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NicoHe

Ausgabe 003 Nordeifel - Juli 2013Eifelkostenloszum Mitnehmen„Made in Eifel“ –Der BonbonmacherRursee inFlammenMonschauerFestspieleDas Lokalmagazin für Monschau, Roetgen,Simmerath, Nideggen, Heimbach und Umgebung


2Eifeleine weitere vor: „Made in Eifel“. Wir beginnen mit dem allseits bekanntenBonbonmacher Hartmut Gerhards. Seine verführerischen Süßigkeiten strahlenlängst aus der Eifel heraus in die ganze Republik.Warum die Vossenacker mit ihrer Bronzemedaille im bundesweitenWettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ sehr zufrieden sein können, wie dasTraditionsausflugslokal „Mestrenger Mühle“ sein großes Jubiläum begehenwird, wie sich die Nordeifel in der „72 Stunden Sozialaktion“ eingebrachthat, sich die Simmerather Kevelear Bruderschaft auf die diesjährigenJubiläumsfeierlichkeiten und Wallfahrt vorbereiten, was man tun kann, um dasFreibad in Nideggen-Abenden zu unterstützen, wie großartig der Musikverein„Heimat-Echo Steckenborn“ sein Jubiläums-Veranstaltungsprogrammumgesetzt hat und was eine Künstlerin erlebt, wenn die Geister, die sie riefunerwartet kommen, wie bei der Nideggener Malerin Muna Götze – all’ daserzählen und zeigen wir Ihnen in der nun vorliegenden Juli-Ausgabe von Eifelaktuell.EditorialLiebe Leserinnen und Leser,MMit dem gerade beginnenden Juli kommt nun hoffentlich auchder Sommer zu uns in die Eifel. Einige „Aufreger-Themen“ inunserer Region haben sich inzwischen erledigt, andere kochenan deren Stelle hoch. Doch das alles kann den Eifeler nicht erschüttern.Nun heißt es erst einmal den Sommer in vollen Zügen genießen.Kaum ein Ort rund um den Rursee, der sich nicht etwas ganz besonderes hateinfallen lassen, um den Menschen die Freuden der warmen Jahreszeit nahe zubringen und zu verschönern.Unser Wunsch, Ihnen ein Magazin vorzulegen, das wie ein Lese- und Bilderbuchaufzeigt, dass wir in der Nordeifel alles haben, um ein glückliches Leben führenzu können und in Sachen Gewerbe und Geschäften diesbezüglich alles direktvor der Haustüre haben, ist unser größtes Anliegen. Die Eifel ist schön undalles andere als ländlich rückständig. Nutzen Sie die vielfältigen Möglichkeitenrings um uns herum und denken Sie bitte daran sich mit uns in Verbindungzu setzen, wenn Sie ein schönes Thema für uns haben, das Sie in einer dernächsten Ausgaben von Eifel aktuell wiederfinden möchten.Wir freuen uns auf den Dialog mit Ihnen.Herzliche GrüßeBert van Londen (Verantwortlicher Redakteur)Ob Städte oder Dörfer – überall wird emsig an Vorbereitungen für Sommerfesteund Open Air Veranstaltungen gearbeitet. Ob Rursee in Flammen, die MonschauerFestspiele oder das Kulturfestival der StädteRegion, das auch in der Eifel stattfindet– Langeweile wird in den Sommermonaten sicher nicht aufkommen.Lassen Sie sich von uns gut unterhalten, wenn wir Sie mitnehmen auf eine bunteReise durch die Nordeifel. Neben bereits erschienen Rubriken wie „Anders lebenin der Eifel“ oder „Vereine der Nordeifel stellen sich vor“, stellen wir Ihnen nun


EifelInhaltsverzeichnisTitelseite „Nationalpark Eifel“. .............. 01Editorial ..................................... 02Inhaltsverzeichnis & Impressum. ........... 03Nationalpark Eifel. .......................... 04Nationalpark Eifel. .......................... 05Monschauer Festspiele. ..................... 06350 Jahre Mestrenger Mühle ................ 07Jubiläums Open Air Heimat-Echo........... 08Es gibt nichts Gutes, außer man tut es:„Rettet das Freibad Abenden!“ . ............. 09Biber sucht Kunst – Kunst findet Biber ...... 10Made in Eifel - Der Bonbonmacher . ........ 11Made in Eifel - Der Bonbonmacher . ........ 12Made in Eifel - Der Bonbonmacher . ........ 13Gemüseraritäten wiederentdecken ......... 14Biosupermarkt Vital............................... 15Rursee in Flammen ......................... 16Vossenack hat Zukunft. ..................... 17SV Nordeifel: Gemeinsam sind wir stark .... 18In himmlischer Mission. .................... 19Kulturfestival der StädteRegion. ............ 20Wie aus 1001 Nacht ......................... 21Kevelear Prozession Simmerath. ............ 22Servicethema - Tierchirurgie . ............... 23Rückseite .................................... 24ImpressumErscheinungsweise:monatlich, jeweils ab der 2. MonatswocheAuflage: 6.000 StückVerteilung:Kostenlose Verteilung über Auslegestellen Raum Monschau, Roetgen,Simmerath, Nideggen, Heimbach, Schmidt, Vossenack und Umgebung.(in Geschäften und öffentlichen Gebäuden, sowie Banken und Sparkassen).Redaktions- und Anzeigenschluss:um den 30. eines jeden MonatsHerausgeber und V.i.S.d.P.:Euregio Marketing UGHartmut HermannsMarc André MainzSüsterfeldstraße 83, 52072 AachenMail: hh@euregio-aktuell.euWeb: www.euregio-aktuell.euVerantwortlicher Redakteur: Bert van LondenRedaktion & Anzeigenleitung:Froitscheidter Str. 94, 52385 NideggenTel.: 02474-998665, Mobil: 0171-5760915info@agentur-wortundbild.deFotografie & Copyright:by Bert van Londen, agentur Wort und BildLayout/ Gestaltung:Euregio Marketing UGDruck:Druck & Verlagshaus Mainz GmbH Aachenwww.druckservice-aachen.de3


4EifelNationalpark Eifel - Wald, Wasser, WildnisNatur Natur sein lassenIm Nationalpark Eifel kann sich die Natur frei entfalten. Ehemals vonMenschenhand gestaltete Landschaften verwandeln sich nach und nach wiederin „Buchen-Urwälder“. Naturerleben pur, 365 Tage im Jahr: Wilde Narzissenverwandeln die Wiesen im Süden des Nationalparks jedes Frühjahr in ein gelbesBlütenmeer. Im Sommer wachsen auf den Wiesen duftende Wildkräuter. Wennder September die ersten kalten Nächte bringt, wird es laut im Nationalpark. Mitetwas Glück ist dann bei herbstlichen Wanderungen der Ruf des Rothirsches zuhören. Auf leisen Pfoten dagegen schleichen Wildkatzen durch die Dämmerung.Spuren im Schnee verraten die Anwesenheit der scheuen „Eifeltiger“.Über 1.000 gefährdete Tier- und Pflanzenarten wurden im NationalparkEifel bereits nachgewiesen. Der Biber baut in den sauberen Gewässern derRegion seine Burgen und über den Stauseen ziehen Milane ihre Kreise. In denMittelgebirgsbächen tummeln sich Bachforellen, Neunaugen und Elritzen. DerSchwarzstorch dagegen sucht besonders gerne in flachen Tümpeln nach Nahrung.Natur erlebenOb wandernd, mit dem Rad, auf Skiern oder zu Pferd: Ein markiertes Wegenetzmacht den 110 Quadratkilometer großen Nationalpark für Besucher erlebbar.Wer das Gebiet lieber unter fachkundiger Begleitung kennen lernen möchte,kann aus jährlich 600 Ranger-Touren, Familientagen sowie Programmen fürSchulklassen, Kinder- und Jugendgruppen wählen. Barrierefreie Angebotemachen den Nationalpark für Menschen mit und ohne Behinderungenerlebbar. Gruppen können exklusive Touren mit speziell für den Nationalparkausgebildeten Waldführern buchen. Erster Anlaufpunkt eines jedenNationalparkbesuchers sollte eines der fünf Nationalpark-Tore in Schleiden-Gemünd, Simmerath-Rurberg, Heimbach, Monschau-Höfen oder Nideggensein. Diese Informationshäuser kombinieren touristische Servicestellen mitAusstellungen zu der Tier- und Pflanzenwelt des Schutzgebietes. Bei freiemEintritt sind die Nationalpark-Tore täglich von 10 bis 17 Uhr geöffnet.Der Wildnis-Trail: Quer durch – Mitten drinEine wahre Herausforderung ist der 85 Kilometer lange Wildnis-Trail. Vomsüdlichen Ende bis zur nördlichen Spitze führt der Wanderweg in vierTagesetappen quer durch den Nationalpark. Wanderstrecken zwischen 18 und25 Kilometern Länge machen dabei sämtliche Landschaften und Lebensräumedes Nationalparks erlebbar. Das Wandererlebnis ist auch als Arrangement mitÜbernachtungen und Shuttle zum Ausgangspunkt buchbar.


