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barmerzeltmission.de

Glaube aktiv 4|2013 - Barmer Zeltmission

G 11279 F

4 | 2013

das magazin

persönlich. bewegend. aktuell.

Glaubenskurse

Ein Angebot für Interessierte

Sind Wunder möglich?

Übernatürliche Ereignisse

Kurzberichte

aus der Barmer Zeltmission


GLAUBE AKTIV

02

inhalt

4 | 2013

editorial

03 Was Bibellesen bewirken kann

Gedanken über Nehemia 8,1-18

04 ABC für Glaubenskurse

Erlebnisse und Einblicke ...

06 Glaubenskurse im Überblick

Eine kleine Auswahl

08 Aufbruch in ein neues Leben

Ein Leitfaden zur Durchführung des

Glaubenskurses

10 Bibellesen mit Nichtchristen

Geht das?

11 Die besondere Aktion:

Jetzt schon an Weihnachten denken?!

12 Wenn Sie mich fragen:

Sind Wunder möglich?

14 Kurzberichte

26 Mitarbeiter-Infos

inhalt

Liebe Leser

von GLAUBE AKTIV,

diese Ausgabe steht unter dem

Thema „Glaubenskurse – Ein

Angebot für Interessierte“. Etliche

Einsätze dieses Zeltsommers sind

bereits vorbei und vielleicht sind

durch die Zelt- oder MobiTreff-

Arbeit Kontakte zu interessierten

Menschen entstanden oder

Gemeinden stehen vor der Aufgabe,

Jungbekehrte im Glauben

anzuleiten. Vielleicht sind aber

auch im persönlichen Bereich

solche Beziehungen vorhanden.

Die Beiträge zum Thema handeln

schwerpunktmäßig davon, wie

man mit Interessierten oder

Jungbekehrten gemeinsam die

Bibel lesen und Glaubensinhalte

anhand von Kursmaterialien

erklären und vermitteln kann.

Beim Nachdenken darüber

kamen mir zwei Begebenheiten

aus der Apostelgeschichte in den

Sinn:

„Verstehst du auch, was du

liest?“ Apg 8,30

Die erste ist die Begebenheit

von Philippus und dem Kämmerer.

Philippus wird durch einen

Engel des Herrn auf den Weg von

Jerusalem nach Gaza geschickt.

Dort trifft er einen Wagen, auf

dem dieser sogenannte Kämmerer

aus Äthiopien sitzt und

hört ihn einen Abschnitt aus

dem Propheten Jesaja lesen. Der

Kämmerer liest mit Interesse das

Wort Gottes und doch kann er es

nicht verstehen. Philippus stellt

ihm hierauf die oben erwähnte

Frage und kann ihm das Evangelium

erklären.

„... und legten ihm den Weg

Gottes genauer aus.“ Apg 18,26b

Mit dem „ihm“ in diesem Vers

ist Apollos gemeint. Ob er ein

Jungbekehrter war, sagt uns

die Bibel nicht; es ist vielleicht

auch nicht davon auszugehen,

da von ihm auch gesagt wird,

glaube aktiv 4 | 2013


dass er „mächtig war in den

Schriften“. Aber der Abschnitt

in der Apostelgeschichte

macht deutlich, dass er noch

Wissenslücken in Bezug auf das

Evangelium hatte. Aquila und

seine Frau Priszilla merkten das

und nahmen ihn zu sich, um

ihm den Weg Gottes genauer

auszulegen.

In der ersten Begebenheit

kommt der an Gott interessierte

Kämmerer durch das gemeinsame

Lesen der Bibel und

die Erklärungen des Philippus

zum Glauben an unseren Herrn

Jesus. Apollos hingegen dienen

die Erklärungen von Aquila und

Priszilla dazu, dass er tiefer in

die Lehre eingeführt wird und

dadurch in seinem Glauben

wachsen kann.

In dieser Ausgabe wollen wir

anhand von Erlebnisberichten

zeigen, wie auch heute in unserer

Zeit Menschen genau so

etwas erleben konnten. Weiter

möchten wir euch durch die

Vorstellung von Kursmaterial

und Tipps zur Durchführung

von Glaubenskursen Hilfen an

die Hand geben, wie auch ihr

solche Erfahrungen machen

könnt.

Mit lieben Grüßen, Euer

Christian

Weustenfeld

Was Bibellesen

bewirken kann

Gedanken über Nehemia 8,1-18

von Eberhard Platte

Was geschah eigentlich

damals im Herbst des

Jahres 444 v.Chr.? Der

vom persischen König Artaxerxes

I Longimanus (465-424

v.Chr.) beauftragte Statthalter

Nehemia hatte es in kürzester

Zeit erreicht, dass die aus der

babylonischen Gefangenschaft

zurückgekehrten Juden motiviert

wurden, die Stadtmauer

Jerusalems in nur 52 Tagen wie -

der aufzubauen. Dadurch wurde

endlich – zumindest äußerlich –

eine gewisse Sicherheit hergestellt,

so dass das Volk zur Ruhe

kommen konnte. Doch zur äußeren

Sicherheit muss unbedingt

auch die innere Stabilität des

Volkes hinzukommen. Bereits

13 Jahre zuvor war der Priester

Esra mit diesem Ziel nach Jerusalem

gekommen. Er wollte das

Volk darauf vorbereiten, dass

eine geistliche Erweckung stattfinden

könnte. Er hatte „sein

Herz darauf gerichtet, das Gesetz

des Herrn zu erforschen und zu

tun und in Israel die Ordnung und

das Recht des Herrn zu lehren“

(Esra 7,10).

Manchmal mag es uns vielleicht

ebenso erscheinen, dass wir als

neutestamentliches Volk Gottes

in unserem Land zwar äußerlich

in Ruhe leben. Aber sind wir nicht

gerade in solchen Zeiten durch

falsche Strömungen und Lehren

stark gefährdet?

Esra hatte sich vorbereitet und

offensichtlich Männer geschult,

die das Wort Gottes lehren und

das Volk unterrichten konnten.

Dann endlich war der Zeitpunkt

gekommen, an dem das Volk –

motiviert durch den Erfolg des

Mauerbaus – bereit war, sich

auf das Eigentliche zurück zu

besinnen.

„Und als der siebte Monat herankam

und die Söhne Israel in ihren

Städten wohnten, da versammelte

sich das ganze Volk wie ein Mann

auf dem Platz, der vor dem

Wassertor war. Und sie sagten zu

Esra, dem Schriftgelehrten, er solle

das Buch mit dem Gesetz Mose

herbeibringen, das der Herr dem

Volk geboten hatte. So brachte

am ersten Tag des siebten Monats

der Priester Esra das Gesetz vor

die Versammlung, vor Männer

und Frauen, und vor jeden, der zu

hören verstand. Und er las daraus

vor auf dem Platz, der vor dem

Wassertor war, vom ersten Tageslicht

bis zum Mittag in Gegenwart

der Männer und Frauen und aller,

die es verstehen konnten. Und die

Ohren des ganzen Volkes waren

auf das Buch des Gesetzes gerichtet!

Und Esra, der Schriftgelehrte,

stand auf einem Holzgerüst, das

man zu diesem Zweck hergestellt

hatte.“ (Neh 8,1-3)

Das ist ein bewegender Augenblick!

Wie lange hatten wohl Esra

und seine Männer auf diesen

Glaubenskurse

thema 03

Tag gewartet und dafür gebetet!

Wenn wir ebenfalls wie Esra den

Wunsch, dass sich im Volk Gottes

etwas tut, auf unseren Herzen

haben, so sollten wir ebenso wie

er vorbereitet sein und intensiv

darum beten, dass Herzen

zubereitet werden. Wir brauchen

– wie damals – nicht nur äußere

Reformen, sondern eine wirkliche

innere Reformation unserer

Herzen!

Mich bewegt es sehr, dass offenbar

das ganze Volk – Männer,

Frauen und Kinder – sich nach

Gottes Wort sehnten: „Ihre Ohren

waren auf das Buch des Gesetzes

gerichtet!“

Der Zeitpunkt dieser Bibelvorlese-Aktion

war zudem äußerst

günstig: Der siebte Monat hatte

nach dem Gesetz vom Sinai drei

Festtage, die Gott angeordnet

hatte: Am ersten des Monats war

der Tag des Posaunenhalls; der

Tag, an dem die Israeliten darauf

aufmerksam gemacht werden

sollten, dass zehn Tage später

das größte Fest Jom-Kippur, der

große Versöhnungstag, sein würde.

An diesem Tag sollte sich das

ganze Volk vor Gott versammeln,

damit der Hohepriester für die

Sünden des Volkes bei Gott um

Sühnung, um Vergebung, bitten

konnte.

Es ging ihnen also nicht nur

darum, das Wort Gottes zu hören,

sich an Vergangenes zu erinnern,

glaube aktiv 4 | 2013


Glaubenskurse

04

thema

sondern sich auch auf die innere

Umkehr, die Buße, vorzubereiten:

„Und Esra öffnete das Buch vor

den Augen des ganzen Volkes,

denn er überragte das ganze Volk.

Und als er es öffnete, stand das

ganze Volk auf. Und Esra pries den

Herrn, den großen Gott, und das

ganze Volk antwortete: Amen,

Amen!, wobei sie ihre Hände

emporhoben. Und sie verneigten

sich und warfen sich vor dem

Herrn nieder mit dem Gesicht zur

Erde. Und Jeschua und Bani und

Scherebja, Jamin, Akkub, Schabbetai,

Hodija, Maaseja, Kelita, Asarja,

Josabad, Hanan, Pedaja, die

Leviten, belehrten das Volk über

das Gesetz. Dabei stand das Volk

an seiner Stelle. Und sie lasen aus

dem Buch, aus dem Gesetz Gottes,

abschnittsweise vor und gaben

den Sinn an, so dass man das

Vorgelesene verstehen konnte.“

(Neh 8,5-8)

Wie wichtig ist das auch heute:

Gottes Wort muss so gelesen und

erklärt werden, dass der Inhalt

und die Bedeutung verstanden

werden. Ich habe häufig den Eindruck,

dass viele der Gläubigen

heute zwar Bibeltexte kennen,

aber sie nicht wirklich in ihrem

Leben anwenden und umsetzen.

Die Reaktion des Volkes damals

auf das Hören und Verstehen des

Wortes Gottes war eindeutig: sie

weinten. Tränen der Buße, Tränen

der Erkenntnis ihres falschen

Lebens. Wann hat uns das Wort

Gottes in dieser Weise das letzte

Mal so getroffen?!

„Und Nehemia, das ist der Tirschata,

und der Priester Esra, der

Schriftgelehrte, und die Leviten,

die das Volk belehrten, sagten

zum ganzen Volk: Dieser Tag ist

dem Herrn, eurem Gott, heilig!

Seid nicht traurig und weint nicht!

Denn das ganze Volk weinte, als es

das Wort Gottes hörte!“ (Neh 8,9).

Was waren die Folgen dieser

Bibellese-Aktion?

• Sie kamen über dem Lesen und

der Rückbesinnung zur Buße

und zum Sündenbekenntnis!

(9,1-37).

• Sie wurden verbindlich (mit

Unterschrift) mit Eid und

Schwur in ihrer Lebenskorrektur

(10,1-29). Nicht nur: „Man sollte

mal ...“

Vielleicht ist es auch dein

Wunsch, das Wort Gottes zu

erforschen, zu tun und zu lehren.

Dann hab Geduld. Bereite

andere vor, dass sie ebenfalls

das Wort Gottes erklären und

vermitteln können. Wenn dann

der Heilige Geist Herzen bereitet,

um umzukehren, bist du bereit!

Was würde passieren ...

... wenn das Wort Gottes wirklich

dein Leben verändern würde?

• Was würde in deiner Familie

geschehen?

• Was würde in deiner Gemeinde

geschehen?

• Was würde in Deutschland

geschehen, wenn wir das Wort

Gottes tatsächlich beherzigen

und verkündigen würden?

Lasst uns wieder Bibelgemeinden,

eine Bibelbewegung

werden! Denn „die Freude am

Herrn, sie ist euer Schutz“ (Nehemia

8,10).

ABC für

Glaubenskurse

Erlebnisse und Einblicke ...

von Detlef Kranzmann

Anlässe

Da war vor 36 Jahren

der 12-jährige Klaus:

Ungeliebt und der

Schul-Clown! Als ich ihm einen

Bibel-Kurs für Kinder anbot,

sagte er überraschend zu. Wir

trafen uns einmal in der Woche.

Gestartet wurde mit Kuchen und

Kakao. Nach dem gemütlichen

Teil haben wir dann anderthalb

Stunden mit Texten der Bibel

„gearbeitet“ und die Fragen aus

dem Bibelkurs-Buch beantwortet.

Das hatte ihm niemand zugetraut,

dass er sich ernsthaft mit

Fragen der Bibel beschäftigen

würde. Als er schon erwachsen

war, erinnerte er sich immer wieder

an die Zeit des gemeinsamen

Lesens der Bibel.

Der junge Mann – Mitte

zwanzig – kam aus München.

Niemand wusste, warum er in

Gevelsberg und im Obdachlosenheim

gestrandet (gelandet)

war. Über einen Glaubenskurs

lernten wir ihn näher kennen. Er

fuhr mit einigen Brüdern aus der

Gemeinde zu Bibeltagen in ein

Freizeitheim. Sein Interesse an

der Bibel und am Glauben ließ

nach kurzer Zeit stark nach und

er reiste zurück nach München.

Wenn ich mit seinem beinamputierten

Vater die Bibel las,

ging mir der Sohn aus dem Weg.

Anlässlich der Beerdigung des

Vaters lernten wir uns kennen

und er nahm die Einladung zu

einem Abendessen an. Ich erfuhr

an diesem Abend alles über

Computer. Gegen Mitternacht

verabschiedeten wir uns. Ich

hatte kein Wort über die Bibel

und den Glauben weitergeben

können. Unvermittelt fragte er

mich: „Weißt du den Sinn deines

Lebens?“ „Ich habe selbst noch

viele Fragen zu diesem wichtigen

Thema. Allerdings kenne

ich ein Buch, das zu den Fragen

verbindliche Antworten gibt“,

antwortete ich ihm. „Jetzt sag

bloß nicht die Bibel“, entgegnete

er mir. „Doch, das wäre jetzt

meine Antwort gewesen. Mein

Vorschlag: Wir treffen uns einen

Monat lang einmal die Woche

und lesen zusammen die Bibel.

Danach entscheiden wir, ob wir

die Treffen beenden oder es zu

weiteren Treffen kommen soll.“

Aus diesem Anfang ist ein größerer

Hauskreis entstanden. Seine

Mutter und weitere interessierte

Personen kamen hinzu. Dieser

Hauskreis bestand über mehrere

Jahre.

Die Firma hatte Insolvenz

angemeldet. Nach 18 Jahren

Betriebszugehörigkeit war K. als

Schlosser auf einmal ohne Arbeit.

glaube aktiv 4 | 2013


Glaubenskurse

thema 05

Wir lernten uns über einen gemeinsamen

Bekannten kennen.

Es gab einige finanzielle Dinge zu

regeln. Als nach zwei Jahren alles

Finanzielle geordnet war, begann

K. ein Leben mit dem Herrn

Jesus. Sein verändertes Leben

war so beeindruckend, dass seine

Eltern eines Tages vor unserer

Haustür standen und wünschten,

uns kennenzulernen. Ihr Sohn

habe ihnen erzählt, wir würden

Glaubensgrundkurse durchführen

und wollten wissen, ob sie

an einem der Kurse teilnehmen

könnten. Das war für uns auch

neu. Nicht wir haben zu dem Kurs

eingeladen, sondern die Bitte

zur Kursteilnahme kam von den

Eltern. Da gerade eine Woche der

Begegnung mit Prof. Dr. Werner

Gitt hinter uns lag, konnten wir

einen Glaubenskurs mit sechs

Interessierten durchführen.

Nach einem Einsatz mit dem

Mobilen Treffpunkt (Straßen-

Café) konnten wir mit weiteren

sechs Personen den Vertikal-Kurs

erleben. In dieser Zeit nahm ein

älterer Mann den Herrn Jesus in

sein Leben auf. Der Kontakt zur

Gemeinde besteht noch.

Es würde den Rahmen dieses

Artikels sprengen, wollte ich von

Thomas, Jörg, Sabine, Bärbel,

Brigitte, Heiner, Harald und Peter

berichten. Der Glaubenskurs mit

den beiden zuletzt genannten

Personen fand im Wohnzimmer

von Harald statt. Durch seine

Körperbehinderung bot sich

das an; und es war die richtige

Entscheidung, den Kurs in seinem

häuslichen Umfeld durchzuführen.

Zurzeit findet der Kurs „Aufbruch

in ein neues Leben“ mit

dem „Gärtner“ statt, so stellt sich

der Landschaftsgärtner seinen

Gesprächspartnern vor.

