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NicoHe
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Ausgabe 013 Nordeifel - Juli bis August 2014kostenloszum MitnehmenEifelLernort Natur -MonschauKADE -EifelmalerMensch & Tier:Nutztier-Arche HugotDas Lokalmagazin für Monschau, Roetgen, Simmerath,Nideggen, Heimbach, Hürtgenwald, Kreuzau und Umgebung


2EifelEditorialLiebe Leserinnenund Leser,Sommer und Ferien stehenunmittelbar vor der Tür und dieEifel zeigt sich in vielen Städtenund Orten rund um den Rurseeund der Rureifel bestens gerüstet, um dieBevölkerung und die vielen touristischenGäste mit zahlreichen unterschiedlichenVeranstaltungen bestens zu unterhalten.Bei so vielfältigen Angeboten bleibt kaumZeit übers Wetter zu schimpfen. Wer die Eifelkennt, weiß längst, dass es kein schlechtesWetter, sondern nur schlechte Kleidung gibt!Völlig unabhängig von den Wetterverhältnissen ist der Lernort Natur, der direktam Handwerkerdorf Monschaus gelegen, eine wahre Fundgrube rund umThemen wie Natur und Tierwelt ist. Für kleine und große Gäste gleichermaßenist ein Besuch dieser großartigen Ausstellung mit sachkundiger Führung einekurzweilige Bereicherung. Man muss die Feste feiern, wie sie fallen! Die BergerBevölkerung, die Feuerwehr und Vereine haben wieder einen rundum gelungenesFeuerwehrfest und einen Straßenflohmarkt auf die Beine gestellt. Vor der Inklusionbedarf es auch des persönlichen Engagements von Ehrenamtlern. Das Helena-Stollenwerk-Haus in Simmerath ist seit Jahren Lebensmittelpunkt vieler Schwerst –und Mehrfachbehinderter junger Menschen. Neben den vielen angebotenenAktivitäten des Hauses, sind die Bewohner auch auf private Einzelbetreuungenin der Freizeit angewiesen. Eifel aktuell möchte Sie, werte Leser und Leserinnen,für diese Aufgabe sensibilisieren. „KADE“ nennt sich eine Künstlergruppe, die seitJahren die Eifel mit ihrer Kunst bereichert. Wer sind diese Menschen und wofürstehen sie? Noch bis in die Nachkriegsjahre gehörte der deutsche SchriftstellerB. Traven zu den meistgelesenen Autoren der Welt. Im Junkerhaus in Simonskall,in dem der Autor von „Das Geisterschiff“ oder „ Der Schatz der Sierra Madre“im ersten Drittel des vergangenen Jahrhunderts für eine kurze Zeit lebte, findetaugenblicklich eine interessante Ausstellung über sein Leben und sein Lebenswerkstatt. In der Heimbacher Galerie Augenweide dreht sich alles um die Ähre. Künstlerund Künstlerinnen verdeutlichen mit ihren unterschiedlichsten Kunstwerken dieBedeutung des Getreides für die menschliche Kultur. Gleich drei eigenständigeVeranstaltungen zu der Gemäldeausstellung der indischstämmigen Ärztin undMalerin Harpreet Sodhi begeisterten Kunstliebhaber im Monschauer Aukloster.Literatur, Musik und Tanz standen an drei Veranstaltungen der symbolträchtigenMalerei im Dialog. Das traditionelle Mühlenfest der Historischen Senfmühle inMonschau sorgte für jede Menge Mühlenzauber. Die Eicherscheider Germaniabereitete den Kindern der Tagesstätte Brummkreisel eine unvergessliche Zeit im„Dschungel“. Für die Schmidterin Gabi Emondts wirkt die Schönheit der Eifelansteckend und inspirierend. Mit bereichernden Sinnsprüchen versehen, habenihre Fotografien etwas ansteckend Positives. In Höfen setzten sich Melanie undAndreas Hugot auf ihrem Hof für aussterbende Nutztier-Rassen ein und lebendamit ein sinnvolles und fürsorgliches Miteinander von Mensch und Tier.Wir wünschen Ihnen bei der Lektüre von Eifel aktuell wieder viel Vergnügen.Herzliche GrüßeBert van Londen (Chefredakteur Eifel)


4EifelNatur begreifen, Wald erlebenLernort Natur: Auf Entdeckungsreise im ErlebnismuseumMonschau.Mit Hermann Carl wird das Lernen zum ErlebnisWie sieht der Lebensraumdes Bibers aus und wasmacht der Fuchs imHühnerstall? WelcheTiere leben unter derErde und was tun sieda? Was macht das Schaubienenvolk hinter derGlasscheibe? Wie fühlt sich ein Schafsfell an undwie riecht ein Wildschein? Wie schwer ist der gefülltePansen eines Hirsches und wer möchte nicht zuguter Letzt noch in die Augen eines Löwen blicken?Wer sich darüber beschwert, dass heutzutageviele Kinder glauben, dass Kühe lila sind oderdie Milch aus Tetrapacks kommt, der kannzumindest in seinem privaten Umfeld etwasaktiv dagegen tun. Das Erlebnismuseum amHandwerkerdorf in Monschau hat ein idealesRezept, Kindern und auch Erwachsenen, dieNatur und Tierwelt erlebbar und begreifbar zumachen, ohne dabei den moralischen Zeigefingerzu erheben. Langweiliges Betrachten war gestern.Im Naturmuseum können Besucher die Naturerleben. Schon beim Eintreten in den Lernort Naturwerden die Besucher gleich mit Vögelgezwitscherempfangen. Das fokussiert die Sinne sofort aufdas Wesentliche und lässt die inzwischen weitverbreitete Unkonzentriertheit der Menschendirekt am Eingang zurück. Ab dann geht es umdas, wofür in unser Mediengesellschaft, die immermehr dem „Gott der digitalen Eindimensionalität“huldigt, kein Platz mehr scheint: die Kinder könnenselbst agieren, schauen, riechen, fühlen und somitbegreifen, wie das eigentlich alles funktioniert.Mit der Natur und den vielen Lebewesen in ihr.Dreidimensional, versteht sich! Unter Führungund Anleitung des Diplom-Naturführers HermannCarl wird so manches Naturgeheimnis gelüftetund man merkt schnell, dass Lernen richtigSpass machen kann. Dabei beschränkt sich dasErlebnismuseum in seinen Ausstellungsweltennicht nur auf die heimische Fauna und Flora. DieBergwelt, wo Murmeltiere und Gemsen zu Hausesind oder das exotische Afrika und der Lebensrauman Meeresküsten gehören genauso auf denStundenplan und werden eindrucksvoll in Szenegesetzt. Über 1.000 Präparate sowie Führungenund Programmmodule für Gruppen, Führungen fürBlinde, Gehörlose und Behinderte in den SprachenNiederländisch, Französisch und Englisch, gerneauch ins Monschauer Umland und zahlreicheandere Veranstaltungen für Klein und Groß, rundendas Angebot ab. „Wir wollen erreichen, dass Kinderund Erwachsene begreifen, dass alles Leben aus derNatur heraus entsteht. Dass es uns Menschen nurgut gehen kann, wenn es der Natur und unserenMitgeschöpfen gut geht. Wir dürfen die Natur zwarlenken, aber es geht um einen vernünftigen undkeinesfalls um einen maßlosen Umgang mit ihr“,verdeutlicht Hermann Carl den pädagogischenHintergrund seines Engagements.Rollende WaldschuleSeinen Ursprung hatte das Erlebnismuseum in derbekannten „Rollenden Waldschule“, die HermannCarl seit 20 Jahren und bis heute betreibt. Der„Lernort Natur in Klein und auf Rädern“ konnte indiesem Zeitraum insgesamt 250.000 Kinder unterrichten.Dazu kommen unzählige Veranstaltungenbei Festen und Feiern. Und das in der ganzenStädteregion und dem benachbarten Ausland.Hermann Carl hat einfach viel zu tun. Das Interessean seiner didaktischen Vermittlung der Natur istriesengroß. Gerne erinnert er sich daran, wie erim Auftrag des Deutschen Jagdschutzes mit seinerRollenden Waldschule eine Woche lang im Foyerdes Europaparlaments in Brüssel stationiert war.


