Eifel aktuell Oktober 2015 Final

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Ausgabe 030 Nordeifel - Oktober 2015

kostenlos

zum Mitnehmen

Eifel

Simonskall

Perle der Eifel

125 Jahre

Restaurant Fringshaus

Herbst in der

Drover Heide

Das Lokalmagazin für Monschau, Roetgen, Simmerath,

Nideggen, Heimbach, Hürtgenwald, Kreuzau und Umgebung


Editorial

Liebe Leserinnen und Leser!

Wenn die Stare sich zu

Hunderten für ihre

Abreise in den Süden auf

den Überlandleitungen

versammeln, dann verwöhnt die Eifel

seine Bewohner mit einem großartigen

Farbtheater. So weit das Auge reicht,

winken die Bäume mit grandiosen Farben,

und die Kinder freuen sich über Kastanien

und Hasel- und Wallnüssen die verschwenderisch

verstreut sind. Die zahlreichen

Veranstaltungen in der Eifel werden

nun immer mehr nach Innen verlegt und

jeder Kamin- und Holzofenbesitzer freut

sich über die vielen Stapel Holz, die sie

übers Jahr für den Winter aufgeschichtet haben.

Doch in die große Vorfreude auf den gemütlichen Herbst mischen sich auch

in jedem Jahr auf Allerheiligen und Allerseelen Gefühle des Abschieds und der

Erinnerung. Die Bestattungskultur scheint in den letzten Jahren im Umbruch.

Doch einen Platz zu haben, an dem man sich der lieben Verstorbenen in

aller Ruhe erinnern kann ist nach wie vor wichtig für die Menschen. Wenn

zu Allerheiligen tausende Ewige Lichter die Friedhöfe in roten Lichtschimmer

tauchen, spürt man eindrucksvoll, wie sehr.

Simonskall, gerne die Perle der Eifel genannt, ist im Herbst ein wahres Eldorado

für Naturbegeisterte. Der 50-Seelenort inmitten des reizvollen Kalltals bietet

Eifel

nicht nur viele wundervolle Wanderwege, sondern steckt auch voller geschichtlicher

Besonderheiten, die entdeckt werden wollen. In Schmidt kümmern

sich Frauen und Männer ganz selbstverständlich und mit viel Engagement

um die vielen aufgenommenen Asylanten. Zusammen mit der katholischen

Kirchengemeinde St. Hubertus (St. Mokka) veranstaltete das Integrationsteam

kürzlich ein großes Willkommensfest am Zimmel.

Ein Aushängeschild Eifeler Gastronomie, das Restaurant Fringshaus, feiert in

diesem Jahr sein 125-jähriges Bestehen. Für Eifel aktuell Grund genug, das

Traditionshaus und seine Geschichte vorzustellen. Das Kunst- und Kulturzentrum

der Städteregion Aachen in Monschau (KuK) präsentiert augenblicklich – und

wieder kostenfrei - einen Einblick in die Welt der international renommierten

Künstler Jürgen Klauke und Gina Lee Felber. Der Initiator des Musik- und

Kultursamplers „Eifelgefühl“, Horst Hültenschmidt, besuchte Nideggen. Eifel

aktuell nutzte die Gelegenheit, sich mit ihm über das Projekt zu unterhalten.

Spätestens ab dem 11.11. startet in der Region die 5. Jahreszeit. Die KG

„Schmedter Grieläächer“ feiern in der kommenden Session ein jeckes Jubiläum:

6 x 11 Jahre. Warum es wichtig ist, Zeit für andere Menschen aufzubringen, zeigt

das ehrenamtliche Engagement im Helena-Stollenwerk-Haus in Simmerath. Im

Herbst zeigt sich die Drover Heide von ihrer spektakulärsten Seite. Wir nehmen

Sie, liebe Leserinnen und Leser, mit auf unsere Wanderung.

Ab sofort ist „Eifel aktuell“ auch bequem im Internet nachzulesen. Unter

www.lokalmagazine.wordpress.com fi nden Sie jede bislang erschienene

Ausgabe.

Wir wünschen Ihnen wieder viel Vergnügen bei der Lektüre unserer Berichte

und inspirierende Anregungen.

Herzliche Grüße

Bert van Londen

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Eifel

Inhaltsverzeichnis

Titelseite: Simonskall . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1

Editorial . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2

Inhaltsverzeichnis & Impressum . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3

Simonskall - Perle der Eifel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4-6

Cafe Löwenherz - Kreuzau . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7

Engagement Flüchtlinge in Schmidt . . . . . . . . . . . . . . 8-9

Fringshaus - Seit vier Generationen ein

Symbol für Gaumenfreuden . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10-11

Weltpremiere im KUK . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12-13

Das Beste, was die Eifel an Kunst zu bieten hat . . . . . . 14

Kloster-Kultur-Keller -

Puppenspiel und Figurentheater im Herbst 2015 . . . . 15

Schmedter Grieläächer – 6 x 11 jecke Jahre . . . . . . . . . 16

Fressnapf Roetgen/ Vorwerk . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17

Ehrenamtliches Engagement

im Helena-Stollenwerk-Haus/Simmerath . . . . . . . . . 18-19

Herbst – Zeit des Abschieds und Erinnerns . . . . . . . 20-21

Kurz und Gut . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22

Herbst in der Drover Heide . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 23

Proxy . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 24

Impressum

Erscheinungsweise: monatlich, jeweils ab der 2. Monatswoche

Auflage: 6.000 Stück

Verteilung: Kostenlose Verteilung über Auslegestellen Raum Monschau,

Roetgen, Simmerath, Nideggen, Heimbach, Kreuzau, Hürtgenwald und Umgebung.

(in Geschäften und öffentlichen Gebäuden, sowie Banken und Sparkassen).

Redaktions- und Anzeigenschluss: um den 30. eines jeden Monats

Herausgeber und V.i.S.d.P.:

Euregio Marketing UG

Hartmut Hermanns

Marc André Mainz

Süsterfeldstraße 83, 52072 Aachen

Mail: hermanns@euregio-marketing.com

Web: www.lokalmagazine.wordpress.com

www.euregio-marketing.com

Chefredakteur Eifel: Bert van Londen

Redaktion & Anzeigenleitung:

Froitscheidter Str. 94, 52385 Nideggen

Tel.: 02474-998665, Mobil: 0171-5760915

info@agentur-wortundbild.de

Redaktionelle Mitarbeit:

Manfred Schmitz (ms), Heike Tischer (ht),

Franz Tiedtke, Stephan Geißer

Mediaberater:

Bert van Londen, Tel. 02474 – 998 665, Mobil. 0171 – 576 09 15

Fotografie & Copyright: by Bert van Londen, agentur Wort und Bild

Layout/ Gestaltung: Euregio Marketing UG

Druck: Druck & Verlagshaus Mainz GmbH Aachen

www.druckservice-aachen.de

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Eifel

Simonskall – Perle der Eifel

Wenn der Herbst seinen wunderschönen Einzug hält, dann

machen sich naturbegeisterte Menschen einmal mehr

auf den Weg in die Eifel. Idyllisch im Kalltal am Rande des

Monschauer Landes und des Kreises Düren gelegen, erwartet

der 50-Seelenort Simonskall seine Gäste mit einem unglaublich erlebenswerten

Querschnitt von allem, wofür die Eifel steht. Herrlichste Natur und unbegrenzte

Möglichkeiten zum aktiven Naturerleben, einer ganz besonders interessanten

Historie, einem herausragenden, kleinen Kulturbetrieb, der weit über die

Grenzen des kleinen Ortes hinaus Aufmerksamkeit erfährt, freundlichen und aufgeschlossenen

Menschen – und natürlich – einer kundenfreundlichen Hotellerie

und Gastronomie. Vor allem aber überzeugt Simonskall mit seiner herrlichen,

beinnahe unberührten Natur. Wo die Kall in Millionen von Jahren das Gestein

des Rheinischen Schiefergebirges abgetragen hat, ist ein Tal entstanden, das sehr

unterschiedliche Gesichter hat. Mal fl ießt die Kall in einer lieblichen Landschaft

aus Feldern und Wiesen dahin, dann wieder verengt sich das Tal zur Schlucht,

deren Hänge schroffe Felsformationen zeigen, die die Spuren der in Äonen von

Jahren stattgefundenen Erosion aufweisen. Die Wälder - Buchen, Eichen und

Fichten - sind weitgehend unberührt, abgestorbene oder umgestürzte Bäume

bleiben da, wo sie gefallen sind und bieten Flora und Fauna neue Nahrung zu

neuem Wachstum. Hochwild, Schwarzwild, Muffl on, Wildkatzen und Biber, sie

alle sind in diesen Wäldern zu Hause, ebenso wie Feuersalamander, Eidechse,

viele Frosch- und Krötenarten, und natürlich Fledermäuse. Das Zwitschern der

Singvögel im Frühjahr und Sommer, die Schreie von Bussard und Milan, der

elegante Flug des Schwarzreihers oder auch das aufgeregte Quaken einer Ente,

die sich voller Lebensfreude die Kall hinuntertreiben lässt, all dies begeistert

nicht nur Ornithologen. Zahlreiche wunderschöne Wanderwege warten darauf,

erwandert zu werden. Links zu Kartenmaterialien oder GPS-Wanderungen

fi nden Interessierte im Internet unter: www.vossenack.nrw/Simonskall. Ein

neuer Bikepark bietet bestes Terrain und ideale Bedingungen, um das Kalltal mit

dem Mountainbike zu erkunden.

vor den Unwägbarkeiten des heraufziehenden 30-jährigen Krieges zu schützen.

Die von Simon Kremer im Jahre 1651 hinzugefügte linke Gebäudehälfte wird

heute als „Junkerhaus“ bezeichnet.

Bereits im Jahre 1612 wurden Glashütte und Seifensiederei wegen Unrentabilität

in eine Eisenhütte umgewandelt, deren neuer Besitzer was der bereits erwähnte

Simon Kremer, ein aus Zweifall zugewanderter Hüttenmeister, „Simon op der

Geschichte des Junkerhauses

Berühmtestes Aushängeschild Simonskalls ist das Junkerhaus. Seine Geschichte ist

eng verbunden mit der Geschichte des Ortes, dessen Gründung – wie urkundlich

belegt – auf das Jahr 1608 zurückgeht. Angelockt von den großen Holzvorräten

und Quarzitvorkommen sowie der Wasserkraft des Kallbachs, errichtete der

Schweizer Kaufmann Bartholomäus Schobinger aus St. Gallen hier im Gebiet „op

der Callen“ eine Glashütte und eine Seifensiederei. In unmittelbarer Nähe baute

er ein massives Wohnhaus mit Wehrturm, den er vorsorglich mit Schießschachten

ausstattete, um sich und seine große Familie mit Ehefrau, 13 Kindern und Gesinde

4


Eifel

Advertorial

Historische Fotos: Sammlung Franz Scholl

Callen“ genannt, wovon der Ortsname „Simonskall“ abgeleitet ist.

