2011/12

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2011/12

Evaluationsbericht

der Kreisprimarschule Belchen

Fokus Schulführung, 21. – 23. Februar 2012


Mitglieder des Evaluationsteams

Dino Carpanetti, Leader des Evaluationsteams

Margreth Cueni, Evaluatorin

Datum der Durchführung der externen Schulevaluation

21. bis 23. Februar 2012

Evaluationsbericht "Fokus Schulführung" – Kreisprimarschule Belchen 2


Inhaltsverzeichnis

1. Zur Ausgangslage ............................................................................... 4

1.1 Ziele der externen Schulevaluation ............................................ 4

1.2 Schritte der Evaluation ............................................................... 6

1.3 Zur Berichterstattung .................................................................. 7

1.4 Begriff Triangulation ................................................................... 8

1.5 Abkürzungen .............................................................................. 8

1.6 Datenhoheit ................................................................................ 8

1.7 Möglichkeit der Schule zur schriftlichen Stellungnahme ............ 8

1.8 Kurzporträt der Schule ............................................................... 9

2. Evaluationsergebnisse I: Ampelkriterien ....................................... 10

3. Evaluationsergebnisse II: Profil der Schule ................................... 14

4.1 Dimension 4 „Führen und Entwickeln des Personals“ ............. 18

4.2 Dimension 5 „Pädagogische Führung des Kernprozesses

Unterricht“ ................................................................................ 22

4.3 Dimension 6 „Förderung und Unterstützung der schulinternen

Zusammenarbeit“ .................................................................... 26

4.4 Dimension 7 „Leitung und Moderation von Sitzungen und

Konferenzen“ ........................................................................... 30

4.5 Dimension 11 „Information und Kommunikation nach innen“ .. 32

4.6 Dimension 13 „Verwaltung und Organisation der Schule“ ....... 35

5. Evaluationsergebnisse IV: Empfehlungen ..................................... 38

6. Anhang .............................................................................................. 42

4. Evaluationsergebnisse III: Beurteilung des Evaluationsfokus

entlang der Qualitätsdimensionen .................................................. 18

Evaluationsbericht "Fokus Schulführung" – Kreisprimarschule Belchen 3


1. Zur Ausgangslage

1.1 Ziele der externen Schulevaluation

(1) Die externe Schulevaluation ist ein Verfahren, mit dessen Hilfe die Qualität der einzelnen

Schulen überprüft und beurteilt wird.

Die externe Schulevaluation nimmt eine Beurteilung der Schule als Ganzes vor. Sie ist auf institutionelle

und schulkulturelle Eigenheiten ausgerichtet und versucht Tendenzen aufzuzeigen, die für die

betreffende Schule charakteristisch sind. Sie nimmt keine Personalbeurteilung vor, sondern anonymisiert

die personenbezogenen Evaluationsergebnisse.

Die externe Schulevaluation möchte die Schulen aus einer unabhängigen Perspektive heraus beurteilen

– ohne Betroffenheitsverzerrungen und unter Berücksichtigung einer möglichst hohen Urteilstransparenz.

Dabei stehen zwei unterschiedliche Funktionen im Vordergrund: Entwicklungsfunktion

und Kontroll- und Rechenschaftsfunktion.

(2) Die externe Schulevaluation stärkt die lokale Schulentwicklung.

Die externe Schulevaluation ist Teil des kantonalen Qualitätsmanagements (QM). Im Verbund mit

anderen QM-Elementen will sie die Schulen im Prozess der Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung

unterstützen. Ihre entwicklungsbezogene Funktion kann sie vor allem dann erfüllen, wenn ein

funktionsfähiges Zusammenspiel von interner und externer Evaluation möglich wird. Die externe

Schulevaluation gibt den Schulen periodisch Rückmeldungen zu ihrer Entwicklung, zu ihren Stärken

und Schwächen. Die Rückmeldung beinhaltet Entwicklungsempfehlungen, welche als konkrete Impulse

zur Optimierung und Weiterentwicklung der Schulqualität ausformuliert und erläutert sind. Die

Ergebnisse der externen Schulevaluation dienen der Schulpflege und der Schulleitung als Steuerungswissen

und unterstützen entsprechende Führungsentscheide.

(3) Die externe Schulevaluation sichert Steuerungswissen für das Departement Bildung, Kultur

und Sport (BKS) des Kantons Aargau.

Die externe Schulevaluation überprüft im Auftrag des BKS Schulen zu bestimmten Fragestellungen

oder definierten Themenbereichen und ist damit eine Form der Qualitätskontrolle zuhanden des Kantons

(siehe "Ampelevaluation"). Die externe Schulevaluation stellt wichtige Erkenntnisse aus den

durchgeführten Evaluationen periodisch dem BKS und dem Erziehungsrat zur Verfügung. So sind

die Evaluationsergebnisse Bestandteil der Rechenschaftslegung der Schule gegenüber den politischen

Behörden und der Öffentlichkeit.

Evaluationsbericht "Fokus Schulführung" – Kreisprimarschule Belchen 4


Die Fachstelle Externe Schulevaluation (ESE)

Die Einführung der externen Schulevaluation für die Volksschulen im Kanton Aargau wurde - zusammen

mit dem Aufbau des neuen Inspektorats - im Gesamtbericht „Schule vor Ort“ angekündigt und mit der Botschaft

01.319 vom 14. November 2001 vom Grossen Rat verabschiedet. Rechtlich ist dieser Aufsichtsauftrag

über Schulen in der Verordnung über die Volksschule geregelt (SAR 401.115). Es handelt sich dabei

um den dritten Aufbauschritt des neuen, umfassenden Qualitätssicherungs- und Qualitätsentwicklungssystems

auf der Volksschulstufe des Kantons Aargau.

In Form eines Leistungsauftrages hat das Departement Bildung, Kultur und Sport des Kantons Aargau die

Pädagogische Hochschule FHNW beauftragt, die einzelnen Schulen zu evaluieren. Die Fachstelle Externe

Schulevaluation führt diese externen Schulevaluationen operativ durch und erstattet den Schulen Bericht.

Das Departement BKS erhält einerseits die Resultate der Evaluation der acht Grundfunktionen ("Ampelevaluation")

von jeder Schule und andererseits periodisch einen zusammenfassenden,

anonymisierten Bericht über alle durchgeführten Schulevaluationen.

Evaluationsbericht "Fokus Schulführung" – Kreisprimarschule Belchen 5


1.2 Schritte der Evaluation Schritt 1: Klärung des Evaluationsrahmens; Evaluationsvereinbarung zwischen Schule und ESE

vom 5. Januar 2011

Schritt 2: Erstellung eines Schulportfolios; Selbstdeklaration des Evaluationsfokus durch die Schule

Bis 18. September 2011

Schritt 3: Planungssitzung zwischen der Schulleitung und dem Leader des Evaluationsteams

vom 18. November 2011

Schritt 4: Information der Lehrpersonen durch den Leader des Evaluationsteams

vom 7. Dezember 2011

Schritt 5: Vorbefragung der Eltern, Schüler/innen (ab 3. Klasse), Lehrpersonen

in der Zeit vom 8. bis 15. Dezember 2011

Schritt 6: Datenerhebungen vor Ort gemäss Evaluationsplan

vom 21. bis 23. Februar 2012

Schritt 7: Validierungssitzung: Evaluationsteam mit Kreisprimarschulpflege und Schulleitung

vom 25. April 2012

Schritt 8: Mündliche Berichterstattung vor dem Kollegium

vom 9. Mai 2012

Schritt 9: Schriftliche Berichterstattung mit Entwicklungshinweisen

vom 16. Mai 2012

Schritt 10: Nachbefragung der Lehrpersonen, Schulleitung und Kreisprimarschulpflege

(ca. 4 Schulwochen nach der Berichtsabgabe)

Schritt 11: Massnahmenentwicklung durch die Schule

bis 31. Dezember 2012

Evaluationsbericht "Fokus Schulführung" – Kreisprimarschule Belchen 6


1.3 Zur Berichterstattung Der Evaluationsbericht besteht aus fünf Teilen, die sich gegenseitig ergänzen:

1. Quantitative Resultate aus den Vorbefragungen der Lehrpersonen (Vollerhebung), Schüler/innen

(Vollerhebung ab 3. Klasse) und den Eltern (Vollerhebung): Die quantitativen Resultate aus den Vorbefragungen

sind - in Form von pdf-Dateien auf CD - Bestandteil dieses Berichts. Für das Evaluationsteam

dienen die Resultate aus den Vorbefragungen neben dem Schulportfolio als Indikatoren und

Grundlagen für die Hypothesenbildung. Die Hypothesen wiederum bilden die Grundlage für die qualitativen

Gespräche, Interviews und Beobachtungen vor Ort.

2. Evaluation der 8 Grundfunktionen: Im so genannten „Ampelbereich“ geht es um die Frage, ob die

Schule die selbstverständlichen / elementaren Erwartungen, die von Seiten der Öffentlichkeit an sie gerichtet

sind, zu erfüllen vermag. Die wichtigste Frage lautet: Ist an dieser Schule ein funktionsfähiger

„Normalbetrieb“ gewährleistet oder liegen funktionsgefährdende Probleme / Defizite vor? Unter dem

Gesichtspunkt der Ampelfunktion geht es nicht um das Aufzeigen von Stärken der Schule, sondern um

die Frage, ob Abweichungen von einem erwartbaren Normalzustand (= Defizite) vorliegen. Es geht also

primär um das, was Anlass zu Beanstandungen von aussen gibt. In diesem Sinne geht es hier um eine

defizitorientierte Betrachtungsweise, nicht um die Würdigung der Stärken der betreffenden Schule.

3. Entwicklungsorientierte Profilevaluation: Die Profilevaluation hat eine Feedbackfunktion. Die Einschätzungen

des Evaluationsteams werden in Form von Kernaussagen und Erläuterungen dargestellt. Kernaussagen

sind wertende Beurteilungen des Evaluationsteams, bei denen das Prinzip der Triangulation

berücksichtigt wird. Die Profilevaluation ist nicht kriteriengeleitet. Die Qualität der Schule wird daher

nicht anhand bestehender Qualitätsansprüche eingeschätzt, sondern das Evaluationsteam zeigt auf,

was an der Schule besonders auffällt.

4. Entwicklungsorientierte Fokusevaluation zum Thema Schulführung: Als Basis dient der "Bewertungsraster

zur Schulführung an der Aargauer Volksschule". Den Evaluatorinnen und Evaluatoren dient der

Bewertungsraster als Grundlage, um im entsprechenden Fokusbereich die relevanten Daten zu erheben

und - basierend auf diesen Daten (Beobachtungen, Befragungen, Dokumentenanalysen) - eine differenzierte

und transparente Urteilsbildung vorzunehmen. Die Qualitätsurteile sind in einer vierstufigen

Skala und in Form von triangulierten Qualitätsaussagen mit Erläuterungen dargestellt.

5. Empfehlungen: Aus den quantitativen und qualitativen Resultaten erarbeitet das Evaluationsteam Empfehlungen

zur Weiterentwicklung der Schul- und Unterrichtsqualität. Auf der Grundlage der Evaluationsergebnisse

und der Empfehlungen entwickelt die Schule einen Massnahmenplan. Dieser ist dem

zuständigen Inspektor resp. der zuständigen Inspektorin zuzustellen. Dieser Massnahmenplan bildet

die Grundlage der jährlichen Standortgespräche der Schulleitung / Schulpflege mit dem Inspektor / der

Inspektorin.

Evaluationsbericht "Fokus Schulführung" – Kreisprimarschule Belchen 7


1.4 Begriff Triangulation Triangulation heisst: Mindestens zwei Mitglieder des Evaluationsteams kommen unabhängig voneinander

zum selben Urteil und stützen sich bei ihrer Urteilsbildung auf mindestens zwei verschiedene Datenquellen

ab. Die Erläuterungen dienen dazu, Kernaussagen verständlich und anschaulich zu machen. Sie sollen die

Nachvollziehbarkeit des Urteils des Evaluationsteams sicherstellen. In diesem Sinne haben die aufgeführten

Einzelbeispiele keinen Beweischarakter, sondern ergänzen die Kernaussagen mit Wahrnehmungen

und Einschätzungen von verschiedenen Personen und Gruppen.

