METAL MIRROR #32 - JAHRESRÜCKBLICK 2009

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METAL MIRROR #32 - JAHRESRÜCKBLICK 2009

EDITORIAL

Willkommen in 2010!

Liebe METAL-MIRROR-Leser,

ich hoffe, dass ihr alle schöne Feiertage hattet und genau so schwungvoll in 2010 gerutscht seid, wie wir.

Während ich diese Zeilen tippe, ist von Ruhe, Besinnlichkeit und Ferien nicht mehr allzu viel zu spüren.

Deutschland versinkt in einem Schneechaos, ich sitze vom Stress getrieben auf einer Couch und versuche die

bestmögliche Balance zwischen entspannendem Couch-Chilling und High-Speed-Arbeiten zu finden. Eine

heikle Angelegenheit. Aber auch wenn ab jetzt die ganz große Ruhe ausbleibt, die Hauptsache ist doch, dass

man das neue Jahr gebührend einleitet. Oben seht ihr, was passiert, wenn Benne dafür verantwortlich ist, was

wir an Silvester anziehen.

Doch Spaß beiseite: Mit dieser Ausgabe schließen wir an eine lange Tradition an. Seit es Metal Mirror gibt,

veröffentlichen wir zum Jahresanfang stets unseren Jahresrückblick. Auch diesmal bieten wir euch eine um-

fangreiche Zusammenfassung der vergangenen zwölf Monate. Wer stieg wo aus, welche Band löste sich auf

und welche Rechtsstreitigkeiten wurden beendet - all das erfahrt ihr in dieser Ausgabe. Weiterhin haben sich

auch einige Musiker es sich nicht nehmen lassen, an unserem Jahresrückblick teilzunehmen. Gerre von Tan-

kard, Jagger von Disbelief, Dolk von Kampfar, Johnar von In Vain, Chris Kinder von Jon Oliva‘s Pain, Kenny

Winter von Exciter, Stephan Gebedi von Hail Of Bullets und Tobias Gustafsson von Vomitory haben sich die

Zeit genommen und unseren Fragebogen ausgefüllt. Ein herzliches Dankeschön dafür. Und auch die Redakti-

on hat sich hingesetzt, alte Ausgaben gewälzt und nochmal Platten angespielt, um euch sagen zu können, was

die persönlichen Tops und Flops im vergangenen Jahr waren. Viel Spaß beim Lesen! Außerdem möchte ich

noch auf unsere Verlosung aufmerksam machen. Alle Details findet ihr online auf www.metal-mirror.de

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Metal Mirror mit eigenem Stand auf dem Dong Open Air

Dorian Gorr (Chefredakteur und Herausgeber)


DORIAN GORR

Nenne die zehn besten Platten, die 2009 erschienen

sind!

1. LYNYRD SKYNYRD - God & Guns

2. IMMORTAL - All Shall Fall

3. WARDRUNA - Gap Var Ginnunga

4. ALESTORM - Black Sails At Midnight

5. W.A.S.P. - Babylon

6. ENGANGSGRILL

7. THE DEVIL‘S BLOOD - The Time...

8. VREID - Milorg

9. PRIMAL FEAR - 16.6.: Before...

10. SARKE - Vorunah

Was waren die drei besten Konzerte, bei

denen du in diesem Jahr anwesend warst?

1. Mötley Crüe in Köln

2. Lynyrd Skynyrd in Köln

3. Jon Oliva‘s Pain (RockHard-Festival)

Welches ist das beste Festival des Jahres?

Das RockHard-Festival.

Welche ist die Band des Jahres?

Lynyrd Skynyrd.

Wer ist der Newcomer des Jahres?

The Devil‘s Blood

Was ist die Überraschung des Jahres?

Die Belastbarkeit des Körpers.

Was ist die Enttäuschung des Jahres?

Ich wüsste nicht, wo ich anfangen sollte...

Überbewertestes Album des Jahres?

Kiss - Sonic Boom.

Deine Persönlichkeit des Jahres?

Meine Mutter.

Wer ist der Idiot des Jahres?

Die Bürokratie Deutschlands.

Größter Exzess / tollste Party des Jahres?

Das Männerwochenende mit Benne.

Größter persönlicher Erfolg 2009?

Erfolgreich abgeschlossenes Bachelor-Studium

und Studienplatz in Hannover bekommen.

Deine Hoffnung für 2010?

Weniger Stress, mehr Erfolg, mehr Zeit,

kein Herzinfarkt, kein zweites 2009. Eine gute

Platte von Manowar.

Diese Bands werden 2010 punkten:

Ov Hell, Manowar, Primordial, Urfaust.

Dein guter Vorsatz für 2010?

Mehr Ruhe und Entspannung gönnen. Öfter

abschalten und auch mal nichts tun.

Impressum

Metal Mirror

Dorian Gorr • Plathnerstraße 27 • 30175 Hannover

Tel.: 0511 64232387 • E-Mail: contact@metal-mirror.de •

Web: www.metal-mirror.de

Chefredakteur und Herausgeber

Dorian Gorr (dorian@metal-mirror.de) (v.i.S.d.P.)

Redaktion

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David Dankert (david@metal-mirror.de)

Robin Meyer (robin@metal-mirror.de)

Elvis Dolff (elvis@metal-mirror.de)

Miriam Görge (miri@metal-mirror.de)

Benjamin Gorr (benne@metal-mirror.de)

Freie Mitarbeiter

Marcel Reefmann (marcel@metal-mirror.de)

Bastian Gorr (bastian@metal-mirror.de)

Jonathan Geschwill (jonathan@metal-mirror.de)

Heiko Lüker (heiko@metal-mirror.de)

Carolin Teubert (caro@metal-mirror.de)

Christoph Sperber (christoph@metal-mirror.de)

Jasper Gallmann (jasper@metal-mirror.de)

News

news@metal-mirror.de

JAHRESRÜCKBLICK 2009

© 2009 Metal Mirror (Ausnahmen gekennzeichnet)

FÜR DIE STATISTIK

METAL MIRROR #32

2 Editorial

3 Inhaltsverzeichnis & Das Wort zum Sonntag

.............................................................

5 Titelstory: Jahresrückblick 2009

10 Jahresrückblick: Musikers Stimme

16 Jahresrückblick: Schreibers Stimme

.............................................................

22 Killer-Album: (A Sound Mind)

23 CD-Reviews im Visier

24 CD-Reviews

.............................................................

28 Coming Up Next

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127 Interviews

51 Live-Shows

698 CD-Reviews

516 Seiten


JAHRESRÜCKBLICK 2009

JANUAR

WACKEN IST BEREITS AUSVERKAUFT

Direkt zum Jahresbeginn freuen sich die Veranstalter des

Wacken Open Airs: „Ausverkauft!“ kann man direkt mit großen

Lettern auf die Webseite des Festivals schreiben. Derweil

sorgt Destruction-Fronter Schmier für einen kleinen Skandal,

als er bekannt gibt, dass die Thrasher nicht beim Festival für

den verstorbenen Ex-Sodom-Drummer Chris Witchhunter auftreten

wollen, weil sie finden, dass ihr Logo nicht groß genug auf

dem Flyer vertreten ist. Die Folge sind bundesweite Beschwerdemails,

die Schmier im Februar auch dazu veranlassen sollen,

sich aus der Affäre zu reden und doch beim Festival im Frühjahr

aufzutreten.

Lord Belial treten hingegen nie wieder auf. Die schwedische

Black-Metal-Band verkündet ihre Auflösung, da Schlagzeuger

Mick enorm unter seinem Tinnitus leidet und es für die Band

nicht in Frage kommt, eine externe Person in die Band zu holen.

Einen zweiten Anlauf schließen Lord Belial aber nicht aus.

Musiker-Austausch-Spielchen finden hingegen bei Masterplan,

Death Angel und God Dethroned statt. Masterplan bestätigen,

dass Mike Di Meo ausgestiegen ist, bei Death Angel wird

Bassist Sammy Diosdado bekannt gegeben und God Dethroned

werden fortan von ex-Cliteater-Gitarristin Susan Gerl verstärkt,

die Isaac Delhaye ersetzt.

Ansonsten ist im Januar das große Säbelrasseln beobachtbar.

Beinahe alle Bands kündigen Platten an, die im Laufe des Jahres

erscheinen sollen. Dabei den Durchblick zu behalten, ist keinesfalls

leicht, doch dass sich unter anderem Größen wie Kiss zu

Wort melden, ist bemerkenswert. Ebenfalls für Spannung sorgt

die Meldung, dass im laufe des Jahres mit „Flight 666“ eine

FEBRUAR

STRATOVARIUS KEHREN ZURÜCK

Der Februar ist ein vergleichsweise ruhiger Monat: Für das

meiste Interesse sorgen jedoch zwei Bands: Stratovarius und

Massacre. Bei Stratovarius schien es nie so ganz sicher, wie es

nach der Trennung und den Schlammschlachten mit Gründer

Timo Tolkki weitergehen soll, jetzt endlich scheinen die Zukunftspläne

Gestalt anzunehmen: Die Finnen haben einen neuen

Plattenvertrag und elf Songs, die darauf warten, veröffentlicht

zu werden.

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Iron-Maiden-Dokumentation in die Kinos kommen soll.

Die traurige Nachricht, die den Januar beendet ist jedoch, dass

Lynyrd-Skynyrd-Keyboarder Billy Powell im Alter von nur 56

Jahren verstorben ist.

Weiterhin jubelt das Death-Metal-Herz:

Massacre scheinen sich auf ihre Rückkehr

vorzubereiten. Neben Front-Granate Kam

Lee mischen auch Schlagzeuger Tony Laureano

sowie Bassist Dave Pybus (Cradle Of

Filth) mit. Wer die Gitarren bedienen wird,

steht noch nicht fest. Ein neues Album soll

jedoch 2010 erscheinen und auch Gastbeiträge

anderer Musiker enthalten. Fast ein Jahr

später scheint aber wieder zweifelhaft, ob

Massacre tatsächlich zurückkehren werden.

Gastbeiträge gibt es auch bei Tim „Ripper“

Owens zuhauf: Der ex-Judas-Priest-

und ex-Iced-Earth-Sänger hat scheinbar die

Schnauze voll, sich überall rausschmeißen

zu lassen und kümmert sich deswegen um

ein Solo-Album. Neben dem markanten

Ripper-Organ soll man auch Beiträge von

Chris Caffery, Bruce Kulick, Dave Ellefson

und Vinny Appice zu hören bekommen.

Ganz ohne Trauer geht es auch im Februar nicht: Miika Tenkula,

Gitarrist und Mitgründer der aufgelösten finnischen Gothic-Metaller

Sentenced, stirbt am 19. Februar im Alter von nur

35 Jahren. Die näheren Umstände sind unbekannt.

Angesichts dessen wirken Nachrichten darüber, dass Cryptopsy-Gitarrist

Alex Auburn den Dienst quittiert und Napalm Death

mit ihrem Prügelwerk die Charts entern, absolut beiläufig.


MÄRZ

INFERNUS IST GORGOROTH

Der März ist der Monat der kontroversen Black Metaller.

Nach langem Rechtsstreit kommt ein norwegisches Gericht

zu dem Entschluss, dass eine Band nicht ihren Gründer rausschmeißen

und den Bandnamen für sich behalten kann. Fazit:

King und Gaahl residieren fortan unter dem Namen God Seed

und möchten ihr zuletzt geschriebenes Material später im Jahr

unter diesem Bandnamen herausbringen, während Infernus endgültig

bekannt gibt, dass sein neues Album noch in diesem Jahr

auf den Markt kommen wird - mit dem Gorgoroth-Logo auf dem

Cover.

Wir bleiben im Black Metal: Skandalnudel Hoest, der mit seiner

Hakenkreuz-Aktion zurecht die Gemüter der Öffentlichkeit

erhitzt hat, kommt nach ellenlangen Erklärungen und Entschuldigungen

wieder nach Deutschland, um mit Taake aufzutreten.

Außerdem wird bekannt gegeben, dass Volldepp, Black-Metal-

Wegbereiter und Burzum-Gründer Varg Vikernes nach 16 Jahren

Knastaufenthalt wieder auf freiem Fuß ist und erneut ein Teil der

Gesellschaft werden möchte. Dass er aus seinen Fehlern gelernt

hat, möchte man fast schon bezweifeln, wenn man bedenkt, dass

sein nächstes Album übersetzt „Der weiße Gott“ betitelt ist.

Auch der März kommt nicht ohne die obligatorischen Auswechslungen

aus: Die Apokalyptischen Reiter verkünden unkommentiert

den Ausstieg ihrer Gitarristin Lady Cat-Man. Die

Dame war erst vor kurzem für den langjährigen Gitarristen Pitrone

eingestiegen. Der neue Saitenreiter hört auf den Namen

Ady und kennt sich mit der Truppe bestens aus: Bis vor kurzem

Die deutsche Metal-Szene ist eigentlich kaum ohne Running

Wild vorstellbar und doch müssen sich die Jünger der Piraten-

Band in Zukunft daran gewöhnen, ohne Rock‘n‘Rolf auszukommen.

Nach über dreißig Jahren scheint Rolf keine Lust mehr zu

haben. Nach dem angekündigten Abschiedsgig auf dem Wacken

Open Air soll ein für alle Mal Schluss sein.

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JAHRESRÜCKBLICK 2010

war er noch ihr Gitarrentechniker. Noch keinen Ersatz haben

Sonic Syndicate: Deren Sänger Roland verlässt die Band aus

„persönlichen Gründen“, woraufhin die Stelle des Fronters neu

ausgeschrieben wird.

Temporär ersetzt wird auch Susperia-Sänger Pal Mathiesen.

Dieser erleidet im März einen Herzinfarkt und bekommt deswegen

einen dreifachen Bypass verpasst. Die vollständige Genesung

dauert einige Monate, woraufhin die meisten Konzerttermine

verschoben werden.

APRIL

RUNNING WILD AUF LETZTER KAPERFAHRT

Zurück von den Toten sind hingegen Fear Factory. Die beiden

Protagonisten Burton C. Bell und Dino Cazares haben sich nach

hitzigen Streits in der Vergangenheit wieder angefreundet. Im

Sommer sollen einige Shows gespielt, anschließend ein Album

aufgenommen werden.

