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BürgerInfo GAP

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BürgerInfo

Informativer Wegweiser

durch die Verwaltung

und den Kreis

Landkreis & Landratsamt

Märkte & Gemeinden

Leben im Landkreis

Wirtschaft & Regionalentwicklung

Natur & Umwelt

Freizeit & Kultur


BürgerInfo

Informativer Wegweiser

durch die Verwaltung

und den Kreis


Impressum

Herausgegeben in Zusammenarbeit mit dem

Landkreis Garmisch-Partenkirchen

Redaktion:

Stephan Scharf, Landratsamt Garmisch-Partenkirchen,

Öffentlichkeitsarbeit

Erste Ausgabe 2015

Verlag Kommunikation & Wirtschaft GmbH,

Oldenburg (Oldb)

Die Publikation erscheint im Verlagsbereich Regional -

medien

Alle Rechte bei Kommunikation & Wirtschaft GmbH,

Oldenburg (Oldb)

Printed in Germany 2015

Das Manuskript ist Eigentum des Verlages. Alle Rechte

vorbehalten. Auswahl und Zusammenstellung sind urheberrechtlich

geschützt. Für die Richtigkeit der im Inhalts -

verzeichnis aufgeführten Beiträge und der PR-Texte

übernehmen Verlag und Redaktion keine Haftung.

Bildbearbeitung:

Kommunikation & Wirtschaft GmbH, Oldenburg (Oldb)

Druck:

B.O.S.S Medien GmbH, Goch

Bildquellen: Seite 140

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Inhaltsverzeichnis

Vorwort 4

Der Landkreis Garmisch-Partenkirchen 5

Der Landkreis und seine Aufgaben 18

Der Landrat 21

Die Politik im Landkreis 21

Der Kreistag 21

Die Ausschüsse 21

Die Mitglieder des Kreistages 23

Wahlergebnisse 2014 26

Bildungsregion Landkreis Garmisch-Partenkirchen 75

Bildungsregion 75

Staatliches Schulamt 75

Schulen 76

Fachoberschulen/Berufsfachschulen 86

Musikschulen 88

Volkshochschulen 89

Kommunale Jugendarbeit im Landkreis GAP 90

Kreisjugendring Garmisch-Partenkirchen 91

Das Landratsamt 27

Finanzdaten des Landkreises 27

Organisationsplan 28

Was erledige ich wo? 28

Märkte & Gemeinden 35

Gemeinde Bayersoien 35

Gemeinde Bad Kohlgrub 36

Gemeinde Eschenlohe 37

Gemeinde Ettal 38

Gemeinde Farchant 39

Markt Garmisch-Partenkirchen 40

Gemeinde Grainau 41

Gemeinde Großweil 42

Gemeinde Krün 43

Markt Mittenwald 44

Markt Murnau a. Staffelsee 45

Gemeinde Oberammergau 48

Gemeinde Oberau 49

Gemeinde Ohlstadt 50

Gemeinde Riegsee 51

Gemeinde Saulgrub 52

Gemeinde Schwaigen 53

Gemeinde Seehausen a. Staffelsee 54

Gemeinde Spatzenhausen 55

Gemeinde Uffing a. Staffelsee 56

Gemeinde Unterammergau 57

Gemeinde Wallgau 58

Gesundheit 62

Medizinische Versorgung und Kliniken 62

Gesundheits region plus Landkreis Garmisch-Partenkirchen 68

Weitere Gesundheitseinrichtungen 72

Schwangerschaft & Kleinkinder 92

Schwangerenberatung im Gesundheitsamt 92

KoKi – Koordinierungsstelle Frühe Hilfen 93

Senioren & Behinderte 94

Seniorenbeauftragte/Behindertenbeauftragte 94

Soziale Beratung/Gleichstellung/Ehrenamt 96

Wirtschaft & Entwicklung 98

Wirtschaftsstandort Landkreis Garmisch-Partenkirchen 98

Zugspitz Region GmbH

(ehemals Kreisentwicklungsgesellschaft) 100

Tourismus 102

Verkehrsinfrastruktur & ÖPNV 105

Modellkommune Elektromobilität 107

Euregio Zugspitze – Wetterstein – Karwendel 109

Metropolregion München 111

Natur & Landwirtschaft 113

Abfallwirtschaft 115

Freizeit & Kultur 119

Denkmalschutz 119

Museen 119

Sehenswürdigkeiten 127

Sport 134

G7-Gipfel 2015 136

Firmenregister 138

Bildquellen 140

3


Vorwort

VORWORT

Liebe Bürgerinnen und Bürger, verehrte Gäste,

blaue Seen, weite Moore, einmalige Buckelwiesen, hohe

Berge und dichte Bergwälder – urige Bauernhöfe, beeindruckende

Gotteshäuser, anmutige Lüftlmalereien und

ein lebendiges Brauchtum: Der Landkreis Garmisch-

Partenkirchen ist eine von Natur und Kultur geprägte

urbayerische Landschaft. Verkörpert wird diese Vielfalt

durch seine vier Talschaften: dem Blauen Land sowie dem

Ammer-, Obere Isar- und Loisachtal. Diese Vorzüge

machen den Landkreis Garmisch-Partenkirchen zu einer

liebenswerten Heimat und zu einem beliebten Urlaubsziel.

Der Landkreis ist aber weit mehr als das! Er ist

Gesundheitsregion plus und zugleich ein attraktiver Wirtschaftsstandort

im Süden der Metropolregion München.

So fühlen sich bei uns nicht nur Tourismusbetriebe wohl,

sondern auch namhafte Gesundheitsdienstleister, hoch

spezialisierte Technologieunternehmen sowie Handwerksbetriebe

aus allen Branchen. Nach dem Motto „Klein

anfangen in einem großartigen Umfeld“ bietet der Landkreis

insbesondere Unternehmensgründern, die etwas

aufbauen und bewegen wollen, den nötigen Freiraum zur

Entfaltung. Die Startbedingungen zwischen Zugspitze und

Staffelsee sind optimal, um Beruf und Familie vereinbaren

zu können, denn der Landkreis verfügt über eine hervor -

ragende soziale Infrastruktur und eine starke Bildungslandschaft.

Diese Broschüre zeigt Ihnen, was der Landkreis Garmisch-Partenkirchen

alles zu bieten hat. Sie hält vielfältige

Informationen über den Landkreis bereit und gibt einen

kompakten Überblick über die verschiedenen Dienst -

leistungen des Landratsamtes. So wird zum Beispiel die

Frage „Was erledige ich wo?“ schnell beantwortet. Mit der

Broschüre möchten wir Ihnen unseren schönen Landkreis

näherbringen und Ihnen zeigen, dass es sich lohnt hier zu

leben. Und vielleicht sind Sie ja auch gerade erst hierher

gezogen und würden gerne mehr über Ihre neue Heimat

erfahren. Doch auch für Alteingesessene beinhaltet die

BürgerInfo zahlreiche interessante Inhalte über das, was

im Landkreis bewegt wird.

Im Rahmen dieser Broschüre stellen sich auch Unternehmen

und Institutionen aus dem Landkreis vor. Sie

haben maßgeblich zum Gelingen dieser Broschüre bei -

getragen. Dafür ein herzliches „Vergelt’s Gott“.

Ich wünsche Ihnen viel Freude bei der Lektüre.

Ihr

Anton Speer

Landrat des Landkreises Garmisch-Partenkirchen

4


Der Landkreis stellt sich vor / Geografie

DER LANDKREIS GARMISCH-PARTENKIRCHEN

Der Landkreis

in Zahlen

Fläche:

1012 km² (101 223 ha)

Siedlungs-/

Verkehrsfläche:

4718 ha (4,7 %)

landwirtschaftliche

Nutzfläche:

25 212 ha (24,9 %)

Waldfläche:

49 868 ha (49,3 %)

Wasserfläche:

2608 ha (2,6 %)

Landschafts- und

Naturschutzgebiete: 24

Bevölkerung: 85 783

Bevölkerungsdichte:

84,4 Einwohner/km²

Gemeinden: 22

Kliniken: 10

Ärzte: 729

Schulen: 38

Zugelassene

Elektrofahrzeuge: 47

Gästeübernachtungen:

4,3 Mio.

Geografische Lage

Der Landkreis Garmisch-Partenkirchen liegt im Süden der

Metropolregion München. Von der bayerischen Landeshauptstadt

kommend, ist schon weithin die Silhouette des

Wettersteingebirges sichtbar, dominiert von Deutschlands

höchstem Gipfel, der Zugspitze (2962 m ü. NN). Geografisch

gliedert sich der Landkreis in die vier Gebiete Staffelseegebiet,

Loisachtal, Ammertal und Oberes Isartal.

Den Norden des Landkreises prägt das Staffelsee -

gebiet, auch Blaues Land genannt. Es besteht aus dem

Staffelsee, dem Riegsee und Froschhauser See sowie dem

Murnauer Moos, Mitteleuropas größtem zusammen -

hängendem Moorgebiet. Das Zentrum des Blauen Landes

bildet der Markt Murnau am Staffelsee.

Vom Blauen Land nach Süden hin erstreckt sich das

Loisachtal, flankiert vom Ammer- und Estergebirge. Auf

dessen Hälfte, in Oberau, ist das Loisachtal über den

Gebirgspass Ettaler Sattel (869 m ü. NN) mit dem Ammertal

verbunden. Von Ettal aus, mit seinem bekannten

Kloster, verläuft das Ammertal in nordwestliche Richtung

© Veröffentlichung der Kartografie mit freund licher Genehmigung des Verwaltungs-Verlags Mering – www.stadtplan.net – Lizenz-Nr. 15-05-22

5


Der Landkreis stellt sich vor / Geschichte

Wappen

Über gekürzter und eingeschweifter Spitze, darin die

bayerischen Rauten, gespalten von Silber und Gold,

vorne ein links gewendeter roter Greifenlöwe, hinten

ein rot gekrönter Mohrenkopf mit rotem Ohrring.

Im Wappen des Landkreises Garmisch-Partenkirchen

sind die drei großen Gebietsherrschaften des heutigen

Landkreises zum Ausdruck gebracht:

1. Die ursprüngliche Gebietshoheit der Welfen über

das ganze Kreisgebiet ist versinnbildlicht durch den

welfischen Greifenlöwen.

2. Das Hochstift Freising, unter dessen Gebietshoheit

die später gefürstete Grafschaft Werdenfels von

1240 bzw. 1294 bis zur Säkularisation 1802 stand, ist

dargestellt durch den gekrönten Mohrenkopf von

Freising.

3. Die weißblauen Rauten des Wappens haben eine

doppelte Bedeutung:

Zum einen sind sie das Sinnbild für die große

Gebietsherrschaft des von dem Wittelsbacher Kaiser

Ludwig dem Bayern im Jahre 1330 gegründeten

Benediktinerklosters Ettal, zum anderen zeigen sie

die stets enge Verbindung des Gebietes von Ettal und

Werdenfels mit dem Herzog- bzw. Churfürstentum

Bayern als übergemeindlicher Gebietshoheit auf, der

in Ettal und Werdenfels die Münzhoheit und der Zoll

zustand.

1332 schenkte Kaiser Ludwig der Bayer den Markt

Murnau an das Kloster Ettal. In der Burg, deren

älteste Teile um 1230/1240 datiert werden, residierte

der Ettaler Pfleger. Er war der oberste „Verwaltungsbeamte“

für den Bereich des Klostergerichts Ettal.

Murnau als einziger Marktort im Klostergericht Ettal

besaß eine herausgehobene Stellung, die mit der

Säkularisation 1803 endete.

über den Passionsspielort Oberammergau bis nach Bad

Bayersoien. Im Ammergebirge, Deutschlands größtem

landsei tigem Naturschutzgebiet, liegt Schloss Linderhof,

eines der Königsschlösser Ludwigs II.

Der Kreisort Markt Garmisch-Partenkirchen liegt in

einem weiten Talkessel im Süden des Landkreises, um -

geben vom Ammer-, Ester- und Wettersteingebirge. Durchflossen

wird Garmisch-Partenkirchen von der Loisach und

der Partnach. Bevor die Partnach im Ortsteil Garmisch in

die Loisach fließt, hat sie sich ihren Weg durch eine wild -

romantische Klamm gebahnt.

Im Südosten des Landkreises verläuft das Obere Isartal

mit dem Geigenbauerort Markt Mittenwald und den

Gemeinden Krün und Wallgau. Geprägt ist die Landschaft

von den einmaligen Buckelwiesen und dem Karwendel -

gebirge. Das Karwendel- und Wettersteingebirge, die

durch die Isar voneinander getrennt werden, bilden im

Süden des Landkreises die Grenze zum österreichischen

Bundesland Tirol.

Geschichte

Im Landkreis lassen sich die ersten Spuren des Menschen

bis in die Jungsteinzeit (2200–1700 v. Chr.) durch Funde

von Steinbeilen und Keramikbruchstücken zurückdatieren.

Im Jahr 15 v. Chr. wurde der gesamte Alpenraum einschließlich

der schwäbisch-bayerischen Hochebene bis zur

Donau durch den Feldzug des Drusus und Tiberius dem

römischen Imperium einverleibt.

In der folgenden Periode, der pax romana, die bis

233 n. Chr. dauerte, wurde die sicherlich schon zuvor als

Saumpfad bestehende Verbindung durch die Alpen über

Brenner und Seefeldersattel als Heerstraße ausgebaut.

Diese Straße bestimmte fortan weitgehend das Schicksal

der Region. Partenkirchen (Partanum) und wahrscheinlich

Mittenwald (Scarbia) wurden römische Straßenstationen.

Nach wiederholten Einbrüchen alemannischer

Stämme durch den Limes räumten die Römer am Ende

des 5. Jahrhunderts das Alpenvorland und den Großteil

des inneralpinen Gebietes. In Werdenfels blieben vereinzelte

romanische Colonen (Walchen) zurück, die dem Ort

Wallgau und dem Walchensee ihren Namen gaben.

Der Zeitpunkt des ersten Auftretens von Germanen ist

unbekannt; germanische Reihengräberfunde in Garmisch-

Partenkirchen werden auf die Zeit ab 550 bis 600 n. Chr.

datiert. Erst im 8. Jahrhundert werfen erste Urkunden über

Klostergründungen, wie die des Klosters Scharnitz bei

Klais (763 n. Chr.), helleres Licht auf die geschichtliche Entwicklung.

Um 802 tauchte erstmals der Name Garmisch

als „Germareskowe“ auf.

Das Hochstift Freising kaufte 1249 Garmisch aus wel -

fischem Besitz und 1294 die Grafschaft Mittenwald und

6


links: Die heute

noch als Ruine

erhaltene Burg

Werdenfels diente

ab Ende des

13. Jahrhunderts

als Pflegamtsund

Gerichtssitz

in der Grafschaft

Werdenfels.

rechts:

Die Alte Pfarrkirche

St. Martin in

Garmisch hat ihren

Ursprung im

13. Jahrhundert.

Die frühesten und

teils noch erhaltenen

Ausmalungen

in der Kirche entstanden

um 1330.

Partenkirchen von Graf Berthold von Eschenlohe, einem

Erben der Andechser. Aus beiden Erwerbungen bildete

das Hochstift die Grafschaft Werdenfels und erwarb damit

die eigene Reichsunmittelbarkeit. Die um 1220 errichtete

Burg Werdenfels gab der Grafschaft und dem heutigen

Landstrich seinen klangvollen Namen.

Unter der Oberhoheit der Freisinger Bischöfe existierte

die Grafschaft fünf Jahrhunderte lang als eigener kleiner

Staat. Der Handelsverkehr auf der einstigen Römerstraße

zwischen Venedig und Augsburg brachte Reichtum ins

Land, weshalb die Region damals auch als „Goldenes

Landl“ bekannt war.

Diese Wohlstandsquelle versiegte, als neue Handelswege

erschlossen wurden und die beschwerlicheren über

die Alpen langsam verödeten. Durch die Einführung des

Geigenbaus in Mittenwald im 17. Jahrhundert und den

Ausbau der Holzschnitzerei in Oberammergau konnten

neue wirtschaftliche Akzente gesetzt werden.

Im Rahmen der Säkularisation kam der Besitz des

Hochstifts Freising und der umliegenden großen Klöster

1802 an das Kurfürstentum Bayern. Mit dem Aufkommen

der Romantik entdeckten Maler den Zauber der Alpenlandschaft.

Insbesondere die Landschaft des nördlichen Landkreises

mit dem Murnauer Moos und der Seenlandschaft –

auch Blaues Land genannt – hat zu Beginn des 20. Jahrhunderts

bedeutende Künstler wie die Maler Gabriele

Münter und Wassily Kandinsky sowie den Schriftsteller

Ödön von Horváth inspiriert. Bereits Ende des 19. Jahrhunderts

kam der Fremdenverkehr in der Region auf und

brachte Kurgäste aus den Städten aufs Land. Damit wurde

die Grundlage für den Tourismus gelegt. Der ganze Landkreis

ging mit der Zeit und hat weiterhin Rang und Namen

im Reigen der bedeutenden Erholungs- und Urlaubslandschaften.

Das Gleiche gilt auch für den Gesundheitsbereich,

was mit der Verleihung des Qualitätssiegels Gesundheitsregion

Bayern an den Landkreis im Jahr 2012 verdeutlicht

wurde. 2015 wurde der Landkreis zur Gesundheitsregion

plus .

Märkte und Gemeinden

Zum Landkreis Garmisch-Partenkirchen gehören ins -

gesamt 22 Gemeinden, von denen drei die Bezeichnung

„Markt“ führen: Garmisch-Parten kirchen, Murnau und

Mittenwald. Die drei Märkte sind, gemessen an der Einwohnerzahl,

die größten Orte im Landkreis. Die Erhebung

zum „Markt“ hat einen besonderen kommunalpolitischen

Stellenwert. Mit der Ver leihung dieser Bezeichnung wird

die bauliche, infrastruk turelle und wirtschaftliche Entwicklung

eines Ortes gewürdigt. Der Markt Mittenwald erhielt

sein Marktrecht bereits um das Jahr 1303, der Markt

Murnau im Jahr 1322. Im Mittelalter noch eigenständig,

wurde Partenkirchen im Jahr 1361 und Garmisch im Jahr

1455 das Marktrecht verliehen. Diese lange Tradition hat

sich bis in unsere heutigen Tage erhalten.

Natur und Kultur

Der Landkreis Garmisch-Partenkirchen ist geprägt von

Natur und Kultur. Wohin das Auge blickt: Kunst, kulturelle

Vielfalt und ein voller Veranstaltungskalender: ob tradi -

tionelles Brauchtum, Kleinkunst mit Klasse, Festivals mit

7


Der Landkreis stellt sich vor / Natur und Kultur

internationalem Flair oder die weltberühmten Sportwettbewerbe

– für alle wird etwas geboten.

In der abwechslungsreichen Landschaft ist eine viel -

fältige, lebendige Kultur anzutreffen. Im Oberen Isartal

liegt der Geigenbauer-Ort Mittenwald. In Garmisch-Partenkirchen

hat Richard Strauss gelebt und komponiert. Dort

kann man sich im Richard-Strauss-Institut über das Leben

und Werk des berühmten Komponisten informieren. Und

alljährlich im Sommer findet dort auch das Richard-

Strauss-Festival statt. Zwischen Mittenwald und Garmisch-

Partenkirchen liegt Schloss Elmau, Ausrichtungsort des

G7-Gipfels 2015 und ein Begriff für Kulturfreunde. Welt -

bekannt sind auch die Oberammergauer Passionsspiele,

das Kloster Ettal und das Schloss Linderhof, eines der

Schlösser des Bayerischen Königs Ludwig II. Im Staffelseegebiet,

dem Blauen Land, mit dem Markt Murnau im

Mittelpunkt, sind es die Maler der Künstlervereinigung

„Blauer Reiter“ mit Gabriele Münter und Wassily

Kandinsky, aber auch der Schriftsteller Ödön von Horváth,

die das Kulturleben dieser Region bis heute prägen.

Hervorragende Beispiele einer gewachsenen Kultur

sind die zahlreichen Kirchen und Kapellen, ebenso das

traditionelle, christlich geprägte Brauchtum, das sich

besonders eindrucksvoll bei zahlreichen Festen und Ver -

oben: Wildensee vor Karwendel

unten: Lüftlmalerei in Oberammergau

anstaltungen zeigt. Sichtbar wird die Kultur auch in der

reichen Museumslandschaft. Sie umfasst bekannte Häuser

wie das Werdenfels Museum in Garmisch-Partenkirchen,

das Oberammergau Museum, das Mittenwalder Geigenbau-Museum,

das Münter-Haus und das Schlossmuseum

in Murnau sowie das Freilichtmuseum des Bezirks Oberbayern

auf der Glentleiten bei Großweil, ebenso wie die

kleinen, feinen Sammlungen der Gemeinden. Darüber

8


Der Landkreis stellt sich vor / Tourismus und Sport

Der Landkreis ist ein Paradies für

Aktivurlauber und Touristen.

hinaus gibt es eine sehr aktive und lebendige Kunstszene

mit dem Künstlerbund Garmisch-Partenkirchen, den Werdenfelser

Künstlern sowie in Murnau mit dem Kunstverein

„Die Tür“ und der Künstlervereinigung „Tusculum“.

Das alles wäre aber undenkbar ohne unsere weit -

gehend intakte Natur sowie die von Landwirten in jahrhundertealter

Tradition geschaffene und gepflegte Kulturlandschaft.

Unser Landkreis ist gentechnikfreie Region und

über die Hälfte der Landkreisfläche steht unter Natur- oder

Landschaftsschutz; darunter die Buckelwiesen bei Mittenwald,

das Murnauer Moos als größte Moorlandschaft

Mitteleuropas und das Ammergebirge als größtes land -

seitiges Naturschutzgebiet Deutschlands. Seine voralpinen

Wiesen- und Moorlandschaften zählen zu den „heraus-

ragendsten“ Landschaften dieser Art, weshalb sich der

Landkreis auch für die UNESCO-Weltkulturerbeliste

bewirbt.

Tourismus und Sport

Der Tourismus ist nach wie vor sehr wichtig für die wirtschaftliche

Entwicklung im Landkreis. Rund 4,3 Mio. Gästeübernachtungen

im Jahr 2014 belegen den Spitzenplatz,

den der Landkreis unter den Erholungslandschaften in

Deutschland belegt. Die Grundlage dafür bildet unsere

kulturelle Vielfalt sowie unsere wundervolle Natur- und

Kulturlandschaft mit ihren blauen Seen, weiten Mooren,

einmaligen Buckelwiesen, hohen Bergen und dichten

Bergwäldern. Neben Erholung und Inspiration bietet un -

sere Landschaft auch jede Menge Möglichkeiten für sportliche

Betätigung.

Im Winter gibt es neben Deutschlands einzigem

Gletscherskigebiet auf der Zugspitze ein reichhaltiges

Angebot an Abfahrten für jeden Geschmack. Und für Langläufer

stehen gut präparierte Loipen zur Verfügung.

Wanderer können sich auf geräumte Wege durch die verschneite

Landschaft in allen Höhenlagen freuen. Daneben

werden viele andere Wintersportarten wie Eislaufen, Eisstockschießen,

Skitouren, Curling usw. angeboten.

Auch der Sommer hat viele schöne Seiten, zum Beispiel

21 Badeseen, wovon der Eibsee (ca. 1000 m ü. NN)

der höchste und der Staffelsee der größte und wärmste ist.

Für Radfahrer reicht die Palette von der anspruchsvollen

Mountainbike-Tour bis zur gemütlichen Radwanderung.

Außerdem kann man fast jedem sonst denkbaren Freizeitvergnügen

wie z. B. Rafting, Gleitschirm- und Segelfliegen,

Surfen, Reiten, Kajakfahren, Klettern usw. nachgehen.

Für beide Jahreszeiten bietet sich eine Reihe von

Hallenbädern an, zum Beispiel das Erlebnisbad Wellenberg

Oberammergau, das Alpspitz-Wellenbad Garmisch-

Parten kirchen, das Zugspitzbad Grainau und das Erlebnis-

9


Der Landkreis stellt sich vor / Allgemeine Infos

bad Mittenwald. Besonders breit ist aufgrund der natürlichen

Gegebenheiten das Angebot an Liften und Bergbahnen,

darunter eine Zahnradbahn, zwölf Kabinenbahnen

und zehn Sessellifte.

Als Gesundheitsregion verfügt der

Landkreis über einen starken branchen -

spezifischen Schwerpunkt, aber auch

zahlreiche innovative Industriebetriebe sind

hier angesiedelt.

Gesundheit

Der Gesundheitsbereich ist im Landkreis Garmisch-Partenkirchen

besonders stark. Im Jahr 2012 erhielt der Landkreis

durch das Bayerische Gesundheitsministerium das Qualitätssiegel

Gesundheitsregion Bayern – als erster Landkreis

Oberbayerns. Damit wurde die hervorragende Gesundheitsinfrastruktur

ausgezeichnet. Neben acht Kliniken gibt

es zudem 369 Arztpraxen. Der Gesundheitsbereich ist für

den Landkreis ein starker Wirtschaftsfaktor, denn ein Viertel

aller sozialversicherungspflichtig Beschäftigten arbeitet

im Gesundheits- und Sozialwesen. Allein in der Berufs -

genossenschaftlichen Unfallklinik Murnau (führend in der

Unfallchirurgie) und im Klinikum Garmisch-Partenkirchen

(führend bei künstlichen Hüft- und Kniegelenken) sind

rund 2800 Menschen beschäftigt. Damit zählen sie zu den

größten Arbeitgebern im bayerischen Oberland. Da diese

beiden Kliniken eng miteinander kooperieren, können sie

ihre Stärken weiter ausbauen.

Der Bereich Wellness und Erholung hat ebenso einen

hohen Stellenwert. So sind im Landkreis 16 Gemeinden

als Erholungsort, Luftkurort, Heilklimatischer Kurort oder

Heilbad staatlich anerkannt.

Wirtschaft

Im Landkreis Garmisch-Partenkirchen fühlen sich nicht nur

Tourismus- und Gesundheitsbetriebe wohl, sondern auch

Hunderte Handwerksbetriebe aus allen Branchen sowie

hoch spezialisierte Technologieunternehmen, vor allem in

den Kompetenzfeldern Automotive und Elektro-Mobilität,

Maschinenbau, Mechatronik & Messtechnik, Medizin -

technik, Holz-, Kunststoff- und Metallverarbeitung sowie

Energie- und Umwelttechnik. Ihre Innovativität, etwa bei

Ladestationen für Elektro-Autos, wird begünstigt durch

Kooperationsmöglichkeiten mit den exzellenten Hochschulen

und Forschungseinrichtungen in der Umgebung.

Nach dem Motto „Klein anfangen in einem groß -

artigen Umfeld“ bietet der Landkreis insbesondere Unternehmensgründern,

die etwas aufbauen und bewegen

wollen, den nötigen Freiraum zur Entfaltung. Die Start -

bedingungen zwischen Zugspitze und Staffelsee sind

optimal, um Beruf und Familie miteinander vereinbaren zu

können, auch dank einer herausragenden sozialen Infrastruktur.

Verkehrsanbindung

Der Landkreis ist mit der Autobahn 95 sowie mit den Bundesstraßen

2, 11 (München–Innsbruck–Brenner) und 23

(Augsburg–Fernpass) gut an das weitverzweigte deutsche

Autobahn- und Bundesstraßennetz angeschlossen. So

wurde auch die Verkehrsanbindung und -erschließung von

heimischen Unternehmen in einer repräsentativen Um -

10


Der Landkreis stellt sich vor / Allgemeine Infos

Die Bildungslandschaft ist qualitativ hochwertig

und zählt laut einer Studie der

Bertelsmann-Stiftung bundesweit zu den

besten im ländlichen Raum.

Die Qualität im Bildungsbereich belegt auch eine

Studie der Bertelsmann Stiftung. In ihrem Deutschen Lernatlas

2011 rangiert unser Landkreis bundesweit auf Platz 3

aller Kreise im ländlichen Raum. Im Süden lerne es sich

„am besten“. Deshalb möchte der Landkreis auch offiziell

Bildungsregion werden. Dafür hat er an der gemeinsamen

Initiative des Bayerischen Kultusministeriums und des

Bayerischen Sozialministeriums teilgenommen und den

entsprechenden Bewerbungsprozess zur „Bildungs-

region“ absolviert.

frage als gut bewertet. Von unserem Landkreis sind Österreich

und Italien, zwei der wichtigsten Absatzmärkte

Bayerns, auch nur einen Katzensprung entfernt und somit

schnell erreichbar. Für die Zukunft setzt der Landkreis

weiterhin alles daran, die Verkehrsanbindung und vor

allem die Verkehrsführung zu verbessern. Zwei wichtige

Verkehrsinfrastrukturprojekte sind hier die Ortsumfah -

rungen in Oberau und Saulgrub.

Von großer Bedeutung ist ebenso die Verkehrs -

anbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Im Stundentakt

verkehren Regionalbahnen zwischen München und

Garmisch-Partenkirchen. Regionalexpresszüge verkürzen

die Bahnfahrt zwischen München und Garmisch-Parten -

kirchen sogar auf 70 Minuten, was mit dem Auto kaum zu

unterbieten ist. Weiterführend sind von Garmisch-Partenkirchen

Innsbruck und Reutte in Tirol bequem mit der Bahn

erreichbar. An Wochenenden ist Garmisch-Partenkirchen

zudem an das ICE-Netz angebunden.

Nicht zu vergessen, die Nähe zum Flughafen München

„Franz-Josef Strauß“ (120 km von Garmisch-Parten -

kirchen, Fahrzeit ca. 1,5 Stunden), der Flughafen Innsbruck

(60 km von Garmisch-Partenkirchen, Fahrzeit ca. 1 Stunde).

Bildung

Der Landkreis Garmisch-Partenkirchen besitzt eine starke

Bildungslandschaft. Von Grund- und Mittelschulen bis hin

zu weiterführenden und berufsbildenden Schulen sind im

Landkreis alle Schultypen zu finden. Hinzu kommen wei -

tere Bildungseinrichtungen wie Volkshochschulen, Musikschulen

sowie eine Akademie für Alm-, Land- und Waldwirtschaft.

Gemeinsam über Grenzen

Der Landkreis Garmisch-Partenkirchen gehört der Region

Oberland an, zusammen mit den Landkreisen Weilheim-

Schongau, Bad Tölz-Wolfratshausen und Miesbach. Er ist

darüber hinaus Mitglied der Euregio Zugspitze-Wetterstein-Karwendel

(ZWK), zu der auch die Tiroler Grenzregionen

Seefelder Plateau und Außerfern gehören. Ziel der

Euregio ist es, die Zusammenarbeit zwischen Gemeinden,

Vereinen, Organisationen und Institutionen in der Region

zu stärken und einen Beitrag dafür zu leisten, dass grenz -

bedingte Hemmnisse abgebaut werden. Die Euregio

versteht sich in erster Linie als Service- und Beratungs -

stelle für grenzübergreifende Projekte. In den vergangenen

vier Jahren wurden in der Region 16 Kleinprojekte

(max. 25 000,- Euro Gesamtkosten) umgesetzt. Besonders

erwähnenswert ist dabei das Buchprojekt „Grenzgeschichten“,

das Lebenserinnerungen von Frauen und Männern

aus den Projektpartner-Gemeinden Mittenwald, Leutasch,

Scharnitz und Seefeld zum Inhalt hat.

Traditionsreiche Standorte

Einen wichtigen Standortfaktor im Landkreis bildet die

Bundeswehr. Sie ist mit bedeutenden und traditions -

reichen Standorten im Kreisgebiet vertreten: in Garmisch-

Partenkirchen das Gebirgsmusikkorps, in Mittenwald das

Gebirgsjägerbataillon 233 und die Gebirgs- und Winterkampfschule,

in Murnau das Führungsunterstützungs -

bataillon 293 sowie in Oberammergau die Bundeswehrverwaltungsschule.

Internationalen Ruf haben darüber

hinaus das Marshall Center in Garmisch-Partenkirchen

und die NATO-Schule in Oberammergau.

11


Firmenporträt

Soldaten des Gebirgsjägerbataillons 233 waren bereits in

Somalia, auf dem Balkan und in Afghanistan im Einsatz.

KurzInfo

Gründungsjahr: 1956

Bataillonsstärke: ca. 950

Leistungsspektrum: Das Gebirgsjägerbataillon 233

kämpft weltweit in allen Gefechtsarten, unter extremen

Witterungs- und Geländebedingungen, in bebautem und

bewaldetem Gelände.

Die Gebirgsjäger sind die Spezialisten für schwierigstes

Gelände in einer Armee im weltweiten Einsatz. Die

Soldaten müssen in der Lage sein, zu jeder Zeit, egal

ob bei Hitze, Schnee oder Eis, ihren Auftrag zu erfüllen.

Sie operieren nicht nur im Gebirge, sondern auch in der

Wüste, im Dschungel oder in der Großstadt.

Der Schlüssel zum Erfolg des Gebirgsjägerbataillons

233 ist der persönliche Mut und der Durchhaltewille

eines jeden einzelnen Gebirgsjägers sowie der einzig -

artige Zusammenhalt des Verbandes aus dem Karwendelgebirge.

Gebirgsjägerbataillon 233

Edelweißkaserne

In der Kofel 1–29

82481 Mittenwald

Tel. 08823 937-2002

gebjgbtl233abts2@bundeswehr.org

www.deutschesheer.de/gebjgbtl233

KurzInfo

Die Firmengruppe der Familie v. Zychlinski besteht aus

den beiden Unternehmen UnaveraChemLab GmbH und

Aaron Chemistry GmbH. Aaron Chemistry GmbH ent -

wickelt als Forschungslabor viele organische Feinchemikalien

und vertreibt für Forschungszwecke Tausende von

chemischen Substanzen per Katalogversand weltweit in

Kleinmengen. UnaveraChemLab GmbH entwickelt und

produziert Feinchemikalien, die als Zwischenprodukte

oder Wirkstoffe auch in größeren Mengen auf dem weltweiten

Pharmamarkt verkauft werden. Die Unternehmensgruppen

ergänzen sich insofern, dass beispielsweise eine

Substanz für die Krebsforschung im kleinen Maßstab

bei Aaron entwickelt und diese später im Optimalfall als

Wirkstoff auch in größeren Mengen für die Behandlung

der Patienten bei Unavera hergestellt werden kann.

Aaron Chemistry GmbH

Am Fischweiher 41 –43

82481 Mittenwald

Tel. 08823 917521

info@aaron-chemistry.de

www.aaron-chemistry.de

UnaveraChemLab GmbH

Am Ländbach 20

82481 Mittenwald

Tel. 08823 1351

info@unavera.de

www.unavera.de

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Firmenporträt

Langmatz GmbH

Die Langmatz GmbH als dynamisches und innovatives

Unternehmen ist Spezialist für technische System -

lösungen in den Bereichen Energietechnik, Telekommunikation

und Verkehrstechnik. Weltweite Kunden sind

Energieversorger, Telekommunikationsgesellschaften

sowie Städte und Kommunen.

Ob Kabelschächte, Unterflurverteiler, Outdoor-Gehäuse,

Glasfaserprodukte oder Signal-Anforderungsgeräte, die

zum Beispiel an jeder Fußgängerampel zu finden sind –

die Produkte von Langmatz sind feste Bestandteile

moderner Infrastruktur. „Wir wollen mit unseren

Pro dukten zum Aufbau von Infrastrukturnetzen eine

führende Marktposition einnehmen. Mit unseren Mit -

arbeiterinnen und Mitarbeitern und deren großer Kompetenz

in allen Phasen der Entwicklung, Fertigung und

Markteinführung sehe ich hervorragende Wachstums -

potenziale für die Zukunft“, so Stephan Wulf, Geschäftsführer

der Langmatz GmbH. In Zukunft wird der Glas -

fasernetz ausbau, für den Langmatz im Portfolio „fibre

future“ innovative Produkte auf den Markt bringt, eine

große Rolle spielen.

Als mittelständisches Unternehmen mit 320 Betriebs -

angehörigen bietet Langmatz eine Perspektive für die

Zukunft der Region. In acht Berufen bildet das Unter -

nehmen derzeit 35 junge Menschen im kaufmännischen,

technischen und mechanischen Bereich aus.

Durch zukunftsorientierte Produkte auf höchstem Niveau

und ein nachhaltiges Wachstum bietet das Unternehmen

seinen Mitarbeitern seit 50 Jahren ein hohes Maß an

Flexibilität und persönlicher Weiterentwicklung.

KurzInfo

Gründungsjahr: 1963

Mitarbeiter: 320

Marktbereiche: Energietechnik, Telekommunikation,

Verkehrstechnik

Betrieb und Standorte: Werk 1 Hauptsitz in Garmisch-

Partenkirchen für Entwicklung, Administration und Ver -

waltung (Bild links); Werk 2 in Oberau für Produktion

und Montage (Bild rechts)

Langmatz GmbH

Am Gschwend 10

82467 Garmisch-Partenkirchen

Tel. 08821 920-0

info@langmatz.de

www.langmatz.de

13


Firmenporträt

Wir folgen einem besonderen Anspruch an Beratungs- und

Servicequalität. Zusammen mit unseren Verbundpartnern

stellen wir umfassende Lösungen für unsere Bestands- und

Neukunden im Privat-, Firmen- und Kommunalsektor bereit.

Der Unterschied beginnt beim Namen.

Kreissparkasse Garmisch-Partenkirchen

Die Kreissparkasse Garmisch-Partenkirchen ist ein

öffentlich-rechtliches Kreditinstitut im Landkreis und

Ihr verlässlicher Partner vor Ort. Durch unsere persön -

liche Nähe sind wir mit den Menschen in der Region

besonders verbunden. Wir stehen unseren Kunden als

modernes und leistungsstarkes Kreditinstitut in allen

Finanzfragen kompetent zur Seite.

Darüber hinaus engagieren wir uns auch tatkräftig für

die Region und in der Region: Wir sind Motor der regionalen

Wirtschaft und fördern Jahr für Jahr zahlreiche

gemeinnützige Projekte vor Ort. Mit rund 280 kompe -

tenten Beschäftigten ist die Kreissparkasse Garmisch-

Partenkirchen einer der größten Arbeitgeber im Land -

kreis und bietet derzeit 22 jungen Menschen einen

Ausbildungsplatz.

Zusätzlich unterstützte die Kreissparkasse allein in den

letzten zehn Jahren mit ca. zwei Mio. Euro an direkten

Spenden und Sponsoringleistungen das soziale Mitein -

ander, zahlreiche Hilfseinrichtungen, das Brauchtum und

den Sport im Landkreis.

Ein Hoch auf 125 Jahre Kreissparkasse

Garmisch-Partenkirchen

Im Jahr 2014 feierten wir unser 125-jähriges Bestehen.

Wir blicken auf eine lange Historie zurück und verbinden

von jeher Tradition mit Moderne. Wenn Sie tief in den

Geschichtsbüchern des Landkreises graben, stellen

Sie fest, dass schon vor 166 Jahren die Ortssparkasse

Garmisch existierte. Doch erst im Jahr 1889, also vor

mehr als 125 Jahren, entstand die Kreissparkasse

Garmisch-Partenkirchen so wie wir sie heute kennen.

Seither entwickelte sich die Kreissparkasse zum größten

selbstständigen Finanzdienstleister im Landkreis. Doch

wir wollen uns auf unserer langen Erfolgsgeschichte

nicht ausruhen, sondern auch in den nächsten 125 Jahren

alles für den Erfolg unserer Kunden geben.

Die Sparkassenidee: Finanzen für alle

Seit mehr als 125 Jahren machen wir Finanzen für alle

Menschen zugänglich. Ganz gleich ob klein, groß, jung,

alt, Familie, Firma oder Verein: Bei uns werden alle

Kunden gleich behandelt, und bis heute halten wir am

Gründungsauftrag der Sparkassen fest, allen Bevölkerungsschichten

die Chance zu bieten, sich auch mit klei-

14


Firmenporträt

Das Highlight des neuen Hauptgebäudes bildet unser Tagungsraum

„Kristall“ im 4. Obergeschoss. Der Aufbau, der in seinen

Zügen einem Bergkristall nachempfunden wurde, bietet Platz für

Tagungen und Veranstaltungen.

nen Beträgen ein finanzielles Polster zu schaffen. Denn

unter fairer Partnerschaft verstehen wir, dass niemand

von modernen Finanzprodukten ausgeschlossen wird.

Deshalb bieten wir Finanzen für alle und gleichzeitig eine

individuelle, auf die ganz persönlichen Bedürfnisse ab -

gestimmte und ganzheitliche Beratung. Im Zentrum

unseres Handelns stehen die positive wirtschaftliche

und soziale Entwicklung des Landkreises und die Förderung

von Wohlstand und Lebensqualität jedes einzelnen

Bewohners.

Unser Leitspruch im Jubiläumsjahr:

„Hier kann alles.“

Der Landkreis Garmisch-Partenkirchen ist eine ganz

besondere Region. Doch erst die Kreissparkasse

Garmisch-Partenkirchen macht ihn komplett. Wir sind

das Finanzinstitut in der Region und über die Jahre hinweg

unverzichtbar geworden. Wir verbinden Tradition

und Moderne, wir bieten den Menschen unendlich viele

Möglichkeiten. Und zwar genau hier. An Ort und Stelle.

In Garmisch-Partenkirchen, in Oberammergau, in Mittenwald

und überall in unserem Geschäftsgebiet. Wir helfen

den Menschen, ihre kleinen und großen Träume zu

verwirklichen. Mit anderen Worten: „Hier kann alles.“

KurzInfo

Gründungsjahr: 1848, seit 1889 als Kreissparkasse

Garmisch-Partenkirchen

Mitarbeiter: rund 280

Leistungsspektrum:

Wir ermöglichen eine kostenlose Bargeldversorgung rund

um die Uhr. Und damit nicht genug: Neben der persön -

lichen Beratung vor Ort bieten wir telefonischen Service,

Erreichbarkeit in sozialen Netzwerken, Online- und Mobile-

Banking oder die Beratung beim Kunden zu Hause – mit

unserem breiten Servicespektrum überlassen wir unseren

Kunden die Entscheidung, auf welchem Weg sie uns er -

reichen möchten.

Unser Filialnetz:

Mit insgesamt 19 Geschäftsstellen, darunter drei Selbst -

bedienungsstandorte, sind wir in nahezu jeder Gemeinde

im Landkreis Garmisch-Partenkirchen vertreten.

Kreissparkasse Garmisch-Partenkirchen

Bahnhofstraße 40 + 42

82467 Garmisch-Partenkirchen

Tel. 08821 707-0

info@sparkasse-garmisch.de

www.sparkasse-garmisch.de

15


Firmenporträt

GEIGER Automotive GmbH

Ihr Partner für eine erfolgreiche Zukunft! GEIGER Automotive

ist ein Unternehmen der Sanoh Europe GmbH

und spezialisiert auf die Herstellung von hochwertigen

Kunststoffteilen in Fahrzeugen. Durch den Einsatz hoch

innovativer Werkstoffe setzen wir Standards für Qualität,

Funktionalität und Zuverlässigkeit. Unsere Unternehmenskultur

ist geprägt von Teamgeist und Kollegialität,

flachen Hierarchien, kurzen Entscheidungswegen, einem

hohen Maß an Freiräumen, verbunden mit entsprechender

Eigenverantwortung.

GEIGER Automotive GmbH hat sich im Laufe der Jahre

zu einem weltweit agierenden und global vernetzten

mittelständischen Unternehmen mit mehreren Standorten

in Deutschland und den USA mit 750 Mitarbeitern

entwickelt. Weitere Standorte in China und Mexiko sind

bereits im Aufbau.

Integraler Bestandteil bei unseren Entwicklungen ist

das Innovationsmanagement: Wir wollen die besten

Produkte für relevante Anforderungen entwickeln – auf

ökologisch und ökonomisch verantwortlicher Basis.

Als einer der Spezialisten für anspruchsvolle und funk -

tionale Kunststoffkomponenten der internationalen

Automobilzulieferindustrie liegen unsere Kompetenzen

im LuC- und Thermomanagement, in LuC-Klappensteuerungen

und -Systemen zum Halten, Führen und Leiten

von Medien im Fahrzeug. Wir verfügen über einen eigenen

Formenbau und produzieren Prototypen in enger

Abstimmung mit unseren Kunden.

Modernste Spritzgussanlagen, die Spezialisierung auf

Gas- und Wasser injektion, Montage und Schweißtech -

niken zählen ebenso zu unseren Disziplinen, Allein -

stellungsmerkmalen und Möglichkeiten wie unsere

Tech nologieführung im Mehrschicht-Blasextrusions -

verfahren und die Veredelung von Produkten.

KurzInfo

Gründungsjahr: 1960

Mitarbeiter: 750 weltweit

Leistungsspektrum: GEIGER Automotive steht für

Spitzenerzeugnisse aus Kunststoff. Wir fertigen Produkte

zur Speicherung und Führung von Flüssigkeiten und

Gasen für namhafte Automobilhersteller und rüsten

weltweit bekannte Marken damit aus.

GEIGER Automotive GmbH

Neu-Egling 11

82418 Murnau a. Staffelsee

Tel. 08841 407-0

info@geigerautomotive.com

www.geigerautomotive.com

16


menarbeiten, sind daraus echte Partnerschaften entstanden.

Wir unterscheiden nicht zwischen kleinen,

mittleren oder großen Kunden – jeder Kunde ist für

uns gleich wichtig. Die Weiterempfehlung durch einen

bestehenden Kunden ist das höchste Lob für unsere

Arbeit.

Firmenporträt

KurzInfo

Gründungsjahr: 1931 wurde das erste Büro in Garmisch-

Partenkirchen eröffnet.

Mitarbeiter: 17

Leistungsspektrum: Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung,

Rechtsberatung, Consulting, Corporate Finance

Kundennähe ist das, was uns unterscheidet. Nähe,

das heißt für uns zuhören. Dieses Verständnis für Ihr

Unternehmen ist charakteristisch für alle Leistungen

von Auren. Mit unseren Fähigkeiten und Erfahrungen

setzen wir uns für Sie ein. Durch unsere Präsenz in

mehreren Städten und unseren Anspruch an Qualität

erhöhen Sie Ihre Möglichkeiten und mindern Ihre

Risiken. Unsere Arbeitsweise basiert auf Teamwork,

weil wir gemeinsam Mehrwerte schaffen können.

Unsere Kunden sind der Mittelpunkt unserer Arbeit.

Da wir mit den allermeisten seit vielen Jahren zusam -

Auren Treuhand GmbH

Bahnhofstraße 35

82467 Garmisch-Partenkirchen

Tel. 08821 98200

info@gap-auren.de

www.auren.com

Die Mitarbeiter werden konsequent geschult und weitergebildet.

Drei Installateur- und Heizungsbau meister

sowie ein Elektromeister garantieren eine optimale

Qualität, fünf Auszubildende sorgen für den betrieb -

lichen Nachwuchs. Ein Großteil der heutigen Mitarbeiter

wurde bei Hauser auch ausgebildet.

KurzInfo

Gründungsjahr: 1716

Mitarbeiter: 26

Leistungsspektrum: Kundendienst; Heizungsnotdienst

rund um die Uhr; Badplanung und -sanierung – alles aus

einer Hand; Lüftungs-, Schwimmbad-, Solar- und Wärmepumpentechnik;

Öl- und Gasfeuerungen

Die Eduard Hauser GmbH zählte von Beginn an zu den

Vorreitern bei der Verwendung moderner Heizsysteme

auf Grundlage alternativer und erneuerbarer Energien.

Dazu gehören auch die Planung und der Einbau kontrollierter

Wohnraumlüftung, Heizungs-Checks zum Zwecke

der Anlagenbewertung und Optimierung. Der innovative

Betrieb berät, plant, installiert und bietet ein breites

Spektrum an Serviceleistungen. Ebenso werden

Spülkasten-Reparaturen, Spül- und Spülmaschinen -

anschlüsse und andere Arbeiten von der Kundendienst-

Abteilung kurzfristig ausgeführt.

Eduard Hauser GmbH

Pfarrstraße 16

82418 Murnau a. Staffelsee

Tel. 08841 61430

info@hauser-hsk.de

www.hauser-hsk.de

17


Der Landkreis und seine Aufgaben

DER LANDKREIS UND SEINE AUFGABEN

Jeder Bürger kennt seinen Landkreis und fühlt sich dort

daheim. Dennoch fragen sich viele Bürger, welche Auf -

gaben ein Landkreis überhaupt hat. Schon allein die

Doppelfunktion des Landratsamtes ist nicht jedem gleich

verständlich. So ist das Landratsamt Behörde der kommunalen

Gebietskörperschaft Landkreis Garmisch-Parten -

kirchen und zugleich untere Verwaltungsbehörde des

Freistaates Bayern.

Im Folgenden möchten wir Licht ins Dunkel bringen

und die Aufgaben des Landkreises erklären.

Zunächst ist es wichtig, die Gebietsabgrenzungen im

kommunalen Bereich zu kennen. Hier gibt es im Freistaat

Bayern drei Ebenen:

1. Kreisangehörige Gemeinden einschließlich der Verwaltungsgemeinschaften

2. Landkreise und kreisfreie Städte

3. Bezirke

Im direkten Zusammenhang mit diesen Gebiets -

abgrenzungen sind die Aufgaben und Zuständigkeiten der

kommunalen Gebietskörperschaften zu sehen. Gesetzlich

geregelt sind diese in der Gemeindeordnung, in der Landkreisordnung

und in der Bezirksordnung. Maßstab für den

Gesetzgeber ist es, die Aufgaben der jeweiligen Gebietskörperschaften

im Rahmen ihrer Leistungsfähigkeit und

Verwaltungskraft sowie darüber hinaus unter dem

Gesichtspunkt der Wirtschaftlichkeit sinnvoll und damit

möglichst bürgernah anzusiedeln. So steht in Artikel 1 der

Landkreisordnung für den Freistaat Bayern: „Die Land -

kreise sind Gebietskörperschaften mit dem Recht, überörtliche

Angelegenheiten, deren Bedeutung über das Kreisgebiet

nicht hinausgeht, im Rahmen der Gesetze zu ordnen

und zu verwalten. Ihr Gebiet bildet zugleich den

Bereich der unteren staatlichen Verwaltungsbehörde.“

Im Freistaat Bayern sind die Landkreise demnach für

folgende vier Aufgabenbereiche zuständig:

– Ergänzungs- und Ausgleichsfunktionen für die

Gemeinden

– Freiwillige Leistungen und Pflichtaufgaben im Rahmen

der Selbstverwaltung

– Übertragene Aufgaben des Staates

– Staatliche Verwaltungsaufgaben

Der Landkreis unterstützt die Gemeinden

Die Gemeinde ist für alle Aufgaben der örtlichen Gemeinschaft

zuständig. Typische Gemeindeaufgaben sind die

Ausstellung von Ausweisen und Pässen, das Einwohnermeldewesen,

der Bau und die Unterhaltung von Ab -

wasserbeseitigungsanlagen, Sportplätzen und Freibädern.

Was nicht überall örtlich erledigt werden kann, weil es die

Leistungskraft kreisangehöriger Gemeinden übersteigt, ist

im Prinzip eine Aufgabe des Landkreises. Hier spricht man

von der Ergänzungs- und Ausgleichsfunktion des Landkreises

für die Gemeinden.

Die Pflicht und Kür im eigenen Wirkungskreis

des Landkreises

Der eigene Wirkungskreis umfasst die Selbstverwaltung

des Landkreises. Hier handelt der Landkreis im Rahmen

der geltenden Gesetze nach eigenem Ermessen. Unterschieden

wird dabei zwischen den freiwilligen Leistungen

und Pflichtaufgaben des Landkreises. So kann der Landkreis

bei den freiwilligen Leistungen frei entscheiden, ob

und wie er eine Leistung erbringen möchte, wohingegen

der Landkreis bei den Pflichtaufgaben lediglich darüber

entscheiden kann, wie er die vorgegeben Pflichtaufgaben

erbringen möchte.

Nach Artikel 51 der Landkreisordnung sollen die Landkreise

im eigenen Wirkungskreis ganz allgemein „in den

Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit die öffentlichen Einrichtungen

schaffen, die für das wirtschaftliche, soziale und

kulturelle Wohl ihrer Einwohner nach den Verhältnissen

des Kreisgebiets erforderlich sind“. Als Pflichtaufgaben

sind in der Landkreisordnung ausdrücklich genannt:

„Maßnahmen auf den Gebieten der Straßenverwaltung,

der Feuersicherheit, des Gesundheitswesens sowie der

öffentlichen Fürsorge und Wohlfahrtspflege.“ Im Einzelnen

zählen dazu:

– die Sachaufwandsträgerschaft für weiterführende und

berufsbildende Schulen sowie der Förderschulen

– die Sozial- und Jugendhilfe

– die Einrichtung und der Unterhalt von Krankenhäusern

– der Bau und Unterhalt von Kreisstraßen

– der öffentliche Personennahverkehr

– die Abfallwirtschaft

18


Der Landkreis und seine Aufgaben

Im Landratsamt Garmisch-Partenkirchen werden alle

Aufgaben des Landkreises koordiniert. Der Neubau

Gebäude C (rechts) wurde im März 2015 eingeweiht.

Neben den Pflichtaufgaben erfüllen die Landkreise

auch viele weitere wichtige Aufgaben freiwillig. Dazu

zählen zum Beispiel die Unterstützung von Einrichtungen

wie Volkshochschulen, Musikschulen, Museen und Theatern

oder die Wirtschaftsförderung.

Die Aufgaben des Landkreises

im übertragenen Wirkungskreis

Neben den Aufgaben im eigenen Wirkungskreis gibt es für

den Landkreis zusätzlich Aufgaben im übertragenen

Wirkungskreis zu erfüllen. Hierbei handelt es sich um

staatliche Aufgaben, die sich für die Erledigung durch den

Landkreis eignen. Der Staat hat sich dabei jedoch eine

strengere Aufsicht über den kommunalen Selbstver -

waltungsträger vorbehalten. Im eigenen Wirkungskreis

des Landkreises kontrolliert der Staat lediglich die Gesetzmäßigkeit

der Verwaltungstätigkeit.

Trotzdem zählt auch der übertragene Wirkungskreis zu

den echten Aufgaben der Selbstverwaltung, denn der

Landkreis wird dabei nicht nur für den Staat tätig. Zum

übertragenen Wirkungskreis zählt zum Beispiel das Recht,

sicherheitsrechtliche Verordnungen zu erlassen. Neuere

Aufgaben des übertragenen Wirkungskreises sind die

sogenannten Leistungen nach dem Wohngeld- und Unterhaltssicherungsgesetz.

Auch die staatlichen Aufgaben des

Rettungsdienstes und der Fleischbeschauung sind den

Landkreisen übertragen worden.

Eine weitere Aufgabe des übertragenen Wirkungs -

kreises, die seit dem Inkrafttreten der Landkreisordnung

oft übersehen wird, ist die Trägerschaft des staatlichen

Landratsamtes. Denn der Landkreis ist verpflichtet, das

Personal und die Verwaltungsmittel für das gesamte staatliche

Landratsamt zur Verfügung zu stellen, soweit nicht

der Freistaat Bayern staatliche Beamte an die Landrats -

ämter versetzt.