In der Folgezeit diente das Junkerhaus über zweieinhalb Jahrhunderte vielen

Generationen als Wohnstatt und überstand so manchen Sturm der Zeit bis im

Jahre 1919 der Kunsthistoriker und Publizist Carl Oskar Jatho und seine Frau, die

Schriftstellerin Käthe Jatho-Zimmermann, das Haus von den damaligen Besitzern

Scholl anmietete, um hier zusammen mit einer Gruppe junger avantgardistischer

Künstler aus der Kölner Szene eine Art Landkommune zu errichten, die sich

Kalltalgemeinschaft nannte. Das Junkerhaus wurde nun zu einem wichtigen

Begegnungs- und Zufl uchtsort für Künstler und Intellektuelle, bis sich im Herbst

1921 die Kalltalgemeinschaft aus wirtschaftlichen Gründen wieder aufl öste.

Der 2. Weltkrieg und die erbitterten Kampfhandlungen der so genannten

„Schlacht im Hürtgenwald“ hinterließen auch in Simonskall deutliche Spuren

der Verwüstung durch Bomben- und Granateinschläge. Davon betroffen war

auch das Junkerhaus, das teilweise zerstört wurde und ausbrannte. Spätestens

hierbei dürften wohl auch die Bilder zu Szenen des Gilgamesch-Epos zerstört

worden sein, die Franz Wilhelm Seiwert, Mitglied der Kalltalgemeinschaft, an

die Wände des Junkerhauses gemalt hatte.

Sein heutiges Äußeres mit dem prachtvollen Fachwerkgiebel und den

zierlichen Sprossenfenstern, wie aber auch das stilvolle Innere mit gediegener

Blausteintreppe und eichenen Wandvertäfelungen, verdankt es dem

Lammersdorfer Industriellen Otto Junker, der das stark beschädigte Gebäude

1958 erwarb, aufwändig renovierte und als Werksmuseum einrichtete. Nach

ihm wurde es im Volksmund „Junkerhaus“ genannt, so lautet auch sein offi -

zieller Name. Heute befi ndet sich das denkmalgeschütze Gebäude im Besitz

der Gemeinde Hürtgenwald und dient als Museum sowie als bedeutender

Erinnerungsort der Moderne im Rheinland.

Weitere Informationen unter: www.junkerhaus-simonskall.de

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Café Kern in Simonskall

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52393 Hürtgenwald

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Eifel

Die Burg Simonskall

In der an Burgen durchaus nicht armen Nordeifel nimmt die Burg Simonskall

eine Sonderstellung ein. Neben Nideggen, Heimbach, Satzvey oder gar der

„Ordensburg Vogelsang“ wirkt der Simonskaller Bau doch recht bescheiden.

Dennoch erfüllt er die Kriterien eines solchen Bauwerks, ist eine wehrhafte und

verteidigungsfähige Wohn- und Wirtschaftsanlage, die ihren Bewohnern Schutz

vor Angriffen von außen bietet. Ob diese Schutzfunktion jemals gefordert war,

ist aber nicht bekannt. Was die Burg von Simonskall vor allem von anderen

Burgen unterscheidet, ist die Tatsache, dass sie nicht etwa von mächtigen

Adelsgeschlechtern, sondern von einem Handwerksmeister – dem schon

erwähnten Reidmeister (=Hüttenmeister) Simon aufgeführt wurde, sozusagen

eine „bürgerliche Burg“. Der Herzog von Jülich, dem das gesamte Land gehörte,

dürfte sich auch weniger für die Sicherheit seiner Pächter als für die beiden

Goldtaler interessiert haben, die ihm die Wasserrechte an der Kall Jahr für Jahr

einbrachten. Schon die Gründung von Simonskall war anders: In einer durch und

durch katholischen Gegend kamen zwei protestantische Schweizer ins Kalltal,

um hier ihr Glück noch einmal zu versuchen, die (Halb-) Brüder Schobinger,

immerhin schon 60 und 69 Jahre alt!

Die Marienkapelle

Ausgerechnet in einer Zeit, in der das Christliche Glaubensbekenntnis kaum

mehr galt als die Religion, der es entstammte, und in welcher die Deutschen

auf eine tausendjährige, glorreiche Zukunft eingestimmt wurden, ausgerechnet

in dieser Zeit beschlossen die Simonskaller, ein eigenes Gotteshaus zu errichten.

Ein Einwohner stiftete das Grundstück am Hang, und mit Mitteln, die zum Teil

aus der Gemeinde und zum anderen Teil von der Kirche aufgebracht wurden,

entstand 1935 die Marienkapelle Simonskall. Anders als die große Schwester in

Vossenack blieb diese kleine Kirche weitgehend von den Kriegseinwirkungen

verschont. Dennoch und trotz der soliden Bauweise blieben altersbedingte

Verschleißerscheinungen nicht aus. So war es ein großer Segen für die Kapelle,

dass sich im Jahre ihres 75-jährigen Bestehens ein Verein gründete, der die

Mittel zusammenbrachte, die zur Renovierung des Daches erforderlich waren.

Heute ist die Marienkapelle wieder in einem Zustand, der eine Nutzung nicht

allein für kirchlich-rituelle Zwecke, sondern auch zur Setzung kultureller Impulse

für die Gemeinde und darüber hinaus erlaubt.

Eine Glockengeburt

Eine der Glocken der 1935 erbauten Marienkapelle zeigte unüberhörbare

Verschleißerscheinungen und war an gleich drei Stellen defekt. Wieder bewies

der Förderverein der Marienkapelle e.V. großen Einsatz. Eine neue Glocke musste

her. Unter großer Anteilnahme der Bevölkerung und Interessierter erfolgte der

Guss der großen Marien-Glocke öffentlich durch den Glockengießer Simon

Laudy. Die Marien-Glocke hatte die Klangprüfung erfolgreich bestanden und die

neue Läuteanlage wurde installiert. Weihbischof Bündgens weihte feierlich die

große Marien-Glocke und die kleinere Josef-Glocke ein.

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Eifel

Advertorial

Mit Charme und allerlei Leckereien –

Café Löwenherz in Kreuzau

Mit dem Cafe Löwenherz ist seit

Februar dieses Jahres Kreuzau um

einen liebenswerten Treffpunkt reicher.

„Die Liebe zur Gastronomie,

habe ich schon als Kind entdeckt“, antwortet

Desireé Kupsch auf die Frage, was Sie an Ihrer

Arbeit im Café so liebt. „Ich habe bereits lange

Zeit vorher in Cafés gearbeitet und liebe es,

Menschen kulinarisch zu verwöhnen. Ich möchte

da sein für meine Gäste“. „Mein Vater Erich

Jansen, Eigentümer des Cafés Löwenherz, hat mir

einen großen Traum mit dem Café erfüllt“, erklärt

die junge Geschäftsführerin. Durch aufwändige

Renovierungsarbeiten und mit viel Liebe zum Detail

- hier im Herzen von Kreuzau - ist ein modernes

Café mit gemütlicher Atmosphäre entstanden ist.

Neben Büchern und Spielen, die vor Ort gelesen

oder gespielt werden können, kann man diese

auch tauschen – eben alles ganz individuell. Eine

gemütliche Spielecke lässt die Herzen der kleinen

Gäste höher schlagen. Direkt neben der historischen

Burg Kreuzau kann man im Innenraum des

Cafés Löwenherz sowie auf der wunderbar gelegenen

Außenterrasse eine schöne Auszeit vom Alltag

nehmen

Desireé Kupsch versteht es, mit ihrem fünfköpfi gen

Team ihre Gäste rund um zu verwöhnen. Neben

einem üppigen Frühstück, das aus verschiedenen

Brötchen und Broten sowie einer großen Auswahl

an Aufschnitt und Beilagen bis hin zu Müsli, Joghurt

und frischem Obst besteht, wird hier der Kaffee aus

ganzen Bohnen frisch gemahlen und aufgebrüht.

Ein weiteres Angebot ist das Frühstücksbuffet

(um Reservierung wird gebeten) am Sonntag. Zur

Mittagszeit stehen den Gästen allerlei Gerichte

zur Verfügung. Das Angebot reicht von Salat,

Suppen, Reibekuchen und durch die Erweiterung

der Speisekarte auch verschiedene Fleischgerichte

mit den entsprechenden Beilagen. „Bei uns ist es

selbstverständlich, dass wir unsere Speisen frisch

und selbst zubereiten, damit unsere Gäste zufrieden

sind. Das ist mir und meinem Team ganz besonders

wichtig“, verspricht Desireé Kupsch.

Nachmittags können die Gäste zwischen verschiedenen

Kuchen und Torten wie gedeckter Apfel,

Sahnenusstorte - um nur einige zu nennen - wählen.

„Die Kuchen und Torten werden von Herrn Keutgen

aus Obermaubach, der ein hervorragender Konditor

ist, geliefert“, so Desireé Kupsch. Eine schöne

Eistheke lässt besonders die Kinderherzen höher

schlagen. Auch besondere Anlässe wie ein runder

Geburtstag, Hochzeiten oder auch Dienstjubiläen

können im Löwenherz gefeiert werden.

Das gute Klima im Team und die gemeinsame

Leidenschaft für die Gastronomie, die auch die

Gäste spüren, machen einen Besuch im Café

Löwenherz zu einem unvergesslichen Erlebnis.

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Café Löwenherz

An Burg Kreuzau 1

52372 Kreuzau

Tel.: 02422 – 9594435

Mobil: 01575 – 8436405

Mail:

Internet:

info@cafelöwenherz.de

www.cafelöwenherz.de

Öffnungszeiten:

Mo.: Ruhetag

Di. – Sa.: 08:00 – 18:00 Uhr

So.: 09:00 – 18:00 Uhr


Eifel

Wunden brauchen Zeit um zu heilen

Willkommensfest für Asylanten in Schmidt

Schmidt.

