Mit Lust & Laune - Osnabrücker Land

kommunikationundwirtschaft

Mit Lust & Laune Osnabrücker Land

Deutsche Landkreise im Portrait

Mit Lust & Laune

Osnabrücker Land

F reizeit und L ebensqualität · W irtschaft

Bildung und Wissenschaft · Geschichte und Geschichten


Mit Lust & Laune

sehen

genießen

erleben

Osnabrücker Land

Text: Burkhard Riepenhoff

Fotos: Uwe Lewandowski

Kommunikation & Wirtschaft GmbH • Oldenburg (Oldb)


Das Buch erscheint

im Verlagsbereich

Regionalmedien – Bücher.

Alle Rechte bei

Kommunikation &

Wirtschaft GmbH,

Oldenburg (Oldb)

Herausgegeben in

Zusammenarbeit mit der

Kreisverwaltung

Redaktion:

Burkhard Riepenhoff,

Leiter der Pressestelle

und des kommunalen

Marketings

Printed in Germany 2015

Bibliographische

Information der

Deutschen Bibliothek

Die Deutsche Bibliothek

verzeichnet diese Publi -

kation in der Deutschen

Nationalbibliographie;

detaillierte bibliographische

Daten sind

im Internet über

http://dnb.ddb.de

abrufbar.

ISBN 978-3-88363-363-3

Das Manuskript ist

Eigentum des Verlages.

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geschützt. Für die Rich ti g-

keit der im Inhalts ver -

zeichnis aufgeführten

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keine Haftung.

Druck:

Druck- und Verlagshaus

FROMM GmbH & Co. KG,

Osnabrück

Bildbearbeitung:

Kommunikation &

Wirtschaft GmbH,

Oldenburg

Bildquellen: Seite 111


Deutsche Landkreise im Portrait

Mit Lust & Laune

Osnabrücker Land

F reizeit und L ebensqualität · W irtschaft

Bildung und Wissenschaft · Geschichte und Geschichten


Vorwort

Landrat Dr. Michael Lübbersmann 6

Freizeit und Lebensqualität

Leben, Erleben, Besuchen – ein Rundgang durch die Städte und Gemeinden 8

Wandern, Radeln, Reiten – feine Freizeitangebote für alle Ansprüche 27

Alfsee, Kronensee, Marina, Salinen – viele Ziele für Reise und Ausflug 30

TERRA.vita – die Umweltregion 37

Pickert, Salz, NOX – lokale Leckereien 40

„Horses & Dreams“ – das höchste Glück der Erde 42

Über den Wolken – der Flughafen Münster/Osnabrück 44

Wirtschaft

Die Mischung stimmt – Vielfalt der Branchen als Stärke 46

Straße, Schiene, Wasser, Luft – erstklassige Infrastruktur 71

Start frei – Rückenwind für Unternehmensgründer 74

MaßArbeit – umfassender Service für Unternehmen 75

In Arktis und Olympiastadion – Produkte für Deutschland und die Welt 76

Niedersachsenpark – drei Streifen und noch viel mehr 78

Die „weiße Industrie“ – Jobmotor Gesundheitswirtschaft 82

Jung und Alt – gutes Leben für alle Generationen 85

Soziales und Betreuung – Vereinbarkeit von Familie und Job 87

4


D e r I n h a l t

Bildung und Wissenschaft

Die besten Köpfe – Universität und Hochschule Osnabrück 88

Wissen geht durch den Magen – Spitzenforschung am DIL 90

Ross und Reiter – Pferdekompetenzzentrum auf dem Rittergut Osthoff 92

Viel mehr als Töpferkurse – Volkshochschule Osnabrücker Land 94

Geschichte und Geschichten

„Als die Römer frech geworden . . .“ – Museum und Park Kalkriese 96

Zeit für Oldtimer – Schätze und Schätzchen im Automuseum Melle 98

Bramscher Rot – über die Geheimnisse der Schönfärberei 99

„Butterstein von Gattberg“ – eine teuflische Geschichte 100

Kultur

Gradierwerke als Leinwände – Biennale „lichtsicht“ in Bad Rothenfelde 102

Adel verpflichtet – Burgen, Schlösser, Herrenhäuser 103

Rasta-Rhythmus – Reggae Jam in Bersenbrück 106

Sport

„Wir sind alle ein Stück . . .“ – Fußball beim VfL Osnabrück 108

„Ich geb Gas, ich will Spaß“ – Bergrennen in Hilter 109

Register

PR-Bildbeiträge 110

Bildquellen 111

5


Vorwort

Liebe Leserin, lieber Leser!

Wir Menschen im Osnabrücker Land neigen

zum Understatement. Dieser Wesenszug lässt

sich kaum besser belegen als mit dem Blick

auf das höchste Lob, das im Osnabrücker

Land zu vergeben ist und das da lautet: „Da

kannste nichts von sagen.“ Und dieses höchsten

Lobes wert ist allerhand bei uns im Osna -

brücker Land:

Wir im Osnabrücker Land liegen in einem

Geo-Naturpark und deshalb ist Osnabrück

die einzige deutsche Großstadt, die einge -

bettet liegt in einen Naturpark. Geprägt wird

er durch die Ausläufer von Wiehengebirge

und Teutoburger Wald, die unseren südlichen

Landkreis fast in ein kleines Allgäu ver -

wandeln.

Wir haben weltoffene und gastfreundliche

Menschen, die sich über Urlauber und an -

dere Gäste auf Zeit ebenso freuen wie über

neue Mitbewohner, die länger bleiben oder

für immer ihre neue Heimat bei uns finden.

Wir haben wunderschöne Städte und

Gemeinden, die ihr jeweils ganz eigenes

Profil und ihren ganz eigenen Charakter

pflegen und die sich dennoch wohlfühlen

als Bestandteile des vielfältigen Osnabrücker

Landes.

Wir haben eine starke Wirtschaft, die

besonders durch den Mittelstand geprägt

wird. Was mit Blick auf das gesamte Osna -

brücker Land die erfreuliche Folge hat, dass

unsere Wirtschaft durch ihre Branchenvielfalt

und ihre Innovationsfreude breit aufgestellt

ist und robust auf alle Herausforderungen

reagieren kann.

Wir haben ganz

viele engagierte Mitmenschen,

die sich

in den unterschiedlichsten

Ehrenämtern

für das Gemeinwohl

einsetzen – sei

es bei der freiwilligen

Feuerwehr, sei

es bei den Vereinen

oder den Verbänden oder sei es einfach

bei dem wachen Blick auf die direkte Nachbarschaft.

Aus der Summe all dieser Eigenschaften

erwächst ein lebens- und liebenswertes

Osna brücker Land, das wir Ihnen mit diesem

Buch (hoffentlich) unterhaltsam und kurz -

weilig näherbringen möchten.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß bei der

Lektüre!

Herzlichst

Ihr

Michael Lübbersmann

Landrat des Landkreises Osnabrück

6


V o r w o r t

Im Osnabrücker Land gibt

es viel zu entdecken, hier:

Museum und Park Kalkriese.

7


Leben, Erleben, Besuchen –

ein Rundgang durch die Städte

und Gemeinden

VfL Osnabrück

Geschäftsstelle

Scharnhorststraße 50

49084 Osnabrück

Fon: 0541 77087-0

www.vfl.de

Das Restaurant „La Vie“

8

Klar, Osnabrück kennen die meisten Deutschen.

Aber oft leider nur entweder vom

Vorbeifahren auf der Autobahn oder aus

dem Verkehrsfunk, wenn es wegen der

Staus mal nicht so klappt mit dem Vorbeifahren.

Schade eigentlich, denn die Friedens -

stadt an der Hase und ihr wunderschönes

Umland sind weit mehr als nur ein paar

Autobahnabfahrten.

Da ist die „Neue Osnabrücker Zeitung“,

eine der meistzitierten Tageszeitungen

Deutschlands, die neben ihrer Hauptaus -

gabe in der Stadt Osnabrück im ganzen

Osnabrücker Land mit den Kopfblättern

„Wittlager Kreisblatt“, „Bramscher Nachrichten“,

„Bersenbrücker Kreisblatt“ und „Meller

Kreisblatt“ präsent ist. Da ist der VfL Osna -

brück, ein traditionsreicher Fußballklub mit

den Vereinsfarben lila-weiß, hinter dem die

ganze Region steht. Auch wenn im legendären

Stadion an der Bremer Brücke statt

der von den Fans beanspruchten 2. Bundes -

liga immer wieder mal mit Liga 3 vorliebgenommen

werden muss. Da ist das Volkswagenwerk

Osnabrück, das in den Produktionshallen

des einstigen Osnabrücker Autobauers

Karmann vor allem Cabrios produziert

und das nach dem Karmann-Ende und

den deswegen befürchteten negativen

Folgen für den Arbeitsmarkt der Region als

echter Segen empfunden wird. Geht es

doch nicht nur um die vielen Stellen im

Volkswagenwerk selbst, sondern ebenso

um die große Zahl kleiner und mittlerer

Zulieferbetriebe.

Auch Feinschmecker sollten Osnabrück

auf der Karte haben, strahlen doch die 3 (in

Worten drei!!!) Guide-Michelin-Sterne des

Restaurants „La Vie“ von Starkoch Thomas

Bühner aus der Osnabrücker Altstadt internationalen

Glanz hinaus in alle Welt. Und

wortwörtlich alle Welt besucht den Gourmet-

Tempel – unter den Gästen sind passio -

nierte „Sterne-Sammler“ aus Südamerika

oder Asien ebenso wie Freunde absoluter

Spitzenküche aus ganz Deutschland. Von

Freiburg bis Flensburg bekannt sind weitere

leckere Botschafter aus Osnabrück: Die

„Himmlischen“ aus dem Hause Leysieffer,

die in Westerland auf Sylt ebenso ange -

boten werden wie auf der Kö in Düsseldorf

oder auf dem Ku’damm in Berlin. Wobei sich

die Osnabrücker, die ihren Axel Leysieffer

und seine Familie kennen, immer gern über

die Geschichte des Düsseldorfer Snobs

amüsieren, der bei Leysieffer im schicken

Westerland einen „Lé Sieffiejé-Sekt“ bestellt

hat. Soll er auch bekommen haben, auch

wenn die Leysieffer-Mitarbeiterin vermutlich

gegrinst haben dürfte.

Das Osnabrücker Land ist fast so groß

wie das Saarland, nur deutlich vielfältiger.

Grund genug also für einen Rundgang


Freizeit und Lebensqualität

durch die vier verschiedenen touristischen

Regionen, in die das Osnabrücker Land der

leichteren Übersicht wegen aufgeteilt ist: die

Friedensstadt Osnabrück, die Teuto-Region,

die Varus-Region und das Artland.

Osnabrück als Friedensstadt ist quasi

der rote Punkt auf der Dartscheibe der Re -

gion, also Zentrum und Mittelpunkt mit Universität,

Hochschule, Theater und allen

anderen Einrichtungen einer modernen

Großstadt. Zur Teuto-Region im südlichen

Landkreis gehören die Heilbäder und ihre

Nachbarn, also Bad Rothenfelde, Bad Iburg,

Bad Essen und Bad Laer sowie Melle, Hasbergen,

Hagen a.T.W., Georgsmarienhütte,

Hilter, Glandorf, Dissen und Bissendorf. Die

Varus-Region, benannt nach dem römischen

Verlierer der legendären Schlacht im

Teutoburger Wald im Jahr 9 nach Christus,

umfasst Bramsche (und hier eben Kalkriese

als Ort der Varusschlacht), Bohmte, Belm,

Wallenhorst und Bad Essen. Wobei Bad

Essen sowohl im Konzert der Heilbäder

unter dem Markenzeichen „Vitalbäder“ mitspielt

und deshalb parallel auch bei der

Teuto-Region mitgezählt wird, wegen seiner

Lage aber eigentlich zur Varus-Region ge -

hört. Im nördlichen Landkreis besteht

schließlich das Artland aus den Samt -

gemeinden Neuenkirchen, Fürstenau, Artland

und Bersenbrück.

Die Friedensstadt Osnabrück

Unser Rundgang startet in der Friedensstadt

Osnabrück. Doch warum firmiert die

160 000-Einwohner-Stadt eigentlich mit dem

Markenzeichen „Frieden“? Der wichtigste

Grund liegt tief in der Geschichte der Stadt

begründet: Hier und im benachbarten Müns -

ter wurde nach jahrelangen Verhandlungen

mit dem Westfälischen Frieden im Jahr 1648

der Dreißigjährige Krieg beendet. Und dieses

welthistorische Ereignis wirkt noch heute

nach in der Stadt. So haben das Kinderhilfswerk

„terre des hommes“ und die Deutsche

Fortsetzung Seite 11

Der Weihnachtsmarkt

in Osnabrück

Felix-Nussbaum-Haus

Lotter Straße 2

49078 Osnabrück

Fon: 0541 3232207

Domschatzkammer

und Diözesanmuseum

Domhof 12

49074 Osnabrück

Fon: 0541 318-481

9


Auf einen Blick

Angebot:

– Rutschenpark

– Erlebnisbecken mit

Wasserwänden,

Massagedüsen,

Bodenbrodlern

– Wellenball

– Kleinkinderbereich

– Hot-Whirlpools

– 50-Meter-Wettkampfbecken

– beheiztes Ganzjahres-

Soleaußenbecken

– Freibadbereich

– Nettebad-Beach

– AquaFitness-Kurse

– Nettis Schwimmschule

– Edutainment

– angrenzende

premium-zertifizierte

Loma-Saunalandschaft

Lebensqualität pur – im Nettebad in Osnabrück

Als eines der größten Freizeitbäder Niedersachsens

hat das Nettebad der Stadtwerke Osnabrück

seinen Besuchern jede Menge Abwechslung zu

bieten. Wasser sportlich erleben können die

Badegäste im großen, teil baren 50-Meter-Wettkampfbecken:

Jeder Bahnen-Schwimmer und

Schwimmsportler findet hier optimale Trainingsmöglichkeiten

vor.

Außerdem laden das Freizeitbecken mit Wasserwänden,

Bodenbrodlern und Massagedüsen,

zwei separate Hot-Whirlpools sowie ein auf 32 °C

beheiztes Ganzjahres-Soleaußenbecken zum Er -

frischen und Luftholen ein.

Darüber hinaus begeis tert das Nettebad mit

der angrenzenden premium-zertifizierten Loma-

Sauna. Auf insgesamt 3400 Quadratmetern er -

streckt sich ein breites Wohlfühlangebot mit acht

Themen-Saunen und einem großzügigen Saunagarten

mit Naturbadeteich und Solebecken. Das

umfangreiche Massageangebot im Spa- & Beauty-

Bereich und die exzellente Saunagastronomie runden

den Kurzurlaub vor der Haustür perfekt ab.

Spiel und Spaß stehen

im Freizeit bereich an

erster Stelle: Zentrum

des Schwimm bades ist

der spannende Rutschen -

park mit der Raketen -

startrutsche „Sloop“, der

Reifenrutsche „Crazy

River“ und der „Black

Hole“-Röhrenrutsche.

Auf einen Blick

Öffnungszeiten:

Sportbad:

6:30 bis 22:00 Uhr

Freizeitbad:

9:00 bis 22:00 Uhr

Loma-Sauna:

9:00 bis 23:00 Uhr

Freibad:

6:30 bis 21:00 Uhr

(während der Freibad -

saison)

Nettebad

Im Haseesch 6

49090 Osnabrück

Fon: 0541 2002-2270

www.nettebad.de

baeder@stw-os.de

10


Freizeit und Lebensqualität

Friedensstiftung ihren Sitz in Osna brück und

alle Viertklässler der Stadt treffen sich alljährlich

zum traditionellen Steckenpferdreiten mit

zwei Zielen: Zum einen ist das Ziel das historische

und mehr als 500 Jahre alte Rathaus,

vor dem die Kinder vom Oberbürgermeister

eine Leckerei überreicht bekommen. Und

zum anderen ist das Ziel, das jedes Osna -

brücker Schulkind etwas mit dem West -

fälischen Frieden an fangen kann.

Ebenfalls zum Thema Frieden darf das

Remarque-Zentrum gezählt werden, in dem

Leben und Werk des Osnabrücker Schriftstellers

Erich Maria Remarque erforscht

werden. Mit seinem Anti-Kriegsroman „Im

Westen nichts Neues“, der leider nichts an

Aktualität eingebüßt hat, war Remarque zu

Weltruhm gelangt. Und noch eine ge -

schichtliche Besonderheit hat dazu geführt,

dass Osnabrück beim Thema „Frieden“

besonders mitreden kann: Als Folge des

Westfälischen Friedens war für das Bistum

Osnabrück vereinbart worden, dass der

Bischof jeweils im Wechsel von der katho -

lischen und von der evangelischen Seite

gestellt wurde. Damit wurde dem Umstand

Rechnung getragen, dass beide Konfessionen

(bis heute übrigens) in etwa gleich stark

in der Bevölkerung vertreten sind. Durch

diesen Wechsel hat die Stadt ein möglichst

friedliches Miteinander der Konfessionen

unausweichlich eingeübt. Und diese Augenhöhe

der Konfessionen führte später dazu,

dass Osnabrück in den Zeiten vor demoskopischen

Hochrechnungen und repräsenta -

tiven Umfragen vor landesweiten Wahlen –

beispielsweise in der Weimarer Republik –

immer ein ziemlich genauer Gradmesser für

das gesamte Land war. War also Osnabrück

ausgezählt, ließ das Ergebnis deutliche

Rückschlüsse auf die komplette Stimm -

verteilung in ganz Deutschland zu.

Seiner von den christlichen Konfessionen

geprägten Geschichte verdankt Osna -

brück auch das heutige Gesicht des historischen

Stadtkerns. Auf der einen Seite der

mächtige Dom St. Peter, zu dessen Füßen

jeden Samstag ein beliebter Wochenmarkt

stattfindet, mit seinen Nebengebäuden und

dem benachbarten Carolinum, dem von

Kaiser Karl gegründeten ältesten Gymnasium

Wochenmarkt am

Dom St. Peter

Erich Maria Remarque-

Friedenszentrum

Markt 6

49074 Osnabrück

Fon: 0541 969-2448

oder 0541 323-2109

(Ausstellung)

www.remarque.uniosnabrueck.de

Zoo Osnabrück

Klaus-Strick-Weg 12

49082 Osnabrück

Fon: 0541 95105-0

www.zoo-osnabrueck.de

Deutschlands. Und als Gegengewicht das

bürgerliche Zentrum mit dem historischen

Rathaus des Westfälischen Friedens und

der wichtigsten evangelischen Kirche

St. Marien direkt am Marktplatz mit seinen

typischen Giebelhäusern. Auf dem Kopfsteinpflaster

dieses Platzes, der als einer der

schönsten Marktplätze Norddeutschlands

gilt, finden das ganze Jahr über Veranstaltungen

wie die Maiwoche, kulinarische

Feste und natürlich der Weihnachtsmarkt,

als Publikumsmagnet mit Anziehungskraft

bis weit in die Niederlande hinein, statt.

Mit seinen seit Jahren steigenden Be -

sucherzahlen und der beständigen Erweiterung

von Fläche und Angebot schreibt der

Waldzoo Osnabrück eine Erfolgsgeschichte.

Dazu trägt auch die Lage inmitten des

bewaldeten Schölerberges bei, die für einen

Zoo ebenso einmalig ist wie die enge Anbindung

an das benachbarte Museum durch

einen Tunnel, der faszinierende Einblicke in

das sonst verborgene Leben der Tiere unter

der Erde ermöglicht.

11


Die Teuto-Region

Die Stadt Melle ist mit ihren mehr als

45 000 Einwohnern nicht nur was die Zahl

der Köpfe angeht die größte Kommune des

Osnabrücker Landes, sondern mit einer

Fläche von 254 Quadratkilometern ist Melle

auch flächenmäßig die größte Kommune im

Landkreis Osnabrück und sogar die drittgrößte

in ganz Niedersachsen. Wie Osna -

brück ist auch Melle eine alte Hansestadt

und diente seit dem 12. Jahrhundert mit

dem Schloss Gesmold und der Grönenburg

als wichtige Sicherung des Hochstifts Osna -

brück. Natürlich ist Melle wegen seiner

Geschichte als Hansestadt und seiner Lage

an der Autobahn wirtschaftlich stark aufgestellt,

doch auch die Kultur kommt hier nicht

zu kurz. In einem alten Steinbruch auf dem

Meller Berg wurde schon 1950 die Freilichtbühne

Melle gegründet, die sich auch heute

noch großer Beliebtheit erfreut und selbst

durch einen verheerenden Brandanschlag

im Mai 2007 nicht aus der Bahn geworfen

wurde. Im „Städtischen Festsaal“ am Schü -

12

renkamp sorgt der Kulturring Melle für regelmäßige

Theateraufführungen, die Kulturwerkstatt

Buer ist in Zusammenarbeit mit

ver schiedenen Laienspielvereinigungen in

den Stadtteilen Gesmold, Sondermühlen,

Wellingholzhausen und Westerhausen aktiv.

Und auch die Theaterbande Phoenix hat als

Tourneetheater ihren Sitz in Melle.

Das Osnabrücker Land ist ein beliebtes

Ziel für Freunde rollender automobiler

Schätzchen, schließlich wurden deutsche

Auto-Ikonen wie der Karman Ghia (spricht

sich übrigens nicht „Dschia“ aus, sondern

„Ghia“ – daran zeigt sich der Kenner) oder

das VW Käfer Cabriolet bei Karmann in

Osnabrück gebaut. Und auch Melle trägt

mit dem Automuseum einen wesentlichen

Teil dazu bei, dass für echte Oldtimer-Fans

kein Weg am Osnabrücker Land vorbeiführt.

In den denkmalgeschützten Hallen einer

alten Möbelfabrik in der Nähe des Bahnhofs

werden rund 300 Fahrzeuge auf drei Etagen

und einer Fläche von knapp 3000 Quadratmetern

gezeigt, darunter Raritäten, die

Bewunderer alter Autos zum Staunen brin-

Schloss Gesmold

Grönegau-Museum

Friedrich-Ludwig-Jahn-

Straße 8/12

49324 Melle

Fon: 05422 3687

Wildpark Diedrichsburg

Holzhausener Straße 17

49328 Melle

Fon: 05427 1962

Öffnungszeiten:

April–September:

10 Uhr bis Anbruch der

Dunkelheit, Oktober–

März: nur an Wochen -

enden und Feiertagen

von 10 Uhr bis Anbruch

der Dunkelheit


Freizeit und Lebensqualität

gen. Die rollenden Zeugnisse der Konstrukteurskunst

sind überwiegend Leihgaben von

Privatleuten, was zu einem ständigen Wechsel

in der Ausstellung führt. Und wer es

zwar motorisiert, aber etwas rustikaler mag,

der ist im Traktoren- und Landmaschinenmuseum

in Buer-Meesdorf richtig, das an

jedem ersten Sonntag im Monat geöffnet

ist.

Noch seltener als die Raritäten im Automuseum

ist eine Laune der Natur, die südlich

von Melle-Gesmold zu sehen ist. Hier

gabelt sich die Hase auf natürliche Weise in

Hase und Else, was als „Bifurkation“ be -

zeichnet wird. Eine solche Flussgabelung ist

in der Natur weltweit nur drei Mal bekannt,

der Orinoco in Brasilien ist wohl das

bekannteste Beispiel – nach der Hase in

Gesmold natürlich.

Auf eine lange Geschichte kann Bissendorf

zurückblicken, das 1160 zum ersten

Mal urkundlich erwähnt worden ist. Und

kaum 854 Jahre nach dieser ersten Erwähnung

wurde im Jahr 2014 mit dem Bau des

ersten „echten“ Rathauses in Bissendorf

begonnen, war die Verwaltung zuvor doch

immer nur in Räumlichkeiten untergebracht,

die eigentlich zu anderen Zwecken errichtet

worden waren. Und nach einer derart langen

Vorlaufzeit soll der neue Sitz von Bürgermeister

und Verwaltung den Bürge -

rinnen und Bürgern denn auch lieb, aber

dennoch nicht zu teuer werden. Neben dem

Verwaltungsgebäude wird es auch einen

repräsentativen Ratssaal und einen Rat -

hausgarten geben, was in der Summe zu

einem neuen Mittelpunkt des Bissendorfer

Gemeindelebens führen wird.

Ob dieses neue Ensemble dem bishe -

rigen Wahrzeichen des gut 14 000 Einwohner

zählenden Ortes den Rang ablaufen

wird, bleibt abzuwarten, ist die Schelenburg

im Ortsteil Schledehausen doch weit über

die Gemeindegrenzen hinaus bekannt. Über

Jahre war in einem Teil der idyllischen

Wasserburg ein Restaurant untergebracht,

aktuell ist die Schelenburg öffentlich nicht

mehr zugänglich. Ein Besuch lohnt dennoch,

denn der Anblick des mächtigen

rechteckigen gotischen Turmes mit seinen

mehr als zwei Meter dicken Mauern ist

Sternwarte Melle GmbH

Bernd Schröter

Oststraße 17

49324 Melle

Fon: 05422 3986

www.sternwarte-melle.de

EXPO-Sternwarte

Melle/Astronomische

Gesell schaft Bochum-

Melle

Oststraße 17

49324 Melle

Fon: 05422 3986

Öffnungszeiten:

nach Absprache

Bifurkation

Stadt Melle

Markt 22

49324 Melle

Fon: 05422 965312

jederzeit zugänglich

www.stadt-melle.de

Museum Villa Stahmer

majes tätisch. Die Schelenburg, die übrigens

in ihrer Geschichte noch nie erobert worden

ist, gilt als das älteste Renaissancebauwerk

Norddeutschlands und ist eine beliebte

Fotokulisse für Brautpaare.

Fällt der Name Georgsmarienhütte, dann

fällt den meisten Menschen besonders viel

zum dritten Teil des Namens ein, der „Hütte“.

Diese Hütte ist das Stahlwerk, wirtschaft -

liches Herzstück und wichtigster Arbeit -

geber der Stadt. Dieses Stahlwerk ist aber

nicht nur als Job-Maschine und Gewerbesteuerzahler

wichtig, sondern es produziert

beispielsweise auch mehr Abwärme als alle

anderen Unternehmen im gesamten Landkreis

Osnabrück zusammen. Gegründet

wurde das Stahlwerk bereits 1856 unter der

Regie des Georgs-Marien-Bergwerks- und

Hüttenvereins, womit nun auch die ersten

beiden Teile des Städtenamens ins Spiel

kommen: Namensgeber war das letzte

Königspaar von Hannover, Georg V. und

seine Frau Marie. Aus der Arbeitersiedlung,

die neben dem Stahlwerk im damaligen

Malbergen angelegt wurde, entwickelte sich

schließlich die mit knapp 32 000 Einwohnern

heute zweitgrößte Kommune im Landkreis

Osnabrück. Fortsetzung Seite 14 unten

13


Natur und Wohnen im

Einklang: Frühlings -

ausritt am „Südberg“

in Hilter

Auf einen Blick

Einwohner: rund 10 000

Fläche: 52,61 km 2

Freizeitmöglichkeiten:

Reiten, Radfahren,

Wandern, Nordic

Walking, Vereinssport

Gemeinde Hilter a.T.W.

Die Gemeinde Hilter liegt in der reizvollen waldreichen

Hügellandschaft des Teutoburger Waldes.

Die verkehrsgünstige Lage, rege Vereins -

aktivitäten und ein reichhaltiges Sportangebot

tragen dazu bei, dass sich die Bürger hier wohlfühlen.

Inmitten des Naturparks TERRA.vita kommen

aber auch die Natur- und Wanderfreunde voll auf

ihre Kosten. Begriffe wie „Borgloher Schweiz“

oder „Hankenberger Sauerland“ lassen in etwa

die Schönheit dieser Landschaft erahnen. Hermanns-

und Ahornweg sowie das Schnaut -

wandern (Grenzwandern) „Rund ümme Hilter“

bieten Natur pur.

Aber auch Radfahrer und Mountainbiker

schätzen die gut ausgebauten Radwege und

Themen-Trails.

Ortsteile:

Allendorf, Borgloh,

Ebbendorf, Eppendorf,

Hankenberge, Hilter,

Natrup, Uphöfen,

Wellendorf

Gemeinde Hilter a.T.W.

Osnabrücker Straße 1

49176 Hilter a.T.W.

Fon: 05424 2318-0

www.hilter.de

info@hilter.de

Museum Villa Stahmer

Carl-Stahmer-Weg 13

49124 Georgsmarienhütte

Fon: 05401 40755

14

Entscheidend geprägt wurde die Entwicklung

von Stadt und Stahlwerk durch die

Unternehmerdynastie der Familie Stahmer.

In der prächtigen Villa Stahmer auf einem

Hügel mit Blick auf das Stahlwerk ist heute

das Städtische Museum untergebracht. Das

ebenfalls zum ehemaligen Reich der Stahmer-Familie

gehörende Rittergut Osthoff

drohte dagegen nach jahrelanger wechselvoller

Nutzung bereits zu verfallen, ehe sich

2012 starke Partner wie der erfolgreiche

Reitsportunternehmer, Pferdehändler und

-züchter Ullrich Kasselmann aus dem be -

nachbarten Hagen a.T.W., die Hochschule

Osnabrück und Unterstützer wie die Stadt

Georgsmarienhütte und der Landkreis

Osna brück zusammengetan und das Horse

Competence Center Germany (HCCG) aus

der Taufe gehoben haben. Sitz des HCCG

wurde eben das Rittergut Osthoff, das aus

seinem Dornröschenschlaf geweckt wurde

und heute über moderne Stallungen, Trainingsplätze

und weitläufige Weiden für die

edlen Vierbeiner verfügt. Außerdem runden

Seminarräume und Gästewohnungen diese

einzigartige Infrastruktur für Forschungen

und Veranstaltungen rund um das Thema

Pferd ab. Wichtig für die ganze Region –

zählen der Reitsport und der Pferdehandel

doch zu den wichtigen touristischen und

wirtschaftlichen Säulen im Osnabrücker

Land.

Mit seinen rund 10 000 Einwohnern

gehört Hilter a.T.W. zu den mittelgroßen

Orten im Osnabrücker Land, doch seine

Lage in den Ausläufern des Teutoburger

Waldes im Südkreis macht Hilter landschaftlich

sowohl für Wanderer als auch für Radfahrer

sehr reizvoll. Weit über die Grenzen

der Gemeinde hinaus bekannt ist die

Lebensmittelfirma Walter Rau, die nach der

Jahrhundertwende seit 1903 für einen

beachtlichen wirtschaftlichen Aufschwung

des Ortes sorgte und sogar noch bis nach

dem Zweiten Weltkrieg eine eigene Walfangflotte

unterhielt, um in eigener Regie an

die für die Margarineproduktion notwendigen

Fette zu kommen. Modelle dieser Walfänger

werden auch heute noch in den Rau-

Werken sorgsam verwahrt.

Fortsetzung Seite 15 unten


Freizeit und Lebensqualität

Auf einen Blick

Gründungsjahr:

„Bad“ seit 1905

Einwohner: rund 7500

Sehenswürdigkeiten/

Freizeitmöglichkeiten:

– „lichtsicht-biennale“

– 2 Gradierwerke

– Kurpark (18 Hektar)

– Rudi-Wernemann-

Rosengarten

– Wanderwegenetz

(Gesundheitspfad

„Wanderherz“)

– carpesol Spa Therme

Touristinformation

Bad Rothenfelde

Am Kurpark 12

49214 Bad Rothenfelde

Fon: 05424 2218-0

www.bad-rothenfelde.de

touristinfo@

bad-rothenfelde.de

Bad Rothenfelde – Sole, Salz und Sinnesfreuden

Der lebendige Ortskern des Sole-Heilbades am

Kleinen Berg zeigt einen spannenden Kontrast

zwischen der Bäderarchitektur des 19. und

20. Jahrhunderts und der Vielfalt an Laden -

geschäften und Gastronomie. Die beiden Gradier -

werke bilden mittendrin eine Frischluftmeile. Sie

stehen zudem alle zwei Jahre (von September

bis Februar) im Rahmen der „lichtsicht-biennale“

international bekannten Videoprojek tions künst lern

als größte „Leinwand der Welt“ zur Verfügung.

Die carpesol Spa Therme vereint großzügige

Bade-, Wellness- und Saunalandschaften unter

der Glaskuppel sowie feine Gaumenfreuden im

Bistro und Restaurant osning. Die Stärke des Heilbades

ist die Gesundheitswirtschaft – ge paart mit

einer herz lichen Gastfreundschaft. Acht Fach- und

Reha kliniken mit unterschiedlichen Indikationen

be gleiten die Patienten mit höchster medizi -

nischer Kompetenz auf dem Weg der Genesung.

Wegen seiner ein wenig an das Allgäu

erinnernden hügeligen Landschaft ist Hilter

auch der nördlichste Austragungsort eines

offiziellen Bergrennens in Deutschland: Alljährlich

brettern unter Federführung des

Motorsportclubs Osnabrück die PS-Boliden

die kurvenreiche Strecke am Uphöfener

Berg hinauf und werden dabei von Tausenden

bejubelt. Und weil die Verantwortlichen

hier zwar natürlich Benzin im Blut haben,

aber doch stets mit der Zeit gehen, wird seit

einigen Jahren auch ein Rennen mit Elektroautos

ausgetragen – natürlich deutlich leiser

als bei den Drehzahlkönigen, aber nicht

weniger spannend.

Ähnlich wie Hilter wird auch Dissen

a.T.W. von der Nahrungsmittelindustrie

dominiert. Hier haben überregional durchaus

bekannte Firmen wie Homann Feinkost

oder Schulte Fleisch- und Wurstwaren ihren

Sitz, aber auch weltweit agierende Unternehmen

wie Fuchs Gewürze. Auch wenn

der Tourismus in Dissen wegen der Ausrichtung

auf die wirtschaftliche Stärke keine so

große Rolle spielt wie in anderen Kommunen

im Südkreis, so hat sich der Ort doch

das Thema „Apfel“ auf die Image-Fahnen

geschrieben und setzt in der Außendarstellung

auf Veranstaltungen und Aktivitäten

rund um diese Frucht. Ungeklärt ist die Herkunft

des Namens Dissen, die Erklärungen

reichen vom niederdeutschen „Disina“ für

„diesig“, wohl mit Blick auf das Moorgebiet

am Dissener Bach. Doch auch das nordgermanische

„Desina“ für „Heuhaufen, kleiner

Haufen“ könnte eine mögliche Herkunft des

Ortsnamens sein.

Deutlich einfacher liegt die Sache mit

der Herkunft des Namens im Falle von Bad

Rothenfelde. Der Ursprung „Auf dem roten

Felde“ deutet auf die Bodenfärbung hin,

und im Boden liegt hier auch der Schatz der

Gemeinde und die Grundlage der Karriere

als Kurort: das Salz. Schon 1725 wurde das

erste Siedehaus gebaut, das alte Gradierwerk

folgte 1774. Konsequent wurde

Rothenfelde als Heil- und Kurort ausgebaut

und ist heute gemessen an den Übernachtungen

mit Abstand wichtigster Kurort im

Osnabrücker Land. Dazu tragen auch welt-

Dr.-Bauer-

Heimatmuseum

Wellengartenstraße 10

49214 Bad Rothenfelde

Fon: 05424 69423

15


weit renommierte Krankenhäuser wie die

auf Herzoperationen spezialisierte Schüchtermann-Klinik

bei. Und auch kulturell entwickelt

sich Bad Rothenfelde stetig weiter.

Gaben 1860 noch neun böhmische Musikanten

das erste Kurkonzert, so wird heute

neben Konzerten, Lesungen und vielfältigen

kulturellen Aktivitäten auch eine einzigartige

Inszenierung geboten, die weltweit ihresgleichen

sucht: die Biennale „lichtsicht“. Hier

nutzen Künstler aus aller Herren Länder die

Längsseiten des Neuen und des Alten Gradierwerks

sowie diverse Springbrunnen für

gewaltige Lichtkunst-Installationen, die mit

Hochleistungsbeamern auf die Salinen ge -

worfen werden. Die betörenden, aber oft

auch verstörenden Kunstwerke aus Licht

locken ab Einbruch der Dunkelheit kulturell

interessierte Gäste aus ganz Deutschland

nach Bad Rothenfelde und finden zudem in

den überregionalen Feuilletons Beachtung.

Auch mit dem Thema Licht, aber deutlich

bodenständiger lockt Bad Laer, wenn

zum „Fest der 1000 Fackeln“ der Kurpark

rund um den Glockensee malerisch er -

16

Die Salinen in

Bad Rothenfelde

Heimatmuseum Bad Laer

Kesselstraße 4

49196 Bad Laer

Ansprechpartner:

Ludwig Wahlmeyer

Fon: 05424 9313

leuchtet wird. Wahrzeichen des knapp

10 000 Einwohner zählenden Ortes ist der

frühromanische Kirchturm der katholischen

Kirche St. Marien. Als einziger mittelalter -

licher Kirchturm der Region besitzt dieses

Bauwerk keine Spitze, sondern ein Satteldach

mit Treppengiebel. Im Ortskern hat

sich Bad Laer trotz einiger wohl unvermeid -

licher Neubauten sein historisches und

charmantes Gesicht bewahrt, das vor allem

von Fachwerkbauten geprägt wird. Neben

dem Turm von St. Marien als quasi offiziellem

Wahrzeichen hat sich in den vergangenen

Jahren ein Flugzeug als heimliches

Wahrzeichen etabliert: In der Nähe einer

größeren medizinischen Einrichtung steht

gut sichtbar eine DC 6, die einst von König

Hussein von Jordanien persönlich geflogen

worden ist. Heute fliegen vor allem Brautpaare

auf die Maschine, die als exotischer

Ort für Trauungen gebucht werden kann.

Die 11 000 Einwohnerinnen und Einwohner

von Hasbergen sind eng mit der

benachbarten Großstadt Osnabrück verbunden,

sei es über den öffentlichen Nahver-


Freizeit und Lebensqualität

kehr oder über das Schulsystem, das die

Schüler aus Hasbergen zu den weiterführenden

Schulen oft nach Osnabrück

führt. Doch neben dieser durch die Lage

bedingten Ausrichtung auf Osnabrück hat

sich Hasbergen durchaus auch ein eigenes

lebendiges Gemeindewesen erhalten, das

sich in einem regen Vereinsleben oder Veranstaltungen

wie einem Weinfest und künstlerischen

Angeboten äußert. Auch landschaftlich

liegt Hasbergen mit dem Hüggel

reizvoll im Landschaftsschutzgebiet Teutoburger

Wald und hat mit der Töpferei

Niehenke, in der sowohl Töpferkurse als

auch Konzerte und Lesungen angeboten

werden, einen echten Geheimtipp innerhalb

seiner Gemeindegrenzen.

