Sächsische Schweiz

doppelhorn

Urlaubsmagazin_Saechsische_Schweiz_Elbsandsteingebirge_2016

Nationalparkregion Sächsisch-Böhmische Schweiz

www.saechsische-schweiz.de

Informationen

Sächsische Schweiz

Ihr Urlaubsmagazin

Foto: Bernd Grundmann

Das Elbsandsteingebirge:

Frisch auf ins Wanderglück!

Mit Spezialteil Deutscher Wandertag 2016

2016


Sieger im Pokal der Gastlichkeit

Pension „Villa Irene“ – Gastlichste Pension

Wir heißen Sie herzlich willkommen in unserer mit viel Liebe eingerichteten

Pension in ruhiger, aber dennoch zentraler Lage im Luftkurort

Gohrisch.

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Haus genießen, entspricht der schönen und vielfältigen Bergwelt

ringsum.

Beginnen Sie den Tag mit einem leckeren Frühstücksbuffet! Lassen Sie

sich bei Ihrer Freizeitgestaltung von uns beraten! Kommen Sie nach

Hause und entspannen Sie auf der gemütlichen Terrasse und auf

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Wir freuen uns auf Sie! Bis bald!

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Eingebettet im wildromantischen Elbtal – an wohl schönster Stelle des

malerischen Kurortes Bad Schandau – erwartet Sie unser traditionsreiches

Parkhotel. Wo einst Könige residierten, genießen Sie heute ein



Hauses mit den 75 elegant eingerichteten Zimmern wird Sie ebenso



Spüren Sie die südliche Lebensfreude …

und lassen Sie sich im Wintergartenrestaurant oder auf der Gartenterrasse

bei wunderschöner Aussicht mit regionalen und mediterranen Köstlichkeiten

rundum verwöhnen. In der hauseigenen Wohlfühl-Vitallounge

mit großzügiger Saunalandschaft wartet anschließend Ihr ganz persönliches

Wohlfühlprogramm auf Sie.

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Foto: Marko Förster

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Freunde des Elbsandsteingebirges

»Frisch auf!« ist der traditionelle Gruß der Wanderer. Er ist das, was für den Jäger das »Horrido!« und für

den Fischer das »Petri Heil!« ist. Das wissen nicht mehr viele. Wandern ist heute eher Trend als Tradition

– auch im Elbsandsteingebirge. Längst hat sich die Jugend die Wanderwege und Aussichten, die Stiegen

und Bergwirtschaften erobert. Und das ist gut so. Funktionsbekleidung in neonbunten Textmarkerfarben

leuchtet im Wald, beim Geocaching werden echte oder virtuelle Schätze gesucht und auf den Gipfeln

Selbstporträts geknipst. Warum auch nicht? Jede Generation entdeckt die Natur auf ihre Weise.

Trotzdem ist Wandern auch ein zeitloses Vergnügen. Man läuft beim Wandern durch eine schöne Gegend.

Das war vor 200 Jahren so und wird auch in 200 Jahren noch so sein. Damit bringt Wandern die

Generationen zusammen. Und wenn in diesem Sommer das größte Wanderfest der Welt, der Deutsche

Wandertag, in der Sächsischen Schweiz stattfindet, werden Alt und Jung gemeinsam ausschwärmen,

um die traumhafte Felsenwelt zu durchstreifen. Wir blicken voller Spannung auf dieses Ereignis voraus.

Tausende Menschen aus ganz Deutschland werden zum ersten Mal Berührung mit der Region haben –

und sicher begeistert zurückkehren.

Worauf Sie sich im Jahr 2016 bei uns freuen dürfen, beim Deutschen Wandertag, aber auch im Rest

des Jahres, haben wir Ihnen in diesem Heft zusammengestellt. Es ist unsere herzliche Einladung an

Sie. Entdecken Sie eine der spektakulärsten Naturlandschaften Europas beim Klettern, Radeln, Paddeln,

Reiten, Dampfer- oder Bahnfahren – aber vor allem beim Wandern. Was gibt es Schöneres?

Frisch auf!

Klaus Brähmig, Vorsitzender des Wanderverbandes

Sächsische Schweiz e.V. und Vorsitzender des

Tourismusverbandes Sächsische Schweiz e.V.,

das 19. Sebnitzer Blumenmädchen Doreen Berger sowie

Mike Ruckh, Oberbürgermeister der Stadt Sebnitz,

(v.l.n.r.) auf dem Sebnitzer Markt

Ihr

Ihr

Klaus Brähmig

Vorsitzender des Tourismus verbandes

Sächsische Schweiz

Mike Ruckh

Oberbürgermeister der Stadt Sebnitz

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Foto: Tobias Richter

Foto: Bernd Grundmann

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Sächsische Schweiz Ihr Urlaubsmagazin 2016

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Foto: Philipp Zieger

Foto: Bernd Grundmann

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KIRNITZScHTAL Seite 34

DEUTScHER WANDERTAG Seite24

❚ NATURWUNDER ab Seite 6

Was das Elbsandsteingebirge

einmalig macht:

Malerisches am Malerweg,

Nationalpark Sächsische Schweiz,

Wanderfalken, Botanische Schätze

❚ BEWEGUNG ab Seite 24

Was Aktive bewegt:

Spezial Deutscher Wandertag 2016,

Trekkinghütten, Mühlenwandern,

Radfahren um Hohnstein, Peter Brunnerts

Klettererinnerungen, Bergrettung,

Sport-Events

❚ FERIENABENTEUER ab Seite 50

Was Kinder begeistert:

Lieblingswege, Wandern mit Alpakas,

Naturerlebnisse, Bergbau, Schaufelraddampfer,

Eisenbahnen, Naturmärkte, Handwerk,

Adventsmärkte, Spielewochen, Kletterhalle,

Bogensport

NATURERLEBNIS ELBSANDSTEINGEBIRGE Seite 6

❚ JUNGBRUNNEN ab Seite 80

Was Lebenskräfte weckt:

Wandern als Medizin, Abschalten und

Abtauchen in Bädern, Saunen und

Salzscheunen, Wiedereröffnung Wellnesspark

Elbresidenz in Bad Schandau

FAHRRADTOUR Seite42

WANDERN MIT KINDERN Seite50

Theater

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Museum

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Ilses Kaffeestube

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Sächsische Schweiz Ihr Urlaubsmagazin 2016

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ELBSANDSTEINKLETTERN Seite44 FELSENBüHNE RATHEN Seite 110

❚ GENUSS ab Seite 90

Wie die Region schmeckt:

»Ä Dässl Heeßen, ä Stückl Eierschegge und

än Eierligöör«: Auch im Elbsandsteingebirge

wird die berühmte sächsische Kaffeekultur

zelebriert.

KAFFEEKULTUR Seite90

GESUNDHEIT Seite80

❚ KULTUR ab Seite 98

Wo Geschichte lebt und Kunst gedeiht:

Neue Ausstellungen auf Festung Königstein

und Burg Stolpen, Schlösser, Burgen,

Gärten, Heimatmuseen, Sandsteinkultur,

Felsenbühne Rathen, Musikfestivals

❚ NAcHBARN ab Seite 118

Wohin es einen Ausflug lohnt:

Dresdner Frauenkirche zum 350. Geburtstag

George Bährs; Wandertipp Böhmische Schweiz

❚ SERVIcE ab Seite 120

Was nützlich ist:

Mobilitätstipps, Liniennetzplan, Empfehlungen

des Landrates und der Bürgermeister,

Gewinnspiel, Adressen, Termine

AUSSTELLUNGEN Seite 98

Mitten im Lärm unserer Zeit ist dieses herrliche Fleckchen

Erde ein reiner Luxus. Auf einsamer Höhe, zentral gelegen im

Nationalpark Sächsische Schweiz, zwischen grünen Hügeln,

schroffen Felsen, malerischen Wäldern und weiten Feldern

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Wunderbares

Wer dem Malerweg Elbsandsteingebirge folgt, findet die eindrucksvollsten

Kulissen und wildesten Szenen des erhebenden Felsendramas. Vor genau

zehn Jahren wurde die berühmte Route wiederbelebt. Aus Anlass des Jubiläums

stellen wir die zehn schönsten Stationen zum Innehalten und Staunen vor.

Foto: Bernd Grundmann

6 Sächsische Schweiz Ihr Urlaubsmagazin 2016

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NATURERLEBNIS ELBSANDSTEINGEBIRGE

am Malerweg

Der Malerweg Elbsandsteingebirge ist eine 112 Kilometer lange

Liebeserklärung an eine der spektakulärsten Naturlandschaften

Europas. Zuerst verfielen die Künstler der Romantik der wilden

sächsisch-böhmischen Schönheit. Immer wieder kehrten sie

zum Beobachten, Zeichnen und Malen hierher zurück. Ihre Lieblingsplätze

und die Wege dahin verschmolzen zu einem idealen Pfad. Der heutige, 2006

wiederbelebte, Malerweg folgt zu einem Großteil dieser historischen Route.

Er ist ein Stück Kunstgeschichte.

Uttewalder Grund: schönste Schlucht

Seinen ersten Höhepunkt nach dem Start in Liebethal erreicht der Malerweg

im Uttewalder Grund (1). Es ist eine der schönsten Schluchten in der Sächsischen

Schweiz. »In der wunderbarsten Gestalt erhoben sich hier die Felswände

an beiden Seiten, herrlich bewachsen mit Moos«, schwärmte der dänische

Dichter Hans christian Andersen 1831. Die englische Schriftstellerin Mary

Shelley vertraute elf Jahre später an gleicher Stelle ihren Reisenotizen an:

»Wir stoßen in die geheimen Gemächer der Natur vor, von ihr ausgeschmückt

in der wildesten Launenhaftigkeit.« Bis heute fasziniert der Uttewalder Grund

auf diese Weise. Ein Pflichtmotiv sind die zwischen Felswänden, kurz über

dem Weg eingeklemmten Felsbrocken. Schon caspar David Friedrich hielt das

Kuriosum im Bild fest.

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Sächsische Schweiz Ihr Urlaubsmagazin 2016 7


Foto: Bernd Grundmann

Foto: Bernd Grundmann

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Foto: cP Photo Graphic

Bastei: berühmter Ausblick

Die Bastei (2) hält das erste große Panoramaerlebnis am Malerweg bereit.

193 Meter über der Elbe bietet die Basteiaussicht einen atemberaubenden

Weitblick über das linkselbische Gebiet mit seinen berühmten Tafelbergen.

Insbesondere im Morgen- und Abendlicht entfaltet das Panorama seine ganze

Wirkung. Hier nahm der Sächsische-Schweiz-Tourismus mit ein paar schlichten

Hütten vor über 200 Jahren seinen bescheidenen Anfang. Dann ging alles

ganz schnell. Bereits 1822 mutmaßte der Kammerherr carl von Voß: »Kein

Ort der Erde wird wohl so viel besucht, wie dieser.«

Schwedenlöcher: märchenhafter Geheimweg

Einen lauschigen Kontrast zur Weite und Geschäftigkeit der Basteiaussicht

bieten die Schwedenlöcher (3). Dafür weicht man ein wenig von der eigentlichen

Malerwegsroute ab. Ein schmaler, holpriger Pfad mit Stufen und Brücken

windet sich zwischen kühlen, mitunter eng stehenden Felswänden von der

Basteiebene hinab in Richtung Amselgrund. Schwedenlöcher heißt der Abschnitt,

weil sich im Dreißigjährigen Krieg hier Menschen vor Marodeuren aus

dem skandinavischen Königreich versteckten.

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Foto: Mario Hübner

Gautschgrotte: Überraschung im Wald

Auch die Gautschgrotte (4) unweit der Stadt Hohnstein ist vom Malerweg aus

durch einen kleinen Abstecher zu erreichen. Sie bietet unerwartete landschaftliche

Dramatik mitten im Wald. Die Formation beeindruckt durch ihre

überwältigende Größe. Aus etwa 20 Metern Höhe tröpfelt Quellwasser von monumentalen

Felswänden herab. Nach Regentagen gibt es hier einen rauschenden

Wasserfall. Und im Winter wächst nicht selten eine gigantische Eissäule.

5

Foto: Bernd Grundmann

Brand: unbeschreibliches Panorama

Der Brand (5) bietet hoch über dem Polenztal in einer Höhe von 317 Metern

einen traumhaften Panoramablick: Rechts die Bastei, links die Schrammsteine

und dazwischen das Polenztal, dichte Wälder, kahle Felsen und sanfte Hügel.

Im Hintergrund wachen feierlich die Tafelberge. Balkon der Sächsischen

Schweiz wird der Brand aus gutem Grund genannt. »Was man hier mit einem

Male alles übersieht, das kann die stärkste Beredsamkeit so wenig schildern

als die Empfindungen auf der Bastei«, schrieb der Lohmener Pfarrer carl

Heinrich Nicolai 1801 über den Brand.

8 Sächsische Schweiz Ihr Urlaubsmagazin 2016

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Foto: Tobias Richter

Schrammsteinaussicht: schroffe Schönheit

Die Schrammsteinaussicht (6) vervollkommnet das Dreigestirn der berühmtesten

Panoramapunkte der Sächsischen Schweiz. Gelangt man auf Bastei

und Brand noch auf überwiegend breiten, flachen Wegen, ist das Bezwingen

des imposanten Felsmassives der Schrammsteine schon deutlich anspruchsvoller.

Doch die Anstrengung lohnt. Von einem schmalen Felsgrat aus blickt

man über die sogenannte Vordere Sächsische Schweiz und das Elbtal bei guter

Sicht bis nach Dresden. Aus dichtem Wald ragen die markanten Gipfel von

Falkenstein, Bloßstock und Wildenstein.

Kuhstall: malerischer Kontrast

Der Kuhstall (7), eine imposante Schichtfugenhöhle in Nähe des malerischen

Kirnitzschtals, begeisterte schon die ersten Reisenden in der Sächsischen

Schweiz. Elf Meter hoch, 17 Meter breit und 24 Meter tief ist der natürliche

Felsendom. »Er sieht im ersten Augenblick aus, als sei er von Menschenhänden

ausgeführt; aber wenn man die stolze Masse näher betrachtet, da fühlt man,

dass nur die Natur einen solchen Riesenbau ausführen kann«, schrieb Hans

christian Andersen über den Kuhstall. Die pittoreske Spannung zwischen bedrohlichen

Felsmassen und den winzig wirkenden Besuchern, zwischen der

Geschlossenheit der Höhle und der Weite der Aussicht erfüllte die kühnsten

Motivwünsche romantischer Landschaftsmaler – und fasziniert bis heute.

Kleinsteinhöhle: beliebtes Motiv

Ebenfalls unweit des Kirnitzschtals lockt die Kleinsteinhöhle (8) zu einem

Abstecher vom Malerweg. Sie gehört zusammen mit dem Kuhstall und dem

berühmten Prebischtor (Böhmische Schweiz) zu den schönsten und größten

Felsentoren im Elbsandsteingebirge. Der Maler Adrian Ludwig Richter machte

die etwa zehn Meter hohe Höhle, die durch zwei aneinander lehnende Felsen

gebildet wird, durch eine 1820 entstandene Radierung berühmt. Er war nicht

der erste und auch nicht der letzte Künstler, der sich dem Motiv widmete. Allein

in der Sammlung des Kupferstichkabinetts der Staatlichen Kunstsammlungen

Dresden finden sich etwa ein Dutzend Abbildungen des Ortes.

Übernachtung im Ferienhaus

„Zur Ottendorfer Hütte“ im DZ

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in der Herberge

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Foto: Bernd Grundmann Foto: Bernd Grundmann

Foto: Philipp Zieger

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Foto: Bernd Grundmann

Papststein: Tafelberg mit Blick

Der historische Malerweg führte über die Grenze zu Böhmen hinweg bis zum

Prebischtor. Diese Routenführung wurde aus Naturschutzgründen bei der

Neuausschilderung des Weges nicht wiederbelebt. Die heutige Variante sieht

bei Schmilka eine Fährüberfahrt vor und führt auf der linken Elbseite zurück

nach Pirna. Hier beginnt das Reich der Tafelberge. Fast alle dieser seltenen

Landschaftsformen finden sich südlich des Stromes. Gleich mehrere herrliche

Aussichtspunkte bietet der 452 Meter hohe Papststein (9) zwischen Kurort

Gohrisch und Papstdorf.

Pfaffenstein: Landschaft im Kleinen

Südlich der Stadt Königstein findet man den 434,6 Meter hohen Pfaffenstein

(10). Weniger wie ein Berg, eher wie eine eigene Landschaft wirkt der großflächige,

stark zerklüftete Tafelberg. Das hat ihm den Beinamen »Sächsische

Schweiz im Kleinen« eingebracht. Der Pfaffenstein rettete mit seinen zahlreichen

Verstecken der ortsansässigen Bevölkerung in Krisenzeiten so manches

Mal Leib und Leben. Spuren der Besiedlung reichen bis in die Steinzeit zurück.

Am Pfaffenstein findet sich auch die berühmteste Felsnadel der Sächsischen

Schweiz: die Barbarine. 43 Meter ist die Säule hoch, an der noch bis

Mitte der 1970er Jahre geklettert werden durfte.

Wer in aller Ruhe und mit wachen Sinnen entlang des Malerweges flaniert,

dem offenbart sich das unerschöpfliche Repertoire des Elbsandsteingebirges.

Je nach Wetter, Tages- und Jahreszeit zeigt sich die temperamentvolle Diva

mal sanft, mal barsch, mal einladend, mal unnahbar, mal bodenständig, mal

geheimnisvoll.

Man muss sicher nicht gleich, wie einst caspar David Friedrich, tagelang

zwischen Felsen und Bäumen hausen, um wirklich ganz allein mit der Natur

zu sein. Vielleicht genügt es, sich zu fragen, was der Maler hier gesucht hat.

Vielleicht genügt es, zu versuchen, das Naturwunder mit den Augen eines

Künstlers zu sehen. ❚

www.malerweg.de

www.urlaubsmagazin.tv/

video-malerweg

10 Sächsische Schweiz Ihr Urlaubsmagazin 2016

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Sächsische Schweiz Ihr Urlaubsmagazin 2016 11


NATIONALPARK SÄcHSIScHE ScHWEIZ

Im Rhythmus der Natur

Die faszinierende Felsen-, Tier- und Pflanzenwelt des Elbsandsteingebirges

ist auf sächsischer und böhmischer Seite mit je einem Nationalpark

besonders geschützt. Besucher sind eingeladen, sich von der Landschaft

berühren zu lassen – und aufgerufen, ihren Beitrag zum Erhalt der

verletzlichen Naturschönheit zu leisten.

Foto: Bernd Grundmann

Foto: Bernd Grundmann

Siebenschläfer auf Nahrungssuche

Schrammsteine (Tante, Torsteine, Falkenstein)

Nationalpark – das klingt nach Weite,

Wildnis und Abenteuer, nach atemberaubenden

Landschaften, perfekter

Stille, herrlicher Luft und kristallklarem

Wasser. Tatsächlich darf man darauf vertrauen, in

einem Nationalpark etwas ganz Besonderes zu finden:

ein Stück dieser Erde in ursprünglicher Würde

und Schönheit. Die Nationalparkidee ist ein Kind

des 19. Jahrhunderts. Man erkannte, dass Wildnis

mehr ist, als ungenutzte Ressourcen und dass diese

gegen eine immer expansivere Industriekultur geschützt

werden muss. Der älteste und berühmteste

Nationalpark ist Yellowstone, gegründet 1872.

Knapp 3.000 dieser bedeutenden Naturschutzgebiete

gibt es heute weltweit, über 400 in Europa,

16 in Deutschland.

Der einzige Felsennationalpark der Bundesrepublik,

der Nationalpark Sächsische Schweiz, wurde 1990

ins Leben gerufen. Seine Gründung ist ein Wunder

der Wendezeit. In einem beispiellosen Parforceritt

schafften es Naturschützer in letzter Sekunde, diese

und weitere wertvolle Landschaften der DDR als

neue Nationalparke und Biosphärenreservate in

die Ehe mit der Altbundesrepublik einzubringen.

Der damalige Bundesumweltminister Klaus Töpfer

bezeichnete die Großschutzgebiete zu Recht als

das Tafelsilber der deutschen Wiedervereinigung.

Mit 93,5 Quadratkilometern Fläche zählt der Na -

tionalpark Sächsische Schweiz zu den kleineren deut -

schen Nationalparks. Im Jahr 2000 wurde auch ein

79 Quadratkilometer großer Teil der be nach bar ten

Böhmischen Schweiz als Nationalpark ausgewiesen.

Beide Parks sind eingebettet in ein Landschaftsschutzgebiet.

Das ergibt eine zusammenhängende

Nationalparkregion mit unterschiedlichen Schutzzonen

von etwa 710 Quadratkilometern Fläche.

Gelobtbachfall bei Schöna

Straußfarn

Foto: Bernd Grundmann

Foto: Peter Wächter

12 Sächsische Schweiz Ihr Urlaubsmagazin 2016

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Foto: Tobias Richter

Der Bach Kirnitzsch schlängelt sich durch eine Schlucht aus Sandsteinfelsen

In der Nationalparkverwaltung arbeiten Forstleute,

Naturschützer, Geografen, Ingenieure, Pädagogen

und Verwal tungskräfte. Sie planen, beobachten,

pflegen, überwachen, informieren und bilden.

Hauptaufgabe ist es, den größten Teil des Gebietes

zu ursprünglichem ökologischen Gleichgewicht

zu rückzuführen, bedrohte Arten zu schützen oder

wieder anzusiedeln.

Dabei gilt es, die Balance von Naturschutz und

Erlebbarkeit zu wahren. Denn die Nationalparks

sind auch wichtige Touristenmagnete. über vier

Millionen Menschen aus der ganze Welt besuchen

Richtiges Verhalten im Nationalpark

1. Feuer nur an den ausgewiesenen Feuerstellen/

nicht rauchen.

2. Freiübernachten nur an genehmigten

übernachtungsstellen. Kein campen!

3. Auf gekennzeichneten Wegen bleiben.

4. Hunde an der Leine führen.

5. Abfälle wieder mitnehmen.

6. Klettern nach sächsischen Regeln nur an

trockenem Fels und ohne Klemmkeile oder

Magnesia.

7. Pflanzen oder Tiere im Nationalpark lassen.

8. Radfahren nur auf ausgewiesenen Radrouten –

Wanderer haben »Vorfahrt«.

9. Wegesperrungen zum Schutz der Natur

respektieren.

die beiden Schutzgebiete auf deutschem und

tschechischem Gebiet jährlich.

Von Anfang an gehört Information- und Bildungsarbeit

zu den Schwerpunkten der National park ver -

waltung. Das Nationalparkzentrum in Bad Schandau,

mehrere Informationspunkte sowie Natur erfah -

rungs programme für Kinder, Jugendliche und Erwachsene

sensibilisieren für den Wert und die

Schutzbedürftigkeit der Region.

»Natur Natur sein lassen« ist die Essenz der Nationalparkphilosophie.

Sie wird auch im Elbsandsteingebirge

gelebt. Und wo die Natur ganz Natur

Blick über das Elbsandsteingebirge

Foto: Tobias Richter

sein kann, darf auch der Mensch ganz Mensch sein.

Befreit von Hektik, Lärm, Abgasen, Werbung und

Terminen dürfen sich Nationalparkbesucher auf den

Rhythmus der Natur einschwingen, sich wieder

auf Wesentliches besinnen und als Teil eines großen

Ganzen fühlen. So gesehen sind Nationalparks

nicht nur Schutzzonen für Landschaften, Pflanzen

und Tiere. Sie sind es auch für uns. ❚

www.urlaubsmagazin.tv/

video-nationalpark

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Sächsische Schweiz Ihr Urlaubsmagazin 2016 13


Fotos: Verlag ADAM

Stadt Wehlen

mit Bezug auf die Region, u. a. der Heißluftballon

der ersten deutschen Ballonfahrerin Wilhelmine

Reichard, das Luftschiff »Sachsen« oder das erste

deutsche Passagierflugzeug »Baade 152«, erbaut.

Alle Exponate sind bis ins kleinste Detail originalgetreu

und mit Informationstafeln ergänzt.

Die Verwendung von Elbsandstein, maßstabgerechte

Modelle – teils einzigartige Unikate – sowie

elektronisch gesteuerte Bewegungsabläufe und

Animationen zeichnen das Alleinstellungsmerkmal

des Miniaturparks aus. Von der Miniaturisierung

des Elbsandsteins über die anspruchsvolle gärtnerische

Gestaltung des Parks, mit einem Waldeine

Perle in der Sächsischen Schweiz am Fuße der weltberühmten Bastei

Miniaturpark

»Die Kleine Sächsische Schweiz«

Die Sächsischen Schweiz bis in den kleinsten Winkel

zu erkunden – dies kann Wochen oder gar Monate

dauern. Im Miniaturpark »Die Kleine Sächsische

Schweiz« ist es gelungen die malerische Landschaft

bis ins kleinste Detail kunstvoll nachzugestalten

und Besucher mit Sehenswürdigkeiten

und historische Besonderheiten der Region bekannt

zu machen.

Erlebniswelt Elbsandstein –

17 Jahre Sächsische Schweiz in Miniatur

Tausende Gäste besuchen jährlich den 8.000 Quadratmeter

großen Miniaturpark in Dorf Wehlen und

sind begeistert von der Anlage. Mit vielen Einzelobjekten

und Erlebnispunkten werden Geschichte

und Tradition der Sächsisch-Böhmischen Schweiz

in dem Miniatur-Freilichtmuseum dargestellt und

erlebbar gemacht. Um die hohen Anspruch zu erfüllen,

wurden Jahr für Jahr interessante Neuheiten

geschaffen. Während in den Anfangsjahren die

bekanntesten Felsformationen, touristische Highlights,

Modelle historischer Bauwerke und selbstfahrende

Verkehrsmittel die Anlage gestalteten,

wurden nach der Parkerweiterung die 1. Deutsche

Miniatur-Bergbahn, Modelle von Verkehrsmitteln

Touristinformation Markt 7 · 01829 Stadt Wehlen · Tel. 035024 70414 · touristinfo@stadt-wehlen.de

14 Sächsische Schweiz Ihr Urlaubsmagazin 2016

NATURWUNDER

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Willkommen in der Stadt Wehlen

Das »Wehlstädt’l« liegt malerisch und ruhig im geschützten Elbtal am Rande des Nationalparks. Mit

den Ortsteilen Dorf Wehlen, Pötzscha und Zeichen zählt das Urlauberstädtchen ca. 1.725 Einwohner

und gehört zu den beliebtesten Ausflugs- und Urlaubsorten der Sächsischen Schweiz. Die Burg, deren

Ruine noch heute zu sehen ist, wurde 1269 erstmalig urkundlich erwähnt und war wohl eine der Schönsten

im Elbtal. Sie bildete den Ausgangspunkt für die Entstehung der heute über 700-jährigen Stadt. Das

historische Ortswappen symbolisiert die hier betriebene Schifffahrt in Verbindung mit der Lilie aus

dem Wappen der ehemaligen Burgherren. Dorf Wehlen wird 1445 erstmals als »alden Welin im dorffe«

erwähnt. Pötzscha, ein alter Schifferort, wurde 1501 als »Betzscha« erstmals genannt. Zeichen fand

seine Ersterwähnung 1432 als »Czeichen«. Neben der Schifferei lebten die Einwohner der Orte hauptsächlich

von Obst-, Hopfen- und Weinanbau sowie von der Steinbrecherei.

Beim Bau des Dresdner Zwingers, der Semperoper und der Frauenkirche, sowie dem Schloss Moritzburg

und dem Meissner Dom wurde Sandstein aus dem Steinbruch in Zeichen verwendet. Im 17./18. Jahrhundert

breitete sich die Leinweberei, aber auch Strumpfstickerei, Kunstblumenherstellung, Baumwoll-

und Flachsspinnerei aus. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts entwickelte sich der Fremdenverkehr

zum Haupterwerbszweig. Heute verfügt Stadt Wehlen über mehrere Hotels, Pensionen und Privatquartiere

mit ca. 800 Betten, die dem Gast ein angenehmes Ambiente bieten. Naturliebhaber, Wanderer,

Radfahrer und Wassersportler finden hier Ruhe, sächsische Gemütlichkeit sowie nette Cafés und Gaststätten

rund um den Marktplatz, entlang der Elbpromenade und in den Ortsteilen. Für Wanderungen

und Spaziergänge in die bizarre, unberührte Felsenlandschaft rings um den Ort und durch romantische

Gründe entlang des »Malerweges« ist Stadt Wehlen der ideale Ausgangspunkt.

Das solarbeheizte Erlebnisbad, der Miniaturpark »Die Kleine Sächsische Schweiz«, ein Boots- und

Fahrradverleih, ein »Sandsteinpfad« und der Pflanzengarten mit Heimatmuseum bieten den Urlaubern

sportlichen Spaß, Entspannung und Abwechslung. Das Städtchen erreicht man Problemlos per Bahn,

Bus, Schiff oder Fahrrad.

Touristinformation Markt 7 · 01829 Stadt Wehlen · Tel. 035024 70414 · touristinfo@stadt-wehlen.de

www.stadt-wehlen.de · www.wehlen-online.de

bestand von 1.800 Bonsai Nadel- und 150 Bonsai

Laubbäumen, bis hin zur echten Miniatur-Dampflok

»Gerlinde« (Spurweite 7 1/4 Zoll, Streckenlänge

900 m, Höhenunterschied 8 m, 4,5 % Steigung,

Beförderungskapazität 12 Personen) begeistert

die interessante Anlage ihre Besucher. Geschichts -

interessierte, Eisenbahnfans, Modellbaufreunde

u.v.m. erfreuen sich am Ideenreichtum und an den

zu entdeckenden Neuheiten. Der Schaucharakter in

der Bildhauerwerkstatt, bei der Sandstein-Miniaturen-Herstellung,

die Arbeit der Gärtnerinnen, z. B.

beim fachgerechten Bonsai-Schnitt, oder die Wartung

der Dampflok im Lokschuppen sind immer Anlass

für anregende Gespräche und Impressionen.

Erlebnisangebote für Kinder wie die Goldwaschanlage,

der Teich mit vier Steuerständen für ferngesteuerte

Bootsmodelle oder das Quizspiel zum

Erwerb des sandsteinernen »Fuchsi-Talers« gestalten

den Aufenthalt für die ganze Familie zu

einem abwechslungsreichen Erlebnis.

Fotos: Miniaturpark »Die Kleine Sächsische Schweiz«

Echte Handarbeit aus dem Elbsandsteingebirge

Bis ins kleinste Detail in liebevoller Handarbeit

hergestellt, entstehen hier vor den Augen der Besucher

Kunstwerke aus originalem Elbsandstein,

welcher in unmittelbarer Nähe heute noch gebrochen

wird und aus dem auch die Dresdner Frauenkirche

erbaut wurde.

Die Sandsteinminiaturen sind patentrechtlich

geschützt. Jeder Artikel ist aufgrund der unterschiedlichen

Sandsteinmaserung und individuellen

Bearbeitung ein Unikat. Die Gestaltungsideen und

Motive haben einen direkten regionalen Bezug.

Die Miniaturen können Sie im Sandstein-Laden

im Miniaturpark, in Kurort Rathen und im Sandstein-Onlineshop

erwerben.

Miniaturpark »Die Kleine Sächsische Schweiz«

Schustergasse 8, 01829 Dorf Wehlen

Telefon 035024 70631

info@kleine-saechsische-schweiz.de

Öffnungszeiten:

24. März bis 6. November 2016

täglich 10:00 – 18:00 Uhr

Weitere Informationen unter:

www.kleine-saechsische-schweiz.de

www.stadt-wehlen.de · www.wehlen-online.de

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Sächsische Schweiz Ihr Urlaubsmagazin 2016 15


WANDERFALKEN IM ELBSANDSTEINGEBIRGE

Foto: Václav Sojka

Rückkehr der rasanten Räuber

Wanderfalken sind die schnellsten Vögel der Erde. Pestizideinsatz hat der Art in Mitteleuropa beinahe das

Aus gebracht. Mittlerweile gibt es im Elbsandsteingebirge wieder eine stabile Population. Wir sprachen mit

Ulrich Augst, dem Wanderfalkenexperten bei der Nationalparkverwaltung Sächsische Schweiz.

Herr Augst, was sollte man

über Wanderfalken wissen?

Wanderfalken sind schneller als jede andere Vogelart.

Bis 400 Stundenkilometer erreichen sie im

Sturzflug. Sie sind hervorragende Jäger, die andere

Vögel im Flug erbeuten. Weibchen können eine

Spannweite von über 110 Zentimetern erreichen.

Damit sind es mit die größten Vertreter der Falkenfamilie.

Wanderfalken gelten als die am weitesten

verbreitete Falkenart. Trotzdem wären sie

in Mitteleuropa um 1975 fast ausgestorben.

Warum?

Wanderfalken gibt es in fast 20 Unterarten auf allen

Kontinenten außer der Antarktis. Seit den 1950er

Jahren hatte sich das Insektengift DDT im Körper

16 Sächsische Schweiz Ihr Urlaubsmagazin 2016

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der Falken als Endglied der Nahrungskette angereichert.

Das störte den Kalziumhaushalt. Die Vögel

legten dadurch zu dünnschalige Eier, was den

Bruterfolg verhinderte. 1964 flog der letzte Jungvogel

aus einem sächsischen Felsenhorst. Ab dem

Frühsommer 1972 galt der Wanderfalke im Elbsandsteingebirge

und in ganz Sachsen als ausgestorben.

Seit wann gibt es Initiativen zur

Wiederansiedlung?

Schon Mitte der 1960er Jahre gab es Bemühungen

zur Rettung des Wanderfalken in Ostdeutschland.

Man versuchte, Eier künstlich zu erbrüten und Falken

in Gefangenschaft zu vermehren. Die Projekte

scheiterten allerdings. Später gewann das Vorhaben,

Wanderfalken in der Sächsischen Schweiz auszuwildern,

immer mehr an Bedeutung. Da Jungfalken

zur Auswilderung in der DDR praktisch nicht

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Foto: Václav Sojka Foto: Ulrich Augst

Foto: Ulrich Augst

Wanderfalkengelege, Fütterung und Jungfalken im Horst

verfügbar waren, blieb nur der Weg über die Zweitlegemethode.

Dieses Pilotprojekt wurde 1989 angegangen.

Vom Brutpaar an der Berliner Marienkirche

holten wir zwei Jungfalken. Dort wurden

zwei Junge aus einem Thüringer Horst, wo die Falken

ein Zweitgelege hatten, eingesetzt. Zweitgelege

werden durch gezielte Entnahme der ersten

Eier erzeugt, da die Falken in der Regel noch mal

neu Eier legen.

Ulrich Augst beim Beringen eines Jungfalken am Jortanshorn im Großen Zschand.

Ab 1990 wurden, dank der Wende, dann jährlich

etwa zehn Jungfalken ausgewildert. 1996 konnte

das Projekt erfolgreich beendet werden, da das

Ziel fünf etablierter Paare erreicht war. Um den

Bestand zu schützen, schildern wir jährlich Horstschutzzonen

aus. Und Mitglieder des Sächsischen

Bergsteigerbundes bewachen kritische Plätze, um

den Brutpaaren die erforderliche Ruhe zur Aufzucht

ihrer Jungvögel zu gewährleisten.

Bergsteiger bewachen Falkenhorste?

Ja, das ist eine ehrenamtliche Tätigkeit. Jährlich

übernehmen etwa 30 bis 40 Freiwillige an 30 bis

40 Tagen diese Aufgabe. Sie bewachen die Brutplätze

in besonders beliebten Klettergebieten bzw.

an besonders beliebten Kletterfelsen. Sie klären

Kletterer zum Wanderfalkenschutz auf, weisen bei

übertretungen auf die Wichtigkeit der Ruhe im

Gebiet hin und verweisen uneinsichtige Personen

der Schutzzone.

Wie viele Wanderfalken sind

heute wieder im Elbsandsteingebirge

heimisch?

Aktuell 31 oder 32 Paare, davon 20 oder 21 auf

sächsischer Seite. Das Elbsandsteingebirge ist damit

wahrscheinlich das von Wanderfalken am

dichtesten besiedelte Gebiet Mitteleuropas. 2015

brüteten zwei Wanderfalkenpaare in nur 650 Meter

Entfernung zueinander erfolgreich.

Wo kann man die Tiere beobachten oder

hören und woran erkennt man sie?

Erwachsene Wanderfalken sind das ganze Jahr über

im Gebiet der Sächsisch-Böhmischen Schweiz zu

sehen. Jeder Tafelberg hat sein Wanderfalkenpaar.

Wanderfalken sind knapp bussardgroß. Der Rücken

ist grau gefärbt, Bauch und Brust sind weißlich

mit dunkler Querbänderung, den schwarzen Kopf

ziert ein dicker Backenstreif auf den weißen Wangen.

Im Jugendkleid überwiegen gelbe und braune

Farbtöne mit längs gefleckter Unterseite. Die

Männchen sind kleiner, aber kontrastreicher gezeichnet

als die kräftigeren Weibchen. Das Flugbild

zeigt einen kompakten, kräftigen Körper mit

relativ kurzem Schwanz und spitzen Flügeln. Ihre

häufigsten Rufe sind ein lang gezogenes Lahnen

wie »ghääig« oder harte Rufe wie »akzick«, Warnrufe

klingen wie »grä, grä, grä«.

Wie können Wanderer und Kletterer

zum Schutz der Tiere beitragen?

Durch Beachten des Wegegebotes und Befolgen

von Ausschilderungen zum Schutz der Tierwelt in

den Horstschutzzonen. ❚

Foto: Mike Jäger

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Sächsische Schweiz Ihr Urlaubsmagazin 2016 17


FLORA IM ELBSANDSTEINGEBIRGE

Foto: Frank Exß

Unscheinbare Schätze

Luchs, Biber, Lachs, Schwarzstorch, Eisvogel und Siebenschläfer sind die großen Berühmtheiten des

Elbsandsteingebirges. Doch auch die Pflanzenwelt hält Spektakuläres parat. Holm Riebe, Referent für

Arten- und Biotopschutz bei der Nationalparkverwaltung Sächsische Schweiz, stellt zehn botanische

Raritäten in der Region vor, die man kennen sollte.

Foto: Frank Strohbach

Weißtanne

Weißtanne im Polenztal:

Sensible Riesin

Wer durch den tief eingeschnittenen ca~non des

Polenztales bei Hohnstein wandert, wird neben den

dort wachsenden Fichten und Kiefern einen weiteren

Nadelbaum entdecken, der uns durch seine

hell-silberne Rinde und flache, an der Spitze meist

eingekerbte und flache Nadeln auffällt. Hier befindet

sich eines der größten Tannenvorkommen

in der Sächsischen Schweiz mit über 200 Alttannen.

Die Tanne war in den Berglagen sowie in den Schluch -

ten der Sächsischen Schweiz früher als Mischbaumart

– nicht in Beständen! – verbreitet und besaß

einen weit höheren Flächenanteil. Die Ursachen

für das in den letzten 150 Jahren rasch voranschreitende

»Tannensterben« sind vielfältig und

komplex, der entscheidende Grund aber war die Ein -

führung der Hochwaldwirtschaft auf Fichte seit

1750 mit den dazu notwendigen Kahlschlägen,

welche infolge einer weiteren Bodenversauerung

und eines veränderten Bestandsklimas tannenfeindlich

wirkten.

Riesenfichte in der Kirnitzschklamm:

Sachsens größte

Die Fichte ist eine europäische Bergwaldart, die

nur in den höheren Lagen vorkommt. In der Sächsischen

Schweiz befinden sich die wenigen natürli -

chen Vorkommen der Fichte in den kühlen Schluch -

ten (Nicht zu verwechseln mit der Forstfichte).

Die größte Fichte in der Sächsischen Schweiz, es

ist auch gleichzeitig die größte in Sachsen und eine

der größten in Mitteleuropa, steht in der Kirnitzsch -

klamm bei Hinterhermsdorf am Fuße der Wolfsschlucht,

nur wenige Meter von der Kirnitzsch

entfernt in einer Höhe von nur 250 Meter NN. Sie

ist im Jahr 2002 60,3 Meter hoch gewesen und hat

einen Durchmesser von 1,46 Meter. Ihr Alter beträgt

etwa 400 Jahre und sie wächst noch immer

zu. Ihr Gesundheitszustand ist gut und sie trägt

bis jetzt fast in jedem Jahr noch 200 Zapfen.

Buchenwälder auf dem Großen Winterberg:

Alte Familie

Der Große Winterberg ist bekannt für seine Bu -

chen wälder, die eine Fläche von 175 Hektar einnehmen

und damit der viertgrößte Bestand in

Sachsen sind. über die Hälfte davon sind krautreiche

Buchenwälder, welche eine sehr artenreiche

Bodenflora mit etwa 40 Arten von Laubwaldpflanzen

besitzen. Am Westhang gibt es zwei sehr alte

Waldbestände, die sich rechts und links der Poblätzschwände

befinden. Der Waldbestand am Berg -

steig ist 188 Jahre alt und der Bestand nördlich

18 Sächsische Schweiz Ihr Urlaubsmagazin 2016

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Waldgießbart

Riesenfichte

Sumpfporst

Fotos: Holm Riebe

der Poblätzschwände, der auch als »Schmilkscher

Urwald« bezeichnet wird, ist 213 Jahre alt. Diese

sehr alten Buchenwälder gehören zweifellos mit

zu den wertvollsten Buchwäldern Sachsens und

waren sicherlich der Grund hier schon frühzeitig

ein Naturschutzgebiet auszuweisen.

Sumpfporst:

Aromatisches Zauberkraut

Die nordisch-kontinentale (östliche) Moorart, wel -

che in Europa vor allem an das polonisch-baltische

Flachland gebunden ist, geht auch im sudetischherzynischen

Gebiet nur wenig ins Bergland. Die

für das Elbsandsteingebirge wesentliche und

charakteristische Art besitzt hier eine weitere

Verbreitung und wächst in einer Höhenlage von

130 bis 450 Meter, von wenigen Ausnahmen abgesehen,

überwiegend im rechtselbischen Bereich.

So fällt auf, dass der Lauf der Elbe für die Verbreitung

der Art historisch eine Bedeutung haben

muss. Die kalkmeidende und bei uns reliktisch

verbreitete Art zeigt eine enge Bindung an die auf

Sandsteinfelsen wachsenden (Relikt-)Kiefernwälder

und wächst vorwiegend auf deren nordseitigen

Felssimsen und Bändern auf torfigen und nassen

Rohhumusdecken.

Waldgeißbart:

Schmuck der Schluchten

Der Waldgeißbart ist eine mitteleuropäische Berg -

waldpflanze, in der Sächsischen Schweiz eine cha -

rakterart der Hang-, Block- und Schluchtwälder,

auf nährstoffreichen und humosen Böden. Er ist

eine sehr charakteristische Art für die Sächsische

Schweiz, wo er vor allem an den Fluss- und Bachläufen

und an quelligen schattigen Standorten im

Wald eine weite Verbreitung besitzt. Er wächst aber

auch in größeren Beständen an Bahndämmen,

Mauern und Straßenrändern und ist an den Nordhängen

im Elbtal eine häufige Pflanze, meidet

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Sächsische Schweiz Ihr Urlaubsmagazin 2016 19


aber die großen Sandsteingebiete. Der Wald-Geiß -

bart steht in der Sächsischen Schweiz kurz vor seiner

absoluten nördlichen Verbreitungsgrenze.

Schwefelflechte:

Farbtupfer am Fels

Die gelben Schwefelflechte (chrysothrix chlorina)

ist in der Sächsischen Schweiz eine nicht seltene

Erscheinung. Sie wächst vor allem an völlig regengeschützten

überhängen und Felswänden auf kalk -

freien Silikatsteinen (Sandstein) in niederschlags -

reichen Gebieten. Die schattigen und luftfeuchten

Standorte befinden sich meist in den Schluchten

und Tälern der Sächsischen Schweiz. Die Schwefel -

flechte bestreitet ihren Wasserhaushalt nur durch

die Feuchte der Luft (Wasserdampf). Ihre intensive

Gelbfärbung entsteht durch Pulvinsäure-Derivate,

was bei Flechten und Pilzen nicht selten ist, und

hat nichts mit dem Element Schwefel zu tun.

Stängelumfassender Knotenfuß:

Die Kälteliebende

Im unteren Teil des Großen Zschandes wird dem

aufmerksamen Wanderer auf den Felssimsen und

in den steilen Hängen beiderseits des Weges eine

etwa 40 bis 50 Zentimeter hohe und dünn-stengliche

Pflanze auffallen, die einer Weißwurz sehr

ähnlich sieht. Beim genaueren Hinschauen wird er

bemerken, dass die parallelnervigen Blätter stengelumfassend

sind. Diese weithin unbekannte

Pflanze ist der Stengelumfassende Knotenfuß. Der

kälteliebende Knotenfuß besitzt in Mitteleuropa

eine deutlich montane (subalpine) Verbreitung

und siedelt nur in den Alpen zwischen 750 und

2.300 Meter sowie in weiteren inselartigen Vorkommen

in den Hochlagen der Mittelgebirge. Im

Elbsandsteingebirge tritt die Art dagegen in einer

für Mitteleuropa bemerkenswert tiefen Lage auf.

