Zukunftspapier der WJ Oberfranken 2015

pbelina

OBERFRANKEN

Zukunftspapier

der Wirtschaftsjunioren Oberfranken

für Politik, Wirtschaft und Gesellschaft

WAs Wir WOLLen

1

Wer Wir sind


Wer wir sind

und worum es beim

Zukunftspapier geht

Die Wirtschaftsjunioren Oberfranken sind ein aktiver

Verband junger Unternehmer und Führungskräfte bis

40 Jahre.

Wie alle Wirtschaftsjuniorenverbände in Deutschland

stehen wir für die fünf strategischen Erfolgspositionen:

1. Ehrbares Unternehmertum

2. In Bildung investieren

3. Beruf und Familie im Einklang

4. Innovationsstark und ressourcenbewusst handeln

5. Nationale und internationale Netzwerke bilden

Mit rund 700 Mitgliedern in neun Kreisen – Bamberg, Bayreuth,

Coburg, Fichtelgebirge, Forchheim, Hof, Kronach,

Kulmbach und Lichtenfels – wollen wir tragfähige Netzwerke

knüpfen sowie Wirtschaft und Gesellschaft positiv

mitgestalten. Wir wollen das Gespräch mit den politischen

Vertretern in Städten und Gemeinden suchen und auf die

Themen aufmerksam machen, die für uns als Unternehmer,

Führungskräfte und als junge Familien wichtig sind.

Wir kämpfen jeden Tag mit einigen Rahmenbedingungen

und profitieren von anderen. Im Bund und Bayern haben

wir politische Positionen. Vor Ort haben wir mit den Delegierten

der Kreise und Region während der Regionalkonferenz

ein Zukunftspapier entwickelt und festgelegt,

welche Handlungsfelder wir bei uns vor Ort als besonders

wichtig empfinden. Hier wollen wir Bewusstsein schaffen

und aktiv mit Projekten und Ideen zu einer besseren Entwicklung

beitragen. Für eine zukunftsfähige Region Oberfranken,

in der wir alle weiterhin gerne leben und arbeiten

wollen!

Unsere zehn Handlungsfelder sind:

1. Infrastruktur 4

2. Fachkräftegewinnung: 5

3. Demografischer Wandel 6

4. Wirtschaftsförderung 7

5. Steuern und Finanzen 8

6. Kinderbetreuung –

Vereinbarkeit von Beruf und Familie 9

7. Stadtentwicklung 10

8. Politische Transparenz 10

9. Bürokratie verschlanken 11

10. Datenschutz/-sicherheit 11

2


33


Unsere Positionen:

1. infrastruktur

Eine gute Infrastruktur ist für die Zukunftsfähigkeit der Region

überlebenswichtig. Die vielen kleinen und mittleren

Unternehmen jenseits der großen Städte sind unsere Wirtschaftskraft

und brauchen die Infrastruktur um wettbewerbsfähig

zu bleiben. Eine leistungsfähige Infrastruktur

ist auch ein wichtiges Kriterium für Fachkräfte und Familien.

Wir wollen den Ausbau der Infrastruktur auch im ländlichen

Raum. Von unseren oberfränkischen Politikern wünschen

wir uns deshalb, dass sie Gelder bereitstellen und

sich an Förderprogrammen beteiligen.

Wir wollen:

Schnelles, leistungsfähiges und flächendeckendes

Breitbandnetz

Investition in den Ausbau der Verkehrswege

Zukunftssichere ICE-Anbindung mit Taktzubringern

aus allen Teilen Oberfrankens

Bezahlbare und sichere Stromversorgung

44


2. Fachkräftegewinnung

Der Fachkräftemangel wird sich in den nächsten Jahren

noch verschärfen. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen

wir flexibel sein. Alle Ressourcen zur Fachkräftegewinnung

sollten ausgeschöpft werden. Wir wünschen uns,

dass dafür die Weichen gestellt werden.

Wir wollen:

Initiativen, um in Deutschland ausgebildete

Fachkräfte zu halten und Abwanderung zu

verhindern

Home Office für mehr Flexibilität

Ausbau der Willkommenskultur mit einem Abbau

dort bestehender bürokratischer Hemmnisse

Schnellere Asylverfahren

Bessere und schnellere Integration von Flüchtlingen

mit Bleiberecht

Potenzial der in Deutschland lebenden Flüchtlinge

ausschöpfen, längeres Bleiberecht für Auszubildende

(3+2-Regelung)

55


3. demografischer Wandel

Der demografische Wandel birgt Chancen und Herausforderungen.

Einerseits können und müssen wir das Potenzial

und die Erfahrung älterer Menschen im Berufsleben

stärker nutzen. Andererseits stellt künftig eine gute Betreuung

älterer Menschen für viele Familien eine größere

Herausforderung dar als die Kinderbetreuung.