Wohl in kaum einer Gemeinde im Osna -

brücker Land ist der Stolz auf den eigenen

Ort so groß wie in Hagen a.T.W., was sich

unüberhörbar sogar in einer eigenen Hymne

äußert: „Wo ist ein Dorf wie Hagen, so

wunderlieb und schön...“ schmettern schon

die kleinsten Hagener bei jeder sich bietenden

Gelegenheit. Und davon gibt es viele in

Hagen, von Gemeindefesten, Karnevals -

sitzungen oder einem der größten Oktoberfeste

in der Region bis hin zu den vielen

Sportveranstaltungen. Unbestrittener Höhepunkt

ist jedoch die alljährliche Hagener

Kirmes, wobei für die Ureinwohner besonders

der Kirmesmontag mit der uralten Tradition

des Ferkelmarktes im Mittelpunkt

steht. Hier werden morgens noch echte

Tiere echt gehandelt, ehe dann die Geselligkeit

das Kommando übernimmt. Es gibt

sogar gebürtige Hagener, die aus beruf -

lichen Gründen zwar wegziehen mussten,

sich aber im Arbeitsvertrag haben zusichern

lassen, jedes Jahr zum Ferkelmarkt frei zu

bekommen.

Große mediale Aufmerksamkeit wird

Hagen a.T.W. auch in jedem Jahr wieder

dann zuteil, wenn auf dem Hof Kasselmann

am Borgberg zum Reitsport- und Livestyle-

Festival „Horses & Dreams“ geladen wird.

Dann gibt sich die Weltelite des Spring- und

Dressursports die Zügel in die Hand und

zeigt Pferdesport vom Allerfeinsten. Und

ebenfalls vom Allerfeinsten sind die vielen

Fortsetzung Seite 18 unten

Die „Ehemalige Kirche“

in Hagen a.T.W.

17


Auf einen Blick

Einwohner: 10 530

Fläche: 36,44 km 2

Sehenswürdigkeiten:

Schloss Iburg, Schloss -

museum, Uhrenmuseum,

Heimatmuseum, Kneipp-

Erlebnispark, Char lot ten -

see, Knotengarten,

Konventgarten, 200 km

markierte Wanderwege,

Radwegenetz, abwechs -

lungsreiche Gastrono -

mie, Sonntags-Shopping

Stadt Bad Iburg

Tourist-Information

Am Gografenhof 3

49186 Bad Iburg

Fon: 05403 40466

www.badiburg.de

tourist-info@badiburg.de

Bad Iburg – Kneippkurort im Osnabrücker Land

Im Norden der Teutoburger Wald, im Süden das

flache Münsterland – Bad Iburg liegt inmitten

zweier Landschaftsformen. Schon von Weitem

ist das Schloss zu erkennen. Es übt als Veran -

staltungsort einen besonderen Reiz aus. Das

beweisen der Iburger Advent und die Schloss -

konzerte. 200 Kilometer markierte Wanderwege

sowie verschiedene Themenrouten für Radfahrer

Schloss Iburg ist das

Wahrzeichen der Stadt:

Hier wurde 1668 Sophie

Charlotte geboren, die

erste Königin in Preußen

und Großmutter Friedrichs

des Großen. Höhepunkt

jeder Schlossbesichtigung

ist der historische

Rittersaal.

wissen ebenfalls zu begeistern. Der Kneipp-

Erlebnispark lädt zum Entspannen, Ge nießen

und Kommunizieren ein. Für die traditionelle Kur

oder den Wellness-Aufenthalt stehen neben zwei

Reha-Kliniken moderne Therapie- und Trainingseinrichtungen,

eine Meer salzgrotte und Saunalandschaften

zur Verfügung. Bad Iburg bietet

eine große Vielfalt an Gastronomie, Einzelhandel

und abwechslungsreichen Freizeitangeboten.

18

Das Schloss Iburg

Uhrenmuseum

Am Gografenhof 5

49186 Bad Iburg

Fon: 05403 2888

Anbieter, die von edlen Gartenmöbeln über

Nobelkarossen bis hin zu Accessoires für

den gehobenen Geschmack ihre Angebote

auf dem traumhaften Gelände präsentieren.

Hier treffen sich die Schönen und die

Reichen und alle anderen können zumindest

einfach mal entspannt zuschauen, wie

schön es sein kann, reich zu sein.

In Bad Iburg hält man seit eh und je auf

sich und sich dabei ebenfalls seit eh und je

auch gern für ganz etwas feiner als den

Rest des Landkreises. Dieses Selbstbild fußt

auf der langen Geschichte des Ortes mit der

charakteristischen Burg auf dem Berg, die

majestätisch auf das Städtchen hinabblickt.

Hier wurde die Preußenkönigin Sophie

Charlotte geboren, wofür der Berliner Stadtteil

Charlottenburg den Iburgern heute noch

dankbar sein sollte – zumindest, wenn man

die Iburger fragt. Den Vorwurf der leichten

Arroganz können die Iburger mit dem Hinweis

auf die seit Jahren stabilen Immobilienpreise

rund um den Charlottensee locker

kontern. Und der neu gestaltete Platz am

Fuß des Schlossberges hat sich zu einem

Fortsetzung Seite 20


Freizeit und Lebensqualität

Auf einen Blick

Gründungsjahr: 1976

Trägerschaft:

Familie Rainer Kassen

Mitarbeiter: 35

Leistungsspektrum:

– mittel- bis langfristige

Betreuung und

Versorgung seelisch

behinderter Menschen

– ambulante Assistenz

Sanatorium Kassen e. K.

Wohnheim und ambulante Assistenz für

psychisch Behinderte

Seit fast 40 Jahren bietet das Sanatorium Kassen

Menschen mit einer psychischen Behinderung,

die aufgrund ihrer psychischen Erkrankung einer

besonderen Unterstützung bedürfen, ein Zuhause

in einer familiären Wohnheimatmo sphäre.

Der Betreute steht während der Betreuung

durch Fachkräfte aus den Bereichen Sozial -

arbeit/-pädagogik, Kranken-/Heilerziehungs pflege,

Ergotherapie und Hauswirtschaft im Mittelpunkt

des Handelns. Die personenzentrierten Betreuungsangebote

nutzen die persönlichen Fähig -

keiten und Neigungen jedes Einzelnen sowie die

jeweilige Fachlichkeit der Bezugsbetreuung.

Das ambulant betreute Wohnen bildet ein

weiteres Angebot in der modernen Versorgungsstruktur

des Sanatoriums Kassen. Die ambulante

Assistenz bietet psychisch kranken Menschen

in ihrer eigenen Wohnung oder in einer Wohn -

gemeinschaft Beratung und Unterstützung im

Umgang mit ihrer Erkrankung, bei der Gestaltung

des Alltags, beim Aufbau sozialer und

beruflicher Kontakte und bei der Vermittlung

fachlicher Hilfen.

Das Sanatorium Kassen fördert in allen Be -

treuungsangeboten die Teilnahme seiner Klienten

am öffentlich-gesellschaftlichen Leben mit

dem Ziel einer positiven Einstellung gegenüber

psychischen Erkrankungen und Beeinträch ti -

gungen.

Das Sanatorium verfügt

über ein Wohnheim mit

83 Plätzen sowie über

ein modernes Apartment -

haus und drei Wohn -

gemeinschaften für die

ambulante Betreuung.

Therapieangebote:

– ärztliche und medikamentöse

Behandlung

der primären und se -

kundären Störun gen

– psychiatrische Be -

treuung durch einen

Facharzt für Neuro -

logie und Psychiatrie

– psychosoziale Betreu -

ung durch kompe -

tentes Fachpersonal –

Einzel- und Gruppen -

gespräche

– Ergotherapie im

Hause, berufliche

Förderung

– Physiotherapie

– Snoezelen und

Musiktherapie

– therapeutisches

Reiten

– Maßnahmen

der beruflichen

Reha bilitation

–u.v. m.

Sanatorium Kassen e. K.

Hildegardstraße 3

49186 Bad Iburg

Fon: 05403 7951-0

www.sanatoriumkassen.de

info@sanatoriumkassen.de

19


neuen Mittelpunkt des selbstbewussten

Ortes gemausert, der sich wahrlich sehen

lassen kann.

Etwas weiter südlich in Glandorf denken

die 6800 Einwohner deutlich bodenstän -

diger, also ständig an den Boden. Denn der

Boden hier ist ideal für eine Spezialität, für

die die Glandorfer in der ganzen Region

bekannt sind: ihren Spargel. Was den Berli

nern der Beelitzer Spargel und den Menschen

in Hannover der Burgdorfer Spargel,

das ist dem Osnabrücker Land der Glandorfer

Spargel. Dieses Edelgemüse wird regelrecht

zelebriert und es gibt leidenschaftliche

Debatten über die richtige Art des Genusses

– wobei klar ist, dass eine Sauce hollandaise

den Spargel einfach nur erschlägt und dieser

daher natürlich nur mit Kartoffeln, zerlassener

Butter, Semmelbröseln und gern etwas Schi n -

ken aus der Region verzehrt werden sollte.

Die Varus-Region

Die Landesgartenschau (LAGA) im Jahr

2010 hat Bad Essen im Tourismus einen

weiteren und großen Schritt nach vorn

gebracht. Möglich wurde die nach dem Verzicht

einer anderen Kommune außergewöhnlich

kurzfristige Umsetzung der LAGA

vor allem durch die Zusammenarbeit mit

Schloss Ippenburg, auf dessen Gelände seit

Jahren große Blüten- und Gartenfestivals

stattfinden. Neben dem LAGA-Auftritt auf

Schloss Ippenburg hat Bad Essen die

Chance genutzt, seinen Kurpark für die

andere Hälfte der Gartenschau im Ortskern

nachhaltig aufzuhübschen und mit der

spektakulären Sole-Arena ein neues Wahrzeichen

zu etablieren. Der nicht nur nach

Meinung der Bad Essener schönste Marktplatz

im Osnabrücker Land mit dem Café

„Das Kleine Haus“ ist ein weiterer Publikumsmagnet.

Mit viel Engagement hält die

Gemeinde Bad Essen diesen Platz attraktiv

und lebendig, und auch die heimische

Tageszeitung, das „Wittlager Kreisblatt“, hat

hier im mit viel Liebe zum Detail renovierten

„Blauen Haus“ sein Ohr ganz nah an der

Leserschaft. Breiten Raum in der Berichterstattung

des „Wittlager Kreisblatt“ hat in den

vergangenen Jahren eines der spannendsten

20

Averbecks Speicher

Heimatkundliches

Museum

Averbecks Hof 5

49186 Bad Iburg-Glane

Fon: 05403 780486

Projekte im ganzen Landkreis Osnabrück

eingenommen: Am Mittellandkanal wurde

ein Yachthafen gebaut und direkt neben

dieser Marina das architektonisch reizvolle

Projekt „Wohnen am Wasser“ umgesetzt. So

entsteht eine weitere touristische Destina -

tion in Bad Essen – einerseits für die Binnenkapitäne

auf der Durchreise, andererseits

für Ausflügler, die einfach mal Boote

gucken und die maritime Atmosphäre

genießen möchten.

Fährt man von Osnabrück nach Bad

Essen, dann kommt man auch durch Belm.

Hier beweist ein starker Einzelhandel, dass

sich Belm nach der aktiven Beseitigung einiger

städtebaulicher Problemfälle als lebenswerte

Gemeinde für junge Familien empfiehlt

und durch neue Baugebiete gerade für

die jungen Familien attraktiv ist – sind doch

im direkt benachbarten Osnabrück die

Grundstücke knapp und die Preise entsprechend

hoch. Und auch der Vorteil, dass die

mehr als 13 000 Einwohner an den Stadtbusverkehr

der Großstadt angebunden sind,

macht die Entscheidung für diesen Ort

leicht. Neben seiner Nähe zu Osnabrück

pflegen die Belmer aber auch ihren eigenen

Charakter durch aktive Kirchengemeinden,

ein breites Vereinsleben und Veranstal -

tungen wie den alljährlichen achtwöchigen

Kultursommer auf dem Marktplatz.

In erster Linie auf eine starke mittelständische

Wirtschaft setzt Wallenhorst – eine

Ausrichtung, die durch die nahe Autobahn

kräftig unterstützt wird. Auch die diversen

schlagzeilenträchtigen politischen Verwerfungen

konnten die Wirtschaftskraft der

23 000-Einwohner-Gemeinde nicht schwä -

ch e n und nach klärenden Wahlergebnissen

sieht sich Wallenhorst wieder auf dem rich -

tigen Weg. Neben der Fokussierung auf die

Wirtschaft kann Wallenhorst aber auch mit

touristisch sehenswerten Zielen wie der

Lechtinger Windmühle oder der Wassermühle

Knollmeyer im Nettetal punkten –

gerade „Knollmeyers Mühle“ mit dem urigen

Gasthaus, dem herrlichen Biergarten und

dem benachbarten Hochseilklettergarten ist

eines der beliebtesten Ziele der Gegend für

Rad- oder Motorradtouren oder auch für

Ausfahrten mit dem Oldtimer.

Fortsetzung Seite 22


Freizeit und Lebensqualität

Wallenhorst – eine generationengerechte Kommune

Der demografische Wandel betrifft alle und hat

Auswirkungen auf viele Bereiche des Lebens in

Städten und Gemeinden. Bei den kommunalen

Planungen gilt es, gemeinsam mit allen Akteuren

und Akteurinnen gute Lebensbedingungen für

die Zukunft zu gestalten.

Die Gemeinde Wallenhorst hat einen neuen

Wegweiser für alle Generationen aufgestellt. Der

Titel „Lust auf Miteinander“ verdeutlicht nicht nur

den generationenübergreifenden Ansatz, er wurde

bereits im Vorwege mit Leben gefüllt. Denn herausgegeben

wird die Broschüre von der Ge -

meinde Wallenhorst in Kooperation mit den fünf

christlichen Kirchengemeinden.

Den Blickwinkel auf alle Generationen zu

setzen, war eine wichtige Entscheidung, denn

„Familie“ ist heute zwar breit gefächert, aber

nicht alle fühlen sich bei dem Wort „Familie“

angesprochen. Der Wegweiser zeigt den Weg zu

viel fäl tigen Angeboten für Familien, Kinder,

Jugend liche und ältere Menschen auf. Viele Vereine

und Gruppen in allen Ortsteilen von Wallenhorst

leben in vorbildlicher Weise das Motto

Lust auf Miteinander“. Als persönlicher Wegbegleiter

in allen Lebens lagen führt die Broschüre

durch die Gemeinde und macht aufmerksam auf

zahl reiche Ansprechpersonen und Kontaktstellen,

aber auch auf Hilfs- und Beratungsangebote.

Gerade die Vereinbarkeit von Familie und

Beruf oder Pflege und Beruf waren wichtige

Grundlagen für die Erstellung der Broschüre.

Eltern brauchen Zeit für ihre Kinder, für die

Erwerbstätigkeit, für die Pflege von Angehörigen,

um die Familie ökonomisch abzusichern. Damit

Familienleben nach den jeweiligen Vorstellungen

und Lebensentwürfen gelingen kann, ist gemeinsame

Zeit eine Voraussetzung dafür. Um hier eine

passgenaue Vereinbarkeit herstellen zu können,

bietet die Gemeinde Wallenhorst zum Beispiel ein

bedarfsgerechtes, qualitativ hochwertiges Kinderbetreuungsangebot

in Kindertagesstätten und

Grundschulen sowie den weiterführenden

Schulen an – mit Betreuungsmöglichkeiten auch

in allen Ferienzeiten. Der Entwicklung von Kindern

höchste Priorität zu geben und gleichzeitig Bedingungen

zu schaffen, unter denen Eltern durch

Erwerbsarbeit die materiellen Ressourcen für ihre

Familien sicherstellen können, das war ein Gebot

bei der Erstellung des Generationenwegweisers.

Dies zeigt auch das breite Angebot beispielsweise

für Kindergeburtstagsfeiern im Gemeindegebiet.

Aber auch die Beteiligung der älteren Generation

zu gestalten, war ein weiterer Aspekt. Der aktive,

demo kratisch gewählte Seniorenbeirat der Ge -

meinde Wallenhorst setzt sich gezielt für ein Miteinander

der Generationen ein.

Ob die vorhandenen Angebote als bedarfs -

gerecht betrachtet und welche weiteren Möglichkeiten

geschaffen werden müssen, um zu mehr

Entlastung bei der Integration familiärer und

beruflicher Anforderungen zu führen, das wird im

Miteinander weiter auf den Prüfstand gestellt. Die

Gemeinde Wallenhorst macht sich mit allen auf

den Weg, eine generationengerechte Kommune

zu werden.

Die Vielfalt der Möglichkeiten an Betreuung,

Bildung und Beratung macht den Generationenwegweiser

zu einer vielschichtigen und wichtigen

Broschüre. Über www.wallenhorst.de ist der Wegweiser

anzuschauen. Für Rückfragen steht Ihnen

Kornelia Böert (s. Infospalte) gerne zur Verfügung.

Auf einen Blick

Einwohner: rund 24 000

Ortsteile:

Hollage, Lech tingen,

Rulle, Wallenhorst

Beauftragte für Frauen,

Familie und Senioren:

Kornelia Böert

Fon: 05407 888-820

boeert@wallenhorst.de

Gemeinde Wallenhorst

Rathausallee 1

49134 Wallenhorst

Fon: 05407 888-0

www.wallenhorst.de

posteingang@

wallenhorst.de

21


Ein kulturelles und historisches Juwel für

das gesamte Osnabrücker Land ist der Ort

der Varusschlacht mit Museum und Park in

Kalkriese, einem Ortsteil von Bramsche.

Hier wurden die römischen Legionen des

Feldherrn Varus von den Germanen im Jahr

9 nach Christus vernichtend geschlagen,

hier hat das Volkslied „Als die Römer frech

geworden . . .“ seinen Ursprung. Die reiche

Bramscher Geschichte spiegelt sich auch

im Tuchmachermuseum wider, hat die Verarbeitung

von Leinen und Wolle den Ort

und das „Bramscher Rot“ doch weithin

bekannt gemacht. Dieser Stoff wurde seit

dem 18. Jahrhundert für die englische

Armee produziert, und über Spanien und

die Niederlande gingen die Leinenwaren

aus Bramsche im 18. und 19. Jahrhundert

sogar bis nach Süd- und Nordamerika, wo

sie bis heute als „true born osnabrughs“

bekannt sind. Im Tuchmachermuseum wird

dieser bedeutende Teil der Bramscher

Stadtgeschichte lebendig erhalten, wenn

auf den alten Maschinen auch heute noch

zu Anschauungszwecken produziert wird.

Und weil Geschichte am besten über

Geschichten transportiert wird, schlüpft von

Zeit zu Zeit Heiner Beinke, Journalist und

22

Die Innenstadt

von Bramsche

Tuchmacher Museum

Bramsche

Mühlenort 6

49565 Bramsche

Fon: 05461 94510

Öffnungszeiten:

Di–So 10–17 Uhr

Golfclub Gut Arenshorst

Arenshorster Kirchweg 2

49163 Bohmte

Fon: 05471 95252-0

www.gc-arenshorst.de

Golfclub Varus e. V.

Im Schlingerort 5

49179 Ostercappeln-Ven ne

Fon: 05476 200

www.golfclub-varus.de

Venner Mühle

Osnabrücker Straße 4

49179 Ostercappeln-Ven ne

Fon: 05476 462

Redaktionsleiter der ortsansässigen „Bramscher

Nachrichten“, in das Gewand des

„Tuchmachermeisters Storch“ und lädt zu

spannenden und kurzweiligen Museumsführungen

ganz eigener Prägung ein. Auch

als Laien-Schauspieler kann man Heiner

Beinke und seine Theatergruppe erleben,

wenn sie ihre zumeist volkstümlichen

Schwänke im Filmtheater Universum auf die

Bühne bringen. Das Universum zeigt ebenso

mustergültig den Bramscher Sinn für das

Gemeinwesen, wurde es doch als kommerzielles

Kino geschlossen, wird heute aber

von einem Verein gemanagt, der Programmkino

und Kleinkunst- oder Konzertveran -

staltungen oder eben Theateraufführungen

organisiert.

Einem auf den ersten Blick gewagten

Experiment verdankt Bohmte deutschlandweite

Beachtung. Als erste deutsche Kommune

hat die Gemeinde sich am EU-Projekt

„Shared Space“ beteiligt. Die Idee: Alle Verkehrsschilder

werden weitestgehend abgebaut,

stattdessen setzt das Projekt auf einen

rücksichtsvollen Umgang aller Verkehrsteilnehmer

und auf offensive Kommunikation

untereinander. Das Projekt hat sich in

Bohmte inzwischen gut bewährt und andere

Städte und Gemeinden können von den

hier gemachten Erfahrungen profitieren.

Ebenfalls mit Verkehr zu tun hat ein weiterer

Exportschlager aus Bohmte: Die Firma

VARIOmobil baut hier Wohnmobile der

absoluten Luxusklasse, die an entsprechend

betuchte Kunden aus der ganzen

Welt verkauft werden.

In Ostercappeln geben Großsteingräber

wie die Darpvenner Steine und die Drie -

hauser Steine Zeugnis von der langen Siedlungsgeschichte,

wurden diese Werke der

Megalithkultur doch vor rund 5000 Jahren

errichtet. Ein bedeutender archäologischer

Fund ist auch die Ausgrabung der eisenzeitlichen

Befestigungsanlage bei der Schnippenburg

im Ortsteil Schwagstorf, deren

genaue Bauzeit durch die Ausgrabungen

auf die Jahre 278 bis 268 vor Christus

datiert werden konnte. Heute schätzen die

knapp 10 000 Einwohner ihr Ostercappeln

als verkehrstechnisch günstig gelegenen

und landschaftlich reizvollen Wohnort.

Fortsetzung Seite 24


Freizeit und Lebensqualität

Gut angebunden –

der Bahnhof Bohmte

Auf einen Blick

Einwohner: 13 168

(Stand: 15.07.2015)

Fläche: 11 075 Hektar

Ortsteile:

– Bohmte

– Herringhausen-

Stirpe-Oelingen

– Hunteburg

Sehenswürdigkeiten

und Freizeitmöglich -

keiten:

– Wander- und Rad -

wanderwege

– Frei- und Hallenbad

– „Das kleinste

Igelmuseum

Deutschlands“

sowie

Denkmale, historische

Gebäude und Herren -

häuser, Gastronomie

und zahlreiche Einkaufs -

möglichkeiten

Gemeinde Bohmte

Zwischen Wiehengebirge und Dümmer See

gelegen, bietet die Gemeinde Bohmte ein gut

ausgebautes Straßennetz und Busverbindungen,

wodurch Sie eine gute Anbindung zu den öffent -

lichen Einrichtungen und der qualitativ hoch -

wertigen Geschäftswelt in der Gemeinde

Bohmte haben. Der Bahnhof Bohmte in der

größten Ortschaft im Altkreis Wittlage ist darüber

hinaus hervorragend nach Osnabrück oder

Bremen angebunden.

Gerade für Familien bietet die Gemeinde

durch ihr umfangreiches schulisches Angebot

sowie die Kindergärten in allen drei Ortschaften

gute Bedingungen. Sie hat zudem hervor -

ragende Freizeitangebote wie etwa das Hallenbad

und das Freibad, den Golfplatz „Gut Arenshorst“

oder „Das kleinste Igel museum Deutschlands“.

Abgerundet werden diese durch das

große Engagement und die vielen Angebote der

Vereine, die das Leben in den drei Ortschaften

lebens- und liebenswert machen.

Gemeinde Bohmte

Bremer Straße 4

49163 Bohmte

Fon: 05471 808-0

www.bohmte.de

rathaus@bohmte.de

Veranstaltung

„Menschen in Bohmte“ –

gelungene Integration

23


Das Artland

Es ist wahrlich keine Kunst, das Artland

im Osnabrücker Nordkreis wunderschön zu

finden. Dabei hat der Name „Art-Land“, der

erstmals im Jahr 1309 auftauchte, rein gar

nichts mit dem Wort „Art“ für Kunst zu tun.

An der genauen Herkunft des Namens

arbeiten sich die Etymologen seit Genera -

tionen ab, die heißesten Spuren weisen auf

das lateinische „arare“ für „Ackerland“ und

das plattdeutsche „Aortland“ hin, waren der

Ortstein oder der Raseneisenstein als feste

Bodenschicht hier doch vorhanden. Wie

dem auch sei, dieses Artland hat auf jeden

Fall eine Menge zu bieten. Allen voran die

beeindruckende Bauernhofkultur, die seit

Jahrhunderten die Landschaft prägt und

sogar fast einmal Weltkulturerbe geworden

wäre. Gewaltige Höfe, die wie kleine Burgen

aussehen, stehen meist an den Enden

prächtiger Alleen und werden umrahmt von

uralten Eichen. Die meisten Freilichtmuseen

in Deutschland wären schon froh über nur

einen dieser Höfe, hier im Artland stehen

mehr als 100 Höfe – und alle sogar unter

Denkmalschutz.

24

Die Artland Brauerei

Stadtmuseum

Quakenbrück

Markt 7

49610 Quakenbrück

Fon: 05431 6777

Beratung bei Fragen

des Denkmalschutzes

Landkreis Osnabrück

Verwaltung – Denkmal -

pflege

Elisabeth Sieve

Am Schölerberg 1

49082 Osnabrück

Fon: 0541 501-4077

Das Geheimnis des bäuerlichen Wohlstandes

erinnert ein ganz bisschen an Ägypten

und den Nil, nur war es hier das Flüss -

chen Hase, das Jahr für Jahr das Artland

mit sehr fruchtbarem Boden aus dem Wiehengebirge

überschwemmt hat. Die Folge

war ein erstklassiger Ackerboden, auf dem

besonders der Weizen prächtig gedieh und

der die Gegend zur Kornkammer und damit

zum wohlhabendsten Teil des Hochstifts

Osnabrück werden ließ. Genau dieser

Reich tum spiegelt sich in den stolzen Höfen

und der reichen Artländer Möbelkultur

wider, deren Produkte nicht nur auf den

Höfen selbst zu finden sind, sondern die

auch im Kreismuseum Bersenbrück, im

Stadtmuseum Quakenbrück und im

Museumsdorf Cloppenburg zu sehen sind.

Die reich verzierten Möbel wurden in der

Regel mit dem „Artländer Drachen“ (Drude -

männeken) als Gütesiegel versehen. Dieser

Drachen findet sich auch in der Vermarktung

regionaler Produkte wieder und ziert

zum Beispiel die Flaschen der Artländer

Brauerei.

Die Burgmanns- und später auch Hansestadt

Quakenbrück wurde 1235 erstmals

erwähnt und ist heute auch der Verwaltungssitz

der Samtgemeinde Artland, zu der

noch die Gemeinden Badbergen, Nortrup

und Menslage gehören. Die auf den Burgmannshöfen

lebenden Burgmannen ver -

teidigten dabei die ehemalige bischöfliche

Landesburg. In einem mehr als 200 Jahre

alten Handelshaus am Marktplatz zeigt das

Stadtmuseum Quakenbrück alles Sehensund

Wissenswerte zu Handel, Handwerk

und Stadtgeschichte, außerdem werden die

Themen felder Kirchen- und Schulgeschichte,

Spiel und Kind sowie eine historische

Apotheke angeboten.

Weitere wahrlich wohlschmeckende

Botschafter des Artlandes werden unter den

Namen „Artländer NOX“ und „Artländer

Pilsener“ vermarktet. Dahinter verbergen sich

eine dunkle und eine helle Biersorte, die

in der privat geführten Artland-Brauerei in

Nortrup gebraut werden. Braumeister Elmar

Wiemers hat diese kleine, aber feine Brauerei

auf dem mehr als 800 Jahre alten Bauernhof

seines Schwieger vaters eingerichtet


Freizeit und Lebensqualität

Im „Fursten Forest“ kann

man auch Panzer fahren.

Museum des

Landkreises Osnabrück

Stiftshof 4

49593 Bersenbrück

Fon: 05439 441

Artland Golfclub e. V.

Zum Golfplatz 23

49577 Ankum

Fon: 05466 301

www.artlandgolf.de

und beliefert Gastronomie und Handel in

der Region mit seinem speziellen Gerstensaft,

der sich geschmacklich wohltuend

abhebt von dem Einerlei der oft als „Fernsehbiere“

bezeichneten großen Marken –

„Fernsehbiere“ deshalb, weil sich nur diese

großen Brauereien die teure TV-Werbung

leisten können. Elmar Wiemers und seine

Artland-Brauerei setzen dagegen auf die

Nähe zum Kunden – spannende Brauerei-

Führungen durch den Braumeister persönlich

mit anschließender Verkostung im Sudhaus

stehen regelmäßig auf dem Pro gramm.

Ein wahres Kleinod ist das „Artlanddorf“

Gehrde in der Samtgemeinde Bersenbrück

mit seinen Fachwerkhäusern und verwinkelten

Gassen. Hier scheint die Zeit stehen ge -

blieben zu sein, und wenn man die (wenigen)

Leuchtreklamen abmontieren und die Autos

durch Kutschen ersetzen würde, wäre die

Zeitreise perfekt. Mittelpunkt und auch Sitz

der Verwaltung der Samtgemeinde ist je -

doch Bersenbrück mit seinen knapp 8000

Einwohnern. Otto von Ravensburg gründete

hier im Jahr 1231 aus machtpolitischen

Erwägungen ein Zisterzienserinnen-Kloster,

das bis 1787 existierte. Heute erinnert noch

das Wahrzeichen der Stadt an die Zisterzienserzeit:

die Klosterpforte. Diese Pforte mit

Torhaus wurde im Jahr 1700 von der Äbtissin

Nyvenheim erbaut und wurde auch nach

der Auflösung des Klosters als Wohn -

bereich für den Pförtner und Nachtwächter

genutzt. Später wurde im ersten Stock das

Gefängnis eingerichtet, im Südflügel fanden

Kirchenspeicher und eine Schänke Platz.

Die Klosterpforte und weitere Sehens -

würdigkeiten können heute mit einer „Nacht -

wächterführung“ erkundet werden.

Auf den ersten und auch auf den zweiten

Blick ungewöhnlich ist die Rolle, die Bersenbrück

im Kalender und auf der Landkarte

der Reggae-Fans spielt. Seit 1994 steigt

immer im Juli/August im Kloster garten das

„Reggae Jam“, eines der größten Festivals

dieser jamaikanischen Gute-Laune-Musik in

Deutschland. Hier geben sich mittlerweile

auch die Reggae-Weltstars und die vielen

Nachfolger von Legende Bob Marley die

Ehre und machen Bersenbrück dann für

einige Tage zu einem kunterbunten, ausgelassenen

und dabei immer fried lichen Ort

der Entspannung und der coolen Rastafaris.

Ebenfalls zum Artland gehört die Samtgemeinde

Fürstenau, die ihren Sitz im

Schloss Fürstenau hat. Dieses Schloss

wurde vom Osnabrücker Fürstbischof ge -

gründet und ist auch Sitz der römisch-katholischen

Pfarrkirche des Ortes. Die einstige

militärische Bedeutung Fürstenaus wird

ebenfalls deutlich beim Blick auf die Nord-

Ost-Bastion und auf das riesige Kasernengelände.

Nach dem Abzug der Bundeswehr

wurde die Umwandlung dieser Flächen und

Liegenschaften zu einer Erfolgsgeschichte,

weil niederländische Investoren schlag -

kräftig und zupackend einen Offroad-Park

für die Fans von Geländewagen und Moto -

crossbikes eingerichtet haben, der auf enormen

Zuspruch trifft. Hier im „Fursten Forest“

werden neben Fahrten mit den legendären

US-Army-Fahrzeugen der Firma „Hummer“

sogar Fahrten mit einem Panzer durchs

Gelände angeboten.

Eine ganz besondere touristische Attraktion,

die man im Osnabrücker Nordkreis

ebenfalls nicht vermutet hätte, ist das neue

Haifischzentrum im Bildungszentrum Kuhl-

25


Die katholische

Kirche St. Laurentius

in Neuenkirchen

26

hof in Bippen. Hier können sich die Be -

sucher auf eine Reise in die Zeit begeben,

als das Gebiet der Gemeinde Bippen noch

mit Wasser bedeckt war. Die Ausstellung

startet mit einem Film zurück in die Zeit vor

45 Millionen Jahren und zu einer Unterwasserstation

von Forschern. Am Ende des

Films erhalten die Besucher eine Karte mit

Aufgaben, werden so selbst zu Forschern

und gelangen schließlich zu einer Waschund

Siebstation, an der sie nach Haifischzähnen

suchen können. Das Haifischzentrum

wurde weitestgehend mit der Hilfe von

Sponsoren eingerichtet und ist eine spannende

Bereicherung der Bildungslandschaft

im Nordkreis.

Die Samtgemeinde Neuenkirchen be -

steht aus den Ortschaften Merzen, Voltlage

und Neuenkirchen und ist wegen ihrer

abwechslungsreichen Landschaft aus Moor,

Wald und Heide bei Wanderern, Radtouris -

ten und Reitern gleichermaßen beliebt. Die

Gastronomen der Gegend haben diesen

Trend erkannt und sich zusammengeschlossen,

um besonders den Radwanderern die

regionalen Köstlichkeiten näherzubringen.

Ihren Rundweg, der an Restaurants, Cafés

und Gasthöfen vorbeiführt, haben diese

pfiffigen Gastronomen „Mit Rad up Pad“

genannt und die gezielte Vermarktung zahlt

sich immer mehr aus. Die Weichen für eine

ganz spezielle Kundschaft hat das Eisenbahnhotel

auf dem Gasthof Dückinghaus in

Lechtrup-Merzen gestellt. Hier übernachten

die Gäste in originalen Bahn-Schlafwagen,

die liebevoll zu Hotelzimmern mit Drei-

Sterne-Komfort ausgebaut worden sind.

Und auch sonst steht das gastronomische

Angebot ganz im Zeichen der Bahn: 13

Modell-Bahnhöfe aus der Region bilden die

Theke, die Getränke werden von Modell-

Zügen serviert. Ein wahrhaft „abgefahrenes“

Angebot, das einzigartig sein dürfte.

Unser Rundgang durch das Osna -

brücker Land zeigt also, dass diese Region

viel zu schön und vielfältig ist, um einfach

nur auf der Autobahn daran vorbeizufahren.

Bis auf Hochgebirgs-Bergsteigen oder Tiefsee-Tauchen

gibt es zwischen Glandorf und

Gehrde für jeden Urlaub, für jeden Ausflug

und für jede Wanderung, jede Radtour oder

jede Auto-Ausfahrt lohnende Ziele, zu denen

wunderschöne Strecken führen.

Egal, ob mit einer pauschalen Buchung

oder auf eigene Entdecker-Faust: Das Osna -

brücker Land freut sich auf seine Gäste.

Aber Achtung: Wer einmal da war, der

kommt immer wieder. Garantiert.


Freizeit und Lebensqualität

Wandern, Radeln, Reiten –

feine Freizeitangebote für alle

Ansprüche

Das Wandern ist des Müllers Lust – das gilt

natürlich auch und ganz besonders im

Osna brücker Land mit seinen vielen Windund

Wassermühlen. Doch das Wandern ist

hier auch die Lust der Meyers und der

Schulzes und immer öfter auch der „de

Vries“ und der „de Jong“, denn die niederländischen

Nachbarn werden seit Jahren

ganz gezielt in ihrer Heimatsprache und in

ihren verschiedenen heimatlichen Medien

angesprochen und umworben und danken

dieses Engagement mit ständig steigenden

Besucherzahlen. Langweilig wird es dabei

auch passionierten Wanderern nicht, bietet

das Osnabrücker Land doch mehr als 100

markierte Wanderwege, von denen die

über regionalen Klassiker wie Hermannsweg,

Wittekindsweg und Sachsenweg wohl die

bekanntesten sind.

Wollte man indes alle ausgeschilderten

Wege in Varus-Region, Teuto-Region und

Artland auch nur einmal komplett ablaufen,

man wäre für Monate unterwegs – mindes -

tens. Da überrascht es nicht, dass hier für

wirklich jeden Geschmack vom entspannten

Familienwandern bis hin zum Leistungswandern

mit GPS-Tracks und ausgefeilten

Höhenprofilen etwas im Angebot ist. Um die

Qualität der Wanderwege kennenzulernen,

empfehlen die Touristiker neben den er -

wähnten überregionalen Strecken zum Einstieg

den noch jungen „DiVa Walk“ in der

Varus-Region oder auch Ahorn-, Hünenund

Mühlenweg, für die spezielle Angebots -

pakete beim Tourismusverband Osna -

brücker Land angefordert werden können.

Kaum ein Bereich aktiver Freizeitgestaltung

hat sich im Unterschied zum Wandern

wohl so verändert wie das Reisen mit dem

Rad. Früher trugen die „Drahtesel“ ihren

Namen mit Fug und Recht und diese

schweren Maschinen das Radwandern auch

gleich im Namen, wenn wir etwa an die

Klassiker der Marke „Wanderer“ denken.

Diese wundervolle Marke wurde übrigens

1998 wiederbelebt und „Wanderer“-Räder

gibt es seitdem wieder zu kaufen, zum Beispiel

im legendären „Manufactum“-Katalog.

Das Wandern und Reisen mit dem Rad war

vor Jahrzehnten jedenfalls eine durchaus

kernige Angelegenheit und wer stolzer Herr

über drei Gänge an seinem Rad war, der

durfte sich durchaus schon zu den Besser-

Fahrenden zählen.

Und heute? Drei Gänge gibt’s höchstens

noch am Kinderrad und die höchsten

Zuwachsraten beim Verkauf werden bei

Hightechrädern erzielt, die mit Hilfe eines

Elektromotors durch die Landschaft flitzen.

Die Navigation läuft über GPS, mit klassi-

Wandern für jeden

Geschmack – im

Landkreis Onsabrück

ist das möglich.

27


schen Karten ist kaum noch ein Radler

unterwegs. Und wegen der elektrischen

Unter stützung werden auch die Tagestouren

immer länger, die von den Radtouristen in

Angriff genommen werden. Das Osna -

brücker Land hat sich auf diesen Trend eingestellt

und bietet ein mehr als 2000 Kilometer

langes und bestens ausgeschildertes

Radwegenetz, das ganz offiziell und

etwas umständlich „Radverkehrsleitsystem

Osna brücker Land“ und kurz und griffig

ab ge kürzt RAVELOS heißt. Auf diesem

RAVELOS, das vier bekannte Radfernwege

und zehn regionale Themen-Touren vereint,

können alle touristischen Ziele und alle Orte

sicher und mühelos angesteuert werden.

Egal, ob die Tour vorbei an Schlössern,

Burgen und Herrenhäusern führen soll, ob

schöne Parks und Gärten oder die vielen

Wind- und Wassermühlen auf dem Programm

stehen – das RAVELOS kennt immer

den richtigen Weg.

Durch seine Größe und seine landschaftliche

Vielfalt hat das Osnabrücker Land für

jeden Anspruch der Radtouristen etwas zu

bieten. Im eher flachen Artland im Nordkreis

lässt es sich ohne große Anstiege und also

28

Herrliche Umgebung

für einen Ausritt in der

Natur

auch ohne große Anstrengungen durch die

sanfte Parklandschaft gleiten, die von der

Hase und ihren Seitenarmen durchzogen

wird. Die herrlichen alten Bauernhöfe bilden

eine wundervolle Kulisse und viele Höfe

laden mit ihren Läden und Cafés auch gern

zu einer Rast ein. Im Südkreis mit seinen

Ausläufern von Wiehengebirge und Teutoburger

Wald geht es dagegen für den, der

es mag, deutlich ambitionierter zu. Beacht -

liche Anstiege und ebenso beachtliche

Ab fahrten lassen beim sportlichen Radler

Freude aufkommen. Hier in der Teuto-

Region können sich etwa zwischen Bad

Iburg und Hagen auch die Rennrad-Experten

mit ihren bunten Profi-Outfits nach Kräften

austoben.

