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Louisen Arkaden

GOURMET & GOURMAND

GOURMET & GOURMAND PHILIPP KUHN WIE IST DER 2015ER WEISSWEIN-JAHRGANG IM HAUSE KUHN? Philipp Kuhn sagt dazu Folgendes: „Wenn ich mit Petrus einen Vertrag machen könnte, dass jeder Jahrgang in Zukunft so sein könnte wie der 2015er – ich würde den Vertrag unterschreiben und ihm ein paar Freikisten schicken“. Und das ist nicht übertrieben. Schon der „Einsteiger-Wein“, der beliebte 2015 Freistil Muskateller, trocken (ab sofort, € 7,90) – besticht durch sein geradezu betörendes, animierendes Bouquet. Selten hat man einen frischeren jungen Wein ins Glas bekommen, der so viel Lust macht auf die 2015er Philipp Kuhn Weine, und sicher viele andere guten Tropfen aus Deutschen Landen. Während der Freistil am Gaumen frisch, saftig und lebendig bleibt, besticht er mit einer wahren Gaumenfreude im Abgang. Er hat nur ca. 11% Vol. und wenn es je einen Frühlings- oder Terrassenwein gegeben hat, dann ist es dieser. Wir probierten weitere großartige, vielversprechende Weine. Die 1. Lage 2015 Kallstadter Steinacker, trocken (vorrausichtlich ab Mai, ca. € 15,90) – feine Apfelnoten, im Abgang Weinbergpfirsich und Aprikose. Ein vibrierender, perfekter Riesling mit schön verpackter Säure. „Das sind Weine für die Ewigkeit gemacht“, da waren wir uns einig. Phantastisch auch der 2015er Weißer Burgunder Tradition. Elegante und frisch der Laumersheimer Grauburgunder, trocken. Was ein „Maul voll Wein“ und dabei so elegant und in keiner Weise fett, wie viele andere Grauburgunder. Nicht zu vergessen der Sauvignon Blanc Tradition, trocken – ich muss es zugeben – immer einer meiner Lieblingsweine seit ich damals den ersten Sauvignon Blanc 2005 von Kuhn im Alten Rentamt bei Ingo Holland getrunken habe. Der 2015 ist eher ein gelber Typ, also reifer und nicht nur zum ganz jungen Genuss geschaffen. Er ist schön animierend, bitzelig, tänzelt auf der Zunge, umgarnt von feinen Waldmeister Noten und offenbart dann auch seine etwas grünliche, sortentypische Seite. Im Abgang Blüten und dabei sehr intensiv und lang. Ich vergebe spontan 91 Punkte. Mal sehen, was Robert Parker dazu sagen wird... ;) 44