Brandneu und doch bekannt sind hingegen Skitliv. Deren

Debüt sorgt bereits im Vorfeld für viel Interesse bei Black Metallern,

da es sich dabei nicht nur um das Projekt von ex-Mayhem-Fronter

Maniac handelt, sondern außerdem renommierte

Schwarzheimer wie Kvarforth (Shining), Gaahl (ex-Gorgoroth)

und Attila Csihar (Mayhem) mitwirken. Das Black-Metal-Herz

erwärmt sich außerdem angesichts der Nachricht, dass das neue

Immortal-Album, das erste seit der Reformierung, im September

erscheinen wird.

Zurück zu alter Stärke gelangen außerdem Masterplan. Nachdem

früher im Jahr bekannt wurde, dass Sänger Mike Di Meo

ausgestiegen ist, kehrt nun niemand anderes als Jorn Lande

zur Band zurück. Die Sängerfrage ist auch bei Norther geklärt.

Nachdem Petri Lindroos zu wenig Zeit für Norther übrig hatte,

da er Vollzeit bei Ensiferum unter Vertrag steht, wird er kurzerhand

durch Aleksi Shivonen ersetzt.

Für einen „Hingucker“ der extravaganten Art sorgen schließlich

Manowar, die einen ihrer neuen Songs in fünfzehn verschiedenen

Sprachen aufnehmen und veröffentlichen. Da erscheint es

gleich weniger spektakulär, dass Judas-Priest-Sänger Rob Halford

seine eigene Modemarke gründet und ex-Foreigner-Sänger

Lou Gramm auf Solopfaden wandelt.


JAHRESRÜCKBLICK 2010

MAI

SIND ACCEPT WIEDER DA?

Geht das als Reunion durch? Ehemalige Accept-Mitglieder

haben sich Sänger Mark Tornillo (TT Quick) geschnappt und

verkaufen diese neue Band nun unter dem altehrwürdigen Accept-Banner.

Die ersten Aufnahmen, von Klassikern wie „Balls

To The Wall“ stoßen online jedoch auf sehr gemischtes Feedback.

Accept ohne Udo Dirkschneider, das scheint einfach nicht

zu klappen.

Apropos „nicht klappen“: Mit recht dubiosen Begründungen

verschieben die Wacken-Veranstalter die beiden „Wacken

Rocks“-Ableger wenige Wochen vor dem Festivalstart. Aus weniger

dubiosen Gründen bricht Slipknot-Clown Shawn Crahan

die laufende Tour der Maskenmänner ab. Seine Frau hat ernstzunehmende

gesundheitliche Beschwerden. Es sind weniger

gesundheitliche Beschwerden, sondern eine Überdosis Drogen,

die dazu führt, dass am 2. Mai Jon Blank, Doom-Fans von Wino

JUNI

ALICE IN CHAINS SIND ZURÜCK

Der Mai verlief turbulent, der Juni ist hingegen das komplette

Gegenteil davon. Eigentlich geschieht kaum etwas in der Metal-

Welt. Die Festivals treffen die finalen Vorbereitungen und geben

die letzten Acts bekannt, aber ansonsten ist die wohl bedeutendste

Tatsache, dass Alice In Chains nach vielen Jahren mit einem

neuen Sänger und Album zurück sind.

Wer es metallischer mag, trauert derweil um Gorefest. Die

holländische Death-Metal-Band löst sich bereits zum zweiten

Mal in der langjährigen Karriere auf. Man habe mit der Band

alles erreicht, deswegen gebe es keinen Grund mehr, Gorefest

am Leben zu halten.

Die Thrasher Assassin sehen diesen Punkt noch nicht erreicht,

allerdings verlässt der langjährige Schlagzeuger Frank Nellen

die Band. Ersetzt wird er durch Björn Sonermann, der direkt

unterstützend bei den Vorbereitungen für das nächste Album

mitwirkt.

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und Rezin bekannt,

stirbt.

Auch sonst geht

es im Mai drunter

und drüber: SPV,

das vielleicht größte

unabhängige Metal-

Label, meldet Insolvenz

an. Später

im Jahr rappelt sich

das Label langsam

wieder auf und geht

eine Kooperation

mit Sony Music ein.

Bei all den Turbulenzen

kommen

auch die Line-Up-

Änderungen nicht

zu kurz: Bei Shakra

verlässt Mark Fox

aus „geschäftlichen

Gründen“ die Band

und Death Angel, die gerade erst wieder vollzählig waren, stehen

plötzlich ohne ihren langjährigen Schlagzeuger Andy Galeon

dar. Am härtesten trifft es jedoch Negura Bunget. Bei denen

wird das Line-Up nach dem Ausstieg von Sänger und Gitarrist,

die gemeinsam ein neues Projekt auf die Beine stellen wollen,

stark dezimiert zurückgelassen. Das letzte verbliebene Original-

Mitglied, Schlagzeuger Negru, kündigt jedoch an, dass es mit

Negura Bunget trotzdem weiter gehen soll.

Streit gibt es auch bei den Metal-Göttern: Ozzy Osbourne und

Tony Iommi zoffen sich wieder einmal. Ozzy verklagt Iommi,

weil dieser den Namen Black Sabbath als Markenzeichen hat

eintragen lassen, und fordert die Hälfte der Einkünfte.

Für ein Schmunzeln sorgen derweil die Nachrichten, dass

Dimmu Borgir ihren eigenen Comic herausbringen und Metallica-Gitarrist

Kirk Hammett seinen Porsche bei Ebay anbietet.


JULI

METAL CHURCH WERFEN DAS HANDTUCH

Manch ein Skeptiker erwartete es seit Jahren: Nach den zwei

Comebacks, zuletzt mit Ronny Munroe, erreichten die einstigen

Legenden Metal Church nie wieder ihre frühere Klasse.

25 Jahre nach Gründung der Band werfen die Recken endgültig

das Handtuch. Kurdt Vanderhoof könne für die Band nicht

mehr hundert Prozent geben, sodass man fortan nur noch privat

gemeinsame Sache mache. Sänger Ronny Munroe lässt direkt

Taten sprechen und kümmert sich um die Veröffentlichung eines

Solo-Albums.

Ein gefundenes Fressen für Skeptiker ist auch, dass Anthrax

mal wieder ohne Sänger darstehen. Nach der kurzlebigen Reunion

mit Joey Belladonna, dem daraus resultierenden unmittelbaren

Rausschmiss von John Bush sollte es eigentlich Jungspund

Dan Nelson sein, der den Karren aus dem Dreck zieht. Pustekuchen:

Mitte des Jahres ist auch Nelson Geschichte. Angeblich

auf Grund einer Krankheit, behauptet zumindest die Band, doch

Nelson dementiert das. Fazit: Anthrax suchen weiter nach einem

geeigneten Sänger und die Skeptiker haben nach wie vor genug

Lästervorlagen.

Während die Festivalsaison sich langsam dem Ende neigt,

überschlagen sich viele Ereignisse. Im August drehen sich vor

allem viele Bandkarussells. Auf dem Wacken Open Air wird

erstmal inoffiziell bekannt, dass Endstille fortan ohne ihren Giftmischer

Iblis weitermachen werden. Nachdem es in der Vergangenheit

der Band immer mal wieder gekracht hatte, scheint endgültig

ein Punkt erreicht, an dem die Band und Iblis sich keine

weitere Zusammenarbeit mehr vorstellen können. Der Sänger

heuert daraufhin bei der Leipziger Band Haradwaith an.

Anthrax legen nach den skurrilen Nachrichten des Vormonats

direkt nach und streuen Gerüchte, dass eventuell John Bush wieder

Sänger der Band werden könnte.

Für Gitarrist Gus G. (Firewind) geht derweil ein Traum in Erfüllung:

Er darf als neuer Gitarrist Zakk Wylde bei Ozzy Osbourne

ersetzen. Den wohl größten Einschnitt erfahren aber

Dimmu Borgir, bei denen es ordentlich kracht: Keyboarder

Mustis und Bassist ICS Vortex sind fortan kein Teil der Band

mehr. Ob das der erfolgreichsten Black-Metal-Band der Welt gut

tun wird, wird sich zeigen. Fakt ist: Vortex und Mustis sind beides

Ausnahmemusiker, die nicht leicht zu ersetzen sein werden.

Nicht ersetzbar und doch verschwunden ist außerdem Gaahl.

Nachdem der ehemalige Gorgoroth-Sänger in jüngerer Vergangenheit

einige Wandlungen durchmachte, hat er nun beschlossen,

das Dasein als Metalmusiker endgültig an den Nagel zu

hängen. Sein Mitstreiter King verkündet daraufhin, dass er das

Material des Debüts von God Seed vorerst „einfrieren“ würde.

Und auch bei God Dethroned ist es erneut Zeit für einen Wechsel:

Die Holländer geben bekannt, dass Drummer Roel Sanders

die anstehenden Live-Aktivitäten nicht mehr mit seinem Privatleben

arrangieren könne.

Kurzfristig ersetzt wird auch Motörhead-Drummer Mikkey

Dee, nein, keine Sorge: das blondierte Trommelwunder ist immer

noch Teil von Motörhead, muss sich nur für einige Gigs

vertreten lassen, da er an der schwedischen Variante von „Ich bin

ein Star, holt mich hier raus“ teilnimmt.

Apropos Stars: Die großen Jungs zoffen sich wieder einmal:

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JAHRESRÜCKBLICK 2010

Für Gemotze und Belustigung sorgt außerdem ein Spiegel-

Artikel, der Ende Juli erscheint und Wacken-Besucher davor

warnt, Leute per Händeschütteln zu begrüßen, da eine erhöhte

Gefahr bestünde, sich mit Schweinegrippe zu infizieren. Letztlich

scheint sich aber niemand wirklich darum zu scheren als

die größte Metal-Party der Welt in die Jubiläumsausgabe startet.

AUGUST

DIMMU BORGIR HABEN ZWEI MUSIKER WENIGER

Mötley-Crüe-Sänger Vince Neill verunglimpft Axl Rose und

„Chinese Democracy“ öffentlich, es tauchen Gerüchte darüber

auf, dass die Slipknot-Jungs mal wieder miteinander im Clinch

liegen und Vinnie Vincent verklagt seinen ehemaligen Mitstreiter

von Kiss, da diese ein Foto von ihm in irgendeiner DVD-Box

ohne seine Erlaubnis verwendet hätten. Und auch Iron Maiden

üben sich im Verklagen: Die Metal-Legende hat eine deutsche

Kanzlei beauftragt, Leute ausfindig zu machen, die illegal verkaufte

Live-CDs der Band besitzen, und diese anschließend abzumahnen.

Sehr viel freudiger erscheint da die Nachricht, dass die Thrasher

Forbidden die Aufnahmen für ihr erstes Album seit dreizehn

Jahren abgeschlossen haben. Schmunzelnachricht des Monats:

Karl Logan gibt Online-Gitarrenstunden für Fans, die bereit

sind, eine ordentliche Stange Geld dafür auszugeben.


JAHRESRÜCKBLICK 2010

SEPTEMBER

RAMMSTEIN UND DIE PORNO-INDUSTRIE

Sie sind die Meister der Provokation: Rammstein. Immer

wenn man denkt, man hat alles gesehen, gibt es eine Band, die

Provokation auf das nächste Level hebt. In diesem Fall sind es

Rammstein, die für ihren Song „Pussy“ ein Porno-Video drehen,

indem durchaus einige Hardcore-Szenen zu sehen sind. Ob

OKTOBER

TOM ARAYA HAT ERNEUT KEHLKOPFPROBLEME

Wie lange Slayer wohl noch machen werden? Die Anzahl der

Ausfälle, die in den vergangenen Jahren zunahm, hängt wie eine

schwarze Gewitterwolke über der Thrash-Legende. Im Oktober

muss Sänger Tom Araya erneut mit Kehlkopfproblemen in ein

Krankenhaus eingeliefert werden, kurz darauf wird die gesamte

Tour verschoben.

Und auch sonst gibt es unzählige unschöne Schlagzeilen im

Herbst: Die Mitglieder von Opeth stehen allesamt unter Schock,

als sich ihr Busfahrer das Leben nehmen möchte und mit dem

Bus verunglückt. Von der Band wird glücklicherweise niemand

ernsthaft verletzt.

Ebenfalls unter Schock stehen die Mitglieder von Evile. Mike

Alexander, Bassist der britischen Thrasher, stirbt völlig unerwartet

auf der gemeinsamen Tour mit Amon Amarth. Er wurde

nur 32 Jahre alt.

Für Verwunderung sorgt außerdem das Gerücht, dass Korn-

Protagonist Jonathan Davis einen Song für Tokio Hotel geschrieben

hat, was der Sänger später selbst bestätigt.

Derweil können die Endstille-Jungs sich darüber freuen,

dass man vorläufig einen neuen Sänger namens Lugubrem verpflichten

konnte. Dieser wird allerdings kurze Zeit später von

ex-Nagelfar- und Graupel-Sänger Zingultus ersetzt, der fortan

dauerhaftes Mitglied bei Endstille ist. Grave Digger und Gitarrist

Manni Schmidt gehen hingegen getrennte Wege. Grund unbekannt.

In Norwegen braut sich außerdem etwas Großes zusammen:

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man damit die Qualität des Songs kaschieren möchte,

bleibt spekulativ.

Sehr viel bedeutsamer scheint da die Nachricht über

einen Bandnamen zu sein, der mit einem Schlag in

aller Munde ist: Them Crooked Vultures. Wenn eine

Band den Begriff Supergroup verdient hat, dann diese

Rock-Band, die ein Zusammenschluss aus Dave

Grohl (Foo Fighters), Josh Homme (Queens Of The

Stone Age) und John Paul Jones (Led Zeppelin) ist.

Gemeinsam gehen die drei Ikonen auf Tour und bringen

außerdem eine Platte heraus.

Apropos Legenden: Ozzy bringt endlich seine Autobiographie

heraus. Die neueste Anekdote aus dem

Leben des Rockstars ist übrigens, dass der Madman

endlich seinen Führerschein bestanden hat. Sein

Kumpel Zakk Wylde lässt sich derweil in ein Krankenhaus

einliefern, da er mehrere Blutgerinsel in den

Beinen hat.

Im September meldet sich außerdem ein Wrestling-

Superstar in der Metal-Welt zurück. Chris Jericho verkündet,

dass es demnächst eine neue Platte von Fozzy

geben soll. Auch die neue Accept-Platte steht an. Die

ohne Udo Dirkschneider reformierte Band geht ins

Studio, um ein weiteres Album aufzunehmen.