Leuchtmoos:

Lichtsammler im Dunkeln

Die Sandsteinfelsen der Sächsischen Schweiz sind

für die Moosflora von besonderer Bedeutung. Bedingt

durch die Höhenstufeninversion finden wir in

den feuchten und kühlen Schluchten nicht wenige

arktisch-alpine Silikatmoose, die sonst erst in höheren

Gebirgslagen vorkommen. Insgesamt sind

über 467 Moosarten in der Sächsischen Schweiz

nachgewiesen worden (von 715 sächsischen Arten

und 1.159 in Deutschland). Eine besondere Art ist

das Leuchtmoos, welche eine allgemeine Aufmerksamkeit

erregt. Es wächst als streng kalkmeidende

Art in regengeschützten Höhlungen und

unter überhängen in kleinen bläulichgrünen Rasen.

Infolge des Lichtmangels besitzt das Protonema

(Vorkeim) der Pflanzen linsenförmige Zellen die

das Licht bündeln und welche das katzenaugenartige

Leuchten hervorrufen. Dies stellt eine Anpassung

an den lichtarmen Standort dar, so dass die

Pflanzen mit einem 1/500 an Licht auskommen.

Flutender Hahnenfuß:

Diva im Bach

An der Kirnitzsch unterhalb der Oberen Schleuse,

also dort, wo sie ihre beste Wasserqualität besitzt,

fallen dem Wanderer, je nach Wechsel von Licht

und Schatten sowie der Strömung des Wassers,

Vorkommen von leuchtend grünen Wasserpflanzen

auf. Es handelt sich dabei im Wesentlichen um

nur zwei Arten: den Haken-Wasserstern und den

Flutenden Hahnenfuß. Der Flutende Hahnenfuß ist

eine in Sachsen stark gefährdete Art, welche nur

in sehr sauberen, schnell fließenden, sauerstoffreichen

und kühlen Gewässern vorkommt und in

Sachsen nur noch wenige Fundpunkte besitzt. Die

kleinen, weißen Blüten erscheinen meist Anfang

August und sind direkt über aber auch unter der

Wasseroberfläche zu sehen.

Schlitzblättriger Sonnenhut:

Neubürger im Tal

Viele Neubürger (Neophyten) unserer heimischen

Flora werden, bedingt durch den weltweiten Verkehr,

immer häufiger. Der Vorgang ist an sich nicht neu,

nur hat er heute eine neue Intensität erreicht. Der

Zugang neuer Arten in unserer Flora setzte schon

vor etwa 6.000 Jahren mit dem Neolithikum ein.

Und all diese Neu- und Altbürger machen mittlerweile

fast 50 Prozent unserer heimischen Flora aus.

Der Schlitzblättrige Sonnenhut, ein Neophyt aus

Nordamerika, gelangte in der zweiten Hälfte des

18. Jahrhunderts als Zierpflanze nach Deutschlands

und wurde schon 1825 in Sachsen festgestellt. An

der Polenz etablierte er sich erst in den fünfziger

Jahren des 20. Jahrhunderts, besiedelt heute dort

aber große Flächen ehemals genutzter Wiesen. ❚

Holm Riebe

Oben: Knotenfuß

Unten: Flutender Hahnenfuß, Leuchtmoos

Fotos: Holm Riebe

Foto: Peter Wächter

Oben: Schlitzblättriger Sonnenhut

Unten: Schwefelflechte

20 Sächsische Schweiz Ihr Urlaubsmagazin 2016

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Das NationalparkZentrum

ist eine gute Vorbereitung

für einen Besuch des

Nationalparks Sächsische

Schweiz.

NATIONALPARKZENTRUM

Der Natur auf der Spur

NationalparkZentrum

Sächsische Schweiz

Bad Schandau

Beim Stichwort »Nationalpark« denken

viele zuerst an Yellowstone, Yosemite,

Rocky Mountains und weitere berühmte

Vertreter ihrer Spezies in Amerika.

Dabei gibt es auch in Europa und bei uns in

Deutschland traumhafte Nationalparks – und in

Sachsen einen, der mit seinen bizarren Felsriffen,

skurrilen Kiefern und den Wildbächen sowohl Erholung

Suchende als auch Naturfotografen und

Wanderer anzieht. Doch was macht diesen Nationalpark

Sächsische Schweiz mit seinen majestätischen

Tafelbergen und der sich darin windenden

Elbe so besonders? Wie konnte aus dem Grund eines

verlandeten Meeres eine so zerklüftete Felslandschaft

entstehen? Welche Tiere fühlen sich in

den Sandsteinformationen mit ihren Spalten, Waben

und Löchern besonders wohl? Das NationalparkZentrum

– ein modernes, multimediales Informationszentrum

in einem ehemaligen Kino in

Bad Schandau – lüftet diese und etliche weitere

Geheimnisse rund um den größten Sandsteincanyon

Europas. Schon beim ersten Schritt von

der Eingangshalle in die Ausstellung wird man von

der Natur herzlich willkommen heißen: Vögel

zwitschern, Grillen zirpen und in einer haushohen

Schlucht ragt täuschend echt ein zehn Meter hoher

Fels empor – ein Blickfang von allen Seiten.

Das NationalparkZentrum regt zum Mitmachen

und Entdecken an, verspricht ungewöhnliche Einund

Ausblicke auf die Tier-, Pflanzen- und Felsenwelt

des Elbsandsteingebirges. Ein Zeitstrahl und

eine computersimulation erklären die Entstehung

der Landschaft, Familien können an Spielelementen

experimentieren oder gemeinsam eine Gruppe

Gartenschläfer im Indoor-Gehege beobachten. Eine

Infrarotkamera macht es möglich, diese nachtaktiven

Tiere zu bestaunen. Krönender Abschluss

des etwa eineinhalbstündigen Aufenthaltes sind

zwei Multivisionsshows: Wahlweise ein Film für

Familien oder ein Film mit grandiosen Flugaufnahmen

des Wanderfalken, Schwarzstorchs und der

Wasseramsel sowie beeindruckenden Landschaftsbildern.

Und wer noch mehr erfahren möchte, kann

bei geführten Wanderungen beiderseits der Grenze

mehr über die Natur- und Kulturgeschichte des

Elbsandsteingebirges lernen. Ganzjährig werden

Vorträge, Wanderungen und Bildungsprogram me

angeboten.

Kontakt

Sächsische Landesstiftung Natur und Umwelt

NationalparkZentrum Sächsische Schweiz

Dresdner Str. 2 B, 01814 Bad Schandau

Tel. 035022 502-40, NationalparkZentrum@lanu.de

Öffnungszeiten für Ausstellung und

Wanderempfehlungen:

April bis Oktober: täglich von 9–18 Uhr

November bis März: täglich (außer Montag)

von 9–17 Uhr, Januar geschlossen

Anreise:

Erreichbar von Dresden und Schöna mit der S-Bahn

Linie S 1 und der Elbfähre vom Nationalpark-Bahnhof

Bad Schandau bis zum Elbkai. Autofahrer nutzen den

Parkplatz Elbkai in Bad Schandau.

Veranstaltungen 2016:

24. April: Wollfest

Gefilzt – Gestrickt – Gesponnen

Familienfest rund um das Thema Wolle und Schafe;

Eintritt frei

11. September: Tag des offenen Denkmals

Eintritt frei im NationalparkZentrum

9. Oktober: Apfelfest

Familienfest rund um das Thema Apfel

Eintritt frei

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Sächsische Schweiz Ihr Urlaubsmagazin 2016 21


Königstein

die Stadt am Elblauf zwischen Lilienstein und Festung

Zentral gelegen in der Sächsischen Schweiz zwischen Lilienstein, der

Festung Königstein und dem Pfaffenstein liegt am Ufer der Elbe das

kleine Städtchen Königstein. Von hier aus können Sie ideal Wanderungen

entlang des Malerwegs beginnen, aktiv die Umgebung entlang des Elbradwegs

erfahren und ganz entspannt in Cafe’s und Restaurants verweilen.

Erkunden Sie die historische Festungsanlage oder erobern Sie

den Lilienstein mit Panoramablick auf die Sächsische Schweiz.

Gern beraten wie Sie ganz individuell zu Ausflugsmöglichkeiten und

touristischen Attraktionen im Vorfeld oder während des Aufenthalts

hier bei uns in Königstein!

Touristinformationen in Königstein

Pirnaer Str. 2

im Parkhaus

01824 Königstein »Am Malerweg«

Tel. 03 50 21 – 68 261

01824 Königstein

Fax 03 50 21 – 68 887 Tel. 03 50 21 – 99 541

touristinfo@koenigstein-sachsen.de Fax 03 50 21 – 99 543

Unser Service für Sie

Zimmervermittlung, Ticketservice, Fahrscheine ÖPNV,

Prospektversand, Postagentur

Touristinformation Königstein · Pirnaer Str. 2 · 01824 Königstein

22 Sächsische Schweiz Ihr Urlaubsmagazin 2016

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Fotos: SK-Photo-Creation

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Hier beginnt Ihr Urlaub!

touristinfo@koenigstein-sachsen.de · Tel. 035021 68261

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Sächsische Schweiz Ihr Urlaubsmagazin 2016 23


SPEZIAL DEUTScHER WANDERTAG 2016

Frisch auf ins

Der Deutsche Wandertag ist das größte Wandertreffen

der Welt. Vom 22. bis 27. Juni 2016 findet es in der

Sächsischen Schweiz statt. Das Wichtigste über die

Gastgeberstadt Sebnitz, ihr Umland und das Ereignis,

steht auf den folgenden Seiten.

Foto: Bernd Grundmann

24

Sächsische Schweiz Ihr Urlaubsmagazin 2016

BEWEGUNG

www.saechsische-schweiz.de


Wanderglück!

Der Deutsche Wanderverband veranstaltet einmal im Jahr den

Deutschen Wandertag. Das Festival führt jährlich Zehntausende

Wanderfreunde in die schönsten Landschaften der Republik. Die

Veranstaltung findet seit 1883 mit nur wenigen Unterbrechungen

statt. Erst ein Mal war sie bisher im Elbsandsteingebirge zu Gast. Das war

1929. Ein ganzes Menschenleben ist das her. Jetzt ist es wieder soweit.

Die 116. Auflage des Festivals ist vom 22. bis 27. Juni 2016 in und um Sebnitz

zu erleben. Die einst mit seltenem Kunsthandwerk berühmt gewordene Stadt

an der Grenze zu Tschechien feiert Gründungsjubiläum. Und der Deutsche Wandertag

ist der Höhepunkt im Festjahr. Regionaler Ausrichter ist der Wanderverband

Sächsische Schweiz, Mitausrichter sind die Stadt Sebnitz und der

Tourismusverband Sächsische Schweiz. Bereits seit Frühjahr 2014 laufen die

Vorbereitungen.

Organisierte Wanderungen führen während der Veranstaltungswoche durch

das Elbsandsteingebirge. Auch Busexkursionen sowie Ausflüge für Menschen

mit Behinderungen sind geplant. Die Seidenblumenstadt umrahmt das Ereig -

nis mit kulturellen Veranstaltungen und einem umfangreichen Festprogramm.

Höhepunkt ist der Festumzug der 57 Wandervereine mit über 3.000 Ortsgruppen

aus ganz Deutschland. ❚

www.deutscherwandertag-2016.de

www.saechsische-schweiz.de BEWEGUNG

Sächsische Schweiz Ihr Urlaubsmagazin 2016 25


Foto: Bernd Grundmann

STADT SEBNITZ

Blühende Wanderhauptstadt

Als zentraler Veranstaltungsort des Deutschen

Wandertages ist Sebnitz im Jahr 2016 deutsche

Wanderhauptstadt. Das einstige Ackerbürger -

städtchen fasziniert mit großer Kunsthandwerks -

tradition und traumhafter Umgebung.

www.urlaubsmagazin.tv/

video-sebnitz

Der Deutsche Wandertag 2016 findet im gesamten Elbsandsteingebirge

statt. Das Netz organisierter Wanderungen erstreckt sich

von Pirna bis Krásná Lípa (Schönlinde), von Hohnstein bis Děčín

(Tetschen). Mittelpunkt ist jedoch Sebnitz. Hier finden Eröffnung,

Tourismusbörse, Festumzug und alle anderen zentralen Ereignisse statt.

Außerdem beginnen und enden zahlreiche Wanderungen in Sebnitz. Für das

beschauliche 10.000-Seelen-Städtchen an der Grenze zwischen Sachsen und

Böhmen ist das Wanderfestival die Krönung des Festjahres anlässlich der

775. Wiederkehr seiner urkundlichen Ersterwähnung.

Sebnitz gilt als eine Gründung fränkischer Bauern. Seine Bewohner lebten

von Handwerk, Handel und Landwirtschaft. Nach dem Niedergang der Handweberei

in Folge der industriellen Revolution entwickelte sich die Stadt im

19. Jahrhundert zum wichtigsten Standort der Kunstblumenherstellung in

Deutschland. über 100 Jahre lang bedeutete dieses Handwerk in der Region

Lohn und Brot für Tausende. Erst mit der Wende 1989 und der folgenden Abwicklung

des VEB Kunstblume Sebnitz endete die Ära. Heute gedeiht die Tradition

im Kleinen weiter: Das Haus Deutsche Kunstblume Sebnitz zählt zu den

wenigen Manufakturen weltweit, in denen noch künstliche Blumen in traditioneller

Handarbeit hergestellt werden. Besucher können zusehen und sich

selbst am »Blümeln« versuchen. über die glorreiche Geschichte des Kunstblumenhandwerks

in der Stadt und mehr informiert ausführlich das Kunstblumen-

und Heimatmuseum Prof. Alfred Meiche (Adressen siehe Infobox). ❚

www.sebnitz.de

26

Sächsische Schweiz Ihr Urlaubsmagazin 2016

BEWEGUNG

www.saechsische-schweiz.de


Deutsche Kunstblume Sebnitz

Neustädter Weg 10

01855 Sebnitz

Tel. 035971 53181

deutsche-kunstblume@sebnitz.de

www.deutsche-kunstblume-sebnitz.de

Afrikahaus, Kunstblumen- und

Heimatmuseum Prof. Alfred Meiche

Städtische Sammlungen Sebnitz

Hertigswalder Straße 12 – 14

01855 Sebnitz

Tel. 035971 80730

museum@sebnitz.de

www.staedtische-sammlungen-sebnitz.de

KräuterVital-Bad Sebnitz

Hammerstraße 1

01855 Sebnitz

Tel. 035971 52533

info@kraeutervitalbad.de

www.kraeutervitalbad.de

Sebnitz erleben

Foto: Steffi Kleinert

Foto: Tourismus und Stadtmarketing Sebnitz

SoliVital Sport- und Freizeitzentrum

Schandauer Straße 100

01855 Sebnitz

Tel. 035971 808480

kontakt@solivital.de

www.solivital.de

Foto: FVB Sebnitz/René Gaens

Foto: cleverclick, Isabel Doil

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SUNLIGHT UND cARADO

Freiheit erleben

Reisemobile und caravans aus Sachsen

Jedes Jahr bereisen unzählige Naturfreunde das

Elbsandsteingebirge. Anschließend nehmen sie

viele einmalige Eindrücke und Erinnerungen mit

nach Hause. Gern nutzen sie für Ihre Reisen auch

ihre eigenen mobilen Unterkünfte, die die gewünschte

Freiheit erst ermöglichen.

Zusätzlich und ohne vorherige Anreise verlassen

weitere rund 6.500 Reisemobile und caravans die

Sächsische Schweiz – so viele dieser Freizeitfahrzeuge

werden in der Region jährlich produziert.

Der Traum von Reisefreiheit

Im kleinen Städtchen Neustadt, zwischen der Burgstadt

Stolpen und der Kunstblumenstadt Sebnitz

gelegen, befindet sich das Produktionswerk capron.

Hier entstehen die Wohnmobile und -wagen der

Marken Sunlight und carado. »Deutsche Qualität

zum fairen Preis« lautet das Motto der Fahrzeugbauer.

Das zu Europas Marktführer, der Erwin Hymer

Group, gehörende Unternehmen fertigt seit 2006

mobile Urlaubsunterkünfte im Einsteigersegment.

Diese werden von über 350 gut ausgebildeten Mitarbeitern

in einem der modernsten Werke Europas

montiert. Für jeden Interessenten wird das passende

Modell angeboten. Egal ob allein reisender

Single mit Kletterausrüstung, wanderfreudiges Paar

oder abenteuerlustige Familie mit Fahrrädern und

Faltboot, die Palette bietet für alle ein entsprechendes

Fahrzeug. Die Neustädter verstehen sich

dabei jedoch nicht nur als Fahrzeughersteller. Sie

produzieren viel mehr: erfüllte Träume. Denn zwanglos

und frei seinen Urlaub gestalten zu können,

davon träumen viele. Unabhängig von Reiseveranstaltern

und langfristigen Hotelbuchungen lässt

sich mit einem caravan oder Reisemobil ganz bequem

und spontan die Welt entdecken, ohne auf

gewohnten Komfort verzichten zu müssen. Schlafen

kann man dann dort, wo es am schönsten ist

– im eigenen Bett.

Effizient und voller Leidenschaft

Dank höchster Effizienz in der Produktion und einer

durchdachten Logistik bleiben dabei auch die Kosten

in einem überschaubaren Rahmen. Gleichzeitig

kann sich der Reisende auf ein gut ausgebautes,

europaweites Servicenetz verlassen. Neben diesen

Faktoren spürt man aber in jedem einzelnen caradooder

Sunlight-Mobil etwas ganz Besonderes: die

Leidenschaft und die hohe Motivation der Mitarbeiter

des Werkes, die jeden Tag Ihr Bestes geben.

www.capron.de

www.saechsische-schweiz.de BEWEGUNG

Sächsische Schweiz Ihr Urlaubsmagazin 2016 27


Foto: Bernd Grundmann

REGION SEBNITZ

Sächsische Schweiz kompakt

»Mehr Sächsische Schweiz finden Sie nirgends« –

damit wirbt die Region um Sebnitz für sich.

Tatsächlich ist das Umland der Seidenblumenstadt

gesegnet mit einer wanderbaren Vielfalt an

Landschaftseindrücken. Auch die sächsischböhmische

Kulturlandschaft entlang einer der

ältesten Grenzen in Europa zeigt sich facettenreich.

Nur wenige Kilometer von Sebnitz entfernt versteckt sich mit Hinterhermsdorf

eines der schönsten Dörfer Sachsens. Die erste

Nationalparkgemeinde der Sächsischen Schweiz bietet himmlische

Ruhe sowie erholsames, aktives und naturnahes Urlaubsglück

fernab der üblichen Touristenrouten. Markenzeichen sind die historischen

Umgebindehäuser. Sie erzählen von langer Handwerkstradition und

friedlicher Koexistenz der Kulturen. Die raffinierten Konstruktionen vereinen

slawische Holzbaukunst mit deutscher Fachwerktradition.

Wichtigstes Ausflugsziel bei Hinterhermsdorf ist die Obere Schleuse, wo

Kahnfahrten durch die Kirnitzschklamm, einen besonders wilden und naturbelassenen

Teil des Nationalparks Sächsische Schweiz, angeboten werden.

Ein beliebtes Wanderziel in der Nähe des Dorfes ist auch der 36 Meter hohe

Weifbergturm mit herrlichem Panoramablick über die Hintere Sächsische

Schweiz, das Lausitzer und Böhmische Bergland bis ins Osterzgebirge.

Sebnitz ist ein idealer Ausgangspunkt für Streifzüge durch die böhmische

Nachbarschaft. Von der Stadt führt ein markierter Wanderweg bis auf den Gipfel

des Tanečnice (Tanzplan) mit Gaststätte und Aussichtsturm. Mit 598 Metern

ist der Tanzplan einer der höchsten Berge im Schluckenauer Zipfel. Dieser

Landstrich, auch Böhmisches Niederland genannt, verbindet das Elbsandsteingebirge

mit dem Lausitzer Gebirge und ist auch als katholisch geprägte

Kulturregion interessant.

Eine bequeme Möglichkeit, die weitere Region um Sebnitz beiderseits der

Grenze ohne Auto zu erkunden, bietet die Nationalparkbahn. Sie verbindet

seit 2014 in einem großen Bogen Děčín (Tetschen), Bad Schandau, Sebnitz

und Rumburk (Rumburg). Praktisch alle ihrer 27 Haltestellen sind interessante

Ausgangspunkte für Wanderungen und Kulturspaziergänge. ❚

28

Sächsische Schweiz Ihr Urlaubsmagazin 2016

BEWEGUNG

www.saechsische-schweiz.de


Hinterhermsdorf

Informationen zur Region

Hinterhermsdorf:

Touristinformation im Haus des Gastes

Tel. 035974 5210

info@hinterhermsdorf.de

www.hinterhermsdorf.de

Obere Schleuse:

Kahnfahrten vom 25. März bis 31. Oktober 2016,

täglich von 9:30 bis 16:30 Uhr; letzte Fahrt 16 Uhr

Foto: Bernd Grundmann

Nationalparkbahn:

Die Züge der Nationalparkbahn (Linie U 28)

verkehren acht Mal täglich im Zweistundentakt.

Fahrkarten sind auch im Zug erhältlich.

www.nationalparkbahn.de

(Siehe auch Seite 120)

Nationalparkbahn in Sebnitz

Foto: Bernd Grundmann

www.saechsische-schweiz.de BEWEGUNG

Sächsische Schweiz Ihr Urlaubsmagazin 2016 29


SERVIcE-INFORMATIONEN

Foto: Frank Ihlow

Deutscher Wandertag 2016:

Das Wichtigste in Kürze

www.urlaubsmagazin.tv/

video-wandertag

Wann und wo findet der

Deutsche Wandertag 2016 statt?

Der 116. Deutsche Wandertag findet vom 22. bis

27. Juni 2016 in der Sächsischen Schweiz statt.

Zentraler Veranstaltungsort ist die Stadt Sebnitz.

Was ist der Deutsche Wandertag?

Der Deutsche Wandertag ist das größte Wanderfest

der Welt. 20.000 bis 30.000 Besucher erkunden

bei mehrtägigen Veranstaltungen mit einer Vielzahl

organisierter Wanderungen jährlich eine andere

deutsche Wanderregion.

Wer veranstaltet ihn?

Veranstalter ist der Verband Deutscher Gebirgsund

Wandervereine e.V. – kurz: Deutscher Wanderverband.

Er ist der 1883 gegründete Dachverband

aller deutschen Wandervereine. Seine etwa

600.000 Mitglieder sind in 57 regionalen Mitgliedsvereinen

und mehr als 3.000 örtlichen Gruppen

organisiert.

Wer wandert mit?

Die Wandervereine stellen mit ihren Mitgliedern den

Großteil der Teilnehmer am Deutschen Wandertag.

Es sind jedoch auch Wanderfreunde und Familien,

die keinem Wanderverein angehören, herzlich will -

kommen.

Worauf darf ich mich freuen?

Eine Woche voller vielfältiger Wanderungen und

Exkursionen. Mehr als 140 verschiedene Tourenangebote

stehen zur Wahl. Bereits ab 20. Juni läuft

das Vorprogramm.

Was kostet die Teilnahme?

Erkennungszeichen der Teilnehmer ist die Wandertagsplakette

in Form des Maskottchens »Lotte«,

die in den Touristinformationen in Sebnitz und

Umgebung, in Partner-Geschäften und online für

fünf Euro erhältlich ist. Lotte gewährt kostenfreie

Teilnahme an allen geführten Wanderungen sowie

Rabatte in ausgewählten Kultur- und Freizeiteinrichtungen

der Region. Zusatzleistungen wie Unterkunft,

Verpflegung, Busfahrten und Eintrittsgelder

sind selbst zu tragen.

Wo kann ich mich über das Programm informieren?

Unter www.deutscherwandertag-2016.de/programm

kann das Programm eingesehen bzw. als elek -

tronisches Programmheft herunterge laden werden.

Wann und wie kann ich mich anmelden?

Die Anmeldung erfolgt postalisch per Anmeldekarte

an das Projektbüro Deutscher Wandertag 2016.

Diese Karte findet sich am Ende des Programmheftes

und steht unter www.deutscherwander-

tag-2016.de zur Verfügung. Anmeldeschluss ist

der 30. April 2016.

Wie finde ich eine Unterkunft?

übernachtungsmöglichkeiten können bequem über

den kostenlosen Informations- und Buchungsservice

des Tourismusverbandes Sächsische Schweiz

Tel. 03501 470147 oder unter www.saechsischeschweiz.de/unterkuenfte

recherchiert und gebucht

werden.

Wie reise ich an?

Tourismusverband und Nationalparkverwaltung

Sächsische Schweiz empfehlen die Anreise mit Bus

und Bahn. Die Region verfügt über ein leistungsfähiges

ÖPNV-Netz, das an das Nahverkehrsnetz

der Landeshauptstadt Dresden sowie an das Fernverkehrsnetz

angeschlossen ist. www.vvo-online.de

Woran sollte ich denken?

Gutes Kartenmaterial (Bestellmöglich keiten im Shop

unter www.saechsische-schweiz.de); geeignete

Wanderschuhe und Wanderbekleidung; Sonnenund

Regenschutz; Trinkflasche; Ausweis für grenzüberschreitende

Wanderungen, Kinder benötigen

für die Tschechische Republik einen Kinderreisepass

(siehe Länderinformationen Tschechische Republik

unter www.auswaertiges-amt.de).

30

Sächsische Schweiz Ihr Urlaubsmagazin 2016

BEWEGUNG

www.saechsische-schweiz.de


Schön einfach

Hüttenwandern ist ein Erlebnis – und

jetzt auch im Elbsandsteingebirge möglich.

TREKKINGHüTTEN

Aus den Alpen kennt man das und vielleicht auch aus Neuseeland:

Man wandert zu einer einsamen Berghütte, um dort auf einem

schlichten Schlaflager die Nacht zu verbringen. Am nächsten

Morgen geht es wieder zurück oder zur nächsten Hütte. Der Reiz

liegt in der Einfachheit: Es gibt keinen Strom, kein Telefon, kein fließend

Wasser, keine Straßen und meist auch kein Netz. Im Ofen knacken und knis -

tern grobe Scheite. Licht spenden Kerzen und Taschenlampen. Stille ist hier

wirklich still – und die Luft einfach unbeschreiblich.

Nach einer erfolgreichen Testphase im letzten Sommer gibt es nun auch im

Elbsandsteingebirge diese rustikale Hüttenkultur ganz regulär. Vom 1. Mai

bis 30. September öffnet der Staatsbetrieb Sachsenforst ausgewählte Waldhütten

allen Wanderern und Erholungssuchenden. Das System basiert auf

Vertrauen: Vertrauen darauf, dass die Nutzer vor der übernachtung ein Hüttenticket

kaufen und vor Ort in die »Zahlbox des Vertrauens« einwerfen; Vertrauen

darauf, dass die Hütten ordentlich und sauber hinterlassen werden.

»Wir sind wirklich glücklich zu sehen, wie gut das Angebot angenommen wird

und wie vorbildlich die Wanderer mit den Hütten umgehen«, erklärt Anke

Findeisen, Pressesprecherin des Forstbezirks Neustadt.

Derzeit gibt es zwei Hütten im Waldgebiet zwischen cunnersdorf und Rosenthal.

Weitere Standorte sind im Gespräch. Pro Nacht zahlen Erwachsene

zehn Euro, Jugendliche fünf Euro, Kinder bis 14 Jahre in Begleitung gar nichts.

Alle Informationen zum Projekt unter www.trekkinghuetten-sachsenforst.de ❚

www.urlaubsmagazin.tv/

video-trekking

Fotos: Uwe Borrmeister/Sachsenforst

Das

passende

Ticket für

Ausflüge.

Anne fährt gern damit.

Ein Ticket. Alles fahren.

Verkehrsverbund Oberelbe

Mehr Infos: www.vvo-online.de

InfoHotline: 0351 / 852 65 55

www.saechsische-schweiz.de BEWEGUNG

Sächsische Schweiz Ihr Urlaubsmagazin 2016 31


Foto: V. Sojka

Sebnitz wird

Wanderhauptstadt

Sebnitz – Hinterhermsdorf –

Schaumanufaktur »Deutsche Kunstblume Sebnitz«

www.deutsche-kunstblume-sebnitz.de

Historische Kahnfahrt »Obere Schleuse Hinterhermsdorf«

www.hinterhermsdorf.de

Erleben Sie das einzigartige Kunstblumenhandwerk mit Schauwerkstatt,

Eisenkeller, original Musterzimmer und Verkauf

Deutsche Kunstblume Sebnitz · Neustädter Weg 10 · 01855 Sebnitz

Tel. 035971 53181 · Di–So 10–17 Uhr geöffnet; Verkauf täglich 10–17 Uhr

Die unvergleichlich schöne Bootsfahrt in der Kernzone des

Nationalparks Sächsische Schweiz

Tourist-Information · Weifbergstr. 1 · 01855 Sebnitz OT Hinterhermsdorf

Tel. 035974 5210 · Ostern bis 31. Oktober täglich 9.30–16 Uhr geöffnet

SoliVital Sport- und Freizeitzentrum

www.solivital.de

KräuterVital-Bad Sebnitz

www.kraeutervitalbad.de

Das Familien-Freizeiterlebnis mit Kletterhalle, Kinder-Tobeland, Kegelbahnen,

Fitness- und Gesundheitswelt, Soccer-Arena und Restaurant

Schandauer Str. 100 · 01855 Sebnitz

Tel. 035971 808480

Ihre Oase der Ruhe mit Saunalandschaft, Coselbad, Rasul, Badehalle,

Panorama-Galerie und Frische-Bistro

KräuterVital-Bad Sebnitz · Hammerstr. 1 · 01855 Sebnitz

Tel. 035971 52533

Tourist-Information Sebnitz Tel. 035971 70960 · touristinfo@sebnitz.de Tourist-Information Hinterhermsdorf Tel. 035974

32 Sächsische Schweiz Ihr Urlaubsmagazin 2016

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Mehr Sächsische Schweiz finden Sie nirgends!

Die Region Sebnitz – Hinterhermsdorf – Kirnitzschtal lädt sowohl zu Wanderungen und Naturerlebnissen

als auch zum Entdecken von Handwerk, Tradition und Kultur ein. Das idyllisch gelegene Sebnitz

steht bereits seit 1834 ganz im Zeichen der Blume und bietet Ihnen mit der Schaumanufaktur Deutsche

Kunstblume Sebnitz, dem KräuterVital-Bad, dem Sport- und Freizeitzentrum »Solivital« und den Städtischen

Sammlungen beste Voraussetzungen für einen abwechslungsreichen und

erholsamen Urlaub.

In Hinterhermsdorf, Nationalparkgemeinde und »familienfreundlicher

Urlaubs ort«, reicht die Palette der Angebote vom Weifberg-Panoramablick

über Freizeitanlage mit Naturbadesee bis hin zu Entdeckertouren und Naturabenteuern

in der »Waldhusche«. Auch Radfahrer kommen auf dem gut

ausgebauten Wegenetz auf ihre Kosten. Gespurte Loipen in ruhiger Umgebung

machen Hinterhermsdorf auch im Winter zu einem lohnenswerten Urlaubsziel.

Eines der beliebtesten Ziele der Region, die Kahnfahrt auf der

Oberen Schleuse, wird auch Sie begeistern.

Im wildromantischen Kirnitzschtal können Sie nahezu alle

Facetten der bizarren Felsformationen entdecken. Zu vielen

Ausgangspunkten für Wanderungen gelangen Sie bequem

mit der historischen Kirnitzschtalbahn. Die Orte an der

Hohen Straße warten zudem mit einem atemberaubenden

Panorama auf.

Kontakte:

Tourist-Information Sebnitz

Neustädter Weg 10

01855 Sebnitz

täglich 10–17 Uhr geöffnet

Tourist-Information Hinterhermsdorf

Weifbergstraße 1 (im Haus des Gastes)

01855 Hinterhermsdorf

Mo 10–16 Uhr, Di und Do 10–18 Uhr,

Fr 10–12 Uhr, Sa 9–12 Uhr geöffnet

Mi, So und täglich 12–13 Uhr

geschlossen

Tourist-Information Altendorf

Sebnitzer Straße 2

01855 Altendorf

Mo, Di, Do, Fr 9–16 Uhr,

Sa 9–12 Uhr geöffnet

Mi, So geschlossen

Kirnitzschtal

Staatlich anerkannte Erholungsorte

www.sebnitz.de

Städtische Sammlungen Sebnitz

www.staedtische-sammlungen-sebnitz.de

Fischrestaurant »Zur Gräte«

www.ZurGraeteSebnitz.de

Die »Schatzkammer der Stadt« vereint zwei Juwelen unter einem Dach:

Das Afrikahaus und das Kunstblumen- und Heimatmuseum »Prof. Alfred Meiche«

Hertigswalder Str. 12–14 · 01855 Sebnitz

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Im Herzen von Sebnitz gelegen (160 m vom Markt)

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Bachstraße 1 (Ecke Lange Straße) · 01855 Sebnitz

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www.solivital.de/gastronomie

Hotel Berghof Lichtenhain

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idyllische Lage in einem historischen Bauernhof • Felsblick• gemütliche Zimmer

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Am Anger 3 · 01855 Lichtenhain

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Foto: Frank Exß

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KIRNITZScHTAL

Mühlenromantik

im Kirnitzschtal

Von Mühle zu Mühle auf den Spuren des Holzes durch das schönste Tal

der Hinteren Sächsischen Schweiz: Naturerlebnis und Technikgeschichte

ergeben zwei spannende Tageswanderungen.

Links: Neumannmühle

Unten: Blick vom Weifberg in Hinterhermsdorf Obere Schleuse Niedere Schleuse

Der glasklare Gebirgsbach Kirnitzsch

entspringt zwischen Studánka (Schön -

born) und Krásná Lípa (Schönlinde)

in Tschechien. Nach 36 Kilometern

mündet er bei Bad Schandau in die Elbe. Aufgrund

der Unzugänglichkeit der Hinteren Sächsischen

Schweiz war er einst ein wichtiger Transportweg.

Seit dem späten Mittelalter wurden darauf in den

Wäldern geschlagene Hölzer an die Elbe geflößt.

Im 16. Jahrhundert entstanden hier die ersten Floß -

anlagen.

Das Wasser lieh auch zahlreichen Mühlen seine

Kraft. Die Mühlen dienten auch oder ausschließlich

als Sägewerke zur Weiterverarbeitung der Stämme

zu Brettern und Balken. Viele dieser Zeitzeugen

sind verschwunden oder bestehen als Gasthäuser

und Pensionen weiter. Eine Wanderung entlang

der Kirnitzsch von der Böhmischen Grenze bis Bad

Schandau ist eine Begegnung mit einem vergessenen

Stück Geschichte des Elbsandsteingebirges.

Aufgrund der Streckenlänge empfiehlt sich eine

Aufteilung in zwei Tagesetappen.

Foto: Frank Exß Foto: Bernd Grundmann

Mühlenwanderung: Etappe 1

Die erste Etappe der Wanderung beginnt in Hinterhermsdorf.

Der malerische Ort ist gut mit öffentlichen

Verkehrsmitteln von Sebnitz und Bad

Schandau zu erreichen. über die Neudorfstraße

führt der Weg zum Mönchstein mit seinem markanten

Felsüberhang. Rechterhand folgt nach etwa

150 Metern die Mündung des Heidelbaches in die

Kirnitzsch. Ein kleines Stück die Kirnitzsch aufwärts

befand sich früher die sogenannte Brettmühle

(Ersterwähnung 1547).

Gegenüber der Mündung des Heidelbaches stand

bis 1948 die Böhmische Mühle. Der Lehnrichter und

Förster Hanß Hohlfeld aus Hinterhermsdorf errich -

tete sie 1583 auf böhmischer Flur. 1836 erneuert,

brannte sie jedoch bereits 27 Jahre später nieder.

1903 wurde das Anwesen zum Restaurant mit Frem -

denzimmern. Diese erfolgreiche Ära endete erst

mit der Vertreibung der letzten Wirtsleute 1945.

Nur 200 Meter flussabwärts befindet sich die

Niedermühle. Sie ist die erste erhalten gebliebene

Mühle auf der Wanderung. Sie entstand vermutlich

Foto: Bernd Grundmann

Foto: Rico Richter

Dresden

Elbe

Radeberg

Pirna

Bad Gottleuba-

Berggießhübel

Stolpen

Neustadt

Sebnitz

Bad Schandau Kirnitzschtal

Königstein Hinterhermsdorf

CZ

CZ

Děčín (Tetschen)

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Sächsische Schweiz Ihr Urlaubsmagazin 2016 35


Anfang des 16. Jahrhunderts als Gemeinschaftswerk

Hinterhermsdorfer Bauern. Bis Anfang des

17. Jahr hunderts war sie eine reine Sägemühle

und bekam erst dann auch einen Mahlgang. 1969

wurde der Mühl betrieb aufgegeben. Man sieht heute

noch das Wehr, den Mühlgraben und alle ehemaligen

Mühlengebäude.

Die Wanderung führt weiter vorbei an der Oberen

Schleuse. Auch sie ist ein Stück Technikgeschichte.

Bereits 1580 existierte hier eine Stauanlage für die

Holzflößerei. Seit 200 Jahren laden hier Kähne zu

beschaulichen Touren durch das eindrucksvolle Stück

Natur. Weiter flussabwärts, unterhalb der Rabensteine,

erinnern Mauerreste an die ehemalige Sied -

lung Hinterdittersbach, die Ende des 16. Jahrhunderts

eine eigene Mühle besaß.

Bald folgt die Straße, die Bad Schandau mit

Hinterhermsdorf verbindet. Kurz unterhalb des

Abzweiges nach Ottendorf befindet sich die

Buschmühle. Nachdem die ursprüngliche Mühle

am Ottendorfer Dorfbach im Jahr 1780 abbrannte,

entstand sie am heutigen Standort neu. Gegen

Ende des 18. Jahrhunderts entwickelte sich die

Mühle zu einer beliebten Einkehrstätte mit der

Konzession zum Brennen von Branntwein. Der

Gastwirtsbetrieb wurde in der Folge immer weiter

ausgebaut und ist bis heute für eine Wanderrast

beliebt. Aber auch die Mühle arbeitete bis 1991

weiter.

Hier endet der erste Teil unserer Mühlenwanderung.

Von der Haltestelle Buschmühle fährt der Bus

zurück nach Sebnitz oder Bad Schandau.

Mühlenwanderung: Etappe 2

Die Bushaltestelle Buschmühle ist der Startpunkt

für den zweiten Teil der Mühlenwanderung. Es geht

weiter in Fließrichtung der Kirnitzsch in Richtung

Elbe. Ein erster Höhepunkt folgt kurz nach Beginn:

Am Eingang zum Großen Zschand steht die

Neumannmühle. Diese bestand seit dem 16. Jahrhundert

als Brettmühle. 1945 endete der Mühlenbetrieb.

Seit den 1960er Jahren bemüht man sich um

den Erhalt des Bauwerks. Seit 1969 ist die Neumannmühle

technisches Denkmal und wird heute

von einem Verein als Schauanlage betrieben.

Ab hier folgt die Wanderung dem Lehrpfad Flößersteig,

welcher mit zahlreichen Informationstafeln

Wissenswertes zur Geschichte des Flößens

an der Kirnitzsch vermittelt.

Foto: Thomas Türpe

Foto: Falk Röllig

Foto: Bernd Grundmann

Buschmühle

Foto: Falk Röllig

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Foto: Mike Jäger

Foto: Falk Röllig

Foto: Tobias Richter

Foto: Frank Exß

Oben: Gasthof am Lichtenhainer Wasserfall

Felsenmühle

Marktplatz Bad Schandau

Am Eingang zum Kleinen Zschand steht die 1664

erbaute Felsenmühle. Auch sie diente ursprünglich

ausschließlich als Sägemühle. Erst 1862 wurde hier

auch gemahlen. Mit dem Bau der neuen Straße

kam für die Mühle der Abriss. Danach entstand auf

dem linken Ufer der Kirnitzsch eine neue Schneidemühle

und Holzschleife. Und nach dem Erwerb

der vollen »Gasthofsgerechtigkeit« wurde auch

der noch heute genutzte Gasthof errichtet.

Am Ausgang des Knechtsbachtales befindet sich

die Lichtenhainer Mühle. Der sehr lange Mühlgraben

zweigt bereits vor der Talweitung ab. Höchstwahrscheinlich

besteht die Mühle bereits seit dem

12./13. Jahrhundert, 1547 ist sie dann erstmalig

als Mahl- und Brettmühle urkundlich nachgewiesen.

Zweimal haben sie die Naturgewalten zerstört: 1629

durch Hochwasser, 1739 durch Blitzschlag und an -

schließendem Brand. Und zweimal wurde sie wieder

aufgebaut. Zum Ende des 18. Jahrhunderts

entwickelte sich die Lichtenhainer Mühle zu einer

beliebten Rast- und übernachtungsstätte. 1975

endete nach vielen Hundert Jahren der Mühlenbetrieb.

Heute sind nur noch das Gebäude der

Holzschleife und das Wohnhaus erhalten.

Es folgt der Gasthof Lichtenhainer Wasserfall, ein

beliebtes Ausflugsziel und Startpunkt vieler Wanderungen.

Er ist seit 1898 einer der Endpunkte der

Kirnitzschtalbahn. Zwischen ihm und dem Beuthen -

fall befindet sich die Haidemühle. 1547 erstmals

urkundlich als Brettmühle erwähnt, erhielt sie 1856

das Schankrecht. Ab 1915 wurde Holzwolle hergestellt.

Und ab 1963 diente die Mühle als Kinderferienlager.

Heute ist das Gebäude verfallen.

Einige Kilometer weiter steht die Mittelndorfer

Mühle, welche ab 1518 als Mahl- und Brettmühle

nachgewiesen ist. Ab dem Ende des 18. Jahrhunderts

haben auch hier Schweizreisende Kost und

Logis gefunden. Um 1882 wurde eine Holzschleife

eingebaut und eine Anlage zur Produktion von

Pappe errichtet, die bis 1959 arbeitete. Heute ist

die Mühle eine Pension mit Gaststätte.

Weiter stromabwärts folgt die Ostrauer Mühle.

Diese entstand Mitte des 17. Jahrhunderts durch

den damaligen Pächter der Mittelndorfer Mühle,

Balzer Mitzscherlich, als Brettmühle. 1749 bekam

sie auch einen Mahlgang. Auch die Ostrauer Mühle

war seit dem Ende des 18. Jahrhunderts eine beliebte

Einkehr fü r Touristen. Als sie 1882 vollständig

abbrannte, entstand an ihrer Stelle ein modernes

Sägewerk. 1950 brannte die Mühle erneut

nieder und wurde abermals neu aufgebaut. 1968

endete der Betrieb der Mühle. Das Gelände wird

heute als Zeltplatz genutzt.

Die Wanderung führt vorbei am Depot der Kirnitzschtalbahn,

der einzigen Straßenbahn der Welt,

die in einen Nationalpark einfährt. Am Endpunkt

der Bahn, im heutigen Kurpark, befand sich bis

1939 die letzte Mühle entlang der Kirnitzsch: die

Stadtmühle von Schandau. Der 1481 erstmals urkundlich

erwähnte Bau diente ursprünglich als

Mahlmühle. Im 17. Jahrhundert kam eine Walkmühle

und eine Lohstampfe hinzu. Das Walken

veredelte frisch gewebte Stoffe durch mechanische

Verarbeitung. In der Stampfe wurde Rinde

zerkleinert, um die für die Gerberei notwendigen

pflanzlichen Gerbmittel zu gewinnen. Im 18. Jahrhundert

folgte noch eine Schneidmühle. 1895 endete

der Mahlbetrieb und 1939 wich die Mühle

dem Straßenbau. Hier endet der zweite Teil der

Mühlenwanderung. Bad Schandau bietet zahlreiche

Optionen zur Rück- oder Weiterreise mit Bus

und Bahn. ❚ Falk Röllig

Buchtipp

Mühlenkultur im Elbsandsteingebirge

Wer mehr über die Mühlen im Kirnitzschtal erfahren

möchte, dem ist das Buch »Die Mühlen der

Sächsischen Schweiz – Rechts elbisches Gebiet«

von Manfred Schober zu empfehlen. Es ist erhältlich

im Buchhandel oder im Kunst blumen- und Heimat -

museum Prof. Alfred Meiche in Sebnitz.

38

Sächsische Schweiz Ihr Urlaubsmagazin 2016

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Steiger Gastronomie e.K.

Inh. Viktor Steiger

Markt 13 - 01855 Sebnitz

035971/ 90 10, Fax: 901 222

Das kleine Grandhotel der Sächsischen Schweiz,

das sich jeder leisten kann!

