Die Wirtschaft 06_2015

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Macher & Märkte: Interview

mit BDA-Präsident Kramer

Seite 4/5

Geld & Geschäft: Misch-Fonds

schützen vor Turbulenzen

Seite 17

Branchen & Betriebe: Ziegelei

Schüring ist Ton angebend

Seite 9

DIE WIRTSCHAFT

Münster | Münsterland

www.agravis.de

Aschendorff Verlag GmbH & Co. KG

Soester Straße 13, 48155 Münster

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Ausgabe 6/15

www.die-wirtschaft-muensterland.de

Preis: 2,00 Euro

Firmen im Münsterland

verlieren 800 Millionen Euro

Wirtschaftsspionage und Cyber-Attacken schädigen vor allem die kleinen und mittleren

Unternehmen. Laut Statistik war jeder zweite Betrieb bereits von einem Angriff betroffen.

Die aktuelle Hochrechnung lässt

Schlüsse zu: Wenn bundesweit der

jährliche Schaden durch Wirtschaftsspionage

auf rund 50 Milliarden

Euro geschätzt wird, dann tragen

auch Unternehmen im Münsterland

eine schwere Bürde. Rund 800

Millionen Euro büßen sie demnach

pro Jahr dadurch ein, dass ihnen zumeist

klammheimlich wertvolles

Wissen gestohlen wird.

Wer vermutet,

dass sich diese

Attacken

nur gegen die

„Großen“ richten, der

irrt. „Kleine und mittlere Unternehmen,

die in ihrer Branche Know-how-Träger

sind, stellen sogar das Hauptangriffsziel

dar“, berichtet Volker Hinzen vom NRW-

Verfassungsschutz. In seinem im Innenministerium

angesiedelten Referat „Spionageabwehr

und Wirtschaftsschutz“ bemühen

sich Experten um mehr Sicherheit

für die über 760 000 Unternehmen in

Nordrhein-Westfalen.

Volker Hinzen: „400 000 von ihnen hatten

im weitesten Sinne schon mit Wirtschaftsspionage

oder einer Form der Ausspähung

zu tun.“ Für kleinere Unternehmen

könne so ein Vorgang sehr schnell

existenzgefährdend sein.

Der Experte rät zu erhöhter Vorsicht und

warnt vor Gutgläubigkeit. Einen einhundertprozentigen

Schutz gebe es vor allem

in der mehr und mehr digitalisierten

Wirtschaftswelt nicht. „Sie sollten als

Unternehmen aber genau wissen, welche

Gerade im Netz bieten sich für Wirtschaftsspione viele Angriffsflächen.

‚Kronjuwelen‘ sie besitzen und wie sie

diese sicher verwahren können“, erklärte

Hinzen kürzlich bei einem Vortrag im

Rahmen des VDI-Forums „Industrie konkret“

in Münster. Den Ingenieuren gerieten

zeitweise ins Staunen, als der Verfassungsschützer

aus der täglichen Praxis

berichtete und die Trickkiste der Spione

öffnete.

In einer Studie des Branchenverbandes

Bitkom wird darauf verwiesen, dass die

KMU überwiegend nicht „cyber-ready“

Foto: Shutterstock

seien. Im Klartext: Sie seien zum größten

Teil den Attacken schutzlos ausgeliefert

und hätten nicht einmal eine Gegenstrategie.

wk

► Fortsetzung auf Seite 2 und 3

OFFEN GESAGT

Tag für Tag

in Gefahr

Seit 2011 unterhält das Landeskriminalamt

ein sogenanntes

Cybercrime-Kompetenzzentrum.

Eine hinsichtlich

Prävention und Recherche fortschrittliche

Einrichtung, die in

den Folgejahren oft kopiert

wurde.

Umso erschreckender ist, dass

die Kriminellen, die auch für

die Wirtschaftsspionage nicht

mehr nur Smartphones und Tablets,

sondern gleich interne

Netzwerke attackieren, im

Wettlauf weiter die Nase vorne

haben und auch den Unternehmen

im Münsterland schaden.

Mal merken es die betroffenen

Firmen nicht, dass man sie

ausspioniert hat, mal suchen

sie schamhaft keinen Kontakt

zu den Ermittlern. Aber ist es

so peinlich einzugestehen, dass

man bei den eigenen IT-Strukturen

die allerletzten Sicherheitslücken

(noch) nicht geschlossen

hat?

Experten brauchen, gerade

weil sich die Datenströme auf

den digitalen Autobahnen

mehr und mehr beschleunigen,

jeden Hinweis. Wer verschweigt,

dass man ihn attackiert

hat, verhindert wiederum

Verbesserungen beim

Schutz. Damit wächst die tägliche

Gefahr.

Die IT-Hersteller wiederum

sollten konzeptionelle Schwächen

nicht mehr verschweigen,

sondern ihre Kunden offen informieren.

Nur so können diese

bewusst entscheiden, wo sie

ihr Kern-System – die „Kronjuwelen“

– lagern.

wk

„Wir brauchen Verbündete“

LWL-Chef Löb: Planung des Landes bevorzugt Rheinland und Ruhrgebiet

Der Direktor des Landschaftsverbandes

Westfalen-Lippe, Matthias

Löb, warnt vor einer Bevorzugung

von Rheinland und Ruhrgebiet.

Im Entwurf des Landesentwicklungsplanes

würden lediglich

diese beiden so genannten

Metropolregionen benannt.

Das ist der nächste

Schritt für eine Dreiteilung

des Landes“, sagte

Matthias Löb in diesen

Tagen vor der LWL-

Landschaftsversammlung. „Wenn

4 198869 002009

2 0 0 5 1

große und bevölkerungsreiche Regionen

wie das Münsterland, Ostwestfalen-Lippe

und Südwestfalen nicht genannt

werden, dann werden sie in

Düsseldorf auch nicht auf dem politischen

Radar sein.“ Der Verdacht dränge

sich auf, dass die sogenannten Metropolregionen

künftig bevorzugt berücksichtigt

werden sollen, wenn es

um Fördermittel der Europäischen

Union, des Bundes oder des Landes

Nordrhein-Westfalen gehe.

Es reiche aber nicht, einfach nur

gegen eine Benachteiligung zu sein,

so Matthias Löb weiter. „Wir müssen

Verbündete suchen und den Teilregionen

Münsterland, Ostwestfalen-Lippe

und Südwestfalen einen gemeinsamen

Auftritt als Gegengewicht verschaffen.“

Der LWL-Direktor will laut einer Pressemitteilung

des Landschaftsverbandes

an einem Schulterschluss von

Wirtschaft und Politik mitarbeiten,

um die „mittelstandsgeprägte Wachstumsregion

Westfalen-Lippe“ in die

Köpfe zu bekommen. Erste Ansätze

dafür gebe es bereits.

Matthias Löb: „Im Münsterland arbeiten

fast 26 Prozent, in Ostwestfalen-

Lippe über 29 Prozent und von den

Südwestfalen sogar 38,5 Prozent der

Beschäftigten in der Produktion, in

den sogenannten Metropolregionen

gibt es nur noch etwa 20 Prozent Industriearbeitsplätze.

Westfalen ist

eben viel mehr als Pferde, Pils und

Pumpernickel, und darum brauchen

wir auch ein anderes Bild unserer Region

in den Köpfen.“

Wir helfen wachsen.


2 MACHER & MÄRKTE

„Der Mensch ist die

größte Sicherheitslücke“

Xing, Facebook und Smartphones machen Wirtschaftsspionen das Leben einfach. Die Trickkiste ist prall

gefüllt: Vom Messekontakt bis zum verlorenen USB-Stick ist alles dabei

IMPRESSUM

Es begann so harmlos auf der Industriemesse.

Am Stand eines Mittelständlers

interessierte sich ein vermeintlicher

Kunde für die Produkte

und Dienstleistungen. Der rein fachliche

Austausch gehörte zum gut geplanten,

aber bösen Spiel. In einem

Nebensatz ließ der Gast am Messestand

erkennen, dass er gerne segelt.

Der Unternehmer, selbst begeisterter

Wassersportler, biss an. Bald

plauderte er munter mit dem Gast

über das Hobby, tauschte sogar erste

Infos über die besten Törns aus.

Einige Tage später brachte sich

der nautisch erfahrene

Standbesucher in Erinnerung.

Er schickte eine E-Mail

an den Firmenchef – im Anhang

ein paar Bilder von Reisezielen. Es

begann ein fast freundschaftlicher Email-

Austausch. Der Unternehmer schöpfte

auch keinerlei Verdacht, als er eines Tages

ein Video per E-Mail erhielt – „schau

es Dir an, ein ganz tolles Segelerlebnis“.

Das Öffnen des Anhangs dauerte nicht

lange; ein Film war leider nicht zu sehen.

Aber dafür lud sich im Hintergrund eine

Software, die es fortan ermöglichte, den

PC des ahnungslosen Firmenchefs von

außen nach Belieben auszuspähen.

Keine erfundene Geschichte, sondern in

der Welt der Wirtschaftsspionage Beispiel

für einen Trick, um Wissen abzuzapfen.

„Soziale Netzwerke wie Facebook

oder Xing sind eine wahre Fundgrube für

Angreifer“, weiß Volker Hinzen vom

NRW-Verfassungsschutz. Wer bei Xing in

seinem Profil eröffnet, dass er zum Beispiel

an der Entwicklung eines wichtiges

Produktes beteiligt war und bei Facebook

DIE WIRTSCHAFT Münster | Münsterland

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der Hansalinie 1, 48163 Münster, Telefon: 0251.690-0,

Telefax: 0251.690-215; Auflage: 17.000 Exemplare

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Fachmessen sind beliebte Aufenthaltsorte für Wirtschaftsspione. Hier können sie unverfänglich Informationen

einholen und Kontakte knüpfen. Redseligkeit ist hier fehl am Platz.

Foto. dpa

seine Leidenschaft für einen bestimmten

Fußballclub preisgibt, der passt perfekt

ins System. Die unverfängliche Kontaktaufnahme

wird so extrem leicht gemacht.

Fehlt nach einem bierseligen Stadionbesuch

das Misstrauen, rutscht manche Information

heraus.

„Es ist wie bei einem Puzzlespiel. Angreifer

und Spione nehmen am gesellschaftlichen

und wirtschaftlichen Leben teil, um

die fehlenden Stücke zu finden“, beschreibt

Hinzen den Weg. Am Ende ist jeder

Trick erlaubt.

Beispiel: der verlorene USB-Stick auf

dem Firmengelände. Hinzen: „Ein Mitarbeiter

findet diesen Stick und fragt zunächst

einmal im Kollegenkreis, ob ihn jemand

verloren hat. Alle verneinen dies.

Er schließt ihn an und freut sich über das

hohe Volumen von zwei Gigabyte. Und:

Der Stick ist sogar leer ... Angeblich, denn

über diesen Weg lädt der Angreifer eine

Schadsoftware auf den mit dem Intranet

verbundenen Firmen-PC. „Der Mensch

bleibt die größte Sicherheitslücke“, lautet

eine Erkenntnis in Expertenkreisen.

Wirtschaftsspione lassen sich deshalb

auch solche Dinge einfallen: Sie schaffen

im Netz eine Homepage für ein schickes

Restaurant in der Nähe eines großen Betriebs.

Denn sie wissen, dass die Firmenleitung

dort gerne mit Gästen die Mittagszeit

verbringt. Alles wirkt echt, als

die Sekretärin im Internet wieder einmal

nach Öffnungszeiten und Speisekarte

schaut. Nur: Beim Öffnen der Speisekarte

im Hintergrund öffnet sich unbemerkt

eine Schadsoftware. Auch hier ist ein sensibler

Arbeitsplatz in einem Unternehmen

nicht mehr sicher. Volker Hinzen

spricht von „traumhaften Zeiten“ für

Spione und denkt dabei vor allem an die

Welt der Smartphones. Diese lassen sich

unbemerkt von außen manipulieren. Liegen

sie dann etwa bei einer internen Besprechung

auf dem Tisch, dienen sie als

versteckte Abhöranlage. Unverschlüsselte

E-Mails und Anhänge, ungeschützte

Kalender, Daten und Unterlagen auf dem

Smartphones – „da ist die Postkarte um

ein Vielfaches sicherer“, betont der Fachmann

für Wirtschaftsschutz. wk

NETZWERK

Um den Diebstahl von Know-how

effektiv zu bekämpfen und den

Wirtschaftsstandort Nordrhein-

Westfalen zu stärken, wurde bereits

im Jahr 2001 eine „Vereinbarung

über die Sicherheitspartnerschaft

Nordrhein-Westfalen gegen Wirtschaftsspionage

und Wirtschaftskriminalität“

geschlossen.

Beteiligt sind daran das Ministerium

für Inneres und Kommunales, der

Verband für Sicherheit in der Wirtschaft

Nordrhein-Westfalen e.V., die

IHK NRW – Industrie- und Handelskammern

in Nordrhein-Westfalen

e.V. und das Ministerium für Wirtschaft,

Energie, Industrie, Mittelstand

und Handwerk.

Alle waren sich von Anfang an bewusst,

dass nur eine vernetzte Zusammenarbeit

zwischen Wirtschaft,

deren Verbänden und den staatlichen

Institutionen zum Ziel führen

kann. Durch einen kontinuierlichen

Austausch, gegenseitige Information,

Beratung und Unterstützung

wurde das Zusammenspiel zwischen

Wirtschaft, deren Verbänden und

den staatlichen Institutionen äußerst

wirksam aufeinander abgestimmt.

Dabei profitiert die Sicherheitspartnerschaft

vom spezifischen

Fachwissen der einzelnen Partner.

Das Ministerium für Inneres und

Kommunales Nordrhein-Westfalen

bringt dabei sowohl das spezifische

Wissen des Verfassungsschutzes zur

Wirtschaftsspionage als auch das

der Polizei zur Wirtschaftskriminalität

ein.

Das Netzwerk hält für Unternehmen

folgendes Angebot bereit:

• Umfassende Sensibilisierungen zu

aktuellen Entwicklungen, Gefährdungen

und Gegenstrategien.

• Aktuelle unternehmensbezogene

Informationen zur Gefährdung

durch Wirtschaftsspionage, Wirtschaftskriminalität,

Produkt- und

Markenpiraterie, Cybercrime, politisch

motivierte Kriminalität und IT-

Sicherheit.

• Aktuelle Lagebilder

Fortbildungsveranstaltungen, Beratungsgespräche

und Sicherheitstagungen.

• Umfassende Informationsmaterialien.

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Erfolg, denn Zeitarbeit ist Vertrauenssache.

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im Arbeitsalltag aus.


MACHER & MÄRKTE 3

Basisschutz reicht

nicht mehr aus

Laut Bitkom tun sich vor allem kleinere und mittlere Unternehmen schwer,

sich gegen die wachsende Cyber-Bedrohung zu wappnen.

Der Digitalverband Bitkom hat nachgerechnet:

Um 6,5 Prozent auf stattliche

3,7 Milliarden Euro wird in

2015 der Umsatz mit Software und

Services zur Verbesserung der IT-Sicherheit

in Deutschland voraussichtlich

gegenüber dem Vorjahr wachsen.

Endgerätesicherheit, Zugriffsverwaltung

oder Netzwerksicherheit

rücken offensichtlich bei immer

mehr Unternehmen in den Fokus.

Kein Wunder, hört man doch aus Expertenkreisen,

dass zum Beispiel ein

Konzern wie Airbus pro Monat rund

1000 Rechner von Schadprogrammen

befreien muss.

Insider sprechen offen von einer

„Plage“, gegen die auch herkömmlichen

Anti-Virenprogramme und

Firewalls nicht mehr ausreichend

Schutz bieten. Die Kontrolle sicherer

Kommunikationsflüsse in weit verzweigten

Unternehmen ist dementsprechend

ein häufig angebotenes IT-Tagungsthema.

Sobald jemand ein kritisches

Ereignis in der Produktion unmittelbar

erlebt hat, wächst die Sensibilität

enorm.

Längst sehen Fachleute die Unternehmen

gefordert, ganzheitliche Sicherheitskonzepte

nicht nur einmal zu erarbeiten, sondern

sie auch noch in einem andauernden

Prozess laufend fortzuschreiben.

Behörden wie der Verfassungsschutz

NRW organisieren ihre gesamte digitale

Arbeit streng getrennt in einem geschützten

internen und in einem externen Netz.

Nur das externe Netz hat Internetanschluss.

Werden Daten von außen benötigt,

durchlaufen sie eine eingehenden

Prüfung und werden erst dann physikalisch

umgehoben. Der eigene „Safe mit

den Kronjuwelen“ sei dadurch stets geschützt,

sagt ein Insider.

Sogenannte Trojaner und Würmer gehören

nach wie vor zur größten Cyber-Bedrohung.

Die Klassiker unter diesen

Schädlingen nisten sich unbemerkt in

Computersysteme ein. Von dort aus beginnen

sie ihre Arbeit, übertragen sensible

Daten wie Passwörter oder versenden

selbst infizierte E-Mails. Laut Bitkom tauchen

jeden Tag im Internet rund 350 000

neue Formen dieser Schädlinge auf. Eine

Abwehr muss längst nicht mehr nur allein

über die Rechner, sondern über die gesamte

Netzwerkarchitektur ausgeweitet

werden.

„Basisschutz reicht nicht mehr aus“, betonte

im Sommer Bitkom-Präsident Prof.

Dieter Kempf. Doch laut einer Umfrage

verfügen nur 29 Prozent der interviewten

Unternehmen über eine Absicherung

gegen Datenabfluss von innen (Data Leakage

Prevention) und nicht einmal ein

Viertel über spezielle Angriffserkennungen

für Attacken von außen (Intrusion

Detection). Laut Bitkom analysieren solche

System die Datenströme in einer

kompletten Organisation oder einem

Unternehmen und melden verdächtige

Aktivitäten. „Systeme zur Früherkennung

von Angriffen, Sicherheitsvorkehrungen

gegen Datendiebstahl und insbesondere

Verschlüsselung wichtiger Informationen

machen es Angreifern deutlich

schwerer“, erklärt Kempf.

Jedes vierte Unternehmen setzt erweiterte

Verfahren zur Benutzeridentifikation

ein, zum Beispiel eine sogenannte Zwei-

Faktor-Authentifizierung oder biometrische

Merkmale. Ein Fünftel der Unternehmen

testet dabei sogar die eigenen Sicherheitskonzepte

mit Hilfe von Penetrationstests,

bei denen Angriffe simuliert

werden.

Gerade kleinere und mittlere Unternehmen

tun sich laut Bitkom immer noch

schwer, die IT-Systeme abzusichern. Immerhin

planen nach neusten Umfragen

17 Prozent der Unternehmen, eine Verschlüsselung

ihrer Daten einzuführen.

Schäden durch webbasierte Schadsoftware,

infizierte Websites und mobile

Apps, gefährliche Botnetze, Denial-of-

Service-Attacken, Phishing und Viren-

Baukästen gehören zu den Gefahren im

Internet.

Doch immer noch werden sogar kleinere

Schutzmaßnahmen, wie das Wechseln

des Passwortes nach spätestens drei Monaten,

nicht beachtet. Kennwert-Muffel

hängen ihre Zugangsdaten neben dem

Schreibtisch an die Pinnwand oder nutzen

die gleichen Passworte für den

Dienstrechner und den privaten Facebook-Account.

Die Digitalisierung hat die Unternehmenskommunikation

nach innen und

außen beschleunigt. Das Bewusstsein für

die Gefahren ist aber nicht mit der gleichen

Geschwindigkeit gewachsen. Der

Vorteil der Schnelligkeit und Effizienz

kann dadurch zunichte gemacht werden,

dass Prozesse ausspioniert oder behindert

werden.

wk

Digitale Angriffe treffen jedes zweite Unternehmen

Anteil von Unternehmen, die in den letzten 2 Jahren von Datendieb-

Teile o. Ä.

Quelle und Grafik: BITKOM

WANDEL IN DER WELT DER SPIONAGE

Die Welt der Wirtschaftsspione hat sich gewandelt. Hat

man früher zum Teil auch mit Nötigung und Erpressung

gearbeitet, um an Informationen zu gelangen, so sehen

die Arbeitsweisen heute anders aus.

Heute lassen sich bereits aus den der Allgemeinheit zur

Verfügung stehenden Quellen Informationen beschaffen,

an die früher nur schwer zu kommen war.

Die Methoden der Spionage haben sich daher im Laufe

der Jahre teilweise verändert. Das frühere aggressive

Vorgehen bei der Gewinnung von Agenten ist laut Verfassungsschutz

zwar immer noch anzutreffen, jedoch

mehr dem Prinzip der freiwilligen Mitarbeit gewichen.

„Informationen werden möglichst offen beschafft, um

das Risiko der Entdeckung gering zu halten. Die weltweit

offen zugänglichen Datenbanken, die Führung von

Gesprächen anlässlich von Tagungen, Messen, Botschaftsempfängen

usw. bieten einen enormen Informationsfundus“,

heißt es in Expertenkreisen.

Die Auswertung „offener“ Quellen genießt immer größere

Bedeutung. Hierzu zählen zum Beispiel die systematische

Erfassung von wissenschaftlichen Forschungsberichten,

Diplomarbeiten, Fachliteratur, Werkszeitungen,

Handbüchern, Dokumentationen und Werbe- beziehungsweise

Informationsmaterial.

Der Wandel vom nur noch sporadischen Einsatz von sogenannten

„Toten Briefkästen“, Steckdornen, Agentenfunk

und präparierten Containern hin zur Nutzung der

vielfältigen Möglichkeiten modernster Kommunikationstechnik

stellt auch die Spionageabwehr zunehmend vor

neue Aufgaben. Die Übermittlung geheimer Nachrichten

über Internet und andere elektronische Datenübermittlungsverfahren

ist heute wesentlich schneller und vor

allem mit weniger Risiko möglich. Datenträger sind auf

Knopfdruck genauso schnell geschrieben wie gelöscht.

Spuren und Beweismittel bleiben kaum zurück.

Die global über Satelliten abgewickelte Kommunikation

ist vor fremdem Zugriff heute nur selten geschützt und

kann gezielt abgehört werden. Auch hier bleiben keine

Spuren zurück. Gleichwohl können die fremden Nachrichtendienste

nicht auf menschliche Quellen verzichten,

denn einen Agenten am Zielobjekt kann die elektronische

Aufklärung nicht ersetzen.

Quelle: NRW Verfassungsschutz


4 MACHER &

„Zuwanderung ist für unser L

Ingo Kramer, Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), fordert von der Politik einen ve

Mindestlohn hält er grundsätzlich für falsch, aber eine niedrige Bezahlung fürFlüchtlinge würde einen problematischen V

58 Bundesfachspitzenverbände

14 überfachliche

Landesvereinigungen

Landesfachverbände

Regionale

Fachverbände

Die Wirtschaft wird nicht müde,

die Chancen zu betonen,

die mit dem Zuzug

Hunderttausender Flüchtlinge

für Deutschland verbunden

sind. Doch mischen sich auch

deutlich kritische Töne in die Debatte.

Ein Interview mit dem Präsidenten der

Bundesvereinigung der Deutschen

Arbeitgeberverbände (BDA), Ingo Kramer

–die FragenstellteUlrich Windolph.

Ist die Wirtschaft mit Blick auf die

Flüchtlingskrise zu blauäugig?

Ingo Kramer: Nein, wieso?

Unter den Spitzenverbänden ist

Streit entbrannt. Michael Knipper,

Hauptgeschäftsführer des Verbands

der Bauindustrie, hatte

jüngst im „Tagesspiegel“ die „undifferenzierte

Euphorie großer Teile

der deutschen Industrie“ in puncto

Flüchtlingskrise kritisiert. Was ist

da los?

Kramer: Mitte September gab es eine

gemeinsame Stellungnahme der vier

Spitzenverbände –also des Handwerks,

der Industrie- und Handelskammern,der

BDA

1Mio.

Betriebe. die

20 Mio.

Arbeitnehmer

beschäftien

Überfachliche

Regionalverbände

Arbeitgeberverbände und des Bundesverbandes

der Deutschen Industrie–,in

der die Chancen und die Herausforderungen

der Flüchtlingskrise angesprochen

werden. Diese Erklärung wurde im

Namen der gesamten deutschen Wirtschaft

abgegeben.

Abervermischt die Wirtschaft nicht

auf unzulässige Weise den lange

gehegten und immer auch wieder

geäußerten Wunsch nach einem

Einwanderungsgesetz und geregelter

Zuwanderung in den deutschen

Arbeitsmarkt mit dem unkontrollierten

Zustrom an Flüchtlingen?

Kramer: Geregelte, am Arbeitsmarkt

orientierte Zuwanderung ist weiter wichtig.

Sie hatabermit der zunächst humanitären

Hilfe für Flüchtlinge nichts zu tun.

Die immense Anzahl der Flüchtlinge,die

in kürzester Zeit zu uns gekommen sind

und kommen, stellt Politik und Verwaltung

ohne Zweifel vor große Probleme.

Woher rührt dann Ihr Optimismus?

Kramer: Wenn man sich die Entwicklung

über einen längeren Zeitraum anschaut,

dann wissen wir heute schon,

dass wir 2030 sechs Millionen Menschen

weniger im erwerbstätigen Alter

haben werden. Wir kriegen aus der eigenen

Bevölkerung nicht mehr den Nachschub,

um unsere Volkswirtschaft mit

der Leistungskraft zu fahren, wie wir sie

heute fahren. 43 Millionen Beschäftigte,

das werden wir in 15 Jahren allein nicht

mehr hinbekommen. Also stellt sich die

Frage: Wollen wir uns dann mit weniger

Leistungsfähigkeit zufriedengeben?

Mein Ratlautet: Dastun wir lieber nicht.

Zuwanderung ist unsere große

Chance?

Kramer: Ja, Zuwanderung ist eine Notwendigkeit.

Es ist eine riesengroße Herausforderung

mit Problemen, aber es

ist ebenaucheine Chance.Diese Chance

zu nutzen, setzt allerdings voraus,

dass wir in den nächsten Jahren vieles

besser machen. Und es setzt voraus,

dass nicht jedes Jahr so viele Menschen

zu uns kommen wie derzeit, sondern

dass wir die Asylsuchendengleichmäßiger

über Europa verteilen und vor allem

begrenzen.

Flucht nach Deutschland: Der Zustrom bietet aus Sicht des BDA zumindest eine Chance

für jene Unternehmen, die Fachkräfte und Auszubildende suchen.

Foto: dpa

Aber die Kräfte, die die Wirtschaft

braucht, werdendoch viel eher über

geregelte Zuwanderung zu bekommen

sein als über die zugewanderten

Asylberechtigten.

Kramer: Natürlich. Deshalb fordern wir

seitlanger Zeit eine gezielte undgesteuerte

Zuwanderung vonFachkräften. Vor

der aktuellen Flüchtlingskrise haben wir

uns vielzulange mit der Frage beschäftigt,

wen wir alles nicht wollen, und nicht

damit, wen wir wollen. Da müssen wir

dringend umdenken.

Und was machen wir mit den Asylbewerbern

–mit all den Menschen,

die nicht wegen eines besseren Lebens,

sondern ausnackter Angst

um ihr Leben zu uns kommen?

Kramer: Mehr als die Hälfte der Flüchtlinge,

die aktuell zu uns kommen, sind

jünger als 25 Jahre. Und das ist die Altersgruppe,

die ganz normal bei uns ausgebildetwerdenkann.Voraussetzung

ist

natürlich, dass die Menschen Deutsch

lernen, was innerhalb eines Jahres möglich

sein muss. Wenn das aber gelingt,

ist dieVorbildung,die die Menschenaus

ihrer Heimat mitbringen, gar nicht mehr

die entscheidende Frage. Unsere 17-

Jährigen sind jaauch nicht alle schon

fertig ausgebildet.

Das Argument „Es kommen nicht

nur Ärzte und Ingenieure zu uns“

zieht also gar nicht, weil die meisten

Flüchtlinge so jung sind, dass sie

bei uns gut ausgebildet werden

können?

Kramer: Genau so ist es. Schauen Sie

sich maldie Situation allein im Handwerk

an, da gibt es heute Zehntausende von

unbesetzten Plätzen in Deutschland.

Wir brauchen auch Handwerker, nicht

nur Ärzte.

Hört sich alles sehr gut an?

Kramer: Setzt aber voraus, dass wir die

richtigen Schritte machen. Nurwenndie

Menschen schnell Deutsch lernen und in

Ausbildung und Arbeit kommen, kann Integration

gelingen. Stellen Sie sich mal

vor,wir müssten monatelang zu Hunderten

in einer Massenunterkunft leben

und wären zur Untätigkeitgezwungen.

Das würde auch nicht gutgehen. Je

schneller die Menschen da rauskommen,

desto besser ist es.

Auch ohne Flüchtlinge hat

Deutschland mehr als 2,5 Millionen

Arbeitslose. Können

Sie verstehen, dass viele

von denen erw

arten, dass

zuerst etwas für sie getan

wird?

Kramer: Ja, das kann ich

verstehen.Nicht alle

dieser Arbeitslosen

sind aber Langzeitarbeitslose.

Daist

vielSucharbeitslosigkeit

dabei,

die man

rausrechnen muss. Bleibt

kleinere Gruppe an Lang

sen, die man schon heute

cherKraft wieder in das Ar

integrieren versucht. Dabe

viele Hürden. Ein Beispiel: V

Langzeitarbeitslosen man

an Mobilität, sie sind aus

lichsten Gründen mehr ode

ihren Wohnort gebunden.

Ein breiter Sockel im T

renen?

Kramer: Nein, sopessimistisch

darf

man da

nicht sein. Wir haben

in meiner Heimatstadt

Bremerhaven

die Arbeitslosenquote

durch einen

massiven Strukturwandel

von 25 auf

15 Prozent absenken

können. Das

zeigt: Es ist etwas

möglich, aber esbedarf

großer Anstrengungen.

Natürlich dürf

en diedeutschen

Arbeitslosen nicht

aus dem Blick geraten

Abereshilft auch niemandem,

wenn wir auf

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Der Bremerhavener Ingo Kramer (62) ist seit November 2013 Präsident der Bundesvereinigung der

ter der Firmengruppe J. Heinr. Kramer inBerlin für weitere zwei Jahre wiedergewählt.


MÄRKTE

5

and notwendig“

rlässlichen Rechtsrahmen. Den

erdrängungswettbewerb einleiten.

eine deutlich

zeitarbeitslomit

erheblibeitsleben

zu

igibt esaber

ielenälteren

gelt es etwa

unterschiedrweniger

an

al der Verlo-

Zuwanderung verzichten und die Stellen

danntrotzdemnicht besetztwerden können.

Bundesarbeitsministerin Andrea

Nahles (SPD) erwartet durch den

Flüchtlingszustrom für 2016 mehr

Arbeitslose und mehr Hartz-IV-

Empfänger. Hilft so eine Prognose

oder schadet sie eher, weil sie zusätzlich

auf die Stimmung drückt?

Kramer: Sie hilft, weil es

ehrlich ist. Die Menschen

in Deutschland

müssen das

Gefühl haben,

dass die Politik

ehrlich mit ihnen

umgeht.

Darum finde

ich das gut,

wenn Frau

Nahles das so

off

en anspricht,

weil es

einer gewissen

Wahrscheinlichkeit

entspricht.

Es kommen ja auch viele Flüchtlinge zu

uns, die älter als 25 Jahre sind und vielleicht

nicht so schnell die deutsche Sprache

lernen und sich erst entsprechend

später in das Erwerbsleben integrieren

lassen.

Was muss Ihrer Ansicht nach am

dringendsten passieren

Kramer: Der Deutschunterricht für

Flüchtlinge ist noch nicht gut geregelt.

Wir brauchen mehr Geld, mehr Lehrer

unddabei bestimmt auchmehrQuereinsteiger.

InBremerhaven beispielsweise

gibt es einsyrisches Ehepaar,das schon

seit mehr als zehn Jahren in Deutschland

lebt und bestens integriert ist. Die

Frau spricht perf

ekt deutsch und arabisch

und könnte sicher hervorragend

Deutschunterricht erteilen, aber sie ist

natürlich keine studierte Germanistin.

Das darf

keine Hürde sein.

Hürden gibt’s nicht nur da, oder?

Kramer: Die Politik muss den Rechtsrahmen

in vielen Bereichen anpassen

und das möglichst schnell. Denn der

Hauptverband der Deutschen Bauindustrie,

den sie eingangs zitiert

haben,

hat ja nicht nur Kritik geübt, sondern

auch gesagt, dass

der Bau von festen

Flüchtlingsunterkünften

deutlich schneller

möglich sei, wenn

die Genehmigungsverfahren entsprechend

beschleunigt werden. Das ist es

doch, was Frau Merkel meint, wenn sie

sagt, zur deutschenGründlichkeit müsse

jetzt deutsche Flexibilität hinzukommen.

Aber da ist zuerst die Politik gefordert,

sonst haben wir behördliche Willkür.

Eine gesetzliche Vorgabe in

Deutschland ist auch der allgemein

verbindliche Mindestlohn. Muss der

für Flüchtlinge ausgesetzt werden?

Kramer: Meine Grundhaltung zum Mindestlohn

ist bekannt. Ich halte ihn für

falsch.Nungibtesihnaber,unddeshalb

bin ich der Letzte, derfordert, Flüchtlinge

unterhalb des Mindestlohns zu bezahlen.

Denn dann hätten wir den Verdrängungswettbewerb

zwischen deutschen

und ausländischen Beschäftigten, den

wir auf keinen Fall haben wollen. Wir

müssen darauf achten, dass die große

Hilfsbereitschaft der Bevölkerung

gegenüber den Flüchtlingen nicht untergraben

wird.

Erleben Sie die politische Debatte

rund um das Flüchtlingsthema als

off

en und ehrlich genug?

Kramer: Sie wird zunehmend ehrlicher,

ist aber zugleich von einem hohen Maß

an Unsicherheit geprägt. Man darf aber

Unsicherheit nicht mit Unehrlichkeit verwechseln.

Es hilft andererseits aber gewiss

auch nicht, Horrorszenarien an die

Wand zu werfen. Die Probleme müssen

benannt werden, umsie entschlossen

anzugehen,u

schüren.

ZUR PERSON

Seit November 2013 ist Ingo Kramer als Nachfolger von

Dieter Hundt Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen

Arbeitgeberverbände (BDA). Vor wenigen Tagen erst

wurde er in diesem Amt bestätigt. Der 62-Jährige ist Mitglied

der FDP und leitet in seiner Heimatstadt Bremerhaven

als geschäftsführender Gesellschafter die Geschicke

der Firmengruppe J. Heinr. Kramer, die mit rund 300 Mitarbeitern

unter anderem in den Geschäftsfeldern Schiffsbetriebstechnik,

Energiewirtschaft und Industrieanlagenbau

tätig ist. Kramer ist der Sohn des Unternehmers und

früheren Bremischen FDP-Bürgerschaftsabgeordneten J.

Heinrich Kramer. Erstudierte an der Universität Karlsruhe

und schloss 1979 das Studium als Wirtschaftsingenieur

ab. Er war 1980/81 bei der Firma Mannesmann/Demag in

Duisburg tätig. Kramer ist verheiratet, Vater von vier Kindern

und passionierter Segler.

Er ist Präsident der Unternehmensverbände im Lande

Bremen sowie Vorstandsvorsitzender der Stiftung der

Deutschen Wirtschaft. Er war von 2007 bis 2013 Vorsitzender

des Arbeitgeberverbandes NORDMETALL und hat

von 2001 bis 2011 als Verhandlungsführer die Tarifpolitik

in der norddeutschen Metall- und Elektroindustrie federführend

verantwortet.

Den BDA verbindet bei der Wahl seines Personals offenbar

eine besondere Liebe zuWestfalen: Hauptgeschäftsführer

ist aktuell der ehemalige CDU-Bundestagsabgeordnete

Dr. Reinhard Göhner aus Herford. Nach 20 Jahren im

Amt folgt ihm im Sommer 2016 der CDU-Bezirksvorsitzende

Steffen Kampeter aus Minden. Kampeter war bis

vor kurzem Staatssekretär imBundesfinanzministerium,

hat diesen Posten mit Blick auf den Wechsel zum BDA

aber bereits niedergelegt. Aus dem Bundestag wird erim

kommenden Sommer ebenfalls ausscheiden.

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Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA). Ende November wurde der Wirtschaftsingenieur und geschäftsführende Gesellschaf-

Foto: Laurence Chaperon/ BDA

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MACHER & MÄRKTE 6

Treibstoff aus der Tonne

In Ennigerloh wird aus organischem Abfall ein Diesel-Ersatz produziert. Ab dem Jahr 2016 soll das

Produkt als DIN-gerechter Sprit in Fahrzeugen zum Einsatz kommen.

„Der neue Kraftstoff schont vor

allem Ressourcen. Wir werden dadurch

nicht zu Ölscheichs.“

Jürn Düsterloh, Geschäftsführer von Dieselwest in

Ennigerloh

Aus Abfällen Diesel gewinnen, der

als Heizöl oder auch als Kraftstoff für

Autos einsetzbar ist: Diese Recycling-Revolution

aus Ennigerloh ist

weltweit einzigartig – und längst

kein Traum mehr.