Eifel5In der Waldschule geht es ums Lernen mit allen SinnenAber irgendwann hatten sich so viele Präparateangesammelt, dass ein großer Raum her musste.„Tausend Präparate sind eine ganze Menge“, soHermann Carl. Und täglich kommen Dank vielerSpenden neue dazu. „Unsere Präparate wurdennicht von Jägern erlegt. Die Tiere sind alle eines‚normalen Todes‘ gestorben und wurden uns ausNachlässen zur Verfügung gestellt. Auffällig ist,dass keines der so zu Schau gestellten Tiere diewoanders oft gesehene Unnatürlichkeit aufweist. ImGegenteil. Die Tiere wurden im Aufbau, genau wiees in der Natur zu beobachten ist, in Interaktion mitweiteren Tieren ihres natürlichen Umfeldes gesetzt.„Aber durch unsere Führungen und Erklärungen,wird die Ausstellung erst richtig lebendig“, weißHermann Carl aus langer Erfahrung. Damit dasgroße Unterfangen, der Lernort Natur, funktionierenkann, besteht das Team zum einen mit HermannCarl und dem Fisch- und Wasserexperten HeinzHallmann aus zwei fest angestellten Mitarbeiternsowie aus 20 ausgebildeten Naturführern, zertifiziertenWaldführern, Waldpädagogen und Jägern,die alle ehrenamtliche Führungen machen. DieIdee für den Lernort Natur kam von der BundesundLandesjägerschaft. Das Erlebnismuseum, dasals außerschulischer Lernort der StädteRegionAachen anerkannt ist, steht unter Trägerschaft derKreisjägerschaft Aachen Stadt und Land e. V., diediesen wichtigen Beitrag zum besseren Verständnisunserer Schöpfung auch finanziert.ErlebnismuseumLernort NaturBurgau 1552156 MonschauTel.: 02472 – 98 77 - 530 / - 531Fax: 02472 – 98 77 – 540info@erlebnismuseum-lernort-natur.dewww.erlebnismuseum –lernort-natur.de


6EifelEin gelungenes Fest für groß und kleinFeuerwehrfest und Dorftrödel in BergBerg.Es ist einer der dörflichen Höhepunkte in Berg: das Feuerwehrfestund der Dorftrödel. Ihre Zusammenarbeit bei der Organisation undDurchführung des Festes feierte eine gelungene und eindrucksvollePremiere und soll künftig fortgeführt werden.Zwischen Frankenstraße, Kirchstraße, Im Pesch und Auf der Komm hatten vieleAnwohner ihren Trödel vor den Häusern und Vorgärten einladend drapiert unddem Gästeansturm zum Kauf angeboten. Das große Angebot von altem Porzellanüber Second Hand Kleidung, Spielsachen und Tonträgern bis hin zu antikemSteingut und Schmuck war sehr breit gefächert und so manches Kleinod wechselteseinen Besitzer. Der Geschichtsverein Nideggen veranstaltete per Pedelecs eineinformative und unterhaltsame Führung durch den geschichtsträchtigen Ort.Dabei war die Kirche ein Anlaufpunkt. Interessante Hintergrundinformationen gabes auch zu den vielen Wegekreuzen, die in und um Berg aufgestellt sind. Einmalmit einem Feuerwehrauto unterwegs sein – diesen Wunsch erfüllte die Feuerwehrden Kindern. Auf der großen Hüpfburg konnten die Kleinen mal so richtig Dampfablassen. Auch für das leibliche Wohl war bestens gesorgt. „Das Zusammenspielaller Dorfvereine war klasse und macht uns Mut, dieses Fest weiterhin jährlichdurchzuführen“, freut sich Ortsvorsteher Manfred Hurtz. Besonders an derZusammenarbeit mit der Feuerwehr möchte man gerne weiter festhalten. Dieführt ihr Feuerwehrfest allerdings traditionell alle zwei Jahre durch. „Deshalbwürden wir uns darüber freuen, wenn sich im kommenden Jahr ein weitererVerein aus Berg mit dem Dorfverein zusammen täte, um die Zukunft dieser für unsso wichtigen Veranstaltung mit zu organisieren und durchzuführen“, wünschensich die Berger und der Dorfverein.


9EifelAnzeige„Unser Gast soll das bekommen,was er sich wünscht.“Hohe Qualität und unvergessliches Wohlfühlambiente:Romantik Landhotel und Restaurant „Zur Ewigen Lampe“Das Romantik Landhotel und Restaurant„Zur Ewigen Lampe“ gehört zuNideggen wie die anderen historischenWahrzeichen der Stadt - so wie die Burgoder das Dürener und Zülpicher Stadttor: Wer dasBesondere, das Außergewöhnliche und einen hohenStandard liebt, fühlt sich bei dem von Arndt Nassgeführten Landhotel gleich wie Zuhause. Mit ebendieser Liebe wurden die sieben Hotelzimmer - jedesganz individuell - neu gestaltet. Alte Bauelementedes Fachwerkbaus wurden mit Stilelementen ausaller Welt und der Eifel geschmackvoll gemischt,und so rufen diese heute mit ihrem urgemütlichenAmbiente und den vielen Kissen zu ein paar Tagen derEntspannung und Besinnung auf. In einer wohligenMelange aus Altem und Neuen, bei einem GlasWein in der Lounge, einem Cocktail, einem frischgezapften Bier an der Bar oder einem gemütlichenAbendessen in der Brasserie mit Kachelofen undaltehrwürdigem Gemäuer oder dem Kaminzimmermit „Heinz Julen’s“ Glaskamin aus Zermatt, könnenin ungezwungener Atmosphäre gut bürgerliche undregionale Köstlichkeiten modern zubereitet – aberimmer selbst und hausgemacht - zu fairen Preisengenossen werden. In urig-gemütlicher Atmosphäreverleben die Gäste einen unvergesslichen Aufenthaltin Nideggen.Insgesamt viermal im Jahr bietet das Haus seinenGästen wechselnde Speisekarten an. Dreimal inder Woche wird die Küche mit frischen Produktenbeliefert. „Wir bringen nur das auf den Tisch,was durch die Jahreszeiten bedingt, frisch aufdem Markt ist“, verrät Geschäftsführer HerbertNass. So verwöhnt Familie Nass mit den Köchen,die auf viele Jahre Erfahrung zurückblicken, ihreGäste beispielsweise mit einer Vorspeise vonhausgebeiztem Gravedlachs auf kleinen Röstiund Dill-Senfsauce, dazu einen Cocktail vonfrischen Flusskrebsen und zum Hauptgang einFilet vom Black Angus Rind mit Riesengarnelenan Cognac-Rahmsauce mit frischem Estragonund Kartoffelkrapfen. Auch Tafelspitz undRinderrouladen nach Hausfrauenart finden sichauf der Speisenkarte. So wird jedes Menü zu einemwahren Hochgenuss. Auch Vegetarier kommen inder „Ewigen Lampe“ voll auf ihre Kosten. Ein großerBlattsalat an Nüssli-Dressing vorweg, gefolgt vonhausgemachten Bandnudeln mit Pfifferlingen undSchnittlauch-Sahnesauce sowie zum Dessert einefrische Auswahl von Beeren mit Bourbon-Vanilleeis,lässt das Herz des fleischlosen Genießers höherschlagen. Sechs hausgemachte Nudelspezialitätenerfreuen sich größter Beliebtheit. „Für unserejungen Gäste richten wir gerne kleine Variationenunserer Speisen an. Wir möchten, dass auchKinder eine Vorstellung von leckerem und gutemGeschmack bekommen“, verrät Herbert Nass.In einer herzlichen Atmosphäre, umgeben vonschönen Dingen, wird die Zeit in der „EwigenLampe“, die gleichsam Ausflugsziel wie Altstadt-Treffpunkt ist, zu einem Erlebnis der besonderen Art.Romantik Landhotel RestaurantZUR EWIGEN LAMPEBahnhofstraße 9 · 52385 NideggenTel. 02427-1252 oder 02427-94090info@ewige-lampe.comwww.ewigelampe.com


