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KB 06-2009 - Steubing AG

Das Geschäftsjahr 2008/2009

Das Geschäftsjahr 2008/2009 der Wolfgang Steubing AG

stand ganz unter dem Eindruck der schlimmsten Finanzmarkt-

und Wirtschaftskrise der vergangenen Jahrzehnte.

Das globale Finanzsystem war nach der Pleite der amerikanischen

Investmentbank Lehman Brothers Inc. kurz vor dem

Zusammenbruch. Dieser Kollaps konnte nur durch Stützungsaktionen

der jeweiligen Staaten in bislang unvorstellbarem

Ausmaß abgewendet werden. Danach hat sich aus der

Finanzmarktkrise eine der schwersten Weltwirtschaftskrisen

entwickelt. Von den Auswirkungen dieser Krise waren alle

Asset-Klassen betroffen.

Die Steubing AG hat sich in Anbetracht des extrem schwierigen

Umfelds achtbar „geschlagen“: Der Rohertrag ist um 18%

auf T€ 28.395 zurückgegangen. Aufgrund deutlich reduzierter

Kosten ergibt sich ein Ergebnis vor Steuern, das mit T€ 6.095

lediglich um 14% unter dem Vorjahreswert liegt. Vorstand

und Aufsichtsrat planen deshalb, der Hauptversammlung, die

im Dezember in Frankfurt am Main stattfinden wird, vorzuschlagen,

eine Dividende von €0,90 (nach €1,20) je

Aktie aus dem vorläufigen Bilanzgewinn in Höhe von

T€ 5.108 für das Geschäftsjahr 2008/2009 auszuschütten.

Vorläufiges Ergebnis vor Steuern

(in T€)

2007/2008 2008/2009

Rohertrag 34.810 28.395

Ergebnis vor Steuern 7.089 6.095

35.000

30.000

25.000

TEUR

20.000

15.000

10.000

5.000

0

Rohertrag

Ergebnis vor Steuern

2007/2008 2008/2009


Unsere Performance korreliert relativ stark mit der Umsatztätigkeit

an den Börsen. Der Vergleich unserer Halbjahreszahlen

zeigt deshalb auch, wie stark sich die Krise auf die Aktienmärkte

ausgewirkt hat. Dabei ist zu berücksichtigen, dass

bereits im Geschäftsjahr 2007/2008 das traditionell eigentlich

stärkere zweite Halbjahr unseres Geschäftsjahres deutlich von

den Auswirkungen der schon länger schwelenden Finanzmarktkrise

geprägt war. Auch im laufenden Geschäftsjahr

waren die zweiten sechs Monate als Folge der Krise sehr viel

schwächer als das erste Halbjahr.

Betrachtet man die Kursentwicklung an den Börsen im

Verlauf unseres Geschäftsjahres 2008/2009, muss man

erhebliche Kursverluste konstatieren: Während Stoxx 50 und

MDAX ® auf Verluste von -36,31% bzw. -28,37% zurückblicken,

verlor der DAX ® im selben Zeitraum 25,08%. Lag er zu

Beginn unseres abgelaufenen Geschäftsjahres noch bei

knapp über 6.300 Punkten (Anfang Juli 2008), markierte er

am 11. August 2008 mit 6.609,33 Punkten seinen Höchststand

und beendete das Kalenderjahr 2008 mit rund 4.800

Punkten. Bis zum 06. März 2009 fiel der wichtigste deutsche

Aktienindex dann auf 3.666,41 Punkte, so tief wie zuletzt im

Die Halbjahreszahlen im Vergleich

(in T€)

