresshalle

Wetzlar

Männer sind schuld,

sagen die Frauen

Soloprogramm mit

Mario Barth (zwei

Zusatztermine am

14.und 15.)

� 20.00 Rittal-Arena

DISCO/PARTY

Gießen

Semester-

Kick-Off-Party

� 20.00 Lokal International

Tanz-Party

� 20.30 Astaire’s

Party tanzbar

Mit DJ Cladeque

� 21.30 Ulenspiegel

Mutti und seine Gäste

Electro-Swing, Neo-

Swing, Soul, Ska, Funk,

Rock’n’Roll, Indie,

Balkan

� 22.00 Muk

Desaster-Disco

mit DJ Moeses

� 22.00 Monkeys

Wiesn-Opening mit Mega-Party

Am Donnerstag,dem 19. April 2012, ist es endlich so weit. Lassen Sie sich von

den Licher-Premiumbieren und den typischen Gerichten vom Weißwurst-

Äquator verwöhnen. Die Mega-Party zum Auftakt des Licher-Wiesnfestes

beginnt mit einem richtigen Paukenschlag.Daniel Fischer und Evren Gezer von

der FFH-Morningshow werden bereits beim Wiesn-Opening die Licher-Festhalle

zum Beben bringen. Sie spielen die Wiesn-Hits,wie z.B. »Schatzi schenk

mir ein Foto« und »Joana«, also die Hits,die Pohlheim zu Mittelhessens Wiesn

machen. Musikalisch steht der Abend unter dem Motto: »Feiern bis die Hütte

brennt«. Und die »Lahntaler« sorgen mit fetziger Livemusik für Riesenstimmung

bei der Mega-Party.

Die Wahl zur »Dirndlkönigin 2012« wird professionell, charmant und selbstverständlich

auch lustig von Daniel Fischer und Evren Gezer moderiert und auch

die hochkarätige Jury u. a. mit Anna-Maria Zimmermann, Felix Moese von Hit

Radio FFH, Pirmin Schwegler Kapitän der Frankfurter Eintracht und Model-

Scout Carlos Streil sorgt für Bombenstimmung.

Und jetzt kommt das Beste: Das alles bei freiem Eintritt.Deshalb – überzeugt

Euch selbst – kommt – feiert mit – und erlebt einen unvergesslichen Abend.

Mixtape

Riccardo La Roccia und

DJ Fresh Nova

� 22.00 Admiral Music

Lounge

Nachttierhaus

Steamin’ Rock, Funk’n’-

Soul mit DJ fantomas

� 22.00 Scarabée

Langgöns

Rock, HardRock,

MetalClassics

Musik von Andy

Death & Rockit

� 21.00 HardRock

FÜHRUNGEN

Gießen

Ferien im Museum –

Menschenskinder!

Kunst im Alten Schloss

mit Kay-Hermann

Hörster

� 14.00 Oberhessisches

Museum

KONZERTE

Gießen

Fast Eddy Blues Band

Bluesrock, Funk & Soul

� 21.00 Irish Pub

Grünberg

Five Peaces & Joske

Jazzkonzert

� 20.30 Zum Bahnhof

Schotten

Falco – Die Show

seines Lebens

Die musikalische

Lebensgeschichte der

Stilikone Falco wird

präsentiert

� 20.30 Festhalle

MÄRKTE/MESSEN

Gießen

Frühjahrsmesse

� 14.00 Ringallee

3. Mittelaltermarkt

Verschiedene Musikgruppen,

große Falknershow,Feuerakrobatik

und ein

historisches, handbetriebenes

Holzriesenrad

� 15.00 Kloster

Schiffenberg

14 SA

BÜHNE

Gießen

Alessandro Stradella

Romantische Oper von

Friedrich von Flotow

� 19.30 Stadttheater

König Ödipus

Ein Soloabend mit

Martin Gärtner

� 20.00 TiL

Wetzlar

Mario Barth

� 20.00 Rittal-Arena

DISCO/PARTY

Gießen

Tanz-Party

� 20.00 Astaire’s

90er Eurodance Party

90er Trash

� 22.00 Muk

Admiral House Special

Jean Elan, Cosmo

Klein und DJ Danielo &

Simon Sky

� 22.00 Admiral Music

Lounge

Campus Night

� 22.00 Hessenhallen

London Calling –

Britpop-Party

� 22.00 Monkeys

Rock of Ages

Rock, Metal, Classics

mit DJ Cel’Ardor

� 22.00 Scarabée

Langgöns

Metal Master Ball

Musik

von Radio Hektix jr.

� 21.00 HardRock

FLOHMÄRKTE

Buseck

Flohmarkt

� 8.00 Sammler- und

Hobbywelt

KONZERTE

Gießen

Diego’s Blues Band

� 21.00 Irish Pub

Laubach

Benefizkonzert

des Kammerchores

Altenberg

Motetten von J. S.

Bach. Truhenorgel:

Johannes Kalmbach,

Orgel: Marius Mack

� 17.00 ev. Stadtkirche

MÄRKTE/MESSEN

Gießen

3. Mittelaltermarkt

� 10.00 Kloster

Schiffenberg

Frühjahrsmesse

� 14.00 Ringallee

Hungen

Pflanzenflohmarkt

� 14.00 Naturschutzzentrum

Alter Bahnhof,

Trais-Horloff

SONSTIGES

Gießen

Gesund und lecker –

Ernährungsworkshop

für junge Leute

Anmeldung: www.

jbw-giessen.de

� 10.00 Jokus

Hoherodskopf

Singlewanderung

Für Singles zwischen

35 und 50 Jahren

� 15.00 Gedern


SPORT

Hüttenberg

Handball-Bundesliga

TV Hüttenberg – VfL

Gummersbach

20.15 Sporthalle

Hüttenberg

15 SO

BÜHNE

Gießen

Vorgestellt: Hysterikon

Einführungsmatinee

in das Schauspiel von

Ingrid Lausund

� 11.00 Stadttheater

Spieglein, Spieglein…

Kinderstück für alle ab

4 Jahren

� 11.00 TiL

Clowns Rata & Tui

Clowntheater für Kinder

von 4 bis 11 Jahren

� 16.00 Kleine Bühne

Cabaret

Musical von John

Kander und Fred Ebb

� 19.30 Stadttheater

Die Wanze –

Insektenkrimi

� 20.00 TiL

Wetzlar

Mario Barth

� 20.00 Rittal-Arena

DISCO/PARTY

Gießen

Tanzparty

� 20.30 Astaire’s

FÜHRUNGEN

Gießen

Führung durch das

Mathematikum

� 11.00 Mathematikum

Ein Blick hinter die Kulissen

des Stadttheaters

� 12.30 Stadttheater

Wettenberg

Dampf- und Gattertag

Vorführungen historischerDampfmaschinen,

Sägegatter,

Infos zu erneuerbaren

Energien

� 12.00 Holz- + Technikmuseum

Wißmar

Akademischer

Forstgarten

Frühblüher – Strategien

und Heilkräfte unserer

Frühlingsboten

� 14.30 Waldparkplatz

Schiffenberg

MÄRKTE/MESSEN

Gießen

Frühjahrsmesse

� 14.00 Ringallee

3. Mittelaltermarkt

� 15.00 Schiffenberg

SONSTIGES

Gießen

Gesund und lecker –

Ernährungsworkshop

für junge Leute

Anmeldungen über

www.jbw-giessen.de

erforderlich

� 10.00 Jokus

VORTRÄGE

Gießen

Internationales

Erzählcafé

Tselote Esayas

(Äthiopien)

� 11.00 ZiBB

16 MO

AUSSTELLUNGEN

Gießen

Briefmarken und

historische Postkarten

(bis 4. Mai)

� Kundenhalle der

Sparkassenzentrale,

Johannesstraße 3

BÜHNE

Marburg

Bastian Sick: Nur aus

Jux und Tolleranz

Eine besonderen

Deutschstunde. VVK:

Tel. 06453/912470 und

www.depro-concert.de

� 20.00 Stadthalle

KONZERTE

Alsfeld

Peter Kraus Revue:

Für immer in Jeans

Mit Sohn Mike Kraus,

Andy Lee Lang, Barbara

Endl

� 20.00 Hessenhalle

SONSTIGES

Gießen

Pub Quiz

� 21.00 Irish Pub

17 DI

BÜHNE

Gießen

Michl Müller –

jetzterstrecht

� 20.00 Kongresshalle

DISCO/PARTY

Gießen

Affenkammer

� 22.00 Monkeys

SONSTIGES

Gießen

Afrikanischer Abend

� 18.30 Familienbildungsstätte,

Wieseck

Bingo-Night

� 21.00 Irish Pub

18 MI

BÜHNE

Gießen

Poetry Slam

� 20.00 Jokus

DISCO/PARTY

Gießen

Tanz-Party

� 20.30 Astaire’s

La Danse Macabre

Gothrock, Darkwave,

EBM, 80s, Industrial

mit DJ Domino

� 21.00 Scarabée

Langgöns

Deutschrock-Party

Musik von Rockharry &

Rockit

� 21.00 HardRock

KONZERTE

Gießen

Louis Fitz

Irish Folk Musik

� 21.00 Irish Pub

SONSTIGES

Gießen

Wechseljahre – mit

Haut und Haaren!?

Informationsveranstaltung

der Deutschen

Menopause Gesellschaft

e.V. in Kooperation

mit der Universitäts-Frauenklinik

Gießen

� 17.00 Kongresshalle

19 DO

DISCO/PARTY

Gießen

Beatklinik 3.0 – Hurra!

Examen!

� 22.00 Monkeys

Land unter

Electronische Tanzmusik

mit DJ Jimmy

� 22.00 Scarabée

Langgöns

80er Jahre-Rock-Party

Musik von Vince und

Rockit

� 21.00 HardRock

FESTE/FESTIVAL

Pohlheim

4. Licher-Wiesnfest

Auftaktveranstaltung

mit den Lahntalern

� 18.00 Mockswiese

KONZERTE

Gießen

Mittagskonzert

G. Donizetti: Alphorn-

Zauber, Carol Brown

(Flöte), Maria Oliveira

(Plumacher-Fagott), Berthold

Cremer (Alphorn)

� 13.00 Rathaus,

Konzertsaal

Dota & die Stadtpiraten

Berliner Nachwuchs-

Jazzmusiker

� 20.00 Jokus

Miller and Heath

� 21.00 Irish Pub

VORTRÄGE

Gießen

Pergamon – Panorama

der antiken Metropole

Lichtbildervortrag von

Dr. Christa Benedum

� 15.30 Altes Schloss,

Netanya-Saal

20 FR

BÜHNE

Gießen

Mann-O-Money

Musikalischer Krimi mit

den Schmachtigallen

� 19.30 Stadttheater

Premiere: Amerika

Schauspiel von

Franz Kafka

� 20.00 TiL

DISCO/PARTY

Gießen

Tanz-Party

� 20.30 Astaire’s

Party tanzbar

mit DJ Cladeque

� 21.30 Ulenspiegel

Electric Island

Mit zweidimensional

� 22.00 Monkeys

VERANSTALTUNGEN IM APRIL

DEr GEwINNEr DES

rTL COMEDY GraND-PrIx

13.04. GIESSEN

Kongresshalle

Ausbildungsrestaurant

»Lahnterrasse«

im Ski- und Kanuclub

Bootshausstraße 20

35390 Gießen

Tel. 0641/390361

Öffnungszeitung:

Montag Ruhetag.

