Anlagen- Arbeits- und Transportsicherheit

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Anlagen-, Arbeits- und Transportsicherheit - Wacker Chemie AG ...

Anlagen-, Arbeits- undTransportsicherheitAdolf TrenkerPrüfingenieur Technische Anlagenüberwachung,Werk Burghausen„Ich arbeite daran mit, dassunsere Anlagen für Menschund Umwelt sicher sind.“


Ziele und AusblickAusblick Ziel 2007 / 2008Ausbau Werkfeuerwehr, Standort NünchritzIm Zuge der Erweiterung um die Polysiliciumanlage 9 baut das Werk auch denBrandschutz aus. Im Jahr 2011 wird die Brandwache durch neue hauptamtlicheFeuerwehrleute verstärkt und technisch erweitert (u. a. Anschaffung eines hochmodernenTurbo löschers).WACKER Safety PlusWir werden das neue Sicherheitsprogramm im Konzern etablieren, um unsereUnfall häufigkeit zu senken.Neues ZielSenkung der Unfallhäufigkeit (Anzahl Unfälle mitAusfalltagen pro einer Mio. Arbeits stunden) von3,8 auf 1,9 (Bezugsjahr: 2007)Unternehmenseinheit: KonzernTermin: 2011Stand der Umsetzung: Im Jahr 2009 ereignetensich konzernweit 4,0 Arbeitsunfälle mit Aus falltagenpro einer Mio. Arbeitsstunden, im Jahr 2010waren es 4,3 Arbeitsunfälle. Wir nehmen die gestiegeneUnfallhäufigkeit zum Anlass, unsere Anstrengungenim Arbeitsschutz weiter zu erhöhen.Dazu haben wir im Jahr 2010 das neue SicherheitsprogrammWACKER Safety Plus initiiert.Senkung der Unfallhäufigkeit (Anzahl Unfälle mit Ausfalltagen pro einer Mio. Arbeitsstunden)von 4,3 auf 2,0 (Bezugsjahr: 2010)Unternehmenseinheit: KonzernTermin: 2015


Anlagen-, Arbeits- und TransportsicherheitAnlagen und Prozesse sicher gestalten, damit Menschen und Umwelt nicht gefährdet werden– das ist das Ziel von WACKER. Wir betreiben deshalb ein konzernweites, umfassendesSicherheitsmanagement. Zum systematischen Arbeitsschutz gehört, dass die Gefährdungenregelmäßig beurteilt und die Arbeitsbereiche überwacht werden.PräventionRisikomanagementUm die Sicherheit der Produktion zu gewährleisten, analysieren wir die Risiken unserer Anlagenvon der Konzeption bis zur Inbetriebnahme. Das geschieht auf zwei Ebenen. In derGefahrfeldanalyse gehen wir von einem möglichen Schadensereignis aus, beispielsweiseeinem Brand oder Stoffaustritt. Wir ermitteln die potenziellen Ursachen und erstellen Maßnahmenzur Prävention. In der zweiten Ebene prüfen wir kritische Anlagenteile auf möglicheFehlerquellen und erstellen eine Risikomatrix. Die Risiken werden nach diesen Kriterien bewertet:Auswirkung, Wahrscheinlichkeit des Aufenthalts von Personen im Gefahrenbereich,voraussichtliche Eintrittswahrscheinlichkeit und Möglichkeiten einer rechtzeitigen Gefahrenabwehr.Mit Hilfe einer Matrix teilen wir die Risiken in Klassen ein und leiten geeignete Schutzmaßnahmenab.Im Jahr 2010 haben wir die Sicherheitskonzepte aller Produktionsanlagen mit besonderenGefährdungen stichprobenartig überprüft. Im Fokus des Projekts ANSIKO 2010 waren unteranderem staubexplosionsgefährdete Betriebe. Auslöser für die Untersuchung war eineStaubexplosion am Standort Burghausen im Jahr 2009. Bei dem Zwischenfall entstand Sachschadenin Höhe von rund 0,5 Mio. €, Menschen und Umwelt kamen nicht zu Schaden.In der Berichtsperiode gründete WACKER das Loss Control Team. Das Gremium setzt sichaus internen Brandschutz- und Störfallexperten sowie aus Fachleuten der Sachversichererzusammen. Das