2007/2008 2008/2009

1. HJ 2. HJ 1. HJ 2. HJ

Rohertrag 18.992 15.818 16.614 11.781

Ergebnis vor Steuern 4.741 2.348 3.272 2.823

20.000

18.000

16.000

14.000

12.000

TEUR

10.000

8.000

6.000

4.000

2.000

0

Rohertrag

Ergebnis vor Steuern

2007/2008

1. HJ

2007/2008

2. HJ

2008/2009

1. HJ

2008/2009

2. HJ


August 2004. Von diesem Tiefpunkt erholte sich der DAX ®

relativ zügig und bewegte sich am Ende unseres Geschäftsjahres

wieder ungefähr auf dem Niveau von Ende

2008/Anfang 2009. Der TecDAX ® (+23,33%) und der CDAX ®

Banken (+33,82%) konnten von Anfang Januar bis Ende Juni

per Saldo sogar deutlich zulegen. Leider wurde diese Aufwärtsentwicklung

an den Börsen nicht von deutlich steigenden

Umsätzen begleitet, eher das Gegenteil war der Fall: Der

Gesamtumsatz auf XETRA ® hat sich im zweiten Halbjahr im

Vergleich zu den ersten sechs Monaten unseres abgelaufenen

Geschäftsjahres fast halbiert und fiel von € 2.056,84 Mrd. auf

€ 1.120,42 Mrd.

Die Umsatztätigkeit an allen deutschen Börsen ist in den

12 Monaten unseres Geschäftsjahres 2008/2009 um rund

32% auf € 4.571 Mrd. gesunken. Die Tatsache, dass wir auch

bei deutlich reduzierten Umsätzen und in einem extrem

anspruchsvollen Umfeld noch ein respektables Ergebnis

erzielen konnten, demonstriert nicht nur die relative Stressresistenz

unseres Geschäftsmodells, sondern auch die

Leistungsfähigkeit und Professionalität unserer Mitarbeiter.

Unterstrichen wird das durch die Statistiken der Deutschen

Börse AG: In deren Broker Ranking nimmt die Steubing AG

Wertentwicklung verschiedener Aktienindizes

(Zeitraum 01. Juli 2008 bis 30. Juni 2009)*

in %

40

30

20

10

0

-10

-20

-30

-40

-50

-60

DAX ® MDAX ® TecDAX ® Stoxx 50

CDAX ® Banken

1. Halbjahr des Geschäftsjahres 2008/2009

2. Halbjahr des Geschäftsjahres 2008/2009

Gesamtentwicklung des Geschäftsjahres 2008/2009

**Quelle: Deutsche Börse AG und Bloomberg


traditionell einen der vorderen Plätze ein. Zudem haben wir

für unsere Tätigkeit als Designated Sponsor erneut das

bestmögliche Rating (AA) erhalten.

Unsere Plattform für das elektronische Orderrouting haben

wir weiter ausgebaut. Konnten wir unseren Kunden bislang nur

einen indirekten Zugang zum paneuropäischen MTF (Multilateral

Trading Facility) Chi-X bieten, sind wir dort seit März dieses

Jahres selbst Mitglied und auch als Orderflow Collector

tätig. Insgesamt bietet unsere Plattform institutionellen Kunden

Zugang zu mehr als 50 Märkten auf fünf Kontinenten.

Das IPO-Geschäft leidet weltweit unter der Krise, ganz

besonders aber in den Industriestaaten. Im ersten Halbjahr

2009 sind weltweit* 128 Unternehmen an die Börse gegangen

und sammelten dabei US$ 11,4 Mrd. ein. Davon entfielen

allein rund US$ 5 Mrd. auf zwei große Börsengänge in den

Schwellenländern Brasilien und China. Im Vergleich zum

ersten Halbjahr des Vorjahres ist damit die Zahl der Emissionen

um gut 75% und das Volumen sogar um fast 86%

gesunken. In Europa gingen im ersten Halbjahr dieses Jahres

gerade einmal 15 Unternehmen mit einem Emissionsvolumen

von insgesamt US$ 209 Mio. an die Börse. In Deutschland

gab es nach einer fast 10 Monate dauernden Neuemissionsflaute

nur zwei Börsengänge. Angesichts der sehr kleinen

Emissionsvolumen im unteren einstelligen Millionenbereich

kann man dabei aber nicht von einer Trendwende sprechen.

Unter diesem extrem schwierigen IPO-Umfeld litt auch unser

im Aufbau befindliches Geschäftsfeld Equity Capital Markets

und Corporate Advisory.