Eifel5Nationalpark-GastgeberSpeziell geschulte und auf Nationalpark-Besucherausgerichtete Restaurants sorgen für dasleibliche Wohl ihrer Gäste. Über die Teilnahmean mehrtägigen Fortbildungen qualifizierten sichauch Hotels, Ferienwohnungen, Campingplätze,ein Wohnmobilhafen und ein barrierefreiesGästehaus zu Nationalpark-Gastgebern. Darüberhinaus erfüllen die Betriebe die Qualitäts- undUmweltkriterien nach Viabono bzw. der MarkeEifel. www.nationalpark-gastgeber.euWildnis für AlleMit Gründung des Schutzgebietes im Jahr2004 hat sich das Nationalparkforstamt Eifeldas Ziel gesetzt, den Nationalpark barrierefrei– für Alle – erlebbar zu machen. Als dauerhafteQuerschnittsaufgabe berücksichtigt dieNationalparkverwaltung hierzu bei der Entwicklungvon Naturerlebnis- und Umweltbildungsangebotendie Belange von Menschen mit und ohneBehinderungen. In Zusammenarbeit mit zahlreichenKooperationspartnern werden bereits eine ganzeReihe von Führungen, Ausstellungen und umweltpädagogischenProgrammen für Menschen mit undohne Behinderungen angeboten. Ein Höhepunkt istder „Wilde Kermeter“: Ein barrierefreies Wege- undLeitsystem führt an den Aussichtspunkt Hirschley,wo ein ertastbares Landschaftsmodell aus Bronzeüber die Seen- und Waldlandschaft informiert.Vogelsang und Dreiborner Hochfläche,WollseifenUmgeben vom Nationalpark Eifel liegt oberhalbdes Urftsees die Enklave der ehemaligenNS-„Ordensburg“ Vogelsang. Ab 1934 errichtet,sollte sie als Ausbildungszentrum für dennationalsozialistischen Parteinachwuchs dienen.Nach Ende des Krieges übernahmen die BritischenStreitkräfte die Anlage. Rund um Vogelsangrichteten sie auf der Dreiborner Hochflächeden 3.300 Hektar großen TruppenübungsplatzVogelsang ein, der 1950 an die belgischenStreitkräfte übergeben wurde. Bis zur Schließungdes Truppenübungsplatzes im Jahr 2005 wurdeVogelsang als Kaserne genutzt. 60 Jahre lang wardie Dreiborner Hochfläche aufgrund der militärischenÜbungen für die Öffentlichkeit weitgehendgesperrt. Die Wald- und Ofenlandgebiete sind seit2006 als Teil des Nationalparks wieder auf einemmarkierten Wegenetz für Besucher erlebbar. Dieoffene Graslandschaft soll auf der DreibornerHochfläche als wertvoller und seltener Lebensraumin Teilen erhalten bleiben.Den Nationalpark-Veranstaltungskalenderund weiteres kostenfreiesInformationsmaterialgibt es beim:Landesbetrieb Wald und Holz NRWNationalparkforstamt EifelUrftseestraße 3453937 Schleiden-GemündTel.: 02444. 9510-0, Fax: -85Email: info@nationalpark-eifel.dewww.nationalpark-eifel.dePC-Probleme??Wir bieten schnelle HilfeEigene Servicetechniker(auch bei Ihnen vor Ort)Reparatur & Verkaufaller Hersteller und MarkenHilfe bei Ihren Viren- undSoftwareproblemen52152 Simmerath Tel. 024 73 - 93 88 - 25


6EifelBeste Unterhaltung bei denMonschauer Festspielen 2013Monschau.Die Monschauer Festspiele 2013 werden den Besuchernauf der Open Air-Bühne der Monschauer BurgStarsolisten präsentieren. Heino, der Kult-Sänger mitder markanten Stimme wird Freitag, 16. August, um20.30 Uhr mit Liveband auf der Bühne der MonschauerBurg stehen und die Hits seines Erfolgsalbums „Mitfreundlichen Grüßen“ performen. Eine Premiere wird esSamstag, 17. August 2013, geben. Erstmals werden ab20.30 Uhr auf der Burg Melodien des deutschen Komponisten Richard Wagnererklingen. Im Rahmen der »Richard Wagner Operngala« werden Solisten derweltbekannten Bayreuther Festspiele in Monschau zu Gast sein. »Best ofMusical« heißt die Musical-Gala, bei der es für das Monschauer Publikum amSonntag, 18. August 2013, um 18 Uhr ein Wiedersehen mit der SopranistinAnna Maria Kaufmann gibt. Das Ensemble Kleine Oper Bad Homburg gastiertbei den Monschauer Festspielen 2013 am Dienstag, 20. August, um 14 Uhrmit „Abenteuerliche Reise ins Morgenland“. Das klassische Familien-Musicalnach der berühmten Oper „Die Entführung aus dem Serail“ von W.A. Mozartist in einer kindgerechten Bearbeitung zu sehen. Ein außergewöhnlichesBenefizkonzert zugunsten des „Förderkreises für tumor- und leukämiekrankeKinder Hilfsgruppe Eifel“ findet am Mittwoch, 21. August, um 20.30 Uhr aufder Monschauer Burg statt. Das Heeresmusikkorps 300 aus Koblenz wird andiesem Abend unter Stabführung von Oberstleutnant Robert Kuckertz eine„Historische Serenade“ präsentieren. Hannes Schöner und Jens Streifling, die»Friends in Concert«, sind am Donnerstag, 22. August, um 20.30 Uhr zu Gast.Auf dem Programm stehen Welthits der Beatles, Bee Gees und der Stones - aberauch von Eric Clapton und Lindenberg – und natürlich auch einige Balladender »Höhner« und Eigenkompositionen. „Ein Käfig voller Narren“ gehört zuden erfolgreichsten Musicals aller Zeiten. Eine der wunderbarsten Shows, diedas Theater zu bieten hat, wird am Freitag, 23. August, um 20.30 Uhr aufgeführt.Große Opern des italienischen Komponisten Giuseppe Verdi gehören zumfesten Bestandteil der Monschauer Festspiele. Am Samstag, 24. August 2013,steht »Rigoletto« auf dem Festspielplan. Bei der Operettengala »Dein ist meinganzes Herz« werden die Besucher am Sonntag, 25. August, um 18 Uhr in derFestspielstadt Monschau René Kollo erleben. Der Star-Tenor wird an diesemAbend gemeinsam mit der Opern- und Konzertsängerin Barbara Cramm insRampenlicht treten.


Eifel7Anzeige350 JahreMestrenger MühleFeierlichkeiten undein anspruchsvollesOpen Air ProgrammVossenack.Eine der ältesten Wassermühlen in Nordrhein-Westfalen – das bekannteAusflugslokal, die Mestrenger Mühle - feiert am Sonntag, 21. Juli 2013ihren 350. Geburtstag. Zeitgleich jährt sich der Neustart des Restaurantsunter Leitung des jetzigen Inhabers, Andreas Wallek & Team, zumzweiten Mal. Aus diesem feierlichen Anlass wird in der Mestrenger Mühle, imwild-romantischen Kalltal, zwischen Vossenack (Hürtgenwald) und Schmidt(Nideggen) ein Tag lang ausgiebig gefeiert. Der offizielle Teil beginnt um 15Uhr im Innenhof, an dem auch Bürgermeister Axel Buch und das Musik-TrioCappuccino aus Vossenack teilnehmen werden. Ab 17 Uhr beginnt das breitgefächerte Kunst-Programm mit der Vernissage des Aachener Malers HubertHeinrich und - im Anschluss daran, um 19 Uhr - die Open Air Veranstaltung mitdem Kabarett-Duo Hubert vom Venn & Achim Konejung sowie der Sängerin PiaFridhill & Band ab 21 Uhr. Der Eintritt für Hubert vom Venn & Achim Konejungund Pia Fridhill & Band zusammen, kostet im Vorverkauf 23 € und an derAbendkasse: 25 €.Pia FridhillVorverkaufsstelle ist die Tourist - Infostelle und Geschenke - Spiele - BuchhandlungBABALU in 52393 Vossenack, Im Unterdorf 4, Tel. 02429 - 901886.