10EifelKADE – Die Vielfalt Eifeler Künstlerunter einem Dach19. Werkschau im Heilsteinhaus in Einruhr zeigt große SpannbreiteEinruhr/Region.Am Rursee von Heinz NelessenWer die Natur liebt, der liebt auch die Kunst. Oder umgekehrt.Eines ist aber sicher: Die Eifel ist ein idealer Ort, die Schönheitund Wunder der Schöpfung aus erster Hand zu erleben und zuentdecken. Ursprünglich 12 Künstlerinnen und Künstlern erginges vor 19 Jahren so, als sie sich zu einer Künstlergemeinschaft zusammenschlossen.Sich inspirieren und gegenseitig unterstützen – das war das Ziel der ersten Stunden,dem sich die noch verbliebenen fünf Künstler nach wie vor verpflichtet fühlen. Seitherbereichern sie die Region mit regelmäßigen Ausstellungen, die als eine Art Werkschauzu verstehen sind und viele Liebhaber aus Nah und Fern anziehen. Sieben Künstlerstellen in diesem Jahr Werke ihres kreativen Schaffens im Heilsteinhaus in Einruhrunter Schirmherrschaft der Künstlergruppe KADE aus. Seit der ersten Ausstellung derKADE im Jahre 1996, mit dem Gründer und Initiator, Manfred Schmitz, findet nundie 19. Ausstellung seit Bestehen der Künstlergemeinschaft statt.Zu den Kunstschaffenden gehören auch heute noch zwei Gründungsmitglieder.Zusätzlich zu den festen Mitgliedern gesellen sich bei der kommenden Ausstellungzwei Gastaussteller dazu, die eine Auswahl ihrer Kreativität zeigen: Trude Adler ausAachen sowie Prof. Dr. Michael Grade aus Weilerswist.Heinz Nellessen und Ernst Bernhauser sind als Mitbegründer der KADE nun seit 19Jahren Mitglied. Mit aller Leidenschaft ist Heinz Nellessen der Kunst verbunden,als „Eifelmaler“ bekannt und als ehemaliger Schüler von Paul Siebertz ist er heuteselbst als Dozent tätig. Seine Werke entstehen in der Natur, wo er diese direkt auf dieLeinwand bringt, im Erleben mit der Natur. Sein Atelier ist die Eifel.Für Ernst Bernhauser war es 1986 die Aquarelltechnik und seit 1990 die Pastelltechnik,die ihn begeisterten und mit denen er sich zuerst beschäftigte. Darauf folgtenErnst BernhauserHeinz Nelessen


11EifelVon Maria EngelsDie Mitglieder der Künstlergruppe KADEvon Leo Hinz Leo Hinz von Donata Reinnhardintensive Studien der verschiedensten Techniken, wie z. B. der Flächengestaltung,vergolden und marmorieren. Seine Werke finden sich in zahlreichen Ausstellungenim In - und Ausland.Das Arbeiten und Umgehen mit dem Material Keramik ist die Leidenschaftvon Maria Engels. In den letzten Jahren experimentiert sie gerne im Bereich derSchmauchbrandtechnik mit Naturmaterialien und den verschiedensten Werkzeugenund Hilfsmitteln zur Oberflächenbearbeitung. Die Gestaltungsmöglichkeiten desRakubrandes, Raku - Yaki, einer Technik, die dem Japan des 16. Jahrhundertsentstammt und hier auch ihren Namensgeber, Raku Chojiro findet, ist ein weiteresinteressantes Thema der vielfältigen Arbeiten von Maria Engels.Donata Reinhards Arbeiten sind Objekte, die sowohl ausdrucksstark, wie auchemotionsbezogen mit Acryl – Aquarell – oder Airbrushtechnik von ihr gestaltetwurden. Kreativität in und mit der Suche nach neuen Techniken zeichnen ihrSchaffen aus, begleitet von dem Gefühl, darin Freiheit zu erleben.Für Leo Henz ist ein Leben ohne Stift und Tusche undenkbar. Seine Bilder sindschlicht Ausdruck seiner Freude am Gestalten. Seinen Ursprung hat das künstlerischeSchaffen in Auftragsarbeiten für Freunde, Bekannte oder Vereine.Trude Adler, die in diesem Jahr als Gastaustellerin gewonnen werden konnte,beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit dem Material Ton. Hier arbeitet sievorwiegend figürlich. Sowohl die einfache, schlichte Form, als auch das Arbeiten mitzahlreichen Ausschmückungen bereiten ihr große Freude. So finden die verschiedenenBrenntechniken, passend zur jeweiligen Arbeit, Anwendung. Batiken undaufwändig gearbeitete Bilder in Mischtechnik sind weitere Schwerpunkte ihreskünstlerischen Schaffens.Prof. Dr. Michael Grade, in diesem Jahr Gastaussteller im Heilsteinhaus in Einruhr,zeichnete und schuf seine ersten Aquarelle mit 11 Jahren. Darauf folgte in derStudienzeit eine Phase des Experimentierens. Schwerpunkte sind seit dem Jahr2000, Filigranzeichnungen von Landschaften, Dörfern und einzelnen Objekten. Dazukommen Foto-Collagen, die durch ihre Betonung der Farben und ihren surrealenAusdruck Wirkung finden.Die Vernissage der diesjährigen Werkschau der KADE undGastausstellern findet Sonntag, 17. August 2014 im Heilsteinhaus inEinruhr um 11 Uhr statt und ist bis Sonntag, 31. August 2014 zu sehen.