GOURMET & GOURMAND PHILIPP KUHN EIN AUTODIDAKT GREIFT NACH DEN STERNEN Familien-Betrieb Weingut Philipp Kuhn (Laumersheim, Pfalz). Der 44jährige Pfälzer Starwinzer Philipp Kuhn ist an der Spitze des Deutschen Winzerhimmels angekommen. Mit seinen Weinen hat er schon etliche erste Plätze bei Blindproben gewonnen. Allein 10 Siege beim Deutschen Rotweinpreis und 3 Titel in Sachen trockener Riesling stehen zu Buche. Ja, er darf sich sogar „Riesling Champion“ nennen. Mehr Vielseitigkeit geht nun wirklich nicht! Sein Handwerk hat er vom Vater Philipp Kuhn gelernt. Das Weingut Kuhn ist ohnehin ein (reiner) Familienbetrieb: Die Mutter hilft im Büro und Verkauf, der Vater kocht für die ganze Familie, immer pünktlich um 12 Uhr gibt es Mittagessen, die Frau hält „ihm den Rücken frei“ und Verkaufsleiter Lars Lander gehört so gut wie zur Familie… Doch zum Werdegang des Philipp Kuhn: Kurz bevor er sein Abitur in der Tasche hatte, gab es an seiner Schule eine Berufsberatung und er sagte dem Berater „Ich möchte Winzer werden“. Das war Mitte der 80er und die Deutsche Weinbranche litt extrem unter Absatzproblemen. „Es war Endzeitstimmung“. Deutschland stand weltweit wie national für süße, kleine Weinchen. Der Glanz und das Ansehen, das die Weine vor dem letzten Krieg hatten, war völlig verblasst! Der Berufsberater riet ab, doch Philipp Kuhn war fest entschlossen. Auch wenn du bei den Mädels dann nicht der Held warst. Du warst für die einfacher Bauer und sie fragten noch blöd: „Was macht man denn da so außer Traktor-Fahren schon Tolles?“. Doch Philipp Kuhn interessierte das leere Geschwätz nicht, er war beeindruckt vom Vater – „Der war immer sein eigener Herr. Das wollte ich auch sein. Ich bin kein Befehlsempfänger; ich gehe gerne meinen eigenen Weg.“ Und so trotzte er in schwierigen Zeiten gegen den Trend, legte schon 1988 seinen ersten eigenen Weinberg an (Spätburgunder) und begann ab 1992 den Familienbetrieb umzukrempeln. Vater Philipp (sen.) ließ ihn machen. So wurden die alten Trauben, die hauptsächlich süße Weine brachten, gerodet (Müller-Thurgau, Kerner, Ehrenfelser,…) und die eigenen Rebsorten wurden gepflanzt: Bei den Weißen viel Riesling, Weiß- und Grauburgunder, Chardonnay, Muskateller und später dann aber auch Viognier und Sauvignon Blanc. Bei den Roten: Spätburgunder, Cabernet Sauvignon, Merlot, Blaufränkisch, Cabernet Franc und sogar als besonderes „Hobby“ Sangiovese. Blaufränkisch und Cabernet Franc baut Philipp Kuhn heute sogar sortenrein aus und immer wieder auch rare Mengen seines legendären Barrique-ausgebauten Viogniers. Den 2015er Jahrgang haben wir vom Fass getestet. Er wird bei C &C fine wine etwa ab Mitte Mai 2016 erhältlich sein. 2015 Viognier, trocken Laumersheimer Reserve (vorraussichtlich € 17,50) In der Nase reife Williams-Birne, man merkt die Vanille-Note des Barrique. Das erinnert im Duft ein wenig an milde Whiskies, z.B. Glenmorangie 18 yo. Der Wein wird unfiltriert abgefüllt, was ein klares Indiz dafür ist, dass er durchgegoren ist (sehr trocken). Am Gaumen zeigt sich aber neben einer feinen mineralischen Salzigkeit dennoch viel Frucht: Wieder Birne, Pfirsich, etwas Mandarine. Er ist dabei sowohl etwas wild und ungestüm, aber dennoch sehr elegant und im Abgang lang und sogar fruchtig, etwas vanillig. Dieser Wein sollte nicht (nur) jung getrunken werden. Man lagert ihn am besten 2-3 Jahre und auch in 8 Jahren wird er unvorstellbar gut entwickelt sein und Riesenspaß machen. Es gibt insgesamt nur 6 Fässer. Bestellen Sie am besten schon jetzt 1 Kiste bei uns vor! Man weiß es sehr zu schätzen, wenn man einmal die Freude hatte, in den heiligen Keller eines Star-Winzers geführt zu werden und aktuelle Jahrgänge vom Fass bzw. vom Stahltank zu probieren. Für einen Winzer gibt es ja (eigentlich generell) keinen schlechten Jahrgang. Das Jahr 2014 zum Beispiel war von den Wetterbedingungen alles Andere als ideal. Dennoch brachten Philipp Kuhn und sein Familienbetrieb auch in diesem eher schwierigen Jahr Großes ins Glas. Unter anderem prämierte der Weinpabst Robert Parker zwei 2014er trockene Rieslinge mit 93 und 94 Punkten. Der Griff nach den Sternen geht also weiter. Die spannende Frage für Sie, unsere Leser, ist natürlich: 43

29.05. bis 25.06.2011 - Rotary Distrikt 1820
kuhn merge maxx 900 - EIKSenteret
MERGE MAXX 900 - Kuhn North America Inc.
Merge Maxx 300 Power Merger - Kuhn North America Inc.
Erste Ausgabe 2006 - readme-dlm.ch
ESTATE WINES - Weingut Philipp Kuhn
Wann & Wo 18.11.2015
Text as PDF file - Fresenius
Durchblick Nr. 53, Ausgabe Vaihingen
Starterliste Production/Revolver/Modified Division
IN TOUCH - Jüdisches Museum Hohenems
Family Tree Maker - Henney's
Philipp Hollerbach - Kuennen