UAziz, Isfahak, Ali, Khero und Ahmad sind fünf junge Männer, die

stellvertretend für die insgesamt 50 Asylanten – inklusive ihrer

Familien – nach einer lange Odyssee in Schmidt angekommen

sind. Die meist jungen, allein stehenden Männer, Mütter mit Kind

und Familien haben eines gemeinsam: hinter ihnen liegen tausende Kilometer

voller Entbehrungen, auf dem langen Weg aus ihren krisengeschüttelten

Heimatländern. Sie kommen aus Afghanistan, Pakistan, Ghana, Indien, Irak,

Syrien und Eritrea. Je ein Drittel der Angekommenen sind gut ausgebildet, mit

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mittlerem Bildungsstand oder ohne Ausbildung. Sie alle fanden in Schmidt nicht

nur ein Dach über dem Kopf, sondern auch tatkräftige Unterstützung, ihr Leben

neu zu ordnen.

Ihre Schicksale sind kaum vorstellbar. So wie das des 23-jährigen Achmad aus

Syrien. Nach Abschluss seines Studiums in Damaskus wurde auch er vom syrischen

Militär eingezogen. Was das in Syrien bedeutet, braucht nicht viel Fantasie.

Seine Mutter fl ehte ihn an, wenigstens als einigstes ihrer Kinder zu fl iehen,

denn wenn das Militär nicht die jungen Syrer einzieht, dann aber bestimmt

die Jihadisten. In Syrien kämpfen laut Experten inzwischen 60 verschiedene

Gruppierungen gegeneinander. So legte seine ganze Familie Geld für seine

Flucht zusammen. Da oftmals die Flucht misslingt, müssen viele Flüchtlinge

mehrmals Anlauf nehmen. Die schrecklichen Bilder von Flüchtlingsbooten aus

Nachrichtensendungen sind auch für Achmad noch sehr lebendig. Auch er war

an Bord eines Bootes, das völlig überbesetzt war. Er erinnert sich, wie er bei

hohem Wellengang stundenlang links ein Kleinkind auf dem Arm hatte und

mit der rechten Hand das GPS umklammerte. Die meisten seiner Freunde und

Bekannten, die auch auf der Flucht waren, leben bereits nicht mehr. Sein Weg

führte ihn nach der Schiffsüberfahrt nach Griechenland. Sein Versuch, dort Asyl

zu beantragen, scheiterte. Von der Idee, zu Fuß in die Türkei zu gelangen, riet

ihm sein Vater dringend ab. Achmad war wochenlang ohne Essen unterwegs. Er

trank aus Bächen, schlief an Straßenrändern und morgens lief er einfach weiter

die Straße entlang. Wie ernst die Situation wirklich ist, dokumentieren gleich

fünf Einschüsse in seinem Körper.

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Das Integrationsteam

Von der Arbeit des Sozialen Netzwerkes Nideggen inspiriert und teilweise

daraus hervorgegangen ist das Schmidter Integrationsteam. Den inzwischen

12 engagierten Schmidter Bürgerinnen und Bürgern schlagen bei ihren

Begrüßungsbesuchen vor allem Dankbarkeit, aber auch Ungläubigkeit entgegen.

Für viele der Asylanten ist es einfach unvorstellbar, dass ihr langer Weg der

Flucht nun zu Ende sein soll. Die Hilfen des Integrationsteams sind vielfältig.

Sie sorgen für die nötigen Erstausstattungen, auch gerade mit Kleidung. Da

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Eifel

ist die Kooperation mit der Kleiderkammer des Sozialen Netzwerkes Nideggen

in Rath sehr hilfreich. Auch mit dem Sozialamt wird eng zusammen gearbeitet.

Viel Zeit und Energie fl ießt darüber hinaus in den Deutschunterricht, denn ohne

Verständigung wird alles noch viel schwerer. Das Schmidter Team begleitet die

Asylanten bei Fahrten, wie beispielsweise zu Ärzten nach Nideggen und Düren,

sammelt Spielsachen, Fahrräder, Hausrat, Möbel, Putz- und Waschmittel und

Hygieneartikel. Doch nicht alleine die Versorgung steht im Vordergrund. Für ein

gutes Miteinander, aber vor allem auch für das eigene Selbstwertgefühl, brauchen

die Menschen eine sinnvolle Beschäftigung. So startete das Integrationsteam

inzwischen für die Schmidter Asylanten einige Aktionen wie das Säubern des

Dorfplatzes. Weitere Möglichkeiten der Beschäftigungen werden augenblicklich

diskutiert und angegangen.

Willkommensfest

Wer sich gut angekommen fühlen möchte, der braucht auch ein Zeichen dafür,

dass man willkommen ist. Unter großer Beteiligung organisierten die Schmidter

unter Federführung des Integrationsteams und der katholischen Kirchengemeinde

Vielfältig, faszinierend und kreativ!

Wir haben die besten Foodtrucks aus NRW!

Foodtruck Festival

Voreifel

10.00 - 22.00 Uhr

24.10.2015

Bei schlechtem Wetter findet

das Festival Indoor statt

Feiern Sie mit uns! Zahlreiche

Foodtrucks, Live-Band und viel

mehr für die ganze Familie!

Präsentiert von:

Autohaus Herten zum 5-jährigen

Jubiläum in Nideggen-Embken,

Liebergstr. 66-68

JUBILÄUM!

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Feiern Sie mit uns!

Fünf Jahre

Mercedes-Benz Autohaus

Herten Nideggen-Embken

St. Hubertus ein Fest in der Grillanlage am Zimmel. Leckere Köstlichkeiten vom

Grill und als Buffet, die auch den unterschiedlichen Essgewohnheiten der vielen

Nationalitäten Rechnung trugen, ausgelassene Ballspiele der Kinder und viele

Geschichten, die ausgetauscht wurden – das Willkommensfest war ein verheißungsvoller

Start und ein hoffnungsvolles Zeichen.

„Die Menschen haben ein ungeheuer große Hilfs- und Spendenbereitschaft“,

wissen die Damen und Herren des Integrationsteams. „Was wir nun brauchen,

ist Geld und Wohnraum. In Sachen Kleider- oder Möbelspende sind wir gut

aufgestellt und haben Probleme, alles richtig lagern zu können. In dieser Hinsicht

sind unsere neuen Freunde bestens versorgt. Die vielen Aktionen, wie z. B. die

Arztfahrten kosten jedoch Geld, die bislang von den Ehrenamtlern selbst getragen

werden. Da würden wir uns auch Solidarität der anderen Schmidter wünschen.“

Wer sich im Integrationsteam engagieren möchte oder Kontakt wünscht, kann

das telefonisch unter Tel.: 0163 – 15 29 506 (Getrud Breuer, ab 14 Uhr) tun.

Weitere informationen gibt es im Internet unter: www.nideggen.de (Soziales

Netzwerk Nideggen).

Frisch aufgetischt!

Gewinnen Sie ein

Wochenende mit einem

Mercedes-Benz SL!

Essen auf Rädern - Ein kulinarischer Trend feiert

Premiere erstmals in der Voreifel, in Nideggen-

Embken. Wo die Food Trucks anrollen, gibt’s

viel mehr als nur Currywurst und Pommes -

zum Beispiel frische Bio-Küche und richtig

gute Hausmannskost.

Sie finden uns auch auf Facebook!

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Eifel

Seit vier Generationen ein Symbol für

Gaumenfreuden, Gastlichkeit und euregionales Miteinander

Das Restaurant „Fringshaus“ begeht sein 125-jähriges Bestehen – Ein Gütebegriff und

historisches Kleinod im „Land ohne Grenzen“

Das „große Haus Europa“ ist längst noch nicht für alle

27 EU-Mitgliedsstaaten zu gleich fairen Konditionen bewohnbar.

Und das jahrzehntelangen Anstrengungen und

gutem Willen seiner Bürger wie politisch verantwortlichen

„Bauherren“ zum Trotz. Die Euregionalier leben schon

seit Generationen im einträchtigen und „grenzenlosen“

Distrikt-Miteinander der Römerstädte Aachen, Maastricht und Lüttich. Vielleicht

sollten deshalb Delegationen Europa-Parlamentarier aus Brüssel, Straßburg

oder Luxemburg einmal Station im Restaurant „Fringshaus“ machen. Dort

sieht man, wie selbstverständlich das vereinte Europa funktionieren kann. Das

Anwesen im gediegenen Landgasthofstil liegt auf der fast 600 Meter ansteigenden

Lammersdorfer Höhe, entlang der B 258. Hier, im Süden der Städteregion

Aachen, jedoch auf Staatsgebiet des belgischen Königreiches, beginnt, empfi n-

den aus Richtung Aachen kommende Reisende, „die richtig urige Eifel“. Und

die zu besuchen, lohnt sich zu jeder Jahreszeit. Die in dieser geschichtsträchtigen

Herberge mit naturnahem Panorama schaffenden Inhaber-Familien Ursula

und Doris Lentz samt ihren Ehemännern Luc Van Winckel und Philippe Mullaert

demonstrieren tagtäglich, wie harmonisch „Europa im Kleinen“ zum Wohle

aller Beteiligten gedeihen kann. „König Gast“ bekommt´s bestens! Ursula und

Doris sind Kinder der „Deutschsprachigen Gemeinschaft“ des Königreiches,

Luc stammt aus dem fl andrischen Welthafen Antwerpen und Philippes Wiege

stand in Lüttich, der wallonischen Maasmetropole. Dieses Quartett ist ein

Paradebeispiel für den Unterhalt einer fl orierenden Begegnungs- und interregionalen

Tagungsstätte guter Nachbarn diesseits: jenseits nur noch imaginären,

volksnahen Grenze.

Das dem Wohlergehen ihrer Gäste verschriebene Familienunternehmen Lentz/

Van Winckel/Mullaert begeht in diesem Jahr das 125-jährige Restaurant-

Jubiläum. Ausgeprägtes Qualitäts-Bewusstsein der Betreiber und die individuelle

Note ihres Lokals sind Garanten für ein Angebot konstant guter und

ehrlicher belgisch-französischer Gerichte. Zu ihnen zählt auch der beliebte

Speisen-Klassiker „Forelle blau“ oder „Müllerin Art“. Die munteren Fischlein

tummeln sich, bevor sie als Hochgenuss auf Gästetellern landen, in einem

Bassin mit sprudelndem Frischwasser. Delikate Hummer und Austern werden

bis zu ihrem Verzehr in Salzwasserbecken gehalten.