12EifelRückkehr einer Legende nach SimonskallB. Traven – Dokumentation und Kunstaktion im JunkerhausSimonskall.Noch bis in die Nachkriegsjahregehörte der deutsche SchriftstellerB. Traven zu den meistgelesenenAutoren der Welt. Seine sozialkritischenRomane wurden inviele Sprachen übersetzt und erreichten eineGesamtauflage von 40 Millionen Exemplaren.Seine Lebensgeschichte gleicht der eines freien,rebellischen Menschen, der sich seiner Identitätentledigte, um sich selbst unter zahlreichenPseudonymen neu zu erfinden. Man geht davonaus, dass er Ende des 19. Jahrhunderts inDeutschland geboren wurde und man weiß, dasser im März 1969 in Mexiko-City verstorben ist.Noch heute sind Literaturwissenschaftler,Journalisten und Filmemacher damit befasst,das Rätsel seiner Herkunft und seines wirklichenNamens zu ergründen, um der legendärenSchriftsteller-Figur B. Traven genauere Konturengeben zu können.Ganz auf seine Weise – nämlich mit demHochdruckreiniger - tat dies jetzt der ebenfallsweltweit agierende Dürener Künstler unddiesjährige Kunstpreisträger Klaus Dauven, derden geheimnisumwitterten B.Traven mit einemihm eigenen, scharf konturierten Reverse-Graffitiauf die verwitterte Wand eines alten Schuppensnach Simonskall zurückholte – zumindest für eineZeit lang, bis Flechten und Moose das verloreneTerrain wieder zurückerobert haben. Von dort blicktder Meister der Verwandlung nun hinüber zurhistorischen Kremer-Mühle, wo er als Ret Marutnach der Flucht aus München zusammen mitseiner damaligen Lebensgefährtin Irene Mermetbei den Freunden von der Kalltalgemeinschaft inSimonskall Unterschlupf gefunden hatte. Wegenseiner Beteiligung an der Münchener Räteregierungvon 1919 als Beauftragter für das Zeitungswesen,war er von einem Schnellgericht der siegreichenKonterrevolutionäre bereits zur standrechtlichenErschießung abgeurteilt worden, hatte jedoch mitHilfe eines Freundes noch fliehen können.Aktueller Anlass für die Kunst-Aktion von KlausDauven ist die augenblicklich im JunkerhausSimonskall gezeigte B. Traven-Dokumentation, dienoch bis zum 26. Oktober zu sehen ist. Rund 100Exponate und Schautafeln mit Stationen aus demLeben B. Travens, hat der Lübecker Sammler undPensionär Wolf-Dietrich Schramm dem Junkerhauszur Verfügung gestellt. Schon als Schüler las er dieRomane von B. Traven und „warf seine Karl MayBücher in die Ecke“. Seit dem Jahr 2000 baute erdas B. Traven Archiv auf, das sich inzwischen zumdrittgrößten Archiv der Welt gemausert hat. ImSimonskaller Junkerhaus ist vieles seiner Sammlungzu sehen: Bücher, Original-Briefe, Zeitungsartikel,Bilder, Plakate der vielen verfilmten Romane wiebeispielsweise „Das Geisterschiff“ oder „DerSchatz der Sierra Madre“ und andere persönlicheDinge des Literaten. Zusammen mit Franz Tiedtke,Kurator und Leiter des Junkerhauses, ist sichWolf-Dietrich Schramm einig: „Traven hat seinenStellenwert als politisch denkender, philosophischangehauchter Abenteuerliterat in der Weltliteraturzu Recht. Er schrieb zwar verhältnismäßig simpel,erreichte aber so die einfachen Menschen seiner Zeit.“B. Traven-Lesung inSimonskallHotel TalschenkeSonntag, 17. August / 17 UhrWolf-Dietrich Schrammliest Kurzgeschichten von B. TravenVorher (ab 16 Uhr) bietet Herr Schrammeine Führung durch die Traven-Ausstellungim Junkerhaus Simonskall an.Für die Lesung wird um Anmeldunggebeten, entweder direkt im HotelTalschenke / Tel.: 02429 7153 oder unterinfo@junkerhaus-simonskall.dewww.landhaus-solchbachtal.deZum Solchbachtal 1, Stolberg Zweifall, Tel.: 02402-7657600Dienstag & Mittwoch Ruhetag


13EifelAnzeigeSeit 5 Jahren eine gute Adresse, wenn es um Mode gehtDesigners & Sportsgleich zweimal in SimmerathJahrelange Erfahrung und in Sachen Mode immer am Puls der Zeit –dafür steht Designers & Sports seit fünf Jahren in Simmerath. Dortbieten Martina Ahlbäumer und ihr Team Modebewussten an gleich zweiStandorten eine stets aktuelle Kollektion zeitgemäßer Mode. Währenddas Geschäft gegenüber dem Simmerather Rathaus Mädchen und Damenmodepräsentiert, erobert das Team auf Wunsch der langjährigen Kunden nun seitDezember 2013 an der Hauptstraße die Männerwelt.In den beiden Ladenlokalen lässt es sich optimal und in aller Ruhe stöbern.Bevorzugte Labels sind: Polo Ralph Lauren, HIS, Gin Tonic, Raphaelo Rossi,Joop und HV Polo.Alle Kollektionen sind stets auf Farbthemen abgestimmt. Ein großer Teil desAngebotes umfasst ein Spektrum an sportiven Outfits, aber auch für alle anderenund besonderen Anlässe ist Designers & Sports der richtige Ansprechpartner. Fürdie Kunden ein besonderes Highlight sind die durchs Jahr ständig wechselndenAktionen. Nicht nur der Service und die Beratung stehen bei Designers & Sportsim Vordergrund, sondern auch eine moderate Preisgestaltung. So erhaltenbeispielsweise Schülerinnen und Schüler bei Vorlage ihres Schülerausweises 10Prozent Preisnachlass auf ihren Einkauf.Den 5. Geburtstag feiert Designers & Sports vom 1. bis zum9. August 2014. Zum Jubiläum erhalten Kunden in diesem Zeitraum20 % Rabatt auf Ihren Einkauf.


14EifelKunstvolle Ehre für die Ähre -Künstlerischer Dialog mit Getreide im Pavillon der AugenweideHeimbach.Keine Pflanze hat die Menschheit nachhaltig so sehrverändert, wie das Getreide. Die Anfänge des Getreidesliegen etwa im fünften Jahrtausend vor Christus. Als in derjüngeren Steinzeit die Jäger und Sammler sesshaft wurden,begannen sie Ackerbau und Viehzucht zu betreiben. DieMenschen lernten, die Samenkörner wildwachsenderGräser mit Steinen zu zerreiben, mit Wasser zu einemBrei anzurühren und diesen auf den heißen Steinplatteneiner Feuerstelle zu trocknen oder zu rösten. Jede Hochkultur besitzt ihren ganzeigenen, an die jeweilige Region angepassten Getreideanbau. Die Reiskultur inAsien, die Maiskultur Amerikas, die Hirsekultur in Afrika, die Weizenkultur derRömer und die Gersten- und Roggenkultur der nordischen Völker. Klima, Bodenund landwirtschaftliche Tradition haben jeweils ihre ganz eigenen Formen undBesonderheiten der Kultivierung des Korns hervorgebracht.Für die Heimbacher Künstlergruppe „Augenweide“, die 2005 von den KünstlernPeer Krischbin, Gundolf Roy, Marita Jaeger, Friederike Dorsel (+), Hubertus Zander,Jürgen & Luise Kött-Gärtner und Marion Winkel-Wergen gegründet wurden,Grund genug, sich mit dem Thema künstlerisch auseinanderzusetzen. „Im Namender Ähre“ heißt deshalb ihre aktuelle Ausstellung im Kunstpavillon am Fuße derBurg Hengebach. Für die Künstlerinnen und Künstler steht fest, dass Getreide, dasauf unseren Feldern wächst und gedeiht, bereits seit Jahrtausenden keine natürlichePflanze mehr ist, sondern ein durch menschliche Eingriffe manipuliertes Gras.Getreidesorten sind Varianten und auch Mutationen. Es sind uralte, immer wiederbeeinflusste Kulturpflanzen. Durch Züchtung und Kreuzung nimmt der Menschseit Tausenden von Jahren Einfluss auf den Wuchs der Getreidearten. Dazugehört, möglichst große, möglichst viele Körner zu züchten, die sich als möglichstresistent gegen Klimaschwankungen, Krankheiten und Schädlinge erweisen.„Kunst eben“ ist sich die Künstlergruppe einig. „Da lag es für uns alle nahe,der Ähre mit und durch unsere Kunst die Ehre zu erweisen“, so Peer Krischbin.So inszeniert und präsentiert das Team Zippel & Schmidt (Demeterbäcker JürgenZippel und Getreideforscher und –züchter Patrick Schmidt) Roggen, Hafer,Gerste, Dinkel und Weizen ausgesprochen spannend. Selbstverständlich wurdeaus der Vernissage Anfang Juni eine Kornissage. Unter dem Motto „Kunst ohneKonservierungsstoffe“ zeigt Bernd Nöring „Die Feldherren“, Fotografien, aufdenen ein Mann im schwarzen Anzug mitten in einem endlosen Getreidefeldsteht, Jürgen Kött-Gärtner das Gemälde „Rotter Roggen“, Getreide in Öl undChris Akordalitis stellt in seinem farbenfrohen Bild „Der Ährenträger“ eineseltene Pfauenart vor, deren Kopfschmuck an Ähren erinnert. „Demetra“ heißtdas Ölgemälde von Ilka Meschke, das die altgriechische Göttin des Getreidesabbildet. Weitere ausstellende Künstlerinnen und Künstler sind Angelique mitihrer beeindruckenden Zeichnung „Ährenträgerpfau“, Franz-Josef Kochs mitseinen „Strohmännern“, die symbolträchtig das Getreide in seinen unterschiedlichstenKulturkreisen repräsentieren, Laurenz Bresgen beschwört mit seinen„Weisendeva“ den Getreidegeist und Luise Kött-Gärtner stellt ihre Skulptur„Versuchter Ährenmord“ der Öffentlichkeit vor.Die Ausstellung ist noch bis Mittwoch, 16. Juli, täglich zwischen 12 und16 Uhr zu sehen.OPEN AIR KONZERTSa, 23. August 19.00 UhrEintritt frei!Seniorenheime SchuchIm Vogelsang 6Nideggen