Loss Control Team untersucht die Risiken der Standorte in Hinsicht auf BrandundExplosionsschutz sowie sonstige betriebsgefährdende Risiken. Im Jahr 2010 wurden diedeutschen Standorte Burghausen, Freiberg, Jena, Köln, die US-Standorte Eddyville, Allentownund Portland auditiert ebenso wie Jandira , Brasilien, Kalkutta, Indien, Plzeň, Tschechien,und Ulsan, Korea. Entsprechende Maßnahmen aus dem Audit haben wir umgesetzt.Sicherheitsschulungen & MitarbeitermotivationBesonderen Wert legt WACKER auf die Aus- und Weiterbildung der Sicherheitsexperten.Regel mäßig schult das Unternehmen beispielsweise zu Themen der Anlagensicherheit unddes Explosionsschutzes. So halten Fachleute des Konzerns an internationalen WACKER-Standorten Sicherheitstrainings ab. Im Jahr 2010 absolvierten die Standorte Ulsan, Korea,und Zhangjiagang, China, eine solche Fortbildung.Aber nicht nur unsere Sicherheitsexperten bilden sich regelmäßig weiter. Alle Mitarbeiterwerden für ihren individuellen Arbeitsplatz in Sicherheitsthemen unterwiesen. Mit Hilfe vonE-Learning können sie sich zum Beispiel kontinuierlich selbst fortbilden. Das Angebot reichtWacker Chemie AG Nachhaltigkeitsbericht 2009 / 2010 77


Anlagen-, Arbeits- und Transportsicherheitvon allgemeinen Sicherheitsunterweisungen für Büro- oder Labormitarbeiter über den Umgangmit Atemschutzausrüstung bis zum Umgang mit gefährlichen Stoffen. In die Lerneinheitensind Erfolgskontrollen integriert.WACKER nimmt seine Verantwortung für den Schutz seiner Mitarbeiter über die Sicherheit amArbeitsplatz hinaus wahr. Der Standort Burghausen veranstaltete in den Jahren 2009 und 2010Verkehrssicherheitswochen. Mitarbeiter konnten sich über Themen wie Motorradschutzkleidung,Lautstärkemessung im Auto oder Brems- und Ausweichmanöver bei unterschiedlichenGeschwindigkeiten informieren.Unfälle am Arbeitsplatz zu vermeiden ist das Ziel der im Jahr 2007 gestarteten Initiative Impulseim Arbeitsschutz. Trotz dieser Sensibilisierungskampagne stiegen die Unfallzahlen imBerichtszeitraum. Im Jahr 2009 ereigneten sich konzernweit 4,0 Arbeitsunfälle mit Ausfalltagenpro einer Mio. Arbeitsstunden, im Jahr 2010 waren es 4,3 Arbeitsunfälle (2008: 3,7). Inder Berichtsperiode verzeichnete WACKER keine tödlichen Arbeitsunfälle. Die wenigstenUnfälle sind chemietypisch. Häufigste Ursachen sind Stolpern, Rutschen, Stürzen oderUnachtsamkeit bei manuellen Tätigkeiten.WACKER liegt mit seinen Unfallzahlen unter dem Durchschnitt der chemischen Industrie inDeutschland, jedoch über dem weltweiten Branchendurchschnitt. Die BerufsgenossenschaftRohstoffe und chemische Industrie gibt für die Chemieunternehmen in Deutschland die Zahlder meldepflichtigen Unfälle (Unfälle mit mehr als drei Ausfalltagen) pro einer Mio. Arbeitsstundenim Jahr 2009 mit 8,5 an. Der Weltchemieverband ICCA registrierte 3,65 Unfälle mitAusfalltagen pro eine Mio. Arbeitsstunden für das Jahr 2008. Aufgrund der Unfallhäufigkeitwerden wir unsere Anstrengungen im Arbeitsschutz weiter erhöhen. Im Jahr 2010 haben wirin Deutschland ein neues Sicherheitsprogramm erstellt. Unter dem Namen WACKER SafetyPlus nutzt der Konzern zukünftig erfolgreiche Sicherheitselemente von Standorten und Konzerngesellschaftenmit besonders niedrigen Unfallzahlen. Dazu zählen Sicherheitsrundgänge,die Analyse von Beinaheunfällen und