19


Der Landkreis und seine Aufgaben

Die staatliche Verwaltungstätigkeit des Landratsamtes

Für das Gebiet des Landkreises erfüllt das Landratsamt

nicht nur Selbstverwaltungsaufgaben des eigenen und

übertragenen Wirkungskreises, sondern es ist auch untere

staatliche Verwaltungsbehörde. Die rein staatliche Verwaltungstätigkeit

begegnet den Bürgerinnen und Bürgern fast

immer in Form eines Bescheides – hierbei spricht man

vom „Vollzug von Hoheitsaufgaben“.

Wichtige Aufgaben des staatlichen Landratsamtes sind:

– die öffentliche Sicherheit und Ordnung (Brand- und

Katastrophenschutz, Gewerbe- und Gaststättenaufsicht,

Jagd- und Fischereiwesen, Waffenrecht)

– das Straßen- und Verkehrswesen mit Kfz-Zulassungsund

Führerscheinstelle

– der Natur- und Umweltschutz mit Immissionsschutz

und Wasserrecht

– die Bauaufsicht und der Denkmalschutz

– das Ausländer- und Asylwesen

– das Wohnungswesen

– die Kommunalaufsicht

– das Gesundheitswesen

– das Veterinärwesen

Der Landkreis als kommunale Gebietskörperschaft

und Träger der Selbstverwaltung ist beim Vollzug der

staatlichen Aufgaben rechtlich nicht beteiligt.

Landratsamt

Amtsvorstand: Landrat Anton Speer

Zweck der Behörde

Verwaltung der kommunalen Gebietskörperschaft Landkreis

Untere staatliche

Verwaltungsbehörde

Aufgabenart

Eigene Aufgaben

des Landkreises

Vom Staat auf den Landkreis

übertragene Aufgaben

Staatliche Aufgaben

Aufgabenart konkret

zum Beispiel weiterführende

und berufsbildende Schulen,

Förderschulen, Krankenhäuser,

Sozial- und Jugendhilfe, Abfallwirtschaft,

Kreisstraßen

zum Beispiel Rettungsdienst,

Fleischbeschau, Wohngeld,

Unterhaltssicherung

zum Beispiel Bauaufsicht, Kfz-

Zulassungs- und Führerscheinwesen,

Natur- und Umwelt -

schutz, Jagd- und Fischerei -

wesen, Waffenrecht, Gewerbeund

Gaststättenaufsicht, Auf -

sicht über die kreisangehörigen

Gemeinden

Entscheidungsbefugnis

Kreistag, Kreisausschuss

und weitere Ausschüsse oder

Landrat

Vollzug staatlicher Vorschriften;

weitgehend weisungsgebunden

gegenüber dem Freistaat

Bayern

Vollzug staatlicher Vorschriften;

völlige Weisungsgebundenheit

gegenüber dem Freistaat

Bayern

20


Der Landkreis und seine Aufgaben

Der Landrat

Wie das Landratsamt eine Doppelfunktion als Behörde

hat, so ist auch der Landrat als Amtsvorstand sowohl

Leiter des Landratsamtes als Behörde der kommunalen

Gebietskörperschaft Landkreis Garmisch-Partenkirchen als

auch Leiter des staatlichen Landratsamtes. Der Landrat ist

damit auch Dienstvorgesetzter der kommunalen Bediensteten

des Landkreises sowie der Staatsbediensteten.

Der Landrat ist Vorsitzender des Kreistages und seiner

Ausschüsse, mit Ausnahme des Rechnungsprüfungsausschusses,

und er vollzieht die in den Gremien gefassten

Beschlüsse. Darüber hinaus erledigt der Landrat laufende

Angelegenheiten der Kreisverwaltung in eigener Zuständigkeit.

In Betrieben, bei denen der Landkreis Gesellschafter

ist, wie zum Beispiel bei der Klinikum Garmisch-Partenkirchen

GmbH oder der Kreissparkasse Garmisch-Partenkirchen,

übt der Landrat das Amt des Aufsichtsratsvor -

sitzenden aus.

Der Landrat ist kommunaler Wahlbeamter und damit

gesetzlicher Vertreter sowie erster politischer Repräsentant

des Landkreises. Er wird von den Bürgerinnen und Bürgern

des Landkreises direkt für eine Wahlperiode von

sechs Jahren gewählt. Seit 1. Mai 2014 ist Anton Speer

(Freie Wähler) Landrat des Landkreises Garmisch-Partenkirchen.

Die Politik im Landkreis

Das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland gibt

den Landkreisen im Rahmen der kommunalen Selbstverwaltung

das Recht, ihre Aufgaben eigenverantwortlich zu

erfüllen. Mit der Kommunalwahl erhalten die Bürgerinnen

und Bürger die Möglichkeit, an der Gestaltung ihres Landkreises

mitzuwirken. Durch die Wahl des Landrates sowie

der Vertreterinnen und Vertreter des Kreistages nehmen

die Bürgerinnen und Bürger am politischen Willens -

bildungsprozess teil.

Der Kreistag

Der Kreistag ist die politische Vertretung der Bürgerinnen

und Bürger des Landkreises. Wie der Landrat wird auch

der Kreistag für eine Wahlperiode von sechs Jahren

gewählt. Der Kreistag überwacht die Kreisverwaltung in

allen Angelegenheiten des eigenen und des übertragenen

Wirkungskreises, soweit er nicht den Kreisausschuss allgemein

für zuständig erklärt hat oder der Landrat kraft Gesetzes

für die laufenden Angelegenheiten zuständig ist.

Entsprechend der Einwohnerzahl besteht der Kreistag

des Landkreises Garmisch-Partenkirchen aus dem Landrat

und 60 ehrenamtlichen Kreisrätinnen und Kreisräten. Der

Kreistag wird derzeit bei der Wahrnehmung seiner Auf -

gaben von sechs Ausschüssen unterstützt. Die Willens -

bildung des Kreistages und der Ausschüsse erfolgt durch

Beratung und Beschlussfassung. Beschlüsse des Kreis -

tages werden in offener Abstimmung mit Mehrheit

der Abstimmenden gefasst. Bei Stimmengleichheit ist

der Antrag abgelehnt.

Den Vorsitz im Kreistag führt der Landrat. Ist dieser verhindert

oder persönlich beteiligt, so vertritt ihn sein

gewählter Stellvertreter. Der Vorsitzende leitet die Verhandlungen

und handhabt die Ordnung im Sitzungssaal.

Die Ausschüsse

Jeder Landkreis ist verpflichtet, drei Pflichtausschüsse,

nämlich den Kreis-, den Jugendhilfe- und den Rechnungsprüfungsausschuss

zu bilden. Darüber hinaus hat der

Kreistag des Landkreises Garmisch-Partenkirchen drei

weitere Ausschüsse gebildet. Die Besetzung der Aus -

schüsse muss so erfolgen, dass jeder Ausschuss im Hinblick

auf die in ihm vertretenen Parteien und Wähler -

gruppen ein verkleinertes Abbild des Kreistages darstellt.

Folgende sechs Ausschüsse unterstützen den Kreistag

bei seiner Arbeit:

– Kreisausschuss

– Rechnungsprüfungsausschuss

– Jugendhilfeausschuss

– Klinikumsausschuss

– Schulausschuss

– Umwelt- und Landwirtschaftsausschuss

Kreisausschuss

Der Kreisausschuss ist der wichtigste Ausschuss des Landkreises.

Ihm gehören der Landrat und 12 Kreisräte an. Der

Kreisausschuss bereitet zum einen die Arbeit des Kreistags

vor, zum andern ist er für alle Verwaltungsaufgaben

zuständig, die nicht dem Kreistag, weiteren beschließenden

Ausschüssen oder dem Landrat übertragen wurden.

Eine weitere wichtige Aufgabe des Kreisausschusses ist

die Überwachung des Vollzugs des Haushaltsplans.

Jugendhilfeausschuss

Der Jugendhilfeausschuss fällt durch seine Zusammen -

setzung aus dem Rahmen kommunaler Selbstverwaltungsorgane.

So setzt er sich aus stimmberechtigten und

beratenden Mitgliedern zusammen. Dabei gehören dem

Jugendhilfeausschuss nicht nur gewählte politische Ver -

treter an, sondern auch Vertreter der freien Jugendhilfe

und sachverständige Bürger. Der Jugendhilfeausschuss

befasst sich mit allen Angelegenheiten der Jugendhilfe,

21


Der Landkreis und seine Aufgaben

insbesondere mit

– der Erörterung aktueller Problemlagen junger Menschen

und ihrer Familien sowie mit Anregungen und Vorschlägen

für die Weiterentwicklung der Jugendhilfe,

– der Jugendhilfeplanung und

– der Förderung der freien Jugendhilfe.

Der Jugendhilfeausschuss hat Beschlussrecht in Angelegenheiten

der Jugendhilfe im Rahmen der vom Landkreis

bereitgestellten Mittel, der von ihm erlassenen Satzung

und der von ihm gefassten Beschlüsse.

Die Verteilung der Sitze

Rechnungsprüfungsausschuss

Der Rechnungsprüfungsausschuss besteht aus sieben Mitgliedern

und wird wie alle anderen Ausschüsse aus der

Mitte des Kreistages gebildet. Jedoch führt in diesem

Ausschuss nicht der Landrat den Vorsitz, sondern ein Mitglied

wird zum Vorsitzenden bestellt. Hauptaufgabe des

Ausschusses ist die örtliche Rechnungsprüfung, d. h. die

Prüfung der Einnahmen und Ausgaben des Landkreises.

Klinikumsausschuss

Der Klinikumsausschuss ist ein Werksausschuss und

entscheidet als beschließender Ausschuss über alle Angelegenheiten

des Eigenbetriebs Klinikum Garmisch-Partenkirchen,

soweit nicht die Werksleitung, der Kreistag oder

der Landrat zuständig sind. Dem Ausschuss gehören

12 Kreisräte an.

Schulausschuss

Der Schulausschuss ist zuständig für alle den Landkreis

betreffenden Angelegenheiten im Bereich des Schul -

wesens. Er berät die Kreisorgane bei der Aufstellung des

Haushalts- und Finanzplans der Schulen und beschließt

entsprechend des Kreishaushalts. Der Schulausschuss

besteht aus 12 Kreisräten.

Sitze

CSU (Christlich-Soziale Union in Bayern) 22

FWL (Freie Wähler der Landkreisgemeinden) 11

SPD (Sozialdemokratische Partei Deutschlands) 7

CSB (Christlich Soziales Bündnis – Bürger

für Garmisch-Partenkirchen/Freie Landkreisbürger) 6

Umwelt- und Landwirtschaftsausschuss

Der Umwelt- und Landwirtschaftsausschuss ist ein beratender

und beschließender Ausschuss, der aus 15 Kreis -

räten besteht. Er ist zuständig für alle grundsätzlichen

Angelegenheiten des Natur- und Umweltschutzes, der

Städte- und Raumplanung sowie der Land- und Forstwirtschaft,

einschließlich der Angelegenheiten des Bundes -

förderprojekts Murnauer Moos/Staffelseemoore, der

Angelegenheiten des Kreisschlachthofs sowie der Förderung

der regionalen Vermarktung landwirtschaftlicher

Produkte. Der Umwelt- und Landwirtschaftsausschuss

beschließt über die oben genannten Angelegenheiten im

Rahmen der vorhandenen Haushaltsmittel und berät die

Kreisorgane in Angelegenheiten der Abfallwirtschaft und

des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV).

ÖDP (Ökologisch-Demokratische Partei) 4

Grüne (Bündnis 90/Die Grünen) 4

BP (Bayernpartei) 3

FWG (Freie Wählergemeinschaft

Garmisch-Partenkirchen) 2

FDP (Freie Demokratische Partei) 1

22


Der Landkreis und seine Aufgaben

Die Mitglieder des Kreistages

In der derzeitigen Wahlperiode 2014 bis 2020 sind folgende

neun Parteien mit ihren Vertretern im Kreistag vertreten:

CSU (Christlich-Soziale Union in Bayern)

Name Beruf Wohnort Mitglied in folgenden

Ausschüssen

Wolfgang Bauer Verwaltungsangestellter Garmisch-Partenkirchen KA

Hannes Biehler Gas- und Wasserinstallateur Garmisch-Partenkirchen ULA

Josef Bierling Schreinermeister Murnau a. Staffelsee SAS, ULA

Christian Binder selbstständiger Versicherungskaufmann Ohlstadt SAS

Josef Glatz Technischer Zeichner Garmisch-Partenkirchen ULA

Georg Gschwendtner Bankbetriebswirt Mittenwald KLI, ARK

Rudolf Haller Stabsfeldwebel a. D. Krün SAS

Markus Hörmann selbstständiger Diplom-Geologe Seehausen a. Staffelsee SAS

Adolf Hornsteiner Dipl.-Ing. (FH), Erster Bürgermeister Mittenwald KA

Peter Imminger Erster Bürgermeister, Geschäftsführer Oberau KA

Elisabeth Koch Rechtsanwältin Garmisch-Partenkirchen KLI, ARK

Anton Kölbl Schreinermeister Eschenlohe JHA

Harald Kühn MdL Landtagsabgeordneter Murnau a. Staffelsee

Michael Lidl Bürgermeister i. R. Farchant RPA, KLI, ARK

Alois Maderspacher Schreinermeister Garmisch-Partenkirchen ULA

Stephan Märkl Erster Bürgermeister Grainau ULA

Dr. Michael Rapp Gymnasiallehrer Murnau a. Staffelsee KA, KLI, ARK

Regina Samm Hotelière Murnau a. Staffelsee JHA, RPA

Johann Scherrer Landwirt Murnau a. Staffelsee ULA

Thomas Schwarzenberger Erster Bürgermeister Krün KA

Max Wank Gymnasiallehrer Garmisch-Partenkirchen KLI, SAS, ARK

Hansjörg Zahler Erster Bürgermeister Wallgau RPA

FWL (Freie Wähler der Landkreisgemeinden)

Name Beruf Wohnort Mitglied in folgenden

Ausschüssen

Hans Baur Rechtsanwalt Wallgau KA

Anton Fischer Landwirt Ohlstadt KLI, ARK

Michael Gansler Maurermeister Unterammergau SAS

Nikolaus Onnich Landwirt Bad Kohlgrub KA

Welf Probst Raumausstattermeister Murnau a. Staffelsee KLI, ARK

23


Der Landkreis und seine Aufgaben

Name Beruf Wohnort Mitglied in folgenden

Ausschüssen

Josef Schmid Landwirt und Kunstschmied Riegsee ULA

Christine Singer Hauswirtschaftsmeisterin Hofheim ULA

Dr. Julia Stewens Tierärztin i. R. Murnau a. Staffelsee JHA

Florian Streibl, MdL Rechtsanwalt Oberammergau RPA

Rupert Wintermeier Erster Bürgermeister Uffing a. Staffelsee SAS

Josef Zunterer Gastwirt Mittenwald ULA

SPD (Sozialdemokratische Partei Deutschlands)

Name Beruf Wohnort Mitglied in folgenden

Ausschüssen

Robert Allmann Sozialversicherungsfachangestellter Garmisch-Partenkirchen JHA

Felix Burger Verkaufsleiter Murnau a. Staffelsee RPA

Enrico Corongiu Rettungsassistent Mittenwald ULA

Harald Helfrich Regisseur Garmisch-Partenkirchen ULA

Elisabeth Hoechner Anwendungsentwicklerin-IT Murnau a. Staffelsee SAS

Dr. Sigrid Meierhofer Erste Bürgermeisterin Garmisch-Partenkirchen KLI, ARK

Martin Wohlketzetter Dipl.-Ing. (Univ.), Erster Bürgermeister Farchant KA

CSB (Christlich Soziales Bündnis – Bürger für Garmisch-Partenkirchen/Freie Landkreisbürger)

Name Beruf Wohnort Mitglied in folgenden

Ausschüssen

Christian Andrä Rechtsanwalt Grainau RPA

Walter Echter Förster Garmisch-Partenkirchen KA

Johann Eitzenberger Dipl.-Verwaltungsw. (FH) Garmisch-Partenkirchen KLI, ARK

Josef Köpf Tierarzt Oberammergau ULA

Alexandra Roos-Teitscheid Gymnasiallehrerin Garmisch-Partenkirchen SAS

Matthias Witting Gastwirt Mittenwald JHA

ÖDP (Ökologisch-Demokratische Partei)

Name Beruf Wohnort Mitglied in folgenden

Ausschüssen

Rolf Beutling Erster Bürgermeister Murnau a. Staffelsee KA

Guntram Gattner Dipl.-Kfm., Buchhändler Murnau a. Staffelsee RPA, SAS

Rudolf Kühn Dipl.-Ing. agr., Erster Bürgermeister Riegsee/Aidling KLI, ULA, ARK

Herbert Stöckl Dipl.-Phys. Garmisch-Partenkirchen JHA

24


Der Landkreis und seine Aufgaben

Grüne (Bündnis 90/Die Grünen)

Name Beruf Wohnort Mitglied in folgenden

Ausschüssen

Georg Buchwieser Umweltpädagoge Unterammergau ULA

Christl Freier Lehrerin Oberammergau SAS

Dr. Korbinian Freier Dipl.-Geoökologe Oberammergau KLI, ARK

Tessy Lödermann Tierheimleiterin Garmisch-Partenkirchen KA

BP (Bayernpartei)

Name Beruf Wohnort Mitglied in folgenden

Ausschüssen

Hansjörg Barth Hüttenwirt Garmisch-Partenkirchen KLI, ARK

Beppo Geiger

selbstständiger Schreiner und

Betriebswirt des Möbelhandels Eschenlohe SAS

Andreas Grasegger Zimmerermeister Garmisch-Partenkirchen KA, ULA

FWG (Freie Wählergemeinschaft Garmisch-Partenkirchen)

Name Beruf Wohnort Mitglied in folgenden

Ausschüssen

Josef Angelbauer Bäcker- und Konditormeister i. R. Garmisch-Partenkirchen

Florian Möckl selbstständiger Handelsfachwirt Garmisch-Partenkirchen

FDP (Freie Demokratische Partei)

Name Beruf Wohnort Mitglied in folgenden

Martin Schröter Botschaftsrat Garmisch-Partenkirchen

Ausschüssen

Erläuterung:

KA = Kreisausschuss

ULA = Umwelt- und Landwirtschaftsausschuss

ARK = Aufsichtsrat des Klinikums

SAS = Schulausschuss

RPA = Rechnungsprüfungsausschuss

JHA = Jugendhilfeausschuss

KLI = Klinikumsausschuss

25


Wahlergebnisse 2014

Ergebnis der Wahl des Kreistages vom 16. März 2014

Wahlbeteiligung, Stimmzettel, Stimmen

Wahlbeteiligung: 59,58 %

Stimmberechtigte: 69 702

Wähler: 41 530

Ungültige Stimmen: 1823

Gültige Stimmen: 2 064 072

Ergebnis der Wahl des Landrats vom 16. März 2014

Wahlbeteiligung, Stimmzettel, Stimmen

Wahlbeteiligung: 59,63 %

Stimmberechtigte: 69 702

Wähler: 41 562

Ungültige Stimmen: 684

Gültige Stimmen: 40 878

Ergebnis der Stichwahl des Landrats vom 30. März 2014

Wahlbeteiligung, Stimmzettel, Stimmen

Wahlbeteiligung: 52,49 %

Stimmberechtigte: 69 320

Wähler: 36 387

Ungültige Stimmen: 352

Gültige Stimmen: 36 035

26


DAS LANDRATSAMT

Das Landratsamt

Kontakt

Landratsamt Garmisch-Partenkirchen

Olympiastraße 10

82467 Garmisch-Partenkirchen

Postanschrift:

Postfach 15 63

82455 Garmisch-Partenkirchen

Tel. 08821 751-1

Fax 08821 751-380

poststelle@lra-gap.de

www.lra-gap.de

Besucherzeiten:

Montag–Donnerstag 08:00–12:30 Uhr

Freitag 08:00–12:00 Uhr

und nach Terminvereinbarung

Finanzdaten des Landkreises

Der Kreishaushalt 2015

Verwaltungshaushalt

90,7 Mio. Euro

Vermögenshaushalt

25,4 Mio. Euro

Kreishaushalt gesamt

116,1 Mio. Euro

Verschuldung des Landkreises

28,6 Mio. Euro

Pro-Kopf-Verschuldung zum 31.12.2014

(85 443 Einwohner) 334 Euro

Kreisumlagehebesatz 2015 54,90 %

Ausgaben im Verwaltungshaushalt 2015 nach Aufgabenbereichen

Bauverwaltung

Donnerstag durchgehend 08:00–17:00 Uhr

und im Übrigen nach Terminvereinbarung

Konten:

Kreissparkasse Garmisch-Partenkirchen

BLZ 703 500 00

Kto.-Nr. 28001

Für Überweisungen innerhalb der EU-Staaten:

IBAN: DE87 7035 0000 0000 0280 01

BIC (SWIFT-Code): BYLADEM1GAP

Allgemeine Verwaltung

Öffentliche Sicherheit und Ordnung

Schulen

Wissenschaft, Forschung, Kulturpflege

Soziale Sicherung

Gesundheit, Sport, Erholung

Bau- und Wohnungswesen, Verkehr

Öffentliche Einrichtungen, Wirtschaftsförderung

Wirtschaftliche Unternehmen, Allgemeines

Grund- und Sondervermögen

Allgemeine Finanzwirtschaft

4 003 400 Euro

2 932 600 Euro

9 930 600 Euro

2 076 700 Euro

35 420 600 Euro

1 854 900 Euro

1 055 500 Euro

9 440 100 Euro

125 300 Euro

22 986 600 Euro

Kfz-Zulassungs-/Führerscheinstelle:

Partenkirchner Straße 52

82490 Farchant

Tel. 08821 751-400

Fax 08821 751-8420 (Zulassung)

bzw. 08821 751-8418 (Führerschein)

zulassung@lra-gap.de bzw. fuehrerschein@lra-gap.de

Öffnungszeiten:

Montag, Dienstag, Donnerstag 08:00–12:30 Uhr

Annahmeschluss 12:00 Uhr

Mittwoch (durchgehend) 08:00–17:00 Uhr

Annahmeschluss 16:30 Uhr

Freitag 08:00–12:00 Uhr

Annahmeschluss 11:30 Uhr

Ausgaben im Vermögenshaushalt 2015 nach Aufgabenbereichen

Allgemeine Verwaltung

Öffentliche Sicherheit und Ordnung

Schulen

Wissenschaft, Forschung, Kulturpflege

Gesundheit, Sport, Erholung

Öffentliche Einrichtungen, Wirtschaftsförderung

Wirtschaftliche Unternehmen, Allgemeines

Grund- und Sondervermögen

Allgemeine Finanzwirtschaft

4 909 000 Euro

338 600 Euro

9 922 800 Euro

738 000 Euro

1 509 500 Euro

1 635 500 Euro

120 000 Euro

6 214 400 Euro

27


Das Landratsamt / Organisation

Landrat

Büro des Landrats

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

Geschäftsstelle des Kreistags

Leiter der Verwaltung und

Vertreter des Landrats im Amt

Gleichstellungsbeauftragte

Kreisrechnungs -

prüfung

Abteilung 1

Zentrale

Angelegenheiten

Abteilung 2

Soziale

Angelegenheiten

Abteilung 3

Planungs- und Baurecht,

Natur- und Umweltschutz,

Kommunale

Angelegenheiten

Abteilung 4

Technische

Aufgaben

Abteilung 5

Öffentliche Sicherheit

und Ordnung,

Verkehrswesen,

Abfallwirtschaft

Abteilung 6

Gesundheitsamt

Abteilung 7

Veterinäramt,

gesundheitlicher

Verbraucherschutz

Sachgebiet 12

Haupt- und

Personal verwaltung

Sachgebiet 21

Amt für Kinder,

Jugend und Familie

Garmisch-Partenkirchen

Sachgebiet 31

Bauverwaltung

Sachgebiet 41

Bauplanung,

Bauordnung,

Hoch- und Tiefbau

Sachgebiet 50

Abfallwirtschaft

Sachgebiet 61

Gesundheitsförderung

Sachgebiet 71

Tierseuchen,

Tierische Nebenprodukte

Sachgebiet 13

Finanzverwaltung

Sachgebiet 22

Sozialhilfe, gem. Einr.

n. § 44 b SGB II,

Wohnungs- u.

Versicherungswesen,

soz. Wohnungsbau

Sachgebiet 32

Natur- und Umweltschutz,

Landwirtschaft,

Wasserwirtschaft

Bereich 42

Gutachterausschuss

Sachgebiet 51

Öffentliche Sicherheit

und Ordnung,

Wald- und Jagdrecht

Sachgebiet 62

Seuchen- und

Umwelthygiene

Sachgebiet 72

Verbraucherschutz,

Lebensmittel- und

Fleischhygiene

Sachgebiet 33

Kommunale Angelegenheiten,

Kreisentwicklung,

Schulen, staatl.

Rechnungsprüfung

Sachgebiet 52

Straßen- und

Verkehrswesen

Sachgebiet 63

Med. Gutachterwesen,

Berufe des Gesundheitswesens

Sachgebiet 73

Tierschutz,

Tier gesundheit,

Arznei- und Futtermittel

Sachgebiet 53

Gewerberecht,

Rechtsfragen des

Gesundheits- und

Veterinärwesens

Sachgebiet 64

Kinder- und Jugend -

gesundheitspflege,

Gesundheits -

bericht erstattung

Sachgebiet 54

Personenstands- und

Ausländerwesen,

Wahlen

Was erledige ich wo?

A

Aufgabenbereich Zuständige Stelle Telefonvorwahl 08821

(Abteilung bzw. Sachgebiet)

Abfallberatung

Abfallrecht

Abgrabungsgenehmigung (Kontrolle)

Abgrabungsgenehmigung (Technik)

Abgrabungsgenehmigung (Verwaltung)

Abwasserentsorgung (Kleinkläranlagen,

Niederschlagswasserbeseitigung)

Adoption

Amtsarzt

Amtstierarzt

Apotheken (Betriebserlaubnis)

An- / Ab- und Ummeldung

Abfallwirtschaft (50)

Abfallwirtschaft (50)

Bauplanung, Bauordnung, Hochund

Tiefbau (41)

Bauplanung, Bauordnung, Hochund

Tiefbau (41)

Bauverwaltung (31)

Natur- und Umweltschutz, Landwirtschaft,

Wasserwirtschaft (32)

Amt für Kinder, Jugend und Familie (21)

Gesundheitsamt (6)

Veterinäramt (7)

Gewerbeamt (53)

Einwohnermeldeamt der Wohnsitzgemeinde

bzw. Verwaltungsgemeinschaft

751-363, -376

751-209

751-232, -271, -405

751-243, -342

751-231, -406

751-326

751-290

751-500

751-700

751-323

28


Das Landratsamt / Organisation

Arbeitslosengeld II

Artenschutz

Asyl

Ausbildung (Landratsamt)

Ausbildungsförderung

Ausländerwesen

B

Baugenehmigung (Technik)

Baugenehmigung (Verwaltung)

Baukontrolle (Technik)

Baukontrolle (Verwaltung)

Behinderung

Beistandschaften

Beschneiung

Betreuungen (gesetzliche Betreuungen)

Bestattungen

Beurkundungen

Bewachungsgewerbe

Bezirkssozialarbeit

Bildung und Teilhabe

Bioabfälle

Bodenrichtwerte

Bodenschutz

D

Denkmalschutz

Drogenberatung

E

Ehrenamtskarte

Ehrungen

Einbürgerung

Eingliederungshilfe

Eltern im Netz

Energieberatung

Erkrankungen (meldepflichtig)

Erziehung (Hilfe zur Erziehung)

Erzieherischer Kinder- und Jugendschutz

Jobcenter

Natur- und Umweltschutz, Landwirtschaft,

Wasserwirtschaft (32)

Personenstands- und Ausländerwesen

(54)

Haupt- und Personalverwaltung (12)

Kommunale Angelegenheiten (33)

Personenstands- und Ausländerwesen

(54)

Bauplanung, Bauordnung, Hochund

Tiefbau (41)

Bauverwaltung (31)

Bauplanung, Bauordnung, Hochund

Tiefbau (41)

Bauverwaltung (31)

Behindertenbeauftragte

Amt für Kinder, Jugend und Familie (21)

Natur- und Umweltschutz, Landwirtschaft,

Wasserwirtschaft (32)

Amt für Kinder, Jugend und Familie (21)

Wohnsitzgemeinde bzw. Verwaltungs -

gemeinschaft

Amt für Kinder, Jugend und Familie (21)

Gewerbeamt (53)

Amt für Kinder, Jugend und Familie (21)

Sozialamt (22)

Abfallwirtschaft (50)

Gutachterausschuss (42)

Natur- und Umweltschutz, Landwirtschaft,

Wasserwirtschaft (32)

Bauverwaltung (31)

Gesundheitsamt (6)

Sozialamt (22)

Büro des Landrats

Personenstands- und Ausländerwesen

(54)

Amt für Kinder, Jugend und Familie (21)

Amt für Kinder, Jugend und Familie (21)

Bauplanung, Bauordnung, Hochund

Tiefbau (41)

Gesundheitsamt (6)

Amt für Kinder, Jugend und Familie (21)

Amt für Kinder, Jugend und Familie (21)

96685-0

751-330

751-312, -440

751-273, -305

751-334, -335

751-316

751-243, -342, -409

751-231, -252, -406

751-232, -271, -405

751-244

751-292

751-398

751-326

751-259

751-276, -278

751-325

751-290

751-345

751-363

751-247

751-328

751-342, -408

751-500

751-346, -450

751-245

751-311, -340

751-290

751-259, -389

751-232

751-500

751-290

751-387, -390

29


Das Landratsamt / Organisation

F

Fachkundige Stelle Wasserwirtschaft

Fahrerlaubnis / Führerschein

Fahrschulen und Fahrlehrer

Familienberatung

Familienwegweiser

Ferienprogramm

Feuerwehr

Fischereiwesen

Fischteiche

Fleischhygiene

Frauen im Frauenhaus

Freizeitpass

Frühe Hilfen

Führungszeugnis

G

Gartenfachberatung

Gaststättenrecht

Gemeinsames Sorgerecht

Gewässer (Anlagen an, in, über, unter

oberirdischen Gewässern)

Gewässerausbau

Gewässerunterhaltung

Gewerberecht

Gesundheitsamt

Gleichstellung

Grundsicherung im Alter und bei

dauerhafter Erwerbsminderung

Grüngut

Grundsicherung für Arbeitsuchende

Gutachterausschuss

Güterkraftverkehr

H

Handwerksrecht

Heilpraktiker

Heimaufsicht - FQA

Heizöllagerung

Natur- und Umweltschutz, Landwirtschaft,

Wasserwirtschaft (32)

Straßen- und Verkehrswesen (52)

Straßen- und Verkehrswesen (52)

Amt für Kinder, Jugend und Familie (21)

Amt für Kinder, Jugend und Familie (21)

Amt für Kinder, Jugend und Familie (21)

Öffentliche Sicherheit und Ordnung,

Wald- und Jagdrecht (51)

Öffentliche Sicherheit und Ordnung,

Wald- und Jagdrecht (51)

Natur- und Umweltschutz, Landwirtschaft,

Wasserwirtschaft (32)

Veterinäramt (7) / Gewerbeamt (53)

Sozialamt (22)

Sozialamt (22)

Amt für Kinder, Jugend und Familie (21)

Wohnsitzgemeinde bzw. Verwaltungs -

gemeinschaft

Natur- und Umweltschutz, Landwirtschaft,

Wasserwirtschaft (32)

Gewerbeamt (53)

Amt für Kinder, Jugend und Familie (21)

Natur- und Umweltschutz, Landwirtschaft,

Wasserwirtschaft (32)

Natur- und Umweltschutz, Landwirtschaft,

Wasserwirtschaft (32)

Natur- und Umweltschutz, Landwirtschaft,

Wasserwirtschaft (32)

Gewerbeamt (53)

Gesundheitsamt (6)

Gleichstellungsbeauftragte

Sozialamt (22)

Abfallwirtschaft (50)

Jobcenter

Gutachterausschuss (42)

Straßen- und Verkehrswesen (52)

Gewerbeamt (53)

Gewerbeamt (53)

Sozialamt (22)

Natur- und Umweltschutz, Landwirtschaft,

Wasserwirtschaft (32)

751-210, -462

751-400

751-364

751-290

751-389

751-389

751-296, -299, -445, -468

751-299

751-374

751-700 / -323

751-248, -270

751-346

751-308, -389

751-207

751-429

751-278

751-465

751-374

751-374

751-325

751-500

751-441

751-270 (A-Do), -248 (Dr-Ha), -343 (Hb-

Lh), -212 (Li-R), -253 (S-Z)

751-363

96685-0

751-247

751-351, -352

751-325

751-325

751-224, -447

751-461

30


Das Landratsamt / Organisation

HIV-Test / AIDS

Hochwasserschutz

Hortbeitrag

Hygieneberatung

I

Immissionsschutz

Impfberatung

Infektionsschutz

Inobhutnahme

J

Jagdrecht

Jobcenter

Jugendaustausch

Jugendfreizeiten

Jugendhilfe im Strafverfahren

Jugendhilfe (wirtschaftlich)

Jugendsozialarbeit an Schulen

K

Kaminkehrer

Katastrophenschutz

Kiesgruben

Kindergarten

Kindergartenbeitrag - Zuschüsse

Kinderkrippenbeitrag - Zuschüsse

Kindertagespflege

Kindeswohlgefährdung

Kleinfeuerungsanlagen

Kommunalaufsicht

Kraftfahrzeugzulassung

Krankenanstalten (privat)

Kurzzeitkennzeichen

L

Ladenschluss

Lärmschutz

Landschaftspflege

Landwirtschaft

Gesundheitsamt (6)

Natur- und Umweltschutz, Landwirtschaft,

Wasserwirtschaft (32)

Amt für Kinder, Jugend und Familie (21)

Gesundheitsamt (6)

Natur- und Umweltschutz, Landwirtschaft,

Wasserwirtschaft (32)

Gesundheitsamt (6)

Gesundheitsamt (6)

Amt für Kinder, Jugend und Familie (21)

Öffentliche Sicherheit und Ordnung,

Wald- und Jagdrecht (51)

Jobcenter

Amt für Kinder, Jugend und Familie (21)

Amt für Kinder, Jugend und Familie (21)

Amt für Kinder, Jugend und Familie (21)

Amt für Kinder, Jugend und Familie (21)

Amt für Kinder, Jugend und Familie (21)

Natur- und Umweltschutz, Landwirtschaft,

Wasserwirtschaft (32)

Öffentliche Sicherheit und Ordnung,

Wald- und Jagdrecht (51)

Natur- und Umweltschutz, Landwirtschaft,

Wasserwirtschaft (32)

Amt für Kinder, Jugend und Familie (21)

Amt für Kinder, Jugend und Familie (21)

Amt für Kinder, Jugend und Familie (21)

Amt für Kinder, Jugend und Familie (21)

Amt für Kinder, Jugend und Familie (21)

Natur- und Umweltschutz, Landwirtschaft,

Wasserwirtschaft (32)

Kommunale Angelegenheiten (33)

Straßen- und Verkehrswesen (52)

Gewerbeamt (53)

Straßen- und Verkehrswesen (52)

Gewerbeamt (53)

Natur- und Umweltschutz, Landwirtschaft,

Wasserwirtschaft (32)

Natur- und Umweltschutz, Landwirtschaft,

Wasserwirtschaft (32)

Natur- und Umweltschutz, Landwirtschaft,

Wasserwirtschaft (32)

751-500

751-374

751-265

751-500

751-216

751-500

751-500

751-290

751-298, -321

96685-0

751-387

751-387

751-254, -281

751-349

751-390

751-467

751-296, -299, -445

751-374

751-289

751-265

751-265

751-260

751-290

751-307

751-331, -332

751-400

751-323

751-400

751-325

751-216

751-315, -460

751-213, 315

31


Das Landratsamt / Organisation

Lawinenwarndienst

Lebensmittelrecht

Lebensmittelüberwachung

Luftreinhaltung

M

Maklerwesen

Müllabfuhrpläne / -termine (Bürger

Markt Ga.-Pa. Tel. 753-330)

Müllgebühren / Tonnenänderung (Bürger

Markt Ga.-Pa. Tel. 753-330)

N

Namensrecht, -änderungen

Naturschutz

Naturschutzförderprogramme

O

Öffentlichkeitsarbeit

Öffentliche Sicherheit

Ordensangelegenheiten

P

Pass- und Personalausweise

Personalverwaltung

Personenbeförderung

Personenstandswesen

Pflege (Hilfe zur Pflege)

Pflegekinder

Problemmüll

Presse

R

Reisegewerbe

Rettungsdienstwesen

S

Saisonkennzeichen

Schießstätten

Schifffahrt

Schornsteinfeger

Öffentliche Sicherheit und Ordnung,

Wald- und Jagdrecht (51)

Gewerbeamt (53)

Gewerbeamt (53)

Natur- und Umweltschutz, Landwirtschaft,

Wasserwirtschaft (32)

Gewerbeamt (53)

Abfallwirtschaft (50)

Abfallwirtschaft (50)

Personenstands- und Ausländerwesen

(54)

Natur- und Umweltschutz, Landwirtschaft,

Wasserwirtschaft (32)

Natur- und Umweltschutz, Landwirtschaft,

Wasserwirtschaft (32)

Büro des Landrats

Öffentliche Sicherheit und Ordnung,

Wald- und Jagdrecht (51)

Büro des Landrats

Einwohnermeldeamt der Wohnsitzgemeinde

bzw. Verwaltungsgemeinschaft

Haupt- und Personalverwaltung (12)

Straßen- und Verkehrswesen (52)

Personenstands- und Ausländerwesen

(54)

Sozialamt (22)

Amt für Kinder, Jugend und Familie (21)

Abfallwirtschaft (50)

Büro des Landrats

Gewerbeamt (53)

Öffentliche Sicherheit und Ordnung,

Wald- und Jagdrecht (51)

Straßen- und Verkehrswesen (52)

Öffentliche Sicherheit und Ordnung,

Wald- und Jagdrecht (51)

Natur- und Umweltschutz, Landwirtschaft,

Wasserwirtschaft (32)

Natur- und Umweltschutz, Landwirtschaft,

Wasserwirtschaft (32)

751-296, -299, -445, -468

751-341, -429

451-424, -426, -427, -428

751-216

751-323

751-209

751-337, -371

751-311

751-330, -460

751-315, -464

751-282

751-446

751-245

751-273, -305

751-351, -352, -400

751-311

751-450

751-286

751-376

751-282

751-429

751-296, -299, -445, -468

751-400

751-269

751-328, -465

751-467

32


Das Landratsamt / Organisation

Schulamt

Schulwegesicherheit

Schwangerenberatung

Seniorenbeauftragte

Seniorenheim (Hilfe im Seniorenheim)

Sorgerecht

Sozialamt

Sozialatlas

Sozialhilfe

Sperrmüll

Sprengstoffgesetz

Spielrecht

Staatsangehörigkeit

Straßen- und Wegerecht

Suchtberatung

Suchtprävention

T

Täter-Opfer-Ausgleich

Tagesmütter

Technischer Umweltschutz

Tierschutz

Tierseuchen

Tiertransporte

Tollwut

Trinkwasserschutz

U

Überschwemmungsgebiete

Umgangsrecht

Unterhaltssicherung

Unterhaltsvorschussgesetz (UVG)

V

Verbraucherschutz (lebensmittelrechtlich)

Verbraucherschutz (gesundheitlich)

Verkehrssicherheitsbeauftragte

Verkehrswertgutachten

Versammlungsrecht

Veterinäramt

Vollzeitpflege

Staatliches Schulamt

Straßen- und Verkehrswesen (52)

Gesundheitsamt (6)

Amt für Kinder, Jugend und Familie (21)

Sozialamt (22)

Amt für Kinder, Jugend und Familie (21)

Sozialamt (22)

Sozialamt (22)

Sozialamt (22)

Abfallwirtschaft (53)

Öffentliche Sicherheit und Ordnung,

Wald- und Jagdrecht (51)

Gewerbeamt (53)

Personenstands- und Ausländerwesen

(54)

Öffentliche Sicherheit und Ordnung,

Wald- und Jagdrecht (51)

Gesundheitsamt

Amt für Kinder, Jugend und Familie (21)

Amt für Kinder, Jugend und Familie (21)

Amt für Kinder, Jugend und Familie (21)

Natur- und Umweltschutz, Landwirtschaft,

Wasserwirtschaft (32)

Veterinäramt (7)

Veterinäramt (7)

Veterinäramt (7)

Veterinäramt (7)

Natur- und Umweltschutz, Landwirtschaft,

Wasserwirtschaft (32)

Natur- und Umweltschutz, Landwirtschaft,

Wasserwirtschaft (32)

Amt für Kinder, Jugend und Familie (21)

Sozialamt (22)

Amt für Kinder, Jugend und Familie (21)

Gewerbeamt (53)

Veterinäramt (7)

Straßen- und Verkehrswesen (52)

Gutachterausschuss (42)

Öffentliche Sicherheit und Ordnung,

Wald- und Jagdrecht (51)

Veterinäramt (7)

Amt für Kinder, Jugend und Familie (21)

751-750

751-353

751-500

751-292

751-270

751-278

751-251

751-346, -450

751-251

751-378

751-269

751-323

751-311, -340

751-269

751-500

751-387

751-259

751-260

751-206, -369

751-700

751-700

751-700

751-700

751-327

751-377

751-290

751-248

751-264

751-341, -429

751-700

751-353

751-247

751-446

751-700

751-455

33


Das Landratsamt / Organisation

Vormundschaften

W

Waffenrecht

Wahlen

Wassergefährdende Stoffe

Wasserkraftanlagen

Wasserrecht

Wasserschutzgebiete

Wasserversorgung

Wertstoffe

Wertstoffhöfe

Windeltonne

Wohngeld

Wohnraumförderung

Wunschkennzeichen

Z

Zivilschutz

Zulassung (Kfz)

Amt für Kinder, Jugend und Familie (21)

Öffentliche Sicherheit und Ordnung,

Wald- und Jagdrecht (51)

Wahlen (54)

Natur- und Umweltschutz, Landwirtschaft,

Wasserwirtschaft (32)

Natur- und Umweltschutz, Landwirtschaft,

Wasserwirtschaft (32)

Natur- und Umweltschutz, Landwirtschaft,

Wasserwirtschaft (32)

Natur- und Umweltschutz, Landwirtschaft,

Wasserwirtschaft (32)

Natur- und Umweltschutz, Landwirtschaft,

Wasserwirtschaft (32)

Abfallwirtschaft (50)

Abfallwirtschaft (50)

Abfallwirtschaft (50)

Sozialamt (22)

Sozialamt (22)

Straßen- und Verkehrswesen (52)

Öffentliche Sicherheit und Ordnung,

Wald- und Jagdrecht (51)

Straßen- und Verkehrswesen (52)

751-276, -278

751-255, -468, -469

751-311

751-327

751-330

751-326

751-377

751-377

751-363, -376

751-375, -376, -378

751-337, -371

751-392 (A-En), -318 (Eo-Ki), -319 (Kj-Na),

-449 (Nb-We), -448 (Wf-Z)

751-391, -392

751-395, -400

751-296, -299, -445

751-400

34


Märkte & Gemeinden

MÄRKTE & GEMEINDEN

Gemeinde Bad Bayersoien

Die Gemeinde Bad Bayersoien befindet sich im Nord -

westen des Landkreises Garmisch-Partenkirchen. Am Eingangstor

zu den Ammergauer Alpen und im Herzen des

Pfaffenwinkels gelegen, wird unser Gemeindegebiet vor

allem durch die vielen Hochmoore sowie dem Soier See

geprägt.

Geschichtlich pflegte Bayersoien schon seit Jahrhunderten

enge Beziehungen mit dem Werdenfelser Land,

dem Kloster Ettal, aber auch mit den Gemeinden im

Bereich Schongau. Dies war unter anderem bedingt durch

die geografische Lage an der Rottstraße. Der gesamte von

Venedig kommende Warenverkehr führte zu dieser Zeit

über Garmisch zur Ammerbrücke bei Echelsbach und dann

weiter in Richtung Augsburg. Bereits Mitte der 1930er-

Jahre begann die touristische Entwicklung Bad Bayer -

soiens. Der gezielte Ausbau der touristischen Infrastruktur

führte dann 1995 zur Ernennung als Moorheilbad. Heil -

mittel ist das heimische dickbreiige Bergkiefernhochmoor.

Bis heute wird allerdings darauf geachtet, dass dabei der

dörfliche Charakter des Ortes erhalten bleibt.

Für die Gäste wurden Kurübungswege angelegt und

ein 90 000 Quadratmeter großer Naturkurpark um den See

geschaffen. Daneben bieten unter anderem Klima-Liege-

Pavillons, Kneipp- und Moortretbecken und ein großes

Wanderwegenetz die Möglichkeit, sich vom Alltagsstress

zu erholen. Die Moorkurbetriebe bieten verschiedene

Moortherapien zur Prävention sowie zur Linderung und

Heilung zahlreicher Beschwerden an. Neben den vielen

Gastronomiebetrieben sind auch sämtliche Geschäfte für

den täglichen Bedarf vorhanden.

Wappen

In Blau die goldene Krümme eines Abtstabes über einer

gedeckten silbernen Holzbrücke mit zwei silbernen Wellenleisten

zwischen den silbernen Widerlagern. Die Abt -

krümme steht für die enge Verbundenheit zu den Klöstern

Ettal und Rottenbuch, die nicht nur eine umfangreiche

Grundherrschaft in Bayersoien, sondern auch die Gerichtsbarkeit

besaßen. Die gedeckte Holzbrücke verweist auf die

geografische Lage an der Ammer und damit auf eine alte,

für das Fuhrgewerbe sehr wichtige Brücke über den Fluss.

Die Wellenleisten stehen sinnbildlich für Wasser – die eine

für die Ammer, die andere für den See.

Kontakt & Info:

Dorfstraße 45

82435 Bad Bayersoien

Tel. 08845 7030610

gemeindebb@arcor.de

www.bad-bayersoien.de

Erste Bürgermeisterin: Gisela Kieweg

Einwohner (2014): 1096

Fläche (km²): 17,65

Gästeübernachtungen (2014): 95 030

Bad Bayersoien am

Eingangstor zu den

Ammergauer Alpen mit

dem Soier See

35


Märkte & Gemeinden

Gemeinde Bad Kohlgrub

Bad Kohlgrub liegt im Talzug der Lindach, am Nordwestfuß

des Hörnle. Das Dorf eröffnet aufgrund seiner Kammlage

wunderschöne Ausblicke auf das Wettersteingebirge

mit der Zugspitze genauso wie auf das Voralpenland mit

zahlreichen Seen wie dem Staffelsee, dem Ammersee und

dem Starnberger See. Die Gemarkungsfläche hat eine

Größe von 32,67 Quadtratkilometern. Davon sind 45 Prozent

Wald und 48 Prozent landwirtschaftliche Flächen. Der

Ort erstreckt sich auf drei Ebenen zwischen 770 und 1475

Meter über NN, besteht aus dem Ortskern sowie zwölf

Weilern und bezaubert mit üppigen Gärten und Votiv -

kapellen. Der Ortskern ist geprägt durch die stattliche, 1735

gepflanzte Dorflinde.

Im Jahre 1280 erstmals erwähnt, ist der Ort aber viel

älter und dürfte um 800 entstanden sein. 1870 entstand

das erste Kurhaus. 1948 wurde dem Ort das Prädikat

„Bad“ verliehen. Nachhaltig wachsendes, dickbreiiges

Bergkiefernhochmoor hat uns über Jahrzehnte zu einer

der ersten Adressen bei Heilung- und Erholungsuchenden

gemacht. Und so wurde Bad Kohlgrub Bayerns erster

WellVital-Ort, unter anderem führend in Rund-um-

Programmen zu Gesundheit und ganzheitlichem Leben.

Für den (ganzjährigen) Kurbetrieb stehen ca. 1705 Gästebetten

aller Kategorien und 11 Badebetriebe bereit.

Viele, bestens markierte Wege in einer abwechslungsreichen

Landschaft laden zum Wandern, Nordic Walking

oder Radeln ein. Etwa 26 Loipenkilometer locken zum

Langlauf. Unser Hausberg, das Hörnle, verspricht im Sommer

familiengerechtes Wandern und im Winter als Ski -

gebiet Rodeln, Snowboarden und Carven nach Herzenslust.

Wenn Sie möchten, können Sie sogar in die Luft

gehen, mit dem Gleitschirmstartplatz am Hörnle werden

Ihren Flügeln Beine gemacht.

Tourismus, Handwerk und Land- und Forstwirtschaft

sind die wirtschaftlichen Standbeine Bad Kohlgrubs.

Wappen

Über blauem Schildfuß, darin beseitet von zwei silbernen

Wellenleisten eine goldene Holzbadewanne, gespalten

von Gold und Silber; vorne ein halber, rot bewehrter

schwarzer Adler am Spalt, hinten eine bewurzelte, siebenblättrige

rote Buche. Für Kohlgrubs Geschichte ist die enge

Verbindung mit den Klöstern Ettal und Rottenbuch wichtig,

für die Gegenwart der Gemeinde der Charakter als

Heilbad. Mit dem Sinnbild für Bad (Wanne und Wellen)

werden deshalb die Kennzeichen für das Kloster Ettal

(halber Reichsadler) und das Stift Rottenbuch (Buche) verbunden.

Kontakt & Info:

Hauptstraße 29

82433 Bad Kohlgrub

Tel. 08845 74900

gemeinde.bad-kohlgrub@gaponline.de

www.bad-kohlgrub.de

Erster Bürgermeister: Karl-Heinz Reichert

Einwohner (2014): 2564

Fläche (km²): 32,67

Gästeübernachtungen (2014): 175 187

Bad Kohlgrub ist

Bayerns erster

WellVital-Kurort.

36


Märkte & Gemeinden

Gemeinde Eschenlohe

Eschenlohe stellte in früheren Jahren wegen seiner Lage

am Ausgang des Loisachtales einen wichtigen Platz dar. So

wurde festgestellt, dass die Römerstraße durch das Moos

im Frühsommer des Jahres 43 n. Chr. erbaut wurde. Der

Name Eschenlohe wird zum einen zurückgeführt auf die

mittelhochdeutsche Bedeutung, wonach er gleichzusetzen

ist mit Eschenwald. Eine andere Deutung weist auf eine

durch Rodung entstandene Waldlichtung hin.

Im Jahre 1150 treten erstmals die Herren von Eschenlohe

auf, die man mit denen von Andechs verbindet. Ihr

Besitz und ihr Einfluss reichte bis ins Oberinntal und nach

Südtirol. Der letzte dieser Familie, Graf Berthold III., veräußerte

die Burg auf dem Vestbichl mit Besitzungen im Jahr

1294 an das Hochstift Augsburg. Das wiederum verkaufte

sie 1332 an Kaiser Ludwig dem Bayern, der sie zur Ausstattung

des neuen Klosters Ettal verwendete.

Bis zur Säkularisation 1802 blieb Eschenlohe unter der

Herrschaft und der Grunddienstbarkeit des Klosters. Ihm

verdankt es auch seine Pfarrkirche St. Clemens (1782).

1935 wurde anlässlich der Winterolympiade in Garmisch-

Partenkirchen (1936) der Straßentunnel durch den Vestbühl

gebaut.

Während des Zweiten Weltkrieges dienten die Tunnel

als Rüstungsbetrieb. Eine große Ära ging mit der Beendigung

des Gesteinsabbaus im Hartsteinwerk Werdenfels zu

Ende.

Wappen

Im gespaltenen Schild vorne ein halber schwarzer Adler in

Silber, hinten ein silberner Querbalken in Rot. Die Gemeinde

hat das Wappen der gräflichen Familie von Eschenlohe

angenommen. Da die Registratur des Bayerischen Hauptstaatsarchives

während des Zweiten Weltkrieges voll -

kommen zerstört wurde, ist die Begründung der Wappenbilder

nicht mehr möglich.

Kontakt & Info:

Murnauer Straße 1

82438 Eschenlohe

Tel. 08824 221

rathaus@eschenlohe.de

www.eschenlohe.de

Erster Bürgermeister: Anton Kölbl

Einwohner (2014): 1596

Fläche (km²): 55,03

Gästeübernachtungen (2014): 21 962

Eschenlohe war schon zur Zeit der

Römer ein wichtiger Ausgangspunkt

bei der Überquerung der Alpen.

37


Märkte & Gemeinden

Gemeinde Ettal

Bis zur Klostergründung 1330 war das Gebiet der Gemeinde

Ettal mit dem Graswangtal und Linderhof erst im Besitz

der Welfen, dann der Hohenstaufen, ehe die Güter im

Ammertal an die Wittelsbacher fielen. Am Vitalistag (28.

April) 1330 stiftete Kaiser Ludwig der Bayer das Kloster.

Damit waren aber auch praktische Zwecke verbunden, wie

die Sicherung der Verkehrswege, die Erschließung der

Gegend und die Errichtung einer Stiftung für Ritter und

ihre Frauen. Bis 1370 wurde die Kirche auf zwölfeckigem

Grundriss erbaut. Mittelpunkt und gleichsam Grundstein

bildete von Anfang an das Gnadenbild, die sogenannte

Ettaler Madonna, die der Kaiser aus Italien mitgebracht

hatte und zu der sich seit dem 15. Jahrhundert eine blühende

Wallfahrt entwickelte.

Im 18. Jahrhundert wurde nach der Zerstörung von

Kirche und Kloster durch einen Großbrand (1744) die

Anlage so umgestaltet, wie sie sich weitgehend noch

heute zeigt. Im Zuge der Säkularisation wurde das Kloster

1803 aufgehoben, seine Besitzungen gingen an den Staat.

Die politische Gemeinde Ettal, etwa 1817 errichtet, setzte

sich aus den Bauern in Graswang und Linderhof sowie

den ehemaligen Klosterbediensteten zusammen. Der

Linderhof, im Besitz der Wittelsbacher, inspirierte König

Ludwig II. zum Bau eines Schlosses mit großen Park -

anlagen. Nach mehrfachem Besitzerwechsel erwarb 1900

Kloster Scheyern die ehemaligen Klostergebäude, nach

fast 100 Jahren zogen die Benediktiner wieder ein. Die

umfangreichste Aufgabe der neuen Abtei wurde ein

Gymnasium mit Internat. Die Gemeinde Ettal (870 m ü.

NN) gehört der Ver waltungsgemeinschaft Unterammergau

an und ist als Luftkurort staatlich anerkannt.

