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Earning by Doing

So funktionieren die Finanzmärkte. So verdienen Sie Geld an der Börse.

Strategien und Börsen-Geschichten eines Profis.

von Oliver Roth

» Oliver Kahn nutzte den „Mannschafts-Indikator“. Für

ihn war es „ein sicheres Zeichen, dass es bald wieder runtergehen

musste“, wenn seine Mitspieler nur über Aktien

geredet haben. Auch Oliver Roth kennt den einen oder

anderen Kniff, wie man mit Aktien Geld verdient. Mit der

Torhüter-Legende verbindet ihn neben dem Vornamen

außerdem: Auch er war Fußballprofi. Ihm behagte das

Haifischbecken Bundesliga aber nicht und so entschied

er sich frühzeitig für die Börse. Mittlerweile ist er Kapitalmarktstratege

einer deutschen Wertpapierhandelsbank

und legt mit „Earning by Doing“ sein erstes Buch vor.

Vom Fußballprofi zum Börsenprofi

In „Earning by Doing“ gewährt Roth Einblicke in seinen

persönlichen Werdegang vom Fußballprofi zum professionellen

Börsianer. Neben diesem Erzählstrang geht es Roth

in seinem Erstling aber vor allem darum, Börsenneulingen

die Grundprinzipien der Geldanlage, des Wirtschaftsgeschehens

und der Börse näherzubringen. Sein Credo:

Ein Engagement an der Börse ist in der derzeitigen Niedrigzinsphase

die beste Option – vorausgesetzt, man macht

sich mit den Grundlagen vertraut, entwickelt eine Strategie,

die zu einem passt, und hält sich an bestimmte Regeln.

Bibliographie

Titel: Earning by Doing

So funktionieren die Finanzmärkte. So verdienen Sie Geld an der Börse.

Strategien und Börsen-Geschichten eines Profis.

Autor: Oliver Roth

Seiten: 224

Preis: 24,99 €

ISBN: 9783864702556

Verlag: Börsenbuchverlag

Der Gesamtplan

Die Grundidee der Aktienbörse formuliert Roth folgendermaßen:

„Menschen mit einer guten Idee und wenig Geld

kommen dort mit Menschen zusammen, die viel Geld, aber

keine guten Ideen haben.“ Um langfristig Erfolg zu haben,

muss man, so Roth, als Anleger einen Gesamtplan entwickeln

und dabei die drei zentralen Faktoren der Investment-

Planung berücksichtigen: Zeit, Kapital und Risiko.

In Sachen Zeit ist bei kurzfristigem Anlagehorizont

(drei bis zwölf Monate) vor allem Liquidität gefragt, damit

scheiden laut Roth Aktien, Renten, Wetten auf Rohstoffpreise

und die entsprechenden Fonds aus. Stattdessen

sind Festgeld, Termingeld und Sparbriefe zu bevorzugen.

Beim mittelfristigen Horizont (ein bis sechs Jahre) steht

die Rendite im Fokus: Immobilien, Aktien, festverzinsliche

Wertpapiere, Fondssparpläne, Anleihen mit Top-

Ratings sowie Blue-Chip-Aktien sind geeignete Vehikel.

Wer langfristig (länger als sechs Jahre) anlegen möchte,

zielt auf eine höhere Rendite ab – bei höherem Risiko.

Dann kommen alle Anlageformen infrage.

Im Hinblick auf das Kapital muss die Liquidität für die

Deckung der laufenden Kosten gewährleistet sein. Hinsichtlich

des Risikos ist entscheidend, ob das Ziel Vermögensaufbau

oder Vermögensverzehr ist. Vor der Rente

sind ein höheres Risiko und längere Laufzeiten gefragt,

nach dem Renteneintritt steht der Kapitalerhalt im Vordergrund.

Roth analysiert die Anlagepyramide: 1. Girokonto/

Tagesgeldkonto/Sparkonto, 2. Anleihen/Fonds/Renten,

3. Aktien/Fonds, 4. Immobilien, 5. Derivate. Er fällt klare

Urteile über die Eignung in Abhängigkeit vom jeweiligen

Zweck und liefert nachvollziehbare Begründungen.

Neun Schritte zum Aktien-Erfolg

Nach der Entwicklung des Gesamtplans braucht es „einen

Plan für den Kauf von Aktien“. Dieser beinhaltet:

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