Wobei ein lokaler Fahrradhändler seinen

Kunden allen Hightechtrends zum Trotz

auch gern zum Kauf eines herrlich altmodischen

und schweren Hol la n d rades mit be -

sagten nur drei Gängen rät und dazu folgenden

Tipp mitgibt: Der Kunde möge sich mit

seinem neuen klassischen Drei-Gang-Rad

einen kleinen, aber sehr steil abfallenden

Weg suchen, der in eine Hauptstraße mündet.

Und dann solle er einfach oben warten,

bis eine Gruppe papageienbunter Hobby-

Radsportler im Vollsprint auf der Hauptstraße

naht. Nun lasse der Kunde sich ungebremst

die steile Abfahrt hinunterrollen und

schieße möglichst aufrecht sitzend und

lächelnd durch die Papageientruppe hindurch,

um dann sofort wieder in die nächste

Nebenstraße abzubiegen. Die Gesichter der

Rennradler entschädigten für den Aufwand

vollends, versichert der Fahrradhändler über -

zeugend.

Für derlei Kapriolen wegen seines

flach e n Geländeprofils zwar völlig ungeeignet,

für Radtouristen aller Couleur aber dennoch

ein Traum ist das Hasetal im Norden,

das unter dem klingenden Namen „Radfahrradies“

mit großem Erfolg vermarktet wird.

Hier dreht sich wirklich das gesamte touris -

tische Angebot vom morgendlichen Lunchpaket

bis hin zum Themenabend nur ums

Radeln. Die Radwege sind vorbildlich ausgebaut,

ein eigens entwickeltes „Hase-Rad“

verfügt über GPS, bei einer Panne reicht ein

Knopfdruck und Hilfe naht.


Freizeit und Lebensqualität

Bei speziell ausgewiesenen Touren können

die Gäste auch ein Stück mit dem Kanu

auf der Hase paddeln und ihr Fahrrad steht

danach wie von Geisterhand am Kanu-Ausstiegsplatz

wieder für die Weiterfahrt bereit.

Der Gepäcktransport von einer Unterkunft

zur anderen versteht sich ebenso von selbst

wie das auf die Vorlieben und Bedürfnisse

der radelnden Gäste abgestimmte gastronomische

Angebot im Hasetal. Und die Mach er

probieren auch immer wieder neue Wege

aus und konnten zum Beispiel mit speziellen

Touren nur für Frauen einen echten

Coup landen.

Das Potenzial für einen echten Coup

sehen Experten auch im Reittourismus,

wobei allerdings im Unterschied zum Wandern

und zum Radeln deutlich aufwendi -

gere Voraussetzungen notwendig sind.

Dabei kommt dem Osnabrücker Land mit

Blick auf die Urlauber hoch zu Ross zugute,

dass es in bestimmten Ortschaften wie

Perfekte Infrastruktur

für Radtouristen und

Einheimische

Ankum, Hagen a.T.W., Fürstenau oder auch

Bad Laer schon eine gut ausgebaute Infrastruktur

mit Reitwegen, -höfen und -hallen

gibt und dass zudem Events mit überregionaler

Strahlkraft wie etwa das Reitsport- und

Lifestyle-Festival „Horses & Dreams“ auf

dem Hof Kasselmann am Hagener Borgberg

den Fokus auf das Thema Pferd lenken.

Die notwendigen Grundlagen für den

Reittourismus sollen in den kommenden

Jahren im engen Zusammenspiel zum Beispiel

mit den Reiterhöfen oder auch den

Eigentümern von Wäldern und Flächen ausgebaut

werden. Die Erfahrungen zeigen

schließlich deutlich, dass es kaum möglich

ist, dass sich Reiter, Wanderer und Rad -

fahrer dieselben Wege teilen. Mit einem speziellen

Masterplan sollen attraktive Lösungen

für alle drei touristischen Zielgruppen

gefunden werden, damit Schusters Rappen,

Drahtesel und Pferde allesamt auf ihre

Kosten kommen im Osnabrücker Land.

29


AAlfsee, Kronensee, Marina, Salinen –

viele Ziele für Reise und Ausflug

Tourismusverband

Osnabrücker Land e. V.

Herrenteichstraße 17+18

49074 Osnabrück

Fon: 0541 3234567

www.osnabrueckerland.de

Der Historische Markt

in Bad Essen

30

Ob Tagestour, verlängertes Wochenende

oder gleich der große Jahresurlaub – alles

ist möglich im Osnabrücker Land. Zum Beispiel

auf den verschiedenen Campingplätzen,

von denen der „Alfsee Ferien- und

Erholungspark“ mit seinen fünf Sternen zu

den beliebtesten gehört. Neben den Fans

des klassischen Camping in Zelt oder

Wohn wagen kommen auch immer mehr

Menschen mit ihren Wohnmobilen an den

Alfsee – und können dort entweder auf

einer eigenen Wiese auf dem Komfortplatz

oder dem neuen Reisemobilhafen ihr rollendes

Heim abstellen – Strom- und Wasser -

versorgung inklusive.

Gerade die Reisenden mit dem Wohnmobil,

die früher eher als knauserige Selbstversorger

galten, werden inzwischen als

wirtschaftlich interessante, mithin kaufkräf -

tige und konsumfreudige Klientel umworben.

Und das großzügige Areal am Alfsee

lässt keine Wünsche offen, gibt es hier doch

neben dem Sandstrand und drei Wasserski-

Anlagen auch eine Kartbahn, ein Indoor-

Fun-Center, ein Kinder-Autoland, einen

Erlebnis-Irrgarten und sogar einen Streichelzoo.

Wobei selbst Stammgästen auf dem

Campingplatz und in den Apartmenthäuser n

der Alfsee GmbH oder auch Tagesgästen

aus der Region, die regelmäßig hierher

kommen, gar nicht wirklich klar ist, dass sie

ihre Badefreuden und ihr Wasserskivergnügen

eigentlich gar nicht auf dem Alfsee er -

leben. Denn der ist das 2,2 Quadratkilo -

meter große Hochwasserrückhaltebecken,

das etwas abseits des touristischen Trubels

liegt und wegen seiner Bedeutung als

Lebensraum für einheimische Vögel und als

Rastplatz für Zugvögel größtenteils unter

Schutz gestellt worden ist. Als ruhiger Ort

für einen Spaziergang ist dieser Alfsee

beliebt, doch der etwa 400 Meter lange und

360 Meter breite See mit Sandstrand und

mit der Wasser-Ski-Anlage, mit der Strandbar,

dem Jubel und Trubel und dem nahen

Restaurant – dieser See heißt Dubbelausee.

Was den Touristen und großen und kleinen

Wasserratten aber meist herzlich egal ist,

wenn sie von „ihrem Alfsee“ und dem Spaß

reden, den sie hier haben.

Nicht ganz so groß wie der Campingplatz

am Alfsee, aber auch an einem Gewässer

gelegen, präsentiert sich der Freizeitpark

Kronensee in Ostercappeln. Die Wasserqualität

des 40 Hektar großen Kronensees ist

das ganze Jahr über hervorragend und

Fortsetzung Seite 31 unten


Freizeit und Lebensqualität

Auf einen Blick

Gründungsjahr: 1986

Leistungsspektrum:

– Freibad

– Hundestrand

– FKK-Bereich

– Tretbootvermietung

– Außenschachfeld

– Bolzplatz

– Minigolfanlage

– Beachvolleyballfelder

– Kinderspielplätze

– Gastronomie

– Wohnwagenvermietung

Freizeitpark Kronensee GmbH & Co. KG

Langeweile ist hier ein Fremdwort – Gäste verbringen

unvergesslich schöne Stunden und Tage

im Freizeitpark Kronensee.

Gelegen ist er im nördlichen Osnabrücker

Land in der Gemeinde Ostercappeln. Sein Aushängeschild

ist der 40 Hektar große Kronensee

mit sehr großem Freibadbereich, separatem

Hundestrand und FKK-Bereich – sowie seit 2008

die Tretbootvermietung. Weiterhin gibt es ein

Außenschachfeld, einen Bolzplatz, eine Minigolfanlage,

Beachvolleyballfelder, Kinderspielplätze

und eine erstklassige Gastronomie. Ganz neu ist

die Wohnwagenvermietung. Hier bleibt der Gast

König bzw. Königin.

Freizeitpark Kronensee

GmbH & Co. KG

Zum Kronensee 9

49179 Ostercappeln

Fon: 05473 2282

www.kronensee.de

info@kronensee.de

neben dem großen Freibadbereich gibt es

auch einen FKK-Bereich und sogar einen

eigenen Hundestrand. Für eine kurzweilige

Freizeitgestaltung werden Außenschach,

Mini golf, Beachvolleyball, ein Bolzplatz und

Kinderspielplätze angeboten. Und wer

(noch) keinen eigenen Wohnwagen besitzt,

diese entspannte Form des Urlaubens aber

einmal ausprobieren möchte, der kann hier

einen solchen auch mieten.

Neben den Campingplätzen, den Hotels,

den Gasthöfen und den Pensionen wird

eine besondere Form des Urlaubens auch

im Osnabrücker Land sehr beliebt: die Sofa-

Touristen, die bei Verwandten, Freunden

oder Bekannten übernachten. Und egal, ob

die Urlauber morgens vom Frühstücksbuffet

im Hotel oder von der gedeckten privaten

Frühstückstafel in den Tag starten, sie alle

können aus einer Fülle von lohnenden

Zielen auswählen. Immer einen Ausflug wert

– mit dem Fahrrad, dem Motorrad oder

auch dem Auto – sind die Schlösser und

Herrenhäuser. Die Wasserburg Alt Barenaue

im Bramscher Ortsteil Kalkriese etwa, ganz

in der Nähe von Museum und Park Kalk -

riese. Diese Burg wurde im 13. Jahrhundert

von den Herren von Bar auf einer Sandinsel

des Großen Moors am Fuß des Kalkrieser

Berges erbaut. Sehenswert sind hier besonders

das Torgebäude von 1689 mit dem

markanten achteckigen Fachwerkturm und

die Allee mit einzigartigen schiefen Bäumen,

die zur Burg führt. Die Herren von Bar

zogen 1862 um, hatten sie doch ganz in der

Nähe das Schloss Neu Barenaue errichtet,

das heute auf der anderen Seite des Mittellandkanals

liegt. Neu Barenaue wurde im

englisch-herrschaftlichen Landhausstil vom

han noverschen Architekten Hermann

Hunaeus erbaut. Sowohl Alt Barenaue als

auch Neu Barenaue werden privat genutzt

und sind nicht öffentlich zugänglich.

Wer von Neu Barenaue dem Mittellandkanal

Richtung Bad Essen folgt, der kommt

vorbei am Hafen in Leckermühle direkt zum

unübersehbaren Speicher am Wasser in

Bad Essen, ein Wahrzeichen des Witt lager

Landes. Dieser hohe Speicherturm, ein

Erbe aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs,

Fortsetzung Seite 33

31


Haus Sonnenwinkel

Die Familienferienstätte auf dem Essenerberg

bietet den Gästen nicht nur eine moderne Unterkunft

im Kurort Bad Essen, sondern auch Er -

holung und attraktive Freizeitmöglichkeiten – für

alle Generationen. Die Zielgruppen sind Fami -

lien, Kinder- und Jugendgruppen, Schulklassen,

Vereine und Verbände sowie Naturfreunde, für

die das Haus Sonnenwinkel Start oder Ziel einer

Wanderung durch das Wiehengebirge ist.

Bei den Familien steht die Familienförderung im

Mittelpunkt. Neben Erholung wird auch großer

Wert auf Familienbildung und die Vermittlung

von gesundheitsfördernden Lebensweisen ge -

legt. Kinder und Jugendliche finden derweil

direkt am Haus Spielmöglichkeiten in der Natur

(Beachvolleyballfeld, Basketballkorb, Fußballplatz)

und in der Spielhalle (Billard, Kicker etc.).

Auch für Schulklassen hat das Haus Sonnen -

winkel ein spezielles Programm entwickelt. Das

Bildungskonzept ist als unterstützende Maß -

nahme zu verstehen. Im Mittelpunkt stehen der

Alltag und die Herausforderungen einer Klassengemeinschaft.

Ob Vereine, Verbände oder Selbsthilfegruppen

aus ganz Deutschland: Sie wissen die idyllische

Lage des Hauses zu schätzen und nutzen den

Aufenthalt, um sich auszutauschen, neue Kontakte

zu knüpfen und den Zusammenhalt zu

stärken.

Angebote wie das Café an Wochenenden, Familien-

oder Krabbelfrühstück jeweils einmal im

Monat sowie weitere Veranstaltungen je nach

Jahreszeit (Fackelwanderung, Grillfest etc.) runden

das vielseitige Angebot ab.

Die Küche der Familienferienstätte versorgt nicht nur

Gäste, sondern auch 30 weitere Einrichtungen in und

um Bad Essen.

Haus Sonnenwinkel

Auf einen Blick

Gründungsjahr: 2007

Mitarbeiter: 20

Leistungsspektrum:

Familienerholung und

-freizeiten, Tagungsstätte

für Vereine/Verbände,

erlebnispädagogisches

Programm für Klassen -

fahrten, Essen für

Schulen/Kindergärten/

Krippen/Wohngruppen,

Jugendfreizeiten, Café

an Wochenenden,

spe zielles Frühstück für

Familien und für Eltern

Haus Sonnenwinkel

Meller Straße 3

49152 Bad Essen

Fon: 05472 94880

www.haussonnenwinkel.de

buchung@

haussonnenwinkel.de

32


Freizeit und Lebensqualität

stand über Jahrzehnte ohne richtige Nutzung

im Bad Essener Hafe n gebiet. Einem

Gebiet, das städtebaulich nicht gerade zu

den Vorzeige-Ecken des ansonsten ja sehr

schmucken Kurortes gehörte. Mit der Landes -

gartenschau 2010 geriet auch dieser eher

vergessene Teil des Ortes wegen seiner einmaligen

Lage direkt am Wasser ins Visier

der Politiker und Planer und die Entscheidungsträger

entwickelten gleich eine ganz

große Vision: Hier am Mittellandkanal sollten

ein neuer Yachthafen und ein ganz neuer

Ortsteil entstehen mit spannender Architektur

und großer touris tischer Strahlkraft. Die

Voraussetzungen waren günstig, denn der

Mittellandkanal ist die einzige Wasserstraße,

die West und Ost verbindet. Zählungen und

Befragungen hatten ergeben, dass sehr viele

Freizeitkapitäne aus den Niederlanden

vorbei an Bad Essen bis nach Berlin oder

zur Mecklenburgischen Seenplatte schippern

und dass die Nach frage groß ist nach

einem Hafen auf der Strecke, von dem der

nächste Ort am bes ten zu Fuß zu erreichen

ist. Getragen von der Welle des Erfolges der

Landes gartenschau bekamen die Marina

und das Projekt „Wohnen am Wasser“ rasch

kräf tigen Rückenwind, das Hafenbecken für

bis zu 40 Sportboote wurde ausgehoben

und die notwendige Infrastruktur für den

Hafenbetrieb auf den Weg gebracht. Und

auch Grundstücke zum „Wohnen am Wasser“

konnten zügig an die Bauherren

gebracht werden, sodass hier ein spannendes

Am biente entstanden ist. Die Sportboot-

Kapitäne freuen sich über die moderne und

schmucke Anlaufstelle, die Touristen über

die Möglichkeit, sich die Boote aus der

Nähe anschauen zu können, und alle Bad

Essener können hochzufrieden sein mit

diesem mustergültigen Kapitel der Ortsent -

wicklung.

Weitaus geschichtsträchtiger als an der

neuen Marina geht es in Bad Rothenfelde

zu. Seit 1726 wurde hier im ersten Siedehaus

Salz gewonnen und 1852 gründeten

die Bürger des Ortes die „Badehaus AG“

und errichteten das erste Badehaus mit 15

Die Marina in Bad Essen

33


Wannen. Und mit Erfolg, denn 1905 wurde

Rothenfelde der Titel „Bad“ verliehen und

der Aufschwung setzte sich fort. Vom Salz

als Grundlage für die erfolgreiche Entwicklung

des Heilbades künden auch heute

noch die beiden mächtigen Gradierwerke

im Ortskern, die ein beliebtes Ausflugsziel

sind.

Ebenso gern wie fälschlich werden diese

beiden gewaltigen Holzgerüste, die jeweils

114 und 420 Meter lang sind, auch als Salinen

bezeichnet. Bei diesen eigentlichen

Gradierwerken rieselt aber das salzhaltige

Wasser aus der Saline durch Schwarzdorn-

Bündel, wobei ein Teil des Wassers verdunstet

und sich außerdem Verunreinigungen

aus der Sole am Reisig ablagern. Dadurch

wird die Qualität des Salzes deutlich erhöht.

Wer heute an den Gradierwerken entlang

spaziert, dem geht es aber nicht mehr um

die Salzgewinnung, sondern um einen hoch

willkommenen Begleiteffekt des Gradierens:

Durch die Verdunstung der Sole steigt der

Salzgehalt in der Luft rund um die Gradierwerke

und sie wird dabei mit Salztröpfchen

und Salzaerosol angereichert. Das bewirkt

einen Effekt ähnlich wie bei der Seeluft,

beim Einatmen werden also die Atemwege

34

Die Wassermühle

bei Knollmeyer

befeuchtet und die Atemorgane positiv

beeinflusst. Dieser Effekt kommt Pollenallergikern

und Asthmatikern sehr zugute, weshalb

Ärzte ihnen gern entweder einen längeren

Aufenthalt am Meer oder eben in einem

Kurort mit Gradierwerk wie Bad Rothenfelde

empfehlen. Wegen des großen Aufwandes

beim Errichten und der Pflege derart großer

Gradierwerke wie der beiden Exemplare in

Bad Rothenfelde werden neuerdings eher

kleinere gebaut, die ebenfalls Kurgäste

anlocken sollen. Ein Beispiel aus dem Osna -

brücker Land ist die „SoleArena“, die als

neues Wahrzeichen des Bad Essener Kurparks

im Rahmen der Landesgartenschau

2010 gebaut worden ist.

Gleich mehrfach spannend als Ausflugsziel

ist das Nettetal zwischen Osnabrück

und Wallenhorst. Für Wanderer und Radfahrer

gibt es hier traumhafte Wege, für Motorradtouren

oder Ausfahrten mit dem Old -

timer ist die Wassermühle bei Knollmeyer

ein tolles Ziel. Die alte Wassermühle ist noch

in Betrieb und wer sich rechtzeitig nach

einem passenden Termin erkundigt, der

kann zusehen, wie das Korn wie vor Jahrhunderten

mit Wasserkraft gemahlen wird.

Direkt gegenüber auf der anderen Seite der

Nette liegt das Gasthaus Knollmeyer mit

einem der schönsten Biergärten der Re -

gion. Unser Tipp: Das Brot für die leckeren

Schinken- oder Käsebrote ist hausgebac ke n,

der Weg zum eigenen Mehl ist schließlich

wirklich nicht weit. Auch nicht sehr viel weiter

weg auf dem Kammweg im Wald ge ge n -

über finden sich die Überreste der Wittekindsburg,

die als größte frühmittelalterliche

Befestigungsanlage Niedersachsens gilt.

Heute sind nur noch einige Grundmauern

zu sehen, doch die Burganlage hatte einst

eine Fläche von 16 Hektar und das Alter der

Kernburg konnte von Wissenschaftlern auf

die Zeit der Sachsenkriege Karls des Groß e n

(772 bis 804 nach Christus) eingegrenzt

werden. Der Name Wittekindsburg verweist

auf den legendären Sachsenfürsten Widu -

kind, um den sich im Osnabrücker Land

zahlreiche Sagen und Geschichten ranken.

Ob die Burg allerdings tatsächlich in einem

Zusammenhang mit Widukind steht, lässt

sich wissenschaftlich nicht belegen.


Freizeit und Lebensqualität

Neben Geschichte und Gastronomie lassen

sich im Nettetal direkt neben dem Gasthaus

Knollmeyer aber auch Gemeinschaft

und Geselligkeit erleben. Im Kletterwald

Osnabrück können sich Teams oder Gruppen

(nach Anmeldung) auf den Parcours in

bis zu 15 Metern Höhe machen und dabei

ihr Gruppengefühl stärken. Schließlich

lasse n sich etwa das legendäre Spinnennetz

oder die zwölf Meter hohe Riesenstrickleiter

nur im Team meistern, was die Kommunikation

und das Vertrauen untereinander

stärkt und deshalb auch gern von Firmen

für Mitarbeiter gebucht wird. Aber auch

Themengeburtstage oder außergewöhn -

liche Veranstaltungen mit Kunden sind hier

nach Rücksprache möglich.

Ein Abenteuer ganz anderer Art wartet

sowohl auf Teams, Firmen, Cliquen oder

auch Einzelpersonen im größten Outdoorfreizeitgelände

Europas (!), dem 400 Hektar

großen Fursten Forest. Dieses ehemalige

Übungsgelände der Bundeswehr ist ein einzigartiger

Abenteuerspielplatz für alle, die

gern mit schweren Maschinen in rauem

Gelände unterwegs sind. Hier stehen

Quads, Hummer, Buggy Blast und sogar

Panzer bereit, mit denen die Besucher die

schon seit Bundeswehrzeiten denkbar un -

wegbarste Wildnis bezwingen können. Und

natürlich kommen hier auch alle Besitzer

eigener geländetauglicher Autos auf ihre

Kosten. Aber Achtung: Nicht jeder optisch

auf Geländegängigkeit getrimmte Edel-SUV

kommt auch wirklich im harten Geläuf des

Fursten Forest klar – im Falle des Falles ziehen

fleißige Helfer die Steckenbleiber natürlich

wieder ins Freie.

Fahrer „echter“ Geländewagen wie etwa

der Jeep-Familie, des Land Rover Defender

oder des Königs der Offroader, des IVECO

Massif, können ihre Maschinen hier jedoch

in den absoluten Grenzbereichen bewegen

– ein seltenes Vergnügen in deutschen

Landen. Das Bewegen schweren Gerätes

im Gelände hat hier wegen der militärischen

Nutzung eine lange und internationale Tradition:

Schon um 1340 wurde die Burg Fürs -

tenau errichtet und Mitte des 16. Jahrhunderts

zu einer Festung ausgebaut, in der

50 Soldaten fest stationiert waren. Während

Offroad-Fans trainieren

in einer ehemaligen

Sandgrube.

des Dreißigjährigen Krieges gaben sich

schwedische und dänische Truppen die

Klinke in die Hand und erst 1651 wurde

Fürs tenau wieder eine Garnison. Nach dem

Zweiten Weltkrieg waren bis 1947 polnische

Truppen in Fürstenau stationiert und es dauerte

dann noch bis 1959, ehe die Soldaten

des deutschen Panzergrenadierbataillons

332 mit ihren schweren Kettenfahrzeugen

das Gelände wieder übernahmen. Im Jahr

2007 endete die militärische Nutzung der

gewaltigen Fläche, doch Investoren aus den

nahen Niederlanden erkannten am schnells -

ten das Potenzial und bauten Zug um Zug

das Angebot aus. Der vorhandene Panzerhügel

und andere militärische Übungs -

einrichtungen wurden erweitert um eine

Brücke, Kreuzachsen und eine Winde. Und

ganz im Norden des Fursten Forest können

die Offroad-Fans in einer früheren Sand -

grube das Wüstenfahren unter perfekten Be -

dingungen trainieren. Ein Campingplatz und

gastronomische Angebote runden dieses

sehr spezielle Vergnügen ab, zu dem auch

Bogenschießen und Paintball ge hören.

Die Offroadaktivitäten, die zu einer

Seh e n swürdigkeit in einem stillgelegten

Steinbruch in Barkhausen im Wittlager Land

geführt haben, sind dagegen sehr, sehr viel

älter. Vor etwa 150 Millionen Jahren war hier

eine Küstenregion und seinerzeit müssen

35


Für die aktive Freizeit –

Fahrrad-Draisinen

36

Dinosaurier durch den Schlick direkt an der

Küste marschiert sein. Diese Spuren müssen

dann von der Sonne getrocknet und

von Sedimenten überlagert worden sein,

wodurch sie sich erhalten haben. Bei ihrer

genaueren Auswertung waren sich die Forscher

schließlich sicher, die Abdrücke von

neun kleineren Sauropoden und zwei gro -

ßen Theropoden vor sich zu haben. Diese

Abdrücke, die heute von einem Glasdach

gegen Witterungseinflüsse geschützt werden,

führen ziemlich senkrecht eine Felswand

hinauf und Kinder stellen oft verwundert

die Frage, wie denn die Dinosaurier

damals so eine steile Wand hinauflaufen

konnten. Die heutige Lage der Saurier -

spuren kam allerdings vor „nur“ 65 Millionen

Jahren durch tektonische Verschiebungen

bei der Auffaltung des Wiehengebirges am

Ende der Kreidezeit zustande. Das heute

sichtbare Naturdenkmal besteht aus einer

zehn Meter langen und sechs Meter hohen

Wand aus Sandstein – und um die Fantasie

der Besucher zu beflügeln, wurden lebensgroße

Modelle derjenigen Saurier am Eingang

des Steinbruchs aufgestellt, denen wir

diese Spuren verdanken.

Deutlich aktiver für die Besucher geht es

ganz im Norden des Landkreises Osna -

brück im Hasetal zu. Wer einen Ausflug in

diese Region plant, der kann mit einem

ganz besonderen Angebot die Weichen stellen

für einen schönen Tag mit der Familie,

mit Freunden oder den Kollegen. Denn hier

im Hasetal fahren auf stillgelegten Bahnstrecken

Draisinen – und zwar sowohl die

klassischen Handhebel-Draisinen, die aus

Westernfilmen bekannt sind, als auch Fahrrad-Draisinen,

bei denen für den Vortrieb in

die Pedale getreten werden muss. Auf verschieden

langen Strecken lassen sich Pauschalen

buchen, bei denen die fleißigen

Draisinenfahrer auch mit regionalen Lecke -

reien versorgt werden. Und wer hier im

Hase tal an der Schienenstrecke oder sonstwo

am Wegesrand einen Obstbaum mit

reifen Früchten entdeckt, der darf beherzt

zugreifen. Die Verantwortlichen im Hasetal

haben jede Menge Bäume mit heimischen

Obstsorten gepflanzt, die meist von einem

Paten gepflegt werden und die ausdrücklich

zum Mundraub einladen – ein Projekt, für

das das Hasetal auch schon touristische

Preise gewonnen hat.


Freizeit und Lebensqualität

TERRA.vita – die Umweltregion

Osnabrück ist die einzige deutsche Großstadt,

die komplett von einem Naturpark

um geben ist: dem Natur- und Geopark

TERRA. vita. Er umfasst eine Fläche von

rund 1500 Quadratkilometern im Südwes -

ten Niedersachsens und im Nordosten

Nordrhein-Westfalens und damit die Mittelgebirgszüge

des Teutoburger Waldes und

des Wiehengebirges, was den Naturpark

geologisch überaus interessant macht. Eine

Konstellation, der auch die Aufwertung zum

Europäischen Geopark schon im Jahr 2001

und damit als erstem deutschem Naturpark

überhaupt Rechnung getragen hat. Seit

2004 ist TERRA.vita auch Mitglied des Geopark-Netzwerks

der UNESCO.

Der Geopark orientiert sich logischerweise

nicht an Landkreis- oder Bundesländergrenzen,

sondern an den geologischen und

natürlichen Gegebenheiten. So beginnt der

südliche Teil östlich von Hörstel und verläuft

über das Tecklenburger Land und Bad

Iburg Richtung Südosten bis nach Bielefeld.

Den mittleren Bereich bilden Osnabrück

und das Osnabrücker Land mit ihren Ausläufern

der Mittelgebirge, also dem Osna -

brücker Bergland. Und im Norden beginnt

der Geopark im Emsland bei Herzlake, zieht

sich dann über die südlichen Ausläufer des

Oldenburger Münsterlandes in südöstlicher

Richtung über die Ankumer Höhe bis Bramsche

hin und dann weiter nördlich über das

Wiehengebirge Richtung Osten. Auch das

eiszeitliche Durchbruchstal Porta Westfalica

mit dem berühmten Kaiser-Wilhelm-Denkmal

gehört zum Naturpark, der sich weiter

erstreckt bis Bückeburg und in die nordwestlichen

Bereiche des Wesergebirges hinein.

Diese Ausbreitung über viele kommu -

nale Grenzen hinweg macht es notwendig,

dass viele Landkreise, Städte und Gemeinden

bei der Unterhaltung und Vermarktung

von TERRA.vita zusammenarbeiten. Dabei

liegt die Federführung bei einer Handvoll

hauptamtlicher Mitarbeiter des Landkreises

Osnabrück, die wiederum von vielen ehrenamtlichen

Helfern unterstützt werden.

Die beiden zentralen Städte im Naturpark

sind Osnabrück und Bielefeld, die als

Anlaufstellen für Touristen von Bedeutung

sind. Von diesen beiden Oberzentren aus

lässt sich der Geopark zu Fuß, auf dem Rad

oder auch mit Auto oder Motorrad etwa

auf der „Straße der Megalithkultur“ hervor -

ragend erkunden, wobei den Machern des

Naturparks natürlich die umweltfreundlichen

Varianten der Wanderer oder der Radfahrer

Spannende Unterwelt:

Im Stollen am Silbersee

in Hagen a.T.W. sind

versteinerte Spuren des

Wattenmeeres tief unter

der Erde zu erleben.

Umweltbildungszentren

Landkreis Osnabrück

Fachdienst Umwelt

Am Schölerberg 1

49082 Osnabrück

Fon: 0541 501-4217

37


Naturpark TERRA.vita

Erlebnispark Boden

Geschäftsstelle

Landkreis Osnabrück

Am Schölerberg 1

49082 Osnabrück

Fon: 0541 501-4217

www.naturparkterravita.de

Museum am Schöler ber g

Naturparkzentrum

Am Schölerberg 8

49082 Osnabrück

Fon: 0541 56003-0

Öffnungszeiten:

Di 9–20 Uhr,

Mi–Fr 9–18 Uhr,

Sa 14–18 Uhr,

So 10–18 Uhr

Saurierspuren

Tourist-Information

Bad Essen

Lindenstraße 25

49152 Bad Essen

Fon: 05472 9492-0

www.badessen.de

am liebsten sind. Für diese Zielgruppen hat

TERRA.vita ein breit gefächertes Angebot

erarbeitet. So können Wanderer und Radfahrer

von März bis Oktober unter kundiger

Führung der TERRA.vita-Tourguides sowohl

bekannte Pfade erkunden als auch echte

Geheimtipps entdecken. Allerlei (möglicherweise

tückische) Geheimnisse bergen auch

die Pilze im Wald, weshalb der Naturpark

bei seinem Angebot TERRA.funga die Beratung

durch geschulte Pilzberater und Pilzsachverständige

vermittelt. Besonders an

Radfahrer mit sportlichen Ambitionen richten

sich die TERRA.trails, bei denen spe -

zielle Strecken auch durch manchmal un -

wegsames Gelände führen und die deshalb

ganz besonders von Mountainbikern ge -

schätzt werden.

Eines der im Wortsinne tiefschürfendsten

Projekte im Naturpark ist der erst seit

Kurzem zugänglich gemachte alte Bergwerksstollen

im Silbersee im Hüggel auf

dem Gebiet der Gemeinde Hagen a.T.W., in

dem früher einmal Kalk für die Hochöfen

des Stahlwerks Georgsmarienhütte abgebaut

wurde. Der Silbersee entstand ab etwa

1920, der heute 250 Meter lange Stollen

sieben Jahre später. Geologisch höchst

interessant ist dieser Blick in die Erdgeschichte,

da hier vor 247 Millionen Jahren

ein Wattenmeer bestand, das sich nun in

Versteinerungen widerspiegelt. Die Besich -

tigung des Stollens wird deshalb auch als

„Wattwanderung im Mittelgebirge“ vermarktet.

Die steilen Hänge des Silbersees, der in

den 1970er-Jahren noch ein zwar verbotenes,

aber dennoch sehr beliebtes Ausflugsund

Badeziel war, dürfen außerhalb der

angemeldeten Führungen nicht betreten

werden. Seit der ehemalige Badesee ausgetrocknet

ist, sind der früher nur für Taucher

erreichbare Stollen und spannenderweise

auch die Reste eines Panzerfahrzeugs wieder

zugänglich. Dieser wohl britische Spähpanzer

war zum Ende des Zweiten Welt -

krieges unter ungeklärten Umständen in

den Steinbruch gerutscht und beschäftigt

seitdem die Fantasie nicht nur der Kinder in

der Region. Wer eine Führung durch den

Stollen mitmachen möchte, kann sich beim

Naturpark TERRA.vita anmelden und sollte

festes Schuhwerk, eine warme Jacke

(wegen der Temperaturen im Stollen von

unter zehn Grad) und eine gewisse Kondi -

tion für die mehr als 70 teils steilen Stufen

mitbringen.

Über die Vermittlung und Vermarktung

der Natur und der einzigartigen Geologie

des Naturparks hinaus, haben die Macher

einen weiteren Aspekt im Blick, der sich

sowohl an Touristen als auch an die Menschen

im Osnabrücker Land richtet: die

regionalen Produkte. Eines der Ziele eines

Geo- und Naturparks ist naturgemäß die

Bewahrung einer möglichst intakten Um -

welt, für die immer mehr Menschen begeis -

tert werden sollen. Diese selbstgestellte Aufgabe

fällt idealtypisch zusammen mit dem

ständig steigenden Interesse der Menschen

nach der Herkunft ihrer Lebensmittel. Nicht

mehr nur der Preis ist den Konsumenten

wichtig, sondern immer mehr auch die Herkunft

der Nahrung und die Umstände ihrer

Erzeugung. Immer stärker stehen dabei die

Aspekte „Regional“ und „Saisonal“ im

Fokus. Und hier bietet TERRA.vita im Internet

ganz praktische Hilfe: Für alle Orte im

Naturpark wird hier ein Verzeichnis angeboten

von Landwirten, die ihre Produkte direkt

vermarkten, von Hofläden und Hofcafés und

von regionalen Wochenmärkten.

Die Köpfe hinter dem Geopark

TERRA.vita begreifen ihre Arbeit also nicht

nur als rückwärts gerichtete Bewahrung geo -

logischer und anderer Schätze der Natur,

sondern sie entwickeln immer neue Ideen,

Ansätze und Wege, um das Leben der

Menschen in und mit den faszinierenden

Gegebenheiten ihrer über Jahrmillionen

gewachsenen Umwelt aktiv zu gestalten.

38


Freizeit und Lebensqualität

Der Ausblick lohnt den Aufstieg.

39


Pickert, Salz, NOX –

lokale Leckereien

„Regional“ und „saisonal“

spielt auch in der

Gastronomie eine immer

größere Rolle . . .

40

„Es sind gesunde Menschen, die beim

Arbeiten frieren und beim Essen schwitzen“

– so wird gern gescherzt im Osnabrücker

Land. Es gibt hier aber auch Menschen, die

beim Arbeiten schwitzen, wenn sie dabei

das Essen für andere herstellen oder zubereiten.

So etwa die „Kartoffelplate“, die als

Antwort des Osnabrücker Landes auf die

Pizza gelten darf. Vor Jahren saßen Gast -

wirte und Köche zusammen und diskutierten,

was eigentlich so richtig typisch für die

Küche der Region sei. Schnell einigten sich

die Herren der Herde auf die Kartoffel und

erfanden schließlich die Kartoffelplate, die

auf den ersten Blick in der Tat einer Pizza

ähnelt. Auf dem Boden aus geraspelten Kartoffeln

kann so ziemlich jeder Belag ver -

arbeitet werden, der zur Jahreszeit oder den

persönlichen Vorlieben passt: Während der

jeweiligen Saison etwa Grünkohl oder

Spargel und im Herbst Pfifferlinge. Und an -

sonsten alles von Fleisch über Fisch bis hin

zu Geflügel, Gemüse oder auch Obst.

Immer mehr Restaurants und Landgasthöfe

werben mit ihrer ganz speziellen Variation

der Kartoffelplate und das Probieren lohnt

sich immer.

Ebenfalls auf der Grundlage der heimischen

Kartoffel wird der Pickert hergestellt.

Zu den in diesem Fall geriebenen Kartoffeln

kommen Mehl, Eier, Milch und Salz. Zu -

bereitet und langsam gebacken wird der

Pickert traditionell auf einer Pickertplatte

aus Gusseisen. Deren Boden wird zum Einfetten

mit dünnen Scheiben von geräuchertem,

fettem Speck ausgelegt. Dann wird der

Teig in runden Portionen von etwa zehn

Zentimetern Durchmesser dünn verteilt und

bei wenig Hitze langsam beidseitig ge -

bräunt.

Und was trinkt man zu Kartoffelplate

oder Pickert? Gern ein Bier aus der Artland

Brauerei, denn Braumeister Elmar Wiemers

produziert auf dem historischen Hof Renze

in Nortrup mit seiner modernen Brauanlage

gleich zwei Sorten: das Artländer Pilsener

und das Artländer NOX. Durch das weiche

Brauwasser im Norden des Osnabrücker

Landes erhält das helle Vollbier einen

weichen und hopfenbetonten Charakter und

erinnert so im Geschmack an die Pilstradi -

tion böhmischer Brauart. Das dunkle Artländer

NOX ist dagegen ein malzaromatisches

mildes Vollbier, das seine Bernsteinfarbe

und seinen vollmundigen Charakter feinster

Braumalze und ebenfalls dem weichen Artländer

Brauwasser verdankt. In den Gast -

höfen und Kneipen kommen Artländer

Pilsener und das NOX vom Fass, für die


Freizeit und Lebensqualität

private Grillparty werden beide Sorten im

Handel in der roten Drachenkiste und auf

dem Hof Renze und im guten Fachhandel

auch als Zwei-Liter-Siphon oder als Kellerbier

im 30-Liter-Fass mit Messinghahn angeboten.

Weitere flüssige Leckereien aus der

Region werden von verschiedenen Moste -

reien wie etwa der Firma Frickenschmidt in

Bissendorf hergestellt. Und wenn die Ge -

tränke auch mal deutlich mehr Drehzahl

haben sollen, kommen die Kornbrennereien

ins Spiel. Hier kann etwa die Kornbrenne rei-

Likörfabrik Wollbrink in Bersenbrück mit

Kreationen wie Rhabarber-Likör oder Korn

mit Dinkel punkten. Mit einer echten Be -

sonderheit kann auch die Kornbrennerei

August Schierhölter aus Glandorf aufwarten:

Der Spirituosenhersteller braut nicht nur

seinen Korn vollständig selbst, sondern er

baut auch das dazu benötigte Getreide

komplett selbst an. Und das in Zeiten, in

denen mehr als die Hälfte des pro Jahr in

Deutschland produzierten Korns aus den

Anlagen nur noch einer einzigen industriellen

Brennerei stammt. Tradition wird groß -

geschrieben bei Schierhölter, der landwirtschaftliche

Betrieb lässt sich seit 1650 ur -

kundlich belegen. Dabei ist der Hof noch

deutlich älter, doch Glandorf wurde am

5. Mai 1636 im Dreißigjährigen Krieg von

den Schweden niedergebrannt, weil die

Bewohner das von den feindlichen Truppen

geforderte Geld nicht bezahlen konnten.