Wappen

Geteilt von Gold und Blau; oben ein wachsender rot

bewehrter schwarzer Adler, unten das Wort etal in gotischen

Kleinbuchstaben. Der Doppeladler bezieht sich auf

den Gründer des Klosters, Kaiser Ludwig den Bayern,

dessen Wappentier der Adler war. „etal“ ist der ursprüng -

liche Name des Klosterwappens und bedeutet „Tal des

Gelöbnisses oder Versprechens“. Kaiser Ludwig gab das

Ver sprechen ab, hier an dieser Stelle ein Kloster zu

errichten.

Kontakt & Info:

Ammergauer Straße 8

82488 Ettal

Tel. 08822 3534

info@ettal.de

www.ettal.de

Erster Bürgermeister: Josef Pössinger

Einwohner (2014): 794

Fläche (km²): 14,73

Gästeübernachtungen (2014): 87 855

Die Gemeinde Ettal

wird vor allem

geprägt durch

die architektonisch

beeindruckende

Klosteranlage der

Benediktiner.

38


Märkte & Gemeinden

Gemeinde Farchant

Farchant liegt mitten im bayerischen Zugspitzland, nur drei

Kilometer vor Garmisch-Partenkirchen.

Die große Auswahl bestens beschilderter Wege vom

gemütlichen Spaziergang bis zur anspruchsvollen Bergtour

sorgt für ein abwechslungsreiches Freizeiterlebnis.

Unser Tipp: Erkunden Sie bei einer gemütlichen Wanderung

den Walderlebnispfad. Kinder haben hier den

größten Spaß! Lernen und Spiel wechseln sich ab: Wie

weit springt welches Tier? Wie fühlt sich der Waldboden

barfuß an? Wie funktioniert das Baumtelefon? Wie viele

Bäume wachsen pro Jahr? Und vieles mehr!

Ein lohnender Abstecher führt zu den Kuhfluchtwasserfällen.

Die Wasserfälle sind beeindruckend, besonders aus

der Nähe. Deshalb wurde der Weg weiter ausgebaut und

die Sicht auf die Wasserfälle ist noch besser! Je mehr

Schmelzwasser aus den Bergen herabströmt, umso eindrucksvoller

tost es in die Tiefe. Die drei Fallstufen ergeben

eine Höhe von insgesamt 270 Metern. Damit gehören die

Kuhfluchtwasserfälle zu den höchsten Wasserfällen in

Deutschland!

Kontakt & Info:

Am Gern 1

82490 Farchant

Tel. 08821 961655

gemeinde@gemeinde-farchant.de

www.gemeinde-farchant.de

Erster Bürgermeister: Martin Wohlketzetter

Einwohner (2014): 3638

Fläche (km²): 25,79

Gästeübernachtungen (2014): 88 931

Besuchen Sie das familienfreundliche Warmfreibad

Farchant mit Panoramablick! Das Wasser im Warmfreibad

Farchant ist genau richtig: kühl genug, um zu erfrischen,

und warm genug, um ausgiebig zu planschen!

Die stille Jahreszeit hat ihre besonderen Reize. Die

Ruhe im verschneiten Farchant und die frische Luft lassen

den Alltagsstress schnell vergessen. Auf beiden Seiten von

Farchant finden Sie viele Möglichkeiten, die klare Winterluft

zu genießen. Fast alle talnahen Wanderwege sind

geräumt und mit den Winterwanderwegen der umliegenden

Ortschaften verbunden.

Langläufer finden auf den Loipen rund um Farchant

ideale Voraussetzungen. Wer das Skifahren erst einmal

ausprobieren will, findet am Farchanter Skihang „Am

Ried“ viel Platz und Ruhe! Der Skihang „Am Ried“ in Farchant

wird täglich neu präpariert und bietet vor allem für

Kinder, Jugendliche und Anfänger ideale Bedingungen.

Die Beschneiungsanlage sorgt bei entsprechenden Tem -

peraturen für ausreichend Schnee und somit optimales

Skivergnügen.

Herzlich willkommen in Farchant!

Wappen

In Silber auf grünem, mit einem silbernen Querfluss belegten

Boden drei grüne Föhren. Ortsgeschichtliche Nachforschungen

haben ergeben, dass die Gemeinde Farchant

früher nie ein Wappen oder Siegel geführt hat. Der heutige

Ortsname ist von „Föhrenheide“ abzuleiten. Nach dem

ältesten urkundlichen Beleg lautete der Ortsname damals

„Foraheida“ und „Forcheida“. Der Querfluss ist Symbol für

die Lage der Gemeinde an der Loisach.

Die Kuhfluchtwasserfälle in

Farchant sind ein sehenswertes

Naturschauspiel.

39


Märkte & Gemeinden

Markt Garmisch-Partenkirchen

Aus Anlass der IV. Olympischen Winterspiele 1936 wurden

die vormals selbstständigen Märkte Garmisch und Partenkirchen

zu einem Markt zusammengelegt. Bis zu diesem

Zeitpunkt weisen die beiden Orte eigenständige Entwicklungen

auf. Während sich Partenkirchen aus der römischen

Reisestation Partanum entwickelt, die im 2. Jahrhundert

n. Chr. erstmals in einem römischen Reisehandbuch

erwähnt wird, geht Garmisch, damals Germareskaue

genannt, auf eine germanische Siedlung zurück, die im

Jahre 802 erstmals urkundlich erwähnt wird. Ganzjahrestourismus

– Wintersport – Kongresse und Tagungen – Kultur

– Heilklima: Dies sind heute die fünf Standbeine

Garmisch-Partenkirchens, auf die sich die politisch Verantwortlichen

seit den 1950er-Jahren festgelegt haben.

Der Tourismus bringt dem Olympiaort unter der Zugspitze

(mit 2962 m ü. NN Deutschlands höchster Berg)

jährlich rund 400 000 Gäste und 1,3 Millionen Übernachtungen,

wobei man auf den sanften Tourismus mit weit -

gehender Schonung der Natur sehr großen Wert legt.

Gepflegte Bergwege und Skiabfahrten aller Schwierigkeitsgrade,

ein modernes Eissportzentrum und die

zahl reichen Bergbahnanlagen der gemeindeeigenen

Baye rischen Zugspitzbahn Bergbahn AG bieten viele

Ent faltungsmöglichkeiten.

Daneben ist das Tagungs- und Kongressgeschäft ein

unverzichtbarer Bestandteil für die Leistungsfähigkeit Garmisch-Partenkirchens.

Top-Location für Veranstaltungen ist

das Kongresszentrum im Herzen von Garmisch. Mit der

Einführung der Richard-Strauss-Tage im Jahr 1989 – einer

hochkarätigen, jährlich stattfindenden Konzertreihe zu

Ehren des berühmtesten Ehrenbürgers von Garmisch-

Partenkirchen – wurde in der örtlichen Kulturszene ein

eindrucksvoller Höhepunkt geschaffen.

Für den gesundheitlich orientierten Gast bietet der

Heil klimatische Kurort eine spezielle Klimakur, die von den

Krankenkassen anerkannt ist. Das internationale Flair wird

Kontakt & Info:

Rathausplatz 1

82467 Garmisch-Partenkirchen

Tel. 08821 910-0

rathaus@gapa.de

www.gapa.de

Erste Bürgermeisterin: Dr. Sigrid Meierhofer

Einwohner (2014): 26 940

Fläche (km²): 200,55

Gästeübernachtungen (2014): 1 369 463

durch die traditionsreiche Wintersportwoche, das Inter -

nationale Neujahrs-Skispringen und die Ski-Weltcup -

rennen jährlich neu belebt.

1978 und 2011 richtete der Ort die Skiweltmeisterschaft

Alpin aus. Vortrefflich geschulte Gesundheitsdienstleister,

eine hervorragende Hotellerie und Gastronomie sowie ein

abwechslungsreiches Kultur- und Freizeitangebot sichern

zusammen mit der reizvollen Landschaft ganzjährig den

sehr hohen Erholungswert.

Wappen

Ein gespaltener Schild, darin links in silbernem Feld ein

halber schwarzer Doppeladler rot bewehrt, rechts ein silberner

Querbalken in rotem Feld. Das Wappen geht auf die

ehemaligen Grafen zu Eschenlohe zurück, die als Herren

des Werdenfelser Landes galten.

Garmisch-Partenkirchen ist einer der

bedeutendsten Tourismusmagnete und

Kurorte in den Bayerischen Alpen.

40


Märkte & Gemeinden

Gemeinde Grainau

Die Gemeinde Grainau (750 bis 2962 m ü. NN) mit dem

Beinamen „Zugspitzdorf“ liegt am Fuße der Zug spitze,

Deutschlands höchstem Berg. Der Ort besteht aus fünf

Ortsteilen: Obergrainau, Untergrainau, Hammersbach,

Eibsee und Schmölz. Grainau kann auf eine 710-jährige

Geschichte zurückblicken. Es gehörte zur 1294 gegründeten

reichsunmittelbaren (d. h. freien) Grafschaft Werdenfels,

die das Gebiet von Mittenwald bis Wallgau und das

obere Loisachtal bis Farchant umfasste. Landesherr war

der jeweilige Fürstbischof von Freising. Grainau erscheint

erstmals im Jahre 1305 im Urbar des Hochstifts Freising

als „Gruenawe“, was soviel bedeutet wie die „grüne Au“

inmitten dichter Wälder.

Obergrainau entwickelte sich entlang des Alplebaches

(um den heutigen Oberen Dorfplatz), Untergrainau als

Haufendorf am Krepbach (heutiger Unterer Dorfplatz). Der

erste Hammersbacher Hof wird 1419 erwähnt, zusammen

mit der Errichtung einer Hammerschmiede. Der Name

geht auf das Geschlecht der Hammersbacher aus Hall in

Tirol zurück. Sie betrieben bis zu Beginn des 16. Jahr -

hunderts im Alpspitzgebiet Bergbau und errichteten in der

ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts auf dem „Turmanger“

über der heutigen Kapelle einen Wohnturm (die „Hammersbacher

Burg“). Ab etwa 1600 verfiel das Gebäude zur

Ruine. Der Name Eibsee erscheint bereits in der Verkaufsurkunde

von Garmisch im Jahre 1249 als „lacus Ibsee“. Der

Name lässt sich auf die dort vorkommende Eibe zurück -

führen. 1513 wird zusammen mit der Fischereiverpachtung

das erste Anwesen am See genannt.

Der Weiler Schmölz verdankt seine Entstehung dem

Bergbau. Die erste Eisenschmelzhütte war hier 1483 in

Betrieb. Weitere Schmelzhütten zusammen mit Arbeiter -

unterkünften entstanden im 16. und vor allem im 18. Jahrhundert.

Aus einer dieser Arbeiterunterkünfte wurde um

1745 das erste landwirtschaftliche Anwesen gegründet.

Am 1. Oktober 1937 wurden die beiden politischen

Gemeinden Ober- und Untergrainau zur Gemeinde Grainau

zusammengelegt.

Wappen

Gespalten von Grün und Silber; vorne ein silberner Bärenkopf

mit rotem Rachen, hinten eine grüne heraldische Lilie.

Die grüne Lilie auf silbernem Grund weist auf die Herren

von Hammersbach hin. Der Bärenkopf erinnert an den letzten

Bären, der hier unter den Riffelwänden Anfang des

19. Jahrhunderts erlegt wurde.

Kontakt & Info:

Am Kurpark 1

82491 Grainau

Tel. 08821 9818-0

gemeinde@grainau.de

www.grainau.de

Erster Bürgermeister: Stephan Märkl

Einwohner (2014): 3709

Fläche (km²): 49,40

Gästeübernachtungen (2014): 556 318

Grainau trägt

den Beinamen

„Zugspitzdorf“.

41


Märkte & Gemeinden

Gemeinde Großweil

Großweil wird zum ersten Mal im Jahre 1060 urkundlich

erwähnt und gehört der Verwaltungsgemeinschaft Ohlstadt

an, zu der auch die Gemeinden Eschenlohe, Ohlstadt

und Schwaigen als Mitglieder gehören.

Die Gemeinde liegt an der Loisach auf 630 m ü. NN,

zwischen Murnau a. Staffelsee und Kochel am See und ist

eine kleine aufstrebende Gemeinde am Fuße der bayerischen

Alpen.

Die Struktur ist überwiegend ländlich; seine Einwohner

verteilen sich auf die Ortsteile Großweil, Kleinweil, Zell

und die Weiler Pölten, Stern und Gröben sowie auf das

Freilichtmuseum an der Glentleiten des Bezirks Ober -

bayern. Dieses Museum ist eine besondere Attraktion. Mit

den originalgetreu wiederaufgebauten und eingerichteten

Bauernhöfen und Werkstätten erinnert es an das ländliche

Leben vor 50 bis 250 Jahren. Großweil ist zu erreichen u. a.

auch über die Autobahn 95 (Ausfahrt Murnau, Kochel,

Großweil, einen Kilometer von der Gemeinde entfernt).

Großweil liegt an der wunderschönen

Loisach und ist überwiegend

ländlich geprägt.

Wappen

In Blau ein silberner Wellenbalken; oben ein goldenes Bauernhaus,

unten schräggekreuzt ein goldenes Floßruder

und eine goldene Heugabel, überdeckt mit einem senkrecht

gestellten goldenen Steinbruchhammer. Der Wellenbalken

symbolisiert die Loisach, das Floßruder erinnert an

die Flößerei, die Heugabel steht für die noch überwiegende

Landwirtschaft, und der Steinhammer nimmt Bezug auf

die einstigen Marmorbrüche in dieser Gegend. Da der

Name Großweil vom lateinischen „villa“ abgeleitet wird,

wurde als redendes Symbol für den Ort ein typisches oberbayerisch-alpenländisches

Bauernhaus gewählt.

Kontakt & Info:

Kocheler Straße 2

82439 Großweil

Tel. 08851 1210

info@grossweil.de

www.grossweil.de

Erster Bürgermeister: Manfred Sporer

Einwohner (2014): 1455

Fläche (km²): 22,03

Gästeübernachtungen (2014): 4350

42


Märkte & Gemeinden

Gemeinde Krün

Die Gemeinde Krün mit den heutigen Ortsteilen gibt es

seit 1811, als die Orte, Einöden und Weiler Krün, Barmsee,

Klais, Gerold und Elmau zu einer Gemeinde zusammen -

geschlossen wurden. Als ältestes gesichertes Datum einer

Besiedelung kann der 29. Juni 763 genannt werden, als in

einer Stiftungsurkunde eine in Klais vorhandene steinerne

Kirche nahe der Römerstraße erwähnt wird. Das Kloster

wurde schon nach wenigen Jahren verlegt, die Kirche

dürfte aber noch bis zu einem Brand um 1100 bestanden

haben.

In einer Aufzeichnung des Klosters Benediktbeuern,

bis 1491 Grundherr, findet sich der Hauptort Krün erstmals

erwähnt, und zwar im Salbuch 1294 mit dem damaligen

Ortsnamen „gerven“. Die Menschen lebten hier jahrhundertelang

ausschließlich von der Land und Forstwirtschaft.

Beim Ortsteil Barmsee ist der Zeitpunkt der erstma -

ligen Besiedelung nicht eindeutig gesichert. So ist nicht zu

beweisen, ob die heute noch vorhandenen Pfähle im See

Reste von Pfahlbauten aus der Zeit um 1000 v. Chr. dar -

stellen. In Barmsee wurde allerdings Ende des 19. Jahrhunderts

das erste Hotel im Gemeindebereich gebaut. Seit

mehr als 600 Jahren schließlich sind die Ortsteile Gerold,

Kranzbach und Elmau besiedelt.

Wappen

In Rot eine silberne Mitra mit abhängenden Bändern, der

schräg gekreuzt ein silberner Flößerhaken und ein silberner

Abtstab unterlegt sind. Im Krüner Wappen sind symbolisch

drei wichtige Stationen seiner historischen Entwicklung

dargestellt. Der silberne Abtstab steht für das Kloster

Benediktbeuern, dem ersten Grundherrn. Die goldene

Mitra in der Mitte erinnert an die lange Zeit, in der Krün zur

Grafschaft Werdenfels und damit zum Hochstift Freising

gehörte. Die Wappenfarben – Silber und Gold auf rotem

Grund – sind diesen beiden geistlichen Grundherrschaften

entlehnt: Silber und Rot für Benediktbeuern, Gold und

Rot für das Bistum Freising. Der hölzerne Flößerhaken

schließlich dokumentiert die Bedeutung der Flößerei auf

der Isar.

Kontakt & Info:

Schöttlkarspitzstraße 15

82494 Krün

Tel. 08825 2031

info@gemeinde-kruen.de

www.kruen.de

Erster Bürgermeister: Thomas Schwarzenberger

Einwohner (2014): 1918

Fläche (km²): 36,32

Gästeübernachtungen (2014): 452 222

Das idyllische Krün

hat sich vor allem

auf den Tourismus

fokussiert.

43


Märkte & Gemeinden

Markt Mittenwald

Mittenwald liegt zwischen Karwendel- und Wetterstein -

gebirge an einer der ältesten Römer- und Handelsstraßen.

Die erste urkundliche Erwähnung fällt in die Zeit Bischof

Meginwards (1078–1098). Die Verlegung des Marktes der

Venediger Kaufleute von Bozen nach Mittenwald im Jahre

1487 und die zunehmende Bedeutung der Wasserrott auf

der Isar führten zu einer 200-jährigen Periode des Wohlstandes.

Die Glanzzeit erlosch, als der Bozner Markt an

seinen Ursprungsort zurückverlegt wurde.

Die folgende Notzeit konnte erst vom Mittenwalder

Matthias Klotz beendet werden, der um 1685 den Geigenbau

einführte. Geschäftstüchtige Verleger knüpften in der

Folgezeit weltweite Beziehungen und verbreiteten so den

Ruf der Mittenwalder Geigen. 1858 wurde die Geigenbauschule

gegründet, die heute als staatliche Berufsfach- und

Fachschule für Musikinstrumentenbau geführt wird. Die

Tradition des Geigenbaus wird nach wie vor gepflegt. Das

Geigenbaumuseum bietet interessante Einblicke in die

Geschichte des Geigenbaus.

Um die vorletzte Jahrhundertwende kamen die ersten

Gäste zur Sommerfrische. Der Tourismus blühte mit der

Fertigstellung der Mittenwaldbahn von Garmisch-Partenkirchen

nach Innsbruck auf. Trotz mehrerer verheerender

Brände hat Mittenwald sein historisch gewachsenes Ortsbild

bewahrt. Der Markt liegt auf 912 m ü. NN, seine

höchste Erhebung ist die östliche Karwendelspitze (2537 m

ü. NN). Im Ort gibt es rund 540 Beherbergungsbetriebe mit

ca. 4200 Betten sowie etwa 65 Restaurationsbetriebe.

Neben einer gut ausgebauten Infrastruktur (u. a. Kunsteisstadion,

Erlebnisbad, Tennishalle, Sessellift, Bergbahn,

Wanderwegenetz) ist Mittenwald auch bekannt für sein altüberliefertes,

kulturelles Brauchtum. Alle fünf Jahre findet

dort der „Bozner Markt“ statt, außerdem auch alle vier

Jahre der Internationale Geigenbauwettbewerb.

Wappen

In Rot drei grüne Tannen, von denen die äußeren auf beiderseits

ansteigenden silbernen Felsen stehen; der Stamm

der mittleren ist überdeckt mit einem auf dem Felsen

stehenden golden gekrönten schwarzen Mohrenkopf.

Die Bäume zwischen den Bergen versinnbildlichen den

Namen Mittenwald und beziehen sich zugleich auf seine

landschaftliche Lage. Der Mohrenkopf ist dem Wappen

des Bistums Freising entnommen, das durch Kauf 1294

Mittenwald samt Garmisch, Partenkirchen und das Obere

Loisachtal erworben hat.

Kontakt & Info:

Dammkarstraße 3

82481 Mittenwald

Tel. 08823 33-0

info@markt-mittenwald.de

www.mittenwald.de

Erster Bürgermeister: Adolf Hornsteiner

Einwohner (2014): 7323

Fläche (km²): 132,84

Gästeübernachtungen (2014): 530 458

Neben dem Fremdenverkehr

ist

Mittenwald durch

seine lange Tradition

im Gei gen bau

bekannt.

44


Märkte & Gemeinden

Murnau a. Staffelsee begeistert

durch sein mediterranes Flair und

hat einen bedeutenden Schwerpunkt

in der Gesundheitswirtschaft.

Markt Murnau a. Staffelsee

Der Markt Murnau a. Staffelsee mit den Ortsteilen Egling,

Froschhausen, Hechendorf, Weindorf und Westried liegt

auf einem Höhenrücken über dem Staffel- und dem Riegsee,

dem Murnauer und Eschenloher Moos. Murnau, um

1150 erstmals erwähnt, erhielt durch Kaiser Ludwig den

Bayern Marktrechte und unterstand seit 1332 dem Kloster

Ettal. Mit der Säkularisation 1803 verlor der Ort seine

herausragende Stellung als Wirtschafts- und Verwaltungsmittelpunkt

im Klostergericht Ettal. Seit der Mitte des 19.

Jahrhunderts wurde Murnau zunehmend attraktiv für den

Fremdenverkehr, befördert durch den Eisenbahnanschluss

1879. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts regte der Architekt

Emanuel von Seidl eine Ortsverschönerung an, die dem

Markt durch farbenfrohe Fassadengestaltung ein freund -

liches Aussehen verlieh und auch viele Künstler anzog.

Seit der Landkreisgebietsreform von 1972 gehört Murnau

zum Landkreis Garmisch-Partenkirchen. Durch die

Gemeindegebietsreform erhielt Murnau die bisher selbstständigen

Gemeinden Weindorf (1974) und Hechendorf

(1978) sowie Gebietsteile von Seehausen und einen Uferstreifen

am Staffelsee. Seit dem 1. Mai 1979 führt der Ort

die amtliche Bezeichnung „Murnau a. Staffelsee“. Murnau

entwickelte sich seit der Gebietsreform zu einem sogenannten

Mittelzentrum. Der Ort bildet ein Zentrum in den

Bereichen Soziales, Schulwesen und Gesundheit. Die

Berufsgenossenschaftliche Unfallklinik, der größte Arbeitgeber

in der Region, und die Klinik Hochried (Fachklinik für

Kinder- und Jugendmedizin) genießen einen überregionalen

Ruf. Bundeswehr, Polizei und Forstdienststelle sind am

Ort präsent. Durch die Ansiedlung von Betrieben und die

Konversion des Kemmelgeländes zu einem dynamischen

Ortsteil konnten sowohl Arbeitsplätze geschaffen als auch

soziale Einrichtungen untergebracht werden. Maßnahmen

der Ortskernsanierung und die Errichtung der Fußgängerzone

im Jahre 2000 brachten eine Verbesserung der

Lebensqualität im Ortszentrum, das sich mit einem „süd-

lichen Flair“ und schön restaurierten Fassaden präsentiert.

Das 1993 eröffnete Schlossmuseum mit seiner überregional

bedeutenden Sammlung und das Münter-Haus bilden

einen großen Anziehungspunkt im kulturellen Bereich.

Beim Tourismus punktet die Marktgemeinde mit der reizvollen

Landschaft (Naturschutzgebiet Murnauer Moos,

Frosch- und Riegsee). Der Markt Murnau legt großen Wert

auf einen sensiblen und nachhaltigen Umgang mit Natur

und Ressourcen und gehört seit 2015 zu den „Fairtrade-

Gemeinden“.

Wappen

In Silber ein linkshin gewendeter, widerschauender grüner

Lindwurm, Krallen und Zunge rot.

Kontakt & Info:

Untermarkt 13

82418 Murnau a. Staffelsee

Tel. 08841 476-0

info@murnau.de

www.murnau.de

Erster Bürgermeister: Rolf Beuting

Einwohner (2014): 12 667

Fläche (km²): 38,06

Gästeübernachtungen (2014): 189 630

45


Firmenporträt

Umweltforschungsstation

Schneefernerhaus (UFS)

Das ehemalige Hotel Schneefernerhaus, auf 2650 Metern

Höhe zwischen dem Zugspitzgipfel und dem Platt

gelegen, beherbergt heute eine moderne Höhen- und

Klimaforschungsstation – die Umweltforschungs station

Schneefernerhaus (UFS).

Unter der Federführung des Bayerischen Umweltministeriums

wird hier universitären und außeruniversitären

Forschungseinrichtungen die Möglichkeit geboten, an

einem außergewöhnlichen Standort ihre Forschungs -

projekte durchzuführen.

Im Vordergrund stehen dabei die kontinuierliche Be -

obachtung der Zusammensetzung der Atmosphäre

sowie aktuelle Fragestellungen der Höhen- und Klima -

forschung: Der Klimawandel trifft die sensible Alpen -

region besonders stark. Aber welche Parameter sind

hier besonders betroffen? Welche Auswirkungen hat

das auf die Region? Viele geophysikalische und che -

mische Prozesse lassen sich in Höhenforschungs -

stationen aufgrund ihrer exponierten Lage besonders

gut unter suchen. Saubere Luft, wenig störendes künst -

liches Licht und die große Höhe stellen hervorragende

Bedingungen für qualitativ hochwertige Messungen dar,

um die viel fältigen Vorgänge im System Erde besser zu

verstehen.

Die Veränderungen in der Atmosphäre machen natürlich

nicht an den Staatsgrenzen halt. Deshalb arbeitet die

Umweltforschungsstation Schneefernerhaus eng mit

anderen Höhenforschungsstationen in Italien, in der

Schweiz, in Österreich, Frankreich und Norwegen

zusammen. Weitere internationale Kooperationen

sind geplant. Mithilfe des bereits aufgebauten UFS-

Datenanalyse zentrums sollen auch die europaweit

gemessenen Daten im Sinne einer intensiven und

engen Vernetzung zwischen den Höhenforschungs -

stationen ausgetauscht werden.

KurzInfo

Eröffnung: 12. Mai 1999

Forschungspartner:

Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR),

Deutscher Wetterdienst (DWD), Helmholtz Zentrum

München (HMGU), Karlsruher Institut für Technologie

(KIT), LMU München, Max-Planck-Gesellschaft (MPG),

TU München (TUM), Umweltbundesamt (UBA),

Universität Augsburg, Freistaat Bayern

Umweltforschungsstation

Schneefernerhaus GmbH

Zugspitze 5

82475 Zugspitze

Tel. 08821 924-101

anfrage@schneefernerhaus.de

www.schneefernerhaus.de

46


Firmenporträt

Institut für Meteorologie und Klimaforschung,

Atmosphärische Umweltforschung (IMK-IFU)

des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT),

Campus Alpin

Als eines der ersten deutschen Umweltforschungs -

institute wurde das heutige Institut im Jahr 1954 von

Dr. Reinhold Reiter gegründet. Mit der Berufung von

Professor Wolfgang Seiler 1986 erlangte das Institut

einen Weltruf in der atmosphärischen Umweltforschung.

Nach 40 Jahren in der Fraunhofer-Gesellschaft erfolgte

2002 die Integration in die Helmholtz-Gemeinschaft und

das Institut für Meteorologie und Klimaforschung (IMK-

IFU) des heutigen Karlsruher Instituts für Technologie

(KIT), der größten deutschen Wissenschaftseinrichtung.

Seit 2007 wird das IMK-IFU von Professor Hans Peter

Schmid geleitet und beschäftigt inzwischen rund

150 Wissenschaftler, Ingenieure, IT-Spezialisten, Doktoranden,

Verwaltungsangestellte und Gastwissenschaftler

aus allen Kontinenten.

Die Forschung des IMK-IFU beschäftigt sich mit Fragen

von hoher gesellschaftlicher Relevanz und umweltpoli -

tischer Aktualität. Durch Messung und Modellierung

wird das Zusammenspiel von Atmosphäre, Klima, Vegetation,

Böden und Wasserverfügbarkeit untersucht.

Durch das exzellente Renommee seiner Forschung und

auch als Organisator von international besetzten Kon -

ferenzen, Workshops und Kursen, hat das IMK-IFU den

Standort Garmisch-Partenkirchen fest als Ort der Spitzenforschung

etabliert. Als Partner in nationalen und

internationalen Forschungsnetzwerken betreibt das

IMK-IFU in der Region Garmisch-Partenkirchen mehrere

Messstationen zur Untersuchung der Interaktionen

zwischen Boden, Vegetation und Atmosphäre sowie

auf der Zugspitze und dem Schneefernerhaus lang -

jährige Messungen zur Früherkennung von Änderungen

in Klima und Aufbau der Atmosphäre.

KurzInfo

Gründungsjahr: 1954

Mitarbeiter: ca. 150

Leistungsspektrum: Erforschung der Veränderungen

der Atmosphäre, des Wasserhaushaltes und der Lebensbedingungen

für Vegetation und Gesellschaft im glo -

balen Klimawandel; wissenschaftliche Nachwuchsför

derung mit strukturierter Doktorandenausbildung und

Graduiertenkolleg, Durchführung von internationalen

Konferenzen

Institut für Meteorologie und Klimaforschung,

Atmo sphärische Umweltforschung (IMK-IFU)

des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT)

Kreuzeckbahnstraße 19

82467 Garmisch-Partenkirchen

Tel. 08821 183101

info@imk-ifu.kit.edu

www.imk-ifu.kit.edu

47


Märkte & Gemeinden

Gemeinde Oberammergau

Oberammergau, im Tal der Ammer gelegen und von den

Vorbergen der Ammergauer Alpen umgeben, ist ein

beliebter Luftkur- und Wintersportort sowie ein bekanntes

Zentrum der Holzschnitzerei. In aller Welt bekannt aber ist

Oberammergau wegen der Passionsspiele. Die Besiedlung

des Ammertales erfolgte wahrscheinlich zur Keltenzeit.

Zahlreiche Funde lassen den Verlauf einer Römer -

straße zwischen Augsburg und Rom durch das Ammertal

vermuten. Bis zur Mitte des 16. Jahrhunderts war Ober -

ammergau ein wichtiger Umschlagplatz an der Handelsstraße

von Augsburg über Mittenwald nach Venedig. Die

Bildschnitzerei ist seit dem 16. Jahrhundert nachweisbar,

erste Hinweise auf die Holzschnitzkunst gehen auf den

Beginn des 12. Jahrhunderts zurück. Das malerische Straßenbild

des Orts prägen die Darstellungen an den Häuserfassaden,

die „Lüftlmalerei“. Der berühmteste Lüftlmaler,

Franz Seraph Zwinck (1748–1792), stammte aus Oberammergau.

Sein Meisterwerk ist das Pilatushaus in der Ludwig-Lang-Straße.

Vom Wessobrunner Meister Joseph

Schmuzer wurde die Pfarrkirche St. Peter und Paul um

1740 erbaut. Besonders bemerkenswert sind die Gewölbeund

Kuppelfresken von Matthias Günther. In der Dorf -

straße 20 wurde 1867 der Schriftsteller Ludwig Thoma

geboren. In der Gemeinde gibt es zahlreiche Freizeiteinrichtungen,

welche den Genuss von Natur und Kultur

ermöglichen. Am Nordrand des Ortes steht das Passionsspielhaus

mit offenem, die Landschaft einbeziehendem

Bühnenhaus (Führungen).

Die Passionsspiele fanden 1634 zum ersten Mal statt.

Anlass war ein im Pestjahr 1633 gegebenes Gelöbnis, dass

alle zehn Jahre die Spiele aufgeführt werden sollen. Die

nächste Aufführung erfolgt im Jahre 2020. Sie finden

jeweils von Mitte Mai bis Ende September statt und sind

das Oberammergauer Ereignis schlechthin. Die Darsteller

sind ausschließlich Laienspieler, die entweder in Ober -

ammergau geboren sind oder mindestens 20 Jahre dort

wohnen. Für die über 100 Aufführungen einer Spielzeit

werden über 2000 Darsteller – von der Hauptrolle des

Christus bis zum kleinen Komparsen – benötigt. Eine Vorstellung

dauert sechs Stunden. Der älteste Text des Oberammergauer

Spiels beruht auf zwei Augsburger Passionsspielen;

für die Passionsspiele im Jahr 2000 erfolgte eine

umfassende Neubearbeitung des Textes, der Musik und

der Dramaturgie.

Wappen

In Blau ein goldenes Passionskreuz mit abhängendem silbernem

Tuch, beiderseits eine aufwachsende silberne

Schwurhand. Die Hauptfigur im Wappen ist das Kreuz in

Verbindung mit dem Tuch, wie es seit fast 100 Jahren als

Zeichen für die Oberammergauer Passionsspiele traditionell

ist. Ihm wurden zwei schwörende Hände beigefügt,

die als Erinnerung und Mahnung an das Gelöbnis gedacht

sind.

Kontakt & Info:

Ludwig-Thoma-Straße 10

82487 Oberammergau

Tel. 08822 32-0

info@gemeinde-oberammergau.de

www.gemeinde-oberammergau.de

Erster Bürgermeister: Arno Nunn

Einwohner (2014): 5123

Fläche (km²): 30,06

Gästeübernachtungen (2014): 359 448

In aller Welt bekannt ist Oberammergau

durch seine Passionsspiele. Die

nächsten finden im Jahr 2020 statt.

48


Märkte & Gemeinden

Gemeinde Oberau

„Au unterm Kienberg“, wie Oberau viele Jahrhunderte

genannt wurde, ist ein sehr alter Ort. Die erste urkundliche

Nennung stammt aus dem Jahre 750 n. Chr. Bis zum Ende

des 19. Jahrhunderts bestand die Gemeinde nur aus wenigen

Anwesen, die bis 1803 im Obereigentum des Klosters

Ettal standen.

Die Benediktiner waren fast ein halbes Jahrtausend

die weltlichen Herren. Bis zum Jahr 1802 war Oberau auch

Grenzort; südlich des Dorfes war Bayern zu Ende und es

begann die Grafschaft Werdenfels. Die Loisach diente den

Oberauer Flößern, die vor allem Holz und Gipssteine nach

München aber auch nach Wien brachten, als Verkehrsweg.

Der Verkauf von Gips brachte dem Ort vom Ende des

18. bis Mitte des 19. Jahrhunderts eine besondere Zeit des

Wohlstandes. Die Lage an der Gabelung zweier alter

Fernhandelsstraßen, die Venedig mit Augsburg verbanden,

war eine weitere Quelle des Wohlstandes. Oberauer

Bauern leisteten den Fuhren Vorspann, die schwer beladen

aus der Lagunenstadt kamen.

Als in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts die

Eisenbahn die Flößerei verdrängte und die Gipsproduk -

tion unrentabel wurde, waren es wiederum die Wasserkraft

und der Holzreichtum, die den Ort vor Bedeutungs -

losigkeit und Armut bewahrten. Zwei Industriebetriebe

siedelten sich an, Oberau wurde Bahnstation und die neue

Ettaler Bergstraße eröffnet.

Mit etwa 450 Gästebetten wird eine breite Palette von

Ansprüchen abgedeckt. In den letzten Jahren wurde ein

reichhaltiges Angebot für Bürger und Gäste geschaffen, so

zum Beispiel das neugestaltete Solar-Freibad.

Wappen

In Blau über gewelltem silbernem Schildfuß ein silbernes

Wasserrad. Das Mühlrad symbolisiert die Wasserkraft des

Giessenbaches und die Loisach als Verkehrsweg. Die 14

Schaufeln des Mühlrades stellen die 14 bäuerlichen Betriebe

dar, die im Tal gesiedelt haben. Die Farben Silber-Blau

erinnern an die engen Beziehungen zum Kloster Ettal.

Kontakt & Info:

Schmiedeweg 10

82496 Oberau

Tel. 08824 9200-0

info@gemeinde-oberau.de

www.gemeinde-oberau.de

Erster Bürgermeister: Peter Imminger

Einwohner (2014): 3120

Fläche (km²): 17,86

Gästeübernachtungen (2013): 42 081

Oberau liegt an der

Gabelung zweier

alter Fernhandelsstraßen.

49


Märkte & Gemeinden

Gemeinde Ohlstadt

Wir freuen uns, Sie in unserer Gemeinde begrüßen zu dürfen,

und laden Sie ein, uns etwas näher kennenzulernen.

Neben der herausragenden geografischen Lage im

Landkreis Garmisch-Partenkirchen hat Ohlstadt viel zu bieten.

Es liegt im Blauen Land am Fuße des Heimgarten

(1790 m ü. NN) am Rande des Murnauer Mooses mit Blick

auf die Zugspitze. Neben Natur pur bietet der Ort eine kräftige

Mischung aus Sport, Freizeit, Kunst und Kultur an und

weist zudem einen ursprünglichen Charakter auf, der zum

Baumeln und Auftanken der Seele einlädt.

Im Gemeindegebiet liegt das Lehr-Versuchs- und Fachzentrum

für Pferdehaltung, bayerisches Haupt- und Landgestüt

Schwaiganger mit seiner 1000-jährigen Geschichte.

Die Ländereien umfassen 450 Hektar landwirtschaft -

liche Nutzfläche und 300 Hektar Wald mit insgesamt 355

Pferden.

Zur Ohlstadter Flur gehört auch Pömetsried; dort

unterhält die Sportfliegergruppe Werdenfels e. V. den

schönst gelegenen Segelflughafen Deutschlands. Ein

Alpenrundflug wird garantiert zum unvergessenen Erlebnis!

Den Ort prägt eine ganz eigene Mischung aus Prominenten

der Vergangenheit und Gegenwart. Die Villa vom

Malerfürsten Friedrich August von Kaulbach ist heute als

Museum zugänglich, aber auch Max Beckmann, Ludwig

Thoma, Luise Rinser oder Richard von Kühlmann waren zu

Gast oder verbrachten dort einen Teil ihres Lebens.

Weltberühmt wurde Ohlstadt durch seine erfolg -

reichen Bobsportler: Zwei Olympische Medaillen, acht

WM-Titel, neun Europameister- sowie 33 deutsche Titel

sind die Ausbeute aus dem Bobsport unterm Heimgarten.

Ohlstadt ist eine Verwaltungsgemeinschaft, zu der

die Gemeinden Eschenlohe, Schwaigen und Großweil

ge hören.

Wappen

In der Gemeinde liegt das staatliche LfL Haupt- und Landgestüt

Schwaiganger, Symbol dafür ist der Pferderumpf.

Das silberne Schöpfrad deutet auf die Wetzstein -

herstellung hin, die lange Zeit in Ohlstadt von großer

wirtschaftlicher Bedeutung war.

Kontakt & Info:

Rathausplatz 1

82441 Ohlstadt

Tel. 08841 6712-0

info@ohlstadt.de

www.ohlstadt.de

Erster Bürgermeister: Christian Scheuerer

Einwohner (2014): 3283

Fläche (km²): 41,16

Gästeübernachtungen (2014): 45 198

Ohlstadt bietet

seinen Gästen eine

bunte Mischung

aus Natur, Kultur,

Freizeit und Sport.

50


Märkte & Gemeinden

Gemeinde Riegsee

Riegsee liegt im Norden des Landkreises Garmisch-Partenkirchen

am Ufer des gleichnamigen Sees (660 m ü. NN),

seine nördliche Grenze bildet zugleich die zum Landkreis

Weilheim-Schongau.

Zur Gemeinde gehören die Ortsteile Aidling, Hagen,

Leibersberg, Lotdorf, Mühlhagen, Perlach, Guglhör und

Höhlmühle. Sie ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft

Seehausen a. Staffelsee, zu der auch noch Spatzenhausen

zählt.

Riegsee wurde 955 erstmals urkundlich erwähnt; mehrere

Grabhügelfelder vor allem aus der Bronze- und der

Hallstattzeit weisen allerdings auf eine wesentlich frühere

Besiedelung des Gebietes hin.

Die Gemeinde ist überwiegend landwirtschaftlich

strukturiert, außerdem gibt es einige Handwerksbetriebe.

Das Fremdenverkehrsangebot ist unter dem Stichwort

„sanfter Tourismus“ einzureihen. Der Riegsee selbst als

bestens geeigneter Badesee mit vielerlei Freizeitmöglichkeiten

(Segeln, Surfen, Angeln) bildet hier einen besonderen

Schwerpunkt.

Die Gemeinde betreibt am Ufer des Sees einen

Campingplatz. Riegsee ist Ausgangspunkt vieler Rad- und

Wanderwege durch die schöne Landschaft der Voralpen.

Wappen

Von Silber und Blau wellenförmig geteilt; oben ein roter

Hirschrumpf, unten schräg gekreuzt eine goldene Heugabel

und ein goldener Abtstab. Der Hirsch ist dem Wappen

der adeligen Familie Hagen entnommen, die 1525 ausstarb.

Die Heugabel symbolisiert die Landwirtschaft, der

Abtstab steht für die ehemalige Zugehörigkeit großer Teile

des Gemeindegebietes zu den Klöstern Benediktbeuern,

Andechs und Habach.

Kontakt & Info:

Dorfstraße 35

82418 Riegsee

Tel. 08841 3985

verwaltung@gemeinde-riegsee.de

www.riegsee.de

Erster Bürgermeister: Rudolf Kühn

Einwohner (2014): 1200

Fläche (km²): 20,43

Gästeübernachtungen (2013): 11 195

Die Gemeinde Riegsee ist

Ausgangspunkt vieler Rad- und

Wanderwege durch die Voralpen.

51


Märkte & Gemeinden

Gemeinde Saulgrub

Die Gemeinde Saulgrub mit den drei eigenständigen

Orten Saulgrub, Altenau und Wurmansau liegt etwa

900 m ü. NN im Ammertal mit Panoramablick auf das

Ammergebirge und die Zugspitze.

Umrahmt von den Naturschutzgebieten „Arch“,

„Kochel“ und dem Ammergebirge, bieten die Orte zahl -

reiche Wandermöglichkeiten zu den Naturschönheiten des

Ammertales mit der wildromantischen Ammerschlucht

(Scheibum) und den Bergen und Seen des Voralpen -

gebietes.

Von Saulgrub und Altenau gibt das herzogliche Urbar

von 1280 den ersten urkundlichen Aufschluss. Bis zur

Säkularisation 1803 hatten die Orte einige Jahrhunderte

lang das Kloster Ettal als Gerichtsherren. Grundherr war

teils das Kloster Ettal, teils das Kloster Rottenbuch. Nach

der Säkularisation kam die Gemeinde zum Bezirksamt

Schongau, von dort 1911 zum Bezirksamt Garmisch.

Das an der Ammer liegende Industriedenkmal Kraftwerk

Kammerl, errichtet in den Jahren 1898/99, ist das

älteste Bahnkraftwerk der Welt für Einphasen-Wechselstrom

und diente zur Stromversorgung der Bahnlinie

Murnau–Oberammergau.

Durch die im Gemeindegebiet vorhandene örtliche

Infrastruktur wie Grundschule, Kindertagesstätten, Gaststätten,

Hotels, Moorbad, Pensionen, Verbrauchermarkt

und Lebensmittelgeschäft, Tankstelle, Arzt und verschie -

dene Handwerksbetriebe sowie der verkehrsgünstigen

Lage (Bahnlinie Murnau–Oberammergau und RVO-Haltestellen)

und die Anbindung an die derzeit im Bau befind -

liche und bis 2016 fertiggestellte Ortsumfahrung der Bundesstraße

23 bietet die Gemeinde Saulgrub nicht nur für

Urlaubsgäste einen angenehmen Aufenthalt, sondern

auch für Jung und Alt gute Wohnverhältnisse im länd -

Panoramablick auf Saulgrub

im Ammertal

lichen Bereich. Als gemeinsame Fremdenverkehrs- und

Gesundheitsregion wurde 2004 mit den weiteren fünf

Gemeinden des Ammertales die Tourismusgemeinschaft

„Ammergauer Alpen“ gegründet.

Wappen

Unter von Silber und Blau geteiltem Schildhaupt ein wachsender

roter Greifenlöwe. Saulgrub gehörte zu dem unter

der Herrschaft der Welfen stehenden Ammergau und kam

im 13. Jahrhundert an das bayerische Herzoghaus. Fortan

gehörte die Gemeinde zum Kammergut der Wittelsbacher.

Symbolisch dafür steht im Gemeindewappen das von

Silber und Blau geteilte Schildhaupt. Die älteren Bezie -

hungen zu den Welfen werden durch deren geminderte

Wappenfigur, den wachsenden roten Greifenlöwen, dokumentiert.

Kontakt & Info:

Kohlgruber Straße 2

82442 Saulgrub

Tel. 08845 7476-0

geschaeftsleitung@vg-saulgrub.de

www.gemeinde-saulgrub.de

Erster Bürgermeister: Rupert Speer

Einwohner (2014): 1630

Fläche (km²): 35,49

Gästeübernachtungen (2014): 40 297

52


Märkte & Gemeinden

Gemeinde Schwaigen

Abseits der Straßen und ohne Durchgangsverkehr ist

Schwaigen ein idealer Ausgangspunkt für Wanderungen

und Radtouren. Andererseits ist der Ort über die A 95

München–Garmisch-Partenkirchen und die Staatsstraße

Murnau–Bad Kohlgrub günstig zu erreichen.

Schwaigen, das im Jahre 1452 zum ersten Mal urkundlich

erwähnt wird, liegt am Fuße des östlichen Ammergebirges.

Zur Gemeinde gehören die Weiler Apfelbichl,

Aschau, Fuchsloch, Plaiken, Vorder- und Hinterbraunau

sowie der mit Abstand einwohnerstärkste Ortsteil Grafenaschau.

Wer naturnahe Erholung sucht, ist nicht nur wegen der

Nähe zu den Ammergauer Alpen und der Zugspitzregion

in Schwaigen richtig. Besonders interessant ist die seltene

Tier- und Pflanzenwelt des Naturschutzgebietes „Mur-

nauer Moos“, das größte intakte Moorgebiet in den Alpen.

Aber auch Bergbegeisterte kommen in Schwaigen voll

auf ihre Kosten. Von den verschiedenen Ortsteilen aus

lassen sich traumhafte Bergwanderungen u. a. auf das

Hörnle, den Aufacker, das Ettaler Mandl oder den Laber

beginnen. Ein schönes Beispiel ist das Hörnle. Von dort

eröffnet sich Ihnen ein herrlicher Rundblick in die Garmische

Bergwelt und über die Seenplatte des bayerischen

Voralpenlandes.

Anderer, wesentlicher Bestandteil der Gemeinde

Schwaigen ist die nach wie vor erhaltene ursprüngliche

bäuerliche Struktur. Die bodenständige und traditionelle

Bewirtschaftung der landwirtschaftlich genutzten Flächen

steht hier im Vordergrund. Bereits der Anblick der in breiter

Front verteilt liegenden Bauernhöfe im südlichen Teil der

Gemeinde zeugt davon. Vom Frühjahr bis in den Herbst

hinein prägen Kühe, Pferde und Schafe auf saftig grünen

Wiesen das Bild der Landschaft.

Wappen

In Blau ein senkrechter goldener Abtstab, dessen Griff mit

einer silbernen Axt und einem fünfzackigen Rechen in

schräger Kreuzung belegt ist.

Die Gemeinde entwickelte sich aus den unter der

Grundherrschaft des Klosters Ettal stehenden Schwaighöfen.

Während der Abtstab auf die alten Herrschaftsverhältnisse

hinweist, symbolisieren die bäuerlichen Werkzeuge

Axt und Rechen die Hauptarbeitsbereiche der Schwaighofbauern

im Sommer wie im Winter.

Kontakt & Info:

Aschauer Straße 26

82445 Grafenaschau

Tel. 08841 1462

info@schwaigen.de

www.schwaigen.de

Erster Bürgermeister: Hubert Mangold

Einwohner (2014): 591

Fläche (km²): 23,58

Gästeübernachtungen (2014): 3664

Schwaigen ist die zahlenmäßig

kleinste Gemeinde des Land -

kreises.

53


Märkte & Gemeinden

Die Gemeinde Seehausen a.

Staffelsee hat eine über 1000-

jährige Verbindung zu ihrem See.

Gemeinde Seehausen a. Staffelsee

Seehausen – die Häuser am See: Dieser etwa 1300 Jahre

alte Ortsname weist auf die besondere Verbindung der

Gemeinde mit dem Staffelsee hin. Ob Insel Wörth, mit dem

Kloster ab dem Jahr 750 und der Simpert-Kapelle heute,

ob Fronleichnams-Prozession über den See, die Schifffahrt

oder der heutige Nutzen für Natur und Erholung, die Verbundenheit

der Seehauser zu ihrem See ist eng. Der

gesamte Staffelsee mit seinen sieben Inseln gehört zum

Gemeindegebiet.

Der See steht auch im Mittelpunkt des schonend angelegten

Fremdenverkehrs: für Urlauber, die in Seehausen

von Urlaub auf dem Bauernhof bis zu Vier-Sterne-Betrieben

alle Unterkunftsarten finden, genauso wie für Tagesausflügler

oder Camper, die auf der Halbinsel Burg oder

der Insel Buchau einzigartige Plätze vorfinden. Dabei

haben Gäste hier schnell Anschluss – zum Beispiel bei

gemein samen Besuchen mit ihren Vermietern auf den

Seefesten. Seehausen ist ein staatlich anerkannter Erholungsort

und gehört zum Blauen Land, der hügeligen

Seen- und Moorlandschaft im oberbayerischen Voralpenland

vor der Kulisse des Wettersteingebirges mit Zugspitze

und Alp spitze. Besonders sehenswert ist neben dem Ortsbild

mit alten und ursprünglichen Bauernhäusern (einige

davon mit Lüftlmalereien geschmückt, viele denkmalgeschützt)

die einmalige Landschaft rund um den Staffelsee.

Seehausen ist aber auch ein lebendiges Dorf. Mit Friseur,

Kramerladen, Post, Bank, Bäckerei, Bioladen und

Schuhmacher im Ort sowie fünf Gaststätten gibt es noch

eine dörfliche Infrastruktur. Mit der Westtorhalle in Riedhausen

liegt zudem ein überregional bekanntes Kulturzentrum

in Seehausen. Zudem gibt es mit rund 30 Vereinen

und Organisationen ein überaus reiches Vereinsleben –

vom Kneippverein über die Schützen hin zum Trommlerzug.

Hier wird Brauchtum noch gelebt.

Rund 400 Arbeitsplätze in zahlreichen Betrieben zeigen

die Attraktivität der Gemeinde Seehausen auch in steuer -

licher und wirtschaftlicher Hinsicht. Die Steuersätze

(Grundsteuer A und B [280], Gewerbesteuer [300]) sind

niedrig, die Verwaltung schlank und effektiv. Seehausen

hat als einzige Gemeinde im Landkreis in den vergangenen

Jahren keine staatlichen Zuweisungen benötigt.

Zur Gemeinde Seehausen a. Staffelsee gehören neben

Seehausen die Ortsteile Seeleiten, Riedhausen und

Rieden.

Wappen

Seit 1975 führt die Gemeinde Seehausen ihr Wappen; es ist

wellenförmig geteilt, in Blau und Silber; oben ein links

gewendeter silberner Hecht, unten ein wachsender roter

Drachenrumpf. Die Wellenteilung, ein Gewässersymbol,

redet für den Gemeindenamen und verweist ebenso wie

der silberne Hecht und die Feldfarbe Blau auf die Lage der

Gemeinde am Staffelsee und die frühere Bedeutung des

Fischfangs als Erwerbszweig. Die Fischereirechte befinden

sich seit Jahrhunderten in der Hand von Seehausener

Familien. Der Drachenrumpf in der unteren Schildhälfte

steht für die frühe Geschichte der Gemeinde. Der Drache,

Attribut des heiligen Michael, bezieht sich auf das Patro -

zinium der Pfarrkirche von Seehausen.

Kontakt & Info:

Am Graswegerer 1

82418 Seehausen a. Staffelsee

Tel. 08841 6169-19

rathaus@vg-seehausen.de

www.seehausenamstaffelsee.de

Erster Bürgermeister: Markus Hörmann

Einwohner (2014): 2399

Fläche (km²): 15,71

Gästeübernachtungen (2014): 58 936

54


Märkte & Gemeinden

Gemeinde Spatzenhausen

Die Gemeinde Spatzenhausen, eingebettet zwischen Riegsee

und Staffelsee, ist die nördlichste Gemeinde im Landkreis

Garmisch-Partenkirchen und grenzt unmittelbar an

den Landkreis Weilheim-Schongau an. Zu Spatzenhausen

gehören die Ortsteile Hofheim und Waltersberg, sie ist

Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Seehausen am

Staffelsee, zu der auch noch die Gemeinde Riegsee zählt.

Spatzenhausen selbst wurde erstmalig im Jahre 1385

in der Pollinger Urkunde urkundlich erwähnt. Deutlich älter

ist der Ortsteil Hofheim, der bereits 783 im Stiftsbrief des

Kloster Scharnitz genannt wird und im Jahr 2013 die 1250-

jährige urkundliche Erwähnung feierte. Waltersberg

erscheint erstmals in einer Benediktbeurer Chronik, die in

Nachrichten aus dem 11. Jahrhundert ein „Waltramesberch“

erwähnt. Über die Entstehung des Ortsnamens

sind sich die Historiker nicht ganz einig. Einige führen

den Namen zurück auf einen Tiroler Freibauern namens

„Spazzo“, der im 12. Jahrhundert eingewandert sein soll.

Eine andere Quelle vertraut auf der im 12. Jahrhundert

gebräuchlichen Kurzform für Sperling = Spatz. Und schwäbische

Namensforscher schließlich versuchen den Orts -

namen von Sparth, Langschwertträger, abzuleiten.

Erwähnenswert aus der Geschichte ist noch die Graf-

Arco-Schlacht 1809; dabei wurde die Fahne der Tiroler

vom „Viertel Jochberg“ erobert, die heute im Armee -

museum Ingolstadt zu sehen ist.

Hauptattraktion für den Fremdenverkehr (Urlaub auf

dem Bauernhof und Campingplatz) ist, neben der Vor -

alpenlandschaft, vor allem der Riegsee. Gewonnen hat

Spatzenhausen von der 1,1 Kilometer langen Ortsum -

fahrung, die im Jahre 2003 fertiggestellt wurde.

Wappen

In Blau über goldenen Wolkenhügeln eine goldene Krone,

die ein schräg gestelltes goldenes Holzscheit überdeckt,

aus dem Flammen schlagen. Krone und brennendes Holzscheit

gelten als Attribute der Märtyrerin Afra, die Patronin

der Pfarrkirche Spatzenhausen. Drei Wolkenhügel am

unteren Rand weisen symbolisch auf die drei „Perlen“ –

Spatzenhausen, Hofheim, Waltersberg – in Gottes schönen

Auen der Gemeinde hin. Die Farben Blau und Gold er -

innern an die Beziehungen von Hofheim zum Kloster

Benediktbeuern.

Kontakt & Info:

Dorfstraße 12

82447 Spatzenhausen

Tel. 08847 69806-10

verwaltung@gde-spatzenhausen.de

www.spatzenhausen.de

Erster Bürgermeister: Georg Wagner

Einwohner (2014): 728

Fläche (km²): 7,74

Gästeübernachtungen (2014): 21 584

Spatzenhausen

ist die nördlichste

Gemeinde im Landkreis.

