Komplette Ausgabe

dersteirerland.at

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21. Ausgabe 04/12

Wert: € 3.30

Volkskulturelle Begegnungen im Südsteirischen Weinland

Der einsame Hirte Seite 4

Zeitgeschehen

Naturpark im Wandel

Seite 6

Zeit

Die gute Stube

Seite 15

Mensch

Pfodmochn &

Blochziachn Seite 27

Landschaft

Wasservögel

Seite 45

Genuss

Heimatkunde

Seite 61

Kultur

Ladlschupfn &

Geldmohln Seite 67


3

Zeitgeschehen

INHALTSANGABE

IHR FRISÖR IN LEIBNITZ

Sehr geehrte

Leserinnen und Leser

von …der steirer land…,

wieder einmal ist es Zeit für ein Jahr „Danke“ zu sagen.

Unser Dank gilt all jenen, die uns unterstützen, die

am Zustandekommen unseres Magazins beteiligt

sind und Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, für jenen

Respekt, den Sie uns und unserer Arbeit entgegenbringen.

Respekt ist leider in unserer heutigen Zeit etwas aus

der Mode geraten. Er wurde abgelöst von Gleichmut,

Intoleranz und Selbstverständlichkeit. Der Respekt

bezeichnet eine Form der Wertschätzung, Aufmerksamkeit

und Ehrerbietung gegenüber einem anderen

Lebewesen, steht aber in seiner lateinischen Wurzel

(respectus) auch für Rücksicht und Zurückschauen.

So vereint er sowohl den Wert des Lebens wie den

gegenseitigen Umgang und die Bedeutung des

Vergangenen in sich. Gerade in unserer Zeit reicht

es die Medien zu verfolgen, um zu wissen, wie weit

es mit dem Respekt gekommen ist. Auch in unserer

Gemeinschaft hat der Umgang der Menschen miteinander

an gegenseitiger Achtung verloren. Eine

Sprach- und Denkkultur ist eingerissen, die das eigene

Ego in den Mittelpunkt stellt und nicht die Wertschätzung

gegenüber anderen. Wo bleibt heute der

Respekt vor der Natur und die Achtung für jenes

Leben, das uns ernährt.

Und doch gibt es da noch das Kind, welches lauthals

auf der Straße grüßt, und den alten Bauern, der seine

Frau nach 62 Ehejahren immer noch verliebt anschaut.

Es gibt jene, die die Vergangenheit achten und immer

mehr lernen, die alltäglichen Dinge wieder mit Respekt

zu beandeln, weil weder die Gemeinschaft noch das

Essen auf dem Tisch selbstverständlich sind.

Wir, von „…der steirer land…“, erzählen Geschichten

und berichten über unser Land. Der Impuls dazu

stammte aus jenem Respekt, den wir dafür empfinden.

Die Motivation, dieses ständig zu wiederholen, resultiert

aus der Wertschätzung, die Sie uns entgegenbringen.

Ihr …der steirer land… Team wünscht segensreiche

Weihnachtsfeiertage und ein von Respekt getragenes

Jahr 2013.

Der einsame Hirte 4

Naturpark im Wandel 6

Geschichte des Adventmarkts 8

Alte Spiele 11

Betriebe mit Geschichte 14

Tourismusinformationen 83

Impressum 34

Zeit

Die gute Stube 15

Mundart 18

Handwerk 22

Haus der Stille 24

EU-Management 26

Mensch

„Pfodmochn“ und „Blochziachn“ 27

Wirtschaft 30

Generationenpark 32

Gesundheit 34

Buchempfehlungen 36

Natur erleben 38

Landschaft

Bauernkrippen 39

Rund um den Garten 42

Wasservögel 45

Naturparkschulen 48

Der Habichtskauz 50

Südsteir. Musiktage 52

Genuss

Zeit der Erinnerungen 53

Naturnah 58

Heimatkunde 61

Unsere Sprache - unsere Seele 66

Kultur

Vom Ladlschupfn und Geldmohln 67

Kunstporträt 70

Baukultur 74

Buschenschank 80

8430 Leibnitz - Schmiedgasse 1 - T: +43(0)3452 71697 - www.simplyrobert.at

Karl Oswald

Die nächste Ausgabe von „… der steirer land …“

erscheint im März 2013


4

5

Der einsame Hirte.

Stille Nacht – einsam wacht

Still ist die Nacht - still und gedankenschwer. Der strahlende

Glanz des Tages ist erloschen ebenso wie die strahlende Präsenz

meiner selbst. Verlassen sitze ich jetzt, in der Winterzeit

meines Lebens, hier am Tisch und suche nach jenem Licht, das

dieser Abend, dieser eine Abend, der Glück und Segen

verheißt, in sich tragen soll. Die Freuden der Weihnacht,

Frieden bringend und Ruhe verheißend, sind verblasst, sind

viel zu ruhig, zu friedlich, zu einsam.

Die Stube, einst gefüllt mit Leben, erfüllt vom Geschrei der

Kinder und beseelt von den Menschen, die hier gemeinsam

wohnten, arbeiteten und lebten, ist leer. Jeder Balken, jedes

Möbelstück und jeder Gegenstand ist durch und durch getränkt

vom Geist längst vergangener Zeiten, vergangener Menschen.

Hier wurde ich geboren, hier wuchs ich auf und erlebte Liebe,

Freude und Trauer. Heute, am Ende meiner Tage, bin ich allein,

lebe von Erinnerungen und warte auf jenen Moment, wo auch

ich in den Kreis all meiner Lieben, in Gottes Schoß, eingehen

darf. Einsamkeit um mich herum. Eine Stille, die mich anschreit,

Verzweiflung, die als Sehnsucht verkleidet mein Herz quält,

und eine kummerschwere Müdigkeit, die auf meinen Augen

und meinem Verstand lastet.

Ist das der Lohn für ein erfülltes, arbeitsreiches, sorgenvolles aber

auch glückliches Leben? Ist es das unausweichliche Schicksal

des Alters, dass nach der Gemeinsamkeit die Einsamkeit folgt?

Wie viele Male musste ich mich selbst vorantreiben, mich

selbst ermutigen und mir selbst meiner Kraft bewusst werden,

um weiter zu kommen – um zu wachsen. Wie viele Male war

es mein Geist, mein Wille und mein Glaube, die mich zu Dingen

führten, für die mein Verstand viel zu klein war.

Wie schön war es, sorgenfrei als Kind an das Christkind zu

glauben. Wie aufregend in der Jugend, die Welt, meine kleine

Welt, zu erforschen und ihren Horizont abzustecken. Wie

stolzerfüllt war jene Zeit, als ich die Liebe fand und die Kinder

aufwachsen sah. Ich lernte, dass trotz aller Sorgen und Nöte

das "Danach" immer besser, erfüllter und reicher war. Wie

schmerzvoll war es, die Lieben gehen zu lassen, und wie traurig

wurde ein Weihnachten um das andere, weil immer weniger

Menschen an meiner Seite standen, da waren. Bis ich, dem

Schicksal folgend, alleine übrig blieb.

Und doch können Einsamkeit, Trauer und Selbstmitleid nur

dann Oberhand gewinnen, wenn ich es zulasse. Verloren

ist, wer verloren sein will, und das war und ist nicht meine

Haltung, nicht das Spektrum meines Geistes, nicht die Route

der Reise meiner Seele. Ich kann etwas tun, kann helfen - ja ich

kann ein Segen für andere sein. Verblasst sind Einsamkeit und

Mutlosigkeit, verweht die Schwere, die auf mir lastet. Wenn

schon niemand zu mir kommt, dann gehe ich zu anderen.

Ich bin der Engel der Weihnacht und muss keine Flügel haben,

um zu fliegen. Und wie jeder Mensch bin auch ich gesandt und

kann der Welt Licht, Liebe und Wärme geben. Ich kann Freunde

besuchen, zu den Nachbarn gehen, Freude bereiten, helfen und

Zeit schenken. Ich kann der dienende König sein, kann mir das

Christuskind zum Vorbild nehmen, das trotz seiner strahlenden,

alles überragenden Schönheit, allein zum Wohle der Menschen

in diese Welt kam.

Ich bin Weihnachten, der Träger des Lichtes, der hinausgeht,

um es zu verbreiten. Ich bin derjenige, der anderen jenes Gefühl

vermittelt, das Gott uns vor über 2 000 Jahren mit der Geburt

seines Sohnes schenkte.

Ich bin ein Hirte, mit all meinen Zweifeln und Fehlern. Und

doch, dank der Gnade, berufen, das Wunder zu schauen. Das

Wunder der Weihnacht, das Wunder meiner Wandlung, das

Wunder des sich Öffnens. Ich bin ein Mensch und habe die

Wahl, mich für alles zu entscheiden, das mir gut tut, nicht nur

an diesem besonderen Tag, sondern an allen Tagen.

S. Taler


6

7

„Nichts in der Geschichte des Lebens

ist beständiger

als der Wandel“

Charles Darwin 1809-1882

Es war ein ereignisreiches Jahr im Naturpark Südsteirisches Weinland.

Einerseits war dieses Jahr durch personelle und strukturelle Änderungen ein sehr

arbeitsreiches Jahr für die Naturpark-Mitarbeiter/innen. Andererseits standen

dem Naturpark auch neue Perspektiven und Chancen offen.

"Christkindl`s

Traum"

Ein Großteil der Arbeit im Naturpark-Management besteht aus

Administration, Regelung der Finanzen und Förderabrechnung.

Aber trotz der großen Herausforderung, einen laufenden

Betrieb neu zu organisieren, kamen inhaltliche Aspekte des

Naturparks nicht zu kurz. Der Dank hierfür gilt den zahlreichen

Partner/innen, regionalen und lokalen Akteur/innen und nicht

zuletzt den Gemeinde-Vertreter/innen, die ehrenamtlich in den

Entscheidungsgremien des Naturparks mitwirken. Die Ziele des

Naturparks (Naturschutz, Regionalentwicklung, Tourismus,

Bewusstseinsbildung) können nur durch die motivierte Teilnahme

aller Bürger/innen erreicht werden, und Projekte können

nur in und aus der Region wachsen.

An der Regionalentwicklung im Naturpark wurde heuer fleißig

weitergearbeitet. Bereits bestehende Projekte wie die Altenbachklamm,

die Musiktage St. Johann i. S., der Generationenpark

Heimschuh und viele andere wurden weiterentwickelt. Neue

zukunftsweisende Projekte wurden überlegt und ausgearbeitet.

So wird sich das Mythenreich nächstes Jahr vermehrt mit der

Sammlung und Bewahrung der Volkskultur beschäftigen.

Die Archäologie wird wiederbelebt und neue Produkte wie

Südsteirisches Lavendelöl, Bio-Speisetrauben und Naturpark-

Biowein werden entwickelt. Auch der Verein für Landschaftsund

Weidepflege im Naturpark hat heuer sein großes Projekt

zur Produktentwicklung abgeschlossen.

Produkte unseres Naturpark-Schafes „Krainer Steinschaf“

sind nicht nur gesund und schmackhaft. Mit ihrem Verzehr

leistet jeder einen Beitrag zum Erhalt unserer ausgezeichneten

Kulturlandschaft: Schafskäse, Naturpark-Würstel, Kaminwurzn

vom Krainer Steinschaf und vieles mehr. Bei diversen Veranstaltungen

wie dem Schaffest und der Präsentation „Von der

Weide in die Stadt“ wurden den Bürger/innen diese Produkte

nähergebracht. Im nächsten Jahr möchte der Naturpark vermehrt

diese ausgezeichneten Naturpark-Spezialitäten bewerben

und in regionale Kreisläufe einfließen lassen. Dazu

möchten wir die Kommunikation zwischen Produzent/innen,

Landwirt/innen und den Gasthäusern, Restaurants und Buschenschenken

verbessern.

Eine wichtige Aufgabe in diesem Jahr war die bessere Verschränkung

des Naturparks mit dem Tourismus Südsteiermark.

Gemeinsame Auftritte beim „Steiermark-Frühling“ in Wien,

beim „Aufsteirern“ in Graz, dem gemeinsamen Frühlingsfest im

Grottenhof und bei unterschiedlichsten Marketing-Aktivitäten

zeugen von den ungeahnten Möglichkeiten, die sich durch

Kooperation und Zusammenarbeit ergeben.

Heuer fand auch die erste Evaluierung unserer Naturpark-

Partner-Beherbergungsbetriebe statt. Es gibt bereits 27 geprüfte

Vermieter/innen, die den Naturpark und seine Philosophie

nicht nur in den Betrieb einfließen lassen, sondern auch

leben und Naturvermittlung vor ihrer eigenen Haustüre betreiben.

Im nächsten Jahr wollen wir die Ausbildung und

Schulung dieser Gruppe hinsichtlich der Natur und ihren

Möglichkeiten direkt im Betriebsumfeld weiter fortsetzen.

Die unmittelbaren Kulturlandschafts-Gestalter/innen sind die

Landwirt/innen und Produzent/innen. Der Naturpark versucht,

diesen regional wie auch überregional eine Möglichkeit

zu bieten, ihre Produkte und ihren Beitrag zum Erhalt der

Landschaft zu präsentieren. Dies geschah heuer regional beim

Frühlingszauber und bei der bereits erwähnten Veranstaltung

am Leibnitzer Hauptplatz. Gemeinsam mit den anderen Steirischen

Naturparken gab es zwei Präsentationen in der Herrengasse

„Grünzeug von der Wiese“ und „Hirschbirne trifft

Schafnase“. Auch für das nächste Jahr planen wir gemeinsame

Auftritte zur Bewusstseinsbildung.

Ganz besonders wichtige Multiplikator/innen im Naturpark

sind die Naturparkschulen. Heuer wurden die ersten sechs

Schulen zur „Österreichischen Naturparkschule“ zertifiziert.

Viele weitere Partnerschulen arbeiten an der Umsetzung der

gemeinsamen Projekte wie der Baukulturvermittlung und dem

Artenvielfaltstag. Für das nächste Jahr liegt der Schwerpunkt

beim Wasser, das in vielen Facetten beleuchtet und durch viele

Aktionstage erlebbar wird.

Ein herzlicher Dank an alle Akteur/innen und Partner/innen,

die unsere Arbeit im Naturpark-Management überhaupt erst

möglich machen. Wir freuen uns auf eine weitere Zusammenarbeit

im nächsten Jahr und sind bereit, uns den kommenden

Herausforderungen gemeinsam zu stellen.

Wandel ist unaufhaltsam. Er begleitet uns durchs Leben und

durch den Alltag. Unsere Aufgabe ist es, uns dem Wandel

anzupassen und für jeden Augenblick die besten Lösungen und

Strategien für unser Leben, unser Glück und unsere Gesundheit

zu finden. Nehmen wir gemeinsam die Herausforderung an und

gestalten aktiv die Gegenwart, um für die Überraschungen der

Zukunft gewappnet zu sein.

Frohe Weihnachten und alles Gute für das Jahr 2013

wünscht das Naturpark-Management!

03457-40 48

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8 9

Kleine Geschichte des

Adventmarkts

Advent – Zeit der Stille, Zeit der Besinnung, Zeit, sich auch Zeit miteinander zu nehmen und

sich aufs bevorstehende Weihnachtsfest vorzubereiten. Für viele von uns gehört da der Besuch

eines Advent- bzw. Christkindlmarktes dazu, das Flair von Lebkuchen, Christbaumschmuck

und heißem Glühwein. Mehr als 700 Jahre gibt es sie schon, diese Adventmärkte, die in

der Vorweihnachtszeit auf vielen Plätzen großer und kleinerer Städte Kindern ebenso

wie Erwachsenen die Zeit des Wartens versüßen.

Die ersten Weihnachtsmärkte im deutschen Sprachraum sind

bereits um 1300 nachweisbar. Sie hatten allerdings noch eine

andere Bedeutung als heute, denn sie dienten vor allem dazu,

sich vor dem kältesten Teil des Winters noch einmal mit

wichtigen Gütern wie warmer Kleidung oder Nahrungsmitteln

einzudecken. Früh wurde aber schon auf die Verpflegung vor

Ort besonderer Wert gelegt, insbesondere auf warme Getränke

und Speisen. In Wien wurde im Jahre 1294 erstmalig der

sogenannte „Dezembermarkt“ erwähnt. Bereits 1296 erteilte

Albrecht I. den Wiener Händlern und Gewerbetreibenden das

Privilegium zur Abhaltung eines „Dezembermarktes“, um die

Versorgung der Wiener Bevölkerung sicherzustellen.

Gewerbetreibenden abgehalten.

Seit Jahrhunderten sind auf

diesem Markt die Marktkaufleute

als Kleinstgewerbetreibende

tätig.

Auch in schlechten

Zeiten waren sie immer

bemüht, ein großes

Warensortiment herbeizuschaffen

und

den Besucher/innen

anzubieten.

Fischers Fritz fischt

frische Fische…

Man nehme einen Karpfen (Wels, Hecht,

Schleie, Zander, Amur), etwas Zitrone u.

a., bedanke sich beim Fisch und bereite

einen köstlichen Weihnachtsfestschmaus.

Geht ganz einfach, bekommt man am

“Gleinstättner Weihnachtsfischmarkt”,

doch die begehrten “Steirerfische”, die

unter kontrollierter Wasserqualität durch

die Fütterung heimischer Futtermittel

zu einer besonderen Fischqualität

heranwachsen, gleich in Form von

küchenfertigen Fischen in verschiedenen

Varianten. Anders als anno dazumal,

als große Kinderaugen über den

schwimmenden Fisch im Bottich

staunten.

Im 14. Jahrhundert kam in der Vorweihnachtszeit der Brauch

auf, Handwerkern wie Korbflechtern, Fassmachern und Spielzeugmachern

die Erlaubnis zu erteilen, auf den Marktplätzen

der Städte Verkaufsstände zu errichten, um dort ihre Erzeugnisse

und Produkte zu verkaufen. Auch an das leibliche Wohl

wurde gedacht, und so verkauften neben den Handwerkern

auch Zuckerbäcker ihre Leckereien. Ungefähr zur selben Zeit

verbreitete sich in den großen Städten entlang der Haupthandelsrouten

das Lebzelterhandwerk, weil hier die teuren

und seltenen Gewürze für die begehrten Pfeffer- und Lebkuchen

vorhanden waren. Traditionelle Weihnachtsmärkte

trugen deswegen in ihren Anfangszeiten oft den Namen „Lebzeltermarkt“.

Nach 1600 verbreitete sich, wieder entlang der großen

Handelsrouten, aus Italien kommend der Brauch der Weihnachtskrippen,

meist mit lebensgroßen Figuren. Im 16. Jahrhundert

wurde der heutige Wiener Christkindlmarkt unter

dem Namen „Thomasmarkt“ als Markt zur Weihnachts- und

Neujahrszeit abgehalten. Neben dem üblichen Warenangebot

der Händler (Textilien, Lebensmittel) wurden auch die in Mode

gekommenen Lebzelter- und Zuckerbäckerwaren angeboten.

Seit dem 17. Jahrhundert gibt es übrigens einen der berühmtesten

Weihnachtsmärkte der Welt: den „Nürnberger

Christkindlesmarkt“, wo von Anfang an die Figur des Christkinds

von einem Mädchen dargestellt wurde.

Im 18. Jahrhundert führte der heutige Christkindlmarkt in

Wien die Bezeichnung „Nikolo- und Weihnachtsmarkt“ bzw.

„Krippenmarkt“ und wurde wiederum nur von Händlern und

Das Weihnachtsfest,

wie es heute

gefeiert wird, kam

in Wien in der

Biedermeierzeit auf,

als in den Palais des

vornehmen Adels die

ersten Weihnachtsbäume

nach norddeutscher

Sitte aufgestellt

wurden. Erst zur

Zeit des Wiener Kongresses

um 1814 wurde die Sitte

eingeführt, einander zu beschenken.

Zu dieser Zeit befand

sich der Wiener Christkindlmarkt

am Hof und wurde wie ein allgemeiner

Markt abgehalten, zuzüglich einiger

weniger Verkaufstische und -stände,

an denen vorweihnachtliche Waren angeboten

wurden: Rauschgoldengel, versilberte Nüsse, Kugelschnüre,

Lametta, Kerzen, … Viele Namen und Bezeichnungen

hatten die Adventmärkte in unserer Vorzeit, und je

nach lokaler Tradition werden sie heute noch Weihnachtsmarkt,

Christkindlmarkt, Nikolausmarkt, Adventmarkt oder

Glühweinmarkt genannt.

Gemeinsam haben sie eines: Sie schenken uns ein wenig

Weihnachtsstimmung, wenn wir uns darauf einlassen und uns

Zeit nehmen, zu schauen, zu schmecken, zu plaudern und auch

das ein oder andere handwerkliche Erzeugnis zu erwerben und

damit die Arbeit fleißiger Hände wertzuschätzen.

Die seit dem 13. Jahrhundert abgehaltenen Christkindlmärkte

waren stets Nahversorgungsquelle und Kommunikationsstelle

für die Menschen. Das Näherrücken zueinander wurde stets

gefördert und dieses Näherrücken stimmt auch ein auf das

bevorstehende Weihnachtsfest.

Wir haben mit den Hobbyteichwirten Resi und Sepp

Muchitsch gesprochen und viel Wissenswertes über

die moderne Teichwirtschaft und Karpfen & Co dazugelernt.

Wussten Sie z. B., dass der steirische Karpfen

einen minimalen Fettgehalt von 5 – 7% hat und somit

ebenso fettarm ist wie die Forelle? Auf Qualität

wird bei “Muchitsch-Fisch” großen Wert gelegt: “Wir

produzieren nur das, was definierten Qualitätskriterien

entspricht und in der Region an Menge nachgefragt

wird”, diesem Leitsatz ist man treu geblieben, Ernährungs-

und Umweltbewusstsein und Nachhaltigkeit sind

schließlich hohe Werte. Sepp Muchitsch, dessen Liebe

zu heimischen Fischen schon in der Kindheit geweckt

wurde, erzählt uns über das Abfischen, die Hälterteiche,

über den gesunden Mischbesatz und die Belüftungsgeräte,

mit deren Hilfe es möglich ist, im Winter

bestimmte Flächen des Teiches eisfrei zu halten und

somit das Fischen auch bei Minusgraden am 22. Dezember

erlaubt.

Der “Gleinstättner Weihnachtsfischmarkt” findet

heuer am Sonntag, 23. Dezember, von 10:00 – 13:00

Uhr in Gleinstätten 8 (Hinterhof) statt. Vorbestellungen

sind telefonisch bei Resi Muchitsch oder per

E-Mail erbeten. (Es ist auch möglich, auf Vorbestellung

in den Wochen davor frische Fische zu kaufen.)

MUCHITSCH-FISCH

8443 Gleinstätten 8

0676 874 287 63 oder 03457 300 70

muchitsch@direkt.at


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11

Alte Spiele – neu erlebt!

„Taler, Taler, du musst wandern“

Gerade für die kalten und grauen Wintermonate ließen sich unsere Ahnen

einiges an Spielen für den Innenbereich einfallen. Eines der wohl bekanntesten ist

„Taler, Taler, du musst wandern“.

Mag. Helmut Kirchengast

Direktor der Bischöfl.

Gutsverwaltung

Advent – eine Zeit des Vertrauens

Seit Oktober begleiten uns in den Geschäften und Supermärkten die Accessoires

für Advent und Weihnachten. Dass es dabei um ein „gutes“ Geschäft geht, ist ein offenes

Geheimnis und soll hier auch nicht weiter thematisiert werden.

Und so geht’s: Je mehr Kinder ihr seid, umso

größer ist der Spaß. Es gibt zwei Möglichkeiten,

dieses Spiel zu spielen.

Setzt euch im Kreis auf den Boden.

Ein Kind begibt sich in die Mitte

des Kreises, während die anderen

unauffällig einen Taler

(Stein, Murmel usw.) hinter

dem Rücken weiterreichen. Der

Taler wandert so lange von einer

Hand in die nächste, wie der

Spruch zum Spiel aufgesagt wird.

Ist dieser beendet, muss das Kind in

der Mitte erraten, wer den Taler hat. Ist er

gefunden, wird gewechselt.

Eine zweite Variante sieht wie folgt aus. Die Kinder sitzen im

Kreis und halten ihre Hände zu einem Trichter geformt nach vor.

Ein Kind (der Geber), das den Taler hat, geht im Kreis herum und

lässt unauffällig den Taler in den Trichter eines der Mitspieler

fallen. Ein zweites Kind (der Sucher) marschiert

außerhalb des Kreises herum und muss

erraten, wo sich der Taler befindet.

Wieder dauert die Wanderung des

Talers genau so lange wie das

Sprüchlein aufgesagt wird. Ist

der Taler gefunden, wechselt

der Sucher in den Kreis und

wird zum Geber. Das Kind, bei

dem der Taler gefunden wurde,

wird zum Sucher, und der letzte

Geber nimmt seinen Platz im Kreis

ein.

Das Sprüchlein (man kann es auch singen) geht

wie folgt: „Taler, Taler, du musst wandern, von der einen Hand

zur andern. Das ist schön, das ist schön, Taler lass dich ja nicht

seh´n.“

Viel Spaß beim Spielen!

Die Dinge, die es zu kaufen gibt, machen jedoch deutlich, was

wir uns für die Vorweihnachtszeit – der Begriff „Advent“ ist

ja schon etwas aus der Mode gekommen – wünschen, wohin

unsere Sehnsucht ausgerichtet ist: Dass es gut duftet, dass es

gut schmeckt, dass es schön klingt, dass es heimelig ist, dass

alles glitzert, glimmert und möglichst hell erleuchtet ist. Alles

Dinge, die uns helfen sollen, unsere - aus den Fugen geratene

- Welt möglichst heil erscheinen zu lassen. Doch wer tiefer

blickt, merkt sehr schnell, dass der Schein nicht die Wirklichkeit

ist. Und er merkt auch, dass Weihnachten als Höhepunkt gar

nicht mehr stattfindet, da seit Ende November der Christbaum

hell erleuchtet schon im Garten steht und eigentlich eh schon

permanente (Vor-) Weihnachtsstimmung herrscht.

Wo ist das kleine Licht geblieben, das Zeichen und Verheißung

fürs große Licht ist? Wo das sehnsüchtige Warten, Hoffen und

Vertrauen, dass heuer tatsächlich wieder Weihnachten wird?

Eine Adventgeschichte: Vor langer Zeit in einem weit entfernten

Land lebte ein junges Mädchen. So um die 14 Jahre, gerade im

Begriff, eine junge Frau zu werden und mit ihrem Verlobten

voller Hoffnung ein gemeinsames neues Leben zu beginnen.

Eines Tages bekommt sie Besuch von einem Fremden, der ihr

nichts weiter als eine Nachricht zu überbringen hat und dann

wieder verschwindet. Kein langer Besuch, kein gastliches Essen,

nicht einmal ein Glas Wasser. Doch die Botschaft hat es in sich:

„Es gibt da jemand, der vertraut dir ganz und gar, dass du fähig

bist, Großes zu vollbringen, einem Kind, das die Welt verändern

wird, das Leben zu schenken. Wie du zu diesem Kind kommst,

lass unsere Sorge sein.“ Und das Mädchen – nach einem ersten

Schrecken - traut dieser Botschaft, weil sie dem Sender der

Botschaft vertraut. Tatsächlich stellt sie nach einiger Zeit fest,

dass sie ein Kind erwartet, wie wohl sie mit Sicherheit weiß,

dass sie mit keinem Mann geschlafen hat. Ihr Verlobter sieht

das allerdings anders und möchte sich still und heimlich aus

dem Staub machen. Nach einer nächtlichen traumhaften Begegnung

lernt auch er, der Botschaft zu trauen, nachdem er

begriffen hat, dass da jemand ihm etwas zutraut. Und wie das

Vertrauen, manchmal auch von Zweifeln überschattet, über

die kommenden Monate wächst, wächst auch das Kind im

Inneren des Mädchens. Das Vertrauen ist die Nahrung für

Eltern und Kind. Und dann wird das Kind geboren, in kalter

Nacht, an einem unwirtlichen Ort. Doch das Vertrauen ist so

stark, dass aus der Höhle ein Palast wird, den Könige besuchen,

und aus der Futterkrippe ein Himmelbett und aus dem Kind ein

Gottessohn.

Vertrauen ist Ursprung und Frucht jeglicher Beziehung, jeglicher

Liebe. Ohne uns ins Vertrauen einzuüben, werden wir

schwer erfassen können, welch großes Geschenk Gott uns im

Weihnachtsfest zuteil werden lässt: Er vertraut sich uns an als

verletzliches Kind, in der Hoffnung, unsere Liebe zu gewinnen

und mit uns in Beziehung treten zu können.


12

Betriebe mit Geschichte.

Sein Sohn Gerhard, der inzwischen

sowohl das Müller-

als auch das Sägerhandwerk

erlernt hatte,

erbaute im Jahre 1985 ein

neues modernes Bandsägewerk,

welches in den

folgenden 20 Jahren den

wirtschaftlichen Bestand

des Unternehmens sicherte.

