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hpd2012
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SEHR GEEHRTE

DAMEN UND HERREN,

im vergangenen Jahr haben wir den 25. Jahrestag unseres

schönen Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern gefeiert.

Wir können insgesamt eine positive Bilanz der Entwicklung

ziehen. Unsere Städte und Dörfer erstrahlen in neuem Glanz.

Die Infrastruktur ist gut ausgebaut. Wir kommen wirtschaftlich

voran und punkten vor allem mit unseren Stärken Tourismus

und Gesundheitswirtschaft. Mit den erneuerbaren

Energien hat sich eine weitere Branche entwickelt, in der

zahlreiche zukunftsträchtige Arbeitsplätze entstanden sind.

Die Arbeitslosigkeit ist auf dem niedrigsten Stand seit der

Deutschen Einheit.

Mecklenburg-Vorpommern ist ein attraktives Land geworden,

ein wunderbares Land zum Leben und Arbeiten. Wir

bieten viel, gerade für junge Familien. Bei der Ausstattung

mit Kita-Plätzen sind wir besser als die meisten Bundesländer.

Aber auch die erfahrene Generation kann sich bei uns zu

lein im ersten Jahr wuchs der Fahrzeugbestand in den neuen lenburg-Vorpommern hochwertige Fahrzeugklimatisierungs-

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Hause fühlen. 2013 und 2014 sind erstmals mehr Menschen

nach Mecklenburg-Vorpommern gezogen, als von hier weggegangen

sind. Diese gute Entwicklung ist das Ergebnis

eines beispiellosen Aufholprozesses, den die Menschen hier

gemeistert haben. Rund 90 Prozent der Mecklenburger sagen,

dass es sich hier gut leben lässt. Darauf können wir alle

gemeinsam stolz sein.

Wie das ganze Land haben 2015 auch viele Vereine und

Verbände ihr 25 jähriges Bestehen gefeiert, unter ihnen der

Verband des Kraftfahrzeuggewerbes Mecklenburg-Vorpommern.

Er ist sogar der erste ostdeutsche Verband dieser Art.

In den über 650 Mitgliedsbetrieben wird eine engagierte Arbeit

geleistet. Dass von den 8.000 Beschäftigten rund 1.000

eine Ausbildung absolvieren, ist ein gutes Zeichen. Ich finde

es besonders wichtig, dass sich Unternehmen rechtzeitig und

gründlich um die Ausbildung des eigenen beruflichen Nachwuchses

kümmern. Das schafft für beide Seiten Sicherheit

und Kontinuität für die Zukunft und stärkt den Mittelstand

in unserem Land. Ich gratuliere dem Verband des Kraftfahrzeuggewerbes

Mecklenburg-Vorpommern zu seinem Jubiläum

und wünsche weiterhin viel Erfolg!

Erwin Sellering

Ministerpräsident

des Landes Mecklenburg-Vorpommern

GRUSSWORT

25 Jahre Kfz-Gewerbe in Mecklenburg-

Vorpommern und seine Bedeutung für

die Gesellschaft

25 Jahre - eine spannende Zeit, in der sich bis heute eine

Menge getan hat. Wir sind damals fast von einem Tag auf

den anderen aus der Planwirtschaft in die soziale Marktwirtschaft

gestartet. Die damalige Aufbruchstimmung war

einmalig, die Umbrüche im Berufs- und Privatleben für viele

von uns eine große Herausforderung. Wo Altes weggebrochen

ist, entstand viel Neues. Unser Land hat sich zu einem

wettbewerbsfähigen Wirtschaftsstandort entwickelt. Vor

großen Herausforderungen in der Wendezeit stand auch

das Kfz-Gewerbe. Gern erinnere ich daran, dass sich bereits

am 30. März 1990 der Landesverband des Kfz-Gewerbes

Mecklenburg-Vorpommern als erster ostdeutscher Verband

gegründet hatte. Mit anfänglich 227 Mitgliedsbetrieben aus

Handwerk und Handel hat er seine Arbeit aufgenommen.