Verwöhnurlaub

* 7 Nächte mit Frühstück

* 5 x Abendessen (3- Gänge)

* Eintritt in den Wellnessbereich “Blütenbad”

(16-20:30, ab 14 Jahren) inkl. Leihbademantel

* Wanderinformationspaket

* Gutschein Kahnfahrt Obere Schleuse

oder 1 x Eintritt Seidenblumenmanufaktur

499,- p.P. im DZ inkl. Parken

Buchen unter

035971/ 90 10

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APPARTHOTEL

Bad Schandau

Inh. Margaux P. Steiger

familienfreundlich und

barrierefrei in Bad Schandau

Wanderurlaub

499,- p.P.

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* 7 Nächte im Familienappartement

inkl. Parken

* 7 x Frühstücksbuffet

* 1 x Pizzaessen im Hotel Steiger Sebnitzer Hof

* 1 x Kahnfahrt auf der Oberen Schleuse ODER

1 x Eintritt Seidenblumenmanufaktur Sebnitz

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Bad Schandau

Krippen – Ostrau – Postelwitz – Schmilka – Porschdorf –

Herzlich willkommen

Umgeben von bizarren Felsriffen, urwüchsigen

Wäldern und tief eingeschnittenen Wildbächen

liegt Bad Schandau in mitten der einzigartigen

Nationalparkregion Sächsisch – Böhmische

Schweiz. Ob ganz klassisch zu Fuß auf den

vielfältigen Wanderwegen im Elbsandstein,

mit dem Rad auf dem bekannten Elberadweg,

Schrammsteine

zu Wasser auf der Elbe mit dem Kanu oder am

Fels beim Klettern im Schrammsteingebiet –

durch seine zentrale Lage ist Bad Schandau

ein guter Ausgangspunkt für zahlreiche Erlebnisse.

Wer die Nationalparkregion auf eigene

Faust erkunden möchte, findet im Haus des

Gastes auf dem Marktplatz die richtigen Ansprechpartner

für eine individuelle Planung.

Touristservice Bad Schandau

• Zimmervermittlung

• Fahrkarten ÖPNV, Fernverkehr (Bhf.)

• Kletterkurse Anfänger/Fortgeschritten

• Individuelle Gipfeltouren

• Klettern & Yoga

• Stiegentouren

• Verleih Trekkingräder, E-Bikes, MTB

• Verleih Stiegensets, Kindertragen

• Wanderkarten, Souvenirs

• Wander- und Radtouren-Tipps

• Tickets Felsenbühne Rathen und

Sächsische Dampfschiffahrt

• Tagesfahrten Prag, Dresden

In den Sommermonaten ist der Touristservice

täglich bis 21 Uhr geöffnet und die Mitarbeiter

kennen so manchen Geheimtipp in der bezaubernden

Felsenwelt des Elbsandsteingebirges.

Kletterschule

Elbsandsteinreisen

Kirnitzschtalbahn

Historischer Personenaufzug

Tourist-Service Bad Schandau · Markt 12 · Tel. 035022 90030 · info@bad-schandau.de · 01814 Bad Schandau

40 Sächsische Schweiz Ihr Urlaubsmagazin 2016

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www.bad-schandau.de

Waltersdorf – Prossen

Touristservice

im Haus des Gastes

Markt 12

Tel. 035022 90030

info@bad-schandau.de

Touristservice

im Nationalparkbahnhof

Bahnhof 6

Tel. 035022 41247

bahnhof@bad-schandau.de

Unser Wandertipp:

mit dem Historischen Personenaufzug geht’s

nach Ostrau, der blauen Markierung folgend

über Stufen und Leitern auf die imposante

Schrammsteinaussicht. Die Tour kann über den

Gratweg bis nach Schmilka fortgesetzt werden.

Sonntag bis Donnerstag

Freitag und Samstag

Bei Vollmond

10–22 Uhr

10–24 Uhr

bis 1 Uhr

Liquid Sound – Saunalandschaft – 4 Innenpools

Außenbecken – Wellnesspark – Mutter-Kind-Bereich

italienisches Restaurant

Tel. 0049 35022 54610

badschandau@toskana-therme.com

www.toskanaworld.net

Botanischer Garten

Nationalparkzentrum Museum und Wustmannausstellung

Tourist-Service Bahnhof Bad Schandau · Tel. 035022 41247 · bahnhof@bad-schandau.de · 01814 Bad Schandau

www.saechsische-schweiz.de BEWEGUNG

Sächsische Schweiz Ihr Urlaubsmagazin 2016 41


Foto: Bernd Grundmann

FAHRRADTOUR

Berg-und-Tal-Freuden um Hohnstein

Viele der abwechslungsreichsten, also bergigen Strecken im Elbsandsteingebirge bleiben dem genussorientierten

Gelegenheitsradler normalerweise verborgen. Seit es in der Region Elektrofahrrad-Verleihstationen gibt, schrecken

Höhenmeter jedoch nicht mehr. Das eröffnet ganz neue Möglichkeiten.

» E-Bikes wollt ihr euch ausleihen? Naja,

wenn man über 40 ist …«. Meine Freundin

grinst und ich schaue herausfordernd

zurück. Immer diese Vorurteile!

Auch mit Elektrofahrrädern lässt es sich gut

schwitzen. »Man muss sich dafür nur die entsprechende

Strecke aussuchen oder den Ehrgeiz entwickeln,

möglichst wenig Unterstützung zu nutzen«,

erwidere ich. Das bessere Argument fällt mir

erst während der Fahrt ein: Allein die Gewissheit,

Anstiege mit Anschub hinaufstrampeln zu können,

bringt Strecken auf den Plan, die man sonst – zumindest

an einem heißen Sommertag, wie heute

– als »zu anstrengend« abgewählt hätte. Meinen

ebenfalls skeptischen Ehegatten konnte ich trotzdem

überzeugen mitzukommen.

Hohnstein ist ein guter Ausgangspunkt für bergige

Touren. Die Kleinstadt mit Burg liegt auf einer

Hochfläche am Rand des Nationalparks Sächsische

Schweiz. Vermutlich wurde die Burg um 1200

als böhmische Grenzfeste errichtet und thront bis

heute 140 Meter über dem Polenztal.

Die Touristinformation liegt unterhalb der Burg

– und verleiht E-Bikes. Dort beginnt unsere insgesamt

35 Kilometer lange Tour. 700 Höhenmeter

inklusive. Obwohl Hohnstein schon auf dem Berg

Basteiaussicht

liegt, radeln wir zu Tourbeginn weiter aufwärts und

am Freibad vorbei. Wir beschließen, nach der Tour

dort Abkühlung zu suchen. Vorerst aber strampeln

wir in Richtung Gossdorf. Die Aussicht ist wunderbar.

Die Sonne strahlt. Wir erspähen den Zirkelstein.

Zeit für ein erstes Foto.

In Goßdorf drängt sich eine Reihe kleiner Schutz -

hütten am Straßenrand, jede mit landwirtschaftlichen

Geräten bestückt. Die dazu passenden Infotafeln

erinnern daran, dass die Flächen ringsum

Foto: Bernd Grundmann

intensiv bewirtschaftet wurden. Von Weitem hört

man Kinder im Wasser planschen. Ja, auch Gossdorf

will uns mit einem Schwimmbad locken. Wir

widerstehen.

Die Akkus unserer Räder haben wir bisher nur

mäßig beansprucht und das bleibt auch so, denn

nun geht es steil bergab durch den Wald nach

Kohlmühle. Wir staunen über das große Backsteingebäude,

welches unvermutet vor uns auftaucht.

Ein Anwohner erklärt uns, dass es sich um das denkmalgeschützte,

ehemalige Linoleumwerk handelt.

Am Sebnitzbach biegen wir rechts ab und folgen

den Gleisen der Nationalparkbahn Sächsische-Böh -

mische-Schweiz, die Bad Schandau und Sebnitz

mit Dolní Poustevna (Niedereinsiedel) in Tschechien

verbindet.

Wir erreichen Porschdorf, queren die Straße

und folgen einem anderen Flüsslein. Hier beginnt

die Kernzone des Nationalparks. Dieses Gebiet ist

besonders geschützt, das Radfahren nur auf einigen,

extra beschilderten Routen erlaubt. Die Polenz

plätschert unbeschwert. Die Wiesen längs des

Bächleins leuchten in sonnigem Gelb. Ein Blick ins

Internet verrät, dass es sich bei dem prächtigen

Blütenmeer um den schlitzblättrigen Sonnenhut

handelt. Ursprünglich als Zierpflanze aus Nord-

42

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amerika eingeführt, haben die zwei Meter hohen

Blumen längst auch die freie Natur erobert. Die

Bienen freut es sicher.

An der Walthersdorfer Mühle stoppen wir für eine

Erfrischung und gratulieren uns wenig später, auf

einem Elektrofahrrad zu sitzen. Der steile Anstieg

hinaus aus dem Tal hat es in sich. Trotzdem gibt es

keinen Grund, abzusteigen und das Rad zu schieben.

Oben angelangt halten wir uns links, erreichen

Walthersdorf und biegen auf die Straße nach

Kurort Rathen ab. Entspannt rollen wir den Berg

hinunter zur Elbe, radeln auf dem Elberadweg bis

nach Stadt Wehlen und gönnen uns ein Eis. Der

Blick auf das Akkudisplay bestätigt, dass ruhig noch

ein paar Anstiege kommen dürfen. Ein gutes Gefühl.

Bergauf führt die Route durch Wehlener- und

Zscherregrund erneut durch die Kernzone. Wir

kommen an der Basteistraße heraus und wollen

Kartengrundlage: openstreetmap

Foto: TVSSW, Sylvio Dittrich

uns die Basteiaussicht nicht entgehen lassen. Der

Blick auf die Elbe ist spektakulär.

Weiter geht es auf der Basteistraße. Wir folgen

dem Radweg nach Rathewalde, passieren das dortige

Erlebnisbad mit einem sehnsüchtigen Blick

und strampeln den nächsten Berg hinauf. Unsere

Displays zeigen noch immer jeweils satte zwei

Striche. Da ginge noch was. Allerdings rollen wir

jetzt flott auf der Straße ins Polenztal hinunter und

dann sind es plötzlich nur noch zwei Kilometer bis

nach Hohnstein. Das heißt auch: Wir müssen den

Berg wieder hinauf. Wir treten in die Pedale. Der

Gegenwind trifft andere. Der Anstieg ist ein Klacks.

Das Ende der Radtour kommt viel zu früh. Und

meine Freundin kriege ich auch noch herum. ❚

Mandy Krebs

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KLETTERN IM ELBSANDSTEINGEBIRGE

Peter Brunnerts Kletterbücher sind Kult. Für das

Urlaubsmagazin erinnert sich der Hildesheimer

Autor an den stürmischen Beginn seiner Liebe zum

Elbsandsteingebirge.

»Da war sie plötzlich –

die Landschaft meiner Träume«

Foto: Archiv Peter Brunnert

Foto: Helmut Schulze

Foto: Archiv Peter Brunnert

Eigentlich war es ein Zufall, dass es Pfings -

ten 1975 zu meiner ersten Begegnung

mit dem Elbsandsteingebirge kam. In

der Klettergruppe meiner Freunde aus

Hannover war ein Platz frei geworden, ich erhielt

eine Einladung, wenig später ein Visum und schon

standen wir in Marienborn am Grenzübergang und

hatten zwei Stunden lang Gelegenheit zu beobachten,

wie unser Fiat 127 auseinandergenommen

und wieder zusammengebaut wurde. Die Fahrt

dauerte die ganze Nacht.

Am nächsten Morgen erreichten wir dann irgendwann

die Schrammsteinaussicht hoch über

Bad Schandau – und ich war verloren: Liebe auf

den ersten Blick, keine chance zu entkommen. Da

war sie plötzlich, die Landschaft, die schon so oft

durch meine Träume gegeistert war und von der

ich nicht zu hoffen gewagt hatte, dass es sie wirklich

gab. Die fantastische Felsenwelt berührte mich

von Anfang an und ließ mich nicht mehr los, bis

heute. Die unzähligen Felstürme, die wilden Schluch -

ten und Abgründe, die knorrig-ursprünglichen

Wälder, die gewaltigen Tafelberge mit ihren endlosen

Weitblicken, all das war so wunderbar romantisch

und schlug in meiner Seele einen ebenso

wehmütigen wie aufwühlenden Ton an, der nie

wieder verklingen sollte.

Hatte ich je eine wildere und

schönere Kletterei begangen?

Nun hatte ich damals in meiner Sturm-und-Drang-

Zeit offenbar nicht nur eine zutiefst romantische

Disposition, sondern war auch und vor allem Kletterer.

Die ersten Abenteuer in den Alpen waren

überstanden und ich ahnte nicht, welch wilde Ausfahrten

mich in der Sächsischen Schweiz noch erwarten

sollten. Bereits kurz nach dem Schlüsselerlebnis

auf der Schrammsteinaussicht starteten

wir ohne Klettergurt und Seil unsere erste Klettertour,

die »Seydesche Variante« auf den Hohen Torstein.

Wir querten über schaurige Schluchten,

wanderten über ausgesetzte sandige Pfade, krochen

durch finstere Höhlen und Kamine, schienen

uns dabei fast schon im Inneren des Berges zu

verlieren, als ein unerwarteter Ausweg durch eine

enge Kluft uns schließlich auf den höchsten Gipfel

der Schrammsteinkette führte. Was für ein Erlebnis!

Der gewaltige Falkenstein lag uns zu Füßen,

das Turmgewirr rings umher wirkte wie die unaufgeräumte

Werkstatt eines Riesen-Steinmetzes.

Kurze Zeit später standen wir dann am Fuße des

Falkensteins und stiegen, ebenfalls ohne Seil, über

den berühmten »Schusterweg« zu seinem Gipfel

empor. Hatte ich je eine wildere und schönere

Kletterei begangen?

Auf dem Gipfel machten wir lange Rast, und

unser Dresdner Bergfreund breitete vor uns die

sächsische Klettergeschichte aus: Bereits Ende

des 19. Jahrhunderts hatten sich Oscar Schuster

und seine Gefährten an diese Sandsteinriesen gewagt

und einen Gipfel nach dem anderen erobert.

Schon früh hatte sich die sächsische Klettergemeinde

dabei strenge Regeln auferlegt, deren

Grundsätze bis in die Gegenwart gelten und dazu

beigetragen haben, dass das im Elbsandsteingebirge

nach wie vor eine Sonderstellung unter den

Klettergebieten einnimmt. So entstanden bereits

in der Frühzeit abenteuerliche und kühne Wege,

44

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die bis heute nichts von ihrem Nimbus eingebüßt

haben und die dem Kletterer so einiges abfordern.

Haarsträubende Abenteuer gab’s, und

irgendwann begann ich, sie aufzuschreiben.

Mit Kraft und Geschicklichkeit allein ist es dabei

häufig nicht getan, ganz oft ist auch eine gehörige

Portion Mut und Kaltblütigkeit gefragt. Und das

sollte ich bei den vielen Aufenthalten, die auf den

Pfingstausflug 1975 folgten, auch am eigenen Leib

erfahren. Ich durfte gemeinsam mit Freunden so

manchen Turm besteigen und hatte dabei das

Glück, einige der allerschönsten Touren klettern

zu dürfen, herausragend ist dabei sicherlich der

sagenhafte Talweg am Höllenhund bei Rathen.

Nicht immer ging alles glimpflich ab, haarsträubende

Abenteuer gab’s, und irgendwann begann

ich, sie aufzuschreiben. Auch meine sächsischen

Freunde erzählten mir an Lagerfeuern und Kneipentischen

von zum Teil unglaublichen, aber wahren

Erlebnissen, die schönsten davon fanden Eingang

in meine Geoquest-Bücher »Die spinnen, die

Sachsen!« und »Klettern ist sächsy«. Und so wie

es aussieht, werden noch ein paar dazu kommen.

An mir soll es jedenfalls nicht liegen. ❚

Peter Brunnert

Zur Person

Peter Brunnert, Jahrgang 1957, lebt und arbeitet

als freiberuflicher Autor in seiner Heimatstadt Hildesheim.

Monatlich erscheint im Magazin »klettern«

seine Kolumne »Peter macht Schluss«. Seine im

Panico-Alpinverlag erschienenen Bücher enthalten

neben Selbstverstümmelungsgrotesken und

Hippieabenteuern aus den Siebzigern auch zahlreiche

Glossen und Satiren, bei denen so ziemlich alle ihr

Fett wegbekommen: Boulderer, Radlerhosenträger,

Profis, Schnupperkursler und Hardcore-Sachsen.

Im Sommer 2015 erschien bei Panico das Buch

»Fisch sucht Fels«, das sich mit der Absurdität

norddeutschen Bergsteigens befasst.

www.peter-brunnert.de

Foto: Helmut Schulze

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BERGRETTUNG IN DER SÄcHSIScHEN ScHWEIZ

»Ein Stück verrückt

sind die schon«

Die Sächsische Bergrettung ist die älteste

Deutschlands. Sie wacht auch über das

Wohl der Aktiven in der Sächsischen

Schweiz. Wir wollten von Thomas Eckert,

Referent Bergwacht beim DRK-Landes -

verband Sachsen wissen, was das

eigentlich für Leute sind, die ihre

Freizeit für diesen Dienst opfern –

und vieles mehr.

Foto: Frank ihlow

Foto: DRK-Landes verband Sachsen

Thomas Eckert, Referent Bergwacht

beim DRK-Landes verband Sachsen

Herr Eckert, das Elbsandsteingebirge ist dort

am schönsten, wo es am unwegsamsten ist.

Was tut man, wenn man sich hier verletzt und

nicht mehr weiter kann?

Man wählt die 112. Wichtig ist, beim Anruf Informationen

zum Standort parat zu haben. Es hilft

zum Beispiel, zu wissen, was auf dem letzten Wegweiser

stand. Die Leitstelle informiert dann die

Bergwacht. In der Sächsischen Schweiz gibt es

zwei Rettungswachen: am Amselsee und im Bielatal.

Von hier schwärmen die Retter aus. Die Leitstelle

entscheidet, ob auch der Hubschrauber zum

Einsatz beordert wird.

Was genau ist die Bergwacht?

Die Bergwacht ist eine ehrenamtliche Rettungsorganisation

innerhalb des Deutschen Roten Kreuzes,

die auf Einsätze im Gebirge spezialisiert ist.

Ehrenamtlich heißt, alle Bergretter arbeiten

unentgeltlich in ihrer Freizeit?

So ist es. Die investieren viel Zeit, nicht nur für die

Dienste selbst, sondern auch für die umfangreiche

Aus-, Fort- und Weiterbildung. Der Rettungsdienst

hat einen hohen medizinischen und technischen

Anspruch der viel Wissen und übung erfordert.

Was sind das für Menschen, die in

der Bergrettung arbeiten?

Und wie oft ist ein Bergretter

durchschnittlich im Dienst?

Ein Stück weit verrückt sind Bergretter schon. Ansonsten

ist die Bergwacht ein Abbild der Gesellschaft.

Männer und Frauen jeden Alters und mit den

verschiedensten Berufen engagieren sich hier:

Verkäufer, Handwerksmeister, Unternehmer – auch

Gesundheitsberufe sind dabei.

Die Rettungswachen in der Sächsischen Schweiz

sind von Ostern bis Ende Oktober besetzt. Jeder

Freiwillige ist in dieser Zeit etwa vier Wochenenden

im Dienst. Und im Schnitt ist ein Einsatz pro

Wochenende zu absolvieren. Darüber hinaus gibt

es eine Rufbereitschaft, die ausgewählte Ehren-

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Sicherheit beim Wandern

Tipps der Bergwacht

Gut informieren

In den Hotels, Herbergen, Touristinformationen

gibt es Informationen und Leute, die die Region

gut kennen und helfen können, den Anspruch der

geplanten Tour richtig einzuschätzen.

Wanderkarte einpacken

Auch wenn die Sächsische Schweiz gut ausgeschildert

ist: Eine Wanderkarte sollte mit.

Richtig kleiden

Das Schuhwerk muss Trittsicherheit bieten.

Auch ein Regenschutz gehört ins Gepäck.

Verpflegung

Genügend Flüssigkeit mitnehmen und einen

kleinen Notproviant.

Akku laden und schonen

Der Akku vom Telefon sollte gut geladen

sein und unterwegs nicht durch Unwesentliches

(Kurznachrichten, Internet …) strapaziert

werden.

Abmelden

Man sollte in der Unterkunft möglichst sein Ziel

und die geplante Rückkehrzeit hinterlassen.

amtler während der Woche übernehmen – parallel

zu ihrem Hauptberuf. Man denkt bei Bergwacht an

die Rettung von Bergsteigern. Nur noch etwa ein

Viertel der Bergwachteinsätze in der Sächsischen

Schweiz haben etwas mit Bergsport zu tun. über

die Hälfte aller Notrufe betreffen mittlerweile Wanderer.

Auch verunglückte Radfahrer retten wir.

Wie viele Einsätze absolviert die

Bergwacht Sächsische Schweiz im Jahr?

Was sind die häufigsten Anlässe?

In den 35 Dienstwochen in der Saison haben wir

insgesamt etwa 70 Einsätze – 30 in der Woche, 40 an

Wochenenden. Oft werden wir zu Wanderern gerufen,

die Anspruch und Länge des Weges unterschätzt

haben. Die Hintere Sächsische Schweiz ist

wunderschön, aber auch sehr weitläufig. Was auf

dem Papier wie eine Dreistundentour aussieht,

kann sich schnell als Tagesprogramm entpuppen.

Manche bekommen Kreislaufprobleme, weil sie zu

wenig Wasser mitgenommen haben. Andere vergessen

ihre Medikamente. Auch Knochenbrüche

durch Ausrutschen oder Stolpern sind häufig. Es

kommt zudem immer wieder vor, dass sich Wanderer

verirren.

Auch bei den Kletterern, die wir retten müssen, ist

häufig Selbstüberschätzung und mangelnde Erfahrung

im Spiel – insbesondere bei ambitionierten

Gelegenheitskletterern, die sich in den mittleren

Schwierigkeitsgraden bewegen. Man kennt den

Weg nicht gut genug, die Kraft reicht nicht bis zum

Ende und es kommt zum Sturz. Aber auch routinierten

und erfahrenen Kletterern passieren Fehler.

Radfahrer, die wir retten, haben sich nicht

selten auf Wege begeben, die nicht für Radfahrer

genehmigt und oft zu gefährlich sind. Auch aus

Sicherheitsgründen ist es also ratsam, auf offiziellen

Routen zu bleiben.

Hat sich die Zahl und Art

der Einsätze im Vergleich zu

früher verändert?

Nicht wesentlich. Es gibt aber eine Verlagerung

vom Wochenende auf die Wochentage. Wir haben

es heute mit einer sehr aktiven Seniorengeneration

zu tun, die auch in der Woche wandert, klettert

und radelt. Die Zahl der Wanderunfälle ist leicht

gestiegen. Dafür registrieren wir weniger Kletterunfälle.

Was wünschen Sie sich für die

Sächsische Bergwacht?

Dass sich weiterhin junge Menschen für die Arbeit

der Bergwacht interessieren und hier einsteigen.

Von der Politik mehr Anerkennung und Unterstützung

für unsere Arbeit, vor allem eine bessere, der

Wichtigkeit unserer Aufgabe entsprechende Grundfinanzierung.

Was muss jemand mitbringen,

der selbst Bergretter werden möchte?

An wen kann er sich wenden?

Interessenten sollten sportlich und einigermaßen

höhentauglich sein, in der Freizeit möglichst Ski

fahren oder klettern. Sie sollten bereit sein für eine

umfangreiche medizinische und rettungstechnische

Ausbildung. Wer bei der Bergwacht mitmachen

möchte, kann sich an mich als Landeskoordinator

oder an eine der regionalen Bergwachtgruppen

wenden. Alle Kontakte stehen auf unserer Internetseite

www.bergwacht-sachsen.de. ❚

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Foto: Lausitzer-Sportevents e.V., Hans-Joachim Weidner

SPORT-EVENTS

Und los!

Wandern, Klettern, Radfahren, Paddeln und mehr: Die Sächsische Schweiz ist ein Eldorado für Menschen, die schweißtreibende

Aktivitäten unter freiem Himmel lieben. Und bei diesen Sportereignissen treffen sie Gleichgesinnte.

8. Sparkassen-Panoramatour Sächsische Schweiz:

Wettkampf und Wanderlust

Die Sparkassen-Panoramatour Sächsische Schweiz

lädt Familien und Freizeitsportler zu einem aktiven

Wochenende im Elbsandsteingebirge. Insgesamt

29 Wettbewerbe und Touren in den Disziplinen

Wandern, Walken, Laufen und Radfahren stehen

auf dem Programm. Zu den sportlich anspruchsvollsten

Höhepunkten zählt der Festungslauf: Etwa

600 Läufer erobern auf 7,8 Kilometern die 247 Meter

über der Elbe gelegene Festung Königstein.

5. bis 7. August 2016,

www.tour-saechsische-schweiz.de

8. Elbsandstein-Bouldercup:

Klettern ohne Seil

Zum »Elbsandstein-Bouldercup« trifft sich die sächsisch-böhmische

Kletterszene auf den Elbwiesen in

Bad Schandau. Profis und Hobbykletterer erklimmen

ohne Seil niedrige, meist überhängende Kletterwände

in Absprunghöhe. Im Rahmenprogramm

laden Boulder-Blöcke und Slacklines zum Ausprobieren,

ein Ausstellerbereich mit Kletterartikeln

zum Stöbern und die Bergfilmnacht zum geselligen

Tagesausklang. Traditionell ist zum Bergsichten-

Spezial eine internationale Kletter-Legende zu Gast.

1. bis 3. Juli 2016, www.elbsandsteincup.eu

FESTUNG AKTIV! 2016:

Trendsport auf Probe

Beim Trendsportfestival »FESTUNG AKTIV!« auf der

Festung Königstein geht es weniger ums Gewinnen,

als ums Ausprobieren. Neugierige und Wagemutige

können an einem einzigen Wochenende auf der

Slackline balancieren, Klettern, Tauchen, Bogenschießen,

Mountainbike-Fahren und vieles mehr.

Eine Portion Adrenalin verspricht die Schussfahrt

mit dem Flying Fox, einer 200 Meter langen Stahlseilbahn

in 50 Meter Höhe. Auch atemberaubende

Vorführungen stehen auf dem Programm.

6. bis 7. August 2016, www.festung-aktiv.de

Dresden & Sächsische Schweiz aktiv erleben

Bootsverleih

48

Sächsische Schweiz Ihr Urlaubsmagazin 2016

Powerboot

www.kanu-aktiv-tours.de

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Schandauer Straße 17-19

01824 Königstein

Tel.: (035021) 599960

info@kanu-aktiv-tours.de

www.saechsische-schweiz.de


19. FEP-Drachenboot-Cup 2016:

Gruppenpaddeln chinesisch

In den 1990er Jahren hat der aus china stammende

Drachenbootsport in Deutschland Fuß gefasst. Auch

Pirna hat seine eigene Tradition in dieser Disziplin:

Den FEP-Drachenboot-cup auf der Sportmeile am

Elb ufer, die der Kreissportbund Sächsische Schweiz-

Osterzgebirge anlässlich des Stadtfestes veranstal -

tet. Regionale Firmen, Vereine und andere Gruppen

treten mit 14 bis 18 Paddlern und einem Trommler

zum Kräftemessen über die 200-Meter-Distanz an.

Auch die kreativste Teamkostümierung wird prämiert.

Es ist ein Riesenspaß für die Teilnehmer,

aber auch für alle Zuschauer, die auf der Sportmeile

am Elbufer selbst aktiv werden können.

17. bis 19. Juni 2016, www.stadtfest.pirna.de

Foto: Veranstalter

Foto: Kreissportbund

Foto: Romy Schuster

Foto: Lausitzer-Sportevents e.V., Hans-Joachim Weidner

19. VVO-Oberelbe-Marathon:

Langlauf mit Blick

42,195 Kilometer durchs Elbtal: Der VVO-Oberelbe-

Marathon ist einer der landschaftlich schönsten

Marathons in Deutschland. Start ist in Königstein mit

Blick auf die berühmte Festung. Es folgen 15 malerische

Laufkilometer entlang der Elbe, gesäumt

von faszinierenden Felsformationen. In Pirna werden

die Teilnehmer mitten durch den historischen

Stadtkern geführt. Anschließend geht es weiter

auf dem Elberadweg vorbei an Schloss Pillnitz und

den Elbschlössern ins barocke Herz Dresdens und

schließlich zum Endpunkt im Dresdner Heinz-

Steyer-Stadion.

24. April 2016, www.oberelbe-marathon.de

42. Volksbank Classics »Rund um Sebnitz«:

Straßenradrennen für Profis

Das traditionelle Straßenradrennen »Rund um

Sebnitz« hat 2015 den Status eines internationalen

Profiradrennens in der Kategorie UcI 1.2 des

Weltverbandes für Radsport erlangt. Damit ist es

eines von nur sechs Rennen dieser Art in Deutschland.

Der 1954 erstmals ausgetragene Wettstreit

wurde in der Profikategorie schon von Radsportlegenden

wie Eddy Merckx, Gustav-Adolf »Täve«

Schur und Jens Voigt gewonnen.

im September, www.rundumsebnitz.de

36. Bergtest bei Wehlen:

Tafelberge stürmen

Bereits seit 1980 treffen sich ambitionierte Wanderer

zum jährlichen »Bergtest bei Wehlen«. Sportlich

geht es von Stadt Wehlen über Felder und Tafelberge,

durch Gründe und Täler bergauf, bergab

und wieder bergauf bis zum Ausgangspunkt zurück.

Sechs Touren mit zehn bis 37 Kilometern Länge

stehen zur Wahl. Unterwegs gibt es Tee- und Verpflegungsstationen.

Höhepunkte sind Festung Königstein,

Pfaffenstein, Lilienstein und Bastei. Wer

die große Runde läuft, bewältigt dabei 1400 Höhenmeter.

19. März 2016, www.dwbv.de

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Foto: TVSSW

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WANDERN MIT KINDERN

Hurra, wir wandern!

Das sind die zehn schönsten Touren mit Kindern

durch das Elbsandsteingebirge.

Seien wir ehrlich: Kinder sind nicht immer gleich begeistert, wenn

es ums Wandern geht. Den Kleinen ist es oft zu anstrengend; den

Großen oft zu langweilig; den Mittleren oft beides. Trotzdem: Es

lohnt sich, es wenigstens zu versuchen. Es lohnt sich, im Morgengrauen

aufzustehen, drei, vier, fünf Brotdosen und Thermoskannen zu füllen

und die Familie mit allen Mitteln der überredungskunst zu Zug oder Bus in

Richtung Nationalpark Sächsische Schweiz zu locken. Der Rest ist ein Kinderspiel

und das gemeinsame Naturerlebnis in der herrlichen Waldluft entschädigt

jede Mühe.

Bleibt noch die Frage nach der richtigen Tour. Nicht zu lang sollte sie sein

und nicht zu kurz, schön abwechslungsreich aber auch nicht zu anstrengend,

herausfordernd aber nicht zu anspruchsvoll. Und unterwegs sollte die Fantasie

angeregt werden, so dass Kinder Forscher, Entdecker, Ritter, Räuber und

Waldgeist sein können. Es darf auch ruhig einmal etwas unheimlich und nervenkitzlig

werden. Dann ist das Wanderabenteuer perfekt.

Allein durch den sächsischen Teil des Elbsandsteingebirges führen etwa

1.200 Kilometer herrliche Wanderpfade. Die meisten davon sind auch für

Kinder geeignet. Sogar kinderwagentaugliche Strecken gibt es. Wir haben aus

der Vielzahl der Möglichkeiten die zehn schönsten und beliebtesten Routen

für Familien herausgesucht. Also, wenn diese Königswege nicht fürs Wandern

begeistern, was dann?

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Sächsische Schweiz Ihr Urlaubsmagazin 2016 51


Felsenlabyrinth Langenhennersdorf: Herrliches Wirrwarr!

In einem kleinen Wäldchen, ungefähr fünf Kilometer von der Festung Königstein

entfernt, liegen Felsen so wunderbar verwinkelt und geheimnisvoll überund

aneinander, dass die Einheimischen den Ort »Das Labyrinth« tauften.

Generationen von Heranwachsenden hatten beim Durchkraxeln des Gewirrs

schon ihren Spaß. Es geht über Leitern und durch enge Felsspalten, Höhlen

und Durchgänge. Vorsicht: Für Erwachsene wird es an einigen Stellen eng.

Zahlen weisen den Weg. Auch der Aufstieg auf das kleine Plateau ist möglich.

Der Weg zum Eingang des Labyrinthes ist gut ausgeschildert.

❚ Dauer: etwa eineinhalb Stunden

❚ Länge: etwa zwei Kilometer

❚ Geeignet für: Kinder ab vier Jahre

❚ Anreise: Buslinie 245 ab Pirna nach Rosenthal bis

»Langenhennersdorf Az Labyrinth«

Foto: Marko Förster

In und auf dem Kuhstall: Ausblick ohne Muuuhh

Diese kurze Rundtour beginnt am Lichtenhainer Wasserfall und führt zu einem

der größten Felsentore des Elbsandsteingebirges, dem Kuhstall. Der Name

erinnert daran, dass Bauern hier einst ihr Vieh vor marodierenden Soldaten

versteckten. Auf das Dach des Kuhstalls führt etwas versteckt eine schmale

Eisenstiege, die Himmelsleiter. Der steile Aufstieg wird mit einem Weitblick

über den Zschand belohnt. Noch viel aufregender aber ist das Schneiderloch.

Abenteuerlich geht es auch hier zu. Immer wieder zwängt man sich durch enge

Passagen, bückt sich unter tief vorstehenden Felsnischen hindurch und erreicht

schließlich das Felsenloch mit verdientem Blick zu den Affensteinen.

❚ Dauer: etwa zwei Stunden

❚ Länge: etwa drei Kilometer

❚ Geeignet für: Kinder ab drei Jahre (ohne Schneiderloch), ab fünf Jahre

(mit Schneiderloch), die Himmelsleiter sollten Kinder nicht allein gehen

❚ Anreise: S-Bahn S1 bis Bad Schandau, Buslinie 241 Richtung

Hinterhermsdorf bis Lichtenhainer Wasserfall

Zum Hinteren Raubschloss: Auf zur Räuberfeste

Der Winterstein wird gern auch Hinteres Raubschloss genannt. Er ist ein gigantisches

Felsenmassiv, dessen Gipfelplateau sich in 389 Metern Höhe befindet.

Hier oben thronte eine mittelalterliche Felsenburg und noch heute

kann man Reste von Treppen und Balkenkonstruktionen entdecken. Um sich

auf die Spuren der Räuber und Ritter zu machen und wie Ronja und Birk die

Burg zu erklimmen, muss man trittfest und schwindelfrei sein. Die Schwierigkeiten

damals waren dieselben wie heute: Eine hohe Leiter, die frei hängend

aus einer Höhle heraus ragt, führt hinauf zum Gipfelplateau. Von der

Neumannmühle im Kirnitzschtal folgt man zuerst reichlich einen Kilometer

dem gelben Strich, dann dem roten bis zum Winterstein.

❚ Dauer: etwa zwei bis drei Stunden

❚ Länge: etwa vier Kilometer

❚ Geeignet für: Kinder ab acht Jahren (anspruchsvoll)

❚ Anreise: siehe Kuhstall, jedoch Linie 241 bis Haltestelle Neumannmühle

Foto: Mike Jäger Foto: Bernd Grundmann

Foto: Philipp Zieger

Hohnsteiner Kasperpfad: Seid ihr alle da?

Potz Blitz, der Kasper ist ein Hohnsteiner! Was die berühmteste europäische

Handpuppe mit der verträumten Burgstadt in der Sächsischen Schweiz zu tun

hat, erfährt man vor Ort. Hier ist dem gewitzten Holzkopf nicht nur ein Puppenspielhaus

und ein Museum, sondern auch ein Wanderweg gewidmet. Der

Hohnsteiner Kasperpfad (roter Punkt) beginnt an der Bushaltestelle Eiche.

Hier liegen an der großen Infotafel Faltblätter bereit. Auf diesen können Kinder

alle Kasperköpfe, die sie unterwegs als Relief an verschiedenen Stationen

entdecken, mit dem Bleistift durchrubbeln. Also: Augen auf! Den Abschluss

bildet die Kasperausstellung in der Touristinformation.

❚ Dauer: etwa eineinhalb Stunden

❚ Länge: etwa zweieinhalb Kilometer

❚ Geeignet für: Kinder ab vier Jahre,

größtenteils kinderwagentauglich, wenige Stufen

❚ Anreise: Bus 236, 237 und 264 bis »Hohnstein Eiche«

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Foto: Bernd Grundmann

Durch den Uttewalder Grund: Wer wirft denn mit Felsen?

Ein Ausflug durch den Uttewalder Grund ist schon mit Dreijährigen machbar.

Und sogar ein kleines Geschwisterchen im Kinderwagen oder ein Familienangehöriger

im Rollstuhl könnte mit. Auf breiten Wegen geht es von Stadt

Wehlen, dem roten Punkt folgend unter Schatten spendenden Baumkronen

durch den Wehlener und Uttewalder Grund, vorbei am urigen Gasthaus »Waldidylle«

bis zum sagenumwobenen Uttewalder Felsentor – Felsblöcke, die

zwischen Felswänden stecken und so einen niedrigen Durchgang ergeben. An -

schließend findet man sich auf gleichem Wege zurück. Familien mit größeren

Kindern und ohne Kinderwagen empfiehlt sich vom Wehlener Grund ein Abstecher

in den schaurig-schönen Teufelsgrund.

❚ Dauer: etwa eineinhalb Stunden mit Kind im Kinderwagen,

etwa zwei Stunden mit Kind an der Hand (ohne Abstecher)

❚ Länge: etwa vier Kilometer (ohne Abstecher)

❚ Geeignet für: Kinder ab drei Jahre, kinderwagen- und rollstuhltauglich

❚ Anreise: S-Bahn S1 bis Stadt Wehlen, weiter mit der Fähre über die Elbe

Auf den Pfaffenstein: Durchs Nadelöhr zum Gipfelglück

Der Pfaffenstein in der Nähe der Stadt Königstein wird oft als »Sächsische

Schweiz im Kleinen« bezeichnet – so zerklüftet ist der knapp 435 Meter hohe

Tafelberg. Und dementsprechend spannend ist es, ihn zu besteigen. Kinder

merken in dem abwechslungsreichen Terrain mit den vielen Verstecken meist gar

nicht, dass der Aufstieg doch auch anstrengend ist. Die Fantasie kommt unterwegs

ordentlich in Fahrt: Man kraxelt durch ein »Nadelöhr«. Es gibt einen

»Opferkessel« und sogar eine versteinerte, 43 Meter hohe Jungfrau! Also,

wenn das nichts ist. Auf dem Gipfel stärkt nicht nur ein herrlicher Rundumblick,

sondern auch ein gemütliches Gasthaus für den Rückweg.

❚ Dauer: etwa drei bis fünf Stunden, je nach Anzahl der Abstecher

❚ Länge: etwa fünf Kilometer

❚ Geeignet für: Kinder ab vier Jahre

❚ Anreise: S-Bahn S1 bis Königstein, weiter

mit Bus 244a bis Pfaffendorf Ortsmitte

Foto: Bernd Grundmann

Reinhardtsdorf-Schöna ist Ausgangspunkt für wunderschöne Wanderungen. Erleben Sie idyllische Natur und Ruhe pur abseits des

Massentourismus zwischen Kaiserkrone, Zirkelstein, Wolfsberg und der höchsten Erhebung der Sächsischen Schweiz, dem Großen

Zschirnstein. Wandern Sie auf den Spuren von Casper David Friedrich und erkunden Sie den Malerweg. Auf dem Skulpturenwanderweg

können Sie Exponate aus Sandstein von in- und ausländischen Künstlern bewundern.

www.reinhardtsdorf-schoena.de

ZirkelsteinResort

Am Zirkelstein 109 b

01814 Schöna

035028 80425

zirkelsteinresort.de

Landgasthaus und

Pension Zirkelstein

Hauptstraße 37 b

01814 Schöna

035028 80224

gasthaus-zirkelstein.de

Panoramahotel

Wolfsberg

Zum Wolfsberg 102

01814 Reinhardtsdorf

035028 859900

panoramahotel-wolfsberg.de

Gästehaus

Kaiserkrone

Am Feldrain 46

01814 Schöna

035028-81023

www.pension-kaiserkrone.eu

Kirche Reinhardtsdorf

tägl. geöffnet 9-17 Uhr

Führg. Dienstag 17 Uhr

(Mai - Oktober)

035028 80306

www.saechsische-schweiz.de FERIENABENTEUER

Sächsische Schweiz Ihr Urlaubsmagazin 2016 53


Foto: Frank Exß

Der Luchsweg: Auf Samtpfötchen zum Pinselohr

Der Luchsweg in Bad Schandau ist ein Exot unter den Wanderwegen im Elbsandsteingebirge,

da er überwiegend innerhalb des Ortes verläuft. Seit einigen

Jahren gibt es den Luchs wieder im Nationalpark Sächsische Schweiz.

Das muss man glauben, denn zu Gesicht bekommt man die scheue Großkatze

eigentlich nie. Auf dem Luchsweg kommen ihm Kinder trotzdem auf die Spur.

Start ist im NationalparkZentrum, wo es auch eine kostenlose übersichtskarte

gibt. Unterwegs laden Aktivstationen zum Sehen, Schleichen, Hören und

Springen wie ein Luchs ein. Der Pfad führt zu einem Wildgehege an der oberen

Station des Historischen Personenaufzugs. Und hier bekommt man dann doch

noch zwei echte Luchse zu Gesicht.

❚ Dauer: etwa eineinhalb Stunden

❚ Länge: etwa drei Kilometer

❚ Geeignet für: Kinder ab vier Jahre

❚ Anreise: S-Bahn S1 bis Bad Schandau und Fähre

oder Bus bis Bad Schandau Elbkai

❚ Information: www.lanu.de

Auf die Bastei: Vorsicht, Raubritter!

Der Ausblick von der Bastei etwa 200 Meter über der Elbe ist berühmt – und

am schönsten, wenn man ihn sich aus eigener Kraft erkämpft hat. Eine spannende

und fordernde Tour ist der Aufstieg ab Kurort Rathen. Es geht immer

den Wegweisern (blauer Strich) und dem Basteiweg folgend bis zur Bastei.

Hier empfiehlt sich eine längere Pause mit Imbiss. Dann führt der Weg durch

die wildromantischen Schwedenlöcher über zahlreiche Stufen zwischen hohen

Felswänden hinab in den Amselgrund, vorbei am Amselsee – hier kann man

im Sommer Ruderboot fahren – zurück zum Ausgangspunkt. Die Kinder werden

staunen, wenn sie unterwegs von Raubrittern und lebensrettenden Felsenverstecken

hören und am Ende einen Gipfel sehen, der aussieht wie eine Lokomotive.

❚ Dauer: etwa vier Stunden

❚ Länge: etwa vier Kilometer

❚ Geeignet für: bewegungsfreudige Kinder ab vier Jahre

❚ Anreise: S-Bahn S1 bis Kurort Rathen, dann mit der Fähre übersetzen

Foto: Bernd Grundmann

Foto: Mike Jäger

Foto: Frank Exß

Durchs Bielatal: Zu geheimnisvollen Orten

Das Bielatal ist ein ganz besonderes Schmankerl. Malerisch ist das Stück zwischen

Schweizer- und Ottomühle. Ein leichter und gut markierter Weg lädt hier

zu einer abwechslungsreichen Rundtour. Man läuft von der Bushaltestelle

ein kurzes Stück entlang der Straße in Richtung Bielatal und biegt dann in

einen bergauf führenden Pfad ein. Jetzt folgt man immer dem gelben Punkt,

einmal im Uhrzeigersinn um die Schweizermühle. Es geht in respektvollem

Abstand an Felskanten entlang zu herrlichen Aussichtspunkten, durch zwei

mystische Felsenkessel und mehrmals bergauf und bergab. Mit größeren Kindern

kann man als Krönung noch den Aufstieg auf den »Sachsenstein« oder

den »Nachbarn« wagen.

❚ Dauer: etwa vier Stunden

❚ Länge: etwa fünf Kilometer

❚ Geeignet für: Kinder ab vier Jahre

❚ Anreise: Bus 242 oder 245 bis Haltestelle Schweizermühle

Wilde Klamm und Edmundsklamm: Kahnfahren im Böhmischen

Zu den schönsten Klammen im Elbsandsteingebirge zählen Wilde Klamm und

Edmundsklamm in der Böhmischen Schweiz. Eine perfekte Halbtagestour

von Mezní Louka (Rainwiese) nach Hřensko (Herrnskretschen) führt durch

beide. Nach der Anreise per Bus geht es dem blauen Strich folgend etwa

einen Kilometer in Richtung Wilde Klamm. An der ersten Wegkreuzung verlässt

man den Weg mit dem blauen Strich und folgt nach rechts dem Bach,

der 500 Meter weiter in die Kamnitz mündet. Danach geht es weiter die Kamnitz

entlang per Kahn und per pedes bis nach Hřensko an der Elbe. Der Weg

ist leicht und herrlich abwechslungsreich mit einigen in den Fels gehauenen

Tunneln. Auch Imbissmöglichkeiten gibt es. Achtung: Personal- und Kinderausweise

nicht vergessen und über Betriebszeiten der Kähne informieren –

teilweise ist die Strecke nur per Boot passierbar! Die schattige Tour ist auch

für sehr heiße Sommertage geeignet.