Jürn Düsterloh, Geschäftsführer

von Dieselwest, einem Unternehmen

auf dem Gelände der

Abfallwirtschaftsgesellschaft

im Kreis Warendorf, beschreibt

das Prinzip so: „Die Natur hat 300 Millionen

Jahre gebraucht, bis aus organischen

Bestandteilen Öl wurde. Diesen Prozess

bilden wir nach –

in drei bis 30 Minuten.“

Seines Wissens,

so Düsterloh,

„gibt es in der

Welt keine andere

Anlage, die stabil

läuft.“ Kein Wunder

also, dass sich

der Betrieb in Ennigerloh

regelrecht zur „Wallfahrtsstätte“

entwickelt hat. „Wir hatten inzwischen

Besucher aus Katar, China, Brasilien und

vielen europäischen Ländern.“ Sie alle

wollen sich informieren, wie das Verfahren

funktioniert. Nämlich so: Im Entsorgungszentrum

wird ein Teil des Restmülls

klein gehäckselt, vor allem Papier

und Kunststoffe. In der Anlage wird der

Müll gasförmig und dann verflüssigt, so

dass am Ende aus zwei Kilo Müll ein Liter

Diesel gewonnen werden kann. Um eine

wirtschaftliche Menge produzieren zu

können, musste die Anlage, die im Jahr

2012 als Pilotprojekt startete, weiter umgerüstet

werden. Das Land NRW gab eine

Million Euro dazu, und auch der Oelder

Unternehmer Günther Keutmeier, der bereits

fünf Millionen Euro investiert hatte,

legte noch einmal zwei drauf. „Herr Keutmeier

ist für uns ein Traumpartner, denn

er hat Geduld“, freut sich Düsterloh.

Weil es sich um eine Risikoinvestition

handelt, darf die kommunale Gesellschaft

ECOWEST als Standortinhaber

und Gesellschafter nicht selbst investieren,

da sie mit den Gebühren der Einwohner

finanziert wird.

Schwarze Zahlen werden mit dem Diesel

noch nicht geschrieben. „Aber mittelfristig

wollen wir mit unserem Produkt natürlich

Gewinne einfahren“, sagt Düsterloh,

der selbst subventionierte Technologien

wie Solar-Anlagen sehr kritisch

sieht. Trotzdem stehe der Gewinn nicht

im Vordergrund. „Der neue Kraftstoff

schont vor allem Ressourcen, wir werden

dadurch nicht zu Ölscheichs.“ Der große

Charme des Verfahrens sei, dass man aus

Abfall lagerfähige Energie gewinnen

könne. Vor dem Hintergrund knapper

werdender Ressourcen sei das ein „hoch

spannendes Verfahren“. Damit die Produktion

wirtschaftlich ist, müssen 350 bis

400 Liter die Stunde hergestellt werden“,

erläutert Düsterloh. Beim Start des Probebetriebs

waren es 50 Liter die Stunde,

inzwischen liege man bei der fünffachen

Menge. Abgesehen von der Produktionsmenge

muss der Diesel vor allem weiter

entschwefelt werden. „Nur dann entspricht

er den deutschen Normen für den

Einsatz als Treibstoff in Fahrzeugen.

„Aber wir haben jetzt ein entsprechendes

Entschwefelungsverfahren gefunden. Im

nächsten Jahr wollen wir um eine zweite

Linie erweitern und dann auch gleich die

Entschwefelung realisieren und DIN-

Sprit herstellen.“ Beate Kopmann

Jürn Düsterloh vor dem Steuerpult der Anlage von Dieselwest

„Brauchen noch mehr Erfahrungen“

Jürn Düsterloh, Geschäftsführer von Dieselwest, sieht die Verölung auf dem Vormarsch

Zwei Fragen an Jürn Düsterloh,

den Geschäftsführer der Dieselwest

GmbH in Ennigerloh im

Kreis Warendorf:

Wo wird das Diesel-Produkt bereits

eingesetzt?

Düsterloh: Neben kleineren Versuchen

mit älteren Dieselmotoren wird das Öl

vorwiegend in industriellen Großfeuerungsanlagen

anstelle von Heizöl verwendet.

Der Einsatz in Motoren soll erst

erfolgen, wenn mehr Erfahrungswerte

vorliegen und eine Entschwefelung

nachgeschaltet ist.

Kraftstoffe werden auch aus Getreide,

Mais oder Raps gewonnen.

Die Folge sind enorme Preissteigerungen

der Grundnahrungsmittel

– vor allem zum Nachteil der Drittweltbevölkerung.

Ist das neue Verfahren

auch ethisch der bessere

Weg?

Düsterloh: Soweit es sich um Reststoffe

oder Abfälle aus der Landwirtschaft

handelt, steht es außer Frage, dass diese

auch gut zur Herstellung von Bioenergie

geeignet sind und genutzt werden sollten.

Der Anbau von Pflanzen mit dem

Ziel, diese zur Energiegewinnung zu

verwenden, hat im Hinblick auf den

CO -Ausstoß Vorteile. Anderseits sollten

²

landwirtschaftliche Flächen zur Lebensmittelproduktion

verwendet werden,

zumindest sollte seitens des Gesetzgebers

die Nutzung als Anbaufläche zur

Energiegewinnung nicht subventioniert

werden.

Wenn wir bei der Herstellung von Energie

von einem so großen Wort wie

„Ethik“ sprechen, fällt mir die Antwort

schwer. Ich möchte mich darauf beschränken,

dass die Verölung von Abfällen

ein sinnvollerer Weg zur Energiegewinnung

ist als die Nutzung von Ackerflächen.

bk

Ein Liter Treibstoff entsteht in Ennigerloh bei der Verölung von zwei Kilogramm Abfall.

VERÖLUNGSANLAGE

In der Natur bildete sich Erdöl aus

den Überresten von Organismen, die

auf die Böden der Urmeere sanken

und sich dort zersetzten. Später

entstanden durch Wärme und die

Einwirkung mineralischer Katalysatoren

jene Kohlenwasserstoffe, aus

denen Mineralölfirmen Benzin, Diesel

oder Kerosin erzeugen. Diesen

Prozess hat sich die Dieselwest

GmbH von der Natur abgeguckt. Die

Entstehung von Erdöl wird imitiert

– nur dauert dies nicht zig Millionen

Jahre, sondern nur noch wenige

Minuten. Das Entsorgungszentrum

in Ennigerloh filtert seit Jahren

Wertstoffe aus dem Restmüll und

produziert Sekundärbrennstoffe, die

etwa in der Zementindustrie eingesetzt

werden. Dieser Sekundärbrennstoff

ist auch das Eingangsmaterial

für die „Verölungsanlage“

der Dieselwest. Ferner kann so

ziemlich alles verwendet werden,

was in der grauen Restmülltonne

landet – und grundsätzlich alles,

was kohlenstoffhaltig ist. Damit dieses

Material verölen kann, muss

der Wasseranteil reduziert werden.

Um dieses Ziel zu erreichen, wird

das Material in beheizten Schnecken

getrocknet, bevor es in das heiße

Ölbad im Reaktor kommt. bk


MACHER & MÄRKTE 7

Bei der Ausbildung ein Ass

Die Münstermann GmbH & Co. KG und das „Telgter Modell“ setzen bei der Förderung des beruflichen

Nachwuchses Maßstäbe. Inzwischen beteiligen sich schon 96 Betriebe an dem Netzwerk.

Magdalena Münstermann und ihr

Sohn Dirk nahmen gemeinsam mit

sechs Auszubildenden vor einigen

Wochen in Berlin einen Preis im Bundesministerium

für Wirtschaft und

Energie entgegen nehmen. Eine weitere

Auszeichnung für den Handwerksbetrieb

in Telgte – und ein weiterer

Ansporn.

Wir sehen in dem Preis

auch eine Bestätigung,

dass wir mit

unseren Aktivitäten

auf dem richtigen

Weg sind“, freut sich Magdalena Münstermann,

die in der Geschäftsführung des

handwerklichen Familienbetriebes aktiv

ist.

Die Aktivitäten: Dazu gehört das von

Magdalene Münstermann entwickelte

„Telgter Modell“, für das es gerade die

Auszeichnung gab. Viele Partner arbeiten

inzwischen an der erfolgreichen Umsetzung

des Modells, das Schule und Wirtschaft

vernetzt. Der ursprüngliche Ansatz

bestand darin, dass die Firma Münstermann

Schülerinnen und Schüler in ihren

Betrieb einlud, über Ausbildung informierte

und Wirtschaft erlebbar machte.

Daraus wurde mehr.

Schülerinnen und Schüler, Eltern und

Lehrer kommen in Kontakt mit Unternehmern,

und zwar ganz konkret in einer Region.

„Voneinander wissen – miteinander

arbeiten,“ so bringt die Unternehmerin

das Modell auf den Punkt. 96 Betriebe

sind an dem Netzwerk beteiligt, alle öffentlichen

Schulen der Region und die

Stadt Telgte. Und das Interesse aus anderen

Regionen ist groß.

In der Laudatio zur Preisverleihung heißt

es: „Von der Grundschule bis in die gymnasiale

Oberstufe erhalten Kinder und

Jugendliche dank der Kooperationspartner

wertvolle Einblicke in die Praxis –

und in die Berufswelt.“ Und das kann

ganz einfach sein: Zum Beispiel werden

Glückwunsch: Servaas van der Avoort, Geschäftsführer der Handwerks-Junioren

(l.), MdB Bernhard Daldrup (2.v.l.) und MdB Reinhold

Sentker (7.v.l.) gratulieren Magdalena Münstermann (5.v.r.)

und ihrem Sohn Dirk (r.), die mit ihren Azubis Leon Rupe, Serkan

Genc, Sven Breitbart, Christoph König, Sophie Klein und Jens Gronhoff

zur Preisverleihung nach Berlin kamen.

Der Bau eines Karts steht nicht im Ausbildungsplan, aber das freiwillige Projekt macht auf viel Spaß. Mit den Auszubildenden Jens, Max, Christian und Christoph

freuen sich Magdalena und Dirk Münstermann (l.)

Foto: Hubertus Kost

Eltern an ihrem Arbeitsplatz besucht,

Auszubildende berichten von ihrem Beruf,

Lehrer planen eine Unterrichtsreihe

über Wirtschaft und gehen auf Betriebe

zu, bei der Suche nach einem Praktikumsplatz

werden Hürden abgebaut –

auch bei der Suche nach einer Lehrstelle.

„Kinder und Jugendliche lernen, was in

der beruflichen Welt los ist, und zwar

nicht irgendwo, sondern in ihrem Heimatort,“

betont Magdalena Münstermann.

In Sachen Ausbildung geht die Firma

Münstermann schon seit vielen Jahren

mit eigenem Beispiel voran. Dirk Münstermann

setzt sich als Ausbildungskoordinator

für den Berufsnachwuchs des

international aktiven Unternehmens ein,

das zum Beispiel Förder-, Entstaubungsund

Trocknungstechnik entwickelt und

entsprechende Anlagen für die Industrie

baut. 75 Prozent der Anlagen werden ins

Ausland exportiert. 23 junge Leute bildet

der Betrieb aus. 260 Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter werden insgesamt beschäftigt.

Zur fachlichen Gestaltung der

Ausbildung gehört bei der Münstermann

GmbH & Co. KG auch eine soziale Komponente.

So wird zum Beispiel das Verhalten

im Team und gegenüber den Kunden

trainiert, alle zwei Wochen treffen

sich die jungen Leute zum Gespräch –

und es gibt gemeinsame Veranstaltungen.

Dazu gehört (neben dem Ausbildungsprogramm)

ein Knigge-Kurs im

Rahmen eines Vier-Gang-Menüs in

einem Restaurant oder der Bau eines

Karts von der Planung über die Materialbeschaffung,

die Verwendung des Budgets

bis zum fertigen Modell. Dafür kommen

die Lehrlinge dann auch schon mal

an einem Wochenende in den Betrieb.

„Azubi-Runde“ heißen solche Projekte

für die Nachwuchskräfte – „und wir haben

insgesamt nur positive Rückmeldungen,“

freut sich Dirk Münstermann. Das

gilt auch für die Ausland-Praktika, an

denen Münstermann-Lehrlinge teilnehmen

und von denen sie immer sehr motiviert

zurückkehren. „Wir fördern die Motivation,“

betont der Ausbildungskoordinator:

„Mit Spaß zum Erfolg.“

Das Unternehmen hat Auszubildende aus

allen Schulformen, vom Förderschüler

bis zum Abiturienten. Bei der Bewerbung

stehe nicht das Zeugnis in der ersten Reihe,

sondern der Mensch und auch das familiäre

Umfeld, betont Dirk Münstermann.

„Und wenn wir bei der Lösung von

Problemen helfen können, dann machen

wir das.“ Der Erfolg: Alle schließen ihre

Ausbildung ab, alle werden übernommen

– „und wir haben ein Potenzial an soliden

Fachkräften“, erläutert Magdalena

Münstermann. Die Unternehmerin und

ihr Sohn Dirk möchten das Interesse an

wirtschaftlichen Zusammenhängen bereits

in der Schule mehr fördern. Dafür

werden sie sich weiter einsetzen.

Hubertus Kost

AUSBILDUNGS-ASS

Mit dem Ausbildungs-Ass würdigt die „Junge Deutsche

Wirtschaft“ Unternehmen und Initiativen, die sich für die

Ausbildung und Förderung von Jugendlichen engagieren.

Der Preis soll den Stellenwert der dualen Ausbildung

einer breiten Öffentlichkeit deutlich machen. „Wir wollen

die besten Beispiele bekannt machen, damit sie Anerkennung

und Nachahmer finden“, betonen die Initiatoren, zu

denen die Wirtschaftsjunioren Deutschland und die Junioren

des Handwerks gehören.

Das „Ausbildungs-Ass“ wird in drei Kategorien mit jeweils

drei Plätzen verliehen. Die Aktion steht unter der Schirmherrschaft

des Bundesministeriums für Wirtschaft und

Energie. Der Preis wird von der Inter-Versicherungsgruppe

mit 15 000 Euro gefördert. Die Münstermann GmbH &

Co. KG gehört als einziges Unternehmen aus dem Münsterland

zu den Preisträgern.

Stolze – Dr. Diers – Beermann GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft · Steuerberatungsgesellschaft

Unser Angebot umfasst eine breite Spanne von Dienstleistungen insbesondere

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und der Unternehmensnachfolge. Zu unserem Dienstleistungsspektrum

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Prof. Dr. Fritz-Ulrich Diers

Dr. Philipp Diers

Dr. Marie-Theres Stolze

Heinz Stolze

Wilfried Beermann

Johannes Fink

zählt auch die betriebswirtschaftliche Beratung. Jeder Mandant hat bei uns einen

persönlichen Ansprechpartner, der das Unternehmen langjährig betreut. Über

unsere örtlichen Niederlassungen in Emsdetten und Rheine hinaus kooperieren

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überregional und grenzüberschreitend unsere Mandanten betreuen zu können.

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Neubrückenstraße 5

48282 Emsdetten

Telefon (0 2572) 40 85

Telefax (0 2572) 8 56 47

Stolze-Diers@stodibe.de

Timmermanufer 142

48429 Rheine

Telefon (0 59 71) 8 08 22-6

Telefax (0 59 71) 8 08 22-75

info@stodibe.de


8 MACHER & MÄRKTE

Qualifizierte

werden knapp

Prof. Dr. Susanne Böhlich rät Unternehmen, sich

intensiver um ältere Mitarbeiter zu kümmern

Moderator Uwe Hübner im Gespräch mit Prof. Dr. Susanne Böhlich

Erfahrung stählt

„Business Talk“ der Agentur für Arbeit in Münster

Älteren Mitarbeitern im Unternehmen

klebt häufig das Etikett des erfahrenen,

aber nicht mehr leistungsfähigen

Kollegen am Revers. Bei

Schulungen und Innovationen werden

sie nicht berücksichtigt, Stärken

werden negiert, Schwächen betont.

Falsch“, sagt Prof. Dr. Susanne

Böhlich. „Sie müssen, wenn

Sie als Unternehmen wertvolles

Wissen und Erfahrung von

älteren Mitarbeitern behalten

wollen, die Zusammenarbeit von Jung

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Steuerberatungsgesellschaft

Fachberater für Internationales Steuerrecht *

Sachverständiger für Unternehmensbewertung*

Sachverständiger für Insolvenzuntersuchungen*

und Alt bewusst managen.“ Denn: Altersgemischte

Teams seien zum Beispiel sehr

häufig leistungsstärker und stabiler als

altershomogene Gruppen.

Dass das „alte Eisen“ gestählt sein kann,

wurde kürzlich beim „Business Talk“ der

Agentur für Arbeit Ahlen-Münster mehrfach

betont. Böhlich, für die beim Blick

auf den zunehmenden Fachkräftemangel

die Beschäftigung der Generation 50 und

60 plus alternativlos ist, gab Tipps und

Ratschläge. Betriebe müssten bei der Personalführung

heute mehr an die Älteren

denken.

Geschäftsführer: WP/StB Dipl.-Kfm. Rainer Witte* · WP/StB Dipl.-Kfm. Bernd Tillmanns

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Sie haben Recht

… und mit uns beweisen Sie das auch!

Gerichtsgutachten

Privatgutachten

Foto: Oliver Werner

Cornelia Hesse, Geschäftsführerin der

Schäpers Sportgerätebau, und Thomas

Steenblock, Leiter des buw-Standorts

Münster, ergänzten in einer offenen

Podiumsrunde diese Gedanken mit gleichermaßen

guten wie schlechten Erfahrungen

aus der Praxis.

Susanne Böhlich riet zur Eigenkontrolle.

Betriebe sollten so flexibel sein, dass sie

auch für ältere Mitarbeiter ein gutes

Arbeitsumfeld schaffen und Benefits anbieten.

Profitieren könnten die Unternehmen

von den Tugenden dieser „Babyboomer“-Generation.

wk

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erstellen wir als von der IHK öffentlich bestellter und vereidigter

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erhalten Sie die notwendige Unterstützung für die erfolgreiche

Durchsetzung Ihres Rechtsanspruches.

Prof. Dr. Susanne Böhlich leitet

an der International University

of Applied Science in Bad

Honnef – Bonn (IUBH) den

Studiengang Internationales

Management. In diesem Zusammenhang

befasst sie sich mit wichtigen Themen des

Personalmanagements. Mehr und mehr

gehört dazu auch die Frage, was Unternehmen

heute mit Blick auf den Fachkräftemangel

für ältere Mitarbeiter tun

müssen.

Frau Prof. Böhlich, der Kampf um

die besten Köpfe beschäftigt die

Unternehmen schon seit vielen Jahren.

Warum sollen sie sich gerade

jetzt verstärkt um ältere Mitarbeiter

bemühen?

Böhlich: Qualifizierte Mitarbeiter werden

knapp, der Wettkampf auf dem

Arbeitsmarkt wird härter. So prognostizieren

Studien einen Fachkräfteengpass

von zwei Millionen Menschen für das

Jahr 2020 (McKinsey) bis zu 5,4 Millionen

für das Jahr 2025 (Institut für

Arbeitsmarkt- und Berufsforschung –

IAB). Und dies ist kein Blick in die Glaskugel:

Wer in neun bis 14 Jahren im Unternehmen

tätig sein soll, ist heute schon geboren

– und erste Anzeichen über die

mögliche Qualifikation gibt es bereits

nach den ersten Schuljahren.

Sie fordern die Unternehmen auf,

im Betrieb mehr für Ältere zu tun.

Wo liegen aus Ihrer Sicht die größten

Versäumnisse?

Böhlich: Unternehmen müssen deutlich

machen, wofür sie stehen, was sie auszeichnet.

Und dabei geht es nicht darum,

sich nur anders zu verkaufen, sondern sie

müssen sich substanziell weiterentwickeln.

Die Unternehmenswerte müssen

gelebt und in konkretes Manager- und

Mitarbeiterverhalten übersetzt werden.

Ein wesentlicher Wert wird dabei in Zukunft

an Bedeutung gewinnen: eine Kultur

der Wertschätzung für alle Generationen

im Unternehmen zu haben. Schaut

man sich heute die Karrierewebseiten der

meisten Unternehmen an, könnte man

von den Fotos auf der ersten Seite den

Eindruck gewinnen, kein Bewerber sollte

älter als 35 Jahre alt sein. Künftig werden

Unternehmen verstärkt alle Altersgruppen

ansprechen müssen, um qualifizierte

Mitarbeiter zu gewinnen. In der Vergangenheit

wurde in der Regel wenig in ältere

Mitarbeiter investiert. Ein Vorgehen,

das solange logisch war, wie Unternehmen

davon ausgingen, dass ältere Mitarbeiter

nicht mehr lange im Unternehmen

sein werden, während jüngere Mitarbeiter

noch das ganze Berufsleben vor

sich haben. Geht man aber von der heutigen

Wechselwilligkeit gerade der Generation

Y aus, die dies fast schon als zusätzliche

Qualifikation betrachtet, ist es

bei einer wahrscheinlichen Verweildauer

eines 60-Jährigen von fünf bis sieben Jahren

deutlich lohnenswerter, in ihn zu investieren,

als in einen 25-Jährigen, der

sich nach zwei Jahren ein anderes Unternehmen

sucht, weil er für seine Karriere

verschiedene Firmen in den Lebenslauf

schreiben möchte. Ein weiteres Manko

ist, dass Manager bisher meistens nicht

berücksichtigen, dass die verschiedenen

Altersgruppen ganz unterschiedliche Ansprüche

an ihre Chefs haben und ebenso

unterschiedliche Vorstellungen von Führung

und Autorität.

Was macht einen älteren Mitarbeiter

für ein Unternehmen so wertvoll?

Böhlich: In den Köpfen herrscht oft die

Vorstellung, dass ältere Kollegen weniger

leistungsfähig sind und mehr Schwächen

als Stärken aufweisen. Damit verkennen

Manager die Realität auf dem Arbeitsmarkt

– übrigens häufig selbst dann,

wenn sie zur Gruppe der kritisch taxierten

Älteren gehören – und verzichten zudem

noch auf die vielen Kompetenzen

der älteren Generation: das erprobte

Fachwissen, die eingespielten Kontakte

und die Erfahrung.

Im Stellenmarkt wetteifern die Firmen

vor allem um den jungen, dynamischen

und mobilen Mitarbeiter.

Verpassen die Betriebe nicht die

Chance, auch Ältere mit Erfahrung

für das Unternehmen zu gewinnen?

Böhlich: Zu gewinnen und zu halten!

Denn Unternehmen steht ein gigantischer

Wissensverlust bevor. Ein großes

deutsches Chemieunternehmen hat einmal

ausgerechnet, dass in den nächsten

Jahren 1200 Mitarbeiter pro Jahr in den

Ruhestand gehen – umgerechnet 40 000

bis 50 000 Erfahrungsjahre.

Altersgemischte Gruppen können

nach Ihren Beobachtungen sehr

leistungsstark seien. Woran liegt

dies eigentlich?

Böhlich: Wie jede heterogene Gruppe

weisen auch altersgemischte Teams zahlreiche

Stärken auf: unterschiedliche Erfahrungen,

verschiedene Perspektiven,

komplementäre Kompetenzen, mehr

Kreativität führen zu einer besseren Performance

– wenn eine solche Gruppe gut

geführt wird.

wk

www.sachverstaendiger-gerichtsgutachter.de

Es gibt – wie hier bei BMW – inzwischen speziell gestaltete Arbeitsplätze für ältere Mitarbeiter.

Foto: dpa/Armin Weigel


BRANCHEN & BETRIEBE 9

Im besten Sinne Ton angebend

Andreas Denne übernahm 2013 die Ziegelei Schüring in Gescher und führt die Tradition des Unternehmens mit

neuen Ideen weiter. Dafür wurde er jetzt in Düsseldorf mit dem NRW-Gründerpreis 2015 ausgezeichnet.

Für Andreas Denne ist die Auszeichnung mit dem Gründerpreis NRW auch eine Bestätigung seiner Arbeit.

Fotos: Hubertus Kost

GRÜNDERPREIS NRW

Der Gründerpreis NRW wird seit

2012 jährlich vom Ministerium für

Wirtschaft, Energie, Industrie, Mittelstand

und Handwerk und der

NRW Bank ausgelobt. Bewerben

können sich Unternehmerinnen

und Unternehmer, die vor zwei bis

fünf Jahren in NRW einen Betrieb

gegründet oder übernommen haben.

Sie dürfen nicht mehr als 50

Mitarbeiter beschäftigen und

einen Umsatz von 10 Millionen

Euro jährlich nicht überschreiten.

Maßstäbe bei der Bewertung sind

der unternehmerische Erfolg und

die Kreativität der Geschäftsidee.

Zusätzliche Pluspunkte sind eine

besondere Unternehmensphilosophie,

ökologische Verantwortung

und ressourcenschonende Produkte

oder Produktionsverfahren.

Auch soziales und gesellschaftliches

Engagement fließen in die

Bewertung ein. Die Preisgelder

von insgesamt 20 000 Euro stiftet

die NRW Bank, die damit die Bedeutung

von Gründungen für die

Entwicklung der Wirtschaft unterstreicht.

Mit dem Gründerpreis

2015 wurden drei Betriebe ausgezeichnet.

hko

Ton ist die Basis für die Herstellung

von Ziegeln. Damit beschäftigt sich

das Ziegelwerk Schüring seit etwas

mehr als 75 Jahren. „Ton angebend“

– das Wortspiel sei hier einmal erlaubt

– ist dort seit zwei Jahren An

dreas Denne. Ein Unternehmer, der

den Eindruck vermittelt, dass er die

harmonischen Tonarten liebt. Und

das ist bestimmt auch ein Erfolgsfaktor

bei der Gründung oder der Übernahme

eines Betriebes. 26 Mitarbeiter

beschäftigt die Ziegelei, die ihre

Kunden in Deutschland und auch im

europäischen Ausland hat.

Um den Gründerpreis hatten

sich in diesem Jahr rund

100 Jungunternehmer beworben,

zehn wurden nominiert,

darunter zwei aus

dem Münsterland. Drei Preise wurden

vergeben. Er sei ebenso überrascht wie

erfreut gewesen, als er die Mitteilung erhielt,

dass ihn die Jury als Preisträger

ausgewählt habe, sagt Andreas Denne.

Die Begründung: die Übergabe des Ziegelwerks

Schüring an Andreas Denne sei

ein gutes Beispiel für eine erfolgreiche

Unternehmensnachfolge. Das Konzept:

ein traditionelles Produkt neu interpretieren.

Dafür gab es den dritten Platz.

Die neue Interpretation: Deutlich machen,

dass jeder Ziegel ein farbechtes

Unikat ist. Und dass die traditionelle Herstellung

auch bei neuen Ziegelsorten und

Handarbeit gehört auch heute noch zum Produktionsprozess im

Ziegelwerk Schüring in Gescher.

-farben erhalten bleibt.

Im Ziegelwerk Schüring wird ohne Hightech

produziert – und ohne Zusatzstoffe.

Andreas Denne und sein Team legen Wert

darauf, dass die Ziegel nur mit Kohle gebrannt

werden. Dadurch werden die Farben

tief in den Stein eingebrannt. Und bei

einer Temperatur bis zu 1200 Grad bekommt

der Ton seine besondere Farbe.

„Original Kohle-Brand“ heißt diese Art

der jahrhundertealten Herstellungsmethode.

„Westfalen-Backstein“ ist ein Klassiker

unter den Ziegelsorten, die bei Schüring

produziert werden. Die Palette der sogenannten

Vormauerwerkziegel gibt es in

verschiedenen Strukturen, Formaten und

Farben. Dazu gehören Strangpress-Ziegel

in vielen Farbkombinationen und Formaten:

rot-bunt, rot-braun, rot-braun-bunt,

schwarz-hellrot-bunt, schwarz-weinrotdunkel

oder auch feldgrau und graubunt.

Die Formate heißen zum Beispiel

englisches Format, Normalformat, Dünnformat

und Reichsformat oder altes

Reichsformat.

Die Kunden kommen aus Architektenkreisen,

aber auch aus dem privaten Bereich

und aus der Denkmalpflege. Ein

Standbein des Betriebes ist die Produktion

von traditionellen Ziegeln für denkmalgeschützte

Gebäude, darunter Kirchen

und Klöster. Andreas Denne hat sich

deshalb auch besonders darüber gefreut,

dass die Preisverleihung in der Jahrhunderthalle

in Bochum stattfand. Vor einiger

Zeit musste ein Teil der Fassade der

Halle erneuert werden – mit Schüring-

Ziegeln aus Gescher.

Die mit dem NRW-Gründerpreis ausgezeichnete

Unternehmensnachfolge begann

übrigens mit einer Frage des bisherigen

langjährigen Firmeninhabers. Ob

Andreas Denne sich vorstellen könne, das

Ziegelwerk zu übernehmen? Der gelernte

Kaufmann und Betriebswirt konnte sich

das vorstellen. Er arbeitete bereits seit

zwei Jahren als Geschäftsführer in der

Ziegelei und brachte dort seine Erfahrungen

aus 15 Jahren Tätigkeit in verantwortlichen

Positionen bei Firmen mit, die

Dachziegel und Verblender vertreiben.

Hubertus Kost

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10 BRANCHEN & BETRIEBE

Keine Chance

für die Schaulust

Simpel, aber effektiv: Gronauer Metallbauer fertigt mobile Sichtschutzanlagen für Unfallopfer

Die besten Ideen sind oftmals die, bei

denen sich alle hinterher an die Stirn

fassen und sagen: „Warum sind wir

da nicht schon viel früher drauf gekommen.“

Markus Konermann aus

Ochtrup hatte so eine. Der ehemalige

Berufsfeuerwehr-Mann und gegenwärtige

Brandschutz-Trainer hat zusammen

mit dem Metallbauer Jürgen

Duesmann ein „Gaffer-Gate“

entwickelt. Das ist ein von Einsatzkräften

an jeder Unfallstelle leicht zu

montierender Sichtschutz, der allzu

neugierigen Zeitgenossen den Blick

auf Unfallstellen und Unfallopfer

verwehrt.

Luftdurchlässiges Gewebe und leicht zu montierende Halterungen: Die Ochtruper Tüftler überlassen nichts dem Zufall.

Gaffer nerven. Vor allem

dann, wenn sie nach einem

Unfall ihr Handy zücken

und ohne alle Hemmungen

filmen oder fotografieren.

Das ist zwar verboten und darf von

der Polizei sanktioniert werden. Nur: Haben

die Beamten in solchen Situationen

meistens anderes zu tun, als sich um

Schaulustige zu kümmern. Konermann

kennt solche Szenen, und er kennt auch

die Klagen der früheren Kollegen. Die

mangels Alternativen verletzte oder hilflose

Personen nicht selten mit Decken abschirmen.

Vor einem Vierteljahr etwa hatte er die

Idee. Wie wäre es, einen Sichtschutz zu

bauen, der einfach und universal zu montieren,

effektiv, leicht und klein zu verpacken,

nicht wirklich teuer und damit auf

jedem Einsatzwagen mitzuführen ist?

Einen Sichtschutz für Notfälle? „Das wäre

sehr wünschenswert“, sagt Christoph

Schöneborn vom Landesfeuerwehrverband

in Wuppertal. Der Geschäftsführer

wählt den Konjunktiv, weil die Erfindung

aus dem Kreis Steinfurt noch zu neu ist,

als dass er von ihr wissen könnte. Die Einsatzkräfte,

so Schöneborn weiter, seien

nämlich verpflichtet „die Persönlichkeitsrechte

von Unfallopfern zu schützen“,

sagt er.

Um das gewährleisten zu können, stehen

seit ein paar Monaten bei den Niederlassungen

der Landesbetriebe Straßen NRW

Sichtschutzzäune. „Die müssen aber jedes

Mal zum Unfallort gefahren werden“,

sagt der Feuerwehrchef. Das kostet Zeit,

und ist oft vergebens, weil zu spät. Gaffer-

Gates direkt auf den Einsatzwagen: „Das

wäre aus Sicht der Feuerwehr eine echte

Hilfe.“ An dieser Stelle kommt Jürgen

GAFFEN IST STRAFBAR

Gaffen bei Unfällen ist immer eine Ordnungswidrigkeit,

die mit einem Bußgeld

von bis zu 1000 Euro bestraft werden

kann, auch wenn keine Behinderung von

Einsatzkräften vorliegt. Wer Fotos von verunglückten

Autos oder Verletzten macht

oder diese filmt, begeht eine Straftat. Dabei

ist es unerheblich, ob die Bilder weitergegeben

oder veröffentlich werden.

Was zählt, ist alleine die Anfertigung solcher

Aufnahmen, die laut Paragraf 201a

Strafgesetzbuch „die Hilflosigkeit anderer

zur Schau stellt“.

er

Die Einsatzkräfte sind verpflichtet,

die Persönlichkeitsrechte von

Unfallopfern zu schützen.“

Duesmann ins Spiel. Der 46-Jährige

wohnt ebenfalls in Ochtrup, ist ein alter

Bekannter Konermanns und hat sich vor

drei Jahren mit seinem Metallbau-Betrieb

in Gronau selbstständig gemacht.

Die beiden steckten

also die Köpfe

zusammen, „verwandten

Hirnschmalz“,

wie

Duesmann sagt,

tüftelten,

Christoph Schöneborn

schweißten, sägten,

flexten,

schraubten und

hatten am Ende ein erstes Gaffer-Gate-

Modell, das in jeden Einsatzwagen passt,

in der Halle stehen. Das ist simpel, wartet

aber doch mit ein paar Besonderheiten

auf.

Duesmann und Konermann erklären:

Dass die Halterungen so konstruiert sind,

dass sie leicht auf jede Leitplanke oder

Autobahn-Betonwand montiert werden

können. Dass es zudem

Fotos: Wilfried Gerharz

Metallständer gebe, die durch das Rad

eines Einsatzwagens fixiert werden

könnten, dass die Stangen stabil – und

der individuell bedruckbare Sichtschutz

„natürlich brandsicher, aber luftdurchlässig

ist“, die

ganze Konstruktion

„fünf

Meter lang und

individuell verlängerbar“

sei.

Und im Übrigen

vom Textilunternehmen

Hagemann

aus – natürlich

– Ochtrup gefertigt wurde.

Konermann hat seine Erfindung unlängst

einem großen Feuerwehr-Ausstatter aus

der Pfalz vorgestellt. Der hat das Gaffer-

Gate sofort ins Programm aufgenommen.

Elmar Ries

Jürgen Duesmann (l.) und Markus Konermann mit einem Gaffer-Gate-Dummy. Der Stoff ist individuell bedruckbar.


BRANCHEN & BETRIEBE 11

Aloo Gobi statt Rotkohl

Der Verpflegungsanbieter Apetito in Rheine beliefert auch Flüchtlingsheime. Und hat darum seit

Neuestem sieben Gerichte aus der afrikanischen, arabischen und indischen Küche im Programm.

Die beiden Produktentwickler Alexander Papst (l.) und Danny Hoelzke probieren, was sie zuvor ersonnen haben. Sieben Gerichte für Flüchtlinge hat Apetito im Angebot. Mit mancherlei exotischen Zutaten.

„Wir haben in der Produktentwicklung

18 Köche, das sind 390 Jahre

Kochkompetenz.“

Apetito-Produktentwickler Harald von der Ahe

Aloo Gobi statt Roulade mit Kartoffelpüree,

Bulgur-Eintopf an Stelle

von Erbsensuppe: Der Verpflegungsanbieter

Apetito mit Sitz in Rheine

kocht nun auch, was Flüchtlinge

mutmaßlich mögen. Ein paar Wochen

lang haben Produktentwickler

in der Küche experimentiert. Welche

Gerichte bevorzugen Menschen, die

aus Afrika kommen, aus Syrien, Afghanistan

oder vom Balkan?

Das war die Frage am Anfang.

Die Antwort am Ende:

Sieben Gerichte, die

seit Kurzem parallel zum

Standard-Sortiment an die

bundesweit knapp 90 Erstaufnahmeeinrichtungen

für Flüchtlinge geliefert werden,

die mit Apetito kooperieren. Die erste

Auflage der speziellen Flüchtlingskost:

75 000 Portionen.

Business trifft auf besondere Bedingungen:

Die Zahl der Flüchtlinge steigt. Nach

wie vor und mutmaßlich auch weiterhin.

Die Menschen müssen zunächst untergebracht

und mit dem Nötigsten versorgt

werden. Ein Dach über dem Kopf, etwas

zu essen, im Winter warme Kleidung. Wie

aber eine Turnhalle voller Menschen bekochen?

Das kann auch keine noch so gut

aufgestellte Hilfsorganisation.

Zumindest

nicht auf

Dauer.

Also haben die

sich schon vor geraumer

Zeit an

externe Anbieter

gewandt. Und damit

auch an Apetito,

schließlich gehört das Unternehmen

zu den bundesweit größten Herstellern

von Fertigmenüs, die an Firmen, Kindertagesstätten

und Seniorenheime geliefert

werden.

Schnell war klar: Die Asylsuchenden sind

nicht wählerischer, aber eben anderes gewohnt.

„Klar, kein Schweinefleisch, kein

Alkohol“, sagt Apetito-Geschäftsleiter

Thomas Reich. Aber: Darauf zu verzichten,

reichte nicht. „Wir haben festgestellt,

dass relativ viel von dem, was wir aus

unserem Standard-Angebot geliefert haben,

im Mülleimer landete.“

Also umdenken. Hier kommt Harald von

der Ahe ins Spiel. Der ist beim Rheiner

Unternehmen für etwas zuständig, das

Produktentwicklung heißt, im Kern aber

das Kreieren von Gerichten meint. 18 Köche

arbeiten in der Abteilung, „wir haben

zusammen 390 Jahren Kochkompetenz“,

sagt von der Ahe und grinst.