Der Verband vertritt heute die Interessen von über 650 Mitgliedsbetrieben

und ihren über 8.000 Mitarbeitern - eine

beeindruckende Entwicklung wie ich finde. Ich möchte mit

wenigen Zahlen exemplarisch veranschaulichen, was sich im

Kfz-Gewerbe alles bewegt hat. Nach der Wende war der Bedarf

an Fahrzeugen in den neuen Bundesländern enorm. Al-

Bundesländern von 3,9 auf mehr als 5,2 Millionen. Aus den

alten Bundesländern wurden bis Ende 1990 rund 200.000

Neufahrzeuge nach Ostdeutschland verkauft. Dazu kamen

noch 1,2 Millionen Gebrauchtwagen. Bei einem Durchschnittspreis

von geschätzten 13.000 D-Mark pro Fahrzeug

hatten die Neubundesbürger 1990 etwa 18,2 Milliarden

Mark für den Kauf von Neu- und Gebrauchtwagen ausgegeben.

Heute sind allein in Mecklenburg-Vorpommern etwa

eine Million Fahrzeuge unterwegs.

Nicht nur der Markt insgesamt, auch die Verkehre und die

räumliche Mobilität haben sich sehr stark verändert. Das Auto

ist beispielsweise in einem Flächenland wie Mecklenburg-

Vorpommern von großer Bedeutung. Insgesamt sind die

Anforderungen an die Branche größer geworden. Heute

sind Mitarbeiter hervorragende Dienstleister, Kfz-Fachleute

und auch Verkäufer. Schlagworte wie Umweltfreundlichkeit,

High-tech -Antriebe sowie Energieeffizienz sind längst

alltagstaugliche Begrifflichkeiten der modernen Entwicklung

der Fahrzeugbranche geworden. Neue Technologien treffen

gleichzeitig auf neue Mobilitätskonzepte und gesellschaftliche

Präferenzen - kein leichter Spagat den es da zu bewältigen

gilt. Gerade die komplexen Systeme bei den modernen

Fahrzeuggenerationen stellen auch hohe Anforderungen an

Auszubildende und Fachkräfte. Spezialisierung, Aus- und

Weiterbildung sind wichtige Komponenten der stetigen Weiterentwicklung.

In Mecklenburg-Vorpommern hat sich eine

dynamische und erfolgreiche Automobilzulieferindustrie entwickelt.

Systemproduzenten und Zulieferer behaupten sich

als zuverlässiger Partner der Automobilwirtschaft und stellen

sich erfolgreich dem globalen Wettbewerb. Mittlerweile arbeiten

über 5.000 Menschen in diesem Industriezweig und

erwirtschaften in rund 100 Betrieben einen jährlichen Umsatz

von circa 1,5 Milliarden Euro. Die Automobilzulieferbranche

ist im Nordosten volkswirtschaftlich außerordentlich wichtig,

da sie stabiles Wachstum, technologische Innovationen

und hochwertige Beschäftigung schafft. So werden in Meck-

und Heizsysteme, Komponenten für einen zuverlässigen Insassenschutz

und moderne Fahrzeuginformationssysteme

hergestellt. Außerdem fertigen Unternehmen im Land hydraulische

Präzisionskomponenten, statten Nutzfahrzeuge

mit Allradantrieben aus und sind im Bereich der Leichtmetallumformung

tätig. Der Kfz-Verband hat in den vergangen 25

Jahren entscheidend mit dazu beigetragen, dass Strukturen

geschaffen wurden, die Mecklenburg-Vorpommern mobil

machen. Tankstellen wurden gebaut. Das Straßen- und Wegenetz

hat sich entwickelt und wurde ausgebaut. Auch die

vielen markengebundenen Autohäuser und Freien Werkstätten,

die sich in ihrer jeweiligen ostdeutschen Region in den

vergangenen 25 Jahren hervorragend entwickelt haben, leisten

einen wesentlichen Beitrag zum wirtschaftlichen Erfolg

insgesamt. In der Branche sind moderne Arbeitsplätze und

Ausbildungsberufe entstanden, Arbeitsbedingungen sind

verbessert worden, Tariflöhne werden gezahlt. Als Hauptziel

verfolgt der Verband die Förderung, Unterstützung und

Vertretung der allgemeinen, beruflichen, wirtschaftlichen,

gewerblichen und sozialen Interessen. Dieses Ziel verfolgt

der Verband bis heute. Ich danke Ihnen allen herzlich für die

geleistete Arbeit und die konstruktive und zielführende Zusammenarbeit.

Ich wünsche Ihnen auch künftig viel Erfolg

bei der Bewältigung der künftigen Herausforderungen und

vor allem ertragreiche Umsätze und zufriedene Kunden.

Harry Glawe

Minister für Wirtschaft, Bau und Tourismus

Mecklenburg-Vorpommern

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