Und mit der Kirche sind damals auch viele

Unterlagen über die alten Glandorfer Fami -

lien verbrannt, nur Teile des Kirchturms blieben

erhalten. Heute bewirtschaftet Schierhölter

in der 13. Generation rund 200 Hektar

Land, von denen für die Kornbrennerei

jährlich 50 Hektar für den Anbau von Weizen

und Roggen genutzt werden.

Geht noch mehr Tradition als bei Schierhölter?

In Bad Essen schon: Seit 600 Jahren

lebt die Familie des Designers und Malers

Wilhelm Grönemeyer hier, deren berühmtes -

ter Spross sicher der Sänger Herbert

Grönemeyer ist. Und Wilhelm Grönemeyer

fiel Anfang dieses Jahrtausends auf, dass

die seit dem 13. Jahrhundert in Bad Essen

bekannte Salzgewinnung aus Sole schon

Das Osnabrücker Land

hat viele lokale Lecke -

reien zu bieten – und

Geselligkeit.

ewig nicht mehr betrieben wurde und dass

das Salzwasser nur noch im Freibad und in

einer Hautklinik verwendet wurde. Grönemeyer

besorgte sich von der Gemeinde -

verwaltung ein Gutachten und erkannte,

dass das Salzwasser in Bad Essen deutlich

mehr Minerale enthält als Sole in anderen

Kurorten. Aus dieser Erkenntnis erwuchs

die Idee, alle Inhaltsstoffe aus der Sole in

Salzkristallen einzufangen. Nach allerlei

Experimenten gelang es schließlich, das

Bad Essener Urmeersalz herzustellen. Dieses

Salz ist so besonders, dass es auch von

Sterneköchen verwendet wird. Als „King of

Salt“ wird es überregional vermarktet und

auch in privaten Feinschmeckerküchen ge -

schätzt, denn das rein naturbelassene Salz

bringt einen Eigengeschmack wie eine

Gemüsebrühe mit.

Das genaue Gegenteil des Urmeersalzes

sind süße Botschafter aus dem Osna -

brücker Land, die von Sylt bis München

geliebt werden: die „Himmlischen“ aus der

Konditorei Leysieffer. Diese cremigen, sahnigen

und von Schokolade umhüllten Pralinen

werden in Zucker gewälzt und vom Ge -

nießer nicht etwa zerbissen, sondern der

wahre Schokoladenfreund lässt sich die

„Himmlischen“ ganz langsam am Gaumen

zergehen.

41


H„Horses & Dreams“ –

das höchste Glück

der Erde

Einmal im Jahr schaut buchstäblich die

ganze Welt des Reitsports auf das Osna -

brücker Land, denn dann feiert hier die weltweite

Elite der Spring- und der Dressurreiter

die „Eröffnung der Grünen Saison“. Anfang

der 1980er-Jahre begannen der selbst als

Dressurreiter sehr erfolgreiche Pferdeunternehmer

Ullrich Kasselmann und sein Freund,

die Reitikone Paul Schöckemöhle, auf dem

Hof Kasselmann in Hagen a.T.W. ein inter -

nationales Jugendturnier zu organisieren.

Und weil die Freunde Kasselmann und

Schockemöhle alles, was sie machen, eben

immer auch sehr gründlich machen, ist aus

diesen Anfängen heute der alljährliche vielbeachtete

Auftakt der Freiluftsaison der welt -

weiten Reiter-Elite geworden.

Hier beim Event „Horses & Dreams“

treten die Besten der Besten gegeneinander

an und ermittelten die Sieger im Springen

und in der Dressur. Und hier haben Reit -

sportfreunde deshalb eine der ganz wenigen

Gelegenheiten, die Weltbesten ihres Sports

mit ihren Paradepferden einmal aus der

Nähe zu sehen. Und die Reiterinnen und

Reiter aus aller Welt schätzen die familiäre

und deshalb ganz besondere Atmosphäre

auf dem idyllisch gelegenen Hof Kasselmann,

der sich wie auf einer Fototapete aus

dem Allgäu am Hagener Borgberg in die

hügelige Landschaft schmiegt. Und sie

kommen immer wieder gern und sagen

meist schon gleich nach dem Turnier ihre

Teilnahme für das kommende Jahr zu.

Für diesen Reitsport auf höchstem

Niveau steht also das „Horses“ im Namen

der Veranstaltung. Aber was sind denn nun

die „Dreams“? Darauf gibt es eigentlich zwei

Antworten: Zum einen wird diese große

Bühne des Reitsports für eine Lifestyle-Ausstellung

genutzt, bei der schöne, erlesene

und kostbare Dinge präsentiert werden, die

Haus, Garten und das ganze Leben schöner

machen. Und all diese Artikel und Acces -

soires können hier entweder bestellt oder

auch gleich gekauft werden. Zum anderen

ist es bei „Horses & Dreams“ seit Jahren

gute Tradition, dass sich ein Partnerland

während der Veranstaltung präsentiert. Und

zwar natürlich in Sachen Reitsport, aber

eben auch kulturell, musikalisch und vor

allem kulinarisch. Und auch hier wird der

Hof Kasselmann zu einer traumhaft anderen

Welt, wenn etwa der Chinesische Staats -

zirkus sein prächtiges Zelt aufschlägt und

das Reich der Mitte seine kulinarische Vielfalt

zeigt. Oder wenn beim Partnerland USA

die Beach Boys in Originalbesetzung zu

ihrem einzigen Europakonzert des Jahres

an den Hagener Borgberg kommen.

Hier treffen sich also die Schönen und die

Reichen und hier parken dann auch schon

mal zwei Maybach-Limousinen neben ein -

ander – wo der Fan edler Automobile doch

schon froh ist, irgendwann zumindest einmal

einen dieser fahrenden Edel-Salons sehen zu

können. Neben all dem Hoch leistungs-Reit -

sport und der Hochpreis-Lebens art lösen die

Veranstalter von „Horses & Dreams“ aber

auch alle Jahre wieder zuverlässig ihr Versprechen

ein, sich um die jenigen zu kümmern, die

eher am Rande der Gesellschaft stehen. Wäh -

rend des Events empfinden es Ullrich Kasselmann

und seine Mitstreiter als Pflicht, sich

persönlich um Veranstaltungen wie die jähr -

liche Versteigerung des „Roten Pferdes“ zu

kümmern. Um diese lebensgroße Nachbildung

eines Pferdes in Rot bieten denn auch

Prominente aus TV, Wirtschaft, Sport, Medien

und Gesellschaft kräftig mit und sorgen so für

einen Geldsegen, der bedürftigen Kindern zu -

gutekommt. Auch das „Reiten gegen den

Hunger“, eine Initiative der Bauer Media

Group und des Kasselmann-Schöckemöhle-

Unter nehmens „Performance Sales Inter na -

tional“, ist inzwischen fester Bestandteil bei

„Horses & Dreams“. Die Medien sind bei dieser

Veran staltung gern gesehene Gäste und

tragen durch ihre um fangreiche Be richt -

erstattung ihren Teil dazu bei, dass der Glanz

von „Horses & Dreams“ weit über die Grenzen

des Osna brücker Landes hinaus erstrahlt.

42


Freizeit und Lebensqualität

Auf einen Blick

Gründungsjahr: 1972

Mitarbeiter: über 60

Leistungsspektrum:

– Entdeckung und

Ausbildung von

Dressurpferden

– 40 Hektar große

Reitsportanlage

– rund 200 Pferde im

täglichen Beritt

Ullrich Kasselmann hat

aus dem landwirtschaft -

lichen Familienbetrieb

ein Kompetenzzentrum

für den Dressursport

entwickelt.

Hof Kasselmann

GmbH & Co. KG

Am Borgberg 3

49170 Hagen a.T.W.

Fon: 05401 89200

www.hof-kasselmann. de

info@psi-sporthorses.de

Hof Kasselmann – Passion rund um das Pferd

Eine Erfahrung von vielen Jahrhunderten verbunden

mit modernstem Standard im Reitsport –

das ist der Hof Kasselmann. In Hagen a.T.W. am

Fuße des Teutoburger Waldes setzt die Familie

Kasselmann Maßstäbe – ein Kompetenzzentrum

für den Dressursport, das weltweit seines -

gleichen sucht. Der Hof Kasselmann ist Mittelpunkt

und Schmelztiegel für den internationalen

Dressursport. Das weltweit renommierte

Kom petenz zentrum für Dressursport der Familie

Kasselmann hat eine über 1000-jährige

Geschichte. Ullrich Kasselmann war es schließlich,

der die stetig wachsende Beliebtheit der

Sport reiterei erkannte und dem Hof sein heutiges

Gesicht verlieh. Seit 1972 sind Ausbildung

und Verkauf von Dressurpferden die Leidenschaft

der Familie.

Luciana Diniz (Portugal)

und Fit for Fun bei

Horses & Dreams

Horses & Dreams meets . . .

Horses & Dreams zählt zu den beliebtesten

Reitsportveranstaltungen. Der Erfolg des Fes ti -

vals basiert auf einer Kombination von interna -

tionalem Spitzensport, einer breit gefächerten

Erlebniswelt und einem attraktiven Unterhaltungsprogramm.

Bereits vor über 14 Jahren entschieden

sich die Veranstalter Paul Schocke -

möhle und Ullrich Kasselmann, den Weg der

monokulturellen Sportveranstaltung zu verlassen

und gründeten Horses & Dreams. Sie sind Wegweiser

des „Events“ im Reitsport geworden.

Fast 68 000 Besucher begeistert die Top-Act-

Veranstaltung in Niedersachsen, bei Osna brück,

in jedem Jahr. Die Veranstaltung gilt als der zentrale

Ausblick für die anstehende Freiluftsaison

und wird entsprechend von allen Beteiligten mit

Spannung erwartet.

Auf einen Blick

Fakten:

– Horses & Dreams

meets Denmark vom

20.–24. April 2016

– Reiter aus 38 Nationen

– 690 Teilnehmer

– 574 Pferde

– über 100 Journalisten

– 150 (inter-)nationale

Aussteller

– rund 68 000 Besucher

– Medienberichte in

Print, Radio und

Fernsehen

P.S.I. GmbH –

Horses & Dreams

Am Borgberg 3

49170 Hagen a.T.W.

Fon: 05401 896238

www.horsesand-dreams.de

hd@psi-sporthorses.de

43


Über den Wolken –

der Flughafen Münster/Osnabrück

44

Um den Stellenwert des Flughafens

Münster/Osnabrück (FMO) richtig einschätzen

zu können, hilft ein Blick auf die Zahlen.

Und zwar nicht in erster Linie auf die all -

gemeinen Geschäftszahlen, die Umsätze

oder die Gewinne und Verluste, sondern der

Blick auf die Zahl der Menschen, für die

dieser Flughafen nicht irgendein Airport,

sondern „ihr“ Flughafen ist. Denn das Einzugsgebiet

des FMO, der auf dem Gebiet

der Stadt Greven in Nordrhein-Westfalen

ziemlich genau in der Mitte zwischen Müns -

ter und Osnabrück liegt, umfasst das Müns -

terland, das nördliche Ruhrgebiet, Teile der

Niederlande mit der Grenzregion Twente,

das Emsland, Ostwestfalen-Lippe und natürlich

das Osnabrücker Land. Eine Region

mithin, in der fast sieben Millionen Menschen

leben. Natürlich können all diese

Menschen „ihren“ FMO als Startbahn in den

Urlaub direkt nach Mallorca, Istanbul, Gran

Canaria oder zu einem Drehkreuz und dann

weiter in alle Welt nutzen oder von hier auch

zu spannenden Städtereisen etwa nach

München, Stuttgart oder auch London ab -

heben. Das ist die eine wichtige Funktion

des Flughafens Münster/Osnabrück.

Doch die andere Funktion ist mindes -

tens ebenso wichtig, auch wenn sie in der

öffentlichen Debatte über die Chancen und

Risiken oft zu kurz kommt: Denn der FMO

ist von herausragender Bedeutung für die

kleinen und großen mittelständischen Unternehmen

der gesamten Region und natürlich

auch für die hier ansässigen und weltweit

operierenden Konzerne wie das Volks -

wagenwerk in Osnabrück oder das riesige

Logistikzentrum von ADIDAS im Niedersachsenpark

im Landkreis Osnabrück.

Wenn die Wirtschaft wichtige Entscheidungen

über Standorte trifft oder wenn Firmen

jeder Größe Top-Manager für Führungsaufgaben

in die Region locken wollen, dann ist

der FMO immer ein entscheidendes Argument.

Natürlich bleiben die Umsatzzahlen

der Flughafen-Gesellschaft wichtig und die

dauernden politischen Diskussionen bei

den Gesellschaftern von Stadtwerken über

Städte und Landkreise bis hin zu den Indus -

trie- und Handelskammern zeigen regelmäßig,

wie genau diese Gesellschafter die

Entwicklung des Flughafens im Blick haben.

Doch die strukturpolitische Bedeutung lässt

sich eben bei Weitem nicht nur in einfachen

Geschäftszahlen ausdrücken.

Begonnen hat die Geschichte des

Fliegens in Greven schon 1954 mit der Zu -

lassung des Geländes als Segelflugplatz.

1957 wurde die Genehmigung auf den

Motorflug erweitert und 1966 hoben die

Städte Osnabrück, Münster und Greven

gemeinsam mit den Landkreisen Münster

und Tecklenburg die „Flughafen Münster/

Osnabrück GmbH“ aus der Taufe. Nach

und nach kamen die weiteren Gesellschafter

hinzu und sicherten so die wichtige Verankerung

des Airports in der Region. 1973

hob der erste Charterflug Richtung Palma

de Mallorca ab, 1975 konnte der Tower in

Betrieb genommen werden. Danach ging

der FMO auf stetigen Steigflug und erreichte

im Jahr 2000 mit 1,8 Millionen Fluggästen

sein bisher stärkstes Jahr. Im Folgejahr

kamen auch für den Flughafen Münster/

Osnabrück mit den Anschlägen vom 11. Sep -

tember 2001 und der folgenden Weltwirtschaftskrise

unerwartete Rückschläge, ak -

tuell liegen die Fluggastzahlen um die Mil -

lionengrenze.

Mit ihrer anspruchsvollen Architektur

und ihrer technisch topmodernen Ausstattung

sowie den großzügigen Parkmöglich-

Fortsetzung Seite 45 unten


Freizeit und Lebensqualität

Auf einen Blick

Gründungsjahr: 1972

Mitarbeiter: 305

Leistungsspektrum:

internationaler Flug hafen

mit innerdeutschen

Businessverbindungen

zu den Drehkreuzen

Frankfurt, München und

Stuttgart sowie 17 europaweiten

Verbindungen

für Touristikreisende

Ausflugsziel Flughafen:

An jedem 2. Sonntag

und 3. Samstag im

Monat um 16:00 Uhr

können Familien, Klein -

gruppen oder Einzel -

personen an einer 90-

minütigen Führung über

das Flughafengelände

teilnehmen (Anmeldung

montags bis freitags

unter: 02571 94-1515).

FMO Flughafen

Münster/Osnabrück

GmbH

Airportallee 1

48268 Greven

Fon: 02571 94-0

www.fmo.de

info@fmo.de

FMO Flughafen Münster/Osnabrück GmbH

Am Flughafen Münster/Osnabrück werden

sowohl Linien- und Touristikflüge als auch Low-

Cost-Flüge angeboten. Über die Drehkreuzflughäfen

Frankfurt und München (Lufthansa) gibt

es vom Flughafen Münster/Osnabrück hervor -

ragende Weiterflugmöglichkeiten zu nahezu

allen Zielen rund um den Globus. Seit Mitte 2014

hat auch Turkish Airlines den FMO in ihren Flugplan

aufgenommen. Über Istanbul gibt es dann

Anschlussverbindungen zu über 250 Zielen in

mehr als 100 Ländern. Nonstop werden vom

FMO – häufig sogar mehrfach täglich – rund 25

Ziele in ganz Europa angeflogen.

Der FMO ist aus gezeichnet mit dem eigenen

Pkw, öffentlichen Verkehrsmitteln oder Taxen

und Mietwagen erreichbar. Es sind rund 7000

günstige Park plätze vorhanden.

keiten und der erstklassigen Erreichbarkeit

sind die beiden Terminals und die Tagungsräume

des FMO auch gefragte Veranstaltungsräume.

Hier präsentieren Firmen ihre

Produkte, hierher wird zu Tagungen einge -

laden oder Anbieter aus der gesamten Re -

gion zeigen ihre Angebote bei einer alljähr -

lichen Touristik-Messe.

Beliebt sind auch Führungen durch den

Flughafen, mit denen zum Beispiel Firmen

ihren Mitarbeitern oder ihren Kunden etwas

ganz Besonderes bieten können. Dabei

beeindruckt immer wieder die Feuerwehr

des Flughafens, denn in deren Fahrzeug -

hallen dürfen sich die Besucher nur hinter

den Löschfahrzeugen bewegen, falls diese

bei einem Alarm blitzartig starten müssen.

Und jeder Autofahrer ist dabei beeindruckt

von der Starttechnik dieser Spezialfahrzeuge:

Wenn die Feuerwehrmänner im Alarmfall

die Türen ihrer gewaltigen Feuerwehr autos

aufreißen, springen automatisch die Motoren

an – das wünscht sich dann mancher Besucher

spontan auch für den eigenen Pkw. Mit

diesen verschiedenen Funktionen auch als

Eventlocation unterstreicht der FMO seine

wichtige Rolle als ein unverzichtbarer Stand -

ortfaktor in der Region.

45


Die Mischung stimmt –

Vielfalt der Branchen als Stärke

46

Worauf kommt es an bei einer gesunden

Ernährung? Auf jeden Fall dürfen Vitamine

nicht fehlen, klar. Also viel Obst und Ge -

müse essen. Und mehr als die Hälfte der

Kalo rien unserer Ernährung sollte aus Kohle -

hydraten bestehen, also kommen auch Brot,

Nudeln und Reis auf den Speisezettel. Möglichst

Vollkornprodukte, sowieso. Ach ja,

und ausreichend trinken sollen wir natürlich

auch – täglich mindestens 1,5 Liter Flüssigkeit,

am besten Wasser oder ungezuckerte

Früchte- oder Kräutertees. In der Summe

braucht unser Körper nach Expertenan -

gaben sogar mehr als 40 verschiedene

Nährstoffe, um gesund zu sein. Wobei nach

unserer ausdrücklichen Nicht-Expertenmeinung

der Spaß am Essen mindestens

genauso wichtig ist wie die Inhaltsstoffe.

Und genau so sieht es auch aus mit der

Wirtschaftsregion Osnabrücker Land: Hier

bestimmt keine einzelne dominante Branche

das wirtschaftliche Wohl und Wehe wie

etwa in Wolfsburg das Volkswagenwerk

oder in Jever die gleichnamige Brauerei. Im

Osnabrücker Land bildet ein breit aufgestellter

Mittelstand das Fundament der Wirtschaft,

was die Region robust und erfolgreich

macht. Denn sollte eine Branche einmal

schwächeln, so können andere Unternehmen

derlei Unbill auffangen. Diese stimmige

Mischung und diese Vielfalt der Branchen

bescheren dem Osnabrücker Land

glänzende Arbeitsmarktzahlen, die verlässlich

besser sind als der Landesdurchschnitt.

Und sie sorgen für eine stabile Aufwärtsentwicklung.

Blicken wir genauer auf die Unternehmen,

so sehen wir, dass kleinere und mitt -

lere Firmen das Rückgrat der Wirtschaft im

Osnabrücker Land bilden. Auffällig viele

dieser kleineren und mittleren Unternehmen

werden (oft über Generationen) von Fami -

lien geführt, was zu einem ausgeprägten

lokalen Verantwortungsgefühl und einer

hohen Verbundenheit dieser Unternehmerfamilien

mit ihrer Heimat führt. Die regionale

Verwurzelung der Firmen spiegelt sich auch

in der oft jahrzehntelangen Treue der Arbeitnehmerinnen

und Arbeitnehmer zu „ihrem“

Arbeitgeber wider, die sich Woche für

Woche in den Berichten über Dienstjubiläen

in den verschiedenen lokalen Tageszeitungen

ablesen lässt. Gerade mit Blick auf den

demografischen Wandel und den Fach kräfte -

mangel, über den im Osnabrücker Land

eben falls einige Branchen klagen, ist das

Rennen um die besten Köpfe auch für die

kleineren und mittleren Firmen von immer

größerer Relevanz. So kommt der Vereinbarkeit

von Familie und Beruf eine immer wichtigere

Rolle zu – waren es vor einem Jahrzehnt

noch das Gehalt oder vielleicht auch

der Dienstwagen, so spielen heute die

sichere Betreuung der Kleinkinder, die familienfreundlichen

Arbeitszeiten und eine entsprechende

Flexibilität des Arbeitgebers –

etwa bei der Telearbeit – eine immer grö -

ßere Rolle bei der Entscheidung für ein

Unternehmen. Eine Entwicklung, der sich

gerade inhabergeführte Familienbetriebe

mit Erfolg stellen.

Beim Blick auf die Wirtschaftsstruktur

liegt das produzierende Gewerbe in der Einzelbetrachtung

vorn. Hier arbeiten etwa

42 000 Beschäftigte, die übrigen Branchen

aus Dienstleistungen, Handel, Gastgewerbe

und Verkehr kommen zusammen auf rund

66 000 Mitarbeiter, wobei der Gesundheitswirtschaft

eine besondere Rolle zukommt.

Beim produzierenden Gewerbe macht die

bunte Mischung den Erfolg aus: Im Süd- wie

im Nordkreis finden sich Betriebe der Nahrungsmittelindustrie,

in denen sowohl Wurst

und Fleisch als auch, wie etwa in Hilter und

Fortsetzung Seite 48 unten


W i r t s c h a f t

Mit rund 1300 Mit -

arbeiterinnen und Mit -

arbeitern gehört die

Georgs marienhütte

GmbH zu den größten

Arbeit gebern in der

Region.

Auf einen Blick

Gründungsjahr: 1856

Mitarbeiter: rund 1300

Leistungsspektrum:

– Qualitäts- und

– Edelbaustahl

in Form von

– Rohstahl,

– Stabstahl und

– Blankstahl

Georgsmarienhütte

GmbH

Neue Hüttenstraße 1

49124 Georgsmarienhütte

Fon: 05401 39-0

www.gmh.de

info@gmh.de

Georgsmarienhütte GmbH –

Stahl ist unser Antrieb

Egal, wo Sie sich in ein Auto setzen, Sie können

gewiss sein, dass ein Stück Heimat mitfährt.

Denn in fast jedem Pkw auf den Straßen steckt

Stahl aus Georgsmarienhütte. Weltweit setzt er

Energie in Leistung um und bietet durch seine

hohe Qualität das höchste Maß an Sicherheit.

Schade nur: Zu sehen ist der Stahl von außen

meistens nicht. Insbesondere bei der Automobil -

industrie liegen die sicherheitsrelevanten Bau -

teile unterhalb des Blechs – und das produziert

die Georgsmarienhütte GmbH eben nicht.

Die Georgsmarienhütte GmbH zählt zu den

führenden europäischen Anbietern für Stabstahl,

Halbzeug und Blankstahl aus Qualitäts- und

Edel baustählen. Mit rund 1300 Mitarbeiterinnen

und Mitarbeitern gehört es zu den größten

Arbeitgebern der Region. Stahl aus Georgs -

marienhütte wird überall dort eingesetzt, wo die

Belastung am größten ist, wo Kraft erzeugt oder

übertragen wird und wo es auf sicheren und

verschleißfesten Betrieb ankommt: Die Kunden

verarbeiten den Stahl zu Motor-, Getriebe-,

Fahrwerks- und Lenkungsteilen, zu Kugel- und

Flanschlagern sowie zu Stabilisatoren.

Im Gleichstrom-Elektro -

lichtbogenofen kommt

für die Stahlerzeugung

ausschließlich aufbe -

reiteter, sortierter Stahl -

schrott zum Einsatz.

Rund 80 Prozent ihres Stahls liefert die

Georgsmarienhütte GmbH heute der internationalen

Automobilindustrie und ihren Zulieferern.

Darüber hinaus kommt der Stahl für Ketten,

Maschinenbauteile und Hydraulikkomponenten

zum Einsatz.

Die Georgsmarienhütte GmbH ist eines der

modernsten Stahlwerke Europas und zählt zu

den Technologieführern seiner Branche. Hier

kommt für die Stahlerzeugung ausschließlich

aufbereiteter, sortierter Stahlschrott zum Einsatz.

Mit dem Gleichstrom-Elektrolichtbogenofen setzt

das Unternehmen seit Jahren Maßstäbe für eine

umweltgerechte Stahlerzeugung.

47


Auf einen Blick

Gründungsjahr: 1868

Mitarbeiter: 100

Leistungsspektrum:

– Druckproduktion

(Bogendruck)

– Beratung zur Print -

kommunikation

– Lettershop/Logistik

– Kataloge

– Magazine

– Broschüren

– Prospekte

– Mailings

FROMM – weil persönlich einzigartig ist.

Klar, das Druck- und Verlagshaus FROMM ist

auch eine Druckerei. Und als Druckerei in Osna -

brück für die Produktion von Drucksachen wie

Katalogen und Broschüren seit über 145 Jahren

etabliert. Aber FROMM ist auch mehr: Ihr Partner

für den gesamten Prozess von der Idee für eine

Drucksache bis zur Auslieferung. 145 Jahre

Geschichte schafft man nur, wenn man bei

jedem Projekt all seine Beratungskompetenz

in die Waagschale wirft. Und die schätzen

FROMM-Kunden ganz besonders.

Druck- und Verlagshaus

FROMM GmbH & Co. KG

Breiter Gang 10–16

49074 Osnabrück

Fon: 0541 310-333

www.fromm-os.de

druckhaus@fromm.de

Dissen, Margarine und Feinkostsalate produziert

werden. Die Lebensmittelmarken aus

dem Osnabrücker Land sind bundesweit

bekannt und es dürfte kaum einen deutschen

Supermarktkunden geben, der noch

kein Produkt aus dem Osnabrücker Land

aus dem Kühlregal in seinen Einkaufswagen

gelegt hat. Grundlage für diese breit auf -

gestellte Lebensmittelindustrie ist eine leis -

tungsstarke Landwirtschaft, deren Bauernhöfe

gleichermaßen von modernen Produktionsmethoden

wie von nicht selten jahrhundertelanger

Familientradition geprägt sind.

Neben dem produzierenden Gewerbe

stützt sich die Wirtschaftskraft der Region

weiterhin auf viele andere Branchen wie die

Metallverarbeitung, besonders im Stahlwerk

in Georgsmarienhütte, die Holzverarbeitung

oder die Herstellung von Pappe und Tapeten

oder auch von Möbeln. Und die vielen

Zulieferer für die Automobilindustrie haben

das schmerzliche Ende des traditions -

reichen Autobauers Karmann in Osnabrück

und den geglückten Übergang auf das heutige

Volkswagenwerk Osnabrück gut überstanden.

Ein Wirtschaftsfaktor von ständig

steigender Bedeutung ist im vergangenen

Jahrzehnt der Tourismus im Osnabrücker

Land geworden. Neben den alteingeses -

senen Heilbädern im Südkreis wie Bad

Rothenfelde oder Bad Iburg kann inzwischen

auch der nördliche Landkreis beispielsweise

mit seinen Angeboten im Rad -

tourismus wachsende Touristenzahlen verbuchen.

Wie bei der gesunden Ernährung macht

also auch bei der gesunden Wirtschaft im

Osnabrücker Land die richtige Mischung

den nachhaltigen Erfolg aus. Und wie bei

der Ernährung gilt auch bei der wirtschaft -

lichen Entwicklung unsere ausdrückliche

Nicht-Expertenmeinung von der Bedeutung

des Spaß-Faktors: Wenn den Beschäftigten

ihre Arbeit Spaß und den Unternehmern

deshalb die Entwicklung ihrer Firmen

Freude macht, dann kann sich die gesamte

Region einer gedeihlichen wirtschaftlichen

Entwicklung sicher sein.

48


W i r t s c h a f t

Gewürze und Kräuter machen beim Essen oft den

entscheidenden Unterschied aus: Mit Gewürzen aus

dem Hause FUCHS erhalten Sie beste Qualität.

FUCHS Unternehmensgruppe

Was wäre ein Steak ohne Pfeffer oder ein Apfelkuchen

ohne Zimt? Gewürze sind das i-Tüpfelchen

beim Essen, sie kitzeln den Gaumen und

verführen die Sinne.

Europas größter Gewürzhersteller hat im

niedersächsischen Dissen seinen Ursprung. Von

dort aus hat sich die Firma, 1952 von Dieter

Fuchs aus einfachen Anfängen heraus gegründet,

zu einem weltweit agierenden Global Player

und einem maßgeblichen Anbieter für Gewürz -

produkte und Feinkostspezialitäten entwickelt.

Heute gehört die FUCHS Gruppe zu den inter -

national aufgestellten, führenden Unternehmen

ihrer Branche.

Weltweit steht der Name FUCHS seit Jahrzehnten

für Qualität und Vielfalt. FUCHS zeigt

sich einem kompromisslosen Qualitätsver -

sprechen verpflichtet, von den Rohwaren bis zu

den fertigen Erzeugnissen.

Ein besonderes Augenmerk legt die Firma

auf die Entwicklung neuer Konzepte und Produktideen.

Um diesem Anspruch gerecht zu

werden, setzt die FUCHS Gruppe höchste Maßstäbe

in Grundlagenforschung, Technik, Service

und natürlich in Qualität. Dies zeigt sich auch an

der neuen Range FUCHS Gewürzuniversum.

Dieses Sortiment bietet exklusive Gewürze und

Würzkompositionen im praktischen Kleinformat.

Bereits seit über 60 Jahren – und auch in

der Zukunft – steht der Name FUCHS für Güte

FUCHS-Gewürze heißt:

Gewürze in ihrer ganzen

Vielfalt erleben

Auf einen Blick

Gründungsjahr: 1952

Mitarbeiter: 2800

Herstellungsbetriebe:

Dissen a.T.W.

(Niedersachsen),

Schönbrunn (Thüringen),

weitere Betriebe in

Europa, Nord- und

Südamerika und Asien

Produkte:

Gewürze und Feinkost

Fuchs Gewürze GmbH

Industriestraße 25

49201 Dissen a.T.W.

Fon: 05421 309-0

www.fuchs.de

info@fuchs-gewuerze.de

Die neue Range FUCHS

Gewürzuniversum bietet

exklusive Gewürze und

Würzkompositionen im

praktischen Kleinformat.

und Genuss, genauso wie für Zuverlässigkeit

und Verantwortung. Dies zeigt das Unternehmen

durch sein Bekenntnis zum Standort Deutschland,

so auch mit der Firmenzentrale im niedersächsischen

Dissen. FUCHS stellt sich bewusst

seiner Verpflichtung gegenüber der Gesellschaft,

der Umwelt, den Geschäftspartnern und Lieferanten

sowie den weltweit mehr als 2800 Mit -

arbeitern. Ein elementarer Teil der Firmenpolitik

ist außerdem die qualifizierte Betreuung und

Förderung junger Nachwuchskräfte sowie die

Weiterbildung und Schulung der Beschäftigten.

49


Goodfoodmood – Wohl -

fühlambiente am Tisch

50

Duni liefert Wohlfühlatmosphäre –

Tafelträume made in Bramsche

Wo gegessen und getrunken wird, da kommen

Menschen zusammen, es entstehen harmonische

Momente, die in Erinnerung bleiben. Eine

ideenreiche Dekoration unterstreicht diesen

Moment, macht ihn zum Erlebnis für alle Sinne,

das Auge isst mit. Duni versteht sich als Lieferant

von Ideen und Inspirationen, um bei den Gästen

immer neu Vorfreude, Anziehungskraft, Über -

raschung und Begeisterung zu erzeugen. So

entsteht das perfekte Wohlfühlambiente – Duni

nennt das den Goodfoodmood.

Duni’s neue Vision lautet: „Wir wollen der weltweit

attraktivste Anbieter inspirierender Tischkonzepte

und kreativer Take-Away-Lösungen sein.

Gutes Essen, gut gelaunte Menschen und die

richtige Atmosphäre stehen für uns im Vordergrund

– bei jeder Gelegenheit, wo gegessen und

getrunken wird, wollen wir Wohlfühlambiente –

Goodfoodmood – schaffen.“

Was auch immer die Herausforderungen

rund um das Essen und Trinken sind, sei es zu

Hause, im Restaurant, Hotel oder im wachsenden

To-Go-Geschäft – Duni hilft mit Ideen und

praktischen sowie zeitsparenden Lösungen für

die verschiedensten Anlässe. Ob Serviette, Läufer

oder Tischdecke, einfarbig oder mit Motiven, ob

Kerze, Accessoires oder Geschenkpapier – alles

passt zusammen, alles harmoniert, alles ist

durchdacht und superpraktisch. „Tischlein deck

dich!“ möchte man rufen.

Dabei ist viel Know-how gefragt. Passgenaue

Drucke auf weichen Materialien herzustellen,

fordert den fast 1000 Mitarbeitern in Bramsche

einiges ab – Wissen, Erfahrung und Kreativität im

Umgang mit modernster Technik. Entsprechend

viel Wert legt Duni deshalb auf die Ausbildung

eigener Spezialisten. Das gilt für die Druckvorstufe,

Medientechnologen und weitere Berufsbilder gleichermaßen.

Moderne Grafikprogramme und Hochgeschwindigkeits-Druckmaschinen

verlangen kreative

Mediengestalter und souveräne Drucker mit

dem sensiblen Händchen für den anspruchsvollen

Flexodruck. Nicht zuletzt aus diesem Grund engagiert

sich Duni als zukunftsweisender Arbeit geber

in den Ausbildungsgremien der Industrie- und

Handelskammer Osnabrück-Ems land. Neben Tisch -

dekor-Konzepten und Geschenk papier bietet Duni

schicke To-Go-Ver packungs lösungen an, die Einmal-Pflegeserie

„Duniwell“ verspricht sanfte Streicheleinheiten

für das gepflegte Äußere.


W i r t s c h a f t

Konfektionierung der

Rohware in zum Beispiel

Servietten – am Firmen -

sitz in Bramsche

Auf einen Blick

Gründungsjahr:

1958 in Hamburg,

seit 1972 in Bramsche

Mitarbeiter:

fast 1000 am Standort

Bramsche,

2100 im Konzern

Gerade auf der Suche nach umweltfreund -

lichen Lösungen für Tisch und Tafel sind Kunden

bei Duni genau richtig: In der Tat unterstreichen

stilvolle Produkte den Wohlfühlfaktor jeder Mahlzeit.

Umso wichtiger dabei, den Nachhaltigkeits -

aspekt nicht aus den Augen zu lassen. Atmo -

sphäre schaffen, mit gutem Gewissen – dafür

steht Duni und hat keine Kosten und Mühen

gescheut, eine breite Auswahl an Produkten

kompostierbar zu machen. Das OK Compost

Siegel bestätigt nunmehr das erste und einzige

Duni-Komplettsortiment kompostierbarer Uni -

farben, erste Motivserien sind auch bereits kompostierbar.

Mit Duni geben Gastgeber, ob zu

Hause oder im Restaurant, ihren Gästen das

klare Signal, dass ihnen genau wie Duni Qualität,

Sicherheit, Umwelt und verantwortungsvolles

Wirtschaften am Herzen liegen.

Fast wie in der Mode spielen im Tischdekor

Farbe und Design eine wichtige Rolle. Kein Wunder

also, dass sich Duni’s Designer vor jeder

neuen Kollektion intensiv mit Lifestyle, Trend und

Zeitgeist auseinandersetzen. So entstehen die

Entwürfe, kleine Kunstwerke, die später auf flauschigem

Zellstoff gebannt werden. Hochzeit und

Geburtstag, Valentins- und Muttertag, Weihnach-

ten und Ostern: Es gibt viele Anlässe, die alle

eines gemeinsam haben: den schön gedeckten

Tisch und darauf liebevoll verpackte Geschenke.

Kurz gesagt: Duni liefert Wohlfühlatmosphäre,

Duni liefert Goodfoodmood.

Leistungsspektrum:

führender Anbieter

attraktiver und prak -

tischer Produkte für

Tischdekoration und

Take-Away,

in Mittel- und Nord -

europa Marktführer,

an der NASDAQ OMX

Stockholm notiert

Vertrieb:

in 40 Länder

Standorte:

Malmö, Schweden

(Konzernzentrale),

Produktionsstandorte

in Schweden, Deutsch -

land und Polen

Duni GmbH

Robert-Bosch-Straße 4

49565 Bramsche

Fon: 05461 82-0

www.duni.de

info@duni.de

Moderne Lagerlogistik

51


apetito bietet Vielfalt

mit gesunden Zutaten.

Auf einen Blick

Gründungsjahr: 1966

Mitarbeiter: rund 320

Leistungsspektrum:

Produktion moderner

Tiefkühl-Convenience-

Produkte für Groß -

verbraucher und Handel

apetito in Hilter – spezialisiert auf Tiefkühl -

produkte für den Lebensmitteleinzelhandel

Seit dem Zusammenschluss mit hansa im Jahr

2001 hat sich apetito am Produktionsstandort

Hilter auf Tiefkühlprodukte für Endverbraucher

und Großverbraucher spezialisiert. Dazu zählen

Tiefkühl-Komplettgerichte, Teilfertiggerichte, Pfann -

kuchen und Omelettes für den Lebensmittel -

einzelhandel, den Fachgroßhandel, die Systemgastronomie

und für Heimdienste.

Auch die Produktlinien, die apetito seit einigen

Jahren unter eigener Marke im Lebensmittel -

einzelhandel anbietet, werden in Hilter von rund

320 engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern

produziert.

Kreative Pfannengerichte, internationale Spezialitäten

oder Süßes aus dem Ofen – apetito

genießen heißt ausgewogen genießen, mit ge -

sunden Zutaten, einer sorgfältigen Zubereitung

und der großen apetito Vielfalt.

apetito convenience

AG & Co. KG

i. V. apetito convenience

Treuhand GmbH

Münsterstraße 9–15

49176 Hilter a.T.W.

Fon: 05424 236-0

www.apetito.de

info@apetito.de

Der Firmensitz

in Hilter a.T.W.