Erwähnenswert ist außerdem, dass die Aufsteiger

The Devil‘s Blood mit ihrem Album „The Time Of No Time

Evermore“ in die Charts einsteigen, was ein absolutes Novum

ist, bedenkt man, dass das Album bei einem Underground-Label

erscheint.

King hat scheinbar eine Möglichkeit gefunden, seine God-Seed-

Songs zu verwerten. Gemeinsam mit Ice Dale (Enslaved), Frost

(Satyricon), Teloch (1349) und Shagrath (Dimmu Borgir) formt

er Ov Hell, die man wohl guten Gewissens als Black-Metal-Supergroup

bezeichnen darf.


NOVEMBER

DIO HAT KREBS

Man meint immer, Götter seien unsterblich. Diese Nachricht

holt alle Metal-Fans auf den Boden der Tatsachen zurück: Bei

dem einzigartigen Ronnie James Dio (Dio, Black Sabbath, Heaven

& Hell) wird im November Magenkrebs diagnostiziert,

glücklicherweise in einem sehr frühen Stadium. Daraufhin wer-

Der Jahresabschluss fällt sehr unspektakulär aus. Für eine

kleine Überraschung sorgt die Tatsache, dass Keep Of Kalessin

am norwegischen Vorentscheid für den Eurovision Song Contest

teilnehmen werden. Sollte die Truppe sich mit ihrem Song „The

Dragon Tower“ durchsetzen können, wäre sie die erste Black-

Metal-Band, die an diesem alljährlichen Event teilnimmt.

Die deutsche Black-Metal-Szene hat derweil eine Band weniger:

Die Grabnebelfürsten, manch einem Kenner des avantgardistischen

Schwarzmetalls ein Begriff, haben angekündigt,

sich nach einem Abschiedskonzert, das 2010 stattfinden soll,

aufzulösen.

Ans Aufgeben denkt Jon Schaffer nie. Und da er in den letzten

Monaten mit Iced Earth wohl nicht ausgelastet genug war, hat er

ein neues Projekt namens Sons Of Liberty auf die Beine gestellt.

Für viel Aufruhr sorgt außerdem die Meldung, dass AC/DC

im Mai und Juni erneut nach Deutschland kommen werden. Mal

sehen, ob bei Erscheinen des Jahresrückblicks noch Karten übrig

sind...

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JAHRESRÜCKBLICK 2010

den alle Tour-Aktivitäten abgesagt und Ronnie beginnt mit der

Chemotherapie. Hoffen wir das Beste.

Und auch sonst rappelt es bei den Superstars: Aerosmith und

Steven Tyler gehen getrennte Wege. Nach über 35 Jahren gemeinsamer

Bandkarriere steht die Band ohne ihren charismatisch-freakigen

Fronter dar. Dennoch wollen Joe Perry und Co

weitermachen. Derweil sorgen sich Freunde um den von nun an

ex-Aerosmith-Sänger, der angeblich wieder den Drogen verfallen

sei, allerdings bekannt gibt, sich um neue Projekte kümmern

zu wollen. Später im Monat wird jedoch aufgedeckt, dass Steven

Tyler doch bei Aerosmith bleibt. Ob es sich bei all den Nachrichten

nur um eine PR-Strategie handelte, ist unbekannt.

Für Schlagzeilen sorgen auch die musikalisch extremeren

Gefilde: Nach einem Gig in Holland werden Bandmitglieder

von Mayhem festgenommen, da die Band ein Hotelzimmer

komplett zerstört. Six Feet Under kündigen außerdem an, dass

„Graveyard Classics III“ kommen wird. Erneut werden Songs

von Slayer, Metallica, Twisted Sister, den Ramones und vielen

weiteren Acts gecovert.

Das neue Avantasia-Machwerk soll hingegen in zwei Teilen

erscheinen, da Tobias Sammet zu viel Material zusammen hat,

um nur ein Album daraus zu machen. Als Gäste werden unter

anderem Musiker von Kiss, den Scorpions und Masterplan bekannt

gegeben.

Rammsteins neues Album landet hingegen auf dem Index, da

Familienministerin Ursula von der Leyen die sexuellen Darstellungen

und Songtexte als jugendgefährdend empfindet.

Neues von der Auswechselbank gibt es übrigens auch noch::

Shakra geben nach Monaten des Suchens ihren neuen Sänger

bekannt, der auf den Namen John Prakesh hört. Mercenary verlieren

hingegen drei Bandmitglieder auf einmal, da man sich bei

den Aufnahmen nicht auf eine gemeinsame Richtung einigen

konnte. Dennoch wollen Mercenary weiter machen.

Misery Speaks haben hingegen das Ende der Fahnenstange erreicht:

Die deutschen Melo-Deather lösen sich auf, da sie zuviel

mit anderen Projekten zu tun haben.

DEZEMBER

AC/DC KOMMEN WIEDER NACH DEUTSCHLAND


MUSIKERS STIMME

Nenne die zehn besten Platten, die 2009 erschienen sind!

(Ich nenne die zehn besten Platten, die ich 2009 gekauft habe)

1. CANDLEMASS - Death Magic Doom

2. PAGANS MIND - Live CD

3. SCORPIONS - Humanity

4. HEAVEN & HELL - The Devil You Know

5. ALICE IN CHAINS - Black Gives Way To Blue

6. KAMELOT - Black Halo

7. TESTAMENT - Formation Of Damnation

8. QUEENSRYCHE - American Soldier

9. mehr CDs...

10. ...brauchte ich dieses Jahr nicht.

Was waren die drei besten Konzerte, bei denen du in diesem Jahr anwesend

warst?

1. Rush

2. Genesis

3. Queensryche

Welches ist das beste Festival

des Jahres?

SwedenRock, Bang Your

Head und Wacken, aber es

gab noch viele weitere...

Welche ist die Band des

Jahres?

Alice In Chains und Testament,

dafür dass sie überlebt

und zwei tolle CDs herausgebracht

haben.

Wer ist der Newcomer des

Jahres?

Sorry, aber keine neue

Band kann sich mit den alten

Profis messen.

Was ist die Überraschung

des Jahres?

Dass Rob Halford nicht

hetero ist und

CHRIS KINDER

(JON OLIVA‘S PAIN)

Nenne die zehn besten Platten, die 2009 erschienen sind!

1. IMMORTAL - All Shall Fall

2. SACRIFICE - The Ones I Condemn

3. SLAYER - World Painted Blood

4. SHINING - VI: Klagopsalmer

5. BEHEMOTH - Evangelion

6. CANDLEMASS - Death Magic Doom

7. HEAVEN & HELL - The Devil You Know

8. KISS - Sonic Boom

9. RAMMSTEIN - Liebe Ist Für Alle Da

10. DREAM THEATER - Black Clouds And Silver

Linings

Was waren die drei besten Konzerte, bei denen du in diesem Jahr anwesend

warst?

1. Agent Steel beim Jalometalli Fest in Finnland

2. Voivod beim Jalometalli Fest in Finnland

3. Rammstein in Arnhem

Welches ist das beste Festival

des Jahres?

Jalometalli in Finnland und

das RockHard-Festival in

Deutschland.

Welche ist die Band des Jahres?

Kiss, wegen ihres großartigen

Comeback-Albums.

Wer ist der Newcomer des

Jahres?

Tribulation.

Was ist die Überraschung

des Jahres?

Da muss ich erneut auf das

geile, neue Kiss-Album verweisen.

Was ist die Enttäuschung

des Jahres?

Dass bei Ronnie

STEPHAN GEBEDI

(HAIL OF BULLETS)

Dave Mustaine

James Dio Krebs

nicht mehr bei

diagnostiziert wur-

Metallica spielt.

de.

Was ist die Ent-

Was ist das übertäuschung

des Jahres?

bewerteste Album des Jahres?

Diese Scheiße, die wir Tag für Tag im Radio zu hören bekommen, wenn Ich würde sagen, dass es das von The Devil‘s Blood ist. Es ist ein gutes

man einen Rock-Sender einstellt. Das ist der Grund, warum ich nur noch Album, keine Frage. Aber es ist nicht so gut, dass es den ganzen Hype recht-

Nachrichten und Sport anschalte.

fertigen würde.

Was ist das überbewerteste Album des Jahres?

Deine Persönlichkeit des Jahres?

Alles was in den Billboard Top 200 steht.

-

Deine Persönlichkeit des Jahres?

Wer ist der Idiot des Jahres?

Der „Präsident“ der Vereinigten Staaten und seine Strategie, die Vereinig- Die gesamte niederländische Regierung.

ten Staaten für Dekaden zu ruinieren.

Größter Exzess oder tollste Party des Jahres?

Wer ist der Idiot des Jahres?

Jede einzelne Hail-Of-Bullets-Show, die im Ausland stattfand.

Ich verweise auf die oben erwähnte Person...

Größter persönlicher Erfolg 2009?

Größter Exzess oder tollste Party des Jahres?

Viele großartige Shows mit Hail Of Bullets zu spielen - in ganz Europa

Graspop 2009.

und den USA. Außerdem dass ich Kiss für das Aardschok-Magazin inter-

Größter persönlicher Erfolg 2009?

viewen durfte.

„Festival“, das neue Album von Jon Oliva‘s Pain aufgenommen zu ha- Deine Hoffnung für 2010?

ben, es erscheint am 19. Februar.

Dass wir ein zweites Album mit Hail Of Bullets aufnehmen und das noch

Deine Hoffnung für 2010?

besser wird als unser Debüt.

Weiterhin viel Erfolg mit Jon Oliva‘s Pain, meine Möglichkeiten ausbau- Diese Bands werden 2010 punkten:

en und mehr produzieren.

Hail Of Bullets und Immolation.

Diese Bands werden 2010 punkten:

Dein guter Vorsatz für 2010?

Alle, die mit Eifer und Talent bei der Sache sind.

Kein Vorsatz, aber ein Wunsch: Ronnie James Dio soll wieder gesund

Dein guter Vorsatz für 2010?

Das Leben mehr genießen, etwas abnehmen, mich besser ernähren.

Seite 14 werden.


So erlebten die Musiker 2009

Nenne die zehn besten Platten, die 2009 erschienen sind!

1. GENERAL SURGERY - Corpus In Extremis:

Analysing Necroticism

2. RAMMSTEIN - Liebe Ist Für Alle Da

3. HEAVEN & HELL - The Devil You Know

4. ALICE IN CHAINS - Black Gives Way To Blue

5. THE DEVIL‘S BLOOD - The Time Of No Time

Evermore

6. THE PROJECT HATE MCMXCIX - The Lustrate

Process

7. TRIBULATION - The Horror

8. KATATONIA - Night Is The New Day

9. DREAM THEATER - Black Clouds And Silver

Linings

10. VADER - Necropolis

Was waren die drei besten Konzerte, bei denen du in diesem Jahr anwesend

warst?

1. Misery Index beim

Death Feast

2. Opeth beim Brutal Assault

in Tschechien

3. U2 im Ullevi Stadion in

Göteborg

Welches ist das beste Festival

des Jahres?

Das Death Feast Open Air

in Deutschland.

Welche ist die Band des

Jahres?

Vomitory, echt jetzt.

Wer ist der Newcomer des

Jahres?

Tribulation und Spotify

Was ist die Überraschung

des Jahres?

Das neue Alice-In-Chains-

Album.

TOBIAS GUSTAFSSON

(VOMITORY)

Was ist die

E n t t ä u -

schung des

Jahres?

Meine Gehaltserhöhung.

Was ist das überbewerteste Album des Jahres?

Alles wo Lady Gaga draufsteht.

Deine Persönlichkeit des Jahres?

Mein Kumpel, Lord K. Philipson. Er ist es jedes Jahr.

Wer ist der Idiot des Jahres?

Ein bestimmter Promoter eines bestimmten deutschen Clubs.

Größter Exzess oder tollste Party des Jahres?

Unsere Release- und Jubiläumsparty. Das fand in Karlstad statt, zusammen

mit Dark Funeral.

Größter persönlicher Erfolg 2009?

Dass wir 20 Jahre Bandgeschichte mit Vomitory feiern konnten und immer

noch dabei sind. Und ich habe Endorsement-Verträge für Schlagzeug-

Equipment, Becken und Sticks abgeschlossen.

Deine Hoffnung für 2010?

Eine Vomitory-Tour durch die USA.

Diese Bands werden 2010 punkten:

Mr. Death und The Modern Age Slavery. Vielleicht auch noch Scar Symmetry.

Dein guter Vorsatz für 2010?

Ich möchte mehr Geld verdienen, um unabhängiger zu sein und den Leuten

sagen zu können, dass sie sich für immer ins Knie ficken sollen.

Seite 15

Nenne die zehn besten Platten, die 2009 erschienen sind!

1. ARTILLERY - When Death Comes

2. PARADOX - Riot Squad

3. SLAYER - World Painted Blood

4. ALESTORM - Black Sails At Midnight

5. AFTER ALL - Cult Of Sin

6. CANDLEMASS - Death Magic Doom

7. KREATOR - Hordes Of Chaos

8. COUNT RAVEN - Mammon‘s War

9. WARBRINGER - Warning Into Nightmares

10. MEGADETH - Endgame

Was waren die drei besten Konzerte, bei denen du in diesem Jahr anwesend

warst?

1. Omen

2. Exodus

3. Freezeebee

Welches ist das beste Festival des Jahres?

Bang Your Head

Welche ist die

Band des Jahres?

Artillery

Wer ist der Newcomer

des Jahres?

Metalforce

Was ist die Überraschung

des Jahres?

Dass ich immer

noch die Rock-

Hard-DVD moderieren

darf.

Was ist die Enttäuschung

des

Jahres?

Eintracht ist

schon wieder nicht

im Europapokal.

Was ist das überbewerteste

Album

des Jahres?

The Devil‘s Blood - The Time Of No Time Evermore

Deine Persönlichkeit des Jahres?

Meine Leiterin bei den Weight Watchers.

Wer ist der Idiot des Jahres?

Guido Westerwelle

Größter Exzess oder tollste Party des Jahres?

GERRE

(TANKARD)

Meine Geburtstagsbusfahrt zum Auswärtsspiel der Eintracht nach Bochum

im Mai.

Größter persönlicher Erfolg 2009?

Ich habe 50 Kilo abgenommen.

Deine Hoffnung für 2010?

Nicht wieder dicker werden.

Diese Bands werden 2010 punkten:

Burden Of Grief.

Dein guter Vorsatz für 2010?

Mich endlich mal wieder vernünftig verlieben.


Nenne die zehn besten Platten, die 2009 erschienen sind!