Ausdauer

Wichtig ist, nicht aufzugeben

und Gott zuzutrauen, dass er mit

unseren Gesprächspartnern zu

seinem Ziel kommt. Mit einer

Frau haben wir über zwei Jahre

die Bibel gelesen. Wir sind mit

dem Johannesevangelium gestartet.

Das Gespräch des Herrn

Jesus mit Nikodemus war für sie

Anlass, den Sohn Gottes in ihr

Leben aufzunehmen. Sie hat sich

einer bibeltreuen Gemeinde in

der Nachbarstadt angeschlossen.

Es hat mehr als drei Jahre gedauert,

bis mein Freund Wolfgang

den Herrn Jesus um Vergebung

seiner Schuld gebeten und ihm

sein Leben anvertraut hat. Wir

konnten noch heute über den

Himmel sprechen und wer und

was uns dort erwartet. Im Wissen

um seine ernste Erkrankung

gibt die Bibel ihm Hoffnung und

Zuversicht!

Beziehungen

Der Herr Jesus hat sich

in die Häuser und zum

Essen einladen lassen. Das

hat ihm bei den Frommen den

Ruf eines Fressers und Säufers

eingebracht. Wir lernen von

dem Sohn Gottes, wie wichtig

Gemeinschaft ist. Der Schlüssel

zum Herzen der Menschen ist

nicht deine Klugheit, sondern

deine Liebe zu ihnen. Die drückt

sich darin aus, dass wir Zeit mit

ihnen verbringen, ihnen helfen

und für sie da sind.

Die Altersspanne unserer

Kursteilnehmer/Innen geht

von zwölf bis über 80 Jahren.

Auch die erlernten Berufe sind

vielfältig, da ist der Konstrukteur,

der Beamte, der Hartz

IV-Empfänger, die Buchhalterin,

die Finanzbeamtin, der Schlosser,

der Selbständige und die

Raumpflegerin. Wenn wir die

Menschen wertschätzen, mit

denen wir einen Bibel-Entdecker-

Kurs durchführen, dann werden

wir das Kursmaterial nach ihren

Möglichkeiten auswählen. Es

kann auch sein, dass wir selbst

Material erstellen, damit alle

Teilnehmer Nutzen von dem

Kurs haben. Ich erinnere mich an

einen Kurs in unserem Wohnzimmer

mit sehr unterschiedlichen

Menschen und Begabungen.

Wir haben die fünf „Gs“ eines

Christen behandelt. Gottes Wort,

Gebet, Glauben, Gemeinde und

Gehorsam. Bei dem Thema

Gemeinde habe ich einen Körper

mit seinen Gliedern aufgemalt

und die Bibelstellen notiert, die

die Gemeinde mit einem Leib

vergleichen. Bei der Zusammensetzung

der Kursteilnehmer wäre

es eine Überforderung gewesen,

die anderen Vergleiche wie z.B.

Haus noch mit aufzunehmen, nur

damit auch alles vollständig abgehandelt

wird. Hier ist Mut zur

Lücke gefragt. Die Liebe zu den

Menschen muss uns auch darin

leiten, sie nicht zu überfordern.

Die Menschen kommen nicht

durch eine christliche Erziehung

zu dem Herrn Jesus, sondern nur

durch eine lebendige Beziehung!

Chancen

Wir wollen die Chancen

nutzen, die uns der

Herr Jesus schenkt. Er

bereitet Begegnungen (die guten

Werke) vor, dass wir sie sinnvoll

ausbauen. Daraus kann dann ein

Angebot für einen Glaubenskurs

entstehen. Liebe macht erfinderisch.

Wenn ich einem Menschen

helfen darf, den Herrn Jesus als

Heiland und Herrn in sein Leben

aufzunehmen, dann schreibe ich

das Geburtsdatum in seine Bibel.

Den Termin notiere ich mir; und

nach einem Jahr feiern wir seinen

Geburtstag bei uns und er darf

seine Angehörigen und Freunde

einladen. Für das Geburtstagskind

eine gute Gelegenheit sich

an die Entscheidung für den

Herrn Jesus zu erinnern und

zu erzählen, was Anlass für die

Bekehrung war und was sich

verändert hat. So lernen wir die

Angehörigen und Bekannten

kennen und haben neue Möglichkeiten,

Kontakte und Beziehungen

aufzubauen.

Wichtig ist, Glaubenskurse nicht

allein, sondern möglichst mit einem

oder mehreren Mitarbeiter/

Innen der Gemeinde durchzuführen.

So kann man zusammen

beten und sich ergänzen. Aller

Anfang ist nicht schwer! Worauf

warten?

Mit dem Herrn Jesus starten!

glaube aktiv 4 | 2013


Glaubenskurse

06 thema

Glaubenskurse

im Überblick

Eine kleine Auswahl

Glaubens- oder Bibelkurse bieten eine gute

Möglichkeit, Menschen an den christlichen

Glauben heranzuführen oder Neubekehrten

einen Überblick über die Lehren der Bibel zu

geben. Das Angebot an Glaubenskursen ist

groß! Es gibt Kurse für diverse Altersgruppen,

Kurse mit verschiedenen geistlichen Prägungen

und Ausrichtungen; mit unterschiedlichen

methodischen Schwerpunkten und inhaltlicher

Ausrichtung.

An dieser Stelle stellen wir eine kleine Auswahl

bewährter Glaubenskurse vor, um sie für die

eigene missionarische Arbeit zu empfehlen.

Aufbruch in ein neues Leben

Peter Güthler, CV Dillenburg 2005,

Broschüre mit 24 Seiten, 1,50 €

Zielgruppe: Menschen, die am christlichen Glauben interessiert sind

Inhalt: 5 Lektionen zu den Themen: Warum die Bibel?, Wie ist Gott?, Was ist der Mensch?, Was tat Jesus?,

Wie werde ich errettet?

Methodik: Das Material kann sowohl im Selbststudium, als auch in einer Gruppe bearbeitet werden.

Daher gibt es unterschiedliche Herangehensweisen an das jeweilige Thema. Zu jeder Lektion gibt es

einen einführenden Text (2 Seiten) und einen Studienteil, den die Teilnehmer selbständig bearbeiten. Bei

größeren Gruppen wird ein Kurzvortrag unter Miteinbezug der Teilnehmer zum Einstieg empfohlen und

eine anschließende Diskussionsrunde, in der die Teilnehmer die Ergebnisse des Studienteils besprechen und

aufgekommene Fragen gemeinsam klären.

Meet Jesus

Trainingskurs für 42 persönliche

Begegnungen mit dem Sohn Gottes

Barry St.Clair, CV Dillenburg 2006,

264 Seiten, 5 €

Zielgruppe: Teenager und Jugendliche, die bereits bekehrt sind oder Jesus kennenlernen möchten

Inhalt: 42 tägliche Lektionen in 6 Wochenschwerpunkten: Blind Dates und ein wunderbares Kennenlernen

(Jesus vor seiner Geburt), Erdverbunden (Die Geburt Jesu), Der ultimative Actionheld (Leben und Dienst

Jesu), Den Abstand überbrücken (Der Tod Jesu), Täuschung oder Wirklichkeit (Die Auferstehung Jesu), Jesus

kennen (Die Herrschaft Jesu)

Methodik: Die Teilnehmer arbeiten selbständig die täglichen Lektionen durch (Zeitumfang ca. 30 min),

was zu einer sehr intensiven Beschäftigung mit Jesus Christus führt. Zusätzlich dazu sollen Wochentreffen

durchgeführt werden, zu deren Gestaltung es jedoch keine genaue Anleitung gibt. Die einzelnen Lektionen

sind gut strukturierte Bibelarbeiten, die mit Beispielen aus der Lebenswelt der Jugendlichen arbeiten und

sowohl das theologische Verständnis, als auch die Liebe zum Herrn in den Vordergrund stellen.

Vertikal

Kurs auf Gott

CLV Bielefeld, 2 DVDs, 1 Leiter- und

5 Teilnehmerhefte, 14,90 €

Zielgruppe: Menschen, die am christlichen Glauben interessiert sind

Inhalt: Neben einer kurzen Einführung enthält der Kurs zehn Lektionen zu verschiedenen Glaubensthemen:

Sehnsucht – Gott will uns erfüllen, Bestseller – Gott redet zu uns, Vorstellung – Gott zeigt sich uns,

Klimawandel – Gott fehlt uns, Herzfehler – Gott gibt uns Frieden, Meisterwerk – Jesus ist Gott mit uns,

Kreuzverhör – Gott tritt für uns ein, Freispruch – Gott begnadigt uns, Vertrauensfrage – Gott will unseren

Glauben, Neustart – Gott bereichert unser Leben.

Methodik: Im Gegensatz zu herkömmlichen Kursen arbeitet der Vertikal-Kurs multimedial. Hauptbestandteil

der einzelnen Lektionen ist eine ca. 20-minütige Videobotschaft, in der das Thema auf unterschiedliche Art

und Weise vorgestellt und mit einem Bibeltext aus den Evangelien vertieft wird. Jeder Teilnehmer erhält ein

Kursheft, das die Grundlage für die im Anschluss an die Videobotschaft stattfindende Diskussionsrunde bildet.

Es enthält eine kurze Einführung zu den Themen und sowohl allgemeine Fragen zum Thema, als auch konkrete

Fragen zu dem der Lektion zugrunde liegenden Bibeltext. Abgerundet wird jedes Thema durch Lebensberichte,

in denen Menschen berichten, wie sie zu Gott gefunden haben. Im Materialpaket ist außerdem ein

Begleitheft für den Kursleiter enthalten, in dem praktische Tipps zum Ablauf, zur Vorbereitung und zur Gestaltung

der Kursabende gegeben werden und die Bibeltexte zu den einzelnen Lektionen mit möglichen Fragen

aufbereitet werden. Für weitere Informationen und zusätzliche Materialangebote: www.vertikalkurs.de.

glaube aktiv 4 | 2013


Glaubenskurse

thema 07

Leben live

Ein Grundkurs des christlichen

Glaubens

Manfred Röseler,

Missionswerk DIE BRUDERHAND e.V.

2004, 192 Seiten, 4,90 €

Zielgruppe: Menschen, die am christlichen Glauben interessiert sind

Inhalt: 10 Lektionen zu den Themen: Orientierungspunkte, Die große Frage nach Gott, Grenzenlose Liebe,

Ein sinnerfülltes Leben, Das schlimmste Dilemma, Das Leben nach dem Tod, Aussichtslose Rettungsaktionen,

Der Retter, Der entscheidende Schritt, Neue Perspektiven im Leben.

Methodik: Das Material kann im persönlichen Studium erarbeitet werden, ist aber in erster Linie für den

Einsatz in Gesprächsgruppen konzipiert. Der Hauptteil einer jeden Lektion ist die ausführliche Fassung,

in der das Thema eingehend behandelt wird. Sie enthält übersichtliche Gliederungen des Themas mit

Erläuterungen, Bibelstellen und gezielten Fragen, die als Anregung für das Gruppengespräch oder für das

persönliche Bibelstudium dienen können. Am Ende einer jeden Lektion befindet sich die Mini-Lektion, in

der das jeweilige Thema nochmals zusammengefasst wird. Die Mini-Lektion ist eine Zusammenfassung der

wichtigsten Aspekte, doch sie enthält auch Diskussionsfragen und kann daher als Leitfaden für das Gruppengespräch

dienen. Der Kurs kann auch als Fernbibelkurs unter www.komm-zu-jesus.de durchgeführt werden.

Folge mir nach

Erste Schritte

Jean Gibson, CLV Bielefeld, 64 Seiten,

1,90 €

Folge mir nach

Wegbegleiter

Jean Gibson, CLV Bielefeld, 64 Seiten,

1,50 €

Zielgruppe: Menschen, die noch jung im Glauben sind (Nacharbeitskurs) und deren geistliche Begleiter

Inhalt: 12 Lektionen zu den Themen: Wie man Gottes Kind wird, Gewissheit der Gotteskindschaft, Den

Herrn Jesus öffentlich bekennen (Taufe), Tägliche Gemeinschaft mit dem Vater, Mit dem Vater reden, Als

Gotteskind siegreich leben, Beständige Gemeinschaft mit dem Vater, Dem Herrn gehorchen, Gemeinschaft

mit Gotteskindern, Anderen den Weg zum ewigen Leben zeigen, Geistgeleitet leben, Leben unter der

Führung Gottes.

Methodik: „Folge mir nach – Erste Schritte“ ist Teil eines dynamischen Nacharbeitskonzepts und auf der

Basis einer geistlichen Zweierschaft eines jungen Gläubigen mit einem „älteren“ Christen aufgebaut. Dieses

Buch führt auf konsequente Weise zum eigentlichen Ziel im Prozess der Jüngerschaft, nämlich ein Nachahmer

Jesu zu werden. Zu jeder Lektion werden Fragen zu Bibelstellen gestellt, die der junge Gläubige beantworten

soll. Als Arbeitshilfe dieses Programms dient das zweite Buch „Folge mir nach – Wegbegleiter“.

Es ist für denjenigen geschrieben, der den jungen Christen bei seinen ersten Schritten begleitet. Zu jeder

Lektion, die der Begleiter mit dem jungen Christen durcharbeitet, gibt es eine Anzahl guter Anregungen und

methodischer Hilfen, so dass der Wegbegleiter angeleitet wird, eine Zweierschaft effektiv zu gestalten. Eine

praktische und vielfach bewährte Hilfe für ein gesundes Wachstum im Glauben.

Dieses Buch ist durch die Schulungsarbeit für Einsätze mit dem Mobilen

Treffpunkt entstanden und daher sehr praxisnah.

Es umfasst jeweils mehrere Lektionen zu den fünf Themenbereichen:

1. Unser Auftrag zur (persönlichen) Evangelisation

2. Geistliche Voraussetzungen und Hilfen für die (persönliche)

Evangelisation

3. Ziel und Inhalt des missionarischen Gesprächs

4. Das missionarische Gespräch

5. Persönliche Nacharbeit

Volker Braas

Menschenfischer werden

Trainingskurs für persönliche

Evangelisation

CV Dillenburg, Br, 15 x 22,6 cm, 224 Seiten,

7,90 €, ISBN: 9783894365547

Die Konzeption des Trainingsprogramms ist eine Mischung aus

Lesekapiteln und vorbereiteten Lektionen zur eigenen Erarbeitung des

jeweiligen Themas. Es eignet sich zur persönlichen Erarbeitung aber

auch zur Erarbeitung in einer Gruppe.

glaube aktiv 4 | 2013


Glaubenskurse

08

thema

Aufbruch

in ein neues Leben

Ein Leitfaden zur Durchführung

des Glaubenskurses

Peter Güthler

Aufbruch in ein neues Leben

„Könnte ja sein, dass es Gott wirklich gibt.

Könnte ja sein, dass die Bibel mehr ist, als ein

altes Buch. Könnte ja sein, dass es nach dem

Tod weitergeht. Könnte ja sein ... Man müsste

der Sache mal auf den Grund gehen!“ Genau

dafür wurde dieser Kurs über die Grundlagen

des christlichen Glaubens geschrieben. Kurz

und prägnant werden folgende Fragen behandelt:

Warum die Bibel? Wie ist Gott? Was

ist der Mensch? Was tat Jesus? Wie werde

ich errettet? Neben den Ausführungen zum

jeweiligen Thema gibt es zu jeder Lektion

auch noch einen Studienteil mit Fragen.

Gh, 14,8 x 21 cm, CV-Dillenburg,

1,50 € , ISBN: 2902727510009

von Peter Güthler

Jemand hat einmal gesagt:

„Unser Leben ist die Zeit, die

wir zur Verfügung haben,

um unsere Beziehung zu Gott zu

regeln und uns ihm zuzuwenden.”

„Aufbruch in ein neues

Leben“ will den Weg aufzeigen,

wie dies geschehen kann.

Das Konzept

Die fünf Lektionen machen den

Teilnehmer mit den Grundlagen

des christlichen Glaubens

bekannt und bieten ihm Hilfen

zum selbstständigen Lesen im

Wort Gottes. Das Material kann

im Selbststudium bearbeitet

werden; viele empfinden es

jedoch als hilfreich, die Lektionen

gemeinsam mit anderen durchzunehmen.

In diesem Leitfaden

findest du einen Vorschlag, wie

du solche Kurstreffen vorbereiten

und durchführen kannst.

Der Aufbau

Der Kursteilnehmer betrachtet

das jeweilige Thema auf verschiedene

Art und Weise:

Die Lektion: Ein kurzer, einführender

Text vermittelt einen

grundlegenden Überblick über

das behandelte Thema („Warum

die Bibel?“ „Wie ist Gott?“ „Was

ist der Mensch?“ „Was tat Jesus?“

„Wie werde ich errettet?“).