8EifelJubiläums-Open Air zum 80 GeburtstagSchmidt.In diesem Jahr feiert Heimat-Echo seinen 80. Geburtstag. Die Aufgabefür die Geburtstagfeier lautete, Tradition mit Moderne zu einem leckerenGeburtstagscocktail für Jung und Alt zu kreieren. An sechs Stationenspielten Lyra Höfen, Hansa Blasmusik, Allzeit Fröhlich Dedenborn,Stadtgarde Oecher Penn, Schöneseifen und BMV Strauch auf und vieleOrtsvereine und Gäste begleiteten die Vereine in einem Sternmarschauf das Open Air Gelände. Dort erwartete die zahlreichen Besucher dieCoverband „Ilex“, die mit ihrer tollen Performance für Superstimmungsorgte. Als die natürliche Dunkelheit eingesetzt hatte, wurden zusätzlichalle Lichtquellen gelöscht und die große 3-D-Multi-Lasershow mit demSolotrompeter Lutz Kniep begann. Trotz der großen Menschansammlungherrschte während der Show eine gespenstische Stille und man sah in staunendeund überraschte Gesichter, die sowohl von der musikalischen alsauch medialen Präsentation total begeistert waren. In die aufwändige EffektShow hatte man markante Ortsobjekte, wie die Barweilerkapelle, eingearbeitet.Objekte aus der Zeitreise von Heimat-Echo, wie die Gründernamen,das Vereinswappen oder der Schellenbaum waren ebenfalls eingearbeitetund näherten sich dem Betrachter wie aus einem Zeittunnel. Marc Bull mitseinen Mallorca-Hits sorgte direkt im Anschluss für ausgelassene Stimmung.Es wurde schon hell, als die letzten Besucher gingen und Ilex sein Equipmenteinpackte. Am nächsten Tag feierten viele Steckenborner mit Ihrem Musikvereindie heilige Messe zu Ehren der lebenden und verstorbenen Mitglieder. DerMusikverein Schöneseifen gestaltete die Messe und sorgte im Anschluss füreine Superstimmung bei den Gästen. Die Falkenflugshow aus dem WildgehegeHellenthal, war erstmals zu Gast in Steckenborn und die Greifvögel mit IhrenTrainern eroberten mit ihrer rasanten Flugschow die Herzen der Gäste. Diebeiden befreundeten Musikvereine Eifelklänge Eicherscheid sowie die BMVStrauch demonstrierten erneut, auf welch hohem Niveau sie musizieren. Als weiterenVeranstaltungspunkt präsentierte man die Kinderformation „Fusion“ vonder Tanzwerkstatt Simmerath, die erst vor wenigen Tagen den hervorragenden3. Platz bei den westdeutschen Meisterschaften belegte. Für großes Interesseund ein volles Probelokal sorgte die historische Bilddokumentation des ehemaligenPfarrers Laufenberg, sowie der Rückblick auf die 500-Jahr-Feier. Eine herrlichduftende Cafeteria, Kinderhüpfburg, appetitliche Imbissbude, VergnügungssowieSüßwarengeschäfte waren, für die Heimat-Echo Gäste aufgebaut.Nachdem alle Gäste verabschiedet waren, fanden die Heimat-Echo MusikantenZeit, auf ihren Geburtstag und die gelungene Open-Air Party anzustoßen.Fotos: Dietmar HamesText: Friedhelm Lennarz


Eifel9Es gibt nichts Gutes, außer man tut es:„Rettet das Freibad Abenden!“Nideggen-Abenden.Das hatten sich Hartmut Assmann und seine Frau Nicole aberetwas anders vorgestellt, als sie sich vor Jahren entschlossen,das wirklich idyllische Freibad im Nideggener Ort Abenden zubetreiben. Nicht, dass sie annahmen, dort Reichtümer zu erwirtschaften,aber zumindest sollte zur Deckung der laufendenKosten für ihre Arbeit unter dem Strich etwas übrig bleiben. Doch das finanzielleEis wird nicht nur immer dünner, sondern die Bedingungen sind inzwischenderart desolat, dass ein totales Aus nicht mehr ganz abwegig erscheint.Inzwischen jagt eine Hiobsbotschaft die nächste. In diesem Jahr fallen dieZuschüsse der Stadt ganz weg. Die Betriebskosten betragen für die etwaviermonatige Saison jährlich zwischen 15.000 und 17.000 Euro. Die Pacht mussselbstverständlich gezahlt werden. Das Wasser muss gechlort werden, denn ohneChlor gibt es kein Badewasser. Ohne Wasser im Becken keine Badegäste, ohneBadegäste keine Einnahmen. Alles Kosten – aber woher das Geld zur Deckungnehmen. Das Sommerwetter in den beiden letzten Jahren lässt ohnehin sehr zuwünschen übrig. Das Freibad in Abenden gehört zweifelsohne zu den ganz besonderenOrten im Nideggener Raum. Ein lauschiges Plätzchen inmitten schönsterNatur, alte Baumbestände, die an heißen Tagen Schatten spenden, eine riesigeLiegewiese, auf dem sicher jeder ein schönes Plätzchen findet, nette Betreiber,zu denen man gerne kommt, Imbissartikel, die auch für schmale Geldbeutel zuhaben sind und mehrere Open-Air-Veranstaltungen im Jahr – am Service kann derNiedergang des Freibades also jedenfalls nicht liegen. Und was, wenn das Freibadzugemacht wird? Wo sollen die Familien, die Kinder und Jugendlichen sich dannvor Ort für kleines Geld vergnügen? Gute kommunale Kinder- und Jugendarbeitsieht irgendwie anders aus. Auch da machen die Assmanns eine hervorragendeArbeit vor Ort: im Becken und auf dem Platz werden immer wieder Aktionen fürKinder angeboten. Private Sommerfeste, Betriebsfeiern, Geburtstagsfeiern deranderen Art sind im Abendener Freibad an der Rur möglich, zumal ein Grillplatz,ein Kinderspielplatz und ein Beachvolleyball-Platz in unmittelbarer Nähe sind.Für Rollstuhlfahrer hat Hartmut Assmann eine Rampe installiert. Was noch fehlt,ist ein „Wasserrollstuhl“. Vielleicht findet sich irgendein Sponsor, der da etwasbewegen kann?Wie kann man dem Freibad helfen? Man kann beispielsweise den„Förderverein Freibad Abenden“ mit Rat und Tat, mit Geld oder Sach- undDienstleistungen unterstützen. Der Verein kann noch Hilfe brauchen. NeueMitglieder sind herzlich willkommen. Interessenten können sich unterwww.freibadabenden.de informieren. „Da kann jeder für sich ein tollesAngebot finden“, verspricht Nicole Assmann. Das Abendener Freibad ist seitEnde Mai geöffnet. Erwachsene und Jugendliche zahlen vier Euro Eintritt,Kinder 1,50 Euro.WIR WISSEN MEHR ALS NURDEN PREIS. TESTEN SIE UNS.✔ Persönliche Beratung.✔ Starke Marken.✔ Neueste Trends.TV • AUDIO • ELEKTRO • ENTERTAINMENT • MULTIMEDIA • MOBILFUNKÜBER 110 x IN DEUTSCHLAND. WWW.MEDIMAX.DEMEDIMAX Electronic Objekt Monschau GmbH, Fachmarktzentrum Imgenbroich,Auf Beuel 5, 52156 Monschau-Imgenbroich, Telefon 02472/80254-0