Kompetenz ist das eine, als Pfund hinzukommt:

„Wir haben Kollegen, die schon

im Ausland gearbeitet haben.“ Thailand,

Indien, Nordafrika, listet von der Ahe auf.

Sie wissen nicht nur aus eigener Anschauung,

was dort gegessen wird, sondern

vor allem aus eigenem Tun, wie das

Essen zubereitet wird.

Beispielsweise Huhn mit Kichererbsen,

Ras-el-Hanout-Gewürzen, gegrillten Auberginen

oder: besagter Linseneintopf

mit Kreuzkümmel, Zimt, Nelken und Zitronen,

oder: Falafel mit scharfer Harissa-Soße

aus Paprika und Chillis. Erst ausgedacht,

dann ausprobiert: Bei 15 Testkunden.

Wobei: So einfach war das dann doch

nicht. „Allein in Indien gibt es 50 verschiedene

Linsenarten“, sagt von der

Ahe. Welche ist die, die vom Gros der

Menschen akzeptiert wird? Oder das gerade

in der orientalischen Küche nicht

unwichtige Thema der richtigen Würze.

Es sei schon eine Herausforderung gewesen,

„den richtigen Würzakzent zu entwickeln“.

Die Feedbacks seien am Ende aber

ziemlich gut gewesen.

Dass Deutsche Rote Kreuz jedenfalls

steht den neuen Produkten offen gegenüber.

„Wir nehmen natürlich auch jetzt

schon auf die ethnischen und religiösen

Besonderheiten der Bewohner Rücksicht“,

sagt Bettina Jendrusz, die in der

Erstaufnahme-Einrichtung in Unna-Massen

für das Thema Verpflegung verantwortlich

ist. „Und wenn jetzt etwas Neues

kommt, probieren wir das natürlich aus.“

Essen für Flüchtlinge. Das ist keine Einbahnstraße.

Stichwort: leichte Küche, vegan.

Apetito will denn Ball auch in die andere

Richtung spielen. Und das bisherige,

konventionellere Angebot durch die neuen

Gerichte bereichern.

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12 BRANCHEN

Konzerne interessieren nicht die

Die Qualität in der Tasse fängt mit dem Rohstoff an. Spezialisierte Röstereien im Münsterland

sorgen sich intensiv und höchst erfolgreich um die Magie und die vielen Nuancen des Kaffees.

Was die großen Kaffeekonzerne bei

800 Grad in zwei Minuten machen, interessiert

ihn nicht die Bohne: Mit viel

Leidenschaft und Sinnesfreude richtet

sich Mike Novak beim Rösten

nach seiner Nase, vertraut seinem

richtigen Riecher –und nimmt sich

vor allem viel Zeit; zwischen zwölf

und 20 Minuten, um genau zu sein.

Und die Qualität dessen,

was Genießer unter dem

Imping’s-Label indie Tasse

gießen, fängt damit an,

wo und wie welcher Rohstoff

geerntet wird: Womit es sehr wohl

um die reifen Bohnen aus den leuchtend

roten Kaffeekirschen geht, für die der

Geschäftsführer des Kaffee-Traditionsunternehmens

weite Wege auf sich

nimmt, um sie dann imMünsterland zu

veredeln.

Gerade ist der Bocholter Unternehmer

aus Kolumbien zurück, wo er Kaffeebauern

bei der Arabica-Ernte und der

Weiterverarbeitung nicht nur über die

Schulter geschaut, sondern auch die

Geschäftsbeziehungen zu den Plantagenbesitzern

intensiviert hat. „Beim Kaffee

ist es wie bei einer guten Weinauslese:

Ein geschulter Pflücker erntet nur

gleichmäßigreife Früchte. Wederdie zu

grünen noch die überreifen fast

schwarzen Kaffeekirschen dürfen

in die Ernte, sie würden

das Aroma des Kaffees

verderben“, erläutert der

45-Jährige. Dieses

Aroma ist auch nach

dem Abquetschen

des Fruchtfleisches

im Entpulper noch

zu gefährden und

will behandelt werden

wie ein kostbarer

Schatz: „Schon eine

alte, im Fermentierungsbecken

vergessene

Stinkerbohne – und

200Kilogrammder frischen

Ernte sind hinüber“, weiß Novak

und gibt dieses Wissen um

Herstellungshygiene andie Kaffeebauern

weiter. Tipps, die sich auf den

Gewinn des Kaffeebauern auswirken:

Einige 70-Kilo-Säcke mit Spezialitäten-

Hochlagenhat Novak auf dem Rückweg

im Gepäck, denn beim Cupping in der

kleinen kolumbianischen Kooperative

hat das Mitglied der deutschen Röstgilde

die Qualität der ganz frischen Ernte

erschnüffelt und erschlürft.

Bei dieser ersten professionellen Degustation

der neuen Ernte, die in Kleinstmengen

nur ganz kurz

geröstet wird, wird der Preisdes Rohkaffees

bestimmt, darüber entschieden, mit

wie vielGeld in der Tasche der Kaffeefarmer

nach Hause geht. Nach zehn Jahren

in der Kaffeewirtschaft ist Novak, der

als Elektro-Ingenieur aus der Wasserund

Bierbranche kommt, nicht nur geschmacklich

Experte: Beim Cupping bedarf

es einer sehr spezialisierten Zunge

und eines guten Blicks für die Bohne in

Rot ist die Liebe der Kaffeepflücker: Für Spezialitäten-Kaffees werden nur die wirklich reifen

Kaffeekirschen von Hand ausgelesen.

Super-Sensorik für die Spitzengewächse: Beim Cupping kreiert Mario Joka (Mitte) zusammen mit

Team mit sensiblen Zungen und geschultem Blick die neuen Sorten für Münsters Roestbar. F

dem Schälchen,

das der

Nichtexperte

eher mit einer

PortionPommes

denn mit edlem Hochlandgewächs assoziiert.

Die Bohnen im Cupping-Schälchen

sind handverlesen, von Schädlingen

angefressene und nicht ganz reife

aussortiert. Das Schälchen hat der Verkoster

beim Schlürfen des Kaffees im

Blick, erfühlt ihre Qualität per Hand.

Als anspruchsvoller Röster versucht Novak,

direkt bei den Erzeugern seine

Qualitätskriterien zu vermitteln, nachhaltig

indie wirtschaftliche Lage inden

Herkunftsländern zu investieren.„Wir

schauen uns vor Ort das Potenzialeiner

Finca an und bauen diese dann über

Jahre zu einem Spezialitäten-Lieferanten

auf und zahlen sogar zwei Euro mehr

fürs Kilo als Fairtrade“, betont der Kaffeeröster.

Endlich verschifft und via Hamburg oder

Antwerpen nach Bocholt geliefert, landen

die Spezialitäten

in den Händen

von Hermann

Wes in

der Imping’s-Ladenrösterei

in der

Bocholter Innenstadt.

15 Kilo

Mike Novak

Bohnen schüttet

der Winterswijker

in die alte Probat-Maschine von 1956.

Der 61-Jährige steckt seit 15Jahren all

seine Erfahrung in die Imping’s-Röstung,

hat die Röstfarbe genau im Blick

und das Aroma inder Nase. „Für uns

kommt nur eine Art der Röstung in Frage:

Das schonende Trommelröstverfahren

bei maximal 240 Grad und einer

„Natürlich kreieren wie hier

auch Mainstream, aber der

Erfolgskurs beginnt bei den

Spezialitäten.“

Dauer von zwölf bis20Minuten“, erklärt

Wes, der das ideale Geschmacksprofil

der Sorte schon während des Röstens

auf der Zunge hat.

Und mit diesen besonderen Geschmacksprofilen

erobert Novak dann

seine Neukunden: „Natürlich kreieren

wie hier auch Mainstream, aber der Erfolgskurs

beginnt bei den Spezialitäten.“

Größere Mengenvon 120 und 240 Kilogramm

röstet er in den Niederlanden, wo

er sich mit zwei Röstkollegen die Infrastruktur

eines großen Lagers und die

Kapazität der Maschinen teilt. Kommen

die Kaffeebohnen aus mehr als 30 Ländern,

werden die 30 Imping’sKaffeesorten

nicht nur deutschlandweit, sondern

auch in Russland und England und sogar

in Bahrain, Dubai und Israel getrunken.

Und zwar nicht nur in Privathaushalten,

sondern auch in der Gastronomie

und imVending.

Imping’s will mit Kaffee in allen Variationen

von der ganzen Bohne biszum Pad

über Milchpulver und Cappuccino-Produkte

ein All-Inklusive-Paket

Säckeweise Raritäten: M

begutachtet die Bohnenq

der Ladenrösterei. Foto: M

bieten, das sogar

die edle italienische

Siebdruckmaschine

beinhaltet,

wenn es

denn Kundenwunsch

ist. Zudem

bietet Novak

mit 37 Mitarbeitern an den Standorten

Bocholt und in der Hauptrösterei in den

Niederlanden Privat-Label. Wenn also

ein Unternehmen –beispielsweise ein

Hotel oder eine Bäckerei-Kette –eine

eigeneKaffeemarke möchte, dann kann

der Kunde nicht nur die Sorte geschmacklich

mit Novak abstimmen, sondernauch

die Verpackung w

nenWünschen gestaltet. „E

die Trends zuerkennen un

reagieren. Da sind wir klein

reien den Großkonzernen

klar im Vorteil“, ist Novak ü

So startet Imping’s jetzt mi

seln in drei Geschmacksric

VomTasting überzeugend,

vak immernochein nicht ga

ner Kompromiss an die F

des Marktes und der Kund

Die schlechte Ökobilanz

kaffees liegt mir auf der Se

dabei, eine Bio-Kapsel zu

räumt der Vater von zwei K

Aus genau diesem Grund

seiner Custom-made-Philo

Spezialröstungen in den

braunen Aromaschutzve


&BETRIEBE

13

Bohne

Meisterliche Röster: Seit 15 Jahren hat Hermann Wes den Duft der Bohne

in der Nase und ihre Farbe bei der Veredelung inBocholt fest im Blick.

einem

oto: Roestbar

Keine Einheitsbohne: Nostalgische Schütten in der Imping-Ladenrösterei

lassen einen Blick zu auf die Unterschiede inForm, Farbton und Größe.

ike Novak

alität in

aike Harhues

irdnach seisist

wichtig,

dschnell zu

eren Röstegegenüber

berzeugt.

tKaffeekaphtungen.

aber für Nonz

lupenreiorderungen

enwünsche.

des Kapselele.

Wir sind

entwickeln“,

indern ein.

und weil er

sophie der

packpapierrpackungen

treu bleiben will, sind Kapseln für Mario

Joka absolutkein Thema.MünstersKaffee-Ikone

betreibtzusammen mit seiner

Frau Sandra Götting seit 2003das „langsam,

stetig und gesund wachsende“

Roestbar-Imperium mit 65 Mitarbeitern

und eigener Rösterei am Bohlweg, vier

Kaffeehäusern und einem Onlineshop.

Der hauptsächlich von ehemaligen

Münsteranern genutzt wird, die sich ein

Stück „heimische“ Kaffeekultur in die

Welt holen.

„Der Markt dreht sich komplett und das

Kaffeesegment ist der amschnellsten

wachsende Wirtschaftszweig“, spürt Joka

täglich in der Branche. Für den gelernten

Tischler bedeutet Kaffee Magie.

Magie, die ersich selbst nur in kleinen

Dosen gönnt: „Mehr als drei Tassen am

Tagtrinke ich nicht.“ Und irgendwie magisch

ist auch seine Gabe, nach nur kurzem

Geplänkel am Verkaufstresen zu

erahnen, dass eben diese Kaffee-Sonderedition

aus Nicaragua mit dem Geschmack

nachPflaumenmus und einem

Hauch Weinbergpfirsich zum Gaumen

dieses anspruchsvollen Kunden passt

wie kein andere seiner rund 30 Sorten.

Zu einemSchnäppchenpreis von knapp

50 Euro das Kilo.„Im Durchschnitt liegen

wir bei 27 Euro pro Kilo“, beruhigt der

Münsteraner.

Jeden seiner Erzeuger kennt Joka persönlich,

viermal pro Jahr bereist er die

Kaffeeanbaugebiete. Und bringt von jeder

Finca eine weitere Bohne Magie mit,

die geröstet mal nach Schokolade, mal

dezent nach Johannisbeere schmeckt.

Nuancen einer Geschmacks-Galaxie, in

die zumindest derjenige vordringt, dessen

Sinne sensibel sind. Und alle anderen

interessiert das ohnehin nicht die

Bohne.

Maike Harhues

„Süße, Säure und Bitterkeit“

Erna Tosberg verdient ihre Meriten als Meister-Barista

Sie buddelt keine Scherben aus, sondern

gräbt in den Tiefen des Kaffee-

Geschmacks: Erna Tosberg, Magister

der Archäologie, ist trotz Studiums

der Theke treu geblieben: Die

Wahl-Münsteranerin verdient ihre

Meriten als Meister-Barista und

schenkt ihre Leidenschaft dem Genuss

eines anregenden Getränks.

Zum zweiten Mal in Folge wurde

Erna Tosberg jetzt in

München zur deutschen Barista-Meisterin

gekürt, belegt

auf der Weltrangliste den 12.

Platz und ist beruflich in Münsters

Roestbar zu Hause.Was die 31-Jährige

für diesen kreativ kulinarischen Beruf

begeistert hat? „DieVielfaltdes Kaffees!

Es macht mir einfach Spaß, immer wieder

Neues zu entdecken in Aroma, Geschmack

und Zubereitung, mein Wissen

in der Kaffeeschule weiterzugeben und

als Barista im Café am Ende einer langen

Produktionskette zu stehen und das

Ergebnis unseren Gästen präsentieren

zu dürfen.“

Wie viele Tassen es gebraucht hat, bis

diezupackende Kaffeeexpertin zum ersten

Mal mit dem Ergebnis zu 100 Prozentzufriedenwar?„Schwer

zu sagen..

ich habe nicht mitgezählt,aberschon einige

Kilo Kaffee.“

Wie der perfekte Kaffee duftet,

schmeckt und aussieht, kann Tosberg

so pauschal garnichtsagen.„Ich mages

gern, wenn mich ein Kaffee schon mit

seinem Aroma überrascht und neugierig

macht, außerdem schätze ich dieBalanceaus

Süße,Säure und Bitterkeit in der

Tasse.“ Damit die Leiterin der Roestbar-

Kaffeeschule den Kaffee perfekt kreiert,

vertraut sie nicht nur ihren persönlichen

Fähigkeiten,der Hochwertigkeit derMaschine

und der des Kaffees: „Auch die

Qualität des Wassers spielt eine große

Rolle“, ist die charismatische Barista

sich sicher.

Maike Harhues

Kaffee-Virtuosin: Erna Tosberg holte

in München zum zweiten Mal den

Titel bei den deutschen Barista-Meisterschaften.

Foto: Andreas v. d. Heyde


14 BRANCHEN & BETRIEBE

IT aus Münster soll Bayerns

Straßen sicher machen

Neues Winterdienst-Managementsystems ist jetzt in der Pilotphase. Webbasiertes

Geoinformationssystem entstand in Zusammenarbeit mit Geo-IT-Experten der Conterra GmbH.

Vorhersagezeit erhöht sich auf 18 Stunden.

Beim Winterdienst geht es um Zeit und Geld: In Bayern erprobt man ein neues Managementsystem, um streckengenau zu streuen und zu räumen.

Foto: dpa

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Ludwigslust

CHWEIG

Halberstadt

Bad Frankenhausen

Ohne Streuverluste · Überregional · Vorteilhafte Konditionen

Bayerns Innenminister Joachim

Herrmann hat passend zu Beginn der

kalten Jahreszeit den Startschuss für

die Pilotphase des neuen Winterdienst-Managementsystems

Bayern

(WDMS-BY) gegeben. Was hier nur

wenige wissen dürften: Das münsterische

Unternehmen Conterra, unter

anderem Spezialist für intelligente

Geo-IT-Lösungen, sitzt bei diesem

Test mit am Tisch.

Das neue System ermöglicht

den Autobahn- und

Straßenmeistereien dank

innovativer Technologie

einen Blick in die Zukunft.

Wesentlich früher als bisher können sie

auf drohende Glätte reagieren. „Früher

wussten wir zwei Stunden vorher, wie

das Wetter wird. Mit dem neuen Winterdienst-Managementsystem

bekommen

wir diese Informationen genau 18 Stunden

vorher“, sagt Thomas Rißmann, Leiter

der Autobahnmeisterei in Nürnberg-

Fischbach.

Herzstück des WDMS-BY ist ein webbasiertes

Geoinformationssystem, das

unter Federführung der Autobahndirektion

Nordbayern in Zusammenarbeit mit

Geo-IT-Experten der Conterra GmbH

aus Münster entwickelt wurde. Das System

bündelt die einlaufenden Daten,

analysiert sie und fügt sie zu einem aktuellen

Gesamtbild zusammen. Einbezogen

werden hierfür unter anderem lokale

Daten des Deutschen Wetterdienstes

sowie die Daten von zurzeit 250 Glättemeldeanlagen

im Testgebiet, die alle 80

Kilometer entlang der Autobahnen und

Landstraßen stehen. Hinzu kommen

Fotos der Streckenabschnitte, die alle

zehn Minuten von den Glättemeldeanlagen

übermittelt werden.

Das Besondere des Systems ist laut

Conterra jedoch das Prognose-Modul,

welches streckengenau Auskunft darüber

gibt, wo in den nächsten 18 Stunden

mit Glätte auf der Fahrbahn zu rechnen

ist. Die Einsatzleitung kann so effektiver

als bisher die Einsätze der Räum- und

Streufahrzeuge koordinieren und für sichere

Straßenverhältnisse sorgen. Die

zu streuende Salzmenge wird Dank des

neuen Systems präziser bestimmt, sodass

sich auch Umwelt und bayerische

Staatskasse freuen. Denn bisher werden

jedes Jahr Im Schnitt 400 000 Tonnen

Salz auf Bayerns Straßen gebracht.

Insbesondere bei nasskalten Wetterlagen

um null Grad zeigt das neue System

seine Stärken, da es genauere Prognosen

als bisher ermöglicht.

Als eine „Investition in die digitale Zukunft

des Automobilverkehrs“ sieht Minister

Herrmann das neue Winterdienst-

Managementsystem. In der jetzt gestarteten

Pilotphase 2015/2016 kommt das

System zunächst in 16 Straßen- und fünf

Autobahnmeistereien des Freistaates

zum Einsatz. „Nicht zuletzt aufgrund der

sehr guten fachlich-technischen Zusammenarbeit

mit den Fachabteilungen in

der Entwicklungsphase und den vielen

positiven Rückmeldungen der Anwender,

bin ich von dem Erfolg dieses innovativen

Ansatzes überzeugt“, sagt Jens

Voigt, Leiter des Projektes bei der Conterra

GmbH. „Eine Plattform zu nutzen,

die alle Daten über den Raumbezug integriert,

lag bei dieser Aufgabenstellung

einfach auf der Hand“, so der Geo-IT-Experte

aus Münster.

Mit dem WDMS-BY ist es gelungen, aus

einer Vielzahl von Daten und der geeigneten

Technologie eine Lösung zu

schaffen, die übersichtlich und aussagekräftig

die Mitarbeiter im Winterdienstmanagement

unterstützt und zudem

leicht zu bedienen ist. Die komplexe

Technologie bleibt dabei im Hintergrund.

Die zentrale Komponente für die Bereitstellung

von Geodaten und Diensten

stammt von Esri, einem führenden Anbieter

für Geoinformationssysteme,

komplexe Datentransformations- und

Verarbeitungsprozesse laufen über die

FME des kanadischen Herstellers Safe

Software. Weitere wichtige Komponenten

der Lösung stammen direkt von Conterra.

So dient der Securitymanager der

notwendigen Absicherung der Daten sowie

der Organisation des Rollen- und

Rechte-Konzeptes und Map-Apps der

Erstellung nutzerfreundlicher Geo-

Apps. Die Apps sind für die Darstellung

auf unterschiedlichen Geräten optimiert,

egal ob in der Einsatzzentrale oder auf

den Bordcomputern in den Fahrzeugen.

Das ermöglicht auch Interaktion.


BRANCHEN & BETRIEBE 15

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Weinliebhaber finden bei Hassenkamp auf 100 Quadratmetern zahlreiche internationale Qualitätsweine und Spirituosen.

Foto: Peter Wattendorff

Etablissement

mit Geschichte

175 Jahre am Marienplatz in Münster – vom

Kolonialwarengeschäft zur Weinhandlung

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Eine Fotografie aus alten Tagen. Damals betrieben die Hassenkamps

noch ein Kolonialwarengeschäft.

Halbtrocken, harmonisch und leicht

oder trocken und würzig – Ludger

Hassenkamp kennt seine Weine.

Zwischen 400 bis 500 verschiedene

Weinsorten lagern in seinem Geschäft

in den gut 100 Jahre alten Regalen,

die selbst eine kleine Familiengeschichte

schreiben könnten.

Noch mehr Geschichten der Familie

Hassenkamp ranken sich aber um

das 175-jährige Bestehen der Weinhandlung

am Marienplatz in Münster.Der

Geburtstag fing für Familie

Hassenkamp gut an.

Denn zum Auftakt würdigte

die Stadt die Treue des

Familienbetriebes zu

Münster mit einem Empfang im Friedenssaal.

Dabei schenkte Oberbürgermeister

Markus Lewe dem Weinkenner

Hassenkamp reinen Wein ein.

175 Jahre – das schafft heute kaum noch

ein Betrieb. Die Weinhandlung ist in der

münsterischen Einzelhandelslandschaft

eine Rarität. Nicht allein aufgrund ihres

Alters, auch aufgrund ihrer Einrichtung.

„Viele Menschen kommen ins Geschäft

und sehen sich bloß um“, sagt Ludger

Hassenkamp.

Der 61-Jährige führt den Betrieb seit 25

Jahren gemeinsam mit seiner Frau Judith.

Er vertritt die fünfte Generation in

der Weinhandlung, die vor 175 Jahren als

Kolonialwaren- und Eisenwarenhandlung

eröffnet und später als Feinkostgeschäft

fortgeführt wurde.

Zwei kleine Giebelhäuser standen damals

nebeneinander am Marienplatz. In

einem führte Firmengründer Theodor

Ferdinand Hassenkamp sein Geschäft, im

Nachbarhaus war das Lager untergebracht.

1911 wurde das Haus neu gebaut – so wie

es sich heute zeigt. Damals fertigte die

Firma Christenhusz das Mobiliar, vom

dem das meiste noch original erhalten ist.

Auch der Fußboden stammt aus dieser

Zeit. Da zahle es sich aus, sagt Judith

Hassenkamp, wenn noch Fliesen im Keller

aufbewahrt werden.

Die Weinhandlung ist eine Fundgrube

mit vielen Sehenswürdigkeiten. Unzählige

Fotos hat Ludger Hassenkamp geerbt:

Einige Motive zeigen den alten Feinkostladen,

in dem jeden Morgen mindestens

250 Brötchen für die Kunden belegt wurden.

Ein Foto zeigt eine Urkunde, mit der

am 8. Oktober 1840 die Eröffnung des

Kolonialwarengeschäftes als „Etablissement“

zugelassen wurde.

Der 61-Jährige war das jüngste Kind des

vierköpfigen Hassenkamp-Nachwuchses.

Er erinnert sich, dass er mit seinen

Geschwistern im Laden spielen durfte,

während die Eltern Fritz und Hildegard

Hassenkamp hinter der Theke standen.

Dabei hat er sich das kaufmännische Virus

„eingefangen“.

Seit Ludger und Judith Hassenkamp die

Geschäfte führen, konzentrieren sie sich

auf Weine aus aller Welt. „Hätten wir so

weitergemacht wie früher, dann wären

wir nicht mehr da“, sagt Ludger Hassenkamp.

Früher sei bei ihnen noch kiloweise

Studentenfutter selbst gemischt und

zu den Studentenverbindungen ausgeliefert

worden, so Judith Hassenkamp. Die

53-Jährige erinnert sich daran, wie sie

ihren Mann kennengelernt hat. Jeden

Morgen habe sie damals im Feinkostgeschäft

Hassenkamp ein belegtes Brötchen

gekauft. Sie selbst verkaufte damals

Schuhe – auch an ihren Mann. Dieser tat

so, als wollte er bezahlen und überreichte

ihr diskret einen Überweisungsschein

mit dem Hinweis: „Wollen wir uns treffen?“

Judith Hassenkamp wollte – und

arbeitete sich in das Thema Wein ein.

Heute seien vor allem deutsche Weine ein

Renner, erklärt der Firmeninhaber, der

mit rund 30 verschiedenen Winzern zusammenarbeitet.

Die Hassenkamps sind

bald 25 Jahre Lieferant fürs jährlich stattfindende

Kramermahl in Münster und

freuen sich über eine große Stammkundschaft.

Gabriele Hillmoth

Steuerberaterbüro

Mariat Loewe

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16 BRANCHEN & BETRIEBE

Wenn der Zieher mit

der Zange arbeitet

Bei den Metallwerken Renner in Ahlen wird Metall im über 460 Grad heißen Zink gegen

Korrosion geschützt. Der Traditionsbetrieb gilt als Spezialist.

Es riecht einen gerade wahrnehmbaren

Hauch faulig; durch das Kribbeln

an den Schleimhäuten merkt die Nase

eher etwas, als dass sie einen konkreten

Geruch definieren könnte.

„Vorsicht Säure“ steht auf dem

Schild an der Wand. Salzsäure. Die

15-prozentig verdünnte Lösung

macht ein Ende mit allem, was stört

– und den Anfang eines alten, aktuell

wieder stark gefragten Korrosionsschutzverfahrens.

Bei den Metallwerken

Renner in Ahlen wird nassverzinkt

Nass heißt in diesem Fall

flüssig, und das wird Zink

bei 419,5 Grad Celsius.

Verzinkt wird dann bei

465 Grad.

Am Anfang steht also der Beizer, der Metallenes

zwischen etwa 30 Minuten bis

zwei Stunden in die Säure taucht – beizt

eben. Dieses Bad soll nur eins leisten:

Rost und Schmutz entfernen, entfetten.

Nach der Beize, zählt Jürgen Henke auf,

geht das „Schwarzblech“ auf den weiteren

Weg in die Verzinkerei am Ahlener

Ostberg, die ein bisschen nach Alchemistenküche

aussieht: Die Farbe an den

Wänden ist verwittert. Die von dem Kessel

abstrahlende Hitze macht die Raumluft

im Spätherbst angenehm warm. Und

im Sommer manchmal unerträglich heiß.

„Auch wenn wir die Dachfenster öffnen

und alle Ventilatoren laufen. Wer hier

arbeitet“, wirft der Geschäftsführer des

Familienunternehmens ein, „der braucht

sonst keinen Sport.“

Auch weil alles hier Handarbeit ist. Aus

der Beize geht´s zum Einlassen ins Zinkbad,

im Bereich mit Fluxschicht. Hier findet

eine weitere kurze, heftige Beizung

statt. „Ohne Fluxmittel würde die chemische

Reaktion zwischen den Metallen

nicht richtig funktionieren.“ Der Mann,

der hier die Hände im Spiel hat, heißt

Einlasser. Durch Ammoniumchlorid wird

das Produkt – sei es ein Eimer, ein alter

Treckertank, eine Stahlfelge oder ein

hochwertiger Abfallbehälter – ins flüssige

Zink getaucht. Nun übernehmen die

Zieher und Abstreifer. Alle bedienen sich

dabei spezieller, lang geformter Zangen,

die im Haus selbst hergestellt werden.

Henke: „Aufgrund des großen Produktportfolios

benötigen wir die verschiedenen

Zangenformen und -größen. Jedes

Produkt wird anders angepackt.“

Nach dem Tauchvorgang im Zink muss

das veredelte Produkt noch am Kesselrand

vom Zieher mit der Zange gedreht

werden, damit möglichst keine Tropfen

und Schlieren entstehen. Und falls doch:

METALLWERKE RENNER

1923 gründet Josef Renner den Betrieb am Ostberg, direkt

am Ahlener Güterbahnhof gelegen. Anfangs fertigt die

Firma verzinnte und verzinkte Haushalts-Blechwaren.

Später kommen Fütterungsanlagen für Geflügel und

Stalleinrichtungen für die Vieh- und Pferdehaltung dazu.

1989 erweitert sich das Unternehmen erheblich, mittlerweile

werden auch Tiefbauprodukte wie Schmutzfänger

und Kanalkörbe hergestellt. 1998 feiert das reine Familienunternehmen

sein 75-jähriges Bestehen.

Heute sind Abfallbehälter, Mülleimer, Ascher (auch in Zigarettenform)

für die professionelle Abfallentsorgung die

Hauptprodukte. Die Entsorgungsprodukte werden kontinuierlich

weiterentwickelt. Jürgen Henke ist alleiniger Geschäftsführer.

Renner setzt auf Kooperation mit örtlichen Schulen, engagiert

sich stark in der Integration von Mitarbeitern mit

Migrationsgeschichte. Aktuell zählt die Belegschaft 50 Beschäftigte.

jp

Von Hand wird das Metallteil im kleinen Becken mit speziellen Zangen angepackt und mit Zink überzogen.

Heiß: Ab 465 Grad wird verzinkt.

Sobald die verzinkte Ware aus dem 93

Grad heißen Abschreckungsbad kommt,

wird bei Bedarf noch per Feile nachgearbeitet.

Sechs bis sieben Leute stehen pro Schicht

ihren Mann in dieser Abteilung; demnächst

im Dreischichtbetrieb. Der Job ist

hart und einer für Spezialisten. Genau

das macht für viele den Reiz aus. Jürgen

Henke hat keine große Fluktuation. Er

würde einen seiner ganz langjährigen

Mitarbeiter am liebsten gar nicht gehen

lassen. „Er geht leider in Rente.“ Leider?

„Er ist ein Top-Mann. Der weiß alles.“

Hier am Kessel gehe es um reine Gruppenarbeit.

„Da muss jedes Rädchen laufen“,

meint Henke beim Blick auf das heiße

Zink, von dessen Oberfläche der Abstreifer

fortlaufend mit einem langgezogenen

Blechrechen die Haut wie auf

einem Kakao entfernt.

Auch wenn der zinktypische Glanz ein

paar Monate nach dem Beschichtungsvorgang

unter der milchigen Oxidschicht

verschwindet: verzinkt, das heißt lange

haltbar. Es kommt vor, dass der Chef, der

das Werk der Familie von klein auf kennt,

immer wieder einmal „alte Bekannte“ bei

den Lohnverzinkungsaufträgen hat:

„Dann lässt jemand seine 50 Jahre alte

Wanne noch einmal verzinken.“

Die Dimensionen haben aber ihre Grenzen.

Der Kessel misst zweieinhalb mal

einen Meter und ist eineinhalb Meter tief.

Aber der Aufwand für ein größeres Becken

mit mehr Zink und höherem Strombedarf

für die Schmelze lohnt nicht. Die

Nachfrage für die selbst hergestellten

Produkte und im Lohnverzinkungsbereich

ist aber auch so profitabel. Wer es

noch haltbarer, vor allem bunter haben

will, dem bietet der Traditionsbetrieb

noch eine zusätzliche Pulverbeschichtung

an.

Jörg Pastoor

Behälter wie diese warten bei Renner auf das heiße Bad. Danach sind sie dauerhaft geschützt.

Fotos:Jörg Pastoor

„Wir haben

unsere

Nische“

Drei Fragen an Dipl.-Ing

Jürgen Henke

Drei Fragen an Jürgen Henke,

Geschäftsführer Metallwerke

Renner

Sie suchen Personal. Warum

haben Sie so viel zu tun?

Henke: Wir haben unsere spezielle

Marktnische. Zum Beispiel stellen wir

eine Kanne für Bitumenguss im Straßenbau

her. Jetzt haben

wir gerade

einen Spezialauftrag

für verzinkte

Werkzeugkisten,

sogenannte Schäferkästen,

und gehen

deshalb zum

Drei-Schicht-Betrieb

über.

An einem 470

Grad heißen Kessel

mit Zink stehen

– das ist schwere

Arbeit, oder?

Jürgen Henke, Geschäftsführender

Gesellschafter

der

Renner GmbH

Henke: Ja. Aber wer das gern macht, der

bleibt auch dabei. Die Männer sind zufrieden.

Und sie haben laut unserer Statistik

auch am längsten etwas von der

Rente.

Finden Sie genug Nachwuchs?

Henke: Ja. Dies hängt auch mit unserer

Systematik zusammen, dass wir sehr viel

mit Schulen und diversen Organisationen

(wie z.B. SBH, bfw, KHW) kooperieren

und Lernpartnerschaften aufgebaut

haben. Wir haben kein Fachkräfteproblem.

Wir bilden auch im Verbund aus. jp


GELD & GESCHÄFT 17

Die richtige Mischung

Mischfonds sind eine bequeme Lösung für Anleger, die ihr Kapital breit streuen möchten. Allerdings

sollten Anleger sich darüber klar sein, welches Risiko sie eingehen wollen.

Potpourri: Bei der Geldanlage kommt es auf die richtige Mischung an.

Foto: colourbox.de

OFFEN GESAGT

Genau hinsehen

In stürmischen Zeiten – wie jetzt im

November – sehnen sich viele Menschen

nach Ruhe. Kein Wunder, dass

auch Kapitalanleger auf der Suche

nach dem sicheren Hafen sind, wenn

es an den Finanzmärkten wieder auf

und ab geht.

Mischfonds scheinen da eine gute Lösung

zu sein. Das legen zumindest die

Verkaufszahlen der vergangenen Monate

nahe. Im Schnitt fließen derzeit pro

Tag rund 100 Millionen Euro in Multi-

Asset-Fonds – statistisch gesehen investieren

Anleger also jeden zweiten Euro,

der neu in Fonds angelegt wird, in ein

solches Mischprodukt.

Doch Vorsicht! Anlageberater legen

ihren Kunden oft Mischfonds ans Herz,

weil die Provisionen hier meist deutlich

höher ausfallen als beispielsweise

beim Verkauf von Indexfonds. Zudem

ist bei der Auswahl des Fonds Fingerspitzengefühl

gefragt. Investmentgesellschaften

orientieren sich gerne an den

Mitbewerbern – sobald ein Fonds gute

Verkaufszahlen schreibt, bietet die

Branche ein ähnliches Produkt feil. Im

Zweifel sollten Anleger dann zum Original

greifen.

Andreas Fier

Erst geht die Börse hoch, dann plötzlich

wieder runter. Viele Anleger, die

trotzdem die Chancen der Aktienmärkte

nutzen wollen, setzen deshalb

auf Mischfonds.

Börsenweisheiten gibt es viele.

„Nicht alle Eier in einen

Korb legen“, lautet eine bewährte

Regel. Soll heißen:

Anleger sind gut beraten,

wenn sie ihr Vermögen über verschiedene

Anlageklassen möglichst breit streuen.

Wer sein Geld nicht gerade in Mietwohnungen

investieren will und vor

Edelmetallen oder Devisen zurückschreckt,

stößt deshalb fast zwangsläufig

auf Mischfonds.

Ein Mischfonds – in Fachkreisen ist auch

von Multi-Asset-Fonds die Rede – kombiniert

Aktien und Anleihen, mitunter werden

auch Rohstoffe oder Immobilienanteile

untergemischt. Eine solche Streuung

scheint im Sinne der Risikoreduzierung

durchaus sinnvoll. Je breiter die Anlage,

desto geringer ist die Gefahr, dass

alle Kurse gleichzeitig Richtung Süden

abdrehen.

In der Praxis stellt sich allerdings schnell

heraus, dass nicht nur die Anzahl der einzelnen

Anlageklassen über Erfolg und

Misserfolg entscheidet, sondern das Können

des Fondsmanagers das Zünglein an

der Waage ist. Obendrein ist die Rendite

der Mischfonds oft vom Anteil der Aktien

abhängig. Generell werden offensive, defensive

und ausgewogene Mischfonds am

Bulle und Bär: Dank einem Mix aus Aktien und Anleihen versprechen

Mischfonds Sicherheit in turbulenten Börsenzeiten. Foto: Fotolia

Markt angeboten. In welche Klasse ein

Fonds fällt, hängt vom Anteil der Aktien

ab: Der Fondsmanager nimmt also je

nach Performance mal mehr Aktien, mal

mehr Anleihen ins Portfolio. Im Extremfall

schwankt der Aktienanteil bei einem

flexiblen Mischfonds zwischen 0 und 100

Prozent. Anleger, die nicht auf volles Risiko

setzen wollen, sollten deshalb nach

einem Fonds Ausschau halten, bei dem

Ober- und Untergrenzen für den Aktienanteil

vereinbart sind.

Wer sich fragt, warum Mischfonds in den

vergangenen zwei Jahren so erfolgreich

waren, muss eigentlich nur einen Blick

auf die Entwicklung der Börsen werfen.

Weil die Kurse in ungeahnte Höhen vorgestoßen

sind, haben auch die Fonds ordentliche

Renditen abgeworfen. Zugleich

hat die Niedrigzinsphase die Kurse von

Anleihen in die Höhe getrieben. Üblicherweise

marschieren die Kurse am Aktienmarkt

und am Rentenmarkt allerdings

nicht im Gleichschritt. Inzwischen

treten die Börsenkurse auf der Stelle.