Arnold Frings, der laut Bürgermeister beurkundete „Ackerer aus Konzen“,

hätte es sich 1825 gewiss nicht träumen lassen, dass sein Name einmal zum

Inbegriff für klassisch-bodenständige Kochkunst, Wohlfühl-Ambiente und

gastorientierten Service werden sollte. Frings´ Antrag auf Genehmigung,

„ein Haus zur Anlegung einer Herberge zu erbauen“, beschieden Rat und

Verwaltung positiv. 1890 verkaufte Arnold Frings sein bis dato als Landgut

geführtes Domizil an Friedrich August Esser aus Reinartzhof. Nach dem

Inferno des Ersten Weltkrieges wurden Gaststätte und Landwirtschaftsbetrieb

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Eifel

Advertorial

„Gut Fringshaus“ aufgrund

des Versailler Vertrages dem

Königreich Belgien übertragen.

Friedrich August Esser nahm

die Staatsbürgerschaft des

Königreiches an, auf dessen

Hoheitsgebiet sein Gasthof

wie die landwirtschaftliche

Existenz ruhten. Exponierter

Publikumsmagnet dank seiner

Lage an einer Straße, die

quer durch das einzigartige

Naturschutzgebiet Hohes Venn

führt.

1924 übernahm Hubert August

Esser den elterlichen Betrieb.

Zwei Jahre später heiratete er Anna Langer aus „Relais Königsberg“. Ihre

Bewirtungsstätte entwickelte sich derweil zum beliebten Ausfl ugsziel mit

Einkaufsmöglichkeit. Dann rotierender Wechsel oft unseliger Zeitläufe: Mit dem

Einmarsch deutscher Truppen ins Königreich (1940) wird das Landgut Fringshaus

zwangsweise deutsch und nach dem Zweiten Weltkrieg wieder in belgisches

Staatsgebiet integriert. Als amerikanische Truppen kurz vor Kriegsende auf

Aachen vorrückten, erfüllten sie per ungeschriebenes Gesetz ein familiäres

Vermächtnis Friedrich August Essers und verschonten dessen Zuhause und

Lebenswerk von jeglicher Kampfhandlung, weil Bürger belgischer Nationalität

als Verbündete der Alliierten galten.

1946 dann eine schreckliche Katastrophe. Bauernhof und Gaststätte werden

durch einen verheerenden Brand bis auf die Grundmauern zerstört. Glück im

Unglück: Menschen kamen nicht zu Schaden, auch ein stattlicher Viehbestand

konnte in Sicherheit gebracht werden. Nun war beherzt zupackende und

lebensbejahende Inhabertugend gefragt! Die seit 1936 verwitwete Anna Esser

wandelte „Gut Fringshaus“ mit eisernem Willen, enormer Tatkraft und pfi ffi gen

Ideen in ein großzügiges, modernes „Hotel-Restaurant Fringshaus“. Anna Esser,

Köchin aus Leidenschaft und passionierte Jägerin mit großem Freundeskreis,

machte aus dem buchstäblich aus Asche neu entstandenen Familiensitz Schritt

für Schritt ein attraktives Ziel für Vennwanderer, Eifelurlauber, Naturfreunde und

Liebhaber regionaler Gaumenfreuden.

Kundenorientiertes Gastro-Ensemble

1967 übertrug Anna Esser ihrer jüngsten Tochter Elfriede und deren Ehemann

Alfons Lentz die Verantwortung über den längst weithin bekannten und beliebten

Komplex aus feiner Küche, gepfl egtem Getränkekeller und Dienstleistung. Über

50 Jahre wirkte Agnes Flohr aus Schmidt als „guter Hausgeist“ in der traditionsreichen

Herberge und prägte deren Image deutlich spürbar mit. Alfons Lentz

gründete seinerseits ein fl orierendes Grenzgeschäft. So gedieh unter seiner und

Elfriedes Ägide aus einem zuvor reinen Ausfl ugslokal ein Ensemble vollendeter

Gastlichkeit mit Übernachtungs- und Warensortiment.

Seit 1990 führen, als stets um das Wohl ihrer Kundschaft bemühte Fachkräfte,

Anna Essers Enkelinnen, die Geschwister Ursula und Doris Lentz, an der Seite

ihrer Ehemänner Luc und Philippe, das Erbe ihrer Vorfahren fort und entwickeln

es ständig positiv weiter. Ihre Philosophie und Wurzeln des Erfolges ruhen auf

den Säulen liebevoller Gastlichkeit: Küche, Ambiente und Service. „Wenn Fremde

unser Haus erstmals besuchen und als Freunde gehen, sind wir zufrieden!“ Der

Beruf Gastronom aus Berufung – das Team von Fringshaus zelebriert dieses

anspruchsvolle Anliegen täglich aufs Neue.

(ms)

Restaurant Fringshaus

Fringshaus 2, 4730 Raeren

Tel. 02471-3113

Web: www.fringshaus.com

11


Eifel

von l. n. r.: Dr. Nina Mika-Helfmeier, Prof. Klaus Honnef, Gina Lee Felber, Jürgen Klauke, Hans-Josef Hilsenbeck

und Axel Hartmann, allgemeiner Vertreter des Städteregionsrates. Foto: van Londen

„Zeigen, was man

nur zu fühlen vermag“

Weltpremiere im KuK

Gemeinsame Ausstellung von Jürgen Klauke und Gina Lee Felbere

Monschau.

„Kunst ist ein kritisches und laterales Instrument, das uns die Möglichkeit

bietet, nicht nur unsere Identität zu stören, sondern auch andere Welten und

Sichtweisen kennzulernen“, erklärte der ehemalige Direktor der Dokumenta

Jan Hoet, 2013 bei seinem letzten Auftritt vor seinem Tod anlässlich einer

Vernissage im Kunst- und Kulturzentrum der Städteregion Aachen in Monschau

(KuK). Ein Zitat, das wunderbar auf die aktuelle Ausstellung zutrifft. Mit Jürgen

Klauke und Gina Lee Fleber, gelang es Kuratorin Dr. Nina Mika-Helfmeier einmal

mehr, großartige Künstler mit Weltformat nach Monschau zu holen.

Neben großformatigen Fotografi en seines artigen Werkkomplexes „Ästhetische

Paranoia“ präsentiert das KuK Jürgen Klaukes Zeichnungen aus der Reihe

„KörperzeichenZeichenkörper“ und „Entlang der Cioran Linien“. Jürgen Klauke

gehört zu den bedeutendsten deutschen Künstlern der Gegenwart. Seine

Arbeiten genießen weltweit Aufmerksamkeit. Das lebenslange Thema des

Künstlers ist die persönliche geschlechtliche Identität des Menschen und seine

Wahlmöglichkeiten. Ein weiteres Thema ist die Zeit und ihr ständiges Verrinnen.

„Der Diskurs über Identität und Geschlechterrollen überschlägt sich geradezu

in der heutigen Zeit des permanenten Wandels. Besonders Jürgen Klauke stieß

diesen Diskurs in der Kunst bereits vor etwa 40 Jahren an“, so Dr. Nina Mika-

Helfmeier bei Ihrer Begrüßungsrede. „Ich hatte das Privileg die Ausstellung

bereits im Vorfeld der Ausstellung in Augenschein nehmen zu können. Dabei

drang sich mir die Frage auf: Wer bin ich, wenn ja, wie viele.“

Gina Lee Felbers Kunstwerke führen den Betrachter in eine mystische Welt,

die durch ein Spiel von Licht und Schatten, sowie Unschärfe der Konturen

entsteht. Es sind atmosphärische Momentaufnahmen, die sich mit Anwesenheit

und Abwesenheit, Vergänglichkeit, Verdichtung und Aufl ösung befassen.

Auf das Vermögen - was Formen und zeichnerische Erzählstrukturen angeht

aus dem Vollen schöpfen zu können – vertrauend, lässt sich G.L. Felber in

manchen Werkreihen assoziativ leiten – etwa in ihrer jüngsten Zeichnungsserie

„Weltensammlerin“, in deren Rahmen sie feine Mikrokosmen entstehen lässt,

die an Comic, Höhlenmalerei oder auch Schattentheater erinnern.

„Dass wir in Monschau Zeugen der Weltpremiere, nämlich der ersten gemeinsamen

Ausstellung des Paares Klauke/Felber sein können und wie man auf

Internationale

KUNSTAKADEMIE

Heimbach I Eifel

GESPENSTERTREFFEN am 21. November 2015 in der Burg

Nideggen. Lustige und gruselige Geister, merkwürdige Wesen und

komische Gespenster begegnen sich bei Sang und Klang.

Zur Vorbereitung dieses Festes kommt

der bekannte Puppenbauer,

Figurenspieler und Kabarettist Josef

Pretterer aus München vom 13.-15.

November in die Kunstakademie

Heimbach. Es werden leichte

körpergroße Puppen geschaffen und

Spieltechniken eingeübt. Der Künstler

ist ein Meister seines Fachs und stets

zu Späßen aufgelegt. Das wird ein toller

Kurs!

Kurs und Gespenstertreffen sind

kostenlos, eine Anmeldung ist

erforderlich.

Eine Veranstaltung im Rahmen von

“Kulturrucksack NRW” für alle Kinder und

Jugendliche (10-14 Jahre)

Infos über:

Internationale Kunstakademie Heimbach

Tel. 02446/80970-0 und

Email: info@kunstakademie-heimbach.de

sowie

Burgenmuseum Nideggen

Tel. 02427/6340 und

Burgenmuseum@kreis-dueren.de

Internationale Kunstakademie Heimbach, Hengebachstr. 48, 52396 Heimbach

12


Eifel

Grund ihrer weltweiten Anerkennung annehmen könnte nicht in Museen in

Paris, Wien oder New York, das ist ein Verdienst von Dr. Nina Mika-Helfmeier

und dem gesamten KuK-Team. Das KuK hat sich – mit 35.000 Besuchern im

vergangenen Jahr – zu einem Publikumsmagneten entwickelt. Das liegt zum

einen daran, dass das Team ein feines Gespür für Qualität und gesellschaftsrelevante

Strömungen hat. Außerdem weiß es Regionalität mit Internationalität

zu verbinden. Zum anderen schafft de kluge Vermittlungsarbeit des Hauses

die Gratwanderung zwischen der anspruchsvollen, inspirierenden und unterhaltsamen

Strategie, ohne die der langfristige Erfolg eines Ausstellungshauses

undenkbar wäre“, bedankte sich Hans-Josef Hilsenbeck, stellvertretender

Städteregionsrat. Professor Klaus Honnef stellte den vielen interessierten

Vernissage-Besuchern die Arbeit der beiden Künstler vor. „In den Werken von

Jürgen Klauke zerfallen die Motive vor den Augen des Betrachters. Schwarz

und Weiß scheinen ihre Plätze zu tauschen. Positiv und Negativ streiten förmlich

miteinander und dennoch hält er eine fein austarierte Balance. Er lässt

uns am Prozess wachsender Erkenntnis teilhaben – kraftvoll, markant und mit

ungeheuerer Präzision.