10EifelBiber sucht Kunst – Kunst findet BiberKunstwettbewerb der Biologischen Station Düren und derKunstakademie HeimbachHeimbach.Zwölf Biber wurden in den 80er Jahren inder Nordeifel wieder angesiedelt. Heuteleben hier rund 400 Tiere. Ein großerErfolg vor dem Hintergrund, dass diesegeschützte, heimische Tierart, vor 139 Jahren ausgerottetwurde. An vielen Orten in der Eifel ist heutesein reges Treiben zu erkennen. Fleißig und kreativbaut er für sich und seine Familie ein Zuhause.Planmäßig wirkt sein Vorgehen, wenn er Bäumefällt, um an die Äste und Zweige zu kommen, derenRinde ihm als Futter dienen und die er als Bauholzfür seine Staudämme und Biberburgen braucht.Das Kooperationsprojekt der Biologischen StationDüren und der Kunstakademie Heimbach „Bibersucht Kunst“ ist ein großer Erfolg und wird in einerWanderausstellung präsentiert. „Die Kunstwerkewidmen sich in bemerkenswerten Formen demZusammenleben von Mensch und Biber. Sie schlageneine Brücke zwischen Kunst und Natur“, so Prof. Dr.Wolfgang Schumacher, stellvertretender Vorsitzenderder Nordrhein-Westfalen-Stiftung und Schirmherrdes Kunstwettbewerbes, kürzlich bei der Vernissagein der Internationalen Kunstakademie Heimbach. Aufder Eröffnungsveranstaltung in der KunstakademieHeimbach präsentierten zwölf Schulen aus derRegion Ostbelgien bis Bergisches Land insgesamt100 Exponate und erhielten dafür hochwertigePreise.Mehr als 200 Gäste trafen sich zur Eröffnung derAusstellung „Biber sucht Kunst“. Ingrid Rudolphvom NRW-Ministerium für Klimaschutz, Umwelt,Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutzzeigte sich beeindruckt vom Ergebnis desEU-geförderten Kooperationsprojektes derBiologischen Station Düren und der InternationalenKunstakademie Heimbach. Gemeinsam mit Prof. Dr.Frank Günter Zehnder von der Kunstakademie undHeidrun Düssel-Siebert, Leiterin der BiologischenStation Düren, begrüßte sie die Besucher, darunterVertreter der zwölf Schulen, die für ihre eingereichtenWerke mit Preisen ausgezeichnet wurden.Die Vielfalt der Werke ist groß und reicht vonabstrakter Malerei und Druckgrafik über Popart-Biberskulpturen bis zum Biber-Rap-Video undeinem Biber-Merchandise-Verkaufsstand, an demProdukte erworben werden können. Der Jury, derunter anderem die Künstler Otmar Alt, Jane Dunker,Peter Nettesheim, Catharina de Rijke und Beatrix vonBock angehörten, ist es dementsprechend schwergefallen, sich für die Gewinner zu entscheiden.Die Ausstellung ist vom 23. Juni bis 21. Juli,wochentags von 10 bis 17 Uhr und anWochenenden von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Danachgeht es ins Science College Haus Overbach in Jülichund anschließend zum Belgischen Rundfunk nachEupen. Weitere Ausstellungsorte, vor allem in denGewinner-Schulen, sind in Planung und werden vonder Nordrhein-Westfalen Stiftung unterstützt.Bundesstr. 12452159 RoetgenTel. +49(0)2471-1338-0www.das-ofenhaus.deDi.- Fr. 13 - 18 · Sa. 9 - 14 Uhr · Mo. geschlossenSonntags Schautag · 14 - 17 Uhr · Keine Beratung & Verkauf


11EifelMade in Eifel:Von Beruf „Glücklichmacher“Der Siegeszug des Bonbonmachers Hartmut GerhardsEs gibt sie noch – die Dinge aus der guten alten Zeit, die nichtnur nostalgische Gefühle heraufbeschwören, sondern auch dieGegenwart um einige liebenswerte Nuancen bereichern.Beim Bonbonmacher Hartmut Gerhards dreht sich alles darum,Groß und Klein das Leben zu versüßen. Er verfügt über dasnötige Know-how, damit nicht nur die Erinnerung schmeckt,sondern auch die Gegenwart. Mit seinem sympathisch-offenenLachen steht er inmitten aromatischer Schwaden, die verführerisch nach Anisund Himbeere duften. Geheimnisvolle Fläschchen, Eimer und Kanister, kleineMetallformen, Dosen und Kästchen mit Zutaten und Ingredienzien, Großküchen-Kellen und Kupferkesseln, wohin der Blick auch schweift. So oder so ähnlichstellt man sich eine Alchimistenküche vor. Aber das Gold, das Hartmut Gerhardsherstellt, ist leckerstes Süß- und Naschwerk. Alles wie zu Großmutters Zeiten –„anno 1900“ - nur mit natürlichen Zutaten versteht sich.Hat ein Herz für Schleckermäulchen - der Bonbonmacher Hartmut Gerhards.Die Druckereifür Drucksachen aller Art.Auch außerhalb der Norm.Tel. 0 24 74 / 99 39 50, Fax 0 24 74 / 99 39 60,e-Mail: office@druckwelt.net


EifelDas kleine GlückSprachlosigkeit und Staunen macht sich unter den Kindern und ihren Omasbreit, die angereist sind, um in der Bonbonmacherei live mitzuerleben, wiedas eigentlich genau funktioniert mit dem Bonbonmachen. Längst brodelt einGemisch aus Wasser, Bonbonsirup, Honig und Zucker im großen Kupferkessel vorsich hin. Mucksmäuschenstill und mit großen Augen umringt die Besucherschardie Arbeitsfläche und hängt erwartungsvoll an Hartmut Gerhards‘ Lippen. In allenFarben und mitreißend zu erzählen, darauf versteht sich der Mann im lila Overallund pinkfarbener Baskenmütze bestens. Ein gutes Bonbon braucht Geduld. DochLangeweile kommt in keiner Phase der Vorführung auf. Er versteht es, die Zeit mitallerlei Geschichtchen zu verkürzen. Das kleine Glück, das Deutschlands einzigermobiler Bonbonmacher auf die Gesichter seiner Besucher zu zaubern vermag,begleitet ihn tagtäglich. Aus dem Inneren seines Zirkuswagens heraus, mit demer die vielen Märkte quer durch die Republik bereist, bei Firmenevents für die ergebucht wird und bei den Vorführungen in seiner Bonbonmacherei. Sein ausgefallenerBroterwerb führte ihn bereits in Fernsehstudios quer durch alle Sender, wiebeispielsweise zu Spiegel TV oder Günther Jauch & Co. Ob er zusammen mit TimMälzer kocht oder im roten Oldtimer der Sendung „Wunderschönes NRW“ durchdie Eifel fährt, in der er seine Bonbonmacherei seit 25 Jahren betreibt – immerkann er begeistern und Lust machen auf mehr. Hartmut Gerhards ist damit sicherDeutschlands bekanntester „Geheimtipp“.Goldmedaille für die „Eifelbrocken“Bevor die kleinen Bonbons in die Münder seiner Besucher wandern können, mussseine Bonbonmasse langsam auf 118 Grad erhitzt werden – egal ob er seineklassischen Himbeerbonbons und Zitronenscheiben, Anis- und Lakritzbonbons,Goldnüsse oder Blockmalz herstellt. Aber nicht nur Altbewährtes geht aus seinerKüche. Neben Rotwein-, Sesam- und Schlehenbonbons kreierte er seine unvergleichlichen„Eifelbrocken“, die er sich hat patentieren lassen. Seine eingetrageneMarke brachte ihm sogar eine Goldmedaille vom Institut für Back- undSüßwaren aus Weinheim ein. Seine neueste Kreation sind Sanddornbonbonsaus Amerika – natürlich ein Naturprodukt. Hartmut Gerhards erzählt gerne ausseinem Leben und von seinen Erfolgen – nicht ohne immer einen Blick auf seingerade begonnenes Süßwerk zu werfen.der Himbeersirup gut untergerührt. Ruck-zuck klappt er die Masse wie Papiermehrmals zusammen. An einen großen Haken gehängt, muss das zähe Gebildegedreht und gezogen werden. Je nach Bedarf wird es noch schnell mit einerandersfarbigen Masse vermischt. Die Anstrengungen sieht man Hartmut Gerhardsnicht an. Sein Lächeln weicht dabei nicht einer in Falten gelegten Stirn. Ein wenigSchweiß wegwischen und weiter geht’s. Schnell trägt er die Masse zu seinerantiken Walze, für die er die unterschiedlichsten Formen besitzt. Besonders dieKinder rücken näher, um bloß nichts zu verpassen. Mit einem Kurbelrad drehtder Bonbonmacher die Masse durch die Walze. An ihrem Ende spuckt sie einHimbeerbonbon-Brett aus. „Finger weg! Die Klümpchen sind noch weich undmüssen erst abkühlen bevor genascht werden kann“, bremst er die Kinder,die es kaum erwarten können, eine der kleinen roten Süßigkeiten zu stibitzen.Doch rasch sind sie erkaltet und lassen sich herausbrechen. „So, jetzt kannprobiert werden“, erlöst er seine Besucher, die mächtig mit ihrem Speichelflusszu kämpfen haben. Eine andere Masse gießt er in kleine Einzelformen, stecktHolzstiele oben hinein, öffnet die Formen und präsentiert leckere Lutscher. Miteinem breiten Grinsen reicht er den Kindern Lutscher mit unterschiedlichstenMotiven. Hähne, Pferde, Herzen, sogar kleine Weihnachtsmänner, wandern alsappetitliche Lutscher in den Besitz seiner kleinen Zaungäste. Erfüllt von demgerade Erlebten erklären die Kinder und ihre Großmütter, dass sie ihren Besuchin der Kesternicher Bonbonmacherei, direkt gegenüber der Pfarrkirche, sofortweiterempfehlen werden. Peu á peu entwickelt sich die kleine Eifelortschaft derGemeinde Simmerath zu einer Art Wallfahrtsort in Sachen Bonbons.Jeder Handgriff muss sitzenMit einem Pinsel fettet er das große Blech ein, gibt ein Bienenwachs-Butter-Ölgemisch unter die fertige Bonbonmasse, das verhindern soll, dass sie festklebt.Plötzlich verstummen seine Plaudereien, denn nun ist seine ganze Konzentrationgefordert. Jeder Handgriff muss sitzen, denn ab jetzt geht alles Schlag aufSchlag. Die heiße Bonbonmasse wird auf dem großen Blech flach verteilt und