15EifelWas die Welt innen zusammenhältHarpreet Sodhis Spiegelwelten im Dialog mit Tanz,Musik und LiteraturMonschau.Der Ausstellungsort, der Kreuzgang des Auklosters, konnte für diesehenswerte spirituelle Malerei der indischstämmigen Ärztin undMalerin Harpreet Sodhi nicht besser gewählt sein. Groß- undkleinformatige Gemälde in einer der Künstlerin ganz eigenen FarbundFormensprache, schmückten die vielen Wandflächen des Auklosters. Dieindischen Wurzeln ihres künstlerischen und philosophischen Kontextes bereichernund sind nicht zu verleugnen. „Das Andersartige, Fremde in ihren Werken ist unsaber doch auf eine merkwürdige Weise so vertraut, dass es zu uns sprechen kann.Ja es löst sogar aus, dass wir auf eine andere und neue Weise nun unsererseitsvon dem sprechen können, was uns zuinnerst bewegt“, so Dr. Josef Schreier. Diesschien zumindest drei Menschen aus Monschau so ergangen zu sein, die vonHarpreet Sodhis Bilder so berührt waren, dass daraus ein intensiver bildnerischliterarischerDialog entstand, der den vielen ausgestellten Bildern in Form vonGedichten, Lyrik und spirituellen Texten anheim gestellt wurde und die WerkeSodhis um eine weitere Verständnis- und Kunstebene bereichert.Neben den Gemälden und Texten von Dr. Josef Schreier, Vincent Rudolf undJózef Górka, kamen die vielen Gäste der ersten von drei Veranstaltungenauch in den Genuss eines weiteren Bausteins, der den Tiefgang des Daseinsermöglicht, die Deutung der Menschen aus ihren Erfahrungen heraus intuitivzu erfassen: dem traditionellen indischen Tanzes. Dr. Ronald Sequeira führte dasPublikum in allerlei wissenswerten Hintergrundinformationen über Spiritualitätund indischen Tanz ein. „Gerade die klare Sprache des traditionellen indischenTanzes verdeutlicht das, was die Welt (frei nach Goethes „Faust“) innen zusammenhält.Die beiden Tänzerinnen Elisabeth Adenauer und Evelyn Manamayilverzauberten das Publikum mit ihrer Anmut und Präzision.Harpreet Sodhi wurde in Punjab, Nord-Indien, in einer traditionellenArzt-Familie geboren, erwarb dort verschiedene akademische Grade und absolviertein Deutschland ihr Medizinstudium und wurde Ärztin. Die in Monschau-Imgenbroich lebende Künstlerin „infizierte“ sich bereits in ihrer Kindheit mitKunst und Spiritualität. Erst vor einigen Jahren gab sie ihrem Impuls, wiederzu malen, Raum. „Auslöser für meine kreativen Phasen ist immer eine michplötzlich überkommende neue Wahrnehmung der Umwelt, vor allem derNatur, oder Erfahrungen aus der Meditation. Dabei spielt dann für mich dieAuswahl der Farben eine zentrale Rolle. Ich wähle die Farben stets intuitiv aus.In meinem Unterbewusstsein besteht offensichtlich eine Korrelation zwischenBereiteten das Publikum viele Höhepunkte Spartenübergreifender Kunst(von links): Uwe Gäb, Anno Schreier, Sofie Schiffer, Harpreet Sodhi,Josef Schreier, Vincent Rudolf und Jósef Górka.meinen Gefühlen und bestimmten Farben“, so Harpreet Sodhi über sich selbst.Ihr Wunsch, dass ihre Bilder den Betrachter aus den Mühen des Alltags herausin eine lebensbejahende Einstellung versetzen und ihn so zu einer spirituellenErfahrung anregen, scheint voll aufzugehen. Denn für die Künstlerin und alleanderen Beteiligten scheint eines völlig klar: Nur das Spirituelle kann einMenschenleben wirklich erfüllen.„Ist das nicht ein schöner Tag?“, fragte Harpreet Sodhi bei der Eröffnung derzweiten Veranstaltung. Ja, der Tag war schön – vor allem nach den eineinhalbStunden voller nicht alltäglicher Kunst, die berührte und mitnahm in eine Welt derFarben, Klänge und Worte, die allesamt dazu beitrugen, das Leben zu verstehen,es anzunehmen und dabei dessen Sinn zu erfahren. Das, was das Leben imInneren zusammenhält, ist die Spiritualität – diese Erkenntnis war das Ansinnender Künstlerinnen und Künstler und wurde vom Publikum dankbar aufgenommen.Im Wechsel trugen alle, eine Musikerin, ein Musiker, ein Komponist und dreiLiteraten, die alle in Imgenbroich leben, dazu bei, die einzeln vorgestelltenBilder von Harpreet Sodhi in den unterschiedlichen Genres zu interpretieren undzu ergänzen. Von melancholisch über heiter, sphärisch, bedrohlich, wohltuend,meditativ, kraftvoll bis hin zu Augenblicken mit Gänsehautfaktor – der musikalischeBogen der Veranstaltung war weit gespannt.


16EifelMarkus Berzborn am Klavier und Annalisa DerossiZu Harpreet Sodhi’s Bildern “ brachten die Literaten Dr. Josef Schreier, JósefGórka und Vincent Rudolf Lyrik und Poesie zu Gehör und Herz. Die MusikerIngeborg Gäb (Klavier) und Uwe Gäb (Violine) setzten mit ihrem hervorragendenmusikalischen Vortrag und Repertoire ganz eigene Höhepunkte. Mit Werken vonJean-Marie Leclair, Jules Massenet, Fanny Hensel und Efrem Zimbalist habensie Kompositionen gewählt, die nicht nur einen wohltuenden Kontrapunktsetzten, sondern sie beeindruckten auch mit der Qualität ihres Musizierens.Höhepunkt der Veranstaltung war die von dem Musikerehepaar vorgetragenenUraufführung des jungen Komponisten Anno Schreier. Die eigens für dieseAusstellung komponierte Musik „Spiegelbilder – für Violine und Klavier“ trugdie Titel „Grazioso“, „Grave“ und „Vivace“. Der aus Imgenbroich stammendefreischaffende Komponist schreibt erfolgreich für Theater und Opernhäuser, wiebeispielsweise die Oper „Prinzessin im Eis“ für das Stadttheater Aachen. „DerMensch muss ein übergeordnetes Ziel haben – über den Alltag hinaus. Dasvermag die Kunst“, so Dr. Josef Schreier über die Veranstaltungsreihe.Von links: Dr. Josef Schreier, Margareta Ritter, Elisabeth Adenauer, HarpreetSodhi, Dr. Ronald Sequeira, Józef Górka und Evelyn ManamayilAm Sonntag gab es als Abschlussveranstaltung im Bürgersaal eine besonderePerformance der Aachener Tänzerin und Choreographin Annalisa Derossi.Sie interpretierte die Bilder von Harpreet Sodhi in Kooperation mit demImgenbroicher Pianisten Markus Berzborn. Markus Berzborn hatte seinerseitsMusikstücke neuerer Komponisten ausgesucht, die besonders gut zu einzelnenBildern der Künstlerin passten. Die emotionale und expressive Darbietung dieserKompositionen wurden von Annalisa Derossi in eine ausdrucksvolle tänzerischeForm gebracht, die die zahlreichen Besucher der Performance begeisterte. DieTänzerin motivierte die Besucher sogar dazu, den Bürgersaal zu verlassen undmit ihr die Ausstellung im benachbarten Kreuzgang im betrachtenden Gehenvöllig neu zu erleben. Neben Musik und Tanz trug auch die Rezitation vonGedichten, die zu Harpreet Sodhi Bildern entstanden waren, zum Erlebnis desNachmittags bei, der beim Publikum eine enthusiastische Reaktion hervorrief.