Der Studienteil: Der Teilnehmer

schlägt die im Studienteil angegebenen

Bibelstellen zu Hause

nach und beantwortet die dazugehörigen

Fragen. Dabei macht

er selbst wertvolle Entdeckungen

im Wort Gottes. Seine Ergebnisse

dienen als Grundlage für die

Diskussion in der Gruppe.

Der Vortrag (empfehlenswert ab

etwa sechs bis acht Teilnehmern):

Das jeweilige Kurstreffen wird

durch einen Vortrag eingeleitet,

in dem das behandelte Thema

noch einmal kurz umrissen wird.

Die Diskussion: In der Kleingruppe

(ca. zehn bis zwölf Personen)

kann der Teilnehmer seine

Ergebnisse aus dem Studienteil

mitteilen und gleichzeitig auch

von den Entdeckungen anderer

lernen.

Die Einladung

„Darf ich Sie zu unserem

Bibelkurs ‚Aufbruch in ein

neues Leben’ einladen?“ Diese

Frage könnte den Anfang der

Beziehung zu einem Menschen

markieren, der Interesse an

geistlichen Fragen hat. Ob sich

jemand für die Teilnahme am

Kurs begeistern lässt oder nicht,

hängt manchmal auch davon ab,

auf welche Art und Weise er dazu

eingeladen wird.

Welche Informationen sollten

auf dem Einladungsflyer

stehen?

• der Name des Kurses und eine

kurze Beschreibung, worum es

geht

• die Termine für die jeweiligen

Lektionen und der Beginn der

Kurstreffen

• der Veranstaltungsort mit

Wegbeschreibung

• die Adresse und Telefonnummer

des Kursleiters

• eventuell ein Anmeldevordruck

zum Abtrennen (Name, Vorname,

Adresse, Telefonnummer

des Teilnehmers)

Wo kannst du für „Aufbruch in

ein neues Leben“ einladen?

• in deinem Freundes- und

Bekanntenkreis

• im Rahmen einer Evangelisations-Veranstaltung:

am

Mobilen Treffpunkt bzw. Life is

more-Bus; an einem Info-Tisch

in der Innenstadt; im Missionszelt;

bei offenen Abenden (in

Form einer kurzen Vorstellung

des Kurses durch den Kursleiter;

am Ausgang weist ein Plakat

auf den Bibelkurs hin; einige

Mitarbeiter verteilen dort am

Ende der Abendveranstaltungen

Einladungen und stehen zum

Gespräch bereit).

Worauf solltest du beim Überreichen

der Einladung achten?

• Erläutere das Ziel des Kurses.

• Erkläre, wann und wo die Treffen

stattfinden werden.

• Weise darauf hin, wenn für

die Teilnahme eine vorherige

Anmeldung erforderlich ist.

Bleib jedoch offen für „Kurz-

Entschlossene“.

• Überreiche das Kursheft (Wenn

sich dein Gegenüber noch nicht

zur Teilnahme entschließen

kann, solltest du ihm auf

jeden Fall den Einladungsflyer

mitgeben).

• Erkläre, wie sich der Teilnehmer

auf die behandelten Themen

vorbereiten sollte (d. i. durch

das Lesen der Lektion und die

Bearbeitung des Studienteils;

vgl. „Die Durchführung“).

glaube aktiv 4 | 2013


• Stelle sicher, dass der Teilnehmer

ein Neues Testament

besitzt. Für den Kurs eignet

sich besonders die NeÜ (Neue

evangelistische Übersetzung,

Christliche Verlagsgesellschaft,

Dillenburg).

Die Mitarbeiter

Eine Person ist für die Koordination

des Kurses verantwortlich.

Sie ist zentraler Ansprechpartner

für Mitarbeiter und Teilnehmer.

Im Idealfall hat sie den Kurs

bereits beim offenen Abend

vorgestellt und ist dadurch den

Gästen bereits bekannt. Ihre

Telefonnummer steht auf der

Einladung.

Die Vorträge – falls diese

angeboten werden – können

von verschiedenen Mitarbeitern

gehalten werden.

Für jede Diskussionsgruppe

sollten – wenn möglich – zwei

Mitarbeiter zur Verfügung

stehen, die sich von Abend zu

Abend in der Gesprächsleitung

abwechseln. Zur optimalen Größe

einer Diskussionsgruppe vgl. „Die

Durchführung“.

Für die persönlichen Gespräche

nach dem „offiziellen Teil“ des

Kurstreffens ist es hilfreich, wenn

neben den oben erwähnten Mitarbeitern

noch weitere Personen,

die bereits Christen sind und sich

gut in der Bibel auskennen, beim

Kurs dabei sind.

Die Vorbereitung

Ob die Durchführung von

„Aufbruch in ein neues Leben“

von „Erfolg“ oder „Misserfolg“

gekrönt sein wird, hängt zu einem

großen Teil von der Qualität

der Vorbereitung ab.

Das Gebet

Gebet ist zweifellos der wichtigste

Bestandteil der Vorbereitung,

denn „wenn der Herr das

Haus nicht baut, arbeiten seine

Erbauer vergebens daran“ (Psalm

127,1). Gott selbst ist es, der sein

Werk im Herzen der Menschen

tut. Jesus Christus sagt: „Es kann

sowieso niemand zu mir kommen,

ohne dass der Vater, der mich

gesandt hat, ihn zu mir zieht“

(Johannes 6,44). Deshalb sind wir

aufgefordert zu beten, „dass die

Botschaft des Herrn sich schnell

ausbreitet und in ihrer Herrlichkeit

offenbar wird“ (2. Thessalonicher

3,1).

Das „Drumherum“

Das „Drumherum“ kann ein

wichtiger Einflussfaktor für das

Wohlbefinden deiner Gäste sein.

Beachte deshalb folgende Tipps:

• Bereite die benötigten Räumlichkeiten

(Vortragsraum, Räume

für die Diskussionsgruppen,

etc.) rechtzeitig vor (Beheizung,

Bestuhlung, etc.).

• Begrüße jeden Teilnehmer

persönlich beim Kommen.

• Halte gegebenenfalls Namensschilder

für Gäste und Mitarbeiter

bereit. Wenn du schriftliche

Anmeldungen erhalten hast,

kannst du die Schilder bereits

vor dem ersten Treffen mit

Namen versehen (jeweils mit

dem Vor- und Nachnamen der

Person). Halte zusätzliche Schilder

für Besucher bereit, die sich

nicht angemeldet haben.

• Denke auch an Kurshefte für

„Überraschungsgäste“ oder

solche, die ihr Heft zu Hause

vergessen haben.

• Besorge dir Neue Testamente

und Informationsschriften

zu verschiedenen Fragen, die

häufig von suchenden Menschen

gestellt werden (z.B. bzgl.

Herkunft der Bibel, Evolution,

Leid, etc.)

• Für das leibliche Wohl kannst du

Getränke und Knabbersachen

herrichten, denn Liebe geht

bekanntlich ja auch durch den

Magen.

Die Durchführung

Im Folgenden findest du einen

Vorschlag, wie ein typisches

Kurstreffen ablaufen könnte:

Die Begrüßung: Der Kursleiter

gibt einen kurzen Überblick über

den Verlauf des Abends und stellt

die Referenten und Diskussionsleiter

vor.

Der Vortrag: Bei mehr als fünf

bis sieben Teilnehmern (und

etwa der gleichen Anzahl an

Mitarbeitern) ist es angebracht,

durch einen kurzen Vortrag einen

Einstieg in das jeweilige Thema

zu geben. In diesem werden die

wichtigsten Punkte der Lektion

zusammengefasst (Dauer: ca. 20

Minuten). Beachte dabei, dass

die meisten Zuhörer kaum über

Vorkenntnisse verfügen. Deine

Ausführungen sollten deshalb

so einfach wie möglich gehalten

sein. Verwende gute Illustrationen

und hilf den Teilnehmern zu

erkennen, welche Auswirkungen

eine biblische Wahrheit auf ihr

persönliches Leben haben kann.

Die Diskussion: Die ideale Größe

für eine Diskussionsgruppe liegt

bei etwa zehn bis zwölf Personen

(einschließlich Leitern und Mitarbeitern).

Die Einteilung der Kursteilnehmer

in die verschiedenen

Gesprächsgruppen kann bereits

vorab (anhand der Teilnehmerliste)

vorgenommen werden.

Während der Diskussion (Dauer

ca. 45-60 Minuten) sollten alle

Teilnehmer die Möglichkeit

haben, ihre Entdeckungen weiterzugeben.

Der Gesprächsleiter

beginnt mit einer einleitenden

Frage, zu der jeder eine Antwort

geben kann. Zu Lektion 2 („Wie

ist Gott?“) könnte diese beispielsweise

wie folgt lauten: „Welche

Vorstellungen von Gott gibt es in

unserer Welt?“ Nachdem er der

Gruppe die Möglichkeit gegeben

Glaubenskurse

thema 09

hat, verschiedene Gedanken

zusammenzutragen, leitet er zur

ersten Frage im Studienteil über:

„Welche Beziehung hat Gott

zu dem, was er geschaffen hat

(Apostelgeschichte 17,24-28)?“

Nun haben die Teilnehmer die

Möglichkeit, ihre zu Hause gemachten

Beobachtungen mitzuteilen.

Der Diskussionsleiter stellt

gegebenenfalls Zusatzfragen, die

den Teilnehmern helfen sollen,

den gelesenen Text zu verstehen

(z.B.: „Wenn Gott nicht in einem

Gebäude wohnt, wo hält er sich

dann auf?“) und auf ihr eigenes

Leben anzuwenden (z.B.: „Wie

hilft Ihnen der Gedanke, dass

Gott Ihnen zu jeder Zeit nahe

ist?“) Auf diese Weise wird eine

Frage nach der anderen besprochen.

Der Diskussionsleiter fasst

die von der Gruppe erarbeiteten

Ergebnisse immer wieder kurz

zusammen.

Der Ausklang: Zum Abschluss

des Kurstreffens sollte das

gemütliche Zusammensein

nicht fehlen. Bei Knabbersachen

und Getränken kann man sich

kennenlernen und dabei auch

auf persönliche Fragen einzelner

Teilnehmer eingehen.

Bei weiteren Fragen kannst

du dich gerne an die Barmer

Zeltmission wenden (Barmer

Zeltmission e. V., Volker Braas,

Kirchstraße 4, 35685 Dillenburg,

E-Mail: info@leben-ist-mehr.de,

www.leben-ist-mehr.de). Dort

können auch Einladungsflyer zum

Einkopieren kostenlos bestellt

werden.

glaube aktiv 4 | 2013


Glaubenskurse

10

thema

Bibellesen mit

Nichtchristen

Geht das?

von Eberhard Platte

Vor etwa einem Jahr hatte

ich in unserem Stadtteilcafé

S48 nach dem

wöchentlich stattfindenden

Seniorenfrühstück wie gewohnt

eine Geschichte vorgelesen.

An diesem Vormittag nicht

wie sonst eine Begebenheit

von Pastor Wilhelm Busch aus

seinen sehr ansprechenden Erzählungen,

sondern ich las eine

Geschichte aus dem Matthäus-

Evangelium. Ich glaube, es war

die Begebenheit, in der der Herr

Jesus seinen Jüngern auf dem

stürmischen See begegnet. Damit

die versammelten Senioren

sie besser verstehen konnten,

hatte ich aus der NeÜ gelesen,

einer sehr gut verständlichen

und leicht lesbaren Übersetzung

in heutigem Deutsch. Anschließend

kamen zwei der Seniorinnen

zu mir, bedankten sich und

fragten: „Was ist das für eine

Übersetzung? Wir haben zum

ersten Mal wirklich verstanden,

was da in der Bibel steht. Kannst

du uns solch eine Bibel besorgen?“

Gerne habe ich dieser

Bitte entsprochen. Nachdem

eine Woche vergangen war,

standen die zwei alten Damen

wieder vor mir und sagten: „Wir

lesen jetzt gemeinsam die Bibel,

aber irgendwie verstehen wir

doch nicht alles, was wir lesen.

Kannst du nicht mit uns die

Bibel lesen?“

Innerlich hab ich „Halleluja!“

gerufen, denn das war mein

Wunsch: die Senioren, die regelmäßig

zum Frühstück kommen,

für das Evangelium zu interessieren

und Appetit auf die Bibel zu

machen. So machte ich den Vorschlag,

dass wir jeweils nach dem

Frühstück im Café gemeinsam

die Bibel lesen könnten. Sie waren

begeistert: „Sollen wir auch

bei den anderen Senioren dafür

Werbung machen?“, fragten sie

gleich motiviert. „Nein“, antwortete

ich, „ich möchte nicht, dass

irgendjemand der Senioren den

Eindruck hat, er bekäme nur das

Frühstück, wenn er Bibel liest. Ich

möchte nur solche, die wirklich

interessiert sind.“

So begannen wir mit den zwei

Frauen das Bibellesen. Heute,

nach einem Jahr sind es jeden

Donnerstagvormittag etwa zehn

bis zwölf Senioren, mit denen wir

die Bibel fortlaufend zusammen

lesen. Und ich muss sagen: Es

begeistert mich selbst, wenn ich

sehe, mit welchem Interesse die

alten Leute bei der Sache sind,

völlig unbedarft Fragen stellen

und ihre Kommentare geben.

Ich halte keine Bibelstunde. Wir

lesen einen Abschnitt, ich gebe

ein paar Hintergrundinformationen

und stelle Fragen. Dazu muss

ich sagen, dass alle, die zum

Bibellesen kommen, in der Regel

keinerlei Vorkenntnisse haben.

Einige von ihnen erinnern sich ab

und zu bei verschiedenen Begebenheiten

an ihren Konfirmationsunterricht,

aber die meisten

haben keinerlei Ahnung und

haben die Bibel noch nie gelesen.

„Ich hätte nie gedacht“, sagte

eine 70-Jährige, „dass die Bibel

so viel mit meinem Leben zu tun

hat!“ Ein 80-Jähriger zupfte mich

nach dem Bibellesen am Ärmel

und flüsterte mir zu: „Du, ich hab

meine alte Hochzeitsbibel rausgesucht.

Hab seit über 50 Jahren

nicht mehr reingeschaut. Jetzt

les ich wieder drin!“ Eine Woche

später gestand er mir: „Stell dir

vor, seit 50 Jahren hab ich angefangen,

wieder jeden Abend zu

beten! Und ich hab den Eindruck,

dass der da oben zuhört!“

Jedem, der zum Bibellesen nach

dem gemeinsamen Frühstück

bleibt, lege ich eine NeÜ-Bibel

hin, damit wir alle den gleichen

Wortlaut und auch den gleichen

Satzumbruch haben. So kann

man leichter miteinander die

Stellen finden und sich gegenseitig

beim Lesen helfen. Nachdem

ich ihnen kurz erklärt hatte, dass

im vorderen Teil der Bibel die

Geschichte des Volkes Israel zu

finden ist und im zweiten Teil die

Geschichten von Jesus, gab ich

ihnen noch die Information mit,

dass es vier Schilderungen des

Lebens Jesu gebe - die Evangelien.

Hierbei schildert der erste

Bericht über Jesus ihn als den

König Israels, der im ersten Teil

der Bibel angekündigt wird.

„Weil ihr sicher zuerst wissen

wollt, was die Bibel über Jesus

sagt“, so erklärte ich ihnen, „beginnen

wir mit diesem zweiten

Teil, dem Neuen Testament.

Und wie bei jedem Buch fangen

wir vorne an und lesen Stück

für Stück.“ Ich bin erstaunt, wie

unvoreingenommen sie lesen

und ihre Fragen stellen. Als wir

die ersten Verse des Matthäus-

Evangeliums, das Geschlechtsregister,

gelesen hatten, fragte ich

sie, ob sie irgendeinen der dort

aufgeführten Namen kennen

würden. Sie schauten mich

erstaunt an und verneinten das.

Nein, keine der Personen sei

ihnen bekannt. „Was fällt euch

denn bei dieser Ahnentafel auf?“,

fragte ich sie. Ein alter Herr sagte:

„Ich stolper über Vers 17. Das finde

ich eigenartig, dass es dreimal

14 Generationen sind. Das kann

sich doch nicht der Matthäus ausgedacht

haben, das kann doch

auch nicht Zufall sein!“ „Und was

schließt du daraus?“, fragte ich

nach. „Na, ich denke, dass das

glaube aktiv 4 | 2013


zeigt, dass die Bibel tatsächlich

von Gott ist. So was kann sich

doch kein Mensch ausdenken!“,

staunte er selbst über das, was

er gerade entdeckt hatte. „Was

fällt euch noch auf?“, wollte ich

ihre Entdeckerfreude anheizen.