55


Märkte & Gemeinden

Gemeinde Uffing a. Staffelsee

Die Gemeinde Uffing a. Staffelsee mit ihrem bis zur

Gemeindegebietsreform selbstständigen Ortsteil Schöffau

und den dazugehörigen Weilern, liegt auf einer Höhe von

648 bis 850 m ü. NN. Der Hauptort Uffing a. Staffelsee ist

durch seine einmalige Lage am Nordufer des Staffelsees

Anziehungspunkt für viele Urlaubs- und Tagesgäste aus

nah und fern. Aber auch die faszinierende Landschaft mit

dem Naturschutzgebiet „Westlicher Staffelsee und seinen

angrenzenden Mooren“ ist einen Ausflug wert. Es gilt, das

gesamte Gemeindegebiet zu Fuß oder mit dem Rad zu

erwandern und alle seine Vorzüge zu entdecken.

Nicht nur für Gäste bietet Uffing ein interessantes

Fleckchen Erde, auch die Bewohner schätzen die Infrastruktur

des Ortes, sei es die Bahnanbindung, das schu -

lische Angebot, die ärztliche Versorgung, die Nahver -

sorgung oder die verkehrsmäßige Anbindung in alle

Himmelsrichtungen. Uffing a. Staffelsee ist ein Dorf geblieben,

in dem das gesellschaftliche Leben durch seine

Bewohner geprägt wird. Hiervon zeugen die kulturellen

Veranstaltungen sowie die verschiedenen Feste im Jahreslauf,

die durch die Initiative der Bürgerinnen und Bürger

veranstaltet werden.

Auch wirtschaftlich präsentieren sich die Unternehmen

in der Gemeinde mit großer Vielfalt. Man findet den traditionellen

Handwerksbetrieb genauso wie Hightech- und

IT-Unternehmen. Hierdurch ist es den Menschen möglich,

qualifizierte Arbeitsplätze in der Region zu besetzen und

die Synergieeffekte aus Wohnen und Arbeiten in unserer

schönen Heimat zu verbinden. Durch die gute Bahn -

anbindung ist Uffing a. Staffelsee auch für Pendler in den

Ballungsraum München mit seiner Arbeitswelt ein bevorzugter

Wohnort.

Wappen

In Rot ein silberner Wagenkipf, darüber eine goldene

Mitra. Die goldene Mitra erinnert an das im 8. Jahrhundert

existierende Staffelsee-Bistum, der Wagenkipf ist dem

Wappen der adeligen Familie der Tafertshofer entnommen,

deren Stammsitz in dem heute zu Uffing a. Staffelsee

gehörenden gleichnamigen Weiler zu finden ist.

Kontakt & Info:

Hauptstraße 2

82449 Uffing a. Staffelsee

Tel. 08846 9202-0

gemeinde@uffing.de

www.uffing.de

Erster Bürgermeister: Rupert Wintermeier

Einwohner (2014): 2987

Fläche (km²): 42,75

Gästeübernachtungen (2014): 43 034

Das schmucke Rathaus von

Uffing a. Staffelsee

56


Märkte & Gemeinden

Gemeinde Unterammergau

Unterammergau liegt auf etwa 830 m ü. NN im Ammertal.

Seine Geschichte reicht weit zurück. Etwa 500 v. Chr.

wurde das Land von den Kelten besiedelt, von 15 vor bis in

das 5. Jahrhundert n. Chr. herrschten dort die Römer.

Danach besiedelten Bajuwaren und Alemannen das Land.

1332 kamen elf Unterammergauer Höfe an das 1330

gegründete Kloster Ettal, das bis zur Säkularisation 1803

die Gerichtsbarkeit über das Dorf ausübte. Große Bedeutung

für den Ort wie das gesamte Gebiet hatte die Rott -

straße, die hier auf ihrem Weg von und nach Italien vorbeiführte.

Im 15. Jahrhundert wurden die Wetzsteinschieferflöze

entdeckt – damit begann die Herstellung von Wetzsteinen

zum Schärfen vor allem von Sensen. Die Genossenschaft

hatte Niederlassungen in Wien, Regensburg und Nürnberg.

Wetzsteine wurde per Floß bis nach Budapest verschickt

oder kamen auf der Rottstraße bis in den Norden

und Westen. Um die Jahrhundertwende (19./20. Jahrhundert)

erlebte die Wetzsteinmacherei eine Hochblüte: Pro

Jahr wurden 250 000 Wetzsteine in über 30 Schleifmühlen

hergestellt. Künstliche Wetzsteine und Maschinen brachten

das Gewerbe nach dem Zweiten Weltkrieg zum Erliegen.

Heute stehen im Ort rund 305 Betten für Gäste zur

Verfügung. Drei Naturschutzgebiete umgeben das Dorf:

das Ammergebirge, das Pulvermoos und der Kochelfilz.

Theaterabende, Konzerte, Waldfeste, Heimatabende, Leon -

hardiritt und anderes Brauchtum tragen ebenso zum

unverwechselbaren Charakter von Unterammergau bei

wie das ländliche Flair und die umgebende Landschaft.

Wappen

In Grün ein auf silbernem Boden aufspringender goldbewehrter

Hirsch, darunter gekreuzt ein silberner Hammer

mit goldenem Griff und ein silberner Wetzstein. Der Hirsch

als Symbol für die Jagd deutet auf die großen Wälder in

der Umgebung des Ortes und die einstigen landesherr -

lichen Jagden hin. Der Hammer in seiner eigenartigen

Form und der Wetzstein sollen als Hinweis auf das früher

in höchster Blüte gestandene Handwerk der Wetzstein -

macher gelten.

Kontakt & Info:

Dorfstraße 23

82497 Unterammergau

Tel. 08822 7021

gemeinde@unterammergau.de

www.gemeinde-unterammergau.de

Erster Bürgermeister: Michael Gansler

Einwohner (2014): 1503

Fläche (km²): 29,91

Gästeübernachtungen (2014): 24 127

Die Gemeinde Unterammergau

hat eine ehemals große Bedeutung

in der Herstellung von Wetz -

steinen – eines lange vergessenen

Handwerks.

57


Märkte & Gemeinden

Der kleine Gebirgsort Wallgau verfügt mit der ehemaligen

Biathletin Magdalena Holzer (geb. Neuner) über eine prominente

Bür gerin.

Gemeinde Wallgau

Urlaub bei Freunden . . . unser kleiner Gebirgsort Wallgau

(868 bis 1020 m ü. NN) liegt auf dem sonnigen Hoch -

plateau der Isar, umrahmt von den einzigartigen Gipfeln

von Wetterstein- und Karwendelgebirge. Ent decken Sie

eine wunderbare und unberührte Natur! Erleben Sie herzliche

Gastfreundschaft und echte Tradition in Wallgau.

Unsere malerische Landschaft bietet etwas für naturbegeisterte

Gäste jeden Alters – Familien, sportlich Begeisterte,

Junggebliebene und Senioren – und heißt Sie herzlich

willkommen. Erweitern Sie in unserer schönen Bergwelt

– im wahrsten Sinn des Wortes – Ihren Horizont und

tanken Sie neue Kraft.

Ausgedehnte Spazier- und Radwege, malerische

Almen, unsere majestätischen Berggipfel und die Badeseen

mit ihrer hervorragenden Wasserqualität lassen in

den warmen Jahreszeiten Raum für zahlreiche Aktivitäten

im Wechselspiel zwischen Bewegung und Entspannung.

Die Isar – hier noch der ursprüngliche Wildfluss mit einzig -

artiger Flora und Fauna – bietet Gelegenheit zum Ver -

weilen.

Unseren kleinen Gästen bieten wir den Naturspielplatz

mit zahlreichen Möglichkeiten zum Austoben an oder sie

können auf dem neu gestalteten Märchenweg in die

zauberhafte Welt von Aschenputtel, Schneewittchen oder

Rotkäppchen eintauchen.

Auch Golf-Freunde kommen bei uns auf ihre Kosten.

Auf der wunderschönen, topgestalteten 9-Loch-Anlage

absolvieren sie ihr Spiel und genießen gleichzeitig den

einzigartigen Ausblick auf Soierngebirge, Karwendel und

Wettersteinmassiv.

Im Winter laden frische Luft und strahlender Sonnenschein

auf geräumten romantischen Winterwanderwegen

zu einem Spaziergang oder einer Pferdekutschenfahrt ein.

In höhere Lagen gelangen Sie mit einer Schneeschuh-

Wanderung oder Sie erkunden auf Skiern unser ausgedehntes

Loipennetz, darunter auch die Kanada- oder die

Magdalena-Neuner-Loipe.

Apropos: Im Mai 2013 wurde der neue „Magdalena-

Neuner-Panoramaweg“ eröffnet, mit dem wir die sport -

lichen Erfolge und Leistungen unserer 2-fachen Olympiasiegerin

und 12-fachen Weltmeisterin im Biathlon würdigen

möchten. Auf 320 Höhenmetern genießen Sie bei

sportlicher Betätigung nicht nur einen wunderbaren Panoramablick,

sondern erfahren auch viel Wissenswertes über

unsere Ehrenbürgerin Magdalena Neuner.

Wallgau bietet jedoch nicht nur Naturschönheiten,

sondern auch kulturelle Kostbarkeiten und lebendiges

Brauchtum. Lassen Sie 400 Jahre alte „Lüftlmalereien“

oder die Kunstschätze unserer Barockkirche St. Jakob auf

sich wirken, nehmen Sie Teil an der festlichen Fronleichnamsprozession,

den Parkfesten und Dorfabenden von

Musikkapellen und Trachtenvereinen oder amüsieren Sie

sich bei den unterhaltsamen Stücken unserer Theater -

gruppe.

Nach soviel Sport und Erlebnis ist es Zeit, sich von

unserem gastronomischen Angebot verwöhnen zu lassen.

Von der Brotzeit bis zur modernen Küche – die Wallgauer

Wirte bieten etwas für jeden Geschmack. Unterkunft

finden Sie bei unseren freundlichen Gastgebern in gemütlichen

Zimmern und Ferienwohnungen.

Wappen

In Rot über goldenem Dreiberg, darin ein blauer Wellenbalken,

eine silberne Pilgermuschel, der ein goldener Abtstab

und ein goldener Flößerhaken schräg gekreuzt unterlegt

sind. Dreiberg und Wellenbalken im Schildfuß symbolisieren

die Lage der Gemeinde im Gebirge und am Fluss.

Die Pilgermuschel verweist auf das Patrozinium der Pfarrkirche

Sankt Jakob. Der Abtstab stammt aus dem Wappen

des Klosters Benediktbeuern und der Flößerhaken bezieht

sich auf das früher betriebene gleichnamige Gewerbe.

Kontakt & Info:

Mittenwalder Straße 8

82499 Wallgau

Tel. 08825 9250-0

einwohnermeldeamt@wallgau.de

www.wallgau.de

Erster Bürgermeister: Hansjörg Zahler

Einwohner (2014): 1441

Fläche (km²): 33,99

Gästeübernachtungen (2014): 157 065

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Firmenporträt

Naturerlebniszentrum Karwendel

Mittenwald, Fernrohr 2244

Steinert Architekten BDA

Schwind Ingenieure, Tragwerk

Peter Czajka Photography

Schloss Elmau Retreat, Hotel des G7-Gipfels 2015

Interior Design: Dietmar Müller-Elmau

Hilmer & Sattler und Albrecht DBLD

Tragwerk: Schwind Ingenieure

Schwind Ingenieure GmbH & Co. KG

Im Jahr 1977 wurde das Ingenieurbüro Schwind in

Mittenwald gegründet. Daraus ist seit 2010 mit einer

neuen Gesellschaftsform die Schwind Ingenieure

GmbH & Co. KG entstanden.

Der Haupttätigkeitsbereich, die Tragwerksplanung, wird

mit einem qualifizierten Mitarbeiterteam von derzeit

12 Ingenieuren und Technikern seit 1994 auch in

Dresden/Radebeul und seit 2004 in München in einer

Büro gemeinschaft erbracht. Fachübergreifendes

Wissen ermöglicht es uns, mit großen Planungsteams

zu sammenzuarbeiten. Dies spiegelt sich zum Beispiel

mit Bauwerken im Gesundheitswesen bei fünf Großkrankenhäusern

in Bayern und Sachsen wider.

Mehrere spektakuläre Bauwerke sind das Ergebnis

von einwandfreier fachlicher und termingerechter

Bearbeitung der Aufgabenstellungen.

Unser Hauptstandort in Mittenwald garantiert eine

Verbundenheit mit der Region.

Die Fachkompetenz ist durch die Mitarbeit der

Ge schäftsführung in wichtigen Fachgremien und

den laufenden Schulungen des Mitarbeiterteams in

Fort bildungseinrichtungen gewährleistet.

Die Referenzen unserer Kunden und Partner aus den

öffentlichen sowie den privaten Bereichen sind Ansporn

für weitere anspruchsvolle Aufgaben.

KurzInfo

Fachbereiche und Leistungen:

– Tragwerksplanung (Statik)

im Massiv-, Stahl-, Holz- und Glasbau

– Ingenieurplanung

– Sanierungsplanung

– Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordinator

nach BaustellV

– Wiederkehrende Bauwerksprüfung

Besondere Sachkunde

Massiv-, Metall- und Holzbau

– Nachweise in der Bauphysik

EnEV, Wärme-Schallschutz

Verantwortlicher Sachverständiger, ZV EnEV

– Bauvorlageberechtigung

– Brandschutzgutachter

– Bausachverständige

– Schneelastgutachter

– Fachdozenten

Mitgliedschaft und Sonderqualifikationen:

– Bayerische Ingenieurekammer-Bau

Beratende Ingenieure

– VBI und UBID

– Experten in Normengremien (DIN)

Hauptausschuss Einwirkungen

auf Bauwerke NA 005-51-02 AA

Unterausschuss Schneelasten (Vizeobmann)

Schwind Ingenieure GmbH & Co. KG

Mittenwald / Dresden / München

Zur Kreidemühle 4

82481 Mittenwald

Tel. 08823 9204-0

info@schwind-ingenieure.de www.schwind-ingenieure.de

59


Firmenporträt

KurzInfo

Gründungsjahr: 1972

Neben einem reichhaltigen Arzneimittel- und Zusatz -

sortiment und den üblichen Apothekendienstleistungen

bieten wir eine Vielfalt an besonderen Seviceleistungen

wie zum Beispiel

– Beratung und Herstellung chinesischer Kräutergranulate

– Alternative Medizin wie Aromatherapie, Blutegel,

Homöopathie

Öffnungszeiten:

Montag bis Freitag: 08:30 bis 18:00 Uhr

Samstag: 08:30 bis 13:00 Uhr

St. Martins-Apotheke

Apotheker Christian Welz

Am Kurpark 16

82467 Garmisch-Partenkirchen

Tel. 08821 55550

info@st-martinsapotheke.de

www.st-martinsapotheke.de

Unser Ziel ist es, für Sie mithilfe unseres kompetenten

und erfahrenen Teams den passenden Schuh aus unserem umfangreichen

Sortiment dem Anlass entsprechend zu finden.

Die beiden Filialen in Garmisch und Partenkirchen bieten die

richtigen Schuhe für jeden Anlass und alle Erfordernisse.

Das entsprechende Zubehör und Accessoires runden unser

Angebot ab.

KurzInfo

Gründungsjahr: 1920

Im Sortiment: Damenschuhe, Herrenschuhe, Komfort -

schuhe, Berg- und Wanderschuhe, Trachten schuhe, Zubehör

und Accessoires

Orthopädieschuhtechnik: Maßschuhe, Einlagen,

Schuhzurichtungen

Als eines der ältesten Schuhhäuser in Garmisch-Partenkirchen

schlägt das Schuhhaus Wittmann bereits in der

vierten Familien generation die Brücke zwischen Tradition

und Moderne. Als kompetenter Partner für Sie und Ihre

Füße bieten wir Ihnen ein vielfältiges Angebot für alle

Anlässe und Ansprüche. In unseren beiden Filialen in

Garmisch und Partenkirchen finden Sie aktuelle Damenund

Herrenmode, Bequem-, Berg- und Wanderschuhe

sowie eine gut sortierte Auswahl an Trachtenschuhen.

Kompetente Beratung und persönlicher Service sind bei

uns selbstverständlich – und das seit über 90 Jahren.

Wittmann

Orthopädieschuhtechnik

Ludwigstraße 6

82467 Garmisch-Partenkirchen

orthopaedie@schuh-wittmann.de

www.schuh-wittmann.de

Schuh Wittmann

Partenkirchen . Ludwigstraße 6

Tel. 08821 2668

Garmisch . Marienplatz 5

Tel. 08821 909706

info@schuh-wittmann.de

60


Firmenporträt

JURA Gastro Vertriebs-GmbH

Wie man jeden Kaffeewunsch erfüllt, weiß die JURA

Gastro Vertriebs-GmbH in Grainau am besten. Sie ist der

starke Profi-Partner für jeden professionellen Kaffee -

anbieter mit einem Bedarf bis 300 Tassen pro Tag – ganz

gleich ob beim Frühstück im Hotel, zwischendurch in

einer kleinen Bar, in der Bäckerei, beim Catering oder

während der Pause im Büro. Ob mit frisch extrahiertem

Café creme, cremigem Cappuccino, Latte macchiato

oder köstlich starkem Espresso – JURA Gastro Kunden

verwöhnen ihre Gäste und Mit arbeiter stets mit Kaffeevariationen

in höchster Qualität.

Display-Dialogsysteme, individuelle Programmier -

möglichkeiten, große Wassertanks sowie Bohnen- und

Tresterbehälter unterscheiden die Vollautomaten von

Haushaltsgeräten. Was sich nicht unterscheidet, ist die

innovative JURA Technologie, das edle Design und der

hohe Qualitätsstandard. Seit über 12 Jahren ist JURA

Gastro der starke Partner für jeden professionellen

Kaffeean bieter, der neben einem breiten Maschinen -

portfolio Lösungen nach Maß und umfassenden Service

bietet.

Dass Kaffeeprofis vor allem den zuverlässigen Service

und die maßgeschneiderten Lösungen von JURA zu

schätzen wissen, belegt eine aktuelle Auszeichnung:

JURA ist von einer unabhängigen Jury in den Jahren

2012 und 2014 zu einer der stärksten Marken Deutschlands

gewählt worden und erhielt damit bereits zum

zweiten Mal den internationalen Status einer Superbrand.

Die positive Entwicklung bei JURA Gastro hält auch in

Zukunft an: Dafür sorgen innovative Ideen mit zeitge -

mäßen Features wie zum Beispiel die Energieeffizienz

der Vollautomaten und Alleinstellungsmerkmale in

Service und Design.

KurzInfo

Gründungsjahr: 2002

Mitarbeiter: ca. 40

Leistungsspektrum: Vertrieb von Espresso-/Kaffee-

Vollautomaten für den Office- und Foodservice-Bereich

JURA Gastro Vertriebs-GmbH

An der Zugspitze 1

82491 Grainau

Tel. 08821 96673-0

info@juragastroworld.de

www.juragastroworld.de

61


Gesundheit

MEDIZINISCHE VERSORGUNG

UND KLINIKEN

Gesundheitsamt

Der öffentliche Gesundheitsdienst stellt neben der ambulanten

und stationären Versorgung die dritte Säule im

Gesundheitswesen dar. Entsprechend dem Subsidiaritätsprinzip

übernimmt der Staat nur die Aufgaben, die andere

nicht leisten können oder zu denen er verpflichtet ist.

Das Aufgabenspektrum des Gesundheitsamtes

umfasst im wesentlichen die Bereiche Gesundheitsförderung,

Infektionsschutz, Umwelthygiene, amtsärztlicher

Gutachtendienst, Kinder- und Jugendgesundheitspflege,

Aufsicht über die Heilberufe und die Gesundheitsbericht -

erstattung.

Im Rahmen der Gesundheitsförderung gibt es Beratungsangebote

für Schwangere, Mütter, Menschen mit

Behinderung und Suchtkranke. Darüber hinaus finden

Präventionsveranstaltungen zu gesundheitsrelevanten

Themen statt. Außerdem können sich die Bürger über die

im Landkreis vorhandenen Selbsthilfegruppen und andere

Hilfsangebote informieren.

Zum Infektionsschutz gehört die hygienische Über -

wachung aller Einrichtungen, die für die Bevölkerung relevant

sind, also Krankenhäuser und Rehabilitationseinrichtungen,

Altenheime, Kindergärten, Schulen und Campingplätze.

Aus der Erkenntnis heraus, dass Krankheiten auch

aus verunreinigtem Trink- und Badewasser resultieren

können, werden kontinuierlich alle 175 Trinkwasserversorgungen

im Landkreis, darunter 22 gemeindliche, 75 Berghütten

sowie sämtliche Warmwassergroßanlagen (auf

Legionellen), 13 Badeseen (mit 18 sogenannten EU-Badestellen)

sowie 75 Schwimmbäder entsprechend überwacht,

auch durch eigene Ortsbesichtigungen und Probenahmen.

Über die eingehenden Meldungen werden laufend

das Infektionsgeschehen im Landkreis überwacht und

gegebenenfalls Ermittlungen und Maßnahmen zur Verhinderung

oder Bekämpfung von Krankheitsausbrüchen

durchgeführt. Personal im Lebensmittelbereich wird über

die notwendigen Hygieneregeln belehrt.

Im Rahmen der anonymen Aidsberatung ließen sich

seit Beginn der Krankheit über 3000 Bürger testen. Kontrollen

der Impfbücher in den Schulen und Aufrufe in den

Medien tragen zur Vorbeugung von Infektionskrankheiten

bei.

Kontakt:

Landratsamt Garmisch-Partenkirchen

Gesundheitsamt

Partnachstraße 26

82467 Garmisch-Partenkirchen

Tel. 08821 751-500

Fax 08821 751-521

gesundheitsamt@lra-gap.de

In der Umwelthygiene sind eventuelle Gefahren für

die menschliche Gesundheit, z.B. durch Altlasten zu beurteilen.

Schulanfänger werden auf ihre Schulfähigkeit einschließlich

Seh-, Hör- und Sprachtest untersucht.

Die Gesundheitsberichterstattung unterstützt poli -

tische Entscheidungen nach dem Motto „Daten für Taten“.

Entsprechend den Haupt-Aufgabengruppen ist das

Gesundheitsamt als Abteilung 6 des Landratsamtes

Garmisch-Partenkirchen in die vier Sachgebiete 61

(Gesundheitsförderung), 62 (Hygiene), 63 (Gutachten) und

64 (Kinder- und Jugendgesundheit) untergliedert.

Kliniken und Rehabilitationseinrichtungen

Im Landkreis Garmisch-Partenkirchen gibt es neun Krankenhäuser

mit 1295 Betten sowie neun Reha-Einrichtungen

mit 1015 Betten, insgesamt also 2310 Betten. Der

Landkreis ist somit außergewöhnlich gut mit Kranken -

häusern der Grund- und Spezialversorgung ausgestattet.

Hervorzuheben sind hier das Klinikum Garmisch-Parten -

kirchen, Akademisches Lehrkrankenhaus der Ludwig-

Maximilians-Universität München (LMU), unter anderem

mit endogap Klinik für Gelenkersatz sowie die Berufs -

genossenschaftliche Unfallklinik Murnau (BGU), unter

anderem mit Neurozentrum, Brandverletztenzentrum und

Hubschrauberstandort. Die kbo-Lech-Mangfall-Klinik

Garmisch-Partenkirchen ist ein Fachkrankenhaus für

Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik. Auf

Rheuma bei Erwachsenen bzw. Kindern haben sich das

Rheumazentrum Oberammergau bzw. das Deutsche

Zentrum für Kinder- und Jugendrheuma tologie spe -

zialisiert.

62


Gesundheit

Kliniken

Augenklinik Garmisch-Partenkirchen AK-GAP

Klammstraße 7

82467 Garmisch-Partenkirchen

Tel. 08821 708090

Fax 08821 7080911

gap@augenzentrum-bayern.de

www.augenzentrum-bayern.de

Berufsgenossenschaftliche Unfallklinik Murnau

Professor-Küntscher-Straße 8

82418 Murnau a. Staffelsee

Tel. 08841 48-0

Fax 08841 48-2600

info@bgu-murnau.de

www.bgu-murnau.de

DENTINIC Privatklinik der Zahnmedizin & Ästhetik

Klammstraße 7

82467 Garmisch-Partenkirchen

Tel. 08821 9360-0

Fax 08821 9360-36

info@dentinic.de

www.dentinic.de

kbo-Lech-Mangfall-Klinik Fachkrankenhaus für

Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik –

Garmisch-Partenkirchen

Auenstraße 6

82467 Garmisch-Partenkirchen

Tel. 08821 77-6101

Fax 08821 77-6109

info@psychiatrie-gap.de

www.kbo-gap.de

Klinikum Garmisch-Partenkirchen GmbH

Auenstraße 6

82467 Garmisch-Partenkirchen

Tel. 08821 77-0

Fax 08821 77-1079

klinikumsleitung@klinikum-gap.de

www.klinikum-gap.de

endogap Klinik für Gelenkersatz im

Klinikum Garmisch-Partenkirchen

Auenstraße 6

82467 Garmisch-Partenkirchen

Tel. 08821 77-1245

Fax 08821 77-1297

service@endogap.de

www.endogap.de

Kinderklinik Garmisch-Partenkirchen gGmbH –

Deutsches Zentrum für Kinder- und Jugendrheumatologie

Gehfeldstraße 24

82467 Garmisch-Partenkirchen

Tel. 08821 701-0

Fax 08821 73916

info@rheuma-kinderklinik.de

www.rheuma-kinderklinik.de

Klinik Hochried

Zentrum für Kinder, Jugendliche und Familien

Hochried 1-12

82418 Murnau a. Staffelsee

Tel. 08841 474-0

Fax 08841 474-1011

info@klinikhochried.de

www.klinikhochried.de

63


Gesundheit

NESCURE Privatklinik am See für Suchterkrankungen

und Burnout

Am Kurpark 5

82435 Bad Bayersoien

Tel. 0800 7009909

info@nescure.de

www.nescure.de

Waldburg-Zeil Kliniken Rheumazentrum Oberammergau

Hubertusstraße 40

82487 Oberammergau

Tel. 08822 914-0

Fax 08822 914-222

info@rheumazentrum-oberammergau.de

www.rheumazentrum-oberammergau.de

Klinik Hochried

Zentrum für Kinder, Jugendliche und Familien

Hochried 1-12

82418 Murnau a. Staffelsee

Tel. 08841 474-0

Fax 08841 474-1011

info@klinikhochried.de

www.klinikhochried.de

Kurhaus Dr. Lauter Bad Kohlgrub GmbH

Kurhausstraße 81

82433 Bad Kohlgrub

Tel. 08845 97-0

Fax 08845 97-259

info@kurhotel-lauter.de

www.kurhotel-lauter.de

Reha-Einrichtungen

AURA-Hotel Kur- u. Begegnungszentrum Saulgrub

Alte Römerstraße 41-43

82442 Saulgrub

Tel. 08845 99-0

Fax 08845 99-121

info@aura-hotel.de

www.aura-hotel.de/index.php

Deutsche Rentenversicherung Ohlstadtklinik

Boschetstraße 5

82441 Ohlstadt

Tel. 08841 601-0

Fax 08841 601-700

service@ohlstadtklinik.de

www.ohlstadtklinik.de

Gesundheitszentrum Oberammergau GmbH

Hubertusstraße 2

82487 Oberammergau

Tel. 08822 780

Fax 08822 3780

info@gesundheitszentrum-oberammergau.com

www.gesundheitszentrum-oberammergau.com

Kursanatorium Das Johannesbad

Saulgruber Straße 6

82433 Bad Kohlgrub

Tel. 08845 840

Fax 08845 84187

mail@johannesbad-schober.de

www.johannesbad-schober.de

Parksanatorium Bad Bayersoien

Am Kurpark 1

82435 Bad Bayersoien

Tel. 08845 120

Fax 08845 9695

info@parkhotel-bayersoien.de

www.parkhotel-bayersoien.de

Waldburg-Zeil Kliniken Rheumazentrum Oberammergau

Hubertusstraße 40

82487 Oberammergau

Tel. 08822 914-0

Fax 08822 914-222

info@rheumazentrum-oberammergau.de

www.rheumazentrum-oberammergau.de

Klinik Dr. Beger

Achenfeldstraße 19/21

82467 Garmisch-Partenkirchen

Tel. 08821 915-0

Fax 08821 915-499

mail@begerklinik.de

www.begerklinik.de

64


Firmenporträt

Klinikum Garmisch-Partenkirchen

Das Klinikum Garmisch-Partenkirchen, Akademisches

Lehrkrankenhaus der Ludwig-Maximilians-Universität

München (LMU), ist ein hoch spezialisierter Anbieter

anerkannter Spitzenmedizin mit überregionalem Ver -

sorgungsauftrag. Zudem ist das Klinikum fachüber -

greifender medizinischer Rundumversorger für die

Menschen in der Region.

Rund 1100 qualifizierte Mitarbeiter versorgen Patienten

in 17 medizinischen Fachabteilungen nach den neuesten

wissenschaftlichen Standards. Für die stationäre Versorgung

von 23 000 Patienten im Jahr stehen 485 Betten

bereit; ambulant werden jährlich weitere 30 000 Patienten

behandelt.

Auch der Auf- und Ausbau von Behandlungsschwerpunkten

gehört mit dazu. Ein Beispiel ist unsere endogap

Klinik für Gelenkersatz. Sie ist seit 46 Jahren auf den

künstlichen Ersatz von Hüft- und Kniegelenken spezia -

lisiert und zählt mit 2300 Operationen im Jahr zu den

Top Five der endoprothetischen Spezialkliniken in

Deutschland.

Es ist unser Bestreben, den beständigen Wandel im

Bereich der Pflege frühzeitig zu erkennen, entsprechend

innovative Maßnahmen zu planen und diese in die Arbeit

mit und für die Patienten zu integrieren. Orga nisationsund

Serviceassistenten unterstützen unser Pflege -

personal in der täglichen Arbeit, um die hohe Qualität

der Pflege zu gewährleisten.

Das Klinikum Garmisch-Partenkirchen ist der größte

Arbeitgeber vor Ort. Durch zahlreiche Entwicklungs -

möglichkeiten, wie einer eigenen Krankenpflegeschule,

attraktiven Weiterbildungen und einem umfassenden

Fortbildungsprogramm, positionieren wir uns als

zukunftsfähiger Arbeitgeber.

KurzInfo

Fachabteilungen: Anästhesie & operative Intensivmedizin,

endogap Klinik für Gelenkersatz, Gefäßchirurgie,

Gynä kologie & Geburtshilfe, Kinder- & Jugendmedizin,

Pathologie, Physiotherapie, Radiologie & Nuklearmedizin,

Unfallchirurgie & Sportorthopädie, Urologie,

Viszeral- & Thoraxchirurgie, Zentrum Innere Medizin,

Ambulantes OP-Zentrum, Mutter-Kind-Zentrum, Onko -

logisches Zentrum Oberland, Zentrum für Geriatrie &

Alterstraumatologie

Klinikum Garmisch-Partenkirchen GmbH

Auenstraße 6

82467 Garmisch-Partenkirchen

Tel. 08821 77-0

info@klinikum-gap.de

www.klinikum-gap.de

65


Firmenporträt

Berufsgenossenschaftliche Unfallklinik Murnau

1953 in Betrieb genommen, ist das einstige „Hermann-

Schramm-Haus – Berufsgenossenschaftliches Unfallkrankenhaus

mit Sonderstation“ in den vergangenen

60 Jahren auf dem Weg zur „Berufsgenossenschaft -

lichen Unfallklinik Murnau“ einem grundsätzlichen

Wandel unterlegen.

So bedeutend die Veränderungen auch waren, so unverrückbar

bildete der berufsgenossenschaftliche Auftrag

der Wiederherstellung der Gesundheit als Voraussetzung

für die soziale und berufliche Wiedereingliederung der

Unfallverletzten „mit allen geeigneten Mitteln“ die Basis

allen Wirkens in Murnau über sechs Jahrzehnte.

60 Jahre BG Unfallklinik Murnau gehen einher mit

60 Jahren paritätischer Selbstverwaltung in der gesetz -

lichen Unfallversicherung. Arbeitnehmer und Arbeit geber

übernehmen als gleichberechtigte Partner Verant -

wortung, indem sie sich für die Schaffung besonders

geeigneter Einrichtungen zur stationären Behandlung

Unfallverletzter einsetzen. Sie tragen damit zur Weiterentwicklung

des berufsgenossenschaftlichen Heilver -

fahrens sowie zum Fortschritt der Unfallmedizin bei.

Die Berufsgenossenschaftliche Unfallklinik Murnau hat

sich über die vergangenen sechs Jahrzehnte zu einem

überregionalen Zentrum der Maximalversorgung ent -

wickelt und übernimmt insbesondere die Behandlung

von Schwerstverletzten wie Rückenmarkverletzten/

Querschnittgelähmten, Brandverletzten sowie Patienten

mit Mehrfachverletzungen, sogenannten Polytraumen,

viele davon mit schwersten Schädel-Hirn-Verletzungen.

KurzInfo

Gründungsjahr: 1953 Mitarbeiter: 1452

Leistungsspektrum: Unfall- und Wiederherstellungs -

chirurgie, Allgemein- und Traumachirurgie, Extremitätenchirurgie,

Wirbelsäulenchirurgie, Unfallchirurgie und

Sport orthopädie, Wirbelsäulen- und Rückenmarkver -

letzte, Septische Chirurgie, Fußchirurgie, Handchirurgie,

Plas tische und Verbrennungschirurgie, BG Rehabilitation,

Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, Neurozentrum,

Neuro chirurgie/Neu ro logie, Zentrum für Intensivmedizin

mit BVZ-Einheit, Zentrum für Rückenmarkverletzte mit

Neurologie, Radiologie, Anästhesie, Innere Medizin, Institut

für Biomechanik

Berufsgenossenschaftliche Unfallklinik Murnau

Professor-Küntscher-Straße 8

82418 Murnau a. Staffelsee

Tel. 08841 48-0

info@bgu-murnau.de

www.bgu-murnau.de

66


Firmenporträt

Deutsches Zentrum für Kinder- und

Jugend rheumatologie

Zentrum für chronische Schmerzerkrankungen

bei Kindern und Jugendlichen

„Höchste Qualität in einer ganz besonderen Lage!“

Das zeichnet unsere Spezialklinik für Kinder- und Jugend -

rheumatologie sowie für Kinder und Jugendliche mit

chronischen Schmerzen aus: die fachliche Kompetenz,

die persönliche Zuwendung und die einmalige Lage am

Rande von Garmisch-Partenkirchen. Grundlage unseres

therapeutischen Konzepts ist der ganzheitliche Blick auf

das Kind bzw. den Jugendlichen. Dabei sind die Eltern

wichtige Partner in unserem Streben um eine bestmög -

liche Therapie und Heilung.

Das „Garmisch-Partenkirchner Therapiekonzept“ genießt

internationalen Ruf: Medizinische, pflegerische, physi -

kalische und therapeutische Maßnahmen, die psycho -

soziale Betreuung sowie der Unterricht in unserer klinik -

eigenen Schule stehen gleichberechtigt nebenein ander.

Im Sozialpädiatrischen Zentrum der Kinderklinik

Garmisch-Partenkirchen gGmbH betreut ein spezialisiertes,

interdisziplinäres Team von Ärzten, Psychologen und

Therapeuten Kinder und Jugendliche bis zur Voll jährig -

keit. Damit stellt es eine ausgezeichnete Grund lage

für die Früherkennung und Behandlung von Störungen

in der kindlichen Entwicklung sowie bei chronischen

Erkrankungen dar.

Nach einer kinderärztlichen Eingangsuntersuchung erarbeiten

Ärzte, Psychologen und Therapeuten gemeinsam

mit den Eltern ein Behandlungs- und Förderkonzept.

Entsprechend breit gefächert ist das spezielle diagnos -

tische und therapeutische Angebot im SPZ mit bei -

spielsweise Elektroenzephalografie, Kinderaudiometrie,

Biofeedback und Videointeraktionsanalyse.

KurzInfo

Gründungsjahr: 1952

Mitarbeiter: ca. 250

Ausrichtung: Als europaweit größte Spezialklinik für

Kinder- und Jugendrheumatologie widmen wir uns seit

über 60 Jahren allen medizinischen und wissenschaft -

lichen Aspekten unseres Fachgebietes.

Kinderklinik Garmisch-Partenkirchen gGmbH

Gehfeldstraße 24

82467 Garmisch-Partenkirchen

Tel. 08821 701-0

info@rheuma-kinderklinik.de www.rheuma-kinderklinik.de

info@spz-gap.de

www.spz-gap.de

67


Gesundheitsregion plus Landkreis Garmisch-Partenkirchen

GESUNDHEITSREGION LANDKREIS

PLUS

GARMISCH-PARTENKIRCHEN

MOBIL BLEIBEN, MOBIL WERDEN, MOBIL LEBEN

Derzeit zeichnet sich ab, dass die Gesundheitswirtschaft

bundesweit, nicht zuletzt aufgrund der demografischen

Entwicklung der deutschen Bevölkerung, zu den volkswirtschaftlichen

Wachstums branchen zählt. Diese Entwicklung

bildet sich gleichermaßen im Landkreis Garmisch-Partenkirchen

ab. Dort stellt sich der Gesundheitsmarkt als einer

der attraktivsten Arbeitgeber der Region dar. Mit einem

Anteil von über 20 Prozent aller sozialversicherungspflichtigen

Arbeitsplätze nimmt er, einschließlich des Pflegedienstes,

selbst ge gen über dem Tourismuszweig eine

zumindest gleichgestellte Position mit hohem Innovationspotenzial

ein.

Nahezu jeder fünfte Erwerbstätige ist in der Gesundheitsbranche

beschäftigt. Somit repräsentiert der Gesundheitszweig

einen der wichtigsten wirtschaftlichen Kern -

bereiche des Landkreises. Das außergewöhnlich breite

und qualitativ hochwertige medizinische Leistungsspektrum

sowie die landschaftliche Vielfalt sind die tragenden

Säulen der regionalen Wertschöpfung. Ergänzt durch eine

herausragende Medizin- und Tourismusinfrastruktur und

eine im Alpenraum alleingestellte naturräumliche Gestaltung,

bildet die seit dem 1. Mai 2015 ausgezeichnete

Gesundheitsregion plus ein wahres Highlight.

Aus diesem Antrieb heraus nahm der Landkreis

Garmisch-Partenkirchen im Herbst 2011 an dem vom Bayerischen

Staatsministerium für Gesundheit und Pflege

ausgelobten Qualitätswettbewerb „Ge sundheitsregion

Bayern“ teil. Im Juni 2012 erhielt die Region die ange -

strebte Auszeichnung und das damit verbundene Qualitätssiegel.

Der Landkreis Gar misch-Partenkirchen bewarb

sich mit den zwei Schwerpunktthemen „medizinische

Versorgung“ und „Tourismus mit Bezug zur Gesundheitswirtschaft“.

Das Potenzial der Gesundheitsregion bietet auch noch

andere Ansätze zur Steigerung der regionalen Wirtschaftsund

Innovationskraft. Die Kreisentwicklungsgesellschaft

Garmisch-Partenkirchen hat sich daher unter Einbeziehung

der Ziele der Gesundheitsregion Bayern zum Ziel gesetzt,

durch einen struk turierten Aktionsplan den dynamischen

Entwicklungsprozess der Gesundheitswirtschaft in der

Region kontinuierlich voranzutreiben.

Stärken der Gesundheitsregion plus Landkreis Garmisch-

Partenkirchen:

– Die seit 2007 bestehende intensive Kooperation

zwischen dem Klinikum Garmisch-Partenkirchen und der

Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik Murnau (beide

Einrichtungen besitzen internatio nales Renommee) ist

aufgrund der Vielfalt der an gebotenen medizinischen

Leistungen außer gewöhnlich und beispielhaft.

– Die Region bietet qualitativ hervorragende Kliniken,

Ärzte und medizinische Dienstleister, wobei ins gesamt

neun stationäre Akut- und Rehabilitationseinrichtungen

das Fundament bilden.

– In den stationären Einrichtungen ist ein sehr breites

Behandlungsspektrum vorhanden, das geprägt ist von

vielen interdisziplinären und hoch qualifizierten Fach -

kliniken und Dienstleistern.

– Das Patienteneinzugsgebiet reicht weit über die Landkreisgrenze

hinaus.

– Die Region erfreut sich aufgrund des weltweiten Renommees

großer Beliebtheit bei ausländischen Patienten.

– Der Landkreis Garmisch-Partenkirchen weist nach der

Landeshauptstadt München die meisten Gästeübernachtungen

Bayerns auf. In Relation zur Einwohnerzahl liegt

der Landkreis damit bayernweit an der Spitze.

– In den stationären Versorgungskennzahlen (Bettenkapazität)

übersteigt die Region in Relation zur Einwohnerzahl

den bayernweiten Durchschnitt um das Zweieinhalb -

fache.

Mobil bleiben,

mobil werden,

mobil leben

Die Gesundheits -

region plus Landkreis

Garmisch-Partenkirchen

verbindet wie

kaum ein anderer

Landkreis in Bayern

und ganz Deutschland

ein einzigartiges

Naturerlebnis sowie

Erholung und Freizeit

mit einer ausgezeichneten

medizinischen

Versorgung.

Ein Stück

Gesundheit

Die Gesundheits -

region plus Landkreis

Garmisch-Partenkirchen

unterstützt

sämtliche in der Region

tätigen Akteure

aus den Bereichen

Gesundheitsversorgung,

Wirtschaft

sowie Forschung. Ziel

ist neben der Entwick -

lung und Umsetzung

innovativer Angebote

die aktive Mitge -

staltung der Gesund -

heitsregion plus durch

die Akteure.

Gefördert durch

Die Gesundheitsregion

plus Landkreis

Garmisch-Partenkirchen

wird gefördert

durch Mittel des

Bayerischen Staats -

ministeriums für Gesundheit

und Pflege.

Zahlen

Fläche: 1 012,28 km²

Patienten: 75 123

Fachkräfte: 3760

Ärzte: 690

Praxen: 389

Kliniken: 9

68


Gesundheitsregion plus Landkreis Garmisch-Partenkirchen

KurzInfo

Zum 1. Mai 2015 wurde dem Landkreis der Förder bescheid

Gesundheitsregion plus ausgehändigt. Die Gesundheitswirtschaft

ist ein Markenzeichen für unsere Region. Diese

zeichnet sich durch besondere Stärken aus, die in dieser

Verbindung einmalig sind: ein Naturerlebnis von wunderbarer

Einzigartigkeit, die als eine Quelle der Lebendigkeit

wirkt, sowie eine umfassende und differenzierte medizinische

Versorgung, die auch international einen Spitzen platz

einnimmt.

Die Region steht für Aktivität und Mobilität in verschiedenen

Ausprägungen. Unser Ziel ist es, die Gesundheits -

region plus Landkreis Garmisch-Partenkirchen an der Spitze

der Anbieter im Alpenraum zu positionieren.

Kreisentwicklungsgesellschaft

Garmisch-Partenkirchen mbH (KEG)

Burgstraße 15 82467 Garmisch-Partenkirchen

Tel. 08821 751-561

info@kreisentwicklungsgesellschaft.de

www.kreisentwicklungsgesellschaft.de

www.gesundheitsregion-zugspitz.de

Die Gesundheits region plus

Garmisch-Parten kirchen

wirbt mit dem Slogan

„mobil bleiben, mobil

werden, mobil leben“.

Petra Hilsenbeck, Gesund -

heitsmanagerin B. A., Kreis -

entwick lungs gesell schaft

Garmisch-Partenkirchen

mbH

– Die ambulant-hausärztliche Versorgungsstruktur des

Landkreises ist durch niedergelassene Ärzte sichergestellt.

– Ein umfangreiches Angebot an Kurorten (zum Beispiel

Garmisch-Partenkirchen, Mittenwald) und Moorheil -

bädern (Bad Bayersoien, Bad Kohlgrub) bietet Kurgästen

aus dem In- und Ausland ein sehr vielfältiges Angebotsspektrum,

wobei der Aspekt Gesundheit und Erholung

immer an vorderster Stelle steht.

– Die Region bietet sehr umfangreiche und qualitativ hochwertige

Präventions- und Gesundheitsange bote.

Zu diesen besonderen Stärken kommt noch eine Reihe

von Alleinstellungsmerkmalen hinzu:

– Die Region zeichnet sich durch eine einzigartige landschaftliche

Vielfalt aus, die beste Rahmen bedingungen

für gesundheitsorientierte und sport liche Aktivitäten

sowohl für Einheimische als auch für Touristen bietet.

69


Gesundheitsregion plus Landkreis Garmisch-Partenkirchen

Zum 1. Mai 2015 wurde dem Landkreis Garmisch-Parten -

kirchen der Förderbescheid Gesundheitsregion plus aus -

gehändigt. Die Schwerpunkte liegen in der Gesundheits -

versorgung, -förderung und -prävention.

– Die Region verfügt über eine für den ländlichen Raum

überdurchschnittlich hohe Dichte qualitativ hochwertiger

Fachkliniken und Rehabilitationseinrichtungen und weist

damit ein stark medizinisch geprägtes Profil auf.

– Der Landkreis Garmisch-Partenkirchen bietet eine güns -

tige infrastrukturelle Anbindung zur Metropole und

Universitätsstadt München.

– Im Nachbarlandkreis Weilheim-Schongau befindet sich

Europas größtes biotechnologisches Entwicklungs-, Forschungs-

und Produktionszentrum des Roche-Konzerns.

Das von den Entscheidungsträgern defi nierte Leit -

thema der Gesundheitsregion plus Landkreis Garmisch-Partenkirchen

ist die „Mobilität“. Ausgehend davon, wurden in

der Vergangenheit drei unterschiedliche Konzept- und

Projektan sätze abgeleitet: „mobil bleiben“, „mobil werden“

und „mobil leben“. Diese drei Überschriften prägen die

Arbeit der Gesundheitsregion plus in ihrer Ausrichtung: Es

geht um Prävention, um Rehabilitation und um einen

mobilen Lebensstil. Unter dem Dachthema „Mobilität“ lassen

sich vor allem die für die Region so bedeutenden Wirtschaftsbranchen

zielorientiert miteinander verbinden. Die

Exzellenz im Bereich der medizinischen Versorgung und

die Spitzenposition im Bereich Tourismus stärken mit den

Merkmalen Natur und Mobil-sein das Zukunftspotenzial

des Landkreises erheblich.

Dabei passt der Konzeptansatz thematisch hervor -

ragend zur Region und deren naturbedingte Vorzüge.

Damit werden Aufbau und Pflege von regionalen Gesundheitsnetzwerken

über die verschiedenen Talschaften und

unterschiedlichen Branchen (Gewerbe, Hotellerie, Gastronomie

usw.) hinweg erleichtert. Gleichermaßen fördert

die themenspezifische Grundaus richtung übergreifende

Verzahnungen innerhalb der ambulanten, stationären und

komplementären Medizin, wodurch die Region eine

enorme Qualitätsstei gerung in der Patientenversorgung

erreichen kann (Alleinstellungsmerkmal).

Ein wesentlicher Erfolgsfaktor für die Gesundheits -

region plus ist die Verzahnung von Landkreis, Gemeinden

und vielen anderen Einrichtungen. Der Beirat für Gesundheit

unter Vorsitz des Wallgauer Bürgermeisters Hansjörg

Zahler funktioniert als Schnittstelle zum öffentlichen Leben

in der Region. Der Landkreis Garmisch-Partenkirchen

verfolgt das Ziel, sich als Standort für medizinische Ver -

sorgung und Medizintourismus dauerhaft eine führende

Position im bundesweiten Vergleich zu sichern, und plant

daher langfristig die Gründung einer Bildungsakademie

für Gesundheits-, Pflege- und Sozialberufe. Die Gesundheitsregion

plus wird ständig weiterentwickelt. Zum 1. Mai

2015 wurde dem Landkreis Garmisch-Partenkirchen der

Förderbescheid Gesundheitsregion plus ausgehändigt. Die

Schwerpunkte liegen in der Gesundheitsversorgung, -förderung

und -prävention. Ein zentrales Ziel der bayerischen

Gesundheitspolitik ist, die Gesundheit der Bevölkerung zu

verbessern.

70


Firmenporträt

Zum Klinikprofil gehören auch eine Schule für Kranke, ein

Sonderpädagogisches Förderzentrum, eine Schulvor bereitende

Einrichtung (SVE) sowie drei Sportplätze und andere Freizeit -

einrichtungen.

KurzInfo

Gründungsjahr: 1954

(Träger KJF Augsburg e. V. seit 1911)

Mitarbeiterzahl: ca. 250

Leistungsspektrum: Fachklinik für stationäre medizi -

nische Rehabilitation, Kinder- und Jugendpsychiatrie und

-psychotherapie, Interdisziplinäre Frühförderstellen

Murnau und Bad Tölz, Klinisches Therapie- und Förderzentrum,

Medizinisches Versorgungszentrum OBERLAND

GmbH, Klinikschule

Die Klinik Hochried liegt in einem 25 Hektar großen,

hügeligen Park direkt am Ufer des Staffelsees, westlich

des Höhenluftkurortes Murnau. In der Klinik werden

seit 1954 Stoffwechselstörungen, Adipositas, Allergien,

chronische Schmerzen sowie neurologische und psychosomatische

Erkrankungen therapiert.

Über ein angeschlossenes medizinisches Versorgungszentrum,

eine Akutstation und eine Klinik für Kinder- und

Jugendpsychiatrie und -psychotherapie wird zudem die

akutmedizinische Versorgung der Region abgedeckt.

Klinik Hochried

Zentrum für Kinder, Jugendliche und Familien

Hochried 1–12

82418 Murnau a. Staffelsee

Tel. 08841 474-0

info@klinikhochried.de

www.klinikhochried.de

Öffnungszeiten:

Sanitätshaus

Montag–Freitag: 08:30–18:30 Uhr, Samstag: 09:00–14:00 Uhr

Orthopädietechnik

Montag–Donnerstag: 08:30–17:00 Uhr, Freitag: 08:30–14:00 Uhr

KurzInfo

Gründungsjahr: 1928

Mitarbeiter: ca. 650

Leistungsspektrum: Orthopädietechnik, Rehatechnik,

Medizintechnik, Nachtwäsche, Miederwaren, Bade -

moden, Fitness- und Pflegeartikel u. v. m.

Als Produktions-, Vertriebs- und Dienstleistungsunternehmen

in den Bereichen Orthopädie-, Reha- und Medizintechnik

sowie als Anbieter von Pflegeartikeln zählt

die Streifeneder-Unternehmensgruppe seit über

80 Jahren zu den größten Versorgern und Fachhändlern

in der Branche. Das Familienunternehmen ist in rund

100 Ländern tätig und zählt über 650 Mitarbeiter an

verschiedenen Standorten im In- und Ausland. Sanitätshaus

und Orthopädische Werkstatt in Garmisch-Partenkirchen

wurden im Jahr 1963 als vierter Standort des

Unternehmens gegründet und stetig ausgebaut.

F. G. Streifeneder KG

Klammstraße 7

82467 Garmisch-Partenkirchen

Tel. 08821 943900-0

filiale_garmisch@streifeneder.de

www.streifeneder.de

71


Gesundheit

WEITERE GESUNDHEITSEINRICHTUNGEN

Ambulante Vertragsärztliche Versorgung

Die Kassenärztliche Vereinigung Bayern (KVB) stellt mit

ihren Mitgliedern, den niedergelassenen Vertragsärzten

und Vertragspsychotherapeuten die ambulante medizi -

nische und psychotherapeutische Versorgung der Bevöl -

kerung sicher. Der hausärztliche Versorgungsgrad im

Landkreis Garmisch-Partenkirchen beträgt derzeit 148 Prozent.

– Anzahl zugelassene Ärzte / Psychotherapeuten: 153

– Anzahl angestellte Ärzte / Psychotherapeuten: 33

– Anzahl ermächtigte Ärzte / Psychotherapeuten: 3

Ärztlicher Bereitschaftsdienst der niedergelassenen

Vertragsärzte

Auch außerhalb der Sprechstunden des Hausarztes bzw.

behandelnden Arztes ist die ambulante vertragsärztliche

Versorgung sichergestellt. So vermittelt die Vermittlungsund

Beratungszentrale des Ärtzlichen Bereitschaftsdienstes

der KVB in dringenden Fällen unter der Telefon -

nummer 116117 ärztliche Hilfe.

Bei lebensbedrohlichen Erkrankungen/Verletzungen ist

die Rufnummer 112 zu wählen.

Veterinäramt

Der amtstierärztliche Dienst steht im Dienste des Ver -

braucherschutzes, der Tiergesundheit und des Tierschutzes.

Die amtstierärztliche Tätigkeit soll den Verbraucher vor

gesundheitlichen Schäden durch Lebensmittel oder an -

steckenden Tierkrankheiten schützen sowie der Landwirtschaft

einen gesunden, leistungsfähigen Tierbestand

sichern. Die Tätigkeitsbereiche unterliegen sowohl engen

nationalen Regelungen als auch umfangreichen Bestimmungen

der Europäischen Union. Ihre Einhaltung zum

Detailauswertung der Arztgruppen:

Arztgruppe Gesamt Zuge- Ange- Ermächlassen

stellt tigt

Allgemeinärzte/hausärztliche Internisten 90 73 17

Kinder- und Jugendärzte – hausärztlich 8 5 3

Kinder- und Jugendärzte – fachärztlich 3 3

Kinder- und Jugendärzte – hausund

fachärztlich 3 1 2

fachärztliche Internisten 16 10 2 4

Anästhesisten 6 4 2

Augenärzte 7 4 3

Chirurgen 8 4 4

Frauenärzte 10 9 1

HNO-Ärzte 4 4

Hautärzte 3 3

MKG-Chirurgen 2 2

Nervenärzte/Neurologen/Psychiater 5 4 1

Kinder- und Jugendpsychiater 1 1

Neurochirurgen 2 1 1

Orthopäden 10 8 2

Pathologen/Neuropathologen 2 2

Radiologen 1 1

Strahlentherapeuten 1 1

Urologen 7 4 3

Nuklearmediziner 1 1

Psychotherapeutisch tätige Ärzte 3 3

Psychologische Psychotherapeuten 10 9 1

Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten

7 7

Kontakt:

Landratsamt Garmisch-Partenkirchen

Veterinäramt

Martinswinkelstraße 8

82467 Garmisch-Partenkirchen

Tel. 08821 751-700

Fax 08821 751-730

veterinaeramt@lra-gap.de

Hinweis: Aufgrund der Vertragsärztlichen Versorgungsstruktur sind auch Arztanstellungen in Praxen

möglich. Privatarztpraxen sind in der Aufstellung nicht berücksichtigt.

72


Gesundheit

Wohl von Mensch und Tier sicherzustellen, ist Aufgabe der

im öffentlichen Dienst stehenden Amtstierärztinnen und

Amtstierärzte.