Theoretisch kann also eine Anlage die

Schwäche der anderen abfedern. Ein defensiver

Mischfonds wäre deshalb die

richtige Wahl für Anleger, die eher auf

Rentenpapiere vertrauen. Wer auf eine

erneute Rallye an den Aktienmärkten

setzt, ist möglicherweise mit einem offensiven

Fonds gut beraten. Einen Mittelweg

versprechen ausgewogene Mischfonds,

die etwa zur Hälfte aus Aktien bestehen.

Um sich über Chancen und Risiko des Investments

klar zu werden, sollten Anleger

ihren Bankberater gleich zu Anfang

nach dem Vergleichsindex fragen, der

sich im Fall von Mischfonds aus unterschiedlichen

Indizes zusammensetzt.

Das gewählte Anlageprodukt sollte den

Vergleichsindex im Idealfall schlagen –

wichtig ist vor allem die Rendite nach Abzug

aller Gebühren, die oft zwischen ein

und zwei Prozent pro Jahr liegen. Mitunter

verlangen die Anbieter sogar eine Performancegebühr.

Im Zweifel sollten Anleger

deshalb einem Produkt ohne erfolgsabhängige

Vergütung den Vorzug geben.

Vorsicht ist zudem geboten, wenn kein

Vergleichsindex vorliegt. Andreas Fier

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18 GELD & GESCHÄFT

Wichtige Hilfe aus dem Koffer

Vereinbarkeit von Beruf und Pflege im Mittelstand –

vier Wirtschaftsförderungsgesellschaften luden zum Austausch nach Ahaus ein

Immer mehr Beschäftigte müssen

sich zusätzlich zu ihrer Berufstätigkeit

um pflegebedürftige Angehörige

kümmern. Aktuell sind etwa 23

Prozent der Erwerbstätigen in

Deutschland in die Pflege Angehöriger

eingebunden. Rund 33 Prozent

davon reduzieren ihre Arbeitsstunden,

etwa 22 Prozent bleiben häufiger

ungeplant der Arbeit fern, und

zirka 16 Prozent scheiden ganz aus

dem Berufsleben aus. Diese Situation

stellt Arbeitgeber und Arbeitnehmer

vor neue Herausforderungen.Das

Thema braucht Orientierung,

Informationen und

vor allem einen sensiblen

Umgang – so lautete das

Resümee der Veranstaltung

„Vereinbarkeit von Beruf und Pflege

im Mittelstand“. Die Wirtschaftsförderung

Kreis Coesfeld (wfc), die Gesellschaft

für Wirtschaftsförderung im Kreis

Warendorf mbH (gfw), die Wirtschaftsförderungs-

und Entwicklungsgesellschaft

Steinfurt mbH (WEST) sowie die

Wirtschaftsförderungsgesellschaft für

den Kreis Borken mbH (WFG) hatten

kürzlich dazu nach Ahaus eingeladen.

Gastgeber für das Austauschtreffen war

die Kurt Pietsch GmbH & Co. KG, die sich

im Zuge ihrer personalorientierten Unternehmenskultur

selbst aktiv mit dem Thema

auseinandersetzt.

Unternehmensvertreter folgten aufmerksam

dem Impulsvortrag von Ingeborg Bispinck-Weingart

aus Nottuln. Die Personal-

und Organisationsberaterin ging auf

die zunehmende Bedeutung des

„Change-Management“

ein

und zeigte auf,

wie Veränderungen

in Unternehmen

leichter gelingen

können.

Deutliche und

spürbare Veränderungen

wür-

„Wir konnten insbesondere im Erfahrungsaustausch

wertvolle Impulse

für unsere eigene Personalarbeit

zu diesem Thema sammeln.“

Klaus Harpering, Personalleiter bei Pietsch

den sich nicht

„einfach so ergeben“. Vielmehr sei es

wichtig und notwendig, daraus im Unternehmen

einen bewusst inszenierten Prozess

zu gestalten. Das gelte auch bei der

Einführung des „Betrieblichen Pflegekoffers“.

Die mittlerweile vierte Auflage dieses

praktischen Beratungsinstruments ist

münsterlandweit nach einer Mitteilung

der WFG im Kreis Borken bereits in rund

300 Unternehmen im Einsatz.

Welche verschiedenen Einsatzmöglichkeiten

dieser „Betriebliche Pflegekoffer“

bietet, wurde insbesondere in der Gesprächsrunde

mit Heinrich Benneker

(Ernsting´s family GmbH & Co. KG), Gaby

Hampel (perbit Software GmbH), Angela

Franck (Job find 4 you) und Dr. Floriane

Schmied von der Fachhochschule

Münster deutlich. So bietet sich an, den

Pflegekoffer zum Beispiel im Rahmen von

Mitarbeiterversammlungen vorzustellen.

Bewährt hat sich auch die Qualifizierung

eines unternehmensinternen „Pflegelotsen“,

der Kolleginnen und Kollegen als

Ansprechperson

bei Pflegefragen

zur Verfügung

steht.

Ergänzt wird das

Angebot des betrieblichen

Pflegekoffers

seit Neuestem

auch durch

einen Filmspot

und einen Internetauftritt

unter www.betrieblicher-pflegekoffer.de.

Dort erhalten interessierte

Unternehmen auch einen Überblick über

die Ansprechpersonen in den Kreisen Borken,

Coesfeld, Steinfurt und Warendorf.

„Wir konnten insbesondere im Erfahrungsaustausch

wertvolle Impulse für

unsere eigene Personalarbeit zu diesem

Thema sammeln“, so Klaus Harpering,

Personalleiter bei Pietsch. „Die Veranstaltung

machte die hohe Aktualität des Themas

deutlich. Wir freuen uns, dass die

Neuauflage des Pflegekoffers auf so große

Akzeptanz gestoßen ist“, resümiert

WFG-Projektleiterin Veronika Droste.

Sie steht Unternehmen ebenso wie ihre

Kolleginnen und Kollegen der Wirtschaftsförderungsgesellschaften

wfc, gfw

und WEST für Fragen zur Vereinbarkeit

von Pflege und Beruf zur Verfügung.

Freuten sich über das große Interesse der Unternehmen zum Thema „Vereinbarkeit von

Pflege und Beruf“ und zum „Pflegekoffer“: (v.l.) Klaus Harpering (Pietsch), Dr. Kirsten Tacke-Klaus

(wfc), Ingmar Ebhardt (WEST), Veronika Droste (WFG) und Bettina Dittmar (gfw).

++ TERMINE +++ TERMINE +++ TERMINE ++

18. Januar 2016: 7. Marketing-Preis Münster/Osnabrück,

Neujahrsempfang des Marketing-Clubs, 16.30 Uhr, GOP

Varieté-Theater Münster

21. Januar 2016: 3D-Druck als Schlüssel für zukünftige

Produktionsprozesse, 17.30 – 19 Uhr, MBB Fertigungstechnik

GmbH in Beelen, Info: gfw – Gesellschaft für Wirtschaftsförderung

im Kreis Warendorf

28. Januar 2016: Moderationstraining für Führungskräfte,

10 – 14 Uhr, gfw – Gesellschaft für Wirtschaftsförderung

im Kreis Warendorf

30./31. Januar 2016: Hochzeitstage, 11 – 18 Uhr, Messeund

Congress-Centrum Halle Münsterland, Münster

10. bis 14. Februar 2016: Art- und Antik-Messe Münster,

Mi. (Vernissage) 17 – 21 Uhr; Do. – Sa. 11 – 18 Uhr; So. 11

– 18 Uhr, Messe- und Congress-Centrum Halle Münsterland,

Münster

24. Februar 2016: Seminar „Wohl überlegt – sorgfältig geplant“,

Erstinformationen für Gründerinnen, 9 Uhr, Rathaus

in Bocholt, Info: WFG für den Kreis Borken

24. Februar 2016: Kalksandstein-Bauseminar 2016 „Zukunft

Bauen“, Messe- und Congress-Centrum Halle Münsterland,

Münster

2. März 2016: zdi-Partnertreffen zur digitalen Arbeitswelt,

15.30 – 18 Uhr, Tobit Software AG in Ahaus, Info: WFG für

den Kreis Borken

5./6. März 2016: Bildungsmesse Horizon, 10 – 16 Uhr,

Messe- und Congress-Centrum Halle Münsterland, Münster

9./10. März 2016: Frühjahrsmesse der Agravis Raiffeisen

AG, Messe- und Congress-Centrum Halle Münsterland,

Münster

16. März 2016: Effizienz-Forum-Wirtschaft, 10 – 18 Uhr,

Zeche Westfalen in Ahlen, gfw – Gesellschaft für Wirtschaftsförderung

im Kreis Warendorf und Effizienz-Agentur

NRW

18. bis 20. März 2016: Bauen & Wohnen, 10 – 18 Uhr,

Messe- und Congress-Centrum Halle Münsterland

Maßgeschneidert

für mehr Inklusion

Die Agentur für Arbeit, das Jobcenter sowie der Verein „Lernen fördern“

starten ihr Projekt „PASST“. Neue Arbeitsplätze für Menschen mit Handicap.

Nicht abgestempelt, sondern ausgezeichnet.

Wo das neongrüne

„PASST.“ draufsteht, geht es um wesentlich

mehr als einfache Arbeitsvermittlung.

Betriebe stellen neu

entwickelte Arbeitsplätze zur Verfügung,

die für Menschen mit Schwerbehinderungen

maßgeschneidert

werden. Im November ging PASST in

Münster an den Start – als Gemeinschaftsprojekt

der münsterschen

Agentur für Arbeit und des Jobcenters

sowie des gemeinnützigen Vereins

„Lernen fördern“.

Es geht darum, Menschen mit

schwerwiegenden körperlichen,

seelischen oder sonstigen

Handicaps dauerhaft

und sinnvoll in die Arbeitswelt

zu integrieren, in der sie sonst

schwer Fuß fassen können. Aber nicht

nur sie profitieren. „In Betrieben suchen

wir nach alltäglichen Arbeiten, die erledigt

werden müssen, aber aus unterschiedlichen

Gründen liegen bleiben und

damit betriebliche Abläufe stören. Sind

solche Arbeiten gefunden, entwickeln

wir daraus gemeinsam mit dem Betrieb

einen passgenauen Arbeitsplatz“, erklärt

Annette Grusemann von „Lernen fördern“.

In der Praxis können solche Arbeiten vom

Wegräumen von Kartons oder Leergut im

Lebensmittelhandel bis hin zu sehr spezialisierten

und qualifizierten Teilaufgaben

reichen. „Größtenteils sind es Aufgaben,

mit denen die Betriebe ihr Fachpersonal

entlasten können“, ergänzt Wolfgang

Abeln, Teamleiter für Rehabilitation

der Agentur für Arbeit.

Das ist das Neue an PASST. „Die Betriebe

müssen über den Tellerrand der klassischen

Stellenbesetzung schauen und etwas

anderes ausprobieren“, sagt Marcus

Schölling, stellvertretender Amtsleiter

des Jobcenters. Anhand differenzierter

Interviews ermittelt „Lernen fördern“ gemeinsam

mit den Betrieben Beschäftigungsoptionen

für Menschen mit Behinderung.

Mitarbeiter des Vereins erledigen

für einige Tage diese Arbeiten, um

ein genaues Arbeitsprofil zu erstellen.

„Wie kann die Zusammenarbeit mit den

Arbeitskollegen funktionieren, welche

Fähigkeiten muss die Arbeitskraft unbedingt

mitbringen ...? Erst wenn das klar

ist und die Betriebe bereit sind, an dieser

Stelle jemanden einzusetzen, suchen wir

einen geeigneten Teilnehmer“, sagt Annette

Grusemann.

Dieser wird auf seine Aufgaben vorbereitet

und eingearbeitet. Stets begleitet und

unterstützt durch einen festen externen

Ansprechpartner, auf den auch der Betrieb

jederzeit zurückgreifen kann. Wer

als Teilnehmer für PASST in Frage

kommt, wählen das Jobcenter und die

Agentur für Arbeit in Zusammenarbeit

mit „Lernen fördern“ nach intensiven

Einzelgesprächen aus. Die Teilnahme am

Projekt ist freiwillig.

„PASST ist auf Personen ausgelegt, die

einen Behinderungsgrad von mindestens

50 Prozent haben oder gleichgestellt

sind“, erläutert Grusemann weiter. Deshalb

ist der Abgleich, was der jeweilige

Teilnehmer für die neue Stelle mitbringen

muss, besonders wichtig. Nicht jeder

Teilnehmer kommt für jede Arbeit in Frage

und wird auch nicht wahllos auf die

vorhandenen Plätze verteilt. „Uns geht es

um Qualität statt Quantität. Deshalb

arbeiten wir pro Durchlauf auch nur mit

neun Teilnehmern“, sagt Abeln.

Insgesamt drei Durchläufe soll es geben,

von denen jeder auf neun Monate angelegt

ist. Das Ziel ist immer, die Teilnehmer

nach dieser Zeit in ein sozialversicherungspflichtiges

Beschäftigungsverhältnis

überführen zu können. Erst ab

dann steht der Betrieb für seinen neuen

Arbeiter monetär in der Pflicht. In der

Zeit davor – von den einführenden Interviews,

über die Einarbeitung der Teilnehmer

bis zum Probearbeitsverhältnis – decken

die Fördergelder sämtliche Kosten.

Die Mittel dafür stammen überwiegend

aus dem Ausgleichsfonds des Bundesministeriums

für Arbeit und Soziales, über

den dieses Modellprojekt finanziert wird.

„Wir sehen in PASST einen absoluten

Mehrwert für die Betriebe. Sie bekommen

eine kostenlose Beratung und können

einen Arbeitsplatz schaffen“, erklärt

Marcus Schölling.

„Lernen fördern“ kommt jetzt mit den

Betrieben ins Gespräch. Innerhalb der

nächsten drei Monate sollen die Teilnehmer

in den Betrieben Fuß fassen.

Informationen für Betriebe und Teilnehmer:

www.passt-ms.de; passt@lernenfoerdern-ms.de

oder Telefon

0251/133482-61. Maxi Krähling


GELD & GESCHÄFT 19

Eine Frage des Vertrauens

Ein teurer Streit unter mehreren Erben lässt sich meistens verhindern. Das Gesetz räumt dem

Testamentsvollstrecker eine starke Stellung ein.

Wer Streit vermeiden will, sollte

einen Testamentsvollstrecker einsetzen.

Die Testamentsvollstreckung

ist nicht nur ein Instrument, um Zerwürfnisse

unter Erben zu vermeiden.

„Da der Erblasser schon vor seinem

Tod mit dem Testamentsvollstrecker

seinen letzten Willen bespricht, werden

komplizierte Nachlässe im Sinne

des Erblassers abgewickelt“, meint

die Westfälische Notarkammer.

Einen Testamentsvollstrecker

ordnet der Erblasser bereits

im Vorfeld im Testament oder

Erbvertrag an. Bei der Auswahl

sollte der Erblasser darauf

achten, dass die Person nicht nur

wirtschaftlichen Sachverstand besitzt,

sondern darüber hinaus juristische und

erbrechtliche Kenntnisse mitbringt. Das

Gesetz gibt dem Testamentsvollstrecker

eine starke Stellung: Nur er kann über die

Vermögenswerte des Nachlasses verfügen.

Er vertritt die Erbengemeinschaft sowohl

gerichtlich als auch außergerichtlich.

Dabei sind die Erben grundsätzlich

an seine Entscheidungen gebunden.

Sollte der Testamentsvollstrecker seine

Pflichten verletzen, können ihn die Erben

dafür haftbar machen. Da es keine gesetzlichen

Vorgaben zur Bezahlung eines

Testamentsvollstreckers gibt, sollte die

Vergütung vom Erblasser oder Nachlassgericht

festgesetzt werden.

Der Testamentsvollstrecker ist dazu verpflichtet,

seinen Auftrag nach kaufmännisch

bestem Wissen und Gewissen zu erfüllen.

Je nach Art der Testamentsvollstreckung

– Abwicklungs-, Dauer- oder

Verwaltungstestamentsvollstreckung –

übernimmt er vielfältige Aufgaben: Er

stellt fest, welchen Umfang der Nachlass

hat und legt darüber ein Nachlassverzeichnis

an. Gemäß der Anweisung des

Erblassers muss er zum Beispiel den

Nachlass zwischen mehreren Erben aufteilen

oder das Erbe für minderjährige

bzw. unter Betreuung stehende Personen

verwalten und das Vermögen vermehren.

Teurer Streit unter mehreren Erben lässt

sich damit meistens verhindern. Zu seinen

Pflichten gehören ebenfalls das Erstellen

der Erbschaftsteuererklärung und

das Bezahlen der anfallenden Erbschaftsteuer

an das Finanzamt aus dem Nachlassvermögen.

Erstellt der Erblasser zusammen mit

einem Notar das Testament, steht dieser

dem Betroffenen beratend zur Seite,

auch, wenn es um Formulierungen rund

um die Testamentsvollstreckung und die

Auswahl der Person des Testamentsvollstreckers

geht. Oft wünschen die Erblasser,

die Bank ihres Vertrauens mit dieser

Aufgabe zu betrauen. Dabei sollte sich jeder

darüber im Klaren sein, dass die Bank

ein gewerbliches Unternehmen mit Gewinnmaximierungszielen

ist. Mit der Testamentsvollstreckung

werden eher weniger

Aufgaben der Vermögensanlage, sondern

mehr juristische Probleme zu lösen

sein. Dies liegt allerdings nicht im gewöhnlichen

Geschäftsbereich einer

Der letzte Wille sollte respektiert werden. Wer sicher sein will, bestimmt einen Testamentsvollstrecker.

Bank. Im Gegensatz zu Banken verfügen

Juristen über das nötige rechtliche Knowhow.

Außerdem sind sie als unabhängige

Organe der Rechtspflege zur Verschwiegenheit

verpflichtet.

Als Testamentsvollstrecker sollte der Erblasser

eine Person wählen, der er nach

seinem Tode vertrauen kann. Sieht er den

langjährigen Kundenberater seiner Bank

als Vertrauensperson und betraut er das

Bankhaus mit der Testamentsvollstreckung,

sollte der Betroffene wissen, dass

damit automatisch nicht der Kundenbetreuer

beauftragt wird. Stattdessen wird

die Rechtsabteilung des Bankhauses die

Aufgabe übernehmen. Selbst wenn der

Kundenberater als Person diese Aufgabe

zugeteilt bekäme, muss sich seine vertrauensvolle

Kundenbeziehung nicht

zwangsläufig auf die Erben übertragen.

Als Angestellter der Bank ist der Kundenberater

hauptsächlich dem Geldinstitut

verpflichtet und unterliegt keiner Geheimhaltungspflicht.

Außerdem kann

der Bankmitarbeiter jederzeit seinen

Arbeitgeber wechseln – die erwartungsvolle

Aufgabe der Testamentsvollstreckung

führen andere für ihn weiter.

Quelle: Westfälische Notarkammer

Foto: dpa

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20 GELD &G

Auf westfälischem Nährbode

Das Netzwerk „Technische Textilien imBauwesen“ wirkt erfolgreich als Schnittstelle zwischen fast 30

Münsterland. Kenntnisse und Wissen sind das Pfund, mit dem die Firmen in der Region bequem wu

-Als die Bekleidungsindustrie zurückging,

mussten münsterländische

Textilunternehmen aus der Not

eine Tugend machen. Gemeinsam mit

Forschungs- und Bildungseinrichtungen

galt es, das vorhandene

Potenzial als Nährboden für neue innovative

Produkte zu nutzen. So ergaben

sich Betätigungsfelder im Bereich

der Technischen Textilien.

KIWA TBU

Seit der Gründung 1992 ist die Kiwa TBU ein An-Institut

der FH Münster. Esunterstützt Baufirmen, Behörden und

Ingenieurbüros bei der Prüfung und Entwicklung von

Geokunststoffen/technischen Textilien –international.

Technische Textilien sind oft mehr als 30Jahre imEinsatz.

Sie sichern den Untergrund unter Flughäfen, liegen

unter Autobahnen, dränen Deponieoberflächen und

Gründächer und schützen auch als sandgefüllte Vliesstoffschläuche

die Küste auf Sylt vor dem Meer, das

nach jeder Sturmflut bis zu zwölf Meter Strand wegspült.

Prof. Dr. Frank Heimbecher ist wissenschaftlicher Leiter

des Instituts.

pesa

Technische Textilien in der Bundesliga: Membrandächer können enorme Lasten tragen, massive Baustoffe ersetzen und Akzente setzen. Da

Technische Textilien sind Erzeugnisse,

die wegen ihrer

funktionellen Eigenschaften

produziert und eingesetzt

werden, zum Beispiel als

textile Fassaden-Unterbausysteme,

Membrane für leichte Flächentragwerke,

Isoliermaterial gegen Kälte und Wärme,

Sonnenschutz-Textilien, Drainage-

Vliesstoffe, Erosionsschutzmatten oder

Trennschichten für den Eisenbahn- und

Deichbau. Die Kunst liegt in maßgeschneiderten

Produkten oder Systemlösungen.

So können Textilien im Tief-, Erd- und

Hochbau unterschiedliche Funktionen

erfüllen. Sie filtern, trennen, schützen

oder bewehren. Und dies mit Erfolg.

TechnischeTextilien sindheute in Architektur

und Bauwesen beliebt, vor allem

wenn es darum geht, Funktionalität und

Ästhetik miteinander zu verbinden wie

beim neu erbauten Dach der Rhein-Neckar-Arena

des Bundesligisten TSG

Hoffenheim.

Der Baustoffhandel setzt vermehrt auf

technische Textilien statt auf Holz, Mörtel,

Beton, Metalle und Bitumen. So ersetzenimBetonbautextile

Bewehrungsmaterialien

die üblichen Baustahlmatten.

In der Fachhochschule Münster, FachbereichGeotechnik,

hat sich der seltene

Arbeitsschwerpunkt zur Anwendungder

Technischen Textilien/Geokunststoffe

etabliert. Ein An-Institut der FH in Greven,

die Kiwa GmbH TBU, befasst sich

mit der Produktprüfung und Qualitätssicherung

Technischer Textilien.

Das Netzwerk „Technische Textilien im

Bauwesen“ hat –als Schnittstelle zwischen

den Textilunternehmen im Münsterland

– die Ziele ,Synergien zunutzen,

Innovationen zu entwickeln, Wissen

zu teilen, Kompetenzzuzeigen.Ihm

gehören rund 30 Unternehmen (darunter

BNP Brinkmann, Ceno Membrane

Technology, Saertex multiCom, wedi

GmbH) sowie Forschungs- und Bildungseinrichtungen

an–darunter der

Förderkreis für textile Bau- und Umwelttechnik,

Kiwa TBU, Transferagentur

Fachhochschule Münster, Verband der

Nordwestdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie

und die Wirtschaftsförderungs-

und Entwicklungsgesellschaft

Steinfurt

Das Netzwerk „Technische Textilien im

Bauwesen“ ist Teil der „Innovationsnetzwerke

Textil- und Bekleidungswirtschaft“.

Dieses Projekt wurde im Rahmen

des aus dem Europäischen Fonds

für Regionale Entwicklung finanzierten

Programms für NRW („Regionale Wettbewerbsfähigkeit

und Beschäftigung“)

für die Jahre 2007 bis 2010 ausgewählt

und vom Land und von der EU gefördert.

Die Netzwerkaktivitäten werden von

einem Team unter Leitung von Prof. Dr.

Ing.Frank Heimbecherinder Fachhochschule

Münster koordiniert. Die FH hat

dieFederführung und verbindet alle Teilprojektmaßnahmen.

Dafür kann sie auf

ihre bisherige Forschungsarbeit und

Prüftätigkeit im Bereich der technischen

Textilien und die Kooperationmit derKiwa

TBU in Greven zurückgreifen.

Dieses An-Institut arbeitetfür Hersteller,

Baufirmen, Behörden und Ingenieurbüros

und hat sich auf die Prüfung, Zertifizierung

undInspektionvon weltweit produzierten

Geokunststoff

en (darunter

Geotextilien und Dichtungsbahnen)

spezialisiert.

Wissenschaftlicher

Leiterder Kiwa TBU

ist Frank Heimbecher.

Für den erf

ahrenen

Wissenschaftler

sind Technischen

Textilien

eine

spannende

Sache,

diesich vielerorts

im Alltag

wiederf

indet: Ob

beim Böschungsbau

an der A1 zwischen

Münster-Nord und Greven

nach dem verheerenden

Starkregen 2014, bei den

Kunststoff

dichtungsbahnen

beim Tunnelbau, zum Abdichten

von Deponien oder zum Verstärken

von Bodenschichten für den Straßenbau

wie bei der Ortsumgehung Altenberge.

Netzwerktreffen der beteiligten Partner

bieten Gelegenheit für einen offenen

und kreativen Austausch.Zwischenden

Netzwerkpartnern entwickeln sich Ideen

zur Umsetzung von Projekten. Bei Seminaren

und anderen Gelegenheiten werden

weitere Kontakte geknüpft. Anwender

Technischer Textilien im Bauwesen

sollen so auf dievielseitigen Kompetenzen

und Angebote münsterländischer

Firmen und Einrichtungen aufmerksam

gemacht werden.

Das Ziel des Netzwerks beschreibt

Frank Heimbecher so: „Wir wollen die

Zusammenarbeit unter den Firmen fördern.

Dafür ist es wichtig, sich davon zu

befreien, Konkurrenten

in

Kraftprotz: Solche Geogittereinlagen

unter dem Asphalt sieht man

erst, wenn Straßen Schlaglöcher bekommen

Foto: Peter Sauer

der Branchezusein. Es ist wichtig Teamplayer

zu werden zum Wohle eines neuen

Produktes im Dienste des Kunden.“

Dies ist nicht ganz so einfach. Geplante

Kooperationen sind bislang noch nicht

zu 100 Prozent realisiert worden. Trotz

toller Konzepte tuen sich manche Firmen

schwer,sichneben demAlltagsgeschäft

auf Neues oder auf andere Firmen

einzulassen, die immer noch als

Konkurrenten gesehen werden.

Immerhin hat es das Netzwerk aber

schon geschafft, dass sich diese Firmen

an einenTisch setzen. Dafür sorgt Prof.

Heimbecher als Koordinator. Erspricht

Firmen an, umPotenziale zu erkennen

und zu fördern, um sie fit für dieZukunft

zu machen, ökonomisch

und ökologisch:

„Das Münsterland

ist sehr stark als

Textilregion. Wir sollten

mit diesem

Pfund mehr

wuchern.“

Heimbecher

führt seine Diskussionen

mit Firmen

und Forschern

etwa in Workshops zu

neuen Prüfverfahren,

die in der FH beziehungsweise

im An-Institut in Greven

entwickelt werden. Dort

geht esauch um Qualität und

Nachhaltigkeit. „Wer etwas Gutes

auf den Weg bringt, sorgt dafür,

dass dies auf die ganze Baubranche

zurückfällt und sie nach

vorne bringt.“ Herstellungs- oder Einbaufehler

sind eine „Negativwerbung“,

die man in der Branche unbedingt vermeiden

will.

Frank Heimbecher: „Der Vorteil des

Netzwerks besteht darin, dass man darüber

informiert ist, welche

der Region gibt und was w

Prüfinstitut machen. Wir g

hängig und offen auf die Fir

den sie eng in die Entwicklun

mit ein.“ Das Netzwerk se

form“ für den Austausch:

man losgelöst vom rein wir

Interesse sehen. Denn wir

einem Boot.“ Heimbecher

Netzwerk auch internationa

teil, etwa um die deutsche

europäischer Ebene bei

werksgestaltung zu stärken

rum, das Bewusstsein für z

sendeProdukte nicht nur in

sondern auch bei den Kun

dern.

Statt auf Beton setzt die

vermehrt auf Geokunststof

spiel für Stützwände: „Mit K

ZUR PERSON

„Ohne ordentliches Funda

würde kein Gebäude steh

ben, kein Tunnel ließe sic

nünftig bauen – alles das

die Geotechnik.“ Prof. Dr.

Heimbecher kümmert sich

FH Münster um alles, was

der Interaktion zwischen B

und Baugrund beschäftigt

wissenschaftlicher Leiter d

Instituts der FH Münster,

GmbH TBU in Greven, un

nator des Netzwerks Tech

Textilien im Bauwesen. Vo

er Referatsleiter bei der B

stalt für Straßenwesen, be

Bundesverkehrsministeriu

großen Bauprojekten im F

kehr (u.a. Tunnel).


ESCHÄFT

21

n

Unterunternehmen im

chern können.

Vliesstoffe,, Gewebe und Dachunterspannbahnen sind typische Technische Textilien.

Netzwerker lernen

ständig dazu

Neue Dachformen /Rohrsanierung ohne Graben

sDach des Hoffenheim-Stadions sieht aus wie eine Wolke.

Firmen es in

r als FH und

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„Das muss

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Baubranche

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Frank

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dKoordinische

rher war

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das

mbei

ernverpesa

kann man auch ökologisch interessante

Bauwerke mit langer Lebensdauer errichten“,

sagt Heimbecher.Geogittereinlagen

verhindern im Straßenbau, dass

man, wie frühernochüblich, den ganzen

Boden austauschen oder andere aufwendigeBodenverbesserungsmaßnahmen

vornehmen muss. Das spart Zeit

und Geld. Geogitter zeigen beim Einsatz

für die Bodenstabilisierung erstaunliche

Eigenschaften. Durch sie erhöht sich sofort

die Tragfähigkeit des Bodens; Bodenschichten

setzen sich besser. Der

Grund:die Gitter besitzeneine sehr gute

Foto: FH Münster /Uwe Gruen

Verzahnungseigenschaft mit dem Bodenmaterial.

Durch die Korn- und Punktkontakte

der Bodenpartikel kann das

Gesamtkorngerüst nicht ausweichen

und erfährt eine innere Versteifung.

Hierdurch kann mehr Last auf den Boden

gegeben werden.

Zudem wiesentextile Geogitter eine gute

Ökobilanz auf. Diese Gitter wurden,

so Heimbecher, auch beider Ortsumgehung

Altenberge verwendet oder zunehmend

für Kranaufstandsflächen zur Errichtung

heimischer und überregionaler

Windkraftanlagen. Peter Sauer

Textlabor: Prof. Dr. Frank Heimbecher untersucht an der Material-Prüfmaschine

im Institut der Kiwa TBU in Greven Geokunststoffe mit Belastungsmöglichkeiten

von bis zu 600 Kilo-Newton.

Foto: Peter Sauer

Seminare, Workshops, Ausstellungen,

Werks- und Laborbesichtigungen

und Tagungen bilden wichtige

Pfeiler der Netzwerkarbeit. 70 Vertreter

aus Wirtschaft, Politik und Forschung

informierten sich zum Beispiel

darüber, wie Technische Textilien

imBauwesen aus der münsterländischen

Tradition heraus zur globalen

Innovation von morgen werden

können, ob sichtbar bei der Membranarchitektur

oder unsichtbarbei Innenausbau

und Rohrsanierung.

Im Fassadenbau ersetzen bruchsichere

Kunststofffolien zunehmend

den BaustoffGlas. Bodenelemente

aus glasfaserverstärktem Polystyrol-Hartschaum

bieten in sanitären

Einrichtungen eine bessere Abdichtung

und Isolation. Die Bauplatte gilt als wasserabweisend,

stabil und einfach in der

Montage – auch für barrierefreie Badund

Wellnesslandschaften. Die Platten

können ebenso für die Innendämmung

genutzt werden. Technische Textilien

finden sich auch beim Fußball. Doppelt

gekrümmte Membrandächer können in

Stadien enorme Lasten tragen, als vergleichsweise

leichte Systeme klassische

massive Baustoffe ersetzen und

ästhetische Akzente setzen.

Das Dach des TSG-Hoffenheim-Stadions

sieht zum Beispiel aus wie eine

schwebende Wolke. 75 Prozent der

Dachfläche sind in 56 Feldern mit einer

transluzenten Membran aus PVC-beschichtetem

Polyestergewebe abgedeckt,

der etwa zwölf Meter breite innere

Ring mit einer transparenten Markrolon-

Eindeckung. Die Membran auf der

Unterseite der Dachkonstruktion besteht

aus fein gelochtem PVC. Am äußeren

Dach-Rand bilden gebogene Alu-

Bahnen mit Belüftungsöffnungen den

Abschluss.

ETFE-Folie (Ethylen-Tetraflourethylen)

als Alternative zur Glasarchitektur überdacht

das Vergnügungsbad„Tropical Island“

inBerlin ebenso wie die Allianz-

Arena in München. Die Folien ermöglichen

neue gestalterische Formen. Das

geringe Eigengewicht und die großen

Spannweiten der Folien erlauben den

Bau leichter und wirtschaftlicher Tragkonstruktionen.

Auch die Rohrsanierung gehört zuden

Seminarthemen. Mit Epoxidharz getränkte

textile GFK-Liner haben demnach

zwei große Vorteile gegenüber

klassischen Methoden:die Sanierung ist

grabenlos und kostengünstiger. Aufgrund

vieler schadhafter Abwasserkanäle

bei gleichzeitig klammen öffentlichen

Kassen ist die textile Sanierung

sehr gefragt. So werden GFK-Schlauchliner

aus mehreren Lagen Glasfaser gefertigt

und mit hochwertigem Polyesterharz

getränkt, über einen Schacht in den

Altkanal eingebracht und mit Dampf

oder UV-Licht ausgehärtet. Die Lebenszeit

soll sich gegenüber früheren Methoden

deutlich verlängern. DerSchlauchliner

dichtet den Kanal ab und erhöht seine

Tragkraft. Weiterer Vorteil: Die Bauarbeiter

müssen nur noch an zwei Stellen

die Straße öffnen und ersparen den

Anliegern über Monate offene Baugruben

vor ihren Haustüren.

Auf den Netzwerk-Veranstaltungen wird

stets rege diskutiert, etwa über die Nutzung

der Wärme im Abwasser und zum

Langzeitverhalten der GFK-Liner auf

Basis von Erfahrungswerten und wissenschaftlichen

Untersuchungen. Die

enge Verzahnung zwischen Wirtschaft

und Wissenschaft ist eine große Stärke

des Netzwerks. Wie wichtig vernetztes

Arbeitenist, veranschaulichteein Workshop

in Emsdetten rund um Bauen im

Bestand und den demografischen Wandel

als wichtige Bausteine von Nutzerqualität(en).

Bei einem Sicherheitstraining-Workshop

in Greven besichtigten

30 Teilnehmer dieLabore derKiwa TBU

und der Ceno Membrane Technology.

40 Netzwerkpartner machten sich wiederum

über Maßnahmen zur Qualitätssicherung

bei „KDB-Dichtungssysteme

im Tunnelbau“ und über gemeinsame

Marketingstrategienund Öffentlichkeitsoffensiven

schlau.

Die Fachtreffen kommen an. Workshop-

Teilnehmer geben mehrheitlich die

Rückmeldung,guteAnregungen fürihre

Arbeit erhalten zu haben. Im Gegenzug

nehmen die Veranstalter Hinweise zur

Überarbeitung der Regelwerke entgegen.

Auch über Seminare hinaus

unterstützen sich Netzwerkpartner, so

im Sport-und Freizeitbereich. Weil man

sich gut vom Netzwerk her kennt, unterstützte

zum Beispiel die Firma Saertex

aus Saerbeck das Team der Fachhochschule

Münster bei der Deutschen Betonkanu-Regatta.

Peter Sauer


Handelsregister

STADT MÜNSTER

NEUEINTRAGUNGEN

HR B 15786 ADD-Verlag GmbH, Pinienweg 22, 48165 Münster. Gegenstand des Unternehmens ist die Entwicklung,

die Herstellung und der Vertrieb von Druckerzeugnissen aller Art und die Vertretung und Wahrnehmung von Autorenrechten.

Die Gesellschaft ist zu allen Handlungen berechtigt, die geeignet erscheinen, den Gesellschaftszweck unmittelbar

oder mittelbar zu fördern. Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer: Nadine Westhues, Münster; Geschäftsführer:

Franz Keggenhoff, Münster. 11. 11. 2015

HR A 10149 AGI Befrachtungsgesellschaft mbH & Co. KG, Nevinghoff 16, 48147 Münster. Gegenstand der

Gesellschaft ist die Fluß- und Seespedition, die See- und Flußschiffahrt, Spedition und Lagerung, der Transport und

Umschlag von Gütern sowie die Beteiligung an und die Geschäftsführung von anderen Firmen sowie alle Tätigkeiten,

die mit den vorstehenden Zwecken zusammen hängen. Haft. Ges.: AGI Verwaltungsgesellschaft mbH, Münster.

18. 11. 2015

HR B 15788 AGI Verwaltungsgesellschaft mbH, Nevinghoff 16, 48147 Münster. Gegenstand des Unternehmens

ist das Betreiben der Schiffahrt sowie die Übernahme der persönlichen Haftung und der Geschäftsführung bei Schifffahrtsgesellschaften.

Die Gesellschaft darf andere Unternehmen gleicher oder ähnlicher Art erwerben, vertreten oder

sich an solchen Unternehmen beteiligen. Sie darf auch Geschäfte vornehmen, die der Erreichung und Förderung

des Unternehmenszweckes dienlich sein können. Sie darf auch Zweigniederlassungen errichten. Stammkapital:

26.000,– EUR. Geschäftsführer: Klaus Götsch, Oldenburg in Holstein; Geschäftsführer: Mark Schöning, Haren (Ems).