Di.–Sa. 16.00–24.00 Uhr,

So. 11.30–24.00 Uhr

www.lahnterrasse.de

wILDE KrEaTÜrKEN -STaDIONSPECIaL

Großes

Fischbuffet

Wünschen Sie Ihre Veranstaltung

in der Mai-Ausgabe des

streifzug

Schreiben Sie bis zum 13. April per

E-Mail an: streifzug@giessener-allgemeine.de

Die Auswahl obliegt der Redaktion. Für die Richtigkeit

der Angaben übernehmen wir keine Gewähr.

12.05.

GIESSEN

Kongresshalle

am 6. April ab 12.00 Uhr

Unsere Sonnenterrasse

ist an kühleren Abenden

beheizt.

Unser Biergarten ist

ab 16.00 Uhr

geöffnet

präsentiert

17.04.

GIESSEN

Kongresshalle

SaMSTaG

02. JUNI 2012 FraNKFUrT

Commerzbank-arena

Tickets zum Selbstausdrucken unter www.s-promotion.de sowie an allen

bekannten Vorverkaufsstellen TICKETHOTLINE 06102 -77665

4/2012 streifzug 33


VERANSTALTUNGEN IM APRIL

Live-Club • Kulturkeller • Tanzbar

Seltersweg 55 · 35390 Gießen

Telefon 0641/71757

www.ulenspiegel-giessen.de

Veranstaltungen:Vorverkauf bis

zum Vorabend im Ulenspiegel

Einlass: 30 Minuten vor Veranstaltungsbeginn

34 streifzug 4/2012

Programm

2. 4. Mo. 21.30 Independent tanzbar

4. 4. Mi. 20.00 GBL – Guerilla Jazz

7. 4. Sa. 21.30 Studio Party –

Spring Kick Off

9. 4. Mo. 21.30 Independent tanzbar

13. 4. Fr. 21.30 Party tanzbar

16. 4. Mo. 21.30 Independent tanzbar

18. 4. Mi. 20.00 Stefan Heidtmann Quintett

20. 4. Fr. 21.30 Party tanzbar

21. 4. Sa. 21.00 The Blackberries @

Party On The Rockx

23. 4. Mo. 21.30 Independent tanzbar

25. 4. Mi. 20.30 Les Fils De Teuhpu (F)

28. 4. Sa. 21.30 Soul Safari

30. 4. Mo. 21.30 Independent tanzbar

Öffnungszeiten:

Mo. 20.00 –3.00 Uhr

Di. geschlossen

Mi. 20.00 –1.00 Uhr

Do. 20.00 –1.00 Uhr

Fr. 20.00 –3.00 Uhr

Sa. 20.00 –3.00 Uhr

Fr./Sa. eine Stunde Verlängerung

möglich (Einlass bis

30 Minuten vor Betriebsende)

Nachttierhaus

Steamin’ Rock, Funk’n’-

Soul mit DJ fantomas

� 22.00 Scarabée

Planet Radio Black

Beats

DJ Ray D, DJ Larry

Law, McDragon D und

DJ Ebony

� 22.00 Admiral Music

Lounge

Langgöns

Rock pur

HardRock, MetalClassics

– Musik von Andy

Death & Rockit

� 20.00 HardRock

FÜHRUNGEN

Gießen

Das Setzkasten-

Buchdruckmuseum

� 14.00 Wellersburgring

KONZERTE

Gießen

Crescendo

Der Frauenchor aus

Wieseck führt durch

die Musikgeschichte

von Klassik und

Romantik bis zu zeitgenössischerinternationaler

Chormusik, Folksong

und Filmmusik

� 19.00 Kapelle der

Vitos-Klinik

Mühlleitners Liedermacher

– Onkel Hanke

und der Hanfblutprinz

� 20.00 Café Amélie

Eskimo Callboy – Bury

Me in Vegas Tour 2012

Metal Riffs, Electrobeats

– Support:

Madison Affair

� 20.30 MuK

El Mago Masin

Gitarrenmusik aus

Bossa Nova, Chanson,

Ska und Punk

� 21.00 Astaire’s

Johannes Single &

Sebastian Barwinek

Folk Songs

� 21.00 Irish Pub

Grünberg

Nadine Altmann Quartett

– Jazzkonzert

� 20.30 Zum Bahnhof

SONSTIGES

Gießen

Es lebe die Vielfalt!

Menschenrechtsworkshop

in der Gedenkstätte

Buchenwald, Anmeldungen

über

www.jbw- giessen.de

� 17.00 Jokus

Tanz-Gala

Deutsche Meisterschaft

der Professionals in den

lateinamerikanischen

Tänzen

� 20.00 Kongresshalle

VORTRÄGE

Gießen

Impressionen von

Südafrika

Diavortrag von Dr.

Anna Barbara Fischer

� 19.00 ZiBB

Hungen

Der Vulkan lebt

Filmvorführung von

Rudolf Dietrich, Preisgekrönter

Film über

seltene und spannende

Naturereignisse im

Vogelsberg

� 20.00 Stadthalle

21 SA

AUSSTELLUNGEN

Laubach

La Villa Cotta

Ausstellung mit GartenundLandschaftsimpressionen

� 10.00 Schloss

Laubach

BÜHNE

Gießen

Premiere: Hysterikon

Schauspiel von Ingrid

Lausund

� 19.30 Stadttheater

Anna Blue – Tanzstück

� 20.00 TiL

Heinz Becker:

Sackgasse

Mit Gerd Dudenhöffer

� 20.00 Kongresshalle

Lollar

Märchen und Musik

Musikalische Reise

durch die Welt der

Märchen mit Elfriede

Kleinhans und Irmgard

Halbig

� 19.30 Hofgut Friedelhausen,

Rittersaal

DISCO/PARTY

Gießen

Tanz-Party

� 20.00 Astaire’s

Dancing Devils in

Angels Way

Alles vom himmlischen

Rock bis zum teuflisch

guten Metal mit DJ

Dead Jes7er

� 22.00 Scarabée

Big Bang Party –

Nerd Alert

� 22.00 Monkeys

Electrified

Deep, Tech, Electro,

Minimal, Dubstep auf

zwei Floors

� 23.00 Muk

Langgöns

Metal Master Ball

Musik

� 21.00 HardRock

FESTE/FESTIVAL

Pohlheim

4. Licher-Wiesnfest

FFH-Hitnacht mit

Antonia aus Tirol, Peter

Wackel, die Partyvögel,

Ina Colada

� 19.00 Mockswiese

FÜHRUNGEN

Gießen

Burschen,

Büchner & Co

Literarischer Stadtspaziergang

durch Gießen

im Vormärz mit Peter

Schlagetter-Bayertz

� 15.00 Eingang zum

Alten Schloss

Das Liebig-Museum

Experimentalvorlesung

im Liebig-Labor mit

Prof. Dr. Wolfgang

Laqua

� 16.00 Liebig-Museum

FLOHMÄRKTE

Buseck

Flohmarkt

� 8.00 Sammler- und

Hobbywelt

KONZERTE

Gießen

Joe King Band

Rock Covers

� 21.00 Irish Pub

Linden

Jubiläumskonzert

Mit dem Blasorchester

Reiskirchen

� 19.30 Stadthalle

MÄRKTE/MESSEN

Alsfeld

Antikmarkt

� 9.00 Hessenhalle

SONSTIGES

Gießen

Es lebe die Vielfalt!

Menschenrechtsworkshop

in der Gedenkstätte

Buchenwald,

Anmeldungen über

www.jbw-giessen.de

erforderlich

Eintritt: 8 Euro (inkl.

Fahrt nach Weimar)

� 7.30 Jokus

Kein Alkohol ist auch

keine Lösung…

Fortbildung zum Alkoholkonsum

von Jugendlichen,Anmeldungen

über www.jbwgiessen.de

erforderlich

� 10.00 Jokus

30 Jahre Frauen für den

Frieden in Gießen

Nur für Frauen

� 12.00 FrauenKultur-

Zentrum


SPORT

Gießen

Basketball-Bundesliga

LTi Gießen 46ers –

Telekom Baskets Bonn

� 20.00 Sporthalle

Gießen-Ost

Wetzlar

Handball-Bundesliga

HSG Wetzlar – MT

Melsungen

15.00 Rittal-Arena

Hüttenberg

Handball-Bundesliga

TV Hüttenberg – TSV

Hannover-Burgdorf

20.15 Sporthalle Hüttenberg

Lich

10 Meilen durch den

Licher Wald – Volkslauf

� 14.30 Waldschwimmbad

22 SO

AUSSTELLUNGEN

Laubach

La Villa Cotta

Ausstellung mit GartenundLandschaftsimpressionen

� 10.00 Schloss

Laubach

BÜHNE

Gießen

Hänsel & Gretel

für Kinder von 4 bis

11 Jahre

� 16.00 Kleine Bühne

Cabaret

Musical von John

Kander und Fred Ebb

� 19.30 Stadttheater

1001 Nacht

Produktion des

Jugendclub-Tanz des

Stadttheaters

� 20.00 TiL

DISCO/PARTY

Gießen

Tanz-Party

� 20.30 Astaire’s

FESTE/FESTIVAL

Pohlheim

4. Licher-Wiesnfest

Familientag

� 11.00 Mockswiese

FÜHRUNG

Gießen

Wissenschaftliche

Sonntagsausflüge

Spaziergang durch

die Ausstellung LandschafftRessourcen

� 14.00 Wieseck-Brücke

vor der Kunsthalle

Lollar

Wie gesund ist

unser Wald?

Leitung: Harakd Voll

� 14.00 Waldschwimmbad

FLOHMÄRKTE

Buseck

Büchermarkt

� 10.00 Sammler- und

Hobbywelt

KONZERTE

Gießen

Frühlingskonzert

Mit der Blaskapelle Allendorf/Lahn

und den

Mittelhessen-Musikanten

� 15.00 Mehrzweckhalle

Allendorf

Happy Day

Gospel-Konzert mit

Magic Soul

� 17.00 Petruskirche

Wolf Maahn & Band

� 20.00 Hessenhalle

MÄRKTE/MESSEN

Gießen

4. Kräuter-Erlebnistag

� 10.00 Schiffenberg

Alsfeld

Antikmarkt

� 9.00 Hessenhalle

Buseck

CD-/Schallplatten- und

Kassettenbörse

� 10.00 Sammler- und

Hobbywelt

SONSTIGES

Gießen

Kein Alkohol ist auch

keine Lösung…

Fortbildung zum Alkoholkonsum

von Jugendlichen

� 10.00 Jokus

Hoherodskopf

Singlewanderung auf

dem Vulkan

Für Singles über 50 Jahre.

Infos: www.ritznaturattraktionen.de

� 15.00 Gedern

23 MO

SONSTIGES

Gießen

Jugend im Netz am

Beispiel von Facebook

Anmeldungen über

www.jbw-giessen.de

erforderlich

� 10.00 Jokus

Vegetarischer Abend

mit Hannelore Weise –

Global essen

� 18.30 Familienbildungsstätte,

Wieseck

24 DI

DISCO/PARTY

Gießen

Affenkammer

� 22.00 Monkeys

SONSTIGES

Gießen

Study Night

� 21.00 Irish Pub

VORTRÄGE

Gießen

Beutelspachers Sofa

Mit Starmathematikerin

Prof. Gitta Kutyniok

� 19.30 Mathematikum

25 MI

DISCO/PARTY

Gießen

Tanz-Party

� 20.30 Astaire’s

Der Untergrund lebt

Electro, EBM, Metal,

Gothic, Darkwave mit

DJ Lecur

� 21.00 Scarabée

Langgöns

Deutschrock-Party

Musik von Rockharry &

Rockit

� 21.00 HardRock

KONZERTE

Gießen

Les Fils De Teuhpu

� 20.30 Ulenspiegel

Mark Bennett

Akustisch, Pop, Folk

Rock

� 21.00 Irish Pub

SONSTIGES

Gießen

So ticken Jungs

� 9.00 Jokus

Wie schütze ich Mädchen

und Jungen vor

Gewalt und sexuellem

Missbrauch?