„Wenn das die Ahnentafel des

Königs ist, was machen dann die

vier Frauen darin?“, wollte eine

der alten Damen wissen. „Das

hast du richtig entdeckt. Soll ich

euch einmal erzählen, was das

für Frauen waren?“ Und dann

berichtete ich ihnen die Lebensgeschichte

dieser Frauen. Und

meine Bibelleser staunten: „Wie

kommen denn solche Typen da

rein?“, wollten sie wissen. Und

ich konnte ihnen erklären, dass

auch heute ein Mensch nur in die

enge Beziehung zu dem Herrn

Jesus kommt, wenn er - wie diese

genannten Frauen - Buße tut

und Vergebung seiner Sünden

bekommt.

...

die besondere aktion 11

Jetzt schon an

Weihnachten denken?!

Es ist für mich selbst spannend,

auf welche Zusammenhänge

und Fragen meine Senioren

kommen und wie offen sie für

Gottes Wort sind. Sie stellen

fest, dass die Bibel wirklich ganz

aktuell in ihren Alltag spricht und

sie Frieden mit Gott brauchen.

Darüber hinaus kommen sie mit

ihren Problemen heraus, die sie

mit ihren Kindern oder ihren

Nachbarn haben und entdecken,

dass die Bibel sehr klare Lebenshilfen

gibt. „Weißt du“, sagt mir

eine Witwe, „als Jugendliche bin

ich im CVJM gewesen, aber dann

hab ich geheiratet und ich bin

mit meinem Mann nie mehr in

der Kirche gewesen. Jetzt ist er

vor zwei Jahren gestorben. Und

ich bin ehrlich froh, dass bei mir

die Beziehung zu Gott wieder

anfängt ...“

An dieser Stelle möchten

wir kurz die Möglichkeit

von evangelistischen

Einsätzen auf Weihnachtsmärkten

vorstellen, um Gemeinden

zu motivieren, die Offenheit der

Menschen zu dieser besonderen

Jahreszeit zu nutzen.

Die Evangelisch-freikirchliche

Gemeinde in Puderbach ist schon

seit Jahren auf dem örtlichen

Weihnachtsmarkt aktiv. Folgender

Bericht schildert ihre Erfahrungen

im letzten Jahr und gibt

Anregungen, für die vielfältigen

Möglichkeiten auf Weihnachtsmärkten

aktiv zu werden.

Weihnachtsmarkt in

Puderbach 2012

Seit zwölf Jahren sind wir auf

dem örtlichen Weihnachtsmarkt

mit einem eigenen Stand vertreten.

Den Marktbesuchern werden

neben kostenloser Literatur

auch Produkte der Christlichen

Bücherstube angeboten. Zudem

werden Handarbeiten und

Kunstgewerbeartikel verkauft,

deren Erlös schwer- und krebskranken

Kindern der Region

zugute kommt (Info: www.

kkhg.de). Da es sich bei unserem

Weihnachtsmarkt um einen sehr

ansprechenden kunsthandwerklichen

Markt handelt, hatten

wir an beiden Einsatztagen

eine hohe Besucherfrequenz.

Neben Broschüren, Traktaten

und Kinderliteratur verteilten

wir in diesem Jahr kostenfrei

den „Leben ist mehr“-Kalender,

das Buch „Jesus unser Schicksal“

und SRS-Sportlerbibeln. Zu den

Büchern erhielten die Besucher

eine Tüte mit Gebäck, einem

Teebeutel, einer Kerze und einer

Kurzgeschichte. Das Buch „Jesus

unser Schicksal“ wurde am ersten

Markttag häufig kategorisch

abgelehnt. In einer Gebetsgemeinschaft

am darauffolgenden

Sonntagvormittag und in persönlichen

Gebeten haben wir diese

Situation besonders vor den

Herrn gebracht. Bis zum Ende

der Marktveranstaltung haben

wir alle georderten Exemplare

verteilen können. Wir sind sehr

dankbar für diese Möglichkeit der

Evangelisation und beten, dass

aus dieser Arbeit Frucht für die

Ewigkeit entsteht.

Karin Oettgen

(Evangelisch-freikirchliche

Gemeinde, Barentoner Straße 9,

56305 Puderbach)

glaube aktiv 4 | 2013


Wenn (S)sie

mich fragen ...

12 serie

Unter der Rubrik „Wenn (S)sie mich fragen ...“ setzen wir uns

in GLAUBE AKTIV nach und nach mit den häufigsten kritischen

Fragen auseinander, die uns als Christen gestellt werden.

„Übernatürliche Ereignisse“

Sind Wunder möglich?

von Markus Wäsch

Die Bibel berichtet von

Wundern: vom brennenden

Dornbusch bei Mose

bis zu Daniel in der Löwengrube;

von der Jungfrauengeburt Jesu

bis zu seiner Auferstehung.

Übernatürliche Ereignisse

füllen die Seiten der Schrift. Für

gläubige Menschen sind das

wunderbare Bestätigungen der

Macht und Botschaft Gottes.

Für andere aber sind Wunder

ein Stolperstein: „In der Welt, in

der ich lebe“, sagt man, „gibt es

kein göttliches Eingreifen, keine

Unterbrechung der gewohnten

Ordnung; es gibt nur Naturgesetze.

Feuer verbraucht das, was

brennt; Löwen fressen, was man

ihnen vorwirft; eine Schwangerschaft

ereignet sich nur, wenn

sich männliche Spermien mit

einer weiblichen Eizelle vereinigen;

und die Toten sind und

bleiben tot.“ Für aufgeklärte

Naturalisten passen die Wunder

der Bibel in die Sammlung

der Märchen von den Brüdern

Grimm.

Auch ich würde nicht an Wunder

glauben, wenn ich allein von

meinen Möglichkeiten ausginge.

Aber als Christen rechnen wir mit

der Existenz Gottes und damit,

dass Gott sich uns mitteilen

möchte. Wegen dieser Grundannahme

würden wir uns doch eher

wundern, wenn es keine Wunder

gäbe. Wunder sind ein Problem

für Menschen, aber nicht für

Gott.

Wunder – ein Problem?

Ein Wunder ist ein göttlicher

Eingriff. Mancher Eingriff

geschieht innerhalb des Rahmens

der Naturgesetze (a); mancher

außerhalb (b). In Jakobus 5 wird

von Elia (1. Könige 18) berichtet,

dass sein Gebet dreieinhalb Jahre

Regen verhinderte und nach

einem weiteren Gebet der Regen

prompt einsetzte. Natürlich

hat Gott hier gehandelt, aber

eben natürlich. Ein Meteorologe

würde hier kein Naturgesetz als

übertreten ansehen. Als David im

Kampf Goliath gegenüberstand

(1. Samuel 17), hat er diesen mit

einer simplen Steinschleuder

getroffen. Goliath wurde tödlich

verletzt, aber ein Naturgesetz

wurde es nicht. Dennoch hatte

Gott geholfen.

Im Zeitalter der Aufklärung

hat man alle biblischen Texte

durchforstet, ob die berichteten

Ereignisse auf natürliche Weise

erklärbar seien und somit zu Fall

a gehören. Wunder gemäß Fall

b wurden als unmöglich und

die entsprechenden Berichte

damit als unwahr verworfen.

Der Marburger Theologe Rudolf

Bultmann (1884-1976) bezeichnete

die Wunder als unzumutbar

für den modernen Menschen.

Wenn Wunder tatsächlich

nicht möglich sind, dann wären

Glaubensgespräche Zeitverschwendung.

Wenn aber doch,

dann sollten wir uns ein paar

Argumente ansehen, die man

angeführt hat, um Wunder ad

absurdum zu führen wie das von

Benedikt de Spinoza (1632-1677).

Er entwickelte folgende Beweisführung:

1. Wunder sind Verletzungen

natürlicher Gesetze.

2. Natürliche Gesetze sind unveränderlich.

3. Es ist unveränderlichen Gesetzen

unmöglich, übertreten zu

werden.

4. Folglich sind Wunder nicht

möglich.

Gegen Schritt 3 können wir

nichts sagen. Was unabänderlich

ist, kann nicht außer Kraft gesetzt

werden. Aber sind Naturgesetze

unabänderlich? Wenn man

voraussetzt, dass außerhalb des

Universums nichts existiert, dann

vermutlich schon. Wenn es aber

einen Gott gibt, dann sieht die

Sache anders aus ...

Wie glaubwürdig sind

Wunder?

Der schottische Philosoph David

Hume (1711-1776), einer der

bekanntesten Wunderkritiker,

argumentiert so:

1. Ein Wunder ist eine Verletzung

der Naturgesetze.

2. Gefestigte, unwandelbare

Erfahrung hat diese Gesetze

begründet.

3. Ein weiser Mann passt seinen

Glauben dem Beweismaterial

an.

4. Deshalb gibt es hier einen

völligen Beweis in der Natur

der Sache gegen die Existenz

irgendeines Wunders.

Ein zunächst nachvollziehbares

Argument. Doch Hume

behauptet, dass alle Erfahrung

eindeutig gegen Wunder spricht

und damit seinen Naturalismus

stützt. Doch woher weiß er das?

glaube aktiv 4 | 2013


Wenn (S)sie

mich fragen

serie 13

...

Korrekterweise müsste er sagen:

„Die Erfahrung der meisten Leute

spricht gegen Wunder.“ Denn

was ist mit denen, die Wunder

erlebt haben? Er wählt Beweismaterial

aus, das ihm zusagt, und

verwirft den Rest.

Natürlich: „Ein weiser Mann

passt seinen Glauben dem Beweismaterial

an.“ Aber für Hume

hat größeres Gewicht das, was

sich öfters wiederholt. So kann

ein ungewöhnliches Ereignis nie

so große Beweiskraft erlangen

wie gewöhnliche Ereignisse.

Hume wägt die Argumente nicht

wirklich ab, sondern er häuft

einfach das Beweismaterial

auf, das gegen Wunder spricht.

Da z.B. jeder stirbt und es nur

wenige Berichte über Entrückung

gibt, addiert er alle Todesfälle

und entscheidet, dass die Geschichten

über Entrückte falsch

sein müssen: Henoch, Elia, Jesus

(Vergangenheit) und die, die

Jesus bei der Entrückung zu sich

holt (Zukunft).

Ich glaube, dass diese wenigen

Menschen in der Vergangenheit

tatsächlich direkt in den Himmel

aufgenommen worden sind.

Nach David Hume dürfte aber

niemand daran glauben können,

weil die Zahl der Todesfälle

jene übertrifft. Das ist so, als

wenn dein Gesprächspartner

es ablehnt, wenn er im Lotto

gewonnen hat, weil Tausende

von Leuten ihren Einsatz verloren

haben.

Der Zweck von Wundern

Wer Jesus als Gottes Sohn

betrachtet, kann seine Wunder

als natürliche Ergänzung seines

Werkes verstehen. – Bei seinem

ersten öffentlichen Auftreten

in der Synagoge zu Nazareth

liest Jesus folgende Passage aus

dem Propheten Jesaja vor:

„Der Geist des Herrn ist auf mir,

weil er mich gesalbt hat, Armen

gute Botschaft zu verkündigen;

er hat mich gesandt, Gefangenen

Freiheit auszurufen und Blinden,

dass sie wieder sehen, Zerschlagene

in Freiheit hinzusenden ...“

(Lukas 4,18). Der Weg des Erlösers

sollte von erstaunlichen Wunderhandlungen

begleitet sein.

Mit den abschließenden Worten:

„Heute ist diese Schrift vor euren

Ohren erfüllt!“ (Vers 21), handelt

sich Jesus bei seinen Zuhörern

heftigen Widerstand ein. Von da

an begann eine Uhr zu ticken,

die nicht wieder aufhören sollte

– bis Golgatha. Dort am Kreuz

vollbrachte er das Unfassbare. Er,

der Sohn Gottes, starb. Er starb

den Tod eines Verbrechers. Und

er tat es wegen unserer Verbrechen,

wegen unserer Sünde. Er

ist der Erlöser. Jesus Christus. Er

kam von Gott, und um dies zu

beweisen, vollbrachte er Zeichen

und Wunder.

Das Wort „Zeichen“ weist

auf den jeweiligen Zweck von

Wundern hin, nämlich dass Gott

den Messias – wie auch zuvor die

Propheten und später die Apostel

– autorisiert. Wunder sind

zweckbestimmte Ereignisse. Gott

greift nicht ein, indem er einfach

nur so herumspielt; er verfolgt

ein Ziel und teilt mit jedem Wunder

etwas mit. Die Wunder Moses

z.B. bestätigten, dass er von Gott

gesandt war und dass Gott den

ägyptischen Göttern überlegen

ist (2. Mose 7,14-12,36).

Humes war übrigens der Meinung,

dass alle Religionen – auch

die nichtchristlichen – Wunder

benutzen, um ihre Behauptungen

zu unterstützen. Stimmt das?

Lass dein kritisches Gegenüber

einmal ein paar Wunder anderer

Religionen nennen! Das ist keine

leichte Aufgabe!

Auf den Wundertäter

kommt es an

Ein Zeichen ist kein Beweis.

Aber ein Zeichen ist ein Hinweis

für jemanden, der bereits in die

richtige Richtung sieht. So wie

Johannes. Er war einer derer, die

zum Glauben an Jesus kamen.

Acht der Wunderzeichen, die er

selbst miterlebt hatte, hielt er

in seinem Evangelium fest. Am

Ende fasst er alles zusammen

und schreibt: Jesus tat vor den

Augen seiner Jünger noch viele

andere Wunderzeichen, die aber

nicht in diesem Buch aufgeschrieben

sind. Was hier berichtet

ist, wurde aufgeschrieben, damit

ihr glaubt, dass Jesus der Messias

ist, der Sohn Gottes, und damit

ihr durch den Glauben in seinem

Namen das Leben habt (Johannes

20,30-31).

Es geht nicht in erster Linie

um die Wunder an sich, sondern

um den Wundertäter. Ihm zu

vertrauen heißt leben.

glaube aktiv 4 | 2013


aus den Life is

more-Einsätzen

14 kurzberichte

„Erst was auf die Ohren,

dann auf die Klappe ...“

LIM-Bus Woche Manderbach

Ort: Dillenburg-Manderbach | Zeit: 01.-07.07.2013

Mitarbeiter: Rainer Baum, Torsten Wittenburg, Eddy Fronius

und Dan Micha Rahn (Praktikant)

Als Christian, einer unserer

Teenkreismitarbeiter,

nach einer Bibelarbeit

über Mission die geplante Einsatzwoche

vorstellte, betonte er

immer wieder die Wichtigkeit

von Teamwork und Zusammenarbeit.

In den folgenden Monaten

zeigte sich das besonders

durch die vielen Gebete, die

dem Einsatz vorausgingen.

Und nun ist es also so weit: Der

Einsatz startet! Die Anzahl der

uns unbekannten Jugendlichen

am Bus ist anfangs noch nicht

so groß. Doch befindet sich

unterhalb des Bus-Standorts eine

Skateranlage, wo sich immer

junge Leute aufhalten, die man

gut einladen kann – wenn man

einen Draht zu ihnen findet. Wir

freuen uns über Dan, den Praktikanten

der Zeltmission. Er hat

sein Skateboard dabei und baut

Brücken. Und dann kommen sie.

Sie messen in der Gladiatorenarena

ihre Kräfte, beweisen an

der Kletterwand ihr Können oder

zeigen beim Fußballturnier ihr

Talent.

Innerhalb des Mitarbeiterteams

und unter den Teenagern ist eine

enge Zusammenarbeit zu spüren,

die auch beim gemeinsamen

Abendessen oder den einzelnen

Action-Stationen deutlich wird.

Vor dem Essen geben Eddy

oder Rainer uns zunächst in

Form einer Andacht „etwas auf

die Ohren“, das immer anhand

eines Gegenstands erklärt wird,

wie einem Smartphone, einer

Zahnbürste oder einem Eimer

voll Dreck. Danach gibt es „etwas

auf die Klappe“, nämlich Essen,

das von liebevollen Helfern aus

unserer Gemeinde vorbereitet

wurde. Anschließend kann man

zum gemeinsamen Bibellesen in

den Bus gehen.

Es werden unterschiedliche

Workshops angeboten, die

immer andere Personengruppen

ansprechen, wie z.B. der

Skate-Workshop. Neue Kontakte

zwischen Gemeinde und Dorf

entstehen. Obwohl das Wetter

nicht jeden Tag mitspielt, kann

man sich nicht beklagen, denn

auch im Bus gibt es Möglichkeiten,

ins Gespräch zu kommen.

Für die Kinder und Teenager aus

unserer Gemeinde ist es eine

gute Erfahrung zu sehen, was

Gott möglich macht. Das Gebet

gibt uns immer wieder Kraft

und das eigentliche Ziel, neue

Kontakte zu Jugendlichen aus

dem Dorf aufzubauen, konnten

wir durch Gottes Hilfe und Kraft

erreichen. So hoffen wir, diese

geknüpften Kontakte weiter

halten zu können.