Der Bereich Skontroführung betreut zurzeit gut 1.000 inund

ausländische Titel an der Frankfurter Wertpapierbörse

(FWB). Zum Stichtag 30. Juni 2009 lag die Steubing AG in der

Performancemessung der Deutschen Börse erneut auf

Platz 1. Einige kleinere Werte wurden von uns im Geschäftsjahr

2008/2009 neu in den Freiverkehr an der FWB eingeführt.

Im Rahmen unseres Geschäftsbereichs Strukturierte Produkte

fungieren wir seit dem 1. Dezember 2008 als Spezialist

an der Derivatebörse Scoach ® . Nachdem wir mit zwei Emittenten

gestartet waren, betreuen wir mittlerweile vier Emittenten

und quotieren derzeit etwa 40.000 Produkte, was einem

Marktanteil von gut 10% entspricht. Die von uns betreuten

Emittenten konnten mit dem Wechsel zur Steubing AG laut

Statistik der Scoach Europa AG ihre Performance (Ausführungsqualität

und -geschwindigkeit) erheblich verbessern.

*Quelle: Ernst & Young IPO Update


Auf einem guten Weg befindet sich auch unsere im Winter

2008 gestartete Sales-Initiative. Wir konnten sowohl neue

institutionelle Kunden als auch neue Nutzer für unsere Orderrouting-Plattform

gewinnen. Im Juni veranstalteten wir eine

Investorenkonferenz, bei der sich acht Unternehmen

unterschiedlichster Größe (u.a. aus DAX ® , TecDAX ® und

MDAX ® ) und aus verschiedensten Branchen präsentierten.

Mit rund 50 externen Teilnehmern erfuhr die Konferenz eine

sehr beachtliche Resonanz und war nach einhelliger Meinung

aller Beteiligten ein voller Erfolg. Eine Dokumentation befindet

sich auf www.steubing.com.

Im Bereich IT ist der Umzug der Server und IT-Umgebung in

ein externes Rechenzentrum weitestgehend abgeschlossen.

Die Hochverfügbarkeit unserer IT-Infrastruktur konnte

dadurch noch weiter verbessert werden.

In Folge des weiterhin rückläufigen Volumens auf dem Zertifikatemarkt

(laut Statistik des Deutschen Derivate Verbands

ist das ausstehende Emissionsvolumen von € 90 Mrd. im

Oktober 2008 auf € 79,9 Mrd. im März 2009 gefallen) haben

wir die zusammen mit der IDC AG betriebene und bislang in

Bad Homburg ansässige Steubing Derivatives Brokerage

GmbH personell und organisatorisch neu strukturiert. Ziel

der neuen Struktur ist es, Kosten zu senken und höhere Synergien

bei der Ansprache von Neukunden sowie eine Erweiterung

der Produktpalette zu erreichen. Seit Juni 2009 arbeitet

das jetzt noch vierköpfige Händlerteam in der Frankfurter

Zentrale der Steubing AG.

Der Ausblick

Es mehren sich die Anzeichen, dass sich die globale Finanzund

Wirtschaftskrise ihrem Ende zuneigt. In den Vereinigten

Staaten zeigt u.a. der ISM-Index des Institute for Supply

Management, dass sich die Stimmung in der Industrie aufhellt.

Am amerikanischen Immobilienmarkt, dem Auslöser

der Krise, zeichnet sich ebenfalls eine gewisse Stabilisierung

ab. In Asien konnten die chinesischen Konjunkturdaten positiv

überraschen. In Europa, speziell in Deutschland, haben

sich führende Indikatoren, wie zum Beispiel der ifo-

Geschäftsklima-Index, ebenfalls zum Positiven gewendet:

Der Index stieg im Juli 2009 zum vierten Mal in Folge an.

Historisch betrachtet signalisiert das eine Trendumkehr.