Die Ölmühle wurde in dieser Zeitspanne zu einem immer

gewichtigeren Geschäftszweig. Vor allem die Nutzung des

Betriebsstandortes mitten im südsteirischen Weinland als

touristisches Ausflugsziel war Gerhard schon früh ein Anliegen.

So richtete er im Jahre 1990 einen kleinen Schauraum mit alten

Geräten und Werkzeugen zur Kernölherstellung ein und öffnete

die Türen der Ölpresse für jedermann, was damals in diesem

Gewerbe noch nicht so selbstverständlich war.

Die ständig steigenden Besucherzahlen brachten der Sammlung

bald den Titel „Kernölmuseum in Heimschuh“ ein.

13

Sagler, Müller und

das Öl der armen Leute

Bis Herr Karl Hartlieb, ein aus Oberkärnten stammender Müller,

im Jahre 1907 die Besitzurkunde für die Mühle in Heimschuh an der Sulm

in Händen hielt, war einiges an Anstrengung nötig.

Die 1898 von Herrn Alois Grassl erbaute Mühle musste selbiger

wenige Jahre später an den Bauern und Großgrundbesitzer

Josef Pugl abgeben. Er hatte sich bei der Aufbringung der

Geldmittel grob verkalkuliert. Da Herr Pugl aber kein Müller

war, versuchte er, die Mühle weiterzuverkaufen. Davon hörte

Karl Hartlieb, veräußerte seinen gesamten Grundbesitz in

Radkersburg und wurde Anfang 1907 stolzer Besitzer einer

Getreidemühle mit Sägewerk.

Das Kürbiskernöl galt damals als Öl der armen Leute, und so war

die Einrichtung einer kleinen Ölmühle nur als Nebengewerbe

während der für die Müllerei ruhigen Wintermonate gedacht,

sollte sich aber schlussendlich als besonders wichtig und

richtig erweisen. Der Betrieb florierte nicht zuletzt aufgrund

seiner Vielseitigkeit, so wurde zum Beispiel auch frisches

Brot gebacken und verkauft und es konnten die schwierigen

Kriegsjahre wirtschaftlich gut überstanden werden.

Der nahe Sulmfluss lieferte die Energie für den Betrieb

der Mühle, forderte aber auch viel von den Besitzern und

Mitarbeitern des Unternehmens ab. Laufende Hochwasser,

oft mehrmals im Jahr, kosteten viel Arbeit und richteten

teils erhebliche Schäden an. Selbst nach der Regulierung

der Sulm in den sechziger Jahren besserte sich dies kaum.

Erst die Aufweitung des Sulmbettes sowie die Errichtung

einer Hochwasser-Schutzmauer brachten die langersehnte

Sicherheit.

Karls Sohn Albin übernahm nach dem Tode seines Vaters im

Jahre 1948 den Betrieb, erlernte das Müllerhandwerk und

hatte fortwährend mit der angespannten wirtschaftlichen

Situation der Nachkriegsjahre zu kämpfen. Es folgte die Zeit

des großen „Mühlensterbens“, viele kleine Betriebe mussten

zusperren. Trotzdem investierte Albin in die Zukunft, er

modernisierte im Jahre 1957 die Ölmühle und stattete diese

mit einer „modernen“ Hydraulikpresse (der Zylinder war aus

einem alten Kanonenrohr gefertigt) und einer gusseisernen

Röstpfanne mit Rührwerk aus. Schlussendlich war Albin im

Jahre 1963 dazu gezwungen, nach Wegfall der Wasserkraft

im Zuge der Sulmregulierung, die Getreidemüllerei gänzlich

einzustellen. Es wurde eine neue Bandsäge angeschafft und

neben dem Landesproduktenhandel vor allem auf den Betriebszweig

Sägewerk und die Herstellung von Mischfutter

gesetzt.

Nachdem Thomas Hartlieb 1986 in den väterlichen Betrieb eintrat,

absolvierte er die Lehre zum Holz- und Sägetechniker und

durfte im Jänner 2000 die Firma übernehmen. Das über

Generationen erworbene Wissen über die Herstellung hochwertiger

Öle anzunehmen und den heutigen Gegebenheiten

anzupassen, ohne die Vorteile hinsichtlich der Qualität zu verlieren,

war die größte Herausforderung für ihn.

Die wirtschaftliche Entwicklung in der Sägerbranche führte

Ende 2006 zur Stilllegung des Sägewerkes. Auf Grund der

ständig steigenden Besucherzahlen erfolgte die Adaptierung

des Obergeschosses der ehemaligen Getreidemühle zu einem

120 m² großen Ausstellungsraum sowie die Neugestaltung des

Verkaufsraumes. Die Ausstellung „Kernöl – einst und heute“ zieht

pro Jahr mehrere Tausend Besucher an, welchen bei Führungen

und Verkostungen die Geschichte und Herstellungsverfahren,

vor allem aber der Geschmack dieses ursteirischen Öles vermittelt

werden. Aus dem Öl der armen Leute wurde das grüne

Gold der Steiermark, und mittlerweile werden nach dieser Verarbeitungsmethode

außer Kürbiskernöl noch sechzehn weitere

hochwertige und teilweise seltene Speisöle produziert.

Persönlicher Einsatz, Fleiß und Pflichtbewusstsein des jeweiligen

Inhabers sowie Mut zur Veränderung sichern seit über

100 Jahren und mittlerweile vier Generationen den Bestand des

Unternehmens.

www.hartlieb.at

Gekocht wird mediterran,

aber auch das Bodenständige

kommt nicht zu

kurz. Mittwochs gibt es

PASTA-Abende, einmal pro

Monat mit musikalischer

Umrahmung.

Das Restaurant ist bestens

für Feste und Feiern

geeignet und bietet Platz

für bis zu 80 Personen.

Veranstaltungs-Tipps

13. 12. 2012

Pasta-Abend & Live-Musik

mit Johannes Lafer

ab 19:00 Uhr

23. 12. 2012

Adventbrunch & Live-Musik

mit Johannes Lafer

ab 10:00 Uhr

Jeden Mittwoch

Pasta-Abend

ab 19:00 Uhr

Jeden 1. Donnerstag

im Monat

Degustations-Menü mit

renomierten Winzern aus

der Region - ab 19:00 Uhr

Dienstag bis Freitag

Mittags-Menü!

Ingrid Salzger und Team

freuen sich auf Ihren Besuch!

R E S T A U R A N T

8403 LEBRING, JÖSS 2a

TEL. 0664 / 530 29 53

www.VILLA-VERITAS.at


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Gestern noch waren Dinge und Tätigkeiten ganz selbstverständlich, die heute nur mehr

von wenigen gekannt und gekonnt und die morgen bereits vergessen sein werden.

Wir nehmen uns dieser einfachen Tätigkeiten, Werkzeuge und Arbeiten an und schreiben

hier kleine Geschichten über das, was gestern noch war.

Winterzeit.

Die gute Stube

Stauden hacken

(Das Zerkleinern der Äste)

(Das Zerkleinern der Äste)

Viel zu schnell zogen die warmen Monate des Jahres vorüber, und wenn es

langsam feucht, nebelig und kalt wurde, wirkten sich die Bescheidenheit, in der man

lebte, und die Armut ganz besonders aus. Frau Christine Assigal, geb. 1920,

erzählt uns, wie ihr Leben in der Kindheit aussah und wie stark gewisse Erinnerungen

ihr Leben beeinflussten.

Während in der heutigen Zeit das Brennholz mit modernstem

technischem Aufwand aus dem Wald geholt und zu Hackschnitzel,

Pellets und Co. verarbeitet wird, wurde noch vor

wenigen Jahren das Holz für den Winter in mühevoller Arbeit

gerichtet. Nichts blieb im Wald zurück, wurden doch gerade

Zweige und Äste für das Ein- und Anheizen gebraucht. Das

Verarbeiten der Äste (die Stauden) war eine zeitaufwändige

und anstrengende Arbeit. Mit dem Anhänger wurden diese nach

Hause gebracht und zum „Staudenhaufen“ aufgeschichtet.

Dann ging es ans „Ausschnoarten“. Ast für Ast und Zweig für

Zweig wurden vom kleinen Geäst befreit, sodass nur noch die

„Briegl“ (der Aststock) übrig blieben. Das abgeholzte Blattund

Nadelwerk wurde entweder auch zerhackt oder beim

Osterfeuer im nächsten Frühjahr verbrannt.

Dann ging es ans Stauden hacken. Meist war dafür ein Holzstamm

auf zwei Schragen fixiert, sodass mehrere Leute nebeneinander

die Stauden zerkleinern konnten. Verwendet

wurde dafür entweder der „Hockbartl“ (Hackscheid) oder ein

„Handhackl“ (Handhacke). Tagelang wurde ein Ast nach dem

anderen zerkleinert, und wer diese Arbeit einmal machte,

weiß wie anstrengend das Hacken für die Unterarme war. Mit

Kraxen oder mit der „Radltruchn“ (Schiebetruhe) wurden die

Stauden dann in die Holzhütte gebracht, in der es meist einen

abgegrenzten Bereich gab, wo man diese aufschüttete. Dort

konnten sie nachtrocknen und wurden bei Bedarf geholt. War

der Staudenhaufen zu groß, so wurde der Rest auf Pfosten

oder Brettern aufgeschüttet, damit sie Luft bekamen, und über

den Winter zugedeckt.

Die Stauden brauchte man zum Einheizen des Herdes ebenso

wie für das Anfeuern des Öferls (kleiner Ofen, mit dem meist

ein Stüberl beheizt wurde) oder für den Backofen. Doch nicht

nur die Stauden fanden dafür Verwendung. Oftmals war es so,

dass man im Herbst, wenn Fichten und Tannen ihre Zapfen

abwarfen, zum „Hodla klauben“ ging. Dabei wurden die Zapfen

ebenfalls gesammelt und in Säcken oder Körben für das

Anheizen nach Hause gebracht. Auch das „Keaholz“ (Kienholz)

war für diese Zwecke sehr begehrt. Entdeckte man bei der

Holzschlägerung einen besonders harzhaltigen Erzstamm, so

wurde dieser gespalten und von den Scheitern kleine Späne –

die Kienspäne – abgehackt. Anno dazumal dienten diese Späne

auch als Lichtquelle.

Die gehackten Stauden wurden aber nicht nur im Winter gebraucht,

sondern dienten auch in der warmen Jahreszeit als

Heizmaterial. Dank ihnen erhielt man schnell ein Feuer, konnte

das Essen zubereiten und danach war es auch rasch wieder

aus. Wie bei so vielen Dingen nutzte man die vorhandenen

Ressourcen der Natur in vollem Umfang. Nichts wurde verschwendet,

alles wurde gebraucht. Die Wälder blieben sauber

und die Stauden sorgten dafür, dass man mit dem wertvollen

Scheiterholz sparsamer umgehen konnte.


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Die gute Stube.

Erzählt von Christine Assigal

„Von klein auf lebe ich hier in Gamlitz. Bis zu meiner

Heirat war ich am elterlichen Hof und dann zog ich zu meinem

Mann hier nach Sernau. Wir waren zuhause sieben Kinder,

und da unsere Wirtschaft gerade einmal 10 Joch umfasste,

kann man sich vorstellen, wie schwer es für uns war, über

die Runden zu kommen. Die Arbeit am Hof bestimmte unser

Leben. Bereits mit sieben oder acht Jahren mussten wir die

Kühe hüten und Tätigkeiten wie das „Woaz hauen“ gehörten zu

unseren Aufgaben. Einnahmen gab es nur dann, wenn wir ein

paar Schweine oder ein Stück Rindervieh verkauften, was aber

nicht allzu oft der Fall war.

Außerhalb unseres Arbeitsalltages gab es noch die Schule und

die Kirche. Ich ging in die Klosterschule nach Gamlitz, und die

Schwestern waren sehr nett zu mir. Auf Grund unserer Armut

hatten wir immer nur das Nötigste zum Anziehen. Neue Sachen

gab es sowieso nicht und gerade wir Kleinen mussten die Sachen

der größeren Geschwister auftragen. In einem Winter bekam

ich aus Mitleid vom Kloster sogar einen Mantel geschenkt,

damit ich zur Schule gehen konnte. Regelmäßig in die Kirche

mussten wir ab dem Schulbeginn gehen. Die Kleineren nur in

der warmen Jahreszeit, die Größeren auch im Winter.

Der Dezember war für uns schon auch ein besonderer Monat,

obwohl wir wussten, dass wir nicht mit viel rechnen durften.

Zu Nikolaus fürchteten wir uns natürlich vor dem Krampus

und Vater rasselte auch mit den Ketten um das Haus, damit

wir allesamt wieder eine zeitlang brav waren. Aber Geschenke

hat es keine gegeben. Zu Weihnachten hatten wir zwar

immer einen Christbaum, den wir aus unserem eigenen

Wald holten, aber darunter lagen keine Geschenke. Trotzdem

war es schön, wenn die Kerzen am Baum brannten, und die

Kekse schmeckten vom Christbaum immer besser als aus der

Schüssel. Ich erinnere mich noch gut daran, dass meinem Vater

oftmals die Tränen in den Augen standen. Wie gerne hätten

uns die Eltern etwas geschenkt, doch da sie selber nichts

hatten, war das einfach nicht möglich. Aber zumindest gab es

an den Weihnachtsfeiertagen immer etwas Besseres zu essen.

Im Winter wurde ja geschlachtet, weil sich das Fleisch in der

Kälte hielt. Tiefkühltruhen oder Kühlschränke kannten wir

nicht. Zu Ostern wurde das Fleisch geselcht und in Kübeln mit

Verhackert eingelegt, aber frisches Fleisch gab es unterm Jahr

nur eher selten.

Alles spielte sich damals in der Stube ab. Unsere Küche machte

gut die Hälfte des Hauses aus und war auch der Raum, in dem

es immer schön warm war. Hier aßen, schliefen und arbeiteten

wir. Drei Holzbetten standen in der Stube und jeweils zwei

Kinder mussten zusammen darin schlafen. Mein Bruder, er war

schon älter, verbrachte seine Nächte auf dem Heuboden und im

Winter im Kuhstall. Zwar hatten wir auch Zeit zum Spielen, aber

das Abreiben der Maiskolben, das „Ausheppeln“ der Bohnen und

das Getreidemahlen gehörten ebenso zu unseren Aufgaben wie

das Abkochen der Erdäpfel für die Schweine. Alles passierte in

den Wintermonaten natürlich in der Küche. Der Rest unseres

Hauses bestand aus der „Labn“ (dem Vorhaus), einem Stüberl,

in dem die Eltern schliefen, und einem kleinen unbeheizten

Raum, in dem einige Kästen für die Wäsche standen und wo

auch das Brot gelagert wurde. Unsere Notdurft wurde draußen

verrichtet. Neben dem Saustall befand sich ein Plumpsklo – das

Häusl – für die großen Angelegenheiten und ein Holzschaffl im

Haus war für das kleine Geschäft gerichtet.

Auch das Wasser zum Kochen und Waschen musste herangeschafft

werden. Da unser Brunnen kein gutes Wasser hatte,

mussten wir dies vom Nachbarhof mit Schaffeln oder Eimern

nach Hause tragen. Aber der Winter hatte auch seine schönen

Seiten. Das Schlittenfahren und das Eisrutschen auf einem

steil abfallenden Weg machte uns ebenso große Freude wie

das Kartenspielen am Abend.

Später, als meine Geschwister größer wurden, gingen sie zu

den Bauern als Tagwerker und konnten sich so auch langsam

selber versorgen. Ich blieb nach dem Ende meiner Schulzeit

zuhause und lernte damals auch meinen späteren Mann kennen.

Seine Schwester heiratete auf einen Nachbarhof, und immer,

wenn er sie besuchen ging, kam er bei uns vorbei. Ich war

16 Jahre alt als er das erste Mal zu mir fensterln kam. Man stelle

sich das vor, ich mit meinen Geschwistern in der Küche, und da

klopft es am Fenster. Zum Glück war es etwas abseits unserer

Schlafstätten und so konnten wir uns ganz leise miteinander

unterhalten. Natürlich bekamen meine Geschwister das mit,

aber das war damals halt so.

Erst im Alter von 27 Jahren habe ich dann geheiratet. Mein

Mann, ein geborener 1909er, war damals 38 Jahre alt.

Gemeinsam begannen wir dann zu wirtschaften, und weil mein

Gatte einer der ersten Silberberg-Absolventen war, begann er

mit einer kleinen Rebschule, die uns dabei half, ein halbwegses

Einkommen zu erwirtschaften. Wir zogen vier Kinder groß und

gerade die Weihnachtszeit war etwas, wo wir immer bemüht

waren, unseren Kindern eine Freude zu bereiten. Alles wurde

geheim gehalten, solange sie noch an das Christkind glaubten,

der Baum geschmückt und kleine Geschenke für alle darunter

gelegt. Oft dachte ich dann an meine Eltern zurück, war dankbar

für alles, was ich dort bekommen habe, und glücklich darüber,

dass es uns jetzt so gut geht. Aus Vaters Tränen darüber, weil

er uns nichts geben konnte, wurden bei unseren Kindern Tränen

der Freude und dies machte meinen Mann und mich stolz und

glücklich.


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Schneaflockerl

Schneaflockerl über Schneaflockerl deckt olles zua,

und bringt dem Land und den Menschen die langersehnte Ruah.

Unsere - Sprache Seele“

Seele“

„Unsere

„Unsere

Schneaflockerl über Schneaflockerl – san koani zwoa gleich,

sie streichln an jedn, ob oarm oda reich.

Schneaflockerl über Schneaflockerl reinigt die Wölt,

schofft Wärme im Herzen, des is des, wos zöhlt.

Steirisch gredt von A - Z

Wir geben Ihnen wieder, was uns unsere Leser zugesandt haben. Dabei kommt es oft zu

unterschiedlichen Interpretationen in verschiedenen Ortschaften. Diese Seite erhebt

keinen Anspruch auf die volkskulturelle Korrektheit, sondern ist das Ergebnis des umgangssprachlichen

Dialektgebrauches, so wie Sie ihn uns zur Verfügung gestellt haben.

Schneaflockerl über Schneaflockerl bringt da Erdn den Schlof,

und mir meinen Frieden, bei ollm, wos i schoff.

Schneaflockerl über Schneaflockerl sogt hiazta is Zeit,

vergessts olli Soagn und mochts eich a Freid.

Schneaflockerl über Schneaflockerl is wia a Weich,

bringt Segen auf Erden und mocht olles gleich.

Schneaflockerl über Schneaflockerl – schauts oafoch nur zua,

molt Blumen aufs Fenster und schenkt uns a Ruah.

Radltruchn Scheibtruhe

Den Mist kannst mit der Radltruchn auf den Misthaufen bringen.

betagln betrügen

Host du mi hiaz mit dem Wechselgöld betaglt?

Böllhaut Hornhaut

Va lauta Oarbatn hob i a richtige Böllhaut kriagt.

dearn trocknen

Die Zwetschken miass ma dearn, dann homa im Winta a noch wos davon.

Labn Vorhaus

Die Labn gkert a noch aufgwischt.

Fexung Ernte Bei dem schean Summa kaun die Fexung nur guat ausgfolln sein.

gfuggerzen verhalten weinen Umsa Dirndl gfuggerzt schon die längste Zeit wegn dem Franzl umanonda.

graupat aufbrausend Da Lehra hot gsogt, dass du in da Schul so graupat bist.

Gugamogn Parasol Auf da Bergwiesen stehn die scheanstn Gugamogn umanond.

hal rutschig Da Winta kummt und do wirds draußen wieder hal.

hoakli heikel So hoakli wia du bist, woaß i schoa neamma wos i kochn sull.

Hoschpl weibliches Schimpfwort Wos dei Nochbarin fia a bleda Hoschpl is glabt mir koana.

Pleampl männliches Schimpfwort Umd ihr Lotta is da gleichi Pleampl.

Kaundl Kanne Die Mülchkaundl gkert a noch gwoschn.

Koutzn Decke Wenn dir kolt is, dann hul a Koutzn.

maroud kränklich Ba dem Wetter is koa Wunda, dass i maroud bin.

neatn aufdrängen Her amol auf, mia die Suppn zan eini neatn.

notzn einnicken Da Pforra predigt so langsom, dass i zan Notzn kumm.

ohfuatan vergiften Wüllst du mi mit dem schimmligen Brot lacht ohfuatan?

Dipplbodn Decke aus Holzpfosten Aufn Dipplboden san schoa wieder die Meis.

Schneaflockerl über Schneaflockerl, wos fia a Freid,

sei flüstern mia zua – hiaz is Weihnochtszeit.

S. Taler

Bauernrätsel:

Da Pforra vadaumts, da Baua tuat plärrn, wissn derfs koana und trotzdem tua i`s gern.

Des Töchtal mogs a, fi a die Bäurin is a Gfrett, und du muasst hiaz wissen, va wos is die red.

(Fensterln)

Dialektsammlung im Naturpark Südsteirisches Weinland. Helfen Sie uns bei der Bewahrung unserer ureigenen

Sprache und stellen Sie uns Ihre Dialektausdrücke, Hausnamen und Phrasen zur Verfügung. Einsendungen bitte an:

…der steirer land…Verlag Altenberg Oswald KG, 8452 Großklein 32/4 oder per Mail an info@pro-s.at


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Zukunftsperspektiven.

Ist das Glas

halbvoll oder

halbleer?

Wir meinen, es ist halbvoll und haben

einigen Menschen in unserer Region

folgende Frage gestellt:

Wo siehst du die positiven Potentiale

in der Region für die Zukunft?

Oberhaag

St. Andrä/Höch

Pistorf

Gleinstätten

St. Johann i.S.

Arnfels

Dr. Manfred Walch, Bezirkshauptmann

St. Nikolai/Sausal

Großklein

Kitzeck

Heimschuh

Eichberg-

Trautenburg

Schlossberg

Leutschach

Kaindorf

Leibnitz

Gamlitz

Glanz

Retznei

Sulztal

Ratsch

Maria Höggerl, Dipl. Ing. der Bodenkultur, Natur- und Landschaftsführerin

Vogau

Straß

Seggauberg

vogau

Ober-

Ehrenhausen

Berghausen

Spielfeld

Die weitere Entwicklung unserer Region ist meiner Meinung nach sehr stark mit der Beantwortung

der Frage: “Ist weniger mehr?“ verbunden. Nicht die Menge im Glas unterliegt der Beurteilung,

die Qualität des Inhaltes ist das Entscheidende. Der eingeschlagene Weg hat sich als richtig

herausgestellt. Jetzt gilt es alle Kräfte auf diesem Weg zu bündeln. „Der Weg ist das Ziel“ – darauf

muss das vorhandene Potential konzentriert werden. Eine schwierige Aufgabe, weil es ein Weg

ohne wirklichen Zielpunkt ist. Die Südsteiermark mit ihren engagierten Menschen hat mit der

Bereitschaft, nicht immer den leichteren Weg zu wählen, letztendlich gezeigt, was möglich ist.

Potential haben offene, innovative, verantwortungsvolle Menschen, die hier leben, sich einbringen

und vernetzen, ob hier Aufgewachsene oder so manche Zugezogene - weil es attraktiv ist, hier zu

sein. Potential hat der Charme des milden Klimas, der Vielfalt der Natur - dort, wo noch erhalten,

der Aussichtspunkte und anderer besonderer Orte, z. B. das Flussbad an der Sulm. Meine Vorstellung

von Zukunft ist nicht, dass alles gleich weiter geht wie bisher, mit beliebigen Steigerungen, wie viel

an Ressourcen wir verbrauchen, es ist doch ein seidener Faden, an dem unser Wohlstand hängt.

Potential hat, was darauf aufbaut, auch mit weniger gut auszukommen.

Mag. Helmut Kirchengast, Direktor der Bischöflichen Gutsverwaltung

Das Glas ist definitiv MEHR als halbvoll. Wir haben eine gute wirtschaftliche Gesamtsituation und

eine positive demografische Entwicklung. Im Raum Leibnitz-Graz werden in 20 Jahren weit mehr

als 50% der gesamten steirischen Bevölkerung leben. Unsere gut gebildeten innovativen jungen

Leute finden also eine Infrastruktur vor, die es ihnen ermöglicht, vor Ort Wurzeln zu schlagen.

Dadurch bekommt die Region neue Impulse, die sie weiter stärken und lebenswert macht. Die

landschaftliche Vielfalt und Attraktivität ist vor allem für eine touristisch-positive Zukunft wichtig.

Hier müssen wir allerdings noch lernen, stärker über den Tellerrand des eigenen Betriebes und

Tourismusverbandes hinauszublicken.

Dir. Mag. Josef Muchitsch, Raiffeisenbank Gleinstätten

Aus meiner Sicht ist das Glas eindeutig mindestens halbvoll, denn wir können bestätigen, dass

die regionale Wirtschaft sowohl gut als auch in einem hohen Maße gesund funktioniert.

Konsument/innen schätzen das regionale Angebot und nehmen Dienstleistungen vermehrt regional

in Anspruch. Was mir auch am Herzen liegt und wie die personalen Erfahrungen in unserem

Haus zeigen, finden wir auch sehr, sehr tüchtige und verlässliche Jugendliche am Arbeitsmarkt,

die uns zeigen, dass sie ‚wollen und können‘. So haben wir z. B. in den letzten Jahren 7 Maturant/

innen in unser Dienstverhältnis aufgenommen. Ich sehe hier auch Herausforderung und Hoffnung,

dass wir wieder die Chance haben, für junge Leute Arbeitsplätze zu schaffen.

Andrea Feiertag-Giger, Weingut Schatz

Ich finde, wir leben in einer wunderbaren Gegend, wo alle 4 Jahreszeiten so richtig zum Ausdruck

kommen, im Einklang mit der Natur. Man lebt hier leichter, kann viel entspannter arbeiten und

wenn ich das so empfinde, spüren das auch die Gäste. Sie fühlen sich wohl hier und wir geben uns

Mühe. Wichtig ist, selber positiv motiviert zu sein und das zu vermitteln. Man darf nie davon ausgehen,

dass alles von selber kommt und man nichts mehr dazu tun muss. Man ist ständig gefordert,

immer ein bissl was Neues zu machen und kreativ zu sein, nur nicht auf seinen Lorbeeren ausruhen

oder unflexibel werden. Wir profitieren davon, dass wir am Boden geblieben sind, und ich mach’

mir für die Zukunft keine Sorgen.

Dir. Rudolf Schwarzl, Lagerhaus

Jeder Trend hat seinen Gegentrend ( z. B.: Maxi – Mini; Fastfood – slowfood; Globalisierung – Regionalisierung

usw.). Die Südsteiermark profitiert enorm von diesen Megatrends. Sie bietet die ideale

Gegentrendbewegung, die geografische und topografische Lage stellt eine Vielfalt an Gegentrendparametern

dar. Die Landschaft mit den klar erkennbaren Jahreszeiten und die Mentalität der Bevölkerung

bieten die beste Möglichkeit der persönlichen Balance zwischen Arbeit und Freizeit. Es ist die Mannigfaltigkeit

der Genussbetriebe, Wein- und Obstbau, Buschenschank, private Zimmervermieter, Hotelerie

und Gastronomie, Angebote der Tourismusverbände, Gemeinden und Vereine, Wander- und Radwege …

Es sind die Menschen aus der Region, die sich mit dem, was sie tun, identifizieren und authentische

Beziehungen zu den Gästen und Menschen unserer Region herstellen.

Eva Lappi, Holzbau

Wir leben in unserer Region eigentlich im Paradies. Ich finde, man sollte den Menschen zu allem

mehr Mut machen und nicht Dinge dramatisieren, die durch positive Einstellungen leichter zu

bewältigen sind. Für die Zukunft sehe ich die positiven Potentiale in unserer Region vor allem in

energieeffizienten Umweltprojekten, Schulen, Wirtschaft und Tourismus.

Georg Zöhrer, Altbürgermeister

. . . es sind jene Menschen unserer Region, die nicht in das angstmachende Krisengeheul einstimmen;

die viel mehr mit ihrer Art ein Lebensmaß aufzeigen, das Vernunft lebt, die Grenzen kennt

und akzeptiert. Es sind jene jungen und älteren Menschen, die die große Chance auf Fortschritt

und Weiterentwicklung gerade in Krisenmomenten erkennen und nützen. Es sind jene, die Solidarität

verstehen – sie sind für mich ZUKUNFT!