Gruppengespräche mit der Betriebsmannschaft.Arbeitsunfälle2010 2009 2008Unfallhäufigkeit: Arbeitsunfälle pro einer Mio. Arbeitsstunden 1 4,3 4,0 3,7Tödliche Arbeitsunfälle – – –Unfälle Leiharbeiter ² 7 1 4Anzahl Leiharbeiter ² 371 199 66Unfallhäufigkeit Leiharbeiter ²: Arbeitsunfälle pro einer Mio. Arbeitsstunden 1 8,8 0,0 10,51Die Unfallhäufigkeit umfasst Unfälle mit Ausfalltagen.2Beschäftigt am Standort BurghausenSicherheitsinitiative: WACKER Greater ChinaDie Region WACKER Greater China startete im Jahr 2009 eine Initiative fürSicherheit und Umweltschutz an ihren Standorten. Das Management setztean mehreren Stellen an, um das Bewusstsein der Belegschaft für seineVerantwortung zu stärken. So wurde zunächst die Stellenbeschreibungjedes Mitarbeiters um diese Themen erweitert. Aufnäher auf der Arbeitskleidungmit einem Leitspruch sowie Online-Anzeigen, die beim Startendes Computers automatisch gezeigt werden, sorgten dafür, dass Sicherheitund Umweltschutz in den Köpfen der Mitarbeiter verankert bleiben.„Unsere Mitarbeiter arbeiten sauber und sicher“, sagt der Leiter der Umweltschutz-und Sicherheits abteilung Guofa Zhu. „Und das soll so bleiben.“Mit Erfolg: Im Jahr 2009 meldete die WACKER-Tochter lediglich 1,5 Arbeitsunfällemit Ausfall tagen pro einer Mio. Arbeitsstunden; im Jahr 2010verzeichnete sie sogar keine Arbeitsunfälle.Wacker Chemie AG Nachhaltigkeitsbericht 2009 / 2010 78


Gelebte SicherheitSicherheitsbewusstes Verhalten spiegelt sich in niedrigen Unfallzahlen wider. Betriebe, dielange Zeit keine meldepflichtigen Unfälle verzeichnen, werden bei WACKER besonders gewürdigt.Einige von ihnen werden sogar von Institutionen außerhalb des Unternehmens geehrt.Der US-Branchenverband der Lack- und Farbenhersteller NPCA / FCST hat im Jahr 2009 WACKERPOLYMERS in den USA mit einer Ehrenmedaille für Arbeitssicherheit ausgezeichnet. Bei derPreisverleihung berücksichtigte die Jury unter anderem, dass über einen Zeitraum von fünfJahren keine Unfälle mit Ausfalltagen passierten.Im Jahr 2010 hat die koreanische Regierung dem WACKER POLYMERS-Standort Ulsan ein hervorragendesManagement der Prozesssicherheit bescheinigt. Bei der jährlichen Überprüfungdurch das Arbeitsministerium und die Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz amArbeitsplatz (KOSHA) erhielt Ulsan die Bestnote P. Auch die Unfallzahlen bestätigen das hoheSicherheitsbewusstsein des Standorts: Seit dem Jahr 2000 hat sich kein Unfall mehr ereignet.Auszeichnungen Sicherheit 2009 / 2010Preis Empfänger PreisgeberAnnual Safety Award WACKER POLYMERS, Standort Calvert CityNote P für Prozesssicherheits- managementWACKER POLYMERS, Standort UlsanNPCA/FCST Arbeitsministerium & Korea Occupational Safety and Health AgencyZehn Jahre unfallfrei: Siltronic-Standort Hikari, JapanDie Belegschaft des japanischen Siltronic-ProduktionsstandortesHikari feierte im Jahr 2010zehn Jahre unfallfrei. In Hikari, an der Süd-Westküsteder japanischen Hauptinsel Honshu gelegen,werden Siliciumwafer für die Halbleiterindustriesowie Einkristalle für andere Standortevon Siltronic und die Solarindustrie hergestellt.Voraussetzung für die Anerkennung von zehnJahren unfallfrei ist nach offizieller japanischerDefinition, dass während dieser zehn Jahre keinMitarbeiter auch nur eine Minute wegen einerVerletzung ausgefallen ist. Das Geheimnis desStandorts: „Wir setzen den internationalen ArbeitsschutzstandardOHSAS konsequent um“,verrät Dr. Atsuki Matsumura, Site President vonSiltronic Japan. „Und wir lernen aus kleinerenVorfällen.