Die Aktienmärkte haben mit starken Kursaufschlägen auf die

antizipierte globale wirtschaftliche Erholung reagiert. Man

könnte deshalb die These vertreten, dass die Kapitalmärkte

zur Normalität zurückgefunden haben. Diese Einschätzung

teilen wir aber nicht. Vielmehr sehen wir die Gefahr, dass auf

mittlere Sicht nicht unerhebliche Verwerfungen auf die Kapitalmärkte

zukommen könnten. Dafür gibt es drei Gründe:

1. Die Geldpolitik der Zentralbanken

Die Zentralbanken haben weltweit enorme Summen an Liquidität

in das Finanzsystem gepumpt, um die Folgen der Finanzkrise

auf die Realwirtschaft abzumildern. Diese Strategie war

erfolgreich. Im Zuge der erwarteten wirtschaftlichen Erholung

muss diese enorme überschüssige Liquidität dem Geldkreislauf

aber wieder entzogen werden. Nur so können inflationäre

Entwicklungen, die die langfristigen Zinsen in die Höhe treiben

und die Refinanzierung der Unternehmen, Privathaushalte

und Regierungen stark verteuern würden, im Keim

erstickt werden. Die augenblicklich expansive Geldpolitik wird

deshalb einer restriktiveren Geldpolitik weichen müssen. Dies

könnte zu höheren kurzfristigen Zinsen führen und damit das

gerade erst angesprungene Wirtschaftswachstum wieder

gefährden. Wachstumsraten, die unterhalb des Potenzialwachstums

liegen, sind deshalb in den nächsten Jahren nicht

unwahrscheinlich.

2. Die Schuldenpolitik der Regierungen

Weltweit haben die Regierungen die Aktivitäten der Zentralbanken

mit gigantischen Rettungspaketen für die Banken

unterstützt. Darüber hinaus haben sie milliardenschwere

Konjunkturprogramme aufgelegt. Beides wurde kreditfinanziert.

Die Staatsschulden sind dadurch stark angestiegen und

eine Trendumkehr ist nicht in Sicht. Tendenziell wird sich dieser

Trend sogar eher noch verstärken. Für die EU werden im

Jahr 2010 Schulden in Höhe von 79% des Bruttoinlandsproduktes

erwartet, für die USA von 92% und für Japan von

194%. Diese Schuldenpolitik hat ihren Preis und wird die

Zinsbelastung für die Staaten stark ansteigen lassen, z.B. in

Deutschland von € 42 Mrd. in 2009 auf € 55 Mrd. bis zum

Jahr 2013. Um die Auflagen des Grundgesetzes und die Kriterien

des Maastricht-Vertrages hinsichtlich der Tilgung von

Schulden erfüllen zu können, dürften Steuererhöhungen

unumgänglich werden, zumal Ausgabenkürzungen nur sehr

schwer durchsetzbar sind. Es besteht deshalb die Gefahr,

dass in Zukunft nicht nur die möglichen negativen Auswirkungen

einer restriktiven Geldpolitik, sondern auch die Folgen

einer kontraktiven Fiskalpolitik das Wirtschaftswachstum

bremsen werden.


3. Die Wirkungen der Konjunkturprogramme

Mit Hilfe gigantischer Konjunkturprogramme, insbesondere in

den Wachstumsregionen wie China und Indien, soll die Weltkonjunktur

wieder angekurbelt werden. Das eine oder andere

deutsche Unternehmen hat deshalb auf der Basis seines

Weltmarktanteils bereits Prognosen über mögliche Aufträge

im Rahmen der weltweiten Infrastrukturmaßnahmen abgegeben.

Solche Prognosen könnten sich als sehr ambitioniert

herausstellen. Schließlich möchten Länder wie China und

Indien mit ihren Konjunkturpaketen ihre eigene Exportlastigkeit

reduzieren. Sie haben daher Anreize gesetzt, die die Binnennachfrage

auf im Inland erstellte Güter und Dienstleistungen

lenken sollen. Exportnationen wie Deutschland oder

Japan könnten deshalb vom Wachstum dieser Staaten weniger

als in der Vergangenheit profitieren.