Nina Riess, Landestrainerin der Steiermark für Bogensport

In der Mischung aus kreativem Geist, der großen Anzahl an Querdenker/innen, der Liebe vieler

Südsteirer/innen zum eigenen Land und der puren Notwendigkeit, den eigenen Lebensraum und das

Miteinander positiv zu gestalten, wenn man hier gut leben will. Dieses Miteinander, das vor allem

durch die kleinen Strukturen unerlässlich ist (und das eine große Chance für einen wertschätzenden

Umgang mit Mensch und Tier ist), wird auch durch Vereine (sportliche, kreative, traditionelle,

spirituelle, u.v.m.) gefördert, denn auch dort wachsen die Talente und Vielseitigkeit derer, die hier

leben. Ich wünsche mir ein Wachsen des freien Denkens und des achtsamen Miteinanders.

Die Basis dazu haben wir!


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Es klappert die Mühle …

vom Müller und den Kleinkraftwerken

Heute gilt Kleinwasserkraft als großer Energieschatz unserer

Zukunft. Die rund 460 derzeit bestehenden Kleinkraftwerke in

der Steiermark versorgen derzeit ca. 411 000 Haushalte mit

Ökostrom und vermeiden so jährlich ca. 1 Mio. Tonnen CO2

im Vergleich zur Stromproduktion mit fossilen Energieträgern.

Die Energiegewinnung durch Wasserkraft hat in der „Grünen

Mark“ auch schon eine lange Tradition und viele Pioniere der

frühen Energieerzeugung haben ihre Wurzeln in der Steiermark,

wie etwa Viktor Kaplan, dessen Forschungsinteresse vor allem

den Wasserturbinen und der energetischen Nutzung von Wasserkraft

galt. Seine „Kaplan-Turbine“ ist heute weltweit im

Einsatz. Wer sich für technische Daten interessiert, erfährt auch

von Gerhard Kremsner die Details zu seinem E-Werk: Kaplan-

Rohrturbine 188 KW, Q = 5,5 m3/s, H = 4 m, Synchrongenerator

250 kVA, Regelarbeitsvermögen 900 000 kWh. Hinter diesen

Zahlen steht die Nutzung der Wasserressourcen im Einklang

mit der Natur, und bei einem Ausflug zur Ölmühle Kremsner

kann man sich dann ein Bild zu diesen technischen Fakten

machen.

Sie klappern also noch, die Mühlen, wenngleich auch ein wenig

anders als im Märchen vom Müllersbursch, der sich sicher über

die “Energiestrategie 2025” der steirischen Landesregierung

freuen würde. Bis 2025 will nämlich die Steiermark die Hälfte

ihres Energiebedarfs aus heimischen erneuerbaren Quellen

decken. Angestrebt werden die Revitalisierung stillgelegter

Anlagen, die Modernisierung und Leistungsoptimierung bestehender

Kleinwasserkraftwerke sowie der Bau neuer Anlagen im

Rahmen ökologischer Vertretbarkeit.

Der Müllerbursch von einst müsste in Österreich heute übrigens

die 3-jährige Lehre des Berufes “Verfahrenstechniker/in für die

Getreidewirtschaft” in einem geeigneten Lehrbetrieb besuchen

oder die HTL für Lebensmitteltechnologie – Getreidewirtschaft

in Wels, OÖ (5 Jahre mit Matura) und neben körperlicher

Belastungsfähigkeit und Freude am Umgang mit Naturprodukten

u. a. auch technisches Verständnis, handwerkliches Geschick

und Interesse an Biologie, Chemie und Physik mitbringen.

Schön wäre es natürlich, könnte er auch singen …

Denken Sie einmal an den Müller.

Was fällt Ihnen ein? Eine staubige Gestalt mit Zipfelmütze und schwerem Sack auf der Schulter?

Der arme Müllerbursch und sein Kätzchen? Eine klappernde Mühle am rauschenden Bach?

Oft wurden Märchen rund um das Thema Mühle erzählt, und einst hatte es der Müller auch nicht

leicht, galt das Müllergewerbe noch im Mittelalter sogar als anrüchig, wurde hin und wieder doch mit

zweierlei Maß gemessen wie es da etwa hieß: „Wenn sie unvermercket zweyerley Gemäß führen,

ein grosses zum Einnehmen und ein kleines zum Ausgeben“ …

Wahrscheinlich fallen Ihnen auch noch ein: Mehl, Gewürze,

Pflanzenöl, Futtermittel, … Kaum jemandem würde wohl

„Verfahrenstechniker/in für die Getreidewirtschaft“ einfallen.

Dies ist nämlich die aktuelle Berufsbezeichnung des Müllers,

der einerseits dem Handwerksberuf seinen Namen gab und

andererseits als Besitzer bzw. Betreiber einer Mühle galt.

Schön sind sie, die Mühlen, die noch da und dort bei einer

Wanderung zu bestaunen sind. Schön, romantisch, wenn auch

rar geworden. „Es klappert die Mühle am rauschenden Bach“:

Das Mühlrad, das die Energie des Wassers nutzt, um Wassermühlen,

Generatoren von kleinen Wasserkraftwerken oder

Wasserschöpfwerke anzutreiben, wurde von griechischen Ingenieuren

schon im 4./3. Jhd. v. Chr. zunächst zur Bewässerung in

der Landwirtschaft erfunden, als Schöpfrad zum Heben von

Wasser. Seit dem 12. Jhd. waren Wassermühlen in Mitteleuropa

verbreitet. Die Wasserkraft wurde zur Bearbeitung und Zerkleinerung

verschiedenartiger Materialien benutzt wie unter

anderem in Papiermühlen, Walkmühlen, Lohmühlen (in der

Gerberei), Hammermühlen, Schneidmühlen und Ölmühlen.

Ein eindrucksvolles Gebäudeensemble aus dem 17. Jhd.,

bestehend aus der Getreidemühle mit Wasserkraftanlage,

Presshaus, Nebengebäuden und Wohnhaus, ist die Ölmühle

Kremsner in Mantrach/Großklein, die seit 1956 im Familienbesitz

Kremsner ist. 1984 wurde dort ein modernes Kleinwasserkraftwerk

errichtet und Gerhard Kremsner, der das

Ökostromwasserkraftwerk auf den neuesten Stand der Technik

gebracht hat, erzählt uns, dass es mehr Strom erzeuge als dort

gebraucht werde und die so gewonnene Energie in das öffentliche

Netz gespeist werde. Wir erfahren, dass Wasserräder früher

Getreidemühlen und erst im 20. Jhd. auch Stromgeneratoren

zur Stromproduktion angetrieben haben. Die ersten Stromversorgungen

habe es deshalb (auch in Mantrach) von den Wasserrädern

der örtlichen Getreidemühlen gegeben.

Das Spar-Team wünscht frohe Festtage und bedankt sich bei allen Kunden für ihre Treue!

8443 Gleinstätten - Pistorf 192 - T: 03457 40 44


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Weihnachts-Samstage

durchgehend von

08:30 - 17:00 geöffnet!

8. Dez. 10:00 - 17:00 Uhr

Pater Karl

Haus der Stille –

Ort der Begegnung

Ein stiller Ort im steirischen Rosental, genauer gesagt in Heiligenkreuz am Waasen -

dass diese Gegend Rosental heißt, muss einer der vielen bedeutsamen Zufälle sein, die

diese Welt zu dem zauberhaften Ort machen, der sie ist.

Geh in die Stille,

und du wirst dich dort finden.

Geh zu dir,

und du wirst Gott dort finden.

Geh zu Gott,

und du wirst dich mitten in der Welt

wiederfinden.

Auf Ihren Besuch

freuen sich

Roman & Gerti

Silberschneider

samt Team!

Ein Haus der Stille, ein Haus der Begegnung. Eine Insel des

Friedens und der Toleranz, wie sie in heutiger Zeit nur selten

in solcher Konsequenz gelebt werden. Eine franziskanische

Gemeinschaft, getragen von Menschen in unterschiedlichsten

Lebenssituationen, die eine Oase der Freiheit geschaffen haben,

inmitten unserer getriebenen Welt. Hier werden der Glaube

aller Menschen, egal welcher Religionszugehörigkeit, und ein

freundliches Miteinander zum Mittelpunkt des Lebens. Sie

selbst nennen es schlicht und einfach „das Haus“.

Wer hier herkommt, ist meist auf der Suche, und wer suchet,

der findet. Vor allem sich selbst!

Fahnen unterschiedlichster Nationen begrüßen den Gast, sofern

er von Graz kommend über Hausmannstätten ins Rosental

fährt. Die Herkunft der Menschen, die hier leben, ist so

vielfältig wie die Farben dieser Welt und jede/r einzelne trägt

zur Verwirklichung der Vision dieses Hauses bei: ein Leben in

Fülle in einer gerechteren und heileren Welt.

Nähern Sie sich dem Haus vom Parkplatz kommend, wird Ihnen

das Friedenszeichen auffallen, bedeutsamstes Symbol dieses

Ortes. Dem Frieden begegnen wir hier auf Schritt und Tritt,

dem Wort in verschiedensten Sprachen, seiner Bedeutung im

Leben der Menschen - die Sehnsucht nach Frieden trägt diese

Gemeinschaft und macht sie zu dem, was sie ist.

Die Kapelle ist achteckig, warm und gemütlich, anders als man

sich im Allgemeinen eine Kirche vorstellt. Zwei Ikonen, Maria

Panhagia und Christus Pantokrator und diverse Details, die man

sich am besten in einer stillen Stunde von Pater Karl oder einem

anderen Mitgliede der Hausgemeinschaft persönlich erklären

lassen sollte, symbolisieren die enge Verbundenheit mit allen

christlichen Konfessionen. Denn, so glauben die Bewohner/

innen dieses Hauses: Christ ist Christ und, was viel wichtiger

ist, Mensch ist Mensch.

Statt, wie es meist der Fall ist, hinaufzusteigen, steigen wir hier

hinunter zu Gott, begeben uns auf eine Ebene mit der Erde.

Teppichboden, Gebetsschemel, Stufen, Pölster, Stühle, Leselampen

und verschiedene Bibelausgaben laden zu einem

längeren Aufenthalt in der Stille der Kapelle ein.

Vor allem zu den Ostkirchen pflegt man enge Kontakte:

Rumänien, Bosnien, Serbien, Weißrussland. Wo Hilfe nötig

ist, versuchen die Bewohner/innen des „Hauses“, diese auch

zu geben. Soziales Engagement ist hier hoch angeschrieben.

Ein Gleichgewicht zwischen Stille und Gebet einerseits und

einem aktiven Leben in Hilfsbereitschaft und Nächstenliebe.

Die Bemühung einer Symbiose aus Spiritualität und Bodenständigkeit

macht dieses Haus zu einem Ort gelebter Nächstenliebe.

Im Garten ist der Sonnengesangsweg.

Franziskus von Assisi, der Heilige der Wiesen und Wälder,

Schutzpatron der Tiere, ein kleiner Rundweg, gewidmet seinem

schönsten Gebet. Enten, Schafe, eine Bernhardinermischlingshündin

genannt Nono, ihres Zeichens franziskanischer

Gemeinschaftshund, Herrchen Pater Karl, Gründer und Priester

des Hauses, scherzt gerne über seinen „Hundling“ mit dem

Zweitwohnsitz im Haus der Stille. Nonos Hauptwohnsitz

befindet sich nämlich in Emmaus. Im Laufe des mittlerweile

mehr als 30-jährigen Bestehens dieser Gemeinschaft wurde

ein Stück entfernt ein zweites Haus – das Haus Emmaus - als

Wohnsitz der Gemeinschaftsmitglieder adaptiert. Auch dort

gibt es eine kleine Kapelle, in der immer mittwochs gemeinsam

mit den Gästen Messe gefeiert wird.

Die Menschen kommen aus verschiedensten Gründen hierher

und viele von ihnen kommen wieder, als Kursteilnehmer, als

Gast, um ein paar Tage Ruhe zu finden oder für einen längeren

Zeitraum, um Auszeit zu nehmen und sich auf neue Wege zu

begeben.

Willkommen ist jede/r. Die Offenheit des Evangeliums wird hier,

so gut es in unserem Menschsein gelingen kann, umgesetzt und

gelebt. Wer mehr über diese so außergewöhnliche Gemeinschaft

wissen möchte, sollte sich sein eigenes Bild davon machen.

Nähere Informationen finden Sie hier: www.haus-der-stille.at/

Bekleidungsänderung

fachgerecht & kostenlos

TRACHTEN- u. MODEHAUS

FEUERWEHR-Bekleidung

Geschäftszeiten:

Mo bis Fr 08.30 - 12.00 und 14.30 - 18.00 Uhr

Weihnachtssamstage durchgehend

von 08.30 - 17.00 Uhr geöffnet!


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Reitvorführung der polnischen Ulanen - Foto C. Macher

Station: © Panthersie für Europa

Exerzierquadrille der „Fünfer Dragoner“ - Foto M. Zöhrer

GRENZ-FREI(e) Aktivitäten

Grenzüberschreitender Fonds für Regionale Initiativen im Rahmen

der Europäischen territorialen Zusammenarbeit (ETZ) 2007-2013

Nach dem erfolgreichen Start des Kleinprojektefonds Grenz-Frei möchte das EU-Regionalmanagement

Südweststeiermark erste regionale Umsetzungen präsentieren. Im Mittelpunkt

stehen dabei Menschen, die gemeinsam Ideen umsetzen. Das Ziel ist, durch den Aufbau

neuer lokaler grenzüberschreitender Beziehungen das Bewusstsein für ein gemeinsames

Europa zu stärken.

„Spielespektakel Leibnitz“ -

Sprachen & Europa, Spiele &

Spektakel, Jugend in Vielfalt

Am diesjährigen europäischen Tag der

Sprachen, dem 26. September, erbauten

über 450 Jugendliche eine symbolische

Brücke von Leibnitz nach Maribor. Alles,

was es dafür brauchte, war etwas

Cleverness, die Fähigkeit zum Reden

mit Händen und Füßen, viel Feingefühl,

Neugierde, manchmal Mut und ein

wenig Wissen, um sich trotz Sprachunterschiede

miteinander auszutauschen.

Dazu wurden die Jugendlichen vom

regionalen Jugend management Südweststeiermark,

der Stadtgemeinde

Leibnitz, dem WIKI-Youth Point Leibnitz

und der steirischen Jugendinitiative

„Panthersie für Europa“ im Zuge des

Spielespektakels Leibnitz eingeladen.

An diesem Tag verwandelte sich der

Marenzipark in Leibnitz für einige

Stunden in ein kleines Dorf namens

„Vielfalt“. Darin konnten sich Schüler/

innen aus Slowenien, im Speziellen

Schulklassen aus Apace und Ljutomer

und Schüler/innen der drei Grenzbezirke

Leibnitz, Deutschlandsberg und Radkersburg,

grenzenlos ausdrücken: Pantomimisch,

bei Brettspielen, in Bewegung

oder im Austausch ihrer Wünsche an

die Region an der Grenze. Zahlreiche

Informationsstände ermöglichten

es den jungen Menschen, sich über

Gemeinsamkeiten und Unterschiede in

Europa Gedanken zu machen.

Das Spielespektakel, mit verschiedenen

Stationen in der Leibnitzer Innenstadt,

machte den jungen Menschen unseren

Kontinent greifbarer und bestärkte die

Jugendlichen darin, trotz Sprachenvielfalt

Brücken zu bauen. Im Anschluss

an die Veranstaltung begrüßte der

WIKI-Youth Point im Jugendzentrum

Leibnitz am Tag der Offenen Tür die

Jugendlichen und alle Interessierten.

Das Jugendzentrum bot neben dem

offenen Betrieb mit einem Free-Running

Workshop sowie mit einer Karaoke-

Disco spezielle Highlights, die von den

Jugendlichen sehr gut angenommen

wurden. Weiters wurden in einer

jugendgerechten Stadtführung von

Jugendlichen für Jugendliche die Gäste

aus Slowenien durch Leibnitz geführt.

Gründungsfest

„Fünfer Dragoner“

Völkerverständigung einmal anders.

Das war der Schwerpunkt einer Reitveranstaltung

in einer Form, wie sie in

unseren Breiten kaum bekannt ist.

Am 16. September fand bei richtigem

„Kaiserwetter“ das Gründungsfest des

„kavalleristischen Reitvereines Fünfer

Dragoner“ in Jöß im Areal des Schlosses

Eybesfeld statt.

Am Vormittag begeisterte der Männerchor

des Partnervereins „Drustvo-

Lovrenc“ aus Cerknica (SLO) durch die

musikalische Gestaltung der Sonntagsmesse

in der Pfarrkirche Lang.

Anschließend wurde bei einem Festakt

nach historischem Protokoll der Verein

vorgestellt und Herr DI Christoph von

Habsburg-Lothringen nahm das Defilee

der vorbeireitenden Kavallerie ab. Die

zahlreichen Besucher konnten sich

nach einem ausgiebigen Mittagessen

und einem Frühschoppen des Musikvereins

Lang bei Reitvorführungen

österreichischer Dragoner, ungarischer

Husaren und polnischer Ulanen ein Bild

vom spektakulären kavalleristischen

Reiten machen. Durch die gänzlich

zweisprachig (Deutsch und Slowenisch)

moderierte Veranstaltung konnte auch

den zahlreichen slowenischen Gästen

viel Wissenswertes mit auf den Weg

gegeben werden.

Der Erfolg des Gründungsfestes Fünfer

Dragoner ist Beweis dafür, wie ernsthaft

und zeitgemäß betriebene Traditionspflege

einerseits historische Nationen,

übergreifende Gemeinsamkeiten und

Werte vermitteln kann und andererseits

auch das Publikum zu begeistern

vermag.

Erfreulicherweise wird es in diesem

Jahr einen weiteren Aufruf geben, über

den Kleinprojektefonds Grenz-Frei

Projekte zur Vernetzung mit unseren

Nachbarn einzureichen.

Mein Leben mit Holz.

Vom „Pfodmochn“

und „Blochziachn“

Eigentlich sind erst ein paar Jahrzehnte vergangen, seit die Technologie in das Leben

unserer Menschen Einzug hielt, und doch hat man das Gefühl, dass dies bereits

eine Ewigkeit her ist. Nostalgisch denkt man heute an jene Zeit zurück, als die

Handarbeit noch wirklich das war, was der Wortsinn ausdrückt, und doch gibt es noch

genug Menschen, die mit ihrer Hände Arbeit die Grundlagen für unser heutiges Leben

geschaffen haben. Rupert Schmid, geb. 1931, erinnert sich noch gut daran, wie

gerade die Wintermonate von Mensch und Tier alles abverlangten.

Nähere Informationen darüber erhalten Sie im EU-Regionalmanagement Südweststeiermark Tel. Nr.: +43 3452 845 10-25

oder auf der Homepage: http://www.raumplanung.steiermark.at/cms/ziel/1115050/DE/


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Vom „Pfodmochn“ und „Blochziachn“

Erzählt von Rupert Schmid

„Die Wuggaumühle war mein Heimathaus“, beginnt Herr

Schmid seine Geschichte. „Wir hatten damals eine Mühle, eine

Ölpresse und ein Sägewerk. Bereits als junger Bursche, ich ging

ja noch zur Schule, musste ich das harte Leben von damals

meistern. Meine Brüder wurden zum Kriegsdienst einberufen

und als auch mein Vater zum Volkssturm musste, war ich mit

meinen 12 bis 13 Jahren der einzige Mann zuhause. Wir hatten

vier Rösser, und um uns ein klägliches Einkommen zu sichern,

musste ich damals bereits zu den Bauern gehen, um die Felder

zu bearbeiten. Umgebaut wurde mit den Ochsen, aber das Eggen

passierte mit den Pferden. Ich erinnere mich noch gut daran,

wie ich beinahe Tag und Nacht mit unseren Pferden unterwegs

war und selbst der Lehrer meinte: „Brauchst net in die

Schul gehn, Bua, i woaß eh, wias ba eich zuageht.“

Als der Krieg dann endlich vorüber war und sich alles wieder

zu normalisieren begann, waren es gerade die Wintermonate,

in denen wir am härtesten arbeiten mussten. Damals war es

so, dass man beim Holzhandeln die Bäume kaufte, aber wir

selbst diese schlagen mussten. Nur die Wintermonate eigneten

sich dafür. Einerseits, weil das Holz dort nicht im Saft war,

andererseits hatten wir nur dort die Möglichkeit, die Stämme

nach Hause zu transportieren. Es gab kaum Wege und der

Schlitten war das beste Mittel für den Holztransport. In den

frühen Morgenstunden zogen mein Bruder, ein Arbeiter und ich

los. Die Winter waren damals viel strenger als heute und viele

Male mussten wir knietief durch den Schnee waten oder mit

den Rössern vorher einen „Pfod“ machen. Wenn es langsam

hell wurde, hatten wir oft schon einen mehrstündigen Marsch

hinter uns und dabei begann die Arbeit jetzt erst.

Zuerst mussten wir die Stämme der Bäume aus dem Schnee

ausgraben. Dann knieten wir uns auf mitgebrachte Säcke und

begannen mit der Zugsäge den Baum zu fällen. Ein Baum

nach dem anderen wurde von uns umgelegt, aber immer nur

so viele, wie wir dann später auch weiterverarbeiten konnten.

Danach kam das Abästen mit den Hacken und sofort wurde der

Stamm von der Rinde mit dem „Schepser“ befreit. Wir konnten

keinen Stamm liegen lassen, da sonst die Rinde am Stamm

festfror. Dazwischen gab es irgendwann einmal eine Jause

und später wurden die Stämme mit dem Ross aus dem Wald

rausgezogen. Die Kälte machte uns dabei oft schwer zu

schaffen, und nicht selten kam es vor, dass bei unseren Pferden

die Eiszapfen herunterhingen. Bis zum Sonnenuntergang

mussten die Blöcher aus dem Wald gezogen sein, bevor es in

der Dunkelheit wieder heimwärts ging. Manchmal mussten wir

uns gegenseitig stoßen, weil wir vor lauter Müdigkeit unterm

Gehen einschliefen.

Spät kamen wir zuhause an, und nachdem die Tiere versorgt

waren und wir noch gegessen hatten, fielen wir in unsere

Betten, nur um uns am nächsten Tag wieder auf den Weg in

den Holzschlag zu machen.

Dann kam die Zeit des Transportes. Stamm für Stamm wurde

händisch auf unseren Schlitten verladen und nach Hause

transportiert. Dies musste ebenfalls noch im Winter geschehen,

da wir nur mit dem Schlitten querfeldein fahren konnten. Ein

Wagen hätte uns nicht geholfen, da es sowieso keine Wege

gab. Ich erinnere mich noch daran, wie Bauern und Knechte

während ihrer Morgenarbeit aus dem Stall schauten, wenn

wir schon mit der ersten Fuhre Richtung Wuggau unterwegs

waren. Es war immer eine Wohltat, wenn die Kälte dann endlich

nachließ und es langsam wieder wärmer wurde.

Dann galt es, in der Mühle zu arbeiten. Von weit und breit

kamen die Bauern zu uns, um ihre Kürbiskerne auspressen zu

lassen. Bis nach Marburg hinunter reichte das Einzugsgebiet

unserer Kunden. Im Sägewerk begannen wir die Bloche zu

zersägen, und auch ein Lastwagen für den Transport wurde

aus alten Kriegsbeständen angeschafft. Dieser war zwar für die

Holzarbeit im Winter nicht zu gebrauchen, aber er erleichterte

uns viele Transporte im Sommer. Unser wertvollster Besitz

waren anno dazumal unsere vier Noriker. Mit ihnen fuhr

ich auch immer wieder zur Mühle nach Gleinstätten. Den

„Bauwoaz“ (Weizen) konnten wir nicht selber mahlen und so

wurde er von uns gegen Mehl eingetauscht.

Damals kam ich bei meiner Fahrt durch den „Priestergraben“

auch immer beim Gasthaus Literwirt vorbei und mir fiel ein

junges Dirndl auf, das dort immer zu sehen war. Eines Tages

musste ich mit dem Lastwagen meine Mutter zum Doktor nach

Groß St. Florian bringen, und als wir wieder beim Gasthaus

vorbeikamen, schaffte ich es, dass ich vor lauter Schauen einen

Holzhaufen überfuhr und wir beim Lastwagen einen „Patschen“

hatten.

Meine Mutter hatte sich fürchterlich erschreckt aber kein

bisschen mit mir geschimpft. Meine spätere Frau Gertrude

rannte unterdessen davon, anstatt uns zu helfen. Beim „Hansfest-Sonntag“

haben wir aber dann doch zueinander gefunden.

Mein Bruder bekam später den elterlichen Betrieb, und meine

Frau, wir haben 1954 geheiratet, und ich übernahmen den

Literwirt. Ich war noch einige Jahre im Holzhandel tätig, bis

ich 1958 mit meinem eigenen kleinen Sägewerk anfing. Meine

Frau sagt mir noch heute: „Ohne Holz kannst du net sein.“ Erst

im Jahre 1962 kaufte ich die erste Motorsäge und man kann

sich ausmalen, was das für ein Segen war. Heute kann man sich

kaum noch vorstellen, wie wir damals geschuftet haben. Aber

es war auch eine schöne Zeit.

Alles hatte viel mehr Wert und die Zufriedenheit der Menschen

war viel größer. Werte, die wir versucht haben auch an unsere

Kinder und Enkelkinder weiterzugeben. Und wenn ich mir

unsere Familie heute so anschaue, dann ist uns das durchaus

auch gut gelungen.


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Medaillenregen für Steirer-Team

bei den EuroSkills 2012

Historischer Erfolg bei den EuroSkills in Belgien: Das österreichische Team konnte bei der

Berufseuropameisterschaft in Spa-Francorchamps 22 Medaillen erringen, sechs davon holten

Teilnehmer/innen aus der Steiermark.

BT: Die Fotos zeigen die jeweiligen Gewinner mit WK-Regionalstellenobmann Johann Lampl und den dazugehörenden Firmenvertretern.

Die steirischen Nachwuchs-Fachkräfte sind aus der internationalen

Spitzenliga nicht mehr wegzudenken.

Bei den EuroSkills, den Berufseuropameisterschaften, die am

Gelände der Formel-1-Rennstrecke in Spa-Francorchamps

(Belgien) stattgefunden haben, hat das steirische Team gezeigt,

was Kompetenz, Know-how und vor allem Einsatz bedeuten.

Aus dem Bezirk Leibnitz konnten sich zwei Fachkräfte besonders

hervorheben. Vor allem die gebürtige Gußwerkerin Anita

Mayer, die Gold holte und sich jetzt „Beste Malerin Europas“

nennen darf. Sie hat alle Klassen der Landesberufsschule in

Graz St. Peter mit Auszeichnung abgeschlossen und arbeitet

heute bei Malermeister Harald Hack in Kaindorf bei Leibnitz.

Der Beruf der Malerin gibt ihr die Möglichkeit „der künstlerischen

Entfaltung“, daher spricht sie von einer „tollen und abwechslungsreichen

Tätigkeit“. Vor der Europameisterschaft setzte sie

sich ein klares und hohes Ziel: Die österreichische Goldmedaille

von Lissabon zu verteidigen. Sich selbst bezeichnet sie

als ehrgeizigen Menschen, der es liebt, sich neuen Herausforderungen

zu stellen. Mit dem Gewinn der Goldmedaille hat

Anita Mayer eindrucksvoll bewiesen, dass man mit einem Ziel

vor Augen und einer guten Ausbildung viel erreichen kann. Ihre

erste Reaktion auf den Europameistertitel: „Unbeschreiblich,

ich hätte mir das nie gedacht.“

Eine Silberne erkämpfte sich ein Dreier-Team mit dem Kältetechniker

Rene Dietrich aus Stocking bei Wildon. Denkbar

knapp – nämlich nur 0,1 Punkte! – hinter den Holländern

waren die drei trotzdem mit Rang zwei zufrieden. Rene Dietrich

wurde außerdem für seine Arbeit als Kältetechniker mit dem

Leistungsdiplom „Medaillon of Excellence“ ausgezeichnet.

Für den Bewerb trainiert wurde bereits ein paar Wochen

zuvor bei der Wirtschaftskammer, die Mühe hat sich aber

gelohnt. Für die WM in Leipzig 2013 geht es sich wegen seiner

Bundesheerverpflichtungen nicht aus, aber klares Ziel ist die

Teilnahme an der WM 2015 in Brasilien. „Leider habe ich in Spa

eine Aufgabe vergessen und war nur 0,5 Punkte hinter dem

Ersten. Das zeigt also, dass die Qualität bei mir stimmt und

ich bei der WM gute Chancen habe“, ist Rene überzeugt. Einen

Wunsch hat er aber, nämlich dass sein Beruf ein bisschen mehr

in den Fokus des Interesses gerückt wird.

„Kältetechniker ist ein toller Beruf, vielseitig und mit guten

Zukunftsaussichten. Junge Leute sollten auch bei uns einmal

reinschnuppern, es muss nicht jeder Bursch zwangsläufig

Mechaniker werden“, macht der Silbermedaillengewinner

Werbung für seine Sparte.

