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Schnellstens raus

aus dem Keller

Die Vorzeichen für die heutige Partie gegen den

Aufsteiger aus Herford sind eindeutig: Der erste

Heimsieg der Saison muss her. Koste es, was es wolle.

Ein Blick auf die Tabelle scheint darauf hinzudeuten,

dass dies eher eine leichte Aufgabe sein könnte, denn

die Gäste stehen nach drei Spieltagen noch ohne

zählbaren Erfolg auf dem letzten Platz.

Doch wer die Auftaktbegegnungen der

Elephants verfolgt hat, der weiß, dass es

im Team noch nicht rund läuft.

Nach den vermeidbaren Niederlagen

gegen Wulfen und Dorsten wurde der

Ton bei den Dickhäutern etwas rauer

und der Erste, der die Konsequenzen der

härteren Gangart zu spüren bekam war

Center Johannes Lange. Der ehemalige

Bundesligaspieler und frisch gebackene

Vater kann aus privaten wie beruflichen

Gründen nur 2x pro Woche trainieren und

das machte sich auf dem Feld zuletzt

immer deutlicher bemerkbar.

Das Trainergespann Oehmen/Bennett

hatte sich die Entscheidung auch nicht

einfach gemacht, denn „Jo“ gilt als vorbildlicher

Charakter, aber man sah in der

aktuellen Rotation einfach keinen Platz

mehr für den 2,06 Meter Mann.

Ob von dieser personellen Änderung eine

Signalwirkung für den Rest des Kaders

ausgeht bleibt zu hoffen, denn zuletzt war

es in erster Linie die Einstellung zahlreicher

Akteure, die zu wünschen übrig ließ.

So wussten bei der Heimpremiere gegen

Dorsten mit Sadek, Roberts und Zvinklys

gerade mal 3 Akteure kämpferisch zu

überzeugen. Der Rest bewegte sich

phasenweise recht unmotiviert und

offensichtlich ohne das notwendige

Selbstvertrauen über das Spielfeld. Hier

gilt es schnellstmöglich anzusetzen,

denn dass die Jungs Basketball spielen

können haben sie in der vergangenen

Saison ja bewiesen. Ein wichtiger Faktor

in Sachen Einstellung und Selbstvertrauen

könnte auch die Rückkehr von Simon

Bennett sein. Der Kapitän rückt nach

überstandener Virusinfektion wieder ins

Team und wird mit seinem leidenschaftlichen

Einsatzwillen die anderen sicherlich

mitreißen. Aber auch ein weiterer Guard

nähert sich immer mehr seiner Normalform.

Aufbau Farid Sadek ließ bereits gegen

Dorsten aufblitzen, dass nur wenige

Wochen nach seiner Knie OP schon sehr

bald wieder voll mit ihm zu rechnen ist

und dann besitzt das Spiel der Elephants

auf einen Schlag auch gleich wieder den

notwendigen Druck nach vorne.

Die BBG Herford wird allerdings bestimmt

nicht als williger Punktelieferant in die

Schlossstadt reisen und sich als Aufsteiger

insbesondere auf ihre kämpferischen

Tugenden verlassen.

Besonderes Augenmerk gilt es beim

Gegner auf die Neuverpflichtungen Guillermo

de la Puente und Keisten Jones

zu richten, die in den vorangegangenen

Begegnungen stets die Topscorer ihres

Teams waren. US Guard Jones gilt dabei

als agiler Dreierschütze, wo hingegen der

Spanier de la Punta als gelernter Power

Forward eher seine Stärken im körperbetonten

Spiel sieht.

Aber auch sonst kann die Truppe aus

Herford ein durchaus unangenehmer

Gegner sein. Diese Erfahrung machten

unsere Jungs nämlich in der vergangenen

Saison, als man im Rahmen des WBV

Pokals beim damaligen Tabellenführer der

2. Regionalliga antreten musste und sich

nur mit viel Mühe durchsetzen konnte.

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