Die Bilder von G.L. Felber offenbaren eine andere Welt. Mit subtiler

Pinselführung entwickelt sie Geschichten voller ständiger Veränderungen. Ihre

Arbeiten, die an Modelbilder erinnern, sind spielerisch, lebensbejahend und

doch zerbrechlich. Metamorphosen, die zeigen, dass etwas zerbricht, um Neues

zu schaffen. Gerade bei ihren schwarzen Bildern wird deutlich, wie meisterhaft

ihre Auseinandersetzungen mit dem Thema gelungen sind. Sie verdeutlicht

Emotionen wie beispielsweise Ängste, die den Betrachter auf sich selbst zurückwerfen.

Diese Bilder atmen.“

Die Ausstellung „Ästhetische Paranoia & andere Desaster“ mit Fotoarbeiten

und Zeichnungen von Jürgen Klauke und „Weltensammlerin“ mit Fotoarbeiten

und Zeichnungen von Gina Lee Felber sind noch bis Sonntag, 20.12.2015 im

KuK, Austraße 9 in Monschau zu sehen.

Die Öffnungszeiten sind dienstags bis freitags von 14 bis 17 Uhr und samstags

und sonntags zwischen 11 und 17 Uhr. Das KuK bleibt montags geschlossen.

Der Eintritt ist frei. Weitere Informationen unter www.kuk-monschau.de.

In Roetgen ganz fein

gibt‘s Printen bei Klein

Bundesstraße 18, direkt am Grenzübergang Belgien

NEU!

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Der Knabberspaß im -Format Roetgen, Tel. 02471 - 24 64

Aachen, Tel. 0241 - 47 43 50

13


Eifel

Das Beste, was die Eifel an

Kunst zu bieten hat

Eifelgefühl 2“ steht in den Startlöchern

Region/Nideggen.

von links nach rechts: Barbara und Horst Hültenschmidt und Malerin Muna Götze

Maler, Schriftsteller oder Musiker

– die Eifel ist voller kreativer

Köpfe. Für den Musikverleger

Horst Hültenschmidt und seine

Frau Barbara Grund genug, einen qualitativ

hoch wertigen Querschnitt der Kunst, die in der

Eifel entsteht, einem großen Publikum vorzustellen.

In Form eines aufwändigen Musik- und

Kultursamplers, der mehr bereithält als lediglich

Musik. Im wunderschön gestalteten 24- seitigen

Booklet präsentierte Horst Hültenschmidt von der

Produktionsfi rma Gallery Art of Musik (GAM), auch

Künstler wie die Schriftsteller Jacques Berndorf und

Wolfgang Leonhard, den Autor und Fotografen

Hans-Jürgen Sittig, aus der malenden Zunft Walter

Wilde, Fritz von Wille und Conrad Franz und aus

dem Handwerk, den Metallbildhauer Hubert Kruft.

„Meine Intention neben der Qualität der präsentierten

Künstler und Künstlerinnen ist es, die

Eifel, die in viele unterschiedliche Landschaften

und Verwaltungskreise unterteilt ist, als Ganzes

in Szene zu setzten. Motto: Musik und Kultur als

verbindendes Element der ganzen! Eifel. Denn gemeinsam

ist die Eifel stark und hat so mehr Gewicht

in der unübersichtlichen Kunstszene“, erklärte

Horst Hültenschmidt bei Erscheinen des Musikund

Kultursamplers „Eifelgefühl“. Im Mittelpunkt

jedoch steht die Musik. Auch hier gelang dem

gebürtigen Eifeler und Kölner Musikproduzenten,

der sich an den Wochenenden gerne in seinem

Haus in der Eifel erholt, eine überaus gelungene

Melange unterschiedlichster Musikstile. So sind auf

der CD Stücke von Wolfgang Niedecken, Brings,

Achim Weinzen, auch mit Sylvia Nels, Eifeljungs,

Wibbelstetz, Heaven a Beer, Andy Houscheid und

instrumental Eifelprinzessin zu hören.

Seit Erscheinen des Samplers, schlagen die

Wellen in den unterschiedlichsten Medien hoch.

Zahlreiche Artikel quer durch die Eifel, aber auch

in anderen Regionen von Rheinland-Pfalz, viele

Interviews bei Radio und Fernsehsendern – Horst

Hültenschmidts Gespür für Themen, die Menschen

interessieren, gab ihm auch diesmal recht. Der

Erfolg von „Eifelgefühl“ war und ist enorm und

macht ihm Lust auf mehr. „Eifelgefühl 2“ steht

bereits in den Startlöchern. „Eifel aktuell“ traf

Horst Hültenschmidt und seine Frau Barbara in

Nideggen im Atelierhaus Götze, einem Ort, der den

tollen Kunstsampler auch zum Verkauf anbietet und

stellte ihm einige Fragen.

Herr Hültenschmidt. Neben all’ dem Erfolg,

den ihr Projekt inzwischen erfahren durfte

– gibt es denn auch negative Erfahrungen in

diesem Zusammenhang?

Allgemein waren die (medialen) Reaktionen

sehr sehr positiv. Nicht als negativ sondern als

Ignoranz kann man vielleicht die Akzeptanz des

Samplers eines Landteils (Cover / Hohes Venn)

bezeichnen. Interessenten werden hier den Sampler

in Buchhandlungen oder Touristikinformationen

vergeblich suchen. Bei einer persönlichen

Begegnung mit dem Ministerpräsidenten sorgte

die Gratulation zu „Eifelgefühl“ bei uns doch für

Irritation.

Was würden sie sich für die Zukunft

wünschen, um den Sampler besser zu den

Menschen bringen zu können?

Dass die gewisse „Burgherrenmentalität“ auch

einen Blick über den Tellerrand hinaus zulässt.

Damit meine ich, dass auch außerhalb deren

Grenzen ein Querschnitt der Musik und Kultur

als Qualität eine höchste Akzeptanz hat. Wenn

das Motto: „Musik- und Kultur als verbindendes

Element der ganzen! Eifel“ gefestigt und Bestand

haben soll, so kann dies natürlich nur geschehen,

in dem sich die verschiedenen Region der Eifel auch

gegenseitig akzeptieren!

Was können sie uns jetzt schon über

die Inhalte und Erscheinungstermin von

Eifelgefühl 2“ verraten?

Eifelgefühl“ war zunächst von uns nur als eine

Hommage an die Eifel gedacht. Bedingt durch das

große mediale Interesse sind uns natürlich schon

sehr viele interessante Angebote aus den verschiedenen

Bereichen zugetragen worden. Subjektiv und

objektiv ist es sehr schwer, eine Auswahl zu treffen.

Einige Themen haben sich schon herauskristallisiert.

Viel möchten wir noch nicht verraten, wir sind

uns aber sehr sicher, dass „Eifelgefühl 2“ der

Erwartungshaltung mehr als gerecht werden wird.

14


Puppenspiel und Figurentheater

im Herbst/Winter 2015 in Hürtgenwald-Vossenack

Aus dem spirituellen Geist der Franziskaner heraus präsentiert der „Kloster-Kultur-Keller“ mit regelmäßigen und zahlreichen Puppen- und

Marionettenaufführungen fantastischer Stücke. Ob die hauseigene Marionettenspielgruppe „De Strippkes Trekker“ oder unterschiedlichste Ensembles

aus nah und fern: Die Aufführungen in Vossenack gehören sicher zu den großartigsten der ganzen Zunft von Puppen- und Marionettenspielern. Auch

in diesem Jahr lockt die Bühne des Kloster-Kultur-Kellers des Franziskanerklosters Fans mit ausgesucht sehenswerten Aufführungen.

PROGRAMM IM NOVEMBER 2015

Fr. 06.11.15

15.00 Uhr / ca.50 Min.

/ 5,-€ / ab 4 Jahre /

Palazzo Puppazzi im

Kloster-Kultur-Keller

20.00 Uhr / ca. 90 Min.

/ 12,50 € / ab 14 Jahre

/ Palazzo Puppazzi im

Kloster-Kultur-Keller

22.herbst-specispectacel

Mäxchen kleine

Bühnenschau mit einem

Blick hinter die Kulissen

22.herbst-speci-spectacel

NUDO Franz von Assisi

Marionettentheater De

Strippkes Trekker

Unsere kleine Bü hnenschau zeigt eine Vielzahl von unterschiedlichen

Figuren- und Puppentypen, die in unserem Theater beheimatet sind. Von der

einfachen Bewegung bis zu poesievollen Begegnungen zweier Figuren reicht

die Bandbreite dieser fetzigen und rasanten Schau.

Marionettentheater De Strippkes Trekker Hü rtgenwald-Vossenack Das

Marionettentheater DE STRIPPKES TREKKER zeigt eine Rü ckschau auf das

Leben des Hl. Franziskus in sehr eindringlichen Szenen und Bildern. Br.

Wolfgang Mauritz ofm schrieb den Text und Gerd Hachmer komponierte die

einfü hlsame und stimmige Musik.

Michel, fünf Jahre alt und stark wie ein kleiner Ochse. Mit seinen runden

blauen Augen und dem hellen wolligen Haar konnte man ihn zwar für einen

Engel halten - wenn er schlief, aber wenn er nicht schlief, dann hatte er

mehr Unsinn im Kopf als irgendein anderer Junge in ganz Lönneberga oder

in ganz Schweden oder vielleicht sogar auf der ganzen Welt.

Auf dem Kattulthof gab es einen Schuppen. In ihm wurden Holz und

Werkzeug aufbewahrt. Die Schuppentür hatte innen und außen einen

Riegel. In diesen Tischlerschuppen musste Michel immer hinein, wenn er

wieder etwas angestellt hatte.

Spiel, Figuren und Bühne: Volker Schrills, Regie: Anne Swoboda, Musik: H.-P.

Katzenburg

U. Behren: „HARALD AND MAUDE ist eine Parabel über das Leben und den

Tod als unzertrennliche Zwillinge menschlichen Daseins.“

Der australische Theaterautor Colin Higgins lässt in seinem Werk „Harold

and Maude“ seine gleichnamigen Protagonisten bis zum Ende ein Stück

Lebensweg gehen und benutzt dazu Elemente der schwarzen Komödie

ebenso wie die einer Romanze der skurrilen Art.