Tätigkeitsbereiche

– Tierseuchen: Verhüten und bekämpfen

– Tierschutz: regelmäßige und anlassbezogene Kontrollen

– Lebensmittel tierischer Herkunft: Sicherstellung der

Qualität

– Tierarzneimittel: Kontrolle des Einsatzes und der tier -

ärztlichen Hausapotheken

– Tierische Nebenprodukte: Sicherstellung von

Entsorgungswegen und unschädlicher Beseitigung

– Futtermittelprobennahme: Sicherung der Futtergrund -

lage

Aufgaben der Veterinärämter

– Schutz des Menschen vor Gesundheitsgefährdungen

sowie vor Irreführung und Täuschung durch Lebens -

mittel und Erzeugnisse tierischer Herkunft

– Erhaltung und Verbesserung der Güte von Lebensmitteln

tierischer Herkunft

– Schutz des Lebens und Wohlbefindens der Tiere sowie

Verhütung von Leiden

– Erhaltung und Entwicklung eines leistungsfähigen und

frei handelbaren Tierbestandes

– Verhütung und Bekämpfung von Tierkrankheiten, die

eine Gefahr für die Tierbestände darstellen oder auf

Menschen übertragen werden können (zum Beispiel

Schweinepest, Maul- und Klauenseuche, Tollwut,

Tuberkulose)

– Schutz der Umwelt vor schädlichen Einflüssen, die von

Tieren sowie tierischen Erzeugnissen und Abfällen ausgehen

können.

Lebensmittelhygiene

Gesundheitlich unbedenkliche Lebensmittel können nur

von gesunden Tieren gewonnen werden. Daher beginnt

die amtstierärztliche Lebensmittelüberwachung bereits im

Stall. Sie umfasst Haltungs- und Fütterungsbedingungen

ebenso wie die anschließenden Schlacht-, Verarbeitungsund

Vermarktungsstufen bis zur Verkaufstheke („vom Stall

auf den Teller“).

So werden die Untersuchungen der Schlachttiere, die

Probenentnahmen bei Tieren am Schlachthof und im Stall

auf verbotene Hormone, Medikamenten- und sonstige

gesundheitsrelevante Rückstände wie Schwermetalle oder

Pflanzenschutzmittel am Veterinäramt überwacht. Die

Überwachung der Lebensmittelbetriebe erfolgt durch

regelmäßige, unangemeldete Betriebskontrollen und Probenentnahmen

in enger Zusammenarbeit mit den Lebensmittelkontrolleuren.

Dabei informieren und beraten die

Amtstierärztinnen und Amtstierärzte die Gewerbetreibenden

in Fragen der Betriebs- und Arbeitshygiene, Qualitätssicherung

und Zulassungsfragen.

– Verbraucherschutz durch Kontrollen und Probenent -

nahmen auf allen Stufen der Lebensmittelproduktion

und Verarbeitung

– Vorbeugender Gesundheitsschutz durch obligatorische

Schlachttier- und Fleischuntersuchung (amtliche Tierärztinnen

und Tierärzte) auch beim Wild

– Spezielle Rückstandsuntersuchungen (Nationaler Rückstandskontrollplan)

– Einfuhrkontrollen bei Lebensmitteln aus Drittländern

– Beratung der Betriebe

– Überwachung der Eigenkontrollen der Betriebe

Tierschutz

Der Tierschutz hat insbesondere nach Aufnahme in das

Grundgesetz einen hohen Stellenwert. Diese Aufgaben

des amtstierärztlichen Dienstes sind anspruchsvoll, zeitaufwändig

und erfordern ein breit gefächertes Fachwissen.

Während die privaten Tierhaltungen in der Regel nach

Bürgerbeschwerden überprüft werden, unterliegen landwirtschaftliche

und gewerbsmäßige Tierhal tungen

(Schlachthöfe, Tiertransporteure und deren Fahrzeuge,

Zoohandlungen, Tierversuchseinrichtungen, Zirkusbe -

triebe, Reit- und Fahrbetriebe, Tierpensionen, Tierheime,

Hundeschulen) einer regelmäßigen Kontrolle. Die obliga -

to rische Prüfung von Bauplänen gewerblicher Tierhal -

tungen ermöglicht eine frühzeitige fachkundige Beratung

und dient der Vermeidung tierschutzrelevanter Fehler. Die

fachliche Beratung von Ordnungsbehörden bei der Tier -

gesundheit gehört zum Aufgabengebiet des Veterinär -

amtes. Die Beurteilung der Aggressivität von Hunden

73


Gesundheit

Die Überwachung der Tier gesundheit bei Hausund

Nutztieren sowie die Kontrolle der Lebensmittel -

hygiene bei tierischen Lebensmitteln sind die

Hauptaufgaben des Veterinäramtes.

(Kampfhundeproblematik) und der Haltung gefährlicher

Tierarten (zum Beispiel Schlangen) werden hinzuge zogen,

damit sach gerechte Maßnahmen zur Gefahren abwehr

getroffen werden können.

– Schutz des Lebens und Wohlbefindens der Tiere durch

regelmäßige Überwachung von Nutztierhaltungen und

gewerblichen Tierhaltungen

– Überprüfung von privaten Tierhaltungen nach Bürger -

beschwerden

– Kontrollen von Tiertransporten

– Kontrolle von gewerbsmäßigen Tierhaltungen (Zirkus,

Zoo, usw.)

– Beratung über artgerechte Tierhaltungen

seuchenhygienisch bedenkliche Stoffe sicher entsorgt

werden können. Diese Anlagen unterliegen der amts -

tierärztlichen Überwachung wie auch Biogasanlagen, in

denen neben Gülle und nachwachsenden Rohstoffen auch

Speiseabfälle verarbeitet werden können.

Tierseuchenbekämpfung

Die Bedeutung der Tierseuchenbekämpfung besteht in der

Abwehr gesundheitlicher Gefahren für Tierbestände und

den Menschen und dem damit verbundenen Schutz vor

erheblichen ökonomischen Schäden. Eine schlagkräftige

Tierseuchenbekämpfung ist ohne ausreichendes und gut

geschultes Personal nicht möglich. Die lückenlose Kennzeichnung

unserer Nutztiere durch Ohrmarken oder Mikrochips

und deren Erfassung in zentralen Datenbanken

erleichtert den Nachweis der Wege der Seuchenverschleppung.

In der EU einheitliche Melde- und Berichtswesen

sind weitere Bausteine moderner Tierseuchenbekämpfung,

ebenso wie moderne Tierkörperbeseitigungs -

anlagen, in denen verendete Tiere, Schlachtabfälle und

– Verwaltung von Tiergesundheitsprogrammen:

zum Beispiel Herpesvirus beim Rind (IBR; BHV1) zur

Seuchenbekämpfung und Erhaltung der freien Handelbarkeit

von Tieren und deren Produkten

– Beratung der Landwirtschaft zur Tiergesundheit

– Schnelle Diagnostik bei Seuchenverdacht

– Krisenmanagement beim Auftreten von Tierseuchen

– Kontrolle einer lückenlosen Tierkennzeichnung und

Erfassung

– Ausfuhruntersuchungen und Einfuhrkontrollen von

Tieren mithilfe eines europaweiten Melde- und Berichtswesens

– Kontrolle von Tierkörperbeseitigungsanlagen

– Kontrolle der Seuchenhygiene von Biogasanlagen

74


Bildungsregion

BILDUNGSREGION LANDKREIS

GARMISCH-PARTENKIRCHEN

Bildungsregion

Der Landkreis Garmisch-Partenkirchen ist Bildungsregion

in Bayern. Im Jahr 2012 hatte der Landkreis die ent -

sprechende Initiative des Bayerischen Kultusministeriums

und des Bayerischen Sozialministeriums aufgegriffen und

in der Folgezeit den Bewerbungsprozess erfolgreich durchlaufen.

Im Mai 2015 wurde dem Landkreis Garmisch-

Partenkirchen das Qualitätssiegel „Bildungsregion in

Bayern“ verliehen.

Der Landkreis Garmisch-Partenkirchen mit seinen 22

Gemeinden hat sich schon immer für ein umfassendes

und flächendeckendes Bildungsangebot eingesetzt. Das

Angebot reicht von der frühen Förderung über die Schulen

und die berufliche Ausbildung bis hin zur Erwachsenen -

bildung. Das belegt auch eine Studie der Bertelsmann Stiftung:

In ihrem Deutschen Lernatlas 2011 rangiert der Landkreis

bundesweit auf Platz 3 aller Kreise im ländlichen

Raum. Mit der Initiative „Bildungsregion in Bayern“ wird

das Bildungsangebot weiter verbessert. So ist das Ziel der

Initiative, die Zukunft junger Menschen mit einem pass -

genauen Bildungsangebot in der Region zu sichern.

Da Bildung nicht allein Aufgabe der Schulen ist, arbeiten

in einer Bildungsregion die Schulen, die Kommunen,

die Jugendhilfe, die Arbeitsverwaltung, die Wirtschaft und

weitere außerschulische Organisationen zusammen, um

die Bildungsqualität in der Region zu erhöhen. Ent -

sprechend den Vorgaben der Initiative, haben die verschiedenen

Akteure im Rahmen des Bewerbungsprozesses

folgende fünf Säulen einer Bildungsregion bearbeitet:

1. Übergänge organisieren und begleiten

2. Schulische und außerschulische Bildungsangebote und

Bildungsträger vernetzen – Schulen in die Region öffnen

3. Kein Talent darf verloren gehen – jungen Menschen in

besonderen Lebenslagen helfen

4. Bürgergesellschaft stärken und entwickeln – Beitrag von

Jugendhilfe einschließlich Jugendarbeit, Ganztagsangeboten

und generationenübergreifendem Dialog

5. Herausforderungen des demografischen Wandels

annehmen

Der Startschuss für den Bewerbungsprozess wurde im

Dezember 2012 auf dem ersten sogenannten Dialogforum

gegeben. Die entsprechend den fünf Säulen gebildeten

Arbeitsgruppen begannen im Anschluss mit der Konzept -

arbeit. Insgesamt 77 Personen haben sich in 19 Arbeits -

treffen mit ihren Erfahrungen, Kompetenzen und Zukunftsvorhaben

eingebracht. Herausgearbeitet wurden dabei:

– Besonderheiten des jeweiligen Handlungsfeldes/ Mehrwert

für die Region

– Umsetzungsschritte während des Arbeitsprozesses

– Bestandsaufnahme/ IST-Zustand in dem Handlungsfeld

– Bewertung/ Einschätzung hinsichtlich Akzeptanz und

Änderungsbedarf

– Umsetzungsvorschläge für das jeweilige Handlungsfeld

Mit dem daraus entstandenen und von verschiedenen

Fachgremien begutachteten Gesamtkonzept wurde im

Rahmen des zweiten Dialogforums im Juli 2014 die Bewerbung

zur Bildungsregion beschlossen.

In dem Arbeitsprozess hat sich gezeigt, dass der Landkreis

Garmisch-Partenkirchen eine enorme Fülle an

Bildungsangeboten bereithält. Mit einer zentralen Datenbank

werden künftig alle Bildungsangebote mit dem

jeweils spezifischen Nutzen vorgestellt und aktualisiert. So

sollen Interessierte schnell, einfach und direkt zu den

passenden Organisationen und Angeboten gelotst

werden. Ein Bildungskoordinator wird als zentraler An -

sprechpartner Bildungsinteressen und Bildungsangebote

vernetzen und neue Umsetzungsmöglichkeiten erschließen

und etablieren.

Bildung ist und bleibt ein wichtiger Standortfaktor für

den Landkreis Garmisch-Partenkirchen. Mit der Initiative

„Bildungsregion in Bayern“ wird einer konzeptionellen

Weiterentwicklung in den vielen Bildungs- und Lernorten

Rechnung getragen.

Staatliches Schulamt

Nach Art. 130 (1) der Verfassung des Freistaates Bayern

steht das gesamte Schul- und Bildungswesen unter der

Aufsicht des Staates. Gemäß Art. 115 des Bayerischen

Gesetzes über das Erziehungs- und Unterrichtswesen

(BayEUG) besteht für jeden Landkreis und für jede kreisfreie

Gemeinde ein Staatliches Schulamt, dass für die

öffentlichen Grund- und Mittelschulen zuständig ist. Es

wird gemeinsam vom Landrat (oder Oberbürgermeister)

als rechtlichen Leiter und einem Schulaufsichtsbeamten

für Grund- und Mittelschulen als fachlichen Leiter geleitet.

Laut Art. 111 BayEUG gehören zur staatlichen Schulaufsicht

die Sicherung der Qualität von Erziehung und Unterricht,

die Planung und Ordnung des Unterrichtswesens,

75


Bildungsregion

Schulen

Grundschulen

die Förderung und Beratung der Schulen und die Aufsicht

über die inneren und äußeren Schulverhältnisse, sowie

über die Schulleitung und das pädagogische Personal.

Daraus ergeben sich im Einzelnen folgende Aufgaben:

1. Organisation des Unterrichts und der Schulen

Schaffung der personellen und organisatorischen

Rahmenbedingungen innerhalb derer die Schulen in

Eigenverantwortung einen geordneten und pädagogisch

wirk samen Unterricht sicherstellen

2. Personalmanagement und Personalförderung

Nachhaltige Professionalisierung und berufliche Weiterbildung

der Lehrkräfte (gemeinsame Aufgaben von Schulamt

und Schulleitung)

3. Sicherung der Qualität von Unterricht und Erziehung

Sicherstellung eines qualitativ hochwertigen Unterrichts,

vergleichbarer Standards an den Schulen, effizienter

Verwendung der Lehrerstunden, stetiger und intensiver

Erziehungsarbeit

Kontakt:

Staatliches Schulamt

Burgstraße 21

82467 Garmisch-Partenkirchen

Tel. 08821 751-750

Fax 08821 751-759

schulamt@lra-gap.de

4. Systematische Beratung, Kooperation und Vernetzung

Unterstützung der Schulen in allen Bereichen (Unterricht,

Erziehung, Verwaltung, außerschulische Einrichtungen),

Stärkung der "positiven Selbstwirksamkeit" der Schulen

5. Dienstrechtliche Aufgaben

Fachgerechte Wahrnehmung der übertragenen Aufgaben

als Dienstvorgesetzter der Lehrkräfte und Schulleiter

6. Öffentlichkeitsarbeit

Dokumentation der Leistungsfähigkeit unserer Schulen,

Transparenz der schulischen Arbeit in der Öffentlichkeit

7. Verwaltungsmanagement

Effiziente und ökonomische Organisation der Verwaltung

und der Kommunikation mit den Schulen

Schule Anschrift Besondere schulische Angebote

Grundschule Bad Bayersoien Brandstatt 5, 82435 Bad Bayersoien, Mittagsbetreuung,

Tel. 08845 8755, gsbadbayersoien@t-online.de

Jahrgangskombinierte Klassen

Grundschule Bad Kohlgrub Rudolf-Schnell-Straße 3, 82433 Bad Kohlgrub Verlängerte Mittagsbetreuung,

Tel. 08845 70300-0, post@volksschule-badkohlgrub.de Jahrgangskombinierte Klassen

Grundschule Eschenlohe Murnauer Straße 13, 82438 Eschenlohe Mittagsbetreuung,

Tel. 08824 56-0, gs.eschenlohe@gaponline.de

Jahrgangskombinierte Klassen

Grundschule Farchant Schulstraße 14, 82490 Farchant Verlängerte Mittagsbetreuung,

Tel. 08821 6667, vs.farchant@gaponline.de

Jahrgangskombinierte Klassen

Grundschule Garmisch-Partenkirchen Burgstraße 9, 82467 Garmisch-Partenkirchen Verlängerte Mittagsbetreuung

an der Burgstraße

Tel. 08821 3585, gs.garmisch@gaponline.de

Grundschule Garmisch-Partenkirchen Maximilianstraße 3, 82467 Garmisch-Partenkirchen Verlängerte Mittagsbetreuung,

am Gröben Tel. 08821 4874, info@groebenschule.de Jahrgangskombinierte Klassen

Bürgermeister-Schütte-Grundschule Hindenburgstraße 10, 82467 Garmisch-Partenkirchen Gebundene Ganztagsklassen,

Garmisch-Partenkirchen Tel. 08821 4993, schulleitung@volksschule-partenkirchen.de Jahrgangskombinierte Klassen

Grundschule Garmisch-Partenkirchen Burgfeldstraße 27, 82467 Garmisch-Partenkirchen Jugendsozialarbeit an Schulen

Burgrain

Tel. 08821 52292, grundschule-burgrain@t-online.de

Grundschule Grainau Kirchbichl 8, 82491 Grainau Verlängerte Mittagsbetreuung

Tel. 08821 8729, volksschule@grainau.de

Grundschule Großweil

Hauptstraße 48, 82439 Großweil

Tel. 08851 5564, gs-grossweil@t-online.de

Grundschule Mittenwald

Mauthweg 11, 82481 Mittenwald

Tel. 08823 1441, volksschule.mittenwald@gaponline.de

Grundschule Murnau Mayr-Graz-Weg 14, 82418 Murnau a. Staffelsee Mittagsbetreuung

Emanuel von Seidl

Tel. 08841 9111, info@seidlschule-murnau.de

76


Bildungsregion

Grundschule Murnau James-Loeb Dr.-August-Einsele-Ring 8, 82418 Murnau a. Staffelsee Mittagsbetreuung

Tel. 08841 629801, james-loeb-gs@t-online.de

Grundschule Oberammergau Schulweg 1, 82487 Oberammergau Verlängerte Mittagsbetreuung

Tel. 08822 9226629, post@grundschule-oberammergau.de

Grundschule Oberau Hauptstraße 16, 82496 Oberau Flexible Grundschule,

Tel. 08824 251, sekretariat@schule-oberau.de

Profilschule Inklusion,

Verlängerte Mittagsbetreuung

Grundschule Ohlstadt Schulstraße 4, 82441Ohlstadt Mittagsbetreuung,

Tel. 08841 7275, rektorat@vsohlstadt.de

Jahrgangskombinierte Klassen

Grundschule Saulgrub-Altenau Obere Dorfstraße 24, 82442 Altenau Jahrgangskombinierte Klassen

Tel. 08845 9311, grundschule.saulgrub-altenau@t-online.de

Grundschule Uffing-Seehausen Bahnhofstraße 8, 82449 Uffing a. Staffelsee Mittagsbetreuung

Tel. 08846 284, rektorat@schule-uffing-seehausen.de

Grundschule Unterammergau Schulstraße 6, 82497 Unterammergau Flexible Grundschule,

Tel. 08822 4232, grundschule@unterammergau.de

Jahrgangskombinierte Klassen

Grundschule Wallgau-Krün Schulstraße 1, 82499 Wallgau Verlängerte Mittagsbetreuung

Tel. 08825 412, vs-wallgau-kruen@t-online.de

Mittelschulen – Mittelschulverbund Nord

Schule Anschrift Besondere schulische Angebote

Mittelschule Murnau Sollerstraße 1, 82418 Murnau a. Staffelsee Mittlerer Bildungsabschluss

Tel. 08841 488270, max-dingler-vs@t-online.de

(M-Zug und Vorbereitungsklassen),

Gebundene Ganztagsklassen,

Jugendsozialarbeit an Schulen,

Berufsorientierung

Mittelschule Bad Kohlgrub Rudolf-Schnell-Straße 3, 82433 Bad Kohlgrub Offenes Ganztagsangebot,

Tel. 08845 70300-0, post@volksschule-badkohlgrub.de Jugendsozialarbeit an Schulen,

Berufsorientierung

Mittelschule Oberammergau Schulweg 1, 82487 Oberammergau Offenes Ganztagsangebot,

Tel. 08822 9226629, post@mittelschule-oberammergau.de Jugendsozialarbeit an Schulen,

Berufsorientierung

Mittelschule Oberau Hauptstraße 16, 82496 Oberau Profilschule Inklusion, Praxisklasse,

Tel. 08824 251, sekretariat@schule-oberau.de

Mittagsbetreuung, Jugendsozialarbeit

an Schulen, Berufsorientierung

Mittelschulen – Mittelschulverbund Garmisch-Partenkirchen / Mittenwald

Schule Anschrift Besondere schulische Angebote

Bürgermeister-Schütte-Mittelschule Hindenburgstraße 10, 82467 Garmisch-Partenkirchen Mittlerer Bildungsabschluss (M-Zug),

Garmisch-Partenkirchen Tel. 08821 4993, schulleitung@volksschule-partenkirchen.de Gebundene Ganztagsklassen,

Jugendsozialarbeit an Schulen,

Berufsorientierung

Mittelschule Garmisch-Partenkirchen Maximilianstr. 31, 82467 Garmisch-Partenkirchen Offenes Ganztagsangebot,

am Gröben Tel. 08821 4874, info@groebenschule.de Jugendsozialarbeit an Schulen,

Berufsorientierung, Übergangsklasse

Mittelschule Mittenwald Mauthweg 11, 82481 Mittenwald Offenes Ganztagsangebot,

Tel. 08823 1441, volksschule.mittenwald@gaponline.de Jugendsozialarbeit an Schulen,

Berufsorientierung

77


Bildungsregion

Geigenbauschule

in Mittenwald

Staatliche Berufs- und Berufsfachschule für Musik -

instrumentenbau Mittenwald

Um den Qualitätsstandard der Mittenwalder Instrumente

dauerhaft zu sichern, wurde 1858 durch die Regierung von

Bayern unter König Maximilian II. die Geigenbauschule

Mittenwald als „Unterrichts- und Musterwerkstatt“

gegründet. Im Laufe der Zeit wurde die Mittenwalder

Geigenbauschule um mehrere zusätzliche Fachbereiche

erweitert und bietet in der Zwischenzeit als Staatliche

Berufs- und Berufsfachschule für Musikinstrumentenbau

Mittenwald mit einem umfangreichen Fächerkanon die

Ausbildung im Geigenbau, Zupfinstrumentenbau, Holzblasinstrumentenbau

und Metallblasinstrumentenbau an.

Darüber hinaus befindet sich an der Berufsschule Mittenwald

auch die Bundesfachklasse für Musikfachhandel.

Die beiden Schularten „Berufsfachschule“ und

„Berufsschule“ befinden sich im selben Schulgebäude.

Inhaltlich und organisatorisch unterscheiden sie sich allerdings

grundlegend voneinander: An der Berufsfachschule

werden in Form einer schulischen Vollzeitausbildung praktische

Fertigkeiten sowie theoretische Kenntnisse in einem

schlüssigen Konzept aus einer Hand vermittelt. An der

Berufsschule werden begleitend und ergänzend zur fachpraktischen

Ausbildung im Lehrbetrieb in erster Linie

theoretische Kenntnisse gelehrt. Die derzeit rund 150

Schülerinnen und Schüler der beiden Schularten besuchen

aufgrund der teilweise unterschiedlichen Inhalte und

Schwerpunkte nicht dieselben Unterrichtsstunden.

In der Schule befinden sich heute zahlreiche groß -

zügige Lehrwerkstattbereiche, in denen für jede Schülerin

und jeden Schüler ein eigener Fensterarbeitsplatz zur

Verfügung steht. Der praxisbegleitende Theorieunterricht

findet in Unterrichtsräumen statt, die mit moderner

Medientechnik ausgestattet sind. Für akustik-physikalische

Untersuchungen an alten und neu gebauten Musik -

instrumenten steht ein mit hoch sensiblen akustischen

Messgeräten ausgestatteter resonanzarmer Raum mit

angegliederten Akustik-Laborräumen zur Verfügung. Da

das Instrumentalspiel ein fester Bestandteil der Aus -

bildung an der Berufsfachschule ist, veranstaltet die

Schule regelmäßig öffentliche Konzerte und trägt damit

zur Bereicherung des kulturellen Lebens im Landkreis bei.

Kontakt:

Staatliche Berufs- und Berufsfachschule für

Musikinstrumentenbau Mittenwald

Schöttlkarstraße 17

82481 Mittenwald

Tel. 08823 1353

Fax 08823 4491

info@instrumentenbauschule.eu

www.instrumentenbauschule.eu

78


Bildungsregion

Staatliche Berufsfachschule für Holzbildhauer

Die Schule, 1877 gegründet, ist mit rund 40 Schülerinnen

und Schülern eine von insgesamt fünf Schnitzschulen in

Bayern. Sie fühlt sich einerseits der jahrhundertealten

Tradition verpflichtet, unterrichtet aber gleichzeitig zu -

kunftsorientiert junge, künstlerisch talentierte Menschen in

allen Sparten des Bildhauerhandwerks.

Die Ausbildung dauert drei Jahre in vollzeitschulischer

Form, die Abschlussprüfung ist der Gesellenprüfung

gleichgestellt. Sie bildet die Grundlage auch für weitere

Ausbildung zum Holzbildhauer-Meister (zwei Jahre) oder

als Ausgangsbasis für den Besuch einer Kunstakademie.

Auch für andere Berufsrichtungen ist der Abschluss

eine bewährte Basis, zum Beispiel für Restaurator, Fassmaler,

Therapeut, Bühnenplastiker usw.

Kontakt:

Staatliche Berufsfachschule für Holzbildhauer

Oberammergau

Ludwig-Lang-Straße 3

82487 Oberammergau

Tel. 08822 3542

Fax 08822 94153

kontakt@bildhauerschule.de

www.bildhauerschule.de

Kontakt:

Berufliches Schulzentrum Garmisch-Partenkirchen

Am Holzhof 5

82546 Garmisch-Partenkirchen

Tel. 08821 943190

Fax 08821 55113

sekretariat@bsgap.de

www.berufsschule-garmisch-partenkirchen.de

Berufliches Schulzentrum Garmisch-Partenkirchen

Das Berufliche Schulzentrum Garmisch-Partenkirchen

umfasst die

– Staatliche Berufsschule

– Staatliche Wirtschaftsschule und

– Berufsfachschule des Landkreises für kaufmännische

Assistenten und Assistentinnen

– Fachrichtung: Informationsverarbeitung

Staatliche Berufsschule

An der Berufsschule, einem Kompetenzzentrum für

Gastronomie-, Nahrungsmittel- und Wirtschaftsberufe,

werden rund 1100 Auszubildende/Lehrlinge unterrichtet.

Der Einzugsbereich für die meisten Berufe umfasst die

Landkreise Garmisch-Partenkirchen und Weilheim-Schongau.

Die Verteilung der Schülerzahlen auf die Berufsfelder

Staatliche Berufsfachschule

für

Holzbildhauer in

Oberammergau

79


Bildungsregion

spiegelt die Beschäftigungsstruktur im Landkreis wider:

Über die Hälfte der Jugendlichen sind dem Gastronomieund

Nahrungsmittelbereich zuzuordnen, danach kommen

die kaufmännischen Berufe, die Gesundheitsberufe sowie

Friseurinnen und Friseure und die Kfz-Mechatro niker. Die

Ausbildung erfolgt eng abgestimmt mit der betrieblichen

Ausbildung, wobei der Berufsschule insbesondere die

Aufgabe zukommt, das fachtheoretische Hintergrundwissen

der jeweiligen Berufe zu vermitteln und die Allgemeinbildung

zu vertiefen.

Staatliche Wirtschaftsschule

Die Wirtschaftsschule ist eine öffentliche, schulgeldfreie

Berufsfachschule für Wirtschaft, die ihren Schülerinnen

und Schülern neben einer allgemeinen Bildung eine vertiefte

kaufmännische Grundbildung vermittelt und sie so

auf eine entsprechende berufliche Tätigkeit vorbereitet.

Neben der theoretischen Bildung ist in einem besonderen

Umfang auch die praktische Anwendung des Gelernten

Ziel des Unterrichts.

In Garmisch-Partenkirchen werden zwei verschiedene Formen

der Wirtschaftsschule unterschieden:

– die vierstufige Wirtschaftsschule im Anschluss an

die Jahrgangsstufe 6 der Mittelschule, der Realschule

oder des Gymnasiums; sie umfasst die Jahrgangsstufen

7 bis 10,

– die zweistufige Wirtschaftsschule nach der Jahrgangs -

stufe 9 der Mittelstufe, der Mittleren-Reife-Klasse der

Mittelschule, der Realschule oder des Gymnasiums; sie

umfasst die Jahrgangsstufen 10 und 11.

Ab dem Schuljahr 2014/2015 wurden an der Wirtschaftsschule

schrittweise – beginnend mit der 7. Jahrgangsstufe

der vierstufigen Form – neue Stundentafeln

und Lehrpläne eingeführt. Die bisherige Trennung in die

Wahlpflichtfächergruppen H und M in der vierstufigen

Wirtschaftsschule wurde fortan aufgehoben.

Eine Neuerung stellt die Einführung des Faches

Mathematik als Pflichtfach für alle Schülerinnen und Schüler

dar. Die mathematisch-naturwissenschaftlichen Lehrinhalte

erleichtern den Zugang zu technischen Berufen in

Industrie sowie Handwerk und erhöhen die Chance für

weitere schulische Anschlüsse, z. B. an der Fachober -

schule. Eine verpflichtende Abschlussprüfung im Fach

Mathematik ist nicht vorgesehen. Alternativ kann eine

Prüfung im Fach Übungsunternehmen abgelegt werden.

Dies trägt den unterschiedlichen beruflichen und schu -

lischen Perspektiven der Wirtschaftsschülerinnen und

-schüler Rechnung.

Wer an einer der bayerischen Wirtschaftschulen am

Ende der Jahrgangsstufe 10 (der vier- oder dreistufigen

Wirtschaftsschule) bzw. der Jahrgangsstufe 11 (der zweistufigen

Wirtschaftsschule) die Abschlussprüfung besteht,

erhält den Wirtschaftsschulabschluss, der ein mittlerer

Schulabschluss ist. Mit dem Wirtschaftsschulabschluss verkürzt

sich die Ausbildungsdauer in einem kaufmännischen

Beruf um bis zu ein Jahr, wobei für die Anrechnung ein

gemeinsamer Antrag der Auszubildenden und Ausbildenden

nötig ist.

Berufsfachschule des Landkreises Garmisch-Partenkirchen

für kaufmännische Assistenten/-innen – Fachrichtung:

Informationsverarbeitung

Die Berufsfachschule, die der Berufsschule angegliedert

ist, führt in einer zweijährigen Vollzeitausbildung mit

einem 6-wöchigen Betriebspraktikum zum Berufsabschluss

„Staatlich geprüfte/r kaufmännische/r Assistent/in“.

Für die Aufnahme ist ein mittlerer Schulabschluss erforderlich.

Die Ausbildung hat drei Schwerpunkte:

– Eine kaufmännische Ausbildung, die alle Inhalte der Ausbildung

zum Bürokaufmann/-frau abdeckt.

– Eine sehr intensive EDV-Ausbildung, insbesondere was

die Beherrschung der Standardsoftware und bestimmter

Branchensoftware anbelangt, aber auch im Hinblick auf

die Planung und Wartung von DV-Anlagen.

– Eine vertiefte sprachliche Ausbildung in Wirtschafts -

englisch.

Absolventen können überall dort eingesetzt werden,

wo auch Bürokaufleute tätig sind, zusätzlich ist ein Einsatz

im DV-Bereich möglich.

Die Schule ist schulgeldfrei; es können maximal

24 Auszubildende pro Schuljahr aufgenommen werden.

Kontakt:

Berufsfachschule des Landkreises Garmisch-Partenkirchen

für kaufmännische Assistenten

Am Holzhof 5

82467 Garmisch-Partenkirchen

Tel. 08821 943190

Fax 08821 55113

sekretariat@bsgap.de

www.bfs-it-gap.de

Staatliche Realschule Murnau

Viel Freude an und in der neuen Schule: Gegründet wurde

die Realschule Murnau im Jahr 2011, im November 2014

war das bestens ausgestattete neue Schulgebäude an der

Weindorfer Straße nach kurzer Bauzeit bezugsfertig.

Derzeit arbeiten rund 300 Schülerinnen und Schüler

(12 Klassen) sowie 25 engagierte Lehrkräfte in den mo -

dernen, hellen und freundlichen Klassenzimmern.

80


Bildungsregion

Im Jahr 2017 kann der erste Schülerjahrgang den Realschulabschluss

(Mittlere Reife) ablegen in den vier angebotenen

Zweigen

– mathematisch – naturwissenschaftlich

– wirtschaftlich – kaufmännisch

– fremdsprachlich (neben Englisch auch Französisch)

– musisch-gestaltend

Eine gute Bildung in den allgemeinen Pflichtfächern

steht an der Schule im Mittelpunkt. Besonders wichtig sind

auch Werteerziehung und die Vorbereitung der Schüler auf

ein erfolgreiches Berufsleben. Außerdem steht ein breit

gefächertes Angebot an Wahlfächern zur Verfügung. So

können die Schüler ihre vielfältigen Interessen und Talente

ausprägen, z. B. im sportlichen, handwerklichen, künstle -

rischen und musischen Bereich.

ein Tagesheim mit Mittagsverpflegung. Ein für diese

Zwecke geplanter Anbau wurde im Schuljahr 2005/2006

errichtet. Das Tagesheim ist ab dem Schuljahr 2015/2016

zu einem offenen Ganztagesangebot ausgebaut worden

(Betreuung bis 16:00 Uhr).

In Zusammenarbeit mit dem Olympiastützpunkt unterstützt

die Schule ihre Sportler im Rahmen des Projekts

„Partnerschulen des Wintersports“. Durch die großzügige

Renovierung im Jahr 2014 bietet die Dreifachturnhalle jetzt

optimale Voraussetzungen für das Training und für den

Schulsport.

Seit dem Schuljahr 2009/2010 pflegt die Zugspitz-

Realschule eine Schulpartnerschaft mit der Firma Roche

Diagnostics Penzberg.

Kontakt:

Staatliche Realschule Murnau

Weindorfer Straße 27

82418 Murnau a. Staffelsee

Tel. 08841 48788-0

Fax 08841 48788-20

sekretariat@realschule-murnau.de

www.realschule-murnau.de

Kontakt:

Zugspitz Realschule

Gamsangerweg 1

82467 Garmisch-Partenkirchen

Tel. 08821 52070

Fax 08821 76212

sekretariat@rs-gap.de

www.rs-gap.de

Zugspitz Realschule

Staatliche Realschule für Knaben Garmisch-Partenkirchen

Die Realschule umfasst die Jahrgangsstufen 5 bis 10. Sie

ermöglicht den Schülern den Erwerb einer fundierten

Allgemeinbildung und schafft Grundlagen für eine beruf -

liche bzw. schulische Weiterqualifizierung.

Im Unterricht der Realschule werden gleichwertig

theoretische und praktische Fähigkeiten bzw. Fertigkeiten

vermittelt. An der Realschule gibt es vier Wahlmöglich -

keiten für die Ausbildungsrichtung. Sie setzen ab Jahrgangsstufe

7 verschiedene Schwerpunkte im Unterrichtsangebot:

– Gruppe l – mathematisch-naturwissenschaftlich mit den

Fächern Mathematik, Physik, Informationstechnologie

(Schwerpunkt CAD)

– Gruppe II – wirtschaftlich-kaufmännisch mit Mathematik,

Betriebswirtschaftslehre mit Rechnungswesen, Infor -

mationstechnologie

– Gruppe III a – fremdsprachlich mit Französisch, Informa -

tionstechnologie

– Gruppe III b – musisch-gestaltend mit Werken, Informa -

tionstechnologie

Der Realschulabschluss ist ein mittlerer Schul -

abschluss. Er wird durch eine bayernweit zentral gestellte

Prüfung am Ende der 10. Jahrgangsstufe erworben. Derzeit

besuchen knapp 500 Schülerinnen und Schüler die

Zugspitz-Realschule. Seit Jahren verfügt die Schule über

Sonderpädagogisches Förderzentrum –

Christophorusschule Farchant

Das SFZ Farchant als das Kompetenzzentrum Sonderpädagogik

bietet für den Landkreis Förderschule, Vorschule,

Beratungszentrum und mobile Dienste für Kinder und

Jugendliche mit sonderpädagogischem Förderbedarf in

den Förderschwerpunkten Lernen/Sprache/Verhalten und

geistige Entwicklung. Der Unterricht erfolgt immer diag -

nosegeleitet, d. h. ausgerichtet nach den individuellen

Lernzielen und Lernschritten der Schüler/-innen, in kleinen

Gruppen und so organisiert, dass jedem Kind Fortschritte

möglich gemacht werden. Der Übergang zu beruflichen

Eingliederungsmaßnahmen wird für alle Schüler organisiert,

soweit dies nötig und gewünscht ist. Die Zusammenarbeit

mit Eltern, fachlichen Stellen, Therapeuten, Ärzten,

Schulpsychologen, Tagesstätten, Berufsberatung usw. ist

wesentlicher Bestandteil des sonderpädagogischen

Konzepts.

In den Förderschwerpunkten Lernen/Sprache/Ver -

halten werden die Schülerinnen und Schüler in kleinen

Klassen in Anlehnung an den Grund- oder Mittelschullehrplan

unterrichtet. Das Ziel ist die Rückführung an die

Regelschule oder ein Abschluss am Förderzentrum, wo

auch der Mittelschulabschluss möglich ist.

Im Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung umfasst

die Schulzeit 12 Jahre von der Grundschule bis einschließlich

der Berufsschulstufe. Ein stark differenziertes und

81


Bildungsregion

lebenspraktisches Unterrichtsangebot stellt die individuelle

Förderung jeden einzelnen Schülers in den Mittelpunkt.

Eine altersgemischte Klasse ist als ein Inklusionsangebot

an der Grund- und Mittelschule Oberau angesiedelt, wo

die Schüler/-innen aus dem Förderzentrum in einigen

Fächern mit einer Partnerklasse zusammen unterrichtet

werden.

Für Kinder im Vorschulalter, die eine vertiefte Vor -

bereitung für die Einschulung benötigen, steht die Sonderpädagogische

Vorschuleinrichtung SVE als Angebot zur

Verfügung.

Das Beratungszentrum steht allen offen und bietet

Unterstützung bei schulischen Problemen für Eltern, Lehrer

und Schüler. Im Rahmen der Inklusion arbeiten die

Berater/-innen mit allen Schularten und Eltern zusammen,

ebenso mit der Inklusionsberatungsstelle am Staatlichen

Schulamt.

Der Mobile Sonderpädagogische Dienst MSD für die

Schulen und die Mobilen Sonderpädagogischen Hilfen

MSH für die Kindergärten sind von allen Schulen und Kindergärten

im Landkreis abrufbar für Beratung, Diagnostik

und Förderung bei Schul- und Entwicklungsproblemen

aller Art.

Eine Klasse für Kranke an der Unfallklinik Murnau

sichert jungen Langzeitpatienten den schulischen An -

schluss nach ihrem Klinikaufenthalt bzw. unterstützt die

Neuorientierung bei medizinischer Notwendigkeit.

Für alle Schüler besteht das Angebot der Ganztagesschule:

Spielzeit für die Kleinen, frisch zubereitetes Mittagessen,

Hausaufgabenunterstützung in kleinen Gruppen

und vielfältige Sport- und Freizeitangebote.

Heilpädagogische Tagesstätte in Farchant

derung schließt sich an den Schulbesuch der Kinder an.

Im Rahmen von täglich (i. d. R. Montag bis Freitag bis

17:15 Uhr) stattfindender Kleingruppenförderung, Einzeltherapie

bzw. -förderung und Elternberatung bietet

die Einrichtung einen ganzheitlichen Förderansatz für

Schülerinnen und Schüler mit Entwicklungsstörungen

(etwa: Verhaltens- und oder Lernproblemen, allgemeinen

Kontakt:

Heilpädagogische Tagesstätte Farchant

Partenkirchner Straße 36 a

82490 Farchant

Tel. 08821 73035-0

Fax 08821 73035-19

hpt-farchant@kje-hilfe.de

www.kje-hilfe.de

Kontakt:

Sonderpädagogisches Förderzentrum –

Christophorusschule Farchant

Partenkirchner Straße 36

82490 Farchant

Tel. 08821 94341-0

Fax 08821 94341-21

info@christophorusschule.eu

www.christophorusschule.eu

Heilpädagogische Tagesstätte Farchant

Die Heilpädagogische Tagesstätte (HTP) – eine von meh -

reren Einrichtungen der Kinder-, Jugend- und Erwach -

senenhilfe e. V. (KJE) – befindet sich als eigenständige,

unabhängige Facheinrichtung in nachbarschaftlicher Nähe

zum Sonderpädagogischen Förderzentrum Farchant.

Sie ist eine teilstationäre, siebengruppige, heilpädagogisch-therapeutische

Fördereinrichtung mit 61 Plätzen für

behinderte und nicht behinderte Schulkinder, bei denen

manifeste Entwicklungsfragestellungen bestehen. Die För-

Erziehungsschwierigkeiten, Behinderungen). Die HPT

beschäftigt ein interdisziplinär ausgerichtetes Mitarbeiterteam:

Sozialpädagogen, Psychologen, Kinderärzte, Erzieher,

Heilpädagogen, Kunsttherapeuten, Krankenschwestern,

Logopäden, Physio therapeuten, Ergotherapeuten

usw.

Die HPT steht Kindern und Jugendlichen aller Schul -

arten offen. Eine enge fachliche Kooperation mit den Schulen

und anderen Facheinrichtungen bietet die Chance

einer effektiven sich gegenseitig ergänzenden Zusammenarbeit.

Staffelsee-Gymnasium Murnau

Das Staffelsee-Gymnasium in Murnau wird von knapp

1000 Schülerinnen und Schülern besucht. Unter zwei

Ausbildungsrichtungen kann gewählt werden: der naturwissenschaftlich-technologischen

mit der Fremdsprachenfolge

Englisch/Latein bzw. Englisch/Französisch und der

sprachlichen mit Englisch/Latein/Französisch.

1924 gegründet, präsentiert sich das Staffelsee-

Gymnasium heute als Schule, für die der Landkreis mit

82


Bildungsregion

dem neuen Schulgebäude, das 2001 bezogen wurde, beste

Voraussetzungen geschaffen hat: Neben hellen Unterrichtsräumen

verfügt die Schule über eine großzügig ausgestattete

Aula mit einer theatergerechten Bühne, die den

derzeit vier Theatergruppen der Schule beste Voraus -

setzungen bietet, die aber auch für musikalische Veran -

staltungen mit den Schulchören, den Orchestern oder der

Big-Band, für die jährlichen Dichterlesungen der Schule

oder auch für Vortragsveranstaltungen genutzt wird und

für die jahrgangsweise gestalteten Elternabende den optimalen

Rahmen bietet. Außerdem verfügt die Schule über

eine erst 2008 generalsanierte Dreifachturnhalle mit Kletterwand

und Boulderraum und eine geräumige Mensa in

der das Mittagsessen eingenommen werden kann.

Weitere Angebote sind bilingualer Unterricht im Fach

Geschichte auf der Grundlage von Englisch; Offene Ganztagsschule;

ein vielseitiges Angebot im musikalischen

Bereich, Lese- und Literaturförderung (Lyrikabende, Lyrikkalender

„Zilpzalp“ zusammen mit der Stiftung Lyrik Kabinett,

Murnauer Lesebogen, Dichterlesungen), Astronomie

und Robotik, verschiedene differenzierte Sportarten, Kunst

und Medienwerkstatt, Hauswirtschaft.

Die Schule pflegt regelmäßige Kontakte zu ihren

Austauschpartnerschulen Nantua (Frankreich), Perugia

(Italien), Tuscon (USA) und Curitiba (Brasilien).

Kontakt:

Staffelsee-Gymnasium Murnau

Weindorfer Straße 20

82418 Murnau a. Staffelsee

Tel. 08841 6128-0

Fax 08841 6128-50

post@staffelsee-gymnasium.de

www.staffelsee-gymnasium.de

Werdenfels-Gymnasium

Das Werdenfels-Gymnasium Garmisch-Partenkirchen ist

eine der größten und bedeutendsten staatlichen Bildungseinrichtungen

am Ort, darüber hinaus auch im gesamten

Werdenfelser Land. Im Zentrum der Marktgemeinde Garmisch-Partenkirchen

gelegen, ist die Schule sehr günstig

an die öffentlichen Verkehrsmittel angebunden. Mit ihrer

83


Bildungsregion

Werdenfels

Gymnasium

Größe – sie wird von derzeit etwa 800 Schülerinnen und

Schülern besucht (Stand: Schuljahr 2014/2015) – ist sie

überschaubar, zudem aber auch in der Lage, ein attraktives

und vielfältiges Unterrichtsprogramm zu bieten. Unter

zwei Ausbildungsrichtungen kann gewählt werden: Die

mathematisch-naturwissenschaftliche mit der Fremd -

sprachenfolge Englisch/Latein bzw. Englisch/Französisch

sowie die neusprachliche mit Englisch/Latein/Französisch.

Die Entscheidung für einen der Zweige muss beim Eintritt

noch nicht getroffen werden und steht erst später an. Nach

der 10. Jahrgangsstufe münden beide in die Kursphase

der Oberstufe, die nicht nur den üblichen Fächerkanon

abbildet, sondern – jährlich wechselnd – auch so genannte

Profilfächer wie Additum Kunst, Geologie oder Kreative

Schreibwerkstatt enthält. Als Schulabschluss wird die

Allgemeine Hochschulreife erworben.

Das Werdenfels-Gymnasium blickt auf eine über 100-

jährige Tradition zurück und präsentiert sich heute als eine

moderne Schule, für die der Landkreis Garmisch-Parten -

kirchen als zuständiger Sachaufwandsträger beste äußere

Rahmenbedingungen geschaffen hat. Neben den hellen

Klassen- und Fachräumen setzen vor allem folgende Be -

reiche Maßstäbe: Aula für Konzert-, Theater- und wissenschaftliche

Vortragsveranstaltungen, Dreifachsporthalle

mit Kletterwand, Schulbibliothek als größte Bibliothek des

Landkreises. Diese günstigen Voraussetzungen fördern

über den Kernbereich des Unterrichts hinaus zahlreiche

außerunterrichtliche Aktivitäten. Der Bogen des Wahlunterrichts

und der Arbeitsgemeinschaften spannt sich von viel-

fältigen Informatikkursen über differenzierte Sportarten

bis hin zu einem breiten Spektrum an musischen und

fremdsprachlichen Angeboten. Die dort erworbenen

Fähigkeiten werden von unseren Schülerinnen und Schülern

u. a. in die Bereiche Theater, Chor, Orchester, Bigband

und kreatives Gestalten eingebracht. Nicht nur, weil die

Schule auf zahlreiche Leistungssportler insbesondere im

alpinen Bereich stolz sein kann, schafft sie geeignete

Bedingungen, damit für den Einzelnen Schule und Sport

vereinbar bleiben.

Im Profil der Schule hat aber auch die pädagogische

Zielsetzung einen deutlichen Stellenwert, verankert in

unserem Leitbild. Dies wird u. a. in einem umfassenden

Beratungsangebot, dem pädagogischen Konzept für die

Unterstufe (Tutorensystem, Schulsozialarbeit, offene

Ganztagsschule), zahlreichen Präventionsmaßnahmen

sowie lernmethodischen Hilfestellungen (Unterricht „Lernen

Lernen“) deutlich. Im Vordergrund steht auch das

Anliegen, die Eigenverantwortlichkeit des Lernens beim

einzelnen Schüler zu stärken, jüngere Schüler durch ältere

zu fördern (Nachhilfesystem „Schüler helfen Schülern“)

und damit frühzeitig Verantwortung innerhalb der schu -

lischen Gemeinschaft übernehmen zu lassen.

Schließlich ist die Schule in enger Wechselwirkung mit

örtlichen und überregionalen Institutionen, was sich etwa

in der Zusammenarbeit mit dem Olympiastützpunkt

Bayern und im Schüleraustausch mit Nitra (Slowakei),

Woodstock (USA), Lille (Frankreich) sowie den Partnerstädten

unserer Gemeinde, Aspen und Chamonix, äußert.

84


Bildungsregion

Das Angebot des bilingualen Geografieunterrichts, unsere

durchgängige Teilnahme am Wettbewerb Jugend forscht,

an europäischen Bildungsprojekten COMENIUS sowie

unsere Zugehörigkeit zum Schulcluster der Technischen

Universität München zeigt den innovativen Ansatz unserer

Bildungsangebote.

Zum Selbstverständnis der Bildungseinrichtung

gehört auch, in engem Zusammenwirken von Schülern,

Eltern und Lehrkräften möglichst gemeinsam getragene

Entscheidungen herbeizuführen, welche die Motivation

und Identifikation mit der Schule fördern. Die Bindung zu

ihr reicht oft weit über die Schulzeit hinaus. Sie wird durch

den „Verein der Freunde des Werdenfels-Gymnasiums“

verkörpert, in welchem sich ehemalige Schüler und Lehrkräfte

zu einem regelmäßigen Gedankenaustausch u. a.

über berufliche Themen zusammenfinden.

Diese Verbundenheit der Schulfamilie ist Marken -

zeichen des Werdenfels-Gymnasiums. Sie ist aber auch

Auftrag und Anspruch, den künftigen fachlichen und pädagogischen

Herausforderungen gerecht zu werden und in

enger Abstimmung mit den Eltern zum Wohle der jungen

Menschen wirken zu können. Somit fügen sich Tradition

und Fortschritt am Werdenfels-Gymnasium zu einer

gewachsenen Einheit.

Kontakt:

Werdenfels-Gymnasium

Wettersteinstraße 30

82467 Garmisch-Partenkirchen

Tel. 08821 9439090

Fax 08821 76980

sekretariat@werdenfels-gymnasium.de

www.werdenfels-gymnasium.de

Benediktinergymnasium Ettal

Unser Gymnasium im Ammertal ist eine kleine, staatlich

anerkannte Schule mit angeschlossenem Internat in der

Trägerschaft des Klosters. Der heilige Benedikt bezeich -

nete seine Klöster als Schulen des Lebens und gibt uns

damit bis heute auch für unsere Schulen die Richtung vor.

Der Sorge um den jungen Menschen als einem einzig -

artigen Geschöpf Gottes gilt alle Anstrengung. Deshalb

legen wir Wert auf eine humanistische Bildung. Alte und

neue Fremdsprachen (Sprachenfolge: Latein 5. Klasse,

Englisch 6. Klasse, Französisch bzw. Griechisch 8. Klasse),

musisches und künstlerisches Wirken, naturwissenschaft -

liche, geschichtliche, soziale und sportliche Schwerpunkte

prägen den Charakter unserer Schule ebenso wie die Feier

der Gottesdienste. Lebendig und bunt ist das Schulleben,

ausgerichtet an den Bildungsstandards des bayerischen

Lehrplans für Gymnasien, ergänzt durch ein Fahrten -

programm, Austauschprogramme und die Möglichkeit

auch für externe Schüler, in der Lernlandschaft des Tagesheimes

unter individueller Betreuung Hausaufgaben zu

erledigen.

Kontakt:

Benediktinergymnasium Ettal

Kaiser-Ludwig-Platz 1

82488 Ettal

Tel. 08822 74-6510

Fax 08822 74-6512

sekretariat@benediktinergymnasium.de

www.ettal-campus.de

Erzbischöfliche St.-Irmengard-Schulen

Die christliche Schule – das spezifische Profil der

Erzbischöflichen St.-Irmengard-Schulen:

Unsere Schulen sind mit dem gesamten Kollegium nach

Kräften bestrebt, den Mädchen nicht nur Wissen zu vermitteln,

sondern auch zu Werthaltungen aus christlicher Sicht

zu erziehen sowie einen Lebensraum zu schaffen, in dem

neben Ordnung und Verantwortungsbewusstsein, Höf -

lichkeit und Wertschätzung auch Geborgenheit, Menschlichkeit

und glaubwürdiges Christsein erfahren werden

können. Diese christliche Ausrichtung wird spürbar im täglichen

Umgang, im Schulgebet und in den Andachten und

Gottesdiensten.

Erzbischöfliches St.-Irmengard-Gymnasium Garmisch-

Partenkirchen der Erzdiözese München und Freising

Ein staatlich anerkanntes Gymnasium für Mädchen mit

Mittagsbetreuung und Tagesheim. In ihm werden rund

600 Schülerinnen in 18 Klassen und zwei Kollegstufen-

Jahrgängen unterrichtet.

Drei Ausbildungsrichtungen stehen zur Auswahl: ein

Sprachliches Gymnasium mit der Sprachenfolge Englisch/Latein/Französisch,

ein Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliches

Gymnasium mit sozialwissenschaftlichem

Schwerpunkt und der Sprachenfolge Englisch/Französisch

oder Latein, ein Musisches Gymnasium mit der Sprachenfolge

Englisch/Latein. Ab Jahrgangsstufe 10 kann Spanisch

gewählt werden.

Die St.-Irmengard-Schulen wurden 1930 von den

Armen Schulschwestern gegründet. Ihr besonderes pädagogisches

Profil sehen sie in dem Selbstverständnis einer

katholischen Schulgemeinschaft. Das aktuelle Bildungskonzept

des St.-Irmengard-Gymnasiums zeigt sich im

Pflichtunterricht ebenso wie in den insbesondere musischsozial

ausgerichteten Angeboten an Wahlunterricht, pädagogischen

Projekten und zahlreichen außerunterricht -

lichen Aktivitäten, wie z. B. Schüleraustauschprogramme

mit England, Frankreich und Polen, Partnerschule des

85


Bildungsregion

Wintersports oder Kontakte zu Partnern der Wirtschaft und

sozialen wie kulturellen Einrichtungen der Region.

Projekt „Medienkompetenz“ von der 5. bis zur 12. Jahrgangsstufe:

In diesem Wahlfach erwerben die Schü -

lerinnen in verschiedenen Medienbereichen Zusatzqua -

lifikationen, die abschließend durch ein qualifizierendes

Zertifikat bescheinigt werden. In Zusammenarbeit mit dem

ifp (katholische Journalistenschule) und dem St. Michaelsbund

(katholisches Medienhaus der Erzdiözese München

und Freising) erlangen die Schülerinnen in aufbauenden

Modulen Kompetenzen in den Bereichen Film, Zeitung,

Radio und Hörspiel.

Kontakt:

Erzbischöfliches St.-Irmengard-Gymnasium

Garmisch-Partenkirchen

Hauptstraße 45

82467 Garmisch-Partenkirchen

Tel. 08821 94303-32

Fax 08821 94303-38

gym@irmengardschule.de

web.irmengardschule.de

Erzbischöfliche St.-Irmengard-Realschule

Die staatlich anerkannte Ersatzschule ist eine private

Angebotsschule für Mädchen mit Mittagsbetreuung und

Tagesheim.

Sie bietet für derzeit 510 Mädchen in 20 Klassen alle

Ausbildungsrichtungen der Realschule an: In den Wahlpflichtfächergruppen

I (mathematisch-naturwissenschaftlich-technisch),

II (wirtschaftlich), III a (sprachlich – 2.

Fremdsprache Französisch) und III b (sozial mit Profilfach

Sozialwesen). In allen Gruppen werden die Fächer „Informationstechnologie“

(Vorrückungsfach) oder „Multimedia

mit Zertifikat“ (hauseigenes Zusatzangebot) unterrichtet.