Deutschland wird in dem bevorstehenden Aufschwung wahrscheinlich

besonders betroffen sein. Der Grund dafür ist die

niedrige Kapazitätsauslastung der Industrie. Sie liegt am

Ende des 2. Quartals dieses Jahres mit 71,3% deutlich unter

der historisch wichtigen Marke von 85%. Erst wenn diese

Marke in der ersten Stufe einer Konjunkturerholung erreicht

ist, werden Erweiterungsinvestitionen initiiert und Beschäftigung

generiert. Angesichts des momentanen Niveaus und

der zwar wieder anziehenden, absolut aber immer noch niedrigen

Auslandsnachfrage, die eine solche Konjunkturerholung

normalerweise trägt, dürfte die 85%-Marke in diesem Konjunkturzyklus

jedoch kaum erreicht werden, was auch die

zukünftigen Wachstumsraten beschränkt.

Die hier aufgezeigten Risiken für die zart keimende Konjunktur

werden von den Kapitalmärkten zurzeit einfach ignoriert.

Daher rechnen wir, insbesondere bei den Aktienmärkten, mit

Rückschlägen. Die Rezession dürfte zwar beendet sein, aber

über die Geschwindigkeit, Stärke und Dauer des Aufschwungs

lassen sich noch keine fundierten Aussagen treffen.

Die Gewinnerwartungen der Marktteilnehmer werden

deshalb sehr wahrscheinlich enttäuscht werden.

Bewahrheitet sich das skizzierte Szenario, wird das Marktumfeld

in den kommenden Monaten nicht einfacher werden. Wir

stellen uns deshalb darauf ein, dass unser Geschäftsjahr

2009/2010 mindestens so herausfordernd wird wie das abgelaufene.

Das Geschäftsjahr 2009/2010 begann schon mit einer großen

Herausforderung in unserem Bereich Settlement/

Middle Office. Seit Juli fungiert die Caceis Bank Deutschland

als unsere Abwicklungsbank. Die Migration erfolgte, nachdem


Caceis den entsprechenden Geschäftsbereich von der Hypovereinsbank

gekauft hatte. Die Caceis Bank, eine gemeinsame

Tochtergesellschaft der französischen Großbanken Crédit

Agricole und Natixis, weist eine hervorragende Marktposition

im internationalen Clearing- und Settlement-Geschäft auf und

verfügt über eine solide Kapitalbasis. Wir sind daher überzeugt,

mit unserem neuen Partner die in der Vergangenheit

unter Beweis gestellte Settlement-Qualität beizubehalten oder

sogar noch verbessern zu können.

Die Gewinnung neuer institutioneller Kunden und die weitere

Stärkung unserer Vertriebskraft hat nach wie vor hohe Priorität.

In diesem Zusammenhang soll auch unser Research-

Produkt sukzessive erweitert werden. Nachdem wir uns

im letzten Geschäftsjahr im Bereich „Erneuerbare Energien“

auf das Thema Solar-Energie fokussiert hatten, wird in Kürze

die Coverage für ein weiteres Themengebiet aus diesem

Bereich aufgenommen.

Da der Börsenrat der FWB Anfang Juli 2009 eine grundlegende

Reform des Präsenzhandels angemahnt hat, wird zur

Zeit eine Diskussion über die Zukunft der Skontroführung

geführt, die von der Steubing AG – u. a. als Mitglied in der zu

diesem Zwecke einberufenen Expertenkommission – konstruktiv

begleitet wird. Ein realistisches Szenario könnte sein,

dass der Parketthandel auf den elektronischen XETRA®-Handel

überführt wird. Für eine solche Entwicklung und die damit

verbundenen Herausforderungen in technischer und personeller

Hinsicht ist unser Unternehmen gut gerüstet. Unabhängig

vom Ausgang dieser Diskussion steht in der ersten

Hälfte unseres neuen Geschäftsjahres die turnusmäßige Neuverteilung

der Skontren durch die Frankfurter Wertpapierbörse

für die kommenden 30 Monate an.