1.5 Abkürzungen KSV = Kreisprimarschulverbandsvorstand, KSPF = Kreisprimarschulpflege, KSPF-P = Kreisprimarschulpflegepräsidium,

SL = Schulleitung, Lp = Lehrpersonen, SHP = Schulische Heilpädagogin, Sch = Schülerinnen

und Schüler, E = Eltern, VB = Vorbefragung

1.6 Datenhoheit Die Mitglieder des Evaluationsteams unterstehen während und nach Ablauf der Schulevaluation im Rahmen

der getroffenen Vereinbarungen der Schweigepflicht. Die erhobenen Daten werden (mit Ausnahme

der Schulleitung und des Präsidenten / der Präsidentin der Schulpflege in ihren speziellen Funktionen)

anonymisiert in den Bericht aufgenommen.

Sollten gravierende Mängel festgestellt werden, z.B. Offizialdelikte, werden das Präsidium der Schulpflege,

die Schulleitung sowie die Leiterin des kantonalen Inspektorats informiert.

Die im Verlaufe der Evaluation erhobenen Daten bleiben vollumfänglich bei der Fachstelle Externe Schulevaluation

und werden anonymisiert für Forschungszwecke verwendet.

Der Entscheid über die Art und Weise der Veröffentlichung des Evaluationsberichtes liegt bei der Schulpflege

und der Schulleitung. Sie bestimmen gemeinsam, welche Berichtsinhalte welchen Personengruppen

zugänglich gemacht werden. Dabei gilt das seit dem 1.1.2011 geltende Prinzip, dass die Öffentlichkeit in

geeigneter Form zumindest über den Ampelteil informiert werden muss.

1.7 Möglichkeit der Schule

zur schriftlichen Stellungnahme

Die Ampelsetzungen, die Kernaussagen und Qualitätsaussagen des Evaluationsteams sind nicht verhandelbar.

Ist die Schule mit dem Verfahren und Verlauf der externen Schulevaluation, der Arbeitsweise des

Evaluationsteams und/oder dem Bericht oder mit einzelnen Teilen davon nicht einverstanden, können die

Schulpflege und die Schulleitung in einem gemeinsam verfassten und unterzeichneten Papier innerhalb

von zwölf Schulwochen nach Erhalt des definitiven Berichts der Schulevaluationskommission, Frau Mirjam

Obrist (ad interim, bis zur Wahl eines neuen Mitglieds) , Bachstrasse 15, 5001 Aarau, eine schriftlich begründete

Gegendarstellung einreichen. Diese Stellungnahme wird als Anhang dem Evaluationsbericht beigefügt

und ist Teil davon.

Evaluationsbericht "Fokus Schulführung" – Kreisprimarschule Belchen 8


1.8 Kurzporträt der Schule Der Verband der Kreisprimarschule Belchen wurde in seiner heutigen Form 2007 konstituiert und besteht

aus den Gemeinden Fisibach, Kaiserstuhl, Rümikon, Mellikon und Wislikofen. Die Schüler/innen verteilen

sich auf drei Schulstandorte. Es sind dies:




Fisibach: Kindergarten und 1./2. Klasse der Primarschule mit total 26 Kindern.

Wislikofen: Kindergarten und 1./2. Klasse der Primarschule mit total 31 Kindern.

Kaiserstuhl: 3. - 5. Klasse der Primarschule mit total 42 Kindern.

Insgesamt besuchen 99 Kinder die Kreisprimarschule Belchen.

An der Kreisprimarschule Belchen unterrichten insgesamt acht Klassenlehrpersonen und sechs Fachlehrpersonen,

bzw. Therapeutinnen. Rund die Hälfte der Lehrpersonen arbeitet mit einem Pensum zwischen

siebzig und hundert Stellenprozenten, etwa ein Viertel in einem Teilpensum von unter dreissig Stellenprozenten.

Seit dem Schuljahr 07/08 ist die Kreisprimarschule Belchen eine geleitete Schule. Die aktuelle Schulleitung

ist seit August 2011 mit 35 Stellenprozenten an der Kreisprimarschule tätig, seit dem 1. Januar 2012

mit 45 Stellenprozenten. Zudem steht ein mit 15 Stellenprozenten dotiertes Sekretariat zur Verfügung, das

die Schulleitung in der Administration der Schule entlastet. Schulleitung und Sekretariat befinden sich im

Schulhaus in Kaiserstuhl.

Der Kreisprimarschulverbandsvorstand und die Kreisprimarschulpflege bilden die politischen Behörden der

Kreisprimarschule Belchen. Der Kreisprimarschulverbandsvorstand besteht aus je einer Vertretung aus den

Gemeinderäten der fünf Gemeinden. Auch die fünf im Ressortsystem organisierten Mitglieder der Kreisprimarschulpflege

kommen jeweils aus einer der dem Verband angeschlossenen Gemeinden.

Während sieben Jahren führte die Kreisprimarschule Belchen am Standort Fisibach eine Basisstufe. Das

Projekt musste Ende Schuljahr 2009/10 sistiert werden. Die integrative Schulung wurde an der Kreisprimarschule

Belchen im August 2010 eingeführt. Als besondere Angebote können die Schüler/innen einen

Mittagstisch in Kaiserstuhl und bei Bedarf eine Aufgabenhilfe in Anspruch nehmen. Zur Belebung des

Schulalltags finden im Schuljahresverlauf verschiedene klassen- und schulhausübergreifende Aktivitäten

und Anlässe statt. Die Kreisprimarschule Belchen verfügt über eine eigene Homepage www.kpsb.ch.

Evaluationsbericht "Fokus Schulführung" – Kreisprimarschule Belchen 9


2. Evaluationsergebnisse I: Ampelkriterien

1. Zielerreichung

(fachlich / überfachlich)

Leitende Fragestellung

Werden die grundlegenden Lernziele in den Fächern Deutsch,

Mathematik, Französisch und Englisch erfüllt? (Gibt es gravierende

Abweichungen zum „Erwartungswert“?)

Untersuchungsmethode

Fachbezogene Leistungstests

Bemerkungen zu 1:

Es liegen auf kantonaler Ebene noch keine fachbezogenen Leistungstests vor, die als Datengrundlage genutzt werden können.

2. Schul- und Unterrichtsklima

Ist das Schul- und Unterrichtsklima an dieser Schule angstfrei,

lernförderlich, unterstützend?

Vollerhebung schriftliche Schüler/innenbefragung

(ab 3. Klasse) zum Schul- und

Unterrichtsklima; Unterrichtsbeobachtungen;

Interviews Schüler/innen, Lehrpersonen, Eltern,

Hausdienst

Bemerkungen zu 2:

Das Schul- und Unterrichtsklima ist funktionsfähig.

Evaluationsbericht "Fokus Schulführung" – Kreisprimarschule Belchen 10


3. Arbeitsklima für

Lehrpersonen

(„Betriebsklima“)

Bemerkungen zu 3:

Das Betriebsklima ist funktionsfähig.

Leitende Fragestellung

Ist das Arbeitsklima für Lehrpersonen angstfrei, mobbingfrei,

anregend, wertschätzend, identifikationsfördernd?

Untersuchungsmethode

Vollerhebung schriftliche Lehrpersonenbefragung;

Interviews Lehrpersonen, Schulleitung, Kreisprimarschulpflege

4. Elternkontakte Ist der Kontakt zwischen Schule und Elternhaus funktionsfähig?

Dokumentenanalyse;

Vollerhebung schriftliche Elternbefragung;

Interviews mit ausgewählten Elterngruppen,

Lehrpersonen, Schulleitung, Kreisprimarschulpflege,

Sekretariat

Bemerkungen zu 4:

Die Kontakte zwischen der Schule und dem Elternhaus sind funktionsfähig.

Evaluationsbericht "Fokus Schulführung" – Kreisprimarschule Belchen 11


5. Erfüllung der Betreuungs-

und

Aufsichtsfunktion

Leitende Fragestellung

Wird die Betreuungs- und Aufsichtsfunktion der Schule so

wahrgenommen, dass die von den Eltern erwartete Sicherheits-

/ Schutzfunktion gegenüber ihren Kindern gewährleistet

ist?

Untersuchungsmethode

Vollerhebung schriftliche Elternbefragung,

Schüler/innenbefragung (ab 3. Klasse)

Interviews mit ausgewählten Elterngruppen;

mündliche Befragung der Kreisprimarschulpflege,

Schüler/innen, Schulsozialarbeitende

Bemerkungen zu 5:

Die Erfüllung der Betreuungs- und Aufsichtsfunktion entspricht den grundlegenden Anforderungen.

6. Schulführung Gibt es eine funktionsfähige Schulführungsstruktur? (Sind minimale

Ansprüche an die Schulführung erfüllt?) Ist die Schule

gemäss dem kantonalen Bewertungsraster zur Schulführung in

der Dimension 1 (Rollen, Zuständigkeiten und Aufgaben der

Schulführung) und in der Dimension 4 (Führen und Entwickeln

des Personals) in der Defizitstufe?

Befragung der Betroffenengruppen

Bemerkungen zu 6:

Die Schulführung ist funktionsfähig.

Evaluationsbericht "Fokus Schulführung" – Kreisprimarschule Belchen 12


Leitende Fragestellung

7. Q-Management Gibt es eine funktionsfähige QM-Struktur? Werden minimale

Formen des QM praktiziert? Ist die Schule gemäss dem kantonalen

Bewertungsraster zum QM in der Dimension 1 (Grundlegung

des Qualitätsmanagements) und in der Dimension 9

(Umgang mit Qualitätsdefiziten) in der Defizitstufe?

Untersuchungsmethode

Befragung der Betroffenengruppen

Bemerkungen zu 7:

Das Qualitätsmanagement ist funktionsfähig.

8. Regelkonformität Sind die Strukturen, Prozesse, institutionellen Rahmensetzungen

in den wesentlichen Punkten regelkonform?

Überprüfung durch das Inspektorat (Stichproben

in den Bereichen Führen der Personalakten,

Stundenpläne, zweckgebundener

Einsatz von zusätzlichen Ressourcen).

Bemerkungen zu 8:

Die Strukturen, Prozesse, institutionellen Rahmensetzungen sind in den vorgegebenen Punkten regelkonform.

Evaluationsbericht "Fokus Schulführung" – Kreisprimarschule Belchen 13


3. Evaluationsergebnisse II: Profil der Schule

Kernaussage 1 Erläuterungen Quellen

Die Kreisprimarschule Belchen

hat seit ihrer Gründung verschiedenste

Probleme und Krisen

erfolgreich gemeistert und ist auf

gutem Weg sich zu stabilisieren.

Die Kreisprimarschule Belchen besteht in der heutigen Form seit August 2007. In

dieser Zeit sah sich die Schule mit verschiedenen Rückschlägen und Stolpersteinen

konfrontiert, mit denen sie sich erfolgreich auseinandergesetzt hat.

Einige der Schwierigkeiten sind auf Ebene Personal, sowohl bei den Lehr- als auch

bei den Führungspersonen zu finden. Längere, krankheitsbedingte Ausfälle konnten

mit Stellvertretungen überbrückt werden. Nach dem Abgang von mehreren Lehrpersonen

konnten die Stellen nur mit grossem Aufwand zufriedenstellend besetzt werden.

Auch in der Kreisprimarschulpflege und in der Schulleitung erfolgten einige

Wechsel. Der aktuelle Schulleiter hat sich dank den Erfahrungen als Stellvertretung

der vormaligen Schulleiterin schnell in seine neuen Aufgaben eingearbeitet. Die Einführung

der neuen Kreisprimarschulpflegemitglieder ist noch im Gange.