WK-Präsident Josef Herk sieht die Lehre als Erfolgsmodell für

die Zukunft einmal mehr bestätigt: „Die Steiermark ist Europameister,

sechs Medaillen beweisen die Leistungsfähigkeit und

unterstreichen die Qualität der Ausbildung, wie sie in den

steirischen Betrieben Tag für Tag mit Leidenschaft gelebt

wird.“ Auch Hermann Talowski, Obmann der steirischen Sparte

Gewerbe und Handwerk, ist beeindruckt: „Das war eine Gala

des steirischen Handwerks. Und damit ist eindeutig klar, dass

das Absolvieren einer Lehre nicht nur einen Abschluss bringt,

sondern auch Sprungbrett für den Aufstieg an die europäische

Spitze ist!“

Wo man dem Zauber von Geist und Natur begegnet.

KELTENKLANG erleben

von Georg Rootering

Inmitten einer malerischen bukolischen Landschaft, wie sie vielleicht Claude Lorrain

hätte entwerfen können, finden sich traumhafte Orte.

KELTENKLANG ist eine Initiative von Monika Studer. Sie ist

ihrer Heimat tief verbunden, kennt die Umgebung sehr genau,

und mit Sachverstand und Liebe hat sie den Zauber der Natur,

die Faszination der historischen Wurzeln dieser Region und

die kulinarische Kunst der einheimischen Weinbauern und

Spitzenküchen zu einem Konzept entwickelt, das unter dem

Begriff KELTENKLANG ausgesprochen hochstehende Konzertund

Theaterkultur mit dem einmaligen Erlebnis der malerischen

Landschaft an besonderen Orten verbindet. In enger

Zusammenarbeit mit dem künstlerischen Leiter des Steirischen

Kammermusikfestivals und Cellisten Erich Oskar Huetter und

seinem Bruder Holger Huetter wurden in diesem Jahr drei besondere

Konzerttage dem Publikum geboten.

Vorgestellt wurde die Reihe KELTENKLANG an Orten, die zum

Verweilen einladen. Orte, an denen man sich austauschen

möchte. Dies alles bleibt als „besonders wertvoll“ in Erinnerung.

Besonders ist auch die Intimität des Kulturerlebnisses.

Die zauberhafte Kirche St. Georgen am Lukowitsch mit

phantastischer Aussicht auf die sanfte Hügellandschaft, der

Innenhof des Schlosses Gleinstätten mit ausgezeichneter

Akustik, der Saal im Romantikschloss Ottersbach mit seinem

schönen Park und die im Wald verborgenen Grabhügel der Kelten

werden dem Besucherkreis zugänglich gemacht. Und so begibt

Öffnungszeiten: Mo - Sa, 06:00 - 22:00 Uhr

Sonntag + Feiertag, 08:00 - 12:00 Uhr

Ab 17:00 Uhr Brot u. Gebäck zum halben Preis!

sich der Kunstinteressierte auf eine Pilgerfahrt in die Umgebung

von Gleinstätten und wird mit einer außergewöhnlichen Mischform

von Konzert- und Theaterkultur, einer speziellen, wohldurchdachten

Wanderung - und über den Kunstgenuss hinaus

- mit Köstlichkeiten der Haubenküche verwöhnt.

Die Labung der Gäste gehört selbstverständlich auch zu dem

Ritual, Besonderes an besonderen Orten zu erleben. So erwarten

den Kulturwandernden beim Eintreffen erfrischende Getränke

nebst einem Imbiss. Nach der Darbietung/Vorstellung

ist man zum Verweilen eingeladen, und bei Wein, Champagner

und Speisung vom Feinsten begegnet man den Künstlerinnen

und Künstlern im privaten Gespräch. Der familiäre Charakter

der Veranstaltungen besticht.

Als Theaterschaffender hat mich dieses Wochenende in der

Südsteiermark schlicht fasziniert. Es sind Orte der Entschleunigung.

Es gibt eine Fülle guter Begegnungen. Man ist erfüllt

von einem exquisiten Kunstgenuss, und Kulinarisches vom

Feinsten wird kredenzt. Das alles wird für die Mühe der Fahrt,

den Erwerb des Tickets, entgegengebracht.

Welch ein Erlebnis und welch ein Nachklang durch

KELTENKLANG.

WEINLAND-

BROTAKTION

13. bis 15. Dez. 2012

pro Laib € 1,90

statt € 3,10

Solange der Vorrat reicht!

Bäckerei - Café - Konditorei

Einkaufszentrum Pistorf


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Generationenpark Heimschuh.

Die Entstehungsgeschichte

Im Jahr 2008 waren alle steirischen Gemeinden eingeladen, an einem vom Land Steiermark

ausgeschriebenen Ideenwettbewerb „Generationenspielräume gesucht - Spielräume verbinden

Menschen“ teilzunehmen. In Heimschuh griff man diese Idee sofort auf und identifizierte sich mit

dem Ziel, auf diese Weise einen Platz für alle Generationen zu schaffen.

Bauarbeiten Bepflanzung Eröffnungsfeier

Tanz mit mir!

Tanzen zählt zu einer der natürlichsten Bewegungsformen des Menschen. Bereits

Kleinkinder fangen an, sich rhythmisch zur Musik zu bewegen und wiegen. Tatsächlich

ruft Tanzen positive Gefühle hervor und fördert die Gesundheit. Regelmäßig

praktiziert ist es ein Bewegungstraining für alle Altersgruppen, bei dem Muskulatur

und Ausdauer schonend trainiert werden. Die rhythmische Bewegung bietet

einen sanften Ausgleich zum zweckgebunden Arbeitsalltag.

In Workshops mit allen Generationen

und mit Menschen mit Handicap wurde

das Thema „Spielen“ mit all seinen

Facetten durchleuchtet – wie soll Raum

für ein erlebbares Miteinander der

Generationen geschaffen werden.

In diesen Workshops wurde viel diskutiert,

skizziert und gebastelt. Schließlich

wurden die gesammelten Ergebnisse

dokumentiert.

Mit unseren Kleinkindern besuchten

wir einen Spielplatz, um herauszufinden,

welche Spielgeräte sie bevorzugen.

Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren

modellierten ihren eigenen Spielplatz

aus Ton und Naturmaterialien.

Da unser Generationenpark mit einer

Einstiegstelle in die Sulm verbunden ist,

durften die Jugendlichen eine Kanufahrt

erleben.

Auch unsere Senioren hatten genaue

Vorstellungen von unserem Park.

Bei fröhlichem Zusammensitzen wurden

ihre Wünsche zu Papier gebracht. So

wurden ein russisches Kegelspiel und

ein Kneippweg geplant und verwirklicht,

was auch von unseren kleinen Besuchern

ebenfalls gerne angenommen wird.

Selbstverständlich wurden alle diese

Wünsche respektiert und nach eingehenden

Beratungen Möglichkeiten für

die Umsetzung erarbeitet. Menschen

mit Handicap besuchten uns schon

in der Planungsphase und überzeugten

uns von der Wichtigkeit eines barrierefreien

Zugangs.

Eine große Wiese mit Bäumen und

Büschen blieb frei von Spielgeräten,

damit sich die Kinder beim freien

Spielen entfalten und die Eltern in

der Wiese oder in der Hängematte

liegend entspannen können. Eine flache

Bucht in der Sulm bietet im Sommer

Möglichkeiten zum Plantschen und

Sandspielen. Junge Forscher erfreuen

sich an der Pflanzen- und Tierwelt und

entdecken immer wieder Neues.

Ein großes Spielfest im Zentrum unserer

Gemeinde, bei dem sich Vertreter aller

Vereine, die Eltern und auch Großeltern

einbrachten, war Beweis dafür, dass

dieses gemeinsam erreichte Ziel ein

großer Erfolg wurde und es bis heute

geblieben ist.

Das Miteinbeziehen der Bevölkerung

war ausschlaggebend dafür, dass

das Heimschuher Projekt von einer

Fachjury als das beste in der Steiermark

ausgewählt und mit dem ersten Preis

ausgezeichnet wurde. Gleichzeitig

wurde die Gemeinde Heimschuh für

die Umsetzung dieses Vorhabens mit

€ 20 000 belohnt. 2010 wurde mit der

Umsetzung des Projektes begonnen

und am 21. Mai 2011 wurde unser

Generationenpark feierlich eröffnet. Ein

Vorzeigeprojekt, das es verdient, in die

Öffentlichkeit getragen zu werden.

Mit Hilfe aller wurde ein „neues Stück

Heimschuh“ geschaffen.

„Leute hören nicht auf zu spielen,

weil sie alt werden. Sie werden alt,

weil sie aufhören zu spielen.“

Unterstützt durch eine ausgewogenen Ernährung kann mit

Tanzen als Sport auch Übergewicht reduziert werden. Für

Menschen mit schwachen Venen ist es ein optimales Training

für die Gefäße. Doch Tanzen schult nicht nur die Fitness sowie

das Gleichgewichtsgefühl. Die Bewegungen des Tanzens sorgen

auch dafür, dass sich nachhaltig Depressionen, Ängste,

zwanghaftes Verhalten und Stress verringern lassen. Denn bei

wiederholten schwungvollen Bewegungen steigt der Gehalt

des Glückshormons Serotonin im Blut. Dadurch werden Stresshormone

abgebaut und ein entspanntes Wohlgefühl setzt ein.

Besonders in Schwung bringt das Tanzen ältere Menschen.

Wer beispielsweise im vorgeschrittenen Alter tanzen lernt,

vermindert die Sturzgefahr und verbessert seine Denkfähigkeit.

Zudem verbessert das regelmäßiges Tanzen bei älteren Menschen

die Leistungsfähigkeit in jeder Hinsicht.

Daher wird Tanz auch als Therapie eingesetzt. Sie dient zum

einen der Linderung von Bewegungsstörungen, zum anderen

aber auch als psychotherapeutische Methode. Davon ausgehend,

dass Bewegung und Haltung das Denken und Fühlen

beeinflussen, kann mit der Tanztherapie nicht nur ein besseres

Körpergefühl herbeigeführt werden, sondern auch ein stärkeres

und positiveres Selbstwertgefühl.

Keine Therapie, aber Tanzkurse für jeden Geschmack-Tina

Sunko mit ihrer Tanzschule Let`s dance. Sie hat den Tanz und

die einfühlsame Bewegung zur Musik perfektioniert und ihre

leidenschaftliche Hingabe zum Beruf gemacht.

„Beim Tanzen ist aufrechte Haltung

gefordert, quasi ein indirektes

muskuläres Training,

und durch die rhythmischen Bewegungen

werden nicht nur positive

Schwingungen gefördert,

das positive Lebensgefühl steigt,

sondern ebenfalls das Gleichgewicht

trainiert!“, so der Leistungsdiagnostiker

Holdhaus.

Wer eine Stunde lang tanzt, verbraucht

etwa 360 Kalorien. Für das

gleiche Ergebnis müsste man beispielsweise

schon eine Stunde

Holz hacken ... nun, da ist Tanzen

die wohl weitaus bessere Wahl -

noch dazu, da man es zu zweit

ausüben und mit Spaß, Lebensfreude

und Kommunikation

verbinden kann.

Tanzen hält fit! Tanzen

inspiriert Geist und

Seele!

Tanzschule

Let`s dance

Tina Sunko

Menschen mit Handicap Senioren mit Kindern Spielefest

Das Leader-Kooperationsvorhaben „Generationenpark Heimschuh“ der LAG Naturpark Südsteirisches Weinland

wird von folgenden Institutionen unterstützt:

Tanzschule Let‘s dance ist der neue und moderne Anbieter im

Bereich Tanzen für Jung und Alt. Let‘s dance bietet ein weitreichendes

Angebot an Tanzkursen für Anfänger, Fortgeschrittene, Ballvorbereitungsbzw.

Hochzeitskurse, Disco Fox, Hip-Hop,Zumba, Polonaisen oder für Landjugendgruppen.

Jeden Freitag fi ndet ab 20.30h ein Übungsabend statt. Lassen

Sie sich von guter Musik und einem schönen Ambiente mit über 200 m²

Tanzfl äche verzaubern. Jetzt ist der ideale Zeitpunkt für einen Tanzkurs - denn

der nächste Ball oder das nächste Tanzfest kommt bestimmt!

8430 Tillmitsch

Dorfstraße 91

Tel.Nr.: 0650 98 71 600

leibnitz@

tanzschuleletsdance.at

www.tanschuleletsdance.at


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Dr. Waldemar Reiter

Facharzt für Frauenheilkunde u. Geburtshilfe

E. Assmanngasse 4, 8430 Leibnitz

Tel.: 03452 866 36

Schuhe und

podologische Einlagen…

zum Wohle

Ihrer Füße.

Ernährung in der Schwangerschaft

IMPRESSUM:

Medieninhaber: Verlag Altenberg Oswald KG

Herausgeber: Karl Oswald

Redaktion in dieser Ausgabe:

Beatrice Schöller, Andrea Bund, Karl Oswald,

Rudolf Schwarzl, Erika Hütter

Anzeigenberatung: Renate Tynnauer,

Alexander Kostner

Grafische Leitung: Renate Tynnauer

Verlags- und Anzeigenanschrift:

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Offenlegung gemäß Mediengesetz § 25:

„… der steirer land …“ ist das Mitteilungsorgan

des Naturparks Südsteirisches Weinland und

versteht sich als unabhängiges Magazin für

die Verbreitung von Informationen und der

Erhaltung und Dokumentation volkskultureller

Geschichten und Ereignisse im Naturpark Südsteirisches

Weinland und dem Mythenreich.

Die richtige Ernährung während der Schwangerschaft ist

wichtig, um die Versorgung mit Energie und Nährstoffen für

das Wachstum und die Entwicklung des Babys zu gewährleisten

und um der Mutter all das zu liefern, was sie selbst braucht.

Es ist ein Mythos, dass während der Schwangerschaft für zwei gegessen werden

muss, der tägliche Energiebedarf steigt jedoch während der Schwangerschaft

durchschnittlich um 255 kcal an. Stärker als der Energiebedarf erhöht sich

während der Schwangerschaft der Bedarf an Vitaminen und Mineralstoffen.

Damit Mutter und Kind gut versorgt sind, ist eine richtige und vielfältige Auswahl

an Lebensmitteln mit einem hohen Anteil an Vitaminen, Mineralstoffen und

sonstigen Schutzstoffen wichtig. Die Qualität der Lebensmittel spielt daher eine

besondere Rolle.

Hier einige Tipps:

Die Eisenversorgung ist wichtig für die Blutbildung - enthalten in magerem

Fleisch und Bohnen. Folsäure ist ein wichtiger Bestandteil für die Zellbildung und

in Gemüse, Obst und Milchprodukten enthalten. Zur Unterstützung wird sie

oftmals auch als Nahrungsergänzungsmittel in Tablettenform verabreicht.

Vitamin A benötigt man für die Lungenentwicklung und ist in Kohl, Kartoffeln

und Spinat zu finden. Vitamin D wird für Kalziumeinbau in den Knochen

gebraucht. Hier empfehle ich das Spazieren an der frischen Luft, da Vitamin D3

in der Haut gebildet wird und so den Kalziumeinbau ermöglicht. Vitamin D

findet man in Fisch, Eier und Milchprodukten.

Die Jodversorgung ist wichtig für die Gehirnentwicklung und in Speisesalz

und Meeresfisch enthalten. (Nicht erlaubt sind Austern und Sushi).

Die richtige Versorgung mit Magnesium hilft gegen Wadenkrämpfe und

bei Wehentätigkeit. Magnesium findet man vor allem in Bananen, Marillen

und Datteln.

Die richtige Eiweißversorgung unterstützt das Wachstum und ist für den

Aufbau von Muskeln und Gewebe erforderlich. Tierisches und pflanzliches Eiweiß

sollte im Verhältnis 1:1 zugeführt werden. Pflanzliches Eiweiß ist in Kartoffel,

Brot, Müsli, Bohnen, und Erbsen zu finden, tierisches Eiweiß in Milchprodukten,

Eiern, mageres Fleisch und Fisch. Fettsäuren sind für die Sehfunktion und Gehirnentwicklung

wichtig. Enthalten sind sie in Lachs und Forelle. Bei Blähungen und

Sodbrennen empfiehlt sich Kümmel, Fenchel und Milch.

Bei Verdauungsstörungen (Verstopfung) sollte man Ballaststoffe wie Leinsamen

und Dörrobst zu sich nehmen. Es sollten keine Abführmittel verwendet werden.

Reichlich trinken, 2 - 4 Liter Flüssigkeit am Tag, und ausreichend Bewegung im

Freien sorgt für Wohlbefinden bei ihnen und ihrem Kind. Insgesamt sollte die

Gewichtszunahme in der Schwangerschaft ca. 15 kg nicht übersteigen und stets

vom Arzt kontrolliert werden.

Licht und Gesundheit

Was sind die wichtigsten Dinge in unserem Leben? Die meisten

Menschen, so wie auch ich, geben der Gesundheit eine hohe

Priorität. Die Bereitschaft des Einzelnen, auf einfache und

natürliche Weise die eigene Gesundheit und das Wohlbefinden

zu fördern, ist in den letzten Jahren ständig gewachsen.

Was haben nun Licht und Gesundheit miteinander zu tun?

Licht ist nicht nur einer von vielen Umweltfaktoren, sondern ein wesentlicher

Maßstab für die Gesundheit und das menschliche Wohlbefinden.

Licht steuert die Zyklen der Natur und auch unseren eigenen Tagesrhythmus.

Wir nehmen Licht sowohl über die Augen als auch über die Haut auf.

Jeder Mensch kann die Wirkung des Lichts an sich selbst nachvollziehen.

An einem strahlenden Sommertag sind wir heiterer und unternehmungslustiger

als im nebligen Spätherbst.

Bekannt sind die Heilwirkungen des Lichts bei Winterdepressionen, bei Hautkrankheiten

wie Neurodermitis und Psoriasis, die Bedeutung des UV-Lichts

für die Vitamin D-Bildung und der Einfluss von Licht auf die Melatoninbildung

und somit auf den Wach- und Schlafrhythmus des Menschen.

Auch Farbe besteht aus Licht und viele Studien belegen die positive Wirkung

(Lichtwellen) auf den Organismus. So wirkt zum Beispiel blaues Licht kühlend

und beruhigend, rotes Licht, hingegen wärmend und anregend.

Die positive Stimulation des körperlichen, seelischen und geistigen Wohlbefindens

gilt heute als unbestritten.

Ein Weststeirischer Pionier im Bereich der Lichttherapie ist Oskar Lesky, der

sich seit Jahren mit den positiven Auswirkungen des Lichtes beschäftigt

und mit seinem „ENERGY CUBE“ eine perfekte Ergänzung zu konventionellen

Kur-, Therapie- und Wellnessprogrammen entwickelt hat.

Licht bedeutet Leben und in Verbindung mit Aromen, Musik, Tiefenwärme

und Suggestion bringt Lesky althergebrachtes Wissen auf den Stand des

21. Jahrhunderts.

Mehr Informationen finden Sie auf: www.leskyenergetics.com

Verspannungen,

Gelenksbeschwerden,

Wirbelsäulenprobleme oder

ständige Kopfschmerzen sind

nur einige der möglichen

Auswirkungen falscher

Körperhaltung.

PODOLOGIE ist die Wissenschaft

der Füße. Mit podologischen

Aktiveinlagen können Ihre

Beschwerden gelindert oder gänzlich

beseitigt werden.

Als DIPLOMIERTER PODOLOGE ist

es meine Aufgabe, Sie bei Ihren

Fußpoblemen zu beraten.

Eine podologische Untersuchung

beinhaltet die Abnahme eines

elektronischen Fußabdruckes

ebenso wie die Überprüfung der

Muskelfunktionen, Gelenksbeweglichkeit

und Haltungsuntersuchung.

In Handarbeit werden

die podologischen Therapiesohlen

individuell für Ihre Füße gefertigt.

Sie sind dünn und wirksam.

Die Daten der Untersuchung

sind auch die Grundlage für Ihre

passenden Schuhe.

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Es gibt Gedanken und Gefühle, „n´Herrgott sei Binkerl“, deren Einfachheit

sich am besten durch die Mundart auszudrücken lässt.

Und es gibt Gemütszustände und Emotionen, „Ozean der Gefühle“,

für deren Beschreibung man den Worten „Flügel“ verleihen muss.

S. Taler

O Z E A N D E R G E F Ü H L E

Wia i do draufkum, woaß i a

- des Binkerl is koa Strof.

Es bringt mi weita in meim Leb´n

und hülft, dass i wos schoff.

Wos gestern no als Gwicht do woar,

schwar wia a gamza Riegl,

ist heit auf oamol federleicht,

wal des san meini Fliegl.

ISBN 978-3-9502976-1-4

Man fällt und wird doch erhoben,

jener Moment, in dem die unsterbliche

Seele das Sagen hat und uns

einen Einblick in ihr wahres Wesen,

ihr wahres Ich gewährt.

Der Augenblick, in dem Leben „Empfi nden“

heißt. Aufgehen in das absolute Licht,

im göttlichen Funken.

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n´Herrgott

sei Binkerl

n´Herrgott sei Binkerl O Z E A N D E R G E F Ü H L E

n´Herrgott

sei Binkerl

O Z E A N D E R G E F Ü H L E

S. Taler

VERLAG

altenberg

VERLAG

altenberg

Gefüllte Kohlrouladen

auf Paprikasauce

4 Portionen – 50 Min. Zubereitung

Zutaten:

800 g Kohl

1 Zwiebel

2 Knoblauchzehen

½ Bund Petersilie – fein geschnitten

1 alte Semmel oder Brot

200 g mageres Faschiertes

1 TL Rapsöl

100 g Parmesan gerieben

1 Ei, 1 Eiklar

1 Prise Muskatnuss

½ TL Liebstöckel

8 große Kohlblätter ablösen und 2 Min. überbrühen

(blanchieren). In Eiswasser abschrecken, abtropfen lassen.

Restlichen Kohl in 1 cm breite Streifen schneiden. Zwiebel

und Knoblauch fein hacken. Semmel in sehr kleine Würfel

schneiden. Zwiebel und Knoblauch in Öl anschwitzen.

Geschnittenen Kohl und Petersilie zugeben, salzen, kurz

anbraten und zugedeckt etwa 5 Min. dünsten. Alles zusammen

mit dem Faschierten, Parmesan, Semmeln, Ei, Eiklar

und Liebstöckel vermischen. Mit Muskat, Salz und Pfeffer

kräftig abschmecken. Fülle auf die Kohlblätter setzen,

Blätter einschlagen und einrollen. (Zuerst die Seitenränder

links und rechts einschlagen und dann einrollen). Die Rouladen

zugedeckt in einem Siebeinsatz ca. 20 Min. über

Wasserdampf garen oder kurz anbraten und im Rohr bei

180° C 20 Min. garen. Mit Paprikasauce servieren.

„JAROMIR –

Abenteuer eines jungen Waldzwergs“

ISBN: 978-3-902920-03-4

Kim Kopacka ist in Graz geboren und aufgewachsen.

Nach ihrem Englisch- und Medien-Studium zog sie nach

Wien, wo sie als Redakteurin beim Hitradio Ö3 arbeitete.

Derzeit ist sie in Karenz und lebt mit ihrem Lebensgefährten

und ihrer Tochter in Schörfling am Attersee.

Jaromir ist ein liebenswerter Anti-Held für Kinder aber auch

für Erwachsene. Der junge Waldzwerg ist nicht perfekt

und nicht einmal halb so lässig, wie er es gerne wäre, vor allem

aber ist er hilfsbereit und sympathisch und bringt uns immer

wieder zum Lachen. Seine Freunde sind unter anderem das

Eichhörnchen Franziska, der tollpatschige Bär Balduin, Monika,

ein Mädchen aus dem Dorf, die Eule, die alles weiß, und der

Wolf Alfonso, ein untalentierter aber begeisterter Sänger und

Dichter. Mit ihnen erlebt er spannende und lustige Abenteuer.

Verlagshaus Jakomini

Hardcover, 128 Seiten

Preis: Euro 16,90

DIE SEIDENSTRASSE -

Von Taschkent nach Samarkand, Buchara und Chiwa.

Die schönsten Städte in Usbekistan

ISBN: 978-3-902920-00-3

Nur wenige Flugstunden von Europa entfernt, werden die

Märchen aus 1001 Nacht real. Die alte Seidenstraße, die

China mit dem Abendland verbindet, verläuft entlang

der schönsten Städte in Usbekistan. Ob man am atemberaubenden

Registan in Samarkand die mittelalterlichen

Medresen bestaunt, in Buchara vom Minarett Kalan über

die Stadt zum alten Ark blickt oder in Chiwa die heiße

Luft der Wüste Kyzilkum über sein Gesicht streichen lässt

– kaum einen Augenblick kann man sich der Faszination

des Landes zwischen den Flüssen Amudarja und Syrdarja

entziehen. Usbekistan heißt nicht nur, den alten Orient in

all seinen Facetten zu erleben, sondern vielmehr in diesen

einzutauchen und ein Teil davon zu werden.

Verlagshaus Jakomini

Weihnachtsangebot: Euro 34,90 (inkl. USt.),

statt Euro 44,90 (inkl. USt.)

S. Taler

N´HERRGOTT SEI BINKERL

Ozean der Gefühle

ISBN: 978-3-9502976-1-4

S. Taler steht als Synonym für jene Menschen, deren

Geschichten und Erlebnisse in Mundart und Philosophie

Ausdruck finden. „Es gibt Gedanken und Gefühle,

„N´HERRGOTT SEI BINKERL“, deren Einfachheit sich am

besten durch die Mundart ausdrücken lässt. Und es gibt

Gemütszustände und Emotionen, „Ozean der Gefühle“,

für deren Beschreibung man den Worten „Flügel“

verleihen muss.“

Verlag Altenberg Oswald KG

8452 Großklein 32/4

Tel.: 0664 969 02 91, Fax: 03456 309 15

E-M.: office@dersteirerland.at

Paprikasauce:

3 rote Paprika, 1 Knoblauchzehe, ½ kleine Zwiebel,

100 ml Gemüsesuppe, ½ TL Oregano und Thymian,

½ TL Paprika edelsüß, Muskat

Paprika in kleine Stücke schneiden. Knoblauch und

Zwiebel fein hacken. Gemüsesuppe mit Paprika,

Zwiebeln, Knoblauch, Muskat, Oregano, Thymian und

Paprikapulver aufkochen. Zugedeckt 15 Min. leicht

kochen. Sauce mit dem Mixstab fein aufpürieren.

Tipp: Dazu passen auch Tomatensauce, Champignonsauce,

Eierschwammerl- oder Steinpilzsauce.

Gutes Gelingen und erholsame Weihnachtsfeiertage

wünscht Ihnen Ihr KLAPOTHEK-TEAM!

Martina Tschinkel-Harb

SIGNS FROM MOTHER EARTH

ZEICHEN VON MUTTER ERDE

ISBN: 978-3-9502976-0-7

…erzählt mit Bildern kleine Geschichten über jene

Zeichen, die uns Mutter Erde tagtäglich sendet. Es sind

Zeichen der Schönheit, des Lebens, der Vergänglichkeit

und des neu Geborenwerdens. Das Buch ist ein

wunderschöner Bildband, welcher dem Betrachter die tiefe

Kraft der Erde in Form von Bildmeditationen näherbringt

oder einfach nur dem Auge Freude bereitet.

Peter Stelzl

Sagen aus der Steiermark

ISBN: 978-3-7012-00109-9

Wundersame Gestalten bevölkern die steirischen Sagen:

Wassermänner und Weiße Frauen, die Törin, deren

Füße verkehrt herum stehen, das Nachtahnl, das sich

nächstens an Bächen und Flüssen herumtreibt und die

schmutzigen Kleider wäscht, oder der Schabbock, der als

glühender Unheilbringer durch die Lüfte fliegt. Sie leben

in alten Geschichten und Erzählungen, in Legenden und

geheimnisvollen Überlieferungen – eine faszinierende

Anderswelt, die bis heute nichts von ihrer magischen

Anziehungskraft verloren hat und die, dank Peter Stelzl für

die Nachwelt zusammengefasst und bewahrt wurde.

Karl Oswald und Renate Tynnauer

VERGISSmeinNICHT

Jede Zeit hat ihre Geschichten

ISBN: 978-3-9502976-9-0

Geschichten erzählen uns Ereignisse aus der Vergangenheit

und dokumentieren unsere Gegenwart für die Zukunft.

In unserem Buch erzählen wir Ihnen diese Geschichten,

bewahren Altüberliefertes und stellen den Menschen in das

Zentrum der Erzählungen. Es ist eine einmalige Sammlung

volkskulturellen Gutes und erzählt große und kleine

Erlebnisse aus dem Leben von über 70 Menschen. Neben

diesen Geschichten und Anekdoten finden Sie auch einiges

an steirischer Mundart und Brauchtum.