52


W i r t s c h a f t

Auf einen Blick

Gründungsjahr: 1921

Mitarbeiter: 550

Geschäftsführung:

Frau Stefanie Breun

Herr Guido Maßmann

Herr Bernhard Loch

Geschäftstätigkeit:

Entwicklung, Produktion

und Vertrieb von

– Naturgewürzen und

Gewürzmischungen

– Marinaden und

Dressings

– Zusatzstoffen für die

Lebensmittelindustrie

AVO-Werke

August Beisse GmbH

Industriestraße 7

49191 Belm

Fon: 05406 508-0

www.avo.de

info@avo.de

AVO-Werke August Beisse GmbH

Als im Jahr 1921 der Unternehmensgründer und

Namensgeber das Unternehmen August Vodegel

Osnabrück gründete, konnte keiner erahnen,

welch erfolgreichen Weg das Unternehmen einschlagen

würde. Mehr als 90 Jahre später ist

AVO führender Gewürzspezialist in Deutschland

und Europa. In der Veredelung und Verarbeitung

von Naturgewürzen und Gewürzmischungen,

der Entwicklung und Herstellung von Flüssig -

würzungen wie Marinaden oder Würzsoßen

sowie dem Vertrieb hochwertiger Zusatzstoffe

für die Lebensmittelproduktion liegt die Kernkompetenz

des Unternehmens. Die Vielzahl an

innovativen und kundenindividuellen Produkten

zeigt sich in dem aktuell mehr als 5000 Artikel

umfassenden Sortiment.

Entscheidend für die positive Entwicklung ist

die hohe Kompetenz rund um den guten

Geschmack, dem Gespür für Trends und vor

allem die absolute Kundenorientierung, die in

dem Unternehmen gelebt wird. Seitdem AVO im

Jahr 1969 von Osnabrück an den heutigen

Unternehmenssitz nach Belm zog, wurden

dauer haft Investitionen getätigt. Allein seit dem

Jahrtausendwechsel flossen hohe zweistellige

Millionenbeträge in die Modernisierung und

Kapazitätserweiterungen der Produktions anlagen

sowie der Logistik.

Der AVO-Mühlenturm in

Belm ist weithin sichtbar.

Automatisches Verwie gen:

Misch- und Dosiersystem

Heute verfügt AVO in seinem Bereich über

modernste Produktionsanlagen in Europa. All

das ist notwendig, da AVO als Partner der nationalen

und internationalen Lebensmittel industrie,

des Lebensmittelhandels und des Handwerks

den wachsenden Anforderungen an Geschmack

und Technologie gerecht werden muss. Neben

dem Stammhaus in Belm betreibt AVO daher

eigene Vertriebsgesellschaften in Frankreich und

Polen und ist darüber hinaus als Handelspartner

in allen wichtigen Exportmärkten tätig.

Als Unternehmen, dessen Angebot in enger

Verbindung mit Lebensmitteln steht, legt AVO

auf die Qualitäts- und Produktionssicherheit

besonderen Wert. Daher entspricht AVO allen

Anforderungen und ist nach den höchsten Qualitätsstandards

zertifiziert.

Dass der Einsatz bei den Kunden geschätzt

wird, zeigt unter anderem die Auszeichnung mit

dem „Best Image Award Gewürze“ aus dem Jahr

2014 im Bereich der Deutschen Fleischwaren -

industrie.

53


RWE Deutschland AG –

Der Energieversorger in der Region

RWE geht mit Tradition und Know-how in die

Zukunft. Seit mehr als einem Jahrhundert sorgt

das Unternehmen im Osnabrücker Land und

darüber hinaus für die nötige und richtige Energie

in der Region.

Die Mitarbeiter kennen das Netz wie ihre

eigene Westentasche. Sie achten auf die zuverlässige

Verteilung und den Transport von Strom

und Gas sowie das technische Management von

Netzen und Netzanschlüssen.

Die Natur setzt auf viele kleine Netze – RWE

auch. Viele kleine Teile bilden dabei das große

Ganze. Regionale Einheiten sind miteinander vernetzt

und in den RWE-Konzern eingebunden. Der

Vorteil: ein reger Erfahrungsaustausch und effi -

zienter Mitarbeitereinsatz durch überregionale,

vo raus schauende Baumaßnahmen und moderne

War tungskonzepte. So sorgt das Unternehmen

heute und in der Zukunft für eine sichere und zu -

ver läs sige sowie wirtschaftliche Energieve r sor gung.

Die Energiewende ist eine Herausforderung.

Sie braucht technische Innovationen und vielfäl -

tige Kooperationen von regional bis international.

RWE ist Partner der Region für die Energie -

wende. Das Unternehmen ist mit seinen Mitarbeitern

da, wo tagtäglich Energiewende stattfindet.

Ging es früher um die am Kunden verbrauch orientierte

Bereitstellung von zentraler Kraftwerksenergie,

so integriert RWE in Deutschland derzeit

bereits mehr als 300 000 erneuer bare Energie-

Anlagen in ein nachhaltiges Versorgungskonzept.

Um Erzeugung und Verbrauch im notwendigen

Gleichgewicht zu halten, müssen die Netze mit

Informations- und Kommuni kationstechnologie

sowie innovativen Betriebsmitteln flexibler und

leistungsfähiger gemacht werden.

Erfolgreiche Beispiele sind die unter „Smart

Stations“ zusammengefassten Energiewende-

Projekte im Osnabrücker Land und der angrenzenden

Region. Eine Schlüsselrolle der Energiewende

wird die Einbindung von Speicherlösungen

einnehmen. In Forschungsprojekten testet

RWE den Einsatz von Energiespeichern im

Privathaushalt oder dem Stromverteilnetz.

Dabei geht es zumeist um eine kurzfristige

Speicherung – oft nur für wenige Stunden. Es

sind aber auch langfristige Speicherlösungen

erforderlich. Hierzu liefert das Demonstrations -

projekt „Power to Gas“ in Ibbenbüren konkrete

Erkenntnisse.

Modern und in der Nähe

der Kunden – der Sitz in

Osnabrück

54


W i r t s c h a f t

Auf einen Blick

Gründungsjahr: 1898

Mitarbeiter:

rund 20 000

Leistungsspektrum:

–Strom

–Gas

– Wasser

– Dienstleistungen

Stromnetz:

331 000 Kilometer

143 Terrawattstunden

Gasnetz:

47 800 Kilometer

71 Terrawattstunden

Mit RWE die Umwelt schützen und Geld sparen:

Der Umwelt- und Klimaschutz gehört bei

RWE unweigerlich zur Energieversorgung dazu.

Das Thema Energieeffizienz steht im Mittelpunkt

der Beratungsleistung des Unternehmens. RWE

steht für einen sinnvollen Umgang mit begrenzt

vorhandenen Ressourcen und bietet ihren Kunden

viele praxisnahe Vorschläge, die es leichter

machen, den Energieverbrauch zu senken.

Gemeinsam mit engagierten Mitarbeitern,

Partnern aus Wissenschaft und Industrie sowie mit

attrak tiven Angeboten und innovativen Lösungen

geht RWE vorweg und gestaltet die Energiewende.

RWE Deutschland bietet

Versorgungssicherheit

für rund 8 Millionen

Kunden.

Aus der Region – für die Region: Die Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter der RWE Deutschland Gruppe engagieren

sich mit gebündeltem Know-how, langjähriger

Erfahrung, innovativer Technik und viel persönlicher

Nähe für eine reibungslose Energieversorgung –

Tag für Tag, rund um die Uhr.

Wassernetz:

9100 Kilometer

150 Millionen Kubikmeter

RWE Deutschland

in Osnabrück

Goethering 23–29

49074 Osnabrück

Fon: 0541 316-01

www.rwe.com

info@rwe.com

55


Auf einen Blick

Gründungsjahr: 1983

Mitarbeiter: 650

Leistungsspektrum:

Wintergärten

Terrassendächer

Glas-Faltwände

Balkonverglasungen

Horizontal-Schiebe-Wände

cero (Das Innenaußen)

Solarlux steht für individuelle

Lösungen aus

Glas, die die Lebens -

qualität steigern und

dem Wohngefühl einen

neuen Impuls geben.

Ob Glas-Faltwände,

Wintergärten oder

Terras sendächer – für

alle Produkte gelten

höchste Ansprüche!

Einsatzbereiche:

Poolverglasung

Geschäftseingänge

Raumteiler

öffentliche Gebäude

Stadionverglasung

Balkone und Fassaden

Internationale

Standorte:

Frankreich

Großbritan nien

Kuwait

Nieder lande

Österreich

Schweden

Schweiz

Spanien

USA

Solarlux-Aluminium

Systeme GmbH

Industriepark 1

49326 Melle

www.solarlux.de

info@solarlux.de

Solarlux – ein Familienunternehmen mit Tradition

Seit mehr als 30 Jahren steht Solarlux für aus -

gezeichnete Qualität in der Herstellung von Glas-

Faltwänden, Wintergärten und Fassadenlösungen.

Weltweit überzeugt das Unternehmen mit

individuellen Lösungen aus Glas und innovativen

Designmöglichkeiten. Mit 650 Mitarbeiterinnen

und Mitarbeitern ist Solarlux in mehr als 50 Ländern

aktiv und gehört weltweit zu den führenden

Systemanbietern. Dabei versteht sich das Familien -

unternehmen als ständiger Begleiter: Ein dichtes

Netz an zertifizierten Fachhändlern sorgt für die

bestmögliche Unterstützung während des ge -

samten Bauprojektes. Architekten, Bauherren und

Hand werksbetriebe und natürlich auch Privat -

kunden und Wohnungsunternehmen erhalten bei

Solarlux optimalen Service – von der Idee bis zur

Schlüsselübergabe.

Sämtliche Produkte werden in den firmen -

eigenen Produktionshallen in der Nähe von

Osna brück produziert. Jedes einzelne System

besteht ausschließlich aus hochwertigen Aluminium-

oder Holz-/Aluminium-Profilen. Unabhängige

Institute garantieren mit laufenden Prüfungen die

erstklassige Verarbeitungs- und Werkstoffqualität

„made in Germany“. Sorgfältige Produktionsprozesse

und maximale Präzision sichern höchste

Qualitätsansprüche und Produkte auf Spitzen -

niveau. Wichtige Designpreise wie der „red dot“

oder der „iF Award“ und Prüfzeugnisse renommierter

Prüfinstitute bestätigen diesen hohen

Anspruch an Qualität und Design. Allein in

Deutschland gibt es mehr als 70 Solarlux-Ausstellungen.

Auch der Firmensitz steht Privat- und

Geschäftskunden jederzeit offen: Exklusive Lö sun -

gen für Wintergärten, Terrassendächer, Glas-Faltwände,

Geschäftseingänge und Fassadenlösungen

sind hier hautnah er leb bar.

Gute Ideen brauchen kluge Köpfe: Bei

Solarlux sind nicht nur die maßgeschneiderten

Produkte ein Unikat. Charakterstarke und ideenreiche

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen

täglich hinter dem Erfolg des Unternehmens.

Fachhandelspartner und Kunden schätzen eine

offene und ehrliche Kommunikation auf Augenhöhe.

Solarlux zeigt: Höchste Qualitäts- und

Designansprüche können mit Bodenständigkeit

und echter Leidenschaft für die Produkte vereint

werden.

Generationsübergreifende Unternehmensführung:

Herbert und Stefan Holtgreife

56


W i r t s c h a f t

Auf einen Blick

Gründungsjahr: 1948

Mitarbeiter: ca. 550

Produktspektrum:

– Qualitätsfederkerne

für Matratzen und

Polstermöbel:

– Taschenfederkerne

– Bonnellfederkerne

– Leichtfederkerne

– Wellenfedern

– Eigene Draht -

produktion

– Herstellung von

Maschinenersatzteilen

Standorte:

– Bad Essen:

– AGRO Holding

– AGRO International

– AGRO Steel Wire

– AGRO Tooling

Systems

– Posen/Polen:

– Herkules

AGRO Holding

Senfdamm 21

49152 Bad Essen

Fon: 05472 9420-0

info@agro.eu

www.agro.eu

AGRO Holding

Man sieht sie nicht – und doch sind die Kern -

produkte der AGRO-Familie rund um den Globus

allgegenwärtig: Denn Federkerne sorgen als

flexi bles Innenleben der gleichnamigen Matratzen

weltweit für gesunden Schlaf – und erfreuen

sich nicht zuletzt aufgrund des Boxspring-Betts

auch in Deutschland steigender Beliebtheit.

Seit der Gründung im Jahr 1948 hat sich

AGRO zu einem der weltweit führenden Her -

steller von Federkernen für die Matratzen- und

Polstermöbelindustrie entwickelt. Dabei ver -

binden sich unter dem Dach der AGRO die

Erfahrung und die Werte des traditionellen mittel -

ständischen Familienbetriebs mit dem zu kunfts -

gerichteten Denken und Handeln einer inter -

national erfolgreich agierenden Unter nehmens -

familie. Neben den Federkernen pro duziert

AGRO heute auch Draht und Maschinenersatzteile.

Dies bietet gruppenintern eine optimale

Basis für Unabhängigkeit und Zuverlässigkeit,

bereichert aber gleichzeitig auch das Port folio

für branchenfremde Kunden.

Qualität, Produktvielfalt, Service und Nachhaltigkeit

sind Grundpfeiler des Erfolgs. Hoch -

moderne Produktions- und Logistikanlagen

sorgen für eine effiziente Produktion und

Aus lie ferung. Rund acht Millionen Federkerne

ver lassen derzeit jährlich das Bad Essener

Werk. 85 Prozent davon gehen in den Export –

vor allem in andere europäische Länder, zunehmend

aber auch nach Übersee.

Entsprechend steht AGRO als Arbeitgeber

für Technik und Internationalität, aber auch für

flache Hierarchien sowie eine persönliche und

werteorientierte Unternehmenskultur. Als Aus -

bildungsbetrieb bietet die AGRO-Familie Aus -

bildungsplätze in zurzeit sechs verschiedenen

Berufen an. Die Faszination Federkern – sie

eröffnet vielfältige Entwicklungsperspektiven.

Qualität im Fokus: Neben der Zertifizierung durch un -

abhängige Institutionen testet AGRO seine Federkerne

auch im eigenen Prüflabor – unter anderem auf Dauer -

haltbarkeit.

57


Indasia Gewürzwerk GmbH

1949 gegründet, steht das Unternehmen Indasia

nunmehr seit über 65 Jahren für qualitativ hochwertige

Gewürze und Zutaten und bereichert

so tagtäglich vielfältige Speisen und Gerichte.

Neben der stetigen Weiterentwicklung auserlesener

Produkte legt Indasia von jeher großen Wert

auf umfassende, bedarfsgerechte Beratungsund

Servicequalität zu allseitigem Nutzen.

Modernste Prozesstechniken, wie zum Beispiel

Stickstoffvermahlung zur optimalen Aromaversiegelung,

Hochleistungsmischer, Aromaschutzbeutelanlagen

und Verwiegetechniken fanden

bereits frühzeitig Einzug in die Produktion

der Firma Indasia und werden stets auf dem

aktuellsten Stand gehalten.

So produziert das Unternehmen im Werk in

Georgs marienhütte mittlerweile auf 25 000 Quadratmetern

jährlich über 13 000 Tonnen quali -

tativ hochwertiger Gewürzmischungen, Roh -

gewürze, Gewürzmarinaden und technische

Additive.

Kunden aus Fleischwarenindustrie, Fleischerhandwerk,

allgemeiner Lebensmittelindustrie,

Fischindustrie, Molkereiindustrie und Handel

schätzen die Verbindung aus hoher Qualität,

Flexibilität und einzigartigem Service.

Mit den Marinaden und Gewürzen von Indasia lassen

sich Fleisch, Fisch und auch Beilagen zu herrlichen

Spezialitäten veredeln – passend zur jeweiligen Saison.

Der Firmensitz in

Georgsmarienhütte

Auf einen Blick

Gründungsjahr: 1949

Mitarbeiter: rund 180

Leistungsspektrum:

– Rohgewürze

– Gewürzmischungen

– Marinaden

– Dips

– technologische

Additive und

Gütezusätze

Indasia Gewürzwerk

GmbH

Malberger Straße 19

49124 Georgsmarienhütte

Fon: 05401 337-0

www.indasia.com

info@indasia.de

58


W i r t s c h a f t

RICHERT. Die Fenster -

gruppe: Groß in der

Kompetenz. 60 Jahre.

3 Millionen Fenster.

200 Spezialisten.

Auf einen Blick

Gründungsjahr: 1948

Mitarbeiter:

in allen Unternehmen

200 Beschäftigte

Ausbildungsberufe:

– Industriekaufleute

– Informatikkaufleute

– Maschinen- und

Anlagenführer

– Holzingenieur/-in

Fensterbau

RICHERT. Die Fenstergruppe

RICHERT zählt zu den führenden Fachbetrieben

in der energetischen Fenstermodernisierung von

Großobjekten in der Wohnungswirtschaft.

Mit mehr als 60 Jahren Erfahrung und als mittelständisches,

familiengeführtes Unternehmen bietet

RICHERT flexible und engagierte Mitarbeiter,

die sich persönlich für ihre Kunden einsetzen.

Traditionelle Werte wie höchste Zuverlässigkeit,

Leistungsbereitschaft und Qualität verbunden

mit modernster Fenster-, Fertigungs- und Mon -

tagetechnik – dafür steht der Name RICHERT

seit der Gründung. Mit dieser Einstellung ist der

Spezialist von einem kleinen Handwerksbetrieb

zu der bekannten Fenstergruppe gewachsen.

Schon immer konnte man sich darauf verlassen,

dass mit RICHERT alles reibungslos läuft – bis

heute wurden rund drei Millionen Fensterein -

heiten produziert und bundesweit montiert.

Fenster ist nicht gleich

Fenster. Es kommt auf

die Technik und Kons -

truk tion an. RICHERT

setzt bei den Bau ele -

men ten der Fenster und

Türen konsequent auf

Markenprodukte, die

optimal miteinander

harmonieren.

Leistungsspektrum:

Fach betrieb in der

energetischen Fenster -

modernisierung von

Großobjekten in der

Wohnungswirtschaft

– Fenster und Zubehör

– computergestützte

Fertigung

– bundesweite Montage

– professionelle Logistik

– eigene Projektierung

– Kundendienst

und Qualität

– Mietermanagement

– umweltbewusst und

nachhaltig

Produktionsleistung

pro Jahr:

80 000 Fenstereinheiten

Richert-Gruppe GmbH

Robert-Bosch-Straße 8

49134 Wallenhorst

Fon: 05407 855-0

www.richert-gruppe.com

info@richert-gruppe.com

59


Über 50 Fahrzeuge der

AWIGO bzw. ihrer Tochter -

unternehmen sind täglich

für die operative Abfuhr

der Abfälle im Landkreis

Osnabrück unterwegs.

Auf einen Blick

Gründungsjahr: 2001

Mitarbeiter:

245 (inkl. Teilzeitkräfte

und Mitarbeiter der

Tochtergesellschaften)

Leistungsspektrum:

– Abfallentsorgung

und -verwertung

– Abfallberatung

Standorte:

landkreisweit

6 Recyclinghöfe,

31 Grünplätze und

1 Verwaltungssitz

AWIGO Abfallwirtschaft

Landkreis Osnabrück

GmbH

Niedersachsenstraße 19

49124 Georgsmarienhütte

Fon: 05401 3655-55

www.awigo. de

info@awigo.de

AWIGO – Ihr Entsorger im Landkreis Osnabrück

Fragen zum Abfall? Dann wenden Sie sich an die

AWIGO. Die mittelbar 100-prozentige Tochter -

gesellschaft des Landkreises organisiert die

Abfallentsorgung für die rund 355 000 Einwohner

und auch für zahlreiche Gewerbebetriebe

im Kreisgebiet. Darüber hinaus berät sie ihre

Kunden zur umweltgerechten Vermeidung,

Besei tigung und Verwertung von Abfall.

Mit der Planung aller Abfuhrtermine schafft die

AWIGO einen verlässlichen Rahmen. Die opera -

tive Abfuhr erfolgt durch ihre beiden Tochter -

gesellschaften, die AWIGO LOGISTIK und die

REGOS. Zusätzlich werden diverse Abholdienste

für Elektronikschrott oder Ähnliches angeboten.

Täglich sind damit insgesamt rund 100 Müll -

werker und über 50 Fahrzeuge für ein sauberes

Osnabrücker Land im Einsatz.

Kundenorientierter Service wird großgeschrieben:

Ein Standortnetz mit landkreisweit sechs

Recyclinghöfen und über 30 Grünplätzen bietet

die Möglichkeit, Abfälle zu kundenfreundlichen

Öffnungszeiten und wohnortnah zu entsorgen.

Weiterhin ist das Service Center knapp 65 Stun-

Service vor Ort:

An mehr als 30 Stand -

orten können Privat- und

Gewerbekunden ihre

Abfälle abgeben.

den in der Woche erreichbar. Und auch über die

Webseite www.awigo.de oder die AWIGO-App

stehen Dienstleistungen rund um die Uhr zur

Verfügung.

Abfälle sind echte Wertstoffe. Die AWIGO will

durch deren fachgerechte Entsorgung und Verwertung

im Sinne einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft

zum Klima- und Ressourcenschutz

beitragen. Daher betreibt sie einerseits eine

eigene Aufbereitung für Grünabfälle, die zu Produkten

wie Humus oder Mulch verarbeitet und

als solche wieder verkauft werden können. Andererseits

wird eng mit verschiedenen Verwertern

kooperiert, um möglichst alle gesammelten Wertstoffe

einer ökologisch und ökonomisch sinn -

vollen Wieder- oder Weiterverwertung zuzuführen.

60


W i r t s c h a f t

Auf einen Blick

Gründungsjahr: 1962

Mitarbeiter: ca. 200

Höcker Polytechnik GmbH

Immer eine Idee mehr zu haben und jedem

Kunden mit konsequentem Qualitätsdenken das

beste Produkt zu bieten, ist das Erfolgs -

geheimnis der Höcker Polytechnik GmbH.

Dass dieses einfache, aber auch fordernde

Prinzip funktioniert, zeigt die Entwicklung von

Höcker. Aus dem 1962 gegründeten Unternehmen

in Hilter a.T.W. wurde ein florierendes Technologieunternehmen

mit mehr als 30 Mio. Euro

Umsatz und namhaften Kunden in aller Welt. Ein

dichtes, weltweites Niederlassungs- und Servicenetzwerk

sorgt für kurze Reaktionszeiten und

Kundennähe.

In einem modernen Produktionszentrum entwickeln

und fertigen heute rund 200 Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter Absaug- und Entstaubungsanlagen

für die Holz-, Kunststoff- und

Papierindustrie, Industrieventilatoren, Shredder

für die Wellpappenverarbeitung, Brikettier -

pressen und auch Lackierkabinen oder Spritzstände.

Eines haben alle diese Produkte gemein –

sie werden von erfahrenen Spezialisten er dac ht,

entwickelt und gefertigt.

Hauptsitz von Höcker Polytechnik in Hilter a.T.W.

Und dort, wo seit über 50 Jahren innovative

Produkte entstehen, finden sich – neben einem

modernen Maschinenpark – auch die Arbeitsund

Ausbildungsplätze mit optimalen Zukunftsaussichten.

Ein Blick auf den Stellenmarkt der

Höcker-Webseite www.hoecker-polytechnik.de

kann sich daher durchaus lohnen.

Leistungsspektrum:

– Abfallverdichtungsanlagen

– Absauganlagen

– Bandanlagen

– Ballenpressen

– Brikettierpressen

– Farbnebel -

absaugungen

– Filteranlagen

– Lackierkabinen

– Restholzzerkleinerer

– Shredder

– Steuerungsanlagen

– Ventilatoren

– Zerkleinerungsanlagen

– Zuluftanlagen

– Zyklonabscheider

Höcker Polytechnik

GmbH

Borgloher Straße 1

49176 Hilter a.T.W.

Fon: 05409 405-0

www.hoeckerpolytechnik.de

info@hpt.net

Vacumobil Kompakt -

entstauber im modernen

Höcker-Logistikzentrum

61


Auf einen Blick

Gründungsjahr: 1971

Mitarbeiter: über 100

Niederlassungen:

Bad Oeynhausen, Biele -

feld, Lohne, Münster,

Osna brück sowie ein

bundesweites Netz -

werk an Kooperations -

partnern

INTECON Gruppe

Steuerberatungsgesellschaft

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

„Problemstellungen umfassend betrachten“ lautet

die Maxime bei der INTECON. Zu den Mandanten

gehören mittelständische Unternehmen

jeder Größe, Freiberufler, Handwerksbetriebe

sowie Betriebe der öffentlichen Hand, Kom -

munen, Stiftungen, gemeinnützige Vereine und

Verbände, für die wir Prüfungs- und Beratungs -

leistungen erbringen.

INTECON ist seit über 40 Jahren ein zuverlässiger

und kompetenter Partner des Mittelstands

in Wirtschafts- und Steuerfragen.

INTECON Treuhand

und Wirtschafts bera -

tung GmbH – Steuer -

beratungsgesellschaft

INTECON GmbH

Wirtschaftsprüfungs -

gesellschaft

Parkstraße 40

49080 Osnabrück

Fon: 0541 18193-0

www.intecon.de

info@intecon.de

Auf einen Blick

Gründungsjahr: 1924

Mitarbeiter: 35

Leistungsspektrum:

Steuerberatung, z. B.

– Lohn- und Finanz -

buchhaltung

– Jahresabschlusserstellung

Wirtschaftsprüfung, z. B.

– Jahresabschlussprüfungen

– betriebswirtschaftliche

Sonderprüfungen

Unser tägliches Handeln

ist geprägt von einem

hohen Qualitäts bewusst -

sein – hierbei stehen die

Interessen unserer Man -

danten stets an erster

Stelle.

Wirtschaftsbund GmbH

Steuerberatungs -

gesellschaft

Wohldstraße 6 – 8

49610 Quakenbrück

Fon: 05431 9413-0

www.wirtschaftsbund.de

info@wirtschaftsbund.de

Wirtschaftsbund GmbH

Steuerberatungsgesellschaft

Die Wirtschaftsbund GmbH ist seit mehr als 90

Jahren Ihr zuverlässiger Partner, wenn es um

steuerrechtliche und wirtschaftliche Beratung

geht. Wir betreuen mittelständische Unternehmen

aller Rechtsformen und Branchen, Frei -

berufler und Privatpersonen. Die individuelle

steuerliche, betriebswirtschaftliche und gesellschaftsrechtliche

Betreuung von kleinen und mittelständischen

Unternehmen stellt den Schwerpunkt

unserer Tätigkeit dar. Dabei umfasst unser

Leistungsspektrum alle Bereiche der Steuer -

beratung, Wirtschaftsprüfung und Wirtschafts -

beratung. Neben Steuerberatern mit verschie -

denen Tätigkeitsschwerpunkten ist auch ein

Rechts anwalt mit den Kompetenzschwerpunkten

Gesellschaftsrecht und Erbrecht Teil des Teams.

62


W i r t s c h a f t

Auf einen Blick

Gründungsjahr: 1998

Mitarbeiter: über 100

Ausbildungsberufe:

Zerspanungsmechan

iker/-in, Modellbau -

mechaniker/-in,

Industriemechaniker/-in,

Feinmechaniker/-in,

Fachkraft Metalltechnik,

Produkt desig ner/-in,

Büromanagement

ITH Technik GmbH – Ideen eine Form geben!

Als Team arbeiten, Synergien nutzen, Ziele ge -

meinsam erreichen – diesen Leitsatz hat sich die

ITH Technik GmbH auf die Fahne geschrieben.

Seit 1998 setzen die Spezialisten des Unter -

nehmens in ihrem modernen Firmensitz in Hilter

a.T.W. tagtäglich innovative Ideen in die Praxis

um.

Auf mittlerweile mehr als 5000 Quadrat -

metern Produktions- und Bürofläche werden

sie den wachsenden Anforderungen auf dem

Parkett der automobilen Wertschöpfungskette

gerecht. Über 100 hoch qualifizierte Mitarbeiter

stellen täglich aufs Neue – mit wegweisenden

Technologien für die deutsche und europäische

Automobilindustrie – ihr Können unter Beweis.

Mit höchster Präzision und innerhalb kürzester

Zeit realisieren und fertigen sie nach Kundenvorgaben

Projekte aus den Bereichen Modell-,

Lehren- und Prototypenbau – bis hin zur Größen -

ordnung eines kompletten Pkw.

Leistungsspektrum:

CAD-Konstruktion und

CNC-Program mie rung

Betriebsmittelkonstruk -

tion für die Fertigungs -

bereiche Modellbau,

Lehrenbau, Prototypenund

Vorrichtungsbau

CNC-Fräsen und

CNC-Drehen

Bearbeitung aller gän -

gigen Materia lien wie

z. B. Ureol-Kunstholz,

Lehrenblockmaterial,

Aluminium-Guss, Alu -

minium-Vollmaterial

und Stahl

Modellbau, Lehrenbau

und Prototypenbau

Designmodelle, Daten -

kontrollmodelle, Cubing -

modelle, Kontrolllehren

Messtechnik

Vorrichtungsbau

Schweiß- und Montage -

vorrichtungen

Vom Design

zum Prototypen

ITH Technik GmbH

Dyckerhoffstraße 10

49176 Hilter a.T.W.

Fon: 05424 2346-0

www.ith-gmbh.de

kontakt@ith-gmbh.de

63


Auf einen Blick

Gründungsjahr: 1984

Mitarbeiter: 108

Leistungsspektrum:

Entwicklung und

Produktion intelligenter

Mess-, Regel- und

Verfahrenstechniken im

Bereich der Extrusion

als Erstausrüster sowie

als Nachrüster für

bestehende Anlagen

Der zukunftsorientierte

Standort in Melle mit

2000 m 2 Büro- und

3000 m 2 Produktions -

fläche

iNOEX GmbH

Maschweg 70

49324 Melle

Fon: 05422 60507-0

www.inoex.de

info@inoex.de

iNOEX GmbH

Seit mehr als 30 Jahren steht der Name iNOEX

für innovative Konzepte in der Extrusion und wird

dem Anspruch „The Future of Extrusion“ gerecht.

Mit viel Erfahrung und technischem Know-how

entwickeln qualifizierte Mitarbeiter zukunfts -

weisende Lösungen, die präzise auf die spezi -

fischen Anforderungen im Bereich der Rohr-,

Profil-, Kabel- und Folienextrusion abgestimmt

sind. iNOEX nutzt das Potenzial der Prozess -

optimierung und bietet dadurch seinen Kunden

weltweit die Möglichkeit, ihre Effizienz zu steigern

und die Qualität zu verbessern.

Auf einen Blick

Gründungsjahr: 1994

Mitarbeiter: 32

Leistungsspektrum:

– Individuelle Fertigung

von Druckplatten

(Klischees) sowie

Endlosdruckformen

(Sleeves) für das

Flexodruckverfahren

– Full Service von

Design über Repro

und Fertigung von

Druckformen für den

Verpackungsdruck

bis zum Druckergebnis

Flex-Punkt

Druckformen GmbH

Brokamp 31

49326 Melle

Fon: 05429 92858-10

www.flex-punkt.de

centrale@flex-punkt.de

Flex-Punkt Druckformen GmbH

Ein starker Partner in der Verpackungsindustrie:

1994 als „3-Mann-Betrieb“ gegründet, hat sich

die Flex-Punkt Druckformen GmbH beständig

weiterentwickelt. Stets nah am Markt und immer

dem Wandel des modernen Verpackungsdrucks

angepasst, fanden und finden wir immer eine

Lösung für unsere Kunden.

Umzug im Januar 2014

in unser eigenes Firmen -

gebäude in Melle-

Wellingholzhausen:

Das neue Gebäude

umfasst ca. 800 Qua drat -

meter Bürofläche und

ca. 1250 Qua dratmeter

Produktionsfläche.

Das Resultat unserer Leidenschaft zur Prä -

zision, kombiniert mit effizienten Techniken, ist

die individuelle Fertigung von Druckplatten

(Klischees) sowie Endlosdruckformen (Sleeves)

für das Flexodruckverfahren. Aus unserem Hause

erhalten Sie von der digitalen Druckplatte über

Endlos-Polymersleeves bis hin zu Elastomer -

sleeves alles – in fast jeder erdenklichen Größe.

64


W i r t s c h a f t

Auf einen Blick

Gründungsjahr: 2000

Mitarbeiter: 100

4packaging GmbH

Die 4packaging GmbH ist ein Dienstleister für

die Verpackungsdruckbranche. Mit drei vollautomatischen

Produktionslinien zur Fertigung von

Tiefdruckzylindern und Prägeformen zählt die

4packaging GmbH zu den modernsten Druckformherstellern

weltweit. Auch Design, Artwork,

Reproduktion sowie die Beschaffung und Um -

arbeitung von Rohlingen zählen zu den Kernkompetenzen

der 4packaging.

Tiefdruck- und Prägeformherstellung –

modern, effizient, überzeugend! Dafür ist die

4packaging seit Gründung im Jahr 2000 am

Markt bekannt. Seitdem sind die Anforderungen

an Qualität und Vielfalt stetig gestiegen. Diesen

Anforderungen be gegnen wir mit den weltweit

leistungs stärksten Technologien und einem

Maschi nenpark, der in der Branche Maßstäbe

setzt. Mit mittlerweile über 100 Mitarbeitern sind

wir ein zuverlässiger Partner international be -

kannter Markenartikler aus der Lebensmittel -

branche, Zigarettenindustrie und Pharmazie und

beliefern weltweit tätige Druckereien der Verpackungsindustrie

mit Druck- und Prägeformen.

Mit modernstem, voll automatisiertem Maschinen -

park fertigen wir ca. 28 000 Zylinder jährlich.

In unserem neuen Design- & Development-

Center steht unser hervorragend ausgebildetes

Team mit fachlicher Beratung und modernster

Laser-, Gravur- und Frästechnik bereit, die Vorstellung

unserer Kunden im modernen Verpackungstiefdruck

realisierbar zu machen. Kurz

gesagt: Vom Design bis an die Druckmaschine.

Alles aus einer Hand!

Leistungsspektrum:

– Design

–Artwork

– Reproduktion

– Color-Management

– Prototyping

– Original-Andrucke

– Tiefdruckformen

– Gravur

– Laser

– Prägeformen

– Laser

–CNC

– Zylinderumarbeitungen

– Rohlingsbeschaffung

4packaging GmbH

Am Fledderbach 8

49201 Dissen a.T.W.

Fon: 05421 9314-0

www.4packaging.de

info@4packaging. de

Mit viel Weitblick und feinem Gespür für die

relevanten Entwicklungen der Branche leiten

Jürgen Möller und Gisbert Lumme, die beiden

Inhaber und Geschäftsführer, gemeinsam mit

David Möller die Geschicke des Unternehmens.

65


Seit rund 160 Jahren

und auf mittlerweile

140 000 Quadratmetern

Betriebsfläche produziert

Feldhaus in Bad Laer

Klinker aus gutem Ton.

Auf einen Blick

Gründungsjahr: 1857

Mitarbeiter: 127

Leistungsspektrum:

– Verblendklinker

– Klinkerriemchen und

Winkelriemchen

– Pflasterklinker

– Formsteine

insgesamt rund

2500 Artikel

Vertriebspartner in:

ganz Deutschland über

den Baustofffach handel,

darüber hinaus

Ver triebs stützpunkte

in Belgien, China,

Frankreich, Litauen,

den Niederlanden,

Polen, Russland,

Tschechien, Ungarn

und den USA

Feldhaus Klinker

Vertriebs-GmbH

Nordring 1

49196 Bad Laer

Fon: 05424 2920-0

www.feldhaus-klinker.de

info@feldhaus-klinker.de

Feldhaus Klinker Vertriebs-GmbH

Mit rund 160 Jahren zählt Feldhaus Klinker zu

einem der ältesten Unternehmen in der Osna -

brücker Region und stellt täglich unter Beweis,

wie innovative Ideen verbunden mit dem großen

Know-how auch nach so langer Zeit Erfolg

haben. Der Name Feldhaus Klinker steht seit

Generationen für Zuverlässigkeit und höchsten

Anspruch. Das Unternehmen ist durch seine

Klinkerprodukte mittlerweile weit über die Grenzen

Deutschlands bekannt. Und mehr als das.

Durch die gelungene Kombination aus Tradition

und Innovationsbewusstsein ist das Unter -

nehmen heute ein angesehener An bieter von

Klin ker produkten in Europa.

Von Bad Laer aus werden weltweit Kunden

beliefert. Feldhaus Klinker ist mit modernster

Technik ausgestattet und zählt durch die per -

manente Produktionsoptimierung heute zu den

größten Produzenten von Klinkerriemchen. Diese

dünnen Klinkerscheiben haben sich in der

Sanierung als ideale Kombination mit Wärmedämmverbundsystemen

etabliert.

Als verlässlicher Partner von Handel und

Handwerk bietet Feldhaus ein Klinkersortiment,

das keine Wünsche offen lässt: Neben den

Klinkerriemchen umfasst das breite Sortiment

auch Verblend- und Pflasterklinker.

Unter den Aspekten von Design und Architektur

sowie Formen und Vielfalt spiegelt sich in

beeindruckender Weise die Faszination des traditionsreichen

Baustoffes im neuen Feldhaus

Klinker Besucher-Zentrum wider.

Ob für Neubau, Umbau oder Sanierung – für

jede Stilrichtung und Anwendungstechnik bietet

Feldhaus Klinker ein großes Angebot möglicher

Lösungen auf 1400 Quadratmeter Ausstellungsfläche

mit fachmännischer Beratung für jedermann.

Das Feldhaus Klinker

Besucher-Zentrum steht

für individuelle Beratung

von Bauherren, Hand -

werk, Fachhandel und

Planern sowie für

Veranstal tungen rund

um das Thema Bau.

66


W i r t s c h a f t

sibo im Einsatz: moderne

Fahrmischer und Beton -

pumpen mit Förderweiten

von bis zu 50 Metern

Auf einen Blick

Gründungsjahr: 1965,

gehört seit dem 1. Juli

2010 zum Dyckerhoff

Konzern (Buzzi Unicem-

Gruppe)

Mitarbeiter: 130

Leistungsspektrum:

– sibo-Transportbeton

– Spezialprodukte

siboplan plus ®

sibofloor

sibopress

sibosteel

sibocolor

– Ingenieur- und

Spezialbeton

– Betonpumpen

– Baustoff- und Beton -

überwachung

Vertriebsgebiete:

–Küste

(Werke Ardorf, Emden,

Lathen, Norden,

Oldenburg, Papenburg,

Wilhelmshaven)

– Ems

(Werke Epe, Lingen,

Meppen, Neuen -

kirchen-Rheine,

Nordhorn, Wilsum)

– Osnabrück

(Werke Ankum, Enger,

Espelkamp, Georgsmarien

hütte, Greven,

Melle, Osnabrück,

Recke, Schwagstorf)

SIBO-Gruppe

GmbH & Co. KG

Mühleneschweg 7

49090 Osnabrück

Fon: 0541 963885-01

www.sibo.de

info@sibo.de

sibobeton-Gruppe

sibo ist seit mehr als 50 Jahren der führende

Anbieter von Transportbeton in Nordwestdeutschland.

Die blau-gelben Fahrmischer

gehören wie selbstverständlich zum Bild vieler

Baustellen. Als Anbieter von Beton für den Hoch-,

Tief- und Straßenbau sowie Ingenieur- und Spe -

zialbau zeichnet sich sibo durch eine gleich -

bleibend hohe Qualität seiner Produkte aus.