Den Aufbau des Geschäftes an der Terminbörse Eurex

haben wir weiter vorangetrieben. Die Anbindung wird bis

zum Spätsommer realisiert sein.

Intensiv beobachten wir die gegenwärtige Entwicklung im

Entschädigungsfall Phoenix/EdW. Hier ist per 30.06.2009

eine Novelle des Einlagensicherungs- und Anlegerentschädigungsgesetzes

in Kraft getreten. Zudem sieht die jüngst veröffentlichte

neue Beitragsverordnung der EdW (Entschädigungseinrichtung

der Wertpapierhandelsunternehmen) deutlich erhöhte

Jahresbeiträge und Sonderumlagen vor. Der Vorstand

prüft derzeit Optionen, um auf diese Entwicklung angemessen

zu reagieren.


Das Unternehmen

Die Steubing AG ist eine unabhängige Wertpapierhandelsbank

mit Sitz in Frankfurt am Main. Gegründet im Jahr 1987

als „Wolfgang Steubing GmbH Börsenmakler“, wurde das

Unternehmen im Januar 1999 in eine Aktiengesellschaft

umgewandelt. Das Fundament der Geschäftstätigkeit bilden

der Handel und das elektronische Orderrouting in börsennotierten

Aktien, Zertifikaten und Optionsscheinen. Weitere

Haupttätigkeitsgebiete des Unternehmens umfassen Skontroführung,

Strukturierte Produkte, Designated Sponsoring,

Sales, Research sowie Equity Capital Markets und Corporate

Advisory. Die 2007 zusammen mit der IDC AG gegründete

SDB Steubing Derivatives Brokerage GmbH bietet darüber

hinaus unabhängige Kompetenz in strukturierten Produkten.

Zum Ende des Geschäftsjahres 2008/2009 beschäftigte die

Unternehmensgruppe rund 70 Mitarbeiter. Die Steubing AG

ist Mitglied im Bundesverband der Wertpapierfirmen an den

deutschen Börsen e.V. (bwf e.V.) und in der EdW (Entschädigungseinrichtung

der Wertpapierhandelsunternehmen).

Die Dienstleistungen

In folgenden Geschäftsfeldern bietet die Steubing AG Dienstleistungen

an:

Der Handel und das elektronische Orderrouting in börsennotierten

Aktien und Anleihen, Zertifikaten und Optionsscheinen:

Hier agiert die Steubing AG als Vermittlungs-/

Aufgabemakler an allen deutschen Börsen, ermöglicht Orderausführung

auf XETRA ® und besitzt darüber hinaus direkte

Onlinezugänge zu rund 50 internationalen Handelsplätzen. Im

Handel mit Auslandsaktien verfügt das Unternehmen über

langjährige Erfahrung. In den von der Deutschen Börse AG

veröffentlichten Umsatzranglisten der verschiedenen Marktsegmente

belegt die Steubing AG regelmäßig vordere Plätze.

Skontroführung: Als Skontroführer bietet die Steubing AG

Emittenten und Anlegern die Möglichkeit zum Handel am Börsenplatz

Frankfurt. Die Deutsche Börse AG hat uns mit der

Preisfeststellung von gut 1.000 in- und ausländischen Werten

beauftragt.

Strukturierte Produkte: Seit Dezember 2008 agiert die

Steubing AG als Spezialist im Intermediärhandel in Scoach ® ,

der europäischen Börse für Zertifikate und Optionsscheine.

Die von uns betreuten Emittenten profitieren von der hohen

Ausführungsqualität und -geschwindigkeit.


Designated Sponsoring: Seit Einführung des Designated

Sponsorings durch die Deutsche Börse AG im Oktober 1998

ist die Steubing AG im elektronischen Handelssystem XETRA ®

als Betreuer für attraktive Unternehmen tätig. Wir quotieren

die Aktien der Designated Sponsor-Mandate seit Beginn der

Tätigkeit stets mit dem optimalen Ranking AA. Folgende

Unternehmen werden aktuell von der Steubing AG betreut:

● BB Biotech AG

● BB Medtech AG

Sales: Das Sales-Team der Steubing AG fokussiert sich auf

institutionelle Investoren, internationale Banken und Handels-

Tische. Als bekannter Partner im Blockhandel zeichnet sich

das Unternehmen durch eine hohe Platzierungskraft aus und

führt regelmäßig Roadshows durch.