Die Backstreet Boys mit...nein, war nur ein Scherz...

1. STEEL PANTHER - Feel The Steel

2. HOT LEG - Red Light Fever

3. HEAVEN & HELL - The Devil You Know

4. MANOWAR - Thunder In The Sky

5. RAMMSTEIN - Pussy

6. ACE FREHLEY - Anomaly

7. PRIMAL FEAR - 16.6.: Before The Devil Knows

8. SLAYER - World Painted Blood

9. KREATOR - Hordes Of Chaos

10. STRYPER - Murder By Pride

Was waren die drei besten Konzerte, bei denen du in diesem Jahr anwesend

warst?

1. Stryper, nichts ist besser, als wenn man mit einer Bibel geschlagen

wird.

2. Cage, diese Jungs haben es drauf, kein Scheiß!

3. U.D.O. und Crash Diet,

beides sehr gute Bands. Und

dann war da noch so ne Band

namens Exciter. Sie darf

man auch lobend erwähnen.

Welches ist das beste Festival

des Jahres?

Autsch, die Frage ist zu

schwer. Sie waren alle ausnahmslos

geil. Das kann ich

unmöglich beantworten.

Welche ist die Band des

Jahres?

Manowar. Ehrlich jetzt:

Wieviele Versionen von einem

Song waren das? 18?

19? Wer einen Song in so

vielen Sprachen aufnimmt,

zeigt, was wahre Hingabe

für Fans ist.

Wer ist der

Newcomer des

Jahres?

Steel Panther und Hot Leg.

Was ist die Überraschung des Jahres?

Steel Panther kriegen einen Vertrag bei einem Major-Label.

Was ist die Enttäuschung des Jahres?

Kiss - Sonic Boom

Was ist das überbewerteste Album des Jahres?

Auch Kiss - Sonic Boom

Deine Persönlichkeit des Jahres?

Ron Paul, Abgeordneter aus Texas.

Wer ist der Idiot des Jahres?

MUSIKERS STIMME

KENNY WINTER

(EXCITER)

Obama. 787 Milliarden? Weitere 30.000? Nobelpreis dafür, dass man unproduktiv

ist? Seit wann zelebrieren wir Nichtstun.

Größter Exzess oder tollste Party des Jahres?

Diese eine Party von der ich nix mehr weiß...

Größter persönlicher Erfolg 2009?

Wir haben das HMM-Festival ausverkauft.

Deine Hoffnung für 2010?

Viele Pussys.

Diese Bands werden 2010 punkten:

Wir.

Dein guter Vorsatz für 2010?

Ich möchte mehr Sex haben als in diesem Jahr.

Nenne die zehn besten Platten, die 2009 erschienen sind!

1. MASTER‘S HAMMER - Mantras

2. VENOM - Black Metal (Reissue)

3. IMMORTAL - All Shall Fall

4. SHINING - Vi Klakopsalmer

5. GORGOROTH - Quantos Possunt Ad Satanitatem Trahunt

6. BEHEMOTH - Evangelion

7. MARDUK - Wormwood

8. VREID - Milorg

9. HYPOCRISY - A Taste Of Extreme Divinity

10. SWALLOW THE SUN - New Moon

Was waren die drei besten Konzerte, bei denen du in diesem Jahr anwesend

warst?

1. Vreid in Paris

2. Negura Bunget beim Inferno-Metal-Festival

3. Pentagram beim Holy In The Sky

Welches ist das beste Festival

des Jahres?

Ich bin eigentlich großer

Fan des PartySan-Festivals in

Deutschland, aber dieses Jahr

geht der Preis an das Hellfest-

Festival in Frankreich.

Welche ist die Band des Jahres?

Master‘s fucking Hammer!

Wer ist der Newcomer des

Jahres?

Iskald aus Norwegen.

Was ist die Überraschung

des Jahres?

Das Master‘s Hammer ein

neues Meisterwerk aufgenommen

haben.

Was ist die Enttäuschung

des Jahres?

Der Gig von

Sisters Of Mercy

in Oslo. Und die

Tatsache, dass wir

unseren Wacken-Auftritt canceln mussten.

Was ist das überbewerteste Album des Jahres?

Rammstein - Liebe Ist Für Alle Da

Deine Persönlichkeit des Jahres?

Meine Frau Caroline, keine Frage.

Wer ist der Idiot des Jahres?

DOLK

(KAMPFAR)

Ich würde diesen Preis gerne der gesamten Greenpeace-Organisation

widmen. Sie greifen die Leute an, von denen sie ihr Geld bekommen, denen

fehlt jede Form von Intelligenz.

Größter Exzess oder tollste Party des Jahres?

Unsere Backstage-Party beim Inferno-Festival.

Größter persönlicher Erfolg 2009?

Ich bin Vater geworden.

Deine Hoffnung für 2010?

Ich hoffe, dass ich öfter zum Angeln gehen kann.

Diese Bands werden 2010 punkten:

Auf der Business-Seite habe ich keine Ahnung, am besten du rufst Nuclear

Blast an, vielleicht sagen sie es dir. Mich interessiert das ohnehin nicht.

Auf musikalischer Ebene bin ich nach wie vor gespannt, wann endlich das

neue Album von Morbid Angel rauskommt.

Dein guter Vorsatz für 2010?

Ich möchte meinen Zwillingen soviel beibringen wie nur möglich.


So erlebten die Musiker 2009

Nenne die zehn sieben besten Platten, die 2009 erschienen sind!

1. DISBELIEF - Protected Hell

2. ALICE IN CHAINS - Black Gives Way To Blue

3. THEM CROOKED VULTURES - Them Crooked Vultures

4. SLAYER - World Painted Blood

5. RUSH - Snakes And Arrows

6. DREDG - The Pariah, The Parrot, The Delusion

7. HACRIDE - Lazarus

Was waren die drei besten Konzerte, bei denen du in diesem Jahr anwesend

warst?

1. Sepultura - Festival ermal (Portugal)

2. Flotsam And Jetsam (Rockmania Festival)

3. Black Label Society (Köln, Live Music Hall)

Welches ist das beste Festival des Jahres?

Festival ermal in Portugal.

Welche ist die Band des Jahres?

Alice In Chains.

Wer ist der Newcomer des

Jahres?

Lay Down Rotten und Gorilla

Monsoon.

Was ist die Überraschung

des Jahres?

Das neue Alice-In-Chains-

Album.

Was ist die Enttäuschung

des Jahres?

Die Personen Phil Anselmo

und Gaahl.

Was ist das überbewerteste

Album des Jahres?

Metallica - Death Magnetic

Deine Persönlichkeit des

Jahres?

Dave Grohl und Layne

Staley

JAGGER

(DISBELIEF)

Wer ist der Idiot des Jahres?

Der Sänger von Pentagramm,

Bobby Liebling.

Größter Exzess oder tollste Party des Jahres?

Das gesamte Festival ermal in Portugal.

Größter persönlicher Erfolg 2009?

Die Veröffentlichung unseres Album „Protected Hell“.

Deine Hoffnung für 2010?

Eine erfolgreiche Tour, Frieden, Liebe und mehr Freiheit.

Diese Bands werden 2010 punkten:

Disbelief, Slayer, Crowbar und hoffentlich Bolt Thrower.

Dein guter Vorsatz für 2010?

Ein neues Album im März oder April veröffentlichen und das ganze Jahr

lang nur Party machen, Disbelief feiern ihren zwanzigsten Geburtstag.

Nenne die zehn besten Platten, die 2009 erschienen sind!

Um ganz ehrlich zu sein, ich könnte nicht einmal zehn Platten, die 2009

herausgekommen sind, benennen. Ich war auf einem Austausch in Bangkok

während der gesamten ersten Hälfte des Jahres und bin viel herumgereist.

Den Rest des Jahres habe ich für meine Abschlussarbeit verwendet. Ganz

allgemein habe ich mich dabei nur wenig mit Musik beschäftigt. Dennoch:

Ein paar wenige Veröffentlichungen habe ich mir gerne angehört. Ich muss

die EP von Thelma & Clyde empfehlen, die aus meiner Heimatstadt Kristiansand

kommen. Außerdem haben mir die neuen Alben von Kråkesølv und

50 Cent gut gefallen.

Was waren die drei besten Konzerte, bei denen du in diesem Jahr anwesend

warst?

1. KoRn (Quart Festival)

2. Young Jeezy (Quart Festival)

3. Transit (Louisfestivalen

Welches ist das beste Festival des Jahres?

Quart Festival

Welche ist die

Band des Jahres?

Thelma & Clyde

Wer ist der Newcomer

des Jahres?

Thelma & Clyde,

eine großartige

Post-Electronic-

Band aus Kristiansand.

Was ist die Überraschung

des Jahres?

Auch wenn es

eintönig wird:

Thelma & Clyde.

Was ist die Enttäuschung

des

Jahres?

JOHNAR

(IN VAIN)

Blueprint 3

(auch wenn „Empire

„State Of

Mind“ ein toller

Song ist)

Was ist das überbewerteste Album des Jahres?

Jay Z - Blueprint 3

Deine Persönlichkeit des Jahres?

Obama

Wer ist der Idiot des Jahres?

Tiger Woods

Größter Exzess oder tollste Party des Jahres?

Die Partys, die ich mit der Thammasat-Crew in Bangkok gefeiert habe.

Größter persönlicher Erfolg 2009?

Dass In Vain das neue Album „Mantra“ aufgenommen haben und ich

meinen Master-Abschluss in Finanzwesen gemacht habe.

Deine Hoffnung für 2010?

Noch mehr tolle Erfahrungen.

Diese Bands werden 2010 punkten:

In Vain.

Dein guter Vorsatz für 2010?

Öfter positiv drauf zu sein und mehr zu lächeln.


SCHREIBERS STIMME

JENNY BOMBECK BENJAMIN GORR ELVIS DOLFF

Nenne die zehn besten Platten, die 2009

erschienen sind!

1. A Sound Mind - A Sound Mind

2. Fjoergyn - Jahreszeiten

3. Lynyrd Skynyrd - Gods & Guns

4. Deathstars - Night Electric Night

5. Katatonia - Night Is The New Day

6. Kittie - In The Black

7. W.A.S.P. - Babylon

8. Dark Funeral - Angelus Exuro Pro...

9. Immortal - All Shall Fall

10. Manufacturer‘s Pride - Sound Of...

Was waren die drei besten Konzerte, die

du 2009 gesehen hast?

1. Satyricon in Essen

2. Shining in Oberhausen

3. Pain in Wacken

Welches ist das beste Festival des Jahres?

Rock Hard Festival

Welche ist die Band des Jahres?

A Sound Mind und Fjoergyn

Wer ist der Newcomer des Jahres?

Für mich sind es eindeutig A Sound Mind

Überraschung des Jahres?

Die Bloodhound Gang auf dem Devilside.

Enttäuschung des Jahres?

2009 war eine große Enttäuschung

Überbewertestes Album des Jahres?

The Devil‘s Blood. Ich kann mit dem

Hype einfach nichts anfangen

Deine Persönlichkeit des Jahres?

Einmal die Person, die noch weiterkämpft,

wenn andere schon längst aufgegeben haben

und dann mein kleiner Bruder, der 250 Kilo

heben kann und bei der Deutschen Meisterschaft

angetreten ist.

Wer ist der Idiot des Jahres?

Das Jahr 2009

Größter Exzess / tollste Party des Jahres?

Die Philosophen-Party auf dem Düsseldorfer

Unigelände

Größter persönlicher Erfolg 2009?

Im Job noch mehr etabliert und das Ende

des Lehramtsstudiums ist in Sichtweite.

Deine Hoffnung für 2010?

Ich will Meer, Strand, viele leckere Cocktails

und ein Interview mit Peter Tägtgren

Diese Bands werden 2010 punkten:

Dimmu Borgir und Carpathian Forest

Dein guter Vorsatz für 2010?

Jeden Tag Zeitung lesen, mehr Konzerte

besuchen, mein Spanisch auffrischen

Nenne die zehn besten Platten, die 2009

erschienen sind!

1. Lynyrd Skynyrd - God & Guns

2. W.A.S.P. - Babylon

3. Immortal - All Shall Fall

4. Fenriz & Nattefrost - Engangsgrill

5. Wardruna - Gap Var Ginnunga

6. Nasty Idols - Boys Town

7. Marduk - Wormwood

8. Gorgoroth - Quantos ...

9. The Devil‘s Blood - The Time...

10. Sarke - Vorunah

Was waren die drei besten Konzerte, die

du 2009 gesehen hast?

1. Mötley Crew in Köln

2. Lynyrd Skynyrd in Köln

3. Ten Years After in Essen

Welches ist das beste Festival des Jahres?

Das Rock Hard Festival, wie jedes Jahr..

Welche ist die Band des Jahres?

Lynyrd Skynyrd, weil sie nach so vielen

Hoch und Tiefs ein geiles Album rausgebracht

haben und mehr rocken, als alle jungen

Kerle potenziert miteinander.

Wer ist der Newcomer des Jahres?

Fenriz Red Planet, auch wenn der Kram

von 93 ist. Das ist einfach geiler Scheiß.

Überraschung des Jahres?

Ten Years After. Man geht ohne Erwartung

hin und mit sooooo großen Augen raus.

Enttäuschung des Jahres?

Kiss - Sonic Boom..... so ein Mist!

Überbewertestes Album des Jahres?

Das Kiss-Album

Deine Persönlichkeit des Jahres?

Mick Mars. Er ist ein Gott!

Wer ist der Idiot des Jahres?

Da gibts so viele...

Größter Exzess / tollste Party des Jahres?

Rock Hard Festival, zweiter Tag. Wacken,

erster Tag. RockHouse in Hannover. Vatertagstour

in Krefeld. Männerwochenende mit

Dorian und Infernäl Death (Metal Night).

Größter persönlicher Erfolg 2009?

Ich studiere noch.

Deine Hoffnung für 2010?

Das Ov-Hell-Album.

Diese Bands werden 2010 punkten:

W.A.S.P. und Mötley Crüe auf dem Wacken

Open Air

Dein guter Vorsatz für 2010?

Weiterhin cool bleiben!

Seite 20

Nenne die zehn besten Platten, die 2009

erschienen sind!

1. Solstafir - Köld

2. Kreator - Hordes Of Chaos

3. Common Grave – Embedded Coding

4. Vreid - Milorg

5. Cannibal Corpse – Evisceration Plague

6. Sycronomica - Sycroscope

7. Sarke - Vorunah

8. Goatwhore – Carving Out The Eyes

9. Bone Gnawer – Feast Of Flesh

10. Sacrifice – The Ones I Condemn

Was waren die drei besten Konzerte, die

du 2009 gesehen hast?