11. 11. 2015

HR B 15768 Bawari Taxi- und Mietwagen UG (haftungsbeschränkt), Blomenkamp 2, 48163 Münster. Gegenstand

des Unternehmens ist der Personentransport mit Taxi- und Mietwagen, sowie die weiteren damit verbundenen

Tätigkeiten. Stammkapital: 1000,– EUR. Geschäftsf. befreit v. §181: Gulaziz Bawari, Münster. 3. 11. 2015

HR B 15781 Bono GmbH, Raiffeisenstr. 3, 48161 Münster. Gegenstand des Unternehmens ist der Erwerb und

die Verwaltung von Beteiligungen. Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer: Christian Lorenz, Münster.

10. 11. 2015

HR B 15779 clAPPline GmbH, Wienburgstr. 207, 48159 Münster. Gegenstand des Unternehmens sind Einrichtung,

Betrieb und Unterhaltung einer digitalen Vermarktungsplattform für Club und Gastronomie Dienstleistungen. Stammkapital:

25.500,– EUR. Geschäftsführer: Frank Rohmann, Münster; Geschäftsführer: Nils Christian Liebich, Münster;

Geschäftsführer: Dr. Burkhard Peter Breuer, Münster. 6. 11. 2015

HR B 15793 Die Autohauskenner GmbH, Martin-Luther-King-Weg 2, 48155 Münster. Gegenstand des Unternehmens

ist die Zurverfügungstellung einer Internetplattform zur qualitativen Bewertung von Autohäusern Stammkapital:

35.710,– EUR. Geschäftsführer: Franz-Werner Drees, Lippstadt; Geschäftsführer: Christian Heinemann, Lippstadt.

13. 11. 2015

HR B 15784 Dominus Immobilien Projekt GmbH, Ludgeriplatz 12, 48151 Münster. (1) Gegenstand des Unternehmens

sind der An- und Verkauf von Grundstücken und grundstücksgleichen Rechten, die Vermittlung des An- und

Verkaufs von Grundstücken und grundstücksgleichen Rechten (Maklertätigkeiten); die Durchführung von Bauvorhaben

im eigenen Namen und auf eigene Rechnung, auch unter Verwendung von Mitteln von Erwerbern und Nutzungsberechtigten,

die Entwicklung und Sanierung sowie die anschließenden Weiterveräußerung von Immobilien, die Durchführung

von Bauvorhaben als Baubetreuer im fremden Namen und für fremde Rechnung, die Vermittlung von Miet- und

Pachtverträgen, auch für Wohnungen, die Vermittlung von Versicherungsverträgen aller Art und von Bausparverträgen,

des weiteren die Verwaltung von Immobilien und Grundstückseigentum. Die Gesellschaft ist berechtigt, weitere gleichartige

oder ähnliche Unternehmen an jedem Ort neu zu errichten oder bestehende zu erwerben oder sich an bestehenden

zu beteiligen. (2) Die Gesellschaft ist zu allen Geschäftsmaßnahmen berechtigt, die dem Gegenstand des Unternehmens

dienen. Sie ist berechtigt, sich zu diesem Zweck auch an anderen Unternehmen zu beteiligen, auch die

Geschäftsführung und die persönliche Haftung in Kommanditgesellschaften zu übernehmen und Zweigniederlassungen

im In- und Ausland zu errichten. Stammkapital: 27.000,– EUR. Geschäftsführer: Nicolas Gerdemann, Telgte; Geschäftsführer:

Julius Gerdemann, Telgte. 11. 11. 2015

HR A 10151 eCAPITAL IV Technologies Fonds GmbH & Co. KG, Hafenweg 24, 48155 Münster. Erwerb, Halten

und Verwalten sowie Verwerten von Beteiligungen im eigenen Namen und auf eigene Rechnung. Haft. Ges.: eCapital

Technologies Fonds Verwaltungs GmbH, Münster. 19. 11. 2015

HR B 15770 entertainment driven GmbH, Hammer Str. 46, 48153 Münster. Gegenstand des Unternehmens ist die

Organisation, Planung und Durchführung von Erlebnisveranstaltungen aller Art sowie alle damit zusammenhängenden

weiteren Leistungen und Lieferungen. Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsf. befreit v. §181: Wolfgang Markhofer,

Großaitingen. 3. 11. 2015

HR B 15775 H. Gotthardt Verwaltungs GmbH, Gildenstr. 18 a, 48157 Münster. Gegenstand des Unternehmens

ist die Beteiligung an anderen Gesellschaften und die Übernahme der Geschäftsführung und Vertretung sowie die

Verwaltung anderer Gewerbebetriebe bei gleichzeitiger Übernahme der persönlichen Haftung. Die Gesellschaft ist

insbesondere berufen, die Geschäftsführung und Vertretung der Firma H. Gotthardt Gerüstbau GmbH & Co. KG bei

gleichzeitiger Übernahme der persönlichen Haftung zu übernehmen. Stammkapital: 25.000,– EUR. 4. 11. 2015

HR B 15795 Grau Grundbesitz AG, Bremer Platz 9, 48155 Münster. Der Erwerb von und der Handel mit Immobilien.

Grundkapital: 100.000,– EUR. Vorstandsvorsitzender: Hendrik Grau, Münster. 13. 11. 2015

HR B 15794 GS Consulting GmbH, Heimatfrieden 13, 48159 Münster. Unternehmensgegenstand ist die Erbringung

von Beratungs- und Schulungsdienstleistungen jeglicher Art und deren Vertrieb. Stammkapital: 2.556.459,– EUR.

Geschäftsführer: Dirk Brockhaus, Münster. 13. 11. 2015

HR B 15797 GS Software Projects GmbH, Heimatfrieden 13, 48159 Münster. Gegenstand des Unternehmens ist

die Erstellung von Software und deren Vertrieb, sowie der Vertrieb von IBM Produkten und die Beratung und Schulung

von Unternehmen für den Einsatz von Datenverarbeitung. Stammkapital: 25.564,59 EUR. Geschäftsführer: Dirk

Brockhaus, Münster. 16. 11. 2015

HR B 15796 GS Software Solutions GmbH, Heimatfrieden 13, 48159 Münster. Gegenstand des Unternehmens ist

die Entwicklung von Standardsoftware, Individualsoftware sowie der Handel und Vertrieb von Software und ähnlichen

Produkten. Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer: Dirk Brockhaus, Münster. 16. 11. 2015

HR B 15785 HOFRA Holding GmbH, Hafenstr. 29–31, 48153 Münster. Gegenstand des Unternemens ist der Erwerb

und die Verwaltung von Beteiligungen im In- und Ausland. Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer: Michael

Osterloh, Friedrichroda. 11. 11. 2015

HR B 15762 ITT Münster GmbH, Dennenkamp 45, 48161 Münster. Gegenstand des Unternehmens ist die Verwaltung

eigenen Vermögens; insbesondere der Erwerb und die Errichtung von Immobilien zur langfristigen Vermietung.

Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer: Thomas Thyen, Münster; Geschäftsführer: Markus Thyen, Münster.

29. 10. 2015

HR B 15806 KIFFE Verwaltungs GmbH, Admiral-Scheer-Str. 14, 48145 Münster. Gegenstand des Unternehmens ist

die Beteiligung an anderen Unternehmen und Gesellschaften, insbesondere die Beteiligung als persönlich haftende

Gesellschafterin an der Kommanditgesellschaft unter der Firma ETK Grundstücksgesellschaft mbH & Co. KG mit dem

Sitz in Münster, sowie die Führung der Geschäfte dieser Gesellschaften. Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer:

Christian Kiffe, Münster; Geschäftsführer: Elke Turner-Kiffe, Münster; Geschäftsführer: Dr. Hans-Burchard Turner,

Münster. 23. 11. 2015

HR B 15749 Lichtpoesie UG (haftungsbeschränkt), Burgstr. 23, 48151 Münster. Gegenstand des Unternehmens

ist die Dienstleistungsfotografie, das Durchführen von Fotografie- und Medienproduktionen, das Betreiben einer Modelagentur,

das Betreiben eines Online-Magazins mit allen dazugehörigen Internetpräsenzen, der Handel mit eigener Ware

(im eigenen E-Commerce Shop und stationär) sowie das Betreiben des Lizenzgeschäfts der Marke „Lichtpoesie“.

Stammkapital: 800,– EUR. Geschäftsf. befreit v. §181: Niklas Heinen, Münster. 20. 10. 2015

HR B 15782 Meinhold Verwaltungs-GmbH, Hessenbusch 202, 48157 Münster. Gegenstand des Unternehmens ist

die Übernahme der Stellung der persönlich haftenden Gesellschafterin in der Meinhold GmbH & Co. KG und alle damit

im Zusammenhang stehenden Aufgaben. Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer: Christian Rainer Meinhold,

Münster; Geschäftsführer: Alexander Tschöpe, Münster. 10. 11. 2015

HR B 15805 MIKANO UG (haftungsbeschränkt), Von-Schonebeck-Ring 64, 48161 Münster. Gegenstand des

Unternehmens ist das Eingehen von Unternehmensbeteiligungen und Vermögensverwaltung des eigenen Vermögens.

Stammkapital: 6.000,– EUR. Geschäftsf. befreit v. §181: Stephan Ludwig, Münster. 20. 11. 2015

HR B 15804 MKS Energie GmbH, Hohenzollernring 72, 48145 Münster. Gegenstand der Gesellschaft ist die

Versorgung von Krankenhäusern und anderen Unternehmen des Gesundheitswesens mit Energie, z. Bsp. Strom und

Gas, die Beratung in Bereichen der Energieversorgung sowie die Unterstützung bei der Planung und Umsetzung von

Projekten zur Energie- und Medienversorgung. Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsf. befreit v. §181: Burkhard

Nolte, Lüdinghausen; Geschäftsführer: Tobias Krüer, Ibbenbüren. 20. 11. 2015

HR B 15763 Peters Immobilien Beteiligungs GmbH, Scheibenstr. 117, 48153 Münster. Gegenstand der Gesellschaft

ist ausschließlich die Beteiligung als persönlich haftende Gesellschafterin an der Kommanditgesellschaft unter

der Firma Peters Immobilien GmbH & Co. KG. Die Gesellschaft ist insbesondere berufen, die Geschäfte der vorbezeichneten

Kommanditgesellschaft, deren Gegenstand der Erwerb, die Veräußerung und Vermietung von gewerblichen und

nichtgewerblichen Immobilien aller Art ist, zu führen und sie zu vertreten. Stammkapital: 25.000,– EUR.

Geschäftsführer: Peter Peters, Münster. 30. 10. 2015

HR A 10144 Peters Immobilien GmbH & Co. KG, Scheibenstr. 117, 48153 Münster. Der Erwerb, die Veräußerung

und Vermietung von gewerblichen und nicht gewerblichen Immobilien aller Art. Die Gesellschaft ist zu allen Handlungen

berechtigt, die unmittelbar geeignet sind, den Gegenstand des Unternehmens zu fördern. Die Gesellschaft kann

zu diesem Zweck auch Zweigniederlassungen errichten. Haft. Ges.: Peters Immobilien Beteiligungs GmbH, Münster.

30. 10. 2015

HR B 15792 SAG-Verwaltungs UG (haftungsbeschränkt), Westerheide 14, 48157 Münster. Gegenstand des

Unternehmens ist die Übernahme der Geschäftsführung anderer Unternehmen und die Beteiligung an anderen Unternehmen,

auch unter Übernahme der persönlichen Haftung, insbesondere hierbei die Übernahme der Rechtsstellung

einer Komplementärin in der Schmidt-Abbenhaus Gebäudereinigung UG haftungsbeschränkt & Co. KG mit dem Sitz

in Münster. Stammkapital: 1000,– EUR. Geschäftsf. befreit v. §181: Ulrich Ralf Schmidt-Abbenhaus, Münster.

12. 11. 2015

HR A 10145 Schöllnitzer Forst GmbH & Co. KG, Vennemannstr. 8, 48157 Münster. Der Erwerb, die Errichtung, das

Betreiben und die Unterhaltung sowie die Vermietung und Verpachtung von land- und forstwirtschaftlcihen sowie sonstigen

Flächen und Gebäuden in der Region Schöllnitz. Haft. Ges.: JKM Verwaltungs-GmbH, Münster. 3. 11. 2015

HR A 10146 SMS Projekt I GmbH & Co. KG, Joseph-König-Str. 3, 48147 Münster. Verwaltung eigenen Vermögens

sowie das Halten und Verwalten von Beteiligungen an anderen Gesellschaften. Die Gesellschaft betreibt keine Geschäfte,

die einer Erblaubnis bedürfen. Haft. Ges.: SMS Beteiligungs GmbH, Münster. 4. 11. 2015

HR B 15773 SMS Beteiligungs GmbH, Joseph-König-Str. 3, 48147 Münster. Gegenstand des Unternehmens der

Gesellschaft ist die Beteiligung an anderen Gesellschaften, die mit der Sparda-Bank Münster eG im Sinne von §§ 15 ff.

AktG verbunden sind, und insbesondere die Übernahme der Stellung als persönlich haftende Gesellschafterin in mit der

der Sparda-Bank Münster eG im Sinne von §§ 15 ff. AktG verbundenen Kommanditgesellschaften. Stammkapital:

25.000,– EUR. Geschäftsführer: Hildegunde Klesper, Greven; Geschäftsführer: Jens Michael Heine, Wetter (Ruhr).

3. 11. 2015

HR B 15778 star.place UG (haftungsbeschränkt), Urbanstr. 12, 48143 Münster. Gegenstand des Unternehmens

ist die Erstellung und der Betrieb eines Internet-Handelsportals. Der Gesellschaft ist jede Betätigung gestattet, die

geeignet ist, mittelbar oder unmittelbar den Zweck des Unternehmens zu fördern. Sie kann Zweigniederlassungen

errichten und andere branchengleiche oder branchenähnliche Unternehmen erwerben, pachten oder sich an solchen

Unternehmen beteiligen. Stammkapital: 2.500,– EUR. Geschäftsführer: Oliver Baltz, Haltern am See; Geschäftsführer:

Thomas Endler, Münster. 6. 11. 2015

HR B 15765 Traumautoarchiv UG (haftungsbeschränkt), 48200 Münster. Gegenstand des Unternehmens ist

der Verkauf von (Klein-)Artikeln über das Internet (Schlüsselanhänger, Tassen, USB-Sticks und ähnliches) und die Lizensierung

von Fotos. Stammkapital: 1,– EUR. Geschäftsf. befreit v. §181: Karsten Bauermeister, Münster. 2. 11. 2015

HR B 15808 Vita Gastronomie GmbH, Neubrückenstr. 35–37, 48143 Münster. Gegenstand des Unternehmens ist

das Betreiben und die Unterhaltung von Gastronomiebetrieben jeglicher Art sowie aller damit verbundenen Tätigkeiten.

Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer: Alessandro Magnolo, Münster. 25. 11. 2015

HR B 15809 Voltark UG (haftungsbeschränkt), Dortmunder Str. 25, 48155 Münster. Gegenstand des Unternehmens

ist der Vertrieb und Installation von elektrischen Anlagen Stammkapital: 1000,– EUR. Geschäftsf. befreit v. §181:

Phil Eisberg, Münster. 25. 11. 2015

HR B 15791 yourSHOUTER UG (haftungsbeschränkt), Wolbecker Str. 14, 48155 Münster. Gegenstand des Unternehmens

sind Softwareentwicklung und Beratung. Stammkapital: 11.500,– EUR. Geschäftsführer: Dr. Elke Focke,

Münster. 12. 11. 2015

INSOLVENZEN

AC Biogasanlage Teutschenthal GmbH & Co. KG, 48155 Münster. Die Gesellschaft ist durch Eröffnung des

Insolvenzverfahrens über ihr Vermögen aufgelöst (Beschluss des Amtsgerichts Münster vom 13. 11. 2015 – 73 IN

63/14). Gemäß § 143 Absatz 1 Satz 3, § 161 Absatz 2 HGB von Amts wegen eingetragen. 20. 11. 2015

AC Biogasanlage Dreiunddreißig GmbH & Co. KG, 48155 Münster. Die Gesellschaft ist durch Eröffnung des

Insolvenzverfahrens über ihr Vermögen aufgelöst (Beschluss des Amtsgerichts Münster vom 23. 10. 2015 – 73 IN

43/15). Gemäß § 143 Absatz 1 Satz 3, § 161 Absatz 2 HGB von Amts wegen eingetragen. 30. 10. 2015

AC Agrar Management GmbH, 48155 Münster. Die Gesellschaft ist durch Eröffnung des Insolvenzverfahrens über

ihr Vermögen aufgelöst (Beschluss des Amtsgerichts Münster vom 28. 10. 2015 – 73 IN 70/15). Gemäß § 65 Absatz 1

Satz 3 GmbHG von Amts wegen eingetragen. 5. 11. 2015

ALF – Aracri Lebensmittel Feinkost – GmbH, 48163 Münster. Die Gesellschaft ist nach Ablehnung der Eröffnung

des Insolvenzverfahrens über ihr Vermögen aufgelöst (Beschluss des Amtsgerichts Münster vom 29. 10. 2015

83 IN 12/15). Gemäß § 65 Absatz 1 Satz 3 GmbHG von Amts wegen eingetragen. 26. 11. 2015

AS-Netconsult UG (haftungsbeschränkt), 48159 Münster. Die Gesellschaft ist nach Ablehnung der Eröffnung

des Insolvenzverfahrens über ihr Vermögen aufgelöst (Beschluss des Amtsgerichts Münster vom 3. 11. 2015 – 84 IN

39/15). Gemäß § 65 Absatz 1 Satz 3 GmbHG von Amts wegen eingetragen. 26. 11. 2015

Drees Akzente GmbH, 48163 Münster. Durch Beschluss des Amtsgerichts Münster (74 IN 63/15) vom 24. 11. 2015

ist ein vorläufiger Insolvenzverwalter bestellt. 26. 11. 2015

EUROTRADE LTD & CO. KG, 48161 Münster. Die Gesellschaft ist durch Eröffnung des Insolvenzverfahrens über ihr

Vermögen aufgelöst (Beschluss des Amtsgerichts Münster vom 16. 11. 2015 – 72 IN 11/15). Gemäß § 143 Absatz 1 Satz

3, § 161 Absatz 2 HGB von Amts wegen eingetragen. 23. 11. 2015

HWN-Haustechnik Verwaltungs UG (haftungsbeschränkt), 48161 Münster. Die Gesellschaft ist nach Ablehnung

der Eröffnung des Insolvenzverfahrens über ihr Vermögen aufgelöst (Beschluss des Amtsgerichts Münster vom

17. 7. 2015 – 70 IN 14/15). Gemäß § 65 Absatz 1 Satz 3 GmbHG von Amts wegen eingetragen. 4. 11. 2015

Mendatec GmbH & Co. KG, 48153 Münster. Durch Beschluss des Amtsgerichts Münster (84 IN 60/15) vom

13. 11. 2015 ist ein vorläufiger Insolvenzverwalter bestellt. 19. 11. 2015

per Pedale GmbH, 48151 Münster. Durch rechtskräftigen Beschluss des Amtsgerichts Münster (79 IN 52/13)

vom 23. 10. 2015 ist das Insolvenzverfahren eingestellt. 20. 11. 2015

Planungsbüro Münster GmbH für Heizung, Sanitär, Lüftung, 48155 Münster. Die Gesellschaft ist durch Eröffnung

des Insolvenzverfahrens über ihr Vermögen aufgelöst (Beschluss des Amtsgerichts Münster vom 11. 11. 2015

85 IN 35/15). Gemäß § 65 Absatz 1 Satz 3 GmbHG von Amts wegen eingetragen. 18. 11. 2015

Stadtquadrat Aktiengesellschaft, 48155 Münster. Die Gesellschaft ist durch Eröffnung des Insolvenzverfahrens

über ihr Vermögen aufgelöst (Beschluss des Amtsgerichts Münster vom 29. 10. 2015 – 86 IN 24/15). 11. 11. 2015

WERSE Schiffahrts GmbH & Co. KG MB „WB BALTIC“, 48157 Münster. Durch rechtskräftigen Beschluss

des Amtsgerichts Münster (70 IN 3/15) vom 23. 10. 2015 ist die Eröffnung des Insolvenzverfahrens über das Vermögen

der Gesellschaft mangels Masse abgelehnt. 26. 11. 2015

WERSE Schiffahrts Verwaltungsgesellschaft mbH, 48157 Münster. Durch rechtskräftigen Beschluss des Amtsgerichts

Münster (70 IN 96/11) vom 16. 10. 2015 ist das Insolvenzverfahren eingestellt. 19. 11. 2015

KREIS STEINFURT

NEUEINTRAGUNGEN

HR B 11043 Laubscher Verpackungen GmbH, Westenfeld 151, 48341 Altenberge. Handel und die Beratung

in Verpackung aller Art sowohl im Food- als auch Non-Food-Bereich, insbesondere in europäischen Ländern. Stammkapital:

25.000,– EUR. Geschäftsführer: Christina Laubscher, Altenberge. 23. 11. 2015

HR B 11025 C.P. Nemitz Holding GmbH, Bahnhofstr. 65, 48341 Altenberge. Halten und Verwalten von Beteiligungen.

Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer: Cordula Nemitz, Altenberge. 16. 11. 2015

HR B 11020 EMSTEX GmbH, Drosselweg 17, 48282 Emsdetten. Handel und der Vertrieb von Waren aller Art, insbesondere

von Möbelbezugsstoffen, Leder und Kunstleder. Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer: Thomas

Gravenkötter, Emsdetten. 11. 11. 2015

HR B 11008 FineArt GmbH, Sinninger Str. 36, 48282 Emsdetten. Import und Export von Glasprodukten, insbesondere

im Bereich der Automobilindustrie Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer: Zhou Jianguo, Changzhou

City. 29. 10. 2015

HR B 11048 LANO-DC 4U GmbH, Nordwalder Str. 109, 48282 Emsdetten. IT-Dienstleistungen. Stammkapital:

25.000,– EUR. Geschäftsführer: Stefan Lammers, Emsdetten. 26. 11. 2015

HR B 11018 solarno GmbH, Rheiner Str. 32, 48282 Emsdetten. Erwerb und Betrieb einer Photovoltaikanlage sowie

Erbringung von betriebswirtschaftlichen Beratungsleistungen in den Branchen Energie, Sport und Freizeit. Stammkapital:

25.000,– EUR. Geschäftsführer: Thomas Nachtigall, Münster; Geschäftsführer: Georg Ohde, Greven. 4. 11. 2015

HR B 10956 VACU-LIFT Transportsysteme GmbH, Kuhlmannstr. 12, 48282 Emsdetten. Herstellung und Vertrieb

von Maschinen und Maschinenteilen, insbesondere des unter der Bezeichnung „Vacu-Lift“. Stammkapital: 25.000,–

EUR. Geschäftsführer: Andreas Schlickmann, Emsdetten. 27. 8. 2015

HR B 11024 BFR-Transfer UG (haftungsbeschränkt), Hansaring 38 b, 48268 Greven. Hol- und Bringdienst von

Fahrzeugen jeglicher Art. Stammkapital: 1.800,– EUR. Geschäftsf. befreit v. §181: Stefanie Freigang, Greven.

16. 11. 2015

HR B 11032 miamade UG (haftungsbeschränkt), Hemeweg 25, 48268 Greven. Handel mit Waren und Dienstleistungen

gebäudetechnischer Art. Stammkapital: 2.000,– EUR. Geschäftsf. befreit v. §181: Carsten Fischer,

Greven. 16. 11. 2015

HR B 11050 mp solid GmbH, Jürgen-Hornemann-Str. 6, 48268 Greven. Eingehen, Halten und Veräußern von

Beteiligungen, Beratung und Vermögensverwaltung. Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer: Michael Patzelt,

Greven. 27. 11. 2015

HR B 11039 RI Wohnbau GmbH, Münsterstr. 25, 48268 Greven. Erwerb, die Veräußerung der Handel mit Immobilien

jeglicher Art sowie die Planung und Herstellenlassen von Bauvorhaben in eigenem oder fremden Namen. Stammkapital:

25.000,– EUR. Geschäftsf. befreit v. §181: Vladimir Ilic, Rheine; Geschäftsf. befreit v. §181: Udo Reehuis, Gronau

(Westf.). 19. 11. 2015

HR B 11026 SW Westfalen Invest GmbH, Bismarckstr. 34, 48268 Greven. Errichtung, der Erwerb und Verkauf, der

Um- und Ausbau, die Modernisierung, Betreuung, Bewirtschaftung und Verwaltung von Immobilien in allen Rechts- und

Nutzungsformen. Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer: Albert Sahle, Greven. 16. 11. 2015

HR A 6946 Bepenie GmbH & Co. KG, Gelsbach 13, 48477 Hörstel. Betreiben von Immobiliengeschäften und damit

zusammenhängender Geschäfte jedweder Art, insbesondere die Bewirtschaftung, die Vermietung, der Neu- und

Umbau, der Erwerb und der Verkauf von Wohnungen bzw. Immobilien sowie das Erbringen von sonstigen Dienstleistungen

im Zusammenhang mit Immobilien, selbst oder durch Unternehmen, an denen die Gesellschaft beteiligt ist.

Haft. Ges.: Bepenie Immobilien GmbH, Hörstel. 11. 11. 2015

HR B 11019 Bepenie Immobilien GmbH, Gelsbach 13, 48477 Hörstel. Halten und Verwalten von Immobilien sowie

der Abschluss aller damit in Zusammenhang stehender Geschäfte. Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer: Peter

Niemeyer, Berlin. 5. 11. 2015

HR B 11042 EnRa Beteiligung GmbH, An de Wurth 5, 48496 Hopsten. Beteiligung an anderen Unternehmen, insbesondere

die Übernahme der Geschäftsführung und der Komplementäreigenschaft bei Kommanditgesellschaften

Stammkapital: 26.100,– EUR. Geschäftsführer: Ingeborg Kulgemeyer, Bippen. 20. 11. 2015

HR A 6922 Goldbeck Wasseraufbereitung & Hygiene GmbH & Co. KG, Rudolf-Diesel-Str. 22, 49479 Ibbenbüren.

Der Einbau, die Wartung, der Handel mit Wasseraufbereitungsanlagen, Hygieneartikeln und Zubehörfür Schwimmbadtechnik

jeder Art, die Wasseraufbereitung für Schwimmbadtechnik, Großküchen und Industriebetriebe. Haft. Ges.:

Goldbeck Wasseraufbereitung & Hygiene Verwaltung GmbH, Ibbenbüren. 19. 8. 2015

HR B 11017 asdec life GmbH, Zur Königsbrücke 16, 49549 Ladbergen. Vertrieb / Dienstleistung / Produktion von

– Lifestyle – Zukunft – und Innovationstechnologien – Umwelt und Energiesparprodukte – Sanitär – Fitness – Wellness.

Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer: Matthias Böttcher, Ladbergen. 4. 11. 2015

HR B 11010 Nosact UG (haftungsbeschränkt), Huckrieden Esch 12, 49549 Ladbergen. Handel mit Gebrauchsgegenständen

aller Art, insbesondere Sanitäranlagen. Stammkapital: 5.000,– EUR. Geschäftsf. befreit v. §181: Jaanika

Reinson, Greven. 2. 11. 2015

HR A 6942 Milchhof Oskamp KG, Borghorster Str. 54, 48366 Laer. Groß- und Einzelhandel von selbsterzeugten und

zugekauften Produkten sowie die Lebensmittelherstellung. Pers. Haft. Ges.: Franz-Josef Oskamp, Laer. 3. 11. 2015

HR A 6945 Kötterheinrich Com e.K., Nachtigallenweg 26, 49525 Lengerich. Beratung und Vertrieb im Bereich der

Kommunikation. Inhaber: Nils Kötterheinrich, Melle. 4. 11. 2015

HR B 11049 KFZ Milancenter Guddorf & Bunte Verwaltungs GmbH, Industriestr. 44, 48629 Metelen. Erwerb

und die Verwaltung von Beteiligungen sowie die Übernahme der persönlichen Haftung und der Geschäftsführung bei

Handelsgesellschaften, insbesondere als persönlich haftende Gesellschafterin der „KFZ Milancenter Guddorf & Bunte

GmbH & Co. KG“. Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer: Martin Guddorf, Steinfurt; Geschäftsführer: Bunte

Friedgerd, Steinfurt. 27. 11. 2015

HR B 11011 partyperfekt UG (haftungsbeschränkt), Steinbreede 16, 49497 Mettingen. Organisation und

Durchführung von Partys und Events aller Art im eigenen Namen und für Dritte. Stammkapital: 1000,– EUR. Geschäftsführer:

Hendrik Büring, Ibbenbüren; Geschäftsführer: Tim Otte, Mettingen. 2. 11. 2015

HR B 11035 Kesa Technische Software GmbH, Sepp-Herberger-Str. 12, 48485 Neuenkirchen. Entwicklung von

Software jeglicher Art. Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer: Jürgen Kesa, Neuenkirchen; Geschäftsführer:

Imgard Brüning, Neuenkirchen. 17. 11. 2015

HR B 11033 CJS Grundbesitz UG (haftungsbeschränkt), Fürstengrund 59, 48356 Nordwalde. Planung, Projektierung

und Errichtung von Gebäuden, der An- und Verkauf und die Vermietung von Immobilien sowie die künstlerische

Gestaltungsberatung und Projektbegleitung bei Immobilien Stammkapital: 500,– EUR. Geschäftsf. befreit v. §181:

Christiane Soller, Nordwalde. 16. 11. 2015

HR A 6948 Röttger Ochtruper Handels KG, Laurenzstr. 13, 48607 Ochtrup. Verkauf von Lebensmitteln und Waren

aller Art im Einzelhandel. Pers. Haft. Ges.: Carsten Röttger, Hopsten. 16. 11. 2015

HR B 11038 TRLH GmbH, Kreuzweg 68, 48607 Ochtrup. Erwerb, das Halten und die Verwaltung von Beteiligungen,

die Verwaltung von Grundbesitzungen sowie alle damit im Zusammenhang stehenden Geschäfte. Stammkapital:

25.000,– EUR. Geschäftsführer: Thomas Dankbar, Ochtrup. 19. 11. 2015

HR B 11037 Uhtepe Verwaltungs GmbH, Kreuzweg 68, 48607 Ochtrup. Erwerb und die Verwaltung von Beteiligungen

an Handelsgesellschaften sowie die Übernahme der persönlichen Haftung und Geschäftsführung bei diesen,

insbesondere die Beteiligung als persönlich haftende geschäftsführende Gesellschafterin an der Hütten Holding GmbH

& Co. KG. Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer: Paul Dankbar, Ochtrup; Geschäftsführer: Thomas Dankbar,

Ochtrup. 18. 11. 2015

HR A 6953 Uhtepe Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG, Kreuzweg 68, 48607 Ochtrup. Der Erwerb, das Halten

und die Verwaltung von Beteiligungen, die Verwaltung von Grundbesitzungen sowie alle damit im Zusammenhang

stehenden Geschäfte. Haft. Ges.: Uhtepe Verwaltungs GmbH, Ochtrup. 26. 11. 2015

HR B 11022 Fuxx-Holding Beteiligungsgesellschaft mbH, Kuhstr. 14, 49509 Recke. Erwerb, das Halten und die

Verwaltung von Beteiligungen an Kapital- und Personengesellschaften im Inland sowie die Förderung und Steuerung

dieser Unternehmen. Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer: Peter Uhlenberg, Recke. 11. 11. 2015

HR B 11030 Alvarez Holding UG (haftungsbeschränkt), Friedenstr. 51, 48431 Rheine. Halten von Patenten, Markenrechten

und Beteiligungen sowie die Gewährung von Lizenzen. Stammkapital: 2.000,– EUR. Geschäftsf. befreit

v. §181: Jose Carlos Alvarez Arribas, Rheine. 16. 11. 2015

HR B 11028 Bernhard Eggert Verwaltungs- und BeteiligungsGmbH, Laugärten 12, 48432 Rheine. Halten und

Verwalten von Beteiligungen sowie das Ausüben der Geschäftsführung in Kommanditgesellschaften und die Übernahme

der Komplementärfunktion. Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer: Bernhard Eggert, Rheine. 16. 11. 2015

HR A 6951 Bernhard Eggert GmbH & Co. KG, Laugärten 12, 48432 Rheine. Nutzungsüberlassung und Verwaltung

von Grundstücken und Erbbaurechten. Haft. Ges.: Bernhard Eggert Verwaltungs- und BeteiligungsGmbH, Rheine.

20. 11. 2015

HR A 6944 Exeler GmbH & Co. KG, Sundernweg 29, 48432 Rheine. Handel, Vertrieb und Herstellung von Fahrzeugsystemen

und Zubehör sowie die Vermietung von Immobilien und der Handel mit Agrarprodukten aller Art sowie

alle damit verbundenen Tätigkeiten. Haft. Ges.: Exeler Verwaltungsgesellschaft mbH, Rheine. 3. 11. 2015

HR B 11014 Exeler Verwaltungsgesellschaft mbH, Sundernweg 29, 48432 Rheine. Erwerb und die Verwaltung

von Beteiligungen sowie die Übernahme der persönlichen Haftung und der Geschäftsführung bei Personengesellschaften,

insbesondere die Beteiligung als persönlich haftende geschäftsführende Gesellschafterin (Komplementärin) an der

Exeler GmbH & Co. KG. Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer: Anke Exeler, Rheine; Geschäftsführer: Andreas

Exeler, Rheine. 2. 11. 2015

HR A 6943 Elektro Heckhuis elektrotechnik e.K. Inh. Stephan Heckhuis, Friedrich-Ebert-Ring 334, 48429

Rheine. Die Elektroinstallation, die Techniküberwachung und -unterhaltung, im Einzelnen die Errichtung von elektrischen

Anlagen der Niederspannungstechnik in Wohnhäusern sowie Industrie- und Gewerbebetrieben, die Errichtung

von Beleuchtungsanlagen, die Instandhaltung von elektrischen Anlagen und der damit verbundene Kundendienst, die

Errichtung von Antennen und Hauskommunikationsanlagen sowie die Verkabelung von Datennetzen. Inhaber: Stephan

Heckhuis, Rheine. 3. 11. 2015

HR B 11031 Weihnachtsbaumservice Matheisen UG (haftungsbeschränkt), Kollwitzstr. 9, 48431 Rheine.

Handel mit Weihnachtsbäumen sowie alle damit im Zusammenhang stehenden Geschäfte. Stammkapital: 500,– EUR.

Geschäftsführer: Yasar Matheisen, Rheine. 16. 11. 2015

HR B 11040 MTU Unternehmensverwaltung GmbH, Hovesaatstr. 6, 48432 Rheine. Der Erwerb und das Verwalten

von Beteiligungen an Unternehmen, die im medizinisch-technischen Bereich tätig sind, in der für Kapitalvermögen

üblichen Art und Weise (vermögensverwaltende Holdinggesellschaft). Stammkapital: 25.600,– EUR. Geschäftsführer:

Johannes Wilhelmus Stanislaus Fabels, Hengelo. 19. 11. 2015

HR B 11012 PR IR Wachstum GmbH, Bültstiege 14, 48429 Rheine. Erbringung von nicht zulassungspflichtigen

Dienst- und Beratungsleistungen, insbesondere in den Bereichen Public Relations und Investor Relations (PR, IR), Vertrieb

und Marketing (Wachstum), Industrievertretungen und Sanierung. Weiterhin der Handel, Import und Export von

Waren des täglichen Bedarfs, insbesondere im Bereich Unternehmens- und Bürobedarf. Stammkapital: 25.000,– EUR.

Geschäftsführer: Ruth Fislage, Rheine; Geschäftsführer: Ulrich Späing, Rheine. 2. 11. 2015

HR B 11047 Studentenguru UG (haftungsbeschränkt), Dörenbergstr. 18 a, 48429 Rheine. Akquise/Generierung

von Kontakten (Leads) und der Verkauf der Leads, Generierung von Werbeeinnahmen, Vermittlung von Produkten und

Dienstleistungen, Verkauf von Merchandiseartikeln (Kleidung, Tassen, Taschen etc.). Stammkapital: 600,– EUR.

Geschäftsführer: Heike Blanke, Rheine. 26. 11. 2015

HR B 11045 Ultrasun Deutschland GmbH, Hovesaatstr. 6, 48432 Rheine. Produktion und Vertrieb von Solarien.