Neben dem regulären Unterricht zeigt sich die Vielfalt

schulischen Lebens in zahlreichen Veranstaltungen und

Aktivitäten mit dem Ziel, den Mädchen für ihre umfassende

Persönlichkeitsentwicklung verschiedene Erfahrungsund

Erlebnisfelder zu eröffnen. Der Erwerb von zusätz -

lichen Zertifikaten, wie zum Beispiel dem Preliminary

English Test, spezielle Projekte zur Leseförderung, die

Zusammenarbeit mit Austauschschulen in England und

Frankreich sowie die Kooperation mit externen Partnern

im Bereich der Berufsorientierung, der Persönlichkeits -

bildung und im Bereich präventiver Maßnahmen sind

weitere wichtige Elemente des Schulkonzepts.

In besonderer Weise versucht das wissenschaftlich

begleitete und schulübergreifende Projekt „EMotion“

Mädchen vom Naturerleben über den Sport für Natur -

wissenschaft und Technik zu interessieren und sie für technische

Berufe zu gewinnen (Schirmherrin Magdalena

Neuner, verheiratete Holzer). „EMotion“ ist eingebettet in

MINT21.

Weitere Schulprojekte sind:

– „IrmiMusik“; in der 5. und 6. Jahrgangsstufe wählen die

Schülerinnen eine verpflichtende 3. Musikstunde und

werden in alpenländischen Instrumenten unterrichtet.

– „Medienkompetenz“ von der 5. bis zur 9. Jahrgangs -

stufe: In diesem Wahlfach erwerben die Schülerinnen in

verschiedenen Medienbereichen Zusatzqualifikationen,

die abschließend durch ein Zertifikat bescheinigt werden.

In Zusammenarbeit mit dem ifp (katholische Journalistenschule)

und dem St. Michaelsbund (katholisches

Medienhaus der Erzdiözese München und Freising)

erlangen die Schülerinnen in aufbauenden Modulen

Kompetenzen in den Bereichen Film, Zeitung, Radio und

Hörspiel.

– Die St.-Irmengard-Realschule ist zudem Partnerschule

des Wintersports (PZW) und unterhält Schulpartner -

schaften zu Roche Diagnostics (Penzberg) und MISSIO

(München).

Kontakt:

Erzbischöfliche St.-Irmengard-Realschule

Garmisch-Partenkirchen

Hauptstraße 45

82467 Garmisch-Partenkirchen

Tel. 08821 94303-30

Fax 08821 94303-38

rs@irmengardschule.de

web.irmengardschule.de

Erzbischöfliche St.-Irmengard-Fachoberschule

St.-Irmengard bietet für die Schülerinnen mit mittlerem

Schulabschluss des Landkreises die Chance, innerhalb von

zwei Jahren das Fachabitur zu erwerben. Mit dem Fach -

abitur kann unabhängig von der Ausbildungsrichtung

jedes Studium an der Fachhochschule aufgenommen

werden (ggf. nach Ableistung eines Praktikums).

Die Fachoberschule ist eine berufsbildende Schule.

Neben der allgemeinen, fachtheoretischen Ausbildung

werden durch die fachpraktische Ausbildung (FpA) in Form

eines die Jahrgangsstufe 11 begleitenden Praktikums in

einer pflegerischen und in einer erzieherischen Einrichtung

(Ausbildungsrichtung Sozialwesen) bzw. in einem Wirtschaftsbetrieb,

einer Verwaltung und einer rechtspfle -

gerischen Einrichtung (Ausbildungsrichtung Wirtschaft,

Verwaltung und Rechtspflege) konkrete Einblicke in die

Berufspraxis gegeben. Die fachpraktische Ausbildung

umfasst von Mittwochmittag bis Freitagnachmittag 18,0

Stunden. Hinzu kommen eine entsprechende Anleitung

sowie diverse Projekte.

86


Bildungsregion

Die Jahrgangsstufe 12 ist vollkommen der fachtheo -

retischen Vorbereitung auf die Prüfung vorbehalten.

Bei Bedarf werden Fördermöglichkeiten angeboten, zum

Beispiel in Mathematik oder Englisch.

die Vollzeit-Weiterbildung zum/zur Schreinermeister/-in

(54) in drei Semestern sowie die höchste Qualifizierung

im Schreinerhandwerk an der Fachakademie für Raumund

Objektdesign (32) in zwei Jahren zum/zur staatlich

geprüften Raum- und Objektdesigner/-in.

Kontakt:

Erzbischöfliche St.-Irmengard-Fachoberschule

Garmisch-Partenkirchen

Hauptstraße 45

82467 Garmisch-Partenkirchen

Tel. 08821 94303-39

Fax 08821 94303-38

fos@irmengardschule.de

web.irmengardschule.de

Schulen für Holz und Gestaltung des Bezirks Oberbayern

in Garmisch-Partenkirchen

– Fachakademie für Raum- und Objektdesign

– Meisterschule für Schreiner

– Berufsfachschule für Schreiner

– Berufsfachschule für Holzbildhauer

– Krippenbauschule

Die „Schulen für Holz und Gestaltung“ in Garmisch-

Partenkirchen sind eine weit über Bayern hinaus bekannte

Bildungseinrichtung für das Schreiner- und Holzbildhauerhandwerk

mit einer über 140-jährigen Tradition. Derzeit

werden rund 150 Aus- und Weiterbildungsplätze in vier

Schulzweigen und ein umfangreiches Kursangebot in der

Krippenbauschule angeboten.

Die Schulen für Holz und Gestaltung sind die einzige

Institution in Deutschland, in der alle Ausbildungsstufen

im Schreinerhandwerk angeboten werden: die dreijährige

Ausbildung zum/zur Schreinergesellen/-in (51 Schulplätze),

Schule für Holz und Gestaltung in Garmisch-Partenkirchen;

rechts: Meisterstück 2014 von Jonas Treugut

Auch angehende Holzbildhauer (17 Ausbildungsplätze)

können hier in drei Jahren ihren handwerklich-künst -

lerischen Beruf erlernen.

Dabei liegt der Schwerpunkt in allen vier Schulen auf

der Verbindung von Gestaltung und Marketing.

Alle Aus- und Weiterbildungen werden in Vollzeitunterricht

angeboten. Individuelle Betreuung durch engagierte

Lehrer und kleine Klassen mit fächerübergreifendem

Unterricht garantieren eine hohe Lernqualität. Zahlreiche

erfolgreiche Wettbewerbsbeteiligungen unserer Schüler/

-innen sprechen für sich. Auch die technische und mediale

Ausstattung ist erstklassig. In der schuleigenen Cafeteria

wird großer Wert auf eine vielfältige und gesunde Pau senund

Mittagsverpflegung zu angemessenen Preisen gelegt.

87


Bildungsregion

Die überschaubare Größe der „Schulen für Holz und

Gestaltung“, die vielfältigen Aktivitäten und der fachliche

Austausch zwischen den einzelnen Einrichtungen lassen

leicht persönliche Kontakte, dauerhafte Freundschaften

und berufliche Netzwerke entstehen.

An interessierte und handwerklich begabte Laien

sowie die Mitglieder von Krippenvereinen richtet sich das

breit gefächerte Kursangebot der Krippenbauschule. Die

über vier Jahre erworbenen Kenntnisse können bis zur

Krippenbaumeisterreife vertieft werden.

Kontakt:

Schulen für Holz und Gestaltung

Hauptstraße 70

82467 Garmisch-Partenkirchen

Tel. 08821 9592-0

Fax 08821 9592-99

info@shg-gap.de

www.shg-gap.de

Musikschule Garmisch-Partenkirchen e. V.

Die 1972 gegründete Musikschule Garmisch-Partenkirchen

unterrichtet mit 49 Lehrkräften, die alle ein musikalisches

Fachstudium absolviert haben, 1800 Schülerinnen und

Schüler und unterhält im Landkreis 12 Zweigstellen (Bad

Bayersoien, Bad Kohlgrub, Eschenlohe, Farchant, Grainau,

Krün, Mittenwald, Oberammergau, Oberau, Saulgrub,

Unterammergau und Wallgau). Fortgeschrittene Schüler

und erwachsene Hobby-Musiker finden in Orchestern,

Spielkreisen, Volksmusikgruppen und anderen Ensembles

der Schule vielerlei Möglichkeiten zum gemeinsamen

Musizieren.

Die vom Landkreis und vom Markt Garmisch-Parten -

kirchen übernommene Verantwortung steht für Qualität,

Verlässlichkeit und für ein strukturiertes, breites und dauerhaftes

Fächerangebot zu bezahlbaren Gebühren.

Die individuelle Betreuung der Schülerinnen und

Schüler sowie das 2007 neubezogene Musikschulgebäude

in zentraler Lage helfen mit, den musikpädagogischen

Auftrag umzusetzen.

Musikschule als öffentliche Aufgabe bedeutet vor

allem auch eine Bereicherung des Kulturlebens mit zahl -

reichen Konzerten und Veranstaltungen in der Region.

Camerloher Musikschule Murnau e. V.

Die 1964 gegründete Camerloher Musikschule Murnau

e. V. erhielt ihren Namen nach dem 1718 in Murnau geborenen

Komponisten Placidus von Camerloher. Ihre 30 ausgebildeten

Lehrkräfte unterrichten 1200 Schülerinnen und

Schüler des nördlichen Landkreises Garmisch-Parten -

kirchen.

Als Mitglied im Verband Bayerischer Sing- und Musikschulen

und dem Verband Deutscher Musikschule und

gefördert durch den Landkreis Garmisch-Partenkirchen

und durch die Partnergemeinden Murnau, Schwaigen-

Grafenaschau, Uffing, Riegsee, Ohlstadt, Klein- und Großweil

kann die Musikschule ein zuverlässiges und für alle

Bevölkerungsgruppen bezahlbares Unterrichtsangebot

stellen, das hohen Qualitätsansprüchen entspricht.

Sie führt Kinder, Jugendliche und Erwachsene an die

Musik heran, findet und fördert musikalische Begabungen,

leitet zum aktiven Musizieren an, bildet ein geschultes

Hören aus und vermittelt so lebenslang Freude an Musik.

Ob Volksmusik, Klassik oder Jazz und Rock, nahezu alle

Stilrichtungen finden in ihr gleichberechtigt ihren Platz. In

Zusammenarbeit mit den örtlichen Kindergärten erhalten

schon die Jüngsten Zugang zur Musik. Mit der Volkshochschule

Murnau entwickelte die Musikschule eigens Angebote

des Musizierens für Berufstätige und Senioren.

In den zahlreichen Klangkörpern, in den Blaskapellen,

den Orchestern der Schulen, den Volksmusikgruppen bis

hin zu den Jazz- und Rockbands findet man ihre Schüler.

Mit ihren Konzerten und der musikalischen Umrahmung

von zahlreichen Veranstaltungen ist die Musikschule ein

fester Bestandteil des kulturellen Lebens der Staffelsee -

region.

Kontakt:

Musikschule Garmisch-Partenkirchen e. V.

Olympiastraße 20

82467 Garmisch-Partenkirchen

Tel. 08821 51733

Fax 08821 942823

info@musikschule-gap.de

www.musikschule-gap.de

Camerloher Musikschule Murnau e. V.

Mayr-Graz-Weg 14

82418 Murnau a. Staffelsee

Tel. 08841 3512

Fax 08841 4512

info@musikschule-murnau.de

www.musikschule-murnau.de

88


Bildungsregion

Volkshochschulen: Bildung, die naheliegt

und weiterbringt

Die beiden Volkshochschulen im Werdenfelser Land – die

vhs Garmisch-Partenkirchen e. V. und die vhs Murnau e. V.

– bieten flächendeckende allgemeine und berufliche

Erwachsenenbildung vor Ort für die Bürgerinnen und

Bürger des Landkreises Garmisch-Partenkirchen. Als kommunale

Weiterbildungszentren sind sie Orte des Lernens

und der Wissensvermittlung für alle Alters- und Bevöl -

kerungsgruppen und fördern die soziale und berufliche

Integration von Menschen. Zudem bieten sie Firmen -

schulungen und berufliche Qualifizierungen nach Maß an.

Jährlich nehmen an beiden Volkshochschulen über

12 000 Teilnehmer die etwa 1000 Bildungs- und Kultur -

angebote wahr.

Die vhs-Kursprogrammhefte der beiden Volks hoch -

schulen erscheinen zweimal im Jahr – im Januar (Frühjahr-/

Sommerprogramm) und im September (Herbst-/Winterprogramm).

Sie werden kostenlos in den Landkreisgemeinden

verteilt und liegen bei Buchhandlungen, Büchereien, Sparkassen,

Banken, Bäckereien, Verkehrsämtern und Gemeinden

aus. Außerdem sind alle Angebote auf den vhs-Internetseiten

veröffentlicht. Dort kann man sich auch direkt

anmelden.

vhs-Programmbereiche

Gesellschaft:

Erziehung – Pädagogik – Psychologie – Politik –

Umwelt – Philosophie

Kontakt:

vhs Garmisch-Partenkirchen e. V.

Burgstraße 21

82467 Garmisch-Partenkirchen

Tel. 08821 9590-0

Fax 08821 9590-55

info@vhs-gap.de

www.vhs-gap.de

vhs Murnau e. V.

Seidlstraße 14

82418 Murnau a. Staffelsee

Tel. 08841 2288

Fax 08841 90554

info@vhs-murnau.de

www.vhs-murnau.de

Die beiden Volkshochschulen

vhs Garmisch-

Partenkirchen und vhs

Murnau (Bild unten) bieten

ein breit gefächertes

Programm mit jährlich

etwa 12 000 Teilnehmern.

Beruf und EDV:

EDV und Internet – Büropraxis – Kaufmännische Praxis –

Berufliche Schlüsselkompetenzen – Firmenschulungen

Sprachen:

Deutsch – Englisch – Französisch – Italienisch –

Spanisch u. a.

Gesundheit und Prävention:

Bewegung – Gymnastik – Entspannung – Ernährung

Kultur und Gestalten:

Bildnerisches, plastisches und textiles Gestalten –

Literatur, Theater – Schreiben – Medien, Medienpraxis

(Film, Foto, Video)

Bildungsberatung – Kursinformationen und Anmeldungen

ganzjährig

89


Jugendarbeit

KOMMUNALE JUGENDARBEIT

IM LANDKREIS GARMISCH-PARTENKIRCHEN

Ziel der Kommunalen Jugendarbeit (KOJA) des Land -

kreises Garmisch-Partenkirchen ist es, eine optimale Infrastruktur

für die Kinder- und Jugendarbeit zur Verfügung

zu stellen. Dabei setzt sich die KOJA dafür ein, dass die

erforderlichen Einrichtungen, Dienste und Veranstaltungen

der Jugend arbeit allen jungen Menschen offen stehen.

Die grundsätzlichen Aufgaben der KOJA sind die Information,

die Analyse und Entwicklung von Prozessen sowie

die Leistungen und Dienste der Kinder- und Jugend arbeit.

Die KOJA berät und unterstützt die kreisangehörigen

Gemeinden in allen Fragen der Jugendarbeit. Dabei sind

alle 22 Landkreisgemeinden mit ihren ehrenamtlichen

Jugendbeauftragten und den vier hauptamtlich geführten

Jugendzentren wichtige Kooperationspartner für eine

gelingende und umfassende Jugendarbeit im Landkreis.

In Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Kooperationspartnern

und anderen sozialen Einrichtungen fördert und

unterstützt die KOJA zudem Aktivitäten und Maßnahmen

ideell, materiell oder personell.

In diesem weitläufigen Arbeitsfeld variiert die jährliche

Schwerpunktsetzung der KOJA. Im Rahmen ihrer Gesamtund

Planungsverantwortung, innerhalb des Amtes für

Kinder, Jugend und Familie, befasst sich die KOJA vor

allem mit der Fortschreibung der Jugendhilfeplanung und

der Entwicklung unterschiedlicher Konzepte für die

Jugendarbeit im Landkreis. Durch gezielte Kooperationen

mit Einrichtungen und freien Trägern im Landkreis werden

Entwicklungen in der Jugendarbeit angestoßen und unterstützt.

So koordiniert die KOJA gemeinsam mit zahl -

reichen Einrichtungen das Kompetenznetz Prävention

(www.prävention-gap.de) für Kindergärten, Schulen und

Vereine. Die Internetseite bietet einen systematischen und

aktuellen Überblick über lokale Präventionsangebote in

den Bereichen „Suchtprävention – Gewaltprävention –

Sexualpädagogische Prävention – Sonstige Prävention“.

Aufgrund der zahlreichen Kooperationen gelingt es,

die Aufgaben der kommunalen Jugendarbeit stärker zu

bündeln und Synergieeffekte zu nutzen. Die Zusammen -

arbeit mit dem Kreisjugendring Garmisch-Partenkirchen

(KJR) hat dabei eine besondere Bedeutung. Durch den

Zusammenschluss der Geschäftsstelle des KJR und der

Räumlichkeiten der Kommunalen Jugendarbeit zur

gemeinsamen Servicestelle „Mittelpunkt Jugendarbeit“

ist eine zentrale Anlaufstelle im Bereich der Jugendarbeit

geschaffen worden.

Neben diesen wichtigen strategischen Aufgaben ist die

Kommunale Jugendarbeit auch im Bereich der außerschulischen

Jugendbildung aktiv. Als Kooperationspartner

koordiniert die KOJA die im Wechsel stattfindenden

Jugendkulturtage im Landkreis und die Jugendmeile mit

den Partnereinrichtungen. Ein „Klassiker“ ist die jährlich

stattfindende Reiterfreizeit auf dem Reiterhof Junkern Beel

im Emsland, die von der KOJA organisiert und durch -

geführt wird.

Zudem stellt die KOJA jedes Jahr ein Ferienprogramm

zusammen. Hier sind vor allem Angebote für Kinder und

Jugendliche von örtlichen und überörtlichen Trägern

zusammengestellt. Sie bieten den Kindern, Jugendlichen

und Eltern eine Orientierungshilfe für die Ferienzeiten an.

Von Oktober bis Juni wird jährlich durch die KOJA das

Kinderkino in Kooperation mit einigen Gemeinden organisiert.

Gezeigt werden Filme, die speziell für die Zielgruppe

ausgewählt wurden.

Kontakt:

Landratsamt Garmisch-Partenkirchen

Kommunale Jugendarbeit

Bahnhofstraße 16

82467 Garmisch-Partenkirchen

Ihre Ansprechpartner:

Markus Kölling

Tel. 08821 751-390

markus.koelling@lra-gap.de

Romy Jakubowicz

Tel. 08821 751-387

romy.jakubowicz@lra-gap.de

90


Jugendarbeit

Kreisjugendring Garmisch-Partenkirchen

Der Kreisjugendring Garmisch-Partenkirchen ist ein freiwilliger

Zusammenschluss von Jugendorganisationen. Als

Gliederung des Bayerischen Jugendrings ist er anerkannter

Träger der freien Jugendhilfe. Zu seinen Mitglieds -

verbänden zählen u. a. die kirchlichen Jugendverbände,

die Bayerische Sportjugend, die Trachtenjugend, die

Gewerkschaftsjugend, die Jugendorganisationen von

sozialen, ökologischen und humanitären Verbänden und

eine Reihe von Jugendgemeinschaften.

Zweck des Kreisjugendrings ist es, sich durch Jugendarbeit

und Jugendpolitik für die Belange aller jungen Menschen

im Landkreis einzusetzen. Er sucht dazu die Zusammenarbeit

mit Verbänden, öffentlichen Stellen, Institutionen

und Organisationen, die in diesen Bereichen wirken.

Zu seinen satzungsgemäßen Aufgaben gehört es, neben

den Interessen der jungen Menschen auch die gemein -

samen Belange seiner Mitgliedsorganisationen in der

Öffentlichkeit, insbesondere gegenüber den politischen

Gremien und Behörden zu vertreten und die Eigenständigkeit

der Jugendorganisationen zu unterstützen.

Der Kreisjugendring betreibt zwei Jugendübernachtungshäuser,

die Lichtenbachhütte in Linderhof und das

Rißbachhaus in Vorderriß. Im Auftrag des Marktes Mittenwald

ist er Träger des Jugendtreffs in Mittenwald. Er bildet

Jugendgruppenleiter in der verbandlichen Jugendarbeit

aus und fort, unterstützt die Jugendarbeit mit einem

umfangreichen Verleihangebot und verwaltet die Zu -

schüsse des Landkreises für die verbandliche Jugend -

arbeit. Zu seinem Angebot gehört die fachliche Beratung

seiner Mitgliedsverbände, des Jugendhilfeausschusses

und von Kindern und Jugendlichen. Er gibt zudem die

Jugendleiter-Card (Juleica) aus. Die Bereitstellung eines

Besprechungsraumes für die Jugendarbeit sowie die

Durchführung von Freizeiten und Jugendbildungsver -

anstaltungen runden das breite Angebotsspektrum ab.

Der Landkreis Garmisch-Partenkirchen fördert die eigenverantwortliche

Tätigkeit des Kreisjugendrings nach Maßgabe

der Paragraphen 12 und 74 SGB VIII. Die partnerschaftliche

Zusammenarbeit zwischen Landkreis und

Kreisjugendring spiegelt sich insbesondere darin wider,

dass die Kommunale Jugendarbeit und der Kreisjugendring

gemeinsam in der Geschäftsstelle in der Bahnhof -

straße 16 in Garmisch-Partenkirchen zu finden sind.

Kontakt:

Kreisjugendring Garmisch-Partenkirchen

Bahnhofstraße 16

82467 Garmisch-Partenkirchen

Tel. 08821 2577

Fax 08821 947036

info@kjr-gap.de

www.kjr-gap.de

91


Familie

SCHWANGERSCHAFT & KLEINKINDER

Schwangerenberatung im Gesundheitsamt

Schwangerschaftskonfliktberatung

Beratung nach § 219 StGB

Wir bieten

– einen neutralen Raum zur Entscheidungsfindung

– Betreuung nach einem Schwangerschaftsabbruch

Allgemeine Schwangerenberatung

– Beratung zu den Themen Schwangerschaft, Sexualität,

Familienplanung und Empfängnisverhütung

– Begleitung während der Schwangerschaft und nach der

Geburt (bis zum 3. Lebensjahr des Kindes)

– Information und psychosoziale Beratung bei Pränatal -

diagnostik

Wir

– unterliegen der Schweigepflicht

– beraten auf Wunsch anonym

– beraten kostenlos

– bieten kurzfristige Beratungstermine an (nach telefo -

nischer Vereinbarung auch außerhalb der Beratungs -

zeiten möglich)

– beraten zur vertraulichen Geburt (das Verfahren wird von

einer externen Fachkraft durchgeführt)

Wir informieren über

– Rechte und gesetzliche Ansprüche

– soziale und finanzielle Hilfen (Elterngeld, Elterngeld Plus,

Kindergeld, Betreuungsgeld, Landesstiftung usw.)

– Beratungsangebote vor Ort

Wir vermitteln

– Leistungen der Landesstiftung „Hilfe für Mutter und

Kind“ und „Familien in Not“

– finanzielle Hilfen anderer Stiftungen

Wir begleiten und vermitteln zu

– anderen Beratungsstellen und sozialen Einrichtungen

– Ämtern und Behörden

– anderen schwangerschaftsrelevanten Berufsgruppen

Wir beraten online unter

– www.schwanger-in-bayern.de

– www.schwangerenberatung.net

Kontakt:

Ihre Ansprechpartnerinnen:

Christine Neuner

Tel. 08821 751-512

christine.neuner@lra-gap.de

Jana Kögler

Tel. 08821 751-509

jana.koegler@lra-gap.de

Andrea Röckl

Tel. 08821 751-507

andrea.roeckl@lra-gap.de

Beratungszeiten:

Montag bis Freitag 08:00 bis 12:30 Uhr

Montag bis Donnerstag 14:00 bis 16:00 Uhr

Landratsamt Garmisch-Partenkirchen

Gesundheitsamt

Partnachstraße 26

82467 Garmisch-Partenkirchen

Tel. 08821 751-500

Fax 08821 751-521

schwanger-in-gap@lra-gap.de

KoKi – Koordinierungsstelle Frühe Hilfen

Frühe Hilfen für einen guten Start ins Familienleben

Für Schwangere und Familien mit Kindern bis zu 3 Jahren

Eltern werden, Leben zu schenken und weiterzugeben

ist etwas Wunderbares. Das neue Leben und die frühe

Kindheit mit vielen schönen und glücklichen Momenten

bringen jedoch auch ungewohnte und anstrengende

Situationen mit sich. Mütter, Väter und Familien sind in

dieser Zeit enorm gefordert.

In manchen Fällen wird die Freude der Eltern durch

verschiedene Belastungen getrübt. Die Gründe dafür

können vielschichtig sein, zum Beispiel Unsicherheiten

und Erschöpfung im Umgang mit dem Kind, Entwicklungsschwierigkeiten

beim Kind, junge Elternschaft, be -

lastende Lebensverhältnisse, familiäre Probleme, Be zie -

92


Familie

Kontakt:

Ihre Ansprechpartnerinnen:

Bettina Oischinger

Landratsamt Garmisch-Partenkirchen

Gebäude C, Zimmer C 112

Olympiastraße 10

82467 Garmisch-Partenkirchen

Tel. 08821 751-389

bettina.oischinger@lra-gap.de

Beratungszeiten:

Montag bis Freitag 09:00 bis 17:00 Uhr

Sabine Vogt

Landratsamt Garmisch-Partenkirchen

Gebäude C, Zimmer C 112

Olympiastraße 10

82467 Garmisch-Partenkirchen

Tel. 08821 751-308

sabine.vogt@lra-gap.de

Beratungszeiten:

Mittwoch und Donnerstag 08:00 bis 16:30 Uhr

Freitag 08:00 bis 12:00 Uhr

hungs probleme, Krankheit, beengte Wohnverhält nisse,

Geld sorgen und fehlende Unterstützung durch das soziale

Umfeld sind nur einige davon.

Damit diese Herausforderungen nicht zu Problemen

werden und den Familien der Start mit ihrem Kind gut

gelingt, bietet die Koordinierungsstelle Frühe Hilfen, kurz

„KoKi“, des Landkreises Garmisch-Partenkirchen Unterstützung

von Anfang an. Sie berät Eltern bei allen Fragen

zur Entwicklung, Förderung und Erziehung Ihres Kindes

aber auch zu finanziellen Themen und Kinderbetreuung.

Die Mitarbeiterinnen Bettina Oischinger und Sabine

Vogt nehmen sich kurzfristig Zeit für Sie und machen auch

gerne Hausbesuche.

In einem gemeinsamen Gespräch werden Anliegen

und Unterstützungsbedarf geklärt, um dann an die passenden

Fachstellen und Angebote zu vermitteln.

Während der einen Mutter mit der Adresse eines

Eltern-Kind-Angebotes geholfen ist, wird der anderen

Familie eine Schreibabyberatung, ein Familienpate oder

eine Familienhebamme vermittelt.

Die KoKi-Stelle steht auch Rat suchenden Angehörigen,

Freunden, Nachbarn und Fachstellen zur Verfügung.

Die Beratung ist selbstverständlich kostenfrei und

unterliegt der Schweigepflicht.

Für weitere Informationen stehen die Mitarbeiterinnen

der „KoKi“-Stelle gerne zur Verfügung.

93


Senioren & Behinderte

SENIOREN & BEHINDERTE

Seniorenbeauftragte

Die Seniorenbeauftragte ist Ansprechpartnerin für ältere

Bürgerinnen und Bürger sowie deren Angehörige. Sie

berät zu Fragen des Älterwerdens und hilft weiter, wenn es

zum Beispiel darum geht, die Pflege zu Hause mit ambulanten

Diensten zu organisieren oder auch einen Pflegeplatz

in einem der Pflegeheime im Landkreis zu finden.

Darüber hinaus ist sie Vermittlungs- und Koordi -

nationsstelle und informiert über die vorhandenen Gruppen

und Initiativen, Fachberatungen sowie Einrichtungen

und Dienste im Landkreis, die älteren Menschen zur Ver -

fügung stehen. Auch zu dem breiten Themenbereich Vorsorgevollmacht

und Patientenverfügung erhalten Sie bei

der Seniorenbeauftragten Beratung sowie die ent -

sprechenden Vordrucke.

Koordination der Altenhilfe im Landkreis Garmisch-

Partenkirchen – Seniorenpolitisches Gesamtkonzept

Die Landkreise und kreisfreien Städte sind nach Art. 69 des

Gesetzes zur Ausführung der Sozialgesetze (AGSG) verpflichtet,

integrative regionale seniorenpolitische Gesamtkonzepte

zu entwickeln. Das seniorenpolitische Gesamtkonzept

basiert auf einer Bestandsanalyse sowie auf Prognosen,

welche Herausforderungen sich für die jeweilige

Kommune in Zukunft ergeben werden, um diesen aktiv zu

begegnen. Die Seniorenbeauftragte übernimmt die Koordination

dieses Prozesses und begleitet die Kommunen

bei der Weiterentwicklung der Angebote für die ältere

Generation.

Informationen und Broschüren

Bei der Seniorenbeauftragten erhalten Sie eine Vielzahl

von Informationen und Broschüren, wie zum Beispiel

– Seniorenratgeber für den Landkreis Garmisch-Parten -

kirchen

– Vorsorge für Unfall, Krankheit und Alter durch Vollmacht,

Betreuungsverfügung, Patientenverfügung

– Broschüren zum Themenbereich Häusliche Pflege

– Broschüren zum Thema Demenzerkrankung

Behindertenbeauftragte

Aufgabe der Behindertenbeauftragten ist es, dazu beizutragen,

Menschen mit Behinderung eine selbstbestimmte

Lebensführung zu ermöglichen.

Im Einzelnen sind die Aufgaben dabei:

– Individuelle Beratung von Menschen mit Behinderung

und ihrer Angehörigen

– Beratung zum barrierefreien Bauen

Kontakt:

Ihre Ansprechpartnerin:

Daniele Bittner

Landratsamt Garmisch-Partenkirchen

Gebäude C, Zimmer C 104

Olympiastraße 10

82467 Garmisch-Partenkirchen

Tel. 08821 751-292

seniorenbeauftragte@lra-gap.de

behindertenbeauftragte@lra-gap.de

Beratungszeiten:

Montag bis Donnerstag 08:00 bis 12:30 Uhr

Freitag 08:00 bis 12:00 Uhr

und nach telefonischer Vereinbarung

– Beratung von Institutionen und die Koordination der

Angebote vor Ort

– Mitwirkung im Rahmen der kommunalen Behindertenplanung

– Mitwirkung in öffentlichen Gremien

– Öffentlichkeitsarbeit und Fortbildung

Es ist das Ziel des Bayerischen Behindertengleich -

stellungsgesetzes (BayBGG), das Leben und die Würde

von Menschen mit Behinderung zu schützen, ihre

Benachtei ligung zu beseitigen und zu verhindern sowie

die gleich berechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderung

am Leben in der Gesellschaft zu gewährleisten, ihre

Inte gration zu fördern und ihnen eine selbstbestimmte

Lebensführung zu ermöglichen.

Mit den Begriffen HINKOMMEN – REINKOMMEN –

ZURECHTKOMMEN lässt sich die Bandbreite der Bedürfnisse

der Menschen mit Behinderung umschreiben. Die

Anforderungen reichen dabei von den baulichen Rahmenbedingungen

bis hin zu den Unterstützungen, die eine

Teilhabe am Leben in der Gesellschaft für jeden möglich

machen.

Informationen und Broschüren

Bei der Behindertenbeauftragten erhalten Sie eine Vielzahl

von Informationen und Broschüren, wie zum Beispiel

– Wegweiser für Menschen mit Behinderung

– Rat-Geber für Menschen mit Behinderung in leicht verständlicher

Sprache

– Vorsorge für Unfall, Krankheit und Alter durch Vollmacht,

Betreuungsverfügung, Patientenverfügung

94


Pflegezeiten individuell mit Ihnen vereinbaren. Wir

setzen uns dafür ein, dass Sie mit Ihren Ange hörigen,

Freunden und Bekannten in Ihrer vertrauten Umgebung

zusammenbleiben können. Unter der kostenlosen

Telefonnummer 0800 00 73773 können Sie sich über

uns informieren.

KurzInfo

Firmenporträt

Gründungsjahr: 1990

Leistungsspektrum: 24-Stunden-Rufbereitschaft, häus -

liche Krankenpflege, Pflege im Sinne der Pflegeversicherung,

private Leistungen wie Hausnotruf, allgemeine

Betreuungs- und Haushaltsdienste, Essen auf Rädern,

Tag- und Nachtwachen u. v. m.

Der Werdenfelser Ambulanter Pflegedienst in

Garmisch-Partenkirchen wurde 1990 als Familienunter -

nehmen gegründet und wird auch so geführt.

Als zugelassener Vertragspartner der Kranken- und

Pflegekassen sind wir beauftragt, fachlich kompetente

und bedarfsgerechte Pflege nach den neuesten Erkenntnissen

wirtschaftlich zu erbringen. Die Qua litäts siche -

rung erfolgt durch ständige Weiterbildung unserer

Mitarbeiter. Wir betreuen Sie oder Ihre Ange hörigen

nach Ihren Wünschen und Bedürfnissen – freundlich

und kompetent. Selbstverständlich können wir die

Werdenfelser Ambulanter Pflegedienst

Familie Ostmann

Schalmeiweg 29

82467 Garmisch-Partenkirchen

Tel. 08821 73773

info@werdenfelser-pflegedienst.de

www.werdenfelser-pflegedienst.de

KurzInfo

Häusliche Pflege wird in der heutigen Zeit immer wich -

tiger. Deshalb ist es notwendig, einen zuverlässigen

Partner in der Nähe zu haben, der Sie in der Pflege zu

Hause unterstützt und begleitet.

Wir, Margarita und Michael Vollmer, sind staatlich anerkannte

Altenpfleger und bieten Ihnen Leistungen in den

Bereichen pflegerische Hilfe und Unterstützung, medi -

zinische Versorgung, Beratung, Betreuung und Begleitung,

Hilfe im Haus, 24-Stunden-Bereitschaft, Urlaubs- und

Verhinderungspflege, Sterbebegleitung, Vermittlung von

Pflegehilfsmitteln, Essen auf Rädern, Hausnotruf und noch

vieles mehr. Wir sind für Sie da in Farchant, Garmisch-

Partenkirchen, Grainau, Oberau, Burgrain und Mittenwald.

Vollmer Ambulanter Pflegedienst

Michael & Margarita Vollmer GbR

Hauptstraße 28

82490 Farchant

Tel. 08821 9449090

pflegedienst@vollmer-m.de

www.vollmer-m.de

95


Soziale Beratung/Gleichstellung/Ehrenamt

SOZIALE BERATUNG/GLEICHSTELLUNG/EHRENAMT

Soziale Beratung

Die soziale Beratung bietet Betroffenen, Angehörigen und

Nachbarn Beratung bei:

– Sorgen im Alter

– psychischer Erkrankung

– schwierigen Lebenssituationen

– Krankheit

– Behinderung

– Problemen mit Suchtmitteln

Nach telefonischer Vereinbarung sind Termine auch außerhalb

der Beratungszeiten möglich.

Außerdem bieten wir an:

– Hausbesuche

– Weitervermittlung zu anderen unterstützenden Einrichtungen

– Begleitung und Unterstützung von Selbsthilfegruppen

– Unterstützung bei Spendenanträgen der örtlichen

Stiftungen

– gesundheitsfördernde und präventive Projekte

Wir nehmen teil an/wirken mit bei:

– FQA (Heimaufsicht)

– Betreuungsverfahren

– Arbeitskreisen und anderen Gremien

– Erstellung von Informationsflyern mit hilfreichen

Adressen

Kontakt:

Ihre Ansprechpartnerin:

Daina Schoolmann

Tel. 08821 751-508

daina.schoolmann@lra-gap.de

Beratungszeiten:

Montag bis Dienstag und

Donnerstag bis Freitag 08:30 bis 12:30 Uhr

Montag bis Dienstag und

Donnerstag bis Freitag 13:30 bis 16:00 Uhr

Wir

– unterliegen der Schweigepflicht

– beraten auf Wunsch anonym

– beraten kostenlos

– bieten kurzfristige Beratungstermine nach telefonischer

Vereinbarung an (auch außerhalb der Beratungszeiten

möglich)

Gleichstellung

Gesetzliche Grundlage der Gleichberechtigungsarbeit ist

das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland. In

Artikel 3 Absatz 2 heißt es dazu: „Männer und Frauen sind

gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Gleichstellung

und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile

hin.“ Im Freistaat Bayern fördert das novellierte Bayerische

Gleichstellungsgesetz (BayGIG) vom 1. Juli 1996 die

Chancengleichheit und Gleichberechtigung von Frau und

Mann.

Der Landkreis Garmisch-Partenkirchen sieht sich

diesem gesetzlichen Auftrag verpflichtet. Zuständig dafür

ist die Gleichstellungsbeauftragte im Landratsamt

Garmisch-Partenkirchen. Sie berät und unterstützt das

Landratsamt sowie die Bürgerinnen und Bürger des Landkreises,

die Gleichstellung auf der kommunalen Ebene zu

verwirk lichen.

Die Gleichstellungsbeauftragte wirkt im Rahmen ihrer

internen und externen Arbeit auf die Gleichstellung von

Frauen und Männern in Familie, Beruf und Gesellschaft

hin. Die Aktionen der Gleichstellungsbeauftragten sind

darauf gerichtet, Diskriminierung von Frauen abzubauen

und Frauen bei ihrem Bemühen um gleichberechtigte Teilhabe

am gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und kulturellen

Leben zu unterstützen.

Die Gleichstellungsbeauftragte arbeitet mit den Zielen

– die Chancengleichheit von Frauen und Männern in allen

Lebensbereichen zu erhöhen,

– Diskriminierung und Ausgrenzung zu vermeiden,

– gleiche Teilhabe in allen Lebensbereichen aktiv zu

fördern.

Landratsamt Garmisch-Partenkirchen

Gesundheitsamt

Partnachstraße 26

82467 Garmisch-Partenkirchen

Tel. 08821 751-500

Fax 08821 751-521

soziale-beratung-gesundheitsamt@lra-gap.de

Die Gleichstellungsbeauftragte ist Ansprechpartnerin in

den Bereichen

– Beratung (intern und extern):

Sie berät und unterstützt Frauen und Männer bei

Ungleichbehandlung, Diskriminierung und Gewalt -

erfahrung.

Sie berät und unterstützt Frauen und Männer in Fragen

der Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

96


Soziale Beratung/Gleichstellung/Ehrenamt

Sie erteilt Auskünfte zu Beratungs- und Hilfsangeboten

im Landkreis Garmisch-Partenkirchen.

– Vernetzung

Sie fördert und initiiert den Aufbau von Netzwerken.

Sie arbeitet mit kommunalen Verbänden und Organisationen

in Themen der Gleichstellung von Frauen und

Männern zusammen.

– Öffentlichkeitsarbeit

Sie organisiert und unterstützt Veranstaltungen, Informationsabende,

Ausstellungen usw.

– Projekt- und Gremienarbeit sowie konzeptionelle Arbeit.

Sie entwickelt, fördert und finanziert geschlechtsspezi -

fische Projekte.

Sie vertritt geschlechtsspezifische Interessen in Gremien

und bei Veranstaltungen.

Ehrenamtskarte

Mit unermüdlichem bürgerschaftlichem Engagement in

sozialen, kulturellen, sportlichen und politischen Bereichen

schaffen alleine in Bayern rund 3,8 Millionen Bürgerinnen

und Bürger unbezahlbare Werte. Durch ihren persönlichen

Einsatz und gelebter Solidarität wird unsere Gesellschaft

erst stark und lebendig. Freiwilliges und langjähriges

Engagement ohne Gegenleistungen verdient eine Kultur

der Anerkennung und Wertschätzung. Der Landkreis Garmisch-Partenkirchen

schließt sich mit der Einführung der

Ehrenamtskarte einer Initiative des Freistaats Bayern an.

Kontakt:

Landratsamt Garmisch-Partenkirchen

Olympiastraße 10

82467 Garmisch-Partenkirchen

Ihre Ansprechpartner:

Markus Dickel

Tel. 08821 751-346

Ferdinand Brunnenmayer

Tel. 08821 751-450

Fax 08821 751-8384

info@ehrenamtskarte-gap.de

www.ehrenamtskarte-gap.de

Die Ehrenamtskarte ist ein Zeichen der Anerkennung

und des Dankes des Landkreises Garmisch-Partenkirchen

an die zahlreichen Bürgerinnen und Bürger, die sich seit

vielen Jahren überdurchschnittlich ehrenamtlich enga -

gieren. Sie soll ein „Dankeschön“ sein und Vorteile für die

vielen Menschen bieten, die sich in den verschiedensten

Bereichen unserer Gesellschaft jeden Tag für andere und

für das Gemeinwohl einsetzen.

Mit der Ehrenamtskarte sind viele Preisnachlässe und

Vergünstigungen unterschiedlichster Art verbunden. Die

Karteninhaber erhalten mit der neuen Vorteilskarte Vergünstigungen

bei Einrichtungen des Freistaates Bayern,

seinen Schlössern, Museen und der Seenschifffahrt sowie

bei teilnehmenden kommunalen Einrichtungen und

Gewerbetreibenden aus der privaten Wirtschaft. Dies kann

zum Beispiel der ermäßigte oder kostenlose Eintritt in ein

Museum oder ein Schwimmbad sein oder aber auch ein

Rabatt in einem Sportfachgeschäft. Dabei gilt die Ehrenamtskarte

nicht nur für den Landkreis Garmisch-Parten -

kirchen, sondern auch für den gesamten Freistaat Bayern.

So können Karteninhaber auch die Angebote und Vergünstigungen

aus allen anderen teilnehmenden bayerischen

Landkreisen nutzen.

Die Bayerische

Ehrenamtskarte

wird vom Landkreis

an verdiente

Bür gerinnen und

Bürger verliehen.

97


Wirtschaft & Entwicklung

WIRTSCHAFT & ENTWICKLUNG

Wirtschaftsstandort Landkreis Garmisch-Partenkirchen

Der Landkreis Garmisch-Partenkirchen ist nicht nur eine

beliebte Urlaubs- und Gesundheitsregion, sondern auch

ein attraktiver Wirtschaftstandort im Süden der Metropolregion

München.

„Freiraum für kreative Köpfe.“ Das bietet der Landkreis

insbesondere Unternehmensgründern, die etwas auf -

bauen und bewegen wollen. Auch dank einer hervorragenden

sozialen Infrastruktur sind die Startbedingungen

zwischen Zugspitze und Staffelsee optimal, um Beruf und

Familie miteinander vereinbaren zu können.

Im Vergleich zu vielen anderen Wirtschaftsstandorten

punktet der Landkreis vor allem mit weichen Standort -

faktoren. Denn eine intakte Natur ist Voraussetzung für

eine hohe Lebensqualität und Basis für eine ökologische

Landwirtschaft oder für den Tourismus.

Nach wie vor ist der Tourismus im Landkreis eine tragende

Säule der Wirtschaft. Die Wettbewerbssituation hat

sich in den letzten Jahren jedoch deutlich verändert. Die

internationale Konkurrenz, der demografische Wandel und

die vor allem im Winter immer stärker spürbare Klima -

änderung erfordern ständige Anpassungen an die Gegebenheiten

und die Marktsituation. Der Klimawandel ist

aber auch als Chance zu sehen, denn gerade in der heißen

Jahreszeit kann der Landkreis mit moderateren Temperaturen

– „der Sommerfrische“ – und mit zahlreichen kul -

turellen Angeboten punkten.

Neben der Tourismuswirtschaft, angefangen beim

gemütlichen Berg- und Dorfgasthof über Tagungs- und

Wellnesshotels bis hin zum First Class Hotel mit international

ausgezeichneter Küche, hat sich in den letzten Jahrzehnten

ein starker Gesundheitssektor als weitere tragende

Säule der heimischen Wirtschaft entwickelt. Mit dem

Klinikum Garmisch-Partenkirchen, der Berufsgenossenschaftlichen

Unfallklinik in Murnau, der Kinderrheuma -

klinik und kbo-Lech-Mangfall-Klinik in Garmisch-Parten -

kirchen, dem Rheumazentrum und dem Gesundheits -

zentrum in Oberammergau sowie mit der Klinik Murnau-

Hochried verfügt der Landkreis über Einrichtungen, die

einen hervorragenden Ruf genießen. Die Berufsgenossenschaftliche

Unfallklinik in Murnau und das Klinikum Garmisch-Partenkirchen

sind zudem die größten Arbeitgeber

im Landkreis. Im gesamten Gesundheits- und Sozial -

bereich arbeiten ein Viertel der sozialversicherungspflichtig

Beschäftigten im Landkreis. Durch die Verknüpfung von

Gesundheit und Tourismus sowie durch neue Wege im

Bereich der Vorsorge soll dieser Sektor von der Kreisentwicklungsgesellschaft

unter dem Stichwort Gesundheitsregion

plus aktiv ausgebaut und weiterentwickelt werden.

Neben den Gesundheits- und Tourismusdienstleistern

sind im Landkreis ebenso zahlreiche mittelständische

Unternehmen angesiedelt, u. a. in den Sparten Handel,

Maschinenbau, Elektrotechnik, Softwareentwicklung, Marketing

und Kunststofftechnik mit europa- und weltweiten

Geschäftsbeziehungen. Hinzu kommen die Holz und

Metall verarbeitenden Betriebe, die chemische Industrie

sowie eine Vielzahl von Handwerksbetrieben, die nahezu

die gesamte Palette des Handwerks abdecken.

Die Verkehrsanbindung und -erschließung haben heimische

Unternehmen in einer repräsentativen Studie als

gut bewertet. Österreich und Italien, zwei der wichtigsten

Absatzmärkte Bayerns, sind nur einen Katzensprung entfernt.

Dennoch wird stetig an einer besseren Erreichbarkeit

des Landkreises, insbesondere mit öffentlichen Verkehrsmitteln,

gearbeitet.

Als „Bildungsregion in Bayern“ erfreut sich der Landkreis

an einem großen Angebot von allgemein- und

berufsbildenden sowie weiterführenden Schulen. Aufgrund

dieses kompletten Schulangebots und der ausgezeichneten

Ausbildungsbetriebe profitieren die Unter -

nehmen von gut qualifizierten Arbeitskräften. Ziel ist es

daher, qualifizierte Arbeitsplätze in ausreichender Vielfalt

im Landkreis zu erhalten und neu zu schaffen. Hierzu ist

es erforderlich, die Breitbandinfrastruktur weiter auszubauen,

die Entwicklung heimischer Betriebe zu fördern,

erschwinglichen Wohnraum zu schaffen und den nötigen

Raum für neue Betriebe zur Verfügung zu stellen. Insbesondere

durch interkommunale Gewerbeflächen können

dabei kommunale Ressourcen gebündelt sowie Flächenverbrauch

und Individualverkehr minimiert werden.

Mit dem Mix von Gesundheit- und Tourismusdienstleistern

sowie klein- und mittelständischen Unternehmen

ist der Landkreis wirtschaftlich auf dem richtigen Weg. Mit

seinen wunderschönen Landschaften, jahrhundertealten

Traditionen und innovativen Ideen bietet der Landkreis

Garmisch-Partenkirchen insbesondere für ressourcen -

schonende, wissensbasierte Unternehmen mit hochwertigen

Arbeitsplätzen eine attraktive wirtschaftliche Alter -

native zu den überhitzen Ballungsräumen.

98


werden auch die Isartalstromprodukte, die alle Stromverbraucher

außerhalb von Mittenwald er reichen. Die

Unternehmensphilosophie der KEW ist, dem Kunden

eine vertrauensvolle und sichere Energieversorgung

zu bieten und der Region Arbeitsplätze und Aufträge

zu sichern.

Firmenporträt

KurzInfo

Gründungsjahr: 1998

Mitarbeiter: 22

Leistungsspektrum: Strom-, Gas- und Wasserversorgung

in der Region Mittenwald

Die beiden Gesellschafter der im Jahr 1998 gegrün deten

KEW Karwendel Energie und Wasser GmbH sind

der Markt Mittenwald (51 Prozent) und die Energie

Südbayern GmbH (49 Prozent).

Neben dem technischen und kaufmännischen Betrieb

der jeweiligen Mittenwalder Versorgungsnetze und der

Tätigkeit als kleiner Stromerzeuger ist die KEW mit dem

Vertrieb von Strom, Erdgas und Wasser betraut. Hier bietet

sie – neben der Grundversorgung – auch innova tive

Produkte wie den Karwendelstrom oder die Karwendel

Wärme Variabel Tarife an. Besonders gut angenommen

KEW Karwendel Energie & Wasser GmbH

Innsbrucker Straße 31

82481 Mittenwald

Tel. 08823 9200-0

info@kewgmbh.de

www.kewgmbh.de

KurzInfo

Gründungsjahr: psw-architekten gmbh im Jahr 2009,

zuvor Einzelbüros seit 1986

Tätigkeitsbereiche: Architektenleistungen wie Planung,

Ausschreibung und Bauleitung, Erstellen von Bebauungsplänen,

Innenraumgestaltung, Energieberatung, Sicherheitskoordination

Bauten und Projekte: Wohn- und Geschäftsbauten, Baugruppenprojekte,

Einfamilienhäuser, öffentliche Gebäude,

Gewerbebauten, denkmalgeschützte Bauobjekte

Auftraggeber: private und gewerbliche Bauherren,

öffentliche Bauherren, Gemeinden, Freistaat Bayern,

Diözese Augsburg

PSW Architektengesellschaft mbH

Pfaffenberger + Schleich + Walther

Prof.-Becker-Weg 9

82418 Riedhausen

Tel. 08841 6111-0

kontakt@psw-architekten.de

www.psw-architekten.de

99


Wirtschaft & Entwicklung

Zugspitz Region GmbH (ehemals Kreisentwicklungs -

gesellschaft Garmisch-Partenkirchen)

Die Kreisentwicklungsgesellschaft Garmisch-Partenkirchen

mbH (KEG) wurde 2010 auf Grundlage des im Jahr 2009

erstellten Entwicklungskonzepts für den Landkreis

Garmisch-Partenkirchen gegründet. Je ein Drittel der

Gesellschaftsanteile liegen beim Landkreis selber, bei den

22 Gemeinden des Landkreises und bei Wirtschafts- und

Sozialpartnern (Kreissparkasse Garmisch-Partenkirchen,

VR-Bank Werdenfels, Klinikum Garmisch-Partenkirchen,

Industrie- und Handelskammer, Handwerkskammer,

Lebenslust e. V.).

Über das Bayerische Staatsministerium der Finanzen,

für Landesentwicklung und Heimat konnte die Förderung

eines sogenannten Regionalmanagements erreicht werden,

das sich mit wichtigen Themen der Kreisentwicklung

und einer Vernetzung der regionalen Akteure befasst. Das

vom Freistaat Bayern geförderte Regionalmanagement ist

eine wichtige Querschnittsaufgabe der KEG und nimmt

dort einen breiten Raum ein.

Mit der Schaffung der KEG fanden zum ersten Mal

wichtige regionale Akteure aus der Wirtschaft, den Wirtschaftsverbänden,

den karitativen Einrichtungen und den

Kommunen zusammen, um den Landkreis weiterzuent -

wickeln. Es entstand eine Organisation des Miteinanders,

die dazu beiträgt, das oft kritisierte Kirchturmdenken zu

überwinden und gemeinsame Lösungen für den gesamten

Landkreis zu erzielen.

Zur besseren Vermarktung der vielfältigen Angebote

und Möglichkeiten im Landkreis Garmisch-Partenkirchen

wurde unter dem Namen „Zugspitz Region“ eine Dachmarke

entwickelt, die alle Aktivitäten der Landkreis -

entwicklung bündelt.

Ein Beispiel für diese übergreifende Arbeit ist der

Bewerbungsprozess zur Bildungsregion. Der Landkreis

Garmisch-Partenkirchen bietet für jeden die Chance einer

guten Ausbildung und eines lebenslangen Lernens. Als

Zeichen des besonderen Engagements – Erarbeitung eines

Gesamtkonzeptes – wurde dem Landkreis im Jahr 2015

das Qualitätssiegel „Bildungsregion in Bayern“ verliehen.

Bildung ist damit ein wichtiger Standortfaktor für die heimische

Wirtschaft und den Landkreis. Die Ausbildung junger

Menschen zu stärken und die 149 Möglichkeiten zu

einer qualifizierten Ausbildung im Landkreis zu erhalten ist

ein zentrales Ziel der Kreisentwicklung. Bildung schafft die

Grundlagen für beruflichen Erfolg und persönliche Perspektiven

im Landkreis Garmisch-Partenkirchen. Dazu bietet

die jährlich stattfindende Zukunftsmesse, die von der

KEG in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Schule und

Wirtschaft organisiert wird, allen Schulabgängern die

Chance, die Ausbildungsmöglichkeiten der näheren

Umgebung an einem zentralen Punkt kennenzulernen. Die

Zukunftsmesse hat sich mit zuletzt 75 Firmen und Ausbildungsbetrieben

zu einem echten Erfolgsmodell entwickelt,

sowohl für die heimische Wirtschaft als auch für die

Jugend. Damit ist die Messe ein bedeutender Baustein in

der Wirtschaftsförderung der KEG. Auch die Aktion „Job of

my life“, bei der spanische Auszubildende für die heimische

Gastronomie gewonnen werden, zeigt, dass vieles möglich

ist, wenn ein Partner wie die KEG vor Ort die Organi -

sation übernimmt.

Im Bereich Tourismus arbeitet die KEG intensiv für die

Gewinnung neuer Gäste, die Sicherung des qualitativ

hochwertigen Service, die Verbesserung der Infrastruktur

und die Vernetzung der vier Urlaubsregionen im Landkreis.

So ist der Tourismus-Bereich verantwortlich für landkreisweite

gemeinsame Aktionen wie die 2014 geschaffene

und ständig ausgebaute Homepage der Zugspitz-Region,

für die Zusammenarbeit bei Messebesuchen, die Erstellung

eines gemeinsamen Imagefilmes, die Produktion von

Filmsequenzen für die mehr als 4000 Journalisten aus

aller Welt, die den Landkreis zum G7-Gipfel besuchten, die

Koordination der gemeinsamen Werbung an einem Stand

im Presse zentrum des G7-Gipfels und für das land -

kreisweite Begleitprogramm für die Landesausstellung

„Mythos Wald“ im Jahr 2018 in Ettal. Die KEG erfüllt damit

eine wichtige Funktion zur Zusammenarbeit im Tourismus

auf Landkreis ebene und schafft Synergien.

Die der KEG übertragene Gesundheitsregion plus wird

die Zusammenschlüsse und Vernetzungen von Akteuren

des Gesundheitswesens (zum Beispiel das erstmalig

geschaffene landkreisweite Ärztenetzwerk) weiter aus -

bauen. So wird sie beispielsweise das innovative Konzept

zum digitalen Gesundheitsmanagement für Betriebe,

Urlaubsgäste und Einheimische einführen und mit dem

Ziel weiterentwickeln, sowohl die Gesundheitswirtschaft

zu stärken als auch der Bevölkerung eine zukunftswei -

sende Informationsplattform für Gesundheitsdienste zu

bieten. Weitere Projekte wie die erstmals im Januar 2015

erfolgreich durchgeführten Gesundheitstage runden das

vielfältige Angebot ab und helfen, den Gesundheitsstandort

zu stärken. Ermöglicht wird die gezielte Weiterentwicklung

der Gesundheitsregion plus durch die Förderung des

Freistaats Bayern.