1. Life Of Agony – Summer Breeze

2. Municipal Waste Köln

3. Down WFF

4. Anathema WFF

5. Vreid Summer Breeze

Welches ist das beste Festival des Jahres?

With Full Force, Summer Breeze

Welche ist die Band des Jahres?

Solstafir

Wer ist der Newcomer des Jahres?

Sycronomica, Common Grave

Überraschung des Jahres?

Eigentlich ja jede Reunion, aber mittlerweile

finden sich ja alle zusammen, auch

wenn Originalteile tot sind

Enttäuschung des Jahres?

Weder Chuck, noch Johnny, noch Andy

Kaufman sind wieder auferstanden...

Überbewertestes Album des Jahres?

-

Deine Persönlichkeit des Jahres?

Meine Freundin

Wer ist der Idiot des Jahres?

Immer noch ich selber

Größter Exzess / tollste Party des Jahres?

Mein Geburtstag und die spätabendlichen

Schüttelbilder

Größter persönlicher Erfolg 2009?

Ich lebe noch

Deine Hoffnung für 2010?

Eine gute Stelle finden

Diese Bands werden 2010 punkten:

Borknagar

Dein guter Vorsatz für 2010?

Abnehmen, weniger trinken, klarer denken


So erlebte die Redaktion 2009

DAVID DANKERT MIRIAM GÖRGE ROBIN MEYER

Nenne die zehn besten Platten, die 2009

erschienen sind!

1. Tribulation - The Horror

2. The Devil‘s Blood - The Time...

3. Solstafir - Köld

4. Ketzer - Satan‘s Boundaries Unchained

5. Shining - Klagopsalmer

6. Absu - Absu

7. Unanimated - The Light Of Darkness

8. Necrophobic - Death To All

9. Witching Hour - Rise Of The...

10. Code - Resplendent Grotesque

Was waren die drei besten Konzerte, die

du 2009 gesehen hast?

1. Aura Noir auf dem Festung Open Air

2. Rammstein live in Köln, Lanxess Arena

3. The Devil‘s Blood (Köln, Underground)

Welches ist das beste Festival des Jahres?

Festung Open Air und Party San

Welche ist die Band des Jahres?

Aura Noir

Wer ist der Newcomer des Jahres?

Tribulation

Überraschung des Jahres?

Morbid Angel finden ein Label und kommen

hoffentlich in die Gänge

Enttäuschung des Jahres?

Die neue Suffocation-Platte ist belanglos.

Überbewertestes Album des Jahres?

Ich kauf mir in der Regel nur gute Alben.

Deine Persönlichkeit des Jahres?

Rock‘n‘Roll Satyr!

Wer ist der Idiot des Jahres?

Burning Stage Concerts (komischerweise

canceln da bei jeder zweiten Veranstaltung

die (Co-)Headliner aufgrund von Kommunikationsproblemen...)

Größter Exzess / tollste Party des Jahres?

Party San Mittwoch im Party Zelt!!!

Größter persönlicher Erfolg 2009?

Coole Gigs mit Infernäl Death gespielt,

ich bin weiterhin Stammgast im Fitnessstudio!

Deine Hoffnung für 2010?

Morbid Angel verteidigen ihren Ruf als

beste noch existierende Death-Metal-Band.

Diese Bands werden 2010 punkten:

Morbid Angel!

Dein guter Vorsatz für 2010?

Weiterhin pumpen gehen yeah!

Nenne die zehn besten Platten, die 2009

erschienen sind!

1. Leaves’ Eyes - Njord

2. Diablo Swing Orchestra - No. 2

3. Eternal Tears Of Sorrow – Children...

4. Fjoergyn - Jahreszeiten

5. Brainstorm – Memorial Roots

6. Hypocrisy - A Taste Of Extreme ...

7. Saltatio Mortis – Wer Wind säet

8. Axxis - Utopia

9. Lacuna Coil - Shallow Life

10. SuidAkrA - Crógacht

Was waren die drei besten Konzerte, die

du 2009 gesehen hast?

----

Welches ist das beste Festival des Jahres?

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Welche ist die Band des Jahres?

Leaves‘ Eyes

Wer ist der Newcomer des Jahres?

Für mich ist dieses Jahr niemand absolut

neu auf der Bildfläche erschienen, der hier

namentlich erwähnt werden müsste

Überraschung des Jahres?

Erstaunlich viele wirklich gute Veröffentlichungen

im AOR-Bereich. Und dass so

gut wie jeder erkannt hat, dass das Ripper-

Album relativ mau ist.

Enttäuschung des Jahres?

Musikalisch bin ich eigentlich zufrieden.

Überbewertestes Album des Jahres?

Allgemeinhin wird Krach überbewertet.

Deine Persönlichkeit des Jahres?

Meine Großeltern, die es Gott weiß wie

angestellt haben, 50 Jahre verheiratet zu sein

ohne sich gegenseitig umzubringen.

Wer ist der Idiot des Jahres?

Idiotie hat viele Gesichter! Vermutlich

aber ich selbst, weil ich mir beim Husten

eine Rippe gebrochen habe.

Größter Exzess / tollste Party des Jahres?

Ich fühle mich langsam zu alt für Exzesse.

Größter persönlicher Erfolg 2009?

Ein vollbefriedigend in einer Jura-Klausur

Deine Hoffnung für 2010?

Alles wird gut!

Diese Bands werden 2010 punkten:

Neben den üblichen Verdächtigen hoffe ich

irgendwie, dass mal eine ganz neue Band aus

dem Boden sprießt, die alle umhaut.

Dein guter Vorsatz für 2010?

Zwecklos, ich halt mich eh nicht dran

Seite 21

Nenne die zehn besten Platten, die 2009

erschienen sind!

1. Sunn O))) - Monoliths & Dimensions

2. Dredg - The Pariah, The Parrot, ...

3. Porcupine Tree - The Incident

4. Them Crooked Vultures - dto.

5. Psyopus - Odd Senses

6. Mastodon - Crack The Skye

7. Röyksopp - Junior

8. Shining - Klagopsalmer

9. The Black Dahlia Murder - Deflorate

10. Anaal Nathrakh - In The Constellation

Was waren die drei besten Konzerte, die

du 2009 gesehen hast?

1. Sunn O))), Köln

2. Porcupine Tree, Köln

3. Balmorhea, Duisburg

Welches ist das beste Festival des Jahres?

Ich war nur auf dem Dong Open Air und

da habe ich mir so gut wie keine Band angesehen.

Hat aber wie immer Spaß gemacht.

Welche ist die Band des Jahres?

Keine Ahnung... hat denn dieses Jahr irgendeine

Band etwas Besonderes geleistet,

außer Musik zu machen?

Wer ist der Newcomer des Jahres?

The Devil‘s Blood haben ein fantastisches

erstes Album veröffentlicht.

Überraschung des Jahres?

Die neue Psyopus! Ich dachte schon, Mathcore

wird langsam langweilig.

Enttäuschung des Jahres?

Das Billing des Wacken Open Airs.

Überbewertestes Album des Jahres?

„Black Sails At Midnight“ von Alestorm.

Deine Persönlichkeit des Jahres?

J. Stewart, politische Satire war nie besser.

Wer ist der Idiot des Jahres?

Warte, ich ziehe kurz einen Namen aus der

Lostrommel... ah, Mario Barth.

Größter Exzess / tollste Party des Jahres?

Vermutlich mein Geburtstag. Es ist eine

Unart, diese Frage vor Silvester zu stellen.

Größter persönlicher Erfolg 2009?

Eine 1,7 in der Mathe-Klausur.

Deine Hoffnung für 2010?

Dass ich beim Schreiben meiner Bachelorarbeit

nicht krepiere.

Diese Bands werden 2010 punkten:

Opeth.

Dein guter Vorsatz für 2010?

Mehr Saufen und Rauchen.


SCHREIBERS STIMME

MARCEL REEFMANN BASTIAN GORR CAROLIN TEUBERT

Nenne die zehn besten Platten, die 2009

erschienen sind!

1. Muse – The Resistance

2. The Decemberists – The Hazards...

3. Enter Shikari – Common Dreads

4. Indukti – Idmen

5. Slayer – World Painted Blood

6. Ghost of Tom Joad – Matterhorn

7. Scarscab – Under The System...

8. Wolfmother – Cosmic Egg

9. Phoenix – Wolfgang Amadeus Pheonix

10. Lisa Mitchell – Wonder

Was waren die drei besten Konzerte, die

du 2009 gesehen hast?

1. Limp Bizkit

2 und 3 sind unbesetzt.

Welches ist das beste Festival des Jahres?

Mir hat kein Line-Up zugesagt

Welche ist die Band des Jahres?

Muse

Wer ist der Newcomer des Jahres?

Lisa Mitchell

Überraschung des Jahres?

Limp-Bizkit-Reunion

Enttäuschung des Jahres?

Der Ausgang der Bundestagswahl

Überbewertestes Album des Jahres?

Placebo - Battle For The Sun

Deine Persönlichkeit des Jahres?

Bryan Cranston a.k.a Walter White

Wer ist der Idiot des Jahres?

Der Papst / Franz-Josef Jung

Größter Exzess / tollste Party des Jahres?

Audimax-Besetzung an der Uni Duisburg

Größter persönlicher Erfolg 2009?

Limp Bizkit in Originalbesetzung gesehen

bevor es endgültig zu spät ist

Deine Hoffnung für 2010?

Bessere Studienbedingungen und bessere

Festival-Line-Ups...

Diese Bands werden 2010 punkten:

Tool, The Strokes

Dein guter Vorsatz für 2010?

Mehr Konzerte besuchen

Nenne die zehn besten Platten, die 2009

erschienen sind!

1. Rammstein - Liebe ist für alle da

2. Ensiferum - From Afar

3. Hammerfall - No Sacrifice No Victory

4. Saxon - Into The Labyrinth

5. Vreid - Milorg

6. Suidakra - Crógacht

7. Black Messiah - First War Of The World

8. Nova Art - Follow Me

9. Saga - Contact (Live In Munich)

10. Heaven And Hell - 16.6.

Was waren die drei besten Konzerte, die

du 2009 gesehen hast?

1. Rammstein (Frankfurt)

2. Edguy (Oberhausen)

3. Heaven And Hell (Wacken)

Welches ist das beste Festival des Jahres?

Rock Hard Festival

Welche ist die Band des Jahres?

Rammstein

Wer ist der Newcomer des Jahres?

Für mich gibt es keinen!

Überraschung des Jahres?

In der ersten Reihe bei Rammstein zu stehen,

obwohl ich erst pünktlich zum Einlass

ankam.

Enttäuschung des Jahres?

Die Auftritte von U.F.O waren durch den

sichtlich gebrechlichen und nicht mehr textsicheren

Sänger sehr enttäuschend und kein

„Doctor Doctor“.

Überbewertestes Album des Jahres?

Gibt keines.

Deine Persönlichkeit des Jahres?

Till Lindemann (Rammstein)

Wer ist der Idiot des Jahres?

Herman Li (Dragonforce)

Größter Exzess / tollste Party des Jahres?

Dong Open Air

Größter persönlicher Erfolg 2009?

Ich war in der ersten Reihe bei Rammstein

und besitze noch alle Haare auf dem Kopf!!!

Deine Hoffnung für 2010?

Endlich ein neues Wintersun-Album.

Diese Bands werden 2010 punkten:

Avantasia, Airbourne

Dein guter Vorsatz für 2010?

Noch mehr Festivals mit auf den Weg nehmen

und mit meiner Band auftreten.

Seite 20

Nenne die zehn besten Platten, die 2009

erschienen sind!

1. Svarttjerrn - Misanthropic Path...

2. Arkona - Goi, Rode Goi

3. Sworn - Bastards and Conquerors

4. Helrunar - Gratr (Re-Release)

5. Geist - Galeere

6. Gorgoroth - Quantos Possunt...

7. Manegarm - Nattväsen

8. 1349 - Revelations Of The Black Flame

9. Finsterforst - Zum Tode Hin

10. Nastrandir – Prayer To Earth

Was waren die drei besten Konzerte, bei

denen du in diesem Jahr anwesend warst?

1. Koldbrann im Hellraiser, Februar 2009

2. Inquisition, 12.12. Festung Bitterfeld

3. Helrunar, 4.12. in der Moritzbastei

Welches ist das beste Festival des Jahres?

Blacktroll Festival, rundum gelungen.

Welche ist die Band des Jahres?

---

Wer ist der Newcomer des Jahres?

---

Was ist die Überraschung des Jahres?

Helrunar wieder live unterwegs, Gaahl

zieht sich zurück.

Was ist die Enttäuschung des Jahres?

Das Ragnarök-Festival. Ohne die wenigen

guten Bands und den Leuten im Parkhaus

wäre das ein Reinfall geworden.

Was ist das überbewerteste Album des

Jahres?

Korpiklaani – Karkelo.

Deine Persönlichkeit des Jahres?

Meine Grimsister Steffi, Conny und mein

bester Freund Mark.

Wer ist der Idiot des Jahres?

Oha... Da gibt es eindeutig zu viele!

Größter Exzess / tollste Party des Jahres?

Meine „True Norwegian Bath Metal“-Party

inkl. Kommilitone, der es falsch verstand

und im Bademantel auftauchte

Größter persönlicher Erfolg 2009?

Von Zuhause ausgezogen.

Deine Hoffnung für 2010?

Mehr Zeit für Festivals.

Diese Bands werden 2010 punkten:

Under That Spell, Aktarum, Nefarium.

Dein guter Vorsatz für 2010?

Latinum bestehen.


So erlebte die Redaktion 2009

CHRIS SPERBER HEIKO LÜKER JONATHAN GESCHWILL

Nenne die zehn besten Platten, die 2009

erschienen sind!

1. Between The Buried And Me - The

Great...

2. Insomnium – Across The Dark

3. Lay Down Rotten – Gospel...

4. The Night And The Moon Spirit -

Ösforrás

5. Fragments Of Unbecoming - The

Everhaunting Past - A Splendid Retrospec

tion

6. Unanimated – In The Light...

7. Ex Deo – Romulus

8. Arckanum - ÞÞÞÞÞÞÞÞÞÞÞ

9. Hypocrisy - A Taste Of Extreme

Divinity

10. Suidakra - Crógacht

Was waren die drei besten Konzerte, die

du 2009 gesehen hast?