EifelIn der Alchemistenküche von Hartmut Gerhards wird nur "süßes Gold" hergestellt.Nostalgisches modern vermarktetRückblickend ist Hartmut Gerhards froh, vor fast einem Vierteljahrhundert denAusstieg zum Einstieg in sein neues Leben als Bonbonmacher gefunden zuhaben. In seinem ersten Beruf als Groß- und Einzelhandelskaufmann wurde erdamals zunehmend unzufrieden. Diese Tatsache und viele andere Zufälle triebenihn dazu, seinen ganz eigenen Traum zu leben. Erst als Test gedacht, dann vomErfolg überrascht, nahm er die zuvor wiederentdeckten alten Bonbonformenseines Großvaters, fasste sich ein Herz und begann mit dem Siegeszug seinernostalgischen Leckereien. Obwohl er seine Affinität zur guten alten Zeit nichtverhehlen kann, weiß der Liebhaber frankophiler Lebensart durchaus erfolgreichmit den vielen Möglichkeiten einer modernen Kommunikationsgesellschaftumzugehen. Er hat ein Gespür dafür, was bei den Menschen gut ankommt.Auf seiner eigenen Homepage können Interessierte die Süßigkeiten ihrer Wahlonline (www.bonbonmacher.com) bestellen. Die Vermarktung seiner Produktebei bekannten Firmen wie Schrader Tee oder Manufactum bewertet der Hobby-Schafzüchter und leidenschaftliche Motoradfahrer zu Recht als Ritterschlag.Auch seine Präsentprodukte für kleinere Firmen und mittelständischeUnternehmen sind ausgesprochen gefragt. Statt der üblichen Flasche Wein fürMitarbeiter und Kunden zum Jahreswechsel sind seine Bonbonkollektionen inhübschen Metallschatullen eine ideale Alternative. „Richtig individuell werdenunsere Präsentboxen durch das Bekleben von Firmenlogos und ähnlichem“,so Hartmut Gerhards, der mit flinken Bewegungen die Arbeitsflächen für dennächsten Event reinigt. Denn bei aller Gemütlichkeit, die der Mann ausstrahlt:Müßiggang ist nicht sein Ding. Ob er noch Wünsche und Ziele im Leben hat?Eindeutig ja! „Ich würde gerne meine Bonbons nach Amerika bringen. Amliebsten in die Gegend um Los Angeles. Mal abgesehen davon, dass ich da Landund Leute mag, könnte ich dort mit meinem Motorrad in der unendlichen Weitedas Land richtig kennenlernen.PEUGEOT WARTUNGWer kennt sich besser aus mit Ihrem Fahrzeugals die Profis vom PEUGEOT Service?Das Angebot der PEUGEOT Wartung gilt bis zum31.12.2013 für alle PEUGEOT Benzin- und Diesel-Modelle ab Modelljahr 1990, außer J5 und 4x4.Füllmengen und Teile sowie über den Umfang derPEUGEOT Wartung hinausgehende Zusatzarbeitenwerden gesondert berechnet.KOMPLETTPREIS-ANGEBOTmit allen vorgesehenenKontrollen nachHerstellervorgabe.€ 79,–inkl. LangzeitmobilitätAutohaus Müllejans OHGPeuGeOt VertrAGSPArtNerNideggen-Schmidt · Heimbacherstr. 17Tel.: 02474/93010


14EifelPastinaken, Schwarzwurzel & Co.Lecker und voller Power: Gemüseraritäten wiederentdeckenAus vielen Geschäften sind sie seit langemverschwunden. Wer Schwarzwurzel,Pastinaken oder Mangold sucht, gehtam besten in den Biohandel. Hier habendiese „Raritäten“ schon längst einen festen Platzim Gemüsesortiment erobert und sind im Angeboteines Bioladens nicht mehr weg zu denken.Besonders im Winter, wenn das Gemüseangebotzum größten Teil durch Importe ergänzt wird, bietendie Klassiker eine vitamin- und wertstoffreicheAlternative und sorgen für köstliche Abwechslungzu den „üblichen Verdächtigen“ wie Blumenkohl,Möhre und Tomate. Auch im Gemüseanbausind diese Kulturen wichtig für eine vielfältigeFruchtfolge.Schmelzkohlrabi: die raue Schale lässt zwaralles andere, als einen zarten Kern vermuten, aberdurch die Züchtung wurde der Anteil an hartenFasern auf ein Minimum reduziert. Kohlrabi stammtübrigens aus unseren Breiten und ist hier seit gut500 Jahren bekannt und beliebt. Während der kleineBruder im Sommer nur wenige Wochen bis zur Erntebraucht, steht der, auch Superschmelz genannte,Winterkohlrabi gut sechs Monate auf dem Feld.Wurzelpetersilie: zur Familie der Möhre gehörtauch die Wurzelpetersilie. Im Gegensatz zurSchnittpetersilie bildet sie eine fleischig verdickteWurzel, die wegen ihres besonders würzigen Aromashervorragend für Suppen und Eintöpfe geeignetist. Der Vitamin C-Gehalt liegt mit 41 mg/100 gim guten, mittleren Bereich. Der Gehalt im Blatt istallerdings viermal höher, hier reichen schon 30 g umden Tagesbedarf zu decken. Bemerkenswert ist nochdie besonders günstige Konstellation von Eisen undVitamin C, die dafür sorgt, dass Eisen für den Körperbesser verfügbar ist.Schwarzwurzel: sie wird auch Spargel deskleinen Mannes genannt. Durch ihre Frosthärte istsie auf dem Feld überwinterbar und kann bei geeignetemWetter geerntet werden. Erntebeginn ist derOktober. Außer dem Gehalt an Mineralstoffen undVitaminen enthält das leichtverdauliche Gemüseauch Inulin, einen für Diabetiker besonders geeignetenZucker, der wenig Glucose enthält. Wegenihres Milchsaftes, der die Hände dunkel färbenkann, ist die Schwarzwurzel aus vielen Küchenverbannt. Wenn man die Wurzeln in Essigwassereingetaucht schält, bleiben Hände und Küchengerätsauber. Leicht vorgekocht kann man die Haut auchabziehen. Schwarzwurzeln lassen sich zu vielenGerichten verarbeiten, so z. B. zu Suppen odergekochten Gemüsebeilagen. Blätter oder Wurzelkönnen als Salat verwendet werden.Pastinaken: die enge Verwandte von Möhre undPetersilie war bis zum 18. Jahrhundert ein wichtigesGrundnahrungsmittel bis sie von Kartoffel und Möhreverdrängt wurde. Dabei übertrifft der Wertstoffgehaltder Pastinake den der Möhre besonders im VitaminC- und B6-Gehalt. Geschmacklich liegt sie zwischenMöhre und Petersilie mit würziger, leicht maggiartigerNote, manchmal auch süßlich nussartig. In Englandwerden sie sogar in bestimmten Kuchen mit gebacken.


15EifelAnzeigeFür die Ernährungnur das BesteFelix Matterne und seinBio-Supermarkt VitalAachen.Sein Erfolg macht deutlich, dass er wie kaum ein andererweiß, wovon er spricht und was er tut: kein Name in Aachenund Umgebung steht so deutlich für gesunde und frischeErnährung, kompetente und freundliche Beratung wie Vitalund Felix Matterne. „Mit unserem Bio-Supermarkt leisten wireinen Beitrag zu einer gesunden, gerechten und sozialen Welt.Die Menschen stehen im Mittelpunkt unseres ganzheitlichenDenkens und Handelns. Seit 29 Jahren bieten wir in angenehmer Atmosphäreein breites Sortiment an hochwertigen Bio-Produkten mit guter Beratung undfairen Preisen an“, umschreibt der Aachener Pionier in Sachen biologischeErnährung seinen Supermarkt. Auf insgesamt 420 qm² Verkaufsfläche präsentiertFelix Matterne ein Sortiment, wie es weit und breit wohl einzigartigist. Die Angebotspalette umfasst über 5.000 verschiedene Produkte. DieAktivitäten des Bio-Supermarkt Vital fördern Bio-Höfe und -Plantagen in allerWelt. Regionalität hat Vorrang. „Wir leisten unseren Beitrag, dass unsereKinder und Kindeskinder in einer umweltfreundlicheren Welt leben können.Unser Tun ist ökologisch, ökonomisch, sozial und ethisch im Gleichgewicht“,so die Philosophie von Felix Matterne weiter.Käse – SchlaraffenlandDie gerade neu gestaltete Käsetheke bietet mit über 120 Sorten das größteBio-Käsesortiment in der ganzen Euregio. Zum mit der Zunge schnalzen:Pecorino Sardo Dolce, Ricotta al forno, Andalusischer Ziegenkäse „Zuheros“,Reblochon de Savoie A.O.C., Bündner Alpenkräuter Bergkäse, MarulerWalserstolz Bergkäse, Brie de Meaux A.O.C. oder Splüngener Passkäse –im Bio-Supermarkt Vital bleibt kaum ein Wunsch offen. Ein besonderesAugenmerk legt Felix Matterne auf die Auswahl bei Ziegen- und Schafskäsesowie Laktosefreie Käsesorten.Bio-Supermarkt VitalJakobstraße 210 – 21252064 AachenTelefon 0241 / 56 87 89-0Telefax 0241 / 56 87 89-1info@biomarkt-vital.dewww.biomarkt-vital.deMo – Fr 7.30 – 19.30 hSa 7.30 – 14.00 h


