Zündschlüssel zur Zukunft

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Umwelt

Die Klimadebatte hat der Elektrifizierungdes Antriebs einen starken Schub gegeben.Gemeinsam wollen Politik und Industrie inDeutschland bis 2020 rund eine Million Autosauf die Straßen bringen, die mit Stromaus Wind-, Wasser- oder Sonnenkraft betriebenwerden. Dieser Trend schlägt sich auchim Forschungsalltag des Volkswagen Konzernsnieder: In etwa der Hälfte der Projekte,die Lösche-ter Horst mit seinen rund 200Mitarbeitern stemmt, geht es mittlerweileum das Thema Elektromobilität. Weil einGroßteil der Fahrzeuge aber auch in Zukunftmit konventionellen Verbrennungsmotorenfahren wird, hält es der An triebs experte für wichtiger denn je,die Otto- und Dieselmotoren weiterzuentwickeln. „Ich bin davonüberzeugt“, so seine Prognose, „dass wir den Verbraucheines Golf Diesel in den nächsten zehn Jahren auf unter dreiLiter pro 100 Kilometer senken können.“ Das wäre rund einDrittel weniger als bei den aktuellen Modellen.Die Entwicklung von Spritspartechniken ist für die Entwicklerdes Volkswagen Konzerns nichts Neues. Erfolgreiche Effizienzbaureihenstehen seit Jahren für die jeweils sparsamstenModelle der Konzernmarken. Dazu zählen ECOMOTIVEvon SEAT, die GreenLine von Škoda und e-Modelle von Audigenau so wie die BlueMotion-Fahrzeuge der Marke Volkswagen.3,3 lSo ist der neue Polo BlueMotion 1 mit 1,2-Liter-Dreizylinder-TDI und 75 PS (55 kW) alssparsamster Fünfsitzer der Welt mit allenEnergieeffizienz-Innovationen ausgestattet,die Volkswagen heute serienmäßig zu bietenhat. Dazu zählen das Start-Stopp-Systemund die Rückgewinnung von Bremsenergiesowie ein Aerodynamikpaket, das den Luftwiderstanddes Unterbodens minimiert.Zudem werden rollwiderstandsarme Reifenauf 15-Zoll-Leichtmetallfelgen montiert. DieFolge: Mit einem Verbrauch von 3,3 Liternpro 100 Kilometer und einer CO 2 -Emissionvon 87 Gramm pro Kilometer unterbietet derPolo BlueMotion schon heute die EU-Norm von 2020 um rundein Zehntel.Aber nicht nur die Entwicklung hocheffizienter Antriebe,sondern auch die Beschäftigung mit klimaschonenden Kraftstoffenund mit Assistenzsystemen für eine spritsparendeFahrweise sind wichtige Bausteine für die Automobilität vonmorgen. Der Volkswagen Konzern baut daher nicht nur Autos,die Biosprit tanken können, sondern fördert auch deren technologischeEntwicklung – etwa durch Beteiligungen an Hightech-Schmiedenwie der deutschen CHOREN Industries oderder kanadischen Iogen Corporation. Beide Unternehmen forschendaran, Biomasse-Abfälle industriell zu Diesel oder Benzinzu verarbeiten.

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