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A. Poleev. Berlin - Zoologischer Garten. Enzymes, 2015.

Ausstellung eines Personalausweises beim russischen Konsulat angenommen, und entsprechendes

Dokument wird im Laufe der nächsten 1,5 bis 3 Monate fertiggestellt (Vorgangsnummer 283071813 vom

5.06. und 14.07.2014, Anlage 5). Somit ist die Frage mit dem Personalausweis geklärt, und ist für das

Verfahren beim Sozialgericht ohne Bedeutung. Bei dieser Angelegenheit übersende ich noch eine Kopie der

Anmeldung für die Wohnung (Anlage 6).

„Die persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse des Antragsstellers (d.h. von Dr. Andrej Poleev) sind

weiterhin als ungeklärt zu bezeichnen“, schreibt Herr Boetzer irreführend, weil er offensichtlich intellektuell

nicht imstande ist, diese Verhältnisse nachzuvollziehen. Ein weiterer Grund dafür ist seine

Fremdenfeindlichkeit und die Menschenverachtung, die zwischen den Zeilen seiner Stellungnahme zu lesen

sind. Darüber hinaus ist die Bezeichnung einer Behörde als „Antragsgegner“ im sozialrechtlichen Verfahren

und insbesondere die Handlungen dieser Behörde, deren eigentlicher Auftrag darin besteht, bedürftigen

Personen zu helfen, statt sie in den Tod zu treiben und verhungern zu lassen, zeigt das Ausmaß

rechtsstaatlicher Verwirrung und Perversion der Rechtsbegriffe. So beschreibt Erich Maria Remarque in

seinem Buch „Die Nacht von Lissabon“ die Verhältnisse im 3. Reich: „Wer von hier das gelobte Land

Amerika nicht erreichen konnte, war verloren. Er mußte verbluten im Gestrüpp der verweigerten Ein- und

Ausreisevisa, der unerreichbaren Arbeits- und Aufenthaltsbewilligungen, der Internierungslager, der

Bürokratie, der Einsamkeit, der Fremde und der entsetzlichen allgemeinen Gleichgültigkeit gegen das

Schicksal des einzelnen, die stets die Folge von Krieg, Angst und Not ist. Der Mensch war um diese Zeit

nichts mehr; ein gültiger Paß alles.“ Seit dieser Zeit ist offensichtlich kaum etwas anders geworden im

Europäischen 4. Reich, wie der vorliegende Fall verdeutlicht.

Die Stellungnahme von Frau Bimmler ist genauso lügenhaft und irreführend wie von Herr Boetzer. So

behauptet sie, ich gab meine Einverständniserklärung zur Übersendung der vollständigen Aktenvorgänge

der Sozialverwaltung der Stadt Essen am 11.07.2014 ab. Wo sind die Beweise für diese Behauptung? Die

Tatsache ist, ich gab diese Erklärung am 10.06.2014 während meines Gesprächs mit der Gruppenleiterin

Frau Bernhard ab. Warum mir die Lebensmittelgutscheine für die Zeit vom 14.07. bis 23.07.2014 gewährt

sind, ist nicht nachvollziehbar. Und was ist mit den Zeiten vorher und nachher? Und warum werde ich auf

diese entwürdigende Weise behandelt? Um alle diese Fragen zu beantworten, stellte ich einen Strafantrag

am 24.06.2014 (Anlage 7), und möchte auch vom Sozialgericht die Erklärungen erhalten, wie eine solche

Unmenschlichkeit und Rechtswidrigkeit zulässig ist und weiterhin geduldet wird.

Weiterhin möchte ich daran erinnern, daß ich gezwungen wurde, etwas Geld zu entleihen, um mein

Überleben zu sichern, und brauche Geld vom Sozialamt, um entliehenes Geld zurückzahlen zu können, weil

ich das mit Gutscheinen nicht tun kann (Anlagen 8 und 9).

Dr. Andrej Poleev

Enzymes ISSN 1867-3317 www.enzymes.at © by Dr. A. Poleev 36

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