16EifelEine lichterlohe Auszeit vom Alltag:Rursee in Flammen!Simmerath.Wie in jedem Jahr im Juli stehen die malerischenNordeifelorte Rurberg und Woffelsbach wieder imZeichen jenes Ereignisses, das traditionell einige zehntausendMenschen aus nah und fern in seinen Bannzieht. In diesem Jahr findet das illuminierte Spektakelvon Donnerstag, 25. bis Sonntag, 28. Juli statt.Bereits zum Auftakt des Rurseefestes locken die Springburgen und Karussellsam Rurberger Seeufer und entlang des Woffelsbacher Randweges vieleFamilien an den Rursee. Im Laufe des Nachmittags finden dann Konzerte anbeiden Seeuferstraßen statt. Und auch für das leibliche Wohl der Rurseefest-Besucher wird durch Ausschank und Grillen im Freien sowie durch Stände mitSpezialitäten am Seeufer bestens gesorgt.Samstags ab 22.30 Uhr Seeuferbeleuchtung und Festbeleuchtung der Häuser inWoffelsbach und Rurberg, abgerundet durch den farbenprächtigen Lichterglanzder zahlreichen illuminierten Segelboote und Fahrgastschiffe. Die absolutenHöhepunkte des Samstagabends sind aber zweifellos das Höhenfeuerwerküber dem Rursee in Rurberg um 22.35 Uhr und das Feuerwerk in der Seemittein Woffelsbach um 23.15 Uhr. Nach dem Verlöschen des letzten buntenFeuerfunkens ist das Fest noch lange nicht beendet, denn das pulsierendeTreiben an den Seeuferstraßen beider Orte garantiert gute Unterhaltung bis indie späte Nacht hinein.


17EifelVossenack hat Zukunft –auch ohne GoldmedailleVossenack.Für Vossenack hat es imBundeswettbewerb „Unser Dorf hatZukunft“ leider nicht für „Gold“gereicht. Allerdings ist „Bronze“für den 2500-Einwohner-Ort imKreis Düren, angesichts der großenKonkurrenz ein durchaus beachtlicher Erfolg.Aus Nordrhein-Westfalen hat es nur der OrtThier im Oberbergischen Kreis zu Gold gebracht.Dem Bundeswettbewerb war vorab einLandeswettbewerb vorausgegangen. Dabeierreichte Vossenack eine erfolgreiche und vielversprechende Platzierung unter den besten24 Orten. Jeder einzelne Ort der sich bewarb,hatte selbstverständlich viel zu bieten. „Wirsind natürlich sehr enttäuscht“ so BrunoLinzenich von der Dorfgemeinschaft Vossenack.Dennoch ist man sich einig, dass man guteKonzepte für die Zukunft hat. Nun geht dieArbeit in der Dorfwerkstatt weiter. Es gilt dievielen Ideen und Dinge, die in diesem Kreiseentwickelt wurden, nun auch umzusetzen. Mitdem Bundeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ehrt das Bundesministerium für Ernährung,Landwirtschaft und Verbraucherschutz bürgerlichesEngagement für eine lebenswerte Zukunftauf dem Land.Die Dorfentwicklung dient den Bürgerinnen undBürgern in ländlichen Regionen als Möglichkeit,sich in einen Entwicklungsprozess, der alleLebensbereiche umfasst, einzubringen. Dörfersollen als eigenständige Wohn-, Arbeits-, SozialundKulturräume im dezentralen Siedlungsgefügeerhalten und weiterentwickelt werden. Dabei solldie Eigenart der einzelnen über die Jahrhundertegewachsenen Dörfer gewahrt und denwandelnden Erfordernissen angepasst werden.


18Eifel„Gemeinsam sind wir stark“SV Nordeifel sichert die Zukunft desSimmerather JugendfußballsSimmerath.Auch den Simmerather Fußballvereinen erging es wie den meistenanderen Vereinen: geburtenschwache Jahrgänge, abnehmendesInteresse und weniger Freizeit der Jugendlichen, führten zuelementaren Problemen, die auch beim TSV Kesternich einen geregeltenAblauf unmöglich machten. Sein Vorsitzender Ralf Stollenwerk erklärtebereits im Dezember 2012: „Da wir keine Jugendmannschaft mehr alleinemit Kesternicher Kindern aufstellen konnten, haben in den letzten Jahrendie einzelnen Jugendabteilungen in den meisten Jahrgängen so genannteSpielgemeinschaften gegründet.“ So wie dem Kesternicher Fußballbegeistertenerging es auch den anderen Simmerather Fußballvereinen. Eine grundsätzlicheVeränderung musste her, so viel war klar. Auf Initiative des TSV Kesternich trafensich Ende 2012 die Vertreter der Jugendabteilungen von Roland Rollesbroich,Hertha Strauch, SC Komet Steckenborn, SV Rurberg und SV Einruhr/Erkensruhrsowie dem TSV Kesternich. Das Ergebnis ist großartig und zukunftsweisend.Unter dem Motto „Gemeinsamkeit macht stark“ wird nun zu Beginn derSaison 2013/14 der neu gegründete Jugendfußballverein „SV Nordeifel e. V.“mit aktuell 161 jungen Kickern den Spielbetrieb aufnehmen. Somit wird derjüngste Sportverein der Region mit mindestens elf Jugendmannschaften vonden Bambini bis zur B- oder A-Jugend an den Start gehen. „Wir möchten sicherstellen,dass die Spieler unter besten Trainingsbedingungen und mit den bestenTrainern wettbewerbsfähige Mannschaften bilden können“, erklärte AchimWagemann, Vorsitzender des TSV Kesternich am Gründungstag. Den Vorstanddes SV Nordeifel bilden Achim Wagemann, 1. Vorsitzender, der von Horst Voßen,sportlicher Leiter und Sascha Stiel als Geschäftsführer unterstützt wird. Das Amtals 2. Geschäftsführer bekleidet Josef Dolfen. Kassiererin ist Helga Rönning. DieBeisitzer Lars Jacobs, Sascha Kau und Edgar Nießen komplettieren den neuenVorstand. Andere Vereine folgen dem Beispiel. So auch Germania Eicherscheidt,denn der Verein pflegt seit Jahren und inzwischen im kompletten Jugendbereicheine bestens funktionierende Zusammenarbeit mit dem TV Konzen.Selbstverständlich bleiben die Mitgliedschaften der Kicker des neuen SV auchweiterhin in ihren alten Herkunftsvereinen bestehen – beitragsfrei. Die Beiträgefließen in den neu gegründeten Sportverein. Diese betragen für aktive Mitgliederunter elf Jahren jährlich 60 Euro. Der Beitrag für aktive Mitglieder über 11Jahren beträgt jährlich 96 Euro, wobei ab dem dritten aktiven FamilienmitgliedBeitragsfreiheit eingeräumt wird. Familien mit knappen finanziellen Mittel,werden unterstützt. Neben individueller Förderung, Kooperationen mit Schulen,Aus- und Weiterbildung der Trainer sowie der Schiedsrichterausbildung stehtim Sommer u. a. die Förderung der Trainer in Strauch mit der Ausbildung zurC-Lizenz auf dem Programm. Nun können sich die jungen Simmerather Kickermit hochwertigen Trainingsmaterialien auf gepflegten Sportanlagen für dieSaison 2013/14 warmlaufen. Pünktlich zum Auftakt präsentieren sich dieJungfußballer im neuen Vereinstrikot.