Ergänzt werden diese Leistungen durch einen

Betonpumpendienst sowie die Baustoff- und

Betonüberwachung.

Viel Wert legt sibo auf die regionale Verbundenheit

und somit Nähe zu seinen Kunden – ob

im Osnabrücker Land, im Münster- und im Emsland

oder in Ostfriesland. Vor Ort sind die technisch

ausgebildeten sibo-Mitarbeiter kompetente

Ansprechpartner für die Anforderungen „rund

um den Baustoff Beton“.

Die Erfahrung von bald sechs Jahrzehnten

spiegelt sich in vielen Objekten wider. Ob farbige

Betone oder Spezialanwendungen für Unter -

wasserbetone: Fragen Sie die Experten der sibo –

unser Premiumbeton überzeugt!

sibo in der Region:

ein modernes, kunden -

orientiertes Transport -

betonunternehmen mit

22 Pro duktionsstätten

in Niedersachsen und

Nordrhein-Westfalen

67


Auf einen Blick

Gründungsjahr: 1996

CCE hat sich auf Pro -

zessberatung, Software -

vertrieb und Anwendungs -

entwicklung spezialisiert.

Am Standort Osnabrück

finden regelmäßig CATIA-

Schulungen statt.

Mitarbeiter: 60 in der

Unternehmensgruppe

Kompetenzen:

– CAD- und CAM-

Software

– PLM-Lösungen

– NC-Services

– Consulting

– Schulungen

CCE Group

Für ein erfolgreiches Projekt braucht man nicht

nur eine gute Idee. Man benötigt eine saubere

Analyse, ein klares Konzept, die richtige Software

und gut ausgebildetes Personal. Um all das

kümmert sich CCE. Seit fast 20 Jahren arbeitet

das Unternehmen erfolgreich für Kunden aus

der Automobilindustrie, dem Maschinen- und

Werkzeugbau und anderen fertigungsintensiven

Branchen. Auftraggeber aus ganz Deutschland

vertrauen auf das große Know-how der CAD-,

CAM- und PLM-Spezialisten aus Osnabrück.

Das Portfolio der CCE Unternehmensgruppe

reicht von der Prozessberatung über die Implementierung

von Premium-Software bis hin zu

Anwenderschulungen und Support.

CCE Group

Hermann-Ehlers-Straße 7

49082 Osnabrück

Fon: 0541 20096-0

www.cce.de

info@cce.de

Auf einen Blick

Gründungsjahr: 2004

Mitarbeiter: rund 30

Leistungsspektrum:

– Konstruktion, Produk -

tion und Vertrieb von

Antrieben und

Steuerungen für die

Öl- und Gasindustrie

– After-Sales-Service

(Ersatzteilmanagement)

– Vor-Ort-Service,

Inbetriebnahmen

– Produktschulungen

niwatec GmbH

Gewerbepark 18

49143 Bissendorf

Fon: 05402 701800

www.niwatec.de

info@niwatec.de

niwatec GmbH

Antriebe – Qualität „made in Germany“: Unter

diesem Motto konstruiert, produziert und vertreibt

die niwatec GmbH Antriebe und Steue -

rungen für die Öl- und Gasindustrie. Gegründet

in Bad Oeynhausen, ist der Firmensitz seit

2007 in Bissendorf. Hoch qualifizierte Mitarbeiter

kümmern sich um Konstruktion, Produktion und

Vertrieb der Anlagen.

Eingesetzt werden die Antriebe und Steuerungen

überwiegend im Umfeld von Pipelines und in

Kraftwerken. Darüber hinaus gibt es aber auch

Anlagen, die ihren Dienst auf See (Bohrplatt -

formen, Terminals), in unterirdischen Gasspeichern

oder in der Chemieindustrie verrichten. Haupt -

verbreitungsgebiete sind Mittel- und Osteuropa,

Russ land und Nordafrika, aber auch in Skandinavien,

Asien oder Australien arbeiten Anlagen von

niwatec. Dadurch hat sich das Unternehmen zu

einer festen Größe im Bereich der Antriebsher -

steller entwickelt. Die Kunden – dazu gehören Kon -

zerne wie RWE, Siemens, E.ON, Gazprom, Samson

oder Lukoil – schätzen vor allem die innova -

tiven Ideen und die Flexibilität der niwatec GmbH.

68


W i r t s c h a f t

Auf einen Blick

Gründungsjahr: 1995

Mitarbeiter: 43

Produkte:

– Rollspann-Elemente

(Träger- und Wickel -

wellen, Wellen in

Leichtbauweise,

Wickelköpfe und

Wickelzapfen,

Adapter, Untermesserund

Friktionswellen,

Sonderanwendungen)

– Wellenhandling

– Leitwalzen

– Zubehör

Spanntec

Wickelsysteme GmbH

Niedersachsenstraße 16

49186 Bad Iburg

Fon: 05403 7311-0

www.spanntec.de

info@spanntec.de

Spanntec Wickelsysteme GmbH

Immer wenn es um das Auf- und Abrollen bahnförmiger

Materialien geht, haben Sie mit uns den

Dreh raus.

Verarbeiten Sie Materialien wie Papier, Vlies,

Textil, Metall oder Kunststofffolien? Mit unseren

Produkten packen Sie jede Rolle. Wir produ -

zieren die unterschiedlichsten Wickelwellen und

Adapter bis hin zu individuellen Wellenhandlingsystemen.

Seit Jahren zählen wir zu den Spezia -

listen in der Spann- und Wickeltechnik, denn

Innovationen sind das Ergebnis von Erfahrung

und Know-how. Unsere Produkte – made in

Germany – zeichnen sich durch ihre perfekte

Funk tion und überragende Qualität aus. In Ausführung

und Material entsprechen sie exakt

Ihren Anforderungen. Einfache Bedienung, optimale

Funktionalität und wartungsarmer Betrieb

sichern den wirtschaftlichen Einsatz.

In ausgewählter Partnerschaft fertigen wir

zudem Ab- und Aufrollungen sowie Sonder -

maschinen – ganz nach Ihren Wünschen.

Der Firmensitz

in Bad Iburg

69


Das traditionelle

Bratwurst-Grillen

donnerstagmittags

Auf einen Blick

Gründungsjahr:

1914 (1989)

Mitarbeiter: ca. 50

Leistungsspektrum:

Schiffsbelader und

Schiffsentlader

Portfolio:

– GSD: mobile pneu -

matische Förderer

– Multiport: 1-strängige

pneumatische Schiffs -

entlader für Schiffe

bis zur Post-Panamax-

Größe

– Multiport AL: speziell

entwickelte pneuma -

tische Entlader zum

Löschen von Alumini -

umoxid und Petrol koks

– Combiport: kombinierte

pneumatische

und mechanische

Schiffsbe- und

-entladeanlagen

– Tower: 2-strängige

Schiffsentlader, fahrbar

oder stationär

– Flexiport: speziell

entwickelte pneuma -

tische Schiffsentlader

mit einem separat

angetriebenen Auf -

lockerungswerkzeug

– Multiload: stationäre

oder mobile Schiffs -

beladeanlagen

NEUERO

Industrietechnik GmbH

Neuerostraße 1

49324 Melle

Fon: 05422 95030

www.neuero.de

info@neuero.de

NEUERO Industrietechnik GmbH

Ein Spezialist für Hafentechnik, obwohl kein

Hafen in der Nähe ist? Die Reise fing vor 100

Jahren mit kleinen Anlagen für die Landwirtschaft

an und hat sich kontinuierlich zu großen

Schiffsentladern und Schiffsbeladern weiterentwickelt.

Wir folgen einer mehr als 100-jährigen

Tradition von „made in Germany“ in Verbindung

mit moderner Elektronik/Pneumatik/Hydraulik für

unsere internationalen Kunden.

Vom Ursprung bis zur Spitzentechnologie

war es ein langer Weg: Heute ist NEUERO ein

bekannter Name in den Import- und Exporthäfen

dieser Welt. Wir sind ein weltweit führender Spezialist

für Schiffsbe- und -ent lader für Schütt güter.

Durch effiziente und umweltfreundliche Spitzentechnologie

im Bereich der Getreide logistik sind

wir bekannt geworden. Inzwischen werden auch

speziellere Produkte, wie etwa Tonerde, Bio -

masse und Fischmehl befördert.

Schiffsentlader Multiport

M600 (600 Tonnen pro

Stunde) – in Saudi

Arabien

70


W i r t s c h a f t

Straße, Schiene, Wasser, Luft –

erstklassige Infrastruktur

Gäbe es ein Ranking der Städte, die am

meisten genannt werden im Verkehrsfunk

der Radiosender – Osnabrück hätte sehr

gute Chancen, ganz vorn dabei zu sein.

Denn Osnabrück wird durch gleich drei

Autobahnen hervorragend mit dem Rest der

Welt verbunden: der A 1, der A 30 und der

A 33. Und auch per Schiene ist Osnabrück

bestens erreichbar, verfügt die Stadt doch

über einen Kreuzbahnhof, der auf zwei Ebenen

aus allen vier Himmelsrichtungen angefahren

wird.

Für Freizeitskipper und Parti kuliere er -

schließt sich das Osnabrücker Land über

Mittellandkanal und Dortmund-Ems-Kanal,

die die Verbindung an das euro päische

Wasserstraßennetz sichern. Und wer von

hier aus in die Luft gehen oder aus aller

Herren Länder kommend landen will, der ist

am Flughafen Münster/Osnabrück richtig.

Bis auf ein eigenes U-Bahn-Netz hat das

Osnabrücker Land also in Sachen Er reich -

barkeit und Mobilität alles zu bieten – und

das nicht nur in sehr günstiger Lage im

deutschen Nordwesten, sondern im Herzen

Europas an den Achsen Amsterdam–

Berlin–Warschau und von Hamburg ins

Ruhrgebiet.

Ziehen wir mit dem Zirkel einen Kreis

von einer Erreichbarkeit innerhalb von acht

Stunden rund um Osnabrück, so leben

mehr als 135 Millionen Menschen in diesem

Gebiet. Ein weiteres Indiz für die außer -

ordentlich günstige Lage der Region sind

die Unternehmen, die sich hier angesiedelt

haben: In einem Umkreis von 250 Kilo -

metern haben 47 der 50 größten japanischen

Firmen, die 15 größten koreanischen Unternehmen

und 30 der 50 größten ameri -

ka nischen Konzerne einen Ableger. Und im

Umkreis von nur 200 Kilometern residieren

mehr als die Hälfte der größten deutschen

Unternehmen. Darunter sind selbstverständlich

auch die ganz Großen der Logistik -

branche, die die erstklassige Infrastruktur

als Geschäftsgrundlage benötigen.

In Zeiten globaler Warenströme wird die

Verschiffung immer wichtiger, was sich

auch am neuen Hochseehafen in Nieder -

sach sen, dem JadeWeserPort, deutlich

mani festiert. Zwar arbeitet in Osnabrück be -

reits ein gut funktionierender Industriehafen,

doch zeigen Prognosen hier für die Zukunft

einen steigenden Bedarf. Eine Aufgabe, der

die regionale Politik mit einem neuen Hafenprojekt

im Wittlager Land auch mit Blick auf

die Zukunftssicherung Rechnung trägt.

Selbst bei den schon sehr guten Autobahnverbindungen

von und nach Osna -

brück hat die Politik noch Aufgaben zu

meis tern, die der Optimierung der Verkehrsströme

dienen. So soll die Autobahn 33 in

der Zukunft einmal an der Autobahn 1 bei

Bramsche beginnen und über das bereits

fertige Osnabrücker Südkreuz und die

heute bis Borgholzhausen nutzbare Strecke

komplett durchgängig gebaut werden – vorbei

an Bielefeld, um dann – wie heute schon

– über Paderborn bis nach Kassel zu

führen. Und auch bei der Verbindung auf

der Autobahn 30 zwischen Osnabrück und

Hannover wird eifrig daran gearbeitet, die

Stre ckenunterbrechung bei Bad Oeynhausen

zu beseitigen – eine Lücke, die die

Autofahrer seit Jahrzehnten nervt.

So bleibt auch in der Verkehrspolitik im

und für das Osnabrücker Land das Bessere

der natürliche Feind des Guten und an der

Infrastruktur immer etwas zu optimieren.

Damit sich der gefühlte Spitzenplatz im Ranking

der Verkehrsmeldungen der Rundfunksender

mit Blick auf Staus und Behinderungen

Stück für Stück ins hintere Mittelfeld

verlagert und die Räder richtig rollen im

Osnabrücker Land – ob auf der Straße oder

auf der Schiene.

71


Ein Unternehmen ist

nur so gut wie seine

Mitarbeiter, ob auf der

Baustelle oder im Büro:

Daher legen wir größten

Wert auf ein engagiertes

und qualifiziertes Team,

das mit Herz und Hand

an unseren Bau pro jek ten

arbeitet.

Hermann Dallmann Straßen- und Tiefbau

GmbH & Co. KG

Wir bauen für Sie. Dallmann realisiert Ihre Bauprojekte

für mehr Lebensqualität und Fortschritt.

Mit umfassender Baukompetenz im Ingenieurund

Verkehrswegebau, Tief- und Kanalbau

bieten wir unseren Kunden ein ganzheitliches

Leistungsspektrum. Dabei setzen wir auf das

solide Fundament von Engagement und

langjähriger Erfahrung.

Wir sehen uns als Partner unserer Kunden,

der kompetent und vertrauenswürdig den lang -

fristigen Nutzen jeder Bauleistung im Blick hat.

Dabei haben wir unseren Schwerpunkt auf Projekte

in Nordwestdeutschland gelegt. Mit unserem

Hauptsitz in Bramsche bei Osnabrück und

einer Niederlassung in Edewecht bei Oldenburg

decken wir ein breites Einsatzgebiet zwischen

Ruhrgebiet und Nordsee sowie Weser und

holländischer Grenze ab.

Auf einen Blick

Gründungsjahr: 1908

Leistungsspektrum:

– Verkehrswegebau

– Straßen-/Tiefbau

– Ingenieurtiefbau

– Kabel- und

Leitungsbau

– Industriebau

– Wasserbau

– Erschließungsmaßnahmen

– landwirtschaftliches

Bauen

Hermann Dallmann

Straßen- und Tiefbau

GmbH & Co. KG

Wiesenweg 7

49565 Bramsche

Fon: 05461 952-0

www.dallmann-bau.de

info@dallmann-bau.de

Unsere Sattelzüge haben

ein Fassungs vermögen

von 28 bis 60 Kubik -

metern.

Auf einen Blick

Gründungsjahr: 1908

Mitarbeiter: 22

Leistungsspektrum:

Transport von Schrott,

Roheisen, Recycling -

metallen und Zement

Fuhrpark:

–14 Züge

– 2 Radlader

– 2 Bagger

Josef Harwerth GmbH & Co. KG

Erfahrung, Kontinuität, Zuverlässigkeit – dafür

steht seit mehr als 100 Jahren der Name Josef

Harwerth Transporte. Unsere ersten Auftrag -

geber waren die Eisen- und Hüttenwerke. Nach

der Gründung im Jahr 1908 mit Pferdefuhrwerken

folgten ab den 50er-Jahren Lkws und in den

Neunzigern kamen die ersten Containerzüge zum

Einsatz. Seitdem wird die Firma stetig erweitert.

Heute besteht der Fuhrpark aus 14 Zügen,

2 Rad ladern und 2 Baggern.

Zu unseren aktuellen Auftraggebern gehören

vor allem Rohstoffrecyclingfirmen. Mit unseren

bis zu 60 Kubikmeter großen Containern transportieren

wir deutschlandweit – mit Schwerpunkt

Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen –

recycel fähige Stoffe wie Schrott, Roheisen,

Re cyclingmetalle und Zement.

Josef Harwerth

GmbH & Co. KG

Im Mühlenbruch 6

49124 Georgsmarienhütte

Fon: 05401 2218

www.harwerthtransporte.de

josef.harwerth.gmbh@

osnanet.de

72


W i r t s c h a f t

Rund 45 Millionen Fahr -

gäste nutzen jährlich

das umfangreiche Ange -

bot der NordWestBahn.

Auf einen Blick

Gründungsjahr: 1999

Erster Betriebsstart:

5. November 2000

(Weser-Ems-Netz)

Mitarbeiter: rund 870

Leistungsspektrum:

öffentlicher Personen -

nahverkehr

Anzahl der

Verkehrsnetze: 6

Fahrgäste pro Jahr:

rund 45 Millionen

Linien:

20 (davon 4 RS-, 4 REund

12 RB-Linien)

Bediente Bundes länder:

Nordrhein-Westfalen,

Niedersachsen,

Bremen, Hessen

Streckennetz:

rund 1500 Kilometer

Zugkilometer pro Jahr:

rund 17 Millionen

Anzahl der Fahrzeuge:

ca. 150

NordWestBahn GmbH

Alte Poststraße 9

49074 Osnabrück

Fon: 01806 600161

www.nordwestbahn.de

dialog@nordwestbahn.de

NordWestBahn GmbH

Freundlicher Service, attraktive Verbindungen,

zuverlässiger Verkehr, komfortable Fahrzeuge:

Die NordWestBahn mit ihrem Stammsitz in Osna -

brück setzt seit dem Jahr 2000 Maßstäbe im

öffentlichen Schienenpersonennahverkehr. Heute

bringen die mittlerweile 870 Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter des Eisenbahnunternehmens

jährlich rund 45 Millionen Fahrgäste auf 20 Linien

zwischen Niederrhein, Ruhrgebiet, Weserbergland

und Nordsee an ihre Ziele.

Mit seinen rund 150 Diesel- und Elektro -

triebwagen verbindet das lokal verwur zelte

Unternehmen den Nordwesten und ist eine der

größten privaten Eisenbahnen Deutschlands.

Trotz seiner Größe identifiziert es sich sehr stark

mit der Region, in der es unterwegs ist. In den

Werkstätten in Osnabrück, Bremerhaven, Dors -

ten und Mettmann sorgen die Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter für eine zuverlässige Wartung

und Instandhaltung der Triebwagen.

Neben dem Linienverkehr bietet die Nord-

WestBahn unter der Marke „StreifZüge“ auch ein

touristisches Angebot an, das Freizeitreisende

von Osnabrück und Bremen aus direkt auf die

norddeutschen Inseln bringt: Das vielfältige

StreifZüge-Programm beinhaltet attraktive Tages-

und Mehrtagesausflüge aus einer Hand. So

ermöglicht das Unternehmen den Menschen im

Osna brücker Land und der Region, ihr Umland

ausgiebig zu erkunden.

Mehr Infos über die NordWestBahn erhalten

Sie auch unter: www.nordwestbahn.de.

73


Start frei – Rückenwind

für Unternehmensgründer

Alle kennen die sagenhafte Erfolgs -

geschichte von Bill Gates, der in der Garage

anfing und mit Microsoft zum Milliardär

wurde. Doch diese Geschichte stimmt gar

nicht, Bill Gates hat nie in einer Garage

gearbeitet. Die beiden Typen mit der Garage

waren in Wirklichkeit Steve Jobs und Steve

Wozniak, die in der Tat ihren ersten Apple-

Computer in der Garage zusammengelötet

und es bekanntermaßen ebenfalls zu Milliardären

gebracht haben. Aber ob nun Garage

oder nicht – beide Geschichten zeigen,

dass die richtige Geschäftsidee zum rich -

tigen Zeitpunkt den richtigen Unternehmer

richtig reich machen kann. Aber wann ist

der Zeitpunkt richtig, wann die Idee und

wann der Unternehmer oder die Unter -

nehmerin? Im Osnabrücker Land gibt es ein

ganzes Paket von Angeboten und Unter -

stützung für Unternehmensgründer, und be -

zeich nenderweise heißt einer dieser Anbieter

„Gründerhaus Osnabrück.Osnabrücker Land

– und eben nicht „Gründergarage“. . .

Dieses Gründerhaus Osnabrück.Osna -

brücker Land wird gemeinsam getragen von

der Wirtschaftsförderungs gesellschaft Osna -

brücker Land (WIGOS) und der Wirtschafts -

förderung Osnabrück (WFO) und sein

kostenloses Angebot ist gefragt: Mehr als

800 potenzielle Unternehmer von morgen

wenden sich hier jährlich an die Experten

und lassen sich beraten, ob ihre Geschäfts -

idee wirklich neu, Erfolg versprechend und

wirtschaftlich tragfähig ist. Dabei spielt es

keine Rolle, ob die Unternehmensgründung

aus der eigenen Berufstätigkeit heraus er -

folgen soll oder ob ein kompletter Neueinstieg

oder eine Unternehmensnachfolge

geplant sind.

Seinen Sitz hat das Gründerhaus im

InnovationsCentrum Osnabrück (ICO), das

dort direkt am Campus Westerberg der

Hochschule und der Universität Osnabrück

neu gebaut worden ist. Das ICO bietet

moderne Büros für Start-ups schon ab 23

Quadratmetern Größe an und hat auch Platz

etwa für Studenten, die sich noch in der Vorgründungsphase

befinden. Hier wurde eine

Infrastruktur auf die Beine gestellt, die

besonders auf die Ansprüche und Bedürfnisse

innovativer und technologieorientierter

Jungunternehmer ausgerichtet ist. So stehen

ihnen Sekretariatsfunktionen wie die

Annahme von Post oder auch Seminar-,

Besprechungs- und Tagungsräume ebenso

zur Verfügung wie Begegnungsmöglich -

keiten mit anderen Start-ups in den ICO-

Meeting-Points oder am ICO-Coffee-Point.

Wobei die eigentlich ja oft als nervig em p -

fundenen englischen Bezeichnungen hier

durchaus sinnvoll sind, denn viele Studentinnen

und Studenten an Hochschule und

Universität Osnabrück kommen aus dem

Ausland.

Wenn diese kreativen Köpfe von Hochschule

oder Universität nach ihrem Ab -

schluss mit ihren Ideen den Weg in die

Selbstständigkeit beschreiten wollen, dann

finden sie im ICO also die ideale Start rampe.

Und können neben ihrem Unternehmen fast

von ganz allein auch gleich nütz liche Netzwerke

mit anderen Start-up-Machern gründen,

bei denen jeder von den Stärken des

anderen profitieren kann. Am Ende profitiert

dann das ganze Osna brücker Land von der

Arbeit des Innovations Centrums, denn im

Idealfall wachsen die Unternehmen irgendwann

nach ihrem Start im ICO aus ihm heraus

und schaffen auf lange Sicht zukunfts -

sichere Firmen in der Region.

In denen dann Menschen Arbeit finden,

die nach ihrer Ausbildung oder nach ihrem

Schul- oder Hochschulabschluss nicht der

Arbeit wegen etwa nach Baden-Württemberg

oder Bayern wechseln müssen, sondern

im Osnabrücker Land bleiben können.

Und die im Idealfall hier eine Familie gründen,

ein Häuschen kaufen oder bauen und

so für eine lebenswerte Zukunft der Region

sorgen.

74


W i r t s c h a f t

MaßArbeit –

umfassender Service

für Unternehmen

Wirtschaftsförderung und die Vermittlung

von Arbeitskräften sind über Generationen

landauf, landab als zwei getrennte Welten

gesehen worden. Der Landkreis Osnabrück

betrachtet diese beiden Themenfelder aber

als zwei Seiten einer Medaille und hat dieser

neuen Sichtweise ganz praktisch Rechnung

getragen mit der Gründung des Geschäftsbereichs

„Wirtschaft und Arbeit“.

Unter dem Dach dieses Geschäfts -

bereichs arbeiten die Wirtschaftsförderungsgesellschaft

Osnabrücker Land (WIGOS),

die Osnabrücker Land-Entwicklungsgesellschaft

(OLEG) und die MaßArbeit als kommunale

Arbeitsvermittlung Hand in Hand

Der Landkreis Osna -

brück bietet für Unter -

nehmer viel Service

und Beratung.

und können so den Unternehmen auch den

kompletten Service aus einer Hand anbieten

– ganz egal, ob ein Unternehmen gegründet

wird, ob es erweitern oder den Standort verlegen

will. Im Geschäftsbereich Wirtschaft

und Arbeit gibt es die komplette Rund -

umversorgung von der Fläche über die Fakten

und die Förderung bis hin zu den Fachkräften.

Und auch um den Nachwuchs kümmert

sich dieser Geschäftsbereich mit seiner

Servicestelle Schule-Wirtschaft, die die Ko -

operation von Schule und Unternehmen zum

Ziel hat. Durch eine Fülle von Aktivitäten

sorgt die Servicestelle dafür, dass Schülerinnen

und Schüler die Möglichkeit erhalten,

sich frühzeitig und umfangreich über mög -

liche spätere Ausbildungswege zu informieren.

Umgekehrt bietet sie den Unternehmen

die Chance, die jungen Menschen zum Beispiel

bei Praktika schon früh kennenzu -

lernen und an sich zu binden.

Um eine möglichst genaue Datenbasis

für seine vielfältigen Arbeitsfelder zu erhalten,

setzt der Geschäftsbereich Arbeit und

Wirtschaft auf ein regionales Arbeitsmarktmonitoring

als zentrales Steuerungsinstrument.

Angesprochen werden dabei die

Unter nehmen, Arbeitnehmer und zukünftige

Arbeitnehmer, Verbände sowie Bildungs -

träger. Die bei ihnen erhobenen Daten bilden

den Arbeitsmarkt der Region branchenbezogen

ab und versetzen den Geschäftsbereich

Arbeit und Wirtschaft in die Lage,

auf der Grundlage der genauen Kenntnis

der aktuellen Situation für die Zukunft zu

planen und Perspektiven entwickeln zu können.

Diese Befragungen erfolgen online und

sind pro Branche auf drei Monate be -

schränkt, die anschließende Auswertung

dauert sechs Wochen.

Um sowohl Arbeitgebern als auch

Arbeitskräften das komplette Angebot aus

einer Hand bieten zu können, werden im

Geschäftsbereich Wirtschaft und Arbeit die

Aktivitäten von Fachkräftebüro, Arbeits markt -

monitoring, Wirtschaftsförderung, Gründer -

haus und InnovationsCentrum sowie die

Vermarktung von Gewerbeimmobilien intel -

ligent vernetzt und in einer strategischen

Gesamtausrichtung betrachtet.

75


In Arktis und Olympiastadion –

Produkte für Deutschland und

die Welt

Das Berliner Olympiastadion ist nicht nur

Fußballfans ein Begriff, weil hier neben den

nicht ganz so aufregenden Spielen von

Hertha BSC Berlin alle Jahre wieder das

Pokalfinale ausgetragen wird und die „Berlin,

Berlin, wir fahren nach Berlin“-Chöre wäh -

rend der Pokalspiele in allen anderen Sta -

dien gesungen werden. Auch Freunde von

Open-Air-Konzerten pilgern zu Events etwa

von U2 und anderen Größen in die gewal -

tige Schüssel in der Hauptstadt.

Das Wahrzeichen des Stadions ist die

blaue Laufbahn – blau, weil das die Vereinsfarbe

der Hertha ist. Weit weniger bekannt

ist die Herkunft dieser blauen Bahn: Der

Kunststoff stammt von der Melos GmbH aus

Melle im Landkreis Osnabrück. Melos ist

einer der international führenden Produzenten

von farbigen Gummigranulaten, die

neben den Laufbahnen in Stadien auch für

Fallschutzböden auf Kinderspielplätzen, als

Einstreu auf Kunstrasenplätzen oder für

rutsch feste Fußböden Verwendung finden.

Und auch die größte Pferderennbahn der

Welt in Dubai ist mit Gummigranulat aus

dem Osnabrücker Land ausgestattet.

Das im Wortsinne coolste Projekt der

Stahl baufirma Wurst aus Bersenbrück steht

in der Antarktis: die Polarstation „Neumayer

III“ des Alfred-Wegener-Instituts mit der ge -

nauen Position 70°39’ Süd und 08°15’ West.

Hier bietet eine tonnenschwere Stahl -

konstruktion den Forschern Schutz vor den

widrigen Außenbedingungen. Konstruktion

und Transport waren eine echte Heraus -

forderung selbst für die Profis von Wurst,

musste doch die 1400 Tonnen schwere

Station in 128 000 Teile zerlegt, durchnummeriert

und seefest verpackt werden. Um

die „Neumayer III“ noch vor dem Winter -

einbruch aufbauen zu können, wurde das

gesamte Werk als eine Ladung mit dem

dänischen Frachtschiff „Narja Arctica“ von

Bremerhaven in die Antarktis verschifft. Mit

an Bord waren auch 20 000 Schrauben mit

einem Gewicht von 13 Tonnen, die die Sta -

tion zusammenhalten und von denen keine

einzige fehlen durfte. Eigentlich sollte die

Forschungsstation dann in einem Rutsch in

den antarktischen Sommermonaten von

November bis März montiert werden, doch

das Packeis machte einen Strich durch alle

Planungen. So wurde die „Neumayer III“ in

zwei Bauabschnitten fertiggestellt, wobei die

Stahlbauer von Wurst Gefahr liefen, die für

die zweite Bauphase benötigten und schon

vor Ort liegenden Teile während des Winters

unter den mehr als vier Meter hohen Schnee -

massen zu verlieren. Mit einem technischen

Trick meisterte das Bersenbrücker Unternehmen

auch die Hürde: Sämtliche Bauteile

wurden aneinander gekettet und mit GPS-

Sendern versehen. So konnte das Material

im nächsten Sommer mit einem Kran ge -

borgen und schließlich verbaut werden. Das

gesamte Werk soll nun mindestens 25 Jahre

lang Wind, Schelfeis und der Kälte trotzen.

Einen ebenfalls coolen Auftrag hat sich

der Maschinenbauer Segler aus Berge im

nördlichen Landkreis Osnabrück sichern

können, auch wenn der Bestimmungsort

nicht die Antarktis, sondern ganz im Gegenteil

der heiße Wüstenstaat Saudi-Arabien ist.

Dort sitzt mit der Firma Almarai das füh -

rende Unternehmen für die Verarbeitung

von Milch im arabischen Raum, das 1,4 Mil-

76


W i r t s c h a f t

lionen Liter verarbeitet – und zwar täglich.

Um die Nachfrage nach Molkereiprodukten

auf dem saudischen Markt zu befriedigen,

hat Almarai rund 50 Mio. Euro in eine neue

Zubereitungsstraße für Schmelzkäse inves -

tiert und setzt dabei auf das Können von

Segler, in deren vier Käsemischern Roh -

produkte wie Hartkäse, Butter oder Molke

zerkleinert und vermischt werden. Heraus

kommt dabei schließlich ein streichfähiger

Käse in dreieckigen oder quadratischen

Portionen, der in Gläsern oder Dosen und

als Scheibenkäse vermarktet wird.

Auf der ganzen Welt gefragt sind auch

die zeitlos schönen Produkte der Firma Korfhage

& Söhne, wobei zeitlos eigentlich ganz

und gar nicht stimmt, denn das Unternehmen

aus Melle stellt Turmuhren her. Bisher

wurden mehr als 650 Glockenspiel anlagen

mit mehr als 9000 Glocken und rund 50

Figurenumläufen ausgeliefert in aller Herren

Länder wie Japan, Südafrika, Neuseeland,

Brasilien oder Indien. Und sogar in Costa

Rica und Sri Lanka wissen die Menschen dank

der Handwerkskunst aus dem Osna brücker

Land, was die Stunde geschlagen hat.

Die deutsche Neumayer-

Station III in Dronning

Maud Land, Antarktis,

vom Alfred-Wegener-

Institut (AWI) betrieben –

mit einer Stahlkonstruk -

tion aus Bersenbrück

77


Niedersachsenpark –

drei Streifen und noch viel mehr

Mit seiner Fläche von mehr als 400 Hektar

ist der Niedersachsenpark das größte interkommunale

Gewerbe- und Industriegebiet

in ganz Niedersachsen. Wer außer Land -

wirten kann sich aber schon etwas unter

400 Hektar vorstellen? Deshalb hier die Auflösung

in Quadratkilometern: 400 Hektar

entsprechen einer Fläche von vier Quadratkilometern

– also wahrlich ein gewaltiges

Gebiet, das hier direkt an der Autobahn 1

oberhalb von Bramsche und also mit optimaler

Erreichbarkeit für die Unternehmen

zur Verfügung steht.

Die Macher des Niedersachsenparks

verstehen sich dabei als Dienstleister für die

Firmen, die mit dem Gedanken einer An -

siedlung im Park spielen. Deshalb sind alle

andernorts möglicherweise hemmenden planerischen

Hürden wie Flächennutzungsplan

und Baurecht schon komplett ausgeräumt,

die Erschließung der gewünschten Grundstücke

kann also im Handumdrehen er -

folgen. Und als einzigartigen Service bietet

der Niedersachsenpark seinen Unternehmen

an, Erweiterungsflächen optional für die

Zukunft zu sichern – und diese Re servierung

ist sogar kostenlos. Außerdem können sich

die Firmen mit Fragen zu Übernachtungen,

Parkmanagement und sogar zur Kinder -

betreuung an das Management des Parks

wenden und werden bestmöglich versorgt.

So ist es denn auch kein Wunder, dass

das Konzept des Niedersachsenparks schon

Weltkonzerne überzeugt hat: So hat ADIDAS

hier ein gewaltiges Logistikzentrum auf die

Wiese gestellt, von dem aus große Teile

Europas zentral mit Waren von ADIDAS und

Reebok beliefert werden.

Auch die Land maschinenfabrik Grimme

produziert an der A 1 gewaltige Maschinen

für die Kartoffel ernte, die in die ganze Welt

verkauft werden. Die Liste der weiteren Firmen

ist lang und wird ständig länger, die

Branchen sind breit gefächert. Zu den

bekanntesten weiteren Unternehmen ge -

hören zum Beispiel die Peugeot Citroën

Deutschland GmbH, die Adolf Würth GmbH

& Co. KG oder auch die Amazonenwerke H.

Dreyer GmbH & Co. KG.

Die Firmen im Niedersachsenpark pro -

fitieren natürlich von den größten zusammenhängenden

Industrieflächen an der A 1

und der idealen Verkehrsanbindung über

die Autobahn und den nahen Flughafen

Münster/Osnabrück. Für viele der Unter -

nehmen ist aber mit Blick auf die zukünftige

Personalgewinnung auch die Zusammen -

arbeit mit Hochschule und Universität in

Osnabrück von großer Bedeutung. Hier versteht

sich das Management des Niedersachsenparks

ebenfalls als Motor und Vermittler.

78


W i r t s c h a f t

Der Niedersachsenpark

bietet 400 Hektar Fläche.

79


Weithin gut sichtbar:

das Distributionszentrum

im Niedersachsenpark

in Rieste bei Osnabrück

80

adidas AG Central Distribution Center

Der adidas Konzern strebt danach, der weltweit

führende Anbieter der Sportartikelindustrie zu

sein – mit Sport marken, die auf Leiden schaft für

den Sport sowie sportlichem Lifestyle basieren.

Wir lieben den Wettkampf. Das ist die Voraus -

setzung um langfristig erfolgreich zu sein. Wir

können mit Recht behaupten, dass wir in der

Champions League der Sportartikelbranche mitspielen.

Konsumententrends unterliegen heute einem

ständigen Wandel. Unser Anspruch ist es, diese

Trends nicht nur zu bedienen, sondern sie vor

allem auch zu setzen. Wir identifizieren sie und

lassen sie Wirklichkeit werden. Analog zum

Sport gilt für unsere Beschaffungskette als wichtiger

Treiber dieses Ziels: Schnelligkeit und Be -

weg lichkeit sind entscheidend um das Feld

hinter sich zu lassen. Deshalb ist es eine unserer

strategischen Prioritäten die Vorlaufzeiten für

Entwicklung und Produktion zu verkürzen. Das

ermöglichen wir, indem wir unsere Infrastruktur,

Prozesse und Systeme kontinuierlich verbessern.

Wir arbeiten ständig daran, alle Elemente unserer

Beschaffungskette noch besser miteinander

zu verbinden und stärker zu integrieren.

Mit dem Central Distribution Center in Rieste

und einem Investitionsvolumen von 140 Mio.

Euro wurde hierfür ein Meilenstein geschaffen.

Aus fünf verschiedenen Standorten wurde ein

Zentrum mit einem jähr lichen Sendungsvolumen

von 100 Millionen Teilen geschaffen. 56 000

Quadratmeter, 96 000 Palettenstellplätze und

Platz für eine Million Kartons – das Center im

Niedersachsenpark ist bestens aufgestellt und

optimal für das Wachstum im Einzelhandel und

im E-Commerce zugeschnitten.

So ist es uns schneller möglich auf sich wandelnde

Konsumententrends zu reagieren. Wir

geben alles, um unsere Flexibilität weiter zu er -

höhen und stellen maßgeschneiderte Lösungen

für all unsere Geschäftsmodelle bereit – sei es

für den Groß- oder Einzelhandel. So profitieren

nicht nur unsere Konsumenten durch ein ständig

neues, aufregendes Produktangebot, sondern

auch unsere Einzelhandelspartner und Aktionäre.

Mit rund 54 000 Mitarbeitern in über 160

Ländern produzieren wir mehr als 660 Millionen

Produkte pro Jahr. Unser Team wird laufend verstärkt

– auch in Rieste. Wir bieten u. a. die Möglichkeit

einer Ausbildung in einem internationalen

Um feld – Interessierte sollten sich informieren.


W i r t s c h a f t

Auf einen Blick

Die Förderbandlänge beträgt

insgesamt acht Kilometer.

Es wurden rund 4500 Tonnen Stahl verbaut –

was für zwei Eiffeltürme reichen würde.

Gründungsjahr: 1949

in Herzogenaurach,

seit 2013 in Rieste,

Niedersachsenpark

Mitarbeiter: ca. 700

am Standort Rieste,

im Konzern: rund 54 000

in 160 Ländern

Leistungsspektrum:

– Distributionszentrum

der adidas-Gruppe

– 100 Millionen Sen -

dungen pro Jahr

– Warenbereitstellung

für Einzelhandel und

E-Commerce

– Gebäude mit 36

Metern Höhe und

einem Gelände von

56 000 m 2

– Palettenlager mit

rund 96 000 Paletten -

stellplätzen und einer

Karton-Kapazität von

ca. 1 Million Kartons

bzw. Behälter

– mehr als 100 Mio.

Euro Investions -

volumen

Willkommen in der Welt

des Sports: Gerne

möchten wir unser Team

verstärken und bieten

Dir die Möglichkeit einer

Ausbildung in einem

internationalen Umfeld.