❚ Dauer: etwa vier Stunden

❚ Länge: etwa acht Kilometer, inkl. Kahnfahrten

❚ Geeignet für: Kinder ab vier Jahre

❚ Anreise: Buslinie Königstein-Bad Schandau-Mezna bis »Mezní Louka,

Hotel« (Fahrplan: www.frank-nuhn-freizeit-und-tourismus.de)

❚ Rückreise: Fähre von Hřensko nach Schöna, von hier weiter mit der S-Bahn

❚ Information: www.herrnskretschen.de

54

Sächsische Schweiz Ihr Urlaubsmagazin 2016

FERIENABENTEUER

www.saechsische-schweiz.de


WANDERN MIT ALPAKAS

Knuffige

Begleiter

Fotos: Partner-Alpakas Naundorf

Ein völlig neues Wandererlebnis bieten

Ausflüge mit Alpakas. Mit ihren großen

Kulleraugen und dem flauschigen Fell

erobern die aus den Anden stammenden

Kleinkamele spielend jedes Herz. Diese sanften

Wesen haben eine wunderbare Art. Man muss sie

einfach lieben. Einfühlsam nehmen sie uns wahr

und lassen sich ganz auf uns ein, geben Ruhe und

Kraft. Das tut gut und ist heilsam. Für Kinder, die

überaktiv oder besonders schüchtern sind, kann

die Begegnung mit Alpakas als tiergestützte Therapie

wertvoll sein.

In der Sächsischen Schweiz gibt es Alpakafarmen

wie die von Dorothea Walz in Naundorf. Sechs

Alpakas gehören zu ihrer Herde. In einem langen

Training hat die gelernte Sozialpädagogin sie für

Spaziergänge durch die Felsenwelt fit gemacht.

Auch über einen speziellen Parcours lassen sich die

Tiere führen. Wer sich dabei auf die Vierbeiner einlässt,

lernt ihren ausgeprägten charakter kennen.

Und wie von selbst wird der Mensch, der sie an der

Leine führt, ruhiger, behutsamer. Und nimmt sich und

sein Handeln ganz bewusst wahr. Dorothea Walz

begleitet die Ausflügler, erzählt von ihrer Farm, ihren

Erlebnissen – und freut sich, wenn eines ihrer

Alpakas erneut ein Herz berührt. ❚

Alpaka

Wandern mit Alpakas sowie begleitete

Parcours-Rundgänge bietet Dorothea Walz

für Erwachsene und Kinder sowie Menschen

mit Behinderungen an.

www.partner-alpakas.de

Alpaka-Wanderungen bietet auch der

Ferienhof »Zum Festungsblick« in Königstein.

www.ferienhofzumfestungsblick.de

Eine große Alpakaherde gibt es auf der Alpaka-Farm

in Langenwolmsdorf bei Stolpen. Ein Wanderweg

führt an der Farm vorbei. Auf Anfrage kann

sie besichtigt werden. Im Hofladen sind Strickwaren

aus Alpaka-Wolle erhältlich.

www.alpaka-farm.de

www.saechsische-schweiz.de FERIENABENTEUER

Sächsische Schweiz Ihr Urlaubsmagazin 2016 55


LEHRREIcHE NATURERLEBNISSE

Foto: Mike Jäger

Nationalpark erleben

Der Nationalpark Sächsische Schweiz steckt voller Geheimnisse. Pädagogisch

wertvolle Naturerlebnis angebote gewähren Kindern spannende Einblicke in den

einzigartigen Naturraum. Auch Erwachsene können dabei noch etwas lernen.

Foto: NationalparkZentrum Bad Schandau

NationalparkZentrum Bad Schandau: Wildtiere beobachten

Tiere beobachten, die man in freier Wildbahn kaum zu Gesicht bekommt.

Möglich ist das im interaktiven Waldkabinett im NationalparkZentrum Bad

Schandau. Wer sich ganz ruhig verhält und mit Bedacht durch den virtuellen

Wald spaziert, dem zeigen sich Wildtiere, wie Luchs, Rothirsch, Wanderfalke,

Eule und viele mehr. Das Zentrum ist der erste Anlaufpunkt für Nationalparkbesucher.

Hier erfahren sie anschaulich und leicht verständlich, wie sich die

bizarre Felsenwelt vor Jahrmillionen formte, welche schützenswerten Pflanzen

hier wachsen, wer im Fels brütet, wie sich das Ökosystem wandelt und

was es heißt, Natur Natur sein zu lassen.

www.lanu.de/Nationalparkzentrum.html

Infostellen des Nationalparks: die Natur verstehen lernen

Neben dem NationalparkZentrum Bad Schandau finden Wanderer unterwegs

noch viele weitere, kleinere Informationsstellen. In urigen Berghäuschen

mitten in der Natur laden sie zum Innehalten, Ausruhen, Lernen ein. Jede

Ausstellung widmet sich einem anderen Thema und beantwortet Fragen, die

beim Wandern in der Natur entstehen können. Zu den Infostellen gehören

die Amselfallbaude zwischen Rathewalde und Kurort Rathen, das Blockhaus

Brand bei Hohnstein, das Eishaus auf dem Großen Winterberg, der Infopunkt

Schmilka, das Beizehaus und die Blockscheune in Hinterhermsdorf und das

Schweizerhaus auf der Bastei.

www.nationalpark-saechsische-schweiz.de

56

Sächsische Schweiz Ihr Urlaubsmagazin 2016

FERIENABENTEUER

www.saechsische-schweiz.de


Foto: Mike Jäger

Foto: Mike Jäger

Nationalparkführer: Wandern mit Aha-Effekt

Wer mehr weiß, sieht mehr. Darum macht eine Wanderung in der Sächsischen

Schweiz noch mehr Spaß, wenn man sich von einem der 25 zertifizierten

Nationalparkführer begleiten lässt. Aus erster Hand erfährt man dabei die

vielen kleinen und großen Geheimnisse des faszinierenden Naturraumes.

Zwischen Mai und Oktober starten die Turnuswanderungen regelmäßig – bei

jedem Wetter. Eine Anmeldung ist nicht notwendig. Es genügt pünktliches

Erscheinen am Treffpunkt. Aktuelle Termine veröffentlicht die Nationalparkverwaltung

auf ihrer Website.

www.nationalpark-saechsische-schweiz.de

Waldhusche Hinterhermsdorf: den Wald unter die Lupe nehmen

Eltern kennen das: Sobald Kinder einen Wald betreten, toben sie neugierig

über Stock und Stein, entdecken kleine Krabbelkäfer, sammeln bunte Blätter

und freuen sich über jede noch so kleine Entdeckung. In der Sächsischen

Schweiz gibt es dafür jede Menge Naturwald. Bewegungshungrige, die nebenbei

noch etwas lernen möchten, sollten die Waldhusche in Hinterhermsdorf

besuchen. Etwa 40 Spielelemente wie Fuchsbau-Rutsche, Spinnennetz

oder Wurzelpfad bereichern den Waldspaziergang auf dem 66 Hektar großen

Gelände – und liefern dabei Wissenswertes über das Ökosystem Wald.

www.hinterhermsdorf.de/waldhusche.html

www.urlaubsmagazin.tv/

video-nationalparkführer

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Kräuterbaude »Am Wald«

Der Name ist bei uns Programm.

Unsere Barrierefreie Herberge mit Gastwirtschaft

liegt 20 km von der Kurstadt Bad Schandau am

oberen Teil des Kirnitzschtales in mitten der Wälder

der Sächsisch-Böhmischen Schweiz bei Hinterhermsdorf.

Der Begriff »Baude« ist hier an der tschechischen

Grenze sehr verbreitet und bedeutet

Pension mit Gasthaus auf dem Berg oder Felsen.

Diese Einrichtungen kann man getrost auch mit

einem Hotel vergleichen. Der optimale Standort

unseres Anwesens erlaubt dem Gast alle Möglichkeiten

für Wanderungen, Touren und Ausflüge in die

Nationalparks Sächsische und Böhmische Schweiz

und ihre Umgebung. Direkt vor unserer Haustür

beginnt ein über 600 km langes Wanderwegenetz

auf deutscher sowie tschechischer Seite. Hier kann

man laufen und Rad fahren ohne Grenzen. Wo sonst

findet man gleich drei Landschaften so eng bei -

einander wie hier: die Felstürme des Elbsandsteins,

die Hügel des Lausitzer Berglandes und die Siebenhunderte

des Böhmischen Mittelgebirges. Eine

besondere Spezialität des Hauses sind geführte

Touren. In der Beliebtheitsskala ganz oben stehen

die Kräuterexkursionen in das Reich der Wildkräuter

mit unserer Kräuterhexe Janet Hoffmann und

die Wanderungen in die Nationalparks Sächsisch-

Böhmische Schweiz mit Nationalparkführer Heiko

Hesse. Aber auch die sogenannte »Stiegentour«

ist seit Jahren ein Renner. Hier geht es mit Seilsicherung

an Eisengriffen die Felswände hoch. Gern

helfen wir Ihnen auch bei der individuellen Tourenplanung.

Und wer es tierisch möchte, der kann

mit den Alpakas Mambo und Famoon die nähere

Umgebung entdecken. übrigens sind die beiden sehr

neugierig und schauen öfters mal in unsere Gästezimmer.

Apropos Zimmer: Die haben wir neben

unserer Waldhütte »Knusperhäus’l« ja auch noch

anzubieten. Neun Kräuterzimmer stehen zur Verfügung.

Alle sind einer Pflanze gewidmet wie zum

Beispiel das Lavendelzimmer. Liebevoll eingerichtet

mit dem Duft von Lavendel. Wenn Sie nach Ihren

Ausflügen Hunger und Durst verspüren, dann lockt

ein Duft von frischen Speisen in unser Gasthaus.

Unter dem Hauptmotto »Wildkräuter« kann man

wählen zwischen Gerichten wie Spaghetti mit Unkrautpesto,

Wild- und Fischspezialitäten, aber auch

veganer Kost aus der Region. Natürlich haben wir

auch Kräuter in flüssiger Form vorrätig. Neugierig?

Kräuterbaude »Am Wald«

Hinteres Räumicht 18

01855 Saupsdorf

www.kraeuterbaude.de

Kontakt

www.saechsische-schweiz.de FERIENABENTEUER

Sächsische Schweiz Ihr Urlaubsmagazin 2016 57


Der »Marie Louise Stolln« im Kurort Berggießhübel

(Bad Gottleuba-Berggießhübel) ist einer der

bedeutendsten Stollen Sachsens. 2016 feiert

er als spannendes Besucherbergwerk

zehnjähriges Bestehen.

BESUcHERBERGWERK »MARIE LOUISE STOLLN«

Fotos: Kurgesellschaft Bad Gottleuba-Berggießhübel mbH

Unterirdisch schön

Über 700 Jahre lang wurde an den süd -

westlichen Ausläufern des Elbsandsteingebirges

im Grenzgebiet zum

Erzgebirge Bergbau betrieben und

dabei mehrere Dutzend mächtige Erzlager entdeckt.

Zu den bedeutendsten zählte die Lagerstätte

in Berggießhübel. Der ab 1726 abgeteufte,

490 Meter lange »Marie Louise Stolln« wies das ergiebigste

Eisenerzvorkommen Sachsens auf. Er

dehnte sich über ganze fünf Erzlager aus, darunter

das imposante, bis zu elf Meter mächtige Mutter-

Gottes-Lager.

Am 31. Mai 1942 fuhren die Bergleute zur letzen

Schicht. Es wurde still in Berggießhübel und das

Kurwesen übernahm die Funktion als wichtigster

Arbeitgeber. Der Stollen wurde viele Jahre wenig

beachtet. Bis man sich dafür entschied, ihn öffent -

lich zugänglich zu machen. Sanierungsmaßnahmen

wurden eingeleitet und 2006 eröffnete der »Marie

Louise Stolln« als erstes und einziges Besucherbergwerk

in der Sächsischen Schweiz. Besucher

können sich heute mit Schutzhelm und Taschenlampe

in die Tiefen des waagerecht in den Berg

hin einführenden Stollens wagen, dunkle Gänge

erforschen, Pick- und Bohrspuren entdecken und

Erzminerale bestaunen.

Regelmäßig gewähren einstündige Führungen

interessante Einblicke in die faszinierende Geschich -

te des Bergwerkes und die schwere Arbeit der Berg -

männer. Lebensgroße Figuren und historische Arbeitsgeräte

hauchen der ruhenden Untertagewelt

Leben ein. Imposant ist der unterirdische See, an

dem Besucher Tiefenentspannung im doppelten

Sinn erfahren. Im Winter lauschen sie hier eingemummelt

in warme Decken dem bezaubernden

Nachhall tibetischer Klangschalen.

Das Jubiläumsjahr 2016 begeht das Besucherbergwerk

mit einem bunten Erlebnisprogramm: Von

märchenhaften Lesungen in den Winterferien über

irische und schwedische Folklore im April, Sonderführungen,

Taschenlampentouren und Schautauchen

zum großen Herbstfest im September,

Schauergeschichten zu Halloween, bis hin zu den

traditionellen »Mettenschichten« im Advent und

dem »Silvesterschmaus« zum Jahreswechsel wird

im gesamten Jahresverlauf gefeiert. ❚

Dresden

Elbe

Radeberg

Pirna

Bad Gottleuba-

Berggießhübel

Kontakt

Besucherbergwerk »Marie Louise Stolln«

Kurgesellschaft Bad Gottleuba-Berggießhübel mbH

Siedlung 1, Eingang Talstraße

01819 Kurort Berggießhübel

Tel. +49 35023 52980

www.marie-louise-stolln.de

Stolpen

Königstein

Neustadt

Sebnitz

Bad Schandau

www.urlaubsmagazin.tv/

video-sommer

CZ

CZ

Děčín (Tetschen)

58

Sächsische Schweiz Ihr Urlaubsmagazin 2016

FERIENABENTEUER

www.saechsische-schweiz.de


Foto: Margit Pehse

GOLDMUSEUM BERTHELSDORF

Goldgräberstimmung

Ein Museum bei Neustadt erinnert an den historischen Goldbergbau in der Sächsischen Schweiz.

Sachsen ist bekannt für seine reichen Silberfunde

im Erzgebirge. Dass es hier auch

Goldvorkommen gibt, weiß jedoch kaum

jemand. Aufzeichnungen aus dem Jahr

1333 zeugen von den ersten Goldgräbern in der

nördlichen Sächsischen Schweiz. Goldgruben entstanden

und viele ansehnliche Bergkristalle und

Mineralien wurden gefunden. Eine beachtenswerte

Sammlung einiger dieser Fundstücke zeigt die Goldund

Mineralienerlebnisstätte in Berthelsdorf bei

Neustadt. Das Museum, das Familie Pehse zusammen

mit dem Bergbautraditionsverein Hohwald

vor wenigen Jahren eröffnete, folgt in seiner Ausstellung

den Spuren der Goldwäscher und Bergleute

in Sachsen.

Die Mitglieder des Vereins laden Interessierte

auch zu geführten Wanderungen durch alte Stollen

und zu den Schürfstellen der Vorfahren an den

vielen kleinen Bächen und Flüssen in der Umgebung

ein. Viele sind heute noch goldführend. Ein

Goldrausch ist bei den geringen Vorkommen nicht

zu erwarten. Als Goldwäscher versuchen kann man

sich aber trotzdem. Das Museum verleiht und verkauft

das nötige Werkzeug. Und so kann man sich

ausgerüstet mit Spaten, Eimer, Gummistiefeln und

einer großen runden Goldwaschpfanne geduldig

auf die Suche nach den winzigen Goldflittern begeben.

Dass man dabei auch etwas findet, kommt

gar nicht so selten vor. Reich wird man davon allerdings

nicht. ❚ www.goldmuseum-sachsen.de

WILLKOMMEN IN UNSERER WELT!

Wir machen Programm, z. B. mit: Hoch hinaus: Schnupperklettern in Familie

Feuer & Fels – Erlebnistage(n) · Radeln & Paddeln · Sandstein & Natur

Familien|Jugendherberge

BAD SCHANDAU

www.jugendherberge-sachsen.de

Malerweg-Jugendherberge

PIRNA-COPITZ

Fon: 035022 42408 03501 445601

Mail: badschandau@jugendherberge.de pirna@jugendherberge.de

www.saechsische-schweiz.de FERIENABENTEUER

Sächsische Schweiz Ihr Urlaubsmagazin 2016 59


Bad Gottleuba-Berggießhübel

Zwei Kurorte am Rande der Sächsischen Schweiz und dem Osterzgebirge

Sebastian-Kneipp-Str. 11

01819 Kurort Berggießhübel

Tel. 035023 630

• 31 komfortable und

gemütliche Zimmer

• gutbürgerliche Küche

• wunderschöner Festsaal für

Veranstaltungen und Feiern

• Tagungsräume

• Restaurant und Biergarten

• Wellnessangebote im Haus

Sächsisches Haus

Parkhotel Berggießhübel

www.hotel-saechsisches-haus.de

Gasthof Hillig, Markt 13

01816 Bad Gottleuba

Tel. 035023 62257

info@gasthof-hillig.de

Verbringen Sie entspannte Tage in

unserem traditionsreichem Haus.

• komfortable Hotelzimmer

• frische sächsische Küche

April bis Oktober täglich

ab 9:00 Uhr geöffnet,

sonst Montag Ruhetag

Gasthof Hillig - Hotel und Restaurant

gut Schlafen · gut Essen · gut Erholen

www.gasthof-hillig.de

Salzscheune ...

Fühle die Kraft des Salzes.

www.salzscheune.de

Salzscheune · Margitta Rehn

Oberer Ladenberg 3b

01819 Berggießhübel

Tel. 035023 52480

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Erlebnis für Körper und

Seele. Salznebel unterstützt

die Heilprozesse – beruhigende

Melodien dienen Ihrer

Entspannung.

Hauptstraße 1a

01819 Berggießhübel

Tel. 035023 522385

• Eis- und Kaffeespezialltäten

• großes Torten- und Kuchen -

angebot

• herzhafte oder süße Crepes

und Waffeln

• Snacks, Offenkartoffel mit

Kräuterquark, hausgemachte

Soljanka und Würzfleisch

• kostenloses WLAN

Café 1a

Mit Liebe zum Detail betreiben wir ein klassisches Café

mit vielen kleinen süßen Köstlichkeiten

www.cafe-1a.de

Kurgesellschaft Bad Gottleuba - Berggießhübel mbH · Touristinformation am Besucherbergwerk · Siedlung 1 (Eingang Talstraße)

60 Sächsische Schweiz Ihr Urlaubsmagazin 2016

FERIENABENTEUER

www.saechsische-schweiz.de


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Genießen Sie Kultur und Natur

im romantischen Gottleubatal

abseits vom Trubel!

Das Moorheilbad Bad Gottleuba und der Kneippkurort Berggießhübel … zwei Kurorte – ein Ziel inmitten

des romantischen Gottleubatales an der Grenze zwischen Elbsandstein- und Osterzgebirge.

Abseits vom Trubel, dennoch zentral gelegen, ist der Doppelkurort eine ideale Wahl für Aufenthalte

mit ambulanten Kneipp- und Badekuren sowie für aktive Wander- und Familienurlaube oder erholsame

(Wellness-) Wochenenden. Renommierte Physiotherapien bieten unterschiedlichste Therapien

in höchster Qualität. Gemütliche Unterkünfte und Restaurants sorgen für das besondere Ambiente

zum Wohlfühlen.

So manches Kleinod lädt zum Erkunden und Verweilen ein. Besichtigungen im »Marie Louise Stolln«,

in den Medizinhistorischen Sammlungen und in der historischen Bähr-Mühle bieten Interessantes

und Seltenes. Die Salzscheune und der Ruhestollen im Besucherbergwerk bieten ungewöhnliche An -

gebote bei Atemwegsbeschwerden und zum Abschalten von Alltag. Im Sommer sorgt das Freizeitbad

für Abkühlung. Ganzjährig finden in beiden Kurorten abwechslungsreiche Feste und Konzerte statt.

Ein dichtes Netz von gut ausgeschilderten Wanderwegen unterschiedlichster Länge und Schwierig -

keitsgrade lädt zum Erkunden der Umgebung ein. Zerklüftete Sandsteininseln, die imposante Talsperre

und der Bismarckturm auf der Panoramahöhe, von dem man einen weiten Blick in die Säch sische

Schweiz und in das Dresdner Elbtal genießen kann, sind nur einige interessante Wander ziele.

Die zentrale Lage in Autobahnnähe ist zudem ideal für eine Stippvisite nach Dresden und Prag. Der

Doppelkurort ist außerdem ca. 15 Fahrminuten von Pirna und der Festung Königsstein entfernt.

Talsperre Gottleuba

Forellensteig in

Berggießhübel-Zwiesel

Besuchen Sie uns und seien Sie unser willkommener Gast!

www.badgottleuba-berggiesshuebel.de

Am Oberhammer 1

01819 Berggießhübel

Tel. 035023 62379

• 90-Meter-Wasserrutsche

• 25-Meter-Schwimmbecken

• Whirl-Liegen

• Wasserspeier

• Sprunganlage

• gr. Kinderplanschbecken

Freizeitbad »billy«

Mai: 10–19 Uhr · Juni, Juli, Aug.: 10–20 Uhr · Sept.: 10–18 Uhr

www.freizeitbad-billy.de

Siedlung 1 (Eingang Talstraße)

01819 Berggießhübel

Tel. 035023 52980

•Erleben Sie die spannende Welt

untertage im einstigen Erzberg -

werk mit dem unterirdischen See.

•Regelmäßig finden Konzerte,

Märchen- und Mettenschichten

u.v.m. untertage statt.

•Aus Sicherheitsgründen ist der

Zutritt erst ab 5 Jahren gestattet.

Besucherbergwerk Marie Louise Stolln

täglich: Juni-September sowie an Feiertagen

und in den sächs. Ferien; Mi.–So.: Oktober-Mai

www.marie-louise-stolln.de

Hauptstraße 39

01816 Bad Gottleuba

Tel. 035023 648932

• Originaleinrichtung eines

Operationssaales von 1930

• Röntgenabteilung von 1929

• hist. Laboratorium

• Instrumente und Geräte

aus zwei Jahrhunderten

• hist. Leichenhaus von 1913

Medizinhistorische Sammlungen

Im Gesundheitspark Bad Gottleuba

www.medizinhistorische-ausstellung-bad-gottleuba.de

Talstraße 5

01816 Bad Gottleuba

Tel. 035023 69789

• einzige noch funktionstüchtige

Getreide und Sägemühle

des Gottleubatales

• Führungen durch das

historische Anwesen mit

Schaumahlen - u. Schausägen

• Wanderrastplatz

Bähr-Mühle Bad Gottleuba

Führungen und Schausägen am 2.+ 4. Sonntag

(10–12 Uhr und nach Voranmeldung)

www.baehr-muehle.de

01819 Berggießhübel · Tel. 035023 52980 · info@badgottleuba-berggiesshuebel.de · www.badgottleuba-berggiesshuebel.de

www.saechsische-schweiz.de FERIENABENTEUER

Sächsische Schweiz Ihr Urlaubsmagazin 2016 61


FAHRPLAN (Auszug)

Sächsische Dampfschiffahrt

NEBENSAISON // 24.03.–30.04.2016 / 17.10.–01.11.2016

TICKETS

sind an allen Servicestationen und online erhältlich:

www.saechsische-dampfschiffahrt.de

FAHRTLINIE

Fahrtage

Seußlitz

Diesbar

Meißen

Radebeul

Dresden

Blasewitz

Pillnitz

Heidenau*

Pirna

Stadt Wehlen

Kurort Rathen

Königstein

Prossen

Bad Schandau

TIPP

Stadtfahrt

zu Wasser

/MS

90 min

täglich

täglich

täglich

11:00

12:30

13:00

14:30

15:00

16:30

Linienfahrten

Schlösserfahrt

/MS

190 min

täglich

Fr-So/

feiertags

täglich

10:00

13:10

12:00

15:10

14:00

17:10

Sächsische Schweiz täglich

09:30

17:50

10:50

12:40

12:50

14:40

14:50

16:40

10:10

17:20

11:50

12:10

13:50

14:10

15:50

16:10

11:00

16:50

11:15

16:30

12:00

16:10

12:45

15:35

13:15

15:20

14:10

14:50

täglich

12:00

12:30

11:40

12:45

11:20

13:30

10:45

14:15

10:30

14:45

10:00 09:45 09:30

15:30 15:45 16:15

HAUPTSAISON // 02.05.–16.10.2016

FAHRTLINIE

Fahrtage

Seußlitz

Diesbar

Meißen

Radebeul

Dresden

Blasewitz

Pillnitz

Heidenau*

Pirna

Stadt Wehlen

Kurort Rathen

Königstein

Prossen

Bad Schandau

TIPP

Stadtfahrt

zu Wasser

/MS

90 min

täglich

täglich

täglich

täglich

11:00

12:30

13:00

14:30

15:00

16:30

16:00

17:30

Schlösserfahrt

/MS

190 min

täglich

täglich

täglich

10:00

13:10

12:00

15:10

14:00

17:10

10:50

12:40

12:50

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14:10

15:50

16:10

Abendfahrt

/MS

150 min

Di/Mi Juni–Aug

19:30

22:00

Sächsische Weinstraße

Di-So/

feiertags

12:40 12:25

13:30 13:45

11:45

15:00

10:45

16:45

09:45

18:15

Linienfahrten

Sächsische Schweiz täglich

09:30

17:50

täglich

10:15

19:45

10:10

17:20

10:55

19:15

11:00

16:50

11:15

16:30

12:00

16:10

12:45

15:35

13:15

15:20

14:10

14:50

> 11:55 12:40 13:25 13:55 14:45 15:00 15:45

18:45 18:25 18:05 17:30 17:15 16:45 16:30 16:15

täglich

16:30

17:00

16:00

17:40

15:30

18:30

15:10

18:45

09:30

14:50

19:30

10:15

14:15

10:45

14:00

11:30

13:30

11:45

13:15

12:30

13:00

täglich

12:00

12:45

11:40

13:00

11:20

13:45

10:45

14:30

10:30

15:00

10:00

15:45

09:45

16:00

09:30

16:30

Schrammsteinfahrt

90 min

Fr/Sa

17:00

18:30

i Witterungsbedingt werden zusätzliche Schönwetterfahrten angeboten. Während der Riverboat-Shuffle und der Paradefahrten kommt es zu Anpassungen im regulären Fahrplan.

LEGENDE

Wendepunkt elbaufwärts elbabwärts

Änderungen vorbehalten.

62 Sächsische Schweiz Ihr Urlaubsmagazin 2016

FERIENABENTEUER

www.saechsische-schweiz.de


SÄcHSIScHE DAMPFScHIFFAHRT

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Alles an Bord!

Technikgeschichte erleben und

Landschaft genießen

Die Sächsische Dampfschiffahrt kann

auf eine lange und wechselhafte Ge -

schichte in der Personenschifffahrt

Dresdens zurückblicken. Im Jahr

1836 wurde ihr das Privileg zum Betreiben der

Dampfschiffahrt im Königreich Sachsen erteilt. Mit

neun historischen Raddampfern ist die Sächsische

Dampfschiffahrt die älteste und größte Dampfschifffahrtsflotte

der Welt. Mit großer Liebe zum

Detail werden diese Schiffe gehegt und gepflegt.

Während der Fahrt können die Passagiere die freigelegte

Dampfmaschine und die großen Schaufelräder

in Aktion bewundern. Zur Flotte gehören

zwei klimatisierte Salonschiffe sowie zwei kleinere

Motorschiffe.

Aber auch elbauf- und abwärts sind die Schiffe

nicht mehr wegzudenken. Sowohl in der Sächsischen

Schweiz als auch im Elbland sind sie touristische

Highlights und bieten die unterschiedlichsten

Sichten auf mal imposante, mal liebliche Landschaften

und Stadtpanoramen. Auf beschauliche

Weise erreicht man von Dresden aus den Nationalpark

Sächsische Schweiz sowie die kleinen Elbweindörfer

bei Meißen.

Jeder, der schon einmal eine Landschaft oder

eine Stadt vom Fluss aus erlebt hat, weiß, dass

dies einen ganz besonderen Reiz hat. Sich der Geschwindigkeit

des Flusses anzupassen und nicht

immer sich selbst überholen zu wollen, bietet

vieler lei Gelegenheiten der Entspannung und der

Entschleunigung in unserer hektischen Zeit. Die

Sächsische Dampfschiffahrt bietet mit dem Fahrplan

verschiedenste Linien- und Veranstaltungsfahrten

bis Anfang November an. Romantische Abend -

fahrten, Lunchfahrten oder Fahrten mit Musik run -

den das Erlebnis ab.

Kontakt

Sächsische Dampfschiffahrts-GmbH & co.

conti Elbschiffahrts KG

Georg-Treu-Platz 3, 01067 Dresden

Telefon +49 351866090, Fax +49 351 86609988

service@sdsgruppe.de

www.saechsische-dampfschiffahrt.de

Unsere Veranstaltungsfahrten 2016 (Auszug)

ab Dresden

Flottenparade sonntags 01.05. 10:00 Uhr

Abendbrotschiff donnerstags Mai bis Oktober 19:30 Uhr

Dixielandfahrt freitags Mai, Juli, August, September 19:30 Uhr

Dixielandfahrt samstags Mai, Juni 19:30 Uhr

Mondscheinfahrt samstags Juli, August 20:00 Uhr

Dampferparade samstags 20.08. 18:30 Uhr

Riverboat-Shuffle donnerstags 19.05. (Tickets: www.dixielandfestival-dresden.de)

Dixielandfahrt ab Pirna 09.07. und 03.09. 19:30 19:30 Uhr Uhr

Schleusenfahrt ab Bad Schandau 23.04 und 25.09.

08:30 Uhr

Děčínfahrt ab Königstein 11.07., 25.07., 08.08., 22.08. 10:15 Uhr

www.saechsische-schweiz.de FERIENABENTEUER

Sächsische Schweiz Ihr Urlaubsmagazin 2016 63


www.kurort-rathen.de

Wehlnadel Lichterbrunnen Bastei

Foto: F. Exß

Kurort Rathen

„Staatlich anerka

Amselsee mit Lokomotive

Kurpromenade mit Basteimassiv

Haus des Gastes

Füllhölzelweg 1

01824 Kurort Rathen

Tel.: (03 50 24) 7 04 22

Fax: (03 50 24) 7 00 74

gaesteamt.rathen@t-online.de


Im Kurort Rathen, ca. 40 km von Dresden

entfernt, inmitten des Nationalparks Sächsische

Schweiz, finden Sie das ganze Jahr

Erholung und Entspannung. Die bizarren

Felsgebilde zwischen Elbe, Felsenbühne,

Amselsee und der weltbekannten Bastei,

laden zum Kraxeln und Wandern ein.

Günstige klimatische Verhältnisse, gesunde

Wälder, die ländliche Stille und

verkehrsberuhigte Straßen geben dem

von der Alltagspflicht gestressten Körper

www.kurort-rathen.de

und Geist schon nach kurzer Aufenthaltsdauer

wieder Kraft und Frische.

Durch die zentrale Lage ist der Ort Ausgangspunkt

für viele Wanderungen

und Bergtouren in die romantische

Felsenwelt der Sächsischen Schweiz.

Zu weiteren sportlichen Betätigungen

zählen Rad fahren, rudern, angeln.

Auch zahlreiche kulturelle Veranstaltungen

werden Ihnen angeboten.

Felsenbühne

Foto: M. Krok/M. Reißmann

nnter Luftkurort“ mitten im Nationalpark und direkt am

„schönsten Wanderweg“ dem Malerweg gelegen.

Blick auf Niederrathen mit seiner fantastischen Felskulisse

Blick in den Amselgrund

Eisenbahnwelten


Ferienhotel & Ausflugsrestaurant

Hotel Landhaus Nicolai




Sachsenhotels - Jens Gehrig, Basteistraße 122, 01847 Lohmen/Bastei

tel 03501/58 12 0 - fax 03501/58 12 88 - info@sachsenhotels.de

Die Familie Gehrig lädt Sie ein zum Wohlfühlen, in eines der schönsten Landhäuser

direkt am Nationalpark Sächsische Schweiz unweit der weltberühmten Bastei.

Auf Sie warten 37 komfortabel eingerichtete Zimmer und 2 Appartements

mit Dusche, separatem WC, Sat-TV, Radio, Telefon, Faxanschluss und Minibar.

Weiterhin steht Ihnen ein neuer großer Wellnessbereich mit Panorama-Sauna,

Hüttensauna, Dampfbad, liebevoll gepflegtem Gartenbereich mit Liegewiese und

Außendusche zur Verfügung. An unserer Lobbybar, auf unserer Sonnenterrasse

mit Goldfischteich oder in unseren vielseitigen Gasträumen können Sie unsere sächsische

Gastlichkeit und unsere frische regionale Küche genießen. Direkt am Malerweg

gelegen, ist das Landhaus Nicolai das ideale Urlaubsdomizil für Erkundungstouren in

das Elbsandsteingebirge. Egal ob mit dem Bus, als Gruppe oder mit der Familie, zahlreiche

Serviceangebote (Bootstouren, Shuttle mit dem hauseigenen Oldtimer, uvm.) lassen Ihren

Urlaub zu einem perfekten Erlebnis für die ganze Familie werden.

ganz neu:

großer Wellnessbereich

& Bogensportanlage

mit WA / 3D Outdoor &

Indoor



Zimmerpreis


nach Saison und Zimmerkategorie

„Champagnerträume“ 2 ÜF & HP 210,-




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im Ferienparadies Elbsandsteingebirge www. sachsenhotels.de

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Wellnesshotel & Ausflugsrestaurant

Hotel Amselgrundschlößchen

Sachsenhotels - Jens Gehrig, Amselgrund 3, 01824 Kurort Rathen

tel 035024/74 333, fax 035024/74 444, info@sachsenhotels.de

Direkt im Nationalpark Sächsische Schweiz in dem wohl schönsten Kurort

des Elbsandsteingebirges gelegen erwartet Sie hier die Familie Gehrig mit

47 Gästezimmern und Ferienwohnungen. Ein einmalig vielseitiges Angebot

steht hier für Sie, Ihre Freunde oder Familie zur Verfügung. Ob im Wellnessbereich

entspannen, als Ausgangspunkt für Ihre Wanderungen, Schiffs oder

Radtouren, bei einer Weinverkostung oder für einen Besuch der Felsenbühne.

Hier findet jeder etwas! Auch für Feiern und Jubiläen ist unser Haus bestens

geeignet. Ihre Tagungen oder Firmenveranstaltung ist bei uns in den besten

Händen. Eine große Terrasse mit Blick auf Talwächter und den Amselgrund, 2 Restaurants,

eine Bar, unsere Bowlingbahnen, der Hotelkamin und unsere neue Wellnesslandschaft

mit Kaminsauna, Sanarium, Dampfbad, Whirlpool, Ruheraum, Solarium

und wohltuenden, regenerierenden Behandlungen (Heilbäder, Kosmetikbehandlungen,

Massagen, Körperpackungen und Aromabäder) sorgen für Ihr Wohlbefinden.

großer neuer Wellnessbereich

pro Person

nach Saison und Zimmerkategorie

Wandern und Erholen 4 ÜF & HP


(immer mit Anreise am Sonntag)


BAHNERLEBNISLAND SÄcHSIScHE ScHWEIZ

Nationalparkbahn

Sächsisch-Böhmische Schweiz

Seit 2014 verbindet die Nationalparkbahn Sächsisch-Böhmische

Schweiz die Städte Rumburk

(Rumburg), Sebnitz, Bad Schandau und Děčín

(Tetschen). Dabei tangiert sie die Nationalparks

Sächsische Schweiz und Böhmische Schweiz und

überquert zwei Mal die deutsch-tschechische Grenze.

Die Bahnstrecke zählt zu den schönsten und

abwechslungsreichsten Sachsens. Und jeder der

27 Haltepunkte ist ein guter Ausgangspunkt für

Rundwanderungen.

www.nationalparkbahn.de

Eisenbahnwelten

Wer hätte das gedacht? Die weltgrößte Miniatur-

Gartenbahnanlage befindet sich im Kurort Rathen

in der Sächsischen Schweiz. Weit über eine halbe

Million Besucher haben in den zehn Jahren seit

ihrer Eröffnung Lothar Hanischs Eisenbahnwelten

bereits gesehen. Hier, am Fuße der Bastei, fahren

auf über vier Kilometern Gleisen alle Bahnen Ostsachsens

bis hin ins böhmische Děčín (Tetschen)

zwischen 285 Modellhäusern im Maßstab 1:25 und

nachgebildeten Felsformationen der Region. Im

Jahr 2015 ist eine neue Attraktion hinzugekommen:

ein Stück Schweiz mit Matterhorn, Landwasserviadukt

und Teilen der Rhätischen Bahn, zu deren

Streckennetz einige der spektakulärsten Schmalspurlinien

der Welt gehören.

www.eisenbahnwelten-rathen.de

Foto: Frank Ihlow

Glück auf Schienen www.ovps.de

Kirnitzschtalbahn

Die einzige Straßenbahn, die in einem Nationalpark

fährt, wurde bereits 1898 als touristische

Ausflugsbahn in den Dienst gestellt. Heute ist sie

selbst ein beliebtes Ausflugsziel, das ihre Besucher

in die Zeit der 1920er und 1930er Jahre zurückver -

setzt. Die Kirnitzschtalbahn bringt auf acht Kilometer

Länge Wanderer, Touristen und Kur gäste in

das wildromantische Tal an der Kirnitzsch. Ihre

neun Haltestellen sind Ausgangspunkte für erlebnisreiche

Wanderungen im Nationalpark und führen

unter anderem zu Winterberg, Schrammsteinen,

Affensteinen und Kuhstall.

Egal ob auf H0, TT, Schmal- oder Normalspur:

Wenn Dampfloks schnaufen, Waggons rattern

und Schranken läuten, schlagen die Herzen von

großen und kleinen Eisenbahnfreunden höher.

In die faszinierende Welt der Schienenfahr -

zeuge entführen in der Sächsischen Schweiz

mehrere lohnende Familienausflugsziele.

Foto: Marko Förster

70

Sächsische Schweiz Ihr Urlaubsmagazin 2016

FERIENABENTEUER

www.saechsische-schweiz.de


Schwarzbachbahn e.V.

Von 1897 bis 1951 verkehrte von Goßdorf-Kohlmühle

nach Hohnstein die einzige Schmalspurbahn

der Sächsischen Schweiz. Danach wurden die Gleise

demontiert. Seit 1995 arbeitet der Verein Schwarz -

bachbahn e.V. daran, ein Teilstück der Strecke zu

rekonstruieren und touristisch interessant zu gestalten.

Der Bahnhof Lohsdorf wurde bereits wieder

aufgebaut und kann von Mai bis Oktober regelmäßig

an den Wochenenden besichtigt werden.

Außerdem gibt es jährlich mehrere Bahnhofstage,

geführte Streckenwanderungen und alle zwei

Jahre ein großes Bahnhofsfest mit Dampflokzugverkehr.

www.schwarzbachbahn.de

Gartenbahnstüb‘l Stolpen

Das Gartenbahnstüb‘l in Stolpen ist Kult: Man sitzt

auf Bänken der Deutschen Reichsbahn, Speisen

und Getränke werden mit dem Zug gebracht und

die Rechnung beim Schaffner mit Galoppwechsler

beglichen. Jeder Tisch ist nach einem sächsischem

Schmalspurbahnhof benannt. Wenn der Zug hält,

steckt man seinen Frachtbrief mit der Bestellung

hinein, einige Runden später wird alles auf selbem

Wege serviert. Bei schönem Wetter ist auch die

Außenanlage geöffnet.

www.gartenbahnstuebl-stolpen.de

Feldbahnmuseum Herrenleite

Einst waren schmalspurige Industriebahnen wichtige

Transportmittel. Das Feldbahnmuseum Herrenleite

erinnert daran und zeigt verschiedene aus

Ziegeleien, Steinbrüchen, von Baubetrieben oder

aus der Land- und Forstwirtschaft zusammengetragene

Exponate. Einige der Fahrzeuge sind noch

fahrtüchtig und werden auch im Betrieb vorgeführt.

So kann man selbst auf einer etwa einen

halben Kilometer langen Strecke eine Runde mit

einem originalen Feldbahnzug mitfahren.

www.feldbahnmuseum-herrenleite.de

Miniaturenpark »Kleine Sächsische Schweiz«

Im Miniaturenpark »Kleine Sächsische Schweiz«

findet man auf 8.000 Quadratmetern die National -

parkregion detailgetreu aus Sandstein nachgebildet.

Besucher können unter anderem die bekanntesten

Felsformationen und Ausflugsziele entlang

des Malerwegs erleben, ergänzt um historische

Schiffsmodelle, Eisenbahnen, eine Poststation mit

Postkutsche, den ersten Oberleitungsbus und vieles

mehr. Und bei einer Rundfahrt mit der Miniaturbergbahn

lässt sich die Anlage ganz bequem von

der Schiene aus betrachten.

www.kleine-saechsische-schweiz.de

Foto: Bernd Grundmann

Dresden

Elbe

Radeberg

Gartenbahnstüb’l Stolpen

Neustadt

Feldbahnmuseum

Herrenleite Schwarzbachbahn

Modellbahnen

TILLIG CZ

Pirna

Sächsisch-Böhmische

Semmeringbahn

Eisenbahnwelten

Rathen

Bad Gottleuba

Kleine

Sächs.

Schweiz

Elbe-Freizeitland Königstein,

Miniatur-Elbtal

Kirnitzschtalbahn

CZ

Děčín (Tetschen)

www.saechsische-schweiz.de/bahnerlebnis

Miniatur-Elbtal

Das »Elbe-Freizeitland Königstein« bietet eine detailgetreue

Nachbildung der Eisenbahnstrecke

zwischen Obervogelgesang und Bad Schandau mit

authentischem Gleisplan und Signalwesen sowie

Zugverkehr nach Fahrplan. Auch die Landschaft

des Elbsandsteingebirges mit Bastei, Lilienstein

und der Festung Königstein wurde nachgebildet.

Und bei Führungen erlebt man ein Stück Bahnund

Heimatgeschichte. Auf einer separaten Spielanlage

können Kinder ihr Geschick als Lokführer

beweisen.

www.miniaturelbtal.de

TILLIG Modellbahn-Galerie

In Sebnitz findet man mit TILLIG nicht nur den Firmensitz

des weltgrößten Herstellers der TT-Modell -

bahn, sondern kann im werkseigenen Museum die

langjährige Modellbahn-Geschichte selbst Revue

passieren lassen. Das Museum bietet eine umfang -

reiche Sammlung zahlreicher Dokumente, Fotos,

Schaustücke und Modellbahnanlagen, wie eine

zwölf Meter lange Anlage »Elbtal«, eine Winteranlage

oder auch eine Nachtanlage. Im zugehörigen

Ladengeschäft kann man zugleich im aktuellen

TILLIG-Sortiment stöbern.

www.tillig.com

www.saechsische-schweiz.de FERIENABENTEUER

Sächsische Schweiz Ihr Urlaubsmagazin 2016 71


NATURMÄRKTE UND -FESTE

Gutes von hier

Foto: Barockgarten Grosssedlitz, Marko Förster

Sächsische Zitrustage im Barockgarten

Wer hätte das gedacht: Auch Zitrusfrüchte gedeihen

in der Sächsischen Schweiz. Der Barockgarten

Großsedlitz mit seinen zwei historischen Orangerien

und einem Bestand aus etwa 100 Bitterorangen

feiert im Mai die Sächsischen Zitrustage. Zu sehen

ist eine große Auswahl unterschiedlicher Zitrussorten.

Diese Vielfalt zeugt von der Sammelleidenschaft

barocker Fürsten und der Kunstfertigkeit

heutiger Gärtner. Orangeriepflanzen, Gartengeräte,

Zitrusspezialitäten, Gartenliteratur und vieles mehr

kann erworben werden.

• 28. und 29. Mai 2016

www.barockgarten-grosssedlitz.de

In der Sächsischen Schweiz

gibt es sie noch: Bauernromantik

wie aus dem Bilderbuch.

Fotos: Klaus Schieckel

Obst kommt von Streuobstwiesen,

Gemüse vom Feld, Eier vom Biohof,

Milch von glücklichen Ziegen und

Wolle vom eigenen Schaf. Die zahlreichen

Naturmärkte und -feste sind eine schöne

Gelegenheit, mit regionaler Landwirtschafts- und

Handwerkstradition in Berührung zu kommen.

Naturmarkt Sächsische Schweiz

Herrlich, diese prall gefüllten Obst- und Gemüsekörbe.