� 18.00 Jokus

VORTRÄGE

Grünberg

Das Mädchen

vom Amazonas

� 19.00 Museum im

Spital

26 DO

BÜHNE

Gießen

Arsen und Spitzenhäubchen

� 19.30 Stadttheater

Nordost

� 20.00 TiL

DISCO/PARTY

Gießen

Land unter:

Indiepassion

Indie, Rock, Pop, Tronics

mit DJ Jimmy

� 22.00 Scarabée

Coco Jambo

Cocktailnight

� 22.00 Monkeys

Langgöns

80er-Jahre-Rock-Party

Musik von Vince &

Rockit

� 21.00 HardRock

KONZERTE

Gießen

Die Mendocinos

Melodien, die man nie

vergisst

� 20.15 Karstadt-Café

Tobi Wessel

Rock Covers

� 21.00 Irish Pub

SONSTIGES

Gießen

Kurdische Rezepte

� 18.30 Familienbildungsstätte,

Wieseck

VORTRÄGE

Gießen

Die Querleser – Buchverführer

stellen vor

Nils Bremer, Thomas

Flentge, Anne-Kathrin

Weber und Jessica Wilzek

stellen Bücher vor

� 19.30 Stadtbibliothek

Lollar

Brainfood – Essen Sie

sich schlau

Vortrag von Susanne

Scherer

� 19.00 Clemens-

Brentano-Europa-

Schule

27 FR

BÜHNE

Gießen

Macbeth

Tanzstück

� 19.30 Stadttheater

Clyde und Bonnie

Schauspiel

� 20.00 TiL

39 Jobs – Jeder Job ist

eine Stufe zum Erfolg

� 22.00 TiL

Grünberg

Körner-Currywurst-

Kenia

Kabarett mit Dieter

Baumann über Laufen,

Last und Lust

� 20.00 Barfüßerkloster

VERANSTALTUNGEN IM APRIL

Restaurant

Schlosskeller

Peter und Frank Haas GbR

Brandplatz 2 · 35390 Gießen

Telefon 0641/38306

www.schlosskeller-giessen.de

Dirk Großhaus

Maler-und Lackierermeister

Geprüfter

Restaurator

im Maler- und

Lackiererhandwerk

COELAN Balkon- und Terrassenbeschichtung

Raum- und Fassadengestaltung

Qualität Qualität hat ihren ihren Preis Preis

Wir bieten Komplettlösungen

für alle Gewerke.

• Renovierungen und

• Altbausanierungen innenund außen

• Bauleitung für alle Handwerker

Telefon 06404/6 15 79

Vertrauen Sie uns, vertrauen Sie

unserer fachlichen Kompetenz

Weißenburgring 5·35415 Pohlheim-Garbenteich

d.grosshaus@t-online.de

streifzug

Magazin für Stadt und Landkreis Gießen

MAI-AUSGABE

› Erscheinungstermin: 26. 4. 2012

› Anzeigenschluss: 13. 4. 2012

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schon heute Ihren Anzeigenplatz!

Wir beraten Sie gerne!

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in Mittelhessen: www.JOBS-in-Mittelhessen.de

4/2012 streifzug 35


VERANSTALTUNGEN IM APRIL

DISCO/PARTY

Gießen

Tanz-Party

� 20.30 Astaire’s

RandGruppen-

Beschallung

New Wave, EBM,

SynthPop mit DJ Andypendent

� 22.00 Muk

Mixtape

DJ VIM und DJ Fresh

Nova

� 22.00 Admiral Music

Lounge

Bad Taste Party

Mit DJ Matto

� 22.00 Monkeys

Nachttierhaus

Steamin’ Rock, Funk’n’-

Soul mit DJ Jimmy

� 22.00 Scarabée

Langgöns

Limo rockt

� 20.00 HardRock

FESTE/FESTIVAL

Pohlheim

4. Licher-Wiesnfest

FFH-Hitnacht mit

Münchner Zwietracht,

Anna-Maria Zimmermann,

Olaf Henning,

Yvie

� 18.00 Mockswiese

KONZERTE

Grünberg

Jazz 4.0 – Jazzkonzert

� 20.30 Zum Bahnhof

28 SA

BÜHNE

Gießen

Maria Tudor

� 19.30 Stadttheater

36 streifzug 4/2012

Die fetten Jahre sind

vorbei

� 20.00 TiL

DISCO/PARTY

Gießen

Tanz-Party

� 20.00 Astaire’s

Hip-Hop braucht kein

Mensch…

Deutscher Hip-Hop

ohne Gangsterrap und

Aggro-Mentalität

� 22.00 Muk

Rhythm and House

Lutz Markwirth und

DJ Danielo & Simon

Sky, Live Saxophon

� 22.00 Admiral Music

Lounge

Rock of Ages

Rock, Metal, Classics

mit DJ Cel’Ardor

� 22.00 Scarabée

Langgöns

Metal Master Ball

Musik von Radio

Hektix jr.

� 21.00 HardRock

FLOHMÄRKTE

Buseck

Flohmarkt

� 8.00 Sammler- und

Hobbywelt

FÜHRUNGEN

Gießen

Führung durch das

Mathematikum

� 11.00 Mathematikum

KONZERTE

20

Sa., 21.04.2012 UHR

GIESSEN -KONGRESSHALLE

Gießen

The Rigbys

Original Rock Beat

Musik

� 21.00 Irish Pub

Karten bei GI-Allgemeine, Marktplatz u. Buchhandlung Reinhard,

Grünberg sowie allen bek. AD-VVK-Stellen

Infos und weitere Termine www.handwerker-promotion.de

Kartentelefon 02365-5035500

The Audience

� 21.00 Monkeys

Pohlheim

Classic Rock Night

Mit Boney M. feat.

Marcia Barrett, The

Sweet & The Oldies

Infos unter www.dttkonzerte.de

oder

01 80/5040300

� 19.00 Mockswiese

SONSTIGES

Gießen

Lindy Hop – Basic

Workshop

Anmeldungen über

www.jbw-giessen.de

erforderlich

� 10.00 Jokus

MuSEHum: Wir bauen

uns eine fantastische

Stadt aus bunten Farbfeldern

Metropolen der Kunst

bauen mit Paul Klee

(für Kinder von 6 bis

9 Jahren) Anmeldung:

AnmeldungMuSE-

Hum@web.de oder

Tel. 0641/960973 13

� 11.00 Oberhessisches

Museum

Lollar

Bayerischer Abend

Mit dem Jugend- &

Blasorchester der FFW

� 19.00 DorfgemeinschaftshausSalzböden

VORTRÄGE

Gießen

Mathematik in meiner

Stadt

Kindervorlesung

� 11.00 Mathematikum

29 SO

BÜHNE

Gießen

Afrikanisches Puzzle

Musical

� 15.00 und 18.00

TiL

Der Froschkönig

für Kinder von 4 bis

11 Jahren

� 16.00 Kleine Bühne

Hysterikon

Schauspiel von Ingrid

Lausund

� 19.30 Stadttheater

DISCO/PARTY

Gießen

Discofox-Party und

Tanzparty

� 20.30 Astaire’s

Mixtape Resident Night

DJ Ebony und DJ Fresh

Nova

� 22.00 Admiral Music

Lounge

FESTE/FESTIVAL

Pohlheim

4. Licher-Wiesnfest

Familientag, großes Ballonglühen,

bayerischer

Mittagstisch, Eintritt frei

� 11.00 Mockswiese

FLOHMÄRKTE

Gießen

Kindersachen-

Flohmarkt

AWO Rödgen

� 14.00 Bürgerhaus

Rödgen

Buseck

Kinderflohmarkt

� 10.00 Sammler- und

Hobbywelt

FÜHRUNGEN

Gießen

Ein Blick hinter die

Kulissen

Einblick in die Arbeit

des Stadttheaters

� 12.30 Stadttheater

Mathematische Stadtführung

durch Gießen

� 15.00 Mathematikum

Fernwald

Die Kraft des

Frühlingswaldes

Erholung für den Menschen.

Leitung: Jörg

Sennstock in Kooperation

mit NABU

� 14.00 Waldparkplatz

KONZERTE

Gießen

Familienkonzert

Auf dem Weg zum Solisten

– Junge Preisträger

spielen für junge

Zuhörer

� 11.00 Stadttheater

G. Rossini: Petite

Messe Solennelle

Konzert mit Solisten

und Kantorei der

Johanneskirche

� 17.00 Johanneskirche

35 Jahre Karat

VVK: Tel. 06453/912470

oder www.deproconcert.de

� 20.00 Hessenhalle

SONSTIGES

Gießen

Das Cabinet des

Dr. Caligari

Stummfilmvorführung

(Horrorfilm) mit Live-

Band vor Avantgarde-

Kulisse von Anja Mohr

� 19.30 MuK

VORTRÄGE

Gießen

Zahlengeschichten

im Mini-Mathematikum:

Vier

Prof. Beutelspacher

stellt die Zahlen vor

� 15.00 Mathematikum

30 MO

DISCO/PARTY

Gießen

Karaoke

Mit Andy Pfälzer

� 21.00 Irish Pub

Affetant(t) in den Mai

� 22.00 Monkeys

Fernwald

Ü30-Party

Tanz in den Mai

� 20.00 Fernwaldhalle

Hungen

Sing & Swing

in den Mai

� 20.00 DorfgemeinschaftshausObbornhofen

FESTE/FESTIVAL

Pohlheim

4. Licher-Wiesnfest

Tanz in den Mai mit

den Schürzenjägern

zugunsten Tour der

Hoffnung

� 18.00 Mockswiese

SONSTIGES

Gießen

– Anzeige –

Gerd Dudenhöffer spielt

Heinz Becker: SACKGASSE

Logisch: das sind die drei Assoziationsschritte,

die beim Lesen des neuen Dudenhöffer-Programmtitels

wie automatisch

abfolgen. Denn: Der Kabarettist ist

quasi symbiotisch mit seiner Kunstfigur

Heinz Becker verbunden, die sich bekanntlich

– als kleinbürgerlicher Stammtischbruder

mit handgesägter Privatphilosophie

– freihändig, ohne Netz und

doppelten Boden, in intellektuellen Hohlräumen

bewegt.

Oder anders gesagt: Mit Sackgasse

denkt sich der Becker Heinz laut schwadronierend

in die Ausweglosigkeit seiner

eindimensionalen Weltsicht. Mehr denn

je skizziert Dudenhöffer die Bösartigkeit

brisanter Vorurteile und eines einfachen

Weltbildes – wie selbstverständlich ver-

Tanz in den Mai

� 20.00 Astaire’s

3x 2 Karten

packt als gesundes Volks-empfinden.

Dabei sind es wie immer die ganz großen

und kleinen Fragen unserer Zeit, die

Heinz direkt vor den roten Querbalken

seines Horizontes bewegen. Mit Sackgasse

spielt Dudenhöffer sein mittlerweile

vierzehntes Bühnenprogramm als Heinz

Becker, bietet klassisches Kabarett mit

der perfekten Mischung aus gelungenem

Schauspiel und erfrischender Komik.