66

Wir wollen:

Renteneintrittsalter: wer länger arbeiten will, darf

keine Nachteile haben

Steuerliche Anreize für Altersteilzeit

(statt Benachteiligung der älteren Arbeitnehmer)

Möglichkeiten der Ganztagsbetreuung von älteren

Menschen

Vereinbarkeit von Beruf und Alter verbessern


4. Wirtschaftsförderung

Unternehmen sichern Arbeitsplätze und sorgen für den

Wohlstand in unserem Land. Damit es uns weiterhin gut

geht, müssen neue Gründungen und Innovationen gefördert

werden. Wir brauchen ein unternehmerfreundlicheres

Klima in Öffentlichkeit und Politik.

Wir wollen:

Die Erschließung von Gewerbegebieten vor Ort

Langfristige Wirtschaftsstrategien von Kommunen

Gründerkultur fördern

Steuerliche Anreize für Privatinvestoren

Positive Stimmung für Unternehmen und Innovationen

Wirtschaftsfreundliche Kommunen

77


5. steuern und Finanzen

Bereits heute fällt es vielen Unternehmern schwer, einen

Nachfolger zu finden. Durch die geplanten Änderungen

bei der Erbschaftssteuer wird sich diese Situation weiter

verschärfen. Auf kleine und mittlere Unternehmen darf

keine Mehrbelastung zukommen, um Arbeitsplätze zu erhalten

und die Unternehmen in Familienhand zu halten.

Wir wollen:

Keine Mehrbelastung durch die Erbschaftssteuer bei

mittelständischen und kleinen Familienunternehmen

88


6. Kinderbetreuung –

Vereinbarkeit von Beruf

und Familie

Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist für uns

als junge Unternehmer besonders wichtig. Für

eine zukunftsfähige Gesellschaft sollte es jungen

Eltern durch hochwertige und flexible Kinderbetreuung

und ein positives Klima für Familien

leichter gemacht werden, auch anspruchsvolle

Berufe mit der Familie zu vereinbaren.

Wir wollen:

Mehr Unterstützung der Städte und

Gemeinden für junge Familien

Zentrale Ansprechpartner für alle Belange

Ganztagsbetreuung: Schnell, flexibel,

flächendeckend, auch zu Tagesrandzeiten

Kostenlose Kindergärten für bessere

Chancengleichheit

Verbesserung der Betreuungsqualität

(Qualifikation, Betreuungsschlüssel etc.)

Finanzielle Ertüchtigung der Kommunen zur

Zukunftsbewältigung

99


7. stadtentwicklung 8. Politische Transparenz

Für ein attraktives Oberfranken brauchen wir lebendige

Innenstädte. Hierfür wünschen wir uns gute Konzepte und

Initiative von den Städten und Gemeinden.

Wir wollen:

Konzepte für lebendige Innenstädte und einen

funktionierenden innerstädtischen Einzelhandel

Unterstützung des innerstädtischen Einzelhandels

Politische Entscheidungen müssen langfristiger und

durchschaubarer werden. Nur so kann das Vertrauen in die

Politik und eine tragfähige Planung in den Unternehmen

gewährleistet werden. Zuletzt haben wir dies bei vielen

Entscheidungen, ganz besonders in der Energiepolitik,

vermisst.

Wir wollen:

Längere „Halbwertzeit“ politischer Entscheidungen

und Gesetze (Planungssicherheit)

Größere Transparenz

10 10


9. Bürokratie verschlanken 10. datenschutz/ -sicherheit

Weniger Bürokratie, damit Unternehmer sich mehr auf das

Wesentliche konzentrieren können und an entscheidenden

Stellen wie der Gründung oder Erweiterung keine Zeit

durch unnötige bürokratische Hürden verlieren.

Wir wollen:

Weniger Dokumentationspflichten beim Mindestlohn

Weniger bürokratische Hürden bei der Gründung

Weniger Auflagen bei der Einstellung von

Mitarbeitern

Es ist wichtig, dass in der Bevölkerung und den Unternehmen

ein Bewusstsein für Datenschutz geschaffen wird.

Hierfür wünschen wir uns mehr Aufklärung seitens der Politik

und Öffentlichkeit.

Wir wollen:

Bewusstsein für Gefahren schaffen

Regeln vergleichbar den Verkehrsregeln einführen

11


Wirtschaftsjunioren Oberfranken

Bahnhofstraße 25

95444 Bayreuth

www.wj-oberfranken.de

info@wj-oberfranken.de

Ansprechpartner:

Katharina Zahner

Mathias Zweyer

Thomas Hollweg

Bildnachweis:

Seite 10: Dr. Otmar Fugmann

www.flugmann.de

More magazines by this user
Similar magazines