Research: Erfahrene Analysten mit mindestens zehn Jahren

Berufserfahrung bieten zeitnahe makroökonomische Analysen

sowie Unternehmens- und Branchenberichte aus den

Sektoren Erneuerbare Energien, Stahl und Maschinenbau an.

Die täglichen „Morning News“ runden das Research-Portfolio

ab.

Equity Capital Markets und Corporate Advisory: In diesem

Bereich unterstützen wir kleinere und mittelständische

Unternehmen unabhängig und kompetent bei Eigenkapital

bezogenen Themen wie z.B. bei der Vorbereitung und Durchführung

von Börsengängen (IPO) und Kapitalerhöhungen

oder bei der Durchführung von kleineren M&A-Transaktionen.

Bereits börsennotierte Unternehmen beraten wir außerdem

hinsichtlich ihrer Positionierung am Kapitalmarkt. Im November

2006 hat die Deutsche Börse die Steubing AG in den Kreis

der Listing Partner aufgenommen. Seit 2008 sind wir Emissionsexperte

in M:access.


Ihre Ansprechpartner

Vorstand

Geldwäschebeauftragte

Dr. Jochen Grossmann

Alexander Caspary

Kai Jordan

Marion Steubing

Compliance

COO

Hanns-Adrian Braun

+49.(0)69.297 16 - 129

Bernd Gegenheimer

+49.(0)69.297 16 - 140

Investor Relations / Janina Wiebols

Public Relations +49.(0)69.297 16 - 103

Jürgen Mai

+49.(0)69.297 16 - 132

Handel Inland

Handel Ausland

Kommissionshandel

Research

Sales-Trading

Sales

Derivatives Sales

Andreas Keune (Prokurist)

+49.(0)69.297 16 - 113

Klaus Best

+49.(0)69.297 16 - 138

Klaus-Peter Steinert

+49.(0)69.297 16 - 110

Kai Jordan

+49.(0)69.297 16 - 112

Wolfgang Schroth

+49.(0)69.297 16 - 144

Ralf Meinerzag

+49.(0)69.297 16 - 172

Heinz Stork

+49.(0)69.297 16 - 190


Ihre Ansprechpartner

Skontroführung

Ausland

Inland

Joachim Große

+49.(0)69.297 16 - 104

Anthony Disser

+49.(0)69.297 16 - 141

Strukturierte Produkte

Bernd Gegenheimer

+49.(0)69.297 16 - 140

Equity Capital Markets

Corporate Advisory

Dr. Jochen Grossmann

+49.(0)69.297 16 - 168

Michael Schatzschneider

+49.(0)69.297 16 - 153

Revision

Innenleitung

Middle Office

Personal

IT

Carsten Bokelmann

+49.(0)69.297 16 - 151

Dietmar Amberg

+49.(0)69.297 16 - 114

Hanns-Adrian Braun

+49.(0)69.297 16 - 129

Melanie Heinz

+49.(0)69.297 16 - 116

Waleri Schwert

+49.(0)69.297 16 - 145


Wolfgang Steubing AG Wertpapierdienstleister

Geschäftsjahr

01. Juli bis 30. Juni

Adresse Goethestraße 29

60313 Frankfurt am Main

Telefon+49.(0)69.297 16-0

Fax +49.(0)69.297 16-111

info@steubing.com

www.steubing.com

Wirtschaftsprüfer

Aufsichtsrat

Ernst & Young AG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Mergenthalerallee 3-5

65760 Eschborn

Wolfgang Steubing

(Vorsitzender)

Frank Wiebols

(stellv. Vorsitzender)

Ernst Neumeier

Christoph Bokelmann

Wolf-Dietrich Martin

Achim Vandreike

DEUTSCHE BÖRSE

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