17EifelAnzeigeWie ein großes Familienfest„Mühlenzauber“ in der Historischen SenfmühleMonschau.Nicht nur für Monschauergehört das Mühlenfest, das dieHistorische Senfmühle alljährlichzum Deutschen Mühlentag amPfingstmontag organisiert, zuden ersehnten Höhepunkten desSommers. So versprach der Titel der Veranstaltung„Mühlenzauber“ auch in diesem Jahr nicht zu viel.Tolles Wetter, ein feines Unterhaltungsprogrammmit großartigen Künstlern, allerlei Leckereien rundum den Senf, fröhliche Besucher aller Generationen,aufwändige Aufbauten und ein mehr als zuvorkommendesund gutgelauntes Mühlen-Team beschertendem Besucheransturm genussreiche Stunden aufdem Gelände des schönen Firmengeländes an derLaufenstrasse.Überall und in jeder Ecke des weitläufigen Geländeswar für das Fest alles aufgebaut und vorbereitetworden. Die Schlange am Speisenstand mitKöstlichkeiten aus dem hauseigenen RestaurantSchnabuleum wollte die ganze Zeit über nicht kürzerwerden. Die deftigen Gerichte und Snacks passtenideal zum Thema Senf. Wer mochte, konnte sich amWeinpavillon einen Überblick über die große Auswahlan Weinen verschaffen. Auch der Andrang bei denkostenlosen Führungen riss den ganzen Tag nicht ab.Viele Kunden und Freunde des Hauses nutzten dieMöglichkeit, mit Guido Breuer oder seiner TochterRuth Breuer ins Gespräch zu kommen. Vater undTochter genossen das ausgelassene und bunte Treibenum sich herum, obschon es immer eine Menge zuarbeiten und organisieren gab.Edelsteinsieben, Kinderschminken rund um dieUhr, ein Gokartpark, der Clown & Zauberer Pepeund Bungee Jumping für Jugendliche, ließen diejüngeren Gäste voll auf ihre Kosten kommen.Und da für die Kinder keine Langeweile aufkam,bedeutete dies für ihre Eltern, dass auch sie sicheine kleine Weile lang treiben lassen konnten undden Ausflug zur Monschauer Senfmühle genießendurften. Man traf sich, man kannte sich und hatteZeit füreinander. Eben so, wie man sich einensolchen Tag im Idealfall vorstellt.Weitere Höhepunkte fanden auf der Bühne im großenFestzelt statt. Und die konnten sich wirklich sehen undhören lassen. Ob es die A capella Band „Tonträger“aus Koblenz war, die ihr Repertoire stimmgewaltig undhöchst professionell vorstellten oder die KesternicherMusikformation „Die Jecken“ - sie alle trugenmaßgeblich zur guten Unterhaltung und zum Gelingendes „Mühlenzaubers“ bei. Besondere Aufmerksamkeiterhielten die Tänzerinnen und Tänzer des TanzvereinsDash aus Imgenbroich. Voller Lebensfreude undSchwung zeigten sie noch einmal ihre Version desKassenschlagers „Happy“, der derzeit im Internet als„Monschau Happyversion“ große Popularität genießt.Darüber hinaus präsentierten sie eine Tanzformation,mit der sie sich für das TV-Format „Got to Dance“beworben haben. Die Sendung mit dem Beitrag vonDash wird am 17. Juli 2014 bei den TV-Sendern Pro 7und Sat 1 zu sehen sein. Damit Freunde und Fansden Erfolg ihrer Tänzerinnen und Tänzer tatkräftigunterstützen können, gibt es die Möglichkeit auf derInternetseite der Sender für sie zu voten.


18EifelEine Dschungelsafari der FantasieSV Germania schenkte Kindern Zeit und SpaßEicherscheid.Die Dorfgemeinschaft Eicherscheid mit ihren vielen Vereinensteht seit langem unbenommen dafür, sich für Kinder undJugendliche ganz besonders zu engagieren. Nun freutesich die Kindertagesstätte (KiTa) Brummkreisel überdie Einladung des Sportvereins Germania Eicherscheidfür einen Tag der Begegnung. Das vielversprechendeThema „Eine Jeep-Safari durch den Dschungel“ ließ die Augen der Kinder imKindergartenalter strahlen. Ihre hohen Erwartungen wurden dann auch nichtenttäuscht. Sechs Erzieherinnen und 50 Kinder wurden auf dem EicherscheiderSportplatz zünftig mit Dschungelmusik begrüßt. Damit das große Kindergewuselden Hang rauf und runter auch reibungslos von statten gehen konnte, stellte dieGermania noch acht weitere Betreuer ab.und die kleine Geldspende“, so die Leiterin der Kindertagesstätte, Heike Hoff.„Aber vor allem bedanken wir uns bei der Germania und ihrem Vorsitzendenund Ortsvorsteher Günther Scheid für diese tolle Aktion, die für uns alleeine schöne Bereicherung war. Das würden wir im nächsten Jahr gernewiederholen.“Doch wer von den Kindern glaubte, es würde sie eine sensationsheischendeKulisse a la Phantasialand erwarten, sah sich für einen Bruchteileiner Sekunde enttäuscht. Aber was sie wirklich erwartete, hat sie am Endemehr bereichert, als sie sich anfänglich vorstellen konnten. Zu sehen gabes eigentlich nichts. Im „Eicherscheider Dschungel“ war Fantasie gefragt.Was gibt es in einem richtigen Dschungel alles zu entdecken? Plastischund mitreißend erzählte Claudia Jansen, Leiterin des Jugendausschussesder Germania, was es bei einer Jeep-Safari so alles zu erleben gibt. Dabeiliefen die Kinder, bildlich gesprochen nur mit ihren inneren Augen durch dasEicherscheider Gelände, das zunehmend zu einem spannenden Dschungelwurde. So begegneten den Kindern Löwenfamilien und Nashörner. Die Saatder Fantasie ging auf: die Betreuer gingen vorneweg und hinter ihnen dieKinderschar, bewaffnet mit einem Hut, der gelegentlich auch schon mal zurKamera wurde, um die Fantasiewelt festzuhalten. Gleich im Anschluss derSafari mutierten einige Betreuer selbst zu wilden Tieren des Dschungels.Gekonnt schlüpften sie in die Rollen von Nashörnern, Giraffen oder Affen, zudenen sich aufgeteilt in fünf Gruppen je 10 Kinder gesellten. Alle Gruppenbesuchten fünf Stationen, bei denen es um Bewegung, Geschicklichkeit,Konzentrationsfähigkeit und jede Menge Gaudi ging. Zum guten Schlusswurde eine wilde Löwenjagd nachempfunden, bei dem sich auch das letzteKind einmal so richtig verausgaben konnte. Zwischendurch stärkten sich allean einem Picknick. Der Elternbeirat der KiTa machte dafür bei traumhaftemWetter gesunde und köstliche Obstspieße. Strahlende Gesichter gab es auchbei der Überreichung der Dschungelurkunden. Sogar für die KiTa hatte dieGermania Geschenke im Gepäck. „Wir freuen uns über die neuen Ballpumpen