Im Bereich Wirtschaftsförderung verfolgt die KEG das

Ziel, die Entwicklungsmöglichkeiten der heimischen

Betriebe zu unterstützen und erweiterungs- und ansiedlungswilligen

Betrieben bei ihrer Standortsuche behilflich

zu sein. Neben dem landkreisweiten Gewerbeflächen -

katalog auf ihrer Internetseite bietet die KEG darüber

hinaus Beratungsangebote für Unternehmen und Existenzgründer

in Zusammenarbeit mit der Industrie- und

Handelskammer (IHK), der Handwerkskammer HWK und

den Aktiv Senioren und führt regelmäßig Unternehmensbesuche

durch. Zudem soll der Landkreis in seiner Außen-

100


Firmenporträt / Wirtschaft & Entwicklung

alle Orte und Gruppierungen hinweg. Gemeinsam mit

den regionalen Akteuren geht es um den Erhalt des

Natur- und Lebensraums, die Sicherung der Wirtschaftskraft

und die Chancen beruflicher Perspektiven.

KurzInfo

Mitarbeiter: 7

Schwerpunkte: Regional management (Wirtschaft und

Soziales, Energie- und Klimaschutz, Landwirtschaft

und Umwelt) Gesundheitsregion plus und Tourismus -

management

Impulse für die Entwicklung des Landkreises – die

Zugspitz Region GmbH ist von ihren Gesellschaftern,

dem Landkreis, allen kreisangehörigen Gemeinden

sowie weiteren Partnern als Plattform der regionalen

Entwicklung gegründet worden. Zum Auftrag der KEG

gehört auch die Umsetzung des Regionalmanagements

für den Landkreis Garmisch-Partenkirchen. Die Aktivi -

täten der KEG sollen einen Beitrag zur sozialen, ökolo -

gischen und ökonomischen Entwicklung des Land -

kreises leisten. Quer durch alle Handlungsfelder und

Zukunftsthemen stärkt die KEG das Miteinander über

Zugspitz Region GmbH

Burgstraße 15

82467 Garmisch-Partenkirchen

Tel. 08821 751-561

info@kreisentwicklungsgesellschaft.de

www.kreisentwicklungsgesellschaft.de

wirkung verstärkt als attraktiver Wirtschaftsstandort zu

präsentierte und die regionale Wertschöpfung verbessert

werden.

Weitere Akzente setzt die Wirtschaftsförderung in den

Handlungsfeldern:

– Existenzgründungsförderung

– Fördermittelberatung

– (Weiter-)Entwicklung der Standortfaktoren des Landkreisprofils

– Standortimage und Regionalmarketing

– Weitere Verbesserung des Beratungsangebotes für

Handwerk, Handel und Gewerbe

– Regelmäßige Unternehmensbesuche und engerer

Kontakt zu den Unternehmen

– Fortlaufender Prozess „Bildungsregion“ als Standort -

faktor

– Hilfe bei der Fördermittelakquise für Unternehmen und

Gemeinden

– Hilfestellung bei der Regionalförderung

– Zusammenarbeit mit der Metropolregion München und

anderen Wirtschaftsfördereinrichtungen

Im Einzelnen nimmt die Kreisentwicklungsgesellschaft

u. a. folgende Aufgaben wahr:

– Gewerbeflächenkatalog und Bewerbung der Flächen

innerhalb und außerhalb des Landkreises (Universitäten,

Meisterschulen, Messen, Kampagnen usw.)

– Anlaufstelle für Investoren

– Förderung des Breitbandausbaus durch Hilfestellung für

die Gemeinden

Förderhinweise:

Das Regionalmanagement wird gefördert durch das

Bayerische Staatsministerium der Finanzen, für Landesentwicklung

und Heimat.

Die Gesundheitsregion plus wird gefördert durch das

Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege.

101


Wirtschaft & Entwicklung

Daten

Höhe über NN:

600 bis 2962 m

Größe der Region:

ca. 835 km²

Gästebetten: 33 000

Übernachtungen

pro Jahr: 4,3 Millionen

Wanderwege: 1221 km

Radwege: 1071 km

Tourismus – Urlaubsgefühle in der Zugspitz Region

Die Zugspitz Region ist ein touristischer Zusammenschluss

des Landkreises Garmisch-Partenkirchen und

besteht aus den Urlaubsdestinationen Alpenwelt Karwendel,

Ammergauer Alpen, Blaues Land und Zugspitzland.

Die malerische Region bietet im Sommer und im

Winter gleichermaßen ein Urlaubserlebnis der Super -

lative: Die Bergwelt rund um die Zugspitze, mit 2962

Metern der höchste Berg Deutschlands, bildet den Mittelpunkt

vielfältiger Aktivitäten in intakter Natur – von

Genusswandern und Bergsteigen über Radfahren und

Mountainbiken bis hin zu Skifahren, Snowboarden, Langlaufen,

Rodeln und Schneeschuhwandern. Darüber hinaus

laden wunderschöne Badeseen, wild rauschende Bäche,

Flüsse und Klammen sowie zahlreiche Kraftorte in der

puren Natur zu Ruhe und Entspannung ein.

Urlaubsgäste schätzen vor allem die große Vielfalt der

Region: Neben dem umfassenden Freizeit- und Gesundheitsangebot,

der atemberaubenden Natur, den kulina -

rischen Köstlichkeiten der bayerischen Küche, einem einmaligen

Kultur- und Brauchtumsangebot überzeugt die

Region vor allem durch die Herzlichkeit ihrer Gastgeber.

Unsere Destinationen in der Zugspitz Region:

– Alpenwelt Karwendel (Mittenwald, Krün, Wallgau)

– Ammergauer Alpen (Bad Bayersoien, Bad Kohlgrub,

Ettal, Oberammergau, Unterammergau, Saulgrub-

Altenau)

– Das Blaue Land (Eglfing, Großweil, Murnau, Ohlstadt,

Riegsee, Schwaigen-Grafenaschau, Seehausen, Spatzenhausen,

Uffing)

– Zugspitzland (Eschenlohe, Farchant, Garmisch-Parten -

kirchen, Grainau, Oberau)

Die Zugspitze ist Deutschlands höchster Alpengipfel.

Kontakt:

Zugspitz Region GmbH

Burgstraße 15

82467 Garmisch-Partenkirchen

Tel. 08821 751-562

Fax 08821 751-432

info@zugspitz-region.de

www.zugspitz-region.de

Organisation

Die Zugspitz Region ist mit dem landkreisweiten Tourismusmarketing

beauftragt. Mit intensiven Marketing -

maßnahmen leistet sie einen Beitrag, dass Gäste diese

einmalige Urlaubsregion als eines der attraktivsten Reiseziele

im Alpenraum wahrnehmen und die schönsten Tage

im Jahr hier verbringen. Um die hohen Erwartungen

unserer Gäste erfüllen zu können, entwickelt und bear -

beitet die Zugspitz Region Konzepte, Ideen und Projekte in

den folgenden Handlungsfeldern:

– Destinationsentwicklung

– Marketing und Public Relation

– Destinationsimage- bzw. Reiseinformationen

– Zielgruppenakquisition und -bindung

– Innovations- und Qualitätsförderung

In regelmäßigen Sitzungen des Beirats für Tourismus

werden die Projekte und Kommunikationsmaßnahmen

beraten und abgestimmt.

Die Seite www.zugspitz-region.de hält für Gäste alle

Informationen rund um das schönste Urlaubsziel der

Alpen bereit und wird ständig weiterentwickelt.

102


Firmenporträt

Alpenländisches Flair und Genuss in Wallgau

Im Parkhotel Wallgau spürt jeder Gast: Hier beginnt

seine Erholung bereits im Entrée. Der Eingangsbereich

ist mit viel warmem Holz ausgekleidet, die Mitarbeiter

an der Rezeption sind freundlich und die Zimmer -

schlüssel mit ihrem geschichtsträchtigen Äußeren

sympathisch gestrig. Nach grundlegender Renovierung

vor einigen Jahren hat das Haus heute 45 Zimmer,

darunter elf Residenzsuiten mit Zirbenholz, Badezimmerböden

aus italienischem Marmor und Alpenpanorama,

aber auch gemütliche Stüberlzimmer mit Erkerblick auf

den Ort. Entspannen können Gäste im Bavaria-Spa mit

Schwimmbad, Saunalandschaft und diversen Beautyund

Wellnessangeboten.

Urlauber finden in der idyllischen Gemeinde Wallgau

und ihrer Umgebung Erholung. Auf 900 Metern im

oberen Isartal gelegen und Teil der Alpenregion Kar -

wendel, bietet sie ganzjährig attraktive Freizeitmöglichkeiten:

Wandern, Bergsteigen, Radfahren – das Hotel

hat einen kostenlosen Fahrradverleih – und Golfen im

Sommer ebenso wie winterliche Aktivitäten. So lockt

die „Magdalena Neuner Loipe“ langlaufbegeisterte

Naturliebhaber in den Ort.

Zurück im Parkhotel Wallgau kümmert sich der Küchenchef

des Hotelrestaurants um das leibliche Wohl. Die

Speisekarte zeichnet sich durch saisonale Spezialitäten

von überwiegend regionalen Lieferanten aus. 2012

wurde das Restaurant renoviert, unter anderem mit

„Lüftlmalerei“ eines einheimischen Künstlers. Die

Zusammenarbeit mit lokalen Handwerkern und

An bietern liegt den Eigentümern generell sehr am

Herzen und unterstreicht den regionalen Charme.

Für viele Gäste ist die „Alte Stube“ mit seinen edlen

Hölzern und detailverliebten Brandmalereien eine der

schönsten Stuben in ganz Oberbayern, auch zu finden

im neuen Buch „Schätze zwischen Isar und Lech“,

© 2014 Neuer Umschau Buchverlag GmbH.

KurzInfo

Erbauung: 1966

Übernahme: 2007

Mitarbeiter: 34

Angebotsspektrum: Hotelbetrieb mit 45 Zimmern, öffentliches

À-la-carte-Restaurant „Alte Stube“, Sonnen terrasse

in zweiter Lage mit Blick auf das Wettersteinmassiv,

„Bavaria Spa“ mit Wellnessbehandlungen auch für

externe Gäste

Parkhotel Wallgau

Barmseestraße 1

82499 Wallgau (Oberbayern)

Tel. 08825 290

info@parkhotel-wallgau.de

www.parkhotel-wallgau.de

103


Firmenporträt

KurzInfo

Träumen, durchatmen, sich verwöhnen und begeistern

lassen. Perfekt entspannen, unglaublich aktiv sein oder

einfach nur erfolgreich Tagen. All das treffen Sie an einem

einzigen Ort, am schönen Badersee im Zugspitzdorf

Grainau. Deutschlands höchster Berg, die Zugspitze, bildet

den natürlichen Hintergrund für Ihren Aufenthalt

im Loisachtal.

Schon unter Märchenkönig Ludwig II. entwickelte sich

dieser Ort zu einem beliebten Ausflugsziel mit Gastro -

nomie, an dem auch viele Künstler ihre Tage verbrachten.

Heute präsentiert sich das Hotel am Badersee als außergewöhnliche

Location mit einem einzigartigen Am biente in

der eindrucksvollen Naturkulisse der Bayerischen Alpen.

Hotel am Badersee

Am Badersee 1–5

82491 Grainau

Tel. 08821 821-0

info@hotelambadersee.de

www.hotelambadersee.de

KurzInfo

Unser Hotel – unmittelbar am Murnauer Naturschutz -

gebiet und unweit der Seen gelegen – profitiert von einer

Naturkulisse sondergleichen. Zwischen München und

Garmisch-Partenkirchen entführen wir Sie in eine Welt,

in der Körper, Geist und Seele zur Ruhe kommen. Unsere

71 geschmackvoll eingerichteten Zimmer und Suiten mit

Blick auf die Alpen, das Restaurant Murnauer Reiter sowie

die etwa 2500 m² große Sauna- und Badelandschaft

tragen zur Erholung bei.

Eröffnet: 1967

Mitarbeiter: ca. 90

Angebotsspektrum: Hotel, Restaurant, Bar, Tagungsbereich

sowie Festsaal

Alpenhof Murnau – Hotelgesellschaft mbH

Ramsachstraße 8

82418 Murnau a. Staffelsee

Tel. 08841 491-0

info@alpenhof-murnau.com

www.alpenhof-murnau.com

104


Firmenporträt / Wirtschaft & Entwicklung

KurzInfo

Am Fuße der Buckelwiesen zwischen Krün und Mittenwald

liegt der Alpen-Caravanpark Tennsee mit seinem Restaurant

„Mini am Tennsee“. In gemütlichem Ambiente bietet

das Restaurant bayrische und internationale Spezialitäten.

Hausgemachte Kuchen und ein reichhaltiges Salatbuffet

runden das Angebot ab. Unsere Stüberl aus Zirbenholz

eignen sich besonders für Familienfeiern und kleine

Gesellschaften. Habt’s scho reingschaut? Na dann auf

geht’s zum Tennsee!

Öffnungszeiten: 11:00 bis 22:00 Uhr

warme Küche 12:00 bis 14:30 und 18:00 bis 21:30 Uhr

Ruhetag: Dienstags in der Nebensaison; Reservierungen:

Tel. 08825 17224 oder E-Mail: info@camping-tennsee.de

Auf Ihr Kommen freuen sich Familie Zick und ihr Team.

Restaurant/Café „beim Mini“

am Alpen-Caravanpark Tennsee

Armin und Andreas Zick oHG

Am Tennsee 1

82494 Krün

info@camping-tennsee.de / www.camping-tennsee.de

Verkehrsinfrastruktur & ÖPNV

Verkehrsinfrastrukturmäßig ist der Landkreis auf der

Schiene durch die Bahnstrecken München–Innsbruck

(Werdenfelsbahn), Murnau a. Staffelsee–Oberammergau

und Garmisch-Partenkirchen–Reutte/Tirol (Außerfernbahn)

sowie auf der Straße durch die Bundesautobahn 95, die

Bundesstraßen 2, 11, 23 sowie durch ein Netz von Staats-,

Kreis- und Gemeindestraßen erschlossen.

Für den allgemeinen öffentlichen Personennahverkehr

(ÖPNV) ist der Landkreis zuständig. Der Markt Garmisch-

Partenkirchen ist für sein Gebiet zuständiger Träger des

ÖPNV. Der Schienenpersonennahverkehr (SPNV) als Teil

des öffentlichen Personennahverkehrs wird von der

Bayerischen Eisenbahngesellschaft im Auftrag des Baye -

rischen Staatsministeriums des Innern, für Bau und

Verkehr geplant, finanziert und kontrolliert.

Der Landkreis nimmt seinen gesetzlichen Auftrag hinsichtlich

der Planung, Organisation und Sicherstellung des

ÖPNV sehr ernst. Auf der Grundlage eines Nahverkehrsplanes

– der alle fünf Jahre fortgeschrieben wird – hat der

Landkreis mit Verkehrsunternehmen Verträge geschlossen,

damit in der Fläche ein Grundangebot an öffentlichem

Nahverkehr sichergestellt wird.

Das Angebot besteht aus den drei Säulen Regional -

verkehr, Nahverkehr und Ortsbuslinien. Während die

Regionalbusse die Verbindungen zu den Zentren in den

benachbarten Landkreisen unterhalten, dienen die Nahbuslinien

der Anbindung der verschiedenen Orte innerhalb

des Landkreises und verkehren grundsätzlich im

Ein-Stunden-Takt. Die Ortsbusse dagegen bedienen

verschiedene Punkte innerhalb einer Gemeinde oder

zwischen zwei benach barten Gemeinden.

Damit dieses dichte Liniennetz im Interesse der Mobilität

der Bevölkerung angeboten werden kann, muss der

Landkreis die Verkehrsleistungen aus öffentlichen Mitteln

bezuschussen. So betragen die Zuschussmittel des Landkreises

im Jahr 2015 rund 480 000 Euro. Die Mittel fließen

hauptsächlich in die Buslinien, die von der Regional -

verkehr Oberbayern GmbH (RVO) betrieben werden.

105


Wirtschaft & Entwicklung

Der Zuschuss verteilt sich dabei im Wesentlichen auf

die Nahverkehrslinien:

– Garmisch-Partenkirchen–Oberammergau–Echelsbacher

Brücke („Ammertalbus“)

– Garmisch-Partenkirchen–Grainau–Eibsee („Eibseelinie“)

– Oberammergau–Schloss Linderhof („Graswangtalbus“)

und die Regionalbuslinien

– Garmisch-Partenkirchen–Mittenwald–Krün–Wallgau–

Kochel a. See–Bad Tölz („Isartalbus“)

– Murnau a. Staffelsee–Ohlstadt–Kochel a. See

(„Kochelseebus“)

Der ÖPNV ist für die Mobilität der

Bewohner und Gäste des Land -

kreises ein unverzichtbarer Bestandteil.

106


Wirtschaft & Entwicklung

Modellkommune Elektromobilität

Garmisch-Partenkirchen

Das zentrale Ziel des Forschungsvorhabens „e-GAP

Modellkommune Elektromobilität“ ist ein ganzheitliches

(Elektro-)Mobilitätsprojekt, mit dem geprüft werden soll,

ob die innovativen Technologien auch tatsächlich im Alltag

eingesetzt werden können. Eine Vielzahl von starken

Industrie- und Forschungspartnern arbeitet auf der e-GAP

Plattform an der (E-)Mobilität von morgen.

e-GAP besteht aus verschiedenen Verbundvorhaben,

die durch die Koordination vor Ort miteinander vernetzt

werden. Damit entsteht ein ganzheitliches Bild der Elektromobilität

in besonderen, ländlich touristischen Räumen.

Sowohl der Kauf eines Elektrofahrzeugs, die Miete als

auch das Sharing werden als Modelle für Bürger, Besucher

und Unternehmen betrachtet.

Im Bereich der Elektromobilen Flotte und der Micromobilität

untersuchen zudem verschiedene Hersteller, wie

die Deutsche Bahn, BMW und Audi, aber auch Forschungseinrichtungen,

wie die TU München und die Universität

Passau, elektromobile Fahrzeugkonzepte im

Alltagseinsatz bei Touristen, Bürgern und Gewerbetrei -

benden.

Die infrastrukturelle Basis hierfür ist eine intelligente

Ladeinfrastruktur, die unter anderem von Fraunhofer IAO

in Garmisch-Partenkirchen vorangetrieben wird. Die Aus -

legung und Optimierung des kommunalen Stromnetzes

wird von GE und der Forschungsstelle für Energie -

wirtschaft gemeinsam mit den lokalen Gemeindewerken

bearbeitet.

Neben den Fahrzeug- und Infrastrukturprojekten stellt

das durch die DB Fuhrpark und das InnoZ erstellte Projekt

„e-GAP intermodal“ eine Besonderheit von e-GAP dar. In

dieser Projektgruppe werden auf der Basis neuer Antriebe

intelligente Mobilität sowie Karten- und IT-Lösungen auf

Basis einer Realbetrachtung des Verkehrskonzepts in

Garmisch-Partenkirchen entwickelt.

Das regionale Kompetenzzentrum Elektromobilität

koordiniert alle Projekte und bereitet für die Nachhaltigkeit

der Forschungsthemen einen fruchtbaren Boden. Zusätzlich

unterstützt es die Forschungsbeteiligten durch Netzwerkarbeit,

Kommunikation und Veranstaltungen. Gefördert

wird das Projekt vom Markt Garmisch-Partenkirchen

und dem Bayerischen Wirtschaftsministerium.

Die Modellkommune Elektromobilität Garmisch-Partenkirchen

hat sich damit als Plattform für die (Weiter-)Entwicklung

von E-Mobilität etabliert. Sie bietet Unternehmen

und Forschungseinrichtungen für zukünftige Forschungsund

Entwicklungsvorhaben hervorragende Vorausset -

zungen und schafft vor Ort Ansätze für neues Mobilitätsdenken

und nachhaltige Entwicklung der Region.

Der Landkreis hat

sich als „e-GAP

Modell kommune

Elektromobilität“

etabliert.

107


Wirtschaft & Entwicklung

Die Projekte in e-GAP:

e-GAP intermodal: Barrierefreie Vernetzung von ÖPNV und

elektromobilem Angebot

sun2car: Klima- und kosteneffiziente Mobilität mit elektromobilem

Zweitwagen

MINI-E: Kurzzeitvermietung attraktiver Elektrofahrzeuge

im touristischen Umfeld

Quadrad: Entwicklung und Erprobung einer innovativen

Mobilitätsform

Intelligente Ladeinfrastruktur: Management und Kommunikation

eines innovativen Ladeinfrastrukturnetzes

Intelligente Ladeinfrastruktur plus: Detektion von Parkraum

und Reservierung von Ladepunkten

Smart Grid: Netzstabilisierung und Netzmanagement für

die elektromobile Zukunft

Smart Grid Controller: Entwicklung eines Regelalgo -

rithmus zur Reduzierung von Netzausbaukosten

Kompetenzzentrum Elektromobilität: Koordination und

Kommunikation für elektromobile Kompetenz in und aus

Garmisch-Partenkirchen

Kontakt:

Kompetenzzentrum Elektromobilität

Garmisch-Partenkirchen

Kompetenzzentrum Sport Gesundheit Technologie

GmbH

Mittenwalder Straße 39

82467 Garmisch-Partenkirchen

Ansprechpartner Koordination e-GAP

Dr. Christoph Ebert

Tel. 08821 966977-10

Ansprechpartner Projektleiter e-GAP

Ilkkan Karatas

info@e-gap.de

Weitere Informationen unter

www.e-gap.de

Die Partner von e-GAP:

– GE Global Research Deutschland

– Gemeindewerke Garmisch-Partenkirchen

– Fraunhofer IAO

– Institut für Rundfunktechnik (IRT)

– Chargepartner GmbH

– Continental

– Leber System Technik

– BMW Group

– Universität Passau

– Die Bahn

– Innovationszentrum für Mobilität und gesellschaft lichen

Wandel (InnoZ) GmbH

– Lehrstuhl für Fahrzeugtechnik

– Technische Universität München

– Audi

– Forschungsstelle für Energiewirtschaft e. V.

– Kompetenzzentrum Sport Gesundheit Technologie

GmbH

– Landkreis Garmisch-Partenkirchen

Gefördert vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft

und Medien, Energie und Technologie und dem

Markt Garmisch-Partenkirchen.

108


Firmenporträt / Wirtschaft & Entwicklung

Die Kompetenzzentrum Sport Gesundheit

Tech nologie GmbH unterstützt die Zusammenarbeit

zwischen Unternehmen, Forschungseinrichtungen,

Organisationen und Verbänden/Vereinen aus dem

Bereich Sport, Gesundheit und Technologie, um neue

Ideen und Projekte in der Region wirksam voranzu -

treiben. Mit der Übernahme der Koordination des Forschungs-

und Entwicklungsprojekts „Modellkommune

Elektro mobilität Garmisch-Partenkirchen“ führt das

Zentrum ein bedeutendes Mobilitätsprojekt für die

Region und die Branche.

Kompetenzzentrum Sport Gesundheit

Technologie GmbH

Hindenburgstraße 14

82467 Garmisch-Partenkirchen

Tel. 08821 9430322

info@sport-gesundheit-technologie.de

www.sport-gesundheit-technologie.de

Euregio Zugspitze – Wetterstein – Karwendel

Ratgeber und Kontaktstelle für

grenzüberschreitende Projekte

Die Euregio Zugspitze – Wetterstein – Karwendel ist ein

freiwilliger und partnerschaftlicher Zusammenschluss von

mehr als 20 Gemeinden und weiteren Institutionen in der

bayerisch-österreichischen Grenzregion. Sie versteht sich

in erster Linie als Service- und Beratungsstelle für grenzübergreifende

Projekte. Die Geschäftsstelle hat ihren Sitz

in Garmisch-Partenkirchen. Ziel der Euregio ist es, die

Zusammenarbeit zwischen Gemeinden, Vereinen, Organisationen

und Institutionen in der Region zu stärken und

grenzbedingte Hemmnisse abzubauen.

Seit ihrer Gründung im Jahr 1998 engagiert sich die

Euregio ZWK für ein gewinnendes Miteinander in der Programmregion.

Ihr Ziel ist es, die grenzüberschreitende

Zusammenarbeit zu stärken und einen Beitrag zum Aufbau

langfristiger und nachhaltiger Kooperationen auch

über die Projektdauer und Förderperiode hinaus zu leisten.

Als Kontaktstelle ist die Euregio ZWK Drehscheibe und

Ratgeber für grenzüberschreitende Projekte, die aus dem

INTERREG V-A Programm Österreich-Deutschland/Bayern

2014–2020 gefördert werden. Sie berät potenzielle Projektwerber

und hilft bei der Organisation und Durchführung

von Maßnahmen, die eine nachhaltige Entwicklung des

gemeinsamen Wirtschafts-, Arbeits- und Lebensraums

zum Ziel haben. Darüber hinaus sollen bestehende Kooperationsstrukturen

weiter unterstützt und gefestigt werden,

um ein langfristiges Zusammenwachsen der Regionen zu

fördern.

Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit ist fester

Bestandteil der Europäischen Kohäsionspolitik. Mit dem

INTERREG V-A Programm Österreich-Deutschland/Bayern

stellt die Europäische Union für die Strukturfondsperiode

2014-2020 insgesamt rund 54,5 Mio. Euro aus Mitteln des

Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung zur Ver -

fügung. Förderwürdige Projekte können in der Regel mit

bis zu 75 Prozent kofinanziert werden. Unterstützt bzw.

gefördert werden Projekte, die grenzüberschreitend von

mindestens zwei Partnern (Tirol/Bayern) gemeinsam

umgesetzt werden. Verpflichtend sind dabei die gemein -

same Aus arbeitung sowie die gemeinsame Umsetzung

des Projekts. Darüber hinaus muss entweder das Ko ope -

rationskri terium der gemeinsamen personellen Aus -

stattung oder der gemeinsamen Finanzierung erfüllt sein.

109


Wirtschaft & Entwicklung

Für das Buch

„Grenzgeschichten“

erzählten

ältere Mitbürger

aus ihrem Leben.

Beispielgebend für eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit

ist das Buchprojekt „Grenzgeschichten“. Als

Projektpartner arbeiteten die vier Gemeinden Mittenwald,

Leutasch, Scharnitz und Seefeld zusammen, wobei letztere

die „Leadpartnerschaft“ übernahm. In jedem der Orte

interviewte ein Projektteam ältere Bürgerinnen und Bürger.

Diese erzählten von ihrem täglichen Leben, ihren

Familien, ihren Erlebnissen vor und während des Zweiten

Weltkriegs, den beschwerlichen Aufbaujahren danach und

der Zeit des Wirtschaftsaufschwungs bis heute. Ihre

Lebenserinnerungen sind im Mai 2015 in einem 200 Seiten

starken Buch erschienen. Ermöglicht wurde das Buch -

projekt „Grenzgeschichten“ durch finanzielle Unter -

stützung der Europäischen Union aus Mitteln des Euro -

päischen Fonds für Regionale Entwicklung.

Kontakt:

Euregio Zugspitze – Wetterstein – Karwendel

Burgstraße 15

82467 Garmisch-Partenkirchen

Tel. 08821 751-431

Fax 08821 751-432

euregio@lra-gap.de

www.euregio-zwk.org

110


Wirtschaft & Entwicklung

Metropolregion München

Mehr Region. Mehr Möglichkeiten. Als Teil der Metropol -

region München gehört der Landkreis Garmisch-Parten -

kirchen zu einem der attraktivsten Standorte und Lebensräume

Europas. Um diese Attraktivität weiter zu stärken,

engagieren sich im Verein Europäische Metropolregion

München (EMM) e.V. Landkreise und Städte gemeinsam

mit Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft. Ein Mitglied

der ersten Stunde: der Landkreis Garmisch-Partenkirchen.

Die Region: Wirtschaftskraft und Lebensqualität

Die Metropolregion München umfasst weit mehr als das

Münchner Umland: Sie reicht von Eichstätt im Norden bis

Garmisch-Partenkirchen im Süden und von Dillingen an

der Donau und dem Ostallgäu im Westen bis nach

Alt ötting im Osten. Auf einer Fläche von über 25 000

Quadratkilometern leben hier rund 5,8 Millionen Bürger –

etwa jeder 14. Deutsche ist somit in der Metropolregion

München zu Hause.

Die gesamte Region zeichnet sich durch eine sehr hohe

Wirtschaftskraft aus, bei Studien und Rankings erreicht sie

Jahr für Jahr Spitzenplätze. Die Arbeitslosenzahlen sind im

nationalen und internationalen Vergleich sehr niedrig,

auch dank einer sehr gesunden Mischung aus international

agierenden Unternehmen und erfolgreichen regio -

nalen Betrieben. Die unverwechselbaren Landschaften des

Alpenvorlandes, das große kulturelle Angebot und Freizeitmöglichkeiten,

die keine Wünsche offen lassen, ver -

111


Wirtschaft & Entwicklung

leihen der Metropolregion München einen ganz be son -

deren Charme, locken jedes Jahr Millionen Gäste an und

sind Garant einer hohen Lebensqualität für ihre Bewohner.

Die unvergleichliche Natur ist ein Hauptkriterium für die

Zufriedenheit der Bewohner und Gäste der Region und für

die hohe Lebensqualität im Landkreis.

Der Verein: Netzwerk für eine ausgeglichene

Entwicklung der Region

Der EMM e. V., zu deren Gründungsmitgliedern der Landkreis

Garmisch-Partenkirchen 2009 gehörte, ist ein offenes

Netzwerk und bietet die Plattform für Kooperationen über

Institutionsgrenzen hinweg. Zu den über 200 Mitgliedern

gehören neben 32 Landkreisen und kreisfreien Städten

etliche kreisangehörige Kommunen, lokale und internationale

Wirtschaftsunternehmen, Verbände, Bildungs- und

Forschungseinrichtungen aus der gesamten Region. Diese

arbeiten zu den Themen Wissen, Wirtschaft, Umwelt, Mobilität,

Kultur und Ländlicher Raum zusammen und tragen

so zur nachhaltigen Entwicklung der Metropolregion München

bei. Durch die Kooperation zwischen Stadt und Land,

Wirtschaft und Politik wird die Gesamtregion gestärkt, um

die Lebensqualität für die Bürger weiter zu steigern.

Aktuelle Projekte: Mit einem Ticket durch

die Metropolregion

Aus dem erfreulichen wirtschaftlichen Erfolg der Metropolregion

München entstehen auch Herausforderungen, wie

der weitere Ausbau nötiger Infrastrukturen und eine

Verbesserung der Mobilitätsangebote, besonders im

öffentlichen Nahverkehr, die Schaffung von ausreichend

bezahlbarem Wohnraum, Fragen der Energieversorgung,

die Weiterentwicklung von Bildungsangeboten insbe -

sondere in ländlichen Gegenden sowie Strategien, dem

sich verschärfenden Fachkräftemangel zu begegnen.

Diesen Herausforderungen begegnen die Mitglieder des

EMM e. V. gemeinsam.

Ein besonderer Schwerpunkt wird in den kommenden

Jahren auf Fragen der Mobilität liegen. So arbeitet man im

Verein aktuell daran, die Angebote des öffentlichen Personennahverkehrs

für die Menschen in der Region noch

attraktiver zu machen. “Mit einem Ticket durch die ganze

Metropolregion“, lautet die Vision. Hierzu wird derzeit an

einer Grundlagenstudie gearbeitet, die mögliche Kooperationsformen

der Verkehrsverbünde in der Metropolregion

untersucht. Denn viele Bewohner der Region bewegen

sich tagtäglich über die Grenzen dieser Verkehrsverbünde

hinweg. Künftig könnte es also heißen: „In Garmisch in

den Zug steigen und mit einem Ticket bis nach Eichstätt

fahren.“

112


Natur & Umwelt

NATUR & LANDWIRTSCHAFT

Der Landkreis Garmisch-Partenkirchen zeichnet sich durch

eine für Mitteleuropa einzigartige Naturlandschaft aus.

Ausschlaggebend hierfür sind vor allem die geografische

Lage, die geologischen Bedingungen, die besonderen Klimaverhältnisse

am Alpenrand, wie zum Beispiel wärmebegünstigte

Föhntäler, sowie die größtenteils noch extensiv

betriebene kleinbäuerliche Landwirtschaft. Die sozialen

Strukturen und die Einstellung der einheimischen Bevölkerung

zur Natur und Landschaft tragen dazu bei, dass in fast

einmaliger Weise eine den Zielen des Naturschutzes entsprechende

Landbewirtschaftung erfolgt. Der Reichtum an

historisch gewachsenen Kulturlandschaften ist auch die

Grundlage für die Bewerbung zum UNESCO-Weltkultur -

erbe. Dass dieser Reichtum noch vorhanden ist, ist Ausdruck

einer tiefen Verbundenheit der Bewirtschafter mit

diesem Erbe.

Einzigartig sind die Buckelwiesen bei Mittenwald

sowie am Haus- und Kranzberg als größtes zusammenhängendes

Buckelwiesengebiet in Bayern. Sie beherbergen

aufgrund ihres Strukturreichtums eine Vielzahl (stark)

gefährdeter Pflanzen- und Tierarten. Weitere sehr wertvolle

Magerrasenbereiche sind die Wiesmahdhänge bei Oberund

Unterammergau und der Heuberg bei Eschenlohe, die

vor allem eine hohe floristische Artenvielfalt und eine sehr

wertvolle Tagfalterfauna aufweisen. Die Buckelwiesen und

Wiesmahdhänge sind auf eine extensive Nutzung angewiesen.

In der Vergangenheit sind am bayerischen Alpenrand

durch die Einebnung von Buckelwiesen und die

Intensivierung der Nutzung große Flächen verloren gegangen,

so dass nur noch zwei Prozent der ursprünglichen

Buckelfluren erhalten sind. Heute stellt jedoch die Aufgabe

der lebensraumerhaltenden extensiven Nutzung eine

Gefahr da, da beim anschließenden Brachfallen von

Flächen (bis hin zur Verbuschung und Wiederbewaldung)

die wertvollen Artvorkommen verdrängt werden. Durch

den intensiven Einsatz von Förderprogrammen werden

inzwischen erhebliche Anstrengungen zum Erhalt dieser

naturschutzfachlich und kulturhistorisch bedeutenden

Flächen unternommen.

Das Murnauer Moos ist mit etwa 30 Quadratkilo -

metern zusammenhängender Hoch- und Niedermoor -

fläche das bedeutendste Moorgebiet Süddeutschlands. Im

Ge samtgebiet kommen ungefähr 1000 Pflanzenarten vor,

davon weit über 100 bayernweit gefährdete. Außerdem

oben: Buckelweisen bei Mittenwald; Mitte: Murnauer Moos im Frühling;

unten: Blick ins Reintal

113


Natur & Umwelt

Ein Viertel der landwirtschaftlichen

Nutzfläche des

Landkreises wird

im Rahmen des

Vertragsnaturschutzprogramms

gefördert.

wurden hier etwa 30 in Bayern vom Aussterben bedrohte

Tierarten kartiert. Das Murnauer Moos, die Moore westlich

des Staffelsees und die Loisach-Kochelseemoore bilden

ein fast durchgehendes Band am Alpenrand, das eines der

bedeutendsten Feuchtgebiete Mitteleuropas darstellt. In

den Alpentälern gehören das Pfrühlmoos, das Ettaler

Weidmoos, Pulvermoos und das Kocheler Filz zu den Hotspots

der Artenvielfalt. Die Moorgebiete sind unter anderem

Lebensraum für wiesenbrütende Vogelarten wie

Wachtelkönig, Bekassine und Braunkehlchen.

Im Landkreis Garmisch-Partenkirchen sind knapp 35

Prozent der Landkreisfläche als Naturschutzgebiet ge -

schützt. Mit diesem Flächenanteil liegt der Landkreis weit

über dem Durchschnitt von 5,1 Prozent im bayerischen

Alpen- und Voralpengebiet. Auch das größte Naturschutzgebiet

Bayerns, das Ammergebirge, liegt größtenteils im

Landkreis Garmisch-Partenkirchen. Neben den bereits

erwähnten Naturschutzgebieten gibt es aktuell elf weitere

flächenhafte Naturdenkmäler und drei geschützte Land -

schafts bestandteile.

Mit der Flora-Fauna-Habitat- und Special-Protection-

Area-Richtlinie (FFH- und SPA-Richtlinie) hat die Euro -

päische Union die rechtliche Grundlage für einen umfassenden

europaweiten Biotopverbund geschaffen. Ziel der

FFH-Richtlinie ist es, zur dauerhaften Sicherung der biologischen

Vielfalt auf dem Gebiet der Europäischen Union

ein kohärentes ökologisches Netz besonderer Schutzgebiete

mit der Bezeichnung „NATURA 2000“ zu errichten.

Im Landkreis Garmisch-Partenkirchen wurden 19 FFH- und

6 SPA-Gebiete gemeldet. Dabei handelt es sich überwiegend

um großflächige alpine Lebensräume, Moorgebiete

oder Extensivwiesen. Die Flächen des NATURA 2000-

Netzes umfassen 54 Prozent der Landkreisfläche. Der

Flächenanteil liegt damit weit über dem Landesdurchschnitt

von 11,3 Prozent (Quelle: ABSP, 2007).

Mit der Ausweisung von Natura2000-Gebieten wurde

eine wichtige Voraussetzung dafür geschaffen, dass Fördermittel,

die für den Erhalt der extensiv genutzten Kulturlandschaft

notwendig sind, auch in Zukunft vorrangig dem

Landkreis Garmisch-Partenkirchen zugute kommen. So

konnte erreicht werden, dass inzwischen ein Viertel der

landwirtschaftlichen Nutzfläche des Landkreises im Rahmen

des Vertragsnaturschutzprogramms im Umfang von

jährlich rund 2,9 Mio. Euro gefördert werden. Ein wichtiges

Ziel für unsere Landwirtschaft ist es aber nicht allein,

ausreichende Fördermittel zu erhalten, sondern auch die

qualitativ hochwertigen regionalen Produkte unserer Bergbauern

in Wert zu setzen. Die Regionalvermarktung wurde

deshalb als wichtige Zielsetzung für die zukünftige

LEADER-Förderung festgelegt. Derzeit gibt es vielver -

sprechende Überlegungen zur Ausweitung der Vermarktung

von Produkten des Murnau-Werdenfelser Rindes.

Auch für Lamm- und Ziegenfleisch aus dem Landkreis und

dem landkreiseigenen Kreisschlachthof sollen wirtschaft -

liche Vermarktungswege eröffnet werden, die regionale

Wirtschaftskreisläufe stärken.

114


Natur & Umwelt

ABFALLWIRTSCHAFT

Im Landkreis gibt es zahlreiche Möglichkeiten Abfälle,

getrennt zu entsorgen oder aber einer Wiederverwertung

zuzuführen. Das Sachgebiet Abfallwirtschaft ist zuständig

für die Landkreisgemeinden mit Ausnahme des Marktes

Garmisch-Partenkirchen. Die Gemeindewerke des Marktes

Garmisch-Partenkirchen führen die Abfallentsorgung in

eigener Zuständigkeit durch.

Infos zur Abfallentsorgung

gibt es bei der Abfallberatung des Landratsamtes unter

den Telefonnummern 08821 751-376 und 751-363 oder im

Internet unter www.lra-gap.de/de/abfall.html.

Grüngut

können private Haushalte das ganze Jahr über kostenfrei

an den Müllumladestationen in Mittenwald, Oberammergau

und Schwaiganger anliefern. Die Anlieferung von

Gras- und Rasenschnitt ist hingegen gebührenpflichtig. Im

Frühjahr und Herbst eines Jahres finden darüber hinaus

Grüngut-Aktionen statt, bei denen Gartenabfälle kostenlos

auf den Wertstoffhöfen angenommen werden. Auskünfte

zur ganzjährigen Anlieferung von Grüngut bei der Bio -

abfallverwertungsanlage in Garmisch-Partenkirchen erteilen

die Gemeindewerke Garmisch-Partenkirchen unter der

Telefonnummer 08821 753-330.

Hausmüll

Der Hausmüll wird getrennt nach Rest- und Biomüll

abgefahren. Die Abfuhrtermine werden in einem Abfuhrkalender

veröffentlicht und sind bei den Gemeindeverwaltungen,

den Wertstoffhöfen und im Internet erhältlich.

Rest- und Biomülltonnen werden 14-tägig im Wechsel

entleert.

Sperrmüll

kann auf Anforderung zweimal im Jahr abgeholt werden.

Die dafür erforderlichen Abfuhrkarten gibt es gegen

Gebühr bei den Gemeindeverwaltungen.

Papier

Die Entleerung der Papiertonne erfolgt 4-wöchentlich.

Darüber hinaus gibt es in vielen Gemeinden Vereins- und

Straßensammlungen.

Glas

Zur Entsorgung von Behälter- bzw. Verpackungsglas

stehen nach wie vor an etwa 80 Standorten im Landkreis

rund 500 Glascontainer zur Verfügung.

Gelber Sack

Gelbe Säcke zur Entsorgung von Verkaufsverpackungen

mit dem Grünen Punkt sind auf allen Wertstoffhöfen sowie

den meisten Gemeindeverwaltungen erhältlich. Die

Abholung der Säcke erfolgt 4-wöchentlich durch eine vom

Dualen System Deutschland beauftragte Firma.

Sondermüll

wird dreimal jährlich in allen Gemeinden durch das Schadstoffmobil

entsorgt. Auch diese Termine sind im Abfuhr -

kalender enthalten.

Elektroaltgeräte

müssen bundesweit seit März 2006 vom Endverbraucher

getrennt vom sonstigen Restmüll entsorgt werden. Der

Landkreis übernimmt diese ausgedienten Geräte kostenlos

an bestimmten hierfür eingerichteten Annahmestellen.

Wertstoffe

werden an 19 Wertstoffhöfen im Landkreis gesammelt. Für

jeden Wertstoffhof gibt es ein eigenes Infoblatt, welches

Auskunft gibt über Öffnungszeiten und welche Wertstoffe

angenommen werden.

Müllumladestationen

Bei diesen zentralen Entsorgungsanlagen können Abfälle

und Wertstoffe in der Regel gebührenpflichtig entsorgt

werden. Die Müllumladestationen befinden sich bei

Schwaiganger, in Garmisch-Partenkirchen, Mittenwald und

Oberammergau.

Deponie Schwaiganger

Die Deponie Schwaiganger wurde im Mai 1983 erstmals in

Betrieb genommen. Bis zur endgültigen Verfüllung im Jahr

1993 fingierte sie als Hausmülldeponie für den Landkreis

Garmisch-Partenkirchen. Danach wurde die Deponie als

Umladestation für Restabfälle bzw. auch Wertstoffe (zum

115


Natur & Umwelt

Beispiel Altholz, Altreifen usw.) benutzt, die in Verbrennungs-

oder sonstigen Aufbereitungsanlagen weiter -

behandelt wurden.

Seit Oktober 2013 ist es möglich, auf einer Erweiterungsfläche

der Deponie (Bauzeit 1. Bauabschnitt ca.

08/2012 – 08/2013) bestimmte mineralische Abfälle wieder

abzulagern.

Nähere Informationen hierzu können Sie auf der Internetseite

des Landkreises unter der Rubrik Abfall -

wirtschaft/Deponie Schwaiganger/„Entsorgung von mineralischen

Abfällen“ abrufen.

Der Hausmüll wird getrennt nach Rest- und Biomüll

abgefahren. Die Abfuhrtermine werden in einem Abfuhr -

kalender veröffentlicht und sind bei den Gemeinde -

verwaltungen, den Wertstoffhöfen und im Internet

erhältlich.

Abfallwirtschafts- und Gebührensatzung

Satzungsfragen werden im Landratsamt unter der Telefonnummer

08821 751-209 beantwortet.

Gebührensätze, -bescheide sowie

Tonnenaufstellung und -abholung

Fragen dazu werden im Landratsamt unter den Telefonnummern

08821 751-337 und 751-371 beantwortet.

116


Firmenporträt

Wertstoff Bader Entsorgungs GmbH –

der Umwelt verpflichtet

Wertstoff Bader ist ein Familienunternehmen und

entsorgt und recycelt bereits seit 1952. Seit dieser Zeit

betreibt die Familie Klinger, vormals Bader, erfolgreich

ihren Verwertungs- und Entsorgungsbetrieb. Den Anfang

machte das Unternehmen im Schrottbereich. Schon bald

aber erweiterte der Betrieb seine Kompetenzen. Nachdem

in den 1960er-Jahren die Entsorgung von Papier

hinzugekommen war, orientierte sich Wertstoff Bader

bald auch nach vielen anderen Materialien. Heute

werden sämtliche Kunststoffe entsorgt, auch Folien,

Altholz, Grüngut, Altpapier, Schrott, Autos sowie elek -

tronische Geräte. So wurde aus dem einst auf Schrott

spezialisierten Entsorgungsunternehmen eine Firma,

die über 120 verschiedene Stoffe entsorgen kann.

Dass der Betrieb einen enormen Wachstumsschub erfahren

hat, liegt auf der Hand. „Vor 30 Jahren waren wir

noch zu zweit. Heute sind etwa 50 Mitar beiter bei uns

beschäftigt“, sagt Geschäftsführer Robert Klinger. Allein

für die vielen verschiedenen Metalle seien unterschied -

liche Aufbereitungsmethoden nötig, erläutert der Fachmann.

Dem studierten Energietech niker ist dabei von

Anfang an auch ein verantwortungsvolles Handeln der

Umwelt gegenüber ein großes Anliegen. Seit dem Ende

der 1980er-Jahre hat das Thema Recycling eine besonders

hohe Priorität für das als Entsorgungsfach betrieb

zertifizierte Unternehmen. Stoffe, die noch eine Wertigkeit

besitzen und anderweitig verwendet werden

können, werden bei Wertstoff Bader aufbereitet und an

entsprechend zertifizierte Firmen weitergegeben. Eines

von vielen Beispielen ist die Altpapiersparte. Wertstoff

Bader bereitet das Altpapier des gesamten Landkreises

wieder auf und liefert es u. a. in die Papierfabrik nach

Schongau.

Diesen großen Wertstoffkreislauf möchte Robert Klinger

bewusst aufrechterhalten. Deshalb kommen die Mit -

arbeiter von Robert und Monika Klinger auch zum

Kunden vor Ort, um Entsorgungen durchzuführen, sei

es mit kleinen Pritschenwagen, mit Pressfahrzeugen

oder Containern (von 120 l bis zu 40 m 3 ). Ob Gewerbe,

Kommunen oder auch Privatpersonen – Wertstoff Bader

hat für jede Anforderung das richtige Entsorgungs -

konzept und ist Partner der Firmen Logex, Interseroh

und Zentek.

Wertstoff Bader

Entsorgungs GmbH

Loisachauen 27

82467 Garmisch-Partenkirchen

Tel. 08821 9500-0

info@wertstoff-bader.de

www.wertstoff-bader.de

117


Bauen / Firmenporträt

BAUEN IM LANDKREIS

Der Landkreis Garmisch-Partenkirchen ist einer der

schönsten Landkreise Deutschlands. Zu dieser besonderen

Attraktivität trägt nicht nur seine einzigartige Natur bei,

sondern auch seine malerisch liegenden Orte und die

typisch voralpenländischen Gebäude, die das Landschaftsbild

mit prägen. Neben den zu beachtenden Baugesetzen

gibt es in vielen Gemeinden des Landkreises auch Orts -

gestaltungssatzungen. Diese dienen dem Schutz der einmaligen

Orts- und Landschaftsbilder und sollen die regionale

und orts typische Bauweise bewahren.

Orts- und regionaltypisch sind schlichte, langge -

streckte rechteckige Baukörperformen, vor allem im süd -

lichen Landkreis sehr flach geneigte Dächer ohne Dach -

aufbauten wie zum Beispiel Gauben, Zwerchgiebel und

Quergiebel. Typisch sind auch Elemente wie Balkone, Holzverschalungen

und Vordächer.

Wenn Sie als Bauherr/in oder Ihr Architekt oder Planfertiger

unsicher sind, können Sie sich schon während der

Planungsphase bei der Bauverwaltung im Landratsamt

informieren. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beraten

Sie gerne und geben Auskunft, was bauplanungsrechtlich,

bauordnungsrechtlich oder nach den Ortsgestaltungs -

satzungen zulässig ist. Die Bauverwaltung bietet auch

direkt vor Ort bei den Gemeinden Beratungsmöglichkeiten

an und kann bei Bedarf alternative Planungsvarianten

sowie Lösungsmöglichkeiten aufzeigen. Die entsprechenden

Termine sind auf der Internetseite des Landkreises

unter www.lra-gap.de/de/amtstage.html zu finden.

Als Untere Denkmalschutzbehörde erteilt das Landratsamt

auch Erlaubnisanträge nach Denkmalrecht. Auch

hier empfehlen wir, mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern

der Bauverwaltung vorab Kontakt aufzunehmen.

Eine Abgeschlossenheitsbescheinigung, die Sie für die

Umwandlung von Wohnungen in Eigentumswohnungen

benötigen, wird Ihnen ebenso von der Bauverwaltung ausgestellt.

Wenn Sie mit Ihrem Architekten bzw. Planfertiger den

Bauantrag stellen, achten Sie bitte auf die Vollständigkeit

der Unterlagen, das verkürzt die Bearbeitungszeit im

Genehmigungsverfahren.

Büro für Tragwerksplanung

ec-ingenieure Thomas Englerth und Partner

Partenkirchner Straße 47

82481 Mittenwald

Tel. 08823 932359

info@ec-ingenieure.de

www.ec-ingenieure.de

KurzInfo

Seit Gründung unseres Büros im Jahr 1997 ist es für uns

ein wichtiges Anliegen, im Sinne des Bauherrn mit ihm

und allen Fachplanern wirtschaftliche Lösungen zur Rea -

lisierung der Projekte zu erarbeiten.

Ein vorrangiges Kriterium für uns ist dabei die Teamarbeit,

wobei jeder unserer Mitarbeiter eigenverantwortlich und

selbstständig agiert und seine kreativen Ideen in das

Projekt einfließen lässt. Sonderlösungen zu erarbeiten –

speziell in den Bereichen Stahlbau und Holzbau – sind

für uns ebenfalls eine ständige Herausforderung.

Wir bieten Ihnen „besondere Erfahrungswerte“ in den

Bereichen: Holz- und Stahlbau, Sanierung denkmal -

geschützter Gebäude, Messebau, Industriefußböden

und Betoninstandsetzung.

118


FREIZEIT & KULTUR

Freizeit & Kultur / Museen

Denkmalschutz

Das Orts- und Landschafsbild des Landkreises Garmisch-

Partenkirchen ist geprägt durch seine Kulturlandschaft, die

sich über Jahrhunderte zu dem heutigen Bild entwickelt

hat. Die vorhandenen Siedlungs- und Bewirtschaftungsstrukturen

beinhalten mit ihren Gebäuden, Wegen und

landwirtschaftlichen Flächen bis heute Zeugnisse dieser

Entwicklung. Ziel des Denkmalschutzes ist es, Informa -

tionen über die Geschichte zu erhalten, denn diese Kenntnis

ist für unsere Gesellschaft wertvoll.

Der Denkmalschutz unterscheidet dabei im Wesent -

lichen drei Bereiche: das städtebauliche Ensemble, die

Bau- und Gartendenkmäler sowie die Bodendenkmäler.

Bei den Ensembles liegt das Schutzinteresse an den

städtebaulichen Strukturen von Siedlungseinheiten. Hier

im Landkreis gibt es sehr schöne Ortskernbereiche wie

zum Beispiel Ober- und Untermarkt in Murnau und Mittenwald

oder die Ludwigstraße in Garmisch-Partenkirchen,

die in ihrer Gesamtanlage besondere städtebauliche

Qualitäten aufweisen. Sie sind als Ensembles in die Denkmalliste

eingetragen.

Bei den Einzelbaudenkmälern liegt das denkmalfach -

liche Ziel darin, möglichst die historisch vorhandene

Bausubstanz zu erhalten. Diese Vorgabe ist mit zeit -

gemäßen Nutzungsansprüchen in Einklang zu bringen;

denn es ist bewusst, dass Gebäude nur dann dauerhaft

unterhalten werden, wenn sie auch dauerhaft Nutzungszwecke

erfüllen können. Diese Häuser beinhalten wichtige

Informationen der Baugeschichte und tragen diese lebendig

zur Schau. Viele dieser Gebäude haben zudem sehr

hohe Gestaltqualitäten. Zu nennen sind dabei sowohl die

einfachen Bauernhäuser, die aus einer historischen Bautradition

heraus entstanden sind, als auch die nach

baukünstle rischen Überlegungen von Architekten entworfenen

Gebäude mit ihren Gartenanlagen. Diese Gebäude

zu erhalten ist überaus wertvoll. Sie prägen wesentlich das

Bild des Landkreises und tragen wertvolle Informationen

über das Bauhandwerk in die Zukunft.

Die Bodendenkmäler treten häufig nicht so unmittelbar

in Erscheinung, denn sie sind im Lauf der Geschichte

vom Erdboden überdeckt worden. Dennoch gilt auch diesen

der Schutz. So gibt es im Landkreis noch Reste der

alten Römerstraße, die von Nord nach Süd über die Alpen

führte. Diese Informationen vor Ort zu erhalten oder zu

dokumentieren ist hier das angestrebte Ziel.

Museen

Werdenfels Museum –

Landkreismuseum Garmisch-Partenkirchen

Es könnte kein passenderes Gebäude für das Werdenfels

Museum geben: Es stammt aus dem 17. Jahrhundert und

steht im Herzen der historischen Partenkirchner Ludwigstraße,

durch die einst eine Handelsstraße Venedig mit

Augsburg verband.

Kontakt:

Werdenfels Museum

Ludwigstraße 47

82467 Garmisch-Partenkirchen

Tel. 08821 751-710

Fax 08821 751-719

info@werdenfels-museum.de

www.werdenfels-museum.de

Öffnungszeiten:

Dienstag bis Sonntag 10:00 bis 17:00 Uhr

Werdenfels Museum in Garmisch-Partenkirchen

119


Freizeit & Kultur / Museen

Kurhaus

in Garmisch

Das Werdenfels Museum entstand im Jahr 1895 aus

einer privaten Sammlung und ist heute eines der bedeutendsten

seiner Art in Bayern. In ihm wird die Geschichte

und Kultur des Werdenfelser Landes erlebbar: von archä -

ologischen Funden über bäuerliche Geräte und bürger -

liche Wohnkultur bis hin zur traditionellen Tracht und charaktervoll

bemalten Fastnachtsmasken. Auch heimischen

Künstlern, wie etwa dem Bildhauer Joseph Wackerle, der

im 19. Jahrhundert weltweit Spuren hinterließ, bietet das

Museum viel Raum. Ein Besuch lohnt sich für Jung, Alt

und Familien – nicht nur bei Regenwetter!