Seit 20 Jahren bieten heimische Bauern

und Verarbeiter auf dem Naturmarkt in Stadt Wehlen

auf dem Marktplatz nahe der Elbe ihre Erzeugnisse

an. Das Rahmenprogramm mit Eselreiten,

Kunstmeile und handgemachter Musik hat das

Fest längst zu einem der Höhepunkte im Veranstaltungskalender

der Region werden lassen. Auf

Kinder warten die Schau der Haus- und Hoftiere,

spannende Naturerlebnisspiele und die beliebten

Rikschafahrten.

• 4. September 2016

www.nationalpark-saechsische-schweiz.de

Naturmarkt Stolpen

Die auf Basalt erbaute Stadt Stolpen feiert im Sep -

tember ihr Erntedankfest mit einem bunten Natur -

markt und einem rustikalen Rahmenprogramm: fest -

liche Enthüllung der Erntedankkrone, Hahnwettkrähen,

Kleintier- und Geflügelschau, Musik, Tanz

und vieles mehr. Aus Anlass des Tages des offenen

Denkmals am Sonntag öffnen auch private Basaltkeller

und Höfe ihre Pforten. Und die Burg Stolpen

lädt zu Sonderführungen ein. Höhepunkt ist die

festliche Krönung der 12. Stolpener Basaltkönigin.

• 10. und 11. September 2016

www.stolpen.de

Kräuter- und Olitätenmarkt Maxen

Kräuter sind Heilmittel aus der Natur. Seit Men -

schen gedenken werden sie eingesetzt, um Leiden zu

lindern, Gesundheit zu fördern und Lebensenergie

zu wecken. Auf dem Kräuter- und Olitäten markt

des Kunsthofes Maxen gibt es allerhand heimische

Kräuter für Küche und Garten, Kräutersalze, Öle

und Liköre. Auch alte Tinkturen und Rezepte verraten

die fachkundigen Kräuterfrauen im Innenhof

des von Walnuss- und Apfelbäumen umgebenen

Kunsthofes.

• 1. Mai 2016

www.kunsthof-maxen.de

Haus- und Hoffest der Agrarproduktion

»Am Bärenstein« Struppen

Ein Bauernhof zum Toben: Der Landschlachthof in

Struppen lädt alljährlich zum großen Haus- und Hof -

fest. Kinder erwartet eine riesige Strohrutsche, eine

Kaninchenschau und Ausfahrten mit dem Ochsengespann.

Eltern können sich derweil an alten Land -

wirtschaftsgeräten und Oldtimer-Traktoren erfreuen.

Auch Betriebsführungen durch den Schlachthof

werden geboten – und natürlich ein bunter Bauernmarkt

mit vielen regionalen Produkten.

• 23. April 2016

www.landschlachthof.de

Wollfest in Bad Schandau

Die spinnen in Bad Schandau. Und sie filzen. Um

alles, was man aus und mit Wolle machen kann,

dreht sich das 13. Wollfest im Garten des National -

parkzentrums. Schafschur, Färben, Waschen, Käm -

men, Filzen, Stricken: Alles kann erlebt, einiges

auch ausprobiert werden. Eine Naturmodenschau

ist der Höhepunkt im Programm. Und die geduldigen

Wollgeber – vorwiegend heimische Landschaf -

rassen – stehen zum gestreichelt werden bereit.

• 24. April 2016

www.das-wollnetz.de, www.lanu.de

Zahlreiche Erzeuger der Sächsischen Schweiz

und der Nachbarregion Osterzgebirge tragen

das Regionalsiegel »Gutes von hier«. Gemeinsam

präsentieren sich sich auf www.gutes-von-hier.org.

Dresden

Elbe

Radeberg

Pirna

Informationen

Wehlen

Barockgarten

Großsedlitz Struppen

Maxen

Bad Gottleuba-

Berggießhübel

Stolpen

Neustadt

Kurort Rathen Sebnitz

Bad Schandau

CZ

CZ

Děčín (Tetschen)

72

Sächsische Schweiz Ihr Urlaubsmagazin 2016

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www.saechsische-schweiz.de


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Herzlich Willkommen in der Gemeinde Lohmen

Die Gemeinde Lohmen mit der Bastei liegt direkt am Eingang

zum Nationalpark Sächsische Schweiz.

Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem 13. Jahrhundert.

Der Name des Ortes wird von dem alt-slawischen lomu = Steinbruch abgeleitet.

Das schließt darauf, dass Lohmen schon immer mit dem Steinbruch

verbunden ist. Den Lohmener Sandstein verwendete man früher

für Mühlsteine, Burgen und Schlösser und später auch für den Wiederaufbau

der Dresdner Frauenkirche.

Mit der Erschließung des Elbsandsteingebirges im 18. Jahrhundert ka -

men die ersten Reisenden aus Dresden über Pillnitz und dem Liebethaler

Grund nach Lohmen und begannen hier ihre Ausflüge in die »mahlerische

Natur«. Dieser Wanderweg ist heute noch sehr beliebt und führt als

1. Etappe des »Malerweges« durch landschaftlich reizvolle Natur. Dadurch

erhielt Lohmen auch den Beinamen »Eingangstor zur Sächsischen Schweiz«.

Lohmen mit seinen Ortsteilen Daube, Doberzeit, Mühlsdorf und Utte -

walde besteht aus 2 typischen Siedlungsformen. Der Hauptort Lohmen

und der Ortsteil Mühlsdorf sind ihrer Struktur nach Waldhufendörfer.

Die übrigen Ortsteile sind als slawische Rundlinge noch fast vollständig

erhalten. Durch die zentrale Lage, die gute Verkehrsanbindung und die

Nähe zur Bastei ist Lohmen ein attraktiver Urlaubs- und Ausflugsort der

Sächsischen Schweiz sowie einer der beliebtesten Urlaubsorte in der

Vorderen Sächsischen Schweiz.

Gemeinde Lohmen

Tourismus, Kultur und Freizeit

Urlaub in Lohmen

• Eingangstor zum Nationalpark Sächsische Schweiz

• weltbekannte Basteibrücke

• mittelalterliche Felsenburg Neurathen

• Historischer Ortskern mit restauriertem Schloß

• größte und schönste Dorfkirche der Sächsischen Schweiz

• Richard-Wagner-Denkmal im Liebethaler Grund

• Feldbahnmuseum Herrenleite

• Koordinatenstein am Schnittpunkt von 51° nördlicher Breite

und 14° östlicher Länge

• Lohmener Klamm mit Wesenitz

• Uttewalder Grund mit Felsentor

• 1. Etappe des beliebten Malerweges

• Station des Dichter-Musiker-Maler-Weges

• Zentrale Lage und idealer Ausgangspunkt für Ausflüge

und Wanderungen

• über 50 km markierte Wanderwege

• gemütliche Ferienquartiere und eindrucksvolle Hotels

• Versand von Informationsmaterial

www.lohmen-sachsen.de

Schloß Lohmen

Felsenburg Neurathen

Kirche Lohmen

Richard-Wagner-Denkmal

Feldbahnmuseum Herrenleite

Koordinatenpunkt

Tourist-Information Lohmen · Schloß Lohmen 1 · 01847 Lohmen · Tel. 03501 581024 · touristinformation@lohmen-sachsen.de

www.saechsische-schweiz.de FERIENABENTEUER

Sächsische Schweiz Ihr Urlaubsmagazin 2016 73


MANUFAKTUREN

Mit Liebe

gemacht

Foto: Modell-Raddampfer Manufaktur

Foto: Modell-Raddampfer

Manufaktur

In der Sächsischen Schweiz gibt es eine quicklebendige Handwerkstradition.

In kleinen Manufakturen entstehen wahre Meisterstücke.

Oftmals gewähren die Betriebe spannende Einblicke in ihre Werk -

stätten. Manche laden zum Mitmachen ein. Und immer entstehen

dabei authentische Mitbringsel für die Lieben daheim.

Modell-Raddampfer-Manufaktur

Neun historische Schaufelraddampfer umfasst die

Weiße Flotte der Sächsischen Dampfschiffahrt. Es

ist die größte und älteste Raddampferflotte der

Welt. Gebaut zwischen 1879 und 1929 auf den

Dresdner Traditionswerften prägen sie bis heute

das Bild der Elbe. Den Meisterwerken sächsischer

Ingenieurskunst setzen zwei Modellbauer in König -

stein ein beeindruckendes Denkmal: Mit viel Hingabe

und höchster Präzision bauen sie die imposanten

Gefährte detailgetreu im Maßstab 1:400 nach. über

einhundert teils nur millimetergroße Einzelteile

fügen sie mit Lupe, Pinzette und handwerklichem

Geschick zusammen. Der Fertigungsprozess und

das Ergebnis können sich sehen lassen – und zwar

in der Modellmanufaktur, die auf Anfrage besichtigt

werden kann.

Montags bis freitags von 9–12 und 14–17 Uhr

www.modell-raddampfer-manufaktur.de

Foto: RATAGS Holzdesign HEIPRO GmbH

Kunsthandwerkerhaus RATAGS

Im Winter sind sie in unzähligen Fenstern zu sehen:

Schwibbögen. Mit ihrem dezenten Licht versprühen

sie in der Vorweihnachtszeit einen ganz besonderen

Zauber. Die Tradition stammt aus Sachsen. Und in

Sachsen werden die beliebten Dekorationsstücke

auch noch handwerklich gefertigt. Etwa in Langen -

wolmsdorf bei Stolpen. Das Kunsthandwerkerhaus

RATAGS fing 1987 als Zweimannbetrieb an und beschäftigt

heute 150 Mitarbeiter, die in der Schauwerkstatt

drechseln, schnitzen und Figuren bauen.

Auch Pyramiden, Räuchermännchen und sogar Oster -

hasen entstehen dabei. Die Erlebniswelt in den

zwei Dreiseitenhöfen zeigt zudem auf 20.000 Quadratmetern

die größte Weihnachts- und Osterausstellung

Deutschlands.

Schaumanufaktur und Werkstattverkauf:

täglich von 10–18 Uhr

www.ratags.de

74

Sächsische Schweiz Ihr Urlaubsmagazin 2016

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www.saechsische-schweiz.de


Foto: cleverclick – Isabel Doil

Foto: A. & R. Adam Verlag, Dresden

Deutsche Kunstblume Sebnitz

Wiesenblumen, Orchideen, Frühjahrsblüher – in

Sebnitz gibt es sie alle das ganze Jahr über. In

kunstvoller Handarbeit fertigen zwölf Frauen in der

Deutschen Kunstblume Sebnitz farbenprächtige

Blumen aus Samt, Seide und Taft. Bereits 1834 be -

gann die Erfolgsgeschichte: Viele neue Handwerks -

betriebe entstanden und beschäftigten bald Tausende

Menschen in der Sebnitzer Kunstblumenindustrie.

Die Blumen wurden in alle Welt expor tiert.

Heute lebt die Tradition nur noch im Kleinen fort

und die Manufaktur zählt zu den wenigen weltweit,

in denen Seidenblumen noch immer von Hand

hergestellt werden. Der Vorgang des »Blümelns«

hat sich dabei kaum verändert. So kann man den

fingerfertigen Frauen zusehen, wie sie stanzen,

färben und prägen und schließlich alle Blumenteile

zu einem Gesamtkunstwerk zusammenfügen. Und

am Ende des Rundganges kann man die eigene

Fingerfertigkeit beim Selberblümeln testen –

oder ein fertiges Kunstwerk im Verkaufsraum erwerben.

Schaumanufaktur: dienstags bis sonntags sowie

feiertags 10–17 Uhr

Werkstattverkauf: täglich 10–17 Uhr

www.deutsche-kunstblume-sebnitz.de

Kleine Sächsische Schweiz

Steinmetz ist einer der ältesten Handwerksberufe

überhaupt. Jan Lorenz hat ihn erlernt. Fasziniert

von der Schönheit seiner Heimat und beeindruckt

von der Struktur des Sandsteins half er schon als

Kind im Miniaturpark Kleine Sächsische Schweiz

seiner Eltern mit. Heute führt er den Park und legt

als gefragter Bildhauermeister Knüpfel und Meißel

kaum noch aus der Hand. In der Schauwerkstatt

des Miniaturparks in Dorf Wehlen kann man ihm

dabei zusehen, wie er Stück für Stück die Tafelberge,

Felsgruppen, Burgen und Schlösser der Sächsischen

Schweiz in Miniatur aus groben Sandsteinblöcken

herausarbeitet. Auch Kundenaufträge für Grabsteine,

Familienwappen oder besondere Präsente

sowie kleine Mitbringsel entstehen hier. Beliebt

sind die Sandsteinkerzenleuchter, mit denen man

sich ein Stück Sächsische Schweiz ins Wohnzimmer

holt.

Miniaturpark: 1. April bis 1. Sonntag im

November, täglich 10–18 Uhr

Werkstattverkauf auch außerhalb der Saison:

montags bis freitags 9:30–16:30 Uhr

www.kleine-saechsische-schweiz.de

Wollscheune am Lilienstein

Wo Kinder selbst mit Hand anlegen dürfen, entstehen

Erinnerungen fürs Leben. So zum Beispiel

in der Wollscheune im Königsteiner Ortsteil Halbestadt.

Die Scheune gehört zu einem Bauernhof

direkt an der Elbe. Wer zur rechten Zeit kommt, kann

mit dabei sein, wenn den Schafen Frieda, Paula,

Ronja und Otto das dicke Fell geschoren wird. Mit

der Wolle der gotländischen Pelzschafe wird dann

ganzjährig gemeinsam gesponnen und gefilzt.

Dabei können Kinder kreativ ans Werk gehen und

ganz nebenbei den Umgang mit dem natürlichen

Rohstoff erlernen. Wollige Kurse gibt es auch für

Erwachsene.

Termine nach Anmeldung

www.ferienscheune-am-lilienstein.de

Dresden

Elbe

Radeberg

Pirna

Stolpen Langenwolmsdorf

Neustadt

Wehlen Sebnitz

Halbestadt

Bad Schandau

Königstein

CZ

Bad Gottleuba-

Berggießhübel

CZ

Děčín (Tetschen)

www.saechsische-schweiz.de FERIENABENTEUER

Sächsische Schweiz Ihr Urlaubsmagazin 2016 75


Foto: Marko Förster

WEIHNAcHTSMÄRKTE IM ELBSANDSTEINGEBIRGE

Im Advent locken im Elbsandsteingebirge

liebevoll gestaltete Märkte

auf Burgen, Schlössern und in

romantischen Ortskernen zum

vorweihnachtlichen Budenzauber.

Illuminiertes Rathaus am Pirnaer canalettomarkt

Foto: (c) ZZDD

Adventsfreuden

Historisch-romantischer Weihnachtsmarkt

auf dem Königstein

Der Historisch-romantische Weihnachtsmarkt auf

der Festung Königstein lebt von der Aura des Ortes

und der liebevollen Inszenierung, vom Hand -

gemachten, vom Authentischen. Musikanten, Gaukler

und Puppenspieler unterhalten ohne viel Technik.

Händler bieten wie einst ihre Waren feil. Glühwein

und Wildgulasch dampfen aus großen Kesseln

über offenem Feuer. Und am handbetriebenen Karussell

ist fröhliches Kinderlachen zu vernehmen.

Das historische Markttreiben setzt sich bis in die

unterirdischen Kasemattengänge fort. Und täglich

wird ein Fenster des mit 112 Metern längsten

Adventskalenders Deutschlands geöffnet.

• An allen vier Adventswochenenden:

jeweils Samstag und Sonntag

www.festung-koenigstein.de

Weesensteiner Schlossweihnacht

Das herrschaftliche Schloss Weesenstein im Müg -

litztal – einst Wohnort stolzer Adelsgeschlechter

und heimliche Residenz des sächsischen Königshauses

– bietet die malerische Kulisse für die Weesensteiner

Schlossweihnacht. Im romantisch illuminierten

Schlosshof präsentieren Händler und

Kunsthandwerker ihre Kostbarkeiten, erwecken

Komödianten Märchenfiguren und Schlossgeister

zum Leben und ertönen adventliche Posaunenklänge.

An beiden Tagen gibt es ein Veranstaltungsprogramm

mit Puppentheater und fantasievollen

Schlossführungen bei Kerzenschein.

• Am 1. Advent: Samstag und Sonntag

www.schloss-weesenstein.de

Canalettomarkt in Pirna

Die Stadt Pirna huldigt mit ihrem Adventsmarkt

dem berühmten italienischen Vedutenmaler canaletto.

Der verewigte als Hofmaler im 18. Jahrhundert

die eindrucksvolle Kleinstadt an der Elbe in

elf großen Gemälden. Der Marktplatz vor dem Rathaus

sieht noch heute genauso aus wie auf diesen

Ansichten. Beim adventlichen canalettomarkt bilden

die umliegenden barocken Fassaden eine prächtige

Kulisse für über 40 Marktstände, die mit Pirnaer

Originalen und typisch sächsischen Köstlichkeiten

aufwarten. Einer der Höhepunkte ist der Kunstmarkt

am dritten Adventswochenende.

• Täglich in der Adventszeit

www.canalettomarkt.de

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Sächsische Schweiz Ihr Urlaubsmagazin 2016

FERIENABENTEUER

www.saechsische-schweiz.de


Sebnitzer Tannert-Weihnacht

Die Sebnitzer Tannert-Weihnacht ist einem der bedeutendsten

Scherenschnittkünstler des 19. Jahrhunderts

und einer weltweit einmaligen weihnachtlichen

Volkskunst gewidmet. Adolf Tannert lebte

und wirkte in Sebnitz. Seine Schnitte dienen seit

jeher als Bildschmuck für die Sebnitzer Schattenspiele,

die auf dem Markt erworben werden können.

Ähnlich einer Weihnachtspyramide drehen sich Figuren

aus Scherenschnitten in runden, handgefertigten

Türmen aus Holz und Papier und zeigen

bewegte, illuminierte Bildszenen. Den Adventsmarkt

schmückt ein solches Schattenspiel in übergröße.

• Am 2. Advent: Freitag bis Sonntag

www.sebnitz.de

Glühweindorf im Steinreich

Schiefe bunte Häuschen und ganz viel Sandstein

sind die Markenzeichen der Erlebniswelt Steinreich.

Der abenteuerliche Familienpark in Rathewalde

am Abzweig zur berühmten Bastei hat normalerweise

nur im Sommer geöffnet. Im Advent

macht er jedoch noch einmal eine Ausnahme und

lädt ins »Glühweindorf« inmitten der Erlebniswelt

ein. Der kleine Adventsmarkt überrascht mit einer

feinen Auswahl regionaler Händler, die handgefertigte

Erzeugnisse wie Holzspielzeug, Schwibbogen

oder Töpferwaren feil bieten. Glasbläser

lassen sich bei der Arbeit zusehen. Und zum Aufwärmen

gibt es selbst gemachten Glühwein und

Deftiges vom Grill.

• Am 2. Advent: Samstag und Sonntag

www.steinreich-sachsen.de

Weitere Adventsmärkte in der Region

1. Adventswochenende:

Hohnstein: Sonntag

Dürrröhrsdorf-Dittersbach: Sonntag

Reinhardtsdorf: Samstag

2. Adventswochenende:

Stolpen: Samstag und Sonntag

Schloss Zuschendorf: Samstag und Sonntag

Richard-Wagner-Stätten Graupa: Samstag

Schöna: Samstag

3. Adventswochenende:

Neustadt: Freitag bis Sonntag

Schloß Lohmen: Samstag

Rittergut Bielatal: Samstag

An allen drei Adventswochenenden:

Advent am Historischen Personenaufzug

Bad Schandau

Tipp: In der Loretokapelle im böhmischen Rumburk

(Rumburg), einem einst bedeutenden europäischen

Pilgerort, ist immer von Ende November bis Anfang

Februar die original erhaltene Weihnachtskrippe aus

dem Jahr 1922 mit einhundert Figuren zu sehen.

Und am 1. Adventssamstag veranstaltet der Ort auf

dem Marktplatz einen Weihnachtsmarkt.

www.loretarumburk.cz

Adventsmärkte im Gottleubatal

Unzählige Lichter erstrahlen im Doppelkurort

Bad Gottleuba-Berggießhübel. Die Region war im

19. Jahrhundert ein bedeutendes Eisenerz-Förderrevier.

Höhepunkt ist daher in Berggießhübel der

Dresden

Elbe

Weesenstein

Radeberg

Pirna

Steinreich

Königstein

Bad Gottleuba-

Berggießhübel

Stolpen

Neustadt

Sebnitz

Bad Schandau

alljährliche traditionelle Bergmannsaufzug der

Knappschaften. Zudem öffnen die Geschäfte entlang

der Hauptstraße und es werden regionale

Köstlichkeiten angeboten. Auf Kinder warten ein

Märchenquiz und eine Bastelstraße. Und in Bad

Gottleuba laden Händler mit Glühweinduft und

Kerzenschein zum romantischen Bummel, während

das Bühnenprogramm auf dem Marktplatz vorweihnachtliche

Stimmung verbreitet.

• In Berggießhübel am 2. Advent: Sonntag

In Bad Gottleuba am 3. Advent: Sonntag

www.badgottleuba-berggiesshuebel.de

CZ

CZ

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SPIELEWOcHEN IM ELBSANDSTEINGEBIRGE

Schön verspielt

Foto: © Kzenon – Fotolia.de

Winterferienzeit ist Spielewochenzeit im Elbsandsteingebirge.

Erst locken Burgen, Schlösser und wilde Felsenwelt ins Freie,

dann gemütliche Spielenachmittage nach drinnen.

Das klassische Gesellschaftsspiel ist

einfach nicht totzukriegen. Seit Jahr -

tausenden kommen Menschen zum

Knobeln, Tüfteln, Bluffen und Taktieren

zusammen. Die Spielpläne wurden mit der

Zeit bunter, die Figuren filigraner, die Regeln

komplizierter – aber ansonsten hat sich eigentlich

nichts geändert. Auch die digitale Revolution konnte

die guten alten Brett-, Karten- und Rollenspiele

nicht verdrängen.

Spielfreude hat nichts mit dem Alter zu tun. Babys

spielen genauso gern wie Senioren, Kinder wie Erwachsene

– und manchmal spielen alle zusammen.

Für Familien ist gemeinsame Spielzeit wertvoll. Man

widmet sich ein, zwei Stunden lang konzentriert

gemeinsam einer Sache: Das ist selten geworden

in einer Gegenwart, in der viele mit Smartphone

oder Tablet-Pc den Großteil ihrer Freizeit in ihrer

eigenen medialen Blase verbringen.

Mit den Spielewochen, einem speziellen Kurzurlaubsangebot

für große und kleine Spielebegeisterte,

lädt der Tourismusverband Sächsische

Schweiz alljährlich dazu ein, sich gegenseitig Zeit

und Aufmerksamkeit zu schenken – fern vom Alltag,

dicht an spektakulärer Natur und mitten in

der Winterferienzeit. Eltern kommen mit ihren

Kindern, Groß eltern mit ihren Enkeln, Freunde

mit Freunden.

Im Februar 2016 gibt es dieses beliebte Angebot

bereits zum zehnten Mal. Unterstützt vom Verlag

Schmidt Spiele und durch die Leipziger Messe

»modell-hobby-spiel« stehen erneut etwa 200 Ge -

meinschafts-, Würfel-, Brett-, Familien- und Strategiespiele

zum ausgiebigen Probieren bereit.

Neben Klassikern und Verkaufsschlagern werden

dabei auch zahlreiche Neuerscheinungen vorgestellt.

Spieleerklärer helfen auf Wunsch beim Einstieg

in die Partie.

Extratipp

Wer für den Zeitraum 5. Februar bis 22. Februar 2016

eine Unterkunft über den Buchungsservice Sächsische

Schweiz bucht, bekommt ein kleines Spiel zum

Mitnehmen geschenkt sowie freien Eintritt zu den

Spielveranstaltungen, die jeweils Freitag, Samstag

und Sonntag stattfinden.

Tel. 03501 470147

info@saechsische-schweiz.de

www.saechsische-schweiz.de/buchen

Ob auf der Festung Königstein, im Nationalpark-

Zentrum Bad Schandau, im aktiv Sporthotel Pirna

oder im Erbgericht Krippen: Jede Spielstätte wartet

an den Wochenenden mit Sonderaktionen oder

Wettkämpfen rund um beliebte Spiele auf. Auch

das Elbefreizeitland Königstein und die Stadtbibliothek

Sebnitz beteiligen sich mit spielerischen

Erlebnissen. ❚

10. Spielewochen Elbsandsteingebirge,

31. Januar bis 21. Februar 2016

Information und Buchung unter:

www.saechsische-schweiz.de/spiele

Hier macht Urlaub richtig Spaß!

Es gibt Dinge im Leben, die kann man einfach nicht besser machen. Das ist das Motto,

unter dem gute Unterhaltung und interessante Menschen zusammenfi nden.

Sie sind eingeladen, unser vielfältiges Programm zu entdecken, damit

auch die Zeit nach dem Strand für die ganze Familie zum

entspannten Urlaub wird.

©drubig-photo - Fotolia.com

Schmidt Spiele

wünscht

schöne Ferien!

www.schmidtspiele.de

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FERIENABENTEUER

www.saechsische-schweiz.de


NEUE KLETTERHALLE

Klettern

ohne Wetter

Foto: Falk Zedler, climb concept GmbH

Klettern ist in der Sächsischen Schweiz ein Traum. Doch als Saisonsport

beschränkt sich das Bewegen in der Vertikalen auf den Sommer.

Sobald niedrige Temperaturen die Finger starr werden lassen,

bleiben Gurt und Kletterschuhe im Rucksack. Auch am nassen Fels

ist Klettern tabu. Nun gibt es eine weitere wetterunabhängige Alternative:

Im Herbst 2015 eröffnete in Heidenau eine neue Kletterhalle.

»YOYO – Deine Kletterhalle« bietet über 900 Quadratmeter Kletterfläche

an zwei frei stehenden Türmen und einer großen Kletterwand mit unterschiedlichen

Neigungen, überhängen und Höhen bis zu 14 Meter. Auch an die

Kleinsten ist gedacht: Bewegungshungrige Kinder können sich an Türmen,

in Schiffen, Gängen, Rutschen und Labyrinthen austoben. Spezielle Spielelemente

schulen Geschicklichkeit, Balance und Koordination. In den nächsten

Monaten wird das Kletterareal noch um einen Boulder-Bereich erweitert. Und

im Außengelände ist ein großer Abenteuerspielplatz mit weiteren Kletterwänden

geplant.

Wer sich nicht allein an die Wand traut, kann einen der Kletterkurse buchen,

die es sowohl für Kinder als auch für Erwachsene, für Anfänger ebenso

wie für Fortgeschrittene gibt. Und statt Pausenbrot im Freien erwartet die

Sportler hier eine hochwertige Gastronomie mit vielen einheimischen Produkten

aus der Sächsischen Schweiz. ❚ www.yoyo-kletterhalle.de

Vom

BOGENSPORT

Weltmeister

lernen

Foto: Ringhotel Landhaus Nicolai

Wandern, Klettern, Paddeln, Radfahren – die Sächsische Schweiz

bietet bereits eine Fülle an Aktivmöglichkeiten. Und doch ist

noch Platz für neue Sportarten: zum Beispiel Bogenschießen.

Es ist eine der ältesten Jagdformen der Menschheit und als

Sportdisziplin seit 1972 sogar wieder Teil der Olympischen Spiele. Zunehmend

entwickelt sich Bogenschießen auch zur Freizeitbeschäftigung. Und so ist auch

in der Sächsischen Schweiz eine wachsende Begeisterung für Pfeil und Bogen

zu beobachten. Seit 2008 treffen sich Hobby-Schützen alljährlich in den Wäldern

des Kurortes Rathen, um eine traditionelle Bogenjagd zu simulieren.

In Lohmen nahe der Bastei haben jetzt Bogensportler eine ganzjährige

und witterungsunabhängige Gelegenheit zum Trainieren. Und Neugierige kön -

nen hier die Sportart kennenlernen. Eine neue Bogensporthalle am ersten

Bogensporthotel Sachsens, dem Landhaus Nicolai, bietet Platz und die nötige

Ausrüstung dafür. Auf einer Fläche von fast zwei Fußballfeldern umfasst

die Halle mit Innen- und Außenbereich zehn 18-Meter-Schießbahnen, einen

für 20 Scheiben ausgelegten 70-Meter-Platz nach Vorgaben des Weltbogensportverbandes

WA sowie einen 3D-übungsparcours. Schnupper- und Kinderkurse

sind ebenso im Angebot wie Lehrgänge für Fortgeschrittene, die

unter anderem Jürgen Lippek, amtierender Welt- und Europameister sowie

vielfacher Deutscher Meister im Langbogen, persönlich leitet. ❚

www.landhaus-nicolai.de

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Foto: Sebastian Thiel/TVSSW

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JUNGBRUNNEN

www.saechsische-schweiz.de


Sich in der Natur aufhalten, längere Strecken zu Fuß zurücklegen,

den Körper in Schwung bringen und gute Waldluft genießen: Das

ist Wandern. Und dass uns das gut tut, ist allseits bekannt. Doch

längst befassen sich auch Wissenschaftler mit dem konkreten gesundheitlichen

Nutzen und preisen das Wandern als Mittel zur Vorbeugung

zahlreicher Zivilisationskrankheiten.

Für den Forschungsbericht »Grundlagenuntersuchung Freizeit- und Urlaubs -

markt Wandern, 2009« des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie

befragten Wissenschaftler unter anderem 4.500 Wanderer deutschlandweit

auf Wanderwegen nach ihren Motiven: 64 Prozent der Befragten gaben

an, gezielt ihre Gesundheit stärken zu wollen. Schon jeder Zweite der unter

25-Jährigen wandert demnach der Gesundheit wegen. Und das ist sehr vernünftig,

wie ein Blick auf die belegten positiven Effekte des Wanderns zeigt.

1. Stärkung des Bewegungsapparates:

Knochen, Gelenke, Sehnen und Bänder in Beinen und Füßen werden gestärkt.

Es kommt damit zu einer Entlastung der Knie- und Hüftgelenke und zum Training

der gesamten Haltemuskulatur des Körpers. Sporttherapeut Toni Fercho

aus Dresden rät zum Wandern ohne Stöcke. »Vor allem ältere Menschen nutzen

Wanderstöcke zur Absicherung. Weil die Stöcke aber meist vor dem Körper

geführt werden, kommt es zu Fehlbelastungen im Schulter- und Nackenbereich

und dadurch zu Verspannungen.« Wanderstöcke sollten daher nur vereinzelt

benutzt und wenn möglich seitlich oder hinter dem Körper geführt

werden.

GESUNDHEIT

Baden in Waldluft

Wandern macht gesund und schön. Natürlich. Aber warum eigentlich? Die Wanderforschung

versucht, genau das herauszufinden. Und hat schon Erstaunliches festgestellt. Also: Nichts

wie Wanderschuhe geschnürt und ab ins Grüne!

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Sächsische Schweiz Ihr Urlaubsmagazin 2016 81


2. Stärkung der Muskeln:

Beim Wandern werden jene Muskelgruppen aktiviert, die wir im Alltag immer

weniger benutzen. Das sind vor allem die Muskeln der Oberschenkel-Vorderseite,

im Gesäß sowie die Hüftspreizer. »Wer berghoch wandert, tut diesen

Muskelgruppen etwas Gutes. Das ist zwar muskulär anstrengend, aber gelenkschonend.

Bergab hingegen werden die Knie stärker belastet«, sagt

Sporttherapeut Fercho.

6. Verbesserung der Stimmungslage:

»Langandauerndes Gehen verstärkt die Produktion körpereigener Hormone

und Botenstoffe wie Serotonin und Dopamin. Damit verbunden sind Gefühle

des Wohlbefindens, negative Stimmungen werden reduziert«, erklärt der Natursoziologe

Rainer Brämer in seiner »Gesundheitsstudie Wandern« (2007).

Der Gründer des ersten wissenschaftlichen Wanderinstituts der Welt in Marburg

ist Autor zahlreicher Studien zum gesundheitlichen Nutzen des Wanderns.

Insider nennen Brämer den »Wanderpapst«.

1.

2. 4.

3.

5.

Fotos: Sebastian Thiel/TVSSW

3. Stärkung der Atemorgane:

Durch regelmäßiges Wandern vergrößern sich die Lungenvitalkapazität und

das Atemzugvolumen, dies hat eine bessere Durchblutung der Lunge und eine

geringere Atemfrequenz zur Folge.

4. Stressabbau durch »shinrin-yoku«:

Neben positiven Wirkungen für Atemwege und Gelenke weisen Wissenschaftler

positive Effekte auf die Psyche nach. Dazu zählt der Abbau von Stress und des

Stresshormons Kortisol. Aus Japan schwappt ein neuer Trend nach Europa:

»shinrin-yoku«. Ins Deutsche übertragen, bedeutet der Begriff so viel wie

»Baden in Waldluft«. Den Verfechtern geht es um Zeit für Einfachheit und

Stille. Beim Wandern im Wald soll der Mensch den Vögeln zuhören, Bächen

lauschen und die verschiedenen Düfte des Waldes wahrnehmen – ohne Kamera,

Handy und Unterhaltungen in der Gruppe. In Japan wird shinrin-yoku

seit den 1980er Jahren praktiziert. Japanische Forscher gehen von einer therapeutischen

Wirkung des Waldes auf die Sinnesorgane aus und berufen sich

dabei zum Beispiel auf die Kneipptherapie. Bereits 15 Minuten Wandern im

Wald nach den Prämissen von shinrin-yoku sollen den Blutdruck sowie das

Stressniveau reduzieren und die Konzentrationsfähigkeit stärken.

5. Mehr Selbstwertgefühl:

Wer wandert, hat meist ein festes Ziel vor Augen: der Gipfel mit einem grandiosen

Ausblick, eine stille Waldlichtung oder die Berghütte mit Platz für eine

gemütliche Rast. »Beim Wandern wird meist ein Ziel erreicht, man hat etwas

geschafft und ist stolz darauf. Das steigert das Selbstwertgefühl«, sagt Toni

Fercho.

8.

7. Geistige Belebung:

Studien belegen, dass Naturkontakte den Geist anregen. Rainer Brämer argumentiert:

»Geistesgrößen aller Zeiten sind als bekennende Geher bekannt:

Angefangen von Aristoteles und Seneca über Goethe, Kant, Rousseau, Schopenhauer

und Kierkegaard bis Mozart und Beethoven. Goethe fasste seine

Erfahrungen in dem Satz: ›Die besten Gedanken kommen mir beim Wandern‹

zusammen.«

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8. Kognitive Effekte:

Schon geringe Gehbewegungen führen zu einer besseren Durchblutung des

Gehirns und zu einer Verlangsamung des altersbedingten Abbaus von Nervengewebe.

»Seit einigen Jahren ist in diesem Zusammenhang sogar von der

Neubildung von Neuronen die Rede – vor allem im für das Gedächtnis und

Gefühlsregungen so wichtigen Hippocampus«, erklärt Rainer Brämer. ❚

Skadi Hofmann

Ayurveda-Kuren

und Naturheilkunde

im Kurort Rathen

Während der 3-,5- oder 7-tägigen Kuren in der Praxis des Heilpraktikers

Dirk Huxol im Haus Elbjuwel entgiften und entschlacken

Sie Ihren Körper. www.kottesteig4.de

Zur Abrundung der Kur genießen Sie schmackhafte ayurvedische

Gerichte. Die ruhige und direkte Lage der Praxis an der Elbe unterstützt

die Heilbehandlungen.

6.

Weitere Therapieangebote:

• Wirbelsäulentherapie (u. a. Dorn-Breuss-Methode)

• Ohrakupunktur und Fußreflexzonenmassage

• Blutegeltherapie

• Eigenbluttherapie

• Körperpsychotherapie

7.

Deutsches Wanderabzeichen

Mit dem Deutschen Wanderabzeichen belohnt der Deutsche Wanderverband regelmäßiges

Wandern. Um das Abzeichen zu bekommen, müssen Kinder (bis zwölf Jahre)

pro Kalenderjahr 100 Kilometer unterwegs sein, bei Jugendlichen (13 bis 17 Jahre)

sind es 150 und bei Erwachsenen 200 Kilometer. Für Menschen mit Behinderung gilt

jeweils die Hälfte. Die zurückgelegten Kilometer müssen sich jährlich auf mindestens

zehn Wanderungen verteilen. Mitmachen kann jeder – ob Wandervereinsmitglied oder

nicht. Mittlerweile wird das Wanderabzeichen von vielen Kassen als Bonusleistung

anerkannt. Die Aktivitäten, die für das Deutsche Wanderabzeichen punkten, reichen

von der traditionellen Gruppenwanderung über Nordic Walking, Familienwandern,

Gesundheits- und Radwandern bis zu Geocaching, Skilanglauf und Schneeschuhwandern.

Wichtig ist lediglich, dass das jeweilige Angebot aus einem Mitgliedsverein des

Deutschen Wanderverbandes stammt.

www.deutsches-wanderabzeichen.de

Quellen: www.wanderforschung.de; www.wanderinstitut.de

www.urlaubsmagazin.tv/

video-wandern

Information

Heilpraktiker Dirk Huxol freut sich auf Sie und

steht für Fragen sehr gerne zur Verfügung.

Praxis für Naturheilkunde

und Körperpsychotherapie

Kurort Rathen

Kottesteig 4

01824 Rathen

Fon 0163 180 22 60

info@Naturheilpraxis-Huxol.de

www.Naturheilpraxis-Huxol.de

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Sächsische Schweiz Ihr Urlaubsmagazin 2016 83


Was gibt es Schöneres, als einen herrlich anstrengenden Tag im Elbsandsteingebirge in

einer Sauna oder in einem heißen Bad mit wertvollen Kräuteressenzen ausklingen zu lassen?

Hier lassen sich Wanderer, Kletterer, Radfahrer und Paddler am liebsten verwöhnen.

ENTSPANNUNG

Feierabend

Foto: Berghotel Bastei GmbH

Foto: Kurt Kalischke/Toskanaworld GmbH

Foto: Salzscheune Berggießhübel

Foto: Stadtwerke Pirna

Berghotel Bastei: Schwitzen mit Aussicht

In der Sauna entspannt sich der Körper – und auch der Geist findet zur Ruhe.

Und zwar umso mehr, wenn man dabei in gesunde Natur blicken kann. Das

Berghotel Bastei bietet seinen Gästen genau das. Ein Panoramafenster in der

finnischen Sauna des Hauses verwöhnt bei 90 Grad celsius mit einem grandiosen

Ausblick bis weit ins umgebende Felsenreich.

www.berghotel-bastei.de

Toskana Therme: Schweben in Licht und Musik

Wie wunderbar, der lästigen Schwerkraft einmal für kurze Zeit ein Schnippchen

zu schlagen. Der Liquid-Sound-Tempel in der Toskana Therme Bad Schandau

macht es möglich. Warmes Thermalsolewasser verleiht Auftrieb. Sanfte Unterwassermusik

und ätherische Farblichtprojektionen schmeicheln den Sinnen.

Auch die Saunalandschaft lohnt einen Besuch.

www.toskanaworld.net

Geibeltbad: Schwimmen unterm Sternenhimmel

Erholungssuchende finden auch im Geibeltbad Pirna Entspannung. Sprudelnd

wirbelt das Wasser aus Massagedüsen und Nackenduschen im 32 Grad warmen

Außenbecken. Der aufsteigende Dampf verliert sich unter den funkelnden

Sternen des Abendhimmels. Und drinnen verwöhnt ein Wechselspiel der

Temperaturen in der riesigen Saunalandschaft.

www.geibeltbad-pirna.de

Salzscheune: Meeresluft tanken

Eigentlich sind nach einem Tag im Elbsandsteingebirge die Frischlufttanks

wieder gut gefüllt. Trotzdem kann der Besuch in der Salzscheune im Kurort

Berggießhübel lohnen. In den stimmungsvoll beleuchteten und ruhigen

Räumen kommt man nicht nur zur Ruhe. Die an vielfältigen Mineralien und

Spurenelementen reiche Luft ist auch Balsam für Haut und Atemwege.

www.salzscheune.de

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Radeberg

Dresden

Elbe

Stolpen

Neustadt

Pirna Kurort Rathen Sebnitz

Altendorf

Bad Schandau

Königstein

CZ

Bad Gottleuba-

Berggießhübel

CZ

Děčín (Tetschen)

Villa der Sinne: Entspannen am Wegesrand

Wenn Nacken und Rücken sich melden, ist es Zeit für eine Massage. Einer der

zahlreichen Anbieter in der Sächsischen Schweiz ist die Villa der Sinne in Altendorf.

Mit direkter Lage am Malerweg regeneriert sie müde Wanderer und

gibt ihnen mit bioenergetischen Massagen Kraft für die nächste Etappe.

Auch eine aktivierende Fußmassage ist möglich.

www.villadersinne.de

Kräutervitalbad: Baden wie die Gräfin

Das sinnliche Badevergnügen im Kräutervitalbad Sebnitz hätte sicher auch

Gräfin cosel gefallen. Zumindest zählt zu den Verwöhnangeboten des Hauses

neben Rasul und Soft-Pack auch ein luxuriöses Wannenbad, das ihren Namen

trägt. Eine edle Bronzewanne wird dafür mit dem Sud feiner Kräuter gefüllt,

die, je nach Wunsch, entweder beleben oder beruhigen. Feine ätherische Öle

steigern die pflegende Wirkung noch.

www.kraeutervitalbad.de

Mariba, Neustadt: Durch Wellen tauchen

Das Erlebnisbad Mariba in Neustadt ist ein Stück Karibik mitten in der Sächsischen

Schweiz. Wasser- und Lufttemperaturen sind tropisch, ebenso die

Pflanzenwelt. Im Wellenbad rollen – sehr zur Freude der Kinder – regelmäßig

mächtige Brecher durch das Bad. Und das Saunaparadies bietet sieben thematische

und stimmungsvoll inszenierte Saunen.

www.mariba.eu

Foto: Tourismus und Stadtmarketing

Sebnitz, René Gaens

Foto: Villa der Sinne

Behandlungsschwerpunkte

Orthopädische Erkrankungen,

einschließlich Anschlussheilbehandlungen (AHB)

Traditionelle Chinesische Medizin und Osteopathie

Kostenträger

Alle gesetzlichen Rentenversicherungsanstalten,

Gesetzliche und Private Krankenkassen sowie Selbstzahler

Angebote für Privatpatienten und Selbstzahler

Partnerkur

Privatpatient ab 80,– € pro Tag,

inklusive Behandlungen, Abholung möglich

Gesundheitswochen im August

Privatpatient ab 75,– € pro Tag,

inklusive Behandlungen, Abholung möglich

Herbstkur, Weihnachten und Silvester

Privatpatient ab 70,– € pro Tag,

inklusive Behandlungen, Abholung möglich

Neujahrskur

Privatpatient ab 55,– € pro Tag,

inklusive Behandlungen, Abholung möglich

Foto: Freizeitwelt Neustadt GmbH

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Foto: Toskanaworld GmbH

WIEDERERÖFFNUNG HOTEL ELBRESIDENZ

Foto: Toskanaworld GmbH, Wolfgang Reiher

Foto: Toskanaworld GmbH

Foto: Toskanaworld GmbH

Fünf Sterne leuchten wieder

Mit dem Wellnesspark Elbresidenz in Bad Schandau erhält das Elbsandsteingebirge

eine seiner luxuriösesten Wohlfühl-Adressen zurück.

Dresden

Elbe

Radeberg

Pirna

Bad Gottleuba-

Berggießhübel

Stolpen

Königstein

Neustadt

CZ

Sebnitz

Bad Schandau

CZ

Děčín (Tetschen)

Kate Winslet, Halle Berry, Gemma Arterton, Hugh Grant, Tom Hanks, Quentin Tarantino: Wer

durch das Gästebuch des Hotels Elbresidenz in Bad Schandau blättert, findet viele bekannte

Namen. Bis zum Juni 2013 war das Fünfsternehotel das beste Haus der Region – und Unterkunft

der Wahl für Stars und Sternchen aus der ganzen Welt. Dann kam das Hochwasser. Keller

und Erdgeschoss wurden überflutet. Fast drei Jahre und eine umfangreiche Sanierung später öffnet es

im Frühjahr 2016 wieder in alter Pracht. Damit erhält das Elbsandsteingebirge auch eine der luxuriösesten

Wellness-Adressen zurück.

Die vielfältigen Gesundheits- und Wellnessangebote des Hauses wurden zum »Wellnesspark Elbresidenz«

zusammengefasst. Für Hotel- und Tagesgäste ist es eine Oase der Entschleunigung. 1.600 Quadratmeter

umfasst der elegante Wellnessbereich, der sich über mehrere Räume erstreckt. Herzstück ist das lichtdurchflutete

Dachgeschoss des Hauses: Pool und Sonnenterrasse verwöhnen hier mit Blick auf die Elbe.

Therapeuten bringen mit aromatischen Ölen und belebenden Ritualen Körper, Geist und Seele in Einklang.