Die Sistierung des an der Schule erfolgreichen Projekts „Basisstufe“ wirkte sich auf

die pädagogische Entwicklung der Schule aus. Aus Sicht des Evaluationsteams ist

das daraus entstandene Vakuum an der Schule noch spürbar. Zudem hat sich die

Schule mit schwierigen Klassenkonstellationen auseinandergesetzt und sie mit gezielten

Klasseninterventionen bearbeitet. Heute ist für die Schulführung und die Lehrpersonen

eine spürbare Verbesserung des Schul- und Unterrichtklimas feststellbar.

In der Schulführung und im Kollegium wurde der Wunsch nach Stabilität und Ordnung

deutlich formuliert. Zum Zeitpunkt der Evaluation hat sich die Situation an der

Schule stark beruhigt. Im Kollegium und in der Schulführung ist ein grosses Vertrauen

spürbar, dass mit der Einkehr von Ruhe eine kontinuierliche Weiterentwicklung

der Schule möglich ist. Gleichzeitig findet auf Führungsebene und zwischen den Gemeinden

eine Diskussion über die zukünftige Struktur der Schule Belchen statt, was

sich nach Meinung des Evaluationsteams destabilisierend auf die Zusammensetzung

des Kollegiums und auf die Weiterentwicklung der Schule auswirken kann.

Schulportfolio;

Interviews SL, Lp

Interviews SPF,

SL, Lp

Interviews SPF,

SL, Lp

Evaluationsbericht "Fokus Schulführung" – Kreisprimarschule Belchen 14


Kernaussage 2 Erläuterungen Quellen

Der Kreisprimarschule Belchen

ist es ein Anliegen, gegen aussen

als Einheit zu wirken. Währenddem

dies auf struktureller Ebene

gelungen ist, ist auf inhaltlicher

Ebene eine Annäherung im Aufbau.

Der Schule ist es wichtig, besonders nach der Ergänzung durch den Standort Kaiserstuhl

klare Signale zu setzen, dass es sich bei der Kreisprimarschule Belchen um

eine gemeinsame Schule handelt. Gegen aussen wird dies besonders durch die eigene

Homepage und das neue Logo sichtbar. Zusätzliche Unterlagen, wie das von

der Kreisprimarschulpflege erstellte und vor der Einführung stehende Familiendossier

(Informationen A - Z), sowie Anlässe mit allen Schüler/innen wie z.B. der Sporttag,

verstärken das Bild der Kreisprimarschule als Einheit.

Der Schulführung ist es ein Anliegen, die verbindenden Elemente an der Schule zu

fördern. Dazu gehört insbesondere der Aufbau eines kooperationsförderlichen Klimas

im Kollegium. Beispielsweise stehen bei den externen, zweitägigen Weiterbildungsveranstaltungen

neben der Auseinandersetzung mit schulischen Themen die Kontaktpflege

und das gegenseitige Kennenlernen im Vordergrund. Dies trägt dazu bei,

dass die meisten Lehrpersonen gerne an der Kreisprimarschule Belchen arbeiten.

Schulportfolio;

Homepage; Interviews

SL, Lp

Interviews SPF,

SL, Lp

Gleichzeitig befindet sich die Schule in einem Spannungsfeld, in dem die Gemeinsamkeit

gefördert, aber auch die individuellen Bedürfnisse und örtlichen Gepflogenheiten

der Gemeinden beachtet werden müssen. So berücksichtigt die Schule mit

grossem Aufwand ortsgebundene Feiertage, versucht aber gleichzeitig, die Gemeinden

zusammenzubringen, indem z.B. Anlässe auch in Dörfern durchgeführt werden,

in denen kein Schulstandort zu finden ist.

Es ist den Schulverantwortlichen gut gelungen, die Schule strukturell unter ein Dach

zu bringen. Dies zeigt sich darin, dass sie auch von aussen, z.B. von Eltern und von

Mitgliedern des Kreisprimarschulverbandsvorstandes als eine Einheit wahrgenommen

wird. Die inhaltliche Annäherung im Sinne einer gemeinsamen pädagogischen

Ausrichtung befindet sich hingegen noch im Aufbau. Erste Erfolge konnten z.B. in

Bereichen der Beurteilung in Zusammenhang mit der neuen Promotionsverordnung

oder bei den Hausaufgaben erzielt werden. Sie bilden eine gute Basis für weitere

pädagogische Absprachen der verschiedenen Schulstandorte und -stufen.

Interviews SL, Lp

Schulportfolio;

Interviews KSV,

E; Beobachtungen

Evaluationsbericht "Fokus Schulführung" – Kreisprimarschule Belchen 15


Kernaussage 3 Erläuterungen Quellen

An der Kreisprimarschule treffen

Kinder aus fünf Dörfern zusammen.

Diesem Umstand wird bei

einem Standortwechsel der Schüler/innen

kaum Beachtung geschenkt.

Die Schülerinnen und Schüler der Kreisprimarschule Belchen kommen aus fünf verschiedenen

Gemeinden. Mit ihrem Eintritt in den Kindergarten lernen sich die Kinder

aus zwei, bzw. drei Gemeinden kennen. Mit dem Übertritt in die dritte Klasse in Kaiserstuhl

kommen die Schüler/innen aller Gemeinden zusammen.

In der Vorbefragung deuten die Schüler/innen an, dass das Schul- und Unterrichtsklima

am Schulstandort Kaiserstuhl beeinträchtigt ist. Es zeigt sich jedoch in den Interviews,

dass sich dies seit der Vorbefragung verändert hat und sie sich zum Zeitpunkt

der Evaluation insgesamt an der Schule wohl fühlen. Schüler/innen schildern

jedoch auch, dass es an der Schule verschiedentlich schwierige Situationen zwischen

den Kindern gibt. Streitigkeiten, die in Prügeleien ausarten können, kommen

laut Schüler/innen zeitweise vor. Zudem seien vereinzelt Ausschlusstendenzen gegenüber

Mitschüler/innen zu verzeichnen.

Streitigkeiten zwischen den Schüler/innen werden oft in den Klassen, z.B. in einem

Klassengespräch, behandelt. Teilweise wurden Regeln, die das Zusammenleben an

der Schule fördern sollen, mit den Schüler /innen erarbeitet. Die Schüler/innen erzählen,

dass die Gespräche selten zu einer andauernden Verbesserung der Situation

führen und dass z.B. die Stopp-Regel kaum wirksam ist, da sich die Kinder oftmals

nicht an die Abmachung halten.

Die Pflege des Klassenklimas liegt weitgehend in der Verantwortung der einzelnen

Lehrperson. So arbeitet ein Teil der Lehrpersonen gezielt an der Gemeinschaftsförderung,

z.B. mit der Einführung von Lernpartnerschaften. Ein anderer Teil steuert

diese wenig gezielt oder nimmt die Klassensituation als gegeben und selbstverständlich

an. Eine Auseinandersetzung mit der speziellen Situation der Zusammenführung

von Kindern aus verschiedenen Gemeinden findet kaum statt. Demzufolge ist eine

strukturierte, institutionalisierte Vorbereitung der Schüler/innen auf eine neue Gruppenzusammensetzung,

einen Schulhaus- und Lehrpersonenwechsel wenig erkennbar.

Schulportfolio

Interviews Sch;

VB Sch

Schulportfolio;

Interviews Lp, Sch

Schulportfolio;

Interviews Lp,

Sch, E

Evaluationsbericht "Fokus Schulführung" – Kreisprimarschule Belchen 16


Kernaussage 4 Erläuterungen Quellen

An den drei Schulstandorten der

Kreisprimarschule Belchen bestehen

unterschiedliche räumliche

Bedingungen. Während es an

den Standorten Wislikofen und

Fisibach gelingt, eine angenehme

Atmosphäre zu schaffen, wird

das räumliche Potenzial am

Standort Kaiserstuhl wenig genutzt.

Der Standort Wislikofen wird von Lehrpersonen und Eltern als behaglich beschrieben.

Lehrpersonen und Schüler/innen fühlen sich im liebevoll gestalteten Schulhaus wohl.

Während die räumliche Situation ausserhalb der Schulzimmer eher eng ist, ist der

Pausenplatz sehr grosszügig angelegt. Die Pausenaufsicht ist dadurch anspruchsvoll,

weshalb sich Eltern hinsichtlich der Betreuung teilweise kritisch äussern. Da das

Dachgeschoss von der Gemeinde genutzt wird, stehen der Schule diese Räume nicht

zur Verfügung. Die Gemeinde hat sich jedoch aus anderen Räumen zurückgezogen,

wodurch sich die räumliche Situation für die Schule insgesamt verbessert hat.

Der Standort Fisibach zeichnet sich durch eine grosszügige Umgebung aus. Es gibt

verschiedene Spielgeräte sowie grosse Wiesenflächen und einen Hartplatz. Wegen

des Umbaus für die ehemalige Basisstufe, verfügen die beiden Schulzimmer über

einen zusätzlichen Arbeitsraum. Das Lehrer/innenzimmer wurde zugunsten eines

Logopädiezimmers verkleinert. Es steht die Sanierung des Daches und der Fassade

bevor. Das grosszügige Foyer bietet für die Kinder Bewegungsmöglichkeiten. Es wird

auch für Gemeinde- und Vereinsanlässe genutzt, sodass nur eine mobile Einrichtung

möglich ist. Trotzdem gelingt es dank vielen Gestaltungselementen und einer zuverlässigen

und konsequenten Betreuung durch die Lehrpersonen ein angenehmes

Schulklima zu schaffen. Ungünstig wir erlebt, dass eine Turnhalle fehlt. Bewegung

und Sport findet in Kaiserstuhl statt, bei gutem Wetter draussen vor Ort.

Interviews Lp, E;

VB E; Rundgang

Hauswart; Beobachtungen

Interviews Lp, E;

VB E; Rundgang

Hauswart; Beobachtungen

Die räumlichen Verhältnisse am Standort Kaiserstuhl sind sehr grosszügig. Derzeit

stehen zwei Schulzimmer leer. Eines wird als Materialraum genutzt, in dem auch die

schulische Heilpädagogin arbeitet, das andere dient als Materialdepot (v.a. Mobiliar).

Es ist eine Dachsanierung in Planung. Aufgefallen ist, dass das Schulhaus immer

noch als Bezirksschulhaus wahrgenommen wird. Es wird als kalt und ungemütlich

erlebt, weil viele Räume nicht belebt sind. Räume ausserhalb der Schulzimmer sind

wenig genutzt und gestaltet. Lehrpersonen sagen, dass man die Pausen oftmals alleine

verbringt. Die unbehagliche Atmosphäre im grossen, halbleeren Schulhaus beeinträchtigt

aus Sicht der Befragten das Wohlbefinden und das Schulklima.

Interviews Lp,

Sch, E; VB E;

Rundgang Hauswart;

Beobachtungen

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4. Evaluationsergebnisse III: Beurteilung des Evaluationsfokus entlang der

Qualitätsdimensionen

4.1 Dimension 4 „Führen und Entwickeln des Personals“

Leitsatz

Die Personalführung hat einen hohen Stellenwert. Sie

zeigt sich im wertschätzenden Umgang mit den Mitarbeitenden,

in einer vorausschauenden Planung des

Personaleinsatzes, in sorgfältiger Gestaltung von Mitarbeitendengesprächen,

in einer auf individuelle und

schulische Ziele ausgerichteten Planung der Weiterbildung

sowie in der sorgfältig strukturierten Einführung

neuer Lehrpersonen.