Mehr Informationen zur

Ausbildung findest Du

unter: adidas-group.com/

careers

adidas AG Central

Distribution Center

Hildesheimer Straße 4–10

49597 Rieste

Fon: 05493 9127-0

www.adidas-group.com

cdc-osnabrueck@

adidas-group.com

81


Die „weiße Industrie“ –

Jobmotor Gesundheitswirtschaft

Bad Rothenfelde

Kur- und Touristik GmbH

Am Kurpark 12

49214 Bad Rothenfelde

Fon: 05424 2218-0

www.bad-rothenfelde.de

Bad Laer Touristik

GmbH

Glandorfer Straße 5

49196 Bad Laer

Fon: 05424 2911-88

www.bad-laer.de

Bad Iburg

Tourist-Information

Am Gografenhof 3

49186 Bad Iburg

Fon: 05403 40466

www.badiburg.de

Bad Essen

Tourist-Info

Lindenstraße 25

49152 Bad Essen

Fon: 05472 9492-0

www.badessen.de

82

Das Osnabrücker Land ist eine ausgesprochene

Gesundheitsregion, die vier Kurorte

Bad Essen, Bad Iburg, Bad Laer und Bad

Rothenfelde und eine Vielzahl an Akut- und

Rehakliniken sowie Spezialisierungen in

den Bereichen Kardiologie, Orthopädie,

Augenheilkunde und Psychosomatik sprechen

eine deutliche Sprache. Diese „weiße

Industrie“ ist denn auch in der Summe einer

der wichtigsten Arbeitgeber der Region und

gibt mehr als 15 000 Menschen Lohn und

Brot. Zudem wird der Nachwuchs in dieser

vielfältigen Branche hier in etwa 30 Fachschulen

und vor allem an zwei Hochschulen

mit Schwerpunkten in Gesundheits- und

Pflegewissenschaften sowie in Gesundheitsökonomie

und Dentaltechnologie ausgebildet.

Mit Blick auf den demografischen Wandel

prognostizieren Experten auch in der

Zukunft einen überdurchschnittlichen

Zu wachs der Beschäftigtenzahlen in der

Gesund heitswirtschaft, was für einen auch

langfristig stabilen Arbeitsmarkt in der Re -

gion spricht. Selbst wenn im Kernbereich

der Gesundheitswirtschaft durch staatlich

geplante Kostenreduzierungen möglicherweise

Jobs wegfallen, so erwarten die

Experten ein Wachstum bei den privat finanzierten

Gesundheitsleistungen sowie vor

allem im Pflegebereich, das die Verluste

mehr als ausgleichen wird.

Für Gäste und Bewohner gleichermaßen

erlebbar wird das Thema Gesundheit in den

vier Vitalbädern, die eigene Themenrouten

unter dem Label „GesundheitsPfade“ angelegt

haben. In Bad Rothenfelde mit seinem

Herzzentrum von europäischer Bedeutung

steht folgerichtig das Thema „Herz“ im Mittel -

punkt. Wandern ist genau das Richtige, um

es intakt und kräftig zu halten. Somit stehen

auch auf den GesundheitsPfaden in Bad

Rothenfelde das Herz und seine Gesundheit

im Fokus. Durch eine sportwissenschaft -

liche Gestaltung der Wege durch die ortsansässige

Schüchtermann-Klinik ist es möglich,

je nach körperlicher und kardialer

Belastbarkeit den geeigneten Pfad auszuwählen.

Denn die Gäste bestimmen selbst,

welchen Anforderungen sie sich stellen wollen.

Die Wege bieten ein unterschiedliches

Längen- und Schweregradprofil und werden

nach leistungsphysiologischen Kriterien

be wertet, die anhand der sogenannten

„Wander herzen“ abgelesen werden können.

Mit der Stärkung des Rückens kom -

biniert der kompakte GesundheitsPfad den

Wandergenuss in Bad Laer: In Text und Bild

zeigen sechs Tafeln entlang der „Rücken fit-

Route“ wirkungsvolle und leicht nachvollziehbare

Übungen, mit denen sich etwa die

Muskulatur entlang der Wirbelsäule entspannen

und kräftigen lässt. Das Natur -

erlebnis gibt es gratis dazu: Der „Kleine

Berg“ verfügt über eine reiche Artenvielfalt

an Tieren und Pflanzen. Unter anderem

wachsen hier acht wilde Orchideenarten

sowie Akelei, eine Heilpflanze, die schon

Hildegard von Bingen bei Fieber empfahl.

Um das „Wandern mit allen Sinnen“ geht

es in Bad Essen. Denn Start und Ziel der

drei unterschiedlich langen beschilderten

Rundkurse ist der Solepark, in dem Erlebnisstationen

dazu einladen, die Sinne neu

zu entdecken. Den Gleichgewichtssinn beim

Balancieren, den Geruchssinn am Kräuterbeet.

Und ob man seinen eigenen Augen

trauen kann, stellen Tafeln mit optischen

Täuschungen in Frage. Auch die Wege

selbst bieten den Sinnen der Wanderer viel

Fortsetzung Seite 84 unten


W i r t s c h a f t

Auf einen Blick

Gründungsjahr: 1811

Mitarbeiter: 2100

Leistungsspektrum:

kommunales Kranken -

haus der Zentral -

ver sorgung mit

folgenden Kliniken:

– Allgemein-, Visceralund

Thoraxchirugie

– Anästhesiologie und

operative Intensiv -

medizin

– Brustchirurgie

– Frauenheilkunde

und Geburtshilfe

– Innere Medizin

– Gefäßchirurgie,

vaskuläre und endovaskuläre

Chirurgie

– Geriatrie und

Palliativmedizin

– Kardiologie, Pulmo -

logie, Nephrologie,

Angiologie und

Intensivmedizin

– Mund-, Kiefer-,

Gesichtschirurgie,

Zentrum für Implan -

tologie, Ästhetische

Gesichtschirurgie

– Neurologie und

neurologische

Frührehabilitation

– Onkologie, Häma -

tologie, Blutstamm -

zelltransplantation

– Urologie und

Kinderurologie

– Pathologisches Institut

– Privatklinik

– Röntgen- und

Strahlenklinik

Klinikum Osnabrück

GmbH

Am Finkenhügel 1

49076 Osnabrück

Fon: 0541 405-0

www.klinikum-os.de

info@klinikum-os.de

Das Klinikum Osnabrück vereint modernste Technik,

Kompetenz und Menschlichkeit.

Klinikum Osnabrück – wichtiger Gesundheitsversorger

und Wirtschaftsfaktor

Das Klinikum Osnabrück ist nicht nur einer der

führenden Gesundheitsversorger in der Region.

Auch als Wirtschaftsfaktor ist das Klinikum wichtiger

Kooperationspartner und Auftraggeber für

viele hiesige Dienst leis tungs betriebe, Bauunternehmen

und Planungsbüros.

Das moderne Krankenhaus der Maximalversorgung

verfügt über ein umfassendes medi -

zi nisches, pflegerisches und therapeutisches

Angebot. Die jährlich etwa 26 000 stationären

und 36 000 ambulanten Patienten werden durch

fachübergreifende Zusammenarbeit der Fach -

disziplinen ganzheitlich behandelt.

Das Klinikum hat die einzige zertifizierte

Schlaganfalleinheit in der Region. Renommiert

ist zudem die interdisziplinäre Krebsbehandlung

mit Gynäkologischem Krebszentrum, Zentren

für Darmkrebs, Lungenkrebs und Pankreas -

kar zinom, Medizinischem Versorgungszentrum

für Häma tologie und Onkologie sowie vielen

weiteren Bereichen. Das Haus pflegt zahlreiche

Kooperationen, zum Beispiel mit dem Herz -

zentrum Bad Rothenfelde, mit der Universität

Osnabrück im Bereich Dermatologie und mit der

Medizinischen Universität Münster zur Schulung

des Nachwuchses.

Das Klinikum erfüllt höchste Qualitätsmaß -

stäbe. In Deutschlands größtem Krankenhausvergleich

des Magazins „Focus“ wurde die Osna -

brücker Einrichtung als TOP regionales Krankenhaus

2015 ausgezeichnet. Mit rund 2100 Mit -

arbeitern zählt das Klinikum zu den größten

Arbeitgebern in der Region. Es befindet sich in

kommunaler Trägerschaft.

Die Geschichte des Klinikums reicht gut 200

Jahre zurück: 1811 wurde es als Stadtkrankenhaus

mit damals bereits bemerkenswerten medizinischen

Standards gegründet. Seit 1991 ist es

am Finkenhügel beheimatet. Mit der Eröffnung

des neuen Zentrums für Neuromedizin und

Geriatrie mit 220 Betten konnten die Fach -

bereiche Neurologie und Geriatrie, die bisher am

Standort Natruper Holz untergebracht waren,

umziehen und die Einhäusigkeit in Osnabrück

vollzogen werden.

Wegen steigender Patientenzahlen in der

Notaufnahme hat das Klinikum ein neues Notfallaufnahmezentrum

geschaffen. Der mit moderns -

ter Technik ausgestattete Erweiterungsneubau

ist 2013 eingeweiht worden. Seither werden dort

täglich etwa 100 Patienten versorgt. Zuletzt ist

der Landeplatz für den Rettungshelikopter um -

gebaut worden, um den geänderten Vorschriften

zu genügen. Damit verfügt das Klinikum nun

auch über einen der modernsten Landeplätze an

niedersächsischen Krankenhäusern.

Das Klinikum Osnabrück ist wichtiger Gesundheits -

versorger und Wirtschaftsfaktor der Region.

83


Auf einen Blick

Gründungsjahr: 1982

Behandlungsangebote:

– Entwöhnungs-,

– Rückfall-,

– Kombinations- und

– substitutionsgestützte

Behandlungen

– Psychose und Sucht

– Adaption und

Außenorientierung

– Trauma und Sucht

Jenseits der Hektik und

des Lärms der Groß -

stadt haben die Patien -

ten die Möglichkeit, nach

oft langem und exzes -

sivem Drogengebrauch

entsprechende Distanz,

Ruhe und inneres Gleich -

gewicht zu erlangen.

Fachklinik Nettetal

Hohnweg 2

49134 Wallenhorst

Fon: 0541 40892-0

www.fachkliniknettetal.de

fachklinik-nettetal@

caritas-os.de

Fachklinik Nettetal

Die Fachklinik Nettetal ist eine Einrichtung zur

Rehabilitation von drogenabhängigen Männern.

Mit 37 Plätzen bietet sie einen Rahmen, der eine

persönliche Atmosphäre als Voraussetzung für

eine optimale Behandlung ermöglicht.

In der Fachklinik Nettetal werden medizinische,

psychologische, psychotherapeutische, arbeitsund

ergotherapeutische sowie sport- und freizeittherapeutische

Maßnahmen individuell im Rahmen

eines strukturierten Tages- und Wochenplans

aufeinander abgestimmt angeboten.

Die Fachklinik Nettetal steht in der Trägerschaft

des Caritas verbandes für die Diözese

Osnabrück e. V. mit Sitz und Geschäftsstelle in

Osnabrück und ist Teil eines Therapieverbundes

mit weiteren ambulanten und stationären Be hand -

lungsangeboten.

Abwechslung: windstiller Schatten eines

duftenden Waldes, gefolgt von der frischen

Brise am Mittellandkanal, danach ein sanfter

Anstieg, der weite Blicke über die sanft

geschwungene Landschaft des Wiehen -

gebirges ermöglicht. Wer gerne in der Gruppe

wandert und sein Wohlbefinden und

seine Leistungsfähigkeit weiter steigern

möchte, für den sind die geführten Bad

Essener Gesundheitswanderungen „mit allen

Sinnen“ genau das Richtige.

Und in Bad Iburg setzt der Gesundheits-

Pfad „barfuß wanderfit“ schließlich auf die

Lehren von Sebastian Kneipp, der das Barfußlaufen

als besonders intensive Form der

Bewegung schätzte. Der Pfarrer empfahl

bereits vor mehr als 150 Jahren das Laufen

mit nackten Füßen, um das Immunsystem

zu stärken. Die moderne Medizin gibt ihm

Recht: Also Schuhe aus für den GesundheitsPfad

„barfuß wanderfit“, denn das Barfußlaufen

regt die Durchblutung und den

Kreislauf an. Viele Muskeln in Füßen und

Beinen werden gefordert und die Sinne

angeregt. Das Immunsystem wird gestärkt

und Erkältungen vorgebeugt. Die Massage

der Reflexzonen wirkt sich positiv auf den

gesamten Körper aus. Es dient der Entspannung

von Körper und Geist und dem Stress -

abbau. Als Wegebelag kommen Wald -

boden, Rindenmulch, Schotterrasen, Rasen,

Asphalt und eine wassergebundene Wegedecke

zum Einsatz und viele Gäste, die hier

einmal barfuß gelaufen sind, setzen diese

gesunde Form des Laufens auch in ihrem

Alltag so oft wie möglich fort.

84


W i r t s c h a f t

Jung und Alt –

gutes Leben für alle Generationen

Demografischer Wandel – dieses Thema

und seine gewaltige Bedeutung für die

deutsche Gesellschaft sind unter Experten

schon seit Jahrzehnten bekannt. Im allgemeinen

Bewusstsein hält diese komplette

Veränderung der Altersstruktur allerdings

erst nach und nach Einzug. Dabei geht es

um nichts anderes als die (eigentlich erfreuliche)

Tatsache, dass die Menschen immer

älter werden und dass gleichzeitig immer

weniger Kinder geboren werden. Hatte

Nachkriegskanzler Konrad Adenauer bei

der Konstruktion des deutschen Renten -

systems noch „Kinder kriegen die Leute

immer“ als Planungsgrundlage ausgegeben,

so stimmt dieser Satz heute nicht mehr.

Im Gegenteil werden immer weniger junge

Menschen für immer mehr Ältere sorgen

müssen. Und die Folgen dieser demogra -

fischen Verschiebung sind mittlerweile auch

ganz praktisch im Alltag der Menschen

spürbar, was im Osnabrücker Land zu zahlreichen

Aktivitäten und Angeboten geführt

hat.

So denken viele Menschen inzwischen

über barrierefreies Wohnen nach und

können im Osnabrücker Land Unterstützung

beim Verein „Wohnen ohne Barrieren“

suchen. In einer Broschüre und auf der

Home page des Vereins unter www.wohnenohne-barrieren.com

sind Handwerksbetriebe

aufgeführt, die entsprechende Leis tungen

anbieten. Dabei ist barrierefreies Wohnen

nicht allein ein Thema für Senioren, sondern

auch junge Menschen können sich das

Leben leichter machen. Schließlich sind

Treppenstufen auch hinderlich, wenn man

mit Kind und Kinderwagen unterwegs ist.

Viele Ratsuchende sind Hauseigentümer

und stehen in der Mitte ihres Lebens. Die

ursprüngliche Wohnungseinrichtung ist dann

oft nicht mehr zeitgemäß und so haben die

Menschen den Wunsch, ihre Wohnung zu

modernisieren. Hier ist es dann sinnvoll, die

eigenen vier Wände gleich so zu gestalten,

dass sie im Alter möglichst keine Hindernisse

bereithalten. Da wird in der Küche beispielsweise

ein Hebesystem für Arbeitsfläche

und Oberschränke eingeplant. Und

für das Badezimmer bieten sich ebenerdige

Duschen oder Badewannen mit bequemem

Einstieg an. Auch immer mehr Einzelhändler

nehmen sich des Themas an, denn es ist

kundenfreundlich, wenn ältere Menschen

mit Rollator oder Eltern mit Kinderwagen

problemlos Angebote wahrnehmen können,

ohne erst umständlich Schwellen und

Treppenstufen bewältigen zu müssen. Auch

das Handwerk im Osnabrücker Land stellt

sich auf den wachsenden Modernisierungs -

bedarf ein.

Spannend ist auch das Osnabrücker

Wohnprojekt Berningshöhe. In dem Haus

leben die Bewohner in ihren eigenen vier

Wänden und können zugleich Gemeinschaftsräume

nutzen. Es ist ein gelungenes

Beispiel für neue Wohnformen und selbst

gewählte Nachbarschaften. Wer sich für die

neuen Wege beim Wohnen im Alter interessiert,

kann den Flyer „Wie will ich zukünftig

leben und wohnen?“ beim Gesundheitsdienst

für Landkreis und Stadt Osnabrück

anfordern. Darin wird eine Fülle von Fragen

beantwortet, etwa nach neuen Wohnformen.

Bei diesen Wohnformen werden generell

drei Varianten unterschieden. Erstens das

generationenverbindende Wohnen, wenn

also etwa die alte Dame, die den Schüler

Vokabeln abfragt, ihrerseits von diesem

das Handy erklärt bekommt. Zweitens das

Wohnen „50 plus“, denn hier sind es ältere

Menschen, die sich zusammentun, nach-

85


Ein gutes Leben für alle

Generationen sowie

Familie und Beruf ver -

einbaren – der Land -

kreis Osnabrück arbeitet

immer an neuen Ange -

boten.

dem die Berufstätigkeit vorbei ist und die

Kinder aus dem Haus sind. Drittens die Idee

der Be ginenhäuser, in denen sich Frauen

zum gemeinsamen Wohnen zusammen -

finden. Mittlerweile gibt es in der Bundes -

republik übrigens auch erste reine Männerprojekte.

Um das Thema Wohnberatung einem

breiteren Publikum näherzubringen, ist der

Landkreis Osnabrück mit seinem Infomobil

„Wohnen im Wandel“ auf öffentlichen Veranstaltungen

präsent. Das spezielle Wohn -

mobil enthält etwa Muster für Hilfsmittel wie

Haltegriffe oder Rampen für Türschwellen.

Dazu tragen die Experten aus Datenbanken

und Broschüren Informationen zusammen

und suchen auf Wunsch Ansprechpartner

heraus.

Im ehrenamtlichen Bereich sind im

Osna brücker Land die „Kümmerer“ Vor -

reiter. Sie sind Teil des Projekts „Zukunft

des Wohnen s in Melle“, das die Stadt Melle

in Zusammenarbeit mit dem Landkreis

Osna brück in Angriff genommen hat. Rund

20 Mitbürgerinnen und Mitbürger haben an

einer Fort bildung teilgenommen, die sechs

Seminartage umfasste.

Zu den Inhalten ge hörten die Themen

Energieeinsparung, Barrierefreiheit, Haustechnik,

neue Wohn formen sowie Pflege

und Hilfen im Alter. Mit ihrem Wissen sind

diese „Kümmerer“ nun gefragte An sprech -

partner in ihrer Nachbarschaft – und wenn

das Modellprojekt in Melle Erfolg hat, soll es

auf das gesamte Osnabrücker Land aus -

geweitet werden.

86


W i r t s c h a f t

Soziales und Betreuung –

Vereinbarkeit von Familie und Job

Natürlich gibt es im Osnabrücker Land noch

oft die klassische Familienstruktur mit Vater,

Mutter und Kindern und im besten Fall noch

den Großeltern in der Nähe, sodass sich wie

seit Generationen weiterhin drei Genera -

tionen gegenseitig helfen und ergänzen

können. Doch auch hier kommt – wenn

auch mit etwas Verzögerung – die gesellschaftliche

Veränderung an und die Themen

Alleinerziehung oder Patchwork-Familien

gewinnen dadurch ebenso an Bedeutung

wie auch die häusliche Pflege oder die Kurzzeitpflege.

Um die vielen und ganz unterschiedlichen

Angebote schnell und einfach

zugänglich zu machen, hat der Landkreis

Osnabrück eine Fülle von Aktivitäten und

Informationssammlungen unter anderem

auch im Internet am Start.

So werden ganz praktisch 30 bestehende

Kindertageseinrichtungen im Kreisgebiet zu

kompletten Familienzentren ausgebaut, die

sowohl über Beratungsangebote für Eltern

und alle möglichen Arten der Unterstützung

bei der Erziehung informieren als auch beispielsweise

direkte Kontakte zu Kurzzeit -

pflegeplätzen vermitteln. Ebenfalls interessant

für die Senioren sind eine Übersicht

über alle barrierefreien Wohnungen im Land -

kreis und eine Datenbank mit Anbietern

haushaltsnaher Dienstleistungen. Offene

Elterncafés in den Familienzentren sorgen

für einen möglichst einfachen und unkomplizierten

Zugang zu den Angeboten wie

etwa der Erziehungsberatung. Und auch

alle Fragen im Falle von Trennung und

Scheidung werden hier beantwortet, wobei

die Mit arbeiter der Familienzentren der

Schweigepflicht unterliegen.

Um jungen Eltern nach der Geburt ihres

Kindes ein Zeichen der Unterstützung zu

geben und ihnen gleich zu Beginn alle Möglichkeiten

der Förderung und Hilfe nahezubringen,

hat der Landkreis einen Baby -

besuchsdienst etabliert. Dabei werden Be -

grüßungsgeschenke für den neuen Erdenbürger

ebenso überreicht wie Informationsmaterial

und eine Übersicht über Einrichtungen,

Angebote und Hilfen für junge Eltern in

deren unmittelbarer Nähe.

Und wenn die Kinder dann älter sind,

greifen die Anstrengungen zur besseren

Vereinbarkeit von Familie und Beruf. So gibt

es eine Ferienbetreuung für Grundschüler

und die Unternehmen werden ermutigt,

Aktionstage zu diesem Thema zu veran -

stalten.

Sehr gut bewährt hat sich auch die Notfallbetreuung,

wenn beispielsweise das Kind

krank ist und die Eltern wichtige berufliche

Termine haben oder im Studium nicht fehlen

können. Die Hochschulen sowie viele

Unter nehmen und Institutionen in Stadt und

Landkreis haben sich dabei zu einer kostenlosen

Kindernotfallbetreuung zusammen -

geschlossen. Mehr als 20 Firmen sind schon

dabei, Tendenz steigend. Hier können die

Eltern bei Bedarf über eine Hotline schnell

und unkompliziert eine Betreuung für ihr

Kind für einen Zeitraum von bis zu drei

Tagen anfordern. Voraussetzung ist lediglich

die Registrierung im entsprechenden Per -

sonalbüro des Unternehmens.

Auch dieser Baustein trägt dazu bei, die

Vereinbarkeit von Familie und Beruf im

Osna brücker Land deutlich spürbar zu er -

höhen. Denn beim Rennen um die besten

Köpfe für die Unternehmen entscheiden

heute immer weniger das Gehalt oder der

Dienst wagen, sondern immer mehr die aktive

Unterstützung bei der Kinderbetreuung,

wenn Oma oder Opa nicht zur Verfügung

stehen.

87


Die besten Köpfe –

Universität und Hochschule

Osnabrück

Hochschule Osnabrück

Albrechtstraße 30

49076 Osnabrück

Fon: 0541 969-0

Informationen zum

Thema Bildung

Landkreis Osnabrück

Bildungskoordination

Katja Hinners

Am Schölerberg 1

49082 Osnabrück

Fon: 0541 501-3071

Klassische Universitätsstädte? Klar, da fallen

jedem sofort Namen wie Göttingen oder

Marburg ein. Doch in den vergangenen Jahren

hat Osnabrück mächtig aufgeholt, was

sich im Stadtbild gleich doppelt widerspiegelt:

Zum einen wurden und werden immer

neue Gebäude für Universität und Hochschule

gebaut, wobei besonders die ehe -

maligen britischen Kasernen genutzt werden.

Und zum anderen sorgen die Studentinnen

und Studenten für ein junges und leben -

diges Straßenbild und für eine spannende

Club-, Musik- und Kneipenszene. Dieses

ständige Wachstum der beiden großen

Bildungseinrichtungen nehmen die Osna -

brücker erfreut zur Kenntnis, hat doch nicht

zuletzt die steigende Zahl der Studenten

dafür gesorgt, dass der Osnabrücker Wohnungsmarkt

trotz des Abzugs der britischen

Soldaten und ihrer Familien quasi keine

Leerstände kennt. Wobei wohl viele Osna -

brücker Bürger durchaus ins Staunen ge -

raten, wenn sie die aktuelle Anzahl der

Studenten in ihrer Stadt erfahren: An Hochschule

und Universität sind fast 25 000

junge Menschen eingeschrieben, wobei sich

die Anteile ziemlich genau je zur Hälfte auf

beide Einrichtungen verteilen.

Die Hochschule (früher Fachhochschule)

besteht heute aus vier Fakultäten und dem

Institut für Musik und bietet 68 Bachelorund

31 Masterstudiengänge mit einem breit

gefächerten Spektrum an. Standorte sind in

Osnabrück auf dem Westerberg und in

Haste sowie in Lingen (Ems), wo die Außenstelle

im Zuge des Hochschulpakts 2020

Hochschule Osnabrück

am Westerberg – breit

gefächertes Spektrum

und moderne Infra -

struktur

88


Bildung und Wissenschaft

Die Universität ist 1974

aus einer Pädago gischen

Hochschule hervor -

gegangen und hat ihren

Sitz im Osnabrücker

Schloss.

noch weiter ausgebaut wird. Auf dem Ge -

lände der früheren Caprivi-Kaserne hoch

über der Stadt und mitten im Nobelstadtteil

Westerberg liegen die Hörsäle, Seminar -

räume und Laboratorien der Ingenieurs -

wissenschaften und der Informatik sowie

der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften.

Auch das Institut für Musik hat hier seinen

Sitz. In den historischen Mauern der alten

Stadtbefestigung Vitischanze residiert der

Studiengang Industrial Design passenderweise

in schicken Räumen, war die alte Sub -

stanz doch einst zu einem feinen Casino

umgebaut worden, ehe der Spielbetrieb eingestellt

wurde und die Hochschule das

Gebäude übernehmen konnte. Direkt an der

Stadtgrenze im Stadtteil Haste liegen die

Gewächshäuser und Versuchsbetriebe der

Agrarwissenschaften und der Landschafts -

architektur inmitten eines rund fünf Hektar

großen Parks. Schmuckstück in Haste ist das

ehemalige Ausflugslokal „Schmied im Hone“,

das stilsicher saniert worden ist. Da trifft es

sich hervorragend, dass hier auch zu Lehrund

Leerzwecken wieder Bier gebraut wird.

Die heutige Universität ist 1974 aus einer

Pädagogischen Hochschule hervorgegangen

und hat ihren Sitz im Osnabrücker

Schloss mit seinem prächtigen Schloss -

garten, der im Sommer zu einer riesigen

Liegewiese der Studenten wird. An der Uni

werden eine Vielzahl von interdisziplinären

Studiengängen angeboten, die es so nur an

wenigen anderen Universitäten oder sogar

nur hier gibt. Dazu gehören unter anderem

Angewandte Systemwissenschaft, Cognitive

Science oder auch Steuerwissenschaften

(LL.M. Taxation). Wichtige und bekannte

interdisziplinäre Einrichtungen sind das

Institut für Kulturgeschichte, das Institut für

Migrationsforschung und Interkulturelle

Studien (IMIS) sowie das Institut für Finanzund

Steuerrecht.

Mit dem biowissenschaftlichen Sonderforschungsbereich

Membranproteine, der von

der Deutschen Forschungsgemeinschaft

finanziert wird, ist die Universität Osna brück

in der biologischen Spitzen forschung ver -

treten. Auch das European Legal Studies

Institute zählt zur europäischen Spitze in der

Rechtsvergleichung und Rechtsvereinheit -

lichung. Der Botanische Gar ten auf dem

Westerberg verbindet ideale Bedingungen

für die Studenten mit einem beliebten Naherholungsfaktor

für die Bürge rinnen und

Bürger.

Botanischer Garten der

Universität Osnabrück

Albrechtstraße 29

49076 Osnabrück

Fon: 0541 969-2739

Öffnungszeiten:

April–September:

Mo–Fr 8–20 Uhr,

Sa 14–20 Uhr,

So 10–20 Uhr

Oktober–März:

Mo–Fr 8–16 Uhr,

So 10:30–16 Uhr

Universität Osnabrück

Neuer Graben 29

49074 Osnabrück

Fon: 0541 969-0

89


Wissen geht durch den Magen –

Spitzenforschung am DIL

Ist wissenschaftliche Spitzenforschung in

der vermeintlichen Provinz möglich? Quakenbrück

zeigt mit dem Deutschen Institut

für Lebensmitteltechnik (DIL), an dem euro -

päische Spitzenforschung in den Bereichen

Lebensmittelproduktion, Maschinenbau,

Mess technik und Verfahrenstechnik betrieben

wird, dass so etwas funktionieren kann.

Das DIL hat seinen Sitz seit seiner Gründung

1983 hier im Zentrum der niedersächsischen

Lebensmittelindustrie und ihm ge -

hören mehr als 150 Unternehmen als Mitglieder

an.

Seine Aufgabe definiert das Institut

als Bindeglied zwischen Wissenschaft und

Praxis bei der Produktentwicklung und Herstellung

von Lebensmitteln. Mit seinem interdisziplinären,

ganzheitlichen Entwicklungskonzept

unter Nutzung der international und

national wissenschaftlichen Ergebnisse

unter stützt das DIL zudem die Lebensmittelwirtschaft

bei der Entwicklung wettbewerbsfähiger

Produkte und der Prozessführung.

Die Kernkompetenzen liegen im Bereich der

Produktentwicklung sowie der Verfahrenstechnik.

Das Institut finanziert sich zum größten

Teil aus Auftragsforschungen und zu einem

geringen Teil aus öffentlichen Mitteln, wobei

besonders die innovativen und auf die

Praxis der Unternehmen ausgerichteten

Forschungsarbeiten die wirtschaftliche Basis

des DIL bilden. Die rund 160 Mitarbeiter

haben neben diesen hochwertigen wissenschaftlichen

Dienstleistungen für die Lebens -

mittelindustrie auch die Prozesstechnologie

und die Lebensmittelsicherheit im Blick. Der

Bereich Lebensmittelsicherheit analysiert

dabei Prozesse sowie Produkte auf unterschiedlichen

Ebenen und unterstützt Unternehmen

der Lebens- und Futtermittel -

ver arbeitung mit einem Analytikspektrum

bei der Erfüllung der Anforderungen aus

Gesetzen, Normen sowie den Erwartungen

der Konsumenten.

Seit einigen Jahren ist der Fachbereich

Bioökonomie neuer Forschungsschwerpunkt

des DIL. Er bildet die Schnittstelle

zwischen Forschungsplattformen und Ge -

schäfts bereichen. Durch themen- und sektorenübergreifende

Forschungsaktivitäten soll

der Strukturwandel von einer Erdölindustrie

hin zu einer biobasierten Industrie gefördert

werden. Dieses Ziel ist verbunden mit gro -

ßen Chancen für Wachstum und Beschäf -

tigung. Zugleich soll international Verantwortung

für die Welternährung, die Rohstoffund

Energieversorgung aus Biomasse sowie

für den Klima- und Umweltschutz übernommen

werden.

Das DIL arbeitet kontinuierlich daran,

einer biobasierten Lebensmittelproduktion

den Weg zu ebnen. Dabei sollen natürliche

Ressourcen genutzt und neue Möglich -

keiten zur Verwendung nachwachsender

Rohstoffe erschlossen werden. Dies wird

durch die Entwicklung neuer, biobasierter

Produktionsprozesse ermöglicht. Diese Arbeit

dient nicht nur dem Erhalt unserer Lebensräume,

sondern führt auch zu einer Qualitätsverbesserung

der Produkte und wirkt

sich gesundheitsfördernd aus.

90


Bildung und Wissenschaft

Das DIL bietet wissenschaftliche

Dienstleis -

tungen für die Lebens -

mittelindustrie. Bio -

ökonomie und Lebens -

mittelsicherheit sind u. a.

wichtige Bereiche.

91


Ross und Reiter –

Pferdekompetenzzentrum auf

dem Rittergut Osthoff

Beratung zum Reit -

platzbau auf Rittergut

Osthoff

92

Preisfrage nicht nur für Reiter: Wie hoch ist

wohl die jährliche Wertschöpfung rund um

den Wirtschaftsfaktor Pferd im Osnabrücker

Land? Die Antwort kennt keiner besser als

Ullrich Kasselmann, Pferdesportunternehmer

aus Hagen a.T.W. und Veranstalter des international

renommierten Turniers „Horses &

Dreams“ auf seinem Hof am Hagener Borgberg:

Rund um die 21 000 Pferde in der

Region wird eine jährliche Wertschöpfung

von ca. 84 Mio. Euro generiert und rund

7000 Arbeitsplätze hängen direkt oder in -

direkt am Pferdesport. Da liegt es nahe,

dass der Hof Kasselmann, die Hochschule

Osnabrück, der Landkreis Osnabrück und

die Stadt Georgsmarienhütte ihre Kräfte

gebündelt und das „Horse Competence

Center Germany“ (HCCG) aus der Taufe

gehoben haben. Erklärtes Ziel des HCCG

ist der Ausbau des Osnabrücker Landes zu

einer national und international anerkannten

Drehscheibe für Know-how und neue Produktinnovationen

rund um das Pferd.

Seinen Sitz hat das HCCG auf dem ehemaligen

Rittergut Osthoff in Georgsmarienhütte

gefunden. Die historische Bausubstanz,

die auch eine hervorragende Film -

kulisse abgeben würde, wurde mit großem

Aufwand saniert und bietet heute moderne

Stallungen, Trainingsplätze und weitläufige

Weiden sowie multifunktionale Seminarund

Konferenzräume samt Gästewohnungen.

Hier wird unter dem Motto „Pferdestärken

bündeln – Wissen transportieren“ daran

gearbeitet, den Erkenntnistransfer von der

Wissenschaft zur Wirtschaft stetig auszubauen

und die vielen Leistungsträger in der

Region miteinander zu vernetzen.

Durch das Engagement von privater und

öffentlicher Seite ist auf dem Rittergut Osthoff

eine einzigartige Infrastruktur rund um

das Thema Pferd mit den Schwerpunkten

Bildung, Beratung, Forschung und Projekte

entstanden.

Und das hier erworbene Wissen wird

aktiv weitergegeben: So befassen sich an

der Hochschule Osnabrück zehn Profes -

soren innerhalb des Studiengangs „Pferde -

management“ mit dem Thema Pferd und

haben hier am Hochschulstandort Osna -

brück inzwischen eine Expertise versammelt,

die international nachgefragt wird –

beispielsweise beim Reitplatzbau, wo die

Osnabrücker Experten nicht nur europaweit,

sondern auch im arabischen Raum, wie

etwa dem Oman, gefragt sind.


Bildung und Wissenschaft

Auf einen Blick

Gründungsjahr: 2012

Träger: Der Rechts -

träger des HCCG ist

die 2002 gegründete

Science to Business

GmbH – Hochschule

Osnabrück.

Mitarbeiter: 4

Horse Competence Center Germany (HCCG) –

Pferdekompetenz in Praxis und Forschung

Forschung, Projekte, Bildung und Beratung –

dies sind die vier Säulen, auf denen das Horse

Competence Center Germany (HCCG) basiert

(siehe Infospalte). Von vier kompetenten Partnern

2012 ins Leben gerufen (Science to Business

GmbH – Hochschule Osnabrück, Landkreis Osna -

brück, Stadt Georgsmarienhütte und Hof Kasselmann

KG), besteht auf dem nahe Osna brück ge -

legenen ehemaligen Rittergut Osthoff eine einzig -

artige Infrastruktur rund um das Thema Pferd.

Das HCCG verbindet Wissenschaft und Praxis –

Innovationspotenzial, das seines gleichen sucht:

Das HCCG arbeitet eng mit den verschiedenen

Fakultäten und Forschungsbereichen der Hoch -

schule Osnabrück zusammen. Gepaart mit dem

stetig wachsenden Netzwerk „Pferdewirtschaft“,

fungiert das HCCG als Bindeglied zwischen

Wissenschaft und Wirtschaft im Pferdesektor.

Ziel des HCCG ist es, die Nachfrage von

Dienstleistungen und Produkten im Bereich der

Pferdewirtschaft zu fördern, den Wissenstransfer

von der Wissenschaft zur Wirtschaft zu optimieren

und die entsprechenden Leistungsträger aus

der Region miteinander zu vernetzen. So entsteht

eine ganzheitlich agierende zentrale Anlaufstelle

mitten im Herzen einer pferdebegeisterten Region!

Lasergesteuerter Reit -

bahnplaner zur Boden -

nivellierung: Die Höhen -

regulierung des Planier -

schildes erfolgt ohne

manuellen Eingriff durch

den Fahrer.

Weiteres Forschungs -

highlight ist der High

Score Perfor mance

Ground (HSPG) – ein

ganzheitlich optimierter

Reitplatz, bestehend aus

einem Anstausystem mit

mehreren aufeinander

abgestimmten Schichten

und einer Elastikmatte.

Leistungsspektrum:

Wirtschaft, Know-how,

Gesundheit und Touris -

mus rund um das Pferd

Schwerpunkte:

Forschung:

– High Score Perfor -

mance Ground (HSPG)

– lasergesteuerter

Reitbahnplaner

– Stallhygiene

Projekte:

– EUREGIO-Projekte

zur Wirtschaftskraft

des Pferdes

Bildung:

– Equine Management

Zertifikatslehrgang

(EMC)

– pferdegestützte

Seminare für

Unter nehmen

(Führungskräfte-

entwicklung)

Beratung:

– Beratung im

Reitplatzbau

– betriebswirtschaftliche

Beratung für Pferde -

betriebe (Betriebs-

Check)

– Reitersprechstunde

Horse Competence

Center Germany (HCCG)

Rittergut Osthoff 5

49124 Georgsmarienhütte

Fon: 05401 8813-220

www.hccg.de

info@hccg.de

93


Viel mehr als Töpferkurse –

Volkshochschule Osnabrücker Land

Das Angebot der Volkshochschule Osna -

brücker Land (VHS) ist so bunt und breit

aufgestellt wie das Leben selbst. Natürlich

werden auch bewährte Kurse wie Sprachen

und Klassiker rund um Hobby und Heimwerken

angeboten, doch Semester für

Semester erweitert das Team der VHS die

Bandbreite.

So gibt es hier zum Beispiel neue

Sprachkurse, in denen komprimiert an nur

einem Tag die wichtigsten Redewendungen

einer bestimmten Sprache als Rüstzeug für

den Urlaub vermittelt werden. Vielfältig sind

auch die Kurse zum Thema „Gesundheit

und Ernährung“, die von der Aqua Fitness

über die Wirbelsäulengymnastik bis hin zu

Yoga reichen. Immer wichtiger wird der

Aspekt „Leben im Alter“, der sich mit

Hospiz arbeit, Patientenverfügung oder der

ehrenamtlichen Hilfe bei der Pflege beschäftigt.

Und natürlich kommen auch die klas -

sischen Felder wie Kultur und Geschichte

nicht zu kurz.

Die VHS Osnabrücker Land wurde 2004

in ihre jetzige Struktur gegossen, als die Einrichtungen

der Städte Bramsche und Georgs -

marienhütte sowie die damalige Kreis -

volkshochschule Osnabrück zusam men -

geführt wurden.

Derzeit ist die VHS Arbeitgeber für rund

70 Mitarbeiter und beschäftigt darüber hinaus

mehr als 800 Dozenten, die mehr als

4000 Kurse mit mehr als 70 000 Unterrichtsstunden

anbieten. Neben der Haupt -

geschäftsstelle im Kreishaus ist die VHS im

Haus des Lernens in Osnabrück und in 21

weiteren Außenstellen in allen Städten,

Samtgemeinden und Gemeinden im Landkreis

Osnabrück präsent.

Besonders das Haus des Lernens zeugt

vom hohen Qualitätsanspruch der VHS: In

den lichtdurchfluteten Neubau mit seinen

3500 Quadratmetern Nutzfläche hat der

Landkreis Osnabrück 5,3 Mio. Euro inves -

tiert. Hier haben auch das Berufs bil dungs -

werk mit seinen Fachschulen für Altenpflege,

Heilerziehungskunde und Pflege assistenz

sowie die benachbarte Berufs bildende

Schule mit einer Metallwerkstatt eine neue

Heimat gefunden.