Europa trifft dabei auf Asien, Sebastian Kneipps bewährtes Naturheilverfahren auf die Jahrtausende

alte indische Ayurveda-Lehre. Zum Angebot zählen auch Kräuterstempel- und Meridianmassagen,

Softpacks, Peelings, Kräutersauna und Dampfbäder. ❚ www.elbresidenz-bad-schandau.de

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SPEZIAL WINTERSTERNE

Stille tanken

Mit dem Winter kehrt die Ruhe zurück in die malerische Landschaft des Elbsandsteingebirges.

Und wenn es dann noch schneit, wird aus dem Wanderparadies

ein wahres Märchenreich. Felsnadeln tragen dann ein Sahnehäubchen.

Tafelberge ragen wie gezuckerte Gugelhupfe in den Winterhimmel. Und

in den Schluchten herrscht perfekte Stille. Aber auch ohne die weiße Pracht

ist die Region im Winter eine Reise wert. Beliebte Wanderwege wie den Malerweg

und berühmte Aussichten wie die Bastei hat man nun oft ganz für sich

allein. Und die Abende klingen am Kamin oder in der Sauna aus. Für diese

wunderbar friedliche Zeit halten die Sterne-Hotels der Sächsischen Schweiz

ein ganz besonderes Winterangebot bereit: Im Rahmen der Aktion »Wintersterne«

bieten sie Kurzurlaub zum kleinen Preis.

»Wintersterne«-Saison ist vom 1. November 2015 bis 31. März 2016. Ausgenommen

sind die Zeiträume vom 20. Dezember bis 3. Januar sowie 25. bis

28. März. Zwei Wintersterne-übernachtungen mit Frühstück kosten 64 Euro

im Dreisternehotel und 86 Euro im Viersternehotel. Die Preise sind für alle

teilnehmenden Hotels gleich und für die gesamte Laufzeit konstant. Verlängerungsnächte

können individuell dazu gebucht werden. Zur Buchung erhält

jeder Gast zusätzlich Ermäßigungs-coupons für ausgewählte Freizeiteinrichtungen

der Region. ❚

Behandlungsschwerpunkte

Diabetes mellitus Typ I, Typ II und Typ III

Erkrankungen der Verdauungsorgane

Bösartige Erkrankungen der Verdauungsorgane

Herzkrankheiten

Kreislauf- und Gefäßerkrankungen

Adipositas und ernährungsabhängige Krankheiten

Foto: Bernd Grundmann

Buchung

Informationen zum Angebot und den teilnehmenden

Hotels sowie alle Buchungsinformationen sind beim

Tourismusverband Sächsische Schweiz e.V.

Bahnhofstraße 21, 01796 Pirna

Tel. +49 3501 4701-47, Fax +49 3501 4701-48

info@saechsische-schweiz.de

www.winter-sterne.de erhältlich.

Hier können auch Geschenkgutscheine

bestellt werden.

Heilfasten nach Buchinger

www.saechsische-schweiz.de JUNGBRUNNEN

Sächsische Schweiz Ihr Urlaubsmagazin 2016 87


Tourismus-Servicezentrum








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Karibischer Badespaß

in der Sächsischen

Schweiz!

Erlebnisbad



Bunte Knirpsenwelt mit warmem


Entspannung




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299 €

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TAGE

Neustädter

Genießertage

Sächsische h

Schweiz
















„Mariba“







+ Elbschifffahrt gratis (2 Stunden)


cAFéS IN DER SÄcHSIScHEN ScHWEIZ

Ä Dässl Heeßen

Die sächsische Kaffeekultur ist legendär. Sie wird auch im

Elbsandsteingebirge zelebriert. Ob sahnig oder biovegan,

klassisch oder kultig: Für jeden Geschmack findet sich

das passende café. Wir haben vier ganz unterschiedliche

Häuser besucht.

Foto: Amac Garbe

90

Sächsische Schweiz Ihr Urlaubsmagazin 2016

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www.saechsische-schweiz.de


Ilses Kaffeestube in Pirna

Das spätgotische Eckhaus Nr. 3 versteckt sich ein wenig am Marktplatz von Pirna.

Das älteste Baumeisterhaus Deutschlands beherbergt hinter der grau-blauen

Fassade das Tom Pauls Theater, eine Ausstellung und »Ilses Kaffeestube«.

Wer eintritt, ist mitten in der sächsischen cafékultur angekommen: dunkle Holz -

stühle, Sammeltassen aus Omas Schrankwand und deutsche Kaffeehausmusik.

Ilses Kaffeestube ist nach »Ilse Bähnert« benannt, jener berühmt-berüchtigten

Sächsin, die schon in den Geschichten der Mundartdichterin Lene

Voigt vorkommt und von Kabarettist Tom Pauls auf der Bühne dargestellt

wird. In der sächsischen Kulturlandschaft ist sie allgegenwärtig – im Radio,

bei Volks festen oder eben im Tom Pauls Theater zwei Etagen weiter oben. Unten

wird natürlich »Ilses Melange« getrunken, ein frisch gebrühter, magenfreundlicher

Bohnenkaffee. Wer es mit einer echt sächsischen Bestellung

versuchen will, ordert am besten: »ä Dässl Heeßen, ä Stückl Eierschegge und

än Eierligöör« – dann hat man Ilses klassisches Kaffeegedeck beisammen. Die

Eierschecke ist tatsächlich ein Gedicht. Wer Glück hat, trifft »Ilse« persönlich

an. Hinten in der Ecke sitzt »sie« dann am Künstlertisch, trinkt ä Dässl Heeßen

und schwatzt auch gern mal mit den Gästen.

Kontakt:

Ilses Kaffeestube im Peter-Ulrich-Haus (Tom Pauls Theater)

Am Markt 3, 01796 Pirna

Tel. 03501 5850269

www.ilses-kaffeestube.de

Öffnungszeiten:

April bis Dezember täglich 11–18 Uhr, an Veranstaltungstagen bis

eine Stunde nach Theaterende; Januar bis März montags geschlossen

www.saechsische-schweiz.de GENUSS

Sächsische Schweiz Ihr Urlaubsmagazin 2016 91


Kaffeehaus Zimmermann in Königstein

»Kann denn Torte Sünde sein …« steht auf der

Speisekarte im Kaffeehaus Zimmermann. Das Titel -

foto zeigt ein kleines Kind in einer Backstube. »Das

bin ich selbst – groß geworden auf dem Mehlsack

und ernährt mit Kuchenrändern«, kommentiert

Inhaberin Antje Zimmermann, während sie an der

Theke die Schoko-Eierlikör-Torte anschneidet. Die

serviert die chefin auch selbst und hat dabei immer

einen lockeren Spruch für die Gäste parat. Ihr

großes Kaffeehaus mit zwei Terrassen ist DER

Treffpunkt in Königstein. Direkt am Marktplatz gelegen

kann man entweder das bunte Treiben an

der Hauptstraße beobachten oder seinen Kaffee in

Ruhe hinter dem Haus genießen. Auch bei schönem

Wetter sitzen viele Gäste drinnen in der klassischen

caféatmosphäre mit Polsterecken und Tischlampen,

die aussehen wie Teekannen oder wie ein Haufen

zerworfenes Geschirr am Ende eines Polterabends.

Hunger sollte man mitbringen, denn an den liebevoll

dekorierten Sahnetorten kommt kaum jemand

vorbei. Ob champagner, Banane-Stracciatella oder

Mohn-Marzipan, mehr als ein Dutzend dieser süßen

Verführungen produziert die Konditormeisterin

des Hauses täglich frisch. Und auch das Eis ist

selbstgemacht.

Kontakt:

Kaffeehaus Zimmermann

Dresdner Straße 3

01824 Königstein

Tel. 035021 684 90

www.kaffeehaus-zimmermann.de

Öffnungszeiten:

Mo bis Sa 7–18 Uhr, So 14–18 Uhr,

Betriebsferien Mitte Januar bis Ende Februar

Fotos: Amac Garbe

92

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Fotos: Amac Garbe

Parkcafé »Alter Bahnhof« in Bad Gottleuba

Äußerlich etwas unscheinbar am Goethepark in

Bad Gottleuba gelegen, entpuppt sich das Parkcafé

auf den zweiten Blick als Familienidyll. Unterhalb

der großen Sommerterrasse haben die Besitzer

liebevoll eine kleine Bahnstrecke gebaut. Mit der

»Parkbahn Gottleuba« können Kinder für einen Euro

drei Run den Schaffner spielen. Auch an einen Sand -

kasten, einen kleinen Spielplatz und eine Spielecke

im Inneren hat Inhaber christian Helm gedacht.

Das Parkcafé, das seine Kuchen aus der

hauseigenen Feinbäckerei Sachse aus Dohna bezieht

und neben Kaffee auch gute Weine auf der

Karte stehen hat, wurde erst 2014 eröffnet. Lange

lag das frühere Bahnhofsgebäude an der 1974 still

gelegten Strecke brach. Familie Helm hat daraus

ein Jugendstil-café gemacht. Die Speisekarte sieht

aus wie ein Kursbuch. »Wir sind nicht nur café,

sondern auch Restaurant. Unsere Spezialität ist

das Pulled Pork«, sagt Helm. Den Schweinebraten,

der immer freitags im Garten vor dem Haus langsam

im Räucher ofen gart, serviert der chef mit Süßkartoffeln

und spielt dazu auch selbst am Klavier.

Freitags und sonntags ist Piano-Abend, donnerstags

Tanzabend.

Kontakt:

Parkcafé »Alter Bahnhof«

Bahnhofstraße 1, 01816 Bad Gottleuba

Tel. 035023 527705

www.parkcafe-gottleuba.de

Öffnungszeiten:

Mo bis Do 8–20 Uhr, Fr bis So 8–22 Uhr

Fahrtzeiten der Gartenbahn: Mi und So 15–18 Uhr

NATUR ERLEBEN · RUHE GENIESSEN

Panoramahotel Wolfsberg

Der Höhepunkt am Malerweg

Sächsische Schweiz

Die Lage des Hotels direkt am

Waldrand bietet dem Gast einen

unvergleichlichen Fernblick auf

die Berge der Sächsisch-Böhmischen

Schweiz. Erleben auch Sie

dieses herrliche Bergpanorama

bei gepflegter Gastronomie. Ob

beim Urlaub, Familienfeier oder

Tagesausflug.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch

und heißen Sie herzlich willkommen!

Familie Helth

und Mitarbeiter

Zum Wolfsberg 102 · 01814 Bad Schandau OT Reinhardtsdorf · Tel.: +49 (0) 35028 / 859900 · Fax: +49 (0) 35028 / 859913

panoramahotel-wolfsberg@t-online.de · www.hotel-wolfsberg.de

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Sächsische Schweiz Ihr Urlaubsmagazin 2016 93


Fotos: Amac Garbe

die kleinen weißen Tische kommt hat Bio-Qualität,

vieles ist hausgemacht. Die kleinen Waldbeer-Limetten-Törtchen

etwa, die Petit Fours, der vegane

Zupfkuchen oder das vegane Eis. Aus Bio-Anbau

stammen auch die fair gehandelten Bohnen für

den Espresso und die Milch für den Latte Macchiato.

Wer lieber auf Kuhmilch verzichtet, kann sich

seine Kaffeespezialität auch mit Soja- oder Hafermilch

herstellen lassen. Inhaber Sven-Erik Hitzer

liegt die konsequente ökologische Ausrichtung

Café Richter in Schmilka

Direkt an der Fähranlegestelle von Schmilka liegt

die 1912 erbaute Villa Thusnelda. Ehrwürdig und

gleichzeitig verträumt blickt sie auf die Elbe und

die Schrammsteine am Horizont. Das geschichtsträchtige

Gebäude im mondänen Bäderstil wurde

denkmalgerecht und nach ökologischen Standards

liebevoll saniert und empfängt nach Jahrzehnten

des Stillstands seit April 2015 wieder

Gäste. Hinter den großen Fensterfronten dominieren

zarte Pastelltöne die Wände, der Boden

und die langgezogene Sitzbank wurden aus unbehandeltem

Holz gebaut. Was im café Richter auf

94

Sächsische Schweiz Ihr Urlaubsmagazin 2016

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sehr am Herzen. Sein Konzept ist mutig, aber auch

visionär: Es bringt wieder Leben in den 130-Seelen-Ort

Schmilka. ❚ Skadi Hofmann

Kontakt:

café Richter in der Villa Thusnelda

Schmilka Nr. 24, 01814 Schmilka

Tel. 035022 922 30

www.cafe-richter-schmilka.de

Öffnungszeiten:

täglich ab 7 Uhr

Tipp

Kaffeerösterei Ernst Schmole Nachf.

Seit 1880 wird in der Firma Ernst Schmole

Nachf. Kaffee frisch geröstet. Nach wie

vor wird der Kaffee mit einer Rösttrommel -

maschine aus dem späten 19. Jahrhunderts

verarbeitet. Im Ladengeschäft können

Besucher neben Kaffee auch Schokolade,

Pralinen, Likör und Wein kaufen oder

direkt gegenüber im café eine Tasse

Schmole-Kaffee genießen.

Ernst Schmole Nachfolger

Rösterei & Stammhaus: Lange Straße 46

Weinhaus & café: Lange Straße 1

01796 Pirna

Öffnungszeiten: Mo. bis Sa. 9–18:30 Uhr

www.schmole-kaffee.de

Fotos: Amac Garbe

Dresden

Elbe

Radeberg

Pirna

Bad Gottleuba-

Berggießhübel

Stolpen

Königstein

Neustadt

CZ

Sebnitz

Bad Schandau

Schmilka

CZ

Děčín (Tetschen)

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Sächsische Schweiz Ihr Urlaubsmagazin 2016 95


PIRNA

Aus Pirnas Schatz

Fotos: Jens Dauterstedt, Pirna

Dresden

Elbe

Radeberg

Pirna

Königstein

Bad Gottleuba-

Berggießhübel

Stolpen

Neustadt

CZ

Sebnitz

Bad Schandau

CZ

Děčín (Tetschen)

Pirna zählt mit seiner romantischen Altstadt, den prächtigen Bürger-

und Handelshäusern, den engen Gassen und lauschigen Innenhöfen

zu den schönsten Städten Sachsens. An jeder Ecke gibt

es interessante Details, reich verzierte Giebel sowie kunstvolle Erker

und Sitznischenportale zu entdecken – am besten gelingt dies mit einer

Stadtführung. Für alle, die zudem noch regionaltypische Besonderheiten

kennenlernen oder einmal hinter die Kulissen von Handwerkern schauen

wollen, gibt es jetzt einen besonderen geführten Stadtspaziergang namens

»Aus Pirnas Schatzkiste«. Neben den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der

96 Sächsische Schweiz Ihr Urlaubsmagazin 2016

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kiste

Stadt und den dazugehörigen Geschichten beschäftigt sich dieser Rundgang

vor allem mit den Pirnaer Unikaten.

Pirnaer Unikate – das sind zertifizierte Waren und Produktideen, die einen

besonderen Bezug zur Stadt haben und mit viel Handarbeit gefertigt werden.

Sie spiegeln die Einmaligkeit von Pirna und seinen Bewohnern wider. Die

Palette reicht dabei von echter Handwerkskunst bis hin zum einmaligen Gaumenschmaus.

In jedem Rundgang werden zwei Unikate genauer unter die

Lupe genommen.

Wer nach der zweistündigen Führung Lust auf mehr bekommen hat, kann

die Stadt danach individuell erkunden. Zahlreiche Geschäfte, cafés und Restaurants

machen das Zentrum Pirnas zu einem lebendigen Ort, der zum Verweilen

und »Bummeln« – die typisch sächsische Bezeichnung für gemütliches

Spazieren – einlädt.

Informationen

Kultur- und Tourismusgesellschaft Pirna mbH

TouristService Pirna

Am Markt 7, 01796 Pirna

Tel. 03501 556 446

touristservice@pirna.de

www.pirna.de

Öffnungszeiten:

Mo–Fr 10–18 Uhr; Sa, So, Feiertag 10–14 Uhr

Mo–Fr 10–16 Uhr; Sa, So 10–13 Uhr (November bis Karfreitag)

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Sächsische Schweiz Ihr Urlaubsmagazin 2016 97


Zwei neue Ausstellungen in den einst

wehrhaften Bastionen Festung Königstein

und Burg Stolpen überraschen mit

neuen Einblicken in die facettenreiche

Vergangenheit Sachsens.

KULTURHISTORIScHE AUSSTELLUNGEN

Foto: Bernd Walther, Heidenau

Geschichte neu

98

Sächsische Schweiz Ihr Urlaubsmagazin 2016

KULTUR

www.saechsische-schweiz.de


Sachsen und Böhmen sind uralte Siedlungsräume und waren einst

bedeutende Keimzellen für die mitteleuropäische Kultur. Das Elbsandsteingebirge

war immer mittendrin, durchzogen von wichtigen

transnationalen Handelswegen. Germanische und slawische Ethnien

kamen hier zusammen. Man lernte von- und handelte miteinander, führte

Kriege und schloss Frieden.

Mehr als ein Dutzend gut erhaltener Burgen, Schlösser und Gärten sowie

mindestens ebenso viele eindrucksvolle Sakralbauten erzählen aus der farben -

prächtigen chronik der einzigartigen sächsisch-böhmischen Kulturlandschaft.

Zwei der berühmtesten Geschichtsorte der Region sind die Festung

Königstein und die Burg Stolpen. Neue, sehenswerte Dauerausstellungen

geben hier spannende Einblicke in die Geschichte des Kurfürstentums, Königreichs

und Freistaates Sachsen.

erzählt

www.saechsische-schweiz.de KULTUR

Sächsische Schweiz Ihr Urlaubsmagazin 2016 99


Foto: Sebastian Thiel

Foto: Bernd Walther, Heidenau

In lapide regis – Auf dem Stein des Königs

Die Festung Königstein gehört zu den großen

Festungslegenden Europas. Ihre dokumentierte

Geschichte reicht bis ins Mittelalter zurück. Die

ursprüng lich böhmische Königsburg wurde später

Kloster, sächsische Landesfestung, Jagd- und Lust -

schloss, Staatsgefängnis, Kunstdepot, Kriegs ge -

fangenenlager, Jugendwerkhof und schließlich

Museum.

Die faszinierende 800-jährige Geschichte der

Wehranlage wird in der neuen Dauerausstellung

»In lapide regis – Auf dem Stein des Königs« zum

ersten Mal umfassend museal erzählt. Mehr als

25 Jahre wurde dafür geforscht, gesammelt und

gebaut, 33 historische Räume in Torhaus und

Streichwehr aufwendig hergerichtet.

Auf 1.200 Quadratmeter und in zum Teil erstmals

zugänglichen Räumen sind wertvolle Dokumente,

großformatige Gemälde, Waffen, Uniformen,

Modelle und Baupläne zu sehen. Die Besucher erfahren,

wie der Königstein zu seinem Namen kam

und wie die einstige Burg in den Besitz der Wettiner

gelangte. Eines der wichtigsten Ereignisse –

der Ausbau zur Festung ab 1589 – illustriert ein

dreidimensionales Schaubild der historischen

Großbaustelle in wimmelndem Detailreichtum.

In den Königszimmern begrüßen der »sächsische

Sonnenkönig« August der Starke (1670–1733)

und seine Lieblingstochter, die schöne Gräfin Orzelska,

sowie der preußische König Friedrich Wilhelm

I. höchstpersönlich und täuschend lebensecht

die Besucher. Zudem erinnern ein acht Meter

langes Kutschenzugmodell, höfisches Meißner

Porzellan und Relikte des einst größten Weinfasses

der Welt an die notorische Opulenz des sächsischen

Kurfürsten und polnischen Königs.

Die Reise geht chronologisch weiter über das

napoleonische Zeitalter, den Ersten und Zweiten

Weltkrieg, die Nachkriegs- und DDR-Zeit bis in die

Gegenwart. Die gesamte Ausstellung ist multimedial.

Neben Filmen füllen Hörstationen und ein

Audioguide in neun Sprachen historische Fakten

mit Leben. Kinder können spielerisch auf Entdeckungstour

gehen. Und erstmals ist das bekannte

Spottlied »Auf der Festung Königstein« am Ort

des Geschehens zu hören, gesungen vom Kinderchor

der Semperoper Dresden.

Foto: Klaus Schieckel

Foto: Frank Hoehler

Kontakte

Festung Königstein

April bis Oktober: 9–18 Uhr

November bis März: 9–17 Uhr

www.festung-koenigstein.de

Burg Stolpen

April bis Oktober: 9–18 Uhr

November bis März: 10–16 Uhr

Im Winterhalbjahr montags und bei schlechter

Witterung geschlossen.

www.burg-stolpen.de

Lebenslänglich Stolpen: Der Mythos Cosel

www.urlaubsmagazin.tv/

video-kurios

Auch Stolpen hatte aufgrund seiner strategisch

wichtigen Lage im Grenzbereich der Markgrafschaft

Meißen, dem Vorläufer des späteren Kurfürstentums

Sachsen, eine Festung. Vor 800 Jahren als

Burg auf einem Basaltberg errichtet, genutzt als

bischöfliche und kurfürstliche Residenz, wird sie

erst zum Renaissanceschloss, dann zur trutzigen

Festung ausgebaut, später erobert und vielfach

zerstört. Ein Teil der Gemäuer blieb jedoch erhalten

oder konnte durch Sanierung gesichert werden.

Auch hier begegnen Besucher August dem Starken,

genauer: seiner berühmtesten Mätresse Anna

constantia Gräfin von cosel (1680–1765). Die tragische

Geschichte einer ehrgeizigen und schönen

Frau, die nach einer missglückten politischen Karriere

den Rest ihres Lebens – 49 Jahre! – als Gefangene

auf Stolpen fristet, wirft ein Schlaglicht

auf die Schattenseite des schillernden sächsischen

Regenten. Sie ergänzt das auf dem Königstein

vermittelte Geschichtsbild und stellt zugleich die

heute weitgehend unbekannte und missverstandene

Lebensform »Mätresse« im Absolutismus vor.

1705 wird Gräfin cosel Gemahlin zur Linken des

Königs. Durch ihren Anspruch und ihr Auftreten

fällt sie aus der ihr zugedachten Rolle und bringt

August zunehmend in Bedrängnis. Er möchte sich

ihrer entledigen und lässt sie am 24. Dezember

1716 auf die Burg Stolpen bringen. Der Ort wird zu

ihrem Schicksal. Sie wird ihn nie wieder verlassen.

Fast 300 Jahre liegt dieser folgenschwere Heiligabend

zurück – und erregt bis heute die Gemüter.

Die Museologen der Burg Stolpen sind dem

Mythos cosel seit Jahrzehnten auf der Spur. Was

bisher erforscht ist, zeigt das Burgmuseum in der

Ausstellung »Lebenslänglich Stolpen. Der Mythos

cosel« im Johannisturm, dem »coselturm«, in dem

sie inhaftiert war, in dem sie lebte, hoffte, Briefe

schrieb und in der Bibel las. Die Heilige Schrift mit

ihren persönlichen Handnotizen ist einer der Höhepunkte

der Ausstellung.

Das bevorstehende Jubiläum gab Anlass, die

Dauerausstellung neu zu gestalten und um neu er -

worbene Erkenntnisse über ihr Leben zu erweitern.

In vier Turmzimmern auf vier Etagen tauchen Besucher

jetzt noch tiefer in den Mythos ein: Küche

und Wohnraum der cosel sind museal inszeniert,

Dokumente nachgebildet und barocke Alltagsgegenstände

ausgestellt. Man sieht die Gräfin auf

Bildnissen, erfährt, wie sie ihren Tag verbrachte

und wie sie den Beschuss der Festung durch ihren

einstigen Geliebten miterleben musste.

1765 starb sie – allein. Ihre Grabstätte in der

1813 zerstörten Burgkapelle wurde 1881 entdeckt.

Hier markiert eine Sandsteinplatte ihre letzte Ruhestätte.


Dresden

Elbe

Radeberg

Pirna

Bad Gottleuba-

Berggießhübel

Stolpen

Königstein

Neustadt

Sebnitz

Bad Schandau

CZ

CZ

Děčín (Tetschen)

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Sächsische Schweiz Ihr Urlaubsmagazin 2016

KULTUR

www.saechsische-schweiz.de


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Foto: K. Schieckel

Bonjour messieurs dames! Kennen

wir uns? Falls noch nicht, dann wird

es Zeit! Seit dem Heiligen Abend des

Jahres 1716, dem unglückseligen Tag, als man

mich auf die Burg Stolpen brachte, habe ich das unwirtliche Gemäuer

nicht verlassen. 49 Jahre Gefangenschaft und zusätzlich 250 Jahre Totenruhe

in der Burgkapelle sind genug – und alles nur wegen eines

schriftlichen Eheversprechens, das ich, Reichsgräfin Anna Constantia

von Cosel, August dem Starken, König von Polen, Kurfürst von Sachsen

und Vater meiner Kinder, nicht zurückgeben konnte ... Dass heute

Für immer in Stolpen

Burgstadt Stolpen

Gastlichkeit mit Charme

sowohl die Burg als auch das direkt unter ihr liegende Städtchen Stolpen

touristisches Kapital aus meinem Schicksal schlagen, passt mir

ganz gut. So habe ich wenigstens jetzt die Beachtung und Abwechslung,

nach der ich mich eine Ewigkeit lang sehnte. Und bislang hat es

noch niemanden gereut, der den Weg hierher fand: Im Coselturm verrät

eine neue Ausstellung faszinierende Details aus meinem Leben, und

das bezaubernde Städtchen mit seinen Cafés, Restaurants und kleinen

Geschäften lohnt einen entspannenden Bummel. Die freundlichen Mitarbeiterinnen

der Touristinformation beraten Sie gern und freuen sich

gemeinsam mit mir auf Sie!

www.stolpen.de

www.burg-stolpen.org

Burghotel Stolpen

www.burghotel-stolpen.de

Familie Autenrieth

Schlossstraße 12 · 01833 Stolpen

Tel. 035973 29900

Schauen Sie doch mal zu unseren

geistreichen Basaltus-Arrangements!

Gasthaus »Goldener Apfel«

www.gasthaus-goldener-apfel.de

Stolpner Straße 13

01833 Stolpen OT Langenwolmsdorf

Tel. 035973 26701

Unser Anliegen: Mit guter Küche

und gutem Service für

zufriedene Gäste sorgen!

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Landhotel »Zum Erbgericht«

www.erbgericht.de

Karsten Haufe · Am Markt 8

01833 Stolpen OT Heeselicht

Tel. 035973 2290

Wir freuen uns, Sie in unserem

familiengeführten Landhotel als Gäste

verwöhnen zu dürfen.

Pension »Zumpe«

www.pension-zumpe.de

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01833 Stolpen OT Helmsdorf

Tel. 035973 26839

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www.loewe-stolpen.de

Markt 4 · 01833 Stolpen

Tel. 035973 6498108

Feiern Sie Ihr Fest in unserem

urigen Basaltkeller oder im Festsaal.

Dresden

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Radeberg

B6

Pillnitz

Pirna

Pulsnitz

Helmsdorf

Elbe

Bischofswerda

Stolpen

Bastei

Langenwolmsdorf

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Tourist-Information Stolpen · Markt 5 · 01833 Stolpen · Tel. 035973 27313

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Sächsische Schweiz Ihr Urlaubsmagazin 2016 101

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Neustadt

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Bad Schandau

B172

B98

Bautzen

Tschechische

Republik

Mittelalterliche Burganlage

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Burg Stolpen · Schlossstr. 10

01833 Stolpen

Tel. 035973 23410

www.burg-stolpen.org

Öffnungszeiten:

April bis Oktober: täglich 10–18 Uhr

November bis März: Di.–So. 10–16 Uhr

(witterungsbedingt)

Wir beraten Sie gern!

Tourist-Information Stolpen

Markt 5 · 01833 Stolpen

Tel. 035973 27313

www.stolpen.de


Foto: Klaus Brähmig

Neben Festung Königstein und Burg Stolpen

gibt es noch zahlreiche weitere sehenswerte Orte

der Geschichte im Elbsandsteingebirge.

BURGEN UND ScHLÖSSER

Versteinerte Vergangenheit

Jagdschloss Graupa

Foto: Archív Zámek Dc

Schloss Děčín (Tetschen)

Auf einem Felssporn über dem Müglitztal thront das Schloss Weesenstein. Auch seine Historie beginnt

vor acht Jahrhunderten als mittelalterliche Wehranlage. An die martialische Vergangenheit erinnert

heute jedoch nur noch wenig. Das elegante Märchenschloss ist entscheidend vom Geist der Renaissance

und des Barocks geprägt.

Weitere sehenswerte Anlagen sind Burg Hohnstein, Schloss Kuckuckstein, Landschloss Pirna-Zuschendorf,

Jagdschloss Graupa und die zauberhaften Barockanlagen in Großsedlitz und Rammenau.

Auf böhmischer Seite kommen das nationale Kulturdenkmal Schloss Benešov nad Ploučnicí (Bensen),

das Wasserschloss Jílové (Eulau), die Burgruine Tolštejn (Tollenstein) sowie das nach fast zwei Jahrzehnten

der Restaurierung zu alter Pracht zurückkehrende Schloss Děčín (Tetschen) hinzu.

www.saechsische-schweiz.de/burgen

★ Liebevoll eingerichtete Zimmer

★ Individueller Wohlfühl-Service

★ Weinkeller

★ Renaissance-Saal

★ Romantischer Innenhof

★ Besonders empfohlen an der

Sächsischen Weinstraße

Weinverkostungen und Weinbergswanderungen

mit der 25. Sächsischen

Weinkönigin Katja Riedel

Romantik Hotel

Deutsches Haus

Romantik Hotel Deutsches Haus · Wohnen im stilvollem Ambiente · Genießen am Beginn der Sächsischen Weinstraße

★ Moderne Sächsische Küche

aus regionalen Zutaten

★ Essen vom Heißen Stein

★ Menü auf Weißem Gold

★ Menü »Ein Engel für Pirna«

★ Sandsteinmenü

Niedere Burgstraße 1

01796 Pirna

Tel. 03501 46880

Fax 03501 468820

www.romantikhotel-pirna.de

info@romantikhotel-pirna.de

102

Sächsische Schweiz Ihr Urlaubsmagazin 2016

KULTUR

www.saechsische-schweiz.de


Willkommen im Reich der Steine

Schostakowitsch-Festival

Damwildgehege

Waldbad Cunnersdorf

6 Gründe, warum Sie die Gemeinde Gohrisch

unbedingt besuchen sollten!

1. Liebenswerte und gastfreundliche Menschen freuen sich auf ihren Besuch

2. Traumhaft schöne Landschaften und reizarmes Klima

3. Wander-, Kletter- und Badespaß für Jung und Alt

4. Schöne Unterkünfte in Hotels, Pensionen, Privatzimmern bis hin zum Urlaub auf dem Bauernhof

5. Einladende Gaststätten mit leckerem Speisenangebot

6. Sommerlicher Kulturgenuss durch das jährliche Schostakowitsch-Festival

Ob Abenteuerurlaub, Kultur oder Entspannung - die Gemeinde Gohrisch mit ihren Gemeindeteilen

Cunnersdorf, Kleinhennersdorf, Kurort Gohrisch und Papstdorf hält für jeden etwas bereit.

Wir beraten Sie gern!

Touristinformation Gohrisch · Neue Hauptstraße 116 b · 01824 Gohrisch

Telefon: 035021 - 66166 · www.gohrisch.de

Gaststätte & Pension Annas Hof · Inh. Thomas Kretzschmar

Neue Hauptstraße 118 · 01824 Kurort Gohrisch

Tel.: 035021 - 68781 · Fax: 035021 - 67098

annas.hof@online.de

www.annas-hof.de

Pension Waldidylle · Inh. Pamela Kretzschmar

Papstdorfer Straße 130 · 01824 Kurort Gohrisch

Tel.: 035021 - 68356

pension.waldidylle@t-online.de

www.gohrisch.net

Landhotel & Restaurant Erblehngericht · Inh. Kay Rasche

Papstdorf · Alte Hauptstraße 42 · 01824 Kurort Gohrisch

Tel.: 035021 - 66410 · Fax: 035021 - 66430

info@hotel-erblehngericht.de

www.hotel-erblehngericht-papstdorf.de

Annas Hof

Waldidylle

Erblehngericht

Erblehngericht


HEIMATMUSEEN

Gesammeltes Wissen

Foto: Bernd Grundmann

Museum Sebnitz

Nicht nur auf Burgen und Festungen wird Geschichte

erzählt. Auch in den vielen kleinen Museen der Sächsischen Schweiz

wird das Erbe der Region lebendig.

Stadtmuseum Pirna

1861 gegründet ist das Stadtmuseum Pirna eines

der ältesten städtischen Museen in Sachsen. Ansässig

im Kapitelsaalgebäude und Sommerrefektorium

des einstigen Dominikanerklosters bilden

heute moderne Formen und Farben ein beeindruckendes

Kontrastprogramm zu den historischen

Sandsteinmauern. Im Inneren tauchen Besucher in

die Stadtgeschichte Pirnas von den Anfängen im

Mittelalter bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts

ein. Unter dem Motto »Sandstein voller Leben«

widmet sich das Museum in seiner Sammlung und

in Wechselausstellungen volkskundlichen, historischen

und kunstgeschichtlichen Themen, auch

immer wieder dem Thema Elbsandstein.

Ganzjährig geöffnet

Klosterhof 2/3, 01796 Pirna

www.pirna.de

Stadtmuseum Bad Schandau

Das Museum der Stadt Bad Schandau beschäftigt

sich neben der Stadtgeschichte des Kurortes auch

mit der Elbschifffahrt, den ersten Sommerfrischlern

und dem Bergsteigen in der Sächsischen Schweiz.

Ein eigener Themenbereich ist dem Völkerkundler

Erich Wustmann (1907–1994) gewidmet. Auf seinen

Expeditionen durch Skandinavien, Nordafrika

und Südamerika sammelte der Bad Schandauer

Eindrücke und Alltagsgegenstände verschiedener

Völkergruppen und Indianerstämme. Sein Erbe ist

mit etwa einhundert Exponaten, Fotos und Tondokumenten

der Nachwelt erhalten.

Ganzjährig geöffnet

Badallee 11, 01814 Bad Schandau

www.bad-schandau.de

Stadtmuseum Neustadt

Foto: Stadtmuseum Neustadt

Stadtmuseum Neustadt

Das Fundament für das Stadtmuseum in Neustadt

legten einst die Einwohner des Ortes selbst. Seit

1871 sammeln sie Erinnerungen und Gegenstände

zur Stadtgeschichte, die heute im denkmalgeschützten

Malzhaus zu sehen sind. Die Sammlung

umspannt die chronik von der Gründung des Ortes

durch Freiberger Bergleute, über den Erhalt des

Marktrechts, die Entwicklung bedeutender Industriezweige,

wie Goldbergbau, Schützenwesen und

Feilenhauerei, bis zum heutigen Stadtbild. Eine

erhaltene Seilerwerkstatt mit dazugehörigem Laden

kann im Original besichtigt werden.

Ganzjährig geöffnet

Malzgasse 7, 01844 Neustadt in Sachsen

www.neustadt-sachsen.de

Sebnitzer Kunstblumen- und Heimatmuseum

Prof. Alfred Meiche

Das zu den Städtischen Sammlungen Sebnitz gehörende

Kunstblumen- und Heimatmuseum Prof.

Alfred Meiche bewahrt und zeigt in einem 1731 erbauten

Bürgerhaus die 775-jährige Stadtgeschichte

und die Entwicklung der Kunstblumenherstellung.

Dem Besucher bieten sich auch Einblicke in die Ar-

104

Sächsische Schweiz Ihr Urlaubsmagazin 2016

KULTUR

www.saechsische-schweiz.de


eits- und Wohnkultur vergangener Jahrhunderte.

Neben einer Weberstube sind ein Kontor eines

Kunst blumenfabrikante n, eine Heimarbeiterstube

sowie ein Barock- und ein Biedermeierzimmer zu

sehen. Das Museum stellt auch Sebnitzer Persönlichkeiten

wie den Scherenschnittkünstler Adolf

Tannert vor.

Ganzjährig geöffnet

Hertigswalder Str. 12–14, 01855 Sebnitz

www.staedtische-sammlungen-sebnitz.de

Waldarbeiterstube Hinterhermsdorf

Hinterhermsdorf zählt zu den schönsten Dörfern in

Sachsen. Das liegt vor allem an den aus Holzbohlen

erbauten Umgebindehäusern, die das Ortsbild

prägen. Eines dieser historischen Häuser ist als

Museum öffentlich zugänglich. Die historische Wald -

arbeiterstube gibt Einblick in die Wohnverhältnisse

einer Familie am Ende des 19. und zu Beginn des

20. Jahrhunderts. Verbunden mit diesem Raum ist

eine kleine Ausstellung zur Geschichte des Dorfes.

Und in einem Garten an der Giebelseite des Hauses

sind Pflanzen, Stauden und Sträucher zu sehen, die

einst in den heimatlichen Dorfgärten angebaut

wurden.

Ostern bis Oktober geöffnet

Neudorfstraße 2, 01855 Hinterhermsdorf

www.hinterhermsdorf.de

Stadtmuseum Pirna

Heimatmuseum und Pflanzengarten

Stadt Wehlen

»Heimatkenntnis schafft Heimatliebe« steht über

dem Eingang des Museums der Stadt Wehlen. Diesem

Motto verschrieb sich Erich Mädler (1891–1966),

als er 1946 die Leitung des Museums für viele Jahre

übernahm. Er entwickelte aus der kleinen Heimatstube

oberhalb der Stadt eine echte Bildungsstätte.

Das Museum zeigt neben der Stadtgeschichte einen

von Bergsteiger Hans Thumm (1872–1949)

angelegten Pflanzengarten mit über 600 Pflanzenarten

aus aller Welt. Zum Areal gehört auch

ein gläserner Bienenstock, in dem sich das emsige

Treiben der nützlichen Insekten beobachten lässt.

Mai bis Oktober geöffnet

Lohmener Straße 18, Stadt Wehlen

www.stadt-wehlen.de

Foto: Sachsenfoto, Frank Füssel

Heimatmuseum Dohna

In einem 300 Jahre alten Apothekerhaus am

Marktplatz hat die Stadt Dohna ihr Heimatmuseum

eingerichtet. Die umfangreiche Sammlung gewährt

Einblicke in die spannende Geschichte der

kleinen Stadt im Müglitztal. Erzählt wird von der

Vor- und Frühgeschichte, der einst bedeutenden

Burg und den Dohnaer Burggrafen, vom Alltag der

Ackerbürgerstadt, von ansässigem Handwerk wie

Fleischerei und Strohflechterei, von Dohnaer Künst -

lern und vielem mehr. Auch über die alte Apotheke

gibt das Museum anhand erhaltener Geräte und

Gefäße sowie zwei Apothekerschränken Auskunft.

Ganzjährig geöffnet

Am Markt 2, 01809 Dohna

www.stadt-dohna.de

Waldarbeiterstube Hinterhermsdorf

Foto: Sandro Dittrich

ANZEIGE

Asisis Panorama in Dresden

Barock zum Träumen

Das atemberaubende 360°-Panorama der Stadt

Dresden von Yadegar Asisi entführt Sie im historischen

Dresdner Gasometer – nur zwei S-Bahnstationen

vom Hauptbahnhof entfernt – auf eine Zeitreise

in die wohl berühmteste Epoche Dresdens,

das Zeitalter des Barock. Auf etwa 100 x 30 Metern

erleben Sie im Maßstab 1:1 die Residenzstadt von

August dem Starken. Das einzigartige Riesenrundbild

zum barocken Elbflorenz – entstanden nach den

Werken des Malers canaletto – zeigt neben der

prachtvollen Architektur auch das Stadtleben in

der Zeit. Es präsentiert die Epoche von etwa 1695

bis 1760 in einem künstlerischen Riesenrundbild.

Im Panorama-Kunstwerk atmen zahlreiche Szenen

mit historischen Personen den »Geruch der

Zeit«. Zar Peter I. flaniert mit Gräfin cosel in den

Brühlschen Herrlichkeiten und Johann Sebastian

Bach besucht seinen Sohn Wilhelm Friedemann. Der

Hofnarr Joseph Fröhlich bespaßt die Gesellschaft

mit seinem von Schweinen gezogenen Wagen. Wer

genau hinschaut, entdeckt auch die Ankunft der

berühmten Sixtinischen Madonna im Jahr 1754.

Fast vergessene Alltagsepisoden mit Bomätschern,

Sänftenträgern, Waschfrauen oder Komödianten

machen das Panorama zu einem Erlebnisraum des

Barock in Dresden.

Die Begleitausstellung um das Panorama herum

führt Sie in einem Farbrausch aus Pink, Blau oder

Schwarz-Gold mit zahlreichen Exponaten in das

Thema ein.

Vom 16. Januar bis 08. Mai 2016 wird das Panometer

Dresden das Panorama »DRESDEN 1945«

– ein Rundbild des zerstörten Dresdens nach den

Bombenangriffen im Februar 1945 – präsentieren.

Ab 14.05.2016 ist wieder neun Monate lang das

Panorama DRESDEN im BAROcK zu sehen.

Gasanstaltstraße 8b

01237 Dresden-Reick

Tel. 0341 35 55 340

service@asisi.de

www.asisi.de

Kontakt

Dienstag bis Freitag: 10 – 17 Uhr

Samstag, Sonntag, Feiertage: 10 – 18 Uhr

Montag geschlossen

www.saechsische-schweiz.de KULTUR

Sächsische Schweiz Ihr Urlaubsmagazin 2016 105


SANDSTEINKULTUR

Foto: Jürgen Karpinski, Dresden

Ein Bild von einem Stein

Sandstein ist mehr als ein Baustoff. Sandstein ist Kultur, Geschichte, Identität – zumindest in der einzigen Region

Deutschlands, die ihn sogar im Namen trägt. Seit Jahrhunderten leben die Menschen des Elbsandsteingebirges auf,

mit, in und von dem Millionen Jahre alten Sediment. Sandstein ist das markanteste Merkmal der hiesigen Kulturlandschaft.

Und die vielfältigen hier möglichen Begegnungen mit dem Material gewähren interessante Einblicke.

Heimatstube Reinhardtsdorf-Schöna

Arbeitsplatz eines Hackers in der

Heimatstube Reinhardtsdorf-Schöna

Foto: Dieter Füssel

Foto: Dieter Füssel

Der Elbsandstein: einer wie keiner

Der Elbsandstein ist als Bau- und Werkstoff weit

über die Grenzen Deutschland hinaus bekannt und

wird seit fast eintausend Jahren genutzt. Er ist fest,

verwitterungsbeständig, gut bearbeitbar und hat

günstige bauphysikalische Eigenschaften. So wurde

er schon früh zur Errichtung bedeutender Bauwerke

weit über die Grenzen Sachsens hinaus genutzt:

für das Brandenburger Tor, das Hamburger Rathaus,

das Kopenhagener Schloss und viele weitere.

Der Wiederaufbau der Dresdner Frauenkirche –

zweifellos das bedeutendste Sandsteinbauwerk

unserer Tage – hat ihn wieder ins Rampenlicht gerückt.

Aktuell wird er zum Beispiel für den Wiederaufbau

des Berliner Stadtschlosses verwendet.

Die barocke Pracht Dresdens wäre ohne das

warmgelbe, von verschiedenen mineralischen Anteilen

dezent marmorierte Material undenkbar.

Richtig konstruiert überleben Sandsteinbauwerke

Jahrhunderte schadlos. Damit ist Elbsandstein

den meisten künstlichen Baustoffen überlegen.

Der Elbsandstein war und ist für Baumeister, Architekten

und Bildhauer ein Traum. Gewonnen

wird er heute in Lohmen bei Pirna, in cotta und in

Reinhardtsdorf.

Heimathaus Schöna: ein Steinbrecherleben

Unweit von Reinhardtsdorf, am Elbhang unterhalb

Schönas, erinnert eine Vielzahl aufgelassener Stein -

brüche an die einst rege Steinbrecherei in der Region.

Für viele der hier ansässigen Familien war

die Arbeit des Vaters im Steinbruch Lebensgrundlage.

Es war ein schwerer und gefährlicher Broterwerb,

eher Schicksal als Berufung. Steinbrecher

wurden selten alt.

An die einst kargen Lebensverhältnisse der Einheimischen

erinnert ein liebevoll gestaltetes Dorf -

museum im Ortskern: Das Heimathaus befindet

sich in einem der wenigen noch erhaltenen Umgebindehäuser

des Ortes. In den unteren Räumen ist

ein typischer Haushalt einer Steinbrecherfamilie

vor etwa 100 Jahren zu sehen. Im Obergeschoss

wird die Entwicklung der Steinbrecherei in der

Sächsischen Schweiz erklärt. Ein weiter Raum informiert

über die Elbschifffahrt. Auch das ist ein

prägendes Stück Heimatgeschichte.

www.reinhardtsdorf-schoena.de

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Sächsische Schweiz Ihr Urlaubsmagazin 2016

KULTUR

www.saechsische-schweiz.de


Links: Robert Sterl: Steinbrecher, 1909,

Öl auf Pappe, 14 x 23 cm

Steinbruchführer Andreas Bartsch an einem Wegstein

am Steinbruchpfad

Steinbruchführungen: auf Spurensuche

Auch in und um Stadt Wehlen wurde einst Sandstein

gewonnen. Der Ostrauer Andreas Bartsch

engagiert sich seit Jahrzehnten dafür, dieses faszinierende

Stück Lokalgeschichte museal und für

die Öffentlichkeit zugänglich aufzuarbeiten. Ein

Ausflug mit einem Malzirkel auf das Gelände der

»Alten Steinsäge« bei Zeichen gab 1983 den Anstoß.