Selbsteinschätzung

durch die Kreisprimarschulpflege und

Schulleitung

Fremdeinschätzung

durch das Evaluationsteam

Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Stufe 4 Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Stufe 4

Begründungen und Erläuterungen zur Einschätzung durch das Evaluationsteam

Das Evaluationsteam kann die Selbsteinschätzung und die Begründungen zur Selbsteinschätzung durch die Kreisprimarschulpflege und

Schulleitung der Schule gut nachvollziehen und stimmt mit diesen überein: Die Personalführung hat im Alltagsgeschäft der Schulleitung einen

hohen Stellenwert und wird bewusst gepflegt, strukturiert und reflektiert. Sie wird als Schlüsselaufgaben des schulinternen QM gesehen. Auch

die Kreisprimarschulpflege nimmt ihre Personalverantwortung gegenüber der Schulleitung wahr. Es finden regelmässige Gespräche zwischen

dem Kreisprimarschulpflegepräsidenten und dem Schulleiter statt und ein Mitarbeitendengespräch (MAG) ist vorgesehen. Aufgrund dessen,

dass der Schulleiter noch relativ neu im Amt ist, haben erst wenige MAGs bzw. Standortgespräche mit Lehrpersonen stattgefunden. Diese

sind jedoch im vierten Quartal geplant und mit Unterrichtsbesuchen des Schulleiters verbunden. Die entsprechenden Grundlagen dafür liegen

vor. Die Lehrpersonen äussern sich zufrieden mit der Personalführung der Schulleitung. Sie fühlen sich in ihren Leistungen anerkannt. Ein

spezielles Augenmerk liegt bei der Einführung von neuen Lehrpersonen. Sie werden in die schulkulturellen und -konzeptionellen Eigenheiten

der Schule eingeführt und in der Einführungsphase begleitet. Die notwendigen personellen Ressourcen und Instrumente werden bereitgestellt

(z.B. Mentorat).

Evaluationsbericht "Fokus Schulführung" – Kreisprimarschule Belchen 18


Qualitätsaussagen Erläuterungen Quellen

Q1: Die Personalführung hat im Alltagsgeschäft

der Schulleitung einen

hohen Stellenwert und wird bewusst

gepflegt, strukturiert und reflektiert.

(Stufe 3)

Der Schulleiter hat klare Vorstellungen zur Personalführung und sieht sie im Zusammenhang

mit anderen Elementen des schulinternen Qualitätsmanagements

(z.B. kollegiales Feedback, Schüler/innen- und Elternfeedback). Auf der Ebene der

individuellen Rechenschaftslegung und Entwicklung hat er Kriterien zur Unterrichtsqualität

eingeführt. Die Unterrichtsbesuche sind Ausgangspunkt für die individuelle

sowie gesamtschulische Unterrichtsentwicklung. Im Rahmen des Mitarbeitendengesprächs

(MAG) sollen individuelle Ziele vereinbart werden, welche sich an den Beobachtungen

aus den Unterrichtsbesuchen orientieren. Allgemeine Feststellungen

zu den Unterrichtsbeobachtungen fliessen in die Planung der schulinternen Weiterbildung

ein.

Schulportfolio;

Interviews

SPF, SL, Lp

In der ersten Aufbauphase der Unterrichtsbesuche durch die Schulleitung legen die

Lehrpersonen Schwerpunkte fest (z.B. Klassenführung). Der Schulleiter sieht vor,

dass nach dem Einführungsjahr nicht nur die Lehrpersonen, sondern auch er Beobachtungsschwerpunkte

festlegen werden. Aktuell hat der Schulleiter bereits einzelne

Unterrichtsbesuche gemacht. Insgesamt ist vorgesehen, dass bei jeder Lehrperson

pro Jahr sechs Besuche à 20-30 Minuten durchgeführt werden. Das Rückmeldegespräch

ist mit dem MAG gekoppelt. Bei Bedarf finden auch unmittelbar

nach einem Unterrichtsbesuch Rückmeldegespräche statt.

Der heutige Schulleiter hat seit seinem Stellenantritt erst einzelne Gespräche mit

Mitarbeitenden durchgeführt (z.B. Beratungs- und Problemlösegespräche; MAG mit

Schulsekretariat). Die systematische Durchführung der MAG basierend auf den

vorliegenden schriftlichen Grundlagen sind im Frühjahr 2012 geplant. Die Lehrpersonen

sind darüber orientiert.

Schulportfolio;

Interviews SL,

Lp

Schulportfolio;

Interviews SL,

Lp

Evaluationsbericht "Fokus Schulführung" – Kreisprimarschule Belchen 19


Qualitätsaussagen Erläuterungen Quellen

(Fortsetzung)

Für die Personalführung liegt ein Konzept in der Entwurfsfassung datiert vom August

2011 vor. Darin ist auch ein Teilkonzept zur Beurteilung der Arbeitsqualität der

Lehrpersonen enthalten. Für die Personalgewinnung ist eine Unterlage vorhanden,

welche als Grundlage für den Entscheid bei einer Stellenbesetzung dient. Die Personalförderung

soll auf individueller Ebene mittels Zielvereinbarungen geschehen,

auf Ebene Schule wird auf die Vernetzung von individueller Weiterbildung mit den

gemeinsamen Weiterbildungen gesetzt (z.B. Schwarzwald-Tagungen).

Schulportfolio;

Interviews

KSPF, SL

Q2: Die Lehrpersonen äussern sich

zufrieden mit der Personalführung der

Schulleitung. Sie fühlen sich in ihren

Leistungen anerkannt.

(Stufe 3)

Sowohl in der mündlichen wie auch in der schriftlichen Befragung äussern sich die

Lehrpersonen grundsätzlich zufrieden mit der Personalführung. Sie schätzen vor

allem, dass sich der Schulleiter um Präsenz an den einzelnen Standorten bemüht.

Dadurch sind auch informelle Kontakte möglich. Grundsätzlich fühlen sich die Lehrpersonen

wertgeschätzt und ernst genommen. In schwierigen Situationen erleben

sie sich vom Schulleiter gut unterstützt. Es wird von den Lehrpersonen insbesondere

positiv erwähnt, dass der Schulleiter schwierige Situationen anpackt und sich an

Lösungsmassnahmen aktiv beteiligt (z.B. Unterstützung im Unterricht).

Interviews Lp;

VB Lp

Speziell geschätzt werden die Weiterbildungstagungen im Schwarzwald. Die Themen

werden vor allem vom Schulleiter vorgeschlagen und mit Lehrpersonenwünschen

ergänzt. Auch die Kreisprimarschulpflege nimmt punktuell teil und bespricht

eigene Themen. Ihr ist die Kontaktpflege mit den Lehrpersonen ein grosses Anliegen.

Auch die individuellen Weiterbildungswünsche werden aus Sicht der Lehrpersonen

vom Schulleiter gut unterstützt. Zufrieden zeigen sie sich zudem mit der Pensenplanung

und der Berücksichtigung ihrer Pensenwünsche.

Vereinzelt wird von Lehrpersonen gesagt, dass der Schulleiter seinen Führungsanspruch

deutlich signalisiert und seine Entscheidungskompetenzen betont, was unterschiedlich

gut ankommt. Andererseits geben Lehrpersonen an, dass sie bei der

Stundenplanung oder bei gesamtschulischen Aktivitäten Kompetenzen erhalten und

der Schulleiter delegieren kann.

Interviews

KSPF, SL, Lp;

VB Lp

Interviews Lp;

VB Lp

Evaluationsbericht "Fokus Schulführung" – Kreisprimarschule Belchen 20


Qualitätsaussagen Erläuterungen Quellen

Q3: Neue Lehrpersonen werden in die

schulkulturellen und -konzeptionellen

Eigenheiten der Schule eingeführt

und in der Einführungsphase begleitet.

Die notwendigen personellen

Ressourcen und Instrumente werden

bereitgestellt.

(Stufe 3)

Dem Schulleiter ist wichtig, dass neue Lehrpersonen gut begleitet sind. Aktuell arbeiten

zwei neue Lehrpersonen an der Schule. Da sie ihre Ausbildung in Deutschland

absolviert haben, legt der Schulleiter auf ihre Begleitung ein besonderes Augenmerk.

Von Beginn an wurden die Lehrpersonen intensiv begleitet, wofür ein

Mentorat beantragt wurde. Die Begleitung übernahm anfänglich die vormalige

Schulleiterin. Während im ersten halben Jahr regelmässige Gespräche stattfanden,

findet heute die Begleitung punktuell und bei Bedarf statt.

Die Einführung in die Gepflogenheiten der Schule sowie in die verwendeten Unterrichtsmittel

(z.B. Lehrmittel) ist durch die Schulleitung erfolgt. Um die gegenseitige

Unterstützung der neuen Lehrpersonen zu fördern, wurde während einzelnen Lektionen

ein Teamteaching eingerichtet.

Interviews

KSPF, SL, Lp

Interviews SL,

Lp

Die neuen Lehrpersonen fühlen sich an der Schule gut aufgenommen. Bei Fragen

können sie beim Schulleiter sowie bei Kolleginnen und Kollegen unkompliziert nachfragen.

Die Hilfsbereitschaft (z.B. bei der Organisation von Anlässen) und der

freundliche Umgang erleichtern den beruflichen Einstieg an der Kreisprimarschule

Belchen. Eher ungünstig wirkt sich aus, dass alle neuen Lehrpersonen am selben

Standort unterrichten und bis vor kurzem keine Lehrperson mit längerer Erfahrung

vor Ort war. Dies hat sich aktuell etwas verbessert, weil eine pensionierte Lehrperson

mit einer befristeten Anstellung bis Ende Schuljahr zurück an die Schule gekommen

ist.

Interviews SL,

Lp

Evaluationsbericht "Fokus Schulführung" – Kreisprimarschule Belchen 21


4.2 Dimension 5 „Pädagogische Führung des Kernprozesses Unterricht“

Leitsatz

Die Schulleitung nimmt die pädagogische Führung des

Kernprozesses Unterricht wahr und stellt einen optimalen

alltäglichen Schulbetrieb bzw. Unterricht und dessen

Weiterentwicklung sicher.

Selbsteinschätzung

durch die Kreisprimarschulpflege und

Schulleitung

Fremdeinschätzung

durch das Evaluationsteam

Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Stufe 4 Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Stufe 4

Begründungen und Erläuterungen zur Einschätzung durch das Evaluationsteam

Das Evaluationsteam kann die Selbsteinschätzung und die Begründungen zur Selbsteinschätzung durch die Kreisprimarschulpflege und

Schulleitung der Schule gut nachvollziehen und stimmt mit diesen überein: Die Schulleitung stellt hohe, aber realistische Anforderungen an

die Lehrpersonen und an die Lernenden bezüglich des Unterrichts. Das von der Schulleitung geplante Vorgehen ist für das Evaluationsteam

gut nachvollziehbar und verspricht eine sehr effiziente Art der pädagogischen Führung. Das Evaluationsteam stellt fest, dass sich die differenzierte

und klare Vorstellung über das Vorgehen und die Verknüpfung der verschiedenen Elemente der Schul- und Unterrichtsentwicklung im

Kollegium nicht widerspiegelt und somit noch nicht verankert ist. Erste Schritte zur konkreten Führung des Kernprozesses Unterricht sind,

neben den Unterrichtsbesuchen der Schulleitung, erfolgt. So gibt es vereinzelte Absprachen und Vereinbarungen zur Unterrichtsarbeit, die

auch für Schüler/innen und Eltern spürbar sind. Kollegiale Besprechungen und Bearbeitungen von Problemen des Unterrichtsalltages finden

punktuell im Rahmen von Konferenzen und Weiterbildung statt, sonst eher auf informeller Basis.

Evaluationsbericht "Fokus Schulführung" – Kreisprimarschule Belchen 22


Qualitätsaussagen Erläuterungen Quellen

Q1: Die Schulleitung stellt hohe, aber

realistische Anforderungen an die

Lehrpersonen und an die Lernenden

bezüglich des Unterrichts.

(Stufe 3)

In den Unterlagen zur „Beurteilung der Qualität der Arbeit einer Lehrperson“ sind die

Anforderungen der Schulleitung an die Lehrpersonen und an den Unterricht detailliert

dargelegt. Die umfassenden Kriterien zu den Themen „Fachkompetenz“,

„Selbstkompetenz“ und „Sozialkompetenz“ sind mit Indikatoren versehen, die eine

Einschätzung der Arbeit der Lehrperson durch die Schulleitung unterstützen.