“ Neben den internationalen Produktionsstättender Siltronic sollen in den nächsten Jahrenauch alle anderen WACKER-Standorte nachOHSAS zertifiziert werden.Unwettermanagementsystem SAFEDer WACKER-Standort Burghausen beteiligte sich in der Berichtsperiode an dem Unwetter-Forschungsprojekt SAFE (Sensor-Aktor-gestütztes Frühwarnsystem bei Extremwetter). Esdient dazu, die infolge des Klimawandels häufigeren und intensiveren Unwetter früher vorhersagenund Maßnahmen zur Gefahrenabwehr einleiten zu können. Das WACKER-Werk beteiligtesich als einziger Industriestandort an dem vom Bundesforschungsministerium gefördertenProjekt. Dabei wurden neue Umweltsensoren mit bestehenden Wetterstationen und Warnsystemenvernetzt. Die Daten des Sensornetzes werden mit überregionalen Daten, beispielsweisevon Satelliten, verknüpft und in einem neuen Modell zur genauen lokalen Vorhersage genutzt.In der Folge können die Produktionsbetriebe schnell und zielgerichtet gewarnt werden. DieErgebnisse des Forschungsprojekts zeigen einen hohen Nutzen des Unwetterwarnsystems fürden Standort. WACKER betreibt daher SAFE auch nach Abschluss des Feldversuchs weiter.Wacker Chemie AG Nachhaltigkeitsbericht 2009 / 2010 79


Anlagen-, Arbeits- und TransportsicherheitTransportsicherheitWACKER achtet darauf, seine Produkte sicher zu lagern und zu transportieren. Bevor wirFahrzeuge beladen, unterziehen wir sie einer strengen Kontrolle. Dies gilt besonders fürGefahrgut. Bei Mängeln weisen wir sie solange zurück, bis diese behoben sind. Die Mängelquoteliegt seit Jahren auf niedrigem Niveau. Im Jahr 2010 betrug sie bei Gefahrguttransportenin Deutschland 3,0 Prozent. Mindestens alle zwei Jahre werden Gefahrgutspediteure vonWACKER auditiert.Neben der gesetzlich vorgeschriebenen Überwachung der Gefahrguttransporte verfolgtWACKER auch den sicheren Transport nicht gefährlicher Güter. Beim Transport gefährlicherGüter liegen die Sicherheitsstandards von WACKER oft über den Mindestanforderungen. Solassen wir Chlorsilane wenn möglich nicht mit LKW, sondern über die Schiene zum Kundenliefern. Dafür setzen wir spezielle Sicherheitskesselwagen oder Container der höchstenSicher heitsstufe ein.Mit unseren Logistikdienstleistern tauschen wir uns regelmäßig auch zu Themen der Transportsicherheitaus, beispielsweise im Rahmen des jährlichen Spediteurstags. Bei Mängelnvereinbaren wir konkrete Verbesserungsmaßnahmen und überprüfen deren Umsetzung.WACKER nutzt interne Bewertungskriterien und international anerkannte Systeme wie dasSafety and Quality Assessment System (SQAS) des europäischen Chemieverbandes CEFIC,um Logistikdienstleister auszuwählen und deren Leistungen zu beurteilen. Unter anderemfließen Ausbildungsstand der Fahrer, Ausrüstung der Fahrzeuge und Reaktionsfähigkeit beiUnfällen in die Bewertung ein. Über Vorgaben stellt WACKER sicher, dass auch die Unterauftragnehmerunserer Logistikdienstleister den gleichen Anforderungen entsprechen.In den Jahren 2009 und 2010 verzeichneten wir zehn Transportunfälle. Dazu zählen wir Unfälle,die sich bei der Distribution unserer Zwischenprodukte und Produkte ereignen, sofern