Museumsverein Werdenfels

Der Museumsverein Werdenfels e. V. fördert und befruchtet

das Werdenfels Museum. Er organisiert Ausflüge zu

Ausstellungen, veranstaltet Vorträge und bringt Kunst -

interessierte in lockerer Atmosphäre zusammen.

Der Verein fördert das Museum etwa durch Ankäufe

und bietet Mitgliedern und ihren Familien kostenlose

Museumsbesuche, Meinungsaustausch und mehr. Informationen

erhalten Interessierte bei Vereinsvorstand

Dr. Lorenz Wackerle unter der Telefonnummer 08821 3050

oder im Museum.

Kurhaus Garmisch im Michael-Ende-Kurpark

Das Kurhaus inmitten des Kurparks von Garmisch beheimatet

im Erdgeschoss die Galerie des Marktes Garmisch-

Partenkirchen mit ständig wechselnden Kunstausstellungen

und Leseräumen mit Internetzugang sowie im Obergeschoss

die Michael-Ende-Ausstellung „Der Anfang vom

Ende“. Die phantasievollen Erzählungen des weltbekannten

Schriftstellers Michael Ende bewegen seit Generationen

die Herzen von Kindern und Erwachsenen. In der

spannenden Dauerausstellung erfährt man alles über den

1929 in Garmisch geborenen Schriftsteller, von seiner

Kindheit und Jugend bis hin zu seinem Leben und Werk.

Kontakt:

Kurhaus Garmisch im Michael-Ende-Kurpark

Fürstenstraße 14

82467 Garmisch-Partenkirchen

Tel. 08821 180-7790

tourist-info@gapa.de

www.gapa.de

Öffnungszeiten:

Dienstag bis Sonntag 14:00 bis 18:00 Uhr

120


Freizeit & Kultur / Museen

Ausstellung im Olympia Skistadion

Die Ausstellung „IV. Olympische Winterspiele Garmisch-

Partenkirchen 1936 – Die Kehrseite der Medaille“ zeigt

anhand eindrucksvoller Bilder, Dokumente und Exponate,

wie die Olympischen Winterspiele durch das NS-Regime

instrumentalisiert wurden. So beleuchtet die Ausstellung

auf der einen Seite die sportliche und organisatorische

Faszination der Spiele und verdeutlicht auf der anderen

Seite, wie schamlos sich die „braune Diktatur“ des Sports

bediente und die Spiele als Deckmantel für ihre verbrecherischen

Ziele nutzte. Die Unterdrückung der politischen

Gegner, die Drangsalierungen, Demütigungen und

Entrechtungen der deutschen Juden – Vorstufen auf dem

Weg zum Holocaust – gingen ebenso weiter, wie die hinter

der sportlichen Kulisse vorangetriebene Aufrüstung und

Militarisierung der deutschen Gesellschaft.

Kontakt:

Ausstellung im Olympia Skistadion

Karl und Martin Neuner Platz (Osteingang)

Tel. 08821 180-700

tourist-info@gapa.de

www.gapa.de

täglich 10:00 Uhr bis 16:00 Uhr,

wenn die Tourist Information geöffnet ist

Richard-Strauss-Institut

STRAUSS! MENSCH & MUSIK ENTDECKEN

Eine Entdeckungsreise durch Leben und Werk des berühmten

Garmisch-Partenkirchners: Sie werfen einen Blick in

die Werkstatt des Komponisten, erleben Strauss als

Dirigenten oder begeben sich auf einen Rundgang durch

seine Villa.

Die Ausstellung im Olympia Skistadion setzt sich kritisch

mit der Instrumentalisierung des Sports durch die Nazi-

Diktatur auseinander.

Kontakt:

Richard-Strauss-Institut

Schnitzschulstraße 19

82467 Garmisch-Partenkirchen

Tel. 08821 9105950

Fax 08821 9105960

rsi@gapa.de

www.richard-strauss-institut.de

Montag bis Freitag 10:00 bis 16:00 Uhr

An Feiertagen geschlossen

Museum Aschenbrenner

„Weißes Gold“, Puppenwelten und faszinierende Krippenlandschaften

im Museum, das 2006 eröffnet wurde. Kostbare

Porzellane von berühmten Künstlern des 18. Jahrhunderts

entführen in die Welt des Rokoko, historische

Puppen lassen Kindheitserinnerungen lebendig werden,

und eine Krippenschau gibt Zeugnis von der alpenlän -

dischen Schnitzkunst. Wechselnde Sonderausstellungen.

Das Richard-Strauss-Institut gewährt einen

interessanten Einblick in Leben und Werk des

berühmten Komponisten und Dirigenten.

121


Freizeit & Kultur / Museen

Kontakt:

Museum Aschenbrenner

Loisachstraße 44

82467 Garmisch-Partenkirchen

Tel. 08821 7303105

Fax 08821 7303256

mail@museum-aschenbrenner.de

www.museum-aschenbrenner.de

Öffnungszeiten:

Dienstag bis Sonntag 11:00 bis 17:00 Uhr

Das Museum Aschenbrenner besitzt

eine sehenswerte Porzellan- und

Puppensammlung sowie eine umfangreiche

Krippenschau.

Geigenbaumuseum Mittenwald

Das Geigenbaumuseum wurde 1930 gegründet und ist in

einem der schönsten und ältesten Häuser in Mittenwald

untergebracht. Die Ausstellung zeigt das Geigenbauhandwerk

und seine über dreihundertjährige Entwicklung, verknüpft

mit der Ortsgeschichte.

Der Schwerpunkt der beeindruckenden Instrumentensammlung

liegt auf dem barocken Mittenwalder Geigenbau

– auf Matthias Klotz, seinen Söhnen und Schülern.

Selbstverständlich werden aber auch das 19. und 20. Jahrhundert

bis zu den Werkstätten der Gegenwart präsentiert.

Ebenso wie der Mittenwalder Zupfinstrumentenbau, denn

in Mittenwald wurden und werden auch Zithern und Gitarren

gebaut. Hör- und Riechproben, historische Filme zum

Thema Geigenbau, die authentische Schauwerkstatt und

Sonderausstellungen machen den Besuch abwechslungsreich.

Das Geigenbaumuseum verbindet

die Geschichte des traditionsreichen

Handwerks mit der Historie des Ortes

Mittenwald.

Kontakt:

Geigenbaumuseum Mittenwald

Ballenhausgasse 3

82481 Mittenwald

Tel. 08823 2511

info@markt-mittenwald.de

www.geigenbaumuseum-mittenwald.de

Öffnungszeiten:

Hauptsaison

Dienstag bis Sonntag 10:00 bis 17:00 Uhr

Nebensaison

Dienstag bis Sonntag 11:00 bis 16:00 Uhr

122


Freizeit & Kultur / Museen

Freilichtmuseum Glentleiten des Bezirks Oberbayern

in Großweil

Über 60 historische Gebäude, Handwerksvorführungen,

alte Nutztierrassen auf den Wiesen und Weiden, Kinderprogramme,

Aktionstage und vieles mehr – das ist

Südbayerns größtes Freilichtmuseum auf einem wunderbar

oberhalb des Kochelsees gelegenen Gelände.

Das Freilicht -

museum Glent -

leiten ist ein

Museum zum

Anfassen.

Kontakt:

Freilichtmuseum Glentleiten des

Bezirks Oberbayern

An der Glentleiten 4

82439 Großweil

Tel. 08851 185-0

freilichtmuseum@glentleiten.de

Internet: www.glentleiten.de

Öffnungszeiten:

Josefi bis Martini (19. März bis 11. November)

Dienstag bis Sonntag 09:00 bis 18:00 Uhr

Von Juni bis Ende September sowie an Feiertagen

auch montags geöffnet. Nach Ende der Sommerzeit

schließt das Museum um 17:00 Uhr.

Schlossmuseum Murnau

Das Schlossmuseum Murnau zeigt die Kunst- und Literaturgeschichte

des Ortes, die Moor- und Voralpenlandschaft

sowie die Hinterglasmalerei. In Murnau entstand seit 1908

eine neue expressive Malerei und es entwickelte sich die

Kunst des „Blauen Reiters“.

Kontakt:

Schlossmuseum Murnau

Schlosshof 2–5

82418 Murnau a. Staffelsee

Tel. 08841 476-201 (Verw.), -207 (Kasse)

Fax 08841 476-277

schlossmuseum@murnau

www.schlossmuseum-murnau.de

Öffnungszeiten:

Dienstag bis Sonntag 10:00 bis 17:00 Uhr

Montags geschlossen, an Feiertagen geöffnet.

Im Winter verkürzte Öffnungszeiten möglich.

Schlossmuseum Murnau mit Schlosscafé

Die umfangreiche Sammlung von Werken Gabriele

Münters sowie Gemälde u. a. von Wassily Kandinsky,

Alexej Jawlensky, Marianne von Werefkin und Franz Marc

geben davon ein anschauliches Bild.

123


Freizeit & Kultur / Museen

Gabriele Münter

(1877-1962) und

Wassily Kandinsky

(1866-1944) hielten

sich zu Lebzeiten

oft in diesem Haus

auf. Sie richteten es

gemeinsam ein,

legten den Garten

an und bemalten

die Möbel nach

eigenen Entwürfen.

Gabriele-Münter-Haus

in Murnau a. Staffelsee. Es enthält die Originalausstattung

aus den Jahren 1909 bis 1914, von Kandinsky und Münter

bemalte Möbel und die Treppe, einen angelegten Garten,

eine Volkskunstsammlung sowie Gemälde, Grafiken und

Hinterglasbilder.

Kontakt:

Gabriele-Münter-Haus

Kottmüllerallee 6

82418 Murnau a. Staffelsee

Tel. 08841 628880

Fax 08841628881

info@muenter-stiftung.de

www.muenter-stiftung.de

Öffnungszeiten:

Dienstag bis Sonntag 14:00 bis 17:00 Uhr

Kontakt:

Dorfmuseum Ohlstadt und Kaulbach-Villa

Von-Kaulbach-Straße 22

82441 Ohlstadt

Tel. 08841 7480 (Gästeinformation Ohlstadt)

Fax 08841 795986

gaeste-info@ohlstadt.de

www.ohlstadt.de

Öffnungszeiten:

1. April bis 31. Oktober

Mittwoch und Samstag 16:00 bis 18:00 Uhr

25. Dezember bis 10. Januar

Samstag 15:00 bis 17:00 Uhr

rechts: Blick ins

Dorfmuseum Ohlstadt

Dorfmuseum Ohlstadt

Das Dorfmuseum bietet einen Einblick in die Geschichte

und das tägliche Leben von Ohlstadt, das 835 n. Chr. zum

ersten Mal erwähnt wurde. Die handwerklichen Geräte,

Erinnerungen an die Wetzsteinmacherei, Trachten und vieles

mehr sind einen Besuch wert!

124


Freizeit & Kultur / Museen

Kaulbach-Villa

Friedrich August von Kaulbachs Sommerhaus mit Atelier,

künstlerischem Nachlass mit Original-Gemälden, vielen

Skizzen, Zeichnungen, Fotos und Mobiliar, ist in jedem Fall

einen Besuch wert!

Heimatmuseum Seehausen

Besonderheiten des Museums sind die alte Katasterkarte

Seehausens, die Geschichte der Insel Wörth, Hinterglasmalerei,

Trachten sowie Exponate zur Volksfrömmigkeit,

bäuerlichen Kultur und Fischerei. Einen weiteren Schwerpunkt

bilden verschiedentlich thematische Sonderaus -

stellungen.

Kontakt:

Heimatmuseum Seehausen

Dorfstraße 3 (Anfang 2016 voraussichtlich Umzug

in die Seestraße 1)

82418 Seehausen a. Staffelsee

Tel. 08841 8054 und 08841 99532

www.seehausen-am-staffelsee.de/urlaubfreizeit/heimatmuseum

Öffnungszeiten:

Donnerstag, Samstag, Sonntag, Feiertage

14:00 bis 17:00 Uhr und nach Vereinbarung

Bei Sonderausstellungen abweichend!

Museum geschlossen:

Kirchweih – 1. Advent und Lichtmess – Mitte März

Heimatmuseum Uffing

Das Heimatmuseum zeigt handwerkliche und bäuerliche

Geräte aus Uffing und Schöffau sowie Exponate, die an die

Uffinger Geschichte erinnern. Ein besonderes Schmuckstück

ist ein Dorfmodell, das Uffing um das Jahr 1706

zeigt. Zudem befinden sich im Museum eine Wechsel- und

eine Dauerausstellung von Werken Uffinger Künstler.

Oberammergau Museum

Das 1910 eröffnete Haus ist eines der ältesten und schönsten

kulturhistorischen Museen Bayerns. Seit über 500 Jahren

wird in Oberammergau geschnitzt, und so zeigt die

feinsinnige Sammlung vielfältige Ausschnitte der Kunst

und des Kunsthandwerks vom 17. Jahrhundert bis in die

Moderne: berühmte Krippen, buntes Spielzeug, virtuose

Feinschnitzereien, Heiligenfigürchen, Kruzifixe und mo -

derne Bildhauerei.

In der Frühgeschichtsausstellung sehen Sie Funde

eines rätischen Heiligtums (100 v. bis 50 n. Chr.) am

Döttenbichl bei Oberammergau. Neben Opfergaben der

einheimischen Bevölkerung wurden zahlreiche Angriffswaffen

römischer Legionäre gefunden. Diese sind die

ältesten datierbaren römischen Funde in Bayern. Im

Medienraum werden historische und aktuelle Filme

gezeigt.

Das Oberammergau

Museum zeigt

vielfältige Ausschnitte

der Kunst

und des Kunsthandwerks

vom

17. Jahrhundert bis

in die Moderne.

Kontakt:

Heimatmuseum Uffing

Hauptstraße 16

82449 Uffing a. Staffelsee

Tel. 08846 525

www.uffing.de

Öffnungszeiten:

Frühjahr-, Sommer- und Herbstsaison

Samstag und Sonntag 16:00 bis 19:00 Uhr

Kontakt:

Oberammergau Museum

Dorfstraße 8

82487 Oberammergau

Tel. 08822 94136

Fax 08822 949374

museum@oberammergau.de

www.oberammergaumuseum.de

Öffnungszeiten:

Dienstag bis Sonntag 10:00 bis 17:00 Uhr

(Schließzeit: ab 7. Januar, Februar, März, November)

125


Freizeit & Kultur / Museen

Pilatushaus

Das aus dem 18. Jahrhundert stammende Pilatushaus

erhielt seinen Namen durch die eindrucksvollen Fresken

des Lüftlmalers Franz Seraph Zwink (1748–1792). Es beherbergt

neben der bekannten Hinterglasbildersammlung mit

Exponaten aus Oberammergau, dem Staffelseegebiet und

anderen europäischen Regionen die „Lebende Werkstatt“,

in der man Kunsthandwerkern bei der Arbeit über die

Schulter schauen kann.

Passionstheater

Es ist die einzigartige Aufführungskontinuität seit 1634, die

das Oberammergauer Passionsspiel zum größten und

bekanntesten der Welt gemacht hat. Die Geschichte von

Dorf und Passionsspiel wird im Passionstheater erlebbar.

Kontakt:

Pilatushaus

Ludwig-Thoma-Straße 10

82487 Oberammergau

Tel. 08822 94136

Fax 08822 949374

museum@oberammergau.de

www.oberammergaumuseum.de

Öffnungszeiten:

Mitte Mai bis Mitte Oktober

Dienstag bis Sonntag 13:00 bis18:00 Uhr

Passionstheater in

Oberammergau

rechts: Exponat

aus der Hinterglasbildersammlung

des Pilatushauses

Kontakt:

Passionstheater

Theaterstraße 16 A

82487 Oberammergau

Tel. 08822 9458833

Fax 08822 9458844

passionstheater@oberammergau.de

www.oberammergaumuseum.de

Öffnungszeiten:

Dienstag bis Sonntag 10:00 bis 17:00 Uhr

Führungen durch Zuschauerraum, Bühne und

Garderoben

deutsch: 10:00 Uhr und 14:00 Uhr

englisch: 11:00 Uhr

Gruppenführungen können auf Anfrage gebucht

werden

(In der Schließzeit: ab 8. Januar, Februar, März, November gelten

Sonderöffnungszeiten)

Die Besichtigung von Foyer und Zuschauerraum mit Blick

auf die Bühne ist zu den Öffnungszeiten möglich. Wer

mehr wissen und erfahren möchte, sollte eine Führung

mitmachen.

Museum im Bierlinghaus

in Bad Bayersoien. Schwerpunkte sind die Geschichte

des Bergkiefern-Hochmoores, die Geschichte der Handwerksfamilie

Bierling seit 1548, historische Exponate

aus allen Lebensbereichen sowie sakrale und profane

Antiquitäten.

Öffnungszeiten:

1. Juli bis 10. November

1. und 3. Sonntag im Monat

und jeden Mittwoch 14:30 bis 18:00 Uhr

20. Dezember bis 30. Juni

1 Sonntag im Monat

und jeden Mittwoch 14:30 bis 18:00 Uhr

126


Freizeit & Kultur / Sehenswürdigkeiten

SEHENSWÜRDIGKEITEN

Naturinformationszentrum Bergwelt Karwendel

Das Naturinformationszentrum thront – einem Riesenfernrohr

gleich – auf dem Karwendel auf 2244 m ü. NN und

ragt über die Felskante in Richtung Westen hinaus. Die

Betonröhre ist in Bohlen aus heimischer Lärche gehüllt

und über einen Metallsteg mit der Bergstation der Karwendelbahn

verbunden. Besonders beeindruckend ist die

37 Quadratmeter große Panoramascheibe, die von innen

den Blick auf das 1300 Meter tiefer liegende Isartal sowie

das Panorama aus Wettersteingebirge, Kranzberg und

Estergebirge freigibt. Das 25 Quadratmeter große Fenster

an der Rückseite öffnet den Blick in die Karwendelgrube,

die Heimat der Alpenschneehühner. Die Bergwelt Kar -

wendel beinhaltet eine Ausstellungsfläche von 200 Quadratmetern

sowie einen Medienraum von 55 Quadrat -

metern.

Als Deutschlands höchstes Klassenzimmer bietet das

Naturinformationszentrum auch für Schulklassen ein einmaliges

Erlebnis im Hochgebirge. Projektionen von einem

Gewitter oder einem Lawinenabgang rütteln nicht nur Kinder

und Jugendliche am Eingang wach. Man erfährt nicht

nur Spannendes über die Lebenskünstler aus der Tier- und

Pflanzenwelt hoch oben, sondern auch darüber, wie wir

Menschen diesen Lebensraum beeinflusst haben. So bieten

sich Spannungsfelder, wie Naturschutz versus Freizeitnutzung

oder die landwirtschaftliche Nutzung der Berge

als Themen an. Die Projektionen, begehbaren Dioramen

und Filme machen das komplexe Ökosystem Karwendel

sehr anschaulich.

Kloster Ettal

Die Benediktinerabtei Ettal blickt heute auf eine fast 700-

jährige sehr wechselhafte Geschichte zurück. So fiel ihre

Blütezeit ins 17./18. Jahrhundert, während die Säkulari -

sation im Jahre 1803 das gesamte klösterliche Leben zum

Erliegen brachte. Dank Gönner konnte das Kloster im

Jahre 1900 wiederbesiedelt werden und die bene -

diktinische Bildungstradition konnte ebenso durch die

Eröffnung des Gymnasiums und Internats wieder auf -

genommen werden.

Mittelpunkt der gesamten Anlage ist die Basilika mit

der gewaltigen Kuppel – ein Meisterwerk barocker

Baukunst – und das berühmte Gnadenbild aus Carrara-

Marmor.

Eine Vielzahl von Betrieben trägt zur wirtschaftlichen

Versorgung des Klosters bei: Gärtnerei, Ökonomie, Landund

Forstwirtschaft, Klosterladen mit Buchhandlung,

Klostermarkt, Brauerei, Destillerie, Hotel und Ferienwoh-

Kontakt:

Bergwelt Karwendel gemeinnützige GmbH

Alpenkorpsstraße 1

82481 Mittenwald

Tel. 08823 937676-0

Fax 08823 937676-9

service@bergwelt-karwendel.de

www.bergwelt-karwendel.de

nungen, Schneiderei, Schreinerei, Schlosserei, Wäscherei

und ein Elektrizitätswerk. Damit gehört das Kloster zu den

größten Arbeitgebern in der Region.

Kontakt:

Verwaltung der Benediktinerabtei

Kaiser-Ludwig-Platz 1

82488 Ettal

Tel. 08822 746212

Fax 08822 746228

fuehrung@kloster-ettal.de

www.abtei.kloster-ettal.de

Öffnungszeiten:

08:00 bis 18:00 Uhr im Winter; 08:00 bis 19:45 Uhr

im Sommer (keine Besichtigung während der

Gottesdienste)

Führungen:

Nach Voranmeldung für Gruppen mit mindestens

25 Personen (auch in Verbindung mit der Klosterdestillerie

und dem Brauereimuseum)

Das Naturinforma -

tionszentrum

gleicht einem

riesigen Fernrohr

aus Holz.

127


Freizeit & Kultur / Sehenswürdigkeiten

Brauereimuseum Ettal

Brauereimuseum/Destillerie Kloster Ettal

In den historischsten Gebäudeteilen des Klosters sind die

Destillerie und das Brauereimuseum untergebracht. Hier

erfahren Sie, wie die Ettaler Klosterliqueure hergestellt

werden. Die sich anschließende Führung durch das über

500 Quadratmeter große Brauereimuseum mit seinen historischen

Braugerätschaften und Dokumenten aus vier

Jahrhunderten ist wie eine spannende Zeitreise durch die

wechselvolle Geschichte des Bierbrauens.

Kontakt:

Verwaltung der Benediktinerabtei

Kaiser-Ludwig-Platz 1

82488 Ettal

Tel. 08822 746212

Fax 08822 746228

fuehrung@kloster-ettal.de

www.abtei.kloster-ettal.de

Führungen sind nur nach Voranmeldung möglich

Schloss Linderhof

Schloss Linderhof war der Lieblingsort König Ludwigs II.

von Bayern. Neben dem 1879 im Stile des Zweiten Rokoko

vollendeten Schloss, umfasst die Anlage einige Staffage-

Kontakt:

Schloss- und Gartenverwaltung Linderhof

Königshaus am Schachen

Linderhof Haus Nr. 12

82488 Ettal

Tel. 08822 9203-0

Infotel. 08822 9203-49

Fax 08822 9203-11

sgvlinderhof@bsv.bayern.de

www.linderhof.de und www.schloesser.bayern.de

Öffnungszeiten (Schloss Linderhof):

1. April bis 15.Oktober von 09:00 bis 18:00 Uhr

(Schloss und Grotte nur mit Führung zu

besichtigen)

16.Oktober bis 31.März von 10:00 bis 16:00 Uhr

(nur Schloss mit Führung zu besichtigen)

Geschlossen am 24., 25., 31. Dezember, 1. Januar und Faschingsdienstag

128


Freizeit & Kultur / Sehenswürdigkeiten

bauten, wie die berühmte Venusgrotte und den Mau -

rischen Kiosk. In dem 51 Hektar großen Park sind barocke

Elemente ebenso zu finden wie die der italienischen

Renaissance und des englischen Landschaftsgartens.

Die Parkanlage bildet damit eines der kunstvollsten

Ensembles des Historismus in Europa.

Schloss Linderhof war der Lieblingsort

König Ludwigs II. von Bayern.

Königshaus am Schachen

Das auf dem Schachen erbaute Refugium nutzte Ludwig II.

bei seinen Aufenthalten im Gebirge. Als Ständerbau im

Schweizer Chaletstil errichtet, befindet sich im Ober -

geschoss der Türkische Saal: ein Raum, der mit farbigen

Glasfenstern, Springbrunnen und bestickten Textilien

opulent geschmückt ist.

Öffnungszeiten (Haus am Schachen):

Besichtigung nur mit Führung möglich, Führungen

um 11:00 Uhr, 13:00 Uhr, 14:00 Uhr und 15:00 Uhr

sowie bei Bedarf

Geschlossen je nach Witterung von Anfang Oktober

bis Anfang Juni

Das Königshaus am

Schachen ist einem

Schweizer Chalet

nachempfunden.

129


Freizeit & Kultur / Sehenswürdigkeiten

Egal ob Wintersportler, Naturliebhaber, Romantiker

oder Sonnenanbeter: Mit den Bergbahnen der Bayerischen

Zugspitzbahn kann jeder die tiefverschneite Zugspitze

aus seiner eigenen Perspektive entdecken.

Aussichtsplattform AlpspiX –

Zwischen Himmel und Höllental

Knapp oberhalb der Bergstation der Alpspitzbahn formen

zwei Stahlträger ein schwebendes X über fast tausend

Meter Tiefe. Damit entlockt die Aussichtsplattform AlpspiX

selbst erfahrenen Bergfexen und Gipfelstürmen andäch -

tige Ahs und Ohs – spätestens am verglasten Ende der

rund 25 Meter langen Stege, von wo aus sich unein -

geschränkte Weit- und Tiefblicke auf die verschneite Zugspitze,

Waxensteine, die riesige Alpspitz-Nordwand und

hinunter ins wilde Höllental ergeben.

Kontakt:

Bayerische Zugspitzbahn Bergbahn AG

Olympiastraße 27

82467 Garmisch-Partenkirchen

Tel. 08821 797-0

Wettertelefon: 08821 797-979

zugspitzbahn@zugspitze.de

www.zugspitze.de

Knapp oberhalb der

Bergstation der

Alpspitzbahn formen

zwei Stahl -

träger ein schwe -

bendes X über fast

tausend Meter

Tiefe.

Zugspitze – Top of Germany!

So fühlt es sich an, wenn einem ganz Deutschland zu

Füßen liegt: Mit exakt 2962 Metern Seehöhe ist die Zugspitze

die größte Erhebung des Landes, beherbergt seine

drei Gletscher und sein höchstes Skigebiet. Auf 20 Pistenkilometern

gibt’s das halbe Jahr lang Naturschnee satt

zum Skifahren und Boarden.

Die Zugspitze macht aber auch Nicht-Skifahrern

schöne Augen: Ganz oben eröffnet ein eindrucksvolles

360-Grad-Panorama freie Sicht auf über 400 Berggipfel in

vier Ländern. Die Zugspitz-Ausstellung schärft den Blick

für die historische Entwicklung von Deutschlands bekanntestem

Berg. Zwei Rodelstrecken, Deutschlands höchste

Kirche, ein Iglu-Dorf und die hervorragende Berggastronomie

sorgen für strahlende Gesichter. Nur beim Sonnenbad

im Liegestuhl klappen die Lider schon mal genüsslich zu.

Höllentalklamm

Die wildromantische Höllentalklamm bietet ein Natur -

erlebnis ganz besonderer Art. Tief eingeschnitten ins Hochgebirge

stürzt sich der Hammersbach tosend über Fels -

blöcke hinab, fällt schäumend milchig über Felsriegel in

Gumpen. Die Urgewalten dieses Wildwassers haben eine

bizarre Landschaft geschaffen: riesige Felsbrocken, zahl -

lose Wasserfälle und Schluchten von bis zu 150 Metern

Tiefe. Über verschlungene Wege, Stege, Brücken und

Tunnel lädt die bereits vor 100 Jahren touristisch erschlossene

Höllentalklamm zur Erkundung ein. Gerade im Sommer

erfrischt das kühle, feuchte Klima in der rund einen

Kilometer langen Klamm.

Öffnungszeiten:

Die Höllentalklamm ist im Winter geschlossen und

nicht begehbar. Je nach Schneelage wird der Weg

erst ca. Anfang Juni geöffnet.

130


Firmenporträt / Freizeit & Kultur / Sehenswürdigkeiten

Zugspitz-Rundreise: Einmal in die oberste Etage Deutschlands

und retour, bitte! Per Zahnradbahn geht’s vom Zugspitzbahnhof

Garmisch-Partenkirchen über Grainau und Eibsee auf das

Zugspitzplatt und von dort mit der Gletscherbahn weiter auf den

Gipfel. Die Talfahrt mit der Eibsee-Seilbahn bietet einen spek -

takulären Tiefblick auf den Eibsee, bevor die Zahnradbahn Sie

komfortabel zum Ausgangspunkt zurückbringt. Runde Sache!

KurzInfo

Gründungsjahr: 1928

Mitarbeiter: ca. 300

Leistungsspektrum: ganzjähriges Gipfelerlebnis mit

27 Bergbahnen und Skiliften sowie Deutschlands höchst -

gelegenem Gastronomieangebot

Rund um Deutschlands höchsten Gipfel macht die

Bayerische Zugspitzbahn das Erlebnis Berg ganzjährig

und für jedermann erlebbar. Als modernes Dienstleistungsunternehmen

mit 27 Bergbahnen und Skiliften in

den Bergwelten Zugspitze, Garmisch-Classic und Wank

befördert sie Gipfelstürmer auf knapp 3000 Meter.

Wintersportlern stehen zwei Skigebiete mit rund 60

Pistenkilometern zur Verfügung. Im Sommer kommen

Bergsteiger, Tagesausflügler und Familien mit Kindern

auf ihre Kosten. Rund um die Zugspitze haben Sie

immer ein atemberaubendes Bergpanorama im Blick.

Bayerische Zugspitzbahn Bergbahn AG

Olympiastraße 27

82467 Garmisch-Partenkirchen

Tel. 08821 7970

zugspitzbahn@zugspitze.de

www.zugspitze.de

Partnachklamm

Die Partnachklamm ist eine außergewöhnliche Naturschönheit.

Auf rund 700 Metern Länge rauscht die Partnach

wild durch die enge Klamm, deren Felswände bis zu

80 Meter emporsteigen. Insbesondere im Winter ist die

Klamm ein Erlebnis, wenn bizarre Eisgebilde ihr einen

ganz eignen Reiz verleihen. Durch in den Fels gesprengte

Stollen und Durchgänge ist die Partnachklamm zu jeder

Jahreszeit begehbar. Zudem kann man die Klamm über

eine 68 Meter über der Partnach gelegene Brücke über -

queren. Sie verbindet das Hausberggebiet mit dem

Wamberg.

Öffnungszeiten:

Täglich geöffnet

Mai bis Juni und Oktober von 8.00 bis 18.00 Uhr

Juli bis September von 8.00 bis 19.00 Uhr

November bis April von 9.00 bis 18.00 Uhr

Im Winter verleihen bizarre Eisgebilde der Partnachklamm

einen außergewöhnlichen Reiz.

131


Firmenporträt

Kolbensattel – das Familienfreizeitgebiet im

Oberammergau

Das Skigebiet am Kolben in Oberammergau ist das

ideale Skigebiet für Familien. Mit neun Liftanlagen und

acht Kilometern präparierter und beschneiter Piste ist für

jeden etwas dabei. Die zu 90 Prozent als blau markierten

Pisten sind die idealen Hänge für die ganze Familie. Alle

Übungslifte befinden sich im Talbereich und sind somit

für Skischulen und Anfänger bestens geeignet.

Direkt am Ausstieg der Doppelsesselbahn liegt auf

1270 Metern Höhe die Kolbensattelhütte. Von hier oben

hat man einen wunderbaren Blick in das Ammertal

sowie auf Oberammergau mit den umgebenden

Bergen. Mit der kulinarischen Auswahl an regionalen

Produkten ist für jeden Skifahrer oder Wanderer ein

Schmankerl als Stärkung auf der Speisekarte der

Kolbensattelhütte dabei. Erreichen kann man die Hütte

mit der Kolben sesselbahn oder im Sommer über jeden

der verschie denen Wanderwege am Kolben. Im Winter

führt die ausgeschilderte SportScheck Skitourenroute

direkt an der Kolbensattelhütte vorbei.

Von der Kolbensattelhütte geht es über die etwa 2,6

Kilometer lange Strecke des Alpine Coasters in einem

Schlitten mit atemberaubenden Ausblicken und aben -

teuerlichen Kurven zurück ins Tal. Auf der weltweit

ersten wetterfesten Rodelbahn mit Magnetbremsen

können alpine Piloten bei einer Höchst geschwindigkeit

von bis zu 40 Stundenkilometern den Kolbensattel

herabflitzen und legen dabei eine Höhendifferenz von

400 Metern zurück. Die Geschwindigkeit lässt sich

übrigens selbst über zwei Bremshebel steuern.

KurzInfo

Im Winter ist das Skigebiet am Kolben mit den zu 80 Prozent

beschneiten Skipisten die schneesichere Wahl im Ammertal.

Die vorwiegend blauen Pisten (sehr gute

Anfängereignung) bieten bis ins Tal pures Skivergnügen

für Groß und Klein.

Die Kolbensesselbahn, betrieben als Doppelsesselbahn,

führt von der Talstation in Oberammergau (850 m ü. NN)

zur Bergstation am Kolbensattel (1270 m ü. NN) und direkt

zur benachbarten, urigen Kolbensattelhütte.

AktivArena am Kolben

Kolbengasse 13

82487 Oberammergau

Tel. 08822 4760

info@kolbensattel.de

www.kolbensattel.de

132


Firmenporträt

Schaukäserei Ammergauer Alpen eG

Die Schaukäserei Ammergauer Alpen eG steht Ein -

heimischen und Gästen als ein Zentrum der Regional -

vermarktung und traditionellen Käseproduktion offen,

in dem gemäß dem Leitsatz „Probieren, Erleben und

Genießen“ viele Attraktionen angeboten werden.

Im Brotzeitstüberl stehen verschiedene Käsebrotzeiten

zur Wahl, ebenso Kaffee und Käsekuchen, der in der

Region traditionell gebacken wird. Natürlich werden auch

frische Milch, Buttermilch und Ettaler Klosterbier angeboten.

An der Theke im Schaukäserei-Laden war ten viele

schmackhafte Käse- und Joghurt sorten und eine delikate

Fassbutter darauf, mit genommen zu werden. Auch der

Ettaler Manndl Käse, ein Hartkäse von hoher Qualität

und gutem Geschmack, wird hier verkauft.

Hinter der Schaukäserei Ammergauer Alpen eG stehen

37 Landwirte aus den Gemeinden Ettal (mit Ortsteil

Graswang), Oberammergau, Unterammergau, Saulgrub

(mit Altenau), Bad Kohlgrub und Bad Bayersoien, die

zusammen mit dem Kloster Ettal diese Genossenschaft

gegründet haben. Die etwa 3000 Liter Milch, die täglich

für die Schaukäserei benötigt werden, stammen aus den

Betrieben der Genossenschaftsmitglieder.

Als erster Betrieb in Bayern überhaupt darf die Schau -

käserei in Ettal ihre Käse- und Milchprodukte mit dem

neuen Siegel „Geprüfte Qualität Bayern Ammergauer

Alpen“ schmücken. Das neue Siegel wurde am

29. Januar 2013 von Staatsminister Brunner persönlich

in Ettal überreicht. Die Auszeichnung garantiert dem

Verbraucher, dass er echte Qualitätsprodukte aus den

Ammergauer Alpen erwirbt, die zu 100 Prozent von Bauern

aus der Region stammen und zudem auch in vollem

Umfang in den Ammergauer Alpen verarbeitet werden.

KurzInfo

Gründungsjahr: Die Schaukäserei wurde am 19. August

2005 im Rahmen eines Festaktes offiziell ihrer Bestimmung

übergeben und vom Abt des benachbarten Benediktinerklosters

Ettal geweiht.

Öffnungszeiten: täglich geöffnet von 10:00 bis 17:00 Uhr;

November bis einschließlich Mai: Montag Ruhetag;

Präsentationen an Werktagen um 11:00 Uhr bzw. nach

Vereinbarung

Schaukäserei Ammergauer Alpen eG

Mandlweg 1

82488 Ettal

Tel. 08822 923926

info@schaukaeserei-ettal.de

www.schaukaeserei-ettal.de

133


Sport / Firmenporträt

SPORT

So abwechslungsreich wie der Landkreis ist, so viel -

fältig ist auch der Sport: Wandern, Klettern, Radsport,

Skifahren, Snowboarden, Langlaufen, Rodeln, Eishockey,

Eiskunstlaufen, Stockstießen, Fußball, Handball, Volleyball,

Basketball, Leicht- und Schwerathletik, Triathlon, Golf,

Minigolf, Tennis, Tischtennis, Badminton, Schwimmen,

Turnen, Tanzen, Kampfsport, Sportschießen, Gesundheitssport

und vieles mehr ist möglich. Im Landkreis Garmisch-

Partenkirchen gibt es 138 Sportvereine, die beim Bayerischen

Landes-Sportverband oder Bayerischen Sportschützenbund

registriert sind. Mit großem Einsatz tragen hier

Trainer, Helfer und Funktionäre zu einem sportlichen und

gesunden Leben im Landkreis bei.

Neben dem Breitensport, in dem eine Vielzahl unserer

Bürgerinnen und Bürger aktiv ist, steht der Landkreis

Garmisch-Partenkirchen auch für Höchstleistungen und

sportliche Großveranstaltungen, insbesondere im Wintersport.

So haben unter anderem Maria Höfl-Riesch und

Felix Neureuther (beide Ski Alpin), Magdalena Holzer (geb.

Neuner), Martina Beck (geb. Glagow), Laura Dahlmeier

und Miriam Gössner (alle Biathlon) sowie Anna Wörner

(Skicross) den Landkreis Garmisch-Partenkirchen bei

Olympischen Spielen, Welt- und Europameisterschaften

sowie bei Weltcups vertreten. Im Jahr 2011 war Garmisch-

Partenkirchen Austragungsort der Alpinen Skiweltmeisterschaft;

jährlich findet hier auch das Neujahrsspringen im

Rahmen der Vierschanzentournee statt sowie das Ski-Weltcuprennen

auf der Kandahar.

Zudem ist der Landkreis prominent im Eishockey verterten.

Der traditionsreiche SC Riessersee aus Garmisch-

Partenkirchen spielt derzeit (Saison 2015/2016) in der zweithöchsten

deutschen Eishockeyliga (DEL2).

Nach Siegen feiert die Mannschaft des SC Riessersee mit

ihren treuen Anhängern. In der abgelaufenen Saison erreichte

das Team einen hervorragenden 7. Platz in der DEL2.

KurzInfo

Gründungsjahr: 1920

Vereinsfarben: Weiß-Blau

Liga: DEL2

Spielstätte: Olympia-Eissport-Zentrum

Garmisch-Partenkirchen

Der SC Riessersee ist ein Traditionsverein im Deutschen

Eishockey, der zwischen 1927 und 1981 zehnmal die

Deutsche Meisterschaft feiern durfte. Die Profimannschaft

ist seit 1995 in die SC Riessersee Eis hockey

Vermarktungs-GmbH ausgegliedert.

Aktuell gehört der SCR zu den 24 Profi-Standorten

Deutschlands und spielt in der DEL2. Ihre Heimspiele

tragen die Mannschaften des SC Riessersee im

Olympia- Eissport-Zentrum aus, welches Platz für

rund 7000 Zuschauer bietet.

SC Riessersee Eishockey Vermarktungs-GmbH

Am Eisstadion 1

82467 Garmisch-Partenkirchen

Tel. 08821 7322061

info@scriessersee.de

www.scriessersee.de

134


Sport

Ob Wintervergnügen auf Brettern oder Hallensport – der Landkreis bietet zahl -

reiche Möglichkeiten, sich zu betätigen. Wer mag, gerne auch nur als Zuschauer

beim alljährlichen Neujahrsskispringen in Garmisch-Partenkirchen (unten rechts).

135


G7-Gipfel 2015

G7-GIPFEL 2015

Im Juni 2015 trafen

sich die Regierungschefs

der

sieben führenden

Industrienationen

auf Schloss Elmau.

Für den Landkreis Garmisch-Partenkirchen bleibt das Jahr

2015 in ganz besonderer Erinnerung, denn auf Einladung

der Bundesregierung fand am 7. und 8. Juni auf Schloss

Elmau der G7-Gipfel 2015 statt. Der Landkreis war damit

Gastgeber für die Staats- und Regierungschefs der sieben

führenden Industrienationen (Gruppe der Sieben = G7):

USA, Großbritannien, Frankreich, Italien, Japan, Kanada

und Deutschland.

In der bezaubernden Landschaft des Elmauer Tals

haben die sieben Staats- und Regierungschefs zusammen

mit dem Ratspräsidenten der Europäischen Union sowie

dem Präsidenten der Europäischen Kommission über zentrale

Fragen der Weltwirtschaft sowie der Außen-, Sicherheits-

und Entwicklungspolitik beraten. Zudem wurde ein

Dialog mit Vertretern afrikanischer Staaten geführt.

Für den Landkreis Garmisch-Partenkirchen war der

G7-Gipfel 2015 ein herausragendes Ereignis, bei dem sich

die Region der Weltöffentlichkeit von ihrer besten Seite

präsentiert hat. Die Bilder, die vom Gipfel um die Welt

gegangen sind, waren eine perfekte Werbung für die Zugspitz-Region

als Tourismusstandort.

Gleichwohl war der G7-Gipfel für die heimische Bevölkerung,

die Gemeinden und das Landratsamt mit großen

Herausforderungen verbunden. So hatte das Landratsamt

entscheidende Aufgaben in den Bereichen Versammlungsrecht,

Katastrophenschutz, Naturschutz, Lebensmittelüberwachung

und Hygienekontrollen zu erfüllen. Alle zu -

sammen haben die Herausforderungen jedoch gemeistert.

Die Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft und Toleranz der

Bürgerinnen und Bürger haben dazu maßgeblich beigetragen.

Sowohl der Einsatz der Polizei und der Rettungs- und

Hilfskräfte als auch das gute Miteinander zwischen

Demonstranten, Bevölkerung und Einsatzkräften haben

dafür gesorgt, dass die Demonstrationen rund um den

Gipfel friedlich verlaufen sind.

Rückblickend ist der G7-Gipfel 2015 schon jetzt ein

Gewinn für den Landkreis Garmisch-Partenkirchen und

seine Gemeinden. Bereits im Vorfeld des Gipfels hat die

Region vom G7-Gipfel profitiert. So wurde im gesamten

Landkreis der Digitalfunk für die Rettungskräfte früher eingeführt

als ursprünglich vorgesehen. Zudem gab es dafür

höhere Förderungen des Freistaats Bayern als sonst

üblich. Ohne den Gipfel wäre auch die B 2 zwischen

Eschenlohe und Murnau nicht im Rekordtempo hoch -

wassersicher ausgebaut worden. Gerade im Bereich der

Infrastruktur gab es noch viele weitere Maßnahmen, wie

die Bahnhofsumbauten in Klais und Mittenwald, die

Umgestaltungen der Rathäuser in Garmisch-Parten -

kirchen, Mittenwald und Krün sowie diverse Straßen -

erneuerungen. Ebenso haben die Feuerwehren in Garmisch-Partenkirchen,

Krün und Wallgau neue Fahrzeuge

erhalten. Gewonnen haben auch die heimischen Handwerksbetriebe,

die im Rahmen des Gipfels Auf- und

Abbauarbeiten geleistet haben. Nicht zu vergessen ist die

Regionalvermarktung, denn sowohl die Journalisten als

auch die Polizei und die Rettungskräfte wurden mit regionalen

Produkten verpflegt.

Schon vor dem G7-Gipfel war der Landkreis Garmisch-

Partenkirchen eine bekannte und beliebte Urlaubsregion,

jedoch hat der Gipfel mit seinen beeindruckenden und

schönen Bildern die Bekanntheit des Landkreises im Inund

Ausland noch einmal merklich erhöht. Auch die

Staatsgäste waren von der wundervollen Landschaft

begeistert, ebenso zahlreiche Polizisten und Demonstranten.

Viele von ihnen wollen zum Urlaub in den Landkreis

zurückkehren...

Herzlich willkommen!

136


Firmenporträt

Das Schloss Elmau –

Luxury Spa & Cultural Hideaway

Schloss Elmau wurde 1916 von dem Philosophen

Dr. Johannes Müller für seine Leser erbaut, die hier

Urlaub vom Ich machen sollten. 2005 wurde das Schloss

durch einen Brand zerstört und 2007 von seinem Enkel

Dietmar Mueller-Elmau wiederaufgebaut, erweitert

und neu ausgerichtet. Seither finden reisende Ästheten

hier entspannten Luxus mit viel Platz und Ruhe für

Erwachsene ebenso wie für Familien und darüber

hinaus eine 100-jährige und weltweit einzig artige

musisch-literarische Tradition.

Kultur: Jährlich finden in einem wunderschönen

Konzertsaal über 150 Konzerte und Lesungen mit

einigen der berühmtesten Künstler unserer Zeit statt.

Dazu kommen Autorenlesungen sowie Debatten zu

aktuellen Fragen der Politik.

Spa: Schloss Elmau hat mit einem weltweit einzig -

artigen Spa-Konzept und Design neue Maßstäbe für

zeitgemäße Spa-Kultur gesetzt. Hier schließen sich auf

über 5000 Quadratmetern in zeitlos schöner Architektur

und unberührter Natur Gegensätze nicht aus, sondern

bereichern sich. Die Trennung von jeweils zwei Spas

für Erwachsene und für Familien garantiert sowohl vollkommene

Ruhe ohne Kinder als auch uneingeschränkte

Lebensfreude mit Kindern.

Wellness & Sport: Neben einem aktiven Wochen -

programm mit Yoga, Pilates, Tai Chi und Qi Gong bietet

Schloss Elmau auch vielseitige Sport- und Wander -

angebote im Sommer und Winter an.

Kulinarik: Schloss Elmau bietet insgesamt sechs

Restaurants, wovon das Gourmet-Restaurant Luce

d’Oro mit einem Michelin-Stern und 16 Gault-Millau-

Punkten ausgezeichnet wurde.

Tagen & Feiern: Schloss Elmau ist ideal für Konfe -

renzen, Seminare, Hochzeiten und Feste aller Art.

KurzInfo

Gründungsjahr: 1914–1916

Mitarbeiter: 220

Leistungsspektrum: 5-Sterne-Superior, Leading Hotel

of the World mit Kultur, Kulinarik, Spa, Wellness, Sport,

Kids Club, Kinderprogramm, Buchhandlung, Lifestyleund

Fashion Shop.

Zimmer: EZ, DZ, Juniorsuiten, Suiten, Apartments

Schloss Elmau GmbH & Co. KG

In Elmau 2

82493 Elmau

Tel. 08823 18-0

schloss@elmau.de

www.schloss-elmau.de

137


Firmenregister

VERZEICHNIS DER PR-BILDBEITRÄGE

Die nachstehenden Firmen, Verwaltungen und Verbände

haben mit ihren Public-Relations-Beiträgen das Zustandekommen

dieses Buches in dankenswerter Weise gefördert.

Aaron Chemistry GmbH, Mittenwald ................12

AktivArena am Kolben GmbH & Co. KG,

Oberammergau ..............................132

Alpenhof Murnau – Hotelgesellschaft mbH,

Murnau a. Staffelsee ...........................104

Auren Treuhand GmbH, Garmisch-Partenkirchen ......17

KEW Karwendel Energie & Wasser GmbH,

Mittenwald....................................99

Kinderklinik Garmisch-Partenkirchen gGmbH –

Deutsches Zentrum für Kinder- und Jugend -

rheumatologie, Garmisch-Partenkirchen ...........67

Klinik Hochried – Zentrum für Kinder, Jugendliche

und Familien, Murnau a. Staffelsee ...............71

Bayerische Zugspitzbahn Bergbahn AG,

Garmisch-Partenkirchen ........................131

Berufsgenossenschaftliche Unfallklinik Murnau,

Murnau a. Staffelsee ...........................66

Büro für Tragwerksplanung, ec-ingenieure

Thomas Englerth und Partner, Mittenwald .........118

Klinikum Garmisch-Partenkirchen GmbH,

Garmisch-Partenkirchen .........................65

Kompetenzzentrum Sport Gesundheit Technologie

GmbH, Garmisch-Partenkirchen .................109

Kreisentwicklungsgesellschaft

Garmisch-Partenkirchen mbH (KEG),

Gesundheitsregion plus Garmisch-Partenkirchen .....69

Gebirgsjägerbataillon 233, Mittenwald ..............12

GEIGER Automotive GmbH, Murnau a. Staffelsee .....16

Kreisentwicklungsgesellschaft

Garmisch-Partenkirchen mbH (KEG),

Regionalmanagement, Garmisch-Partenkirchen ....101

Kreissparkasse Garmisch-Partenkirchen ..........14, 15

Hauser GmbH, Eduard, Murnau a. Staffelsee .........17

Hotel am Badersee, Grainau ......................104

Langmatz GmbH, Garmisch-Partenkirchen ...........13

Institut für Meteorologie und Klimaforschung,

Atmosphärische Umweltforschung (IMK-IFU)

des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT),

Campus Alpin, Garmisch-Partenkirchen ............47

Parkhotel Wallgau ...............................103

PSW Architektengesellschaft mbH Pfaffenberger +

Schleich + Walther, Riedhausen ...................99

JURA Gastro Vertriebs-GmbH, Grainau ..............61

Restaurant/Café „beim Mini“ am Alpen-Caravanpark

Tennsee, Armin und Andreas Zick oHG, Krün ......105

138


Firmenregister

St. Martins-Apotheke, Apotheker Christian Welz,

Garmisch-Partenkirchen .........................60

SC Riessersee Eishockey Vermarktungs-GmbH,

Garmisch-Partenkirchen ........................134

Schaukäserei Ammergauer Alpen eG, Ettal ..........133

Schloss Elmau GmbH & Co. KG, Elmau .............137

Schuh Wittmann, Garmisch-Partenkirchen ...........60

Schwind Ingenieure GmbH & Co. KG, Mittenwald .....59

Streifeneder KG, F. G., Garmisch-Partenkirchen .......71

Umweltforschungsstation Schneefernerhaus GmbH,

Zugspitze .....................................46

UnaveraChemLab GmbH, Mittenwald ...............12

Vollmer Ambulanter Pflegedienst,

Michael & Margarita Vollmer GbR, Farchant ........95

Werdenfelser Ambulanter Pflegedienst,

Familie Ostmann, Garmisch-Partenkirchen .........95

Wertstoff Bader Entsorgungs GmbH,

Garmisch-Partenkirchen ........................117

Wittmann Orthopädieschuhtechnik,

Garmisch-Partenkirchen .........................60

139


Bildquellen

BILDQUELLEN

Landratsamt Garmisch-Partenkirchen: S. 4, 6, 42, 74 o. li., 113 o. und Mi.

Archiv (Werkaufnahmen): S. 12 o., 15, 17, 59 li., 60, 66, 67, 70, 95 Mi. und u., 99, 101, 103, 104 o., 3. v. o.

und u., 117, 118, 131 o., 132, 137.

AlpspiX, Lechner: S. 130; Bayerische Schlösserverwaltung, München: S. 129; Bayerisches Staatsminis -

terium für Arbeit, Familie, Soziales und Integration: S. 97; Dr. Jörg Bodenbender, Grafenaschau: S. 47;

Brauereimuseum Kloster Ettal: S. 128; Stefan Braun, München: S. 16; Anton Brey: S. 38; Bundesregierung/Michael

Gottschalk: S. 136; Peter Czajka, Eglfing (Bayern): S. 59 re.; DH Studio Dirk Holst, Köln: S. 104

(2. v. o.); dmitrimaruta/fotolia.com: S. 93; Christoph Ebert, Garmisch-Parten kirchen: S. 109; Wolfgang Ehn,

Mittenwald: Titel (4), S. 8 u., 9, 10 li., 38, 39, 68, 69 o., 74 o. re., 112, 113 u., 114, 116, 121 u., 131 u., 135 o. und

u. re.; Geigenbaumuseum Mittenwald: S. 122 u.; Gemeinde Eschenlohe: S. 37; Gemeinde Oberammergau:

S. 126; Gemeinde Oberau: S. 49; Gemeinde Ohlstadt: S. 50; Gemeinde Schwaigen: S. 53; Gemeinde

Wallgau: S. 58; Marc Gilsdorf, Garmisch-Partenkirchen: S. 12 Mi. und u., 14 li.; F. Gratz: S. 52; „Grenz-

geschichten“ (Buchtitel): S. 110 u.; Jan Greune: S. 63; Hahn-Littlefair Communication Werbeagentur

GmbH, Geretsried: S. 105; Steffi Haser: S. 35; Heilpädagogische Tagesstätte Farchant: S. 82; Michael

Heinrich: S. 78, 79; Heinz Holzknacht: S. 110 o.; Carolin Jacklin, Dießen am Ammersee: S. 71 o.; Jörg Jovy:

S. 55; Siegfried Karpf, Oberammergau: S. 133; Andreas Kern: S. 54; Christian Kolb, Murnau a. Staffelsee:

S. 69 u.; Kompetenzzentrum Elektro mobilität, Garmisch-Partenkirchen: S. 107; Kurverwaltung Grainau:

S. 41; Kzenon/fotolia.com: S. 83; Langmatz GmbH, Garmisch-Partenkirchen: S. 10/11; Markt Garmisch-

Partenkirchen: S. 7 li., 40; Markt Mittenwald: S. 44; mauritius images: S. 8 o., 45, 102; Andreas Mayr: S. 135

u. li.; Metropolregion München: S. 111; Museum Aschenbrenner, Garmisch-Parten kirchen: S. 122 o.;

Herbert Nauderer: S. 87 li.; Markus Neumann, UFS GmbH, Zugspitze: S. 46; nikilitov/fotolia.com: S. 71 u.;

Oberammergau Museum: S. 125; openlens/fotolia.com: S. 95 o.; Rudolf Pohmann: S. 127; Wolfgang

Pulfer: S. 87 re.; Thomas Rafalzyk, Berlin: S. 61; Regionalverkehr Oberbayern GmbH: S. 106; Stephan

Scharf: S. 7 re., 19, 51, 120, 124 o.; Schaukäserei Ettaler: S. 74 u.; Schlossmuseum Murnau: S. 123 u.; Horst

Schmidt/fotolia.com: S. 108; Christoph Schober: S. 43; Hanspeter Schöne: S. 36; Christian Schwier/

fotolia.com: S. 91; Soenne, Aalen: S. 65; Staatliches Schulamt Garmisch-Parten kirchen: S. 11; Eberhard

Starosczik: S. 48; Tunger Archiv FLM Glentleiten: S. 123 o.; Verkehrsamt Ohlstadt: S. 124 u.;

vhs Garmisch- Partenkirchen: S. 89 o.; vhs Murnau: S. 89 u.; Peter Volk, Garmisch- Partenkirchen: S. 134;

Werdenfels Gymnasium: S. 84; Werdenfels Museum: S. 119; Wikimedia: S. 56, 57; Magnus Winterholler,

Marktarchiv Garmisch-Partenkirchen: S. 121 o.; Roman Wölk, Peiting: S. 13.

140