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Ausgabe 29 Auf und davon…

Mai 2008Russisch - Deutsche ProjekteLachen über GrenzenDer tschechische Schriftsteller Jaroslaw Hašek stand im Maiim Mittelpunkt eines deutsch-russischen Projektes7Der Frühling ist die Zeit besondererAktivität des Menschen. Und sostartete wie manch andere Veranstaltungim Frühjahr ab 14. Mai inSamara das dem bekannten tschechischenSchriftsteller JaroslavHašek gewidmete Projekt „Lachenüber Grenzen“.Dieses Vorhaben ist eine Antwortfortsetzungdes Projekts„Lebensstil Mobil 2007“, das im Julides letzten Jahres verlief. Die Ideediese Veranstaltung zu planen, fielim Jahre 2007 Herrn Michael Kinzle,der an der Universität Stuttgartneue deutsche Literatur unterrichtet,und Herrn Sergej Dubinin, demLehrstuhlleiter für Deutsche Philologiean der Staatlichen UniversitätSamara, ein. Sie wurde von der Stiftung„Geißstraße 7“ im Rahmen derPartnerschaft zwischen Samaraund Stuttgart unterstützt.Der Besuch der vierzehnköpfigenArbeitsgruppe aus Baden-Württemberg fand nun Mitte Mai2008 im Deutschen Zentrum in derMolodogwardejskajastraße, zur Verfügunggestellt vom Leiter desSprachlernzentrums Samara, HerrnVasilij Nikitin, statt.Die Teilnehmer des Projekts ausStuttgart und Samara trugen ihreReferaten zum Thema vor bzw. präsentiertendie „Hašek-Orte“. DasLeben und die Tätigkeit des Schriftstellerssind attraktiv und außerdemziemlich breit für Analyse und Untersuchungen.Besonders aktuell istdieses Thema heute – im Jahr 2008feiert man das hundertfünfundzwanzigsteJahr vom Hašeks Geburt.Die stürmischste Periode im LebenHašeks war die Zeit des ErstenWeltkriegs, in der sich dramatischenEreignissen aneinander reihten.Fünf Jahre lang war er im Krieg alsSoldat, nahm an verschiedenenKämpfen teil, befand sich in Lagernfür Kriegsgefangenen, diente er beidrei ganz verschiedenen Armeen,und nicht nur einmal befand er sicham Rande des Todes…In der Zeit des Kriegs sah er vieleunterschiedliche Länder, darunterauch Russland. Hier gelangte ernach Omsk, Simbirsk (heute Uljanovsk),Irkutsk und manche andereStädte.In Samara verbrachte er nichtsehr viel Zeit – von April bis Juli 1918.Am 7. April begab sich Hašek in dieStadt als Agitator für die Organisierungder internationalen Abteilungender Roten Armee. Er arbeitetemit den Bolschewiken zusammenund veröffentlichte Flugblätter-Nachrichten an tschechoslowakischeSoldaten sowie Artikeln in SamarerZeitungen. Es gibt die Vermutung,dass Teile des berühmten Romans„Die Abenteuer des bravenSoldaten Schwejk während desWeltkriegs“ genau in Samara geschriebenwurden…Die Person und Biographie desKünstlers, sein Roman und alles, wasdazu gehört (die Illustrationen,Theateraufführungen und Verfilmungen,Untersuchungen von B.Brecht), sind auch während derVeranstaltung besprochen worden.„Ein Tag ohne Lachen ist ein verlorenerTag“ – diese Worte sind vonCharlie Chaplin, und er hat zweifellosrecht. Lachen und lächeln überall.Immer. Lachen über grenzen.Julia EYKALIS

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