1. Insomnium

2. Cynic (Summerbreeze)

3. Evocation (Summerbreeze)

Welches ist das beste Festival des Jahres?

Summerbreeze

Welche ist die Band des Jahres?

Insomnium

Wer ist der Newcomer des Jahres?

-------

Überraschung des Jahres?

Between The Buried And Me wurde von

meinem Bruder empfohlen, ist trotzdem toll.

Enttäuschung des Jahres?

Noch mehr alte Bands graben sich des

Geldes wegens nochmal aus

Überbewertestes Album des Jahres?

---------

Deine Persönlichkeit des Jahres?

Die sind alle längst gestorben.

Wer ist der Idiot des Jahres?

Die Zahl der Idioten ist Legion

Größter Exzess / tollste Party des Jahres?

Ja, Verruchtheiten gab es…

Größter persönlicher Erfolg 2009?

Noch nicht aufgegeben zu haben, um große

Erfolge zu kämpfen

Deine Hoffnung für 2010?

Dass alle gesund und glücklich sind...

Diese Bands werden 2010 punkten:

------

Dein guter Vorsatz für 2010?

Endlich richtige Sweeparpeggios lernen.

Nenne die zehn besten Platten, die 2009

erschienen sind!

1. Cult Of Luna – Fire Was Born DVD

2. Converge – Axe To Fall

3. Gallows – Grey Britain

4. Poison The Well – The Tropic Rot

5. Defeater - Travels

6. Alberta Cross – Broken Side Of Time

7. Altar Of Plagues – White Tomb

8. Russian Circles - Geneva

9. Fire In The Attic - dto

10. Alpinist – Minus: Mensch

Was waren die drei besten Konzerte, die

du 2009 gesehen hast?

1. Poison The Well (Groezrock)

2. Isis im Bahnhof Langendreer, Bochum

3. Amen Ra (Groezrock)

Welches ist das beste Festival des Jahres?

Groezrock 2009 in Meerhout, Belgien

Welche ist die Band des Jahres?

Gallows, weil eine Band auf einem Major

noch nie so garstig gegen die Regierung im

eigenen Land (England) gewettert hat.

Wer ist der Newcomer des Jahres?

Defeater, Dead Flesh Fashion, Alpinist,

Altar Of Plagues.

Überraschung des Jahres?

Lemmy lebt immer noch, Rammstein

schaffen es endlich wieder ein Album für den

Index zu kredenzen.

Enttäuschung des Jahres?

Meine ehemalige Mitbewohnerin.

Überbewertetes Album des Jahres?

Diverse neue Alben sogenannter „Größen“

Deine Persönlichkeit des Jahres?

Niemand sticht für mich positiv....

Wer ist der Idiot des Jahres?

…wie auch negativ aus der Masse heraus

Größter Exzess / tollste Party des Jahres?

Kneipenbummel der EFH Bochum zum

Sommersemester 2009..

Größter persönlicher Erfolg 2009?

Ich bekomme mein Leben im Gegensatz

zu manch anderen Personen auf die Reihe

Deine Hoffnung für 2010?

Deathcore und Hardcore lassen sich scheiden.

Diese Bands werden 2010 punkten:

Deftones, Dillinger Escape Plan, Sunny

Day Real Estate, Dead Flesh Fashion.

Dein guter Vorsatz für 2010?

„Im nächsten Semester wird alles anders.“

Seite 21

Nenne die zehn besten Platten, die 2009

erschienen sind!

1. Disarmonia Mundi – The Isolation

Game

2. Heavenly – Carpe Diem

3. Redemption – Snowfall On Judgement

Day

4. Muse – The Resistance

5. Celesty - Vendetta

6. The Agonist – Lullabies For A Dormant

Mind

7. The Butterfly Effect – Final

Conversation Of Kings

8. Dredg – The Pariah, The Parrot,

The Delusion

9. Mucc - Kyutai

10. KIZ – Sexismus gegen Rechts

Was waren die fünf besten Konzerte, die

du 2009 gesehen hast?

1. Axxis – 20-jähriges Jubiläum

2. Dark Age

3. Archive

Welches ist das beste Festival des Jahres?

Wacken!

Welche ist die Band des Jahres?

The Butterfly Effect

Wer ist der Newcomer des Jahres?

HateDotCom

Überraschung des Jahres?

The Queen Killing Kings

Enttäuschung des Jahres?

„The Days Of Grays“ von Sonata Arctica

Überbewertestes Album des Jahres?

---

Deine Persönlichkeit des Jahres?

Felix Magath („Zwei Siege noch und der

Drops ist gelutscht“ …Hehe!)

Wer ist der Idiot des Jahres?

Guido „Westerwave“ („No one can reach

me the water“)

Größter Exzess / tollste Party des Jahres?

Mein Geburtstag.

Größter persönlicher Erfolg 2009?

Nicht auf der Stelle getreten zu haben

Deine Hoffnung für 2010?

Irgendwas Geiles im Bereich Musik

Diese Bands werden 2010 punkten:

Solution.45, Orden Ogan, Masterplan

Dein guter Vorsatz für 2010?

Es mindestens so auszukosten wie 2009


KUGELSICHER: DAS KILLER-ALBUM - A SOUND MIND

Mit Haut und Haaren verfallen

A SOUND MIND

Harmonia

14 Songs (57:39) / erschienen am 20.11.

(7‘us|H‘Art)

Man glaubt es nicht, mein Flehen wurde erhört. Wahrscheinlich

liegt es an meiner guten Bewertung für die Single, denn bereits

nach kurzer Zeit flatterte das komplette Album „Harmonia“ in den

Metal-Mirror-Briefkasten. Und auch ein weiteres Mal wurde ich nicht

enttäuscht. Ganz im Gegenteil: Ich wurde mit Musik gesegnet, die von

dem ersten bis zum letzten Track einfach nur den Stempel ‚wundervoll,

großartig‘ verdient hat.

A Sound Mind sind der musikalische Geheimtipp aus Australien und

kaum eine Band vermag es, mit solch anmutigen Keyboardklängen

die Hörerschaft zu verzaubern. Besonders das Tasteninstrument bildet

zusammen mit den harmonischen Gesangslinien von Anthony Kupinic

den Blickfang. Diese beiden Komponenten machen eindeutig das Hör-

vergnügen aus. Aber auch den Texten sollte man seine Aufmerksamkeit

schenken, denn bei A Sound Minds „Harmonia“ wurde auf jedes

noch so kleinste Detail geachtet. Der Silberling ist eine runde Sache

und obwohl er sich schon unzählige Runden in meinem Player gedreht

hat, so hat er dennoch keine Abnutzungsspuren.

Die Highlights „ The Power To Dream“ und das einzigartige „Grace“

entpuppen sich als wahre Dauerbrenner und als wundervolle Alternative-Rock-Balladen,

die jedes noch so kalte Herz erwärmen können.

Besonders der zuerst genannte Track kann durch seine Keyboardpassagen

eine extra große Portion Charme gewinnen. Aber keine Angst,

hier driftet man nicht zu sehr in die Klassik.

A Sound Mind scheinen die nötige Portion Talent zu haben, die man

braucht, um Lieder zu schreiben, die den Hörer berühren und zeitgleich

eingängig sind, ohne dabei zu platt und oberflächlich zu wirken.

Wirklich komplex und verfrickelt sind die 13 Songs aber glücklicherweise

auch nicht. Hier wurde eindeutig die goldene Mitte getroffen.

Wahrscheinlich gibt es Hörer, denen die Australier zu soft sind, denn

wirklich hart oder aggressiv wird die Band nicht. A Sound Mind bleiben

ihrem Stil treu und das wird sehr wahrscheinlich die Menge polarisieren

und so manch einen vielleicht schnell langweilen. Wer aber der

Platte verfällt, der tut dies mit Haut und Haaren.

9 / 10 (Jenny Bombeck)

Seite 50

AUF EINEM BLICK

A SOUND MIND

LINE-UP Glenn Parkinson (Gitarre),

Anthony Kupinic (Gesang, Keyboard),

Kiran Khan (Drums), Andrew Bishop

(Bass)

GEGRÜNDET 2007

GENRE Alternative Metal

HERKUNFT Australien

DISKOGRAPHIE Grace, EP (2009),

Harmonia (2009)

INTERNET

www.asoundmind.com/au

REDAKTIONSSTIMMEN

Mit verspielten Passagen, einer charakteristischen

Stimme und dem

ganz eigenen Charme, der der Musik

durch diese wahnsinnig guten Synthesizer

verliehen wird, können A

Sound Mind vollkommen punkten.

Das ist Musik für Liebhaber aller Art - auf hohem Niveau.

8 / 10 (Dorian Gorr)

An sich ein sehr schönes, vor allem

emotionales Album, das melodietechnisch

einige Perlen aufzuweisen

hat. Außerdem ist der gesamte

Klangteppich extrem ansprechend

und gefühlsbetont arrangiert, rein instrumental

betrachtet ein Volltreffer.

Allerdings überzeugt mich der Gesang in seiner Klangfarbe

nicht richtig.

7 / 10 (Miriam Görge)


NWOAHM

SHADOWS FALL

Retribution

10 Songs (45:58) / erschienen am 15.9. (Spinefarm|Everblack|Universal)

Die Amerikaner Shadows Fall zählen zu den Motoren der

beginnenden Metalcore-Szene und haben nach anfänglich

stärkeren Auswüchsen in Richtung melodischerer Death-

Metal-Kunst immer mehr Melodie und Einfachheit integriert.

Sie machen Spaß und verlieren in ihrer Entwicklung aber

zu keiner Sekunde den Blick zum Metal, der auch auf dem

neusten Output „Retribution“ oft genug durch satte Soli und

knüppelharte Knatterthrasher zum Vorschein kommt. Entlang

des „Path Of Imminent Ruin“, dem Intro, wird man hier ins

akustische Gemetzel geleitet. „My Demise“ macht direkt

deutlich, wo die Extrempunkte der heutigen Shadows Fall zu

setzen sind. Von starkem melodischen Thrash und Hardcore-

Parts bis zu einer unglaublich klaren Stimme, die aber immer

zum Rahmen passt. Kritisch wird‘s für meinen Geschmack,

wenn der Metal verblasst und nur die Stimme eine halbe Ballade

trägt. Solange die Power stimmt, stimmt Shadows Fall.

„War“ und „King Of Nothing“ sind hier noch zwei sehr gute

Anspieltipps. Das Album spielt auf interessante Weise mit

meiner Abneigung gegenüber den meisten neueren Metalcore-Bands.

Shadows Fall machen deutlich, dass sie nicht zu

unrecht zu den Aushängeschildern gehören und immer noch

einiges drauf haben. Ich würde all jenen, die die Anfänge des

Metalcore noch interessant gefunden haben, aber bei der Flut

der ganzen Kiddiebands irgendwann den Stöpsel gezogen haben,

mal empfehlen hier reinzuhören! Solides Teil!

7 / 10 (Elvis Dolff)

REDAKTIONSSTIMMEN

Die Amerikaner spielen trendigen Metalcore,

der sich aus eingängigen Refrains

und eingestreuten Growls zusammensetzt.

„Retribution“ setzt auf keine musikalischen

Überraschungen und so überrascht

es mich auch nicht, dass bereits nach „Still

I Rise“ die Luft raus ist.

6 / 10 (Jenny Bombeck)

Bands wie Shadows Fall waren noch nie

meine Baustelle. Grundsätzlich werden

lediglich Ideen aufgewärmt, die schon

seit dem Metal-Urknall existieren und in

eine irgendwie unangenehm neumodische

Plastikverpackung gezwängt. Dass „Retribution“

keine Existenzberechtigung hat, will ich nicht sagen.

Das Album ist solide gemacht, aber keine Bereicherung.

5 / 10 (Robin Meyer)

True Metal

METALFORCE

Metalforce

10 Songs (54:34) / erschienen am 25.9. (Magic Circle Music)

Diese Band bietet einem einfach die perfekte Steilvorlage

für jede Form von Verunglimpfungen und Witzen. Majesty,

so hieß die Band vor der Namensänderung durch ihren

Schirmherren Joey DeMaio, bringen ihr erstes Album unter

dem Banner Metalforce heraus und reiten bewusster denn

je zuvor auf den Klischees des True Metals herum. Selbstfixierte,

pathosgetränkte und vor Schmalz fast schon triefende

Texte werden in ein musikalisches Kostüm gezwängt, das

alles vereint, wofür Bands wie Manowar stehen. Kein Trademark

wird ausgelassen: Locker-flockige Melodiebögen, die

sich virusartig an einem festbeißen und nicht loslassen wollen,

mehrstimmige Chor-Passagen, sanfte Krieger-Balladen-

Momente und natürlich üppige Frickel-Solos. Es wäre allzu

leicht, wenn man Metalforce als Klon abtun würde und man

täte Recht daran: Metalforce sind ein Manowar-Klon. Aber

wer das einmal weiß und sich mit der Band auseinandersetzt,

der wird überzeugt sein, denn die Truppe um Sänger Tarek

(der dem jungen Eric Adams übrigens gar nicht so unähnlich

sieht) macht ihre nicht übermäßig innovative Sache durchaus

gut. Besser gut gestohlen als schlecht selbst gemacht dürfte

hier ein passendes Motto sein. Peinlich würde es nur, wenn

Metalforce tatsächlich behaupten würden, auf Parts wie den

Anfang von „Freedom Warriors“ oder auf das Ende von „I

Rule The Night“ seien sie gekommen, ohne dass die gesamte

Band mit beiden Augen zu Manowar schielte.

7 / 10 (Dorian Gorr)

REDAKTIONSSTIMMEN

Mir gefällt das quasi neue Majesty-Album

gut, auch wenn der kitschige Opener mich

vom Weiterhören abhalten wollte. Ein

paar schöne Melodien sind dabei und das

Album ist besser als vieles, was Manowar

zuletzt geboten haben. Außerdem wird Tarek

am Mikro immer besser.

7 / 10 (Miriam Görge)

„Metalforce“ klingt genauso episch triefend

wie die Songs von Manowar. Der

Opener „Faster Louder Metalforce“ macht

noch Laune, während man bei Tracks

namens „Melt Thy Steel“ oder „Let The

Battle Begin“ nur noch den Kopf schütteln

kann. Zum Glück haben die Metal-Krieger

einen druckvollen Sound, der die Lyrics vergessen lässt.

