Berichte des Forschungszentrums Jülich

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84 KAPITEL 6 . STUDIEN IN MITTLEREN BREITEN

nisse wurden entsprechend erniedrigt . Ähnliche Sensitivitätstests wurden ebenfalls

für die Stickstoffpartitionierung durchgeführt . Die von HALOE abgeleiteten NO ',-

Mischungsverhältnisse wurden ebenfalls entsprechend ihrer Variation um 20 % erhöht .

Es wurden ebenfalls Sensitivitätsstudien wie für die Simulationen für den Flug vom

14 . November 1996 in Leon mit der Aufteilung 10 % als HNO 3 und 90 % als 2 x N 205

durchgeführt, um die Sensitivität auf das Verhältnis HNO 3 zu N 2 0 5 zu analysieren .

6 .2 .3 Modellergebnisse

Die Ergebnisse dieser Modellstudien für den Meßflug am 14 . November 1996 in Leon

und am 3 . Mai 1999 in Aire sur 1'Adour werden mit den Messungen der C10-

Mischungsverhältnisse verglichen . Ein Vergleich der simulierten C10-Mischungsverhältnisse

mit den gemessenen C10-Mischungsverhältnissen als Funktion der Höhe ist in

Abbildung 6 .4 gezeigt . In Abbildung 6 .5 sind die gleichen Modellergebnisse als Funktion

des Sonnenzenitwinkels dargestellt .

Für den 3 . Mai 1999 stimmen die mit der oben beschriebenen Initialisierung simulierten

C10-Mischungsverhältnisse sehr gut mit den C10-Messungen überein . Simulierte

C10-Mischungsverhältnisse für den Ballonaufstieg bei Nacht liegen für po

tentielle Temperaturen von 800 K und 950 K im oberen Bereich der Fehlerbalken (s .

Abb . 6 .4) . Die simulierten C10-Mischungsverhältnisse der Sensitivitätstudien bezüglich

der Chlorpartitionierung und der Stickstoffpartitionierung liegen im Rahmen der Fehlergrenzen

der beobachteten C10-Mischungsverhältnisse (s . Abb . 6 .5) .

Modellstudien für den 14 . November 1996 werden gezeigt für Simulationen mit den

beiden vorgestellten Initialisierungen für Luftmassen aus mittleren Breiten (s . Abb . 6 .4,

links) und Luftmassen aus dem Polarwirbel (s . Abb . 6 .4, mitte) . Die Ergebnisse beider

Initialisierungen sind als Funktion des Sonnenzenitwinkels in Abbildung 6 .5 (oben)

verglichen .

Die simulierten C10-Mischungsverhältnisse mit den für mittlere Breiten und für

den Polarwirbel abgeleiteten Initialisierungen unterscheiden sich um ca . 10 % - 20 % (s .

Abb . 6 .5) . In beiden Fällen werden die während der Nacht bzw . während der Dämme

rung im Ballonaufstieg gemessenen C10-Mischungsverhältnisse gut von den Modellsimulationen

reproduziert . Das gemessene C10-Tagesprofil wird aber vom Modell um

bis zu 30 % unterschätzt . Sensitivitätstests mit einer Erniedrigung der HCl Mischungsverhältnisse

um 20 %, also eine Erhöhung der Mischungsverhältnisse des Nachtreservoirs

von Chlor, C10N0 2 , können das gemessene C10-Tagesprofil reproduzieren,

überschätzen aber das Aufstiegsprofil um bis zu 30 % . Sensitivitätstests bezüglich der

Stickstoffpartitionierung unterschätzen das gemessene C10-Tagesprofil in Abhängigkeit

von der Höhe (s . Abb . 6 .4) . Es ist also im Rahmen dieser Sensitivitätstests nicht

möglich, mit ein und derselben Initialisierung das gemessene C10-Tages- und Nachtprofil

durch Modellsimulationen zu reproduzieren .

Die Ergebnisse der Simulationen der 0 3-Mischungsverhältnisse für den 14 . November

1996 entsprechen im wesentlichen den durch die Initialisierung vorgegebenen 03-

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