Eifel1919AnzeigeGemeinsam zittern für dieDeutsche Elf bei der WMMittendrin in der Lebensgemeinschaft der SeniorenResidenzSchmidt.„Unsere oberste Priorität ist es, zusammen mitunseren Bewohnern den Alltag mit all seinen Höhenund Tiefen, aber auch Feiertage, Feste und kleinereund größere Höhepunkte in Gemeinschaft zuerleben. Wir verstehen uns als Lebensgemeinschaftund nicht als ein Ort, an dem die Menschen alleinegelassen und einfach nur versorgt werden“, erklärtDoris Schröteler, Leiterin der SeniorenResidenzSchröteler-Rommerskirchen in Schmidt. Und da stelltdie aktuell stattfindende Fußball Weltmeisterschaftin Brasilien keine Ausnahme dar.Leidenschaftlichkeit und Enthusiasmus istkeine Frage des Alters und so stehen auchin der Senioreneinrichtung augenblicklichalle Zeichen auf Fußball. Das strahlendeSommerwetter lockt zum gemeinsamen Mitfiebernbei den Spielen der Deutschen Nationalmannschaftvor dem Fernseher nach draußen. Da kommendie beiden 16-jährigen Gymnasiasten LucaStollenwerk und Timo Steffny, die beide in derSeniorenResidenz ein zweiwöchiges Praktikumabsolvieren, gerade recht, um auf der Terrassealles für die Live-Übertragung vorzubereiten. AlsFähnchen und Vuvuzelas verteilt sind, kann es dannauch endlich losgehen. „Beim Fußballspiel warenunsere Senioren dann auch voll bei der Sache. Dasfanden wir super, denn im normalen Alltag habenwir sehr damit zu kämpfen, sie für so manch’andere Aktivität zu motivieren. Da braucht manwirklich einen langen Atem. Aber wir geben nichtauf“, erklären die beiden Schüler der Stufe 10 desFranziskus-Gymnasiums in Vossenack.Darauf angesprochen, warum sie sich im Rahmenihres Sozialpraktikum ausgerechnet für eineSenioreneinrichtung entschieden haben, sind sichbeide einig: „Kindergarten war echt nicht unserDing. Mit alten oder behinderten Menschen habenwir relativ wenig Berührungspunkte – na ja, mitAusnahme unserer Großeltern vielleicht.“ DaLuca selbst aus Schmidt kommt und Timo als seinKumpel das Praktikum gerne mit ihm zusammenmachen wollte, entschieden sich die beiden fürdie SeniorenResidenz Schröteler-Rommerskirchen,denn die ist in Schmidt und Umgebung einebekannte und gute Adresse – auch für jungePraktikanten. „Wir werden von dem ganzen Teamund Frau Schröteler toll aufgenommen wir könnenmit allen Fragen zu ihnen kommen“, so das Fazitder beiden Freunde.Wenn sich beide jungen Männer einig sind, dassdas Praktikum ihre Einstellung zu älteren undhilflosen Menschen verändert hat, dann haben dieSeniorenResidenz, das Franziskus-Gymnasium, derverantwortliche Lehrer Gerhard Hachmer, Luca undTimo wohl alles richtig gemacht und ein Optimumaus dem Sozialpraktikum herausgeholt.SeniorenResidenzSchröteler-RommerskirchenNideggener Straße 2952385 Nideggen · Tel. 02474 476Mail: schoeteler-rommerskirchen@t-online.dewww.seniorenresidenz-schroeteler.de


20EifelEin Bauernhof der anderen ArtDie Nutztier-Arche „Hugotshof“Höfen.Die Lebensmittelindustrie gibt den Trendvor: so genannte „Reißverschlusskühe“,die zwar jede Menge Fleisch undMilch geben, aber auf Grund derHochzüchtung nur noch per Kaiserschnitt ihreKälber zur Welt bringen können oder „EierlegendeWollmilchsäue“ sind keine Utopien mehr, sondernProgramm. Betroffen sind alle Tiergattungen, diein irgendeiner Form für Lebensmittelproduktionengenutzt werden. Und die regionalen, altenNutztierrassen? Die werden nicht mehr gebrauchtund sterben langsam aber sicher aus.Das wollen und können Melanie und Andreas Hugotso nicht hinnehmen – zumindest nicht in ihrerLebensgestaltung. „Für uns ist das ein absolutesUnding. Bereits der generelle Umgang solcherTierproduktionsstätten mit ihren Tieren ist aus unsererSicht einfach nur unmenschlich. In einer solchenTierhaltung muss sich alles dem wirtschaftlichen Aspektunterordnen. Wenn bei uns ein Tier etwas absolut nichtwill, dann ist das absolut OK. Wir verbiegen uns, damitdas Tier so sein kann, wie es ist“, so die Hugots. Wernun glaubt, bei den beiden Tierfreunden handele essich um hoffnungslose Weltverbesserer, die ihre Tierevermenschlichen, der ist schief gewickelt. Die Hugotshalten ihre Rinder, Schweine und Geflügel auch zurVermarktung. Das Leben ihrer vielen Nutztiere endetebenfalls beim Schlachter. Und was von ihnen übrigbleibt, ist geräucherter Schinken oder leckere Wurst.Weltfremde Träumer sind Melanie und Andreas Hugotalso nicht.Idyllisch unmittelbar bei Höfen im Heidgen gelegen,können Spaziergänger zwar Rinder, Ziegen, Schafe,Schweine und Geflügel auf dem Hugotshofentdecken, aber irgendwie sehen die ganzanders aus als gewohnt. Zugegeben, SchottischeHochlandrinder sieht man in der Eifel inzwischenöfter. Wegen ihrer Robustheit und Genügsamkeit.Aber besonders der Umstand, dass die urtümlichenRindviecher auch im Winter zwingend keine Ställevertragen, scheint für die raue Eifel wie geschaffen.Aber wer hat schon von Waliser Schwarzhalsziegen,Waliser Schwarznasenschafen, Mangalizern(Wollschweinen) oder Kröllwitzer Puten gehört,geschweige denn, sie gesehen? Ja, der Hugotshofist nicht nur eine Nutztier-Arche auf dem Papier.Hier finden sie Schutz und Bestimmung. Nebenden wirklich aussterbenden Rassen wie denMangalizern, die spätestens nach dem 2. Weltkriegund dem nachfolgenden Wirtschaftswunderauf Grund des wachsenden Magerwahns derKonsumenten überflüssig wurden oder den WaliserSchwarzhalsziegen und Kröllwitzer Puten, tummelnsich auch andere, noch nicht vom Aussterben


21Eifelbedrohte Tiere, die aber für die Hugots ideal in der Haltung sind. So wiebeispielsweise das Tiroler Grauvieh. Das ist genauso genügsam und robustwie die Schottischen Hochlandrinder. „Auch wenn sie wesentlich wenigerMilch geben, als die üblichen Milchkühe, so sind sie in jeder Hinsicht idealfür uns“, erklärt Andreas Hugot. Die Waliser Schwarznasenschafe fanden aufden Hof, weil beide Geschlechter gehörnt sind und sich deshalb optimal mitZiegen verstehen. Ihre Bressehühner legen zwar nicht so viele Eier, wie ihreArtgenossen in der „Industrie“, sind aber gleichzeitig ideale Fleischspender.Auch bei Truthähnen neigt die Lebensmittelindustrie dazu, sie immer größerzu züchten. Der Erfolg ist nur für die Produzenten messbar. Die Tiere selbstführen bis zur Schlachtung ein elendes Leben. Ihre Beine können das eigeneGewicht kaum tragen und wegen der Intensivhaltung müssen ihnen ständigMedikamente, meist Antibiotika, verabreicht werden. Die Kröllwitzer Puten derHugots haben da Glück gehabt. Sie sind wesentlich kleiner, beweglicher – kurzvitaler. „Gerade beim Fleisch wollen wir keine Kompromisse machen“, wirdMelanie Hugot ernst. „Wir wissen wie unsere Tiere leben und was sie fressen.All’ das macht für uns am Ende die Qualität des Fleisches aus.“Weiter Informationen unter: www.hugotshof.deDas Ehepaar, das ursprünglich aus medizinischen Berufen kam, lebt seit 2007auf seinem Hof in Höfen. Hübsch ist es dort, aber auch erfrischend authentisch.Man sieht gleich, hier wird gelebt und gearbeitet. Und wer mit dem sympathischenPaar ins Gespräch kommt, spürt gleich: Sie lieben ihr Leben mit der vielenArbeit und den Tieren. Während Melanie Hugot noch ihrem ursprünglichenAlltag im Medizinischen Bereich nachgeht, konzentriert sich ihr Mann Andreasganz auf die Arbeit auf dem Hof. Zu tun gibt es immer mehr als genug. Dennder Vermarktung ihrer Produkte gehen zahlreiche Arbeitsschritte voraus. Somacht das Ehepaar Mozzarella von der Milch ihres Tiroler Grauviehs und nimmtnach der Arbeit des Schlachters das Wurstmachen selbst in Angriff. In ihremeigenen Hofladen können ihre Kunden dann aus dem Vollen schöpfen. Ob Blut-,Leber-, Mett-, oder Teewurst, ob Sülze, geräucherter Speck und manchmal auchgeräucherter Schinken - die Hugots machen alles selber. Daneben kann man imHofladen auch ihre selbstgemachte Fruchtaufstriche oder ihren Milchlikör undHolunderblütenlikör kaufen. Und wer jetzt neugierig geworden ist, der kannan trockenen und sonnigen Wochenenden auf ein leckeres Bier mit Brot undleckeren Wurstspezialitäten im Biergarten der Hugots vorbeikommen.Von so viel Einsatz für Tiere beeindruckt, fand sich Ralf Stollenwerk, Leiter vonFressnapf Simmerath, bei dem Besuch von Eifel aktuell auf dem Hugotshofgleich auch ein. Mit im Gepäck hatte er eine ganze Schubkarre mit Tierfutter.„Bei einem so vorbildlichen Umgang mit Tieren möchte ich gerne eine kleineFutterspende beitragen“, so der leidenschaftliche Tierfreund. „Ich habe zwarin erster Linie Futter für Hühner, Katzen und Hunde im Repertoire, aber wie ichsehe, haben sie ja auch einige Katzen und einen Hund an Bord. So, wie es aufeinem richtigen Bauernhof auch sein sollte.“