Stammkapital: 102.258,38 EUR. Geschäftsführer: Johannes Wilhelmus Stanislaus Fabels, Hengelo. 24. 11. 2015

HR B 11023 Westfälische Wertarbeit GmbH, Am Schulkamp 75, 48369 Saerbeck. a) der Handel mit Baustoffen

aller Art, insbesondere für den Innenausbau und Dämmungen, b) die Erstellung und Umsetzung von Um- und Ausbaukonzepten,

c) der Betrieb einer Ausstellung und Bemusterung sämtlicher Materialien für Neubau, Ausbau und Umbau

von Bauwerken, d) die Vermittlung, Koordinierung und Erteilung von Handwerkeraufträgen, e) die Schulung von Handwerkern

auch im kaufmännischen und vertrieblichen Bereich, f) die Vermietung von Baumaschinen und Werkzeugen, g)

Bauführung / Bauleitung, h) der Vertrieb von schlüsselfertigen Bauten. Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer:

Martin Alexander Chrubasik, Havixbeck. 12. 11. 2015

HR B 10995 Willebrandt & Reckfort Elektrotechnik GmbH, Am Schulkamp 79, 48369 Saerbeck. Planung und

Installation von elektrotechnischen Anlagen jedweder Art sowie der Erwerb und die Veräußerung entsprechender

elektrotechnischer Anlagen. Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer: Günter Reckfort, Saerbeck. 15. 10. 2015

HR A 6947 Windpark Möhler GmbH & Co. KG, Sellen 38, 48565 Steinfurt. Planung, Errichtung, Betrieb und Verkauf

von Windkraftanlagen sowie die Produktion und der Verkauf von Strom und alle sonstigen damit in Verbindung

stehenden Geschäfte. Haft. Ges.: Arning Immobilien Verwaltungs-GmbH, Steinfurt. 11. 11. 2015

HR B 11016 ARECO Beteiligungs UG (haftungsbeschränkt), Gartenkamp 8 b, 49492 Westerkappeln. Die

Beteiligung an anderen Unternehmen sowie die Verwaltung und Geschäftsführung an anderen Gesellschaften, insbesondere

an der ARECO Maschinenbau UG (haftungsbeschränkt) & Co. KG. Stammkapital: 500,– EUR. Geschäftsf. befreit

v. §181: Peter Arent, Westerkappeln. 4. 11. 2015

HR A 6941 Stiegemeyer Hähnchenmast UG (haftungsbeschränkt) & Co. KG, Roter Berg 20, 49492 Westerkappeln.

Betrieb von Hähnchenmastställen. Haft. Ges.: Stiegemeyer Verwaltungs UG (haftungsbeschränkt),

Westerkappeln. 28. 10. 2015

HR A 6949 Ehling GmbH & Co. KG, Rothenberge 63, 48493 Wettringen. Erwerb und Verwaltung eigenen

Grundbesitzes. Grundstücksgeschäfte i. S. d. MaBV sind ausgeschlossen. Haft. Ges.: Ehling Verwaltungs-GmbH,

Wettringen. 17. 11. 2015

HR B 11027 Ehling Verwaltungs-GmbH, Rothenberge 63, 48493 Wettringen. Beteiligung an anderen Gesellschaften,

insbesondere die Übernahme der persönlichen Haftung in Gesellschaften, insbesondere in der Ehling GmbH

& Co. KG, die den Erwerb und die Verwaltung eigenen Grundbesitzes zum Gegenstand hat. Grundstücksgeschäfte

i. S. d. MaBV sind ausgeschlossen. Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer: Hermann Ehling, Wettringen.

16. 11. 2015

INSOLVENZEN

AS GmbH, 48282 Emsdetten. Durch Beschluss des Amtsgerichts Münster (78 IN 51/15) vom 3. 11. 2015 ist ein vorläufiger

Insolvenzverwalter bestellt und zusätzlich angeordnet, dass Verfügungen der Gesellschaft über Gegenstände

ihres Vermögens nur mit Zustimmung des vorläufigen Insolvenzverwalters wirksam sind. 6. 11. 2015

Fischbach GmbH Versicherungsmakler, 48268 Greven. Durch rechtskräftigen Beschluss des Amtsgerichts

Münster (74 IN 26/13) vom 9. 10. 2015 ist das Insolvenzverfahren eingestellt. 5. 11. 2015

Ibug Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt), 48268 Greven. Durch Beschluss des Amtsgerichts

Münster (72 IN 48/15) vom 16. 11. 2015 ist über das Vermögen der Gesellschaft das Insolvenzverfahren eröffnet. Die

Gesellschaft ist aufgelöst. Von Amts wegen eingetragen. 25. 11. 2015

JDB Gussasphalt GmbH & Co. KG, 48268 Greven. Durch rechtskräftigen Beschluss des Amtsgerichts Münster (85

IN 39/15) vom 15. 10. 2015 ist die Eröffnung des Insolvenzverfahrens über das Vermögen der Gesellschaft mangels

Masse abgelehnt. Die Gesellschaft ist aufgelöst. Von Amts wegen eingetragen. 18. 11. 2015

PCD Maschinen + Fahrzeug Verleih Geschäftsführungs-GmbH, 48268 Greven. Durch rechtskräftigen

Beschluss des Amtsgerichts Münster (85 IN 37/15) vom 16. 10. 2015 ist die Eröffnung des Insolvenzverfahrens über das

Vermögen der Gesellschaft mangels Masse abgelehnt. Die Gesellschaft ist aufgelöst. Von Amts wegen

eingetragen. 20. 11. 2015

PCD Ingenieurgesellschaft Geschäftsführungs-GmbH, 48268 Greven. Durch rechtskräftigen Beschluss des

Amtsgerichts Münster (85 IN 38/15) vom 15. 10. 2015 ist die Eröffnung des Insolvenzverfahrens über das Vermögen

der Gesellschaft mangels Masse abgelehnt. Die Gesellschaft ist aufgelöst.Von Amts wegen eingetragen. 18. 11. 2015

SBS Heizkessel GmbH, 48268 Greven. Durch Beschluss des Amtsgerichts Münster (87 IN 43/15) vom 1. 11. 2015

ist über das Vermögen der Gesellschaft das Insolvenzverfahren eröffnet. Die Gesellschaft ist aufgelöst. Von Amts wegen

eingetragen. 5. 11. 2015

Schweifel GmbH & Co. KG, 48268 Greven. Durch Beschluss des Amtsgerichts Münster (Az. 73 IN 55/09) vom

21. 9. 2015 ist das Insolvenzverfahren aufgehoben. 30. 10. 2015

K-P Logistik Peter Kasperczyk e.K., 49479 Ibbenbüren. Durch Beschluss des Amtsgerichts Münster (84 IN 54/15)

vom 19. 11. 2015 ist ein vorläufiger Insolvenzverwalter bestellt und zusätzlich angeordnet, dass Verfügungen über

Gegenstände des Inhabers nur mit Zustimmung des vorläufigen Insolvenzverwalters wirksam sind. 25. 11. 2015

JSK Textilvertriebs GmbH, 48366 Laer. Durch Beschluss des Amtsgerichts Münster (70 IN 33/15) vom 29. 10. 2015

ist über das Vermögen der Gesellschaft das Insolvenzverfahren eröffnet. Die Gesellschaft ist aufgelöst. Von Amts wegen

eingetragen. 11. 11. 2015

Lorenz Immobilien GmbH & Co. KG, 49525 Lengerich. Durch Beschluss des Amtsgerichts Münster (82 IN 46/15)

vom 6. 11. 2015 ist über das Vermögen der Gesellschaft das Insolvenzverfahren eröffnet. Die Gesellschaft ist aufgelöst.

Von Amts wegen eingetragen. 13. 11. 2015

Sonntag Druckpartner GmbH, 49525 Lengerich. Durch rechtskräftigen Beschluss des Amtsgerichts Münster

(85 IN 2/13) vom 14. 10. 2015 ist das Insolvenzverfahren eingestellt. 14. 11. 2015

Bruckschen Verwaltungs-GmbH, 49497 Mettingen. Durch Beschluss des Amtsgerichts Münster (83 IN 36/12)

vom 19. 10. 2015 ist das Insolvenzverfahren aufgehoben. 18. 11. 2015

ES-Transformer GmbH, 48356 Nordwalde. Durch Beschluss des Amtsgerichts Münster (73 IN 77/15) vom 20. 11.

2015 ist ein vorläufiger Insolvenzverwalter bestellt und zusätzlich angeordnet, dass Verfügungen der Gesellschaft über

Gegenstände ihres Vermögens nur mit Zustimmung des vorläufigen Insolvenzverwalters wirksam sind. 25. 11. 2015

Shala KG, 49509 Recke. Durch Beschluss des Amtsgerichts Münster (87 IN 26/15) vom 23. 10. 2015 ist über das Vermögen

der Gesellschaft das Insolvenzverfahren eröffnet. Die Gesellschaft ist aufgelöst. Von Amts wegen

eingetragen. 30. 10. 2015

Unirail Schienenfahrzeuge GmbH, 49509 Recke. Durch Beschluss des Amtsgerichts Münster (88 IN 18/15) vom

19. 11. 2015 ist ein vorläufiger Insolvenzverwalter bestellt und zusätzlich angeordnet, dass Verfügungen der Gesellschaft

nur mit Zustimmung des vorläufigen Insolvenzverwalters wirksam sind. 25. 11. 2015

KREIS WARENDORF

NEUEINTRAGUNGEN

HR B 15807 Bursch Medizintechnik GmbH, Gersteinstr. 7 a, 59227 Ahlen. Gegenstand des Unternehmens sind der

Handel mit chirurgischen und zahnärztlichen Instrumenten sowie ärztlichen Einrichtungsgegenständen aller Art sowie

Logistik- und Distributionsservices für Medical-Produkte sowie Handel mit Waren aller Art, insbesondere Herstellung,

Vertrieb und Wartung von medizinischen und medizinisch-technischen Produkten und Geräten, Vergabe und Durchführung

von Forschungsaufgaben im medizinisch-technischen Bereich sowie Schulung der Anwender für den Einsatz

der hergestellten oder zum Vertrieb erworbenen medizinisch-technischen Geräten in der Bundesrepublik Deutschland,

in Europa und Übersee. Stammkapital: 100.000,– EUR. Geschäftsführer: Johann Maier, Steinhöring. 24. 11. 2015

HR B 15721 ISS Sicherheit GmbH, Von-Vincke-Str. 12, 59229 Ahlen. Der Gegenstand des Unternehmens sind Sicherheits-

und Servicedienstleistungen aller Art. Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer: Thomas Biehs, Ahlen.

23. 9. 2015

HR B 15764 DB Aluminium Vertriebs-UG (haftungsbeschränkt), Frankenstr. 5, 59269 Beckum. Gegenstand des

Unternehmens ist der Verkauf von Aluminiumprofilen auf Provisionsbasis. Stammkapital: 1.500,– EUR. Geschäftsf.

befreit v. §181: Tugrul Bayazit, Beckum. 30. 10. 2015

HR A 10147 Frick-KG, Everkeweg 27, 59269 Beckum. Gegenstand des Unternehmens ist die Bewirtschaftung, die

Verwaltung, der Erhalt und die Weiterentwicklung des eigenen Vermögens. Die Gesellschaft ist jedoch nicht berechtigt,

in irgendeiner Weise gewerblich tätig zu werden, d. h. sie darf keine gewerblichen Einkünfte erzielen, insbesondere

keine Vermögensanlagen durchführen, die zu gewerblichen Einkünften führen. Bei der Verfolgung des Gesellschaftszwecks

dürfen die Grenzen einer rein vermögensverwaltenden Tätigkeit nicht überschritten werden. Pers. Haft. Ges.:

Peter Frick, Beckum. 5. 11. 2015

HR B 15769 KNAPHEIDE GmbH Hydraulic-Hoses, Daimlerring 1, 59269 Beckum. Gegenstand des Unternehmens

ist die Entwicklung, die Herstellung und der Vertrieb von Höchstdruck-Hydraulikschläuchen. Die Gesellschaft kann sich

an gleichartigen Unternehmen beteiligen sowie Zweigniederlassungen errichten. Stammkapital: 100.000,– EUR.

Geschäftsführer: Kai-Uwe Knapheide, Beckum. 3. 11. 2015

HR B 15803 LCB Immobilienverwaltung GmbH, Vorhelmer Str. 170 a, 59269 Beckum. Gegenstand des Unternehmens

ist das Halten und die Verwaltung von eigenem Grundbesitz. Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer:

Hubertus Beumer, Beckum. 19. 11. 2015

HR B 15776 Solidare Consulting GmbH, Oelder Str. 66, 59269 Beckum. Gegenstand des Unternehmens ist die

Beratung von Immobilieneigentümern und -investoren, insbesondere bei Analysen, Ideenfindung, Konzeption, Finanzierung,

Marketing und Projektorganisation, – die Kontaktvermittlung und Interessenvertretung bei Immobiliengeschäften,

– die Immobilienverwaltung, – die Vermittlung von Grundstücken, grundstücksgleichen Rechten, Gesellschaftsbeteiligungen

und Finanzierungen aller Art, – die Beratung von Unternehmen mit Ausnahme von Rechts- und

Steuerberatung, – die Vermittlung von Gewerbeobjekten. Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer: Patrick

Rehberger, Oelde. 5. 11. 2015

HR B 15789 STEROS Vertriebsgesellschaft mbH, Im Lennebrok 7 a, 59269 Beckum. Gegenstand des Unternehmens

ist der Vertrieb und Handel mit Produkten, Maschinen und Anlagen für den landwirtschaftlichen und industriellen

Bedarf, insbesondere von Produkten, Maschinen und Anlagen der Firma STEROS GmbH, Templin, sowie

das Stoffstrommanagement (z. B.: Handel mit Rohstoffen). Die Erbringung von Rechts- und Steuerberatungsleistungen

ist ausgeschlossen. Stammkapital: 25.500,– EUR. Geschäftsführer: Burkhard Laukemper, Beckum. 11. 11. 2015

HR B 15460 Tischlerei Glade GmbH, Büren 12, 48317 Drensteinfurt. Der Betrieb einer Bau- und Möbel-

Tischlerei. Stammkapital: 25.200,– EUR. Geschäftsführer: Wilfried Glade, Drensteinfurt; Geschäftsführer: Mario Glade,

Drensteinfurt; Geschäftsführer: Manfred Reher, Ascheberg. 25. 3. 2015

HR A 10130 Hammelmann Service GmbH & Co. KG, Am Flachswerk 5, 59320 Ennigerloh. Betrieb einer Reinigungsanlage

für LKW, Container, IBC und sonstiger Transportbehältnisse, sowie deren Reparatur und Transport incl.

Betrieb einer Kfz-Werkstatt. Haft. Ges.: Hammelmann Verwaltungs-GmbH, Ennigerloh. 29. 9. 2015

HR B 15767 Lebe Suchtfrei UG (haftungsbeschränkt), Hohe Str. 12 a, 59320 Ennigerloh. Gegenstand des

Unternehmens ist der Einsatz des Neversmoke-Rauchentwöhnungskonzeptes sowie die Entwicklung weiterer

Methoden zur Suchtbehandlung. Stammkapital: 300,– EUR. Geschäftsf. befreit v. §181: Jürgen Gerste, Ennigerloh.

2. 11. 2015

HR B 15774 Peter Willms Bauunternehmung GmbH, Münsterlandstr. 1, 59320 Ennigerloh. Gegenstand des

Unternehmens sind Bauarbeiten jedweder Art. Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer: Peter Willms,

Ennigerloh. 4. 11. 2015

HR B 15787 Creative Competence Center UG (haftungsbesschränkt), In der Reishege 11, 59302 Oelde.

Gegenstand des Unternehmens ist die Beratung im Bereich IT und des Designs mit den neuen Medien, Weiterentwicklung

und Design von Marketingkonzepten mit den neuen Medien und Fortbildung im Bereich IT und neuen Medien

(Computer/Fotografie/Bildbearbeitung und Mediendesign). Stammkapital: 100,– EUR. Geschäftsführer: Stefan Bauch,

Oelde. 11. 11. 2015

HR B 15783 SignBuy UG (haftungsbeschränkt), Haberkamp 15, 59302 Oelde. Gegenstand des Unternehmens ist

der Betrieb eines Internethandels, insbesondere das Anbieten einer Internetplattform für Nutzer zum Zwecke des Kaufs

und Verkaufs von Produkten aller Art, soweit nicht erlaubnispflichig. Stammkapital: 1000,– EUR. Geschäftsführer:

Michael Tanne, Oelde. 10. 11. 2015

HR B 15790 FEWÜ Fassaden-Engineering Würzburg GmbH, Füchtorfer Str. 60, 48336 Sassenberg. Gegenstand

des Unternehmens sind Planungs-, Konstruktions-, Bauüberwachungs- und sonstige ingenieurtechnische Leistungen im

Fenster-, Fassaden- und Objektgeschäft; insbesondere auch Leistungen für die Arbeitsvorbereitung, Objektleitungen,

Aufmaßerstellungen, die Beratung von Architekten und Bauherren sowie alle Vermittlungstätigkeiten in diesem

Zusammenhang. Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer: Thomas Scheffer, Warendorf. 12. 11. 2015

HR B 15780 Strotmeier GmbH, Laerer Str. 23, 48336 Sassenberg. Gegenstand des Unternehmens ist der Betrieb

einer Tischlerei Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer: Ralf Strotmeier, Sassenberg. 9. 11. 2015

HR B 15766 MaWest Service GmbH, Marcillatstr. 30, 59329 Wadersloh. Gegenstand des Unternehmens ist Entwicklung,

Vertrieb, Beratung und Service von lT Produkten, System-, Hard- und Software sowie Entwicklung und Betrieb

von lnternetplattformen. Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer: Martin Westbomke, Wadersloh. 2. 11. 2015

HR A 10148 Schmiesbach Wind GmbH & Co. KG, Mühlenweg 9, 59329 Wadersloh. Errichtung und der Betrieb

einer oder mehrerer Windenergieanlagen zur Erzeugung und Lieferung von regenerativer Energie und Veräußerung an

Energieversorgungsunternehmen oder sonstige Abnehmer sowie alle damit verbundenen Tätigkeiten. Haft. Ges.:

Schmiesbach Wind Verwaltungsgesellschaft mbH, Wadersloh. 9. 11. 2015

HR B 15800 Wadersloh Wind GmbH, Liesborner Str. 5, 59329 Wadersloh. Gegenstand des Unternehmens sind die

Planung, Errichtung und der Betrieb einer Anlage zur Gewinnung von umweltfreundlicher elektrischer Energie aus Wind

in der Kommune, sowie der Vertrieb von Energie. Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer: Norbert Morfeld,

Wadersloh. 17. 11. 2015

HR B 15813 Birkeneck Verwaltungs GmbH, Birkenweg 2, 48231 Warendorf. Gegenstand des Unternehmens ist

das Betreiben von Hotel- und Gaststättenbetrieben, deren Verpachtung und die Vermietung bzw. Verpachtung von

Grundstücken sowie die persönliche Haftungsübernahme und Geschäftsführung als Komplementärin einer Kommanditgesellschaft,

welche das Betreiben bzw. das Verpachten von Hotel- und Gaststättenbetrieben oder die Vermietung

und Verpachtung von Grundstücken zum Gegenstand hat. Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer: Wolfgang

Grothues, Warendorf. 27. 11. 2015

HR B 15801 Oertker Bau Verwaltungs GmbH, Splieterstr. 45, 48231 Warendorf. Gegenstand des Unternehmens

ist die Beteiligung an anderen Unternehmen, die Geschäftsführung in anderen Unternehmen sowie der Erwerb an anderen

Unternehmen einschließlich der Verwaltung der erworbenen Beteiligungen und Unternehmungen, insbesondere die

Beteiligung an und die Geschäftsführung für die Oertker Bau GmbH & Co. KG, die ihrerseits den Betrieb eines Baugeschäftes,

die Errichtung von Gebäuden auf eigenen und fremden Grundstücken, das Halten und Verwalten von Beteiligungen,

insbesondere von Grundbesitz einschließlich sämtlicher Geschäfte, die unter die Regelung des § 34 c GewO

fallen, zum Gegenstand hat. Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer: Heinz-Dieter Oertker, Bau-Ingenieur, Warendorf;

Geschäftsführer: Rene van der Wurff, Warendorf. 18. 11. 2015

INSOLVENZEN

IMR GmbH, 59227 Ahlen. Durch Beschluss des Amtsgerichts Münster (79 IN 46/15) vom 13. 11. 2015 ist ein vorläufiger

Insolvenzverwalter bestellt. 16. 11. 2015

KC System UG (haftungsbeschränkt), 59227 Ahlen. Durch Beschluss des Amtsgerichts Münster (70 IN 43/15)

vom 13. 11. 2015 ist ein vorläufiger Insolvenzverwalter bestellt. 17. 11. 2015

KKD Krankentransport und Kurierdienst GmbH, 59229 Ahlen. Durch Beschluss des Amtsgerichts Münster

(Az. 77 IN 72/04) vom 6. 10. 2015 ist das Insolvenzverfahren aufgehoben. 9. 11. 2015

Samex GmbH, 59269 Beckum. Durch rechtskräftigen Beschluss des Amtsgerichts Münster (70 IN 86/13) vom

28. 9. 2015 ist das Insolvenzverfahren eingestellt. 29. 10. 2015

VBM Brinkrode GmbH, 59302 Oelde. Die Gesellschaft ist durch Eröffnung des Insolvenzverfahrens über ihr Vermögen

aufgelöst (Beschluss des Amtsgerichts Münster vom 13. 11. 2015 – 80 IN 51/15). Gemäß § 65 Absatz 1 Satz 3

GmbHG von Amts wegen eingetragen. 19. 11. 2015

C. TEC AG, 59302 Oelde. Die Gesellschaft ist nach Ablehnung der Eröffnung des Insolvenzverfahrens über ihr Vermögen

aufgelöst (Beschluss des Amtsgerichts Essen vom 1. 10. 2015 – 162 IN 81/15). Gemäß § 263 S.3 AktG von Amts

wegen eingetragen. 9. 11. 2015

Hummelt Verwaltungsgesellschaft mbH, 59302 Oelde. Durch Beschluss des Amtsgerichts Münster (Az. 72 IN

12/09) vom 28. 9. 2015 ist das Insolvenzverfahren aufgehoben. 2. 11. 2015

MS Golfbau- und Betreibergesellschaft mbH, 59302 Oelde. Die Gesellschaft ist durch Eröffnung des Insolvenzverfahrens

über ihr Vermögen aufgelöst (Beschluss des Amtsgerichts Amtsgericht Köln vom 16. 10. 2015 – 73 IN

330/15). Gemäß § 65 Absatz 1 Satz 3 GmbHG von Amts wegen eingetragen. 2. 11. 2015

Keine amtlichen Mitteilungen • Angaben ohne Gewähr


GELD & GESCHÄFT 23

Ein zweites

Zuhause

Unternehmen lassen sich Familienfreundlichkeit

inzwischen immer mehr kosten: drei Beispiele.

Kinderabenteuer nah dem elterlichen Arbeitsplatz: Den „Lackikids“ von Dr. Matthijs Groenewolt (Clearcoat Competence

Center Europe) (v.l..), Teresa Kues, Christina Handrup (Kitaleiterin), Sonja Glanemann (Marketing Management

Europe) und Dr. Jan-Bernd Kues (New Business Development) bietet die Betriebskita von Coatings ein

zweites Zuhause.

Foto: Maike Harhues

Nur unter lautstarkem Protest und

mit Tränen in den Augen lassen sie

sich früher abholen: Wenig lucky

sind die „Lackikids“, wenn ihr Abenteuertag

in der BASF-Betriebskita

schon mitten am Nachmittag endet,

weil Mama oder Papa heute vorzeitig

Feierabend machen können.

Es ist unser erklärtes Ziel, den

Kindern ein zweites Zuhause

zu bieten“, betont Kitaleiterin

Christina Handrup – mit viel

Flexibilität bezüglich der Abholzeiten

bis spätestens 18 Uhr: „Da kann

eine Telefonkonferenz auch ruhig mal

eine Viertelstunde länger dauern als die

gebuchte Betreuungszeit für mein Kind.

Durch flexibles Buchen von Ad-hoc-Stunden

kann ich das wieder ausgleichen“, erläutert

Sonja Glanemann. Für die BASF-

Marketing-Managerin sowie für Dr. Jan-

Bernd Kues und Dr. Matthijs Groenewolt

stimmt in Sachen Familienfreundlichkeit

bei der Coatings in Münster die Chemie.

Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf,

Thema vieler Wettbewerbe, reift zur

Unternehmenskultur. Die BASF an den

Standorten Münster, Oldenburg und

Würzburg ergatterte den „361 Grad Family

Award“ der Unternehmensberatung

A. T. Kearney.

Das Engagement ist freilich nicht ganz uneigennützig:

„Wir sind überzeugt, dass familienfreundliche

Unternehmen den Wettstreit

um die besten Köpfe für sich entscheiden

– und zwar in allen Phasen eines Erwerbslebens“,

ist Thomas Hartmann, Geschäftsführer

der BASF Coatings sich sicher.

►Fortsetzung auf Seite 24

KREIS BORKEN

NEUEINTRAGUNGEN

HR A 7955 Apotheke Am Wall e.K., Wallstr. 16–20, 48683 Ahaus. Das Betreiben einer Apotheke nebst sämtlicher

hiermit in Zusammenhang stehender Dienstleistungen und Tätigkeiten. Inhaber: Hendrik Niemann, Münster.

2. 11. 2015

HR B 15953 BTW Unternehmensberatungs- und Beteiligungsgesellschaft mbH, Barle 24, 48683 Ahaus.

Unternehmensberatung sowie das Halten und Verwalten von Unternehmensbeteiligungen im eigenen Namen, auf eigene

Rechnung und nicht als Dienstleister für Dritte. Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer: Heiner Wenning,

Ahaus. 9. 11. 2015

HR B 15927 R. Buß Beteiligungs GmbH, Unterortwick 62, 48683 Ahaus. Die Beteiligung an anderen Unternehmen

sowie der Erwerb und Verwaltung eigenen Vermögens und artverwandte Geschäfte. Stammkapital: 25.000,– EUR.

Geschäftsführer: Reiner Buss, Ahaus. 28. 10. 2015

HR B 15960 Dieker Grundstücksverwaltung GmbH, Dieselstr. 4, 48683 Ahaus. Die Beteiligung als persönlich haftende

Gesellschafterin der Firma Dieker Grundstücksgesellschaft GmbH & Co. KG in Ahaus und aller damit in

Zusammenhang stehender Tätigkeiten. Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer: Wilhelm Dieker, Stadtlohn.

11. 11. 2015

HR A 7959 Dieker Grundstücks GmbH & Co. KG, Dieselstr. 4, 48683 Ahaus. Erwerb und die Vermietung von

Immobilien und beweglichen Gegenständen und aller damit im Zusammenhang stehenden Tätigkeiten inklusive

der Berechtigung, Zweigniederlassungen zu gründen Haft. Ges.: Dieker Grundstücksverwaltung GmbH, Ahaus.

13. 11. 2015

HR B 15986 GreenPlan UG (haftungsbeschränkt), Heinrichstr. 16, 48683 Ahaus. Vermittlung von energetischen

Bau-/Sanierungsmaßnahmen sowie die Erbringung von Bürodienstleistungen. Stammkapital: 5.000,– EUR. Geschäftsf.

befreit v. §181: Marion Bronstering, Gescher. 26. 11. 2015

HR B 15951 TWV GmbH, Högerstr. 15, 48683 Ahaus. Der Handel mit Wasseraufbereitungsanlagen und sämtliche

damit in Zusammenahng stehende Tätigkeiten. Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer: Norbert Potreck,

Ahaus. 9. 11. 2015

HR B 15998 Vöcker Hospitality GmbH, Vissingkamp 80, 48683 Ahaus. Die Planung und Erstellung schlüsselfertiger

Hotel- und Ladenbauprojekte. Die Erstellung erfolgt ausschließlich durch Nachunternehmer, die die entsprechenden

Erlaubnisse besitzen. Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer: Ludwig Vöcker, Ahaus. 27. 11. 2015

HR B 15978 L. Vöcker Beteiligungs GmbH, Vissingkamp 80, 48683 Ahaus. Der Erwerb und die Verwaltung von

Unternehmensbeteiligungen im Inland und Ausland sowie artverwandte Geschäfte. Stammkapital: 25.000,– EUR.

Geschäftsführer: Christa Vöcker, Ahaus. 20. 11. 2015

HR A 7965 Abina oHG, Bömkesweg 57, 46395 Bocholt. Der Erwerb, das Halten und Verkaufen von Produktionsanlagen

für regenerative Energien, Produktion und der Verkauf regenerativer Energien und das Betreiben eines Ingenieurbüros

für regenerative Energien Pers. Haft. Ges.: Christoph Weigelt, Bocholt; Pers. Haft. Ges.: Klaus Passerschröer,

Rhede. 19. 11. 2015

HR B 15949 Pe Es Motorräder Verwaltungs-GmbH, Am Busskolk 15, 46395 Bocholt. Der Erwerb und die Verwaltung

von Beteiligungen sowie die Übernahme der persönlichen Haftung und der Geschäftsführung bei Handelsgesellschaften,

insbesondere die Beteiligung als persönlich haftende geschäftsführende Gesellschafterin an der Pe Es

Motorräder GmbH &; Co. KG, die den Handel mit Fahrzeugen aller Art, insbesondere Motorrädern, nebst Zubehör und

dazugehörige Werkstattleistungen (einschl. Reparatur) zum Gegenstand hat. Stammkapital: 25.200,– EUR. Geschäftsführer:

Jörg Wanny, Bocholt; Geschäftsführer: Stefan Nibbeling, Isselburg; Geschäftsführer: Tobias Liesegang,

Bocholt. 6. 11. 2015

HR B 15938 Kruecon GmbH, Horneburgweg 1, 46325 Borken. Erwerb und Veräußerung von Grundstücken und

Immobilien, Entwicklung von Grundstücken und Immobilien, Abschluss von Mietverträgen. Der Erwerb, die Beteiligung

an, die Verwaltung und Geschäftsführung von anderen Unternehmen als deren persönlich haftende Gesellschafterin.

Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer: Jan Kruithoff, Borken. 3. 11. 2015

HR B 15962 Lesbar – Bücher und Geschenke UG (haftungsbeschränkt), Kornmarkt 4, 46325 Borken. Handel

mit neuen und gebrauchten Büchern und Verlagserzeugnissen sowie Geschenkartikeln aller Art. Stammkapital:

500,– EUR. Geschäftsf. befreit v. §181: Achim Johannes Landvogt, Berlin. 11. 11. 2015

HR B 15959 MOVEO Automobile GmbH, Nordring 223, 46325 Borken. Der An- und Verkauf von Fahrzeugen aller

Art. Der Gegenstand der Gesellschaft umfasst auch die Beratung in diesen Bereichen. Stammkapital: 25.000,– EUR.

Geschäftsführer: Bernd Bleker, Borken; Geschäftsführer: Hermann Bleker, Borken. 10. 11. 2015

HR B 15974 Ambulanter Pflegedienst Hörster Straße GmbH, Hörster Str. 4, 48599 Gronau (Westf.). Die

Durchführung von ambulanten, medizinischen Pflegediensten aller Art. Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer:

Gisela Kosel, Gronau (Westf.); Geschäftsführer: Sabrina Wolbrink, Gronau (Westf.). 19. 11. 2015

HR B 15924 Mtel GmbH, Füchtenfeld 9, 48599 Gronau (Westf.). Beratung, der Bau, die Durchführung, Verwaltung

und Instandhaltung bzw. Wartung von Telekommunikations- und ICT-Infrastrukturen, Software und Dienstleistungen,

darunter auch die telefonischen Transaktions- und Informationsleistungen sowie Hilfsmittel für die Leitwegeermittlung.

Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer: Leendert Michiel van Dis, Vreeland. 23. 10. 2015

HR B 15995 Nysa Food GmbH, Füchtenfeld 20, 48599 Gronau (Westf.). Handel und Vertrieb von und mit Lebensmitteln

aller Art insbesondere getrockneten Feigen und Aprikosen. Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer:

Dogan Melek, Enschede. 27. 11. 2015

HR B 15961 Romath GmbH, Einstein-Ring 19, 48599 Gronau (Westf.). Handel mit Textilien aller Art sowie

Accessoires. Stammkapital: 50.000,– EUR. Geschäftsführer: Thomas Anders, Gronau (Westf.); Geschäftsführer:

Rogier Henricus Geradus Horsten, Hilversum; Geschäftsführer: Thorsten Heinz Grönlund, Quickborn. 11. 11. 2015

HR B 15954 Triton Deutschland GmbH, Fabrikstr. 3, 48599 Gronau (Westf.). Großhandel mit Lebensmitteln und

alle damit im Zusammenhang stehenden Tätigkeiten. Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer: Jozias Theo de

Koeijer, Arnemuiden (NL); Geschäftsführer: Cornelis de Koeijer, Arnemuiden (NL). 10. 11. 2015

HR B 15984 Bürgerwindpark Dannenkamp Verwaltungs-GmbH, Ahle 151, 48619 Heek. Beteiligung an anderen

Gesellschaften, insbesondere die Übernahme der Stellung der Komplementärin in der Bürgerwindpark Heek-

Ahle Dannenkamp GmbH & Co. KG. Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer: Ludger Wissing, Ahaus; Geschäftsführer:

Christoph Herdering, Heek; Geschäftsführer: Christoph Wischemann, Heek; Geschäftsführer: Josef Hoge,

Ahaus. 25. 11. 2015

HR A 7963 JDDJ Handel mit Büro- und Tierbedarf UG (haftungsbeschränkt) & Co. KG, Brinker Esch 42,

48619 Heek. Der Handel mit Büround Tierbedarf. Haft. Ges.: Jochen Depeweg Verwaltungs UG (haftungsbeschränkt),

Heek. 16. 11. 2015

HR B 15997 Josef Weilinghoff Verwaltungs GmbH, Benzstr. 11, 48619 Heek. Erwerb und die Beteiligung an

Unternehmen und die Übernahme der Komplementärstellung bei Kommanditgesellschaften, insbesondere bei der Josef

Weilinghoff Grundstücks GmbH & Co. KG und allen damit in Zusammenhang stehenden Tätigkeiten. Stammkapital:

25.000,– EUR. Geschäftsführer: Josef Weilinghoff, Heek. 27. 11. 2015

HR A 7960 van Dreuten Tiefbau GmbH & Co. KG, Neustr. 18, 46419 Isselburg. Betrieb eines Tiefbauunternehmens

Haft. Ges.: van Dreuten Verwaltungs GmbH, Isselburg. 13. 11. 2015

HR B 15957 van Dreuten Verwaltungs GmbH, Neustr. 18, 46419 Isselburg. Die Verwaltung eigenen Vermögens,

die Beteiligung an anderen Unternehmen sowie die Übernahme deren persönlicher Haftung, insbesondere die Beteiligung

als persönlich haftende Gesellschafterin an der van Dreuten Tiefbau GmbH & Co. KG mit dem Sitz in Isselburg,

deren Gegenstand ist der Betrieb eines Tiefbauunternehmens. Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer: Dirk van

Dreuten, Isselburg. 10. 11. 2015

HR B 15968 Erdbeerhof Mäteling UG (haftungsbeschränkt), Buchenallee 4, 46419 Isselburg. Produktion und

der Vertrieb von Beerenobst aus Gewächshäusern. Stammkapital: 500,– EUR. Geschäftsführer: Franz-Josef Mäteling,

Isselburg; Geschäftsführer: Raphael Mäteling, Isselburg. 17. 11. 2015

HR B 15946 VD Handelsgesellschaft UG (haftungsbeschränkt), Dreibömerweg 8, 46419 Isselburg. Der Handel

und das Halten von Anteilen an Personen- und Kapitalgesellschaften. Stammkapital: 1000,– EUR. 5. 11. 2015

HR B 15996 KKRC Bau Verwaltungs-GmbH, Industriestr. 24, 48734 Reken. Die Übernahme der persönlichen Haftung

und die Geschäftsführung bei Handelsgesellschaften, insbesondere die Geschäftsführung und Vertretung der KKRC

Bau GmbH & Co. KG als deren persönlich haftende Gesellschafterin. Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer:

Norbert Kessel, Reken; Geschäftsführer: Jürgen Köhne, Reken; Geschäftsführer: Bernhard-Josef Cosanne, Dorsten;

Geschäftsführer: Klemens Rochner, Reken. 27. 11. 2015

HR B 15967 Wavebutler UG (haftungsbeschränkt), Bonhoefferring 12, 48734 Reken. Die Reisevermittlung.

Stammkapital: 1.500,– EUR. Geschäftsf. befreit v. §181: Gerrit Lars Kesten, Reken. 17. 11. 2015

Handelsregister

HR B 15969 Essingholt & Ueffing UG (haftungsbeschränkt), Wissingkamp 17, 46414 Rhede. Der Handel mit

Elektroartikeln und Taschen aus umweltfreundlichen Textilien. Stammkapital: 2.000,– EUR. Geschäftsführer: Geronimo

Ueffing, Rhede; Geschäftsführer: Chris Essingholt, Rhede. 18. 11. 2015

HR B 15944 Hoffjan Wohnbau GmbH, Holtkamp 11 a, 46414 Rhede. Die Erbringung von Bauträgerleistungen.

Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer: Werner Josef Hoffjan, Borken; Geschäftsführer: Marvin Hoffjan, Rhede;

Geschäftsführer: Björn Hoffjan, Borken. 5. 11. 2015

HR B 15980 Wigger Frischehalle GmbH, Steinfurter Str. 10, 48624 Schöppingen. Der Handel mit Frischwaren aller

Art und sämtliche damit in Zusammenhang stehende Tätigkeiten. Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer:

Markus Wigger, Schöppingen. 23. 11. 2015

HR B 15950 Avian Verwaltungs GmbH, Benzstr. 12, 48703 Stadtlohn. Die Übernahme der alleinigen Stellung einer

persönlich haftenden Gesellschafterin (Komplementärin) und der alleinigen Geschäftsführung und Vertretung in der

Avian Germany GmbH & Co. KG, deren Gegenstand der Handel mit Maschinen und Maschinenteilen sowie Ersatzteilen

und damit zusammenhängenden Dienstleistungen ist. Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer: Patrick Wissing,

Stadtlohn. 9. 11. 2015

HR A 7962 Avian Germany GmbH & Co. KG, Benzstr. 12, 48703 Stadtlohn. Das Handeln mit Maschinen und

Maschinenteilen sowie Ersatzteilen und damit zusammenhängende Dienstleistungen. Haft. Ges.: Avian Verwaltungs

GmbH, Stadtlohn. 13. 11. 2015

HR A 7961 Bürgerwind Almsicker Loh GmbH & Co KG, Almsick 20, 48703 Stadtlohn. Errichtung und der Betrieb

einer oder mehrerer Windenergieanlagen zu Erzeugen und Lieferung von regenerativer Energie und Veräußerung an

Energieversorgungsunternehmen oder sonstiger Abnehmer sowie alle damit verbundenen Tätigkeiten. Die Gesellschaft

ist zur Vornahme aller Geschäfte und Maßnahmen sowie zum Abschluss sämtlicher Verträge berechtigt, die den Gesellschaftszweck

unmittelbar oder mittelbar zu fördern geeignet sind oder die zu Erreichung des Gesellschaftszwecks notwendig

oder zweckmäßig erscheinen. Haft. Ges.: Bürgerwind Almsicker Loh Verwaltungsgesellschaft mbH,

Stadtlohn. 13. 11. 2015

HR B 15976 H&PNummer Einhundertdreißig GmbH, Timpenweide 2, 48703 Stadtlohn. Die eigene Vermögensverwaltung.

Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer: Eva-Maria Schmäing, Stadtlohn. 19. 11. 2015

HR B 15975 H&PNummer Einhunderteinunddreißig GmbH, Timpenweide 2, 48703 Stadtlohn. die eigene

Vermögensverwaltung. Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer: Eva-Maria Schmäing, Stadtlohn. 19. 11. 2015

HR B 15966 nl4p Compounding GmbH, Bomers Kamp 35, 48703 Stadtlohn. Recycling von Kunststoffprodukten.

Stammkapital: 200.000,– EUR. Geschäftsführer: Patrick Wissing, Stadtlohn. 13. 11. 2015

HR B 15933 H&PNummer Einhundertachtundzwanzig GmbH, Timpenweide 2, 48703 Stadtlohn. Die eigene

Vermögensverwaltung. Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer: Eva-Maria Schmäing, Stadtlohn. 2. 11. 2015

HR B 15939 H&PNummer Einhundertneunundzwanzig GmbH, Timpenweide 2, 48703 Stadtlohn. Die

eigene Vermögensverwaltung. Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer: Eva-Maria Schmäing, Stadtlohn.

3. 11. 2015

HR B 15965 Plodden GmbH, Lange Str. 17, 46342 Velen. Erwerb und die Verwaltung von Beteiligungen sowie die

Übernahme der persönlichen Haftung und der Geschäftsführung bei Handelsgesellschaften, insbesondere die Beteiligung

als persönlich haftende geschäftsführende Gesellschafterin an der Bäckerei Mensing OHG, die den Betrieb einer

Bäckerei und Konditorei zum Gegenstand hat. Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer: Stephan Mensing,

Velen. 12. 11. 2015

HR B 15958 ParcelStock GmbH, Ammeloe 90, 48691 Vreden. Betrieb eines Lagers für zum Verkauf über das Internet

bestimmte Waren sowie deren Kommissionierung. Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer: Marloes Maria

Elena Hubers, Vreden. 10. 11. 2015

INSOLVENZEN

Röhm Bau GmbH, 48683 Ahaus. Durch Beschluss des Amtsgerichts Münster (Az. 80 IN 34/08) vom 16. 9. 2015 ist

das Insolvenzverfahren aufgehoben. Von Amts wegen eingetragen nach § 32 HGB. 28. 10. 2015

Babel & Partner GmbH, 46395 Bocholt. Durch Beschluss des Amtsgerichts Münster (82 IN 59/15) vom 27. 10. 2015

ist ein vorläufiger Insolvenzverwalter bestellt und zusätzlich angeordnet, dass Verfügungen der Gesellschaft nur mit

Zustimmung des vorläufigen Insolvenzverwalters wirksam sind. 2. 11. 2015

BTM Bocholter Türenmanufaktur GmbH, 46395 Bocholt. Durch Beschluss des Amtsgerichts Münster (88 IN

19/15) vom 1. 11. 2015 ist über das Vermögen der Gesellschaft das Insolvenzverfahren eröffnet. Die Gesellschaft ist

aufgelöst. Von Amts wegen eingetragen. 13. 11. 2015

Carl Herding GmbH & Co KG, 46395 Bocholt. Durch rechtskräftigen Beschluss des Amtsgerichts Münster (Az. 81

IN 34/05) vom 10. 7. 2015 ist das Insolvenzverfahren nach Vollzug der Schlussverteilung aufgehoben. 23. 11. 2015

Udo Werner Stall- und Zaunanlagen GmbH, 48712 Gescher. Durch rechtskräftigen Beschluss des Amtsgerichts

Münster (Az. 84 IN 96/07) vom 30. 9. 2015 ist das Insolvenzverfahren aufgehoben. 18. 11. 2015

Kältetechnik Perplies GmbH, 48599 Gronau (Westf.). Durch rechtskräftigen Beschluss des Amtsgerichts Münster

(80 IN 111/10) vom 17. 9. 2015 ist das Insolvenzverfahren eingestellt. Von Amts wegen eingetragen nach § 32

HGB. 29. 10. 2015

SEMI Invest GmbH, 48599 Gronau (Westf.). Durch rechtskräftigen Beschluss des Amtsgerichts Münster (86 IN

6/15) vom 6. 10. 2015 ist die Eröffnung des Insolvenzverfahrens über das Vermögen der Gesellschaft mangels Masse

abgelehnt. Die Gesellschaft ist aufgelöst. Von Amts wegen eingetragen. 2. 11. 2015

work-together GmbH, 48599 Gronau (Westf.). Durch rechtskräftigen Beschluss des Amtsgerichts Münster (Az. 71

IN 66/12) vom 14. 10. 2015 ist das Insolvenzverfahren aufgehoben. 25. 11. 2015

ELO BAU GmbH, 46359 Heiden. Durch rechtskräftigen Beschluss des Amtsgerichts Münster (Az. 81 IN 117/10) vom

29. 9. 2015 ist das Insolvenzverfahren nach Vollzug der Schlussverteilung aufgehoben. 5. 11. 2015

GW Großhandels GmbH, 46359 Heiden. Durch rechtskräftigen Beschluss des Amtsgerichts Münster (Az. 85 IN

64/09) vom 28. 9. 2015 ist das Insolvenzverfahren aufgehoben (§ 200 InsO). 28. 10. 2015

Bernhard Belting, 46419 Isselburg. Durch Beschluss des Amtsgerichts Münster (Az. 79 IN 90/11) vom 1. 8. 2014

ist das Insolvenzverfahren nach Vollzug der Schlussverteilung aufgehoben. 11. 11. 2015

Wiblu GmbH & Co. KG, 46419 Isselburg. Durch Beschluss des Amtsgerichts Münster (70 IN 50/15) vom

19. 11. 2015 ist ein vorläufiger Insolvenzverwalter bestellt und zusätzlich angeordnet, dass Verfügungen der Gesellschaft

nur mit Zustimmung des vorläufigen Insolvenzverwalters wirksam sind. 25. 11. 2015

Spooty GmbH, 48691 Vreden. Durch Beschluss des Amtsgerichts Münster (78 IN 45/15) vom 1. 11. 2015 ist über

das Vermögen der Gesellschaft das Insolvenzverfahren eröffnet. Die Gesellschaft ist aufgelöst. Von Amts wegen

eingetragen. 11. 11. 2015

KREIS COESFELD

NEUEINTRAGUNGEN

HR B 15932 Beckmann Verwaltungs GmbH, Mühlenflut 4, 59387 Ascheberg. Die Beteiligung an der Kommanditgesellschaft

in Firma Uckelmann Treppenbau GmbH & Co. KG als alleinige persönlich haftende Gesellschafterin sowie

deren Geschäftsführung. Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsf. befreit v. §181: Robert Beckmann,

Nordkirchen. 29. 10. 2015

HR B 15941 Gartenpflege Gorschlüter UG (haftungsbeschränkt), Pastoratsweide 11, 59387 Ascheberg. Gartenpflege

und der Baumschnitt und alle damit verbundenen Tätigkeiten. Stammkapital: 2.000,– EUR. Geschäftsf. befreit

v. §181: Michael Gorschlüter, Ascheberg. 4. 11. 2015

HR B 15929 IMEX UG (haftungsbeschränkt), Lüdinghauser Str. 38, 59387 Ascheberg. Der Handel mit IT-Produkten,

Computern, Elektrogeräten aller Art. Stammkapital: 1000,– EUR. Geschäftsf. befreit v. §181: Saranieya Vinoyan,

Münster. 29. 10. 2015

HR B 15900 Wördemann Bodentechnik UG (haftungsbeschränkt), Rheinsbergring 59, 59387 Ascheberg.

Durchführung von Bodenbelagsarbeiten aller Art, der Verkauf aller Arten von Bodenbelägen sowie die Beratung im

Zusammenhang mit der Lieferung und dem Einbau von Bodenbelägen. Stammkapital: 500,– EUR. Geschäftsf. befreit

v. §181: Dietmar Wördemann, Ascheberg. 6. 10. 2015

HR A 7958 Charon Biogas GmbH & Co. KG, Bahnhofstr. 9, 48727 Billerbeck. Betreiben von Biogasanlagen und

Photovoltaikanlagen. Haft. Ges.: HD-Nahwärme Verwaltungs-GmbH, Billerbeck. 11. 11. 2015

HR B 15992 Tagespflege am Seniorenstift Baumberge GmbH, Darfelder Str. 44, 48727 Billerbeck. Tagesbetreuung

für pflegebedürftige in der Regel ältere Menschen im Sinne des Pflegeversicherungsgesetzes nach dem SGB XI.

Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer: Dr. Alfred Knierim, Billerbeck. 26. 11. 2015

HR B 15970 Das Auto GmbH, Bruchstr. 145, 48653 Coesfeld. Der Handel mit Kraftfahrzeugen aller Art und Kraftfahrzeugzubehör,

das operative Leasing von Fahrzeugen sowie alle in diesem Zusammenhang stehenden Geschäfte.

Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer: Christian Kerkhoff, Coesfeld; Geschäftsführer: Stefan Kerkhoff,

Coesfeld. 18. 11. 2015

HR B 15991 Bauplan Coesfeld GmbH, Rekener Str. 34, 48653 Coesfeld. Die Planung privater und gewerblich

genutzter Gebäude, Bauleitung und Unterstützung bei der Ausführung von privaten und gewerblichen Gebäuden,

Erstellung von Sanierungskonzepten für private und gewerbliche Gebäude, alle Aufgaben eines Brandschutzbeauftragten

nach der vfdb-Richtlinie, alle Arbeiten in Anlehnung an die HOAI mit den Leistungsphasen 1 bis 9 , Dienstleistungen

für Architekten und Ingenieure im Zusammenhang mit den vorgenannten Tätigkeiten. Stammkapital: 25.000,– EUR.

Geschäftsf. befreit v. §181: Andy Weiling, Coesfeld. 26. 11. 2015

HR B 15955 R-CON GmbH, Flamschen 14 a, 48653 Coesfeld. Erwerb und die Verwaltung eigenen und fremden

Vermögens, insbesondere von Unternehmen und Unternehmensbeteiligungen sowie von Grundstücken und grundstücksgleichen

Rechten, die Beratung dritter Gesellschaften und natürlicher Personen sowie die Unternehmensberatung,

ohne dass es einer staatlichen Genehmigung bedarf. Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer: Andreas

Rulle, Coesfeld. 10. 11. 2015

HR B 15963 HeilberufePlus UG (haftungsbeschränkt), Am Rullenweg 11 A, 48653 Coesfeld. Die Bildung eines

Beratungsnetzwerks unterschiedlicher Unternehmen, die im Gesundheitsmarkt ihre Zielgruppe sehen. Stammkapital:

1000,– EUR. Geschäftsf. befreit v. §181: Peter Berkowski, Coesfeld. 11. 11. 2015

HR B 15981 Homann Engineering UG (haftungsbeschränkt), Brink 36, 48653 Coesfeld. Entwicklung, Beratung,

der Vertrieb, die Projektierung sowie die Überwachung von Anlagen zur Erzeugung und Nutzung regenerativer Energien.

Die Gesellschaft darf andere Unternehmen gleicher oder ähnlicher Art übernehmen oder vertreten, sie darf sich

an solchen Unternehmen beteiligen, und zwar auch als persönlich haftende Gesellschafterin. Stammkapital: 100,– EUR.

Geschäftsführer: Mechthild Homann, Coesfeld. 23. 11. 2015

HR B 15937 Wohnen & Leben Immobilien GmbH, Süringstr. 44, 48653 Coesfeld. Die Vermittlung des Abschlusses

und der Nachweis der Gelegenheit zum Abschluss von Verträgen über Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte,

Wohnraum und gewerbliche Räume sowie die Vorbereitung und die Durchführung von Bauvorhaben/Sanierungen als

Bauherr in eigenem Namen für eigene und fremde Rechnung unter Verwendung von Vermögenswerten von Erwerbern,

Mietern, Pächtern, sonstige Nutzungsberechtigten, Bewerbern von Erwerbs- oder Nutzungsrechte durch Auftragsvergabe

von vollhandwerklichen Tätigkeiten von Drittunternehmer sowie die wirtschaftliche Vorbereitung und Durchführung

von Bauvorhaben/Sanierungen als Baubetreuer im fremden Namen für fremde Rechnung. Stammkapital: 25.000,–

EUR. Geschäftsführer: Hans-Georg Kreuziger, Ahaus. 3. 11. 2015

HR B 15993 Gisbert Fuchs UG (haftungsbeschränkt), Nordlandwehr 44, 48249 Dülmen. Handelsvertretung

Stammkapital: 2.500,– EUR. Geschäftsf. befreit v. §181: Gisbert Fuchs, Dülmen. 26. 11. 2015

HR B 15928 Wiesmann International GmbH, An der Lehmkuhle 87, 48249 Dülmen. Der Erwerb, die Veräußerung,

das Halten und die Verwaltung sowie die entgeltliche Lizenzierung von gewerblichen Schutzrechten und ähnlichen

Rechten und Werten sowie von Lizenzen an solchen Rechten und Werten, sowie die Erbringung von Dienstleistungen

gegen Entgelt in diesem Zusammenhang. Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer: Berry Roheen, London (GB);

Geschäftsführer: Anita Tatalovic, London (GB). 29. 10. 2015

HR B 15935 Wiesmann Immobilien GmbH, An der Lehmkuhle 87, 48249 Dülmen. Der Erwerb, die Veräußerung,

das Halten und die Verwaltung von Grundstücken, Rechten an Grundstücken und grundstücksgleichen Rechten, die Entwicklung,

Bebauung und entgeltliche Vermietung von Grundstücken sowie die Erbringung von Dienstleistungen gegen

Entgelt in diesem Zusammenhang. Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer: Berry Roheen, London (GB);

Geschäftsführer: Anita Tatalovic, London (GB). 3. 11. 2015

HR B 15948 EC Speed DiLei UG (haftungsbeschränkt), Hohenholter Str. 1, 48329 Havixbeck. Dienstleistungen

im Bereich des Transportund Speditionsgewerbes sowie der Logistik. Stammkapital: 500,– EUR. Geschäftsf. befreit v.

§181: Markus Kemper, Ochtrup. 5. 11. 2015

HR B 15931 B&Y Beteiligungsgesellschaft mbH, Strotkampweg 15, 59348 Lüdinghausen. Haben, Halten und

die Verwaltung eigenen Vermögens, inkl. der Veräußerung sowie des Erwerbs desgleichen. Stammkapital: 25.000,–

EUR. Geschäftsführer: Dr. Klaus Flacke, Lüdinghausen. 29. 10. 2015

HR B 15877 Bohr und Nahirci GmbH, Westrup 22, 59348 Lüdinghausen. Die Erbringung sämtlicher Leistungen

des Dachdeckerhandwerkes und der Bauspenglerei. Hierzu gehören insbesondere das Eindecken und Abdecken von

Haus- und Industrie-Wandflächen und Dächern, das Abdichten von Dachflächen, Wand-. und Bodenflächen, das Bekleiden

von Fassaden mit verschiedenen Materialien, Wärmedämmung an Dach und Außenwand nach Energieeinsparverordnung,

Einbau von Dachfenstern und in diesem Zusammenhang auch Arbeiten am Dachstuhl, Installation von Solaranlagen

(Photovoltaikanlagen ohne thermische Solaranlagen), Erstellung von Dachabdichtungen mit Bitumenbahnen,

Kunststoffbahnen und Flüssigkunstoff, Dachentwässerung und in diesem Zusammenhang auch die Maßanfertigung von

Vorrichtungen und Bauteilen nach alter und neuer Handwerkskunst, Errichten von Blitzableitern, Aufbau von begrünten

Dächern und vergleichbare Tätigkeiten. Stammkapital: 25.000,– EUR. Geschäftsführer: Christoph Bohr, Lüdinghausen;

Geschäftsführer: Mesut Nahirci, Lüdinghausen. 24. 9. 2015

HR A 7956 KGS Gebäude- u. Schadensmanagement UG (haftungsbeschränkt) & Co. KG, Hans-Böckler-Str.

59 a, 59348 Lüdinghausen. die Verwaltung von eigenem Vermögen, Beteiligung an Gesellschaften und Immobilien.

Haft. Ges.: KGS Gebäudemanagement UG (haftungsbeschränkt), Lüdinghausen. 3. 11. 2015

HR B 15936 PBFK GLOBAL LIMITED, Oskamp 9, 59394 Nordkirchen. Interimsmanagement, insbesondere im Rahmen

der Tätigkeit als Fremdgeschäftsführer, sowie Mergers & Acquisations, Kooperation mit und Beteiligung an Unternehmungen

im In- und Ausland Stammkapital: 500,– EUR. Geschäftsführer: Boris Kühn, Nordkirchen. 3. 11. 2015

HR B 15892 Winder Works Maschinenbau GmbH, Im Südfeld 64, 48308 Senden. a) Entwicklung, Engineering,

Konstruktion, Fertigung und Montage von Maschinen und Sondermaschinen sowie deren Wartung und Reparatur;

b) Entwicklung, Engineering, Konstruktion, Fertigung und Montage von Einzel- und Serienteilen für den Bereich Maschinenbau,

Sondermaschinenbau und Feinmechanik sowie der Handel mit derartigen Teilen; c) Erbringung von Beratungsdienstleistungen

im Bereich Maschinenbau, Sondermaschinenbau und Feinmechanik; d) Erbringung von kommerziellen

Dienstleistungen, insbesondere aber nicht ausschließlich die Handelsvermittlung sowie der Handel, der Import

und Export mit/von Maschinen und Ersatzteilen jeglicher Art. Die Gesellschaft kann alle Arten von Wertpapieren erwerben,

sei es durch Einlage, Zeichnung, Festübernahme, Kaufoption, Kauf sowie jede andere Transaktion oder Maßnahme.

Sie kann diese Wertpapiere durch Verkauf, Abtretung, Tausch oder auf jede Art und Weise veräußern. Sie kann

sich an der Gründung, Entwicklung, Geschäftsführung, Verwaltung und Kontrolle von Gesellschaften und Unternehmen

beteiligen und diese unterstützen. Die Gesellschaft hat außerdem zum Gegenstand den Erwerb, die Veräußerung,

die Vermietung, die Verwaltung, die Nutzung und die Verwertung von eigenen Immobilien oder solchen, die für

das eigene Immobilienvermögen bestimmt sind. Die Gesellschaft kann Zweigniederlassungen errichten und alle

Geschäfte betreiben, die geeignet sind, den Zweck der Gesellschaft und ihrer Unternehmen zu fördern. Stammkapital:

26.000,– EUR. Geschäftsführer: Norbert Höltker,Dülmen; Geschäftsführer: Holger Meyer,Löhne. 2.10. 2015

INSOLVENZEN

DA MASSIMO UG (haftungsbeschränkt), 48249 Dülmen. Durch rechtskräftigen Beschluss des Amtsgerichts

Münster (78 IN 25/15) vom 29. 9. 2015 ist die Eröffnung des Insolvenzverfahrens über das Vermögen der Gesellschaft

mangels Masse abgelehnt. Die Gesellschaft ist aufgelöst. Von Amts wegen eingetragen. 13. 11. 2015

myteeland UG (haftungsbeschränkt), 48249 Dülmen. Durch rechtskräftigen Beschluss des Amtsgerichts

Münster (74 IN 35/15) vom 14. 10. 2015 ist die Eröffnung des Insolvenzverfahrens über das Vermögen der Gesellschaft

mangels Masse abgelehnt. Die Gesellschaft ist aufgelöst. Von Amts wegen eingetragen. 24. 11. 2015

Demir Bauunternehmung UG (haftungsbeschränkt), 59348 Lüdinghausen. Durch rechtskräftigen Beschluss

des Amtsgerichts Münster (77 IN 27/15) vom 25. 9. 2015 ist die Eröffnung des Insolvenzverfahrens über das Vermögen

der Gesellschaft mangels Masse abgelehnt. Die Gesellschaft ist aufgelöst. Von Amts wegen eingetragen. 3. 11. 2015

Neo Company GmbH, 59394 Nordkirchen. Durch rechtskräftigen Beschluss des Amtsgerichts Münster (Az. 80 IN

23/10) vom 1. 10. 2015 ist das Insolvenzverfahren aufgehoben. 18. 11. 2015

Altmetallverwertung Voskuhl + Sohn GmbH & Co. Kommanditgesellschaft, 48308 Senden. Durch rechtskräftigen

Beschluss des Amtsgerichts Münster (86 IN 11/14) vom 28. 5. 2015 ist die Eröffnung des Insolvenzverfahrens

über das Vermögen der Gesellschaft mangels Masse abgelehnt. Die Gesellschaft ist aufgelöst. Von Amts wegen

eingetragen. 19. 11. 2015

Keine amtlichen Mitteilungen • Angaben ohne Gewähr


24 GELD & GESCHÄFT

Mit dem Beruf leben

Bei BASF Coatings, DWL und Wessling macht man sich viele Gedanken darüber, wie man den

Arbeitsplatz familienfreundlich gestalten kann. Von der eigenen Kita bis zur Pflege-Teilzeit.

Die BASF Coatings hat seit

2013 nicht bloß in die Betriebskita

investiert, die

einen Katzensprung vom

Arbeitsplatz der Eltern angesiedelt

ist. Auch die jeweiligen Ehepartner

können trotz eines, zwei oder sogar

drei Kita-Kindern in hoch qualifizierten

Berufen in Teil- und Vollzeit Karriere

machen. „Auch wenn das manchmal eine

enorme logistische Herausforderung ist“,

räumt Dr. Matthijs Groenewolt ein.

Die 60 Plätze in der inklusiv arbeitenden

BASF-Bildungskindertagesstätte sind

nicht nur dem Nachwuchs aus der Führungsetage

vorbehalten. Bei 2300 Mitarbeitern

am Standort Münster sind die

Kita-Plätze quer durch alle Abteilungen

sehr gefragt.

„Wenn zum Beispiel eine Laborantin aufgrund

von Schwangerschaft und Elternzeit

ausfällt, diese Mitarbeiterin aber

dringend zur Unterstützung eines Projektes

gebraucht wird, werden wir ihr die

schnelle Rückkehr an den Arbeitsplatz so

attraktiv wie möglich machen“, erläutert

Human-Resource-Managerin Petra

Kneppe.

Kurze Kommunikationswege zwischen

Mitarbeitern und

zu den Chefs sind

Grundvoraussetzung

für gelebte

Familienfreundlichkeit:

„Manchmal

kommt bei

der Arbeit etwas

dazwischen – das

Leben“, hat Petra

Kneppe oft erfah-

„Wenn die Kinder krank sind und

die Kollegin deshalb zu Hause

bleiben muss, ist es für uns eine

Selbstverständlichkeit, ihr dann –

falls erwünscht – ein Firmenlaptop

nach Hause zu bringen.“

Birgit Saborowski, DWL

ren. Ereignisse,

die Mitarbeiter in

Lebenskrisen

stürzen können: Unfälle und schwere

Krankheiten von nahen Familienmitgliedern

etwa oder die zunehmende Pflegebedürftigkeit

der Eltern, die es dem Mitarbeiter

unmöglich macht, im Job alles

zu geben.

Hier fängt die Sozialberatung der BASF-

Stiftung die Arbeitnehmer auf, hilft nicht

nur bei der Organisation der Pflege, sondern

bei der Abstimmung eines passgenauen

Arbeitszeitmodells auf die Pflegesituation.

Coatings bietet Möglichkeiten,

die weit über die Gesetzeslage hinausgehen:

Von der Familienpflege-Teilzeit bis

zur BASF-Regelung der unbezahlten

Freistellung für zwei Jahre kann sich der

betroffene Mitarbeiter für individuelle

nötige Zeiträume entscheiden.

Vom Arbeitgeberdarlehen in Krisenzeiten

über Ferienfreizeitaktivitäten für

Schulkinder, Hausbank, Einkaufs- und

Wäscheservice bis hin zur Paket-Abholstation

und Vermittlung einer Putzhilfe:

Coatings Münster umsorgt seine Beschäftigten

mit einem All-inklusive-Paket.

Einen Schritt weiter geht die Steuerberatungs-

und Wirtschaftsprüfungskanzlei

Döcker Wigger Lührmann (DWL) in ihrer

Rolle als Multiplikator für familienfreundliche

Unternehmenskultur. Sie

spielt damit in der Champions League.

Die Sozietät aus Rheine erhielt in der

gleichnamigen Liga den Wirtschaftspreis

des Kreises Steinfurt aus den Händen von

NRW-Familienministerin Christina

Kampmann, nachdem sie beim Unternehmensprogramm

„Erfolgsfaktor Familie“

des Bundesministeriums für Familie,

Senioren, Frauen und Jugend jüngst den

Titel geholt hat.

Was für die 37 – davon 28 weiblich – Mitarbeiter

mit Teilzeitmodellen von acht

Stunden bis zur vollzeitnahen Arbeit von

35 Stunden in der Woche und Übernahme

der Kinderbetreuungskosten durch

den Arbeitgeber Selbstverständlichkeit

ist, geben sie immer stärker an ihre Kunden

weiter: 1350 Mandanten, die meis-

Personalgespräch mit Kind: Wenn Betriebswirtin Cornelia Lohaus mit ihrem Chef Bernward Wigger von der Steuerberatungs- und Wirtschaftsprüfungskanzlei

Döcker Wigger Lührmann ihren Wiedereinstieg in den Job nach der Elternzeit bespricht, ist auch ihre einjährige Tochter willkommen.

Foto: DWL

OFFEN GESAGT

Weit mehr als eine Geste

Der Kampf um Köpfe tobt schon länger.

Doch künftig wird er mit noch härteren

Bandagen geführt. Denn die Zahl der Kandidaten,

die überhaupt in Betracht kommen,

schrumpft, sobald der demografische Wandel

voll durchschlägt. Fachkräfte als Mangelware:

Ob Azubi oder Akademiker – nicht Absolventen

werden sich künftig bewerben, sondern

die Arbeitgeber, die um die Beschäftigten in

spe buhlen.

Vor diesem Szenario wird deutlich, dass

Unternehmen nicht nur mit Blick auf Gehälter

und Aufstiegschancen im Wettbewerb stehen,

sondern sie auch und gerade flexibel

auf die Lebensphase ihrer Beschäftigten eingehen

müssen. Familienfreundlichkeit ist da

Diana Weßling, Gesellschafterin des Familienunternehmens

WESSLING, Altenberge

ein zentraler Faktor.

Das haben schon viele Firmen erkannt. Und

bemerkt, dass es nicht um eine Geste des

Gönnens geht. Vielmehr schlägt sich die Zufriedenheit

von Mitarbeitern in deren Einsatzfreude

und Loyalität nieder. So dass Investitionen

in die Familienfreundlichkeit

nicht nur etwas kosten, sondern unterm

Strich zum Erfolg eines Unternehmens beitragen.

Dazu reicht es allerdings nicht, bloß Infrastruktur

wie eine Betriebs-Kita oder Laptops

fürs Home-Office anzubieten.

Vielmehr gilt es, eine wertschätzende Unternehmenskultur

zu pflegen, bei der sogar das

Personalgespräch mit dem Filius auf dem

ten selbst Unternehmen, die von mehr

Familienfreundlichkeit nicht nur steuerlich

profitieren und von DWL sensibilisiert

werden: „Betriebswirtschaftliche

Vorteile sind geringere Personalbeschaffungskosten,

weniger Fehlzeiten, produktivere

Mitarbeiter und ein schnellerer

Wiedereinstieg nach der Elternzeit“, erläutert

Kanzleipartner Bernward Wigger,

Vater von vier Kindern. „Kids are welcome“

sind am Arbeitsplatz selbst nicht nur

schöne Worte: Wenn die Betriebswirtin

Cornelia Lohaus ihre gerade einjährige

Louisa beim Personalgespräch mit dem

Chef über ihren Wiedereinstieg bei DWL

noch vor Weihnachten auf dem Schoß

hat und die Kleine vergnügt zappelt und

quiescht, wird das sogar gern gesehen.

Besondere Hürden bei der Umsetzung familienfreundlicher

Maßnahmen seien im

eigenen Unternehmen nicht zu überwinden

gewesen. Von acht Führungskräften

haben sechs selbst Kinder und eine ist in

die Pflege eines Angehörigen eingebunden.

Organisatorisch griffen die diversen

Maßnahmen natürlich in den Ablauf ein.

„Wenn die Kinder krank sind und die Kollegin

deshalb zu Hause bleiben muss, ist

es für uns eine Selbstverständlichkeit, ihr

dann – falls erwünscht – ein Firmenlaptop

nach Hause zu bringen“, liefert Birgit

Saborowski Beispiele aus dem Arbeitsalltag.

Bei ihr laufen in Sachen Familienfreundlichkeit

und Work-Life-Balance

seit Jahren alle Drähte zusammen. Die

gelernte Steuerfachangestellte ist seit einigen

Jahren bei (DWL) für Firmenverwaltung,

Personal und Marketing zuständig

und profitiert als Mutter von vier Kindern

und einer zunehmend zu umsorgenden

Schwiegermutter selbst von der Flexibilität

ihres Arbeitsgebers. Saborowski

ist zentrale Ansprechpartnerin für alle

Belange an der Schnittstelle Beruf und

Familie. Zusammen mit anderen Unternehmen

unter dem Motto „Rheine – Stadt

der guten Arbeitgeber“ macht sich Saborowski

für Randzeitenbetreuung stark

und kennt die persönliche Situation jedes

Kollegen. So kann sie in Krisensituation

sehr passgenau unterstützen und

Arbeitszeitmodelle anpassen. In einer

Branche mit extrem hoher und langjähriger

persönlicher Bindung zwischen Mandant

und Steuerfachkraft gibt es für DWL

eine hohe Motivation, die Arbeitskraftfluktuation

weiterhin gen null zu halten.

Als Analytik-, Prüf- und Beratungsunternehmen

ist das Mitarbeiterwissen für

Wessling in Altenberge Firmengrundlage.

Schon seit Firmengründung im Jahr

1983 ist Familienfreundlichkeit Herzensangelegenheit

des heutigen Seniorchefs

Dr. Erwin Weßling. Als eines der ersten

Unternehmen im Münsterland startete er

in den neunziger Jahren auf dem Firmengelände

eine Kindertagesstätte, in der

das Unternehmen heute immer noch

Plätze für Mitarbeiter reservieren kann.

Vom Know-how des Firmengründers profitieren

seit Jahren andere Unternehmen

des Kreises Steinfurt. Er nimmt sie beim

Wirtschaftswettbewerb „Betriebsplus Familie“

als Juror unter die Lupe. Familienfreundlichkeit

ist gelebte Firmenphilosophie:

„Immer neue kluge Lösungen finden

– das ist natürlich nur möglich mit

Menschen, die begeistert sind von dem,

was sie tun“, bringt es Diana Weßling auf

den Punkt. Voraussetzung für die Gesellschafterin

des Biotechnologieunternehmens

mit 1200 Beschäftigten an 30

Standorten in Europa und in China sind

zufriedene Führungskräfte und Mitarbeiter,

die Beruf, Familie und Privatleben

vereinen können. „Wir erwarten von

unseren Führungskräften, dass sie als

Vorbilder Work-Life-Balance leben“, erklärt

Diana Weßling, die zusammen mit

ihren drei Geschwistern operativ im

Unternehmen tätig ist. So innovativ und

vorbildlich, dass sich bei Wessling Ingenieurinnen

in Teilzeit Laborleitungen

und damit Führungspositionen teilen.

Maike Harhues

Schoß von Vater oder Mutter kein mehr Tabu

sein darf. Ein Klima, in dem Chefs und Führungskräfte

ehrlich aufgeschlossen sind für

die Wünsche ihrer Mitarbeiter. In der berechtigten

Erwartung, dass sich diese dafür umso

mehr mit dem Unternehmen identifizieren

und zu seinem Wohl beitragen.

Der erfolgreiche Kampf um Köpfe beginnt also

in den Köpfen, mit der Haltung der Männer

und Frauen auf der Kommandobrücke

der Unternehmen. Große Betriebe ebenso wie

der inhabergeführte Mittelstand im Münsterland

setzen in dieser Hinsicht schon viele

Zeichen. Um deren Zukunftsfähigkeit muss

niemanden bange sein, auch wenn kluge

Köpfe knapp werden. Maike Hauhues


LEBEN & WISSEN 25

Ein Frage des Vertrauens

Individuelle Gesundheitsleistungen sind hoch im Kurs – doch in der Bevölkerung und in der Ärzteschaft

bleiben sie umstritten. Auch Hotels und Fitness-Studios gehören inzwischen zu den Anbietern.

„Das zahlt aber leider nicht die Krankenkasse.“

Diesen oder einen ähnlichen

Satz hat mit Sicherheit jeder

Besucher einer Arztpraxis schon einmal

gehört. Im Zuge der Gesundheitsreformen

sind teils medizinische

Leistungen gestrichen worden,

die zuvor von den gesetzlichen Krankenkassen

übernommen wurden.

Andere Leistungen sind neu auf dem

Markt, deren Nutzen jedoch wissenschaftlich

nicht belegbar ist. Die Folge:

Es gibt vom Patienten privat zu

zahlende individuelle Gesundheitsleistungen,

Kurzform „IGeL“.

Individuelle Gesundheitsleistungen

sind Leistungen, welche von

den gesetzlichen Krankenkassen

als medizinisch nicht notwendig

erachtet werden und somit aus

dem Leistungskatalog herausfallen, aber

dennoch von Patienten nachgefragt oder

von Ärzten empfohlen werden. Sie sind

medizinisch sinnvoll oder zumindest medizinisch

vertretbar. Die Kosten dafür

müssen vom Patienten selbst getragen

werden, unabhängig davon, ob er diese

Leistungen aus Eigenverantwortung für

seine Gesundheit in Anspruch nimmt

(zum Beispiel als Vorsorgeuntersuchung)

oder ob eine Untersuchung zwingend

vorgeschrieben ist (zum Beispiel die

Tauglichkeitsuntersuchung für einen

LKW-Führerschein).

Im Unterschied zur kurativen „Reparaturmedizin“

sind die klassischen Ziele

der IGeL primär Gesundheitsförderung

und Krankheitsverhütung. Im Mittelpunkt

steht hier nicht der bereits erkrankte,

sondern der gesunde Patient, der sich

etwas gönnen möchte, seine Gesundheit

hoch schätzt und bereit ist, sie sich etwas

kosten zu lassen. Studien zeigen, dass

sich der Gesundheitsmarkt stark verändert:

Der Trend geht vom pauschal versorgten

Patienten hin zum Patienten mit

hoher gesundheitlicher Eigenverantwortung

und entsprechender Zahlungsbereitschaft.

Dies hat natürlich auch Auswirkungen

auf

das Angebot und

Nachfrage bei

IGeL-Leistungen.

Doch IGeL sind

und bleiben sowohl

in der Ärzteschaft

wie auch in

Bevölkerung und

worauf die Studie „IGeL: Was nutzt den

Patienten“ aus dem Jahr 2011 hinweist?

Sind IGeL mit dem Arztberuf als solchem

nicht zu vereinbaren, da sich so eine

Zwei-Klassen-Versorgung auftut? Suggerieren

IGeL zudem eine Unterversorgung

gesetzlich Versicherter? Werden von

schwarzen Schafen womöglich Leistungen

in Rechnung gestellt, die eigentlich

von Krankenkassen erstattet oder insgesamt

als medizinisch sinnlos angesehen

werden? Und: Wie sollten Patienten damit

umgehen, wenn ihnen von ihrem Arzt

IGeL angeboten werden? Wird so das

Arzt-Patienten-Verhältnis unnötig belastet?

Eine Untersuchung

des Wissenschaftlichen

Während 2005 noch 15,9 Millionen

IGeL angeboten wurden, waren es Instituts der AOK

im Jahr 2012 bereits 26,2 Millionen

(WIdO) zeigt:

mit einem Gesamtvolumen

Der IGeL-Markt

wächst – fast 29,9

von rund 1,3 Milliarden Euro.

Prozent der GKV-

Politik umstritten.