KLAPOTHEK - Sallfellner und Jauk OG

8454 Arnfels - Leutschacherstrasse 37, Tel. u. Fax: 03455 66 44

E-Mail: klapothek@aon.at, www.klapothek.at

Mo bis Fr: 8-12 und 15-18 Uhr, Sa: 8-12 Uhr

Dienstag-Nachmittag geschlossen!

Martina Tschinkel-Harb

SIGNS FROM MOTHER EARTH

ZEICHEN VON MUTTER ERDE

Erhältlich im Buchhandel, unter www.ma-sita.at oder

direkt beim Verlag Altenberg (office@dersteirerland.at).

Peter Stelzl

Hexenwaldweg 201

8454 Arnfels

Tel.: 03455 596

Verlagsgruppe Styria: regionalstyriabooks.at

Verlag Altenberg Oswald KG

8452 Großklein 32/4

Tel.: 0664 969 02 91, Fax: 03456 309 15

E-M.: office@dersteirerland.at


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Naturvermittlung im Winter

Trotz des kalten Wetters im Winter gibt es keinen Grund, nicht draußen zu sein und die Natur

zu genießen. Mit der richtigen Ausrüstung macht so ein ausgiebiger Winterspaziergang

richtig Spaß und entspannt. Wer damit noch nicht genug Winteratmosphäre in und mit der

Natur aufgesogen hat, der kann gerne an den Wintererlebnis-Angeboten des

Naturparks teilnehmen. Wandern, Spurensuche im Schnee, Räuchern, Herstellen von

Seifen und Badezusätzen und noch vielem mehr.

Fackelwanderung

Anna Maria Zanoll und Georg Hirn

Dauer ca. 3 Stunden

mind. 10 Erwachsene - max. 15 Erwachsene + Kinder

Inhalt:

Zuerst werden die Fackeln selbst hergestellt. Anschließend

begeben wir uns gemeinsam auf eine Fackelwanderung

z. B. zum Genussregal in Vogau oder vom Naturparkzentrum

Grottenhof weg in eine nahegelegene Buschenschank oder

nach Leibnitz.

1. Termin : Samstag, 15. 12. 2012

ab 17:30 Uhr bis ca. 20:30 Uhr

2. Termin : Donnerstag, 20. 12. 2012 oder

(Freitag, 21. 12. 2012) ab 16 Uhr bis 19 Uhr

Die Teilnahme ist auf eigene Gefahr.

Eltern haften für ihre Kinder.

Bei Interesse melden Sie sich bei:

Anna Maria Zanoll, LebensREICH

Tel.: 0680 402 08 22 oder 03453 201 53

email: annazanoll@yahoo.es

Weiden, traditionelles Korbflechten

und neue Ideen

Der Naturpark bietet auch Weiden einen natürlichen Lebensraum.

Am Bach wachsen unterschiedliche Sorten mit

grünen, gelben und sogar roten Trieben. Sie bieten uns viele

Möglichkeiten in der Verarbeitung: vom Korbflechtmaterial

über lebende Bauwerke bis zum therapeutischen Mittel

und natürlich viele kreative Deko-Ideen. Das Korbflechten

wird in seinem Aufbau gezeigt und jeder kann ein kleines

Werkstück fertigen und mit nach Hause nehmen.

Termine: Sa, 05. 1. 2013

So, 06. 1. 2013

Sa, 19. 1. 2013

So, 20. 1. 2013

Jeweils von 9 Uhr bis ca. 18 Uhr, ein Werkstück wird

an einem Tag fertiggestellt.

Infos und weitere Termine auch für

Materialgewinnung bei:

Doris Veit

Tel.: 0664 481 00 26

erdfrau@dorisveit.at

Gebaut wird mit Verstand und Herz.

Bauernkrippen

Das Kripperl gehört in unserem Kulturkreis ebenso zu

Weihnachten wie der Christbaum oder das

Christkind. Es ist ein sichtbares Zeichen

des Glaubens, der Verbundenheit

und gelebter Tradition. Am

Fuße des Hochlantsch, in

der Breitenau, trafen wir

Karl Baierl, der sich

auf das Bauen von

alpenländischen

Krippen spezialisiert

hat und

der uns einen

kleinen Einblick

in seine

Verbundenheit

mit den „Bauernkrippen“

gibt.


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Bauernkrippen

Erzählt von Karl Baierl

Krippenbauer ist man das ganze Jahr. Man

geht mit offenen Augen durch die Natur und sammelt Wurzeln,

Rindenstücke und Zweige, die man, wenn die Zeit gekommen

ist, gut gebrauchen kann. Für mich ist das Krippenbauen ein

Hobby, welches ich mit Begeisterung ausübe. Allerdings nicht

das ganze Jahr über, sondern nur in der Vorweihnachtszeit. Je

kürzer die Tage werden und je weiter die Temperaturen sinken,

umso größer wird mein Verlangen, mich in meine Werkstatt

zurückzuziehen und mit dem Bau zu beginnen. Wenn dann

noch die nebelverhangenen Tage um Allerheiligen kommen

und die ersten Weihnachtsmelodien im Radio gespielt werden,

„überkommt`s“ mich und es geht los.

Ich persönlich bin ein großer Freund der orientalischen Krippen,

weil man da wesentlich mehr Gestaltungsmöglichkeiten hat

und weil ja die Weihnachtsgeschichte auch dort ihren Ursprung

hat. Aber meine Werke sind trotzdem eher alpenländische

Krippen, bei denen ich mir alte Gebäude, Ställe oder Almhütten

zum Vorbild nehme. Es ist schön zu sehen, wie viel Freude die

Menschen damit haben, weil das Weihnachtswunder hier in

Motiven dargestellt wird, die unserer Tradition entsprechen und

mit Gebäuden, die für eine große Identifikation der Menschen

mit unserer Kultur sorgen. Zwei bis drei Krippen baue ich in

einer Saison, mehr ist schon aus zeitlichen Gründen nicht

möglich, da ja weit über 100 Arbeitsstunden in einer Anlage

stecken. Gemacht wird alles von Hand. Für die Dachschindeln

habe ich mir ein eigenes Messer gebaut und alle anderen

Schneidearbeiten mache ich mit der Laubsäge. Ziegel schnitze

ich aus Holz, und Berge und Felsen werden mit Rinde gemacht.

Auch für die Fassung, das ist das Bemalen der Krippen (so wie

bei Kirchenfiguren), verwende ich Pulverfarben, so wie sie

früher in den Häusern zum Einsatz kamen. Die Wände meiner

Gebäude werden gespachtelt und verputzt und auch bei den

Holzverbindungen versuche ich, möglichst original Balken mit

Balken zusammenzufügen.

Es ist schon etwas Besonderes, wenn ich mich hinsetze und

anfange, eine Krippe zu bauen. Ich mache keine Zeichnungen

oder Skizzen, aber wie bei einem guten Schnitzer weiß ich

schon im Vorhinein, wie mein Werk am Ende ausschauen wird.

Gebaut wird mit Verstand und Herz. Die Inspiration für meine

Gebäude hole ich mir im Freilichtmuseum Stübing ebenso wie

auf Almen und bei alten Hütten. Fotos und Zeichnungen von

Gebäuden sind für mich ebenso Ansporn wie alte Türen,

Fenster oder Werkzeuge. Ich baue nach Gefühl. Zwar gibt es in

unserem Handwerk den „Krippenmeter“ als Maßeinheit, aber

wenn man ein gutes Gespür für Proportionen hat, dann geht

es auch so. Oftmals entsteht der emotionale Wert einer Krippe

nicht nur durch das Bauwerk selbst, sondern auch durch das

dafür verwendete Material. Wie zum Beispiel bei einer Krippe,

die ich aus dem Schindelholz unseres Kirchendaches gefertigt

habe.

Besonders viel Freude bereitet mir das Ausarbeiten von Details,

die einem erst beim zweiten Hinsehen auffallen. Unsere früheren

Generationen wussten sehr wohl um praktische Gegebenheiten

beim Bau eines Hauses Bescheid, und so versuche auch ich, diese

in meine Häuser und Ställe einfließen zu lassen. Eine Abfallrinne,

die von der Küche direkt ins Freie führt, habe ich in einem alten

Bauernhaus gesehen. Man nutzte diese dafür, um Küchenabfälle

direkt zu den Schweinen zu befördern, und natürlich darf diese

auch bei meinem Gebäude nicht fehlen. Vom Apportdeckel,

den man abheben kann, bis zur Haustürverzierung und vom

Fensterkreuz bis zum angebrochenen Giebelbalken versuche

ich, alles originalgetreu zu bauen.

Auch der Hausrat und das Werkzeug dürfen nicht fehlen. Ein

Reisbesen muss vor der Tür stehen, ein Korb mit Eiern wartet

auf der Hausbank auf seine Abholung, die Futterkraxe steht

gefüllt mit Heu bereit und auch die Mehlsäcke warten am

Holzbalkon auf ihre Lagerung. Mir ist es wichtig, dass meine

Höfe so dastehen, als ob die Bauersleut, Knechte und Mägde

gerade einmal kurz ins Haus gegangen wären und jeden Moment

wiederkommen. Das müssen sie ja auch, denn das Brot muss

noch aus dem Backofen geholt werden und der Mistkarren

steht ebenfalls mitten im Hof. Überall liegt oder lehnt etwas

herum, vom Blecheimer bis zu den Harpfenstangen, und so versuche

ich, meinen Krippen Leben einzuhauchen, noch bevor

diese mit den eigentlichen Figuren bestückt werden.

Die Krippenfiguren mache ich nicht selber, sondern bestelle

diese bei einem Fachhändler. Sie sind dann die Krönung meiner

Arbeit und ich habe oft durchaus das Gefühl, dass sie sich

in meinen Gebäuden wirklich wohlfühlen. Es ist eine schöne

Arbeit, die ich hier machen kann. Eine Arbeit, die nicht nur

mir, sondern auch vielen anderen Menschen Freude bereitet.

Wenn ich eine Krippe abgebe, so schwingt schon ein Hauch

von Wehmut mit, steckt doch nicht nur viel Arbeit, sondern vor

allem sehr viel Herz von mir drinnen.

Wir danken Karl Baierl für diesen kleinen Einblick in seine große

Leidenschaft.


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Von Bettina Rath - Kräuterpädagogin

Winterzeit -

Zeit für Planung und Ideen

Nach den ersten Frösten kehrt Ruhe ein in unseren Gärten. Laub und Fruchtfolgegemüse

bedecken den Boden. Sträucher und Rosen sind gut eingepackt, und nach einem

intensiven Gartenjahr hat sich der Gärtner Mußestunden im warmen Heim verdient.

Eingelegte Paprika, Tomatenchutney, gefrorenes Gemüse und Marmelade lassen uns aber

immer wieder stolz zurückdenken. Duft und Schönheit sind spürbar und die Mühen

scheinen jetzt ganz klein.

Das ist gut so, denn schon reifen wieder Ideen. So manche

neue „Rarität“ will im kommenden Jahr im Garten Platz haben.

Nun können wir die häuslichen Stunden nutzen, um uns einen

neuen Gartenplan anzulegen. Wer dies frühzeitig macht, kann

die Arbeit im Frühjahr umso rascher und effizienter aufnehmen,

denn gute Planung ist halbe Arbeit.

Man sollte jedoch nicht darauf vergessen, Sträucher und empfindliche

Pflanzen regelmäßig von eventueller Schneelast zu

befreien und Topfpflanzen im Freien ab und zu zu gießen.

Nun müssen wir im Winter nicht auf alle frischen Zutaten aus

dem Garten verzichten. Kräuter können jetzt noch ausgegraben

und in Töpfe umgepflanzt werden. Frostempfindliche wie

Rosmarin, Basilikum und Fruchtsalbeiarten sollten sowieso

schon im Winterquartier sein. Doch von winterharten wie z. B.

Thymian, Schnittlauch und Minze kann man sich jetzt noch

Ableger in einen Topf setzen und sie im Winter an der Fensterbank

ziehen. Sie wachsen zwar etwas langsamer, behalten

aber den Großteil ihres Geschmacks, und so hat man auch

im Winter Frisches zum Würzen in der Küche. Jedoch müssen

Kräuter im Haus mit Sorgfalt behandelt werden. Sie vertragen

keine Staunässe, weshalb es sich lohnt, den Boden der Töpfe

mit Leka-Steinen (Blähton) auszulegen. Dadurch stehen die

Kräuter nie mit den „Füßen im Wasser“ und die Steine geben

stetig Luftfeuchtigkeit ab, welche enorm wichtig für den Gedeih

der Pflanzen ist. Auch lohnt es sich, Kräuter wie Bohnenkraut,

Kerbel, Petersilie oder Basilikum in Töpfe zu säen und an

der Fensterbank zu ziehen. Regelmäßiges Schneiden fördert

dichteren Wuchs und strammere Pflanzen.

Wer Lust und ein wenig handwerkliches Geschick hat, kann

die Zeit auch nutzen, um ein Insektenhotel zu bauen, denn

jetzt arbeitet der Frost für uns, im Frühjahr und Sommer sind

es Insekten, die uns viel Arbeit abnehmen - allein zur Schädlingsbekämpfung.

Für so ein Hotel braucht es keinen Tischlerplan. Man benötigt

einige (alte) Bretter als Grundgerüst. Alte Dachziegel oder

Rindenplatten als Dach, und für die „Wohnungen“ größere und

kleinere unterschiedliche Hölzer, Schilfrohre, Stroh, Heu, Moos,

Lehm, Zapfen, Blätter und ähnliches. Die Materialien werden in

„Wohnabteile“ geschlichtet. Bei den größeren Hölzern werden

gut 3 cm tiefe Löcher in unterschiedlichen Größen reingebohrt

und dann ebenfalls geschlichtet. Das Insektenhotel sollte auf

der Rückseite geschlossen sein. Der Phantasie sind dabei keine

Grenzen gesetzt. Zeitig im Frühjahr aufgestellt, werden schon

bald zahlreiche nützliche Insekten wie Florfliegen, Ohrwürmer,

Wildbienen, Marienkäfer und Schwebfliegen „ihre“ Wohnungen

beziehen. Viele von ihnen ernähren sich von Blattläusen

und anderen Schädlingen, manche dienen zur Bestäubung

von Obstbäumen und Gartenpflanzen. Die Florfliege schafft

sogar beides - als Larve ernährt sie sich von

Blattläusen und als erwachsenes Insekt von

Blütennektar. Ihre „Wohnung“ sollte rot angestrichen

sein, denn diese Farbe zieht sie

besonders an.

Insektenhotels sollten windgeschützt und

vollsonnig aufgestellt werden und ein Dach

haben, um vor Niederschlag zu schützen. Es

besteht aber auch die Möglichkeit, es an einer

Mauer anzubringen. Diese Hotels dienen den

Nützlingen nicht nur als Nistplatz, sondern

auch als Überwinterungsmöglichkeit.

Somit eine schöne, erholsame und ideenreiche

Winterzeit. Ihre Bettina Rath

Bettina Rath I Kräuterpädagogin I Flamberg 80 I 8505 St. Nikolai i.S. I Tel. u. Fax : 03185 20 60 I bettina.rath@aon.at

www.kraeuterundbastelstube.at

Genuss der

Weihnacht und

des Winters!

Man spürt, wenn die Weihnachtszeit naht.

Wir beginnen mit verschiedensten Material,

den neuesten Gestaltungstrends und viel

Freude, uns auf das kommende Fest vorzubereiten.

Sobald es in Ihrem Blumenfachgeschäft

glitzert, funkelt und duftet, verspürt

man eine heimelige Wärme und die Lust ,auch

sein Zuhause der Jahreszeit entsprechend,

dekorativ zu verschönern.

Ihre Wohlfühloase sollte Ihnen Ruhe und neue Energie

für das kommende Jahr geben. Gerade in dieser stillen

und ruhigen Zeit sollte man sich eine Erholungsphase

gönnen und sich mit netten Dingen umgeben, welche wir

gerne für Sie zaubern. Pflanzen, Schnittblumen, Düfte,

verschiedenste Arrangements, eine große Auswahl an

Accessoires und ein nettes Miteinander bringen unsere

Augen und Herzen zum Leuchten.

Gemeinsam setzen wir Ihre besonderen Wünsche stimmig

um. Fachlich kompetent und mit viel Liebe zum

Beruf sind mein Team und ich stets um Sie bemüht. Wir

alle brauchen diese Zeit, um glücklich und zufrieden zu

sein.

Das Team von „Karins Blumenzauber“ dankt allen Kunden

für Ihr Vertrauen, wünscht ihnen eine besinnliche Zeit,

ein segensreiches Weihnachtsfest und vor allem Glück

und Gesundheit im neuen Jahr.

Großklein 120 - Tel.: 03456 20 78

Heimschuh 150 - Tel.: 03452 760 18


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Wo Kormoran

und Höckerschwan sich

Gute Nacht sagen

Der Winter ist für uns Menschen eine wunderbare Zeit. Wir sitzen vorm Kamin

und trinken heißen Tee. In der Tierwelt ist diese Zeit nicht so beliebt. Sie ist geprägt durch

Entbehrungen, Kälte und Hunger. Viele Tiere entgehen dieser schweren Zeit durch Winterschlaf,

Starre oder Wanderungen. Dennoch gibt es einige Tiere, die man auch im Winter bei uns

beobachten kann. Wir möchten Sie heute mitnehmen auf einen Spaziergang entlang eines

Baches hin bis zu einem natürlichen Teich und dessen Umgebung.

Dabei werden wir die Vögel, die auch in der kalten Jahreszeit an unseren Gewässern

anzutreffen sind, näher vorstellen.

Familie Masser & Team wünscht

allen Gästen gesegnete Weihnachten

und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Spagatkrapfen

zum Selbermachen

46 dag Mehl

1 Prise Salz

28 dag Margarine

2 Dotter, 2 Eier

2 Eierschalen, Schlagrahm

2 Eierschalen, Weißwein

Fett zum Ausbacken

Mürbteig zubereiten. 1/2 Stunde rasten lassen, sehr dünn auswalken,

Rechtecke (11 x 6 cm) radeln, im heißem Fett backen, etwas überkühlt

im Zucker-Zimt-Gemisch drehen. Zum Backen verwendet man

geeignete Spagatkrapfenformen.

Große Kekse-Auswahl sowie selbstgemachter

Lebkuchenteig

Super Gebäck-Aktion bis Ende Dezember 2012

1 kg Weckenbrot mit 10 Semmeln um EURO 4,80

NEU bei uns: Brötchen-Service

(Belegtes Weißbrot oder belegtes Jourgebäck)

Wir haben jeden Advent-Samstag Glühwein

und Punsch für unsere Gäste. Ab 16 Uhr!

Mit Unterstützung von


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Wo Kormoran und Höckerschwan sich Gute Nacht sagen

Haubentaucher

Wenn wir ganz leise den Bach entlang wandern, dann fällt uns

als erstes eine tauchende Amsel auf. Dabei handelt es sich um

die Wasseramsel, die im Unterschied zur echten Amsel einen

weißen Latz aufweist. Sie ist verwandt mit dem Zaunkönig.

Besonders interessant ist ihre Art, Futter zu sammeln. Dazu

taucht der Vogel in die eisigen Fluten des Baches und dreht

am Grund kleine Steine um, unter denen sich Krebschen und

Larven verstecken. Um über und unter Wasser gut sehen zu

können, hat die Wasseramsel Spezialaugen, und damit sie vor

Nässe und Kälte geschützt ist, ist die Bürzeldrüse zum Fetten

des Gefieders stark vergrößert.

Ein Stückchen weiter am Fluss entdecken wir den nächsten

Vogel, der seine Beute tauchend erlegt. Es ist der Kormoran.

Kormorane sind in ganz Europa verbreitet, können also an

Meeresküsten genauso wie an Flüssen und Binnengewässern

angetroffen werden. Zur Jagd nach Fischen tauchen sie ein paar

Meter tief und können bis eine Minute unter Wasser bleiben.

Im Wasser bewegen sie sich mit ihren Füßen fort und packen

die Beute mit dem Schnabel. Fische sind die Hauptnahrung der

Vögel, weil sie in größeren Mengen und am leichtesten verfügbar

sind. Besonders lustig ist der Anblick, wenn der Kormoran

nach seinen Tauchmanövern am Uferrand sitzt und seine Flügel

trocknet, die er dazu weit ausbreitet.

Um die nächste Flussbiegung herum entdecken wir zwei Stockenten.

Sie ist die Stammform unserer Hausente und wird von

jedermann sofort erkannt. Der Erpel mit seinem grünen Kopf

ist praktisch nicht zu verwechseln. Sie ist sehr häufig an allen

Gewässern anzutreffen, weil sie eher anspruchslos ist, was

die Wahl ihrer Aufenthaltsorte betrifft, und auch bei der Auswahl

ihrer Nahrung ist sie nicht besonders wählerisch. Sie isst

im Prinzip alles, was ihr vor den Schnabel kommt. Die Stockente

gehört zu den Schwimmenten. Das bedeutet, der Nahrungserwerb

erfolgt an der Wasseroberfläche oder gründelnd. Dabei

ragt das Hinterende aus dem Wasser.

Im Gegensatz dazu gibt es eine Gruppe der Tauchenten, zu

denen zum Beispiel die Reiher- und die Tafelente gehören. Sie

sammeln ihre Nahrung, indem sie zum Gewässergrund tauchen,

wobei der gesamte Körper unter Wasser ist.

Auf unserem Spaziergang gelangen wir nun langsam an einen

großen natürlichen See. Die ersten, die uns entgegen schwimmen,

sind zwei Blässhühner. Diese sind Allesfresser und gehören

zu den Rallen. Dieses Tier ist leicht zu erkennen an der

weißen Stirnblässe und dem weißen Schnabel. Das Blässhuhn

begegnet uns sehr häufig, da auch ihre Ernährungsansprüche

nicht besonders hoch sind. Sie essen Pflanzen, Kleintiere und

auch menschliche Abfälle.

Hinter den Blässhühnern erkennen wir die "Königin des Sees".

Anmutig und wunderschön gleitet sie durchs Wasser. Es ist

der Höckerschwan, ganz unverkennbar durch seinen orangen

Schnabel mit dem schwarzen Höcker darauf. Er ist sehr häufig

anzutreffen und trägt unsere Sympathie, obwohl es kein einheimischer

Vogel ist. Meist handelt es sich um Nachkommen von

verwilderten Parkschwänen oder sie wurden ausgesetzt bzw.

gezielt angesiedelt. Der Höckerschwan wird sehr schwer und

ist mit 15 Kilogramm einer der schwersten flugfähigen Vögel.

Zu verwechseln ist der Höckerschwan mit dem Singschwan,

der bei uns als Wintergast aus Skandinavien nur in den kalten

Monaten vorkommt. Der Singschwan hat allerdings einen gelbschwarzen

Schnabel ohne Höcker.

Der letzte Vogel, den wir vor Einbruch der Nacht noch am

See beobachten können, ist der Haubentaucher. Er besitzt am

Kopf eine aufstellbare Federhaube, die ihm seinen Namen

verleiht. Er kann auch sehr gut tauchen und ernährt sich von

Fischen. Die Haubentaucher-Eltern bilden Schwimmnester aus

Halmen. Die Jungen werden oft auf dem Rücken der Eltern mitgenommen.

Besonders imposant ist das Balzverhalten dieser

Vögel im Frühjahr. Es mutet an, als würden sich beide in einer

Art Balztanz synchron über das Wasser bewegen.

Nun bricht die Dämmerung herein und wir verabschieden uns

von den unterschiedlichen Winterbewohnern der heimischen

Gewässer. Wir sind berührt von der Schönheit dieser Tiere und

von ihrem harten Überlebenskampf in der Kälte des Winters.

Wir nehmen uns vor, das Überleben dieser Tiere zu unterstützen,

durch die Belassung von naturnahen Uferbewüchsen, der

Schaffung von ökologisch wertvollen Bachläufen und dem

Schutz der natürlichen Gewässer vor Verschmutzung und Verunreinigungen.

Fotografisch stellen die Wasservögel eine spezielle Herausforderung

dar. Außer an Stellen, wo sie (ganz und gar nicht

notwendigerweise und nicht zu ihrem Wohle!) gefüttert werden,

sind Enten, Blässhühner oder Taucher sehr scheu. Man kann sie

also nur mit langen Brennweiten und nach längerem Ansitzen

in einem Tarnzelt überlisten. Die Beobachtungshütten an den

Stauseen der Mur, wo oft Riesenmengen von altem Brot oder

ähnlichem verfüttert werden, haben zu großen Ansammlungen

von Wasservögeln geführt, die dort das ganze Jahr über leicht

aus der Nähe zu beobachten und zu fotografieren sind. Aus

Naturschutzsicht ist die Fütterung keineswegs positiv zu bewerten.

Die Massenansammlung von Tieren befördert eher die

Übertragung von Krankheiten.

Als Fotograf kann man die Situation dort nutzen, um sich

mit der langen Brennweite ein wenig Übung zu verschaffen.

Manche Fotokurse von Dr. Herbert Bödendorfer führen die

Teilnehmer/innen auch an die Stauseen der Mur und die

Beobachtungshütten dort.

Wichtig ist, dass die Aufnahmeperspektive aus der Hütte

hinunter auf die Vögel sehr unnatürlich aussieht. Auge in Auge

mit dem Tier sollte man sein! Ganz am Ufer niedergekauert,

geht sich das eher aus. Vor allem die streitsüchtigen Blässrallen

bieten Gelegenheit für Bewegungsstudien. Ihr schwarzes Kleid

ist allerding nicht leicht richtig zu belichten. Eine Blende Unterbelichtung

kann nicht schaden, sonst ist der Vogel grau.

Die Wasseramsel ist im Bereich der Steinernen Wehr oder sonst

wo an Sulm und Lassnitz im Winter zu sehen. Sehr früh, schon

im Februar, beginnt sie mit der Brut unter einer Brücke oder

einem kleinen Wasserfall.

Die Kormorane wurden (wie auch Graureiher) in den letzten

Jahren in manchen Regionen zu einem Problem für Teichwirte.

Wo sonst finden sie heute noch Fische in geeigneter Größe, als

in Teichen. Lebensraumzerstörung hat sie zu unseren Nahrungskonkurrenten

gemacht. Schutznetze und andere Maßnahmen

sollen es möglich machen, dass wir uns diese Tiere auch in

Zukunft noch leisten können.

Beatrice Schöller und Herbert Bödendorfer

Tafelente

Höckerschwan

Fotokurse im Naturpark Südsteirisches Weinland

und naturkundliche Exkursionen

Februar – März 2013

Naturfotografie und Wandern auf Santiago/Cabo Verde.

In Kleinstgruppen.

12. – 14. April 2013

Frühlingserwachen im Naturpark Südsteirisches Weinland.

27. – 30. April 2013

Blühender Karst und Höhlenfotografie in Slowenien.

9. - 12. Mai 2013

Vogelkundliche Exkursion an den Plattensee.

9. - 11. August 2013

Naturfotografie für Paare: Schwerpunkt Blumen und Gärten.

Naturpark Südsteirisches Weinland.

13. - 15. September 2013

Reportagefotografie: Weinlese im Naturpark Südsteirisches Weinland.

20. - 21. September 2013

Einführung in die digitale Naturfotografie

im Naturpark Mürzer Oberland.

18.- 20. Oktober 2013

Herbstlicher Farbenrausch. Fotowanderungen

im Naturpark Südsteirisches Weinland.

Blässhuhn

Informationen und Anmeldung:

Dr. Herbert Bödendorfer

Pössnitz 172

A – 8463 LEUTSCHACH

Tel. und Fax: 03454 64 82

www.boedendorfer.com

geovision.boedendorfer@aon.at

Wasseramsel


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Nymphen-Schatz

und Wassermann´s Traum

Unter diesem Motto steht das heurige Schuljahr im Naturpark Südsteirisches Weinland.

Die Naturparkschulen beschäftigen sich dabei mit vielen unterschiedlichen

Aspekten des Wassers.

Alpenkammmolch

Stehendes Gewässer

Das Jahr 2013 wurde von der UNESCO zum Internationalen Jahr

der Zusammenarbeit zum Wasser erklärt. Es sollen mit diesem

Thema verschiedene gesellschaftliche Bereiche der Natur- und

Sozialwissenschaften, Bildung, Kultur und Kommunikation

zusammengeführt werden.

Ziel des internationalen Jahres ist, das Bewusstsein dafür zu

schärfen, dass Zusammenarbeit im Bereich Wasser die Regel

und nicht die Ausnahme ist, und dass Zusammenarbeit zu

Wasserressourcen der Auftakt sein kann für Zusammenarbeit

in anderen Gesellschaftsbereichen. Auch der Naturpark hat

sich für das Schuljahr 2012/13 das Wasser zum Hauptthema

auserkoren.

Den Rahmen dazu bilden einerseits die Erforschung der heimischen

Wasserlebensräume und das Verständnis für die Bedeutung

des Wassers in der Natur. Andererseits sollen auch

die Probleme der Wasserversorgung aufgezeigt werden. Woher

kommt unser Wasser und wohin geht es den Abfluss entlang?