7 / 10 (Jenny Bombeck)


CD-REVIEWS - AKTUELLE VERÖFFENTLICHUNGEN

Power Metal

BRAINSTORM

Just Highs No Lows

30 Songs (157:07) / erschienen am 6.11.

(Metal Blade)

Nur Höhen, keine Tiefen: das ist ein sehr

selbstbewusster Titel und ob die Karriere

der Baden-Württemberger immer so

sonnig verlief, wage ich ein wenig zu

bezweifeln, aber egal. Brainstorm liefern

mit „Just Highs No Lows (12 Years

Of Persistence)“ ein Best-Of ab, das aus

zwei CDs und satten 32 Titeln besteht.

Alle Tracks wurden von Achim Köhler

komplett remastered. Durch die Bearbeitung

scheinen die Nummern einen etwas

fetteren Einschlag erhalten zu haben.

Dies kann bereits ein Kaufreiz für Fans

sein, die eigentlich alle Alben der deutschen

Power Metaller in ihrer Sammlung

haben. Wer alle Highlights der 20-jährigen

Bandkarriere auf einem Blick haben

möchte, der kann auch hier getrost zuschlagen.

Ich verzichte dieses Mal auf Titelvorschläge,

da die Band wirklich viele

Schmankerl ausgesucht hat, um diese

noch einmal auf einen Silberling zu pressen.

Da bleibt mir nur noch zur gelungen,

ersten Best-Of-Scheibe zu gratulieren.

8 / 10 (Jenny Bombeck)

Death Thrash Metal

HICSOS / MORTAL FACTOR

Hicsos Vs. Mortal Factor

11 Songs (41:40) / erschienen am 16.10.

(Mr Vain|Twilight)

Räumlich liegt da eine wirklich enorme

Distanz zwischen den Brasilianern Hicsos

und den Schweizern Mortal Factor.

Musikalisch sind sie aber so eng beeinander,

wie es enger kaum geht. Beim ersten

Anhören war ich mir noch unsicher, ob

das überhaupt eine Split-CD sei, doch

man kann schon kleine Unterschiede

im Songwriting und Gesang raushören.

Beide Bands spielen Thrash Metal, und

Einflüsse wie amerikanischer Thrash und

teils Hardcore (vielleicht doch eher bei

Mortal Factor als bei Hicsos) sind klar

herauszuhören. Nun, wer sich daran noch

nicht satt gehört haben sollte, der kann

hier also bestimmt seinen Spaß haben,

mich konnte aber keiner von den Songs

wirklich mitreißen. Hicsos sind ja okay,

aber eintönig, und Mortal Factor trauen

sich ein wenig mehr Abwechslung reinzubringen,

aber nicht wirklich auf eine

gelungene Art und Weise. Zusammen

ergibt das eine unspektakuläre Split-CD.

5 / 10 (Christoph Sperber)

Rock

BUCKCHERRY

15 / Black Butterfly

29 Songs (46:xx) / erschienen am 13.11.

(Eleven Seven|EMI)

Zwei Re-Releases

abgerundet mit einer

Bonus-Disc,

auf diese Weise

möchte man uns

Europäern Buckcherryschmackhaft

machen. Um

den gesamten Umfang kurz zusammenzufassen,

es dreht sich ausschließlich um

Sex, Drugs und Rock‘n‘Roll, wobei der

Fokus eindeutig auf dem ersten Punkt

liegt. Hier werden alle Macho-Plattitüden

geritten, bis es einem nicht nur zu

den Ohren wieder rauskommt. Es ist hier

auch nicht notwendig, zwischen beiden

Alben großartig zu unterscheiden, Buckcherry

bleiben ihrer Linie treu. Die Songs

werden allesamt mit solidem Drumming

und teilweise sogar recht coolen Riffs

untermalt, allzu große Erwartungen soll

das hier jetzt aber nicht wecken, Bon Jovi

in rockiger trifft es ganz gut. Merkwürdigerweise

hat es die Single „Crazy Bitch“

sogar zu einer Grammy-Nominierung gebracht,

warum erschließt sich mir nicht.

Der Fairness halber sei gesagt, dass man

es hier nicht unbedingt mit einer schlechten

Rockgruppe zu tun hat, doch auf einer

ganzen Albumlänge hängt einem die wiedergekaute

Thematik zum Hals raus.

6 / 10 (Marcel Reefmann)

Hardcore

INCITE

The Slaughter

12 Songs (37:11) / erschienen am 20.10. (I Scream|Warner)

Seite 73

Progressive Rock

DEVIN TOWNSEND PROJECT

Addicted

10 Songs (46:49) / erschienen am 13.11.

(InsideOut|EMI)

Mit „Addicted“

legt Mastermind

Townsend sein

x-tes Album seiner

vielen Bands

und Projekte vor.

Dieses erscheint

diesmal unter dem

Banner „Devin Townsend Project“ und

stellt erst den zweiten Release dieser

„Band“ dar. „Addicted“ selbst könnte

sich rein musikalisch auch in die Discographie

der The Devin Townsend Band

einreihen, wirklich anders macht das

Album eigentlich nur die Auftritte von

ex-The-Gathering-Sängerin Anneke. Wie

bei nahezu allen Townsend-Alben, ist

der Sound selbst erneut charakteristisch

ausgefallen, lässt sofort nach wenigen

Sekunden durchblicken, dass Devin hier

an Bord war, trotzdem kann „Addicted“

nicht so richtig zünden. Klar, rein von

den musikalischen Fertigkeiten und auch

vielen kleinen elektronischen Spielereien

und Effekten hat das Album schon

typisch Townsend‘sche Merkmale und

Songideen, trotzdem bleibt nahezu kein

Song richtig hängen, weswegen „Addicted“

wohl oder übel an einem vorbeiplätschert.

Selbst Anhänger sollten erst mal

einen Testdurchlauf starten.

5 / 10 (David Dankert)

Bei den Amis Incite sticht dem Hörer ein Name direkt

ins Auge. Richie Cavalera ist der Stiefsohn von Max Cavalera

und steht seinem „Vater“ stimmlich fast in nichts

nach, lediglich an der Abwechslung sollte der „Sprössling“

noch feilen. Musikalisch gibt es dafür nicht viel

zu meckern. Die Songs gehen gut nach vorne und neben

schnelleren Thrash-Metal-Parts gibt es eine Menge an Mid-Tempo-Grooves, die auch

aus der Feder von Rob Flynn von Machine Head stammen könnten. Einige melodische

Refrains sorgen dann für die nötige Abwechslung in dem betont brutalen Grundgerüst.

Bei den Texten handelt es sich teils um persönliche Themen, aber leider gibt

man sich auch schnell stumpfen Mordfantasien hin, was ein wenig sauer aufstößt.

Auch das Cover und der Album-Titel „The Slaughter“ sind ein bisschen abgedroschen.

Hier dran sollte die recht talentierte Band beim nächsten Album denken. An

den Reglern saß übrigen Logan Mader, der auch schon Devildriver und Divine Heresy

produziert hat. Hier hat er der Band einen klaren, Schlagzeug-betonten Sound

verpasst. Insgesamt ein ordentliches Debüt mit Platz nach oben.

7 / 10 (Heiko Lüker)


Power Metal

JACK STARR‘S BURNING STARR

Defiance

11 Songs (53:58) / erschienen am 5.6.

(Magic Circle|Alive)

Nach einer Studiopause präsentiert der

New-Yorker Frickelgott Jack Starr sein

von Joey DeMaio produziertes Album

„Defiance“. Der Zahn der Zeit spiegelt sich

natürlich auch hier in der Musik wieder,

wodurch sie wie jede andere, zeitgenössische

Heavy-Metal-Band klingen. Einfach

strukturierter Songaufbau und eine penetrante

Stimme stehen hier zweifellos im

Vordergrund. Positiv bleibt hierbei, dass

die Songs abwechslungsreiche Tempi haben,

wodurch es nicht zu monoton wird.

Dennoch kann die Stimme von Fronter

Todd Michael Hall schnell nerven. Jedoch

gelingt den Amerikanern ein gutes Rainbow-Cover

mit „Catch The Rainbow“, das

noch einmal zu punkten weiß, auch wenn

der Grundtenor des Albums öde ist.

5 / 10 (Bastian Gorr)

Power Metal

MOB RULES

Radical Peace

7 Songs (52:44) / erschienen am 13.11.

(AFM|Soulfood)

Radikaler Frieden: Ist das nicht schon

ein Widerspruch

in sich? Auf jeden

Fall birgt dieser Titel

Potenzial genug,

dass man sich bei

Mob Rules, einer

Power-Metal-Band

aus Norddeutschland,

auch mal einen Blick in die Texte

wirft. Musikalisch lautet das Motto hingegen

„safety first“. Die hohe Singstimme

von Klaus Dirks, die sauber und druckvoll

produzierten Riffs, Double-Bass-Einsätze

- all das sind überzeugende Argumente, die

aber auch leider jede andere Band in diesem

Gefilde auffährt. Musik, wie Mob Rules

sie spielen, gibt es wie Sand am Meer.

Handwerklich anspruchsvoll fabriziert,

live-tauglich, technisch sauber, aber eben

fernab von allem, was man sich noch in

fünf Jahren anhören wird. Auf dem gelben

Absperrband, das das Cover ziert, könnte

auch „Hitfreie Zone“ stehen. Mit „Trial By

Fire“ zielen Mob Rules immerhin in die

richtige Richtung, für mehr als ein paar

Mitnicker reicht das aber noch lange nicht.

Wirkliche Mängel lassen sich nicht ausmachen,

Pro-Argumente ebenso wenig.

6 / 10 (Dorian Gorr)

Doom Metal

Progressive Power Metal

CD-REVIEWS - AKTUELLE VERÖFFENTLICHUNGEN

LET THE NIGHT ROAR

Let The Night Roar

8 Songs (35:33) / erschienen am 9.11. (MeteorCity|PHD)

Stellt euch vor, eine von Black Sabbath beeinflusste Doom-Band würde einen Sänger

wie Tom G. Warrior rekrutieren und gemeinsam eine tempodurchwachsene,

groovige Stoner-Doom-Kombination spielen. Vorstellbar? Dann wisst ihr jetzt, wie

Let The Night Roar klingen. Schwer surrende Gitarren, die fast schon nach Kyuss

klingen, sehr facettenreiches Schlagzeugspiel und die unbegreiflich abgefuckte

Stimme sorgen für einen Sound wie ein Brett, der einen mit einem Frontalhieb ins

Delirium versetzt. Vollberauscht bieten sich Let The Night Roar mit Sicherheit für

eine unglaublich packende, ekstatische Live-Erfahrung an, auf Platte müsste lediglich

noch das Konzept weiter ausgebaut werden. Die großen Stoner-Bands haben

es stets geschafft, Songs nicht nur nach einem sich immer wiederholenden Aufbau

zu schreiben, das fehlt diesen Amis leider noch ein bisschen.

7 / 10 (Dorian Gorr)

NHORIZON

Skydancers

10 Songs (40:54) / erschienen am 16.11.

(My Kingdom Music|Twilight)

Power Metal mit einer ordentlichen Portion Keyboard – ja, das gibt es in der heutigen

Zeit wahrlich schon oft genug. Allerdings gelingt es nur wenigen Bands wirklich

hervorzustechen. Nhorizon aus Italien gehören leider nicht dazu. Auch wenn

ich sagen muss, dass der Keyboard-Anteil durchaus zu gefallen weiß und nicht

nervig ist. Eindeutige Schwächen des Albums, welches auch drei Instrumental-

Stücke beinhaltet, sind hingegen der drucklose Sound und das recht seichte Organ

von Sänger Lorenzo. Die Songs an sich sind in Ordnung und immer mal wieder

lässt der Fünfer einige vertrackte Passagen einfließen („Heaven’s War“), welche

die Musik nicht im Kitsch versinken lassen. Die Inspiration kommt definitiv von

den Großen des Genres, die allerdings zu keinem Zeitpunkt erreicht werden.

6 / 10 (Jonathan Geschwill)

Progressive Rock

PAIN OF SALVATION

Linoleum

6 Songs (29:36) / erschienen am 13.11.

(InsideOut|EMI)

Irgendwo zwischen Siebziger-Jahre-

Psychedelic-Rock und Grunge bewegt

sich der neue Appetithappen von Pain

Of Salvation. Nicht nur der Titelsong

ist sehr atmosphärisch geworden und

groovt ohne Ende, sondern jedes einzelne

Stück auf dieser EP. Es ist eine

Spezialität der Schweden, sehr intensive

Songs zu schreiben. So herrscht

auch auf „Linoleum“ eine besondere

Schwere oder Melancholie, die nicht

zuletzt von Ausnahmesänger Daniel

Gildenlöw vermittelt wird. Die Tracks

wirken wie aus einem Guss und weniger

experimentell als die der letzten

Scheibe „Scarsick“. Dass die Band

ihren eigenwilligen Weg verfolgt,

macht definitiv Lust auf mehr.

8/ 10 (Jonathan Geschwill)

Seite 55

Stoner Metal

PLUTONIUM ORANGE

Volume

9 Songs (38:43) / erschienen am 16.11.

(Firebox|Bertus)

Wer hätte das gedacht? Anscheinend füllen

Swallow The Sun ihren Gitarristen

Juha Raivio nicht zu genüge aus oder

wieso veröffentlicht der Herr fast zeitgleich

mit gerade genannten auch Plutonium

Oranges erstes Album? „Volume“

marschiert dennoch in eine komplett

andere Richtung. Hier lebt der sonstige

Melodic-Death-Liebhaber seine sanfte

Seite aus, zumindest instrumental. Die

Titel haben wie gewohnt einen Todesanstrich,

der Rest rockt sich in Sphären mit

Stoner-Attitüde. Gutes Belegexemplar

hierfür ist „Waiting For The Gun“. Leider

entspringen nicht viele Songs dieser

Qualität inklusive Eingängigkeit und so

ist es noch fraglich ob der gewünschte

Karrieresprung vollzogen werden kann.

6/ 10 (Jenny Bombeck)


CD-REVIEWS - AKTUELLE VERÖFFENTLICHUNGEN

Progressive Metal Death Thrash Metal

RAM-ZET

Neutralized

8 Songs (59:55) / erschienen am 13.11.

(Ascendance|Soulfood)

Ich habe „Neutralized“ mal in der Kategorie

Progressive Metal abgelegt,

obwohl Pseudo-Avantgarde Metal vermutlich

passender gewesen wäre. Wenn

der nervtötende weibliche Gesang und

die Elektro- beziehungsweise Industrial-Sounds

aus der Spielzeugkiste nicht

wären, würden Ram-Zet wahrscheinlich

wie ein Plagiat von Dimmu Borgir

klingen, was mir allerdings sogar besser

gefallen hätte. Produktionstechnisch

gelungen und auch sonst handwerklich

sicher nicht von schlechten Eltern, ist

die Musik in meinen Augen trotzdem

von vornherein zum Scheitern verurteilt.