Am 21. April 2012 gastiert Gerd Dudenhöffer

mit Sackgasse in der Kongresshalle

Gießen. Karten gibt es an allen bekannten

Vorverkaufsstellen sowie am

Marktplatz in der Gießener Allgemeine

Geschäftsstelle. Weitere Informationen,

auch zu allen aktuellen Tourterminen, unter

www.handwerker-promotion.de Derverlost

unter E-Mail: anzeigenverkaufsleitung@giessener-allgemeine.de

Stichwort: Heinz Becker · Einsendeschluss: 11. April 2012


Sie hauchen Maschinen

Leben ein…

Der Rausch der Party ist vorbei. Die Getränke werden kistenweise abgeholt. Der Kicker steht

einsam im Flur. Und an den Rechnern herrscht wieder Betriebsamkeit. Durch die Räume des

Kontorhauses im Frankfurter Ostend rauscht das Klackern der Tastaturen. Nach dem Gewinn

des Oscars für die visuellen Effekte bei »Hugo Cabret« ist beim Pixomondo-Standort in der

Mainmetropole der Alltag eingekehrt.

Deutschland-Chef Christian Vogt ist froh darüber. »Ich musste mich

nach der Oscar-Nacht eine Woche lang nur um Presseanfragen

kümmern«, sagt er, während er mit müden, aber freudig glänzenden

Augen sein Smartphone ausschaltet.

Viel ist in den vergangenen Wochen berichtet worden über das

Unternehmen, das für fast alle visuellen Effekte im Kinofilm »Hugo

Cabret« von Regisseur Martin Scorsese verantwortlich ist. Besonders

fuchst es Vogt, dass ständig von der Frankfurter Firma die Rede ist,

die den Preis gewonnen hat. Der 38-Jährige, der sich mit »Chris« und

einem festen Händedruck vorstellt, rauft sich seinen kurzen blonden

Schopf. Dann klappt er sein Notebook auf und startet das System.

»Unser Unternehmen ist bei Darmstadt gegründet worden. Wir haben

einen von elf Standorten in Frankfurt. Ansonsten sind wir dezentral

organisiert.«

Kreative Unternehmen haben oft einen Gründungsmythos. So auch

Pixomondo. Firmengründer Thilo Kuther soll im Keller seines Elternhauses

im Bad die Dusche ausgebaut und dort fünf Rechner übereinandergestapelt

haben. Das war der erste Serverraum des damals

noch jungen Unternehmens. Heute fühlt man sich fast wie in einer

Studenten-WG, wenn man die Räume des Standorts in Frankfurt betritt:

Ikea-Regale, -Tische und -Stühle empfangen den Besucher. Selbst

die Tassen, mit denen sich die Mitarbeiter in regelmäßigen Abständen

Kaffee holen, stammen aus dem schwedischen Einrichtungshaus.

Das Licht ist leicht gedimmt. Obligatorisch ist der Kicker und das Du

im Gespräch. Außerdem gibt es einen kleinen Kinosaal mit gemütlichen

Zweiersofas.

Zum Beinehochlegen hält sich hier aber keiner auf. Es wird gearbeitet.

Auf einer Empore sitzen drei Mitarbeiter und lassen die Szene

einer TV-Serien-Folge vor- und zurücklaufen. Immer wieder. Mehr

darf hier nicht verraten werden. Denn es ist nach den erfolgreichen

Kinostreifen »Der Rote Baron«, »2012«, »Sucker Punch« und »Hugo

Cabret« schon das nächste Leuchtturmprojekt der Effekt-Schmiede

aus Deutschland.

Hugo Cabret: Vor Pixomondo und danach…

Foto: Pixomondo

4/2012 streifzug 37

Fotos: Sven Stinn


AM MAIN

Pixomondo ist ein Multikulti-Unternehmen.

Es vereint Expertise aus drei Kulturkreisen:

Zwei Standorte gibt es in China, drei in

Nordamerika – ein vierter kommt dort bald

hinzu. Ein Sitz befindet sich in London, der

Rest in Deutschland. »Kein Standort hat mehr

als 60 Mitarbeiter«, sagt Vogt, der mit Kapuzenpulli,

Dreitagebart und Sneakers eher wie

ein Student als ein Chef aussieht. In Stuttgart

zum Beispiel sitzt Pixomondo wegen der

Filmförderung Baden-Württembergs, in Hamburg,

weil dort das Mekka der Werbebranche

liegt. »Der Kunde soll vor Ort immer

einen Ansprechpartner haben, der schnell

und unbürokratisch helfen kann.« Ein weiterer

Vorteil des Netzwerks: Gäbe es nur einen

Standort, säßen die über 670 Mitarbeiter an

Piet Hohl von Pixomondo animiert einen A380.

38 streifzug 4/2012

einem Fleck. »Dann muss ich lokale Talente

teuer einfliegen lassen«, sagt Vogt. Mit dem

jetzigen Modell könne er auf Know-how und

Strategien zur Lösung von Problemen aus

drei Kulturkreisen zurückgreifen. Dass es auf

den drei Kontinenten unterschiedliche Regelungen

in Sachen Urlaub und Feiertage gibt,

nimmt Pixomondo gerne in Kauf. Wenn zum

Beispiel in Toronto oder Berlin Silvester gefeiert

wird, können die Mitarbeiter in Shanghai

in die Tasten hauen. Vogt: »24 Stunden

am Tag, sieben Tage die Woche, 365 Tage im

Jahr. Das ist für uns kein Marketingspruch.«

Nur so sei es möglich, Projekte »durchzurocken«.

Vogt bemerkt die großen Augen seines

Gegenübers. »Du fragst dich jetzt, wie wir

Donnerstag, 12. April

Alle sieben Wellen (Premiere)

Basierend auf dem gleichnamigen Bestseller

von Daniel Glattauer. Die Fortsetzung des

Sensationserfolgs »Gut gegen Nordwind«.

➛ 20.00 Fritz Rémond Theater im Zoo

Freitag, 13. April

Funny Van Dannen

Der Liedermacher, Schriftsteller und Maler

überzeugt seit Jahren mit seinen ironischen

und satirischen Texten. Nun präsentiert er

seine neue Platte.

➛ 20.00 Union Halle

Ab Samstag, 14. April

Rain Man

Das Stück basiert auf dem US-amerikanischen

Filmdrama von 1988. Dustin Hoffman

spielt den autistischen Raymond, der seinen

Bruder auf eine lange Reise begleitet.

The English Theatre

das koordinieren?«. Er setzt ein schelmisches

Grinsen auf und wendet sich von seinem

Notebook ab, mit dem er eine Powerpoint-

Präsentation nebenbei hat laufen lassen. »Ich

vergleiche uns gerne mit einem Logistikunternehmen«,

sagt er. »Du kannst weltweit

immer verfolgen, wo das Päckchen gerade

ist.« So sei es auch bei Pixomondo. Der Auftrag

kommt rein und wird in eine Datenbank

eingegeben. Die Arbeitsschritte werden aufgeteilt.

Ein Beispiel: Wasser spielt eine kleine

Rolle bei einem Werbeclip. Die Experten fürs

Nass sitzen in Berlin. Also sind sie für den

speziellen Bereich zuständig. Der Rest wird

an den anderen Standorten verteilt – je

nachdem, wie es in Sachen Auslastung und

Expertise aussieht. Jeder Mitarbeiter kann

weltweit den Zwischenstand des Projekts in

einer Art Datenwolke einsehen und mitarbeiten.

»Diese Vorgehensweise ist essenziell,

um produktiv über mehrere Netzwerke miteinander

arbeiten zu können«, betont Vogt.

Pixomondo ist momentan vor allem mit ihrer

Arbeit für Hollywood-Produktionen im Gespräch.

Das ist aber nicht das einzige Standbein

der Effekt-Macher. »Das wäre der sichere

Tod«, sagt Vogt klipp und klar. Angefangen

hat alles mit Aufträgen aus Werbung und Industrie.

Der 38-Jährige nennt Image-Filme,

Werbespots und Live-Präsentationen auf

Messen als Beispiel. Mit den Jahren sei die

Kinosparte und der TV-Bereich hinzugekommen.

Dort habe alles mit dem Film »Der Rote

Baron« begonnen. Hauptdarsteller: Matthias

Schweighöfer. »Blöder Film, tolle Effekte«

Veranstaltungen in Frankfurt

Ab Freitag, 30. März

Dippemess

Sie gilt als der Spitzenreiter der Volksfeste

in der Region. Mit Festzelten und Fahrgeschäften

lockt die Dippemass die ganze

Familie an.

➛ Festplatz am Ratsberg

Ab Dienstag, 3. April

The Bar at Buena Vista

Die kubanischen Musiker entführen mit ihrer

abendfüllenden Show voll karibischer Leichtigkeit

in das Havanna der 1940er Jahre.

➛ 20.00 Alte Oper

Dienstag, 3. April

Totally Enormous Extinct Dinosaurs

Nach drei gefeierten EPs geht Orlando

Higginbottom nun mit dem ersten Album

auf Tour. Knarzende Beats, gehauchte Lyrics

und unterkülte Post-Disco-Attitüde.

➛ 21.00 Zoom

Foto: khn

Ab Sonntag, 15. April

Luminale 2012

Straßen, Plätze, Hochhäuser, Kirchen,

Museen und Galierien zeigen sich in einem

anderen Licht. Etwa 160 Veranstaltungen

sind vorgesehen.

➛ Verschiedene Orte

Dienstag, 17. April

Olli Schulz

Inzwischen macht Olli Schulz vermehrt als

TV-Anarcho bei neoParadise auf sich aufmerksam.

Seine deutschen Gitarrenlieder

sind aber weiter spitze und voller Ironie.

➛ 20.00 Batschkapp

Freitag, 20. April

Chris Liebing: CLR Frankfurt

Nach seiner fulminanten Geburtstagsparty im

Dezember präsentiert der DJ, Produzent und

Labelmacher auf zwei Floors erneut eine

Handvoll talentierter Elektronikspezialisten.

➛ 22.00 Cocoon


sei der Tenor in der Presse gewesen, erinnert sich Vogt. »Für uns war

das der Startschuss in dieser Branche.« Es folgte eine Anfrage von

Roland Emmerich, der für seinen Weltuntergangsstreifen »2012« noch

Special-Effect-Spezialisten suchte. Aufgabe von Pixomondo war es,

den Absturz eines Flugzeugs in einer Schneelandschaft zu animieren.

Der Haken: Emmerich verlangte ein Studio in Los Angeles. »Wir haben

zwei Hotelzimmer gebucht und da unser Büro eröffnet.« Waren

sie da noch eine Effekte-Schmiede unter vielen, waren sie für »Hugo

Cabret« nun zu 98 Prozent für die visuellen Effekte verantwortlich.

Das wichtigste Feld ist für Pixomondo aber die Industrie. »Da gestalten

wir Filme, die eine Info-Funktion haben, die didaktisch sind und

nicht werblich.« Beim Beispiel des A380 der Lufthansa leuchten Vogts

Augen. »Das Unternehmen wollte den Film haben, bevor das Flugzeug

gebaut worden ist.« Man hätte warten können, bis die Maschine

fertig ist. Hätte sie mit einer Rumpfcrew und einem weiteren

Flugzeug in die Luft schicken können. »Kerosinverbrauch, Wetter,

Kamera«, zählt der 38-Jährige auf. »Das sind alles Unwägbarkeiten,

die für uns keine Rolle spielen.« Denn Pixomondo lässt den Airbus

am Rechner abheben. Die Sitze der Innenkabine sehen benutzt aus,

Gurte liegen kreuz und quer auf den Stühlen. Und durch die Gänge

schweben Staubpartikel. »Für mich wirkt es erst echt, wenn das letzte

Quäntchen Dreck zu sehen ist«, sagt Vogt. Er will keine »Need for

Speed«-Optik, wie er das nennt. »Need for Speed« ist ein Rennspiel

für PC und Konsole, die Autos sehen immer aus wie geleckt – trotz

dreckiger Fahrbahn und Crashs. Deshalb wird im Vorfeld von Aufträgen

jede Kleinigkeit recherchiert, die für das Objekt wichtig sein

kann. Für erste Ideen und Anregungen finden sich dafür im Bücherregal

Ausgaben der Jugend-Sachbuchreihe »Was ist was«.