Marie Szegedi (16)

Der LIM-Bus

in Gomadingen

Ort: Gomadingen (Schwäb. Alb)

Zeit: 22.-27.07.2013

Mitarbeiter: Rainer Baum,

Christoph Wittenburg, Dan Micha

Rahn

Nachdem die Zelteinsätze

in Gomadingen in den

letzten Jahren fast zur

Routine geworden waren,

für 2013 aber kein passender

Zelttermin gefunden werden

konnte, entschlossen wir uns

dazu, in diesem Jahr mit dem

Life is more-Bus etwas Neues

auszuprobieren. Dies war auch

eine gute Gelegenheit für uns

Jugendliche aus der Gemeinde,

uns verstärkt einzubringen. Wir

übernahmen den Großteil der

Organisation und die Durchführung

des Einsatzes und wurden

dabei von den restlichen Gemeindemitgliedern

unterstützt,

die u.a. für Essen und Unterkunft

zuständig waren.

Jeder Tag begann mit einer

morgendlichen Besprechung für

alle Mitarbeiter, in der wir den

letzten Tag Revue passieren ließen

und darüber sprachen, was

gut war und was wir verbessern

könnten. Außerdem wurde der

Bibeltext für den jeweiligen

Abend besprochen.

Von 13:30 bis 15:30 Uhr gehörte

der Bus mit seinen Sportangeboten

den Kindern von sechs

bis zwölf Jahren. In unserer

Gemeinde findet zur Zeit keine

regelmäßige Kinderarbeit statt,

somit war auch für diese Woche

kein zusätzliches evangelistisches

Programm für Kinder geplant. Da

glaube aktiv 4 | 2013


aus den Life is

more-Einsätzen

kurzberichte 15

LIM-Bus-Einsatz

als Jugendfreizeit

Ort: Manching (Oberbayern) | Zeit: 31.07.-07.08.2013

Mitarbeiter: Hermann Fürstenberger

der Bus mit seiner Kletterwand

und Street-Soccer-Arena jedoch

überraschend viele Kinder anzog,

fand in der zweiten Hälfte der

Woche spontan ein kleiner Programmpunkt

für Kinder statt.

Ab 15:30 Uhr konnten sich

die Teens und Jugendlichen

ab 13 Jahren sportlich betätigen.

Abends gab es eine kurze

Message von Rainer Baum, die

auf den Bibeltext, der später

gelesen und besprochen werden

sollte, neugierig machte. Auf ein

gemeinsames Abendessen folgte

schließlich das Bibellesen in Form

von Gesprächsrunden in kleinen

Gruppen, die von uns Mitarbeitern

angeleitet wurden. Teilweise

gingen viele Gäste leider bereits

nach dem Abendessen nach

Hause, doch es gab auch Abende,

an denen die Bibellese-Runden

gut besucht waren.

Zum Ausklang des Abends

spielten wir oft noch bis in die

Dämmerung hinein Volleyball.

Da wir auf gutes Wetter angewiesen

waren – das einzige Dach

über dem Kopf stellte der Bus

dar – waren wir dankbar für das

überwiegend gute Wetter.

Während der Gewitter und

einem verregneten Tag wurde

die Innenausstattung des Busses

begeistert genutzt und sogar

unser Streetsoccer-Turnier konnte

trotz strömendem Regen mit

wenigen kleinen Mannschaften

stattfinden.

Das geplante Kletterturnier

dagegen musste leider wegen

fehlender Resonanz ausfallen.

Dafür konnten wir uns beim

Volleyball-Turnier über viele

Teilnehmer freuen, die alle zur

abendlichen Andacht blieben.

Insgesamt profitierte der

Einsatz – außer bei den Kindern

– weniger von „Laufkundschaft“,

sondern vielmehr von bereits

bestehenden Beziehungen zu

Freunden aus der Schule etc., die

zum gemeinsamen Sport und

Bibellesen eingeladen wurden.

Für diese Teens und Jugendlichen,

die von Jesus gehört

haben, möchten wir weiterhin

beten und hoffen, dass sie auch

an den Veranstaltungen, die als

Nacharbeit in den kommenden

Wochen geplant sind, teilnehmen

werden.

Wir blicken auf eine Zeit am Bus

zurück, die auch für uns Jugendliche

aus der Gemeinde selbst

eine wertvolle Erfahrung war, bei

der wir Jesus, uns selbst und die

anderen Mitarbeiter noch besser

kennenlernen durften und eine

gute Gemeinschaft hatten.

Für das nächste Jahr ist nun

wieder ein Zelteinsatz geplant,

bei dem wir den sportlichen

Aspekt mehr mit einbringen

und nochmals verstärkt auf

Kinder und Jugendliche eingehen

möchten.

Rahel Lude

Vor etwa eineinhalb

Jahren entschieden wir

als Jugendgruppe der Gemeinden

Manching und Kelheim

zusammen mit den Christen

unserer örtlichen Gemeinde

in Manching, das gemeinsame

Projekt „Life is more-Bus“

mit Gottes Hilfe in Angriff zu

nehmen. Das Besondere dabei

war, dass wir als Jugendgruppe

erstmals seit Jahren auf unsere

jährliche Jugendfreizeit in

diesem Zeitraum verzichteten

oder besser gesagt: Die Freizeit

fand in Manching in Form dieser

evangelistischen Woche statt.

Konkret sah das so aus, dass die

ca. 30 Jugendlichen in mehreren

WGs (je 4-5 Leute) übernachtet

haben. Zu Frühstück, Andacht

und Gebetszeit trafen wir uns

dann im Gemeindehaus und

gingen anschließend zum Einsatzplatz,

wo der Life is more-

Bus und ein 8 x 12 m großes Zelt

standen.

An unserem Einsatzplatz,

dem Niederstimmer Weiher,

konnten wir mit unserer Vielzahl

an Angeboten – wie z.B. der

Streetsoccer-Arena, der Kletterwand

am Bus, den Handarbeitsworkshops

für Mädchen, u.v.m.

– viele Kinder und Jugendliche

anziehen und so auch viele

durch das anschließende

Programm mit dem

Evangelium erreichen.

Besonders die tägliche

Jungscharzeit unter dem

Motto „Goldgräbercamp“ für Kinder

zwischen acht und dreizehn

Jahren war sehr gut besucht.

Die wunderbare Leitung und

Führung Jesu Christi bei der

Planung, sowie auch bei der

gesamten Durchführung des

Einsatzes hat uns sehr beeindruckt.

So durften wir zahlreiche

Gebetserhörungen erleben, besonders

auch im Hinblick auf das

Wetter. Zum Beispiel ging einmal

das große Unwetter erst mit dem

letzten Wort der abendlichen

Botschaft von Hermann, nämlich

dem „Amen“ des Schlussgebets,

los, so dass alle Gäste bis zum

Ende des Programms dageblieben

sind. Die Botschaften am

Abend haben zudem oft genau

zu den Bedürfnissen und Fragen

der Menschen, die an den jeweiligen

Abenden kamen, gepasst.

Hierin und in vielen anderen

Dingen konnten wir Gottes

Hand hinter allem immer wieder

erkennen.

So sind wir dankbar für eine

intensive und anstrengende, aber

auch erfrischende Zeit, in der wir

auch besonders als Jugendgruppe

noch mehr zusammenwachsen

durften und in vielen Dingen

Gottes Wirken erfahren und

erkennen durften.

Simon Brummer

glaube aktiv 4 | 2013


aus den Mobi -

treff-Einsätzen

16 kurzberichte

„Leben ist mehr“

Begegnungstage auf dem Marktplatz

Ort: Bockum-Hövel | Zeit: 24.-29.06.2013

Mitarbeiter: Joschi Frühstück, Dan Micha Rahn

„Leben ist mehr“ – mehr, als nur

zu existieren. Jeder Mensch sucht

Erfüllung, Liebe, Sinn im Leben.

Wir sind davon überzeugt, dass

nur in einer persönlichen Beziehung

zu Gott der Sinn des Lebens

zu finden ist.

Zunächst wurde der Mobitreff-

Einsatz von einem Hauskreis

engagierter Christen aus Bockum-

Hövel, die zu einer Evangelischen

Freikirche in Werne gehören,

geplant. Ihnen schloss sich dann

die baptistische Ortsgemeinde

im Zechenbahnweg an. Mit einer

gemeinsamen Schulung machte

man sich einige Wochen im

Vorfeld auf den Weg, Menschen

mit dem Evangelium zu erreichen.

Die notwendigen Genehmigungen

ließen jedoch bis zwei Wochen

vor Beginn der Begegnungstage

auf sich warten. Dann aber gingen

sogar mehr (amtliche) Türen auf,

als wir zu hoffen gewagt hatten.

Vom 24.-29.06.2013 stand nun

also der „Mobile Treffpunkt“

der Barmer Zeltmission auf dem

neuen Marktplatz in Bockum-

Hövel, zunächst jeweils nur an

den marktfreien Tagen (Montag,

Dienstag, Donnerstag und

Samstag). Spontan vor Ort, bei

einem Besuch des Ortsvorstehers

Udo Helm, wurde dann auch

eine Standgenehmigung für die

Markttage erteilt. Joschi Frühstück

(Evangelist) und Dan Rahn (Prak-

LEBEN IST MEHR ...

Ort: Bonn/Bad Godesberg | Zeit: 3.-6.07.2013

Mitarbeiter: Walter Feldbusch

... war das Motto unseres Einsatzes

mit dem Mobilen Treffpunkt

auf dem Theaterplatz in Bad

Godesberg mit Walter Feldbusch.

Schon am ersten Tag ließen sich

trotz Regen viele Menschen mit

Kaffee- und Buchgutscheinen

zu Gesprächen in das Buscafé

einladen, an den nächsten Tagen

wurden es bei Sonnenschein noch

mehr.

Manche waren neugierig, was es

mit dem Bus auf sich hatte. Andere

wollten über Gott und die Welt

diskutieren. Einige hatten nach

leidvollen Lebenserfahrungen das

Bedürfnis, ihr Herz auszuschütten.

Viele waren bereit, mit uns über

Jesus Christus zu sprechen. Die

Umfrage erwies sich dabei als

gutes Instrument, ins Gespräch

zu kommen oder die Rede auf

Wichtigeres zu lenken.

Große Offenheit stellten wir bei

zahlreichen Muslimen fest, die

zum Buscafé kamen. Viele von

tikant der Bibelschule Brake)

ergänzten das Team vor Ort.

Mit viel Liebe im Herzen und

– manchmal – auch etwas

„weichen Knien“ wurden Vorübergehende,

Einkaufende und spontan

Interessierte angesprochen.

Das durchgehend nicht sonnige,

sondern eher nasskalte Wetter,

verlegte manches Gespräch in den

Bus. Auffällig war, dass sich recht

viele Begegnungen mit muslimischen

Mitbürgern ergeben haben.

Die besondere Begabung von Dan

mit Jugendlichen ins Gespräch

zu kommen, ließ nach intensiven

Kontakten auch etliche gute

Bücher den Besitzer wechseln.

Die Fragebögen erwiesen sich

hingegen für die einheimischen

Christen als ausgezeichnete

Möglichkeit, mit den Mitbürgern

ins Gespräch zu kommen. Dabei

wurde auch die eine oder andere

erstaunliche Fähigkeit, neue

Kontakte zu knüpfen, entdeckt.

Insgesamt war zu beobachten,

dass diese Art, Jesus ins Gespräch

zu bringen, für unsere Gemeinden

ihnen stammten aus Nordafrika

oder dem Nahen und Mittleren

Osten und waren nach Deutschland

eingewandert oder zu Besuch

hier. Für sie und manche anderen

Gäste war es gut, dass wir noch

einen Stand mit Bibeln und

christlicher Literatur in Fremdsprachen

hatten. Einmal mehr wurde

uns bewusst, dass Gott uns in

Bad Godesberg eine einzigartige

Möglichkeit gibt, Muslimen aus

der ganzen Welt das Evangelium

zu bringen – eine Möglichkeit, die

wir weiter nutzen wollen!

Auf Kinder übte das eingeladene

Puppentheater besondere

Anziehungskraft aus, das jeden

sehr gut und angemessen ist.

Und so war am letzten Einsatztag

durchweg wahrzunehmen, dass

es eigentlich weitergehen sollte ...

Im September möchten wir eine

„Feedback-Runde“ mit Gebet

und weiterer Planung abhalten

und gemeinsam überlegen, wie

die mutmachenden Impulse,

Begegnungen und entstandenen

Kontakte weitere Frucht für das

Reich Gottes bringen können. Eine

irgendwie dauerhafte Präsenz von

engagierten Christen in der Fußgängerzone

an den Markttagen

etwa, oder oder? – Auf jeden Fall

wollen die entdeckten Begabungen,

auf Mitbürger zuzugehen,

gebraucht werden, um Jesus

in Bockum-Hövel bekannt zu

machen. Neben dem Dank an alle

Beteiligten – einschließlich und

besonders der Beter/Innen - IHM

alle Ehre! Und: Danke, Jesus!

Bernd Niemeier

Nachmittag zwei Vorstellungen

bot, in denen biblische Geschichten

erzählt wurden. Außerhalb der

Vorstellungen sorgten Modellierluftballons

für leuchtende

Kinderaugen.

Gemeinsam mit Christen einer

anderen Bad Godesberger Gemeinde

haben wir für den Einsatz

gebetet und ihn durchgeführt. Das

war eine große Bereicherung! Wir

konnten uns besser kennenlernen,

einander ergänzen und ermutigen,

gemeinsam ein Zeugnis von

unserem Herrn Jesus sein – und

wir durften gemeinsam erleben,

wie er unsere Gebete erhörte und

den Einsatz gesegnet hat.

Alexander Franke

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Tolle Erlebnisse

in Osnabrück auf der Straße

aus den Mobi -

treff-Einsätzen

kurzberichte 17

Ort: Osnabrück | Zeit: 30.07.-01.08.2013

Mitarbeiter: Detlef Kranzmann, Matthias Meier

Es war ein Testlauf für uns alle,

nur einer von uns hatte vor

vielen Jahren einen Mobi-

Treff-Einsatz live erlebt – für alle

anderen war das Neuland. Weil es

im Vorfeld in der Stadt Osnabrück

viel Wirbel wegen einer Äußerung

eines freikirchlichen Pastors zum

Thema Homosexualität gegeben

hatte, waren wir gespannt und

besorgt, ob wir eine Standgenehmigung

bekommen würden.

Aber der Herr hat unser Gebet

erhört und wir durften den neuen

Mobilen Treffpunkt – zwar nur

für drei Tage – sehr zentral vor

dem Stadttheater am Rand der

Fußgängerzone aufstellen.

Im Vorfeld hatten wir mehrere

Osnabrücker Gemeinden angesprochen

und um Mitarbeiter für

diese Tage geworben. Unser Ziel

war (und ist) es nicht einfach, dass

mehr Menschen in die bestehenden

Gemeinden kommen,

sondern wir möchten gerne neue

missionarische Bibelkreise als

weitere „geistliche Keimzellen“ in

dieser Großstadt ins Leben rufen.

Zunächst aber waren wir sehr

dankbar, dass knapp 30 Geschwister

aus verschiedenen Kreisen aus

Stadt und Umland aktiv mitgearbeitet

haben. Trotz unterschiedlicher

Prägungen war das Team

harmonisch – weil JESUS in der

Mitte stand; und die Menschen,

die wir erreichen wollten.

Letztlich haben wir mehr als

160 z.T. intensive lange Gespräche

führen können – und das an nur

drei Nachmittagen. Natürlich gab

es auch Ablehnung und Desinteresse,

aber wir haben gestaunt,

wie viele Menschen doch auf der

Suche sind und gerne ins Gespräch

mit Christen kommen. Das hat uns

super ermutigt, noch mehr raus

zu gehen!

Hier ein paar Einblicke in unsere

Begegnungen:

Ein junges Pärchen wollte nur

kurz den Fragebogen (religiöse

Meinungsumfrage) beantworten,

blieb dann aber mehr als eine

Stunde und ließ uns in manche

Nöte ihres Lebens blicken.

Zwei junge Afrikaner, einer

davon wohl gläubig, hatten bisher

noch keinen geistlichen Anschluss

in der Stadt gefunden. Drei jungen

Frauen, die sich im Gespräch als

Satanistinnen outeten, konnten

wir die Liebe Gottes und seine

befreiende Macht vorstellen. Mit

einigen Menschen durften wir

beten, ein junger Ausländer hat

sein Leben Jesus übergeben. Was

für eine Ermutigung für uns alle!