Ständige Verfügbarkeit von Trinkwasser sollte als Luxus und nicht

als Selbstverständlichkeit begriffen werden. Notwendigkeiten

des Wassersparens und der Sauberhaltung unserer Flüsse und

Meere muss zum Grundwissen aller Naturpark-Bürger/innen

zählen.

Möglichkeiten, diese Inhalte zu erleben, bieten die Angebote der

Natur- und Landschaftsvermittler/innen zum Thema Wasser

und der Besuch einen der zahlreichen Aktionstage und Fortbildungen.

Am Weltwassertag, 22. März 2013, gibt es, wie in den letzten

Jahren, gemeinsam mit der Leibnitzerfeld Wasserversorgungs

GmbH einen organisierten Aktionstag für Schulen und die Bevölkerung

rund um das Thema Wasser (Wasserversorgung,

natürliche Gewässer und ihre Bewohner). Mit unserer Aktion

„Walk for Water“ um 11 Uhr wollen wir auf die Ungerechtigkeit

der Wasserverfügbarkeit in der Welt hinweisen und unterstützen

damit ein Hilfsprojekt.

Die Ergebnisse der Erforschungen und Recherchen rund um das

Thema Wasser werden am Freitag, den 24. Mai 2013, der Öffentlichkeit

präsentiert. In Zusammenarbeit mit dem Fischereiverein

Leibnitz, dem Tourismusverband „Die besten Lagen.

Südsteiermark“ und dem Gasthaus Sulmwirt wird eine gemeinsame

Sulmauen-Wanderung organisiert. Mehrere Stationen

zum Thema Wasser (Elektrobefischung, Fischfauna, Lebensraum

Sulmauen, ...) sollen Interessierte informieren und abschließend

werden am Genussplatz Sulmauen die Projektergebnisse

präsentiert und ausgestellt.

Das Thema Wasser spiegelt sich auch im alljährlichen Amphibien-Projekt

wider. Als Gemeinschaftsprojekt des Naturparks

Südsteirisches Weinland, der Berg- und Naturwacht und des

Europaschutzgebietes werden entlang einer Straße ca. 300 m

Amphibienschutzzäune errichtet. Jährlich wandern dort im

Frühling hunderte Amphibien zu ihren Laichgewässern und

werden dabei von Autos überfahren. Unter begeisterter Mithilfe

der Naturparkschulen werden entlang der Zaunstrecke 22 Eimer

im Boden vergraben, die die wandernden Tiere auffangen

sollen. In den folgenden 3 - 4 Wochen müssen diese Eimer

regelmäßig jeden Tag entleert und die Tiere auf die andere

Straßenseite gebracht werden. Unter den wandernden Amphibien

findet sich auch der Alpenkammmolch. Dabei handelt es

sich um eine EU-weit geschützte Tierart.

Es gibt viele Möglichkeiten für jeden Einzelnen, das kostbare

Gut „Wasser“ zu schützen. Wir laden Sie ein, sich gemeinsam

mit uns im Jahr 2013 Gedanken über den Schutz der Ressource

Wasser zu machen.

Beatrice Schöller

Lebendiger Fluss

Das Leader-Kooperationsvorhaben „Naturparkschulen im Naturpark Südsteirisches Weinland“ der LAG Naturpark Südsteirisches Weinland

wird von den folgenden Institutionen unterstützt:


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Dem Überlebenskampf im Winter

folgt Liebesglück im Frühling

Wenn in unseren Wohnzimmern das Buchenholz im Kamin knistert, die wohlige Wärme

des Feuers unsere Herzen öffnet und wir durch das Fenster auf die verschneite

und scheinbar schlafende Landschaft blicken, kämpft so manch einer da draußen in der

Kälte um das Überleben.

Einer davon, der mir in den vergangenen Monaten besonders

an mein Herz gewachsen ist, sitzt wahrscheinlich gerade auf

einer alten Rotbuche im südweststeirischen Waldgürtel an der

slowenischen Grenze. Der junge Habichtskauz ist erst in diesem

Jahr auf die Welt gekommen und unerfahren. Der erste

Winter seines Lebens stellt ihn auf eine harte Probe. Möglicherweise

muss er wochenlange Hungerperioden bei eiskalten

Temperaturen überstehen. Zum Glück besitzt er ein ausgezeichnetes

Gehör und besonders lichtempfindliche Augen, die

er während seiner nachtaktiven Jagd bestens einzusetzen vermag.

Schon die geringsten Geräusche werden von seinem

markanten Gesichtsschleier, der einer "Satellitenschüssel"

gleicht, zur Gehöröffnung geleitet. Im Extremfall kann er so

die heißgeliebten Wald- und Wühlmäuse, die er zum Fressen

gern hat, unter einer 20 cm dicken Schneedecke lokalisieren

und anschließend mit den Fängen durch den Schnee hindurch

ergreifen.

Mit Unterstützung von

Fotos: Andrea Bund

Vom Ort seiner Geburt ist er weit weg, möglicherweise bis zu

150 km. Nach langem Suchen hat er hier endlich sein Revier

gefunden, in dem er sein Leben lang bleiben wird. Der Wald

gefällt ihm: Ein Laubmischwald, reich strukturiert, mit mächtigen

Buchen, dazwischen ragt der eine oder andere Nadelbaum

in den Himmel. Gerne sitzt er auch auf der alten Eiche direkt

neben der Wildfütterung. Ansonsten fliegt er entlang der

Forststraße zur Kirrung, die der Jäger angelegt hat, um das

Schwarzwild anzulocken. Der junge Habichtskauz hat nämlich

eines schon gelernt: Rund um diese Plätze gibt es ausreichend

Mäuse, auch im Winter. Wenn dann auch noch die brechende

Rotte sämtliche Mäuse aufscheucht und diese flüchten, hat er

leichtes Spiel und ausreichend Beute.

Heutzutage kann er sich dort gefahrlos aufhalten. Feinde kennt

er nicht und so verhält sich unser junger Kauz sehr vertraut

gegenüber dem Menschen.

Geringe Fluchtdistanzen von weniger als 20 m sind keine

Seltenheit – er hat ja nichts zu befürchten. Das war leider

nicht immer so, denn schon vor Jahrtausenden wurden seine

Artgenossen widerrechtlich abgeschossen. Heute werden

solche Verstöße von zukunftsorientierten Jägern, die das

Waidwerk verstehen, verurteilt und nach dem Jagd- und

Naturschutzgesetz geahndet. Gerüchten zufolge soll es

auch heute noch illegale Abschüsse dieser seltenen Eule

geben, doch glaube ich an die Vernunft unserer süd- und

weststeirischen Jäger und schenke diesen Gerüchten keinen

Glauben. Für einen Jäger wäre es ohnehin ein Ding der

Unmöglichkeit, sich mit der Trophäe eines verbotenerweise

erlegten Habichtskauzes zu schmücken. Den Habichtskauz

für den Rückgang der Fasane verantwortlich zu machen und

ihn möglicherweise deshalb zu schießen, würde aufgrund

von Unwissenheit passieren und wäre somit vermeidbar.

Denn während sich der Fasan bevorzugt in der halboffenen

Kulturlandschaft mit ausreichender Deckung aufhält, lebt der

Habichtskauz in geschlossenen Waldgebieten und meidet das

Offenland. Bei einem möglichen Wechsel des Fasans in seinen

Winter-Lebensraum könnte es zu einer Überschneidung der

Lebensräume kommen. Da der Habichtskauz aber äußerst

selten ist und Kleinvögel nur im äußersten Notfall erbeutet,

ist der Rückgang der Fasanpopulation wohl eher auf die

ausgeräumte Kulturlandschaft zurückzuführen als auf den

Habichtskauz. Viel lieber sollten wir uns des Anblicks dieses

eleganten Vogels erfreuen und stolz darauf sein, dass ihm

unsere Wälder behagen und er sich hier wohl fühlt.

Unser junger Habichtskauz ist ein äußerst geschickter Jäger

und hinterließ mit seinem "Brautgeschenk" – einer ziemlich

beleibten Rötelmaus - einen bleibenden Eindruck bei einem

Weibchen. Damit hat er ihr Herz erobert und wird nun bis an

sein Lebensende mit ihr zusammen bleiben. Das Weibchen

hat auch schon eine Bruthöhle für sich und ihren Partner

gefunden. Einen vermutlich seltsam erscheinenden aber

funktionstüchtigen Nistkasten, den sie auf einer Buche in

10 m Höhe entdeckt hat. Möglicherweise gewinnen die beiden

Käuze keinen Preis für landschaftsgerechtes Bauen, aber was

soll man machen, wenn man auf natürlich vorkommende

Bruthöhlen angewiesen ist, diese aber kaum noch findet?

Man zieht in eine Restmülltonne, die naturliebende und

freundliche Menschen umgebaut und am Baum montiert

haben. In diese "Höhle" wird das Weibchen Jahr für Jahr

die Eier legen und ca. 28 Tage lang bebrüten, während das

Männchen auf Futtersuche fliegt. Wenn die kleinen Käuze

geschlüpft sind, aus Neugier aus dem Nest flüchten und im

Frühsommer dann am Boden sitzen, ist die Beobachtung

möglicherweise ein äußerst gefährliches Unterfangen. Wie

alle Mütter wird auch unsere Habichtskäuzin zur Furie und

extrem aggressiv, wenn sie ihre Kinder in Gefahr glaubt.

Wir sollten ihr daher besser aus dem Weg gehen. Im Herbst

ziehen die Jungvögel los und suchen ihr eigenes Revier. Dann

heißt es für diese Generation, den ersten Winter ihres Lebens

zu überstehen und vor allem zu überleben. Ich wünsche es

ihnen von ganzem Herzen.

Mag. Andrea Bund

Natura-2000 Gebietsbetreuerin

Nistkasten-Montage

für den Habichtskauz


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Südsteirische Musiktage

in St. Johann im Saggautal

Mit dem Ziel, eine Verbindung zwischen klassischer Musik und Volksmusik im Interpretationsbereich

herzustellen, trafen sich im Jahr 1999 Musiker aus beiden Bereichen in der Gemeinde St. Johann im

Saggautal, um in Workshops - musikalisch Begabte und Interessierte aus der Umgebung konnten

an diesen Workshops teilnehmen - zu erarbeiten, was der Öffentlichkeit zusammen mit Beiträgen

des örtlichen Kirchenchors und des Musikvereins an mehreren Abenden präsentiert wurde. Den

Höhepunkt und Abschluss dieser Woche bildete am Sonntag ein gemeinsam gestaltetes Hochamt

in der Pfarrkirche St. Johann im Saggautal.

Zeit der Besinnung.

Zeit der Erinnerungen

Die stillen Monate des Jahres sind auch eine Zeit der Besinnung auf die wesentlichen

Werte in unserem Leben. Es ist die Zeit auf andere Menschen zuzugehen und auch

eine Zeit der Erinnerung und der Wertschätzung für das, was wir heute haben und sind.

In Vogau trafen wir Herrn Rupert Partl, geb. 1922, der uns mit seinen Erinnerungen

ein wenig zum Nachdenken anregt.

Dozent Prof. Wolfgang Klos, Vizerektor

der Universität für Musik und darstellende

Kunst Wien, war und ist bis heute

der Leiter des Klassikkurses. Zusammen

mit den beiden anderen Dozenten Jan

Pospichal und Orfeo Mandozzi bildete er

das „Wiener Streichtrio“, ein Ensemble

von allerhöchster kammermusikalischer

Kompetenz.

Prof. Hermann Härtel, der damalige Leiter

des Steirischen Volksliedwerkes, und

Rudolf Pietsch, tätig beim Institut für

Volksmusikforschung Wien, arbeiteten

als Dozenten mit Schüler/innen im Bereich

Volksmusik. Der Zugang zu alten

Notenhandschriften, das Beherrschen

der Spieltechnik der alten Tanzmusik, das

Vermitteln von instrumentaler und vokaler

Volksmusik und ihre Erfahrung in

der Praxis als Tanzgeiger auf den ländlichen

Tanzböden, zeichneten diese Volksmusiker

aus.

Eingebunden in die einzigartige Landschaft

der Südsteiermark führte diese

Woche zu einer Begegnung zwischen

Künstlern und der regionalen Lebensart

mit ihren Kulturschaffenden. Vormittags

wurde in Kammermusikproben umfassende

Werkkenntnis vermittelt und

gleichzeitig war dies eine intensive Vorbereitung

für die abendlichen Auftritte.

Der Nachmittag führte die Klassikteilnehmer/innen

musikalisch mit den Volksmusikern

zusammen. Musikalische Wanderungen

und Besuche bei Weinbauern,

Kernölerzeugern sowie Schnapsbrennern

standen an den Nachmittagen auf dem

Programm.

Hauskonzert im Weinkeller, Nachtkonzert

für Feinschmecker, Konzert für

Nachtschwärmer, Musikalisch-Verhackertes,

Gipfel- und Kirchenkonzert, Vom

Instrument in die Füße… Tanzabend,

Kleines Weinbergkonzert, Ohrenschmaus

– das waren Bezeichnungen für Abendveranstaltungen,

die in den folgenden

Jahren in Buschenschenken, Gasthöfen,

kleinen Kirchen und in der Saggautalerhalle

stattfanden. Vorträge, Jodler- und

Weisenkurse, ein Bildhauerworkshop, Diavorträge,

Vernissagen, Lesungen etc.

rundeten das Programm ab.

In den Jahren 2005 bis 2007 wurde eine

„verkürzte“ Version der Südsteirischen

Musiktage abgehalten, in der es je nur

eine Wochenendveranstaltung unter

Teilnahme der örtlichen Vereine wie

Musikverein, Kirchenchor usw. mit der

Volksmusik als Hauptschwerpunkt gab.

Danach kam wieder die Ursprungsidee –

die Klassik mit der Volksmusik zu vereinen

und einen Wochenkurs abzuhalten zum

Tragen – und entwickelte sich bis heute

weiter. Die Südsteirischen Musiktage

stehen nach wie vor unter der Schirmherrschaft

des Steirischen Volksliedwerkes

mit dem Vorsitzenden DI Gunther

Hasewend.

In der Volksmusik wurde unter der Leitung

von Mag. Reinhard Uhl vom Konservatorium

Graz ab 2011 versucht, die regionalen

Werke, die teilweise in Vergessenheit

geraten sind, wiederzubeleben. So

kam es, dass Teile der „Saggautaler

Messe“ mit dem „Sausaler Segen“, die im

Jahr 1919 vom Komponisten W. Rehaczek

komponiert wurde, von den Student/

innen entsprechend der heutigen Modernen

aufgearbeitet wurde sowie die

„Stöckl“-Lieder den jungen Volksmusiker/

innen im Kurs nahegebracht wurden.

Im heurigen Jahr kam es zu einer Fortführung

dieser Idee. An den einzelnen

Abendaufführungen gaben die Schüler/

innen und Student/innen, die übrigens

aus vielen verschiedenen Ländern nach

St. Johann i. S. gekommen sind, ihr Erlerntes

zum Besten, was bei den Besuchern

zu besonderen Hörgenüssen führte.

Der Reiz, „Klassik mit Volksmusik“ zu

vereinen, die historisch in der Umgebung

geschriebenen Werke aufzuarbeiten und

der Nachwelt zur Verfügung zu stellen

sowie die Abenddarbietungen an malerischen

Orten unserer Südsteiermark abzuhalten,

bildete die Grundmotivation,

diese Veranstaltung in der Gemeinde

St. Johann i. S. abzuhalten.

Das Leader-Kooperationsvorhaben „Südsteirische Musiktage in St. Johann im Saggautal“ der LAG Naturpark Südsteirisches Weinland

wird von den folgenden Institutionen unterstützt:


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Zeit der Erinnerungen

Erzählt von Rupert Partl

Der gebürtige Bauernsohn wuchs in der Gemeinde Vogau

auf und musste schon frühzeitig zum Kriegsdienst einrücken.

Nach dem Krieg folgte die Gefangenschaft und erst 1947

kehrte er in seine Heimat zurück. Hier dürfen wir Briefe, die er

in den Kriegsjahren nachhause geschrieben hat, wiedergeben

sowie seine Erinnerungen an das Weihnachtsfest von 1945.

Diese Aufzeichnungen sind aus einer tiefen Sehnsucht nach

den wesentlichen Dingen wie Gesundheit, Familie und Liebe

entstanden und sollen uns daran erinnern, dass nicht alles in

unserem Leben selbstverständlich ist.

Feldpost: 8. 7. 1944

Liebe Eltern und liebe Schwester!

Mit Tränen in den Augen, trotzdem mit großer Freude, kann

ich euch Lieben wieder schreiben. Was sich in der Zwischenzeit

ereignet hat, kann ich nicht schreiben, wird man auch nicht

erzählen können. Denn das bleibt ein Geheimnis für die, die

mit dabei waren und durchgekommen sind. Waren 5mal

eingekesselt und haben uns mit schwersten Kämpfen, ohne

ein Auge zuzudrücken, 8 Tage überhaupt nichts zu essen, vor

lauter Erschöpfung immer nur Sumpfwasser getrunken, herausgekämpft.

Bei den Kämpfen hatten wir nur unser Leben retten

können. Alles andere vernichtet und zurückgelassen. Wenn

ihr nur hier werd, möchte ich Euch alle umarmen vor lauter

Freude. Die Hoffnung hab ich ja nicht so schnell aufgegeben.

Wo man dacht, nun ist wohl die letzte Stund, wenn die

Kameraden gefallen sind und man stand allein. Es hieß. “Wer

sich retten kann, der rette sich.“ Und so hatte mich diesmal

der Schutzengel auch wieder rausgeführt. Das alles, was sich

hier zugetragen hat, wird jedem in Erinnerung bleiben. Und

niemand wird es je vergessen, was wir durchgemacht haben.

Nun, liebe Eltern, möchte ich so gern nach Hause und euch

alle wiedersehen. Aber ich weiß nicht, was aus uns werden soll.

Wir suchen nun den Sammelplatz der Division, dort werden wir

wohl Weiteres erfahren. Eine Erholung hätten wir alle nötig.

Denn sind ja ganz heruntergekommen und schwach. Aber da

hab ich wenig Hoffnung. Wenn ihr mich einmal gesehen hättet,

ihr hättet nicht gewusst, dass das Euer Pertl ist. Aber wir sind

froh, dass wir so durchgekommen sind. Schreiben könnt ihr,

liebe Eltern, noch nicht, denn meine Einheit ist nicht mehr und

ich muss erst warten, bis ich wieder eine neue habe und ich

euch meine Anschrift mitteilen kann. Zum Schluss nun seid alle

auf das Herzlichste gegrüßt, grüßt mir auch Seppl (Bruder) und

lebt wohl. Euer Pertl

Feldpost: 11. 7. 1944

Meine lieben Eltern und Schwester!

Vorerst sind alle recht herzlich gegrüßt und hoffe, dass ihr

meinen ersten Brief inzwischen erhalten habt. Bin nun hier

am Sammelplatz der Division angekommen. In der Nähe von

Wolkowisk. Einige Kameraden von meiner Einheit sind auch

hier, die sich auch durchschlagen konnten. Können es alle noch

nicht fassen, dass wir durchgekommen sind. Vor lauter Freude,

liebe Eltern, kann man weinen. Wir möchten nun alle gerne zu

unseren Lieben in die Heimat. Aber die Hoffnung wird wohl

vergebens sein. Nun, was aus uns werden soll, wissen wir nicht.

Vielleicht kommen wir zur Infanterie. Macht euch keine Sorgen,

ihr Lieben. Wir sind nur Einem den Tod schuldig, ob früher oder

später. Es heißt halt leben oder sterben. Aber jede Kugel trifft

nicht, sonst wäre ich schon länger nicht mehr hier. Auf Urlaub

wäre ich wohl gerne gefahren. Für meinen Vater hatte ich

schon sehr viele Zigaretten aufgespart. Auch der lieben Mutter

und Christl wollte ich eine Freude machen. Hatte schon sehr

viel Schokolade zusammengespart. Nun musste ich aber alles

zurücklassen, nur das nackte Leben konnte ich retten. Mein

Führerschein, mein Postsparbuch, meine Fotografien - alles ist

weg. Das alles ist zu ersetzen. Kann ja froh sein, dass ich mit

dem Leben durchgekommen bin. Es hat ja uns allen das gleiche

Schicksal erreicht. Wo ist Seppl? Grüßt ihn vielleicht nochmals

von mir und hoffe, dass es ihm besser gehen wird. Liebe Eltern,

ihr könnt mir wieder schreiben, einstweilen die gleiche alte

Anschrift. Hoffe, dass die Post ankommen wird. Zum Schluss

sind alle herzlich gegrüßt. Lebt wohl, Euer Pertl. Viele Grüße an

alle Verwandten und Bekannten.

Weihnachten 1945 in russischer Kriegsgefangenschaft.

Es war in einem Lager in der Ukraine, hier arbeiteten tausende

Gefangene. Unsere Arbeitsgruppe war für den Bau einer Eisenbahnstrecke

eingeteilt. Es war eine schwere Arbeit und es

schneite heftig. Außerdem wurde es schon früh finster. Da

sagte einer aus unserer Mitte: „Wisst ihr überhaupt, dass heute

Heiliger Abend ist?“ Wir hatten natürlich keine Ahnung, für uns

war jeder Tag gleich. Denn für uns gab es keine Sonntage und

auch keine Feiertage. Unser Kamerad meinte: „Fragen wir doch

den Posten, unseren Bewacher, ob wir etwas früher ins Lager

gehen dürfen.“ Doch der Posten wies unsere Bitte ab, obwohl

es schon dunkel war. Wir erklärten ihm, dass es für uns ein

großer Tag sei, da doch heute Jesus geboren wurde. Aber unsere

Bitten blieben ungehört. Endlich war es dann soweit, dass wir

zurück in unser Lager gehen konnten. Wir waren bereits durch

Schneefall und Kälte zu Schneemännern geworden. Im Lager

angekommen, wurden wir gezählt, ob wohl alle da sind. Am

Abend gab es noch ein kleines Stück Brot und eine Krautoder

Kartoffelsuppe. Keine Kekse, Vanillekipferln oder Punschkrapferln.

Ein jeder setzte sich auf seine Liegestätte und verzehrte

die karge Mahlzeit. Es war Heiliger Abend und meine

Gedanken waren bei meinen Eltern und Geschwistern. Hoffentlich

sind sie alle zuhause und feiern einen bessern Heiligen

Abend als ich.

Meine Angehörigen wussten ja nicht einmal, ob ich noch am

Leben war. Denn viele meiner Kameraden haben Weihnachten

1945 nicht mehr erlebt. Nach den schrecklichen Erlebnissen

des Krieges und der anschließenden Gefangenschaft kehrte ich

Ende 1947 glücklich als letzter Heimkehrer unserer Gemeinde

zurück in mein geliebtes Elternhaus und konnte alle meine Lieben

umarmen. Dies war der schönste Tag und die darauffolgenden

Weihnachten die schönsten in meinem Leben. Weihnachten ist

ja auch ein Fest des Friedens und ich möchte alle Menschen

bitten, sich immer für den Frieden einzusetzen.

Verfasst von Rupert Partl


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Das Jubiläumsfest zum 20-jährigen Bestehen des Unternehmens, im Juni

2010, ist uns noch gut in Erinnerung, und schon gibt es wieder etwas zu

feiern. Dieser Tage vor 20 Jahren, am 13. November 1992, wurde das jetzige

Betriebs- und Geschäftsgebäude feierlich eröffnet. Seither konnten

wir einer großen Zahl an Lehrlingen die Möglichkeit bieten, das Handwerk

des Elektro-Installationstechnikers zu erlernen, und wir freuen uns

sehr über einen wachsenden Kreis zufriedener Kunden. Als ein Unternehmen, dem Nachhaltigkeit und Stabilität sehr am

Herzen liegt, sind wir besonders stolz, sowohl Mitarbeiter als auch Kunden zu haben, die uns seit Gründung des Unternehmens

begleiten, und wir sind bestrebt, dasselbe in einigen Jahren über jeden heute neugewonnenen Kunden behaupten

zu können. Wir setzen auf langjährige Mitarbeiter- und Kundenbeziehungen und freuen uns, Felix Klappa als E-Monteur,

sowie Alexander Hierzer und Thomas Stelzl als Lehrlinge seit Mitte des Jahres mit an Bord zu haben. Fit für die Zukunft

ist das Team mit Dipl.-Ing. Gerald Krammer. Mit technischem (Dipl.-Ing. Telematik, TU-Graz) und wirtschaftlichen (Bakk.

BWL, KFU-Graz) Hintergrund sowie extern erworbener Erfahrung als Führungskraft widmet er sich seit April des Jahres

ausschließlich dem Familienunternehmen und sorgt für frischen Wind, neue Ideen und tatkräftige Unterstützung.

Die

Anfang September führte uns das Thema

Hopfen und Bier nach Leutschach, der einzigen

Hopfenbauregion in der Steiermark.

Gerade rechtzeitig zur Hopfenernte besuchten

wir den Hopfenbaubetrieb Musger,

wo sich sowohl zahlreiche Urlaubsgäste als

auch interessierte Südsteirer trafen. Peter

Musger führte uns zu einem Hopfenacker,

wo wir viel Wissenswertes direkt vor Ort

erfuhren - der Hopfen (Humulus lupulus)

gehört zur Familie der Hanfgewächse (Cannabinaceae).

Er ist zweihäusig und ein Windbefruchter.

Nur die weiblichen Pflanzen bilden

aus den Blüten Dolden, die nur dann einen

hohen Brauwert haben, wenn sie nicht

befruchtet werden! Ausdauernd ist der

Wurzelstock, die oberirdischen Teile sind

krautig und einjährig und werden jedes Jahr

abgeschnitten. Der Leutschacher Hopfen

wird exklusiv an die Brauunion AG verkauft.

Dort wird unser Hopfen für das hervorragende

Reininghaus Jahrgangspils verwendet.

Auch in die moderne Trocknungsanlage

- von der Anlieferung zur feuchtwarmen

Darre bis zum verpackten Hopfen - durften

wir überall Einblick gewinnen. Selbstverständlich

durfte ein anschließender Besuch

in der Brauerei von Wolfgang Dietrich

www.diebrauerei.at in Leutschach nicht

fehlen. Nach der Verkostung von Dinkelbier

und Ginseng-Bier wurde uns eine weitere

Besonderheit – das Weinbier, eingeschenkt!

Abschließend folgte ein kurzer Einblick in

die Kunst des Bierbrauens und natürlich

konnte auch eifrig eingekauft werden.

Anfang Oktober waren wir zu Gast in der

Remschnigger Tenn, wo das Thema Lebensbaum

Kastanie im Mittelpunkt stand. Nach

einem kurzen Spaziergang zur Kastanienanlage

des Landesgutes berichtete Hans

Thünauer über seine lange Erfahrung mit

dem Kultivieren der Kastanie, von optimalen

Pflanzabständen und von Krankheiten unter

anderem dem Kastanienrindenkrebs, den er

an einem Baum erfolgreich mit einem „Bypass“

überbrücken konnte. DI Johannes

Schantl (ARGE Zukunft Edelkastanie-Verein

zur Erhaltung und Förderung der Kastanienkultur)

zeigte in seinem Vortrag die Kastanienbestände

und ihre lange Geschichte

in der Südsteiermark auf, wies auf die Gefahren

durch eingeschleppte Schädlinge

und Krankheiten hin und auch auf die vielfältige

Verwendung von Kastanien in der

Küche. Allen, die einen besonderen Hausund

Lebensbaum pflanzen wollen, sei ans

Herz gelegt, eine heimische gesunde Pflanze

erzählt …

Zur Veranstaltungsreihe DIE SÜDSTEIERMARK erzählt…

laden der Naturpark Südsteirisches Weinland und die

Tourismusverbände der Südsteiermark jeden ersten Montag

im Monat ein, die Region besser kennen zu lernen.

zu kaufen! (Edelkastanien Baumschule Ecker

in Mellach) Abschließend klang der Abend

bei gebratenen Kastanien und einem Glas

Sturm aus.

Das kleine Sanitärmuseum bei der Installationsfirma

Haas in Leibnitz öffnete seine

Türen im November für die interessierten

Südsteirer. Wasser und Sanitär... war das

spannende Thema des Abends. Herr DI Franz

Krainer (Geschäftsführer Leibnitzerfeld Wasserversorgung

GmbH) erzählte Informatives

rund ums Trinkwasser und die Probleme

im Leibnitzer Feld. Anschließend begaben

sich die Gäste mit Frau Dorli Krainer auf

eine Zeitreise der Hygiene durch die Jahrhunderte.