19EifelIn himmlischer Mission –Vossenacker Pfadfinder helfen mitVossenack.„Wir haben nicht oft die Gelegenheit, alle Kinderauf einmal um uns herum zuhaben“, lachen CarinaOgroske, Melanie Ruddies und Brigitte Kersting, dieLeiterinnen der Vossenacker Pfadfinder St. Georg.Im Rahmen der bundesweiten 72 Stunden-Aktionengagierten sich auch die Vossenacker. Insgesamtrealisierten 30 Kinder und 20 Erwachsene dengrößten Wunsch der Pfadfinder im Steinsfeld:ein eigener, stabiler Materialraum. Am erstenTag der Aktion wurde schnell das Fundament derBlockhütte gelegt, das in emsiger Arbeit in denfolgenden 72 Stunden fertig gestellt wurde. Dawurde gehämmert, geschraubt und gepinselt – aberauch gegrillt, getobt und gute Laune verbreitet. DasGeld, das zum Bau nötig war – immerhin 3.000Euro – wurde vorher durch das Altpapiersammelnerarbeitet. Nicht nur die Leiter arbeiteten kostenlos,auch viele Eltern krempelten sich die Ärmel hochoder öffneten ihre Geldbörse. „Der Materialraumwar lange überfällig“ erklären die Leiterinnen. „Soverstellen die vielen Zelte, wenn sie nicht aufgebautsind, nicht mehr unseren Gruppenraum und könnentrocken gelagert werden.“können Kontakt mit dem Vorsitzenden AndreasLenkeit, unter Tel.: 02429 – 908813 aufnehmen.Die 72-Stunden-Aktion startete am Donnerstag,13. Juni, die bundesweite Sozialaktion des Bundesder deutschen katholischen Jugend (BDKJ). In derbislang größten Jugend-Sozialaktion Deutschlandshaben Jugendliche an 4.000 Orten die Weltein wenig besser gemacht. In allen deutschenBistümern engagierten sich 175.000 Menschen insozialen Projekten. Mehr als 100.000 Jugendlichehaben in 3.500 Projekten Menschen geholfen undGott ein Gesicht gegeben. Noch nie zuvor konntenso viele ehrenamtliche Helfer mobilisiert werden.Von der Hochwasserhilfe, zum Wiederaufbauniedergebrannter Häuser, vom bunten Anstrichfür ein Asylbewohnerheim bis hin zum Baumhausfür den krebskranken fünfjährigen Johann. In den72 Stunden zeigten die Jugendlichen ein beeindruckendesBild einer jungen und engagiertenKirche. Auch im Verbreitungsgebiet von „Eifelaktuell“ engagierten sich fast alle Orte. Wirberichten über die Vossenacker Pfadfinder stellvertretendfür den vorbildlichen Einsatz allerBeteiligten.Einmal in der Woche kommen dieVossenacker Pfadfinder zusammen. Inihren „Truppstunden“ geht es oft umdas Thema Wald. Dabei lernen die Kinderund Jugendlichen den richtigen Umgang mit demKompass oder wie man ein Floß baut, Staudämmeanlegt, richtig lecker kocht. Auch Radtouren undKonzentrationsspiele sind sehr beliebt. Interessierte


20EifelKulturfestival der Städte-Region AachenRegion.Elf Events aus Theater, Musik, Kunst undComedy an zehn Orten in der ganzenStädteRegion Aachen lassen kaum Wünscheoffen. Das Festival, das bereits seit Mai amStart ist, kann sich wieder einmal mehr als sehenlassen. Namen wie Katja Riemann, Deine Lakaien,farfarello & rost:licht, Cornelis Voogdt, Philipp Geist– Illumination, Ringo, Andreas Feininger, Signal X,Triggerfinger und Jan Plewka (Selig-Frontmann)sprechen für sich. Wieso gerade diese Akteure – undwarum in dieser Zusammenstellung? Die Antwortist das Kulturfestival der StädteRegion Aachenselbst. Denn es verfolgt mit seiner Philosophie,die im Wesentlichen drei Hauptmerkmale hat,ganz bestimmte Ziele. Seine Ursprünge liegen imStraßentheaterfestival, das der damalige KreisAachen 2004 und 2005 vornehmlich in Monschauhat stattfinden lassen. Die gute Resonanz – auchvon Bürgern der StädteRegion, die fernab des Eifel-Ortes an der Rur etwa in Aachen oder Baesweilerleben – hat schnell zu Überlegungen geführt, dasFestival zu erweitern. Um andere Schauplätze undandere kulturelle Genres.Eine grundlegende Idee war und ist, dass dasKulturfestival, das in seiner heutigen Form anlässlichder Pferdesport-WM in Aachen 2006 seine Premierefeierte, eine Einladung an alle Bürger sein soll, dieStädteRegion umfassend kennenzulernen. Siesollen Anreize bekommen, auch mal in Ecken ihrerHeimatregion zu fahren, die sie vielleicht noch niepersönlich erlebt haben. Die Performances findendaher nicht zentral an einem Ort statt, sondern dezentralisiertüber die gesamte Fläche der StädteRegionverteilt in bevorzugt außergewöhnlichen Locations.Das kann die kleine Kirche in der Eifel sein oder dieriesige ehemalige Fördermaschinenhalle, das kannein Museum in historischem Gebäude sein oder dieAula einer Schule. Hemmschwellen sollen abgebautwerden. Menschen, die Kunst für etwas nicht (Be-)Greifbares halten, setzen sich schwerlich ins Autooder den Bus, um viele Kilometer zu einer Ausstellungzu reisen. Doch wenn die Schau gleich nebenan undobendrein kostenlos zum Reinschnuppern einlädt,wagen vielleicht sogar Skeptiker mal einen Blick –oder Großfamilien, die sich Anfahrt und Eintrittsgelderandernfalls nicht „mal eben so“ leisten könnten. Beivielen Veranstaltungen ist der Eintritt frei, bei einigenwird aus organisatorischen Gründen ein geringerBetrag fürs Ticket fällig. Ein Großteil der Einnahmenhieraus kommt sozialen Projekten zugute, denndas Kulturfestival finanziert sich überwiegend ausFördergeldern und Sponsorenspenden.Alle noch stattfindendenVeranstaltungen des Kulturfestivals2013 auf einen Blick:Andreas FeiningerThat‘s PhotographyEröffnung: Samstag, 6. Juli, 16 UhrKunst- und Kulturzentrum, Austraße 9, MonschauDer Eintritt ist frei, die Ausstellung ist bis1. September zu sehen.Signal XCross-over-Projekt der StädteRegion AachenFreitag, 19. Juli, 20 Uhr (Einlass: 19.30 Uhr)Energeticon, Konrad-Adenauer-Allee 7, AlsdorfTickets: 3 EuroTriggerfinger (!restlos ausverkauft!)LiveSamstag, 20. Juli, 20 Uhr (Einlass: 19.30 Uhr)Zinkhütter Hof, Cockerillstraße 90, StolbergJan Plewka singtSimon & GarfunkelMr. RobinsonFreitag, 6. September, 20 Uhr (Einlass: 19.30 Uhr)Kirche St. Pius, Ahornstraße 12, WürselenTickets: 3 EuroFür ALLE Veranstaltungen, für die ein Ticketnotwendig (und noch verfügbar) ist, kann diesesin Aachen an den Vorverkaufsstellen Klenkes-Ticket im Kapuziner-Karree und Media Store desZeitungsverlags Aachen (Großkölnstraße 56) zuden üblichen Öffnungszeiten gekauft werden.Zusätzlich ist für viele ein Teil des Kartenkontingentsan lokalen Vorverkaufsstellen verfügbar, die beimjeweiligen Termin separat genannt sind.