Nur die abendlichen „Talkrunden

über Gott und die Welt“ in einer

Studentenkneipe waren eher

schlecht besucht. Warum? Wir

werden jetzt erst mal

auswerten und schon für

nächstes Jahr planen!

Hergen vor dem Berge

Begegnungen in Trier

Ort: Trier | Zeit: 15.-20.07.2013

Mitarbeiter: Karl-Ernst Höfflin

Nachdem wir in den

vergangenen Jahren zwei

MobiTreff-Einsätze im

Herbst durchgeführt hatten,

waren wir dankbar, dass wir

dieses Jahr einen Termin zur

Sommerzeit bekommen konnten.

Bei schönem Wetter hatten

wir, zusätzlich zum Bücherangebot

des Busses, einen großen

Büchertisch neben dem Bus

aufgebaut, der besonders in den

ersten drei Tagen fast permanent

von Interessenten belagert

war. Viele Bücher und Neue

Testamente wurden verteilt;

und auch fremdsprachige Literatur

wurde wegen der vielen

Touristen gut angenommen.

Der Hinweis: „1 Taschenbuch

GRATIS“ wirkt scheinbar immer

noch verlockend. An jedem Tag

hatten wir wenigstens acht

Mitarbeiter am Bus, oft auch

mehr. Auch unsere Jugendlichen

haben einen sehr guten Einsatz

geleistet.

Zwei Begegnungen am Bus:

In sicherem Abstand vom Bus,

aber nah genug, um ihn zu erkennen,

stand er da und lächelte.

Er war vor ca. zehn Jahren (u.a.

durch das Buch „Leben ist mehr“)

zum Glauben gekommen und in

der Gemeinde voll integriert. Vor

vier Jahren allerdings brach er

den Kontakt durch persönliche

Probleme ab. Klärende Gespräche

waren nicht möglich. Jetzt am Bus

konnten wir in einem herzlichen

Gespräch eine brüderliche

Begegnung erleben, die auf einen

Neuanfang hoffen lässt.

An einem der Tische am Bus

erblickte ich eine Dame, die mir

bekannt vorkam. Klar - das ist

doch die Frau, die sich 2009 beim

glaube aktiv 4 | 2013


aus den Mobi -

treff-Einsätzen

18 kurzberichte

Erster MobiTreff-Einsatz

in Gerolstein

Ort: Gerolstein (Eifel) | Zeit: 08.-13.07.2013

Mitarbeiter: Hermann Fürstenberger

Buseinsatz bekehrt hatte! Sie

konnte sich an alles erinnern. Es

ist jedoch so, dass es in unserer

katholisch geprägten Gegend eine

riesige Hürde für Menschen ist,

zu einer Gruppe von Christen zu

gehen, die aus kirchlicher Sicht

eine Sekte ist. Wir hoffen, dass

diese Dame durch die Begegnung

neuen Mut für weitere Glaubensschritte

bekommen hat.

Drei Empfehlungen für

MobiTreff-Einsätze:

• Nehmt die jungen Leute als

„Praktikanten“ mit.

• Ein Büchertisch auch außerhalb

des Busses wirkt „magnetisch“.

• Ladet Bekannte oder Arbeitskollegen

zu einem „Käffchen“ am

Bus ein. Nur Mut! Im Umfeld des

Busses kann man sehr gut loswerden,

was man schon immer

mal sagen wollte ...

Christoph Elter

MobiTreff-Einsatz

in Gerolstein

Für uns als kleine Gemeinde

war die Zeit mit dem

Mobilen Treffpunkt eine

echte Herausforderung, da wir

noch nie einen solchen Einsatz

durchgeführt hatten. Außerdem

waren wir unsicher, wie die

Menschen in einer stark katholisch

geprägten Kleinstadt wie

Gerolstein auf den Bus reagieren

würden.

Da im Reich Gottes alles vom

Wirken des HERRN abhängig

ist, war uns die Vorbereitung im

Gebet besonders wichtig. Schon

Wochen vorher beteten wir in

unseren Gebetstreffen für diesen

Einsatz. Eine Gebetsgruppe traf

sich zusätzlich und ein anderer

Gebetstermin wurde verlängert,

um mehr Zeit für dieses Anliegen

zu haben.

Während der Einsatzwoche hatten

wir ideales Wetter. Es kamen

viele Menschen an den Bus, um

die gratis angebotene Tasse Kaffee

in Anspruch zu nehmen. Gerade

die „Kekskärtchen“ erwiesen sich

als eine große Hilfe. Menschen kamen

und baten um Literatur, die

auf den Kekskärtchen kostenlos

angeboten wurde. Die Mitarbeiter

waren die meiste Zeit im Gespräch

oder dabei einzuladen, so dass es

kaum Leerlauf gab. Es ergaben

sich zum Teil sehr tiefgehende

Gespräche, in denen wir Jesus und

das Evangelium bezeugen konnten.

Auch etliche Einheimische aus

der Eifeler Bevölkerung kamen an

den Bus, worum wir besonders

gebetet hatten. Wir konnten

viel Literatur an die Menschen

weitergeben.

Die Woche wurde mit drei

evangelistischen Vorträgen und

einem Gästegottesdienst abgeschlossen.

Leider war der Besuch

an den Abenden nicht ganz so

gut, wie wir es erhofft hatten.

Aber an jedem Abend und auch

zu unserem Gästegottesdienst

kamen außenstehende Besucher,

unter anderem eine Frau, die jedes

Mal dabei war. Am letzten Abend

brachte sie noch eine Freundin

mit. Seither besucht sie unsere

Gemeinde und möchte auch an

einem Glaubensgrundkurs teilnehmen.

Sie ist sehr suchend.

Eine sehr schöne Erfahrung war

auch, wie wir uns als Team, das

aus ganz unterschiedlichen Leuten

bestand, die zum Teil von außen

kamen, ergänzt haben.

Am Ende des Einsatzes waren

wir zwar erschöpft, aber auch

glücklich. Wir waren erstaunt

und überrascht, wie der HERR

gewirkt und unsere Erwartungen

übertroffen hatte.

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Ferien, Urlaub, Sonne,

Meer und Strami!

Ort: Schönberg | Zeit: 06.-20.07.2013

Mitarbeiter: Hans G. Becker

aus der

Strandmission

kurzberichte 19

Es ist wieder Sommer. Das

heißt: zum 40. Mal Strandmission!

Wie immer auf den

Campingplätzen „California“

und „Bonanza“ für sieben Wochen

mit täglichen Kinderstunden

und Gute-Nacht-Geschichten.

Das erste Team bestand

dieses Mal nur aus zwölf Leuten,

von denen nur drei schon einmal

dabei gewesen waren. Aber

wir haben erfahren, dass das

reicht, wenn wir von unserem

Herrn Segen empfangen und

auf die Zusage vertrauen, dass

er hinter uns steht und jeden

von uns auf unterschiedliche

Weise gebraucht. Zurückblickend

können wir genau das

bestätigen und ebenso, dass

unsere Gebete erhört worden

sind. Jeden Tag kamen mehr

und mehr Kinder, bis schließlich

die Campingplätze leer schienen

und alle gespannt in unseren

Zelten saßen.

An mehreren Tagen durften

wir die Liebe Gottes zu uns ganz

besonders spüren. Zum Beispiel

an einem Abend bei der „Gute-

Nacht-Geschichte“ auf dem Campingplatz

„Bonanza“. Gegenüber

dem Zelt war an diesem Abend

eine Live-Band aufgebaut, die

mit ihrer Musik über den Platz

hallte. Doch unsere Kids

schafften es, die Musik zu

übertönen und die Lieder

lauter zu singen als je zuvor.

Die gute Nachricht war

nicht zu überhören. Als die

Geschichte begann, hörte

die Band wie durch einen

„Zufall“ auf und begann erst kurz

vor dem Amen des anschließenden

Gebets wieder zu spielen. Wir

wissen, dass es kein Zufall war,

sondern dass uns Gott hier Steine

aus dem Weg geräumt hat. Und

das blieb kein Einzelfall. Kinder,

die zuvor behaupteten, nicht mehr

kommen zu wollen und nur zögerlich

oder auch ärgerlich dabei waren,

kamen immer regelmäßiger

und mit steigender Begeisterung,

sodass die Anzahl der Kinder auf

dem Campingplatz „Bonanza“ bis

knapp über 30 stieg.

Aber auch auf dem Campingplatz

„California“ konnten wir

nur staunen, denn nach wenigen

Tagen waren bereits um die 40

Kinder und einige interessierte

Eltern dabei, die alle zusammen

voller Begeisterung mitgemacht

haben. Wir staunten, weil Gott

ein Team mit überwiegend

„Neulingen“ so genial gebrauchen

konnte.

Diese und weitere Dinge ließen

uns als Team immer enger zusammenwachsen

und wir können an

viele einzigartige und lustige Tage

zurückdenken. Wir hatten unglaublich

viel Spaß, aber dennoch

stand dieser nicht an erster Stelle,

sondern Jesus Christus, dem wir

einfach nur noch „Danke“ sagen

können. Wir hatten alles, was wir

brauchten. Vom genialen Wetter

angefangen, über Bewahrung vor

Verletzungen bis hin zu den zahlreichen

Kindern, die die Geschichten

aus der Bibel hören konnten.

Nun vertrauen wir darauf, dass der

Herr unsere Saat Frucht bringen

lässt und dass auch weiterhin die

Kinderstunden so herzlich angenommen

werden und die Liebe

Jesu noch viele Kinder und deren

Eltern erreicht.

Mareike Göbel, Siegen

Wunder mitten im Leben!

Ort: Birkenfeld-Gräfenhausen | Zeit: 12.-21.07.2013

Mitarbeiter: Markus Wäsch, Ulrike Klimek, Samuel Rudisile

und Dan Micha Rahn

So lautete das Gesamtthema

der Zelttage in Birkenfeld-

Gräfenhausen. Wir durften

viel „Wunderbares“ erleben!

Ein großes Geschenk war nicht

nur das anhaltend gute Wetter,

das vom Tag des Zeltaufbaus

bis zum Abbau hielt, Grund zum

Danken war auch die gute und

vertrauensvolle Zusammenarbeit

der Christlichen Versammlung

Birkenfeld und der

Evangelischen Kirchengemeinde

Gräfenhausen. Es war ein

Zeugnis für den ganzen Ort, dass

Jesus Christus und der Glaube an

ihn das Zentrum ist, in dem sich

Christen treffen und zu dem sie

andere einladen.

Das Glockengeläut der Dorfkirche

erinnerte jeden Abend

unüberhörbar daran, dass nun

der Vortrag im Zelt beginnt und

alle herzlich eingeladen sind

zu kommen – was auch viele

taten. Markus Wäsch stellte den

Zuhörern anhand der Wunder

aus dem Johannesevangelium

eindeutig und topaktuell Jesus

vor Augen, der auferstanden und

glaube aktiv 4 | 2013


aus der

Zeltarbeit

20 kurzberichte

heute erfahrbar ist. Am Ende

einer jeden Veranstaltung lud

er in die Nachfolge Jesu ein und

zehn Personen, davon die Hälfte

Jugendliche, vertrauten ihr Leben

Jesus an – was für eine Freude

und Ermutigung!

Auch die Kinderstunden unter

der Leitung von Ulrike Klimek

zogen ganze Scharen von Kindern

an; meistens waren es um die 80

Kinder, die in zwei Gruppen die

biblische Botschaft hörten und

mit Freude dabei waren.

Mit den Nachbarn fanden wir

dank eurer Gebete und der Hilfe

unseres Gottes zu einem guten

Miteinander. Die Staubbelastung

war am Anfang hoch. Doch dann

haben wir die Zufahrt immer

mit Wasser besprengt, was

die Situation deutlich verbesserte.

Einen Geldbetrag für die

Wagenwäsche wollten sie am

Ende nicht annehmen, aber

doch gerne ein Buch von Markus

Wäsch! „Wenn ihr das nächste Mal

solche Zelttage durchführt, dann

meldet euch frühzeitig!“ – Diese

„versöhnlichen Töne“ nahmen wir

als Ermutigung für das nächste

Mal gerne an!

Während der Zelttage zeigte es

sich eindrücklich, dass Gott die

Form der Zeltmission auch heute

wunderbar gebraucht, damit

Jung und Alt die gute Nachricht

von Jesus Christus hören können

und Menschen zum lebendigen

Glauben finden.

Mathias Kraft, Markus Rudisile

Grundübel in der Gesellschaft:

Fehlende Gottesfurcht

Ort: Solms | Zeit: 03.-10.07.2013

Mitarbeiter: Hartmut Jaeger

Zeltevangelisation: Bis zu 250 Besucher

pro Abend im mittelhessischen Solms

Solms (idea) – Auf lebhafte Resonanz ist

eine achttägige Evangelisation der „Barmer

Zeltmission“ im mittelhessischen Solms bei

Wetzlar gestoßen. Hauptredner war der

Geschäftsführer der Christlichen Verlagsgesellschaft

Dillenburg, Hartmut Jaeger. Wie er der

Evangelischen Nachrichtenagentur idea sagte,

kamen an den Abenden bis zu 250 Besucher,

darunter zahlreiche „Kirchenferne“. Nach den

Ansprachen habe es viele Gespräche zwischen

Mitarbeitern und Gästen über Glaubensthemen

gegeben. Jaeger sprach unter anderem

zum Thema „Ohne Werte sind wir wertlos“.

Nach seinen Worten ist die Ursache aller Übel

in Deutschland die mangelnde Gottesfurcht:

„Wo Gott nicht mehr gefürchtet wird, ist alles

erlaubt.“ Das Leben werde aber wertlos, wenn

es gottlos geführt werde. Jaeger rief dazu auf,

sich an Jesus Christus zu orientieren: „Er gibt

jedem Leben einen heiligen, unantastbaren

Sinn.“

Alle zwei Jahre eine Zeltevangelisation

Veranstalter war die Christliche Gemeinde

Solms, eine freie evangelikale Brüdergemeinde,

die rund 100 Mitglieder hat. Wie ihr

Leiter Dittmar Hermann sagte, organisiert sie

„mindestens alle zwei Jahre“ eine Zeltevangelisation.

Dabei mache man immer wieder

die Erfahrung, „dass die Leute ins Nachdenken

kommen“. Einige schlössen sich der Gemeinde

an.

Klaus Rössler, idea Pressedienst/12.07.2013,

Abdruck mit freundlicher Genehmigung

glaube aktiv 4 | 2013


Zeltevangelisation

in Minden

Ein Evangelist berichtet

Ort: Minden | Zeit: 15.-23.06.2013

Mitarbeiter: Michael Putzi

Zu meiner bisher längsten

Evangelisation habe ich

zwei Praktikanten mitgenommen.

Für ihren Einsatz bin

ich sehr dankbar. Zusammen mit

einigen Jugendlichen aus der

Gemeinde haben sie täglich auf

den Straßen gesungen und zu

den Abenden eingeladen. Und

der HERR hat Großes gewirkt.

Einige, die sich in diesen Tagen

bekehrt haben, wurden durch

diese Straßeneinsätze auf die

Zeltevangelisation aufmerksam.

Darunter waren eine Mutter und

ihre Tochter. Durch das persönliche

Gespräch mit einer Jugendlichen,

die ein brennendes Herz für Jesus

hat, wurden sie eingeladen und

sie kamen. Nach meiner Predigt

lud ich zur Entscheidung für Jesus

Christus ein. Unter denen, die sich

bekehren wollten, waren auch

diese beiden. Mutter und Tochter

entschieden sich an diesem Abend

für Jesus. Was für ein Wunder!

Eine andere Frau kam ebenfalls

durch einen Straßeneinsatz in

die Zeltevangelisation. Durch die

Lieder und die Predigt wurde

ihr klar, dass sie ohne Jesus ewig

verloren geht. Beim Aufruf kam sie

nach vorne und übergab anschließend

in der Seelsorge ihr Leben

Jesus Christus. Die Beteiligung

im Gebet während dieser Tage

möchte ich besonders erwähnen.

Jeden Abend kamen ca. 70-100

Gemeindemitglieder zusammen,

um gemeinsam für den Abend zu

beten. Wir durften erleben, wie

Gott Gebete erhört hat. In diesen

Tagen kamen Menschen aus verschiedenen

Hintergründen zum

Glauben an Jesus Christus. Einige

von ihnen waren ohne gemeindlichen

Hintergrund. Jetzt brauchen

sie Weiterführung und Vertiefung

im biblischen Glauben durch die

Gemeinde. Mein Anliegen ist, dass

jetzt alle ein geistliches Zuhause

finden. Nur so können sie im Glauben

wachsen und Mitarbeiter im

Reich Gottes werden. Allen, die für

diese Evangelisation mitgebetet

haben, möchte ich hiermit ganz

herzlich danken.