94


Bildung und Wissenschaft

Die VHS bietet ein um fangreiches Bildungsangebot.

95


A„Als die Römer frech geworden . . .“ –

Museum und Park Kalkriese

Geschichte zum Erleben

96

„Als die Römer frech geworden, zogen sie

nach Deutschlands Norden...“ – so beginnt

ein besonders im Osnabrücker Land

populäres Volkslied, das den legendären

Sieg der Germanen über die Römer unter

ihrem Feldherrn Varus zum Thema hat. Als

Ort dieser Varusschlacht im Jahre 9 nach

Christus wurde lange die Region um

Detmold vermutet, das 1875 erbaute Hermannsdenkmal

kündet noch heute davon.

Doch als der britische Offizier und Amateurarchäologe

Tony Clunn 1987 und 1988

auf den Äckern nahe des Bramscher Ortsteils

Kalkriese drei römische Schleuderbleie

und römische Münzen fand, musste die

Geschichte Stück für Stück umgeschrieben

werden. Denn schon 1989 begannen planmäßige

Ausgrabungen und schnell wurde

klar, dass nur hier der Ort der Varusschlacht

gewesen sein konnte. Denn die weiteren

Ausgrabungen brachten eine gewaltige

An zahl an Münzen, Waffen, Fragmenten

der Ausrüstung römischer Soldaten sowie

Menschen- und Tierknochen ans Tageslicht.

Und mit der eisernen Maske eines hoch -

rangigen römischen Soldaten wurde dann

auch das heutige Symbol von Museum und

Park Kalkriese aus der Erde geholt.

Schon 1993 wurde in einem nahe ge -

legenen Bauernhof ein erster Informationsraum

eingerichtet, um die sensationellen

Funde auch für die Öffentlichkeit zugänglich

zu machen. Doch schnell wurde klar, dass

die historische Bedeutung der Ausgrabungsfunde

ihren Ausdruck finden musste in

einem angemessenen Rahmen der Präsentation.

Da kam die Weltausstellung im Jahr

2000 in Hannover genau passend, denn zu

diesem Anlass entstand der Museumspark

Varusschlacht, der 2002 durch einen

Museums bau ergänzt wurde. 14 Mio. Euro

investierten der Landkreis Osnabrück und

die Stiftung der Sparkassen im Osnabrücker

Land in das moderne Gebäude, das von den

Züricher Architekten Annette Gigon und

Mike Guyer entworfen wurde. Der 40 Meter

hohe Aussichtsturm bietet einen Ausblick auf

das Schlachtfeld, das Gebäude aus rostenden

Stahlplatten und Glasfenstern soll daran

erinnern, dass in der Varusschlacht mehr als

10 000 Menschen den Tod fanden. Ergänzt

wurde das Museum durch einen weiteren

Bau für Sonderausstellungen und ein Be -

sucherzentrum, die das Ensemble nun auch

architektonisch anspruchsvoll abrunden.


Geschichte und Geschichten

Auf einen Blick

Öffnungszeiten: täglich

10:00 bis 18:00 Uhr,

Nov. bis März: Di. bis So.

von 10:00 bis 17:00 Uhr

Angebote:

– Dauerausstellung

zur Varusschlacht

– Sonderausstellungen

zur antiken Geschichte

– Führungen und Mit -

machprogramme etc.

Ein umfangreiches Pro -

gramm aus Führungen,

Familientagen und Groß -

veranstaltungen wie das

Oster-Leuchten und die

Römer- und Germanen -

tage machen Geschichte

für alle Sinne lebendig.

Varusschlacht im

Osnabrücker Land

gGmbH

Venner Straße 69

49565 Bramsche-

Kalkriese

Fon: 05468 9204-0

www.kalkriesevarusschlacht.de

kontakt@kalkriesevarusschlacht.de

Weltgeschichte am Waldesrand –

Museum und Park Kalkriese

Fast 2000 Jahre wurde über den Ort der sogenannten

Varusschlacht spekuliert. Seit 1989 wurden

und werden bei Ausgrabungen in Bramsche-

Kalkriese sensationelle Funde gemacht, die auf

dieses wichtige Kapitel der Geschichte hindeuten.

In einem sehenswerten Zusammenspiel von

Architektur und Landschaft präsentieren Museum

und Park Kalkriese die Geschichte von Römern

und Germanen im 1. Jahrhundert unserer Zeitrechnung.

Die laufend aktualisierte Daueraus -

stellung beleuchtet die Varusschlacht, ihre Protagonisten

und den aktuellen Forschungsstand.

Jährliche Sonderausstellungen entführen in die

antike Welt. 2004 wurde das Museum mit dem

Europa Nostra Award als europäisches Kultur -

erbe ausgezeichnet.

Dauerausstellung zur

Varusschlacht

Auf dem rund 20 Hektar großen Ge -

lände des Parks werden kontinuierlich weitere

Ausgrabungen durchgeführt. Das historische

Niveau der Fläche wird dabei durch

einen Geländeschnitt verdeutlicht, der

durch Spundwände abgetrennt wird. Der

Verlauf des Walls, hinter dem sich die Germanen

verschanzt hatten und von dem aus

sie den römischen Heereszug immer wieder

und schließlich vernichtend attackiert

haben, ist durch eiserne Stelen im Boden

markiert, stählerne Platten kennzeichnen

den Marsch der Römer.

97


Zeit für Oldtimer – Schätze und

Schätzchen im Automuseum Melle

Automuseum

Pestelstraße 38–40

49324 Melle

Fon: 05422 46838

Oldtimer zum Anfassen

Das Osnabrücker Land ist Autoland. Früher

wurden bei Karmann in Osnabrück wunderschöne

Klassiker wie der Karmann Ghia

oder das Cabriolet des Käfer gebaut, heute

rollen bei Volkswagen in Osnabrück aktuelle

VW- oder Porsche-Modelle vom Band.

Kein Wunder also, dass die Geschichte

des Automobils auch in einem eigenen

Museum gewürdigt wird. In den denkmal -

geschützten Hallen einer ehemaligen Möbel -

fabrik in der Stadt Melle stehen auf zwei

Etagen historische Fahrzeuge. Der Clou des

Museums: Hier werden Autos von Privat -

leuten gezeigt, die ihre Schätzchen jeweils

für ein halbes Jahr zur Verfügung stellen.

Alle hier gezeigten Oldtimer sind also fahrbereit

und sollen nach ihrer musealen

Pause dann wieder auf der Straße zu sehen

sein.

Im Automuseum Melle ist Platz für 250

bis 300 alte Fahrzeuge. Durch das geschilderte

Konzept können Fans automobiler

Geschichte immer wieder nach Melle kommen

und finden dabei stets neue Exponate.

Die Arbeit im Automuseum wird ausschließlich

von ehrenamtlichen Kräften geleistet,

denen man ihre Liebe zum Detail deutlich

anmerkt.

Neben den wechselnden Oldtimern

zeigt das Automuseum auch mehr als 1000

Modellnachbauten von Flugzeugen und

eine historische Kinderwagen-Ausstellung.

Beim Blick auf diese Kinderwagen werden

dann immer wieder erstaunliche Parallelen

zum Design der Autos aus der jeweiligen

Epoche sichtbar. Und ebenfalls als Modelle

sind in einer Sonderausstellung Autos zu

sehen, die in James-Bond-Filmen eine wichtige

Rolle gespielt haben. Zum Mekka für

Fans der englischen Marke Jaguar wird

Melle schließlich durch eine besondere

Jaguar-E-Type-Ausstellung, die mehr als

2000 Exponate umfasst.

Die Macher des Automuseums lassen

sich neben der ständig im Fluss befind -

lichen Präsentation der rollenden Schätzchen

auch immer wieder Sonderausstellungen

zu relevanten Themen einfallen. Ein

Beispiel ist die Sonderausstellung zur Luftkühlung

– beim Anblick von Käfer, Ente,

Goggomobil, NSU, Porsche oder Magirus

wird dem Besucher dann deutlich, dass luftgekühlte

Fahrzeuge mehr als ein Jahrhundert

unseren automobilen Alltag begleitet

haben, heute aber praktisch nicht mehr produziert

werden.

98


Geschichte und Geschichten

Bramscher Rot – über die

Geheimnisse der Schönfärberei

Bramsche wird auch heute noch als Tuch -

macherstadt bezeichnet, auch wenn hier

schon lange keine Stoffe mehr produziert

werden. Den Mythos dieser Handwerkskunst

begründete einst das „Bramscher

Rot“ mit seiner beeindruckenden Erfolgs -

geschichte, auf die die Bramscher noch

heute stolz sind. Um 1770 warb die örtliche

Tuchmachergilde den Schönfärber Andreas

Wolff aus Thüringen an, um die Färberei

in Bramsche zu etablieren. Denn diese

Schönfärberei beherrschten zu dieser Zeit

nur wenige Handwerksmeister. Blau- und

Schwarz färberei waren zwar weit verbreitet,

doch die Herstellung aller Farbnuancen war

dem Schönfärber vorbehalten, der deshalb

auch eine doppelt so lange Lehrzeit wie der

Schwarzfärber zu durchlaufen hatte.

Der wichtigste Auftraggeber für das rote

Wolltuch aus Bramsche war das Königshaus

Hannover. Zu Glanzzeiten unterhielt

der dortige Regent ein stehendes Heer von

bis zu 24 000 Mann und da eine Uniformjacke

im Schnitt drei bis vier Jahre hielt,

musste ständig Ersatz beschafft werden.

Aus diesem Grunde wurde in Bramsche

bald nur noch rotes Tuch produziert und der

Wohlstand der Stadt erblühte. Mehr als 50

Meister und ihre Gesellen und Mitarbeiter

waren zu Spitzenzeiten mit dem Bramscher

Rot beschäftigt und produzierten in der

Innung oder in ihren Tuchmacherhäusern.

Dabei gaben ihnen die königlich-hannoverschen

Musterkarten den Farbton genau vor.

Die Farbe wurde aus den Wurzeln einer

kleinen Pflanze erzeugt, die im niederländischen

Zeeland angebaut wurde. Diese

getrocknete Krappwurzel sieht unscheinbar

aus wie trockenes Holz, hat aber die Kraft,

Wolle leuchtend rot zu färben. Dann wurden

noch Salze und Alaun, Weinstein und Zinnsalz

hinzugefügt, ehe das Tuch in ein Färbebad

kam, das 80 bis 90 Grad heiß war. Aus

diesem Tuch konnten dann perfekte Uniformen

geschneidert werden, denn der Stoff

war sehr robust und die Wolle extrem widerstandsfähig,

sodass die Uniformen nicht

gewaschen werden mussten.

Blau, Grün und Rot waren in jener Zeit

die Farben des Militärs. Und zwar in erster

Linie aus strategischen Gründen, denn es

war wichtig, dass sich die jeweiligen

Armeen unterscheiden konnten im Pulverdunst

des Schlachtfeldes. Deswegen trugen

die Soldaten diese markanten Farben. Blau

war die Farbe der Bayern, die Russen trugen

Grün und die Engländer Rot.

Die große Zeit des Bramscher Rot endete

dann abrupt im Jahr 1837, als Ernst August I.

zum König von Hannover proklamiert

wurde, denn der neue König wechselte zur

Farbe Blau. Die Bedeutung des Bramscher

Rot kann heute noch im Tuchmacher

Museum erspürt werden, wo von Zeit zu

Zeit die alten Maschinen wieder angeworfen

werden.

Tuchmacher Museum

Bramsche

Tuchmacher Museum

Bramsche

Mühlenort 6

49565 Bramsche

Fon: 05461 94510

Öffnungszeiten:

Di–So 10–17 Uhr

99


B„Butterstein von Gattberg“ –

eine teuflische Geschichte

Das Osnabrücker Land ist sagenhaft. Nur

logisch, dass hier denn auch allerlei Sagen

und Mythen erzählt werden. Oft ranken sich

diese wundersamen Geschichten um auffällige

Steinformationen, die dabei gern zu des

„Teufels Waschbecken“ oder zum „Butterstein

von Gattberg“ werden – realer Hintergrund

für diesen Butterstein ist der mit 127

Metern eher flache denn hohe bewaldete

Gattberg im Belmer Ortsteil Vehrte, der mit

seinem „Steinernen Meer“ über eine ungewöhnliche

Häufung von Findlingen aus der

Saaleeiszeit verfügt. Der größte dieser Findlinge

ist besagter Butterstein, ein rötlichgrauer

Granitfindling, der 1,40 Meter aus

dem Boden ragt – und die Sage von jenem

Butterstein soll hier erzählt werden.

Der Teufel herrschte einst auch hier auf

der Vehrter Egge, sein Backofen und sein

Backtrog aus Stein zeugen noch davon.

Eines Tages beschloss nun der Herr der

Hölle, seinen Helfershelfern und dunklen

Freunden ein prächtiges Festmahl zu kredenzen.

Einen gewaltigen Braten sollte es

geben, dazu natürlich Kuchen und feines

Gebäck. Alles wurde denn auch sogleich

begonnen, indes fehlte es dem Teufel an

der ausreichenden Menge an Butter. So

begab er sich als Bürger verkleidet zu den

Menschen und mischte sich unerkannt

unter sie. Auf dem Gattberge traf er eine

Bauersfrau, die einen großen Korb am Arme

trug. Der Teufel vermutete die gesuchte

Butter in diesem Korb, entbot ihr einen

freundlichen Gruß und verwickelte sie in ein

Gespräch. Die gute Bauersfrau erkannte ihn

nicht, denn der Herr der Hölle hatte seinen

Teufelsschwanz wohlweislich in seinen

Hosen verborgen. Unbedarft erzählte sie

darob dem Teufel, dass sie ihre Butter zum

Markt nach Osnabrück zu bringen gedenke.

Der Teufel bat daraufhin darum, die Butter

einmal sehen und probieren zu dürfen, was

ihm die Bauersfrau auch gern gewährte –

hatte sie doch die Hoffnung, ihre Butter an

Ort und Stelle verkaufen und sich so den

weiten Weg zum Markt sparen zu können.

Doch der Teufel begann zu feilschen

und schnitt dazu ein großes Stück aus der

Butter heraus, kostete die Butter und fing

an, die Ware schlecht zu machen, um auf

diese Weise den Preis drücken zu können.

Das wurde der Bäuerin schließlich zu bunt

und es entbrannte ein heftiger Streit, an dessen

Ende die gute Frau sich in ihrer bäuer -

lichen Ehre gekränkt fühlte und mit ihrem

Stock auf den Teufel einhieb. Da platzte seinerseits

dem Herrn der Hölle der Kragen

und er verfluchte im Zorn die Bauersfrau

und ihre Butter dazu, zu Stein zu erstarren.

Und so liegt das Butterstück noch heute auf

dem Gattberge und an der äußersten Ecke

fehlt jenes Stück, das der Teufel einst probiert

hatte.

100


Geschichte und Geschichten

„Butterstein von Gattberg“

101


Gradierwerke als Leinwände –

Biennale „lichtsicht“

in Bad Rothenfelde

Das ist mal ganz große Kunst in des Wortes

wahrster Bedeutung: Zur Biennale „lichtsicht“

werfen 50 lichtstarke Beamer aktuelle be -

wegliche Kunstwerke auf die gewaltigen

Gradierwerke im Kurpark von Bad Rothenfelde.

Dabei bespielen die Macher auf einer

Länge von gut einem laufenden Kilometer

eine Höhe von elf Metern, denn so hoch

ragen die Gradierwälle aus aufgesteckten

Sanddornzweigen zur Salzverrieselung in

die Luft. Von diesen Gradierwerken rieselt

das Salzwasser in dünnen Schleiern herab,

was der strahlenden Lichtkunst dann noch

einen faszinierenden irisierenden Charakter

verleiht.

Ähnlich wie bei der „documenta“ in Kassel

wird seit Start der „lichtsicht“ im Jahr 2007

auch in Bad Rothenfelde jeweils ein nam -

hafter Leiter verpflichtet, Manfred Schnecken -

burger etwa oder auch „Lichtpapst“ Peter

Weibel aus Österreich. Die künstlerischen

Leiter suchen dann ihrerseits internationale

Künstler, die ihre meist spektakulären Werke

102

Beeindruckende

Lichtspiele . . .

lichtsicht –

Projektions-Biennale

lichtsicht gemeinnützige

gmbh

Parkstraße 44–46

49214 Bad Rothenfelde

Fon: 05424 299-111

www.lichtsichtbiennale.de

eigens für die „lichtsicht“ entwerfen. Dort

sind sie dann für mehrere Monate während

der dunklen Jahreszeit ab Einbruch der

Dunkelheit zu bewundern. Eintritt wird nicht

erhoben, die Zahl der Gruppenführungen

steigt von Jahr zu Jahr weiter an.

Die Themen der Videoinstallationen sind

breit gefächert und reichen von politischen

über gesellschaftliche bis zu umweltorientierten

Inhalten. Der Kreativität der Künstler

bei der Gestaltung sind dabei ebenso wenig

Grenzen gesetzt wie der Interpretations -

freiheit der Besucher.

Und auch Menschen, die sonst um

Kultur eher einen Bogen machen und als

Museumsmuffel gelten, finden durch die

großflächige Präsentation und die offene

Form der Biennale einen ungezwungenen

Zugang zur Kunst.

Zumal der Kurpark in Bad Rothenfelde

ja auch die Möglichkeit bietet, das kulturelle

Erlebnis mit einem schönen Spaziergang zu

verbinden.


K u l t u r

AAdel verpflichtet – Burgen,

Schlösser, Herrenhäuser

Natürlich wird die Geschichte des Osna -

brücker Landes in den vielen Geschichten

lebendig, die hier aus vergangenen Zeiten

erzählt werden. Doch die Geschichte lässt

sich im Osnabrücker Land auch ganz handfest

begreifen, wenn wir einen Blick auf die

vielen prächtigen Burgen, Schlösser und

Herrenhäuser werfen. Hier wird Stein auf

Stein die meist spannende Historie greifbar,

etwa bei einem Blick auf Gut Ostenwalde in

Melle-Oldendorf. Wobei die Sache mit dem

Blick hier (leider) wortwörtlich zu nehmen

ist, denn Ostenwalde wird heute privat ge -

nutzt und ist nicht zugänglich. Der West -

flügel der Anlage entstand um 1700, der

Mittelflügel wurde 1780 erneuert und ein

imposanter Turm samt Ostflügel sind etwas

mehr als 100 Jahre alt. Gut Osten walde

betrat sogar einmal die politische Welt -

bühne, als nach dem Zweiten Weltkrieg der

Chef der Britischen Besatzungszone, Feldmarschall

Montgomery, hier 1945 in den

alten Mauern sein Hauptquartier aufschlug.

Einen festen Platz auf der Landkarte der

Gartenfreunde hat Schloss Ippenburg in

Bad Essen, wo Viktoria Freifrau von dem

Bussche schon seit 1998 mehrmals im Jahr

zu prächtigen Gartenfestivals lädt. Hier zeigen

die besten Gartenkünstler ihre Ideen

und setzen die Trends der Szene vor einer

herrlichen Kulisse mit Roseninsel, Küchengarten

oder Zauberwald. Der 600 Jahre alte

Familiensitz kündet im Innern von der langen

und bewegten Geschichte ihrer Be -

sitzer und auch heute noch wird ein Teil

der Ippenburg von der Familie von dem

Bussche privat genutzt. Auch im benachbarten

Schloss Hünnefeld wohnen noch die

Besitzer, die ihre über eine romantische

Allee zu erreichende Anlage oft als Kulisse

für Ausstellungen und Open-Air-Theater zur

Schloss Ippenburg

Gut Ostenwalde

Osnabrücker Straße 75

49324 Melle-Oldendorf

Fon: 05422 8257

www.gut-ostenwalde.de

Schloss Ippenburg

Schlossstraße 1

49152 Bad Essen

Fon: 05472 9776336

www.ippenburg.de

Schloss Hünnefeld

Clamors Allee 1

49152 Bad Essen

Fon: 05472 4428

www.schlosshuennefeld.de

Verfügung stellen. Für die Unverwechsel -

barkeit dieser Kulisse sorgt vor allem der

Taubenturm aus dem 18. Jahrhundert, der

den Anblick von Schloss Hünnefeld be -

herrscht. Die Anlage ist öffentlich zugänglich,

in der Alten Rentei wartet ein Café auf

Besucher und wer Glück hat, dem gelingt

eine Buchung in einem der herrschaftlichen

Zimmer, die als Bed & Breakfast angeboten

werden und die besonders bei Hochzeits -

paaren beliebt sind.

Die Schelenburg in Bissendorf ist ohne

Zweifel das schönste Wasserschloss der

Region und wurde in ihrer langen Geschichte

noch niemals erobert. Leider kann die malerische

Anlage heute auch nicht mehr von

der Öffentlichkeit erobert werden, obwohl

Teile der Schelenburg lange Jahre als

Restaurant genutzt worden sind. Als präch -

tige Fotokulisse für Brautpaare erfreut sich

die Schelenburg aber ungebrochener Be -

103


Wasserschloss

Schelenburg

Burgweg

49143 Bissendorf

Fon: 05402 7444

www.schelenburg.de

Schloss Gesmold

Schlossallee

49326 Melle-Gesmold

Fon: 05422 44216

www.schloss-gesmold.de

Schloss Osnabrück

Neuer Graben

49074 Osnabrück

Fon: 0541 323-2202

oben: Wasserschloss

Schelenburg

links: Schloss Iburg

Schloss Iburg

Schlossstraße

49186 Bad Iburg

Fon: 05403 404-66

www.badiburg.de

liebtheit. Ebenfalls ein Wasserschloss ist die

Residenz Schloss Gesmold bei Melle, deren

Anblick auch vielen Reisenden bekannt sein

dürfte, ist die massive Anlage doch von der

A 30 bei Melle sehr gut zu sehen. Schloss

Gesmold stammt aus dem 12. Jahrhundert

und erhielt sein heutiges barockes Aus -

sehen seit der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts.

Auch wenn das Gebäude selbst privat

genutzt wird und nicht zugänglich ist, so

lohnt ein Besuch wegen der sehenswerten

Garten- und Parkanlage und der Möglichkeit,

im kleinen Schlossladen ausgesuchte

Artikel zu erwerben oder im Bio-Café einzukehren.

Als „Wiege des Osnabrücker Landes“

wird die Iburg bezeichnet, die hoch über

dem gleichnamigen Kurort im Südkreis

thront und deren Ursprünge in das 11. Jahrhundert

zurückreichen. Die Iburg war einst

die Residenz der Osnabrücker Fürstbischöfe

und wurde als Doppelanlage mit Kloster

104


K u l t u r

erbaut. Sehenswert ist der prachtvolle

barocke Rittersaal, der zu Führungen geöffnet

wird. Und wegen der Geschichte der

Iburg unterhält der Ort bis heute eine

Städtefreundschaft zum Berliner Bezirk

Charlottenburg, wurde doch die erste

Preußenkönigin Sophie Charlotte, Namensgeberin

von Charlottenburg, im Oktober

1668 auf Schloss Iburg geboren – das liebevoll

restaurierte Geburtszimmer kann heute

wieder auf der Iburg besichtigt werden.

Neben diesen Schlössern und Burgen

stehen noch viele weitere mal prächtige, mal

klotzige, mal romantische oder auch mal filigrane

Adelshäuser im Osnabrücker Land

wie etwa das Schloss mitten in Fürstenau,

dass heute von der Stadtverwaltung genutzt

wird. Oder Schloss Eggermühlen mit seiner

üppigen Allee und der Orangerie, die auf

Conrad Schlaun zurückgeht, den wichtigsten

Architekten des westfälischen Barock.

Oder, oder, oder . . .

oben: Schloss Fürstenau

rechts: Stift Börstel

Stift Börstel

49626 Börstel

Fon: 05435 9542-0

Führungen:

nach tele fonischer

Absprache (Bürozeiten

Mo–Fr 8–12 Uhr)

www.boerstel.de

105


Rasta-Rhythmus –

Reggae Jam in Bersenbrück

Reggae auf dem platten Lande? Jamaika-

Feeling in einem Klostergarten zwischen

Fachwerkhäusern und dem Flüsschen

Hase? Das kann nicht klappen? Doch, und

wie: Seit mehr als 20 Jahren pilgern die

Fans der coolen Rasta-Locken und der tiefen -

entspannten Marley-Sounds zum dreitägigen

Reggae Jam nach Bersenbrück. Und

die ungewöhnliche Location mit ihrem

fan tas tischen Feeling von Foundation und

Future hat sich inzwischen auch bei den

Stars der Szene herumgesprochen, die

gern und regelmäßig zum Reggae Jam

kommen: Ganjaman, Kymani Marley, Ele -

phant Man, Marcia Griffiths, Luciano und

selbst der unvergleichliche Shaggy haben

sich schon im Klostergarten beim stets ausverkauften

Open Air vor die glücklichen

Inhaber der 12 000 verfügbaren Tickets

gestellt, wobei die Zahl der Zuhörer inzwischen

die 20 000er-Marke überschritten

haben dürfte – denn wer kein Ticket er -

gattert hat, der feiert eben ganz etwas entfernt

zu den Live-Klängen seine ganz private

Rasta-Party.

Die Macher legen dabei großen Wert

auf einen offenen Umgang auch hinter der

Bühne. Zwar hat jeder Künstler seinen Rück -

zugsort im eigenen Zelt, doch beispiels -

weise beim Catering gibt es keine Extra -

würste für die Stars. Wobei es hier eh keine

Würste gibt, sondern ein mit Liebe gezaubertes

Catering, das seinen Teil zum riesigen

Erfolg dieses Reggae-Klassentreffens

der europäischen Musikszene beiträgt.

Waren Stars einmal da und haben die

familiäre Atmosphäre des Reggae Jam

genossen, so sagen sie auch in den Folgejahren

immer gern zu und freuen sich auf

die Begegnung mit ihren Kollegen.

Diese Atmosphäre leben natürlich auch

die Bewohner von Bersenbrück und die

Fans aus nah und fern, die oft seit Jahren

treue Gäste sind. Dabei sind vielfach Freund -

schaften zwischen Einwohnern und den

106


K u l t u r

Open-Air-Fans entstanden und die Reggae-

Fans haben „ihre“ festen Familien, bei

denen sie alle Jahre wieder im Vorgarten

zelten.

Reggae Jam in Bersen -

brück – ein besonderes

Event für Fans des

Jamaika-Feelings

107


W„Wir sind alle ein Stück . . .“ –

Fußball beim VfL Osnabrück

VfL Osnabrück

Geschäftsstelle

Scharnhorststraße 50

49084 Osnabrück

Fon: 0541 77087-0

www.vfl.de

„Wir sind alle ein Stück VfL Osna brück...“

– so singen die Fans des VfL bei jedem

Heimspiel voller Inbrunst die Vereinshymne

im traditionsreichen Stadion an der Bremer

Brücke. Ein Stadion, das ohne Laufbahn

auskommt und das durch seinen engen

Zuschnitt an englische Kampfbahnen er -

innert. Hier sind die Fans ganz nah am

Geschehen, hier durchleiden sie die 90-

Minuten-Dramen oder bejubeln die Heim -

siege ihrer Mannschaft in den Farben lilaweiß.

Über lange Jahre war der VfL Osnabrück

fester Bestandteil der 2. Bundesliga, was

ihm in der ewigen Bestenliste der 2. Liga

den achten Platz sichert. In jüngster Vergangenheit

reichte es dagegen zumeist nur

für ein Auf und Ab zwischen 2. und 3. Liga,

wobei es dem Verein immer wieder gelungen

ist, im DFB-Pokal für Ausrufezeichen zu

sorgen und auch höherklassige Mannschaften

an der Bremer Brücke oder auswärts zu

besiegen – Bayern München etwa oder auch

Borussia Dortmund oder den Hamburger

SV. Und auch große Namen tauchen in den

Spieler- und Trainerlisten der Lila-Weißen

auf – so war der später erfolgreichste deutsche

Trainer Udo Lattek hier von 1962 bis

1965 als Spieler unter Vertrag und auch der

spätere deutsche Nationalspieler Patrick

Owomoyela oder Kevin Kampl, slowenisch e r

Nationalspieler und Profi bei Borussia Dortmund,

haben schon für den VfL Osna brück

gezaubert. Rekordspieler des VfL ist der

frühere US-amerikanische National spieler

Joe Enochs, der von 1996 bis 2008 genau

376 Spiele für die Lila-Weißen bestritten hat

und seinem Verein heute noch als Trainer

der U-23-Mannschaft eng verbunden ist.

Eine leidenschaftliche Rivalität pflegen

die Fans des VfL Osnabrück zum Nachbarverein

Preußen Münster, der ebenfalls in der

3. Liga spielt. Die Derbys gehören deshalb

zu den wichtigsten Spielen der Saison und

Siege gegen die ungeliebten Preußen werden

entsprechend bejubelt. Das ganze Ausmaß

dieser Abneigung zeigt sich in aller

Deutlichkeit bei jedem Heimspiel des VfL an

der Bremer Brücke, wenn die Zwischen -

stände auf den anderen Plätzen auf der An -

zeigentafel präsentiert werden. Liegt Preußen

Münster dabei zurück, jubeln die Fans in lilaweiß

fast so laut wie bei einem Tor ihrer

eigenen Mannschaft.

Stimmung garantiert: Im Stadion des VfL Osnabrück

an der Bremer Brücke singen die Fans ihre Hymne:

„Nur für diesen Verein wollen wir kämpfen und

schreien...“

108


S p o r t

I„Ich geb Gas, ich will Spaß“ –

Bergrennen in Hilter

Die Geschichte des jährlichen Bergrennens

im Osnabrücker Land ist lang – das erste

Mal rasten 177 Piloten vor rund 7000 Zu -

schauern schon 1968 die gut zwei Kilo -

meter lange Kurvenstrecke hinauf. Seitdem

ist das Bergrennen in Hilter fester Bestandteil

der deutschen Rennszene mit der

Besonderheit, dass die Piste am Uphöfer

Berg die nördlichste deutsche Bergrennstrecke

ist. Sie hat eine durchschnittliche

Steigung von 4,5 Prozent und gilt als durchaus

anspruchsvoll. Seit 1980 donnern sogar

Formel-2-Boliden die Rennstrecke hinauf

und werden von einer jährlich steigenden

Zuschauerzahl bejubelt.

Das Bergrennen in Hilter ist Teil der

Deutschen Bergmeisterschaft für Renn- und

Tourenwagen, des DMSB-Bergpokals für

Renn- und Tourenwagen, des KW Berg Cups,

des NSU-Bergpokals, des Sportwagen Berg -

cups, des Classic-Berg-Cups, der ADAC

Bergmeisterschaft Nordrhein sowie der

ADAC Meisterschaften Weser-Ems und Niedersachsen.

Gelegentlich wird es auch zur

Luxemburger Bergmeisterschaft gewertet.

Seit einigen Jahren findet auch die Elektromobilität

ihren Platz beim Bergrennen. In

einem eigens ausgetragenen Wettbewerb,

dem „E-Mobil-Berg-Cup“, zischen die laut -

losen Flitzer den Uphöfer Berg hinauf und

zeigen, zu welchen Leistungen die aktuellen

Elektroautos in der Lage sind.

Ein Riesenspaß für alle

Generationen – das

Bergrennen in Hilter

109


Verzeichnis der PR-Bildbeiträge

Die nachstehenden Firmen, Verwaltungen und

Verbände haben mit ihren Public-Relations-

Bei trägen das Zustandekommen dieses Buches

in dankenswerter Weise gefördert.

4packaging GmbH, Dissen a.T.W. ...........65

adidas AG, Central Distribution Center,

Rieste...............................80, 81

AGRO Holding GmbH, Bad Essen ..........57

apetito convenience AG & Co. KG, i. V.

apetito convenience Treuhand GmbH,

Hilter a.T.W. .............................52

AVO-Werke August Beisse GmbH, Belm .....53

AWIGO Abfallwirtschaft Landkreis

Osnabrück GmbH, Georgsmarienhütte ....60

CCE Group, Osnabrück ....................68

Dallmann Straßen- und Tiefbau GmbH

& Co. KG, Hermann, Bramsche ...........72

Druck- und Verlagshaus FROMM GmbH

& Co. KG, Osnabrück ....................48

Duni GmbH, Bramsche .................50, 51

Fachklinik Nettetal, Wallenhorst .............84

Feldhaus Klinker Vertriebs-GmbH, Bad Laer ...66

Flex-Punkt Druckformen GmbH, Melle .......64

FMO Flughafen Münster/Osnabrück,

Greven .................................45

Freizeitpark Kronensee GmbH & Co. KG,

Ostercappeln ...........................31

Fuchs Gewürze GmbH, Dissen a.T.W. .......49

Gemeinde Bad Rothenfelde,

Tourist information Bad Rothenfelde .......15

Gemeinde Bohmte ........................23

Gemeinde Hilter a.T.W. .....................14

Gemeinde Wallenhorst .....................21

Georgsmarienhütte GmbH,

Georgsmarienhütte ......................47

Harwerth GmbH & Co. KG, Josef,

Georgsmarienhütte ......................72

Haus Sonnenwinkel, Bad Essen .............32

Höcker Polytechnik GmbH, Hilter a.T.W. .....61

Hof Kasselmann GmbH & Co. KG,

Hagen a.T.W.............................43

Horse Competence Center Germany

(HCCG), Georgsmarienhütte .............93

Indasia Gewürzwerk GmbH,

Georgsmarienhütte ......................58

iNOEX GmbH, Melle .......................64

INTECON Gruppe, Steuerberatungs -

gesellschaft – Wirtschaftsprüfungsgesellschaft,

Osnabrück ..................62

ITH Technik GmbH, Hilter a.T.W. ............63

110


R e g i s t e r

Bildquellen

Klinikum Osnabrück GmbH, Osnabrück .....83

NEUERO Industrietechnik GmbH, Melle .....70

niwatec GmbH, Bissendorf .................68

NordWestBahn GmbH, Osnabrück ..........73

P.S.I. GmbH – Horses & Dreams,

Hagen a.T.W.............................43

Richert-Gruppe GmbH, Wallenhorst .........59

RWE Deutschland AG, Osnabrück .......54, 55

Sanatorium Kassen e. K., Bad Iburg .........19

SIBO-Gruppe GmbH & Co. KG,

Osnabrück ..............................67

Solarlux Aluminium Systeme GmbH,

Melle ...................................56

Spanntec Wickelsysteme GmbH,

Bad Iburg ...............................69

Uwe Lewandowski, Osnabrück: Titel (5), S. 3,

7–9, 11–13, 16–18, 22, 24–30, 33–37, 39–41,

75, 79, 86, 88, 89, 91, 95, 98, 99, 101–105, 108,

109, 112.

Bodo Nussdorfer, Bielefeld: S. 14, 18, 32, 55 o.,

61, 62 o., 67, 68 o., 70 o., 72 o.

Archiv (Werkaufnahmen): S. 10, 19, 21, 23 o., 31,

45, 47– 53, 54 o., 54/55 u., 56–60, 63, 64 u., 65,

68 u., 70 u., 72 u., 73, 80, 81, 83, 93 u.

Kiki Beelitz: S. 43 o.; carpesol Spa Therme, Bad

Rothenfelde: S. 15 re.; david uk./Matthias David,

Geeste: S. 84; Carolin Düvel Fotografie, Hunteburg:

S. 23 u.; Jens Fricke, Bielefeld: S. 64 o.;

Karl-Heinz Frieler: S. 43 u.; Hans-Peter Fröbel,

Bad Rothenfelde: S. 15 li.; T. Hellmann, Bremen:

S. 92, 93 o.; Rolf Kamper, Bramsche: S. 106/

107; Christine Korte/medienweite GmbH & Co.

KG, Osnabrück: S. 66; Bernd Kusber, Bremen:

S. 62 u.; Landkreis Osnabrück: S. 6; Oliver Pracht,

Osnabrück: S. 69; Felix Riess/Wikimedia Commons:

S. 77; Varusschlacht im Osnabrücker

Land/Hermann Pentermann: S. 96, 97.

Stadt Bad Iburg,

Tourist-Information Bad Iburg .............18

Stadtwerke Osnabrück AG, Osnabrück ......10

Varusschlacht im Osnabrücker Land

gGmbH, Museum und Park Kalkriese,

Bramsche-Kalkriese .....................97

Wirtschaftsbund GmbH, Steuerberatungsgesellschaft,

Quakenbrück ...............62

111


Der Autor

Burkhard Riepenhoff, Journalist, hat

schon in vielen Regionen Deutschlands

gelebt und gearbeitet. Nach dem Volon -

tariat bei der „Neuen Osnabrücker

Zeitung“ ging er als Redakteur zum

„Wittlager Kreisblatt“ und wechselte

von dort als Chefreporter der „Pots -

damer Neuesten Nachrichten“ in die

brandenburgische Landeshauptstadt.

Von einer Landeshauptstadt ging es in

die nächste: Als Redakteur für Sonder -

aufgaben bei der „Neuen Presse“ in

Hannover standen lokale und überregionale,

kulturelle und politische Themen

auf der Tages ord nung. Von Hannover

führte der Weg dann in die Bundes -

haupt stadt, wo Riepenhoff für die

Verlagsgruppe Holtzbrinck als alleiniger

Chefredakteur ein Berlin-Magazin

verantwortet hat. Und was war für den

gebürtigen Osnabrücker die einzig

mögliche nächste Station nach Berlin?

Klar, wieder Osnabrück: Er leitet die

Pressestelle und das kommunale

Marketing beim Landkreis Osnabrück.

Und freut sich, dass er seinen Sohn auf

Vaters und Großvaters Pfaden als

Osnabrücker hat groß werden sehen.

Der Fotograf

Uwe Lewandowski fühlt sich wohl in

Osnabrück, wo er mit seiner Frau und

seinen beiden Söhnen lebt und arbeitet.

Ein Amerika-Aufenthalt im Alter von

18 Jahren hat ihn mit dem Fotovirus infiziert,

und er begann gleich nach seiner

Rückkehr, für eine Zeitung in Vechta zu

fotografieren. Nach einem kleinen

Umweg in Richtung Maschinenbau -

studium entschied er sich dann mit

20 Jahren für die freiberufliche Tätigkeit

als Fotograf in Osnabrück. Die Foto -

grafie ist seitdem seine große Leiden -

schaft, durch deren viele Facetten sich

Uwe Lewandowski immer wieder für

neue Dinge begeistern lässt. So ist er

neben seinen vielfältigen Hobbys wie

Laufen, Radfahren und Klettern mittlerweile

auch ein begeisterter Züchter von

Edelkrebsen geworden. Außerdem lässt

er sich immer wieder auf neue Heraus -

forde rungen in der Fotografie ein, so -

dass er neben seinen Schwerpunkten

in der Theater-, Image- und Dokumen -

tationsfotografie und vielen Ausstellungen,

Büchern und Kalendern nun auch

eine Ausstellung mit extrem großforma -

tigen Landschafts bildern gemacht hat.

Baumschulenweg 28

26127 Oldenburg

Fon: 0441 9353-0

Fax: 0441 9353-200

www.kuw.de

info@kuw.de

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