Mosaik - LBS

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Mosaik - LBS

1. Material

Hier gibt´s kaum Grenzen: Scherben, Fliesenreste, Geschirr, Steine,

Muscheln, Dekosteine, Glas und und und. Fliesenreste bekommt man

übrigens hin und wieder günstig im Baumarkt oder im Fachhandel

– einfach mal nett nachfragen!

2. Extras

Natürlich kann man sich auch ganze Fliesen selbst basteln. Bine

formte sie aus Ton, die Muster drückte sie mit selbst gemachten

„Radiergummistempeln“, echten Blättern oder indischen

Stoffdruckstempeln hinein. Dann brennen und glasieren. Wer keinen

Brennofen zu Hause stehen hat, sollte sich einen Keramiker in der

Nähe suchen, der das günstig übernimmt.

3. Vorarbeiten

Die gesammelten Fliesenreste, Scherben und sonstiges zerschlagen

und zusammen mit etwas Quarzsand und Wasser etwa 15 Minuten

durch den Betonmischer laufen lassen. Danach sehen die Einzelteile

nicht nur aus, als seien sie gerade erst nach Jahrzehnten im Meer

an den Strand gespült worden, sondern sie sind auch einfacher und

gefahrloser zu verarbeiten. Kleineren Mengen kann man natürlich

auch mit Schmirgelpapier zu Leibe rücken.

4. Hilfsmittel

a) Kleber

Am besten geht man mit einem fertig angerührten Fliesenkleber aus

dem Eimer ans Werk. Der klebt auf Holzplatten genauso gut wie auf

einer Backsteinwand – vorsichtshalber aber nochmal durchlesen,

was draufsteht. Der Kleber sollte hell sein, falls man später auch hell

ausfugen möchte. Dann muss man nämlich nicht so aufpassen, ob der

Kleber in die Zwischenräume quillt!

Für Mosaikarbeiten im Außenbereich

unbedingt frostsicheren Kleber

benutzen, den muss man allerdings

anrühren und er wird meistens

dunkel. Es gibt aber auch hellen auf

Marmorbasis. Fliesenkleber im Eimer

sind meistens nicht frostsicher – auch

das Kleingedruckte lesen!

b) Fugenmittel

Fugenmittel gibt’s von weiß bis dunkel in allen Schattierungen,

die Farbe bleibt jedem selbst überlassen. Unbedingt aber „Schmal-

und Breitfuge“ verwenden. Für den Außenbereich muss auch das

Fugenmittel frostsicher sein, die Fliesen selbst natürlich auch.

Teilchen aus Glas sind übrigens immer frostsicher!

5. Alternative

Kieselsteine oder Fliesenscherben lassen sich ganz einfach in

weichen Beton drücken. Ausfugen ist hier nicht notwendig. Mit

einem Schwamm lediglich zum Schluss vorsichtig auf den weichen

Beton tupfen, damit die Steinchen besser umschlossen werden. Das

Betonbett (Bine benutzt ausschließlich Trasszement) sollte mindestens

drei Zentimeter tief sein, um die Steinchen richtig tief eindrücken zu

können. Am besten eine Schalung aus Latten bauen und eine Fläche

ausmessen, die man auch innerhalb von zwei Stunden bearbeiten

kann. Sonst ist der Zement nämlich hart und dann ist es vorbei.

Weitere Infos zu Bines Märchenbad und ihren sonstigen

Aktivitäten gibt´s unter www.bine-braendle.de

Fotos: Sabine Brändle

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