Michael Putzi, entnommen

aus ECHO Mitteilungen aus dem

Missionswerk Bruderhand e.V.,

Ausgabe August /September 2013,

Abdruck mit freundlicher

Genehmigung

aus der

Zeltarbeit

kurzberichte 21

Begegnungen im Zelt

Ort: Hofstett-Emerbuch (Ostalp) | Zeit: 09.-18.08.2013

Mitarbeiter: Joschi Frühstück, Karl-Ernst und Debora Höfflin,

Samuel Rudisile

Viele Leser von GLAUBE AK-

TIV erhalten wöchentlich

die Gebetsmail der Barmer

Zeltmission mit den aktuellen

Berichten und Anliegen aus

den Einsatzorten. An dieser

Stelle danken wir allen treuen

Betern sehr herzlich. Auch wir

als Gemeinde am Ort trafen uns

seit Monaten regelmäßig zum

gemeinsamen Zeltgebet. Gott

erhört – und so wollen wir von

einigen Erlebnissen berichten:

Wir baten um Bewahrung

vor Unwettern, die zur Zeit des

Einsatzes immer wieder über die

Schwäbische Alb hinweg zogen.

Zwei Tage bevor Samuel mit dem

LKW auf der Wiese stand, hatten

wir Hagelkörner, deren Größe unser

Landwirt mit seinen 80 Jahren

noch nicht gesehen hat. Diese

richteten einen beträchtlichen

Schaden an.

Beim Abbau, fünf Minuten

nachdem das Zelt im LKW verstaut

war und die restlichen Dinge

von Helfern schnell weggeräumt

wurden, gab es einen Platzregen

mit großem Wind und viel Wasser.

Dieses Unwetter verwüstete nicht

weit von uns einen Campingplatz,

auf dem es sogar Verletzte gab.

Und wir blieben bewahrt!

Wir baten um Kraft für alle Mitarbeiter

und dass die Liebe Gottes

in unseren Herzen regieren und

für andere sichtbar werden sollte.

Unser Herr schenkte es in seiner

Güte. Es waren zu allen Aufgaben

immer genügend Helfer von überallher

da. Wir waren eine frohe

Gemeinschaft vieler „Freiwilliger“

– wie es in Esra 7, 16-28 heißt:

„Die freiwillig geben für das Haus

ihres Gottes [...] und wir erstarkten,

weil die Hand unseres Gottes über

uns war.“

Auf manch interessanten Wegen

fanden Menschen ins Zelt. Eine

Frau, die dann mit der kompletten

Familie die Kinderstunde besuchte,

fand einige Dörfer entfernt

einen vom Wind verwehten Flyer

nass am Straßenrand. Sie hatte

viele Lebensfragen.

Wir baten um Gebet für einige

namentlich erwähnte Personen.

Ein Mann kam immer wieder,

obwohl ihn seine Partnerin davon


aus der

Zeltarbeit

22 kurzberichte

abhalten wollte. Er hatte zahlreiche

Gespräche mit Mitarbeitern.

Für ihn dürfen wir weiter beten,

dass er Frieden für seine Seele

findet.

Ein türkischer Mann, der bisher

heimlich ein Neues Testament

gelesen hatte, rief unsere Kontakttelefonnummer

an und bat

um eine komplette Bibel. Immer

wieder stellte er telefonisch seine

Fragen – zum Zelt konnte er nicht

kommen. Der Herr wirkte an ihm

durch das Lesen des Johannes-

Evangeliums. Beim letzten

Telefonat versicherte er, dass

er Jesus als Herrn erkannt und

angenommen hat und sich nun als

ehemaliger Muslim taufen lassen

möchte. Dankt dem Herrn, denn

er hat vielerlei Wege, Menschen

zu rufen.

Eine fast 80-jährige Frau, mit

der wir beim Verabschieden am

Zeltausgang ins Gespräch kamen,

erzählte, wie viele böse Erfahrungen

sie im Leben gemacht hatte.

Ihre Vorstellung ist, dass sie beim

Herrgott sein möchte, um ihre

Ruhe zu haben. Nach dem dritten

Abend mussten und durften wir

ihr sehr eindeutig sagen, dass sie

selbst wohl noch keine Vergebung

ihrer Sünden hat und sie trotz ihrer

vielen Lebensbitterkeiten verloren

geht. Nun beten wir, dass sie sich

vor ihrem Tod erretten lässt und

wollen sie auch weiterhin besuchen

und zu Jesus einladen.

Wir baten für eine alleinerziehende

Mutter von zwei kleinen

Kindern, das jüngste ist gerade

geboren. Vor ein paar Monaten

hätte es abgetrieben werden

sollen, weil der Vater die Familie

verlassen hatte. Gott bewahrte

dieses Leben und die Mutter kam

mit den Kindern auch abends ins

Zelt. Vor 16 Jahren stand sie kurz

vor der Bekehrung, lebte aber

dann ihr eigenes Leben. Betet mit,

dass sie diesmal zum Durchbruch

kommt und ihre ganze Familie

errettet wird. Der Herr kann es

bewirken.

Wir beten um nachhaltige

Auswirkungen unserer zwei sehr

eindrücklichen Filmabende. Eine

Frau, die vor Jahren im Zelt zum

Glauben kam, war alle Abende

ohne ihren Mann gekommen und

sprach auch über ihre Ehekrise mit

uns. Wie beteten sehr für sie und

Gott erhörte: Kurz vor dem Filmbeginn

von „Fireproof“ (der Film

handelt von einer Ehekrise) war

ihr Mann da! Wir bitten den Herrn

weiter um Heilung in dieser Ehe.

Ein anderer Mann, den wir sehr

umbeteten, versicherte uns nach

zwei ernsten Vortragsabenden,

dass er verstanden habe, was

„wiedergeboren“ bedeutet und

dass er weiß, dass er errettet ist.

Dankbar schauen wir zurück auf

zehn volle Tage Zelteinsatz, aber

„nach dem Zelt ist vor dem Zelt“.

Es ist uns ein Anliegen, das ganze

Jahr über mit den Menschen,

die ins Zelt kamen, in Kontakt zu

bleiben und sie auf unterschiedliche

Weise immer wieder auf den

Herrn Jesus hinzuweisen und zu

ermutigen.

Hier vor Ort sind wir eine „kleine

Truppe“. Aber wir freuen uns zu

wissen, dass viele Geschwister

für die Errettung von Menschen

beten und erleben dies als große

Unterstützung. Die Ehre und der

Dank gebühren dem Herrn!

Diese Verse können uns

Mut machen:

Hebräer 12,1: „Lasst uns mit Ausharren

laufen den vor uns liegenden

Wettlauf, hinschauend auf Jesus,

den Anfänger und Vollender des

Glaubens!“

1. Korinther 15,58: „Seid unerschütterlich

und allezeit überströmend in

dem Werk des Herrn!“

Magdalene Häfele

Komm mit auf Entdeckungstour!

Ort: Hofstett-Emerbuch (Ostalb) | Zeit: 09.-18.08.2013

Mitarbeiter: Joschi Frühstück, Karl-Ernst und Debora Höfflin,

Samuel Rudisile

Mit diesen Worten

wurden in diesem Jahr

die Kinder in Hofstett-

Emerbuch (Ostalb) und Umgebung

zur Kinderwoche im Zelt

eingeladen. Zur Unterstützung

der Christen vor Ort reisten

wir wieder mit einem kleinen

Mitarbeiterteam an, fast in der

gleichen Zusammenstellung

wie im vorigen Jahr. Das machte

uns den Einstieg leicht – wir

konnten dort anknüpfen, wo

wir im letzten Jahr aufgehört

hatten. Freudig überrascht waren

wir, als schon am Sonntag

vor Beginn der Kinderwoche

eine Mutter mit Sohn in den

Gottesdienst kam, zu der bereits

im vergangenen Jahr ein guter

Kontakt entstanden war. Als

sich am ersten Nachmittag die

Stuhlreihen im Zelt mit Kindern

füllten, entdeckten wir darunter

manch bekanntes Gesicht. Doch

auch viele neue Kinder waren

dabei – dieses Mal auch viele

jüngere unter sechs Jahren. Mit

viel Freude lernten sie neue

Lieder und sangen mit Begeisterung

„Die Bibel ist viel besser

als jedes and‘re Buch ...“. Um

diesen wertvollen Schatz ging

es auf unserer Entdeckungstour.

Gottes Wort ist wahr, es

bleibt für immer bestehen, es

verändert dein Leben – das

waren einige der Wahrheiten,

die wir anhand von biblischen

Geschichten miteinander

entdeckten. Manche Rückfrage

oder Antwort der Kinder hat uns

sehr bewegt und ermutigt, den

Samen des Wortes Gottes weiter

auszustreuen – es kommt nicht

leer zurück! Gott hat uns in

dieser Woche wieder überreich

beschenkt: durch die äußeren

Umstände (immer trockenes

Wetter während der Kinderstunden,

genügend Mitarbeiter),

aber auch mit Kraft, Freude und

Gelingen in diesem Dienst an

den Kindern.

Debora Höfflin und Team

glaube aktiv 4 | 2013


„... denn ich habe nicht zurückgehalten,

euch den ganzen Ratschluss Gottes

zu verkündigen.“

(Apostelgeschichte 20,27)

aus der

Gebietsmission

kurzberichte 23

Liebe Freunde der Sinti-Mission,

seit Oktober 1990 arbeiten wir im Großraum Köln unter dem Volk

der Sinti. Durch persönliche Kontakte, Hausbesuche, Hauskreise,

Freizeiten und Gottesdienste wurde die gute Botschaft von Jesus

Christus zu den Sinti gebracht.

Inzwischen ist eine Christliche Sinti Missionsgemeinde in Köln

Chorweiler entstanden. Im Laufe der Jahre kamen Sinti aus den

verschiedensten Sippen dazu. In Bibelstunden und Bibelseminaren

durften sie Glaubenswachstum erfahren und in den letzten zehn

Jahren ließen sich Sinti Brüder in die Verantwortung für die Gemeinde

rufen. Frauen dienen mitverantwortlich in Sonntagsschule

und Frauenstunden und gestalten größtenteils die Gemeindefeierlichkeiten

selbst.

Seit der Erkrankung von mir (Werner) wurden die Predigtdienste,

Bibelstunden und andere Dienste von den Sinti Brüdern teilweise

mit übernommen.

In den letzten zwei Jahren verstärkte sich unsere Überzeugung

immer mehr, die Gemeinde zur Eigenständigkeit zu führen. Unter

viel Gebet sehen wir nun den Zeitpunkt gekommen, im März 2014

die Gemeinde in die Selbständigkeit zu entlassen. Unsere geistliche

Heimat wird dann aber weiter in der Sinti Gemeinde Köln sein.

Unsere große Bitte an alle Geschwister, Beter und Freunde der

Sinti Mission ist, dass Ihr die Christliche Sinti Missionsgemeinde

Köln und ihre verantwortlichen Brüdern im Gebet fürsorglich tragt.

Der Auftrag unseres Herrn Jesus Christus an uns, Werner und

Annette, ist aber noch nicht aufgehoben! Wir sehen unsere Aufgabe

vom Herrn auch weiterhin darin, unter den Sinti zu arbeiten; und

zwar in Haus- und Bibelgesprächskreisen, Seminaren, bei Hausbesuchen

und in der Seelsorgearbeit. Wir werden also auch weiterhin

den Sintigeschwistern in der Gemeinde in Köln mit Rat und Tat zur

Seite stehen.

In diesem „neuen“ alten Dienst sehen wir eine gute Möglichkeit

auch Sintifamilien zu erreichen, die wir bisher aus Zeitmangel nicht

regelmäßig besuchen konnten.

Bitte betet auch weiterhin für uns, damit wir ein Segen unter dem

Volk der Sinti sein können. Wir werden auch weiterhin Eure treuen

Gebete und Eure Fürsorge brauchen.

Euch alle befehlen wir der Gnade Gottes an und danken für alle

Unterstüzung, Gebete und Liebe in den vergangenen 23 Jahren.

Werner und Annette Schneider

Missionsarbeit

am Ende der Welt

„Ihr wohnt ja am Ende der Welt“,

so begrüßte mich ein Freund aus

Nordrhein-Westfalen. Ehrlich

gesagt hat er noch ein wenig

kräftiger ausgedrückt, was er

empfand.

Mecklenburg-Vorpommern ist

ein wunderschönes Land. Der

Anblick der weiten Felder, die sich

wellenförmig bis zum Horizont

hinziehen und von kleinen Buschreihen

unterbrochen werden,

erfüllt die Seele mit Bewunderung

für den, der diese Schönheit

gestaltet hat. Doch damit noch

nicht genug: Eine Vielzahl von

Wasserflächen, von kleinen Tümpeln

bis zum großen Schweriner

See, funkeln im Sonnenlicht. Einen

ganz besonderen Reiz bekommt

das herrliche Land mit seiner

Ostsee-Küste. Mecklenburg-

Vorpommern hat insgesamt eine

Küstenlänge von etwa 2.000 km

und damit die längste Küste aller

deutschen Bundesländer. Von der

Lübecker Bucht bis zum Fischland

erstreckt sich die Mecklenburgische

Ostseeküste, die dann in

die Vorpommersche Ostseeküste

übergeht. Mit einer Fläche von

rund 23.180 Quadratkilometern

ist Mecklenburg-Vorpommern

flächenmäßig das sechstgrößte

Bundesland, hat aber mit nur 1,6

Millionen Einwohnern die geringste

Einwohnerdichte.

Und genau an diesem Ende der

Welt arbeiten wir, um Menschen

mit dem Evangelium zu erreichen.

Neben ihrer norddeutschen, etwas

kühlen Art prägt die Mecklenburger

der Einfluss von vierzig

Jahren sozialistisch-atheistischer

Erziehung. Und die ist mit dem

Mauerfall nicht schlagartig verschwunden.

Mit anderen Worten:

Wir müssen weite Wege gehen,

um die Herzen der Menschen mit

der Botschaft von Jesus Christus zu

erreichen. Dazu gehört vor allem

eine persönliche und liebevolle

Zuwendung, auf deren Boden

Vertrauen wachsen kann.

glaube aktiv 4 | 2013


aus der

Gebietsmission

24 kurzberichte

Der lange Weg zu den Herzen

Ein gutes Umfeld hierzu bieten

unserer Sommerzeltlager (SoLa).

Diese Arbeit ermöglicht uns

vielfältige Kontakte zu Menschen:

Die Eltern und Familien der

Teilnehmer, die Mitarbeiter von

Behörden, Handwerker aus der

Umgebung und nicht zuletzt der

Bauer, der die Arbeit für Kinder

unterstützt. Vom 20. Juli bis 2

August fand das achte Ostsee-

SoLa statt. Und das hat unserer

Gemeinde ein „Gesicht“ verliehen.

Mit fast einhundert Kids und über

fünfzig Teens waren die beiden

Wochen gut besucht. In den

vergangenen acht Jahren kamen

einige junge Mecklenburger zum

Glauben an den Herrn Jesus. Zwei

davon konnten wir in unsere kleine

Gemeinde in Wismar aufnehmen.

In diesem Jahr bekehrte sich

eine junge Frau. Eigentlich wollte

sie nur ihre Freundin besuchen, die

im SoLa mitarbeitete. Aber dann

kam sie immer wieder. Sie erlebte

die vom Geist Gottes geprägte

SoLa-Atmosphäre und hörte

die Botschaft von Jesus. Welche

enorme geistliche Bedeutung das

SoLa hat, sehen wir auch darin,

dass unsere jungen Mitarbeiter in

dieser Zeit eine besondere Zurüstung

und Stärkung im Glauben

erfahren. Wir sind sehr dankbar,

dass uns die Barmer Zeltmission

mit ihren Zelten unterstützt.

Das Versammlungszelt ist in den

SoLa-Wochen das Zentrum der

„SoLa-Stadt“. Hier wird gegessen

und getrunken, gespielt und

gelacht, gesungen und Gottes

Wort verkündigt. Und hier finden

Entscheidungen für Jesus statt

und junge Menschen werden

gerettet.

Kurz, aber gut

Eine weitere Begegnungsstätte

für Menschen war das neue

Buscafé der Zeltmission, das am

12. und 13. August in Wismar

auf dem Marienkirchplatz stand.

„Kurz, aber gut“, möchte ich den

Einsatz überschreiben. Etwas

spontan hatten wir uns dafür

entschieden, den Bus auf dem

Weg von der Insel Usedom nach

Osterholz-Scharmbeck in Wismar

zwischen zu parken. Eigentlich

sollte die Parkzeit eine ganze

Woche dauern, aber aus verschiedenen

Gründen wurden nur zwei

Tage daraus.

Wir sind dankbar für diese zwei

Tage. Unsere kleine Gemeinde

kam vor die Gemeindetür und in

die Stadt. Das ist immer gut und

tut auch gut: hinaus zu gehen.