Bei der Umsetzung für das Figurentheater sind die beiden Puppen-

Darsteller Eleen Dorner und Volker Schrills die Begleiter von „Harold and

Maude“, erwecken diese als Figuren zum Leben, lassen IHN zu Anfang

höchst amüsant „selbstmorden“ und SIE zum Ende überzeugend sterben.

Treffpunkt von Spielern, Puppen und Publikum zum ungewöhnlichen

Theater- abend ist dabei eine 70er-Jahre-Kellerbar. Dort werden kultige

Klamotten angelegt und Schallplatten von Früher aufgelegt. Harold and

Maude sind zwei Außenseiter, die das Leben suchen. Harold ist jung,

verwöhnt und todtraurig. Maude ist arm, alt und voller Lebensfreude.

Ort ihrer ersten Begegnung ist bezeichnenderweise ein Friedhof und schon

beginnt bis dahin öde Alltag des achtzehnjährigen Harolds lebendig zu

werden. Es ist für ihn allemal interessanter mit einer neunundsiebzigjährigen

Frau namens Maude in ihre ungewöhnliche Welt einzutauchen, als sich von

seiner Mutter mittels Heiratsagentur standesgemäß vermählen zu lassen.

Harold and Maud – am Ende steht der Tod der Einen als das Tor zum Leben

für den Anderen. Harold bleibt bereichert zurück! Maude: „Schließlich

wurde uns das Leben gegeben, um es zu entdecken“.

Regie: Anne Swoboda

Spiel: Eleen Dorner und Volker Schrills

Figuren und Bühne: Volker Schrills

Musik: Peter Dirkmann

Fr. 06.11.15

Marionettentheater De

Strippkes Trekker

Sa. 07.11.15 15.00 Uhr / ca. 50 Min. /

5,- € / ab 5 Jahre/ Aula des

Franziskusgymnasiums

22.herbst-speci-specatcel

Michel aus Lönneberga

Theater Blaues Haus,

Krefeld „Kindertheater

des Monats“ in

Schleswig Holstein 2007

Sa. 07.11.15

20.00 Uhr / ca. 105 Min.

12,50 € / ab 15 Jahre / Aula

des Franziskusgymnasiums

22.herbst-speci-spectacel

Harold and Maude

COPRODUKTION Theater

Blaues Haus / Krefeld

Dornerei Theater mit

Puppen / Neustadt an

der Weinstraße

15


Eifel

6 x 11 jecke Jahre

Festkommers der Schmedter Grieläächer

Schmidt.

Als Festkommers wird üblicherweise eine Jubiläumsveranstaltung

von Vereinen genannt, in dem in abendlicher Atmosphäre ein

Umtrunk in feierlichem Rahmen stattfi ndet.

Dieses Jahr feiert die Schmidter Karnevalsgesellschaft ihr Jubiläum:

6 x 11 Jahre KG Schmedter Grieläächer.

Ursprünglich fanden sich die Sportler des TUS Schmidt zusammen, um neben

ihren sportlichen Aktivitäten auch der „Fünften Jahreszeit“ zu huldigen. Sie

waren es dann auch, die den Karnevalsverein 1950 gründeten. Seit dem organisieren

die Karnevallisten jährlich die karnevalistische Session. Neben Besuchen

in Altenheim, Kindergärten und Schulen werden auch Karnevalssitzungen und

ein Karnevalszug organisiert.

Hierzu greifen die Schmedter Grieläächer auf eine Vielzahl von eigenen

Programmpunkten zurück. Fester Bestandteil sind die vielen Kinder und

Jugendlichen, die in dem Verein schon früh aktiv in den Garden tanzen. Ob

Minis, Jugendgarde, Juniorengarde, Aktivengarde oder die Showtanzgruppe

„No limits“ - alle tragen zum Fortbestand des Brauchtums Karneval bei.

Seit einigen Jahren sind auch die Männer zu einem festen Programmpunkt

geworden. Sie haben sich als Herrengedeck formiert.

Der Verein blickt voller Stolz auf 66 Jahre Vereinsarbeit zurück und freut sich

bereits riesig auf die kommende Session.

Unter dem diesjährigen Motto - galaktisch in die Zukunft- startet die Session

für die Karnevalisten bereits am 13.11.2015 mit einem Festkommers im

Schützenhof in Schmidt.

Bei Live Musik wird die KG einen fröhlichen Abend mit befreundeten

Karnevalsgesellschaften, ehemaligen Tollitäten, Vertretern aus Politik und

anderen Ortsvereinen verbringen und das Jubiläum feiern. Jeder ist herzlich

eingeladen, mit zu feiern. Der Eintritt ist frei und für ein kurzweiliges und unterhaltsames

Programm ist gesorgt.

Wem es im November zu früh ist, in die närrische Session einzusteigen, der

kann auch an weiteren Terminen mit der KG feiern.

So fi ndet die Städtische Sessionseröffnung der Stadt Nideggen am 02.01.2016

statt. Die Kostümsitzung ist für den 30.01.2016 geplant und beinahe ausverkauft.

16


Eifel

Advertorial

Die ideale Zusammenarbeit:

Fressnapf und Vorwerk, für Sie und Ihre besten Freunde

Gibt es etwas Schöneres für Sie, als dass Ihr Haustier fröhlich und

ausgelassen spielen kann? Ist es nicht ein unglaublich beruhigendes

Gefühl, zu wissen dass Sie für Ihren Vierbeiner die beste

Ernährung bereithalten und ein schönes Zuhause schaffen?

Um dieses Zuhause und die Ernährung für Sie und Ihren Vierbeiner künftig noch

schöner zu gestalten, haben sich Fressnapf und Vorwerk etwas Besonderes

einfallen lassen.

An drei Terminen im November (7., 14., und am 21.11 jeweils von 10 bis 15

Uhr) werden Ihnen Ruth Greeven von Vorwerk-Kobold und Nicola Schwenner vom

Fressnapf Roetgen mit dem Vorwerk Thermomix ® mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Ruth Greeven wird Ihnen zeigen, wie Sie den Tierhaaren in den eigenen

vier Wänden an den Pelz gehen. Die neuen und vom TÜV ausgezeichneten

Staubsauger halten mit ihrem Premium-Filtersystem Tierhaare und Allergene

zuverlässig zurück. Hausstauballergiker sowie Tierhaarallergiker werden hier

rundum glücklich sein und sich nach unserer Informationsveranstaltung nichts

anderes mehr für Ihr Heim wünschen.

Nicola Schwenner, ebenfalls Inhaberin der Fressnapf-Filiale weiß zu gut, was

ihr Tier und Sie glücklich macht. Sie wird Ihnen zeigen, wie man mit Hilfe des

Thermomix ® das ideale Tierfutter herstellen kann. Sie wird sie in die Geheimnisse

des Barfen einweihen. Barfen nennt man die Ernährung Fleischfressender

Haustiere. „Es entspricht der natürlichsten, ursprünglichsten und artgerechtesten

Ernährung für Hund und Katze, hierbei werden keine Vitamine zerstört“,

so die Fachfrau.

Fressnapf bietet so mit seinem umfangreichen Sortiment alles, was Sie und Ihr

Vierbeiner benötigen, um glücklich, gesund und vital zu bleiben.

Sprechen Sie uns an

Ihre Nicola Schwenner und Ruth Greeven

Hier noch mal alle wichtigen Daten und Fakten

auf einen Blick:

WER: Vorwerk Thermomix Vorwerk Kobold

Nicola Schwenner Ruth Greeven

Mobil: 0170 3408891 Mobil: 0151 22955755

WO:

Fressnapf Filiale Roetgen

Bundestrasse 49

52156 Roetgen

WANN: 7., 14. und 21. 11. 2015

17


Eifel

Freude verdoppeln,

indem man sie mit anderen teilt

Ehrenamtliches Engagement im Helena-Stollenwerk-Haus

Simmerath.

Ein gutes Stück Lebensqualität für Behinderte dank Nordeifeler Ehrenamtlern: Andrea Mießen-Comuth, Leiterin des Helena-Stollenwerk-Hauses,

und ihre beispielhaft betreuten Schützlinge (v.l.) Deborah Kearns, Angelika Kazanowska und Lea Radermacher. Foto: Manfred Schmitz

Das kostbarste Gut, das Menschen einander zu schenken vermögen,

ist Zeit. Zeit, das Leben sonniger und liebenswerter zu machen.

Und genügend Zeit und Mußestunden sollen sein, sich gemeinsam

des Lebens zu freuen. „Wer Zeit verschenkt, ist reich und

gewinnt dafür Glück!“ So lautet ein Sprichwort gleich mehrerer Naturvölker.

Eine Erkenntnis, die Andrea Mießen-Comuth aus täglich hierzulande gesammelter

Erfahrung nur bestätigen kann. Die Leiterin des Simmerather Helena-

Stollenwerk-Hauses: „Drei meiner ehrenamtlich tätigen Mitarbeiterinnen sind

reich an ideellen Werten und teilen ihren Schatz großherzig mit vom Schicksal

benachteiligten Erdenbürgern unserer Einrichtung , sie möchten ihren freiwilligen,

effektvollen Einsatz zu Gunsten behinderter Mitmenschen nie missen.“

Die drei praxiserfahrenen Frauen versehen stundenweise ihren Dienst im

Behindertenwohnheim Helena-Stollenwerk als Patinnen dreier Bewohnerinnen

(von insgesamt 24 Frauen und Männern). Die gehandicapten Mittdreißigerinnen

Debbie Kearns, Lea Radermacher und Angelika Kazanowska werden mit viel

Zuwendung und Sachverstand von drei Helferinnen „im besten Frauenalter“

gezielt betreut, die ihre sozial wertvolle Arbeit selbstlos im Stillen verrichten

möchten. Deshalb werden sie im Folgenden allein mit ihren Namensinitialen

erwähnt. Warum opfern „W“, „G“ und „S“ ihre knapp bemessene Freizeit,

um unentgeltlich sinnvolle Dinge auf sozialem Sektor zu tun, Aktionen zu initiieren,

für die Andere bezahlt werden? Warum bekleide ich ein Ehrenamt zum

Wohle der Allgemeinheit, statt mit Freunden beim Plausch im Café zu sitzen?