Das Projekt zur „Beurteilung der Qualität der Arbeit einer Lehrperson“ befindet sich

in der Einführungsphase. Das Beurteilungssystem ist das Kerninstrument für die

Unterrichtsentwicklung an der Schule. Durch den Einblick in den Unterricht schafft

sich der Schulleiter ein Bild zum Stand der Unterrichtstätigkeit an der Schule. Er

kann somit im Sinne eines wirksamen und für die Lehrpersonen nachvollziehbaren

Qualitätsmanagements Massnahmen zur Optimierung ableiten und die dazu notwendigen,

persönlichen und institutionellen Entwicklungsschritte in die mittelfristige

Planung der Schule einfliessen lassen. Durch die Auseinandersetzung mit dem

Thema des kooperativen Lernens sollen die Lehrpersonen Erfahrungen sammeln,

die für die künftige Unterrichtsentwicklung genutzt werden kann.

Schulportfolio

Interview SL

Den Lehrpersonen sind die Anforderungen der Schulleitung an den Unterricht bekannt.

Sie wurden an einer Konferenz angesprochen und in schriftlicher Form abgegeben.

Die Einführung der neuen Unterlagen wird zum Teil als unbefriedigend

beschrieben. Einerseits wird dieses Gefühl dem Umstand zugeschrieben, dass die

Ausführungen sehr schnell und knapp erfolgten, anderseits auch der beschränkten

Aufnahmefähigkeit der Anwesenden aufgrund der hohen Temperaturen, die an diesem

Tag herrschten. Der Zusammenhang zwischen der Beurteilung der Qualität der

Arbeit der Lehrpersonen und der Gestaltung der Unterrichts- und Schulentwicklung

sowie der Vernetzung mit dem Qualitätsmanagement der Schule wurde in den Interviews

von den Lehrpersonen nicht erwähnt.

Interviews Lp

Evaluationsbericht "Fokus Schulführung" – Kreisprimarschule Belchen 23


Qualitätsaussagen Erläuterungen Quellen

(Fortsetzung)

Die Kreisprimarschule Belchen hat auf August 2010 die integrative Schulung (IS)

eingeführt. Es bleibt unklar, welchen Stellenwert das Projekt an der Schule hat und

welche nächsten Schritte geplant sind. Explizite Zusammenhänge zwischen aktuellen

Themen wie „kooperatives Lernen“ und IS sind noch wenig erkennbar.

Schulportfolio;

Interviews SL,

Lp, SHP

Q2: Es gibt vereinzelte Absprachen

und Vereinbarungen zur Unterrichtsarbeit.

(Stufe 2)

An der Kreisprimarschule gibt es vereinzelte Absprachen und Vereinbarungen zum

Unterricht. Sie betreffen zum Beispiel die Durchsetzung der Disziplin, die Gestaltung

der Zwischenberichte und Promotionen in Zusammenhang mit der neuen Promotionsverordnung

oder Absprachen zur Förderung der Schüler/innen mit besonderen

Bedürfnissen (Förderpläne).

Schulweite Absprachen zur Unterrichtsgestaltung im Umgang mit Heterogenität, die

z.B. die Integration der schulischen Heilpädagogin in den Unterricht fördern, sind

hingegen noch nicht vorhanden.

Schulportfolio;

Interviews Lp

Q3: Kollegiale Besprechungen und

Bearbeitungen von Problemen des

Unterrichtsalltages finden punktuell

statt.

(Stufe 2)

In den Interviews geben Lehrpersonen zum Ausdruck, dass sie den Austausch über

verschiedene Aspekte des Unterrichts schätzen. So haben z.B. die Diskussionen

zum Thema Hausaufgaben zu Empfehlungen geführt, die nun in den Unterricht einbezogen

werden.

Der Grossteil der Schülerinnen und Schüler ist der Meinung, dass die Lehrpersonen

die geltenden Regeln insgesamt durchsetzen. Sie stellen aber auch fest, dass bei

der Klassenlehrperson und den Fachlehrpersonen nicht die gleichen Regeln gelten.

Für die Bearbeitung von Problemen im Unterricht gibt es vereinzelte feste Gefässe,

in denen ein Austausch zwischen den Lehrpersonen erfolgen kann. Der Schulleiter

bietet in Sitzungen und Weiterbildungen Möglichkeiten zum Austausch. Bisher hat

der derzeitige Schulleiter erst eine pädagogische Sitzung durchgeführt, will dies

jedoch regelmässiger tun. Für neue Lehrpersonen bietet das Mentorat Raum für die

Besprechung von Problemen und Schwierigkeiten des Unterrichtsalltags.

Interviews Lp

Interviews

Sch

Interviews SL,

Lp

Evaluationsbericht "Fokus Schulführung" – Kreisprimarschule Belchen 24


Qualitätsaussagen Erläuterungen Quellen

(Fortsetzung)

Schwerpunktmässig erfolgt die Bearbeitung von Problemen auf informeller Basis.

So treffen sich z.B. Lehrpersonen teilweise zum gemeinsamen Mittagessen, um

miteinander Schwierigkeiten aufzuarbeiten. Die kleinen Kollegien erleichtern einerseits

dank der Nähe zwischen den Lehrpersonen den informellen Austausch, andererseits

sind die Lehrpersonen zeitweise ziemlich alleine in ihren Schulhäusern und

es steht niemand zu einem Gespräch zur Verfügung.

Schulportfolio;

Interviews Lp

Evaluationsbericht "Fokus Schulführung" – Kreisprimarschule Belchen 25


4.3 Dimension 6 „Förderung und Unterstützung der schulinternen Zusammenarbeit“

Leitsatz

Die Schulleitung sorgt für eine Kooperation, die funktionsfähig

ist und auf gegenseitiger Wertschätzung und

Vertrauen basiert. Für den Erfahrungs- und Meinungsaustausch,

für die Koordination der Arbeitsprozesse,

für die kooperative Problemlösung gibt es Gefässe und

Instrumente, die aktiv und erfolgreich genutzt werden.

Selbsteinschätzung

durch die Kreisprimarschulpflege und

Schulleitung

Fremdeinschätzung

durch das Evaluationsteam

Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Stufe 4 Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Stufe 4

Begründungen und Erläuterungen zur Einschätzung durch das Evaluationsteam

Das Evaluationsteam kann die Begründungen zur Selbsteinschätzung durch die Kreisprimarschulpflege und Schulleitung der Schule gut

nachvollziehen und stimmt mit diesen überein. Die Schulleitung ist sich bewusst, dass aufgrund der örtlichen Begebenheiten ein besonderes

Augenmerk auf die Gemeinschaftsbildung im Team zu richten ist. Deshalb unterstützt / fördert die Schulleitung gezielt den Aufbau einer kooperationsförderlichen

Gemeinschaft und die Teambildung wurde als Entwicklungsschwerpunkt festgelegt. Derzeit gibt es vereinzelt Zeitgefässe

und Strukturen zur Förderung des Meinungs- und Erfahrungsaustausches innerhalb des Kollegiums. Diese Gefässe sollen noch ausgebaut

werden. Das Kollegium ist mit der aktuellen kollegialen Kooperation mehrheitlich zufrieden, sieht aber in verschiedener Hinsicht noch

einen Verbesserungsbedarf.

Evaluationsbericht "Fokus Schulführung" – Kreisprimarschule Belchen 26


Qualitätsaussagen Erläuterungen Quellen

Q1: Die Schulleitung fördert / unterstützt

gezielt den Aufbau einer kooperationsförderlichen

Gemeinschaft.

(Stufe 3)

Da die örtlichen Verhältnisse mit den Distanzen zwischen den Schulstandorten den

Aufbau einer kooperationsförderlichen Gemeinschaft erschweren, ist es der Schulleitung

wichtig, dass es für die Lehrpersonen Gefässe gibt, wo sich das Kollegium

gemeinsam trifft. Unter diesem Aspekt ist neben einzelnen festlichen Anlässen, die

z.T. von der Kreisprimarschulpflege organisiert werden, die schon traditionelle Klausurtagung

im Schwarzwald entstanden, in der das Kollegium und die Schulführung

entspannt an drei Halbtagen zusammen ist.

Schulportfolio;

Interviews SL,

Lp

In der Vorbefragung und in den Interviews kommt zum Ausdruck, dass im Kollegium

insgesamt ein gutes Klima herrscht. Dem Evaluationsteam ist aufgefallen, dass im

Team auch Humor Platz hat, was an der besuchten Konferenz beobachtet werden

konnte. Das nach überstandenen personellen Schwierigkeiten insgesamt positive

Klima im Kollegium ist aus Sicht des Evaluationsteams eine gute Basis für die gemeinsame

Weiterentwicklung der Schule.

In den vergangenen Jahren beschäftigten sich die Lehrpersonen unter der Führung

der vormaligen Schulleitung mit der Ausbildung gemeinsamer Werthaltungen und

Normen. Aus dieser gemeinsamen Arbeit sind die Leitbilder entstanden, die an der

Schule noch immer vorhanden, aber wegen den grossen Wechseln im Kollegium

und in der Führung in den Hintergrund geraten sind. Die Auseinandersetzung mit

praktischen Themen wie die Bewertung der Schüler/innen im Rahmen der neuen

Promotionsverordnung oder der Umgang mit Hausaufgaben soll die Diskussion

über eigene Werte und Normen neu lancieren und zur Ausbildung von Werthaltungen

führen, die dem heutigen Kollegium entsprechen.

Interviews Lp;

VB Lp; Beobachtungen

Schulportfolio;

Interviews SL,

Lp

Evaluationsbericht "Fokus Schulführung" – Kreisprimarschule Belchen 27


Qualitätsaussagen Erläuterungen Quellen

(Fortsetzung)

Q2: Es gibt vereinzelt Zeitgefässe und

Strukturen zur Förderung des Meinungs-

und Erfahrungsaustausches

innerhalb des Kollegiums.

(Stufe 2)

Der Schulleiter plant, im nächsten Schuljahr die Unterrichtsteams an der Schule

wieder einzuführen. Das gute gegenseitige Einvernehmen soll das offene kollegiale

Feedback unterstützen und die Zusammenarbeit zwischen den Lehrpersonen stärken.

Gegenseitigen Rückmeldungen, ergänzt durch Feedbacks der Schulleitung,

Schüler/innen und Eltern sowie die Vernetzung mit der persönlichen Entwicklung,

werden somit zur zentralen Basis für die Qualitätsentwicklung und -sicherung an der

Schule.

Für die Förderung des Meinungs- und Erfahrungsaustausches zwischen den Lehrpersonen

sind einzelne Zeitgefässe fest installiert. Ein wichtiges Gefäss ist die gemeinsame

Arbeitszeit jeweils am Dienstag von 15.45 bis 17.15 Uhr. Dieses Zeitfenster

muss von den Lehrpersonen immer offen gehalten werden und wird für Konferenzen

und Sitzungen genutzt. Seit der Stellenübernahme der neuen Schulleitung

wurde zudem einmal eine pädagogische Sitzung angesetzt. Dieser Bereich soll in

Zukunft noch ausgebaut werden. Ein weiteres Gefäss zum Austausch ist die Klausurtagung

im Schwarzwald. Der Schulleiter plant zudem, die letzte Ferienwoche im

Sommer teilweise für gemeinsame Arbeiten und Diskussionen zu nutzen.

Interview SL

Schulportfolio;

Interview SL

Für die Zusammenarbeit zwischen den Klassenlehrpersonen und der schulischen

Heilpädagogin sind, ausser den im Rahmen von IS vorgesehenen „runden Tische“,

keine institutionalisierte, regelmässige Austauschgefässe festgelegt. Der Meinungsund

Erfahrungsaustausch erfolgt aufgrund des kleinen Pensums der schulischen

Heilpädagogin und der schwierigen Organisation mit der Aufteilung der Lektionen

auf drei Schulstandorte situativ und schwerpunktmässig auf informeller Basis oder

per E-Mail.

Schulportfolio;

Interviews SL,

SHP

Evaluationsbericht "Fokus Schulführung" – Kreisprimarschule Belchen 28


Qualitätsaussagen Erläuterungen Quellen

Q3: Das Kollegium ist mit der kollegialen

Kooperation mehrheitlich zufrieden,

sieht aber in verschiedener

Hinsicht noch einen Verbesserungsbedarf.