Aus einer Studie des Wissenschaftlichen Instituts Versicherten galung

Selbstzahben

an, dass ih-

von Kassenpatienten

für bestimmte ärztliche Leistungen

ist zwar keine Erfindung der letzten

Jahre, denn spezielle Vorsorgeuntersuchungen

oder Wunschleistungen im

Zusammenhang mit Urlaub, Sport oder

Beruf durften noch nie über die Solidargemeinschaft

der gesetzlichen Krankenversicherer

abgedeckt werden. In vielen

Praxen und bei vielen Patienten sind IGeL

nen in den letzten

zwölf Monaten beim niedergelassenen

Arzt eine ärztliche Leistung als Privatleistung

angeboten oder in Rechnung gestellt

wurde. Während 2005 noch 15,9

Millionen IGeL angeboten wurden, waren

es im Jahr 2012 bereits 26,2 Millionen

mit einem Gesamtvolumen von rund

1,3 Milliarden Euro. Ein riesiger Markt also,

den sich die unterschiedlichsten Anbieter

aber nicht voll akzeptiert. Patienten

teilen: Das sind zum einen klassi-

fürchten, dass IGeL-Ärzte wirtschaftliche sche medizinische Einrichtungen wie

Interessen haben und sich nicht ausreichend

Arztpraxen oder Kurkliniken, doch auch

auf die Heilung von Krankheiten private Anbieter wie Wellness-Hotels

konzentrieren. Dem Geldverdienen mit

medizinischen Leistungen haftet immer

noch ein Makel an, obwohl das Prinzip

zum Beispiel im Bereich der Homöopathie

schon seit vielen Jahren angewendet

wird. Der Kassenpatient wird hier zum

Privatpatienten, es gilt die privatärztliche

oder Fitness-Studios betätigen sich auf

dem Markt und werben mit privat zu zahlenden

Gesundheitsleistungen. Auch Reformhäuser,

Drogeriemärkte, Apotheken

und Sanitätshändler werden zu Anbietern,

zum Beispiel mit gesundheitsunterstützenden

rezeptfreien Medikamenten,

Abrechnungsgrundlage: die Amtliche außerdem Krankenhäuser, Krankenkassen,

Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ). Ist

das Vermarkten dieser zusätzlichen Leistungen

tatsächlich reine Geldmacherei?

Therapeuten oder Sportvereine mit

Angeboten wie beispielsweise speziellen

Sport- oder Rauch-Entwöhnkursen.

Sind IGeL in den meisten Fällen unnütz,

unseriös und manchmal sogar schädlich, ► Fortsetzung auf Seite 26

Der Patient entscheidet mit: Er kann ganz individuell Leistungen abrufen, muss sie aber auch selbst bezahlen.

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26 LEBEN & WISSEN

Aufklärung ist Pflicht

Wünscht ein Patient eine individuelle Leistung, muss ihn der Arzt verständlich über

die Vorteile und die möglichen Risiken der einzelnen Maßnahmen informieren.

IGEL IM ÜBERBLICK

• Früherkennungsuntersuchungen, z.B.: Zusätzliche jährliche

Gesundheitsuntersuchung („Intervall-Check“)

Ultraschall-Check-up von Organen („Sono-Check“)

Untersuchung zur Früherkennung von Hautkrebs

• Freizeit, Urlaub, Sport, Beruf, z.B.

Reisemedizinische Beratung einschließlich Impfberatungen

und Impfungen

Sportmedizinische Beratungen und Untersuchungen

Ärztliche Berufseingangsuntersuchungen

• Medizinisch-Kosmetische Leistungen, z.B.

Ästhetische Operationen (z.B. Facelifting, Lidkorrektur,

Fettabsaugung)

Entfernung von Tätowierungen

• Ärztliche Serviceleistungen, z.B. Ärztliche Untersuchungen

und Bescheinigungen außerhalb der kassenärztlichen

Leistungen

Bescheinigungen auf Wunsch des Patienten (z.B. für den

Besuch des Kindergartens, der Schule oder des Sportvereins

oder bei Reiserücktritt)

• Labordiagnostische Wunschleistungen,

z.B. Blutgruppenbestimmung auf Wunsch

Zusatzdiagnostik in der Schwangerschaft auf Wunsch der

Schwangeren

• Psychotherapeutische Wunschleistungen, z.B.

Stressbewältigungstherapie, Paartherapie

IGeL: Das Spektrum der individuellen Gesundheitsleistungen ist umfangreicher, als man

denkt.

Foto: Shutterstock

Prinzipiell kann jeder zum

Nachfrager von IGeL werden.

Im Speziellen handelt es sich

aber meist um Personen, die

über ein gutes Einkommen

verfügen, überdurchschnittlich gebildet

und gesundheitsbewusst sind, sowie vor

allem um gesunde Menschen, die aktiv

etwas für ihre Gesundheit tun und Krankheiten

früh erkennen wollen. Laut der

Studie des WIdO waren 2012 die am häufigsten

in Anspruch genommenen IGeL

Ultraschalluntersuchungen zur Krebsfrüherkennung

beim Frauenarzt und die

augenärztliche Glaukom-Vorsorgeuntersuchung.

Die Kostenträger für Gesundheitsleistungen

sind in der Regel die Krankenkassen,

private Zusatzversicherungen, eventuell

Arbeitgeber sowie die Patienten selber als

Privatzahlende. 95 Prozent aller Leistungen

der gesetzlichen Krankenkassen sind

verpflichtend festgelegt. Doch Kassen haben

die Möglichkeit, sich durch Angebote

von ihren Mitbewerbern zu unterscheiden.

Daher gibt es einzelne IGeL, die von

manchen Krankenkassen bezahlt werden.

Außerdem tragen Krankenkassen

oft zumindest einen Teil der Kosten für

bestimmte Präventiv- oder IGeL-Maßnahmen

wie Sportangebote. Auch Bonusprogramme

sind eine Möglichkeit, die

Patienten von einem Kostenanteil zu entlasten:

Der Patient erhält einen Bonus,

wenn er durch regelmäßige Teilnahme

an Untersuchungen oder Präventionsmaßnahmen

sein Engagement für die

eigene Gesundheit beweist und Leistungen

sinnvoll nutzt. Außerdem haben die

Krankenkassen die Möglichkeit, Arbeitgebern

und Versicherten bei betrieblicher

Gesundheitsförderung einen Bonus anzubieten.

Dadurch wird für die Arbeitgeber

ein Anreiz geschaffen, sich in der betrieblichen

Gesundheitsförderung zu engagieren.

Eine weitere Möglichkeit: Private Zusatzversicherungen

– dadurch werden Kassen-

zu Privatpatienten. Bereits im Vorhinein

werden in diesen Tarifen bestimmte

ausgewählte Präventionsleistungen

oder IGeL eingeschlossen. Alle darüber

hinausgehenden Leistungen müssen jedoch

vom Patienten weiter selber gezahlt

werden.

Generell ist ein Vertragsarzt einer gesetzlichen

Krankenkasse verpflichtet, seine

Patienten mit dem zu versorgen, was

nach den Regeln der ärztlichen Kunst als

ausreichend und zweckmäßig gilt. Diese

Pflicht darf er nicht zugunsten einer alternativ

angebotenen privatärztlichen

Behandlung vernachlässigen. Als Vertragsarzt

darf ein Arzt auch keine GKV-

Leistungen aus seinem Behandlungsangebot

streichen, um diese dann privat mit

dem Patienten abzurechnen. Auch (Zu-)

Zahlungen für GKV-Leistungen sind in

der Regel unzulässig. Für Ärzte gibt es im

Allgemeinen vier Gründe, zusätzlich zu

den GKV-Leistungen IGeL anzubieten:

Weil sie die Leistungen für sinnvoll halten,

weil sie die Wünsche ihrer Patienten

nach besonderen Leistungen erfüllen

möchten, weil sie ihrer Praxis damit ein

besonderes Profil geben wollen und weil

sie damit Geld verdienen können.

Der Deutsche Ärztetag hat schon im Jahr

2006 Grundsätze zum Umgang mit IGeL

formuliert, die jeder Arzt beachten sollte.

Wenn also ein Arzt eine IGeL vorschlägt

oder ein Patient eine Leistung wünscht,

muss der Arzt den Patienten ausführlich

und verständlich über die Vorteile und

Risiken der einzelnen Maßnahme aufklären

und auch Hinweise zu Studien und

wissenschaftlichen Belegen geben. Der

Patient muss die Möglichkeit haben, Fragen

zu stellen. Die Aufklärung sollte

schriftlich festgehalten werden. Zu IGeL

beraten darf nur ein Arzt, denn nur er

kennt die gesundheitliche Situation des

Patienten. Ein Gespräch mit medizinischen

Fachangestellten ist keine hinreichende

Beratung. Besonders wichtig ist,

dass der Arzt die Leistungen nicht aufdringlich

anpreist. Er darf Patienten auch

auf eigene Initiative hin über IGeL informieren,

muss dies aber sachlich tun, ohne

den freien Willen des Patienten zu beeinflussen

und ihn zu drängen. Ärzte dürfen

keine Leistungen als sinnvoll und erfolgversprechend

darstellen, wenn es keine

wissenschaftlichen Belege für den Nutzen

gibt.

Doch trotz entsprechender Vorschriften

werden die rechtlichen Vorgaben oft

nicht eingehalten. Aussagen von Patienten

im Rahmen der WIdO-Studie zeigen,

dass die notwendige Beratung zu Nutzen

und Zuverlässigkeit von IGeL oft nicht erfolgt,

die Angebote unter Druck und ohne

Bedenkzeit gemacht werden. So wirkt

sich das IGeL-Angebot negativ auf das

Verhältnis zwischen Arzt und Patient aus.

Ärzte werden zu Verkäufern.

Wie so oft im Leben: Alles hat zwei Seiten

und ehe man sich entscheidet, für etwas

Geld auszugeben, sollte man sich darüber

informieren, ob dieses Geld auch gut

angelegt ist. Die Entscheidung für oder

gegen IGeL treffen allein die Patienten.

Nutzen, Risiko und Kosten sollten dabei

gut gegeneinander abgewogen werden.

Während die Krankenkassen zwar einige

IGeL als nützlich ansehen, viele jedoch

als schlicht überflüssig und lediglich als

eine lukrative Einnahmequelle für Ärzte

und Zahnärzte, raten Bundesärztekammer

und Kassenärztliche Bundesvereinigung

zu Folgendem: Patienten sollten

sich aus verschiedenen unabhängigen

Quellen informieren und prüfen, ob die

angebotenen Leistungen für sie persönlich

auch wirklich von Nutzen sind. Wenn

Patienten Zweifel am Sinn einer IGeL haben

oder die Anwendung ablehnen, sollten

sie das mit ihrem Arzt offen besprechen.

IGeL oder nicht: Das ist also in vieler

Hinsicht auch immer eine Frage des

Vertrauens zwischen Patient und Arzt.

Ein altes Sprichwort sagt: Vorbeugen ist

besser als Heilen. Was also sollte gegen

IGeL in einem sinnvollen Rahmen, mit

vernünftiger Information, Aufklärung

und Einhaltung der rechtlichen Vorgaben

einzuwenden sein?

Für das Vertrauensverhältnis zwischen

Arzt und Patient ist ein offener Umgang

mit Selbstzahlerleistungen unverzichtbar,

klare Regeln leisten einen Beitrag zu

Fairness und Transparenz. Die Bundesärztekammer

und die Kassenärztliche

Bundesvereinigung haben aus diesem

Grund einen IGeL-Ratgeber sowohl für

Ärzte als auch für Patienten gestaltet

(www.igel-check.de). Hier finden sich

Informationen zu den verschiedenen Arten

von IGeL, Checklisten, wichtige Fragestellungen

und Musterbehandlungsverträge.

Das Online-Portal IGeL-Monitor

des Medizinischen Dienstes des GKV-

Spitzenverbandes (www.igel-monitor.de)

bewertet Nutzen und Schaden

von IGeL nach wissenschaftlichen Kriterien.

Auf dem Portal www.igel-aerger.de

können Patienten Meldung machen, die

z.B. von ihrem Arzt unter Druck gesetzt

wurden, eine kostenpflichtige Behandlung

in Anspruch zu nehmen.

Beate Schräder

PATIENTENINFORMATION

Die Information muss schriftlich, sachlich, ausgewogen,

umfassend und verständlich erfolgen.

• Der Patient muss verstehen, dass die Leistung optional

ist und nicht zwingend erbracht werden muss. Der Arzt

muss die Gründe erklären, warum die Leistung nicht von

den Krankenkassen bezahlt wird und darf in dem Zusammenhang

die Leistungen der Gesetzlichen Krankenkasse

außerdem nicht als unzulänglich hinstellen.

• IGeL sind niemals dringend. Dem Patient muss Bedenkzeit

eingeräumt werden, er muss in der Praxis weiterführende

Informationen und Entscheidungshilfen zu der Leistung

bekommen.

• Der Patient muss informiert werden, dass er eine ärztliche

Zweitmeinung einholen oder seine Krankenkasse befragen

kann.

• Es wird ein Vertrag geschlossen, mit genauer Beschreibung

der Leistung, Angaben über die Kosten und der Erklärung,

dass der Patient der Leistung zustimmt.

• Nach der Behandlung erhält der Patient eine nachvollziehbare

Rechnung nach den Vorgaben der Gebührenordnung

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23.02.2016


27 LEBEN & WISSEN

Gesellschafter treten

an die Stelle der Vereine

Die Deutsche Fußball-Liga (DFL) steht für Strukturwandel im deutschen Profi-Fußball.

Eine Frage der Einstellung oder

mehr? Mehr. „Wenn der Fußball Heimat

und Sinn bieten soll, wird es teuer“,

überschrieb die „FAZ“ unlängst

das Zusammenspiel von Wirtschaft,

Investoren und Fußball. Hintergrund

der Analyse war eine Bestandsaufnahme

der Fußballstadien

in Deutschland respektive deren

Neubauten und Sanierungen. Kleine

Vereine, so ein beispielhafter Vorwurf,

„bauen große Stadien und leben

weit über ihre Verhältnisse“. In

Essen, Aachen, Chemnitz, Regensburg

etwa sind neue Arenen für

Dritt- und Viertligisten entstanden.

Die Kosten trägt nicht selten

die Allgemeinheit. Gebaut wird

trotzdem, aus gutem Grund.

Wo ein Bundesliga-reifes

Stadion

ist, dort

wird früher

oder später

auch ein Erstligist spielen – und

nicht umgekehrt“, brachte der

ehemalige Vorstandsvorsitzende

des FC Augsburg und Stadion-Investor

Walter Seinsch

seine Sicht der Dinge auf den

Punkt. Und der Unternehmensberater

und Hochschulprofessor

(Uni Heilbronn) Alfons Madeja ergänzt:

„Das Service-Konzept ist für

die Zuschauer genauso wichtig wie

sportlicher Erfolg. Wer heute in ein

Stadion geht, will nicht nur einen Sieg

seiner Mannschaft sehen, sondern

einen schönen Tag verbringen. Das müssen

die Vereine erkennen.“

Als im Jahr 2001 die Deutsche Fußball Liga

GmbH (DFL) die Arbeit aufnahm – als

Nachfolgerin des DFB-Liga-Ausschusses

– war der Strukturwandel im bundesweiten

Profifußball beschlossene Sache. Hier

waren fortan „Gesellschafter“ an die zuvor

von den „Vereinen“ besetzte erste

Stelle getreten. 36 dieser gleichberechtigten

Gesellschafter sind hier jede Saison

in einer, nennen wir es Wirtschaftsund

Wertegemeinschaft vertreten, in der

Fußball gespielt und viel Geld verdient

wird.

Fußball ist zum Event geworden, spätestens

seitdem die WM 2006 im eigenen

Land Feuilleton-kompatibel wurde. Und

er wird – aus Anbietersicht – zu einer geschlossenen

Gesellschaft.

Seit der Gründung der DFL sind bislang

61 Vereine darin Gesellschafter geworden.

Das Geld spielt mit – oder auch

nicht: Neun wurden nach ihrem Ausscheiden

aus der DFL seit 2001 insolvent

Der Stadionbesuch wird zum Event – hier die Fans in der Nordkurve der Schalke-Arena

(eigentlich

zehn,

den VfB Lübeck

traf es zweimal),

sieben spielen aktuell in

der 3. Liga, 15 in der Regionalliga

und drei in unteren Spielklassen.

Von den 36 Gründungsgesellschaftern

(2001) sind aktuell noch 25 dabei. 16

neue Gesellschafter kamen im Laufe der

Jahre dazu. Seit 2008, nach Einführung

der 3. Liga als bundesweit oberste DFB-

Spielklasse, waren es nur noch fünf: Ingolstadt,

VfR Aalen Sandhausen, Heidenheim

und RB Leipzig. 90 Prozent der

DFL-Gesellschafter sind dauerhaft dabei,

75 Prozent mehr als zehn Jahre. Das

heißt, es ist sehr schwer hineinzukom-

dpa

men in diesen nahezu geschlossenen

Kreis. Und es ist sehr schwer, mit der von

den (folkloristischen) Fans proklamierten

„Wahrheit“ umzugehen: Nur zwei

Vereine gelten noch als „reine“ Traditionsclubs:

der FSV Mainz 05 und Schalke

04. Alle anderen (der VfB Stuttgart bereitet

ebenso wie Darmstadt 98 seine

Umwandlung zurzeit vor) DFL-Gesellschafter

spielen in der aktuellen Bundesliga

mit Kapitalgesellschaften.

Mit der Neubauwelle für die WM 2006

und der damit folgenden Stadionsanierungsphase

stieg die Verweildauer der

Fans in den Arenen, ebenso wie die Karten-Nachfrage

wuchs. In der Bundesliga

lag die Auslastung in der letzten Saison

bei 90, in der 2. Bundesliga immerhin bei

60 Prozent (Quelle: H-K-S-Helmut-Kalthoff-Stiftung).

Mit Einführung des Pay-

TV von „Premiere“ über „Arena“ bis hin

zu „Sky“ und den mittlerweile etablierten

Sport-Vollprogrammen mit Fußball-

Übertragungen von Montag bis Sonntag

hat zudem eine gegenseitige Befruchtung

von Live-Event und TV-Angebot

stattgefunden.

Stadion-Qualität, Live-Erlebnis, TV-Honorar

und Veränderung der Vereine hin

zu Kapitalgesellschaften bedingen auch

eine konkurrierende Wettbewerbssituation

innerhalb des Systems. Nicht mehr

das reine Fassungsvermögen der Stadien

bedingt entsprechende Einnahmen, sondern

die Ausgestaltung der Sitzplatzkapazitäten

für Service-Konzepte wie Business-

und

Logenplätze,

eine entsprechende

Infrastruktur für die Verweildauer

im Stadion sowie zusätzlicher gewerblicher

Nutzung. Aus dieser Perspektive

erhält auch die von Bayern-Manager

Uli Hoeneß gehaltene „Wutrede“ bei der

Jahreshauptversammlung 2007 seine Bedeutung:

Bayern-Fan Ralf Seeliger hatte

sich damals über die schlechte Stimmung

in der Allianz Arena gewundert, da dort

zu wenig echte

Fans seien. Das

brachte Hoeneß

bekanntlich derart

in Rage, dass

er mittlerweile legendär

polterte:

„Das ist populistische

Scheiße.

Was glaubt ihr

eigentlich, wer

ihr seid? Wer

euch finanziert,

wer sich das ganze

Jahr den Arsch

aufreißt, damit

ihr für sieben

Euro in die Südkurve kommt?“ Was Hoeneß

ansprach: Geld wird mit den gepolsterten

Sitzplatzbereichen, den Stadionund

VIP-Logen verdient. Der Stehplatzkunde

dient der Folklore, die die VIPs

zum Stadionbesuch animiert.

Fazit: Bundesliga-Fußball ist nicht mehr

sportliche Unterhaltung allein, sondern

längst eine an Effizienz gebundene Institution.

Nicht erst seit 2001, als die DFL

auf den Plan trat. Jürgen Beckerd

„Das Service-Konzept ist für die

Zuschauer genauso wichtig wie

sportlicher Erfolg. Wer heute in

ein Stadion geht, will nicht nur

einen Sieg seiner Mannschaft sehen,

sondern einen schönen Tag

verbringen. Das müssen die Vereine

erkennen.“

Alfons Madeja, Unternehmensberater und Hochschulprofessor

(Uni Heilbronn)


28 LEBEN & WISSEN

Auf dornigem Grund

Höchst professionell wird in Bad Rothenfelde der Winter mit projizierten Licht- und Bildeffekten vom

Dunkel befreit. Heristo AG erhielt dafür diesmal den Deutschen Kulturförderpreis des BDI.

Szenegrößen wie William Kentridge,

mehrfacher Teilnehmer der Biennale

in Venedig und der Documenta in

Kassel, und Robert Wilson, weltweit

als Künstler und Theatermacher gefeiert,

zeiht es ins niedersächsischen

Bad Rothenfelde. Warum nur?

Robert Wilson zeigt in Bad Rothenfelde seine „Video Portraits“,

2004 – 2015. Foto: Franz Wamhof

Enorme Kraft geht von den großflächigen Videoprojektionen aus. Über 400 Meter lang ist das größte Gradierwerk

Wintertage können

auch in Bad Rothenfelde

trist und trübe

sein. Noch vor Jahren

versank der Kern des

Kurortes in Finsternis, wenn Besucher

abends an den unendlich lang erscheinenden

dornigen Gradierwerken vorbei

ihren Weg durch die Dunkelheit des

Parks suchten. 2007 war es damit vorbei:

Die Heristo AG, das in Bad Rothenfelde

ansässige umsatzstarke Familienunternehmen,

initiierte über die Heinrich W.

Risken-Stiftung die erste „Lichtsicht –

Projekts-Biennale“. Eine faszinierende

und reizvolle Licht- und Videoinszenierung

auf Salinen, mit der sich Weltstädte

gerne schmücken würden.

Im beschaulichen Kurort, wo zurzeit

„Lichtsicht 5“ die Menschen lockt, verbucht

man indes einen Achtungserfolg.

Nicht Konzerne wie Audi, BASF oder Bayer,

sondern die Heristo AG (u.a. Stockmeyer,

Appel) wurde in diesem Jahr mit

dem Deutschen Kulturförderpreis des

Kulturkreises der deutschen Wirtschaft

im BDI e.V. ausgezeichnet. Der Ritterschlag

für das kreative Unternehmen. Vor

Gästen aus Wirtschaft, Kultur, Politik und

Medien erfolgte die Auszeichnung in Berlin.

Marion T. Carey-Yard, Geschäftsführerin

der Lichtsicht gGmbH, und Prof. Dr.

Peter Weibel, Leiter des Karlsruher Zentrums

für Kunst und Medientechnologie,

der die Projektions-Biennale erstmals kuratiert,

nahmen den Preis entgegen.

Höchst professionell wird in Bad Rothenfelde

seit 2007 der Winter unter freiem

Himmel mit projizierten Licht- und Bildeffekten

vom Dunkel befreit. Bis in die

Nacht hinein entstehen auf der wuchtigen

und dornigen Haut der Salinen dank

54 Hochleistungsbeamern und einem Laserprojektor

mal atemberaubend schöne,

mal verstörende, doch stets magische Bilderwelten.

Auch „Lichtsicht 5“, die am 18. September

eröffnet wurde, vereint die Arbeiten

einer internationalen Künstlerriege. 11

000 Quadratmeter Fläche werden bei

freiem Eintritt bespielt. Bei Wind, Regen,

Eis und Schnee. Das ungemein imponierende

Neue Gradierwerk – über 400 Meter

lang, fast zehn Meter hoch – wird dabei

zur mutmaßlich größten Leinwand

der Welt.

„Ziel ist es, die Projektionskunst als autonome

Kunstgattung weiter zu etablieren“,

erläuterte kürzlich Peter Weibel in

einem Interview. Der Lichtsicht-Macher

spricht von „digitalen Visionen“, wobei

die fünfte Auflage mehr interaktive und

partizipative Arbeiten als die früheren

Biennalen bietet. Auch 3D-Simulationen

auf der Fontäne im Kurpark gehören diesmal

dazu. Mit einer Handy-App lassen

sich Inszenierungen mitgestalten.

Szenegrößen wie William Kentridge,

mehrfacher Teilnehmer der Biennale in

Venedig und der Documenta in Kassel,

und Robert Wilson, weltweit als Künstler

und Theatermacher gefeiert, sind im niedersächsischen

Bad Rothenfelde mit beeindruckenden

Arbeiten vertreten. Ryoji

Ikeda zeigt in „the radar [bad rothenfelde]“

Daten, Radarbilder und die Kartographie

des Universums. Ebenso dabei

sind die Künstlergruppe Random International,

die Künstlerin „rosalie“, Hightech-Visionär

Eyal Gever, Tim Otto Roth,

eine deutsche Künstlergruppe mit ihrem

Projekt LASACT, Holger Förterer und Daniel

Crooks.

Kuratorische Klammer der Arbeiten ist

der Einsatz aktuellster technischer Verfahren

– vom „projection mapping“, mit

dem man bereits das Opernhaus in Sydney

in einen Farbtempel verwandelte, bis

hin zu 3D-Simulationen. Das Ganze im

Kurort auf dem bizarren Flechtwerk des

Schwarzdornreisig.

„Lichtsicht 5“, bis 7. Februar 2016 täglich

im Kurpark von Bad Rothenfelde. Projektionsbeginn

um 17.30 Uhr; Projektionsende

sonntags bis donnerstags um 22

Uhr, freitags und samstags um 23 Uhr.

Eintritt frei.

wk

Foto: Franz Wamhof

„Wendelstein 7-X“ ahmt

die Sonne nach

Der Kernfusionsreaktor in Greifswald hat zum ersten Mal Plasma erzeugt.

Nach neun Jahren Bauzeit ist in

Greifswald in Mecklenburg-Vorpommern

die weltweit größte Anlage zur

Erprobung eines speziellen Kernfusionsreaktors

in Betrieb gegangen.

Mit der Erzeugung des ersten Helium-Plasmas

begann in der Fusionsanlage

„Wendelstein 7-X“ der Experimentierbetrieb,

wie das Max-

Planck-Institut für Plasmaphysik

(IPP) mitteilte.

Plasma ist ionisiertes Gas und

Brennstoff von Fusionsreaktoren.

Ziel der Fusionsforschung

ist es, ein klima- und

umweltfreundliches Kraftwerk

zu entwickeln. Ähnlich wie die Sonne

soll es aus der Verschmelzung von

Atomkernen Energie gewinnen.

„Wendelstein 7-X“ ist eine Fusionsanlage

vom Typ Stellerator und soll die Eignung

dieses Bautyps als Kraftwerk untersuchen.

Eine Kernfusion zur Energieerzeugung

ist in der Anlage nicht geplant.

Bei der Kernfusion wird Energie nach

dem Vorbild der Sonne durch das Verschmelzen

von Atomen erzeugt – im

Gegensatz zur Kernspaltung, wie sie in

Atomkraftwerken zur Energiegewinnung

angewandt wird. Laut IPP könnte ein

Gramm Brennstoff in einem Fusionskraftwerk

90 000 Kilowattstunden Energie

erzeugen – das entspricht der Verbrennungswärme

von elf Tonnen Kohle.

Trotz jahrelanger Forschung gelang es

den Wissenschaftlern bisher nicht, eine

Kernfusion herbeizuführen, bei der nennenswert

mehr Energie herauskam als hineingesteckt

wurde. Das Problem: Um

eine Kernfusion zu schaffen, sind extrem

hohe Temperaturen von mindestens hundert

Millionen Grad nötig und ein extrem

hoher Druck von außen – wie etwa bei

Sternen.

Weil das Fusionsfeuer erst bei Temperaturen

von über 100 Millionen Grad Celsius

zündet, darf in einem Fusionskraftwerk

der Brennstoff – ein dünnes Wasserstoffplasma

– nicht in Kontakt mit kalten

Gefäßwänden der Anlage kommen. Vielmehr

schwebt er von Magnetfeldern gehalten

nahezu berührungsfrei im Inneren

einer Vakuumkammer.

„Wir beginnen mit einem Plasma aus

dem Edelgas Helium. Erst im nächsten

Jahr wechseln wir zu dem eigentlichen

Untersuchungsobjekt, einem Wasserstoff-Plasma“,

erläuterte der Projektleiter

Thomas Klinger.

Ein farbig aufbereitetes Computerbild vom ersten Plasma präsentiert

hier der Projektdirektor der Forschungsanlage „Wendelstein 7-

X“, Thomas Klinger.

Foto: dpa


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30 LEBEN & WISSEN

Großmeister

der Entfremdung

Kunstmuseum Picasso zeigt Alberto Giacometti

Selbst wer noch nie eine Skulptur

von Alberto Giacometti gesehen hat,

weiß in etwa, wie diese Kunstwerke

eght in Südfrankreich zeigt das Museum

in der imposanten, vom Sparkassenverband

gesponserten Ausstellung. Markus

aussehen: Dürre, langgezogene Müller wies schon vorab die Mutmaßung

Menschenwesen sind das, mit weiten zurück, sein Haus wolle bloß durch

Beinen schreitend oder starr aufrecht

Blockbuster-Schauen Zuschauer anlocken:

stehend. Was jedoch auf Fotos

kaum zu erkennen ist: Wie groß sind

diese Werke eigentlich?

Alberto Giacometti aus der Schweiz

und der ältere Pablo Picasso aus Spanien

teilten vielmehr das biografische Schicksal,

in der Kunstmetropole Paris hängengeblieben

zu sein, ohne ihre Nationalität Das Kunstmuseum Pablo Picasso

lässt den unbefangenen

Betrachter jetzt stauren

mal befreundet, mal verkracht, bilde-

aufzugeben. Sie kannten einander, wanen.

Denn im selben ten aber auch ein Gegensatzpaar: Hier

Raum, in dem mehrere gut der vom eigenen Genie überzeugte Picasso,

einen Meter große „Frauen für Venedig“

von ihrem Podium auf die Museumsbesucher

herabblicken – oder besser: über sie

hinweg –, hält auch die „Große stehende

Frau“ aus dem Jahr 1960 Hof: eine imposante

Dame von 276 Zentimetern Höhe.

Der Anblick ist eine Wucht – und liefert

den denkbar größten Kontrast zum nur

dort der skrupulöse, dem Existenzia-

lismus anhängende Giacometti, der wie

ein kreativer Sisyphos zerstören musste,

was er geschaffen hatte, um täglich neu

zu beginnen. Insofern haben seine Grafiken,

die jetzt auch in Münster gezeigt

werden, einen eigenen Reiz: Ihre Fertigung

schloss nachträgliche Korrekturen,

wenige Schritte entfernten „kleinen wie sie Giacomettis Zeichnungen prägen,

Platz“ oder der „Lichtung“, deren bronzenes

Personal manchmal kaum größer als

ein Zahnstocher ist.

„Es sind Figuren in der Distanz“, erklärt

von vornherein aus. Und seine etwas trist

anmutenden Gemälde aus Paris haben

auch etwas von Entfremdung: Man sieht

Prachtstraßen – aber in nächtlicher Leere.

Museumsdirektor Prof. Markus Müller,

man könnte sich die kleinen Figuren als

fern stehende Monumentalfiguren vorstellen.

Und doch sind es keine Entwürfe,

wie frühe Betrachter irrigerweise vermuteten,

sondern vollgültige Werke. Die Distanz

ist für den Experten ein Schlüsselbegriff

für das Werk des schweizerischen

Zeichners, Malers und Bildhauers: Auch

in dessen Porträts schaffe Annäherung

keine Nähe, sondern eine Fremde, die die

Bezeichnung „Großmeister der Entfremdung“

nahelege. Im Katalog wird Giacometti

zu einem anderen Werk zitiert: „Die

Skulptur, die ich von dieser Frau machen

wollte, entsprach in Wirklichkeit genau

der Art und Weise, wie ich sie in einer gewissen

Entfernung von mir auf der Straße

gesehen hatte. Ich wollte ihr also die Größe

geben, die sie hatte, als sie sich in die-

Harald Suerland

| www.kunstmuseum-picasso-muenster.de ser Entfernung befand.“

Museumsdirektor Markus Müller freut

115 Kunstwerke aus der Fondation Ma-

sich über die hochkarätige Schau. Foto: -kal-

Die Vielfalt Giacomettis ist ein Thema der Ausstellung – so sind große Frauenskulpturen, der berühmte Hund,

eine Büste oder auch Gemälde zu sehen.

Foto: Wilfried Gerharz

ALBERTO GIACOMETTI – MEISTERWERKE

Die Giacometti-Schau ist bis zum 24. Januar 2016 montags

bis sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet, freitags bis

20 Uhr, am Zweiten Weihnachtstag und Neujahr ab 13

Uhr. Heiligabend, am Ersten Weihnachtstag und Silvester

geschlossen. Parallel ist die Ausstellung „Picasso – Süßer

Vogel Jugend“ zu sehen. Infos unter 02 51 / 4 14 47 10.


LEBEN & WISSEN 31

Ein allzu kurzer Schaffensrausch

Imposant: „Wilhelm Morgner und die Moderne“ im Westfälischen Landesmuseum in Münster

Farbenpracht: Landesrätin Dr. Barbara Rüschoff-Thale und Museumsdirektor Dr. Hermann Arnhold vor Wilhelm Morgners Bild „Ziegelbäcker“, das 1911 entstand.

Foto: Jürgen Peperhowe

Die Schau beginnt mit einem Mittagsmahl:

Eine siebenköpfige Familie

sitzt löffelnd um den Tisch herum,

schweigend, in etwas gedämpfter

Stimmung. Das großformatige Ölgemälde

hat Wilhelm Morgner im Jahr

1910 geschaffen, da war er noch keine

20 Jahre alt. Ein stimmungsvolles

Entree zur Sonderausstellung „Wilhelm

Morgner und die Moderne“,

das in Münsters Landesmuseum den

Eindruck erwecken könnte: Hier

herrscht die Idylle.

„Wir wollten Wilhelm Morgner

erstmals im großen europäischen

Kontext zeigen.“

Museumsdirektor Hermann Arnhold

Was natürlich nicht

stimmt. Im ersten

Raum gibt es zwar allerlei

Liebliches, gibt

es zum Beispiel Landschaften

aus Worpswede, kann man ein

Bauernhaus von Fritz Overbeck mit

einem entsprechenden Gemälde Morgners

vergleichen. Auch, dass Vincent van

Gogh für das „Mittagsmahl“ Pate gestanden

hat, ist mit Händen zu greifen – seine

„Kartoffelgrabende Bäuerin“ von 1885

wiederum verweist auf Radierungen von

Jean François Millet, die ebenfalls in

Münster gezeigt

werden. In den

weiteren Räumen

jedoch werden

Farben und Motive

greller, die Formen

geradezu explosiv.

„Wir wollten Wilhelm

Morgner erstmals im großen europäischen

Kontext zeigen“, erklärt Museumsdirektor

Hermann Arnhold. Münster

hatte dem westfälischen Künstler zuletzt

1991 eine Retrospektive anlässlich

seines 100. Geburtstags gewidmet. Aus

Soest, wo er geboren wurde, stammen

zahlreiche Werke der jetzigen Schau, 80

von 172 Exponaten konnte Münsters Museum

beisteuern, weil es neben Soest den

größten Teil des Œuvre besitzt. Aber den

beiden Kuratorinnen Tanja Pirsig-Marshall

und Andrea Witte ging es ja eben

nicht isoliert um Morgner, der im vorletzten

Jahr des Ersten Weltkriegs ums Leben

kam und seine letzten Gemälde 1913 geschaffen

hatte – mit gerade mal 22 Jahren.

Sie wollten vielmehr zeigen, wo Paul

Cézanne oder Vincent van Gogh, wo kurz

darauf Franz Marc oder Max Pechstein

Spuren im Werk Morgners hinterlassen

haben – oder wo es übereinstimmende

Motive zwischen dem jungen Westfalen

und den im Schnitt zehn Jahre älteren Expressionisten

gibt.

In Worpswede lernte Morgner die private

Malschule des Berliners Georg Tappert

kennen, der ihn auch später prägte und

ihn zur Teilnahme an Ausstellungen

drängte. Bedeutsam für Morgner, so

schildern die Kuratorinnen, war die vierte

Ausstellung der Neuen Secession im November

1911 in Berlin: Dort trafen Werke

der „Brücke“-Maler und des „Blauen Reiters“

aufeinander, was bei Wilhelm Morgner

offensichtlich zu einem gewaltigen

Inspirationsschub führte: Im darauffolgenden

Jahr 1912 malte und zeichnete er

gleichsam pausenlos, schuf er über 90 Gemälde.

Vor diesem Hintergrund verwundert

es nicht, dass in der münsterschen

Schau Bilder hängen, deren Kühnheit

und Innovationskraft Staunen machen.

Morgner wird abstrakt (etwa in „Astrale

Landschaft“ und

den Kompositionen),

in der Wahl

mancher Motive

auch sehr drastisch

(wie in einer

„Kreuzabnahme“),

bringt in

seinen letzten Ölbildern

die Leinwand zum Leuchten. Mögen

auch einzelne Meisterwerke von

Franz Marc oder Wassily Kandinsky den

Rang ihrer Schöpfer behaupten, so zeigen

Morgners Bilder gleichwohl, wie mutig er

mit seinem Schaffen, das auf so wenige

Jahre begrenzt war, in die Zukunft wies:

Bisweilen glaubt man, einen Keith Haring

zu sehen.

Harald Suerland

„Wilhelm Morgner und die Moderne“ im

Westfälischen Landesmuseum in Münster.

Zu sehen bis zum 6. März, dienstags bis

sonntags 10 bis 18 Uhr, am 2. Freitag im

Monat bis 22 Uhr.

| www.lwl-museum-kunst-kultur.de


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