22EifelVom großen Glück der kleinen DingeDie Schönheit der Natur als ideale Plattform für LebensweisheitenSchmidt.Gaby EmondtsWer sich mit offenen Augen undoffenem Herzen durch diewunderschöne Eifel bewegt, dererlebt dabei mehr als nur eineAneinanderreihung schöner Motive, denn er erfährtdabei auch eine gehörige Portion Herzensbildung.Für die Schmidterin Gaby Emondts, in derzugegebener Maßen schon immer künstlerischeTalente schlummerten, entwickelte sich aus derLeidenschaft für die herrlichen Eifellandschaftenweit mehr. „Durch Gottes schöne Natur laufe ichschon immer. Die unendlich vielen schönen Motive,die ich dabei gesehen habe, bereichern mich, undich empfinde es als großes Glück, diese schönenMomente fotografisch festhalten zu können“,erklärt Gaby Emondts. Und wer ein solch’ wachesAuge besitzt, der interessiert sich auch für vielesandere. Den erfreuen auch Lebensweisheitengroßartiger Zeitgenossen. Weisheiten und Sprüchewie „Die wahre Lebenskunst besteht darin, imAlltäglichen das Wunderbare zu sehen“ (PearlS. Buck), „ Nur im Augenblick liegt das Glück“,„Suche die kleinen Dinge, die dem Leben Freudegeben“ (Konfuzius) und „Glück ist - überall kleineWunder zu entdecken“ oder „Verweile Augenblick,du bist so schön“, sind der Künstlerin ganz aus derSeele gesprochen und brachten sie auf die Idee,Fotomotive und Sprüche zu kombinieren. „Ichfinde sowohl Fotos wie auch die Sprüche könnenpositive Gefühle bei den Menschen auslösen undkönnen dabei helfen, zu sich selbst und zur Ruhe zukommen“, so Gaby Emondts weiter.Seit längerem geht sie ihrer Kreativität zielorientiertnach und gestaltet beispielsweise Spruch- undMotivkarten für Familienfeiern und Geburtstage.„Die sind immer sehr gut angekommen und sokam ich auf die Idee, meine Arbeiten auch anderenMenschen anzubieten. Inzwischen findet GabyEmondts viele Liebhaber ihrer positiven Fotokartenmit Sinnsprüchen über den Verkauf. So verkauftsie ihre Kunst in den Lebensmittelgeschäften ihresHeimatortes Schmidt, aber auch im „Guckkasten“in Simmerath, im „Kreativstübchen“ und Wasser-Info-Zentrum in Heimbach – und natürlich bei sichzu Hause. Interessierte können sich telefonisch unter02474 – 1512 mit ihr in Verbindung setzen.Ein besonderer Spaß beim Fotografieren ist für siedie Suche nach Herzmotiven in der Natur. „Manist erstaunt, wie viele Herzformen bei Steinen,Blättern, Moos, Felsen und Baumscheiben in derfreien Natur zu entdecken sind“, schwärmt dieSchmidterin. Inzwischen hat sie so etwas wie denrichtigen „Herzblick“ entwickelt und zur Freudevieler so manches Fotobuch kreiert. Wer sich wieGaby Emondts mit den vielen schönen Dingenum uns herum und den Sinnhaftigkeiten dahinterbeschäftigt, weiß, worauf es im Leben ankommt:die Lebensfreude. Und Dinge, die ihr Freudemachen – davon hat sie viele. „Allem voran meineZwillingsenkelkinder. Sie sind für mich mein großesWunder und mein ganzes Glück“, so die stolzeOma. Aber auch wandern, tanzen, basteln, Gitarrespielen und ganz viel gemeinsame Zeit mit ihrerFamilie und Freunden verbringen.


23EifelBaum in der Schale -Die hohe Wertigkeit der BonsaisWie so vieles andere kommt auch die Kunst des Bonsai-Züchtens aus dem alten China. „Baum in der Schale“,heißt die hohe Kunst aus dem Chinesischen übersetzt.Bereits 700 n. Chr. wurden dort die ersten „Zwergbäume“gezüchtet. Die Legende besagt, dass damals die Samurainach ihren Kämpfen vor den Bonsai meditierten.Doch erst später, als die Kunst der Bonsaigestaltung nach Japan gelangte,wurde sie wesentlich weiter entwickelt. Seither kann man schon an derDurchgestaltung und der Formgebung den Ursprung eines Bonsais genaubestimmen. Jedoch trifft das nur auf die alten Bäume, die sogenannten Solitärzu, da die heutigen Jungpflanzen, wenn auch gut vorgestaltet, eben auch imtraditionsreichen Japan zur Massenware wurden. 1889, zur Weltausstellung inParis, fanden die ersten Bonsai nach Europa. Von dort aus begannen die kleinenBäume ihren Siegeszug rund um den ganzen Globus! Die ältesten Bonsais sindselbstverständlich in China und Japan zu Hause und werden dort in staatlichenBonsaigärten (Museen) ausgestellt. Die ältesten - dort wie Heiligtümer gehorteten- Bäume weisen das stolze Alter von 1.000 Jahren auf. Wer einen solchenSolitär sein eigen nennen möchte, muss tief in die Tasche greifen, denn der Preisläge bei einer Million Euro. Völlig überzogen möchte man meinen, aber wennman bedenkt, wie viele Generationen diesen Baum täglich gegossen haben, wieoft er zurückgeschnitten, umgetopft und gedüngt wurde, wird einem schnellklar, dass der Stundenlohn dabei nicht sehr hoch wäre.Doch wer sich mit dieser Kunst beschäftigen möchte, sollte wissen, dass es sichnur um ein Hobby handeln kann und bei weitem nicht so viel Geld veranschlagtwerden muss, wie man fürchten könnte. Seit 1970 dürfen ältere Bäume, diemehr als 50 Jahre alt sind, nicht mehr aus Japan ausgeführt werden. Seithersehen sich leidenschaftliche Bonsai-Züchter in der glücklichen Lage, sich mitJungpflanzen und Bonsais je nach Geldbeutel zu beschäftigen.

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