(Stufe 2)

In den Unterlagen finden sich kaum Vereinbarungen zur unterrichtsbezogenen Zusammenarbeit,

die zurzeit gelten. In der Vorbefragung zeichnet sich ab, dass die

Lehrpersonen mit der aktuellen Form der kollegialen Kooperation insgesamt zufrieden

sind. Die Zusammenarbeit funktioniert aus ihrer Sicht gut und der Umgang im

Kollegium wird insgesamt als wertschätzend und respektvoll erlebt. In den Interviews

bestätigt sich diese Tendenz. Die Lehrpersonen schätzen die Zusammenarbeit,

die schwerpunktmässig in den einzelnen Schulhäusern und auf informeller

Basis stattfindet. Eine Kooperation zwischen den Standorten findet teilweise an der

Unterstufe statt, ist jedoch gesamtschulisch kaum ausgeprägt. Eine ähnlich intensive

Zusammenarbeit zwischen den Lehrpersonen, wie sie während dem Projekt der

Basisstufe erfolgte, gibt es momentan nicht.

Schulportfolio;

Interviews Lp;

VB Lp

Verschiedentlich sehen Lehrpersonen Optimierungsmöglichkeiten in der Zusammenarbeit.

Dies zeigte sich beispielsweise während der Evaluation, als am Standort

Kaiserstuhl ein zusätzliches Zeitgefäss zum schulhausinternen Austausch festgelegt

wurde.

Interviews Lp;

Beobachtungen

Die Zusammenarbeit zwischen den Lehrpersonen und den Fachpersonen erfolgt

punktuell und auf informeller Basis. Teilweise gibt es Optimierungsmöglichkeiten,

was z.B. den Austausch über die Schüler/innen oder Unterrichtsinhalte betrifft. Insgesamt

entspricht jedoch die aktuelle Kooperationsform den Bedürfnissen und zeitlichen

Möglichkeiten der Beteiligten.

Interviews Lp

Evaluationsbericht "Fokus Schulführung" – Kreisprimarschule Belchen 29


4.4 Dimension 7 „Leitung und Moderation von Sitzungen und Konferenzen“

Leitsatz

Konferenzen und Sitzungen werden so geleitet und

moderiert, dass die Prozesse (Informations-, Austausch-,

Meinungsbildungs- und Entscheidungsprozesse)

strukturiert und effizient verlaufen und ein sinnvolles

(zielführendes) Ausmass an Partizipation ermöglichen.

Selbsteinschätzung

durch die Kreisprimarschulpflege und

Schulleitung

Fremdeinschätzung

durch das Evaluationsteam

Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Stufe 4 Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Stufe 4

Begründungen und Erläuterungen zur Einschätzung durch das Evaluationsteam

Das Evaluationsteam kann die Begründungen zur Selbsteinschätzung durch die Kreisprimarschulpflege und Schulleitung der Schule gut

nachvollziehen und stimmt mit diesen überein. Die Schulleitung führt Konferenzen / Sitzungen strukturiert und zielstrebig. Traktanden und

hilfreiche Unterlagen werden rechtzeitig verteilt. Die Teilnehmenden sind mit dem Verlauf der Sitzungen, dem Ausmass an Partizipation und

der Effizienz der Konferenzen und Sitzungen zufrieden. Die Leitung und Moderation der Sitzungen wird von den Teilnehmenden förderlich

erlebt und ermöglicht aus ihrer Sicht eine aktive und ausgewogene Beteiligung. In der Traktandenliste ist jeweils ersichtlich, ob es bei einem

Traktandum um eine Information, einen Meinungsbildungsprozess oder einen Entscheid geht. Es wird ein Ergebnisprotokoll geführt, in dem

auch ein Themenspeicher enthalten ist.

Die Begründungen zur Selbst- und Fremdeinschätzung entsprechen der fortgeschrittenen Entwicklungsstufe. Eine höhere Einschätzung in

einzelnen Aspekten würde ein differenziertes Konzept für die unterschiedlichen Informations- und Partizipationsgefässe bedingen, welches in

Form des neuen Informations- und Kommunikationskonzepts zwar zum Zeitpunkt der Evaluation vorlag, jedoch noch nicht eingeführt war.

Ebenso holt der Schulleiter punktuell Rückmeldungen zu den Sitzungen und Konferenzen ein, eine regelmässige Evaluation findet jedoch –

auch aus Gründen der erst kurzen Anstellungsdauer der Schulleitung – noch nicht statt. Daher liegt die Einschätzung des Evaluationsteams

genau auf Stufe 3 und nicht leicht höher wie jene der Kreisprimarschulpflege und der Schulleitung.

Evaluationsbericht "Fokus Schulführung" – Kreisprimarschule Belchen 30


Qualitätsaussagen Erläuterungen Quellen

Q1: Die Schulleitung führt Konferenzen

/ Sitzungen strukturiert und zielstrebig.

Traktanden und hilfreiche

Unterlagen werden rechtzeitig verteilt.

(Stufe 3)

Q2: Die Teilnehmenden sind mit dem

Verlauf der Sitzungen, dem Ausmass

an Partizipation und der Effizienz der

Konferenzen und Sitzungen zufrieden.

(Stufe 3)

In der beobachteten Sitzung führt der Schulleiter entlang den Traktanden. Die vorgesehene

Zeit für die Traktanden wurde eingehalten und entsprach aus Sicht des

Evaluationsteams der Bedeutung der einzelnen Themen.

Der Schulleiter legt in der Regel die Themen für die Sitzung fest, wobei die Jahresplanung

terminlich und inhaltlich eine entscheidende Rolle spielt. Die Lehrpersonen

haben die Möglichkeit Themen einzugeben. In der Traktandenliste ist ersichtlich, ob

es bei einem Traktandum um eine Information, einen Meinungsbildungsprozess

oder einen Entscheid geht. Der Schulleiter schreibt das Ergebnisprotokoll selber.

Das Protokoll beinhaltet einen Themenspeicher. Dieser dient dem Schulleiter als

Grundlage für die Festlegung von Traktanden von folgenden Sitzungen.

Die Traktanden werden den Lehrpersonen im Voraus per E-Mail zugestellt. Auch

das Protokoll wird auf dem elektronischen Weg verschickt. Die Lehrpersonen äussern

sich zufrieden damit, wie die Sitzungen vorbereitet sind. Sie sagen, dass die

jeweilige Aufgabenverteilung klar ist und sie wissen, was von ihnen erwartet wird

(z.B. Vorbereitungsarbeiten für den Leseabend). Unterlagen zu Traktanden stehen

gemäss Aussagen von Lehrpersonen rechtzeitig zur Verfügung.

Die Lehrpersonen äussern sich grundsätzlich sehr zufrieden mit den Sitzungen.

Speziell werden die Moderation und Leitung der Sitzungen als förderlich erlebt. Aus

Sicht von Lehrpersonen verlaufen die Sitzungen effizient und zielorientiert.

Über die einzelnen Themen ist gemäss Schulleiter und Lehrpersonen ein offener

Meinungsaustausch möglich. Die Sitzungsgestaltung ermöglicht eine aktive und

ausgewogene Beteiligung der Teilnehmenden. So stellte der Schulleiter in der beobachteten

Konferenz verschiedentlich Rückfragen an die Teilnehmenden, um ihre

Bedürfnisse abzuholen (z.B. zum schulinternen Informationsfluss). Bei der Planung

von Anlässen (z.B. Leseabend) förderte der Schulleiter den Austausch unter den

Lehrpersonen und klärte auch den Bedarf an Unterstützung ab.

Schulportfolio;

Beobachtungen

Schulportfolio;

Interviews SL,

Lp

Interviews SL,

Lp

Interviews Lp;

VB Lp

Interviews SL,

Lp; Beobachtungen

Evaluationsbericht "Fokus Schulführung" – Kreisprimarschule Belchen 31


4.5 Dimension 11 „Information und Kommunikation nach innen“

Leitsatz

Es gibt eine differenziert gestaltete und funktionsfähige

Informationspraxis nach innen mit transparenten Informationswegen

und als hilfreich empfundenen Informationsgefässen,

die den vorhandenen Informationsbedarf

(von Seiten der Institution, von Seiten der Mitarbeitenden,

von Seiten der Schülerinnen und Schüler)

gut erfüllt.

Selbsteinschätzung

durch die Kreisprimarschulpflege und

Schulleitung

Fremdeinschätzung

durch das Evaluationsteam

Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Stufe 4 Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Stufe 4

Begründungen und Erläuterungen zur Einschätzung durch das Evaluationsteam

Das Evaluationsteam kann die Begründungen zur Selbsteinschätzung durch die Kreisprimarschulpflege und Schulleitung der Schule gut

nachvollziehen und stimmt mit diesen grossmehrheitlich überein. Es gibt eine differenziert gestaltete und funktionsfähige Informationspraxis.

Verschiedene institutionalisierte Informations- und Kommunikationsgefässe werden eingesetzt. Die gängige Informationspraxis berücksichtigt

einerseits die Gegebenheiten der Schule mit drei Standorten, andererseits das Informationsbedürfnis der Kreisprimarschulpflege und des Kollegiums.

Das Bring- und Holprinzip ist geklärt, festgelegt und erweist sich als funktionstüchtig. Die Informationswege zwischen Schulbehörde –

Schulleitung – Kollegium funktionieren. Das Informationsbedürfnis des Kollegiums ist weitgehend gedeckt. Die Lehrpersonen fühlen sich gut

informiert. Fachlehrpersonen, weitere Mitarbeitende und Schüler/innen sehen noch Optimierungsbedarf.

Zum Zeitpunkt des Evaluationsbesuchs wurde ein überarbeitetes Informations- und Kommunikationskonzept fertig gestellt. Die Implementierung

steht bevor. Dieser Umstand und dass die teilzeitarbeitenden Mitarbeitenden und die Schüler/innen teilweise noch Optimierungsbedarf

sehen, hat das Evaluationsteam dazu bewogen, die Einstufung leicht tiefer als die Schulführung vorzunehmen. D.h. dass noch kein Indikator

auf der Excellence-Stufe zutrifft. Die Excellence-Stufe würde zudem voraussetzen, dass die Information und Kommunikation explizit den Aufbau

des schulinternen Wissensmanagements zum Ziel hat.

Das Thema „Kommunikationsqualitäten“, welches in den Indikatoren zur Stufe 3 vorkommt, wurde in der Dimension 4 „Führen und Entwickeln

des Personals“ besprochen. Die Information nach aussen (Eltern, Öffentlichkeit) ist nicht Gegenstand dieser Dimension, sondern der nicht

gewählten Dimension 12.

Evaluationsbericht "Fokus Schulführung" – Kreisprimarschule Belchen 32


Qualitätsaussagen Erläuterungen Quellen

Q1: Es gibt eine differenziert gestaltete

und funktionsfähige Informationspraxis.

(Stufe 3)

Es gibt verschiedene institutionalisierte Informations- und Kommunikationsgefässe,

wie beispielsweise Sitzungen, E-Mails, Telefongespräche, Informationsaushänge

und Fächli. Dem Schulleiter ist es ein grosses Anliegen adressatengerecht und priorisiert

zu informieren. Der Informationsfluss soll die Begebenheiten der Kreisprimarschule

mit drei Standorten berücksichtigen. So erhalten jeweils die Direktbetroffenen

Informationen, nicht Betroffene werden nur wenn nötig mit Informationen bedient.

Auf dem Educanet sind Termine und Formulare für die Lehrpersonen abrufbar.

Informationen zu Terminen und Themen im Jahreslauf sind im Jahresprogramm

ersichtlich.

Schulportfolio;

Interviews

KSPF, SL, Lp

Q2: Das Bring- und Holprinzip ist geklärt,

festgelegt und erweist sich als

funktionstüchtig. Die Informationswege

zwischen Schulbehörde – Schulleitung

– Kollegium funktionieren.

(Stufe 3)

Bereits im September 2009 wurde ein Kommunikationskonzept in Kraft gesetzt.

Dieses wurde überarbeitet und lag zum Zeitpunkt des Evaluationsbesuchs in der

definitiven Fassung vor, war jedoch noch nicht implementiert. Es regelt den internen

und externen Informationsfluss. Es ist differenziert dargestellt, welche Adressatengruppen

mit welchen Kommunikationsmitteln, über welche Inhalte informiert werden.