Offenbar versucht die Band, eigenständig

und innovativ zu klingen, was ein

lobenswertes Ziel ist, das jedoch nicht

dadurch erreicht wird, möglichst viele

Stilmittel, die bereits bis zum geht

nicht mehr ausgelutscht sind, zu einem

überladenen Kitsch-Brei zusammenzuklatschen.

Gefällt bestimmt irgendwem,

bei mir trifft das Album hingegen einen

empfindlichen Nerv.

4 / 10 (Robin Meyer)

Mittelalter-Rock

SCHELMISH

Die hässlichen Kinder

14 Songs (59:47) / erschienen am 30.10. (Napalm)

Bestimmt könnte man Schelmish so einiges

vorwerfen, aber sicher nicht, dass sie

nicht unterhaltsam wären und das Unterhaltung

nicht immer was mit Niveau zu

tun haben muss, ist längst bekannt. Das

dachten sich unsere Schelme wohl auch

und so kommt ein Großteil der Songs

nicht nur kompositorisch, sondern vor

allem auch textlich außerordentlich

platt daher. Aber was darf man nicht alles,

wenn man sich Punk auf die Flagge

schreibt. Leider gewinnt man dadurch

bei vielen Songs den Eindruck, dass das

mittelalterliche Instrumentarium nur

aufgesetzt ist und sich so gar nicht in die

plumpen Nummern einfinden möchte.

Dabei beweist der Achter bei einigen

Songs, dass oberhalb der Gürtellinie

durchaus Glanzvolles in ihm steckt. Gesamt

gesehen aber eine Enttäuschung,

wären die Narren am Hofe des Königs

früher derart garstig gewesen, wäre der

Berufsstand fix ausgestorben.

5 / 10 (Miriam Görge)

RAVENS CREED

Albion Thunder

12 Songs (29:47) / erschienen am 30.10.

(Doomentia|Cyclone Empire)

Wooaaaaaahhhh! Ravens Creed aus

England rocken die Scheiße! Kurze,

knackige Songs die straight nach vorne

marschieren, dazu ein paar höllisch groovende

Riffs, eine charakteristische Stimme

und ein paar Frost’sche „UGH“‘s

machen „Albion Thunder“ zu einem

Must-Have-Album für alle Freunde von

Bands wie Hellhammer, Celtic Frost,

Slaughter oder aber auch Entombed und

Obituary. Hier gibt’s Old-School-Death-

Thrash auf die Zwölf, und zwar richtig!

Songs wie „Pear Of Anguish“ oder das

superfette „Butcher Of The Whore“

nehmen keine Gefangenen und zwingen

einen quasi zum Bangen vor der

heimischen CD-Anlage. Dazu kommt

der ideal für diese Musik abgemischte

Sound: dreckig aber dennoch klar und

deutlich, groovig aber nicht zu basslastig,

Vocals die verständlich und dennoch

richtig heavy sind! Wer in diese Death-

Metal-Zeitmaschine nicht reinhört und

mitbangt ist letztlich selbst schuld und

verpasst einiges. UGH!

8 / 10 (David Dankert)

Crossover

SKINDRED

Shark Bites And Dog Fights

8 Songs (31:xx) / erschienen am 13.11.

(Bieler Bros.)

Früher gab es öfter mal den Vergleich,

dass Skindred ähnlichen Metal machen

wie System Of A Down, nur mit

Reggae-Einflüssen. Dem sind sie sich

zumindest gesanglich treu geblieben,

was den Rest angeht, bricht das Album

nach der Hälfte der Spielzeit leider völlig

weg. Die ersten vier Nummern gehen

ab, wie man die Band kennt, mit Druck

und geilen Hooks, danach biedert sich

die Band unbeholfen dem Mainstream

an und versucht mit „Days Like These“

etwas Chartstaugliches zu zaubern. Das

geht aber völlig in die Hose. Gerade bei

dem wörtlich bissigen Albumtitel wäre

man gut beraten gewesen, aus diesem

Album eine EP mit fünf der acht Tracks

zu formen. Damit hätte man auf jeden

Fall alles eingefangen, was Skindred seit

den ersten Alben auszeichnete. Mit der

seichten zweiten Hälfte bleibt leider ein

schaler Nachgeschmack.

5 / 10 (Marcel Reefmann)

Seite 56

Black Metal

SAMMATH

Triumph In Hatred

7 Songs (40:45) / erschienen am 13.10. (Folter)

Sammath melden

sich mit ihrem

vierten Album

zurück. Nach

zwei kurzen

Schlägen bricht

mit „Blood“ ein

wahres Double-

Bass-Inferno aus.

Dies vermischt sich nahezu perfekt mit

den Growls. Vielmehr stechen jedoch

die Gitarrensoli hervor, die manchmal

plötzlich und manchmal im Einklang

mit den Songs auftreten. „Blazing Storm

Of Steel“ ist ein exzellentes Beispiel für

das Zusammenspiel von rauen Stimmen,

extremen Tempo und doch wiederum

melodischen Gitarrenparts. Auffällig ist

auch, dass einige Songs sehr abrupt enden.

Kein Ausklang, nur plötzliche Stille.

Ein wenig eigenwillig ist das Ganze

schon und es nicht immer leicht gleich

einen Zugang zu dieser Musik zu finden.

Doch das macht Sammath markant. „Triumph

In Hatred“ ist empfehlenswert,

Black Metal abseits vom Mainstream.

8 / 10 (Carolin Teubert)

Ambient

SUBAUDITION

Light On The Path

7 Songs (41:19) / erschienen am 27.11.

(Prophecy|Auerbach)

Hier geht es ruhig zu und zwar sehr ruhig

und sehr leise. Langsam dümpeln

Melodien, einzelne Klänge an einem

vorbei, die zu keinem Zeitpunkt an Tempo

oder einen gewissen Grad an Emotion

gewinnen. Subaudition wollen mit ihrem

neuen Album „Light On The Path“

dem Hörer ein wenig den Weg erhellen,

aber bei mir hat sich hingegen alles verdunkelt,

denn diese bewusst eingesetzte

Sanftheit der Lieder macht mich nach

einigen Songs aggressiv und verfehlt somit

ihre eigentliche Intention. Auch der

sehr selten eingestreute, männliche Gesang

wirkt farblos und fast schon lustlos

vorgetragen. Für mich steckt in diesem

Album keinerlei Emotion, auch wenn

man offensichtlich darauf abgezielt hat.

Es reicht einfach nicht, alles extrem leise

abzumischen und die Instrumente nur

leicht zu zupfen. Wer so gewollt zerbrechlich

wirken will, verfehlt das Ziel.

3 / 10 (Jenny Bombeck)


Symphonic Black Metal

SUFFERING SOULS

Sadistic Goat Complex

8 Songs (42:02) / erscheint am 13.11.

(Schwarzdorn|Twilight)

Wow, wer dachte im Bereich des epischen,

symphonischen Black Metals sei

bereits alles gesagt worden, befindet sich

offenbar auf dem Holzweg: Suffering

Souls heißt diese neue, hochgradig talentierte

Band, die mit „Sadistic Goat Complex“

schon ihr drittes Album veröffentlicht,

während sie von der Öffentlichkeit

scheinbar sträflich vernachlässigt wird.

Die liebevollen Streicherarrangements,

die obskuren Mystik-Passagen der Marke

Cradle Of Filth, das höllische Gezische

und Gekeife sowie der stets facettenreiche

Songaufbau sorgen hier dafür,

dass einem „Sadistic Goat Complex“

nicht so schnell langweilig wird. Vor

allem „Resurrected Messiah“ haut mich

voll und ganz um. Das variable Tempo,

das übrigens von Hau-Drauf bis balladesk

immer wieder im Laufe des Albums

wechselt, und diese eigenwilligen, toll

geschriebenen Synthesizer-Parts lassen

die Band zu einem Aushängeschild für

Deutschland werden.

8 / 10 (Dorian Gorr)

Progressive Metal

THE MERCURY ARC

Paint The Sun Black

12 Songs (48:55) / erschienen am 6.11.

(Hellfest|Universal)

The Mercury Arc rufen bei mir so eine

Art Hassliebe hervor. Während man zu

Beginn denkt, mit „Paint The Sun Black“

ein Album gefunden zu haben, dass die

typische Metalcore-Schiene fährt, überrascht

Track zwei mit Abwechslungsreichtum

und Charme, der es faustdick

hinter den Ohren hat. The Mercury Arc

erzeugen eine eingängige, musikalische

Aggression, die gut durchdacht ist. Elektronische

Klänge, Rap-Parts sowie tiefes

Growling sind wahrlich keine Neuheit,

aber die Band weiß sie so einzusetzen,

dass man an manchen Stellen gar nicht

mit ihnen rechnet („Kings Of Kingdom

Gone“). Andere Tracks wirken gegen solche

Kracher ein wenig lieblos („Heaven

Gone Wrong“). Während sich das Album

seinem Ende nähert, fängt auch der

Kopf, durch das viele musikalische Hin

und Her, zu schwirren an. Eine wirkliche

Verschnaufpause wird dem Hörer leider

nicht gegönnt.

6 / 10 (Jenny Bombeck)

Crossover

SUPERBUTT

You And Your Revolution

10 Songs (39:11) / erschienen am 6.11.

(Tiefdruck|Universal)

CD-REVIEWS - AKTUELLE VERÖFFENTLICHUNGEN

Bekannte Bands aus Ungarn sind in der

Metalszene eine kleine Seltenheit. Superbutt

scheinen den Absprung geschafft

zu haben und veröffentlichen mit „You

And Your Revolution“ ein rumpeliges,

groovendes Scheibchen Metal, das mit

Sprachsamples aufgepeppt wurde. Thematisch

drehen sich viele Songs um

Mord und Totschlag. Diese Gelüste werden

in ein wummerndes und groovendes

Gewand gepackt und mit einer verraucht

und rauh klingenden Stimme untermalt.

„You And Your Revolution“ ist aber dennoch

kein Killeralbum, das einem Gänsehaut

eintreiben kann. Die Songs sind

schnelllebig und verschwinden leider genauso

schnell in der Versenkung. Sprachsamples

allein reichen nicht aus, um die

Hörerschaft beeindrucken zu können.

5 / 10 (Jenny Bombeck)

Progressive Rock

TRANSATLANTIC

The Whirlwind

12 Songs (77:56) / erscheint am 23.10.

(InsideOut|Emi)

Wow! – Fast 80

Minuten Spielzeit

werden uns

hier von einer der

Progressive-Bands

dieser Dekade,

geboten. Okay,

das ist jetzt nicht

unbedingt etwas Besonderes, da viele

Bands aus dem Genre lange Alben machen.

Aber in diesem Fall spricht es für

Transatlantic, da die Herren Morse, Portnoy,

Stolt und Trewavas zum einen für

Qualität stehen und sich zum anderen

nicht lumpen lassen, diese in Form von

feinstem Progressive Rock an den Mann

zu bringen. Value for money! Das Album

an sich ist ein richtiger Wirbelsturm geworden,

bei welchem jeder Musiker als

Meister seines Instrumentes eine Möglichkeit

bekommt, sein Können zu zeigen.

Jedoch findet das in einem gewissen

Rahmen statt und im Vordergrund steht

ganz klar die Harmonie der einzelnen

Songs und das perfekt aufeinander abgestimmte

Zusammenspiel. Wer die Vorgänger

mag, wird diese CD auch sofort

in sein Herz schließen.

8 / 10 (Jonathan Geschwill)

Seite 57

Doom Metal

THE 11TH HOUR

Burden Of Grief

6 Songs (52:34) / erschienen am 30.10. (Napalm)

Der niederländische Drummer Ed Warby

(Gorefest, Ayreon) veröffentlicht mit

„Burden Of Grief“ das Debüt seines Soloprojekts

The 11th Hour und bringt klassisch

gehaltenen, düsteren Doom Metal

an den Mann. Als Verstärkung hat er sich

Growl-Maschine Rogga Johansson ins

Boot geholt, sämtliche Instrumente sowie

der Gesang stammen allerdings vom ihm,

was beachtlich ist, wenn man sich die

hohe Qualität des Tonträgers vor Augen

führt. Das Album erzählt die Geschichte

eines Lungenkrebskranken, angefangen

bei seiner letzten Zigarette bis hin zu

seinen letzten Atemzügen. Obwohl es

sich nicht gerade um eine Gute-Nacht-

Geschichte handelt, wird das Ganze sehr

poetisch und emotional erzählt, wobei

auch Elemente wie das Piepsen eines

Krankenhaus-monitors dienlich sind.

7 / 10 (Robin Meyer)

Doom Metal

WHITEBUZZ

Book Of Whyte

5 Songs (69:58) / erscheint am 2.11.

(MeteorCity|PHD)

Wieder einmal solides Material aus dem

Hause MeteorCity, welches sich weitab

der metallischen Hauptströmung

befindet. „Book Of Whyte“ ist ein sehr

desolates Werk und bahnt sich mit psychedelischen

Klängen heimlich den Weg

in das Bewusstsein des Hörers. Dabei

pendelt die Musik zwischen brachialen

Doom- und zerbrechlichen Ambient-Abschnitten

hin und her. Obwohl es sich um

das erste Album von WhiteBuzz handelt,

beweisen die drei Deutschen ein gutes

Gespür für das Wesentliche der Stilrichtung

und vermitteln ohne viel Trara eindeutige

Emotionen. Sich über mangelnde

Vielseitigkeit und Dynamik zu beschweren,

wäre ein Zeichen dafür, „Book Of

Whyte“ nicht verstanden zu haben, dennoch

bleibt anzumerken, dass die Songs,

die zum Teil an der 20-Minuten-Marke

kratzen, nichts für ungeduldige Gemüter

sind. Wem das schicke Cover schon nicht

gefällt, sollte vielleicht die Finger davon

lassen, da es die Musik ausgesprochen

gut repräsentiert. Allen anderen, die keine

bahnbrechende Neuinterpretation des

Genres erwarten, sei die CD ans Herz

gelegt.

7 / 10 (Robin Meyer)

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