Vogt nennt die Mitarbeiter bei Pixomondo Künstler, nicht Programmierer.

»Wir machen kreative Arbeit, bei der es keinen Dienstschluss

gibt«, betont er. Die »Artists« blieben lieber zwei Stunden länger, um

ein Gesicht, eine Bahnhofshalle oder ein Flugzeug zu erschaffen –

obwohl der Kunde mit einer Vorversion schon zufrieden gewesen

wäre. Dementsprechend schaue er bei einem Vorstellungsgespräch

auch nicht auf Noten, Studienfach und Abschluss. Er sei früher Architekt

und Schreiner gewesen, sagt Vogt. »Ein Kandidat präsentiert nur

sich und seine Arbeit.« 50 Prozent mache das künstlerische Knowhow

und das technische Verständnis aus. »Beim Rest geht es um die

Frage, was für ein Typ du bist.« Denn vor allem menschlich muss es

Samstag, 21. April

Schmelztiegel Bahnhofsviertel

Auf einem halben Quadratkilometer sind

180 Nationen zu Hause. Das Leben pulsiert

auf kleinstem Raum in einem eigenen

Kosmos. Ein Stadtrundgang.

➛ 13.30 Tourist-Information Hauptbahnhof

Samstag, 21. April

Nacht der Museen

Einmal im Jahr öffnen die Frankfurter und

Offenbacher Museen zur kulturellen Nachtschicht.

Knapp 50 Museen und ebenso viele

Galerien präsentieren ihre Schätze.

➛ 19.00 verschiedene Orte

Montag, 23. April

Nightwish

Nach über vier Jahren veröffentlichten Nightwish

jüngst das lang ersehnte fünfte Album.

Nun gehen sie mit einer ausgefallenen Bühnen-

und Lichtshow auf Tour.

➛ 20.00 Jahrhunderthalle

Dienstag, 24. April

Max Raabe & Palast Orchester

Seine Stimme und sein Stil überzeugten

sowohl auf den alterwürdigen Bühnen rund

um den Globus als auch auf der Hochzeit

von Marilyn Manson.

➛ 20.00 Alte Oper

Ab Mittwoch, 25. April

Shadowland

Hinter einer beleuchteten Leinwand verschmilzen

Menschen zu Gegenständen,

Körper fügen sich zu Fantasiegebilden,

zerfallen wieder, und werden zu neuen

Figuren.

➛ 20.00 Jahrhunderthalle

Samstag, 28. April

Wallis Bird

Die Tochter eines irischen Pubbesitzers

macht handgemachte Musik mit viel Gefühl

und noch mehr Rhythmus.

➛ 20.00 Zoom

Sonntag, 29. April

AM MAIN

passen. »Wir machen hier Hardcore-Teamarbeit über Ländergrenzen

hinweg«, sagt Vogt und ballt die Faust. »Wenn von unseren 55 Leuten

hier in Frankfurt nur einer nicht passt, könnte er das Klima schnell vergiften.«

Eines hätten die Künstler – Altersdurchschnitt 28, meist männlich –

aber gemeinsam. »Viele kommen durchs Gaming zu uns«, sagt er und

daddelt mit seinen Händen an einem imaginären Gamepad. »Sie

spielen ein Computerspiel, sind begeistert, denken sich aber, dass es

besser geht.« Dann bauten sie die virtuellen Welten nach. »Und hören

erst auf, wenn es echt aussieht.« Kays Al-Khanak

Aus der grünen Strumpfhose werden Prothesen.

Foto: Pixomondo

Götz Alsmann

Der deutsche Multiinstrumentalist und Entertainer

hat sein neues Album »In Paris« im

Gepäck.

➛ 18.00 Alte Oper

Shadowland

2/2011 streifzug 39


KULTUR

Herr Freitag, was bedeuten Ihnen die beiden

Gießener Jahre? In Gießen erhielt ich

damals die Gelegenheit, erste Erfahrungen

als Schauspieler zu machen. Mein Respekt

vor dem Theater, das ja immer mein Ziel

war, war sehr groß. Ich erinnere mich, dass

ich sehr beeindruckt war, als ich in Gießen

zum Vorsprechen das erste Mal auf einer

richtigen Theaterbühne stand. Und ich dachte,

wenn der Intendant, es war damals Dietrich

Taube, der da mit dem Dramaturgen

und dem Oberspieleiter im Parkett saß,

wenn der mit 500 Mark pro Monat zufrieden

sein würde, könnte ich zusagen. Wenn er

mehr wollte, würde es wohl nicht klappen.

Das ist jetzt nicht Ihr Ernst? Doch. Ich gebe

zu, dass ich eine sehr naive Vorstellung vom

Theaterberuf hatte, und einen Riesenrespekt

vor den Leuten. Ich freute mich, als man mir

eine Gage anbot.

Sie kamen vom Stuttgarter Renitenz-Theater.

Warum sind Sie nicht beim Kabarett geblieben?

Ich wollte anfangs Schauspieler werden,

obwohl ich fühlte, dass ich ein Talent

fürs Kabarett hatte, z.B. durch die Fähigkeit

zur Parodie von Politikern wie Strauß, Brandt,

und Wehner. Deshalb produzierte ich mich

schon seit dem 15. Lebensjahr auf Nudelbrettern

und Veranstaltungsbühnen. Aber

mir war klar, dass die Begabung alleine für

eine Bühnenkarriere nicht reichen würde.

Deshalb wollte ich zunächst ins Theater.

Sie haben aber auch einen bürgerlichen Beruf

erlernt, nämlich Bankkaufmann. Ja, aber

eher meinen Eltern zuliebe. Und aus heutiger

Sicht war das auch gut so. Von der Schule

über die Schauspielschule zum Theater,

also ich weiß nicht, ob das gut gegangen

wäre. Die Lehre zum Bankkaufmann und

auch mein Zivildienst in einem Altersheim

waren letztlich als Lebenserfahrungen ein

gutes Rüstzeug für die spätere kreative

künstlerische Tätigkeit auf der Bühne.

In Gießen waren Sie damals aber auch

schon als Kabarettist tätig. Genau. Ich wurde

bei der Bewerbung nicht ohne Hintergedanken

ausgesucht. Die Zigarrenfabrik, die man

gerade als Theaterstudio mit in den Theaterbetrieb

übernommen hatte, sollte ein alternatives

Programm bieten, Kleinkunst, Workshops,

Lesungen und auch Kabarett. Und

wie ich von Horst-Gottfried Wagner, dem

damaligen Oberspielleiter, später erfuhr, hatte

man die Hoffnung, mich bei solchen Projekten

einsetzen zu können. Und so brachte

ich in der Zigarrenfabrik ja auch schon bald

mein erstes abendfüllendes Solo-Programm

heraus: »Ansichten eines Trittbrettfahrers«.

40 streifzug 4/2012

Freitag kommt

Foto:

Thomas Freitag kehrt zu seinen Wurzeln zurück. Der Alsfelder

hat in den 1970er Jahren am Stadttheater Gießen eine Kar-

riere als Schauspieler gestartet. Nach erfolgreichem Genre-

wechsel zählte er schnell zu den renommiertesten Kabarettis-

ten des Landes. Am 5. April um 20 Uhr zeigt Freitag nun im

Großen Haus sein Programm »Die Angst der Hasen«.

Sie sind dann von Gießen ans Düsseldorfer

Kom(m)ödchen gegangen, zurück zum

Kabarett. Ja. Der Leiter des Kom(m)ödchens,

Kay Lorentz, hatte mein Programm gesehen

und wollte mich haben. Zuerst hatte mich

das Angebot verunsichert, weil ich am

Schauspiel bleiben wollte. Ich entschied

mich aber für das Kabarett, da ich als Schauspieler

in Gießen nicht die Möglichkeiten

erhielt, die ich mir erhofft hatte. Heute weiß

ich, dass meine damaligen schauspielerischen

Fähigkeiten nicht mehr hergaben. Na

ja, und den Rest besorgte der Gießener Ring.

Der Gießener Ring? Ja. Ich dachte damals:

Bei den Umgehungsstraßen verirrt sich so

schnell nicht noch mal ein Intendant einer

anderen Bühne, um mich zu sehen. Also geh

ich besser nach Düsseldorf. Im Nachhinein

die richtige Entscheidung.

Das Kom(m)ödchen gehörte damals zu den

führenden deutschen Kabarett-Etablisements.

Das war doch ein Karrieresprung?

Richtig. Nur war ich mir dessen anfänglich

nicht bewusst. Erst allmählich, und auch

durch die Zusammenarbeit mit der Prinzipalin

Lore Lorentz, wurde mir klar, dass ich

bei einer erstklassigen Adresse gelandet war.

Zumal das Kom(m)ödchen sich in seinen

Produktionen ja auch von anderen Kabaretts

dadurch unterschied, dass man hier auch

dem Figurenspiel und der szenischen Auflösung

eine größere Bedeutung einräumte

und nicht nur auftrat, um verbal politische

Meinungen kundzutun. Das kam meiner

Neigung zum Schauspiel sehr entgegen.

Mit dem Eintritt ins Kom(m)ödchen kam

auch das Fernsehen. Die Programme des

Kom(m)ödchens wurden damals alle vom

bf


Fernsehen gesendet. Damit erlangte ich

zwangsläufig eine gewisse Popularität, die

mir auf meinem Weg sehr geholfen hat.

In den 80ern und 90ern waren Sie häufiger

im Fernsehen als heute. Wie kommt das?

Ich gebe zu, dass ich, wie jeder Künstler,

auch ins Fernsehen wollte, allerdings nicht

um jeden Preis. Überdies war ich lange der

naiven Ansicht, dass das Fernsehen mich eh

entdecken würde, bei entsprechender Qualität

meinerseits. Das ist aber nur bedingt

richtig. Neben Glück gehört heute auch

dazu, dass man eine Menge Zugeständnisse

macht, wenn man sich im Fernsehen behaupten

will. Man muss sich schon arrangieren

mit diesen »Göttern«, die darüber entscheiden,

ob du im Fernsehen erscheinst

oder nicht. Die Konkurrenz ist groß und

wächst gigantisch. Ich habe noch erlebt, dass

Redakteure fragten, ob sie das Programm

aufzeichnen dürften. Das passiert heute

nicht mehr. Natürlich bekam ich mit meiner

Sendung »Freitags Abend – Medienkunde für

Anfänger« eine große Chance. Aber ich wurde

in der Kabarettszene auch kräftig kritisiert

dafür, weil ich damit von einem politischen

Kabarettisten zum Unterhaltungsfuzzi zu

verkommen schien. Kollegen, die heute im

TV auftreten, sind von solchen Skrupeln

nicht geplagt. Aber damals war man noch

ganz anders drauf. Es gab ja auch nur drei

Programme.

Aber Sie waren doch schon gut »im Geschäft«?