Das Konzept wurde auch dem Kreisprimarschulverbandsvorstand zur Vernehmlassung

zugestellt.

Protokolle und Traktandenlisten werden per E-Mail zugestellt. Informationen an

Anschlagbrettern oder im Fächli müssen geholt werden. Es wird Wert darauf gelegt,

dass die E-Mails regelmässig abgerufen werden.

Die Informationswege zwischen Kreisprimarschulpflege und Schulleitung laufen vor

allem über E-Mail oder über Kreisprimarschulpflegesitzungen. Der Kreisprimarschulpflegepräsident

und der Schulleiter treffen sich regelmässig zum informellen

Austausch. Um das Informationsbedürfnis der Kreisprimarschulpflege zu decken

und die Kreisprimarschulpflegesitzungen zu entlasten, erstellt der Schulleiter wöchentlich

einen Bericht über die aktuellen Geschehnisse. Dieser wird von den Mitgliedern

der Kreisprimarschulpflege äusserst geschätzt.

Interviews

Kreisprimarschulverbandsvorstand,

KSPF-P, SL;

Dokumente

Interviews

KSPF, SL, Lp

Interviews

KSPF-P,

KSPF, SL

Evaluationsbericht "Fokus Schulführung" – Kreisprimarschule Belchen 33


Qualitätsaussagen Erläuterungen Quellen

(Fortsetzung)

Die Informationswege zwischen dem Schulleiter und dem Kollegium wurden verschiedentlich

besprochen und optimiert. Aktuell wurde zusätzlich zu Sitzungen und

E-Mails auf Anregung von Lehrpersonen der sinnvolle Einsatz von Anschlagwänden

an den einzelnen Standorten diskutiert. Diese sollen überlegt eingesetzt werden, da

der Aufwand für die regelmässige Aktualisierung mit drei Standorten gross ist. Um

den Informationsaustausch unter den Lehrpersonen zu optimieren, wurde am

Standort Kaiserstuhl anlässlich der beobachteten Konferenz ein wöchentliches Gefäss

neu geschaffen.

Interviews SL,

Lp

Ein Teil der Schüler/innen äussert sich kritischer zur Information. Sie geben an,

dass die Lehrpersonen die Informationen teilweise zu spät oder nicht in allen Klassen

zum gleichen Termin abgeben. Dies führt zu Verunsicherung.

Interviews

Sch; VB Sch

Q3: Das Informationsbedürfnis des

Kollegiums ist weitgehend gedeckt.

Die Mehrheit der Mitarbeitenden fühlt

sich gut informiert.

(Stufe 3)

Die Lehrpersonen äussern sich grossmehrheitlich sehr zufrieden mit der Informationspraxis

an der Kreisprimarschule Belchen. Speziell die Sitzungsprotokolle werden

positiv hervorgehoben. Sie ermöglichen es, dass auch Lehrpersonen, welche nicht

an Sitzungen teilgenommen haben oder teilzeitarbeitende Mitarbeitende, welche

nicht an Sitzungen teilnehmen müssen, informiert sind.

Interviews Lp;

VB Lp

Kritischer äussern sich Lehrpersonen zur Information bei Krankheitsfällen von Schüler/innen

oder Schulanlässen. Speziell teilzeitarbeitende Lehrpersonen und Mitarbeitende

geben an, dass sie teilweise zu spät oder gar nicht informiert werden. Aus

Sicht der Klassenlehrpersonen war bisher zu wenig klar, wer Fachlehrpersonen und

weitere Mitarbeitende in speziellen Fällen informiert. Dieses Thema wurde an der

beobachteten Konferenz angesprochen. Die Zuständigkeiten wurden zwischen

Schulleitung und Klassenlehrpersonen geklärt. Es wurde abgesprochen, dass die

Informationen über spezielle Vorkommnisse in der Klasse von der Klassenlehrperson

direkt an die betreffenden Fachlehrpersonen weitergegeben werden.

Interviews Lp;

VB Lp

Evaluationsbericht "Fokus Schulführung" – Kreisprimarschule Belchen 34


4.6 Dimension 13 „Verwaltung und Organisation der Schule“

Leitsatz

Die Schule ist nach innen und aussen gut organisiert.

Prozesse sind in einem sinnvollen Ausmass standardisiert

und unterstützen eine effiziente/effektive Erledigung

der Alltagsgeschäfte.

Selbsteinschätzung

durch die Kreisprimarschulpflege und

Schulleitung

Fremdeinschätzung

durch das Evaluationsteam

Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Stufe 4 Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Stufe 4

Begründungen und Erläuterungen zur Einschätzung durch das Evaluationsteam

Das Evaluationsteam kann die Begründungen zur Selbsteinschätzung durch die Kreisprimarschulpflege und Schulleitung der Schule gut

nachvollziehen und stimmt mit diesen überein. Die Schule weist im administrativen Bereich eine gute Organisation und Koordination auf. Die

administrativen Arbeiten werden zuverlässig erledigt. Das gute Zusammenspiel von Schulleitung und Schulsekretariat lässt ein pragmatisches

Vorgehen zu (z.B. gemeinsame Präsenzzeiten). Es ist von Vorteil, dass die Schulleitung und das Schulsekretariat in der gleichen Konstellation

auch für eine andere Schule tätig sind, sodass Synergien genutzt werden können (z.B. Ablaufbeschriebe, Konzepte).

Zum Zeitpunkt der Evaluation waren einzelne wiederkehrende Verwaltungsprozesse standardisiert. Die Dokumentation der Prozesse, Instrumente,

Personalakten usw. erfüllt das erwartbare Minimum. Es ist vorgesehen, noch weitere Prozessbeschriebe für wiederkehrende Abläufe

zu erstellen. Bisher hat die Zeit dafür nicht gereicht. Dies ist auch der Grund, dass das Evaluationsteam zu einer leicht tieferen Einschätzung

als die Schulführungsverantwortlichen kommt.

Die Erreichbarkeit der Schulleitung ist kundengerecht geregelt und liegt bezogen auf die Pensengrössen von Schulleitung und Schulsekretariat

im Rahmen des Möglichen. Schulleitung und Schulsekretariat sind auch ausserhalb der Präsenzzeiten für die Kreisprimarschulpflege erreichbar.

Evaluationsbericht "Fokus Schulführung" – Kreisprimarschule Belchen 35


Qualitätsaussagen Erläuterungen Quellen

Q1: Die Schule weist im administrativen

Bereich eine gute Organisation

und Koordination auf. Die administrativen

Arbeiten werden zuverlässig

erledigt.

(Stufe 3)

Mitglieder der Kreisprimarschulpflege, der Schulleiter und Lehrpersonen schätzen

die Arbeit des Schulsekretariats. Gewisse Abläufe und Prozesse erledigt es selbständig

(z.B. Schüler/innenlisten, Mitarbeitendenlisten, Verträge, Homepage, Kindergartenanmeldungen,

Protokolle der Kreisprimarschulpflege). Der Schulleiter fühlt

sich von administrativen Arbeiten entlastet. Schulleiter und Schulsekretärin arbeiten

aus ihrer beider Sicht sehr gut zusammen, unkompliziert und effizient.

Interviews

KSPF, SL, Lp,

Schulsekretari

at

Q2: Einzelne wiederkehrende Verwaltungsprozesse

sind standardisiert.

Die Dokumentation der Prozesse, Instrumente,

Personalakten usw. erfüllt

das erwartbare Minimum.

(Stufe 2)

Für das Schulsekretariat stehen fünfzehn Stellenprozente zur Verfügung. Zusätzliche

Arbeiten, wie z.B. die Protokollführung an den Sitzungen der Kreisprimarschulpflege,

werden nach Aufwand verrechnet. Administrative Arbeiten der Kreisprimarschulpflege

übernimmt zu einem grossen Teil der Kreisprimarschulpflegepräsident,

da ihm die Abfassung von Briefen und Anträgen leicht fällt und das Schulsekretariat

in Bezug auf zusätzliche Aufgaben entlastet wird.

Der Jahresplan der Schule und Kreisprimarschulpflege ist Anhaltspunkt dafür, welche

administrativen Arbeiten wann anfallen. Die Schuladministration wird von den

Mitgliedern der Kreisprimarschulpflege, dem Schulleiter und den Lehrpersonen als

zweckdienlich, funktionstüchtig und zuverlässig erlebt. Aus Elternsicht zeigt sich die

gute Organisation auf der gesamtschulischen Ebene v.a. darin, dass die Informationen

über die Schule als Ganzes zuverlässig erfolgen. Geschätzt wird insbesondere

die „Belchenpost“, welche der heutige Schulleiter eingeführt hat.

Der Budgetprozess ist aus Sicht aller Beteiligten (Schulführung und Kreisprimarschulverbandsvorstand)

klar und gut geregelt. Weitere Verwaltungsprozesse sind

noch wenig standardisiert. Bisher hat die Zeit dafür gefehlt. Die Schulsekretärin hat

vor, zu jedem Aktivitätenmäppchen Deckblätter zu erstellen und die einzelnen Ablaufschritte

aufzulisten. Verschiedene Formulare und Vorlagen liegen vor und sind

den einzelnen Aktivitäten im elektronischen Ablagesystem zugewiesen. Auf einzelne

Formulare, welche auch die Lehrpersonen nutzen, können diese über das Educanet

oder das Lehreroffice zugreifen (z.B. Anmeldeverfahren, Zeugniserstellung).

Interviews

KSPF-P,

KSPF, SL,

Schulsekretariat

Interviews

KSPF, SL, Lp,

Schulsekretärin,

E; VB E

Interviews

Kreisprimarschulverbandsvorstand,

KSPF,

SL, Schulsekretärin,

Lp

Evaluationsbericht "Fokus Schulführung" – Kreisprimarschule Belchen 36


Qualitätsaussagen Erläuterungen Quellen

(Fortsetzung)

Für die administrativen Prozesse und Abläufe wird einerseits ein Ablagesystem mit

Ordnern und Mäppchen, andererseits eines in elektronischer Form genutzt. Der

Aufbau erfolgt gemäss Schulleiter und Schulsekretärin pragmatisch. Zwar gibt es

ein gemeinsames Laufwerk, doch wird dieses wenig genutzt. Dies wird auch nicht

als notwendig erachtet, da sich der Schulleiter und die Schulsekretärin ein Büro

teilen und jeweils gleichzeitig vor Ort sind. So können jederzeit Absprachen getroffen

und anfallende administrative Arbeiten ad hoc aufgeteilt werden.

Für die Schüler/innenakten wurde das Ablagesystem nach der Übernahme des

Schulsekretariats vor drei Jahren durch die heutige Schulsekretärin optimiert. Die

Personalakten bewirtschaftet der Schulleiter. Die Archivierung der Dokumente und

die Frage, welche Unterlagen der Mitarbeitenden bei einem Wechsel in der Schulleitung

an der Schule bleiben, sind noch nicht abschliessend geklärt.

Interviews SL,

Schulsekretariat;

Bobachtungen

Interviews SL,

Schulsekretärin;

Bobachtung

Q3: Die Erreichbarkeit der Schulleitung

ist kundengerecht geregelt und

liegt im Rahmen des Möglichen.

(Stufe 3)

Die Erreichbarkeit der Schulleitung und des Schulsekretariats ist geregelt und für

die Lehrpersonen und Eltern klar. Sie ist vor Ort angeschlagen und auf der Homepage

publiziert. In der Regel sind der Schulleiter und die Schulsekretärin am Montagvormittag

und Donnerstagnachmittag in ihrem Büro am Standort Kaiserstuhl präsent.

Der Schulleiter hat sich so organisiert, dass er zu bestimmten Zeiten je an den

beiden Standorten Fisibach oder Wislikofen anwesend ist.

Interviews

KSPF, SL,

Schulsekretariat,

Lp, E

Schulleiter und Schulsekretärin haben mit der Kreisprimarschulpflege vereinbart,

dass sie per E-Mail und telefonisch auch ausserhalb der offiziellen Arbeitszeiten

erreichbar sind. Dies bewährt sich aus Sicht aller, da bei unerwarteten Ereignissen

die Sicherheit besteht, dass die Informationen fliessen und sich der Schulleiter und /

oder die Schulsekretärin darum kümmern.