Seitdem forschte er zu dem weitgehend unbeleuchteten

Thema, dokumentierte, sicherte und

sammelte die Spuren und Relikte des Abbaus in

der Region. Entlang einer Strecke mit einer besonders

hohen Dichte an lehrreichen Orten zur

Vergangenheit und Gegenwart der Sandsteingewinnung,

setzte er ab 1990 die Idee eines Lehrpfades

um. In unzähligen Stunden wurde von ihm

in ehrenamtlicher Tätigkeit und unterstützt durch

Sponsoren der ursprüngliche Verbindungs- und

Hochwasserpfad mit Exponaten, Wegsteinen und

einer Informationstafel bereichert.

Historische Nachstellung im Hankebruch für den Film »Stromlinien der Geschichte« im Jahr 2004.

Foto: Andreas Bartsch Foto: Andreas Bartsch

Da der Pfad fast vollständig über Privatgrundstücke

und ein Betriebsgelände verläuft, erfolgen Begehungen

auf eigene Gefahr im Rahmen von Führungen.

Diese können bei Andreas Bartsch vorrangig

für Gruppen erfragt werden. Weitere Informationen

dazu und zur Geschichte des Sandsteinabbaus

unter: www.steinbruchfuehrungen.de

Schuttbrücke am ehemaligen Hankesteinbruch

am Steinbruchpfad

Foto: Andreas Bartsch

Foto: Sammlung Andreas Bartsch

Foto: Sammlung Andreas Bartsch

Wer auf den Turm steigt, kann weiter sehen.

Besuchen Sie den Rathmannsdorfer Aussichtsturm: Erleben Sie einen 360° Rundumblick

auf die markantesten Erhebungen des Elbsandsteingebirges, des Böhmischen

Mittelgebirges und des Lausitzer Berglandes. Träumen Sie sich in die Ferne! Der »Gipfel«

der 15 Meter hohen Stahlkonstruktion ist über 82 Stufen zu erreichen. Auch für

Gehbehinderte ist die Aussichtsplattform bequem mit einem Aufzug erreichbar. Die Anfahrt

mit dem PKW empfehlen wir über Altendorf. Es stehen ausreichend kostenlose

Parkplätze zur Verfügung. Geöffnet ist der Turm täglich ab 9.00 Uhr bis zum Einbruch

der Dunkelheit (außer bei Frost, Schnee, Glatteis, starkem Wind und Gewitter).

Eintritt: 1 € pro Person, Behindertenzugang: 1 € pro Person + EURO-WC-Schlüssel

Nehmen Sie neben wunderschönen visuellen Eindrücken auch ein bisschen echte

Rathmannsdorfer Höhenluft mit nach Hause, eingefangen in einer Flasche Original

»HÖLU«. Weitere Infos unter:

www.rathmannsdorf.de

www.saechsische-schweiz.de KULTUR

Sächsische Schweiz Ihr Urlaubsmagazin 2016 107


Foto: Jürgen Karpinski, Dresden

Atelier des Malers Robert Sterl im Museum Robert-Sterl-Haus in Struppen/Naundorf

Robert-Sterl-Haus, Straßenseite

Foto: Herbert Boswank, Dresden

Robert Sterl: die Steinbrecher und der Maler

Auch der bedeutende deutsche Impressionist Robert

Sterl (1867–1932) hat sich intensiv der Sand -

steinbrecherei gewidmet. Neben Landschaften,

beeindruckenden Porträts, Musikerbildnissen und

farbenfrohen Russlandimpressionen hat uns der

Maler zahlreiche Darstellungen dieses schweren Ge -

werbes in der Sächsischen Schweiz hinterlassen.

über dreißig Jahre lang – von 1893 bis in die

1920er Jahre – beschäftigte sich der Künstler intensiv

mit diesem Sujet. Das Museum Robert-Sterl-

Haus im Wohnhaus und Atelier des Künstlers im

Struppener Ortsteil Naundorf zeigt dreizehn Gemälde

mit Steinbruchmotiven. Eine neue Broschüre

widmet sich dem Thema ausführlich.

Neben der Dauerausstellung mit etwa 100 Gemälden

im historischen Ambiente sind auch wechselnde

Sonderschauen zu sehen. Im romantischen

Landschaftsgarten können Museumsgäste verweilen,

Picknicken und die Grabstätte des Künstlers

besuchen. Das Robert-Sterl-Haus liegt nicht

weit vom Bahnhof Stadt Wehlen und vom Elberadweg

entfernt – sowie für Wanderer ideal am beliebten

Malerweg. Es bietet sich als Ausgangsoder

Zielpunkt für Wanderungen zum Rauenstein an.

Das Museum ist von Mai bis Oktober donnerstags

bis sonntags und an Feiertagen von 10 bis

17 Uhr geöffnet. Nach Anmeldung für Gruppen

auch außerhalb dieser Zeiten.

www.robert-sterl-haus.de

Szenisch-musikalische Führung durch

die Bastionen der Festung Sonnenstein

mit Opernsängerin Annette

Jahns beim Skulpturensommer 2015.

Foto: Stadt Pirna

108

Sächsische Schweiz Ihr Urlaubsmagazin 2016

GENUSS

www.saechsische-schweiz.de


Skulpturensommer in Děčín (Tetschen),

Skulpturensommer in Pirna

Pirna: Sandstein voller Leben

Auf vielfältige Weise vom Sandstein geprägt ist

auch die Stadt Pirna. Die Perle am Eingang der

Sächsischen Schweiz würdigt diesen Umstand unter

anderem mit dem jährlich stattfindenden Skulpturensommer.

Anliegen ist es, zeitgenössische hoch -

karätige Plastik wieder in den öffentlichen Raum

zu holen. Die junge Ausstellungsreihe findet auch

2016 wieder in Pirna und deren Partnerstadt Děčín

(Tetschen) statt.

Unter Leitung der Bildhauerin und Kuratorin

christiane Stoebe, die mit Unterstützung der Stadt

Pirna das Projekt aus der Taufe gehoben hat, geht

moderne Kunst eine gelungene Symbiose mit der

langlebigen Tradition des Sandsteins ein.

Von Mai bis September sind die Kunstwerke in

den mystisch anmutenden Bastionen der Festung

Sonnenstein und dem akkurat restaurierten Děčíner

Schlossgarten zu besichtigen. Umrahmt von Veranstaltungshöhepunkten

sowie interkultureller

Begegnungsarbeit zwischen Pirnaer und Děčíner

Jugendlichen zum Thema Sandstein, können Besucher

die Ausstellung individuell oder über eine

geführte Besichtigung erleben.

www.sandstein.pirna.de ❚

Fotos: Stadt Pirna

www.saechsische-schweiz.de GENUSS

Sächsische Schweiz Ihr Urlaubsmagazin 2016 109


Theatermagie

im Nationalpark

FELSENBüHNE RATHEN

Foto: Martin Krok

Die Felsenbühne Rathen, Europas schönstes Naturtheater,

lädt vom 8. Mai bis 11. September 2016 zu Romantik, Abenteuer

und großer Oper. Ab dieser Saison gelten die Eintrittskarten

der Felsenbühne als Fahrausweis im Verkehrsverbund Oberelbe.

Foto: Hagen König

Foto: Hagen König

V.o.n.u.:

Der Freischütz,

Schneeweißchen und Rosenrot,

Winnetou I

Was ist kostbarer als Geld und Gut in

unseren hektischen Tagen? Ruhe

und Zeit. Die suchen und finden

die Besucher alljährlich im Nationalpark

Sächsische Schweiz. Und hier treffen sie

im Sommer 2016 ein kleines Mädchen, das ihnen

dabei hilft. Momo wagt im gleichnamigen Familien-

Tanzstück von Wencke Kriemer de Matos mit ihrer

Stundenblume und der Schildkröte Kassiopeia den

Kampf gegen die grauen Männer von der Zeitsparkasse.

Und ein junges Tanzensemble versprüht dabei

ansteckende Lebensfreude.

Ein mystisches Märchenland betreten die Besucher

in Wolfgang Amadeus Mozarts Oper »Die Zauberflöte«.

Die Königin der Nacht und Priester Sarastro

ringen um die Königstochter Pamina. Prinz

Tamino soll sie befreien und erhält Unterstützung

von Papageno, dem lustigen Vogelfänger. Märchen -

haft ist die Felsenbühne auch am Nachmittag,

zum Beispiel bei »Drei Haselnüsse für Aschenbrödel«

oder »Schneeweißchen und Rosenrot«.

Im Abenteuerstück »Winnetou I« geht es um

Freundschaft zwischen dem Greenhorn Old Shatterhand

und dem Apachenhäuptling Winnetou.

Die Romanvorlage stammt von Karl May, dem bekanntesten

Schriftsteller aus Radebeul. Aus Radebeul

stammt auch das Ensemble der Landesbühne

Sachsen, die seit 1954 die Felsenbühne bespielt.

Gebaut wurde das 1936 eröffnete Naturtheater von

Rathener Bürgern, um den Tourismus anzukurbeln.

Heute kommen jährlich fast 70.000 Kulturliebhaber,

um hier Opern, Märchen, Musicals und Abenteuerstücke

zu sehen.

Besonders eng mit der Felsenbühne verbunden,

ist carl Maria von Webers »Der Freischütz«. Bereits

seit 1956 lockt die romantische Oper Besucherscharen

zur Bühne unterhalb der Rathener Wehltürme.

Weber scheint sie direkt für diese Bühne

komponiert zu haben. Auch carl Orffs »carmina

Burana« ist ein beliebter Klassiker im Repertoire.

Den Kampf um eine schöne junge Frau schildert

das Schauspiel »Der Glöckner von Notre Dame«

nach dem Roman von Victor Hugo. Quasimodo,

gespielt von Tom Pauls, verliebt sich in Esmeralda,

die ungekrönte Zigeunerkönigin. Die nächtliche

Kulisse der Naturbühne entführt die Besucher in

das Paris längst vergangener Zeiten.

Momo rät zu Gelassenheit. Und Besucher sollten

ihren Rat schon bei der Anreise in den Nationalpark

Sächsische Schweiz beherzigen. Der Weg

ist Teil des Erlebnisses – egal ob man ihn per Bahn,

Bus, Dampfer, Rad oder zu Fuß zurücklegt. Man

110

Sächsische Schweiz Ihr Urlaubsmagazin 2016

KULTUR

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Foto: Hagen König

Der Glöckner von Notre Dame

genieße die Berge und Täler, die lautlose Fahrt

mit der Gierseilfähre über die Elbe und wandere

entspannt durch den Kurort Rathen den Amselgrund

entlang hinauf zur Felsenbühne.

Und ist nach der Vorstellung der Applaus verhallt,

pilgern Besucher wie Künstler wieder den

kleinen Wanderweg zur Elbe hinunter und gleiten

mit der Fähre über die Elbe zu ihren Autos oder zur

S-Bahn. übrigens: Ab Sommer 2016 gelten die

Eintrittskarten der Felsenbühne als Fahrausweis

im Verkehrsverbund Oberelbe. Es ist eine Einladung

zur Entschleunigung – ganz in Momos Sinne. ❚

Petra Grubitzsch

Momo

Ein Tanzstück von Wencke Kriemer de Matos für die

ganze Familie nach dem Roman von Michael Ende,

Komposition von Michio Woirgardt (ab 1. Klasse) – UA –

Premiere am 28.05.2016

Felsenbühne Rathen

choreografie: Wencke Kriemer de Matos

Die Zauberflöte

Oper von Wolfgang Amadeus Mozart

für die ganze Familie

Premiere am 11.06.2016

Felsenbühne Rathen

Musikalische Leitung und Inszenierung:

Jan Michael Horstmann

Der Freischütz

Romantische Oper von carl Maria von Weber

Musikalische Leitung: Jan Michael Horstmann,

Hans-Peter Preu, Florian Merz

Inszenierung: Horst O. Kupich

Der Glöckner von Notre Dame

Schauspiel mit Musik nach dem Roman von Victor Hugo

Fassung von Peter Dehler

Inszenierung: Peter Kube

Winnetou I

Von Olaf Hörbe nach Karl May – UA –

Inszenierung: Manuel Schöbel

Schneeweißchen und Rosenrot

Ein Märchen nach den Brüdern Grimm

von Manuel Schöbel

Inszenierung: Steffen Pietsch

Informationen und Tickets

Drei Haselnüsse für Aschenbrödel

Das Musical zum gleichnamigen

tschechisch-deutschen Märchenfilm

Buch von Katrin Lange, Liedtexte von Edith Jeske,

Musik von Thomas Zaufke, Filmmusik von Karel Svoboda

Inszinierung: Manuel Schöbel

Carmina Burana

Lieder aus Benediktbeuern von carl Orff

Musikalische Leitung: Jan Michael Horstmann,

Ekkehard Klemm

Kasse der Landesbühnen Sachsen GmbH

Meißner Str. 152, 01445 Radebeul

Tel. 0351 8954214, Fax 0351 8954213

www.landesbuehnen-sachsen.de

Felsenbühne Rathen

Amselgrund 17, 01824 Kurort Rathen

Tel. +49 35024 777-0

www.felsenbuehne-rathen.de

Dresden

Elbe

Radeberg

Pirna

Felsenbühne

Rathen

Königstein

Bad Gottleuba-

Berggießhübel

Stolpen

Neustadt

Sebnitz

Bad Schandau

CZ

CZ

Děčín (Tetschen)

FELSENBÜHNE RATHEN 2016

Mai

So 8.5. 12:00 Theaterfest im Kurort Rathen

Sa 14.5. 16:00 Winnetou I

So 15.5. 16:00 Winnetou I

Mo 16.5. 16:00 Winnetou I

Sa 21.5. 16:00 Schneeweißchen und Rosenrot

So 22.5. 16:00 Schneeweißchen und Rosenrot

Sa 28.5. 16:00 PREMIERE Momo

So 29.5. 16:00 Momo

Juni

Mi 1.6. 11:00 Momo

Sa 4.6. 16:00 Momo

So 5.6. 16:00 „Felsenkonzert der Musikschule

Sächsische Schweiz“ – Gastspiel

Sa 11.6. 20:00 PREMIERE Die Zauberflöte

So 12.6. 16:00 Die Zauberflöte

Fr 17.6. 20:00 Die Zauberflöte

Sa 18.6. 16:00 Die Hexe Baba Jaga „ Geburt einer

Legende“ – Gastspiel

So 19.6. 16:00 Die Zauberflöte

Di 21.6. 11:00 Gastspiel

Mi 22.6. 11:00 Winnetou I

Do 23.6. 11:00 Winnetou I

Sa 25.6. 14:00 Schneeweißchen und Rosenrot

19:00 Winnetou I

So. 26.6. 16:00 Winnetou I

Di 28.6. 11:00 Winnetou I

16:00 Schneeweißchen und Rosenrot

Mi 29.6. 11:00 Schneeweißchen und Rosenrot

16:00 Winnetou I

Do 30.6. 11:00 Winnetou I

Juli

Fr 1.7. 15:00 Winnetou I

Sa 2.7. 14:00 Schneeweißchen und Rosenrot

19:00 Winnetou I

So 3.7. 16:00 Winnetou I

Do 7.7. 20:00 Der Glöckner von Notre Dame

Fr 8.7. 14:00 Drei Haselnüsse für Aschenbrödel

20:00 Der Glöckner von Notre Dame

Sa 9.7. 14:00 Drei Haselnüsse für Aschenbrödel

20:00 Der Glöckner von Notre Dame

So 10.7. 16:00 Schneeweißchen und Rosenrot

Di 12.7. 11:00 Schneeweißchen und Rosenrot

16:00 Drei Haselnüsse für Aschenbrödel

Mi 13.7. 11:00 Drei Haselnüsse für Aschenbrödel

Do 14.7. 20:00 Der Glöckner von Notre Dame

Fr 15.7. 14:00 Drei Haselnüsse für Aschenbrödel

20:00 Der Glöckner von Notre Dame

Sa 16.7. 14:00 Drei Haselnüsse für Aschenbrödel

20:00 Der Glöckner von Notre Dame

So 17.7. 16:00 Schneeweißchen und Rosenrot

Mi 20.7 15:00 Schneeweißchen und Rosenrot

Do 21.7. 11:00 Schneeweißchen und Rosenrot

Fr 22.7. 20:00 Die Zauberflöte

Sa 23.7. 15:00 Momo

20:00 Die Zauberflöte

So 24.7. 16:00 Momo

Di 26.7. 11:00 Schneeweißchen und Rosenrot

Mi 27.7. 20:00 Die Zauberflöte

Do 28.7. 15:00 Momo

20:00 Die Zauberflöte

Fr 29.7. 20:00 Hamlet - Die Rockoper – Gastspiel

Sa 30.7. 15:00 Momo

20:00 Die Zauberflöte

So 31.7. 16:00 Die Zauberflöte

August

Mi 3.8. 11:00 Der Traumzauberbaum und Mimelitt mit

dem REINHARD LAKOMY-ENSEMBLE –

Gastspiel

Do 4.8. 20:00 Der Freischütz

Fr 5.8. 15:00 Schneeweißchen und Rosenrot

20:00 Der Freischütz

Sa 6.8. 15:00 Sächsischer Bergsteigerchor

„Kurt Schlosser“ – Gastspiel

20:00 Der Freischütz

So 7.8. 16:00 Momo

Di 9.8. 15:00 Schneeweißchen und Rosenrot

Mi 10.8. 11:00 Schneeweißchen und Rosenrot

Fr 12.8. 20:00 Der Freischütz

Sa 13.8. 15:00 Schneeweißchen und Rosenrot

20:00 Der Freischütz

So 14.8. 16:00 Der Freischütz

Mi 17.8. 11:00 Schneeweißchen und Rosenrot

Do 18.8 11:00 Drei Haselnüsse für Aschenbrödel

Fr 19.8 20:00 Der Glöckner von Notre Dame

Sa 20.8. 14:00 Drei Haselnüsse für Aschenbrödel

20:00 Der Glöckner von Notre Dame

So 21.8. 19:00 Zwinger-Trio – Gastspiel

Mi 24.8. 15:00 Drei Haselnüsse für Aschenbrödel

Fr 26.8. 20:00 Der Glöckner von Notre Dame

Sa 27.8. 14:00 Drei Haselnüsse für Aschenbrödel

20:00 Der Glöckner von Notre Dame

So 28.8. 16:00 Drei Haselnüsse für Aschenbrödel

September

Fr 2.9. 19:00 Carmina Burana

Sa 3.9. 17:00 Carmina Burana

So. 4.9. 15:00 Winnetou I

Sa 10.9. 15:00 Winnetou I

So 11.9. 15:00 Schneeweißchen und Rosenrot

Felsenbühne Rathen • Amselgrund • 01824 Kurort Rathen • Tel. 035024 / 77 7-0 • Fax -35 • www.felsenbuehne-rathen.de

Landesbühnen Sachsen GmbH • Meißner Straße 152 • 01445 Radebeul • Tel. 0351 / 89 54 - 214 • www.landesbuehnen-sachsen.de

Änderungen vorbehalten!

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FüNF OHNEGLEIcHEN

china in der Oberlausitz

Barockschloss Rammenau

Längst ist das Barockschloss Rammenau

kein touristischer Geheimtipp mehr. In

seiner komplett bewahrten Einheit aus

repräsentativem Schloss, Meierhof und

Parkanlage gilt es als schönste Landbarockanlage

Sachsens. Nicht nur wegen seiner architektonischen

Qualität, seiner kulturhistorischen Bedeutung und

weil der Freistaat den weitläufigen Baukomplex

seit Jahren schrittweise restauriert. Das engagierte

Personal um Schlossleiterin Ines Eschler verlässt

sich nicht auf die Anziehungskraft der historischen

Bauten und des Schlossmuseums, sondern

schafft unermüdlich neue Besuchsanreize – von

Sonderausstellungen über gastronomische Angebote

bis zu thematischen Führungen, Konzerten

und Kleinkunstveranstaltungen. Mit Events wie

den jährlichen Internationalen Oberlausitzer Leinentagen,

die 2015 bereits zum zwanzigsten Mal

stattfanden, hat sich Rammenau einen Namen

weit über die Region hinaus gemacht.

Trotzdem ist und bleibt das Schloss mit seinen

faszinierenden, vor allem spätbarock und frühklassizistisch

geprägten historischen Salons die

Hauptattraktion des Ensembles. Seit 2015 erstrahlt

hier ein Raum in neuem Glanz, der auf den

ersten Blick gar nicht in den europäischen Kulturkreis

zu passen scheint: Das chinesische Zimmer.

Es stammt bereits aus der ersten Bauperiode des

Schlosses, in der Ernst Ferdinand von Knoch, Kam -

merherr Augusts des Starken, sich in den 1730er-

Jahren den Traum von einem eigenen Landschloss

unweit der Residenz seines Landesherrn erfüllte

und sich dabei finanziell ruinierte. Wollte man damals

als vermögend und weltläufig gelten, kam man

nicht umhin, auch der chinoiserie-Mode, die im

18. Jahrhundert Europa beherrschte, seinen Tribut

zu zollen. Der Ferne Osten galt damals als Inbe-

griff geheimnisvoller Exotik und unermesslicher

Reichtümer; Bauten wie Schloss Pillnitz, das Japanische

Palais in Dresden oder das Moritzburger

Fasanenschlösschen künden von dieser Zeit.

Das Rammenauer chinesische Zimmer, ur sprüng -

lich als Tee-Salon genutzt, besticht durch seine

zau berhafte Atmosphäre. Sein üppiger Decken -

stuck ist an den Randzonen zu den Wänden als

Lambrequin ausgebildet; anstelle von Quasten

hängen kleine Blütenvasen »kopfunter« vom unte -

ren Rand dieser Stuckborte. Eine kostbare Farben-

112

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KULTUR

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Fotos: Barockschloss Rammenau/O.Killig

pracht beherrscht den Raum. über einer dunkelbraunen,

Holz imitierenden Sockelzone sind die

Wände komplett mit bemalten Textilbespannungen

(aus Lausitzer Leinen!) überzogen. Jedes der Felder

zeigt übereinander drei Szenen aus dem Alltag

der fernöstlichen Welt, wie man ihn sich um jene

Zeit vorstellte. Zu erfassen, was hier dargestellt

ist, bereitet Genuss und Vergnügen – man verliert

sich in einem Kosmos exotischer Landschaften und

rätselhafter Szenerien. Interessant ist unter anderem,

dass alle auf den Bildern dargestellten Men -

schen braunes Haar haben; vermutlich wusste der

Maler nichts von der tiefschwarzen Haarfarbe der

Menschen in jener fernen Region.

Die meisten Malereien scheinen Begegnungen

zu zeigen – Begegnungen von Menschen miteinander,

von Flaneuren mit Objekten und Situationen

in der Landschaft, von Opfernden/Betenden

mit den Bildnisstatuen von Gottheiten ... Sicher

kam es dem Künstler insgesamt mehr auf die Stimmung

als auf die Eindeutigkeit und Konkretheit

der Aussage an. So zeigt das Hauptbild über dem

Kaminsims eine Brandopferszene an einem Altar

in freier Natur; auf einem anderen Feld findet sich

ein weißer, kurios schlitzäugiger Elefant mit langen,

schmalen Ohrläppchen; auf wieder einem anderen

fechten zwei Männer am Ufer eines Baches

in einer Felsenlandschaft einen Messerkampf miteinander

aus. Ein Bild ganz oben in der Achse über

dem Kamin war zeitweilig weiß übermalt gewesen

und wurde nun wieder freigelegt. Sein Stil verrät

es als spätere Hinzufügung – vermutlich aus der

Zeit einer Restaurierung im 20. Jahrhundert. Da

es aber thematisch zum Raum passt, bleibt es als

spezifisches Zeitzeugnis erhalten.

Auch die anderen Stilzimmer des Schlosses, darunter

vor allem die Raumfolge in der Beletage im

ersten Stock mit dem Goldenen Zimmer, dem Bulgarischen

Zimmer und dem Pompejanischen Zimmer,

bezaubern durch ihr jeweils ganz eigenes Interieur

und versprechen eine Fülle von Entdeckungen.

Es lohnt sich unbedingt, die Vielfalt von Rammenau

zu erkunden!

Staatliche Schlösser, Burgen und Gärten

Sachsen gGmbH

Barockschloss Rammenau

Am Schloss 4, 01877 Rammenau

Tel. 03594 703559, Fax 03594 705983

rammenau@schloesserland-sachsen.de

www.barockschloss-rammenau.com

Öffnungszeiten Schlossanlage:

April bis Oktober: 10–18 Uhr,

November bis März: 10–16 Uhr, Dienstag Ruhetag

Heiligabend, Silvester sowie Neujahr

bis 05.01.2016 geschlossen

Kontakt

Dresden

Elbe

Schloss

Weesenstein

Radeberg

Pirna

Barockgarten

Großsedlitz

Barockschloss

Rammenau

Burg Stolpen

Festung Königstein

Bad Gottleuba-

Berggießhübel

Neustadt

Sebnitz

Bad Schandau

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CZ

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Sächsische Schweiz Ihr Urlaubsmagazin 2016 113


Foto: Barockgarten Großsedlitz

Foto: Peter Pappritz

Orangen für

den Zwinger

Der Barockgarten Großsedlitz ist nicht nur wegen seiner faszinierend kunstund

abwechslungsreichen Gestaltung, seiner Wasserspiele und seiner Skulpturen

berühmt. Er besitzt auch eine einzigartige Tradition in Bezug auf die

Haltung von Orangen. Seine beiden repräsentativen Orangerien und sein

großer Bestand an Bitterorangen (Pomeranzen) suchen weithin ihresgleichen.

Jedes Jahr ziehen die stets an einem Wochenende im Mai stattfindenden Sächsischen

Zitrustage Liebhaber exotischer Pflanzen nach Großsedlitz, wo Ausstellungen

die große Vielfalt von Zitrussorten präsentieren und man Pflanzen,

Geräte und Literatur zur eigenen Kultivierung der wertvollen Gewächse erwerben

kann. Zurzeit widmet man sich in Großsedlitz zusätzlich einer Aufgabe,

deren Ergebnis in naher Zukunft das Erscheinungsbild des Dresdner Zwingers

verändern wird. Das weltbekannte Bauwerk Pöppelmanns war ursprünglich

eine architektonische Kulisse für höfische Feste; seine zuerst entstandenen

Galerien und Pavillons auf der Wallseite dienten damals als Orangerien. Orangenbäume

galten im Barockzeitalter als Inbegriff kostbar-exotischer Flora;

ihre Haltung war an den europäischen Fürstenhöfen Mode und Statussymbol.

Um einen Teil der einstigen Anmutung des Zwingerhofes wiederherstellen zu

können, lassen die Staatlichen Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen nun im

Barockgarten Großsedlitz 80 aus Italien stammende Bitterorangenbäumchen

kultivieren. Sie stehen Kübeln, die nach historischem Vorbild gestaltet sind;

für ihre aufwendige Pflege sorgt ein Orangeur. Bis 2017 sollen die Bäumchen im

Dresdner Zwinger Platz gefunden haben. Mit finanziellen Spenden verbundene

Patenschaften für jedes einzelne helfen, die hohen Kosten zu decken.

Interessierte Baumpaten werden weiterhin gesucht!

Weesensteiner

Sammlungsschätze

»Sammler sind glückliche Menschen«, soll Goethe gesagt haben. Auch auf

Schloss Weesenstein kannte man die Leidenschaft, interessante und schöne

Dinge zusammenzutragen, zu ordnen und zu präsentieren. Je nach Zeitgeist

und Neigung sammelten die Schlossherren Gegenstände unterschiedlichster

Art: Kunstwerke und Möbel, Jagdutensilien und Reiseandenken, Bücher und

naturhistorisch bedeutsame Objekte. Einige von ihnen sind in der Dauerausstellung

des Schlosses zu sehen, doch viele Sammlungsschätze schlummern

noch in Depots oder werden in Sammlungen außerhalb Weesensteins bewahrt.

Ausgewählte Teile dieser Bestände zu restaurieren, zusammenzuführen und

der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, ist das Ziel von Ausstellungen, die

sich zwischen Frühjahr 2016 und Herbst 2018 dem Thema Sammeln in Adels -

schlössern der Region widmen werden. In der 800-jährigen Weesensteiner

Schlossgeschichte gab es einige bemerkenswerte Sammler – von Vertretern

der Familie von Bünau über Johann Jacob von Uckermann bis zu König

Johann und Prinz Johann Georg von Sachsen. Ihrer Vorstellung gilt eine erste

Schau, die im Frühjahr 2016 eröffnet werden soll; später folgen Präsentationen

zu bestimmten inhaltlichen Schwerpunkten wie dem Festkreis des Jahres.

Die Ausstellungen korrespondieren mit thematisch ähnlich gearteten im

Schloss Děčín in Böhmen, die sich den einst umfangreichen Sammlungen der

Familie von Thun widmen werden. So lassen sich Gemeinsamkeiten, aber

auch regionale Besonderheiten des Sammelns bei Adligen in der Region erkennen.

Es lohnt sich also, öfter einmal in den Schlössern vorbeizuschauen,

denn selbst Kenner der Museen werden immer wieder Neuem begegnen!

Staatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen gGmbH

Barockgarten Großsedlitz

Parkstraße 85, 01809 Heidenau

Tel. 03529 56390, Fax 03529 563999

grosssedlitz@schloesserland-sachsen.de

www.barockgarten-grosssedlitz.de

Öffnungszeiten:

April bis Oktober: täglich 8–18 Uhr

November bis März geschlossen

Kontakt

Staatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen gGmbH

Schloss Weesenstein

Am Schlossberg 1, 01809 Müglitztal

Tel. 035027 6260, Fax 035027 62628

weesenstein@schloesserland-sachsen.de

www.schloss-weesenstein.de

Öffnungszeiten:

April bis Oktober: täglich 10–18 Uhr,

November bis März: Di.–So. 10–16 Uhr

Kontakt

114

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KULTUR

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FüNF OHNEGLEIcHEN

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Fotos: Festung Königstein gGmbH

Foto: Burg Stolpen/Frank Höhler

Mönche auf

dem Königstein

Schon die 2015 eröffnete Dauerausstellung »In lapide regis – Auf dem Stein

des Königs. 800 Jahre Leben auf der Festung Königstein« ist Grund genug, das

spektakuläre Bauwerk wieder einmal zu besuchen. In 33 Räumen des Torhauses

und der Streichwehr beeindruckt die neue Ausstellung mit faszinierenden

Objekten und anschaulich aufbereiteten Informationen zur Geschichte des

Königsteins. Zusätzlich widmet sich 2016 eine Sonderausstellung dem einstigen

Kloster auf dem Tafelberg: 1516 war es von Herzog Georg, einem zeitlebens

strenggläubigen Katholiken, gestiftet worden. Dazu hatte er 12 Mönche

aus dem cölestinerkloster auf dem Berg Oybin, das bereits seit 1369 bestand,

ins Elbsandsteingebirge kommen lassen. Doch der neuen Mönchsgemeinschaft

auf dem Königstein war kein langer Bestand beschieden. Dies lag nicht

nur an den geringen Einkünften des Klosters. 1517 veröffentlichte Martin Luther

seine 95 Thesen gegen Missstände in der katholischen Kirche. Die reformatorischen

Gedanken breiteten sich rasch aus und machten auch vor Klostermauern

nicht halt. Bereits 1523 floh der Prior des Klosters, Johannes Mantel,

nach Wittenberg. Dort studierte er Theologie, wurde Diakon und entwickelte

sich zu einem engagierten Verbreiter der lutherischen Lehre. Nach und nach

verließen auch die anderen Mönche das Königsteiner Kloster, sodass es bereits

1524 wieder aufgelöst wurde. Die Sonderausstellung auf dem Königstein gedenkt

der Gründung des einstigen »Klosters des Lobes der Wunder Mariae«

vor 500 Jahren. Sie ordnet es in die sächsische Klosterlandschaft jener Zeit ein,

erläutert die Besonderheiten des Ordens der cölestiner, erzählt die Geschich -

te des Klosters und schließt mit seiner Auflösung. Nur wenige Relikte künden

heute noch von dem früheren Bauwerk, darunter einige Stufen des zum Klos -

ter führenden »Herzogsweges« und die heute zugemauerte Klosterpforte.

Burg Stolpen lässt

SIE nicht los!

Am Heiligen Abend des Jahres 1716 wurde unter strengster Bewachung eine

der berühmtesten Frauen Sachsens auf die Landesfestung Stolpen gebracht.

Anna constantia von cosel, neun Jahre lang »Gemahlin zur Linken« Augusts

des Starken und Mutter dreier seiner Kinder, hatte die Gunst des Monarchen

verloren und ihm die Rückgabe eines geheimen schriftlichen Eheversprechens

verweigert. Ihre Widersetzlichkeit wurde der Gräfin zum Verhängnis:

49 Jahre lang – bis zu ihrem Tode im Jahr 1765 – musste die Gräfin in strenger

Isolation innerhalb der Festungsmauern verbringen. Dabei hatte sie keinesfalls

jene unmenschlichen Haftbedingungen zu erdulden, denen mancher

Gefangene vor ihr in den kalten und finsteren Kellerverliesen der Burg ausgesetzt

war. Sie bewohnte mehrere Räume des Fürstenhauses und wurde

standesgemäß versorgt. Heute informiert eine Ausstellung auf drei Etagen

im Johannis-(cosel-)Turm über die faszinierende Geschichte ihres Lebens

und über Legenden, die sich im Laufe der Jahrhunderte um ihr Schicksal gebildet

haben. Authentische Porträtgemälde, Brief-Faksimiles, zeitgenössisches

Mo biliar, diverse Andenken-Objekte, Bücher und Filme sowie eine Fülle

von Sachinformationen bringen die Persönlichkeit der Gräfin nahe. Doch

nicht nur ihretwegen lohnt sich ein Besuch der trutzigen Wehranlage auf

dem Stolpener Basaltkegel: Thematische Ausstellungen präsentieren unterschiedliche

Aspekte der achthundertjährigen Historie der Burg, die im Besitz

von Bischöfen, Kurfürsten und Königen gewesen war; Türme bieten weite

Ausblicke ins Stolpener Land und im Kellerlabyrinth kann man sogar dem

Burggeist Basaltus begegnen. Auch das idyllische Städtchen Stolpen direkt

unterhalb der Burg ist einen entspannenden Bummel wert.

Festung Königstein gGmbH

01824 Königstein, Tel. 035021 64607

info@festung-koenigstein.de

www.festung-koenigstein.de

Öffnungszeiten:

April bis Oktober: täglich 9–18 Uhr,

November bis März: täglich 9–17 Uhr

Kontakt

Kontakt

Staatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen gGmbH

Burg Stolpen

Schlossstraße 10, 01833 Stolpen

Tel. 035973 23410, Fax 035973 23419

stolpen@schloesserland-sachsen.de

www.burg-stolpen.org

Öffnungszeiten:

April bis Oktober: täglich 10–18 Uhr

November bis März: Di.–So. 10–16 Uhr (witterungsbedingt)

www.saechsische-schweiz.de KULTUR

Sächsische Schweiz Ihr Urlaubsmagazin 2016 115


Foto: Matthias creutziger

MUSIKFESTIVALS 2016

Singende, klingende Felsenwelt

Hochkarätige Konzertreihen verzaubern im Elbsandsteingebirge mit einer

inspirierenden Komposition aus Musik, Architektur und Landschaft.

24. Festival Sandstein und Musik

Beim Festival »Sandstein und Musik« gehen Landschaft

und Klang eine enge Symbiose ein. Namhafte

Künstler, Ensembles und Orchester sowie junge

Talente treten an den reizvollsten Orten des Elbsandsteingebirges

auf. Kulisse ist der Sandstein der

Region, mal in natura, mal kultiviert in Schlössern,

Burgen und Kirchen. Der Steinbruch in Wehlen,

Schloss Weesenstein, die Burg Stolpen, die Kirchen

in Pirna, Geising, Papstdorf, Königstein oder

Rosenthal sind einige der Aufführungsorte.

Künstler ischer Leiter ist der Trompetenvirtuose

Ludwig Güttler, der mit einem Konzert im April 1992

den Grundstein für das inzwischen überregional

anerkannte Festival legte. Im Jahr 2016 feiert es

seine 24. Auflage. Die künstlerische Bandbreite

der Reihe ist über die Jahre beständig gewachsen.

Längst steht nicht mehr nur Klassik, sondern auch

Jazz, chanson und Literatur auf dem Programm.

Das Motto der Spielsaison 2016 lautet »Klingende

Elbe – von Böhmen nach Hamburg«. Das Eröffnungskonzert

mit Ludwig Güttler findet am 2. April

in der Kirche St. Marien in Pirna statt.

2. April bis 11. Dezember 2016

www.sandstein-musik.de

25. Festival Mitte Europa

Grenzenlosen Kulturgenuss verspricht das »Festival

Mitte Europa«. Seit einem Vierteljahrhundert verbindet

es benachbarte Regionen und Menschen,

die einst über Jahrzehnte voneinander getrennt

waren: Sachsen, Bayern und Böhmen. Der Kulturraum

umfasst mehr als 60 Veranstaltungsorte entlang

der deutsch-tschechischen Grenze, von der

Oberpfalz, Oberfranken und Westböhmen, über das

Vogtland, das Erzgebirge bis in den Dresdner Raum,

die Sächsische Schweiz und nach Nordböhmen.

Sieben Wochen lang kommen hier Musiker, Tänzer,

bildende Künstler und Ensembles zusammen, um

gemeinsam ein hochkarätiges Festivalprogramm

in gotische und barocke Kirchen, mittelalterliche

Klöster, Schlösser, Burgen und viele weitere reizvolle

Orte zu bringen. Für die Besucher ergeben

sich spannende Begegnungen mit den verschiedenen

Kulturlandschaften der Regionen. Zu erleben

sind neben klassischer Musik, Jazz, Klezmer und

Folklore auch literarisch-musikalische Programme,

Ausstellungen sowie Meisterklassen und Symposien.

19. Juni bis 7. August 2016

www.festival-mitte-europa.com

3. Wagneriade Graupa

Auch Richard Wagner schätzte die Sächsische

Schweiz als Ort der Inspiration. Von Mitte Mai bis

Ende Juli 1846 »atmete« er in Graupa »als Mensch

und Künstler auf«, wie er dem befreundeten Schrift -

steller Karl Gaillard nach Berlin schrieb. Offenbar

fand Wagner hier alles, was er benötigte, um inner -

lich zur Ruhe zu kommen und sich für sein musika li -

sches Schaffen beflügeln zu lassen. In kurzer Zeit

schrieb er den gesamten Kompositionsentwurf für

die romantische Oper Lohengrin in Graupa nieder.

Seine temporäre Wohnstätte war ein Gutshaus,

das sich heute als Lohengrinhaus diesem Werk mit

einer Ausstellung widmet. über weitere seiner

Opernwerke sowie die Schaffensperiode Wagners

in Sachsen informiert eine weitere Ausstellung im

benachbarten Jagdschloss Graupa. Informativ und

audiovisuell setzt sie ihm ein museales Denkmal.

Ein Höhepunkt im Veranstaltungsjahr des Schlosses

ist seit 2014 das Musikfestival »Wagneriade«.

Konzerte, Vorträge, Filme und Angebote für Kinder

bieten einen gänzlich neuen Zugang zu dem

Komponisten.

20. bis 29. Mai 2016

www.wagnerstaetten.de

116

Sächsische Schweiz Ihr Urlaubsmagazin 2016

KULTUR

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7. Internationale Schostakowitsch Tage

Gohrisch

»Die Gegend ist unerhört schön. […] Die schöpferischen

Arbeitsbedingungen haben sich gelohnt:

Ich habe dort mein 8. Streichquartett komponiert.«

Diese Zeilen schreibt Dmitri Schostakowitsch (1906–

1975) im Juli 1960 an seinen Freund Isaak Glikman

nach seiner Rückkehr aus Gohrisch in der

Sächsischen Schweiz. Das sehr persönlich gehaltene

Streichquartett Nr. 8 c-Moll op. 110 wird eines

seiner meistgespielten Werke. Und es bleibt das

einzige, das der russische Komponist außerhalb der

Sowjetunion komponierte. Um Schostakowitschs

Aufenthalt im Kurort Gohrisch zu würdigen, richtet

der Verein »Schostakowitsch in Gohrisch« zusammen

mit Partnern und den Einwohnern des Kurortes

seit 2010 die »Internationalen Schostakowitsch

Tage Gohrisch« aus. Es ist das einzige regelmäßige

Schostakowitsch-Festival weltweit und führt jährlich

international renommierte Künstler in den

beschaulichen Ort. Mit der Sächsischen Staatskapelle

Dresden steht den Initiatoren von Anfang an

eines der führenden Orchester der Welt zur Seite.

24. bis 26. Juni 2016

www.schostakowitsch-tage.de

21. Internationaler Bad Schandauer

Orgel- und Musiksommer

Der Internationale Bad Schandauer Orgel- und

Musiksommer ist ein Fixpunkt im Kulturkalender

des ältesten Kurortes der Sächsischen Schweiz.

Von Mai bis September erklingen freitagabends

insgesamt 17 Konzerte in der über 300 Jahre alten

St. Johanniskirche mit ihrem wertvollem Renaissance-Altar

aus Sandstein. Mit dem renommierten

Bläserquintett Musica per cinque aus Prag, dem

jungen Ebonit-Saxophon-Quartett aus Amsterdam

und einem Akkordeon-Duo aus der Ukraine kommt

auch in diesem Jahr wieder internationales Flair in

Ludwig Güttler bei Sandstein und Musik

den Kurort an der Elbe. Das klangreiche Programm

umfasst zudem Auftritte eines Jugendorchesters,

vierhändige Klavierabende, Kammermusik und

Orgelkonzerte namenhafter Künstler wie Matthias

Eisenberg und Holger Gehring. Mit dem Ensemble

Thios Omilos aus Leipzig, das 2002 von Mitgliedern

des Thomanerchores gegründet wurde, findet der

Musiksommer mit feinstem A-cappella-Gesang seinen

Höhepunkt.

13. Mai bis 23. September 2016

www.schandau.hiller-musik.de

Foto: Sandstein und Musik

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Sächsische Schweiz Ihr Urlaubsmagazin 2016 117


Das Jubiläum ist ein schöner Anlass, die Werke eines

der größten Meister des deutschen Barock zu besuchen –

in Dresden und in der Sächsischen Schweiz.

DRESDEN

Foto: Frank Exß

350 Jahre George Bähr

Zwischen Elbsandsteinen zu flanieren

ist wunderschön – in der Sächsischen

Schweiz sowieso, aber auch in Dresden.

Zu akkuraten Quadern geschnitten, zu

üppigen Putten gemeißelt, zu prächtigen Bauten

zusammengesetzt, bewährt sich der Sandstein hier

seit Jahrhunderten als Speichermedium für sächsisches

Kulturerbe (siehe auch Artikel »Ein Bild von

einem Stein«, S. 106 ff.).

Auch das Wahrzeichen der sächsischen Hauptstadt

besteht aus Sandstein: die Frauenkirche.

Der 1734 geweihte Bau ist das Hauptwerk des barocken

Architekten George Bähr (1666–1738),

dessen Ge burtstag sich 2016 zum 350. Mal jährt.

Silhouette und Stadtbild sind heute ohne die

charakteristische Kuppel kaum mehr vorstellbar.

Dabei ist es erst zehn Jahre her, dass der Wiederaufbau

des Gottes hauses abgeschlossen wurde.

Zuvor mahnte der nach der Bombardierung im

Zweiten Weltkrieg eingestürzte Kirchenbau über

Jahrzehnte als dunkle Ruine.

Längst hatte die Natur begonnen, sich den

Trümmerberg aus mehreren Zehntausend Tonnen

Foto: Bernd Grundmann Foto: © digi_dresden – Fotolia.de

Marienkirche in Königstein

Hohnsteiner Stadtkirche

Sandstein zurückzuerobern, als die Wende kam und

damit die chance, den Traum vom Wiederaufbau

Wirklichkeit werden zu lassen. über 100.000 Spen -

der aus der ganzen Welt haben das Projekt ermöglicht.

Die Frauenkirche wurde so zu einem Symbol

für Frieden, Freundschaft, Versöhnung, Zivilcourage

und Solidarität. Seitdem sprüht Bährs Meisterstück

wieder vor Leben – mit Gottesdiensten, Konzerten,

Vorträgen, Führungen und mehr.