Die Antwort auf diese im Bekanntenkreis häufi g gestellte Frage erscheint

den drei Betreuerinnen simpel: „Ich möchte in meiner Freizeit mit Menschen

zusammen sein, die hilfsbedürftig sind, weil sie in ihrem Alltag nicht so unbekümmert

zurechtkommen wie ich selbst.“ Es seien die „kleinen gemeinsamen

Aktivitäten“, erläutern W, G. und S. übereinstimmend, „wie Spazierengehen,

Ausfl üge und wohltuender Aufenthalt in herrlicher Eifelnatur, Vorlesen,

Erzählen, Spielen, Ansprechpartner und aufmerksamer Zuhörer sein, welche

den Alltag benachteiligter Menschen hoch willkommen ein Stück aufl ockert

und erhellt.“ Zeit mit Behinderten zu gestalten, bedeute zugleich eigene sinnvolle

und inhaltsreiche Freizeitgestaltung zu kreieren, für beide Partner also ein

echter Gewinn. „W“ bringt die Motivation für ihr Engagement im Sinne ihrer

Schützlinge auf den Punkt: „Ich nehme mir Zeit und bekomme das Vertrauen

der Heimbewohner dafür zurück. Ich lerne durch sie, auf neue Weise die Welt

zu sehen. Dabei staune ich über den bewundernswert offenen Umgang mit

Themen des Lebens, auch Konfl ikten. Bei jedem persönlichen Kontakt lerne ich

Dankbarkeit hinzu und besinne mich auf das, was mir im Leben wichtig ist.

Ich danke allen mir nahestehenden, nicht gerade vom Geschick bevorzugten,

Bettenausstattung

& Möbel nach Maß

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18


Eifel

wunderbaren Menschen für unsere gemeinsame Zeit. Die Behinderten sind

liebenswert und ein wichtiger, vollwertiger Bestandteil unserer Gesellschaft.“

Den besten Beweis dafür bietet Lea. Sie lernte unter sachkundiger Anleitung

fl ießend lesen! „G“ begann vor drei Jahren ihren Dienst im Helena-Stollenwerk-

Haus. Seither werde ihr „durch diese Tätigkeit immer wieder aufs Neue

bewusst, wie froh und dankbar ich sein darf, weil ich gesund bin. Es bereichert

meinen Alltag, durch mein Eintauchen in das Wohnheim eröffnet sich mir eine

andere Welt. Mir macht es große Freunde, benachteiligten Menschen zur Seite

zu stehen“. „S“ hadert mit dem Begriff „Ehrenamt“. Der klinge nach Regel,

behördlicher Pfl icht, sturer Vorschrift. Das habe „rein gar nichts“ mit ihrem

Einsatz im Helena-Stollenwerk-Haus zu tun. Da für sie „Arbeit ohne Bezahlung

ganz normal“ sei, träfen Worte aus dem Französischen („Benevolar, - die gute

Arbeit“) oder „Benefi z- beide Seiten profi tieren, es fl ießt kein Geld“), den Kern

der guten Sache. „S“ appelliert an die Gesellschaft, lebensertüchtigende Paten

für HSH-Bewohner/innen zu werden: „Nur Mut! Raus aus dem mystischen

Bereich! Der Anfang ist gar nicht so schwer…“

Das fi ndet auch Leiterin Andrea Mießen-Comuth. Sie bedauert, „dass sich bislang

noch kein ehrenamtlich tätiger Mann zur Mitarbeit traute“. Sie stehe unter der

Rufnummer 02473/ 92820 gern auch „Herren der Schöpfung“ mit Auskünften

über Wesen und Kriterien freiwilliger Tätigkeit zur Verfügung. Die Ehrenamtler

stünden in Anerkennung ihrer willkommenen Unterstützung nicht mir leeren

Händen da: „Sie sind versichert, erhalten eine Aufwandsentschädigung (etwa

für entstandene Fahrtkosten). Bei uns herrscht gutes Betriebsklima, es geht bunt

und lustig zu. Deshalb gehört ein abwechslungsreiches Programm zu unserem

Alltag. Ausfl üge, Zirkus-, Konzert- und Ausstellungsbesuche, Gespräche und

Meinungsaustausch bestimmen den Tagesablauf.“ Nach dem Motto „Ich habe

Zeit und will in dieser Spanne etwas für euch wie auch mich tun“, gelte es,

miteinander viel Spaß und vitale Freude zu erleben. Bekanntlich verdoppelt sich

die, teilt man sie nur durch zwei…

(m.s.)

19


Eifel

Herbst – Zeit des Abschieds und Erinnerns

Region.

Der nahende November gilt als der

traurigste Monat des Jahres. Zeit des

Abschieds vom warmen Sommer.

Draußen wird es grau, nass und kalt.

Trübe Stimmungen machen sich breit, niederdrückende

Gedanken an Verluste und Versäumnisse,

an Trennung und Tod. Der Anfang des Monats

November ist markiert durch zwei Erinnerungstage:

Allerheiligen und Allerseelen. Beides sind Feste, die

der Toten gedenken.

Allerheiligen ist ein Tag, an dem unsere Gedanken

ganz besonders bei den Menschen sind, die

nicht mehr unter uns weilen. Man denkt an seine

Eltern, Geschwister, Großeltern liebe Verwandte

und Freunde, die nun schon einige Zeit von uns

gegangen sind. Abschied nehmen ist das eine,

Aufbruch das andere. Wir müssen fortgehen, um

heimzukommen. Weggeben, um zu gewinnen.

Loslassen, um Halt zu gewinnen. Ankommen in der

Ewigkeit, die ewige Ruhe fi nden an der Seite Gottes.

Friedhof – Ort des Erinnern und

der Stille

Wenn ein Mensch stirbt, hinterlässt er bei seiner

Familie und Freunden eine große Lücke. Ein Grab

hilft, den Verlustschmerz zu verarbeiten, an diesem

Ort kann man dem Verstorbenen immer wieder

ganz nah sein.

Wenn ein Mensch stirbt, ist die Trauer bei seinen

Hinterbliebenen meist sehr groß. In dieser schweren

Zeit, müssen Sie dann auch noch wichtige

Entscheidungen treffen wie z.B. eine Abschiedsfeier,

wie und wo soll der Verstorbene bestattet werden,

wie soll die Erinnerung an ihn wach gehalten werden.

Oft ist es so, dass man im Leben nicht über den Tod

gesprochen hat und nun viele Fragen aufgeworfen

werden, auf die schnell eine Antwort gefunden

werden muss. Viele ältere Menschen betonen noch

zu Lebzeiten, dass sie im Tod keine Last mehr für die

Anverwandten sein wollen. Damit gemeint ist meist

ein Grab, das gepfl egt werden muss. Aber gerade das

Grab, mit einem Grabmal, das Namen, Lebensdaten

und persönliche Inschriften trägt, ist der einzige greifbare

Ort der Erinnerung. Auch wenn viele Trauernde

den Verstorbenen in ihren Herzen tragen, brauchen

Sie einen fest defi nierten Ort, zu dem sie gehen

können. Einen Ort auf dem Friedhof, der abgeschirmt

vom Alltag, Ruhe und Kraft gibt, weil man dem Toten

noch einmal in Gedanken ganz nah sein kann und

sich seiner bewusst erinnert.

20


Eifel

Es ist dabei für viele Menschen wichtig, dass dieser Ort schnell und problemlos

erreicht werden kann, um regelmäßig den Verstorbenen zu besuchen, ihm vom

Leben zu erzählen, sein Grab zu schmücken, um einfach etwas für den geliebten

Menschen auch noch im Tod tun zu können. Für viele Hinterbliebene hat daher

ein Grab eine wichtige Funktion in der Trauer, denn am Grab auf dem Friedhof

sind diese Handlungen des Gedenkens in besonderer Weise möglich. Und nicht

zuletzt hilft das Grab, sich langsam und Stück für Stück von dem Verstorbenen zu

verabschieden, was in der Kürze der Zeit bis zur Beisetzung oft nicht möglich ist.

Immer öfter wird aus rationalen Gründen eine Entscheidung gegen ein Grab

getroffen. Die Argumente sind dann meist: zu teuer oder pfl egeintensiv. Aber das

muss nicht sein, denn viele Friedhöfe bieten heute unterschiedliche Grabformen

an, die über viele Jahre regelmäßig von Gärtnern gepfl egt werden und auf denen

ein individuelles Grab mit einem persönlichen Grabmal möglich ist. In solchen

„Orten, die gut tun“, Ruhegemeinschaften oder Memoran-Gärten bleibt die

Erinnerung an jeden Menschen ganz individuell lebendig, denn auch persönliche

Mitbringsel oder kleine Handreichungen an der Grabstelle sind möglich. Ein Grab

- ob als Einzel- oder Familiengrab oder in einer Ruhegemeinschaft - ist immer ein

Ort, der den Hinterbliebenen gut tut. Dieser Ort ist nicht nur für die Familie wichtig,

sondern auch für Freunde, Bekannte und Kollegen, denen damit eine Möglichkeit

gegeben wird, ihre Erinnerung an den Verstorbenen Ausdruck zu geben.

Das Grab ist für die Menschen, mit denen der Verstorbene sein Leben geteilt

hat, ein Ort des Gedenkens. Es gibt dem Andenken an den geliebten Menschen

einen Raum und festen Platz.

Eine große Rolle auf dem Grab spielt das Grabmal. Hier setzen sich individuelle

vom Steinmetz gearbeitete Steine aus deutschen oder europäischen

Steinbrüchen, gerne auch Materialkombinationen, immer mehr durch. Ein

solches Grabmal entsteht oft in enger Abstimmung zwischen dem Steinmetz

und den Hinterbliebenen. Für sie ist es ein wichtiger Teil der Trauerarbeit. Hier

können persönliche Erinnerungen und Nachrichten im wahrsten Sinne des

Wortes für die Ewigkeit „in Stein gemeißelt“ werden.

Ganz persönliche Bilder und- Symbole aus dem Leben spiegeln den Bezug zur

Heimat wieder. Hier werden zum Beispiel Wanderziele, Wallfahrtsorte oder

ortstypische Bilder als Ausdruck der Verbundenheit ausgewählt. Die Symbolkraft

des Steins und seiner individuellen Gestaltung gibt vielen Trauernden Halt und

wird zum Zeichen ihrer Wertschätzung für den Verstorbenen.

21


Kurz & Gut

Autorenlesung und regelmäßiger Lesekreis in

Nideggen

Nideggen.