Interviews

KSPF, SL,

Schulsekretärin

Als grosser Vorteil wird von Schulleiter und Schulsekretärin gesehen, dass beide

auch in der gleichen Konstellation für eine andere Schule tätig sind. Dadurch können

Synergien genutzt (z.B. Verwaltungsprozesse, Konzepte) und unaufschiebbare

Fragen der beiden Schulen unabhängig der Präsenzzeiten speditiv geklärt werden.

Interviews SL,

Schulsekretariat

Evaluationsbericht "Fokus Schulführung" – Kreisprimarschule Belchen 37


5. Evaluationsergebnisse IV: Empfehlungen

Einleitende Überlegungen des

Evaluationsteams

Die Kreisprimarschule Belchen hat in der Vergangenheit verschiedene Rückschläge und Herausforderungen

erlebt: Einerseits ist mit dem politischen Entscheid die Eingangsstufe aufzuheben, ein Vakuum in der

pädagogischen Entwicklung, bzw. in der unterrichtsbezogenen Zusammenarbeit entstanden. Andererseits

hat ein überdurchschnittlicher personeller Wechsel aufgrund von Kündigungen und kurzfristigen Ausfällen

für Unruhe gesorgt. Daneben haben schwierige Situationen in einzelnen Klassen Lehrpersonen stark gefordert.

Dass es gelungen ist, diese Herausforderungen zu meistern, ist dem hohen Engagement der Schulführungsverantwortlichen,

aber auch des Kollegiums zu verdanken. Heute ist an der Kreisprimarschule Belchen

aus Sicht der Schulführung und der Lehrpersonen spürbar Ruhe eingekehrt und es gibt Anzeichen

dafür, dass eine gewisse Stabilität aufgebaut werden kann. Das Evaluationsteam hat einen gut organisierten

und geordneten Schulbetrieb vorgefunden.

Zum Zeitpunkt der Evaluation hat das Evaluationsteam eine Schule im Aufbruch angetroffen. Es ist deutlich

wahrnehmbar, dass bei den Schulführungsverantwortlichen und im Kollegium der Wille vorhanden ist, das

Bild einer Schule als Einheit intern sowie in der Öffentlichkeit zu stärken.

Es gibt verschiedene Elemente, die sich verbindend auf die Kreisprimarschule auswirken:

Das klare Bekenntnis der Kreisprimarschulpflege und der Schulleitung zur Kreisprimarschule

die Wahrnehmung der Lehrpersonen ein Kollegium zu sein

sowie die Bestrebungen, das Gemeinschaftsgefühl über gemeinsame Anlässe zu fördern.

Aus Sicht des Evaluationsteams bestehen folgende Hindernisse, welche das Bestreben, die Kreisprimarschule

Belchen zu stärken, gefährden könnten:

Evaluationsbericht "Fokus Schulführung" – Kreisprimarschule Belchen 38


a) Spannungsfeld „Stärkung der Kreisprimarschule – Strategieprozess Schulstandortfrage“

Während es auf Schulebene zunehmend gelingt, die drei Schulstandorte näher zusammenzubringen und

die Haltung „Wir sind eine gemeinsame Schule“ zu stärken, läuft parallel ein politischer Prozess zur Schulstandortfrage.

Dabei wird diskutiert, ob die Kreisprimarschule, nachdem sie von zwei auf drei Schulstandorte

ausgedehnt wurde, an einem einzigen Standort geführt werden könnte. Zusätzlich wachsen die Bevölkerungszahlen

einzelner Verbandsgemeinden, sodass diese laut darüber nachdenken, ob sie ihre Schule

wieder selbständig führen wollen. Die aktuelle Diskussion um die zukünftige Organisation der Kreisprimarschule

kann sich destabilisierend auf die Schule auswirken. Sie kann insbesondere bei den Lehrpersonen

eine Verunsicherung auslösen, weil nicht klar ist, ob und wie lange der aktuelle Arbeitsort bestehen bleiben

wird. Für das Kollegium ist unklar, welchen Stellenwert die Gespräche haben und welcher Zeithorizont für

die laufenden politischen Diskussionen geplant ist.

b) Unklare Einbettung des Themas „Integrative Schulung“ (IS) in die Schul- und Unterrichtsentwicklung

Auf Ebene Schul- und Unterrichtsentwicklung gibt es einzelne Ansätze, um ein gemeinsames pädagogisches

Profil zu entwickeln. Derzeit ist das Kernthema das kooperative Lernen. Dieses wurde bereits unter

der vormaligen Schulleitung aufgegriffen und soll weitergeführt werden. Zum anderen hat der neue Schulleiter

Kriterien für die Unterrichtsqualität eingeführt, welche bei seinen Unterrichtsbesuchen zum Einsatz

kommen und die Ausrichtung der Unterrichtsentwicklung verdeutlichen sollen. Das vormalige Q-Leitbild,

welches dazu diente Jahresthemen abzuleiten, ist aus zwei Gründen inaktiv:

a) es gibt nur noch wenige Lehrpersonen, welche bei dessen Entwicklung dabei waren

b) aufgrund den grossen Wechseln im Kollegium steht zurzeit die Teamentwicklung und die Konzentration

auf die Bewältigung der engeren Aufgaben im Kerngeschäft ‚Unterricht‘ im Vordergrund (z.B. Klassenführung).

Insgesamt ist aufgefallen, dass weder in der pädagogischen Entwicklung noch beim Aufbau des Qualitätsmanagements

das Thema IS und dessen Weiterentwicklung explizit miteinbezogen sind. Es ist dem Evaluationsteam

unklar geblieben, welchen Stellenwert IS an der Schule hat. Auch fehlt ein gemeinsames Verständnis,

was unter IS verstanden wird. Deshalb ist die Arbeit der schulischen Heilpädagogin sehr anspruchsvoll.

Dass IS lediglich ein Randthema ist, zeigt sich sowohl an den räumlichen Bedingungen, welche

die schulische Heilpädagogin an einzelnen Schulstandorten (z.B. am Standort Kaiserstuhl) hat, als auch an

der geringen Integration von Fördermassnahmen im Unterricht.

Evaluationsbericht "Fokus Schulführung" – Kreisprimarschule Belchen 39


c) Fehlende unterrichtsbezogenen Zusammenarbeit

Derzeit gibt es noch wenige Gefässe für die unterrichtsbezogene Zusammenarbeit. Vereinzelt finden pädagogische

Sitzungen statt und in den jährlichen Weiterbildungstagen im Schwarzwald wird unter anderem an

pädagogischen Themen gearbeitet. Primär findet die unterrichtsbezogene Zusammenarbeit auf Initiative der

Lehrpersonen statt und erfolgt innerhalb der Stufen sehr unterschiedlich. Während die Unterstufenlehrpersonen

einen intensiveren Austausch pflegen, findet der Austausch unter den Kindergartenlehrpersonen

punktuell und unter den Mittelstufenlehrpersonen eher auf Initiative des Schulleiters hin statt. Auch der stufenübergreifende

Austausch ist sehr unterschiedlich. Am Schulstandort Fisibach ist er intensiv, am Schulstandort

Wislikofen punktuell. An der Unter- und Mittelstufe gibt es aktuell keine gemeinsamen, konkreten

Vorstellungen darüber, wie beispielsweise der Übergang der Schüler/innen aus den zwei Schulstandorten

Fisibach und Wislikofen an den Schulstandort Kaiserstuhl gestaltet werden soll.

d) Unterschiedlich aktive Gemeinschaftsförderung an den einzelnen Standorten

Die Gemeinschaftsförderung auf Ebene Schule wird bewusst angestrebt, kann aufgrund der Verkehrswege

jedoch nur ansatzweise erfolgen und nur bedingt gelingen. Innerhalb der einzelnen Schulstandorte wird die

Gemeinschaftsförderung unterschiedlich gezielt gestaltet. Dem Evaluationsteam ist aufgefallen, dass der

Umstand, dass die Kinder aus fünf Gemeinden kommen, wenig im Bewusstsein des Kollegiums ist und ihm

deshalb kaum Rechnung getragen wird. Bei schwierigen Situationen unter den Schüler/innen werden innerhalb

eines Schulstandorts Massnahmen ergriffen, welche beispielsweise am Schulstandort Fisibach zu einer

starken Beruhigung der Situation geführt haben. Wenig wahrnehmbar ist eine aktive Förderung der

Gemeinschaft am Schulstandort Kaiserstuhl.

Evaluationsbericht "Fokus Schulführung" – Kreisprimarschule Belchen 40


Empfehlungen Mögliche Ansatzpunkte zur Weiterentwicklung Zusätzliche Hinweise

im Bericht

Empfehlung 1:

Unterstützung der Stabilität und

Kontinuität durch die Klärung der

Standortfrage

Empfehlung 2:

Verbindung der Schul- und Unterrichtsentwicklung

mit der Weiterentwicklung

der integrativen

Schulung

Aus Sicht des Evaluationsteams ist es wichtig, die Standortfrage auf gemeindepolitischer

Ebene zügig voranzutreiben und baldmöglichst zu klären. Damit die Schulleitung

und die Lehrpersonen kontinuierlich an der Weiterentwicklung der Schule arbeiten

können, empfiehlt das Evaluationsteam, bis zur definitiven Entscheidung auf

politischer Ebene zu definieren, wie lange die Schule in dieser Zusammensetzung

und Struktur sicher bestehen bleiben wird. Dies verleiht der Schule eine gewisse

Stabilität und erlaubt eine zielgerichtete Definition von strategischen Zielen, an denen

sich die Weiterentwicklung orientieren kann.

Das Evaluationsteam empfiehlt, aktuelle und zukünftige Schritte zur Schul- und Unterrichtsentwicklung

(z.B. das kooperative Lernen) gezielter, bzw. expliziter mit der

integrativen Schulung und dem Umgang mit Heterogenität zu verbinden. In diesem

Zusammenhang könnte, wie von der Schulleitung geplant, die Zusammenarbeit

zwischen den Lehrpersonen intensiviert und weiter gefördert werden. Die Auseinandersetzung

mit Fragen des Zusammenlebens in einer heterogenen Gemeinschaft

könnte dazu genutzt werden, die aktuelle Praxis der Gemeinschaftsförderung

zu überprüfen und zum Beispiel zu einer neuen Gestaltung der schulischen Übergänge,

besonders bei Orts- und Klassenwechseln, führen.

Das Evaluationsteam kann sich vorstellen, dass die Bildung einer Steuer- oder Projektgruppe

die breite Abstützung des Themas im Kollegium unterstützen würde.

Dabei könnte die Schulleitung auf das im Team vorhandene Know-how, z.B. die

Erfahrungen der Eingangsstufe im Umgang mit Heterogenität oder das Wissen der

schulischen Heilpädagogin im Umgang mit Kindern mit besonderen Bedürfnissen

zurückgreifen und gewinnbringend einbringen. Da vorgesehen ist, beim Aufbau des

Qualitätsmanagements die Unterrichtsentwicklung ins Zentrum zu stellen und diese

miteinander zu vernetzen, wäre denkbar, die finanziellen Ressourcen aus dem

QUES-Pool zum Aufbau und der Weiterbildung einer Steuergruppe zu verwenden.

Kernaussage 1

Kernaussage 2;

Dimensionen 5, 6

Evaluationsbericht "Fokus Schulführung" – Kreisprimarschule Belchen 41


6. Anhang

Der Präsident der Kreisprimarschulpflege und der Schulleiter erhalten folgende Dateien auf CD als pdf-Dateien:





Ergebnisse der Vorbefragungen der Eltern, Schüler/innen und Lehrpersonen

Evaluationsbericht

PP-Präsentationsunterlagen der Validierungssitzung und der Rückmeldeveranstaltung

Fremdeinschätzung Regelkonformität

Evaluationsbericht "Fokus Schulführung" – Kreisprimarschule Belchen 42

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