Ja, war ich wohl. Nach einem »Warm

up«, das ich zu einer Aufzeichnung von »Freitag

Abend« machte, meinte der Redakteur:

»Du musst Samstagabend machen«, also den

großen Familienabend. Damals ging es um

sechs Sendeplätze für »Verstehen Sie Spaß«.

Ich war mir aber ziemlich sicher, dass, wenn

ich zusagen würde, ich dem Kabarett den

Rücken zukehren müsste. Das aber gaben

die damaligen politischen Umstände für

mich nicht her. Und so habe ich verzichtet,

diesen Karrieresprung zu machen. Wenn es

denn überhaupt einer gewesen wäre.

Sie haben mal gesagt, Kabarett sei verarbeitete

Wut. Worüber können Sie sich heute

noch aufregen? Dass unsere Demokratie zu

einer Wirtschaftsdiktatur verkommen ist. Im

Kleinen zeigt der Gesetzgeber einen infantilen

Erfindungsgeist, aber in den großen Würfen

versagt die politische Klasse. Wir sind ein

Freikaufland geworden. Jeder kauft sich frei.

Die Eltern von der Kindererziehung. Dinge,

mit denen man die Kinder ruhigstellen und

sich vom Leib halten kann, gibt es im Media-

Markt. Gegen das Volksaussterben und für

die Sicherung unserer Rente holen wir Men-

schen aus aller Welt in unser Land, damit sie

für uns die Kinder machen. Unsere Alten

werden weggesperrt und von Billiglöhnern

aus Osteuropa versorgt. Gestaltungsmöglichkeiten

für den Arbeitsmarkt werden von der

Politik raffiniert outgesorced. Mit Leiharbeitsfirmen,

Job-Center und anderen Tricks

schönt man die Arbeitslosenzahlen. Die

Schere in der Gesellschaft geht immer weiter

auseinander. Die ganztägige Versorgung

durch das Fernsehen fördert die Verdummung

und geistige Trägheit. So tun als ob,

das ist die Devise. Mehr scheinen, als sein.

Deutschland sucht den Superstar. Das suggeriert,

dass es auch ohne Fleiß und Arbeit

geht. Das Fernsehen nivelliert alle Unterschiede.

Und der Einwegkomiker, der es mit

drei Witzen in dieses Medium geschafft hat,

sitzt bei der Preisverleihung neben einem

guten, soliden Künstler, welcher Art auch

immer, der sein Handwerk noch gelernt hat.

Da kriege ich das K…

Wie ist das mit den Parodien? Irgendwie

waren die Altvorderen unter den Politikern

dafür interessanter, oder? So ist es. Strauss,

Brandt, Wehner, Filbinger, Genscher, auch

Kohl und in gewisser Weise noch Stoiber –

der aber auch nur, weil er ein Zögling von

Strauß war – die standen für etwas, für eine

Haltung, eine Richtung. Und so war die

Politik ja auch ausgelegt damals. Das waren

personifizierte Richtungshaltungen, und entsprechend

waren auch die Kämpfe, die ausgefochten

wurden. Das waren vorzügliche

Zielscheiben für einen Parodisten. Aber wofür

stehen schon unsere heutigen Politiker?

Medial geleckt sind das doch große Langweiler.

Warum sollte man sich politisch an

einem Pofalla abarbeiten, wenn der keinen

Standpunkt hat. Ich wollte nie in Kostüm

und Maske auch noch den belanglosesten

Politker imitieren. Ich bin kein Stimmenimitator.

Ich bin Parodist.

Was ist der Unterschied? Als Parodist, und

da sind wir wieder beim Schauspieler, gehe

ich auch in die Figur des Darzustellenden.

Ich nehme dessen Haltung und Gestus und

Gesinnung an. Der Imitator immitiert nur die

Stimme. Ich habe die Erfahrung gemacht,

dass das TV mich auf den Parodisten reduzieren

wollte. Das hat mich so genervt, dass

ich es vorzog, mein Ding zu machen.

Und wie erholen Sie sich vom Kabarett und

Ihrer Wut, die Sie dort verarbeiten? Indem

ich aufs Wasser gehe. Ich bin Skipper und

habe ein kleines Schiff. Dem Größenwahn

der Bühne die Demut vor dem Wasser

entgegensetzen. Das ist ein guter Ausgleich.

Heinz Bauer

KULTUR

Premieren im

Theater

Amerika

von Franz Kafka, Bühnenfassung von

Christian Fries

20. April, 20 Uhr, TiL

Das Ziel aller Träume. Die Neue Welt.

Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten.

So stellt sich der junge Karl –

hoffnungsvoll und naiv – Amerika vor.

Doch der Wunschort erweist sich als

undurchsichtiges Konstrukt aus Technik,

Geld und Zweckrationalität. Bei seinem

reichen Onkel Jakob fällt er in Ungnade,

von Landstreichern wird er beraubt,

als Liftboy entlassen. Schließlich erhält

er beim Naturtheater Oklahoma, dem

größten Theater der Welt, eine Anstellung.

So hält Kafka für den unfreiwilligen

Auswanderer ein wundersames Bühnenfinale

bereit. Weitere Vorstellung:

5. und 19. Mai

Hysterikon

Schauspiel von Ingrid Lausund

21. April, 19.30 Uhr, Großes Haus

Die Welt ist ein Supermarkt, man kann

tatsächlich in ihr leben. Die billigen

Waren stehen in den Regalen ganz

unten, die teuren in Augenhöhe.

Joghurt gibt es in 100 Geschmacksrichtungen

– da soll man sich entscheiden.

Die Frau kostet einen nicht

nur Geld, sondern auch Lebenszeit.

Das Guthaben auf der LifeCard ist

begrenzt, also weg mit dem Ballast.

Ingrid Lausund hat mit Hysterikon eine

Revue des käuflichen Lebens geschrieben,

mit Protagonisten die dem Konsum

frönen, dieses gegen jenes eintauschen

und währenddessen über ihr

Leben sinnieren – dabei gewähren sie

einen tiefen Blick in ihre ureigensten

Abgründe. Denn glanzvoll wird das

Leben allein durch den Kauf einer Kaffeekanne

für 990 Euro leider nicht.

Weitere Vorstellungen: 29. April,

13. und 19. Mai.

Hysterikon

4/2012 streifzug 41


Die Hölle ist eine Wand

Man sucht sich eine Wand und steigt hinauf. Eigentlich ganz einfach. So zumindest habe

ich mir mein erstes Mal vorgestellt – im Kletterzentrum Cube in Wetzlar. Es sollte anders

kommen. Die mit schmerzenden Fingern getippte Beschreibung eines Selbstversuchs.

Die Welt dreht sich unkontrolliert in völlig

neuen Bahnen, der Magen zieht sich zusammen

und das Herz klopft wild in der

Gegend herum. Höhenangst ist für viele

Leute ein echtes Problem. Aber eben nicht

für mich. Dessen war ich mir relativ sicher.

Doch nun hänge ich hier an der Wand und

beginne zu zweifeln. Auf dem Eiffelturm

oder den Türmen der Sagrada Familia fühlte

ich mich wie der König der Welt. Jetzt trennen

mich kaum sieben Meter vom Boden,

und ich will nur noch nach Hause. Oder

nach ganz oben. Denn jeder Griff erhöht

nicht nur die Fallhöhe, auch die Motivation.

Der Cube bietet rund 180 Routen auf insgesamt

800 Quadratmetern Kletterfläche. Dazu

42 streifzug 4/2012

kommt eine Außenanlage. Die Hauptwand

im Kletterzentrum auf dem Spilburg-Gelände

ist über 13 Meter hoch. Und irgendwo

dort hänge ich nun und komme kaum vor

noch zurück. Von oben ruft ein Fotograf,

dass man für ein schickes Bild doch ruhig

noch ein paar Meter höher kommen könne.

Unten steht Peter Rosenberger und sichert

mich am Seil. Beim DAV Wetzlar ist er für

die Öffentlichkeitsarbeit verantwortlich.

»Hier ist noch nie etwas passiert«, hatte er

mir vorher erklärt. Und dennoch: Irgendwo

zwischen Gut und Böse an der gigantischen

Wand stellen sich mir die ganz elementaren

Fragen des Lebens: Wer bin ich? Wie weit ist

es bis zum Himmel? Und: Was würde mit

einer Wassermelone passieren, die aus dieser

Höhe auf den Boden fällt? Mein Hirn

schwankt zwischen Tatendrang und Fluchtreflex.

Ich war gut vorbereitet, habe gestern noch

Spiderman und Cliffhanger angesehen. Und

jetzt das: Links und rechts ziehen achtjährige

Jungs spielend an mir vorbei. Und Mädchen!

Die Kleinen erinnern mich in ihren Bewegungen

an die Helden der beiden Filme

vom Vorabend. Ich selbst erinnere wohl

eher an einen alten Mann, der genau einen

Knoten vom Absturz entfernt ist. Da hilft es

nur bedingt zu wissen, dass der DAV Wetzlar

mit seinen beiden Leistungsgruppen

inzwischen zu einem Sammelbecken für


junge Talente geworden ist. Jonas Loss, Betriebsleiter

und Trainer im Cube, versteht

mich: »Es ist deprimierend. Du zeigst den

Kleinen, wie es geht, und kommst im

nächsten Moment schon nicht mehr hinterher«,

hatte er mir kurz zuvor noch erklärt.

Das Verhältnis zwischen Körpergewicht und

Muskulatur sei in frühen Jahren perfekt.

Doch auch Leute, bei denen dieses Maß offensichtlich

nicht mehr ganz ideal ist, haben

mir versichert: Als Durchschnittserwachsener

kann man ebenfalls schnell Erfolge feiern.

Und irgendwie bin ich auch stolz auf meine

knapp sieben Meter. Sogar die schmerzenden

Unterarme werden sich am nächsten

Tag irgendwie gut anfühlen. Auch, wenn sie

mir kaum erlauben werden, dass ich mir

alleine die Socken anziehe. Man merkt, dass

man etwas getan hat. Ein Sport für echte

Männer eben. Und für Frauen. Und Kinder.

Bei meinem ersten Anstieg merke ich von

diesen schnell einsetzenden Verbesserungen

freilich noch wenig. Die Unterarme

brennen wie Feuer. Noch immer winkt mich

der Fotograf von seinem sicheren Platz

weiter nach oben. Der hat festen Boden

unter den Füßen und entsprechend leicht

reden. Zu Rosenberger möchte ich lieber

auch nicht mehr hinabblicken, weil die Welt

sonst aus dem Fugen gerät. Die Ratschläge

aus dem Vorgespräch helfen mir nur bedingt

weiter: Am ausgestreckten Arm klettern, lieber

die Beine anwinkeln. Das rettet mich

über ein paar weitere Minuten. Den Körperschwerpunkt

möglichst nah an der Wand.

So versuche ich es schon allein aus Angst

vor der Leere des freien Raums hinter mir.

Spiderman,

Cliffhanger und

ich im Cube.

Die beiden sind

schon oben.

Von verschiedenen Stilen war die Rede:

Frosch, Ägypter. Ich habe nicht genau zugehört,

weil ich dachte: Es wird schon.

Vor drei Jahren wurde der Cube gebaut,

seitdem hat sich die Mitgliederzahl des DAV

Wetzlar etwa verdoppelt – auf knapp 3000.

Etwa 1,3 Millionen Euro wurden investiert.