Eifel21Wie aus 1001 NachtMalerin Muna Götze begeistert auch den OrientNideggen/Riad.Muna Götze (dritte v. links) mit Prinzessin Areej Nasser Al Saud (vierte v. links) auf ihrer Vernissage in RiadWenn Talent, Mut und Glückzusammen treffen, dann könnenauch schon mal Träume wahrwerden. Auch wenn man überErfolg gar nicht nachgedacht hat, so wie die MalerinMuna Götze. Alle Voraussetzungen scheinen bei ihreinfach zusammen zu passen und ziehen positiveEnergien und Entwicklungen an. Dabei begann dieNewcomerin erst vor wenigen Jahren mit der Malerei.Autodidaktisch erarbeitete sie sich eine malerischeQualität, die die Betrachter gleich in ihren Bann zieht.„Beim Malen verliere ich das Gefühl für Zeit undRaum“, erklärt Muna Götze. Nachdem sie Jahrzehntealle Kraft für ihre eigenen und angenommenen Kindereingesetzt hat, begann 2006 die Phase ihrer künstlerischenSelbstverwirklichung, die inzwischen ihrLeben so nachhaltig verändert hat. Ihre Bilder habenin kürzester Zeit eine eigene Intensität und Qualitäterreicht, die begeistert. Lebensbejahend, kraftvollund erfrischend, fern jeglichen Selbstzweifels,verarbeitet die Künstlerin die Erfahrungen ihresbisherigen Lebens. Mit ihrer sehenswerten Kunst gibtdie Malerin dem Betrachter einen Schlüssel an dieHand, mit dem ein Zugang zu eigenen Erfahrungenund Lebensverarbeitungen möglich scheint.Individuell und sehenswertGleich nach ihrer ersten Ausstellung in der Eifelüberschlugen sich die Ereignisse. Sie folgte einerEinladung nach Kuwait und eroberte dort dieHerzen eines erlesenen Publikums, das sich in derdeutschen Botschaft versammelt hatte. Inzwischenhängen viele ihrer Arbeiten in den Palästen somanchen Scheichs. „Einen solchen Erfolg habeich im Traum nicht erwartet“, so die in Gaza-Stadtgeborene Malerin mit österreichischem Pass. Einedarauf folgende Ausstellung in Wien war ebenfallsein voller Erfolg. Neben weiteren Ausstellungen inZarzis (Tunesien) oder diversen deutschen Galerienblieb ihr vor allem eine Einladung nach Jordanien inbester Erinnerung. „Ich wusste, dass die jordanischeKönigin Rania sich sehr für Kinder engagiert. So wares mir eine Herzensangelegenheit, ihr ein Bild zuschenken“, so die Malerin. Erst kürzlich folgte sieeiner Einladung nach Saudi-Arabien. „Es war eineReise ins Abenteuer, eine wunderbare Erfahrung“,schwärmt die Nideggener Künstlerin. Ihre farbenfrohen,großformatigen Bilder hingen sechs Tagelang im „Art Café“ von Prinzessin Areej Nasser AlSaud. Allerdings galt es im Vorfeld viele bürokratischeHürden zu überwinden: um eine Ausfuhrgenehmigungzu bekommen, musste jedes ihrer 29 Bild vermessen,gewogen und aufgelistet werden. Muna Götze, diesich als „Vermittlerin zwischen den Kulturen“ versteht,wurde im Vorfeld auf den speziellen Verhaltenskodexdes Landes hingewiesen. Frauen müssen grundsätzlichim Auto hinten sitzen oder dürfen sich nichtallein mit Männern unterhalten. „Im Vergleich dazuwirken Länder wie Jordanien und Kuwait, in denen ichbereits früher Bilder gezeigt habe, fast europäisch“,so Muna Götze. Ihre Ausstellung „Life-Lines“ inRiad wurde vom deutschen Botschafter Dieter W.Haller eröffnet. Über 70 internationale Gäste warenanwesend und zahlreiche Fernseh-Teams baten diedeutsche Künstlerin zu Live-Interviews. Darüber hinausleitete sie mehrere Workshops an den internationalenSchulen Riads. Ihre Kunst und ihr Engagementbrachten ihr gleich die nächste Einladung ins Saudi-Arabische Königreich ein. Weitere Informationenüber Muna Götze gibt es im Internet unter:www.muna-goetze.de.Geschenke - Spiele - Buchhandlungjetzt auch onlineAlles, außer gewöhnlichÖffnungszeiten:Di. bis Fr. 9-12 Uhr und 14-19 UhrSa. 9-13 UhrMontag geschlossenFindein Vossenackauf www.babalu-ronig.deLos!Home Bücher eBook Hörbücher Download Internationale Bücher Hörbuch Preishits Mehrund bei


22EifelJubiläum 200 JahreKevelaer-Bruderschaft SimmerathZahlreiche Feierlichkeiten zum seltenen JubiläumSimmerath.Die Kevelaer-Bruderschaft Simmerath darf in diesem Jahr das äußerstseltene Fest des 200-jährigen Bestehens feiern. Die ursprünglicheAufgabe dieser religiösen katholischen Bruderschaft bestanddarin, die jährlich stattfindende Wallfahrt von Simmerath zumMarien-Gnadenort Kevelaer am Niederrhein zu organisieren. Nach mündlichenÜberlieferungen, die in Kevelaer niedergeschrieben sind, ist die erste Prozessionbereits 1749 bzw. 1799 auf Grund eines Gelübdes nach überstandenerCholera-Epidemie gegangen. Im Jahr 1913 wurde in Kevelaer vermerkt, dassdie Prozession von Simmerath ihr 100-jähriges Jubiläum feiere. Somit geht manheute von der Gründung der Kevelaer-Bruderschaft Simmerath im Jahr 1813aus. Das ist Anlass genug, um auf eine nicht oft erreichte Vereins-Tradition von200 Jahren zurückzublicken.Die heutige Kevelaer-Bruderschaft Simmerath organisiert weiterhin die jährlicheProzession, woran sich bis zu 200 Pilger aus Simmerath und Umgebung und derGdG beteiligen. Die ersten Wallfahrten waren reine Fußwallfahrten, gefolgt vonkombinierten Fahrten per pedes und Bahn und schließlich - seit Kriegsende ab1948 - mit Omnibussen mit bis zu 270 Teilnehmer. Im Marianischen Jahr 1954wurde die Tradition der Fußwallfahrt zusätzlich wieder aufgenommen und seit2003 im Zweijahres-Rhythmus bis heute fortgesetzt.Darüber hinaus beteiligt sich die Bruderschaft mit ordnungsgemäßem Vorstandin Simmerath mit aktiver Mitarbeit bei örtlichen Veranstaltungen, auch beimKarnevalszug, Prozessionen und Umzügen und ist seit 2006 ordentlichesMitglied im Ortskartell Simmerath. Auch gesellige Veranstaltungen beleben dasbunte Bild der derzeitig 107-köpfigen Bruderschaft. Christian Haas, Vorsitzenderseit 19 Jahren und seit 11 Jahren Präfekt, wird bei der vielseitigen Vereinsarbeitvon weiteren 10 Vorstandsmitgliedern unterstützt.Zu den Jubiläumsfeierlichkeiten im August 2013lädt die Kevelaer-Bruderschaft herzlich ein:01. bis 23. August 2013: Foto-Jubiläumsausstellung in denRäumlichkeiten der Sparkasse06. - 11. August 2013: Fuß-Wallfahrt nach Kevelaer mit ca. 20 Pilgern09. - 11. August 2013: Rad-Wallfahrt nach Kevelaer mit ca. 10 PilgernSo. 11. August 2013: Bus-Wallfahrt der GdG mit fünf großenReisebussen mit Pontifikalamt in der BasilikaKevelaer mit Weihbischof De Jong aus Roermond,NL ,und Pfarrer Michael Stoffels, der auch diegeistliche Leitung übernimmt.Sa., 17. August 2013: Festabend im Saal Wilden mit(19.30 Uhr) Unterhaltungsprogramm und einerLive-Band,mit Ehrungen und einerTombola. Eintritt frei.So.,18. August 2013: Fest-Hochamt in der Pfarrkirche(10 Uhr) St. Johannes der Täufer in Simmerathmit Weihbischof Karl Reger und PfarrerMichael Stoffels, mit anschließendemFrühschoppen im Saal WildenAnmeldungen zur Bus-Wallfahrt am So.,11.8.2013, (16 Euro Fahrpreis) zentralbeim Pfarramt Simmerath unter Tel. 02473/1257, ab sofort bis 02.08.2013möglich . Für Schmidt bei Anna Cremer, Tel. 02474/1479.Weitere Infos : Erwin Finken, Tel. 02473/1788, E-Mail: Erwin.Finken@t-online.deText: Erwin Finkenwww.landhaus-solchbachtal.deZum Solchbachtal 1, Stolberg Zweifall, Tel.: 02402-7657600Dienstag & Mittwoch Ruhetag


23EifelDie Denervation des Hüftgelenkesbeim Hund — eine häufig praktizierte operative MethodeErkrankungen des Hüftgelenkes tretenbei verschiedenen Hunderassen unterschiedlicherGröße auf. Sehr oft werdenHunde von der Hüftgelenksdysplasie(HD) betroffen. Zur Behandlungdes genetisch bedingten Leidensstehen sowohl konservative als auch chirurgischeMaßnahmen zur Verfügung. Jede operative Methodehat ihre eigene klinische und röntgenologischeIndikation. Die Denervation des Hüftgelenkes wirdbei Patienten angewandt, die entweder nur eineDysplasie des Hüftgelenkes haben oder auch beiTieren, die schon eine ausgeprägte Arthrose aufweisen.Das Alter des Hundes ist nicht absolut bedeutend,aber je jünger die Patienten zum Zeitpunkt derOperation sind, desto günstiger ist die Prognose. Beidieser Methode werden bestimmte Nervenäste, diefür die Schmerzempfindung im Bereich der Hüfte verantwortlichsind, chirurgisch durchtrennt. Außerdemwird die Knochenhaut (Periost) am Gelenkrandungefähr in einer Breite von einem Zentimeterabgetragen.Der Vorteil dieser Operation anderen chirurgischenEingriffen gegenüber ist, dass am Hüftknochen keineSägeschnitte erfolgen müssen und gegebenenfallsbeide Hüftgelenke in einem Narkoseverfahrenoperiert werden können. Statistisch gesehenwerden etwa 85 Prozent der Hunde beschwerdefreiund bei ca. 15 Prozent können erneut Schmerzenauftreten. Somit ist die Denervation ein sehrbewährter und empfehlenswerter chirurgischerEingriff bei der Hüftgelenksdysplasie ohne oder mitsekundären Arthrosen.Dr. med. vet. Laszlo Hornyak


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