derTransport von uns beauftragt wird. Mitgerechnet sind auch Zwischenfälle ohne Gefahrgutund solche, die keine negativen Auswirkungen auf Mensch und Umwelt haben. Diese Ereignissefließen ebenfalls in die Spediteursbewertung ein.TransportunfälleZahl der Unfälle 2010 2009 2008Straße 4 5 11Schiene 1 – 4See – – 2Binnenschiff – – –Flugzeug – – –WACKER überwacht nicht nur die Gefahrguttransporte,sondern verfolgt auch den sicheren Transportnicht gefährlicher Güter.Wacker Chemie AG Nachhaltigkeitsbericht 2009 / 2010 80


EreignismanagementDer Schwerpunkt unseres Sicherheitsmanagements liegt auf der Prävention. Dennoch lassensich sicherheitskritische Ereignisse nicht immer verhindern. Unser KommunikationssystemCLICS (Closed Loop Incident Communication System) hilft, sicherheits-, gesundheits- undumweltrelevante Ereignisse konzernweit und zeitnah zu erfassen. Die Mitarbeiter sollen Zwischenfälleund Beinahe-Unfälle auf einem Formblatt festhalten und an eine zentrale E-Mail-Adresse senden. Die Berichte werden ausgewertet und die Maßnahmen verfolgt. Die Reportegehen anschließend an Unternehmenseinheiten mit ähnlichem Gefährdungspotenzial. Dadurchprofitieren sie von den Erfahrungen aus den Zwischenfällen.Gefahrenabwehrpläne regeln an jedem WACKER-Standort die Zusammenarbeit von internenund externen Einsatzkräften sowie Behörden im Schadenfall. Einmal im Jahr proben dieWerkfeuerwehren in Burghausen und Nünchritz den Ernstfall. Mit Feuerwehren und Rettungsdienstenbenachbarter Gemeinden wird ein Großeinsatz praktisch geübt und in der anschließendenManöverkritik werden Schwachstellen aufgedeckt und beseitigt. Der StandortZhang jiagang, China, führte 2010 erstmals eine Notfallübung in Kombination mit einem Krisenkommunikationstraining durch.Die WACKER-Werkfeuerwehren trainieren nicht nur die Feuerwehren in der Umgebung unsererStandorte. Wir laden auch Feuerwehren anderer Kommunen oder Unternehmen zu uns ein,um sie beispielsweise auf Einsätze bei Gefahrgutunfällen vorzubereiten.TUIS: Hilfe bei UnfällenSeit 1982 leistet das Transport-UnfalI-Informations- und Hilfesystem (TUIS) der chemischenIndustrie Hilfe bei Unfällen mit chemischen Produkten. WACKER engagierte sich in dem Netzwerkvon Anfang an. An TUIS sind rund 130 Chemieunternehmen mit ihren Werkfeuerwehrenund Spezialisten wie Chemikern, Toxikologen oder Fachleuten aus der Produktion beteiligt.Öffentliche Dienststellen wie Feuerwehr, Polizei und Katastrophenschutz können sich telefonischberaten lassen, Fachleute und technische Spezialgeräte anfordern. TUIS ist Teil derResponsible-Care ® -Initiative der deutschen Chemieindustrie. Bei Unfällen mit WACKER-Produktenstehen unsere TUIS-Experten auch weltweit zur Verfügung.TUIS-Einsätze der WACKER-Werkfeuerwehren2010 2009 2008Stufe 1 Beratung durch Experten am Telefon 31 32 36Stufe 2 Beratung durch Experten am Unfallort 5 4 3Stufe 3 Technische Hilfeleistung am Unfallort 7 7 5Gesamt 43 43 43Wacker Chemie AG Nachhaltigkeitsbericht 2009 / 2010 81