Derweil hänge ich an der Wand und frage

mich: Warum das alles? Der Mensch gehört

auf den Boden. Ich bin keine Gams und keine

Eidechse. So hänge ich dort also herum,

kann zwischen Panik und Euphorie nicht

mehr unterscheiden und mache mir meine

Gedanken über das Wesen des Menschen,

bis meine Arme versagen. Es hatte sich angekündigt,

plötzlich geht nichts mehr. Ich

weiß, dass mich Rosenberger sichert, dennoch

ist es ein entwaffnendes Gefühl, die

Kontrolle zu verlieren. Man hängt – das

grenzwertige Wortspiel sei verziehen – in

den Seilen, und die Kraft in den Fingern ist

auch nicht plötzlich zurück, wenn man sich

wieder zur Wand gependelt hat. Glücklicherweise

sind die anderen, auch die Kleinen,

ganz lieb und lästern nicht, weil ihnen

der Amateur im Weg herumbaumelt. Im Cube

ist man als Beginner offensichtlich willkommen.

Neben Schnupperkurs, Einsteigerkurs

und Vorstiegskurs gibt es inzwischen

auch einen Technikkurs mit Videoanalyse

oder einen Alpinkurs als erste Vorbereitung

für das Klettern in freier Natur.

Man kann ohne Weiteres sagen: Der Laden

brummt. Und das ist trotz der Strapazen

absolut nachvollziehbar. Die Hölle ist eine

Wand. Und am kommenden Donnerstag

möchte ich gerne wieder dort sein. fd

Fotos: ras

SPORTWELT

Klettern

Beim Sportklettern steht weniger das

Erreichen des Gipfels, als vielmehr das

Überwinden technisch anspruchsvoller

Passagen auf vergleichsweise kurzen

Strecken am Fels oder in der Kletterhalle

im Vordergrund. Dabei wird meist

in Zweierseilschaften geklettert: Einer

der Partner steht am Boden und sichert,

während die andere Person klettert.

Dabei wird unterschieden zwischen

zwei Sicherungsformen: Beim Toprope-

Klettern ist das Seil oben in einem

Umlenkhaken eingehängt. Der Sichernde

nimmt mit jedem Griff, den sein

kletternder Partner an der Wand macht,

Seil ein. Daher gibt es letztlich keine

Fallhöhe. Anders beim Vorstieg-Klettern:

Dabei ist das Seil nicht bereits am

oberen Ende der Wand angebracht,

sondern wird durch den Kletterer

mitgenommen und in Zwischensicherungen

eingehängt. Dadurch ist die

Fallhöhe größer als beim Toprope-Klettern

– nämlich bis zum jeweils nächsten

Haken. Diese Sicherungsform gilt

somit als psychisch anspruchsvoller. Im

Kletterzentrum Cube in Wetzlar kann

mit beiden Sicherungsformen geklettert

werden.

***

Es ist ein Highlight für Kletterbegeisterte

aus der Region: Am Samstag, dem

28. April, wird im Kletterzentrum Cube

in Wetzlar die Hessische Meisterschaft

im Sportklettern ausgetragen. Die Teilnahmevoraussetzungen

bei dem

offenen Wettbewerb: Eine nationale

Kletterlizenz oder eine Landeslizenz

sowie die Mitgliedschaft in einer Sektion

des Deutschen Alpenvereins oder

einem vom DAV angeschlossenen

Sportverein. Am Wettkampftag kann

gegen eine Gebühr von fünf Euro eine

Tageslizenz beantragt werden. Wie

bereits im vergangenen Jahr wird unter

anderem der Jugendkader des DAV

Wetzlar an der Ausscheidung teilnehmen,

um die zu vergebenden Titel zu

gewinnen. In der Jugend A geht es

sogar um die Titelverteidigung. In der

Jugend B stellt die Sektion derzeit den

Vizemeister. Anmeldeschluss für die

Hessische Meisterschaft im Sportklettern

ist der 22. April. Die Startgebühr

für alle Altersklassen beträgt 15 Euro.

Die Anmeldung ist unter www.sportklettern-hessen.de

möglich. Für Zuschauer

ist der Eintritt ins Kletterzentrum

Cube frei.

4/2012 streifzug 43


WEIN DES MONATS

Kleiner Bruder

Kleine Brüder können alles

sein: Nervensägen, Heldentenöre,

Raufbolde, Sportskanonen,

Jammerlappen und

Mammas Liebling. Papas Liebling

werden nur die wenigsten.

Einer wie der »Little Brother«

hat das Zeug dazu.

Er ist weder

Raufbold noch

Jammerlappen.

Er ist ein charmanterFrechdachs,

ein Cary

Grant im Flaschenformat.

Der »Little Brother«

könnte Everybodys Darling

werden, wenn ihn erst mal

alle kennen.

Winemaker Leigh Gilligan produziert im fernen

Australien diese neue Cuvee aus Shiraz,

Grenache und Mourvèdre, die sich an seinem

doppelt so teuren Erfolgswein »Gilligan«

orientiert, ohne ihn zu kopieren. Die

Franzosen würden beim »Little Brother« von

einem Zweitwein sprechen.

Gilligan tut das nicht. Er hat für seinen Stoff

aus dem McLaren Vale den Mourvèdre-Anteil

deutlich erhöht. Das ist nach dem Öffnen

der Flasche am fleischigen und vegetabilen

Duft zu erkennen. Überhaupt hat der

»Little Brother« einen anderen Charakter als Der »Little Brother« ist ein Fall für Phonetiker. Doch Vorsicht: »Brother

Louie« von Modern Talking will nicht nur der Wein nicht. Das gilt auch für

Gilligan »Little Brother«, McLaren Vale,

2010, 13,5 Prozent Alkohol, 9,95 Euro,

Bezug über Weinhandlung Martin Apell,

Tel. 0561/3160717 oder www.apell.de

44 streifzug 4/2012

der »Gilligan«. Einen eigenen: Er ist weich,

ohne ölig zu sein, reichhaltig, ohne schwer

zu wirken, und gilt nach dem Dekantieren

als Empfehlung für alle, die mehr Wert auf

süße Frucht als auf massives Tannin legen.

Im Glas rubinrot; in der Nase ein Konglomerat

an Düften: Süßholz, Toast und Vanille

vom Ausbau in

französischen und

amerikanischen

Fässern, dazu Vegetabiles,

fleischige

Noten, Pflaumen

und Lakritz; am

Gaumen ausgewogen

und warm,

mit reifer Frucht,

bestens integriertem

Tannin, Süßholzassemblage

und betörender Würze;

das kernige Finale hat eine gute Länge.

Der Importeur hält eine Lagerung des Weins

bis 2016 für sinnvoll. Ich rate Ihnen, den

Stoff lieber innerhalb der nächsten Monate

zu trinken, sonst wird der »Little Brother«

am Ende groß und ist kein charmanter

Frechdachs mehr.

Weinautor Manfred Merz

Schreiben Sie an Manfred Merz:

vinothek@mdv-online.de

DIE MUSIK

ZUM WEIN

»Save your kisses for me« von Brotherhood of man.

Besser sind die Dire Straits und ihr »Brothers in arms«. Ein wohliger Song

mit Tiefgang, dessen ruhiges Timbre entspannend wirkt. Der passt zum

Wein. mm


Virtuell auf die Spitze

Auf der Zugspitze ist es heute sonnig, um minus drei

Grad, der Wind bläst von Norden, den letzten Schnee

gab es am 14. Februar. Das alles verrät die Zugspitze-

App, die es einfach macht, sich im April kurzfristig für ein Ski-

Wochenende zu entscheiden. Die wichtigsten Informationen zum

höchsten deutschen Gipfel und dem Skigebiet »Garmisch Classic«

(drei weitere Berge der Region) werden kostenlos auf iOS und

Android-Geräte geliefert. Dazu zählen aktuelle Wetterdaten für

Berg und Tal, Schneeberichte und Übersichten zu geöffneten oder

geschlossenen Anlagen, Pisten und Liften. Allerdings braucht die

App eine ständige Internetverbindung. Die Preise von Skipässen

lassen sich bequem berechnen, aber nicht gleich in der App

kaufen. Per GPS kann man sich in einer Karte lokalisieren lassen

und über aktuelle Webcams nachsehen,

ob es auf dem Gipfel gerade schneit.

Für Technik-Nerds gibt es eine Augumented-Reality-Funktion,

die allerdings

nur im Skigebiet funktioniert, weil das

Handy natürlich erkennt, dass Gießen

nicht die Zugspitze ist. one

www.zugspitze.de/de/winter/skigebiet/

app.html

»Er macht, wovon wir träumen«

Helge Timmerberg – African Queen

(Hardcover, SPIEGEL Bestseller Neueinstieg Platz 44)

› Der Inhalt: Ein Reise durch Afrika. In den Großstädten

inspizierte Helge Timmerberg die Hölle auf

Erden, in der Serengeti das Paradies. Er war mit

Buschfliegern unterwegs, mit uralten Dampfern,

und bangte in der Nacht um sein Leben. Er

schwamm mit Krokodilen, wurde von einem Elefanten attackiert

und von einem Nashorn verfolgt. Er durchstreifte den Regenwald in

Uganda, besuchte die weißen Strände von Sansibar und entdeckte

die schönste Insel Afrikas, die Ilha de Moçambique. Er wurde im

Senegal mit einem Zauber belegt und lernte in Malawi das Einmaleins

der Korruption. Er zog durch Reggaekneipen in Dakar, traf Marabouts,

Primatenforscher, Straßendiebe und – Lisa. Dank ihr verbindet

sich seine Liebe zum Abenteuer mit dem Abenteuer der Liebe.

Eine Geschichte, wie sie heute eigentlich kaum noch zu erleben ist.

› Der Autor: Timmerberg, 59, ist Globetrotter, Journalist und Schriftsteller,

u.a. für die NZZ, den »Stern«, »Playboy« und »Die Zeit«. Viele

seiner Bücher wie »Der Jesus vom Sexshop«, »In 80 Tagen um die

Welt« oder »Shiva Moon« wurden Bestseller. Das Geheimnis seines

Erfolges? »Ich habe festgestellt, dass die besten Geschichten immer

hinter der Angst lagen«, verriet er in einem Interview. »Angst vor

Aids in Afrika Mitte der 80er oder vor der Pest in Indien Mitte der

90er. Ich hatte vorher unheimlich viel Angst, da hin zu fahren.

Wenn ich heute Angst spüre, weiß ich: Hey, geh durch, dahinter

wird’s geil.« Timmerberg lebt in St. Gallen und Wien.

› Der Spannungsbogen: Timmerberg schreibt keine Romane, sondern

die spannendsten Reiseberichte, die man sich vorstellen kann.

Man blickt ihm über die Schulter, wenn er sich in Bars in Havanna

mit Nutten, Koks und Rum vergnügt, in Marrakesch von Einheimischen

abgezogen wird oder sich im Himalaya in eine Yoga-Touristin

verliebt. Mich beeindruckt sehr, dass er sich nicht hinter Fantasiebil-

Zum Runterkommen

MEDIATHEK

City & Colour – Little Hell: Es ist das dritte Studioalbum

des ehemaligen Alexisinfire-Gitarristen und Sängers Dallas

Green. Die Musik ist geprägt von Country- und Pop-

Elementen und verbreitet eine nachdenkliche, aber auch

gemütliche Stimmung. Im Gegensatz zu den Vorgängeralben

sind die Songs eingängiger und poppiger strukturiert.

Das zeigt sich vor allem in der Instrumentierung. Die gewohnten

Gitarrenklänge werden dezent von Bass und

Schlagzeug unterstützt und bringen

das Gesamtwerk so noch einmal

nach vorne. Greens Stimme ist nach

wie vor einzigartig und eindringlich. Absolutes

Highlight des Albums ist der gleichnamige

Titeltrack »Little Hell«. City Colour

lädt zum Verweilen ein, egal ob im Park

oder auf der Couch, entspanntes Runterkommen

garantiert.