Auch in der Sächsischen Schweiz hat George

Bähr Spuren hinterlassen. Die Hohnsteiner Stadtkirche

entstand zwischen 1724 und 1728. Zuvor

hatte Bähr gemeinsam mit den Dresdner Baumeistern

Fehre und Dünnebier den Bau der Königsteiner

Marienkirche geleitet, die im Innern nach

einem Brand später jedoch klassizistisch neu gestaltet

wurde. Diese und zahlreiche weitere Gotteshäuser

in Sachsen und darüber hinaus, erinnern

an den Genius des protestantischen Kirchenbaus,

der in der Krypta der Frauenkirche seine letzte Ruhestätte

gefunden hat. ❚

www.frauenkirche-dresden.de

118

Sächsische Schweiz Ihr Urlaubsmagazin 2016

NAcHBARN

www.saechsische-schweiz.de


Abwechslungsreiche Wege durch herrliche Mischwälder,

wundervolle Ausblicke, eine vorzügliche

tschechische Mahlzeit und eine bequeme An- und

Abreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln – und

das alles fernab der touristischen Hauptrouten:

So sieht ein gelungener Wandertag ins Böhmische

Nachbarland aus.

WANDERTIPP BÖHMIScHE ScHWEIZ

Fotos: TVSSW, Ina Kische

Vergessenes Eiland

Die Tour startet am Dorfplatz in Hellendorf, einem Ortsteil von

Bad Gottleuba-Berggießhübel. Bis zum Etappenziel Ostrov (Eiland)

folgt man der Markierung »grüner Strich«. Ab Ortsrand

Hellendorf führt ein bequemer Forstweg durch üppigen Wald,

über die Staatsgrenze zur Tschechischen Republik nach Rájec (Raiza).

Ab hier verläuft der Wanderweg auf der Grenze bis zum Abzweig nach

Ostrov, einer einst begehrten Sommerfrische, die nach Kriegsende in einen

Dornröschenschlaf fiel. Heute ist es ein beliebtes Klettergebiet. Und auch die

touristische Infrastruktur entwickelt sich seit 1990 wieder. Zur Wanderrast

lädt das Hotel Ostrov mit guter tschechischer Küche.

So gestärkt geht es zur Grenzplatte hinauf. Ein steiler Weg verläuft entlang

der Staatsgrenze. Es gibt aber auch eine bequeme Alternative. Das Aussichtsplateau

in einer Höhe von 524 Metern belohnt mit einem herrlichen

Blick über die Felslandschaft bis zum Hohen Schneeberg.

Ab der Grenzplatte folgt man der Markierung »gelber Strich« auf bequemen

Waldwegen. Es lohnt ein kurzer Abstecher zum idyllischen Moorteich mit Torfmoosen

und Wollgräsern.

Der Mehlsteig führt dann zu einem Aufstieg über Eisenleitern zum Gipfel

des Zeisigsteins (551 Meter). Hier blickt man über Baumwipfel hinweg bis

weit ins Böhmische. Der Rückweg nach Hellendorf ist nun nicht mehr weit.

Die Rundtour ist etwa 17 Kilometer lang. Bequeme Schuhe und Trittsicherheit

sind erforderlich. Ausweisdokument nicht vergessen. Im Hotel Ostrov

spricht man auch deutsch. Bezahlung ist in Tschechi schen Kronen und Euro

möglich. Die Buslinie 218 der Oberelbischen Verkehrsgesellschaft (OVPS) bedient

die Haltestelle in Hellendorf. Alternativ kann man vor Ostrov zum bekannten

Felsenlabyrinth Tyssaer Wände abzweigen oder ab der Grenzplatte

Richtung Ottomühle wandern. Auch hier gibt es Busverbindungen der OVPS. ❚

Ina Kische

www.saechsische-schweiz.de NAcHBARN

Sächsische Schweiz Ihr Urlaubsmagazin 2016 119


SANFTE MOBILITÄT

Ohne Auto unterwegs

Die Sächsische Schweiz ist gut mit

öffent lichen Verkehrsmitteln erschlossen.

So können Besucher das Auto stehen lassen

und sich schnell und stressfrei fortbewegen.

Es lohnt sich, die Angebote zu testen.

Die Verkehrsbetriebe in der Sächsischen Schweiz kooperieren innerhalb

des Verkehrsverbundes Oberelbe (VVO). Das bedeutet:

Ob S-Bahn, Regionalzug, Straßenbahn, Bus oder die meisten Elb -

fähren – ein Ticket gilt für alle Nahverkehrsmittel.

Hauptverkehrsader ist die S-Bahn-Linie S1. Sie verbindet das Elbsandsteingebirge

mit der Landeshauptstadt Dresden und Meißen und umgekehrt.

Zwischen Pirna und Schöna folgen die Schienen dem Lauf der Elbe. So bieten

sich den Fahrgästen immer wieder eindrucksvolle Ausblicke auf die bizarre

Felsenwelt am anderen Ufer des Flusses, während sie malerische Ortschaften

wie Wehlen, Rathen oder Königstein passieren.

Innerhalb der Sächsischen Schweiz gelangen Wanderer auch mit verschiedenen

Buslinien der OVPS zum Ausgangspunkt ihrer Tour. Von Pirna, Königstein,

Bad Schandau und Seb nitz aus fahren die Wanderbuslinien zum VVO-Tarif

touristische Ziele in der Region an. Das komfortable Angebot der Fahrrad-

120

Sächsische Schweiz Ihr Urlaubsmagazin 2016

MOBILITÄT

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Fotos: Lars Neumann

BUSSE bringt Radfahrer und Fahrräder zu den Startpunkten abwechslungsreicher

Touren. Bei reizvollen Abfahrten öffnen sich dann ganz neue Sichten

auf einzigartige Felsformationen.

In Bad Schandau besteht Anschluss zur Nationalparkbahn U28, eine Bahnverbindung

von Rumburk (Rumburg) über Bad Schandau und Sebnitz nach

Děčín (Tetschen). Täglich, auch an Wochenenden und Feiertagen, verbinden

acht Züge die Sächsische und die Böhmische Schweiz und verbessern so die

Mobilität im Elbsandsteingebirge. Auch auf dieser Linie gilt im Gebiet des

Verkehrsverbundes Oberelbe der VVO-Tarif.

Für Fahrten mit der Nationalparkbahn U28 zwischen Deutschland und Tschechien

gilt der Regiotarif Schluckenau-Elbe. Für Tagesausflüge und längere

Strecken lohnt sich das Elbe-Labe-Ticket, mit dem Fahrgäste auf verschiedenen

Bus- und Bahnverbindungen im VVO und im Ústecký kraj (Bezirk Ústí)

grenzenlos mobil sind. ❚ VVO

Fahrplan und Tarif

Eine übersicht aktueller Mobilitätsangebote in der Region

bieten die Broschüre »Touristische Fahrpläne 2016 – Sächsisch-Böhmische

Schweiz« und das Faltblatt »Böhmen, Elbe-Labe-Ticket« die in den

Touristinformationen und in allen Servicezentren der Verkehrsunternehmen

sowie online beim VVO erhältlich sind.

Mehr Informationen zu Fahrplan und Tarif:

www.ovps.de, Tel. +49 3501 792160

www.vvo-online.de oder Tel. +49 351 852 65-55;

Auskunft für unterwegs: www.vvo-mobil.de

www.saechsische-schweiz.de MOBILITÄT

Sächsische Schweiz Ihr Urlaubsmagazin 2016 121


Tipps aus der Region

01 02

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01 Michael Geisler · Landrat

Die Natur und Landschaft in der Sächsischen Schweiz bieten so

vieles: faszinierende Ausblicke, bizarre Felsen, Stille oder sport -

liche Herausforderung – aber vor allem Erholung und Vielseitigkeit.

Und auch der ortskundige Wanderer wird immer wieder

Neues für sich entdecken. Mit vielen unterschiedlichen Freizeitmöglichkeiten

und Tourenangeboten für Groß und Klein, für

Sportbegeisterte und Wander- oder Zweiradfans wird ein Besuch

in dieser wunderschönen Region zu einem unvergesslichen

Erlebnis.

02 Thomas Kunack · Bad Schandau

Die zerklüfteten Türme der Schrammsteine im Nationalpark

»Hintere Sächsische Schweiz« gehören zu den prägnantesten

Bildern des Elbsandsteingebirges und erheben sich direkt über

den Dächern Bad Schandaus. Die Tour zur grandiosen Schrammsteinaussicht

führt über, für unser Gebirge typische, Auf- und

Abstiege, über schmale Felsgrate und zu herrlichen Felsplateaus.

Kultur und Natur werden auf besondere Art und Weise

verbunden, wenn Sie die ersten 50 Höhenmeter mit dem Historischen

Personenaufzug von Bad Schandau bequem und etwas

außergewöhnlich überwinden. Auf dieser Wegstrecke bieten sich

das Luchsgehege und die »Sendig Villen« im Ortsteil Ostrau zur

Besichtigung an. Um mehr über die am Wegesrand entdeckten

Pflanzen der Sächsischen Schweiz zu erfahren, empfehle ich Ihnen

im Anschluss an die Wanderung einen Besuch des Botanischen

Gartens in Bad Schandau. Er befindet sich am Steilhang oberhalb

der Kirnitzsch und zeigt auf 4.100 qm charakterpflanzen

und botanische Besonderheiten.

04 Heiko Eggert · Gohrisch

Unsere Heimat ist ein Paradies für alle, insbesondere für die,

die noch gut zu Fuß sind. Mein Wandervorschlag: Start in Gohrisch

Höhe Gemeindeverwaltung über die Pladererbergstraße

zur Schönen Aussicht, von der man einen phantastischen Blick

auf das zu Füßen liegende Königstein hat. Im Mittelpunkt majestätisch

meine Taufkirche. Alles überragend »Regis lapis« die

Festung Königstein. Der Heidepromenade folgend bis nach

Pfaffendorf, den Pfaffenstein umwandern. Wer Lust hat kann

natürlich die Abkürzung über den Pfaffenstein nehmen. Den

oberen Kohlweg bis zum Todweg. Von dort zum Königsteiner

Steig, Richtung cunnersdorf. Dem Kirchsteig folgend nach

Papst dorf durch den Ort bis zum Alten Schulweg. Auf dem Alter

Schulweg zum Rapsdörfel, Schrammsteinblick, Tiergehege, an

der Krähenpfütze vorbei bis nach Kleinhennersdorf.Von hier

Richtung Festplatz. Hier beginnt der Königsteiner Steig der in

unmittelbarer Nähe des Gohrischer Friedhofs endet.Was zu

Irritationen führt ist der Umstand, dass der Rietschgrund versetzt

zu überqueren ist. Viel Spaß bei diesem Rundgang.

05 Daniel Brade · Hohnstein

Unsere Polenztal-Brand-Tour ist ein »MUSS« für Hohnsteiner

Gäste. Schluchten, Täler, Gründe – Romantik pur. Ausgangspunkt

ist der Parkplatz Eiche an der Rathausstraße. Zu Fuß geht

es weiter bis zum Rathaus, danach links hinunter Richtung Bärengarten,

Schindergraben, zusätzlich ein Abstecher durch die

Wolfsschlucht hinauf zum Hockstein und wieder zurück. An der

Polenz entlang zur Waltersdorfer Mühle, hinauf über den Schulzen -

grund zur Brand-Baude, dem »Balkon der Sächsischen Schweiz« –

welch ein Panorama. Der Rückweg ist variabel. Ich bevorzuge

den Malerweg mit einem Exkurs in die Gautschgrotte.

07 Jörg Mildner · Lohmen

Das Schloß Lohmen liegt ca. 20 m über der Wesenitz. Vom Altan

blickt man auf die Mühlsdorfer Sandsteinbrücke und ins wildromantische

Wesenitztal oder besichtigt im Rittersaal eine Ausstellung.

❙ Von der Gaststätte Erbgericht läuft man über die

Dorf- und Daubaer Straße bis zum Abstieg ins kühle Wesenitztal.

In der Daubemühle sind heute ein Wasserkraftwerk und eine

Einkehrmöglichkeit am Malerweg. ❙ Der Weg führt weiter zur

Lochmühle. In unmittelbarer Nähe thront das im Jahre 1933 errichtete

12,5 m hohe bronzene und weltgrößte Richard-Wagner-

Denkmal mit einmaligem Hörgenuss. ❙ Direkt vor dem Denkmal

befindet sich ein Soundmast, der die Ouvertüre aus Wagners Oper

»Lohengrin« spielt.

08 Peter Mühle · Neustadt in Sa.

Wandern Sie gern? Dann sollte eines Ihrer nächsten Ziele Neustadt

sein. Rund um unsere Stadt gibt es ein sehr gutes ausgebautes

Wanderwegenetz. Neben bequemen Wegen, wie unseren

Naturlehrpfad zum Götzinger, können Sie auf anspruchsvollen

Touren unsere schöne Natur genießen und sich dabei erholen.

Ein Ziel sollte unbedingt der sagenumwobene Hohwald sein. Also,

warum in die Ferne schweifen, packen Sie Ihre Wanderschuhe

ein und besuchen Sie uns. Sie sind herzlich willkommen, alles

Gute liegt nah!

09 Klaus-Peter Hanke · Pirna

Für begeisterte Wanderer ist die Stadt Pirna mit dem Malerweg

idealer Start- und Endpunkt zugleich. Nach wunderbarem Naturgenuss

entlang der wunderschönen Aussichten der Sächsischen

Schweiz bietet Pirnas historische Altstadt ein großes kulturelles

und gastronomisches Angebot – gewissermaßen als

I-Tüpfelchen für eine kultivierte Regenerierung der beanspruchten

Wadenmuskulatur.

03 Jens-Ole Timmermann · Dürrröhrsdorf-Dittersbach

Ich empfehle eine Tour zwischen den Mühlen des Gemeindegebietes.

Wir starten in Dittersbach, besuchen kurz das Lieblingstal,

den Schlosspark und hören die Klänge der Silbermannorgel in

der Dittersbacher Kirche. Die Wasserkraftanlage an der Hauptstraße

ist unsere erste Mühlenstation. Wir folgen der Wesenitz

durch die wunderschöne Wesenitzklamm und erreichen den alten

Steinbruch. Am Ende des Tales sehen wir das imposante Bauwerk

der Elbersdorfer Mühle mit Turbinenhaus und riesiger Fischtreppe.

Wir überqueren die Wesenitz und rasten in der »Schöpfbank«.

Weiter geht’s nach Porschendorf zur gleichnamigen

Mühle. Auch hier treibt die Wesenitz eine Turbine an. Gemütliche

Ferienwohnungen laden zum übernachten ein.

06 Tobias Kummer · Königstein

Meine Wanderung startet am Reißiger Platz in unserem schönen

Königstein und führt an der malerischen Stadtkirche vorbei

zum Latzweg. Der berühmte Malerweg verläuft von dort aus mit

landschaftlich einzigartigen Ausblicken über viele Stufen bergauf

und lädt mit idyllischen Plätzen zum Verweilen ein. Schon

bald erreichen wir den Fuß der berühmten Festung Königstein.

Ein Besuch der gigantischen Wehranlage ist selbstverständlich

»ein Muss« und hält für »Groß & Klein« ein Abenteuer bereit. ❙

Der Malerweg bringt uns, am Gasthaus »Neue Schänke« vorbei,

weiter nach Thürmsdorf. Vom Schloss Thürmsdorf gehen wir ein

paar hundert Meter über herrliche Streuobstwiesen zum Biedermannschen

Mausoleum. Hier entsteht die erste Wanderkapelle

am Malerweg. ❙ Zurück über das Schloss geht es nun die schmale

Phenaberg-Straße steil bergab zur Elbe und somit zurück nach

Königstein, wo die Innenstadt mit gemütlichen cafe's und Restaurants

zum Verweilen einlädt.

10 Olaf Ehrlich · Reinhardtsdorf-Schöna

Auch mit dem Kinderwagen ist es möglich, unser schönes Wandergebiet

zu erschließen: Ein Rundgang führt Sie in Schöna in

Richtung »Zirkelstein«. Diesen lassen Sie links liegen und laufen

entlang des Waldrandes. Sie folgen der gelben Markierung zum

»Reuterhof«. Von dort erreichen Sie über den Marktweg wieder

Schöna. Eine andere Kinderwagenroute beginnt am Parkplatz vor

der Gemeindeverwaltung in Reinhardtsdorf. Von hier aus wandern

Sie in Richtung Sportplatz hinauf auf den Wolfsberg. Folgen

Sie dem roten Punkt über den Salzleckenweg zum Schlosserhübelweg.

Nun entscheiden Sie, ob Sie wieder zurück nach Reinhardtsdorf

oder in Richtung Zschirnsteine weiter laufen. Wir

freuen uns auf Sie.

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LANDRAT UND BüRGERMEISTER

08 09 10 11 12 13 14 15 16

11 Moritz Gebhard · Rosenthal-Bielatal

Mit dem Bus aus Rosenthal zum Schneeberger Kreuz führt der

Wanderweg mit dem roten Punkt zunächst bis an die tschechische

Grenze und zurück durch den schönen Dürrebielegrund.

Nach Erfrischung im Nymphenbad geht es weiter nach dem roten

Punkt bald rechts über den Lattenweg an beeindruckenden

Felsen, Schwedenhöhle und Eisloch vorbei in Richtung Ottomühle.

Nach Einkehr leitet ab dem Mühlweg der Gelbe Punkt

über Kanzelsteinaussicht, Herkulessäulen, Felsengasse, Bielablick

(Kaiser-Wilhelm-Feste) mit herrlichen Panoramablicken

und spannenden Wegen durch Wald und Fels. In der Schweizermühle

startet der Bus für die Rückfahrt.

13 Uwe Steglich · Stolpen

Eine Wanderung durch das Stolpner Land

Nach dem Besuch der Burg Stolpen empfehle ich eine aussichtsreiche

Tour rund um Stolpen. Von der Bushaltestelle Schützenhausstraße

führt der Weg zunächst an Kleingartenanlagen vorbei,

weiter am markierten Weg mit vielen tollen Aussichten auf

die Burg und Stadt Stolpen. Bald erreicht man das romantische

Tal der Wesenitz, an der es einstmals zahlreiche Mühlen gab. An

der Buschmühle führt unser Weg nach rechts und hinauf zum

Waldhaus. Schon bald eröffnet sich ein weites Panorama mit

Blick auf Stolpen, den Dečiner Schneeberg und das Erzgebirgsvorland,

bevor man nach Stolpen zurück gelangt.

15 Dr. Rainer Schuhmann · Struppen

Ich empfehle Ihnen eine Wanderung auf dem Malerweg über

den Panoramaweg nach Obervogelgesang. Sie starten in Kurort

Rathen zum Fels Rauenstein, hier genießen Sie den Blick in die

Sächsischen Schweiz. über den Kammweg erreichen Sie Naundorf.

Ein Besuch des Robert-Sterl-Hauses ist hier unbedingt

einzuplanen. An der Straße »Am Steinhübel« beginnt der »Panoramaweg«,

der auf einer Hochebene nach Struppen führt. Auf

dem »Grünen Punkt« an der Steinbank entlang haben Sie eine

tolle Aussicht in Richtung Osterzgebirge und Dresden. Sie verlassen

am Waldrand den »Grünen Punkt« und gehen in Richtung

Königsnase (Malerweg).

12 Mike Ruckh · Sebnitz

Die schönste Wanderung beginnt für mich im idyllischen Hinterhermsdorf.

❙ Man startet über das Neudorf hinunter zum Talweg

entlang der Kirnitzsch. Der Grenze folgend, erreicht man

die historische Bootsstation Obere Schleuse. Selbst im Sommer

ist es hier angenehm kühl. Da angekommen, erwartet Sie eine

Kahnfahrt durch die Klamm bis zur Staumauer mit allerlei Geschichten

zum Staunen und Schmunzeln. Danach geht es zu Fuß

weiter, eine 20 m lange, recht schmale Stiege in einer Felsspalte

zum Hermannseck hinauf mit Blick hinunter in die Kirnitzsch -

klamm. Zurück im Ort ist anschließend ein Besuch der historischen

Waldarbeiterstube empfehlenswert.

14 Klaus Tittel · Stadt Wehlen

Unsere Wandertour auf anspruchsvollen Bergsteigen & einsamen

Naturpfaden ist in jeder Hinsicht – geologisch, botanisch oder

historisch – interessant. Begleitend durch einen Nationalparkführer

beginnen wir an den WEISSEN BRücHEN, gehen durch

den GRIESGRUND zum STEINERNEN TIScH. Von da aus laufen wir

zum VOGELHERD & kommen über das TREPPcHEN hinab in den

ZScHERREGRUND. Früher eine beliebte Route bei den Steinbrechern.

Durch den märchenhaften TEUFELSGRUND steigen wir

hinter der HERINGSHÖHLE hinauf zur BUScHHOLZSTRASSE. Vorbei

am alpinen PFLANZENGARTEN & HEIMATMUSEUM gelangen

wir wieder ins Wehlstädtchen.

16 Thomas Mutze · Bad Gottleuba-Berggießhübel

Wandern Sie vom Markt in Bad Gottleuba entlang der Badstraße

und dem Dürrenberg zur Hohen Straße, wo sich Ihnen ein atemberaubender

»Panoramablick«, so der Name des Aussichtspunk -

tes, auf Bad Gottleuba mit dem Ensemble des Gesundheitsparkes

bietet. ❙ Nach überqueren der Straße folgen Sie nun der Beschilderung

zum Naturwassertretbecken, das sich etwa 200 m

tief im Wald befindet. Das Gesundheitsangebot genutzt und erfrischt

geht es auf dem Wanderweg Richtung Berggießhübel

vorbei an einem Feld- bzw. Wiesenstück Richtung Panoramahöhe

Bismarckturm Berggießhübel. Die 100 Innentreppen erklommen,

werden Sie mit einem Rundblick vom Osterzgebirge bis hin zur

Sächsischen Schweiz belohnt.

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»Der Wanderer über dem Nebelmeer« (c.D.Friedrich, 1818), bpk/Hamburger Kunsthalle/Foto: Elke Walford

Fotos: © andersphoto –

Fotolia.com, TVSSW

Gewinnspiel

caspar David

Friedrich

Einsendeschluss

15.09.2016

caspar David Friedrich, einer der berühmtesten deutschen Romantiker, hat

verschiedene Motive aus der Sächsischen Schweiz zusammengefügt und so

eines seiner bekanntesten Werke »Der Wanderer über dem Nebelmeer« erschaffen.

Hier in der Sächsischen Schweiz gibt es den Malerweg, der als 112 km

lange Wandertour auf den Spuren der Künstler der Romantik führt und genau

an jenen Standpunkten vorbei führt, die vor über 200 Jahren Selbige inspiriert

haben. Dieser Malerweg feiert 2016 sein 10-jähriges Jubiläum. Deshalb möchten

wir folgenden Aufruf an alle kreativen Fotografen und Künstler starten:

Haben Sie sich auch schon einmal gefragt wie das Bild der »Wanderer über

dem Nebelmeer« von der anderen Seite aussehen könnte – sozusagen von

vorn?

Wer möchte, kann seiner Phantasie freien Lauf lassen und ein Bild malen,

fotografieren oder mit anderen Techniken erstellen. Lassen Sie sich vom Entstehungsort

des Originals in der Sächsischen Schweiz inspirieren und im romantischen

oder modernen Stil kreativ werden. Wir freuen uns schon sehr auf

Ihre Einsendungen.

Um an dem Gewinnspiel teilzunehmen, senden Sie uns bitte ein Foto

Ihres Werkes in der Auflösung 300 dpi und mindestens 150 mm Breite an

aktion@saechsische-schweiz.de mit dem Stichwort »caspar David Friedrich«

oder per Post auf einem Speichermedium an: Tourismusverband Sächsische

Schweiz e.V., Bahnhofstr. 21, 01796 Pirna.

Eine Jury wählt die fünf besten Bilder unter den Einsendungen aus. Das

Los entscheidet unter den ausgewähl ten Werken über den Hauptgewinn und

die anderen Preise. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

2.

Preis

1.

Preis

Teilnahmebedingungen unter www.saechsische-schweiz.de/gewinnspiel

Foto: © Toskaanworld/Thomas Kunack

3.

Preis

Foto: Sandstein und Musik

1 Bildband

von Helmut Schulze

2 übernachtungen für 2 Personen im Komfortzimmer

des Hotel Elbresidenz an der Therme Bad Schandau

inkl. Frühstücksbüffet und Nutzung der

Bade- und Saunalandschaft.

3 x 2 Eintrittskarten für das Abschlusskonzert

des Festivals Sandstein und Musik

Die Gewinner unseres Preisrätsels 2015

1. Preis: 2 übernachtungen für 2 Personen im Hotel Steiger Sebnitzer Hof – Karin und Friedrich Jüde, Dietzenbach 2. Preis: 1 Kletterkurs für eine

Person mit der Kletterschule Pirna – Annette Lehmann, Radebeul 3. Preis: 3 x 2 Freikarten für das Abschlusskonzert des Festivals Sandstein und

Musik – B. Berndt, Pulsnitz; Elfriede Kurz, Senftenberg; K. Schmidt, Berlin

Impressum Herausgeber: Tourismusverband Sächsische Schweiz e.V. | Vorsitzender: Klaus Brähmig MdB | Geschäftsführer: Tino Richter | Redaktion: Sebastian Thiel,

Anne Jungowitz, redaktion.urlaubsmagazin@saechsische-schweiz.de | Anzeigen: Tourismusverband Sächsische Schweiz e.V. | Postanschrift: Tourismusverband Sächsische

Schweiz e.V. · Bahnhofstraße 21 · 01796 Pirna · Tel. 03501 470147 · Fax 03501 470148 · info@saechsische-schweiz.de · www.saechsische-schweiz.de | Layout: www.oe-grafik.de

Druck: Prinovis Ltd. & co. KG | Erscheinungsweise: einmal jährlich, Nachdruck von Bildern, Artikeln und Anzeigen, auch auszugsweise nur mit schriftlicher Genehmigung des

Tourismusverbandes. »Sächsische Schweiz–Ihr Urlaubsmagazin« erscheint mit einer Auflage von 200.000 Exemplaren. ©2015

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Ort Einrichtung | Veranstalter Telefon Internetadresse

TOURISTINFORMATIONEN UND NATIONALPARKINFOSTELLEN

ÖPNV-Sächsische Schweiz OVPS-Oberelbische Verkehrsges. Pirna-Sebnitz mbH 03501 792160 www.ovps.de

Altendorf Touristinformation Altendorf 035022 42774 www.sebnitz.de

Bad Gottleuba-Berggießhübel Touristinformationen Bad Gottleuba und Berggießhübel 035023 52980 www.badgottleuba-berggiesshuebel.de

Bad Schandau TouristService Bad Schandau 035022 90030 www.bad-schandau.de

TouristService im Nationalparkbahnhof 035022 41247 www.bad-schandau.de

NationalparkZentrum 035022 50240 www.lanu.de

Gohrisch Touristinformation Gohrisch 035021 66166 www.gohrisch.de

Heidenau Tourismusverein Heidenau und Umgebung e.V. 03529 511015 www.heidenau-tourist.de

Hinterhermsdorf Touristinformation Hinterhermsdorf 035974 5210 www.sebnitz.de

Hohnstein Touristinformation Hohnstein 035975 86813 www.hohnstein.de

Königstein Treff-Punkt Königstein 035021 68261 www.koenigstein-sachsen.de

Königstein (Festung) Touristinformation im Parkhaus »Am Malerweg« 035021 99541 www.koenigstein-sachsen.de

Kurort Rathen Haus des Gastes 035024 70422 www.kurort-rathen.de

Lohmen Touristinformation Lohmen 03501 581024 www.lohmen-sachsen.de

Müglitztal Schloss Weesenstein 035027 6260 www.schloss-weesenstein.de

Neustadt i. Sa. Tourismus-Service zentrum Neustadt 03596 501516 www.touristinfo-neustadt.de

Pirna TouristService Pirna im canalettohaus 03501 556446 www.tourismus.pirna.de

Rathewalde SteinReich 035975 843396 www.steinreich-sachsen.de

Reinhardtsdorf-Schöna Touristinformation Reinhardtsdorf-Schöna 035028 80737 www.reinhardtsdorf-schoena.de

Rosenthal-Bielatal Touristinformation Rosenthal-Bielatal 035033 70291 www.rosenthal-bielatal.de

Sebnitz Touristinformation Sebnitz 035971 70960 www.sebnitz.de

Stadt Wehlen Touristinformation Stadt Wehlen 035024 70414 www.stadt-wehlen.de

Stolpen Stolpen-Information 035973 27313 www.stolpen.de

Krásná Lípa Gesellschaft Böhmische Schweiz +420 412383413 www.ceskesvycarsko.cz

Nationalparkinformationsstellen: Amselfallbaude bei Kurort Rathen, Blockhaus Brand bei Hohnstein,

Eishaus auf dem Großen Winterberg, Beizehaus mit Freigelände Waldhusche in Hinterhermsdorf,

Schweizerhaus auf der Bastei, Zeughaus im Zschand, Schmilka Infostelle

www.nationalpark-saechsische-schweiz.de

BOOTSVERLEIH FAHRRADSERVICE UND -VERLEIH KLETTERKURSE SPORTZENTREN

WANDERTOUREN KINDERRÜCKENTRAGE QUADVERLEIH KLETTERSTEIGAUSRÜSTUNG












Bad Schandau TouristService Bad Schandau 035022 90030 www.bad-schandau.de

Elbsandsteinreisen 035022 90031 www.bad-schandau.de

NationalparkZentrum 035022 50240 www.lanu.de

Örnis Radservice 0160 97565973 www.oernis-radservice.de

»Rund um’s Fahrrad« Bad Schandau 035022 42883 www.fahrrad-strohbach.de

Bad Schandau OT Krippen Bootscharter, Walter Strohbach 035028 81399 www.ziegelscheune-krippen.de/boots-charter

Bad Schandau OT Porschdorf Kletterschule Lilienstein 035022 91828 www.kletterschule-lilienstein.de

Bad Schandau OT Prossen Auto-Mischner Prossen 035022 43307 www.urlaub-mobil.net

Bastei/Lohmen Berghotel Bastei 035024 7790 www.berghotel-bastei.de

Berggießhübel Hotel Sächsisches Haus 035023 630 www.hotel-saechsisches-haus.de

Dresden Hobbit Hikes 0173 3800675 www.hobbit-hikes.de

Heidenau Yo-Yo Kletterhalle 03529 5356989 www.yoyo-kletterhalle.de


















Hinterhermsdorf Sächsische-Schweiz-Tours 035974 50550 www.sax-ch-tours.de

Hohnstein Touristinformation Hohnstein 0355975 86813 www.hohnstein.de

Bergsport Arnold 035975 81246 www.bergsport-arnold.de

Königstein Kanu Aktiv Tours 035021 599960 www.kanu-aktiv-tours.de

Kurort Rathen Quadspaß Ritter 0163 8030910 www.quadspass-ritter.de

Neustadt i. Sa. Tourismus-Service-Zentrum Neustadt 03596 501516 www.touristinfo-neustadt.de

Pirna aktiv Sportzentrum Pirna 03501 79000 www.aktivhotel-saechsischeschweiz.de

Elbbikes 03501 460313 www.elbbikes.de

Flohkiste 03501 761455 www.floh-kiste.de

Kletterschule Pirna 0174 7590187 www.kletterschule-pirna.de

Radgeber 0174 3882488 www.radverleih-pirna.de

Saupsdorf Kräuterbaude »Am Wald« 035974 5250 www.kraeuterbaude-am-wald.de

Schmilka Hotel Helvetia, Paddelbootverleih 035022 92230 www.hotelhelvetia.de

Sebnitz Fahrrad Egert Sebnitz 035971 53537 www.fahrrad-egert.de

SOLIVITAL 035971 808480 www.solivital.de

Sebnitz OT Ottendorf Kletterschule OUTDOORTOURS 035971 56907 www.klettern-sachsen.de

Stadt Wehlen Elbe Adventure 0152 08563885 www.elbe-adventure.de

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Ort Einrichtung Telefon Internetadresse | Öffnungszeit

BURGEN SCHLÖSSER MUSEEN

Bad Gottleuba Bähr-Mühle 035023 69789 jeder 2. und 4. Sonntag: 10–12 Uhr und 14–16 Uhr, jeden Do. 15–17 Uhr

Hist. Samml. im Gesundheitspark 035023 648932 Di.–Do., Sa. 13–17 Uhr, So. 10–17 Uhr

Berggießhübel Besucherbergwerk »Marie Louise Stolln« 035023 52980 Oktober–Mai: Mi.–So./Feiertag* 10–17 Uhr,

Schulferien Sachsen tägl. 10–17 Uhr;

Juni–September: täglich 10–17 Uhr; *ohne 24., 25., 26.12., 01.01.

Bad Schandau Museum Stadtgeschichte/Erich- 035022 42173 Mai–Oktober: Di.–Fr. 14–17 Uhr, Sa./So. 10–17 Uhr;

Wustmann-Ausstellung/Bergsteigen

November–April: Di.–So. 14–17 Uhr

Bad Schandau OT Krippen Friedrich-Gottlob-Keller-Museum 035022 90030 Öffnungzeiten auf Anfrage

Bastei/Lohmen Felsenburg Neurathen 03501 581024 täglich von 9–18 Uhr, im Winter auf eigene Gefahr

Dohna Heimatmuseum Dohna 03529 512628 Di.–Do. 14–16 Uhr, Sa./So./Feiertag 14–17 Uhr, sowie nach Vereinbarung

Dresden Pillnitz Schloß und Park Pillnitz 0351 2613260 Park ganzjährig ab 6 Uhr; Museen 1. Mai–1. Nov.: Di.–So. 10–18 Uhr;

2. Nov.–30. April: Führungen an den Wochenenden im Schlossmuseum;

Palmenhaus April-Okt.: 9–18 Uhr, Nov.-März: 10–16 Uhr 24. und

25.12. geschlossen

Dürrröhrsdorf-Dittersbach Belvedere »Schöne Höhe« 035026 97528 Öffnungszeiten nur noch auf Anfrage

Früheste Goethe-Verehrungsstätte

Glashütte Deutsches Uhrenmuseum Glashütte 035053 46283 täglich von 10–17 Uhr

Heidenau Barockgarten Großsedlitz 03529 56390 April–August: 8–20 Uhr, Sep./Okt.: 8–18 Uhr, November–März: 8–16 Uhr

Hinterhermsdorf Waldarbeiterstube 035974 5210 Öffnungszeiten nur noch auf Anfrage

Hohnstein Burg Hohnstein mit 035975 81202 April–Oktober: täglich 10–17 Uhr

Naturkunde- und Geschichtsmuseum

Königstein Festung Königstein 035021 64607 April–Oktober: 9–18 Uhr, November–März: 9–17 Uhr, 24.12. geschlossen,

31.12. nur bis 15.30 Uhr, andere Öffnungszeiten für Austellungen

Liebstadt Schloss Kuckuckstein 035025 12770 Termine auf Homepage: www.schlosskuckuckstein.de

Lohmen Schloß Lohmen 03501 581024 April–Oktober: Mo.–Sa. 9–12 Uhr, Di. 13–18 Uhr,

Do. 13–16 Uhr, Mi. geschlossen

Müglitztal Schloss Weesenstein 035027 6260 Jan.: Sa./So. 10–16 Uhr; April–Okt.: 9–18 Uhr; Nov.–März: Di.–So. 10–16 Uhr

Naundorf Robert-Sterl-Haus 035020 70216 1. Mai–31. Oktober: Do.–So./Feiertage 10–17 Uhr

Neustadt Stadtmuseum 03596 505506 Di.–Do. 10–12 Uhr und 13–16 Uhr, Fr. 10–12 Uhr, Sa./So./Feiertag 14–17 Uhr

Pirna DDR-Museum 03501 774842 April–Oktober: 10–18 Uhr, letzter Einlass 16.30 Uhr, Mo. Ruhetag

November–März: 10–17 Uhr, letzter Einlass 15.30 Uhr, Mo./Fr. Ruhetag

Gedenkstätte Pirna Sonnenstein 03501 710960 Mo.–Fr. 9–16 Uhr, Sa. 11–17 Uhr, öffentliche Führung Sa. 14.30 Uhr

Richard-Wagner-Stätten (Graupa) 03501 4619650 1. Nov. bis Gründonnerstag: Di.–Fr. 11–17 Uhr, Sa./So./Feiertag 10–17 Uhr;

Karfreitag bis 31. Okt.: Di.–Fr. 11–17 Uhr, Sa./So./Feiertag 10–18 Uhr

Stadtmusem 03501 556461 Di.–So./feiertags 10–17 Uhr, Sonderführung nach Vereinbarung

Pirna-Zuschendorf Schloß und Park Zuschendorf 03501 527734 Mitte März–Oktober: Di.–So. und Feiertags 10–17 Uhr, Mo. geschlossen

Rammenau Barockschloss Rammenau 03594 703559 April–Oktober: 10–18 Uhr, November –März: 10–16 Uhr (Dienstag Ruhetag)

Reinhardtsdorf-Schöna Heimatstube 035028 80737 sonntags 13–15 Uhr und nach Absprache

Sebnitz Deutsche Kunstblume Sebnitz 035971 53181 Di.–So. 10–17 Uhr; Feiertage 10–17 Uhr

Städtische Sammlungen 035971 80730 Di.–So. 10–17 Uhr

TILLIG Modelleisenbahngalerie 035971 90327 Mo.–Fr. 10–17 Uhr, Sa. 10–16 Uhr, So. (Nov.und Dez.) 13–16 Uhr, feiertags

(außer Sonntag) 13–16 Uhr, 24.–26.12./31.12. und 1.1. geschlossen

Stadt Wehlen Heimatmuseum und Pflanzengarten 035024 70413 Mai–Oktober: täglich 8–18 Uhr

Stolpen Burg Stolpen 035973 23410 April–Oktober: 9–18 Uhr; Nov.–März 10–16 Uhr (witterungsabhängig),

24.12. geschlossen

Stadtmuseum 035973 28029 tägl. (außer Mo.) 14–16 Uhr

BÄDER

Bad Schandau Toskana Therme 035022 54610 www.toskana-therme.de

Ausführliche Informationen erhalten Sie unter: www.saechsische-schweiz.de

Berggießhübel Erlebnisbad »Billy« (Freibad) 035023 62379 www.freizeitbad-billy.de

cunnersdorf Waldbad cunnersdorf (Freibad) 035021 68953 www.gohrisch.de

Heidenau Albert-Schwarz-Bad (Freibad) 03529 512346 www.freibad-heidenau.de

Hohnstein Goßdorf (Freibad) 035975 80986 www.hohnstein.de

Hohnstein (Freibad) 035975 81287 www.hohnstein.de

Neustadt mariba 03596 502070 www.mariba.eu

Polenz Waldbad Polenz (Freibad) 03596 604778 www.waldbad-polenz.de

Pirna Geibeltbad Pirna 03501 710900 www.geibeltbad-pirna.de

Rathewalde Erlebnisbad Rathewalde (Freibad) 035975 80994 www.hohnstein.de

Reinhardtsdorf-Schöna Waldbad Schöna (Freibad) 035028 80737 www.reinhardtsdorf-schoena.de

Sebnitz Kräutervitalbad 035971 52533 www.kraeutervitalbad.de

Sebnitz OT Hertigswalde Freibad 035971 52514 www.touristikzentrum-sebnitz.de

Stolpen Stadtbad Stolpen (Freibad) 0152 05659174 www.stolpen.de

Stadt Wehlen Erlebnisbad (Freibad) 035020 70249 www.wehlen-online.de

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Sächsische Schweiz Ihr Urlaubsmagazin 2016 127


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Monat Datum Veranstaltung Ort

VERANSTALTUNGEN 2016 (AUSWAHL)

Februar 31.01.–21.02.16 »Hier spielt sich was ab!« – Spielewochen verschiedene Veranstaltungsorte

07.02.16 CARCASONNE-Fan-Treffen mit Spielerfinder Klaus-Jürgen Wrede auf der Festung Königstein

März 05.03.–13.03.16 XIII. Deutsche Kamelienblütenschau im Landschloß Zuschendorf Pirna

12.03.16 Ostermarkt Lohmen

April 01.04.–30.04.16 GenussReise – Genießen Sie den kulinarischen Frühling in der Sächsischen Schweiz Sächsische Schweiz

02.04.–11.12.16 24. Festival »Sandstein und Musik« verschiedene Veranstaltungsorte

09.04.16 Pirnaer Tresen (Kneipenfest) Pirna

09.04.16 Sebnitzer Blumenball Sebnitz

22.04.16 Eröffnung der Sonderausstellung »Mönche auf dem Königstein« Königstein

22.04.16 »Lebendiges Canalettobild« – Nachstellung des Originalbildes auf dem Marktplatz Pirna

23.04.–24.04.16 Bahnerlebnistage Sächsische Schweiz verschiedene Veranstaltungsorte

24.04.16 Wollfest im NationalparkZentrum Bad Schandau

24.04.16 19. VVO Oberelbe-Marathon Königstein bis Dresden

30.04.16 traditionelles Maibaumsetzen in fast allen Orten

Mai im Mai Wagneriade Pirna

01.05.16 Fahrt in den Frühling mit historischem Fahrbetrieb in der Kirnitzschtalbahn Kirnitzschtal

01.05.16 Saisoneröffnung der Kunstmeile Wehlen Stadt Wehlen

14.05.–16.05.16 Pfingstfahrten im historischen Fahrbetrieb in der Kirnitzschtalbahn Kirnitzschtal

14.05.–16.05.16 »Kunst offen« in der Kunstmeile Wehlen Stadt Wehlen

14.05.–16.05.16 25. Weesensteiner Mittelalterfest & Pfingstritterturnier mit Falknerspielen Weesenstein

26.05.–29.05.16 Markt der Kulturen Pirna

27.05.–29.05.16 Hohnsteiner Puppenspielfest Hohnstein

28.05.–29.05.16 Die Schweden erobern den Königstein Festung Königstein

Juni 04.06.–05.06.16 Hauptstraßenfest mit Wildwasserrennen Berggießhübel

04.06.–05.06.16 Historisches Stadtfest Stolpen

17.06.–19.06.16 Stadtfest Pirna

17.06.–19.06.16 Stadtfest zum 775jährigen Stadtjubiläum Sebnitz

17.06.–19.06.16 8. Ausfahrt historischer Motorräder Hohnstein

17.06.–19.06.16 1. Sächsisches Craft Beer Festival Stolpen

19.06.–07.08.16 25. Festival Mitte Europa verschiedene Veranstaltungsorte

22.06.–27.06.16 Deutscher Wandertag 2016 Sebnitz

24.06.–26.06.16 Schostakowitsch-Festival Kurort Gohrisch

25.06.–26.06.16 Historisches Burghoffest Stolpen

Juli im Juli Richard-Wagner-Spiele Pirna

01.07.–03.07.16 Elbsandstein Bouldercup Bad Schandau

02.07.–03.07.16 Tag der Kunst Pirna

10.07.16 Es war einmal … – Ein Märchenfest zum Mitmachen,

Sehen und Hören nicht nur für Kinder!

Festung Königstein

30.07.–31.07.16 19. Kirnitzschtalfest Kirnitzschtal

August 05.08.–07.08.16 8. Sparkassen-Panoramatour Sächsische Schweiz Sächsische Schweiz

06.08.16 Hofnacht Pirna

September 02.09.–03.09.16 5. Bergsichten Sommer Open-Air im Aktivhof Bad Schandau OT Porschdorf

02.09.–04.09.16 3. Yoga Event mit S. Singh »No Drama – Just Yoga« Bad Schandau

04.09.16 19. Naturmarkt Sächsische Schweiz Stadt Wehlen

09.09.–11.09.16 Steenbrecherfest Lohmen

10.09.16 Kanonendonner über dem Elbtal – Böllerschießen und Kanonenschau Königstein

10.09.16 Weinfest im Klosterhof Pirna

10.09.–11.09.16 Schauspiel »Die Retter« Pirna

10.09.–11.09.16 Naturmarkt Stolpen

11.09.16 Tag des offenen Denkmals bundesweit

18.09.16 Bergwiesenfest am Lilienstein

Oktober 03.10.16 Historischer Fahrbetrieb in der Kirnitzschtalbahn Kirnitzschtal

03.10.–16.10.16 Ferienspaß für Königskinder im Schlösserland Sachsen Burgen und Schlösser

November 15.10.–13.11.16 Kulinarische Wochen Sächsische Schweiz

04.11.16 Museums- und Einkaufsnacht Sebnitz

25.11.–23.12.16 Canalettomarkt »Pirnas barocke Weihnacht« Pirna

Dezember täglich im Advent

mit Voranmeldung Mettenschicht im Besucherbergwerk Marie Louise Stolln Berggießhübel

an den Advents- Historisch-Romantischer Weihnachtsmarkt

wochenenden »Königstein – Ein Wintermärchen« Festung Königstein

02.12.–04.12.16 Sebnitzer Tannert-Weihnacht Sebnitz

03.12.–04.12.16 Romantischer Weihnachtsmarkt Stolpen

10.12.16 Historischer Weihnachtsmarkt Lohmen

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