Wir haben an den zwei Tagen

etwa zwanzig Gespräche über

unseren Glauben geführt, die

wir im normalen persönlichen

und gemeindlichen Alltagstrott

nicht geführt hätten. Nein, es

hat sich keiner bekehrt. Aber wir

durften auf Jesus hinweisen und

mit unseren Gesprächspartnern

einen Schritt auf dem Weg zum

Glauben an ihn gehen. Wir waren

mit dem Bus für viele Menschen

unübersehbar, manche blieben

in der Nähe stehen und haben

sich darüber unterhalten. Und

wenn sich nur die Aufschrift „Gott

begegnen“ auf der Festplatte ihres

Gehirns eingebrannt hat, dann hat

es sich gelohnt, dass der Bus nach

Wismar gekommen ist.

Bekanntlich darf man den Bus

nicht ohne behördliche Genehmigung

mitten in der Stadt für zwei

Tage parken. Und wenn man sich

so von Tür zu Tür durch die Zuständigkeiten

der Stadtverwaltung

arbeitet und überall sein Sprüchlein

aufsagt: „Ich komme von

der Christlichen Gemeinde in der

Lübschen Straße; wissen Sie, die

mit der christlichen Bücherstube.

Wir möchten gerne ein Buscafé

auf dem Marienkirchplatz aufstellen

und beantragen hierfür die

Genehmigung“, dann kommt man

mit den städtischen Mitarbeitern

ins Gespräch. Und dann wird der

Bus zum Gespräch, vielleicht nicht

zum Stadtgespräch, aber immerhin.

Es gibt wirklich jede Menge

guter Gründe, das Buscafé von der

Zeltmission einzuladen.

„Kurz, aber gut“ habe ich den

Einsatz mit dem Bus überschrieben.

Zunächst waren wir etwas

traurig, dass der Bus nur zwei Tage

in Wismar bleiben konnte. Aber

am Ende des zweiten Tages, nach

sechzehn Stunden mit Gesprächen

und Einladungen zum Gespräch,

mit Ablehnungen und Ausreden,

mit belastenden Gesprächsinhalten

oder kontroversen Diskussionen

war unsere kleine Mannschaft

platt. Da war es gut, dass der

Einsatz nicht länger dauerte.

Gottfried Piepersberg,

Dorf Mecklenburg

glaube aktiv 4 | 2013


impressum

GLAUBE

AKTIV

25

MobiTreff

in der „guten Stube“ der Stadt

Ort: Weiden (Oberpfalz) | Zeit: 22.-27.07.2013

Mitarbeiter: Joschi Frühstück

Ein Leben ist mehr-Bus mitten in der

Fußgängerzone von Weiden? Nachdem

eine befreundete Gemeinde

anfangs zögerte, sich zu beteiligen,

stellten wir uns die Frage, ob wir Wenigen

es trotzdem wagen sollen? Wir

legten den Einsatz dem Herrn hin und

warteten, ob er die Türen öffnen wird.

In Allem, was dann folgte, konnten wir

erkennen, dass er den Buseinsatz in

Weiden haben will. Zu jedem Problem

schenkte er eine Lösung, Schritt für

Schritt erlebten wir seine Führung. Dass

Gott wunderbar wirkt, können wir jetzt

im Nachhinein einmal mehr bestätigen.

Unsere kleine Schar wurde dann

doch durch Geschwister aus der

Nachbargemeinde verstärkt. Bei den

Vorbereitungstreffen, an denen wir uns

intensiv darüber austauschten, wie wir

auf Leute zugehen und mit bestimmten

Themen umgehen wollten, wurde

deutlich, dass Jesus uns alle zusammen

in eine Richtung gebrauchen möchte.

Und dann war es soweit, der Bus

fuhr mitten in die gute Stube der

Stadt. Perfekter Platz, bestes Wetter

und viele Menschen. Die Angst, nicht

genug Mut zu haben, auf fremde Leute

zuzugehen und freimütig von unserem

Herrn Jesus zu sprechen, war durch die

intensive Gemeinschaft und das frohe

Miteinander schnell vergessen. Sehr

bewährt haben sich der Büchertisch vor

dem Bus und die Angebote für Kinder.

Am Büchertisch konnten erste Kontakte

geknüpft und „Literatur to go“ weitergegeben

werden. Für manchen war er

die erste Station in das geheimnisvolle

Innere des Busses. Vom Tisch ging auch

eine gewisse Versuchung aus: Bereits

vor der offiziellen Öffnung, als wir noch

alle im Bus waren, nahm ein Mann

schon heimlich eine Bibel mit ...

Eine Kinderstunde zu einer bestimmten

Zeit erwies sich als nicht

sinnvoll. Immer wieder kamen Kinder

zum Bus, nach der Schule oder wenn

die Eltern zum Friseur oder ins Café

gingen. Besonders das Basteln zog

die Kinder an. „Frau Weiß“ (ein Huhn

auf einem Kochlöffel) war der Renner.

Anschließend wurde die dazugehörige

evangelistische Kurzgeschichte

oder eine andere biblische Geschichte

erzählt. Mit den Spielen, Liedern und

Geschichten wurden nicht nur sehr

viele Kinder, sondern auch deren

Mütter, Väter und Großeltern in den

Bann gezogen. Ein Chorabend und ein

Instrumentalkonzert am Bus fanden,

auch in den umliegenden Straßencafés,

viele Zuhörer.

Der Treffpunkt „Bus“ zog die Mitarbeiter

immer wieder an, auch wenn

sie gar nicht zum Dienst eingeteilt

waren. Andere Geschwister belebten

den Buseinsatz, indem sie vorbeikamen

und ihre Verbundenheit zeigten. Wir

durften eine gesegnete Zeit erleben.

In Gesprächen haben wir auch Einblick

bekommen, welch große menschliche

Not und Leere es in unserem Umfeld

gibt und wie geborgen wir unter der

Hand unseres treuen Hirten leben, dem

wir in Allem vertrauen dürfen. So viele

Menschen sind mit ihren Sorgen, Nöten

und ihrer Schuld allein ...

Herbert Reichenberger

GLAUBE AKTIV

das magazin

GLAUBE AKTIV erscheint vierteljährlich.

Die Ausgabe erscheint unentgeltlich.

Herausgeber:

Zeltmission zur Verbreitung bibl. Evangeliums e.V.

Dortmunder Str. 38, 51145 Köln

Tel.: 02203 / 39282

E-Mail: zeltmission@leben-ist-mehr.de

www.barmer-zeltmission.de

Redaktionsteam:

Lena Bockmühl, Volker Braas, Hartmut Jaeger,

Eberhard Platte, Christian & Eva Weustenfeld

und Christoph Wittenburg

Redaktionsleitung:

Christian & Eva Weustenfeld

E-Mail: glaube-aktiv@leben-ist-mehr.de

Konzept & Layout:

71a.de - das Werbestudio, Wuppertal

Titelfoto: © illustrez-vous, fotolia.com

Druck:

Druckhaus Gummersbach PP GmbH

Kassenführung:

Christoph Wittenburg

Dortmunder Str. 38, 51145 Köln

c.wittenburg@leben-ist-mehr.de

Konten:

Spenden erbeten an „Zeltmission zur

Verbreitung bibl. Evangeliums e.V.“

Konto-Nr.: 105 957, BLZ: 330 500 00

(Stadtsparkasse Wuppertal) oder:

Konto-Nr.: 154 364 506, BLZ: 370 100 50

(Postbank Köln)

(Es werden steuerabzugsfähige Bescheinigungen ausgestellt.)

Redaktionsschluss der nächsten Ausgabe:

24. November 2013

glaube aktiv 4 | 2013


der Barmer

Zeltmission

26

23

mitarbeiter

Dan Micha Rahn (23 Jahre) studiert im letzten Semester

an der Bibelschule Brake und hat einen Teil seines

Sommerpraktikums vom 17.06.-31.07.2013 bei der Barmer

Zeltmission absolviert. Wir haben ihn gebeten, einige

Eindrücke aus seinem Praktikum aufzuschreiben:

„Die Ernte zwar ist groß, die Arbeiter aber sind wenige.“ Matthäus 9,37

In diesem Sommer durfte ich in die Arbeit

der Barmer Zeltmission hineinschauen.

Bei einem sechswöchigen Praktikum erhielt

ich einen Einblick in die verschiedenen

Arbeitsbereiche der Barmer Zeltmission,

sowie in die evangelistischen Arbeitsweisen

vieler Gemeinden.

Dabei fiel mir auf, dass die Men schen keineswegs

nichts mehr von Gott hören wollen. Ganz

im Gegenteil: „Die Ernte ist groß!“.

Bei jedem Einsatz gab es täglich tiefe Gespräche

über den Glauben und an einigen Orten

sogar Bekehrungen im Zelt und auch mitten

in der Stadt am Einsatzbus. So kam es zum

Beispiel vor, dass eine Person aus Bangladesch

zum Bus kam und sinngemäß auf Englisch

sagte: „Ich habe gelesen, dass ich Jesus

brauche. Ich möchte ihn jetzt annehmen.“

Nachdem Gott durch die christliche Lektüre

aus Bangladesch bereits einiges in diese

Person „hineingesät“ hatte, durften wir durch

Gottes Führung die Bekehrung „ernten“.

Doch trotzdem stellte sich mir oft die Frage:

Wenn die Ernte so groß ist, warum sehe ich

dann so wenige Bekehrungen in Deutschland?

Es liegt weder an dem mangelnden gesellschaftlichen

Interesse, noch an den Möglichkeiten,

den Glauben weiterzubringen. Ich

denke, die Antwort liegt in der Aussage Jesu:

„... die Arbeiter aber sind wenige“.

Wo sind die mutigen Arbeiter, die in der

Gemeinde vorangehen, um kontinuierliche,

evangelistische Projekte aufzubauen? Wo sind

die Visionäre, die durch die Gemeinde große

Dinge in der eigenen Stadt bewegen wollen?

Deshalb freue ich mich, dass es Missionswerke

wie die Barmer Zeltmission gibt, die die

Gemeinden an diese Aufgabe erinnern und

sie dabei unterstützen. Sie bieten einen guten

Anfangspunkt für evangelistische Projekte.

Dabei sollte es aber nicht bleiben.

Meiner Meinung nach wird es Zeit, die

Ausdrücke „könnte, würde, hätte“ aus dem

Wortschatz der Gemeinden zu streichen und

die Verantwortung nicht an den Nächsten

abzuschieben. Wenn du gute Ideen für deine

Gemeinde zur Verbreitung des Evangeliums

hast, dann packe die Arbeit doch bitte an.

Wenn du es nicht tust, wird es wahrscheinlich

keiner machen. Denn es mangelt an den

Arbeitern, nicht an der Ernte.

Dan Micha Rahn

Liebe Freunde der Zeltmission,

an dieser Stelle möchte ich mich

ganz herzlich für das mir persönlich

entgegengebrachte Vertrauen

in den letzten Jahren bedanken.

In den kommenden Tagen

werde ich die Verantwortung für

die Zeltmission in andere Hände

weiter geben. Welche Aufgaben

Gott für mich in der Zukunft hat,

wird mein weiteres Gebet sein.

Eines weiß ich aber schon jetzt,

die Mission in Deutschland und

ganz besonders die Arbeit, Menschen

auf der Straße von der Liebe

Gottes zu erzählen, ist mir ein sehr

großes Herzensanliegen. Und so

Gott will, werde ich in diesem Bereich

weiter für IHN arbeiten. Auch

ist es mein Wunsch, mit dieser

Arbeit die Zeltmission weiter zu

unterstützen.

Somit ist dieses Heft die letzte

Ausgabe von GLAUBE AKTIV, für

die ich als Vorstand mit die Verantwortung

trage. Und deshalb

möchte ich mich bei Euch auch

für die persönliche Unterstützung

bedanken.

Abschließend möchte ich noch

die Bitte äußern, dass Ihr die Zeltmission

auch unter einem neuen

Vorstand genauso intensiv unter-

stützt, wie vorher. Denn nur durch

Euch, Eure Gebete und Gaben war

es möglich, dass Missionseinsätze

in den vergangenen fast 60 Jahren

stattfinden konnten und so Menschen

die rettende Liebe unseres

HERRN JESUS CHRISTUS erfahren

und annehmen durften. Und diese

Arbeit soll auch in Zukunft mit

Gottes Hilfe fortgesetzt werden.

Da bei Redaktionsschluss noch

nicht feststand, wie der neue

Vorstand heißen wird, kann ich

Euch hier auch noch keine Namen

nennen. Ich gehe aber davon aus,

dass diese Information in einem

der nächsten Hefte zu finden sein

wird. Nun befehle ich Euch alle

der Gnade unseres Herrn Jesus

und dem Frieden Gottes an.

Mit herzlichen Grüßen

Christoph Wittenburg

glaube aktiv 4 | 2013


Betet für die ...

mitarbeiter

Evangelisten

Kindermitarbeiter

Name:

Ort:

Telefon:

E-Mail:

Rainer Baum

Bergneustadt

02261/789446

r.baum@christ-online.de

Joschi Frühstück

Gernsbach

07224/5963

j.fruehstueck@leben-ist-mehr.de

Hermann Fürstenberger

Schwäbisch Hall

07907/8252

h.fuerstenberger@leben-ist-mehr.de

Ulrike Klimek

Haiger-Steinbach

02771/830221 (dienstl.)

u.klimek@cv-dillenburg.de

Beate Mast

Baiersbronn

07442/4110

beate_mast@web.de

Jan Piepersberg

Nümbrecht

02261/945-24 (dienstl.)

piepersberg@missionswerkheukelbach.de

Gebietsmissionare

Name:

Ort:

Telefon:

E-Mail:

Karl-Ernst Höfflin

Oberreichenbach

07051/925874

ke.hoefflin@leben-ist-mehr.de

Hartmut Jaeger

Haiger-Steinbach

02771/830219 (dienstl.)

h.jaeger@cv-dillenburg.de

Rudi Joas

Bergneustadt

02261/945-45 (dienstl.)

r.joas@missionswerk-heukelbach.de

Markus Bartsch

Kleinvollstedt

04330/999778

m.bartsch@leben-ist-mehr.de

Rendsburg

Gottfried Piepersberg

Martin Piepersberg

Dorf Mecklenburg

Attendorn

03841/796330

02722/68209

g.piepersberg@leben-ist-mehr.de m.piepersberg@leben-ist-mehr.de

Wismar

Attendorn

Diakone

Name:

Ort:

Telefon:

E-Mail:

Jochem Keil

Jerrishoe

04638/897901

jochem.keil@t-online.de

Andreas Schmidt

Leipzig

0341/8606242

a.schmidt@christ-online.de

Markus Wäsch

Dillenburg-Manderbach

02771/830227 (dienstl.)

m.waesch@cv-dillenburg.de

Matthias Meier

Derschen

02743/3639

m.meier@leben-ist-mehr.de

Mobiler Treffpunkt

Samuel Rudisile

Schutzbach

02741/3431

s.rudisile@leben-ist-mehr.de

Zelte

Torsten Wittenburg

Stein-Neukirch

02667/961436

t.wittenburg@leben-ist-mehr.de

Life is more-Bus

Weitere Mitarbeiter

Name:

Ort:

Telefon:

E-Mail:

Hans-Gerhard Becker

Barsbek

04344/6108

becker@strami.de

Strandmission

Volker Braas

Dillenburg-Manderbach

02771/41322 (dienstl.)

v.braas@leben-ist-mehr.de

Zeltmissionsbüro

Werner Schneider

Bergheim

02271/92115

w.schneider@leben-ist-mehr.de

Sintimission

glaube aktiv 4 | 2013


schlusspunkt

JEDER VON UNS LEBT AUS GNADE,

UND IN GEWISSER WEISE MUSS

JEDER VON UNS ETWAS VON

DIESER GNADE WEITERGEBEN.

Max Lucado

DU MUSST ALS CHRIST GAR

NICHT DIE GANZE WELT LIEBEN.

DU MUSST NUR DEN MENSCHEN

LIEBEN, DER GERADE VOR DIR

STEHT. DAS GENÜGT!

Hans Peter Royer

HERZLICHE Einladung

zu den Lob- und Dankfeiern

der Barmer Zeltmission

6. Oktober 2013

Siegen (Siegerlandhalle, Leonard-Gläser-Saal)

13. Oktober 2013

Rempesgrün (Christliche Versammlung)

Beginn jeweils 14.30 Uhr

Mitarbeiter der Barmer Zeltmission und aus den

Gemeinden werden aus dem Einsatzsommer berichten.

Gemeinsam wollen wir Gott für sein Wirken

danken. Die Veranstaltungen werden musikalisch

umrahmt. In beiden Orten wird parallel

eine Kinderbetreuung für 4 bis 12-Jährige

angeboten.

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