Für den streifzug gehört von …

NEOH. Die junge Band aus Gießen macht ehrliche Rock-

Musik. Seit der Gründung 2009 blicken die fünf Anfang bis

Mitte Zwanzigjährigen auf Konzerte mit Wir sind Helden,

Juli, Culcha Candela, The Hives und vielen mehr zurück. Seit

2010 sind sie Fördermitglied der VW Soundfoundation. Im

Januar erschien ihr erster Tonträger. www.neohonline.de

dern versteckt, sondern seine Gedanken, Sorgen und

Schwächen mit uns teilt. Die Ehrlichkeit zahlt sich aus.

› Das Niveau: Timmerberg bringt zu Papier, was er

fühlt, ohne sich darum zu scheren, was andere über ihn

denken könnten. Diese innere Freiheit schwingt in jeder

Zeile mit, weswegen es in Deutschland kaum einen zweiten Autor

gibt, der ihm in seinem Metier das Wasser reichen kann. Word!

› Der Gesprächsfaktor: Er macht das, wovon wir alle träumen:

Unseren langweiligen Alltag aufgeben, sich ins Unbekannte

stürzen, um die Welt reisen, Abenteuer erleben und sich ein

bisschen wie Indiana Jones fühlen. Besser geht’s nicht.

› Die Leseprobe: Freddy lässt uns für ein paar Minuten mit dem

Wagen allein, um die Eintrittskarten zu kaufen. Vorher schärft er uns

ein, auf keinen Fall die Autotüren offen zu lassen. Die Affen, die

hier herumlungern, würden sofort reinspringen, um irgendetwas

Fressbares zu stehlen. »Haben sie keine Angst vor uns?« »Nein, sie

fürchten sich nur vor Schwarzen. Weiße respektieren sie nicht.«

»Sind Affen Rassisten?« Kaum ist Freddy ‘ne Weile weg, vergesse ich

seine Warnung. Ich stehe neben dem Wagen, rauche eine Zigarette,

die Beifahrertür ist halb geöffnet, und schon kommt so ein Teil

wie eine Kanonenkugel auf mich zugeschossen. Ich rufe »HUH!«,

aber den Affen interessiert das nicht.

› Must-have zum Buch: Eine Machete, Schokolade und eine

mindestens zehn Jahre jüngere Freundin

› Das Buch ist genau richtig für … Fans von Charles Bukowski,

Hunter S. Thompson, John Niven und Neil Strauss.

Für den streifzug gelesen von …

Lars Amend (33). Er ist Autor. Sein erstes Buch »Bushido«

landete 2008 auf Platz 1 der SPIEGEL Bestsellerliste und

wurde von Bernd Eichinger verfilmt. 2009 folgte »Rock

Your Life« mit Rudolf Schenker und einem Vorwort von

Paulo Coelho. Sein Buch »Mit einem Bein im Modelbusiness«

mit Mario Galla ist im Herbst 2011 erschienen. Lars

Amend, aufgewachsen in Langgöns, lebt in Berlin.

4/2012 streifzug 45


SPERRSITZ

Kinostart: 26. April

Über zehn Jahre nach ihrem »ersten Mal«

im Sommer 1999 sind die Freunde um

Jim, Stifler und Co aus »American Pie«

wieder zurück! Ihre Unschuld haben

sie längst verloren, den Abschlussball

geschafft und auch die letzte Party

(»American Pie – Jetzt wird geheiratet«)

ist auch schon einige Jahre her. Erwachsen,

aber keinen Millimeter reifer, treffen

sie sich in »American Pie – Das Klassentreffen«

in ihrem Heimatörtchen East

Great Falls jetzt zu einem turbulenten

Meeting wieder. Und von Stiflers Mum

Getrennt: Kevin (Ian T. Nicholas) und Vicky (Tara Reid).

46 streifzug 4/2012

bis hin zu Jims Dad sind auch alle anderen

Charaktäre wieder mit von der Partie.

Jim und Michelle sind noch verheiratet,

obwohl eine attraktive Nachbarin Jim die

Sache mit der Treue nicht gerade leicht

macht. Kevin und Vicky haben sich

getrennt, aus Oz ist ein Star geworden,

Heather ist mit einem Chirurgen in der

Midlife-Crisis zusammen und Finch ist ein

internationaler Jetsetter und Lebemann.

Nur Stifler scheint sich nicht verändert zu

haben und versucht noch immer an den

alten, wilden Zeiten festzuhalten.

Was passieren wird, wenn sich nun endlich

alle wiedertreffen? So viel kann man

schon verraten: Die feierfreudigste Clique

der Highschool beweist aufs Neue, dass

sie die Meister dieses Fachs ist. Mit heißen

Erinnerungen, scharfen Pointen und

schrägen Situationen sorgt die Starbesetzung

im vierten Teil des erfolgreichen,

genrebildenden Originals für legendäre

Partystimmung. Und an diesem turbulenten

Wochenende wird klar, dass ihre

Freundschaft auch über Jahre und räumliche

Trennung hinweg Bestand hat.

GEWINNSPIEL

Der streifzug verlost mit den Gießener

Kinos 3x2 Tickets für die erste Vorstellung

des Films »American Pie – Das

Klassentreffen« am 26. April. Wer den

Film sehen möchte, sollte bis zum

15. April eine Karte mit dem Kennwort

»Kino« an streifzug, Marburger Straße 20,

35390 Gießen oder eine Mail an streifzug@giessener-allgemeine.de

senden.

Viel Glück!


Neu

im Kino

Gießen

Kinocenter Gießen

Bahnhofstraße 34, Telefon 0641/72108

Heli

Frankfurter Straße 34, Telefon 0641/74511

Roxy

Ludwigsplatz 4, Telefon 0641/32547

www.die-giessener-kinos.de

Kommunales Kino JOKUS

Ostanlage 25 a, Telefon 0641/306-2495

Grünberg

Bismarckstraße 10, Telefon 06401/6869

Lich

Kino »Traumstern«

Gießener Straße 15, Telefon 06404/3810

Weitere Kino-Tipps

finden Sie täglich in der Gießener Allgemeine

Zeitung oder auf unserer Internetseite unter

www.giessener-allgemeine.de/kino.

präsentieren

The Lucky One –

Für immer der Deine

Mittwoch, 25.04.2012 zur Abendvorstellung

Eintritt inklusive einem Glas Prosecco!

Männer sind herzlich willkommen!

Kinocenter •Bahnhofstraße 34 •35390 Gießen

Roxy •Ludwigsplatz 4•35390 Gießen

Heli •Frankfurter Straße 34 •35390 Gießen

Mehr Infos im Kino und unter www.die-giessener-kinos.de

Spieglein, Spieglein –

Erfrischend, unterhaltsam

und stellenweise düster

Eine herrschsüchtige Königin,

die die Schönheit des

porzellangesichtigen

Schneewittchens als Bedrohung

empfindet, erfährt

von ihrem Zauberspiegel, dass sie

nicht die Schönste im ganzen Land ist. Also

verbannt sie ihre Kontrahentin in einen düsteren

Wald. Diese trifft dort auf sieben

hinterlistige Zwerge, die es faustdick hinter

den Ohren haben. Gemeinsam schmieden

sie einen Racheplan, mit dem sie die Königin

von ihrem Thron stoßen wollen.

Darsteller: Julia Roberts, Lily Collins, Armie

Hammer, Sean Bean

Start: 5. April

★★✩✩

Battleship

Effektgeladene Seeschlacht

Alex Hopper stammt aus

einer Soldatenfamilie und

gefährdet seine Blitzkarriere

bei der US-Navy, weil er

ausgerechnet der Tochter

seines Admirals den Hof

macht. Gemeinsam mit seinem älteren

Bruder Stone, der bereits Kommandeur

eines Kriegsschiffes ist, wird er zu einem

internationalen Seemanöver in den Pazifik

geschickt. Dort wird die Flotte von außerirdischen

Hightech-Kampfmaschinen angegriffen.

Jetzt heißt es, Privates zurückzustellen

und sich im Kampf zu bewähren.

Darsteller: Liam Neeson, Alexander Skarsgård,

Taylor Kitsch, Rihanna

Start: 12. April

★★✩✩

Bel Ami

Elegant und bissig

Um 1890 zieht der mittellose

Georges Duroy nach

Paris. Zu Ruhm und Reichtum

– für welchen Preis

auch immer – will er es

bringen. Der attraktive Verführer

steigt dank seines unwiderstehlichen

Charmes und des nötigen Sex-Appeals bald

zum Liebling der feinen Gesellschaft auf.

Schlüssel zum Erfolg sind die Ehefrauen einflussreicher

Gentlemen, die »Bel Ami« alle

Türen öffnen. Im Eiltempo macht der skrupellose

Galan als Journalist Karriere und begibt

sich aufs glatte Politparkett.

Darsteller: Robert Pattinson, Uma Thurman,

Christina Ricci, Colm Meaney

Start: 26. April

★★✩✩

SPERRSITZ

Und wenn wir alle

zusammenziehen?

Warmherzige Komödie

Sie sind seit einem halben

Jahrhundert Freunde – nun

kämpfen die Ehepaare

Jeanne und Albert, Annie

und Jean sowie der Witwer

Claude jeder auf seine Weise mit den

Folgen des Alters: Vergesslichkeit, Abschied

Krankheit, der nachlassende Erfolg beim anderen

Geschlecht und nicht zuletzt die liebe

Familie machen jedem gehörig zu schaffen.

Allen Bedenken zum Trotz beschließen

sie, in einem Pariser Vorort eine gemeinsame

Wohngemeinschaft zu gründen.

Darsteller: Jane Fonda, Daniel Brühl, Pierre

Richard, Geraldine Chaplin

Start: 5. April

★★★✩

Einer wie Bruno

Tragikomische Geschichte

Seit dem Tod ihrer Mutter

lebt die 13-jährige Radost

mit ihrem geistig zurückgebliebenen

Vater Bruno

in einer kleinen Wohnung.

Das Jugendamt führen sie

an der Nase herum, denn eigentlich betreut

der Teenager den Erzeuger, und nicht umgekehrt.

Als sie sich in den Schulschwarm

Benny verknallt, wird das Versteckspiel zur

Qual und mit einsetzender Pubertät steigert

ihre Sehnsucht nach einem normalen Leben

das Konfliktpotenzial. Das labile Vater-

Tochter-Verhältnis gerät aus den Fugen.

Darsteller: Christian Ulmen, Lola Dockhorn,

Lucas Reiber, Peter Kurth

Start: 12. April

★★★✩

The Lucky One –

Für immer der Deine

Bewegend und bittersüß

Als US-Soldat im Irak-Krieg

hat Logan Thibault das Foto

einer hübschen jungen

Frau gefunden und behält

es als Glücksbringer. Zurück

in der Heimat setzt Logan alles daran

herauszufinden, wer die Frau auf dem Bild

ist. Er erfährt schließlich, dass sie Beth heißt

und in einem kleinen Ort in North Carolina

lebt. Als er sie aufsucht entwickelt sich, trotz

ihres anfänglichen Misstrauens und ihrer

komplizierten familiären Situation, eine Romanze

zwischen den beiden.

Darsteller: Zac Efron, Taylor Schilling,

Blythe Danner, Jay R. Ferguson

Start: 26. April

★★★✩

4/2012 streifzug 47


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