Anlagen-, Arbeits- und TransportsicherheitUnfälle und EreignisseUnfälle und die Umwelt betreffende Ereignisse können trotz aller Präventionsmaßnahmenpassieren. WACKER nutzt solche Vorfälle, um daraus zu lernen und eine Wiederholung zuverhindern.Sicherheits- und umweltrelevante Ereignisse im Konzern 2010StandortBurghausen /DeutschlandBurghausen /DeutschlandBurghausen /DeutschlandBurghausen /DeutschlandBurghausen /DeutschlandWacker MetroarkChemicals /IndienEreignisAustritt einer sehr geringen 1 Menge von Ethylendiamin nach Bruch eines Stutzens aneiner Glaskolonne. Die Werk feuerwehr schlägt die Gaswolke mit Wasserwerfern nieder.Keine Auswirkung auf die Nachbarschaft.Austritt einer geringen 1 Menge von Fettalkoholpolyglycolether-Schaum infolge starkenRegens über die Regenwasserkanalisation in den Alzkanal. Das Kanalnetz wird auf dieRückhaltebecken umgeschaltet. Auf dem Alzkanal ist kurzzeitig Schaum sichtbar. KeineAuswirkung auf die Umwelt.Schlammabtrieb in der Kläranlage auf Grund gestörter Sedimentation. Vorübergehendwerden die Überwachungswerte für abfiltrierbare Stoffe (AFS) und chemischen Sauerstoffbedarf(CSB) überschritten. Die höheren Werte werden bis zur Abstellung derUr sachen von der Behörde genehmigt. Der Schlammabtrieb wirkt sich nicht nachteiligauf die Gewässerqualität aus.Austritt einer geringen 1 Menge von Silan an einer Dosierleitung. Das sich bildende Chlorwasserstoffgaswird von der Werkfeuerwehr mit Wasserwerfern niedergeschlagen.Keine Auswirkung auf die Nachbarschaft.Austritt einer sehr geringen 1 Menge von Chlorwasserstoffgas durch Reaktion vonAblagerungen mit Wasser an einem Verdampfer. Die Werkfeuerwehr schlägt das Gasnieder. 14 Personen stellen sich beim Gesundheitsdienst mit Atembeschwerden vor.Keine Auswirkung auf die Nachbarschaft.Austritt von Wasserdampf aus einer defekten Dichtung. Zwei Mitarbeiter werden verletztund im Krankenhaus behandelt.Sicherheits- und umweltrelevante Ereignisse im Konzern 2009StandortKöln /DeutschlandBurghausen /DeutschlandBurghausen /DeutschlandBurghausen /DeutschlandBurghausen /DeutschlandBurghausen /DeutschlandZhangjiagang /ChinaBurghausen /DeutschlandEreignisAustritt einer erheblichen 1 Menge von Ethylen aus einem undichten Sicherheitsventil.Keine Auswirkung auf die Nachbarschaft.Austritt einer geringen 1 Menge von Siliciumstaub wegen eines Leitungsschadens.Keine Auswirkung auf die Nachbarschaft.Austritt einer geringen 1 Menge von Chlorgas wegen eines abgebrochenen Stutzens.Das Gas wird von der Werkfeuerwehr niedergeschlagen. Keine Auswirkung auf die Nachbarschaft.Staubexplosion durch Schüttkegelentladung. Die Werkfeuerwehr löscht den Sekundärbrand.Keine Auswirkung auf die Nachbarschaft. Es wird das Sicherheitsprojekt ANSIKO2010 aufgesetzt.Druckaufbau in einem Lagertank mit Austritt einer höheren 1 Menge von Essigsäureanhydridinfolge eines Wassereintrags. Die Werkfeuerwehr kühlt den Tank, bis die Reaktionbeendet ist. Die Nachbarschaft ist durch leichte Geruchsbelästigung betroffen.Austritt einer höheren 1 Menge von Katalysator aus einem undichten Ventil.Keine Auswirkung auf die Nach barschaft.Austritt einer höheren 1 Menge von Chlorwasserstoff wegen eines undichten Anlagenteils.Die Gaswolke wird niedergeschlagen, kontaminiertes Erdreich wird abgetragen und entsorgt.Keine Aus wirkung auf die Nachbarschaft.Austritt einer sehr geringen 1 Menge Silan aus einem undichten Flansch.Keine Auswirkung auf die Nachbarschaft.1Austrittsmengen: sehr geringe: < 10 kg, geringe: < 100 kg, höhere: < 1.000 kg, erhebliche: > 1.000 kgWacker Chemie AG Nachhaltigkeitsbericht 2009 / 2010 82

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