In Zusammenarbeit der Nideggener Buchhandlung „Bücher an der Burg“

und Jansen Wohnkonzept, findet Freitag, 13.11.2015, eine Autorenlesung mit

Majella Lenzen statt. Die Autorin liest aus ihrem Buch „Von Fesseln befreit –

Wie mir mein Glaube innere Freiheit schenkt“. Einlass ist um 19.30 Uhr; Beginn

20 Uhr. Die Lesung findet in den Räumlichkeiten von Jansen Wohnkonzept,

Markt 3, 52385 Nideggen statt. Der Eintritt beträgt 17,50 €, inklusive köstlicher

Kleinigkeiten und gutem Wein. Kartenreservierung erforderlich bei „Bücher an

der Burg“ , Tel.: 02427 – 90 20 96.

Darüber hinaus veranstaltet „Bücher an der Burg“ jeden ersten Dienstag im

Monat einen Lesekreis in der Buchhandlung. Der Lesekreis findet immer von

19 – 20 Uhr statt. Der Kostenbeitrag beträgt 3,00 €.

Trödelmarkt der Sekundarschule

Nordeifel Standort Kleinhau

Am 18.10.2015 ist es wieder so weit und der Trödelmarkt für Jedermann lockt

mit typischen Trödelmarkt-Artikeln nach Kleinhau. Gesucht werden noch Kinder

(mit Eltern), Schüler, Erwachsene, Bauer, Maurer – eben kurz: ein Trödelmarkt für

Jedermann. „Jeder ist hier gerne gesehen. Die einzige Bedingung ist, dass keine

Neuware angeboten werden soll“, so der Initiator Udo Esser. „Also los, räumt eure

Garagen, Dachböden und Rumpelkammern leer. Die Standgebühr kommt dem

Förderverein der Sekundarschule Nordeifel zu Gute, denn es gibt ja immer etwas,

das die Kinder der Schule noch brauchen. „Dieser Trödelmarkt soll sich genau

so etablieren, wie der am Standort Simmerath. Also Trödler und Privatpersonen

der Region gebt euch einen Ruck“, erklärt Udo Esser. Angeboten werden sollen:

antike Sachen, handgemachte Sachen, Kinderkleider und –Zubehör, Werkzeuge,

CDs und DVDs, Spiele und Spielzeug, Autoteile, Tiersachen, Bücher, alles rund

um den Garten und Küche. Einlass für Verkäufer ist ab 8 Uhr. Einlass für Käufer

ab 10 Uhr. Ende des Marktes wird 16 Uhr sein. Der nächste Trödelmarkt in der

Sekundarschule Nordeifel am Standort Kleinhau ist für den 08.11.2015 geplant.

Tolle Veranstaltungen in Nideggen

Samstag, 17.10.2015 | ab 15:30 |

Burg Nideggen

Mord(s)-Vergnügen im Bergfried for Kids!

Marc Beck liest aus „Museumsmeute: Köln – den Entführern auf der Spur“,

Dix-Verlag

3 € | Person | Kartenvorverkauf im Burgen museum Nideggen und unter

02427|6340 | weitere Informationen hier

Samstag, 17.10.2015 | 20:00 - 21:30 | Zülpicher-Tor

Stadtführung durch die dunkle Nideggener Altstadt

Neben vielen Informationen rund um die Herzogstadt, gibt er sicherlich auch die

ein oder andere Anekdote zum Besten

3 € | Person | Anmeldung unter 02427 330 1 150

Fahrzeugsegnung bei der DLRG

Ortsgruppe Heimbach

Eifel

Eifelkabarett

Hubert vom Venn – solo – und Duo Achim Konejung

& Hubert vom Venn

November 2015:

Freitag, 13. November, 20 Uhr, Achim

Konejung und Hubert vom Venn, „Scher dich

zur Eifel“, Schleiden, Salon „Kulturschock“,

Am Markt 32, VVK: Kulturschock, Bäckerei

Friedrichs, AB 02445-852285

Freitag, 20. November 2015, 16 Uhr,

Hubert vom Venn „Vorlesetag“, Monschau,

Stadtbücherei, Laufenstr. 42,. Tel.: 02472 /

8035807

Sonntag, 22. Nov. 2015, 18 Uhr, Achim Konejung und Hubert vom Venn,

„Scher Dich zur Eifel“, Vettweiß, „Bei Hämmer“, Gereonstraße 5, Kontakt:

0171-7054194

Montag, 23. Nov, 2015, 20 Uhr, Achim Konejung und Hubert vom Venn, „Scher

Dich zur Eifel“, Düren, KOMM“, August-Klotz-Str. 21, Kontakt: 02421-189307

Heimbach.

Die Ortsgruppe Heimbach hat in

einer feierlichen Stunde ihr neues

Einsatzfahrzeug gesegnet und offiziell

in Betrieb genommen. Nun ist die DLRG

Heimbach gerüstet für die nächsten

Einsätze und anstehenden Fahrten. Nur

durch langjähriges Sparen und großzügige

Spenden, vor allem von der Stadt Heimbach, ist es der Ortsgruppe Heimbach

möglich gewesen ein „neues“ Einsatzfahrzeug zu erwerben. „Unser Dank geht

an den Bürgermeister Peter Cremer und auch seinen Vorgänger Bert Züll. Da das

alte Fahrzeug in die Jahre gekommen ist, wurde die Anschaffung eines neuen

Gefährts erforderlich“, so der Vorsitzende Dr. Roland Reddelien. Bei dem „neuen“

Einsatzfahrzeug handelt es sich um einen 5 Jahre alten Ford Transit Tourneo,

welcher zuvor von einer anderen Organisation im Behindertentransport eingesetzt

wurde. Mit viel handwerklichem Geschick und jede Menge fleißiger Hände konnte

das Fahrzeug für eine optimale Nutzung ausgebaut und hergerichtet werden. Es

ist jetzt mit allen notwendigen Rettungsutensilien für einen Bootstrupp ausgestattet.

Eingesetzt wird das Fahrzeug bei Einsätzen des Bootstrupps im Stadtgebiet

Heimbach, im Bereich des Rursees, im Katastrophenschutz, zur Unterstützung der

Feuerwehr, für Transportfahrten und vieles mehr.

Konzert mit dem Gdg Maranatha Chor

Monschau.

Der GdG singt mitten in der Evangelischen

Stadtkirche Monschau am 14.11.2015 und

15.11.2015 jeweils ab 17 Uhr. Einlass ist an

beiden Tagen um 16:30 Uhr. Der Eintritt ist

frei. Der Maranatha-Chor stellt einen Auszug

aus seinem Musikprogramm vor. Zu hören gibt

es eine Mischung aus sakralen Tönen, Traditionellem, Rock- und Popballaden bis

hin zu chorisch veränderten Metallklängen begleitet von Instrumenten.

22


Eifel

Herbst in der Drover Heide

Drove.

Sie sagen jetzt: Noch nie gehört?! Das

wird sich bestimmt ändern, denn die

Drover Heide ist ein wunderbares

Naherholungsgebiet. Ein Juwel direkt vor

Ihrer Haustür.

Die Heidelandschaft – ein idyllisches, 670 Hektar

großes Naturschutzgebiet – erstreckt sich auf

Teile der Gemeinden Kreuzau und Vettweiß. Seine

militärische Vergangenheit merkt man dem Terrain

heute kaum noch an. Ab 1914 war das Gebiet

Exerzierplatz und diente der Rekrutenausbildung.

Ab 1951 nutzten belgische Streitkräfte das

Gelände als Truppenübungsplatz. Nach dem Abzug

der Divisionen kann die hiesige Bevölkerung die

Heidelandschaft als Erholungsgebiet genießen,

allerdings nur auf markierten Wegen, die teilweise

mit dem Rollstuhl befahrbar sind.

Nachdem der Höhepunkt der Heideblüte nun schon

überschritten ist, lockt der Herbst in die Drover

Heide, denn auch jetzt setzen die vielen Sträucher

der Besenheide mit ihren violetten Blüten schöne

Akzente, besonders leuchtend bei Sonnenschein.

Aufmerksame Beobachter können in den zahlreichen

Pfützen und Furchen, die das frühere

Militärgelände prägen, Urzeit-Krebsarten entdecken:

Den Fehenkrebs und den bis zu vier Zentimeter

großen Triops. Hinweisschilder geben dem Besucher

genauere Auskunft über die seit Jahrmillionen

unveränderte Lebensweise dieser Tiere.

An sonnigen Tagen kann man auch jetzt noch

ein Zirpkonzert der Heuschrecken und Grillen

hören. Sie nutzen die letzten warmen Tage für ihre

Fortpfl anzung. Anhand der Abfolge der Zirplaute

lässt sich sogar die Temperatur erkennen, da einige

Heuschrecken die Schnelligkeit ihrer Laute der

Wetterlage anpassen. An kühleren Tagen sind sie

weniger aktiv. Auch kalte Nächte haben ihr Gutes.

Ein Tauteppich hüllt viele Sträucher ein. Nun können

Sie Spinnennetze bewundern, an denen unzählige

Wasserperlchen glitzern. Kunstwerke der Natur.

Zu den größten Spinnenarten der Drover Heide

gehört die Wespenspinne, die man leicht an ihrem

wespenartig gefärbten Hinterleib erkennen kann.

Eine Kamera mitzunehmen, ist an solchen Tagen

sicher zu empfehlen und macht den Gang durch die

Heide zu einem noch intensiveren Erlebnis.

Die Drover Heide ist ein wertvolles

Naturschutzgebiet, besonders für die Vögel.

Viele Vogelarten sind nun schon zu ihren

Winterquartieren aufgebrochen, kommen in

diesen geschützten Lebensraum aber sicher

wieder zurück: Wespenbussard, Schwarzkehlchen,

Ziegenmelker und Neuntöter fi ndet man anderswo

nur noch selten. Interessant sind volkstümliche

Überlieferungen, wie manche Vögel zu ihren

Namen kamen, zum Beispiel der Ziegenmelker.

Er ist ein gut getarnter, nachtaktiver Vogel, auch

Nachtschwalbe genannt. Er fl iegt bevorzugt da, wo

es Insekten gibt. In der Nähe von Nutztieren wird

er bei seiner Futtersuche schnell fündig, denn hier

gibt es besonders viele Insekten. Zu Unrecht wurde

der Ziegenmelker früher verdächtigt, die Euter der

Ziegen zu „melken“. Er war einfach nur auf der

Jagd nach Insekten.

Auch vom Neuntöter gibt es eine interessante

Anekdote. Bei seiner Nahrungssuche, das können

Insekten, Frösche oder sogar Mäuse sein, spießt

er die Beute auf einen Dorn oder Stachel. Die

Menschen glaubten früher, dass der Vogel erst nach

dem Aufspießen von neun Beutetieren mit dem

Fressen beginnt. Daher der Name Neuntöter.

(r.m.)

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