Nach 30-jähriger Sammlungstätigkeit

vor dem Hintergrund eines Installationsbetriebes

öffnete die Leibnitzerin

Erika Haas 1994 ihre Privatsammlung auch

der Öffentlichkeit. Was sie - teils belächelt,

teils verwundert beäugt - zusammengetragen

hat, beschäftigt sich mit einem der

wichtigsten Bedürfnisse der Menschen. In

zwei Räumen werden die Entwicklungsschritte

der menschlichen Hygiene ab 1683

gezeigt. Aus diesem Jahr datiert ihr ältestes

Stück, ein Zimmerklosett.

Ebenso reichhaltig sind andere Gegenstände

zur Körperhygiene - von der

Waschgarnitur über die frühen Zinkbadewannen

bis hin zur mit farbigen Blüten

und Granatäpfeln dekorierten Emailbadewanne

auf Löwenpranken und einem Gasdurchlauferhitzer

darüber - vertreten.

Dienten anfangs Waschkrüge zur Reinigung

der Hände, kamen auch an die Wand gehängte

Lavabo-Behälter zur Anwendung, ehe

die Wasserleitung das Wasser bis in die

Häuser brachte. Von 1871 findet sich das

erste Musterblatt als Katalog für Armaturen.

Weitere Musterblätter für diverse

Sanitärgegenstände ab dem 19. Jahrhundert

ergänzen den eindrucksvollen Ausflug in die

Vergangenheit des scheinbar Alltäglichen,

wobei der Blick auf die typische und altbekannte

Bassena deutlich werden lässt, wie

jung der heutige Sanitärstandart eigentlich

ist. www.walterhaas.at

Am Programm für unsere Veranstaltungsreihe

„Die Südsteiermark erzählt…“

im Jahr 2013 wird gerade gearbeitet.

Wünsche und Anregungen senden sie bitte

an office@suedsteiermark.com. Die

aktuellen Termine und Themen finden sie

wieder auf www.suedsteiermark.com


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Reichtum Natur –

Luxus für alle

Gesund, wohlschmeckend und einfach auf den Tisch zu bringen, so

sollen Lebensmittel sein. Und der Preis? Natürlich preiswert!

Schön und gut, werden Sie denken, aber kann man von einem

solchen Konzept auch leben? Einige Pioniere versuchen es

schon, auch hier bei uns im Südwesten der Steiermark, diese

möchten wir Ihnen vorstellen.

Stichworte zur naturnahen Produktion:

Nützlinge:

Nützlinge leisten einen enormen Beitrag zur Regulierung

unerwünschter Tiere im Garten und in der Landwirtschaft.

Ein Marienkäfer vertilgt in seinem Leben 3 100 Schildläuse,

Schwebfliegenlarven bis zu 700 Läuse in 8 Tagen. Blaumeisen

fliegen bis zu 1 000-mal pro Tag ins Nest, um Jungvögel

mit Insekten zu füttern. Statt teurer und giftiger

Pflanzenschutzmittel sind Nützlinge eine überlegenswerte

Alternative.

Fruchtwechsel:

Bei Hühnern denken wir an einen Bauernhof, bei Rindfleisch

an eine Weide. Äpfel wachsen am Baum. Fröhliche Bauern sind

emsig um alles bemüht. Schweine leben im Stall, das wissen

wir, dort quieken sie lustig vor sich hin.

Die Realität sieht anders aus. In riesigen Ställen finden Hühner

kaum einen Platz zum Umdrehen, bis sie im zarten Alter von

sechs Wochen geschlachtet werden. Schweineställe werden

immer größer, ob es die Schweine drinnen lustig haben, muss

bezweifelt werden. Rinder haben es da besser, hie und da leben

sie tatsächlich noch auf der Alm. Äpfel wachsen heutzutage

meistens auf Miniaturbäumchen, die nichts mit dem idyllischen

Apfelbaum zu tun haben, wie er im Bilderbuch für

Kinder zu sehen ist. Abseits von Werbung und Marketing wird

von „Nahrungsmittelproduktion“ und „Lebensmittelindustrie“

gesprochen, da haben Stückzahlen und Effizienz das Sagen,

der Bauernhof heißt „Betrieb“ und nur immer größere Betriebe

können im Wettbewerb bestehen.

Das Resultat ist bekannt: Hühnerfleisch, das nur mehr nach

dem Gewürz schmeckt, mit dem es zubereitet wird, beim

Schweine- und beim Rindfleisch wissen zumindest die Älteren,

„dass das früher doch nach viel mehr geschmeckt hat“, und bei

den Äpfeln merken die Sensiblen, „dass ein weniger schöner

Apfel aus dem Garten besser schmeckt als die Bilderbuchäpfel

aus dem Supermarkt“.

Hin und wieder erfahren wir – aus persönlichen Gesprächen

oder gerüchteweise – „dass die Bauern neben ihren industriell

produzierten Produkten noch einige Tiere so wie früher halten,

für den Eigengebrauch, damit sie nicht dasselbe essen müssen

wie die Masse der Konsumenten, die es halt billig wollen“.

Da und dort gab es in den letzten Jahren ein Umdenken. „Bio“

hieß das Schlagwort, das Viele heute nicht mehr hören können,

zu viel Schindluder wurde damit getrieben. Dabei ist der Gedanke

des Biologischen Landbaus so alt wie die bäuerliche Kultur,

es bedeutet, dass die natürlichen Kreisläufe beachtet werden,

auf den Feldern der Fruchtwechsel beachtet wird – ein alter

Hut, wird sich mancher schmunzelnd denken… Der Einsatz von

Nützlingen statt Schädlingsbekämpfung mit giftigen Substanzen

ist noch wenig bekannt, wird manchmal belächelt, es

braucht viel Erfahrung und Zeit, Durchhaltevermögen und

damit auch Geld, bis Erfolge sichtbar werden.

Sind wir schon reif genug, um uns den Luxus von gesunden

und wohlschmeckenden Lebensmitteln zu leisten? Jeder Wert

hat seinen Preis, sind wir bereit, ihn zu bezahlen? Oder bezahlen

wir lieber mit einem Mangel an eigener Gesundheit und

vermindertem Genuss?

Philosophische Gemüter rufen schon seit Langem nach einer

„ganzheitlichen Sicht“. Sie meinen den Zusammenhang zwischen

einer natürlich wirkenden bäuerlichen Kulturlandschaft,

den nicht zu beschleunigenden Kreisläufen der Natur und

wohlschmeckenden Nahrungsmitteln. Das Futter für die Haustiere

aus der eigenen Region zu holen, ist eine weitere Facette

dieses Bildes.

Die Fruchtwechselwirtschaft ist eine Form der Landwirtschaft,

bei der auf einem Stück Land in regelmäßigen Abständen

verschiedene Pflanzen angebaut werden. Hierbei

unterscheidet man zwischen Halmfrucht (Getreide) und

Blatt- bzw. Hackfrüchten. Mais und Hafer nehmen eine

Zwischenstellung ein. Beim Fruchtwechsel werden Halmfrucht

und Blattfrucht im Wechsel angebaut. Diese Fruchtfolge

ist im Hinblick auf Pflanzengesundheit, Unkrautselektion

und Nährstoffeffizienz den getreidebetonten

Fruchtfolgen vorzuziehen, diesen aber ökonomisch häufig

unterlegen.

Entdecken Sie

Spezialitäten aus der

Südsteiermark!

Wir verarbeiten Lebensmittel aus eigener kontrollierter Bio-

Landwirtschaft, Brot und Kuchen backen wir jeden Tag frisch.

Unser Frischehof in Leibnitz bietet ein komplettes Bio-Vollsortiment,

davon 1000 regionale Spezialitäten.

Robier Frischehof KG, Im Lagerfeld 11, 8430 Leibnitz

Telefon: 0 3452 745 11-0 E.Mail: info@frischehof.at

www.frischhof.at


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Heimatkunde.

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Reichtum Natur –

Luxus für alle

Drei Beispiele aus unserer Region:

Wie sieht es mit dem naturnahen Wirtschaften bei uns in der Region und im Naturpark Südsteirisches

Weinland aus? Die folgenden drei Beispiele stehen für viele andere, die auch Beachtung finden

wollen und diese verdient haben. Und ohne die Vermarktung wie

z. B. durch den Frischehof in Leibnitz wäre es nicht möglich,

einschlägige Erzeugnisse zum Kunden zu bringen. Allen, die

sich - oft schon seit vielen Jahren und mit großem Einsatz - um

wertvolle Lebensmittel bemühen, sei hier herzlich gedankt.

Kindermund tut Wahrheit

kund!

Rosi Robnik aus Oberhaag ist nicht

das, was man sich unter einer Bäuerin

vorstellt. Mit ihrem Modelaussehen

macht sie in einem Fitnessstudio eine

gute Figur, sie arbeitet dort als

Betreuerin im Damenbereich und betreibt

ihren Bauernhof im Nebenerwerb

zusammen mit ihrem Mann, der ebenfalls

berufstätig ist. Ihre Augen strahlen,

als sie mir von ihren Tieren erzählt:

"Den Hof haben wir im Jahr 2000 mit

hiesigen Rindern übernommen, 2005

haben wir auf Hochlandrinder umgestellt,

seit dem Jänner 2011 sind wir ein

anerkannter Biobetrieb. Auf 480 Meter

Seehöhe bewirtschaften wir 6 ha Grünland

und ca. 12,5 ha Wald. Derzeit

halten wir 5 Mutterkühe, 5 Ochsen,

3 Kalbinnen und einen Stier. Das Fleisch

wird von uns direkt vermarktet, ab Hof,

zweimal jährlich. Die Tiere sind das

ganze Jahr auf der Weide, im Winter

füttern wir sie mit eigenem Heu und

Silage. Hochlandrinder sehen zwar

imposant aus, sind aber in Wirklichkeit

sehr zahme und umgängliche Tiere.

Das Kalben erfolgt ganz allein auf der

Weide, ca. von Februar bis April."

Georg Zöhrer, ehemaliger Bürgermeister

von Großklein und Vordenker

in Sachen Ökologie, Naturpark und

gutem Leben, empfängt mich in seinem

Anwesen - wir kennen uns seit Jahren,

waren gemeinsam auf der Slowfoodmesse

in Turin und bei einer Kapaunmesse

unweit davon. Das EU-Leader-

Projekt Mythenreich mit dem Teilprojekt

Sulmtaler Huhn ist zu Ende, was geblieben

ist, sind eine Reihe von Landwirten,

die weiterhin das langsam

wachsende Geflügel halten und selbst

vermarkten. Georg Zöhrer im Originalton:

"Die landwirtschaftliche Leistung

der kleinen Betriebe wurde durch das

Projekt aufgewertet - ein hochwertiges

Produkt, das sich sehen und schmecken

lassen kann, ist am Markt etabliert.

Zusätzlich – und das freut mich besonders

- kam es zu einer Aufwertung der

Rolle der Bäuerin, denn 90% derer, die

sich um die Tiere kümmern, sind Frauen,

die nun ein eigenes Einkommen am Hof

erwirtschaften. Das Kulturland wird

gepflegt und erhalten und bleibt auch

für den Besucher und Touristen eine

Augenweide."

Brigitte und Ewald Tscheppe

betreiben ein Weingut in Glanz, sie

leben, was sie ihren Kunden vermitteln:

"Die Natur in ihrer ganzen Weisheit

ist stets um Balance und Weiterentwicklung

bemüht." In der wohnlichen

Umgebung einer alten Bauernstube,

dekoriert mit Kinderbildern, und sichtlich

das Zentrum der Familie, komme

ich mit Ewald ins Gespräch. "Alles, was

ich tue, soll zunächst meiner Familie

gut tun, dann den Menschen überhaupt

und schließlich soll damit auch der

Natur und Mutter Erde gedient werden."

Beeindruckt ist mein Gastgeber von

einer Haltung "in der man die Bäume

nicht für sich selbst, sondern für die

nächste Generation pflanzt, was früher

selbstverständlich war". Und daher geht

es nicht um Bekämpfung von Schädlingen

im Weingarten, sondern um einen

Ausgleich, der es möglichst vielen

Trauben ermöglicht, zur Ernte heranzureifen.

Sie müssen nicht perfekt aussehen,

sondern "in ihnen ist dann bei der

Ernte alles gespeichert, das Wetter, der

Boden, die Lebendigkeit". Und in der Bewirtschaftung

der Landschaft gilt dasselbe:

Es muss auch etwas auswachsen

können, "wilde" Flächen sind wertvoller

Lebensraum für Vögel und nützlichen

Insekten. Der Erfolg ist das Ergebnis

solcher Bemühungen und kann sich

dann genauso organisch entwickeln wie

die Natur selbst.


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Kindermund tut Warheit kund

Schulaufsatz von Alois Riegelnegg - Mai 1952

In unseren Heimatkundegeschichten versuchen

wir immer wieder, die Schätze unserer Region

zu beschreiben, wobei der größte Schatz

die Region selbst ist. „Kindermund tut Wahrheit

kund“ - es freut es uns, ihnen hier einen kleinen

Aufsatz zu präsentieren, der, von Kinderhand

geschrieben, einige Besonderheiten unserer

Heimat aufzeigt. Besonders spannend wird es

natürlich, wenn dieser Aufsatz aus dem Jahre

1952 stammt. Herr Alois Riegelnegg aus

St. Johann hat ihn anno dazumal verfasst und

stellt ihn uns heute zur Verfügung.


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Traditioneller Name im neuen Outfit –

Skoda Rapid

Kultur beginnt im Herzen

jedes einzelnen.

Johann Nepomuk Nestroy, (1801 - 1862)

Johann Nepomuk Nestroy, (1801 - 1862)

Einfach anders einrichten:

Im GenussRaum werden

Küchenträume wahr

Die neue Formensprache von Skoda wird mit dem neuen Rapid

eingeläutet. Innovatives Design mit neuem Logo sowie ein

neues Front-, Heck- und Lichtdesign lassen den Schönling von

Skoda modern und selbstbewusst auftreten. Besondere Ideen

wie integrierte Eiskratzer im Tankdeckel oder der beidseitig verwendbare

Kofferraumboden mit wasserundurchlässigen Oberflächen

zeichnen die Schräghecklimousine mit großer Heckklappe

besonders aus (Kofferraumvolumen bis zu 1490l).

Neueste Motoren von 75 bis 122 PS - ausgerüstet mit Greentec-Technologie

(ab 86 PS) benötigt der 105 PS TDI lediglich

4,0l / 100 km - was einen sensationell günstigen Verbrauch in

dieser Fahrzeugklasse entspricht.

Drei Ausstattungsmodelle - Aktiv, Ambition oder Elegance -

werden angeboten, wobei bereits der Einstieg über ESB,

6 Airbags, elektr. Fensterheber, Klimaanlage sowie Radio

mit CD MP3 Player beinhaltet. Umfangreiche Ausstattungsund

Zubehörmöglichkeiten wie z. B. Sportsitze, 17‘‘ Leichtmetallräder

oder ein Heckspoiler machen ihn bei einem Einstiegspreis

von € 14.840,-- zu einem echt coolen Typ auf

österreichischen Straßen.

Aktuell bieten wir derzeit für preisbewusste Kunden die stark

reduzierten und top-ausgestatteten Twenty-Modelle in der

Modellreihe Fabia, Yeti und Octavia an. Der Preisvorteil

für Schnellentschlossene liegt bei rund € 2.375,--, wobei

in der Jungwagenaktion bei den Modellen „Life & Sun“

zusätzlich bis zu € 1.000,-- Anmeldebonus und eine

Garnitur Winterkompletträder kostenlos mitgeliefert werden.

Sollten Sie Ihr Fahrzeug über die Porsche Bank kostengünstig

finanzieren, erhalten Sie zusätzlich modellabhängig bis zu €

800,-- sowie die Kasko bis zu einem Jahr prämienfrei dazu.

Für unser Top-Modell, den Skoda Superb, bieten wir derzeit eine

stark reduzierte Jungwagenaktion für lagernde Fahrzeuge

sowie eine Umstiegsförderung bis zu € 2.020,--.

Nützen Sie das attraktive Modellangebot der zweitstärksten

Automarke Österreichs.

Das Team von Skoda Temmel freut sich auf Ihren Besuch und

lädt Sie zu einer Probefahrt mit Ihrem Wunschmodell ein.

Die kulturelle Vielfalt der Südsteiermark

ist untrennbar mit jenem künstlerischen

Höhepunkt verbunden, der seit beinahe

50 Jahren, Sommer für Sommer,

die Menschen in Erstaunen versetzt –

die Arnfelser Schlossspiele.

Die Theatertradition der Arnfelser reicht bereits weit über

150 Jahre zurück, doch als sich im Jahre 1964 einige Idealisten

zusammenfanden, um die „Arnfelser Schlossspiele“

ins Leben zu rufen, konnten sie noch nicht ahnen, welchen

künstlerischen und volkskulturellen Wert sie dadurch für

die Region schaffen. Die ursprüngliche Idee war es, Arnfels

kulturell in den Mittelpunkt zu rücken, um möglichst viele

Leute in den Ort zu bringen. Die Sommermonate boten

sich dafür an, da diese auch in Graz spielfrei waren. Mit

Schloss Arnfels stand dem Ensemble eine Naturkulisse zur

Verfügung, die ihresgleichen suchen musste, und mit dem

schlosseigenen Buschenschank kam auch der gesellschaftliche

Aspekt nicht zu kurz. Leider waren die Spiele im

Schloss nach drei Jahren zu Ende, und dies sollte nicht der

einzige Spielortwechsel in den kommenden Jahren bleiben.

Neun Spielstätten vom Talschloss über die Kirche und vom

Schlossvorplatz bis zum Schulhof wurden im Laufe der

Jahre adaptiert und hergerichtet, bis der Verein schließlich

im ehemaligen Kino Arnfels eine neue Bleibe fand.

Gespielt wurde aus Leidenschaft, die Stücke mit Verstand

ausgewählt und mit viel Herz zum Besten gegeben. Viele

Akteure sind freiwillig und unentgeltlich neben den Schauspielern

im Einsatz und sorgen dafür, dass jede Aufführung

und jedes Stück ein Glanzlicht in der Südsteiermark darstellt.

Nicht umsonst wurden die Arnfelser Schlossspiele

als nationale Vertreter zu Gastspielen entsandt.

Aufführungen im Grazer Schauspielhaus und im Volkstheater

Innsbruck standen ebenso am Programm wie viele weitere

Gastaufführungen auf verschiedensten Bühnen. Einen ganz

besonderen Höhepunkt in der Geschichte der Schlossspiele

stellt der „Arnfelser Jedermann“ von Frau Berta Liebmann

dar. Das Stück wurde 1980 uraufgeführt und später mit

dem Josef Krainer Preis ausgezeichnet. Von Peter Rosegger

bis Johann Nestroy und von Don Camillo bis zum Grafen

von Cilli reichen die ruhmreichen Namen der Schriftsteller

und Figuren, die in Arnfels über die Jahre ihr Stelldichein

feierten.

Die Arnfelser Schlossspiele schaffen einen bleibenden Wert

für die Gemeinde, die Region und für die Menschen. Ihrer

Leidenschaft ist es zu verdanken, dass wir eine der besten

Laientheatergruppen des Landes vor unserer Haustüre

haben, und mit Stolz müssen wir diesen Wert schätzen

und bewahren. Die schönste Form der Wertschätzung ist

es, eine Aufführung zu besuchen, die edelste Form, sich für

die Leistungen zu bedanken, ist der Applaus.

Premiere „Minister gesucht“

5. Jänner 2013

Schwank von Fritz Eckhardt

www.arnfelser-schlossspiele.com

Unter der Devise "einfach anders einrichten" verwirklicht

der Tischlermeister Harald Haring gemeinsam mit seinen

Kunden individuelle Wohnkonzepte. Im GenussRaum nimmt

man sich Zeit für seine Kunden, um nach einem Erstgespräch,

in dem alle Wünsche ermittelt werden, die ideale Lösung zu

finden. Dem Team ist neben der Beratung und Planung

auch die langfristige Kundenbetreuung und fachgerechte

Montage ein großes Anliegen.

Aufgrund seiner langjährigen Erfahrung in der Montage

von Küchen ist es Harald Haring möglich, viele wertvolle Tipps

an seine Kunden weiterzugeben. Zusätzlich kann er mit der

Marke Alno auf einen starken Küchenpartner zurückgreifen.

Alno bietet neben den einzigartigen Glasfronten und den

neuen Keramikfronten auch den größten Stauraum bei

gleicher Küchengröße. Wie das geht? Kommen Sie in den

GenussRaum nach Leibnitz. Ein Besuch lohnt sich

auf alle Fälle.

Es muss aber nicht immer eine neue Küche sein.

Auch für noch intakte, aber in die Jahre gekommene Küchen

gibt es eine Lösung – die GenussKur. Bereits eine

neue Front oder eine neue Arbeitsplatte verleihen alten

Küchen ein neues Aussehen.


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Dialektsammlung im Naturpark

Südsteirisches Weinland.

Kaufmannsleben.

Vom Ladlschupfn

und Geldmohln

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„Als Verkäufer oder Kaufmann wurde man früher erst bezeichnet, wenn man

50, 60 Jahre alt war, vorher war man der „Ladlschupfer“. Es hat damals nämlich in

jedem Geschäft viele Schubladen gegeben, in denen die Ware untergebracht war, und

das erste, was man als junge Verkäuferin lernte, waren die Nummern der Laden und

ihr Inhalt“, beginnt Frau Irma Keller, geb. 1938, ihre Geschichte.

„Jede Region liebt ihren Dialekt,

sei er doch eigentlich das Element, in welchem

diese Seele ihren Atem schöpft“.

Johann Wolfgang von Goethe

Woher kommen wir, wer sind wir, wohin gehen wir? Alle Fragen

zu unserem Tun, unserem Leben und unserem Lebensraum sind

geprägt von Geschichte und Geschichten. Das Mythenreich

ist keine geografische Einheit mit festen Grenzen, sondern die

gedankliche Verwirklichung und Aufarbeitung unseres Alltags,

unserer Potentiale und unserer Zukunft.

Mit Leben gefüllt, erzählt und erarbeitet von den Menschen,

die hier zuhause sind.

Die Bewusstseinsbildung sowie die Steigerung der Wertschätzung

für die eigene Heimat ist ebenso Teil dieses Projektes

wie die Wissenserweiterung, die Aufarbeitung und

Dokumentation unserer Geschichte und die Erhöhung der Identifikation

mit der eigenen Heimat. Das Ziel ist die Vermittlung

von Wertschätzung und Stolz für das, was wir haben, und auf

das, was wir sind.

In diesem Rahmen läuft bereits seit Jahren das Projekt „unsere

Sprache – unsere Seele“ (Dialektsammlung im Naturpark

Südsteirisches Weinland). In Kooperation mit dem Magazin

„…der steirer land…“ und unterstützt durch die Europäische

Union und dem Land Steiermark arbeiten wir daran,

Dialektbegriffe zu sammeln, zu dokumentieren und so auch zu

bewahren.

Die Mundart ist lebendiger Bestandteil unserer Kultur und

unserer Lebenswelt. Nicht umsonst hat in unserem Naturpark

jeder Landstrich, ja beinahe jedes Tal seine eigenen speziellen

Mundartausdrücke. Der Dialekt ist für uns ein Ausdruck verbalen

Zugehörigkeitsgefühls und es wäre schade, wenn Begriffe

wie „Labn“ (Vorhaus), „Fetach“ (Schürze) und Maulwetzn oder

Foutzhobl (Mundharmonika) und viele mehr aus unserem

Sprachschatz verschwinden würden. Gerade die Dialekte in

unserem Naturpark, welche kleinräumig oft so unterschiedlich

sind, machen uns einzigartig.

Unser Projekt sollte die Menschen des Naturparks dazu animieren,

uns ihre speziellen, regionalen Dialektausdrücke, Hausnamen

und Phrasen zur Verfügung zu stellen. Die eingesandten

und gesammelten Begriffe wurden sondiert und der Öffentlichkeit

über …der steirer land… zur Verfügung gestellt. In

Kombination mit den Geschichten unserer Naturparkbewohner

vermitteln wir so nicht nur Wissenswertes und Interessantes aus

vergangenen Tagen, sondern leisten auch einen wesentlichen

Beitrag zur Bewahrung unseres volkskulturellen Gutes. An die

2 500 Mundartausdrücke wurden uns zur Verfügung gestellt

und bereits mehr als die Hälfte davon ist aufgearbeitet. Wobei

nicht die Wissenschaft im Zentrum unserer Arbeit steht,

sondern einzig das Bewahren und Dokumentieren. Begeisterte

Reaktionen aus der Bevölkerung bestärken uns in unserem Tun,

und vor allem das große Interesse der Kinder an der Mundart

motiviert uns in unserer Arbeit. Ein gelungenes Projekt, das

zeigt, wie sehr sich die Menschen mit ihren Wurzeln befassen

und wie wertvoll das Vermächtnis vergangener Generationen

für uns ist.

Das Leader-Kooperationsvorhaben „unsere Sprache - unsere Seele“ der LAG Naturpark Südsteirisches Weinland

wird von folgenden Institutionen unterstützt:


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71 69

Vom Ladlschupfn und Geldmohln.

Erzählt von Irma Keller

„Ich kam in der Oststeiermark, in Jagerberg, auf die

Welt und besuchte die Schule in Feldbach. Meine berufliche

Laufbahn begann ich in Leibnitz bei einem Geschäft, das

Parfümerie- und Schreibwaren führte. Dort lernte ich meinen

Mann Franz kennen und Weihnachten 1956 haben wir uns

verlobt. Er war aus Großklein und hatte zuhause ein großes

Geschäft mit angeschlossenem Gasthaus, das heute auf eine

über 180-jährige Kaufhaustradition zurückblickt. Bereits damals

half ich am Wochenende beim Keller aus, aber erst als wir

1958 geheiratet haben, bin ich auch nach Großklein gezogen.

Neben dem Hauptgeschäft im Ort betrieben wir auch noch

eine Filiale in der Mantrachmühle und später kam auch noch

ein Geschäft in Maierhof dazu. Ich war mein Lebtag gerne

Verkäuferin, auch wenn ich anfangs etwas schockiert war. Es

war schon eine große Umstellung von der Parfümerie in ein

Kaufhaus mit Gasthaus zu wechseln, aber ich habe mich sehr

schnell eingelebt. Die meisten Leute hatten damals gerade das

Nötigste zum Leben und eines der Hauptzahlungsmittel waren

Eier.

Ich erinnere mich noch gut daran, wie in Maierhof ein Mädchen

zu mir ins Geschäft kam. Sie wohnte in einer Rauchstube und

genauso schwarz war auch ihr Gesicht. Mit einem Polsterüberzug

voller Eier kam sie an, und als sie das Binkerl auf den Ladentisch

stellte, rann die Soße schon über denselbigen. Leider hatte sie

auch ein „Büll-Oa“ (faules Ei) dabei und der Gestank verbreitete

sich im ganzen Geschäft. So schnell es nur ging, beförderten

wir die Eier nach draußen, aber den Fleck, den das „Büll-Oa“

auf dem Tisch hinterließ, bekamen wir bis zum Abbruch des

Geschäftes nicht mehr hinaus. Oftmals hatte ich in einem

Monat 3 - 4000 Eier im Geschäft, die wir dann weiter nach

Graz lieferten.

Auch der Ausschank von offenem Alkohol war damals gar nicht

so einfach. Obwohl die Menschen nicht viel hatten, gönnten sie

sich doch gerne mal einen ordentlichen Schluck. Ich erinnere

mich noch daran, dass der Bierschnaps damals sehr begehrt

war. Die Bierführer brachten ihn in großen Korbflaschen und

es war ganz normal, dass, wenn jemand ein Bier bestellte, er einen

Bierschnaps dazu bekam. Aber nicht ein Stamperl, sondern

das Achtel war das Maß der Dinge. Wo er nicht ausgeschenkt

werden durfte, so wie bei uns in den Filialen, da musste man ein

wenig tricksen. Ich erinnere mich noch gut daran, wie etliche

ältere Herren regelmäßig mit einer Maggi-Flasche zu mir

kamen und sich diese mit dem Edelbrand auffüllen ließen.

Genussvoll saßen sie dann auf der Bank und nippten schluckweise

aus ihren mitgebrachten Flascherln. Kam es zu einer

Kontrolle, so hatte ja sowieso jeder nur ein Maggi gekauft. Auch

die Wahlsonntage waren sehr umsatzträchtig, wenn es um den

Alkohol ging. Damals herrschte ja strengstes Alkoholverbot

und das wurde auch ordentlich überwacht. Auf dem Weg in

das Wahllokal kam man halt beim Geschäft vorbei und dort

waren es die färbigen Libella-Flascherln, die als Behältnis für

ein gutes Tröpferl Wein dienten. Gerade weil es verboten war,

tranken an solchen Tagen auch diejenigen einen Wein, die sonst

überhaupt nie einen kauften.

Viele Familien lebten damals noch in sehr ärmlichen Verhältnissen

und auch der Strom war bei weitem noch nicht für

alle selbstverständlich. Ich erinnere mich noch an Bauern, die

extra ein Schwein gefüttert haben, damit sie sich das Einleiten

leisten konnten. Wir verkauften damals noch recht viel Petroleum,

hatten aber die Auflage, diesen auf keinen Fall in eine

Bierflasche einzufüllen, damit es nicht zu ungewollten Trinkunfällen

kam. Unser Geschäft in Maierhof hatte damals noch

einen einfachen Holzboden. Der wurde nicht aufgerieben

sondern regelmäßig mit Öl eingelassen. Dabei erinnere ich mich

auch noch daran, es war bereits Winter, wie der „Gaischitz“, so

wurde der Auflieferer der Bäckereien genannt, zu mir kam. Es

hatte bereits geschneit und der „Gaischitz“ war mit dem Moped

und seiner Kraxn auf dem Buckel unterwegs. Als er das Geschäft

betrat, sorgten der Schnee unter seinen Schuhen und der geölte

Boden dafür, dass der gute Mann losfuhr. Nicht nur, dass das

Brot, die Semmeln und der Lotter durch die Gegend flogen,

riss er auch noch ein Regal mit Schnellsiedern mit. Im ersten

Moment erschrak ich, ob ihm wohl nichts passiert ist, aber als

er schimpfte: „ Weibabritschnan, ba so an Wetta Bodn einlossn“,

wusste ich, dass alles in Ordnung war.

Später bekam ich dann die erste Registrierkassa in mein Geschäft.

Es war ein großer Apparat, bei dem man die Zahlen

noch mit Hebel einstellen und dann an einer Kurbel auf der

Seite drehen musste. Das war zu einer Zeit, als in den meisten

Haushalten noch nicht einmal ein Radio vorhanden war und die

wenigen, die schon einen Fernseher besaßen, bei der Löwinger-

Bühne Eintritt verlangten. Also ein richtiger Wunderapparat.

Damals kam eine Mutter mit ihrem Sohn zum Einkaufen und

ganz versteckt und verstohlen schaute mir der Kleine die ganze

Zeit beim Arbeiten mit der Kassa und der Kurbel zu. Schließlich

meinte er ganz verstohlen zu seiner Mutter: „Mami, dei Wabn

tuat es Göld owimohln.“

Viele Menschen hatten damals eine eher spärliche Schulbildung,

das hat aber nicht geheißen, dass sie nicht trotzdem

schlau waren. Ein ganz ein Wiffer war damals eher als geistig

zurückgeblieben verschrien. Er war weit oben am Demmerkogel

zuhause und in einem Frühling, auf den Hügeln war es

schon warm, im Tal lag noch der Schnee, kam er mit einem

Fliederstrauch daher. Er wusste, wie gern ich Blumen mag, und

so bot er mir an, dass ich diesen für ein Glas Bier haben könnte.

Ich roch dabei, freute mich darüber und frischte den Zweig

gleich ein. Weil er eh eine arme Seele ist, dachte ich mir, ich

geb ihm ein Krügerl für sein Geschenk. Dann musste ich kurz

in das Lager und als ich zurückkam, war das Bier ausgetrunken,

der Lotta fort und der Fliederstrauch ebenso. Ein einziges

grünes Blatt schwamm noch in der Vase und später erfuhr ich,

dass er damit nach Großklein ging und den Buschen der alten

Frau Brolli nochmals verkaufte.

Viele solcher Anekdoten habe ich im Laufe meines Arbeitslebens

erlebt. Viele davon waren berührend und manche auch traurig.

Man erzählte mir, wenn jemand krank war, wann ein Kind auf

die Welt kam und wo eine Kuh gekalbt hat. Das alles beruhte

auf Vertrauen, das zwischen mir und meinen Kunden herrschte.

Später haben wir dann in Maierhof aufgehört und vor einigen

Jahren habe ich mich dann auch aus Mantrach zurückgezogen.

Heute bin ich eigentlich in Pension, aber ich lasse es mir

nicht nehmen, nach wie vor im Geschäft mitzuhelfen. Aus

Freude an den Menschen und aus Freude an meinem Beruf als

Ladlschupferin."


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Irmgard Moldaschl

Ich bin Fragment –

und sehne mich

und teile dieses Sehnen durch meine

Arbeiten und auch in meinen Workshops

gerne mit Gleichgesinnten!

Ich mag es, Stoffe auf vielfältigste Weise

zu bearbeiten, Experimente zu starten,

und erfahre, wie viele Stiche so ein Jahr

des Arbeitens bereit hält – Stiche, die

wehtun, aber auch Stiche, die einige

Brüche, Bruchstücke meines Lebens neu

zusammenfügen.

Ich mag Text und Textil – meine beiden

großen Lieben. Beide Worte kommen von

„texere“ (lat.), weben, zusammenfügen.

Und das passt für mein künstlerisches Tun.

Im Tun kann ich mich ganz tief einlassen,

geschieht Reflexion und auch Heilung im

weitesten Sinn.

Es berührt mich, wie viele Menschen

meine textilen Arbeiten und meine Gedichte

zur Reflexion ihrer ganz persönlichen

Erfahrungen angeregt haben, zur

Beschäftigung mit ihren eigenen Brüchen

und der Sehnsucht nach Heil.

www.textundtextil.at

Ausstellung: "Fragmente des Lebens und der Liebe

mit den Augen meiner Mutter "

Foto: Hans Waltersdorfer


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Photovoltaik-Förderanträge

... für die OeMAG Förderung 2013 müssen pünktlich ab dem 1.1.2013, 00:00

Uhr, online eingereicht werden. Nur wer sich schon jetzt mit den dafür nötigen

Vorbereitungen beschäftigt, hat Chancen auf eine Förderung.

Ein Unternehmen der STANILUX Gruppe

Architektur und

Geschichte

Das Arbeiten mit Blechen ermöglicht größtmögliche

Flexibilität. So können Dächer und Fassaden in allen

erdenklichen Formen realisiert werden, freizügig

und detailgenau. Das macht Christian Mack und sein

Handwerk nicht nur für Renovierungen interessant,

sondern neben den klassischen Aufgaben auch für

die moderne Architektur. Das Gemeinde- und

Ärztezentrum Großklein ist ein hervorragendes Beispiel

für diese Verschmelzung. Galt es doch nicht nur den

architektonischen Anforderungen zu entsprechen, sondern

auch der großen Geschichte des Ortes Genüge zu tun.

Die Kuppelform für das Foyer wurde bewusst gewählt, um so

die prähistorisch fundierte Bedeutung der Gemeinde Großklein

hervorzuheben, zumal es sich hier um uralten Siedlungsboden

handelt. Eine große Herausforderung für die mit der Umsetzung

betrauten Betriebe. Vor allem das Dach verlangte von Christian

Mack und seinen Mitarbeitern höchste handwerkliche Leistungen

ab. Unterstützung in Planung und Materiallieferung fand der

Großkleiner Meisterbetrieb in der Firma RHEINZINK. Dieses Unternehmen

produziert seit über 40 Jahren Produkte für die Anwendung

an Dachentwässerung, Dachdeckung und Fassadenbekleidung.

Wobei der große architektonische Reiz des Werkstoffs

RHEINZINK in seiner Vielfalt liegt. Die Lösungen sind zeitlos schön,

absolut wartungsfrei und bieten sicheren Schutz für Generationen.

Also genau jene Grundlagen, die für die Umsetzung der Kuppel

Voraussetzung waren. Das detailgenaue Arbeiten in höchster

handwerklicher Qualität sorgte schließlich für eine optimale

Realisierung der gestellten Anforderungen.

Ganz gleich, ob es sich um die Sanierung, Dachentwässerung,

Foliendächer, Fassadengestaltung oder um kreative Lösungen

zur Steigerung der Wohn- und Lebensqualität handelt, im

Meisterbetrieb Mack finden Sie immer einen Partner, der Ihnen

hilfreich mit Rat und Tat zur Seite steht.

Gemeinde- und Ärztezentrum Großklein

Gedanken

zur ruhigen Zeit

Die ruhigste Zeit des Jahres bricht an. Die Natur

erholt sich und der Mensch sollte es auch tun.

Aber wie weit ist es heute mit der Ruhe

gekommen, stimmt die Definition von der so

genannten „ruhigen Zeit“ überhaupt noch oder

ist es nur ein Wunschdenken, das aus dem

Verlagen nach ein wenig Ruhe heraus entsteht.

Jeder kann sich selbst ein Bild von seiner Situation machen,

und ein jeder bestimmt für sich, wie er damit umgeht.

Man wird sich etwas Zeit nehmen, für sich selbst und auch

für andere, jedoch sollte auch dies nicht aus Pflichtbewusstsein,

sondern aus dem ehrlichen Verlangen nach Ruhe und

Gemeinsamkeit heraus passieren. Wenigstens für ein paar

Tage im Jahr sollten wir unseren Arbeits- und Freizeitstress

etwas in den Hintergrund stellen und unsere „Geißeln“

wie Handy und Internet eintauschen gegen Harmonie in

der Familie und Freude an der Gemeinschaft.

Im öffentlichen wie im beruflichen Leben ist man oft ein

Getriebener. Die Kunst dabei ist nicht zu lernen, dass man

Nein sagen darf sondern zu lernen, wann man Nein sagen

muss. Zum eigenen Wohl, zum Wohl der Familie und um

wirklich in der ruhigen Zeit auch tatsächlich ein wenig Ruhe

z ufi n d e n .

Wie hoch ist die Förderung?

Die Förderung besteht aus einem für 13 Jahre garantierten

Strompreis von 18,12 Cent/kWh. Zusätzlich erhält man

einen Investitionszuschuss von € 200,-/kWp Anlagen-

Nennleistung. Die Anlage muss auf einem Gebäude montiert

sein und über 5 bis 500 kWp groß sein. (Für Freiflächenanlagen

gibt es keinen Investitionskostenzuschuss und der

Strompreis garantiert über 13 Jahre beträgt 16,59 Cent/kWp)

Wie kann die Förderung beantragt werden?

Für dieses Förderprogramm stehen nur begrenzte Mittel

zur Verfügung und nur die schnellsten Antragsteller

bekommen eine Förderung. Die Erfahrung zeigt, dass das

Förderprogramm schon nach wenigen Stunden vergriffen

sein kann. Daher ist eine Einreichung pünktlich am

1. Jänner 2013 ab 00:00 Uhr sehr wichtig, wenn Sie eine

Förderung erhalten möchten.

Manfred

Stani

Geprüfter

Photovoltaiktechniker

und

-planer

Silvia

Hubmann

Beratung,

Verkauf

Förderungsabwicklung

1. Bevor der Antrag eingereicht werden kann, muss

ein Zählpunkt vom Stromnetzbetreiber vorhanden sein.

2. Weiters müssen eventuelle Genehmigungsbescheide

der zuständigen Gemeinde und/oder Landesregierung,

die zur Bewilligung und zum Bau der Anlage nötig sind

(z. B. Baubescheid etc.), vorliegen.

3. Vorteilhaft ist, wenn die Anerkennung als Ökostromanlage

nach §7 Ökostromgesetz der jeweiligen Landesregierung

bereits vorliegt. (Diese kann auch bis zu 6 Wochen

nach Absenden des Förderantrags nachgereicht werden.)

• Der Förderantrag soll Online unter

http://www.oem-ag.at/de gestellt werden.

• Der Antrag kann auch für Anlagen, die schon

vor dem Jahr 2013 errichtet worden sind und für

welche noch keine Förderung bezogen wurde,

eingereicht werden.

Gerne übernehmen wir für Sie die Ansuchen – bitte

kontaktieren Sie uns – wir freuen uns auf Ihren Anruf.

Franz

Wildpacher

Elektrikermeister

STANILUX GmbH

8451 Heimschuh 305

T. 03452 722 00-0 F. 03452 722 00-4

info@stanilux.at www.stanilux.at

Als Bürgermeister, Feuerwehrmann und Briefträger

wünsche ich allen die mich kennen, eine innere Ruhe

und vor allem Zeit.

Eurer BGM und ABI Hammer Hansi

www.rheinzink.at


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Bundestreffen. Investition in die Region.

Die Kraft am Land

Lagerhaus-Spitze

in der Südsteiermark

Klein, aber oho!

Dir. Rudolf Schwarzl

Bundesweit steht das Lagerhaus für Nachhaltigkeit und Stabilität.

Erfolgreich will man diesen Weg in der Zukunft weitergehen und die Weichen

dafür wurden in der Südsteiermark gestellt.

Bauen mit Holz.

Bauen beginnt im Kopf

Die ruhige Zeit bringt es mit sich, dass man sein Jahr Revue

passieren lässt. Auch wir haben ein ereignisreiches Jahr hinter

uns gebracht und können nicht nur auf viele zufriedene Kunden

und abgeschlossene Projekte, sondern auch auf die Eröffnung

unserer neuen Betriebsstätte zurückblicken.

Gerade jene Arbeiten, die für

Großunternehmen lästiges Beiwerk

darstellen, sind es, auf die

sich Markus Fuchs und sein Team

spezialisiert haben. Oftmals geht

es bei Bauprojekten um schnelle

professionelle Hilfe im kleinen

Bereich. Diese sollte nicht nur vom

Fachmann kommen, sondern auch

leistbar sein.

Für uns beginnt nun wieder die Zeit, wo wir mit Ihnen über ihre Vorhaben

für das nächste Jahr sprechen. Wenn Sie beabsichtigen, baulich aktiv zu

werden, ist jetzt die optimale Zeit, um sich über eine Renovierung, den Umoder

Neubau, den Wintergarten, das Wirtschaftsgebäude oder das Carport

Gedanken zu machen.

Viele Gründe sprechen für das Bauen mit Holz. Schon aus ökologischen

Gesichtspunkten ist der nachwachsende Rohstoff ein klares Zeichen für

zukunftsorientiertes Denken. Doch auch in Punkto Nachhaltigkeit und Beständigkeit

ist Holz unschlagbar. Kaum ein anderer Baustoff ist so flexibel.

In enger Zusammenarbeit mit Bauherren, Architekten und anderen ausführenden

Betrieben unterstützen wir Sie bei der Projektplanung. Als Auszeichnung

für unsere Leistungen wurde uns bereits 2011 der Holzbaupreis des

Landes Steiermark zuerkannt und diese Qualitätsstandards sind es auch, die

wir in Ihr Projekt einbringen.

Vom Pool- bis zum Zubau und von der

Außengestaltung bis zu Sanierungen

erstrecken sich Aufgaben und Leistungen

des Unternehmens „Kleinbau-Fuchs“.

Bautätigkeiten aller Art wie Fundamente,

Massivdecken, Putz, Estrich und

Maurerarbeiten werden vom dynamischen

Betrieb kundenorientiert gelöst. Groß ist

dabei der Einsatz, den Markus Fuchs mit

seiner „Kleinbau Fuchs“ an den Tag legt

und klein bleibt lediglich der Preis.

Das jährliche Bundestreffen der österreichischen Lagerhausgeschäftsführer

ist weichenstellend für die zukünftige Entwicklung

des Unternehmens, seiner Bereiche und Angebote.

Der Veranstaltungsort wandert von Bundesland zu Bundesland.

Für die Steiermark durfte diesmal das Lagerhaus Gleinstätten-

Ehrenhausen-Wies diese hochrangige Veranstaltung ausrichten.

Perfekt organisiert, wurde als Veranstaltungsort des Bundestreffens

das im Juni neueröffnete Hotel Loisium Wine & Spa Resort in

Ehrenhausen gewählt. Über 80 Teilnehmer aus allen Bundesländern

konnten von Bundesobmann Dir. Horst Magedler begrüßt werden.

Unter den Anwesenden fanden sich auch zahlreiche Ehrengäste

wie Stefan Mayerhofer, Vorstandsdirektor der Raiffeisen Ware

Austria, GD Mag. Markus Maier, Vorstandsdirektor der RBL Steiermark

sowie Bgm. Martin Wratschko von Ehrenhausen. Als Obmann

des Lagerhauses Gleinstätten-Ehrenhausen-Wies

infor-mierte Bgm. Franz Koller über dessen wirtschaftliche

Entwicklung. Mit elf Standorten und einem Jahresumsatz von

rund 80 Millionen Euro bietet man 186 Mitarbeitern (davon elf

Lehrlinge) einen sicheren Arbeitsplatz in der Region und sorgt so

nicht nur für ein gutes Angebotsspektrum, sondern auf für eine

soziale Absicherung der Menschen.

Stolz auf diese Entwicklung zeigte sich nicht zuletzt Dir. Rudolf

Schwarzl, der mit viel Gespür für die Bedürfnisse und Wünsche der

Mitglieder und Kunden als Geschäftsführer dieses Lagerhauses

entscheidend zu dieser erfreulichen Entwicklung beitrug.

„Die letzten Jahre bewiesen, dass das Genossenschaftssystem

auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten für Nachhaltigkeit und

Stabilität sorgt. In Österreich werden in den Lagerhäusern 11 000

Arbeitsplätze gesichert. Gleichzeitig werden über 1 200 Lehrlinge

in über 1 000 Betriebsstätten ausgebildet“, beleuchtete Mayerhofer

den Österreichischen Lagerhaus-Markt.

Im Anschluss an den offiziellen Teil wurde die Südsteirische Weinstraße

besichtigt und südsteirische Gastfreundlichkeit erlebt.

Unser Partner

in unserer Region

Lagerhaus Gleinstätten -

Ehrenhausen - Wies

Tel.: 03457/2208, Fax: 03457/2208-325

Mail: office@gleinstaetten.rlh.at

www.lagerhaus-gleinstaetten.at

Holz lebt, atmet und reguliert auf ganz natürliche Weise Temperatur und

Feuchtigkeit im Raum. Der beste Garant für ein optimales Wohnklima.

Nehmen Sie sich die Zeit, jetzt mit uns zu planen. Gerne bauen wir auch

für Sie Objekte, welche Ihren modernen Wohnerfordernissen oder der wirtschaftlichen

Nutzung mehr als gerecht werden.

In diesem Sinne wünschen Ihnen meine Familie, meine Mitarbeiter und ich

ein schönes Weihnachtsfest und alles Gute für das kommende Jahr.

Ihr Michael Watz

e.U.


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Die Zeit der Einkehr.

Winterzauber - Buschenschank

Stille liegt über dem Land. Das hektische Getriebe des Jahreslaufs gönnt sich eine Auszeit,

eine Erholung. Es ist eine Zeit der Besinnung, der Ruhe und des Krafttankens. Die wärmenden

Sonnenstrahlen zerbrechen in ihre Farbenpracht, wenn sie sich mit Eiskristallen zum

gemeinsamen Reigen vereinen. Ein spürbarer Friede beseelt das von Schnee bedeckte Land

und schafft unter seiner Decke neue Kraft und neues Leben.

WINTERPAUSE:

Ab 24. Dezember 2012 geschlossen!

Ab 7. Februar 2013 sind wir wieder

für Sie da!

Weingut Pugl - 8452 Großklein, Nestelberg 32 - Tel. +43(0)3456 2662, Fax-DW 20

www.weingut-pugl.com

Nicht daheim

und doch Zuhause!

... wünscht frohe Weihnachten und

„auf a g´sundes Wiedersehen“ im Jahr 2013!

Weihnachtsruhe von 17. 12. 2012 - 16. 1. 2013

Telefonische Reservierung erbeten!

Familie Feiertag-Giger, A-8451 Heimschuh, Unterfahrenbach 90

Mobil: +43 664 135 07 80, www.weingut-schatz.at

Das frischgebackene Brot duftet in der Stube und das leise Dahinknistern

der Flammen im Kachelofen sorgt für Gemütlichkeit

und Entspannung. Die Jause schmeckt nach einem Spaziergang

durch die kalte Winterlandschaft noch besser, und der zur Reife

geführte Wein trägt in sich die Spritzigkeit der schönen Herbsttage

des vergangenen Jahres. Eine gute Zeit, um einzukehren.

Schöne Festtage wünscht

Ihnen Familie

Das Brot ist aus dem Holzbackofen, die

Buchteln sind im Backrohr und die Jause

kommt ebenso aus dem eigenen Betrieb

wie der Wein. Gemütlich und bodenständig

servieren wir Ihnen die Köstlichkeiten der Region.

24. - 30. Dez. geschlossen.

1. Dezember bis 1. März: Montag und Dienstag Ruhetag!

Buschenschank Pölzl, A-8452 Großklein, Oberfahrenbach 36

T. +43(0)3454 64 03, www.poelzl-urlaub-wein.com

Öffnungszeiten:

Dezember - März:

Fr., Sa., So. ab 14:00 Uhr

geöffnet.

Weihnachtsruhe

von 24. Dezember bis 10. Jänner

A-8451 Heimschuh, Kittenberg 16, T: +43 3452 860 55, F: 829 05

www.buschenschank.kratzer.cc

BUSCHENSCHANK • WEINVERKAUF • GÄSTEZIMMER

WEINGUT & BUSCHENSCHANK

Aquarell von Alexander Böhm (1919 – 2009)

... wünscht seinen Gästen erholsame Feiertage.

Schilcher Josef

Oberfahrenbach 49 I A-8452 Großklein I +43 (0) 3456 26 29

Genießen Sie bei heimeliger Kachelofenwärme, frische Weine, Lamm-,Wildund

Fischspezialitäten, Winter- oder Bohnensalat, Schinken, Wurzelspeck

und andere heimische Köstlichkeiten. Für die Festtage dürfen Welschoder

Muskatellersekt sowie unser neuer Bella Rosa Frizzante nicht fehlen.

Gutscheine, Geschenkkörbe und Kasetten in jeder Preislage lagernd !

Bis 17. Dezember sind wir gerne jeden Samstag und Sonntag ab 12 Uhr für Sie da.

(Von 22. 12. bis 27. 01. SA und SO kein Weinverkauf)

Ab 02. Februar bis 31. März Samstag und Sonntag ab 12 Uhr geöffnet.

A-8451 Heimschuh, Pernitsch 19, T. +43(0)3452 83934

www.weingut-schneeberger.at

Weingut und Buschenschank

…..wünscht allen Gästen gesegnete Weihnachten

und ein Wiedersehen im neuen Jahr 2013!

Öffnungszeiten:

Wir haben am Montag und Dienstag Ruhetag und

ab 23. Dezember 2012 unseren Buschenschank geschlossen.

Ab 1. Februar 2013 sind wir wieder für Sie da!

Familie Held / Neumann, A-8451 Heimschuh, Unterfahrenbach 89

Tel. u. Fax: +43(0)3456 26 72, Mobil: +43(0)664 423 03 61

Ganzjährig geöffnet - Montag Ruhetag!

Weingut - Buschenschank

BERNHARDKELLER

Wünscht allen Gästen ein

frohes Weihnachtsfest

und freut sich auf ein

gesundes Wiedersehen

im neuen Jahr!

A-8443 Gleinstätten, Untergreith 171

Tel. & Fax: 0 34 57 23 16, Mobil: 0664 481 95 57


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Die Südsteiermark rollt

dreifach durch Europa!

Nicht nur, dass es den Verantwortlichen

der Tourismusorganisationen der Südsteiermark

gelungen ist, gleich drei neue Sattelschlepper

des Transportunternehmens Poscharnegg

im Südsteiermark-Design zu gestalten – dreifach

hält einfach besser!

Denn den drei Schwestern, die erst 2012 in dritter Generation

das traditionsreiche Transportunternehmen Poscharnegg aus

St. Johann im Saggautal übernommen haben, ist es besonders

wichtig, die drei regionalen Kernthemen der Südsteiermark in

die Welt zu tragen:

Der Mensch – Die Landschaft – Der Wein.

Ziel ist es, möglichst vielen Menschen Lust auf einen Urlaub in

der Südsteiermark zu machen.

Mit der attraktiven individuellen Rückwandgestaltung und

animierenden Claims wie etwa „Ich fahre dorthin, wo Sie

Ihren nächsten Urlaub verbringen!“ sind die drei Poscharnegg-

Sattelschlepper europaweit in Sachen Internationale Transporte,

im Nahverkehr und der Entsorgungslogistik unterwegs.

„Ein absoluter Glücksfall für die Südsteiermark. Das ist gelebte

Kooperation mit einem starken regionalen Partner!“ sagt Johann

Dreisiebner, Vorsitzender von Tourismus Südsteiermark.

Raureif überzieht die kahlen Weingärten und lässt die Eiskristalle

im Sonnenlicht funkeln und wechselt mit mystischen

Nebelstimmungen. Der Wein gärt im Keller, Fassproben werden

unter Fachleuten diskutiert, und mancherorts kann man dem

Weinbauern beim Schnapsbrennen über die Schulter schauen.

Nach einem Spaziergang kehrt man beim Buschenschank ein

und macht es sich beim Kachelofen gemütlich. Ein Glas Junker

trinken und dabei mit dem Weinbauern philosophieren. Das

DaySpa im Vitalhaus Köfer oder im Loisium genießen. Den

Einkaufsbummel bei einer Tasse Kaffee und einem Kinobesuch

ausklingen lassen. Auf der Speisekarte steht wieder Deftigeres

wie Wild, Ritschert, Breinwurst oder Schlachtplatten. Wir

freuen uns auf den Festtagsbraten vom Sulmtaler Huhn und

gönnen uns ein „Verdauungsschnapserl“... So schön kann der

WeinWinter in der Südsteiermark sein!

Bis zum 2. Februar 2013 präsentieren „Die besten Lagen.

Südsteiermark“ ihre Weinkompetenz bereits zum dritten Mal -

mit einer Vielzahl an Veranstaltungen und Urlaubsangeboten,

die so richtig Lust auf Winter in der Südsteiermark machen!

www.weinwinter.at

Weitere Informationen, Öffnungszeiten der Buschenschenken

im Winter sowie Besonderes finden Sie auf

www.suedsteiermark.com

VERANSTALTUNGEN 12/13

8. / 15. & 22. Dezember Advent am Nikolaiberg

7. - 9. Dezember

Christkindlmarkt in der Sulmtalhalle Pistorf

Christkindl-Weihnacht - Christkindlmarkt im Schlosshof Spielfeld,

16 - 22 Uhr

Perchtenlauf, Krampustreiben & Nikolaus

8. Dezember

Grottenhof Kaindorf / beim Schloss Gleinstätten/

Schmiernbergteifln in Leutschach

8. Dezember

Gamlitzer Advent ab 10 Uhr & Aniada a Noar-Weihnachtskonzert

Pfarrkirche Gamlitz, 19 Uhr

8. & 9. Dezember

Solid Voices-Konzert im Schloss Gleinstätten

8. & 9. Dezember

Christkindlmarkt Wagna am Marktplatz mit Märchen,

Kinderbetreuung und Kutschenfahrt

08. / 09. + 15. / 16. + 22. / 23. Dezember

Winterzauber am Grottenhof

12. Dezember

Lagenweinverkostung im Rathaus Leibnitz, 18 - 21 Uhr

15. Dezember

Weihnachtskonzert der Trachtenkapelle Oberhaag, 18 Uhr

23. Dezember

Sternwanderung in St. Nikolai i.S.

Fassprobenverkostungen in den besten Lagen.Südsteiermark:

27. 12. 2012 11:30 Weinbauschule / Landesweingut Silberberg

11. 01. 2013 18:30 Weingut Assigal Seggauberg

12. 01. 2013 18:30 Weingut Kieslinger Kogelberg /

Kaindorf/Sulm

18. 01. 2013 18:30 Weinbauschule, Landesweingut Silberberg

25. 01. 2013 18:00 Villa Hollerbrand,

Weingut Hirschmugl & Weingut Harkamp

29. Dezember

Bauernsilvester in der Brauerei Leutschach, 10 Uhr

Dietlinde & Hans Wernerle - Zum Blödsein braucht man Hirn

MZH Wagna, 20 Uhr

Neujahrswunschkonzert der Marktmusikkapelle Gamlitz, MZH

31. Dezember

Silvester im Knielyhaus: Comedien Harmonists (Flors), 19 Uhr

1. Jänner

Neujahrskonzert des Symphonischen Orchesters Leibnitz

im Kulturzentrum, 19:30 Uhr

5. Jänner

Schneeball Heimschuh & Gamlitzer Feuerwehrball, MZH, 20 Uhr

5. Jänner

Winzersektgenuss im Leibnitzer Rathaus, 17 Uhr

6. Jänner

Neujahrskonzert Schloss Gleinstätten, 11 & 18 Uhr

12. Jänner

Faschingssitzung im Rebenland Leutschach, 19:30 Uhr

19. - 26. Jänner

Wollwoche am Weiberhof, Großklein

2. - 9. Februar

Winterakademie am Weiberhof, Großklein

2. Februar

Junkerkehrausparty mit Breinwurst-Prämierung

Kulturzentrum Leibnitz, 18:30 Uhr

Gamlitzer Blumenball in der Mehrzweckhalle, 20 Uhr

Alle weiteren Informationen sowie Öffnungszeiten,

Ausflugsziele und Angebote finden Sie auf einen

B(K)lick auf www.suedsteiermark.com

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